Kulturnachrichten

19.05.2018

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland. Sie setzt sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Denkmale ein. Ihre vielfältigen Aktivitäten reichen von pädagogischen
Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der aktiven Mithilfe von über 200.000 Förderern bereits über 5.000 Projekte mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Sie finanziert ihre Arbeit vor allem durch private Zuwendungen und Spenden. Darüber hinaus wird sie durch Mittel der staatlichen Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

 


Internationaler Karl-Marx-Kongress in Trier

 

 

(Trier/pm) - Der internationale Kongress „Karl Marx 1818 – 2018. Konstellationen, Transformationen, Perspektiven“, der vom 23. bis 25. Mai in der Promotionsaula, an der Universität und in der TUFA stattfindet, ist die größte Veranstaltung, die die Universität Trier zum Programm des Karl-Marx-Jubiläumsjahres beiträgt.

 

Der vom Historiker Professor Dr. Christian Jansen und dem Soziologen Professor Dr. Martin Endreß organisierte Kongress bündelt den kritischen wissenschaftlichen Blick auf Karl Marx und stellt dessen Werk und Wirkung in historischer und systematischer Weise zur Diskussion. In neun thematischen Sektionen, einer großen Eröffnungs- und einer Abschlussveranstaltung sowie zwei Abendvorträgen unternehmen die Forschenden eine Bestandsaufnahme, wie weit die Rezeption und Weiterentwicklung von Marx’ Denken „nach dem Marxismus“ gediehen ist.

 

 

 

Weit über 100 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen erörtern, in welcher Form Marx‘ Werk heute erschlossen ist und wie Marx‘ Denken heute in unterschiedlichen Kontexten wahrgenommen wird, welches Erschließungspotential diesem für gegenwärtige gesellschaftliche Problemlagen zukommt und welche Bedeutung sein vielschichtiges Werk  heute sowie zukünftig  haben kann.

 

 

 

Für Marx-Interessierte bietet der Internationale Marx-Kongress zwei öffentliche Abendvorträge, die kostenlos und ohne Anmeldung zugänglich sind sowie eine Podiumsdiskussion, für die eine Anmeldung erforderlich ist:

 


Öffentliche Abendvorträge
"When would Capitalism end? Marx’s changing view of history"
von Gareth Stedman Jones (GB)
moderiert von Jürgen Kocka (Freie Universität Berlin)
Mittwoch, 23. Mai 2018 um 19 Uhr
Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars
Jesuitenstraße 13, 54290 Trier

 


"Dialektik der Demokratie. Zur widersprüchlichen Dynamik sozialer Berechtigung"
von Stephan Lessenich (LMU München)
moderiert von Martin Endreß (Universität Trier)
Donnerstag, 24. Mai 2018 um 19 Uhr
Universität Trier, Campus 1¸ Audimax
Universitätsring 15, 54296 Trier

 


Podiumsdiskussion
„Karl Marx 1818 - 2018. Konstellationen, Transformationen, Perspektiven“
mit Heinz Bude (Universität Kassel), Malte Faber (Universität Heidelberg), Stephan Lessenich (LMU München), Lutz Raphael (Universität Trier)
moderiert von Martin Endreß und Christian Jansen, Universität Trier
Freitag, 25. Mai um 11.30 bis 13.30 Uhr
Tuchfabrik, Wechselstraße 4, 54290 Trier

 

 

 

Der Kongress „Karl Marx 1818 – 2018. Konstellationen, Transformationen, Perspektiven“ der Universität Trier wird von der Karl Marx 2018 – Ausstellungsgesellschaft mbH (KAMAG), dem Verein der Freunde und Förderer des Jubiläumsprogramms Karl Marx, der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung und der Friedrich-Ebert-Stiftung gefördert.

 

 

 

Anmeldung

 

Die öffentlichen Abendvorträge werden kostenfrei angeboten und es ist keine Anmeldung nötig. Für die Podiumsdiskussion sowie die Teilnahme am gesamten Kongress sind eine Anmeldung und die Entrichtung einer Tagungsgebühr von 20 Euro (Studierende 10 Euro) erforderlich. Inklusiv in der Tagungsgebühr ist das Nahverkehrsticket der VRT sowie Getränke und Snacks in den Pausen.

Die Anmeldung zum Kongress ist aktuell entweder online unter karlmarxkongress.uni-trier.de oder ganztägig vor Ort im Kongressbüro am Mittwoch, 23. Mai am Eingang der Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars und am Donnerstag, den 24. Mai in der Universität Trier, Campus 1, E-Gebäude, Raum E 044 möglich.

 

 

 

Kontakt

 

Mechthild Kesten-Turner
+49 651 201-2698
karlmarxkongress@uni-trier.de
karlmarxkongress.uni-trier.de
kmj2018.uni-trier.de

 

 

 


Begegnungen mit langjährigen Weggefährten von Francis Bacon und Alberto Giacometti: Michael Peppiatt und Eberhard W. Kornfeld

Francis Bacon und Michael Peppiatt in David Hockney’s Studio in Paris in 1975. Photo: Courtesy of Michael Peppiatt / Fest für Alberto Giacometti bei der Galerie Kornfeld (Alberto Giacometti und Eberhard Kornfeld), Bern, 1965. © Kurt Blum/Fotostiftung Schweiz

 

 

 

(Basel/fb) - Francis Bacon und Alberto Giacometti waren zwei herausragende, charismatische Persönlichkeiten – als Künstler wie auch als Menschen. In zwei Veranstaltungen teilen Weggefährten der beiden Künstler ihre persönlichen Erlebnisse mit den Besucherinnen und Besuchern. Am 18. Mai erzählt der Kunsthändler Eberhard W. Kornfeld von seinen Erinnerungen an Giacometti, und am 30. Mai zeichnet der Kunsthistoriker und Kurator Michael Peppiatt ein intimes Porträt von Bacon, mit dem er eng befreundet war.

 

 

 

Der legendäre Berner Kunsthändler und Auktionator Eberhard W. Kornfeld, ein Freund und Weggefährte Ernst Beyelers, lernte Alberto Giacometti 1948 anlässlich einer Ausstellung in der Berner Kunsthalle kennen – eine Begegnung, aus der sich eine herzliche Beziehung zwischen dem Künstler und dem damals 25-jährigen Galeristen entwickelte. Am 18. Mai, um 18.30 Uhr, macht Kornfeld eine kunstgeschichtliche Reise in die Vergangenheit und teilt seine persönlichen Erinnerungen an Giacometti. Der Künstler porträtierte Kornfeld in seinem Pariser Atelier und verkaufte ihm Werke, die den Grundstein der kornfeldschen Giacometti-Sammlung legten. Kornfeld ist Herausgeber des Catalogue raisonné von Giacomettis druckgraphischem Werk: Ein Verzeichnis, das alle heute bekannten Drucke des Künstlers vorstellt, insgesamt 452 Radierungen, Stiche und Holzschnitte, die von 1917 bis 1965 entstanden sind.

 

 

 

1963 lernte Michael Peppiatt, junger Kunststudent und Redaktor einer Studentenzeitschrift, den damals bereits etablierten Künstler Francis Bacon bei einem Interview kennen. In den folgenden 29 Jahren wurde er Vertrauter, Freund, Bewunderer, aber auch Biograph des Künstlers. Am 30. Mai, um 19.00 Uhr, lässt er uns an seinen unterhaltsamen und humorvollen Erinnerungen teilhaben. Der freischaffende Kunsthistoriker und Kurator war auch als Kunstkritiker tätig (u.a. für Le Monde und The New York Times). Sein Buch Francis Bacon. Anatomy of an Enigma (1996) zeichnet ein intimes Porträt des Künstlers und avancierte zum internationalen Bestseller. 2015 erschien mit Francis Bacon. In Your Blood ein auto-biografisches Gegenstück über seine Freundschaft zu Bacon. Peppiatt ist Ko-Kurator der Ausstellung «Bacon – Giacometti».

 

 

 

Infos:

 

 

 

Freitag, 18. Mai 2018, 18.30 Uhr

 

Alberto Giacometti. Eine Erinnerung

 

Der legendäre Berner Kunsthändler und Auktionator Eberhard W. Kornfeld, ein Freund und Weggefährte Ernst Beyelers, hatte eine enge und herzliche Beziehung zu Alberto Giacometti, von dem er auch porträtiert wurde. Kornfeld ist Herausgeber des Catalogue raisonné von Giacomettis druckgraphischem Werk. Die Veranstaltung ist im Museumseintritt inbegriffen.

 

 

 

Mittwoch, 30. Mai, 19.00 Uhr

 

An intimate portrait of Francis Bacon

 

Michael Peppiatt, jahrzehntelang mit Francis Bacon befreundet, arbeitet als freischaffender Kunsthistoriker und Kurator, und war auch als Kunstkritiker tätig (u.a. für Le Monde und The New York Times). Er ist Ko-Kurator der Bacon – Giacometti Ausstellung. Sein Buch Francis Bacon. Anatomy of an Enigma (1996) zeichnet ein intimes Porträt des Künstlers und avancierte zum internationalen Bestseller. 2015 erschien mit Francis Bacon. In Your Blood ein autobiografisches Gegenstück über seine Freundschaft zu Bacon. Peppiatt lebt in London und Paris.

 

Der Vortrag findet auf Englisch statt. Die Veranstaltung ist im Museumseintritt inbegriffen.

 

 

 


Limitierte Sondermarken zur Ausstellung „Udos 10 Gebote“

Monsignore Georg Austen (Generalsekretär des Bonifatiuswerkes), Karin Stieneke (Bereichsleiterin Kommunikation und Fundraising des Bonifatiuswerkes), Manfred Besser (Kurator der Ausstellung), Martin Guntermann (Geschäftsführer des Bonifatiuswerkes), Micha
Monsignore Georg Austen (Generalsekretär des Bonifatiuswerkes), Karin Stieneke (Bereichsleiterin Kommunikation und Fundraising des Bonifatiuswerkes), Manfred Besser (Kurator der Ausstellung), Martin Guntermann (Geschäftsführer des Bonifatiuswerkes), Micha

 

 

(Münster/pm) - Zur Ausstellung „Udos 10 Gebote“ in der Liebfrauen-Überwasserkirche in Münster bietet das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken zusammen mit der Deutschen Post eine limitierte Sondermarke mit dem Motiv der Menschenfamilie von Udo Lindenberg an. Ein Bild, auf dem Menschen verschiedener Kulturen und Religionen vereint sind. Es soll den Blick füreinander schärfen, um in friedlichem Miteinander zu leben.   

 

„Die Kooperation mit der Deutschen Post ist sehr erfreulich. Neben einer Briefmarke Individuell zur Ausstellung wird es einmalig ein Briefmarkenheft mit allen Motiven der 10 Gebote geben. Zum einen werden wir damit zu Friedensbotschaftern. Zum anderen unterstützen wir mit dem Erlös der Ausstellung gemeinsam mit Udo Lindenberg soziale Projekte für Frauen und Kinder“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

 

Die Briefmarken können am Donnerstag, den 10. Mai, ab 13 Uhr in der Liebfrauen-Überwasserkirche gekauft und von 13 bis 18 Uhr mit einem Ersttagsstempel versehen werden. Die limitierte Sondermarke mit einem Markenwert von 0,70 Euro hat eine Auflage von 10.000 Stück und kostet 2,50 Euro. Das Markenheft (Markenwert 5,50 Euro) mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren gibt es für 25,00 Euro. Die Bilder und Texte der Ausstellung sind in einem entsprechenden Katalog gesammelt und können ebenfalls in der Überwasserkirche und während des Katholikentages am Infostand des Bonifatiuswerkes auf der Kirchenmeile vor dem Schloss erworben werden.

 

Die Ausstellung „Udos 10 Gebote“ ist nicht nur während des Katholikentages, sondern darüber hinaus noch bis Pfingsten in der Liebfrauen-Überwasserkirche zu besichtigen. Der Eintritt ist kostenfrei, Besucher werden jedoch um eine Spende für die gemeinnützigen Vereine "ArcheMED - Ärzte für Kinder in Not e.V.", "Herzkranke Kinder e.V." und "JACK für geflüchtete und schutzbedürftige Frauen" in Berlin gebeten.

 


Junge Juden und Muslime reisen erstmals gemeinsam nach Krakau und Auschwitz

Notos Quartett gibt dafür Benefiz-Konzert im Berliner Dom

Foto: Uwe Arens
Foto: Uwe Arens

(Berlin/sp) - Das Notos Quartett waren die ersten Künstler, die Mitte April ihren ECHO zurückgegeben haben. Jetzt setzen die vier jungen Musiker ein weiteres Zeichen gegen Antisemitismus und für Völkerverständigung.

 

 

 

Bei einem Benefizkonzert am 22. Mai im Berliner Dom wollen die vier Quartettmitglieder insgesamt 20.000 Euro Spenden sammeln. Mit dem Geld soll einer Gruppe junger jüdischer und muslimischer Erwachsen in diesem Sommer zum ersten Mal eine fünftägige Reise nach Krakau und zur Gedenkstätte in Auschwitz ermöglicht werden.

 

 

 

Die Idee zu dem Konzert hatte das Notos Quartett zusammen mit Bertold Höcker, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Berlin Stadtmitte. Zum Dank dafür, dass das Notos Quartett sich mit der Rückgabe des ECHO-Preises klar gegen Antisemitismus und die Verhöhnung von Holocaustopfern gestellt hatte, bot Höcker dem Ensemble ein mietfreies Konzert in einer Berliner Kirche an. Das Quartett hatte daraufhin den Wunsch, ein Benefiz-Konzert zu spielen und der Berliner Dom war sofort bereit, mitzumachen.

 

 

 

Die Reise vom 6.-10. August 2018 organisiert die Union progressiver Juden gemeinsam mit dem Zentralrat der Muslime. Die 22 Teilnehmenden sind junge geflüchtete Erwachsene aus Syrien und dem Irak, die jetzt in Erfurt leben und jungen Juden aus Schleswig-Holstein und NRW. Mit dabei sind auch ein über 90jähriger Rabbiner und ein Imam, Mitte 30. Die Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und Daniel Günther werden die Gruppe ebenfalls einen Tag in Polen begleiten.

 

 

 

Insgesamt kostet die Reise cirka 20.000 Euro, die mit dem Benefizkonzert im Berliner Dom eingesammelt werden sollen. Das Notos Quartett wird am 22. Mai, um 20 Uhr, im Berliner Dom Werke von Mahler, Mozart und Schumann spielen.

 

 

 

Der Eintritt ist frei, um großzügige Spenden wird gebeten.

 

 

 

Weitere Informationen zur Reise erhalten Sie bei Irith Michelsohn, Union progressiver Juden, michelsohn@liberale-juden.de, Telefon: 0521 30 431 84, Mobil: 0170 490 38 95.

 


Vertreter aus Politik, Kunst und Kirche informieren über Ausstellungen

Karl Marx - berühmt und umstritten

Vertreter aus Politik, Kunst und Kirche informieren über das Programm. Foto: bt
Vertreter aus Politik, Kunst und Kirche informieren über das Programm. Foto: bt

(Trier/bt) – Er war Theoretiker, Visionär, Revolutionär und Analytiker und ist wohl der bekannteste, aber auch umstrittenste Sohn der Stadt Trier: Karl Marx. Am 5. Mai jährt sich sein Geburtstag zum 200. Mal – Anlass für das Land Rheinland-Pfalz, die Stadt Trier und viele Kooperationspartner, darunter auch das Bistum Trier, das Leben, das Werk und bestimmte Aspekte im Marxschen Denken in drei großen Ausstellungen vom 5. Mai bis 21. Oktober in den Fokus zu stellen. Bei einer Pressekonferenz am 3. Mai stellten Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Wolfram Leibe, Oberbürgermeister von Trier, Professor Dr. Beatrix Bouvier, Wissenschaftliche Leiterin der Karl Marx-Ausstellung, Kurt Beck als Vorstandvorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung und Dompropst Werner Rössel vom Bistum Trier die Ausstellungen und Ideen dazu vor und informierten über das Begleitprogramm.

 

Während die Landesausstellung „Karl Marx 1818-1883. Leben.Werk.Zeit“ unterschiedliche Themenschwerpunkten an zwei Ausstellungsstandorten im Rheinischen Landesmuseum Trier und im Stadtmuseum Simeonstift Trier zeigt und das Karl-Marx-Haus in seiner Ausstellung die Ideen Marx‘ und ihre Wirkungsgeschichte aufgreift, präsentiert das Museum am Dom mit „LebensWert Arbeit“ einen bestimmten Aspekt in Marx Werk: Das Themenfeld Arbeit. Dabei wird ein Bogen gespannt von einer schöpferischen Arbeit zur Selbstverwirklichung bis hin zu einer entfremdeten Form von Lohnarbeit in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem. Kunstwerke, Videoinstallationen und interaktive Elemente locken die Besucher. Dazu gehört etwa das „Labor“, wo Kunststudenten untereinander und im Austausch mit Besuchern Themen der Arbeitswelt diskutieren und Kunstprojekte entwickeln.

 

Dompropst Werner Rössel verdeutlichte, warum sich das Bistum mit einer Ausstellung am Karl Marx Jahr beteiligt: „Wir möchten den Diskurs anregen über das Verhältnis von Menschenwürde und Arbeit. Viele Menschen fragen sich nach dem persönlichen und gesellschaftlichen Wert ihrer Arbeit jenseits des monetär Messbaren.“ Die katholische Soziallehre mit ihrem berühmten Vertreter Oswald von Nell-Breuning SJ stehe unter anderem auch „auf den Schultern von Karl Marx“.

 

Einig waren sich die Vertreter aus Politik, Kunst und Kirche darüber, dass zwischen der Person Marx und der Wirkungsgeschichte seines Werks zu differenzieren sei. Marx habe viele Facetten gehabt, mit denen man sich kritisch auseinandersetze, sagte Ministerpräsidentin Dreyer. „Die Ausstellungen und Begleitveranstaltungen wollen eine Diskussionsgrundlage schaffen“. Auch Beck betonte: „Es geht nicht um plumpe Propaganda, sondern darum, Marx historisch-kritisch zu begegnen.“ So präsentiere das Karl Marx-Haus nicht nur einen Karl Marx, sondern deren vier: Den Philosophen, den Gesellschaftswissenschaftler, den Ökonomen und den Journalisten. Noch nie zuvor sei das Thema Marx von so vielen Partnern in einer breiten gesellschaftlichen Kooperation aus unterschiedlichen Perspektiven gemeinsam behandelt worden, sagte Wolfram Leibe. Hunderte von Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Kultur und politischer Bildung werden sich mit Marx‘ Leben und Wirken beschäftigen und aktuelle Fragen zu Gesellschaft und Arbeit beleuchten.

 

Das zeigen allein die Zahlen des Begleitprogramms: 300 Veranstaltungen, darunter fünf Kongresse und Tagungen, 60 Vorträge, 20 Vorlesungen und vier Podiumsdiskussionen laden zur Auseinandersetzung mit Marx ein, 300 öffentliche Führungen und 20 Programme speziell für Kinder werden in den Museen organisiert. Daneben werden zusätzliche Ausstellungen, etwa der Tuchfabrik oder des Kunstvereins Trier, Bühnenprogramme und Musikveranstaltungen, Lesungen sowie Filmvorführungen im Broadway Filmtheater Marx unter anderen Schwerpunkten thematisieren.

 

Weitere Informationen zur Ausstellung im Museum am Dom gibt es unter www.lebenswert-arbeit.de sowie unter Tel.: 0651-7105255 - und zu den anderen Ausstellungen hier:www.karl-marx-ausstellung.de, www.fes.de/Karl-Marx-Haus

 


„Wagemutig“ in Worms: Programm von evangelische Kirche und Diakonie vorgstellt

Rheinland-Pfalz-Tag: Mit Luther-Revue und Panoramasicht

Foto: ekhn
Foto: ekhn

 

(Worms/ekhn) - „Wagemutig!“ Unter diesem Motto feiert die evangelische Kirche gemeinsam mit der Diakonie den Rheinland-Pfalz-Tag in Worms schon ab dem 31. Mai: Woher bekommt ein Mensch „Wagemut“? Und wann lohnt es sich, wagemutig zu sein? Zu diesen Fragen erweckt der Sounddesigner Parviz Mir-Ali das Reformationsdenkmal am Lutherplatz in einer einzigartigen Multi-Media-Inszenierung während des großen Volksfestes in Worms mehrmals täglich zum Leben. Der Klangkünstler inszenierte schon Stadien für die Fußballweltmeisterschaft und arbeitet regelmäßig für Theater- und Fernsehproduktionen. In Worms führt er die weltbewegenden Ereignisse des Reichstages von 1521 mit dem Auftritt Martin Luthers vor dem Kaiser durch Schauspieler, eine Raum-Ton-Installation, einen Chor und viele Überraschungen ganz neu vor Augen. Die bei der Performance erschallende Stimme Luthers wird dabei vielen bekannt vorkommen. Sie gehört dem Münchener Schauspieler Rufus Beck. Das Denkmal zum Leben erwecken Iive Isaak Dentler vom Schauspiel Frankfurt und Barbara Stollhans.

 

Luther Revue und DigiEnsemble entführen ins Worms von 1521

 

Die multimediale Show am Lutherplatz wird schon am Vorabend des Rheinland-Pfalz-Tages am 31. Mai um 20 Uhr mit einer festlichen Revue eröffnet. Dabei gibt auch das Berliner „DigiEsemble“ als besonderer Gast mit seinen Hosentaschen-Instrumenten alles und lassen die alten Lieder Martin Luthers wie „Ein feste Burg“ ungewohnt neu erklingen. In den folgenden Tagen ist die eigentliche Inszenierung am Lutherdenkmal dann am Freitag, 1. Juni um 14, 16, 18 und 20 Uhr zu sehen, Samstag, 2. Juni zusätzlich um 12 Uhr. Sonntag, 3. Juni ist die Aufführung um 13, 18 und 20 Uhr geplant. Zudem ist eine außergewöhnliche Konzertlesung mit dem Schauspieler Samuel Koch und dem Musiker Samuel Harfst am Samstag, 2. Juni, 20.30 Uhr in der Wormser Lutherkirche (Friedrich-Ebert-Straße) zu erleben. Koch, der sich vor sieben Jahren bei der Sendung „Wetten dass …“ eine Querschnittslähmung zuzog, wird zu den nachdenklichen Liedern von Harfst einen Abend voller Hoffnung und Wagemut gestalten. Der Eintritt ist frei.

 

Reformator als Ampelmännchen und wagemutige Video-Botschaften

 

Unterdessen zeigt eine weitere Kunstinstallation rund um das Reformationsdenkmal allen Fußgängern neue Wege auf. Martin Luther blinkt hier als Ampelmännchen an den Fußgängerampeln in rot und grün. Er wirbt auch dort für mehr Wagemut. Doch es gibt noch mehr als den Reformator in rot und grün zum Rheinland-Pfalz-Tag. So werden der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf und die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf, am 2. Juni um 10 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst im Wormser Dom gemeinsam gestalten. Ein evangelischer Gottesdienst wird dann am 3. Juni um 9.30 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche unter anderem mit dem evangelischen Propst Klaus-Volker Schütz und den Wormser Barockbläsern gefeiert. Unterdessen ist auch die Evangelische Jugend im Dekanat Worms-Wonnegau wagemutig: An ihrem Stand auf dem Lutherplatz kann jeder seine Botschaften per Video Gott und der Welt mitteilen.

 

Prominente auf der „Blauen Couch“ der Diakonie

 

Zugleich präsentiert sich die Diakonie auf dem Rheinland-Pfalz-Tag vom 1. bis 3. Juni. Längst hat die „Blaue Couch“ von Albrecht Bähr, dem Landespfarrer für Diakonie in Rheinland-Pfalz, Kult-Charakter. Führende Persönlichkeiten aus Politik und Kirche geben sich dann am Lutherdenkmal am Samstagnachmittag die Klinke in die Hand, um in dem kurzweiligen Interview-Format über aktuelle Themen zu sprechen. Erwartet werden große Teile des rheinland-pfälzischen Kabinetts – allen voran  Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Daneben präsentiert sich die Diakonie mit Angeboten zur Ehe-, Familien- und Lebensberatung.

 

Panorama-Inszenierung des Luther-Denkmals ab sofort im Internet

 

Schon vor dem Start des Rheinland-Pfalz-Tags ist eine spektakuläre 360 Grad Visualisierung des Reformationsdenkmales unter www.lutherdenkmal.de zu sehen. Jeder hat ab sofort die Möglichkeit, mit einem Computer, einem Smartphone oder einer Virtual-Reality-Brille das Reformationsdenkmal aus einer ganz neuen Perspektive zu erleben. In 13 kurzen und informativen Videos erklärt außerdem Deutschlands bekanntester Wissens-YouTuber Mirko Drotschmann, alias MrWissen2Go, was es mit den einzelnen Figuren rund um Martin Luther auf sich hat. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Wormser Reformationsdenkmals und des diesjährigen Rheinland-Pfalz-Tags soll eine neuartige Auseinandersetzung mit dem Denkmal, den Figuren und der damit verbundenen Geschichte der Reformation möglich gemacht werden. Nach Worten von Tobias Albers-Heinemann, Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Dekanat Worms-Wonnegau und Initiator des Projektes, ist es das Ziel, mit Hilfe aktueller Technologien einen barrierefreien und zielgruppenorientierten Zugang zum Denkmal und seiner Geschichte zu bieten. Das Projekt wurde mit Unterstützung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und dem Fürfelder Dienstleister „Nahecopter“ umgesetzt.

 

 

Programm von evangelischer Kirche und Diakonie im Internet:

 

www.ekhn.de/veranstaltungen/rheinland-pfalz-tag

 

 

 

Panorama-Visualisierung:

 

www.lutherdenkmal.de

 

 

 


Historisches Museum der Pfalz widmet sich den Habsburgern

2021 kommt nächste Landesausstellung nach Speyer

(Speyer/pm) - Nach der gerade zu Ende gegangenen Schau zu Richard Löwenherz wird 2021 die nächste Landesausstellung in Speyer zu sehen sein. Das erklärte der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf und bezog sich dabei auf die große kulturhistorische Ausstellung „Der Aufstieg der Habsburger. Von König Rudolf I. bis Kaiser Maximilian I.“, die aktuell im Historischen Museum der Pfalz in Vorbereitung ist. Zum Auftakt fand im April 2018 – im Jahr seines 800. Geburtstages – in Speyer eine wissenschaftliche Fachtagung über den römisch-deutschen König Rudolf I. statt. Veranstaltet hatte die Tagung die Europäische Stiftung Kaiserdom zu Speyer.

 

„Wo mehr meiner Vorfahren sind, die auch Könige waren“ – mit diesen Worten entschied Rudolf I. den Ort seiner Beisetzung, den Kaiserdom zu Speyer. Rudolf I. verstarb am 15. Juli 1291 in der alten Kaiserstadt am Rhein und wurde am Tag darauf an der Seite des Stauferkönigs Philipp von Schwaben beerdigt.

 


Die Habsburger sind ein Fürstengeschlecht, das im Mittelalter in Europa über Jahrhunderte eine bedeutende Rolle spielte. Der Name leitet sich nach der Stammburg Habsburg im heutigen Schweizer Kanton Aargau ab. Im Oktober 1273 wurde Rudolf I. als erster Habsburger zum König des Heiligen Römischen Reiches gewählt. Rudolf von Habsburg regierte 18 Jahre lang. Die meiste Zeit davon hielt er sich im Südwesten des Landes sowie in Österreich auf. Mit ihm nahm die unaufhaltsame Erfolgsgeschichte der Habsburger ihren Anfang. Eine Erfolgsgeschichte, die die kunst- und kulturgeschichtliche Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz erzählen wird. Rudolf I. legte den Grundstein, auf dem in den nächsten 300 Jahren seine Nachfolger Albrecht I. – ebenfalls im Speyerer Dom beigesetzt – sowie Albrecht II., Friedrich III. und schließlich Kaiser Maximilian I. das Haus Habsburg errichtet haben.

 


Nach der Salier-Ausstellung, 2011 und der Löwenherz-Ausstellung, 2017/18, wird mit der Landesausstellung „Rudolf I.“ die europäische Geschichte des Mittelalters fest in Speyer und in Rheinland-Pfalz verortet werden.

 

Weitere Informationen zum Historischen Museum der Pfalz Speyer unter www.museum.speyer.de

 

 

 


Bischof-Stein-Stiftung fördert Ausstellung im Museum am Dom mit 15.000 Euro

Wert der Arbeit aus christlicher Perspektive

Scheckübergabe: Thomas Theis (links), Geschäftsführer der Bischof-Stein-Stiftung und Museumsdirektor Markus Groß-Morgen. Foto: bt
Scheckübergabe: Thomas Theis (links), Geschäftsführer der Bischof-Stein-Stiftung und Museumsdirektor Markus Groß-Morgen. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Mit 15.000 Euro fördert die Bischof-Stein-Stiftung im Bistum Trier die Kunstausstellung „lebensWertArbeit“ im Museum am Dom. Sie ist Teil des gleichnamigen Bistumsprojektes, das Karl Marx 200. Geburtstag zum Anlass nimmt, sich mit dem Wert von Arbeit im Leben des Menschen zu befassen. Vom 5. Mai bis 21. Oktober wird die Partnerausstellung der großen Landesausstellung „Karl Marx. Leben.Werk.Zeit“ zu sehen sein.

 

Thomas Theis, Geschäftsführer der Bischof-Stein-Stiftung, erklärte bei der Scheckübergabe am 26. April das Engagement für die Ausstellung: „Das Thema der Ausstellung, also das Spannungsfeld von Arbeitsleben und Menschenwürde, ist auch aus unserer Sicht sehr wichtig. Wir freuen uns, dass die Angebote rund um den 200. Geburtstag von Karl Marx um die Perspektive der christlichen Soziallehre erweitert werden.“ Der Mensch und sein Bezug zur Arbeit stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Dabei wird ein Bogen gespannt von einer schöpferischen Arbeit zur Selbstverwirklichung bis hin zu einer entfremdeten Form von Lohnarbeit in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem und den Folgen einer globalisierten und digitalisierten Arbeitswelt. „Der künstlerische Zugang der Ausstellung spricht ein breites Publikum an“, erklärt Theis weiter. „Die Exponate werden sicher auch viele junge Menschen motivieren, über den ‚LebensWert‘ von Arbeit neu nachzudenken.“

 

Museumsdirektor Markus Groß-Morgen dankte Theis für die Fördersumme. „Damit war es uns möglich, spezielle Anforderungen für zeitgenössische Kunstwerke zu realisieren.“ Neben modernen Werken renommierter Künstler werde es auch interaktive Bereiche geben, beispielsweise das „Labor“, macht er Lust auf die Ausstellung. „Das ist eine Werkstatt, in der verschiedene Gruppen von Studierenden und Künstlern auf phantasievolle Weise Themen der aktuellen Arbeitswelt diskutieren. Als „work in progress“ werden diese Themen vor den Augen der Besucher oder im Austausch mit ihnen entwickelt.“

 

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es auf: www.lebenswert-arbeit.de und zur Stiftung auf: www.stiftungszentrum-trier.de/bischof-stein-stiftung

 


Exponate aus der ganzen Welt treffen in Trier für die Jubiläumsausstellungen Karl Marx 200 ein

Aufbau für die Marx Jubiläumsausstellungen läuft auf Hochtouren

"In der Pass- und Polizeistube vor der Emigration“ von Felix  Schlesinger (1859), Künstler der Düsseldorfer Malerschule, wurde im Ausstellungsteil „Stationen eines Lebens“ im Stadtmuseum Simeon. Foto:  Karl Marx Landesausstellung Trier
"In der Pass- und Polizeistube vor der Emigration“ von Felix Schlesinger (1859), Künstler der Düsseldorfer Malerschule, wurde im Ausstellungsteil „Stationen eines Lebens“ im Stadtmuseum Simeon. Foto: Karl Marx Landesausstellung Trier

(TRIER/bt) - In gut einer Woche ist es soweit: Am 5. Mai 2018 eröffnen in Trier anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx die große Landesausstellung Karl Marx 1818-1883 LEBEN. WERK. ZEIT.  (im Rheinischen Landesmuseum und Stadtmuseum Simeonstift)  sowie die Partnerausstellungen im Museum Karl-Marx-Haus und im Museum am Dom. Die Ausstellungsvorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren: Die Ausstellungsarchitektur wird in den Standorten aufgebaut, und täglich treffen Leihgaben aus der ganzen Welt ein – aus Orten von St. Petersburg bis Philadelphia, von Wien bis Stockholm.

 

 

 

Heute gaben die Organisatoren der Ausstellungen einen Blick hinter die Kulissen und stellten erste Leihgaben vor, darunter das Doktordiplom von Karl Marx. Das Rheinische Landesmuseum Trier zeigt dieses wertvolle Dokument, das eine Leihgabe des Internationalen Instituts für Sozialgeschichte in Amsterdam ist, gleich zu Beginn des Ausstellungsteils „Leben. Werk. Zeit“. Am 15. April 1841 promovierte die Philosophische Fakultät Jena Karl Marx in Abwesenheit. Die Doktorarbeit hatte er zuvor per Post eingereicht.

 

Im Stadtmuseum Simeonstift wurde eine Neuerwerbung des Hauses vorgestellt: das Gemälde „In der Pass- und Polizeistube vor der Emigration“ von Felix
Schlesinger
(1859), Künstler der Düsseldorfer Malerschule. Im Ausstellungsteil „Stationen eines Lebens“ steht es für die politische und durch Armut bedingte Auswanderung, die das 19. Jahrhundert ebenso wie die Biografie von Karl Marx über weite Strecken prägte.

Das Museum am Dom nimmt mit der Ausstellung „LebensWert Arbeit“ ein wichtiges Thema von Karl Marx auf und spannt den Bogen in die Gegenwart, u.a. mit der Fotografie von Andreas Gursky „Siemens, Karlsruhe, Germany 1991“, einer Leihgabe der Industrie- und Handelskammer Köln. Das Verhältnis zwischen Mensch und Technik ist ein wiederkehrendes Thema bei Andreas Gursky, wobei er jedoch keinerlei Wertung vornimmt. In der großformatigen Fotografie verzichtet Gurski bewusst auf einen Bildmittelpunkt. Die Menschen fügen sich anonym in die Produktion ein, ohne dass es ein zentrales Motiv gibt.

 

Weitere Informationen unter: www.karl-marx-ausstellung.de

 


Hildesheim: beste Voraussetzungen für Bundes.Festival.Film.

Foto: kjf
Foto: kjf

 

 

(Hildesheim/KJF)  – Wenn das „Bundes.Festival.Film.“ vom 22. bis 24. Juni 2018 in Hildesheim gastiert, kann das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) als Veranstalter auf eine professionelle, kreative und gut vernetzte Partnerstruktur vor Ort vertrauen. Das dreitägige Festival wird maßgeblich durch die Stiftung Universität Hildesheim als lokaler Kooperationsveranstalter unterstützt.

„Zwischen unserem Institut und dem KJF bestehen schon seit Längerem enge inhaltliche und personelle Verbindungen. So lag es nahe, das Filmfestival gemeinsam in Hildesheim zu veranstalten – zumal es vor allem im Themenbereich ‚Filmvermittlung‘ große Schnittmengen mit unserer Arbeit gibt“, erklärt Dr. Volker Wortmann vom Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur.

Eine der zentralen Aufgaben des Instituts im Vorfeld des Festivals ist die Vernetzung möglichst vieler lokaler Partner, die zum Gelingen beitragen sollen. So konnte bereits eine enge Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) vereinbart werden. 20 Studierende der HAWK erarbeiten derzeit ein visuelles Erscheinungsbild für das Bundes.Festival.Film. in Hildesheim und eine entsprechende Image- und Werbekampagne.

Wortmann: „Diese Kooperation ist ein Glücksfall für uns. Wir fördern damit einerseits Bekanntheit und inhaltliches Anliegen der Großveranstaltung – sorgen damit andererseits für eine darüber hinausreichende Vernetzung wichtiger Partner vor Ort. Uns eint ein wesentliches Ziel: Medien, insbesondere den Film, als kulturelles und ästhetisches Ausdrucksmittel in seiner ungebrochenen Bedeutung und Wirkung darzustellen. Im Kontext des bevorstehenden Bundes.Festival.Film. geben wir dem Film in Hildesheim eine hoffentlich noch größere Bedeutung. Schließlich ist unserem Institut und der HAWK wichtig, dass der Film eine stärkere Einbindung in die Curricula der Schulen findet.“

Neben der engen Zusammenarbeit mit der HAWK werden zwei Schulen in die Vorbereitung des Festivals einbezogen. Dort sollen bereits im Vorgriff auf 2019, wenn das Festival ein zweites Mal in Hildesheim gastieren wird, eigene Filmproduktionen entstehen, die dann an einem der Filmwettbewerbe teilnehmen.

Das Bundes.Festival.Film., das den Abschluss der Wettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis darstellt, trifft in Hildesheim auf eine große interessierte Öffentlichkeit. Universität und HAWK hatten bereits frühzeitig für diese Veranstaltung geworben, die erstmals in Niedersachsen stattfindet.

„Nicht zuletzt aufgrund eines vielfältig kulturell interessieren Publikums und der kurzen Wege zwischen den Veranstaltungsorten rechnen wir mit einer hohen Resonanz in der Bevölkerung – insbesondere unter den Studierenden. Zudem sind alle Vorstellungen und Diskussionsrunden öffentlich und kostenfrei zugänglich. Ich bin sicher, dass das Festival eine großartige Gelegenheit sein wird, filmbegeisterte Menschen zusammenzubringen“, so Wortmann.


Das Bundes.Festival.Film. bildet den jährlichen Höhepunkt der Bundeswettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis. Beide Wettbewerbe und das Bundes.Festival.Film. werden im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) organisiert und durchgeführt.
Schirmherr des Bundes.Festival.Film. in Hildesheim ist der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil. Das Festival wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Kooperationsveranstalter vor Ort ist die Stiftung Universität Hildesheim (Institut für Medien, Theater und Populäre Kunst, Abteilung Medien). Weitere Partner: Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Canon

 


ASGER JORN - WITHOUT BOUNDARIES


22. JUNI – 23.
SEPTEMBER 2018
DEICHTORHALLEN HAMBURG/HALLE FÜR AKTUELLE KUNST

 
(Hamburg/dth) - Mit der Ausstellung ASGER JORN – WITHOUT BOUNDARIES wird das Werk des bedeutensten dänischen Künstlers des 20. Jahrhunderts in den Hamburger Deichtorhallen vom 22. Juni bis 23. September 2018 vorgestellt. Die konzentrierte Auswahl von 60 Werken reicht von Jorns Frühwerk, das Einflüsse von Paul Klee, Joan Miró und Max Ernst aufweist, über seine keramischen Werke bis hin zu seinen späten expressiven, gestischen Malereien.
 
Asger Jorn (1914 – 1973) erschafft mit seiner außergewöhnlich kraftvollen Bildsprache zwischen Abstraktion und Figuration dynamische Bildwelten, die von spielerischer Leichtigkeit bis zur Thematisierung seelischer Abgründe reichen. Unermüdlich malend und schreibend, verbindet Jorn in seinen Werken skandinavische Kultur mit der internationalen Avantgarde, er baut in seiner Bildsprache Brücken zwischen freiem, experimentellem Gestalten und formaler Klarheit. Zeit seines Lebens stand Jorn in Kontakt mit führenden Denkern und Künstlern, arbeitete mit Fernand Léger an großformatigen Dekorationen für Le Corbusiers »Pavillon des Temps Nouveaux«, war Gründungsmitglied der Künstlergruppe »CoBrA« sowie der »Situationistischen Internationale«, einer Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern, die gegen den kapitalistischen Funktionalismus Stellung bezog.
 
Die Hamburger Schau mit Leihgaben aus der Sammlung Canica, Oslo, dem Museum Jorn, Silkeborg sowie einer Kölner Privatsammlung bietet einen Überblick von Asger Jorns Schaffen mit Schwerpunkt auf den späten 1930er bis 1970er Jahren. Sie präsentiert Hauptwerke wie »Sans bornes« von 1959/60 oder »Im Anfang war das Bild« von 1965/66, umspannt das breite mediale Spektrum seines Werkes und gibt Zeugnis von der überragenden Bedeutung Jorns für die Kunst des 20. Jahrhunderts. In den Deichtorhallen wird Asger Jorns Werk erstmals im musealen Rahmen Hamburgs gezeigt.
 
»Man kann bei Jorn von einer radikalen Abstraktion sprechen, die in ihrer Konsequenz auch eine politische Ebene beinhaltet. Jorns Malerei entstand parallel zum amerikanischen Abstrakten Expressionismus – während sich aber die abstrakten Expressionisten stark von Picasso und Matisse ableiten, sind die Werke Jorns stärker auf einer anarchistischen Bildvorstellung aufgebaut, sind konkreter als die seiner amerikanischen Zeitgenossen« so Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen Hamburg.
 
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Snoeck Verlag, der Jorn als einen der einflussreichsten Künstler Skandinavienes vorstellt, sein politisches Engagement beleuchtet und seine Motivwelt untersucht.
 
Parallel zur Asger Jorn-Ausstellung findet die Ausstellung CHARLINE VON HEYL – SNAKE EYES statt. Jorn ist für von Heyls Generation von Künstlerinnen und Künstlern eine wichtige Inspirationsquelle und das Œuvre beider Künstler weist formale Parallelen auf.
 
KURATOR
Prof. Dr. Dirk Luckow, Intendant Deichtorhallen Hamburg
 
ERÖFFNUNG

Am Donnerstag, 21. Juni 2018 um 19 Uhr in der Halle für aktuelle Kunst.
Parallel zur Asger Jorn-Ausstellung wird die Ausstellung CHARLINE VON HEYL – SNAKE EYES eröffnet.
  
KATALOG
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Snoeck Verlag, der Jorn als einen der einflussreichsten Künstler Skandinavienes vorstellt, sein politisches Engagement beleuchtet und seine Motivwelt untersucht. Mit Texten von Siegfried Gohr, Petra Lange-Berndt, Dirk Luckow, Roberto Ohrt & Axel Heil sowie Thorsten Sadowsky.
 
ÖFFNUNGSZEITEN
Di – So 11 – 18 Uhr. Jeden 1. Do im Monat 11 – 21 Uhr.
 
ADRESSE
Deichtorhallen Hamburg/Halle für aktuelle Kunst, Deichtorstr. 1-2, 20095 Hamburg
Tel. 040- 32 10 30, mail@deichtorhallen.de
 
WWW.DEICHTORHALLEN.DE

 


Hans Kinkels „Kronjuwelen“. Zeichnungen von Max Beckmann und Otto Dix für die Graphische Sammlung des Germanischen Nationalmuseums

Abb.: Otto Dix: Halbbekleidete, Gewandstudie, 1920. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 - Auf dem Blatt ist unten mittig handschriftlich vermerkt: „für Hans Kinkel“.
Abb.: Otto Dix: Halbbekleidete, Gewandstudie, 1920. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg. © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 - Auf dem Blatt ist unten mittig handschriftlich vermerkt: „für Hans Kinkel“.

 

(Nürnberg/gnm) - Seine erlesene Sammlung von fast 400 Handzeichnungen der Moderne vermachte der 2015 verstorbene Kunstkritiker und Sammler Hans Kinkel testamentarisch dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Nun sind auch die letzten Blätter aus diesem Bestand ins Museum gelangt. Es handelt sich um 32 Meisterzeichnungen aus allen Schaffensperioden von Max Beckmann und um 15 kapitale Blätter von Otto Dix. „Angesichts der außerordentlichen Bedeutung freut es mich besonders“, betont Generaldirektor Prof. Dr. G. Ulrich Großmann, „dass die Sammlung im Sinne von Hans Kinkel als Konvolut zusammen blieb.“ Solch‘ herausragende Werke sind heutzutage auf dem Kunstmarkt nicht mehr erhältlich.

 

Mit beiden Künstlern hat sich der Kunstschriftsteller Hans Kinkel zeitlebens eingehend beschäftigt. 1966 und 1984 gab er Max Beckmanns Berliner Tagebuch der Jahre 1908/09 heraus – bis heute ein unentbehrlicher Bestandteil der Beckmann-Quellenliteratur. Die besondere Beschäftigung mit der Frühzeit des Malers trug dazu bei, dass gerade diese Schaffensperiode einen Schwerpunkt in der Sammlung Kinkel bildet. Neben Blättern, in denen Beckmann die traumatischen Erlebnisse aus dem Ersten Weltkrieg verarbeitet – so beispielsweise in dem eindringlichen Blatt „Toter im Sarg“ von 1917 –, sind auch Werke seiner Frankfurter Jahre vertreten. Die Zeichnung „Frau Battenberg mit Katze“ zeigt die Ehefrau von Beckmanns Studienfreund Ugi Battenberg. Nach seinem physischen und psychischen Zusammenbruch flüchtete sich Beckmann 1915 zu dem Ehepaar nach Frankfurt, wo er zehn Jahre später einen Ruf als Lehrer an die Städel-Schule erhielt. Das Blatt „Campus“, das 1949 in St. Louis in Missouri entstand, vertritt beispielhaft das Spätwerk des Künstlers, der sich seit 1937 um eine Einreisebewilligung aus dem Amsterdamer Exil in die USA bemühte.

 

Wie Beckmann setzt sich auch Otto Dix in zahlreichen Zeichnungen intensiv mit den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auseinander. Dazu gehören beispielsweise das Blatt „Quo Vadis“ von 1917 oder „Entwicklung“ von 1918 – zwei der besten Kriegsblätter des Künstlers. Im Jahr 1922 entstand sein sozialkritischer „Akt mit Zigarette“, der in schonungslosem Realismus eine Prostituierte zeigt. Dix widmete das Blatt der Galeristin und Förderin der Moderne Johanna Ey in Düsseldorf, wo er nach dem Krieg sein Kunststudium an der Akademie wieder aufgenommen hatte. Sowohl das Beckmann- als auch das Dix-Konvolut enthalten herausragende Porträts, die ein besonderes Interesse von Hans Kinkel darstellten.

 

Die Zeichnungen von Beckmann und Dix bilden den kostbarsten Kern der Sammlung Hans Kinkel. Ein Rechtsstreit verhinderte, dass die Arbeiten im vergangenen Jahr in der Sonderausstellung „Von Kirchner bis Baselitz“ (11. Mai – 10. September 2017) gezeigt werden konnten. Jetzt, zwei Jahre nach dem Tod des Sammlers, sind auch diese „Kronjuwelen“ der Sammlung dem Germanischen Nationalmuseum zugesprochen worden. Sie bereichern auf substantielle Weise den Bestand der Graphischen Sammlung. „Nur wenige Museumssammlungen haben Vergleichbares zu bieten“, freut sich Dr. Yasmin Doosry, die Leiterin der Graphischen Sammlung.

 


26. Internationalen Orgeltage Neubrandenburg 2018

 

(Neubrandenburg/chs) - Vom 27. April bis 6. Mai finden zum 26. Mal die Internationalen Orgeltage Neubrandenburg an der St. Johannis-Kirche statt. Sieben Veranstaltungen decken mit mehr als 20 solistisch auftretenden Künstlern eine breite Vielfalt. Sie reicht von einem Familienkonzert bis zu einem Orgelmarathon, von einer Podiumsdiskussion bis zu einer chorsymphonischen Besetzung ab. Mal mehr, mal weniger offensichtlich stehen im Hintergrund vielfache Bezüge zum Ende des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren und haben zum Motto „et in terra pax“ geführt. Die Konzerte und Veranstaltungen beginnen, wenn nicht anders angegeben, jeweils um 19.30 Uhr. Anstatt Eintritt sind die Besucher um eine Spende gebeten.

 

 

 

Von Rezniceks-Kantate „In Memoriam“ wird wiederaufgeführt

 

Zum Eröffnungskonzert am Freitag, 27. April sind Isabella Trießnig-Loimer und Hans-Josef Knaust aus Salzburg mit der seltenen Besetzung Marimbaphon und Orgel zu Gast. Sie spielen Musik von Mozart, Bach, Bartok, Martin Torp („Aus dem Tagebuch eines Pilgers“) u. a.

 

Ein großes Projekt ist die (nach Jahrzehnten erste) Wiederaufführung von Emil Nikolaus von Rezniceks Kantate „In Memoriam“, geschrieben für die Opfer des 1. Weltkriegs, uraufgeführt 1916 in Schwerin. Mit „In Memoriam“ erreichte der als Opernkomponist und Dirigent bekannte Reznicek (1860-1945) in den 1920er- und 1930er-Jaahren breite Anerkennung. Die vertonten Bibeltexte wurden von einem Berliner Hofprediger zusammengestellt. Die spannende Wiederentdeckung sowie die Verflechtung von Theologie, Musik und Politik soll unter dem Titel „König David und Kaiser Wilhelm“ in einer Podiumsdiskussion am Samstag, 28. April mit dem führenden Reznicek-Musikwissenschaftler Michael Wittmann sowie dem Theologen Prof. Peter Cornehl thematisiert werden.

 

 

 

Am folgenden Sonntag, 29. April wird „In Memoriam“ erstmals seit ca. 80 Jahren wieder aufgeführt, außerdem als Uraufführung das Vorspiel „Mea culpa“ (1932) einer bislang noch nicht aufgeführten geistlichen Oper von Reznicek. Mitwirkende sind das Neubrandenburger Vokalensemble, Ute Döring (Mezzosopran), Ulf Dirk Mädler (Bariton), Mitglieder der Philharmonie Neubrandenburg, Frank Dittmer (Orgel) und Christian Stähr (Leitung).

 

 

 

Orgel-Marathon von 20 bis 20 Uhr

 

Vom Montag, 30. April um 20:00 Uhr bis Dienstag, 1. Mai um 20:00 Uhr findet ein 24stündiger Orgelmarathon mit Organisten aus Norwegen, Dänemark, Polen, Georgien und Deutschland statt. Dabei ist der „internationale“ Aspekt kein Werbe-Schlagwort, sondern eine Auseinandersetzung mit der Möglichkeit des befriedeten Europas. Es beginnt mit einem zweiteiligen Orgelkonzert des früheren Kantors Albrecht Koch (jetzt Freiberg/Sachsen). Während des Marathons werden alle 24 Praeludien und Fugen des Wohltemperierten Claviers Teil II von Joh. Seb. Bach aufgeführt. Die ersten zwölf Stunden werden im NB-Radiotreff (über UKW und Internetstream) übertragen. Er endet am Dienstag, 1. Mai um 20:00 Uhr.

 

 

 

Seit Jahren fester Bestandteil der Orgeltage ist ein Familien-Orgelkonzert für Kinder ab dem Grundschulalter. Dieses Jahr wird am Freitag, 4. Mai um 17:00 Uhr mit Erich Kästners „Konferenz der Tiere“ nicht nur ein literarischer „Klassiker“ in einer Fassung für Sprecher (Michael Hunze) und Orgel (Christian Stähr) aufgeführt, sondern auch die Thematik von Krieg und Frieden aufgegriffen.

 

Seit Januar gibt es eine neue monatliche Konzertreihe in Neubrandenburg, die „Monatskonzerte“. Da das Monatskonzert des Mai am Samstag, 5. Mai in die Orgeltage fällt, wurde unter dem Motto „Die Orgel aus dem Koffer“ Volodymyr Olinyk (Akkordeon) eingeladen. Er spielt ein Programm mit Bearbeitungen und Originalwerken von Dieterich Buxtehude, Carl Maria von Weber, Sofia Gubaidulina u. a.

 

 

 

Für das Abschlusskonzert konnte der französische Organist Jean-Baptiste Dupont gewonnen werden. Er spielt am Sonntag, 6. Mai Musik von Max Reger, Joh. Seb. Bach, György Ligeti, Improvisationen u. a.

 

 

 

Orgeltage bereichern kulturelle Landschaft in Stadt und Region

 

Die Internationalen Orgeltage Neubrandenburg gehören seit 25 Jahren zum kulturellen Bild der Stadt und der Region. Sie bieten vielfältige und immer neue hochwertige und gleichzeitig niederschwellige Angebote, verbinden internationale Gäste und die lokale Kulturszene. Im Mittelpunkt steht die als eine der letzten zur DDR-Zeit gebauten Orgel in der Johanniskirche. Die Orgel wie auch die Orgeltage dokumentieren eine Kontinuität von 40 Jahre kirchlichem und bürgerlichem Engagement für die Kultur. Die Leitung der Orgeltage liegen in den Händen von Kantor Christian Stähr.

 

 

 

Dank an Unterstützer und Spender

 

Die Orgeltage werden unterstützt von der Stiftung der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin, der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft mbH, der Stadt Neubrandenburg, dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, dem Hotel am Ring, der Herforder Elektromotoren-Werke GmbH sowie privaten Spendern.

 


„Das Sams und die Helden der Kinderbuchliteratur“ kommen nach Speyer

Knapp 100.000 Besucher sahen die Löwenherz-Landesausstellung im Historischen Museum der Pfalz

 

(Speyer/pm) - Knapp 100.000 Besucher sahen im Historischen Museum der Pfalz die Ausstellung „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“. Museumsdirektor Alexander Schubert zog positiv Bilanz: „Richard Löwenherz hat sich als echtes ‚Zugpferd‘ für unser Haus erwiesen. Mit der Besucherzahl von fast  100.000 wurden unsere Erwartungen voll erfüllt. Wenn man die Einträge im Gästebuch studiert, kann man die Faszination greifen, die der englische König des 12. Jahrhunderts bis heute bei den Menschen weckt. Gleichzeitig ist es uns gelungen, ein vielschichtiges Bild des Herrschers zu zeigen, den viele aus Hollywood-Spielfilmen kennen.“ Die Präsentation begeisterte Museumsfreunde sowohl aus der Bundesrepublik als auch aus dem benachbarten Ausland.
Erstmalig in Deutschland wurden Aufstieg und Fall des berühmten englischen Königs in das Zentrum einer musealen Präsentation gestellt. Die einzigartige Ausstellung mit über 180 hochkarätigen Exponaten, darunter kostbare Handschriften, wertvolle Reliquiare und beeindruckende Skulpturen, eingebunden in eine stimmungsvolle Ausstellungsarchitektur, war bis zum 15. April zu sehen.
Begleitend zur Ausstellung, die den Titel „Landesausstellung Rheinland-Pfalz“ trug, veranstaltete das Museum eine Vortragsreihe mit namhaften Historikern und Mittelalter-Experten sowie eine Podiumsdiskussion, an der unter anderem der Historiker und Fernsehjournalist Guido Knopp, die Autorin Rebecca Gablé sowie der Mittelalterexperte Stefan Weinfurter teilnahmen. Mit den Partnern aus den Bereichen Kultur und Tourismus wurde ein vielseitiges Angebot entwickelt, das von Führungen auf der Reichsburg Trifels, über Themenangebote im Nibelungenmuseum und in der Stadt Worms bis zum Löwenherz-Wanderweg reichte und die Landesausstellung weit in die Region ausstrahlen ließ.
Viele Besucher kombinierten „Richard Löwenherz“ mit der parallel laufenden Familien-Ausstellung „Robin Hood“. Ein eigens zur Ausstellung produziertes Hörspiel führte die jungen Besucher durch die Löwenherz-Schau. Die Robin Hood-Ausstellung, die noch bis zum 3. Juni 2018 zu sehen ist, bietet einen kulturhistorischen Rundgang durch das Mittelalter mit vielen Mitmach-Stationen und spannenden Informationen zum Alltagsleben in dieser Zeit.
Ab 1. Juni kommen „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ nach Speyer. Anlass für die Familien-Ausstellung ist der 80ste Geburtstag des Kinderbuchautors Paul Maar. Neben dem Sams mit den blauen Wunschpunkten können die Besucher die Welt der Helden der Kinderbuchliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts entdecken.

 

 

 

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm:

 

Darüber hinaus veranstaltete das Museum gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus Speyer und der Region ein umfangreiches Begleitprogramm. Erstmals organisierte das Museum unterstützt von der Stadt Speyer, der Leistungsgemeinschaft und dem Einzelhandel eine Aktionswoche mit Schaufensterwettbewerb und Aktionssonntag.
Bei den beiden Kino-Kombi-Veranstaltungen in Kooperation dem Cineplex Kino in Mannheim konnten Cineasten Kinobesuch und exklusive Ausstellungsführung kombinieren. Großen Zuspruch fand auch die Criminal-Dinner-Reihe „Excalibur und der Erbe des Königs“, die in Kooperation mit dem KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar begleitend angeboten wurde.
Ein eigens zur Ausstellung „Richard Löwenherz“ verfasstes Theater- und Historienstück von Bernhard Weller und Götz Valter mit dem Titel „Die Krone des Löwen“ wurde im Forum des Museums zwei Mal vor ausverkauften Reihen aufgeführt. An zwei Konzertabenden verbanden die mittelalterlichen Musikgruppe Capella Antiqua Bambergensis und Gäste auf eine außergewöhnliche Art Lesung mit mittelalterlicher Musik.
Das Historische Museum der Pfalz ist regulär dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen geöffnet.

 


DINOSAURIER – IM REICH DER GIGANTEN

Foto Live Nation
Foto Live Nation

 

 

Brillantes Comeback nach 65 Millionen Jahren
Atemberaubendes Arena-Spektakel im Frühjahr 2019 in Deutschland und Österreich
Das Live-Abenteuer für die ganze Familie

 

 

(Frankfurt/ln)  - Bissiger als je zuvor kehren die Dinosaurier auf ihrer donnernden Comeback-Tour nach 65 Millionen Jahren zurück nach Deutschland und Österreich. Im Frühjahr 2019 erwachen die Urzeit-Riesen in voller Größe in den Arenen von Köln, Hamburg, Berlin, Mannheim, Wien und München zu neuem Leben. DINOSAURIER – IM REICH DER GIGANTEN zeigt die vorzeitlichen Herrscher der Erde in voller Aktion in einer brillanten Mischung aus Spezialeffekten, Top-Entertainment und Spannung. Die 25 Millionen Euro teure Produktion vereint Technologie und modernste Action in einem innovativen, unterhaltsamen und informativen Showdown prähistorischer Giganten. Inzwischen haben fast 10 Millionen Zuschauer das faszinierende Live-Spektakel in mehr als 250 Städten rund um den Globus bestaunt und bejubelt.

 

200 Millionen Jahre lang beherrschten die Dinosaurier den Planeten. DINOSAURIER – IM REICH DER GIGANTEN zeigt, begleitet von klimatischen und tektonischen Veränderungen, Aufstieg und Fall der Urzeit-Kolosse, deren Größe keine Garantie für ihr Überleben war. Das Publikum erlebt die dramatische Zeitreise in einem Realismus, der zuvor ausschließlich Kino, TV und Computern vorbehalten schien.

 

Die auf der preisgekrönten BBC-Fernsehserie basierende Live-Show DINOSAURIER – IM REICH DER GIGANTEN oder „Walking with Dinosaurs“, wie sie international heißt, garantiert packendes und einzigartiges Entertainment. In prähistorischen Abenteuern stampfen 18 lebensgroße Dinosaurier durch eine monumentale Kulisse, die nur in großen Arenen Platz findet. Die Mammutproduktion für Jung und Alt stellt die meisten Erwartungen in den Schatten. Mit DINOSAURIER – IM REICH DER GIGANTEN begann ein neues Zeitalter in der Unterhaltungsindustrie.

 

Anschaulich, unterhaltsam und dramatisch wird die Geschichte der Dinosaurier bis zu ihrem Untergang präsentiert. Die Zuschauer erleben hautnah, wie fleischfressende Dinosaurier sich im Laufe ihrer Evolution auf zwei Beine aufrichten oder wie pflanzenfressende Saurier scheinbare flinkere und beweglichere Angreifer in die Flucht schlagen. Nach dem Vorbild der TV-Serie ist die Show in eine emotionale Story eingebettet, die gleichermaßen berührt und fasziniert.

 

Die Hauptakteure sind Tyrannosaurus Rex, der Schrecken der Urwelt, Plateosaurus und Liliensternus aus dem Trias, Stegosaurus und Allosaurus aus dem Jura und Torosaurus und Utahraptor aus der Kreidezeit. Der größte von ihnen, Brachiosaurus, ist 11 Meter hoch und misst von der Nasen- bis zur Schwanzspitze fast 17 Meter.

 

DINOSAURIER – IM REICH DER GIGANTEN veranschaulicht das prähistorische Zeitalter: Kontinente brechen auseinander, trockene Wüsten verwandeln sich in saftige Prärien, Ozeane bilden sich, Vulkane brechen aus, Wälder fangen Feuer – bis am Ende ein riesiger Meteorit einschlägt, der zum Aussterben der Dinosaurier führt. Das Publikum geht auf einen Trip in die Vergangenheit der Erde und begegnet den Dinosauriern in ihrer Blütezeit. Riesige, manchmal beängstigende, zuweilen sanfte Kolosse kämpfen jeden Tag um ihr Überleben.

 

Ein Profi-Team aus den Bereichen Film, Computertechnik, Hightech-Animation und Designern erschuf die Dinosaurier in Aussehen und Bewegungsabläufen bis ins kleinste Detail so wie ihre Vorläufer vor Jahrtausenden. Der Realismus ihres Auftritts ist schier unfassbar, zuweilen atemberaubend, manchmal nicht ohne eine gewisse Komik. 50 Ingenieure, Techniker und Spezialisten haben über ein Jahr lang an der neuen Produktion gearbeitet.

 

DINOSAURIER – IM REICH DER GIGANTEN feierte Anfang 2007 in Australien Premiere. In den Vereinigten Staaten entwickelte sich die Arena-Show zum absoluten Publikumsmagneten. Das Nachrichtenmagazin Newsweek sprach von einem „wahren Meisterwerk, an dem sich Eltern und Kinder gemeinsam erfreuen können“, während die New York Times „ein donnerndes Comeback nach 65 Millionen Jahren“ bejubelte. Die Entertainmentexperten von Variety urteilten: „Triumphal – Ein wahrhaft spektakuläres Spektakel.“

 

Die ersten beiden Tourneen in Deutschland und Österreich erlebten mehr als 500.000 Besucher. „Gänsehaut-Effekte“ attestierte der Stern. „Jeder Saurier ist ein Wunderwerk der Technik“, stellte die Frankfurter Rundschau fest, während die Bild-Zeitung von einem „Urzeit-Spektakel in Arenengröße, das Kinder lieben“, sprach. „Ein 3D-Erlebnis für den ganzen Körper“, resümierte die Wiener Kronen-Zeitung. Die neue Produktion präsentiert zahlreiche spektakuläre technische Innovationen, die den Dinos eine nahezu cineastische Qualität verleihen.

 

Die Originalfernsehserie der BBC fesselte weltweit 700 Millionen TV-Zuschauer und wurde mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen gewürdigt. Der hervorragende Mix aus Spezialeffekten, Fantasie und Infotainment erzielte auch im deutschen Fernsehen eine überragende Zuschauerquote. Die Ausstrahlung auf ProSieben/SAT.1 sahen 14 Millionen Dino-Fans. DINOSAURIER – IM REICH DER GIGANTEN verwandelt TV-Faszination in eine Fantasy-Show, die natürlich viel mehr bieten kann als der Bildschirm. Sie ist live! 18 brüllende und fauchende Dinosaurier ziehen das Publikum in ihren Bann. Unbeschreiblich die Faszination, die noch heute von diesen Urtieren ausgeht. Sie wirken noch genauso Ehrfurcht einflößend wie damals, als sie die Erde beherrschten.

 

 

 

Live Nation Presents

 

DINOSAURIER - Im REICH DER GIGANTEN

 

DAS Original Live-SPEKTAKEL

 

Fr.        11.01.19           Köln                 LanxessArena                           19:00

 

Sa.       12.01.19           Köln                 LanxessArena                           11:00 / 15:00 / 19:00

 

So.       13.01.19           Köln                 LanxessArena                           11:00

 

 

 

Fr.        01.02.19           Hamburg          Barclaycard Arena                     19:00

 

Sa.       02.02.19           Hamburg          Barclaycard Arena                     11:00 / 15:00 / 19:00

 

So.       03.02.19           Hamburg          Barclaycard Arena                     11:00

 

 

 

Fr.        08.02.19           Berlin               Mercedes-Benz Arena                19:00

 

Sa.       09.02.19           Berlin               Mercedes-Benz Arena                11:00 / 15:00/ 19:00

 

So.       10.02.19           Berlin               Mercedes-Benz Arena                11:00

 

 

 

Fr.        15.02.19           Mannheim         SAP Arena                                19:00

 

Sa.       16.02.19           Mannheim         SAP Arena                                11:00 / 15:00 / 19:00

 

So.       17.02.19           Mannheim         SAP Arena                                11:00

 

 

 

Fr.        01.03.19           Wien                Stadthalle D                             19:00

 

Sa.       02.03.19           Wien                Stadthalle D                             11:00 / 15:00 / 19:00

 

So.       03.03.19           Wien                Stadthalle D                             11:00

 

 

 

Fr.        15.03.19           München           Olympiahalle                             19:00

 

Sa.       16.03.19           München           Olympiahalle                             11:00 / 15:00 / 19:00

 

So.       17.03.19           München           Olympiahalle                             11:00

 

 

 

Presented by Global Creatures in association with BBC Worldwide Ltd

 

                

 

DEUTSCHLAND:

 

MagentaEINS Prio Tickets*:
Montag, 16. April 2018, 10:00 Uhr (48 Stunden)
www.telekom.de/magentaeins-priotickets
(*nur Deutschland)

 

Ticketmaster & Eventim Pre-Sale:
Mittwoch, 18.
April 2018, 10:00 Uhr (48 Stunden)

 

Allgemeiner Vorverkaufsstart: Freitag, 20. April 2018, 10:00 Uhr  
www.ticketmaster.de
Ticket-Hotline: 01806 – 999 0000 (Mo-Fr 8-22 Uhr / Wochenende u. Feiertage 9-20 Uhr)
(0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz)

 

www.eventim.de
Ticket-Hotline: 01806 – 57 00 00
(0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz)

 

 

 

ÖSTERREICH:
Allgemeiner Vorverkaufsstart: Mittwoch, 18. April 2018, 10:00 Uhr  

 

www.ticketmaster.at
Ticket-Hotline: 01-253 888
(Mo.-Fr. 8-22 Uhr | Sa., So. u. feiertags 9-20 Uhr)

 

www.oeticket.com
Ticket-Hotline 0900-9496096
(Montag - Sonntag 10-20 Uhr) (1,09 Euro/min inkl. MwSt.)

 

 

 

www.livenation.de | www.livenation.at
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instagram.com/livenationGSA   
youtube.com/livenationGSA

 

Weitere Informationen auf www.dinosaurierlive.de

 


Etwa 2.000 Besucher zu Gast bei der ersten von Roma-Künstler*innen aus ganz Europa selbstorganisierten Roma-Biennale.

 

(Berlin/pm) - Mit dem gestrigen Abend ging die erste von Roma-Künstler*innen aus ganz Europa selbstorganisierte Roma-Biennale unter dem Titel COME OUT NOW! erfolgreich zu Ende. Eingeladen dazu hatte der Berliner Verein RomaTrial e. V.  gemeinsam mit dem Maxim Gorki Theater / Studio Я im Namen des Bündnisses für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas.

 

Über die vier Festivaltage vom 7. April bis zum 10. April 2018 verteilt wurden ca. 1.500 Besucher*innen bei der Retrospektive GYPSYLAND auf das Lebenswerk von Damian Le Bas, bei der kollektiven Performance Lange Nacht des Coming-Outs, bei den Vorstellungen von Roma Armee, beim Konzert der Freiburger Band Äl Jawala und bei der interaktiven Talkshow Hilton 437 im Maxim Gorki Theater empfangen. An der Romaday-Parade durch die Mitte Berlins anlässlich des Internationalen Tags der Roma nahmen geschätzte 400 Personen teil. Damit wurde das Ziel der Biennale, die Kunst der vertretenen Roma-Künstler*innen einer breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen, vorerst erreicht.

 

 

 

Die Retrospektive GYPSYLAND wird noch bis Ende April 2018 im Maxim Gorki Theater zu sehen sein, an allen Vorstellungstagen zwischen 18.30 und 22.00 Uhr.

 

 

 

Die Biennale soll zukünftig alle zwei Jahre auf kollaborativer Basis ausgerichtet werden und Raum für etablierte sowie bisher weniger bekannte Künstler*innen aus verschiedenen Roma-Communities aus ganz Europa schaffen.

 

 

 

Die Biennale wurde durch den Hauptstadtkulturfonds gefördert und mit freundlicher Unterstützung des Collegium Hungaricum Berlin organisiert. Die Retrospektive GYPSYLAND wurde in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung veranstaltet.

 

 

 

http://roma-biennale.eu

 

http://romaday.org

 

http://romatrial.org

 

http://gorki.de

 


Preisträger im Dialog  ǀ  Diözesanmuseum Paderborn

Rüdiger Safranski trifft auf Christoph Brech - 14. Mai, 19 Uhr, Diözesanmuseum Paderborn

(Paderborn/pm) - Die Begegnung könnte spannender kaum sein. Gleich zwei prominente Preisträger treffen am Montag, 14. Mai, 19 Uhr, im Rahmen der Reihe KUNST-DIALOGE im Diözesanmuseum Paderborn aufeinander: Der bekannte Literaturwissenschaftler, Philosoph und Beststeller-Autor Rüdiger Safranski und der renommierte Foto- und Videokünstler Christoph Brech. Beide verbindet nicht nur eine scharfe und überaus feinsinnige Beobachtungsgabe, sondern sie wurden unlängst aufgrund ihrer besonderen Verdienste in den Bereichen Literatur und Kunst mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet. So nahm Christoph Brech vor kurzem den Berliner Kunstpreis der Akademie der Künste 2018 in der Sparte Film- und Medienkunst in Empfang. Rüdiger Safranski wird am 19. Juni in Hamburg den hochdotierten Deutschen Nationalpreis 2018 erhalten.  

 

 

 

In Paderborn nehmen der Philosoph und der in München lebende Künstler Fotoarbeiten und Installationen der aktuellen Ausstellung „MORE than ROME – Christoph Brech im Dialog mit der Sammlung des Diözesanmuseums“ genauer in den Blick. Der außergewöhnliche Rundgang verspricht spannende und erhellende Reflektionen über die Themen der von Christoph Brech in Kooperation mit dem Diözesanmuseum konzipierten Ausstellung – von den Zyklen des Lebens über die Schönheit und Ewigkeit des Moments bis hin zur Fragmentierung.  

 

 

 

In der Ausstellung „MORE than ROME“ (noch bis 1. Juli) treffen rund 50 Foto- und Videoarbeiten Brechs auf ausgewählte Stücke aus der hochkarätigen Sammlung des Diözesanmuseums. Darunter sind auch einige neue Installationen zu sehen, die der international bekannte Videokünstler eigens für die Paderborner Ausstellung konzipiert hat. Sie treten in einen spannungsvollen Dialog mit Kunstwerken aus unterschiedlichen Zeiten, darunter mittelalterliche Skulptur, Gemälde, Goldschmiedekunst und Grafik.

 

 

 

Die Tickets für die Veranstaltung „Rüdiger Safranski im Gespräch mit Christoph Brech“ kosten 8 EUR an der Abendkasse. Vorbestellungen sind möglich unter: museum@erzbistum-paderborn.de.

 

 

 

Weitere Informationen: www.dioezesanmuseum-paderborn.de

 


Vorschau: Licht und Leinwand. Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert

Lovis Corinth: Charlotte Berend-Corinth, 1912 Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, Dauerleihgabe der Stadt Nürnberg
Lovis Corinth: Charlotte Berend-Corinth, 1912 Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, Dauerleihgabe der Stadt Nürnberg

 

 

Noch fünf Wochen, dann widmet sich eine große Sonderausstellung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg dem Verhältnis von Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert.
10.05.2018 – 9.09.2018

 

(Nürnberg/gnm) - Wer ist ein Künstler? Nur der Maler, der zu Leinwand und Pinsel greift? Oder auch der Fotograf, der mit wesentlich geringerem (Zeit-)Aufwand einfach per Knopfdruck ein Motiv realitätsnah wiederzugeben vermag? Dem spannenden und wechselvollen Verhältnis zwischen Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert geht die große Sonderausstellung „Licht und Leinwand“ mit rund 250 Exponaten ab Donnerstag, 10. Mai 2018 im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg nach. Denn mit der „Erfindung“ der Fotografie 1839 kam schnell die Frage auf, ob das neue Medium eher eine Hilfestellung oder Konkurrenz für die traditionelle und angesehene Kunstform der Malerei sei.

 

Noch unerfahren im Umgang mit dem neuen Medium präsentierten sich Damen und Herren im 19. Jahrhundert vor der Kamera gerne in Posen, die ihnen aus der Malerei vertraut waren. Als „Tableau vivant“ froren sie ihre Bewegungen ein und stellten ein historisches Gemäldemotiv nach. Kostüme oder schlichte Accessoires halfen mitunter, den Effekt zu verstärken. Doch auch umgekehrt lassen sich Einflüsse festmachen: Der Künstler Lovis Corinth beispielsweise hielt seine Frau Charlotte Berend-Corinth im Jahr 1912 fest (Abb. im Anhang). Wie auf einem Foto dreht sie sich im violetten Kleid und imposanten Hut dem Betrachter zu. Das Bild wirkt wie eine Momentaufnahme, wie ein Schnappschuss, als habe ein Fotograf ihr gerade etwas zugerufen und sie sich daraufhin umgewendet. Obwohl in der Technik der Malerei ausgeführt, orientiert sich das Motiv an den Möglichkeiten des jüngeren Mediums. Denn das Festhalten eines kurzen Augenblicks ist eigentlich die Stärke der Fotografie.

 

Neben Porträts werden in der Ausstellung auch Landschaften und Naturdarstellungen zu sehen sein. Als Reiseandenken wurden Fotografien schnell beliebt, sie waren kostengünstig und handlich, mussten nicht trocknen und bildeten en detail das auf einer Tour Gesehene ab. Bauwerke und historische Monumente ließen sich so grandios festhalten. Ihre Grenzen erreichte die Fotografie aber im Bemühen um „malerische Effekte“: Wetterstimmungen, die flirrende Luft oder das irisierendes Licht – hier lag der Vorteil eindeutig in der Malerei.

 

Die Beispiele belegen, dass sich die Fotografie schnell zu weit mehr als einem untergeordneten Hilfsmittel entwickelte. Der Einfluss fotografischer Verfahren auf die Malerei, aber auch auf unsere Sehgewohnheiten ist eklatant. In der Ausstellung machen dies Gemälde sowie frühe Fotografien und Daguerreotypien in der Gegenüberstellung deutlich. Sie umfassen den Zeitraum von 1839 bis 1914, vom Beginn der Fotografie bis zu dem Moment, da sie erstmals als Kunstform voll anerkannt wurde. Die Ausstellung stellt Fragen nach Anlässen und Auswirkungen, nach den Vor- und Nachteilen des jeweiligen Mediums, nach der Authentizität der Wiedergabe und danach, wie sich das Bild eines Künstlers wandelte. Neben diesen grundlegenden kulturgeschichtlichen Themen wirft die Ausstellung auch ein neues Licht auf den Gemäldebestand des Germanischen Nationalmuseums zum späten 19. Jahrhundert, der seit vielen Jahren überwiegend im Depot verborgen liegt und bislang nicht zu sehen war.

 


Einladung für Frauen zum Atelierbesuch bei Tanja Zimmermann

Gut und schön !

Blick in das Atelier von Tanja Zimmermann, Foto: T. Zimmermann
Blick in das Atelier von Tanja Zimmermann, Foto: T. Zimmermann

 

(Klein Warin/Rostock/cm) - . Werke von Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart fordern uns heraus. Die klaren Grundsätze, nach denen alte Meister gemalt haben, sind aufgebrochen: Vielfältige Stile, Formen, Materialen, Regeln oder Regellosigkeiten stehen nebeneinander. Wie lässt sich da sagen, was schön ist? Was ist ein gutes Kunstwerk? Wie lässt sich ein Bild oder eine Installation erschließen? Und gibt es dabei eine besondere weibliche Sicht? Zur Beschäftigung mit solchen Fragen laden Flora Mennicken vom Frauenwerk der Nordkirche und Maria Pulkenat vom Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg am 25. April von 14 bis18 Uhr nach Klein Warin (Dorfstraße 25) ein.

 

Wecken Sie im Atelier von Tanja Zimmermann die Forscherin in sich und begeben Sie sich, zusammen mit der Künstlerin, auf die Suche, nach Gutem und Schönem in der Kunst. Entdecken Sie an diesem Nachmittag verschiedene Wege sich zeitgenössischen Bildern zu nähern und üben Sie sich in der praktischen Aneignung von Kunst.

 

Der Teilnahmebeitrag beträgt 10 Euro. Bei Bedarf werden Fahrgemeinschaften vermittelt. Information und Anmeldung: Dorothea Eggert, 0381-37798752, verwaltung-zentrum@elkm.de.

 


Im Oktober auf Tour in Deutschland, Österreich & der Schweiz

Kim Wilde: Neues Studioalbum "Here Come The Aliens" entert die Album Charts

Foto: earMUSIC / Edel Germany
Foto: earMUSIC / Edel Germany

 

(Hamburg/nm) - Mit ihrem neuen Studioalbum "Here Come The Aliens", das am 16. März bei earMUSIC erschienen ist, erobert Kim Wilde erneut die Deutschen Album-Charts. Das von Ricky Wilde produzierte Pop-Album steigt auf #11 in die Deutschen Album-Charts ein.

 

In der Schweiz entert das Album die TOP 10 und nach über 25 Jahren platziert Kim Wilde erstmals wieder ein Album in den UK Album-Charts (#21)

 

Here Come The Aliens" kombiniert Kims Pop-Wurzeln mit ihrer Liebe zur Rockmusik und setzt einen weiteren Meilenstein in Kims aufregender Karriere. Ab kommenden Freitag, den 30. März, startet Kim Wilde mit ihrer „Here Come The Aliens“-Tour in UK und kommt im Oktober auch nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.

 

Es ist definitiv eine Tour, die man nicht verpassen sollte und bietet neben Kims außergewöhnlicher Performance etwas für jeden Power Pop Rock-Fan!

 

Kim Wilde - "Kandy Krush" (Official Video)

 

Here Come The Aliens – Tour 2018
Tourstopps in Deutschland, Österreich & der Schweiz:

02.10.2018 DE – München, Muffathalle
03.10.2018 CH – Zürich, Volkshaus Zürich
04.10.2018 DE – Mannheim, Capitol
06.10.2018 DE – Köln, Live Music Hall
07.10.2018 DE – Bremen, Pier 2
08.10.2018 DE – Bochum, Zeche
09.10.2018 DE – Hamburg, Große Freiheit 36
11.10.2018 DE – Schwalmstadt, Festhalle 
12.10.2018 DE – Hannover, Capitol
13.10.2018 DE – Berlin, Huxleys Neue Welt
15.10.2018 DE - Frankfurt/Main, Batschkapp
16.10.2018 DE – Stuttgart, Theaterhaus
17.10.2018 DE – Nürnberg, Hirsch
19.10.2018 AT – Wien, Ottakringer Brauerei

http://www.kimwilde.com
www.ear-music.net   
www.facebook.com/earMUSICofficial   
www.youtube.com/earMUSICofficial

 

 

 

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Autor: Networking Media – 29.03.2018


22. JUNI – 23. SEPTEMBER 2018 - DEICHTORHALLEN HAMBURG/HALLE FÜR AKTUELLE KUNST

CHARLINE VON HEYL – SNAKE EYES


IM ANSCHLUSS:
HIRSHHORN MUSEUM AND SCULPTURE GARDEN, WASHINGTON DC 2018/19
MUSEUM DHONDT-DHAENENS, DEURLE 2018/19

 
(Hamburg/dth) - Die Deichtorhallen Hamburg freuen sich sehr, die kommende Ausstellung mit den bahnbrechenden Arbeiten von Charline von Heyl bekannt zu geben, welche gemeinsam mit dem Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington DC, und in Kooperation mit dem Museum Dhondt-Dhaenens in Deurle, Belgien organisiert wurde. »Es handelt sich um die bislang umfassendste Ausstellung des künstlerischen Schaffens von Charline von Heyl weltweit«, sagt Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen Hamburg. »Die Kunstwerke von Charline von Heyl eröffnen dem Betrachter eine einzigartige Bildsprache. In spannender Balance zwischen hintergründiger Komik und formaler Innovation sowie europäischer und amerikanischer Tradition, verbinden ihre Bilder Komplexität und klare Einfachheit zu visuell und intellektuell anspruchsvollen Kompositionen.« Die Ausstellung beinhaltet rund 60 Arbeit von 2005 bis heute. Im Anschluss an die Deichtorhallen Hamburg werden im Hirshhorn Muse um und im Museum Dhondt-Dhaenens jeweils ausgewählte Präsentationen mit etwa 30 Bildern gezeigt.
 
Die in New York lebende deutsche Künstlerin Charline von Heyl (geb. 1960) ist eine der innovativsten Malerinnen der Gegenwart, die für ihre ausgefeilten und zugleich höchst intuitiven Arbeiten international höchste Anerkennung erfährt – herkömmliche Vorstellungen von Komposition, Schönheit, Narration und künstlerischer Subjektivität stellt von Heyl in ihren Bildern radikal auf den Kopf. Mit einer extrem prozessorientierten Arbeitsweise, scharfsinnigem Humor und Verweisen auf ein breites Quellenspektrum aus Literatur, Popkultur und Philosophie schafft von Heyl Bilder, die weder figurativ noch abstrakt sind, sondern in ihren Worten »ein neues Bild, das als Faktum für sich alleine steht.«
 
Der Titel der Ausstellung »Snake Eyes« verweist auf den englischen Terminus für ‚Einer-Pasch’, aber auch auf das ‚Sehen ohne Worte’. Jede ihrer Arbeiten erscheint als eine komplexe Kreation zwischen Kunstgeschichte und zeitgenössischen Bildwelten, zeitlos und doch bis ins Detail ein Zeugnis der Gegenwart. Ein Gefühl der Objektivität durchdringt von Heyls Arbeit als eine Art Subtext, der in all seiner lyrischen und beseelten Verfasstheit Distanz schafft. Insofern bezieht sich der Titel der Ausstellung indirekt auf das Auge der Künstlerin als hoch spezialisiertes aber doch auch trügerisches Beobachtungsinstrument und spielt zugleich mit autonomer Malerei in poetisch-satirischer Selbstreflexion.
 
Von Heyls faszinierende Bilder entfalten sich in einem komplexen, unvorhersehbaren Zusammenspiel von Schichten, die den Betrachter, gleichzeitig irritierend und verführend, zum Entdecken auffordern. Innerhalb des aktuellen Malereidiskurses gilt von Heyl als eine der einflussreichsten Künstlerinnen, deren Arbeiten in den bedeutendsten internationalen Sammlungen u.a. der Tate Modern, London, dem MoMA in New York, Museum of Contemporary Art in Chicago und dem Musée d’ Art Moderne de la Ville de Paris vertreten sind.
 
Die Ausstellung CHARLINE VON HEYL – SNAKE EYES ist eine Kooperation zwischen den Deichtorhallen Hamburg, dem Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington DC und dem Museum Dhondt-Dheanens, Deurle und wurde in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin entwickelt. Nach Hamburg (22. Juni – 23. September 2018) wird die Ausstellung aufgeteilt und in Washington DC, USA (8. November 2018 – 24. Februar 2019) und Deurle, Belgien (14. Oktober 2018 – 13. Januar 2019) zu sehen sein. Die Ausstellung wird von HUGO BOSS und dem Förderkreis der Deichtorhallen unterstützt.
 
ÜBER DIE KÜNSTLERIN

Charline von Heyl (geb. 1960, lebt und arbeitet in New York City und Marfa, Texas) studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und der Kunstakademie Düsseldorf und war in den 1980er Jahren Teil der Kölner Kunstszene. Ihre Arbeiten wurden international in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und befinden sich in Sammlungen auf der ganzen Welt, darunter im Museum of Contemporary Art, Los Angeles; dem Walker Art Center, Minneapolis; dem Whitney Museum of American Art, New York; dem Museum of Modern Art, New York; San Francisco Museum of Modern Art; Tate, London; Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris; und Kunstmuseum, Bonn. Sie war eine Finalistin für den Hugo Boss Preis im Jahr 2014 und erhielt Residencies am Wexner Center for the Arts und der Chinati Foundation.

 
CHARLINE VON HEYL – SNAKE EYES
22. JUNI – 23. SEPTEMBER 2018
DEICHTORHALLEN HAMBURG/HALLE FÜR AKTUELLE KUNST
IM ANSCHLUSS:
HIRSHHORN MUSEUM AND SCULPTURE GARDEN, WASHINGTON DC 2018/19
MUSEUM DHONDT-DHAENENS, DEURLE 2018/19


ORTE
·     Deichtorhallen Hamburg (Deutschland): 22. Juni – 23. Sept. 2018, kuratiert von Dirk Luckow, Intendant, Deichtorhallen Hamburg
·     Hirshhorn Museum, Washington DC (USA): 8. Nov. 2018 – 24. Feb.  2019, kuratiert von Evelyn Hankins, Senior Curator, Hirshhorn Museum and Sculpture Garden, Washington DC
·     Museum Dhondt-Dhaenens, Deurle (Belgien): 14. Okt. 2018 – 13. Jan. 2019, kuratiert von Joost Declercq, Direktor Museum Dhondt-Dhaenens und Charlotte Crevits, Kuratorin Museum Dhondt-Dhaenens
 
KATALOG
Die Ausstellung wird von einem reich illustrie rten Katalog in deutscher und englischer Sprache begleitet. Mit Texten von John Corbett und Katy Siegel, einem Gespräch zwischen Evelyn Hankins und Charline von Heyl sowie einer Einführung von Dirk Luckow. 240 Seiten, 110 Abbildungen, 24 x 27 cm, handgebundenes Zickzack-Hardcover.
  
 
ÖFFNUNGSZEITEN
Di – So 11 – 18 Uhr. Jeden 1. Do im Monat 11 – 21 Uhr.
 
ADRESSE
Deichtorhallen Hamburg/Halle für aktuelle Kunst, Deichtorstr. 1-2, 20095 Hamburg, Tel. 040- 32 10 30
 
WWW. DEICHTORHALLEN.DE

 


STREET PHOTOGRAPHY AUS SIEBEN JAHRZEHNTEN IM RAHMEN DER TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE

[SPACE] STREET. LIFE. PHOTOGRAPHY


HAMBURG 8. JUNI – 21. OKTOBER 2018
HAUS DER PHOTOGRAPHIE

 
(Hamburg/dth) - Der »urban space« – die unmittelbar erfahrbare städtische Lebenswelt – ist eines der wohl schillerndsten Sujets innerhalb fotografischer Bildwelten. Die Ausstellung »[SPACE] Street. Life. Photography. Street Photography aus sieben Jahrzehnten« im Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg, umfasst rund 50 fotografische Positionen mit etwa 350 Arbeiten, die zur Triennale der Photographie unter dem Motto »Breaking Point« in Hamburg zwischen dem 8. Juni und 21. Oktober 2018 gezeigt werden. Die Ausstellung markiert einen »Breaking Point« in der Street Photography: alle beteiligten Fotografen haben sich längst von dem decisive moment eines Cartier-Bressons emanzipiert und bahnbrechend weiterentwickelt.
 
Im direkten und lebendigen Dialog treffen zeitgenössische Fotografen auf Ikonen der Fotografiegeschichte.
Klassiker der Street Photography wie Diane Arbus, Robert Frank, Lee Friedlander, William Klein und Martin Parr werden in der Ausstellung gemeinsam mit jungen internationalen Positionen wie Maciej Dakowicz, Mohamed Bourouissa, Ahn Jun, Doug Rickard und Harri Pälviranta präsentiert. Die Ausstellung ist in sieben thematische Gruppen gegliedert: Street Life, Crashes, Public Transfer, Urban Space, Lines and Signs, Anonymity und Alienation.
 
Die Stadt und das Straßenleben geben so den Blick frei auf die unterschiedlichsten Inszenierungsmöglichkeiten, die die Beobachtung des öffentlichen Raums früher und heute ermöglicht. Die Ausstellung setzt sich zusammen aus Werken der Sammlung F.C. Gundlach, der Sammlung Falckenberg sowie zahlreichen Leihgaben und Kooperationen mit zeitgenössischen Künstlern. Neben filmischen Dokumentationen ergänzt eine 250 Seiten umfassende Katalogpublikation aus dem Kehrer Verlag mit ausgewählten Autoren die Ausstellung.


KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER:

Ahn Jun/Merry Alpern/Diane Arbus/Jerry Berndt/Roman Bezjak/Peter Bialobrzeski/Mohamed Bourouissa/Andrew Buurman/Harry Callahan/Yasmine Chatila/Mario Cuic/Maciej Dakowicz/Philip-Lorca diCorcia/Natan Dvir/Melanie Einzig/Robert Frank/Lee Friedlander/Peter Funch/Bruce Gilden/Hein Gorny/Siegfried Hansen/Andreas Herzau/Candida Höfer/Michael Järnecke/William Klein/Wolfgang Krolow/Leon Levinstein/Melanie Manchot/Jesse Marlow/Mirko Martin/Rudi Meisel/Joel Meyerowitz/Lisette Model/Loredana Nemes/Arnold Odermatt/Harri Pälviranta/Martin Parr/Doug Rickard/Martin Roemers/Thomas Ruff/Andrew Savulich/Axel Schön/Stephen Shore/Slinkachu/Thomas Struth/Wolfgang Tillmans/Andreas Trogisch/Nick Turpin/Dougie Wallace/Michael Wolf/
Tom Wood/Wolfgang Zurborn


DIE THEMEN


Die Ausstellung ist in sieben thematische Gruppen gegliedert: Street Life, Crashes, Public Transfer, Urban Space, Lines and Signs, Anonymity und Alienation.

»Street Life« präsentiert neben spontan erfassten oder situativ eingebundenen Momenten von William Klein, Joel Meyerowitz, Candida Höfer, Bruce Gilden, Maciej Dakowicz und Melanie Einzig sorgfältig überstaltete Arbeiten von Peter Funch, in denen die Grenzen zwischen inszenierter fotografischer Realität und purer Fiktion miteinander verschwimmen.

Störungen im reibungslosen Ablauf urbanen Gefüges berücksichtigt »Crashes«. Nimmt Polizeifotograf Arnold Odermatt Verkehrsunfälle auf, spielt Mirko Martin mit artifiziellen Unfällen, die er während Filmaufnahmen in Los Angelos festhält. Bandagierte Verunfallte bevölkern in Jesse Marlows Arbeiten das Straßenbild von Melbourne. Bedrohliche, mit Akteuren inszenierte emotionale Crashes in der Pariser Banlieue stehen im Mittelpunkt der Fotografien von Mohamed Bourouissa, während Andrew Savulich durch Kombination zweier Arbeiten seine Fotografien in ihrer emotionalen Wechselwirkung verdichtet.

In »Public Transfer« beobachtet Andrew Buurman Reaktionen von Reisenden auf Informationstafeln in Bahnhöfen, während Dougie Wallace seine schonungslosen Porträts von Fahrgästen im Bus durch spiegelnde Fensterscheiben um surreale Ebenen erweitert. Wolfgang Tillmans thematisiert die mit der Rushhour in der Londoner U-Bahn zwangsläufig physische Nähe, Michael Wolf beobachtet deren dramatische Steigerung in der Metro in Tokyo; Rudi Meisel widmet sich dem entspannten Treiben auf deutschen Autobahnrastplätzen.

»Urban Space« spielt mit räumlichen Aspekten der Stadt. Das dynamische Gewimmel auf den Straßen in Mumbai und Dhaka zeigt Martin Roemers in seinen mit der Großformatkamera aufgenommenen Arbeiten. Mit Nachtsichtgeräten erarbeitet Thomas Ruff Bilder von Düsseldorf. Die fotografischen Inszenierungen selbstgeschaffener Skulpturen von Slinkachu hingegen eröffnen einen Mikrokosmos, den ebenso Natan Dvir im Verhältnis zwischen Mensch und übergroßen Werbe-Repräsentationen im Bau befindlicher Konsumtempel fasziniert.

Lenken Stephen Shore und Harry Callahan in »Lines and Signs« den Blick auf die linearen Verhältnisse der Stadtlandschaften, überträgt Siegfried Hansen den Blick auf nahsichtige lineare Strukturen, während sich Andreas Trogisch ganz auf die Haptik von Fahrbahnmarkierungen konzentriert.

Tauchen bei Yasmine Chatila sehr private Momente in ihren nächtlich beobachteten Architekturen auf, riskiert Merry Alpern einen bewusst indiskreten Blick durch die Fenster eines Gebäudes in der Wall Street in New York. Auch Leon Levinstein, Jerry Berndt, Wolfgang Zurborn beschäftigen sich mit der Anonymität der Großstadt, gemeinsam sind sie Bestandteil des Ausstellungskapitels »Anonymity«.

»Alienation« – Verfremdung – vereinigt fotografisch inszenierte Situationen des Übergangs. Angesiedelt zwischen öffentlicher und privater Sphäre, gehören dazu die beängstigenden Selbstporträts von Ahn Jun genauso wie die von Lee Friedlander komponierten Selbstinszenierungen mittels seines Schattens im Bildraum. Doug Rickard bedient sich vom Schreibtisch aus den öffentlich zugänglichen Bildern von Google Street View für Fotografien an Orten, die sich für tatsächliche Erkundung als zu gefährlich erweisen. Arbeiten wie die von Robert Frank, Martin Parr, Philip-Lorca diCorcia und Mario Cuic konzentrieren und verdichten sich auf subjektive Empfindungen bei der Betrachtung öffentlichen Lebens. Bei den wie Gruppenaufnahmen arrangierten Arbeiten von Melanie Manchot steht der Übergang zwischen nachträglicher Bearbeitung und tatsächlicher Stadtlandschaft im Fokus.


UMFANG
Rund 350 Arbeiten von 52 fotografischen Positionen

KURATORIN
Dr. Sabine Schnakenberg, Sammlungskuratorin Haus der Photographie

KATALOG
Zur Ausstellung erscheint ein deutsch/englischer Katalog im Kehrer Verlag mit Texten von Christoph Schaden und Sabine Schnakenberg, Vorwort Dirk Luckow. Ca. 250 Seiten, Hardcover, ca. 24 x 30 cm; Preis ca. 48 Euro


ERÖFFNUNG
Donnerstag, 7. Juni 2018 um 20 Uhr im Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg. Am selben Abend und Ort wird um 19 Uhr die 7. Triennale der Photographie Hamburg 2018 eröffnet. Um 21 Uhr folgt die Eröffnung des Festivalzentrums auf dem Vorplatz der Deichtorhallen.

ÖFFNUNGSZEITEN
8. Juni - 21. Oktober 2018
DI – SO, 11 – 18 Uhr. Jeden 1. DO im Monat 11 – 21 Uhr.

ADRESSE
Deichtorhallen Hamburg/Haus der Photographie
Deichtorstr. 1-2, 20095 Hamburg, Tel. 040- 32 10 30

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Präsentation in der Kartäuserkirche des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg anlässlich aufwendiger kunsttechnologischer Untersuchungen und Restaurierungsmaßnahmen

Bemalt, aus einem Stück und älter als gedacht: Die Kreuzwegstationen von Adam Kraft


 

22.3. – 7.10.2018

 

(Nürnberg/pm) - Der Nürnberger Adam Kraft (um 1455/60 – 1509) ist einer der herausragendsten deutschen Bildhauer des ausgehenden Mittelalters. Zu den bedeutendsten Exponaten in der Kartäuserkirche im Germanischen Nationalmuseum gehört sein Kreuzweg, ein Ensemble aus sieben monumentalen Steinreliefs mit Szenen der Passion Christi. In den vergangenen drei Jahren wurden die Darstellungen mit Mitteln der Ernst von Siemens Kunststiftung und des Fördererkreises des Germanischen Nationalmuseums aufwendig untersucht, gereinigt und restauriert. Die Maßnahmen waren notwendig, weil der Zustand der Werke ihrer Bedeutung nicht mehr gerecht wurde.

 

Neben dem beeindruckenden Ergebnis veranschaulichen vom 22. März bis 7. Oktober 2018 Schautafeln bei den Reliefs die neuesten Forschungserkenntnisse zur Werktechnik und Bemalung, geben Einblicke in die Restaurierungsgeschichte und thematisieren damit auch den Umgang mit Kunstwerken über die Jahrhunderte. Folgende wissenschaftliche Erkenntnisse werden thematisiert:

 

1.     Waren die Kreuzwegstationen einst bemalt?

 

Eine wichtige Ausgangsfrage der Untersuchungen war, ob sich an den Steinreliefs Hinweise auf eine originale Farbfassung finden lassen. In der Tat wurden neben Spuren späterer Bemalungen auch minimale Farbpartikel der ursprünglichen Fassung entdeckt, im Inneren von Gewandfalten oder in rückseitig liegenden Vertiefungen. In den Gesichtern einiger Frauenfiguren haben sich außerdem aufgemalte Pupillen erhalten. Es ist anzunehmen, dass auch die übrigen Figuren einst mit ausgemalten Augen versehen waren. Raum für Spekulationen bietet zudem die erste Kreuzwegstation: Zu Füßen Christi liegt hier eine rechteckige Platte, die ikonographisch nur als Nagelbrett gedeutet werden kann, das Christus an den Gürtel gebunden wurde und ihm bei jedem Schritt gegen die Knöchel schlug. Plastisch geformte Nägel sind nicht vorhanden, und ohne Bemalung ist dieses Detail nur schwer zu verstehen.

 

Indizien dieser Art stärken die Theorie, dass die Szenen ursprünglich zumindest teilweise bemalt waren. Doch insgesamt sind die Befunde für eine vollständige Rekonstruktion zu gering. Aus diesem Grund steht eine erneute farbige Fassung auch nicht zur Diskussion.

 

2.     Wie hat Adam Kraft die Kreuzwegstationen gefertigt?

 

Adam Kraft gilt als Meister der Stofflichkeit. Seine Steinfiguren scheinen mal mit dünnem, mal mit schwerem Tuch bekleidet, die Haut wirft zarte Falten oder spannt sich über Gesichtsknochen – eine künstlerische Fertigkeit, die nach der aktuellen Reinigung wieder in Gänze sichtbar ist. Die Untersuchungen ergaben, dass die Kreuzwegstationen aus grobem Burgsandstein gehauen sind – im Gegensatz zu anderen Werken Krafts, wie beispielsweise dem aus feinem Sandstein bestehenden Sakramentshaus in St. Lorenz. Das weichere Material lässt sich leichter bearbeiten, es ist aber auch empfindlicher, weshalb sich Kraft vermutlich bewusst für den groben Stein für die ursprünglich draußen aufgestellten Kreuzwegstationen entschied. Trotz des schwerer zu bearbeitenden Materials gelang ihm eine außerordentlich detaillierte Gestaltung der Szenen. Sie wurden jeweils aus einem Steinblock gefertigt und kaum ergänzt – eine herausragende bildhauerische Leistung.

 

3.     Wo begann der Kreuzweg?

 

Bislang ging man davon aus, dass der Nürnberger Kreuzweg vom Tiergärtnertor bis zum Johannisfriedhof führte. Gläubige konnten auf dieser Strecke den Wallfahrtsweg in Gedenken an den Leidensweg Christi abschreiten. Die Kreuzwegstationen von Kraft dienten als Wegemarken.

 

Die Information, dass der Kreuzweg am Tiergärtnertor beginnt, geht auf den Nürnberger Johann Neudörfer aus der Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. Dort steht ein markantes Gebäude, das den Namen Pilatushaus trägt – in Anlehnung an das Haus des Pilatus in Jerusalem, dem Ort der Verurteilung Christi und Beginn des Leidenswegs. Pilatushaus heißt dieses Gebäude allerdings erst seit der Zeit um 1700. Viel wahrscheinlicher begann der Nürnberger Kreuzweg einst am Neutor. Darauf verweist u.a. eine zeitgenössische, auf 1490 datierte Inschrift in St. Johannis am Ende des Kreuzwegs. Außerdem war für jeden Abschnitt des Kreuzwegs eine bestimmte Anzahl an Schritten vorgegeben. Nimmt man als Beginn das Neutor an, passt die Schrittzahl zur nächsten Kreuzwegstation – ab dem Tiergärtnertor nicht, die Wegstrecke ist zu kurz. Das ursprüngliche, von Zeitgenossen Krafts als Pilatushaus bezeichnete Gebäude, muss deshalb zweifellos beim Neutor gestanden haben.

 

4.     Wer hat das herausragende Ensemble gestiftet?

 

Die Frage nach dem oder den Stifter(n) der Kreuzwegstationen muss offen bleiben. Üblicherweise zeigen im Spätmittelalter sämtliche Dedikationen ihre Spender durch Wappen an – auf den Kreuzwegstationen fehlen diese, auch die aktuellen Untersuchungen haben keine Hinweise erbracht.

 

5.     Sind die Kreuzwegstationen ein Früh- oder ein Spätwerk?

 

Die Kreuzwegstationen von Adam Kraft zählen zu den ältesten erhaltenen Beispielen dieser Bildgattung nördlich der Alpen. Ihre exakte Datierung war in der Forschung allerdings umstritten. Bislang galten sie als zwischen 1505 und 1508 entstandenes Spätwerk des Meisters. Diese Zuschreibung basiert auf der am Endpunkt des Kreuzwegs stehenden Holzschuher-Kapelle, die mit der Jahreszahl 1508 versehen ist.

 

Doch es gibt Gründe für eine frühere Datierung: Von 1482 bis 1486 wurden der Südturm der Nürnberger Sebalduskirche und ihr Westportal umgebaut. Jüngst freigelegte Steinmetzzeichen in Quadern belegen Krafts Mitarbeit, er war bereits in den 1480er Jahren wieder nach Nürnberg zurückgekehrt. Davon ging man bislang nicht aus. Von 1490 bis 1492 fertigte er – ebenfalls verbürgt – Großreliefs für die Grablegung der Familien Schreyer und Landauer an der Außenwand von St. Sebald, ab 1493 entstand das mehr als 20 Meter hohe Sakramentshaus in St. Lorenz. Die späteren Werke zeugen von einer beachtlichen künstlerischen Weiterentwicklung. Woher rührt sie? Was hat Kraft zwischen 1486/87 und 1490 in Nürnberg gemacht?

 

Ein weiterer Hinweis ist die bereits erwähnte Inschrift in St. Johannis, eine Bronzetafel, die 1490 neu an der zum Kreuzweg gehörenden Kreuzigungsgruppe angebracht wurde. Zu welchem Anlass – vor allem, wenn die späte Entstehung bis 1508 angenommen wird? Wenn Kraft die Kreuzwegstationen allerdings ab 1487 gefertigt hätte, könnten sie 1490 vollendet gewesen sein. Die Bronzetafel markierte dann ihre Vollendung und die Aufwertung des Kreuzwegs durch die neuen Stationen. Die außerordentliche bildhauerische Leistung hätte zugleich als Referenz für die späteren Auftraggeber Schreyer und Landauer gedient, was auch die Herstellung aus einem Stück begründen würde: Hier wollte Kraft seine große Meisterschaft unter Beweis stellen. Sammlungsleiter Dr. Frank Matthias Kammel spricht sich für eine Umdatierung aus: „Die Kreuzwegstationen sind zwischen 1487 und 1490 entstanden, als Frühwerk von Adam Kraft“, ist er überzeugt. Damit ist der Kreuzweg von Adam Kraft der älteste vollständig erhaltene Kreuzweg im gesamten deutschen Sprachraum.

 

Fazit

 

Durch die Reinigungs- und Restaurierungsmaßnahmen ist die ursprüngliche Qualität der Kreuzwegstationen von Adam Kraft wieder eindrucksvoll zutage getreten. Sie zeugen von seiner unangefochtenen Meisterschaft, lebensnah und lebendig in Stein zu erzählen. In der nur etwa 30 cm starken Steinsubstanz vermochte er die Anmutung tiefen Raumes und unterschiedlicher Zonen zu erwecken. Sein Kreuzweg: Ein einzigartiges Meisterwerk!

 

Katalog und Audioguide

 

Begleitend zur Ausstellung ist ein Katalog zum Preis von € 13,50 (im Buchhandel € 18,-) erschienen. Außerdem wurden auf den regulären Audioguide des Museums neu Texte speziell zu den Kreuzwegstationen aufgespielt – mit Informationen zur Kunst- und Kulturgeschichte, den Bildinhalten und den Ergebnissen der jüngsten kunsttechnologischen Untersuchungen und Restaurierung. Abbildungen verdeutlichen die oft schwierigen Restaurierungsprozesse und machen auf Details aufmerksam. Der Audioguide kann jederzeit für € 2,- an der Kasse ausgeliehen werden.

 

 

 


Adam Kraft. Der Kreuzweg
Präsentation in der Kartäuserkirche
22.3 – 7.10.2018

 

 

 


Heilig-Rock-Tage bieten vielfältiges musikalisches Programm

Von der Bachkantate bis zu Liedern der Arbeit

Die Kulturbühne am Dom. Foto: bt
Die Kulturbühne am Dom. Foto: bt

 

(Trier/bt) – „HERAUSGERUFEN – Du hast mehr verdient!“: Das Leitwort der Heilig-Rock-Tage vom 13. bis 22. April in Trier zieht sich auch durch das musikalische Angebot des Bistumsfestes. Das haben der Trierer Liedermacher Andreas Sittmann und Domkapellmeister Prof. Thomas Kiefer am 14. März in Trier betont.

 

Sittmann verantwortet das Programm im Kulturzelt am Dom, täglich finden dort um 19 Uhr Konzerte statt. Schon die Recherche nach den passenden Bands sei spannend, erklärt er: „Welche Band passt zum Anlass, zu den Zielgruppen des Tages, zum Thema?“ Von Jazz über Schlager aus den 1950er Jahren und Folk bis hin zu aktuellem Rock und Pop bietet das Programm Angebote für (fast) alle Geschmäcker. Konkrete Bezüge zum Leitwort sieht Sittmann etwa am Eröffnungsabend (13. April), wenn „Die Wonderfrolleins“ die Zeit des Wirtschaftswunders, des Wiederaufbaus und der Sehnsucht nach der Ferne besingen. Er selbst steht am 18. April mit Lino Battiston und Manfred Pohlmann auf der Bühne und singt „Lieder der Arbeit“: „Wir bringen zum Beispiel Lieder aus dem 19. Jahrhundert mit, die eine Brücke zur heutigen Zeit schlagen. Die Zeit hat sich geändert, aber die Themen wie Gleichstellung oder Gleichberechtigung sind heute genauso aktuell.“ Auf ein besonderes Highlight mag er sich nicht festlegen: Ob Frühschoppenkonzert nach dem Gottesdienst am Sonntagmorgen oder leichter Jazz bei einem Glas Wein am Abend – „man kann eigentlich die ganze Woche gleich dableiben“.

 

„An der Schwelle zwischen Gottesdienst und Konzert“ sieht Domkapellmeister Kiefer das Abendlob. Seit der Heilig-Rock-Wallfahrt 1996 gibt es diese besondere Verbindung von Wort und Musik jeweils um 21 Uhr im Dom. „Bei der Zusammenstellung des Programms habe ich mich vom Leitwort inspirieren lassen und bin an dem Wort ‚mehr‘ hängen geblieben“, erklärt er. Mehr Vielfalt, mehr Farben, verschiedenste Stile werden den Besuchern des Abendlobs geboten. Das Leitwort werde nicht nur durch die verschiedenen Sprecherinnen und Sprecher, darunter der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. Heinrich Bedford-Strohm, aufgegriffen. Mit dem Saarknappenchor am 13. April, einem der letzten „echten Werkschöre“ in Deutschland, zeige sich die Thematik ebenso wie beim Duo Lumiére am 18. April, die unter dem Titel „Wenn aus Tönen Farben werden“ hörbar machen, dass Musik mehr ist als physikalische Schwingungen. Besonders stark werde das Leitwort ansichtig durch die beiden Bachkantaten am 20. April, in der die Begegnung Jesu mit den Arbeitern seiner Zeit – Weinbergsarbeiter und Fischer – konstrastiert mit der Bach’schen evangelisch geprägten Tradition von Genügsamkeit und christlicher Gelassenheit.

 

In beiden musikalischen Angeboten spielen nicht nur Trierer Gruppen eine Rolle, die Ensembles kommen aus dem ganzen Bistum und darüber hinaus. Auch bei der Gestaltung der verschiedenen Gottesdienste während der Heilig-Rock-Tage wirken Chöre aus dem ganzen Bistum mit. „Das ist uns im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden“, sagt Kiefer. „Denn das ist ja kein Trierer Fest, sondern das Bistumsfest, das in Trier stattfindet.“

 

Das gesamte Programm ist unter www.heilig-rock-tage.de zu finden.

 


Alexander Kluge zu Besuch in der Fondation Beyeler

Alexander Kluge, Foto: Markus Kirchgessner
Alexander Kluge, Foto: Markus Kirchgessner

 

 

(Basel/fb) - Film braucht Raum – davon ist Alexander Kluge überzeugt. Anlässlich der aktuellen Ausstellung «Georg Baselitz» in der Fondation Beyeler hat der renommierte Autor und Filmemacher ein filmisches Porträt produziert, eine Hommage für Georg Baselitz (Parsifal). Im April kommt Kluge für zwei anregende Abendveranstaltungen persönlich ins Museum, einmal für einen Dialog mit dem Germanisten Ulrich Stadler und am Tag darauf für ein Gespräch mit Georg Baselitz. Die Abende werden wie Kluges Filme sein – überraschend, anregend, unerwartet.

 

 

 

Jurist, Schriftsteller, Theoretiker, Filmemacher: Alexander Kluge ist einer der vielseitigsten Intellektuellen Deutschlands. Aus Anlass der Ausstellung «Georg Baselitz», die noch bis zum 29. April in der Fondation Beyeler zu sehen ist, hat er ein filmisches Porträt, betitelt Hommage für Georg Baselitz (Parsifal) geschaffen, das ähnlich wie die Werke des bildenden Künstlers mit vielfältigen Bezügen zur Geschichte spielt, diese aber in einen anderen Kontext rückt und damit eine neue Sichtweise eröffnet.

 

 

 

Am Mittwoch, den 4. April 2018 um 19.00 Uhr, bestreitet Kluge mit Unterstützung von Germanist Ulrich Stadler einen spannenden Abend zum Thema «Chronik der Gefühle in disruptiver Zeit. Geschichten zu kurzen und langen Zeiten». Den Begriff «disruptiv» verwendet Kluge zur «Kennzeichnung der Zerstörung guter Überlieferung, während sich ein neues, rohes Zeitalter überraschend an deren Stelle setzt». Kluge ist der Nomade des Erzählens, ein unermüdlicher Sammler, ständig en detail, ohne sich darin zu verlieren – es verspricht, ein spannender Abend zu werden.

 

 

 

Tags darauf, am Donnerstag, den 5. April um 18.30 Uhr, trifft sich Alexander Kluge mit Georg Baselitz in der Fondation Beyeler. Das Gespräch ist überschrieben mit: «Von Mutterwitz und Heldentum»; Thema sind die aktuelle Ausstellung sowie das Bühnenweihfestspiel Parsifal, das dieses Jahr an der Bayerischen Staatsoper aufgeführt wird und für das Baselitz das Bühnenbild entwirft.

 

 

 

Kluge machte sich Anfang der 1960er-Jahre als Schriftsteller und vor allem als Filmemacher einen Namen. Als erster Deutscher erhielt er nach dem Krieg den Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig (für Abschied von gestern, 1966), und er gilt als treibende Kraft der Strömung des Neuen Deutschen Films, die zu jener Zeit einen Umbruch im deutschen Kino einleitete. Bis Mitte der 1980er-Jahre veröffentlichte Kluge 14 Spielfilme und produzierte zahlreiche Gesprächssendungen mit Künstlern, Wissenschaftlern, Musikern, Filmemachern, Schriftstellern und Politikern. Seit Anfang des neuen Jahrhunderts ist er auch wieder vermehrt als literarischer Autor tätig.

 

 

 

 

 

Infos:

 

 

 

Mittwoch, 4. April 2018, 19.00 Uhr

 

Alexander Kluge: «Chronik der Gefühle in disruptiver Zeit»

 

Geschichten zu kurzen und langen Zeiten. Ein Abend Alexander Kluge und Ulrich Stadler.

 

Als disruptiv bezeichnet man es, wenn gute Überlieferung zerstört wird und ein rohes, neues Zeitalter überraschend sich an deren Stelle setzt. Der deutsche Filmemacher und der Germanist widmen sich diesem Thema.

 

 

 

Donnerstag, 5. April 2018, 18.30 Uhr

 

Georg Baselitz und Alexander Kluge: «Von Mutterwitz und Heldentum»

 

Georg Baselitz und Alexander Kluge sprechen über die Ausstellung in der Fondation Beyeler und die Oper Parsifal an der Bayerischen Staatsoper.

 

Die Veranstaltungen sind im Museumseintritt inbegriffen. Die Ausstellung kann vorgängig besucht werden.

 


In Ottobeuren sorgen drei hochkarätige Basilika-Konzerte mit Klassik-Stars aus aller Welt für große Gefühle.

In Ottobeuren geht Liebe durch die Ohren!

 

(Ottobeuren/pm) - „Das Ohr ist der Weg zum Herzen“, wusste die französische Schriftstellerin Madeleine de Scudéry schon vor über 300 Jahren. Wie recht sie auch heute noch damit hat, erleben Besucher in Ottobeuren am eigenen Leib: Seit nunmehr sechs Jahrzehnten trifft die musikalische Welt-Elite bei den Basilika-Konzerten in der prächtigen Klosterkirche im Unterallgäu Klassik-Liebhaber direkt ins Herz. Stars wie Leonard Bernstein, Kent Nagano und Herbert von Karajan haben hier schon dirigiert, weltberühmte Orchester und Chöre vor atemberaubender Kulisse für Gänsehaut gesorgt. Und auch in diesem Sommer vereinen sich musikalische Brillanz und barocke Pracht wieder zu einem Kulturgenuss der Extraklasse.

Den Auftakt macht am 24. Juni 2018 die „Symphonie Nr. 4“ in Es-Dur, neben der Siebten die wohl beliebteste Sinfonie von Anton Bruckner. Ihr Beiname „Die Romantische“ geht auf zahlreiche prägnante Hornpartien zurück, Bruckner selbst erklärte Freunden auch: „Im zweiten Satz will ein verliebter Bursche fensterln gehen, wird aber nicht eingelassen.“ Glücklicherweise müssen die Besucher in Ottobeuren eine solche Schmach nicht fürchten: Die Sinfonie, 1881 uraufgeführt, erklang bereits dreimal in der majestätischen Basilika, in der kommenden Saison wird sie von der Philharmonia Zürich unter der Leitung von Fabio Luisi zum Besten gegeben. Der Italiener, auch Chefdirigent des Danish National Symphony Orchestra und designierter Musikdirektor des Maggio Musicale Fiorentino, steht dem stilsicheren und engagierten Orchester des Opernhauses Zürich seit 2012 als Generalmusikdirektor vor.

Am 22. Juli 2018 geht es in der Konzertreihe weiter mit dem „Intende voci“ (Vertonung der Verse 2 und 3 - Psalm 5) und der „Messe Nr. 6“, beides Auftragswerke aus Franz Schuberts letztem Lebensjahr 1828. Schubert hat darin die barocken und klassischen Vorbilder, die seine früheren religiösen Werke prägten, hinter sich gelassen und seinen eigenen stimmungsvollen Kirchenmusikstil gefunden. Für seine Vielseitigkeit bekannt ist auch Dirigent und Bundesverdienstkreuzträger Frieder Bernius, der mit der Hofkapelle Stuttgart und dem Kammerchor Stuttgart zum Gastspiel nach Ottobeuren kommt. Während sich die Hofkapelle als führender Vertreter auf historischen Instrumenten mit einer eigenen Stimmtonhöhe unter seiner Leitung vorwiegend der klassischen und frühromantischen Musikepoche widmet, reicht das Repertoire seines Kammerchores – längst eine von Publikum und Presse gefeierte Ausnahmeerscheinung – vom 17. bis zum 21. Jahrhundert.

Den Abschluss des hochkarätigen Ottobeurer Musiksommers bildet am 30. September 2018 Felix Mendelssohn Bartholdy mit seinem ersten Oratorium „Paulus“, das er ab 1832/33 unter dem Eindruck der von ihm geleiteten Wiederaufführung der Matthäuspassion von J. S. Bach komponierte. Obwohl seine Zeitgenossen die integrierten Choralsätze als Stilbruch empfanden, wurde „Paulus“ zu Mendelssohns beliebtestem Werk, ja zu einem „Juwel der Gegenwart“, wie es der Kritiker Robert Schumann formulierte. In der Ottobeurer Basilika wird das prächtige Oratorium nach 1970 und 2005 nun zum dritten Mal aufgeführt. Für eine außergewöhnliche Darbietung stehen das  Symphonieorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks zusammen mit dem japanischen Dirigenten Masaaki Suzuki – allesamt namhafte Protagonisten, die sich unter anderem schon über Grammy Awards und ECHO Klassik-Auszeichnungen freuen durften.

 

Im prächtigen Kaisersaal der Benediktinerabtei reicht der Ohrenschmaus – beginnend am 10. Mai bis 29. September – von Celtic/Traditional bis Songwriter/Blues aus der irischen und schottischen Musikszene über Werke weltberühmter Komponisten bis zu beliebten Walzer- und Operettenklängen. Die Basilika und die Erlöserkirche sind außerdem Schauplatz der Ottobeurer Orgelkonzerte, die an ausgewählten Samstagen in andere Sphären entführen.

 

Der Kartenvorverkauf für alle Konzerte hat begonnen.

 

Weitere Informationen:
Touristikamt Kur & Kultur Ottobeuren, Tel. +08332 92 19 50, touristikamt@ottobeuren.de, www.ottobeuren.de

 


EUROPASTART AM 6. JUNI IN UK - KONZERTE IN BERLIN UND KÖLN IM JUNI/JULI

JAY-Z UND BEYONCÉ KÜNDIGEN OTR II TOURNEE AN

Foto: livenation
Foto: livenation

 

 

(Frankfurt/ka) - JAY-Z und BEYONCÉ bündeln ihre Kräfte und kündigen die OTR II Stadiontournee für 2018 an,  die in Europa und UK insgesamt 15 Städte und in Nordamerika weitere 21 Städte umfasst. 
In Deutschland macht die OTR II Tour am 28. Juni in Berlin und am 03. Juli in Köln Station.

 

Die OTR II Tour wird von Live Nation Global Touring, Parkwood Entertainment und Roc Nation produziert.

 

Citi ist offizieller Kreditkartenpartner der OTR II Stadiontournee und ermöglicht Citi-Kreditkartenbesitzern vorab Zugang zum Citi Presale, der am 14. März um 12 Uhr startet und am 17. März um 17 Uhr endet. Weitere Informationen zum Citi Presale unter: citiprivatepass.com.

 

Der allgemeine Vorverkaufsstart beginnt am Montag, den 19. März um 10 Uhr.

 

Am Mittwoch, den 14. März startet außerdem der Beyhive und TIDAL Presale für Fanclub-Mitglieder und TIDAL-Abonnenten. Um Teil des Beyhives zu werden und Zugang zum Presale zu erhalten, hier klicken: beyonce.com. TIDAL-Abonnenten finden weitere Details zum Presale unter: www.tidal.com.

 

Den offiziellen Tourtrailer gibt es auf TIDAL: http://tdl.sh/OTRII

 

Im Sommer 2014 spielten BEYONCÉ und JAY-Z eine sechswöchige ausverkaufte Stadiontournee in Nordamerika mit ihrer heiß ersehnten ON THE RUN Tour. Den krönenden Tourabschluss bildeten zwei internationale Termine in Paris, Frankreich, die für ein HBO Spezial mitgeschnitten wurden und dafür eine Emmy Nominierung erhielten. 

 

 

 

JAY-Z AND BEYONCÉ

 

OTR II

 

Produced by Live Nation Global Touring in association with Parkwood Entertainment & Roc Nation

 

presented by Live Nation

 

Do.     28.06.18       Berlin            Olympiastadion

 

Di.      03.07.18       Köln              RheinEnergieSTADION

 

 

 

Beyhive & Tidal Presale: Mi., 14.03.18, 10:00 Uhr bis Sa., 17.03.18, 17:00 Uhr
www.beyonce.com

 

 

 

TIDAL Presale: Mi., 14.03.18, 10:00 Uhr bis Sa., 17.03.18, 17:00 Uhr
www.tidal.com

 

 

 

Citi Presale: Mi., 14.03.18, 12:00 Uhr bis Sa., 17.03.18, 17:00 Uhr
www.ticketmaster.de

 

 

 

LN Presale: Fr., 16.03.2018, 10:00 Uhr bis Sa., 17.03.18, 17:00 Uhr
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Allgemeiner Vorverkaufsstart: Mo., 12.02.2018, 10:00 Uhr

 

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MUSIKALISCHE VIELFALT BEIM BADISCHEN TAG DER KIRCHENMUSIK

(Karlsruhe/ekiba) - Zum „Badischen Tag der Kirchenmusik“ treffen sich am Samstag (10.3.) in Karlsruhe mehr als 150 katholische und evangelische Kirchenmusikerinnen und -musiker aus ganz Baden. Zum Abschlussgottesdienst in der Christuskirche ist auch die Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Auf dem Programm stehen, rund um die Christuskirche zwischen 9.30 und 18 Uhr, Workshops zu Orgel-, Pop-, Bläser- und Chorleitungsthemen. Geleitet werden die Workshops von katholischen und evangelischen Kantorinnen und Kantoren aus ganz Baden. Diese legen einen programmatischen Schwerpunkt auf die neue Lied- und Textsammlung, die zum ersten Advent 2018 in allen Gemeinden der badischen Landeskirche eingeführt wird. Andere Workshops greifen Aspekte aktueller Entwicklungen auf; beispielsweise die stetig wachsende ökumenische Gemeinschaft in den Ortsgemeinden oder das Verreisen mit Kinderchören.

Der Tag endet um 17 Uhr mit einem feierlichen öffentlichen Gottesdienst in der Christuskirche Karlsruhe. In diesem werden die nebenamtlichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker (D- und C-Examen) für ihren Dienst entsendet, die kürzlich ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Musikalisch wird dieser Gottesdienst u. a. von der Landesjugendkantorei Baden gestaltet, der als Auswahlchor die besten jugendlichen Sängerinnen und Sänger der Landeskirche versammelt.

Mehr als 20.000 Sängerinnen und Sänger sind derzeit in der Badischen Landeskirche musikalisch aktiv. Sie singen in Kirchenchören, Kantoreien, Jugendchören, Kinderchören, Singschulen und Gospelchören. Der Landesverband evangelischer Kirchenchöre als Dachverband umfasst in Baden derzeit etwa 450 Erwachsenenchöre und 120 Kinder- und Jugendchöre.


Die Zukunft der Ausstellungspraxis: Museen im 21. Jahrhundert

So sahen die Ausstellungsräume des Germanischen Nationalmuseums früher aus: Willibald Maurer: Waffenhalle im Tiergärtnertorturm, 1853 - Bleistift, Feder in Schwarz, laviert auf Papier. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
So sahen die Ausstellungsräume des Germanischen Nationalmuseums früher aus: Willibald Maurer: Waffenhalle im Tiergärtnertorturm, 1853 - Bleistift, Feder in Schwarz, laviert auf Papier. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

 

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und das Germanische Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg erhalten rund 1,6 Millionen Euro von der VolkswagenStiftung, um im Rahmen eines Forschungskollegs die praxisnahe Berufsausbildung in den Geistes- und Kulturwissenschaften zu stärken.

 

(Nürnberg/gnm) - Sind Universitäten und Museen Elfenbeintürme wissenschaftlicher Forschung? Mitnichten! Doch wie erfährt die Öffentlichkeit von neuesten Forschungsergebnissen? Und wie können junge Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler schon während der Promotionsphase praxisnah auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden? Ein gemeinsames Forschungskolleg des Instituts für Kunstgeschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg und mehreren privatwirtschaftlichen Partnern nimmt sich dieser Aufgabe in den kommenden vier Jahren verstärkt an. Ziel ist es, den Wissenstransfer zwischen Forschungsinstitutionen und Gesellschaft zu verbessern, außerdem Wissenschaft und Wirtschaft enger aneinander zu binden. Die VolkswagenStiftung bewilligte dafür jetzt rund 1,6 Mio. Euro.

 

Das Promotionskolleg „Modellierung von Kulturgeschichte am Beispiel des Germanischen Nationalmuseums: Vermittlungskonzepte für das 21. Jahrhundert“ unter der Leitung von Prof. Dr. Christina Strunck (FAU) bietet sieben Promovierenden die Möglichkeit, die Geschichte des Germanischen Nationalmuseums und die historische Entwicklung seiner Sammlungspräsentation bis 2022 näher zu untersuchen. Denn wie inszenierte das Museum seit seiner Gründung 1852 Kulturgeschichte? Welchen Veränderungen unterlag die Präsentation? Und wie formte sie unser Bild von der Vergangenheit?

 

Die Modellierung von Kulturgeschichte ist ein grundlegendes Thema der Museen. In den vergangenen 20 Jahren haben Institutionen in ganz Europa verstärkt ihre eigene Entstehungs- und Sammlungsgeschichte aufgearbeitet. Vergleichende Studien zur Entwicklung von Dauerausstellungen sind jedoch selten. Diese Lücke möchte das Forschungskolleg schließen. Welche Exponate waren wann zu sehen und in welchem Kontext standen sie? Welche Schwerpunkte setzte das Museum, welchen Themen räumte es wie viel Platz ein? Und was wurde neu erworben? Präsentation und Ankaufspolitik spiegeln immer gesellschaftliche Vorstellungen und Trends ihrer Zeit, sie prägen und beeinflussen im Gegenzug aber auch die Besucher.

 

Um die Verzahnung von Theorie und kuratorischer Ausstellungpraxis zu vertiefen, werden im Rahmen des Forschungskollegs ergänzend praxisorientierte Module mit Expertinnen und Experten aus der Privatwirtschaft angeboten. Ein museologisches Trainee-Programm, Workshops zum Erwerb von IT- und Management-Kompetenzen sowie das Experimentieren mit neuen Vermittlungsformaten am Beispiel der Exponate des GNM tragen dazu bei, die Chancen der Promovierenden auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Die Kooperationspartner versprechen sich davon im Gegenzug innovative Ideen zur Nutzung neuer, digitaler Techniken. Begleitende Vortragsreihen und Exkursionen sorgen für Vernetzung in der Museumsarbeit auf internationalem Niveau.

 

Das Forschungskolleg ist Teil der Initiative „Wissenschaft und berufliche Praxis in der Graduiertenausbildung“, mit der die VolkswagenStiftung strukturverändernde Promotionskonzepte in den Geistes-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften fördert. Sie unterstützt Graduiertenkollegs mit Pilotcharakter, in denen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler konkrete Einblicke in künftige Berufsfelder erhalten und sich damit schon während der Promotion für eine außeruniversitäre Tätigkeit qualifizieren. Eine zukunftsweisende Chance.

 

 

 

Forschungskolleg: Modellierung von Kulturgeschichte am Beispiel des Germanischen Nationalmuseums: Vermittlungskonzepte für das 21. Jahrhundert

 

Forschungskooperation der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg mit dem
Germanischen Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg 

 

Laufzeit: 2018–2022
Bewilligungssumme: rund 1,6 Mio.

 

Antragsteller: Prof. Dr. Christina Strunck, Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg

 


Lebendiger als das Leben!

 

Ab 29. März 2018 auf DVD, Blu-ray™ und Blu-ray 3D™ sowie als Download verfügbar!

 


(Los Angeles/dp) -
„And the Oscar goes to...“ ist wohl der berühmteste Satz der Filmindustrie und hält alljährlich die Nominierten und weltweit mehrere hundert Millionen Fernsehzuschauer in Atem.

Bei der gestrigen, 90. Oscarverleihung, konnte der Disney•Pixar Weihnachtshit COCO gleich zweimal abräumen: COCO bekam die begehrteste Trophäe der Welt in den Kategorien „Bester Song“ und „Bester animierter Spielfilm“ und reiht sich damit in die Liste der erfolgreichen Filme aus dem Hause Disney•Pixar ein. Da führen nicht nur Hector und der kleine Miguel vor Freude ein Tänzchen auf...

Disney•Pixars „Coco – Lebendiger als das Leben“, die Geschichte über die Reise eines musikalisch hochtalentierten 12-jährigen Jungen zu seinen Vorfahren ins magische Totenreich, gewann erst kürzlich den Golden Globe® als bester Animationsfilm. Am 29. März, pünktlich zu Ostern, kommt diese äußerst lebendige Geschichte endlich auf DVD, Blu-ray und Blu-ray 3D in die heimischen Wohnzimmer.

Pixars neunzehnter abendfüllender Animationsfilm erzählt die Geschichte von Miguel, der davon träumt, wie sein Idol Ernesto de la Cruz Musiker zu werden, obwohl seine Familie rätselhafterweise seit Generationen die Musik aus ihrem Leben verbannt hat. Als Miguel verzweifelt versucht sein Talent zu beweisen, findet er sich plötzlich im farbenfrohen Land der Toten wieder und mysteriöse Ereignisse überschlagen sich. Auf seiner Reise trifft er den liebenswerten Gauner Hector und gemeinsam machen sich die beiden auf eine außergewöhnliche Reise, um die Wahrheit um Miguels Familiengeschichte ans Licht zu bringen.

Regie führte Lee Unkrich („Toy Story 3“) zusammen mit Adrian Molina („Die Monster Uni“) nach einem Skript von Matthew Aldrich („Spinning Man“) und Molina. Als Produzentin zeichnet Darla K. Anderson („Toy Story 3“) und als ausführender Produzent Pixar Legende John Lasseter verantwortlich. Die Filmmusik schrieb Oscar®-Preisträger Michael Giacchino („Oben“, „Rogue One: A Star Wars Story“), während Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez (Oscar® für „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“) den Song „Denk stets an mich“ (im Original „Remember Me“) beisteuerten, der bei den diesjährigen Oscars nun als „Bester Song“ ausgezeichnet wurde.

 


Neuerwerbung: Büste der Dorothea von Rodde-Schlözer,der ersten Frau, die an einer Philosophischen Fakultät promoviert wurde

Zum Internationalen Frauentag erhöht das Germanische Nationalmuseum seine Frauenquote

Alexis Poitevin (1764-1816): Büste der Dorothea von Rodde-Schlözer, 1806 Terrakotta 63 cm hoch x 44 cm breit Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg  - erworben mit Mitteln der Ernst von Siemens Kunststiftung
Alexis Poitevin (1764-1816): Büste der Dorothea von Rodde-Schlözer, 1806 Terrakotta 63 cm hoch x 44 cm breit Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg - erworben mit Mitteln der Ernst von Siemens Kunststiftung

 

(Nürnberg/gnm) - Sie war die erste Deutsche, die einen Doktortitel an einer Philosophischen Fakultät erwarb und die zweite promovierte Frau in Deutschland überhaupt: Dorothea von Rodde-Schlözer (1770 - 1825). Dank der Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung gelang dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg nun der Ankauf einer Terrakotta-Büste von Alexis Poitevin, die die außergewöhnliche Frau im Jahr 1806 zeigt. Ab 6. März 2018 – passend zum Internationalen Frauentag am 8. März – wird die Neuerwerbung zu sehen sein.

 

„Der Erwerb einer unikalen Büste der promovierten Dorothea von Rodde-Schlözer ist ein wichtiges kulturhistorisches Signal für die Sammlung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg“, freut sich Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung. „Das Vermächtnis des Mäzens und Unternehmers Ernst von Siemens erlaubten es, die Möglichkeit zum Ankauf entschlossen und kurzfristig wahrzunehmen.“

 

Die Tochter eines Historikers und Staatswissenschaftlers und einer Kunstmalerin wuchs in Göttingen auf und wurde bereits in jungen Jahren in Fremdsprachen, Musik, Kunst und den Naturwissenschaften unterrichtet. Ihren Vater begleitete sie auf Studienreisen im In- und Ausland und machte dabei die Bekanntschaft bedeutender Persönlichkeiten ihrer Zeit. 1787, im Alter von 17 Jahren, wurde sie in Göttingen promoviert – als zweite Frau überhaupt in Deutschland, nach Dorothea Christiane Erxleben, die 1754 ihren Doktor in Medizin erlangt hatte. 

 

In Göttingen gehörte Dorothea Schlözer zu den als „Universitätsmamsellen“ bezeichneten, literarisch tätigen Professorentöchtern und pflegte intensive Kontakte zum Dichterkreis des Eutiner Hofs, dem „Weimar des Nordens“. 1792 heiratete sie den Lübecker Patrizier und Kaufmann Mattheus Rodde. Gemeinsam wurden beide 1803 in den Adelsstand zu Freifrau und Freiherr von erhoben. 1806 wurde von Rodde dann zum außerordentlichen Bürgermeister der Hansestadt gewählt und bestimmte in den Folgejahren das Schicksal Lübecks entscheidend. Häufiger reiste er in diesem Zusammenhang nach Paris, wo er seine Frau offenbar mehrfach porträtieren ließ. Zu diesen Bildnissen gehört auch die Büste Alexis Poitevins. Eine wohl im selben Jahr entstandene Büste der jungen Frau von Jean-Antoine Houdon befindet sich im Berliner Bode-Museum.

 

Poitevin zählt zu den namhaften Pariser Klassizisten. Er war Absolvent der Königlichen Akademie und Schüler Houdons und erwarb sich Ruhm vor allem als Schöpfer lebensgroßer Sakral- und Denkmalsplastik sowie der Büsten von Gelehrten. Plastische Brustbilder von Frauen waren zu seiner Zeit noch selten, daher verdient die Neuerwerbung auch in dieser Hinsicht besondere Beachtung.

 

Bedeutung des Bildwerks für die Sammlung des GNM

 

„Die Gattung des plastischen Porträts ist im Germanischen Nationalmuseum bisher in nur wenigen Beispielen vertreten. Das bisher unbekannte, außerordentlich originelle, lebensnahe Frauenbildnis ist von hoher künstlerischer Qualität und bereichert schon allein deswegen den Bestand“, betont Sammlungsleiter Dr. Frank Matthias Kammel. Die Tatsache, dass die Büste in Paris entstand, spiegele außerdem den damaligen Zeitgeist: In gehobenen, intellektuellen Kreisen orientierte man sich um 1800 gerne am Vorbild der französischen Kunst und Kultur. In den intellektuellen und künstlerischen Zirkeln der französischen Hauptstadt bewegten sich dementsprechend auch zahlreiche Deutsche. Aus kulturgeschichtlicher Sicht steht die Büste exemplarisch für die enge Verbindung zwischen der deutschen und französischen Kunst und hebt die wegweisende Bedeutung der Pariser Bildhauerei für die deutsche Kunst und Geisteswelt um 1800 hervor.

 


Landesausstellung bietet ungewöhnliche Installationen und neue Einblicke

Mit Marx-Maschine und Lebensreise auf den Spuren des Gelehrten