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Spanier rennen für Trainer Pastor auch gegen die Wand
(Leipzig/dpa) - Als der Herzog von Mallorca unter seinem
bürgerlichen Namen Inaki Urdangarin noch selbst Handball spielte,
reichte es für die Spanier nie zum großen Wurf. Erst fünf Jahre nach
dem Rückzug des früheren Weltklasse-Rückraumspielers aus dem
Leistungssport gewannen die Iberer im Jahr 2005 ihre erste
Goldmedaille: Mit dem WM-Titel vor zwei Jahren beim Turnier in
Tunesien wurden die Schützlinge von Trainer Juan Carlos Pastor
endlich ihrem Ruf als Titelanwärter gerecht.
Dabei waren die Spanier immer dicht dran am großen Erfolg. EM-
Zweiter 1996, 1998 und auch wieder im Vorjahr in der Schweiz, EM-
Dritter 2000 und zudem bei den Olympischen Spielen 1996 und 2000 mit
Urdangarin jeweils Dritter.
Pastor war erst wenige Monate vor dem großen Coup von Tunesien
durch einen 40:34-Erfolg im Endspiel gegen Titelverteidiger Kroatien
ins Amt gekommen. Der Trainer des spanischen Erstligisten BM
Valladolid formte binnen kürzester Zeit eine homogene Mannschaft, aus
der nicht Stars wie der einstige Welthandballer Talant Duschebajew
herausragten. «Wenn er sagt, wir sollen gegen die Wand rennen, rennen
wir gegen die Wand», beschrieb der 36-jährige Torwart-Routinier David
Barrufet den Einfluss von Pastor auf die Mannschaft.
Die Spanier sind ein seit Jahren gewachsenes Team, das den Umbruch
nach den Rücktritten von Duschebajew, Urdangarin oder auch Andrej
Tschepkin geschafft hat. Einstige Jungstars wie Alberto Entrerrios
(Ciudad Real), Iker Romero (FC Barcelona) oder auch der aus Kuba
gekommene Rolando Urios (Ciudad Real) sind nun die Leistungsträger,
die sich die Titelverteidigung auf die Fahnen geschrieben haben. Der
Optimismus ist berechtigt: Beim Torneo Internacional de España in
Leon feierte Spanien den Turniersieg nach Erfolgen gegen Brasilien
(41:19), Polen (27:25) und Russland (39:28).
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