DER DENKANSTOSS

Sollten Jesu Jünger sich in die Politik einmischen?

Foto: Archiv
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Herodes schickte einige Pharisäer mit einer scheinheiligen Frage zu Jesus, ob es nach dem Gottes Gesetz erlaubt ist, dem römischen Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht. Jesus erkannt ihr falsches Spiel und ließ sich eine Silbermünze zur Veranschaulichung geben, aus denen sie selber ihre Schlüsse ziehen konnten und auch taten.

In Markus 12 Vers 17 sagte dazu Jesus folgendes:
„Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, aber gebt Gott, was Gott gehört!“.

Ebenso gab Jesu vor seiner Himmelfahrt den Jüngern klare Anweisungen für ihr weiteres Predigen, doch keine, sich in politische Angelegenheiten einzumischen
(Matthäus 28 Verse 18-20).

Auch Paulus gab seinen Mitgläubigen Richtlinien vor, die ihnen halfen, die Grenze zwischen dem Staat und Gott ziehen zu können. Sie sollten sich der Regierungsgewalt friedlich unterordnen, aber ohne Selbstbeteiligung an der Politik - (Römer 12 Vers 18 und Römer 13 Verse 1-7).

Über 300 Jahre nach Jesu Tod trat eine Veränderung unter dem Einfluss von Kaiser Konstantin ein und viele Christen traten entgegen ihrem Glauben, in den Staats-und Militärdienst ein. So vereinten sich Politik und Religion zur römischen Staatsreligion.

Die Frage stellt sich somit für jeden Christen:“ Bin ich ein Nachfolger von Jesus Christus, wenn ich mich politisch betätige oder ein Teil der Welt bin?“(Johannes 17 Vers 16).

Biblische Aussagen können dabei helfen, sich im Sinne Gottes zu entscheiden.



Autorin: © Heidrun Gemähling; Foto: Archiv - 21.8.2014