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Denkanstoß
Leidenschaftliche Liebe
Foto: Archiv

Häufige Meinung: Das Christentum ist etwas Leidenschaftsloses, ja, Leidenschaftsfeindliches! Dafür gibt es in der Tat genügend schlechte Beispiele. Von der biblischen Botschaft her aber sieht das anders aus. Gottes Liebe - sie ist dynamisch-leidenschaftlich, kraftvoll. Und auch für die menschliche Liebe gilt: Gefühle und Leidenschaft, Herzlichkeit, dynamische Glut - das macht die Liebe zu den Menschen, zu Gott und zu mir selbst "rund". Und die erotische Liebe ist selbstredend Leidenschaft.



Ich darf "Ja" sagen zu meinen Gefühlen und Leidenschaften, mögen sie nun "Liebe" heißen oder auch "Zorn" - es sind gottgeschenkte, gesunde Lebenskräfte. Nur dank ihnen kann ich überhaupt etwas erreichen, habe ich Antrieb. Jede Leidenschaft, jedes Gefühl birgt Möglichkeiten zum Guten wie zum Bösen in sich. Es geht also um einen verantwortlichen Umgang damit, um ein maßvolles Ausleben.

Leidenschaftlicher Zorn über Ungerechtigkeit wird - maßvoll ausgelebt - zum Mut, sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Maßlos ausgelebter Zorn hingegen entlädt sich spontan-zerstörerisch, bewirkt Unverständnis und tiefe Verletzung. Oder umgekehrt: Gar nicht ausgelebt und ausgedrückt, kann heftiger Zorn allmählich zur dumpfen, ohnmächtigen, zerfressenden, vergiftenden Wut werden.

Liebe, maßvoll ausgelebt, führt zu einer von Achtung, Nähe und Distanz geprägten zwischenmenschlichen Beziehung und Partnerschaft. Maßlos ausgelebte Liebe hingegen führt zum Schlechten, zum Klammern.


Autor: Uli Heuel, Mach mehr aus deinem Leben, S. 133; Foto: Archiv - 24.10.2014
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