Chinas frühe Dynastien – mystisch-märchenhafte Comics

China gehört zu den ältesten Zivilisationen der Menschheit und mit seiner 5000 jährigen Geschichte bietet es eine Vielzahl an erzählerischen Motiven. Diese lange Geschichte taucht als immer wiederkehrendes Thema in den Werken des Taiwanesen Zheng Wen auf, die er mit seinem virtuos opulenten Zeichenstil zum Leben erweckt.

 

Helden der östlichen Zhou-Zeit

Die östliche Zhou-Dynastie (770 v. Chr. bis 256 v. Chr) war in China, das damals ein Flickenteppich vieler Kleinstaaten war, eine Zeit großer Umbrüche. Die Epoche war geprägt von Machtkämpfen, kriegerischen territorialen Auseinandersetzungen, dem Aufstieg und Niedergang von Staatswesen. Doch diese von großen Unsicherheiten, politischem Niedergang, blutigen Konflikten und Grausamkeiten geprägte Zeit war ebenfalls das goldene Zeitalter der chinesischen Philosophie und des chinesischen Denkens. Während dieser Epoche hervorgetretene Denker beeinflussen mit ihren Schriften bis heute die chinesische Gesellschaft und das chinesische Denken.


Die Comictrilogie des Taiwanesen Zheng Wen erzählt episodenhaft aus dem Leben historischer Figuren, die ihre Zeit prägten und ebenso von ihrer Zeit geprägt waren. Es sind dies mächtige Herrscher und deren Minister, Kriegstrategen und Denker, Attentäter, Meuchelmörder und Krieger, Frauen, um deren Schönheit sich Legenden ranken, selbstlose Märtyrer, aber auch gewöhnliche kleine Leute, die unverhofft und schicksalshaft in das Getriebe der Machtkämpfe der Mächtigen hineingeraten sind und in der chinesischen Geschichtsschreibung ebenfalls ihre Spuren hinterlassen haben.


Die vielfach preisgekrönte Comictrilogie erschien vor mehr als 20 Jahren zum ersten Mal und gilt heute als Meilenstein des chinesischsprachigen Comics (Manhua).

 

Helden der östlichen Zhou-Zeit: Bd. 3 Der Kranichkönig

Foto: Chinabooks.ch
Foto: Chinabooks.ch

In seiner Trilogie Helden der Östlichen Zhou-Zeit erweckt Zheng Wen die dramatischste Zeit der chinesischen Geschichte zu neuem Leben: eine Zeit des politischen Chaos, aber auch der kulturellen Blüte. Vor dem Auge des Lesers nimmt diese Zeit in einer Reihe von packenden Porträts Gestalt an – Porträts von Attentätern und Kriegern, Strategen und Denkern, mächtigen Herrschern und betörenden Schönheiten.

 

Im letzten Band seiner Comictrilogie „Helden der Östlichen Zhou-Zeit“ geht es um eine der turbulentesten Zeiten in der chinesischen Geschichte. Diese Trilogie erzählt aus dem Leben historischer Figuren, die ihre Zeit prägten und ebenso von dieser geprägt waren: von mächtigen Herrschern, Denkern und selbstlosen Märtyrern, aber auch von gewöhnlichen kleinen Leuten, die unverhofft und schicksalshaft in das Getriebe der Mächtigen hineingeraten sind und in der chinesischen Geschichtsschreibung ebenfalls ihre Spuren hinterlassen haben. In Der Kranichkönig (Chinabooks, ET 15.02.2019) wird das Ende dieser Epoche in packenden Porträts von Attentätern und Kriegern, Strategen und Philosophen, mächtigen Herrschern und betörenden Schönheiten anschaulich.

 

Zheng Wen

 

Helden der östlichen Zhou-Zeit: Bd. 3 Der Kranichkönig

 

Ins Deutsche übersetzt von Marc Hermann

 

Zweisprachige Ausgabe: Deutsch-Chinesisch

 

Seitenzahl: circa 500

 

ISBN: 978-3-9058 16-68-6

 

Chinabooks.ch

27.07EUR

 

 


Der erste Kaiser

Foto: Chinabooks.ch
Foto: Chinabooks.ch

In seiner Comic-Biographie Der erste Kaiser (Chinabooks, ET 15.02.2019) begibt sich Chen Uen auf die Spuren von Qin Shihuang, dem ersten, selbsternannten Kaiser und Reichseiniger von China. Im Alter von nur 13 Jahren kam er in seinem Heimatstaat Qin auf den Thron, im Alter von 39 Jahren vereinte er China, indem er sechs Nachbarländer in einer Reihe blutiger Feldzüge eroberte, und errichtete somit die Qin-Dynastie. Er vereinheitlichte Schriftsysteme und Maßeinheiten, schaffte das Feudalwesen ab und veranlasste den Bau der Großen Mauer. Als erster chinesischer Kaiser befahl er aber auch, die Schriften Konfuzius‘ und anderer Denkschulen zu verbrennen und ließ konfuzianische Gelehrte bei lebendigem Leibe begraben. Daher gilt er trotz seiner Verdienste bis heute als Inbegriff eines Tyrannen.

 

In seinen späteren Lebensjahren verfiel der Kaiser dem Aberglauben und suchte nach einem alchemistischen Mittel zur Erlangung der Unsterblichkeit.
Im ersten Band von „Helden der Östlichen Zhou-Zeit“ schilderte Zheng Wen bereits Ying Zhengs schwierige Kindheit und die Intrigen seiner Widersacher und interne Machtkämpfe während seiner ersten Herrscherjahre auf dem Thron des Reiches Qin, als seine Herrschermacht noch nicht gefestigt war.
In dem vorliegenden Band schildert Zheng Wen im ersten Teil die Beziehung und Freundschaft Ying Zhengs zum Staatsphilosophen Han Feizi. Im zweiten Teil trifft Ying Zheng bei seinen Eroberungsbestrebungen auf den starken Widerstand des Generals Li Mu des Staates Zhao. Li Mu wird zum wichtigsten Gegenspieler und Kontrahenten von Ying Zheng und seinen Ambitionen. Zwischen den beiden wird sich ein dramatischer Showdown entwickeln, von dessen Ausgang über die weitere Zukunft Chinas entschieden wird.

 

Zheng Wen (* 1958, † 2017) ist einer der großen Klassiker des taiwanesischen Comics, seinen Durchbruch schaffte er in Japan in den frühen 1990er Jahren, als dort seine Reihe „Helden der Östlichen Zhou-Zeit“ von Kodansha serialisiert wurde. Am Comicfestival München wird es 2019 eine Sonderausstellung über Zheng Wen geben.

 

 

Zheng Wen 郑问:

 

Der erste Kaiser 始皇 (中文简体德文双语版)

 

(zweisprachige Ausgabe Deutsch-Chinesisch in Kurzzeichen)

 

Seitenzahl: rund 530 Seiten, davon rund 16 Farbseiten
ISBN: 978-3-905816-82-2, 9783905816822 

 

Chinabooks.ch

27.07EUR

 

 

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Autor: Chinabooks.ch; zusammengestellt von Gert Holle – 18.04.2019