Journal / Aus aller Welt

4.04.2017


Das Caritas Baby Hospital bietet Müttern mit kranken Kindern Hilfe in der Krisenregion

Oberste Priorität haben die Kinder

Kinderarzt Dr. Nader Handel betreut den kleinen Jad während seines stationären Aufenthalts im Caritas Baby Hospital in Bethlehem. Foto: KHB/Meinrad Schade
Kinderarzt Dr. Nader Handel betreut den kleinen Jad während seines stationären Aufenthalts im Caritas Baby Hospital in Bethlehem. Foto: KHB/Meinrad Schade

 

(Freiburg i. Br./kb) - Trotz der schwierigen Umstände im Nahen Osten zeigen Mütter dort tagtäglich außergewöhnliche Leistungen, wenn es um ihre Familien geht. Haben die Kinder unter Krankheiten zu leiden, nehmen die Belastungen insbesondere für die Mütter weiter zu. Mit dem Caritas Baby Hospital unterstützt die Kinderhilfe Bethlehem die Gesundheitsversorgung von Kindern im Westjordanland.

Sabrin lebt mit ihrer Familie in Halhul, einer kleinen Stadt in der Nähe von Hebron. Ihre Zwillinge Jad und Sham kamen bereits am Anfang des achten Monats der Schwangerschaft zur Welt. Mit der ungewissen Zeit nach der Frühgeburt hörten die Sorgen nicht auf. Der knapp zweijährige Sohn Jad hat schwere Atemwegsprobleme. Trotz dieser Beschwerden ist er ein Energiebündel, den seine Eltern immer im Auge behalten müssen. Seine Schwester spielt lieber alleine und bleibt eher für sich. "Bei Jad lassen wir viel durchgehen. Ja, er wird von der ganzen Familie verhätschelt", gesteht seine Mutter Sabrin. "Zum einen, weil er immer wieder ins Krankenhaus muss. Zum anderen, weil er ein Junge ist. Das ist in dieser Gesellschaft einfach so." Sham, die vor ihrem Zwillingsbruder auf die Welt kam, lässt das geduldig über sich ergehen.

Ein finanzieller Kraftakt
Kurz nach der Geburt begann Jad unter Atemnot zu leiden. Die Ärzte entdeckten bei ihm eine Allergie gegen Duftstoffe. "Wir haben sofort alle duftenden Gegenstände aus dem Haushalt entfernt. Aber er hatte trotzdem Probleme mit dem Atmen. Zusätzlich wurde eine Art frühkindliches Asthma diagnostiziert", erklärt seine Mutter. Zuhause muss Jad alle sechs Stunden inhalieren. Sabrin hält diesen Rhythmus streng ein. Sie weiß, wie wichtig das für die Gesundheit ihres Sohnes ist.

Hilfe haben Sabrin und Jad im Caritas Baby Hospital gefunden. Die gemeinnützige Einrichtung in Bethlehem ist die zentrale Anlaufstelle für Mütter mit kranken Kindern. Es ist das einzige Krankenhaus im Westjordanland, das ausschließlich auf Kinder spezialisiert ist. Während eines stationären Aufenthaltes von Jad wurde Sabrin gefragt, wie sie zu Hause heizen. In den Wintermonaten ist es im 1.000 Metern hochgelegenen Halhul unangenehm kalt. Manchmal schneit es, und die Häuser sind sehr schlecht isoliert. Der 25-jährigen Mutter wäre nie in den Sinn gekommen, dass der traditionelle Holzofen mit Jads Luftnot zu tun haben könnte. Doch der Rauch bereitet gerade geschwächten Lungen Probleme. Umgehend ersetzten sie den Holzofen durch eine Klimaanlage. Für die junge Familie ist das ein finanzieller Kraftakt. Strom ist sehr teuer und der Vater verdient als Warenlieferant zwar regelmäßig, aber nicht viel. "Wir teilen uns das Geld immer genau ein", erläutert Sabrin. "Erste Priorität haben die Zwillinge und was ihnen gut tut."


Ist zu Hause alles in Ordnung?
Die Zwillingsmutter redet über Gerüche und die Auswirkung von Holzheizungen auf das Atmungssystem von Kindern wie eine Expertin. "In der Nachbarschaft kommen sie inzwischen zu mir und fragen, ob ich nicht einen Rat für ihr Kind habe", lacht die engagierte Frau. "Im Caritas Baby Hospital bin ich zur Expertin geworden." Trotz der großen Fürsorge durch seine Mutter muss Jad immer wieder stationär aufgenommen werden, weil er einfach keine Luft bekommt. In dieser Zeit schläft seine Mutter in der Mütterabteilung des Krankenhauses. So dankbar sie für diese Möglichkeit ist, so sehr leidet sie gleichzeitig darunter, nicht bei ihrem Ehemann und ihrer Tochter Sham sein zu können. "Diese Spannung zerreißt mich fast. Ich habe das Gefühl, ich werde nicht beiden Kindern gleichermaßen gerecht. Im Krankenhaus mache ich mir nicht nur Sorgen um Jad, sondern zerbreche mir gleichzeitig den Kopf, ob zu Hause alles in Ordnung ist."

Die Sozialarbeiterinnen im Caritas Baby Hospital bestärken Sabrin im Gespräch immer wieder, dass sie das Richtige macht. Jad braucht sie jetzt, um schnell gesund zu werden. Der Ehemann kümmert sich rührend um die Tochter und die Schwiegereltern wohnen ebenfalls im Haus. Sie kennen diese Sorge von vielen Müttern, denn Sabrin ist kein Einzelfall. Und wie alle diese Frauen hat Sabrin nur einen Wunsch: Dass ihr Kind endlich gesund ist und sie wie eine normale Familie leben können.


Spendenkonto:
Kinderhilfe Bethlehem im Deutschen Caritasverband e.V.
Postbank Karlsruhe
IBAN DE32 6601 0075 0007 9267 55
BIC/SWIFT: PBNKDEFF

 


SPANIEN - Eine Zeitreise

Foto: polyband
Foto: polyband

Spanien, Al-Andalus, Iberien, Hispanien – vielen Namen für ein und dasselbe Land, welches in der Vergangenheit mehr Erscheinungsformen als jedes andere Land in West-Europa hatte.

Als fast vollständig vom Meer umgebene Halbinsel, führte der Weg dorthin schon immer über das Meer. Spanien gehört zu Europa, ist aber nur 14 Kilometer von Afrika entfernt. Durch die Lage am äußersten Ende Europas war Spanien Grenzland und Schlachtfeld der verschiedensten Einflüsse des Kontinents.
Es wurde von verschiedensten Herrschern, Armeen, Völkern und Glaubensrichtungen geprägt, deren Kulturen sich vermischten. Das ist es, was Spanien so einzigartig macht.

Als Reisender und Historiker besucht Simon Sebag Montefiore die schönsten Orte Spaniens wie Cádiz, Sevilla, Gibraltar, Córdoba und Granada und enthüllt ihre unbekannten Geschichten und Geheimnisse. Er erforscht, wer und was die Seele Spaniens formte. Vom Heidentum, Islam und Katholizismus über die Diktatur Francos hin bis zur heutigen Demokratie.

 

Genre:             Dokumentation / Geschichte

 

Land:               Großbritannien

 

Jahr:  

 

Regie:              Marion Milne, Sian Salt

 

Produktion:     BBChbuch:  

 mera:  

 

Musik:  

Schnitt:   Darsteller:   Originaltitel:    The Making of Spain

 

EAN Code:     4006448799694

 

VÖ-Datum:      31.03.2017

 

FSK:                 INFO-Programm

 

Laufzeit:          ca. 150 Min. (3x50 Min.)

 

Bildformat:      16x9 anamorph (1,78:1)

 

Sprache:         Deutsch Dolby Digital 2.0 / Englisch Dolby Digital 2.0

 

Ländercode:   2

 

Anzahl Discs: 1

 

Verpackung:   Softbox

 

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Autor: polyband; zusammengestellt von Gert Holle - 29.03.2017

 


Glücksmomente an der Nordsee

Foto: Oliver Franke/www.nordseetourismus.de
Foto: Oliver Franke/www.nordseetourismus.de

 

(Husum/pm) - Ab in die Dünenkoje! Auf zum Sternegucken! In den Büsumer Schlafstrandkörben können Gäste eine Nacht auf der Watt´n Insel verbringen, dabei die Nordsee und die Natur mit allen Sinnen unmittelbar erleben. Denn wenn die letzten Gäste abends die Insel in der Familienlagune Perlebucht bei Büsum (www.buesum.de) verlassen, ist man plötzlich allein auf der Insel – um einen herum nichts als Stille. Nur der Wind streicht raschelnd durch das Dünengras, die Nordseewellen rauschen. Der Mond spiegelt sich in der glitzernden Nordsee und darüber funkeln nur noch die Sterne. (www.nordsee-strandschlafen.de) Bequem und einfach zu handhaben sind die Schlaf-Strandkörbe übrigens auch: Sie sind 1,30 Meter breit und 2,40 Meter lang und bieten damit zwei Erwachsenen ausreichend Platz zum Kuscheln oder Sternegucken. Eine wetterfeste Persenning mit Fenstern kann komplett geschlossen werden und ermöglicht damit auch bei Wind und Regentropfen ein geschütztes Übernachten am Strand. Die Fenster lassen sich schließen, sodass Übernachtungsgäste ihren Schlaf unbeobachtet genießen können. Die Schlaf-Strandkörbe können nächteweise gemietet werden, in der Hauptsaison wird die Watt´n Insel auch nachts kontrolliert, zum Service gehört eine Taschenlampe und der Zugang zu den Sanitäreinrichtungen auf der Insel. Auf dem Campingplatz „Nordseecamping Zum Seehund“ in Simonsberg nahe Husum kann man den Schlafstrandkorb nicht nur für die Nacht mieten, sondern auch für eine entspannte Mittagspause oder Rast während einer langen Urlaubsanreise und sich so schon mal einstimmen (www.nordseecamping.de/schlafstrandkoerbe) Auch auf Föhr wird es in in dieser Urlaubssaison Schlafstrandkörbe geben. Wo ist es wann am Schönsten? „In Wyk zum Sonnenaufgang und zum Sternegucken nach Nieblum“, empfiehlt Ann-Kathrin Meyerhof von Föhr-Tourismus und als Insider-Tipp zum Glücklichsein den Schlafstrandkorb zum romantischen Sonnenuntergang - in Utersum: „Mit grandiosem Blick auf die beiden Nachbarinsel Amrum und Sylt lassen sich im Westen der Nordseeinsel Föhr traumhaft schöne Sonnenuntergänge beobachten. Allabendlich geht hier die Sonne direkt zwischen den beiden Nachbarinseln unter und reflektiert ihre Farben in der Nordsee – mal tiefrot, mal leuchtend gelb. Bei diesem wunderschönen Anblick ist nicht nur der Alltag vergessen, da sprudeln auch gewiss die Glückshormone kräftig.“ (www.foehr.de/schlafstrandkorb )

Auch Pellworm gehört zum „Glückswachstumsgebiet“, auch hier flattern rosa Bändchen, mit denen persönliche Glücksorte markiert sind. Die Bänder zerfallen nach 120 Tagen. Sind Sie schon weg? Selbst was suchen! Neues Glück finden, neues Glück verraten. Die Bänder gibt’s beim Kur- und Tourismusservice – und neben der Radfahrkarte auch manchen Tipp, wo das Glück zu finden ist. „Das hier ist eine Auswahl unserer beliebtesten Glücksorte“, sagt Diana Johns, „…Los geht´s: finden Sie ihr Glück!“ Wer verliebt ist, kann seine Verbundenheit am Liebesgitter am Ende der Liebesallee in Ostersiel bekunden und ein Schloss anbringen. Am Pellwormer Hafen lädt dann eine der zahlreichen Bänke zur gemütlich-glücklichen Rast ein: dem Fernweh frönen, ein Fischbrötchen essen, den Krabbenkuttern hinterhersehen oder den Möwen zuhören. Weiter geht es Richtung des kleinen Anlegers „Hooger Fähre“. Einsam steht die Bank auf dem Deich und bietet einen traumhaften Blick in trauter Zweisamkeit auf Insel und Wattenmeer. Wer Glück hat, kann später mit Wattführer Helmut Bahnsen auf eine Erkundungstour durch das Watt gehen: Naturerlebnis pur und spannende Geschichten vom sagenhaften Rungholt. Wer großes Glück hat, findet auf der Wattwanderung ein Stückchen Bernstein. „Auch die Alte Kirche hat ein Glücksbändchen verdient“, sagt Diana Johns, „denn sie steht für Glauben, Geschichte und Gemeinschaft – das schenkt den Menschen zusammen mit dem wunderschönen Orgelkonzerten nicht nur Glücksmomente, sondern auch Kraft und Hoffnung.“ Der Höhepunkt: Die traumhafte Sicht vom Leuchtturm über das Wattenmeer bis zum Horizont weit hinten beschert Gänsehaut - und Glücksgefühle.
www.pellworm.de

Woran erkennt man, ob Schweine glücklich sind? „Wenn sie mit den Zähnen knirschen“, sagt Nele Wree. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Holger Spreer lebt sie auf der Hallig Süderoog. Die Beiden haben die Hallig gepachtet, leben dort das ganze Jahr als einzige Bewohner auf ihrem prächtigen Arche-Hof. Neben der Arbeit für den Küstenschutz halten und züchten sie vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen. „…für mich ist es ein glücklicher Moment, wenn die Schweine vor Glück mit den Zähnen knirschen. Wenn die Lämmer im Stall mit ihren Freudensprüngen beginnen. Oder wenn die Enten und Gänse zum ersten Mal das Wasser für sich entdecken.“ Gern führt Holger den Gast durch den Hof und zeigt von der Warft aus die Coburger Fuchsschafe auf der Salzwiese. Nele geht zum Gatter vor dem Hof und raschelt mit dem Futtereimer, Gäste dürfen mit, und die Gänse und Enten kommen herangetobt. Man kann die Hallig und die Beiden besuchen kommen. Zusammen mit dem Wattpostboten Knud Knudsen geht es von Pellworm auf eine große Wanderung durchs Watt. „Und wir freuen uns, wenn er Briefe mitbringt, in denen Halligfreunde schreiben, wie gut sie es finden was wir machen und dass sie sich gefreut haben, uns besuchen zu können. Manchmal bringen Besucher sogar eine Kleinigkeit aus ihrer Heimat mit, die sie fröhlich überreichen und uns eine Freude machen.“ Halligbesucher können immerhin einen kleinen Einblick in diese faszinierende Welt gewinnen, diese Natur genießen. Die auch für Nele Glücklichsein bedeutet: „Wenn ich Zeuge eines Naturschauspiels wie beispielweise die im wahren Wortsinn aufziehende Ruhe nach dem Sturm bin, dann ist auch das ein persönlicher Glücksmoment. Oder wenn Vogelschwärme ihre Formationen fliegen und kunstvoll über die Hallig oder das Watt ziehen. Oder wenn einfach die Sonne aufgeht und es schon in der Luft liegt, dass dies ein schöner Tag wird…!“
www.halligsuederoog.de

Christel Grave ist Koordinatorin der nordfriesischen Schutzgebiete des Vereins Jordsand zum Schutze der Seevögel und für ihre Betreuungstouren unterwegs in diesem leeren, weiten Land – Hauke-Haien-Koog, Rantum-Becken, Amrum-Odde zum Beispiel. Man kann sie treffen, wenn sie mit Fernglas und Spektiv Vögel beobachtet, zählt, dokumentiert. Wer die Gegend und die Vögel mag, hat Glück sie zu treffen. Zu ihren schönsten Glückmomenten gehören, natürlich, die Augenblicke „…wenn ich beobachte, wie die Jungvögel zum ersten Mal auffliegen!“ Aber hier unterwegs zu sein, bedeutet für Christel Grave noch mehr: „Es ist bei einem Sturm beeindruckend, auf dem Deich zu stehen und sich in den Wind zu lehnen.“ Solche Sachen machen sie auch glücklich. Mal wieder gewahr zu werden, dass der Mensch eben doch nicht alles im Griff hat und zu lernen „…dass die unbändige Natur uns wieder erden kann.“ Es ist eben auch ein Glück, hin und wieder aus der engen Welt auszubrechen. Zum Beispiel in die Uthlande, den Halligen und Inseln. „Die Zeit tickt da draußen völlig anders als in unserem strengen Takt. Einen Sturm kann man nur abwarten. Es tobt und tost solange, bis es vorbei ist – Uhrzeiten sind völlig irrelevant.“ Dies zu erleben und annehmen zu können - auch das ist Küstenglück. Wer soweit nicht hinaus möchte: „Dem empfehle ich einen langen Spaziergang um die Nordspitze der Insel Amrum – da hört die zivilisierte Welt auf“, sagt Christel Grave, „…da macht die Natur was sie will. Weite erleben und erfahren, dass die Natur am Ende doch stärker ist als wir.“ Wer das verstanden hat, wird das Wilde genießen. Das Weite und das Wunderbare. Und am Ende der Brutzeit werden da oben wieder die ersten jungen Vögel fliegen lernen. Christel Grave wird dabei sein. Im Sturm. Am Spektiv. Und glücklich dabei sein.
www.jordsand.de

Die „Ronja“, ein Ewer, und die Tjalk „Labor Sanitas“ sind historische Plattbodenschiffe und liegen während der Urlaubs-Saison im Hafen von Wyk auf Föhr. Die beiden Skipper Katja Wendt und John von Eitzen haben zuletzt die Tjalk in den Niederlanden gekauft und wieder flottgemacht. Zusammen mit ihren Gästen befahren sie das Nordfriesische Wattenmeer und ermöglichen damit nicht nur ein echtes Abenteuer, sondern bewahren so auch die Tradition dieser typischen Schiffe. Für John, er war schon länger mit der „Ronja“ unterwegs, und – in diesem Fall erstmals – für Katja ging mit der Übernahme der „Labor Sanitas“ ein Traum in Erfüllung: „Ich hatte Glück, mir einen Lebensstil zu basteln, der geprägt ist von der See, der Landschaft und den Menschen, die hier leben und arbeiten. Glück ist: draußen zu sein und zu segeln. An den Schiffen zu arbeiten. Und immer den Horizont vor Augen zu haben“, sagt Katja. John steht am Steuer und Katja ist mit den Segeln und Tauen beschäftigt. Ihr gelingt es schnell, aus Landratten eine Mannschaft zu formen, denn: Anpacken ist hier an Bord Ehrensache - Segel setzen oder einholen zum Beispiel. „Es freut mich dabei besonders, diese Gegebenheiten, dieses Glück, mit anderen Menschen teilen zu können. Es ist ein besonderer Moment für mich, wenn meine Begeisterung für das Schiff, das Segeln und die außergewöhnliche Landschaft auf die Gäste übergeht.“ Das mit der Begeisterung geht ganz schnell, die Arbeit in die Arme. Trotzdem. Die Segel sind getrimmt, man spürt die Kraft von Wind und Wellen. Auf den Lippen den salzigen Geschmack der der Nordsee, die „Labor Sanitas“ rauscht durch die See. Katja strahlt. Und die Leute auch.
www.laborsanitas.de www.pfahlewer.de www.foehr.de

„Surfer werden nicht älter – das ist doch ein großes Glück!“ Sagt einer, der es wohl wissen muss. Hans Heinicke, 70, ist Surfer, Surflehrer, Surfschulbesitzer in Westerland. Er arbeitete als KFZ-Schlosser, hatte das Glück mit dem Windsurfen eine unendliche Leidenschaft zu entdecken und eröffnete vor dreißig Jahren die Surfschule Westerland am Brandenburger Strand auf Sylt. Eine Leidenschaft, die ihn bis heute antreibt. „Ohne diesen faszinierenden Sport wäre ich wohl nie so lange auf Sylt geblieben – das macht mich immer noch glücklich. Ich habe hier meinen Platz gefunden.“ Mindestens 6000 Leuten hat Hans das Windsurfen beigebracht und damit manche Leidenschaft entfacht „…auch das bedeutet Glück für mich.“ Diese Faszination für das Meer, für den Wind und die Wellen, für die Freiheit da draußen, weiterzugeben. Und noch etwas: „Da draußen auf dem Meer hast Du mal drei, vier Stunden deine Ruhe – ohne ständiges Handygeklingel.“
www.sunsetbeach.de www.sylt.de

Weitere Tipps für faszinierende Momente des Glücks erfahren Sie im neuen nordsee Urlaubsplaner 2017, den Sie unter www.nordseetourismus.de bequem per Post bestellen oder auch herunterladen können.

 


David Attenborough: Great Barrier Reef (3 DVDs)

Foto: Koch Media
Foto: Koch Media

An der Nordküste Australiens gelegen, ist das Great Barrier Reef nicht nur Forschern als das größte und schönste Korallenriff der Welt ein Begriff. Mit seiner exotischen und vom Menschen nahezu unberührten Vielfalt gilt es als eines der imposantesten Wunder der Natur überhaupt. 60 Jahre nach seinem letzten Besuch an diesem magischen Ort hat sich der berühmte Naturforscher Sir David Attenborough für die BBC erneut auf die Suche nach dem Zauber der Tier- und Pflanzenwelt in dieser einzigartigen Region begeben. (3 DVDs)

 

Unter Einsatz modernster Technik entstanden, geben Attenboroughs brillante Aufnahmen imposante Einblicke in eine einzigartige Welt, deren Schönheit hier in einer bislang noch nie dagewesenen visuellen Pracht erlebt werden kann. Dazu gehören in allen Farben schillernde Korallen ebenso, wie kristallklare Sandstrände oder das schier unermessliche Spektrum an kleinen und großen Lebewesen, das sich in der gesamten Region über Jahrtausende entwickelt hat. Zusammen mit Attenborough geht der Zuschauer auf eine informative, faszinierende und jederzeit unterhaltsame Reise, die sich kein Fan opulenter Naturdokumentationen entgehen lassen sollte.

 

Regie Michael Davis; Anne Sommerfield

Genre: Mensch/ Natur / Tiere

Filmlänge ca. 174 min

Sprachen: Deutsch, Englisch

Produktion: Vereinigtes Königreich 2015

Tonformat: Dolby Digital5.1

Bildformat 1.78:1

FSK Info-Programm

Im Handel ab 09.03.2017

 

Koch Media; zusammengestellt von Gert Holle - 24.02.2017


"Steinadler – König der Berge?", "Seeadler – Der Vogel Phönix" und "Wilde Slowakei"

Die Welt der Adler

Regisseur und Kameramann Jan Haft („Das grüne Wunder – Unser Wald“, „Magie der Moore“) zeigt die verschiedenen Lebensräume, in denen Seeadler und Steinadler heimisch sind, und überrascht mit atemberaubenden Aufnahmen dieser majestätischen Vögel.

 

In der Hohen Tatra verfolgen wir das Erwachsenwerden von zwei Steinadlerküken: Vom Bebrüten der Eier bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Jungvögel den Horst verlassen. Spektakuläre Bilder, wie der Kampf zwischen Seeadler und Steinadler an einem Riss, wechseln sich ab mit berührenden Einblicken in die Kinderstube der Greifvögel, aber auch mit komischen Momenten, etwa wenn die Küken im Nest Besuch von Maus und Schmetterling bekommen.

 

Bis weit in den Norden unseres Kontinents erstreckt sich der Lebensraum der Seeadler: In den norwegischen Lofoten ziehen diese mit Orcas und Buckelwalen, um von deren Jagderfolg zu profitieren. Aber auch in den Mooren Finnlands, wo sie die Nähe zu Wolf und Bär suchen, setzen die geschickten Jäger auf die Hilfe anderer. Bei uns in Deutschland sind mittlerweile wieder mehr als 700 Seeadlerreviere besetzt – eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes.

 

Beeindruckende Tier- und Pflanzenwelten in wunderschönen Bildern: Jan Haft, Deutschlands wohl bester Naturfilmer, präsentiert mit den Filmen „Steinadler – König der Berge?“, „Seeadler – Der Vogel Phönix“ und „Wilde Slowakei“ die geheimnisvolle Welt der Adler, so wie man sie vielleicht noch nie gesehen hat.

Genre: Dokumentation Natur & Tierwelt

Land: Deutschland

Jahr: Regie:Jan Haft

Produktion: nautilusfilm, BR, WDR, Arte, ORF

Drehbuch: Jan Haft, Gabriele Conze

Kamera: Jan Haft

Originaltitel: Die Welt der Adler ("Steinadler – König der Berge?", "Seeadler – Der Vogel Phönix" und "Wilde Slowakei")

 

EAN Code:

4006448764883
VÖ-Datum: 07.02.2017
FSK: INFO-Programm
Laufzeit: 135 (ca. 3 x 45 Minuten)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch
Dolby Digital 2.0
Ländercode: 2
Anzahl Discs: 1
Verpackung: Softbox farbig schwarz

 

Autor: polyband; zusammengestellt von Gert Holle - 9.02.2017

Fotos: polyband


Die Farben Indiens

 

Einzigartig in seiner Vielfalt und atemberaubend schön. Der indische Subkontinent ist geprägt von landschaftlicher, kultureller und ethnischer Verschiedenartigkeit. Über Jahrtausende das reichste Land der Erde, spielte es in der Geschichte schon früh eine bedeutende Rolle. Heute hält die bevölkerungsreichste

Demokratie der Welt Kurs auf die Zukunft.

 

Von den Wurzeln der Religionen und Lebensphilosophien über

die Entwicklung Indiens zur Handelsgroßmacht bis zur Einverleibung des Subkontinent in das Britische Empire - in sechs Teilen schildert die Dokumentation die Geschichte einer der ältesten Zivilisationen der Welt mitsamt seiner Völkervielfalt, jahrtausendealten Kultur und faszinierenden Landschaften.

Kommen Sie mit auf eine spannende Reise durch den pulsierenden Subkontinent und erleben Sie gemeinsam mit dem Historiker Michael Wood die Wunder Indiens!

 

„Ein visuelles Fest!“ THE TIMES

 

Genre: Dokumentation
Geschichte
Produktion: BBC
Darsteller: Michael Wood
Originaltitel: The Story of India
EAN Code: 4006448766634
VÖ-Datum: 24.02.2017
FSK: INFO-Programm
Laufzeit: ca. 360 Minuten (6 x 60 Minuten)
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch
Dolby Digital 2.0
  Englisch
Dolby Digital 2.0
Ländercode: 2
Anzahl Discs: 2
Verpackung: Softbox

 

Fotos: polyband

 

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Autor: polyband; zusammengestellt von Gert Holle - 9.02.2017


Unterwegs zur Hallig Langeneß - im Winter

Die Durchquerung eines Prils (Copyright www.nordseetourismus.de)
Die Durchquerung eines Prils (Copyright www.nordseetourismus.de)

(Husum/mk) - Der Morgen beginnt zaghaft und dann mit einem flammenden Orange; der Himmel in der winterlichen Dämmerung ist dramatisch. Die Wolken sind vom nächtlichen Ostwind zerrissen und stehen nun in Windstille von Horizont zu Horizont. Es scheint, als ob der Wind zum Anbruch des neuen Tages eine Atempause einlegt. Eine Schar Gänse fliegt vorüber, mit sehnsuchtsvollen Rufen. Die Nacht verschwindet im Westen mit einem bleiernen Grau, dort liegt das Watt; unergründlich, still. Menschenleer und gottverlassen; draußen die Kette der Hallig-Warften wie eine Illusion. Einsam im großen, weiten Nichts. Selbst die riesigen Vogelschwärme sind fortgezogen, weiter weg vom Winter.
  
Erste Sonnenstrahlen brechen durch und tasten zögerlich über das Watt, so als wollten selbst sie diese Ruhe nicht stören, dann greifen sie nach einer fernen Hallig. Und nun tauchen doch ein paar Leute auf; Atemwolken vor den Gesichtern und Gummistiefel im Gepäck, Thermosachen an und Mützen auf. „Hier in Schlüttsiel bleiben die Autos stehen und euer Gepäck stellt ihr bitte auf diesen Wagen hier, der geht gleich auf die Fähre nach Langeneß, eure Sachen sind nachher im Hotel auf der Hallig. Wir fahren jetzt mit dem Bus nach Dagebüll, von dort laufen wir los und morgen fahren wir mit der Fähre von Langeneß hierher nach Schlüttsiel zurück.“ Das sagt Bernd „Wattenloeper“ Dummer, er führt die Gruppe. Wattwanderungen im Winter haben auch etwas von einer kleinen Expedition; ins Ungewisse, ins Unbekannte, ins Phantastische, diese morgendliche Szene hatte ohnehin etwas Traumhaftes.

Dagebüll, am Deich. Watt und Himmel inzwischen in unentschiedenem, gleichgültigem Grau, Hochnebel hat sich gebildet. Zu unterscheiden nur durch einem schmalen, schwach rosafarbenen Streifen Horizont, auf der eine einsame Hallig schwebt. Fern, fremd, irreal. Eine Treppe führt hinab in das Wattenmeer, der Weg hinaus ins große, weite Nichts. Es ist diesig und unter dem Hochnebel liegt eine vollkommene Stille. An diesem Wintermorgen führt Bernd Dummer seine kleine Gruppe … – ja, wohin? In ein kaltes Niemandsland? In eine erfrorene Zwischenwelt; nicht mehr Land, noch nicht Meer? Nicht wenige Wattenläufer fragen sich an diesem Wintermorgen, was sie da draußen erwartet.

Himmelsfarben zum Beispiel: „Das Blau des Himmels ist bei klarem Himmel ein ganz anderes als im Sommer. Es scheint zu leuchten und die unterschiedlichen Blautöne, von strahlendem Hellblau bis leuchtendem Dunkelbau, findet man nur so im Winter“, verspricht Bernd Dummer; abwarten aufs Aufklaren. Und auch dies: „Die Weite im Wattenmeer scheint noch größer zu sein – sicherlich auch, weil niemand anderes unterwegs ist.“ Die Abwesenheit menschlichen Tuns und die Stille schaffen das Gefühl, in einem unendlichen Raum unterwegs zu sein.

Eine schöne Alleinsamkeit also, das ist gewiss. Zeit und Ruhe zum Entdecken; bei Wattwanderungen im Winter hat man diese Wildnis für sich allein – ungestört und ganz weit weg vom Rest der Welt. Und wenn Ebbe und Flut im ewigen Rhythmus der Gezeiten während strengem Frost Eisscholle um Eisscholle gestapelt haben, dann wird dies ein Spaziergang in arktischer Faszination. Nicht jeden Winter gibt es einen – im wahren Wortsinn – Eis-„Gang“, aber eine Wattwanderung im Winter ist ein besonderes Erlebnis. So oder so. Denn: „Bei schönem Wetter ist die Luft so unglaublich erfrischend. Und sollte es einmal feucht und windig sein und das Ende der Tour einfach nicht kommen, so ist die Ankunft auf der Hallig umso schöner. Durch den Kontrast scheint es später in der warmen Gaststube noch gemütlicher - auch durch das gerade gemeinsam Erlebte“, sagt Bernd Dummer.

Die kleine Gruppe, die meisten der Teilnehmer sind erfahrene Wattwanderer und einige mit Wintererfahrung, läuft der Nordsee hinterher. Bernd Dummer plant die Wattwanderung so, dass „…wir auch bei hohem Wasserstand möglichst günstig durch den großen Priel kommen – denn da müssen wir nachher durch!“ Nachher, dass ist kurz vor der Hallig Langeneß. Die Tour führt von Dagebüll vorbei an der Hallig Oland, die linkerhand die Gruppe auf der gesamten Tour als Wegmarke und Silhouette begleitet, zum östlichen Ende der langestreckten Hallig. Steten Schrittes verlässt die Gruppe das Festlandsufer und taucht ein in den großen, leeren Raum, der so seltsam verlassen unter einer fahlen Morgensonne liegt.

Während im Sommer mancherorts hunderte von Leuten im Watt unterwegs sind, ist die Zahl der Wanderer im Winter auf ein Minimum beschränkt; die Gruppen sind klein und man hat nun das Gefühl, wirklich allein unterwegs zu sein. Auch dies macht die Faszination einer Wattwanderung im Winter aus; die Exklusivität. „Weil wir so wenige sind, wird es gelegentlich ganz von alleine still. Dabei nimmt man unbewusst die Weite und die Naturgeräusche um sich herum wahr. Seien es Vögel, der Wind oder einfach nur die Stille“, hat Bernd vor der Tour versprochen. Wohl wahr: Man geht nebeneinander und kommt dann und wann ins Gespräch … oder man geht einfach nur mal so für sich – genießt die Umgebung oder hängt seinen Gedanken nach. Eben ohne den nächsten Nachbarn in unmittelbarer Hör- und Reichweite (und genau deswegen ist das später folgende abendliche Beisammensein mit Grünkohl und Musik noch ´mal so schön).
Die Tour von Dagebüll quer rüber nach Langeneß führt über sehr gut zu laufendes Sandwatt, bis auf eine Strecke von 20, 30 Meter reichen dafür normale Gummistiefel aus. Wie wir das mit dem Priel erledigen, sehen wir gleich. Es ist an diesem Morgen bislang auch völlig windstill. Auf der ebenen Wattfläche steht noch immer eine Handbreit Wasser und diese wirkt wie ein riesiger Spiegel; grau und glatt von Horizont zu Horizont. Wo die Schritte in das Wasser schlagen, zerreißen die Wellen den Schatten der Läufer zu einem bizarren Zerrbild.

Bernd nimmt einmal mit dem Kompass Maß und geht an Oland vorbei in südwestliche Richtung auf die Hallig Langeneß zu. Immer weiter driftet die Gruppe vom Festland ab und verliert allmählich den Bezug dazu; im Osten begrenzt der Lorendamm diese Wattfläche im Nordwesten strömt die gewaltige Norderaue – einer der größten Priele im Watt. Eisgrau der Himmel und es reicht nach Schnee. Aber bald schon lösen sich die Wolken auf und verschwinden wie Nichts und die Farbpalette ändert sich mit stetig stärker strömenden Lichts von sanften, pastelligen Rot- und Orangetönen, zu eiskaltem Blau; von diffuser Dämmerung zu kristallklarer Reinheit. Dieses Licht lässt eine Schar Enten, die entfernt auf einer Sandbank sitzt, magisch aufleuchten, so als würden sie von Innen strahlen.

Nun flutet dieses typische Licht aus dem Himmel, das es nur im Norden gibt. Hier und heute ist es besonders klar und rein; strömend und strahlend, kalt wie aus dem Weltraum. Auch die Luft ist frisch, erfrischend für Körper und Geist, ebenfalls rein wie ein Kristall. Die Kameradschaft, auch das fällt schnell auf, ist eine ganz andere als sonst; angenehmer und schöner. Ein unausgesprochener Zusammenhalt, schließlich wird man über Nacht bleiben und nachher noch zusammensitzen. „Wir ticken hier doch auf gleicher Wellenlänge“, sagt einer; wohl war.

Etwa zwei Stunden nach dem Start hat die Gruppe den Priel erreicht, er trennt die Wattfläche von Langeneß von der des Festlandes, noch immer strömt das Wasser der Nordsee hinterher. Bernd, wie immer vorneweg, geht vorsichtig und Schritt um Schritt in diesen „Fluss des Meeres“, testet die Tiefe. „Das Watt unterliegt einer unglaublichen Dynamik, du weißt nie ganz genau, wie sich der Priel verändert hat – das kann innerhalb weniger Wochen ganz anders sein“, sagt er. Und kehrt um, auch der größte Mann in der Gruppe, zwei, drei Leute sind Bernd gefolgt, kommt zurück – zu tief, die Gummistiefel würden beim nächsten Schritt volllaufen.

Dabei ist das gegenseitige Ufer zum Greifen nah. Bernd holt aus seinem Rucksack eine Rolle großer, blauer Mülltüten – und gibt jedem Teilnehmer zwei Stück. Mülltüten? Ja, klar! „Davon zieht Ihr euch jetzt über jedes Bein eine. Für die zwanzig, dreißig Meter durch den Priel reicht das aus!“ Wir stützen uns gegenseitig ab, lassen die Tüten vom – inzwischen aufgekommenen Wind – aufpusten und ziehen sie uns über die Gummistiefel, ziehen sie hoch. Stolpern und staksen dann in den Priel. Der unheimliche Sog des Wassers drückt auf Tüte und Bein, ein merkwürdiges Gefühl.
Die Hallig Langeneß ist jetzt schon klar zu erkennen, weit ist es nicht mehr. die Strecke läuft Bernd zu Beginn einer jeden Wintersaison nochmals ab und ermittelt die beste Route – diesmal, wo der Lorendamm auf die Hallig trifft. Dorthin wollen auch wir. Nun ändert sich der Untergrund abermals: Die einstige zusammenhängende und völlig ebene Fläche weicht einer wilden Abfolge von Sandbänken, Seen und Prielen. Dann plötzlich versinken die Stiefel in tiefem Schlick - und es riecht nicht. Hier wird ein weiterer Aspekt einer winterlichen Wattwanderung deutlich: Die Luft ist immer frisch. Das klärt den Kopf, erfrischt den Geist. Räumt auf und macht Platz für Eindruck, Erlebnis und Erfahrung. Und gleich gibt´s Grünkohl.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Wintertour zur Hallig Langeneß bei Bernd Dummer; Tel: 0461-992 7681,Email: bernd.wattenloeper@web.de

Die nächsten Termine für die Wattwanderung zur Hallig Langeneß mit Übernachtung und Grünkohlessen satt/Rückfahrt mit dem Schiff finden statt am:

Samstag, 07. Januar bis Sonntag, 08. Januar 2017
Samstag, 21. Januar bis Sonntag, 22. Januar 2017
Samstag, 04. Februar bis Sonntag, 05. Februar 2017
(genaues Programm/Preise auf Anfrage)

Informationen zur Hallig Oland und Hallig Langeneß auf www.langeness.de

Weitere Tipps für unterhaltsame und besondere Wattwanderungen unter www.nordsee-natuerlebnis.de und auf www.nordseetourismus.de


Integration der Täter über alternative Gefängnismodelle und Dörfer der Versöhnung

Frieden für Kolumbien?

© Hoffnungsträger
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Hoffnungsträger Stiftung mit Gründer Tobias Merckle setzt sich für Aussöhnung zwischen Guerilla, Paramilitärs und Zivilisten

in Kolumbien ein

 

(Stuttgart/ht) - Nach jahrzehntelangen Kämpfen zwischen Regierungstruppen, verschiedenen Guerilla-Gruppen und Paramilitärs hat der der bewaffnete Konflikt in Kolumbien ein Ende gefunden. Das kolumbianische Parlament hat den Friedensvertrag mit den FARC ratifiziert.

Verhandlungen mit der zweiten großen Guerilla-Bewegung, der ELN, stehen unmittelbar bevor. Am 10. Dezember 2016 wird Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos dafür der Friedensnobelpreis verliehen. Die Mammutaufgabe der nächsten Jahre wird es sein, Tausende ehemalige Kämpfer in die Zivilgesellschaft zu integrieren. Die Hoffnungsträger Stiftung mit ihrem Gründer Tobias Merckle und ihrer Partnerorganisation Confraternidad Carcelaria de Colombia (CCC) fördern und unterstützen Projekte, die dafür Modellcharakter haben. Es

handelt sich um alternative Gefängnismodelle und so genannte "Dörfer der Versöhnung". Dabei nehmen Ex-Guerilleros und betroffene Dorfbewohner an Gesprächen teil, die eine persönliche Aussöhnung von Opfern und Tätern ermöglichen. Gleichzeitig bauen sie gemeinsam zerstörte Infrastruktur auf. Sie errichten oder renovieren zerstörte Schulen, Versammlungsstätten und Sportplätze, richten Werkstätten ein oder erneuern Brücken. Das Programm in Kolumbien ist auf Initiative von Stiftungsgründer Tobias Merckle entstanden.

Er kennt die schwierige Situation vor Ort. Zum Leiter des CCC, Lácides Hernández, pflegt er seit Jahren eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Beide setzen sich in der Straffälligenarbeit für Versöhnung und Wiedergutmachung ein:

Merckle mit dem Seehaus e.V. und der Hoffnungsträger Stiftung, Hernández mit seiner Organisation CCC. Hernández und die CCC-Mitarbeiter kümmern sich in Kolumbien um Gefangene, ihre Familien sowie um Opfer von Gewalt und Kriminalität. Im Gefängnis hat Hernández deshalb mit vielen ehemaligen Guerilleros gesprochen. Im Zuge seiner Arbeit mit Gefangenen lernte er auch

Francisco Galán kennen, der lange Kommandeur und Sprecher der ELN war, der nach der FARC zweitgrößten Guerilla-Organisation Kolumbiens. 35 Jahre lang gehörte Galán der ELN an, 16 Jahre saß er im Gefängnis. Hernández begleitete ihn in seinem Prozess zu einem anderen Menschen. Nun arbeiten sie gemeinsam für Frieden und Versöhnung im Land.

© Hoffnungsträger
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Mayerly Suarez gehörte zu den Autodefensas Unidas de Colombia (AUC), einer rechtsgerichteten, paramilitärischen Organisation in

Kolumbien, die zu den Hauptakteuren des bewaffneten Konflikts in Kolumbien zählte. Vor kurzem nahm sie in Ciudad Bolivar an einem Austausch zwischen Opfern und Tätern des kolumbianischen Bürgerkrieges teil. Mit eindringlichen Worten richtete sie sich an die anderen Teilnehmer. "Ich bitte um Vergebung, weil ich als Mitglied der AUC viel Schaden angerichtet habe. Aber ich vergebe auch jenen,

die mich dazu gezwungen und mir ein Stück meiner Jugend geraubt haben. Ich möchte allen Versammelten sagen, dass die meisten Leute nicht freiwillig bei diesen Gruppen waren, sondern weil ihnen ihre Lebensgeschichte oder die Umstände keine andere Wahl ließen." Auf der anderen Seite saß Rupert Alvarez, der als Dorfbewohner unter dem Bürgerkrieg gelitten hat. "Ich bin stolz auf die Menschen, die Leid verursacht haben und jetzt Wiedergutmachung leisten. Durch die Gespräche und die gemeinsame Aufbauarbeit haben wir Vertrauen zu ihnen gewonnen. Man kann sogar sagen, dass wir Freunde geworden sind. Ich freue mich, dass die ehemaligen Rebellen und Paramilitärs nun zum Wohl der Allgemeinheit arbeiten und beweisen, dass sie es ernst meinen. Es ist schön zu sehen, dass sie ihre Probleme hinter sich gelassen haben." In der Ciudad Boliviar war Stiftungsgründer Tobias Merckle bei der Grundsteinlegung für ein Begegnungszentrum, bei der Eröffnung einer kleinen Brücke, die den Kindern einen sicheren Schulweg erlaubt, und der Einweihungsfeier einer renovierten Schule und eines Sportplatzes dabei. "Es ist faszinierend zu erleben, wie hier wirkliche Versöhnung geschieht und Opfer und Täter Hand in Hand für ihre gemeinsame Zukunft arbeiten", so Merckle. "Dies könnte zu einem Modell für ganz Kolumbien werden, so dass die gemeinnützige Arbeit, die die FARC-Guerillas sowieso leisten müssen, gut umgesetzt wird und der Versöhnung dient". Nur durch das Eingestehen der Schuld, das Kennenlernen der Lebensgeschichten sowie die praktische Wiedergutmachung ist ein Zusammenleben ohne Hass und Vergeltung und damit die gelungene Integration der Täter in die Zivilgesellschaft möglich, so Merckle weiter. Drei Versöhnungsdorf-Projekte hat die Hoffnungsträger Stiftung zusammen mit CCC in der Region Cocorná bereits verwirklicht oder auf den Weg gebracht. 20 ehemalige Kämpfer und 50 Opfer sind bislang integriert. In der Region Cocorná war es besonders häufig zu schweren Kämpfen zwischen der Armee und der Rebellenorganisation FARC gekommen. Es gab unzählige Tote unter den Zivilisten und viel Zerstörung an Gebäuden. Rund 500.000 Euro hat die Stiftung dort bereits eingesetzt. Dabei soll es nicht bleiben. "Wir wollen noch

mehr Menschen die Chance geben, ein normales Leben jenseits von Krieg und Gewalt zu führen", sagt Stiftungsvorstand Marcus Witzke.

Über Hoffnungsträger Die Hoffnungsträger Stiftung mit Sitz in Leonberg gibt es seit 2013. Sie steht Menschen zur Seite, die auf der Suche nach Schutz und einem würdevollen Leben sind. Die Stiftung setzt sich für die Integration von Flüchtlingen in Deutschland ein und vermittelt weltweit Kindern, deren Väter oder Mütter im Gefängnis sitzen, eine Patenschaft. Darüber hinaus fördert die Hoffnungsträger Stiftung ausgewählte Projekte im sozialen Bereich im In- und Ausland. Gründer der Stiftung ist Tobias Merckle, der auch das Seehaus

Leonberg, einen Strafvollzug in freier Form, ins Leben gerufen hat. Als Vorstand fungiert Marcus Witzke. Dem Aufsichtsrat gehören bekannte Personen aus der Wirtschaft und dem öffentlichen Leben an. Mehr unter www.hoffnungstraeger.de

 

Autor: Hoffnungsträger Stiftung - 9.12.2016


Wunder des Universums & Die Wunder unseres Sonnensystems [BBC-Edition]

Foto: polyband
Foto: polyband
Genre: Dokumentation
Wissenschaft & Technik
Land: Großbritannien

Regie: Stephen Cooter
Produktion: BBC

Kamera: Kevin White


Originaltitel: Wonders of the Solar System & Wonders of the Universe

EAN Code: 4006448766528
VÖ-Datum: 25.11.2016
FSK: INFO-Programm
Laufzeit: ca. 400 Minuten
Bildformat: 16x9 anamorph (1,78:1)
Sprache: Deutsch
Dolby Digital 2.0

Ländercode: 2
Anzahl Discs: 2
Verpackung: Softbox

 


Spektakuläre Bilder aus dem Weltraum und computergenerierte HD-Aufnahmen liefern neue Eindrücke von gigantischen Supernoven, Gammastrahlenexplosionen, fantastischen Eisgeysiren und kürzlich entdeckten Galaxien.

In zwei aufwendig produzierten Filmreihen, die durch Bilder und Informationen gleichermaßen beeindrucken, werden die Phänomene der kosmischen Tiefen ausführlich und leicht verständlich dargestellt. Die Filme zeigen, wie unser Universum beschaffen ist, geben Aufschluss über die entferntesten Bereiche des kosmischen Raums und stellen
darüber hinaus einen erklärenden Zusammenhang mit Vorkommen auf der Erde her.

Die Doppelbox enthält die beiden BBC-Dokumentationen "Wunder des Universums" und "Die Wunder unseres Sonnensystems".

Fotos: polyband

 

 

Autor: Polyband; zusammengestellt von Gert Holle - 15.12.2016

 

 



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