Kulturnachrichten

20.01.2021

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland. Sie setzt sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Denkmale ein. Ihre vielfältigen Aktivitäten reichen von pädagogischen
Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der aktiven Mithilfe von über 200.000 Förderern bereits über 5.000 Projekte mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Sie finanziert ihre Arbeit vor allem durch private Zuwendungen und Spenden. Darüber hinaus wird sie durch Mittel der staatlichen Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

 


Schülerpreise für Arbeiten über die friedliche Revolution in Leipzig, die Ethik digitaler Großkonzerne und die Frauenordination in der katholischen Kirche

Preisverleihung „Christentum und Kultur“

 

 

(Karlsruhe/Stuttgart/Freiburg/Rottenburg/drs) - Die vier großen evangelischen und katholischen Kirchen in Baden-Württemberg haben zum 18. Mal die Preisträgerinnen und Preisträger des landesweiten Schülerwettbewerbs „Christentum und Kultur“ ausgezeichnet. Pandemiebedingt konnte die Preisverleihung leider in diesem Jahr nicht wie bisher üblich im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung erfolgen. Insgesamt hatten 52 Schülerinnen und Schüler 44 Arbeiten eingereicht.

 

Der erste Preis ging an Charlotte Bohn und Lena Stäble vom Thomas-Mann-Gymnasium Stutensee. Unter dem Titel „Die friedliche Revolution in Leipzig. Auslegung der christlichen Lehre gegen die Übermacht der sozialistischen Ideologie. Pfarrer Führer und Pfarrer Wonneberger – Handeln nach christlichem Verständnis?“ zeige die Arbeit sehr anschaulich die Hintergründe der Umwälzungen des Jahres 1989 und deren Vorgeschichte aus theologischer Sicht anhand von Dokumenten und Augenzeugenberichten auf, so die Begründung der Jury.

 

In den Ausführungen werde deutlich, „worin die christliche Motivation der beiden engagierten Pfarrer bestand. Ganz klar werden dann am Ende nochmals Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem am Gebot der Nächstenliebe orientierten und eher auf Kompromisse bedachten Christian Führer und dem stärker politisch orientierten und risikobereiten Christoph Wonneberger benannt.“

 

Den zweiten Preis des Wettbewerbs erhielt Jonathan Chung vom Humboldt-Gymnasium in Ulm. Seine Arbeit mit dem Titel „Amazon, Apple, Google, Microsoft, Facebook: Der ethische Supergau? Handeln diese Firmen wirklich so unethisch? Eine ethische Betrachtung“, beschäftigt sich mit der hochaktuellen Frage, nach welchen ethischen Kriterien die großen Firmen der digitalen Veränderung letztlich handeln. Dabei kommt der Autor aufgrund eigener Recherchen und durch einen Vergleich der „Ethik der Hacker“ mit den zehn Geboten zu einem sehr differenzierten Ergebnis.

 

Der dritte Preis wurde in diesem Jahr dreimal verliehen: Tobias Krauß vom Gymnasium am Deutenberg in Villingen-Schwenningen stellt in seiner Arbeit „Erst Friedensgebete – dann Revolution. Wie groß ist der Anteil der Christen an der friedlichen Revolution in der DDR?“ die Bedeutung der evangelischen Kirche für die friedliche Revolution dar. Dabei werde diese Rolle nach Einschätzung der Jury kritisch relativiert und als „Ermöglichung der Kritik am Staat“ gewichtet.

 

Amelie Gaiser vom Hans-Furler-Gymnasium Oberkirch beschäftigt sich in ihrer Arbeit „Schweigen war gestern, Schwestern! Über meinen Weg zu einem begründeten Standpunkt zur Frage nach der Frauenordination in der katholischen Kirche“ mit ihrer eigenen Position zu dieser Frage. Überzeugend schildere die Schülerin, wie sie bei sich selbst eine Meinungsänderung zum Thema erlebt habe, weil ihr einerseits die Interviews und andererseits die wissenschaftliche Auseinandersetzung ermöglicht hätten, das Thema historisch und theologisch ganz neu einzuordnen. 

 

Einen weiteren dritten Preis erhielt Anja Altmaier, Schiller-Gymnasium Offenburg, für ihre Arbeit „Füllet die Erde und macht sie euch untertan und herrschet über (…) alles Getier, das auf Erden kriecht. Aber wie? Wie sollten Menschen mit Tieren umgehen?“. Die Jury würdigt damit eine „faktenreiche, durchgehend argumentative, stringent aufgebaute Arbeit zur Frage der Tierhaltung und -tötung“.

 

Ein Sonderpreis für Arbeiten mit künstlerisch-musischer Ausrichtung ging zudem an Anton Hillenbrand vom Schiller-Gymnasium in Offenburg. In Dialogform, Aphorismen, Bildern und Symbolen (auch der Psychoanalytik des Traumes) widmet sich die Arbeit unter dem Titel „Schwerelos“ theologisch-existentiellen Themen aus der Perspektive eines traumatisierten Ich-Erzählers.

 

Darüber hinaus gingen Buchpreise an die folgenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Jule Schumm vom Hölderlin-Gymnasium Nürtingen, Julia Sieringhaus vom Schiller-Gymnasium Heidenheim und Jan Haschek, Spohn-Gymnasium Ravensburg.

 

Zum Hintergrund:

 

Den Wettbewerb „Christentum und Kultur“ schrieben die Evangelischen Landeskirchen in Württemberg und Baden, die Erzdiözese Freiburg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart erstmals im Schuljahr 2003/2004 aus. Er soll Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe an allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg dazu anregen, sich mit dem Zusammenhang von Religion und Kultur in der Gesellschaft zu beschäftigen. Darüber hinaus soll der Wettbewerb das Interesse an religiösen und interreligiösen Fragestellungen wecken und die ökumenische Zusammenarbeit stärken. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, der katholische Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg) sowie der evangelische Landesbischof Professor Dr. Cornelius-Bundschuh (Karlsruhe) haben die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen. Die siebenköpfige Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des kulturellen Lebens, aus Wissenschaft und Forschung, des Kultusministeriums sowie der Schulabteilungen der Regierungspräsidien und der Kirchen. Für die Organisation ist jeweils ein Vertreter der evangelischen Landeskirchen und der Bistümer aus dem Bereich Religionspädagogik verantwortlich. Der erste Preis ist mit 500 Euro, der zweite Preis mit 300 Euro und der dritte Preis mit 200 Euro dotiert.

 


Einreichung ab sofort möglich:

Prix Ars Electronica 2021 startet

Goldene Nicas / Fotocredit: vog.photo
Goldene Nicas / Fotocredit: vog.photo

(Linz/ae) - Bis 3. März können ab sofort unter ars.electronica.art/prix/ Projekte für den Prix Ars Electronica 2021 eingereicht werden, der in den folgenden Kategorien ausgeschrieben wird: Computer Animation, Artificial Intelligence & Life Art, u19 – create your world und Digital Musics & Sound Art, wobei innerhalb dieser Kategorie heuer auch erstmals der “Isao Tomita Special Prize” ausgelobt wird. Darüber hinaus besteht für Einreicher*innen diesmal die Möglichkeit, sich mit ihren Projekten am neuen “Ars Electronica Award for Digital Humanity” zu beteiligen, der vom Österreichischen Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten möglich gemacht wird. Alle Projekte und Arbeiten, die für den Prix Ars Electronica eingereicht werden, können zudem für den STARTS Prize vorgeschlagen werden.

 

Der Prix Ars Electronica 2021 im Überblick:

 

Computer Animation …
… ist offen für unabhängige Kunst- und Wissenschaftswerke ebenso wie für kommerzielle High-End-Produktionen der Film-, Werbe- und Unterhaltungsindustrie. Künstlerische Originalität zählt dabei genauso viel wie exzellente technische Leistung. Auch Experimente und Ansätze, die auf einer erweiterten Interpretationen der Computeranimation beruhen und sowohl in künstlerischer als auch technischer Hinsicht über den Bildschirm hinausgehen, können eingereicht werden.

 

Digital Musics & Sound Art …
… sucht zeitgenössische digitale Klangproduktionen aus dem breiten Spektrum der „Electronica“, von Werken, die Klang und Medien kombinieren, über elektro-akustische oder experimentelle Computer-Kompositionen, bis hin zu Klanginstallationen. Ungeachtet der Medien oder Genres, die dabei zum Einsatz kommen, stehen die musikalischen und klangkünstlerischen Qualitäten der eingereichten Arbeiten im Vordergrund.

 

… und Isao Tomita Special Prize
Erstmals vergeben die Juror*innen der Kategorie Digital Musics & Sound Art diesmal auch den mit 5.000 Euro dotierten Isao Tomita Special Prize. Der Preis ist dem 2016 verstorbenen japanischen Pionier der elektronischen Musik gewidmet und wendet sich an Künstler*innen, die künstlerische und technische Herausforderungen in der digitalen Musik und Klangkunst erforschen und andere mit ihrer innovativen und einzigartigen Musik inspirieren. Der Isao Tomita Special Prize wird unterstützt von Isao Tomita Research.

 

Artificial Intelligence & Life Art …
… widmet sich der künstlerischen Praxis und dem künstlerischen Denken in allen Bereichen der Künstlichen Intelligenz und der Life Sciences. Gesucht werden etwa Arbeiten, die sich mit Biotechnologie, Gentechnik, Synthetischer Biologie usw. sowie mit maschinellem Lernen, Deep Learning und jeder anderen Form der Künstlichen Intelligenzforschung beschäftigen. Von besonderem Interesse sind Kooperationen zwischen Kunst und Wissenschaft sowie Projekte, die die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung von KI und Life Sciences, ihre ethische und philosophische Dimension sowie die Rolle von Politik, Regierungen und Industrie kritisch reflektieren.

 

u19 – create your world …
… die österreichweit ausgeschriebene Kategorie fahndet nach Zukunftsideen und -visionen der jungen Generation und richtet sich an „Young Creatives“ unter 14 genau wie an „Young Professionals“ zwischen 14 und 19. Eingereicht werden können künstlerische Animationsfilme, Soundkreationen, Websites, Apps, wissenschaftliche Projekte und innovative Ideen für die Zukunft.

Neuer Ars Electronica Award for Digital Humanity des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten

Erstmals ausgeschriebenen und mit 10.000 Euro dotiert wird der Ars Electronica Award for Digital Humanity, der vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten unterstützt wird. Als ein besonderer Preis des österreichischen Außenministeriums unterstreicht er die Offenheit und den nach außen gerichteten Geist des österreichischen kulturellen, wissenschaftlichen und technologischen Ökosystems, das auf Zusammenarbeit und Bewusstsein für unsere gemeinsamen globalen Herausforderungen ausgerichtet ist. Die Gewinner*innen des Ars Electronica Award for Digital Humanity werden aus den beim Prix Ars Electronica oder STARTS Prize der Europäischen Kommission eingereichten Projekten ausgewählt.

 

Projekte zusätzlich beim STARTS Prize der Europäischen Kommission einreichen!
Seit 2014 fahndet der STARTS Prize der Europäischen Kommission nach Projekten, die die Bedeutung des kulturellen Austauschs und der Zusammenarbeit für die Entwicklung einer auf den Menschen ausgerichteten digitalen Welt unterstreichen. Hier werden künstlerische Arbeiten gesucht, die sich mit sozialen, kulturellen und humanitären Fragen unserer digitalen Gesellschaft auseinandersetzen.

 

 

Der Prix Ars Electronica – traditionsreichster Medienkunstwettbewerb weltweit

Seit 1987 ist der Prix Ars Electronica eine interdisziplinäre Plattform für alle, die den Computer als universelles Gestaltungsmedium in ihrer künstlerischen Arbeit an der Schnittstelle zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft einsetzen. Der jährlich ausgeschriebene Wettbewerb umfasst mehrere Kategorien, die stets tausende Einreichungen aus aller Welt verzeichnen. Die besten werden mit der Goldene Nica ausgezeichnet, eine der wichtigsten Auszeichnungen für Kreativität und Pioniergeist im digitalen Medienbereich. Das alljährliche Teilnehmer*innenfeld reicht von weltweit anerkannten Künstler*innen bis hin zu jungen kreativen Shootingstars. Der Prix Ars Electronica, veranstaltet von der Ars Electronica Linz GmbH & Co KG, wird durch die Unterstützung der Stadt Linz ermöglicht, die CyberArts Ausstellung der prämierten Arbeiten wird von der OÖ Landes-Kultur GmbH gefördert.

 


Guggenheim Museum Bilbao

BILBAO AND PAINTING

Adolfo Guiard

On the Terrace, 1886 (detail)

Oil on canvas 110 x 470 cm

Sociedad Bilbaína Collection

 

- Dates: January 29 through August 29, 2021

 

- Curator: Kosme de Barañano.

 

- Sponsored by: Iberdrola

 

  ·        At the end of the 19th and beginning of the 20th century, Bilbao is a town that expands in every sense of the word, both from an urban as well as an industrial perspective, which is reflected in painting.

 

·        The works depict very diverse scenes, such as the boats and terraces on the river, the everyday life of the commercial bourgeoisie, and that of the village folk; popular festivities, the heroes of new (imported) sports, or the daily tasks in a fishing port.

 

·        Both the sea and the ships are a recurring theme in the paintings of Bilbao at the turn of the century, which most artists conjure in an effort to capture their color and thus reflect their vital role in the town's commerce and culture.

 

The Guggenheim Museum Bilbao presents Bilbao and Painting, an exhibition sponsored by Iberdrola, that brings together a selection of paintings created by artists working in Bilbao in the late 19th and early 20th centuries, who traveled to Paris and incorporated the ideas of modernism from French Impressionism and the Avant-gardes. At the turn of the century, Bilbao became one of the most prosperous cities in Spain, thanks to its naval, and iron and steel industries, and its commercial, banking, and cultural activity. There is, at this period, among the citizens of Bilbao a craving and an earnest wish to succeed and steadily advance towards a better future for all, a sort of empathy that unfortunately will be shattered with advent of the Civil War of 1936.

 

The exhibition represents and conceptualizes different moments in the history of Bilbao through large-scale paintings that portray, among other scenes, the commercial ships in the river and the terraces given to leisure, the life of the bourgeoisie and the village folk, the rowers, the struggle and death at sea, sporting heroes, the daily tasks in a fishing port or the festivities in a Biscayan anteiglesia (village district).

 


Kartenvorverkauf für bekanntgegebene Konzerte startet

Usedomer Musikfestival plant abhängig von bundesweiten Corona-Maßnahmen mit Litauen im Länderschwerpunkt vom 18. September bis 9. Oktober 2021

 

 

  • Litauens Klang und musikalische Vielfalt vom 18. September bis 9. Oktober mit David Geringas, dem Leipziger Streichquartett, Gewandhausorganist Michael Schönheit und vielen mehr
  • Peenemünder Konzerte mit NDR Elbphilharmonie Orchester und dem Baltic Sea Philharmonic erinnern an historische Verantwortung
  • Weitere Programminformationen erfolgen aufgrund der Corona-Lage im März und Mai 2021

 

 

(Seebad Heringsdorf/pm) - Auch 2021 setzt das Usedomer Musikfestival die schönsten Konzertorte der Sonneninsel Usedom mit international bedeutenden Solisten und Ensembles sowie Länder-verbindenden Klängen in Szene. Nachdem das Festival das herausfordernde Corona-Jahr 2020 erfolgreich meistern konnte, plant die im Ostseeraum beliebte Veranstaltungsreihe vom 18. September bis 9. Oktober 2021 Stars und Schätze der Musik aus Litauen auf Usedom zu präsentieren. „Abhängig von den Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung aufgrund der Corona-Pandemie wollen wir zeigen, dass das geografisch kleine Land Litauen musikalisch Herausragendes zu bieten hat“, so Intendant Thomas Hummel. In besonderer Weise ehrt das Musikfest den litauischen Cellisten, Pädagogen und Dirigenten David Geringas. Die international hochgeschätzte Musikerpersönlichkeit ist dem Usedomer Musikfestival seit 20 Jahren verbunden und verwandelt seit 2009 Schloss Stolpe auf Usedom in ein Mekka der Cellokunst. Im Rahmen des Ostsee-Musikforums, unterstützt vom Norddeutschen Rundfunk, dem Tonkünstlerverband MV und dem Usedomer Musikfestival, fanden so bereits über zehn internationale Meisterklassen und mehr als 50 Konzerte mit dem bedeutenden Cellisten statt.

 

Peenemünder Konzerte – Verantwortung und Musikgenuss

 

Jährliche Höhepunkte des Usedomer Musikfestivals sind die Peenemünder Konzerte im Kraftwerk Peenemünde auf dem Gelände der ehemaligen Heeresversuchsanstalt. Herausragende Musikerpersönlichkeiten wie Kurt Masur oder Gidon Kremer, aber auch Staatsgäste wie Bundeskanzlerin Angela MerkelKönigin Silvia von Schweden oder Friedensnobelpreisträger Lech Walesa prägten sie. Wo die Nationalsozialisten einst Waffen für den Krieg entwickelten, die vielen tausend Menschen das Leben kostete, setzen bei den Peenemünder Konzerten des Usedomer Musikfestivals herausragende Ensembles, große Dirigenten und bedeutende Solisten Zeichen des Friedens. Im Jahr 2021 begrüßt die Veranstaltungsreihe das auf Usedom gegründete Baltic Sea Philharmonic unter der Leitung von Kristjan Järvi, das junge Musiker aus allen Ländern des Ostseeraums vereint und innovative, aufsehenerregende Konzerterlebnisse schafft. Ein weiteres Spitzenensemble im Norden, das NDR Elbphilharmonie Orchester feiert den Abschluss der Musiklandsaison in Mecklenburg-Vorpommern auf Usedom - ein Höhepunkt der Festivalsaison im ganzen Bundesland.

 

Musikalische Hochkaräter feiern Litauens Musikvielfalt

 

Weitere Hochkaräter führen zum Usedomer Musikfestival 2021 an die einmaligen und stimmungsvollen Orte Usedoms, wie dem Achterwasser, wo unweit des Krumminer Naturhafens in der Klosterkirche im gleichen Ort das renommierte Leipziger Streichquartett mit führenden Musikern des Gewandhausorchesters litauische Komponisten mit Werken Schumanns und Mendelssohn-Bartholdys vereint. In der backsteinernen Kirche von Seebad Ahlbeck, inmitten der Kaiserbäder bringt einer der bedeutendsten Virtuosen an der Königin der Instrumente, Gewandhausorganist Michael Schönheit die deutsche Orgelschule mit litauischen Spätromantikern zusammen, die einst die nationale Musik in dem kleinen baltischen Land begründeten, das musikalisch Großes zu bieten hat.

 

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie veröffentlicht das Usedomer Musikfestival den nächsten Teil seines Konzertprogramms im März und danach ab Mai. Karten für bereits bekanntgegebene Konzerte können über die Internetseite www.usedomer-musikfestival.de, das Ticketportal www.reservix.de und an allen Kartenvorverkaufsstellen und Touristeninformationen der Insel Usedom erworben werden. Über die aktuelle Lage informiert die Website des Festivals www.usedomer-musikfestival.de.

 

 

 


315.908 people visited the Guggenheim Museum Bilbao in 2020

Foto: Guggenheim Museum Bilbao
Foto: Guggenheim Museum Bilbao

 

(Bilbao/ggm) - 2020 has been a very different year due to the pandemic, which led to the closure of the Museum for almost three months, and the subsequent mobility restrictions, which reduced the number of visitors to the Museum. Despite these adverse circumstances, the Museum’s overall figures are positive thanks to the public’s follow-up and massive support of the digital initiatives developed through videos, workshops, talks, and online visits, and because, when the circumstances have allowed, the general public have visited the Museum in person.

 

With regard to geographic origin, reversing the trend of previous years of a majority of foreigners, in 2020 61% of visitors came from Spain and 39% from other countries, such as France (18%), Great Britain (3%), Germany (3%), Italy (2%), Portugal (1%), and the United States (1%). Visitors from the Basque Country stand at 30%, while from the rest of Spain, Catalonia stands out, with 8% of the total number of visitors, and Madrid, with 7%.

 

The percentage of Biscay visitors is especially significant, with 50% more than last year, which means that a total of 69,861 people from the Biscay have visited the exhibitions, exceeding the 2019 figure by 23,191. Another outstanding aspect this year is the decrease in the average visitor age, with a large number of young people and teens, as well as families, coming to the Museum, especially to visit the Olafur Eliasson exhibition.

 

In 2020, the digital presence of the Museum increased considerably in order to alleviate to some extent the impossibility of enjoying live art, and the results were very satisfactory. In this sense, during the Spring quarantine when the Museum was closed to the public, the digital initiative #GuggenheimBilbaoLive was launched, through which a total of 55 videos were made about the exhibitions and lesser-known aspects of the Museum activity, along with storytellers and artist workshops for children. In total, these videos achieved 2.3 million views on the Museum’s social media and generated a total of 90,000 very positive user interactions.

 

Another digital initiative, this time launched as a result of the internal travel restrictions at the end of October, was #CuentaAtrásKandinsky, consisting of a series of fifteen videos that showed the installation of the exhibition and the work involved in the Museum galleries, warehouses, and offices. This initiative gave the opportunity to share the normally unseen work of different profiles of Museum professionals, reaching 1.6 million views and registering a total of 44,000 interactions.

 

In October, the Museum also launched a long-running digital project consisting of a series of carefully edited monthly videos, #GuggenheimBilbaoInsights, aimed at sharing artistic content and delving into some of the artists in the Collection through conversations with the curators of the Museum.

 

 World-class Exhibitions

 

The Museum has maintained the highest quality in its Art Program this year. After extending the exhibitions launched in the weeks before the Museum’s temporary closure in March over the summer—Olafur Eliasson: In Real Life; Richard Artschwager; Lygia Clark: Painting as an Experimental Field, 1948-1958; and William Kentridge—two new shows opened in the Fall: Lee Krasner: Living Color and the retrospective dedicated to Kandinsky. All of them were well received with positive critique from visitors, who appreciated the effort made to carry out the Art Program in spite of the restrictions and the measures taken by the Museum to ensure a safe visit.

 

In the digital sphere, the website guggenheim-bilbao.eus registered a total of 1,981,589 visits and 5,775,238 page views in 2020, while the Museum continues to increase its community and influence on social media, with 636,210 followers on Instagram, 372,655 on Twitter and 336.145 on Facebook, making a combined total of 1,345,010 followers with a high level of follower engagement.

 

With regard to the educational programs, in 2020 44,674 people have participated in the different on-site and online activities offered by the Museum, 217,139 have visited the educational spaces that complement the exhibitions. The main innovation this year is the increased use of digital tools, which has made it possible to increase the scope of the Museum’s educational programs among schoolchildren, families, and audiences that could not visit the Museum due to capacity limitations or geographic distance, which has resulted in the internationalization of the Guggenheim Museum Bilbao’s educational project.

 

Also noteworthy in this section is the innovative digital initiative ‘Museum and Families with BBK’ offered as an online alternative to on-site children’s activities during the temporary closure of the Museum. Several videos were shared weekly by email and on social media in Basque, Spanish, and English in the form of storytelling, tours, and creative workshops for the whole family given by artists Elssie Ansareo, Miren Arenzana, Ibon Sáenz de Olazagoitia, Nerea Lekuona, Manu Muniategiandikoetxea, and Manu Uranga, as well as by storyteller Catalina Martínez-Moro and the Museum’s Education and Interpretation team.

 

 
A Great Community

 

In terms of individual membership, 67,186 people form part of the Museum ‘Community,’ centered around art and culture. Made up of 19,640 Individual Members, which is a testament of the broad social support the Museum receives from the local area, and 46,736 Followers, who maintain a relationship with the Museum at no cost—of which 52% come from Spain, 12% from France, followed by Italy and the United States, with 4% each—, Community also includes the 780 beneficiaries in 2020 of the Erdu Program, which provides free access to the Museum for the unemployed.

 

In 2020, corporate participation in the Guggenheim Museum Bilbao consisted of 114 Corporate Members, a fundamental pillar in the financing of the institution and also part of ‘Community.’ In the current circumstances, the Corporate Members’ support and commitment to the Museum is more valuable than ever.

 


Economic Engine

 

The economic impact that the activities of the Guggenheim Museum Bilbao generated in 2020 in the area was as follows:

 

  • The total demand generated as a consequence of the activity of the Museum in the Basque Country was 115 million Euros.
  • GDP contribution was 101.7 million Euros.
  • These figures generated additional income for the Basque Treasury of 15.7 million Euros.
  • The activities of the Museum contributed to the conservation of 2,160 jobs.

 

Once again, despite the challenges posed by this year, the Guggenheim Museum Bilbao continues to lead the way among European cultural institutions in self-financing, which in 2020 was around 51%.

 


Sondersendung in SWR4

SWR trauert um Gotthilf Fischer

Foto: swr / Alexander Kluge
Foto: swr / Alexander Kluge

 

(Stuttgart/swr) - Gotthilf Fischer ist tot. Er starb mit 92 Jahren. Fischer war Zeit seines Lebens dem Südwestrundfunk und den Vorgängersendern verbunden. Mit der Fernsehsendung "Straße der Lieder" wurde er zur Legende. In den 90iger Jahren präsentierte er u. a. Radiosendungen im Südwestfunk wie "Sing mit Gotthilf Fischer" und "Lied des Tages". Fischer wurde 1928 in Plochingen (Kreis Esslingen) geboren. Die Trauer um den "Herrn der singenden Heerscharen" ist groß.
"Man muss den Ton angeben, ein nettes Gesicht machen, Du musst Dich freuen und mit Begeisterung singen. Die Leute spüren, ob es von Herzen kommt oder nur oberflächlich ist", erklärte Gotthilf Fischer sein Erfolgsrezept im Gespräch mit dem SWR. Und mit Begeisterung war er von Anfang an dabei: 1945 sprang er während seiner Ausbildung zum Lehrer als Chorleiter bei der "Concordia Deizisau" ein. Bereits hier weckte er die Begeisterung anderer am Singen und der Chor bekam großen Zulauf. Bald übertrugen weitere Vereine dem jungen Autodidakten die Leitung ihrer Chöre.

Erfolg im Fernsehen
Zu den vielfältigen Verpflichtungen kamen Aufgaben beim Fernsehen hinzu. Dazu zählte auch die Reihe "Straße der Lieder", die er mit seinen Chören in einem Oldtimer-Bus im Auftrag des Südwestrundfunks und seinen Vorgängersendern ab 1995 zwölf Jahre lang bereiste. Das Programm der Fischer-Chöre umfasste viele Stilrichtungen und reicht von Sakralem über Volkslieder bis zum aktuellen Schlager.

Würdigung der Legende
"Mit Gotthilf Fischer haben wir einen der weltweit berühmtesten Schwaben und einen wichtigen Botschafter der Musik verloren. Er hat es wie kein anderer geschafft, die Menschen auf der Welt über alle Generationen und Ländergrenzen hinweg für den Gesang zu begeistern und sie zu verbinden. Mit seinen "Fischerchören" hat er nicht nur unersetzbare musikalische Basisarbeit geleistet, er war auch ein Menschen-Verbinder. Nicht zuletzt in der vom SWR produzierten TV-Reihe "Straße der Lieder" hat Gotthilf Fischer seinen schwäbischen Esprit einfließen lassen und so den Südwesten zum Singen gebracht", so der Intendant des SWR, Kai Gniffke.

Sondersendung im Radio
Zum Tod von Gotthilf Fischer sendet SWR4 Baden-Württemberg morgen am 17. Dezember um 21 Uhr einen Schwerpunkt in der "Volkstümlichen Hitparade".

 


PHOTOPIA Hamburg: Hamburg wird zur Fotohauptstadt

Foto: Zachary Staines
Foto: Zachary Staines

 

 

(Hamburg/pm) – Ein neues Zuhause für die Imaging-Branche – die PHOTOPIA Hamburg ist mit einem einzigartigen innovativen Konzept auf dem Weg, Hamburg zu Deutschlands Fotohauptstadt avancieren zu lassen. Dafür bietet die Foto- und Medienmetropole an der Elbe mit den Deichtorhallen und dem Haus der Photograpie sowie dem parallel stattfindenden Reeperbahnfestival ideale Voraussetzungen. Die Macher des derzeitig angesagtesten europäischen Events für digitales Marketing und Technologie OMR (Online Marketing Rockstars) sind mit spannenden Formaten im digitalen Bereich zudem starke Partner der PHOTOPIA. Dazu Philipp Westermeyer, Gründer und Geschäftsführer von OMR: „Wir als OMR arbeiten mittlerweile an verschiedensten Stellen sehr eng mit der  Hamburg Messe zusammen und freuen uns mit der PHOTOPIA auf ein weiteres gemeinsames, hoch spannendes Projekt.“ Viel Inspiration und Information bietet darüber hinaus das umfangreiche Konferenzprogramm von Profifoto, das der Chefredakteur des Fotomagazins Thomas Gerwers für die PHOTOPIA gestalten wird.  „Wir glauben fest an die Zukunft und das Wachstumspotential der Foto-, Video- und Imaging-Branche und wollen ihr mit der PHOTOPIA eine neue Heimat bieten“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH. „Unser neues Eventformat ist deshalb ganz auf diese faszinierende Branche zugeschnitten.“

 

 

 

Dreiklang aus Summit, Festival und 365 PHOTOPIA

 

Die PHOTOPIA Hamburg feiert vom 23. bis 26. September erstmals auf dem Hamburger Messegelände und in der ganzen Stadt Premiere. Das einzigartige Event-Format ist ein Dreiklang aus „PHOTOPIA Summit“, auf dem neue Produkte und Dienstleistungen in einer inspirierenden Umgebung erlebbar gemacht werden, dem „PHOTOPIA Festival“ mit Ausstellungen und Mitmach-Aktionen wie Foto-Walks und Workshops für Fotografie, Video und Imaging im Stadtgebiet Hamburgs, sowie PHOTOPIA 365, einer Online-Plattform zum Austausch und zur Information.

 

 

 

Neue Zielgruppe Smartphone-User

 

Das Konzept der PHOTOPIA spricht ausdrücklich neben Profi- und Hobbyfotografen, Händlern und Fotokultur-Fans auch die große Zielgruppe der Smartphone-User an, die ihr Handy täglich zum Fotografieren nutzt. Falk Friedrich, Geschäftsführer Leica Camera Deutschland ist überzeugt: „Für Leica ist dieses Festival die ideale Mischung aus User-Experience, Fotokultur und Retail.“ Die Veranstalter des OMR_Festivals sind daher ein idealer Kooperationspartner, der die Verbindung zu der internationalen Tech- und Mobile-Szene herstellt. Geplant ist unter anderem eine von OMR bespielte Bühne mit angesagten Branchenplayern und Influencern der Imaging-Szene.

 

 

 

Kreative Synergien mit dem Reeperbahnfestival

 

Als Standort bietet die Millionenstadt und Kreativmetropole den idealen Rahmen für die PHOTOPIA Hamburg. So findet zeitgleich das Reeperbahnfestival, Europas größtes Clubfestival, statt – wo sich nicht nur spannende Motive einfangen lassen, sondern auch Synergien mit jungen, urbanen Besucherzielgruppen entstehen. Workshops zum Thema Konzert-Fotografie, Ausstellungen in einem Festival Village auf dem Heiligengeistfeld und weitere spannende Programmpunkte sind gesetzt. Ebenfalls parallel versammelt die NEXT Conference, eines der wichtigsten Branchentreffen der Digitalwirtschaft, Entscheider, Vordenker und Kreative aus der ganzen Welt.

 

 

 

Über die PHOTOPIA Hamburg

 

Die PHOTOPIA Hamburg findet erstmals vom 23. bis 26. September 2021 und danach jährlich auf dem Messegelände sowie als begleitendes Festival in ganz Hamburg statt. Erwartet werden Aussteller aus dem gesamten Imaging-Spektrum mit Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen Bild- und Video-Aufnahme, Be- und Verarbeitung, Speicherung, Display und Sharing – inklusive Software- und Tech-Companies sowie zahlreiche Start-Ups. Besucher sind alle, deren Leidenschaft und Business das Fotografieren und Filmen ist. Neben Händlern, Profi-Fotografen, Semi-Pros, Hobby-Fotografen und Foto-Kulturinteressierten sind dies ganz explizit auch Smartphone-User, die ihr Handy für die Aufnahme, Bearbeitung und das Sharing von Fotos und Videos nutzen. Weitere Informationen zur PHOTOPIA Hamburg erhalten Sie auch unter https://www.photopia-hamburg.com

 

 

 


Radio-Jubiläum am 22. Dezember 2020: Ausstellung im Museum für Kommunikation Berlin zur Geschichte des Rundfunks in Deutschland

ON AIR. 100 Jahre Radio

Foto: Museum für Kommunikation Berlin
Foto: Museum für Kommunikation Berlin

 

(Berlin/pm) - Zwei Tage vor Weihnachten ertönt „Stille Nacht, heilige Nacht“ im Radio, intoniert von Klarinette, Harmonium, Streichinstrumenten und Klavier. Was heutzutage nichts Besonderes mehr ist, war vor 100 Jahren eine Sensation: Am 22. Dezember 1920 spielten Reichspostmitarbeitende der Hauptfunkstelle Königs Wusterhausen bei Berlin ein historisches Weihnachtskonzert – die erste öffentliche Rundfunkaussendung in Deutschland.

Zum 100-jährigen Jubiläum beleuchtet die Ausstellung ON AIR. 100 Jahre Radio im Museum für Kommunikation Berlin noch bis zum 29. August 2021 Erfolge, Brüche und Zukünfte des ersten elektronischen Massenmediums der Welt. Während der pandemiebedingten Schließung lädt ein virtueller Expotizer ein zum Eintauchen in die Geschichte des Radios, u.a. mit einem interaktiven 100-Jahre-Radio-Zeitstrahl und der Online-Ausstellungs-Tour “History Repeating Remote”. In lockerer Folge stellen die Kurator*innen Florian Schütz und Anne-Sophie Gutsche im Gespräch mit Gästen darin Schwerpunktthemen der Ausstellung vor - vom Radio als politisches Leitmedium über seine Stars bis zur Designgeschichte. Teil 1 ist bereits online – weitere Teile folgen.
Sobald das Museum wieder für den Publikumsverkehr geöffnet ist, begegnen den Besucher*innen beim Rundgang durch 100 Jahre Radiogeschichte in Deutschland rund 250 Objekte: Diese erzählen von den technischen Grundlagen und den Anfängen des Rundfunks über dessen Rolle in der NS-Zeit bis zur Neuordnung im geteilten und dann wiedervereinten Deutschland. Dabei werden 37 besondere Radio-Exponate interaktiv inszeniert und von prominenten Radio-und Podcast-Stimmen, darunter Oliver Kalkofe und Katrin Müller-Hohenstein, vorgestellt.
Die Besucher*innen surfen mit ON AIR-Taschenempfängern durch den Ausstellungsäther, gehen mit dem Autoradio auf eine akustische Reise durch Regionen und Jahrzehnte oder schneiden ein Mixtape mit ihrer ganz persönlichen Audio-Biografie. Außerdem können die Gäste nicht nur erkunden, wie ein Radiostudio aussieht und funktioniert: Sie werden selbst zum Radiostar und erstellen und moderieren ihr eigenes Radioprogramm. Neben der Bedeutung von Radio etwa als Kultobjekt oder verbindendes Medium in Krisenzeiten geht es schließlich um die Frage, welche Rolle Radio in der Zukunft einnehmen könnte.

ON AIR. 100 Jahre Radio
noch bis 29. August 2021
radio.museumsstiftung.de
Gefördert von der Kulturstiftung der Länder
In Kooperation mit der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv
Medienpartner sind Deutschlandfunk Kultur und rbb Kultur
Mit freundlicher Unterstützung von TechniSat Digital GmbH



Verdi-Premiere „Il trovatore“ der Oper Leipzig findet am 6. Dezember 2020 im Livestream statt

   Oper Leipzig "Il trovatore" - Foto: Kirsten Nijhof
Oper Leipzig "Il trovatore" - Foto: Kirsten Nijhof

(Leipzig/pm) - Giuseppe Verdis lyrisches Drama „Il trovatore“ feiert in gekürzter Version und trotz Schließung der Opernbühne Premiere: Am 6. Dezember 2020 um 18 Uhr wird die klangvolle Aufführung der Oper Leipzig mit Gewandhausorchester und Opernchor in voller Besetzung aus sechs Kameraperspektiven live auf der Opern-Website übertragen. Die Aufnahme der Premiere steht im Anschluss noch 48 Stunden lang online kostenlos zur Verfügung.

Rache und Eifersucht – das sind die treibenden Kräfte in der schaurig-schönen Oper von Giuseppe Verdi. Schon in der Vorgeschichte von „Il trovatore“ nimmt das Unheil seinen Lauf: Aus Rache für ihre als Hexe verbrannte Mutter soll die Zigeunerin Azucena einen Sohn des alten Grafen von Aragón getötet haben. In Wahrheit war es aber ihr eigener Sohn, den sie im Wahn ermordete. Manrico, der Bruder des jungen Grafen, überlebt und wird von Azucena im Glauben erzogen, er sei ihr leibliches Kind. Nun stehen sich die Brüder als Rivalen gegenüber und werben um dieselbe Frau. Als sich die Situation zuspitzt, kommt es zum grausamen Showdown.

Giuseppe Verdi komponierte eine ebenso düstere wie mitreißende Musik für „Il trovatore“. Mit vokalen Glanzpunkten schuf er reizvolle Kontraste in der Finsternis. „Wenn du nach Indien fährst oder nach Zentralafrika, wirst du den ‚Trovatore‘ hören!“, so siegessicher sprach der Komponist über sein Werk und sollte Recht behalten. Neben „Rigoletto“ und „La traviata“ wurde „Il trovatore“ Teil von Verdis berühmter Triologie.

Inszeniert wird die gekürzte Fassung ohne Pause von Jakob Peters-Messer, der an der Oper Leipzig bereits 2017 mit seinem kafkaesk-düsteren „Don Carlo“ begeisterte. Jetzt hat seine eindrucksvolle Version von „Il trovatore“ unter der musikalischen Leitung von Antonino Fogliani, mit einem Bühnenbild von Markus Meyer und Kostümen von Sven Bindseil Premiere. Marina Prudenskaya feiert außerdem als Azucena ihr Hausdebüt an der Oper Leipzig.


100 Jahre Mozartfest Würzburg 2021

(Würzburg/pm) - 2021 feiert Deutschlands ältestes Mozartfest sein 100. Jubiläum. Die Jubiläumssaison findet unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder vom 28. Mai bis 27. Juni 2021 statt. 100 Jahre Mozartfest werden in einem facettenreichen Programm mit seinen Wegmarken und Wendepunkten gefeiert und mit Impulsen der Gegenwart konfrontiert. Mozart wird aus verschiedenen Perspektiven und in vielgestaltigen Veranstaltungsformaten auf seine Wirkungsgeschichte befragt. Wie in den Anfängen des Mozartfestes soll die Vielstimmigkeit der Künste ihre Wirkung entfalten: Bildende Kunst, Architektur, Musik, Tanz, Literatur.

 

 

Das Jubiläumsprogramm

 

Von Uraufführungen bis zur Nachtmusik im Hofgarten, von ausgefeilten Themenabenden bis zur Jupiternacht im Zeichen der Roaring Twenties reicht das Programmangebot der 85 Konzerte und Veranstaltungen, die an 30 Spielstätten geplant sind.

 

Originalinstrumente aus Mozarts Privatbesitz, von der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg zur Verfügung gestellt, werden beim Eröffnungskonzert im Kaisersaal zu hören sein. Die erste Oper, die beim Mozartfest 1931 erklang, Mozarts Idomeneo, wird von Christophe Rousset, Les Talens Lyriques und einem erstklassigen Ensemble junger Stimmen exklusiv für Würzburg erarbeitet. Nach seinem Debüt 2017 kommt René Jacbos wieder zum Mozartfest: Fast auf den Tag genau 200 Jahre nach der Uraufführung dirigiert er erstmals Webers Freischütz und startet mit dieser Produktion von Würzburg aus eine Europa-Tournee.

 

Neues anstoßen und in Dialog mit Mozart treten: Das Mozartfest hat zum Anlass der Hundertjahrfeier drei Auftragsarbeiten vergeben. Jüri Reinvere und Anno Schreier stellen ihr Mozartbild mit Kompositionen für Orchester vor, der dritte Auftrag ging an die Schriftstellerin Ulla Hahn. In ihrer literarischen Arbeit setzt sie sich mit Mozart und Künstlicher Intelligenz auseinander. Weitere Uraufführungen verdankt das Mozartfest dem Engagement seiner Partner: Ein Orchesterwerk der litauischen Künstlerin Justé Janulyté, zwei Liedkompositionen von Wilfried Hiller und sechs Klavierstücke des Briten Michael Nyman.

 

 

Themen, Reihen, Projekte

 

Mozart als Inspiration für Künstler der Bildenden Kunst:

 

IMAGINE MOZART | MOZART BILDER lautet der Titel der Ausstellung im Martin von Wagner Museum in Kooperation mit der Universität Würzburg, die vom 15. Mai bis 11. Juli 2021 etwa 60 hochrangige Kunstwerke von Künstlern wie Chagall, Delacroix, Klee, Kokoschka, Schinkel und Slevogt zeigt. Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, sich die Wirkungsgeschichte, die Mozart seit über 200 Jahren entfaltet, aus der Perspektive der Kunstgeschichte zu erschließen. Zum umfangreichen Begleitprogramm gehören u.a. an jedem Festivalsamstag Musik-Kunst-Dialoge, in denen jeweils ein ausgewähltes Kunstobjekt erläutert und in einen musikalischen Resonanzraum gestellt wird.

 

Auf Mozarts Spurenlautet das Motto einer sechsteiligen Konzertreihe. Die Artistes étoiles der letzten Jahre werden in europäische Kulturzentren entsendet, die für Mozart wichtig waren: Paris und Prag, Mailand und London, Wien und Brüssel. Mit ihren Programmen kommen sie anschließend nach Würzburg zurück und sind im Kaisersaal zu hören.

 

Ein deutsch-amerikanisches Tanzprojekt mit dem Thomanerchor Leipzig und dem Alabama Ballet wird eine vertanzte Deutung von Mozarts Requiem in der Choreografie von Anna Vita zur Premiere bringen und damit ein interdisziplinäres Mozartbild entwerfen.

 

Als Sonderform des MozartLabors wurde eine Vortragsreihe initiiert, die nach dem Wert von Hochkultur – und dem verantwortlichen Umgang damit fragt: »Wie viel Mozart braucht der Mensch?« Prominente Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kunst zeigen ihre Perspektive auf das europäische Musikerbe. Ein begleitendes Stipendienprogramm gibt jungen Menschen Gelegenheit, ästhetische Erfahrungen von Konzert- und Ausstellungsbesuch im Kontext eines kritischen Diskurses zu unserer gesellschaftlichen Werteordnung zu erleben.

 

Mozart zum Lesen, Hören, Anschauen und Verstehen

 

Neu zum Jubiläumsjahr gibt das Mozartfest mehrere Publikationen heraus, die den Fokus der Saison auf 100 Jahre Beschäftigung mit Mozart vertiefen und ergänzen. Ein Faksimile, ein Buch (bereits erhältlich) und eine CD-Box, außerdem den Ausstellungskatalog zu IMAGINE MOZART I MOZART BILDER.

 

Der Mozartforscher Prof. Dr. Ulrich Konrad hat den „Würzburger Brief“ von Mozart an seine Frau Constanze vom 28. September 1790 in einer 24-seitigen zweisprachigen Edition faksmiliert, kommentiert und mit einem Essay historisch eingeordnet.

 

Weil jede Note zählt. Mozart interpretieren lautet der Titel der im Bärenreiter Verlag erschienenen 407 Seiten umfassenden Publikation, in der in Essays und Künstlergesprächen Mozarts Musik in ihrer Doppelexistenz von Klang und Notentext ergründet wird. 100 Jahre Mozartfest werden in einer umfangreichen Chronik mit zahlreichen Abbildungen dokumentiert (Herausgeber Stephan Mösch).

 

Mozart: Imperial Hall Concerts - Sechs CDs mit Erstveröffentlichungen präsentieren Konzertmitschnitte aus dem Kaisersaal der Würzburger Residenz. Liveaufnahmen aus den Archiven des Bayerischen Rundfunks machen nachhörbar, wie sich das Verständnis von Mozarts Musik seit 1954 verändert hat. Schlüsselwerke, führende Interpreten, sieben Jahrzehnte Mozartfest.

 

 

 

 

Mozart hautnah

 

Der Ideenwettbewerb 100 für 100 lädt alle WürzburgerInnen dazu ein, mit eigenen Ideen Teil des Jubiläums zu werden. Mit dem M Pop-up wird in einem innerstädtischen Ladenlokal ein temporärer Raum für Mozart eingerichtet, der Künstlern zum Experimentieren dient und der mit offenen Proben, Konzerten und Gesprächsrunden einen Ort für Begegnung, Entdeckung und Austausch schafft.

 

Konzerte und Veranstaltungen im Einzelnen: siehe Saisonbroschüre

 

Die Finanzierung des Jubiläums ist annähernd zu gleichen Teilen aus Eigenmitteln der Stadt Würzburg, öffentlichen Zuwendungen, privaten Drittmitteln und Eigeneinnahmen gesichert. Die Stadt Würzburg als Trägerin verdoppelt den regulären Eigenmittelanteil auf rund 1,18 Mio. Euro (inklusive Projektstellen und Vorbereitungskosten seit 2018). Der Kulturfonds Bayern wird das Jubiläum mit einer nennenswerten Summe fördern. Der Bund beteiligt sich erstmals aus Anlass des Jubiläums mit einer Förderung in Höhe von 300.000 Euro. Der Gesamtetat für 2021 beträgt insgesamt rund 4 Mio. Euro. Private Drittmittel machen 20% des Gesamtetats aus: Als neuer Exzellenzpartner konnte die Sparkassen-Finanzgruppe gewonnen werden, die das Mozartfest im Jubiläumsjahr umfassend unterstützen wird. Der Krick Verlag und die Vogel Stiftung setzen ihre Premiumpartnerschaft 2021 fort, ebenso wie die va-Q-tec AG dem Festival als Hauptsponsor verbunden bleibt. Der Unternehmerkreis hat sich zum Jubiläum als eigenständiger Verein neu aufgestellt: Der Zusammenschluss junger, mittelständischer Unternehmer der Region gibt, gemeinsam mit dem Freundeskreis Mozartfest Würzburg e.V. Zeugnis von der tiefen Verwurzelung des Mozartfestes in Würzburgs Stadtgesellschaft. Die Bayerische Schlösserverwaltung, zahlreiche Einzelsponsoren und private Stiftungen, insbesondere die Sparkassenstiftung für die Stadt Würzburg, sind weitere wichtige Partner des Mozartfestes.

 

Die Medienpartnerschaften im Bereich Radio, Fernsehen und digitale Medien sind mit dem Bayerischen Rundfunk, Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, der Main-Post und nmz erneut breit aufgestellt. Insgesamt werden 16 Konzerte für Radioübertragungen und einen Video-Livestream mitgeschnitten. Der Bayerische Rundfunk produziert eine 45-minütige TV-Doku, die am 21. Juni 2021 um 20 Uhr im BR-Fernsehen ausgestrahlt wird.

 

Das Mozartfest reagiert auf die gegenwärtig noch unklaren Veranstaltungsmöglichkeiten mit einem veränderten System für den Kartenverkauf. Ab dem 4. Dezember 2020 werden verbindliche Kartenvorbestellungen entgegengenommen: per Bestellschein oder online unter www.mozartfest.de/kalender-tickets/kartenvorbestellung. Der Webshop ist aktuell nicht für Kartenbestellungen aktiviert. Ticketbestätigung und Rechnungszusendung können erst ab acht Wochen vor Festivalbeginn in der Reihenfolge der eingegangenen Bestellungen nach dem Bestplatzprinzip erfolgen. Ab dem 14. Dezember 2020 ist das Mozartfest-Kartenbüro im Würzburger Rathaus telefonisch und für persönliche Beratungen und verbindliche Karten-Vorbestellungen geöffnet. Alle Publikationen des Mozartfestes sind dort ab Erscheinungstermin (aktuell: Buch und Brief-Faksimile) erhältlich. Aufgrund der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen wird darum gebeten, das Kartenbüro für die persönliche Bestellung und Beratung, wenn möglich, telefonisch zu kontaktieren. Karten kosten zwischen 5 und 185 Euro. Schüler, Auszubildende und Studierende erhalten 50% Ermäßigung auf reguläre Karten sowie Last-Minute-Tickets zum Einheitspreis von 12 Euro.

 


#hoffnungsleuchten in der Nordkirche mit Kulturaktion zu „Kindheit und Weihnachten“

Bischöfin Fehrs: „Wir sind als Kirche an der Seite der Kultur“

 

(Lübeck/mw) - Kunst hat es in Pandemie-Zeiten schwer. Neben Kunst- und Kulturschaffenden gehören auch ältere Menschen in Seniorenheimen zu den besonders Betroffenen von Kontaktbeschränkungen. Wie ließe sich also für die eine Gruppe Kunst ermöglichen, die der anderen Gruppe Gesprächsstoff bietet?
Anna Luise Klafs, Studienleiterin für Kunst&Kirche am Pädagogisch-Theologischen Institut der Nordkirche, initiierte die vierteilige Reihe „Kulturhimmel“ im Rahmen der nordkirchlichen Advents- und Weihnachtsaktion „#hoffnungsleuchten
Mehr als… Alle Jahre wieder“.
Die Idee: in Lübeck, Stralsund, Schwerin und Kiel treffen vier Künstlerinnen unterschiedlicher Genres und interessierte Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenheimen zusammen und werden unter dem Motto „Kindheit und Weihnachten“ gemeinsam kreativ. Heute (29. November) stellte die Lübecker Illustratorin Inga Ortmann-Röpke im Seniorenzentrum Travetal der Vorwerker Diakonie die fertige Cartoon-Collage vor.

 

 

 

Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, würdigte bei ihrem Besuch das Konzept: „Gerade in diesen Zeiten ist Kultur so wichtig für die Seele. Dieses Jahr 2020, das so anders ist als erwartet, verlangt jeder und jedem Einzelnen von uns viel ab. Selbst die Zuversicht scheint manchmal Maske zu tragen. Da sind Projekte wie dieses tröstlich und stärkend, schaffen echte Begegnungen. Sie zeigen, wie zutiefst angewiesen wir aufeinander sind, wie sehr wir die Berührung der Herzen und Sinne für unser Wohlbefinden, wie sehr wir Hoffnungszeichen brauchen. Und Projekte wie dieses unterstreichen: Wir sind als Kirche an der Seite der Kultur.“

 

Anna Luise Klafs ist überzeugt: „Wir können viel von älteren Menschen und ihrem Umgang mit Krisen und Ausnahmezuständen lernen. Und auch Kunst hat immer wieder eine heilsame Kraft. Wir wollen den Bewohnern und Bewohnerinnen in den Seniorenheimen ein Leuchten in die Augen zaubern und gleichzeitig Kunst ermöglichen. Das ist unser Beitrag für die Nordkirchen-Aktion #hoffnungsleuchten: dass die Menschen beim Austausch über die entstandenen Kunstwerke ihre Erinnerungen teilen und gleichzeitig den Alltag für einen kurzen Moment vergessen können."

 

Beeindruckt zeigte sich nach der intensiven Begegnung mit den Senioren und Seniorinnen auch Künstlerin Inga Ortmann-Röpke: „Die Gespräche mit ihnen lassen  mich ganz anders auf mein eigenes Leben blicken und für vieles dankbar werden, was ich so selbstverständlich habe und damit meine ich nicht nur Materielles. Ich denke immer gerne an ein sehr schönes Bibelzitat: ‚Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.‘ Für mich ist somit Hoffnung auch eine Konsequenz meines Glaubens und meines Vertrauens zu Gott. Es ist für mich ein Reichtum, Hoffnung im Herzen haben zu können.“

Weitere Stationen der Reihe „Kulturhimmel“ sind:

 

Sonntag, 6. Dezember (2. Advent): Bischof Tilman Jeremias, Sprengel Mecklenburg und Pommern der Nordkirche, besucht die Stiftung „Stralsunder Schwesternheimathaus“. Künstlerin Silke Peters stellt dort die entstandene Text-Collage zum Motto „Kindheit und Weihnachten“ vor.

 

Sonntag, 13. Dezember (3. Advent): Künstlerin Ina Lebedjew präsentiert die Sound-Collage, die mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Augustenstiftes in Schwerin entstanden ist.

 

Sonntag, 20. Dezember (4. Advent): Bischof Gothart Magaard, Sprengel Schleswig und Holstein der Nordkirche, ist zu Gast im Stadtkloster Kiel, wo Künstlerin Ekaterina Ezhkova zum Abschluss der Reihe eine Bilder-Collage zeigen wird.

Hintergrund zur Aktion #hoffnungsleuchten:

 

Die Nordkirche hat zur Advents- und Weihnachtszeit 2020 die Kampagne „#hoffnungsleuchten Mehr als… Alle Jahre wieder“ ins Leben gerufen. Mit kreativen Angeboten zu Andachten, Gottesdiensten und Krippenspielen mit Lichtern, Musik und Aktionen, in Kirchen oder im Freien, in digitalem oder realem Format sind Gemeinden und Menschen in der Nordkirche und darüber hinaus eingeladen, sich zu beteiligen und #hoffnungsleuchten zu verbreiten:  im Alltag mit einem freundlichen Wort, einem erledigten Einkauf, einem unerwarteten Brief. Aber ebenso in den Kirchengemeinden und Einrichtungen der Nordkirche mit  besonderen gottesdienstlichen, seelsorgerlichen, diakonischen oder kulturellen Angeboten: www.hoffungsleuchten.de.

 

 

 

Der Name „#hoffnungsleuchten Mehr als… Alle Jahre wieder“ wurde dabei von den Initiatoren der vorweihnachtlichen Aktion sehr bewusst gewählt: Im März hatte die Nordkirche ihre Kirchengemeinden zur Aktion „Hoffnungsläuten – Innehalten und Beten am Mittag“ aufgerufen, als Zeichen der Solidarität mit allen Menschen in der Hochphase des Corona-Lockdowns.

 


Streamingkonzert von Glasperlenspiel für Brot für die Welt

Kindern Zukunft schenken

 Glasperlenspiel * Streamingkonzert * Spendenaktion

 

(Berlin, Speyer/bfw) - Am Vorabend des Starts der neuen Spendenaktion von Brot für die Welt gibt das Elektropop-Duo Glasperlenspiel ein Konzert für das evangelische Hilfswerk. Wegen der Corona-Bestimmungen wird das Konzert live im Internet von Radio RPR1 am Samstag, dem 28. November um 20 Uhr gestreamt (https://www.rpr1.de/partner/glasperlenspiel-das-konzert-f%C3%BCr-brot-f%C3%BCr-die-welt). 

 

Das Konzert steht unter dem Motto „Kindern Zukunft schenken“ und ist allen Kindern gewidmet, deren Zukunft durch die Folgen der Pandemie besonders bedroht ist. Brot für die Welt stellt in der neuen Spendenaktion Kinder in den Mittelpunkt, die arbeiten müssen und nicht zur Schule gehen können. Weltweit  muss fast jedes zehnte Kind im Alter zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, die Hälfte von ihnen unter Bedingungen, die sie seelisch und körperlich krank machen. Die Corona-Pandemie hat diese Not verschärft.

 

Die Spendenaktion „Kindern Zukunft schenken“ wird am 1. Advent mit einem Fernsehgottesdienst in der Gedächtniskirche in Speyer eröffnet, der live in der ARD übertragen wird (29.11., 10 Uhr). Wie Brot für die Welt Kindern hilft, aus der Kinderarbeit herauszukommen und die Schule zu besuchen, wird in einem kurzen Einspielfilm aus den Philippinen gezeigt.    

 


#GuggenheimBilbaoInsights

The Guggenheim Museum Bilbao presents a new series of videos where curators and artists discuss art

Foto: Guggenheim Museum Bilbao
Foto: Guggenheim Museum Bilbao

(Bilbao/pr) - Today the Guggenheim Museum Bilbao is presenting the #GuggenheimBilbaoInsights project, the new series of videos led by the Museum’s curatorial department, where the curators talk with artists whose works are part of the Museum’s Collection.

 

 

 

This new digital initiative will be carried out between November 2020 and June 2021. Every month, the Museum will post a new instalment, always with the goal of sharing the artistic contents with the widest audience possible. The videos will be posted on the Museum website and shared via its social media: YouTube, Instagram, Facebook, and Twitter. Each piece will last around 20 minutes and will include images and audiovisual resources to illustrate the conversations in order to make them entertaining yet educational.

 

 

 

The encounters between the curators and artists will take place in the Museum, in the artist’s studio, or in both at the same time, depending on the location and possibilities at the time. Key issues will be discussed in these inspiring conversations to help viewers grasp each artist’s contribution to the art scene and reveal interesting facts about their career and vision. The richness of #GuggenheimBilbaoInsights will come from the diversity of topics and approaches, which will vary depending on the artist and curator, and on the complicity and interaction between the two.

 

 

 

To ensure this, each curator has chosen two artists with works in the Museum Collection and has developed a script for each of the encounters, which will be produced in the forthcoming months. The first video to open the series shows the conversation between Alyson Shotz and Manuel Cirauqui and was filmed simultaneously in the Museum and the artist’s studio in New York. Alyson Shotz (Arizona, USA, 1964) participated in the exhibition Art and Space curated at the Museum by Manuel Cirauqui in 2017, after which the Museum acquired her work Object for Reflection (2017). During their conversation, they will discuss issues related to the artist’s career, key concepts to understand her work (e.g., light and gravity), her outdoor installations, and her recent solo show.

 

 

 

The schedule of the first upcoming videos is:

 

•          November 2020: Alyson Shotz and Manuel Cirauqui

 

•          December 2020: José Manuel Ballester and Petra Joos

 

•          January 2021: Ernesto Neto and Geaninne Gutiérrez-Guimarães

 

•          February 2021: Itziar Okariz and Lucía Agirre

 

 

 

Six perspectives

 

The curatorial team at the Guggenheim Museum Bilbao is made up of five art curators and a curatorial assistant, each of whom will bring their unique vision and career to the project. Below we introduce the team members, as well as some of the most recent exhibitions they have curated at the Museum:

 

 

 

·                 Lucía Agirre: A Museum curator since 2000, she has been responsible for exhibitions such as the ones showcasing Olafur Eliasson (2020), Thomas Struth (2019), Marc Chagall (2018), and Bill Viola (2017).

 

·                 Manuel Cirauqui: A Museum curator since 2016, he joined us from the Dia Art Foundation and has curated the exhibitions on William Kentridge (2020), Jesús Rafael Soto (2019), Henri Michaux (2018), and Art and Space (2017).

 

·                 Geaninne Gutiérrez-Guimaraes: A Guggenheim Museum Bilbao curator based at the Solomon R. Guggenheim Museum in New York since 2015, where she also coordinates the Basque Artist Program. She has curated the exhibition devoted to Lygia Clark (2020).

 

·                 Lekha Hileman Waitoller: She joined the Museum as a curator in October 2019 from the Art Institute of Chicago. She is currently preparing two shows for 2021.

 

·                 Petra Joos: A Museum curator since 2000, she has curated exhibitions including the ones featuring Jenny Holzer (2019), Alberto Giacometti (2018), Georg Baselitz (2017), and Louise Bourgeois (2016).

 

·                 Marta Blavia: A curatorial assistant since 2006, she has worked on the exhibitions dedicated to Kandinsky (2020) and Richard Artschwager (2019), among others, as well as on the Film & Video program.

 

 

 

#GuggenheimBilbaoInsights

 

 

 


Marilyn Monroe Abendkleid für 475.000 $ versteigert, James Bond Bikini fiel durch!

Elizabeth Taylor Badeanzug geht ins BikiniARTmuseum

Die filmreife Hollywood-Sammlung des BikiniARTmuseums: Neben dem Original Spitzen-Badeanzug von Marilyn Monroe befinden sich auch Bademoden von Brigitte Bardot, Scarlett Johansson und Esther Williams in der permanenten Ausstellung, die untrennbar mit der Filmgeschichte verknüpft sind. © BikiniARTmuseum, Fotograf Florian Busch

 

 

 

(Bad Rappenau/bam) - Eine ganze Nacht bieten und hoffen und die Spannung, welchen Preis der Bikini, den Ursula Andress im ersten James Bond „007 jagt Dr. No“ getragen hat, erzielen wird. Das Gebot von 300.000 $ war das höchste Mindestgebot unter den 900 Originalteilen der Ikonen und Legenden aus Hollywood. Kurz davor erzielte ein Abendkleid von Marilyn Monroe unerwartet 475.000 $ und dann die Überraschung: Der James-Bond-Bikini fiel schon beim Mindestgebot durch. Weltweit waren sich wohl die Experten einig, dass eine Versiebenfachung des Preises inklusive aller Nebenkosten – 2001 wurde der Bikini für 40.000 Pfund verkauft – nicht realistisch ist. Aber auch das BikiniARTmuseum ging bei der außergewöhnlichen und weltweit offenen Auktion nicht leer aus und konnte das historische Badekostüm aus dem 19. Jahrhundert ersteigern, welches Elizabeth Taylor 1957 in dem Film "Raintree Country" trug und kann damit die schon vorhandene spektakuläre Hollywood-Sammlung ergänzen. Bei drei weiteren Geboten war das Museum erfolgreich: eine Fotosammlung des legendären Hollywood-Blockbusters „Der weiße Hai“ von 1975, Rod Steiger als lebensgroße Puppe, der den amerikanischen Filmdiven nun im Museum Gesellschaft leisten kann, sowie eine Original-Walt-Disney-Gipsfigur von Arielle der Meerjungfrau für den KIDS-Bereich. Allerdings musste man sich bei dem Badekleid von Sophia Loren geschlagen geben, bis zum Betrag von 12.000 $ lag man dort vorne.

 

Historisches Badekostüm von Elizabeth Taylor wird Teil der einzigartigen Hollywood-Ausstellung
Das historische Badekostüm-Ensemble, das von Hollywood-Legende Elizabeth Taylor 1957 im Film "Raintree County" getragen wurde, reiht sich nun in die im Museum ausgestellten Hollywood-Highlights ein: „Es befinden sich bereits Marilyn Monroes Spitzen-Badeanzug sowie Bademoden von Brigitte Bardot, Scarlett Johansson und Esther Williams in unserer permanenten Ausstellung, die untrennbar mit der Filmgeschichte verknüpft sind“, so Lisa Otten, Historikerin des BikiniARTmuseums. „Das rote historische Strick-Badekostüm mit Stoffgürtel und Badehaube aus dem 19. Jahrhundert ist für uns von großer historischer Bedeutung und bietet nun eine einmalige Gelegenheit, unsere Sammlung und damit auch unsere Hollywood-Kompetenz zu vertiefen.“

 

Die filmreife Sammlung des BikiniARTmuseums
In der Ausstellung befindet sich als absolutes Hollywood-Highlight Raquel Welch’s #metoo Bikini-Kreuzigungs-Skandalbild, welches 1966 im Fellbikini in „Eine Million Jahre vor unserer Zeit“ für Furore sorgte. Die hierfür angefertigte Werbung des Fotografen Terry O´Neill schien für die damalige Zeit zu provokant und dient auch noch 30 Jahre später als Metapher für zahlreiche Hürden und Vorurteile, die den steinigen Karriereweg vieler Schauspielerinnen kennzeichnen. Über 50 Jahre nach der Produktion der Aufnahmen hat sich die Situation im Business nur bedingt gebessert: unrealistische Schönheitsideale und Erfolgsdruck sind untrennbar mit Hollywood verbunden. So möchte das BikiniARTmuseum mit seinen Hollywood-Exponaten nicht nur Bademoden von Berühmtheiten zeigen, sondern versucht zudem einen kulturhistorischen Zusammenhang herzustellen, der auch kritische Gesichtspunkte näher unter die Lupe nimmt. „Für uns erzählen die Bademodenexponate berühmter Frauen auch immer eine persönliche Geschichte, die unsere Besucher unter dem Thema ‚Woman Power‘ zum Nachdenken und Diskutieren anregen sollen“, so Alexandra Regiert, Leiterin des vom Museum initiierten Forums „Befreiung contra Sexismus“.

 

Die Fangemeinde konnte mitbieten! Wer hatte den besten Riecher?
Das BikiniARTmuseum rief bundesweit dazu auf, eine persönliche Schätzung über den zu erwartenden Auktionspreis abzugeben. Über die Homepage und auf den sozialen Kanälen des Badekulturmuseums wurden mehrere Hundert Gebote abgegeben. Ironischerweise freut sich nun die Teilnehmerin mit dem niedrigsten Gebot von 1,20 $. Die Niedrigtipperin kann jetzt ein Wochenende im Deluxe-Penthouse „BikiniCUBE“ des Best-Western-Hotels in Bad Rappenau genießen und erhält zudem freien Eintritt in das erste Museum für Bademode und Badekultur der Welt.

 

 

 


Die Berliner Telefonbücher 1881 bis 1902

Online-Datenbank der Museumsstiftung Post und Telekommunikation ermöglicht Recherche in historischen Dokumenten

Foto: Museum für Kommunikation Berlin
Foto: Museum für Kommunikation Berlin

(Berlin/pm) - Am 14. Juli 1881 erschien das erste „Verzeichniss der bei der Fernsprecheinrichtung Betheiligten“ der „Fernsprech-Vermittelungs-Anlage“ in Berlin. Dieses erste Telefonbuch Deutschlands, umgangssprachlich auch „Buch der Narren“ genannt, enthielt 185 Einträge auf 37 Seiten – darunter Firmen, Bankhäuser, Zeitungen und die Berliner Börse. Vorangegangen war eine regelrechte Werbekampagne für die Kommunikationsinnovation „ Fernsprecher“. Dessen Einführung hatte Heinrich von Stephan, Reichspostminister und Gründer des Reichspostmuseums – dem heutigen Museum für Kommunikation Berlin – initiiert und vorangetrieben. Ende 1881 umfasste das Verzeichnis bereits 458 Teilnehmende, vier Jahre später gab es schon über 4.000 Anschlüsse in Berlin. 48 Ausgaben des Berliner Telefonbuchs aus der Zeit zwischen 1881 und 1902 sind nun online unter www.historische-telefonbuecher.de voll durchsuchbar.

Telefonbücher als Fundgrube

 

Die Bibliothek des Museums für Kommunikation Berlin verfügt über eine deutschlandweit einzigartige Sammlung der Telefonbuchausgaben von 1881 bis zur Gegenwart. Ob für wissenschaftliche oder private Zwecke – als historische Dokumente sind diese Verzeichnisse ungebrochen von Interesse. Aus konservatorischen Gründen war die Sammlung vor einigen Jahren von der Nutzung gesperrt worden. Dank der neuen Online-Datenbank sind die Bände der Jahre 1881 bis 1902 nun jederzeit und uneingeschränkt zugänglich. Ermöglicht wurde dies durch die Förderung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes und mit der Unterstützung durch das Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS). 

 


Recherche leicht gemacht
Jedes der digitalisierten Telefonbücher hat ein Inhalts- und Buchstabenverzeichnis, über das man in den gewünschten (Buchstaben-)Bereich gelangt. Außerdem ist eine Suche über die Seitennummern möglich. Dank maschineller Texterkennung (OCR) sind alle Dokumente vollständig frei durchsuchbar. Die Telefonbuch-Ausgaben des Jahres 1881 sind in eine alphabetische Anordnung nach Namen sowie in eine nummerische Anordnung unterteilt. Ab 1882 erschienen die Telefonbücher in der heute noch gebräuchlichen alphabetischen Form. Die zusätzlich zum damaligen Berlin verzeichneten umliegenden Städte und Orte wie Potsdam, aber auch Magdeburg, Halle an der Saale oder Stettin sind ab 1883 mit aufgeführt und als nummerierte Anhänge beigefügt. In den Telefonbüchern sind nicht nur die Haushaltsvorstände abgedruckt, auch Untermieter sowie beispielsweise im Haushalt der Eltern wohnende erwachsene Kinder sind aufgelistet.
Ein wichtiger Aspekt bei der Suche ist die Beachtung der damaligen Rechtschreibung: Begriffe wie „Landwirtschaft“ wurden beispielsweise noch mit „th“ geschrieben. Dies betrifft ebenso die Schreibweise der ehemals gültigen Ortsbezeichnungen wie zum Beispiel Cöpenick, Hasenhaide, Martinikenfelde oder Friedrichsberg.

 


Online-Sammlungen der Museumsstiftung Post und Telekommunikation Berlin

 

Das Museum für Kommunikation Berlin gehört gemeinsam mit den Museen für Kommunikation in Frankfurt/M. und Nürnberg zur Museumsstiftung Post und Telekommunikation. Diese entstand 1995 im Zuge der bundesdeutschen Postreform und geht auf das 1872 gegründete Reichspostmuseum, das heutige Museum für Kommunikation Berlin, zurück.
Neben der neuen Telefonbuch-Datenbank bietet die Museumsstiftung Post und Telekommunikation weitere Online-Recherchemöglichkeiten in ihren umfangreichen Sammlungen, unter anderem in Feldpostbriefen aus dem 18. und 19. Jahrhundert oder deutsch-deutschen Briefwechseln zwischen 1945 und 1990 unter www.briefsammlung.de.

 


Die Fondation Beyeler gewinnt mit «Müller und Frey: Alberto Giacometti» den Edi.20 des Schweizer Auftrags-und Werbefilmpreises 2020

Mike Müller und Patrick Frey in der Sammlungsausstellung «Stilles Sehen – Bilder der Ruhe», Fondation Beyeler, Riehen/Basel, 2020.
Mike Müller und Patrick Frey in der Sammlungsausstellung «Stilles Sehen – Bilder der Ruhe», Fondation Beyeler, Riehen/Basel, 2020.

 

(Basel/fb) - Mit Humor durch die Krise: Einen Museumsbesuch der anderen Art ermöglichten Mike Müller und Patrick Frey in der Fondation Beyeler während der Schliessung im Frühjahr. Für den humorvollen Videoclip zu Alberto Giacometti hat die Fondation Beyeler nun den Spezial Edi.20 für Idee/Konzept, den Schweizer Auftrags-und Werbefilmpreis 2020 in der Kategorie «Branded Content – Live Experience» gewonnen. Die Auszeichnung wurde am 5. November anlässlich der Preisverleihung «Real–Dezentral–Digital» dezentral verliehen.

 

«Das Konzept besticht, die Wahl der Protagonisten passt perfekt, die Umsetzung ist simpel und klar. Kultur im Zeichen von Lockdown. So intelligent und unterhaltsam wird Kultur selten beworben. Die Jury belohnt diese Leistung mit einem Spezial-Edi für Konzept», heisst es auf der Website der Edi-Gewinner: www.edinet.ch/gewinner.

 

Als die Fondation Beyeler im Frühjahr temporär geschlossen war, konnten die beiden bekannten Schweizer Schauspieler, Autoren und Komiker Mike Müller und Patrick Frey für einen «Museumsbesuch der anderen Art» gewonnen werden. Bei einem Besuch der vergangenen Ausstellung «Edward Hopper» und der Sammlungspräsentation «Stilles Sehen – Bilder der Ruhe», befassten sie sich locker und humorvoll mit bekannten Kunstwerken im Museum – selbstverständlich mit gebührendem Abstand. Bei der Betrachtung der Kunstwerke von Tacita Dean, Alberto Giacometti, Edward Hopper, Piet Mondrian, Claude Monet, Ad Reinhardt, Gerhard Richter, Thomas Schütte sowie Richard Serra fanden die beiden Charakterköpfe immer wieder neue Gesprächsthemen, die zum Schmunzeln einladen. Entstanden ist eine kleine, feine Reihe von insgesamt zehn kurzen Videoclips – alle nicht länger als zwei Minuten –, die dazu beitrugen, der Krise mit Humor zu begegnen.

 

Die Fondation Beyeler

Die Fondation Beyeler ist ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, das 365 Tage im Jahr geöffnet ist. Es gilt als eines der schönsten weltweit. Insbesondere mit seinen Ausstellungen renommierter Künstler des 19., 20. und 21. Jahrhunderts hat es sich internationale Anerkennung erworben und als meistbesuchtes Kunstmuseum der Schweiz etabliert. Die Kunstsammlung umfasst über 400 Werke von mehr als 70 Künstlern, darunter Claude Monet, Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Henri Matisse, Pablo Picasso, Paul Klee, Alberto Giacometti, Andy Warhol, Louise Bourgeois, Gerhard Richter, Georg Baselitz und Wolfgang Tillmans. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1997 haben bereits über 7,5 Mio. Menschen aus aller Welt das Museum in Riehen/Basel besucht.

 

Mike Müller ist Schauspieler und Autor. Er spielte in den letzten Jahren vor allem im Casinotheater Winterthur und ist mit eigenen Stücken in der Schweiz unterwegs. Seither hatte er verschiedene Engagements in Film, TV und Theater. Zusammen mit Viktor Giacobbo war er von 2008 bis 2016 Host der wöchentlichen Late Night Show «Giacobbo/Müller» auf SRF 1. In sieben Staffeln spielte er in der SRF-Krimiserie «Der Bestatter» die Hauptrolle Luc Conrad. 2019 war er mit Viktor Giacobbo im Circus Knie unterwegs.

 

Patrick Frey ist Schauspieler, Komiker, Autor und Verleger. In der Edition Patrick Frey erscheinen seit 1986 bis heute über 200 vielfach ausgezeichnete Titel aus den Themenbereichen Kunst, Fotografie, Alltag. Als Schauspieler und Autor wirkte er in bekannten Filmen wie «Mein Name ist Eugen» sowie den Fernsehproduktionen «Viktors Spätprogramm» oder «Lüthi&Blanc» mit. Vor allem für das Schauspielhaus Zürich und das Casinotheater Winterthur schrieb er als Autor und Co-Autor zahlreiche Komödien. Aktuell ist er mit dem Telefon Podcast «Frey Zuhause», anzuhören auf www.tagesanzeiger.ch, beschäftigt.

 

Filmproduktion: Addictive Films

 

Auftraggeber: Fondation Beyeler, Sam Keller, Ulrike Erbslöh, Angelika Bühler
Idee/Konzept: Angelika Bühler

 

Kamera: Rafael Kistler, Lukas Graf

 

Regie/Schnitt: Stephan Christen

 


Organisierende ziehen trotz Corona positives Fazit für 2020 – Veranstaltungen zum Thema Flucht waren am stärksten vertreten

#offen geht – So lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2021

Foto: Interkulturelle Woche
Foto: Interkulturelle Woche

 

(Frankfurt am Main/ikw) - . Alle zwei Jahre gibt sich die Interkulturelle Woche (IKW) ein neues Motto, die Entscheidung darüber ist nun gefallen: #offen geht lautet der Slogan, der die Überschrift für die IKW 2021 und 2022 bilden wird. Für das Jahr 2020 ziehen die Organisierenden ein positives Fazit – trotz der Corona-Pandemie.

 

 

 

Gabriele Erpenbeck, Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses (ÖVA) zur Interkulturellen Woche: „Mit dem neuen Motto #offen geht lassen sich viele Assoziationen verbinden, die für die Ziele der Interkulturellen Woche stehen: offen sein im Herzen und im Geist, offen sein für Begegnungen, für neu Dazukommende, neue Erfahrungen, neue Perspektiven, neue Freundinnen und Freunde. Für all das bietet die IKW Raum, dafür stehen wir ein.“

 

 

 

Wie in jedem Jahr wird auch für 2021 das „Auge“ als Logo der Interkulturellen Woche in einer neuen Farbgebung zur Verfügung gestellt. Dieses Mal hat sich der ÖVA für eine Variante in hellblau entschieden. Der vorgeschlagene Zeitraum für die IKW 2021 ist 26. September bis 3. Oktober. Der „Tag des Flüchtlings“ findet am 1. Oktober 2021 statt.

 

 

 

Positives Fazit der Interkulturellen Woche 2020

 

Trotz der Einschränkungen bei Veranstaltungen durch die Corona-Pandemie ziehen die Organisierenden der Interkulturellen Woche ein positives Fazit der diesjährigen Aktionswoche.

 

 

 

Gabriele Erpenbeck: „Wir sind positiv überrascht, dass trotz Corona an so vielen Orten Interkulturelle Wochen stattgefunden haben. Sie haben dort Räume für Begegnungen und Austausch geschaffen, sowohl mit Präsenzveranstaltungen als auch mit digitalen Formaten. Darüber hinaus bleiben die Themen der Interkulturellen Woche auch nach 45 Jahren hochaktuell: Eintreten für die Menschenrechte, etwa bei der Seenotrettung oder der Unterbringung von Geflüchteten oder die klare Positionierung gegen Menschenfeindlichkeit, Rassismus und nationalistische Abgrenzung.“

 

 

 

Die Auswertung der Programme 2020 zeigt, dass die Anzahl der Städte und Kommunen, die sich an der Interkulturellen Woche beteiligt haben, mit nahezu 500 gleichgeblieben ist.

 

 

 

Friederike Ekol, Geschäftsführerin des ÖVA: „Wir haben jedoch festgestellt, dass es insgesamt weniger Veranstaltungen gab, was natürlich der Corona-Pandemie geschuldet ist. So konnten etwa die Interkulturellen Feste oder Märkte, die vielerorts seit Langem zum Programm gehören, nicht in der gewohnten Form stattfinden. Dafür zeigten die Organisierenden unglaublich viel Kreativität im Umgang mit den Einschränkungen. Veranstaltungen wurden im Internet übertragen, mehrere Aktionen zusammengefasst oder interaktive Leuchtturmprojekte digital umgesetzt, etwa Kreativwettbewerbe oder Video-Formate, an denen sich die Menschen beteiligen konnten. Damit konnte eine hohe Reichweite erzielt werden. Besonders freut uns, dass es gerade in diesem Jahr wieder einige Kommunen gibt, die zum ersten Mal eine Interkulturelle Woche organisiert haben.“

 

 

 

Veranstaltungen zum Thema Flucht am stärksten vertreten

 

 

 

Darüber hinaus fanden wieder tausende Präsenzveranstaltungen statt, die unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln durchgeführt werden konnten. Bei der Themenauswahl gab es 2020 keine Überraschungen. Wie bereits in den Jahren zuvor waren Veranstaltungen am stärksten vertreten, die sich mit Flucht, Seenotrettung, Ankommen und Integration beschäftigten. Das liegt natürlich auch am „Tag des Flüchtlings“ der immer am Freitag der Interkulturellen Woche begangen wird.

 

 

 

Fast ebenso viele Veranstaltungen wurden zum Bereich Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Rechtspopulismus organisiert. Ebenfalls Bestandteil vieler Programme waren politische und kulturelle Aspekte der Religionen. Es wurde sichtbar, wie vielfältig, offen und friedlich das Zusammenleben der verschiedenen Religionsgemeinschaften praktiziert wird.

 

 

 

Hintergrund

 

Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. In rund 500 Städten und Gemeinden gibt es tausende Veranstaltungen. Der nationale Tag des Flüchtlings ist Bestandteil der IKW. Auch der vom Vatikan ausgerufene Welttag des Migranten und Flüchtlings liegt im Zeitraum der Interkulturellen Woche. In ihrem Gemeinsamen Wort positionieren sich die Trägerkirchen jedes Jahr zu aktuellen politischen und gesellschaftlich wichtigen Themen im Bereich von Flucht, Integration und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Organisiert wird die Aktionswoche auf lokaler Ebene. Der Ökumenische Vorbereitungsausschuss (ÖVA) bereitet sie auf Bundesebene vor, die Geschäftsstelle in Frankfurt am Main versorgt die Veranstaltenden vor Ort mit Materialien und sorgt mit der Vorbereitungstagung und dem Materialheft für thematischen Input. Weitere Informationen: www.interkulturellewoche.de.

 


Schau über den großen flämischen Barockmeister zog zahlreiche nationale und internationale Besucher nach

Rubens-Ausstellung im Diözesanmuseum Paderborn erfolgreich beendet

 

(PADERBORN/pm) - Am Sonntag, 25. Oktober 2020, ist die große Sonderausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“ im Diözesanmuseum Paderborn zu Ende gegangen. Mehrere zehntausend Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und weiten Teilen Europas – etwa dem BeNeLux-Raum, England, Österreich und der Schweiz – sahen die 154 Exponate. Darunter waren zahlreiche Meisterwerke aus international renommierten Museen wie dem Victoria and Albert Museum in London oder dem Rijksmuseum Amsterdam. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Ausstellung erst zwei Monate später als geplant, am 24. Juli, eröffnet werden.
„Wir sind sehr glücklich über die große Resonanz, die die Ausstellung erfahren hat. Gemäß den Corona-Vorschriften durften sich immer nur bis zu 70 Besucher gleichzeitig im Museum aufhalten. So viele waren so gut wie fast immer in den Ausstellungsräumen anzutreffen“, sagt Dr. Christiane Ruhmann, eine der Kuratorinnen.
Auch durch Gruppen wurde die Ausstellung sehr gut angenommen. Wegen der aktuellen Situation konnten für sie nur bestimmte Zeitfenster angeboten werden, die alle umgehend ausgebucht waren. Die Tourist Information Paderborn verzeichnete insgesamt 500 gebuchte Gruppenführungen. Wegen der großen Nachfrage wurde die Anzahl der öffentlichen Führungen erhöht. Auch die „Making of“-Führungen des Ausstellungsteams sowie die Zeichen-, Druck- und Kalligraphiekurse trafen auf großen Zuspruch. „Wir sind glücklich, dass trotz der widrigen Umstände einige Veranstaltungen und museumspädagogische Programme stattfinden konnten und sogar Schulklassen und -kurse gekommen sind. Von den Teilnehmenden erhielten wir stets positives Feedback. Die Freude darüber, nach den Einschränkungen der letzten Monate das Haus zu verlassen, Kunst zu genießen und gemeinsam in Ausstauch zu treten, war auf allen Seiten spürbar“, so Museumspädagogin Britta Schwemke.
„Dies war eine Ausstellung unter besonderen Bedingungen, die dank der Unterstützung Vieler zu einem Erfolg wurde. Allen voran sind hier die Leihgeber zu nennen, die uns ermöglicht haben, trotz des Lockdowns, wunderbare Exponate aus ganz Europa zu zeigen. Aber auch den Besuchern sei gedankt, die so diszipliniert und freundlich unser Corona Hygiene-Konzept eingehalten haben“, erläutert Dr. Christiane Ruhmann.
In der kommenden Woche wird der Abbau und Rücktransport der Leihgaben beginnen. Das Museum plant, in der Adventszeit wieder zu öffnen. Museumsdirektor Dr. Holger Kempkens, der seit dem 15. Oktober das Haus leitet, gibt einen ersten Ausblick: „Im Zuge der Rubens-Ausstellung konnten wir unsere eigenen barocken Exponate neu erforschen, so dass die Besucher hier nun auch in der ständigen Ausstellung eine neue Präsentation erwarten wird. Aber auch die jetzt seit Monaten vermissten Highlights der Sammlung – wie die Imad-Madonna, die kostbaren romanischen Tragaltäre aus dem Umkreis des Rogerus von Helmarshausen, aber auch das Original des Drei-Hasen-Fensters – werden wieder zu sehen sein. In der Weihnachtszeit bieten wir außerdem – wie in jedem Jahr – besondere Angebote für Kinder und Erwachsene.“

 

Über die Ausstellung
„Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“ zeichnete ausgehend von der prachtvollen Neuausstattung des Paderborner Doms mit Altargemälden und Skulpturen durch Antwerpener Künstler aus dem direkten Rubens Umfeld die Verbreitungs- und Erfolgsgeschichte der Kunst der südlichen Niederlande des 17. Jahrhunderts in Nordeuropa nach. Zu sehen waren wertvolle Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen aus internationalen Museen und Sammlungen, darunter aus den Königliche Museen der Schönen Künste Brüssel, der Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein Vaduz-Vienna, der Bibliothèque Nationale Paris oder der Gemäldegalerie der Akademie der Bildenden Künste Wien und dem San Francisco Museum of Modern Art. Eine eigene Ausstellungsabteilung widmete sich barocken Tendenzen in der Gegenwartskunst. Künstler wie Gerhard Richter, Tony Cragg oder Hans Op de Beeck standen hier mit ausgewählten Arbeiten im Mittelpunkt.
www.dioezesanmuseum-paderborn.de

 


Von Nina Hagen bis Notre-Dame – Kunstmarkt wird digital

1000 gespendete Werke für Aktion „Kunst hilft helfen“

Porträ Nina Hagen von André Timm. Foto: Manuela Pagano
Porträ Nina Hagen von André Timm. Foto: Manuela Pagano

 

(Berlin/ekbo) - Unter dem Titel „Kunst hilft helfen“ findet am Samstag, den 24. Oktober 2020, erstmals ein Kunstmarkt vollkommen digital zugunsten von Migranten- und Flüchtlingsprojekten statt. Rund 1000 gespendete Ölgemälde, Zeichnungen, Fotografien und Aquarelle werden auf www.ekboart.de für den guten Zweck zum Kauf angeboten.

 

So gibt es beispielsweise ein Portrait von Nina Hagen für 60 Euro als 30 x 24cm großes Aquarell-Tusche-Bild des Künstlers André Timm. Ein farbiges Gemälde der Heilig-Kreuz-Kirche von Henry Schönhardt ist für 200 Euro zu haben, die signierte Notre-Dame-Fotografie aus dem Jahr 1995 von Marlene Schnelle-Schneyer kostet ebenfalls 60 Euro. Alle Werke können Sie online bestellen per Mail an m.pagano@ekbo.de.

 

Ursprünglich sollte der Markt in der Kreuzberger Heilig-Kreuz-Kirche zusammen mit Bischof Christian Stäblein und der Entertainerin Gayle Tufts unter strengen Corona-Hygieneregeln stattfinden. Doch nach dem Aufruf von Kanzlerin Angela Merkel, möglichst alle Kontakte zu minimieren, haben sich die Veranstalter um Dagmar Apel, landeskirchliche Pfarrerin für Migration und Integration in der EKBO, und Hanns Thomä für das digitale Format entschieden.

 

Der digitale Markt ersetzt die traditionelle Kunstauktion, die in diesem Jahr eigentlich ihr 25. Jubiläum gefeiert hätte. Über die Jahre sind insgesamt mehr als 810.000 Euro zusammen gekommen. Sie gingen an Projekte für Geflüchtete, die von der Landeskirche getragen oder gefördert werden. Dazu gehören unter anderem Hilfsprojekte für traumatisierte Flüchtlinge, die nur schwer Zugang zum Gesundheitssystem finden und Beratungsangebote für Arbeits- und Wohnungssuchende.

 

Die für dieses Jahr geplante 25. Jubiläums-Kunstauktion soll am 24. Oktober 2021 nachgeholt werden.

 


Tanzschulen haben geöffnet – Tanzen für Paare auch unter Corona-Bedingungen möglich

Walzer gegen den Herbstblues

 

(Trieberg/pm) - Tanzen in Zeiten von Corona ist möglich: Die Tanzschulen in Deutschland bieten ihren Gästen mit eigens für den Tanzunterricht entwickelten Hygienekonzepten ein hohes Maß an Sicherheit. Das passiert unter anderem durch Platzreservierungen, die dafür sorgen, dass immer genug Platz zum Tanzen da ist und sicher stellen, dass die Abstände eingehalten werden. „Wir sind sehr froh, dass die Tanzschulen einen guten Weg gefunden haben, auch während der Covid19-Pandemie die Möglichkeit zum Tanzen anzubieten und damit eines der ältesten Kulturgüter lebendig zu halten“, erklärt Vorstandsmitglied Gabriele Kampe von der Europäischen Stiftung Tanzen. Die Tanzschulen sind – im Gegensatz zu Clubs und Diskotheken – bereits seit einigen Wochen wieder geöffnet. Die AHA-Regeln, also mindestens 1,50 m Abstand, Handhygiene und Alltagsmaske sowie lüften, lassen sich in den Tanzschulen gut umsetzen. „In den Tanzschulen, die von unserer Stiftung zertifiziert sind, gilt auch ohne Pandemie, dass man paarweises Tanzen am besten als Paar lernt. Da muss niemand zuerst allein in der Gruppe einzeln Schritte üben, sondern tanzt von Anfang an mit seinem Partner. Dementsprechend lässt sich der Abstand zu anderen Paaren sehr gut verwirklichen“, erläutert Kampes Kollege Matthias Müller, der selbst eine Tanzschule führt. „Gerade jetzt Richtung Herbst, wenn das Wetter draußen wieder ungemütlich wird, hilft das Tanzen, der Körperkontakt zu vertrauten Menschen und beschwingte Musik gegen den Herbstblues. Die Tanzschulen in Deutschland und Österreich sind gut aufgestellt, was die Sicherheitsmaßnahmen angeht.“  Auch die Nachverfolgung von Kontaktpersonen ist gewährleistet, da sich die Tanzpaare zu den Terminen angemeldet haben. Viele Tanzschulen bieten den Check-In ganz bequem online an.

 

Peter Kewitsch, der in der Tanzwelt Keipert in Sonthofen im Allgäu tanzt, ist dafür dankbar, dass die Tanzschulen wieder offen sind: „Herzlichen Dank, dass ihr es für uns wieder ermöglicht, das ist wieder ein Stück zurück in die Normalität! Und es hat nach einem halben Jahr Pause wieder sehr viel Spaß gemacht, was sicherlich unsere Abwehr stärkt.“

Die Europäische Stiftung Tanzen will Gesellschaftstanz wieder dahin bringen, wo er hingehört - auf Familienfeiern und Dorffeste, zu Live-Musik und den Lieblingssongs aus dem Radio. Die gemeinnützige, anerkannte Stiftung hat mit „Tanzen kann auch fluup sein“ ein Zertifizierungsprogramm entwickelt, das transparent macht, in welchen Tanzschulen nach den Standards der Stiftung unterrichtet wird. Weitere Infos unter www.eustta.org und www.fluup.org.

 


Premiere am kommenden Sonnabend, 24. Oktober, um 19 Uhr in der  Stralsunder Kulturkirche St. Jakobi

 

 

Ensemble DIE ECKIGEN zeigt Komödie „Lysistratas Frieden“

 

 

 

(Stralsund/sk) - Das Theaterensemble DIE ECKIGEN des Kreisdiakonischen Werks Stralsund führt die Komödie „Lysistratas Frieden“ frei nach Aristophanes „Lysistrata“ auf. Die Premiere findet am kommenden Sonnabend, 24. Oktober, um 19 Uhr in der Kulturkirche St. Jakobi statt. Weitere Vorstellungen sind am Sonntag, 25. Oktober, um 18 Uhr sowie am 4., 5. und 7. November jeweils um 19 Uhr zu sehen. In der Lysistrata-Version der ECKIGEN unter der Leitung von Dr. Gerd Franz Triebenecker trifft „antike Komödie auf Science Fiction, digitaler Ersatz auf leibhaftiges Theaterspiel, Pathos auf Trash, die ganz großen Fragen auf unsere ganz kleinen Antworten“, so die Ankündigung des Kreisdiakonischen Werks Stralsund. „Vor allem aber treffen verschiedene Weisen des künstlerischen Ringens aufeinander. Existentieller Tanz ist ein Gegenentwurf zu den Fantasien der Digitalisierung, der Einspruch der einzigartigen menschlichen Leiblichkeit gegen ihre technische Ersetzbarkeit. Gleichzeitig werden mit Videoeinspielungen so manche Ideen des technischen Fortschritts und der menschlichen Solidarität ins Komische getrieben.“

 

 

 

Eigenwilliger Theaterabend mit Trickfilmen und Tanz

 

Die Produktion ist unter den Bedingungen der Pandemie und in Zeiten von Abstands- und Hygieneregeln entstanden. Für die Beantwortung der Frage, ob in dieser Situation die Digitalisierung Verlust oder Gewinn ist und ebenso für das Ringen um im Wortsinne leibhaftiges Theater suchten sich die ECKIGEN künstlerische Partner, mit deren Unterstützung ein ganz eigenwilliger Theaterabend entstand. Unter der Leitung von Choreograf Stephan Hahn zeigen die ungarischen Tanzprofis Viktoria Kohalmi und György Jelinek ihr Können, produziert Mediengestalter Christian Klette Trickfilme, zeigt Malerin Juliane Ebner Bilder menschlicher Verletztheit und lässt Kirchenmusikdirektor Matthias Pech die Jakobi-Orgel erklingen. „Leider können wir aus verschiedensten pandemiebedingten Gründen nur zwischen 60 und 80 Gäste pro Vorstellung begrüßen“, so Fanny Gaube, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit beim Kreisdiakonischen Werk Stralsund. „Bitte beachten Sie daher, dass wir anders als sonst einen zweiten getrennten Aufführungszyklus im November haben.“ Da aufgrund der Hygienevorschriften weniger Personen zugelassen sind, werde um die Nutzung des Vorverkaufs bei Reservix oder bei der Tourismuszentrale Stralsund gebeten.

 

 

 

Ensemble mit überregionalem Ruf

 

Entstanden ist das Ensemble DIE ECKIGEN 1994 aus dem Kurs Darstellendes Spiel im Rahmen der Freizeitarbeit mit behinderten Menschen des Kreisdiakonischen Werks Stralsund. Inzwischen hat sich die außergewöhnliche Theatergruppe einen überregionalen Ruf erarbeitet. Gastspiele führten DIE ECKIGEN unter anderem nach Berlin und Dresden. Die darstellerische Bandbreite des Ensembles reicht von Märchen über Komödien und Musicals bis hin zum modernen Drama. Während einer Aufführung der ECKIGEN macht das Publikum die besondere Erfahrung, dass sich die in vielen Köpfen verankerten Grenzen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung auflösen. Zahlreiche Ensemblemitglieder leben in betreuten Wohnformen und arbeiten in der Werkstatt für behinderte Menschen.

 

 

 

 

 


Grußwort vom Trierer Weihbischof beendet Ausstellung

Chagall verlässt Sinzig

Weihbischof Franz Josef Gebert (Foto: Bip/Julia Fröder)
Weihbischof Franz Josef Gebert (Foto: Bip/Julia Fröder)

 

(Sinzig/bt) – 48 Original-Lithographien des expressionistischen Künstlers Marc Chagall waren fast drei Wochen in der Pfarrkirche St. Peter in Sinzig zu sehen. 2000 Interessierte haben die Ausstellung besucht. Zur Finissage hat der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert ein Grußwort gesprochen. Gleichzeitig wurden die Ergebnisse der Kunstprojekte für Jugendliche präsentiert.

 

Die Künstlerin Stefanie Manhillen begleitete die Kinder und Jugendlichen im Alter von sieben bis 26 Jahren durch das Kunstprojekt. „Zuerst haben wir uns die Werke von Chagall in der Kirche angeschaut“, erklärte sie den Ablauf. Nachdem die Teilnehmerinnen etwas über das Leben und die Technik Chagalls erfahren hatten, begannen sie in den Räumen des Haus der offenen Tür (HoT) Sinzig selbst tätig zu werden. Die Frage „Wie ist meine Stimmung?“ stand dabei im Mittelpunkt.

 

Herausgekommen sind dabei ganz unterschiedliche Werke mit Pastellkreide und Sprühfarbe. Die Bilder werden nun dort ausgestellt, wo bislang die Zyklen „La bible“ (1956) und „Dessins pour la bible“ (1960) von Chagall hingen. Die Ausstellung der Jugendlichen steht unter dem Titel „Alles safe!“. Der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert zeigte sich beeindruckt von den Gemälden der jungen Menschen. „Sie haben sich inspirieren lassen und nicht einfach abgemalt“. Die Bilder Chagalls seien durch ihren Alltag, ihre Lebensgeschichte gegangen. „Auch Chagall hat sich von der Bibel inspirieren lassen und brachte sie in Verbindung mit seinem Leben“.

 

In seinem Grußwort dankte der Weihbischof ausdrücklich allen Beteiligten und insbesondere dem Initiator Kaplan Thomas Hufschmidt für ihr Engagement: „In einer Zeit, in der wir viel absagen mussten, gab es hier den Mut, eine solche Ausstellung zu veranstalten.“

 

Neben den Kunstprojekten für Jugendliche gab es im Zusammenhang der Ausstellung Orgelkonzerte, meditative Bildbetrachtungen und Abendlobe, bei denen unter anderem Schwester Dr. Lea Ackermann von der Hilfsorganisation SOLWODI („Solidarity with Women in Distress – Solidarität mit Frauen in Not“) das geistliche Wort sprach. Zusätzlich bot Wolfgang Henn Führungen durch die Ausstellung an. „Zuerst waren nur zwei geplant, doch aufgrund der großen Nachfrage wurden daraus sechs Führungen“, erklärte der ehemalige Dekanatsreferent im Dekanat Remagen-Brohltal. Die Ausstellung sei eine Bereicherung für die Kirche gewesen, denn sie erreichte viele Besucherinnen und Besucher, die extra aus Cochem, Boppard oder Nordrhein-Westfalen angereist waren.

 

Die Ausstellung fand in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz und dem Haus der offenen Tür (HoT) Sinzig statt. Förderer waren neben Einzelspenderinnen und –spendern der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM), die Kreissparkasse und der Kreis Ahrweiler.


Celle ist für den „Europäischen Preis für Stadtkultur“ nominiert

Die Celle Tourismus und Marketing GmbH überzeugte mit ihrem Konzept „Barock trifft Bauhaus“. (Copyright: Celle Tourismus und Marketing GmbH)
Die Celle Tourismus und Marketing GmbH überzeugte mit ihrem Konzept „Barock trifft Bauhaus“. (Copyright: Celle Tourismus und Marketing GmbH)

 

(CELLE/ct) – Dass Celle beim Thema Bauhaus-Architektur in der Liga von Weimar und Dessau mitspielen kann, wussten vor dem Bauhausjahr 2019 nur Wenige. Passend zum 100-jährigen Jubiläum wurde dieser „Schatz“ in Celle gehoben und identitätsstiftend unter dem Motto „Barock trifft Bauhaus“ von der Celle Tourismus und Marketing GmbH (CTM) so touristisch aufbereitet, dass Bürger und Besucher die Stadt neu erleben können. Die Nominierung für den Europäischen Kulturmarken-Award 2020 bestätigt, dass sich insbesondere auch die innerstädtische Zusammenarbeit in Celle ausgezahlt hat und gemeinsam eine Erweiterung des Celler Markenkerns geschaffen werden konnte.

 

Mit dem Motto „Barock trifft Bauhaus“ hat sich die CTM in der Kategorie „Europäischer Preis für Stadtkultur 2020“ beworben. Unter Bewerbern aus ganz Europa konnte Celle mit dem Konzept und den Erfolgen aus dem Bauhausjahr sowie dessen nachhaltigen Weiterentwicklung überzeugen und hat es so auf die Shortlist der besten Drei geschafft. Neben der CTM sind die Monheimer Kulturwerke und die Stadt Bendorf nominiert.

 

Bernadette Spinnen, Vorständin bei der Bundesvereinigung für City- und Stadtmarketing e.V. und Sprecherin der Fachjury „Europäischer Preis für Stadtkultur“ der Europäischen Kulturmarken-Awards betont: „Alle drei zeichnen sich dadurch aus, dass sie mehr als einfach nur Veranstaltungen hintereinander reihen, sondern dass sie die Kultur in der Stadt wirklich leben und auch nachhaltig, und dass sie sie so kraftvoll entwickeln und sie für so wirksam halten, dass sie die Stadtentwicklung insgesamt nach vorne bringen kann.“

 

Anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums 2019 hat Celle seinen Markenkern erweitert und eine völlig neue Produktlinie mit dem Thema Bauhaus in Celle aufgebaut. Es wurde eine zentrale Internetseite www.neuesbauen-celle.de geschaffen, ein neues Führungsangebot entwickelt und eine komplett neue Infrastruktur aufgebaut: Dazu zählen u.a. Beschilderungen, ein digital unterstützter Rundweg samt Info-Stelen mit QR-Codierung. Es wurde dabei viel Wert auf die Digitalisierung gelegt, aber auch haptische Angebote wie eine Souvenirlinie oder ein Bauhaus-Magazin in Kooperation mit der Celleschen Zeitung wurden entwickelt. 

 

Der Erfolg des Bauhausjahres in Celle ist besonders auch der guten Zusammenarbeit vieler Akteure in Celle geschuldet, die mit ihrem Engagement allesamt das Thema wirklich erlebbar gemacht haben wie z.B. das Schlosstheater Celle mit dem Theaterstück „Haesler, für ein neues Celle“, die Volkshochschule Celle mit speziellen Bauhaus-Kursen und auch die Haesler Stiftung und die Haesler Initiative mit Ausstellungen und Vorträgen. Auch die Celler Schulen haben sich mit Bauhaus-Projektwochen engagiert. Gerade diese Einbeziehung von möglichst vielen städtischen Milieus ist auch relevant für die Nominierung zum „Europäischen Preis für Stadtkultur“. Geschaffen wurde in Celle ein neues Bewusstsein der Bevölkerung für das Erbe Otto Haeslers.

 

Klaus Lohmann, Geschäftsführer der CTM, ist begeistert: „Nach der Aufnahme von Celle in die Grand Tour der Moderne und als Teil des Bauhaus 100 Netzwerkes ist die Nominierung für uns der absolute Ritterschlag! Die vermeintlichen Gegensätze ‚Tradition und Moderne‘ werden in Celle ganzheitlich gelebt und stellen ein einzigartiges Tourismuserlebnis dar. Besonders beeindruckend war für mich, mit welchem Stolz die gesamte Stadtgesellschaft zusammengearbeitet hat, um das Bauhaus-Erbe von Otto Haesler nachhaltig erlebbar zu gestalten.“ 

 

Der Erfolg von „Barock trifft Bauhaus“ äußert sich auch heute noch durch viele Bauhaus-Gäste und neue Zielgruppen aus dem In- und Ausland. Herausforderung ist es nun, das Erbe von Otto Haesler in eine Nachhaltigkeit zu überführen und ein städtisches Gesamtkonzept zu entwickeln, das alle Stakeholder mitnimmt und neben dem Tourismusmarketing viel mehr auf den Erhalt und die Nachnutzung der Gebäude abzielt.

 

Am 26. November 2020 findet die Preisverleihung der Europäischen Kulturmarken-Awards im Rahmen der Kulturmarken-Gala „Night of Cultural Brands“ im Nikolaisaal Potsdam mit Gästen aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien statt.

 

Zum Europäischen Kulturmarken-Award:

 

Der Europäische Kulturmarken-Award wurde 2006 von dem Kulturmanager Hans-Conrad Walter ins Leben gerufen. Der Wettbewerb steht für innovatives Kulturmanagement, trendsetzendes Kulturmarketing und nachhaltige Kulturförderung. Er gilt mittlerweile als Europas avanciertester Kulturpreis und zeichnet zukunftsweisende Kulturprojekte in insgesamt acht Wettbewerbskategorien aus. Weitere Infos gibt es hier.

 

 

 


Kunst inspiriert von einer Unterwasser-Performance

Solo-Ausstellung „AMA“

 

 

Die international erfolgreiche Künstlerin Cornè Theron zeigt neue Werke vom 23.10. bis 1.11.2020 in ihrer ersten internationalen Solo-Ausstellung in Frankfurt am Main

 

 

 

(Frankfurt/pm) - 1974 in Südafrika  geboren, zählt Cornè Theron heute zu den Vertreterinnen eines modernen und international geschätzten Kunststils, der uns mit den klassischen Werkstoffen Ölfarbe und Leinwand in eine ganz eigene Welt des Wassers entführt.

 

Seit Jahren schafft Theron Motive, die Dynamik, Bewegung und Spannung oder Kontemplation, Ruhe und Innehalten unter Wasser zeigen. Ganz eigen ist ihr dabei der Stil, den sie für sich entwickelt hat, indem sie Bilder in einer Pixeltechnik präsentiert. Der Eindruck der aus kleinen Farbquadraten bestehenden Gemälde verändert sich dabei für den Betrachter je nach Abstand zum Bild – von völlig abstrakt hin zu figürlich-realistisch.

 

2019 kam Theron in Kontakt mit dem Kurzfilm ‚AMA‘ von Julie Gautier, einer der besten Apnoe-Taucherinnen. In diesem Film tanzt Gautier zu einer Musik von Ezio Bosso gut fünf Minuten Ballet im weltweit tiefsten Swimmingpool in Venedig mit unglaublicher Eleganz, Anmut und Energie.

 

Inspiriert von dieser Ausnahme-Taucherin sowie dem Film schuf Conrè Theron in den vergangenen zwölf Monaten eine Serie von 14 Bildern, die auf AMA basieren. Dabei bewegt sich Theron in ihrem ureigenen Metier und führt ihren erfolgreichen Stil konsequent fort.

 

Jetzt werden die 14 Gemälde erstmalig in einer Solo-Ausstellung in Frankfurt gezeigt. Ursprünglich in einem stillgelegten Hallenbad in Ludwigshafen geplant, musste die Ausstellung coronabedingt abgesagt werden. Durch die Unterstützung der LSTNR GmbH in Frankfurt wird es möglich, das Schaffen von Cornè Theron einem breiten Publikum zu präsentieren. „Ein Jahr auf eine Ausstellung hinzuarbeiten, die dann abgesagt wird, ist nahezu traumatisch, so dass wir mehr als froh und begeistert sind, die Werke von Cornè Theron jetzt doch in einer großartigen Show zu zeigen“ so Barbara Lenhard, die Agentin und gute Freundin der Künstlerin.

 

AMA findet zeitgleich mit Einzelausstellungen von Jens-Christian Wittig aus Weimar sowie dem belgischen Künstler William Sweetlove im Flare of Frankfurt neben dem Thurn & Taxis Palais statt.

 

 

 

Termine und Location:
23. Oktober bis 1. November 2020, täglich, außer Montag und Dienstag geöffnet, 11-19 Uhr Eintritt frei!
Große Eschenheimer Str. 16, 60313 Frankfurt am Main

 

 

 

Der Begriff Ama kommt aus dem Japanischen und bezeichnet Muscheltaucher, üblicherweise Frauen. Gautiers Film „AMA“ ist eine emotionale Hommage an die Frauen und wurde im März 2016 in mehr als 40 öffentlichen Vorführungen weltweit gleichzeitig vorgestellt. 

 

 

 


Paavo Järvi dirigiert Bundesjugendorchester

Fotoa: © Selina Pfruener / Jean Christophe Uhl
Fotoa: © Selina Pfruener / Jean Christophe Uhl


 

(Bonn/pm) - Das Bundesjugendorchester sendet am 17. Oktober 2020 Ludwig van Beethovens 7. Sinfonie als Video-Livestream unter der Leitung von Paavo Järvi. Die Übertragung aus der Beethovenstadt Bonn ist um 18:00 Uhr auf Facebook, YouTube und www.bundesjugendorchester.de zu sehen. Im Rahmen einer Sonderarbeitsphase wird es außerdem einen Konzertfilm und eine Videodokumentation geben, die die Arbeit des Dirigenten mit den jungen Musikerinnen und Musikern festhält.

 

Der ausgewiesene Beethoven-Spezialist und international gefragte Dirigent Paavo Järvi arbeitet erstmals mit dem Nationalen Jugendorchester der Bundesrepublik Deutschland. Der estnische Dirigent leitet gleich vier namhafte Orchester: Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Estonian Festival Orchestra, das NHK Symphony Orchestra Tokyo und seit einem Jahr auch das Tonhalle-Orchester Zürich. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den jungen Musikerinnen und Musikern. Das Bundesjugendorchester ist ein wichtiger Baustein des deutschen Musiklebens und gewissermaßen das Fundament vieler Orchester – nicht zuletzt auch für die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen“, so Paavo Järvi. Das „Beethoven-Projekt“, eine Gesamtaufnahme aller Sinfonien des Bonner Komponisten mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, brachte ihm weltweit große Anerkennung.

 

Die Aufnahmen des Bundesjugendorchesters finden vom 10. bis zum 17. Oktober 2020 im Hotel Maritim Bonn statt und werden durch die Beethoven Jubiläums Gesellschaft BTHVN2020 mit Fördermitteln der Bundesrepublik Deutschland, des Landes Nordrhein-Westfalen, des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn ermöglicht.

 

Der Konzertfilm und die Videodokumentation sollen Mitte Dezember online veröffentlicht werden. Mit der Arbeitsphase unter der Leitung von Paavo Järvi nimmt das Bundesjugendorchester seine musikalische Arbeit nach einer pandemiebedingten Pause unter strengen Hygieneregeln wieder auf. Im Laufe des nächsten Jahres folgen Projekte unter anderem mit Christian Tetzlaff und Kirill Petrenko.

 

 

Über das Bundesjugendorchester

 

Das Bundesjugendorchester ist Deutschlands jüngstes Spitzenorchester für Nachwuchsmusiker im Alter von 14 bis 19 Jahren und das Patenorchester der Berliner Philharmoniker. Es wurde 1969 vom Deutschen Musikrat gegründet. Dirigenten wie Gerd Albrecht, Gustavo Dudamel oder Kirill Petrenko standen hier bereits am Pult. Seit 2018 ist Sir Simon Rattle Ehrendirigent. Die jungen Musiker qualifizieren sich mit einem Probespiel für die Mitgliedschaft im Bundesjugendorchester. Während der Arbeitsphasen erarbeiten sie anspruchsvolle Kompositionen, darunter auch zeitgenössische Werke und Uraufführungen. Tourneen führten das Orchester durch ganz Europa, nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Im September 2017 begleitete es die Gründung des nationalen Jugendorchesters in der Ukraine, im Januar 2018 tourte es durch Indien, 2019 durch Südafrika. Hauptförderer des Bundesjugendorchesters sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die DekaBank Deutsche Girozentrale, die Daimler AG, die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, die Stadt Bonn, die Deutschen Orchestervereinigung, die Stiftung Bundesjugendorchester und viele private Förderer.

 

Die Aktivitäten des Orchesters zum Beethovenjahr 2020 – verlängert in das Jahr 2021 – werden gefördert durch die Jubiläums Gesellschaft BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreis. Für die musikalischen Projekte zum Beethoven-Jubiläum haben sich die Institutionen Dirigentenforum, Förderprojekte Zeitgenössische Musik und Bundesjugendorchester des Deutschen Musikrats zusammengeschlossen.

 

 

Über den Deutschen Musikrat

 

Der Deutsche Musikrat (DMR) ist der Dachverband des Musiklebens in Deutschland und Träger zahlreicher Förderprojekte. Die Organisation fügt sich zusammen aus dem Deutscher Musikrat e.V. sowie der Deutscher Musikrat gemeinnützige Projektgesellschaft mbH und vertritt die Interessen von rund 14 Millionen Musizierenden. Das Generalsekretariat des Vereins in Berlin steht für das musikpolitische Wirken des Verbands mit seinen rund 100 Mitgliedorganisationen und 16 Landesmusikräten. Die Projektgesellschaft in Bonn organisiert die zwölf langfristig angelegten Projekte: Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler, Bundesjazzorchester, Bundesjugendorchester, Deutscher Chorwettbewerb, Deutscher Musikwettbewerb, Deutscher Orchesterwettbewerb, Deutsches Musikinformationszentrum (MIZ), Dirigentenforum, Förderprojekte Zeitgenössische Musik, Jugend jazzt, Jugend musiziert und PopCamp. Der DMR wurde 1953 gegründet, hat sich als Mitglied der UNESCO in seinem Handeln der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verpflichtet und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Weitere Informationen unter bundesjugendorchester.de oder unter musikrat.de.

 

 

 


Dr. Holger Kempkens folgt auf Professor Dr. Christoph Stiegemann als Leiter des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn

Dr. Holger Kempkens folgt auf Prof. Dr. Christoph Stiegemann als Leiter des Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn. In einem Pressegespräch wurde er heute vorgestellt. Foto: privat
Dr. Holger Kempkens folgt auf Prof. Dr. Christoph Stiegemann als Leiter des Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn. In einem Pressegespräch wurde er heute vorgestellt. Foto: privat

 

(PADERBORN/pb) - Das Erzbistum Paderborn freut sich auf Dr. Holger Kempkens aus Bamberg als neuen Leiter des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn und des Teams Kunst im Erzbistum. Die Corona-Pandemie samt Verschiebung der Ausstellung „PETER PAUL RUBENS und der Barock im Norden“ führten dazu, dass Professor Dr. Christoph Stiegemann als Direktor des Diözesanmuseums und Leiter der Fachstelle Kunst im Erzbistum Paderborn in die Verlängerung musste, denn eigentlich wäre er Ende Juni 2020 in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden. Nachdem die Ausstellung am 25. Juli erfolgreich an den Start ging, steht nun der Nachfolger des umtriebigen Museums-Chefs fest: Dr. des. Holger Kempkens leitet seit 2012 das Diözesanmuseum Bamberg und hat zudem regelmäßig einen Lehrauftrag an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Zuvor war er lange in verschiedenen Ausstellungsprojekten in NRW unterwegs, zuletzt beim Bistum Münster als Kurator der Schau „Goldene Pracht – Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen“, die 2012 in Münster gezeigt wurde. Die offizielle Verabschiedung von Professor Dr. Stiegemann fand am 30. September statt, am 15. Oktober beendet er seinen Dienst. In einem Pressegespräch wurde Dr. Holger Kempkens von Generalvikar Alfons Hardt als Nachfolger von Professor Dr. Christoph Stiegemann vorgestellt.

„Mit den großen Sonderausstellungen, durch die unser Diözesanmuseum inzwischen zu einer veritablen Stimme im Chor der europäischen Museen wurde, aber auch mit der erfolgreich durchgeführten Inventarisierung der Kunstausstattung unserer Kirchen im Erzbistum hinterlässt Professor Dr. Christoph Stiegemann ein Erbe, das wohl bewahrt und weitergeführt werden soll“, betonte Generalvikar Alfons Hardt. „Mit Herrn Dr. Kempkens haben wir eine Persönlichkeit gefunden, die der westfälischen sakralen Kunst eng verbunden ist und die – aus der Arbeit für das Erzbistum Bamberg – um die Bedeutung von Kunst als Kulturträger in kirchlichem Umfeld und darüber hinaus weiß“, erklärte der Generalvikar des Paderborner Erzbischofs.

„Ich freue mich außerordentlich, dass mit Herrn Dr. Kempkens ein Nachfolger gefunden wurde, der über langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet überregionaler kunst- und kulturhistorischer Ausstellungen verfügt und für den auch die kirchliche Denkmalpflege bekanntes Terrain ist“, sagte Vorgänger Museumsdirektor Professor Dr. Christoph Stiegemann.

Dr. Kempkens, der seine Dissertation zum Thema „Die Zisterzienserklosterkirche Marienfeld und die Burgkapelle von Schloss Rheda“ verfasste, fügte hinzu: „Ich freue mich sehr auf mein neues Aufgabenfeld in Paderborn. Mit ihm kehre ich zugleich auch zu meinen westfälischen Forschungsschwerpunkten zurück.“ Dr. Holger Kempkens wird seinen Dienst in der westfälischen Bischofsstadt am 15. Oktober antreten.

www.dioezesanmuseum-paderborn.de

 


Kunst-Aktion zugunsten Obdachloser

HA SCHULT: OPEN-AIR-BENEFIZ-Kunstausstellung im Ruhrgebiet

 

(Mülheim an der Ruhr/pm) - HA SCHULT - international bekannter Künstler - zeigt sein "TABLEAU DES VERGESSENS": Skupturen "BILD-Boxes" in Mülheim an der Ruhr am Sonntag, den 11. Oktober um 16:00 Uhr. RUHR GALLERY, Ruhrstraße 3/Ecke Delle, 45468 Mülheim an der Ruhr bis 15. November 2020.

 

Besuchszeiten: Samstag und Sonntag von 12.00 bis 17.00 Uhr und nach Voranmeldung. Eintritt frei.

 

OPEN-AIR-BENEFIZ-KUNST-AUSSTELLUNG:

 

 

 

TABLEAU DES VERGESSENS / BILD-Boxes: VERLUSTbringtGEWINN!

 

MEMORIAL DES MEDIENUMBRUCHS

 

Soziokulturelles Tableau zugunsten Obdachloser

 

Die Galerie an der Ruhr lädt herzlich ein zur Vernissage am Sonntag, den 11. Oktober ab 16:00 Uhr in die Ruhrstraße 3 (Ecke Delle), 45468 Mülheim an der Ruhr. Der Künstler HA SCHULT ist anwesend.

 

Besucher können die Ausstellung im Zeitraum vom 11.10. bis zum 15.11.

 

samstags und sonntags von 12:00 bis 17:00 Uhr besuchen oder in der Woche nach Voranmeldung unter 0208 46 94 95 67- der Eintritt ist frei.Insg. 150 BILD-Boxeas wurden von HA Schult eigenhändig besprüht und im "Fenster" des "stummen Verkäufers steckt ein handsignierter, hochwertiger Kunstdruck. Der Erlös kommt komplett Kunst hilft geben und einer Mülheimer Obdachlosenhilfeeinrichtung zugute. 

 

Der Objekt- und Aktionskünstler HA Schult hatte zuletzt im September diesen Jahres mit einer spektakulären Aktion auf dem Börsenplatz in Köln seine Bild-Box-Skulpturen präsentiert und den Verkaufserlös für den guten Zweck dem gemeinnützigen und mildtätigen Verein "Kunst hilft geben" zur Verfügung gestellt.

 

Durch die Kontakte des Galeriebesitzers Alexander-Ivo Franz und dem Künstler Manfred Dahmen zu Dirk Kästel, dem Initiator des Vereins, kann jetzt auch im Ruhrgebiet die Kunst des HA SCHULT zugunsten Obdachloser zu einem Vorzugspreis von je 1.000 Euro erworben werden.

 

20 der ursprünglich 150 ausgedienten "stummen Zeitungsverkäufer"

 

(aktuell verkauft über 30 Objekte), die HA SCHULT künstlerisch bearbeitet hat, werden im Hof der RUHR GALLERY in einer OPEN-AIR-BENEFIZ-KUNST-AUSSTELLUNG präsentiert. Handsigniert und nummeriert, ausgestattet mit einer limitierten Edition des Künstlers.

 

Umbruch in der Medienlandschaft

 

Mit seinen Objet trouvés will HA SCHULT auf den Umbruch in der Medienlandschaft aufmerksam machen und aufzeigen, dass aktuell große Umbrüche stattfinden. So stellt er die ausgedienten BILD-Verkaufskästen zu einem "Tableau des Vergessens" zusammen.

 

HA SCHULT: "Ein halbes Jahrhundert befriedigten die "stummen Verkäufer" täglich den Hunger auf "Botschaften der Zeit". Jetzt erhalten sie ihren letzten Auftritt als "Denkmal einer verklingenden Medienepoche"." Deutschlands berühmtester Aktionskünstler setzt ihnen ein "Denkmal des Vergessens".

 

Jeder BILD-Kasten, von Künstlerhand verändert, wird zu einer kleinen sozialen Skulptur, deren Erlös den Ärmsten der Armen zufließt. Auf eine neue Art erfüllen die roten Kästen noch einmal ihre soziokulturelle Aufgabe im Dienst der Gesellschaft.

 

Zu den bekanntesten Werken von HA Schult gehören u. a. das Flügelauto in Köln und die weltweit ausgestellten Trash People.

 

 

 

Der Erlös aus dem Verkauf der HA Schult-Boxes kommt dem "Verein Kunst hilft geben für Arme und Wohnungslose in Köln e.V." und dem gemeinnützigen Verein "Solidarität in Mülheim e.V." zugute.

 

Eine Ausstellung der RUHR GALLERY und des Vereins "Kunst hilft geben".

 

 

 

www.kunst-hilft-geben.de

 

 

 

Die Eröffnungen finden mit den gebotenen Sicherheitsmaßnahmen und unter Einhaltung aller Hygienevorschriften im Umgang mit dem Corona-Virus statt. Die Anzahl der Besucher ist reglementiert. Die Galerieleitung bittet um Verständnis.

 

Mit freundlicher Unterstützung des Mülheimer "Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr (KKRR)"

 

Quelle: RUHR GALLERY, Mülheim an der Ruhr / www.kunst-hilft-geben.de

 

 


Bank Austria Kunstforum Wien zeigt Gerhard Richter – BILD/VIDEO

Gerhard Richter Piz Surlej, Piz Corvatsch, 1992 Öl auf Fotografie, 8,9 x 12,6 cm Sammlung Peter und Elisabeth Bloch Foto: Christof Schelbert, Olten © Gerhard Richter 2020

 

Die Ausstellung „Gerhard Richter: Landschaft“ ist im Bank Austria Kunstforum Wien von 1. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021 zu sehen und entsteht in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich.

 

 (Wien/LCG) – Allen Umständen zum Trotz hat sich das Bank Austria Kunstforum Wien entschlossen, an seinem Ausstellungsprogramm festzuhalten. Nicht zuletzt, weil die langjährig geplante Herbstausstellung einen in Wien ganz besonders seltenen Gast in das Ausstellungshaus auf der Freyung holt: Gerhard Richter (geboren 1932 in Dresden, lebt und arbeitet in Köln), der als der bedeutendste lebende Maler der Welt gilt, zeigt im Bank Austria Kunstforum Wien eine Retrospektive seiner Landschaftsbilder. Wie kaum ein anderes Sujet hat die Landschaft Richters künstlerisches Interesse gefesselt und ihn immer wieder zu neuen Bildlösungen angetrieben: Die Ausstellung „Gerhard Richter: Landschaft“ versammelt über 130 Bilder, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotoarbeiten, Künstlerbücher und Objekte von 50 internationalen Leihgebern. Das Projekt unterstreicht die Wichtigkeit dieses Genres für den deutschen Künstler, der dieses Jahr seinen 88. Geburtstag gefeiert hat. Es ist die bis dato größte Ausstellung weltweit, die ausschließlich Richters Landschaften gewidmet ist – einem Genre, mit dem er sich seit 1963 durchgehend beschäftigt hat. Einige der im Bank Austria Kunstforum Wien ausgestellten Werke sind bisher noch nie öffentlich gezeigt worden.

 

Landschaften – fotografisch, romantisierend, abstrakt

 

Richters Gesamtwerk ist unter anderem besonders für seine Heterogenität bekannt, die sich folgerichtig auch in der Bildgattung der Landschaft zeigt: Die Ausstellung gliedert sich in fünf thematische Kapitel, die einzeln, aber auch in ihrer Zusammenschau ein beeindruckendes Panorama von Richters „Arbeit an der Wirklichkeit“ ergeben. Die Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken sind nicht direkt nach der Natur entstanden, sondern basieren meist auf fotografischen Vorlagen und sind somit „Landschaften aus zweiter Hand“, was sich an der Ausschnitthaftigkeit, an Unschärfeeffekten, mitunter auch an Schrift im Bild erkennen lässt. Landschaften mit tiefgezogenem Horizont und stimmungsvoller Atmosphäre rücken Richter in die Nähe der deutschen Romantik, auf die der Künstler zwar anspielt, aber der gegenüber er sich immer wieder auch kritisch-zweifelnd geäußert hat: Zu malen wie Caspar David Friedrich, so Richter, sei zwar möglich, aber nur ohne sich auf die geistige Tradition des Romantikers beziehen zu können. Als „Kuckuckseier“ bezeichnet Richter demnach jene romantisierenden Bilder, welchen in der Ausstellung ein ganzer Raum gewidmet ist. Ein weiterer Raum der Ausstellung betont die Wichtigkeit von Richters abstrahierten und abstrakten Landschaften für die Entwicklung seiner Malerei. Für dieses Kapitel der Ausstellung haben zahlreiche Bilder – unter anderem das monumentale, 6,8 Meter breite Gemälde „St. Gallen“ – erstmals ihre öffentlichen und privaten Sammlungen verlassen.

 

Landschaften – fiktional und übermalt

 

Konstruierte und manipulierte Landschaften – wie etwa Richters Seestücke, für die er oftmals die fotografischen Vorlagen von Wasser- und Himmelsfläche autonom und keinesfalls „wirklichkeitsgetreu“ wie eine Collage zusammensetzt – bilden einen weiteren Höhepunkt der Ausstellung. Zahlreiche überarbeitete Landschaften stehen am Ende der Ausstellung: übermalte Fotografien, die der Künstler größtenteils selbst als Leihgabe für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat, sowie Landschaftsgemälde, deren Realismus Richter mit abstrakten Farbstrukturen relativiert.

 

Die Landschaft als Sehnsucht

 

„Gerhard Richter: Landschaft“ bietet nicht zuletzt vor dem Hintergrund von aktuellen Diskussionen von Pandemie bis Klimakrise im Herbst 2020 auch die Möglichkeit zur kontemplativen Auseinandersetzung mit „Natur“ und „Landschaft“. Entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Atelier Gerhard Richter in Köln und durchgeführt in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich, ermöglicht die Ausstellung eine Begegnung mit Schlüsselwerken des Künstlers und erstmals einen retrospektiven Blick auf ein Genre, das Richter 1981 wie folgt beschrieb: „Wenn die ,Abstrakten Bilder‘ meine Realität zeigen, dann zeigen die Landschaften oder Stillleben meine Sehnsucht.“

 

Die Ausstellung ist von 1. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021 im Bank Austria Kunstforum Wien zu sehen. Weitere Informationen auf https://www.kunstforumwien.at.

 


 

Ausstellung: Gerhard Richter: Landschaft
Datum:    1. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021
Ort:      Bank Austria Kunstforum Wien
Adresse:  1010 Wien, Freyung 8
Lageplan: https://goo.gl/maps/RcKx32SJWF92

 

Website:  https://www.kunstforumwien.at

 


DEICHTORHALLEN HAMBURG

WILLIAM KENTRIDGE - WHY SHOULD I HESITATE: PUTTING DRAWINGS TO WORK

Foto: Norbert Miguletz
Foto: Norbert Miguletz