GEDICHT ZUM WOCHENSPRUCH

Denn das Gesetz ist durch Mose die Gnade und Wahrheit ist durch Christus geworden. Joh. 1,17

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

 

 

Die "Wahrheit" Gottes

geht wie ein Begleiter

mit seinen Menschen

schon durch alle Zeit:

Sie hieß "Gesetz"

und war der Wegbereiter,

durch den einst Mose

Israel befreit.

 

Und blieb "Gesetz",

bis uns der Herr geboren,

doch ist durch ihn

entmachtet und erfüllt,

hat seinen Schrecken,

die Gewalt verloren,

ist seit dem Kreuz

mit "Gnade" eingehüllt.

 

Und heißt als "Gnade",

sich auf den verlassen,

in dessen Opfer

Gott der Welt vergibt. 

Sie heißt nun gläubig,

den, nur den zu fassen,

durch dessen Sterben

Gott uns Sünder liebt!

 

Wer jetzt noch meint,

der Himmel sei zu kaufen,

den nennt die "Wahrheit":

selbstgerecht und dumm!

Er hat auf falschen

Wegen sich verlaufen

und besser wär's,

er kehrte eilig um!

 

So hat - bis heute -

"Wahrheit" zwei Gesichter:

Sieht als "Gesetz"

den Sünder strafend an

und ist zugleich -

durch Christi Tod - der Richter,

bei dem der Glaube

"Gnade" finden kann.

 

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Autor: Pfarrer Manfred Günther; Foto: Gert Holle -16.01.2022


„Denn Gott ist dem Menschen nah …“ - Im Herbst 2005 vertonte ich einen Liedtext meines Freundes Manfred Günther, der über 20 Jahre Woche für Woche Predigten auf seiner Seite www.predigt-eichendorf.de stellte. Auch auf www.glaubeaktuell.net waren diese Predigten zu lesen. Sie wurden von über 8000 Menschen europaweit Woche für Woche angeklickt. Manfred Günther starb im November 2019.