DER DENKANSTOSS

LEBT ALS KINDER DES LICHTS; DIE FRUCHT DES LICHTS IST LAUTER GÜTE UND GERECHTIGKEIT UND WAHRHEIT. (Eph. 5,8b+9)

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

 

 

Das kann berechnend,

eng und kleinlich scheinen!

So halten wir's,

das ist der Menschen Art:

Wir säen gern,

wo wir zu ernten meinen,

doch wird die Frucht

verschlossen und bewahrt.

 

Wer mag sein Gut

gedankenlos verschenken?

Gibt einer dem,

der Gaben dann verprasst?

Soll denn ein Mensch nur

groß und selbstlos denken,

wie holt er's ein,

wenn er sein Glück verpasst?

 

So halten wir's,

doch geht's um Gottes Gaben!

Schenkt er nicht frei,

seit meinem ersten Tag?

Will Gott zurück,

was wir erhalten haben?

Ist seine Gunst

ein Schielen nach Ertrag?

 

Doch nicht für sich!

Wo ich mit Gut und Freude

so ängstlich spare,

da verdirbt das Glück. 

Gerade dort,

wo ich mich nicht vergeude,

fließt seine Güte

ungenutzt zurück.

 

Denn wenn es heißt:

Es ist dir viel gegeben...

wo du sie sparst,

liegt Gottes Güte brach!

Verschenk' sie weiter!

Hilf den andern leben,

und sei gewiss:

Dann kommt auch Liebe nach!

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Autor: Pfarrer Manfred Günther; Foto: Gert Holle - 1.08.2021


„Denn Gott ist dem Menschen nah …“ - Im Herbst 2005 vertonte ich einen Liedtext meines Freundes Manfred Günther, der über 20 Jahre Woche für Woche Predigten auf seiner Seite www.predigt-eichendorf.de stellte. Auch auf www.glaubeaktuell.net waren diese Predigten zu lesen. Sie wurden von über 8000 Menschen europaweit Woche für Woche angeklickt. Manfred Günther starb im November 2019.