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Denkanstoß
Fremde Federn
Foto: Archiv - (Mit einem Klick auf das Bild können Sie das Gedicht anhören)


Ein Christ - bis heute - war mitnichten
an seinem Pfarrer intressiert.
Er konnte gut auf ihn verzichten
und tat es auch ganz ungeniert:

Beim Kirchgang war er nie zu sehen;
stattdessen war am Tag des Herrn
für ihn der Tag zum Theke-Stehen,
dort plauderte und trank er gern.

Jedoch - wir wollens nur mal denken -
es hätte „Kirche“ wer erwähnt,
um dort den Christen hinzulenken,
er hätte sicher müd gegähnt!

Mit einem Wort: Er mied bis heute,
was doch der Name „Christ“ verspricht,
verachtete die Kirchenleute
und kannte seinen Pfarrer nicht.

Bis heute nur! Des Höchsten Leiten
nimmt manchmal seltsam seinen Lauf:
Des Christen Pfarrer trat im „Zweiten“,
bei „Wetten dass...“ im Fernsehn auf!

Und hat die Sache gut begonnen!
Millionenfach die Sympathie
und dann die Wette noch gewonnen!
Jetzt staunt er, unser Christ - und wie!

Auch fragt man ihn seit heute häufig:
Ob das denn nicht sein Pfarrer war,
der jetzt dem ganzen Land geläufig,
der wär ja „einfach wunderbar“!

Was sagt der Christ zu diesen Dingen?
Er ist - die Welt ist oft verrückt! -
wie Halme, wenn sie Feuer fingen,
von „seinem Pfarrer“ ganz entzückt!

Und schwärmt auch laut und voll Entzücken
bei jeglicher Gelegenheit!
(Man sieht, auch fremde Federn schmücken!
Doch - ganz gewiss - nur kurze Zeit!)


Autor: Pfarrer Manfed Günther; Foto: Archiv - 28.4.2015
Fremde Federn - 28.4.2015