Kulturnachrichten

28.07.2021

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland. Sie setzt sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Denkmale ein. Ihre vielfältigen Aktivitäten reichen von pädagogischen
Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der aktiven Mithilfe von über 200.000 Förderern bereits über 5.000 Projekte mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Sie finanziert ihre Arbeit vor allem durch private Zuwendungen und Spenden. Darüber hinaus wird sie durch Mittel der staatlichen Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

 


Open-Air-Tournee durch Mitteldeutschland

Sommertheater „Figaro lässt sich scheiden“ nach Ödön von Horváth

Ensemble-Foto (Johanna Kappelt).
Ensemble-Foto (Johanna Kappelt).

(Erfurt/sus) - Das Ensemble des Kinder- und Jugendpfarramtes der Evangelischen Kirche in Mitteldeutsch-land (EKM) und des Vereins Spiel- und Theaterwerkstatt Erfurt geht mit der Komödie „Figaro lässt sich scheiden“ von Ödön von Horváth (1901-1938) auf Sommertournee durch Mitteldeutschland. Am 1. August ist Premiere im Pfarrgarten in Großfahner. Weitere Open-Air-Gastspiele sind bis zum 7. August in Thüringen in Erfurt, Großfahner, Kamsdorf, Gräfenthal und Stadtroda sowie in Sachsen-Anhalt in Bad Schmiedeberg, Naumburg und Halle geplant. Die Inszenierung ist auch außerhalb des Tournee-Zeitraumes für Kirchen-gemeinden buchbar. Kontakt: Spiel- und Theaterwerkstatt e.V., Tel. 0177-7885321.

 

„Figaro lässt sich scheiden“ erzählt laut den Initiatoren von Revolution, Emigration, Liebe und Ehe. „Mit großer Spielfreude bearbeitet das Ensemble den Text von Ödön von Horváth. Zu erleben ist ein heiter-turbulenter und besinnlicher Sommertheaterabend“, beschreibt Sabine Kappelt vom Kinder- und Jugendpfarramt der EKM den Inhalt. Die Inszenierung unter ihrer Leitung und in Regie von Stephan Mahn beschäftige sich ausgehend von Horváth mit Fragen wie: Was geschieht, wenn die Revolution eine neue Welt gebiert und wie ein Orkan die menschheits-historisch bedeutungsvollsten Ereignisse der letzten Jahrhunderte über den Haufen fegt?

 

Das Sommertheater steht seit 28 Jahren im Kontext zur Ausbildung Theaterpädagogik, die vom Kinder- und Jugendpfarramt in Mitteldeutschland angeboten wird. Zahlreiche Absolventen der vergangenen Ausbildungsgänge spielen mit.

 

Zum Inhalt:

Im Fürstentum des Grafen Almaviva ist die Revolution ausgebrochen und frisst ihre eigenen Kinder. Graf und Gräfin werden zu Geächteten und müssen ihre Heimat im Schutz der Nacht verlassen. Figaro, ihr treuer Diener, und seine Frau Susanne schließen sich den Almavivas an und fliehen in den Nachbarstaat. Während der Flucht werden die zwischenmenschlichen Beziehungen der beiden Paare auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Denn der Graf erkennt den Ernst der Lage nicht. Er sehnt sich nach dem, was gewesen ist, und glaubt fest daran, dass die Revolution nicht so lange andauern werde. Er frönt, ohne Einnahmen, seinem Luxusleben. Das geht nicht lange gut und Figaro und Susanne beschließen, sich vom Grafenpaar zu trennen und einen Friseursalon in Großhadersdorf zu eröffnen. Dort mutiert Figaro jedoch zum Spießer, der es allen recht machen möchte. Er vernachlässigt Susanne und verwehrt ihr sogar ihren sehnlichsten Wunsch nach einem Kind. Die Ehe der beiden zerbricht, und nun gehen auch sie getrennte Wege. Doch vergessen kann Figaro seine Susanne nicht, und Susanne verzehrt sich nach ihrem Figaro.

 

 

 

Die Termine im Überblick:

1. August, 20 Uhr, Großfahner, Pfarrgarten, Gartenstraße 11

2. August, 19.30 Uhr, Bad Schmiedeberg, Kirchgarten, Kirchstraße 4

3. August, 20 Uhr, Halle, Gemeindehaus, An der Johanneskirche 1-2

4. August, 20 Uhr, Gräfenthal, Kirchgarten, Kirchplatz 3

5. August, 20 Uhr, Kamsdorf, Kirchgarten, Lämmergasse 1

6. August, 20 Uhr, Naumburg, Domplatz 8

7. August, 20 Uhr, Erfurt-Marbach, Kirchgarten, Petristraße 1

 

 


Deichtorhallen Hamburg

WIR TRAUERN UM F.C. GUNDLACH (1926 – 2021)

­Wir trauern um Prof. F.C. Gundlach, der am 23. Juli 2021 in Hamburg im Alter von 95 Jahren verstarb. F.C. Gundlach widmete sein Leben ganz der Fotografie, als herausragender Fotograf, Unternehmer, Galerist, Sammler, Kurator, Lehrer, Direktor, Stifter und Förderer.

 

Als Mäzen und Kurator von Fotokunst übergab er seine umfangreiche Sammlung 2003 den Hamburger Deichtorhallen als Dauerleihgabe. Mit der damit verbundenen Gründung des Hauses der Photographie ging ein lang gehegter Wunsch von F.C. Gundlach in Erfüllung, der mit der Gründung des »Arbeitskreises für Photographie« im Jahr 1993 und der Initiierung der ersten Triennale der Photographie in Hamburg 1999 begann. F.C. Gundlach 2003 dazu: »Dass sich die Stadt Hamburg entschlossen hat, meiner Sammlung mit der südlichen Deichtorhalle einen so repräsentativen Ort zu geben, freut mich besonders. Das ‚Haus der Photographie’ soll darüber hinaus zu einer Begegnungsstätte werden, zu einer vitalen Institution, die mit wechselnden Ausstellungen, Workshops und Symposien dem Medium Photographie die Aufmerksamkeit verschafft, das es verdient.« Damit war für Hamburg die Möglichkeit eröffnet, sich in den Kreis ähnlicher Institutionen wie sie in Frankreich, der Schweiz und den USA längst bestanden, erfolgreich einzureihen.

 

»F.C. Gundlach, ein großartiger Fotograf und Foto-Visionär hat als einer der Ersten für die Akzeptanz des Mediums Fotografie als Kunstform gekämpft. Schon 1975 hat er mit der PPS. Galerie F.C. Gundlach eine der ersten Fotogalerien Deutschlands gegründet und begonnen, seine fotografische Sammlung aufzubauen – lange bevor die Fotografie einen festen Platz in den Museen hatte und der Kunstmarkt sie entdeckte«, so Prof. Dr. Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen Hamburg. »Seiner intensiven Sammelleidenschaft ist es zu verdanken, dass seine Sammlung heute zu einer der bedeutendsten privaten fotografischen Sammlungen internationalen Ranges gezählt werden kann. Wir sind sehr stolz, diese außerordentliche Sammlung zu betreuen, Ausstellungen aus ihr zu konzipieren und ein umfangreiches Rahmenprogramm daraus zu entwickeln und so das Lebenswerk F.C. Gundlachs lebendig zu halten.«

»F.C. Gundlach war uns auch über seine aktive Phase als Gründungsdirektor des Hauses der Photographie von 2003 bis 2005 immer ein hoch geschätzter Berater und Impulsgeber – seine Stimme hatte in Hamburg und weit darüber hinaus Gewicht, er galt als Doyen der Fotografie Deutschlands. Ihm ist es durch die Gründung der Triennale der Photographie und des Hauses der Photographie zu verdanken, dass Hamburg die Hauptstadt der Fotografie in Deutschland ist«, ergänzt Bert Antonius Kaufmann, Kaufmännischer Direktor der Deichtorhallen Hamburg.

 

Für seinen unermüdlichen Einsatz für die Fotografie erhielt F.C. Gundlach zahlreiche Ehrungen, darunter das Bundesverdienstkreuz am Bande, Professuren an der Hochschule der Künste Berlin und der Hamburger Hochschule für Bildende Kunst, den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie, den bedeutendsten deutschen Fotopreis, den Henri-Nannen-Preis u.v.m.


Vilnius Turns into City-Wide Open-Air Gallery with International and Local Exhibitions

The Endless Frontier. Photo by CAC
The Endless Frontier. Photo by CAC

 


 

Turning into one giant open-air gallery, Vilnius, the capital of Lithuania, will be displaying internationally-recognised and local artwork city-wide all throughout the summer. The city invites visitors to discuss the artistic take on geopolitics in Baltic Triennial 14: The Endless Frontier, to hear the tales of indigenous Lithuanian dwellers, and to tour the city, encountering art displays on billboards every step of the way.

 

 

(Vilnius/pm) - Vilnius continues the tradition of open-air projects. Last year, the city turned into a huge outdoor café to reduce the pandemic isolation of the community during the lockdowns. This summer, the capital of Lithuania has once again opened its streets to art, becoming an open-air gallery. A number of art expositions and last year’s most famous street art event, Art Needs No Roof, will take place throughout the entire city till September, allowing everyone to immerse into the urban artistic movement.

 

Baltic Triennial 14 unites artists from Central and Eastern Europe

 

One of the most awaited expositions of the summer, Baltic Triennial 14: The Endless Frontier has attracted art pieces from Central and Eastern Europe, focusing on the geopolitical interactions between the regions. The exposition, organised by the Contemporary Art Centre since 1979, is open all summer till September 5th, creating a platform to discuss old and new ideas, the aspects of freedom and safety as well as traditional and modern values.

 

According to the curators of the exhibition, Valentinas Klimašauskas, a Lithuanian writer and curator, and João Laia, chief exhibition curator at the Kiasma Museum of Contemporary Art in Helsinki, Central and Eastern Europe is an important crossroads for social issues regarding ideology, ecology, and economy. The arising tensions, conveyed through the art, are also ignited by disinformation, man-made industrial disasters, oppression of non-normative identities, and nativist nationalism.  

 

The exposition displays several artists from some of the European political hotspots, such as Belarus and Ukraine. For instance, Jura Shust, a Belarussian-born artist, presents his art display Neophyte II, which shows a group of young people hiding and performing pagan rituals in the forest where they seek freedom and safety from political realia. Similar escapism theme is navigated by the artists from Ukraine, Yarema Malaschuk and Roman Himey, in their exposition Dedicated to the Youth of the World II. However, instead of a forest, the youth choose to escape the oppressive reality by clubbing throughout the night.

 

The Baltic Triennial exposition is located throughout the entire Vilnius, not only turning the city into one giant outdoor gallery, but also highlighting some of the areas favoured by locals and city guests. For instance, the displays are held in the Contemporary Art Centre, Rupert, an art incubator near the highly frequented Valakampiai Beach, and a “SODAS 2123,” a cultural hub in the Station District.

 

Lithuanian folk heritage explored through indigenous artefacts and tales

 

This summer, Vilnius also will be hosting a range of other expositions and artistic events. The National Gallery of Art presents the exhibition Indigenous Narratives till September 26th. The exposition showcases the 19-20th century Lithuanian ethnos through the narratives of  the least modernized country dwellers.

 

A sound project Indigenous Phonograms by Lithuanian-based artist Marius Juknevičius furnishes the exposition with records of authentic indigenous tales about rural life peculiarities. The records have been selected from a Lithuanian Folk Phonogram Collection, included in the UNESCO World Memory Register.  

 

A multitude of ethnographic artefacts, photograph collections, and testimonies collected from various Lithuanian museums and galleries, reveal three historical periods—the Czarist Russia, the First Lithuanian Republic, and the Soviet period—that have impacted the Lithuanian cultural memory. Aside from the display, the Gallery also offers other accompanying activities: creative workshops, and a barley field installation.

 

Artwork outside of confined spaces—a way to inspire passers-by with art

 

One of the most famous art projects of the past year, Art Needs No Roof, comes back to Vilnius once again to display art pieces in unexpected parts of the capital until August 1st. Last year the project attracted national attention as a way to aid artists affected by the pandemic. Now, a hundred art pieces will be exhibited in outdoor billboards throughout the city to be admired and, potentially, purchased by the passers-by. The map indicating art pieces and approximately 300 works will be also available on the project website.

 

Visitors will be able to attend Vilnius’ open-air gallery and see the artwork all throughout the summer.

 


Provenienzforschung am Kunstmuseum St.Gallen

Neuer Bericht zur Sturzeneggerschen Gemäldesammlung veröffentlicht

Lajos Bruck, Boulevard Paris, 1876, Öl auf Holz, 40,5 x 30 cm, Kunstmuseum St.Gallen, Sturzeneggersche Gemäldesammlung. Rückseitenansicht
Lajos Bruck, Boulevard Paris, 1876, Öl auf Holz, 40,5 x 30 cm, Kunstmuseum St.Gallen, Sturzeneggersche Gemäldesammlung. Rückseitenansicht

(St.Gallen/pm) - Das Kunstmuseum St.Gallen veröffentlicht einen neuen Bericht zur Provenienzforschung. In einem vom kantonalen Lotteriefonds geförderten Projekt wurden die Sturzeneggersche Gemäldesammlung sowie erstmals auch die Privatsammlung von Eduard Sturzenegger erforscht. Nach aufwändiger Detailarbeit und Monaten der Datenbank-, Archiv- und Bibliotheksrecherche sind die Ergebnisse nun auf der Website des Museums öffentlich einsehbar. 

 

Provenienzforschung
Provenienzforschung beschäftigt sich mit der Herkunft von Kulturgütern und wurde in den letzten Jahren zusehends zu einer grundlegenden Aufgabe öffentlicher Sammlungen. Als Ort der Erinnerung und als visuelles Archiv gehört es für ein Kunstmuseum zur Sammlungspflege, die Geschichte hinter den ausgestellten Werken zu erforschen und dem Publikum zu vermitteln. Während die Besuchenden die Bildvorderseiten betrachten, untersuchen die Provenienzforschenden die Rückseiten von Gemälden: Spuren wie Etiketten oder Aufschriften geben Hinweise auf Ausstellungen oder Vorbesitzer und veranlassen weitere Recherchen.

 

Lotteriefonds Kanton St.Gallen ermöglicht umfangreiche Forschungsarbeiten
Der Forschungsbericht «Eduard Sturzenegger, seine Privatsammlung und die Sturzeneggersche Gemäldesammlung im Kunstmuseum St.Gallen» umfasst rund 70 Seiten Text. Der über 1000 Seiten umfassende Anhang enthält detaillierte Werklisten und Dokumentationen und erläutert, unter welchen Umständen welche Werke in die Sammlung gelangten und wie sie hinsichtlich ihrer Provenienz einzustufen sind.

 

Stickereiunternehmer und Kunstsammler
Nach einer Ausbildung zum Stickereizeichner führte Eduard Sturzenegger (1854–1932) bereits als 18-Jähriger ein eigenes Stickereiunternehmen, das bis 2007 als Eduard Sturzenegger AG in St.Gallen bestand.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann Sturzenegger seine umfangreiche Sammlung aufzubauen. 1926 übergab er eine 175 Werke umfassende Schenkung an die Stadt und begründete damit die Sturzeneggersche Gemäldesammlung. Nach 1935 wurde dieser Bestand durch Verkäufe und Neuerwerbungen weitgehend umgestaltet. Unter den Ankäufen aus dem nationalen und internationalen Handel befanden sich Hauptwerke von Feuerbach, Corot, Sisley oder Pissarro. Die heute 148 Positionen umfassende Sturzeneggersche Gemäldesammlung bildet einen sowohl qualitativ als auch quantitativ zentralen Bestand in der Sammlung des Kunstmuseums und wird regelmässig in Ausstellungen gezeigt.

 

Sturzeneggersche Gemäldesammlung im Fokus
Bereits in den Jahren 2017–18 hatte das Kunstmuseum St.Gallen mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesamt für Kultur (BAK) seine Bestände aus der Sturzeneggerschen Gemäldesammlung hinsichtlich ihrer Provenienz untersucht. Die Unterstützung durch den Lotteriefonds des Kantons St.Gallen erlaubte dem Forschungsteam 2018–21 in einem Folgeprojekt die konsequente Weiterführung und Vertiefung dieser Recherchen.
Über die Erforschung der öffentlichen Sturzeneggerschen Gemäldesammlung hinaus fokussierte das Projekt die private Sammeltätigkeit von Eduard Sturzenegger. Aufgrund überlieferter Dokumente, wie Originalrechnungen oder ein umfangreiches Bildarchiv, konnten rund 450 Werke identifiziert und die Privatsammlung in Umfang und Charakteristik nachgezeichnet werden. Diese private Sammlung wurde nach Sturzeneggers Tod zerstreut.
Die Erkenntnisse aus der vorliegenden Forschung sind für die heutigen Eigentümerinnen und Eigentümer all jener Werke, die zeitweise Teil der Privatsammlung und/oder der öffentlichen Sturzeneggerschen Gemäldesammlung waren (272 Werke, Stand 2021) von Interesse. Sie erhalten durch den Projektbericht Zugang zu wichtigen Informationen über Geschichte und Herkunft der Objekte. Über die Detailkenntnisse zu den einzelnen Werken hinaus wird anhand des Sammlers Eduard Sturzenegger ein Stück Kulturgeschichte der Ostschweiz aufgearbeitet. 

 

 

Schweizer Arbeitskreis Provenienzforschung
2020 schlossen sich Provenienzforschende im Schweizer Arbeitskreis Provenienzforschung (SAP) zusammen. Der Verein wurde gegründet, um die wissenschaftliche Arbeit und den Wissenstransfer zwischen den Forschenden zu fördern. Zudem soll die Vermittlung von Forschungsergebnissen die Öffentlichkeit und Museumsbesuchende für Provenienzfragen sensibilisieren und sie mit den oft spannenden Herkunfts-Geschichten der Werke bekannt machen. 


Abschlussbilanz »100 Jahre Mozartfest 2021«

Mozartfest-Eröffnung. Foto: Dita Vollmond
Mozartfest-Eröffnung. Foto: Dita Vollmond

 

(Würzburg/pm) - Mit der Finissage der Ausstellung »Imagine Mozart | Mozart Bilder« endete am vergangenen Wochenende das Mozartfest Würzburg. In der 100. Festivalsaison (28. Mai bis 27. Juni) erreichten 75 Veranstaltungen an 26 Spielorten, flankiert von zahlreichen Aktionen im gesamten Stadtgebiet, ein starkes Publikums- und Medienecho. Mit einem exklusiven Festprogramm setzte das Mozartfest künstlerisch herausragende Akzente und entsendete in Krisenzeiten wichtige Signale für den Wert von Kunst und Kultur.

 

»Ohne Mozart und seine Musik würde unserem Selbstverständnis, unserem Weltverständnis und den Möglichkeiten, dafür einen Ausdruck zu finden, etwas Unersetzliches fehlen«, formulierte Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier in seiner Ansprache zum Eröffnungskonzert des Mozartfestes Würzburg am 28. Mai 2021 im Kaisersaal der Residenz. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen nahm das Mozartfest als eine der ersten Kulturinstitutionen deutschlandweit den Spielbetrieb unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder wieder auf. Dank der Beharrlichkeit des Teams konnten vom Eröffnungswochenende bis hin zur abschließenden Jupiternacht die mehrjährigen Planungen zum 100. Jahr des Mozartfestes fast lückenlos umgesetzt werden. Die Resonanz in Öffentlichkeit und Fachwelt belohnte die Anstrengungen: Unter strikter Einhaltung der behördlichen Auflagen mit reduzierten Saalkapazitäten verzeichnete das Mozartfest eine annähernd hundertprozentige Auslastung. 

 

Intendantin Evelyn Meining zieht positive Bilanz aus einer außergewöhnlichen Saison: »Es war eine große Befreiung, dass wir in Würzburg mit der Hundertjahrfeier des Mozartfestes das kulturelle Leben wieder starten konnten. Als entschlossene Gemeinschaftsleistung, getragen von der Stadt Würzburg sowie vom Freistaat Bayern, und in der Überzeugung, der monatelangen Coronakrise durch Musik etwas Sinnstiftendes entgegenzusetzen. Vom ersten Festivaltag an fanden unsere Konzerte mit Publikum statt, und noch weitaus mehr Menschen konnten durch die Fernsehübertragungen und Videostreamings dabei sein, 480.000 alleine durch das BR Fernsehen und ein Millionenpublikum durch Beiträge in ZDF ›heute‹ und ›heute journal‹.«


Inbegriff des Singer-Songwriter im Frühjahr 22 auf Tour

Folkrock-Poesien mit James Taylor

Foto: ITB
Foto: ITB

Konzerte in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Stuttgart und Frankfurt 

 

(Hamburg/ln) - James Taylor verkörpert die Kunst des Songschreibers in seiner vollendeten Form. Seit Jahrzehnten überträgt er Gefühle, Beobachtungen und Reflexionen in Folkrock-Poesien. Er gilt als Inbegriff des Singer-Songwriter, sein warmer Bariton zählt zu den vertrautesten, erkennbaren Stimmen der populären Musik, mit seinem Gitarrenstil hat er einen eigenen Standard etabliert. Im Frühjahr 2022 kommt James Taylor mit seiner exzellenten Band nach Deutschland. In der Zeit zwischen dem 21. Januar und 11. Februar gastiert der mit fünf Grammys ausgezeichnete Künstler in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

Der Performer, dessen Songzyklus die Fans schon seit Jahrzehnten fasziniert, präsentiert seine größten Erfolge inmitten einer Formation von herausragenden Instrumentalisten. Musikalische Genialität und bestes Entertainment prägen die Auftritte von James Taylor, der im Verlauf seiner Karriere mehr als 100 Millionen Alben verkauft hat, von denen über 40 mit Gold und Platin ausgezeichnet wurden. Sein letztes Studioalbum „Before This World“ erreichte 2015 die Nummer 1 der US-Charts.

Sein sanftes Timbre, seine sensible Akustikgitarre und seine einfühlsamen Songs spiegelten immer wieder die Emotionen seiner Generation und die Stimmungslage vieler Menschen. Mehr als zwei Dutzend Alben spannen einen Bogen vom Ende der 60er Jahre bis heute. „Fire And Rain“, „Sweet Baby James“, „You’ve Got A Friend” oder „Your Smiling Face“ sind einige seiner legendären Hits, die zu absoluten Klassikern avancierten. Sie gehören zum definitiven Rock-Kanon und wie all die zeitlosen Taylor-Werke behalten sie ihren unvergleichlichen Charme. 

Gefördert von seinem Vater, einem Medizin-Professor aus Boston, bekamen James und seine Geschwister Kate, Alex und Livinstone Gitarren-, Geigen- und Klavierunterricht. Gut behütet wuchs er in einem liberalen Elternhaus auf der idyllischen Ferieninsel Martha´s Vineyard auf. Diese „komfortable Neurose, die er mit der Intensität eines blinden, schwarzen Bluesinterpreten besang, sollte für den introvertierten Künstler Triebfeder seines gesamten künstlerischen Schaffens werden“, schrieb die US-Musikzeitschrift Rolling Stone.

Als 18-Jähriger gründete Taylor in New York mit seinem Freund Danny Kortchmar seine erste Band, die „Flying Machine“, schrieb unablässig Songs. 1970 erschien das brillante Album „Sweet Baby James“ – produziert von Peter Asher (Peter & Gordon) – mit der Hymne „Fire And Rain“. Das melancholische Werk spiegelte exakt den Gemütszustand und die Probleme der Woodstock-Generation wider: Freiheit, Frieden, sexuelle Offenheit, aber auch Unsicherheiten und Ängste.  

Der Erfolg und die Zuneigung seiner Fans haben James Taylor stets begleitet. Er blieb die musikalische Konstante in einer sich verändernden Welt. 2015 erhielt er für seine Verdienste die höchste Auszeichnung der Vereinigten Staaten, die Presidential Medal Of Freedom, ein Jahr später die Kennedy Center Honours für seine herausragenden Beiträge zur amerikanischen Kultur.

Live Nation Presents
JAMES TAYLOR 
& HIS BAND
Tour Europe 2022

21.01.2022    Düsseldorf     Mitsubishi Electric Hall

07.02.2022    Hamburg       Laeiszhalle

08.02.2022    Berlin           Tempodrom

10.02.2022    Stuttgart       Beethovensaal

11.02.2022    Frankfurt       Jahrhunderthalle

 

Artist Pre-Sale:
Di., 13.07.2021, 10:00 Uhr (online Pre-Sale)

 

PayPal Prio Tickets:
Mi., 14.07.2021, 10:00 Uhr (online Pre-Sale, 48 Stunden)
www.livenation.de/paypalpriotickets

 

Samsung Prio Tickets:
Mi., 14.07.2021, 10:00 Uhr (online Pre-Sale, 48 Stunden)
www.samsung.com/de/members/priotickets

 

MagentaMusik Prio Tickets in Kooperation mit Samsung:
Mi., 14.07.2021, 10:00 Uhr (online Pre-Sale, 48 Stunden)

www.magenta-musik-360.de/prio-tickets

 

Ticketmaster Pre-Sale:
Do., 15.07.2021, 10:00 Uhr (online Pre-Sale, 24 Stunden)

www.ticketmaster.de/feature/presale/

 

Allgemeiner Vorverkaufsstart:
Fr., 16.07.2021, 10:00 Uhr


www.livenation.de/artist-james-taylor-127

www.ticketmaster.de 
www.eventim.de

www.livenation.de
www.livenation.at
www.livenation.ch
facebook.com/livenationGSA
twitter.com/livenationGSA
instagram.com/livenationGSA
youtube.com/livenationGSA

www.livenation-promotion.de
Pressematerial | Akkreditierung 

www.jamestaylor.com
www.facebook.com/JamesTaylor

 

 


KULTURSOMMER HAMBURG:

Mehr als 700 Veranstaltungen an 100 Orten setzen ein Zeichen für den Neustart der Kultur in Hamburg

Foto: Hamburg Tourismus GmbH
Foto: Hamburg Tourismus GmbH

(Hamburg/pm) - Der Countdown läuft: In einer Woche startet Hamburg in seinen Kultursommer. Vom 15. Juli bis 16. August versetzen über 100 Kulturveranstalter*innen mit inzwischen mehr als 700 Veranstaltungen an 100 Orten Hamburg in einen Kulturrausch und setzen so ein Zeichen für den Neustart der Kultur. Unzählige Musik- und Kunstfestivals, Ausstellungen, Performances, Open-Air Kinos und Lesungen verwandeln die gesamte Elbmetropole für einen Monat in eine Bühne. Für die Hamburger*innen, ihre Gäste und vor allem mit und für die Hamburger Kulturschaffenden. Das heute vorgestellte, tagesaktuelle und sich ständig erweiternde Programm findet sich unter www.kultursommer.hamburg.   


Jetzt heißt es in Hamburg: Runter von den Screens, rein in den Raum, rauf auf die Bühnen. Zurück in die Stadt, zurück zum Publikum, zurück in die Zukunft. Mit dem Kultursommer setzt Hamburg vom 15. Juli bis 16. August einen Monat lang Impulse für den Neustart der Live-Kultur nach dem langen Lockdown: in der Innenstadt, am Hafen und in den Stadtteilen.  

Dr. Carsten Brosda, Hamburger Senator für Kultur und Medien: „Hamburg kann sich auf einen kulturell rauschhaften Sommer freuen. Ob Theater, Musik, bildende Kunst, Literatur oder Kino – die Veranstalterinnen und Veranstalter arbeiten nach den schwierigen Corona-Monaten unter Hochdruck daran, ihre Projekte auf die Open-Air-Bühnen der Stadt zu bringen. Mit viel Engagement entsteht ein kulturelles Sommerprogramm, das es so in Hamburg noch nie gegeben hat. Der Kultursommer soll alltägliche Begegnungen mit Kunst und Kultur ermöglichen, Künstlerinnen und Künstlern endlich wieder eine Perspektive geben und ein starkes Signal für die Rückkehr der Kultur setzen. Ohne Kultur ist das Leben allzu oft leer.“

Aus touristischer Sicht ergänzt Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH: „Mit dem Kultursommer Hamburg kommt ein Stück Leichtigkeit und Unbeschwertheit zurück in die Stadt. Das kontrastreiche Programm wird unsere Stadt in eine ganz besondere Atmosphäre tauchen und für unverwechselbare Erlebnisse sorgen. Von der Kultur geht damit wieder ein unverzichtbarer Impuls für die Aktivität und Lebendigkeit der Stadt aus. Damit steigt auch die Anziehungskraft Hamburgs als Sehnsuchtsort für Städte- und Kulturreiseziel enorm.“

Kultursommer Hamburg Highlights

Hamburg steht ein Sommer für die Seele bevor– mit einem bunten Spektrum an Veranstaltungen, verteilt über den ganzen Stadtraum. An einer Vielzahl von Orten, die sinnliche Erfahrungen schaffen, an Horizonte führen, neue Wirklichkeiten erleben lassen. Erstmals wieder komplett real, befeuert von der Leidenschaft, dem Spiel wieder freien Lauf zu lassen: „Play Out Loud!“

An über 100 Orten in der Stadt organisieren 100 Kulturveranstalter*innen inzwischen über 700 Einzelveranstaltungen aus den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst, Musik, Literatur, Film oder mit Kinder- und Jugendprogrammen. Darunter zum Beispiel:

Beim „Fast ein Festival“ auf der Elbinsel Wilhelmsburg, organisiert von den Dockville-Festival Macher*innen, werden vom 17. Juli bis 14. August viel Kunst, Installationen, Workshops, Performances und ein prall gefülltes musikalisches Bühnenprogramm geboten. Unter anderem treten die Hamburger Lokalmatadoren Ace Tee, Alli Neumann, Mogli oder HAIYTI auf. Pandemiegerecht gefeiert und getanzt wird hier bei „Fast ein Spektrum Festival“ und „Fast ein Vogelball“.

Mitten in der Stadt setzt das „1. Internationale Spielbudenplatzfestival“ kulturelle Akzente auf dem Hamburger Kiez: Über 30 internationale Solokünstler*innen und Gruppen präsentieren vom 23. Bis 25. Juli Zirkus sowie traditionelle und moderne Formen der Straßenkunst. Dazu wird vier Wochen lang die legendäre Diversität des Stadtteiles auf den Bühnen des Spielbudenplatzes demonstriert – besonders musikalisch und über das Fotoprojekt „Faces of St. Pauli“. Das benachbarte Schmidt Theater bietet Künstler*innen, deren Live-Auftritte während des Lockdowns nicht möglich waren, eine weitere Bühne.  

Der ART OFF HAMBURG Kultursommer der Initiative freier Kunstorte bietet vom 30. Juli eine Woche lang Spaziergänge zwischen mehr als 20 Ausstellungen an. 400 Künstler*innen und ein spartenübergreifendes Programm vereinen Kunst Musik, Theater und mehr.

Noch mehr OFF-Kunst gibt es im Gängeviertel, dass unter dem Motto „Evergiven Gängeviertel“ vom 16. Juli bis zum 29. August zur Spielwiese für Musik, Kunst und Diskussion des Kultursommers wird. Dazu kommen Workshops für Kinder und Jugendliche, Ü60-Schofe und Lesungen und Performances Hamburger Künstler.

Im Oberhafenquartier, Hamburgs größtes kreativwirtschaftliches Stadtentwicklungsprojekt, findet der „Kultursommer im Oberhafen“ statt. Unter anderem dient deas Gelände hinter der HafenCity Hamburg als Spielort für das Hamburger „Ensemble Resonanz“.

Kampnagel, Hamburgs größte freie Spielstätte, startet sein schon traditionelles „Internationales Sommerfestival“ in diesem Jahr etwas früher und bringt mit dem „Kampnagel Sommerfestival in der Stadt“ Performances, Produktionen und Kunst in die Innenstadt. U.a. in das ehemalige Kaufhof-Gebäude am Hauptbahnhof und mit 14 Außenprojekten auf die öffentlichen Plätze der City.  

Über den Dächern der Stadt, genaugenommen auf der Lenzsiedlung in Eimsbüttel, werden am 17. Juli die Dresdner Sinfoniker unter dem Titel „Himmel über Hamburg“ weit hörbar mit Alphörner und Blechblasinstrumente spielen. Das Publikum kann das klangvolle Spektakel von benachbarten Balkonen oder einem Sportplatz erleben. Vorher geben die Musiker*innen kleine Konzerte in den Innenhöfen der Siedlung. Organisiert wird das Event von Kampnagel und der Elbphilharmonie Hamburg.

Zusätzlich sorgt vom 17.Juli bis 15.August mit dem „Hope’n’Air“ die Elbphilharmonie für ein musikalisches Kultursommer-Programm auf dem Vorplatz des Hamburger Wahrzeichens und mit Blick auf den Hafen. Immer dienstags bis sonntags finden jeweils einstündige Doppelkonzerte Hamburger Künstler*innen, Bands und Orchester statt. Dazu zählen Namen wie Miu, Elbtonal Percussion, Spoon and the Forkestra, Douniah, das Kaiser Quartett oder The Joni Project von und mit Stefanie Hempel.

Die Staatsoper Hamburg spielt ebenfalls auf dem Elbphilharmonie-Vorplatz die Kammeroper „Playing Trump“ (20. bis zum 25.August) und das Philharmonische Staatsorchester gibt unter Kent Nagano Konzerte auf dem Rathausmarkt zum Abschluss des Kultursommers (14. und 15.August).

Zu diesen Musik-Highlights gesellen sich noch Open Airs wie das „Cruise Inn Open Air“ im Hafen, das „Stadtpark Open Air“, das Festival „Draußen im Grünen“ oder das „Knust2Go“ auf der Rollschuhbahn, die letzten beiden im innerstädtischen Park Planten un Blomen beheimatet.

Veranstaltungen wie „Hafen(b)engel – das 72h Kinderfestival“ im Oberhafen, „HALLO: Hitzefrei“ im Kraftwerk Bille oder der SuedKulturSommer bringen Kultur in die Stadtteile. Open Air Kinos wie das Fahrradkino Kaltehofe und Literatur-Programme wie „Auf Kurzreise mit …“ auf Alsterdampfern (organisiert vom Literaturhaus Hamburg) sowie „Literatur im Park“ locken nach Draußen.

Last but not least haben sich die Hamburger Museen für den Kultursommer ganz besondere Ausstellungen und Aktionen überlegt. So lädt zum Beispiel das Bucerius Kunst Forum zu einem Open-Air-Konzert im Alten Wall mit dem Ensemble Resonanz ein (6.August).

Der Veranstaltungskalender unter www.hamburg.de/kultursommer-kalender  wird laufend mit weiteren Terminen befüllt, die nach Sparten und Stadtteilen aufgeteilt sowie mit Links zum Ticketkauf für die einzelnen Veranstaltungen versehen sind.  

Kulturrausch in Hamburg – es geht weiter

Der Kultursommer Hamburg markiert nur den Anfang für ein rundum rauschendes     Kulturhalbjahr – den Kulturrausch Hamburg. Gemeinsam mit allen Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen zeigen Hamburg, dass seine Kultur lebendig ist – in allen Sparten, in allen Bereichen, in allen Bezirken. Auf den Bühnen und in den Clubs, in den Ausstellungsräumen und in den diversen Initiativen.

Bis zum 22. August veranstaltet zum Beispiel Kampnagel sein internationales Sommerfestival mit viel Avantgarde-Musik und -Performances. Dazu knüpft die Elbphilharmonie mit einem opulenten Saisonprogramm 2021/22 ab September an vorpandemische Zeiten an und lädt das Harbour-Front Festival zu Lesungen bekannter Autoren an den Hafen (9. September bis 24. Oktober) ein. Das Reeperbahn Festival zeigt vom 22. Bis 25. September erneut, wie man pandemiegerecht Livemusik-Festivals durchführen und sicher auf dem Hamburger Kiez feiern kann. Dazu demonstriert das Filmfest Hamburg vom 30. September bis 9. Oktober, dass „Filme berühren“ können und hilft die Kinosäle der Stadt wieder zu füllen.

Ein weiteres Highlight des „Kulturrausches“ in Hamburg bilden die Feierlichkeiten rund um den fünften Geburtstag der Elbphilharmonie Hamburg Anfang Januar 22 mit vielen musikalischen und kulturellen Highlights und Überraschungen in der gesamten Stadt.  

 

Mehr Hamburg:

Viele weitere Hamburg-Tipps zum Download oder direkt aus dem Web unter folgenden Links:

Hamburg App: www.hh-app.de


Deutsche historische Fernsehserie „Sisi“ wird an berühmten Orten in Vilnius gedreht

Die Hofburg befindet sich in der deutschen Fernsehserie „Sisi" in Vilnius

Vilnius Old Town as TV Series Sisi Backdrop. Photo by Saulius Ziura
Vilnius Old Town as TV Series Sisi Backdrop. Photo by Saulius Ziura

 

(Vilnius/pm) - Vilnius, die Hauptstadt Litauens, wurde zum Schauplatz der neuen Fernsehserie „Sisi", die von RTL ausgestrahlt werden wird. Die deutsche Produktionsfirma „Story House Pictures GmbH" dreht die Fernsehserie, die die Lebensgeschichte der Kaiserin Elisabeth von Österreich erzählt, in den Sommermonaten in Litauen, Lettland und Deutschland.

 

Atemberaubende Schauplätze erwecken die Geschichte zum Leben

Die Show wird hauptsächlich in Vilnius und Umgebung gedreht. Der königliche Palast der Habsburger, auch Hofburg genannt, wird von einigen der berühmtesten Orte in Vilnius dargestellt: dem Äußeren der Litauischen Nationalphilharmonie, die am Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde, und das Architekturensemble der Universität Vilnius aus dem 16. Jahrhundert, das in der Ausstellung zum österreichischen Königspalast wird. Andere Orte sind auch die Kirche St. Johannes, St. Johannes der Täufer und St. Johannes der Apostel und Evangelist, der litauische Schriftstellerverband, das Franziskanerkloster sowie andere litauische Städte.

„Es ist kein Geheimnis, dass Litauen für viele Film- und Fernsehschaffende in den letzten Jahren aufgrund hochprofessioneller Mitarbeiter, praktischer Logistik, verschiedener architektonischer Standorte und steuerlicher Anreize für das Kino eine attraktive Wahl war“, sagt Jūratė Pazikaitė, Direktor des Vilnius Filmbüros. „Damit das Projekt in unserer Region realisiert werden konnte und die kreativen Ideen der Serie umgesetzt werden können, haben wir Litauer mit den Letten kooperiert. Denn wir wissen, dass die Deutschen im nächsten Jahr definitiv ins Baltikum zurückkehren werden, wenn die erste Staffel der Serie ein Erfolg wird.“

 

Die Serie zeigt Österreich im 19. Jahrhundert

Die Serie erzählt das außergewöhnliche Leben der österreichischen Kaiserin Elisabeth – einer jungen und unbekümmerten Prinzessin, die sich in einen der mächtigsten Männer der Welt, den österreichischen Kaiser Franz Joseph, verliebt. Sie stellt sich der dunklen Seite der Liebe und entwickelt sich zu einer erwachsenen Herrscherin, die schließlich zu einer Ikone wird.

„Die Serie ist eine Geschichte über Emanzipation. Eine Geschichte über eine Frau, die zwischen politischen Zwängen, Macht und Verletzlichkeit ihre Rolle finden muss, nicht nur als Politikerin, sondern auch als Frau“, sagt Sven Bohse, ein bekannter deutscher Filmemacher und Regisseur der Serie.

Laut eigener Aussage war Bohse zum ersten Mal in Vilnius und im Baltikum an sich, daher war er sehr überrascht von der mediterranen Atmosphäre.

„Ich fühle mich hier sehr wohl. Litauen ist ein sehr schönes Land, mit tollen Städten und Menschen. Die Art und Weise, wie die Leute draußen sitzen, die entspannte Atmosphäre überall – das vermittelt alles einen sehr entspannten Eindruck", kommentiert Bohse. „Es gab zwei Gründe, weshalb wir uns entschieden haben, die Serie im Baltikum zu drehen. Zum einen die Filmfinanzierung. Zum anderen gibt es hier in Litauen sehr erfahrene Produktionsfirmen und Crews, beeindruckende alte Gebäude und... Pferde – alles, was man für den Dreh einer historischen Serie braucht."

 

Internationales Team mit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Ein internationales Team angesehener Filmschaffender aus Deutschland, Lettland und Litauen arbeitet in Vilnius an der Serie. Das internationale Team von über 200 Leuten umfasst fast 100 Einheimische – von Filmkünstlern, Licht- und Tontechnikern bis hin zu Kostümmalern, Schneidern, Maskenbildnern, Stuntleuten und Spezialeffekttechnikern. Außerdem ist ein Litauer der künstlerische Leiter der Serie.

„Die größten und interessantesten Herausforderungen haben sich ergeben, weil die Serie historisch ist und deshalb Lösungen erfordert, um die entsprechende Atmosphäre zu schaffen", fügt Algirdas Garbačiauskas, der litauische künstlerische Leiter, hinzu.

 

Die Dreharbeiten in Litauen werden von der Filmproduktionsfirma „Nordic Productions“ UAB organisiert. Die Firma arbeitete auch an dem Film „Sibirische Erziehung" mit John Malkovich, Eleanor Tomlinson, Peter Stormare sowie an der beliebten italienischen Serie „Anna Karenina"


16. Internationaler Orgelsommer 2021 im Berliner Dom

Sommerzeit ist Orgelsommerzeit!

Spieltisch Sauerorgel Dom. Foto: Maren Glockner
Spieltisch Sauerorgel Dom. Foto: Maren Glockner

(Berlin/pm) - In den Monaten Juli und August erklingt jeweils freitags um 20 Uhr die berühmte Sauer-Orgel des Berliner Doms unter den Händen und Füßen von hochkarätigen Gästen aus nah und fern. Die Orgel steht in diesem Jahr ganz besonders im Fokus der Musikwelt: Sie ist das Instrument des Jahres 2021!

 

Auch wenn unsere große Sauer-Orgel in diesen Pandemie-Tagen nicht wie üblich täglich wenigstens zwei Mal erklingt und im Berliner Dom sonst jedes Jahr ein Jahr der Orgel ist, so freuen wir uns doch über die Initiative des Musikrats und möchten unseren internationalen Orgelsommer 2021 mit Ihnen gerade jetzt ganz besonders intensiv feiern. Unsere Orgel stellt ein ganzes Orchester dar, alle 7.269 Pfeifen stehen dicht beieinander, sie stoßen keine gefährlichen Aerosole aus und der Genuss des Orgelklangs ist nicht nur ungefährlich, sondern heilsam: Der Klang gerade unserer Sauer-Orgel kann uns erden, uns warm umfangen, uns trösten, uns träumen lassen, uns verzaubern…

 

Bei uns sind diesen Sommer wieder die Stars der Orgelwelt zu Gast:

Domorganist Andreas Sieling eröffnet die Orgelsommerreihe mit Werken Bachs und der ersten Orgelsymphonie Louis Viernes am Freitag, 2. Juli um 20 Uhr: „Königlicher Glanz!“. Der junge Organist Karol Mossakowski (u.a. Organist in Residence bei Radio France) bringt am 9. Juli Werke französischer Komponisten des 19. Jahrhunderts zu Gehör, die er mit Improvisationen spiegelt und sie so ins 21. Jahrhundert transportiert. Mit Spannung erwarten wir auch das Orgelkonzert am 16. Juli des gebürtigen Briten Henry Fairs „Freue dich sehr!“, der seit Oktober 2020 künstlerisches Orgelspiel als Professor an der Universität der Künste Berlin lehrt und zum ersten Mal im Berliner Dom zu hören ist.

 

Alle neun Konzerte der Orgelsommer-Reihe und Informationen zu den Künstlern sind hier zu finden:

https://www.berlinerdom.de/musik/musikangebote/konzertreihen/16-internationaler-orgelsommer-2021-im-berliner-dom/

 

Erleben Sie diesen Sommer neben wunderbaren Orgelklängen im prachtvollen Berliner Dom auch ungewohnte Einblicke:

Bei voraussichtlich allen Orgelsommerkonzerten wird das Spiel der Organist*innen am großen Spieltisch der Sauer-Orgel per Video-Übertragung auf einer Leinwand in der Kirche zu sehen sein.

 

 

Die Karten kosten je 12,-/ erm. 8,-€. Ticketbestellungen sind online möglich über Eventim oder per Mail an ticket@berlinerdom.de, zudem gibt es eine Abendkasse, die ab 19 Uhr geöffnet ist.


Bundesweite Spendenauktion zugunsten der Coronakünstlerhilfe startet zur Wiedereröffnung der Kinos am 01. Juli

Foto: #CineastenHelfen
Foto: #CineastenHelfen

(Würzburg / Gießen/pm) - Am Donnerstag, 01. Juli, startet die deutschlandweite Kinosaalversteigerung #CineastenHelfen zugunsten der Coronakünstlerhilfe, an der sich auch ein Kino aus Gießen beteiligt. Pünktlich zur Wiedereröffnung der Kinos in Deutschland. Zwölf ausgewählte Kinobetriebe, darunter auch das KINOPOLIS Gießen, wollen diejenigen Künstler*innen finanziell unterstützen, die wirtschaftlich besonders stark unter der Corona-Pandemie leiden mussten. Initiator der Aktion ist das Startup Cineamo aus Würzburg, die eine Mitmach-Kino-App entwickelt haben. Spendenerlöse gehen zu 100 Prozent an die Coronakünstlerhilfe zur Unterstützung von Kunstschaffenden, die aufgrund von Covid-19 in eine finanzielle Notlage geraten sind. Die zwölf ausgewählten Kinos nutzen die Chance, das Comeback der Kinobranche zu feiern und das besondere Erlebnis des ersten Kinobesuches nach dem Lockdown für den guten Zweck auf eBay für Charity zu versteigern.

In einem einfachen Anmeldeverfahren konnten sich seit dem 08. Juni Kinobetriebe für die Teilnahme registrieren. Anschließend tagte die siebenköpfige Jury aus Coronakünstlerhilfe, STUDIOCANAL sowie Cineamo und wählte insbesondere nach geografisch gleichmäßiger Verteilung diejenigen Kinos aus, die im Rahmen dieser Aktion je eine Kinovorstellung in einem Kinosaal versteigern.  So fiel die Entscheidung auch auf das KINOPOLIS Gießen. Der Filmverleih STUDIOCANAL unterstützt die Aktion und stellt den Film für die Veranstaltung kostenfrei zur Verfügung.

Die Initiatoren hoffen, dass viele Cineasten, aber auch zahlreiche namhafte Unternehmen vor Ort die Kinosaalauktion unterstützen und mitbieten. Die Gesamtorganisation wird von dem noch jungen Startup Cineamo gestemmt, das erst wenige Monate vor der Pandemie gegründet wurde. „Kinos hatten es sehr schwer in den letzten Monaten, aber die meisten sind glücklicherweise recht gut durch diese Krise gekommen. Nun sollten wir an die denken, die weniger Glück hatten”, so Stefan Farnschläder, einer der beiden Geschäftsführer von Cineamo.

„Die Spendenauktion erzählt die Geschichte einer Pandemie, die eine Kulturbranche erstarren ließ“, meint Kersten Neubert, der das Projekt für Cineamo vorantreibt. Das Kino als Ganzes steht mit #CineastenHelfen Kunstschaffenden solidarisch bei und nutzt seine Aufmerksamkeit zur Unterstützung der vergessenen Künstler*innen. Ebenfalls Teil dieser Geschichte sind die kulturbegeisterte Gesellschaft sowie privilegierte Unternehmen, die mit ihren Spenden Gutes tun können.


Filmdokument einer verbotenen Beziehung im KZ 80-minütige SWR Kino-Koproduktion in "Dokumentarfilm im Ersten" am 14.7. um 22:50 Uhr

"Liebe war es nie"

Foto: ARD-foto.de
Foto: ARD-foto.de

 

(Suttgart/swr) - Es ist eine unglaubliche, aber wahre Liebesgeschichte zwischen einem SS-Offizier und einer jüdischen Gefangenen, die in Auschwitz beginnt und 30 Jahre später in einem Wiener Gerichtssaal endet: In "Liebe war es nie" erzählt die israelische Filmemacherin Maya Sarfaty mit Sorgfalt von einer Liebe, die es nicht geben durfte. Es ist ein in die Tiefe recherchiertes Filmdokument einer ungewöhnlichen Paar-Beziehung, das ein Schlaglicht wirft auf konkrete historische Schicksale und deren Aufarbeitung. Der Film wird am Mittwoch, 14. Juli, um 22:50 Uhr im Ersten gezeigt und ist danach für 90 Tage in der ARD Mediathek verfügbar.

 

Helena Citron war eine der ersten tausend Frauen, die nach Auschwitz deportiert wurden. Franz Wunsch ein junger SS-Offizier, im Lager für sein brutales Verhalten bekannt. Schon bald fand Helena Trost und Schutz bei dem Mann, der sich in ihre schöne Gesangsstimme verliebt hatte. Besonders ein Lied sollte sie immer wieder für ihn singen: "Liebe war es nie, denn Du hast leider doch kein Herz, Liebe war es nie, es war ein Scherz". Sie gingen das Risiko ein, im Falle einer Entdeckung ihrer Beziehung exekutiert zu werden und blieben bis zur Befreiung von Auschwitz ein Paar.

 

Die Aussage

30 Jahre später erhält Helena einen Brief von Wunschs Ehefrau - sie soll zu seinen Gunsten aussagen. Für Helena eine unmögliche Entscheidung: Wird sie dem Mann helfen, der das Leben von Helena und ihrer Schwester Rosa gerettet hat, jedoch nicht das ihrer beiden kleinen Kinder und der für den Tod vieler weiterer Menschen verantwortlich ist?

 

Rekonstruktion einer wahren Geschichte

Franz Wunsch fertigte in Auschwitz zahlreiche Fotomontagen an - Helena in schöner Kleidung vor idyllischer Landschaft. Sie zeigen ein Leben, wie er es sich vorstellte, ganz ohne Lager. Bis zur Befreiung von Auschwitz im Januar 1945 führt er akribisch Tagebuch, schrieb viele Jahre lang noch Briefe an sie, die unbeantwortet bleiben. In den 90er Jahren zeichnete Wunschs Tochter Dagmar ein Gespräch mit ihm über diese Zeit auf Video auf. Auf diesen Dokumenten basiert die dokumentarische Erzählung, in der Moralität, Ethik, Liebe und Schuld hinterfragt werden. Der Film gibt einen Einblick in das Lagerleben von Auschwitz, die dort begangenen Gräueltaten, die aktive Todesfabrik, er erzählt aber auch von kleinen Momenten des Glücks. Thema sind auch die Schwierigkeiten, die beim Aufbau eines neuen Lebens gemeistert werden mussten und wie die nachfolgenden Generationen damit leben mussten und müssen. Zu Wort kommen Helenas Sohn, ihre Nichte sowie die Tochter von Franz Wunsch und Überlebende der  ersten tausend Frauen in Auschwitz, die damals mit Helena im Lager gefangen gehalten wurden und von ihren Erlebnissen und Erfahrungen erzählen.

 

Produktion und Ausstrahlung

"Liebe war es nie" ist eine Koproduktion von Yes Docu und Cinephil mit SWR und ORF für Das Erste.

Der Film wird am Mittwoch, 14. Juli, um 22:50 Uhr im Ersten gezeigt und ist danach 90 Tage in der ARD Mediathek verfügbar.

 

 


Blick zurück nach vorn


Bundes.Festival.Film. 2021 in Zahlen | Herzlicher Dank an alle engagierten Partner des Festivals | Open Air Kino im Wuppertaler „Talflimmern“ | nächstes Jahr in Augsburg


(Wuppertal/bff) - Die Bilanz des 34. Bundes.Festival.Film. in Wuppertal ist trotz der widrigen Umstände unter Corona beeindruckend: 40 präsentierte Film mit insgesamt knapp acht Stunden Spiellänge, 15.000 Zugriffe auf das On-Demand-Angebot des Festivals, mehr als 2.500 abgegebene Stimmen zur Wahl des Publikumspreises – und nicht zuletzt 29 glückliche Preisträger*innen, deren Filme geehrt und mit Preisen im Gesamtwert von 21.000 Euro ausgezeichnet wurden. Am 26. Juni ging das Online-Programm des diesjährigen Festivals zu Ende – bis Samstagabend konnten alle nominierten Filme auf der Festival-Plattform angeschaut werden.

Thomas Hartmann, Leiter des Bundes.Festival.Film.: „Uns ging es wie allen anderen Filmfestivals – auch wir mussten Alternativen zu unserem bewährten Veranstaltungskonzept entwickeln. Ich bin sehr froh, dass uns das auch im zweiten Jahr der Pandemie gelungen ist. Mit dem Medienprojekt Wuppertal, unserem lokalen Veranstaltungspartner, hatten wir einen überaus engagierten und filmpraktisch erfahrenen Kooperationspartner an unserer Seite. Live-Streams, wie 2020 aus dem Autokino und in diesem Jahr aus dem Studio, wären ohne die Unterstützung der Kolleg*innen nicht denkbar gewesen. Darum danke ich dem Medienprojekt herzlich, dass wir diese Herausforderungen gemeinsam gemeistert haben. Mein Dank geht aber auch an die Bergische Universität Wuppertal und die vielen Studierenden, die uns ebenso tatkräftig unterstützt haben. Das Bundes.Festival.Film. ist und bleibt das Ergebnis der Teamleistung vieler Partner. Ich bin stolz auf das gemeinsam Erreichte.“

Doch das Festival ist noch nicht ganz vorbei. Am 7. Juli präsentieren die Veranstalter ab 22:00 Uhr ein „Best of Programm“ im Open Air Kino „Talflimmern“ in Wuppertal vor Publikum. Dort wird eine Auswahl des aktuellen Festivaljahrgangs sowie die Premiere der Kettenfilmserie „Stirb!“ gezeigt, die unter Mitwirkung aller nominierten Filmemacher*innen in den letzten Wochen entstand. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft, kann aber über www.bundesfestival.de im Livestream mitverfolgt werden.

Hartmann: „Ein außergewöhnliches Festivaljahr geht zu Ende – und ein neues beginnt bereits im September. Dann startet die Ausschreibung für den 35. Jahrgang. Die Veranstaltung bleibt dabei ihrer Tradition als Wanderfestival treu und wechselt nach zwei Jahren den Standort. Im Juni 2022 wird das Bundes.Festival.Film. in Augsburg gastieren; dann hoffentlich wieder im Kino als Filmfestival der Begegnung, des Austausch und des gemeinsamen Filmschauens.“
2.715 Zeichen (inkl. Leerzeichen)

Alle Infos zum Festivalprogramm: www.bundesfestival.de
Visual: www.bundesfestival.de/presse.html

Das Bundes.Festival.Film. bildet den jährlichen Höhepunkt der Bundeswettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis. Beide Wettbewerbe sowie das Bundes.Festival.Film. werden im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) organisiert und durchgeführt. Zusätzliche Förderung erhält das Festival 2021 durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Kooperationspartner vor Ort sind das Medienprojekt Wuppertal sowie die Bergische Universität Wuppertal.

 

 


Neues Ausstellungshaus für Hamburg:

»PHOXXI. Haus der Photographie temporär« eröffnet mit JACK DAVISON – OMER FAST – FRIDA ORUPABO

Visualisierung des »PHOXXI. Haus der Photographie temporär« auf dem Platz der Deichtorhallen Hamburg von Anselm Reyle © Anselm Reyle
Visualisierung des »PHOXXI. Haus der Photographie temporär« auf dem Platz der Deichtorhallen Hamburg von Anselm Reyle © Anselm Reyle

(Hamburg/dth) - Die Deichtorhallen Hamburg eröffnen am 2. September 2021 mit PHOXXI - dem temporären Haus der Photographie - ein neues Ausstellungshaus in Hamburg. Das PHOXXI präsentiert internationale zeitgenössische Positionen der Fotografie direkt auf dem Gelände der Deichtorhallen und überbrückt damit die rund dreijährige Sanierungs- und Schließzeit der südlichen Deichtorhalle, in dem das Haus der Photographie seit 2005 angesiedelt ist. Die Auftaktausstellungen stellen Werke von JACK DAVISON, OMER FAST und FRIDA ORUPABO vor.
 
Der Begriff »PHOXXI« leitet sich vom disziplinären Kunstbegriff »Photographie« und der Verwendung der römischen Zahl »XXI« ab, die für eine Transformation der Fotografie und den Dialog mit zeitgenössischen fotografischen Denkweisen im 21. Jahrhundert steht.
 
Für die Außengestaltung des Gebäudes konnte der in Berlin ansässige und an der HfbK Hamburg lehrende Künstler Anselm Reyle gewonnen werden, dessen Arbeiten 2012 in einer Einzelausstellung in den Deichtorhallen präsentiert wurden. Seine farbintensive Inszenierung der Fassade setzt u.a. Werke aus der Sammlung F. C. Gundlach in einen spannungsvollen Dialog mit seinen charakteristischen Streifen. Anselm Reyle wurde Anfang der 2000er-Jahre mit Werken bekannt, die in ihrer Formensprache an die Errungenschaften der abstrakten Kunst anknüpfen und durch ihre ungeheure Objekt- und Raumpräsenz faszinieren.
 
Das 50 x 12,5 m große, mehrstöckige Gebäude bietet mit einer Gesamtfläche von rund 820 qm Platz für einen großen Ausstellungsraum, ein Auditorium sowie Büroflächen. Ein Foyer mit Garderobe und Shopbereich ergänzt das Angebot. Während der Sanierung der Südhalle wird es auch in der Halle für aktuelle Kunst der Deichtorhallen und in der Sammlung Falckenberg punktuell fotografische Ausstellungen geben und das Vermittlungsprogramm weitergeführt.


JACK DAVISON
OMER FAST
FRIDA ORUPABO


Der Brückenschlag zwischen historischer Fotografie und der digitalen Gegenwart des 21. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt der ersten Ausstellungsprojekte im PHOXXI, dem temporären Haus der Photographie. Vom 3. September 2021 bis 9. Januar 2022 zeigen die Ausstellungen von JACK DAVISON, OMER FAST und FRIDA ORUPABO Erweiterungen der analogen Fotografie ins Digitale, Dreidimensionale und Bewegtbild.
 
Der Rückgriff auf bereits vorhandene ikonische Bilder bildet die Grundlage des Werkes von JACK DAVISON (*1990 in Essex). Der in London lebende Fotograf verarbeitet eine Vielzahl von Genres, Stilen und Techniken, die vom Avantgarde-Experiment bis zum objektiven Dokumentarfilm, vom Porträt aus der Mitte des 20. Jahrhunderts hin zur konzeptionellen Studie reichen. Seine Bilder wirken wie Déjà-vus aus der Geschichte der Fotografie und erinnern an Fotografien von Max Ernst oder Man Ray. Davison gelingt es Werke zu schaffen, die auf faszinierende Weise unmittelbar gegenwärtig erscheinen. Dabei verarbeitet er die Präsentationsästhetik von Online-Communities wie etwa Flickr. Inspiriert von der Bildsprache Salvador Dalís spielt Davison mit Lichtreflexen und der gezielten Verwendung einzelner Requisiten und überführt auf diese Weise surrealistische, traumwandlerische Ausdrucksformen in die Gegenwart.
 
Der israelische Videokünstler OMER FAST (*1972 in Jerusalem, lebt in Berlin) reflektiert mit seiner 3D-Mehrkanal-Video-Installation »AUGUST« das Werk von August Sander, einem der wichtigsten Fotografen des frühen 20. Jahrhunderts. Omer Fast stellt Sander als einen fiktiven Charakter am Ende seines Lebens dar, fast blind und vom Tod seines Sohnes und den Geistern der von ihm fotografierten Figuren heimgesucht. Auch Sanders bahnbrechende Porträtreihe »Menschen des 20. Jahrhunderts«, die er von 1900 bis Mitte der 1930er-Jahre erschuf, wird im Film thematisiert. Letztendlich wird der Frage nachgegangen, ob die Fotografie als Medium die Wahrheit über Menschen und die Gesellschaft abbilden kann. Die erzählerische Linie zwischen Dokumentation und Fiktion, wie sie Omer Fast gezielt in seinen Werken einsetzt, ist Teil eines aufkommenden Genres in der zeitgenössischen Kunst, das als »Parafiction« bekannt ist.
 
Der norwegisch-nigerianische Künstlerin FRIDA ORUPABO (*1986, lebt in Oslo) dienen im Internet gefundene historische Bilder sowie Abbildungen aus der Kolonialgeschichte, aus Musikvideos, afroamerikanischen Medien oder privaten Aufnahmen zur eigenen Herkunfts- und Identitätsfindung. Ihr umfangreiches Archiv, das sie über ihren Instagram-Account @nemiepeba öffentlich macht, bildet für sie eine Grundlage, um das koloniale Erbe zu verstehen, zu verarbeiten und neu zu ordnen. Ausgehend von der Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Künstler Arthur Jafa und der damit beginnenden Ausstellungstätigkeit erweitert Orupabo die digitale Praxis in den dreidimensionalen Raum. Ihre Collagen zerstückeln Körperabbildungen, fügen sie wie brutal verzerrte Gliederpuppen mit Reißzwecken zusammen oder konfrontieren sie mit Genrebildern, deren Zusammenhang oft im Unklaren bleibt. Rassismus und Sexismus sind offensichtliche Themen dieser eindringlichen Werke, die sich vom Internet über Wände, Tische und Böden in den Raum erweitert haben.

 

 

 

JACK DAVISON
OMER FAST
FRIDA ORUPABO

3. SEPTEMBER 2021 – 9. JANUAR 2021
PHOXXI. HAUS DER PHOTOGRAPHIE TEMPORÄR 


Brunnen Verlag

Tut mir leid, kleiner Uhu gewinnt den Raiffi-Bilderbuchpreis

(Gießen/bv) -  schönste und beste neue Bilderbuch 2020/2021 ist „Tut mir leid, kleiner Uhu!“ von Barry Timms und Sean Julian aus dem Brunnen Verlag. Zu dieser Überzeugung sind auf jeden Fall die über 400 Kinderjuroren des Schweizer Raiffi-Bilderbuchpreises gekommen. Sie durften ihren Favoriten aus einer Shortlist von sechs Neuerscheinungen aussuchen, die ein Fachgremium zusammengestellt hatte. In der Laudatio zum Bilderbuchpreis heißt es über „dieses liebevoll und einfühlsam erzählte und gestaltete“ Kinderbuch, dass es sich „wunderbar“ eignet, „um mit Kindern ins Gespräch zu kommen und über das Thema Streiten und Vertragen zu reden“. Und „Es tut mir leid, kleiner Uhu!“ sei auch „Tröster, wenn es denn zu einem Streit gekommen ist“. So jedenfalls fasste Andrea Fischler vom Organisationskomitee die gesammelten Meinungen der Kinderjuroren zusammen.

Illustrator Sean Julian ist begeistert, „dass 'Es tut mir leid, kleiner Uhu!' den Raiffi-Bilderbuchpreis gewonnen hat, vor allem, weil hier Kinder entschieden haben. Für mich war es eine Freude, die Charaktere, ihre Lebenswelt im Wald und Barrys herzerwärmende Geschichte zu illustrieren.“

Für Autor Barry Timms ist es „wunderbar, dass die Geschichte sowohl bei Kindern als auch bei erwachsenen Lesern so großen Anklang gefunden hat. Ich freue mich sehr, dass diese Geschichte über beste Freunde, die noch lernen, miteinander auszukommen, den Raiffi-Preis gewonnen hat.“

Zur Auswahl standen neben dem kleinen Uhu Theo liebt es bunt von Samuel Langley-Swain und Ryan Sonderegger, Verlag Knesebeck, Der Wolf kommt nicht von Myriam Ouyessad und Ronan Badel, Gerstenberg Verlag, Roberts weltbester Kuchen von Anne-Kathrin Behl, Nord-Süd Verlag, Die zauberhaften Drei. Hoggs und der Bärenmut von Stefanie Dahle, Arena Verlag und Oh Schreck, der Tag ist weg! von Benas Berantas und Vilija Kvieskaite aus dem Magellan Verlag.

Weltweit liegt „Tut mir leid, kleiner Uhu!“ neben der deutschen Ausgabe im Brunnen Verlag in zehn weiteren Sprachen vor, darunter Englisch, Chinesisch, Portugiesisch, Italienisch und Holländisch. 

 

Sean Julian / Barry Timms

Tut mir leid, kleiner Uhu!

32 Seiten, gebunden,

ISBN: 978-3-7655-6928-9,

Brunnen Verlag, Gießen 2020,

€ 13,-


Preise beim Bundes.Festival.Film. 2021 sind vergeben


(Wuppertal/bff) - Nach einer spannenden Festivalwoche wurden am Samstag beim Bundes.Festival.Film. insgesamt 29 Preise vergeben | 21.000 Euro Preisgeld ausgeschüttet | Online-Format des Festivals sorgt bundesweit für positive Resonanz | Festival gastiert 2022 in Augsburg
Am Samstagabend wurden die 29 Preise (10 Hauptpreise, 18 Auszeichnungen und 1 Publikumspreis) beim 34. Bundes.Festival.Film. vergeben, das bereits zum zweiten Mal als Online-Festival in Wuppertal stattfand. Die Preise sind mit insgesamt 21.000 Euro dotiert. Preisstifter sind das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (20.000 Euro) und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen (1.000 Euro).

Die Verleihung der Preise und Auszeichnungen ist der finale Höhepunkt der beiden bundesweiten Filmwettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis – pandemiebedingt wurde die Preisverleihung als Live-Stream aus dem Studio des Medienprojekts Wuppertal übertragen. Das Medienprojekt Wuppertal war in den beiden letzten zwei Jahren lokaler Veranstaltungspartner des Festivals.

„Der Film lebt“, diese Botschaft geht vom diesjährigen Bundes.Festival.Film. deutlicher als jemals zuvor aus. Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), hob in ihrer Videobotschaft diese Erkenntnis hervor. Während der langen Zeit der Pandemie und der geltenden Einschränkungen im privaten und öffentlichen Leben hat sich gezeigt, dass (Jugend-)Kultur eine unverzichtbare Form der Kommunikation und Interaktion von Heranwachsenden innerhalb ihrer Lebenswirklichkeit ist. Das Bundes.Festival.Film. liefert dazu die passende Präsentationsplattform, auf der in diesem Jahr junge und älteren Filmemacher*innen von 4 bis 95 Jahren ihre filmischen Werke zeigen konnten.

Thomas Hartmann, wissenschaftlich-pädagogischer Mitarbeiter am Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) und Leiter des Bundes.Festival.Film.: „Trotz schwieriger Bedingungen haben wir ein sehr facettenreiches Festivalprogramm auf die Beine stellen können. Das ist in erster Linie den Filmemacher*innen zu verdanken, deren überaus gelungene Produktionen wir erneut online präsentieren durften. Im Namen des KJF aber auch ganz persönlich danke ich allen Teilnehmer*innen für ihren Mut und ihr Vertrauen und gratuliere den Preisträger*innen sehr herzlich.“

Publikumspreis – eine besonders wertvolle Ehrung
Während des einwöchigen Festivals konnten alle nominierten Filme als On-Demand-Angebot abgerufen, angesehen und durch die Zuschauer*innen bewertet werten. An dieser Online-Abstimmung zum Publikumspreis hatten sich mehr als 2.500 Festivalgäste beteiligt. Der Publikumspreis 2021 geht an:

EIN OZEAN
von Paul Scheufler, Victoria Anders, Jakob Grasböck, Daria Wörmann und Eva Perhacova
(Berlin und Potsdam)

Hartmann: „Auch wenn persönliche Begegnungen und Gespräche bei einem Online-Format naturgemäß zu kurz kommen, sind wir mit der Resonanz auf das 34. Bundes.Festival.Film. sehr zufrieden. Wir konnten über 12.000 Zugriffe auf unser Online-Programm verzeichnen und haben so ein überregionales Publikum erreicht. Trotzdem freuen wir uns, dass es im kommenden Jahr wieder ein Festival der echten Begegnung geben wird. Neuer Austragungsort des Bundes.Festival.Film. wird dann Augsburg sein.“ Interessierten Zuschauer*innen stehen die diesjährigen Festivalfilme noch bis zum 26. Juni als kostenloses On Demand-Angebot zur Verfügung.




Fondation Beyeler feiert «Midsommar»

Abbildung: Pati Grabowicz
Abbildung: Pati Grabowicz

(Basel/fb) - Anlässlich der diesjährigen Sommersonnenwende lädt die Fondation Beyeler zu einem «Midsommar-Fest» ein, welches am Freitag, den 25. Juni um 9 Uhr beginnt, 24 Stunden andauert und am folgenden Morgen ausklingt. Inspiriert von der Ausstellung Life des dänisch-isländischen Künstlers Olafur Eliasson können Besucherinnen und Besucher den Zauber der Sommersonnenwende mit allen Sinnen erleben – zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die Festivitäten umfassen Morgenmeditationen im Park; eine temporäre Sound-Installation zu Life, zahlreiche Talks und Workshops zu den Themen der Ausstellung sowie «Silent Music Sets» mit Miles Singleton und Dominik Eulberg. Die isländische Köchin Victoria Eliasdóttir und das «Beyeler Restaurant im Park» sorgen mit einer Auswahl an vegetarischen Gerichten für das kulinarische Wohl. An «Midsommar» ist der Eintritt in die Fondation Beyeler sowie zu allen Veranstaltungen kostenlos.

 

Die Feierlichkeiten rund um die Sommersonnenwende sind vor allem in skandinavischen Ländern sowie im Baltikum beliebt, wo zu dieser Jahreszeit die Nächte kaum dunkel werden. Es ist nicht nur ein Fest für die Familie, sondern auch für Freunde, Bekannte und Nachbarn. «Midsommar» in der Fondation Beyeler greift diese Tradition auf und lädt Besuchende ein, die Ausstellungen sowie die Veranstaltungen im Museumspark in sommerlicher Freude zu geniessen.

 

Das gesamte Programm findet sich auf der Webseite der Fondation Beyeler unter fondationbeyeler.ch/programm/midsommar.

 

Programmübersicht

 

Life von Olafur Eliasson

Life lädt Besuchende auf eine mit allen Sinnen erlebbare, grenzüberschreitende Erfahrung von Museumsarchitektur und Museumspark ein.

 

‘Life, inside my (your) heart’, temporäre Sound-Installation von Juan Manuel Artero

In Anlehnung an Olafur Eliassons Arbeit Mental (1993), in der der Herzschlag des Künstlers im Breakbeat-Rhythmus vor einem Spiegel abgespielt wurde, präsentiert sich diese neue Sound-Installation als ein Spaziergang in ein ganz anderes Herz, ein Herz, das eine subtile, quasi natürliche Klangwelt enthält. Ein Spiegel der Natur, in dem die Dinge nicht immer so sind, wie sie sich anhören.

 

Nature Culture: Sammlungspräsentation

Die Sammlungspräsentation befasst sich mit dem Verhältnis von Natur und Kultur in der Kunst. Im Fokus stehen Sammlungswerke der modernen und zeitgenössischen Kunst, in denen Mensch, Tier und Pflanzen thematisiert werden. Auf vielfältige Weise werden in Landschaften, Stillleben und Portraits Beziehungen zur Umwelt sichtbar.

 

Talks und Workshops im Park

 

Midsommar Blumenkranz Workshop im Park

Zur Sommersonnenwende werden in Schweden traditionell Blumenkränze geflochten, die von Jung und Alt als Kopfschmuck getragen werden. Mithilfe von Florist*innen werden im Park bunte Kränze aus Blüten und Blättern gebunden.

 

 

Morgen Mediation und Talk mit Diego Hangartner

Diego Hangartner verfügt über 35 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der meditativen Erforschung des Geistes und des Bewusstseins. Er lebte elf Jahre lang in Dharamsala, wo er unter anderem vom Dalai Lama unterrichtet wurde.

 

Talk mit Dr. rer. nat. Uwe Westphal, Wissenschaftler, Publizist und Performancekünstler

Stimmen der Natur im Wandel der Jahreszeiten

Uwe Westphal nutzt seine Begabung rund 200 Vogellaute täuschend echt nachahmen zu können, um auf die Vielfalt und Bedeutung der Tiere aufmerksam zu machen. Vogelgesänge und Froschquaken im Frühjahr, das Heuschreckenkonzert im Sommer, herbstliche Hirschbrunft oder balzende Eulen und heulende Wölfe im ausgehenden Winter – jede Jahreszeit hat ihre charakteristischen Naturlaute. Auf unterhaltsame Weise führt Uwe Westphal durch eine akustische Naturexkursion.

 

Talk mit Günther Vogt, Professor für Landschaftsarchitektur

Günther Vogt ist ETH-Professor und der international renommierteste Landschaftsarchitekt der Schweiz. Er beschäftigt sich umfassend mit zukünftigen Formen des Zusammenlebens und arbeitete bereits an unterschiedlichen Projekten mit Olafur Eliasson zusammen.

 

Talk mit Dr. phil. Melanie Grütter Schriftstellerin, Wissenschaftlerin

Dr. phil. Melanie Grütter promovierte am Zentrum Gender Studies der Universität Basel und lehrt im Department Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste. Ihr Forschungsgebiet umfasst die Schwerpunkte Devianz, Macht, Geschlecht sowie Körperwissen in Tanz und Performance.

 

Talk mit Prof. Dr. Anna Wirz-Justice

Licht und Leben: mit und nicht gegen unsere biologische Uhr leben

Die emeritierte Professorin am Zentrum für Chronobiologie an den Universitären Psychiatrischen Kliniken in Basel leitete bahnbrechende Forschungen zur Lichttherapie und zur Chronobiologie depressiver Erkrankungen.

 

Talk mit Dominik Eulberg, Biologe, DJ und Produzent

Dominik Eulberg hat zwei Leidenschaften: Die Natur und die Musik. Er studierte Biologie mit Schwerpunkt Naturschutz und ist als DJ und Produzent international für seine organische und melodische Art von elektronischer Musik bekannt.

 

Musikprogramm

 

Miles Singleton «Silent Music Set» im Pavillon mit Kopfhörer

Entspannte Hip-Hop-Beats von Miles Singleton im einzigartigen Setting des Berower Parks. Plätze sind limitiert. Für alle weiteren Veranstaltungen gilt das «first come, first served»-Prinzip. 

 

Dominik Eulberg «Silent Music Set» im Pavillon mit Kopfhörer

«Ambient Set» von Dominik Eulberg im einzigartigen Setting des Berower Parks. Plätze sind limitiert. Für alle weiteren Veranstaltungen gilt das «first come, first served»-Prinzip. 

 

Kulinarisches Angebot

Victoria Eliasdóttir und das «Beyeler Restaurant im Park» sorgen mit einem Frühstücksangebot und Auswahl an vegetarischen Gerichten für das kulinarische Wohl der Gäste. Ein ganztägiger Barbetrieb bietet kleine Leckerbissen und Getränke. Zusätzlich sind Picknicktaschen zum Verweilen im Park erhältlich.

 

Tickets

Der Eintritt ins Museum sowie die Talks und Silent Music Sets zu «Midsommar» sind kostenlos. Für den Besuch der Ausstellungen Life und «Nature Culture» sind zwischen 9 und 21 Uhr kostenlose Zeittickets online unter shop.fondationbeyeler.ch zu buchen. Für die Veranstaltungen im Park gilt das «first come, first served»-Prinzip. Die Teilnahme am Blumenkranz Workshop kostet 20 CHF pro Person.

 

 

Über die Fondation Beyeler

Die Fondation Beyeler ist ein Museum moderner und zeitgenössischer Kunst, das vom Sammler- und Galeristenehepaar Ernst und Hildy Beyeler gegründet wurde. Die Sammlung umfasst über 400 Werke der Klassischen Moderne und der Gegenwart. Das Museumsgebäude im idyllischen Berower Park ist das Werk des italienischen Architekten Renzo Piano. Die Fondation Beyeler ist das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz und international bekannt für seine hochkarätigen Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen.

 

Über das «Beyeler Restaurant im Park»

Ende 2019 eröffnete das «Beyeler Restaurant im Park» unter neuem Namen und in einem neuen Design. Das spanische Designstudio Casa Muñoz schuf einen spannungsreichen Dialog zwischen dem historischen Charakter des Hauses und der zeitgenössischen Innenarchitektur. Unter der neuen Leitung von Helen Dienel und dem Küchenchef Philip Dollinger wurde zudem das kulinarische Konzept überarbeitet, dabei wurde ein Schwerpunkt auf eine saisonale und lokale Karte gelegt.

 

Schutzkonzept

Nach wie vor steht die Sicherheit der Besuchenden und Mitarbeitenden an oberster Stelle. Um deren Schutz zu gewährleisten, hat die Fondation Beyeler für «Midsommar» ein umfassendes Schutzkonzept erarbeitet, das den Covid-19-Verordnungen entspricht. Dieses beinhaltet insbesondere Massnahmen zur Einhaltung der maximalen Personenanzahl, Maskenpflicht in Innenräumen und eine Sitzpflicht beim Konsum von Speisen und Getränken.

 

 

 


1.564 Einreichungen aus 96 Ländern

STARTS Prize 2021 für Remix el Barrio und Oceans in Transformation

(Linz / Brüssel, 16.6.2021) Der prestigeträchtige STARTS Prize ist Teil einer langfristigen Initiative der Europäischen Kommission. Der Wettbewerb soll wegweisende Projekte vor den Vorhang holen, in denen Wissenschaft, Technologie und Kunst einander wechselseitig inspirieren und zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Innovation beitragen. 2021 zählte der STARTS Prize 1.564 Einreichungen aus 96 Ländern. Der diesjährige GRAND PRIZE FOR ARTISTIC EXPLORATION geht an die Architekt*innen der „Territorial Agency” für ihr herausragendes Projekt „Oceans in Transformation“. Der GRAND PRIZE FOR INNOVATIVE COLLABORATION wird den in Barcelona lebenden und arbeitenden Designer*innen Anastasia Pistofidou, Marion Real and The Remixers at Fab Lab Barcelona, IaaC (INT) für ihr wegweisendes Projekt „Remix el Barrio, Food Waste Biomaterial Makers“ zuerkannt. 10 Honorary Mentions und 18 Nominations wurden ebenfalls von der Jury vergeben.

Die Gewinner*innen erhalten jeweils 20.000 Euro und werden im Rahmen des Ars Electronica Festival in Linz sowie bei einer Reihe von Veranstaltungen der Konsortialpartner Bozar, Waag, INOVA+, T6 Ecosystems, French Tech Grande Provence und Frankfurter Buchmesse prominent präsentiert. 


Der Musicaldarsteller Uli Scherbel gibt den "Jedermann" bei den Kronacher Rosenberg Festspielen

Vom Sunnyboy zum Jedermann

Seit mehr als 25 Jahren tanzt und singt der Musical-Star Uli Scherbel über die bekanntesten Bühnen des Landes. In seiner Heimatstadt Kronach wechselt der „ewige Sunnyboy“ ins Charakterfach und übernimmt die Rolle des „Jedermann“ bei den Rosenberg Festspielen.


(Kronach/pm) - Der Mann ist nicht satt und saturiert - er ist hungrig. Auch das macht den erzwungenen Abgang so schwer. Er genießt seinen Reichtum und er kostet sie vollends aus, die Macht, die ihm sein Geld verleiht. Häuser, Parties, Freunde, das pralle Leben kann er sich kaufen. Er bestimmt über Schicksale, er manipuliert und er genießt sich selbst in seiner ganzen Strahlkraft. So war es immer und so sollte es auch immer bleiben. Eigentlich. Doch dann ereilt ihn das, was unausweichlich das Schicksal jedes lebenden Wesens ist: Der Tod tritt in sein Leben. Ausgerechnet zum schlechtesten Zeitpunkt. Und dann beginnt die eigentliche Reise des „Jedermann“.

Die künstlerische Leiterin der Kronacher Rosenberg Festspiele, Anja Dechant-Sundby, bringt in diesem Jahr erstmals den Klassiker „Jedermann“ auf die Freilichtbühne der malerischen Festung Rosenberg - und sie holt das Stück mit einer zeitgenössischen Inszenierung ins Jetzt. Für die Titelrolle hat sie den Schauspieler, Sänger und Tänzer Uli Scherbel gewonnen. Diese ist dem 50-Jährigen geradezu auf den Leib geschneidert. Und das, obwohl Scherbel seit mehr als 25 Jahren vor allem in der Rolle des charmanten Sunnyboys in namhaften Musicalproduktionen auf den großen Bühnen des Landes reüssiert.

„In der Rolle des ‚Jedermann’ macht man sich seelisch völlig nackt. Deshalb habe ich mir die Entscheidung, diese Rolle anzunehmen, reiflich überlegt. Bei so einer Rolle ist die Beziehung zum Regisseur ausschlaggebend. Er bzw. sie muss den Schauspieler nicht nur sicher führen, sondern auch auffangen können. Bereits im Vorgespräch mit Anja Dechant-Sundby war klar: Ich kann ihr absolut vertrauen. Das ist die Voraussetzung für alles. Nur so kann man sich als Schauspieler voll und ganz hingeben“, so Uli Scherbel. „Klar, den charmanten ‚Everybodys Darling‘ zu geben, macht einfach Spaß. Da fliegen einem die Herzen zu. Und das Fröhliche, Optimistische liegt auch eher in meiner persönlichen Grundnatur. Aber jetzt, mit 50, spüre ich auch das Verlangen, tiefer zu gehen und andere Aspekte der menschlichen Seele zu erforschen.“

Uli Scherbel steht nicht zum ersten Mal in Kronach auf der Bühne. Bereits 2015 hat er sich hier mit Tod und Teufel auseinandergesetzt und den Mephisto in Goethes „Faust“ gemimt. Dafür hat er großen Applaus geerntet.

Auf die Rolle des „Jedermann“ hat sich Scherbel gründlich vorbereitet. „Wir kennen alle diese ‚Jedermänner‘ aus der Politik oder der Hochfinanz. Diese mehr oder weniger prominenten Figuren hatte ich vor Augen, als ich die Rolle für mich angelegt habe. Aber ehrlich: Ein bisschen davon steckt doch in jedem von uns.“ Gut 80 Prozent des Textes in Hugo von Hofmannsthals Klassiker hat der „Jedermann“ zu sprechen. Das hieß für Uli Scherbel: 50 Seiten in Prosa gehaltenen Text auswendig zu lernen. „Zuerst hieß es Text pauken. Ich liebe diese schöne Sprache und als sich die Worte dann mit Emotionen füllten, fiel es mir immer leichter.“ Die psychische und physische Auseinandersetzung mit dem Tod erlebt Uli Scherbel im realen Leben oft - und insbesondere in Zeiten der Pandemie fast täglich. Denn privat engagiert sich der vielschichtige Schauspieler aktiv in der Hospizbewegung. „Im Tod fallen alle Masken und der Mensch wird auf seinen eigentlichen Wesenskern zurückgeworfen. Da zählt kein Geld und keine Macht. Da zählt das, was Du im Leben getan und gefühlt hast.“

Und das bringt Uli Scherbel mit der ganzen Wucht der Emotionen auf die Bühne. Schön, verführerisch, jugendlich und smart, im schicken Anzug und umschwärmt von falschen Freunden gibt er den lebenshungrigen Narzissten. Als er unerwartet dem Tod ins Gesicht sieht, nimmt man ihm ab, dass er verzweifelt an seinem Leben hängt. Der ‚Jedermann’ stemmt sich mit letzter Kraft gegen das Schicksal. Und Uli Scherbel tut peu á peu das, was er im Gespräch als „sich nackt Machen“ bezeichnet. Die seelischen Hüllen fallen und der „Jedermann“ durchleidet alle Phasen des Sterbens vom Nicht-Wahrhaben-Wollen über Zorn, Verhandeln und Depression bis zu dem Punkt des Annehmens. Der „Jedermann“ windet sich in blanker Angst, er schreit, er weint, er vergeht vor Pein. In der Welt zwischen Leben und Tod, der „Stunde seines Todes“ - ob sie nur einen Wimpernschlag lang oder eine halbe Ewigkeit dauert - zurückgeworfen auf Glaube und Werke, durchlebt er einen Wandlungsprozess und beginnt zu erkennen. Schließlich bereut er seine Schandtaten und sein oberflächliches Leben.

Uli Scherbel ist kein verlebter, polternder oder gar grantelnder „Jedermann“. Er verkörpert die Rolle des selbstverliebten Egomanen und seinen Weg der Läuterung feinsinnig und sensibel. Sein „Jedermann“ ist nicht nur eitel und hartherzig. Wie alle Menschen hat auch er ein Gewissen, das, zunächst unter Verleugnung und Lasterhaftigkeit verschüttet, nach und nach ans Licht tritt. Intensiv ist dabei die Auseinandersetzung mit der Mutter (Sabine Rossbach); der Buhlschaft (Anne Scherliess) und dem guten Gesell (Harald Pilar von Pilchau). Scherbel arbeitet den Prozess der Wandlung mit viel Gespür und Tiefgang heraus. Er spielt nicht das Sterben. Er stirbt.

Wie kommt man als Schauspieler mit dieser psychischen Katharsis klar? „Das Schöne an dem Stück ist ja, dass es an keiner Stelle hoffnungslos ist. Der ‚Jedermann’ - und auch das Publikum - spüren von Beginn an, dass noch alles gut werden kann. Natürlich hat mich die Auseinandersetzung mit dieser Rolle zum Nachdenken gebracht. Wie würde ich damit umgehen, wenn mich jetzt der Tod treffen würde? Aber noch wichtiger: Wie lebe ich? Das ist es doch, was der ‚Jedermann’ uns nahebringen will: Denkt über Euer Leben nach! Was ist wirklich wichtig? Der Tod ist in unserer Kultur so sehr verdrängt wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Aber um ein bewusstes Leben zu führen, ist es doch notwendig, einen reflektierten Umgang mit dem Tod zu finden. Das gehört grundsätzlich zum Leben dazu. Auch mit mir persönlich hat der Jedermann etwas gemacht. Ich bin gerade dankbarer und nehme vieles noch bewusster wahr. Und wenn ich nach Hause komme, zu meiner Familie nach Rothenkirchen, und meine Mutter, trotz ihres hohen Alters noch für mich kocht, dann ist das einfach nur die pure Freude am Leben.“  

Zur Person
Der gebürtige Kronacher lebt in Stuttgart. Er hat an der Universität der Künste in Berlin Schauspiel, Gesang und Tanz studiert. 1995, noch während des Studiums, belegte er den Ersten Platz beim Bundeswettbewerb Gesang. Nach dem Studium folgten neben zahlreichen Konzertauftritten Hauptrollen und Engagements sowohl im Musical- und Operettenfach als auch im Schauspiel. So spielte er z.B. den „Joseph“ im gleichnamigen Musical  (Colosseum Theater Essen); gab den „Claude“ in „Hair“ (Opernhaus Leipzig), den „Fred“ in „Ich war noch niemals in New York“ (u.a. Apollo Theater Stuttgart, Theater an der Elbe Hamburg). Er spielte den „Christiano Hatschek“ in „Roxy und ihr Wunderteam“ (Theater Augsburg), dem „Robert“ in „Babytalk“ (Neuköllner Oper Berlin), den „Christian“ in „Cyrano de Bergerac“ (Konzerthaus Klagenfurt) oder auch den „D’Artagnan“ in „Die drei Musketiere“ (Burgfestspiele Bad Vilbel). Zuletzt trat Uli Scherbel über mehrere Spielzeiten hinweg am Schleswig Holsteinischen Landestheater Flensburg auf, u.a. als „Bobby Child“ in „Crazy for you“, als „Don Lockwood“ in „Singing in the rain“ und als „Sky Masterson“ in „Guys and Dolls“.  Bei den diesjährigen Rosenberg Festspielen gibt Uli Scherbel den „Jedermann“ und übernimmt vor dem Hintergrund zahlreicher Projekte auf diesem Gebiet die Choreographie in „Ladies Night“.


Die Rosenberg Festspiele 2021
Die Premiere des Jedermanns findet am Samstag, den 3. Juli 2021, um 20:00 Uhr statt.

Daneben stehen in diesem Jahr die Komödie „Ladies Night“ (Regie: Stephan Beer) sowie das Familienstück „Das Sams - Eine Woche voller Samstage“ (Regie: Stephanie Kuhlmann) auf dem Programm.

Mehr Infos unter: www.rosenbergfestspiele.de

Tickets online bei reservix oder unter Telefon: 09261 97236 bzw. E-Mail: touristinfo@stadt-kronach.de


Hunderte Veranstaltungen versetzen Hamburg in einen Kulturrausch

KULTURSOMMER HAMBURG

Foto: Hamburg Tourismus GmbH
Foto: Hamburg Tourismus GmbH

(Hamburg/pm) - Um der Kultur in Hamburg neue Perspektiven zu bieten, veranstaltet Hamburg vom 15. Juli bis zum 16. August den „Kultursommer Hamburg“. Unter dem Motto „Play it loud“ werden hunderte Veranstaltungen überall in der Stadt die Hamburger Künstler*innen, Veranstalter*innen nd Kultureinrichtungen beim Neustart nach dem Lockdown unterstützen. 100 durch die Stadt geförderte Programm-Konzepte mit unzähligen Livekonzerten auf großen und kleinen Bühnen, Theater- und Kunstperformances oder Ausstellungen und Lesungen lassen die Hamburger*innen und ihre Gäste über einen Monat lang erleben, wie vielfältig und lebendig die Hamburger Kulturszene ist. Das Ganze überall in der Stadt, meist open air und natürlich pandemiegerecht und mit Abstand. Der Kultursommer ist Auftakt eines Neustartes der Kultur in der Hansestadt. Im Spätsommer / Herbst folgen weitere Festivals und Anfang Januar feiert die Elbphilharmonie Hamburg ihren fünften Geburtstag. Diese Highlights versetzen die Stadt in den nächsten Monaten förmlich in einen „Kulturrausch“.  

Das dezentral organisierte Programm des Kultursommers Hamburg wird vom 15. Juli bis 16. August überall in der Stadt größtenteils unter freiem Himmel durchgeführt. Es umfasst mehrtägige Festivals  sowie Klassik- und Popkonzerte  auf großen und kleinen Bühnen. (Kunst-)Performances erobern das Stadtbild, Hamburgs Stadtteile und deren Schaufenster. Kleinkunst, Kino, Lesungen sowie Angebote für Kinder und Jugendliche runden das Programm ab. Allen Veranstaltungen des Kultursommers ist eines gemein: sie werden gefördert und es treten größtenteils Künstler*innen aus Hamburg und seiner Metropolregion auf. Hinzu kommen weitere sommerliche Kulturveranstaltungen ohne zusätzliche Kultursommer-Förderung, wie der Elbphilharmonie Sommer ab 26. Juli oder das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel ab dem 4. August.

Dr. Carsten Brosda, Hamburger Senator für Kultur und Medien und Initiator des Kultursommers macht deutlich: „Gemeinsam wollen wir im Sommer den Neustart der Kultur mit einem großen Kulturrausch in der ganzen Stadt feiern! Der Kultursommer soll die Vielfalt der Kulturstadt Hamburg sichtbar machen und gleichzeitig dabei unterstützen, sie auch für die Zeit nach Corona zu erhalten. Dieser Impuls für die Kultur ist wichtig, um die Orte der Kultur präsent zu halten, die unentbehrlich für unsere Gesellschaft sind.“

Die Vielfalt der Spielorte des Kultursommers reicht dabei vom Hamburger Rathausmarkt bis zum Garten einer Kirchengemeinde, von der Open Air Bühne im Stadtpark bis zum Hamburger Hafen mit seinem Cruise Center und dem Gelände des MS Dockville Festivals auf der Elbinsel Wilhelmsburg. Öffentliche Plätze und Parks werden genauso bespielt wie ungewöhnliche Orte am Wasser wie Alsterdampfer oder Pontons auf den Fleeten.

Die Veranstalter gehen jetzt in die Detailplanung und werden nach und nach ihre Veranstaltungen auf der zentralen Website www.kultursommer.hamburg einstellen.

Zum Kultursommer eingeladen sind natürlich nicht nur die Hamburger*innen, sondern auch Tagesausflügler aus dem Umland, Urlauber von Nord- und Ostsee oder Gäste, die Hamburg, sein maritimes Ambiente und seine Kultur auf einem sommerlichen Kurztrip (neu)erleben wollen.   

Kultursommer Hamburg bietet Perspektiven und direkte Hilfen für die Kultur

Der Kultursommer Hamburg setzt ein deutliches Zeichen für den Neustart und die Bedeutung der Kultur in der Hansestadt. Das Veranstaltungsprogramm wird finanziert aus dem Neustartfonds des Hamburger Senats, der für 2021 zusätzlich 22 Millionen Euro bereitgestellt hat, um Kunst und Kultur wieder möglich zu machen. Dabei ist der „Kultursommer“ nur ein Teil dieser Förderung, zusätzlich werden mit diesen Mitteln zahlreiche weitere Kulturprojekte und -einrichtungen unterstützt sowie Corona-Hilfen neu aufgelegt, die sich im letzten Jahr bewährt haben.

„Mit dem Kultursommer wollen wir eine dringend benötigte Perspektive für die Kultur und für die Hamburgerinnen und Hamburger schaffen, die lange auf Live-Kulturerlebnisse verzichten mussten. Insbesondere Künstlerinnen und Künstler der Freien Szene, die durch Corona besonders stark betroffen sind, sollen Auftrittsmöglichkeiten erhalten und ihre Arbeiten wieder einem Publikum präsentieren,“ so Carsten Brosda. „Kulturveranstalter und -institutionen können zeigen, dass Kulturerlebnisse auch unter Corona-Bedingungen inspirierend und sicher sind.“

Für mindestens 75 Prozent der Programm-Beiträge des Kultursommers müssen die geförderten Veranstalter Hamburger Künstler*inne engagieren. Dadurch ist der Kultursommer auch ein unmittelbares Förderprogramm sie und sie erhalten so wieder lange erwartete Auftrittsmöglichkeiten vor Live-Publikum.

Kulturrausch in Hamburg – es geht weiter

Der Kultursommer Hamburg bildet den Auftakt für einen monatelangen „Kulturrausch“ an der Elbe. Bis zum 22. August veranstaltet zum Beispiel Kampnagel sein internationales Sommerfestival mit viel Avantgarde-Musik und -Performances. Dazu knüpft die Elbphilharmonie mit einem opulenten Saisonprogramm 2021/22 ab September an vorpandemische Zeiten an und lädt das Harbour-Front Festival zu Lesungen bekannter Autoren an den Hafen (9. September bis 24. Oktober) ein. Das Reeperbahn Festival zeigt vom 22. Bis 25. September erneut, wie man pandemiegerecht Livemusik-Festivals durchführen und sicher auf dem Hamburger Kiez feiern kann. Dazu demonstriert das Filmfest Hamburg vom 30. September bis 9. Oktober, dass „Filme berühren“ können und hilft die Kinosäle der Stadt wieder zu füllen.
 
Ein weiteres Highlight des „Kulturrausches“ in Hamburg bilden die Feierlichkeiten rund um den fünften Geburtstag der Elbphilharmonie Hamburg Anfang Januar 22 mit vielen musikalischen und kulturellen Highlights und Überraschungen in der gesamten Stadt. 

 

 

  

 

Mehr Hamburg:

Viele weitere Hamburg-Tipps zum Download oder direkt aus dem Web unter folgenden Links:

 


Herausragende deutschsprachige Dokumentarfilme des Jahres bundesweit zugangsfrei auf swr.de/dokufestival zu sehen

SWR Doku Festival #digital vom 16. bis 19. Juni 2021

Foto: swr
Foto: swr

(Stuttgart/swr) - Der SWR ermöglicht den Menschen in ganz Deutschland während der Festivaltage, nahezu alle für den Deutschen Dokumentarfilmpreis nominierten und damit herausragenden Dokumentarfilme des vergangenen Jahres zugangsfrei zu streamen. Pandemiebedingt  findet das SWR Doku Festival auch in diesem Jahr wieder digital statt. Für Fans von großartigen Dokumentarfilmen gibt es neben den Filmen online weitere Highlights. Neu in diesem Jahr ist der Ausbau des barrierefreien Zugangs. Vom 16. bis 19. Juni sind Festival-Kino und Rahmenprogramm abrufbar auf swr.de/dokufestival. Die Verleihung des Deutschen Dokumentarfilmpreises wird am 18. Juni ab 19 Uhr online zu sehen sein.

 

Das Festival im Netz

Nahezu alle für den Deutschen Dokumentarfilmpreis nominierten und damit herausragenden dokumentarischen Filme des vergangenen Jahres können in Deutschland auf der Website des SWR Doku Festivals (swr.de/dokufestival) zugangsfrei gestreamt werden. Darüber hinaus gibt es zu allen nominierten Werken Filmbesprechungen, Trailer, weitergehende Informationen sowie Interviews mit den Regisseur*innen, Autor*innen und Jurymitgliedern. Der barrierefreie Zugang wurde in diesem Jahr ausgebaut: Alle Videos werden mit Untertiteln produziert. Sofern verfügbar, werden darüber hinaus im Festival-Kino Audiodeskriptionen abrufbar sein. Zusätzlich bietet das Festival mit den "Filmen fürs Ohr" einen neuen auditiven Zugang zu den nominierten Filmen. Diese Filmbesprechungen werden überdies zum Nachlesen bereitgestellt. Mit dem SWR Doku Festival #digital werden damit die bedeutenden deutschen Dokumentarfilme des vergangenen Jahres bundesweit leicht zugänglich erlebbar gemacht.

 

Breites Themenspektrum und eine Preisverleihung Das Themenspektrum der nominierten Filme reicht von der Rettung eines Landgasthofs über das Porträt eines Modeschöpfers, den MeToo-Erfahrungen beim Theater-Casting bis hin zu Porträts von Menschen wie der Klimaaktivistin Greta Thunberg oder dem Komponisten Helmut Lachenmann. Am 18. Juni werden die Gewinner des Deutschen Dokumentarfilmpreises um 19 Uhr online gekürt. Moderator Max Moor überreicht hierbei den Deutschen Dokumentarfilmpreis in fünf Kategorien an die Gewinner. Neu in diesem Jahr ist die Vergabe des Ehrenpreises für das Lebenswerk. Der Preis zeichnet große Persönlichkeiten des Dokumentarfilms und ihre herausragenden Werke aus. Der Ehrenpreis für das Lebenswerk 2021 geht an Georg Stefan Troller. Bereits am 16. Juni wird der ebenfalls neu geschaffene Publikumspreis der Landesschau - gestiftet von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH (MFG) und der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) - verliehen. Partner, Förderer und Preisstifter des Fest  ivals sind die LFK, die MFG, die Landeshauptstadt Stuttgart, das Haus des Dokumentarfilms - Europäisches Medienforum e.V., die Norbert Daldrop Förderung für Kunst und Kultur und die Opus GmbH.

 

Virtuelle Doku Lounge

Die Doku Lounge bietet Lehrer*innen und ihren Klassen die Möglichkeit, die Faszination des filmischen Erzählens zu entdecken, das Spannungsfeld von Realität und Fiktion zu diskutieren und sich verschiedensten Themen und Fragen anzunähern. Auch 2021 findet die Doku Lounge wieder online statt. Im Mittelpunkt steht das Thema "Wie verändere ich die Welt". Die Filme "Nos Amours" und "Jung und Jüdisch in Baden-Württemberg" können kostenlos in der gesamten Festivalwoche vom 14. bis 18.Juni 2021 gestreamt werden. Auch der Pocket-Doku-Workshop wurde ins Netz verlegt und gewährt allen Interessierten einen Einblick hinter die Kulissen einer "Tatort"-Produktion. Beim Lehrerfachtag erfahren Lehrende, wie sie selbstgedrehte Interviews in ihren Unterricht integrieren können. Außerdem stehen dort weitere Filme und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, die mit den Mitveranstaltern LFK und der MFG, sowie den Partnern LMZ, dem Evangelischen Medienhaus, der Landeszentrale für politische Bildung, "Planet

  Schule" und dem SWR Kindernetz zusammengestellt wurden. Abrufbar unter: www.SWR.de/dokulounge Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle

 

Weitere Informationen unter: http://swr.li/swr-dokufestival-digital-2021 und  https://www.swr.de/swr-doku-festival/index.html

 

Newsletter "SWR vernetzt": http://x.swr.de/s/swrvernetztnewsletter

 

SWR.de/corona

 

FÜR EUCH DA #ZUSAMMENHALTEN


Prix Ars Electronica 2021 zählt 3.158 Einreichungen aus 86 Ländern

 

(Linz/ae) - 3.158 Projekte aus 86 Ländern wurden zum Prix Ars Electronica 2021 eingereicht – und das trotz Pandemie und zeitweiligem Shutdown der Kunst. Die Goldenen Nicas gehen an Alexander Schubert aus Deutschland, Guangli Liu aus China und das internationale Künstler*innenkollektiv „Forensic Architecture“. In der Kategorie „u19 –create your world“ dürfen sich die Wiener Schüler Felix Senk, Emil Steixner und Max-Jakob Beer über die „Goldene Nica“ freuen.

Parallel zum Prix Ars Electronica wurden dieses Jahr erstmalig zwei weitere Wettbewerbe ausgeschrieben; der „Isao Tomita Special Prize“ und gemeinsam mit dem Österreichischen Außenministerium der „Ars Electronica Award for Digital Humanity“. Ersterer geht an Khyam Allami aus Großbritannien und das Kollektiv „Counterpoint“, zweiterer an "Climate Action Tech".


280.500 Euro für Kulturschaffende erhöhen die Gesamtspendensumme für Hamburgs Kultur auf über 1. Million Euro

„Einer kommt, alle machen mit 2021“

(Hamburg/pm) - Wow, wir sind Millionäre. „Einer kommt, alle machen mit 2021“ geht zu Ende und die Macher*innen ziehen Bilanz. Die bunte Show samt vielseitiger Spendenkampagne brachte 280.500 Euro für Kulturschaffende und übertraf so abermals alle Erwartungen. Dank überragend erfolgreicher Aktionen wie #KeinerKommt 2020, #EinerKommt 2020 und dem Panini Album #Team Hamburg stehen unter dem Strich somit insgesamt 1.035.800 Euro in einem Jahr für den Verein MenscHHamburg. Dieser ist begeistert und sendet hier allen Unterstützer*innen einen Dankesgruß.

 

Mit der buntesten Solidaritäts-Show des Jahres aus vielen Hamburger Locations, die vom 12. Mai  bis zum 05. Juni im Online-Stream zu sehen war, hatte der Verein MenscHHamburg. e.V. zu Spenden für Kulturschaffende aufgerufen und diesem Aufruf kamen die begeisterten Zuschauer*innen nach. Zahlreiche Künstler*Innen wie Ina Müller, Bjarne Mädel, Torsten Sträter, Tim Mälzer, Christine Westermann und viele mehr begeisterten mit ungewöhnlichen Solo-Auftritten auf Hamburger Bühnen, die es so nie wieder geben wird und sorgten für ein prall gefülltes Spendenkonto.

Aber nicht nur durch die Spendensumme, die durch Ticketkäufe für die Show generiert werden konnte, kam ein äußerst erfreulicher Betrag zusammen. Auch eine Start-Next-Kampagne mit einmaligen „Dankeschöns“, #EinerKommt-Merchandise, leckeres KulturBier und -kaffee (gibt es natürlich auch weiterhin), signierte #EinerKommt-Zeichnungen von Otto Waalkes und eigens kreierte Kunstwerke von 4000 trugen ihren Teil zum Erfolg der Kampagne bei. Wer für Hamburgs Kultur spendete, konnte also sogar noch auf unterschiedlichste Art dafür belohnt werden.  

Auch dank der Resonanz der Medien kann „Einer kommt, alle machen mit 2021“ als ein voller Erfolg bezeichnet werden. Durch eine umfangreiche Berichterstattung in Print- und Onlinemedien, Radio und Fernsehen sowie den Digitalmedien von WallDecaux konnten von der Gute Leude Fabrik über 1,5 Milliarden Kontakte für die Kampagne erreicht werden.

 

„Wir sind Millionäre. MenscHHamburg e.V. hat durch euch, mit euch 1.035.800 Euro eingesammelt. In den letzten zwölf Monaten. Durch das wundervolle Nicht-Festival Keiner kommt, alle machen mit, durch Einer kommt, alle machen mit 2020 in der Elbphilharmonie, durch das wunderbare Panini Album Team Hamburg und natürlich durch Einer kommt, alle machen mit 2021. Diese Aktion ist jetzt beendet, wir werden jetzt 1.035.800 Euro an die Hamburger Kultur ausschütten, haben das zum großen Teil im letzten Jahr natürlich schon gemacht. Und das bedeutet, wir helfen mit, die Vielfalt der Kultur zu erhalten, die ein oder andere Not bei Künstlern und Künstlerinnen aus der ersten und vor allem aus der zweiten Reihe, bei den Kulturhelferinnen und Helfern zu lösen oder ein bisschen zu lindern,“ so Lars Meier, Vorstand von MenscHHamburg e.V. und Geschäftsführer der Gute Leude Fabrik überglücklich. Und er sagt weiter: „Ich freue mich sehr, wenn ihr uns weiterhin unterstützt indem ihr den KulturKaffee oder das KulturBier kauft. Ich bedanke mich recht herzlich bei allen Sponsoren, bei allen Möglichmacherinnen und Möglichmachern. Und natürlich bei Euch, die ganz fleißig Tickets gekauft oder gespendet haben.“ Jetzt entscheidet das 15-köpfige Gute Leude-Kulturgremium über die Vergabe der Spendengelder an Kulturschaffende, die bis zuletzt finanzielle Unterstützung beim Verein beantragen konnten.

 

Einer kommt, alle machen mit 2021“ - ist eine Idee der Gute Leude Fabrik für MenscHHamburg e.V. und wurde unterstützt von vielen anderen.

Danke an die starken Partner der Aktion: Astra, Die Hamburger Morgenpost, Die Zeit, NDR 90,3, Hamburg Journal, WALL, Rock Antenne Hamburg, Stern, Hamburger Abendblatt, Asklepios, 917XFM, new business, hamburg.de, Welt am Sonntag, Behörde für Kultur und Medien und Black Peach Media.

 

Über MenscHHamburg e.V. :

MenscHHamburg e.V. sammelt durch innovative Aktionen Spendengelder für bedürftige Personen und lokale soziale Einrichtungen. Mit kreativen Veranstaltungen wie den MauMauMasters, dem Kamelrennderby oder dem Welttrinkgeldtag ruft der Verein seit 2011 auf unkonventionelle Weise Menschen zu sozialem Engagement auf.

 

Weitere Informationen zu MenscHHamburg: https://www.mensch.hamburg/

Weitere Informationen zur Gute Leude Fabrik: https://www.guteleudefabrik.de/

 

 


Unternehmer und Star-Köchin Cornelia Poletto sammeln 60.000 Euro für benachteiligte Kinder und Jugendliche

Digitales Koch-Event für den guten Zweck

Einblicke – Ausblicke, Installationsansicht Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner
Einblicke – Ausblicke, Installationsansicht Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner

(Berlin/pm) - Ran an die Töpfe – und vor die Web-Cam! Angeleitet von der Hamburger Star-Köchin Cornelia Poletto wagten sich Unternehmer für den Verein „Wirtschaft kann Kinder" an den Herd – und zwar digital!

Im Rahmen eines Live-Cooking-Events kochten Unternehmer wie Ex-Bahn-Chef Rüdiger Grube und Christoph Gröner, Vorstand der Gröner Group, gemeinsam mit mehr als 30 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei wurde nicht nur fleißig gekocht, sondern vor allem großzügig gespendet: Insgesamt kamen 60.000 Euro zusammen. Der durch das Event erzielte Erlös geht zu 100 Prozent an den Verein „Wirtschaft kann Kinder" und kommt damit benachteiligten Kindern und Jugendlichen in ganz Deutschland zugute. Ziel des Vereins ist es, Chancengerechtigkeit zu fördern und jungen Menschen, die es im Leben nicht leicht haben, Perspektiven zu eröffnen.

„Wirtschaft kann Kinder ist ein Verein mit einem wichtigen Anliegen und setzt sich großartig für Kinder und Jugendliche ein, die es im Leben nicht leicht haben", sagt Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender von „Wirtschaft kann Kinder". „Kinder und Jugendliche haben leider viel zu oft keine Lobby – gerade während der Pandemie hat sich dies deutlich gezeigt. Sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen fehlt oft der Zugang zu einer guten technischen Ausstattung für Homeschooling, auch die Unterstützung der Eltern ist in diesem Zusammenhang in vielen Fällen nicht vorhanden oder nicht ausreichend. Auch hat sich durch den Lockdown das Problem der häuslichen Gewalt an viele Stellen verschärft, manche Kinder sind vielleicht sogar von zuhause weggelaufen und leben nun auf der Straße oder in Einrichtungen. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen dringend unsere Unterstützung und wir wollen einen Teil dazu beitragen. Ich danke daher allen Teilnehmern unseres Events und freue mich über die hohe Spendenbereitschaft."

Rüdiger Grube, stellvertretender Vorstand des Vereins „Wirtschaft kann Kinder" ergänzt: „Es ist unser großes Ziel, benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu Chancen, aber auch zu Freude im Alltag zu verhelfen. Das Live-Cooking-Event mit meiner Frau Cornelia hat wegen seines besonderen Formats einen nicht alltäglichen Beitrag geleistet, der in vollem Umfang den jungen Menschen zugute kommt."

 

Auch für Star-Köchin Cornelia Poletto war das Live-Cooking-Event ein voller Erfolg: „Den guten Zweck mit Genuss zu verbinden, ist ganz nach meinem Geschmack. Erst recht, wenn das gemeinsam gekochte Menü dann auch noch mit so einer großartigen Summe garniert wird!"

 

Besuchen Sie den Verein „Wirtschaft kann Kinder" im Netz:

Facebook 

Instagram

Homepage „Wirtschaft kann Kinder"

 

Über Wirtschaft kann Kinder e. V. 

 

Der Verein „Wirtschaft kann Kinder" wurde im Februar 2020 gegründet. Den Vorstand bilden Prof. Dr. Rüdiger Grube und Christoph Gröner gemeinsam. „Wirtschaft kann Kinder e.V." wird künftig als Dachverband fungieren, um andere Stiftungen, Vereine und gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Eines der Hauptziele des Vereins ist es, Chancengerechtigkeit für alle Kinder in Deutschland zu fördern, gleich wo oder wie sie aufwachsen. Der familiäre oder finanzielle Hintergrund von Kindern hat immer noch große Auswirkung auf ihren Werdegang. Diesem Umstand soll durch engagierte Unternehmer entgegengewirkt werden, deren Ziel es ist, gemeinsam, als Menschen, Bürger und Unternehmer, in die Zukunft Deutschlands zu investieren und damit den Namen des Vereins Wirklichkeit werden zu lassen: Wirtschaft kann Kinder!


Klaus Tschira Stiftung

12. Dresden-Preis am 27. Juni 2021 in der Semperoper

Cristina Marín Campos Foto: Juan Carlos Rojas/Friends of Dresden Deutschland e.V.
Cristina Marín Campos Foto: Juan Carlos Rojas/Friends of Dresden Deutschland e.V.

Cristina Marín Campos wird stellvertretend für die Ärzte und Pflegekräfte geehrt, die weltweit in der Corona-Pandemie Herausragendes leisten / Gemeinsam mit vier weiteren internationalen Künstlern erinnert Opernstar René Pape an die COVID-19-Opfer unter dem medizinischen Personal 

 

(Dresden/kts) - Die Verleihung des 12. Internationalen Friedenspreises „Dresden-Preis“ am 27. Juni 2021 in der Semperoper Dresden ist dem medizinischen Personal weltweit gewidmet, das in der Corona-Pandemie Herausragendes geleistet hat und noch leistet. Stellvertretend für sie alle wird die spanische Ärztin Cristina Marín Campos mit dem „Dresden-Preis“ geehrt. Der mit 10.000 € dotierte Preis wird ermöglicht durch die Klaus Tschira Stiftung. 

Um die Einsamkeit der auf Intensivstationen isolierten COVID-Patienten zu lindern, hatte Cristina Marín Campos die spanische Bevölkerung dazu aufgerufen, den Kranken zu schreiben. Bereits am ersten Tag gingen 35.000 Briefe ein. Es schrieben Menschen aus allen Schichten, Bewohner von Altenheimen, viele Kinder, sogar Gefängnisinsassen beteiligten sich. Ärzte und Schwestern lasen den Patientinnen und Patienten die Briefe vor.

„In der Öffentlichkeit wurde das vergangene Jahr häufig auch als ein Jahr der politischen Kontroverse wahrgenommen. Was aber am Ende wirklich zählt und bleiben wird, sind solche großartigen menschlichen Gesten der Solidarität wie die von Dr. Marín Campos“, sagt Gerhart Baum, der die Laudatio auf die Madrider Ärztin halten wird. Den Preis überreichen wird Beate Spiegel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung. 

Schauspielerin Hanna Schygulla liest bei der Preisverleihung Auszüge aus den Briefen. 

 

Künstler ehren verstorbene Mediziner
Nach offiziellen Schätzungen sind weltweit mehr als 100.000 Ärztinnen und Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger bei der Ausübung ihrer Arbeit an COVID-19 gestorben. An fünf dieser Schicksale werden stellvertretend für alle Opfer der Pandemie fünf Musiker unterschiedlicher Genres erinnern. Neben Opernweltstar René Pape werden die sizilianische Liedermacherin und Sängerin Etta Scollo, der britische Straßenmusiker Geraint John Jones, der niederländische Opernsänger Martin-Jan Nijhof, Ensemblemitglied der Semperoper Dresden, sowie der aus St. Petersburg stammende Akkordeonspieler Valentin Butt diese Geschichten erzählen und zum Gedenken an die Opfer und für alle betroffenen Familien das musikalische Programm gestalten.

Ticketverkauf voraussichtlich ab 16. Juni 2021
Angesichts der sich entspannenden Corona-Lage kann die Veranstaltung in der Semperoper Dresden vor Publikum stattfinden. Dennoch wird das Platzangebot aufgrund der weiterhin bestehenden Abstands- und Hygieneregeln eingeschränkt sein. Der Kartenvorverkauf – Ticketpreis 5 Euro – findet voraussichtlich ab dem 16. Juni 2021 und voraussichtlich nur online statt unter www.semperoper.de. Für den Besuch der Veranstaltung gilt die aktuelle Sächsische Corona-Schutz-Verordnung. Die Semperoper bittet darum, die aktuellen Informationen zum Vorverkauf und zu den Hygienebestimmungen auf semperoper.de zu beachten.

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und steht im Stream zur Verfügung ab dem 29. Juni unter www.dresdner-friedenspreis.de.

 

„Dresden-Preis“
Der von der Klaus Tschira Stiftung geförderte „Dresden-Preis“ wird vom Verein Friends of Dresden Deutschland e.V. ausgelobt und 2021 zum zwölften Mal vergeben. Bisherige Preisträger des internationalen Friedenspreises waren unter anderem Michail Gorbatschow, der ehemalige sowjetische Offizier Stanislaw Petrow, der Herzog von Kent, der Urvater der Whistleblower Daniel Ellsberg, der Sportler und Bürgerrechtskämpfer Tommie Smith sowie die Friedensaktivistin Kim Phuc Phan Thi, die als Napalm-Opfer auf dem weltberühmten Foto aus dem Vietnam-Krieg zu sehen ist. Im Februar 2020 wurde mit der jungen Syrerin Muzoon Almellehan eine der stärksten Stimmen weltweit für Bildung in Krisengebieten ausgezeichnet.

 

 

Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015) mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind: Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter: www.klaus-tschira-stiftung.de


Bundes.Festival.Film.: World Wide Wuppertal

Deutscher Filmemacher*innen-Nachwuchs trifft sich zum 34. Bundes.Festival.Film. erneut virtuell | ein Stück Normalität kehrt dennoch zurück: die engagierten Veranstaltungspartner sorgen am 7. Juli beim Open Air-Kino im Wuppertaler Talflimmern für die lange vermisste Kinoatomsphäre


(Wuppertal/pm) - Das Bundes.Festival.Film. bleibt seinem Motto auch im zweiten Corona-Jahr treu: Filme brauchen Publikum! Trotz weiter geltender Einschränkungen in Folge der Pandemie kehrt beim diesjährigen Festival ein wenig Normalität zurück. Denn die 40 nominierten Filme werden online und zumindest teilweise auch auf großer Leinwand vor Publikum zu sehen sein. Die Veranstalter des Bundes.Festival.Film. sorgen in Wuppertal für eine publikumswirksame und weltweit sichtbare Bühne für die besten Beiträge aus dem Deutschen Jugendfilmpreis und dem Deutschen Generationenfilmpreis. In Kooperation mit dem Medienprojekt Wuppertal und der Bergischen Universität Wuppertal, hat das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum nach 2020 also auch in diesem Jahr kreative Lösungen gefunden, um die Filme von jüngeren und älteren Filmemacher*innen zu präsentieren.

Thomas Hartmann, Leiter des Bundes.Festival.Film.: „Wir konnten zwar schon im letzten Jahr Erfahrungen mit einem hybriden Filmfestival sammeln; die Herausforderungen sind deshalb aber nicht weniger anspruchsvoll geworden. Ohne unsere Partner vor Ort, das Medienprojekt und die Universität Wuppertal mit ihren Studierenden aus dem Fachbereich „Design audiovisueller Medien“, wäre dieser enorme Kraftakt nicht gelungen. Jetzt haben wir ein Programm erarbeitet, das uns die Möglichkeit bietet, alle Festivalbeiträge online zeigen zu können. Gleichzeitig ermöglichen wir wieder ein Stück Normalität und zeigen im Nachgang des Online-Festivals ein ‚Best of‘-Programm live und vor Zuschauer*innen als Open Air beim Wuppertaler Talflimmern.“

Alle Programm-Highlights auf einen Blick (alle Angebote kostenfrei):

  • Das Festival startet mit der offiziellen Eröffnungsfeier am 12. Juni ab 19:00 Uhr per Livestream (www.bundesfestival.de) aus dem Studio des Medienprojekts Wuppertal.
  • Vom 13. bis 27. Juni stehen die 40 Filme, die für das Festival nominiert wurden, als On-Demand-Angebot auf der Festival-Website kostenfrei zur Verfügung.
  • Am 14., 16., 17. und 20. Juni (jeweils ab 19:00 Uhr) können alle Interessierten an vier Film-Talks teilnehmen und mitdiskutieren. Alle Veranstaltungen beschäftigen sich mit aktuellen Themen der Filmarbeit und sind kostenfrei (Teilnahme über www.bundesfestival.de).
  • Den Höhepunkt des Bundes.Festival.Film. 2021 markiert die Preisverleihung am 19. Juni, die ab 20:00 Uhr im Live-Stream aus dem Studio des Medienprojekts Wuppertal übertragen wird (www.bundesfestival.de). An diesem Abend werden Preise im Gesamtwert von 21.000 Euro an die Nominierten vergeben. Moderiert wird die Preisverleihung von den jungen Filmemacher*innen Lea Dinger und Horst Wegener.

Thomas Hartmann: „Neben der Preisverleihung gibt es einen zweiten echten Höhepunkt, den ich unter diesen besonderen Umständen als großen Erfolg unseres Festivals verstehe: Am 7. Juli ab 22:00 Uhr zeigen wir im Wuppertaler Open Air-Kino „Talflimmern“ ein Best-of-Programm des aktuellen Jahres und die in den letzten Wochen unter Mitwirkung unserer bundesweit nominierten Filmemacher*innen entstandene Kettenfilmserie „Stirb“. Herzlichen Dank für die wunderbare Möglichkeit, endlich wieder Filme auf der großen Leinwand und vor Publikum zeigen zu können; vielen Dank an das Talflimmern-Team und das Medienprojekt Wuppertal. Nicht nur die Filme des Festivals sind überaus kreativ, auch die Programmform hält viele Überraschungen bereit. Ich hoffe sehr, dass das der Beginn einer Rückkehr zu einer bewährten Festivalkultur ist, die nun mal nicht ohne die Filmemacher*innen, ein interessiertes Publikum und persönliche Begegnungen auskommt.“

Das Bundes.Festival.Film. bildet den jährlichen Höhepunkt der Bundeswettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis. Beide Wettbewerbe sowie das Bundes.Festival.Film. werden im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) organisiert und durchgeführt. Zusätzliche Förderung erhält das Festival 2021 durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Kooperationspartner vor Ort sind das Medienprojekt Wuppertal sowie die Bergische Universität Wuppertal.



5 kostbare Leihgaben aus dem bedeutendsten Museum der Welt sorgen 2022 in der Landesausstellung in Trier für besondere Höhepunkte.

Päpstliche Kunstwerke für Trier - von Rom an die Mosel

(Trier/cab artis) - Die Vatikanischen Museen sehen sich selbst als das „Museum der Museen“. Sie bestehen seit über 500 Jahren und zählen mit täglich mehr als 30.000 Besuchern, weltweit zu den wichtigsten und besucherreichsten Kulturstätten. Ihre Kunstwerke sind so weltberühmt wie einzigartig. Die Vatikanischen Museen sind ein dynamischer Museumskomplex, in dem Tradition und Innovation miteinander verschmelzen. Seit 2016 steht ihnen, mit der Kunsthistorikerin Barbara Jatta, erstmals eine Frau vor. Dank ihrer Zustimmung treten im kommenden Jahr fünf kostbare Leihgaben, darunter das „Epitaph des Asellus“ und das „Goldglas mit dem Motiv des Petrus, Paulus und Christus“ von Rom aus die Reise in die römische Kaiserresidenz Trier an, um im Rheinischen Landesmuseum zwei Ausstellungssektionen einen ganz besonderen Glanz und Inhalt zu verleihen. In den Schwerpunktthemen „Nordafrika geht verloren“ und „Christentum als neue Macht“ repräsentieren sie wichtige Symbole für den Handel mit Waren aus den nordafrikanischen Provinzen und für den Machtanspruch von Kirche und Klerus. Diese Kooperation zwischen den päpstlichen Museen und der Landesausstellung in Trier unterstreicht die europaweite Bedeutung und den Stellenwert des Ausstellungsthemas, das die drei Trierer Museen ab dem 25. Juni 2021 präsentieren.

 

Info

Das Rheinische Landesmuseum, das Museum am Dom und das Stadtmuseum Simeonstift sind vom 25. Juni bis zum 27. November 2022 Schauplatz der Landesausstellung „Der Untergang des Römischen Reiches“ in Trier. Mehr als 700 Kunstwerke, von 130 nationalen und internationalen Leihgebern, machen Trier in diese Monaten zu einer Schatzkammer auf Zeit. Als das „Zentrum der Antike“ bietet die Kaiserresidenz der Spätantike mit ihren weltberühmten UNESCO-Welterbestätten den passenden Rahmen für dieses einzigartige Ausstellungsprojekt. Weitere Informationen unter https://untergang-rom-ausstellung.de/