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Denkanstoß
Schwan und Gans
Foto: Archiv

Ein Mann kaufte auf dem Markt einen Schwan und eine Gans. Zu Hause angekommen setzte er beide auf dem Teich seines großen Gartens aus. Der schöne Schwan sollte seine Augen erfreuen und durch seinen sagenhaften Gesang vor dem Tod auch seine Ohren. Die Gans aber sollte einmal einen schmackhaften Braten für die Festtafel abgeben.
Lange Zeit lebten beide Vögel in Ruhe auf dem Teich und befreundeten sich. Gemeinsam schwammen sie auf dem Wasser und wurden oft vom Hausherren und seinen Gästen bewundert und mit Leckerbissen verwöhnt. Doch dann kam der Tag, an dem die Gans geschlachtet und für ein Festessen gebraten werden sollte.

An diesem Tag war der Koch zufällig betrunken, und so kam es, dass er statt der Gans den Schwan fing. Wie er das Messer an seinen Hals setzte, begann der Schwan in Todesangst seinen berühmten letzten Gesang. eine singende Gans aber hatte der Koch noch nie erlebt, und er weigerte sich, sie zu schlachten. So kam die vermeintliche Gans auf den Teich zurück.

Daraus kann man sehen, dass schönes Singen jemandem sogar das Leben retten kann.


Autor: Nach La Fontaine; Foto: Archiv - 4.3.2015
Schwan und Gans - 4.3.2015
Epochen - 28.2.2015