Besinnlich und heiter

Frau

Foto: Archiv
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Ein Christ (- in diesem Falle weiblich,
man sage „Christin“ ganz genau!)
bejaht im Kopf und teils auch leiblich
die Sache und das Recht der Frau.

Wenn stets die Männer „oben“ sitzen.
so ist das keinesfalls normal!
Der Part der Frau in Männerwitzen -
erscheint ihr lang schon ein Skandal!

Auch geht die Pflege ihrer Kinder
die Eheleute beide an!
Dazu die Hausarbeit nicht minder -
ein Wirkungskreis für Frau und Mann!

In Sachen Gottesdienst desgleichen:
Allein für Frauen ist der nicht!,
denn Gott will Sie und Ihn erreichen;
es geht um beider Glaubenslicht!

So weit, so gut. Das ist ihr „Reden“ -
dem Männerdünken Schreck und Graus!
Doch mit der „Tat“ versöhnt sie jeden:
Wie sieht es da doch anders aus:

Denn dort - in Politik und Leben -
ists nur der Mann, der für sie zählt!
Wird irgendwo ein Amt vergeben,
so hat sie niemals „Frau“ gewählt.

Zu Hause ist sie klug und taktisch:
Viel besser, wenn nur sie erzieht!
Auch ist ihr Männe nicht so praktisch -
die Hausarbeit ist ihr Gebiet!

So nährt sie selbst der Männer Witze,
denn grad wie sie soll „Frauchen“ sein!
Und schließlich, hier liegt wohl die Spitze:
Zur Kirche geht sie stets allein! -

Man fragt sich, wird sie sich noch wandeln?
Ists für die Einsicht schon zu spät,
dass - nicht im Denken! - doch im Handeln,
hier eine Frau „die Frau“ verrät?!



Autor: Manfred Günther; Foto: Archiv - 6.6.2014