DER DENKANSTOSS

Lobe den Herrn, meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. (Ps. 103,2)

Foto: Heidrun Gemähling
Foto: Heidrun Gemähling

 

 

 

Wie zahlreich sind die Gründe,

 

Gott zu loben!

 

Wo ist der Mensch,

 

dem Böses nur geschieht?

 

Doch wir sind blind!

 

Der Maßstab ist verschoben:

 

Das kleine Leid,

 

das uns zu Boden zieht,

 

 

 

es wiegt uns mehr

 

als all die guten Gaben. 

 

Vor einer Stunde,

 

die uns dunkel war,

 

verblassen helle Jahre,

 

die wir haben.

 

Wir klagen gern

 

und wir sind undankbar.

 

 

 

Da fragt man schon:

 

Wie lässt sich übersehen,

 

was unser Gott uns täglich

 

reichlich schenkt?:

 

Wir sind gesund,

 

beweglich, können gehen,

 

ein Herz das fühlt,

 

ein wacher Geist, der denkt...

 

 

 

Dann all die Dinge noch,

 

die uns umgeben:

 

Das Haus, die Habe,

 

was uns schützt und nährt. 

 

Wie reich, wie überreich

 

ist unser Leben

 

an tausend Gütern,

 

die uns Gott gewährt.

 

 

 

Und wär's nur das,

 

doch nicht genug der Güte:

 

Im Tode selbst

 

lässt Gott uns nicht allein,

 

dass er im Schwersten

 

uns hindurchbehüte...

 

Wer's weiß und glaubt,

 

wird lobend dankbar sein!

 

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Autor: Pfarrer Manfred Günther; Foto: Heidrun Gemähling - 18.09.2017