Kulturnachrichten

20.03.2019

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland. Sie setzt sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Denkmale ein. Ihre vielfältigen Aktivitäten reichen von pädagogischen
Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der aktiven Mithilfe von über 200.000 Förderern bereits über 5.000 Projekte mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Sie finanziert ihre Arbeit vor allem durch private Zuwendungen und Spenden. Darüber hinaus wird sie durch Mittel der staatlichen Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

 


Swisscom und die Fondation Beyeler bringen einen echten Picasso in ein Schweizer Wohnzimmer

Urs Schaeppi, CEO Swisscom, und Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler, mit Pablo Picassos Buste de femme au chapeau (Dora) von 1939; © Succession Picasso / 2019, ProLitteris, Zürich; Foto: Luca Schwitalla
Urs Schaeppi, CEO Swisscom, und Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler, mit Pablo Picassos Buste de femme au chapeau (Dora) von 1939; © Succession Picasso / 2019, ProLitteris, Zürich; Foto: Luca Schwitalla

 

(Basel/fb) - Swisscom ist Hauptpartnerin der einzigartigen Ausstellung „Der junge PICASSO – Blaue und Rosa Periode“ in der Fondation Beyeler. Gemeinsam mit der Fondation Beyeler lanciert Swisscom nun die Aktion #myprivatepicasso und bringt dabei ein wertvolles Gemälde von Pablo Picasso aus der renommierten Museumssammlung für einen Tag in ein Schweizer Zuhause.

 

So einzigartig wie der Künstler Picasso, so einzigartig ist die gemeinsame Aktion der Fondation Beyeler und Swisscom #myprivatepicasso. Das Meisterwerk Buste de femme au chapeau (Dora) von 1939 aus der renommierten Sammlung Beyeler, wird am 16. April 2019 für einen Tag an einen privaten Haushalt in der Schweiz ausgeliehen. Ob Grossfamilie, Studi-WG oder Single-Haushalt: Alle in der Schweiz wohnhaften Personen haben vom 19. März – 1. April die Möglichkeit, sich für diese aussergewöhnliche Aktion zu bewerben. Wer für seine originelle Idee das Gemälde nach Hause bekommt, entscheidet ein öffentliches Voting und eine Jury aus Vertretern der Fondation Beyeler und Swisscom.

 

Möglich dank sicherer Vernetzung

 

Die Vernetzung und sichere Datenübertragung über das Swisscom Netz machen es möglich, dass ein solch wertvolles Gemälde in ein gewöhnliches Schweizer Zuhause kommt – ausserhalb einer Museumsumgebung. So können die Sicherheitsexperten von Swisscom und der Fondation Beyeler das Bild jederzeit überwachen und erhalten von einem vernetzten Rahmen laufend die wichtigen Umgebungsdaten des Bildes. Für die Aktion #myprivatepicasso haben Swisscom und die Fondation Beyeler einen smarten Bilderrahmen für das Meisterwerk Buste de femme au chapeau (Dora) entwickelt, der unter anderem die Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit misst, die GPS-Position des Gemäldes ermittelt oder bei unerlaubter Bewegung Alarm schlägt.

 

Picasso - der Jahrhundertkünstler für alle

 

Pablo Picasso (1881–1973) ist der berühmteste Künstler der Moderne. Seine Werke hängen in den grossen Kunstmuseen der Welt. In der aktuellen Picasso-Ausstellung in der Fondation Beyeler erhalten Besucher Einblicke in die sogenannte Blaue und Rosa Periode des Künstlers. Die Bilder dieser Schaffenszeit zählen zu den schönsten und emotionalsten der Moderne. Die Ausstellung in der Fondation Beyeler wird als einer der kulturellen Höhepunkte des Jahres in Europa gefeiert. Der Stiftungszweck des meistbesuchten Kunstmuseums der Schweiz ist moderne Kunst an das breite Publikum zu vermitteln und das Interesse junger Menschen an der Kunst zu wecken. Die Fondation Beyeler und Swisscom kooperieren, um den Schweizerinnen und Schweizern Picasso näher zu bringen.

 

Das sagen Sam Keller, Direktor der Fondation Beyeler, und Urs Schaeppi, CEO von Swisscom, zu der Aktion:

 

§ „Wir wollen Kunst der breiten Bevölkerung zugänglich machen und auch den Menschen näherbringen, die vielleicht noch nicht regelmässig Museen besuchen. Die Aktion #myprivatepicasso mit Swisscom hilft uns dabei. Wertvolle Kulturgüter wie Pablo Picassos „Femme au Chapeau“ werden sonst nur an Museen mit hohen Sicherheitsstandards ausgeliehen. Dank der innovativen Technik unserer Partnerin Swisscom können wir das Kunstwerk sicher in jedes  Schweizer Zuhause bringen“, erklärt Sam Keller von der Fondation Beyeler.

 

§ „Die Fondation Beyeler und Swisscom bringen mit #myprivatepicasso Kunst und Technologie zusammen und ermöglichen damit eine einzigartige Aktion. Dafür braucht es das beste Netz, eine sichere Übertragung und einen Partner wie die Fondation Beyeler. Dies unterstützt unsere Vision, die Chancen der Vernetzung einfach zu nutzen. Swisscom investiert jedes Jahr rund 1,8 Milliarden Franken in den Ausbau der Infrastruktur und in die Sicherheit, um dies ermöglichen,“ sagt Urs Schaeppi, CEO von Swisscom.

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Pressedossier anbei, Informationen und Bewerbung für die Aktion: www.myprivatepicasso.ch

 

 

Die Ausstellung „Der junge PICASSO – Blaue und Rosa Periode“ wird von der Fondation Beyeler organisiert und entsteht in Kooperation mit den Musées d’Orsay und de l’Orangerie, Paris, sowie dem Musée National Picasso-Paris.

 

 

 


Und weitere Highlights im Mai im Berliner Dom

Eva Mattes singt und liest Astrid Lindgren

Foto: Hanna Mattes
Foto: Hanna Mattes

 

(Berlin/sp) - Astrid Lindgrens „kleines, feines Gör“, Pippi Langstrumpf, gegen Ende des 2. Weltkrieges erfunden für ihre Tochter Karen, hat die Kino-Anfänge der großen Schauspielerin Eva Mattes geprägt. Mit vierzehn ist sie Pippis Synchronstimme in den Filmen mit Inger Nilsson. Fast alle deutschsprachigen Kinder kennen bis heute „Hej Pippi Langstrumpf“, gesungen von Eva Mattes.  Jetzt widmet sich die großartige Schauspielerin und Sängerin erneut Astrid Lindgren bei ihrer musikalischen Lesung am 11. Mai 2019 im Berliner Dom.

 

 

 

Astrid Lindgrens Bücher handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Sie hat mit Geschichten wie Pippi Langstrumpf, Mio, mein Mio, Ronja Räubertochter den Blick auf die Welt verändert und die Kindheit der Generationen nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt.

 

 

 

Jahre bevor ihre Kinderbücher entstanden, schrieb Lindgren ihre Gedanken über das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts in ihren Tagebüchern nieder. Sie schildert ihren Alltag, dokumentiert und kommentiert Kriegsnachrichten, Zeitungsberichte, Briefe. Nachdenklich und betroffen stellt Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was tun, wenn Fremdenfeindlichkeit und Rassismus das Denken und Handeln der Menschen bestimmen? Wie kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen?  Gleich nach dem Erscheinen der Tagebücher 70 Jahre nach dem Ende des 2.Weltkrieges hat Eva Mattes Astrid Lindgrens Kriegstagebücher für eine ihrer außergewöhnlichen Hörbucheinspielungen eingesprochen.

 

 

 

Am 11. Mai 2019 gastiert Eva Mattes nun erstmals im Berliner Dom. In einem neuen, von der Musikerin und Autorin Irmgard Schleier für sie eingerichteten Soloprogramm stehen die Lindgren-Tagebuch Texte im Mittelpunkt einer literarisch-musikalischen Zeitreise durch Europa. Kapitel aus den Tagebüchern und ein heiterer Gastauftritt von Pippi Langstrumpf wechseln ab mit Liedern in vielen europäischen Sprachen. Darunter sind einige der schönsten, wie das schwedische Lille Lasse oder Visa vid Midsommartid, die schwedische „Weise zur Mittsommerzeit“, literarische Chansons aus dem Exil, jiddische Lieder aus dem Widerstand in Osteuropa und nicht zuletzt Kinderlieder aus vielen Ländern Europas und darüber hinaus. Dazu ein virtuoser Kontrapunkt mit Soli von dem polnischen Starakkordeonisten Dariusz Swinoga aus Warschau.

 

 

 

Eva Mattes steht seit ihrem 12. Lebensjahr auf der Bühne und vor der Kamera. Sie hat in ca. 200 Film- und Theaterproduktionen mitgespielt, an die hundert Hörbücher eingelesen und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. 2018 erhielt sie den Sonderpreis des Deutschen Hörbuchpreises. Ihre Regisseure waren unter anderen R. W. Fassbinder, Werner Herzog, Michael Verhoeven und Peter Zadek. Von 2002 bis 2016 erreiche Eva Mattes als Tatortkommissarin Klara Blum in Konstanz am Bodensee ein Millionenpublikum. Seit 1980 arbeitet sie künstlerisch mit der Dirigentin und Regisseurin Irmgard Schleier zusammen, die Eva Mattes ersten Chanson-Abend im Téâtre de L‘Europe in Paris herausbrachte, dem viele weitere Liederabende bis heute folgten.

 

 

 

Samstag, 11. Mai 2019, 20 Uhr

 

Eva Mattes singt und liest Astrid Lindgren aus den Tagebüchern (1939-1945)

 

Lieder, Chansons und Instrumentales aus Schweden, Finnland,

 

Frankreich, Deutschland, Polen und Russland

 

Eva Mattes, Dariusz Świnoga, Akkordeon, Irmgard Schleier, Klavier, Programm, Regie

 

Karten 9,- bis 32,- Euro

 

 

 

Das angehängte Bild stammt von Hanna Mattes und ist zur Veröffentlichung für Ihre Vorberichterstattung über den Abend im Berliner Dom freigegeben.

 

 

 

 

 

Samstag, 18. Mai 2018, 20 Uhr

 

Sieben

 

Das Konzert SIEBEN beschäftigt sich mit der spirituellen Dimension von Schöpfung und der Frage nach den Anfängen des Lebens. Die Form der Improvisation hierfür zu wählen, liegt nahe: Jede Improvisation ist ein schöpferischer Akt, der an einen bestimmten Moment gebunden ist. Hansjörg Fink und Elmar Lehnen sind jeder für sich ein Virtuose auf seinem Instrument, zusammen ein wendiges und erprobtes Duo, bereit, Neues auszuprobieren und die Grenzen des instrumental Machbaren auszuloten. Soloposaune und die vielschichtigen Facetten der Orgel verbinden sich so zusammen zu einer einzigartigen Klangwelt im Berliner Dom.

 

Elmar Lehnen (Orgel), Hansjörg Fink (Posaune)

 

Karten 14,- / erm. 8,- Euro

 

 

 

 

 

Sonntag, 26. Mai 2019, 10 Uhr

 

Kantate Gottesdienst

 

zum Gedenken an die Zerstörung des Berliner Domes vor 75 Jahren

 

Die Berliner Domkantorei singt am 26. Mai um 10 Uhr im Gottesdienst die Kantate „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir“ BWV 131 von Johann Sebastian Bach.

 

1944 traf eine Bombe die Kuppel des Berliner Domes, die daraufhin zwei Tage brannte und anschließend bis in die Hohenzollerngruft hinabstürzte.

 

 

 

 

 

Donnerstag, 30. Mai 2019, 10 Uhr

 

Himmelfahrt Wagen!

 

An Christi Himmelfahrt 2019 veranstalten Berliner Dom und Sankt Marien bereits zum achten Mal einen gemeinsamen Wandelgottesdienst mit Prozession. Am Donnerstag, den 30. Mai 2019, beginnt der Gottesdienst um zehn Uhr im Berliner Dom. Dabei singt der Staats- und Domchor. Begleitet wird das Ensemble von der lautten compagney Berlin. Anschließend zieht die gesamte Gemeinde, samt Predigern, Sängern und Musikern, einige davon auf Kutschen, singend und musizierend 600 Meter weiter in die Marienkirche.

 


Neue Konzertreihe im Schloss Hohendorf startet abwechslungsreich in den Frühling 2019

Akkordeon klassisch & international - Ein unvergesslicher Schumann-Abend

 

Samstag, 09.März 2019 um 19.00 Uhr 

 

Melanie Barth "Che Accordeon": Das Akkordeon wird hoffähig

 

Melanie Barth bringt das ursprüngliche Instrument der Volksmusik in die Wellt der klassischen Konzertsäle.  

 

Mit Werken von Piazzolla, Galliano, Satie, Brahms, Monteverdi, Murena, Tieren und Sinais begeistert sie ihr Publikum. Ihr gelingen mit teilweise improvisierter Leichtigkeit französische Chansons genauso wie Argentinischer Tango, klassische Konzertmusik oder selbst komponierte Filmmusik, mit der sie 2012 und 2013 Nominierungen und Filmpreise erhielt. Melanie Barth arbeitet u.a. mit dem Rundfunkorchester Berlin und als Solistin mit den Brandenburger Philharmonikern. Eintritt: 12,50€ VVK, 14,-€ AK

 

 

Samstag, 27.April 2019, 19.00 Uhr

 

Schumann Abend: Märchenbilder, Fantasiestücke, Drei Romanzen & mehr

 

Mit drei hochkarätigen Künstlern gestaltet Schloss Hohendorf einen abwechslungsreichen Schumann-Abend: Heiner Schindler (Klarinette & Bassetthorn) spielt bereits zum dritten Mal in dem erst seit 20 Monaten aktiven Konzert-Schloss.  Als Mitglied der Berliner Staatskapelle gastierte er erstmals mit seinem Bläser Nonett in dem akustisch fast perfekten Konzertsaal.  Am 27.April 2019 wird er nun zusammen mit Olha Chipak (Klavier) und dem Schauspieler Markus Wünsch, der ergreifend aus den Tagebüchern und Briefen liest, den Gästen einen unvergesslichen Schuman- Abend bereiten. Eintritt: 17,-€ VVK, 19,-€ AK

 


Das Historische Museum der Pfalz hat zur #strangethingschallenge aufgerufen – und die Museumswelt macht mit!

 

 

(Speyer/pm) - Das Historische Museum der Pfalz in Speyer hat Anfang des Jahres unter dem Hashtag #strangethingschallenge fünf kuriose Objekte aus dem eigenen Depot auf Instagram gepostet – und im gleichen Atemzug fünf Museen dazu aufgefordert, es ihm gleichzutun. Nach dem Schneeballprinzip haben sich seitdem mehr als 100 Museen aus dem In- und Ausland an der Social Media-Aktion beteiligt und unter dem Hashtag findet sich ein stetig wachsender und bunter Reigen aus bislang mehr als 500 seltsamen, witzigen, absurden und kuriosen Exponaten.

 

 

 

Die Objekte, mit denen das Speyerer Museum die Challenge gestartet hat, waren eine sehr besondere Weinkrone aus dem Jahr 1910, ein Haarbild, eine Tasche aus dem Leder und in Form eines Alligators, eine Reisetoilette und ein überdimensionierter Pfeifenkopf. Die Häuser, die nachzogen, posteten nach und nach schräge und bemerkenswerte Objekte wie beispielsweise eine Reklametafel, die mit einem rauchenden Kind wirbt, Alltagsgegenstände wie einen Handstaubsauger mit Bernstein-Legierung aus dem Jahr 1938, einen Handgranaten-Eierbecher oder eine Strahlenschutzunterhose sowie wirklich rätselhafte Funde, wie ein Kalkstein mit vollkommen unterschiedlich geformten Verwitterungserscheinungen, für den es bislang keine Erklärung gibt.

 

 

 

Bei den bisher teilnehmenden Museen aus Deutschland, der Schweiz, Polen, Frankreich und Österreich sind Freilichtmuseen und Stadtmuseen überdurchschnittlich oft vertreten, gefolgt von Landes-, Kommunikations-, Design- und Naturkundemuseen. Eins der bislang beliebtesten Exponate hat das Badische Landesmuseum aus Karlsruhe vorgestellt: ein aus England stammendes Nadelkissen, das Adolf Hitler als Spottfigur im Rahmen der Propaganda gegen den Nationalsozialismus in Szene setzt.

 

 

 

Die „Strange Things Challenge“ ist aus Sicht des Initiators eine Chance für viele Häuser, bemerkenswerte Exponate einer Öffentlichkeit vorzustellen, für die im regulären Museumsalltag oft kein Forum vorhanden ist. Des Weiteren wird der Austausch in der Museumsszene untereinander sehr gefördert – durch die gegenseitige Nominierung treten Museen miteinander in Kontakt, die bislang keine Geschäftsbeziehung pflegten. Viele Instagram-Nutzer wurden durch das Folgen des Hashtags auf Museen aufmerksam, von deren Existenz sie bislang nicht einmal wussten. Insgesamt zieht das Historische Museum der Pfalz eine sehr zufriedene Zwischenbilanz: „Als die bei uns für das Thema zuständigen Kolleginnen die Idee zur Challenge entwickelt haben, war bereits die Hoffnung groß, dass viele Museen mitziehen. Dass sich aus den ersten Anfängen aber eine europaweite Instagram-Aktion entwickelt hat, ist überwältigend. Uns freut es ausgesprochen, dass so viele Museumsschätze durch die Aktion zum Vorschein gekommen sind. Es ist ein großes Vergnügen, sich durch den stetig wachsenden Pool an skurrilen Exponaten zu klicken, die Geschichten hinter den Objekten zu lesen und zu erfahren, welche zum Teil sehr seltsamen Dinge in Museen aufbewahrt werden“, so Museumsdirektor Alexander Schubert.

 

 

 

Von Nutzerseite wurde sogar schon eine Ausstellung mit den skurrilsten Objekten der Challenge gefordert. Das wäre ein gelungener Spagat zwischen der digitalen Museumsarbeit und der im Realen stattfindenden Kuratierung von Ausstellungsprojekten.

 

 

 

 

 

Das Historische Museum der Pfalz hat dienstags bis sonntags, an Feiertagen und in den rheinland-pfälzischen, baden-württembergischen und hessischen Ferien auch montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de und https://www.instagram.com/hmpspeyer/

 

Die gesamte Bildgalerie der Aktion finden Sie hier: https://www.instagram.com/explore/tags/strangethingschallenge/

 

 

 

 


BEST OF BACH - Ausstellung des Bachhauses Eisenach vom 8. März – 3. Mai 2019

Gerichtsmedizinische Rekonstruktion des Antlitzes von Johann Sebastian Bach, Centre for Anatomy & Human Identification, Universität Dundee 2008, Foto: Bachhaus Eisenach
Gerichtsmedizinische Rekonstruktion des Antlitzes von Johann Sebastian Bach, Centre for Anatomy & Human Identification, Universität Dundee 2008, Foto: Bachhaus Eisenach

 

(Berlin/sp) - Der große Johann Sebastian Bachs ist im Berliner Dom allgegenwärtig – durch seine Kantaten, Oratorien und Orgelkompositionen. Einmal im Jahr zeigt zudem das Bachhaus Eisenach eine Frühjahrsausstellung über den Komponisten im Kaiserflur des Berliner Domes. Die siebte Ausstellung „BEST OF BACH“ des Bachhauses im Berliner Dom präsentiert vom 8. März bis zum 3. Mai 2019 Highlights aus seiner ständigen Ausstellung sowie aus Sonderausstellungen der vergangenen 10 Jahre.

 

Diskutiert und mit Originalobjekten illustriert werden unter anderem die Suche nach „echten Bach-Bildern“ bis zur Ausgrabung des Bach-Schädel im Jahr 1894 und die Suche nach dem wahren Bach-Klang, etwa durch die Cembalistin Wanda Landowska im Berlin des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ebenso in den Blick geraten Fragen nach „Zahlenzaubereien“ und zum Verhältnis von Glaube und Musik, besonders in Bachs vielleicht rätselhaftestem Werk, der h-Moll-Messe. Gezeigt wird auch der Kopf von Johann Sebastian Bach, rekonstruiert im Jahr 2007 von der Universität Dundee (Schottland).

 

Die Besichtigung der Ausstellung ist im Ticketpreis für den Dom inbegriffen und Teil des Besucherrundganges.


„Build Homes not Walls“ – Ein Abend für die UNO-Flüchtlingshilfe 27. März im Bonner Pantheon

 

 

Das Festival „Over the Border“ und das Willi-Eichler-Bildungswerk laden ein zu einem Abend für die UNO-Flüchtlingshilfe: am 27. März (19:00 Uhr - Einlass 18:00 Uhr) im Bonner Pantheon. Die Benefizveranstaltung für Geflüchtete steht unter dem Titel „Build Homes not Walls“.

 

 

(Bonn/pm) - Chris Melzer, der UNHCR-Sprecher in Deutschland, gibt Einblicke in das Leben im größten Flüchtlingslager der Welt: Kutupalong in Bangladesch, wo mehr als 630.000 Rohingya aus dem Nachbarland Myanmar Aufnahme gefunden haben. Seine Ausführungen werden von Gesprächen mit Flüchtlingen begleitet, die in Deutschland leben: Aeham Ahmad, ein Pianist aus Syrien, der in den Trümmern des Flüchtlingslagers Jarmuk bei Damaskus für Kinder musizierte und Träger des 1. Bonner Beethovenpreises 2015 ist, wird diesen Abend ebenfalls Klavier spielen. Khadra Sufi, TV-Moderatorin, Autorin, Journalistin, Modedesignerin und geflohen vor dem Krieg in Somalia, wird ihre ganz persönliche Geschichte erzählen. Den musikalischen Rahmen bilden die „Local Ambassadors“ und das Country-Folk-Pop Duo „Mrs. Greenbird“, moderiert wird der Abend von Susanne Schimanowski-Wagner von Radio Bonn/Rhein-Sieg. Alle Gäste und Musiker des Abends verzichten auf einen Großteil ihrer Gage, der Erlös geht an Flüchtlingsprojekte.

 

„Mit der Aufnahme vieler schutzbedürftiger Menschen hat Deutschland den Stresstest bestanden, trotz gegenteiliger Behauptungen. Mit unserem Benefizabend „Build Homes not Walls“ wollen wir dazu beitragen, dass unsere Willkommenskultur auch in Zukunft erhalten bleibt. Geflüchtete Menschen brauchen unsere ganze Unterstützung, Sicherheit und Perspektiven für einen Neustart - und keine Vorurteile, Diskriminierungen und neue Mauern: Deshalb zeigen wir Wege auf, wie jeder von uns helfen kann“, fasst Peter Ruhenstroth-Bauer, der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, die Veranstaltung zusammen.

 

Hintergrund: Flucht und Vertreibung im Jahr 2019 Mauern und Europa? Lange schien diese Vorstellung abwegig. Heute ist sie fester Bestandteil der Debatte über Flüchtlinge, in der Schutz vor und nicht für Geflüchtete im Vordergrund zu stehen scheint. Flucht ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Gegenwärtig sind 68,8 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht, eine erschreckende Zahl. Mit steigenden Flüchtlingszahlen entwickelten sich in vielen Ländern zunehmend Fremdenfeindlichkeit und Abschottungstendenzen. Doch Grenzen und Zäune lösen die Herausforderungen nicht. Als nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR setzt die UNO-Flüchtlingshilfe ein Zeichen – für Geflüchtete weltweit und in Deutschland.

 

Über das Festival „Over the Border“

 

Engagement für Integration, Verständigung zwischen Nationen und Religionen, Bekämpfung von Rassismus sind aktueller denn je. Die Erkenntnis und das Verständnis, dass viele Menschen mit zwei Kulturen aufwachsen und diese gleichberechtigt in ihren Herzen tragen dürfen, ist auch 2019 noch längst keine Selbstverständlichkeit geworden. „Over the Border“ präsentiert Künstler, die sich insbesondere für diese Werte einsetzen und durch Ihre Musik und Texte sich damit besonders auseinandersetzen.

 

Karten sind an den üblichen Vorverkaufsstellen, im Kaufhof Bonn sowie über das Pantheon erhältlich.


Abschluss-Meisterkurs Viola der Brahmsgesellschaft Stralsund begeistert Publikum im fast ausverkauften Konzertsaal

Musikalische Meisterleistung im Kultur-Schloss Hohendorf

Stipendiumsübergabe durch Dr. Kahl . Foto: Christiane Hensel-Gatos
Stipendiumsübergabe durch Dr. Kahl . Foto: Christiane Hensel-Gatos

 

 

(Schloss Hohendorf/pm) - Mit einem grandiosen Abschlusskonzert begeisterten gestern Abend die 8 Musiker des Meisterkurses für Viola unter der Leitung von Prof. Erich Wolfgang Krüger, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, das Publikum im fast ausverkauften Konzertsaal des Schlosses Hohendorf.  Der von der Brahmsgesellschaft e.V. Stralsund organisierte Meisterkurs wurde in diesem Jahr bereits zum 9. Mal im Rahmen des „Baltischen Winters“ veranstaltet. 

 

Prof. Krüger faszinierte die Konzertgäste mit seiner kurzweiligen Moderation, stellte die Künstler mit persönlicher Herzlichkeit vor und vermittelte dem Publikum mit Humor einen Blick hinter die Kulissen der herausfordernden Musiker-Welt und der Eigenarten der Komponisten.  Privater und eindrucksvoller kann ein Konzertabend nicht sein….

 

2 Stipendien für herausragende Meisterschüler vergeben von Dr. Manfred Kahl,  Schloss Hohendorf

 

 Überraschend für die Meister-Schüler war die abschließende Auslobung zweier Stipendien für zwei herausragende Musiker des Kurses. Dr. Manfred Kahl, Hausherr und Initiator des neuen Schloss Hohendorf, übergab den Künstlern die Urkunde persönlich. „Uns ist es ein Anliegen, Künstler auf ihrem Weg in die großen Orchester dieser Welt zu unterstützen und ihre harte Arbeit zu fördern“, erklärte Dr. Kahl bei der Verleihung. Die Stipendien erhielten Maike Brümmer und Beatriz Aragon Carreno.

 

 

Schloss Hohendorf etabliert sich als „Kultur-Tempel“ in der Region

 

Erstmalig wurde das neue Kultur-Schloss Hohendorf als Austragungsort ausgewählt. „Wir freuen uns sehr über diese neue Zusammenarbeit mit der Brahmsgesellschaft Stralsund und werden sicher auch in Zukunft gerne Gastgeber ausgewählter Konzerte und Meisterkurse sein“, erklärte Dr. Manfred Kahl im Anschluss an das Konzert. Sowohl Vertreter der Brahmsgesellschaft als auch Prof. Krüger, Musik-Kritiker und Künstler waren begeistert vom Ambiente und der großartigen Akustik des neuen Konzertsaals. Damit hat das neue Schloss Hohendorf einmal mehr bewiesen, dass es bereits nach einem guten Jahr zu den kulturellen Highlights der Region gehört und sich bereits fest etabliert hat.

 

 

Das Schloss selbst startet ab März 2019 seine neue Konzertreihe:

 

Samstag, 09.März 2019 um 19.00 Uhr 

 

Melanie Barth "Che Accordeon": Das Akkordeon wird hoffähig

 

Melanie Barth bringt das ursprüngliche Instrument der Volksmusik in die Wellt der klassischen Konzertsäle.  

 

Mit Werken von Piazzolla, Galliano, Satie, Brahms, Monteverdi, Murena, Tieren und Sinais begeistert sie ihr Publikum. Ihr gelingen mit teilweise improvisierter Leichtigkeit französische Chansons genauso wie Argentinischer Tango, klassische Konzertmusik oder selbst komponierte Filmmusik, mit der sie 2012 und 2013 Nominierungen und Filmpreise erhielt. Melanie Barth arbeitet u.a. mit dem Rundfunkorchester Berlin und als Solistin mit den Brandenburger Philharmonikern.

 

Samstag, 27.April 2019, 19.00 Uhr
Schumann Abend: Märchenbilder, Fantasiestücke, Drei Romanzen & mehr

Heiner Schindler (Klarinette & Bassetthorn), Olha Chipaa (Klavier) & Markus Wünsch (liest aus Tagebüchern und Briefen)  

 


Im Mai 2019 wird ein Gitarrist der Weltklasse zu Gast im Schloss erwartet:

 

Der Ausnahmemusiker Marco Socias aus Malaga begeistert das Publikum mit klassischer Gitarre und war bereits schon mit 21 Jahren Professor für Gitarre.

 

Der Meisterkurs fand im Theater Vorpommern statt, ein weiteres Konzert wird am 13.02.2019 um 18.00 Uhr in der Kapelle St. Annen und Brigitten zu Stralsund stattfinden.

 

 

Die Brahmsgesellschaft Stralsund e.V. wurde 2007 gegründet und hat ihren Sitz in der zum Weltkulturerbe gehörenden Hansestadt.

 

Aufgabe der gemeinnützigen Brahmsgesellschaft Stralsund ist die Förderung von Kunst und Kultur sowie Bildung und Erziehung. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die Organisation von Konzerten, Ausstellungen, Meisterklassen und Wettbewerben für jugendliche Teilnehmer. Außerdem fördert die Brahmsgesellschaft Stralsund e.V. die Weiterbildung von Musikstudenten und bereits beruflich im Musikbereich Tätigen.

 


eine Ausstellung über Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt NRW

„Creative Exchange: World’s Best Communication Design and Highlights from NRW“

Quelle: Red Dot
Quelle: Red Dot

 

(Essen/rd) - Vom 15. März bis zum 2. Juni 2019 zeigt das Red Dot Design Museum in Essen mit „Creative Exchange: World’s Best Communication Design and Highlights from NRW“ die besten Kommunikationsdesignleistungen aus Nordrhein-Westfalen und aller Welt auf dem Welterbe Zollverein in Essen. Von Verpackungen über Poster bis hin zu Werbespots: Besucher erleben in der Ausstellung die verschiedenen Facetten ausgezeichneten Kommunikationsdesigns, darunter sämtliche Projekte, die im Red Dot Award: Communication Design 2018 mit den Auszeichnungen „Red Dot: Best of the Best“ und „Red Dot: Grand Prix“ geehrt wurden.

Vom Fußballclub über eine Kohleausstellung bis hin zu Kunst und Kultur – Designarbeiten aus NRW im Fokus
Besonders viel Platz wird in der Ausstellung Kommunikationsdesign „made in NRW“ eingeräumt. Unter diesen Arbeiten finden sich beispielsweise ein Verpackungsdesign für Veltins-Pilsener, Werbeclips für REWE und Geschäftsberichte von Vorwerk und Metro, aber auch das neue Corporate Design des Fußballclubs Fortuna Düsseldorf, gestaltet vom Düsseldorfer Designkollektiv Morphoria. Kern der Arbeit ist die neue Hausschrift „Fortuna Sans“, die aus dem Logo des Fußballclubs entwickelt wurde und Werte wie Heimat, Gemeinschaft, Tradition und Respekt transportiert.

Etliche der ausgezeichneten NRW-Arbeiten stammen zudem aus dem Kulturbereich, darunter das Programmheft der Bielefelder Philharmoniker, Poster für die Aktion „Kunstbaden“ im Grugabad in Essen oder das Design der Ausstellung „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ im Ruhrmuseum.

Das Zeitzeugen-Portal, entworfen von der Agentur Markwald & Neusitzer für das Haus der Geschichte in Bonn, wurde sogar als eine der besten Arbeiten des gesamten Wettbewerbs mit einem Red Dot: Grand Prix für ihr Design ausgezeichnet. Zeitzeugen-portal.de ist ein Online-Angebot des Hauses der Geschichte, in dem Zeitzeugen in Form von Videointerviews eine sehr persönliche Sicht auf Entwicklungen und Ereignisse in Deutschland im 20. und 21. Jahrhundert geben. Mehr als 8.000 Interviews sind bereits hinterlegt. Die Jury des Wettbewerbs stellte nicht nur die Relevanz der Arbeit heraus, sondern auch die hervorragende gestalterische Umsetzung, dank derer das Portal für die unterschiedlichsten Nutzergruppen intuitiv navigierbar und verständlich ist. 

 

Kreativleistungen aus Nordrhein-Westfalen auf Weltniveau
Nicht nur die genannten Beispiele, sondern auch die Ergebnisse des Red Dot Award: Communication Design, an dem sich jedes Jahr Kreative und Unternehmen aus aller Welt beteiligen, insgesamt zeigen: Nordrhein-Westfalen ist einer der stärksten Designstandorte Deutschlands. Mit 29 Prozent kam 2018 beinahe ein Drittel sämtlicher deutscher Arbeiten, die im Wettbewerb ausgezeichnet wurden, von Agenturen, Kreativen, Gestaltern und Unternehmen aus NRW (zum Vergleich: im Jahr 2015 waren es lediglich 18 Prozent). Dies ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Kreativbranche in Nordrhein-Westfalen im Aufwind ist und sich qualitativ auf Weltniveau bewegt. – Und dies nicht etwa nur in einzelnen Bereichen, sondern quer durch alle Kategorien des Wettbewerbs. Aus diesem Grund liegt ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung auf Arbeiten aus den letzten vier Jahren, die entweder von Kreativen aus NRW gestaltet oder von Unternehmen mit Sitz in NRW beauftragt wurden.  

Einladung zur Vernissage am 14. März 2019
Die Ausstellung wird am Donnerstag, 14. März 2019 um 19 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) eröffnet. Interessierte, die einen Einblick in die aktuellen Bestleistungen der internationalen Kreativszene erhalten möchten, sind herzlich zur Vernissage im Red Dot Design Museum eingeladen. Eine vorherige Anmeldung auf www.red-dot.de/wbcd ist erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung
Am Sonntag, 7. April 2019 um 15 Uhr bietet das Red Dot Design Museum eine anderthalbstündige öffentliche Führung durch die Ausstellung an. Da die Gruppengröße auf maximal 25 Teilnehmer begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung unter 0201-30104-60 oder per E-Mail an museum@red-dot.de gebeten. Teilnahmegebühr: 5 Euro pro Person zzgl. Eintritt.


Bonifatiuswerk zieht Bilanz zum Europäischen Kulturerbejahr – Stimme der christlichen Kirchen müssen im politischen Handeln Europas wieder eine größere Rolle spielen

Religion ist kein Zaungast europäischer Entwicklung

 

(Paderborn/bfw) - Religion ist kein Zaungast, der unbeteiligt der europäischen Entwicklung zusieht. Sie ist vielmehr ein starker Gestalter gesellschaftlicher Transformationen, der aktiv zum Wachstum und zur friedlichen Identität Europas beiträgt. Diese Bilanz zieht das europaweit tätige Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken aus dem zu Ende gegangenen Europäischen Kulturerbejahr. Um zukünftiges europäisches Wachstum voranzutreiben, müsse die religiös-kulturelle Herkunft des Kontinents und ihre Bedeutung für die Gegenwart positiv bejaht werden. Gerade die Stimmen der christlichen Kirchen seien für ein nachhaltiges politisches Handeln in Europa zwingend notwendig.

 

 

 

Der Soziologe John Rawls – einer der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts – sprach in seiner Gesellschaftstheorie von einem Schleier des Nichtwissens, in dem die Zukunft der Gesellschaft verborgen ist und Angst macht. Ziel des Bonifatiswerkes im Kulturerbejahr war es, den Schleier des Nichtwissens über europäische Gesellschaftsprozesse zu lüften und die christlichen Wurzeln Europas freizulegen. „Eine Vielzahl an Projekten verdeutlichte, dass wer sich seiner kulturellen und religiösen Herkunft bewusst ist, vor der Zukunft keine Angst zu haben braucht. Wenn es uns als Christen gelingt, Christus als Licht der Welt in unserem täglichen Handeln auch in bewegten und belastenden Zeiten unserer Kirche zum Strahlen zu bringen, so verlieren die dunklen Schatten im Europa unserer Zeit ihre Bedrohung und ihren Schrecken“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

 

 

 

Besonders die lebhaften Diskussionen während des hochkarätig besetzten Europakongresses an der Katholischen Hochschule in Paderborn mit Annette Schavan, Prof. Dr. Navid Kermani, Dr. Hans-Gert Pöttering, Elmar Brok, Aiman A. Mazyek, Bischof Prof. Dr. Hein und Dr. Wolfram Eilenberger hätten gezeigt, dass sich Europa unter Wert verkaufe. Die Europäer müssen die Potentiale der jüdisch-christlichen Wurzeln Europas als Fundament des europäischen Friedensprojektes neu entdecken.

 

„Aus dieser Erkenntnis heraus möchten wir alle politischen Verantwortungsträger dazu ermutigen, die religiös-geprägte Biografie Europas anzuerkennen und in ihrem politischen Handeln die Stimme der christlichen Kirchen stärker einzubeziehen. Die Verantwortungsträger auf allen Ebenen der Kirche möchten wir ermutigen, nicht zaghafte Verwalter des kulturellen Schatzes Europas für zahlende Kirchenmitglieder zu sein, sondern sich als Impulsgeber zu verstehen, um die Gläubigen zur Nachfolge und Jüngerschaft Christi am jeweiligen gesellschaftlichen Ort zu begeistern und zu befähigen“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes und ehemalige Bürgermeister der Stadt Paderborn, Heinz Paus.

 

 

 

„Für uns im Bonifatiuswerk ist die Religion kein Zaungast Europas, der unbeteiligt zusieht. Sie ist vielmehr ein starker Gestalter gesellschaftlicher Transformationen, der aktiv zum Wachstum und zur friedlichen Identität Europas beiträgt“, sagte Austen. Für jeden Einzelnen in der Gesellschaft bedeute dies, sich im Bewusstsein der christlichen Wurzeln und gemeinsamen Werte Europas offen gegenüber gesellschaftlichen Veränderungsprozessen zu zeigen und sich Anderem, Neuem und Fremden hinzuwenden, so wie Jesus Christus es vorgelebt habe.

 

 

 

Unter dem Titel „Herkunft hat Zukunft“ hatte das Bonifatiuswerk eine Vielzahl an Projekten initiiert, die weit über die Landesgrenzen hinweg ihre Wirkkraft entfaltet haben. Europaweiten Anklang fand u.a. ein ökumenisches Glockenläuten verbunden mit einem Gebet für den Frieden, an dem mehr als 1.700 Gemeinden, Einrichtungen, Institutionen und private Glockenbesitzer im deutschsprachigen Raum teilgenommen haben. Höhepunkt des Programms war der Europakongress in Paderborn. Darüber hinaus wurden Weiterbildungen und Unterrichtsmaterial für Schulen, ein Filmwettbewerb für Jugendliche, eine internationale Europawoche, eine Wanderausstellung zu biblischen Sprichworten und europäischen Heiligen sowie weitere Mitmachaktionen in verschieden Städten Deutschlands angeboten.

 

 

 

Initiiert wurde das Europäische Kulturerbejahr unter dem Leitwort „Sharing Heritage - Geteiltes Erbe“ von der Europäischen Kommission und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Ziel des Jahres war es, Europa seinen Bewohnern näher zu bringen. Das Jahr warf ein Schlaglicht auf das reiche Kulturerbe Europas und zeigte auf, wie wichtig das Kulturerbe für die Förderung eines gemeinsamen Identitätsgefühls und für die Gestaltung der Zukunft Europas ist.

 

 

 


Gewinner FairFilmAward Fiction 2019

 

Christian Petzolds POLIZEIRUF 110 – TATORTE gewinnt den FairFilmAward 2019 Fiction in der Kategorie Spielfilm. In der Kategorie Serie erhält DAS WICHTIGSTE IM LEBEN den Preis für die fairsten Arbeits- und Produktionsbedingungen im Jahr 2018. Die Verleihung fand im Rahmen des von Crew United ausgerichteten Crew Call Berlin statt. 

 

(München/mh) - 7. Februar 2019 – Die Branchenplattform Crew United präsentierte heute in Kooperation mit über 20 Branchenverbänden und -institutionen die Verleihung des FairFilmAward Fiction 2019 im Rahmen des Crew Call Berlin. Für die fairsten Arbeits- und Produktionsbedingungen im Jahr 2018 in der Kategorie Spielfilm gewinnt der Fernsehfilm aus der ARD-Krimireihe Polizeiruf 110 von Regisseur Christian Petzold POLIZEIRUF 110 – TATORTE der Claussen+Putz Filmproduktion GmbH. Die Vox-Serie DAS WICHTIGSTE IM LEBEN, produziert von der Bantry Bay Productions GmbH, erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Serie. Mit der jährlichen Auswertung und Auszeichnung fairer Film- und Fernsehproduktionen wird ein wichtiges und sichtbares Zeichen für mehr Fairness in der Film- und Fernsehbranche gesetzt. 

 

Oliver Zenglein, Geschäftsführer von Crew United kommentiert: „Die Verleihung des FairFilmAward setzt das Thema faire Arbeitsbedingungen in der Film- und TV-Produktion jährlich zum Auftakt der Berlinale auf die Agenda der deutschen Filmbranche. Wir halten es für notwendig, mit diesem Preis immer wieder deutlich zu machen, dass der Glanz des roten Teppichs nichts mit der oft prekären Lebenswirklichkeit von Filmschaffenden zu tun hat!“ 

 

Der FairFilmAward wird seit 2011 von der Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände DIE FILMSCHAFFENDEN und seit 2012 in Zusammenarbeit mit Crew United vergeben. Grundlage für die Auszeichnung ist eine umfassende Umfrage unter 1.500 projektbeteiligten Filmschaffenden auf Basis eines Kriterienkatalogs für faire Filmprojekte, der folgende Bereiche umfasst: Chancengerechtigkeit, Gleichbehandlung und Diversität; Vertragskonditionen, Gagenhöhe und Entgelte; Kommunikation und Arbeitsklima; Arbeitszeiten und Arbeitsschutz; Professionalität und Qualifizierung; Umweltschutz; Nachhaltigkeit, Solidarität und Perspektiven.

 

Nominiert für den FairFilmAward 2019 waren die Produktionsfirmen Bantry Bay Productions GmbH, Bavaria Fiction GmbH, Claussen+Putz Filmproduktion GmbH, Saxonia Media Filmproduktionsgesellschaft mbH und, mit zwei Produktionen, Filmpool Fiction GmbH.

 

Im Mai 2019 wird im Rahmen des DOK.fest München erneut der FairFilmAward Non-Fiction verliehen.

 

FairFilmAward Fiction 2019 in der Kategorie Spielfilm 

 

POLIZEIRUF 110 – TATORTE 

 

Claussen+Putz Filmproduktion GmbH 

 

Regie: Christian Petzold 

 

Produktionsleiter: Cecile Lichtinger 

 

www.crew-united.com

 

 

 

FairFilmAward Fiction 2019 in der Kategorie Serie 

 

 

 

DAS WICHTIGSTE IM LEBEN (AKA WANN SIND WIR DA?)

 

Produktion: Bantry Bay Productions GmbH 

 

Regie: Till Franzen, Laura Lackmann, Stefan Bühling

 

Produktionsleiter: Olav Henk 

 

www.crew-united.com 

 

 

 


Domorganist Andreas Jetter konzertiert im Rottenburger Dom

 

(Rottenburg/drs) - Im Rahmen der Internationalen Rottenburger Orgelkonzerte 2019 konzertiert Domorganist Andreas Jetter aus Chur/Schweiz an der großen Sandter-Orgel im Dom St. Martin in Rottenburg. Das Konzert am Sonntag, 10. Februar, steht ab 17 Uhr unter dem Thema „Romantisch mit und ohne Bach“, das mit Transkriptionen aus Bachs „Ratswahlkantate“, der Kantate „Ertödt uns durch dein Güte“ und „Nun danket alle Gott“. Außerdem erklingen virtuose Werken von Joseph Jongen , Achille Philip und Joseph Kromolicki, teilt der Rottenburger Domorganist Ruben J. Sturm mit. Jetter, geboren 1978 in Albstadt-Ebingen, begann seine kirchenmusikalische Ausbildung bereits während der Schulzeit als Begabtenstudent. Konzertreisen als Organist führten ihn in bekannte europäische Dome und Kathedralen und nach Übersee. Radio- und Fernsehproduktionen in verschiedenen Ländern, aber auch CD-Produktionen runden sein Schaffen an der Orgel ab. Auch als Pianist ist er international tätig und spielte mit verschiedenen Orchestern große Klavierkonzerte u.a. von Sergeij Rachmaninoff und Alexandr Skrijabin ein.  2004 wurde Jetter zum Titularorganist an der Wegscheider-Orgel der Bergkirche St. Michael Büsingen am Hochrhein ernannt. Von 2004 bis 2010 war Jetter zudem  Münsterorganist am Münster zu Salem am Bodensee. Er gründete und leitete dort die Salemer Münsterkonzerte. Im Auftrag des Landes Baden-Württemberg veröffentlichte er mehrere Publikationen zur Salemer Orgelgeschichte. Seit 2010 ist Jetter Dommusikdirektor an der Kathedrale von Chur (Schweiz), wo er die Chöre , alle Instrumental- wie Vokalensembles und auch die beiden Domorgeln betreut. Als Dommusikdirektor obliegt ihm auch die künstlerische Leitung der Churer Domkonzerte sowie des Orgelsommers. Des Weiteren er  seit 2013 Münsterkantor am Münster ULF Radolfzell am Bodensee. Karten für das Orgelkonzert in Rottenburg gibt es im Vorverkauf bei der WTG Rottenburg, beim Schwäbischen Tagblatt in Rottenburg und beim Tourist & Ticket-Center Tübingen sowie an der Abendkasse zu 10 Euro, ermäßigt für 7 Euro. Kinder- und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt.

 


ALL GOOD THINGS verschieben die Veröffentlichung ihres "Machines - Deluxe Edition"-Albums

Foto: SuperPop.co
Foto: SuperPop.co

ALL GOOD THINGS  - "Machines - Deluxe Edition"
Label: SuperPop.co
Veröffentlichungstermin: pending
Konfigurationen: CD, LP & digital

 

(Hamburg/nm) - Ein amerikanisches Sprichwort sagt: "All good things come to those who wait" / "Gut Ding braucht Weil" – und viele Fans haben mit Spannung auf die Veröffentlichung des Albums "Machines (Deluxe Edition)" gewartet, die ursprünglich für den 08.02.2019 geplant war. 
 
Aber es kommt gerade alles anders: Nachdem die erste Single, der Titelsong "Machines", gutes Feedback im Rock-Radio erzielen konnte, die Streamings des Titels die Millionengrenze knackten, und ALL GOOD THINGS mit ihrem Indie-Release hunderttausende Fans auf der ganzen Welt erreichen, sind die in Los Angeles ansässigen Rocker gerade im Begriff, mit einem großen Rocklabel einen weltweiten Vertrag abzuschließen. 
 
ALL GOOD THINGS sind derzeit im Studio und geben dem kommenden Album "Machines (Deluxe Edition)" noch einmal den letzten Schliff. Wann es dann endlich weltweit veröffentlicht wird und die Band für Konzerte hierzulande zu sehen sein wird, verkündet dann das neue Label. 
Die Band entschuldigt sich bei den Fans dafür, dass sie ein wenig länger warten müssen, versprechen aber "ALL GOOD THINGS are coming ;-) – stay tuned ...
"

ALL GOOD THINGS sind Dan Murphy (Lead Vocals), Andrew Bojanic (Gitarre), Miles Franco (Gitarre), Liz Hooper (Bass) und Randy Cooke (Schlagzeug).

 

#iamallgoodthings #agt #allgoodthings

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Zum Start des Checker-Tobi-Kinofilms:

ARD vergibt Entwicklungsprämie an Checker Tobi

 

(München/cm) - Pünktlich zum Kinostart von „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“ zeichnet die ARD das beliebte Fernsehformat „Checker Tobi“ mit einer Programmprämie von 25 000 Euro aus. Die Prämie geht an die Produktionsfirma megaherz film und fernsehen und belohnt Sendungen, in denen “besondere qualitative Leistungen, die sich in herausragenden und prestigeträchtigen Preisen und Nominierungen einer Produktion niederschlagen und in intensiven programmlichen Nutzungen in den Angeboten der ARD zum Ausdruck kommen.“ Mit der Prämie sollen Produzenten dabei unterstützt werden, qualitativ hochwertige und innovative Produkte zu entwickeln.

 

 

 

Der „Leben-und-Sterben-Check“ von Checker Tobi lag 2017/2018 in der Kategorie „Kinder/Animation“ im Ranking vorne. „Wir sind sehr stolz auf das tolle Team hinter dem Checker-Format und freuen uns auf viele weitere spannende Sendungen“, sagt Fidelis Mager, Geschäftsführer der megaherz.

 

 

 

Das Checker-Format

 

Checker Tobi ist eine Produktion der megaherz film und fernsehen im Auftrag des Bayerischen Rundfunks. In mittlerweile rund 200 Folgen checken Tobias Krell und seine Kollegen Can Mansuroglu und Julian Janssen alles vom Weltraum über den Bauernhof bis zum Mittelalter. Allein im KiKA sehen durchschnittlich mehr als 500.000 Zuschauer die Folgen, der YouTube-Kanal „Checker Welt“ hat über 50 Millionen Aufrufe. Mit „Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten“ ist das Format nun auch auf der großen Leinwand erfolgreich. Der Film startete am 31.1.2019 deutschlandweit mit 261 Kopien.

 

 

 

Die megaherz

 

Die megaherz film und fernsehen gmbh produziert seit 35 Jahren vielfach ausgezeichnete Filme und Serien für Kinder und Erwachsene (Willi wills wissen, Checker Can, Checker Tobi). Großes Aufsehen erregte die megaherz zuletzt mit dem Großprojekt „24h Bayern“, das 2016 und 2017 mit der Produktionsfirma zero one für den Bayerischen Rundfunk realisiert wurde.

 

www.megaherz.org

 

 

 

„Der Leben-und-Sterben-Check“

 

Checker Tobi ist traurig – sein Hamster Haselnuss ist gestorben. Der Abschied ist schwer – und macht Tobi nachdenklich: Wie ist das, wenn man stirbt? Und was passiert danach? Tobi geht diesen Fragen nach und trifft dafür Kinder, deren Mama oder Papa gestorben sind, und bastelt mit ihnen Erinnerungsstücke. Dabei merkt er schnell, dass Trauernde nicht die ganze Zeit traurig

 

sind. Mit Bestatterin Anna besucht er ein Krematorium, und darf mit in einen "Abschiedsraum", wo eine Verstorbene liegt. Und der schwerkranke Ulrich spricht mit Tobi über den Tod, und seine Vorstellung, was danach kommt – und er verrät Tobi, was er besonders vermissen wird. Die Checker-Sendung über den Tod löste bei Publikum und Kritik ein großes Echo aus. Sie war für den Grimme-Preis 2017 nominiert und war Finalist beim Prix Jeunesse. Außerdem gewann sie den Robert-Geisendörfer-Preis, den Kinder-Medien-Preis „Der Weiße Elefant“ sowie den Kinderfernsehpreis EMIL

 


Badischer Kirchenmusikpreis 2019 geht an Karlsruher Kantor Dieter Cramer

 

(Karlsruhe/ekiba) - Der Kirchenmusikpreis der Evangelischen Landeskirche in Baden wird in diesem Jahr an Dieter Cramer aus Karlsruhe-Rüppur verleihen. Die Landeskirche zeichne damit einen Kantor aus, „der im allerbesten Sinne nicht Spezialist, sondern Universalist ist und diese Befähigung konsequent in den Gemeindeaufbau einbringt“, begründet Landeskirchenmusikdirektor Kord Michaelis die Wahl des Preisträgers. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert, die in die kirchenmusikalische Arbeit in Rüppurr fließen.

 

Dieter Cramer (Jg. 1964) stammt aus Karlsruhe-Rüppurr und studierte Anfang der 80-er Jahre Kirchenmusik an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg. Anschliessend übernahm er das B-Kantorat seiner Heimatgemeinde Rüppurr und ist dort für die Kantorei, das Kammerorchester, den Posaunenchor, den Gospelchor, die Brass-Band, die Kinderchöre und den Flötenkreis zuständig. „In über 30-jähriger Tätigkeit ist Dieter Cramer Mittelpunkt eines Systems von stilistisch höchst unterschiedlich ausgerichteten musikalischen Gruppen und Kreisen geworden, die von hohem Zulauf geprägt sind. Sein Ideenreichtum und seine musikalische Kreativität machen ihn auch nach jahrzehntelanger Tätigkeit zu einem besonderen Schwunggeber der Gemeindearbeit“, würdigt der Landeskirchenmusikdirektor den Preisträger.

 

Die Evangelische Landeskirche in Baden vergibt den Kirchenmusikpreis jährlich und ehrt damit Initiativen und Projekte, die eine besondere Bedeutung für die Kirchenmusik der Landeskirche oder in einer ihrer Regionen haben.

 


Zusatz - Demenzkonzert im Neubau des Würzburger Marie-Juchacz-Hauses am 23.6.19

"Unvergesslich" im Exerzitienhaus Himmelspforten Würzburg © www.mozartfest.de
"Unvergesslich" im Exerzitienhaus Himmelspforten Würzburg © www.mozartfest.de


 

"Ich beginne nun die Reise, die mich zum Sonnenuntergang meines Lebens führt."

 

Ronald Reagan, ehemaliger US-Präsident, 1994

 

 

(Würzburg/pm) - Mit diesen Worten beendet Reagan den öffentlichen Brief, in dem er mitteilt, an Alzheimer zu leiden. Zum ersten Mal in unserer Gesellschaftsgeschichte wendet sich ein derart prominenter und wichtiger Mann mit seiner Erkrankung an die Öffentlichkeit und schenkt der Demenz und der Forschung Antrieb und Aufmerksamkeit. Dies ist nun 25 Jahre her – und es hat sich zum Glück viel getan und verändert im Umgang und mit der Anerkennung dieser nicht heilbaren Krankheit. Wenn Menschen den Weg zu sich selbst verlieren, ist es umso wichtiger, dass die Gesellschaft Platz macht für diese Menschen und sie in ihrer Mitte aufnimmt und umschließt.

 

Die Liebe zur Musik verschwindet nicht mit dem Einsetzen einer demenziellen Veränderung. Auch in dieser neuen Lebenssituation kann gerade Musik die innere Gefühlswelt der Erkrankten erreichen und sie berühren. Für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und ihre Wegbegleiter kann ein Konzertbesuch ein besonderer Moment im Alltag sein und zudem die selbstverständliche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.

 

Nach vier erfolgreichen Auflagen geht »Unvergesslich«, das Konzertformat des Mozartfestes für Menschen mit und ohne Demenz, in die fünfte Runde. In einer neuen Kooperation mit der AWO konnte ein zweites Zusatzkonzert am 23. Juni 2019 realisiert werden. Das Konzept bleibt auch 2019 in der bewährten Form: Junge Künstler gestalten ein abwechslungsreiches und moderiertes Programm, das verschiedene Sinne anspricht und zum Mitmachen anregt. Dabei kommt der musikalische Wiedererkennungseffekt selbstverständlich nicht zu kurz. Wenn in diesem Jahr die Romantik im Fokus des Mozartfestes steht, gibt natürlich auch das Volkslied den Ton an – und bringt so manche Erinnerung zum Klingen.

 


Eine Kooperationsveranstaltung von Crew United mit über 20 Branchenverbänden am 7. Februar 2019 in Berlin

Verleihung des FairFilmAward Fiction 2019

(München/pm)  – Die Branchenplattform Crew United präsentiert in Kooperation mit über 20 Branchenverbänden und -institutionen am 7. Februar 2019 in Berlin die Preisverleihung des FairFilmAward Fiction 2019. Bereits zum neunten Mal wird zum Auftakt der Berlinale der Preis für die fairste Filmproduktion des Jahres in den Kategorien Spielfilm und Serie vergeben. Den Preis initiierte 2011 Die Filmschaffenden - Bundesvereinigung der Filmschaffenden- Verbände e.V. Mehr als 1.500 Filmschaffende haben sich an der Umfrage beteiligt. Die nominierten Produktionsfirmen 2019 sind Bantry Bay Productions, Bavaria Fiction, Saxonia Media Filmproduktionsgesellschaft, Claussen+Putz Filmproduktion und Filmpool Fiction. 

 

Die Filmbranche vergibt jährlich Preise für Ästhetik, für pädagogisch wertvolles Material, für erreichte Besucher, die beste Kamera etc. Bei keinem dieser Preise spielt es aber eine Rolle, unter welchen Bedingungen die Filme – größtenteils gefördert mit öffentlichen Geldern – hergestellt werden. Das Ergebnis heiligt die Mittel, zu denen oft überlange Arbeitszeiten, mangelhafte soziale Absicherung, diskriminierendes Verhalten und geringe Bezahlung gehören. Mit der jährlichen Auswertung und Auszeichnung fairer Film- und Fernsehproduktionen wird ein wichtiges und sichtbares Zeichen für mehr Fairness in der Film- und Fernsehbranche gesetzt. 

 

„Deutschland investiert über Gebührengelder und Filmförderungen Milliarden in die Arbeit der Filmschaffenden, und auch internationale Produktionen drehen gerne im Land der Berlinale. Das ist ein guter Moment, um Produktionen auszuzeichnen, denen die Menschen, die diese Arbeit leisten, etwas bedeuten“, kommentiert Oliver Zenglein, Geschäftsführer Crew United. 

 

Basis des Fairness-Preises ist eine Umfrage unter den projektbeteiligten Filmschaffenden. Leitbild des Votings über die Plattform Crew United ist ein gemeinsam mit Branchenverbänden entwickelter Kriterienkatalog für faire Filmprojekte, der folgende Bereiche umfasst: Chancengerechtigkeit, Gleichbehandlung und Diversität; Vertragskonditionen, Gagenhöhe und Entgelte; Kommunikation und Arbeitsklima; Arbeitszeiten und Arbeitsschutz; Professionalität und Qualifizierung; Umweltschutz; Nachhaltigkeit, Solidarität und Perspektiven. 

 

Im Rahmen der Preisverleihung diskutieren Lisa Basten (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Autorin von „Wir Kreative!“) und Rüdiger Suchsland (Filmkritiker, Regisseur und Cultural Activist) über kreative Arbeit und Filmkunst. 

 

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 7. Februar 2019 von 21:00 – 22:00 Uhr im Rahmen des Crew Call Berlin im Kesselhaus der Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin) statt. Die Preisverleihung wird per Livestream auf https://www.out-takes.de/ und https://www.facebook.com/crewunited/ übertragen. 

 

Gerne akkreditieren wir Presse per Anmeldung bis zum 5.2.19 an mail@marijanaharder.com. Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen und Interviewwünschen an Marijana Harder (mail@marijanaharder.com, T: +49 177 79 42 871). 

 

Nominierungen für den FairFilmAward 2019: 

 

https://www.out-takes.de/index.php/2019/die-nominierungen-fuer-den-fair-film-award-fiction-2019/

 

 

Fairness-Kriterien FairFilmAward 2019: 

 

https://www.crew-united.com/downloads/fairness/ 

 

Branchenverbände als Partner: Berufsverband Kinematografie e.V., Berufsvereinigung Filmton e.V., Bundesverband Beleuchtung und Bühne e.V., Bundesverband Casting e.V., Bundesverband der Fernsehkameraleute e.V., Bundesverband deutscher Stuntleute e.V., Bundesverband Filmschnitt Editor e.V., Bundesverband Locationscouts e.V., Bundesvereinigung Maskenbild e.V., Deutsche Akademie für Fernsehen e.V., Deutsche Filmakademie e.V., EU XXL Film, Interessenverband Deutscher Schauspieler e.V., Verband der Agenturen für Film, Fernsehen und Theater e.V., Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild e.V., Verband der Requisiteure & Set Decorator e.V., Verband Deutscher Filmproduzenten e.V., VdNA-Film e.V. Verband Deutscher Nachwuchs-Agenturen, Verbände PRO Tarif (VPT), Filmverband Südwest e.V., VRFF Die Mediengewerkschaft – BG Freie Produktionswirtschaft 

 

 

 

Crew United bietet als das größte und wichtigste Netzwerk der deutschsprachigen Branche seit fast 23 Jahren die Plattform für alle Filmschaffenden vor und hinter der Kamera, Produktions- firmen, Dienstleister, Agenturen und mehr. 

 

 

 

Die Preisverleihung wird musikalisch begleitet von der Band TUBBE. 

 

https://audiolith.net/de/artist/tubbe/ 

 

 

 

 

 

 

 

Fair Film Award Fiction 2019 – Nominierungen in der Kategorie Serie 

 

 

 

Das Wichtigste im Leben (aka Wann sind wir da?) 

 

Bantry Bay Productions GmbH

 

Regie: Till Franzen, Laura Lackmann, Stefan Bühling 

 

Produktionsleiter: Olav Henk 

 

 

 

SOKO Stuttgart (Folge 221-245)

 

Bavaria Fiction GmbH

 

Regie: Michael Wenning, Christoph Eichhorn, Rainer Matsutani, Christian Werner, Daniel Helfer, Steffi Doehlemann

 

Produktionsleiter: Rolf B. Steinacker 

 

 

 

Tierärztin Dr. Mertens (Folge 70-78)

 

Saxonia Media Filmproduktionsgesellschaft GmbH 

 

Regie: Heidi Kranz, Dennis Satin 

 

Produktionsleiter: Jens Laukner 

 

 

 

 

 

Fair Film Award Non-Fiction 2019 – Nominierungen in der Kategorie Spielfilm 

 

 

 

Polizeiruf 110 – Tatorte 

 

Claussen+Putz Filmproduktion GmbH 

 

Regie: Christian Petzold 

 

Produktionsleiter: Cecile Lichtinger 

 

 

 

Polizeiruf 110 – Dunkler Zwilling (aka No Monster here) 

 

Filmpool Fiction GmbH

 

Regie: Damir Lukacevic

 

Produktionsleiter: Mathias Mann 

 

 

 

Polizeiruf 110 – Kindeswohl 

 

Filmpool Fiction GmbH

 

Regie: Lars Jessen 

 

Produktionsleiter: Mathias Mann 

 

 

 


Feministische Kapitalismuskritik und Prediger-Gene

Das „melancholische Mädchen“ wird zweimal ausgezeichnet

 

Nach der Preisverleihung: Ralf Dewald und Horst Ziegler (Sponsoren KEB), Birgit Persch-Klein, Hartmut Richter (Sponsor Ev. EB), Wolf-Dieter Scheid, Preisträgerin Susanne Heinrich, ein Mitglied des Filmteams sowie Marie-Therese Mäder und Oliver Gross. Foto: Gerhard Alt

 

 

(Saarbrücken/bt) – Gleich zwei Preise hat der Film „Das melancholische Mädchen“ von Susanne Heinrich beim 40. „Filmfestival Max Ophüls Preis“ am vergangenen Samstag gewonnen. In der Kategorie „Bester Spielfilm“ setzte sich die junge Regisseurin mit ihrem Werk gegen 15 weitere Filme durch und gewann nicht nur den mit 36.000 Euro dotierten Hauptpreis, sondern auch den der Ökumenischen Jury. Rund 1.600 Gäste verfolgten die Preisverleihung im Saarbrücker E-Werk.

 

Bereits seit fünf Jahren vergibt die Ökumenische Jury ihre mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung an Filme, die die Zuschauer für spirituelle, menschliche und soziale Fragen sensibilisieren; gestiftet wird sie von den beiden Landesarbeitsgemeinschaften der Katholischen und der Evangelischen Erwachsenenbildung im Saarland. Die Jury wurde von der internationalen kirchlichen Filmorganisation INTERFILM (Bern) und der internationalen katholischen Vereinigung für Kommunikation SIGNIS (Brüssel) besetzt – traditionsgemäß paritätisch katholisch und evangelisch. In diesem Jahr setzte sich das Gremium wie folgt zusammen: Oliver Gross (Österreich), Marie-Therese Mäder (Schweiz), Wolf-Dieter Scheid und Birgit Persch-Klein (Saarland).

 

Die Ökumenischen Jury betonte vor allem den künstlerischen Wert des Filmes: „Unendlich komisch und gleichzeitig todtraurig, bis ins Detail komponierte Bilder, poetische Dialoge, in denen Beziehungen zum Lifestyle erkoren werden.“ Maßgeblich für die Entscheidung war das Spannungsfeld zwischen Gesellschaft und Individuum, das Heinrichs Film in den Fokus nimmt. „Der Blick für den anderen verbleibt in der Leere. Die eigenwillig-konsequente Bildsprache eröffnet Leerstellen und Räume zum Weiterdenken. Schonungslos und präzise werden gesellschaftliche Zustände vorgeführt, hinterfragt und an die Zuschauenden weitergegeben. Eine junge Frau wird zur Symptomträgerin einer Gesellschaft, die ihre Glücksversprechen nicht einlöst.“

 

Regisseurin Heinrich ist die Tochter eines evangelischen Pfarrers und habe sich eigentlich davon habe emanzipieren wollen, sagt sie. Dass sie nun mit ihrer Arbeit feministische Kapitalismus-Kritik betreibe, hänge aber womöglich mit ihren Prediger-Genen zusammen.

 

Weitere Informationen zum „Filmfestival Max Ophüls Preis“ gibt es unter www.ffmop.de.

 


OLGA PICASSO in Museo Picasso Málaga -  26.02 - 02.06.2019

Pablo Picasso (1881-1973) Olga in Pensive Mood [Winter 1923]. Pastel and pencil on paper, 105 x 74 cm Musée national Picasso-Paris © RMN-Grand Palais (Musée national Picasso-Paris)/Mathieu Rabeau © Sucesión Pablo Picasso, VEGAP, Madrid, 2019.
Pablo Picasso (1881-1973) Olga in Pensive Mood [Winter 1923]. Pastel and pencil on paper, 105 x 74 cm Musée national Picasso-Paris © RMN-Grand Palais (Musée national Picasso-Paris)/Mathieu Rabeau © Sucesión Pablo Picasso, VEGAP, Madrid, 2019.


 

 

 

·                 Vom 26. Februar bis zum 2. Juni 2019 präsentiert das Museo Picasso Málaga in der Ausstellung Olga Picasso, die den Auftakt zur Museumssaison 2019 bildet, die Person und Geschichte der ersten Ehefrau von Pablo Picasso, Olga Chochlowa.

 

·                 Die Ausstellung – die auf den Briefen und Fotografien basiert, die in der Reisetruhe der russischen Tänzerin, Großmutter von Bernard Ruiz-Picasso, gefunden wurden –, befasst sich mit den Jahren, die Olga und Pablo gemeinsam verbrachten, und rückt die Entstehung einiger Meisterwerke von Picasso in ein neues Licht, indem sie sie in den Rahmen einer persönlichen Geschichte einbettet, die parallel zu einer anderen, politischen und sozialen Geschichte abläuft.

 

(Málaga/pm) - Die als Tochter eines Oberst der Kaiserlich Russischen Marine geborene Olga Chochlowa (* 1891 in Neschin, Ukraine; † 1955 in Cannes, Frankreich) trat 1911 dem angesehenen, von Sergei Djagilew geleiteten Tanzensemble Ballets Russes bei, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa triumphierte. Sie lernte Pablo Picasso im Frühling des Jahres 1917 in Rom kennen, als der Künstler das Bühnenbild und die Kostüme für das Ballett Parade gestaltete. Die beiden heirateten am 12. Juli 1918 in Paris, und im Februar 1921 wurde ihr erster und einziger Sohn, Paulo, geboren. 1935 trennte sich das Paar, auch wenn die Ehe bis zu Olgas Tod in Cannes im Jahr 1955 Bestand hatte.

 


In der Reisetruhe der russischen Tänzerin – die ihr Sohn erhielt, als er die Villa in Boisgeloup erbte, und die sich gegenwärtig im Besitz der Stiftung Fundación Almine y Bernard Ruiz-Picasso para el Arte (FABA) befindet – fanden sich die Briefe und Fotografien, die es erlaubt haben, eine persönliche und künstlerische Geschichte zu rekonstruieren, die parallel zu einer anderen politischen und sozialen Geschichte ablief. In den Schubladen der Truhe lagen viele Jahre lang Kodak-Umschläge mit zahlreichen Fotos, die die Geschichte von Bernards Großeltern, ihrem gemeinsamen Leben, ihren Reisen, Picassos Ateliers usw. erzählen. Andere Fächer enthielten Hunderte von Briefen in Französisch und Russisch, die mit Bändern aus rosa oder blauer Seide gebündelt waren. Des Weiteren befanden sich in der Truhe, die Olgas Initialen trägt, ihre Tanzutensilien: Balletschuhe, Tutus, Programmhefte ... und andere, persönlichere Gegenstände. Zusammen haben es diese Objekte – das einzige persönliche Gut, das sie nach ihrer Trennung von Picasso aufbewahrte – erlaubt, einige Aspekte von Picassos Werk, die während seines gemeinsamen Lebens mit Olga entstanden, in einen Kontext zu setzen.

 

 

 

Nach ihrer ersten Begegnung war Olga ab Ende der 1910er- und vor allem in den frühen 1920er-Jahren die vom Maler am häufigsten dargestellte weibliche Figur. Die zahlreichen Bildnisse im klassischen Stil, die Picasso von seiner Frau schuf, während deren Familie in Russland die Februarrevolution, die Abdankung des Zaren Nikolaus II., die bolschewistische Revolution und den anschließenden Bürgerkrieg erlebte, zeigen ihre Schönheit in melancholischer und nachdenklicher Fasson.

 


Zur gleichen Zeit wuchs das soziale Umfeld des Paares genauso wie sein Status, sein Wohlstand und – mit der Geburt des gemeinsamen Sohns Paulo am 4. Februar 1921 – auch seine Familie. Olga inspirierte zahlreiche Mutterschaftsszenen, die der aus Málaga stammende Künstler mit einer in seinem Werk bis dahin ungesehenen Zärtlichkeit und Abgeklärtheit auf die Leinwand brachte. Vor dem Hintergrund des krisengeschüttelten Europas der Zwischenkriegszeit metamorphosiert sich die imaginäre Figur Olgas ab 1924, während sich die Beziehung zu ihrem Mann verschlechtert. Nach der Begegnung des Künstlers mit Marie-Thérèse Walter im Jahr 1927 verschärft sich die Krise des Ehepaares weiter, das sich 1935 schließlich endgültig trennt. Picasso beginnt, Olga auf verstörende, deformierte und sogar brutale Weise darzustellen, während die neue Muse in seinem Werk die ganze jugendliche Energie und Erotik entfaltet, die den Künstler inspiriert. Als sich Picasso in den frühen 1930er-Jahren mit dem Minotaurus, einem monströsen Wesen mit menschlichem Körper und Stierkopf, identifiziert und als solcher darstellt, symbolisiert er damit die Komplexität und Ambivalenz seiner Beziehung zu den Frauen. Die Einsamkeit und der Schmerz ließen den Lebensmut der russischen Tänzerin schwinden, die dem Mann, der für sie und vor dem Gesetz bis zu ihrem Tod im Jahr 1955 ihr angetrauter Ehemann bleiben sollte, weiterhin Briefe schickte.

 


Der Nachlass von Olga Chochlowa In dieser von Émilia Philippot, Konservatorin des Musée national Picasso-Paris, Joachim Pissarro, Professor für Kunstgeschichte und Direktor der Hunter College Art Gallery (New York), und Bernard Ruiz-Picasso, Ko-Präsident der Stiftung Fundación Almine y Bernard Ruiz-Picasso para el Arte (FABA) sowie Präsident des geschäftsführenden Vorstands und Mitglied des Kuratoriums des Museo Picasso Málaga, gemeinsam kuratierten Ausstellung werden rund 350 Objekte, darunter Gemälde, Arbeiten auf Papier, Fotografien, Briefe, Dokumente und Filme, gezeigt.

 


Bernard Ruiz-Picasso berichtet, dass seine Großmutter (die er nie traf, da sie zur Zeit seiner Geburt bereits verstorben war) für ihn immer eine „geheimnisvolle“ Person gewesen war, da nur selten über sie gesprochen wurde. Vor einem von Picasso gezeichneten Porträt Olgas, das im Wohnzimmer der Pariser Wohnung hing, in dem Bernard seine Kindheit verbrachte, vollführte sein Vater Paulo manchmal einige Ballettschritte, die ihm seine Mutter beigebracht hatte. Der Wunsch, mehr über seine Großmutter zu erfahren, brachte Bernard dazu, die Übersetzung der mehr als sechshundert russischsprachigen Briefe in Auftrag zu geben, die Olga Chochlowa zwischen 1919 und 1933 von ihrer Familie erhalten hatte. Diese Briefe haben es erlaubt, das tragische Schicksal zu rekonstruieren, das Olgas Eltern, Geschwister und Verwandten im fernen Russland erlitten, während sie selbst mit Picasso in Paris ein komfortables Leben genoss.
 
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer gründlichen Auswertung des Nachlasses von Olga Chochlowa, der Großmutter Bernard Ruiz-Picassos, der – wie erwähnt – selbst zu den Kuratoren zählt und eine Schlüsselrolle bei der Gründung und im tagtäglichen Betrieb des Picasso-Museums Málaga gespielt hat und spielt. So erklärt sich auch der starke emotionale und sentimentale Bezug, der in dieser Ausstellung im Museum in Málaga, der Heimatstadt Pablo Picassos zweifellos zu spüren ist.

 

 
Es handelt sich um eine Wanderausstellung, die das Ergebnis der Zusammenarbeit von vier internationalen Kunsteinrichtungen ist. Die Ausstellung im Museo Picasso Málaga wurde vom Musée national Picasso-Paris in Zusammenarbeit mit der Fundación Almine y Bernard Ruiz-Picasso para el Arte organisiert. Sie ist vom 21. März bis 3. September 2017 im Musée national Picasso-Paris, und vom 19. November 2018 bis 4. Februar 2019 im Puschkin-Museum in Moskau zu sehen gewesen, bevor sie vom 26. Februar bis 2. Juni 2019 im Picasso-Museum Málaga präsentiert wird, um dann vom 18. Juni bis 22. September zum CaixaForum Madrid weiterzureisen.

 


Vorverkaufsbeginn für das Konzert am 2. Mai 2019

Wiener Philharmoniker starten Bruckner-Zyklus mit Christian Thielemann im Berliner Dom

Foto: Lois Lammhuber
Foto: Lois Lammhuber

 

(Berlin/sp) - Am 2. Mai 2019 eröffnen die Wiener Philharmoniker - unter der Leitung von Christian Thielemann - einen Bruckner-Zyklus mit einem Konzert im Berliner Dom. Ab heute sind die Karten im Vorverkauf an der Kasse des Domes und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

 

Mit dem Konzert im Dom beginnen die Wiener Philharmoniker ein Projekt, das sich bis zu Bruckners 200. Geburtstag, im Jahr 2024, erstrecken wird. Unter dem Dirigat von Christian Thielemann führt das weltberühmte Orchester sämtliche Bruckner Sinfonien auf. Zudem werden zeitgenössische Werke zu hören sein, die in einem thematischen Kontext zu den Sinfonien stehen. Um der Klangwelt Bruckners möglichst nahe zu kommen, finden die Aufführungen in verschiedenen europäischen Kathedralen statt.

 

Veranstaltet wird das Konzert der Wiener Philharmoniker von der Fondazione Pro Musica e Arte Sacra. Die gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Rom fördert Kirchenmusik auf höchstem Niveau. Sie veranstaltet unter anderem Festivals und Wettbewerbe und hat sich dem Erhalt von kirchlichen Kunstschätzen verschrieben.

 

Die Karten kosten zwischen 15,- und 130,- Euro (zzgl. VVK.). Bei einem Kauf an der Kasse des Berliner Domes entfällt die Vorverkaufsgebühr.

 


Shine A Light-Tour im Juni in großen Arenen - Konzerte in München, Stuttgart, Frankfurt, Oberhausen und Berlin

Bryan Adams mit allen Hits live

Foto: The Leighton Pope Organisation
Foto: The Leighton Pope Organisation

 

(Frankfurt/ln) - Mit allen Hits seiner erstaunlichen, über vier Jahrzehnte währenden Karriere präsentiert sich Bryan Adams im Juni in großen deutschen Arenen. Die „Shine A Light-Tour“ kommt vom 11. bis 20. Juni nach München, Stuttgart, Frankfurt, Oberhausen und Berlin. Bereits im März erscheint sein gleichnamiges neues Album.

 

Bryan Adams gilt als einer der erfolgreichsten Singer/Songwriter der Rockmusik weltweit. Der faszinierende Live Performer und mehrfache Grammy Gewinner begeistert seine Fans auf der Bühne mit Bestseller-Songs und vehementen, energiegeladenen Auftritten, die Hit an Hit reihen. Die Alben des glaubwürdigen Rock’n’Rollers eroberten bis heute stets die Spitzen der Charts, erreichten multiplen Gold- und Platin-Status.

 

Über 65 Millionen Tonträger und Nr. 1-Status in mehr als 40 Ländern dokumentieren eine einzigartige Resonanz, die ihre Entsprechung in ausverkauften Tourneen rund um den Globus findet. Bryan Adams und seine langjährigen Begleiter, Keith Scott (Leadgitarre) und Mickey Curry (Drums) sowie Keyboarder Gary Breit und Bassist Norm Fisher, präsentieren eine mitreißende Show, mit sämtlichen Hits und Highlights.

 

Vier Mega-Hits verdeutlichen die musikalische Dominanz von Bryan Adams in den 90ern: „Everything I Do“, „Please Forgive Me“, „All For Love“ und „Have You Ever Really Loved A Woman“. Schon Mitte der 80er hatte sich Adams seinen Platz in der ‚Rock’n’Roll Hall of Fame‘ erspielt, als er mit den „Reckless“-Klassikern „Summer Of 69“, „Somebody“ und „Run To You“ sowie „Cuts Like A Knife“ Weltruhm erlangte.

 

Rockhymnen und rauer Gesang wurden zu seinen Markenzeichen, aber ebenso wunderschöne Balladen. „Everything I Do“, der Ohrwurm aus dem „Robin Hood“-Film, wird als eine der erfolgreichsten Singles aller Zeiten in die Annalen der Rockgeschichte eingehen. Superhits wie „Have You Ever Really Loved A Woman?“, „The Only Thing That Looks Good On Me Is You“, „Heaven”, „Cloud No. 9”, „The Best Of Me” oder Here I Am” zählen zu weiteren herausragenden Chartbreakern.

 

Bryan Adams live – das sind mehr als zwei Stunden ungebremste Energie und totales Engagement analog zu dem Versprechen seines Millionensellers „Let’s Make A Night To Remember“. Es ist, wie es seine Rockhymne „Straight From The Heart“ treffend beschreibt: Direkt von seinem Herzen in die seiner Fans.

 

In den letzten Jahren hat Bryan Adams als Fotograf auf sich aufmerksam gemacht. Auch auf diesem Gebiet erweist er sich als absoluter Meister seines Fachs. Für den jüngsten Broadway- Musical Erfolg „Pretty Woman“ schrieb Bryan Adams den Soundtrack.

 

 

 

Live Nation Presents

 

Bryan Adams

 

           Shine A Light-Tour        

 

 

 

                    Di.      11.06.2019   München                Olympiahalle

 

                    Mi.     12.06.2019   Stuttgart                 Schleyerhalle

 

                    Mo.    17.06.2019   Frankfurt                Festhalle

 

                    Di.      18.06.2019   Oberhausen           König-Pilsener-Arena

 

                    Do.     20.06.2019   Berlin                     Mercedes-Benz Arena

 

 

 

 

 

MagentaMusik Prio Tickets: Dienstag, 22. Januar 2019, 10:00 Uhr

 

www.magenta-musik-360.de/prio-tickets

 

 

 

Allgemeiner Vorverkaufsstart: Freitag, 25. Januar 2019, 10:00 Uhr

 

www.livenation.de/artist/bryan-adams-tickets

 

 

 

www.ticketmaster.de

 

Ticket-Hotline: 01806 – 999 0000 (Mo-Fr 8-22 Uhr / Wochenende u. Feiertage 9-20 Uhr)

 

(0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz)

 

 

 

www.eventim.de

 

Ticket-Hotline: 01806 – 57 00 00

 

(0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz)

 

 

 

www.livenation.de
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instagram.com/livenationGSA | youtube.com/livenationGSA

 

 

www.bryanadams.com

 

www.facebook.com/bryanadamsofficial

 

 

 


Überraschungskonzert der Meisterkasse für Viola unter der Leitung von Prof. E.W. Krüger – Stipendium von Schloss Hohendorf für den Gewinner

„9. Baltischer Winter“ der Brahmsgesellschaft Stralsund e.V. mit  Meisterklasse zu Gast im Schloss Hohendorf

 

(Stralsund/pm) - Zum neunten Mal jährt sich die erfolgreiche Reihe „Baltischer Winter“ in Stralsund, organisiert von der Brahmsgesellschaft Stralsund e.V. Aus einer großen Bewerberzahl wurden12 Meisterschüler aus Deutschland, Europa und Fernost ausgewählt, die in dem von Prof. E.W. Krüger angebotenen Meisterkurs vom 08. bis 13. Februar 2019 u.a. Werke von Carl Stamitz, Franz Anton Hoffmeister, Johann Sebastian Bach, Paul Hindmith, William Walton, Bela Bartok, Johannes Brahms und Cesar Franck von Stamitz, Hoffmeister und Bach interpretieren.

 

Am Sonntag, 10. Februar 2019 um 19.00 Uhr findet in Schloss Hohendorf eines der drei Abschlusskonzerte statt, bei dem die Viola sowohl mit Begleitung auf dem Flügel als auch solistisch zum Einsatz kommen. Welche Komponisten und Werke genau erklingen, bleibt stets eine Überraschung, denn erst während des Kurses werden Solisten und die von ihnen vorzutragenden Stücke individuell ausgewählt und das Programm für den jeweiligen Abend zusammengestellt.  Prof. E.W. Krüger moderiert unterhaltsam das Konzert, stellt alle Musiker vor und gibt interessante Informationen zu Stücken und Komponisten. 

 

Prof. Erich Wolfgang Krüger ist Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe und spielte als Solobratscher in verschiedenen Orchestern, wie dem Rundfunkorchester Leipzig, dem MDR Rundfunkorchester und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. 1997 ist er als Professor für Viola an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimer berufen worden.

 

„Wir sind sehr stolz, dass die Brahmsgesellschaft Stralsund eines ihrer drei Abschlusskonzerte dieses Meisterkurses im Schloss Hohendorf geben möchte“, sagte Dr. Manfred Kahl, Initiator des neuen Schloss Hohendorf, begeistert. „Gerne unterstützen wir diese herausragende Arbeit mit einem Stipendium für den Gewinner dieses Kurses“, ergänzte er stolz.

 

Tickets für 12,50€ erhältlich unter www.schloss-hohendorf.de, www.reservix.de und allen bekannten Vorverkaufsstellen wie Stralsund Tourismus, sowie bei Goldschmied C. Stabenow und unter 040-53004950 oder an der Abendkasse (14,40€).

 

Der Meisterkurs findet im Theater Vorpommern statt, ein weiteres Konzert wird am 13.02.2019 um 18.00 Uhr in der Kapelle St. Annen und Brigitten zu Stralsund stattfinden.

 

 

 

Die Brahmsgesellschaft Stralsund e.V. wurde 2007 gegründet und hat ihren Sitz in der zum Weltkulturerbe gehörenden Hansestadt.

 

Aufgabe der gemeinnützigen Brahmsgesellschaft Stralsund ist die Förderung von Kunst und Kultur sowie Bildung und Erziehung. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die Organisation von Konzerten, Ausstellungen, Meisterklassen und Wettbewerben für jugendliche Teilnehmer. Außerdem fördert die Brahmsgesellschaft Stralsund e.V. die Weiterbildung von Musikstudenten und bereits beruflich im Musikbereich Tätigen.

 

 

 

Weekend Specials: Wohnen im Schloss und Feiern mit den Künstlern….
Ein schönes Geschenk für ein Konzert-Weekend der Superlative

 

Ein Konzert-Wochenende der Superlative: Dabei sein auf einem privat organisierten Kammerkonzert mit hochkarätigen Künstlern, und gleichzeitig bequem und vornehm im privaten Anwesen wohnen: mit einem Weekend Special können Sie Konzerte, gehobenes Wohnambiente und die Ostsee genießen. Zwei Übernachtungen im Schloss Apartment, Eintrittskarten zum Konzert, Begrüßungs-Cocktail und Einladung zum privaten After-Show-Diner für 2 Personen ab 295,-€.  

 

Reservierung unter www.schloss-hohendorf.de (ab 295,-€ für 2 Personen)

 

Auch als Geschenkgutschein erhältlich

 

Eintritt zu den Veranstaltungen für Journalisten frei bei Vorlage des Presseausweises.

 

Veranstaltungsort: Schloss Hohendorf, Am Park 7, 18445 Groß Mohrdorf bei Stralsund an der Ostsee
Weitere Informationen und Ticketbestellung unter www.schloss-hohendorf.de, telefonisch unter 040-53004950 oder über Stralsund Tourismus, Alter Markt 9, Stralsund, sowie bei allen Vorverkaufsstellen in Deutschland und unter dem Ticket-Online-Anbieter www.RESERVIX.de.

 

 

 


Claudia Comte I Marianna Simnett

Foto: Copenhagen Contemporary (CC)
Foto: Copenhagen Contemporary (CC)

 

 

CLAUDIA COMTE 

 

I HAVE GROWN TALLER FROM STANDING WITH TREES
08.02. – 01.09.2019 
 

 

MARIANNA SIMNETT
SEIZURE
08.02. – 26.05.2019 

(Kopenhagen/pm) - Copenhagen Contemporary (CC) proudly presents two of contemporary art’s great talents to a Danish audience for the first time. In Hall 1, Claudia Comte (b.1983) opens her largest solo exhibition to date: a total installation covering 1100 m2 entitled I have grown taller from standing with Trees. In Hall 3, Marianna Simnett (b.1986) presents her exhibition SEIZURE featuring the large-scale installation Faint with Light and video work The Needle and the Larynx.

 

 

CLAUDIA COMTE 
I HAVE GROWN TALLER FROM STANDING WITH TREES

For her first exhibition in Denmark, the Swiss artist Claudia Comte has created an immersive installation for CC’s largest hall.The presentation brings together sculpture, sound and 3D prototyping with the artist’s interest in archaeology, biodiversity and forestry.
Inside the hall, rows of six-metre-tall debarked spruce trees are positioned along a grid of millimetric precision that directly corresponds to a digitally printed graphic carpet. A large ceramic sculpture sits at the centre of this seemingly peaceful forest, which is enveloped by filtered light, sound and the mild scent of resin released by the pale spruces. 
Moving through the exhibition, however, a collapse of order becomes apparent. The trunks have been struck by a powerful force and are suspended in a state of disorder. The geometrical grid of the carpet evokes the root system of the trees, which, via underground fungi networks, communicate with other trees along the forest floor. The grid – a structure which relays order and clarity – is also distorted, visualising the effects of this large-scale disturbance upon the forest ecosystem, above and below ground.   
Comte’s particular interest in the forest stems from her childhood spent in the Swiss countryside. In a period when many traditional methods are being replaced by automated technologies, the artist highlights the virtues of traditional craftsmanship by prompting a dynamic conversation between organic forms, new media and rendering software. The spruce trees of I have grown taller from standing with Trees may be viewed as time capsules in the way the trunks’ annual rings grow at different rates depending on climate conditions. This is worth bearing in mind when walking among the spruces, all approximately one hundred years old.
As a totalising experience of light, scent and sound, I have grown taller from standing with Trees embraces the full force of nature. At the same time, it is nature’s cemetery of felled trees, mirroring the effects of our current era in which human activity directly impacts Earth’s biological systems. The installation reminds us that we are part of a greater whole where strong cooperative networks are as vital for trees as they are for humans.
 
Visitors are invited to walk amongst the trees, climb the fallen trunks and take in the views of the collapsed forest. Evoking childhood memories of visiting the woods, visitors may carve their names or leave messages on the trunks. The artist also invites visitors to participate in a number of performances scheduled during the exhibition period.
Comte was personally involved in the entire process of sourcing the trees, felling, cutting and sanding the trunks. Importantly, for every tree felled the artist has planted two new trees.
 
ABOUT CLAUDIA COMTE (b.1983)
The Swiss artist Claudia Comte is known for her site-specific installations that bring together handmade sculptures, graphic works, digital technologies and interactive installations that invite the audience to participate in activities such as arm-wrestling and dancing. Comte studied at the Ecole Cantonale d'Art de Lausanne (ECAL) and the Haute Ecole Pédagogique, Visual Arts. Recent exhibitions include: The Morphing Scallops, Gladstone Gallery, New York (2019), Electric Burst (Lines and Zigzags), Contemporary Art Museum, St Louis (2018), When Dinosaurs Ruled the Earth, König Galerie, Berlin (2018), Zigzags and Diagonals, MOCA Cleveland (2018), Swiss Performance Now, Kunsthalle Basel (2018), KölnSkulpture #9, Cologne (2017), La Ligne Claire, Basement Roma (2017), NOW I WON, Messeplatz, Art Basel (2017), Desert X, Palm Springs (2017) and10 Rooms, 40 Walls, 1059 m2, Kunstmuseum Luzern (2017).


MARIANNA SIMNETT
SEIZURE

SEIZURE is the first solo exhibition in Scandinavia by Marianna Simnett. In her mesmerising installation Faint with Light and video parable The Needle and the Larynx, normative bodies and genders undergo radical transformations. The artist’s own body, mutated and remodeled, becomes the site in which her hypnotic fantasies are played out.
The exhibition presents two of Simnett’s most arresting works, in which the body either metamorphoses or momentarily vanishes. A seizure, according to the writer Marina Warner, describes the effect of the passions on the body. The inner forces such as madness and folly personified in tragedies of the Greek poet Homer as feminine, snatch and grab the interior of the human creature and take possession. Together, Simnett’s works function as a portrait of an untamed body.
 
Faint with Light (2016) records Simnett inducing a cycle of fainting attacks through hyperventilation. The sound of her breath is monitored by ultra-bright lights that rise and fall on a twelve-metre screen dividing the space. Simnett’s blackouts provide an alarming soundtrack, alerting us to our most vital bodily function. Intense flashes of light dance to choked gasps for air: an uncomfortable reminder of the fragile border separating consciousness from unconsciousness, life from death.
With this installation, Simnett writes herself into a lineage of performance artists who subject themselves to extreme actions in order to challenge the limits of the body and to test the stomach of the viewer. However, in contrast to the work of artists such as Carolee Schneemann, Vito Acconci, and Chris Burden, Simnett’s physical body is hauntingly absent. We do not see her pass out — instead we witness a never-ending loop of her collapse and revival.

In The Needle and the Larynx (2016), Simnett once again subjects her body to an invasive procedure. A voice surgeon injects Botox into her larynx, which effectively paralyses the muscles responsible for pitch and causes her voice to deepen for several months. This procedure is typically reserved for men whose voice does not deepen after puberty. Footage of the treatment being administered to Simnett is accompanied by a fable about a girl who asks to have her voice lowered and threatens the reluctant doctor with a plague of mosquitoes, should he refuse. The Needle and the Larynx caricatures gender stereotypes and undermines the demands of a repressive society on women’s bodies. Capturing her own experience as a patient, Simnett questions the history and orthodoxies of the medical profession.
 
 
ABOUT MARIANNA SIMNETT (b.1986)
Marianna Simnett lives and works in London.Through performance, video, watercolour, and installation, she challenges how bodies are perceived and imagined. Uncanny narratives display the body as a site of dispute, performing surgical interventions and gestures of collapse and ecstasy.
Solo exhibitions and commissions include the forthcoming FACT, Liverpool (2019) and the Frans Hals Museum, Amsterdam (2019), as well as the New Museum, New York (2018); Museum für Moderne Kunst, Frankfurt (2018); Zabludowicz Collection, London (2018); Matt’s Gallery, London (2017); Seventeen Gallery, New York and London (2016). Her work will also be included in forthcoming group exhibitions at Tai Kwun Contemporary, Hong Kong (2019); the Walker Art Center, Minneapolis (2019); Sadie Coles, London (2019).

 

CC is supported by
Augustinus Fonden, Aage og Johanne Louis-Hansens Fond, Private donation, Spar Nord Fonden, Knud Højgaards Fond, Salling Fondene, Beckett-Fonden, Den Danske Forskningsfond, Københavns Kommune, Kulturministeriet, Statens Kunstfond, Elsass Fonden, Konsul Georg Jorck og Hustru Emma Jorck's Fond, Pro Helvetia, Embassy of Switzerland in Denmark, Refshaleøens Ejendomsselskab A/S, Fredericia Furniture, MTAB, Ege, Kvadrat, +Halle and Tæppeland. 

 


Exklusive Online-Auktion noch bis 29. Januar 2019

artnet Auctions versteigert seltene Werke des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol

(New York/ana) -Die Berliner artnet AG, Betreiber der einzigen Plattform für echte Online-Auktionen bildender Kunst, versteigert in einer exklusiven Auktion Werke des berühmten Pop-Art-Künstlers Andy Warhol. Die Auktion WARHOL findet noch bis 29. Januar 2019 auf artnet Auctions statt - parallel zur großen Retrospektive des amerikanischen Künstlers im New Yorker Whitney Museum of American Art, die das neuerliche Interesse an dessen Gesamtwerk unterstreicht.

 

Die angebotenen Arbeiten reichen bis in die 1950er Jahre zurück, als Warhol zunächst eine Karriere als Werbegrafiker und Illustrator anstrebte. Das Spätwerk des 1987 gestorbenen Pop-Art-Künstlers ist mit einem seiner wenigen abstrakten Motive vertreten-Camouflage.

 

Zu den herausragenden Werken der Auktion gehören das Gemälde Poinsettias (ca. 1982, Schätzpreis: 80.000 USD-120.000 USD) und die Druckgrafik Hamburger (ca. 1986, Schätzpreis: 50.000 USD-70.000 USD). Die erstmalig auf einer Auktion angebotenen Werke befinden sich im Besitz des ehemaligen Art Directors des von Warhol gegründeten Magazins Interview, dem Warhol die Arbeiten einst geschenkt hatte. Zu den weiteren Spitzenlosen gehören Unikate wie der Probedruck Orangutan (1983, Schätzpreis: 60.000 USD-80.000 USD) aus der populären Serie Endangered Species.

 

artnet Auctions ist bei Sammlern für Warhol-Auktionen bekannt. Im Jahr 2011 erzielte artnet für Warhols Gemälde Flowers (1978) mit 1,32 Millionen USD einen Rekordpreis für Online-Kunstauktionen. Seither wurden kontinuierlich hohe Summen für Warhol-Werke erzielt. Dazu gehören der Siebdruck Chicken Noodle (from Campbell's Soup I) (1968), der 2014 für 34.200 USD versteigert wurde, und die Offset-Lithographie Liz (1964), die 2017 für 60.000 USD den Besitzer wechselte.

 

"Warhol fasziniert nach wie vor", sagt Conner Williams, Leiter des Bereichs Prints & Multiples (Druckgrafik & Editionen) bei artnet Auctions. "Die jüngst bei Auktionen erzielten Preise unterstreichen die anhaltend hohe Nachfrage nach hochklassigen Werken-wie die unserer aktuellen Auktion. Wir haben außergewöhnliche Kunstwerke von Warhols Freunden und Assistenten erhalten. Warhol-Fans jeder Couleur werden ganz sicher ihren Lieblings-Warhol finden!"

 

Die Auktion WARHOL folgt auf eine erfolgreiche Exklusiv-Auktion von Werken des deutschen Künstlers Gerhard Richter Anfang Januar. Mehr als vier Fünftel der angebotenen Lose der Auktion Beyond Recognition: Gerhard Richter wurden verkauft. Mehrere Arbeiten übertrafen ihre Schätzpreise.

 

Ausgewählte Werke der Auktion WARHOL werden für die Dauer der Versteigerung in den New Yorker Büroräumen von artnet ausgestellt und können nach Vereinbarung besichtigt werden.

 

Über artnet
artnet ist die führende Online-Informationsquelle für den internationalen Kunstmarkt und die erste Adresse für den Handel von Kunst im Internet. Seit der Gründung im Jahr 1989 hat das Unternehmen den Kunstmarkt kontinuierlich modernisiert. Die Price Database, eine Datenbank mit mehr als 12 Millionen illustrierten Auktionsergebnissen von 1.800 Auktionshäusern aus den vergangenen 30 Jahren, sorgt für unübertroffene Transparenz im Kunstmarkt. Die Auktionsplattform artnet Auctions bietet seit 2008 online Versteigerungen an. Der 24-Stunden-Nachrichtendienst artnet News informiert aktuell über weltweite Trends und Persönlichkeiten des Kunstmarkts.

 

Die artnet AG ist im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet, dem Segment mit dem höchsten Transparenzstandard.

 


30. MÄRZ – 23. JUNI 2019: HAus der photographie

LAUREN GREENFIELD – GENERATION WEALTH

Lauren Greenfield: Jackie, 41, and friends with Versace handbags at a private opening at the Versace store, Beverly Hills, 2007. Lauren Greenfield/INSTITUTE © Lauren Greenfield
Lauren Greenfield: Jackie, 41, and friends with Versace handbags at a private opening at the Versace store, Beverly Hills, 2007. Lauren Greenfield/INSTITUTE © Lauren Greenfield


(Hamburg/dth) - Die Ausstellung GENERATION WEALTH der preisgekrönten Filmemacherin und Fotografin Lauren Greenfield (*1966) zeigt das heutige, allgegenwärtige Streben nach Status, Schönheit und Reichtum. Greenfield porträtiert in ihren Projekten sowohl Superreiche und Berühmtheiten als auch Menschen, die alles dafür tun, um diesem vermeintlichen Ideal näher zu kommen. Die Schau wird im Haus der Photographie der Deichtorhallen zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein.

Die Dokumentarfotografin Lauren Greenfield wuchs in den 70er und 80er Jahren in Venice, Los Angeles auf und arbeitete zuerst als Pressefotografin. In den frühen 90er Jahren begann sie Kinder von Privatschulen Hollywoods zu fotografieren, deren Leben von üppigen Partys, teuren Autos und Designerhandtaschen definiert und geprägt wurde. Lauren Greenfields frühes Werk entpuppt sich schnell als prophetisch – der amerikanische Traum von Reichtum und Erfolg wird zu einem globalen Phänomen. Durch Kanäle wie den Fernsehsender MTV öffentlichkeitswirksam inszeniert, gewinnen Prominentenkult, Materialismus und Körperkult an immer größerer Bedeutung; Medienpersönlichkeiten wie Kim Kardashian oder Paris Hilton werden zu Vorbildern. Schnell erkannte Greenfield, dass das Verlangen nach Geld, Prominenz, Schönheit und Sexualkapital zu einer alles umfassenden Besessenheit für Menschen jeden Alters und jeder Klasse, unabhängig von der Nationalität, geworden war. So führt Greenfield den Betrachter in die Häuser russischer Oligarchen, zu Resorts in Dubai und zu privaten Yachten des chinesischen Nouveau Riche, aber auch nach Magic City, Atlanta, wo sich der Traum vom schnellen Geld erfüllt. Greenfields Fotografien sind abwechselnd humorvoll, berührend und schockierend. Zusammen mit den begleitenden Interviews gewähren die Fotos dem Betrachter Einblicke in die Privatsphäre der Porträtierten und zeugen von dem außergewöhnlichen Vertrauensverhältnis, welches Greenfield mit den Personen aufbauen konnte.

 

 

 

Die Ausstellung GENERATION WEALTH ist das Ergebnis von mehr als 25 Jahren Arbeit Lauren Greenfields und zeigt auf einzigartige Weise, wie sich die Suche nach materiellen Gütern und sexuellem Kapital im Laufe der Zeit auf der ganzen Welt entwickelt hat. Die Ausstellung Generation Wealth umfasst 200 Fotos aus den USA, Brasilien, Kanada, Dubai, den Philippinen, Frankreich, Hongkong, Irland, Island, China, Mexiko, Deutschland und Russland sowie eine Reihe von Interviews und Kurzfilmen. Dabei geht es bei GENERATION WEALTH nicht um die Reichen an sich, sondern um den Wunsch, um jeden Preis reich zu sein.

In der Ausstellung werden mehrere Kurzfilme sowie der Film GENERATION WEALTH gezeigt, der u.a. das Sundance Filmfestival in den USA 2018 eröffnete. Das im Frühjahr 2017 im Phaidon Verlag veröffentlichte Buch GENERATION WEALTH hat begeisterte Kritiken erhalten und wurde von der Creative Review und der London Times zum Photography Book of the Year gewählt.

Diese Ausstellung wurde vom Annenberg Space for Photography, Los Angeles produziert und dort erstmalig gezeigt. Die internationale Tournee führt über das International Center of Photography in New York, das Nobel-Peace-Center in Oslo und das Fotomuseum Den Haag jetzt nach Hamburg. Im Anschluß ist die Ausstellung im Louisiana Museum, Humblebæk zu Gast.


ÜBER LAUREN GREENFIELD
Die Emmy-prämierte Fotografin und Filmemacherin Lauren Greenfield gilt als eine der renommiertesten Chronistinnen von Jugendkultur, Gender und Konsumkultur. Ihre Serien Fast Forward, Girl Culture, THIN und Generation Wealth wurden international gezeigt und sind in bedeutenden Museumssammlungen vertreten, darunter das Museum of Modern Art (New York), das Art Institute of Chicago, Los Angeles County Museum of Art (LACMA), das J. Paul Getty Museum, das San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA), Smithsonian, das International Center of Photography, das Center for Creative Photography sowie das Museum of Fine Arts (Houston).

2015 wurde Lauren Greenfield zu den Top 10 Regisseuren in AdWeek’s Most Creative 100 People und von American Photo 25 zu den einflussreichsten Fotograf*innen der Gegenwart gezählt. Lauren Greenfield begann als Praktikantin für National Geographic und erlangte 1987 ihren Abschluss in Harvard. Ihre Arbeiten erschienen regelmäßig im New York Times Magazine, Time, GQ und im Guardian. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen darunter den ICP Infinity Award, den Hasselblad Grant, den Community Awareness Award der National Press Photographe und den Moscow Biennial People’s Choice Award. Im September 2018 wurde Greenfield mit dem LA Film Festival Spirit of Independence Award ausgezeichnet. Sie lehrt weltweit an Museen und Hochschulen und Mitglied des Advisory Committee of Harvard University’s Office for the Arts.

Greenfield führt Regie bei dem viralen Superbowl-Spot #LikeAGirl, der über 90 Millionen Mal bei YouTube angesehen wurde und von YouTube zum drittbesten Werbespot des Jahrzehnts gewählt wurde.
Der Spot wurde mit dem Emmy, 14 Löwen auf dem Cannes Festival of Creativity, 7 Clios, 5 Art Directors, 8 pencils beim D &AD Award und Best in Show beim AICP Award prämiert. ESPN als Top 25 Impact Influencer in 2015. Der Nachfolge-Spot Unstoppable Like A Girl gehört mit über 80 Millionen Impressions zu den Top 10 YouTube Werbespots in 2015.

Ihr Film Generation Wealth war der Eröffnungsfilm des Sundance Festivals 2018 und wurde auf Festivals wie der Berlinale, SXSW und SIFF gezeigt. Im Juli 2018 folgte der internationale Filmstart. Der Film wird mittlerweile von Amazon Studios vertrieben.

Greenfield Dokumentarfilm The Queen of Versailles war der Eröffnungsfilm beim Sundance Festival 2012, wo er mit dem Best Director Award im U.S. Documentary-Wettbewerb. Der Film wurde mit dem Brisbane International Film Festival Prize ausgezeichnet und erhielt zahlreiche Nominierungen darunter als Best Documentary der Directors Guild, der International Documentary Association, für den Critics Choice Award und den London Critics Circle Film Award. Ihre Filme  THIN (HBO), kids + money (HBO) und Beauty CULTure (Annenberg Space for Photography) eröffneten das Sundance Festival und das Tribeca Film Festival.

Die Ausstellung Generation Wealth wurde vom Annenberg Space for Photography, Los Angeles produziert und dort erstmalig gezeigt. Die internationale Tournee führt über das International Center of Photography in New York, das Nobel-Peace-Center in Oslo und das Fotomuseum Den Haag jetzt nach Hamburg. Im Anschluß ist die Ausstellung im Louisiana Museum, Humblebæk zu Gast.

www.deichtorhallen.de/generation-wealth
www.generation-wealth.com
#GenerationWealth



ERÖFFNUNG
Freitag, 29. März 2019 um 19 Uhr im Haus der Photographie.
Lauren Greenfield ist anwesend.


BUCH
Das Buch Generation Wealth ist bereits im Buchhandel erhältlich. Erschienen bei Phaidon, mit einem Vorwort von Juliet Schor. Gebundene Ausgabe, 504 Seiten, 625 Abbildungen, 69,95 Euro.

ÖFFNUNGSZEITEN
Di – So 11 – 18 Uhr. Jeden 1. Do im Monat 11 – 21 Uhr.

 


Einreichungen bis 1. März möglich

Prix Ars Electronica 2019 mit neuer Kategorie

Goldene Nicas. Foto: Florian Voggeneder
Goldene Nicas. Foto: Florian Voggeneder

 

(Linz/ae) -  Heute startet der Prix Ars Electronica ins Jahr 2019. In Gestalt der neuen Kategorie „Artificial Intelligence & Life Art“ fahndet der weltweit traditionsreichste Wettbewerb für Medienkunst dabei erstmals nach künstlerischen Arbeiten im Bereich der Artificial Intelligence. Die weiteren Wettbewerbskategorien des Jahres 2019 lauten „Computer Animation“ und „Digital Musics & Sound Art“, dazu kommt noch die österreichweite Kategorie „u19 – CREATE YOUR WORLD“, die erstmals für zwei Altersgruppen ausgeschrieben wird. Die Einreichung zum Prix Ars Electronica 2019 ist kostenlos und bis 1. März möglich. Den GewinnerInnen winken die begehrten Goldenen Nicas, Preisgelder von bis zu 10.000 Euro pro Kategorie sowie prominente Auftritte beim Ars Electronica Festival von 5. bis 9. September 2019.

 

Neue Kategorie: Artificial Intelligence & Life Art …

 

… widmet sich künstlerischem Schaffen und Denken, das Künstliche Intelligenz sowie Life Sciences miteinbezieht und reflektiert. Gesucht werden Projekte und Kunstwerke, die um Bio- bzw. Gen-Technologie oder Synthetische Biologie sowie Maschinelles Lernen, Deep Learning oder andere Forschungsfelder von Künstlicher Intelligenz kreisen und/oder deren Anwendungen nutzen. Mit der neuen Wettbewerbskategorie adressiert und unterstützt der Prix Ars Electronica KünstlerInnen, die Schnittfelder zwischen Robotik und Prothetik erkunden oder Projekte vorantreiben, die Umwelt- und Ökologiethemen, die Bio-Sphäre und -Diversität zum Thema machen. Von besonderem Interesse sind zudem Kooperationen zwischen Kunst und Wissenschaft genau wie Projekte, die auf die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz von Künstlicher Intelligenz, ihre ethische und philosophische Dimension als auch die Rolle von politischen EntscheidungsträgerInnen, Regierungen sowie der Industrie fokussieren.

 

Computer Animation …

 

… ist offen für unabhängige Kunst- und Wissenschaftswerke ebenso wie für kommerzielle High-End-Produktionen der Film-, Werbe- und Unterhaltungsindustrie. Künstlerische Originalität zählt dabei genauso viel wie exzellente technische Leistung. Auch Experimente und Ansätze, die auf einer erweiterten Interpretationen der Computeranimation beruhen und sowohl in künstlerischer als auch technischer Hinsicht über den Bildschirm hinausgehen, können eingereicht werden.

 

Digital Musics & Sound Art…

 

… fahndet nach zeitgenössischen digitalen Klangproduktionen aus dem breiten Spektrum des „Electronica“, Werke, die Klang und Medien kombinieren, Computer-Kompositionen, die von elektro-akustisch bis experimentell reichen, sowie Klanginstallationen berücksichtigt. Ungeachtet der Medien oder Genres, die dabei zum Einsatz kommen, stehen die musikalischen und klangkünstlerischen Qualitäten der eingereichten Arbeiten im Vordergrund.

 

„u19 – CREATE YOUR WORLD“ …

 

… die österreichweit ausgeschriebene Kategorie fahndet nach Zukunftsideen und -visionen der jungen Generation und richtet sich an „Young Creatives“ unter 14 genau wie an „Young Professionals“ zwischen 14 und 19. Eingereicht werden können künstlerische Animationsfilme, Soundkreationen, Websites, Apps, wissenschaftliche Projekte und innovative Ideen für die Zukunft.

 

Prix Ars Electronica – traditionsreichster Medienkunstwettbewerb weltweit

 

Seit 1987 ist der Prix Ars Electronica eine interdisziplinäre Plattform für alle, die den Computer als universelles Gestaltungsmedium in ihrer künstlerischen Arbeit an der Schnittstelle zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft einsetzen. Der jährlich ausgeschriebene Wettbewerb umfasst mehrere Kategorien, die stets tausende Einreichungen aus aller Welt verzeichnen. Die besten werden mit der Goldene Nica ausgezeichnet, eine der wichtigsten Auszeichnungen für Kreativität und Pioniergeist im digitalen Medienbereich. Das alljährliche TeilnehmerInnenfeld reicht von weltweit anerkannten KünstlerInnen bis hin zu jungen kreativen Shootingstars. Der Prix Ars Electronica wird von der Ars Electronica Linz GmbH & Co KG in Zusammenarbeit mit dem OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich und dem Brucknerhaus Linz veranstaltet.

 

 

 


„Orgel des Monats Januar 2019“ der Stiftung Orgelklang in Langenalb

Wiederentdeckung eines historischen Instruments

(Berlin/Straubenhardt-Langenalb/pm) - Die romantische Orgel von Christoph Ludwig Goll aus dem Jahr 1870 in der evangelischen Marienkirche im badischen Straubenhardt-Langenalb ist die „Orgel des Monats Januar 2019“ der Stiftung Orgelklang. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründete Stiftung fördert die Sanierung des Instruments, das nach mehr als 40 Jahren Lagerung zufällig wiederentdeckt wurde, mit 5000 Euro.

 

Christoph Ludwig Goll hatte die Orgel eigens für die Marienkirche gebaut. Anfang der 1970er Jahre war das intakte romantische Instrument aus der Kirche entfernt worden, weil es dem Zeitgeschmack nicht mehr entsprach. Als die bis dahin eingesetzte Multiplex-Orgel sanierungsbedürftig wurde, entdeckte man das ursprüngliche Instrument. Gehäuse, Windladen, Spielanlage und Trakturen der Goll-Orgel hatten kaum Schaden durch die Lagerung im Kirchturm und in der Pfarrscheune davongetragen. Nur ein beträchtlicher Teil der 891 Pfeifen aus Metall und Holz fehlte: Sie waren beim Abbau an Gemeindemitglieder verkauft worden.

 

Inzwischen sind mehr als die Hälfte der fehlenden Pfeifen zurückgegeben. Das gesamte vorhandene Pfeifenwerk wird derzeit restauriert. Im weiteren Verlauf des Jahres sollen fehlende Pfeifen neu angefertigt, alle übrigen Orgelteile saniert und der Emporenboden in der Marienkirche instandgesetzt werden. Rund 120.000 Euro wird dieses Vorhaben kosten. Spenden werben insbesondere die „Orgelfreunde Marienkirche Langenalb“ ein. Der Verein bietet „Orgelpfeifenpatenschaften“ an und organisiert regelmäßige Benefizkonzerte. Bis Ostern 2020 soll die Sanierung beendet werden und die Marienkirche ihre fast 150 Jahre alte romantische Rarität zurückerhalten.

 

Die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) präsentiert in jedem Monat eine „Orgel des Monats“. In diesem Jahr fördert sie 14 Projekte in einem Gesamtumfang von 59.000 Euro. Seit 2010 hat sie 187 Förderzusagen über mehr als 1,3 Millionen Euro gegeben. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.stiftung-orgelklang.de.


Diözesanmuseum Paderborn: Große GOTIK-Ausstellung erfolgreich beendet

 

(PADERBORN/pm) - 2018 feierte man in Paderborn das Domjubiläum und blickte zugleich auf die faszinierende Zeit der GOTIK. Das Diözesanmuseum inszenierte mit der großen Ausstellung „GOTIK – Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa“ eine Zeitreise in die spannendste und innovativste Epoche des Mittelalters. Am Sonntag, dem 13. Januar, ging die Schau nach 99 Tagen zu Ende. Mehr als 30.000 Besucher/innen haben die 170 Exponate aus Museen und Sammlungen in ganz Europa bestaunt, die in sechs Ausstellungseinheiten das faszinierende Panorama einer Zeit des Wandels zeigen. „Unsere Gotik-Ausstellung hat einen Nerv getroffen und Themen angesprochen, die weit über die Region hinaus und auch international aktuell und wirksam sind“, freut sich Prof. Dr. Christoph Stiegemann, der Direktor des Diözesanmuseums Paderborn.

 

 

 

Ideen der Gotik sind bis heute prägend

 

Die Ideen der Gotik prägen unsere Städte bis heute, die Ausstellung spürte ihren Entstehungs-zusammenhängen, Voraussetzungen und Strukturen nach. Die Bauleute des Mittelalters wollten den Himmel auf Erden abbilden und schufen so eine nie zuvor gesehene Architektur des Lichts. Figurenschmuck erlangt monumentales Format, Skulpturen werden zum Gegenüber des Betrachters, spiegeln Gefühle wie Trauer oder Freude und zeigen ein neues Bild des Menschen, das sich in der Epoche der Gotik durchsetzt. Neben der Ausstellung widmet sich ein reich bebilderter Katalog dem universellen Wissen jener Zeit, ihrer Symbolik, ihren Proportionen, ihrem Menschenbild bis hin zu ihrer Musik. Wie die Ausstellung nimmt er Ideen und Dynamiken in den Blick, die den internationalen Erfolg der Gotik begründeten: vom Bauprozess über bahnbrechende technische Neuerungen bis zu Fragen des Kulturtransfers.

 

 

 

Umfangreiches Begleitprogramm stieß auf viel Interesse

 

Begleitend zur Gotik-Ausstellung griffen zahlreiche Veranstaltungen und Workshops für Erwachsene, Jugendliche und Kinder einzelne Themen auf und wurden sehr gut angenommen. In Kooperation mit der Universität Paderborn fand eine „Dialog-Reihe“ statt, die sich dem Thema „Paradies“ widmete. Einige Formate, wie die Workshops „Zeichnen im Museum“, und auch das „After work chill out“ mit dem Skizzenblock, sind unterdessen fester Bestandteil des Museumsprogramms und werden auch künftig fortgeführt. Ergänzt wurden die Begleitveranstaltungen durch ein umfangreiches Angebot von frei buchbaren Programmen für Schulklassen und Gruppen.

 

 

 

Ab 1. März sind gotische Schätze aus Mainz gemeinsam mit Spitzenwerken aus Westfalen zu sehen

 

Zu den herausragenden Exponaten der Gotik-Ausstellung gehörten Skulpturen aus dem Dom- und Diözesanmuseum Mainz wie der „Kopf mit Binde“ und eine Teufelsfratze, die aus der Werkstatt des legendären „Naumburger Meisters“ stammen. Da das Mainzer Museum zurzeit renoviert wird, können diese großartigen Leihgaben ebenso wie die beeindruckende „Fuststraßen-Madonna“ und ein lebensgroßer Engel noch eine Weile in Paderborn bleiben. In neuer Konzeption werden sie ab dem 1. März zusammen mit Highlights aus der umfangreichen eigenen Sammlung des Diözesanmuseums Paderborn gezeigt.

 

 

Vom 14. Januar bis zum 28. Februar bleibt das Diözesanmuseum wegen des Umbaus geschlossen.

 

 

 

Katalog zur Gotik-Ausstellung

 

Der Katalog zur Gotik-Ausstellung ist auch weiterhin im Museum erhältlich. In 21 anschaulich verfassten, reich bebilderten Essays von ausgewiesenen Experten der Architektur- und Kunstgeschichte entwirft er ein breites Panorama gotischer Kunst und Architektur. Neben den grandiosen Hoch-leistungen der gotischen Zentren geht es darum zu zeigen, wie sich eigene regionale Traditionen etwa beim Paderborner Dombau des 13. Jahrhunderts mit westlichen Einflüssen zu selbstbewussten neuen Formen verbinden konnten.

 

“Gotik. Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts in Europa, Christoph Stiegemann (Hg.), 21,5 × 28 cm, 800 Seiten, ca. 740 Abbildungen, Hardcover, Michael Imhof Verlag, ISBN 978-3-7319-0734-3, Museumpreis: 39,95 €; Buchhandelspreis: 49,95 €

 

 

 


HYPER! - A JOURNEY INTO ART AND MUSIC

Albert Oehlen, Schuhe, 2008. Foto: Jörg von Bruchhausen © Albert Oehlen/VG Bild-Kunst Bonn 2018
Albert Oehlen, Schuhe, 2008. Foto: Jörg von Bruchhausen © Albert Oehlen/VG Bild-Kunst Bonn 2018


1. MÄRZ – 11. AUGUST 2019
HALLE FÜR AKTUELLE KUNST


(Hamburg/dth) - Sound, Vision, Film, zerstörtes Klavier: Was passiert, wenn Musiker*innen sich an Ideen und Strategien aus der Kunstwelt orientieren? Und was für Bilder entstehen, wenn Maler*innen sich von Musik treiben lassen? Am Leben der Anderen interessiert zu sein, das Unbekannte zu verfolgen, es zu kopieren, es in die eigene Arbeit zu einzusetzen und zu benutzen, kurz: ein Cross-mapping zwischen den Welten der Musik und der bildenden Kunst zu betreiben, davon handelt die von dem Ex-Spex- und Electronic Beats-Chefredakteur Max Dax kuratierte Ausstellung HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC.

An der Ausstellung in der Halle für aktuelle Kunst und ihrem musikalischen Rahmenprogramm HYPER! SOUNDS in der Elbphilharmonie nehmen über 60 internationale Künstler*innen und Musiker*innen teil, die sich explizit im Grenzgebiet der Disziplinen Kunst und Musik bewegen und — von der Öffentlichkeit oft unbemerkt — in ihrer Kunst dezidiert entsprechend Bezüge auftauchen lassen. Superstars aus der Kunst- und Musikwelt wie Andreas Gursky, Kim Gordon, Alexander Kluge, Rosemarie Trockel und Wolfgang Tillmans stehen Avantgardisten wie Arthur Jafa, Thomas Scheibitz, Peter Saville oder Arto Lindsay gegenüber. Erzählerisch zusammengehalten wird die Ausstellung durch Dutzende von Interviews, die Max Dax mit den Protagonisten der HYPER!-Show in den vergangenen Jahren geführt hat.

 

 

Die Ausstellung HYPER! wird für die Besucher ein umfassendes Ausstellungserlebnis mit über 200 Werken darstellen: Neben Gemälden, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen und Rauminstallationen, die sich seitens der bildenden Kunst mit Musik befassen, wird es zahlreiche hybride Multimedia-Arbeiten geben, die den Wechselbezug zwischen Musik, Video und bildender Kunst ausloten. Moderne Klassiker wie Peter Savilles berühmtes dysfunktionales Riesen-Billboard zur Bewerbung von New Orders Technique-Album oder die Gemälde Emil Schults, die 1974 die Basis zu Kraftwerks Autobahn-Cover darstellten, treffen auf atemberaubende 3D-Videoinstallationen wie  Night Life (2015) von Cyprien Gaillard oder die verstörend funktionalen Powerbanks-Skulpturen von Britta Thie.

Der Einfluss von Richard Wagner auf das Werk des 2010 verstorbenen Aktionskünstlers Christoph Schlingensief wird ebenso zu sehen sein, wie Alexander Kluges Video-Kommentar dazu. Positionen von Daniel Richter, Sarah Morris und Bettina Scholz stehen für einen unterschiedlichen Einfluss von Musik auf die Malerei, Fotografien von Andrea Stappert, Sven Marquardt und Richard Prince und Videoarbeiten von Mark Leckey, The KLF, Nora Lawrenz und Bettina Pousttchi erweitern die Ausstellung ins Dokumentarische/Multimediale.

In Ergänzung zur Ausstellung präsentieren Albert Oehlen, Rosemarie Trockel und Hans Ulrich Obrist unter dem Titel »HYPER! Sounds« Konzerte in der Elbphilharmonie u.a. von Arto Lindsay, Daniel Blumberg, Kristof Schreuf, Den Sorte Skole, GAS und Kreidler. Weitere Informationen unter www.musikfest-hamburg.de.

Eröffnet wird HYPER! am 28. Februar 2019 mit einem Konzert von Freiwillige Selbstkontrolle / F.S.K. unter dem Motto: »Ein Haufen Scheiß und ein zertrümmertes Klavier«, in welchem die in der Rockmusik gepflegte Tradition der Zerstörung von E-Gitarren auf der Bühne mit der Fluxus-Praxis der Zertrümmerung von Klavieren rückgekoppelt wird. Weitere Konzerte mit Marcel Dettmann, Asmus Tietchens und André Vida sind in Planung.

www.deichtorhallen.de/hyper
#hyperdth

 

 

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KÜNSTLER*INNEN DER AUSSTELLUNG


Daniel Blumberg, Cosima von Bonin, Rutherford Chang, Phil Collins, Kevin Cummins, Den Sorte Skole, Marcel Dettmann & Friederike von Rauch, FSK, Cyprien Gaillard, GAS, Isa Genzken, Kim Gordon, Juro Grau, Andreas Gursky, Catherine Christer Hennix, Arthur Jafa, Sven-Åke Johansson, Scott King, Peter Knoch, Kreidler, Nora Lawrenz, Mark Leckey, Julien Lescoeur, Arto Lindsay, Luci Lux, Sven Marquardt, Michaela Melián, Radenko Milak, Sarah Morris, Wolfgang Müller & Tabea Blumenschein, Olaf Nicolai, Albert Oehlen, Palais Schaumburg, Steven Parrino, Bettina Pousttchi, Richard Prince, Daniel Richter, Thomas Ruff, Peter Saville, Thomas Scheibitz, Christoph Schlingensief & Alexander Kluge & Richard Wagner, Bettina Scholz, Kristof Schreuf, Emil Schult, Andrea Stappert, The KLF, Britta Thie,
Wolfgang Tillmans, Philip Topolovac, Rosemarie Trockel & Thea Djordjadze, André Vida Wolfgang Voigt, Mason Williams, Lena Willikens &, Sarah Szczesny, Rolf Zander & Asmus Tietchens

ERÖFFNUNG


Am Donnerstag, 28. Februar 2019 um 19 Uhr in der Halle für aktuelle Kunst.
Es sprechen: Dirk Luckow (Intendant Deichtorhallen Hamburg) und Max Dax (Kurator der Ausstellung) Anschließend findet ein Konzert von Freiwillige Selbstkontrolle / F.S.K. unter dem Motto: »Ein Haufen Scheiß und ein zertrümmertes Klavier« statt.

 

KATALOG


Zur Ausstellung erscheint Buch im Snoeck Verlag mit einem Vorwort von Dirk Luckow, einem einführenden Gespräch zwischen Hans-Ulrich Obrist und Max Dax sowie über 30 Interviews mit den beteiligten Künstler*innen. Umfangreicher Bildteil, 292 Seiten. Snoeck Verlag. Deutsche und englische Ausgabe

ÖFFNUNGSZEITEN


Di – So 11 – 18 Uhr. Jeden 1. Do im Monat 11 – 21 Uhr.

 


29.11.2018 – 28.04.2019

Wanderland. Eine Reise durch die Geschichte des Wanderns

Abb.: Hans Thoma: Der Wanderer, 1906

 

Algrafie

 

64,2 cm hoch x 49,2 cm breit

 

Hans-Thoma-Kunstmuseum, Bernau im Schwarzwald

 

 

Wanderland – ab heute zeigt das Germanische Nationalmuseum eine große Sonderausstellung zu 200 Jahre Kulturgeschichte des Wanderns

 


 

(Nürnberg/gmn) - Millionen Deutsche tun es: Wandern! Diese Form des weitläufigen, mit dem Naturerlebnis verbundenen Gehens ist heute eine überaus beliebte Freizeitbeschäftigung, Tendenz steigend. Die große Sonderausstellung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg gibt ab Donnerstag, 29. November 2018 mit rund 400 Exponaten einen Überblick über 200 Jahre Kulturgeschichte des Wanderns und veranschaulicht den Wandel, dem es im Laufe der Zeit unterlag.

 

Die Ausstellung verfolgt einen kulturhistorischen Zugang. Neben Werken der Kunstgeschichte – wie grafischen Blättern von Hans Thoma und Ernst Ludwig Kirchner oder einem Gemälde von Max Slevogt – sind auch Wanderequipment in Form von Wanderschuhen, Stöcken, Rucksäcken und Wanderkarten sowie Wegweiser und Parkplatzschilder, Gesellschaftsspiele und Filmausschnitte zu sehen. Es geht um das Wandern als Massenphänomen, das politische Wandern, das Wandern als Wirtschaftsfaktor und als Metapher der Kulturgeschichte. Nie zuvor wurde das Thema in einer solchen Bandbreite ausgestellt.

 

Anfänge des Wanderns

 

Zur Zeit der Romantik begann das Wandern langsam populär zu werden. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde es vermehrt Teil eines bürgerlichen Lebensstils, bis es um 1900 allgemein verbreitet war. Was alle Wanderer lockte (und noch immer lockt), ist die erhabene Schönheit der Natur, von der Werke von Caspar David Friedrich und Johan Christian Dahl, aber auch zeitgenössische Fotografien der „German Roamers“ zu Beginn der Ausstellung eindrucksvoll zeugen. Neben den Landschaftsmalern waren es vor allem Literaten, Adlige und das Bürgertum, die sich von dem Naturerlebnis begeistern ließen und sich um das Wandern verdient machten. Am Beispiel ausgewählter Regionen stellt eine Ausstellungssektion unterschiedliche Akteure vor. Zu ihnen zählt Christian Friedrich Graf zu Stolberg-Wernigerode, in dessen Herrschaftsgebiet der Brocken lag. Auf seine Initiative wurde im Jahr 1800 auf dessen höchstem Punkt ein Gasthaus eröffnet. Damit stand zu Stolberg-Wernigerode ganz in der Tradition seiner Familie, die sich um die touristische Erschließung des Brockens mittels Wanderwegen, Wegweisern, Schutzhütten und eines Aussichtsturms verdient gemacht hatte.

 

Friedrich Ludwig Jahn erkannte Anfang des 19. Jahrhunderts das emotionale Potenzial des gemeinschaftlichen Wanderns, das sich hervorragend zur Förderung eines deutschen Nationalgefühls nutzen ließ. „Frisch, fröhlich, frei und fromm“ – so sollte der Wanderer fortan in die Natur hinausziehen. Jahn bemängelte allerdings die schlechte Infrastruktur. Das sollte sich bald ändern.

 

Neue Wege 

 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Wandern bereits so populär, dass immer mehr Regionen mit neuen Wegstrecken erschlossen wurden. Die Bahn erkannte das Potenzial, stimmte ihre Fahrpläne auf beliebte Wanderziele ab und bot spezielle Fahrtkarten für Wochenendausflüge an. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts bildeten zudem Wandererparkplätze für Autofahrer die idealen Start- und Endpunkte von Wander-Rundwegen – ausgewiesen durch ein eigenes Parkplatzschild. Die wandfüllende Auswahl zeigt die große Bandbreite der grafisch-nüchtern bis charmant verspielt gestalteten Entwürfe. Vor Ort erleichterten große Wanderwegweiser mit Entfernungsangaben die Orientierung, von denen ein Exemplar vom Rothaarsteig, dem ersten Premiumwanderweg weltweit, in der Ausstellung präsentiert wird.