Der kreative Prozess im Bistum Essen

Gesucht: die Pfarrei der Zukunft

Foto: Herder
Foto: Herder

Wie kann sich Kirche vor Ort weiterentwickeln?

 

Von 2015 bis 2018 hat jede Pfarrei im Bistum Essen künftige pastorale Leitlinien entwickelt und in einem Votum festgehalten, wie sich die Kirche vor Ort weiterentwickeln soll. Die 42 Voten wurden durch das Bochumer Zentrum für angewandte Pastoralforschung ausgewertet. Die hier veröffentlichten Ergebnisse geben Auskunft über Kirchenbilder, Trends und Schwerpunkte und liefern wertvolle Anregungen für die weitere Entwicklung der Pastoral in Pfarreien und Gemeinden.

 

Mit Beiträgen von Markus Potthoff, Hans-Joachim Sander, Birgit Hoyer, Wolfgang Reuter, Martin Belz, Andreas Henkelmann, Tobias Meier, Jan-Hendrik Kamlage, Bernhard Sven Anuth, Thomas Wienhardt, Bernd Halfar, Markus Kappes

 

Mit einem Vorwort von Franz-Josef Overbeck

 

Die Herausgeber: Markus Etscheid-Stams, Persönlicher Referent des Generalvikars des Bistums Essen und Leiter des Stabsbereichs Strategie und Entwicklung im Bistum Essen; Björn Szymanowski, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für angewandte Pastoralforschung (zap) der Ruhr-Universität Bochum; Andrea Qualbrink, Dr. theol., Referentin im Stabsbereich Strategie und Entwicklung im Generalvikariat des Bistums Essen; Benedikt Jürgens, Dr. theol., Leiter des Kompetenzzentrums Führung am zap.

 

 

Gesucht: Die Pfarrei der Zukunft

Der kreative Prozess im Bistum Essen

von Markus Etscheid-Stams (Herausgeber),

Björn Szymanowski (Herausgeber),

Andrea Qualbrink (Herausgeber)

Benedkit Jürgens (Herausgeber)

Verlag Herder

1. Auflage 2020

Gebunden

400 Seiten

ISBN: 978-3-451-38678-7

Bestellnummer: P386789

32,00 € inkl. MwSt.

 

Die alte Zeit ist zu Ende.“ Dieses programmatische Wort des Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck bringt die aktuelle Lage der katholischen Kirche in Deutschland auf den Punkt: Kirche muss neu gedacht werden. Altes muss losgelassen, neue Gestaltungsperspektiven wollen erkundet werden.

Dies betrifft im Besonderen ihre Sozial- und Vergemeinschaftungsformen, ihre Territorialpräsenz, ihre Partizipationsmöglichkeiten und ihre Leitung. Der Pfarreientwicklungsprozess des Bistums Essen steht im Kontext dieses Klärungsprozesses, der alle Bistümer Deutschlands betrifft: Wie kann und wird sich die Pfarrei transformieren? Die 42 Pfarreien des Bistums beurteilten in Voten ihre eigene Situation, bewerteten ihre wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und hielten künftige pastorale Leitlinien mit dem Planungshorizont 2030 fest. Die Auswertung fand durch das Bochumer Zentrum für angewandte Pastoralforschung (zap) statt.

Die Ergebnisse dieser Studie stehen im Zentrum des Buches „Gesucht: die Pfarrei der Zukunft“ und werden ergänzt durch Reflexionen von ExpertInnen aus verschiedenen Perspektiven. Mit Beiträgen u.a. von: Bernhard Sven Anuth, Martin Belz, Markus Etscheid-Stams, Andreas Henkelmann, Birgit Hoyer, Benedikt Jürgens, Franz-Josef Overbeck, Andrea Qualbrink, Wolfgang Reuter, Hans-Joachim Sander, Sebastian Sponheuer und Björn Szymanowski.

 

 

 

Wohltuend unaufgeregt

In Zeiten der Veränderungen und des Wandels ist mit diesem Band ein wohltuend unaufgeregtes Buch im Herder Verlag erschienen, das auf der Basis einer Studie des Bochumer Zentrums für angewandte Pastoralforschung (zap) den kreativen Prozess im Bistum Essen beschreibt. Ein Zwischenstopp auf dem Weg zu einer Pfarrei der Zukunft. Die Voten aus 42 Kirchengemeinden geben Einblicke in Trends und Schwerpunktsetzungen zwischen den Polen "Erhalten" und "Innovation". Klar wird: so bleiben wie bisher kann Kirche nicht. Kirche muss neu gedacht werden. Die zusammenfassende Darstellung der Pfarrei-Voten und die Reflektion von Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen liefern wertvolle Impulse für den Weg in die Zukunft. Die Blicke aus verschiedenen Perspektiven regen zum Nachdenken an: Soll künftig weiter die Gemeinde im Zentrum des Geschehens stehen oder eher der Gemeindeverbund, die Pfarrei? Welche Schlüsse kann man daraus ziehen, dass die von den 42 Gemeinden gewählten Leitbilder so differieren? Worin liegt der Auftrag für Kirche und seiner Untergliederungen? Wie soll das Verhältnis zur Gesellschaft gestaltet werden?

Theologische Perspektiven ermutigen, keine Angst vor dem Unmöglichen zu haben und ermuntern zu Experimentierfreude. Deutlich wird, dass es in Zukunft weit mehr als bislang um eine aktive Beziehungsarbeit gehen muss. Was braucht der Einzelne? Und was kann Kirche zum gelingenden Leben des Einzelnen beitragen? Die 42 Voten aus den Gemeinden stellen für die Beantwortung der Fragen bei aller Unterschiedlichkeit einen wunderbaren Fundort für kreative Ideen zukunftsorientierten pastoralen Handelns dar. Darauf lässt sich durchaus aufbauen. - Jedem, der sich mit konzeptionellen Entwürfen innerhalb der Organisation Kirche beschäftigt, sei dieses Buch empfohlen. - Gert Holle, Herausgeber von GlaubeAktuell

 

 

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Autor: Herder; zusammengestellt von Gert Holle – 20.02.2020