Kulturnachrichten

19.07.2018

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland. Sie setzt sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Denkmale ein. Ihre vielfältigen Aktivitäten reichen von pädagogischen
Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der aktiven Mithilfe von über 200.000 Förderern bereits über 5.000 Projekte mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Sie finanziert ihre Arbeit vor allem durch private Zuwendungen und Spenden. Darüber hinaus wird sie durch Mittel der staatlichen Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

 


Marx und Engels  – Mehr als eine Männerfreundschaft

 

(Trier/pm) - Am 5. August 1895 starb Friedrich Engels in London. Was ihn mit Karl Marx verband und welche Rolle Engels etwa bei der Entstehung von Marx‘ Hauptwerk „Das Kapital“ spielte, dies und vieles mehr können Besucherinnen und Besucher in der großen Landesausstellung Karl Marx 1818–1883. LEBEN. WERK. ZEIT. in Trier erfahren. Noch bis zum 21. Oktober 2018 werden in Marx‘ Geburtsstadt erstmals in einer großen kulturhistorischen Ausstellung dessen Leben, Werk und Wirken im historischen Kontext präsentiert. Durch ungewöhnliche Inszenierungen und moderne Medienstationen werden Zeit und Menschen dem Publikum nahe gebracht. 

 

Friedrich Engels, der 1820 in Barmen (Wuppertal) geborene Sohn eines Textilfabrikanten, spielte eine zentrale Rolle im Leben und Wirken von Karl Marx: Er war nicht nur enger Freund und politischer Weggefährte, sondern auch wichtiger Impulsgeber und Mäzen, ohne dessen Zuwendungen Marx weder sein Leben noch seine wissenschaftliche Arbeit hätte finanzieren können. Und nicht zuletzt war Friedrich Engels Marx’ Redakteur, wichtiger Interpret und Herausgeber der Bände zwei und drei von „Das Kapital“.

 

„Ohne Engels wäre Marx so nicht denkbar“ erklärt Prof. Dr. Beatrix Bouvier, die wissenschaftliche Leiterin der Ausstellung. Ihre Lebenswege waren eng verbunden, beide Freunde ergänzten sich in besonderer Weise. Der Praktiker Engels überzeugte den Philosophen Marx, sich zunehmend mit ökonomischen Theorien zu befassen. Deutlich wird das in den beiden Ausstellungsteilen im Rheinischen Landesmuseum Trier und im Stadtmuseum Simeonstift, wo sich Besucher und Besucherinnen auch ein Bild von Friedlich Engels machen können: Das Rheinische Landesmuseum zeigt eine Bleistiftzeichnung aus den 1830er Jahren mit der frühesten Porträtstudie von Engels, im Stadtmuseum ist eine Skulptur von Friedrich Engels zu sehen. Hier finden Interessierte dazu viel Biografisches über Friedrich Engels, vor allem in den Ausstellungsbereichen zu Marx‘ Lebensstationen Paris und Manchester.

 

Als Marx in Köln journalistisch tätig war, begegneten sich beide zum ersten Mal. In Paris wird 1844 aus dem Wiedersehen eine lebenslange Freundschaft. Von da an folgte Engels seinem Freund immer wieder auf dessen von Flucht und Migration geprägten bewegten Leben durch mehrere europäische Städte, 1849 musste Engels selbst fliehen. Ihre ersten gemeinsamen Schriften verfassten und veröffentlichten Marx und Engels schon kurz nach dem Beginn der Freundschaft. Im Jahr 1847/1848 schrieben sie gemeinsam im Auftrag des Bundes der Kommunisten das Kommunistische Manifest. Die einzig erhaltene Seite aus dem Manifest, die seit 2013 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählt, wird im Rheinischen Landesmuseum präsentiert, zusammen mit insgesamt 247 Ausgaben aus aller Welt. Friedrich Engels beschäftigte sich übrigens schon vor Marx mit der Kritik der politischen Ökonomie, dem Thema, dem Marx sein umfangreichstes Werk, „Das Kapital“ widmen sollte. Engels erlebte in Manchester, der damals weltweit größten Industriestadt, in der Firma seines Vaters hautnah die Not der Textilarbeiter. In seiner 1845 veröffentlichten Arbeit „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ schilderte er drastisch die Auswirkungen der Industrialisierung auf die Arbeiter. Diese bedeutende Schrift, die im Rheinischen Landesmuseum mit dem Stadtplan von Manchester gezeigt wird, markiert den Beginn der politisch-ökonomischen Deutung des frühen Kapitalismus.

 

 

 

Das Hauptwerk von Karl Marx, „Das Kapital“, das zweite UNESCO-Weltdokumenterbe, das im Rheinischen Landesmuseum ausgestellt ist, wäre ohne Engels nicht entstanden: Schließlich hatte Engels durch die Veröffentlichung der Schrift „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ erst den Ausschlag für Marx gegeben, sich mit dem Thema intensiver zu befassen. Und über Jahre hinweg griff Engels seinem Freund, der sich zwar theoretisch viel mit Geld beschäftigte aber praktisch schlecht damit umgehen konnte, finanziell unter die Arme. Nach der Aufgabe seiner Geschäftstätigkeit in Manchester zog er in die Nähe von Marx in London und unterstützte die Familie des Freundes mit einer erheblichen jährlichen Leibrente. Engels half aber nicht nur mit Geld aus, sondern übernahm auch die Vaterschaft für den unehelichen Sohn von Marx‘ Haushalterin Helene (Lenchen) Demuth, dessen Vater mit großer Wahrscheinlichkeit Karl Marx war.

 

Und noch Jahre nach Marx‘ Tod setzte Friedrich Engels die Veröffentlichung des Mammutwerks seinen politischen Weggefährten fort: Aus den hinterlassenen Texten und Exzerpten stellte er die Bände zwei (1885) und drei (1894) des Kapitals zusammen und gab diese heraus. Vor allem die Herausgabe des dritten Bandes durch Friedrich Engels gilt als große wissenschaftliche Leistung für das Verständnis von Marx‘ ökonomischen Theorien. 

 

 

 

HINTERGRUND

 

Anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx widmet sich die große Landesausstellung in seiner Geburtsstadt Trier in zwei Museen den vielen Facetten von Marx als Mensch und Analytiker. Das Rheinische Landesmuseum Trier beleuchtet unter dem Titel „Leben. Werk. Zeit.“ Karl Marx und sein Jahrhundert und zeichnet den intellektuellen wie politischen Werdegang von Marx nach. Die Ausstellung „Stationen eines Lebens“ im Stadtmuseum Simeonstift Trier beleuchtet das bewegte Leben von Karl Marx und verfolgt den Lebensweg von Marx‘ Kindheit in Trier bis zum Exil in London. Die Landesausstellung nimmt das Jubiläum nicht nur zum Anlass des Erinnerns, sondern will auch die Aktualität der Marx‘schen Theorien hinterfragen. Die Ausstellung wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags. Schirmherr der Ausstellung ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Weitere Informationen unter www.karl-marx-ausstellung.de

 


„Notker der Dichter“ : Kunst mit allen Sinnen erleben am 22. Juli im Diözesanmuseum Rottenburg

Gregorianischer Choral aus St. Gallen

(Rottenburg/drs) - Einen ganz besonderen Leckerbissen bietet das Diözesanmuseum seinen Fans am Sonntag, 22. Juli, um 15 Uhr. Die Schola Cantorum des Musikwissenschaftlichen Institutes an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Johannes Morent präsentiert ausgewählte Sequenz-Dichtungen von Notker von St. Gallen (um 840 - 912) in Kombination mit gregorianischem Choralgesang, wie er im Galluskloster vor mehr als 1.000 Jahren gepflegt wurde. Das Kloster St. Gallen kann zusammen mit dem Inselkloster Reichenau als Wiege europäischer Kultur im Frühmittelalter bezeichnet werden. Zu seinen herausragenden Dichter-Komponisten gehörte der Mönch Notker. Er, der sich selbst als Stammler („Balbulus“) bezeichnete, wurde von seinen Zeitgenossen als „Gefäß des Heiligen Geistes“ gepriesen. Bei der Veranstaltung am kommenden Sonntag geben Dr. Melanie Prange und Dr. Milan Wehnert vom Diözesanmuseum zudem Einblicke in die weltberühmte Buchmalerei und die Musikhandschriften des Klosters St. Gallen - eine einstündige sinnliche Begegnung mit der geistigen Welt der Karolingerzeit. - Der Eintritt beträgt fünf Euro, Kinder bis zwölf Jahre sind frei.

 


Porträt von Bundeskanzler Helmut Kohl bereichert Ausstellung

Maike Kohl-Richter überreicht Aufnahme an Historisches Museum der Pfalz

 

(Speyer/pm) - Für die Sammlung des Historischen Museums der Pfalz stellte Maike Kohl-Richter, Witwe des verstorbenen Bundeskanzlers Helmut Kohl, ein besonderes Exponat zur Verfügung.
Es handelt sich um das offizielle Foto des Staatsmannes, mit dem am 1. Juli vergangenen Jahres beim Europäischen Trauerakt für Helmut Kohl im Europäischen Parlament in Straßburg und bei dem Requiem im Speyerer Dom an ihn erinnert wurde. Maike Kohl-Richter übergab das Porträt persönlich am heutigen Vormittag (17.07.2018) an den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Historisches Museum der Pfalz, Oberbürgermeister a.D. Werner Schineller und an Museumsdirektor Alexander Schubert. Nun wird das Großfoto die Ausstellung „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ ergänzen.

 

„Das Foto gebe ich gerne für die Sammlung des Museums und die aktuelle Ausstellung. Das Foto strahlt so vieles aus. Es ist authentisch und ehrlich. Es zeigt meinen Mann, wie er war:
Dem Leben und den Menschen zugewandt, humorvoll, versöhnlich und in sich ruhend. So hat er gelebt, so ist er gestorben. Ich habe es 2014 auf einer privaten Feier selbst gemacht“ sagte Maike Kohl-Richter.

 

 

 

„Für das Historische Museum der Pfalz ist es wichtig, eine Sammlung zu Bundeskanzler Helmut Kohl als der bedeutendsten aus der Pfalz stammenden Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts aufzubauen.
Das Interesse der Besucher an Helmut Kohl ist sehr groß. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht nach der Begräbnisstätte des Kanzlers der Einheit gefragt wird. Wir sind deshalb sehr froh und dankbar,
dass Frau Dr. Kohl-Richter das bedeutende Porträtbild unserem Haus überlässt“, so Alexander Schubert.

 

 

 

„Helmut Kohl, der Ehrenbürger Europas, war zeit seines Lebens seiner Pfälzer Heimat aufs Engste verbunden. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Bundeskanzlers besuchte er regelmäßig gemeinsam mit seiner Ehefrau Maike Kohl-Richter den Speyerer Dom, für dessen Erhalt er sich als Mitbegründer und Vorsitzender der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer in herausragender Weise einsetzte“, sagte Werner Schineller.

 

 

 

Die Ausstellung „Weltbühne Speyer“ im Historischen Museum der Pfalz widmet sich den Staatsgästen, die auf Einladung des Bundeskanzlers Helmut Kohl in den Speyerer Dom gekommen waren.
Während seiner 16jährigen Kanzlerschaft von 1982 bis 1998 machte Helmut Kohl damit Speyer zur Begegnungsstätte der Mächtigen und verband den europäischen Gedanken mit dem Heimat Bezug.
Nach dem Ende der Sonderausstellung soll das Porträt in die Sammlungsausstellung integriert werden, die derzeit neukonzipiert wird.

 


MIT GEWINNSPIEL

Die Münnerstädter Bürger führen im 91. Jahr ihr historisches Volksschauspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ auf / Farbenprächtige Inszenierung vor mittelalterlicher Kulisse

Rosenkranz und Kanonendonner

Am 26. August, sowie am 2. und 9. September wird das historische Volksschauspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ mit mehr als 200 Mitwirkenden in einem farbenprächtigen Bilderbogen aufgeführt. Seit mehr als 90 Jahren erzählt eines der ältesten Freilichtspiele Frankens die bewegende Geschichte der Rettung der Stadt. Foto: Christine Schikora  

 

(Münnerstadt/pm) - Das historische Volksschauspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ erinnert seit mehr als 90 Jahren im Spätsommer an die Rettung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger lassen vor mittelalterlicher Kulisse eine ergreifende Marienlegende wieder lebendig werden. Aufgeführt wird das fränkische Freilichtspiel in diesem Jahr am 26.08. sowie am 2. und 9.09.

 

Historische Wahrheit und fromme Legende

 

Seit dem Jahr 1927 führen Laiendarsteller das Heimatspiel auf. Tatsächlich wurde die Stadt 1641 von den Schweden angegriffen. Die Truppen zogen unvermutet ab, der Grund wurde nicht überliefert. Bald entstand die Legende: Die Muttergottes hatte die Gebete der Münnerstädter erhört. Sie fing die Kanonenkugeln auf, der Feind floh entsetzt vor dieser Erscheinung.

 

Spiel zu Ehren der Muttergottes

 

Der Muttergottes zu Ehren erzählt das Freilichtspiel die Geschichte vom fröhlichen Erntefest, von der Bedrohung der Stadt und der wundersamen Errettung. Flankiert wird das dramatische Geschehen von der Liebe der Bürgermeisterstochter zum tapferen Kommandanten. Wie ein roter Faden durchzieht dabei die Rose als christliches Symbol das Spiel. Vor mittelalterlicher Fachwerkkulisse erwecken Stadtknechte zu Pferd, Bauern, Bürger, Scholaren, Mäher und Schnitterinnen, Musikanten, Tänzer, Soldaten und Räte die Legende vor der Originalkulisse des Heimatspielhauses zum Leben.

 

Vielfältiges Festprogramm an den Spieltagen

 

Am Sonntag, dem 26. August, findet vor der Aufführung ein Gelage im Schloss statt. Am zweiten Spieltag, dem 2. September, lockt der Schutzengelmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag. Am 1. und 2. September steht das Lagerleben mit Speis und Trank am Anger auf dem Programm (Samstag ab 15 Uhr sowie Sonntagvormittag). Am 9. September (Tag des offenen Denkmals) wird das Stück zum dritten Mal aufgeführt. Zudem gibt es Stadtführungen und Nachtwächterführungen (am 2. und 9. September).

 

 

Kultur und Kurbäder ganz in der Nähe

 

Das zentral in Deutschland liegende Münnerstadt beherbergt u.a. weltberühmte Werke von Tilman Riemenschneider und Veit Stoß. Die mittelalterliche Stadt ist idealer Ausgangspunkt für Besuche des Staatsbades Bad Kissingen, der Kurstadt Bad Neustadt, des Naturparks und Biosphärenreservats Bayerische Rhön und der Weltkulturerbestätten Bamberg und Würzburg.

 

 

Bahnanreise und Parksystem

 

Entspannt anreisen können Festspielbesucher aus Richtung Schweinfurt, Bad Neustadt und Meiningen mit der Erfurter Bahn, der Mainfrankenbahn und dem Main-Spessart-Express. Einen Parkplan gibt es unter www.heimatspiel-muennerstadt.de. Behindertenplätze sind ausgewiesen; auf Wunsch gibt es einen Abholservice.

 

Karten im Vorverkauf

 

Das Heimatspiel dauert rund anderthalb Stunden. Um 13.45 Uhr startet ein Festzug, um 14.30 ist Spielbeginn. Karten gibt es im Vorverkauf, an der Tageskasse oder als Geschenkgutschein für 15 bzw. 13 Euro. Reisegruppen erhalten Sonderkonditionen und Serviceleistungen zur Programmgestaltung. Tickets und Informationen: Heimatspielgemeinde Münnerstadt e.V., Claudia Kind, Nikolaus-Molitor-Str. 21, 97702 Münnerstadt, Tel. 09733 3330, www.heimatspiel-muennerstadt.de, info @heimatspiel-muennerstadt.de,

 

 

Das historische Volksschauspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ von Ludwig Nüdling (1874 – 1947) ist ein Vertreter der seit dem 12. Jahrhundert typischen Marienverehrung. Maria wird als Helferin in allen Notlagen angerufen, besonders in Kriegsgefahr. Sie wird zur Schutzpatronin von Ländern, Städten, Kirchen und Einrichtungen. „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ zählt mit ihrer Erstaufführung im Jahr 1927 zu den ältesten Volksschauspielen Frankens. Entstanden ist es auf Betreiben des damaligen Bezirkshauptmanns (Landrats) von Bad Kissingen, Freiherr von Moreau, als Attraktion für die Kurgäste und Touristen. Die Stadt beauftragte den erfolgreichen Dichterpfarrer Ludwig Nüdling mit der Ausarbeitung des Stoffs und Alois Sator (Theater Würzburg) mit der Regie. Von Anfang an legte man trotz des lokalgeschichtlichen Inhalts großen Wert auf die überörtliche Bedeutung und zeitübergreifende Gültigkeit der christlichen Botschaft. Diese besagt, dass ein fester Glaube auch in schwersten Zeiten eine entscheidende Hilfe sein kann. Bis auf eine (u.a. kriegsbedingte Pause) wird das Stück jedes Jahr ausschließlich von Laiendarstellern aus Münnerstadt und seinen Ortsteilen in der Originalfassung aufgeführt. Meist spielen diese ein Leben lang in wechselnden Rollen mit und sorgen so dafür, dass ihr Heimatspiel ein fester und wichtiger Anker im Jahreslauf von Münnerstadt bleibt. Quelle: H.-Rudolf Becher, „Historische Volksschauspiele in Franken“

 


Cristina Iglesias will be leading the next workshop at Fundación Botín in Santander

Cortesía Estudio Cristina Iglesias. Fotógrafo López de Zubiria
Cortesía Estudio Cristina Iglesias. Fotógrafo López de Zubiria

 

 

·       This workshop will focus on the work process, beginning with a private reflection in the studio and its various manifestations, through to the materialisation of the project made publicly visible. 

 

·       The deadline for applications for attendance is 10 August and it will be the artist herself who will select the candidates to take part in the workshop.

 

Santander, 12 July 2018.- The internationally renowned contemporary artist, Cristina Iglesias, will lead the Visual Arts Workshop of Fundación Botín in Santander from 17 to 28 September this year. Cristina Iglesias proposes a workshop ‘From one’s internal landscape, the studio, to the external landscape, the streets, nature’ focused on the work process, beginning with a private reflection in the studio and its various manifestations, through to the materialisation of the project made publicly visible. 

 

The artist has close ties with Fundación Botín and its new art centre in Santander. Her sculptural project From the Underground, a work in stone, steel and water comprising four wells and a pond, was conceived specifically for Centro Botín and the Pereda Gardens. On 6 October, the exhibition CRISTINA IGLESIAS: ENTRƎSPACIOS will be presented, and will be opened to the public until 24 February 2019.

 

Fifteen experienced artists hailing from various parts of the world will be selected by Cristina Iglesias herself to take part in this workshop, a unique opportunity to become acquainted with sculpture in a practical way. The exhibition to be set-up at Centro Botín, CRISTINA IGLESIAS:  ENTRƎSPACIOS, will allow them to discover how their installations occupy space by building a place. This means that the work does not become a work until it is built, assembled in the space and amid context in which it is located. In addition, architect Maddi Rotaeche will also take part in the workshop, providing her experience and support throughout.

 

The artists selected will visit the city of Santander and its vicinity to discover places and contexts, as an inspiration for choosing a project proposal to be developed in the course of the workshop with drawings, plans, mock-ups and videos. During the final sessions, a panel of professionals and experts will examine and assess the projects presented and defended by the participants. Moreover, in order to ensure their immersive approach to the project, the creators will be visiting the Eibar foundry that collaborates with the artist and become acquainted with her project in Casa del Faro on the island of Santa Clara in San Sebastian.

 

The participants of this workshop, which will be given in Spanish and English, will be selected by Iglesias from among all the applications received by electronic means through www.fundacionbotin.org and www.centrobotin.org, where the terms and conditions can already be consulted. Applications can be submitted until 10 August 2018. Selected artists will receive a grant of €455 for daily expenses and those not resident in Cantabria will be offered accommodation at a students’ hall of residence.

 

Since 1994, the Fundación Botín Visual Arts Workshops have been bringing young artists to Santander to work closely with outstanding creators such as Carsten Höller, Juan Uslé, Gabriel Orozco, Julião Sarmento, Miroslaw Balka, Antoni Muntadas, Jannis Kounellis, Mona Hatoum, Paul Graham, Tacita Dean, Carlos Garaicoa, Julie Mehretu and Joan Jonas.

 

 

About Cristina Iglesias (San Sebastian, 1956)

 

Cristina Iglesias is one of Spain’s most renowned artists. She was awarded the Premio Nacional de Artes Plásticas in 1999, the Grosse Kunstpreis Berlin in 2012 and, in 2015, was awarded the Premio Real Fundación de Toledo and the Gold Medal of Merit in Fine Arts.

 

Her public works include important pieces related to water such as Deep Fountain Leopold de Wael Platz in Antwerp, Tres Aguas in Toledo, Forgotten Streams in the Bloomberg building in London and Desde lo Subterráneo at Centro Botín in Santander. Other emblematic works include Portón-Pasaje in Museo del Prado extension in Madrid; Habitación de Laurel, Moskenes in the Lofoten Islands; Cúpulas KatonNatie, in Antwerp; Passatge de coure, in C.C.I.B. (Barcelona); and Estancias Sumergidas, in the Sea of Cortez, Baja California, Mexico.

 

Her work forms part of significant collections: Museo Reina Sofía (Madrid), Centre Georges Pompidou (Paris), Tate Modern (London), Museu de Serralves (Oporto), Moca (Los Angeles), Hirshorn Museum (Washington), Guggenheim Museum (Bilbao), MACBA (Barcelona), Van Abbemuseum (Eindhoven), Kunsthalle (Berne), Musée de Grenoble (Grenoble) and the Hortensia Herrero collection (Valencia), among others.

 

She has had numerous solo exhibitions in museums such as  the Guggenheim, Bilbao (Spain) 1998; Museu de Serralves, Oporto (Portugal) 2002; Ludwig Museum, Cologne (Germany) 2006 and Museo Centro Nacional Arte Reina Sofía, Madrid (Spain) 2013, among others. Added to these is the exhibition she is currently preparing for Centro Botín, which can be visited from 6th October 2018 to 24th February 2019.

 

She has taken part in dozens of biennials and group exhibitions and galleries. The Marian Goodman Gallery, New York and Paris; Galerie Konrad Fischer, Düsseldorf; and Galería Elba Benítez, Madrid, have all shown works by Cristina Iglesias.

 

 

 

Fundación Botín

 

Fundación Marcelino Botín was created in 1964 by Marcelino Botín Sanz de Sautuola and his wife, Carmen Yllera, to promote social development in Cantabria. Today, fifty years later, Fundación Botín contributes to the overall development of society by exploring new ways of uncovering creative talent and supporting it to generate cultural, social and economic wealth. It organises programmes in the realms of the arts and culture, education, science and rural development, and supports social institutions in Cantabria so as to reach those who need it the most. Though Fundación Botín primarily focuses its action in Spain and particularly in Cantabria, it also reaches out to Latin America.  www.fundacionbotin.org

 


Fondation Beyeler: Endlich wieder Sommerfest!

© !!! (Chk Chk Chk)
© !!! (Chk Chk Chk)

 

 

(Basel/fb) - Es ist Sommer und das will gefeiert werden! Am 11. August lädt die Fondation Beyeler zum alljährlichen Sommerfest im Museum und im Park. Von 10.00 bis 22.00 Uhr können die Besucher an Workshops und Führungen zu den aktuellen Ausstellungen «Bacon – Giacometti» und «Beyeler Collection / Nature + Abstraction» teilnehmen und im idyllischen Berower Park die Sonne geniessen. Ab 12.00 Uhr sorgt DJ Prinzessin in Not für musikalische Abwechslung, und um 19.00 Uhr geht der Tag mit einem spektakulären Konzert von !!! (Chk Chk Chk) in den Abend über. Von 10.00-18.00 Uhr wird zudem der Iselin-Weber-Park allen Interessierten offenstehen.

 

 

 

Bei ihren Live-Auftritten kann kaum jemand sitzen bleiben: Am diesjährigen Sommerfest bringt die legendäre Band !!! (Chk Chk Chk) eine Portion New Yorker Underground in die Fondation Beyeler. Seit über 20 Jahren stehen die vier Musiker gemeinsam auf der Bühne und präsentieren nun ihr siebtes Album «Shake The Shudder», eine tanzbare Mischung aus Indie Rock, Disco, Funk und Dance-Elementen.

 

 

 

Schon tagsüber lockt ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm in die Fondation Beyeler. Spannende Kurzführungen bieten Hintergrundwissen zu den aktuellen Ausstellungen «Bacon – Giacometti» und «Beyeler Collection / Nature + Abstraction». Wer selber aktiv werden möchte, kann sich im Open Studio und den verschiedenen Workshops kreativ und spielerisch austoben – für jeden ist etwas dabei. Kinder können sich zum Beispiel selbst oder gegenseitig in kleine Tonfiguren verwandeln und diese frei nach Giacometti auf Sockeln im Park inszenieren. In einem anderen Workshop lernen Jugendliche und Erwachsene ein Modell nach ihrem Empfinden abzuzeichnen, und zuletzt können unterschiedliche künstlerische Strategien von Bacon und Giacometti erprobt werden.

 

 

 

So viel Programm macht hungrig, weshalb die Gemeinde Riehen für geniesserische Mitmach-Aktionen in Dorfplatz-Atmosphäre zu Tisch lädt. Die IWB verteilt Basler Wasser an die Besucher, und auch leckere Speisen und Getränke vom Restaurant Berower Park werden angeboten.

 

 

 

Das Sommerfest wird in Zusammenarbeit mit dem KULTURBÜRO RIEHEN realisiert und durch IWB unterstützt. Für weitere Unterstützungen bedanken wir uns bei der Gemeindegärtnerei Riehen und der Riehener Zeitung.

 

 

 

Eintritt ins Museum

 

10 CHF             ab 25 Jahren

 

Kostenlos          bis 25 Jahren, YAC, AC, Freunde, OMP und Mitarbeiter

 

Hier geht’s zum Online Vorverkauf.

 

 

 

PROGRAMM IM MUSEUM:

 

 

 

Kurzführungen zu «Bacon – Giacometti» (Start im Foyer)

 

Deutsch: 11.00 Uhr, 12.00 Uhr, 13.00 Uhr, 14.00 Uhr, 15.00 Uhr, 16.00 Uhr, 17.00 Uhr, 18.00 Uhr

 

Englisch: 15.30 Uhr

 

Französisch: 14.30 Uhr

 

Familienführungen (Deutsch): 11.00 Uhr, 15.00 Uhr

 

 

 

Kurzführungen zu «Beyeler Collection / Nature + Abstraction» (Start im Foyer)

 

Deutsch: 11.30 Uhr, 13.30 Uhr, 15.30 Uhr, 17.30 Uhr

 

Englisch: 13.30 Uhr

 

Französisch: 12.30 Uhr

 

Familienführungen (Deutsch): 11.30 Uhr, 15.30 Uhr

 

 

 

Dauer: 30 Minuten, max. 15 Teilnehmer, Anmeldung am Infodesk

 

 

 

Interaktive Vermittlungsstationen in ausgewählten Ausstellungsräumen

 

11.00-16.00 Uhr

 

 

 

Art Lab Projekt «Gesprächig?», 12.00-20.00 Uhr

 

Das Projekt „Gesprächig“ lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich  frei über Kunst auszutauschen und gegenseitig ins Gespräch zu kommen. Mit verschiedenen Stickern wie „neugierig“, „erfahren“, „skeptisch“ oder „begeistert“ können sich Museumsbesucher selber kennzeichnen und mögliche Gleichgesinnte erkennen.

 

 

 

PROGRAMM IM PARK UND IN DEN ATELIERS:

 

 

 

Workshop 1 (für Kinder): Tonfiguren, 10.00-18.00 Uhr
Die Teilnehmer können sich selbst oder sich auch gegenseitig in kleine Tonfiguren verwandeln. Die Kunstwerke können daraufhin eindrücklich in einen Käfig gesetzt und frei nach Giacometti auf weissen Sockeln im Park inszeniert werden.

 

 

 

Workshop 2 (für Kinder): Fundstücke, 10.00-18.00 Uhr

 

Frei nach dem Chaos im Atelier von Francis Bacon können aus Fundstücken, Postkarten, Bildausschnitten, Büchern, usw. Collagen gefertigt werden. Dabei wird das eigene Gesicht als Fotografie integriert.

 

 

 

Workshop 3 (für Jugendliche und Erwachsene): Malen mit Modell, 11.00-17.00 Uhr

 

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, ein Modell nach ihrem Empfinden abzuzeichnen und dabei die Bewegung und den Menschen zu studieren. Angeleitet wird die Runde von Experten, die mit Tipps und Tricks zur kreativen Auseinandersetzung anregen.

 

 

 

Open Studio (für alle Altersgruppen), 10.00-19.00 Uhr

 

Chaos im Atelier: Angelehnt an die Arbeitsräume von Bacon und Giacometti verwandelt sich auch das Atelier in ein richtiges Künstleratelier. Mitten im Chaos und Durcheinander können künstlerische Verfahren erprobt werden, die sich die beiden Künstler ebenfalls zunutze gemacht haben. Wir provozieren den Zufall und zeichnen aus der Distanz, um die Kontrolle über das Bild so weit wie möglich abzugeben. Was am Ende dabei entsteht, bleibt dem Glück überlassen.

 

 

 

ZUSÄTZLICHES ANGEBOT:

 

 

 

Erweiterungsprojekt der Fondation Beyeler

 

Von 10.00-18.00 Uhr wird der Iselin-Weber-Park frei zugänglich sein. Mitarbeiter der Fondation Beyeler werden vor Ort für Fragen zum Erweiterungsprojekt zur Verfügung stehen. Bitte Eingang am Bachtelenwegli benutzen.

 

 

 

Gemeinde Riehen, 10.00-22.00 Uhr
Die Gemeinde Riehen lädt für geniesserische Mitmach-Aktionen zu Tisch.

 

 

 

Kurzführungen Landgüter Gemeinde Riehen, 14.00 Uhr und 17.00 Uhr

 

 

 

DJ Prinzessin in Not im Pavillon, 12.00-18.00 Uhr

 

 

 

Konzert der Band !!! (Chk Chk Chk), 19.00 Uhr

 


Trickfilm-Kurs, Comic-Workshop, Barfußpfad oder Collagen basteln

 Schmidbauer | Pippo Pollina | Kälberer  Foto: Bernd Wackerbauer
Schmidbauer | Pippo Pollina | Kälberer Foto: Bernd Wackerbauer


 

(München/pm) - Das 30. Tollwood Sommerfestival holt bis zum 22. Juli nicht nur internationale Stars auf die Bühne der Musik-Arena, sondern bietet auch für Kinder und Jugendliche an sieben Tagen der Woche ein kreatives, sportliches und lustiges Programm. Wie 70 Prozent aller insgesamt 450 Tollwood-Veranstaltungen sind all diese Angebote kostenlos. Das große Kinderzelt, rechts neben dem Tollwood-Haupteingang, ist Montag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr und am Wochenende von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Doch es gibt auch an anderen Orten auf dem Festivalgelände Spannendes zu entdecken, zum Beispiel im „Pavillon der Artenvielfalt“: Hier wird vom Reichtum des Lebens und seiner Bedrohung erzählt. Am dritten Tollwood-Wochenende (14./15.07.) stehen unter anderem diese Termine auf dem Programm:

 

 

 

KINDERZELT

 

 

 

·         BARFUSSPFAD | Sa + So 12 – 19 Uhr | Vor dem Kinderzelt

 

Das beliebte Entdecker-Labyrinth mit großem Spaßfaktor und selbstgemachter Fußmassage ist wieder da! Weicher Sand, kratziger Stein und duftende Blumen laden dazu ein, mit den Füßen erkundet zu werden.

 

 

 

·         KINDERKÜCHE | Sa 12 – 19 Uhr | Alter: 4 bis 12 Jahre

 

Kochen für alle: Hier werden süße und salzige Party-Leckereien gezaubert: Milchshakes, bunte Salate, süßes Eingemachtes und vieles mehr. Und natürlich bio, wie alles auf dem Tollwood.

 

 

 

·         MEINE ZUKUNFTSWÜNSCHE | Sa 12 – 19 Uhr | Alter: 4 bis 12 Jahre

 

Die Kinder können hier ihre Wünsche und Ideen für die Zukunft gestalten und gut verpackt auf den großen Tollwood-Geburtstagstisch legen. Bei der kreativen Gestaltung geht es um die Fragen: Was können wir tun, um die Welt gerechter, schöner oder friedlicher zu machen? Jeden Sonntag werden die Geschenke ausgepackt und mit etwas Glück gewinnt eines der Kinder sogar einen Preis.

 

 

 

·         TRICKFILM-WORKSHOP | Sa 12 – 19 Uhr | Alter 5 – 12 Jahre

 

Die Kinder dürfen als Filmemacher das diesjährige Tollwood-Motto „MITEINANDER“ in kleinen Trickfilmen umsetzen. Regisseurin Isa Micklitza und Kamerafrau Zoë Schmederer zeigen, wie es geht!

 

 

 

·         SONNTAGSRALLYE | So 12 - 19 Uhr | Alter: 4 bis 12 Jahre

 

Hier gibt es auf mehreren Stationen viel zu entdecken. Und am Ende lockt eine Belohnung.

 

 

 

 

 

ANDECHSER LOUNGE

 

 

 

·         Jacob der Zauberer | So 14.15 Uhr | ab 6 Jahren

 

 

 

 

 

DER ROTE PAVILLON

 

 

 

·         COMIC-WORKSHOP | So 13 Uhr | Alter: 12 bis 17 Jahre

 

Läm Phetnoi alias LaoShin von ShinArt e. V. bringt mit den Kindern und Jugendlichen ihre Comic-Ideen zu Papier. Für die Teilnahme an diesem ebenfalls kostenlosen 90-minütigen Kurs ist eine Anmeldung an jugend@tollwood.de erforderlich.

 

 

 

Das gesamte Programm gibt es online unter www.tollwood.de/kinderprogramm.

 

 

 

Und wer zwischen all dem Spielen, Basteln und Toben hungrig wird, kann sich auf dem „Markt der Ideen“ an einem der über 50 leckeren Bio-Food-Stände satt essen. Auf dem Tollwood ist die Welt zuhause – auch kulinarisch: Hier gibt es asiatische Nudelpfannen, das peruanische Fischgericht Ceviche oder ägyptisches Koshari. Und für weniger experimentierfreudige Kinder: Parmesan-Nudeln, Grillwürstel, Stockbrot und frische Kartoffelchips. Köstlich zum Abschluss: spanischen Churros, französische Crêpes und Schokoladen-Döner.

 

Das Tollwood Festival in München -  Ein Forum für Kultur und Umweltaktivitäten

 

Die Tollwood GmbH ist eine privatwirtschaftliche Gesellschaft für kulturelle Veranstaltungen und Umweltaktivitäten. Um der Festivalphilosophie gerecht zu werden, hat Tollwood einen Profit-Zweig und einen Nonprofit-Zweig etabliert: Dabei finanziert der „Markt der Ideen“, bestehend aus vermieteten und verpachteten Ständen, weitestgehend die kulturellen Veranstaltungen und ökologischen Projekte. Des Weiteren wird Tollwood von Sponsoren unterstützt.

 

Das erste Tollwood Festival fand im Sommer 1988 auf dem Gelände des Olympiaparks Süd statt. 1992 wurde das Winterfestival ins Leben gerufen. Es startete auf dem sogenannten Roncalli-Gelände, wo heute die Pinakothek der Moderne steht, wanderte später an den Arnulfpark und ist seit dem Jahr 2000 auf der Theresienwiese im Herzen Münchens beheimatet. Von Anbeginn ist das Festival darauf ausgerichtet, Spiegelbild einer multikulturellen Gesellschaft zu sein. Deswegen sind Toleranz, Internationalität und Offenheit die Grundpfeiler eines jeden Festivals. Dies spiegelt sich auf allen Ebenen wider, in der Programmatik ebenso wie in der Struktur des „Marktes der Ideen“ oder in der Auswahl der gastronomischen Angebote.

 

Teil der Tollwood-Philosophie ist es, dass Kultur für alle da sein soll: Das bedeutet, dass auf jedem Festival mehr als 70 Prozent aller Veranstaltungen bei freiem Eintritt stattfinden.

 

 


Veranstaltungsort im Herzen der Stadt

Im Januar wurde die Wiederöffnung des Lutherhofs in Greifswald gefeiert. Nun erhielt das geschichtsträchtige Gebäude eine neue Ausstattung mit variablen Tischen und bequemen Stühlen. Damit bieten sich noch bessere Voraussetzungen für Veranstaltungen aller Art, für die der Lutherhof vom Kirchenkreis gemietet werden kann.

 

 

 

(Greifswald/sk) - Am 6. Januar wurde der Greifswalder Lutherhof nach umfassender Sanierung mit einem Fest wiedereröffnet. Seit kurzem verfügt der geschichtsträchtige Ort nun auch über eine neue Ausstattung mit variablen Tischen und bequemen Stühlen, durch die sich die Nutzungsmöglichkeiten weiter verbessern. Der Lutherhof im Herzen der Hansestadt wird vor allem für kirchenmusikalische Zwecke genutzt und ist wichtiger Standort für die Greifswalder Bachwoche. Weitere Nutzer sind zum Beispiel der Domchor, der Dom-Kinderchor, der Universitäts-Chor oder das Universitäts-Orchester. Zudem ist der Lutherhof für die Arbeit der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) von Bedeutung, deren Büro- und Gruppenräume sich im Erdgeschoss befinden und die den Kleinen Saal als Andachts- und Vortragsraum nutzt. Es ist aber auch möglich, den Lutherhof für Veranstaltungen vom Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis zu mieten, beispielsweise für Konzerte, Seminare, Familienfeiern, Tagungen oder Firmenfeste.

 

 

 

Neues Mobiliar ist bequem, platzsparend und praktisch

 

 

 

„Dank der neuen Tische und der viel bequemeren Stühle ist der Lutherhof nun noch vielseitiger“, sagt Isabell Wegner. Sie ist als Ansprechpartnerin des Kirchenkreises für die Vermietung des Lutherhofs zuständig. „Bei der Anschaffung der 20 neuen Tische war es uns wichtig, dass es wieder platzsparende Klapptische sein sollten, die jedoch aufgrund der höheren Praktikabilität und der geringeren Abnutzung nicht mehr stapelbar, sondern staffelbar sind. Die neuen Tische lassen sich auch von einzelnen Personen unkompliziert aufstellen.“ Die Kosten für die Tische beliefen sich auf rund 12.000 Euro. Die bisherigen 20 Tische und mehr als 100 Stühle wurden den Kirchengemeinden des pommerschen Kirchenkreises zur weiteren Nutzung angeboten. Angenommen haben dies die Kirchengemeinden Krien, Wolgast, Demmin, Verchen-Kummerow und Ziethen.

 

 

 

Vielseitige Ausstattung und variable Stellmöglichkeiten im Großen Saal

 

 

 

Der Lutherhof bietet als Veranstaltungsräume den Großen Saal mit rund 130 Quadratmetern sowie den Kleinen Saal auf der Empore mit rund 56 Quadratmetern. Zur Verfügung stehen zudem die Küche mit Spüle, Industriegeschirrspüler, Zweiplattenherd, Kaffeemaschine, Wasserkocher sowie ein Kaffee- und Tafelservice mit Besteck für rund 200 Personen und einfache Gläser. Der große Saal kostet 250 Euro pro Tag beziehungsweise pro Veranstaltung, der kleine Saal 100 Euro. Optional sind die Nutzung der Küche, zuzüglich 20 Euro, und die Nutzung des Beamers, zuzüglich 10 Euro. Die Tische und Stühle können in verschiedenen Varianten für Seminare, Tagungen oder Bankette aufgestellt werden. Wer sich für den Lutherhof als Veranstaltungsort interessiert, kann sich an Isabell Wegner wenden unter der Telefonnummer 03834 554778 oder per E-Mail unter wegner@pek.de. Die Einnahmen aus der Vermietung des Lutherhofs werden zur Deckung der Betriebskosten sowie zur Tilgung der durch die Sanierung entstandenen Kosten verwendet.

 

 

 

Lutherhof ist Teil pommerscher Identität

 

 

 

Der Lutherhof, der als evangelisches Vereinshaus 1901 eröffnet wurde, ist von großer Bedeutung für die Pommersche Evangelische Kirche und ein Teil pommerscher Identität. Der Lutherhof spielte eine wichtige Rolle in der Zeit des Kirchenkampfs zwischen Bekennender Kirche und Deutschen Christen im Nationalsozialismus, als Geburtsstätte der Pommerschen Evangelischen Kirche in der Nachkriegszeit, als Versammlungsstätte in der Wendezeit sowie als Ort der Kirchenmusik.

 


Spotify und Co. für Kinder: Musik und Hörbücher sicher streamen

 

Streaming-Dienste wie Apple Music und Spotify sind bei Eltern populär. Sie nutzen sie nicht nur für sich, sondern auch das umfangreiche Angebot an Kinderliedern und Hörspielen für ihren Nachwuchs – es ist sinnvoll, die Kinder beim Hörvergnügen zu begleiten. Denn nicht alle Inhalte sind geeignet. Songs mit explizitem Inhalt und nicht altersgerechte Hörbücher empfehlen sich nicht für junge Hörer. „Eltern können ihren Kindern Inhalte herunterladen und gemeinsam auf die Suche gehen bzw. absprechen, welche Titel in Ordnung sind“, sagt SCHAU HIN!-Medienpädagogin Kristin Langer.

 

(Berlin/pm) - Die Musik-Streaming-Dienste werben damit, dass Millionen Titel abgespielt werden können. Die Anbieter haben verschiedene Nutzungsbedingungen. Während Apple Music kein kostenloses Modell anbietet, ist Spotify nicht nur als Premium-Variante, sondern auch kostenlos verfügbar. Der Benutzer muss dann Werbeeinblendungen hinnehmen und hat weniger Auswahlmöglichkeiten. Zudem kann Musik dann nicht offline verfügbar gemacht werden, zum Hören ist also immer eine Datenverbindung notwendig.

 

Offline-Nutzung bei Kindern empfehlenswert
„Wenn Kinder die Dienste nutzen, ist es sinnvoll, eine Möglichkeit zu wählen, die auch offline funktioniert“, so Langer. Die meisten Dienste bieten die Option, Inhalte auf der Festplatte der Geräte zu speichern. „So wird das Datenvolumen geschont und Eltern können sicher sein, dass ihr Kind nur vorher ausgewählte Inhalte abspielt.“ Besonders für Kinder im Vor- und Grundschulalter ist es nicht empfehlenswert, dass sie Geräte wie Smartphone und Tablet allein bedienen – es sei denn, Jugendschutzoptionen sind aktiviert und die entsprechenden Einstellungen mit einer PIN gesichert.

 

Die Anmeldung bei Streamingdiensten ist in aller Regel erst ab 18 Jahren erlaubt, es sei denn eine ausdrückliche Erlaubnis der Eltern wurde erteilt. Aber auch dann ist die Nutzung nach unten begrenzt – je nach Service ist das Einstiegsalter für Spotify und Co. 13 beziehungsweise 14 Jahre. Apple Music und Amazon Prime setzen eine grundsätzliche Anmeldung beziehungsweise Mitgliedschaft für die verschiedenen firmeneigenen Services voraus, mit der dann auch die Musikangebote genutzt bzw. dazu gebucht werden können.

 

 

Problematische Inhalte erklären
Mit zunehmendem Alter entwickeln Kinder Interesse an verschiedenen Musikgenres, Hörspiele rücken in den Hintergrund. Nicht immer haben die Songs Texte, die den Eltern gefallen. „In einigen Genres geht es verbal auch mal härter zu – gerade bei deutschen Texten ist es wichtig, dass Eltern mit ihrem Kind über künstlerische Grenzen sprechen“, sagt Langer. Verbote können allerdings häufig zu einem steigenden Interesse an den Inhalten führen. „Warum Texte nicht in Ordnung sind und wann bewusst überspitzte Darstellungen genutzt werden, etwa bei manchen Rap-Songs, können Eltern mit ihren Kindern diskutieren“, erklärt Langer.

 

 

Tipps zur Auswahl geeigneter Hörmedien bietet SCHAU HIN! hier: https://www.schau-hin.info/informieren/medien/hoeren/wissenswertes/hoermedien.html .

 


Eine Übersicht zur Anmeldung bei Streamingdiensten gibt es unter diesem Link: https://www.schau-hin.info/news/artikel/musik-streaming-anmeldung-oft-erst-ab-14-jahre-erlaubt.html .

 

 

 „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

 


UNESCO-Welterbe „Das Kapital“ und „Das Manifest“ in Karl-Marx-Landesausstellung in Trier

(TRIER/pm) - Die römischen Monumente Triers gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und locken jedes Jahr Millionen Menschen in die Moselstadt. Derzeit sind in Trier noch zwei weitere bedeutende Stücke von UNECSO-Rang zu bestaunen: Die erste Seite eines Manuskripts vom „Manifest der Kommunistischen Partei“ von Karl Marx und Friedrich Engels sowie Marx‘ mit persönlichen Anmerkungen versehene Ausgabe des „Kapitals“ werden bis zum 21. Oktober in der großen Landesausstellung Karl Marx 1818–1883. LEBEN. WERK. ZEIT. präsentiert. Sie gelten als dokumentarische Zeugnisse von außergewöhnlichem Wert für die Menschheitsgeschichte und zählen daher seit 2013 wie etwa die Göttinger Gutenberg-Bibel, die Archive des Warschauer Ghettos oder Beethovens 9. Symphonie zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. In der Begründung der UNESCO wird angeführt, dass diese Schriften großen Einfluss auf die Entwicklung sozialistischer, kommunistischer und anderer revolutionärer Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts hatten, dass beide in nahezu alle Sprachen der Welt übersetzt wurden und dass ihr enormer Einfluss bis heute nachwirke.

Die beiden außergewöhnlichen Exponate, die im Ausstellungsteil im Rheinischen Landesmuseum Trier präsentiert werden, stammen aus dem Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam und sind zum ersten Mal in dieser Zusammenstellung in der Öffentlichkeit zu sehen. Zusammen mit mehr als 400 weiteren Exponaten machen sie die Epoche, in der Karl Marx seine bedeutenden Werke verfasste, mit all ihren Besonderheiten und ihren wirtschaftlichen und sozialen Umbrüchen lebendig.

„Dass zwei der bekanntesten Schriften von Karl Marx seit 2013 zum Weltdokumentenerbe der UNESCO gehören, unterstreicht die Bedeutung des aus Trier stammenden Philosophen, Politökonomen, Journalisten, Politikers und Revolutionärs – global gesehen“ so Prof. Dr. Beatrix Bouvier, wissenschaftliche Leiterin der Landesausstellung. „Diese herausragende Rolle greift die Ausstellung auf und stellt beide exemplarisch für das umfangreiche Werk von Karl Marx heraus.“

„Wir freuen uns sehr, dass wir neben den dauerhaft in Trier verorteten UNESCO-Welterbe – den römischen Baudenkmälern, Dom und Liebfrauenkirche sowie dem Codex Egberti – nun diese beiden international herausragenden Schätze in der Marx-Ausstellung auf Zeit zeigen können“, sagt Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Aufsichtsratsvorsitzender der Karl-Marx-Ausstellungsgesellschaft, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz und Regierungsbeauftragter für das UNESCO-Welterbe Rheinland-Pfalz

Vom Kommunistischen Manifest, das im Februar 1848 in London erschien, ist die einzige erhaltene handschriftliche Seite zu sehen. Ergänzt wird sie durch eine 247 internationale Ausgaben umfassende Sammlung des Manifests in 59 Sprachen und Dialekten, die die enorme Verbreitung des Werkes in aller Welt dokumentiert. Im Dezember 1847 waren Karl Marx und Friedrich Engels vom Bund der Kommunisten in London damit beauftragt worden, diese Programmschrift zu verfassen, die den Übergang von einem Geheimbund zu einer offen auftretenden politischen Kraft mit revolutionärer Ausrichtung widerspiegelt. Das 23-seitige Manifest gilt nicht zuletzt wegen seiner selbst heute noch mitreißenden sprachlichen Wucht als bemerkenswertes Dokument und steht für die revolutionäre Ausnahmesituation des Jahres 1848. Es beginnt mit den berühmten Worten: „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“ und endet mit dem bekannten Aufruf „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“.

Das „Kapital" ist Karl Marx’ wissenschaftliches Hauptwerk. Im Gegensatz zum "Kommunistischen Manifest" ist es kein Aufruf zur Revolution, sondern eine äußerst akribische und detailreiche Analyse, eine „Kritik der politischen Ökonomie“. 15 Jahre arbeitete Karl Marx allein am ersten Band, der 1867 in Hamburg erschien. In der Ausstellung ist die mit persönlichen Anmerkungen von Karl Marx versehene Ausgabe des ersten Bandes zu sehen. Nach Marx‘ Tod stellt Friedrich Engels aus dessen Manuskripten den 2. und 3. Band zusammen und gab diese 1885 bzw. 1894 ebenfalls in Hamburg heraus. Als weitere wertvolle Originaldokumente werden in der Ausstellung fünf handschriftliche Notizhefte gezeigt, in denen Marx seine Ideen für „Das Kapital“ festhielt. Um den Ausstellungsbesuchern das Werk von Karl Marx anschaulich in Bilder und Objekte zu übersetzen, haben die Ausstellungsmacher drei sogenannte Themenräume konzipiert, die schließlich in der sogenannten „Marxmaschine“ ihren Abschluss finden: Diese raumfüllende Installation als ein weiteres Highlight der Landesausstellung versetzt die Besucher in eine Maschinenhalle und macht die von Marx beschriebene innere Logik der kapitalistischen Produktionsweise verständlich.

Die große Landesausstellung Karl Marx 1818–1883. LEBEN. WERK. ZEIT. ist noch bis zum 21. Oktober im Rheinischen Landesmuseum Trier und im Stadtmuseum Simeonstift Trier zu sehen.

 


Hartmut Lange liest ‚An der Prorer Wiek und anderswo‘ bei amtsKULTUR:

Große Lebensfragen in Binz und anderen Orten

Foto: Hans-Christian-Plambecklaif
Foto: Hans-Christian-Plambecklaif

 

(Kiel/sst) - In der Veranstaltungsreihe amtsKULTUR liest Hartmut Lange aus seinem Buch ‚An der Prorer Wiek und anderswo‘ am Montag, 9. Juli ab 19 Uhr im  Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche). Die Veranstaltung findet – erstmalig nach der Erweiterung des Landeskirchenamtes – wieder im ‚Großen Sitzungssaal‘ des Kirchenamtes, Dänische Straße 21-35, in 24103 Kiel, statt. Der Autor liest Novellen über Vergänglichkeit und Ewigkeit. Im Anschluss an die Lesung erfolgt eine 30-minütige Diskussion mit Prof. Dr. Peter Unruh, Präsident des Landeskirchenamtes der Nordkirche, und dem Autor Hartmut Lange.

 

 

 

Der mondäne Badeort Binz auf der Insel Rügen wird in „An der Prorer Wiek und anderswo“ zur Bühne für unerwartete Begegnungen und Lebenskrisen. In den zehn melancholischen, geheimnisvollen und geisterhaften Novellen wird Rom – als ein

 

Ort anderswo – zur Kulisse für große Lebensfragen. Wie gefeit ist die „ewige Stadt“ wirklich gegen die Vergänglichkeit? Und was hat Bestand, wenn zum Bespiel aus dem berühmten Bild ‚Der Mönch am Meer‘ von Caspar David Friedrich plötzlich der

 

Mönch verschwunden ist und dem Ich-Erzähler ein paar Wochen später während eines Urlaubs an der Ostsee begegnet? Mit wenigen Sätzen erfindet Hartmut Lange Figuren, baut literarische Strukturen aus Atmosphäre und geheimnisvollen Beziehungen in seinen Novellen, in denen stets Merkwürdiges passiert.

 

 

 

 

 

Zum Autor:

 

Hartmut Lange ist 1937 in Berlin-Spandau geboren. Heute lebt und arbeitet er auch in Berlin. Von 1957 bis 1960 studierte Lange Dramaturgie an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg. Bereits 1960 schrieb er sein erstes Stück ‚Sentenberger Erzählungen oder Die Enteignung‘, das für Aufregung sorgte und ihm eine Anstellung als Dramaturg am Deutschen Theater in Ost-Berlin einbrachte. Er wurde Meisterschüler von Peter Hacks. Mit seiner Komödie ‚Marski‘, die die Agrarpolitik der SED zum Thema hat, begab er sich in eine ideologische Auseinandersetzung. Noch vor der Uraufführung von ‚Marski‘ im Jahr 1964 kehrte er von einer Reise nach Jugoslawien nicht in die ehemalige DDR zurück. Lange ging nach West-Berlin und arbeitete für die Schaubühne am Halleschen Ufer. In den 1970er-Jahren arbeitete er als Dramaturg und Regisseur am Schiller- sowie am Schlosspark-Theater. Heute ist Hartmut Lange freier Schriftsteller und schreibt Dramen, Essays und Prosa. Die Novelle wurde ihm zur literarischen Heimat.

 

 

 

Die Veranstaltungsreihe amtsKULTUR wird unterstützt von der Evangelischen Bank eG, der Evangelischen Zeitung für die Kirchen Norddeutschland (EvZ) und dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein (OKSH).

 

 

 

Vorverkauf oder an der Abendkasse: Evangelische Bücherstube GmbH, Dänische Straße 17, 24103 Kiel, Tel. 0431-5197250, Preis: 8,00 Euro

 

 

 



Erzbischof Dr. Stefan Heße zur Aufnahme der Wikingerstätten Haithabu und Danewerk in die Liste des UNESCO Weltkulturerbe

 

(Hamburg/mi) - „Die Entscheidung der UNESCO, die Wikingerstätten Haithabu und Danewerk bei Schleswig in die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen, ist sehr erfreulich. Das Erzbistum Hamburg ist nicht nur durch gemeinsame territoriale Lage mit der neuen Welterbestätte verbunden sondern auch durch den Heiligen Ansgar. Vermutlich war er es, der Patron unseres Erzbistums und erster Erzbischof von Hamburg, der um 850 n. Chr. in Haithabu die erste Kirche erbauen ließ und somit den Menschen, die sich an dem bedeutendsten mittelalterlichen Handelsplatz im Norden ansiedelten, auch eine religiöse Heimat ermöglichte. Und daraus mag später ein anderer Heiliger unseres Bistums erwachsen sein, der Heilige Ansverus, der 1038 in Haithabu geboren wurde, und in und um Ratzeburg herum als Benediktinermönch wirkte.“

 

 

 


Ein Geschenk für die Ohren – Konzert am Freitagabend mit Samuel Harfst

 

(Rostock/cme) - Handgemachte Musik mit Charakter – dafür steht Samuel Harfst. An diesem Freitagabend (29. Juni) kommt der Musiker nach Rostock und gibt ab 20 Uhr ein Live-Konzert in der Christuskirche (Häktweg 4-6). Anlass ist der Ökumenische Stadtkirchentag am Sonnabend (30. Juni) auf dem Neuen Markt der Hansestadt. Natürlich hat der 32-jährige Liedermacher auch Stücke seiner neuen CD „Endlich da sein wo ich bin“ im Gepäck. Seine Musik, auch geprägt von seinem christlichen Glauben, überzeugt seine Fans: Harfst Konzerte sind eine tolle Mischung aus deutschsprachiger Liedermacherlyrik und Musik irgendwo in der Gegend um Klassik und Pop-Rock. Überzeugen sie sich selbst. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Die Eintrittskarten kosten 7 Euro, für Schüler und Studenten 5 Euro. Vorverkauf u.a. im Pressezentrum Rostock, Pfarramt der Christuskirche und in der St. Marien-Kirche.

 

 

 

Mehr zum Stadtkirchentag: www.christeninrostock.de/stadtkirchentag/programm/

 


Thega Filmpalast wird zur Bühne für die besten Amateur-Filmemacher aus ganz Deutschland, 2019 gastiert das Bundes.Festival.Film. erneut in Hildesheim

 

(Hildeheim/KJF)   Am Samstagabend wurden im Thega Filmpalast in Hildesheim die insgesamt 30 Preise (10 Hauptpreise, 20 Auszeichnungen) in den Wettbewerben Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis vergeben.

Im Rahmen des Bundes.Festival.Film. fanden damit die beiden bundesweit ausgetragenen Filmwettbewerbe ihren glanzvollen Höhepunkt vor beeindruckender Kino-Kulisse. Die Veranstaltung für jüngere und ältere Filmemacher gehört zu den größten und bedeutendsten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland.

Das Besondere am Bundes.Festival.Film. ist die Verbindung von jugendlichen Filmteams mit Filmemacherinnen und Filmemachern, die über 50 Jahre alt sind. Insbesondere im Wettbewerb Deutscher Generationenfilmpreis arbeiten Teams generationenübergreifend zusammen an Themen, die für beide Altersgruppen von Relevanz sind. Die eingereichten Filme bilden regelmäßig die ganze Bandbreite jugendkultureller und gesellschaftspolitischer Themen ab. Während des dreitägigen Festivals wurden in Hildesheim nun die besten 38 aus fast 900 eingereichten Filmen dieses Jahrgangs geehrt. Die insgesamt mehr als 500 Festivalgäste zeigten sich beeindruckt von der Kreativität und der Ernsthaftigkeit der Themen, die die Filmemacher im Alter zwischen 7 und 70 Jahren vorgelegt hatten.

Grußworte und Glückwünsche
In ihrem Grußwort hatte Bettina Bundszus-Cecere, Abteilungsleiterin Kinder und Jugend im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, den einzigartigen Charakter des Festivals hervorgehoben, der in dessen generationenübergreifenden Ansatz liege. Ihr Ministerium fördere seit über 30 Jahren diese Filmwettbewerbe, weil damit sowohl lebendige Filmkunst abgebildet werde, gesellschaftlich wertvolle und sinnstiftende Diskussionen angeregt und begleitet würden. Das Rekordjahr 2018 habe das mit fast 900 Einreichungen erneut eindrucksvoll belegt.

Niedersachsens Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Dr. Carola Reimann freute sich, dass das Festival nun erstmals in Niedersachsen gastiere und Hildesheim damit zum Zentrum der kreativen Filmszene Deutschlands geworden sei. Die gestalterischen Potenziale auszuschöpfen sei u.a. Aufgabe des Filmfestivals. Dies gelinge dann besonders gut, wenn das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum als Veranstalter mit Partnern vor Ort kooperiere. Ihren Dank richtet sie deshalb vor allem an die Stiftung Universität Hildesheim sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst.

Hochkarätige Filmexperten geben wertvolle Tipps
Das Bundes.Festival.Film. war am Freitagnachmittag gestartet. Höhepunkt war die feierliche Preisverleihung im Thega Filmpalast. Den Abschluss bildete am Sonntagvormittag eine Gesprächsrunde unter dem Titel „Wie kommen Nachwuchsfilme(r*innen) zu Publikum?“ Fünf geladene Experten diskutierten mit dem Festivalpublikum. Das Panel beantworte deren ganz praktische Fragen – etwa die, wie mit Amateurfilmen ein möglichst breites Publikum erreicht werden kann.

Thomas Hartmann, Leiter des Bundes.Festival.Film., zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Festivals sowie der Qualität und thematischen Vielfalt des Programms: „Unser besonderer Dank geht daher an die vielen Filmteams, die ihre Produktionen eingereicht haben und nun vielleicht sogar als Sieger und Prämierte auf der Bühne stehen. Sie sind der Puls der Wettbewerbe und des Festivals!“ Das Bundes.Festival.Film. wird 2019 erneut in Hildesheim gastieren.

Publikumspreis vergeben
Neben den 30 Jurypreisen waren die Festivalgäste aufgerufen, ihren Favoriten aus allen Filmbeiträgen des Veranstaltungswochenendes zu wählen und einen Publikumspreis zu vergeben. Die Wahl fiel auf: „Das Abendmahl“ von Harald und Steven Takke aus Frankfurt a.M.

Alle Preisträger unter: www.bundesfestival.de

 


Das Germanische Nationalmuseum ehrt den bedeutenden Künstler, Architekten und Stadtplaner mit einer Möbelausstellung - 21.06.2018 – 6.01.2019

Herzlichen Glückwunsch, Richard Riemerschmid!

 

(Nürnberg/gnm) - Richard Riemerschmid hat vor allem Möbelgeschichte geschrieben. Einer Überlieferung nach war es die vergebliche Suche nach einer geeigneten Wohnungseinrichtung für sich und seine junge Ehefrau, die den Maler und Kunsthandwerker zum Möbelentwerfer werden ließ. Wegweisend war seine Idee, Möbel in formschönem Design für eine automatisierte Maschinenproduktion zu entwickeln, um sie entsprechend kostengünstig anbieten zu können. Nicht nur das gehobene Bürgertum, sondern auch die breite Masse sollte in den klaren Formen des eleganten Jugendstils leben können. Anlässlich des 150. Geburtstags von Richard Riemerschmid am heutigen Mittwoch, 20. Juni 2018 präsentiert das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg ab morgen einige seiner Wohnentwürfe.

 

Drei Möbel-Ensemble aus der Zeit zwischen 1900 und 1906 sind in der Ausstellung zu sehen, die die beeindruckende Entwicklung Riemerschmids während dieser kurzen Zeitspanne deutlich machen. Das sogenannte „Nürnberger Zimmer“ mit Tisch, zwei Stühlen, Büfett-Schrank und Kommode steht am Anfang der Präsentation. Es entstand im Jahr 1900 als Beitrag eines Wettbewerbs, den die Nürnberger König Ludwig‘s Preisstiftung ausgeschrieben hatte. Aufgabe war, eine Einrichtung für einen Wohnraum von 16 qm Größe zu entwerfen, dessen Kosten 350 Mark nicht überstiegen. Riemerschmid überzeugte durch einfache Eleganz. Die Kunstwelt war begeistert, potentielle Kunden leider nicht. Ihnen waren die Möbel zu schlicht, zu nackt und verfügten über zu wenig Dekor. Sie verkauften sich schlecht, aber Riemerschmid hatte seinen Berufung gefunden: ansprechendes Wohndesign in reduzierter Formensprache zu bezahlbaren Preisen.

 

Eine Zimmereinrichtung von 1906 zeigt exemplarisch, wie ihm das gelang. Das Junggesellenzimmer mit Bett, Nachtschränkchen, Kleiderschrank und Bücherregal ist eigens für die maschinelle Produktion konzipiert: Einzelne Teile wurden automatisiert gefertigt und konnten auch nur teilmontiert erworben werden. Mit geringem handwerklichen Geschick – so wurde geworben – sollte jeder Kunde in der Lage sein, seine Möbel zu Hause fertig zusammen zu bauen. Ausführungen in verschiedenen Materialien erweiterten den Kundenkreis. Je nach Kaufkraft konnte man auf Modelle aus Tanne, Fichte, Eiche oder Mahagoni zurückgreifen. Ungenauigkeiten in der Verarbeitung, die bei einer maschinellen Herstellung immer auftreten, berücksichtigte Riemerschmid von vornherein im Design. Ebenfalls neu: Kunden brauchten die Zimmereinrichtung nicht auf einmal zu erwerben, einzelne Möbel konnten über einen langen Zeitraum ergänzt werden. Zudem unterbreitete Riemerschmid konkrete Vorschläge zum Arrangement der Möbel auf beengtem Wohnraum.

 

Die Gartenstadt-Bewegung

 

Anklang fanden solche Einrichtungsideen vor allem in der Gartenstadtbewegung, der auch Riemerschmid anhing. Ihr Ziel war es, bezahlbaren Wohnraum für Arbeiterfamilien in der Nähe des Arbeitsplatzes zu schaffen. Ein Garten zur Selbstversorgung gehörte selbstredend dazu. Diese neuen Reihenhäuser mit einer Grundfläche von durchschnittlich 50 bis 75 qm vermochten wuchtige Schränke nicht zu fassen. Dunkles Holz und reichlich Dekor ließen Zimmer zudem kleiner erscheinen. Riemerschmids Entwürfe passten dagegen genau und nutzten den wenigen Platz optimal.

 

Riemerschmid wurde zu einem wegweisenden Protagonisten der deutschen Gartenstadt-Bewegung. Schon 1902 war er an der Gründung der Gartenstadtgesellschaft beteiligt, ebenso an der 1907 beginnenden Gesamtplanung zur ersten deutschen Gartenstadt Hellerau bei Dresden. Und auch in die Planungen für die Gartenstadt Nürnberg wurde er von Anfang an involviert. In der Ausstellung runden Stadtpläne, Grundrisse, historische Aufnahmen sowie Tagebucheinträge und an Riemerschmid verliehene Auszeichnung das Bild dieses Künstlers, Möbelentwerfers, Architekten und Stadtplaners ab. Abschließend werden ergänzend Möbel und Designobjekte gezeigt, die in dem Meisterkursen entstanden, die Riemerschmid zwischen 1903 und 1905 als Nachfolger von Peter Behrens am Bayerischen Kunstgewerbemuseum in Nürnberg gab.

 

Richard Riemerschmid gilt als einer der bedeutendsten deutschen Jugendstilkünstler, der sich in der Gestaltung für ein schlichtes, vegetabiles Dekor begeisterte. Auf der anderen Seite ging er mit seinen Ideen zu sozialen Wohn- und Lebensverhältnisse weit über die Vorstellungen des Jugendstils hinaus. Seine Ideen wurden wegweisend für Schulen wie das Bauhaus, an denen die Entwicklung ansprechender und funktionaler Designobjekte zu bezahlbaren Preisen gelehrt wurde.

 

Mit Richard Riemerschmid (1868-1957) wird nach Henry van de Velde und Peter Behrens der dritte große Jugendstilkünstler anlässlich seines 150. Geburtstags im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg mit einer Möbelausstellung geehrt.
Kuratorin: Dr. Petra Krutisch, Sammlungsleiterin für Möbel
Katalog: Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog zum Preis von € 10,- (im Buchhandel € 13,50) im Eigenverlag des GNM erschienen.

 


In den Museumsateliers kreativ werden: Das Open Studio der Fondation Beyeler

Junges Atelier 2016, Foto: © Adine Schweizer
Junges Atelier 2016, Foto: © Adine Schweizer

 (Basel/fb) - Sommerloch in Basel? Nicht in der Fondation Beyeler: Während den Schulferien (6. Juli bis 12. August 2018) öffnet das Museum seine Ateliers. Das Open Studio ist eine Plattform für gestalterische Auseinandersetzungen und kreatives Arbeiten und steht während sechs Wochenenden zwischen 14.00 und 18.00 Uhr allen Interessierten kostenlos und ohne Anmeldung offen. Dabei werden angelehnt an die aktuelle Ausstellung «Bacon – Giacometti» verschiedene Techniken, Materialien und spannende Themen erkundet.

 

Wer dieses Jahr die Sommerferien in Basel verbringt hat Glück: Vom 6. Juli bis 12. August können sich alle, die Lust an Kunst und Gestaltung haben, in den Ateliers der Fondation Beyeler austoben. Von Freitag bis Sonntag steht das Open Studio Interessierten jeder Altersgruppe zwischen 14.00 und 18.00 Uhr kostenlos und ohne Voranmeldung offen (Kinder bis 12 Jahre nur in Begleitung). Jedes Wochenende ist einem anderen Thema gewidmet, das sich an die aktuelle Ausstellung «Bacon – Giacometti» anlehnt.

 

Beispielsweise können die Anwesenden aus herkömmlichen Materialien wie Sand und Pigmenten, die auch in Francis Bacons Gemälden zu finden sind, abstrakte Körper schaffen. An einem anderen Wochenende dreht sich alles um Charakterköpfe: Wie lässt sich ein glückliches, trauriges oder gut gelauntes Gesicht darstellen? Auf kreative Weise wird die Arbeitstechnik von Alberto Giacometti von der Form bis zum Guss nachempfunden. An weiteren Tagen stehen Verzerrungen und Grimassen im Fokus, werden mit Bildern Geschichten erzählt oder Zwei- und Dreidimensionalität genauer unter die Lupe genommen. Am letzten Wochenende schliesslich herrscht Chaos in den Ateliers der Fondation Beyeler, angelehnt an die Künstlerstudios der beiden grossen Meister, die davon überzeugt waren, dass aus Chaos Kreativität entsteht.

 

 

Programm und Workshops des Open Studio:

 

6. bis 8. Juli: Staub, Dreck und Malerei

 

Mit verschiedensten Materialien wie Sand, Staub und Pigmenten werden abstrakte Körper geschaffen. Die Farbe wird dabei mit aussergewöhnlichen Mitteln auf die Leinwand gebracht: mit Bürsten, Lappen, Stoffresten oder einem Messer. Frei nach Francis Bacon wird die Malerei neu gedacht.

 

 

13. bis 15. Juli: Charakterköpfe

 

An diesem Wochenende dreht sich alles um den Kopf und den Gesichtsausdruck: Wie sieht ein glückliches, trauriges oder gutgelauntes Gesicht aus? Mit Ton, Gips und Draht kann die eigene Tagestimmung geformt und anschliessend gegossen werden. Am Ende entstehen unzählige Charakterköpfe, die technisch Giacomettis Arbeitsweise nachempfinden lassen.
Am 14.7. schliesst das Atelier bereits um 17 Uhr.

 

 

20. bis 22. Juli: Kurzgeschichten

 

Wie können drei Bilder eine Geschichte erzählen? Am dritten Wochenende wird eine Kurzgeschichte aus drei Akten gestaltet. Aus Salzteig entstehen die Protagonisten, die in Szene gesetzt und fotografisch festgehalten werden. Schliessen sich die drei Bilder zu einer Erzählung zusammen?

 

 

27. bis 29. Juli: Verzerrungen und Grimassen

 

Verzerrungen und Verfälschungen des Gesichts stehen das vierte Wochenende im Mittelpunkt: Mittels verschiedener Verfahren bringen wir das eigene Gesicht aus der Form – ob mit Klebestreifen oder auf eine Glasscheibe gepresst. Fotografisch werden die so entstandenen Grimassen festgehalten und können digital nachbearbeitet werden.

 

 

3. bis 5. August: GROSS und klein

 

Die Skulpturen von Giacometti passten zeitweise in eine Zündholzschachtel? Die Gemälde von Bacon füllen beinahe eine ganze Wand? Welche Wirkung haben die Dimensionen auf Raum und Objekt? Mit Draht, Gips und Kleister gestalten wir winzige und riesige Figuren und erproben das Raumverhältnis.

 

Am 4. 8. schliesst das Atelier bereits um 17 Uhr.

 

 

10. bis 12. August: Chaos im Atelier

 

Angelehnt an die Arbeitsräume von Bacon und Giacometti verwandelt sich auch unser Atelier in ein richtiges Künstleratelier. Mitten im Chaos und Durcheinander können nun künstlerische Verfahren erprobt werden, die sich auch die beiden Künstler zunutze gemacht haben. Wir provozieren den Zufall und zeichnen aus der Distanz, um die Kontrolle über das Bild so weit wie möglich abzugeben. Was am Ende dabei entsteht, bleibt dem Glück überlassen.

 

Open Studio findet in Kooperation mit dem Art Lab statt. Das Art Lab wird mit der Unterstützung der Avina Stiftung und der Max Kohler Stiftung realisiert.

 

 

#BeyelerBaconGiacometti

 

   eitere Auskünfte:

 

Silke Kellner-Mergenthaler & Team

 

Head of Communications

 

Tel. + 41 (0)61 645 99 02, presse@fondationbeyeler.ch, www.fondationbeyeler.ch

 

Fondation Beyeler, Beyeler Museum AG, Baselstrasse 77, CH-4125 Riehen

 

Öffnungszeiten der Fondation Beyeler: täglich 10.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs bis 20.00 Uhr

 


Hanns-Josef Ortheil wird mit dem Peter-Wust-Preis ausgezeichnet

Parallelen zwischen Philosoph und Literat

Johannes Brantl, Rektor der Theologischen Fakultät Trier, (links) und Herbert Hoffmann, Vorsitzender der Peter-Wust-Gesellschaft, (rechts) überreichen den Peter-Wust-Preis an den Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil. Foto: bt
Johannes Brantl, Rektor der Theologischen Fakultät Trier, (links) und Herbert Hoffmann, Vorsitzender der Peter-Wust-Gesellschaft, (rechts) überreichen den Peter-Wust-Preis an den Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Nicht zuletzt Parallelen in den Lebensgeschichten machen Hanns-Josef Ortheil zu einem würdigen Träger des Peter-Wust-Preises 2018: Die Peter-Wust-Gesellschaft und die Theologische Fakultät Trier haben am 16. Juni den renommierten Schriftsteller Ortheil ausgezeichnet und erinnerten mit der Preisverleihung einmal mehr an das geistige Erbe des im Saarland gebürtigen Philosophen Peter Wust.

 

Im Zentrum des Festaktes im Trierer Priesterseminar, zu dem Prof. Johannes Brantl, Rektor der Theologischen Fakultät, und Dr. Herbert Hoffmann, Vorsitzender der Gesellschaft, zahlreiche Gäste begrüßten, stand Peter Wust. Der in ärmlichen Verhältnissen in Rissenthal bei Losheim geborene Wust wollte zunächst Priester werden, erkannte dann aber die Philosophie als seine Passion. Als ordentlicher Professor lehrte er das Fach an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und verfasste aus seinem Verständnis als überzeugter katholischer Christ zahlreiche Texte vor allem zu Fragen der philosophischen Anthropologie. Werke, die auch heute noch ihre Aussagekraft und Gültigkeit haben, wie Hoffmann mit Blick auf die globalen Herausforderungen und ihre Auswirkungen auf den Menschen betonte.

 

Dieses Vermächtnis in Erinnerung zu halten, hat sich die 1982 gegründete Peter-Wust-Gesellschaft zur Aufgabe gemacht. Zusammen mit der Theologischen Fakultät vergibt sie den Preis. Nach Alois Glück 2015 entschied die Jury in diesem Jahr für Hanns-Josef Ortheil, „den begnadeten Literaten, den unnachahmlichen Vorleser und den Gründer einer Schreibschule für Studierende aus unterschiedlichen Kulturräumen an der Universität Hildesheim“, wie Professor Dr. Erich Garhammer von der Universität Würzburg in seiner Laudatio zusammenfasste. Garhammer warf die Frage auf, ob Wust und Ortheil sich etwas zu sagen hätten, würden sie sich begegnen. Er kam zu dem Schluss, dass es ein vielseitiger Dialog würde, da sie viele Berührungspunkte und gemeinsame Themen hätten. Köln etwa prägte beider Leben, dann auch der Zusammenhang von Philosophie und Literatur sowie ihre Vorlesungsmethoden und das Geheimnis voller Hörsäle, das für Wust und Ortheil darin bestehe, selber „ein Gepackter und Begeisterter zu sein“. Und schließlich sei es der Glaube, der das Leben von Namensgeber und Preisträger prägt. Ortheils Sprache sei geprägt „durch die Freude an der Schönheit des Glaubens“, was jedoch nichts mit unkritischer Kirchlichkeit zu tun habe, erläuterte Garhammer und ergänzte: „Das Beten können und ein erwachsener Glaube sind neben vielem anderen Voraussetzungen des unerschöpflichen Erzählkosmos von Hanns-Josef Ortheil“, dem inzwischen das Vorlesen zu einer seiner wichtigsten Beschäftigungen geworden ist.

 

 Überrascht und bewegt von den vielen Parallelen zu Peter Wust und dankbar für die Auszeichnung unterstrich Ortheil das über ihn Gesagte durch eine Passage aus seinem Buch „Glaubensmomente“. Darin schildert er mit scharfer Beobachtungsgabe und in bildhaft-lebendiger Sprache seine Erinnerung an die Bedeutung von Stefan Lochners Bild „Maria in der Rosenlaube“, das im Esszimmer der Großeltern hing und den Glauben der ganzen Familie beeinflusste. Den Festvortrag hielt Professor Werner Schüßler von der Theologischen Fakultät Trier über den für Wust bedeutenden Begriff der „Ungesichertheit“. Informationen zur Peter-Wust-Gesellschaft und zur Mitgliedschaft sind unter www.peter-wust-gesellschaft.de zu finden.

 


CAVALLUNA – Das neue Pferdeshow-Highlight Europas:

Die beliebte Tournee der Apassionata World GmbH bekommt einen neuen Namen.

 

(Berlin/pm) - mit „Gefährten des Lichts“ beendete die Apassionata World GmbH am 17. Juni 2018 ihre erfolgreichste Tournee aller Zeiten. Mit Verkaufsrekorden in diversen Arenen, Standing Ovations und einem überwältigend begeisterten Publikum hat die Pferdeshow in den traditionellen Städten so viele Zuschauer wie noch nie zuvor verzaubert. Durch eine Weiterentwicklung des Konzepts, unvergessliche Momente zwischen Mensch und Pferd, eine wunderschöne Geschichte und innovative Choreographien wurde die beliebte Show nochmals auf ein neues Niveau gehoben.

 

Im Zusammenspiel mit dem Start der En-Suite-Show EQUILA, der Errichtung des SHOWPALAST MÜNCHEN sowie der baldigen Eröffnung der ihn umgebenden Pferde-Erlebniswelt EQUILALAND haben sich die Struktur und der Anspruch des erfolgreichen Entertainment-Unternehmens insgesamt stark verändert und weiterentwickelt. So wird es nun auch für die allseits beliebte Europa-Tour Zeit, sich in einem neuen Gewand zu präsentieren. Nachdem das Team der Apassionata World GmbH die Programme der vergangenen Jahre in jeder Saison verbesserte, wird mit der Erfahrung aus 15 erfolgreichen Jahren im Bereich Pferdeshow nun eine neue Marke vorgestellt: „CAVALLUNA – Passion for Horses“ wird als das Entertainment-Highlight mit Pferden in Europa ab sofort die Herzen des Publikums erobern!

 

Die im Oktober 2018 startende Tournee „Welt der Fantasie“ wird das erste Programm sein, welches unter der neuen Marke in den altbekannten Städten zu den Traditionsterminen gastiert. Auch langjährige Fans der beliebten Pferdeshows kommen wie immer auf ihre Kosten: Vom Kern des erfolgreichen Formats wird auch in Zukunft nicht abgewichen. Nach wie vor stehen die innige Beziehung zwischen Mensch und Pferd, reiterliche und akrobatische Highlights, emotionale Musik und ein grandioses Zusammenspiel aus Licht und Szenenbildern im Fokus der Show. All die bekannten europäischen Reit-Equipen, die seit Jahren dabei sind und die Shows zu einem einzigartigen Erlebnis machen, werden auch in Zukunft Groß und Klein begeistern. „CAVALLUNA – Welt der Fantasie“ setzt an dem Punkt an, wo „APASSIONATA – Gefährten des Lichts“ aufhört und wird mit nie dagewesenen Neuheiten in 34 großen Arenen Europas brillieren. 

 

Die Neubenennung des Formats ist auch dem Wunsch geschuldet, sich von Altlasten zu befreien, die nicht mehr die Philosophie und die Ziele des Unternehmens verkörpern. Nach wie vor nicht endgültig geklärte juristische Auseinandersetzungen trübten zudem das positive Gefühl, welches mit dem bisherigen Tournee-Namen einherging. Auch, um Klarheit bei den Zuschauern zu schaffen, der angestrebten stärkeren Internationalisierung des Produktes gerecht zu werden und die nächste Ära des Formats einzuläuten, ist die Neubenennung der beliebten Europa-Tour der einzig sinnvolle Schritt. Mit CAVALLUNA eröffnen sich für das Unternehmen, alle Mitwirkenden der Show und für das Publikum neue Welten, die durch Innovation, Liebe zum Pferden und die Leidenschaft der Showmacher geprägt sein werden. Die Apassionata World GmbH ist daher stolz darauf, ein neues Highlight der Entertainmentbranche zu präsentieren: CAVALLUNA! 

 

Über die Apassionata World GmbH

 

Die Apassionata World GmbH steht für magische Begegnungen zwischen Mensch und Pferd. Aus einer 15-jährigen Tradition von erfolgreichen Shows für die ganze Familie heraus entstanden die beliebte Europa-Tour und der SHOWPALAST MÜNCHEN mit dem umliegenden EQUILALAND.

 

Mit jährlich ca. 450.000 begeisterten Zuschauern setzte das Unternehmen als Veranstalterin der Erfolgsshows „Gefährten des Lichts“, „Cinema of Dreams“ und „Im Bann des Spiegels“ einen Meilenstein in der Entertainmentbranche. Kommenden Shows der Apassionata World GmbH laufen nicht länger unter dem Namen "APASSIONATA", sondern unter der neuen Marke "CAVALLUNA".

 

Die Programme der Apassionata World GmbH verzaubern als Gesamtkunstwerk voll faszinierender Details jeden Besucher auf ganz eigene Weise: Die Abwechslung aus packender Action, vollendeter Harmonie sowie lustigen Überraschungsmomenten erreicht Jung und Alt und zieht ein Publikum aus ganz Europa in seinen Bann.


Eintauchen in die Faszination der Geschichte

Im ehemaligen Jagdschloss der pommerschen Herzöge befindet sich heute der Sitz der Propstei Pasewalk. Momentan wird das historische Gebäude durch den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis umfassend saniert. Foto: PEK
Im ehemaligen Jagdschloss der pommerschen Herzöge befindet sich heute der Sitz der Propstei Pasewalk. Momentan wird das historische Gebäude durch den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis umfassend saniert. Foto: PEK


Am kommenden Wochenende findet die „MittsommerRemise“ statt. Während dieses Landeskulturerbefestivals öffnen Herrenhäuser ihre Pforten für Besuchende. In diesem Jahr beteiligt sich daran erstmals der Pommersche Evangelische Kirchenkreis und lädt am Sonntag, 24. Juni, in den Propsteisitz im ehemaligen Jagdschloss der Pommernherzöge in Pasewalk ein.

 

 

 

(Pasewalk/sk) - Am kommenden Wochenende findet in Mecklenburg-Vorpommern zum elften Mal die „MittsommerRemise – Die Nacht der nordischen Guts- und Herrenhäuser“ statt. Am Sonnabend, 23. Juni, laden Mecklenburger Häuser und am Sonntag, 24. Juni, Pommersche Häuser zur Besichtigung und zum Eintauchen in die Faszination der Geschichte ein. In diesem Jahr erstmals dabei ist am Sonntag das ehemalige Jagdschloss der Pommernherzöge in der Baustraße 5 in Pasewalk, in dem sich heute der Sitz der Propstei Pasewalk im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis befindet.

 

 

 

Führungen erläutern wechselvolle Vergangenheit

 

 

 

In der Zeit von 10 bis 17 Uhr werden fachkundige Führungen durch das ehemalige Jagdschloss mit seiner wechselvollen Vergangenheit angeboten. Zudem ist ganztägig eine Ausstellung zu sehen und im Garten werden Kaffee und Kuchen serviert. Der Eintritt kostet im Vorverkauf vier Euro. Ein Kombiticket für acht Euro ermöglicht den Eintritt in alle Pommerschen Herrenhäuser, die an der diesjährigen „MittsommerRemise“ teilnehmen. Der Tag im Pasewalker Jagdschloss wird gemeinsam präsentiert vom Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, dem Museum der Stadt Pasewalk sowie vom Förderverein des Museums der Stadt Pasewalk. Für 13 Uhr ist der Besuch von Staatsekretär Patrick Dahlemann angekündigt, der die „MittsommerRemise“ in Vorpommern unterstützt.

 

 

 

Gelegenheit zu spannenden Erkundungen

 

 

 

Die Anfänge des ehemaligen Jagdschlosses der Pommernherzöge aus dem 16./17. Jahrhundert gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Aus dieser Zeit stammt der spätmittelalterliche Kernbestand des Gebäudes, das zu dieser Zeit vermutlich bereits als Propsteisitz genutzt wurde. Das einzigartige Baudenkmal vereint gleichermaßen Landes-, Kultur- und Kirchengeschichte. Die „MittsommerRemise“ bietet die außergewöhnliche Gelegenheit zur spannenden Erkundung der bau- und stadtgeschichtlichen Besonderheiten des einstigen Jagdschlosses, das derzeit umfänglich saniert wird. Die in unmittelbarer Nähe befindliche älteste Stadtkirche St. Nikolai, die zu den größten Feldsteinkirchen in Mecklenburg-Vorpommern zählt, kann während der „MittsommerRemise“ ebenfalls besichtigt werden. Auch der Baugeschichte der nahegelegenen katholischen Kirche „St. Otto“ können Besuchende bei versierten Führungen nachspüren.

 

 

 

Sommerliche Musik zum Ausklang

 

 

 

Ergänzend zur „MittsommerRemise“ und gleichsam zum Ausklang dieses Landeskulturerbefestivals findet am gleichen Tag, Sonntag, 24. Juni, um 19 Uhr ein Sommerkonzert mit Chor, Bläsern und Orchester in der Pasewalker Marienkirche statt. Die Kantorei Pasewalk präsentiert sommerlich leichte Musik von Antonio Vivaldi und Antonio Caldara. Unterstützt von den Musikern des Orchesters für Alte Musik Vorpommern und vom Bläsersextett Sixonbrass kommen am Mittsommertag neben anderen Musikstücken auch Auszüge aus Vivaldis bekannten „Vier Jahreszeiten“ zur Aufführung. Der Eintritt für das Konzert kostet zehn, ermäßigt acht Euro.

 

 

 

Weitere Informationen

 

 

 

www.mittsommer-remise.de

 


Kunstschaffende in kreativer Konkurrenz

 

Während eines Kolloquiums informierten sich die fünf teilnehmenden Künstler über die Rahmenbedingungen für den Wettbewerb zur Gestaltung des Portals der Annenkapelle in der Greifswalder Marienkirche. Auf dem Hansetag in Rostock präsentiert die Kirchengemeinde die zugrunde liegende Wettbewerbsidee sowie die Pläne für das in der Kapelle entstehende „Hansefenster“.

 

 

 

(Greifswald/sk) - Der Künstlerwettbewerb zur Gestaltung des alten Portals der Annenkapelle in der Greifswalder Marienkirche geht in die nächste Runde. Inzwischen stehen die fünf teilnehmenden Künstler fest: Malene Landgreen aus Dänemark, Peter Sutton aus Norwegen, Jakob Strömholm aus Schweden sowie Günter Gross und Andreas Wolff aus Deutschland. Während eines gemeinsamen Kolloquiums in der Annenkapelle, an dem einige der Künstler und Vertretende der Jury teilnahmen, wurden die Rahmenbedingen des Wettbewerbs abgesteckt und letzte Fragen geklärt. In den kommenden Wochen werden die Künstler nun ihre Entwürfe anfertigen, im August trifft sich die Jury dann zur Entscheidung. Anschließend werden die einzelnen Künstler und ihre Werke der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 

 

Veränderungen sind Bestandteil der Bauwerksgeschichte

 

                                                          

 

„In den Archivalien der Baugeschichte von St. Marien finden sich immer wieder Hinweise auf notwendige Reparaturen der einmaligen Bausubstanz sowie Belege von Ergänzungen und Veränderungen der Ausstattung des Kirchenraums im Geschmack der für die Erhaltung der Kirche verantwortlichen Generationen“, sagt Jurymitglied Dipl.-Ing. Architekt Horst von Bassewitz. „Beides sind bekannte und akzeptierte Handlungen im Leben eines historischen Kirchengebäudes. Es überrascht daher nicht, dass sich im Rahmen der derzeitigen umfangreichen Sanierung von St. Marien auch die Frage nach einer Neugestaltung der mit der Geschichte der Kirche aufs engste verbundenen Annenkapelle stellt.“

 

 

 

Gestaltung mit den Möglichkeiten der Gegenwart

 

 

 

Die neugestaltete Kapelle könne und werde in Zukunft die Arbeit der Kirchengemeinde durch das Angebot vielfältiger kirchlicher und allgemeiner kultureller und gesellschaftlicher Nutzungen sinnvoll unterstützen, so Horst von Bassewitz weiter. „In diesem Zusammenhang erscheint es naheliegend, die liturgischen, künstlerischen und räumlichen Möglichkeiten und Chancen einer Wiederöffnung des in der Nachkriegszeit verschlossenen Südportals der Annenkapelle zu prüfen und mit den gestalterischen Mitteln unserer Gegenwart zu verwirklichen. Die Wiederöffnung des Portals ermöglicht die gleichzeitige Neugestaltung  des mit ihm direkt verbundenen großen und den Innenraum prägenden Kirchenfensters.“

 

 

 

Jury erwartet intensive Debatte

 

 

 

Dabei erfordere es die kultur-und stadtgeschichtliche Bedeutung von St. Marien und der Annenkapelle mittels eines Wettbewerbs für Künstler des Ostseeraums der Öffentlichkeit ein breitgefächertes Ideen-Spektrum vorzustellen und zu diskutieren. Das vom Kirchengemeinderat gewählte Wettbewerbsthema „Wasser im kirchlichen Glaubensvollzug“ und dessen Umsetzungen durch die internationalen Künstler versprechen intensive Debatten über Sinn und Wert der Kirche in unserer Gesellschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts, ist Horst von Bassewitz überzeugt.

 

 

 

Wasser spielt wesentliche Rolle

 

 

 

Pastorin Ulrike Streckenbach erläutert das Thema des Wettbewerbs: „Im Zentrum des jeweiligen Entwurfs sollen die Themen Wasser und Ostsee stehen. Wasser spielt im Gottesdienst und für den Glauben eine wesentliche Rolle. Der Schwerpunkt soll insbesondere auf den biblischen Geschichten liegen, die auf dem Wasser spielen oder vom Wasser handeln. Erinnert werden soll darüber hinaus an die Nutzung der Kapelle durch die Bergen- und Schonenfahrer. Sie trieben im Mittelalter Handel mit Kaufleuten in Norwegen, Dänemark und Schweden und hielten in der Kapelle ihre Andachten“, so Ulrike Streckenbach. Daher stammen auch die teilnehmenden Künstler aus diesen Ländern sowie aus Deutschland.

 

 

 

Präsentation auf dem Hansetag in Rostock

 

 

 

Auf dem 38. Internationalen Hansetag in Rostock vom 21. bis 24. Juni werden der Wettbewerb und die Pläne zur Öffnung des Portals der Annenkapelle einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Auch für das neben dem Portal entstehende zukünftige „Hansefenster“ wird die Kirchengemeinde auf dem Hansetag in Rostock öffentlichkeitswirksam werben. Auf den Rauten, aus denen das Fenster besteht, werden die Namen und Wappen der Hansestädte zu sehen sein, die den Wettbewerb unterstützen. 19 Hansestädte haben sich daran beteiligt, die dem Städtebund „Neue Hanse“ angehören, der 1980 gegründet wurde, um als „Lebens- und Kulturgemeinschaft der Städte über die Grenzen hinweg“ den Handel, den Tourismus und das partnerschaftliche Miteinander zu fördern. Den Anknüpfungspunkt bildet dabei die jahrhundertealte Tradition des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handelsverbands der Hanse.

 

 

 

Nordkirche begrüßt Künstlerwettbewerb

 

 

 

Die Mitarbeitenden des Baudezernats im Landeskirchenamt unterstützen Kirchengemeinden in ihrem Wunsch nach einer Neugestaltung von Kirchenfenstern durch Hilfe bei der Organisation und Finanzierung eines Wettbewerbs, wie in diesem Fall. Aufgabe eines Wettbewerbs ist es, durch eine faire und nachvollziehbare Entscheidungsfindung des Preisgerichts, das zum Teil mit externen Fachpreisrichterinnen und -richtern besetzt ist, die bestmögliche Lösung zu finden. Das Verfahren hat sich in vielen Kirchengemeinden der Nordkirche bereits sehr bewährt. In Kirchengemeinden im Sprengel Mecklenburg und Pommern kam es – auch wegen der bisher geringeren Zahl von Neugestaltungen – bislang selten zur Anwendung und sei in Greifswald daher umso mehr zu begrüßen, hieß es aus dem Landeskirchenamt.

 

 

 

Stichwort Annenkapelle

 

 

 

St. Marien ist eine der größten norddeutschen Hallenkirchen und Station auf der Europäischen Route der Backsteingotik. Sie ist mehr als 700 Jahre alt. Im zweiten Viertel des 14. Jahrhundert wurde die Kapelle hinzugefügt, die heute als „Annenkapelle“ bekannt ist. Sie ist ein Kleinod gotischer Architektur und wurde vor dem ehemaligen Südportal des Hauptschiffs errichtet. Ein großer Teil ihrer Wand ist Fensterfläche. Sie füllt den gesamten Raum zwischen den Pfeilern aus. Der Sockelbereich besteht aus Mauerwerk. Seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wird die Annenkapelle als Winterkirche genutzt. Das Besondere an der Kapelle ist, dass der einschiffige Raum zwei Apsiden im Osten hat. Dies ist nach jetzigem Erkenntnisstand einmalig unter den Kapellen und Vorhallen im norddeutschen Raum.

 

 

 


7.Triennale der Photographie Hamburg 2018:

Erfolgreiche Halbzeitbilanz der Opening Week mit neuem Besucherrekord

Foto: Triennale der Photographie Hamburg
Foto: Triennale der Photographie Hamburg

(Hamburg/pm) - Mit rund 25.000 Besuchern konnte das erste Wochenende der Opening Week (7.-17. Juni) der 7.Triennale der Photographie Hamburg 2018, die noch bis September andauert, sehr erfolgreich abgeschlossen werden.

 

Fotografie-Begeisterte aus ganz Europa feierten mit den internationalen Gästen bei bestem Wetter die Eröffnung der 7. Triennale rund um das Festivalzentrum auf dem Deichtorhallen-Vorplatz und an allen Kunst-Orten in der Stadt. Die teilnehmenden Museen, Kunst-Institutionen und [OFF] Orte waren mit dem großen Zuspruch während der Eröffnungstage überaus zufrieden. Besonders die hohe Qualität vieler Ausstellungen, auch an den noch zu entdeckenden Kunst-Orten wie Kraftwerk Bille, Raum linksrechts, M.Bassy, Drawing Room, 14a, Âme Nue und Künstlerhaus Wendenstraße überzeugte das Publikum.

 

"Die Triennale der Photographie zeigt die Kraft der Fotografie – in einer Zeit, in der wir von Bildern umgeben sind. Die Bedeutung des Bildes für die gesellschaftliche Entwicklung deutlich zu machen, ist der Erfolg der Triennale. Darüber hinaus ist in der Stadt ein "Festivalgefühl" entstanden, an über 80 Orten mit dem Zentrum um die Deichtorhallen und das Oberhafenquartier. Ich kann nur empfehlen, die zahlreichen Ausstellungen zu besuchen und die Chance zu nutzen, großartige Fotografie in sämtlichen Spielarten zu erleben", so Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien.

 

Auch der künstlerische Leiter der 7. Triennale, Krzysztof Candrowicz, zeigte sich begeistert von den ersten Tagen: “Das erste Wochenende hat unsere Erwartungen noch übertroffen. Hervorragendes Wetter, großartige Ausstellungen und ein attraktives Rahmenprogramm haben zu einem wahrhaften Festivalgefühl geführt, von dem wir uns nun auch weiter durch die Opening Week tragen lassen.“, so der künstlerische Leiter der 7.Triennale, Krzysztof Candrowicz. "Da die Ausstellungen [ENTER], [PARALLEL] und [JOAN FONTCUBERTA] sowie die der [OFF] Triennale nur noch bis zum 17. Juni geöffnet sein werden, hoffen wir natürlich, dass auch das zweite Wochenende an die Besucherzahlen des ersten anknüpfen kann. Außerdem erwarten uns diese Woche noch einige Highlights, wie z.B. unser Film Special über F.C. Gundlach, den Gründer der Triennale der Photographie Hamburg, Filmvorführungen im Festivalzentrum, Kurator*innenführungen uvm.", so Candrowicz weiter, der die Ausstellungen der 7.Triennale unter dem Motto Breaking Point. Searching for Change den Befehlen der Computertastatur wie shift, enter oder space zugeordnet hat. "Wir möchten mit dem Medium der Fotografie einen Wandel einleiten – ein mögliches Umdenken initiieren", so Candrowicz weiter über die Intention des mittlerweile traditionsreichen Foto-Festival Deutschlands.

 

 "Mit dieser Triennale der Photographie hat sich Hamburg endgültig einen Stern im internationalen Fotografie-Himmel erworben. Rund 10.000 Besucher feierten die Eröffnung von Deutschlands größtem Fotofestival rund um das Festivalzentrum am Deichtorplatz und machten sich quer durch Hamburg auf die Entdeckungsreise zu hochkarätigen Ausstellungen in den Hamburger Museen und Off-Orten. Dass alle Museen so eng und freundschaftlich für die Sache der Fotografie zusammen gearbeitet haben, machte sich in diesem Jahr besonders bemerkbar. Einmal mehr dürfen wir wohl zu recht behaupten, Hamburg wäre eine Hauptstadt der Fotografie in Deutschland - und wird es sicherlich in Zukunft bleiben." So Dr. Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen Hamburg.

 

"Hamburg gewinnt durch die Triennale weiter an Bedeutung als Kulturmetropole, wovon Hamburger und ihre Gäste gleichermaßen profitieren", sagt Michael Otremba, Geschäftsführer Hamburg Marketing GmbH.  "Die Triennale ist durch ihre jetzt längere Laufzeit bis kommenden September das sommerliche Kulturhighlight Hamburgs, das die Stadt auch international auf die Karte setzt. Darüber hinaus passt das Festival perfekt in die Medienstadt Hamburg und in unsere Zeit: Die Auseinandersetzung mit den politischen, sozialen und umweltbezogenen Veränderungen geht uns alle an. Es ist toll, so ein wundervolles Festival in der Stadt zu haben", so Otremba weiter.


Claire Huangci ist Gewinnerin des Concours Géza Anda 2018 in Zürich

 

(Zürich/pm) - Claire Huangci ist Gewinnerin des Concours Géza Anda 2018 in Zürich.

 

Bei der auf das Schlusskonzert vom 12.Juni 2018 folgenden Preisverleihung wurde der amerikanischen Pianistin Claire Huangci (geb.1990 in New York) nach Ihrer Interpretation des Klavierkonzerts Nr. 4 in G-Dur op.58 von Ludwig van Beethoven, begleitet vom Tonhalle-Orchester Zürich unter der musikalischen Leitung des Jury-Präsidenten Christian Zacharias, von der siebenköpfigen, internationalen Jury der mit CHF 30'000.- dotierte 1. Preis zuerkannt.

 

 

 

Der in Hannover lebenden Pianistin wurde darüber hinaus auch der vom Musikkollegium Winterthur gestiftete Mozart-Preis zugesprochen.

 

 

 

Die am Curtis Institute of Music, in Philadelphia bei Gary Graffman und an der Hochschule für Musik, Theater & Medien in Hannover bei Arie Vardi ausgebildete Claire Huangci verzeichnet bereits eine beachtliche Präsenz auf den internationalen Konzertpodien.

 

 

 

Jong Hai Park (geb. 1986, Seoul) aus Südkorea, wurde mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Sein Vortrag des Klavierkonzerts Nr.1 in d-Moll op.15 von Johannes Brahms sicherte dem ebenfalls bei  Vardi in Hannover ausgebildeten jungen Pianisten im Finale ein Preisgeld von CHF 20'000.-.

 

 

 

Der 24jährige, in Nerjungri (Jakutien) geborene Russe Sergey Tanin, der jüngste der drei Preisträger, errang mit seiner Interpretation des Brahms'schen d-Moll-Klavierkonzerts Nr. 1 op. 15, den 3. Preis (CHF 10'000.-). Nach seiner Ausbildung am Tschaikowsky-Konservatorium Moskau bei Irina Plotnikova machte er schon 2016 beim Bremer Klavierwettbewerb auf sich aufmerksam. Mit seinem poetischen und innigen Klavierspiel löste er beim Zürcher Publikum große Begeisterung aus und wurde in der Folge mit dem von der IHAG Privatbank gestifteten "Publikums-Preis" belohnt.

 

 

 

Der von Artists Management Co. Ltd. gestiftete Schumann-Preis (CHF

 

5'000.-) für die beste Schumann-Interpretation während des gesamten Wettbewerbs ging an den in Frankfurt studierenden Südkoreaner Honggi Kim. Die 20-jährige Italienerin Gloria Cianchetta konnte den Hortense Anda-Bührle-Förderpreis (CHF 3'000.-) für ihre besondere künstlerische Leistung in den ersten beiden Wettbewerbsrunden entgegennehmen.

 

 

 

Die Live-Aufnahmen ab der 2. Wettbewerbsrunde sind über www.geza-anda.ch bis auf weiteres abrufbar.

 

 

 


Ausblick: GOTIK-Ausstellung Paderborn

Hightech für geheimnisvolle Holzfiguren

 

Bischofsfiguren vom Paradiesportal des Paderborner Doms im CT durchleuchtet

 

Diözesanmuseum Paderborn bereitet sich auf große GOTIK-Ausstellung im September vor

 

(PADERBORN/pm) - Es war kein gewöhnlicher Arzttermin für „Liborius“ und „Kilian“ im Paderborner Vincenz Krankenhaus: Die beiden monumentalen Holzfiguren, die normalerweise das Portal des Paderborner Doms bewachen, wurden gestern beim Chef-Radiologen des Krankenhauses, Professor Wolfgang Krings, vorstellig und zu einer Untersuchung in den Computertomographen (CT) geladen. Begleitet wurden die beiden prominenten Bischofsheiligen Paderborns neben Dompropst Joachim Göbel vom Erzbistum Paderborn unter anderem von Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn, und dem Restaurator Matthias Rüenaver von der Firma ars colendi.

 

In Vorbereitung auf die große kunst- und kulturhistorische Ausstellung „GOTIK– Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa“ die ab dem 21. September im Diözesanmuseum Paderborn gezeigt wird, wurden die beiden Figuren vor einiger Zeit von den Dom-Türen abgenommen, um sie einer genauen Untersuchung zu unterziehen. In diesen Wochen nun werden sie restauratorisch und konservatorisch für die Ausstellung fit gemacht. Dabei sollen ihnen bislang verborgene Geheimnisse entlockt werden.

 

Dr. Thomas Eißing, Leiter des Labors für Dendrochronologie und Gefügekunde der Universität Bamberg ist einer der führenden Experten auf dem Gebiet der Erforschung mittelalterlicher Holzskulpturen und Holzobjekte in Deutschland. Bereits im Mai konnte der er mit bloßem Auge erste Anhaltspunkte für eine Entstehungszeit der Figuren gewinnen. Doch der Wissenschaftler und der Restaurator wollten es genau wissen: Lassen sich an den Skulpturen noch Spuren ihrer einstigen Bemalung feststellen? Stammen die Figuren aus derselben Zeit wie ihre steinernen Paradiesportal-Kollegen? Und wie wurden sie hergestellt? Durch die CT-Untersuchung, die auch jene, mit dem Auge nicht sichtbaren Jahresringe der Holzfiguren erfasst, hofft der Forscher nun das Fälldatum jenes Eichenstamms jahrgenau ermitteln zu können, aus dem die beiden Heiligenfiguren geschnitzt wurden.

 

„Es ist wohl erkennbar, dass beide Figuren aus dem gleichen Baumstamm geschnitzt wurden. Der Baum muss nach bisherigen Erkenntnissen zwischen 1212 und 1224 gefällt worden sein“, sagt Museumsdirektor Christoph Stiegemann. Gespannt blicken die Wissenschaftler nun auf die Auswertung in Bamberg. „Zur Ausstellung werden wir es wissen“, so Stiegemann weiter.

 

 

Große GOTIK-Ausstellung – Europas Baukultur des 13. Jahrhunderts

 

Die große Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn nimmt vom 21. September bis 13. Januar 2019 die Gotik als länderübergreifendes Phänomen in den Blick. Gezeigt wird, wie neuartige Ideen und bahnbrechende technologische Neuerungen ab dem 12. Jahrhundert die Architektur und Kunst in ganz Europa flächendeckend revolutionierten – vom Bau großer Kathedralen über die Skulptur bis hin zur Mikroarchitektur, der Gotik en miniature.

 

Hochkarätige Exponate aus ganz Europa werden für die Dauer der Ausstellung in Paderborn zusammengeführt, darunter die sogenannten Reimser Palimpseste – die ältesten erhaltenen Architekturzeichnungen –, bedeutende Bildhauerwerke, etwa vom Naumburger Meister, aber auch Preziosen der Goldschmiedekunst, Elfenbeinschnitzerei und Buchmalerei aus dem Pariser Louvre und dem Musée Cluny, Paris. Zu den besonders prominenten Stücken zählen das berühmte Heiliggrabreliquiar aus dem Schatz der Kathedrale von Pamplona, das bislang noch nie in Deutschland gezeigt wurde, das kostbare Dreiturmreliquiar aus der Aachener Domschatzkammer und die Originalfragmente des Schreins der heiligen Gertrud von Nivelles. Extra angefertigte 3D-Modelle und Animationen auf der Basis neuester Erkenntnisse der Bauforschung geben faszinierende Einblicke in die Konstruktionstechniken gotischer Gebäude.

 

 

 

www.dioezesanmuseum-paderborn.de

 

Erzbischöfliches Diözesanmuseum, Markt 17 . Paderborn

 

 

 


Februar – Mai 2019

Der frühe PICASSO – Blaue und Rosa Periode

Pablo Picasso, 1905, Acrobate et jeune arlequin. Foto: Privatsammlung © Succession Picasso / ProLitteris, Zürich 2018
Pablo Picasso, 1905, Acrobate et jeune arlequin. Foto: Privatsammlung © Succession Picasso / ProLitteris, Zürich 2018

 

(Basel/fb) - In ihrer bis dato hochkarätigsten Ausstellung widmet sich die Fondation Beyeler den Gemälden und Skulpturen des frühen Pablo Picasso aus der sogenannten Blauen und Rosa Periode von 1901 bis 1906. Erstmals in Europa überhaupt werden die Meisterwerke dieser bedeutenden Phase, allesamt Meilensteine auf Picassos Weg zum berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts, in dieser Dichte und Qualität gemeinsam präsentiert. Die Bilder dieser Schaffenszeit zählen zu den schönsten und emotionalsten der Moderne und zu den kostbarsten Kunstwerken überhaupt und werden voraussichtlich in dieser Fülle nicht mehr gemeinsam, an einem Ort versammelt, zu sehen sein.

 

 

 

Im Alter von gerade einmal 20 Jahren begibt sich das aufstrebende Künstlergenie Picasso (1881–1973) auf die Suche nach neuen Bildthemen und Ausdrucksformen, die er auch gleich zur Vollendung führt. In rascher Folge wechseln die Stile und Bildwelten – eine künstlerische „Revolution“ löst die andere ab. Die Ausstellung richtet den Fokus auf die Blaue und Rosa Periode und damit auf sechs Schaffensjahre im Leben des jungen Picasso, die als zentral für sein gesamtes Œuvre gelten können. Zudem eröffnet sie die Perspektive auf die epochale Entstehung des Kubismus um 1907, der sich aus dem vorangegangenen Schaffen entwickelt. Damit schliesst die Ausstellung an die eigene Sammlung der Fondation Beyeler an, deren frühestes Picasso-Werk, eine bedeutende Studie zu den Demoiselles d’Avignon, in eben diesem Jahr entsteht.

 

 

 

Picassos früher Werdegang wird in der chronologisch konzipierten Ausstellung exemplarisch am Bild des Menschen vor Augen geführt. In immer wieder neuen Anläufen umkreist der zwischen Paris und Barcelona pendelnde Künstler die menschliche Figur. In der von der Farbe Blau dominierten Phase ab 1901 blickt er auf die Misere und die seelischen Abgründe der Menschen am Rande der Gesellschaft, um dann um 1905, nun in Paris etabliert, in der sogenannten Rosa Periode den Hoffnungen und Sehnsüchten der Zirkusleute – Gaukler, Akrobaten und Harlekine – Bildwürdigkeit zu verleihen. Auf der Suche nach einer neuen künstlerischen Authentizität verbringt Picasso gegen Mitte des Jahres 1906 mehrere Wochen im spanischen Pyrenäendorf Gósol, wo zahlreiche Gemälde und Skulpturen entstehen, die klassische und archaische Körperideale vereinen. In der fortschreitenden Deformierung und Zergliederung der Figur, wie sie in den danach wieder in Paris geschaffenen, „primitivistischen“ Darstellungen vor allem des weiblichen Akts anschaulich werden, kündigt sich schliesslich die kubistische Bildsprache an, die ab 1907 zur Entfaltung gelangt.

 

 

 

In den berührenden und zauberhaften Werken der Blauen und Rosa Periode, die in Spanien und Frankreich entstehen, gestaltet Picasso als junger, aufstrebender Künstler Werke von allgemeingültiger Aussagekraft. Existenzielle und universelle Themen wie Leben, Liebe, Sexualität, Schicksal und Tod finden ihre Verkörperungen in zartschönen, jungen Frauen und Männern ebenso wie in Kindern und vom Leben gezeichneten Greisen, die Empfindungen wie Glück und Freude, aber auch Einsamkeit und Melancholie in sich tragen.

 

 

 

In der umfassenden Ausstellung zu sehen sind rund 80 meist nur sehr selten ausgeliehene Gemälde und Skulpturen aus renommierten Museen in Europa, den USA, Kanada, Russland, China und Japan, die zu den berühmtesten Meisterwerken weltweit zählen. Die Leihgaben kommen aus namhaften Museen wie dem Musée national Picasso, Paris, dem Metropolitan Museum of Art, New York, der Tate, London, der National Gallery in Washington, D. C., dem Moskauer Pushkin State Museum of Fine Arts, dem National Museum of Art in Osaka, dem Centre Pompidou und dem Musée de l’Orangerie in Paris, dem Museu Picasso in Barcelona, dem Centro de Arte Reina Sofía in Madrid, der Art Gallery of Ontario in Toronto und vielen anderen. Zahlreiche weitere Werke stammen aus bedeutenden Privatsammlungen und können teilweise erstmals seit vielen Jahrzehnten wieder in der Öffentlichkeit präsentiert werden.

 

 

 

 

 

Das Ausstellungsprojekt, das mit seiner mehrjährigen Vorbereitungszeit das bisher aufwendigste und kostspieligste in der Geschichte der Fondation Beyeler ist, wird zweifellos einer der kulturellen Höhepunkte des Jahres 2019 in Europa sein. Die zu erwartenden Exponate sind allesamt absolute Publikumsmagneten in ihren Heimatmuseen. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Musée national Picasso und dem Musée d’Orsay in Paris, wo sie in modifizierter Form als Erstes Station macht. Die Ausstellung in der Fondation Beyeler wird von Dr. Raphaël Bouvier, Kurator an der Fondation Beyeler, kuratiert.

 

 

 

Informationen zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen, Führungs- und Spezialangeboten sind ab August 2018 auf der Website www.fondationbeyeler.ch verfügbar. Der Vorverkauf startet im November.

 

 

 

Die Ausstellung „Der frühe PICASSO – Blaue und Rosa Periode“ wird grosszügig unterstützt durch:

 

 

 

Beyeler-Stiftung

 

Hansjörg Wyss, Wyss Foundation

 

 

 

 

 

Instagram: #BeyelerPicasso

 

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Die GewinnerInnen des Prix Ars Electronica 2018

 

 

(Linz/ae) - Das belgische KünstlerInnenduo LarbitsSisters, die Digital Community Bellingcat, die französische Künstlerin Mathilde Lavenne und die Wiener Schüler Lorenz Gonsa, Martin Hatler, Samuel Stallybrass und Vincent Thierry gewinnen die Goldenen Nicas des Prix Ars Electronica 2018. Die Goldene Nica in der Kategorie Visionary Pioneers of Media Arts geht an die Leonardo-Community.

Insgesamt zählte der Prix Ars Electronica dieses Jahr 3.046 Einreichungen aus 85 Ländern. Mit 1.074 Projekten gab es in der Kategorie Interactive+ die meisten Einreichungen. Überreicht werden die Goldenen Nicas traditionell im Rahmen der großen Ars Electronica Gala am 7. September 2018 im Linzer Brucknerhaus. Eine Auswahl der besten Arbeiten des diesjährigen Prix Ars Electronica werden in der CyberArts-Schau im OK OÖ Kulturquartier präsentiert, in den ebenfalls hier stattfindenden Prix-Foren erörtern alle GewinnerInnen ihre künstlerischen Perspektiven und Projekte.


Rosenkranz und Kanonendonner

Foto: Christine Schikora
Foto: Christine Schikora

Am 26. August, sowie am 2. und 9. September wird das historische Volksschauspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ mit mehr als 200 Mitwirkenden in einem farbenprächtigen Bilderbogen aufgeführt. Seit mehr als 90 Jahren erzählt eines der ältesten Freilichtspiele Frankens die bewegende Geschichte der Rettung der Stadt. Foto: Christine Schikora           

 

 

Die Münnerstädter Bürger führen im 91. Jahr ihr historisches Volksschauspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ auf / Farbenprächtige Inszenierung vor mittelalterlicher Kulisse /

 

 

 

(Münnerstadt/pm) - Das historische Volksschauspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ erinnert seit mehr als 90 Jahren im Spätsommer an die Rettung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger lassen vor mittelalterlicher Kulisse eine ergreifende Marienlegende wieder lebendig werden. Aufgeführt wird das fränkische Freilichtspiel in diesem Jahr am 26.08. sowie am 2. und 9.09.

 

 

 

Historische Wahrheit und fromme Legende

 

Seit dem Jahr 1927 führen Laiendarsteller das Heimatspiel auf. Tatsächlich wurde die Stadt 1641 von den Schweden angegriffen. Die Truppen zogen unvermutet ab, der Grund wurde nicht überliefert. Bald entstand die Legende: Die Muttergottes hatte die Gebete der Münnerstädter erhört. Sie fing die Kanonenkugeln auf, der Feind floh entsetzt vor dieser Erscheinung.

 

 

 

 

 

Spiel zu Ehren der Muttergottes

 

Der Muttergottes zu Ehren erzählt das Freilichtspiel die Geschichte vom fröhlichen Erntefest, von der Bedrohung der Stadt und der wundersamen Errettung. Flankiert wird das dramatische Geschehen von der Liebe der Bürgermeisterstochter zum tapferen Kommandanten. Wie ein roter Faden durchzieht dabei die Rose als christliches Symbol das Spiel. Vor mittelalterlicher Fachwerkkulisse erwecken Stadtknechte zu Pferd, Bauern, Bürger, Scholaren, Mäher und Schnitterinnen, Musikanten, Tänzer, Soldaten und Räte die Legende vor der Originalkulisse des Heimatspielhauses zum Leben.

 

 

 

Vielfältiges Festprogramm an den Spieltagen

 

Am Sonntag, dem 26. August, findet vor der Aufführung ein Gelage im Schloss statt. Am zweiten Spieltag, dem 2. September, lockt der Schutzengelmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag. Am 1. und 2. September steht das Lagerleben mit Speis und Trank am Anger auf dem Programm (Samstag ab 15 Uhr sowie Sonntagvormittag). Am 9. September (Tag des offenen Denkmals) wird das Stück zum dritten Mal aufgeführt. Zudem gibt es Stadtführungen und Nachtwächterführungen (am 2. und 9. September).

 

 

 

Kultur und Kurbäder ganz in der Nähe

 

Das zentral in Deutschland liegende Münnerstadt beherbergt u.a. weltberühmte Werke von Tilman Riemenschneider und Veit Stoß. Die mittelalterliche Stadt ist idealer Ausgangspunkt für Besuche des Staatsbades Bad Kissingen, der Kurstadt Bad Neustadt, des Naturparks und Biosphärenreservats Bayerische Rhön und der Weltkulturerbestätten Bamberg und Würzburg.

 

 

 

Bahnanreise und Parksystem

 

Entspannt anreisen können Festspielbesucher aus Richtung Schweinfurt, Bad Neustadt und Meiningen mit der Erfurter Bahn, der Mainfrankenbahn und dem Main-Spessart-Express. Einen Parkplan gibt es unter www.heimatspiel-muennerstadt.de. Behindertenplätze sind ausgewiesen; auf Wunsch gibt es einen Abholservice.

 

 

 

Karten im Vorverkauf

 

Das Heimatspiel dauert rund anderthalb Stunden. Um 13.45 Uhr startet ein Festzug, um 14.30 ist Spielbeginn. Karten gibt es im Vorverkauf, an der Tageskasse oder als Geschenkgutschein für 15 bzw. 13 Euro. Reisegruppen erhalten Sonderkonditionen und Serviceleistungen zur Programmgestaltung. Tickets und Informationen: Heimatspielgemeinde Münnerstadt e.V., Claudia Kind, Nikolaus-Molitor-Str. 21, 97702 Münnerstadt, Tel. 09733 3330, www.heimatspiel-muennerstadt.de, info @heimatspiel-muennerstadt.de,

 


Die christliche Band „Reverends & Friends“ gibt es seit drei Jahren. Mit Rock und Predigt tritt die sechsköpfige Gruppe am Freitag, 8. Juni, um 19 Uhr bereits zum zweiten Mal auf dem jährlichen Dorffest in Zemmin auf.

Rock die Kanzel – Reloaded

 

(Kartlow/Zemmin/sk) - „Es wird nicht nur gerockt, sondern auch gepredigt“, kündigt Pastor Arnold Pett das Konzert der Band „Reverends & Friends“ (Pfarrer und Freunde) an, das am morgigen Freitag, 8. Juni, um 19 Uhr unter dem Titel „Rock die Kanzel – Reloaded“ in der Kirche Zemmin stattfindet. Eröffnet wird mit dem Auftritt das traditionelle Dorffest in dem kleinen Ort, der sich unweit der A20, ungefähr 30 Kilometer südlich von Greifswald befindet. „Reverends & Friends“ treten nach 2017 bereits zum zweiten Mal in Zemmin auf. „Als wir im vergangenen Jahr dort spielten, kam das total gut an. Die Kirche war rappelvoll und die Bänke haben nicht gereicht“, ist Arnold Pett noch immer begeistert. Da der Funke so gut übergesprungen sei, war klar, dass es eine Wiederholung geben würde. Wie der Titel ‚Rock die Kanzel‘ schon andeute, sei es nicht nur ein Konzert, sondern auch eine Art musikalischer Rock-Gottesdienst, so der Jarmener Pastor.

 

 

 

Proberaum im Kartlower Pfarrhaus

 

 

 

Regelmäßig treffen sich Arnold Pett und die fünf weiteren Bandmitglieder in einem kleinen Nebenzimmer des Gemeinderaums im Kartlower Pfarrhaus, dem Proberaum von „Reverends & Friends“. Begonnen hat die Bandgeschichte vor drei Jahren. „Damals kam der Chef des Motorradclubs ‚Berserker‘ bei mir vorbei und fragte, ob wir nicht mal einen Motorradgottesdienst, kurz Mogo, machen könnten und ich fand die Idee großartig“, erinnert sich Arnold Pett. Und in dem unkonventionellen Rahmen des Vereinshauses der Biker sollte die passende, rockige Musik im Gottesdienst erklingen. „Da ich wusste, dass viele Kolleginnen und Kollegen in den umliegenden Gemeinden musikalisch sind, fragte ich herum und so kam schließlich die Band zusammen“, erzählt der Pastor. Heute besteht die Band neben Arnold Pett (Gesang/Keyboard) aus Pastorin Silke Kühn (Gesang/Gitarre), Dirk Homeyer (Gesang/Gitarre), Matthias Kerber (Schlagzeug), Arne Kühn (E-Gitarre) und Pastor Christian Bauer (Bass).

 

 

 

Stärkung der gemeindeübergreifenden Kooperation

 

 

 

„Es geht uns auch darum, die gemeindeübergreifende Arbeit zu stärken. Das ist enorm wichtig und funktioniert auch schon hervorragend“, meint Arnold Pett. Mit Kartlow-Völschow, Jarmen-Tutow, Hohenmocker und Daberkow sind es vier Kirchengemeinden, die zwischen Tollensetal und dem Unteren Peenetal eng miteinander kooperieren. Von den vier dort tätigen Pastorinnen und Pastoren sind drei bei „Reverends & Friends“ aktiv. Auch der Motorradgottesdienst wird von den Kirchengemeinden gemeinsam organisiert. Die Zusammenarbeit geht aber ebenso in vielen anderen Bereichen der Gemeindearbeit weiter, beispielsweise in der Jugendarbeit. „Im Sommer planen wir eine Fahrt nach Schweden mit Jugendlichen aus allen vier Kirchengemeinden“, sagt Arnold Pett. Es sei ihnen ein Anliegen, in der ländlichen Region noch mehr zusammenzuwachsen, sich gegenseitig zu stärken und zu unterstützen. Ein besonderer Ausdruck dieser zukunftsweisenden Vernetzung ist das Bandprojekt „Reverends & Friends“.

 

 

 

Christlicher Rock, Metallica und Silbermond

 

 

 

„Anfangs wurden wir immer als Pastorenband bezeichnet“, erzählt Arne Kühn, der im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis als Referent für Jugendverbandsarbeit und für das Projekt „Kirche stärkt Demokratie“ tätig ist. Da aber nicht alle Bandmitglieder Pastorinnen oder Pastoren sind, konnte das nicht so bleiben. Arne Kühn kam daher im vergangenen Jahr auf die Idee, der Gruppe den Namen „Reverends & Friends“ zu geben. Der Name stieß bei den Bandkollegen auf Zustimmung und was ursprünglich als einmaliges Projekt begann, ist nun bereits feste Tradition. Und was wird es am morgigen Freitag zu hören geben? „Wir covern viele Klassiker“, so Arnold Pett. Zum Beispiel „Whiskey in the Jar“ in der Metallica-Version, „Über den Wolken“ oder auch Songs von „Silbermond“. Christlicher Rock gehört ebenfalls zum Repertoire und aus „Last Christmas“ wird bei „Rock die Kanzel – Reloaded“ in Zemmin „Last Dorffest“ mit einem eigens umgeschriebenen Text.

 

 

 


Die Fondation Beyeler begrüsst ihre 7-millionste Besucherin

Katrin Meyer (links) mit der Austauschschülerin Héloïse in der Fondation Beyeler vor Henri Rousseau, Le lion ayant faim se jette sur l‘antilope, 1898/1905, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler. Ihr Besuch ist der 7.000.000ste der Fondation Be
Katrin Meyer (links) mit der Austauschschülerin Héloïse in der Fondation Beyeler vor Henri Rousseau, Le lion ayant faim se jette sur l‘antilope, 1898/1905, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler. Ihr Besuch ist der 7.000.000ste der Fondation Be

 

(Riehen/Basel/fb) - Das hätte sie nicht erwartet: Als 7-millionste Besucherin der Fondation Beyeler erwartete Katrin Meyer gestern eine grosse Überraschung: Die Wahlbaslerin aus Berlin bekommt die Möglichkeit, auf den Spuren von Francis Bacon und Alberto Giacometti an einem Wochenende von London nach Paris zu reisen. „Ich wollte unserer Austauschschülerin aus Frankreich eigentlich nur die Künstler Francis Bacon und Alberto Giacometti zeigen“, freut sich Katrin Meyer. „Nie hätte ich gedacht, dass ich auch gleich eine Reise zu ihren früheren Wohnorten gewinnen würde!“

 

Am 18. Oktober 1997 eröffnet, zählt die Fondation Beyeler inzwischen zu den meist besuchten Kunstmuseen der Schweiz. Seitdem besuchten 7 Millionen Kunstinteressierte das Museum! Die über 300 Werke umfassende Sammlung beherbergt bedeutende Meisterwerke der klassischen Moderne, von Monet, Cézanne und van Gogh über Picasso zu Warhol, Lichtenstein, Bacon und Giacometti bis hin zu zeitgenössischen Positionen. Wechselnde Sammlungspräsentationen und ein vielfältiges Kunstvermittlungs- und Veranstaltungsprogramm ergänzen das Angebot und machen den Besuch in der Fondation Beyeler zu einem besonderen Erlebnis. Mit dem geplanten Erweiterungsbau wird nun ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Museums aufgeschlagen.

 

In ihrer aktuellen Ausstellung präsentiert die Fondation Beyeler mit Alberto Giacometti (1901–1966) und Francis Bacon (1909–1992) zwei herausragende Protagonisten der Klassischen Moderne, Freunde und Rivalen gleichermassen, deren schöpferische Visionen die Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute stark beeinflussen. Obwohl ihr jeweiliges Schaffen auf den ersten Blick ganz unterschiedlich und eigenständig wirkt, zeigt die von Catherine Grenier, Michael Peppiatt und Ulf Küster kuratierte und rund 100 Werke umfassende Ausstellung auch Gemeinsamkeiten und erstaunliche Parallelen. Die Ausstellung ist noch bis zum 2. September 2018 zu sehen.

 


Große Sonderausstellung im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg 10.05. – 09.09.2018

Licht und Leinwand. Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert

Im Mai eröffnete die große Sonderausstellung „Licht und Leinwand“,  die sich dem komplexen Verhältnis zwischen Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert widmet

 

 

Wer ist ein Künstler? Nur der Maler, der zu Leinwand und Pinsel greift? Oder auch der Fotograf, der mit wesentlich geringerem (Zeit-)Aufwand ein Motiv realitätsnah wiederzugeben vermag? Mit rund 260 Exponaten geht die große Sonderausstellung „Licht und Leinwand“ im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg dem spannenden und wechselvollen Verhältnis zwischen Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert nach. Sie umfasst den Zeitraum von den 1840er bis in die 1910er Jahre, vom Beginn der Fotografie bis zu dem Moment, als sie erstmals als Kunstform anerkannt wird. „Neben diesen grundlegenden kulturgeschichtlichen Fragen wirft die Ausstellung auch einen neuen Blick auf den Gemäldebestand des Germanischen Nationalmuseums zum späten 19. Jahrhundert“, betont Generaldirektor Prof. Dr. G. Ulrich Großmann, „denn viele der Werke sind jetzt erstmals zu sehen.“

 

Es ist ein chemisch-physikalisches Phänomen, das mit Nachdruck auf die Kunst des 19. Jahrhunderts einwirkt: die Fotografie. Mit ihr verbanden sich Hoffnungen, Skepsis und Sorgen, sie rief Künstlerstolz, aber auch Existenzängste hervor. Als alles veränderndes Datum gilt 1839, das Jahr, in dem die Daguerreotypie in Paris erstmals öffentlich vorgeführt wird. Das Verfahren ist zwar aufwendig, dennoch wird diese frühe fotografische Technik marktfähig, weil es erstmals gelingt, das Bild dauerhaft auf der Platte zu fixieren.

 

Fortschritt durch Technik

 

Die aus dem Boden schießenden Fotoateliers werden zunächst von Malern betrieben. In der Ausstellung sind frühe Daguerreotypien großformatigen Gemälde-Porträts gegenübergestellt. Die motivische Nähe, die Schnelligkeit und der günstige Preis schüren bei Malern Ängste, die neue Technologie könne ihre Existenz bedrohen. Auch das Reisen wird im 19. Jahrhundert dank Eisenbahn und Dampfschiff einfacher. Ansichten fremder Landschaften, Bauwerke und Kulturgüter, wie sie beispielsweise Leopold Carl Müller in Ägypten malt, erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch die Fotografie macht ihm Konkurrenz. Das neue Kollodium-Nassplatten-Verfahren verfügt über die ungeheure Tiefenschärfe der Daguerreotypie, zusätzlich über die Möglichkeit, mehrere Papierabzüge nach den Glas-plattennegativen anzufertigen. In der Ausstellung faszinieren die Aufnahmen aus den 1860er Jahren von Francis Frith von den Pyramiden von Gizeh oder von Kairos Totenstadt. Mit der Stereokamera aufgenommene Reise-Motive bieten zusätzlich die Sensation eines räumlichen Seheindrucks, was Besucher an einem Hand-Stereoskop überprüfen können.

 

Doch die Konturschärfe und quasi-dokumentarische Präzision der Fotografie ruft auch Kritik hervor. Die Fotografie könne lediglich Abbilder der Wirklichkeit schaffen. Die Malerei dagegen vermöge tiefer zu gehen und die Wahrheit aufzuzeigen. Mit Carl Spitzweg, Johann Friedrich Voltz oder Eduard Schleich mit seinem eindrucksvollen Gemälde „Aufziehendes Gewitter“ sind exzellente Vertreter dieses Realismus in der Ausstellung zu sehen. Die Fotografie zieht nach. Henry Peach Robinson appelliert an seine Fotografen-Kollegen, sich an den Prinzipien der Malerei zu schulen. Er beginnt, verschiedene Glasplatten miteinander zu kombinieren: Ähnlich den akademisch geschulten Landschaftsmalern setzt er Naturausschnitte und Himmel aus unterschiedlichem Kontext neu zusammen und retuschiert die Übergänge mit dem Pinsel. Mit diesen Kombinationsdrucken erzielt er um 1865 ungemein stimmungsvolle „malerische“ Effekte.

 

Objektivität der Linse

 

Die Fotografie besticht jedoch vor allem mit Objektivität. Schnelle Bewegungsabläufe können in der Chronofotografie mittels seriell geschalteter Kameras in einzelne Fragmente zerlegt werden. Berühmt sind Beispiele von Eadwaerd Muybridge, dem es als erstem gelingt, den Galopp eines Pferdes oder den Flügelschlag eines Vogels im Flug in Einzelbildern festzuhalten. Die bis dahin in der Kunst vorherrschende Auffassung, ein Pferd strecke im Galopp alle vier Hufe von sich, ist damit als optische Täuschung entlarvt. Die Fotografie wird zum Korrektiv alter Sehgewohnheiten, die sich als unwahr erweisen.

 

Ende des 19. Jahrhunderts arbeitet die Mehrheit der Maler bereits unter Zuhilfenahme von Fotografien. Groß ist die Bildauswahl, nach der Franz von Lenbach seine Bismarck-Porträts fertigt. Die fotografischen Vorlagen sind ihm lediglich Mittel zum Zweck, wovon die zahlreichen Gebrauchsspuren zeugen. „Kommerziell vertriebene Vorlagenmappen von Männer- bzw. Frauenakten werden auch an Kunstakademien eingesetzt“, hebt Kuratorin Dr. Leonie Beiersdorf hervor. Sie liefern gleich mehrere Haltungsvarianten und sind kostengünstiger als ein lebendes Modell. Lovis Corinth verkehrt das Prinzip ins Gegenteil: Wie ein Schnappschuss wirkt sein Gemälde eines Modells, das er während einer Malpause bewusst in einer „Nicht-Pose“ festhält.

 

Um die Wende zum 20. Jahrhundert kommt das neue Verfahren des Gummidrucks auf. Es erlaubt größere Formate, weiche Konturen und zudem mehrfarbige Drucke. Alfred Stieglitz und Heinrich Kühn zitieren beispielsweise moderne Gemälde von Max Liebermann und Fritz von Uhde: holländische Motive mit Wäscherinnen, deren Tätigkeit des Waschens und Bleichens im Sonnenlicht die technischen Schritte des Gummidrucks – Belichten und Waschen – spiegelt. Die erneut virulente Konkurrenz zwischen beiden Bildmedien findet vor dem Hintergrund eines neu erblühten Künstlerkults statt. Auf Selbstbildnissen inszenieren sich zahlreiche Maler als entrückte Bohemiens, Malerfürsten und Genies. Fotografen dagegen nehmen bei Selbstbildnissen die Kamera mit ins Bild, experimentieren spielerisch mit Mehrfachbelichtungen und optischen Effekten. Ihr Weg wird fortan ein eigener sein.

 

Die Fotobox

 

Die Fotografie hat ihren Siegeszug fortgesetzt. Heute ist sie aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das Smartphone wird öfter zum Fotografieren als zum Telefonieren genutzt, insbesondere die Selbstinszenierung hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Ihren Ausgang nahm sie im 19. Jahrhundert. Eine Fotobox stellt in der Ausstellung die einstigen Umstände bei Aufnahmen mit einer Plattenkamera nach. Besucher müssen 15 Sekunden still sitzen, wenn sie ein scharfes Bild von sich haben möchten. Man muss Geduld aufbringen – wie früher – bis man das Ergebnis sehen kann. Hier kann der Besucher den aufregenden Charme der damals noch jungen Technik noch einmal erleben und mit den Möglichkeiten der Unschärfe spielen.

 

Licht und Leinwand. Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert
große Sonderausstellung im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg
10.05. – 09.09.2018

 


Geistliches Konzert und CD-Vorstellung am 15. Juni 2018 im Diözesanmuseum Rottenburg

„Conceptio per aurem“ - hören über Grenzen

 

 

(Stuttgart/drs) - Mit einem außergewöhnlichen CD-Projekt  unt