Gedicht zur Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach! (Ps. 34,15)

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

 

Es ist so leicht,

 

die Taten zu vergelten,

 

die uns ein Mensch

 

in seiner Bosheit tut.

 

Und meist ist Scheltwort

 

Antwort auf das Schelten:

 

Wer spricht von dem,

 

der ihn beleidigt, gut?

 

 

 

Es ist nicht schwer,

 

und jeder wird's verstehen,

 

weil's ja fast jeder

 

ganz genau so hält!

 

Doch sind wir Christen

 

dazu ausersehen,

 

den Weg zu gehen,

 

der uns schwerer fällt:

 

 

 

Nicht wieder schlagen,

 

wenn uns andre schlagen

 

und dem nicht wehren,

 

der uns Böses will.

 

Wo einer hasst,

 

das Wort des Friedens sagen

 

und wo sie geifern,

 

sind wir Christen still.

 

 

 

Warum wir's tun? -

 

Uns ist ein Herr gegeben,

 

der uns gewiesen,

 

dass es möglich ist.

 

Er gab dahin den Stolz,

 

sein Ich, sein Leben...

 

An ihm wird deutlich,

 

was das heißt: Ein Christ...

 

 

 

Und auch Verheißung hat's!

 

Wir werden spüren,

 

dass so zu handeln

 

große Freude schenkt.

 

Vielleicht vermag's

 

gar andre hinzuführen,

 

zu diesem Herrn,

 

der uns zum Frieden lenkt!?

 

 

 

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Autor: Pfarrer Manfred Günther; Foto: Gert Holle - 2.12.2018