Lieber Dietrich… Dein Jürgen. Über Leben am Abgrund

Foto: Gütersloher Verlagshaus
Foto: Gütersloher Verlagshaus

Der Pastor und Theologe Dietrich Bonhoeffer steht für Zivilcourage, gelebtes Christsein, reflektierte Theologie und politischen Widerstand. Am 9. April 2020 jährt sich sein Todestag zum 75. Mal. Und doch ist Bonhoeffer ein Vorbild heute mehr denn je. Entdecken Sie mit unseren Neuerscheinungen den Zeitgenossen, der Ermutigung und Orientierung in einer aus den Fugen geratenen Welt gab und auch heute noch eine Inspiration für religiöse Entdecker und Gestalter des eigenen Glaubens ist.

 

 

Wie kann man Dietrich Bonhoeffer heute begegnen? Spricht er auch 75 Jahre nach seinem Tod noch so zu den Menschen, dass er Orientierung gibt, den Glauben und das Leben inspiriert in einer Zeit, die so anders ist, als die, in der er lebte und wirkte?

 

 

 

Zwei Jahre lang war der Theologe Dietrich Bonhoeffer während der NS-Zeit wegen seiner Beteiligung am Widerstand inhaftiert, bis er schließlich im April 1945 im KZ Flossenbürg hingerichtet wurde. Auf Briefe, die er in dieser Zeit schrieb, antwortet nun der bekannte Journalist, Liedermacher und Moderator Jürgen Werth in seinem Buch „Lieber Dietrich... Dein Jürgen. Über Leben am Abgrund – ein Briefwechsel mit Bonhoeffer“. Dabei schafft Werth einen fiktiven, sieben Jahrzehnte überspannenden Dialog von hoher Aktualität. Das Buch ist am 23. März im Gütersloher Verlagshaus erschienen.

 

 

 

Bis heute zählt Dietrich Bonhoeffer zu den bekanntesten Protagonisten der Bekennenden Kirche. Diese Oppositionsbewegung versuchte ab 1934, der Gleichschaltung der Deutschen Evangelischen Kirche mit dem Nationalsozialismus entgegenzuwirken. Noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs schloss sich Bonhoeffer dieser Bewegung an. Neben seinem umfangreichen Werk als Autor liegen zahlreiche Briefe vor, die Bonhoeffer aus der Haft schrieb, vor allem an seine Eltern und einen engen Freund, den Theologen Eberhard Bethge. Sie sind das bewegende und herausfordernde Zeugnis eines Mannes, der unter der Herrschaft der menschenverachtenden Ideologie des Nationalsozialismus weiter an der christlichen Botschaft festhielt und das Gebot der Nächstenliebe selbst noch im Gefängnis in die Tat umsetzte.

Auf diese Briefe antwortet Jürgen Werth nun aus heutiger Sicht. Oft sucht er nach Parallelen zu seinen eigenen Erfahrungen. So stellt er sich eine Begegnung von Bonhoeffer mit dem Nobelpreisträger Albert Camus vor. Er tauscht sich über Fragen des Glaubens und des Lebens aus, als würden die Grenzen aus Raum und Zeit, welche die beiden trennen, für einen Moment verschwinden. Die sehr persönlichen Einblicke in das Denken und Handeln Dietrich Bonhoeffers erfahren so ein Echo, das anschaulich macht, wie relevant die Haltung und Botschaft des unbeugsamen Theologen bis in die Gegenwart geblieben ist.

 


Jürgen Werth, geboren 1951, Journalist, Moderator, Buchautor und Liedermacher, lebt als freier Schriftsteller und Referent in Wetzlar. Seine beruflichen Stationen führten ihn von der Westfälischen Rundschau in Dortmund, Hagen und Lüdenscheid zu ERF Medien in Wetzlar, wo er bis 1994 Chefredakteur und Programmdirektor war, danach bis zum Ende seiner Dienstzeit Direktor bzw. Vorstandsvorsitzender. Im Gütersloher Verlagshaus erschien bereits sein Buch "... und immer ist noch Luft nach oben! Entdeckungen beim Älterwerden".

 

 

 

Jürgen Werth
Lieber Dietrich ... Dein Jürgen
Über Leben am Abgrund – ein Briefwechsel mit Bonhoeffer

192 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
€ 18,00 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,90
ISBN: 978-3-579-06613-4
ISBN: 978-3-641-25950-1 (E-Book)
Amt 23. März 2020 im Gütersloher Verlagshaus erschienen

 

 

 

 In seinem Buch „Lieber Dietrich… Dein Jürgen. Über Leben am Abgrund“ tritt Liedermacher Jürgen Werth in einen Briefwechsel mit Dietrich Bonhoeffer, Theologe und Widerständler gegen den deutschen Nationalsozialismus.

 


Jürgen Werth fragt bei ihm nach. Er sucht den Austausch mit dem Bonhoeffer, der im Gefängnis eine tiefe Wandlung seiner Theologie und seines Glaubens erfuhr. Indem er auf die Briefe, die Bonhoeffer aus der Haft schrieb, antwortet, entfaltet sich ein fiktiver Dialog. Ein Gespräch, das Bonhoeffers Denken auf ganz andere Weise nahebringt und zeigt, wie aktuell es ist, wenn es von einem sensiblen Leser wach und empathisch wahrgenommen wird.

 

 

 

 

 

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Autor: Gütersloher Verlagshaus; zusammengestellt von Gert Holle – 25.03.2020