DER DENKANSTOSS

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. (1. Petr. 5,5b)

Foto: Horst Guist
Foto: Horst Guist

 

 

 

 

 

Sie wirkt sie nicht -

 

die Demut ist die Gnade!

 

Denn wer sie übt,

 

der bleibt im Herzen frei,

 

dass ihm der Stolz,

 

sein Dünken selbst

 

nicht schade

 

und wird vor Gott

 

noch angenehm dabei.

 

 

 

Denn es ist gut,

 

sich ehrlich zu betrachten:

 

Warst du das selbst,

 

wenn Großes dir gelang?

 

Wenn sie dich rühmen,

 

deine Leistung achten,

 

so dämpft ein Blick

 

zu Gott den Überschwang:

 

 

 

Gibt's eine Gabe,

 

die von ihm nicht käme?

 

(Wenn ich das Danken

 

oft auch schon vergaß!)

 

Wo ist die Kraft,

 

die ich von ihm nicht nähme?

 

Ist nicht sein Lieben

 

reich und ohne Maß?

 

 

 

Wer hat Talent und Können

 

dir gegeben,

 

Gefühl, Geschick,

 

der Finger feines Spiel?

 

Du selbst bist nichts;

 

ein andrer läßt dich leben;

 

er ist dein Ursprung,

 

schenkt dir Weg und Ziel.

 

 

 

So sieht es Demut,

 

kann's nicht anders sehen:

 

Dein Ruhm ist Gott!

 

Sein Wirken kennt kein Ruh'n. 

 

Bemerkst du oft

 

sein klares Widerstehen,

 

dann nimm's als Wink,

 

den Hochmut abzutun!

 

 

 

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Autor: Pfarrer Manfred Günther; Foto: Horst Guist -12.08.2018