Entwicklungen - Herausforderungen - Empirische Analysen

Das unvergleichliche Abitur

Foto: wbv
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Kaum ein Bildungsthema wird kritischer diskutiert als das Abitur. Wie vergleichbar sind seine Strukturen und Rahmenbedingungen im deutschen Bildungssystem? Ist es gleichwertig oder gleichartig? In "Das unvergleichliche Abitur" präsentieren Bildungsforscher:innen Entwicklungslinien, Fakten und aktuelle Forschungsergebnisse zum Abitur.

Themen sind u.a. die Abitur-Rahmenbedingungen in Deutschland, internationale Vergleiche, aktuelle Forschungsergebnisse zum Abitur, z.B. zur Einführung der "Gemeinsamen Aufgabenpools der Länder" sowie eine kritische Zwischenbilanz des renommierten Bildungsforschers Eckhard Klieme (DIPF) zur Vergleichbarkeit von Abiturnoten.

Der erste Teil des Bandes informiert über die historischen und aktuellen Entwicklungen beim Abitur und gibt einen transparenten Überblick zu den strukturellen Rahmenbedingungen der Abiturprüfungen in den einzelnen Bundesländern. Wie andere Länder die Abschlussprüfungen am Ende der Sekundarstufe II gestalten, zeigen Beispiele aus Irland, Australien, den Niederlanden und der Schweiz. Im zweiten Teil des Bandes werden die Ergebnisse aktueller Forschungsprojekte zum Abitur vorgestellt, bei denen unterschiedliche Forschungszugänge zum Tragen kommen. Eine abschließende Reflexion zu den Herausforderungen, die gegenwärtig im Hinblick auf die Qualität und Vergleichbarkeit des Abiturs bestehen, runden den Band ab.

Herausgegeben wird der Band von Wissenschaftler:innen des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Professur für Erziehungswissenschaften, Schwerpunkt Bildungssystem- und Schulentwicklungsforschung an der Universität Koblenz-Landau.

"Das unvergleichliche Abitur" ist bei wbv.de/shop sowie im Buchhandel erhältlich, die digitale Ausgabe steht kostenfrei bei wbv-open-access.de zur Verfügung.

 

Herausgeber:innen:-

Dr. Lars Hoffmann (Jg. 1982) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Dr.in Pauline Schröter (Jg. 1985) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Alexander Groß (Jg. 1983) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Bildungssystem- und Schulentwicklungsforschung an der Universität Koblenz-Landau.

Prof.in Dr.in Svenja Mareike Schmid-Kühn (Jg. 1983) ist Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Bildungssystem- und Schulentwicklungsforschung an der Universität Koblenz-Landau.

Prof.in Dr.in Petra Stanat (Jg. 1964) ist wissenschaftlicher Vorstand des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Lars Hoffmann, Pauline Schröter, Alexander Groß, Svenja Mareike Schmid-Kühn, Petra Stanat (Hg.)

Das unvergleichliche Abitur

Entwicklungen - Herausforderungen - Empirische Analysen

Print:

2022, 340 Seiten, 49,90 €

 ISBN: 9783763970568

E-Book:

2022, 340 Seiten, kostenlos

ISBN: 9783763972494

 

Das Abitur, die Allgemeine Hochschulreife, ist der höchste und gleichzeitig auch meistdiskutierte Schulabschluss in Deutschland. Im letzten regulären Prüfungsjahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie 2019 schlossen 277.308 Schülerinnen und Schüler ihre Schullaufbahn in Deutschland mit dem Abitur ab, was einem Anteil der gleichaltrigen Schulabsolventinnen und -absolventen von 40,2 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Jahr 2011 ist dieser Anteil um etwa 15 Prozentpunkte angestiegen. In der öffentlichen Debatte zu Qualität und Vergleichbarkeit des Abiturs fällt auf, dass die vorgebrachten Argumente nur selten auf empirischer Evidenz basieren, was nicht zuletzt am Mangel empirischer Studien zu diesem Themenfeld liegen dürfte. Der zweite Teil des vorliegenden Bandes trägt aktuelle empirische Untersuchungen zum Abitur und zu Abiturprüfungsaufgaben zusammen. Weitere interessante und lesenswerte Beiträge folgen. Der Herausgeberband schließt mit einer kritischen Zwischenbilanz zur Vergleichbarkeit der Abiturnoten. Diese differenzierte Auseinandersetzung mit dem übergeordneten Thema des Bandes zeigt deutlich auf, dass einfache Vorstellungen von Vergleichbarkeit zu kurz greifen und eine absolute Vergleichbarkeit von Abiturnoten gar nicht erreicht werden kann.

 

Das unvergleichliche Abitur" richtet einen wissenschaftlichen Blick auf diesen Diskurs und liefert einen wichtigen Beitrag zur Differenzierung und Versachlichung der Debatte.

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Autor: wbv; zusammengestellt von Gert Holle - 2.08.2022