Kulturnachrichten

17.09.2019

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland. Sie setzt sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Denkmale ein. Ihre vielfältigen Aktivitäten reichen von pädagogischen
Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der aktiven Mithilfe von über 200.000 Förderern bereits über 5.000 Projekte mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Sie finanziert ihre Arbeit vor allem durch private Zuwendungen und Spenden. Darüber hinaus wird sie durch Mittel der staatlichen Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

 


Bibelzyklus „Biblia Sacra“ war bisher erst zweimal zu sehen / Surrealist kombiniert Aquarellmalerei mit expressiven Zeichnungen

Ausstellung zeigt neue Seite von Salvador Dalí

Salvador Dalí, „Die blaue Madonna“ / © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Salvador Dalí, „Die blaue Madonna“ / © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

(Rottenburg/drs) - Erstmals in Baden-Württemberg und das dritte Mal überhaupt öffentlich ausgestellt ist ab Sonntag, 6. Oktober, der aus Privatbesitz stammenden Bibelzyklus „Biblia Sacra“ von Salvador Dalí. Darin befasst sich der weltbekannte Surrealist mit der künstlerischen Interpretation des Alten und des Neuen Testaments. Der im Diözesanmuseum in Rottenburg ausgestellte Bibelzyklus umfasst 105 von Dalí handsignierte Lithographien.  

 

Dr. Melanie Prange, Leiterin des Diözesmuseums Rottenburg und Organisatorin der Ausstellung, stellt fest: „Dalís stets gepflegtes Image als extreme Persönlichkeit hat in wesentlichen Teilen zu seinem Ruhm beigetragen; zuweilen verstellt es aber einen objektiven Blick auf seine künstlerische Hinterlassenschaft. Bei der bis heute nur wenig rezipierten Biblia Sacra ist dies anders. Der Zyklus verdeutlicht, wie vielseitig gebildet Dalí war, welche Bandbreite an künstlerischen Ausdrucksmitteln ihm zur Verfügung stand und wie überzeugend er diese für eine große Gesamtkonzeption anwenden konnte. Hier tritt die Person Dalí zugunsten seines Werks zurück." 

 

In den Bildern kombiniert Dalí Aquarellmalerei mit feinen, äußerst expressiven Zeichnungen. Die Illustrationen sind farbgewaltig und zeugen von dem erstaunlich breiten theologischen Wissen des extrovertierten Kunstgenies. Mit der in der Ausstellung gezeigten „Biblia Sacra“ hinterließ Dalí eine der bedeutendsten Bibelillustrationen des 20. Jahrhunderts. Ergänzt wird der Bibelzyklus in der Ausstellung durch die Schau einer weiteren Arbeit Dalís: Des zehnteiligen, von Freud und der Psychoanalyse inspirierten Mose-Zyklus „Moïse et le Monothéisme“.

 

Termine und Programm:

 

Die Vernissage von „Salvador Dalí – Biblia Sacra“ ist am Sonntag, 6. Oktober, im Diözesanmuseum in Rottenburg a.N.. Beginn ist um 15 Uhr. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Wilfried Eisele von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Weihbischof Dr. Gerhard Schneider wird ein Grußwort halten. Die Ausstellung endet am Sonntag, 12. Januar 2020, 17 Uhr, mit einer Finissage. ­

 

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Programm mit Workshop, Vorträgen und (Kinder-)Führungen. Bei der Finissage wird Clemens Fröhlich vom Stuttgarter Staatsballet die Gesten und Farben der „Biblia Sacra“ in Tanz übersetzen. 

 

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart umfasst mit ihren 1028 Kirchengemeinden und gut 1,8 Millionen Mitgliedern den württembergischen Landesteil Baden-Württembergs, und ist bundesweit die viertgrößte Diözese. Seit dem Jahr 2000 steht ihr Dr. Gebhard Fürst als Bischof vor. Unter ihrem Dach leisten 24.000 Haupt- und 170.000 Ehrenamtliche ihren Dienst für die Menschen und legen so Zeugnis ab vom lebendigen Gott. Auf dem Gebiet der Diözese stehen 882 Kindergärten in katholischer Trägerschaft und bieten rund 44.600 Kindern eine Betreuung; 98 katholische Schulen werden von 25.500 Schülern besucht, und in 849 karitativen Einrichtungen finden rund 467.800 Menschen eine Betreuung. Im Rahmen des weltkirchlichen Engagements gibt es Partnerschaften mit Diözesen in über 80 Ländern weltweit. Aktuelles sowie Hintergründe bietet die Homepage www.drs.de Postings zu allen Aspekten des vielfältigen kirchlichen Lebens in der Diözese gibt es hier:

 

www.facebook.com/drs.news
www.youtube.com/user/DRSMedia
www.instagram.com/dioezese_rs/
https://twitter.com/BischofGebhard?lang=de
https://soundcloud.com/rottenburg-stuttgart

 

 


Baden feiert die Interkulturelle Woche

(Karlsruhe/ekiba) -. „Gemeinsam wachsen“ ist das Motto der Interkulturellen Woche 2019, die von 22. bis 29. September deutschlandweit begangen wird. Auch zahlreiche Gemeinden und Initiativen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden unterstützen die Aktion. 100 Veranstaltungen mit evangelischer Beteiligung wie beispielsweise Begegnungscafés, Vorträge, Lesungen und interkulturelle Gottesdienste werden innerhalb dieses Zeitraums und darüber hinaus in Baden angeboten.

 

„Mit der Interkulturellen Woche möchten wir als evangelische Kirche zeigen, dass unsere Zuwanderungsgesellschaft zusammenleben und -wachsen kann. Wir setzen damit an vielen Orten in Baden Zeichen des Miteinanders“, so Regine Gnegel, Koordinatorin der Fachberatung Flüchtlinge der Evangelischen Landeskirche in Baden.

 

„Warum ich Neonazi war – Einsichten eines Aussteigers“ lautet beispielsweise eine Lesung mit anschließendem Gespräch am Freitag, 27. September, 19 Uhr, im Evangelischen Gemeindehaus in Kehl. Der heute 30-jährige Szene-Aussteiger Christian E. Weißberger verbindet bei der Lesung autobiographische Episoden aus seiner Jugend mit politisch-psychologischen Analysen. Er zeigt unter anderem Strategien gegenwärtiger nationalpopulistischer Strömungen und mögliche Präventions- und Widerstandsstrategien.

 

Im Rhein-Neckar-Kreis sind Ende September vier Vorführungen des Films „Die Arier“ geplant mit anschließendem Gespräch mit der Dokumentarfilmerin Mo Asumang. Der Film dokumentiert eine Reise der Afrodeutschen Mo Asumang, die herausfinden möchte, was hinter der Idee vom „Herrenmenschen“ steckt. Zwei der Veranstaltungen sind in Schulen geplant, zwei öffentlich. So am Donnerstag, 26. September um 19.30 Uhr am Schlossplatz IX in Schwetzingen und am Freitag, 27. September um 19.30 Uhr im Kino „Die Brennessel“ in Hemsbach.

 

Begegnungsformate gibt es sehr vielfältige von interkulturellen Begegnungscafés über Familienfeste bis zu Konzerten und Spieleabenden mit Geflüchteten. Auch sportliche Formate dienen der Begegnung. So findet beispielsweise in Freiburg-Zähringen in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge Längenloh am Samstag, 21. September, ab 14 Uhr ein Training und Fußballturnier mit dem Freiburger FC statt. In Heidelberg gibt es am Freitag, 27. September, 14 Uhr, im Rahmen der Interkulturellen Woche ein IKW-Cup-Fußballturnier.

 

Daneben finden auch dieses Jahr vereinzelt Vorträge und Schulungen im Rahmen der Interkulturellen Woche über den eigentlichen Zeitrahmen hinaus statt, wie beispielsweise am 8. Oktober um 19.30 Uhr im Martin-Luther-Haus in Villingen-Schwenningen ein Vortrag über das Thema „Seebrücke – Sichere Häfen gegen das Sterben“, gehalten vom Reutlinger Markus Groda von der „Seebrücke Reutlingen-Tübingen“. Oder die Denkwerkstatt „Christliche Werte und Rechtspopulismus“ am 25. Oktober im Evangelischen Gemeindehaus in Mosbach.

 

Die bundesweite Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 jedes Jahr Ende September statt und wird von Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, Integrationsbeauftragten und -beiräten, Migrantenorganisationen sowie Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. Als fester Bestandteil der Interkulturellen Woche wird am Freitag, 27. September, der bundesweite Tag des Flüchtlings begangen.

 

Alle Angebote im Rahmen der Interkulturellen Woche innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden finden Sie im Internet unter www.ekiba.de/html/content/flucht_und_fluechtlinge.html


Beethovenfest Bonn 2019 – das Bundesjugendorchester beim Campus-Projekt Südafrika

Foto: © Selina Pfrüner
Foto: © Selina Pfrüner

 

 

(Bonn/pm) - Nachdem die Sommertournee des Bundesjugendorchesters bereits im August nach Südafrika führte, wird die Kultur und Musik der facettenreichen Republik auch beim Campus-Projekt des diesjährigen Beethovenfestes Bonn im Mittelpunkt stehen. Das Campus-Konzert am 12. September in Bonn greift dabei die Impulse südafrikanischer Musikkultur auf und kombiniert sie mit europäischer Gesangstradition.

 

bereits zum fünften Mal ist das Bundesjugendorchester in diesem Jahr am Campus-Projekt des Beethovenfestes Bonn beteiligt. Dirigiert wird es von Brandon Phillips, seit 2015 „Resident Conductor“ des südafrikanischen Cape Town Philharmonic Orchestra. Auf dem Programm stehen unter anderem Hendrik Hofmeyrs „Three African Songs for Miriam Makeba“, die das Bundesjugendorchester am 3. August 2019 in Berlin uraufführte, Ludwig van Beethovens Clärchen-Lieder aus „Egmont“ für Sopran und Orchester, Michael Mosoeu Moeranes „Fatse la heso“ („Mein Land“) sowie das zeitgenössische Stück „Birth of change“, ein Auftragswerk der Deutschen Welle, komponiert von Tshepo Tsotetsi. Der südafrikanische Klarinettist, Saxofonist, Komponist und Dirigent wird zudem am 12. September in Bonn bei der Konzerteinführung zu erleben sein und den Zuhörern dabei einen persönlichen Einblick in die Entstehung und Bedeutung des Werkes geben. Eine weitere Besonderheit: die Ensembles „Sjaella“ aus Deutschland und „Just 6“ aus Südafrika bereichern den Abend im World Conference Center mit gemeinsam entwickelten A-capella-Beiträgen. Am 13. September ist das Bundesjugendorchester dann bei einem Sonderkonzert in der Berliner Universität der Künste zu Gast. Das Jubiläumsjahr „50 Jahre Bundesjugendorchester“ beschließt es am 14. September bei der feierlichen Galaeröffnung der neuen TauberPhilharmonie in Weikersheim – das Konzert ist bereits ausverkauft.

 


Das Bundesjugendorchester ist Deutschlands jüngstes Spitzenorchester für Nachwuchsmusiker im Alter von 14 bis 19 Jahren und das Patenorchester der Berliner Philharmoniker. Seit 2018 ist Sir Simon Rattle Ehrendirigent. Das Orchester wurde 1969 vom Deutschen Musikrat gegründet. Dirigenten wie Andris Nelsons, Gustavo Dudamel oder Kirill Petrenko standen bereits am Pult. Tourneen führten das Spitzenensemble durch ganz Europa, nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Im Rahmen bedeutender Projekte konzertierte es etwa unter der Leitung von Kurt Masur in New York sowie während der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Im Mai 2016 eröffnete das Bundesjugendorchester das Deutschlandjahr in Mexiko-City, im September 2017 begleitete es im Rahmen des Campus-Projektes die Gründung des nationalen ukrainischen Jugendorchesters, 2018 standen Konzerte in Indien, Italien und Kanada auf dem Programm. Das Bundesjugendorchester wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der DekaBank, der Evonik Stiftung, der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, der Daimler AG, der Stadt Bonn, der Deutschen Orchestervereinigung, der Stiftung Bundesjugendorchester und vielen privaten Förderern unterstützt.

 


Der Deutsche Musikrat (DMR) ist der Dachverband des Musiklebens in Deutschland und Träger zahlreicher Förderprojekte. Die Organisation fügt sich zusammen aus dem Deutscher Musikrat e.V. sowie der Deutscher Musikrat gemeinnützige Projektgesellschaft mbH und vertritt die Interessen von rund 14 Millionen Musizierenden. Das Generalsekretariat des Vereins in Berlin steht für das musikpolitische Wirken des Verbands mit seinen rund 100 Mitgliedsorganisationen und 16 Landesmusikräten. Die Projektgesellschaft in Bonn organisiert die zwölf langfristig angelegten Projekte: Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler, Bundesjazzorchester, Bundesjugendorchester, Deutscher Chorwettbewerb, Deutscher Musikwettbewerb, Deutscher Orchesterwettbewerb, Deutsches Musikinformationszentrum (MIZ), Dirigentenforum, Förderprojekte Zeitgenössische Musik, Jugend jazzt, Jugend musiziert und PopCamp. Der DMR wurde 1953 gegründet, hat sich als Mitglied der UNESCO in seinem Handeln der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verpflichtet und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

 


Weitere Informationen unter bundesjugendorchester.de oder unter musikrat.de.

 

Konzerte:
11.09.2019 World Conference Center Bonn (Kinderkonzerte)
12.09.2019 World Conference Center Bonn
13.09.2019 Universität der Künste Berlin (Sonderkonzert)
14.09.2019 TauberPhilharmonie Weikersheim (Galaeröffnung)

 


Dirigent:
Brandon Phillips

 


Solisten:
Sjaella
Just 6
Svenja Lehmann (Sopran)
Abongile Fumba (Mezzosopran)

 


Programm:
William Walton „Johannesburg Festival Overture“ für Orchester (1956)
Hendrik Hofmeyr „Three African Songs for Miriam Makeba“ für Mezzosopran und Orchester (2005)
Ludwig van Beethoven Clärchen-Lieder aus „Egmont“ für Sopran und Orchester op. 84 (1809/10)
Michael Mosoeu Moerane „Fatse la heso“ („Mein Land“) für Orchester (1941)
Tshepo Tsotetsi Neues Werk für Gesang und Orchester (Uraufführung, Auftragswerk der Deutschen Welle)
A-cappella-Beiträge

 

 

 


Ulrike Lehmann übernimmt die Leitung des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert"

"Jugend musiziert" unter neuer Führung

 

Generationenwechsel beim Deutschen Musikrat: die Musikwissenschaftlerin und Kulturmanagerin Ulrike Lehmann (33) tritt ab Januar 2020 als Projektleiterin "Jugend musiziert" die Nachfolge von Edgar Auer (66) an. Als Jugendliche hat sie selbst fünfmal an "Jugend musiziert" teilgenommen.  

 

(Bonn/jm) -  Bei "Jugend musiziert" neigt sich eine Ära ihrem Ende entgegen: Edgar Auer, der seit 1983 für den bundesweiten Wettbewerb arbeitet und ihn seit elf Jahren leitet, tritt zum Jahresende in den Ruhestand. Ulrike Lehmann beginnt am 1. November 2019 und übernimmt nach einer zweimonatigen Übergabephase die Projektleitung zum 1. Januar 2020. 

 

Ulrike Lehmann, 1986 im Vogtland geboren, studierte in Weimar, Jena und Siena (Italien) Musikwissenschaft, Kulturmanagement und Italienisch. Im Jahr 2012 übernahm sie die Abteilung Vertrieb & Marketing des Plattenlabels Hänssler Classic mit Zuständigkeit für mehr als 30 Länder. Drei Jahre später wechselte sie zur NAXOS Music Group in München und betreut dort als International Sales Manager das weltweite Vertriebsnetz.

 

Als Jugendliche nahm Ulrike Lehmann als Blockflötistin fünf Mal an "Jugend musiziert" teil, mehrmals mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb. Bis heute ist Musik ein wesentlicher Bestandteil ihrer Freizeit: sie singt in einem Jazz- und Pop-Chor, ist Sängerin und Saxophonistin in einer Jazzband und spielt in einer Münchner Big Band. 

 

Stefan Piendl, Geschäftsführer der gemeinnützigen Projektgesellschaft, freut sich über die dritte Frau im Führungsteam: „Über 35 Jahre hat Edgar Auer mit großem, persönlichem Engagement "Jugend musiziert" wesentlich gestaltet und den Bundeswettbewerb als Projektleiter die letzten elf Jahre verantwortet. Der Deutsche Musikrat freut sich darauf, diese Erfolgsgeschichte nun zusammen mit Ulrike Lehmann in eine gute Zukunft zu führen. Sie bringt für diese besondere Aufgabe hervorragende Voraussetzungen mit und wird wichtige, neue Impulse setzen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bonn und München werden sie dabei kollegial unterstützen.“

 

Ulrike Lehmann kommentiert ihre neue Aufgabe so: „Die motivierenden und mitreißenden Erfahrungen, die musikbegeisterte Kinder und Jugendliche bei "Jugend musiziert" machen, habe ich selbst bei zahlreichen Teilnahmen   erleben können. Ich freue mich sehr darauf, diesen einzigartigen Wettbewerb gemeinsam mit den erfahrenen Kolleginnen und Kollegen des "Jugend musiziert"-Teams nun aktiv mitzugestalten.“

 

In einem Verfahren mit 57 Bewerberinnen und Bewerbern hatte sich Frau Lehmann erfolgreich durchgesetzt.

 

Der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" ist einer der größten Wettbewerbe für junge Musikerinnen und Musiker in Europa. Seit 1964 steht neben dem Fördergedanken die künstlerische Standortbestimmung im Vordergrund: 

 

"Jugend musiziert" will motivieren, Herausforderung sein und Orientierung bieten sowie Erfolgserlebnisse vermitteln. Auch Erfahrungen beim gemeinsamen Musizieren und die Präsentation auf einer Konzertbühne vor Jury und Publikum zählen dazu. 

 

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als Hauptförderer und die Sparkassen als Hauptsponsor stellen seit Gründung einen wesentlichen Teil der Finanzierung zur Verfügung. In den 56 Jahren seines Bestehens haben auf Regional-, Landes- und Bundesebene mehr als eine dreiviertel Million Kinder und Jugendliche an "Jugend musiziert" teilgenommen, debütierten hier auch junge Musik-Talente, die heute international    bekannte Stars sind.  www.jugend-musiziert.org

 

Der Deutsche Musikrat (DMR) ist der Dachverband des Musiklebens in Deutschland und Träger zahlreicher Förderprojekte. Die Organisation fügt sich zusammen aus dem Deutscher Musikrat e.V. sowie der Deutscher Musikrat gemeinnützige Projektgesellschaft mbH und vertritt die Interessen von rund 14 Millionen Musizierenden. Das Generalsekretariat des Vereins in Berlin steht für das musikpolitische Wirken des Verbands mit seinen rund 100 Mitgliedsorganisationen und 16 Landesmusikräten. Die Projektgesellschaft in Bonn organisiert die zwölf langfristig angelegten Projekte: Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler, Bundesjazzorchester, Bundesjugendorchester, Deutscher Chorwettbewerb, Deutscher Musikwettbewerb, Deutscher Orchesterwettbewerb, Deutsches Musikinformationszentrum (MIZ), Dirigentenforum, Förderprojekte Zeitgenössische Musik, Jugend jazzt, "Jugend musiziert" und PopCamp. Der DMR wurde 1953 gegründet, hat sich als Mitglied der UNESCO in seinem Handeln der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verpflichtet und steht unter der Schirmherrschaft  von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. www.musikrat.de 

 


Kulturelle Höhepunkte zum Jahresende

„Medicus“ und „Grüffelo“ kommen nach Speyer

Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer
Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer

 

(Speyer/pm) - Am 8. Dezember eröffnet das Historische Museum der Pfalz die große kulturhistorische Ausstellung zur Geschichte der Medizin „Medicus – Die Macht des Wissens“ und ab dem 22. Dezember steht das furchteinflösende Monster mit den feurigen Augen im Zentrum der gleichnamigen Familien-Ausstellung „Der Grüffelo“.

 

 

 

„Medizingeschichte ist eines der ganz großen Menschheitsthemen. Kaum eine Sehnsucht beschäftigt die Menschen mehr als der Wunsch, Krankheit und Tod zu überwinden“, erklärte Schubert und verriet im Vorfeld, dass die Ausstellung den literarischen Zugang des Weltbeststellers „Der Medicus“ von Noah Gordon nutze, um die komplexe und faszinierende Geschichte der Medizin in fesselnder Weise zu erzählen. Als kreativer Partner steht der bekannte Arzt, Autor, Komiker, Moderator und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN, Dr. Eckart von Hirschhausen, dem Museum zur Seite.

 

 

 

An junge Familien richtet sich die interaktive Schau des Jungen Museums „Der Grüffelo – Die Ausstellung“. Anlass ist das zeitgleiche, 20-jährige Jubiläum des Jungen Museums und des gleichnamigen Kinderbuchs von Julia Donaldson mit Grafiken von Axel Scheffler. Die Geschichte von der kleinen Maus und dem Grüffelo-Monster wurde bereits in 26 Sprachen übersetzt und zählt mit über 13 Millionen verkauften Exemplaren weltweit zu den beliebtesten Bilderbüchern. „Mit seiner positiven Botschaft passt der Kinderbuch-Klassiker perfekt zur Philosophie unseres Jungen Museums, Kinder auf unterhaltsame Weise stark zu machen“, so Alexander Schubert.

 

Aktuell zeigt das Historische Museum der Pfalz die beiden Sonderausstellungen „Marilyn Monroe. Die Unbekannte“ und „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“.

 

 

 

Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags, an Feiertagen auch montags, von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Aktuelle Informationen unter www.museum.speyer.de

 


Out of the Box – The Midlife Crisis of the Digital Revolution - POSTCITY Linz, 5. – 9. September 2019

Ars Electronica Festival 2019 – die Highlights

 

(Wien/ae) -  1979 von Hannes Leopoldseder, Herbert W. Franke und Hubert Bognermayer aus der Taufe gehoben, wird die Ars Electronica heuer 40 und feiert dieses Jubiläum mit dem umfangreichsten Programm ihrer Geschichte. Von 5. bis 9. September wird das Festival zum Treffpunkt für WegbereiterInnen aus vier Jahrzehnten Digitalisierung und preisgekrönten KünstlerInnen, führenden WissenschaftlerInnen und einflussreichen EntwicklerInnen, die heute Neuland beschreiten und unsere Zukunft mitgestalten. Pulsierendes Zentrum des Festivals ist wieder die POSTCITY, deren spektakuläre Industriearchitektur die Atmosphäre des fünftägigen Events noch ein – letztes – Mal prägen wird. Weitere Hotspots werden das neugestaltete Ars Electronica Center mit seinem Fokus auf Artificial Intelligence und das Augustiner Chorherrenstift St. Florian, das als Jahrhunderte alter, spiritueller Ort die perfekte Bühne für das erstmals mit der Europäischen Kommission ausgerichteten „AI x Music Festival“ bildet.

 


„I have a dream“: Martin Luther Kings legendäre Rede jährt sich zum 56. Mal

Riesen-Chormusical in Wetzlar greift die Ziele des US-Bürgerrechtlers auf

Foto: Stiftung Creative Kirche
Foto: Stiftung Creative Kirche

„I have a dream“: Am 28. August 1963 spricht der schwarze amerikanische Bürgerrechtler und Baptistenpastor Martin Luther King vor 250.000 Menschen in Washington. „Ich hab den Traum“ singt 56 Jahre später der schwarze Musical-Darsteller Gino Emnes zusammen mit insgesamt über 15.000 Menschen in Deutschland beim Chormusical Martin Luther King. Kings Rede trug maßgeblich dazu bei, dass die USA 1964 die Rassentrennung abgeschafft haben: Er forderte die Gleichstellung von Weißen und Afroamerikanern und entwarf eine Zukunftsvision vom gemeinsamen, friedlichen Miteinander in den Vereinigten Staaten und in der gesamten Welt.

 

In diesen Tagen beginnen die Proben für die Tournee des Mitsing-Musicals mit 20 Aufführungen in elf Städten bundesweit, die am 4. April 2020 in Wetzlar endet. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gehört dort zu den wesentlichen Untersützenden. Herzstück der Show ist der riesige Chor mit Sängerinnen und Sängern aus der jeweiligen Region. Er erinnert daran, dass Kings Botschaft vom gleichen Recht für alle heute so aktuell ist wie einst. Sei es im Chor oder im Publikum – vom Tourneestart am 11. Januar bis zur vorläufig letzten Aufführung drei Monate später werden es über 70.000 Menschen sein, die durch das Musical mit Kings Traum in Berührung kommen und seine Ideen weitertragen werden. Hinein in eine Gesellschaft im Umbruch, die besonnene Stimmen gerade ebenso nötig hat wie kluge Visionen.

 

Vom Schulkind bis zur Uroma: Alle singen mit!

Bundesweit haben sich rund 15.000 Sängerinnen und Sänger angemeldet, die das Stück vom Leben und Wirken Kings gemeinsam mit Musical-Profis und einer Big-Band auf die Bühne bringen. Vom Schulkind bis zur Uroma und quer durch die Bevölkerungsgruppen, Berufe und Konfessionen – bei diesem Musical singen alle mit. In Wetzlar sind 30 Chöre aus der ganzen Region dabei sowie viele einzelne Sängerinnen und Sänger, insgesamt über 1200 Stimmen.

 

Die 22 Stücke des Mitsing-Musicals werden in den heimischen Chören, mit Hilfe von Übungs-CDs sowie bei gemeinsamen Chorproben einstudiert. Die erste gemeinsame Probe für alle Mitwirkenden findet am 19. Oktober in

der Stadthalle Wetzlar statt. Geleitet werden Proben und Aufführung durch Daniela Werner, Dekanatskantorin, Diplom-A-Kirchenmusikerin und Diplom-Musikpädagogin, sowie Benjamin Gail, der Beauftragter für Popularmusik im Ev. Dekanat an der Dill ist.

 

Veranstalter der Aufführung in Wetzlar ist die Stiftung Creative Kirche in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten- und Brüdergemeinden). Projektpartner des Chormusicals ist Brot für die Welt. Im Rahmen der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“ unterstützt das Chormusical Martin Luther King ein Projekt von Brot für die Welt im Norden Kenias, das den Zugang zu sauberem Trinkwasser sichert. Weitere Aktionspartner sind die Versicherer im Raum der Kirchen und die Bank im Bistum Essen.

Das Chormusical wird unterstützt durch die Friedhelm Loh Group und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Curacon.

 

Und darum geht es:

In einer Mischung aus Gospel, Rock ‘n‘ Roll, Motown und Pop entführt die mitreißende Show ihr Publikum in die 60er-Jahre des vorigen Jahrhunderts. Schon zu Beginn fällt jener Schuss, der dem Leben des nur 39 Jahre alten Baptistenpastors ein Ende setzte. Der Titelsong „Ich hab den Traum“ spielt an auf Kings legendäre Rede beim Marsch auf Washington; ein Jahr später erhielt er in Stockholm den Friedensnobelpreis. Auch in West-Berlin war King, und wie er es schaffte, ohne Pass in den Osten einzureisen, zeigt das Musical in einer humorigen, aber historisch verbürgten Anekdote. Weiter geht es um Kings gewaltbereite Widersacher, seine Familie – und um seine Mitstreiterin Rosa Parks: Sie weigerte sich, einen für Weiße reservierten Sitzplatz zu verlassen, und löste so den Busstreik von Montgomery aus, der wiederum das Ende der Rassentrennung einläutete.

 

Kings Botschaft ist auch heute noch aktuell

Die bewegenden Melodien der Komponisten Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken und die eindrücklichen Texte von Librettist Andreas Malessa illustrieren eine Zeit des Umbruchs und der sozialen Verwerfungen und zeigen den Bürgerrechtler King mit seinen Motivationen, Träumen und auch Fehlern. Seine Botschaft vom gewaltlosen Kampf für Menschenrechte wirkt bis heute nach. „In einer Zeit, in der wir in unserer Gesellschaft mit einer zunehmenden Fremdenfeindlichkeit und Rassismus konfrontiert sind, ist es umso wichtiger, uns Vorbilder vor Augen zu führen wie ihn, der uns durch seinen gewaltfreien Widerstand dazu aufruft, Haltung zu zeigen und aktiv für unsere Werte einzustehen“, sagt Ralf Rathmann, Vorstand der in Witten ansässigen Stiftung Creative Kirche, die das Chormusical veranstaltet.

 

Nachfolgeprojekt des Pop-Oratoriums Luther im Reformationsjahr

Bereits im Reformationsjahr 2017 war die Wittener Stiftung mit dem vielumjubelten „Pop-Oratorium Luther“ bundesweit unterwegs. Auch hier bildete sich für jede Aufführung ein eigener Projektchor mit Sängerinnen und Sängern aus der jeweiligen Region. Beim aktuellen Projekt, dem „Chormusical Martin Luther King“, setzt Regisseur Andreas Gergen bewusst minimalistische Inszenierungsmittel ein, um – gemeinsam mit dem riesigen Chor, Musicalsolisten und Big-Band – eine Geschichte zu erzählen, die ihr Publikum berührt und gleichzeitig unterhält.

 

Information und Zuschauertickets:

www.king-musical.de/wetzlar und Telefon 02302/28 222 22

 

Homepage:

www.king-musical.de


Fondation Beyeler

Lust auf Kunst? Melde dich jetzt für das ART LAB an!

Foto: Mathias Mangold
Foto: Mathias Mangold

 

(Basel/fb) - Das erfolgreiche Kunstvermittlungsformat ART LAB geht in die achte Runde, Anmeldungen sind noch bis zum 31. August bei der Fondation Beyeler möglich. Die Idee des ART LAB ist einfach: Jugendliche bringen anderen Jugendlichen die Welt der Kunst näher. Sie entwickeln ein eigenes Kunstvermittlungsprojekt, das der Öffentlichkeit vorgestellt und in das Programm der Fondation Beyeler aufgenommen wird. Die Jugendlichen haben so die Chance, hinter die Kulissen des meistbesuchten Kunstmuseums der Schweiz zu blicken und sich mit Professionals auszutauschen.

 

 

 

Das ART LAB

 

In elf Treffen von September bis Dezember 2019 erarbeiten ART LAB-Teilnehmende ihr eigenes Kunstvermittlungsprojekt, mit dem sie Jugendliche für Kunst begeistern möchten. Teil des Programms sind Besuche der Ausstellungen und der Austausch mit Mitarbeitern der Fondation Beyeler. Eigeninitiative ist gefragt, denn ART LAB-Teilnehmende dürfen eigene Programmwünsche einbringen und werden kreativ-künstlerische Arbeitstechniken kennenlernen. Auf diesem Wege setzen sie sich gestalterisch und erfinderisch mit Kunstwerken der Fondation Beyeler auseinander. Am Ende des Projekts besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, ART LAB Alumnus zu werden und so langfristig mit der Fondation Beyeler verbunden zu bleiben. ART LAB-Teilnehmende erhalten eine Mitgliedschaft für den Young Art Club gratis und profitieren von einem kostenfreien Eintritt ins Museum. Die jungen Kunstinteressierten werden bei ihrem Projekt von KunstvermittlerInnen der Fondation Beyeler begleitet. Die Teilnahme ist kostenfrei, auf 15 Personen limitiert und von 15 bis 25 Jahren möglich. Bis zum 31. August 2019 können sich Interessierte bei der Fondation Beyeler anmelden.

 

 

 

ART LAB on Tour – nächster Halt: Jugendkulturfestival Basel am 6. und 7. September 2019

 

Einblicke in die Projekte des ART LAB lassen sich bei einem der Workshops während des Jugendkulturfestivals am 6. und 7. September 2019 in Basel gewinnen. Stofftaschen mit Motiven aus der Sammlung Beyeler warten darauf, mit unterhaltsamen Slogans bedruckt zu werden. Die Taschen zieren Illustrationen von Auguste Rodins Iris, Thomas Schüttes Hase, Paul Cézannes Sept baigneurs und Fernand Légers Les perroquets (Les acrobates), die von Susanna Filep und Si-yü Steuber der Basler Agentur Takelwerk gestaltet worden sind. Im Siebdruck können sie mit Ausdrücken und Slogans wie «send nudes», «Usgang be like», «mood» oder «me and the squad» kombiniert werden: ein ausgefallener Weg, die Werke der Fondation Beyeler kennenzulernen. Die Taschen sind kostenfrei, ebenso der Druckworkshop.

 

Anmeldung für das ART LAB

Jutebeutel: Agentur Takelwerk

Jutebeutel: Agentur Takelwerk


 

Für das ART LAB können sich Interessierte per E-Mail bei Flavia Mayer via artlab@fondationbeyeler.ch anmelden.

 

 

 

 

 

Das Art Lab wird unterstützt durch:

 


Bundesjugendorchester gastiert in Südafrika und am Sonntag in der Elbphilharmonie mit Public Viewing und Livestream

Township und Elbphilharmonie

Foto: © Selina Pfrüner
Foto: © Selina Pfrüner

Nach fünf umjubelten Konzerten in Durban, Pretoria, Soweto, Stellenbosch und Kapstadt gastiert das nationale Jugendorchester am 18. August in der Hamburger Elbphilharmonie. Die Leitung hat der britische Dirigent  Alexander Shelley.

 

(Hamburg/pm) - Das Bundesjugendorchester reiste zum zweiten Mal in seiner Geschichte vom 07. bis 16. August nach Südafrika. Auf Einladung seines dortigen Partners MIAGI (Music Is A Great Investment) und dessen Jugendorchester sowie mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes, des Goethe-Institutes und South African Airways fanden neben den offiziellen Konzerten in den großen Konzerthallen des Landes intensive musikalische Begegnungen und Workshops mit jungen südafrikanischen Musikerinnen und Musikern statt. Für das Morris Isaacson Center for Music in Soweto sammelten die deutschen Jugendlichen bereits in ihrer Heimat über 3.000 Euro Spendengelder und brachten Saiten und Ersatzteile für Musikinstrumente mit. Mitglieder des Bundesjugendorchesters gaben dort eine „open Masterclass“. Damit unterstützen sie aktiv die Weiterführung des Musikunterrichts im Township. 

 

Mit dem Konzert in Hamburg wird das Bundesjugendorchester die dritte Tournee im Rahmen seines 50jährigen Jubiläums im Jahr 2019 beschließen. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich. Das Konzert wird im Livestream der Elbphilharmonie im Internet gezeigt, im Rahmen des Sommerkinos als Public-Viewing in der Hafencity ins Freie übertragen und für eine spätere Sendung von NDR-Kultur aufgezeichnet. Das musikalische Programm steht unter dem Motto der deutsch-südafrikanischen Freundschaft: William Waltons „Johannesburg Festival Ouverture“, „A Symphonic Picture“ aus George Gershwins Oper „Porgy and Bess“ sowie Johannes Brahms‘ 2. Sinfonie. 

 

Die gesamte Tournee wird von einem Filmteam des WDR begleitet, dessen umfassende Reportage am 06. Oktober im WDR Fernsehen ausgestrahlt wird. 

 

Das Bundesjugendorchester ist Deutschlands jüngstes Spitzenorchester für Nachwuchsmusiker im Alter von 14 bis 19 Jahren und das Patenorchester der Berliner Philharmoniker. Seit 2018 ist Sir Simon Rattle sein Ehrendirigent. Das Orchester wurde 1969 vom Deutschen Musikrat gegründet. Dirigenten wie Andris Nelsons, Gustavo Dudamel oder Kirill Petrenko standen bereits am Pult. Tourneen führten das Spitzenensemble durch ganz Europa, nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Im Rahmen bedeutender Projekte konzertierte es etwa unter der Leitung von Kurt Masur in New York sowie während der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Im Mai 2016 eröffnete das Bundesjugendorchester das Deutsche Jahr in Mexiko-City, im September 2017 begleitete es die Gründung des nationalen ukrainischen Jugendorchesters, 2018 standen Konzerte in Indien, Italien und Kanada auf dem Programm. Das Bundesjugendorchester wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der DekaBank, der Evonik-Stiftung, der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, der Daimler AG, der Stadt Bonn, der Deutschen Orchestervereinigung, der Stiftung Bundesjugendorchester und vielen privaten Förderern unterstützt.

 

Der Deutsche Musikrat (DMR) ist der Dachverband des Musiklebens in Deutschland und Träger zahlreicher Förderprojekte. Die Organisation fügt sich zusammen aus dem Deutscher Musikrat e.V. sowie der Deutscher Musikrat gemeinnützige Projektgesellschaft mbH und vertritt die Interessen von rund 14 Millionen Musizierenden. Das Generalsekretariat des Vereins in Berlin steht für das musikpolitische Wirken des Verbands mit seinen rund 100 Mitgliedorganisationen und 16 Landesmusikräten. Die Projektgesellschaft in Bonn organisiert die zwölf langfristig angelegten Projekte: Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler, Bundesjazzorchester, Bundesjugendorchester, Deutscher Chorwettbewerb, Deutscher Musikwettbewerb, Deutscher Orchesterwettbewerb, Deutsches Musikinformationszentrum (MIZ), Dirigentenforum, Förderprojekte Zeitgenössische Musik, Jugend jazzt, Jugend musiziert und PopCamp. Der DMR wurde 1953 gegründet, hat sich als Mitglied der UNESCO in seinem Handeln der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verpflichtet und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. 

 

Weitere Informationen unter bundesjugendorchester.de oder unter musikrat.de.

 


Filmreihe „Starke Stücke. Berührt und diskutiert“ zeigt am 15. August 2019 in der Kirche Kavelstorf:

„Taxi Teheran“: ein preisgekrönter Film, der das Leben feiert

 

(Kavelstorf/Rostock/cme) -  Zum 8. Mal bringt die Reihe Starke Stücke. Berührt und diskutiert emotional berührende und kontroverse Filme auf die Leinwand und ins offene Gespräch. In der Kirche Kavelstorf (Landkreis Rostock) läuft am Mittwoch, 21. August, der iranische Film „Taxi Teheran“. Weil er keine Filme mehr drehen durfte, hat sich der iranische Regisseur Jafar Panahi in ein Taxi gesetzt, das mit Kameras gespickt ist: Die Straße ist sein Filmset, die Fahrgäste sind seine Helden. Unsere Kirchengemeinde lädt alle Filminteressierte herzlich zu diesem starken und preisgekrönten Film ein“, sagt Pastorin Eike Borowski. „Beginn ist um 19.30 Uhr, nach dem Film kann man noch miteinander ins Gespräch kommen.“ Am Ausgang bitten die Veranstalter um eine Spende, mit der diese Filmreihe finanziell unterstützt wird.

 

Zum Inhalt des Films, der bei der Berlinale 2015 den Goldenen Bären gewann: Durch die Straßen Teherans fährt ein Taxi und sammelt Passagiere auf: eine Lehrerin und einen Mann, die über die Todesstrafe streiten, einen Videohändler, der illegale Kopien von westlichen Filmen verkaufen will, zwei ältere Frauen, die voller Aberglaube zwei Goldfische zu einer Quelle bringen, um ihr Leben zu retten, einen Mann, der bei einem Unfall verletzt wurde und von seiner panischen Frau ins Krankenhaus gebracht wird. Taxifahrer ist der Regisseur Jafar Panahi selbst, der seinen Fahrgästen mit Humor und Verständnis begegnet. Erzählt wird von Armutskriminalität, Aberglaube, dem Filmemachen selbst und vom iranischen Regime, das Menschen wie Panahi inhaftieren lässt und mit Berufsverbot belegt.

 

Veranstalter der Kino-Gesprächsreihe ist der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg, der dafür mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, den beteiligten Kirchengemeinden, dem Projekt „Kirche stärkt Demokratie“, der Initiative Wir – Erfolg braucht Vielfalt und der Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH kooperiert. Unterstützt wird das Projekt von den Programmen „Zusammenhalt durch Teilhabe“, dem Europäischen Sozialfonds sowie der Mecklenburgischen und Pommerschen Kirchenzeitung.

 

Mehr Infos und das Programmheft unter: www.kirche-mv.de/Filmreihe-Starke-Stuecke.html

 


Die Greifswalder Kirchengemeinde St. Nikolai lädt unter dem Titel „KlangFarben“ zu drei außergewöhnlichen Konzerten ein.

Jazz im illuminierten Dom

Foto: Kirchengemeinde St. Nikolai
Foto: Kirchengemeinde St. Nikolai

 

(Greifswald/sk) - Der Greifswalder Dom, zu abendlicher Stunde in farbiges Licht getaucht und durchtönt mit Musik von Bach bis Jazz... In einer neuen Reihe von Konzerten lädt die Kirchengemeinde St. Nikolai unter dem Titel „KlangFarben“ dazu ein, den Dom aus bisher ungewohnten Perspektiven zu erleben: durch neue räumliche Anordnungen von Musizierenden und Zuhörenden, durch ungewohnte Farben im Kirchenraum, durch neue Töne und Klänge. Während des ersten dieser Konzerte, am Sonnabend, 31. August, ist zu erleben, welche Klangfarben ein elektrisch verstärktes und moduliertes Cello im Zusammenspiel mit der Domorgel zu erzeugen vermag. Der Neustrelitzer Cellist Torsten Harder und Domorganist Prof. Frank Dittmer bringen Choralbearbeitungen von Bach bis Jazz zu Gehör. Torsten Harder hat sich auch als Komponist einen Namen gemacht: 2018 wurde seine 1. Symphonie „Jesu meine Freude“ uraufgeführt.

 

Soundtrack für einen imaginären Film

 

Am Sonnabend, 28. September, verwandelt der Berliner Jazz-Kontrabassist und Komponist Jasper Libuda den Kontrabass in ein Soloinstrument mit Klangfarben, die an Cello, Perkussion und Gitarre erinnern. Seine Kompositionen wie „Die Geburt der stillen Farben“ oder „Schattenpark“ formen den Soundtrack zu einem imaginären Film mit leuchtenden und dunklen Themen. Die Musik entwickelt sich von Stille zu Klangfülle, von Improvisation zum Arrangement, von rockigen Motiven zu an Country erinnernde Melodien. Das Publikum erlebt einen Schwebezustand zwischen Stilen und Genres, einen Grenzgang zwischen Jazz, Rock, Pop, Minimal Music, Klassik und Wall of Sound.

 

Vier Saxophone mit der Kraft eines Orchesters

 

Der dritte „KlangFarben“-Abend, am Sonnabend, 26. Oktober, bietet Musik für vier Saxophone, vorgetragen von dem Ensemble „Meiers Clan“ aus Potsdam. Die Musiker Ralf Benschu, Matthias Wacker, Mark Wallbrecht und Sebastian Hillmann erkunden den Greifswalder Dom mit einer Mischung aus Klassik, Jazz und Pop, unter anderem mit Bearbeitungen bekannter Filmmusiken und durch die Gegenüberstellung der Musik von Johann Sebastian Bach und Leonard Bernstein. Die meisten Arrangements von „Meiers Clan“ stammen aus der Feder von Mark Wallbrecht, der es bestens versteht, dem Quartett seinen eigenen Sound auf den Leib zu schneidern. Der Zuhörer erhält so den Eindruck, ein ganzes Orchester zu hören und vergisst, dass es sich doch „nur“ um vier Saxophone handelt. Alle drei Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Bachwochen-Förderverein statt. Die drei „KlangFarben“-Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr. Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.

 

Termine „KlangFarben“

 

Sonnabend, 31. August, 20 Uhr:

 

Torsten Harder und Frank Dittmer: Konzert für E-Cello und Orgel

 

 

Sonnabend, 28. September, 20 Uhr:

 

Jasper Libuda. Cinematic bass music. Kontrabass solo

 

 

Samstag, 26. Oktober, 20 Uhr:

 

Meiers Clan. Konzert für Saxophon-Quartett


150 Jahren Postkartengrüße: Jubiläumsausstellung im Museum für Kommunikation Berlin

Mehr als Worte

 

(Berlin/pm) - Vor ihrer Einführung am 1. Oktober 1869 noch als „unanständige Form der Mitteilung auf offenem Postblatt“ kritisiert, traf die Postkarte den Nerv der Zeit: Sie erfüllte ein Bedürfnis nach vereinfachtem und raschem Informationsaustausch. Damals wie heute veranschaulichen die Bildmotive die Mitteilung, ergänzen sie, schmücken sie aus oder ersetzen diese sogar.


Zum 150-jährigen Jubiläum beleuchtet die Kabinettausstellung Mehr als Worte. 150 Jahre Postkartengrüße vom 21. August 2019 bis 5. Januar 2020 die Geschichte von Entstehung, Entwicklung und Vielfalt eines Mediums als Spiegel der Gesellschaft. Mehr als 500 Postkarten spannen den Bogen von den Vorläufern und der Hochzeit der Postkarte im Kaiserreich über Feldpostkarten, Kunstpostkarten, Propagandakarten, Postkarten in Ost und West bis zur digitalen Postkarte und Postcrossing. Welche Bedeutung die Postkarte in Zeiten von WhatsApp und Co. noch hat, zeigen Interviews mit Berliner Passant*innen. Im Fokus stehen außerdem die Praktik des Sammelns sowie ganz besondere Stücke aus der Sammlung der Museumsstiftung Post- und Telekommunikation. Diese besitzt mit über 200.000 Exemplaren eine der größten Postkartensammlungen Deutschlands. Weiterlesen

 

Mehr als Worte. 150 Jahre Postkartengrüße

 

Kabinettausstellung vom 21. August 2019 bis 5. Januar 2020

 


Online-Ausstellung & Begleitprogramm
unter www.mfk-berlin.de/ausstellung-postkarte

 

 

Kuratorenführung
1. Oktober 2019, 18.30 Uhr, mit Dr. Veit Didczuneit, Ausstellungskurator und Leiter Sammlungen Museum für Kommunikation Berlin, ermäßigter Museumseintritt (Kinder frei)

 

 

Social Media
#150JahrePostkarte

 

Sonderstempel
Der Sonderstempel zur Ausstellung (Stempelnummer 16/188) ist ab dem 20. August 2019 erhältlich bei Deutsche Post AG, Niederlassung Brief Berlin 1, Sonderstempelstelle, 11508 Berlin.

 

 

Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16
10117 Berlin

 

Telefon 030 202 94 0
www.mfk-berlin.de

Verkehrsverbindungen

 

U2 Mohrenstraße, U6 Stadtmitte, Bus M48, 200, 265

Öffnungszeiten
Dienstag 9 – 20 Uhr
Mittwoch bis Freitag 9 – 17 Uhr
Sa, So, Feiertag 10 – 18 Uhr
24., 25. und 31.12. geschlossen

Eintritt

6 €, ermäßigt 3 €

 

Ermäßigter Eintritt

Studierende und Auszubildende

Teilnehmer*innen an Führungen

Gruppen ab 15 Personen

Berlinpass-Inhaber*innen


Freier Eintritt
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre
betreute Schulklassen allgemeinbildender und beruflicher Schulen
freitags von 9 – 12 Uhr für Gruppen ab 15 Personen
Refugees

 


Kinostart am 7. November 2019

2040 - WIR RETTEN DIE WELT!

Foto: Universumfilm
Foto: Universumfilm

Buch und Regie: Damon Gameau

 

 

 

Kinostart: 7. November 2019

 

Im Verleih von Universum Film

 

 

 

unterhaltsam & voller Optimismus“ Hollywood Reporter

 

 

 

„Bemerkenswert optimistisch, ohne den Ernst der Lage zu verharmlosen“

 

Greenpeace-magazin.de

 

 

 

(München/cm) - Wie könnte unsere Zukunft im Jahr 2040 aussehen? Wie können wir nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen, den CO2-Ausstoß begrenzen und was können wir gegen den Klimawandel tun?

 

Der preisgekrönte Filmemacher Damon Gameau begibt sich auf eine Reise um die Welt auf der Suche nach Antworten auf diese drängenden Fragen. Und er findet dabei zahlreiche erstaunliche Ansätze und bereits verfügbare Lösungen. Bis 2040 könnte das Zusammenleben auf der Erde nachhaltig verbessert werden, wenn Haushalte ihre eigene Energie herstellen, wenn der Autoverkehr durch Sharing-Modelle und selbstfahrende Autos ersetzt und Platz für Parkanlagen und Urban Gardening frei wird. Die Landwirtschaft könnte mit neuen Methoden einen erheblichen Beitrag leisten und den CO2-Spiegel in der Atmosphäre senken und auch im Meer könnten wir der akuten Bedrohung entgegenwirken. Wir müssen nur bereit sein, jetzt gemeinsam für eine bessere Welt zu arbeiten und neue Wege einzuschlagen. Mit verantwortungsvollem Handeln können wir eine lebenswertere Welt erschaffen.

 

 

 

2040 – WIR RETTEN DIE WELT! ist der neue Dokumentarfilm von Damon Gameau, der mit „Voll verzuckert“ die erfolgreichste australische Dokumentation aller Zeiten schuf und weltweit Zuschauern die Augen öffnete. Diesmal hat sich Gameau aufgemacht, um erneut auf ebenso unterhaltsame wie informative Art, eine ermutigende Zukunftsvision unseres Planeten zu kreieren – für uns und nachfolgende Generationen. 2040 – WIR RETTEN DIE WELT! feierte seine Weltpremiere im Rahmen der Berlinale 2019 in der Reihe „Generation“.

 


Alexander von Humboldt, ein Kind der Berliner Domgemeinde:

Taufe, Trauerfeier und Konzert zum 250. Geburtstag

 

(Berlin/sp) - Mit einem Festkonzert im Berliner Dom erinnern Humboldt Universität, Sing-Akademie zu Berlin und Staats- und Domchor Berlin an eines der wohl berühmtesten Mitglieder der Domgemeinde: den großen Alexander von Humboldt. GRANDES TRÓPICOS! lautet der Titel des Konzertes am 24. August um 20 Uhr, das aus Anlass seines 250. Geburtstages stattfindet.

 

Alexander von Humboldts Leben und Sterben ist eng mit dem Berliner Dom verbunden. Im ältesten, heute noch benutzbaren Kirchenbuch des Domarchives - einem 1078 Seiten dicken Folianten - findet sich der Taufeintrag des jungen Alexander‘ vom 9. Oktober 1769. Dem Taufakt wohnten damals nicht weniger als 28 Zeugen bei, darunter Prinzen, Minister und Militärs. Obwohl persönlich nicht anwesend, sondern durch seinen Hofmarschall vertreten, fand auch der Thronfolger und spätere König Friedrich Wilhelm II. als Taufzeuge Eingang in das Taufregister des Berliner Domes sowie ein Bruder Friedrichs des Großen.

 

Ebenfalls in den Quellen des Domarchives nachzulesen, ist der Bericht des Domküsters über den Trauergottesdienst, der für den fast 90jährigen Alexander von Humboldt am 10. Mai 1859 im Berliner Dom gefeiert wurde: „Das Läuten begann, als der Zug bei der Königswache angelangt war und sich von dort dem Dom näherte. Texte waren 1500 gedruckt. Nach der Feierlichkeit wurde die Leiche von einigen Kirchenbeamten bewacht, bis am Abend, ½ 10 Uhr die Leiche durch unseren Bitter und Trägern auf dem großen Leichenwagen (2 Pferde) gebracht und mit demselben nach dem Erbbegräbniß der Familie nach Tegel gebracht wurde, wo die Dienerschaft des Dahingeschiedenen die Leiche getragen und an Ort und Stelle gebracht hat.“

 

Bei dem Festkonzert im Berliner Dom am 24. August, um 20 Uhr verbinden Sing-Akademie zu Berlin und der Staats- und Domchor Berlin zwei von Humboldts Welten musikalisch miteinander: Sein Berliner Kosmos trifft auf die Klangräume des lateinamerikanischen Regenwaldes. So erklingt beispielsweise die „Humboldt Kantate“ von Mendelssohn und die legendäre venezolanische Nationalkantate „Duell zwischen Florentin und Teufel“ von Antonio Estevez.


Kinostart: 10. Oktober 2019

RONNY & KLAID

Foto: Studio Hamburg Enterprises
Foto: Studio Hamburg Enterprises

 

Regie: Erkan Acar

 

mit Franz Dinda, Sahin Eryilmaz, Xenia Assenza, Guido Broscheit, Alexander Schubert,

 

Fatih Akin, Jenny Elvers, Adrian Topol, Gedeon Burkhard

 

Deutschland 2018/2019, 121 Min.

(München/cm) - Die Berliner Buddys Ronny und Klaid versuchen mit ihrem Kiez-Kiosk über die Runden zu kommen. Während sich Ronny Hals über Kopf in die Tochter des lokalen Mafiabosses verliebt, verliert Klaid ein Vermögen an dessen Roulette-Tisch. Den beiden bleibt nur eine Woche, um das Geld auf-zutreiben und die Gangster zu bezahlen.

 

In einem Zeitungsartikel lesen sie, dass jeder zehnte Deutsche Millionär ist. Klare Sache: Es muss also nur jeder zehnte Späti-Kunde entführt werden...

 

Klingt nach einem (fast) perfekten Plan ...

 

RONNY & KLAID ist eine irrwitzige Gangster-Komödie voller deutsch-türkischem Culture Clash, temporeichem Sprachwitz und liebenswerten Charakteren. In den Hauptrollen brillieren die renommierten Schauspieler Franz Dinda (Das Boot) und Sahin Eryilmaz (Skylines, Honig im Kopf, Marija), in weiteren Rollen überzeugen Adrian Topol, Jenny Elvers, Guido Broscheit, Fatih Akin u.a.

 

Mavie Films von Aysel Yilmaz und Erkan Acar haben RONNY & KLAID gemeinsam mit Guido Broscheits Dropkick Pictures unabhängig produziert. Nach der erfolgreichen Premiere auf dem Münchner Filmfest bringt STUDIO HAMBURG ENTERPRISES RONNY & KLAID zusammen mit DER FILMVERLEIH am 10. Oktober 2019 bundesweit in die Kinos.  

 

„DEUTSCHE KOMÖDIE? GEHT DOCH!

 

Reines, pures Gold des Unsinns“

 

–kino-zeit.de

 

******************

Autorin: CINEMAIDS / Kaththrin Stammen u. Cornelia Spiering - zusammengestellt von Gert Holle - 3.08.2019

 


Thomas Eser wird neuer Direktor der Museen der Stadt Nürnberg

Sammlungsleiter Dr. Thomas Eser, künftiger Direktor der Museen der Stadt Nürnberg Foto: GNM / Dirk Messberger
Sammlungsleiter Dr. Thomas Eser, künftiger Direktor der Museen der Stadt Nürnberg Foto: GNM / Dirk Messberger

 

(Nürnberg/gnm) - Der Kunsthistoriker Dr. Thomas Eser, derzeit Sammlungsleiter für wissenschaftliche Instrumente und Medizingeschichte sowie Waffen und Jagdkultur, außerdem Leiter des Programmbereichs Sonderausstellungen am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg (GNM), wird im Frühjahr 2020 die Nachfolge von Ingrid Bierer als neuer Direktor der Museen der Stadt Nürnberg antreten.

 

Generaldirektor Prof. Dr. Daniel Hess freut sich, dass sich die Stadt Nürnberg mit Eser für einen exzellenten Wissenschaftler und erfahrenen Museumsexperten entschieden hat: „Wir gratulieren Dr. Thomas Eser von Herzen und wünschen ihm alles Gute. Zugleich bedauern wir natürlich außerordentlich, dass mit ihm ein herausragender Wissenschaftler und von allen geschätzter Kollege unser Haus verlassen wird.“

 

Eser studierte Kunstgeschichte, klassische Archäologie und Landesgeschichte an der Universität Augsburg. Seine wissenschaftliche Karriere begann er 1995 als Volontär in der Graphischen Sammlung des GNM. Seither hat er zahlreiche Ausstellungen und Forschungsprojekte verantwortet, unter anderem die großen Sonderausstellungen „Quasi Centrum Europae“ zum 150. Jubiläum des GNM 2002, „Der frühe Dürer“ im Jahr 2012 und „Luther, Kolumbus und die Folgen“ im Reformations-Jubiläumsjahr 2017. Seit 2011 leitet Eser die Sammlung „Wissenschaftliche Instrumente und Medizingeschichte, Waffen und Jagdkultur“, zu der u.a. der berühmte Behaim-Globus gehört. Seit 2018 verantwortet Eser außerdem den Programmbereich Sonderausstellungen.

 

Mit sieben Museen, zwei historischen Sehenswürdigkeiten und verschiedenen kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen verwahrt der Verbund der Museen der Stadt Nürnberg wichtige Zeugnisse der Nürnberger Stadtgeschichte. Ihnen wird Eser künftig vorstehen.

 


Filmreihe „Starke Stücke. Berührt und diskutiert“ zu Gast in der Kirche Eldena:

Ein Kinofilm über den wohl ungewöhnlichsten Rabbiner der Welt: William Wolf

 

(Grabow/Rostock/cme) - Zum 8. Mal bringt die Reihe „Starke Stücke Berührt und diskutiert“ emotional berührende und kontroverse Filme auf die Leinwand und ins offene Gespräch. In der Kirche Eldena (Landkreis Ludwigslust Parchim) wird am Freitag, 2. August der Kinofilm „Rabbi Wolf“. „Unsere Kirchengemeinde Eldena-Gorlosen lädt alle Filminteressierte herzlich ein“, sagt Pastorin Christine Nagel-Bienengräber. „Beginn ist um 20 Uhr, nach dem Film kann man noch miteinander ins Gespräch kommen.“ Am Ausgang bitten die Veranstalter um eine Spende, mit der diese Filmreihe finanziell unterstützt wird.

 

Zum Inhalt: William Wolff ist Ende 80 und der wohl ungewöhnlichste Rabbiner der Welt. Der kleine Mann mit Hut wurde in Berlin geboren, hat einen britischen Pass und wohnt in einem Häuschen in der Nähe von London. Immer Mitte der Woche fliegt er nach Hamburg, steigt dort in den Zug und pendelt zu seinen Jüdischen Gemeinden nach Schwerin und Rostock. Samstags nach dem Gottesdienst geht es zurück nach London – es sei denn, er ist bei Verwandten in Jerusalem, auf Fastenkur in Bad Pyrmont oder beim Pferderennen in Ascot. Denn das Leben muss vor allem Spaß machen, findet Willy Wolff. Der Film zeigt den turbulenten Alltag von Wolff und beleuchtet seine bewegte Vergangenheit: Bevor er Rabbiner wurde, war er politischer Korrespondent in London; als Kind floh er mit seiner Familie aus Nazideutschland. Rabbi Wolff ist nicht nur das Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit – eines tief religiösen Menschen, der sich voller Lebensfreude über Konventionen hinwegsetzt. Der Film führt auch auf mitreißende Weise in die Welt des Judentums ein und präsentiert uns einen ganz besonderen deutschen Lebenslauf.

 

 

 

Veranstalter der Kino-Gesprächsreihe ist der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg, der dafür mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, den beteiligten Kirchengemeinden, dem Projekt „Kirche stärkt Demokratie“, der Initiative Wir – Erfolg braucht Vielfalt und der Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH kooperiert. Unterstützt wird das Projekt von den Programmen „Zusammenhalt durch Teilhabe“, dem Europäischen Sozialfonds sowie der Mecklenburgischen und Pommerschen Kirchenzeitung.

 

Mehr Infos und das Programmheft unter: www.kirche-mv.de/Filmreihe-Starke-Stuecke.html

 


Filmreihe „Starke Stücke. Berührt und diskutiert“ zeigt den Kinofilm:

„Von Menschen und Göttern“ in der Klosterkirche Wanzka

 

(Rödlin/Rostock/cme) - Zum 8. Mal bringt die Reihe „Starke Stücke Berührt und diskutiert“ emotional berührende und kontroverse Filme auf die Leinwand und ins offene Gespräch. In der Klosterkirche Wanzka (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) wird am Donnerstag, 1. August, der französische Kinofilm „Von Menschen und Göttern“. „Unsere Kirchengemeinde Rödlin-Warbende lädt alle Filminteressierte herzlich ein“, sagt Pastor Dirk Fey. „Beginn ist um 20 Uhr, nach dem Film kann man noch miteinander ins Gespräch kommen.“ Am Ausgang bitten die Veranstalter um eine Spende, mit der diese Filmreihe finanziell unterstützt wird.

 

Zum Inhalt: Die Geschichte spielt in Algerien und zeigt, wie neun französische Trappistenmönche ihrem Tagewerk nachgehen. Mit den Hühnern stehen sie auf, und mit der letzten Abendsonne gehen sie zu Bett. Sie singen und beten und schweigen. Sie bestellen ihr Feld oder kümmern sich wie Bruder Luc (Michael Lonsdale) auf ihrer Krankenstation um die muslimische Dorfbevölkerung. Die Mönche scheinen ihren Frieden gefunden zu haben, doch der Schein trügt. Eine seltsame Unruhe legt sich über ihren Alltag, eine Scheibe zerbricht, Misshelligkeiten nehmen zu, es gibt Vorahnungen und Vorgefühle. Es ist das Jahr 1993, in Algerien herrscht Bürgerkrieg. Als sich die politische Stimmung im Land aber immer mehr aufheizt und eine fundamentalistische Gruppe von Islamisten alle Ausländer auffordert, das Land zu verlassen, laufen die Mönche Gefahr, ihr Leben zu verlieren. Für sie stellt sich die Frage, ob sie den Forderungen der Islamisten Folge leisten sollen.

 

Veranstalter der Kino-Gesprächsreihe ist der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg, der dafür mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, den beteiligten Kirchengemeinden, dem Projekt „Kirche stärkt Demokratie“, der Initiative Wir – Erfolg braucht Vielfalt und der Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH kooperiert.

 

Unterstützt wird das Projekt von den Programmen „Zusammenhalt durch Teilhabe“, dem Europäischen Sozialfonds sowie der Mecklenburgischen und Pommerschen Kirchenzeitung.

 

 

 

Mehr Infos und das Programmheft unter: www.kirche-mv.de/Filmreihe-Starke-Stuecke.html

 


Filmreihe „Starke Stücke. Berührt und diskutiert“ lädt landesweit zu 39 Kinoabenden ein

(Eickelberg/Bützow/Rostock/cme) - Zum 8. Mal bringt die Reihe „Starke Stücke Berührt und diskutiert“ emotional berührende und kontroverse Filme auf die Leinwand und ins offene Gespräch. In dieser Saison laden die beiden evangelischen Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern und ihre Partner landesweit zu 39 Kinoabenden – im Vorjahr waren es 27 – vor allem in Dorfkirchen und Pfarrscheunen ein.

 

Insgesamt 25 verschiedene deutsche und internationale Filme sind von Ende Juli bis Mitte November zu sehen. Allein sechs Kinostreifen, darunter „Gundermann“ von Andreas Dresen, „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Matti Geschonneck oder „Einer trage des anderen Last“ von Lothar Warneke, stellen 30 Jahre nach dem Mauerfall deutsch-deutsche Geschichte in den Mittelpunkt. Weitere Filmtitel, die alle Programmkino bieten, sind beispielsweise „Der Wein und Wind“, „Fridas Sommer“, „The Square“ oder „Helle Nächte“.

 

„Mit der Filmreihe wollen wird das kulturelle Angebot im ländlichen Raum stärken und zugleich den gesellschaftlichen Diskurs befördern“, sagt der mecklenburgische Propst Dirk Sauermann Denn die von den Kirchengemeinden aus einem eigens erstellten Kanon ausgewählten Filme beinhalteten Themen, die „uns und unsere Gesellschaft aktuell bewegen. Die Filme sollen unterhalten und ebenso einladen, eigene Positionen zu überdenken und im Gespräch miteinander den Blick zu weiten. Seien Sie also herzlich eingeladen und bringen Sie Freunde und Bekannte mit.“

 

Eröffnung mit Andreas Dresens Film über DDR-Liedermacher

 

Zur Eröffnung wird der preisgekrönte Kinofilm „Gundermann“ am Mittwoch, 31. Juli in der Kunstkirche Eickelberg bei Bützow (Landkreis Nordwestmecklenburg) gezeigt. „Wir laden alle Filminteressierte herzlich ein“, sagt Karin v. Blomberg vom Freundeskreis der Eickelberger Kirche. „Beginn ist um 20 Uhr, nach dem Film kann man noch miteinander ins Gespräch kommen.“ Am Ausgang bitten die Veranstalter um eine Spende, mit der diese Filmreihe finanziell unterstützt wird.

 

Zum Inhalt: Der Film über den früh verstorbenen, Traktor fahrenden Liedermacher mit widersprüchlicher Vergangenheit Gerhard Gundermann ist ein kluger und einfühlsamer Beitrag zur deutsch-deutschen Geschichte. Im Spannungsfeld zwischen zwei Zeitebenen, Mitte der 1970er-Jahre in der DDR und Mitte der 1990er-Jahre in der Nachwendezeit, wird ein Leben erzählt, in das der Widerspruch von Anfang an eingeschrieben ist. Der Film ist sehr viel mehr als nur die Biografie. Es ist ein kluger, einfühlsamer, vielschichtiger und vor allem auch sehr berührender Beitrag zur deutschdeutschen Geschichte, zu einem differenzierteren, menschlicheren Umgang damit. Ein ehrliches Ringen mit individuell erlebter Vergangenheit, ganz ohne arrogante Zeigefinger-Besserwisserei.

 

Veranstalter der Kino-Gesprächsreihe ist der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg, der dafür mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, den beteiligten Kirchengemeinden, dem Projekt „Kirche stärkt Demokratie“, der Initiative Wir – Erfolg braucht Vielfalt und der Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH kooperiert.

 

Unterstützt wird das Projekt von den Programmen „Zusammenhalt durch Teilhabe“, dem Europäischen Sozialfonds sowie der Mecklenburgischen und Pommerschen Kirchenzeitung.

 

Mehr Infos und das Programmheft unter: www.kirche-mv.de/Filmreihe-Starke-Stuecke.html

 

 

Veranstaltungsüberblick

 

 

 

Gundermann                              Kunstkirche Eikelberg, 31. Juli, 20.00 Uhr

 

Pfarrscheune Wattmannshagen, 23. August, 19.30 Uhr

 

Kirche Siggelkow, 13. September, 19.30 Uhr

 

Kirche Schaprode , 26. September, 19.00 Uhr

 

 

 

Von Menschen und Göttern                Klosterkirche Wanzka, 1. August, 20.00 Uhr

 

 

 

Rabbi Wolf                                          Kirche Eldena, 2. August, 20.00 Uhr

 

 

 

Vaterlandsverräter                              Kirche Lüdershagen, 7. August, 20.00 Uhr

 

 

 

Vergiss mein nicht                              Kirche Klütz, 8. August, 20.00 Uhr

 

 

 

Wolke 9                                               Kirche Kastorf, 9. August, 20.00 Uhr

 

 

 

Am Sonntag bist du tot                       Kirche Helpt, 14. August, 20.00 Uhr

 

Kirche Neuenkirchen, 18. September, 19.00 Uhr

 

 

 

In Zeiten des abnehmenden Lichts     Kirche Neverin, 15. August, 19.30 Uhr

 

Kirche Lärz, 30. August, 19.30 Uhr

 

Pfarrkirche Dargun, 27. September, 19.00 Uhr

 

Altes Pfarrhaus Groß Bistorf, 30. Oktober, 19.00 Uhr

 

 

 

Stilles Land                                         Kirche Bibow, 16. August, 19.30 Uhr

 

Kirche Horst, 18. Oktober, 19.00 Uhr

 

 

 

Taxi Teheran                                       Kirche Kavelstorf, 21. August, 19.30 Uhr

 

 

 

El Olivio – Der Olivenbaum                  Kapelle Alt Pansow, 22. August, 19.30 Uhr

 

Kirchturm Warsow, 15. November, 19.00 Uhr

 

 

 

Der Wein und der Wind                       Kirche Dreveskirchen, 28. August, 19.30 Uhr

 

 

 

Familienbande                                     Kirche Zarnekow, 29. August, 19.30 Uhr

 

Kirche Bibow, 20. September, 19.00 Uhr

 

 

 

Nikolaikirche                                       Kirche Gnevkow, 4. September, 19.30 Uhr

 

 

 

Eine Taube sitzt auf einem Zweig

 

und denkt über das Leben nach         Groß Nemerow, 5. September, 19.30 Uhr

 

 

 

Fridas Sommer                                   Pfarrscheine Wattmannshagen, 6. September, 19.30 Uhr

 

 

 

Wie im Himmel                                    Kirche Groß Bünzow, 11. September, 19.00 Uhr

 

Kirche Friedrichshagen, 19. September, 19.00 Uhr

 

Kirche Graal-Müritz, 1. November, 19.00 Uhr

 

 

 

Welcome to Norway                            Kirche Körchow, 12. September, 19.30 Uhr

 

Kirche Kasnevitz, 11. Oktober, 19.00 Uhr

 

Kirche/Gemeindehaus Gadebusch, 24. Oktober, 19.00 Uhr

 

 

 

Einer trage des anderen Last Kirche Pasewalk, 25. September, 19.00 Uhr

 

 

 

In einer besseren Welt                        Pfarrscheune Sülstorf , 9. Oktober, 19.00 Uhr

 

 

 

Die Kunst sich die Schuhe zu binden Kirche Rosenow, 16. Oktober, 19.00 Uhr

 

 

 

The Square                                         Kirche Uelitz, 17. Oktober, 19.00 Uhr

 

 

 

Honig im Kopf                         Kapelle Jagetzow, 23. Oktober, 19.00 Uhr

 

 

 

Madame Mallory und

 

der Duft von Curry                              Kirche Kladow, 25. Oktober, 19.00 Uhr

 

 

 

Helle Nächte                                       Kirche Uelitz, 7. November, 19.00 Uhr

 

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Sommer, Sonne, Jubiläum: Die Fondation Beyeler feiert zum zehnten Mal ihr Sommerfest

Sommerfest der Fondation Beyeler, 2018; Foto: Mathias Mangold
Sommerfest der Fondation Beyeler, 2018; Foto: Mathias Mangold

 

 

(Basel/fb) - Das ist das Sommerfest in der Fondation Beyeler: Im Berower Park in der Sonne liegen, bei einem Workshop Neues entdecken und sich kulinarisch mit Produkten aus der Region verwöhnen lassen. Im Museum können die Gäste die aktuellen Ausstellungen «Rudolf Stingel», «Louise Bourgeois – Insomnia Drawings» und die Sammlungspräsentation «Lost in Time Like Tears in Rain» erkunden. Unter freiem Himmel wird abends zur Livemusik der Band 2raumwohnung aus Berlin getanzt – der herrliche Ausklang eines aufregenden Tages. Gross und Klein sind zu diesem bunten Programm am Samstag, dem 10. August, von 10 bis 22 Uhr, herzlich eingeladen. Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums des Sommerfests schenkt die Basler Kantonalbank allen Besuchenden den Museumseintritt.

 

Tagsüber begeistert ein vielfältiges Programm die Sommerfestgäste. Spannende Kurzführungen geben Einblicke in die Ausstellungen «Rudolf Stingel» und in die Sammlungspräsentation «Lost in Time Like Tears in Rain», die mit Meisterwerken von Monet bis Gerhard Richter aufwartet. Wer selbst aktiv werden will, kann sich im Open Studio und den verschiedenen Workshops kreativ und spielerisch austoben – für jede und jeden ist etwas dabei.

 

 

 

Gratiskonzert im Park: 2raumwohnung

2raumwohnung, 2017; Foto: Astrid Grosser
2raumwohnung, 2017; Foto: Astrid Grosser

 

Wenn die Sommerhitze nur so flimmert, summt bei diesem Song wohl jeder mit: «36 Grad und es wird noch heisser, mach den Beat nie wieder leiser» – mit dem Titel «36 Grad» hat die Berliner Band 2raumwohnung einen der grössten deutschsprachigen Sommerhits aller Zeiten gelandet. In diesem Jahr bringt das Elektropop-Duo, das sieben Top-Ten-Alben kreiert hat, seinen lässigen Sound in die Fondation Beyeler. Inga Humpe und Tommi Eckart, die seit dem Jahr 2000 zusammen musizieren, werden ab 19 Uhr auf der Bühne über dem Seerosenteich die sommerliche Stimmung noch zusätzlich anheizen.

 

Tagsüber legt DJ Prinzessin in Not im Pavillon ihre Scheiben auf, 12–18 Uhr.

 

 

 

PROGRAMM IM MUSEUM

 

Kurzführungen zu «Rudolf Stingel»

 

Deutsch                        11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 Uhr

 

Französisch                   12.30, 14.30 Uhr

 

Englisch                        13.30, 15.30 Uhr

 

Familienführungen         11.30, 15.30 Uhr

 

 

 

Kurzführungen zur Sammlungspräsentation «Lost in Time Like Tears in Rain»

 

Deutsch                        11.30, 13.30, 15.30, 17.30 Uhr

 

Familienführungen         13, 15 Uhr

 

Dauer: 30 Minuten, max. Teilnehmerzahl: 15

 

 

 

Art-Lab-Projekt «Talk to me», 12–19 Uhr

 

Das Art Lab lädt junge Kunstinteressierte zum Gespräch ein – Die Gäste sind eingeladen, sich über die ausgestellten Werke und Themen rund um die Kunstwelt auszutauschen.

 

 

 

Museumsspiel: Auf Spurensuche im Museum, 10–18 Uhr

 

Den Spuren in Stingels Werken folgen und selbst Anleitungen formulieren: Wie könnten die Spuren auf den Werken entstanden sein?

 

 

 

PROGRAMM IM PARK UND IN DEN ATELIERS

 

Die Workshops des Sommerfests sind inspiriert von den Arbeiten Rudolf Stingels. Sie drehen sich um künstlerische Prozesse und Herstellungsweisen, um Materialerfahrung und die Spuren, die durch menschliche Einwirkung, aber auch die Wechselfälle der Zeit entstanden sind, sowie um die Erforschung unterschiedlichster Maluntergründe. Die Workshops werden von 10 bis 18 Uhr bzw. von 12 bis 19 Uhr (Art Lab) durchgehend angeboten und sind jederzeit zugänglich.

 

Workshop: Spuren-Gemeinschaftswerk, für Kinder, 10–18 Uhr

 

Unter Einsatz von Händen und Füssen entsteht ein sich dauernd veränderndes Spurenbild auf einer grossen Leinwand. Ab dem Nachmittag können Stücke herausgeschnitten und nach Hause mitgenommen werden.

 

 

 

Workshop: Airbrush, für Jugendliche und Erwachsene, 12–19 Uhr

 

Für seine Bildwelten verwendet der Künstler Rudolf Stingel häufig die Airbrush-Technik. Bei einem Workshop können Jugendliche und Erwachsene diese Technik unter Anleitung ausprobieren.

 

 

 

Workshop: Muster und Ornamente, 10–18 Uhr

 

Gefundene und alltägliche Materialien werden zu fantasievollen Stempeln verwandelt, mit denen sich eigene Muster gestalten lassen.

 

 

 

Open Studio, für Gross und Klein:

 

Materiallabor – Malen mit verschiedensten Materialien, 10–18 Uhr

 

Am Wochenende rund um das Sommerfest lädt das Open Studio alle Interessierten ein, sich mit Rudolf Stingels Werken auseinanderzusetzen und seine künstlerischen Gestaltungsmittel auf vielfältige Weise experimentell zu ergründen. Die Teilnahme ist kostenlos und für jede Altersgruppe geeignet (bis 12 Jahre in Begleitung).

 

 

 

Workshop «Kunstgewächse», 10–18 Uhr

 

Im Kunst Raum Riehen sind die Besuchenden der Ausstellung «Treibhaus - Pflanzenbilder junger Menschen» eingeladen, die von Kindern und Jugendlichen gestaltete Kunstgewächse-Wand nach Lust und Laune bunt zu bemalen. Parallel dazu können eigene Kunstgewächse-Karten gestaltet werden.

 

 

 

Spielen, 10–18 Uhr

 

An einem schattigen Plätzchen lädt das Spielzeugmuseum Riehen zum Verweilen und Spielen ein.

 

 

 

Kinderkarussell «Dreh’Moment-li», 12–18 Uhr

 

Lustige Fahrt im Karussell für Kinder

 

 

 

Iselin-Weber-Park, 10–18 Uhr

 

Zum Sommerfest wird auch der nahegelegene Iselin-Weber-Park geöffnet sein. Im Rahmen des geplanten Erweiterungsprojekts mit dem Atelier Peter Zumthor entsteht dort ein neuer, öffentlicher Park im Herzen von Riehen.

 

 

 

Das Sommerfest wird in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro Riehen, dem Kunst Raum Riehen und dem Spielzeugmuseum Riehen realisiert und grosszügig von der Basler Kantonalbank und IWB unterstützt. Ein besonderer Dank gilt ebenfalls der Gemeindegärtnerei Riehen und der Riehener Zeitung für ihre Unterstützung.

 


BikiniARTmuseum: Vorstellung des Directors Museum & Hotel + Vortrag

Der Bikini. Kleines Kostüm – große Konflikte

 

(Bad Rappenau/pm) - Moden und spezifische Kleiderobjekte sind Produkte und Speicher zeitgebundener Vorstellungen. Das heißt, soziale Gemeinschaften materialisieren in Kleidungen und Kleidungsweisen, was als gesellschaftliche Norm zu gelten hat, genauso wie über gegenläufige Kleidungspraktiken Normen in Frage gestellt werden können. Im sozialen Prozess werden auf diesem Wege die Bedeutungen von Moden und Kleiderobjekten immer wieder neu ausgehandelt, zuweilen unmerklich, ohne besonderes Konflikt- und Aufmerksamkeitspotential. Nicht so der Bikini, er ist keine der modischen Innovationen, die sich einfach vollzogen haben. Im Rückblick kann man ihn als eine der prägnanten Aushandlungsflächen der Moderne bezeichnen, da er Gegenstand vielfältiger sozialer Verwerfungen war und ist. Primär werden mit dem Zweiteiler zwei Aspekte verbunden, die in der Mode eine große Rolle spielen, Moral und Sexualisierung. Den Bikini lediglich aus dieser Perspektive zu begreifen, wird ihm allerdings nicht gerecht und führt dazu, dass er als Kulturobjekt kaum umfängliche Beachtung findet. Ist er im Gespräch, wird er meist banalisiert und belächelt, wobei sich dann immer noch genügend Raum für Pikanterien findet. Eine genaue Betrachtung lohnt sich jedoch, schließlich materialisiert das Ensemble zahlreiche, kulturrelevante Positionsbestimmungen, Probleme und Lösungsversuche. Mit seinem Entwurf kann die Projektion neuer Körperbilder und Geschlechterkonstruktionen, die Schaffung neuer kultureller Bereiche wie Sport und Spa, weitreichende Veränderungen in Konsumkultur, Wirtschaft und Technik verbunden werden. Die Musealisierung des Bikinis ist daher zu begrüßen, es bieten sich im historischen Rückblick zahlreiche Möglichkeiten, die soziokulturellen Zusammenhänge zu beleuchten, in denen das Kleidungsset steht.

 

 

 

Mittwoch, 31. Juli 2019
BestWestern Hotel Bad Rappenau
Buchäckerring 42 (direkt neben dem Neubau des BikiniARTmuseums)

16:30 Uhr Vorstellung des Directors Museum & Hotel
17:00 Uhr Öffentlicher Vortrag von Frau Dr. Viola Hofmann:

                 Der Bikini. Kleines Kostüm – große Konflikte

 

Zusammenfassung:
Der Vortrag von Dr. Viola Hofmann (Seminar für Kulturanthropologie des Textilien/ TU Dortmund) greift den Diskurs um den Bikini auf und zeigt, was wir durch die Befragung von scheinbar banalen Alltagsdingen, über kulturelle Zusammenhänge erfahren können und plädiert für die Relevanz von Modeobjekten im musealen Raum.

 

Zur Person:
Dr. Viola Hofmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Kulturanthropologie des Textilien an der Technischen Universität Dortmund. Zu ihren Schwerpunkten gehören u.a. Technologie und Materialität. Zu ihrem Schwerpunkt Kleidung und Politik hat sie 2014 das Buch "Das Kostüm der Macht. Das Erscheinungsbild von Politikern und Politikerinnen von 1949 bis 2013" veröffentlicht. Mit Studierenden hat sie u.a. die Sonderausstellung „Trikot 09“ für das Dortmunder Vereinsmuseum des BVB 09 entwickelt. Vor ihrer akademischen Laufbahn hat sie eine handwerkliche Lehre zur Herrenschneiderin absolviert. Für weitere Informationen http://www.fk16.tu-dortmund.de/textil/02_personal/hofmann.html

 


Gewinner der kirchlichen Filmwettbewerbe „Goldene Gans“ und „Silbernes Schaf“ ausgezeichnet

Rekordbeteiligung beim Bibel-Filmpreis

 

(Stuttgart/Karlsruhe/ekiba) - Am Samstag, 13. Juli, sind die Gewinner des kirchlichen Filmwettbewerbs „Goldene Gans“ und des Bibel-Filmpreises „Silbernes Schaf“ im Kulturzentrum jubez in Karlsruhe ausgezeichnet worden.  Mit 21 Beiträgen verzeichnete der Wettbewerb um das „Silberne Schaf“ in diesem Jahr einen Teilnahmerekord.

 

„Silbernes Schaf“

 

Bei der Preisverleihung wurden acht Filme gezeigt, von denen die Jury vier mit einem „Silbernen Schaf“ prämiert hat. Die Teilnehmer waren überwiegend Kinderkirchgruppen und Religionsklassen.

Der erste Preis, dotiert mit 300 Euro, ging an die Evangelische Kirchengemeinde Ketsch (Rhein-Neckar-Kreis) für den Film „Zack“. Für ihr Projekt haben Kinder und Jugendliche die biblische Geschichte vom Zöllner Zachäus und seiner Begegnung mit Jesus in die heutige Zeit übertragen.

Wer den Publikumspreis erhalten wird, steht erst später fest – wählbar sind alle acht gezeigten Filme. Die Gewinner erhalten vom „bibliorama – dem bibelmuseum stuttgart“ Gutscheine für eine Führung im Bibelmuseum. Sie werden auf www.goldene-gans-filmpreis.de bekanntgegeben.

Die Preise für das „Silberne Schaf“ wurden von den beiden evangelischen Landesverbänden für Kindergottesdienst Baden und Württemberg vergeben. Die Jury bildeten Vertreter der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit.

 

„Goldene Gans“

 

Für den Wettbewerb um die „Goldene Gans“ lagen der Jury 14 Filme vor - eingereicht von Jungscharen, Schulklassen, Privatpersonen und Konfirmandengruppen. Das Motto lautete: „Da blüh‘ ich auf.“

Der erste Preis in der Altersgruppe „11 bis 14 Jahre“ ging an die Film-AG des Oberlin-Schulverbunds Offenburg für ihren Stop-Motion-Film „Ein Fußballspiel mit Hindernissen“. Er handelt davon, wie Hürden und Handicaps gemeinsam gemeistert werden können. Die 300 Euro Preisgeld stiftete das Kulturbüro der Stadt Karlsruhe.

Der Film „Perfectman“ des Bischöflichen Internats Maria Hilf in Bad Mergentheim gewann den ersten Preis in  der Kategorie „15 bis 18 Jahre“ und damit ebenfalls 300 Euro. Der Streifen, eine Mischung aus Trick- und Realfilm, erzählt davon, wie aufmunternde Worte und das eigene Selbstvertrauen Menschen aufblühen lassen.

Preisstifter ist die Evangelische Jugend Baden. Weitere zweite und dritte Preise hat die Evangelisches Medienhaus GmbH in Stuttgart vergeben. Die Jury, bestehend aus Filmschaffenden, Theologen und Pädagogen, bewertete vor allem den Bezug zum Motto, die altersgerechte Umsetzung und die filmische Kreativität.

 

Für eine Auszeichnung in der Kategorie „Kinder bis 10 Jahre“ hatte sich in diesem Jahr niemand beworben.

 

Die Wettbewerbe „Goldene Gans“ und „Silbernes Schaf“ wurden von der Evangelisches Medienhaus GmbH, der Diakonie Württemberg, den beiden Landesverbänden für Kindergottesdienst Baden und Württemberg sowie erstmals auch von der Evangelischen Jugend Baden ausgeschrieben. Schirmherrin war Ulrike Bruinings, die Landesjugendpfarrerin der badischen Landeskirche.

 


UNESCO-Welterbekomitee zeichnet „Das Augsburger Wassermanagement-System“ mit dem Welterbe-Titel aus

Augsburg ist Welterbe-Stadt

 

 

  • OB Dr. Kurt Gribl: „Die Auszeichnung würdigt einen unvergleichlichen Schatz. Wir dürfen uns riesig freuen!“
  • Augsburg ist die achte Welterbestätte in Bayern
  • Einzigartiges Wassermanagement-System lückenlos über acht Jahrhunderte in Augsburg erlebbar
  • Stadt feiert UNESCO-Welterbe-Fest am Samstag, 20. Juli

 

In seiner 43. Sitzung hat das UNESCO-Welterbekomitee in Baku/Aserbeidschan heute der Augsburger Bewerbung um „Das Augsburger Wassermanagment-System“ die exklusive Auszeichnung als UNESCO-Welterbe zugesprochen. Bei der noch andauernden Sitzung wird insgesamt über 35 Vorschläge aus der ganzen Welt entschieden – davon drei mit deutscher Beteiligung.

 

Die Freude in der Stadt ist riesig. Am Samstag, 20. Juli, steigt ein großes Wasserfest – größtenteils in der Innenstadt. Infos dazu unter www.wassersystem-augsburg.de.

 

 

 

OB Dr. Gribl: „Ein unvergleichlicher Schatz in der Stadt“

 

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl sagt in einer ersten Reaktion:

 

„Mit der Auszeichnung des Augsburger Wassermanagement-Systems als Weltkulturerbe würdigt die UNESCO einen unvergleichlichen Schatz, den die Stadt seit ihrer Stadtgründung birgt. Denn die Lage Augsburgs am Zusammenfluss von Lech und Wertach ist kein Zufall, sondern strategisch wohl überlegt. Ihre gesamte wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung hat Augsburg dem Wasser beider Flüsse wie auch den reichlichen Trinkwasservorkommen im Stadtwald zu verdanken. Jahrhundertelang wurde die Wasserkraft des Lechs innovativ genutzt, um Mühlräder und Pumpwerke anzutreiben. Augsburgs Handwerk blühte und machte die Stadt reich - auch deshalb, weil dank eines ausgeklügelten Kanalsystems gute hygienische Verhältnisse herrschten und bestes Trinkwasser für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stand. Das Zusammenspiel von menschlichem Erfindungsgeist, wegweisender Ingenieurwissenschaft und großartiger Brunnenkunst sind das Erfolgskonzept des einzigartigen Wassermanagement-Systems, das lückenlos über acht Jahrhunderte lang in Augsburg zu erleben ist. Bis heute. Auf dieses Welterbe dürfen wir als Stadt zurecht stolz sein und uns von ganzem Herzen freuen.“

 

 

 

Kulturreferent Thomas Weitzel (in Baku/Aserbaidschan)

 

„Das System des Augsburger Wassermanagements legt sich wie eine verbindende Klammer um die an Kulturdenkmälern reiche Stadt. Von den ältesten Wassertürmen Europas über die kunsthistorisch bedeutenden Brunnen bis hin zu herausragenden Denkmälern der Industriekultur oder der Kanustrecke im ehemaligen Olympiagelände reichen die Zeugnisse der Wasserwirtschaft. Die 22 Objekte der Augsburger Welterbebewerbung stellen in ihrer Mischung aus technikgeschichtlicher und kunsthistorischer Bedeutung einen einzigartigen Sonderfall dar: Sie sind alle eng mit den technologischen Errungenschaften des Wasserbaus, der nachhaltigen Nutzung der Wasserkraft und der ressourcenschonenden Trennung von Trink- und Brauchwasser verknüpft. Der UNESCO-Titel ist uns Verpflichtung, die ausgezeichneten Denkmäler mustergültig zu erhalten. Zugleich sind wir uns bewusst, dass wir mit dem Welterbetitel einen Vermittlungsauftrag annehmen, indem wir die Tradition und das Wissen um die nachhaltige Nutzung der lebenswichtigen Ressource Wasser weitergeben und mit der Völkergemeinschaft teilen.“

 

 

Zeugnisse der Menschheits- und Naturgeschichte

UNESCO-Welterbestätten sind herausragende Zeugnisse der Menschheits- und Naturgeschichte. 1978 wurde die Welterbeliste mit 12 Stätten eröffnet. Im Laufe der Zeit kamen so großartige Baudenkmäler wie Angkor Wat in Kambodscha oder die Chinesische Mauer auf diese Liste; ebenso einzigartige Ensembles wie die Altstadt von Bamberg oder atemberaubende Kathedralen wie der Aachener und der Kölner Dom. Auch bedeutende Industrieanlagen wie etwa die Zeche „Zollverein“ in Essen zählen zur exklusiven Familie der Welterbestätten. Diese umfasste zuletzt (Stand Mai 2019) weltweit 1092 Objekte in 167 Ländern rund um den ganzen Erdball – davon 44 in Deutschland oder teilweise in Deutschland gelegen. Mit dem „Augsburger „Wassermanagement-System“ ist die Zahl der Welterbestätten in Bayern auf acht gewachsen.

 


Freiluft-Musikfestival: Auf Detmolds Hinterhöfen erklingt klassische Musik

Foto: ©Thorsten Krienke 2013
Foto: ©Thorsten Krienke 2013

 

(Detmold/pm) - Am Samstag, dem 13. Juli ab 17:00 Uhr ist es wieder soweit:
Auf fünf verschiedenen Hinterhöfen in der Innenstadt von Detmold kommen Zuhörer in den Genuss von insgesamt 18 halbstündigen klassischen Konzerten. Die schöne Idee „Musik im Hinterhof“ macht versteckte Orte mit Musik erkenn- und hörbar. Ein Abend für Musik-Genießer und Entdecker.


Die Musik- und Kulturstadt Detmold ist Heimatort von begabten Musikern, Musikstudenten und Künstlern. An diesem Abend erklingt klassische Musik, live, unverstärkt, ganz woanders und zum Anfassen nah. So verwandeln sich idyllische Hinterhöfe zu Konzertbühnen mit internationalen Künstlern.

 

 

  • Samstag, 13. Juli, ab 17:00 Uhr 
  • 18 halbstündige Konzerte
  • 5 verschiedene idyllische Orte
  • Infos unter: Musik im Hinterhof

An diesen Orten in Detmold erklingt die Musik:

  • Twete zur ehemaligen Synagoge
  • Spielplatz an der Grabenstraße
  • Martin-Luther-Kirche
  • Hinterhof der Firma Köller
  • Volkshochschule Detmold

Erstes Kooperationsgespräch zur großen Medicus-Ausstellung in Speyer

Medicus-Ausstellungsteam trifft Dr. Eckart von Hirschhausen

Dr. Eckart von Hirschhausen. Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer.
Dr. Eckart von Hirschhausen. Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer.

 

(Speyer/pm) - In Vorbereitung auf die große kulturgeschichtliche Sonderausstellung „Medicus – Die Macht des Wissens“, die ab 8. Dezember 2019 im Historischen Museum der Pfalz Speyer zu sehen sein wird, sprach das Ausstellungsteam um Museumsdirektor Alexander Schubert mit dem Arzt, Autor, Komiker, Moderator und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN, Eckart von Hirschhausen über die geplante Kooperation.

 

 

 

Eckart von Hirschhausen wird als „kreativer Berater“ die Vorbereitungen zur kulturhistorischen Ausstellung unterstützen, das Vermittlungskonzept begleiten und den Audioguide bereichern. Ein Teil der Zusammenarbeit steht in direktem Bezug zum Begleitprogramm der Ausstellung. So ist Eckart von Hirschhausen prominenter Gast und Gesprächspartner in der Talkveranstaltung mit Bernadette Schoog am Dienstag, 21. Januar 2020 um 16 Uhr im Historischen Museum der Pfalz. Tickets für die Veranstaltung sind ab sofort an der Museumskasse oder online unter https://museum-speyer.ticketfritz.de/ erhältlich.

 

 

 

Darüber hinaus sprach Alexander Schubert mit Eckart von Hirschhausen über weitere Details der musealen Zusammenarbeit. „Mit Dr. von Hirschhausen gewinnen wir nicht nur Deutschlands bekanntesten Arzt, sondern einen ausgewiesenen Experten, dem es gelingt, medizinische Inhalte an ein breites Publikum unterhaltsam zu vermitteln. Mit seinem Buch ‚Wunder wirken Wunder‘, in dem er das Wechselspiel zwischen Medizin und Magie beleuchtet, ist er ganz nah dran an der Medicus-Thematik“, so Schubert.

 

 

 

„Wieviel Verzauberung, Zuwendung und Menschlichkeit braucht die Medizin? Diese Frage ist hochaktuell. Ich freue mich in diesem kreativen Team die Ausstellung vorzubereiten. Denn jedesmal, wenn man sich mit der Geschichte der Medizin beschäftigt, ist man umso froher im 21. Jahrhundert zu leben. Und so wie wir belächeln, was Menschen vor 500 Jahren gedacht haben, wird man in 500 Jahren uns belächeln. Oder schon früher“, fasste Hirschhausen zusammen.

 

 

 

 

 

Das Historische Museum der Pfalz hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen auch montags geöffnet. Weitere Informationen zur Ausstellung unter www.medicus-ausstellung.de

 


Airport Nürnberg feiert Streckenjubiläum

40 Jahre nonstop von Nürnberg nach Zürich

Prof. Dr. Daniel Hess (3. v. l., neuer Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums und Honorarkonsul der Schweiz) und Dr. Michael Hupe (3. v. r., Flughafengeschäftsführer) begrüßten den Jubiläumsflug am Airport Nürnberg.  Foto: Airport Nürnberg/Chris
Prof. Dr. Daniel Hess (3. v. l., neuer Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums und Honorarkonsul der Schweiz) und Dr. Michael Hupe (3. v. r., Flughafengeschäftsführer) begrüßten den Jubiläumsflug am Airport Nürnberg. Foto: Airport Nürnberg/Chris

 

(Nürnberg/gnm) - Der Airport Nürnberg konnte am 2. Juli 2019 auf das 40-jährige Bestehen der Flugverbindung Nürnberg-Zürich zurückblicken. Die damalige Crossair stellte im Jahr 1979 die erste tägliche Nonstop-Auslandsverbindung mit Zürich im Regionalluftverkehr her. Heute wird die Strecke bis zu viermal täglich von Swiss International Air Lines geflogen. „Diese wichtige Verbindung gilt als eine Pionierstrecke bei der Entwicklung des europäischen Regionalluftverkehrs“, erklärt Flughafengeschäftsführer Dr. Michael Hupe. Prof. Dr. Daniel Hess, Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums und Honorarkonsul der Schweiz, erinnerte an die langjährige Verbindung und kulturgeschichtliche Tradition zwischen Zürich und Nürnberg, die schon Albrecht Dürer nutzte.

 

Die Entwicklung der Flugverbindung

Eine Turboprop-Maschine vom Typ Metro II flog am 2. Juli 1979 zum ersten Mal in 65 Minuten von Zürich nach Nürnberg. Der Airport Nürnberg war damals die erste Destination der Regional-Fluggesellschaft Crossair, die am 14. Februar 1975 von dem Schweizer Luftfahrtpionier Moritz Suter gegründet wurde. Bis 1982 flog Crossair regelmäßig nach Nürnberg und steigerte so das Passagiervolumen von 7.800 auf zuletzt 21.600. Im gleichen Jahr übernahmen Swissair und Lufthansa die Flugverbindung und verdrängten Crossair aus Nürnberg. Da das Passagieraufkommen jedoch für die beiden Fluggesellschaften nicht wirtschaftlich genug war, wurde Crossair wieder reaktiviert, um die Strecke im Auftrag der Swissair zu bedienen.

Nach der Insolvenz von Swissair 2001 wurde Crossair 2002 in Swiss International Air Lines umbenannt. SWISS ist seit 2007 ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Deutschen Lufthansa AG und befördert heute im Jahr mehr als 130.000 Passagiere zwischen Nürnberg und Zürich. Im März 2019 wurde die Verbindung durch den Einsatz moderner und komfortabler Embraer 195-Jets mit 112 Sitzplätzen erneut aufgewertet, die von Helvetic Airways im Namen der SWISS betrieben werden. Die bis zu vier täglichen Flugverbindungen stellen eine wichtige Anbindung an das Drehkreuz Zürich dar und sind Zubringer für europäische und interkontinentale Flüge ab Nürnberg.

 

SWISS steht als Fluggesellschaft der Schweiz für deren traditionelle Werte mit höchster Produkt- und Servicequalität. Als Teil des Lufthansa-Konzerns und Mitglied der Star Alliance bietet SWISS ihren Passagieren ein weltweites Netzwerk an Flugverbindungen.

 

Honorarkonsul der Schweiz gratuliert

Prof. Dr. Daniel Hess, neuer Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums und Honorarkonsul der Schweiz, begrüßte als eine seiner ersten Amtshandlungen den Jubiläumsflug am Albrecht Dürer Airport Nürnberg. Als ehemaliger zürcherischer Dürer-Forscher verbindet der Schweizer die beiden Städte Nürnberg und Zürich auch ganz persönlich in seiner Biografie.

 

„Wenn wir heute das vierzigjährige Jubiläum der Flugverbindung zwischen Nürnberg und Zürich begehen, feiern wir auch eine seit 500 Jahren bestehende intensive Beziehung und einen fruchtbaren Austausch der beiden Bürger- und Handelsstädte“, betont der Kunsthistoriker Hess. „Das Jubiläum der Flugverbindung steht damit in einer einzigartigen kulturgeschichtlichen Tradition.“

 

Hintergrund ist die kaum bekannte Tatsache, dass Albrecht Dürer im Juli 1519 die Stadt Zürich besuchte. Im Rahmen einer Delegationsreise des Nürnberger Rats war der bedeutende Künstler in die Schweiz gereist. Dort traf er den Theologen und Reformator Ulrich Zwingli, hatte Kontakt zum Zürcher Goldschmied Hans Ulrich Stampfer und zum Zürcher Maler Hans Leu d.J. Belegt ist diese Reise durch einen Brief des Nürnberger Humanisten Lorenz Behaim, der später zur glücklichen Rückkehr gratulierte. Es sein schön, vermerkt Behaim, dass die Schweizer die Nürnberger Delegation vortrefflich behandelt habe, und das sicher zu Recht, denn wenn er sich nicht irre, werde den Schweizern diese Eintracht ja ganz gehörig nützen. Offenbar waren auch damals schon beide Städte an einem einvernehmlichen und gegenseitig nützlichen Verhältnis interessiert.

 

Eine Reise von Zürich nach Nürnberg dauerte im 16. Jahrhundert mehrere Tage. Die Flugzeit heute beträgt rund 50 Minuten. Das hat die beiden Städte einander näher gebracht. Prof. Hess gratuliert herzlich zum runden Geburtstag und wünscht der Verbindung zwischen beiden Städten weiterhin fruchtbares Gedeihen.

 


Das wohl skandalöseste Kleidungsstück der Geschichte bekommt endlich ein Zuhause

Provokativ & so feministisch - Der Bikini hat Geburtstag

Micheline Bernardini wearing the first bikini designed by Louis Réard on 5 July 1946 at the Piscine Molitor in Paris. Copyright: Gamma Rapho
Micheline Bernardini wearing the first bikini designed by Louis Réard on 5 July 1946 at the Piscine Molitor in Paris. Copyright: Gamma Rapho

 

(Bad Rappenau/bam) - Am 5. Juli 1946, nur wenige Tage nach den verheerenden Atombomben-Tests der USA im Bikini-Atoll, detonierte inmitten Frankreichs eine „Bombe“ ganz anderer Art. Für diesen Tag hatte der französische Bademodendesigner Louis Réard eine Misswahl im bekannten Pariser Schwimmbad Molitor ausgerufen. Hier stellte er den bis dato kleinsten Badeanzug der Welt vor, den „Bikini“. Symbolisch sollte der Bikini - damals eine absolute Provokation der Gesellschaft - mit der Sprengkraft der Atomversuche assoziiert werden. Und es wäre auch kein anderer Name passender gewesen, denn Réard‘s „Erfindung“ schlug ein wie eine Bombe. Die Vorstellung eines derart knappen Zweiteilers war zur damaligen Zeit ein ungeheuerlicher Skandal. Der Bikini, der von Micheline Bernardini – einer Nackttänzerin aus dem Casino de Paris – erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, wies ausschließlich an den intimsten Stellen ausreichend Stoff auf. Die Nachricht von einem derart skandalösen Kleidungsstück ging in den darauffolgenden Tagen wie ein Lauffeuer um die Welt…

 

73 Jahre sind seither vergangen. Endlich erhält der Bikini, das wohl geliebteste und zugleich polarisierendste Kleidungsstück der Frau, ein Zuhause. Das weltweit erste Bademodenmuseum, das „BikiniARTMuseum“, wird zum 04. Januar 2020 seine Tore in der „Hauptstadt der Bademode“ Bad Rappenau, direkt an der internationalen Verkehrsdrehscheibe Autobahn A6, öffnen. Von Verboten, Skandalen und Verhaftungen, über den sich rund um den Globus wiederholenden Kampf der Frau um ihr Recht auf Selbstbestimmung, bis hin zu Hollywood-Diven und Bikini-Ikonen wie Ursula Andress, Marilyn Monroe und Brigitte Bardot – das BikiniARTMuseum provoziert, begeistert und weckt starke Emotionen. Denn auch heute ist der Kampf um Gleichberechtigung mit dem starken Geschlecht nicht zu Ende. Erstmals dürfen sich nun Frauen an der Münchner Isar, wie ihre männlichen Badekollegen, „oben ohne“ sonnen und ohne Bikini-Oberteil baden gehen. Wer dies jedoch im Schwimmbad oder auf Parkanlagen wagt, muss immer noch damit rechnen, von den städtisch beauftragten, netten Sicherheitsdiensten, auf die Einhaltung des Nacktbadeverbots hingewiesen zu werden, und sein Bikini-Oberteil wieder anzuziehen.

 


"Louis-Braille-Festival" in Leipzig: MDR mit Hörfilmkino & Samstagabend-Show live im Web

 

(Leipzig/mdr) - Anlässlich des 125jährigen Bestehens der Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB) findet in Leipzig vom 5. bis 7. Juli Europas größtes Treffen sehbehinderter und blinder Menschen statt. Der MDR begleitet das "Louis-Braille-Festival" als Kooperationspartner mit einem barrierefreien Hörfilmkino und zahlreichen Mitmachaktionen. Zudem gibt es die große Samstagabend-Show vom Wilhelm-Leuschner-Platz als Livestream unter www.mdr.de/braillefestival.

 

Blind-Yoga, Blinden-Rallye, Hörfilmkino und prominente MDR-Moderatorinnen und Moderatoren, wie die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag oder Martin Fromme: Der MDR begleitet das "Louis-Braille-Festival" als Kooperationspartner mit reichlich Programm und umfangreicher Berichterstattung. So ist Martin Fromme, Moderator von "Selbstbestimmt - Das Magazin. Leben mit Behinderung" auf dem Festival unterwegs. Seine Eindrücke sind am 14. Juli, um 8.00 Uhr, im MDR-Fernsehen zu sehen. Bei MDR KULTUR gibt es am 5. Juli, 17.10 Uhr, den Radio-Beitrag "Blind Date mit der Welt - Blinde und Sehbehinderte auf Reisen". Bereits vor dem Festival steht bei "MDR SACHSEN - Das Sachsenradio" das Thema "Mit allen Sinnen sehen - Im Leben stehen mit Sehbehinderung" im Mittelpunkt der Sendung "Dienstags direkt" und ist als Podcast abrufbar.

 

Für die Intendantin des MDR, Prof. Dr. Karola Wille, "ist das Louis-Braille-Festival ein ganz besonderes Ereignis. Seit Jahren setzen wir uns für den Ausbau der barrierefreien Zugänge für die Menschen mit Behinderung ein. Wir freuen uns deshalb sehr, dass der MDR das größte Treffen von sehbehinderten und blinden Menschen in Europa als Kooperationspartner und mit Vorort-Aktionen begleiten darf. Der MDR als Teil unseres gemeinsamen, freien Rundfunks ist mit seinen Angeboten für alle da. Dieses Festival ist eine wunderbare Gelegenheit, für gesellschaftliches Miteinander zu werben."

 

Ein ganz besonderes Festivalangebot des MDR ist das Hörfilmkino. In der Kongresshalle am Zoo Leipzig werden am Freitag (14.00 bis 22.15 Uhr) und am Samstag (11.00 bis 22.30 Uhr) ausgewählte Filme mit Audiodeskription gezeigt. Am Samstag gibt es zudem einen Wunschfilmabend, bei dem die Festivalteilnehmer aus drei Filmen auswählen können. Im Rahmen des Hörfilmkinos können die Gäste zudem mit Experten ins Gespräch kommen, neue Services testen und mehr zur Produktion von Audiodeskription beim MDR erfahren.

 

"Dank der Kooperation mit dem MDR bieten wir unseren zahlreichen blinden und sehbehinderten Gästen aus ganz Deutschland barrierefreien Filmgenuss und feinste Bühnenpräsenz. In dem vom MDR angebotenen Hörfilmkino können unsere Gäste verweilen und sich bei Legenden wie "Paul und Paula" oder den tollen Film über den Liedermacher Gerhard Gundermann entspannen", so Prof. Dr. Thomas Kahlisch, Direktor Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB). Höhepunkt des Festivals ist "Die große Samstagabend-Show - "Alle, inklusive dir" und dem anschließenden Konzert der Band "DOTA" und "Blind Foundation" auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz, bei der die ganze Stadt Leipzig eingeladen ist. Der MDR überträgt die Show ab 19.00 Uhr als Livestream.

 

 

 

Alle Angebote des MDR sind hier zu finden: www.mdr.de/braillefestival

 


Ab Dezember 2019 neue Familien-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz Speyer

Der Grüffelo kommt!

 

(Speyer/pm) - Ab 22. Dezember 2019 zeigt das Historische Museum der Pfalz eine neue Familien-Ausstellung. „Der Grüffelo - Die Ausstellung“ widmet sich dem von Julia Donaldson in humorvollen Reimen verfassten und von Axel Scheffler farbenfroh und detailreich illustrierten Kinderbuch „Der Grüffelo“. Die Geschichte vom schauerlichen Grüffelo-Monster mit einer giftigen Warze auf der Nase und Stacheln am Rücken und der schlauen und mutigen Maus wird in der fantasievollen Ausstellungsinszenierung nacherzählt. Verschiedene Vermittlungsstationen entlang des Ausstellungsparcours laden die kleinen Besucher zum Verkleiden, Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen ein. Biographische Informationen und eine Zusammenstellung von Original-Grafiken geben einen Einblick in das vielseitige künstlerische Werk Schefflers und seine Entwicklung zu einem der erfolgreichsten Bilderbuch-Illustratoren weltweit.

 

Das Kinderbuch „Der Grüffelo“ feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Es erschien 1999 und erfreut sich seitdem großer internationaler Beliebtheit. In der bis zum 5. Mai 2019 im Historischen Museum der Pfalz präsentierten Familien-Ausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ war dem Grüffelo bereits ein Raum mit Original-Illustrationen von Axel Scheffler gewidmet, der sich zum Publikumsmagneten entwickelte. Gleichzeitig feiert das Junge Museum Speyer - das JUMUS - in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Es wurde 1999 als erstes Kindermuseum in Rheinland-Pfalz gegründet und hat sich seitdem auf die kindgerechte Vermittlung von Ausstellungsthemen spezialisiert.

 

Die Ausstellung ist bis zum 14. Juni 2020 zu sehen. Das Historische Museum der Pfalz hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen auch montags geöffnet. Weitere Informationen unter www.grueffelo-ausstellung.de


Die Geschichte hinter dem Objekt erzählt

Die Ayler Madonna. Bildnachweis: Museum am Dom. Foto: bt
Die Ayler Madonna. Bildnachweis: Museum am Dom. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Museen stecken voller spannender Geschichten – man muss nur wissen, wie sie zu lesen sind. Jedes Objekt kann mehr über seine Entstehungszeit und -umstände erzählen, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Die neue Veranstaltungsreihe im Museum am Dom widmet sich in jeweils 60-minütigen Führungen oder Vorträgen der verborgenen „Geschichte hinter dem Objekt“, so der Titel der Reihe.

 

Der erste Termin ist am Freitag, 5. Juli, um 14.30 Uhr. Dr. Jürgen von Ahn, Kunsthistoriker an der Universität Trier, spricht über das Thema "Zwischen Götzenbild und Gnadenfigur. Der schmale Grat der Bildverehrung im Mittelalter". Als exemplarisches Beispiel dient die sogenannte Ayler Madonna – eine Holzfigur der thronenden Muttergottes, die wohl um 1000 entstanden ist und damit zu den frühesten noch erhaltenen vollplastischen Heiligenbildern zählt. Weshalb die Christen zunächst figürliche Heiligendarstellungen vermieden hatten und was sich um das Jahr 1000 an dieser Tradition änderte, wird unter anderem beleuchtet.

 

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt. Die Veranstaltungen finden im Museum am Dom, Bischof-Stein-Platz 1 in 54290 Trier, statt. Eine Anmeldung wird erbeten unter 0651-7105-255 oder per E-Mail an museum(at)bistum-trier.de. Weitere Informationen gibt es auf www.bistum-trier.de/museum. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 €.

 

 

 


Konzert „Höhner Classic“ in Bonn - Bundespräsident dankt Musikrat

 

 

(Bonn/dmr) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender haben in der vergangenen Woche zu dem Konzert „Höhner Classic“ der Kölner Band Höhner und der Jungen Sinfonie Köln im Park der Villa Hammerschmidt in Bonn eingeladen. Mit dem Konzert würdigten sie all diejenigen, die sich ehrenamtlich für das Musikleben einsetzen. 

 

In seiner Rede betonte Steinmeier die Bedeutung musikalischer Bildung und ehrenamtlichen Engagements. Er dankte dem Deutschen Musikrat für die enge Zusammenarbeit im Vorfeld der Veranstaltung. Tausende hatten sich für die Teilnahme an der Veranstaltung beworben, davon wurden rund 700 vom Bundespräsidialamt und dem Deutschen Musikrat ausgewählt.

 

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Ich danke dem Bundespräsidenten sehr herzlich für diese großartige Würdigung ehrenamtlich musikalischen Engagements. Als Dachverband des Musiklebens vertritt der Deutsche Musikrat 14 Mio. Musizierende, davon 13 Mio. Amateurmusikerinnen und -musiker und 1 Mio. Profimusikerinnen und -musiker. Die rund 700 von ihnen, die bei dem Konzertabend in Bonn dabei waren, stehen somit stellvertretend für all diejenigen, die sich für unser Musikleben einsetzen. Mit der Veranstaltung wurde ein wichtiges öffentliches Signal dafür gesetzt, auf ihr unschätzbares Engagement aufmerksam zu machen. Es war uns eine Ehre und große Freude, bei der Organisation dieses Konzertes mitwirken zu können.“

 

Während des Konzertes waren, neben zahlreichen Hits der Band Höhner sowie Songs von John Miles oder den Beatles, eingebettet in klassische Arrangements, auch Werke von Offenbach oder Beethoven zu hören. Mit der Kombination verschiedener musikalischer Stilrichtungen will die Konzertreihe „Höhner Classic“ einen Beitrag dazu leisten, Genregrenzen und Zugangsbarrieren zu klassischer Musik zu überwinden.

 


Eröffnung der Ausstellung mit architektonischen Denkmodellen „Grenzen. 8 Materialien – 8 Orte – 20 Antworten“ am 8. Juli 2019 um 19 Uhr im Veranstaltungssaal der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

Grenzen 8 Materialien – 8 Orte – 20 Antworten

 

(Flossenbürg/pm) - Grenzen und Grenzüberschreitungen beschäftigen, prägen und begegnen Peter und Christian Brückner (Brückner & Brückner Architekten Tirschenreuth I Würzburg) auf vielfältige Weise. Sie sind ein wiederkehrendes Thema ihrer Arbeit. Für sie sind Grenzen dort, wo etwas beginnt. Aufgewachsen an der früheren deutsch-tschechischen Grenze, am Eisernen Vorhang, begleitet die Architektenbrüder diese Maxime von Anfang an. Es sind oftmals die Zwischenräume, die sie interessieren. Denn im Leben und in der Architektur gelangt man immer wieder an Grenzen, die überwunden werden müssen.

 

Im Wintersemester 2018/2019 lehrten Peter und Christian Brückner an der Hochschule Biberach als Gastprofessoren und gaben im Fachgebiet „Baukonstruktion und Entwerfen“ bei Professor Matthias Loebermann ein Masterstudio für 20 Studierende zum Thema „Grenzen. 8 Materialien – 8 Orte – 20 Antworten“. 20 Antworten sollten von 20 Studierenden an 8 Orten mit 8 Materialien und architektonischen Mitteln gefunden werden. Durch Suchen mit allen Sinnen und präzises Beantworten der Aufgaben sollen Grenzen erkannt und überschritten werden.

 

Der akademische Ansatz dieses Masterstudios der Brücknerbrüder war die Umkehrung des gängigen architektonischen Prinzips. Denn bei diesem Projekt bekam jeder Studierende per Losverfahren einen Ort und ein Material zugeteilt. Fünf Orte diesseits der Grenze (Steinbruch in Flossenbürg und seine Umgebung, Ruine in Sibyllenbad, Hermannsreuth als geteiltes Dorf, Bahnhof in Schirnding und Skilanglaufzentrum Silberhütte) und drei Orte jenseits der Grenze (Heilbäder Franzensbad und Marienbad, Stausee Eger). Die Materialien waren: Naturstein, Holz, Metall, Glas, Kunststoff, Ziegel, Beton und Textilien.

 

In einem nächsten Schritt wurden auf einer dreitägigen Exkursion Spuren gesucht und jeder Studierende hat sich seine(r) eigenen Aufgabe gestellt. Diese Grenzerfahrung wurde zum Bestandteil der Antworten. Es galt, frei über Material, Ort und Aufgabe nachzudenken und Denkmodelle für die Zukunft dieser Orte zu entwickeln. Die Architektur wird als grenzüberschreitendes Medium genutzt, um den Blick zu schärfen für neue, doch längst vorhandene, aber oft verborgene, selbstverständliche Phänomene des Lebens. Herausgekommen sind spannende Ergebnisse und Konzepte, vom Schwimmbad bis zum Gradierwerk.

 

Die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg zeigt in ihrem Veranstaltungsaal nun vom 8. bis zum 11. Juli 2019 die Entwürfe der Studierenden in der Ausstellung „Grenzen. 8 Materialien – 8 Orte – 20 Antworten“. Die Eröffnung findet am 8. Juli 2019 um 19 Uhr im Veranstaltungssaal der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg statt. Die Studierenden sind anwesend. Zur Eröffnung sprechen Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Professor Matthias Loebermann, Fachgebiet Baukonstruktion und Entwerfen an der Hochschule Biberach sowie Peter und Christian Brückner, Brückner & Brückner Architekten.

 


Neuer Veranstaltungsort: „Coro Gospel de Cuba“ tritt am kommenden Donnerstag, 27. Juni, in St. Bartholomaei Demmin auf

Hitze der Karibik in kühler Kirche

Foto: Gospelbüro Köln GbR
Foto: Gospelbüro Köln GbR