Reform – Dieselbe Kirche anders denken

Foto: Herder
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  • Von Deutschlands jüngstem Theologieprofessor
  • Hochaktuelles Thema (Reformstau, Missbrauch in der Kirche)

 

Der Spielraum für Reformen in der katholischen Kirche

 

Die katholische Kirche steht unter großem Druck, sich zu verändern. Die Liste der Themen, über die gestritten wird, ist lang: die Rechte von Frauen, die Bewertung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, die Mitwirkung von Laien. Michael Seewald, jüngster Theologieprofessor in Deutschland, macht in seinem neuen Buch deutlich: Die Kirche könnte beweglicher sein, als sie sich derzeit gibt. Denn die Diskussion über Reformen bewegt sich in einem dogmatisch verengten Rahmen, der sich selbst als alternativlos katholisch setzt, aber in Wirklichkeit nur eine unter vielen Möglichkeiten darstellt, Theologie zu treiben. Dieses Buch zeigt, wie es der katholischen Kirche möglich ist, sich grundlegend zu reformieren und zugleich sie selbst zu bleiben.

 

»Die Rufe nach Reform, die manchem in der Kirche lästig erscheinen, lassen sich nicht einfach in die Verfallsnarrative angeblichen Unglaubens einordnen. Im Gegenteil: Der Einsatz für Reformen in der Kirche deutet auf eine gesteigerte Sensibilität für Missstände und ein religiös vitales Interesse an ihrer Beseitigung hin.« (Michael Seewald)

 

Michael Seewald, geb. 1987, ist Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte sowie Principal Investigator am Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

 

 

 

Michael Seewald

 

Reform – Dieselbe Kirche anders denken

 

Verlag Herder

 

1. Auflage 2019

 

Gebunden mit Schutzumschlag

 

176 Seiten

 

ISBN: 978-3-451-38349-6

 

20,00 € inkl. MwSt.

 

Gebundene Ausgabe

 

„Der erste Schritt zu einer theologisch verantworteten Reform der Kirche besteht darin, die spezifische Modernität der Kirche anzuerkennen. Es ist ungenau und sogar irreführend, bestimmte Veränderungen unter dem oft zu hörenden Schlag­wort zu fordern, die Kirche müsse sich „modernisieren“. Reformen brauchen die Kirche nicht erst zu modernisieren, weil sie schon modern ist. Es muss aber gefragt werden, ob die schon vollzogene Modernisierung der katholischen Kirche geglückt ist oder ob Gründe dafür sprechen, den christlichen Glauben anders in der Gegenwart zu verorten, als dies derzeit geschieht.“ (Michael Seewald)

 

 

In Reform – Dieselbe Kirche anders denken lotet Seewald daher die Möglichkeiten und Grenzen für Reformen in der katholischen Kirche aus. Dazu erläutert er das Selbstverständnis des kirchlichen Lehramts und zeigt dessen eigentümliche Modernität auf, von der her verstehbar wird, mit welch gewaltigem Innovationsaufwand es versucht, den Eindruck zu erwecken, als wolle es bloß das Alte bewahren. Auf dieser Basis erläutert Seewald verschiedene Modi dogmatischer Entwicklung und konturiert, vor allem anhand der Verhältnisbestimmung zwischen Evangelium und Dogma, den Begriff der Reform. Dies alles erfolgt vor dem Hintergrund der aktuell drängenden Fragen. Doch um ein Missverständnis vorweg auszuräumen: Es handelt sich nicht um ein praktisches Buch und enthält auch keine Wunschliste an Dingen, die sich ändern sollten.

 

Dieses Buch zeigt vielmehr auf, wie es der katholischen Kirche möglich ist, sich grundlegend zu reformieren und zugleich sie selbst zu bleiben. Dabei darf weder utopisch groß noch einfallslos klein gedacht werden.

 

 

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Autor: Herder; zusammengestellt von Gert Holle – 6.07.2019