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Denkanstoß
Zweierlei Christen
Foto: Archiv
Ein Christ spricht grade von den Dingen,
die alle Menschen allgemein
mit Kirche in Verbindung bringen:
Von Pfarrern und vom Gläubig-Sein...

Er habe, ohne sich zu loben,
obgleich er nie zur Kirche geht,
den allerbesten Draht nach oben:
Im Hör'n und Tun und im Gebet!

Auch leuchte ihm in Glaubenssachen
ein wirklich helles inn'res Licht;
er brauche, was sonst Pfarrer machen,
Verkündigung und Predigt nicht!

Er wisse selber nicht weswegen,
doch sei er in der Kirche drin.
Nun, sei's ihm selbst auch nicht zum Segen,
wär's doch der Kirche ein Gewinn!

Ein zweiter Christ ist ausgetreten,
die Kirchensteuer spart er sich,
und folglich Kirchgang auch und Beten
und christlich leben sicherlich?

Nein, weit gefehlt: Die Taten weisen
den zweiten Christ als gläubig aus:
Er kommt zu Gruppen und zu Kreisen
und sonntäglich zum Gotteshaus. -

Was möchten diese Zeilen sagen?
Der Bess're ist der erste Christ?
Weil er ja doch, trotz aller Fragen,
ein Kirchensteuerzahler ist?

Ich möchte eh'r den zweiten nennen,
weil Kirche von den Menschen lebt,
die tätig sich zum Herrn bekennen
und nicht von Steuern, die sie hebt!

Am besten freilich möcht' ich finden,
der Christ betrete neu den Pfad
und würde alles dies verbinden:
Den Kirchgang, Steuer und die Tat!



Autor: Pfarrer Manfred Günther; Foto: Archiv - 27.8.2016
Zweierlei Christen - 27.8.2016
Weisheit - 26.8.2016
Zuwendung - 25.8.2016