Waldgirmes - Dauerausstellung im Römerkastell Saalburg

Rom in Germanien

Foto: Nünnerich-Asmus
Foto: Nünnerich-Asmus

Der goldene Pferdekopf aus dem Brunnen – Ausnahmefunde aus Waldgirmes (Hessen) jetzt im Römerkastell Saalburg dauerhaft präsentiert. Museumsführer neu im Nünnerich-Asmus-Verlag

 

 

 

Was sagt uns ein goldener Pferdekopf aus einer stadtähnlichen Siedlung außerhalb des Römischen Reiches im freien Germanien? Seine Geschichte und die seiner Entdeckung in Lahnau-Waldgirmes werden nun in dem Museumsführer „Rom in Germanien. Waldgirmes – Dauerausstellung im Römerkastell Saalburg“ offengelegt.

 

Ein vergoldeter Pferdekopf ist Zeuge des römischen Ausgriffs ins freie Germanien. Die Pläne der Gründung einer Provinz in Germanien östlich des Rheins waren ambitioniert und fanden den Ausdruck in einer ersten römischen Siedlungsgründung mit städtischem Charakter im Feindesland schon um die Zeitenwende. Doch mit der Niederlage in der Varusschlacht 9 n. Chr. sollten diese hehren politischen Ziele ein jähes Ende finden.

Wie planvoll und strategisch tiefgreifend die römische Großmacht bis zu diesem Zeitpunkt bereits vorgegangen war, zeigt eine Siedlung im Limesvorfeld in Waldgirmes (Hessen): Der Grundriss einem Kastell gleichkommend, die Infrastruktur und Bebauung mit Forum und Basilika einer veritablen römischen Stadt ebenbürtig. Der Statuenschmuck mit einer überlebensgroßen, vergoldeten Reiterstatue deutet beinahe schon den Rang einer Koloniestadt an.

Wer, warum und wann diese städtähnliche Siedlung errichtete, unterhielt und bespielte konnte in Ausgrabungen von 1993 bis 2009 aufgedeckt und die Geschichte dieses Unikums in der römischen Expansionspolitik geklärt werden.

Gezeigt werden die Funde – Fragmente vergoldeter Statuen, Münzen (auch jene des Varus), Gemmen, Fibeln und Glas – nun dauerhaft im Römerkastell Saalburg. Diese Broschur begleitet nicht nur durch die Dauerausstellung, sondern schildert auch das historische Umfeld dieses geschichtsträchtigen Ausnahmeortes Waldgirmes.

 

Die Autoren Carsten Amrhein, Elke Löhnig und Rüdiger Schwarz zeigen den vergoldeten Pferdekopf als Zeugen des römischen Ausgriffs ins Feindesland. Sie führen in die Zeit des Kaisers Augustus, als in Waldgirmes eine römische Siedlung mit städtischem Charakter im Limesvorfeld errichtet wurde.

 

Der goldene Pferdekopf von außergewöhnlicher Bildhauerqualität, der am Boden eines tiefen Brunnens entdeckt wurde, war ursprünglich Teil einer bronzenen Reiterstatue, die das örtliche Forum schmückte.

 


Rom in Germanien
Waldgirmes - Dauerausstellung im Römerkastell Saalburg
Carsten Amrhein, Elke Löhnig, Rüdiger Schwarz

 

€ 5,95 (D) / € 6,20 (A)
48 Seiten, 49 Abbildungen
24 x 14 cm, Broschur
ISBN: 978-3-961760-55-8

 

Nünnerich-Asmus

 

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Autor: Nünnerich-Asmus Verlag; zusammengestellt von Gert Holle – 23.08.2018