Institutionelle Öffnung als diskriminierungskritische Organisationsentwicklung

Erwachsenenbildung für die Migrationsgesellschaft

Foto: wbv
Foto: wbv

 

Wie müssen sich Organisationen der Erwachsenenbildung aufstellen, damit sie Migrantinnen und Migranten über Integrationskurse hinaus mit ihren Bildungsangeboten erreichen? Wie können sie Barrieren abbauen, Alltagshandeln verändern und Zugänge für alle Menschen schaffen? In ihrem Band 'Erwachsenenbildung für die Migrationsgesellschaft' zeigen die Autor:innen, welche Prozesse Einrichtungen der Erwachsenenbildung für die Bewältigung dieser Aufgaben anstoßen müssen und vermitteln Grundlagenwissen sowie Wissen aus der Praxis der Volkshochschulen für die Umsetzung.

Damit das Lernen von Menschen mit und ohne Migrationserfahrung im allgemeinen Kursangebot zum Normalfall wird, müssen sich Organisationen der Erwachsenenbildung öffnen. Am Anfang dieser Entwicklung steht ein Prozess, der zwar an vielen Orten bereits begonnen hat, aber über Konzepte der interkulturellen Öffnung hinausgehen muss. Im ersten Teil des Bandes stellt Alisha Heinemann zentrale Begriffe dieses Öffnungsprozesses vor, präsentiert den aktuellen Forschungsstand zur Teilnahme an Weiterbildung und verknüpfen das Paradigma der institutionellen Öffnung mit den Themen Diskriminierung und Rassismus.

Im zweiten Teil steht die Weiterbildungspraxis im Fokus. In fünf Beiträgen erläutern die Autor:innen Grundlagen, Ideen und Best-Practise-Beispiele zur Gestaltung institutioneller Öffnungsprozesse. Die Beispiele reichen von der Leitbilderstellung über Personal- und Diversitymanagement, Programmentwicklung, Lernräume und -formate und Öffentlichkeitsarbeit bis zu Netzwerken und Kooperationen.

Mit Reflexionsfragen und Definitionen unterstützen die Autor:innen das Textverständnis, verstärken die Kombination von Theorie und Praxis und bieten Praktiker:innen viele Impulse und Anregungen für die institutionelle Öffnung ihrer Einrichtung.

 

 

 

Autor:in/Herausgeber:in

 

Dr.in Alisha M.B. Heinemann ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Deutsch als Zweitsprache an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die kritische Migrations- und Fluchtforschung im Kontext der Erziehungswissenschaft sowie Deutsch als Zweitsprache in Schule und Erwachsenenbildung.

Dr.phil., Dipl.-Betr.wirtin Michaela Stoffels ist Grundsatzreferentin im Deutschen Volkshochschul-Verband Bonn (DVV). Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Integration und Sprachen sowie an der Schnittstelle zu den Fachbereichen Kultur und Beruf.

Steffen Wachter, Dipl.-Päd., ist Fachreferent im Hessischen Volkshochschulverband (hvv) und Sprecher des Bundesarbeitskreises Politik, Gesellschaft und Umwelt beim Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV).

 

 

 

 

 

Alisha M. B. Heinemann, Michaela Stoffels, Steffen Wachter

 

Erwachsenenbildung für die Migrationsgesellschaft

 

Institutionelle Öffnung als diskriminierungskritische Organisationsentwicklung

 

Reihe: Perspektive Praxis

 

Artikelnummer: 43/0054

 

Print:

 

2018, 151 Seiten, 34,90 €

 

 

 

ISBN: 978-3-7639-1209-4

 

 

 

E-Book:

 

2018, 151 Seiten, 34,90 €

 

 

 

ISBN: 978-3-7639-1210-0

 

 

 

*****************

 

Autor: wbv; zusammengestellt von Gert Holle – 27.06.2018