Lob des Fatalismus

Foto: Claudius
Foto: Claudius

Seit jeher hat der Fatalismus einen schlechten Ruf. Philosophen, Theologen und Politiker haben ihn im Namen der Willensfreiheit bekämpft. Und doch ist es an der Zeit, ihn neu zu entdecken – als Tugend, als Haltung und als Möglichkeit, das Leben zu meistern. Der moderne Mensch hat sich ganz der Souveränität verschrieben, will dem Leben seinen Willen aufzwingen, um doch regelmäßig zu scheitern. 
Jeder Plan hat seine Grenzen dort, wo er plötzlich mit dem Ungeplanten konfrontiert wird. Bert Brecht wusste davon ein Lied zu singen.
Fatalismus dagegen bedeutet Gelassenheit. So viele Dinge kann man nicht ändern im Lauf der Welt – und man muss es auch nicht können. Viel mehr Sinn macht es, die eigene Wirkmacht nicht zu überschätzen und dem Unverfügbaren Tribut zu zollen. Anders gesagt: Fatalismus macht cool.

 

 

 

Matthias Drobinski, Jahrgang 1964, studierte Geschichte, katholische Theologie und Germanistik. Seit 1997 schreibt er für die Süddeutsche Zeitung. Er ist dort Redakteur in der Redaktion Meinung und zudem für Religionen und Kirche zuständig.

 

 

Matthias Drobinski

 

Lob des Fatalismus

 

                                  

 

ISBN:          978-3-532-62811-9

 

Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag

 

Auflage:     1. Auflage 2018

 

Umfang:     132 Seiten

 

 

 

 

 

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Autor: Claudius Verlag; zusammengestellt von Gert Holle – 8.03.2018