GEDICHT ZUM WOCHENSPRUCH

Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Luk. 21,28)

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

 

Gewiss: Wir glauben,

dass wir Gründe haben,

wenn uns der Mut,

die Zuversicht verlässt;

wer nur noch klagt,

der sieht nicht mehr die Gaben

und hält das Schwere

durch sein Klagen fest.

 

Dann hängt der Kopf,

du kannst nicht weiter blicken

als vor die Füße,

oft nur einen Schritt!

Und auch  das  Herz

lässt sich hineinverstricken:

Wir geben auf

und lähmen uns damit.

 

So ist der Ruf,

dass wir die "Häupter heben",

schon fast genug:

mit Sehen fängt es an!

Die Sicht nach vorn

wird uns die Hoffnung geben,

dass unser Schicksal

sich noch wenden kann.

 

Und wer erst hofft,

der klebt nicht an der Stelle;

er wird vom Bann

besorgter Klage frei.

Das Herz wird weit,

das Auge schaut ins Helle

und meine Hände

öffnen sich dabei ...

 

Dann kann es sein,

dass ich die Menschen sehe

in ihrer Not

und dass "Erlösung" fehlt!

Dann wird’s geschehen,

wenn ich weitergehe,

dass meine Hoffnung

andre auch beseelt!

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Autor: Pfarrer Manfred Günther; Foto: Gert Holle -6.12.2021


„Denn Gott ist dem Menschen nah …“ - Im Herbst 2005 vertonte ich einen Liedtext meines Freundes Manfred Günther, der über 20 Jahre Woche für Woche Predigten auf seiner Seite www.predigt-eichendorf.de stellte. Auch auf www.glaubeaktuell.net waren diese Predigten zu lesen. Sie wurden von über 8000 Menschen europaweit Woche für Woche angeklickt. Manfred Günther starb im November 2019.