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Denkanstoß
Wochenspruch: Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Röm. 5,8)
Foto: Archiv


Wir lieben es,
die Sünde zu vermindern,
als käme sie
von falschem Handeln her:
Das schlimme Tun
von unfolgsamen Kindern,
das böse Wort,
die Heimlichkeit - nicht mehr!

So lösen wir die Sünde
auf in Taten
und meinen, wer sie meidet,
wäre recht.
Erst wenn mein „gutes Wollen“
schief geraten,
dann nennen wir,
was draus geworden, schlecht.

Doch ist die Sünde
immer schon vorhanden:
Sie ist kein Tun,
sie ist mein ganzes Sein!
Als Gott mich schuf,
da ist auch sie entstanden,
mein erster Atem
sog auch sie schon ein.

So sind wir - ohne Christus -
Gottes Feinde:
Uns trennen Welten!
Mächtig, abgrundtief
der Sünde Kluft,
aus der in die Gemeinde
der Herr der Christen
seine Leute rief.

Dies ist sein Werk:
Dass er zusammenrücke,
was unsres Wesens
Folge ewig trennt:
Von mir zu Gott
liegt jetzt des Kreuzes Brücke,
und er führt heim,
den, der sich Sünder nennt.



Autor: Manfred Günther; Foto: Archiv - 2.3.2015
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