INFORMATIONSSERVICE DER RELAISSTATION ÖFFENTLICHKEITSARBEIT 07/18, 10. März 2017

 

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1. KAMPAGNEN - AKTIONEN - INITIATIVEN - PROJEKTE
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BERLIN-DEKLARATION „TRANSFORMING TOURISM“

 

Die Vereinten Nationen haben 2017 zum „Internationalen Jahr des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“ ausgerufen. Anlässlich der Internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin hat Brot für die Welt gemeinsam mit Partnerorganisationen aus aller Welt in der Deklaration „Transforming Tourism“ eine grundlegende Trendwende im Tourismus gefordert. Dazu gehören eine verbindliche Orientierung des Tourismus an den Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und an internationalen Menschenrechtsstandards sowie eine stärkere Beteiligung der Menschen vor Ort. Studien zufolge sei davon auszugehen, dass nicht regulierter Tourismus zu Verelendungsprozessen führt und wirtschaftliche Impulse gering sind. Gefordert wird deshalb, kritische Stimmen der Lokalbevölkerung und der Zivilgesellschaft bei Entscheidungen zu berücksichtigen.

 

Brot für die Welt betreibt mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen ein neues englisch-sprachiges Online-Portal zum Thema, das kontinuierlich ausgebaut wird: http://www.transforming-tourism.org/

 

Die Berlin-Deklaration „Transforming Tourism“ soll in lokale und internationale Politikprozesse einfließen. Sie steht in der Datenbank und im Internet. Eine deutschsprachige Übersetzung folgt in Kürze.

 

Internet:
https://www.brot-fuer-die-welt.de/pressemeldung/2017-entwicklungshoffnung-und-armutsrisiko/

 

 

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SONDERAUSWERTUNG DES FREIWILLIGENSURVEYS

 

Zum dritten Mal in Folge hat das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD (SI) den Freiwilligensurvey des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Blick auf das Engagement evangelischer Befragter ausgewertet und dabei das überdurchschnittliche Engagement in dieser Gruppe belegt.

 

Des Weiteren werden erstmalig die Daten kirchlich stark Verbundener sowie der Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften untersucht, wobei Unterschiede festzustellen sind: Während sich von allen Evangelischen knapp 49 Prozent freiwillig engagieren, tun dies etwa 67 Prozent der stark mit der Kirche Verbundenen. Die Evangelisch-Freikirchlichen zeichnen sich mit über 68 Prozent durch eine weit überdurchschnittliche Engagement-Quote aus. Von den muslimischen Befragten ist nur etwas mehr als ein Viertel engagiert. Insbesondere Menschen muslimischen Glaubens sowie Angehörige evangelischer Freikirchen zeigen eine auffallend hohe Bereitschaft, zukünftig Aufgaben zu übernehmen.

 

Die Studie gibt auch Aufschluss über Motive für ehrenamtliches Engagement, über Hauptinhalte der Tätigkeiten und Wertorientierungen der Evangelischen, speziell derjenigen, die im Bereich „Kirche und Religion“ tätig sind. Deutlich wird zudem: Freiwilliges Engagement hängt eng mit der sozioökonomischen Situation sowie der Lebenszufriedenheit und Gesundheit der Befragten zusammen.

 

Titelangabe: Maria Sinnemann, Engagement mit Potenzial – Sonderauswertung des vierten Freiwilligensurveys für die evangelische Kirche, Hannover 2017, ISBN 978-3-9465250-3-5. Die Studie kann bestellt werden beim SI: info@si-ekd.de  Sie steht in der Datenbank und im Internet zum Download.

 

Internet: https://www.si-ekd.de/FWS_Sonderauswertung.html

 

 


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MAGAZIN „DER PILGER“

 

Der Verlag Peregrinus GmbH (Speyer) gibt ein Mindstyle-Magazin mit christlichem Fokus heraus: „der pilger – Magazin für die Reise durchs Leben“ ist mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren an den Start gegangen. Das Magazin ist vierteljährlich im gesamten deutschsprachigen Raum erhältlich. Die Erstausgabe wird von einer deutschlandweiten Werbekampagne begleitet, die neben Anzeigen in Printmedien mit Radiowerbung und Social-Media-Aktivitäten Akzente setzen will. Im Peregrinus Verlag erscheint auch Deutschlands älteste Bistumszeitung, die ebenfalls den Titel „der pilger“ trägt.

 

Wie der Hefttitel verdeutlicht, versteht sich „der pilger“ als Begleiter seiner Leserinnen und Leser. Der Sehnsucht vieler Menschen nach Stille und Sinnfindung entsprechend lädt jede Ausgabe zu einer persönlichen Auszeit ein und gibt Impulse für ein bewusst geführtes Leben, das sich nicht vom Alltagsstress überrollen lässt.

 

Thematische Schwerpunkte sind Spiritualität und Religion. Es werden unter anderem Pilgerwege und inspirierende Reiseziele vorgestellt oder christliche Feste erklärt. Klassische Lifestyle-Themen aus den Bereichen Natur und Gesundheit werden aufgegriffen und Menschen vorgestellt, die auf besondere Weise leben oder Außergewöhnliches leisten.

 

Zum Autorenkreis zählen unter anderem der Benediktinerpater Anselm Grün, die Journalisten Franz Alt und Michael Albus, Beatrix Kruse, ehemalige Chefredakteurin von Brigitte und Familie&Co sowie der Autor Manfred Lütz.

 

Internet: http://www.der-pilger.de/news/news-detailansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=2&cHash=e03ce745674b33a0c4e0fba335f0cfcf

 


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2. VERSCHIEDENES IN KÜRZE
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NEUES KONZEPT FÜR ERINNERUNGSKULTUR
Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat ein neues Konzept für Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit der Landeskirche vorgestellt. Erarbeitet wurde es von Fachleuten aus Kirche, Universität und Politik. Das Konzept setzt einen Schwerpunkt auf die beiden deutschen Diktaturen des letzten Jahrhunderts – NS-Gewaltherrschaft und SED-Diktatur. Das Konzept wurde auch als Broschüre veröffentlicht. Bischof Markus Dröge unterstreicht darin in seinem Vorwort, dass sich in Teilen der Gesellschaft ein Klima der Intoleranz ausbreite. Die Abwertung und Ausgrenzung von Menschengruppen solle wieder gesellschaftsfähig gemacht werden. Deshalb sei es für Christen wichtig, sich auf ihre Wurzeln zu besinnen, um für das gegenwärtige Handeln Orientierung zu finden. Die Beauftragte für Erinnerungskultur, Marion Gardei, betont, mit dem Konzept das freiwillige Engagement an Gedenkorten unterstützen zu wollen. Die Broschüre steht in der Datenbank und im Internet: http://www.erinnerungskultur-ekbo.de/ueber-uns/publikationen.html

 

STIFTUNGSPROFESSUR FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHEN DIALOG
Im Rahmen der diesjährigen „Woche der Brüderlichkeit" erinnerte Landesbischof Bedford-Strohm an die Schuld, die die evangelische Kirche durch judenfeindliche Denkmuster und Schriften Martin Luthers und anderer Reformatoren auf sich geladen hat. Die Erinnerung daran erfülle die Kirche mit Trauer und Scham. Es sei im Sinne Luthers, als Evangelische Kirche in Deutschland um Vergebung für das unermessliche Leid zu bitten, das den jüdischen Schwestern und Brüdern angetan worden ist.
Die Vergangenheit nehme gleichsam in die Pflicht, die Anliegen des christlich-jüdischen Dialogs an eine nachwachsende Generation zu vermitteln. In diesem Zusammenhang kündigte er an, die EKD beabsichtige gemeinsam mit den Gliedkirchen eine neue Stiftungsprofessur zur Erforschung und Förderung des christlich-jüdischen Dialogs für die Dauer von zehn Jahren einzurichten. Information:
http://www.ekd.de/presse/pm35_2017_woche_der_bruederlichkeit_eroeffnet.html

 

TAGUNG: „MEHR DIGITALE SOUVERÄNITÄT GEWINNEN“
Unter dem Titel „Mehr digitale Souveränität gewinnen“ veranstaltet die Internetarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland am 29. März 2017 in Köln gemeinsam mit der Evangelischen Akademie im Rheinland und der Melanchthon-Akademie eine Tagung zum digitalen Wandel. Es geht um Offene Daten, freie Lizenzen und vor allem Aspekte digitaler Nachhaltigkeit. Die Tagung ist per Live-Stream zu verfolgen unter dem Hashtag: #digitaleSouveraenitaet
Ein Info-Flyer steht in der Datenbank und im Internet:
http://internet.ekir.de/tagungseinladung-offene-daten-freie-lizenzen-aspekte-digitaler-nachhaltigkeit/

 

EVANGELISCHE MEDIENTAGE 2017
Unter dem Motto „Wittenberg vor dem Run“ veranstaltet der Evangelische Medienverband in Deutschland (EMVD) vom 5. bis 6. April 2017 in Wittenberg die diesjährigen Evangelischen Medientage. Noch vor dem großen Ansturm auf die Stadt bieten die Medientage besondere Einblicke in das kommende Geschehen. An allen Stationen – ob an historischen Stätten oder bei aktuellen Projekten – werden den Teilnehmenden Höhepunkte des Reformationssommers 2017 in Wittenberg anschaulich und vertiefend nahe gebracht. Die mediale Tour durch Wittenberg ergänzen Gespräche mit Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör und mit dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff. Der Flyer steht in der Datenbank und im Internet: http://www.emvd.de/emvd/medientage2017

 

PRAXISBUCH: „VERSTEHT MAN, WAS DU LIEST?“
Der Luther-Verlag hat unter dem Titel „Versteht man, was Du liest?“ ein Praxisbuch herausgebracht für kompetentes Lesen im Gottesdienst. Neben Hinweisen zur Vorbereitung auf die Lesung, Tipps für Textanalyse und guten, stimmlichen Vortrag oder den Umgang mit dem Mikrofon finden sich praktische Übungen und Ideen, die gottesdienstliche Liturgie mitzugestalten. Titel: Holger Pyka, Versteht man, was Du liest? Praxisbuch für den Gottesdienst, Luther-Verlag, Bielefeld 2016, ISBN 978-3-7858-0707-1. Information:
http://www.lutherverlag.de/Aus-unserer-Werbung/Pyka-Versteht-man-was-du-liest::900.html

 

VIDEOFORMAT: „ ... UND ES HAT KLICK GEMACHT“
Das Medienportal der Evangelischen und Katholischen Medienzentralen bietet unter dem Titel „ … und es hat Klick gemacht“ elf Videoclips, die auf aktuelle Fragen zu Mediennutzung und Medienkonsum eingehen. Professor Andreas Büsch, Katholische Hochschule Mainz (Lehrstuhl Medienpädagogik und Kommunikationswissenschaften) vermittelt kompaktes Wissen unter anderem zu Cybermobbing, Jugendmedienschutz, Computerspielen, Identität in Sozialen Netzwerken oder zu Datenschutz in jeweils drei Minuten. Zur Vertiefung gibt es Erklärungen und Materialien unter weiterführenden Links. Internet: https://medienzentralen.de/medium41349/und-es-hat-Klick-gemacht

 

BROSCHÜRE: „FAKT ODER FAKE“
Die EU-Initiative klicksafe hat anlässlich der aktuellen Debatte um Falschmeldungen im Netz die Broschüre „Fakt oder Fake – Wie man Falschmeldungen im Internet entlarven kann“ herausgebracht. Sie gibt Tipps im Umgang mit Fake-News und Anregungen, ein kritisches Bewusstsein gegenüber Informationen aus dem Web zu entwickeln. Die Broschüre steht zum Download unter: http://www.klicksafe.de/service/schule-und-unterricht/klicksafe-to-go/

 


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3. REFORMATIONSJUBILÄUM 2017 - THEMENJAHR
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„G-CODE“ – EIN REFORMATORISCHER HÖRWEG
Am 8. März 2017, dem Internationalen Frauentag, ist in Haus Villigst in Schwerte der reformatorische Hörweg „G-Code” eröffnet worden: Der Titel steht für „Gender-Code“ – für den geschlechtersensiblen Blick. Wer durch den Park von Haus Villigst geht, entdeckt an Bänken Schilder, auf denen Martin Luther mit Kopfhörern und Katharina von Bora mit einem QR-Code zu sehen sind. Scannt man die Codes, hört man kurze Beiträge mit reformatorischen Impulsen zum Thema Gleichstellung. Neben fiktiven Diskussionen zwischen von Bora und Luther sind auch Impulse vom EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm, von der Reformationsbotschafterin Margot Käßmann und Präses Annette Kurschus zu hören. Die „G-Codes“ können unabhängig vom Hörweg eingesetzt werden: Auf Roll-ups, Plakaten, Postkarten oder Servietten gedruckt eignen sie sich für Aktivitäten aller Art. Wer einen Hörweg in der eigenen Einrichtung plant und Materialien bestellen möchte, wendet sich an Anke Engelmann, Frauenreferat der EKvW, wenden: Tel. 0 23 04 / 7 55 - 230
Information:
http://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/detail/News/der-g-code/ch/2021a7a8f15a91ef2d627f4ac5c24c3b/

 

Der „G-Code“ ist eine Initiative der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD. Finanziell unterstützt wurde sie durch Mittel der Evangelischen Kirche von Westfalen. Internet: http://www.g-code.de/

 

PROGRAMMHIGHLIGHTS „TORE DER FREIHEIT“
Das Programm der Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“ ist in Wittenberg vorgestellt worden. Die Pressemitteilung, das zweite Magazin zum #Reformationssommer und weitere Unterlagen aus der Pressemappe der Pressekonferenz  findet man in der digitalen Pressemappe unter:
https://www.dropbox.com/sh/0m0j2903qoxdjt0/AAAUnV18bb3vIlG2tF8-Q1bOa?dl=0  

 

BIBELAUSSTELLUNG: „UNSER BUCH“
Die Bibelausstellung „Unser Buch“ präsentiert vom 7. April bis 13. Mai 2017 in Augsburg historische Kunstwerke und Dokumente. Die meisten der 120 Exponate stammen aus dem „Museum of the Bible“ in Washington DC. Gezeigt werden neben Keilschrifttafeln, Qumran-Fragmenten, Tora-Rollen, frühen Bibelhandschriften, mittelalterlichen deutschen Bibelübersetzungen noch vor Luther eine Mikrofiche-Bibel, die mit Apollo 14 auf dem Mond war, und die persönliche Bibel von Elvis Presley mit seinen Unterstreichungen und Randnotizen. Weitere Highlights sind die größte, die kleinste und die längste Bibel der Welt.

 

Die Ausstellung hat drei Veranstaltungsorte. Im Rathaus geht es unter dem Titel „Die Bibel kommt in die Welt – Die Bibel geht in die Welt“ um die Entstehungsgeschichte. In der Kirche St. Moritz lautet das Motto „Mehr als Worte: Die Bibel und die Musik“. In der St. Anna Kirche steht „Die Bibel wird Medium“ im Mittelpunkt. Begleitend zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm. Information: http://www.unser-buch-augsburg.de/

 

AUSSTELLUNG: „GOTT HOCH DREI“
Das Westfälische Museum für religiöse Kultur „RELIGIO“ in Telgte zeigt vom 22. April bis 3. September 2017 eine Sonderausstellung zum Reformationsjahr. Unter dem Titel „Gott hoch drei – Juden, Christen und Muslime in ihrer Begegnung von Luther bis heute“ werden zentrale Themen wie Integration und Toleranz, aber auch Krieg und Konflikte aus aktuellen und historischen Perspektiven aufgegriffen. Die Ausstellung richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene der drei Religionen. Für Schulklassen wird es Unterrichtsmaterialien zur Vorbereitung auf den Ausstellungsbesuch geben, die auf der Homepage des Museums heruntergeladen werden können.
Information:
http://www.museum-telgte.de/pages/sonder.html

 

MAGAZIN: „WILLKOMMEN IM REFORMHAUS“
Das aktuelle Besuchsdienst-Magazin „Willkommen im Reformhaus“ des Amtes für Missionarische Dienste der westfälischen Landeskirche befasst sich dem Untertitel zufolge mit „Besuchsdienstleuten auf dem Weg im Reformationsjahr“. Gefragt wird, was Reformation mit der konkreten Gemeindearbeit heute zu tun hat und wie ein reformierter Besuchsdienst aussehen könnte. Das Magazin steht in der Datenbank und im Internet:
http://www.amd-westfalen.de/begegnen-einladen/besuchsdienst/besuchsdienst-magazine-besuchen-und-finden/