Informationsservice der Relaisstation  Öffentlichkeitsarbeit 17/18, 28. Juni 2018

KAMPAGNEN - AKTIONEN - INITIATIVEN – PROJEKTE

 

2019: Karl-Barth-Jahr

 

 

 

Der Reformierte Bund erinnert 2019 mit einem Karl-Barth-Jahr an den Schweizer evangelischen Theologen und Kirchenvater des 20. Jahrhunderts, Karl Barth (1886-1968). Unter dem Motto „Gott trifft Mensch“ sind eine Reihe von Veranstaltungen, darunter mehrere Tagungen und Symposien an Barths historischen Wirkungsorten in Deutschland und der Schweiz, sowie eine Ringvorlesung und Ausstellungen über den Theologen geplant.

 

Neben einer zentralen Ausstellung in der Basler Universitätsbibliothek wird es eine Wanderausstellung über Barths Wirken geben, die an über 140 Orten in Deutschland, der Schweiz und Österreich gezeigt werden soll. Zudem wird ein Karl-Barth-Magazin in einer Auflage von rund 20.000 Exemplaren herausgegeben und kostenlos verteilt. Außerdem wurde im Internet eigens eine Homepage eingerichtet.

 

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres wird am 50. Todestag Karl Barths, am 10. Dezember 2018, der Schweizer Jurist Bernhard Christ mit dem evangelischen Karl-Barth-Preis 2018 ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird seit 1986 alle zwei Jahre für ein herausragendes wissenschaftlich-theologisches Werk oder Lebenszeugnis in Kirche und Gesellschaft verliehen.

 

Das Karl-Barth-Jahr ist eine Veranstaltung des Reformierten Bundes. Kooperationspartner sind neben der Union Evangelischer Kirchen (UEK) auch die EKD und der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK).

 

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Filmdokumentation zu Heimkinder-Schicksalen

 

 

 

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat einen Dokumentarfilm über die Situation von Heimkindern im Nachkriegsdeutschland veröffentlicht. Die Wiesbadener Filmemacherin Sonja Toepfer hat darin im Auftrag der EKHN die Fürsorgeerziehung von 1950 bis 1975 unter die Lupe genommen und sich dabei auf die Rolle der Medizin in den Kinderheimen konzentriert. In der knapp 80-minütigen Dokumentation kommen neben anderen Zeitzeugen auch zwei Betroffene zu Wort.
 
Toepfer ermögliche in der Doku mit dem Titel „Kopf Herz Tisch hoch drei - Die psychiatrisierte Kindheit“ durch die verschiedenen Perspektiven einen Einblick in die medizinische Denkweise in den Heimen der Nachkriegsjahre. Sie beleuchte dabei, nach welchen Kriterien damals Kinder als „gesund“ oder „krank“, als „normal“ oder „abweichend“ beurteilt wurden.
 
Die Dokumentation soll künftig in Kirche und Diakonie zu Lehr- und Fortbildungszwecken dienen und wird deshalb Trägern von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt. Als DVD kann der Film gegen eine Schutzgebühr von zehn Euro im Internet bestellt werden.
 
Neben dem Dokumentarfilm ist ab sofort auch eine Wanderausstellung zum Thema „Heimkinder“ ausleihbar. Auf zwölf Tafeln wird die Geschichte evangelischer Kinderheime im Gebiet der EKHN nachgezeichnet. Die Schau trägt den Titel „Kinder in Heimen von 1945 bis 1975“. Sie setzt sich mit dem Alltag in den Einrichtungen und dem Thema Missbrauch auseinander. Ausstellungsanfragen ebenfalls im Internet
 
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Landeskirchliches Werk „Kirche im Dialog“

 

 

 

Das von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) eingerichtete Werk „Kirche im Dialog“ nimmt am 1. September im Dorothee-Sölle-Haus in Hamburg seine Arbeit auf. Die Einrichtung soll Haupt- und Ehrenamtliche in der Nordkirche auf allen Ebenen in ihrem Kontakt mit Menschen mit säkularer Lebenshaltung unterstützen und begleiten sowie neue Kommunikationsformate, Angebote und Formen des Miteinanders entwickeln helfen. Ziel ist auch ein Austausch mit anderen Landeskirchen.
 
Dazu werden Erfahrungen aus der gesamten Nordkirche gesammelt und ausgewertet. Kirchliche Erfahrungen im säkularen Umfeld in der Zeit der DDR sollen ebenso verarbeitet werden wie der Umgang mit Konfessionslosigkeit in den Kirchen europäischer Nachbarländer. Vorgesehen sind auch Fachtage, Kongresse und Publikationen. Es gehe um Kontakt mit Menschen, die nicht getauft oder nicht mehr Mitglied der Kirche sind oder eine andere Lebenshaltung haben, heißt es.
 
Zur Leiterin des Werks ist die angehende Pastorin Emilia Handke (32) berufen worden. Der Germanist und Soziologe Dennis Bock (37) wird als Referent tätig sein. Die Landessynode der Nordkirche hatte 2017 beschlossen, das landeskirchliche Werk zu errichten. Damit soll zugleich die Tätigkeit der Arbeitsstelle „Kirche im Dialog“ weiterentwickelt werden, die 2011 bis 2016 in Rostock bestand.
 
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Verschiedenes in Kürze

 

 

 

Liveübertragung Verabschiedung Margot Käßmann

 

 

 

Am Samstag, den 30. Juni 2018, um 15 Uhr wird die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum und Landesbischöfin a.D. der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers Prof. Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann in einem Festgottesdienst in der Marktkirche in Hannover entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet. Die Predigt hält Margot Käßmann. Landesbischof Ralf Meister (Hannover) übernimmt die Würdigung, die stellvertretende Vorsitzende des Rates der EKD Präses Annette Kurschus die Entpflichtung. Eine Liveübertragung des Gottesdienstes gibt es auf evangelisch.de und über die Facebookseiten der Landeskirche Hannovers und der EKD.

 

 

 

 

 

 

 

Studie „Christ sein in Westeuropa“

 

 

 

Das amerikanische Pew-Forschungsinstitut, das sich als neutraler „fact tank“ versteht, hat eine umfangreiche Studie zum „Christ sein in Westeuropa“ herausgegeben. Die Studie ist Teil eines größeren Forschungsprojekts, um den religiösen Wandel und seine Auswirkungen auf Gesellschaften weltweit zu verstehen. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass 71 Prozent der befragten Deutschen angeben, Christ zu sein. Davon verstehen sich allerdings lediglich 22 Prozent als praktizierende und 49 Prozent als nicht praktizierende Christen. Während die praktizierenden Christen dadurch bestimmt werden, dass sie mindestens einmal im Monat in die Kirche gehen, besuchen die nicht praktizierenden Christen nicht mehr als ein paar Mal im Jahr Gottesdienste. Die komplette Studie steht zum Download in der Datenbank und kann auf der Internetseite der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) heruntergeladen werden.

 

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ÖRK-Vollversammlung 2021 in Karlsruhe

 

 

 

Die nächste weltweite Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) wird im Jahr 2021 in Karlsruhe stattfinden. Das hat der Zentralausschuss des ÖRK bei seiner Sitzung in Genf entschieden. Mitbewerberin war die südafrikanische Metropole Kapstadt. Erstmals in der 70-jährigen Geschichte des ÖRK wird die Vollversammlung somit in Deutschland stattfinden. Nach seiner Gründung im Jahr 1948 in Amsterdam kam die Vollversammlung des ÖRK bislang nur ein weiteres Mal in Europa zusammen, im Jahr 1968 im schwedischen Uppsala. Der ÖRK repräsentiert mehr als 500 Millionen Christen weltweit aus 350 unterschiedlichen protestantischen, anglikanischen und orthodoxen Kirchen. Die Vollversammlung ist das oberste Entscheidungsorgan des Rates und stellt die Weichen für die Arbeit. Sie findet alle acht Jahre mit etwa 4000 offiziellen Teilnehmenden und internationalen Gästen statt. Die Veranstaltungen werden in Karlsruhe und Strasbourg stattfinden, womit es sich um die erste grenzüberschreitende Vollversammlung des ÖRK handeln wird.

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Leih-Ausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“

 

 

 

Die Leih-Ausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ vom Evangelischen Presseverband für Bayern e.V. (EPV) präsentiert das Werk von neun Fotografinnen und Fotografen. Die Bilder schildern den Alltag von Frauen in Flüchtlingslagern und ihre schwierige Suche nach einer neuen Heimat. Die Ausstellung soll zur Diskussion anregen und den Dialog befördern. Begleitend zur Ausstellung wird eine Materialmappe mitgeliefert. Sie enthält eine Dokumentation, DVDs zum Thema, eine Informationsbroschüre mit pädagogischen Tipps und Ideen für die Projektarbeit in Schule, Gemeinde oder Bildungseinrichtung. Für Juli und Dezember stehen kurzfristig noch Termine zur Verfügung.

 

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Unerhört!-Foren gestartet

 

 

 

Um Menschen in „unerhörten“ Lebenslagen geht es bei den Unerhört!-Foren im Rahmen der aktuellen Kampagne der Diakonie Deutschland. Die Auftaktveranstaltung fand am 21. Juni 2018 in Herten und Recklinghausen statt. Dort hat sich Diakonie-Präsident Ulrich Lilie mit Gästen des Tagesaufenthaltes für Wohnungslose der Diakonie getroffen und mit dem Bürgermeister und dem Fachbereichsleiter Soziales sowie mit Leitungskräften und Mitarbeitenden von Kirche und Diakonie diskutiert. Mit ihrer „Unerhört!-Kampagne“ wirbt die Diakonie Deutschland für eine offene Gesellschaft. Weitere Unerhört!-Foren finden statt: 14. August in Stuttgart, 15. August in Frankfurt, 16. August in Leipzig, 20. August in Diepholz, 21. August in Wilhelmshaven, 22. August in Hamburg.

 

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Impulstag Digitalisierung 2018

 

 

 

Der Verband Christen in der Wirtschaft e.V. (CiW) lädt für den 15. September 2018 zu einem „Impulstag Digitalisierung“ nach Leipzig ein, bei dem es einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen geben wird. In Vorträgen, Workshops und im Austausch mit Experten und Anwendern will der Impulstag außerdem zum Nachdenken, zur Meinungsbildung und zum eigenen Handeln anregen. Dazu gehört auch die Frage, wie sich Christen in der Wirtschaft 4.0 positionieren.

 

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