EUROPA - EIN TRAUM?

 

Esteban González Pons über den europäischen Traum.

 

(Der wütende Appell eines spanischen Politikers zum EU-Geburtstag)

 

Europa ist kein Markt, es ist der Wille, zusammen zu leben.

 

An Europas Nordgrenze sind die Populisten, im Süden sind die im Meer ertrunkenen Flüchtlinge.

 

Im Osten sind die Panzer von Putin, im Westen die Mauer von Trump.

 

In der Vergangenheit ist der Krieg, in der Zukunft der Brexit.

 

Europa ist heute einsamer denn je, aber die Bürger wissen es nicht.

 

Trotzdem ist Europa die beste Lösung und wir wissen es nicht, wie wir es den Bürgern erklären sollen.

 

Die Globalisierung lehrt uns, dass Europa heute unvermeidbar ist – und die einzige Alternative.

 

Aber der Brexit lehrt uns, dass Europa rückgängig zu machen ist, dass man in der Geschichte rückwärtsgehen kann. Auch wenn es außerhalb Europas sehr kalt ist.

 

Europa ist kein Markt, es ist der Wille, zusammen zu leben.

 

Das Verlassen Europas ist nicht das Verlassen eines Marktes, sondern das Verlassen gemeinsamer Träume.

 

Man kann einen gemeinsamen Markt haben, aber wenn wir keine gemeinsamen Träume haben, haben wir nichts.

 

Europa ist der Frieden, der nach dem Kriegsdesaster kam, die Vergebung zwischen Franzosen und Deutschen.

 

Europa ist die Rückkehr zur Freiheit von Griechenland, Spanien und Portugal.

 

Europa ist der Fall der Berliner Mauer.

 

Europa ist das Ende des Kommunismus.

 

Europa ist der Wohlstand.

 

Europa ist die Demokratie.

 

Europa sind die Grundrechte.

 

 

 

Können wir ohne all das leben?

 

Können wir auf all das verzichten?

 

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