GLAUBE KRITISCH

11.09.2018

Bei allem Positiven, was eine Glaubensgemeinschaft geben kann, können Menschen jedoch auch  negative Erfahrungen machen, die für sie das Leben, das sie bisher geführt haben, in einem anderen Licht erscheinen lässt.

 

In unserer neuen Rubrik wollen wir der Darstellung solcher Glaubenserfahrungen Raum geben sowie zur fairen Auseinandersetzung mit kritischen Sichtweisen anregen. Als Redaktion möchten wir darauf hinweisen, dass es sich bei den vorgestellten Büchern und Artikeln um subjektive, persönliche Darstellungen und Einordnungen  der jeweiligen  Autoren handelt, die wir interessant finden, aber von uns nicht unbedingt in allem geteilt werden.


 

 

 

 

 

Die in Syrien geborene Islamkritikerin Laila Mirzo zeigt in ihrer brisanten Schrift: Muslime, die sich für eine orthodoxe Auslegung des Korans entscheiden, stellen eine große Gefahr für eine liberale Gesellschaft dar. Von der Intoleranz gegenüber Nichtmuslimen bis zur islamischen Judenfeindlichkeit, vom religiös motivierten Ehrenmord bis zur Verfolgung Homosexueller, von der Unterdrückung der Frau bis zur Gewaltideologie des Dschihad – dieses Buch analysiert die gegenwärtigen Probleme des Islam und führt sie auf den Kern seiner Lehre zurück.

 

 

Laila Mirzos Fazit lautet: Am Ende droht anstelle einer notwendigen Säkularisierung die islamische Kulturrevolution mitten in Europa.

 

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In seinem Buch „Jehovas Gefängnis“, das am 10. September erscheint, berichtet Oliver Wolschke von seiner Zeit bei den Zeugen Jehovas, wie schwer der Ausstieg ihm und seiner Familie fiel (langjährige Freunde und selbst die eigene Mutter brachen jeglichen Kontakt ab, was bis zur Blockierung bei WhatsApp ging) und gibt interne Einblicke in die Organisation. Dabei weist er mit gründlich recherchierten Argumenten offen auf die Schwachstellen der Glaubensgemeinschaft hin und schildert deutlich, warum er für sich und seine Familie ein freies Leben außerhalb Jehovas Gefängnis gewählt hat. Weitere Informationen!


 

 

 

 

 

Abdel.-Hakim Ourghis neues Buch untersucht die Mechanismen der Unterdrückung der Frau in den muslimischen Gemeinden. Er plädiert für Emanzipation, für die Sorge der Frauen um sich – anstatt der Unterwerfung unter Tradition und Patriarchat.

Kritisch setzt er sich hier mit der Angst vor Selbstbestimmung, den althergebrachten Machstrukturen sowie dem Kontrollwunsch der Männer, der sich inzwischen auch zu einer Selbstkontrolle der Frauen entwickelt hat, auseinander.

 

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