DER DENKANSTOSS

Ich bin getragen von dem, was ich trage

Foto: Archiv
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Ich bewundere meine Schubkarre. Wieviel kann ich mit ihr bewegen! Ihr kleines Rad ist mir ein Bild für unser menschliches Zusammenleben. Zunächst sind da nur ein paar Stück Holz. Nebeneinander, aufeinander. Scheinbar sinnlos. Sie erhalten aber eine Form und werden in Beziehung zueinander gebracht. Verändert erhalten sie ihren Platz. Ein Oben und Unten. Der Kreis und die Mitte geben allen die Richtung. Abstand und Nähe. - Anfang und Ende - die richtige Spannung. Und die Mitte wird zu der Kraft, die alles vereint. Um die sich alles dreht. So hat auch jeder Mensch seinen Platz, einer braucht den anderen - eingespannt in den Kreis sind alle belastbar. Auch die kleinen Kräfte. Zusammen mit den anderen kann ich (fast) alles ertragen. Und dieses Erlebnis trägt auch mich. Ich bin getragen von dem, was ich trage. Miteinander verbunden sind auch die Schwachen mächtig, können viel in Bewegung bringen. Und ich bleibe nicht auf der Strecke. Es kommt nur auf die Mitte an! Jesus verspricht seinen Freunden: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen."


Autor: Jens-Uwe Flügel; Foto: Archiv - 11.4.2015