Warum wir den Tod nicht fürchten müssen. Ein Hospizarzt berichtet

Die Träume der Sterbenden

Foto: Integral
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„In diesem Buch kommen viele Menschen zu Wort, Kinder und Eltern, Partner und Geschwister, Polizisten und Kriminelle, Vergessene und Verlorene. Unabhängig von ihrer Biografie und den Erfahrungen, die sie gemacht haben, zeigt jede Geschichte, dass die letzten Momente des Lebens nicht bloß eine passive Auslöschung der Existenz bedeuten. An der Schwelle zum Tod geht es vielmehr um aktive, positive innere Prozesse, die dem Sterbenden oft entscheidende psychische und seelische Unterstützung geben.“

 

„Die Träume der Sterbenden“ von Dr. med. Christopher Kerr ist am 05. Oktober in Deutschland erschienen.

 

Dr. Kerr ist Hospizarzt und hat bereits Tausende von Menschen betreut, die ihm im Angesicht ihres Todes über erstaunliche Erlebnisse von Liebe und Anmut berichteten. Es sind Erfahrungen, die darauf hinweisen, dass sich während des Sterbeprozesses im Inneren der Menschen unsichtbare, seelische Prozesse ereignen, die verblüffend lebensbejahend sind.

 

Im Rahmen einer zehnjährigen Studie mit über 1.400 Hospiz-Patienten hat Dr. Kerr besonders das Phänomen der Sterbebett-Träume erforscht. Über 80 Prozent aller Sterbenden erleben sie – und zwar so real, dass sie ihnen »wirklicher als die Wirklichkeit« erscheinen. Träume, in denen vergangene Beziehungen wieder aufleben wie auch bedeutungsvolle Ereignisse und Szenen der Liebe und des Verzeihens. Sie geben dem Leben Sinn und markieren für die Betroffenen den Übergang von tiefstem Leid und Verzweiflung hin zu Trost, Hoffnung und Akzeptanz.

 

Einfühlsam und berührend lässt Christopher Kerr den Sterbeprozess in einem völlig neuen Licht erscheinen. Ein Buch, das Sterbenden und ihren Angehörigen Trost und Vertrauen schenkt – und das tatsächlich die Angst vor dem Tod nehmen kann.

 

„Der körperliche Zustand der Sterbenden mag sich verschlechtern, doch bleibt die emotionale und seelische Identität, die in ihren Träumen und Visionen zum Ausdruck kommt, davon unberührt. So gesehen negieren, dementieren oder verleugnen die Lebensenderfahrungen unsere Sterblichkeit nicht, vielmehr transzendieren sie den körperlichen Aspekt des Sterbens und gestalten das Hinübergehen zu etwas Bedeutsamerem. Mithin stellen sie eine therapeutische Chance und eine Form der Heilung dar, wenn keine Gesundung mehr möglich ist.“

 

Dr. med. Christopher Kerr ist Hospizarzt und Neurobiologe. Unter seiner Leitung versorgt das Hospiz in Buffalo/New York täglich 1.000 Patienten, wozu auch Kinder zählen. Mit seinem Buch will er Sterbenden eine Stimme geben und zeigen, was sie am Lebensende erleben und was sie bewegt. Über seinen millionenfach angesehenen TEDx Talk berichteten u.a. die BBC, die New York Times, die Huffington Post und Psychology Today. Der Autor ist gefragter Redner auf Konferenzen zu Hospizarbeit und Palliativpflege. Kerrs Forschungen, sein klinisches Wirken und seine Lehrtätigkeit wurden bereits mehrfach ausgezeichnet.

 

 

Christopher Kerr, Carine Mardorossian

Die Träume der Sterbenden

Warum wir den Tod nicht fürchten müssen. Ein Hospizarzt berichtet

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Karin Weingart

Originaltitel: Dreams of the Dying. Hope and Meaning Beyond Cure

Originalverlag: Avery

Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-7787-9297-1

Erschienen am  05. Oktober 2020

HardcoverNEU

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Autor: Integral; zusammengestellt von Gert Holle - 6.10.2020