Klingender Adventskalender - 1

Unterwegs nach Bethlehem - von Gert Holle

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

Unterwegs nach Bethlehem wird so viel geschehn,
Gefühle, Bilder, Menschen begleiten uns auf unserm Weg.
Unterwegs nach Bethlehem wird so viel geschehn,
Gefühle, Bilder, Menschen begleiten uns auf unserm Weg.

Ich sehne mich nach alten Tagen,
nach Plätzchenduft und Kerzenschein,
Mistelzweig und Tannenreisig,
spazieren gehn im tiefen Schnee.

Unterwegs nach Bethlehem wird so viel geschehn,
Gefühle, Bilder, Menschen begleiten uns auf unserm Weg.
Unterwegs nach Bethlehem wird so viel geschehn.
Gefühle, Bilder, Menschen begleiten uns auf unserm Weg.

Treffe mich mit alten Freunden,
trink Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt.
Erinnre mich an Kindertage,
knacke Nüsse im Advent.

Unterwegs nach Bethlehem wird so viel geschehn,
Gefühle, Bilder, Menschen begleiten uns auf unserm Weg.
Unterwegs nach Bethlehem wird so viel geschehn.
Gefühle, Bilder, Menschen begleiten uns auf unserm Weg.

Der Eine träumt vom neuen Fahrrad,
die Andere von Rollerskates,
nicht alle Wünsche auf dem Zettel
können in Erfüllung gehen.

Unterwegs nach Bethlehem wird so viel geschehn,
Gefühle, Bilder, Menschen begleiten uns auf unserm Weg.
Unterwegs nach Bethlehem wird so viel geschehn.
Gefühle, Bilder, Menschen begleiten uns auf unserm Weg.


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Die verrückten Weihnachtsmänner
- eine Bärchen-und-Rübe-Geschichte

1

„Mir ist so langweilig“, jammerte Bärchen.
„Mir auch“, sagte Rübe.
Dann war es still.
„Mir ist so laaangweilig“, jammerte Bärchen schon wieder.
„Mir auch“, stöhnte Rübe.
Wieder war es eine Weile still.
„Mir ist ja soooo laaaangw....“
„Stop! Jetzt reicht’s!“ sagte Rübe. „Ich kann das nicht mehr hören. Irgendetwas müssen wir doch tun können.“
„Aber was denn?“ fragte Bärchen. „Wir haben doch schon alles gespielt, was uns eingefallen ist...“
Seit Tagen saßen die beiden Geschwister im Haus fest. Draußen war herrlichster Winter - ganz viel Schnee. Doch die beiden Kinder durften nicht hinaus, denn es war bitterkalt geworden. So kalt, dass man selbst im Haus Pullover und dicke Socken tragen musste. Ihre Mutter hatte versucht, es ihnen zu erklären, und Rübe, sie war die Ältere, hatte es eigentlich auch verstanden.
In den ersten Tagen hatte sie viel mit ihrem jüngeren Bruder gespielt, doch nun langweilten sie sich entsetzlich.
„Wir können uns ja ein neues Spiel ausdenken...“, überlegte Rübe.
„Das haben wir doch schon probiert“, sagte Bärchen, „das war ziemlich langw...“
„Stopp! Ich habe gesagt, ich will dieses Wort nicht mehr hören. Also, ich hab da eine Idee. Komm, wir setzen uns hier vors Fenster.“
„Und dann?“ fragte Bärchen.
„Siehst du da oben die Eiszapfen an der Dachrinne?“
„Ja, die sehe ich!“
„Welche Farbe haben sie?“
„Welche Farbe? Blöde Frage. Gar keine, die sind doch aus Wasser.“
„Schau genau hin.“
Bärchen schaute... und staunte. Tatsächlich, die Eiszapfen waren farbig. Mal strahlend weiß, dann blau oder lila, sogar rosa war dabei.
„Ooh“, seufzte er, „schön sieht das aus? Woher kommt das?“
„Mmh“, sagte Rübe, „ich glaube von der Sonne, die gerade untergeht, aber sowas hab ich auch noch nicht gesehen.“
Die beiden schauten noch eine Weile zu den Eiszapfen und schließlich hörte das Farbspiel auf und die Zapfen hingen grau und trüb von der Dachrinne.
„Schade“, sagte Bärchen, „jetzt ist es vorbei.“
„Da - da - da, dada...!“ stotterte Rübe.
„Hä?“ fragte ihr Bruder.
„Da -da, da im Garten!“
„Was ist im Garten?“
„Da bewegt sich was!“

 

Fortsetzung folgt

Copyright by Matthias Schwarz, Eichelstraße 30, 63667 Nidda

 

   

 

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Autor: Gert Holle; Grafik Gert Holle - 1.12.2020