Über die Macht der Bücher in Zeiten des Kriegs

Die geheime Bibliothek von Daraya

Foto: Benevento
Foto: Benevento

Daraya, ein Vorort von Damaskus, beherbergt einen außergewöhnlichen Ort: eine Bibliothek mit über 15 000 Büchern – viele vom herrschenden Regime verboten. Von dieser Bibliothek und ihrer Bedeutung schreibt Delphine Minoui in ihrem Buch „Die geheime Bibliothek von Daraya. Über die Macht der Bücher in Zeiten des Krieges“.

 

Dazu hat die Autorin mit den Gründern der Bibliothek Kontakt aufgenommen und sie zwei Jahre lang per Skype begleitet. Das Buch erzählt von einer Gemeinschaft junger Menschen, die sich gegen Verzweiflung, Resignation und den allgegenwärtigen Tod stemmen und davon, wie eine Bibliothek zur Waffe gegen die Diktatur wird.

 

Daraya beherbergt einen außergewöhnlichen Ort: eine Bibliothek mit über 15 000 Büchern ‒ viele vom herrschenden Regime verboten. Delphine Minoui erzählt in "Die geheime Bibliothek von Daraya" von den jungen Syrern, die ihr Leben riskierten, um Bücher aus dem Schutt zerstörter Häuser zu retten. Die geheime Bibliothek wird zu einem Ort der Gemeinschaft, an dem Menschen lesen, lernen, diskutieren – und für kurze Zeit der brutalen Realität des Krieges entkommen können.

 

 

Alles begann mit einem Foto, das die französisch-iranische Journalistin Delphine Minoui zufällig entdeckte: zwei junge syrische Männer, umgeben von Büchern inmitten von Zerstörung. Darunter war die Rede von einer geheimen Bibliothek in den Kellern Darayas, einem Vorort von Damaskus, der seit Jahren abgeriegelt ist und von Regierungstruppen permanent bombardiert wird. Minoui gelang es, mit den Gründern der Bibliothek Kontakt aufzunehmen und sie über zwei Jahre bei allen Wendepunkten und Tiefschlägen des Krieges per Skype zu begleiten. Während dieser Zeit begegneten ihr Menschen, deren Schicksale durch die Bücher verbunden wurde. "Die geheime Bibliothek von Daraya. über die Macht der Bücher in Zeiten des Krieges" erzählt von einer Gemeinschaft junger Menschen, die sich gegen Verzweiflung, Resignation und den allgegenwärtigen Tod stemmen und davon, wie eine Bibliothek zur Waffe gegen die Diktatur wird. Das Buch erscheint am 11. Oktober im Benevento Verlag.

Mit Die geheime Bibliothek von Daraya leistet Delphine Minoui einen wichtigen Beitrag, die Katastrophe von Syrien jenseits der TV-Geräte zu sehen. Noch heute hält sie weiterhin Kontakt zu den Gründern der Bibliothek.

 

 

Am 24. Oktober ist Tag der Bibliotheken!

 

 

Delphine Minoui, geboren 1974, ist eine französisch-iranische Journalistin und Nahost-Expertin. Sie arbeitet unter anderem für Le Figaro, Le Soir, L’Express und Radio France und wurde 2006 für ihre Reportagen mit dem »Albert-Londres-Preis« ausgezeichnet, dem wichtigsten französischen Journalistenpreis. Sie hat bereits mehrere Bücher über den Iran, Libyen und den Jemen veröffentlicht und legt mit Die geheime Bibliothek von Daraya ihren Finger in die aktuell wohl größte Wunde der arabischen Welt: das vom Bürgerkrieg zerrüttete Syrien.
Neben Teheran war Beirut einige Jahre ihre Wahlheimat, zurzeit lebt Delphine Minoui in Istanbul. Delphine Minoui ist nach wie vor in Kontakt zu den noch lebenden Gründern der geheimen Bibliothek.

 

 

Delphine Minoui
Die geheime Bibliothek von Daraya
Über die Macht der Bücher in Zeiten des Kriegs

2018, Hardcover mit Bildteil, 216 Seiten. Aus dem Französischen von Nathalie Lemmens.
Benevento Verlag
ISBN: 978-3-7109-0042-6
20 EUR; 27,90 CHF
E-Book ISBN: 978-3-7109-5059-9
15,99 EUR; 24 CHF

 

 

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Autor: Benevento Verlag; zusammengestellt von Gert Holle – 2.10.2018