DER DENKANSTOSS

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Mi. 6,8)

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

 

Es ist gesagt!

 

Wir haben es vernommen!

 

Wo ist denn einer,

 

der das Maß nicht kennt?

 

Es gibt "Gebote";

 

ihnen nachzukommen,

 

ist unsres Glaubens

 

tiefstes Fundament.

 

 

 

Es gibt die "Liebe",

 

die darauf gegründet.

 

(Ist sie des Nächsten

 

bergend-festes Haus,

 

in dem für ihn

 

der Güte Glut entzündet?

 

Und wärmt sie noch

 

und strahlt sie noch hinaus?)

 

 

 

Und schließlich "Demut",

 

spürbar an dem Geiste,

 

wie er im "Hause" drinnen

 

herrscht und lebt:

 

Ob ich wie selbstverständlich

 

Liebe leiste,

 

ob sie nach Dank

 

und Anerkennung strebt?

 

 

 

Denn das ist klar:

 

Wir bleiben immer Knechte!

 

Es war der Herr,

 

der uns zuerst geliebt!

 

Wir haben keinen Anspruch,

 

keine Rechte,

 

nur diese Pflicht:

 

zu teilen, was er gibt.

 

 

 

Es ist gesagt!

 

Das will der Herr verlangen;

 

doch was er fordert,

 

ist gewiss nicht viel.

 

Er ist in allem

 

selbst vorausgegangen,

 

und wer ihm folgt,

 

hat Leben und ein Ziel!

 

 

 

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Autor: Pfarrer Manfred Günther; Foto: Gert Holle - 25.10.2020


„Denn Gott ist dem Menschen nah …“ - Im Herbst 2005 vertonte ich einen Liedtext meines Freundes Manfred Günther, der über 20 Jahre Woche für Woche Predigten auf seiner Seite www.predigt-eichendorf.de stellte. Auch auf www.glaubeaktuell.net waren diese Predigten zu lesen. Sie wurden von über 8000 Menschen europaweit Woche für Woche angeklickt. Manfred Günther starb im November 2019.