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25 Jahre in Bewegung - Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Pilgerstellen in Trier
Eine Pilgergruppe aus dem Bistum Trier pilgerte nach Lourdes. Foto: bt
22.11.2009

(Trier/bt) – Immer mehr Menschen entdecken das Pilgern – das wurde in Trier auf der Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Pilgerstellen (AGDP), deutlich. Vom 18. bis zum 20. November kamen die Verantwortlichen katholischer Pilgerstellen aus dem deutschsprachigen Raum in Trier zusammen.

Das Treffen war zugleich ein Jubiläum: Vor 25 Jahren hatten sich die Pilgerleiter ebenfalls bei einem Zusammentreffen in Trier zusammengeschlossen, um die Organisation und geistliche Betreuung von Wallfahrten, insbesondere nach Lourdes, voranzubringen. Mittlerweile gehören der AGDP 20 diözesane Pilgerstellen sowie acht kirchliche und private Pilgerorganisationen und -vereine an.

Ob Pilgern als neuer Trend verstanden werden kann und welche Herausforderungen damit verbunden sind, war eine Schlüsselfrage der Tagung in Trier. Entwicklungen und neue Wege in Sachen Pilgerreisen wurden vorgestellt und diskutiert. Wie viel der „Trend Pilgern“ noch mit Kirche zu tun hat und welche Leitlinien für Pilgerwege gelten sollten, waren Themen von Impulsreferaten. Die Unterschiede der verschiedenen Wallfahrtsorte wurden ebenso dargestellt wie die zukünftige Entwicklung der Angebote für Pilger. Dabei zeigte es sich, dass Trends wie Event-, Inliner-, Motorradfahrer- oder Karnevalisten-Wallfahrten neue, insbesondere auch junge Zielgruppen ansprechen.

Nach den Erfahrungen der Verantwortlichen aus den Pilgerstellen stehen Pilgerfahrten auch durch Veränderungen des Reiseverhaltens in Deutschland immer stärker im Fokus. Nahziele würden verstärkt gebucht, Erlebnisreisen boomten und Aspekte wie Kultur, Wellness und auch Spiritualität seien zunehmend wichtig für Reisende. Für Anbieter von Pilgerreisen, so lautete der Tenor, bedeute das, durch neue Angebote aus Natur, Kultur und Spiritualität Pilgerreisen für viele Menschen attraktiv zu machen. Auch der Vorstandsvorsitzende der AGDP, Bernhard Meyer, hält individuelle Angebote dieser Art für sinnvoll, da „der Pilger manchmal erst auf dem Weg zum Pilger wird“. Wichtig sei es allerdings, die Qualität der Pilgerreisen zu erhalten. Es sei unbedingt erforderlich, so betonte Meyer, dass im Zuge der neuen Formen das spirituelle Angebot nicht auf der Strecke bleibe.

In der Basilika St. Matthias, wo das Grab des Apostels Matthias jedes Jahr das Ziel von Tausenden Pilgern ist, feierte der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann mit den Teilnehmern der Tagung die Heilige Messe. Der Bischof machte deutlich, dass die Menschen, die sich auf Pilgerwege begeben, diese Entscheidung nicht selbst träfen. Zwar würden sie aus Programmen, Angeboten und Zielen auswählen; „doch auf die Pilger- und Glaubenswege ruft uns in Wirklichkeit Jesus.“ Menschen entschieden sich fürs Pilgern, weil sie spürten, dass sie dann auf dem Weg Jesu Christi gehen.

Zum Abschluss der Tagung feierte am 20. November zunächst der Bischof von Würzburg, Dr. Friedhelm Hofmann mit den Teilnehmern der Tagung die Eucharistie in der Basilika St. Paulin. Die Tagung endete mit einem Festempfang aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der AGDP.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter
www.agdp-online.de



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