DER DENKANSTOSS

Ein Leben mit Gott 

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle
Wieviel Zeit in unserem Leben verbringen wir mit lernen, arbeiten, Freizeit und Krankheit? Wieviel Zeit mit Urlaub, einkaufen, Schönheits- und Imagepflege?

Alles Zeit, die wir primär für uns selbst tun.

Was ist aber mit der Zeit, die wir mit Gott verbringen; mit dem, der uns erschaffen hat und uns am Leben erhält, der uns atmen lässt und unsere Gesundheit erhält?
Haben wir Ihn, der mit und in uns ist, vergessen?

Manchmal, wenn wir uns traurig, krank und ruhelos fühlen, kommt der Gedanke auf, „Ach hilf mir, Herr!“ Das ist die Zeit der Besinnung auf Gott unserem Schöpfer.

Viele Mönche, Einsiedler und Eremiten wünschen sich die Einsamkeit, um ungestört in der Gegenwart Gottes zu verweilen. Diese Bemühungen sind die Hinwendung des Geistes, des Denkens und des Fühlens an Gottes unendliches Herz. So findet der Mensch die Kraft der Erkenntnis und der Liebe. Auch finden wir in Gottes Wesen die Ruhe und Stärke, die wir so dringend für uns und für unseren Nächsten im Alltag benötigen. Es ist nicht der äußere, weltliche Ort für die Hinwendung zu Gott entscheidend, sondern die bewusste innere Versenkung des Denkens und Fühlens in Gott. Vertrauen wir auf die Kraft der Liebe in unserem Herzen, so kann Christus durch uns wirken, so wird Christus zur Quelle unseres Tuns. Sorgen, Leid und Ängste verschwinden durch den Glauben an diese Kraft. Welten werden kommen und vergehen; die Liebe und Fürsorge Gottes bleiben jedoch für immer bestehen.

Nutzen wir die Zeit, mit Gott dem Allmächtigen, Allwissenden und Ewigen zu sein, damit wir in unserem Leben seinen Willen erfüllen. Dann öffnet Jesus Christus durch die Kraft der Liebe unser Herz und schenkt uns beständige Freude und ewigen Frieden.






Autor: Willibald Dommes - Mitgründer der Musikgemeinschaft Raphael; Foto: Gert Holle - 2.10.2015