Kulturnachrichten

24.06.2022

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland. Sie setzt sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Denkmale ein. Ihre vielfältigen Aktivitäten reichen von pädagogischen
Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der aktiven Mithilfe von über 200.000 Förderern bereits über 5.000 Projekte mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Sie finanziert ihre Arbeit vor allem durch private Zuwendungen und Spenden. Darüber hinaus wird sie durch Mittel der staatlichen Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

 


The Otolith Group. O Horizon

Foto: RP The Otolith Group
Foto: RP The Otolith Group
  • From June 23 to October 2, 2022
  • Curated by Manuel Cirauqui
  • Film & Video Gallery (103)

(Bilbao/pr) - From June 23 to October 2, 2022, the Guggenheim Museum Bilbao is presenting The Otolith Group: O Horizon, the second exhibition of the year in the Film & Video Gallery, a dedicated space at the Museum where are presented key works of video art, film-based installation, and moving images understood as an artistic language.

Presented this time is an ambitious project by The Otolith Group, an artist collective founded by Anjalika Sagar (London, 1968) and Kodwo Eshun (London, 1966) and known for their influential approaches of such crucial topics as the Anthropocene, the aesthetics of Afro-futurism, and the decolonial articulation of critical theory. Producing films, texts, audio works, essays, and installations as well as curatorial projects, The Otolith Group’s practice is considered an essential touchstone for contemporary art and the recent development of the film essay globally. The video installation O Horizon is a major work depicting the Visva Bharati school in Santiniketan (West Bengal, India), founded by the writer, educator, social reformist, and Nobel laureate Rabindranath Tagore in 1921.The work encourages us to reflect on the interaction of nature, culture and agriculture, and the urgent need to heal our planet. Guiding India toward cultural independence and transformation, Tagore also anticipated some of the key issues in our globalized world today: the risks associated to climate change, the threat of nationalist and religious extremism and the importance of intergenerational transmission.

Situated at the center of the exhibition, O Horizon elides the terms of documentary at its most lyrical, discursive and operatic. The camera guides us through dances, rehearsals, and rituals; indoor and outdoor classes; microphones record the mystical songs of Kabir, epic poetry; conversations and plays; lenses capture animal gazes and vegetal depths in silence. Poetic recitation and performance alternate with observations of the flora, scholarly dialogues, and panoramic perspectives. Murals and public sculptures, emblems and allegories of Santiniketan’s aesthetic modernity, are observed in detail, while digital screens and mobile phone apps reappear as props, gadgets and companions in the daily routines and stylized rituals of campus life.

 

 


Leibniz-Forschungsmuseen präsentieren die gemeinsame App twiddle – the museum riddle

Die Welt in acht Museen per Handy-Spiel erkunden

Mit „twiddle“ das Germanische Nationalmuseum spielerisch erkunden Foto: GNM, Linda Bergmann
Mit „twiddle“ das Germanische Nationalmuseum spielerisch erkunden Foto: GNM, Linda Bergmann

(Nürnberg/gnm) - Spielend Museen erkunden: Besucher*innen können mit twiddle – the museum riddle jetzt die acht Leibniz-Forschungsmuseen per App kennenlernen – und im Germanischen Nationalmuseum Kunst und Kultur neu entdecken. Das Handy-Game steht ab sofort in den App-Stores zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Was hat „Judith“ von Hans Baldung Grien mit der „Venus“ von Lucas Cranach gemein? Mit welchem Fahrzeug lässt sich der Behaim-Globus digital erkunden? Und wie hilft die Henlein-Uhr dabei? Anhand ausgewählter Museumsobjekte lädt die neue Museums-App zu einer Reise voller Entdeckungen.

Erstmals haben sich die Leibniz-Forschungsmuseen für ein gemeinsames digitales Museumsspiel zusammengetan. Twiddle – the museum riddle bietet die Möglichkeit, die vielfältigen Sammlungen vor Ort auf eigene Faust zu erkunden. Allein im Germanischen Nationalmuseum können Besucher*innen sich durch mehr als zwanzig Level spielen, dabei müssen Objekte in der Dauerausstellung gesucht und gefunden werden. Questgeber und damit digitaler Spielleiter ist der Behaim-Globus, der mittels Fragen und Rätseln durch die Sammlung führt und nach neuen Sichtweisen auf die Welt sucht.

Doch twiddle ist mehr als eine Schnitzeljagd mit dem Handy. Über virtuelle Kartenstapel kommunizieren die Exponate mit den Spielenden, stellen Fragen und kleine Aufgaben, erbitten Meinungen und eröffnen Perspektiven. Das Besondere: Die App ist interaktiv und fordert auf zum Austausch mit Spielenden in anderen Leibniz-Forschungsmuseen. Objekte aus den dortigen Beständen müssen angefragt und in das eigene Spiel integriert werden, an anderer Stelle die übrigen Mitspieler*innen live zu ihrer Sicht auf bestimmte Dinge befragt werden. Antworten und Meinungen fließen in den Spielverlauf ein – und führen im Germanischen Nationalmuseum dazu, dass der mehr als 500 Jahre alte Behaim-Globus seine Weltsicht ändert und sich aktuellen Problemen und Diskussionen öffnet.

Der Austausch regt zum Nachdenken ein und lässt auch die Spielenden ihre eigenen Perspektiven hinterfragen. So erweitert der spielerische Umgang mit historischen Artefakten die Sicht auf das Leben und die Welt. Wer twiddle spielt, begreift Kulturgeschichte als Möglichkeit, sich selbst und die Welt mit immer wieder anderen Augen zu sehen – und dabei Spaß zu haben.

Twiddle ist ab sofort kostenfrei in folgenden App Stores verfügbar:
Android App Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.twiddle.android
Apple App Store: https://apps.apple.com/de/app/twiddle/id1611316026

Darüber hinaus kann twiddle auch von zu Hause aus gespielt werden: Ein „Homequest“ ermöglicht es, das Spiel erstmal kennenzulernen, Quests zu lösen und das Spielprinzip auszuprobieren. Für das vollständige Abenteuer muss aber eines der acht Forschungsmuseen besucht werden.

Das Spiel versteht sich als langfristige Erweiterung der Museums-Vermittlungsangebote. Es ist eine Aktivität des „Kompetenzzentrums Bildung im Museum“. Mit Unterstützung des Aktionsplans Leibniz-Forschungsmuseen wurde dieses neuartige Vermittlungsformat mit allen acht Museen unter dem Motto „Eine Welt in Bewegung“ umgesetzt.

Weitere Informationen sowie ein kurzer Teaser mit Eindrücken aus dem Spiel finden sich auf: www.leibniz-forschungsmuseen.de/twiddle


Die acht Leibniz-Forschungsmuseen sind:

 

Deutsches Bergbau-Museum Bochum ‑ Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen
Deutsches Museum, München
Deutsches Schifffahrtsmuseum ‑ Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, Bremerhaven
Germanisches Nationalmuseum ‑ Leibniz-Forschungsmuseum für Kulturgeschichte, Nürnberg
Museum für Naturkunde ‑ Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, Berlin
Römisch-Germanisches Zentralmuseum ‑ Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie, Mainz
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt am Main
Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn, Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels


2338 Einreichungen bei Prix Ars Electronica 2022

Goldene Nicas für Künstler*innen aus Japan, den USA, Taiwan, Kolumbien und Österreich

(Linz/ae) - 2338 künstlerische Projekte aus 88 Ländern wurden beim Prix Ars Electronica 2022 eingereicht. Die meisten Einreichungen verzeichnete die Kategorie „Interactive Art +“ mit 928 Projekten, gefolgt von der Kategorie „Computer Animation“ mit 657 Arbeiten. In der Kategorie „Digital Communities“ wurden 395 Projekte eingereicht. Die österreichweit ausgeschriebene Kategorie „u19-create your world“ verzeichnete 358 Einreichungen. Die Goldenen Nicas gehen 2022 an Ory Yoshifuji und Ory Lab (JP) für „Avatar Robot Cafe DAWN ver.β“, Rashaad Newsome (US) für „Being“, Jung Hsu (TW) und Natalia Rivera (CO) für „Bi0film.net: Resist like bacteria“ und Mary Mayrhofer (AT) für „Die Schwarze Decke“. Die Gewinner*innen der Goldenen Nicas dürfen sich über ein Preisgeld von 10.000 Euro freuen, die Goldene Nica in der Kategorie „u19-create your world“ ist mit 3.000 Euro dotiert. Als „Visionary Pioneer of Media Art“ wird diesmal die US-Künstlerin Laurie Anderson geehrt.

Parallel zum Prix Ars Electronica wurde heuer der zweite “Ars Electronica Award for Digital Humanity” ausgeschrieben - möglich gemacht wird die 2021 initiierte Auszeichnung auch diesmal wieder durch das Ministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten. Der Preis holt Projekte vor den Vorhang, die ein grundlegendes Umdenken hinsichtlich unseres Umgangs mit Technologie anstoßen wollen.  2022 geht der „Ars Electronica Award for Digital Humanity“ an Sarah Newman (US), Kasia Chmielinksi (US) und Matthew Taylor (US), auszeichnet wird ihr „Data Nutrition Project“. Die Gewinner*innen erhalten 10.000 Euro.


Ballett auf Weltklasseniveau: 47. Hamburger Ballett-Tage starten

(Hamburg/pm) - Der Juni steht in Hamburg traditionsgemäß voll und ganz im Zeichen des Balletts. 2022 zeigt das HAMBURG BALLETT von John Neumeier zu den 47. Hamburger Ballett-Tagen vom 19. bis 3. Juli zahlreiche Gastspiele sowie eigene Inszenierungen wie die Klassiker „Beethoven-Projekt“, „Liliom“ oder „Hamlet 21“. Das Ballettfestival wird eingeläutet mit einer Premiere von „The Winter's Tale“, einer Koproduktion des Royal Ballet und des National Ballet of Canada am 19. Juni.

 

Auch wenn Covid-19 kein Verfallsdatum hat, bedeutet die zu Ende gehende Saison für das Hamburg Ballett eine Rückkehr zur Normalität. Die allermeisten Vorstellungen konnten stattfinden, seit November vor voll besetztem Haus, und es war sogar möglich, über mehrere Wochen zwei verschiedene Produktionen in den USA zu präsentieren.  

„Es ist wie ein Wunder, dass das Hamburg Ballett innerhalb der Pandemie-Zeit mit mir als Choreograf vier Kreationen geschaffen hat“, freut sich John Neumeier. Diese vier Werke – Dornröschen, Hamlet 21, Beethoven-Projekt II und Ghost Light – stehen auf dem Programm der 47. Hamburger Ballett-Tage. Dabei ist es kein Zufall, dass Beethoven-Projekt II auch terminlich genau im Zentrum des Festivals steht. Für Neumeier enthält besonders die Siebte Sinfonie eine ganz wichtige Botschaft an die Gesellschaft: „Sie hat einen besonderen Drive und strahlt unüberhörbar Optimismus und eine menschliche Freude aus, die ich als zukunftsweisend empfinde.“

Traditionsgemäß steht am Beginn der Ballett-Tage eine Premiere, in diesem Jahr „The Winter’s Tale“ von Christopher Wheeldon. Auf den seit Jahren international gefeierten Choreografen wurde John Neumeier frühzeitig aufmerksam, und er lud ihn bereits 2001 für eine Kreation zum Hamburg Ballett ein. Nachdem die Hamburg-Premiere ursprünglich für den Sommer 2020 geplant war, ist nun am 19. Juni in Hamburg erstmals ein abendfüllendes Ballett von Wheeldon zu erleben.

Ebenso wie „The Winter’s Tale“ wird auch „The Tempest“ zu Shakespeares Romanzen gezählt – einer Gattung, in der sich Märchenmotive mit ernsten Themen mischen. Das Polnische Nationalballett präsentiert als Gastcompagnie die Ballettfassung seines Direktors Krzysztof Pastor an zwei aufeinanderfolgenden Abenden (28. und 29. Juni) . Zum weiteren Repertoire der diesjährigen Ballett-Tage zählen die beiden Wiederaufnahmen der Saison, „Sylvia“ und „Liliom“. Außerdem präsentiert sich die Ballettschule des Hamburg Ballett unter dem Titel „Erste Schritte“ mit einem abendfüllenden Programm. Neben der Kreation „Ruska“ von Kristian Lever für die Theaterklassen, wird John Neumeiers Ballett „Beethoven Dances“ aufgeführt, das er anlässlich des 40-jährigen Jubiläums für sämtliche Schülerinnen und Schüler seiner Ballettschule kreierte.

Den festlichen Abschluss der Saison bildet am 3. Juli die Nijinsky-Gala XLVII, für die John Neumeier ein exklusives, mehrstündiges Programm für die eigene Compagnie und Gaststars entworfen hat.

Das komplette Programm der Ballett-Tage und Tickets gibt es unter www.hamburgballett.de
 

 

 

Mehr Informationen:

 


ALBERTINA

Jean Michel Basquiat / Die Retrospektive 09.09. 2022 – 08.01. 2023

Jean Michel Basquiat Self Portrait, 1983 Öl auf Papier und Holz 91,5 × 61 cm Collection Thaddaeus Ropac, London · Paris · Salzburg · Seoul . Fotoquelle: Dr. Daniel Benyes / ALBERTINA
Jean Michel Basquiat Self Portrait, 1983 Öl auf Papier und Holz 91,5 × 61 cm Collection Thaddaeus Ropac, London · Paris · Salzburg · Seoul . Fotoquelle: Dr. Daniel Benyes / ALBERTINA

 

(Wien/at) - Im Herbst zeigt die ALBERTINA in ihrem Haupthaus Basquiat. Of Symbols and Signs. Es ist die erste große Museumsretrospektive des außergewöhnlichen Werks von Jean-Michel Basquiat (1960–1988) in Österreich.

Mit seinen symbolträchtigen, komplexen und oft emotional aufgeladenen Kunstwerken verändert Jean-Michel Basquiat in den 1980er Jahren die Kunstwelt und verbindet in seiner künstlerischen Praxis verschiedene, künstlerische Genres und Sparten. Basquiats symbolträchtige Bilder greifen oft politische Themen auf, kritisieren Rassismus, soziale Ungerechtigkeiten und den Konsumkapitalismus.

 

Symbole & Graffiti

Sein vielfältiges Œuvre spiegelt wider, wie Basquiat seine kraftvollen Kompositionen gegen Hierarchien und Regeln setzt. Er lässt sich von Street Art, Cartoons, Kinderzeichnungen und Werbung inspirieren und schöpft aus seinem eigenen Haitianischen und Puerto-Ricanischen Erbe sowie einer Konvergenz von afroamerikanischen, afrikanischen, aztekischen Kulturgeschichten mit klassischen Themen und zeitgenössischen Helden wie Sportlern und Musikern. Der Gebrauch von sprachlichen Zeichen und von Symbolen ist Teil von Basquiats Werk, von seinen allerersten Zeichnungen bis zu seinen poetisch-konzeptionellen Graffiti, von seinen Notizbüchern bis zu seinen späteren Zeichnungen und Gemälden.

Mit der Präsentation von rund 80 Hauptwerken aus renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen werden neue Einblicke in die einzigartige Bildsprache Basquiats gegeben und die Inhalte seiner künstlerischen Ideen entschlüsselt.

KuratorInnen: Dieter Buchhart & Antonia Hoerschelmann

 

www.albertina.at


Ab 16. Juni im Kino:

Aktuelle Kinostarts, ausgezeichnet mit Prädikat der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) / Empfehlungen der FBW-Jugend Filmjury

 

 

ZWISCHEN UNS

Regie: Max Fey

Drehbuch co-verfasst mit: Michael Gutmann

Prädikat BESONDERS WERTVOLL

Eva und ihr 13-jähriger autistischer Sohn Felix sind ein eingespieltes Team. Obwohl Eva immer wieder mit Entschlossenheit darum kämpft, Felix im Alltag Stabilität und Normalität zu bieten, gerät sie oft an die Grenzen des Machbaren. Bis die Situation eines Tages eskaliert.

„Das eindrucksvolle Spiel von Liv Lisa Fries und Jona Eisenblätter und das genaue inszenatorische Gespür für das Verhältnis Mutter und Sohn machen diesen Spielfilm zu einem Drama, das noch lange nachhallt.“

Mehr Infos zum Film unter: https://www.fbw-filmbewertung.com/film/zwischen_uns

 

Empfehlungen der FBW-Jugend Filmjury:

PRESS PLAY AND LOVE AGAIN

Regie: Greg Björkman

Drehbuch co-verfasst mit: James Bachelor

Empfohlen mit 4 von 5 Sternen für ein Publikum ab 12 Jahren

„Wir geben dem Film PRESS PLAY AND LOVE AGAIN 4 Sterne, weil durch die gute schauspielerische Leistung eine angenehme Atmosphäre erzeugt wird, die durch passende fröhliche Musik unterstrichen wird. Die Bildgestaltung ist sehr überzeugend. Der Film ist ruhig erzählt und hat keine schnellen Schnitte. (…) Eine verbindende Logik bei den verschiedenen Handlungsalternativen haben wir nicht erkannt, aber das gute Niveau der Dialoge gleicht das wieder aus. Die einzelnen dargestellten Handlungsabschnitte sind für Zuschauer ab 12 Jahren gut nachvollziehbar.“

Mehr Informationen unter: https://www.jugend-filmjury.com/film/press_play_and_love_again

 

LIGHTYEAR

Regie: Angus MacLane

Drehbuch co-verfasst mit: Jason Headley

Empfohlen mit 4,5 von 5 Sternen für ein Publikum ab 8 Jahren

"Die Geschichte ist gut verständlich. Das jüngere Publikum wird seinen Spaß haben. Aber auch allen größeren Toy Story Fans wird es nie langweilig, weil die Geschichte einfach gut erzählt ist und es viele Anspielungen auf andere Filme zu entdecken gibt. Die Animation ist sehr realistisch und detailliert. Vor allem die Mimik hat viele Feinheiten, sodass man alle Stimmungen und Gefühle der Figuren nachvollziehen kann. Man merkt, dass Pixar hier am Werk ist. Die Musik im Film ist durch ein Orchester sowie einen Chor gestaltet. Sie wirkt oft heldenhaft und macht den Film spannender. Sie ist insgesamt nicht so auffällig, aber präsent und fügt sich perfekt ein.

Man muss die TOY STORY Filme zwar nicht gesehen haben, um LIGHTYEAR zu verstehen, aber wenn man TOY STORY gesehen hat, genießt man den Film umso mehr. Wir empfehlen den Film von 8 bis 13 Jahren und für alle TOY STORY-Fans."

Mehr Informationen unter: https://www.jugend-filmjury.com/film/lightyear

In der kommenden Woche mit Prädikat BESONDERS WERTVOLL im Kino:

Das bombastisch-mitreißende Biopic ELVIS von Baz Luhrmann

 

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Mehr Informationen zu aktuellen und kommenden FBW-Empfehlungen unter www.fbw-filmbewertung.com. Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zeichnet herausragende Filme mit den Prädikaten wertvoll und besonders wertvoll aus. Über die Auszeichnungen entscheiden unabhängige Jurys mit jeweils fünf Gutachter*innen aus einem Pool aus 85 Experten aus ganz Deutschland. Die FBW bewertet die Filme innerhalb ihres jeweiligen Genres. 

 

Die FBW-Jugend Filmjurys sind mit Schülerinnen und Schülern ab 10 Jahren und im Falle der älteren Jurys ab 14 Jahren besetzt. Sie sind an zehn Standorten in Deutschland etabliert und sichten vor Kinostart das komplette Filmprogramm für das junge Publikum. Seit 2018 geben die Jurys auch Empfehlungen für das Programm für die Zielgruppe „14+“. Mehr Infos und Filme unter: www.jugend-filmjury.com.


Gewinner*innen 2022 gekürt:

STARTS Prize der EU-Kommission für Holly Herndon (US) und Giulia Foscari (IT)

 


(Linz/Brüssel/ae) - Insgesamt 1499 Einreichungen aus 96 Ländern zählte der STARTS Prize 2022. Die mit jeweils 20.000 Euro dotierten Hauptpreise gehen diesmal an Holly Herndon (US) und Giulia Foscari (IT). Prämiert wurden ihre Projekte von der internationalen Jury, der Francesca Bria (IT), Andres Colmenares (CO/ES), Lucía García (ES), Asako Tomura (JP) und Alexander Mankowsky (DE) angehörten. 

Der prestigeträchtige STARTS Prize ist Teil einer langfristigen Initiative der Europäischen Kommission. Der Wettbewerb wird jährlich ausgeschrieben und ist mit insgesamt 40.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden innovative Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologie und Kunst, die das Potential haben, einen signifikanten Einfluss auf wirtschaftliche und soziale Innovationen in Europa zu entfalten. Vergeben wird ein GRAND PRIZE FOR ARTISTIC EXPLORATION und ein GRAND PRIZE FOR INNOVATIVE COLLABORATION, darüber hinaus werden 10 „Honorary Mentions“ und „18 Nominations“ verliehen. Die Gewinner*innen erhalten jeweils 20.000 Euro und werden im Rahmen des Ars Electronica Festival in Linz sowie bei einer Reihe von Veranstaltungen der Konsortialpartner Bozar, Waag, INOVA+, T6 Ecosystems, French Tech Grande Provence und Frankfurter Buchmesse prominent präsentiert.


The National Museum of Art, Architecture and Design opens in Oslo on 11 June, 2022

Norway’s new National Museum in Oslo will be the largest art museum in the Nordic region.

Foto: Iwan Baan
Foto: Iwan Baan

(Oslo/pm) - With the new National Museum, Norway gets a unique space for the country’s most extensive collection of art, architecture and design. More than 6,500 works, from the antiquity to the museum’s most recent contemporary acquisitions, will be on display in a collection exhibition that spans two floors and almost 90 rooms. The building also includes a spectacular space for temporary exhibitions - the Light Hall situated on the roof - as well as a large open-air roof terrace, cafés, a shop, and the largest art library in the Nordic region. Situated on Oslo’s harbour close to the promenade, the museum offers spectacular views of the city.

The museum is designed by architects Klaus Schuwerk (Kleihues + Schuwerk) and built by Norway’s government building commissioner Statsbygg. Designed with the perspective of housing artworks for centuries, the museum is built with clean and robust materials that will age with dignity, like oak, bronze and marble. The entire facade is covered with Norwegian slate. As a FutureBuilt pilot project, the new museum is designed to reduce greenhouse gas emissions by at least 50% compared to current building standards.

 

The first exhibitions/Room dedicated to Edvard Munch

On permanent display works from all the National Museum’s various fields – older and modern art, architecture, design, craft and contemporary art – will meet and interact in new contexts.

The museum’s collection holds around 400,000 objects ranging from medieval tapestries to modern design classics and contemporary artworks. There will be rooms dedicated to the museum’s significant collection of works by Edvard Munch, including «The Scream», 19th century landscape painting, royal gowns worn by Norway’s two queens, and a display of works by renowned Norwegian architect Sverre Fehn. Prominent artists on display will include Harald Sohlberg, Harriet Backer, Theodor Kittelsen, Gustav Vigeland, Hannah Ryggen, Lucas Cranach, Claude Monet, Vincent Van Gogh and Ida Ekblad.

For opening, the Light Hall will be filled with an extensive survey of new Norwegian Contemporary art featuring almost 150 artists and groups of artists.

See the full exhibition programme for 2022 and selected exhibitions from 2022 to 2025 here.

 

The National Museum of Art, Architecture and Design

  • Opens in Oslo, Norway on 11 June 2022.
  • Established 2003-2005 with the merger of four museums from the fields of older and modern art, contemporary art, design and craft, and architecture.
  • The museum’s collection hold more than 400,000 objects.
  • The new building is designed by Klaus Schuwerk (Kleihues + Schuwerk).
  • Total area: 54,600 m2.
  • 13,000 m2 exhibition space. Almost twice as much as the museum’s former spaces making it the largest museum in the Nordic region and bigger than international museums such as Rijksmuseum and Guggenheim Bilbao.
  • With its new building the National Museum will be the largest art museum in the Nordics.

The opening of the National Museum marks the completion of three major cultural institutions in Oslo over the last three years, which include the Deichman Library (2020) and the Munch Museum (2021).

 

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photo basel, die erste und einzige Fotokunstmesse der Schweiz, kehrt für ihre siebte Ausgabe ins Volkshaus Basel zurück. Die Messe findet zeitgleich mit der renommierten Kunstmesse Art Basel statt

Die photo basel Kunstmesse öffnet nächste Woche

Melanie Issaka, Blueprint 9
Melanie Issaka, Blueprint 9

(Basel/pm) - Seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2015 hat die photo basel ihr Profil als bedeutendste Fotomesse im deutschsprachigen Raum gefestigt. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Fotografie immer mehr in den internationalen Museen etablieren können und bildet somit zentrales Fundament in der jüngeren Kunstgeschichte.

Die photo basel begrüsst dieses Jahr 40 internationale Aussteller aus 18 Ländern. Es werden über 550 photographische Positionen von über 130 Künstler:innen gezeigt. Zu den neu hinzugekommenen Galerien in diesem Jahr gehören The Photographers’ Gallery (London), Analix Forever (Geneva), Bonne Espérance (Paris), Contour Gallery (Rotterdam), die Mauer (Prato), Espace L (Geneva), Galerie XII (Paris & Los Angeles), Mars Gallery (Melbourne), ToBe Gallery (Budapest) und Versus Art Projects (Istanbul).

Neben den 40 internationalen Top-Galerien zeigt die photo basel ein umfangreiches und kuratiertes Rahmenprogramm – von Sonderausstellungen über NFTs zu Preisverleihungen:

 

Hommage an Anita Neugebauer
Anita Neugebauer (1916-2012) gründete 1976 mit der Galerie photo art basel die erste Fotogalerie der Schweiz und setzte sich die Vermittlung von internationaler und nationaler Fotografie zum Ziel. Durch ihre rege Galerie-, Ausstellungs- und Sammeltätigkeit wurde sie zu einer wichtigen Wegbereiterin für die weitere Entwicklung der Fotografie in der Schweiz. Die photo basel widmet ihr in diesem Jahr die Sonderausstellung Anita’s Point of View eine Hommage, zusammengestellt von ihrer Tochter, Claudia Neugebauer, und Alessa Widmer.

 

Afrikanische Fotografie
Wie schon in vergangenen Jahren präsentiert die photo basel auch in diesem Jahr mehrere Künstler:innen aus verschiedenen Ländern: Die in Äthiopien geborene sudanesische Künstlerin Atong Atem, Gewinnerin des La Prairie Art Award, präsentiert eine Soloshow mit mehreren spektakulären Porträts und Selbstporträts, die die Beziehung zwischen dem Intimen und dem Politischen sowie die Geschichte der Immigration erforschen (Mars Gallery, Melbourne, Australien).

Die 1994 in Ghana geborene Melanie Issaka, Absolventin des Royal College of Art in London, zeigt in ihrer ersten Soloshow auf einer Messe ihre Blueprints: performative Selbstporträts in Form von Cyanotypien, die die Stellung des Körpers der schwarzen Frau in der Geschichte der Fotografie und ihrer Techniken neu verorten (Galerie Peter Sillem, Frankfurt, Deutschland).

Der Burkiner Saïdou Dicko kehrt mit einer Auswahl seiner Werke aus der Serie The Shadowed People an die photo basel zurück. Das Motiv des Schattens, die Hauptinspirationsquelle des Künstlers, ist sowohl ein metaphysisches wie auch ein politisches Symbol (Galerie Artco, Aachen, Berlin und Kapstadt).

 

Der CAP- Preis
Der CAP-Preis (internationaler Preis für zeitgenössische afrikanische Fotografie), wird jährlich an fünf herausragende Fotografen:innen vergeben. Er richtet sich an Fotografen/innen, deren Arbeiten sich mit dem afrikanischen Kontinent und/oder seiner Diaspora auseinandersetzen. Der CAP-Preis erhöht die internationale Sichtbarkeit der Gewinner und Gewinnerinnen und baut ein hochkarätiges Netzwerk für zukünftige Projekte auf. Am Freitag, dem 17. Juni 2022 werden erneut die 5 Gewinner:innen auf der photo basel bekannt gegeben.

 

Konkrete Fotografie
Die konkrete Fotografie bezeichnet eine ästhetische Bewegung und einen Ansatz, der sich auf den fotografischen Prozess und seine Komponenten - das Licht, die Kamera und die Phänomene stützt, die das Bild entstehen lassen. Während Alwin Langdon Coburn 1917 das erste Beispiel von konkreter Fotografie zugeschrieben wird, erlebt diese in den 1960er Jahren ihren Aufschwung. Im Jahr 2021 ehrte die photo basel einen ihrer Meister, den Schweizer Roger Humbert (1929), der in diesem Jahr mit einigen seiner neuesten Arbeiten zurückkehrt (Fabian & Claude Walter Galerie, Zürich).

Auch der Italiener Gianfranco Chiavacci (1936-2011) führte seit den 1960er Jahren zahlreiche Experimente mit fotografischem Werkzeug und optischen Phänomenen durch, insbesondere im Zusammenhang mit der Bewegung von Objekten in Raum und Zeit sowie mit Farbe. Die Werkgruppe fasste er unter dem Titel Ricerca Fotografica zusammen (Galerie die Mauer, Prato, Italien).

Der Einfluss dieser Bewegung auf die zeitgenössische Fotografie lässt sich beim Schweizer Künstler Patrick Fuchs erkennen, der mit seiner Serie Songs of Darkness Songs of Light die Darstellung an ihre Grenzen bringt und mit dem visuellen Potenzial des sich bewegenden Objekts spielt (Galerie 94, Baden, Schweiz).

Auch in den Werken der Niederländerin Marleen Sleeuwits, deren Arbeit über die Wahrnehmung öffentlicher Räume die widersprüchlichen Auswirkungen des Lichts auf das Volumen hervorhebt (Galerie Bart, Amsterdam, Niederlande), spiegelt sich die konkrete Fotografie wieder.

 

photo basel x benefit edition
Aufgrund des andauernden Krieges in der Ukraine bietet die photo basel zwei Werke von Künstler:innen mit ukrainischer Herkunft als Sonderedition an. Der Erlös wird vollumfänglich gespendet.

 

Das Rinspeed sQuba-3D-NFT-Unikat
Das erfolgreiche Messen nicht nur analog funktionieren, sondern sich auch ins Metaverse verschieben, davon zeugt die erstmalige Kooperation der photo basel mit dem Schweizer Autopionier, Frank M. Rinderknecht von Rindpseed. Als Auftakt präsentiert Rinderknecht auf der photo basel eine einzigartige animierte 3D-Istallation. Sie verbindet die analoge und die digitale Welt auf innovative Weise.

 

Veranstaltungsort:
Volkshaus Basel
Rebgasse 12-14
4058 Basel
Schweiz

 

 

Öffnungszeiten:
Montag 13. Juni private-view (Vernissage nur auf Einladung)
Dienstag, 14. Juni             12h-20h
Mittwoch, 15. Juni             12h-20h
Donnerstag, 16. Juni         12h-20h
Freitag, 17. Juni                12h-20h
Samstag, 18. Juni             12h-20h
Sonntag, 19. Juni              12h-18h


SERRA/SEURAT. DRAWINGS

 

  • Dates : June 9 – September 6, 2022
  • Curators : Lucía Agirre, curator, Museo Guggenheim Bilbao, and Judith Benhamou, independent curator and art writer 

    • Especially important in Seurat’s drawings is the handmade paper he uses, which he ‘brings to life’ by allowing it to absorb exactly the right amount of crayon to create the lights, volumes, and contrasts that make him one of the masters of drawing.
    • Richard Serra also revels in his materials, such as the handmade Japanese paper that he employs in his Ramble drawings. Owing to its manufacturing process, the fibers create different ‘accidents’ so that no drawing is the same as any other.
    • Seurat was an artist for artists, as draftsman was and is admired by many of them, such Van Gogh, Signac, Picasso, Moore and even now Jasper Johns and Richard Serra. His drawings are now fetishized by these creators and the followers of their cults all around the world, the collectors.

 

 

The Guggenheim Museum Bilbao presents Serra/Seurat. Drawings, the exhibition that brings together a selection of 22 drawings by the late 19th-century master Georges Seurat, which in turn engage in dialogue with the drawings of Richard Serra, a great admirer of Seurat’s and without a doubt one of the most outstanding artists of the present day. Despite the years that separate them, both artists are notable for working with drawing as an end in itself and taking it to new levels, imbuing it with innovative characteristics and extrapolating it to other areas of their work.

Photo (C) RMN-Grand Palais / Gérard Blot
Photo (C) RMN-Grand Palais / Gérard Blot

Georges Seurat
Two-Horse hitch (Attelage à deux chevaux), 1882–83
Conté crayon on paper
23 x 30 cm
Musée de la Faïence et des Beaux-arts Frédéric-Blandin, Nevers
Photo (C) RMN-Grand Palais / Gérard Blot


Planetarien für bundesweite Liste des immateriellen Kulturerbes nominiert

(Bochum/pm) - Die GDP will die Bildungsarbeit von Planetarien sichtbarer machen: Jetzt wurde die Wissensvermittlung in Planetarien in das Landesinventar des Immateriellen Kulturerbes in Nordrhein-Westfalen aufgenommen und ist Kandidat für das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO.

Mit dem bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes werden kulturelle Ausdrucksformen in Deutschland gewürdigt. In einem mehrstufigen Verfahren bestimmen die Deutsche UNESCO-Kommission und andere staatliche Stellen über die Kandidaten. Die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien e.V. (GDP) hat für die Tätigkeit der Planetarien einen Antrag als immaterielles Kulturerbe gestellt – mit Erfolg: Die „Vermittlung des wissenschaftlichen, insbesondere astronomischen Weltbilds in Planetarien“ wurde jetzt in die Landesliste von Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Arbeit der Planetarien als „Gute-Praxis-Beispiel“ zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen. Über die Aufnahme in die nationale Liste wird spätestens im Frühjahr 2023 entschieden.

 

Würdigung der Bildungsarbeit von Planetarien

Die Begründung der unabhängigen Landesjury: Planetarien seien von größter Bedeutung, um Wissen über das Universum und die Natur an Kinder und Jugendliche zu vermitteln. Gleichzeitig regten sie dazu an, Fragen der Nachhaltigkeit und der Endlichkeit von Ressourcen zu reflektieren. „Der Eintrag auf Landesebene und die Nominierung für das bundesweite Immaterielle Kulturerbe ist eine großartige Würdigung der Arbeit aller Wissenschaftler und Ehrenamtler in den Planetarien vor Ort“, sagt Dr. Björn Voss, Präsident der GDP. „Der erste Schritt zum ‚Welterbe Planetarium‘ ist gemacht!“

 

100 Jahre Planetarium

Die Aufnahme in die Landesliste von NRW kommt genau rechtzeitig, denn im Jahr 2023 feiert die GDP gemeinsam mit der International Planetarium Society (IPS) und Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung ein besonderes Jubiläum: Das Planetarium wird 100 Jahre alt. Viele Aktionen sind in diesem Rahmen von 2023 bis 2025 geplant: Unter anderem eine Planetariumsshow über die Geschichte des Planetariums, eine (Wander-)Ausstellung, ein Buchprojekt, eine Eröffnungsveranstaltung im Herbst 2023 sowie eine internationale Höhepunkt-Veranstaltung im Mai 2025. Das Jubiläum „100 Jahre Planetarium“ wird den Blick auf die weltweiten Planetarien lenken und das Erlebnis Planetarium feiern und erlebbar machen.

 

Über die GDP

 

Die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien e.V. (GDP) ist ein Zusammenschluss von Planetarien, deren Mitarbeitern, sowie Planetariums-interessierten Personen vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus anderen Ländern, mit dem Ziel die Zusammenarbeit der Planetarien im deutschsprachigen Raum zu fördern. Die Gesellschaft wurde im Mai 2011 gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt.


Österreichisches Außenministerium und Ars Electronica schaffen virtuellen Raum für künstlerische Freiheit

 
Politisch bedrohte Kunst- und Kulturschaffende können ab sofort bis einschließlich 30. Juni 2022 Projekte für die Ausschreibung State of the ART(ist) einreichen.

(Wien / Linz/ae) -  Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine fordert ein klares Bekenntnis und eine gelebte Solidarität mit Kunst- und Kulturschaffenden, die ihre Tätigkeit aufgrund politischer oder sozialer Umstände nicht oder kaum sichtbar ausüben können. Mit der Ausschreibung „State of the ART(ist)“ schaffen das österreichische Außenministerium und Ars Electronica nun eine virtuelle Kunsthalle, um in einem sicheren Rahmen die Entfaltung künstlerischer Freiheiten zu ermöglichen. Damit sollen Künstlerinnen und Künstler in der Ukraine und weltweit unterstützt werden, denen ein Engagement für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung vor Ort nicht oder nur unter großer Bedrohung möglich ist.

Alle eingereichten State of the ART(ist)-Projekte werden als Teil des Ars Electronica Festival 2022 „Welcome to Planet B: A different life is possible. But how?“ online präsentiert und so für ein weltweites Publikum sichtbar gemacht. Weiters wird eine internationale Jury aus dem Kunst- und Kulturbereich mehrere Werke auswählen und mit diesen drei virtuelle Ausstellungen kuratieren, die im Zusammenhang mit dem diesjährigen Festivalmotto stehen.

Kunst- und Kulturprojekte können ab sofort bis einschließlich 30. Juni 2022 online unter https://ars.electronica.art/stateoftheartist/de/ eingereicht werden.


KUNSTBIENNALE

„Zerreißprobe“: Open Call veröffentlicht

KünstlerInnen/Werke jeweils von links nach rechts Andrea Palašti: A Walk Through the Zoo Glorija Lizde: F20.5 Foto-C: Barnabás Neogrády-Kiss
KünstlerInnen/Werke jeweils von links nach rechts Andrea Palašti: A Walk Through the Zoo Glorija Lizde: F20.5 Foto-C: Barnabás Neogrády-Kiss

OSTRALE Biennale O23 in Vorbereitung – Ausstellungen in Budapest, Kaunas, Dresden und Tartu

 

(Dresden/pm). Soeben hat das OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst den „Open Call“ publiziert, mit dem sie Künstlerinnen und Künstler zur Einreichung von Arbeiten für die OSTRALE Biennale 2023 einlädt. Arbeitstitel der O23 ist „Zerreißprobe / social, human dilemma / schachmatt / Urhütte“. Die OSTRALE Biennale wird vom 10. Juni bis 1. Oktober 2023 in Dresden stattfinden – erneut in einem zentral gelegenen und zuletzt leer stehenden Pavillon der Ostmoderne: Die vom Immobilienunternehmen Gateway Real Estate zur Verfügung gestellte ehemalige „Robotron-Kantine“ bewährt sich seit 2021 mit zunehmender Beliebtheit für Ausstellungen der zeitgenössischen Künste. Das OSTRALE Zentrum plant, eine Auswahl der gezeigten Werke nach der Biennale im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt 2024 in Tartu/Estland zu präsentieren. 
Die Ausstellung von Werken der O21 in Budapest schloss gerade sehr erfolgreich, vom 1. Juli bis 13. November werden sie nochmals präsentiert: im Programm der Europäischen Kulturhauptstadt 2022 Kaunas/Litauen.

Open Call – Bewerbung für O23 bis 30. Juni

 

Bewerbungen für die OSTRALE Biennale 2023 werden ausschließlich und bis zum 30. Juni 2022 online über die OSTRALE-Datenbank angenommen. Der Erläuterungstext für den Open Call, alle anderen Informationen und der Datenbankzugang finden sich hier: https://ostrale.de/de/Archiv/OSTRALE-O23.html

 

Flowing Connections – Werke der O21 in Kaunas

Im Rahmen des vom Creative Europe Programm der Europäischen Union co-finanzierten Projektes „Flowing Connections“ werden noch in diesem Jahr Teile der OSTRALE Biennale O21 vom 1.7.-13.11.22 im Programm der Europäischen Kulturhauptstadt 2022 Kaunas/Litauen gezeigt. 

 

Flowing Connections – Ausstellung in Budapest Werke der O21 schließt erfolgreich

Die entsprechende Ausstellung im einzigartigen Ausstellungsort des Art Quarter Budapest (19.3.-22.5.22) ging am Sonntag nach großem Zuspruch zuende. Im Rahmen des von der Europäischen Union kofinanzierten kulturellen Kooperationsprojekts Flowing Connections hatte hier eine Auswahl der auf der OSTRALE Biennale O21 gezeigten Kunstwerke für zwei Monate ein neues Zuhause in dem riesigen Gebäudekomplex einer ehemaligen Bierfabrik gefunden, in dem auch die Ateliers vieler spannender neuer bildenden Künstlerinnen und Künstler Ungarns untergebracht sind. 

Die Ausstellung „Are you sure you want to leave?“ wurde von Krisztian Kukla, dem ungarischen Mitglied des internationalen Kuratorenteams der O21, kuratiert und zeigte 49 Künstlerinnen und Künstler aus 22 Nationen. Konzerte, Workshops, Performances und Führungen begleiteten das Ausstellungsprogramm, das, so Krisztian Kukla, in der ungarischen Hauptstadt als einer der Höhepunkte der zeitgenössischen Kunstveranstaltungen zu Beginn des Jahres 2022 gilt.

Video der Ausstellungseröffnung: https://vimeo.com/705401824 

Partner und Sponsoren „Are you sure you want to leave?“: OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Kunst Dresden (Deutschland), Kaunas 2022 (Litauen), slobodne veze (Kroatien), Budapest Brand, Goethe Institut Budapest, Nemzeti Kulturális Alap, Österreichisches Kulturforum Budapest. Die Ausstellung war Teil des Kooperationsprojekts Flowing Connections, das vom Programm Creative Europe der Europäischen Union kofinanziert wird.

 

Flowing Connections: Abschluss Ende Oktober in Split

Die Kooperation „Flowing Connections“ wird in der letzten Oktoberwoche in Split, Kroatien, abgeschlossen, mit einer Reihe von Seminaren über die kulturelle Nutzung des postindustriellen baulichen Erbes und einer öffentlichen Präsentation des Projekts, das sich über drei Jahre und vier europäische Länder erstreckte.

 

Hintergrund

 

Die OSTRALE Biennale ist eine der großen temporären Ausstellungen für zeitgenössische Künste in Deutschland. Sie ist keine Verkaufsausstellung per se, was ihr die Freiheit gibt, gesellschaftlich relevante Themen abseits des Marktgeschehens zu diskutieren. Die Leitgedanken der OSTRALE, wie unter anderem friedliches Miteinander, Akzeptanz des Fremden bzw. Unbekannten, respektvoller Umgang, religiöse Vielfalt und Internationalität, sowie das Aufrufen von Nachhaltigkeit, Biodiversität und Kreislaufwirtschaft spiegeln sich in den Ausstellungen inhaltlich wider. Das Team der OSTRALE gestaltet häufig auch große Teile des Programms zeitgenössischer Künste Europäischer Kulturhauptstädte, wie 2010 in Pécs, 2016 in Breslau, 2018 in Valletta/Malta, in Rijeka/Kroatien (2020), wo allerdings wegen der Covid-19 Pandemie nur digital präsentiert werden konnte. Die Präsentation einer Auswahl von OSTRALE-Werken in der Europäischen Kulturhauptstadt 2022 Kaunas/Litauen folgt (5.10.-13.11.2022). In den Jahren 2021-2022 ist die OSTRALE federführend am Projekt Flowing Connections (https://vimeo.com/487416772), (https://vimeo.com/544940287) beteiligt, das vom Creative Europe Programm der Europäischen Union co-finanziert wird. In Zusammenarbeit mit dem Art Quarter Budapest (Ungarn), Slobodne Veze (Kroatien) und dem ECOC-Büro Kaunas 2022 (Litauen) umfasst das Projekt die OSTRALE Biennale O21 in Dresden und OUT of OSTRALE-Ausstellungen in Budapest (19.3.-22.5.2022), Split (1.6.-30.6.2022) und Kaunas (s.o.). Diese Ausstellungen werden ergänzt durch ein Artist in Residence-Programm und mehrere Workshops zu digitalem Kulturmanagement, postindustriellen Kulturräumen, Kunstvermittlung und der Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Dresden.


Frische Filme von und für Jung und Alt

Veranstaltungsort für das Bundes.Festival.Film. 2022: Das Liliom-Kino in Ausgburg. Foto: KJF
Veranstaltungsort für das Bundes.Festival.Film. 2022: Das Liliom-Kino in Ausgburg. Foto: KJF

 

(AUGSBURG/KJF) - Finale der beiden Bundeswettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis beim Bundes.Festival.Film. in Augsburg | würdige Bereicherung der Kultur- und Erlebnisstadt | drei Tage Filmkultur mit authentischen Themen, spannenden Perspektiven und überraschenden Umsetzungen

Die 44 Filme, die für das diesjährige Bundes.Festival.Film. in Augsburg nominiert sind, verdienen ausnahmslos das Prädikat „Besonders wertvoll“. Unter fast 500 Einsendungen zu den beiden bundesweiten Medienwettbewerben Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis haben sich diese Produktionen nun für das Finale in der Fuggerstadt qualifiziert.

Seit Gründung des Deutschen Jugendfilmpreises (1988) haben mehrere zehntausend Regisseur*innen aus dem nicht-kommerziellen Bereich ihre Filme den Jurys vorgelegt. 1998 bekam der Wettbewerb für junge Menschen mit dem Deutschen Generationenfilmpreis einen Partner; was bei filmbegeisterten Kindern und Jugendlichen so viel Anklang fand, sollte auch älteren kreativen Filmemacher*innen angeboten werden. Zusammen konnte bis heute damit eine Teilnehmendenzahl von über 150.000 verbucht werden. Sowohl in Reichweite als auch Qualität der Filme gehören die beiden Wettbewerbe damit zu den bedeutendsten Medien- und Kulturveranstaltungen Deutschlands.

Der Deutsche Jugendfilmpreis fördert die selbstbestimmte und künstlerisch-kritische Auseinandersetzung junger Menschen mit ihrem Alltag. Sie sollen das Medium nutzen, um ihren Sichtweisen, Standpunkten und Wünschen Ausdruck zu verleihen. Gleichzeitig wird mit dieser Form der aktiven Medienarbeit erreicht, dass die Jugendlichen die Mechanismen audio-visueller Medien erleben und verstehen. Der Wettbewerb Deutscher Generationenfilmpreis richtet sich an Filmemacher ab 60 Jahre sowie an gemischte Teams aus Jugendlichen und älteren Menschen. Der in seiner Art einmalige Wettbewerb bietet eine Plattform für Begegnungen und gegenseitiges Lernen. Er fördert durch gemeinsame Filmproduktionen die Verständigung zwischen Alt und Jung.

Während des jährlich stattfindenden Bundes.Festival.Film. werden die nominierten Filme dem Publikum präsentiert und durch Fachjurys geehrt. In den verschiedenen Kategorien des Deutschen Jugendfilmpreises werden Preise im Gesamtwert von 12.000 Euro vergeben. Im Wettbewerb Deutscher Generationenfilmpreis stehen insgesamt 8.000 Euro als Preisgelder zur Verfügung.

Vom 24. bis 26. Juni 2022 gastiert das Bundes.Festival.Film. in seiner 35. Auflage in Augsburg. Die Filmvorführungen finden im Liliom-Kino statt und sind kostenfrei.


Im Sommer die Beatles in Hamburg erleben

(Hamburg/pm) – Die Beatles starteten 1960 ihre Karriere in Hamburg. In kaum einer anderen Stadt sind sie öfter aufgetreten, keine andere Stadt prägte sie mehr und keinen anderen Kiez kann man so gut auf ihren Spuren entdecken wie St. Pauli. Diesen Sommer gibt es hierfür gleich zwei Anlässe: vom 7. Juni bis 31. Juli wird das Beatles Musical „all you need is love“ im St. Pauli Theater aufgeführt. Und am 19. Juni feiert Hamburg den 80. Geburtstag von Paul McCartney, mit einer großen Tribute Show der Beatles Expertin Stefanie Hempel und viel musikalischer und literarischer Prominenz, wie Wolfgang Niedecken, Inga Rumpf, Gustav Peter Wöhler, Otto Waalkes, Stoppok oder dem Schriftsteller Frank Goosen.

Im Juni wird Paul McCartney 80 Jahre alt. Vor 62 Jahren startete er mit den Beatles in Hamburg, im Indra Club, die größte popmusikalische Karriere aller Zeiten. An keinem Ort der Welt spielten sie mehr als hier – 1.200 Stunden auf Hamburger Bühnen, 281 Konzerte und fünf Engagements in vier verschiedenen Clubs. Die monatelangen Engagements und endlosen Nächte in den Clubs auf St. Pauli machten die Beatles zu einer professionellen Live-Band, hier trafen sie auf Ringo Starr, hier formten sie ihren Stil und fanden den Haarschnitt, der zu ihrem Markenzeichen wurde. „We grew up in Hamburg, not Liverpool“, sagte John Lennon später. Überall auf St. Pauli kann man auf den Spuren der Beatles wandeln und oftmals in den gleichen Music-Clubs neue Bands entdecken. Der Geburtstag von McCartney und ein Beatles-Musical im St. Pauli Theater bieten im Juni und Juli zusätzliche Anlässe, Hamburg auf den Spuren der Fab Four zu entdecken.      

Erfolgs-Musical um die legendären Beatles auf den Kiez 

Die Musical-Biographie „all you need is love!” bringt den Zauber der 60ziger zurück auf die Bühne. Coronabedingt ist die Produktion nun erst 2022 in Hamburg, dem Geburtsort der Beatles, zu sehen und zwar vom 7. bis 29. Juni sowie 5. bis. 31. Juli im St. Pauli Theater - mitten auf dem Hamburger Kiez. In dem Erfolgs-Musical überzeugen die Künstler nicht nur durch ihren professionellen Live-Gesang, auch ihr Schauspieltalent kommt in den wiederkehrenden Sprechepisoden und Kurzgeschichten zur Geltung. Authentische Kostüme und historische Videoeinspielungen machen die Illusion perfekt und versetzen das Publikum zurück in die 60er-Jahre. Die Zuschauer können jenes legendäre Jahrzehnt nachempfinden, in dem die Beatles scheinbar mühelos einen Welthit nach dem anderen aus dem Ärmel schüttelten und die Konkurrenz schier zur Verzweiflung brachten. 

Um Hamburg auf den Spuren der Beatles zu entdecken, bietet die Hamburg Tourismus GmbH ein „Beatles-Package“ für den Zeitraum an. Im Reisepaket „All you need is Love - Das Beatles-Musical“ sind eine Übernachtung im ausgewählten Hotel inkl. Frühstück, ein Musical-Ticket in der gewählten Preiskategorie und eine Hamburg CARD (3 Tage) – dem Entdeckerticket für freie Fahrt mit Bus und Bahn im Wert von 28,90 Euro - enthalten. Preise starten ab 93 Euro pro Person. Das Paket ist hier oder telefonisch unter +49 (0)40 30051 720 buchbar. Dort finden sich auch noch weitere Beatles-Tipps, Touren und Informationen rund um die Fab Four in Hamburg. 

Celebrating Paul – Tribute Konzert zum 80. Geburtstag von Paul McCartney 

Ein weiterer Anlass, die Beatles in Hamburg (neu) zu entdecken, ist das Tribute Konzert in der Hamburger Fabrik am Sonntag den 19. Juni zu Ehren von Sir Paul McCartney mit vielen bekannten Musiker*innenn. Einen Tag vorher, am 18. Juni, feiert Paul seinen 80. Geburtstag. Er ist einer der größten Liedkomponisten des 20. Jahrhunderts und die größte lebende Musikerlegende. Hamburg hat diese Erfolgsstory mitbegründet und erst ermöglicht. Eine große Geburtstags-Show feiert sein musikalisches Werk. Die Hamburger Beatles Expertin Stefanie Hempel und ihre Band haben viele bekannte Künstler*innen verschiedenster Genres eingeladen, um diese großen Songs und Melodien zu zelebrieren. Gemeinsam bringen sie die Vielschichtigkeit, die Farbigkeit, die tiefe Menschlichkeit und den unwiderstehlichen Pop der Musik von Paul McCartney auf die Bühne. 

Mit dabei sind u.a. Wolfgang Niedecken, Inga Rumpf, Gustav Peter Wöhler, Otto Waalkes, Stoppok, das Kaiser Quartett und Phil Siemers. Es werden Songs aus Pauls gesamter Karriere präsentiert und interpretiert. Vom Hamburg Rock’n’Roll, über den Beatlemania-Sound, die großen Balladen, Solo-Stücke, Wings- und Beatles-Klassiker. Der bekannte Autor und Kabarettist Frank Goosen wird mit Stefanie Hempel durch das Programm führen. 

Zusammen werden sie hinter die Songs blicken, die Geschichten erzählen und mit den musikalischen Gästen über die Faszination und die Unsterblichkeit der Beatles in Hamburg plaudern. Tickets kosten 41 Euro und sind unter Eventim und Reservix online zu kaufen. 

Hamburg als Sprungbrett für Musiktalente

Auch heute noch ist der Spirit der Beatles in Hamburg allgegenwärtig – nicht nur auf thematischen Stadtführungen, wie der musikalischen Beatles-Tour mit Stefanie Hempel, sondern vor allem in den unzähligen Live-Musikclubs der Reeperbahn und auf den Musik-Festivals der Stadt. So ist das Reeperbahn Festival als Europas größtes Club-Festival jedes Jahr im September das perfekte Sprungbrett für Newcomer-Bands, die teilweise auf den gleichen Bühnen performen, auf denen die Beatles schon vor 60 Jahren spielten. Mehr über die Musikmetropole Hamburg unter www.hamburg-tourismus.de/musik.

 

 


Ars Electronica Solutions macht die Welt der Samurai zum interaktiven Erlebnis

Neues Museum in Berlin eröffnet

 

(Linz/Berlin/ae) - Prächtige Rüstungen, minutiös gearbeiteter Schwertschmuck, Teegeräte, Keramiken und Malerei, ein raumgreifendes No-Theater, ein originales, traditionelles Teehaus – vergangenen Freitag öffnete in Berlin Mitte ein neues Museum seine Tore, in dem die sagenhafte Ära der japanischen Samurai zu neuem Leben erweckt wird. Mehr als dreißig Jahre lang hat der Unternehmer Peter Janssen dafür Artefakte zusammengetragen. Für Inszenierung und Storytelling holte er das Team von Ars Electronica Solutions an Bord. „Es war eine ebenso reizvolle wie herausfordernde Aufgabe, die Menschen und ihre Kultur sichtbar zu machen, die all diese einmaligen Ausstellungsexponate einst hervorgebracht haben“, meint Michael Mondria, Managing Director Ars Electronica Solutions. „Die Besucher*innen sollen ein Stück weit erahnen können, wie das Leben in der Ära der Samurai war.“ So führen eine Reihe multimedialer Installationen etwa eindrucksvoll vor Augen, wie komplex und aufwändig die Herstellung von Schwertklingen damals war, erwecken Green-Screen-Projektionen ein originales No-Theater und Teehaus zum Leben oder können einzigartige physische Exponate aus der Welt der Samurai mittels 3D-Scans eingehend unter die Lupe genommen werden.


Kreative Partner, aktive Medienszene, kurze Wege


Augsburg richtet 2022 und 2023 das Bundes.Festival.Film. aus | 35 Jahre Festivalerfahrung trifft auf agile Medienszene in der Fuggerstadt | starke Partner für bundesweit renommiertes Filmfestival

(Augsburg/pm) - Die 35. Ausgabe des Bundes.Festival.Film. (BFF) wird 2022 in Augsburg stattfinden. Vom 24. bis 26. Juni 2022 treffen sich im Liliom Kino Nachwuchs-Filmemacher*innen aus ganz Deutschland, um die besten Produktionen der beiden Filmwettbewerbe Deutschen Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis zu ehren. In diesem Kontext erwartet die Gäste des dreitägigen Festivals ein 8-stündiges Filmprogramm sowie Filmgespräche und ein Get-together – frei zugänglich für alle Interessierten.

Veranstalter des Bundes.Festival.Film. ist das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) mit Sitz im nordrhein-westfälischen Remscheid, das im Auftrag des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) seit 1987 das jugendkulturelle Highlight plant und durchführt.

Das Bundes.Festival.Film. ist als Wanderfestival konzipiert und wechselt im Rhythmus von zwei Jahren den Austragungsort. Für die Festivaljahre 2022 und 2023 konnte die Medienstelle Augsburg des JFF e.V. (MSA) als lokaler Veranstaltungspartner gewonnen werden. Die MSA ist eine regionale Einrichtung der Medienpraxis und Teil des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in München. Seit 1985 initiiert und unterstützt die MSA medienpädagogische Projekte mit Kindern und Jugendlichen in der Stadt Augsburg.

„Zwischen der Medienstelle und dem KJF in Remscheid bestehen enge inhaltliche Verknüpfungen. So lag es nahe, das Filmfestival gemeinsam in Augsburg zu veranstalten – zumal es im Themenbereich ‚Filmvermittlung‘ Schnittmengen mit unserer Arbeit gibt“, erklärt Claudia Horvat, stellvertretende Leiterin der MSA. Eine der zentralen Aufgaben der MSA im Vorfeld des Festivals ist die Vernetzung möglichst vieler lokaler Akteure aus der schulischen und kulturellen Bildung. Darüber hinaus bietet die MSA bereits im Vorfeld des Festivals Filmworkshops für Kinder, Jugendliche und Senior*innen in Augsburg an. Schon vor Festivalbeginn wird am 23.06. ein gesondertes Film- und Kulturprogramm im Liliom für die Augsburg*innen gezeigt, um die Film- und Kulturszene vor Ort zu stärken und die Filme des Festivals einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen. „Wir sind sicher, dass das Festival eine großartige Gelegenheit sein wird, junge und ältere filmbegeisterte Menschen zusammenzubringen - nicht zuletzt aufgrund eines interessierten Publikums, das nach der Pandemie wieder (Jugend-)Kultur live erleben will,“, so Horvat.

Starke Förderer und engagierte Partner
Neben dem BMFSFJ tragen das Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und die Stadt Augsburg maßgeblich zur Finanzierung des Festivals bei. Marie Gundlach, Leiterin des Bundes.Festival.Film. beim KJF: „Diese Kooperation ist ein Glücksfall für uns. Wir fördern damit einerseits Bekanntheit und inhaltliches Anliegen der Großveranstaltung – sorgen damit andererseits für die Vernetzung vor Ort und eine solide Finanzausstattung. Im Kontext des bevorstehenden Bundes.Festival.Film. geben wir dem Medium Film in Augsburg eine hoffentlich noch größere Bedeutung.“

Das Bundes.Festival.Film. bildet den jährlichen Höhepunkt der Bundeswettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis. Beide Wettbewerbe sowie das Bundes.Festival.Film. werden im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) organisiert und durchgeführt. Zusätzliche Förderung erhält das Festival 2022 durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales sowie die Stadt Augsburg. Kooperationspartner vor Ort ist die Medienstelle Augsburg.


Digital Incubator for Museums:

40 europäische Museen bei DOORS-Programm

 


(Linz/ae) DOORS steht für „Digital Incubator for Museums“ und ist eine gemeinsame Initiative von Ars Electronica, MUSEUM BOOSTER und Ecsite, die kleine und mittelgroße Museen in Sachen digitale Transformation unterstützt. Bis Mitte Februar dieses Jahres konnten Vorschläge für digitale Pilotprojekte eingereicht werden. Aus 123 Einreichungen wurden nun 40 Museen aus allen Regionen Europas ausgewählt, für die ab sofort die erste Phase des Inkubationsprogramms beginnt. Während der nächsten Monate werden die teilnehmenden Institutionen mit Hilfe von Expert*innen, Workshops, Pitching-Sessions und Meetings mit Mentor*innen ihre Pilotprojekte überarbeiten und anpassen. 20 der ursprünglich 40 ausgewählten Museen erhalten dann die Möglichkeit, ihre Projekte umzusetzen.


Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2022

Pressefreiheit schützt Menschenrechte

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis unterstützt pädagogische Fachkräfte in der Bildungsarbeit | Demokratie- und Wertebildung durch Filmarbeit | Presse- und Meinungsfreiheit fördern und schützen | Filmwettbewerb stärkt Filmemacher_innen

 

 

(Heilsbronn/pm) – Anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai weisen die Veranstalter des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises (DMFP) auf die Bedeutung medienkompetenten Handelns junger Menschen hin und setzen sich für eine Stärkung dieser Fertigkeiten und Fähigkeiten im Kontext schulischer und außerschulischer Bildungsprozesse ein. Presse- und Meinungsfreiheit seien in diesem Kontext zentrale Inhalte politischer Bildung und der Präventionsarbeit, um sowohl individuelle (Medien-)Kompetenzen auszubilden als auch das demokratische Gemeinwesen insgesamt zu stärken. Die Arbeit mit Filmen, die menschenrechts-relevante Themen aufgreifen, liefert dazu wertvolle Impulse.

Die Filme, die zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis eingereicht und prämiert werden, ermutigen und befähigen pädagogische Fachkräfte und Heranwachsende, Menschenrechtsverletzungen weltweit zu erkennen und zu benennen, extremistische Inhalte in Medien zu identifizieren, einzuordnen und deren Wirkung vor dem Hintergrund einer freien Berichterstattung zu bewerten. Dazu entstehen innerhalb des Wettbewerbs regelmäßig Filmproduktionen, die gezielt in der schulischen und außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung eingesetzt werden können.

Steffen Kircher, Gesamtkoordinator des DMFP: „Pressefreiheit ist unverzichtbar für eine funktionierende Demokratie. Unsere Aufgabe ist es, Filmemacher_innen und deren Produktionen zum Thema Menschenrechte eine Präsentationsplattform zu geben und diese Filme möglichst vielen pädagogischen Fachkräften zugänglich zu machen. Gleichzeitig wollen wir die Filmemacher_innen selbst ermutigen, die Verletzung von Menschenrechten zu thematisieren. Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird in solchen Filmen mit Leben gefüllt; Filmemacher_innen werden so zu Chronist_innen und Kommentator_innen des Weltgeschehens.“

Der DMFP selbst versteht sich vor diesem Hintergrund als engagierter Teil der Zivilgesellschaft, der sich dem Schutz von Menschenrechten und von Menschenrechtsverteidiger_innen verschrieben hat.

Seit 1. März läuft die 13. Wettbewerbsrunde; bis zum 30. Juni 2022 können Magazinbeiträge, Kurz- oder Langfilme zu allen Aspekten der Menschenrechte – insbesondere auch zum Thema politischer Verfolgung/Inhaftierung vorgelegt werden. In den letzten Jahren wurden den Jurys durchschnittlich knapp 400 Filme vorgelegt. Einsendeschluss zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis ist der 30. Juni 2022.

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ist ein unabhängiger Medienwettbewerb und wird im Rhythmus von zwei Jahren vergeben. Der Preis und wird aktuell von 20 Organisationen der Zivilgesellschaft gestaltet, finanziert und durchgeführt. Zu den Trägern gehören Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, konfessionell geprägte Organisationen, Gewerkschaften sowie Wohlfahrtsverbände und kommunale Einrichtungen. Sie sind geeint im Ziel der Achtung und Wahrung der Menschenrechte. Zudem unterstützen Verbände und Einzelpersonen den Filmwettbewerb.

Facebook: www.facebook.com/deutscher.menschenrechtsfilmpreis
Instagram: www.instagram.com/menschenrechtsfilmpreis
Twitter: twitter.com/merefilmpreis


7. April 2022 – 1. Oktober 2023

Das Mittelalter. Die Kunst des 15. Jahrhunderts. Preview

Abb.: 02_Flügelretabel, Sachsen, 1519

Germanisches Nationalmuseum

Foto: GNM, Dirk Messberger

Flügelretabel gehörten zu den bedeutendsten und umfangreichsten Kunstaufträgen im Spätmittelalter. An Korpus, Bildtafeln, Skulpturen und Verzierungen arbeiteten unterschiedliche Gewerke wie Tafelmaler und Bildschnitzer, Schreiner, Schlosser, Vergolder und Fassmaler.

 

(Nürnberg/gnm) - Der Bestand mittelalterlicher Gemälde und Skulpturen im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zählt international zu den bedeutendsten seiner Art. Ausgewählte Highlights dieser hochkarätigen und weltweit einzigartigen Sammlung sind ab dem morgigen Donnerstag, 7. April 2022 im Rahmen einer Sonderausstellung zu sehen. Die Kunstwerke zeugen zum einen von den bahnbrechenden Neuerungen, die sich im 15. Jahrhundert in der Kunst vollzogen. Zum anderen ermöglichen sie einen ersten Einblick – eine Preview – in das neue Konzept der Dauerausstellung zu mittelalterlicher Kunst, deren Räume derzeit wegen Sanierung geschlossen sind und 2024 wieder öffnen.

Die künstlerische Zusammenarbeit und Gründung von Werkstätten sind zwei Themen, die für die Kunst des 15. Jahrhunderts entscheidend sind. An Korpus, Bildtafeln, Skulpturen und Verzierungen monumentaler Flügelaltäre arbeiteten unterschiedlichste Gewerke wie Tafelmaler und Bildschnitzer, Schreiner, Schlosser, Vergolder und Fassmaler zusammen. Die raumgreifenden Retabel wurden im Laufe der Zeit häufig zerlegt, Skulpturen einzeln in Szene gesetzt und Tafelbilder dekorativ an Wände gehängt. In Museen nimmt man sie deshalb selten als zusammengehörend war. Eindrucksvoll sind daher die Beispiele in der Ausstellung, die Flügelaltäre noch in ihrer Gesamtheit präsentieren. Ein Video zeigt das Öffnen und Schließen eines Flügelaltars, das sogenannte Wandeln, und verdeutlicht damit dessen Funktion im Kirchenraum – und macht nebenbei die Sinnhaftigkeit beidseitig bemalter Tafeln offensichtlich.

Viele Kunstwerke entstanden im Mittelalter für Kirchen und waren fester Bestandteil der christlichen Liturgie. Die große Nachfrage vermochten nur gut organisierte Werkstätten zu bewältigen. Werkstattleiter verfügten über zahlreiche Mitarbeiter, Subunternehmen halfen, Großaufträge zeitnah und vollständig auszuführen. Wichtig war eine gewisse Wiedererkennbarkeit, ein identitätsstiftender Stil, der eine Werkstatt auszeichnete, wie beispielsweise die markant schmalen Gesichtszüge der Figuren aus der Riemenschneider-Werkstatt.

Zeittypisch ist auch die drastische Darstellung von Brutalität in vielen Szenen. Blutströme sind tiefrot eingefärbt, an Märtyrern verübte Gräueltaten detailgetreu wiedergegeben. Naturnähe entstand außerdem mittels durchdachter Licht- und Schattenkompositionen, auf die Imitation von Materialien wie Brokatstoff wurde große Sorgfalt verwendet.

Neben den rund 25 Kunstwerken führen Medienstationen tiefer ins Thema ein. In kurzen Interviews erläutern Experten einzelne Aspekte der Ausstellung, Videos informieren über Restaurierungsmaßnahmen, lenken den Blick auf Details oder zeigen Objekte aus anderen Museen mit Verbindung zu den Nürnberger Werken. Eine Feedback-Station fragt nach Meinung und Interessen der Besuchenden. Die Interims-Ausstellung dient als Preview, zugleich als Experimentierfeld für die angedachte Neupräsentation mittelalterlicher Kunst in der Dauerausstellung.

 

 


Deep Space EVOLUTION

(Linz/ae) - Neue Laserprojektoren, die leistungsfähigsten Grafikkarten, ein 3D-Trackingsystem, ein neues Steuerungsinterface, eine ganze Reihe neuer interaktiver Programme und spektakulärer Applikationen. Mit Deep Space EVOLUTION schlägt das Team von Ars Electronica das nächste Kapitel in Sachen immersive Bildwelten auf. Von der 3D-Reise zum riesigen, Raum und Zeit krümmenden Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße über virtuelle Anatomie, die das Innere von Homo Sapiens auf nie dagewesene Weise sicht- und begreifbar macht bis hin zu einem interaktiven Spiel, bei dem sich die Teilnehmer*innen in Sachen Klimaschutz entscheiden müssen. Mit Deep Space EVOLUTION startet das Ars Electronica Center zudem neue Programmformate wie „Deep Space Concert”, „Deep Space Experience” und „Deep Space Lecture”, in deren Rahmen Künstler*innen, Forscher*innen und Aktivist*innen zu außergewöhnlichen Erlebnissen laden. Premiere von Deep Space EVOLUTION ist morgen 30. März, um 18:30 Uhr. Samstag, 2. April und Sonntag, 3. April folgt ein Eröffnungswochenende, dessen Spielplan sämtliche neue Highlights umfasst. In den Osterferien (Samstag, 9. April bis Sonntag, 17. April) gibt es ebenfalls jede Menge Programm im Deep Space 8K, dann vor allem für Familien.

 

 


Kulturgüter im Notfall effektiv schützen

 

(Münster/pm) - Im Notfall muss es schnell gehen − aber trotzdem planvoll und effektiv. Nur so können wertvolle Kulturgüter, Kunstgegenstände und empfindliche Archivalien, die durch Hochwasser, Brand oder sonstige Katastrophen bedroht sind, effektiv gerettet werden. „Bei unseren Einsätzen sind wir auf freiwillige Helferinnen und Helfer angewiesen, die wir zügig einweisen müssen“, erklärt Birgit Geller. „Dies wird uns jetzt zum Glück deutlich leichter von der Hand gehen“, so die Leiterin der Restaurierungswerkstatt des LWL-Archivamts für Westfalen, die unter anderem bei der verheerenden Flutkatastrophe des letzten Sommers im Einsatz war. Denn ab sofort können sie und ihre Fachkolleg*innen auf ein visuelles Leit- und Anleitungssystem zurückgreifen, das vier Nachwuchsdesigner*innen der FH Münster entwickelt haben. Unter fh.ms/kultur-notfall stehen die entwickelten Materialien allen Interessierten zur Verfügung.

Dazu gehören unter anderem ein Handbuch mit schnell verständlichen Illustrationen – gedruckt auf reißfestem und wasserfesten Material –, Roll-ups mit kurzen Anweisungen zur Übersicht und ein visuelles Leitsystem. „Es ist wirklich toll, was die Studierenden geleistet haben“, lobt Dr. Sabine Happ vom Universitätsarchiv der WWU Münster. Sie hatte im letzten Jahr – damals noch in ihrer Funktion als Leiterin des Notfallverbunds Münster – Unterstützung beim Fachbereich Design der FH Münster, der Münster School of Design (MSD), gesucht: „Wir haben uns gefragt, wie wir Helferinnen und Helfern in akuten Notfallsituationen die zielgerichtete Vorgehensweise schneller und effektiver vermitteln können.“

In einem Kommunikationsdesign-Praxisseminar entstanden daraufhin Ideen, die Happ so begeisterten, dass sie erfolgreich einen Förderantrag bei der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) stellte. Dadurch konnte sie das Modellprojekt dann tatsächlich bei den Studierenden Hanna Breimann, Kim Janke, Tobias Moser und Annemarie Woeste in Auftrag geben. „Jetzt haben wir das Material an all unsere Partnerorganisationen und die Feuerwehr verteilt, sodass es im Notfall direkt zur Hand ist. Aber auch bei Schulungen, die wir regelmäßig durchführen, wird es zum Einsatz kommen“, erklärt die Historikerin. Damit es auch deutschlandweit genutzt werden kann, stellt der Notfallverbund Münster alle Materialien frei zum Download zur Verfügung.

Für die vier jungen Nachwuchsdesigner*innen war es ein tolles Gefühl, die Ergebnisse ihrer Arbeit nun tatsächlich vor Augen zu haben. „Bei dem Projekt haben wir sehr viel gelernt und viele spannende Erfahrungen gemacht“, berichtet Woeste. „Mitten im Projekt kam dann die schreckliche Flutkatastrophe, die unsere Arbeit direkt betroffen und uns gezeigt hat, wie aktuell das Thema wirklich ist“, ergänzt Moser. Alle vier haben mittlerweile erfolgreich ihren Bachelorabschluss gemeistert und studieren nun in diversen Masterprogrammen weiter.

 

Links:

 


Ausblick 2022 und 2023

Im Fokus die große Landesausstellung "Die Habsburger im Mittelalter"

(Speyer/pm) - Nach der Salier-Ausstellung (2011) und der Löwenherz-Ausstellung (2017/18) wird mit der nächsten rheinland-pfälzischen Landesausstellung zu den Habsburgern erneut die große europäische Geschichte des Mittelalters fest in Speyer und in der Pfalz verortet sein.
Die große Sonderausstellung mit dem Titel „Die Habsburger im Mittelalter. Aufstieg einer Dynastie“ spürt ab dem 16. Oktober der Entwicklung eines Grafengeschlechts zum Kaiserhaus nach und erzählt die faszinierende und beeindruckende Erfolgsgeschichte der habsburgischen Dynastie. Der Focus liegt auf den Herrschern des Mittelalters, die das Geschehen in ganz Europa beeinflussten. Direktor Alexander Schubert sagt: „Keine andere Dynastie hat die Geschicke Europas vergleichbar lange geprägt wie die Familie der Habsburger. Deshalb überrascht es, dass in Deutschland bisher noch keine große Epochenschau zu diesem Herrschergeschlecht gezeigt wurde, wie es für die anderen mittelalterlichen Dynastien der Ottonen, Salier, Welfen, Staufer oder Wittelsbacher der Fall war.“ Speyer sei der perfekte Ort für die Ausrichtung dieser Landesausstellung, liegen doch mit Rudolf I. und Albrecht I. jene Habsburger Könige im Dom begraben, die einst den Aufstieg der Dynastie begründeten.

Mit einer umfassenden Neupräsentation unter dem Titel „Kreuz und Krone“ wird das Dom- und Diözesanmuseum ab 19. September im Historischen Museum der Pfalz als vollständig neu konzipierte Präsentation wiedereröffnet. Neben den einzigartigen Grabschätzen der salischen Kaiser und Könige, darunter die Grabkronen Kaiser Konrads II. und Kaiserin Giselas, werden kostbare liturgische Geräte aus mehreren Jahrhunderten gezeigt wie auch die Baugeschichte des Domes erläutert. „Die Ausstellung zieht in die am besten passenden Museumsräume um. Das Untergeschoss des historischen Gebäudes mutet von der Architektur her wie ein Sakralbau an und hat die Atmosphäre einer Krypta“, so Schubert.

Nachdem zum großen Bedauern des vor allem jüngeren Museumspublikums die vergangene Grüffelo-Ausstellung pandemie-bedingt vorzeitig beendet werden musste, wird sich ab Dezember 2022 eine neu gestaltete Familien-Ausstellung mit dem Titel „Der Grüffelo kommt zurück“ nochmals dem liebgewonnenen Bilderbuchmonster widmen.
Eine eigene Ausstellungsreihe begibt sich auf die Zeitreise durch die Epochen pfälzischer Geschichte. Bereits mit den Ausstellungen „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“, „Kaiser Valentinian I.“ oder aktuell „Rendezvous. Frankreichs Militär in der Pfalz 1945–1999“ wurden Themen der pfälzischen Geschichte in den Fokus gestellt. Die Ausstellung „König Ludwig I. – Sehnsucht Pfalz“ setzt jetzt diese Ausstellungsreihe 2023 fort.

 

 


Das Germanische Nationalmuseum beteiligt sich an der Ausstellung auf der MS Wissenschaft zum Wissenschaftsjahr 2022

„Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“

Tierfalle, wohl 19. Jahrhundert Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
Tierfalle, wohl 19. Jahrhundert Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

 

 

(Nürnberg/gnm) - Seit den 1990er Jahren gibt es wieder Wölfe in Deutschland. Manche freuen sich darüber, denn die zentraleuropäischen Wälder gehören zum ursprünglichen Lebensraum dieses Raubtiers. Andere sehen in ihm eine Bedrohung. Und obwohl der Mensch nicht zu seinem Beuteschema gehört, fürchten ihn viele. Woher kommt diese Angst vor dem „bösen” Wolf?

Dieser und anderen Fragen gehen Forschende nach, die die Rückkehr der Wölfe wissenschaftlich begleiten. Drei Leibniz-Forschungsinstitute – das Senckenberg Biodiversität und Klimaforschungszentrum, das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg – erforschen das „Phänomen Wolf“ interdisziplinär und stellen der MS Wissenschaft ihre Erkenntnisse und Exponate zum Thema Wolf zur Verfügung. Unter www.ms-wissenschaft.de sind jetzt die Tourdaten und -orte des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf Reisen geschickten Ausstellungsschiffs veröffentlicht worden. Von Anfang Mai bis Herbst 2022 wird es deutschlandweit in rund 30 Städten anlegen.

Das Germanische Nationalmuseum interessieren vor allem kulturhistorische Fragestellungen. Schon früher genoss der Wolf keinen guten Ruf. Als Inbegriff des unberechenbaren Bösen taucht er in alten Sagen, Überlieferungen und Darstellungen auf. Er ist die menschenfressende und hinterhältige Märchenfigur, die wehrlose Großmütter oder kleine Geißlein verspeist und das arglose Rotkäppchen überlistet – wie Bilder u.a. als Dekor eines Kindertellers aus dem Bestand des Germanischen Nationalmuseum zeigen. Angst vor Wildtieren übernahmen Kinder durch vermeintlich harmlose Märchendarstellungen oft schon unbewusst. Eine Tierfalle wohl aus dem 19. Jahrhundert macht deutlich, mit welcher Brutalität der Mensch Raubtieren zu Leibe rückte – und den Wolf damit zwischenzeitlich in Deutschland ausrottete. Einmal zugeschnappt, verendete das gefangene Wildtier in solchen Fallen langsam und qualvoll.

Ab Mai 2022 verdeutlichen diese und weitere Objekte aus den vergangenen 500 Jahren die frühere und heutige Sicht auf den Wolf. Sie zeigen, wie die Angst vor ihm über Jahrhunderte geschürt wurde, und wie die heutige Forschung das Raubtier sieht.

 

 


Rund 600 Künstler aus ganz Deutschland beteiligen sich an Wettbewerb / Preisverleihung mit Bischof Fürst beim 102. Deutschen Katholikentag

Kunstwerke zeigen unsere Verletzlichkeit

(Rottenburg/Stuttgart/drs) - Mit rund 600 eingereichten Arbeiten stieß der Kunstwettbewerb „Vulnerable – Verletzlich“ der Diözese Rottenburg-Stuttgart deutschlandweit auf ein sehr großes Interesse. Ziel der Ausschreibung war es, junge Kreative während der Corona-Pandemie zu fördern und ihnen eine Plattform zur Präsentation aktueller Arbeiten zu bieten. Die mit namhaften Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Kunst, Kultur und Theologie besetzte Jury, traf aus den eingereichten Werken nun ihre Auswahl: Neun Arbeiten erhalten einen Hauptpreis, 16 weitere Wettbewerbsbeiträge bekommen einen Förderpreis. 

 

Den mit jeweils 8.000 Euro dotierten ersten Platz in der Kategorie „Hauptpreise“ erhalten Elisa Jule Braun aus Berlin mit der Videoarbeit „Depressed Animals“, in der sie die Verletzlichkeit der Natur, aber auch des Menschen und der Technik offenlegt, die ein ausbeuterischer Kapitalismus verursacht hat, wie es in der Begründung der Jury heißt; Georg Lutz aus Stuttgart sicherte sich einen ersten Platz mit dem Filmbeitrag „The Fruits of our Land“, in dem er sich mit dem Thema „Flucht und Migration“ beschäftigt, und Simon Pfeffel aus Pforzheim mit seiner Performance „Becoming Mountains“, in der er sich – auf Krücken und auf die Hilfe seiner Mitmenschen angewiesen – unter anderem auf einen vier Kilometer langen Weg zur Kirche St. Maria in Stuttgart begibt.

 

Teilnahmebedingung für den Wettbewerb war eine professionelle künstlerische Ausbildung an einer Kunstakademie oder Hochschule. Zugelassen waren sowohl Studierende als auch Absolventinnen und Absolventen aller kreativen Studiengänge, deren Abschluss nicht länger als zehn Jahre zurücklag. Wegen der hohen künstlerischen Qualität der eingereichten Arbeiten wurde die Zahl der Preisträgerinnen und Preisträger von 20 auf 25 erweitert. Die 2. Hauptpreise wurden mit je 6.000 Euro dotiert und die 3. Hauptpreise mit jeweils 4.000 Euro. 

 

Dr. Gebhard Fürst, Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der die Schirmherrschaft des Wettbewerbs innehat, stellt anerkennend fest: „Die Kunstwerke führen uns auf eindrückliche Weise die Verletzlichkeit des Menschen und seiner Mit- und Umwelt vor Augen. Mit der Frage nach der Verletzlichkeit, so zeigen uns die Werke, stellt sich die Frage nach Gott und nach seinem Verhältnis zu den Menschen und zur Schöpfung jedoch ganz neu.“ Er danke den Künstlerinnen und Künstlern für ihre Auseinandersetzung mit dem Thema, denn diese habe die Gottesfrage – jenseits der Aktualität der Corona-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine – neu gestellt und insofern sei sie eine große Inspiration.

 

Laut Dr. Melanie Prange, Leiterin des Diözesanmuseums Rottenburg, die für die Umsetzung des Wettbewerbs verantwortlich zeichnete, waren die Jurymitglieder tief beeindruckt angesichts der inhaltlichen und formalen Vielfalt an Interpretationen des Wettbewerbsthemas. Eingereicht worden seien Installationen, Video- und Soundarbeiten, Projektionen und Performances sowie Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen. Die Beiträge befassten sich mit anthropologischen und existenziellen Fragen, drängende gesellschaftspolitische Themen würden aufgegriffen und einige Arbeiten rückten das künstlerische Schaffen selbst in den Fokus. „Teilweise sind die Arbeiten aus sehr persönlichen Erfahrungen und Schicksalen entstanden, deren Intimität und individuelle Bewältigung tief berühren“, sagt Prange.

 

Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des 102. Deutschen Katholikentags bei der Vernissage am Freitag, 27. Mai, um 19.30 Uhr mit Bischof Dr. Gebhard Fürst und den Mitgliedern der Jury in der Kirche St. Maria in Stuttgart. Dort wird auch ein Teil der Kunstwerke bis Sonntag, 24. Juli, ausgestellt. Zusätzlich wird es zwischen den beiden Sonntagen am 19. Juni und 28. August eine Tandemausstellung im Diözesanmuseum Rottenburg mit dem anderen Teil der prämierten Werke geben. Die Vernissage dieser Ausstellung mit Weihbischof Dr. Gerhard Schneider beginnt am Sonntag, 19. Juni, um 15 Uhr.  

Weitere Informationen finden Sie online unter:

https://dioezesanmuseum-rottenburg.de/vulnerable-preistraegerinnen/

 

Die Preisträgerinnen und Preisträger:

Hauptpreise: 1. Platz: Elisa Jule Braun aus Berlin mit „Depressed Animals“, Georg Lutz aus Stuttgart mit „The Fruits of our Land“ und Simon Pfeffel aus Pforzheim mit „Becoming Mountains“. 2. Platz: Clara Alisch aus Bremen mit „Lactoland“, Joscha Bender aus Mönchengladbach mit „The Dough“ und Lena Kaapke aus Kiel mit „Wasser zum Trinken“. 3. Platz: Fiona Marten aus Karlsruhe mit „Ohne Titel“, Kriz Olbricht aus Köln mit „Pyramus und Thisbe“ und Alina Röbke aus Mainz mit „Mother, Maiden, Whore“.

 

Förderpreise: Christopher Amm aus Berlin mit „Im Grünen (Dolores)“, Katarina Baumann aus Karlsruhe mit „Die Relativen“, Vlad-Lucian Brateanu aus Berlin mit „get your shit together and stay balanced“, Seonah Chae aus Braunschweig mit “Wind doesn't blow twice in the same place“, Sarah Degenhardt aus Karlsruhe mit „Substitute“, Dominik Geis aus Düsseldorf mit „Stigma“, Eva Gentner aus Mannheim mit „‘Boobs‘,  o. T.“, Maik Graef aus Hamburg mit “Old dreams waiting to be realized”, Emese Kazar aus Bremen mit „Beweinung“, Frederic Klamt aus Halle Saale mit „Scratchface Returns“, Michael Kranz aus München mit „myBorder’s JOYfence“, Viktoria Kurnicki aus Bochum mit „Immer nur eine Annäherung“, Oscar Lebeck aus Leipzig mit „Cella“, Sangchul Lee aus Düsseldorf mit „Ohne Titel“, Nadjana Mohr aus Köln mit “Suits_SMLXL (blue yellow pink rosa)“ und Moritz Urban aus Offenbach am Main mit „Fort Comfort“.

Die 25 gezeigten Arbeiten werden in einem Band vorgestellt, der auch als Ausstellungskatalog für die Präsentation der Kunstwerke in der Kirche St. Maria in Stuttgart und im Diözesanmuseum Rottenburg dient.

 

Die Jurymitglieder:

 

Der Jury gehören an: Prof. Axel Heil (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe – Experimentelle Transferverfahren), Prof. Leni Hoffmann (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe – Malerei, Skulptur, Installation); Prof. Dr. Hildegund Keul (JuliusMaximiliansUniversität Würzburg, Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft); Prof. Matthias Kohlmann (Hochschule Pforzheim, Design PF Fakultät für Gestaltung und Zeichnung); Prof. Dr. Pia MüllerTamm (Direktorin der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe); Prof. Heiner Schmitz (ehem. Fachhochschule Dortmund, Fotograf); Joana Pape, M.A. (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg, Referat 52/Museen und Bildende Kunst); Prof. Dr. Stephan Winter (Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen), Sebastian Schmid (Kurator „St. Maria als“ – Kirche des Dialogs und der Vernetzung, Stuttgart); Dr. Melanie Prange (Leiterin des Diözesanmuseums Rottenburg und Diözesankonservatorin).


9. April 2022 – 14. Mai 2023,  Kunstmuseum St.Gallen

Perfect Love. Von Liebe und Leidenschaft

Beni Bischof, Perfec_sy der Künstler
Beni Bischof, Perfec_sy der Künstler

(St. Gallen pm) - Liebe und Leidenschaft in der Kunst – auf der Suche nach Vollendung: Perfect Love! Kunst und Liebe sind seit jeher das ideale Paar. Ihr Zusammenspiel war immer Antrieb und Herausforderung zugleich für kreatives Schaffen und hat die Entstehung unendlich vieler Kunstwerke angestossen.

Ob als leidenschaftliche Paarliebe, fürsorgliche Mutterliebe, göttliche, zwischenmenschliche, abgründige, paradiesische oder himmlische Liebe – die Sammlungsausstellung Perfect Love zeigt vielfältige Aspekte der Liebe in der Kunst. Eine besondere Liebe galt und gilt immer der Kunst selbst. Entsprechend oft haben Kunstschaffende ihre Arbeit, die Inspiration und die Muse oder auch das Kunst-Sammeln thematisiert und ihnen in Allegorien und Personifikationen ein immer wandelbares Gesicht verliehen.

Perfect Love greift von spätgotischen Andachtstafeln und postbyzantinischen Ikonen über die Bestände Alter Meister aus bis zu ausgewählten Positionen zeitgenössischer Kunst. Neben wohlbekannte, aber auch kaum je gezeigte Werke aus der Sammlung reihen sich bedeutende Neuzugänge wie das um 1500 entstandene Flügelaltärchen eines Meisters aus dem Bodenseeraum. Ergänzende Leihgaben aus Privatsammlungen erlauben den Blick auf selten zu Sehendes. So können gleich zwei Tafeln des rätselhaften Meisters des Verlorenen Sohns aus der Mitte des 16. Jahrhunderts gezeigt werden.

Perfect Love spannt in einer medialen Vielfalt von Gemälden, Skulpturen und Grafiken einen Bogen über 500 Jahre künstlerischen Schaffens und wartet mit überraschenden dialogischen Situationen auf.

 

Kurator: Samuel Reller


Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2022 - Politisch Gefangenen eine Stimme geben

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis würdigt Produktionen, die Menschenrechts-Verletzungen thematisieren und Menschenrechts-Verteidiger_innen eine Stimme geben | Veranstalterkreis gegen jedwede Form der Einschränkung demokratischer Grundrechte weltweit | Menschen dürfen nie rein aus politischen Motiven inhaftiert werden

 

 

(Heilsbronn/pm) -  Anlässlich des internationalen Aktionstages für die Freiheit politisch Gefangener am 18. März unterstützt der Veranstalterkreis des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises (DMFP) die Forderung zahlreicher Menschenrechts-Organisationen nach sofortiger Freilassung aller Inhaftierten, die lediglich aufgrund politischer oder weltanschaulicher Positionen verfolgt werden. In Artikel 19 und 26 des UN-Zivilpakts ist eine Verurteilung aufgrund politischer Ansichten ausgeschlossen; allen Menschen wird darin das Recht auf freie Meinungsäußerung zugesichert. Eine Inhaftierung aus politischen Gründen verstößt deshalb gegen internationales Recht.

Der DMFP hat sich das Ziel gesetzt, Filmproduktionen, die sich politisch Gefangenen oder der Einschränkung der Meinungsfreiheit widmen, eine öffentlichkeitswirksame Bühne zu geben. Zahlreiche Einsendungen zum DMFP, die sich mit dem Thema befassen, gehörten in den letzten Jahren zu den Preisträgern im Wettbewerb (2010: „Iran Elections 2009“; 2014: „Camp 14 – Total Control Zone“; 2016: „Esperanza 43“; …).

Klaus Ploth, Vertreter der Evangelischen Medienzentrale Bayern im Veranstalterkreis des DMFP: „Die Verfolgung und Inhaftierung von Menschen, die sich politisch engagieren, nimmt weltweit zu. Wir sprechen dabei auch über europäische Länder, die Kritiker_innen des eigenen Regimes mundtot machen wollen. Insbesondere Filme und journalistische Beiträge können dazu beitragen, das Bewusstsein für dieses Unrecht zu schärfen und durch Öffentlich-Machung der Vergehen Schutz für Menschrechts-Verteidiger_innen bieten. Der DMFP leistet für die Arbeit mutiger Filmemacher_innen, die sich dem Thema stellen, einen wertvollen Beitrag.“

Seit 1. März läuft die 13. Wettbewerbsrunde; bis zum 30. Juni 2022 können Magazinbeiträge, Kurz- oder Langfilme zu allen Aspekten der Menschenrechte – insbesondere auch zum Thema politischer Verfolgung/Inhaftierung vorgelegt werden. In den letzten Jahren wurden den Jurys durchschnittlich knapp 400 Filme vorgelegt.

Einsendeschluss zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis ist der 30. Juni 2022.

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ist ein unabhängiger Medienwettbewerb und wird im Rhythmus von zwei Jahren vergeben. Der Preis und wird aktuell von 20 Organisationen der Zivilgesellschaft gestaltet, finanziert und durchgeführt. Zu den Trägern gehören Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, konfessionell geprägte Organisationen, Gewerkschaften sowie Wohlfahrtsverbände und kommunale Einrichtungen. Sie sind geeint im Ziel der Achtung und Wahrung der Menschenrechte. Zudem unterstützen Verbände und Einzelpersonen den Filmwettbewerb.

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Sonderausstellung „World’s Best Communication Design 2021“ ab dem 8. April 2022 im Red Dot Design Museum in Essen

Foto: Red Dot Design Museum
Foto: Red Dot Design Museum

 

(Essen/rd) - Mit der Ausstellung „World’s Best Communication Design 2021“ zeigt das Red Dot Design Museum in Essen vom 8. April bis zum 29. Mai 2022 Arbeiten aus dem Bereich Kommunikationsdesign, die aus mehr als 30 Ländern stammen. Von Büchern über Werbespots und Plakate bis hin zu Apps, Websites und Verpackungen erleben Besucher in der Ausstellung die verschiedenen Facetten herausragenden Kommunikationsdesigns. Sämtliche in der Ausstellung präsentierten Arbeiten wurden beim Red Dot Award: Brands & Communication Design 2021 ausgezeichnet. Die Vernissage findet am 7. April ab 18 Uhr im Red Dot Design Museum statt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

 

Dezentrale Ausstellung mit vielen Highlights

Eine Besonderheit der Ausstellung besteht darin, dass sie nicht an einer zentralen Stelle im Museum verortet ist. Stattdessen begegnen Besucher den Kommunikationsdesignarbeiten an verschiedenen Stellen beim Rundgang durch das Museum. Ein Schwerpunkt der Ausstellungspräsentation ist auf Ebene 1 zu finden, darunter etwa Verpackungsdesign und die Präsentation der Red Dot: Agency of the Year 2021.

Unter den Exponaten finden sich zudem so unterschiedliche Werke wie das neue Corporate Design des NS-Dokumentationszentrums München, eine Werbekampagne der Automarke Mini, eine markante neue Schriftart, die die Besonderheit des vietnamesischen Alphabets aufgreift, oder der Markenauftritt des Shevchenko-Preises, dem wichtigsten Kulturpreis der Ukraine.

 

Die erfolgreichste Agentur des Jahres stammt aus Nordrhein-Westfalen

Mit dem Ehrentitel „Red Dot: Agency of the Year“ wurde 2021 denkwerk geehrt, eine inhabergeführte Digitalagentur, die 1998 in Köln gegründet wurde. Heute beschäftigt sie rund 200 Mitarbeiter und unterhält Büros in Köln, Hamburg, Berlin und München. „denkwerk verbindet digitale Lösungen auf beeindruckende Weise mit herausragender Gestaltung und Experimentierfreudigkeit“, so Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards. „Die Arbeit zeugt von großer Kreativität und digitalem Know-how, bezieht jedoch auch immer eine optimale Nutzererfahrung mit ein.“ So entstanden bereits preisgekrönte Arbeiten für Kunden wie DeepL, Motel One, die Otto Group oder die YOU Stiftung. In der Essener Ausstellung präsentiert sich denkwerk mit einer eigens konzipierten digitalen Installation.

 

Preisgekröntes Design made in NRW 

 

Im Wettbewerbsjahr 2021 kam ein Viertel aller mit einem Red Dot: Best of the Best ausgezeichneten Arbeiten aus Nordrhein-Westfalen. Unter allen Siegern weltweit waren es fast zehn Prozent. Darüber hinaus hat die Agentur des Jahres 2021, denkwerk, ihren Hauptsitz in Köln. Diese Ergebnisse zeigen, wie stark das Bundesland nicht nur im bundes-, sondern auch im weltweiten Vergleich ist. Zu den Siegern aus NRW zählen beispielsweise die Marken GIRA aus Radevormwald sowie METRO Wholesale und M:ID aus Düsseldorf. Auch der Designnachwuchs aus Nordrhein-Westfalen ist unter den Besten der Besten vertreten – so gewann Lara Wilkin aus Gladbeck mit ihrer Masterarbeit „#LazarusEffect“, die das weltweite Artensterben auf eindrucksvolle und detailreiche Weise illustriert, einen Red Dot: Best of the Best.   


Wertvolles Fundstück reist im Passagierraum über den Ärmelkanal

Speyerer Goldhut in London ausgestellt

(Speyer/pm) - Das berühmteste Objekt aus der urgeschichtlichen Sammlung des Historischen Museums der Pfalz ist aktuell in London zu sehen: Der „Goldene Hut von Schifferstadt". Er ist der älteste von weltweit vier bekannten Kegelhüten dieser Art und stammt aus der Zeit um 1300 vor Christus. Das British Museum zeigt den Goldhut gemeinsam mit der Himmelsscheibe von Nebra und anderen bedeutenden europäischen Fundstücken aus der Bronzezeit in der Ausstellung „The world of Stonehenge" bis zum 17. Juli.

 

Aufgrund seiner historischen Bedeutung ist der Goldhut ein viel gefragtes Objekt. Bis Anfang Januar war er als Leihgabe in der Ausstellung „Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte" in Halle zu sehen.

 

Der Transport des wertvollen Fundstücks ist nur unter optimalen konservatorischen Bedingungen und höchsten Sicherheitsvorkehrungen möglich. Daher wird der Goldhut stets von erfahrenen Kunstspeditionen transportiert und von einer Restauratorin oder einem Restaurator als Kurierperson begleitet. Für den Weg über den Ärmelkanal reiste das aufwendig verpackte Original diesmal im Passagierraum einer Linienmaschine. Nur dort sind die Klimawerte bei Flugreisen ausreichend stabil und die Begleitperson kann direkt neben dem Objekt sitzen.

 

Nach Ende der Ausstellung „The world of Stonehenge" kehrt der Goldhut von London nach Speyer zurück. Dort wird er zunächst im Museumsdepot verwahrt. Das Publikum wird den Goldhut wieder sehen können, sobald die dringend erforderliche Sanierung des Erweiterungsbaus erfolgt ist und die Sammlungsausstellung neu eingerichtet werden konnte.

 

Öffnungszeiten und weitere Informationen

Aktuell sind im Historischen Museum der Pfalz die Sammlungsausstellung „Luther und die Protestanten in der Pfalz" und das Weinmuseum zu sehen sowie die Sonderausstellungen „Expedition Erde. Im Reich von Maulwurf und Regenwurm. Eine Mitmachausstellung des Zoom Kindermuseum Wien" und „Rendezvous. Frankreichs Militär in der Pfalz 1945-1999".

 

Das Historische Museum der Pfalz ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. In den rheinland-pfälzischen Winterferien hat das Haus auch am Montag, 21. und Montag, 28. Februar geöffnet. Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de

 


The Guggenheim Museum Bilbao presents on February 11

From Fauvism to Surrealism - Masterpieces from the Musée d’Art Moderne de Paris

Foto: BBVA
Foto: BBVA

(Bilbao/gm) - The Fundación BBVA is an expression of the BBVA Group’s commitment to the community and of its determination to bring the opportunities of this new era within everyone’s reach. With this goal, its activity is centered on generating and fostering scientific knowledge and artistic creativity of the highest standard and bringing awareness of it to society. The roots of this mission lie in the birth of BBVA 165 years ago and its development into one of the engines of growth for Bilbao and its surroundings, with a spirit of searching for innovative solutions to each successive challenge that has led today to its presence in more than 25 countries.

 

This character, which has left its mark on the civil society and institutions of the Basque Country, explains the designation of Bilbao in 2019 by the Board of Trustees of the Fundación BBVA as the permanent home of the Premios Fronteras del Conocimiento (Frontiers of Knowledge Prizes), a family of international awards that celebrate contributions to the transformation of the map of knowledge in the 20th and 21st centuries, and which are already becoming an additional factor in projecting the city to the world. The first contact of the award winners with the city takes place at the Guggenheim Museum Bilbao, of which the Fundación BBVA has been a Strategic Trustee since its creation in 1997.

 

Throughout our collaboration, we have helped to organize major annual exhibitions which help us to understand the past, offer a critical view of ourselves in the present, and shed light on the challenges awaiting us in the future. These shows also put Bilbao on the international cultural agenda and make the city into a powerful magnet, with a beneficial, ample, and extremely varied impact on its economic, cultural, and social life that has come to be called ‘the Guggenheim effect’ or ‘Bilbao effect’.

 

It is an honor to join in the celebrations of the institution’s 25th anniversary with the exhibition From Fauvism to Surrealism: Masterpieces from the Musée d’Art Moderne de Paris, which brings together pieces fundamental for an understanding of how art modeled our culture from the beginning of the 20th century until the period following the Second World War. Fauvism and Cubism displayed a sense of audacity and liberty that overturned artistic representation, significantly modifying the traditional perception of landscape, figuration, and the still life. Their influence in terms of artistic effervescence was such that it drew artists from all over the world, who formed what we now know as the School of Paris between the wars. The city was also the cradle of Surrealism, to which the third section of this exhibition is dedicated.

 

The show opens a window onto the intense chromaticism of Louis Valtat’s landscapes or the transformative use of color with which Robert Delaunay approaches the nude, the classicist Cubism of André Lhote or the unclassifiable palette of Amedeo Modigliani, and the dazzling versatility of Francis Picabia or the metaphysical art of Giorgio de Chirico, to mention only a few of the landmarks in this fascinating survey, curated by Fabrice Hergott with Hélène Leroy, director and curator respectively of the Musée d’Art Moderne de Paris, and Geaninne Gutiérrez-Guimarães, curator of the Guggenheim Bilbao.

Our congratulations go to them, as well as to Juan Ignacio Vidarte and all his team for admirably steering the Guggenheim Museum Bilbao through this voyage of a quarter of a century until it

has become an international focal point receiving millions of visitors, 70% of them from abroad. This solid trajectory is the best guarantee for facing the future.

 

From Fauvism to Surrealism: Masterpieces from the Musée d’Art Moderne de Paris

• Dates: February 11 – May 22, 2022

• Curated by Fabrice Hergott, director of the Musée d´Art Moderne de Paris in cooperation with Hélène Leroy, curator of the Musée d´Art Moderne de Paris, and Geaninne Gutiérrez-Guimarães, curator of the Guggenheim Museum Bilbao

• Exhibition organized by the Guggenheim Museum Bilbao and Musée d’Art Moderne de Paris, Paris Musées

 

• Sponsored by the BBVA Foundation


Mendelssohn-Festtage vom 31. Oktober bis 6. November 2022 bilden den Höhepunkt

Mendelssohn-Festjahr 2022 in Leipzig

Das Mendelssohn-Haus in Leipzig -Foto: Andreas Schmidt
Das Mendelssohn-Haus in Leipzig -Foto: Andreas Schmidt

 

 

(Leipzig/pm) - 2022 jährt sich am 4. November zum 175. Mal der Todestag Felix Mendelssohn Bartholdys. Gleichzeitig feiert auch das Mendelssohn-Haus am 31. Oktober sein 25-Jähriges Bestehen. Um diese Jubiläen gebührend zu zelebrieren, wird am 3. Februar 2022 das „Festjahr für Felix“ ausgerufen.

 

Felix Mendelssohn Bartholdy zählt neben Johann Sebastian Bach zu den bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte. Das Festjahr zu Ehren des musikalischen Wunderkindes beginnt an dessen Geburtstag, dem 3. Februar, mit einem Festkonzert im Mendelssohn-Haus um 20 Uhr. Dabei dürfen sich Interessierte im historischen Musiksalon auf Violinsonaten von Johannes Brahms und Claude Debussy sowie auf Mendelssohns „Lieder ohne Worte“ freuen. Das Konzert ist als Online-Premiere auf der Website der Einrichtung, auf YouTube und Facebook, sowie folglich in der Mediathek der Website kostenlos bis Jahresende verfügbar. Über das gesamte Jahr hinweg wird jeden Sonntag um 11 Uhr ein Kammerkonzert im historischen Salon des Mendelssohn-Hauses angeboten. Zudem stehen die Sonntagsmatineen in der Tradition der Familie sowie zahlreiche Führungen, Gespräche und Vorträge auf dem Plan. Als Teil des Themenjahres „Freiraum für Bildung“ der Stadt Leipzig, gibt es ebenso spezielle Angebote für Kinder.

„Wir möchten einen Bogen schlagen vom Geburtstag bis zum Todestag, unter dem sich unterschiedliche Formate und Angebote für alle finden. Mendelssohn war Komponist, Pianist und Dirigent, aber auch Maler, Literat, Kulturpolitiker und Weltreisender. Er war ein genialer, unglaublich vielseitiger und modern denkender Mensch. Hier ist der Ort, wo all dies spürbar wird“, so Patrick Schmeing, Direktor des Mendelssohn-Hauses.

Im Frühling wartet bereits der nächste Höhepunkt des Festjahres: am 27. Mai 2022 eröffnet im Mendelssohn-Haus die Sonderausstellung zur Geschichte des Wohnhauses in der heutigen Goldschmidtstraße 12. Unter dem Titel „Musentempel, Mietshaus, Museum“ erfahren Besucher die überaus bewegte Geschichte des Hauses und seiner Bewohner.

An den darauffolgenden Tagen, dem 28. und 29. Mai 2022, finden unter dem Titel „Felix im Frühling“ Konzerte im Musiksalon - und bei schönem Wetter - auch im Garten des Mendelssohn-Hauses statt. Dabei gastieren u.a. das Michelangelo-Quartett, Sharon Kam, Julian Banse und Elena Bashkirova, die als Präsidentin des Mendelssohn-Hauses dessen künstlerisches Programm gestaltet. Ebenso spricht am 29. Mai 2022 Alfred Brendel im Musiksalon über Goethe und Musik.

Den Höhepunkt des Festjahres bilden die Mendelssohn-Festtage vom 31. Oktober bis 6. November 2022. Als Kooperation des Mendelssohn-Hauses mit dem Gewandhaus zu Leipzig werden sie mit einem Festkonzert am 31. Oktober im Gewandhaus eröffnet – eine Hommage an den Eröffnungstag vor genau 25 Jahren. Damals erfüllte sich Kurt Masur seinen Herzenswunsch, indem er das Haus der Öffentlichkeit übergab und zu einem musikalischen Erlebnis für jedermann zugänglich machte. In den darauffolgenden Tagen finden zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte statt. So werden Dorothea Röschmann und Elena Bashkirova im Konzert zu Mendelssohns Todesstunde am Abend des 4. Novembers Lieder von Felix und seiner Schwester Fanny sowie Auszüge aus deren Zyklus „Das Jahr“ interpretieren.

Auch das Gewandhausorchester ehrt den Komponisten mit zwei Konzerten. Unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada dürfen sich Musikliebhaber am 3. und 4. November auf ein musikalisches Erlebnis der Sonderklasse freuen. Am 6. November enden die Festtage, ebenfalls im Gewandhaus zu Leipzig, mit einem Abschlusskonzert im Mendelssohn-Saal.

 

Hintergrund:

Felix Mendelssohn-Bartholdy zählt zu den angesehensten und erfolgreichsten Musikern seiner Zeit – nicht nur als Komponist, sondern auch als Dirigent und Virtuose. Geboren 1809 in Hamburg tauchte er bereits früh in die Welt der Musik ein. Mit nur neun Jahren hatte er seinen ersten Auftritt als Pianist. Nach zahlreichen Konzertreisen rund um den Globus gastierte er am 4. Oktober 1835 im Alter von 26 Jahren bei seinem Antrittskonzert im Gewandhaus zu Leipzig. Für insgesamt 12 Jahre war die Messestadt sein Lebensmittelpunkt. Dort prägte er als Gewandhauskapellmeister und Mitbegründer des ersten deutschen Konservatoriums die Musiklandschaft. Mit seinem Wirken in der Stadt schuf er die Grundlage moderner Konzertpraxis. Mendelssohn war bekannt für sein Streben nach Verbesserung des musikalischen Niveaus, deshalb bestand er auch darauf, alle Konzerte mit dem Orchester eigens einzustudieren und aufzuführen. Zudem führte er den sogenannten Zyklus Historischer Konzerte ein: so sollte das Interesse der Hörer für musikhistorische Zusammenhänge geweckt werden. Am 1. Juli 1841 wurde er zum Königlich Sächsischen Kapellmeister ernannt – am 13. Oktober erfolgte die Ernennung zum Königlich Preußischen Kapellmeister. Zwei Jahre später erhielt Mendelssohn die Ehrenbürgerschaft der Stadt Leipzig. In seiner musikalischen Karriere gab er von seinen mehr als 750 Kompositionen nur 72 mit und 30 ohne Opuszahl in Druck – ein Zeichen seiner selbstkritischen Einstellung. 1847 leitete er sein letztes Konzert am 18. März im Gewandhaus zu Leipzig. Nach seinem Tod am 4. November fand er seine letzte Ruhe auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof in Berlin.

Weitere Informationen: www.mendelssohn-stiftung.de und www.gewandhausorchester.de

 

Ob individuell oder mit Gruppe - wer eine Reise nach Leipzig zu den Mendelssohn-Festtagen oder anderen Veranstaltungen buchen möchte, dem bietet die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH zahlreiche Angebote www.leipzig.travel/reiseangebote 


Ökumenische Jury beim Max Ophüls Festival zeichnet „Moneyboys“ aus

Zwischen Landidylle und anonymer Großstadt

Die Ökumenische Jury beim Max-Ophüls-Filmfestival 2022: Wolf-Dieter Scheid, Sabrina Maas, Alexandra Palkowitsch und Tom Damm (v.l.), Foto: FFMOP/Oliver Dietze
Die Ökumenische Jury beim Max-Ophüls-Filmfestival 2022: Wolf-Dieter Scheid, Sabrina Maas, Alexandra Palkowitsch und Tom Damm (v.l.), Foto: FFMOP/Oliver Dietze

(Saarbrücken/bt) - Der Preis der Ökumenischen Jury beim Max Ophüls Filmfestival geht in diesem Jahr an den Film „Moneyboys“ (Ö/F/B/TWN 2021) von C.B. Yi. Überzeugend inszeniere der Spielfilm die Gegensätze zwischen traditioneller „Landidylle“ und anonymer Großstadt, sagt der Saarbrücker Wolf-Dieter Scheid, Referent der LAG Evangelische Erwachsenenbildung Saarland, als Begründung für die Auswahl. Gemeinsam mit der Saarländerin Sabrina Maas (Merzig) sowie Tom Damm (Schwerte) und Alexandra Palkowitsch (Wien) bildete er die diesjährige Ökumenische Max-Ophüls-Jury.

„Moneyboys“ ist im China der Gegenwart angesiedelt. Protagonist ist der junge Fei, der vom Land in die Großstadt zieht, um dort auf dem Straßenstrich Geld zu verdienen. Obwohl er seine Familie finanziell unterstützt, muss er feststellen, dass diese ihn wegen seiner Homosexualität ablehnt. Seine Arbeit als „Moneyboy“ bringt ihn in einen Strudel der Gewalt.

„Die Suche nach der schmerzlich vermissten Geborgenheit im Schoss der Familie endet in einer gewaltsamen Wucht an Schuldzuweisung, die den Protagnisten in die Anonymität der Stadt verdammt“, heißt es in der Begründung zur Preisvergabe weiter.

Insbesondere lobte die Ökumenische Jury die Ausstattung des Films im Zusammenspiel mit der Musik als handwerklich und ästhetisch ansprechendes Werk. „Der Film setzt mit beeindruckenden Bildern das Wasser als Leitmotiv ein für den Fluss des Lebens und die ständige Veränderung, der die Protagonist:innen ausgesetzt sind“, betont Jury-Mitglied Tom Damm.

Der Preis der Ökumenischen Jury wird im Rahmen der allgemeinen Max Ophüls Preisverleihung in diesem Jahr digital verliehen. Er wird vergeben von der Landesarbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung im Saarland (vertreten durch die Evangelische Akademie im Saarland) sowie der Katholischen Erwachsenenbildung Saarland – Landesarbeitsgemeinschaft e.V. und ist mit 2.500 Euro dotiert. Insgesamt werden in der Spielfilm-Sparte neun Preise verliehen.

Hintergrund

Seit 2015 sind die Internationale Kirchliche Film-Organisation INTERFILM und die Internationale Katholische Vereinigung für Kommunikation SIGNIS im Rahmen einer Ökumenischen Jury am Festival präsent. Diese vergibt den von der Katholischen Erwachsenenbildung Saarland – Landesarbeitsgemeinschaft e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung im Saarland e.V. (vertreten durch die Ev. Akademie im Saarland) dotierten Preis an einen Film aus dem offiziellen Wettbewerb für lange Spielfilme.

 

Film und Bild und bestimmen zunehmend die Art und Weise, wie gesellschaftliche Wirklichkeit wahrgenommen werden. Mit ihrem Engagement möchten die Landesorganisationen die kritische Auseinandersetzung mit diesen Medien fördern.


Art Center's old hall to be transformed into one huge vibrating instrument

LARS GREVE: En verden, der melder sig - 14.02. – 20.02.2022

Lars Greve, En verden, der melder sig, Copenhagen Contemporary. Foto: Fryd Frydendahl
Lars Greve, En verden, der melder sig, Copenhagen Contemporary. Foto: Fryd Frydendahl

 

(Kopenhagen/ CC) - With his clarinet, the Danish sound artist Lars Greve adds sound to Copenhagen Contemporary's (CC) 600 m2 Hall 6. A more than 100-metre-long ventilation pipe, which was once part of the shipyard B&W's welding hall, is brought to life with sounds and music that invite guests to move to a unique listening experience.

During the winter holidays woodwind player and composer Lars Greve transforms CC's Hall 6 into a resonating space. Over a period of seven days Greve will perform fourteen improvised sound installations in the old welding hall whose architecture

and extensive ventilation system become a huge instrument unlocking new sonic dimensions.

Greve is intent on finding out how to give us, as listeners, a feeling that the music resonates within us. He grew up surrounded by sea and forest in Western Jutland and plays the clarinet so that it doesn't merely sound like a clarinet, but more like the nature that shaped him. Greve is on an existential journey of discovery, exploring the music whose slow and insistent tempo invites guests to join in.

Using an extensive set-up developed by Greve himself, the clarinet's sound is amplified through Hall 6's 100-metre-long ventilation pipe. The sound of the metal differs from one place to another, and the character of the sound changes as the

guests move around the room and feel the vibrations. Greve transforms the pipes into a pulsating lung mechanism - you can feel the sound, lean into the sound, shape the sound and let it grow into an inner resonance.

Resonance will create physical vibrations that can be translated into something emotional; a mood will strike a chord with the individual listener, amplifying something within her or him.

Greve has chosen to leave Hall 6 as it is, so the incoming light, weather and guests will all be part of the experience. The sound installations will take place both in daylight and after dark, with Greve playing by musical intuition in a symbiosis with

the space and the audience. No two of the fourteen sound installations will be identical. There are no rows of chairs, no stage elevation - just Greve with his clarinets in the resonating space. Young and old alike are invited to move silently

about in order to listen to a world unfolding.

 

Program

In week 7 there will be two daily performances which you can access with a valid entrance ticket to CC.

 

Each one will last for approximately 40 minutes. Space is limited, so please sign up on arrival at CC

Monday 14 February: 12.00 and 15.00

Tuesday 15 February: 12.00 and 15.00

Wednesday 16 February: 12.00 and 15.00

Thursday 17 February: 15.00 and 20.00

Friday 18 February: 12.00 and 15.00

Saturday 19 February: 12.00 and 15.00

Sunday 20 February: 12.00 and 15.00

 

About Lars Greve

Lars Greve (b.1983) graduated as a soloist from the Rhythmic Music Conservatory in Copenhagen where he has been part of their Artistic Research Programme as an affiliate since 2019, doing research on resonance. As part of his musical career he has performed with a host of Danish and international artists and received numerous  awards for his music for releases, films and theatre and dance performances. As artistic director of the independent institution Resonating Rooms, Greve is also a

major driving force behind contemporary cultural projects. His vision is to develop and sustain broad popular communities through inter-aesthetic collaborations, an approach that has spawned a number of relevant and thought-provoking works, of

which the most recent are Solhverv (Solstice), a portrait of his native region created together with the art photographer Fryd Frydendahl, and the solo album Dødedans (Dance of Death), an aluminium cover weighing three kilos, created in collaboration with the sculptor Ingvar Cronhammar.

 

About Resonating Rooms

En verden, der melder sig is one of several projects that Greve is running on the platform Resonating Rooms - a cultural institution for contemporary music focusing on approachable and innovative music projects. Resonating Rooms is a 'school' for modern contemporary music, but not a school in the traditional sense. It is neither built of bricks nor filled with students and teachers. It is a school in the original meaning of the word, namely 'leisure or free time' - a free space focused on

development and education through new music.

 

Read more here: www.resonatingrooms.com

 

En verden, der melder sig has received generous financial support from the William Demant Foundation and the Danish Arts Foundation and is presented in collaboration with Resonating Rooms


FONDATION BEYELER: Ausstellung vom 23. Januar bis 22. Mai 2022

Eröffnung «Georgia O’Keeffe»

(Basel/fb) - Mit einer großen Retrospektive zu Georgia O’Keeffe (1887–1986) präsentiert die Fondation Beyeler eine der bedeutendsten Malerinnen des 20. Jahrhunderts und herausragende Persönlichkeit der modernen amerikanischen Kunst. Die Ausstellung beleuchtet O’Keeffes besondere Art und Weise, ihre Umgebung zu betrachten und in neue, bis dahin unbekannte Bilder der Realität zu übersetzen.

«Man nimmt sich selten die Zeit, eine Blume wirklich zu sehen. Ich habe sie gross genug gemalt, damit andere sehen, was ich sehe.»

Dieses frühe Zitat aus dem Jahr 1926 ist zu einem roten Faden für O’Keeffes Kunst und Leben geworden. Von O’Keeffes frühesten Abstraktionen bis hin zu ihren ikonischen Darstellungen von Blumen und Landschaften aus dem Südwesten der Vereinigten Staaten bietet die Ausstellung eine umfangreiche Auswahl von zum Teil selten gezeigten Gemälden aus öffentlichen und privaten Sammlungen.

Die Ausstellung wurde von der Fondation Beyeler, Riehen / Basel, vom Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid, und vom Centre Pompidou, Paris, in Partnerschaft mit dem Georgia O’Keeffe Museum, Santa Fe, organisiert.

 

 

 

 

 

Gutschein–Aktion zum Start


2022 feiert die Fondation Beyeler ihr 25-jähriges Bestehen. Als besondere Aktion für alle Besuchenden werden vom 24. Januar bis 6. Februar 2022 Eintrittsgutscheine für 20 statt 25 CHF angeboten, die das ganze Jahr über gültig sind. 


Harry Styles: Nachholtermine und neue Show in Hamburg bestätigt

Source GTC
Source GTC

 

(Frankfurt/ln) - Harry Styles hat die neuen Termine für seine Welttournee inklusive zusätzlicher Shows bekannt gegeben. Der mehrfach Platin-ausgezeichnete Musiker beginnt seine kolossale 32 Städte umfassende Konzertreise im Juni 2022 mit drei neuen Stadion-Terminen in UK, gefolgt von vier weiteren Stadien-Auftritten in Europa einschließlich einer neuen Show am 26. Juni im Hamburger Volksparkstadion. Im Juli folgen die europäischen Nachholkonzerte der verschobenen Arena-Termine sowie einer neuen Show in der Accor Arena in Paris, ehe die Love On Tour später in diesem Jahr in Lateinamerika ihren Abschluss findet. In Deutschland sowie Österreich gastiert Harry Styles zwischen dem 26. Juni und 22. Juli für insgesamt 5 Konzerte in Hamburg, München, Wien, Berlin und Köln.

Bereits erworbene Tickets für alle verlegten Konzerte behalten ihre Gültigkeit. Karten für das am 4. März 2021 geplante, aber abgesagte Konzert in der Hamburger Barclays Arena können bei der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden. Ticketinhaber für diese abgesagte Show erhalten die Möglichkeit, am exklusiven Ticketholder Presale teilzunehmen, um frühzeitig Karten für die neue Show im Volksparkstadion Hamburg zu erwerben.

Als Special Guest werden Wolf Alice bei den Konzerten in Deutschland, Österreich sowie weiteren ausgewählten Europa-Terminen zu erleben sein. In UK sind Mitski, in Dublin Arlo Parks sowie in ganz Lateinamerika Koffee als Special Guests mit dabei.

Harry Styles hat sich als einer der größten und einflussreichsten Künstler der Musikbranche etabliert. Sein selbstbetiteltes Debüt-Soloalbum wurde weltweit zu einem der meistverkauften Top-10-Alben des Jahres und markierte die beste erste Verkaufswoche eines männlichen Künstlers in der Musikgeschichte. Sein zweites Album „Fine Line“ stieg bei Veröffentlichung direkt an der Spitze der Billboard 200 ein, wurde somit zu Harrys zweitem Nummer-eins-Album in den USA und schrieb Chartgeschichte durch die erfolgreichste Verkaufswoche eines männlichen britischen Solokünstlers, seit Nielsen Music 1991 mit dem elektronischen Handel begann. Seit Beginn seiner Solokarriere hat Harry Styles zahlreiche Auszeichnungen eingeheimst, einschließlich zweier BRIT Awards, eines Grammy Awards, eines Ivor Novello Awards, eines American Music Awards sowie etlichen weiteren auf der ganzen Welt. Überdies war er der erste Mann, der allein auf dem Cover des Vogue Magazine erschien.

Harry Styles ist gleichermaßen erfolgreich als Live-Interpret. Nachdem die Shows der Love On Tour aufgrund der Pandemie verschoben werden mussten, konnte die Tour im September 2021 in Las Vegas schließlich starten. Harry spielte Ende letzten Jahres über 40 Konzerte in den gesamten USA und wurde dafür sowohl von Fans als auch von Kritikern hoch gelobt. Seine Shows sind vollgepackt mit Hit-Singles wie „Sign of the Times“, „Lights Up“, „Adore You“, „Watermelon Sugar“ und „Kiwi“.

Bei der Love On Tour werden alle örtlichen und öffentlichen Gesundheitsrichtlinien sowie die von den Veranstaltungsorten zum Zeitpunkt jeder Show vorgeschriebenen Protokolle beachtet. Fans werden gebeten, sich vor jeder Show auf der Website ihres lokalen Veranstaltungsortes über die neuesten Details und Anforderungen in Bezug auf Gesundheitsschutz und Sicherheit für ihren Termin zu informieren.

 

Live Nation Presents
Harry Styles
Love On Tour


Special Guest: Wolf Alice 

26.06.2022     Hamburg     Volksparkstadion** – neue Show 
11.07.2022     München     Olympiahalle* – verlegt vom 20.02.21
16.07.2022     Wien           Stadthalle* – verlegt vom 19.02.21
20.07.2022     Berlin          Mercedes-Benz Arena* – verlegt vom 06.03.21
22.07.2022     Köln            LANXESS arena* – verlegt vom 26.03.21

Sämtliche bereits im Vorverkauf erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. 

 

DEUTSCHLAND: 

**HAMBURG:
Ticketholder Presale:
Mo., 24.01.2022 (96 Stunden)

 

PayPal Prio Tickets:
Mi., 26.01.2022, 10:00 Uhr (Online-Presale, 48 Stunden)
www.livenation.de/paypalpriotickets

 

Samsung Prio Tickets:
Mi., 26.01.2022, 10:00 Uhr (Online-Presale, 48 Stunden)
www.samsung.com/de/members/priotickets

MagentaMusik Prio Tickets in Kooperation mit Samsung:
Mi., 26.01.2022, 10:00 Uhr (Online-Presale, 48 Stunden)
www.magenta-musik-360.de/prio-tickets

 

Ticketmaster Presale:
Do., 27.01.2022, 10:00 Uhr (Online-Presale, 24 Stunden)
www.ticketmaster.de/feature/presale/

 

Allgemeiner Vorverkaufsstart:


Fr., 28.01.2022, 10:00 Uhr

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 ÖSTERREICH:

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Neu: Ein Werk von Lawrence Weiner für die Sammlung des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg

Generaldirektor Prof. Dr. Daniel Hess vor dem Schriftzug der neuen Installation von Lawrence Weiner Foto: GNM, Monika Runge
Generaldirektor Prof. Dr. Daniel Hess vor dem Schriftzug der neuen Installation von Lawrence Weiner Foto: GNM, Monika Runge

(Nürnberg/gnm) - Es ist eines der letzten Werke des US-amerikanischen Konzeptkünstlers Lawrence Weiner (1942 - 2021), das vergangene Woche im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg realisierte wurde: DILUTED & TEMPERED / AUFGELÖST & TEMPERIERT, NEUTRALIZED & MODIFIED / NEUTRALISIERT & VERÄNDERT und ALMOST STOPPED / NAHEZU GESTOPPT ist nun in großen Versalien auf den Wänden des Katalogsaals in der museumseigenen Bibliothek zu lesen. Die Arbeit „Statement #808“ stammt aus dem Jahr 1998 und ist eine Schenkung des Kunstsammlers Harald Spengler an das Germanische Nationalmuseum, das sich sehr über dieses „Weihnachtsgeschenk“ freut.

 

Beeindruckt zeigt sich Generaldirektor Prof. Dr. Daniel Hess: „Mit dieser Installation zeigt das Germanische Nationalmuseum einmal mehr, dass es sich als offenes Museum versteht, das den Austausch zwischen Kunstwerk und Betrachter, zwischen bildender Kunst und Literatur sowie zwischen zeitgenössischen Installationen und historischen Artefakten zu befördern sucht.“


David Chipperfield Architects Berlin mit Sanierung des Süd- und Südwestbaus des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg beauftragt

Abb.: Süd- und Südwest des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg im Vordergrund die aktuelle Baustelle für das neue Tiefdepot Foto: GNM / Florian Kutzer
Abb.: Süd- und Südwest des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg im Vordergrund die aktuelle Baustelle für das neue Tiefdepot Foto: GNM / Florian Kutzer

(Nürnrberg/gnm) - Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg hat letzte Woche das Berliner Büro des international tätigen britischen Architekten David Chipperfield mit der Planung für die Sanierung seines Süd- und Südwestbaus beauftragt. Die an die Stadtmauer grenzenden Gebäude stammen aus der Zeit um 1900 und den 1960er Jahren. Ziel der Sanierung ist der Erhalt der denkmalgeschützten Bausubstanz sowie die energetische und bauphysikalische Ertüchtigung des durch ein Treppenhaus miteinander verbundenen Gebäudetrakts.

„Wir freuen uns, dass mit David Chipperfield Architects Berlin ein renommiertes und im Umgang mit historischen Museumsbauten sehr erfahrenes Büro die Sanierung im Germanischen Nationalmuseum übernehmen wird“,
betont Generaldirektor Prof. Dr. Daniel Hess.

Der Südwestbau wurde 1899 als Backsteinbau in historisierendem Stil fertiggestellt und nach Kriegsschäden teilweise leicht modifiziert wiederaufgebaut. Der Südbau und das Treppenhaus, errichtet zwischen 1963 und 67, verantwortet der bedeutende, in der Tradition des Bauhauses stehende Architekt Sep Ruf. Die elegante Stahlkonstruktion besticht durch ihre nach Norden großzügig geöffnete Glasfassade. Nach Süden, zur Stadtmauer, schließt das Gebäude mit einer schlichten Massivwand ab. Auf vier Etagen werden hier derzeit noch eine der umfangreichsten Musikinstrumenten-Sammlungen Europas, Gemälde und kunsthandwerkliche Objekte des 19. Jahrhunderts, historische Textilien und die volkskundliche Dauerausstellung gezeigt.

Im Zuge der baulichen Sanierung ist eine sammlungsübergreifende Neukonzeption der Dauerausstellung vorgesehen. Die Baumaßnahmen umfassen daher auch eine Neueinrichtung der Innenräume für eine zeitgemäße museale Nutzung unter Berücksichtigung baulicher, technischer, energiewirtschaftlicher und konservatorischer Anforderungen. Teil der Planungsaufgabe ist zudem die Anbindung an angrenzende Museumsgebäude.

Die Ausstellungsfläche der zu sanierenden Gebäude umfasst ca. 5.500 m2 – aufgeteilt auf den Südbau mit rund 3.800 m2 und den Südwestbau mit rund 1.700 m2. Die Gesamtkosten der Sanierung werden momentan auf etwa 46 Mio Euro, die der Ausstellungseinrichtung auf ca. 11 Mio Euro veranschlagt. Süd- und Südwestbau stehen, wie der gesamte Bestand des Germanischen Nationalmuseums, unter Denkmalschutz und sind als Einzeldenkmale in die Denkmalliste der Stadt Nürnberg eingetragen.

David Chipperfield Architects

 

David Chipperfield Architects mit mehr als 200 Mitarbeitern wurde 1985 in London gegründet. Weitere Standorte gibt es in Berlin, Mailand und Shanghai. Das Berliner Büro, das mit der Sanierung des Germanischen Nationalmuseums beauftragt ist, gründete sich 1998, als es den Zuschlag für den Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg stark zerstörten Neuen Museums auf der Museumsinsel Berlin erhielt. Seitdem hat das Berliner Büro sich einen Namen gemacht u.a. mit der 2018 fertiggestellten James-Simon-Galerie, einem Besucherzentrum mit zeitgemäßen Servicefunktionen für alle Häuser der Museumsinsel Berlin, sowie der sanierten Neuen Nationalgalerie, die im Sommer 2021 wiedereröffnen konnte. Das Büro wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2011 mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur und dem Deutschen Architekturpreis. 


Wie Weihnachten 1121 die europäische Kirchengeschichte prägte

Prämonstratensische Stifter an der Krippe, Matteus Lehner, genannt Jarwick, 1. Hälfte 17. Jahrhundert, Öl auf Leinwand, Selm-Cappenberg, Katholisches Pfarramt St. Johannes Evangelist Cappenberg, Dauerleihgabe des Klosters Duisburg-Hamborn, Foto: Bernd Kirtz.

 

(Magdeburg/pm) - Weihnachten 1121 – genau vor 900 Jahren – gründete Norbert von Xanten im französischen Prémontré den Orden der Prämonstratenser. Einen Orden, der sich in kurzer Zeit über ganz Europa ausbreitete, die europäische Kunst- und Kulturgeschichte maßgeblich beeinflusste und landschaftsprägende Bauten und Kunstwerke hinterließ. Dies ist auch den adligen Stiftern des Ordens zu verdanken, so etwa König Macarius von Armenien, König Alphons VII. von Kastilien, Graf Gottfried von Cappenberg, Gaugraf Hroznata von Ovenec, Graf Ludwig von Arnstein und Graf Focold von Berne. Ein Bild aus dem 17. Jahrhundert zeigt ein weihnachtliches Motiv in Anlehnung an das Bildschema der Heiligen Drei Könige: Die sechs Mäzene gemeinsam mit Maria um eine Krippe stehend. Wie das Tragen des schlichten Ordensgewandes verdeutlicht, hatten sie sich alle den Prämonstratensern angeschlossen. Die Wappen und Insignien, die gut sichtbar zu ihren Füßen liegen, verraten jedoch ihre adlige Herkunft.

Das Kulturhistorische Museum Magdeburg feiert noch bis zum 9. Januar 2022 das 900-jährige Bestehen des Ordens mit der großen Sonderausstellung „Mit Bibel und Spaten. 900 Jahre Prämonstratenser-Orden“. Die erste Einzelausstellung über die Prämonstratenser im deutschsprachigen Raum illustriert mit hochkarätigen Exponaten die Geschichte des Ordens sowie sein kulturelles, geistiges und wirtschaftliches Wirken – von der Entstehung im Mittelalter über die Herausforderungen durch Reformation, Säkularisation, die beiden Weltkriege und den Kommunismus bis in die Gegenwart.


Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter: www.mitbibelundspaten.de