DER DENKANSTOSS

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Röm. 5,8)

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

 

 

 

Wir lieben es,

 

die Sünde zu vermindern,

 

als käme sie

 

von falschem Handeln her:

 

Das schlimme Tun

 

von unfolgsamen Kindern,

 

das böse Wort,

 

die Heimlichkeit - nicht mehr!

 

 

 

So lösen wir die Sünde

 

auf in Taten

 

und meinen, wer sie meidet,

 

wäre recht. 

 

Erst wenn mein "gutes Wollen"

 

schief geraten,

 

dann nennen wir,

 

was draus geworden, schlecht.

 

 

 

Doch ist die Sünde

 

immer schon vorhanden:

 

Sie ist kein Tun,

 

sie ist mein ganzes Sein!

 

Als Gott mich schuf,

 

da ist auch sie entstanden,

 

mein erster Atem

 

sog auch sie schon ein.

 

 

 

So sind wir - ohne Christus -

 

Gottes Feinde:

 

Uns trennen Welten!

 

Mächtig, abgrundtief

 

der Sünde Kluft,

 

aus der in die Gemeinde

 

der Herr der Christen

 

seine Leute rief.

 

 

 

Dies ist sein Werk:

 

Dass er zusammenrücke,

 

was unsres Wesens

 

Folge ewig trennt:

 

Von mir zu Gott

 

liegt jetzt des Kreuzes Brücke,

 

und er führt heim,

 

den, der sich Sünder nennt.

 

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Autor: Pfarrer Manfred Günther; Foto: Gert Holle -  17.03.2019