Kulturnachrichten

28.02.2020

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland. Sie setzt sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Denkmale ein. Ihre vielfältigen Aktivitäten reichen von pädagogischen
Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der aktiven Mithilfe von über 200.000 Förderern bereits über 5.000 Projekte mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Sie finanziert ihre Arbeit vor allem durch private Zuwendungen und Spenden. Darüber hinaus wird sie durch Mittel der staatlichen Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

 


Ballermann® Radio

„Fit in den Sommer": Fitness-Coach Jane Uhlig mischt Ballermann® Radio auf

Fitness-Coach und Moderatorin Jane Uhlig Foto: Coverface Martina Schilling
Fitness-Coach und Moderatorin Jane Uhlig Foto: Coverface Martina Schilling

 

(Frankfurt/ju) -  Seit dem 16. Februar begeistert Jane Uhlig den Partysender Ballermann® Radio mit der neuen Sendung "Fit in den Sommer". Die sympathische und sportliche Moderatorin präsentiert jeden Sonntag von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr, wie die Hörer sich gesund, schlank und schön in den Sommer bewegen können. Weiterhin geht Jane auf die neusten Trends für einen wohlgeformten, knackigen Körper und fitten Geist ein. Selbstverständlich bietet die Sendung stimmungsvolle Fitness- und Zumba-Songs mit Sommer-Power, um so richtig abzutanzen und sich zu bewegen! "Spaß und Bewegung sollten niemals zu kurz kommen, denn das powert Motivation und Kreativität im täglichen Business enorm. Darüber hinaus bleiben Körper und Geist im Gleichgewicht. Ich freue mich über neueste Trends zu informieren, denn Ballermann Radio überzeugt mit Lebensfreude und Spaß und das ist gerade heute immer wieder gefragt", dazu Jane Uhlig. 

 

Die neue Ballermann® Radio-Moderatorin überzeugt mit ihren psychologischen Qualifikationen und Sport-Lizenzen. Seit mehr als 20 Jahren begleitet Jane Uhlig Persönlichkeiten aus dem Sport und Showbusiness mit holistischen Coaching- und Beratungsmethoden.

 

Ballermann® Radio bietet bestes Entertainment und geniale Partyhits der Pop- sowie Schlagerszene, um die Hörer gut gelaunt durch den Tag zu begleiten und für gute Stimmung zu sorgen. Im Vordergrund stehen friedliche Feiern und ein fröhliches Beisammensein. Dabei darf die pure Lebensfreude nicht fehlen.

 


Vorbereitungstagung unter dem Eindruck von rechtem Terror

 

(Erfurt/pm) - Unter dem Eindruck der Mordtaten von Hanau ist am Samstag, 22. Februar, die bundesweite Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche (IKW) in Erfurt zu Ende gegangen, an der rund 150 Haupt- und Ehrenamtliche aus dem ganzen Bundesgebiet teilnahmen, die vor Ort die IKW organisieren. Am Freitag begann die Tagung mit einer Gedenkminute für die zehn Opfer. Außerdem verabschiedeten die Teilnehmenden eine schriftliche Erklärung, in der sie ihre Trauer und Fassungslosigkeit zum Ausdruck bringen und dazu aufrufen, Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen:

 

"Wir rufen dazu auf, dass Menschen vor Ort laut und vielfältig ihre Stimme gegen Nationalismus und Rassismus erheben. Wir rufen dazu auf, sich an die Seite von bedrängten und bedrohten Menschen zu stellen, kommunale Netzwerke und Aktionsbündnisse zu schließen und nicht zurückzuweichen", heißt es in der Erklärung unter anderem.

 

"Nach den schrecklichen Ereignissen in Hanau ist es wichtiger denn je, dass die Interkulturelle Woche den Menschen ein öffentliches Podium bietet, die bedroht und in menschenfeindlicher Art und Weise attackiert werden. Die Aktionswoche steht für ein solidarisches Miteinander und auch für die Bereicherung, die kulturelle Vielfalt für die Gesellschaft darstellt. Das will die Interkulturelle Woche feiern", sagte Gabriele Erpenbeck, die Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses (ÖVA) zur Interkulturellen Woche.

 


21. märz – 14. juni 2020 haus der photographie / deichtorhallen hamburg

recommended – olympus fellowship

Tobias Kruse, DEPONIE #023, 2019 © Tobias Kruse
Tobias Kruse, DEPONIE #023, 2019 © Tobias Kruse

 

(Hamburg/dth) - Vom 21. März bis 14. Juni 2020 zeigt das Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg erstmals die Werke der aktuellen »recommended – Olympus Fellowship«-Stipendiat*innen. Karla Hiraldo Voleau, Tobias Kruse und Mika Sperling wurden von den Kurator*innen der drei renommierten Fotografie-Institutionen Haus der Photographie, Foam Fotografiemuseum Amsterdam und dem Fotografie Forum Frankfurt ausgewählt.
 
Das zum zweiten Mal vergebene Stipendium setzt sich für die Förderung der zeitgenössischen Fotografie im künstlerischen Bereich ein. Neben den jeweiligen Ausstellungen in Hamburg, Frankfurt und Amsterdam erhalten die Fotograf*innen über ein Jahr lang persönliche Coachings, Beratung und Schulungen von den internationalen Kurator*innen sowie eine Erweiterung der fototechnischen Ausstattung.
 
Die in diesem Jahr ausgestellten Künstler*innen verarbeiten die eigene Wahrnehmung und Reflexion über Themen wie Liebe, Familie, Zuhause, Migration, Toleranz und Umwelt in ihren Werken. Tobias Kruse zeigt in seiner Werkgruppe eine persönliche Annäherung an Ostdeutschland und findet in Schwarzweiß-Aufnahmen ein symbolisches Scharnier zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Karla Hiraldo Voleau beschäftigt sich mit Liebe in Geschlechterrollen und zwischenmenschlichen Beziehungen am Beispiel der Dating-Kultur in Japan und die in Hamburg lebende russisch-deutsche Fotografin Mika Sperling untersucht biografisch die Komplexität von Multikulturalität, Identität und der Interaktion der Werke mit ihrem jeweiligen Betrachter.
 
Nach der Präsentation im Haus der Photographie werden die Werke in Frankfurt vom 8. August bis 27. September 2020 und Amsterdam vom 15. Januar bis 11. April 2021 ausgestellt.
Zur Ausstellung findet am Samstag, 21. März 2020 um 15 Uhr ein Künstler*innengespräch unter Moderation von Ingo Taubhorn im Auditorium im Haus der Photographie statt.

Künstler*innen
Tobias Kruse (*1979, Waren (Müritz), Deutschland) studierte Grafik-Design und Fotografie an der Ostkreuzschule Berlin und ist Mitglied bei Ostkreuz – Agentur der Fotografen. Er arbeitet an persönlichen, künstlerisch-dokumentarischen Fotoprojekten und »verbindet die großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit mit einer seiner Bildsprache innewohnenden explosiven Poesie«, so Ingo Taubhorn, Kurator am Haus der Photographie / Deichtorhallen Hamburg. 
Zum Videoporträt von Tobias Kruse

Mika Sperling (*1990, Norilsk, Russland) studierte Kommunikations-Design an der Hochschule Darmstadt und Fine Arts am San Francisco Art Institute. Sie arbeitet biografisch und untersucht die Komplexität von Multikulturalität, Identität und Ort am Beispiel ihrer eigenen Erfahrung. »Sperling repräsentiert eine neue Generation von Foto-Essayisten, die historische und biografische Referenzen aufgreifen und mit neuen Medien kombinieren, um die Interaktion mit dem Betrachter zu erweitern«, sagt Celina Lunsford, Kuratorin des FFF.
Zum Videoporträt von Mika Sperling

Karla Hiraldo Voleau (*1992, Santo Domingo, Dominikanische Republik) studierte Fotografie an der École de Condé, Paris und an der ECAL in Lausanne. Ihre Arbeiten drehen sich um Identität, Verwundbarkeit und Liebe sowie Geschlechterrollen und Mechanismen in der Beziehung zwischen Frauen und Männern. »Sie ist ihre eigene Protagonistin, und diese Position macht ihre Arbeit zutiefst persönlich«, so Kim Knoppers, Kuratorin am Foam.
Zum Videoporträt von Karla Hiraldo Voleau

 

 

 

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KURATOR*INNEN
Kim Knoppers (Foam Fotografiemuseum Amsterdam), Celina Lunsford (Fotografie Fourm Frankfurt), Ingo Taubhorn (Haus der Photographie/Deichtorhallen Hamburg).

ERÖFFNUNG
Am Freitag, 20. März 2020 ab 19 Uhr im Haus der Photographie. Parallel wird die Ausstellung GUTE
AUSSICHTEN 2019/20 eröffnet.

KATALOG
Eine Publikation mit Texten zu den Stipendiat*innen ist in Vorbereitung.

KÜNSTLER*INNENGESPRÄCH
Karla Hiraldo Voleau, Tobias Kruse und Mika Sperling im Gespräch mit Ingo Taubhorn, Kurator Haus der
Photographie. Samstag, 21. März 2020, 15 Uhr im Auditorium des Hauses der Photographie
Eintritt: 3 Euro

ÖFFNUNGSZEITEN
Di – So, 11–18 Uhr, Mo geschlossen
Jeden 1. Do im Monat bis 21 Uhr

 

 

 

 

 


Geta Brătescu – L’art c’est un jeu sérieux, 25. April – 20. September 2020

 

(St. Gallen/pm) - Das Kunstmuseum St.Gallen widmet Geta Brătescu (1926-2018) als erstes Schweizer Museum eine retrospektiv angelegte Ausstellung. Der Titel folgt einem Zitat der Künstlerin: L’art c‘est un jeu sérieux.

 

 

 

Geta Brătescu, Doamna Oliver în costum de călătorie [Frau Oliver in ihrem Reisekostüm | Lady Oliver in Traveling Costume], 1980 – 2012, Foto: Mihai Brătescu, Courtesy of The Estate of Geta Brătescu, Hauser & Wirth and Ivan Gallery Bucharest

 

Mit ihrem künstlerischen Schaffen trifft sie die entscheidenden theoretischen und formalen Debatten ihrer Zeit und wird damit zu einer zentralen Künstlerin zwischen klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst. Sie zählt zu den bedeutendsten rumänischen Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts und vertrat ihr Land an der Biennale di Venezia 2017.

 

Die räumliche und ideologische Trennung zwischen Ost und West prägten ihr Leben und damit auch ihr Kunstschaffen. Während der Repression unter dem Kommunismus war Brătescus kleines Bukarester Atelier, in dem sie bis zu ihrem Tod arbeitete, ein Ort der Freiheit. Die Erforschung des Ichs in ihrem Atelier wurde als wichtiger Aspekt bereits in mehreren Ausstellungen thematisch hervorgehoben.

 

Die Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen zeigt mit Schwerpunkt den fotografischen, filmischen und performativen Aspekt ihres Werkes, der bislang noch wenig beleuchtet wurde. Gerade hier ist die Künstlerin der internationalen Avantgarde besonders nahe. Neben collagierten Arbeiten auf Papier, fotografisch oder filmisch festgehaltenen Performances sowie repräsentativen Serien von Selbstbildnissen, bilden raumgreifende Installationen aus fragilen Materialien Bestandteil der Präsentation. Im Zentrum stehen dabei Werke aus den 1970er und 1980er Jahren, die formale Ähnlichkeiten mit zentralen Positionen des Postminimal aufweisen. 

 

Als Pionierin der zeitgenössischen Kunst inspirierte Geta Brătescu den St.Galler Designer Albert Kriemler zu seiner gefeierten Frühjahr-/ Sommerkollektion 2019 für Akris. Die Präsentation zu Geta Brătescu im Kunstmuseum St.Gallen wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Kunstforeningen GL STRAND in Kopenhagen, der Ivan Gallery in Bukarest sowie der Galerien Hauser & Wirth realisiert und wird anschliessend auch in Kopenhagen zu sehen sein.

 


Autoren, Musiker, Prominente und ehrenamtlich Engagierte in der Wallfahrtskirche

Klausen bietet wieder spannende Kultur-Events

Im vergangenen Jahr war Annette Schavan zu Gast bei Pater Albert Seul. Foto: bt
Im vergangenen Jahr war Annette Schavan zu Gast bei Pater Albert Seul. Foto: bt

 

(Klausen/bt) – Prominente Persönlichkeiten wie Günther Jauch im Gespräch, Konzerte, spannende Lesungen und Vorträge, daneben ein Format, in dem Ehrenamtliche zu Wort kommen: Die Wallfahrtskirche Klausen hat ihr Veranstaltungsprogramm „Kultur in der Wallfahrtskirche“ für 2020 präsentiert.

 

Schon 2019 konnte das Kulturprogramm rund 3.500 Besucherinnen und Besucher in die Wallfahrtskirche locken; auf einen ähnlich großen Zuspruch hoffen der ehrenamtliche Veranstaltungskoordinator Tobias Marenberg, Dominikanerpater Albert Seul und ihr Team auch für 2020. Einer der musikalischen Höhepunkte wird ein weihnachtliches „Hautnah-Konzert“ mit Patricia Kelly und Band am 10. Dezember sein. Neben Gospelkonzerten und den Auftritten der „Riesling Harmonists“ sowie dem „Chor über Brücken“ erwartet die Besucher auch eine musikalische Lesung mit Sebastian Krumbiegel („Die Prinzen“) unter dem Titel „Courage zeigen“.

 

Einige bekannte Gesichter aus den letzten Jahren kommen wiederholt nach Klausen: Der Moderator und Weltentdecker Willi Weitzel stellt seine neuen Abenteuer der Reihe „Willis wilde Wege“ vor und wird erstmals mit dem Programm „Feierabend(t)euer“ für Erwachsene zu sehen sein. Den neuen Bestseller „Jessas, Maria und Josef: Gott zwingt nicht, er begeistert“ wird der Münchner Pfarrer Rainer Maria Schiessler dem Publikum näherbringen. Erziehungsberaterin Nora Imlau stellt am 5. November ihr Buch „Du bist anders, du bist gut: Gefühlsstarke Kinder beim Großwerden begleiten“ vor. Thriller-Fans dürfen sich auf die Lesung des Bestseller-Autors Arno Strobel unter dem Motto „Thriller à la surprise“ aus dessen noch nicht offiziell vorgestellten Roman freuen. Auch Pater Seul wird ein weiteres Buch mit dem Titel „Sanfte Pfoten, nasse Flossen und nackte Füße auf dem Weg zu Gott“ veröffentlichen und vorstellen. 

 

Nachdem Politiker wie Gregor Gysi oder Annette Schavan bereits zu Gast waren, erwarten die Organisatoren in diesem Jahr am 27. März Wolfgang Bosbach zum Gespräch mit Pater Albert Seul. Auch Moderator und Winzer Günther Jauch wird bei Pater Albert Seul zu Gast sein. In dreizehn Gesprächsforen werden 2020 zudem Ehrenamtliche zu Wort kommen, die Menschen in Notsituationen helfen; so etwa in der Hospizarbeit oder der Begleitung mit Angehörigen von Gefängnisinsassen. Selbstverständlich seien die Wallfahrten nach wie vor Kern des Angebots in Klausen, erläutert Seul. Neben der klassischen Wallfahrtseröffnung gebe es wieder eine Motorrad- und eine Traktorenwallfahrt, sowie eine Tiersegnung.

 

Die Idee, ein solch umfangreiches Kulturprogramm anzubieten, sei 2013 vor allem vor dem Hintergrund der Frage entstanden, wie Menschen erreicht werden könnten, die die Kirche vielleicht nicht mehr wahrnehmen oder sie gänzlich abgeschrieben haben, erklärt Pater Seul. Aus Sicht eines Wallfahrtsorts mit rund 100.000 Pilgern jährlich möge diese Frage vielleicht verwundern. Aber es sei ihm wichtig, die Kirche auch in Zukunft attraktiv zu gestalten und eine offene, moderne Kirche mit traditionellen Wurzeln zu leben.

 

 „Hier braucht es natürlich immer etwas Mut und zur Umsetzung unseres Kulturprogramms, aber auch viele ehrenamtlichen Helfer“, betont Seul. „Ich bin froh, dass ich mit Tobias Marenberg als ehrenamtlichen Presse- und Veranstaltungskoordinator und den ‚Fleißigen Händen‘ ein tolles Team habe, das sich um die Organisation und Umsetzung der Veranstaltungen kümmert. Somit bleibt mir als Pfarrer und Wallfahrtsrektor entsprechend Zeit, mich um meine priesterlichen Aufgaben zu kümmern.“ Das Team sei bemüht, immer ein möglichst vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen, das alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten anspreche. „Es geht darum, die Kirche auch mal anders zu zeigen, auch jüngere Leute zu begeistern“, fügt Marenberg hinzu. Das Besondere an den Veranstaltungen in Klausen seien „das Ambiente in der spätgotischen Wallfahrtskirche, die nahe und familiäre Atmosphäre und das entschleunigte Landleben“. Natürlich sei es auch eine Herausforderung, das Programm in den laufenden Betrieb einer aktiven Pfarr- und Wallfahrtskirche zu integrieren. „Die Wallfahrtskirche ist eben keine reine Kulturkirche. Geistliches religiöses Programm und viele Pilger sind unser Hauptanliegen“, betont Seul.

 

 Der Kartenvorverkauf für die Veranstaltungen läuft über www.ticket-regional.de/WallfahrtskircheKlausen und an allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional oder im Dorfladen Klausen. Weitere Informationen gibt es unter www.wallfahrtskirche-klausen.de oder in den Social Media Kanälen www.facebook.com/WallfahrtskircheKlausen oder www.instagram.com/Wallfahrtskirche_Klausen.

 


„Perro“ und „Days of Cannibalism“ beim internationalen Film-Festival

 

Film * Berlinale * Perro * Days of Cannibalism * EZEF

 

(Berlin/bfw) - Zwei Filme, die mit Unterstützung von Brot für die Welt gedreht worden sind, feiern im Programm der 70. Berlinale (20. Februar bis 1. März 2020) ihre Weltpremiere:  Der Dokumentarfilm „Perro“ ist in der Sektion Generation Kplus zu sehen, der Film „Days of Cannibalism“ in der Reihe Panorama.

 

„Wir freuen uns, dass es diese beiden Werke aus unserer Filmförderung zur Berlinale geschafft haben und hoffen auf viele weitere Aufführungen in deutschen Kinos“, sagt Michael Stahl, Direktor Kommunikation und Engagement bei Brot für die Welt. „Es ist schön, dass damit aktuelle entwicklungpolitische Themen auf einem großen Film-Festival wie der Berlinale vertreten sind.“

 

Die Dokumentation „Perro“ der Berliner Regisseurin Lin Sternal beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Bauprojekts „El gran canal“ auf indigene Gemeinschaften in Nicaragua. Perro, ein Jugendlicher aus der Gemeinschaft der Rama, hängt an den Traditionen seines Volkes – und will doch die neuen Chancen ergreifen, die sich ihm durch Bildung bieten. Dabei zeichnet der Film ein differenziertes Bild: Auf der einen Seite ist da der Wunsch, den eigenen Lebensstandard zu erhöhen und an den Errungenschaften von Technik und Modernität teilzuhaben. Auf der anderen Seite wird der Verlust von Heimat und Tradition thematisiert. Perro, der Protagonist, steht für den Generationswechsel, der - manchmal schmerzhaft, manchmal befreiend - alte Gewissheiten der Gemeinschaft in Frage stellt.

 

„Days of Canibalism“ von Teboho Edkins, eine Produktion aus Frankreich, Südafrika und den Niederlanden, ist ein Genre-Mix aus Dokumentation und Western. Er zeigt, wie im südafrikanischen Lesotho lokale Traditionen und moderner Kapitalismus aufeinander prallen und Händler aus China mit Basotho-Viehzüchtern um die Vormachtstellung kämpfen. Der Film beschreibt, welche Auswirkungen Globalisierung auf den Alltag und das Miteinander von Menschen anderer Kulturen und Lebensweisen hat. Dadurch bietet das Werk von Edkins einen neuen, unvereingenommenen Blick auf die chinesisch-afrikanischen Wirtschaftbeziehungen und die Auswirkungen von Migration.

 

Brot für die Welt fördert entwicklungspolitische Filme, um das Bewusstsein zu schärfen für weltweite Ungerechtigkeit, gesellschaftliche Umbrüche und die Lebenswirklichkeit von Menschen im globalen Süden. Geförderte Filme sollen auch für die Bildungsarbeit genutzt werden können. Dafür arbeitet Brot für die Welt eng mit dem „Evangelischen Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit“ (EZEF) zusammen.

 

Weitere Informationen unter www.ezef.de


Hochkarätig besetzte Vorbereitungstagung in Erfurt am 21./22. Februar – Thema sind unter anderen Strategien der AfD, die parlamentarische Demokratie auszuhebeln

Input für die Interkulturelle Woche 2020

(Frankfurt am Main/Erfurt/iw) - Während der Interkulturellen Woche (IKW) finden bundesweit jedes Jahr im September rund 5.000 Veranstaltungen in mehr als 500 Städten und Gemeinden statt. Um den Organisatorinnen und Organisatoren vor Ort Input, Impulse sowie die Möglichkeit zu Diskussion und Austausch zu geben, lädt der bundesweite Ökumenische Vorbereitungsausschuss zur IKW zur Vorbereitungstagung ein, die in diesem Jahr am 21. und 22. Februar in Erfurt unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen.“ stattfindet. Kooperationspartner sind die Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge des Freistaats Thüringen, das Bistum Erfurt, die Evangelische Kirche Mitteldeutschland, der Flüchtlingsrat Thüringen, die Bertelsmann Stiftung, das DGB Bildungswerk Bund und PRO ASYL e. V.

Sowohl auf dem Podium als auch auf der Arbeitsebene wird ein Themenkomplex eine Rolle spielen, der momentan die Menschen – nicht nur in Thüringen –  beschäftigt und herausfordert: Wie setzt sich die liberale Demokratie gegen Angriffe zur Wehr? Welche Strategien etwa der AfD muss man durchschauen, um den Versuch zu erkennen, die parlamentarische Demokratie mit demokratischen Mitteln auszuhebeln? Wie kann die Interkulturelle Woche Solidarität mit den konkret Bedrohten zeigen und zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen?

An der Tagung nehmen etwa 150 Haupt- und Ehrenamtliche aus dem ganzen Bundesgebiet teil, die sich in den Themenbereichen Migration, Partizipation, Flucht und Engagement gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus betätigen und die Interkulturelle Woche vor Ort vorbereiten. Die IKW ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Die Initiative wird mitgetragen von Kommunen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Migrantenorganisationen und zivilgesellschaftlichen Institutionen.

Die Tagung beginnt am Freitag, 21. Februar, nach der Begrüßung um 13 Uhr mit einem Podium zum Thema „Bedrohte Räume der Vielfaltsgesellschaft“. Es diskutieren Suleman Malik (Kommunalpolitiker und Sprecher der Ahmadiyya-Gemeinde Thüringen), der in Erfurt den Bau der ersten Moschee in Ostdeutschland außerhalb Berlins mitorganisiert und sich zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt sieht, Dotschy Reinhardt (Musikerin, Autorin und Vorsitzende des Landesrates der Roma und Sinti Berlin-Brandenburg) und Benjamin Steinitz, Geschäftsführer des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V. (RIAS). Moderiert wird die Runde von Christian Staffa, Studienleiter der Evangelischen Akademie zu Berlin und Antisemitismusbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

In der sich anschließenden Arbeitsgruppenphase werden wichtige politische Themen diskutiert: Wie können sich Demokrat*innen gegen Angriffe auf die Zivilgesellschaft wehren? Welche Folgen hat die Isolierung und Ausgrenzung von Geflüchteten in Aufnahmeeinrichtungen in Deutschland und Europa? Welche Rolle spielen die Kommunen bei der Integration und welche Handlungsmöglichkeiten haben sie in der Flüchtlingspolitik? Wie können christliche Werte in der Kirche gegen rechtspopulistische Angriffe verteidigt werden? Wie gelingt das Ankommen im Arbeitsmarkt? Und wie steht es um den interreligiösen Ansatz der Interkulturellen Woche? Gestaltet werden die AGs unter anderem vom früheren Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse, der Publizistin Liane Bednarz, Martin Arnold vom Flüchtlingsrat Thüringen und Claudia Walther von der Bertelsmann Stiftung.

Nach den Arbeitsgruppen folgt ein „Zwischenruf“ aus der Bibel und dem Koran zum IKW-Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen mit Katrin Brockmöller, der Direktorin des Katholischen Bibelwerks e.V. und Aysun Tekbaş vom Gesprächskreis „Religionen in Thüringen.“ Danach steht „mehr als eine Lesung“ mit dem Autor, Journalist und YouTuber Firas Alshater auf dem Programm. Er wuchs in Syrien auf, wurde wegen seiner journalistischen Tätigkeit vom Assad-Regime verfolgt und lebt seit 2013 in Berlin.

Am Samstag, 22. Februar, liest der Autor und Moderator Sami Omar zum Thema „Warum wir über Rassismus sprechen müssen“ und steht anschließend für eine Diskussion zur Verfügung. Anschließend folgt eine Diskussionsrunde zum Thema „Zuwanderung in den Kommunen: Zwischen Herausforderungen und Chancen“. Auf dem Podium sitzen Günter Burkhardt (Geschäftsführer von PRO ASYL), Honey Deihimi (Leiterin des Referats „Gesellschaftliche Integration“ bei der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration), Mirjam Kruppa (Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge) und Dirk-Ulrich Mende (Geschäftsführer des Niedersächsischen Städtetags). Die Moderation übernimmt Kai Unzicker von der Bertelsmann Stiftung.

Das komplette, ständig aktualisierte Tagungsprogramm mit allen Details zu den Arbeitsgruppen sowie In-formationen zu organisatorischen Fragen ist unter www.interkulturellewoche.de/Vorbereitungstagung_2020 zu finden.


Als Termin für die Interkulturelle Woche 2020 wird der Zeitraum vom 27. September bis 4. Oktober empfohlen. Der Tag des Flüchtlings ist am Freitag, 2. Oktober. Seit 2019 läuft die IKW immer von Sonntag bis Sonntag. Damit schließt sie auch den „Welttag des Migranten und Flüchtlings“ ein, der von Papst Franziskus von Januar auf den letzten Sonntag im September verlegt wurde.

 

 

 


Fondation Beyeler

Aktuelle Ausstellung «Edward Hopper»

Edward Hopper, Gas, 1940, Öl auf Leinwand, 66,7 x 102,2 cm, The Museum of Modern Art, New York, Mrs. Simon Guggenheim Fund, 577.1943 © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zurich © 2019 Digital image, The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florence, Foto: Mark Niedermann

«Edward Hopper» 26. Januar – 17. Mai 2020

 (Basel/fb) - In ihrer Frühjahrsausstellung 2020 zeigt die Fondation Beyeler Werke von Edward Hopper (1882–1967), einem der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts.Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Hoppers ikonische Darstellungen der unendlichen Weite amerikanischer Landschaft und Stadtlandschaft. Es handelt sich dabei um ein Thema, das bisher kaum in den Fokus von Ausstellungen zu Edward Hopper gerückt wurde, aber von zentraler Bedeutung für das Verständnis und die Rezeption seines Werks ist. Die Ausstellung umfasst Aquarelle und Ölgemälde der 1910er- bis 1960er-Jahre und gewährt damit einen umfänglichen und spannenden Einblick in den Facettenreichtum der Hopper’schen Malerei. 

 

Auf Instagram und Facebook unter dem Hashtag #BeyelerHopper zu finden.

 

 

 


Erste Skulpturen für große Rubens-Ausstellung in Paderborn eingetroffen

Restaurieren für Rubens

v.l.n.r.: Verpackte Eichenholz-Skulptur, Ludovicus Willemssens (zugeschr.), Wouw, Niederlande, St. Lambertus / Sander Wolterink, Kurator der Königlichen Sammlungen Den Haag, und Restaurator Matthias Rüenauver begutachten die barocke Marmorskulptur des Hl. Ignatius aus Den Haag, Koninklijke Verzamelingen – Royal Collections of the Netherlands) / Prof. Dr. Christoph Stiegemann und der Hl. Ignatius (Den Haag, Koninklijke Verzamelingen – Royal Collections of the Netherlands) / Restaurator Matthias Rüenauver (ars colendi), Kurier Wim Brooijmans, Kirche Unsere Liebe Frau, Wouw (NL) und Museumsdirektor Prof. Dr. Christoph Stiegemann sichten die barocke Skulptur der Allegorie des Glaubens – mit der Kamera dabei: Maximilian Nordmann (WDR Bielefeld). Alle Fotos: Diözesanmuseum Paderborn

 

 

(Paderborn/pm) - In dieser Woche sind die ersten barocken Skulpturen für die große Rubens-Ausstellung  des Diözesanmuseums in Paderborn eingetroffen. Die insgesamt sechs Skulpturen stammen von renommierten Leihgebern aus den Niederlanden, darunter von den Königlichen Sammlungen (Koninklijke Verzamelingen) in Den Haag. Sie wurden von dort aus auf direktem Weg in die Restaurierungswerkstätten der Firma ars colendi gebracht, wo sie am Mittwoch vom Team des Diözesanmuseums Paderborn, darunter Direktor Prof. Dr. Christoph Stiegemann, und den Restauratoren in Empfang genommen wurden. Nach der Begutachtung werden die Skulpturen an einen klimatisierten Ort gebracht, wo sie notwendigen konservatorischen Maßnahmen unterzogen werden, damit sie pünktlich zur Eröffnung der großen Sonderausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“ (ab 29.5.2020) in vollem Glanz erstrahlen können.

 

 

 

Zeugnis vertrauensvoller Zusammenarbeit 75 Jahre nach Kriegsende - Barocke Skulpturen aus der kriegszerstörten Kirche St. Lambertus in Wouw (NL)
Peter Paul Rubens hat zwar selbst keine Skulpturen entworfen, doch beeinflusste der große Antwerpener Maler auch die barocke Formensprache der flämischen Bildhauer maßgeblich. Zu diesen zählte der Antwerpener Künstler Ludovicus Willemssens, der zusammen mit seinem Bruder Antonius im direkten Umkreis von Rubens gearbeitet hatte. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts gingen beide für sechs Jahre nach Paderborn, um den Dom nach aktuellem, vom flämischen Barock inspirierten Zeitgeschmack neu auszustatten. Von dem einstigen reichhaltigen Skulpturenschmuck des Paderborner Doms haben nur zwei Figuren die Kriegszerstörung überlebt, die auch in der Ausstellung zu sehen sein werden. Zurück in Antwerpen, führte Ludovicus zahlreiche Aufträge aus, darunter jene Figuren, die später das Chorgestühl von St. Lambertus im niederländischen Wouw schmückten. Bevor die Kirche 1944 in den Rückzugsgefechten der Scheldeschlacht völlig zerstört wurde, konnten die wertvollen Skulpturen im Boden vergraben werden. Nur aus diesem Grund blieben sie erhalten. In der Rubens-Ausstellung können nun 5 Figuren dieses barocken Ensembles gezeigt werden, darunter die Personifikationen des Glaubens und der göttlichen Liebe sowie weitere Heiligenfiguren. Sie belegen nicht nur die Bedeutung Willemssens‘ für die flämische Barockskulptur. Die Ausleihe der Figuren unterstreicht zugleich das besondere Vertrauensverhältnis zwischen dem niederländischen Leihgeber, der Pfarrei Unserer Lieben Frau in Wouw, und dem Diözesanmuseum. „75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, dessen Zerstörungswerk Deutschland in Gang setzte, sind wir überglücklich und dankbar für diese bedeutenden Leihgaben und die freundschaftliche Zusammenarbeit“, sagt Museumsdirektor Stiegemann. Den Transport begleitet hat Wim Brooijmans, Mitglied des Kirchenvorstandes der Pfarrei von Unserer Lieben Frau.

 

 

 

Barocke Impulse aus Rom – Der Heilige Ignatius
Bei der rund zwei Meter großen und 800 kg schweren Marmorskulptur des Hl. Ignatius von Loyola aus den Königlichen Sammlungen in Den Haag, die ebenfalls gut verpackt bei ars colendi angeliefert wurde, handelt es sich um eine frühe, überaus kunstvoll gearbeitete Figur des Gründers des Jesuitenordens, des Hl. Ignatius von Loyola, durch einen Antwerpener Meister – vermutlich Andries de Nole (1570-1636). Sehr schön werden hier die europaweiten Verbindungen in der Zeit des Barock sichtbar: In Rom, in der Kirche Il Gesù, dem Gründungsbau der Jesuiten, ist erstmals jene Formsprache des Barock belegt, von der Rubens während seiner frühen Jahre beeinflusst wurde und die er mit nach Antwerpen brachte. Die überlebensgroße Figur wird zusammen mit weiteren bedeutenden Exponaten, darunter das große restaurierte Paderborner Dom-Altargemälde, im Eingangsbereich der Ausstellung zu sehen sein. Sie steht für den Einfluss der Jesuiten auf die barocke Erneuerung, die von Rom über Antwerpen bis nach Paderborn ausstrahlte. Auf seiner Reise von Den Haag nach Paderborn wurde der Hl. Ignatius begleitet durch Sander Wolterink, den zuständigen Sammlungsmitarbeiter der Koninklijke Verzamelingen.

 


Dieses Mal präsentiert das ART LAB ihr Projekt beim Jugendfestival IMAGINE in Basel

Feier die Kunst – Melde dich jetzt für das ART LAB an!

Foto: Elwira Spychalska
Foto: Elwira Spychalska

(Basel/fb) - Das erfolgreiche Kunstvermittlungsformat ART LAB geht in die nächste Runde, Anmeldungen sind noch bis zum 29. Februar bei der Fondation Beyeler möglich. Die Idee des ART LAB ist einfach: Jugendliche bringen anderen Jugendlichen die Welt der Kunst näher. Sie entwickeln ein eigenes Kunstvermittlungsprojekt, das der Öffentlichkeit präsentiert und in das Programm der Fondation Beyeler aufgenommen wird. Ihr wolltet ausserdem schon immer mal bei einem Festival mitmischen? Perfekt! Denn die Teilnehmenden stellen dieses Mal ihr Projekt exklusiv beim Basler Jugendfestival IMAGINE vom 5. – 6. Juni vor.

 

Das ART LAB

In elf Treffen von März bis Juni erarbeiten ART LAB Teilnehmende ihr eigenes Kunstvermittlungsprojekt, mit dem sie Jugendliche für Kunst begeistern möchten. Teil des Programms sind Besuche der Ausstellungen und der Austausch mit Mitarbeitern der Fondation Beyeler. Die Jugendlichen haben so die Chance, hinter die Kulissen des meistbesuchten Kunstmuseums der Schweiz zu blicken und sich mit Professionals auszutauschen. Ausserdem ist Eigeninitiative gefragt, denn ART LAB Teilnehmende dürfen Programmwünsche einbringen und werden kreativ-künstlerische Arbeitstechniken kennenlernen. Auf diesem Wege setzen sie sich gestalterisch und erfinderisch mit Kunstwerken der Fondation Beyeler auseinander, dieses Mal besonders unter Einbezug der aktuellen Ausstellung «Edward Hopper». Das Ergebnis des Projekts wird beim Basler Festival IMAGINE vom 5. – 6. Juni präsentiert. Das Festival wird ausschliesslich von Jugendlichen organisiert und bietet ein vielfältiges Programm von Konzerten, Kunst bis hin zu Workshops.

 

Im Anschluss an das Projekt besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, ART LAB Alumni zu werden und so langfristig mit der Fondation Beyeler verbunden zu bleiben. ART LAB Teilnehmende erhalten kostenlos eine Mitgliedschaft für den Young Art Club und profitieren von freien Eintritten ins Museum. Die jungen Kunstinteressierten werden bei ihrem Projekt von KunstvermittlerInnen der Fondation Beyeler begleitet. Die Teilnahme ist kostenfrei, auf 15 Personen limitiert und von 15 bis 25 Jahren möglich. Bis zum 29. Februar 2020 können sich Interessierte bei der Fondation Beyeler anmelden.

 

Anmeldung für das ART LAB

Interessierte können sich für das ART LAB per E-Mail anmelden. Dazu schicken sie an Flavia Mayer via artlab@fondationbeyeler.ch ihre Kontaktdaten und die Antworten auf folgende Fragen:

 

1.     Was interessiert dich an der Kunst und am Museum am meisten? Was möchtest du im ART LAB gerne erleben, lernen oder erfahren?

 

2. Kannst du dir die Termine freihalten? (Krankheitsbedingte Absenzen oder terminliche Überschneidungen sind natürlich manchmal nicht zu vermeiden, doch damit die Gruppe gemeinsam vorankommt und ein spannendes Projekt auf die Beine stellen kann, ist regelmässige Anwesenheit wichtig.)

 

3. Kontaktdaten

Name, Vorname:

Adresse:

PLZ / Ort:

E-Mail:

Geburtsdatum:

Derzeitige Ausbildung, Arbeit oder Hauptbeschäftigung:

 

Kontakt: Flavia Mayer, artlab@fondationbeyeler.ch oder Tel. 061 645 99 06

 

Das ART LAB wird unterstützt durch:


Filmemacherin Denise Dismer erhält Caritas-Journalistenpreis 2019

 

Die beiden zweiten Preise gehen an Lisa Welzhofer und Katrin Blum – „Lobende Erwähnung“ für Edgar Verheyen

 

(Stuttgart / Freiburg/pm) – Die Preisträger des 31. Caritas-Journalistenpreises stehen fest: Den ersten Preis erhält die Filmemacherin Denise Dismer für ihren Film „Kein Recht auf Familie? Geflüchtete kämpfen um ihre Angehörigen“, der im deutsch-französischen Kultursender ARTE lief. Die beiden zweiten Preise gehen an Lisa Welzhofer, Redakteurin bei der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten, für ihr dort erschienenes Porträt „Die letzte Wache“ und an die Autorin Katrin Blum für ihre Reportage „Aus den Augen“, die im Magazin der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde. Eine „Lobende Erwähnung“ erhält der Reporter Edgar Verheyen für seine Reportage „Betrifft – Paketfahrer. Ausgebeutet für den Onlineboom?“, die im SWR-Fernsehen gesendet wurde. Der erste Preis ist mit einem Preisgeld von 3.000 Euro, die beiden zweiten Preise mit jeweils 1.500 Euro verbunden.

 

Der Film von Denise Dismer setzt sich mit dem Thema Familienzusammenführung von Geflüchteten in Deutschland auseinander. Er erzählt in ungewöhnlichen Perspektiven von der bedrückenden Situation einer aus Syrien geflüchteten Lehrerin, die seit 2015 in Bruchsal lebt, während ihr Mann mit den vier gemeinsamen Kindern in einem Flüchtlingslager im Nord-Libanon untergekommen ist. Die einzige Kontaktmöglichkeit zu ihrer Familie besteht über das Mobiltelefon. Die Hoffnung, Mann und Kinder bald nachholen zu können, hat sich – auch nach dem Inkrafttreten des „Familiennachzugsneuregelungsgesetzes“ im August 2018 – bislang nicht erfüllt. Die Familie droht auseinander zu brechen. Der Film zeigt die Härte unserer Rechtsrealität gegenüber Menschen, die sich in Deutschland integrieren wollen und schildert das große Dilemma der Familie. Dabei kontrastiert die Freizügigkeit der Kamera, die zwischen dem badischen Bruchsal und dem Libanon hin- und herschwenkt, mit den eingeschränkten, bedrückenden Lebensmöglichkeiten der Protagonisten, so die Jury.

 

In dem Beitrag „Die letzte Wache“ porträtiert Lisa Welzhofer einen Mann, der tagsüber als Manager in einer Technikfirma arbeitet und nachts am Bett von schwerkranken Menschen sitzt. Es ist eine außergewöhnliche Geschichte, die all denjenigen ein Gesicht gibt, die mit einem solch „unspektakulären“ Dienst in Krankenhäusern und Hospizen für Sterbende eine Verbindung zum Leben herstellen. In der Weise, wie sie die Geschichte erzählt, nimmt die Autorin dabei die Selbst-verständlichkeit und Beiläufigkeit, mit der ihr Protagonist seine ehrenamtliche Tätigkeit wahrnimmt, gekonnt auf. Sie bauscht nicht auf, wahrt respektvolle Distanz sowohl zu dem Schwerkranken als auch zu seiner Sitzwache und bringt gerade dadurch nach Meinung der Jury sehr treffend „rüber“, dass schon wenige Stunden Engagement genügen, um Existenzielles für den Sterbenden, aber auch für den Engagierten selbst und letztlich für die ganze Gesellschaft zu leisten.

 

Die Reportage „Aus den Augen“ ist eine eindrucksvolle Geschichte von Freundschaft, aber auch von der Konfrontation mit dem Ausweglosen. Es ist die Geschichte einer Männerrunde, die als Jugendliche zusammen leidenschaftlich Basketball spielte. Dann erleidet einer der Freunde mehrere Schlaganfälle und wird schwerstbehindert. Die anderen schieben einen Besuch bei ihm vor sich her, Jahr für Jahr, bis sie es schließlich dann doch tun. Katrin Blum erzählt die Geschichte einer schweren und doch schönen Reise, die kein Happy-End in der Sache – die Schwerstbehinderung des Freundes wird bleiben –, höchstens in der Beziehung hat. Hervorragend geschrieben gelingt der Autorin nach Auffassung der Jury ein eindrückliches Plädoyer für Menschlichkeit und gemeinsam verbrachte Zeit, das den Blick auf den Moment des Miteinanders und nicht auf die Perspektive richtet.

 

Der Film „Betrifft – Paketfahrer. Ausgebeutet für den Onlineboom?“ des SWR-Reporters Edgar Verheyen zeigt das knallharte Geschäft der Paketdienste, in dem viele ausländische Fahrer weit unter dem Mindestlohn arbeiten und skrupellos ausgebeutet werden. Die aufwühlende Fernsehreportage, so die Jury, „konfrontiert uns mit der Kehrseite unseres Verhaltens und mit dem schlechten Gewissen unseres Nichtwissenwollens in der Konsumgesellschaft“. Man ist empört über die Zustände, unter denen diese Fahrer arbeiten und leben und weiß zugleich, dass man selbst daran beteiligt ist. Edgar Verheyens investigativer und aufwändig recherchierter und gedrehter Beitrag ist nach Auffassung der Jury ein Lehrstück über Kollateralschäden des Kapitalismus, die viel zu wenig im öffentlichen Bewusstsein sind.

 

Der Caritas-Journalistenpreis Baden-Württemberg wird von den beiden Diözesan-Caritasverbänden Freiburg und Rottenburg-Stuttgart vergeben. Sie würdigen damit Autorinnen und Autoren für herausragende publizistische Beiträge aus dem sozialen Bereich. Für den 31. Caritas-Journalistenpreis lagen insgesamt 60 Wettbewerbsbeiträge aus Presse, Hörfunk, Fernsehen und Online-Medien vor, aus denen eine unabhängige Jury die Preisträger ermittelte. Die Verleihung der Preise erfolgt am 5. Februar 2020 in Stuttgart im Rahmen der Jahresauftaktveranstaltung der Caritas Baden-Württemberg.

 


2019 – ein Spitzenjahr für die Fondation Beyeler

 

Abbildungen: Edward Hopper, Cape Cod Morning, 1950, Öl auf Leinwand, 86,7 x 102,3 cm, Smithsonian American Art Museum, Gift of the Sara Roby Foundation, © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich, Foto: Smithsonian American Art Museum, Gene Young; Impression vom Sommerfest 2019 in der Fondation Beyeler; Foto: Mathias Mangold

 

 

(Basel/fb) - 437’000 Besuchende wurden 2019 in der Fondation Beyeler registriert. Nicht nur wegen „Der junge Picasso – Blaue und Rosa Periode“ war es ein ausserordentlich erfolgreiches Jahr für das beliebte Museum in Riehen bei Basel. Mit „Edward Hopper“, „Goya“ sowie Portraits von grossen Künstlerinnen stehen 2020 wieder attraktive Ausstellungen auf dem Programm. 

 

 

 

Die Fondation Beyeler schliesst mit einem sehr erfreulichen Ergebnis für das Jahr 2019 ab: 437'000 Besucher*innen zählte das Museum in Riehen/Basel während des gesamten Jahres. Die Ausstellung „Der junge Picasso – Blaue und Rosa Periode“ sorgte gleich zu Beginn für einen hervorragenden Jahresstart. Die Zahlen der zeitgenössischen Ausstellungen „Rudolf Stingel“ und „Resonating Spaces“ lagen im Rahmen der Erwartungen. 2019 geht damit als dritterfolgreichstes Jahr in die Geschichte der Fondation Beyeler ein, die auch weiterhin das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz bleibt.

 

 

 

Fulminant war der Jahresauftakt mit den Meisterwerken der Blauen und Rosa Periode des jungen Picasso. Mit 335'244 begeisterten Besucherinnen und Besuchern endete diese „once in a lifetime“-Ausstellung im Juni des vergangenen Jahres als zweitbestbesuchte Ausstellung des Museums nach Gauguin (2015 mit 369'867 Besuchenden). Mit der parallel dazu gezeigten Sammlungsausstellung „Picasso Panorama“ verwandelte sich die Fondation Beyeler bis Ende Mai in ein Museum, das ganz und gar den Werken Picassos gewidmet war. Dazu brachte die gemeinsam mit der Swisscom realisierte Aktion MyPrivatePicasso ein Sammlungswerk von Pablo Picasso für 24 Stunden auf einen Schweizer Bauernhof. Im Sommer folgte die umfangreiche Retrospektive mit beeindruckend grossformatigen Gemälden des zeitgenössischen Künstlers Rudolf Stingel, die insgesamt 99'857 Besuchende nachhaltig begeisterte. Viele hinterliessen ihre Spuren auf der grell orangefarbenen Teppichwandarbeit oder verewigten sich in den silbernen Celotex-Platten des letzten Ausstellungssaales. Ende August kehrten schliesslich die eindrucksvollen Gemälde von Paul Cézanne, Edgar Degas, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Ferdinand Hodler, Édouard Manet, Claude Monet, Pablo Picasso, Camille Pissarro und Auguste Renoir der renommierten Sammlung Rudolf Staechelin nach Basel zurück. Diesen kulturellen Gewinn für die Stadt feierte die Fondation Beyeler mit Gratiseintritt für alle an einem Wochenende. Die Bilder werden fortan in die periodisch wechselnden Sammlungspräsentationen der Fondation Beyeler integriert und bleiben damit öffentlich zugänglich. Zart und poetisch wurde es im Herbst mit „Resonating Spaces“, der Ausstellung mit  Arbeiten der fünf zeitgenössischen Künstlerinnen Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz und Rachel Whiteread, die noch bis zum 26.1.2020 zu sehen ist.

 

 

 

Insgesamt besuchten 2592 Journalistinnen und Journalisten das Museum. In 2935 erschienenen Artikeln wurde die Fondation Beyeler mit ihrem Ausstellungsprogramm erwähnt. Nicht nur die Schweizer Medien berichten über sie, sondern auch die internationalen Leitmedien in Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien und den USA. Bei den Social-Media- und Online-Aktivitäten ist die Fondation Beyeler nach wie vor führend unter den Schweizer Kunstmuseen, mit 117’000 Instagram-Followern rangiert sie sogar auf Platz eins unter allen deutschsprachigen Kunstmuseen Europas. Auf Facebook (78‘700) erfreut sich die Fondation stetig wachsender Freundeszahlen. Auf der Website wurden 888‘900 „Unique Viewers“ gezählt.

 


2019 wurden 50 öffentliche Kulturveranstaltungen durchgeführt. Neben dem beliebten Begleitprogramm zu den Ausstellungen waren insbesondere zwei Eigenproduktionen besondere Höhepunkte: die Soundinstallation von Antony Genn & Band, die über zwei Tage während der Ausstellung „Rudolf Stingel“ viele Besucher akustisch in ihren Bann zog und die Tanzkompanie Wayne McGregor, die im Wechselspiel von Körper und Raum in den Ausstellungsräumen von „Resonating Spaces“ performte. Ein musikalisches Highlight war auch das akustische Konzert von Genesis-Urgestein Steve Hackett, der im intimen Rahmen frühe Songs der englischen Rockband sowie Eigenkompositionen zum Besten gab.
Die UBS Artist Talks konnten international in zwei Städten realisiert werden: in der National Gallery Singapur mit Rirkrit Tiravanija und in Monaco mit Miquel Barceló. Ein weiterer UBS Artist Talk fand in der Fondation Beyeler selbst mit Rudolf Stingel statt. Auch die Sun.set-Reihe im Park in Kooperation mit Nordstern hat mit den DJs Jamie Jones, Acid Pauli und Carl Craig über 10’000 Gäste musikalisch in ihren Bann gezogen.

 

 

 

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 2038 Führungen und Workshops durchgeführt, darunter auch zahlreiche Führungen für besondere Zielgruppen wie Familien, Kinder und Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Seh- und Hörbehinderte, Menschen mit Demenz). Rund 540 Schulklassen besuchten die Fondation Beyeler und nahmen aktiv am Vermittlungsprogramm teil. Auch Art Lab und der Young Art Club für junge Kunstbegeisterte stossen weiterhin auf reges Interesse und konnten mit Art Lab on Tour auch erstmals zwei Projekte für junge Interessierte ausserhalb der Fondation Beyeler realisieren. Der Young Art Club zählt mittlerweile 541 Mitglieder. Beide Formate wurden von der Max Kohler Stiftung, das Art Lab von der Avina Stiftung finanziert. Insgesamt haben über 40‘000 Kinder und Jugendliche unter 30 Jahren von vergünstigten Eintritten – insbesondere vom U25-Gratiseintritt – profitiert und das Museum besucht. Dies entspricht rund 10% aller Besuchenden und zeigt auf, dass die Ausstellungen und das Vermittlungsprogramm auch bei der jüngeren Generation auf grosses Interesse stossen.

 


Für die museumseigene Sammlung wurden 7 Werke von 7 Künstlerinnen und Künstlern angekauft, und zwar von: Harold Ancart, Leonor Antunes, Lucas Arruda, Louise Bourgeois, Enrico David, Philippe Parreno und Susan Philipsz. Vom Künstler Rudolf Stingel erhielt die Fondation Beyeler eine grosszügige Schenkung von insgesamt 6 Werken. 65 Sammlungswerke wurden im Rahmen der regulären Konservierungsarbeiten am Museum untersucht, und an 13 wurden Restaurierungs- und Konservierungsmassnahmen durchgeführt. Das zweijährige Projekt „konservatorische Bestandsaufnahme und Langzeiterhaltung komplexer zeitgenössischen Kunstwerke“ wurde erfolgreich abgeschlossen und exemplarische Ergebnisse zu Philippe Parrenos Water Lilies auf der Website der Fondation veröffentlicht. Zudem wurde ein internationales Konservierungsprojekt für die
sieben in der Sammlung Beyeler befindlichen Gemälde von Piet Mondrian lanciert.

 

 

 

2019 wurden drei wissenschaftliche Kataloge publiziert, von denen insgesamt 13‘653 Exemplare verkauft wurden – daneben die kürzeren Begleitbände zur Picasso-Ausstellung, von denen 18‘793 verkauft wurden. Werke von Harold Ancart, Cildo Meireles, Rudolf Stingel, Gabriel Orozco und Toba Khedoori wurden als neu produzierte Kunsteditionen herausgegeben.

 

 

 

Der Leihverkehr vermittelt einen Eindruck vom intensiven Austausch mit bedeutenden Museen und Privatsammlungen auf nationaler wie internationaler Ebene. 413 Werke von 97 Leihgebern aus 10 Ländern fanden im Jahr 2019 den Weg in die Fondation Beyeler. Umgekehrt wurden 89 Werke aus der Sammlung der Fondation Beyeler an internationale Museen ausgeliehen, darunter 10 Werke von Lucas Arruda an das Museum Fridericianum, Kassel, sowie 7 Werke von Giacometti an das Museo Nacional del Prado, Madrid. Weitere prominente Leihgaben-Empfänger waren: Das Centre Pompidou, die Fondation Louis Vuitton, das Musée d'Orsay und das Musée Picasso in Paris, die Deichtorhallen in Hamburg, das Fine Arts Museums of San Francisco, de Young Memorial Museum in San Francisco, das Kimbell Art Museum in Forth Worth, das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, das Museu Picasso in Barcelona, das Museum Boijmans van Beuningen in Rotterdam, das Museum Ludwig in Köln, die Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Albertinum, die Staatsgalerie Stuttgart, das Städel Museum in Frankfurt, die Tate Modern in London, das National Museum of Western Art in Tokyo und die Vancouver Art Gallery.

 

 

 

Zeichen des stetig wachsenden Renommees, das die Fondation Beyeler weltweit geniesst, sind auch die internationalen Museumskooperationen wie zum Beispiel mit dem Musée d’Orsay und dem Musée Picasso anlässlich der Ausstellung „Der junge Picasso – Blaue und Rosa Periode“ sowie dem Museo del Prado in Madrid, anlässlich einer Ausstellung zu Alberto Giacometti während des 200. Geburtstagsjahrs des Museums.

 

 

 

Bereits im Juni konnte das Pop Up-Bistro BEY, das auch Laden für Kunsteditionen, Designartikel und lokale Produkte sowie Bibliothek und Co-Working Space ist, eröffnet werden. Im November eröffnete schliesslich das beliebte Restaurant „Beyeler Restaurant im Park“ wieder neu. Nicht nur wurden die Gasträume renoviert und neu gestaltet, sondern auch das kulinarische Konzept überarbeitet.

 

Im gleichen Monat stimmte der Einwohnerrat der Gemeinde Riehen dem Baurechtsvertrag zum Erweiterungsprojekt des Museums einstimmig zu. Nach wie vor befindet sich das Projekt im Status des generellen Baubegehrens. Mit dem Entscheid des Parlaments ist aber ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einreichung des Baugesuchs geschafft. 

 

 

 

Per Ende 2019 waren in der Fondation Beyeler insgesamt 206 Mitarbeitende (inkl. ISS Facility Services) aus 15 Nationen beschäftigt.

 

 

 

Für ihre grosszügige Unterstützung im Jahr 2019 danken wir:

 

Beyeler-Stiftung; Hansjörg Wyss, Wyss Foundation

 

Öffentliche Förderer: Bundesamt für Kultur BAK; Gemeinde Riehen; Kanton Basel-Stadt Kultur

 

Hauptpartner: Bayer; Novartis; UBS

 

Partner: accurART; Basler Kantonalbank; Fondation BNP Paribas Suisse; ISS; Bank J. Safra Sarasin, Maison Ruinart, Rolls-Royce Motor Cars;

 

Stiftungen und Gönner: American Friends of Fondation Beyeler; Avina Stiftung; Erica Stiftung; Ernst Göhner Stiftung; Fondation Coromandel; Simone & Peter Forcart-Staehelin; Freundeskreis der Fondation Beyeler; Larry Gagosian; Martin & Marianne Haefner-Jeltsch; Hilti Art Foundation; IWB; Eckhart & Marie-Jenny Koch-Burckhardt; L.+Th. La Roche Stiftung; Luma Foundation; Max Kohler Stiftung; Dr. Christoph M. Müller & Sibylla M. Müller; Jerry Speyer & Katherine Farley, Stavros Niarchos Foundation, Swisscom; WestendArtBank; und weitere private Gönner, die ungenannt bleiben möchten.

 

 

 


Große Besucherresonanz auf Ausstellungen Medicus und Grüffelo in Speyer

2019 besuchten über 180.000 Besucher das Historische Museum der Pfalz

 

(Speyer/pm) - Mit einem großen Besucherandrang starteten die aktuellen Sonderausstellungen „Medicus – Die Macht des Wissens“ und „Der Grüffelo – Die Ausstellung“ im Historischen Museum der Pfalz in den Januar. Mehr als 20.000 Menschen strömten in den ersten 4 Wochen in die Ausstellung zur Kulturgeschichte der Medizin, über 16.000 Besucher zählte die Familienausstellung rund um den Grüffelo bereits nach drei Wochen.
Im Jahr 2019 besuchten insgesamt 181.962 Menschen die Sonder- und Sammlungsausstellungen im Historischen Museum der Pfalz. „Ausschlaggebend für den erneut sehr großen Besucherzuspruch war unser vielseitiges Sonderausstellungsprogramm, das Angebote für alle Altersgruppen und Interessenlagen machte. Die Präsentation hochkarätiger originaler Exponate im kulturgeschichtlichen Kontext übt eine ungebrochene Faszination auf die Menschen aus. Aber auch unser Junges Museum trägt mit seinen Familienausstellungen maßgeblich zum Erfolg bei und schreibt im 20. Jahr seit der Gründung seine Erfolgsgeschichte weiter “, so Direktor Alexander Schubert.

 

Weiterhin muss das Museum aufgrund des Sanierungsstaus im Erweiterungsbau auf wichtige Räumlichkeiten verzichten. Damit einher geht auch die Schließung bedeutender Teile der ständigen Sammlungen und der Wegfall wichtiger Arbeits- und Werkstatträume. Dies zu kompensieren und die Attraktivität und Strahlkraft des Museums aufrecht zu erhalten, sei eine kaum zu überschätzende Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so Schubert. Trotz eingeschränkter Möglichkeiten behaupte das Museum mit seinem breiten Ausstellungsangebot weiterhin einen ganz bedeutenden Platz innerhalb der deutschen Museumslandschaft.
Die zum 80. Geburtstag des Kinderbuchautors Paul Maar initiierte Sonderausstellung „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ wurde bis 5. Mai 2019 gezeigt und sorgte mit rund 95.000 Besuchern für einen großen Erfolg.
Am 12. Januar endete die Ausstellung „Marilyn Monroe. Die Unbekannte“. Die Faszination für die Hollywood-Idol Marilyn Monroe und das Interesse der Besucher an den 400 Zeitzeugnissen, darunter viele Originale aus dem Privatnachlass der Schauspielerin, war groß. Insgesamt sahen rund 65.000 Menschen die Ausstellung.

 

Noch bis zum 15. März 2020 präsentiert das Museum die regionalgeschichtliche Ausstellung „Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike“. Die Ausstellung stellt den römischen Kaiser Flavius Valentinianus in den Fokus der Betrachtung. Unter seiner Herrschaft erlebten die Region an Rhein und Mosel eine Zeit des Wohlstands und der Stabilität bevor im 5. Jahrhundert diese Blütezeit zu Ende ging. Die Ausstellung zog bislang über 30.000 Interessierte an.
„Rendezvous - Frankreichs Militär in der Pfalz 1945-1999“ ist der Titel der Ausstellung, die am 8. Mai 2020 zum 75sten Jahrestages des Kriegsendes 1945 beginnt.
Das Historische Museum der Pfalz nimmt dies zum Anlass, in einer Kabinettausstellung auf einen besonderen Aspekt der pfälzischen Nachkriegsgeschichte einzugehen: die Aussöhnung mit dem französischen Nachbarn nach dem Zweiten Weltkrieg in Speyer und der gesamten Pfalz.
Die Vorbereitungen für die nächste große Sonderausstellung im Jahr 2020 sind bereits angelaufen: „Reise unter die Erde - Zu Besuch bei Maulwurf, Hummel und Regenwurm“ ist der Titel der nächsten Schau, die ab Oktober 2020 sich um die Themen Erde, Klima und Leben auf und unter der Erde beschäftigen wird.

 

Das Museum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen auch über Sonderöffnungszeiten unter www.museum.speyer.de.


20 Jahre Museumsnacht in der Fondation Beyeler – 2020 mit zwei Highlights:

Das «singende Museum» und Donata Wenders‘ Sketches on a Movie Set

Mile Long Opera, Performance at The Highline New York, Directed by Elizabeth Diller and Lynsey Peisinger, Photo by Timothy Schenck;
Filmstill: ’TWO OR THREE THINGS I KNOW ABOUT EDWARD HOPPER‘ by Wim Wenders, 2020 © Road Movies

 

(Basel/fb) - Seit 20 Jahren erfreut sich die Museumsnacht grosser Beliebtheit, von Anfang an war die Fondation Beyeler dabei. Zur Ausstellung «Resonating Spaces», die nur noch bis zum 26. Januar zu sehen ist, verwandelt sich das Museum zum immersiven Klangerlebnis. Die Besuchenden sind eingeladen mitzusingen, wenn die Performerin Lynsey Peisinger die Fondation Beyeler für eine Nacht in ein singendes Museum verwandelt.

 

Am 26. Januar eröffnet die Fondation Beyeler in Basel ihre Frühlingsausstellung, die sich einer Ikone der Malerei des 20. Jahrhunderts widmet: Edward Hopper (1882–1967). Die Schau, die in Zusammenarbeit mit dem Whitney Museum of American Art, New York, entstanden ist, vereint Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen des berühmten amerikanischen Malers und setzt einen Schwerpunkt auf seine Darstellung weitläufiger amerikanischer Landschaften und Stadtansichten. Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist Wim Wenders’ 3D-Filminstallation Two or Three Things I Know About Edward Hopper, die von Hoppers «American Spirit» inspiriert ist.

 

Zur Museumsnacht wird Donata Wenders mit «Sketches on a Movie Set» fotografisch auf die neue Arbeit ihres Partners Wim Wenders in der Fondation Beyeler einstimmen. Ihre Bewegtbild-Collage wird im Bistro BEY ab 18 Uhr zu sehen sein. Von 19.30–20.15 Uhr wird Wim Wenders zudem Bücher signieren.

 

Während das gerade neu eröffnete Beyeler Restaurant im Park mit amerikanischen Snacks wie leckeren Hamburgern auf die bevorstehende Frühlingsausstellung «Edward Hopper» (ab 26.1.) einstimmt, werden im Bistro BEY amerikanische Drinks gereicht.

 

Programm

 

Kurzführungen Ausstellung «Resonating Spaces»

 

(D) 18–22 Uhr Kurzführung jede halbe Stunde

 

(FR) 18.15, 20.15 visites guidées

 

(EN) 19.15, 21.15 guided tours

 

(HI) 19.15 Hindi 

 

(HU) 20.15 Ungarisch

 

(NL) 20.30 Niederländisch

 

(AR) 21.00 Arabisch

 

(ES) 21.15 visita guidada

 

(IT) 22.15 visita guidata

 

 

Taschenlampen-Führungen

 

24.00, 01.00, 01.30

 

Mit der Taschenlampe und Glühwein auf Entdeckungstour rund ums Museum.

 

 

 

Interact!

 

18–24 Uhr

 

An fünf interaktiven Stationen laden Junge Kunstinteressierte ein Kunst auf neue Art zu erleben.

 

 

 

Workshop «Tape-Art»

 

18–24 Uhr

 

Mit einem endlos langen Klebeband werden bunte Fantasieräume erschaffen.

 

 

 

Workshop «Zeichnen in 3D»

 

18–24 Uhr

 

Wir entführen die Linie vom Papier in den Raum und zeichnen mit weichem Draht Formen in die Luft.

 

 

 

Workshop «Das Singende Museum»

 

18–24 Uhr

 

Performerin Lynsey Peisinger verwandelt die Fondation Beyeler für eine Nacht in ein singendes Museum.

 

 

 

«Sketches on a Movie Set», Präsentation von Donata Wenders im Bistro BEY
18–24 Uhr
Donata Wenders zeigt ihre Bewegtbild-Collage zur Einstimmung auf den Wim-Wenders-Film anlässlich der Ausstellung «Edward Hopper». Von 19.30–20.15 Uhr wird Wim Wenders zudem Bücher signieren.

 

 

 

Essen und Trinken

 

American Bar, American Snacks, American Hamburger, American Cocktails

 

 

 

Weitere Auskünfte:

 

Silke Kellner-Mergenthaler

 

Head of Communications

 

Tel. + 41 (0)61 645 97 21, presse@fondationbeyeler.ch, www.fondationbeyeler.ch

 

Fondation Beyeler, Beyeler Museum AG, Baselstrasse 77, CH-4125 Riehen

 

 

 

Öffnungszeiten der Fondation Beyeler: täglich 10.00–18.00 Uhr, mittwochs bis 20.00 Uhr


Ausstellung zu Marilyn Monroe im Historischen Museum der Pfalz beendet

Leinwandstar verlässt Speyer


 

(Speyer/pm) - Am vergangenen Sonntag endete die Ausstellung „Marilyn Monroe. Die Unbekannte“ im Historischen Museum der Pfalz Speyer. Rund 65.000 Besucher ließen sich in den Bann der unvergessenen Schauspielerin und Stil-Ikone ziehen, unter ihnen der bekannte Showmaster und Moderator Frank Elstner sowie Ministerpräsident a.D. Bernhard Vogel. Wegen der Begeisterung der Besucher für die ungewöhnlichen Einblicke in das Leben des Hollywood-Stars wurde die Schau bis zum 12. Januar 2020 verlängert.
„Mit der biographischen Ausstellung zu Marilyn Monroe haben wir uns als Kulturhistorisches Museum auf ungewohntes Terrain begeben. Der Blick auf eine herausragende Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts bot zugleich die Gelegenheit, spannende politische Zeitumstände in den USA, wie etwa Kennedys Präsidentschaft, den Korea-Krieg, die McCarthy-Ära, die Rassentrennung oder auch generell das Geschlechterverhältnis in den 50er Jahren zu beleuchten“, so Direktor Alexander Schubert.
Die Ausstellung zeigte auf 1000 Quadratmetern rund 400 Exponate, darunter viele Objekte aus dem Nachlass der Leinwand-Legende, die tiefen Einblick in ihr Privatleben gaben: Zu den ganz persönlichen Exponaten zählen Marilyn Monroes Terminkalender von 1961 mit privaten Aufzeichnungen, aber auch Schuhe, Kleidungsstücke, private Fotoaufnahmen, Zeichnungen und Briefe.

 

Der Großteil der Objekte stammte aus der exklusiven Privatsammlung von Ted Stampfer, der weltweit in Art und Zusammenstellung größten Sammlung.
Als letztes Objekt kam eines der berühmtesten Porträts von Marilyn Monroe nach Speyer: das Wilhelm-Hack Museum Ludwigshafen lieh dem Historischen Museum der Pfalz für die letzten sechs Wochen eine der weltbekannten originalen Siebdruckgrafiken von Andy Warhol aus.
Und nicht zuletzt konnte im Rahmen der Ausstellungsarbeiten eine biografische Lücke im Leben des deutschen Fotografen Manfred Linus Kreiner geschlossen werden, der 1959 während der Werbetour in Chicago zu dem Film „Manche mögen‘s heiß“ einzigartige Bilder von Marilyn Monroe machen durfte. War bis 2019 die genaue Herkunft des Fotografen unbekannt, konnte das Museum mit Hilfe des Stadtarchivs Speyer belegen, dass er 1926 in Speyer geboren wurde.
Das Begleitprogramm zur Ausstellung reichte von einem Monroe-Filmabend im Wohnzimmer der Speyerer Oberbürgermeisterin über Sonderaufführungen des Billy Wilder-Klassikers „Manche mögen`s heiß“ in Kooperation mit dem Cineplex-Kino über Fachvorträge im Historischen Museum der Pfalz bis zum Schminkkurs „Schön wie Marilyn“ mit der VHS Speyer.

 

 

 

Aktuelles Programm und Öffnungszeiten
Noch bis zum 14. Juni zeigt das Historische Museum der Pfalz die interaktive Schau für Familien „Der Grüffelo – Die Ausstellung“ und bis zum 21. Juni die kulturhistorische Ausstellung „Der Medicus – Die Macht des Wissens“.
Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Feiertagen auch montags. Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de.

 


Diözesanmuseum Paderborn feiert 2020 den Star des flämischen Barock mit großer Ausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“ ­

Rubens kommt!

Peter Paul Rubens, Beweinung Christi, um 1612, LIECHTENSTEIN, The Princely Collections, Vaduz-Vienna
Peter Paul Rubens, Beweinung Christi, um 1612, LIECHTENSTEIN, The Princely Collections, Vaduz-Vienna

 

(Paderborn/pm) - Er revolutionierte mit seinen neuartigen Bildideen nicht nur die Malerei, sondern auch die Bildhauerkunst des 17./18. Jahrhunderts in ganz Nord- und Mitteleuropa nachhaltig: Peter Paul Rubens, der in Antwerpen einer weit über die Grenzen der Metropole hin ausstrahlenden Werkstatt vorstand. Ab dem 29. Mai widmet das Diözesanmuseum Paderborn dem Star des flämischen Barock eine große Sonderausstellung. Ausgehend von der umfangreichen Neuausstattung des Paderborner Doms, die sich flämischen Künstlern aus dem direkten Umfeld Rubens‘ verdankt, nimmt die Schau jene bedeutenden Innovationen in Architektur und Kirchenausstattung der Zeit in den Blick, die sich mit dem Wirken des Meisters verbinden.

 

 

Hochkarätige Exponate aus internationalen Museen und Sammlungen dokumentieren die Verbreitungs- und Erfolgsgeschichte der Kunst der südlichen Niederlande und zeigen, dass die Migration von Künstlern ein bedeutender Motor für die Ausbreitung des Barock war. Zu sehen sein werden Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken von der Hand Rubens‘ und seiner Künstlerkollegen unter anderem aus Antwerpen, Amsterdam, London, Marseille, Wien, Salzburg und Frankfurt. Vor allem in den virtuosen, so noch nie gezeigten Skizzen und Bozzetti vermittelt die Ausstellung einen unmittelbaren Zugang zur schöpferischen Kraft – der prima idea – der genialen Barockkünstler, der die Besucher so ganz nahe kommen können. Auch im Bereich der Skulptur gilt Rubens als bedeutender Impulsgeber, wie seine teilweise engen Kooperationen mit zahlreichen Bildhauern der Zeit belegen, die in der Schau dokumentiert werden.

 

Eindrucksvolle 3D-Rekonstruktionen, Animationen und Multimedia-Stationen geben vertiefende Einblicke in diese faszinierende Zeit und lassen die visuelle Kraft auch verlorener Bilder und barocker Ausstattungen wieder aufleben. Hierzu zählt auch das bedeutende barocke Hochaltarbild des Paderborner Doms, das im Krieg völlig zerstört wurde und nach aufwendiger Restaurierung und Zusammensetzung der Fragmente pünktlich zur Ausstellung wieder in neuem Glanz erstrahlen wird.

 

Eine eigene Ausstellungsabteilung widmet sich der Aktualität des Barock. Sie zeigt Tendenzen der Gegenwartskunst, die auf unterschiedliche Weise Konzepte und Wahrnehmungsweisen der barocken Kunst aufgreifen. Ausgewählte Arbeiten von Gerhard Richter und Tony Cragg werden hier ebenso zu sehen sein wie virtuose Videoarbeiten des belgischen Künstlers Hans Op de Beeck.

 

Mit „RUBENS“ zeigt das Diözesanmuseum Paderborn – nach den „WUNDERN ROMs“ und „GOTIK“ – erneut eine Sonderausstellung mit herausragenden Werken und überregionaler Strahlkraft.

 

Zur Ausstellung werden ein umfangreiches Führungs- und Begleitprogramm sowie ein Audioguide für Erwachsene und Kinder angeboten. Ein reich bebilderter Katalog erscheint im Michael Imhof-Verlag Petersberg.

 

Gerhard Richter, „Ausschnitt (Makart)“, 1971 Öl auf Leinwand, 200 x 200 cm, MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg, Sammlung Ströher
Gerhard Richter, „Ausschnitt (Makart)“, 1971 Öl auf Leinwand, 200 x 200 cm, MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg, Sammlung Ströher
Maria Magdalena: Fragment der „Kreuzigung Christi“, bez.: Anton Willemßens invent Ao. 1656, vom zerstörten Seitenaltar des Paderborner Doms © Diözesanmuseum Paderborn, Foto: Ansgar Hoffmann
Maria Magdalena: Fragment der „Kreuzigung Christi“, bez.: Anton Willemßens invent Ao. 1656, vom zerstörten Seitenaltar des Paderborner Doms © Diözesanmuseum Paderborn, Foto: Ansgar Hoffmann


Das Bundesjugendorchester spielt Beethovens 5. Sinfonie in Bonn

© Selina Pfrüner
© Selina Pfrüner

 

 

(Bonn/pm) - Beethoven war ein politisch aktiver Komponist, der den Ruf der Revolution aus dem Frankreich benachbarten Rheinland ins seinerzeit konservative und feudal geprägte Wien trug. Dabei versprach er sich von der napoleonischen Ära sowohl einen politischen Fortschritt als auch mehr Freiheiten. Am 12. Januar stellt Dirigent Lothar Zagrosek zwei zentrale Werke Beethovens dem Orchesterstück „Tenebrae“ (1966/67) von Klaus Huber gegenüber, einem Vertreter des sogenannten „kritischen Komponierens“. Zudem feiert bei dieser Tournee die Auftragskomposition „Rush“ für großes Orchester, verstärktes Ensemble und Elektronik des Kölner Komponisten Sergej Maingardt seine Premiere. Ein weiteres Highlight: der Deutsche Musikverleger-Verband (DMV) zeichnet das Bundesjugendorchester an diesem Abend mit dem renommierten Branchenpreis „Bestes Konzertprogramm“ für die Saison 2019/2020 aus. „Die Projekte der Spielzeit 2019/20 sind beispielhaft für die programmatische Arbeit des Bundesjugendorchesters, das sein Repertoire stets erweitert und in besondere Kontexte gebettet, die Kompositionen in ihrer musik- und gesellschaftsgeschichtlichen Relevanz erfahrbar machen“, begründet Clemens Scheuch, DMV-Vize-Präsident und E-Ausschuss-Vorsitzender die Entscheidung der Jury. 

 

Das Bundesjugendorchester ist Deutschlands jüngstes Spitzenorchester für Nachwuchsmusiker im Alter von 14 bis 19 Jahren und das Patenorchester der Berliner Philharmoniker. Es wurde 1969 vom Deutschen Musikrat gegründet. Dirigenten wie Gerd Albrecht, Gustavo Dudamel oder Kirill Petrenko standen hier bereits am Pult. Seit 2018 ist Sir Simon Rattle Ehrendirigent. Die jungen Musiker qualifizieren sich mit einem Probespiel für die Mitgliedschaft im Bundesjugendorchester. Während der Arbeitsphasen erarbeiten sie anspruchsvolle Kompositionen, darunter auch zeitgenössische Werke und Uraufführungen. Tourneen führten das Orchester durch ganz Europa, nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Im September 2017 begleitete es die Gründung des nationalen ukrainischen Jugendorchesters in der Ukraine, im Januar 2018 tourte es durch Indien, 2019 durch Südafrika. Hauptförderer des Bundesjugendorchesters sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die DekaBank Deutsche Girozentrale, die Daimler AG, die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, die Stadt Bonn, die Deutschen Orchestervereinigung, die Stiftung Bundesjugendorchester und viele private Förderer.

 

Die Aktivitäten des Orchesters zum Beethovenjahr 2020 werden gefördert durch BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung  für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreis. Für die Projekte zum Beethoven-Jubiläum haben sich die Institutionen Dirigentenforum, Förderprojekte Zeitgenössische Musik und Bundesjugendorchester des Deutschen Musikrats zusammengeschlossen. 

 

Der Deutsche Musikrat (DMR) ist der Dachverband des Musiklebens in Deutschland und Träger zahlreicher Förderprojekte. Die Organisation fügt sich zusammen aus dem Deutscher Musikrat e.V. sowie der Deutscher Musikrat gemeinnützige Projektgesellschaft mbH und vertritt die Interessen von rund 14 Millionen Musizierenden. Das Generalsekretariat des Vereins in Berlin steht für das musikpolitische Wirken des Verbands mit seinen rund 100 Mitgliedorganisationen und 16 Landesmusikräten. Die Projektgesellschaft in Bonn organisiert die zwölf langfristig angelegten Projekte: Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler, Bundesjazzorchester, Bundesjugendorchester, Deutscher Chorwettbewerb, Deutscher Musikwettbewerb, Deutscher Orchesterwettbewerb, Deutsches Musikinformationszentrum (MIZ), Dirigentenforum, Förderprojekte Zeitgenössische Musik, Jugend jazzt, Jugend musiziert und PopCamp. Der DMR wurde 1953 gegründet, hat sich als Mitglied der UNESCO in seinem Handeln der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verpflichtet und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. 

 

Weitere Informationen unter bundesjugendorchester.de oder unter musikrat.de.

 

Konzerte:
12. Jan. Bonn Aula der Universität
14. Jan. Koblenz Eichendorff-Gymnasium (SchoolSession)
16. Jan. Aschaffenburg Stadthalle am Schloss
17. Jan. Lörrach Veranstaltungszentrum Burghof
18. Jan. Verona (IT) Teatro Ristori
19.
Jan. Udine (IT) Teatro Nuovo Giovanni
20. Jan. Udine (IT) Teatro Nuovo Giovanni (SchoolSession)
20.
Jan. Maribor (SLO) Narodni dom / Kulturhaus

 

 

Dirigent:
Lothar Zagrosek

 

Programm:
Ludwig van Beethoven Fidelio-Ouvertüre E-Dur op. 72 (1814)
Klaus Huber Tenebrae für großes Orchester (1966-67)
Sergej Maingardt „Rush“ für großes Orchester, verstärktes Ensemble und Elektronik, Auftragswerk des Deutschen Musikrats (2020)
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (1808)

 


14. FEBRUAR – 17. mai 2020 - HALLE FÜR AKTUELLE KUNST

jetzt! JUNGE MALEREI IN DEUTSCHLAND

 

(Hamburg/dth) - Kein künstlerisches Medium hat so viele positive wie negative Zuschreibungen erlebt wie die Malerei. Mit dem Ausstellungsprojekt JETZT! JUNGE MALEREI IN DEUTSCHLAND unternehmen das Kunstmuseum Bonn, das Museum Wiesbaden, die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser und die Deichtorhallen Hamburg den Versuch, den aktuellen Stand des Mediums zu bestimmen. Ziel ist es, einen gültigen Querschnitt durch die junge, in Deutschland entstandene Malerei zu geben und dabei alle Erscheinungsformen des Mediums ohne konzeptuelle oder ideologische Einschränkungen zu berücksichtigen. Im Kunstmuseum Bonn, dem Museum Wiesbaden und den Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser wurden alle teilnehmenden Künstler*innen mit jeweils mindestens drei Arbeiten parallel ausgestellt; eine Auswahl mit über 150 Werken ist ab dem 14. Februar 2020 in den Deichtorhallen Hamburg zu sehen.

Drei zentrale Prämissen leiten dieses Ausstellungsprojekt: Erstens geht es um die Malerei als Bild, also nicht um installative oder multimediale Erweiterungen des Mediums. Die zweite Prämisse betrifft das Alter der Teilnehmer*innen und konzentriert sich auf die Generation der seit den späten 1970er-Jahren geborenen Künstler*innen. Die dritte Voraussetzung betrifft den geografischen Rahmen der Ausstellung. Dass dieser sich auf Deutschland beschränkt, resultiert allein aus der Notwendigkeit, das Untersuchungsgebiet überschaubar zu halten. In einer umfangreichen Recherche wurde neben der eigenen kuratorischen Kompetenz auch auf die Expertise von arrivierten Maler*innen, Kolleg*innen, Kunsthochschulen und Kunstkritiker*innen zurückgegriffen.

Künstler*innen:
Mona Ardeleanu, Israel Aten, Paula Baader, Lydia Balke, Cornelia Baltes, Jagoda Bednarsky, Viola Bittl, Peppi Bottrop, Andreas Breunig, Paul Czerlitzki, Benjamin Dittrich, Jens Einhorn, Jenny Forster, Pius Fox, Max Frintrop, Sabrina Fritsch, Ina Gerken, Fabian Ginsberg, Gregor Gleiwitz, Lukas Glinkowski, Sebastian Gögel, Henriette Grahnert, Dana Greiner, Vivian Greven, Toulu Hassani, Sabrina Haunsperg, Franziska Holstein, Aneta Kajzer, Sumi Kim, Maximilian Kirmse, Li-Wen Kuo, David Lehmann, Benedikt Leonhardt, Florian Meisenberg, Monika Michalko, Hannes Michanek, Simon Modersohn, Bastian Muhr, Anna Nero, Moritz Neuhoff, Vera Palme, Alexander Pröpster, Franziska Reinbothe, Daniel Rossi, Markus Saile, Moritz Schleime, Jana Schröder, Daniel Schubert, Kristina Schuldt, Alicia Viebrock, Stefan Vogel, Jonas Weichsel, Tristan Wilczek

Kurator*innen:
Prof. Dr. Stephan Berg (Intendant, Kunstmuseum Bonn), Dr. Frédéric Bußmann (Direktor, Kunstsammlungen Chemnitz), Dr. Jörg Daur (Stellv. Direktor, Museum Wiesbaden), Dr. Alexander Klar (ehem. Direktor, Museum Wiesbaden, jetzt Kunsthalle Hamburg), Anja Richter (Kuratorin, Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser), Lea Schäfer (Wiss. Volontärin, Museum Wiesbaden), Dr. Christoph Schreier (ehem. stellvertretender Direktor, Kunstmuseum Bonn)

 

14. FEBRUAR – 17. mai 2020 HALLE FÜR AKTUELLE KUNST

QUADRO KERSTIN BRÄTSCH – KATI HECK STEFANIE HEINZE – LAURA LINK

 

Ergänzend zur Ausstellung JETZT! JUNGE MALEREI IN DEUTSCHLAND wurden für die Kabinettausstellung QUADRO von einem erweiterten Malereibegriff ausgehend mit Kerstin Brätsch, Kati Heck, Stefanie Heinze und Laura Link vier herausragende malerische Positionen der Gegenwart ausgewählt.

KERSTIN BRÄTSCH beschäftigt sich in ihrem vielseitigen OEuvre mit den Einflüssen digitaler Techniken auf die Malerei. Hierbei entstehen großformatige Wandtapeten, raumspezifische Installationen, Performances und Videos, in denen Brätsch das Verhältnis von Malerei und Subjektivität erforscht.

Die monumentalen Bilder KATI HECKs bestechen durch einen humorvollen Stilmix aus fotorealistisch dargestellten Figuren, zeichnerischen und sprachlichen Elementen. Bei STEFANIE HEINZE wird die Leinwand zum experimentellen Raum der Freiheit und des Ausprobierens. Den Ausgangspunkt ihrer großformatigen Gemälde, in der sich phantasievolle Figuren und anthropomorphe Formen versammeln, bilden Themen wie Sexualität und soziale Zugehörigkeit.

LAURA LINK zeigt in ihren eindringlichen Inszenierungen von Körper-, Tier- und Pflanzenwelten das, was gewöhnlich verborgen bleibt. Link versucht, dem Ausgeschlossenen in der Gesellschaft in ihren gro.formatigen Bildern ein Gesicht zu geben. So oszillieren ihre Arbeiten zwischen unaufhaltsamer Vergänglichkeit und eindrucksvoller Lebensfülle.

Kurator
Prof. Dr. Dirk Luckow, Intendant Deichtorhallen Hamburg

 

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ERÖFFNUNG BEIDER AUSSTELLUNGEN
Donnerstag, 13. Februar 2020 ab 19 Uhr. Eintritt frei
Es sprechen Prof. Dr. Dirk Luckow, Intendant Deichtorhallen Hamburg, und Dr. Christoph Schreier, Co-Kurator der Ausstellung JETZT! JUNGE MALEREI IN DEUTSCHLAND.
In Anwesenheit vieler Künstler*innen.

KATALOG
Zur Ausstellung JETZT! JUNGE MALEREI IN DEUTSCHLAND ist eine umfassende Publikation im Hirmer Verlag erschienen. Beiträge von Stephan Berg, Alexander Klar, Anja Richter, Lea Schäfer, Christoph Schreier u. a. 300 Seiten, 200 Abbildungen in Farbe, 24 × 30 cm, gebunden, 45 Euro.

ÖFFNUNGSZEITEN
Di – So, 11–18 Uhr, Mo geschlossen
Jeden 1. Do im Monat bis 21 Uhr


DEICHTORHALLEN HAMBURG STELLEN AUSSTELLUNGSPROGRAMM FÜR 2020 VOR

Foto: Henning Rogge/Deichtorhallen Hamburg
Foto: Henning Rogge/Deichtorhallen Hamburg


 

 

 

(Hamburg/dth) - Auf ein überaus erfolgreiches Jahr 2019 blickten am heutigen Vormittag Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen und der Kaufmännische Direktor, Bert Antonius Kaufmann zurück. »Rund 275.000 Besucher haben unsere Ausstellungen im 30-jährigen Jubiläumsjahr gesehen«, erläuterte Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen.

Das Spektrum reichte von HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC bis zum Frühwerk der Künstler Baselitz, Richter, Polke, Kiefer, der mit über 60.000 Besuchern und 500 Führungen erfolgreichsten Ausstellung in 2019. Im Haus der Photographie waren vor allem gesellschaftlich-menschliche Themen in den Ausstellungen von Michael Wolf, Lauren Greenfield, Walter Schels und Paolo Pellegrin präsent. Dem künstlerischen Genre Video wurde in einer Schau zur Videokunst in Hamburg in der Sammlung Falckenberg Respekt gezollt, bevor die aktuell noch bis zum 24. Mai 2020 laufende Ausstellung der Installationen zum 25-jährigen Sammlungsjubiläum mit prominenten Gästen wie dem US-Schauspieler Matt Dillon und der Sammlerin Julia Stoschek eröffnet wurde.

Mit großem Erfolg verläuft weiterhin die Tournee der Ausstellung SAUL LEITER in Europa. Nach London, Antwerpen, Frankfurt und Wien hat die Ausstellung 2019 in München Station gemacht. Sie wurde bisher von über 190.000 Besucher gesehen. Die Ausstellung SPACE. STREET. LIFE. PHOTOGRAPHY ist ebenfalls auf Wanderschaft und nach Wien in 2020 im Fotomuseum in Winterthur präsent. Auch die Ausstellung von Ute Mahler und Werner Mahler ist vom Haus der Photographie ausgehend nach Den Haag gewandert und wird in 2020 in der Kunsthalle Rostock zu sehen sein.


AUSSTELLUNGEN 2020
»Das Ausstellungsprogramm der Deichtorhallen startet in 2020 mit der Fortsetzung großer Malerei-Ausstellungen«, so Dirk Luckow zum Auftakt der Programmvorstellung. Auf die Überblicksschau des Frühwerks der »Alten Meister«, Baselitz, Richter, Polke, Kiefer folgen zwei Ausstellungen mit aktueller Malerei. Die Ausstellung JETZT! JUNGE MALEREI IN DEUTSCHLAND stellt in Kooperation mit den Kunstmuseen Bonn, Wiesbaden und Chemnitz eine Bestandsaufnahme der Malerei aus Deutschland mit 53 Künstler*innen vor. Parallel werden mit Kerstin Brätsch, Kati Heck, Stefanie Heinze und Laura Link vier weitere herausragende malerische Positionen in der Ausstellung QUADRO vom 14. Februar bis 17. Mai 2020 präsentiert.

Drei international erfolgreichen Künstler*innen wird in 2020 eine umfangreiche Einzelpräsentation ausgerichtet:
Auf 3.200 qm breitet der US-amerikanische Künstler Tom Sachs sein SPACE PROGRAM 4 – SELTENE ERDEN. Das interaktive Projekt kreist vom 19. Juni bis 27. September 2020 auf ironische Weise um den amerikanischen Imperialismus, um Technologie-Begeisterung und kontakariert es mit der gleichzeitigen Suche nach innerer Einkehr und Kontemplation.
Katharina Sieverding, die Pionierin der Ausdrucksmöglichkeiten von Fotografie, von Transformationsvorgängen, Fragen nach Identität und Gender ist vom 26. September 2020 bis 14. März 2021 mit einer Einzelausstellung in der Sammlung Falckenberg zu Gast.
Die bisher umfangreichste Ausstellung des südafrikanischen Künstlers William Kentridge wird vom 31. Oktober 2020 bis 11. April 2021 in Kooperation mit dem Zeitz Mocca, Cape Town in der Halle für aktuelle Kunst zu sehen sein. Ausgehend von seinem zeichnerischen Werk werden auch seine z.B. von der Documenta oder der Biennale von Venedig bekannten Installationen und Videoarbeiten vorgestellt.

Im Vorfeld der amerikanischen Präsidentschaftswahlen wird neben Tom Sachs zwei weiteren amerikanischen Positionen Platz eingeräumt: Der Magnum Photos-Fotograf Matt Black ist über 40.000 Meilen durch nahezu alle US-Bundesstaaten gereist. Währenddessen fotografierte er für sein Projekt THE GEOGRAPHY OF POVERTY Gemeinden, deren Armutsrate über 20% liegt, das vom 10. Juli bis 8. November 2020 im Haus der Photographie erstmals vorgestellt wird. Parallel dazu wirft die Ausstellung BEAUTIFUL AMERICA von Jerry Berndt einen eher historischen Blick auf die kulturellen, sozialen und infrastrukturellen Veränderungsprozesse der USA zwischen 1968 und 1980.

Die Familie als kleinste soziale Einheit der Gesellschaft ist Thema der Fotografie-Ausstellung FAMILY AFFAIRS. Rund 20 Positionen vornehmlich unbekannterer, jüngerer fotografischer Positionen reflektieren vom 27. November 2020 bis 28. März 2021 sowohl die komplexen Dynamiken als auch unterschiedlichen Formen von Familie.

Weiterhin ist in 2020 junge Kunst aus drei Förderprojekten zu sehen: recommended ist die Schau der Stipendiat*innen des Olympus Fellowships und gute aussichten 2019/2020 zeigt parallel vom 21. März bis 14. Juni 2020 zum 16. Mal die Preisträger des bundesweiten Wettbewerbs für Absolventen von Fotografie-Studiengängen. Eine Präsentation der Künstler*innen, die von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg mit einem Arbeitsstipendium für bildende Kunst in 2018 und 2019 ausgezeichnet wurden, läuft vom 13. Juni bis 23. August 2020 in der Sammlung Falckenberg.


FINANZEN, DIGITALES UND GASTRONOMIE
»Besonders die Jubiläumsauktion des Förderkreises der Deichtorhallen mit einem Ergebnis von über 500.000 Euro sichert in den nächsten Jahren das Ausstellungsprogramm der Deichtorhallen« freut sich Dirk Luckow. Bert Antonius Kaufmann ergänzt: »Auch dank der lang ersehnten Erhöhung der Zuwendung in 2019 durch die Freie und Hansestadt Hamburg sowie der langjährigen Partner UBS und EY sowie der Unterstützer aus der Fotografie, Olympus und CEWE konnten die Deichtorhallen zum neunten Mal in Folge ein ausgeglichenes wirtschaftliches Ergebnis unter anspruchsvollen Bedingungen erzielen.«

Nach dem Ausbau des freien WLANs, des digitalen Ausstellungsführers und des Online-Tickets in den letzten Jahren wurde erfolgreich das Online-Magazin HALLE4 auf den Weg gebracht. »Wir freuen uns, dass wir mit Wolfgang Ullrich einen der wichtigsten Kunstkritiker für die Kolumne Verwechslungsgefahr gewinnen konnten«, so Dirk Luckow.

Neues hatte Bert Antonius Kaufmann über die beiden gastronomischen Angebote der Deichtorhallen zu berichten. Nach 15 Jahren guter und erfolgreicher Zusammenarbeitet mit den Betreibern des »Fillet of Soul« endet die Partnerschaft auf Wunsch der beiden Gastronomen zu Ende 2019. Als neue Partner konnten mit Thorsten Gillert (Restaurant »Der Erdbeerfressende Drache«), Rainer Wendt (ehemals »Café Paris«) und Jörg Meyer (Bar »Le Lion«) drei langjährig erfahrene Gastronomen gewonnen werden, die vielen Hamburgern bekannt sein dürften. Aus Ottensen zieht ab Mitte Februar 2020 das Restaurant »Der Erdbeerfressende Drache« dauerhaft ins Haus der Photographie. Ab Mitte Juni soll dann nach umfangreichen Umbauarbeiten das ehemalige Café in der Halle für aktuelle Kunst zukünftig als »Tagesbar«, einer Mischform zwischen klassischem Café, Bistro und Bar, bis in die Abendstunden betrieben werden.  

 


Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim locken 2020 mit zwei besonderen Schwerpunkten

Vom Land der Pharaonen ins Abenteuer "Eiszeit-Safari"

 

(Mannheim/rem) - Im kommenden Herbst ziehen Mammut, Höhlenlöwe und zahlreiche andere Tiere der letzten Eiszeit in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim ein. Die Sonderausstellung "Eiszeit-Safari" katapultiert Kinder und Erwachsene viele Jahrtausende zurück in die Vergangenheit. Eine weitere spannende Zeitreise erwartet Besucherinnen und Besucher bereits im Frühjahr 2020. Unter dem Motto "Faszination Ägypten" sind in Mannheim gleich drei Schauen zu bewundern. Sie entführen ins geheimnisvolle Reich der Pharaonen, bergen die Grabschätze Tutanchamuns und hauchen der altägyptischen Kunst dank Fototechnik neues Leben ein.  Für weitere Glanzlichter sorgen noch bis April 2020 die Präsentationen "Javagold" und "Chromatik – Klang der Farbe in der modernen Glaskunst".

 

Wie sah es in Deutschland vor 35.000 bis 15.000 Jahren aus? Welche Tiere lebten in dieser Zeit und wie war der Alltag der Menschen? Diese und andere Fragen beantwortet vom 20. September 2020 bis 14. Februar 2021 die Erlebnisausstellung "Eiszeit-Safari". Sie erzählt Wissenswertes und Spannendes über die Welt der letzten Eiszeit aus einer überraschenden Perspektive: der eines Zeitreisenden von heute. Die Besucherinnen und Besucher erfahren beispielsweise, was und wie die Menschen jagten und kochten oder welche Kleidung sie trugen. Auge in Auge stehen sie imposanten Tieren gegenüber: Elefanten, Nashörnern, Büffeln oder Löwen – Tiere, die wir eher in Afrika vermuten würden. In der letzten Eiszeit begegnen sie uns aber auch in Mitteleuropa. Mammut, Wollhaarnashorn, Steppenbison und Höhlenlöwe streiften durch die Landschaft. Die Schau bietet darüber hinaus kompakte Informationen zur Entstehung von Eiszeit und zum Klimawandel. Außerdem werden erstmals neueste Forschungsergebnisse und bisher noch nie gezeigte Knochenfunde zur eiszeitlichen Lebenswelt am Oberrhein vorgestellt. Mehr als 100 Exponate – darunter zahlreiche lebensechte Tierrekonstruktionen und Skelette sowie  Mitmach-Stationen – machen die Ausstellung zu einer unvergesslichen Zeitreise für die ganze Familie.

 

Vom Alten Ägypten geht eine besondere Faszination aus. Die Pyramiden, der aufwändige Totenkult und die zeitlos schönen Kunstwerke ziehen Menschen bis heute in ihren Bann. Anlässlich der SC Exhibitions Ausstellung "Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze" präsentieren die Reiss-Engelhorn-Museen unter dem Motto "Faszination Ägypten" im Museum Weltkulturen eine ungewöhnliche Foto-Ausstellung sowie Originale aus vier Jahrtausenden Hochkultur am Nil.

 

Vom 30. Mai 2020 bis 31. Januar 2021 ist einer der berühmtesten ägyptischen Herrscher zu Gast im Museum Zeughaus. SC Exhibitions zeigt in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen die Sonderausstellung "Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze". Nach fünf Jahren erfolgreicher US-Tournee kommt der legendäre Pharao samt seinen Reichtümern endlich wieder zurück nach Deutschland. In der Präsentation erleben die Besucherinnen und Besucher den historischen Moment der Entdeckung des Grabschatzes durch Howard Carter im Jahr 1922 hautnah mit. Jung und Alt wandeln auf den Spuren des mysteriösen Pharao und erkunden auf lehrreiche und unterhaltsame Weise Carters Entdeckung in seiner originalen Fundsituation. Die detailgetreu nachgebildeten Grabbeigaben, der Sarkophag, die goldenen Särge und Schreine, der Schmuck sowie natürlich die Maske sind in ihrem monumentalen Gesamtzusammenhang mit 1.000 Repliken weltweit einmalig.

 

Der renommierte deutsch-amerikanische Fotokünstler Marc Erwin Babej haucht der altägyptischen Kunst mit seiner Werkserie "Yesterday – Tomorrow" neues Leben ein. Seine monumentalen "fotografischen Reliefs" sind vom 15. März bis 28. Juni 2020 im Museum Weltkulturen zu sehen. Sie übertragen die altägyptische Bildsprache in die heutige Zeit. Der Künstler greift auf deren wohl auffälligstes Stilmittel zurück: den "aspektivischen" Realismus. Dabei wird der menschliche Körper aus verschiedenen Perspektiven wie Frontal- und Seitenansicht gleichzeitig abgebildet. Die mit Hieroglyphen und lateinischen Buchstaben kombinierten Fotomontagen erzählen von Themen, die heute ebenso aktuell sind wie im Alten Ägypten: Herrscherkult, der Integration von Fremden, Liebesbeziehungen oder dem Streben nach unvergänglicher Schönheit.

 

Ebenfalls im Museum Weltkulturen ist ein besonderer Publikumsliebling zu bewundern. Mit der Präsentation "Ägypten – Land der Unsterblichkeit" stießen die Reiss-Engelhorn-Museen 2014 das Tor zur Hochkultur am Nil auf. Mit außergewöhnlichen Originalen illustriert sie wichtige Aspekte wie das Alltagsleben, die Stellung des Pharao und seines Beamtenstaates sowie Totenkult und Götterwelt. Höhepunkte sind unter anderem die originalgetreue Inszenierung der reich verzierten Sargkammer des Sennefer sowie ein Entdecker-Raum mit Mitmach-Stationen für Kinder und Familien.

 

Geheimnisvoll sind auch die Schätze, die noch bis 13. April 2020 in der Ausstellung "Javagold" gezeigt werden. Tiefe Regenwälder, gefährliche Vulkane, eindrucksvolle Tempel – über viele Jahrhunderte lang war die indonesische Inselwelt Heimat mächtiger hinduistischer und buddhistischer Königreiche. Von deren längst vergangener Pracht und Kunstfertigkeit künden rund 400 Schmuck- und Kultgegenstände, gefertigt aus jenem Material, das die Menschheit seit Jahrtausenden in den Bann zieht: Gold.

 

Für einen Farbrausch sorgt noch bis 26. April 2020 die Präsentation "Chromatik – Klang der Farbe in der modernen Glaskunst". Im Mittelpunkt steht das Spiel von Licht und Farbe. Mit dem Material Glas verbindet man in der Regel Transparenz und Farblosigkeit. Die Schau entlarvt dieses Klischee und präsentiert 36 Glasskulpturen in schillernden Farbtönen. Dabei handelt es sich um Glanzlichter aus der Sammlung Peter und Traudl Engelhorn des mudac/Lausanne. Die Ausstellung vereint Werke namhafter Künstlerinnen und Künstler aus Europa, Japan sowie den USA von den späten 1960er Jahren bis heute.

 

www.rem-mannheim.de

 

 

 


Fondation Beyeler: Vom 7. bis 24. Dezember 2019 erhalten alle über 65-Jährigen freien Eintritt ins Museum. Für alle unter 25 Jahren ist der Museumsbesuch ohnehin gratis.

Ein Adventsgeschenk für Jung und Alt

Besucherinnen der Ausstellung „Resonating Spaces“, Fondation Beyeler Riehen/Basel, 2019; Foto: Mathias Mangold
Besucherinnen der Ausstellung „Resonating Spaces“, Fondation Beyeler Riehen/Basel, 2019; Foto: Mathias Mangold

 

(Basel/fb) - Zum Abschluss des erfolgreichen Ausstellungsjahres 2019 wendet sich das Museum mit einem besonderen Geschenk an das ältere Publikum und gewährt allen über 65-jährigen Besuchern freien Eintritt ab Samstag, den 7., bis und mit Dienstag, den 24. Dezember. In Kombination mit der überaus beliebten „U25“-Aktion mit Gratiseintritt für alle unter 25-Jährigen steht dem generationenübergreifenden Kunstgenuss während der Adventszeit nichts im Wege.

 

Für die jahrelange Treue der älteren Besucher möchte sich das Museum bedanken und schenkt allen über 65-Jährigen freien Eintritt vom 7. bis 24. Dezember 2019. Da alle unter 25-Jährigen ohnehin das ganze Jahr über freien Eintritt in die Fondation Beyeler geniessen, sind die beiden Aktionen kombiniert eine schöne Gelegenheit für einen Gratis-Museumsbesuch zweier Generationen. So können in der Vorweihnachtszeit Grosseltern mit ihren Enkeln gemeinsam die zeitgenössischen Werke und Installationen von Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz und Rachel Whiteread im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Resonating Spaces“ erleben. Oder es können Enkel ihre Grosseltern ins Museum einladen, um die Sammlungsausstellung „Sammlung Beyeler / Sammlung Rudolf Staechelin“ zu sehen, ohne ihr schmales Taschengeldbudget zu belasten.

 

Überaus erfolgreich wurde bereits 2017 die Aktion „U25“ gestartet, bei der allen Museumsbesuchern unter 25 Jahren das ganze Jahr über freier Eintritt ins Museum gewährt wird. Seit der Lancierung haben fast 75’000 Jugendliche von diesem Angebot profitiert und sind gratis ins Museum gekommen.

 

Das Jahr 2019 in der Fondation Beyeler begann fulminant mit der Ausstellung „Der junge PICASSO – Blaue und Rosa Periode“, welche die frühen Werke des Jahrhundertkünstlers Pablo Picasso feierte und die mit über 330’000 Besucherinnen und Besuchern als die am zweitbesten besuchte Ausstellung in die Geschichte der Fondation Beyeler einging. Die Sommerausstellung zeigte daraufhin eine umfassende Werkschau des zeitgenössischen Malers Rudolf Stingel, parallel dazu lief den Sommer über die Ausstellung „Louise Bourgeois – Insomnia Drawings“. Die Sammlung Beyeler wurde mit den Sammlungsausstellungen „Picasso Panorama“ und „Lost in Time Like Tears in Rain“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

 

Die aktuelle Herbstausstellung „Resonating Spaces“ präsentiert ausgewählte Arbeiten der fünf international renommierten, zeitgenössischen Künstlerinnen Leonor Antunes, Silvia Bächli, Toba Khedoori, Susan Philipsz und Rachel Whiteread und ist noch bis zum 26. Januar 2020 zu sehen. Die Werke dieser Künstlerinnen schaffen in sehr unterschiedlicher Form eine spezifische Qualität von Räumlichkeit – akustisch, als Skulptur oder gezeichnet.

 

Die neueste Sammlungsausstellung „Sammlung Beyeler / Sammlung Rudolf Staechelin“ zeigt die erst dieses Jahr nach Basel zurückgekehrte Sammlung von Rudolf Staechelin in neuen und überraschenden Kombinationen mit Werkgruppen der Sammlung Beyeler und ist bis zum 5. Januar 2020 geöffnet.


Programmveröffentlichung | Mozartfest Würzburg: 29. Mai - 28. Juni 2020 | Widerstand, Wachsen, Weitergehen

 

(Würzburg/pm) - Das Mozartfest nimmt die Saison 2020 zum Anlass, über Widerstand, Wachsen und Weitergehen nachzudenken und in diesem Sinn Mozart und Beethoven aufeinander zu beziehen. »Freiheit, weiter gehen« war für Ludwig van Beethoven der Zweck allen künstlerischen Schaffens. Weitergehen hieß für beide Komponisten Grenzen auszuloten, neu zu bestimmen und wieder zu überschreiten.

 

Mozart im Kontext zu Beethoven zu ergründen, dafür steht auch der Artiste étoile dieser Saison: Reinhard Goebel – Geiger, Dirigent, Lehrer und Musikversteher. Vier Programme hat er für den Kaisersaal konzipiert. Außerdem wird er im MozartLabor unterrichten und im Gespräch »Beethovens Welt« erschließen. Ludwig van Beethoven ist im Jahr der Wiederkehr seines 250. Geburtstages das Komponistenportrait der Saison gewidmet.

 

Zwei Konzertreihen flankieren den Beethoven-Schwerpunkt: „Geboren 1770“ behandelt das künstlerische Schaffen und Wirken seiner Zeitgenossen Friedrich Hölderlin und Friedrich Witt. Der Zyklus „Sinn(e)!“ lädt ein zu einer Reise in veränderte Wahrnehmungswelten, wenn die Sinnesorgane nicht mehr im vertrauten Zusammenspiel funktionieren. Beethovens Hörverlust gab die Inspiration zu dieser sechsteiligen Konzertreihe. Der Fokus der Konzertprogramme liegt auf jenen Werken Beethovens, die sich hörbar an seinen Vorbildern reiben. Spitzenensembles und international hochkarätige Solisten haben sich wieder mit Energie und Neugier auf die Thematik eingelassen. Sie ergründen in viel-saitigen und beziehungsreichen Programmen vom 29. Mai bis 28. Juni in 74 Veranstaltungen an 26 Spielstätten das Woher und Wohin von Komponisten, Werken und musikalischen Denkformen.

 

Das Eröffnungskonzert findet im Kaisersaal der Würzburger Residenz mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Reinhard Goebel (29./30.05.) statt.

 

Für die Finanzierung des Mozartfestes sind die Stadt Würzburg als Trägerin mit einer Förderung von 600.000 Euro und das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mit 250.000 Euro die tragenden Säulen. Der Gesamtetat für 2020 beträgt 2,19 Mio. Euro. Die Bayerische Schlösserverwaltung, der Freundeskreis, Stiftungen und Sponsoren sowie der Unternehmerkreis sind die wichtigen Partner des Mozartfestes. Der Krick Verlag und die Vogel Stiftung setzen ihr Premiumsponsoring 2020 fort, ebenso wie die va-Q-tec AG dem Festival als Hauptsponsor verbunden bleibt.

 

Die Medienpartnerschaften im Bereich Radio, Fernsehen und digitale Medien sind mit dem Bayerischen Rundfunk, Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und der Deutschen Welle erneut breit aufgestellt. Insgesamt werden 20 Konzerte mitgeschnitten, darunter eine Live-Radioübertragung und ein Video-Livestream.

 

Die Saisonbroschüre zum Mozartfest 2020 ist ab sofort erhältlich und kann postalisch angefordert oder unter www.mozartfest.de heruntergeladen werden. Der schriftliche Kartenvorverkauf beginnt am 5. Dezember 2019. Ab dem 13. Januar 2020 ist das Mozartfest-Kartenbüro im Würzburger Rathaus telefonisch und für persönliche Beratungen geöffnet. Karten kosten zwischen 5 und 185 €. Schüler, Auszubildende und Studierende erhalten 50% Ermäßigung auf reguläre Karten sowie Last-Minute-Tickets zum Einheitspreis von 12 €.

 


Historisches Museum der Pfalz zeigt kulturhistorische Ausstellung zur Geschichte der Medizin

Medicus-Ausstellung eröffnet in Speyer

(Speyer/pm) - Ab Sonntag, 8. Dezember, präsentiert das Historische Museum der Pfalz in Speyer die kulturhistorische Ausstellung zur Geschichte der Medizin. „Medicus – Die Macht des Wissens“ nutzt den literarischen Zugang des Weltbestsellers „Der Medicus“ von Noah Gordon, um die komplexe und faszinierende Entwicklung des medizinischen Fortschritts in fesselnder Weise zu vermitteln. Sie begibt sich auf eine Zeitreise vom Altertum bis zur Gegenwart, in deren Mittelpunkt der existentielle Wunsch nach Gesundheit und Heilung steht. Erstmals überhaupt sind medizingeschichtliche und kunstgeschichtliche Objekte in einem Ausstellungkontext zusammengeführt. Zu den mehr als 500 faszinierenden Exponaten und sehenswerten Fundkomplexen zählen prachtvoll ausgestattete Handschriften, die das Wissen ihrer Zeit überliefern ebenso wie ausgefeilte Instrumentarien römischer Ärztinnen oder Schröpfköpfe und Klistiere mittelalterlicher Bader. Ein beeindruckendes Zeugnis altägyptischer Kunst ist die überlebensgroße Figur der Göttin Sachmet, die Schutz vor Krankheiten bringen sollte. Während mesopotamische Tontafeln jahrtausendealte Rezepte überliefern, steht die „Gläserne Frau“ für das Wissen der Moderne. Zu den 50 namhaften Leihgebern aus dem In- und Ausland zählen die Uffizien in Florenz, der Louvre in Paris sowie die Staatlichen Museen zu Berlin.

Ein umfangreiches und buntes Begleitprogramm bereichert die Ausstellung: Vom Comedy-Abend „Nie krank is net g’sund!“ mit dem Pfälzer Comedy-Duo Spitz & Stumpf am 9. Januar und 12. März, über einen Talk mit dem Arzt, Kabarettisten und kreativen Berater der Ausstellung Dr. Eckart von Hirschhausen am 21. Januar bis hin zum Weihrauchtasting am 28. Februar und einem Pflanzen-Workshop am 9. Mai. „Erste Hilfe für Globeltrotter“ am 18. Januar bietet eine unterhaltsame und actionreiche Auffrischung von Erste-Hilfe-Kenntnissen, während die Blutspendeaktion im Museum am 22. März zum „Aderlass für den guten Zweck“ einlädt.

Öffnungszeiten
Die Ausstellung „Medicus – Die Macht des Wissens“ ist vom 8. Dezember 2019 bis zum 21. Juni 2020 zu besichtigen. Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Zusätzlich an Heiligabend von 10 bis 14 Uhr, am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag von 10 bis 18 Uhr, an Silvester von 10 bis 16 Uhr und am 1. Januar 2020 von 10 bis 18 Uhr. Weitere Informationen zu der Sonderausstellung und zum Begleitprogramm unter www.medicus-ausstellung.de

 


Die Drei-Länder-Rallye - ein grosser Erfolg!

 

(Basel/pm) - Vier Monate lang nahmen über 1‘000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserer „Drei-Länder-Rallye“ zu Ehren des 20-jährigen Bestehens des Museums-PASS-Musées teil. Aufgabe war es, innerhalb der festgesetzten vier Monate je ein Museum in Deutschland, Frankreich und der Schweiz zu besuchen. All diejenigen, die sich für die Rallye angemeldet hatten, wanderten nach Erfüllen der Vorgaben automatisch in den Lostopf.

 

Dank zahlreichen großzügigen Gönnern konnten über 350 Sachpreise an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgeschüttet werden. Der Hauptpreis – ein einzigartiges Kunstwerk des elsässischen Künstlers Jean-Christophe Przybylski – wurde Anfang November 2019 im Atelier des Künstlers der Gewinnerin, Frau Spinnhirny, übergeben.

 


Kunstedition "Art 19 - Box One" zugunsten von Amnesty International

 

(Berlin/ai) - Art 19 kündigt gemeinsam mit Amnesty International "Art 19 - Box One" an, eine limitierte Edition von zehn Originalgraphiken der folgenden international renommierten Künstler_innen: Ayse Erkmen, Shilpa Gupta, Ilya & Emilia Kabakov, William Kentridge, Shirin Neshat, Yoko Ono, Gerhard Richter, Chiharu Shiota, Kiki Smith und Rosemarie Trockel.

 

Erstmals werden die hochwertigen Graphiken (98 x 68 cm) am 10. Dezember 2019 - dem Tag der Menschenrechte - in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert. Am 11., 12. und 13. Dezember folgen Ausstellungseröffnungen in Genf, Prag und Paris. Weitere Ausstellungen in Afrika, Asien und Amerika sind 2020 geplant.

 

In handgefertigten Leinenboxen werden die Originalgraphiken in einer limitierten Auflage von 100 Exemplaren (für 50.000 EUR per Box) für Kunstliebhaber und Unterstützer von Amnesty International zum Verkauf stehen. Um ihr Engagement gegenüber Amnesty International zu zeigen, verzichten alle Künstler_innen auf ein Honorar.

 

Art 19 ist eine von vier Freunden gemeinsam ins Leben gerufene Initiative. Ihre Gründer bündeln dabei langjährige Erfahrung in den Bereichen Kunst und Menschenrechte: Mike Karstens (Galerist und Master Printer aus Münster), Burkhard Richter (Anwalt für Wirtschaftsrecht im Ruhestand, Kunstberater und Kurator aus Düsseldorf), Bill Shipsey (Art for Amnesty Gründer und Barrister im Ruhestand aus Dublin) sowie Jochen M. Wilms (Entrepreneur und Produzent von Kunstprojekten aus Berlin).

 

Ziel der Initiative ist, Amnesty Internationals Arbeit für Menschenrechte durch Spendengelder zu unterstützen. Der Name "Art 19" bezieht sich auf Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: "Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung".


Von der Kunst sich selbst zu erkennen und Sinn im Leben zu finden

 

(München/bpr) - Philosophen und Lebenskünstler, Denker und Verführer, Künstler und Pragmatiker, Ernsthafte und Homoristen – sie alle haben sich über die Jahrtausende gefragt: „Wer bin ich?“ und „Wie kann ich ein sinnerfülltes Leben führen?“ Der Philosoph Alain de Botton ist in mit zwei neuen Titeln aus seiner erfolgreichen Buchreihe „The School of Life“ genau diesen Fragen auf den Grund gegangen. Herausgekommen sind zwei Bücher, die die uralte Suche nach der Selbsterkenntnis neu und überraschend unterhaltsam beleuchten. Ein Motivationsanstoß, der Leserinnen und Lesern genug Denk- und Gesprächsstoff vermittelt, um sich die Frage aller Fragen zu stellen und dabei sich selbst zu erkennen. Denn Selbsterkenntnis ist der erste Schritt in ein erfülltes Leben.

 

„Wer bin ich?“ Nicht umsonst fällt vielen Menschen die Antwort auf diese Frage unendlich schwer. Wer besitzt schon selbst so viel Einsicht in die eigenen Muster von Verhalten und Denken, dass er – oder sie – diese Frage abschließend beantworten könnte. Daher bietet Alain de Bottons neues Buch „Wer bin ich?“ nicht nur unterhaltsame Abhilfe, sondern gezielte Fragen aus der Psychologie. Amüsant und doch ernsthaft führt dieses Buch durch den Irrgarten des eigenen Ich und hilft dabei, ein klareres Bild von sich selbst zu gewinnen. Denn uns selbst zu verstehen ist eine knifflige Angelegenheit. Dieses Buch enthält überraschende und sehr inspirierende Anregungen, konkrete Aufgaben und Platz für eigene Gedanken, die uns in allen wichtigen Bereichen des Lebens zu mehr Verständnis und Selbsterkenntnis führen.

 

Der Sinn des Lebens“ ist ein praktischer Ratgeber zu der wichtigsten Frage, der wir uns als Mensch stellen können. Denn es scheint, dass normale Sterbliche in dieser Frage selten eine gute Antwort finden werden. In Wahrheit aber sollten wir alle darüber nachdenken und ein für uns bedeutungsvolles Leben definieren. Alain de Botton betrachtet in diesem Buch eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Sinn zu finden: In der Liebe, der Familie, in Freundschaften und der Arbeit, durch Selbsterkenntnis und in der Natur. Wir erkennen hier, warum manche Dinge bedeutsam sind und manche nicht und erfahren, wie wir unserem Tun Bedeutung verleihen. So erhalten wir ein vielseitig inspirierendes und praktisches Buch fürs Leben. Die Quellen der Sinnerfüllung der Philosoph und Bestsellerautor in diesem Band ebenso wie die Hindernisse auf dem Weg dorthin.

 

„Fast jedes Leben hat von sich aus bestimmte Aspekte, denen sehr viel Sinnerfüllung beikommt, aber manchmal verstehen wir sie nicht recht oder schätzen sie falsch ein. Es ist an der Zeit, die Suche nach dem Sinn im Leben nicht länger als unmöglich oder lächerlich abzutun, sondern als etwas anzusehen, was wir alle verstehen, anstreben und erreichen können“, so die motivierenden Worte von Alain de Botton im Vorwort zu seinem Buch.

 

Alain de Botton, 1969 in Zürich geboren, verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Der studierte Philosoph und Bestsellerautor („Wie Proust Ihr Leben verändern kann“) möchte dem modernen Menschen helfen, glücklich, zielstrebig und kreativ zu werden – kurz, ein erfülltes Leben zu führen. Seine Bücher sind in 30 Ländern erschienen. Sein weltumspannendes Unternehmen „The School of Life“, seit 2016 auch in Berlin vertreten, verfolgt eine neue Vision von Bildung und Erziehung.

 

The School of Life widmet sich der Entwicklung emotionaler Intelligenz, in der Überzeugung, dass unsere größten Probleme durch fehlende Selbsterkenntnis, zu wenig Mitgefühl und einen Mangel an Kommunikation entstehen. Das Unternehmen ist an zehn Orten weltweit tätig, unter anderem in London, Amsterdam, Berlin, Seoul und Melbourne. Das Team rund um Alain de Botton produziert Filme, unterrichtet, bietet Therapien an und erstellt eine Auswahl an Produkten zur geistigen Weiterentwicklung.