DER DENKANSTOSS

Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm. 8,14)

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

 

 

 

Nur müssen wir's wohl auch

 

geschehen lassen,

 

dass uns der Geist ergreift,

 

denn das steht fest:

 

Er will nur den

 

mit seiner Kraft erfassen,

 

der frei und gern

 

sich von ihm fassen lässt!

 

 

 

Doch hemmt uns Angst:

 

Was wird der Geist bewegen?

 

Wie lenkt er uns

 

und wohin unsern Schritt?

 

Bewirkt sein Wehen

 

Gutes nur und Segen,

 

und bringt sein "Treiben"

 

nicht auch Schweres  mit?

 

 

 

Wie ist das denn

 

in eben dieser Stunde?

 

Was ist die Macht,

 

die unser Tun bestimmt?

 

Ist nicht mein Herz

 

mit Eigensucht im Bunde,

 

die statt zu teilen

 

lieber hält und nimmt?

 

 

 

Und ist nicht selbst die Güte,

 

die wir geben,

 

oft angespornt

 

vom Streben nach Gewinn?

 

Ja, ist der Geist,

 

aus dem wir sind und leben,

 

nicht unser Wollen

 

und der eigne Sinn?

 

 

 

Wer's wagen will,

 

dem wird es hier geboten:

 

Das Sein aus Gott,

 

die Chance, wie ein Kind

 

des Geistes Kraft

 

und Tiefe auszuloten...

 

Es liegt an uns,

 

wer wir schon morgen sind!

 

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Autor: Pfarrer Manfred Günther; Foto: Gert Holle - 13.01.2019