Geschäftsjahr 2023: Evangelische Bank steigert ihre Eigenkapitalausstattung deutlich

Gebäude der Evangelischen Bank in Kassel. (c) EB
Gebäude der Evangelischen Bank in Kassel. (c) EB

18.03.2024

(Kassel/eb) - Die Evangelische Bank (EB) kann auf ein gutes Geschäftsjahr 2023 (vorläufiges Ergebnis) zurückblicken. Ihr Kreditgeschäft hat die EB trotz eines herausfordernden Umfeldes weiter ausbauen können, gleichzeitig stärkte die Bank ihre Eigenkapitalausstattung deutlich. Die Bilanzsumme der EB erhöhte sich 2023 auf 8,74 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,55 Mrd. Euro).

Das Jahr 2023 war wie in den Vorjahren vom russischen Angriffskrieg in der Ukraine und dessen Folgen für die Weltwirtschaft, der andauernden Energiekrise und der Zinswende geprägt. „Trotz dieser gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat die Evangelische Bank im Geschäftsjahr 2023 eine insgesamt sehr zufriedenstellende geschäftliche Entwicklung erreicht“, sagt Thomas Katzenmayer, Vorsitzender des Vorstands der EB. „Dies zeigt, dass uns unsere Kund:innen auch in herausfordernden Zeiten großes Vertrauen entgegenbringen und unser Spezial-Know-how in den Geschäftsfeldern von Diakonie und Kirche sowie der Gesundheits- und Sozialwirtschaft sehr zu schätzen wissen. Zudem nehmen sie uns als professionellen und verlässlichen Begleiter in der nachhaltigen Transformation wahr und vertrauen auf unsere Unterstützung bei den Herausforderungen, die sich aus der Transformation ergeben“, so Katzenmayer.

Gute Ertragslage

Mit einem Betriebsergebnis vor Steuern in Höhe von ca. 58,4 Mio. Euro (Vorjahr 44,9 Mio. Euro) konnte das Vorjahresergebnis um 28 Prozent übertroffen werden, gegenüber den Planungen betrug der Anstieg sogar 56 Prozent. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die spürbar gestiegenen Zinsüberschüsse in Höhe von 114,4 Mio. Euro (Vorjahr 99,0 Mio. Euro), ein stabiler Provisionsüberschuss in Höhe von 21,4 Mio. Euro (Vorjahr 23,1 Mio. Euro) und die gegenüber dem Vorjahr nur marginal gestiegenen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 79,2 Mio. Euro (Vorjahr 78,5 Mio. Euro). Die Cost-Income-Ratio (Verhältnis der Aufwendungen zu den Erträgen) hat sich auf ca. 57,6 Prozent verbessert (Vorjahr 63,2 Prozent).

Die Risikovorsorge betrug im Geschäftsjahr 2023 trotz des schwierigen geopolitischen Umfelds, der herausfordernden Situation in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft sowie der deutlichen Schwächen an den Immobilienmärkten nur 1,7 Mio. Euro (Vorjahr 1,1 Mio. Euro) und bestätigt damit die umsichtige Kreditpolitik der EB der letzten Jahre.

Weiterer Ausbau des Kreditgeschäfts

Die Bilanzsumme der EB erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 8,74 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,55 Mrd. Euro). Der wesentliche Grund dafür ist das auf 5,66 Mrd. Euro gestiegene Kundenkreditvolumen (Vorjahr: 5,36 Mrd. Euro). Trotz der für ihre Kund:innen schwierigen Investitionsbedingungen hat die EB ihr Kreditgeschäft im Berichtsjahr weiter ausbauen können: Insgesamt wurden 741,74 Mio. Euro (Vorjahr: knapp 1,02 Mrd. Euro) an neuen Krediten zur Finanzierung von Vorhaben in Kirche, Diakonie, Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie für Privatkund:innen zugesagt. 712,19 Mio. Euro entfallen hiervon auf institutionelle Kund:innen und 29,54 Mio. Euro auf Privatkund:innen.

In Folge der deutlich steigenden Zinsentwicklung ist es zu Verschiebungen von Spar- und Sichteinlagen in Festgelder gekommen. Im Ergebnis konnten die Kundengelder als wichtigste Refinanzierungsquelle der EB mit einem Volumen von 6,33 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,56 Mrd. Euro) dennoch stabil gehalten werden. Das betreute Kundenvolumen (inklusive der außerbilanziellen Positionen) stieg gegenüber dem Vorjahr um 654 Mio. Euro auf insgesamt 21,1 Mrd. Euro.

Deutliche Übererfüllung aufsichtsrechtlicher Kapitalanforderungen

Auch die Eigenkapitalpositionen der EB konnten im Berichtsjahr ausgebaut werden. So betrug die Gesamtkapitalquote zum Bilanzstichtag 17,3 Prozent (Vorjahr 14,2 Prozent) und die harte Kernkapitalquote 14,4 Prozent (Vorjahr: 13,0 Prozent). Eine weitere Stärkung ist für Mitte 2024 durch die Dotierung des anteiligen Jahresüberschusses 2023 in Höhe von 32,8 Mio. Euro in die Ergebnisrücklagen geplant. Damit werden die aktuellen aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen deutlich übererfüllt und es besteht ein ausreichender Puffer für einen nachhaltigen Wachstumskurs.

Die Liquiditätslage der EB ist geordnet, die entsprechenden aufsichtsrechtlichen Kennziffern (LCR und NSFR) konnten ebenfalls mit ausreichenden Reserven über das ganze Wirtschaftsjahr auf dem Zielniveau gehalten werden. Durch das im Dezember 2023 von der externen Ratingagentur S&P Global Ratings erteilte Pfandbriefrating von AAA ist die EB zuversichtlich, künftig nennenswerte langfristige Refinanzierungen auch mit der Emission von Pfandbriefen zu realisieren.  

Über die Evangelische Bank 

Die Evangelische Bank ist ein werteorientierter Finanzpartner mit christlichen Wurzeln. Sie gestaltet gemeinsam mit ihren Kunden in Kirche und Diakonie sowie der Gesundheits- und Sozialwirtschaft eine nachhaltig lebenswerte Gesellschaft. Um das zu erreichen, setzt die Bank auf ihr exzellentes Branchen-Know-how und bietet umfassende Finanzlösungen für den kirchlich-diakonischen und sozialen Bereich. Mit einer Bilanzsumme von 8,74 Mrd. Euro gehört die Evangelische Bank zu den größten Kirchenbanken und Genossenschaftsinstituten in Deutschland. 

Im Kerngeschäft finanziert die Evangelische Bank Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Altenpflege, Jugend- und Behindertenhilfe, Bildung, bezahlbarer Wohnraum sowie privater Wohnbau und investiert in Vorhaben, Unternehmen und Institutionen, die für eine nachhaltig lebenswerte Gesellschaft einen positiven Beitrag leisten.

 

Die Evangelische Bank richtet ihr unternehmerisches Handeln nach den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) und nach den anspruchsvollen EMASplus-Kriterien aus.