Kulturnachrichten

26.10.2021

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland. Sie setzt sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Denkmale ein. Ihre vielfältigen Aktivitäten reichen von pädagogischen
Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der aktiven Mithilfe von über 200.000 Förderern bereits über 5.000 Projekte mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Sie finanziert ihre Arbeit vor allem durch private Zuwendungen und Spenden. Darüber hinaus wird sie durch Mittel der staatlichen Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

 


27. NOVEMBER 2021 – 24. APRIL 2022: Deichtorhallen Hamburg in der Sammlung Falckenberg

TOMI UNGERER – IT'S ALL ABOUT FREEDOM

Tomi Ungerer: Untitled, 2013 © Tomi Ungerer Estate/Diogenes Verlag AG, Zürich
Tomi Ungerer: Untitled, 2013 © Tomi Ungerer Estate/Diogenes Verlag AG, Zürich

TOMI UNGERER

IT'S ALL ABOUT FREEDOM

27. NOVEMBER 2021 – 24. APRIL 2022

SAMMLUNG FALCKENBERG

 

Tomi Ungerer (1931–2019) gilt als einer der einflussreichsten Zeichner, Illustratoren und Kinderbuchautoren. Publikationen wie Die drei Räuber, Heute hier, morgen fort und Der Nebelmann machten ihn weltberühmt. Darüber hinaus schuf Ungerer Plakate gegen den Vietnam-Krieg und Rassenkonflikte, unternahm Milieustudien in der Hamburger Herbertstraße, verarbeitete zeichnerisch kriegstraumatische Erinnerungen oder erstellte Großcollagen im Spätwerk.

In der großen Ausstellung TOMI UNGERER – IT’S ALL ABOUT FREEDOM zeigen die Deichtorhallen Hamburg in der Sammlung Falckenberg in Zusammenarbeit mit dem Tomi Ungerer Estate und dem Musée Tomi Ungerer in Straßburg erstmals einen umfassenden Querschnitt durch neun Jahrzehnte seines künstlerischen Schaffens – von Zeichnungen aus den 1930er-Jahren bis hin zu Objekten aus den 2010er-Jahren. Die Ausstellung, die zum 90. Geburtstag von Tomi Ungerer eröffnet wird, präsentiert knapp 400 Exponate und wirft ein neues Licht auf Ungerers Werk, indem sie die politischen und stilistischen Linien und Brüche in seiner künstlerischen Dimension nachvollziehbar macht. Mit zahlreichen unveröffentlichten Arbeiten sensibilisiert sie zudem für die künstlerische Dimension seines umfangreichen Werkes, das etwa Bezüge zu Otto Dix, Lyonel Feininger und John Heartfield, aber auch zu Martin Kippenberger und Martha Rosler aufweist.

In Ungerers Werken sind die Grenzen zwischen angewandter. Illustrierender und freier Kunst gleichsam aufgehoben: Sich zwischen Zeichnung, Collage und Assemblage bewegend, zeigt sich Ungerer als »free-wheeling artist«, der seiner Suche nach der Condition humaine nachgeht. In der Ausstellung wird dies nicht zuletzt durch Filme mit und über Tomi Ungerer dokumentiert.

Ein thematischer Strang der Ausstellung in der Sammlung Falckenberg spürt den Verbindungen zwischen Motiven aus Ungerers Kinderbüchern und Motiven aus seinen gesellschaftspolitischen sowie biographischen Büchern nach. Gezeigt werden außerdem unveröffentlichte Werke und Werkgruppen aus dem Frühwerk als auch Vorstudien für Bücher oder Beobachtungen aus seiner Zeit in den USA, Kanada und Südirland. Der Großteil der Werke stammt aus dem Tomi Ungerer Estate in Cork, Irland und wird durch eine umfassende Auswahl aus dem Musée Tomi Ungerer-Centre international de l’Illustration sowie zusätzliche Leihgaben aus Galerien und Privatbesitz ergänzt. Ein speziell für Kinder eingerichteter Raum präsentiert die zeichnerische Erzählwelt der Kinderbücher Ungerers. Darüber hinaus sind Filme mit und über Tomi Ungerer in der Ausstellung zu sehen. Der unmittelbare Bezug zur Sammlung Falckenberg wird in der Ausstellung mit ausgewählten Exponaten aus der Sammlung eindrucksvoll veranschaulicht.

 

Das Werk Ungerers ist stark von den politischen Ereignissen seiner Zeit beeinflusst. In der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Ungerer die gegenseitigen Sprachverbote der deutschen und französischen Regierung in Straßburg. In der Grenzregion aufgewachsen verlor Ungerer seine kulturelle und gesellschaftliche Zugehörigkeit. Dieser Verlust der kulturellen Identität prägte Tomi Ungerer sein ganzes Leben. 1956 ging er nach New York, wo er unter anderem Plakate für die New York Times gestaltete. In Underground Sketchbook (1964) und The Party (1966) karikierte er die amerikanische Gesellschaft, seine Plakatillustrationen thematisierten den Vietnam-Krieg und den alltäglichen Rassismus. Ungerers Gesellschaftskritik stieß jedoch auf wenig Akzeptanz und veranlasste ihn, mit seiner Familie nach Kanada zu ziehen. Die politischen Verhältnisse, der Schwermut und der langsame Verfall Neuschottlands, von denen sich Ungerer umgeben sah, spiegeln sich unter anderem in seinem später erschienenen Buch Slow Agony (1983) wider. 1976 siedelte er mit seiner Frau Yvonne Wright und den gemeinsamen Kindern auf eine Farm nach Südirland um, wo er – unterbrochen von einem mehrmonatigen Rechercheaufenthalt zu seinem Buch Schutzengel der Hölle (1986) in den Achtzigerjahren in Hamburg – bis zu seinem Tod lebte und arbeitete.

 

ÜBER TOMI UNGERER (1931–2019)

Tomi Ungerer, 1931 in Straßburg geboren und 2019 im irischen Cork gestorben, lebte und arbeitete von 1956 bis 1971 in New York und verbrachte dann einige Jahre in Nova Scotia, Kanada. Seine Arbeiten wurden in vielen Einzelausstellungen gezeigt, u.a. im Museum Folkwang, Essen (2016), Kunsthaus Zürich (2015), Museum Wilhelm Busch, Hannover (2014), Caricatura Museum für Komische Kunst, Frankfurt (2012), Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall (2010), Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg (1999) und Deutsches Historisches Museum, Berlin (1999)

 

 



 

„Unsichtbar in der großen Stadt“ von Sydney Smith und „100 Kinder“ von Christoph Drösser und Nora Coenenberg gewinnen den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 in den Kategorien Bilderbuch und Sachbuch

 

 

(Stuttgart/Nidda/ga) - Wir freuen uns mit den Kollegen des Thienemann-Esslinger Verlags, dass das Werk von Sydney Smith in der Übersetzung von Bernadette Ott: „Unsichtbar in der großen Stadt“ (Aladin) und die Originalentwicklung „100 Kinder“ von Christoph Drösser und Nora Coenenberg (Gabriel) mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 ausgezeichnet wurden. Der mit jeweils 10.000 Euro dotierte Preis wurde am Freitag, den 22.10.2021 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen.

 

Sydney Smith: Unsichtbar in der großen Stadt

 

Allein in der großen Stadt zu sein, ist manchmal unheimlich. Besonders, wenn man klein ist und alles um einen herum so laut und riesengroß. Da ist es gut, wenn es jemanden gibt, der die besten Geheimverstecke kennt, zum Beispiel unterm Haselstrauch oder hoch oben im Walnussbaum.

 

In der Jurybegründung heißt es:

 

„Sydney Smith hat ein Meisterwerk der Bilderbuchkunst geschaffen, zum ersten Mal als Autor und Illustrator. Virtuos nutzt er eine Fülle an Gestaltungsmöglichkeiten. Kaleidoskopartig spiegeln die Bildformate die vielen Eindrücke. Pinselstrich und pointiert eingesetzte Farbigkeit inmitten von Weiß, Schwarz und Grauschattierungen schaffen eine Atmosphäre, die man mit allen Sinnen wahrzunehmen scheint. Manche Andeutung versteht man erst Seiten später, blättert zurück, wird zum wiederholten Anschauen angeregt. Ein ermutigendes Bilderbuch – es zeigt auf künstlerisch beeindruckendem Niveau, dass Kinder auch in schwierigen Situationen selbständig und zuversichtlich denken und handeln können.“

 

Hans ten Doornkaat schrieb in der NZZ am Sonntag: „Genial filmisch erzählen die Bilder, subtil gibt die Tonspur nach und nach den Zweck des Suchens preis. Kunstvoll komponiert, souverän gemalt und doch eine Geschichte, die ans Herz geht.“

 

Das Bilderbuch wurde 2020 unter anderem bereits mit dem LUCHS des Monats im Dezember ausgezeichnet, der von der ZEIT und Radio Bremen vergeben wird.

 

 

Sydney Smith zeichnet seit früher Kindheit, die er in Nova Scotia in Kanada verbracht hat. Seit seinem Uniabschluss hat er zahlreiche Kinderbücher illustriert und erhielt für »Überall Blumen« die Auszeichnung »New York Times Best Illustrated Children‘s Book«; das von ihm illustrierte Bilderbuch »Stadt am Meer« war im Jahr 2019 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Er lebt mit seiner Familie in Halifax, Nova Scotia.

 

 

Sydney Smith: Unsichtbar in der großen Stadt

Aus dem kanadischen Englisch von Bernadette Ott

Bilderbuch ab 4, 48 Seiten, ISBN: 978-3-8489-0176-0, EUR 18,00, Stuttgart: Aladin 2020.

 

Christoph Drösser & Nora Coenenberg: 100 Kinder

 

Verblüffend, wie die Welt aussieht, wenn wir das Leben von 100 Kindern betrachten, die für die zwei Milliarden Kinder auf der Erde stehen. Ihr Alltag auf verschiedenen Kontinenten, in unterschiedlichen Religionen, fremden Ländern und Kulturen wird anhand statistischer Zahlen für Kinder verständlich erklärt und im Infografik-Stil anschaulich bebildert.

 

In der Jurybegründung heißt es:

 

„Stellvertretend für die rund zwei Milliarden Kinderleben weltweit stehen hier die titelgebenden 100 Kinder: 52 Jungen und 48 Mädchen. Von ihnen leben nur sechs in Europa, vier in Nordamerika, acht in Südamerika, ein einziges in Australien, aber 25 in Afrika und 56 in Asien. Ausgehend von dieser Standortbestimmung entwirft das Buch in einer klug abgestimmten Kombination aus Texten, Illustrationen und Infografiken ein umfangreiches Tableau an gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Aspekten, zeigt Diversität, benennt Unterschiede und Gemeinsamkeiten, spricht Probleme und Ungerechtigkeiten an, weiß Erstaunliches und Kurioses zu berichten. Sachlich, unaufgeregt und verständlich regt es zum Nachdenken an, lässt staunen und macht neugierig auf die Welt und ihre Kinder.“

 

Miriam Opresnik urteilte im Hamburger Abendblatt: „Das alles ist so lebendig aufgeschrieben, dass man '100 Kinder' gar nicht als Sachbuch bezeichnen mag. Weil das viel zu trocken dafür klingt, was dieses Buch ist: Eine spannende Entdeckungsreise durch die Lebenswelt von Kindern."

 

„100 Kinder“ wurde unter anderem bereits als Buch des Monats März 2020 von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach ausgezeichnet.

 

 

Christoph Drösser lebt als freier Journalist und Autor in San Francisco (USA). Davor war er 18 Jahre lang bei der Wochenzeitung DIE ZEIT Redakteur im Ressort Wissen. Dort schuf er unter anderem die Kolumne "Stimmt's?“, in der er Fragen seiner Leser nach Alltagsphänomenen beantwortet. Christoph Drösser hat 20 Bücher veröffentlicht, darunter auch zwei Kinderbücher zu Wissensthemen.

 

 

Nora Coenenberg ist Illustratorin, Infografikerin und Editorial Designerin und wohnt in Hamburg. Seit 2012 gehört sie zum Team von DIE ZEIT und konzipiert hier u.a. die wöchentliche Infografikseite. Neben dieser Tätigkeit gestaltet sie gern alles, worin Zahlen vorkommen, zum Beispiel Geschäftsberichte und Kindersachbücher. Außerdem unterrichtet sie, berät andere Künstler bei der Gestaltung ihres Portfolios und hält Vorträge zum Thema Grafikdesign.

 

  

Christoph Drösser: 100 Kinder

Mit Illustrationen von Nora Coenenberg

Sachbuch ab 8, 104 Seiten, ISBN: 978-3-522-30537-2, EUR 14,00, Stuttgart: Gabriel 2020.


Guggenheim Museum Bilbao

Women in Abstraction

Mujeres de la abstracción. Foto: Guggenheim Museum Bilbao
Mujeres de la abstracción. Foto: Guggenheim Museum Bilbao
  • Dates: October 22, 2021 – February 27, 2022
  • Curators: Christine Macel, Chief Curator at the Centre Pompidou; Karolina Lewandowska, Curator of Photography and Director of the Museum of Warsaw, in collaboration with Lekha Hileman Waitoller, Curator of the Guggenheim Museum Bilbao
  • Exhibition organized by the Centre Pompidou Paris in collaboration with the Guggenheim Museum Bilbao.
  • Sponsored by: Fundación BBVA

 

-       Women in Abstraction sets out to write the history of the contributions made by female artists to abstraction in the 20th century, through to about the 1980s, with a few incursions into the 19th century.

-       In accordance with the terms chosen for the title, the artists are presented here as players and cocreators in their own right, of modernism and its legacy.

-       The exhibition reveals the process of invisibilization that marked the work of these female artists, while still presenting their positions, with all their complexities and paradoxes. Many of these artists adopted a non-gendered identity while others laid claim to a “female” art.

-       This history aims to be open, embracing dance, the decorative arts, photography and film. The perspective is also intended to be comprehensive, including the modernities of Latin America, the Middle East and Asia, while not forgetting African American women artists and Spanish artists, some of whom have not had international recognition, in order to recount a multi-voiced history and reach beyond the western canon.

 

The Guggenheim Museum Bilbao presents Women in Abstraction, an exhibition sponsored by the BBVA Foundation that shares a new vision of the history of abstraction from its origins to the 1980s through the works of more than one hundred female artists that span visual arts, dance, photography, film, and decorative arts. Through a chronological analysis, the exhibit highlights the processes that led to the invisibility of female artists and points out some of the milestones that marked the history of abstraction, while questioning esthetic canons, without defining a new one.


TV-Kritiker aus aller Welt wählen The Wire auf den ersten Platz

BBC Culture benennt die 100 besten Fernsehserien des 21. Jahrhunderts

  #TVOfTheCentury

 

(London/BBC Culture/BBC.com)  – BBC Culture – das Kulturportal von BBC.com hat seine Liste der 100 größten TV-Serien des 21.Jahrhunderts veröffentlicht. 206 Kritiker, Wissenschaftler und Branchenexperten aus der ganzen Welt haben an der Umfrage teilgenommen, die damit die größte und internationalste Umfrage unter Experten zu diesem Thema ist.

 Den Spitzenplatz konnte The Wire (2002-08) für sich verbuchen, nahezu ein Viertel (23 Prozent) aller Befragten listete die Serie auf den ersten Platz, sie wurde als die bis dato größte TV-Serie des 21.Jahrhunderts eingestuft, fast 48 Prozent gaben ihr eine Einstufung unter ihren Top 10.

 

 Die 10 besten Fernsehsendungen aus der Liste sind unten aufgeführt. Die vollständige Liste ist hier zu finden: https://www.bbc.com/culture/article/20211015-the-100-greatest-tv-series-of-the-21st-century

 The Wire (2002-2008) 

  1. Mad Men (2007-2015)
  2. Breaking Bad (2008-2013)
  3. Fleabag (2016-2019) – die bestbewertete Serie einer Frau
  4. Game of Thrones (2011-2019)
  5. I May Destroy You (2020) – Die neueste Serie in den Top 10
  6. The Leftovers (2014-2017) – Showrunner Damon Lindelof ist der erfolgreichste in der Umfrage, mit drei Serien unter den Top-30 
  7. The Americans (2013-2018)
  8. The Office (UK) (2001-2003)
  9. Succession (2018-)

 Die Befragten kamen aus 43 Ländern, darunter Albanien, Kolumbien, Israel, Nigeria, Südkorea und Trinidad sowie Tobago, und sprachen insgesamt 35 Sprachen. Die Umfrage war auch geschlechtsspezifisch ausgewogen: 100 der 206 Kritiker bezeichneten sich als weiblich (49 %), 104 als männlich (50 %) und 2 als nicht-binär (1 %).

 Der BBC-Kulturjournalist Hugh Montgomery sagte: “Wir freuen uns, die weltweite Kritikerumfrage von BBC Culture zu den 100 besten Fernsehserien des 21. Jahrhunderts zu präsentieren, die umfassendste Umfrage ihrer Art. Wir haben uns über die große Resonanz sehr gefreut und hoffen, dass diese Liste Diskussionen auslöst und dazu anregt, sich viele der wunderbaren Serien anzusehen, die dazu beigetragen haben, das Fernsehen zu einer der wichtigsten Kunstformen des neuen Jahrtausends zu machen.”

 

 Die Analyse zeigt, dass Englisch die beliebteste Sprache in den Top 100 ist, da es die Hauptsprache von 92 Serien ist, aber es gibt auch Sendungen in Dänisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Schwedisch. 79 Serien in den Top 100 wurden von Männern, elf von Frauen und zehn von einer Kombination aus Männern und Frauen geschaffen. 67 Dramen schafften es in die Top 100 und 30 Komödien (außerdem sind zwei Dokumentarserien und eine Reality-TV-Show in der Liste enthalten).

 Auf BBC Culture finden Sie die vollständige Liste der Kritikerabstimmung sowie Beiträge darüber, warum “The Wire” auf den ersten Platz gewählt wurde, warum I May Destroy You” die Zukunft des Fernsehens ist, wie sich die Art und Weise, wie wir fernsehen verändert hat und 25 Serien, die das 21. Jahrhundert repräsentieren.Weitere Beiträge über das Fernsehen im 21. Jahrhundert werden in den kommenden Wochen erscheinen.

 

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 Dies ist die erste Fernsehkritikerumfrage von BBC Culture - zuvor hat BBC Culture bereits jährliche Umfragen von Filmkritikern veröffentlicht, darunter die hundert besten Filme von weiblichen Regisseurendie hundert besten nicht-englischsprachigen Filme,die hundert besten Komödien aller Zeiten, und die größten Filme des 21.Jahrhunderts.

 

 BBC.com ist die globale digitale Nachrichtenplattform der BBC Studios, die jeden Monat mehr als 139 Millionen Nutzern auf PCs, Tablets und mobilen Geräten aktuelle internationale Nachrichten, ausführliche Analysen und Features wie BBC Worklife, BBC Culture, BBC Future, BBC Travel und BBC Reel bietet.  BBC World News ist weltweit in mehr als 200 Ländern und Territorien sowie in über 450 Millionen Haushalten und 3 Millionen Hotelzimmern zu empfangen. Der Sender ist auch auf über 180 Kreuzfahrtschiffen und bei 53 Fluggesellschaften verfügbar, darunter 13, die den Sender live an Bord übertragen.


Jubiläumsprojekt erhält den OPUS KLASSIK in der Kategorie „Sonderpreis für Publikums- & Partizipationsprojekte“

Opus Klassik in Würzburg angekommen!

Gewinner Fotoshooting 100 für 100 OPUS KLASSIK (c) Dita Vollmond
Gewinner Fotoshooting 100 für 100 OPUS KLASSIK (c) Dita Vollmond

(Würzburg/pm) - Das Mozartfest Würzburg erhielt für das Bürgerprojekt „100 für 100“ den OPUS KLASSIK in der Kategorie Publikums- und Partizipationsprojekte. Die Preisverleihung fand am 10. Oktober 2021 im feierlichen Rahmen einer Galaveranstaltung in Berlin statt und wurde für ein breites Publikum im ZDF übertragen. Mit dieser wichtigen Auszeichnung wird die Jubiläumssaison der Hundertjahrfeier des Mozartfestes Würzburg 2021 höchst erfolgreich gekrönt und den vielen Akteuren einer ganzen Stadtgesellschaft ein großes Kompliment ausgesprochen: Für ihr leidenschaftliches Engagement für die Gemeinschaft und die Auseinandersetzung mit Mozart.

 

Am gestrigen Donnerstag hat das Mozartfest alle Projektteilnehmer in den Hofgarten der Würzburger Residenz eingeladen. Jedes einzelne Projekt erhielt hier eine eigene OPUS KLASSIK-Gewinnerurkunde. Gefördert wurde „100 für 100“ und die zahlreichen Einzelinitiativen unter anderem durch den Freundeskreis Mozartfest Würzburg e.V., die Sparkasse Mainfranken Würzburg und die Bayerische Sparkassenstiftung.


Kronacher Kunstverein: Neue Sichtweisen auf Zeit und Raum

Lux Serpentinata ist der Titel eines Lichtobjekts, das die Berliner Künstlerin Susanne Rottenbacher aktuell im Kronacher Kunstverein zeigt. Foto: Sabine Raithel
Lux Serpentinata ist der Titel eines Lichtobjekts, das die Berliner Künstlerin Susanne Rottenbacher aktuell im Kronacher Kunstverein zeigt. Foto: Sabine Raithel

 

(Kronach/pm) - Der Kronacher Kunstverein präsentiert eine außergewöhnliche Werkschau zweier Berliner Künstler: faszinierende Lichtobjekte von Susanne Rottenbacher und eine raumgreifende multimediale Installation von Markus Butkereit. Beide Künstler beschäftigen sich mit Begriffen wie Schönheit und Vergänglichkeit sowie Raum und Zeit.

 

Ihre Objekte scheinen förmlich zu schweben: federleichte und doch enorm ausdrucksstarke Lichtsymphonien, die sich kontinuierlich - je nach Lichteinfluss  - verändern und zwischen zurückhaltend elegant am Tag und dynamisch energetisierend und farbexplosiv in der Nacht oszillieren. Susanne Rottenbacher ist eine wahre Lichtpoetin. Ihre Arbeiten wirken wie von Hand gemalte Lichtbilder. Und mit ihnen erzählt sie ihre faszinierenden Geschichten. Sie wirft Schwünge, Linien und Formen in den Raum - und lässt sie auch wieder verschwinden. So schafft die Künstlerin mit Licht neue Dimensionen. Die Botschaft lautet: Veränderung.

Susanne Rottenbacher, 1969 in Göttingen geboren, studierte in New York an der Columbia University  Bühnenraum und absolvierte danach ein Studium in Licht an der Bartlett School of Architecture and Planning in London. Sie arbeitete als Bühnenbildnerin an der Deutschen Oper Berlin und als Lichtbildnerin für das Büro „LichtKunstLicht“. In diesem Kontext konzipierte sie unter anderem das Licht-Design des Bundeskanzleramtes und der Regierungsneubauten. Arbeiten, mit denen sie großes Renommee errang. Seit 2004 ist sie als freie Lichtkünstlerin in Berlin tätig - und international gefragt. U.a. schuf sie für die Swarovski Kristallwelten in Innsbruck einen faszinierenden vertikalen „Seerosenteich“ aus Licht und Glas. Im Kronacher Kunstverein zeigt Susanne Rottenbacher u.a. ihr märchenhaft filigranes Lichtobjekt „Lux Serpentinata“. Die Außeninstallation wird in den nächsten Wochen die Terrasse am Kronacher Kreiskulturraum illuminieren.

Wie macht man einen Raum sichtbar? In welcher Zeitlichkeit nehmen wir unsere Umgebung und die in ihr stattfindenden Bewegungen wahr? Wie kann man den menschlichen Körper in Relation zu den Teilchen setzen aus denen er besteht? Das sind die Fragen, die den Berliner Installationskünstler Markus Butkereit umtreiben. Der 1976 in Berlin geborene Künstler zeigt in der Galerie des Kronacher Kunstvereins seine exklusiv für Kronach konzipierte, raumgreifende Installation „Suspension - Saltation - Reptation“.

Butkereit geht es darum, einen Raum zu schaffen, in dem es dem Betrachter möglich ist, sich in seiner Vorstellung mit seiner eigenen atomaren Struktur auseinanderzusetzen. Die Komplexität physikalischer Vorgänge inszeniert er mit Techniken aus dem Bereich der Spezialeffekte wie man sie aus dem Kino kennt. Den Betrachter lädt der Künstler dabei ein, seine Sehgewohnheiten zu überprüfen und zu hinterfragen.

Die Ausstellung mit Arbeiten von Susanne Rottenbacher und Markus Butkereit hat der Kronacher Kunstverein unter den Titel „We never sleep“ gestellt. Zu sehen sind die Arbeiten noch bis 24.10.2021

Kronacher Kunstverein, Siechenangerstraße 13, 96317 Kronach |
Öffnungszeiten: donnerstags bis sonntags, jeweils von 15:00 bis 18:00 Uhr |
Der Eintritt ist frei.

Mehr Infos: www.kunstverein-kronach.de


Ein Archipel an Geschichten:

Die Philippinen auf der Frankfurter Buchmesse 2021

Foto: fame creative lab
Foto: fame creative lab

(Manila / Frankfurt/pm) - Die Philippinen sind nicht nur ein Inselparadies erster Güte, sondern können durch ihre vielfältige Geschichte auch mit einem reichen kulturellen Erbe aufwarten. Und ebenso reich wie seine Geschichte ist auch die Literatur des Landes: Gespickt mit Epen, Mythen und Geschichten, die dreieinhalb Jahrhunderte der Kolonialisierung überstanden haben und mündlich oder schriftlich von Generation zu Generation überliefert wurden.

Mit diesem literarischen Reichtum präsentieren sich die Philippinen vom 20. bis 24. Oktober 2021 zum sechsten Mal in Folge auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 6.0 an Stand C119.

Im Gepäck hat der Inselstaat jede Menge aufregende Neuerscheinungen von aufstrebenden Autoren und altbekannten Gesichtern. Zu den präsentierten literarischen Werken zählt beispielsweise „Remains“, der Debütroman von Daryll Delgado, der Erinnerungen an den Super-Taifun Yolanda zum Leben erweckt, oder „Seven Slippers“ von Divine Gil Reyes und Benjor Catindig, eine bezaubernde Geschichte über Inklusion und Toleranz. 

Mindestens genauso aufsehenerregend wie die literarischen Werke selbst ist auch der Messestand der Philippinen. Unter dem Motto „Mythos, Magie und die Stadt: Die Rückgewinnung unserer Erzählung“ verbindet der Stand Bilder aus der philippinischen Mythologie mit Texturen aus ethnolinguistischen Designs und Mustern. Eine Reihe von Tafeln fügt sich zu einer Erzählung zusammen und schafft einen reichen Wandteppich der philippinischen Kultur und Identität.

Das kreative Gesicht dahinter ist die Designerin Jowee Alviar vom „Team Manila“. Team Manila ist ein preisgekröntes Designstudio aus der philippinischen Hauptstadt, das unter anderem zu den Organisatoren der jährlichen „Manila Design Week“ zählt. „Team Manila“ hat darüber hinaus die Visuals für die Erzählung „The Last Moon“ beigesteuert. Das daraus entstandene NFT wird als Erstes seiner Art auf der Buchmesse 2021 gelauncht. 

Und ein Besuch am Stand lohnt nicht nur wegen seines Designs. Darüber hinaus entführt ein spannendes Rahmenprogramm in den südostasiatischen Inselstaat. So heißt es beispielsweise am 20. Oktober um 10.00 Uhr: „Die Küche der Philippinen: 7.641 Arten, zu kochen“. Am 24. Oktober um 10.00 Uhr können Standbesucher unter dem Motto „Mythen, Städte und Gemeinden“ Spannendes über die 180 ethnolinguistischen Gruppen der Philippinen erfahren.

Die virtuelle Ausstellung „Mythen, Magie und Kindheit“ gibt mit einer Sammlung an Kinderbuchillustrationen wertvolle Einblicke in eine typische Kindheit im sonnigen Archipel.

Weitere Informationen zu den Philippinen gibt es unter https://www.morefunphilippines.de/ 

 

Über die Philippinen

Tausende von Inseln, und keine ist wie die anderen. Die Philippinen bestechen mit palmengesäumten Traumstränden, sattgrünen Reisterrassen, tropischen Regenwäldern, aufregenden Metropolen und endlosen Erlebnissen. Ob Begegnungen unter Wasser mit den seltenen Thresher Sharks oder zu Land mit den niedlichen Tarsiers, ob zu Fuß durch die legendären Chocolate Hills oder mit dem Boot über unterirdische Flüsse, ob auf den Spuren der kolonialen Vergangenheit in Manila oder unterwegs in der Natur – der Inselstaat vermag es immer wieder, zu überraschen und zu begeistern. Und die 108 Millionen Filipinos mit ihrem warmen Lächeln und ihrem unerschöpflichen Vorrat an Geschichten sind der lebende Beweis: It’s more fun in the Philippines!

 

 


Familienausstellung widmet sich den Themen Klimaschutz und Artenvielfalt

„Expedition Erde“ im Historischen Museum der Pfalz

Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer
Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer

(Speyer/pm) - Nur wenige Zentimeter unter unseren Füßen befindet sich ein verborgenes Reich, eine faszinierende Welt. Wäre es nicht spannend, einmal zu erforschen, was in der Erde geschieht? Dazu lädt die interaktive Familienausstellung „Expedition Erde. Im Reich von Maulwurf und Regenwurm. Eine Mitmachausstellung des ZOOM Kindermuseums Wien“ ein. Sie ist vom 10. Oktober 2021 bis zum 19. Juni 2022 im Historischen Museum der Pfalz in Speyer zu sehen.

 

Unzählige Lebewesen tummeln sich im Erdreich: angefangen von kleinsten Lebewesen, die wir mit bloßen Augen nicht sehen können, über Würmer und Käfer bis hin zu Ameisen und Erdhummeln. Auch Pilze wachsen zum größten Teil im Verborgenen. Sie bilden unterirdisch riesige Netzwerke und versorgen die Bäume mit Wasser. Die Ausstellung zeigt großen und kleinen Besucherinnen und Besuchern, wie sie dieses einzigartige Ökosystem schützen können. In der Ausstellung gehen sie auf eine Entdeckungstour in das Reich unter unseren Füßen. Dabei begegnen sie wahren Superhelden der Bodenarbeit wie dem Regenwurm. Für die Zeit der Ausstellung sind lebendige Regenwürmer im Museum eingezogen und lassen sich in einem speziell für sie gebauten Terrarium beobachten. Im Frühjahr werden weitere Tiere die Ausstellung bevölkern: Sobald die ersten Ameisenköniginnen aktiv sind, zieht ein Ameisenvolk ein. Das Zuhause für die kleinen Insekten, ein Formicarium, ist bereits vorbereitet und zeigt die verschiedenen, durch Röhren miteinander verbundenen Räume, die die Tiere zur Organisation ihres Lebens benötigen: So gibt es neben der Basisstation beispielsweise einen Futterraum und einen Friedhof.

 

„Unsere jungen Gäste werden auf eine spannende, unterirdische Mission geschickt, auf der sie viel Lehrreiches entdecken – hilfreiches Wissen für die großen Herausforderungen unserer Zeit, den Kampf gegen den Klimawandel und den Erhalt der Artenvielfalt,“ erklärte Museumsdirektor Alexander Schubert.

 

Zu den spannenden interaktiven Angeboten der Ausstellung zählen eine Forschungsstation zur Photosynthese, ein Bodenlabor und ein historischer Traktor, der zum Spielen einlädt. Kurze Filmbeträge erzählen vom Leben der Erdhummel oder der Kommunikation zwischen Pilzen und Bäumen.

 

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Feiertagen sowie in den rheinland-pfälzischen, baden-württembergischen und hessischen Schulferien auch montags von 10 bis 18 Uhr.

Aktuelle Informationen zu den jeweils gültigen Corona-Vorgaben unter www.museum.speyer.de. Weitere Informationen zur Ausstellung unter www.expedition-erde-ausstellung.de

 

 


„Bibi Blocksberg und die Generation Kassettenkinder“ – der offizielle Podcast von und für erwachsene Fans

Foto: KIDDINX
Foto: KIDDINX

 

(Berlin/pm) - Die prominenteste Hörspielfigur im deutschsprachigen Raum bekommt einen eigenen, offiziellen Podcast: „Bibi Blocksberg und die Generation Kassettenkinder“. Das Konzept: Langjährige Wegbegleiter von Bibi sprechen über Hörspiel-Mythen, Ungereimtheiten und generationenübergreifende Fanliebe. 24 Podcast Folgen sind produziert, 10 weitere sind in Planung. 

 

Das Rattern der Kassettenrekorder und stundenlang Bibi-Hörspiele in Endlosschleife – für Kinder der 80er Jahre eine nostalgische Erinnerung an schöne Kindheitstage. 

Seit 41 Jahren begeistert die willensstarke Junghexe aus Neustadt mit ihrer frech-fröhlichen Art und ihrem unverkennbaren Hex hex. Seither wuchsen ganze Generationen von Kindern mit den Abenteuern von Bibi Blocksberg und Kartoffelbrei auf. Und nicht erst seitdem die Insights der Streamingplattformen zeigen, dass zwischen 22 Uhr abends bis 4 Uhr morgens die Zugriffszahlen steil nach oben gehen, weiß KIDDINX, dass Bibi Blocksberg eine riesige erwachsene Community hat, die nach Feierabend Entspannung bei ihrer Kindheitsheldin sucht. 

Für junge und alte Bibi-Fans gibt es ab dem 8. Oktober 2021, jeden Freitag, den Podcast „Bibi Blocksberg und die Generation Kassettenkinder“. Die 24 Folgen werden auf allen Streamingplattformen wie Spotify, Amazon Music Apple Music und Deezer sowie bei YouTube ausgestrahlt: https://kiddinx.lnk.to/generation_kassettenkinder  

Worum geht es im offiziellen Podcast? 

Ganze Internetforen beschäftigen sich mit der Frage, wo Bibis Bruder Boris abgeblieben ist und ob er jemals zurückkommen wird. In den Social Media-Kanälen von Bibi wird seit Jahren hitzig darüber diskutiert, wer im Hause Blocksberg denn nun eigentlich die Hosen anhat, welches die beste Folge aller Zeiten ist und weshalb Bernhard mit Frau Kohl nach Mallorca gefahren ist. 

Diese und andere Fragen und Phänomene besprechen die beiden erwachsenen Moderator:innen mit Leidenschaft. Sie binden dabei die Fragen der Community ein und stellen deren Fragen stellvertretend an Gäste, wie der Sprecherin von Bibi Blocksberg, Susanna Bonaséwicz, der Bibi Blocksberg Erfinderin Elfie Donnelly, dem Autor der Hörspiele Klaus P. Weigand und prominenten Fans, wie dem Modedesigner Kilian Kerner und der Berliner Drag Queen Bambi Mercury.  

Die Moderator:innen: Antje Wessels und Stefan Springer aka „Der Springer aus Herten“

Antje Wessels und „Der Springer aus Herten“ sind Bibi-Fans seit Kindheitstagen an und moderieren gemeinsam den Podcast.

Filmkritikerin und Bloggerin Antje Wessels arbeitet als Freelancerin für Rocket Beans TV Hamburg, dem Produzenten des Podcast, und kennt sich bestens im Bibi-Universum aus. Sie war der perfekte Fit für die Besetzung eines Fans als Moderatorin. 

Der Moderator Stefan Springer, wohnhaft in Herten, aka „Der Springer aus Herten“ ist der wohl größte Bibi-Fan aller Zeiten und wird insgeheim von seinen Anhängern „Bibipedia“ genannt. Seit seiner Kindheit sammelt er akribisch Hintergrundwissen zu allen Bibi-Hörspielen und verblüfft im Podcast mit schier unglaublichem Wissen zum Bibi- Universum. Längst hat er sich innerhalb der Bibi-Fan-Community mit seinem Rezensionsformat „Der Springer aus Herten kommentiert“ auf YouTube eine eigene Fanbase aufgebaut: https://www.youtube.com/hashtag/derspringerkommentiert

Zu Gast im Studio: langjährige Begleiter und Mitstreiter von Bibi 

Die beiden Moderator:innen beleuchten unterhaltsam das Bibi-Universum aus Sicht der Fans und interviewen spannende Gäste , die die Welt von Bibi Blocksberg maßgeblich mitgestaltet haben.  Mit dabei sind u.a.: 

  • Elfie Donnelly, die Erfinderin von Bibi Blocksberg und Autorin der allerersten Episoden
  • Susanna Bonaséwicz, seit über 40 Jahren die unverkennbare Stimme von Bibi Blocksberg
  • Klaus P. Weigand, Autor von Bibi, der seit über 25 Jahren die Hörspielgeschichten schreibt. 
  • Carsten Richter, einer der letzten Geräuschemacher, der die Hörspielgeräusche noch vor Ort und per Hand kreiert. 
  • Carsten Brüse, Tonmeister, verantwortlich für Töne, die Millionen Deutscher in Sekunden erkennen. Hexhex.
  • Kilian Kerner, Berliner Modedesigner und passionierter Bibi-Verehrer, der ihr eine eigene Fashion-Kollektion gewidmet hat. 

Die Community darf mitbestimmen

Bibi Blocksberg hat eine große Followerschaft bei YouTube, Facebook und Instagram. Und diese Fan-Community wurde von Anfang an in den Podcast mit einbezogen. Nicht nur, dass sie über den Titel des Podcasts abstimmen durfte, auch bei der inhaltlichen Gestaltung haben die Fans ein Wörtchen mitzureden. 

Über Instagram Audio Message können die Fans ihre ganz persönlichen Fragen an die Gäste einschicken, die dann im Studio per Live-Einspieler gestellt werden. 

Produziert von Rocket Beans TV

Produziert wird das Format von Rocket Beans TV Hamburg. Seit seinem Start 2015 hat sich Deutschlands einziger unabhängiger Online-TV-Sender zum europaweit erfolgreichsten Kanal auf der Streaming-Plattform Twitch entwickelt. Und seit 2016 sendet Rocket Beans TV 24 Stunden pro Tag auf YouTube. Mehr unter https://rocketbeans.tv/ 

 

 

Foto: KIDDINX
Foto: KIDDINX

Jubiläumsausstellung präsentiert Neues zur Vergangenheit des UNESCO Welterbes Kloster Lorsch:

„Geschichte schöpfen – Quellen aus einem Brunnen“

(Lorsch/pm) - Im 30. Jahr der Verleihung des UNESCO Welterbetitels an Kloster Lorsch bringt eine Jubiläumsausstellung einmalige Funde aus einem alten Brunnen zum Vorschein. Die multimediale Schau „Geschichte schöpfen – Quellen aus einem Brunnen“ zeigt dem Publikum vom 6. Oktober 2021 an erstmals einen seltenen „Atzmann“. Die Skulptur aus dem 13. Jahrhundert ist ein steinerner Pultträger, der sich jetzt in die kleine Zahl erhaltener Exemplare dieses Typus einreiht: Nur 19 weitere waren bisher bekannt. Der „Atzmann“ und viele andere spektakuläre Architektur- und Figuren- Werkstücke waren in der Wandung eines barocken Brunnens verbaut. Sie stammen aus der zerstörten Lorscher Nazarius-Basilika, von der nur noch ein Baufragment existiert. Sie war einst als „Wunder an Pracht und Schönheit“ gerühmt worden. Die Neuentdeckungen lassen auf eine Blütezeit klösterlicher (Bau)Kunst auch in nachkarolingischer Zeit schließen. Am Dienstag (5.Oktober) wurde die von der Baudenkmalpflegerin Dr. Katarina Papajanni kuratierte Ausstellung im Schaudepot Zehntscheune in Anwesenheit der Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ayse Asar, eröffnet. Sie bleibt bis 28. November 2021 zugänglich und ist nach einer Winterpause wieder vom 1. März bis 30. Oktober 2022 zu besuchen.

 

Bei der Untersuchung eines alten Brunnens auf dem Gelände des UNESCO Weltkulturerbes Lorsch vor einigen Jahren kamen unerwartet qualitätsvolle mittelalterliche Architektur- und Skulpturfragmente zum Vorschein. Eingebaut in die Wandung konnten einige von ihnen geborgen werden. Das Staunen über diese Funde war damals groß. Nach gründlicher Dokumentation, Restaurierung und wissenschaftlicher Einordnung sind sie nun erstmals öffentlich zu sehen. Die am 6. Oktober 2021 eröffnete Ausstellung “Geschichte schöpfen – Quellen aus einem Brunnen” der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (SG) ist der Höhepunkt des Jubiläumsprogramms zu 30 Jahren UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch. Die Präsentation im Schaudepot Zehntscheune spiegelt nach Meinung der Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ayse Asar, die Qualität und den Auftrag einer Welterbestätte. “Dies ist ein authentischer Ort der Geschichte, an dem Menschen dank beispielhafter Vermittlungsinitiativen von Neugierigen zu Wissenden werden. Kloster Lorsch hat uns immer wieder mit Aufsehen erregenden Ausstellungen begeistert, darunter die anthropologische Schau “Begraben und Vergessen. Knochen erzählen Geschichte” zu menschlichen Überresten. Stets werden der Vergangenheit neue wichtige Erkenntnisse entlockt und verständlich für das Publikum aufbereitet. Der Atzmann ist eine Sensation.”

 

Werkstücke werfen neues Licht auf die Geschichte des Klosters

Die kostbaren Steinmetzarbeiten, die im oberen Teil des zehn Meter tiefen barocken Brunnens verbaut waren, gehörten einmal zur Ausstattung der ehemaligen Lorscher Nazarius-Basilika. Von dem Gotteshaus mit seinen Anfängen in der Karolingerzeit, das als Wunder an Pracht und Schönheit” gerühmt wurde, ist heute nur noch der westliche Teil des Mittelschiffs (das sogenannte Kirchenfragment) erhalten. Zu den Werkstücken aus dem Brunnen gehören unter anderem die ornamentierten Elemente einer Chorschranke aus romanischer Zeit sowie Fragmente von gotischen Skulpturen mit bedeutenden Farbfassungsresten. „Die Entdeckung der wiederverwendeten Spolien ist aus unserer Sicht nicht hoch genug einzuschätzen”, sagt Kirsten Worms, Direktorin der SG. “Sie werfen ein neues Licht auf die Geschichte des Klosters. Eine Blütezeit, unbestreitbar für die Epoche der karolingischen Herrscher, ist jetzt auch für spätere Jahrhunderte am Ort greifbar. Uns erscheint es sogar möglich, das Kloster in der Kunst und Architektur des Hoch- und Spätmittelalters neu zu verorten. Wir freuen uns über diesen großen Zugewinn an Erkenntnissen.“


Kuriosität: ein “Atzmann”

Unter den kunsthistorisch hochbedeutenden Funden ist beispielsweise ein “Atzmann” aus dem 13. Jahrhundert: Diese seltene Bilderfindung gehört zu den Kuriositäten steinerner Kathedralskulptur des Mittelalters: Er wurde als ein Diener in Menschengestalt mit liturgischen Gewändern dargestellt, der auf Brusthöhe eine Pultplatte vor sich hält. Insgesamt sind aktuell nur 20 Atzmänner erhalten. Das neu entdeckte Lorscher Exemplar fordert eine Bezugnahme zu anderen heraus, beispielsweise zu jenen der weltbekannten Dome von Naumburg und Straßburg sowie zum Atzmann in der ehemaligen Chorherrenstiftskirche St. Peter in Fritzlar. Daher werden zum Vergleich diese drei “Verwandten” als digitale Modelle und alle weiteren Pultträger mit Fotografien in der Ausstellung gezeigt.

 

Der Brunnen gab Erzählung und Szenographie vor

Nach den Worten der Kuratorin und Baudenkmalpflegerin der SG, Dr. Katarina Papajanni, wurden die Objekte mit hochpräzisen 3DScans erfasst und mit unterschiedlichen Methoden der Bauforschung, Restaurierung und Kunstgeschichte sowie der Naturwissenschaften dokumentiert und analysiert. Zudem habe man mit den Funden früherer Grabungen einen erweiterten Kontext für manches hinzugekommene Werkstück geschaffen: Korrespondierende Arbeiten aus dem Altbestand des Lorscher Lapidariums wurden einbezogen. “Wir haben sämtliche Blickwinkel auf das neue Material eingenommen, um sie disziplinenübergreifend einzuordnen”, so Papajanni. Auch der Brunnenschacht selbst war Gegenstand gründlicher Erforschung. Er gab die Idee zu einer aufwändigen Szenographie für “Geschichte schöpfen – Quellen aus einem Brunnen” der Gestalterin Sabine Gutjahr (Exposition, Frankfurt). Papajanni und Gutjahr zielten darauf ab, die neuen Funde Interessierten aller Altersgruppen – auch ohne Vorkenntnisse – in ihrer Attraktivität und Bedeutung für Lorsch möglichst anschaulich vorzuführen.

 

Hinweis:

Die Ausstellung bleibt zunächst bis zum 28. November 2021 geöffnet. In der Winterpause der Zehntscheune finden jedoch weiterhin Führungen nach vorheriger Anmeldungen statt. Vom 1. März bis 30. Oktober 2022 ist die Schau wieder uneingeschränkt zugänglich. 2022 erscheint zu “Geschichte schöpfen – Quellen aus einem Brunnen” eine umfangreiche Publikation im Verlag Schnell & Steiner.

Noch im Jubiläumsjahr führen zwei kunsthistorische Vorträge in Themen ein, die die Ausstellung aufruft: Am 10. November 2021, 18:30 Uhr, stellt Dr. Anja Lempges vom Dom- und Diözesan-

 

Museum Mainz den aktuellen Stand der Forschung zum Skulpturentypus Atzmann vor: “Atzmann. Stummer Diener für lautes Lob”. Angelika Wellnhofer, Kunsthistorikerin aus Regensburg, gibt am 2. Dezember 2021, um 18:30 Uhr, einen allgemeinen Überblick zu Kunst, die aus dem Zeitgeschmack fiel: “Verschenkt, enthauptet, begraben. Das Schicksal der Kunst”. Beide Vorträge finden im Paul-Schnitzer-Saal am Museumszentrum statt.


„The place to be“ für die Musikszene:

Sting eröffnete das Reeperbahn Festival Hamburg

(Hamburg/pm) - „Das Reeperbahn Festival ist der ‚place to be′ für die deutsche und internationale Musikszene und ein Leuchtturm des Musikstandortes Deutschland". In ihrem Grußwort zur Eröffnung des 16. Reeperbahn Festivals unterstrich Prof. Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gestern die internationale Strahlkraft des Reeperbahn Festivals und setzte damit die Tonalität für die kommenden vier Tage. Viel mehr Internationalität und Präsenz in allen Programmbereichen als im Vorjahr und ein mit rund 25.000 Besucher*innen über vier Tage ausverkauftes Festival, dessen erster musikalischer Liveact 2021 gestern am Abend der Weltstar Sting war.

Am gestrigen Abend (22. September) wurde das 16. Reeperbahn Festival eröffnet und lockt noch bis zum 25. September Musikfreunde und –professionals in die Musikmetropole Hamburg. Nach einem weiteren Jahr, in dem die Musikwelt mit den Herausforderungen der Pandemie zu kämpfen hat, ist die Hoffnung allgegenwärtig, dass die nunmehr zweite pandemiegerechte Ausgabe des Reeperbahn Festivals einen weiteren Schritt zurück in einen regelmäßigen und internationalen Kulturbetrieb darstellt. Das Liveprogramm enthält in diesem Jahr rund 300 Konzerte von 250 Acts aus über 20 Ländern. Für die internationalen Fachbesucher*innen der Reeperbahn Festival Konferenz stehen über 150 Programmpunkte mit über 300 Speaker*innen bereit. Über 80 Programmpunkte aus den Bereichen Arts, Word Film und Education komplettieren das Angebot.

Die erwartete Besucher*innenzahl über vier Tage beträgt 25.000, davon rund 1.500 Fachbesucher*innen. Der internationale Musikpreis ANCHOR wird in diesem Jahr zum sechsten Mal verliehen, nominiert sind sechs Acts aus Großbritannien, Österreich und Deutschland, deren Konzerte auch über die Streaming-Plattform des Reeperbahn Festivals mitzuverfolgen sind. Dort stehen insgesamt rund 100 Programmpunkte zur Verfügung, darunter die Opening Show inkl. Performance von Sting, das Eröffnungskonzert von Joy Denalane sowie die ANCHOR Verleihung 2021. Mehr Informationen unter www.reeperbahnfestival.de.

Reeperbahn Festival versetzt Hamburg in einen Kulturrausch

Die Bedeutung des Festivals für die Stadt und ihre Kulturszene fasst Dr. Carsten Brosda, Hamburger Senator für Kultur und Medien zusammen: „Kunst und Kultur sind zurück und das Reeperbahn Festival bereitet der Musikwelt in Hamburg eine rauschende Bühne! In den kommenden Tagen ist die Hansestadt wieder Hauptstadt der Musik und begrüßt zahlreiche internationale Gäste auf den Bühnen der Musikclubs rund um die Reeperbahn. Das Reeperbahn Festival hat sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte für die Musikwelt entwickelt. Das hochkarätige Eröffnungsprogramm zeigt, dass dies gleichermaßen ein Festival der großen Stars und der großen Talente ist. Das Konferenzprogramm unterstreicht die zentrale Rolle des Reeperbahn Festivals als wichtigste deutsche Leitveranstaltung ihrer Art und macht seine internationale Relevanz deutlich.“

Seit dem Neustart der Kultur im Sommer befindet sich Hamburg in einem regelrechten Kulturrausch. Egal, für welches kulturelle Genre das Herz schlägt, diesen Herbst sichern Veranstaltungen aller Sparten den kulturellen Genuss in der Hansestadt. Unter dem Motto „OPEN ALL SENSES“ darf die Kultur wieder gemeinsam erlebt, gehört und gespürt werden. Neben dem Reeperbahn Festival als musikalischem Höhepunkt im Herbst sorgen auch weitere Festivals wie das Filmfest Hamburg für berauschende Festivalatmosphäre. Die Konzerthäuser und Theater sind in die neue Spielzeit gestartet, die Musicals sind zurück und die Museen und Kunsthäuser haben viele großartige Ausstellungen auf dem Plan. Und auch das Jahr 2022 wird mit einem kulturellen Highlight beginnen: Im Januar feiert Hamburg den fünften Geburtstag seines Wahrzeichens, der Elbphilharmonie. Mehr Kulturtipps unter www.kulturrausch.hamburg.

Das Konzertprogramm – internationale Gäste wieder live vor Ort

Europas größtes Clubfestival zeigt ein umfangreiches musikalisches Programm in rund 35 Spielstätten. Bisher angekündigte Konzert-Highlights 2021 sind dabei u.a. der australische Singer-Songwriter RY X, die Rapper Mavi Phoenix (AT), Goldroger (DE), die Indie-Elektroniker Weval II (NL), Pop-Act ILIRA (CH), Songwriter*innen Antje Schomaker (DE) und William Fitzsimmons (US), die Retro-Rock Institution Kadavar (DE) sowie Indie-Pop Bands wie JEREMIAS (DE) und Die Höchste Eisenbahn (DE). Auch in der Elbphilharmonie finden in diesem Jahr wieder Konzerte im Rahmen des Reeperbahn Festivals statt. Am Freitag spielen RY X (AU) und die ANCHOR Gewinner*innen 2020 ÄTNA x NDR Bigband (DE), während am Samstag Alice Phoebe Lou (ZA), Niklas Paschburg (DE) sowie erneut RY X (AU) auftreten werden. Im Filmprogramm stellt u.a. Regisseur Edgar Wright (UK) seinen Film „The Sparks Brothers” (UK/USA) vor. Das vollständige Programm gibt es hier online: www.reeperbahnfestival.com/de/festival/programm.

 

Mehr Hamburg:

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Größtes Britisches Rockfestival am 24. Juni  2022 Erstmals am Hockenheimring Line-Up mit Five Finger Death Punch und Sabaton bereits bestätigt

DOWNLOAD GERMANY PREMIERE MIT METALLICA

Foto: LiveNation
Foto: LiveNation

(Frankfurt/ln) - Download zählt seit Jahren zu den beliebtesten britischen Festival-Events, auf dem sich die stärksten und populärsten Rockbands und Metal-Ikonen präsentieren. Jetzt hat Download Germany mit Metallica am 24. Juni 2022 auf dem Hockenheimring Premiere. Und die Message für alle Fans ist klar: die beste und eindrucksvollste Hard´n´Heavy Music Experience überhaupt! 

Download Germany bietet dem authentischen Metal-Genre im legendären Motordrom am Hockenheimring ein neues Zuhause. Auf einer riesigen Doppelbühne agieren Ende Juni bis zu 10 Top Acts.

Zum Start gelang es dem Veranstalter Live Nation die ultimativste aller Rockbands als Headliner zu engagieren: METALLICA – die im Rahmen der Veröffentlichung ihres neu-remasterten Black Albums ihr einziges Deutschland-Konzert im nächsten Jahr bei Download Germany spielen werden.

Gemeinsam mit weiteren absoluten Rock-Schwergewichten wie Five Finger Death Punch und Sabaton (beide 2022 festivalexklusiv in Deutschland!) sowie über 70.000 erwarteten Besuchern will Download Germany für ein gewaltiges und nachhaltiges Echo sorgen. 

Für das Download Germany sind neben Festival-Tickets für den Innenraum Zutrittsberechtigungen für die Südtribüne erhältlich. In der ersten Preisstufe kosten die Innenraum Tickets 139 EUR inkl. Parken und VVK Gebühr. Für die Südtribüne sind Festival-Tickets ab 159 EUR inkl. Parken und VVK Gebühr verfügbar.

Alle Tickets sind als mobile Tickets oder alternativ zum Ausdrucken als TicketFast erhältlich.

Weitere detaillierte Informationen rund um das Download Germany, Ticketing sowie die allgemeinen Geschäftsbedingungen finden sich unter www.downloadgermanyfestival.de

 

 

Presented by Live Nation

 

DOWNLOAD GERMANY 2022

HOCKENHEIMRING | 24. Juni 2022

 

Five Finger Death Punch

Metallica

Sabaton

u.a.

 

allgemeiner Vorverkaufsstart:

Freitag, 17.9.2021 ab 12:00 Uhr

 

www.downloadgermanyfestival.de

facebook.com/downloadGermany

twitter.com/downloadGermany

instagram.com/downloadGermany

 

 

#downloadgermany2022


Seit 30 Jahren wird Geschichte geschöpft und vermittelt – UNESCO Welterbe

Kloster Lorsch feiert Jubiläum als erstes hessisches Kulturerbe der Menschheit

Vor 30 Jahren nahmen Kloster Lorsch und das angrenzende Altenmünster als erste hessische Stätte ihren Platz auf der Liste des wertvollsten Kulturerbes der Menschheit ein. Seit 1991 wird die im frühen Mittelalter begonnene Geschichte der einst berühmten karolingischen Reichsabtei unablässig wissenschaftlich erforscht und die Ergebnisse in vielfältigen Weisen an das Publikum vermittelt. Das Jubiläum gibt Anlass für ein mehrmonatiges Programm mit Rückblicken und Ausblicken und zum Zweck des UNESCO Welterbes. Höhepunkt ist eine Ausstellung mit spektakulären, noch nie öffentlich präsentierten archäologischen Funden.
 
Nach den Worten der Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn stellt die Klosteranlage in der Obhut der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (SG) eine vorbildlich enge Verbindung zwischen Wissenschaft und museumspädagogischen Angeboten her. Lorsch ist eines von inzwischen sieben hessischen Welterbestätten: „Der Titel Welterbe adelt alle diese Orte und ist zugleich ein besonderer Auftrag, sie lebendig zu halten, indem wir sie als Teil unserer heutigen Welt verstehen. Kloster Lorsch zeigt dies beispielhaft: Dort forscht ein engagiertes Team und leistet mit immer neuen Kenntnissen hervorragende Vermittlungsarbeit.“
 
Diesen Anspruch soll auch eine Ausstellung erfüllen, die Dr. Katarina Papajanni, Baudenkmalpflegerin bei der SG, kuratierte:„Geschichte schöpfen – Quellen aus einem Brunnen“ wird am 6. Oktober 2021 in der Lorscher Zehntscheune eröffnet und nach einer Winterpause bis 30. Oktober 2022 gezeigt. Erstmals  bekommen Besucher:innen qualitätsvolle Fragmente von Architektur und Skulpturen zu Gesicht, die Papajanni vor Jahren in dem Gewände eines barocken Brunnens auf dem Klosterhügel in Lorsch entdeckte.
 
Der Brunnen und die Grabungsfunde sind seither mit 3D-Scans dokumentiert und mit unterschiedlichen Methoden der Geistes-und Naturwissenschaften untersucht worden. Jetzt ist es möglich, die sogenannten Spolien aus Sicht verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen einzuordnen und für Interessierte – auch ohne Vorkenntnisse – analog und digital zu präsentieren. Thematisiert wird auch der Brunnen selbst mit den teils herausgelösten, teils noch verbliebenen Werkstücken in seinem 15 Meter tiefen Schacht. Er gab die Idee für eine aufwändige Gestaltung der Frankfurter Agentur „Exposition“.
 
Unter den großen Bruchstücken, die ehemals zur Ausstattung der nur noch als Ruine erhaltenen Klosterkirche gehörten, befindet sich der aussagekräftige Rest einer gotischen Skulptur: ein „Atzmann“. An diesem Lesepult in Gestalt eines Diakons, der für die kirchliche Liturgie bestimmt war, haften sogar noch Spuren der ursprünglichen Farbfassung. Das Großfragment ermöglicht Vergleiche zu anderen Exemplaren in den weltbekannten Domen von Naumburg und Straßburg.
 
„Die Entdeckung aller Werkstücke wirft ein ganz neues Licht auf die Geschichte des Klosters“, sagt Kirsten Worms, Direktorin der SG. „Eine Blütezeit, unbestreitbar für die karolingische Epoche, ist nun auch für spätere Jahrhunderte am Ort greifbar. Uns erscheint sogar eine Neuverortung des Klosters in die Kunst und Architektur des Hoch- und Spätmittelalters möglich.“
 
Für das Welterbejubiläum sind mehrere Publikumsvorträge vorgesehen, unter anderem zur Ausstellung (10. November, 2. Dezember). Im Zentrum stehen drei, die über die Zeit vor und nach der Ernennung Kloster Lorschs durch die UNESCO Kommission 1991 Auskunft geben (21. September, 21. Oktober und 18. November 2021). Diese Rückschau zur Entwicklung der Stätte über die Jahrzehnte nimmt ein Festakt mit Beteiligung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst am 13. Dezember 2021 wieder auf und überführt sie in Überlegungen für die weitere Zukunft: Der Leiter der Welterbestätte, Dr. Hermann Schefers, diskutiert mit einer Expert:innenrunde unter dem Titel „Kulturpolitischer Luxus oder innovative Bildungsoffensive? Resümee und Ausblick nach 30 Jahren Welterbe Kloster Lorsch“. Der Festakt und das Podiumsgespräch werden live gestreamt.
 
Nach Ansicht von Dr. Schefers hat sich die Wahrnehmung des „Labels“ Welterbe für Lorsch, mit dem anfangs kaum jemand etwas anzufangen wusste, völlig verändert. Ein Grund dafür seien die vielfältigen Vermittlungsinitiativen in Lorsch. Es zeige sich sogar, dass Welterbestätten aufgrund ihrer exemplarischen Bedeutung bei den Gästen als außerschulische Lernorte anerkannt seien. „Sie sind nicht allein Denkmäler, sondern werden als Institutionen aufgefasst, die, wie Museen, einen eigenen Bildungsauftrag haben“, so Schefers. „Die von Lorsch ausgehende Initiative einer »World Heritage Education« will dazu theoretische und praktische Impulse liefern. Sie arbeitet mit einem erhaltenen Denkmalbestand ebenso wie mit dem dahinterstehenden »Geist«, über den Welt- Kultur überhaupt erst als solche verständlich wird.“

Weitere Informationen:
www.kloster-lorsch.de
www.schloesser-hessen.de

 

 


Im September versetzen 14 Premieren Hamburg in einen Theaterrausch

Foto: Hamburg Tourismus GmbH
Foto: Hamburg Tourismus GmbH

 

(Hamburg/krh) - Hamburgs große Theater spielen wieder und eröffnen ihre Spielzeiten mit 14 Premieren allein im September. Mit den Erstaufführungen von „Wicked – Das Musical“, „Richard the Kid & the King“ und „Der Idiot“ begrüßten Hamburgs Theater und Musicalhäuser am letzten Wochenende das Publikum zurück live vor Ort und starteten damit einen wahren Kulturrausch. Allein das Deutsche SchauSpielHaus und das Thalia Theater bieten in diesem Monat 13 Premieren für ein kulturhungriges Publikum.

 

 

Musical-Restart: „WICKED – Das Musical“ feiert Premiere im Stage Theater Neue Flora

 

Stehende Ovationen, begeisterte Jubel-Rufe und endlich wieder Live-Entertainment: Nach mehr als 18 Monaten pandemiebedingter Zwangspause kehrte am Wochenende der Applaus in das Stage Theater Neue Flora zurück. Rund 900 Gäste, darunter Prominente wie Schauspielerin Susan Sideropoulos, Regisseur Fatih Akin und Ex-Handballer Pascal Hens, feierten die Premiere des zauberhaften Broadway-Klassikers „WICKED – Das Musical“ und damit den erfolgreichen Restart der Musicals in Hamburg und ganz Deutschland. Weitere geplante Musicalpremieren in Hamburg werden Disneys „DIE EISKÖNIGIN“ am 7. November und „HAMILTON“ im gleichen Monat sein.   

  

 

 

Umjubelte Deutschlandpremiere von „Richard the Kid & the King“ im Deutschen SchauSpielHaus

 

Mit der Hamburg-Premiere der bei den Salzburger Festspielen umjubelten Inszenierung "Richard the Kid & the King" nach William Shakespeare in der Regie von Karin Henkel, feierte das Deutsche SchauSpielHaus am Wochenende den Auftakt seines Premierenreigens.

Allein im September sind acht Premieren geplant: Drei Uraufführungen mit "Was Nina wusste" von David Grossman in der Regie von Dušan David Pařízek (ab 19.09.), "J’accuse!" von René Pollesch in der Regie des Autors (ab 25.09.) und "Die Räuber der Herzen" nach Friedrich Schiller in der Regie von Bonn Park (ab 30.09.). Dazu kommen in diesem Monat noch die deutschsprachige Erstaufführung "Kindeswohl" von Ian McEwan in der Regie von Karin Beier (ab 18.09.), die Hamburger Fassung von "Café Populaire" von Nora Abdel-Maksoud (ab 04.09.), "Die Brüder Karamasow" von Dostojewski in der Regie von Oliver Frljić (ab 12.09.) sowie in der Reihe UnterGrund "Ecce Homo oder: Ich erwarte die Ankunft des Teufels, Teil II" (ab 15.09.).

Weitere Informationen und Tickets zu den Premieren der Saison 2021/22 unter www.schauspielhaus.de/de_DE/premieren_2122.

  

 

 

„Der Idiot“ startet Premierenrausch im Thalia Theater

 

"Der Idiot" ist bereits Johan Simons' vierte Romanbearbeitung für das Thalia Theater. Die Bühnen-Adaption des großen Dostojewskij-Romans mit Jens Harzer, Marina Galic und Felix Knopp in den Titelrollen wurde am letzten Wochenende von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert.

Bereits diese Woche geht es mit der Uraufführung von Sibylle Bergs sogenanntem Musical "GRM Brainfuck" am 10. September weiter im Premierenrausch. Am 19. September zeigt Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk mit der deutschsprachigen Erstaufführung von "Die Jakobsbücher" bereits ihre zweite Inszenierung im Thalia. Im Thalia Gauß feiert am 18. September die zweite Inszenierung von Hakan Savaș Mican Premiere: "Blick von der Brücke" von Arthur Miller, gefolgt von "Transit" nach Anna Seghers am 25. September in der Regie des iranischen Regisseurs Amir Reza Koohestani, der erstmals am Thalia inszeniert.

Nachdem die Live-Premiere von "Shockheaded Peter" von den Tiger Lillies in der Regie von Peter Jordan bereits am 21. August stattfand, stehen jetzt noch vier weitere Aufführungen der Junk-Oper nach Motiven aus „Der Struwwelpeter“ auf dem September-Spielplan.

Weitere Informationen und Tickets zu den Premieren der Saison 2021/22 unter www.thalia-theater.de/programm/premieren-2021&2022.

 

  

 

Musicalwochenende ab 101 Euro -  Stornogarantie bis 3 Tage vor Anreise
Die Hamburg Tourismus GmbH hat für das Musical „WICKED“ ein attraktives Pauschalangebot geschnürt: Ab 101 Euro pro Person erhalten Buchende eine Übernachtung im ausgewählten Hotel inkl. Frühstück, das Musical-Ticket in der gewählten Preiskategorie sowie eine Hamburg CARD für freie Fahrt mit Bus und Bahn und den Hafenfähren. Buchbar online unter www.hamburg-tourism.de/buchen/reisepakete oder telefonisch unter +49 (0) 40 300-51-701. Das Ganze ohne Risiko, denn mit der Stornogarantie von Hamburg Tourismus können alle Reisepakete kostenlos bis 3 Tage vor Anreise storniert oder umgebucht werden. Wer nur ein Musicalticket benötigt, kann dieses ab 49,90 Euro buchen.

 

 

 

 

Über den Kulturrausch Hamburg

Mit dem Kultursommer Hamburg feierten Hamburgs Kulturveranstalter*innen, Künstler*innen und Kreative den Neustart der Kultur und versetzten die Stadt in einen Kulturrausch, der weit über den Sommer hinaus anhält und mit der Wiederaufnahme der regulären Programme der Kulturinstitutionen der Stadt zum Dauerzustand wird. Die fortschreitende Impfkampagne macht Kultur live und vor Ort auch im Innenraum wieder möglich, die Konzerthäuser und Theater sind in die neue Spielzeit gestartet, die Museen und Kunsthäuser der Stadt haben großartige neue Ausstellungen auf dem Plan und das Reeperbahn Festival, das Harbour Front Literaturfestival und das Filmfest Hamburg sorgen über den Herbst für berauschende Festival-Atmosphäre. Und auch das Jahr 2022 wird mit einem kulturellen Highlight beginnen: Im Januar feiert Hamburg den fünften Geburtstag seines kulturellen Wahrzeichens, der Elbphilharmonie Hamburg.

 

 

 

 

Mehr Hamburg:

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#BringPuppyToLife

The Guggenheim Museum Bilbao and MC Gransan present P.U.P.P.Y. in connection with the crowdfunding campaign to restore Puppy, the Museum’s floral sculpture

Foto: The Guggenheim Museum Bilbao and MC Gransan
Foto: The Guggenheim Museum Bilbao and MC Gransan

(Bilbao/pm) - The Guggenheim Museum Bilbao has just presented P.U.P.P.Y., a rap composed and performed by Bilbao-born MC Gransan in the context of the crowdfunding campaign launched for the restoration of Jeff Koons’s iconic sculpture. Recorded around the Museum, the rap ‘gives voice’ to Puppy through Gransan’s perspective and music style—with numerous references and nods to the rap world—and encourages people to contribute to the campaign.

Launched at the end of last June, the crowdfunding initiative will try to gather the funds necessary to carry out the restoration of the internal engineering of the 12-meter-high sculpture Puppy, one of the icons of the Museum and of the city of Bilbao. Over 28,000 euros have been raised out of the 100,000 needed for the renovation of the steel structure, the irrigation system, and the different internal layers that feed the plans and conform Puppy. Thanks to this preventive intervention, Puppy will remain in perfect condition for years to come, and this action will also promote the reduction in water consumption in daily irrigation and a more sustainable maintenance.

 

                                                                                                                         VIDEO RAP P.U.P.P.Y


Die Highlights der Ars Electronica 2021

The New Digital Deal

 

8. bis 12. September

In Linz, 86 weiteren Ars Electronica Gardens rund um den Globus und online

 

(Linz /ae)  - Gemeinsam mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen aus aller Welt fordert das Linzer Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft 2021 einen grundlegend neuen Umgang mit den Herausforderungen unserer Zeit. Einen Umgang, der zweierlei verlangt: Handlungsspielräume, die wir dringend durchsetzen und Handlungsfähigkeiten, die wir uns ebenso dringend aneignen müssen.

 

In Linz und 86 Festival-Gärten rund um den Globus...

 

In Linz bündelt sich diese künstlerisch-wissenschaftliche Erforschung unserer Zukunft zum einen entlang einer Festivalmeile in der Innenstadt, die vom OK im OÖ Kulturquartier über die Linzer Kunstuniversität Linz am Hauptplatz und das Salzamt bis zum Ars Electronica Center und der STADTWERKSTATT am Nordufer der Donau reicht und zum anderen in „Kepler’s Gardens“ auf dem Campus der Johannes Kepler Universität. Dazu kommen weitere 86 Ars Electronica Gardens in aller Welt, die sich der Forderung eines „New Digital Deals“ anschließen. Die dabei unterbreiteten Vorschläge werden teils vor Ort für das lokale Publikum, teils online für die internationale Community angeboten.

 

und online

 

 

Stichwort online – nach knapp eineinhalb Jahren „Home Delivery“ und einem ersten hybriden Festival 2020, setzt Ars Electronica den nächsten Schritt und präsentiert sich nun als dualer Event. Die in Frankreich entwickelte Eventplattform Swapcard dient als zentrales Tool und eröffnet Zugang zu einer Fülle von gestreamten Lectures, Workshops, Concerts und Tours aus Linz und den Ars Electronica Gardens in aller Welt. User*innen können sich hier ihren eigenen Festivalkalender zusammenzustellen und in zahlreichen Chats untereinander austauschen und vernetzen.


Lebenslange Erinnerungsarbeit. Das Germanische Nationalmuseum zeigt Fotografien von Stefan Moses in einer Kabinettausstellung

Abb.: stefan moses: Fritz Bauer, Frankfurt am Main, 1965 © archiv stefan moses
Abb.: stefan moses: Fritz Bauer, Frankfurt am Main, 1965 © archiv stefan moses

 

(Nürnberg/gnm) - Am Sonntag, 29. August wäre er 93 Jahre alt geworden: Stefan Moses (1928 – 2018) war einer der bedeutendsten Fotografen der Bundesrepublik. Im Jahr 2016 schenkte er dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg mehr als einhundert schwarz-weiß Fotoprints seiner Serie „Deutschlands Emigranten“. Eine Auswahl von 26 Bildern ist derzeit in einem Kabinettraum in der Dauerausstellung zu Kunst und Design des 20. Jahrhunderts zu sehen.

Thomas Mann, Fritz Bauer oder Marcel Reich-Ranicki sind nur einige der bekannten Persönlichkeiten, die Stefan Moses auf seinen Aufnahmen festhielt. Sie eint ihr Schicksal: Mit Beginn der NS-Diktatur aus politischen oder rassistischen Gründen verfolgt, waren sie gezwungen, Deutschland zu verlassen. Nicht alle kehrten dauerhaft zurück. Exemplarisch veranschaulichen Moses‘ Bildnisse damit die Zäsur, die die Emigration hunderttausender Menschen für das kulturelle und intellektuelle Leben in Deutschland bedeutete.

Die Fotografien entstanden ab 1949 an unterschiedlichen Orten. Sie zeigen Personen, die das öffentliche und intellektuelle Leben nicht nur in Deutschland bis in die 2000er Jahre wesentlich mitbestimmten, darunter Schriftsteller*innen, bildende Künstler*innen, Schauspieler*innen und Politiker. Die verschiedenen Settings spiegeln deren individuelle Lebensläufe. Der Jurist Fritz Bauer, der sich unermüdlich für die Ahndung der NS-Verbrechen einsetzte, stützt sich auf seinen Schreibtisch. Den Nürnberger Hermann Kesten hielt Moses in einem Café sitzend fest, entsprechend der Aussage Kestens, dass ihm „im Exil das Café zu Haus und Heimat“ wurde. Andere Porträts folgen einem sorgfältigen Konzept der Inszenierung: Willy Brandt, Tilla Durieux u.a. ließ Moses draußen im Wald zwischen imposanten Bäumen posieren. Die Schauspielerin und gefeierte Brecht-Interpretin Therese Giehse dagegen steht vor einem schlichten, dunklen Grund.

Erst im Nachhinein fasste Moses einige seiner über Jahrzehnte entstandenen Aufnahmen unter dem Titel „Deutschlands Emigranten“ zusammen. Die Serie ist eine Art Resümee seines Schaffens, das in der modernen Porträtfotografie neue Maßstäbe gesetzt hat.

Stefan Moses selbst, Sohn eines jüdischen Juristen, überlebte die Internierung in einem schlesischen Zwangsarbeitslager und wurde 1950 in München ansässig. Vor diesem Hintergrund erklärt sich sein Interesse am Schicksal deutscher Emigrantinnen und Emigranten und seine Empathie, die in vielen der Fotografien erkennbar ist: „Jeder hat seine Aufgabe. Meine ist: Menschen festzuhalten, bevor sie verloren gehen. Die Fotografie ist lebenslange Erinnerungsarbeit.”


Die Kabinettausstellung „Deutschlands Emigranten. Fotografien von Stefan Moses“ ist bis Sonntag, 3. Oktober 2021 in der Dauerausstellung zur Kunst des 20. Jahrhunderts zu sehen. Sie ist Teil des Projekts zum bundesweit begangenen Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Einen vertiefenden Einblick in Moses‘ Leben und Werk gibt ab September eine online-Ausstellung. Unter dem Titel Tsurikrufn!, dem jiddischen Wort für Erinnerung, stellt der Arbeitskreis selbständiger Kulturinstitute (AsKI) jüdische Künstler, Mitarbeiter, Sammler oder Mäzene vor, die Wesentliches für ihre Einrichtung geleistet haben.

Deutschlands Emigranten. Fotografien von Stefan Moses
Studioausstellung im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg
noch bis 3. Oktober 2021

 

 


KULTURSOMMER HAMBURG

5.700 Künstler*innen versetzten auf 1.800 Veranstaltungen über 185.000 Besucher*innen in einen Kulturrausch

(Hamburg/ks) - In Hamburg ist die Kultur eindrucksvoll zurückgekehrt: Der am Montag zu Ende gegangene Kulturmarathon zieht eine beeindruckende Bilanz: Vom 15. Juli bis 16. August wurden 1.800 Veranstaltungen von 185.000 Besucher*innen besucht. Es haben insgesamt 110 Kulturveranstalter*innen ihre Projekte realisiert und dabei 200 Veranstaltungsorte mit Kultur aller Sparten bespielt, verteilt auf 55 Stadtteile und meistens open air. Daran waren mehr als 5.700 Künstler*innen beteiligt, von denen 75 Prozent aus der Metropolregion Hamburg kamen. Mit einer Auslastung von im Schnitt 73 Prozent waren die Events - trotz der Wetterkapriolen des Hamburger Sommers - gut besucht. Nach dem Kultursommer geht es kulturell berauschend weiter: In Hamburg starten die Theater und Konzerthäuser in die neue Saison und die großen Festivals wie das Reeperbahn Festival oder das Filmfest Hamburg stehen an.

Diese sowohl zahlenmäßig als auch von der künstlerischen Qualität her beeindruckende Bilanz des Kultursommers zog heute der Initiator Dr. Carsten Brosda, Hamburger Senator für Kultur und Medien: „Der Kultursommer hat Hamburg in einen kulturellen Ausnahmezustand versetzt. Der große Publikumszuspruch zeigt, wie sehr die Hamburgerinnen, Hamburger und ihre Gäste Live-Kulturerlebnisse vermisst haben. Nicht mitgezählt sind dabei die vielen Zaungäste, die in diesem Sommer quasi im Vorbeigehen Kultur erleben konnten. Die Kulturveranstalter und -veranstalterinnen haben grandios gezeigt, welche Vielfalt und Vitalität die Kulturstadt Hamburg ausmachen. Das Feedback der zahlreichen beteiligten Künstlerinnen und Künstler ist überwältigend. Viele von ihnen sind beim Kultursommer zum ersten Mal seit mehr als eineinhalb Jahren wieder aufgetreten. Der Kultursommer hat gezeigt, wie wichtig Kultur für die Hamburgerinnen und Hamburger und die Stadt ist! Mit viel Rückenwind aus dem Sommer können wir nun in einen kulturell ebenso vielfältigen Herbst mit Spielzeiteröffnungen und Festivals starten. Der Kulturrausch Hamburg geht weiter.“

Die Besucher des Kultursommers kamen aber nicht nur aus Hamburg, die Veranstaltung strahlte auch weiter in die Region und nach ganz Deutschland aus. Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH dazu: „Der Kultursommer ist eine große Bereicherung für unsere Stadt. Der Kulturrausch hat weite Kreise gezogen und hat auch deutlich über unsere Stadtgrenzen hinausgewirkt. Die Resonanz in den Medien und in den sozialen Kommunikationskanälen ist ebenso überwältigend. Wir nehmen diesen Schwung jetzt mit, um Hamburg weiter als kontrastreiche Kulturmetropole sichtbar und erlebbar zu machen.“

Nach dem Motto: Runter von den Screens, rein in den Raum, rauf auf die Bühnen. Zurück in die Stadt, zurück zum Publikum, zurück in die Zukunft markierte der Kultursommer Hamburg den Anfang des Neustarts der Kultur in Hamburg nach dem langen Lockdown im Winter und Frühling und wurde durch ein umfangreiches Förderprogramm der Stadt Hamburg ermöglicht. Letztendlich verwandelten 1.800 oft auch kurzfristig geplante Musik- und Kunstfestivals, Ausstellungen, Performances, Open-Air Kinos und Lesungen die gesamte Elbmetropole für einen Monat in eine Bühne für 5.700 Hamburger Künstler. Nach dem Kultursommer geht Hamburg einen weiteren Schritt in Richtung neue kulturelle Normalität.

 

 

Der Kulturrausch Hamburg geht weiter: „Open all senses“

Die fortschreitende Impfkampagne macht es möglich, dass die Hamburger Theater und Konzertstätten Ende August und im September in ihre neue Spielzeit starten. So beginnt die Elbphilharmonie Hamburg am 1. September ihre Jubiläumsspielzeit und  feiert am 11. Januar ihren fünften Geburtstag. Allein das Deutsche Schauspielhaus und das Thalia Theater warten innerhalb der ersten Spielzeitwochen mit 16 Premieren auf. Das legendäre Reeperbahn Festival zeigt vom 22. bis 25. September wie auch in Pandemiezeiten Livemusik und Feiern auf dem Kiez möglich sind. Das Harbour-Front Festival lädt zu Lesungen bekannter Autoren an den Hafen (9. September bis 24. Oktober) und das Filmfest Hamburg demonstriert vom 30. September bis 9. Oktober, dass „Filme berühren“ können und hilft, die Kinosäle der Stadt wieder zu füllen.

Dazu zeigen die Museen und Ausstellungshäuser im Herbst hochkarätige Ausstellungen wie den amerikanische Künstler „Tom Sachs“ in den Deichtorhallen (Eröffnung 19. September) oder die Schau „Emil Nolde und der Norden“ im Bucerius Kunstforum ab dem 16. Oktober. Ein komplettes Herbstprogramm für alle Sinne.

Kultursommer Hamburg – Zahlen & Fun Facts:
·    1.800 Veranstaltungen an 200 Veranstaltungsorten in vier Wochen
·    veranstaltet in 7 Bezirken und 55 Stadtteilen
·    185.000 Besucherinnen und Besucher
·    5.700 Künstlerinnen und Künstler
·    25.000 Meter „Kultursommer-Flatterband“, 3.000 verschenktes Kultursommer-Eis
·    20 Quadratmeter „Kultursommer-Teppich, der an 5 Locations für die Kultur ausgerollt wurde

Im Kultursommer fielen insgesamt ca. 74 Liter Regen pro Quadratmeter und es gab 168 Stunden Sonnenschein. Typisch hamburgisch erreichten die Temperaturen Höchstwerte von 28,6°C (am 25.07) und Tiefstwerte von 10,6°C (am 20.07)

Impressionen vom Kultursommer Hamburg finden sich unter www.kultursommer.hamburg.

 

Mehr Hamburg:

Viele weitere Hamburg-Tipps zum Download oder direkt aus dem Web unter folgenden Links:

 


Ars Electronica Home Delivery:

Inside Festival und The Art of Swarms

(Linz/ae) - Faszinierende Ausstellungen, inspirierende Talks und Konferenzen, themenspezifische Führungen, Workshops und tolle Konzerte mit digitaler und/oder klassischer Musik und all das sowohl in Linz als auch an zig weiteren Locations rund um den Globus: Von 8. bis 12. September wird das Ars Electronica Festival wieder als hybrider Event über die Bühne gehen. Der thematische Ausgangspunkt für diese Reise um die Welt ist die Forderung nach einem „New Digital Deal“.

 

Diese Woche stellen Veronika Liebl (Managing Director, Ars Electronica), Kristina Maurer (Head of European Projects, Ars Electronica) und Laura Welzenbach (Head of Ars Electronica Export) im Rahmen von Ars Electronica Home Delivery wieder Festival-Gärten aus der ganzen Welt vor. „Inside Festival – Episode 8“ widmet sich am 18.8.2021 den Themen Datenkompetenz und Vorurteile und präsentiert Projekte aus den Ars Electronica Gardens in Utrecht, Amsterdam und Lugano. „Episode 9“ beleuchtet am 19.8.2021 Projekte der Ars Electronica Gardens in Esch-sur-Alzette, Araucanía und Quebec, die sich mit Nachhaltigkeit und Ökologie beschäftigen. Darüber hinaus werden in beiden Episoden ausgewählte Arbeiten jungen Künstler*innen aus dem Pool von „u19 – create your world“ vorgestellt. Dienstag, 17.8.2021, gibt dann Peter Holzkorn, Key Researcher und Künstler am Ars Electronica Futurelab, im Rahmen der „25th Anniversary Series“ Einblick in aufsehenerregende Schwarm-Performances des Ars Electronica Futurelab mit Drohnen und Bodenrobotern.

 

Besuchen Sie doch auch die Website des Ars Electronica Festival.



TOM SACHS UND SEIN TEAM BEGEBEN SICH AUF DIE 4. INTERSTELLARE MISSION

Foto: dth
Foto: dth

­(Hamburg/dth) - Vom 19. September 2021 bis zum 10. April 2022 begeben sich die Deichtorhallen Hamburg gemeinsam mit dem amerikanischen Künstler Tom Sachs und seinem Team von Bildhauer*innen und Astronaut*innen auf eine interstellare Mission, dem SPACE PROGRAM: RARE EARTHS (SELTENE ERDEN). Diese vierte Ausstellung in Sachs' »Space Program« ist Teil seiner dreizehnjährigen Erkundungsreise an die Grenzen anderer Welten und menschlicher Möglichkeiten zur Erforschung des Weltraums.
 
In SPACE PROGRAM: RARE EARTHS (SELTENE ERDEN) geht es für Sachs’ Astronaut*innen auf den hellsten und erdnächsten Asteroiden Vesta, mit dem Ziel, die mineralischen Seltenen Erden des Protoplaneten abzubauen und somit den unbändigen Hunger der Menschen nach Technologie zu stillen. Alles Überlebenswichtige für diese Mission haben Sachs und seine Crew an Bord – konstruiert aus Sperrholz, Schaumstoffplatten, Schrauben, Heißkleber und verschiedenen anderen Utensilien.
 
Auf 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird Tom Sachs die Halle für aktuelle Kunst mit neuen und bereits bestehenden Bricolage-Arbeiten in eine interaktive Space-Landschaft verwandeln. Zum Auftakt der Ausstellung werden Sachs und sein Team das skulpturale Gesamtkunstwerk durch eine sogenannte »Marathon-Demonstration« aktivieren. Am 18. September 2021 wird eine vollständige Space Mission gezeigt, die nach strengstem Raumfahrtprotokoll durchgeführt wird. Teil des ganztägigen Prozesses sind neben der wissenschaftlichen Erforschung des Asteroiden Vesta und dem Abbau von Mineralien von dessen Oberfläche auch die Versorgung der Astronaut*innen mit Lebensmitteln, deren Unterhaltungsprogramm sowie die Entsorgung ihrer menschlichen Abfälle während ihrer Mission, aber auch das Ritual der japanischen Teezeremonie.
 
Während der Ausstellungszeit können sich die Besucher*innen einem »Indoktrinationsprozess« unterziehen, innerhalb dessen ihnen spezifische Aufgaben und Fragen gestellt werden. Nach erfolgreicher Absolvierung der »Indoktrination« werden Besucher*innen Teil des Tom Sachs-Teams, erhalten eine ID und die Berechtigung, an der Installation teilzuhaben. Sie lernen ikonische Elemente vergangener Missionen kennen, darunter das »Landing Excursion Module (LEM)« und »Mission Control Center«. »Indoktrinierte« Besucher*innen werden dazu ermutigt, sich auch dem Ritual der »Transsubstantiation« (lat. für Wesensverwandlung) hinzugeben: Indem sich Besucher*innen von ihren Mobiltelefonen trennen, liefern sie einen wichtigen Beitrag zu Sachs’ Feldforschung zur mentalen Vernetzung der Menschheit und ihrer Sucht nach Technologie. Gleichzeitig tragen sie zur Gewinnung der sogenannten »Abyss« bei.
 
Tom Sachs: »Wir begeben uns nicht in andere Welten, weil wir diesen Planeten kaputt gemacht haben und eine neue Heimat suchen, sondern um unsere Ressourcen hier auf der Erde besser zu erfassen. Wir sind alle telepathisch durch unsere Mobilgeräte miteinander verbunden. Diese Geräte funktionieren mithilfe von Elementen der Seltenen Erden. Wir produzieren mehr Telefone als die Ressourcen des Planeten Erde liefern können. Vesta mit seinem differenzierten Kern bietet einzigartige Möglichkeiten für den Abbau von Edelmetallen: Gold, Platin und Palladium – Rohstoffe, die wir dringend benötigen, um unsere Bedürfnisse zu stillen.«
 
Jede Space Mission von Tom Sachs geht auf einen spezifischen künstlerischen Aspekt ein – so auch die Vesta-Mission. In SPACE PROGRAM: RARE EARTHS (SELTENE ERDEN) sind zahlreiche neue Arbeiten von Sachs zu sehen: »Transubstantiation« (2020/21), »Vehicle Assembly Building« (2021) und ein MRT-Gerät, in dem sich eine virtuelle Reise unternehmen lässt.
 
Alle vier Weltraumexkursionen – die zum Mond in der Gagosian Gallery (2007), die Marsmission in der Park Avenue Armory (2012), die zum Jupitermond Europa im Yerba Buena Center for the Arts (2016) und die bevorstehende zu Vesta – sind von wissenschaftlichem Forschergeist und der Praxis der Bricolage gleichermaßen durchdrungen. Gerade in unserem Zeitalter der instant gratification, in dem alles jederzeit verfügbar ist, legt Sachs seinen Fokus darauf, die menschlichen Spuren von Handwerk und Konstruktion als Markenzeichen zu etablieren. Er hinterfragt Aspekte moderner Kreativität und spielt auf heutiges Konsumverhalten, Produktionsweisen und die kurze Lebensdauer der Dinge an, die wir kaufen.
 
Für Tom Sachs sind die ausgestellten Skulpturen so etwas wie »Objekte der Liebe«, mit denen tief verwurzelte Traditionen hochgehalten werden, wie etwa die Rituale der Atelierarbeit, alles Analoge und seine Faszination für Handgefertigtes. Spuren von Bleistiftstrichen, Leimtropfen, Kratzer und freiliegende Schweißnähte sollen die Prozesse der Handarbeit bewusst verdeutlichen und transparent machen. Die Werke entstehen gemeinsam mit seinem zehnköpfigen Studioteam, das ähnlich funktioniert wie eine religiöse Gemeinschaft, deren Verehrung allerdings dem Sperrholz, der Heißklebepistole und dem Ethos der Transparenz gilt.

ÜBER TOM SACHS (*1966, New York)
Tom Sachs’ genresprengende Mixed-Media-Skulpturen, oft Nachbildungen moderner Ikonen aus alltäglichen Materialien, zeigen die ganze Arbeit, die in der Herstellung eines Objekts steckt und stehen für eine Umkehrung des Trends immer modernerer Produkte mit ihren sauberen, einfachen und perfekten Kanten. Sachs’ Skulpturen sind auffallend handgemacht, liebevoll zusammengebaut aus Sperrholz, Harz, Stahl und Keramik. Die Narben und Unvollkommenheiten in den Skulpturen erzählen die Geschichte ihrer Entstehung und lösen sich von der Vorstellung einer wundersamen künstlerischen Empfängnis.

Die Arbeiten von Tom Sachs wurden weltweit in Ausstellungen gezeigt. Sie befinden sich in den Sammlungen des Solomon R. Guggenheim Museums, des Whitney Museum of American Art, des Museum of Modern Art in New York, des Centre Georges Pompidou in Paris, des Metropolitan Museum of Art in New York, des San Francisco Museum of Modern Art und des Astrup Fearnley Museum of Modern Art in Oslo. Sachs hatte große Einzelausstellungen im Nasher Sculpture Center in Dallas (2017), im Brooklyn Museum (2016), im Noguchi Museum in New York (2016), im Contemporary Austin (2015), in der Park Avenue Armory in New York (2012), im Aldrich Contemporary Art Museum in Ridgefield, Connecticut (2009), in der Fondazione Prada in Mailand (2006), im Deutsche Guggenheim in Berlin und im SITE Santa Fe (1999).Tom Sachs lebt und arbeitet in New York.

 

 


Open-Air-Tournee durch Mitteldeutschland

Sommertheater „Figaro lässt sich scheiden“ nach Ödön von Horváth

Ensemble-Foto (Johanna Kappelt).
Ensemble-Foto (Johanna Kappelt).

(Erfurt/sus) - Das Ensemble des Kinder- und Jugendpfarramtes der Evangelischen Kirche in Mitteldeutsch-land (EKM) und des Vereins Spiel- und Theaterwerkstatt Erfurt geht mit der Komödie „Figaro lässt sich scheiden“ von Ödön von Horváth (1901-1938) auf Sommertournee durch Mitteldeutschland. Am 1. August ist Premiere im Pfarrgarten in Großfahner. Weitere Open-Air-Gastspiele sind bis zum 7. August in Thüringen in Erfurt, Großfahner, Kamsdorf, Gräfenthal und Stadtroda sowie in Sachsen-Anhalt in Bad Schmiedeberg, Naumburg und Halle geplant. Die Inszenierung ist auch außerhalb des Tournee-Zeitraumes für Kirchen-gemeinden buchbar. Kontakt: Spiel- und Theaterwerkstatt e.V., Tel. 0177-7885321.

 

„Figaro lässt sich scheiden“ erzählt laut den Initiatoren von Revolution, Emigration, Liebe und Ehe. „Mit großer Spielfreude bearbeitet das Ensemble den Text von Ödön von Horváth. Zu erleben ist ein heiter-turbulenter und besinnlicher Sommertheaterabend“, beschreibt Sabine Kappelt vom Kinder- und Jugendpfarramt der EKM den Inhalt. Die Inszenierung unter ihrer Leitung und in Regie von Stephan Mahn beschäftige sich ausgehend von Horváth mit Fragen wie: Was geschieht, wenn die Revolution eine neue Welt gebiert und wie ein Orkan die menschheits-historisch bedeutungsvollsten Ereignisse der letzten Jahrhunderte über den Haufen fegt?

 

Das Sommertheater steht seit 28 Jahren im Kontext zur Ausbildung Theaterpädagogik, die vom Kinder- und Jugendpfarramt in Mitteldeutschland angeboten wird. Zahlreiche Absolventen der vergangenen Ausbildungsgänge spielen mit.

 

Zum Inhalt:

Im Fürstentum des Grafen Almaviva ist die Revolution ausgebrochen und frisst ihre eigenen Kinder. Graf und Gräfin werden zu Geächteten und müssen ihre Heimat im Schutz der Nacht verlassen. Figaro, ihr treuer Diener, und seine Frau Susanne schließen sich den Almavivas an und fliehen in den Nachbarstaat. Während der Flucht werden die zwischenmenschlichen Beziehungen der beiden Paare auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Denn der Graf erkennt den Ernst der Lage nicht. Er sehnt sich nach dem, was gewesen ist, und glaubt fest daran, dass die Revolution nicht so lange andauern werde. Er frönt, ohne Einnahmen, seinem Luxusleben. Das geht nicht lange gut und Figaro und Susanne beschließen, sich vom Grafenpaar zu trennen und einen Friseursalon in Großhadersdorf zu eröffnen. Dort mutiert Figaro jedoch zum Spießer, der es allen recht machen möchte. Er vernachlässigt Susanne und verwehrt ihr sogar ihren sehnlichsten Wunsch nach einem Kind. Die Ehe der beiden zerbricht, und nun gehen auch sie getrennte Wege. Doch vergessen kann Figaro seine Susanne nicht, und Susanne verzehrt sich nach ihrem Figaro.

 

 

 

Die Termine im Überblick:

1. August, 20 Uhr, Großfahner, Pfarrgarten, Gartenstraße 11

2. August, 19.30 Uhr, Bad Schmiedeberg, Kirchgarten, Kirchstraße 4

3. August, 20 Uhr, Halle, Gemeindehaus, An der Johanneskirche 1-2

4. August, 20 Uhr, Gräfenthal, Kirchgarten, Kirchplatz 3

5. August, 20 Uhr, Kamsdorf, Kirchgarten, Lämmergasse 1

6. August, 20 Uhr, Naumburg, Domplatz 8

7. August, 20 Uhr, Erfurt-Marbach, Kirchgarten, Petristraße 1

 

 


Deichtorhallen Hamburg

WIR TRAUERN UM F.C. GUNDLACH (1926 – 2021)

­Wir trauern um Prof. F.C. Gundlach, der am 23. Juli 2021 in Hamburg im Alter von 95 Jahren verstarb. F.C. Gundlach widmete sein Leben ganz der Fotografie, als herausragender Fotograf, Unternehmer, Galerist, Sammler, Kurator, Lehrer, Direktor, Stifter und Förderer.

 

Als Mäzen und Kurator von Fotokunst übergab er seine umfangreiche Sammlung 2003 den Hamburger Deichtorhallen als Dauerleihgabe. Mit der damit verbundenen Gründung des Hauses der Photographie ging ein lang gehegter Wunsch von F.C. Gundlach in Erfüllung, der mit der Gründung des »Arbeitskreises für Photographie« im Jahr 1993 und der Initiierung der ersten Triennale der Photographie in Hamburg 1999 begann. F.C. Gundlach 2003 dazu: »Dass sich die Stadt Hamburg entschlossen hat, meiner Sammlung mit der südlichen Deichtorhalle einen so repräsentativen Ort zu geben, freut mich besonders. Das ‚Haus der Photographie’ soll darüber hinaus zu einer Begegnungsstätte werden, zu einer vitalen Institution, die mit wechselnden Ausstellungen, Workshops und Symposien dem Medium Photographie die Aufmerksamkeit verschafft, das es verdient.« Damit war für Hamburg die Möglichkeit eröffnet, sich in den Kreis ähnlicher Institutionen wie sie in Frankreich, der Schweiz und den USA längst bestanden, erfolgreich einzureihen.

 

»F.C. Gundlach, ein großartiger Fotograf und Foto-Visionär hat als einer der Ersten für die Akzeptanz des Mediums Fotografie als Kunstform gekämpft. Schon 1975 hat er mit der PPS. Galerie F.C. Gundlach eine der ersten Fotogalerien Deutschlands gegründet und begonnen, seine fotografische Sammlung aufzubauen – lange bevor die Fotografie einen festen Platz in den Museen hatte und der Kunstmarkt sie entdeckte«, so Prof. Dr. Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen Hamburg. »Seiner intensiven Sammelleidenschaft ist es zu verdanken, dass seine Sammlung heute zu einer der bedeutendsten privaten fotografischen Sammlungen internationalen Ranges gezählt werden kann. Wir sind sehr stolz, diese außerordentliche Sammlung zu betreuen, Ausstellungen aus ihr zu konzipieren und ein umfangreiches Rahmenprogramm daraus zu entwickeln und so das Lebenswerk F.C. Gundlachs lebendig zu halten.«

»F.C. Gundlach war uns auch über seine aktive Phase als Gründungsdirektor des Hauses der Photographie von 2003 bis 2005 immer ein hoch geschätzter Berater und Impulsgeber – seine Stimme hatte in Hamburg und weit darüber hinaus Gewicht, er galt als Doyen der Fotografie Deutschlands. Ihm ist es durch die Gründung der Triennale der Photographie und des Hauses der Photographie zu verdanken, dass Hamburg die Hauptstadt der Fotografie in Deutschland ist«, ergänzt Bert Antonius Kaufmann, Kaufmännischer Direktor der Deichtorhallen Hamburg.

 

Für seinen unermüdlichen Einsatz für die Fotografie erhielt F.C. Gundlach zahlreiche Ehrungen, darunter das Bundesverdienstkreuz am Bande, Professuren an der Hochschule der Künste Berlin und der Hamburger Hochschule für Bildende Kunst, den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie, den bedeutendsten deutschen Fotopreis, den Henri-Nannen-Preis u.v.m.


Vilnius Turns into City-Wide Open-Air Gallery with International and Local Exhibitions

The Endless Frontier. Photo by CAC
The Endless Frontier. Photo by CAC

 


 

Turning into one giant open-air gallery, Vilnius, the capital of Lithuania, will be displaying internationally-recognised and local artwork city-wide all throughout the summer. The city invites visitors to discuss the artistic take on geopolitics in Baltic Triennial 14: The Endless Frontier, to hear the tales of indigenous Lithuanian dwellers, and to tour the city, encountering art displays on billboards every step of the way.

 

 

(Vilnius/pm) - Vilnius continues the tradition of open-air projects. Last year, the city turned into a huge outdoor café to reduce the pandemic isolation of the community during the lockdowns. This summer, the capital of Lithuania has once again opened its streets to art, becoming an open-air gallery. A number of art expositions and last year’s most famous street art event, Art Needs No Roof, will take place throughout the entire city till September, allowing everyone to immerse into the urban artistic movement.

 

Baltic Triennial 14 unites artists from Central and Eastern Europe

 

One of the most awaited expositions of the summer, Baltic Triennial 14: The Endless Frontier has attracted art pieces from Central and Eastern Europe, focusing on the geopolitical interactions between the regions. The exposition, organised by the Contemporary Art Centre since 1979, is open all summer till September 5th, creating a platform to discuss old and new ideas, the aspects of freedom and safety as well as traditional and modern values.

 

According to the curators of the exhibition, Valentinas Klimašauskas, a Lithuanian writer and curator, and João Laia, chief exhibition curator at the Kiasma Museum of Contemporary Art in Helsinki, Central and Eastern Europe is an important crossroads for social issues regarding ideology, ecology, and economy. The arising tensions, conveyed through the art, are also ignited by disinformation, man-made industrial disasters, oppression of non-normative identities, and nativist nationalism.  

 

The exposition displays several artists from some of the European political hotspots, such as Belarus and Ukraine. For instance, Jura Shust, a Belarussian-born artist, presents his art display Neophyte II, which shows a group of young people hiding and performing pagan rituals in the forest where they seek freedom and safety from political realia. Similar escapism theme is navigated by the artists from Ukraine, Yarema Malaschuk and Roman Himey, in their exposition Dedicated to the Youth of the World II. However, instead of a forest, the youth choose to escape the oppressive reality by clubbing throughout the night.

 

The Baltic Triennial exposition is located throughout the entire Vilnius, not only turning the city into one giant outdoor gallery, but also highlighting some of the areas favoured by locals and city guests. For instance, the displays are held in the Contemporary Art Centre, Rupert, an art incubator near the highly frequented Valakampiai Beach, and a “SODAS 2123,” a cultural hub in the Station District.

 

Lithuanian folk heritage explored through indigenous artefacts and tales

 

This summer, Vilnius also will be hosting a range of other expositions and artistic events. The National Gallery of Art presents the exhibition Indigenous Narratives till September 26th. The exposition showcases the 19-20th century Lithuanian ethnos through the narratives of  the least modernized country dwellers.

 

A sound project Indigenous Phonograms by Lithuanian-based artist Marius Juknevičius furnishes the exposition with records of authentic indigenous tales about rural life peculiarities. The records have been selected from a Lithuanian Folk Phonogram Collection, included in the UNESCO World Memory Register.  

 

A multitude of ethnographic artefacts, photograph collections, and testimonies collected from various Lithuanian museums and galleries, reveal three historical periods—the Czarist Russia, the First Lithuanian Republic, and the Soviet period—that have impacted the Lithuanian cultural memory. Aside from the display, the Gallery also offers other accompanying activities: creative workshops, and a barley field installation.

 

Artwork outside of confined spaces—a way to inspire passers-by with art

 

One of the most famous art projects of the past year, Art Needs No Roof, comes back to Vilnius once again to display art pieces in unexpected parts of the capital until August 1st. Last year the project attracted national attention as a way to aid artists affected by the pandemic. Now, a hundred art pieces will be exhibited in outdoor billboards throughout the city to be admired and, potentially, purchased by the passers-by. The map indicating art pieces and approximately 300 works will be also available on the project website.

 

Visitors will be able to attend Vilnius’ open-air gallery and see the artwork all throughout the summer.

 


Provenienzforschung am Kunstmuseum St.Gallen

Neuer Bericht zur Sturzeneggerschen Gemäldesammlung veröffentlicht

Lajos Bruck, Boulevard Paris, 1876, Öl auf Holz, 40,5 x 30 cm, Kunstmuseum St.Gallen, Sturzeneggersche Gemäldesammlung. Rückseitenansicht
Lajos Bruck, Boulevard Paris, 1876, Öl auf Holz, 40,5 x 30 cm, Kunstmuseum St.Gallen, Sturzeneggersche Gemäldesammlung. Rückseitenansicht

(St.Gallen/pm) - Das Kunstmuseum St.Gallen veröffentlicht einen neuen Bericht zur Provenienzforschung. In einem vom kantonalen Lotteriefonds geförderten Projekt wurden die Sturzeneggersche Gemäldesammlung sowie erstmals auch die Privatsammlung von Eduard Sturzenegger erforscht. Nach aufwändiger Detailarbeit und Monaten der Datenbank-, Archiv- und Bibliotheksrecherche sind die Ergebnisse nun auf der Website des Museums öffentlich einsehbar. 

 

Provenienzforschung
Provenienzforschung beschäftigt sich mit der Herkunft von Kulturgütern und wurde in den letzten Jahren zusehends zu einer grundlegenden Aufgabe öffentlicher Sammlungen. Als Ort der Erinnerung und als visuelles Archiv gehört es für ein Kunstmuseum zur Sammlungspflege, die Geschichte hinter den ausgestellten Werken zu erforschen und dem Publikum zu vermitteln. Während die Besuchenden die Bildvorderseiten betrachten, untersuchen die Provenienzforschenden die Rückseiten von Gemälden: Spuren wie Etiketten oder Aufschriften geben Hinweise auf Ausstellungen oder Vorbesitzer und veranlassen weitere Recherchen.

 

Lotteriefonds Kanton St.Gallen ermöglicht umfangreiche Forschungsarbeiten
Der Forschungsbericht «Eduard Sturzenegger, seine Privatsammlung und die Sturzeneggersche Gemäldesammlung im Kunstmuseum St.Gallen» umfasst rund 70 Seiten Text. Der über 1000 Seiten umfassende Anhang enthält detaillierte Werklisten und Dokumentationen und erläutert, unter welchen Umständen welche Werke in die Sammlung gelangten und wie sie hinsichtlich ihrer Provenienz einzustufen sind.

 

Stickereiunternehmer und Kunstsammler
Nach einer Ausbildung zum Stickereizeichner führte Eduard Sturzenegger (1854–1932) bereits als 18-Jähriger ein eigenes Stickereiunternehmen, das bis 2007 als Eduard Sturzenegger AG in St.Gallen bestand.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann Sturzenegger seine umfangreiche Sammlung aufzubauen. 1926 übergab er eine 175 Werke umfassende Schenkung an die Stadt und begründete damit die Sturzeneggersche Gemäldesammlung. Nach 1935 wurde dieser Bestand durch Verkäufe und Neuerwerbungen weitgehend umgestaltet. Unter den Ankäufen aus dem nationalen und internationalen Handel befanden sich Hauptwerke von Feuerbach, Corot, Sisley oder Pissarro. Die heute 148 Positionen umfassende Sturzeneggersche Gemäldesammlung bildet einen sowohl qualitativ als auch quantitativ zentralen Bestand in der Sammlung des Kunstmuseums und wird regelmässig in Ausstellungen gezeigt.

 

Sturzeneggersche Gemäldesammlung im Fokus
Bereits in den Jahren 2017–18 hatte das Kunstmuseum St.Gallen mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesamt für Kultur (BAK) seine Bestände aus der Sturzeneggerschen Gemäldesammlung hinsichtlich ihrer Provenienz untersucht. Die Unterstützung durch den Lotteriefonds des Kantons St.Gallen erlaubte dem Forschungsteam 2018–21 in einem Folgeprojekt die konsequente Weiterführung und Vertiefung dieser Recherchen.
Über die Erforschung der öffentlichen Sturzeneggerschen Gemäldesammlung hinaus fokussierte das Projekt die private Sammeltätigkeit von Eduard Sturzenegger. Aufgrund überlieferter Dokumente, wie Originalrechnungen oder ein umfangreiches Bildarchiv, konnten rund 450 Werke identifiziert und die Privatsammlung in Umfang und Charakteristik nachgezeichnet werden. Diese private Sammlung wurde nach Sturzeneggers Tod zerstreut.
Die Erkenntnisse aus der vorliegenden Forschung sind für die heutigen Eigentümerinnen und Eigentümer all jener Werke, die zeitweise Teil der Privatsammlung und/oder der öffentlichen Sturzeneggerschen Gemäldesammlung waren (272 Werke, Stand 2021) von Interesse. Sie erhalten durch den Projektbericht Zugang zu wichtigen Informationen über Geschichte und Herkunft der Objekte. Über die Detailkenntnisse zu den einzelnen Werken hinaus wird anhand des Sammlers Eduard Sturzenegger ein Stück Kulturgeschichte der Ostschweiz aufgearbeitet. 

 

 

Schweizer Arbeitskreis Provenienzforschung
2020 schlossen sich Provenienzforschende im Schweizer Arbeitskreis Provenienzforschung (SAP) zusammen. Der Verein wurde gegründet, um die wissenschaftliche Arbeit und den Wissenstransfer zwischen den Forschenden zu fördern. Zudem soll die Vermittlung von Forschungsergebnissen die Öffentlichkeit und Museumsbesuchende für Provenienzfragen sensibilisieren und sie mit den oft spannenden Herkunfts-Geschichten der Werke bekannt machen. 


Abschlussbilanz »100 Jahre Mozartfest 2021«

Mozartfest-Eröffnung. Foto: Dita Vollmond
Mozartfest-Eröffnung. Foto: Dita Vollmond

 

(Würzburg/pm) - Mit der Finissage der Ausstellung »Imagine Mozart | Mozart Bilder« endete am vergangenen Wochenende das Mozartfest Würzburg. In der 100. Festivalsaison (28. Mai bis 27. Juni) erreichten 75 Veranstaltungen an 26 Spielorten, flankiert von zahlreichen Aktionen im gesamten Stadtgebiet, ein starkes Publikums- und Medienecho. Mit einem exklusiven Festprogramm setzte das Mozartfest künstlerisch herausragende Akzente und entsendete in Krisenzeiten wichtige Signale für den Wert von Kunst und Kultur.

 

»Ohne Mozart und seine Musik würde unserem Selbstverständnis, unserem Weltverständnis und den Möglichkeiten, dafür einen Ausdruck zu finden, etwas Unersetzliches fehlen«, formulierte Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier in seiner Ansprache zum Eröffnungskonzert des Mozartfestes Würzburg am 28. Mai 2021 im Kaisersaal der Residenz. Trotz pandemiebedingter Einschränkungen nahm das Mozartfest als eine der ersten Kulturinstitutionen deutschlandweit den Spielbetrieb unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder wieder auf. Dank der Beharrlichkeit des Teams konnten vom Eröffnungswochenende bis hin zur abschließenden Jupiternacht die mehrjährigen Planungen zum 100. Jahr des Mozartfestes fast lückenlos umgesetzt werden. Die Resonanz in Öffentlichkeit und Fachwelt belohnte die Anstrengungen: Unter strikter Einhaltung der behördlichen Auflagen mit reduzierten Saalkapazitäten verzeichnete das Mozartfest eine annähernd hundertprozentige Auslastung. 

 

Intendantin Evelyn Meining zieht positive Bilanz aus einer außergewöhnlichen Saison: »Es war eine große Befreiung, dass wir in Würzburg mit der Hundertjahrfeier des Mozartfestes das kulturelle Leben wieder starten konnten. Als entschlossene Gemeinschaftsleistung, getragen von der Stadt Würzburg sowie vom Freistaat Bayern, und in der Überzeugung, der monatelangen Coronakrise durch Musik etwas Sinnstiftendes entgegenzusetzen. Vom ersten Festivaltag an fanden unsere Konzerte mit Publikum statt, und noch weitaus mehr Menschen konnten durch die Fernsehübertragungen und Videostreamings dabei sein, 480.000 alleine durch das BR Fernsehen und ein Millionenpublikum durch Beiträge in ZDF ›heute‹ und ›heute journal‹.«


Inbegriff des Singer-Songwriter im Frühjahr 22 auf Tour

Folkrock-Poesien mit James Taylor

Foto: ITB
Foto: ITB

Konzerte in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Stuttgart und Frankfurt 

 

(Hamburg/ln) - James Taylor verkörpert die Kunst des Songschreibers in seiner vollendeten Form. Seit Jahrzehnten überträgt er Gefühle, Beobachtungen und Reflexionen in Folkrock-Poesien. Er gilt als Inbegriff des Singer-Songwriter, sein warmer Bariton zählt zu den vertrautesten, erkennbaren Stimmen der populären Musik, mit seinem Gitarrenstil hat er einen eigenen Standard etabliert. Im Frühjahr 2022 kommt James Taylor mit seiner exzellenten Band nach Deutschland. In der Zeit zwischen dem 21. Januar und 11. Februar gastiert der mit fünf Grammys ausgezeichnete Künstler in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

Der Performer, dessen Songzyklus die Fans schon seit Jahrzehnten fasziniert, präsentiert seine größten Erfolge inmitten einer Formation von herausragenden Instrumentalisten. Musikalische Genialität und bestes Entertainment prägen die Auftritte von James Taylor, der im Verlauf seiner Karriere mehr als 100 Millionen Alben verkauft hat, von denen über 40 mit Gold und Platin ausgezeichnet wurden. Sein letztes Studioalbum „Before This World“ erreichte 2015 die Nummer 1 der US-Charts.

Sein sanftes Timbre, seine sensible Akustikgitarre und seine einfühlsamen Songs spiegelten immer wieder die Emotionen seiner Generation und die Stimmungslage vieler Menschen. Mehr als zwei Dutzend Alben spannen einen Bogen vom Ende der 60er Jahre bis heute. „Fire And Rain“, „Sweet Baby James“, „You’ve Got A Friend” oder „Your Smiling Face“ sind einige seiner legendären Hits, die zu absoluten Klassikern avancierten. Sie gehören zum definitiven Rock-Kanon und wie all die zeitlosen Taylor-Werke behalten sie ihren unvergleichlichen Charme. 

Gefördert von seinem Vater, einem Medizin-Professor aus Boston, bekamen James und seine Geschwister Kate, Alex und Livinstone Gitarren-, Geigen- und Klavierunterricht. Gut behütet wuchs er in einem liberalen Elternhaus auf der idyllischen Ferieninsel Martha´s Vineyard auf. Diese „komfortable Neurose, die er mit der Intensität eines blinden, schwarzen Bluesinterpreten besang, sollte für den introvertierten Künstler Triebfeder seines gesamten künstlerischen Schaffens werden“, schrieb die US-Musikzeitschrift Rolling Stone.

Als 18-Jähriger gründete Taylor in New York mit seinem Freund Danny Kortchmar seine erste Band, die „Flying Machine“, schrieb unablässig Songs. 1970 erschien das brillante Album „Sweet Baby James“ – produziert von Peter Asher (Peter & Gordon) – mit der Hymne „Fire And Rain“. Das melancholische Werk spiegelte exakt den Gemütszustand und die Probleme der Woodstock-Generation wider: Freiheit, Frieden, sexuelle Offenheit, aber auch Unsicherheiten und Ängste.  

Der Erfolg und die Zuneigung seiner Fans haben James Taylor stets begleitet. Er blieb die musikalische Konstante in einer sich verändernden Welt. 2015 erhielt er für seine Verdienste die höchste Auszeichnung der Vereinigten Staaten, die Presidential Medal Of Freedom, ein Jahr später die Kennedy Center Honours für seine herausragenden Beiträge zur amerikanischen Kultur.

Live Nation Presents
JAMES TAYLOR 
& HIS BAND
Tour Europe 2022

21.01.2022    Düsseldorf     Mitsubishi Electric Hall

07.02.2022    Hamburg       Laeiszhalle

08.02.2022    Berlin           Tempodrom

10.02.2022    Stuttgart       Beethovensaal

11.02.2022    Frankfurt       Jahrhunderthalle

 

Artist Pre-Sale:
Di., 13.07.2021, 10:00 Uhr (online Pre-Sale)

 

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Mi., 14.07.2021, 10:00 Uhr (online Pre-Sale, 48 Stunden)
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Samsung Prio Tickets:
Mi., 14.07.2021, 10:00 Uhr (online Pre-Sale, 48 Stunden)
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MagentaMusik Prio Tickets in Kooperation mit Samsung:
Mi., 14.07.2021, 10:00 Uhr (online Pre-Sale, 48 Stunden)

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Fr., 16.07.2021, 10:00 Uhr


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KULTURSOMMER HAMBURG:

Mehr als 700 Veranstaltungen an 100 Orten setzen ein Zeichen für den Neustart der Kultur in Hamburg

Foto: Hamburg Tourismus GmbH
Foto: Hamburg Tourismus GmbH

(Hamburg/pm) - Der Countdown läuft: In einer Woche startet Hamburg in seinen Kultursommer. Vom 15. Juli bis 16. August versetzen über 100 Kulturveranstalter*innen mit inzwischen mehr als 700 Veranstaltungen an 100 Orten Hamburg in einen Kulturrausch und setzen so ein Zeichen für den Neustart der Kultur. Unzählige Musik- und Kunstfestivals, Ausstellungen, Performances, Open-Air Kinos und Lesungen verwandeln die gesamte Elbmetropole für einen Monat in eine Bühne. Für die Hamburger*innen, ihre Gäste und vor allem mit und für die Hamburger Kulturschaffenden. Das heute vorgestellte, tagesaktuelle und sich ständig erweiternde Programm findet sich unter www.kultursommer.hamburg.   


Jetzt heißt es in Hamburg: Runter von den Screens, rein in den Raum, rauf auf die Bühnen. Zurück in die Stadt, zurück zum Publikum, zurück in die Zukunft. Mit dem Kultursommer setzt Hamburg vom 15. Juli bis 16. August einen Monat lang Impulse für den Neustart der Live-Kultur nach dem langen Lockdown: in der Innenstadt, am Hafen und in den Stadtteilen.  

Dr. Carsten Brosda, Hamburger Senator für Kultur und Medien: „Hamburg kann sich auf einen kulturell rauschhaften Sommer freuen. Ob Theater, Musik, bildende Kunst, Literatur oder Kino – die Veranstalterinnen und Veranstalter arbeiten nach den schwierigen Corona-Monaten unter Hochdruck daran, ihre Projekte auf die Open-Air-Bühnen der Stadt zu bringen. Mit viel Engagement entsteht ein kulturelles Sommerprogramm, das es so in Hamburg noch nie gegeben hat. Der Kultursommer soll alltägliche Begegnungen mit Kunst und Kultur ermöglichen, Künstlerinnen und Künstlern endlich wieder eine Perspektive geben und ein starkes Signal für die Rückkehr der Kultur setzen. Ohne Kultur ist das Leben allzu oft leer.“

Aus touristischer Sicht ergänzt Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH: „Mit dem Kultursommer Hamburg kommt ein Stück Leichtigkeit und Unbeschwertheit zurück in die Stadt. Das kontrastreiche Programm wird unsere Stadt in eine ganz besondere Atmosphäre tauchen und für unverwechselbare Erlebnisse sorgen. Von der Kultur geht damit wieder ein unverzichtbarer Impuls für die Aktivität und Lebendigkeit der Stadt aus. Damit steigt auch die Anziehungskraft Hamburgs als Sehnsuchtsort für Städte- und Kulturreiseziel enorm.“

Kultursommer Hamburg Highlights

Hamburg steht ein Sommer für die Seele bevor– mit einem bunten Spektrum an Veranstaltungen, verteilt über den ganzen Stadtraum. An einer Vielzahl von Orten, die sinnliche Erfahrungen schaffen, an Horizonte führen, neue Wirklichkeiten erleben lassen. Erstmals wieder komplett real, befeuert von der Leidenschaft, dem Spiel wieder freien Lauf zu lassen: „Play Out Loud!“

An über 100 Orten in der Stadt organisieren 100 Kulturveranstalter*innen inzwischen über 700 Einzelveranstaltungen aus den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst, Musik, Literatur, Film oder mit Kinder- und Jugendprogrammen. Darunter zum Beispiel:

Beim „Fast ein Festival“ auf der Elbinsel Wilhelmsburg, organisiert von den Dockville-Festival Macher*innen, werden vom 17. Juli bis 14. August viel Kunst, Installationen, Workshops, Performances und ein prall gefülltes musikalisches Bühnenprogramm geboten. Unter anderem treten die Hamburger Lokalmatadoren Ace Tee, Alli Neumann, Mogli oder HAIYTI auf. Pandemiegerecht gefeiert und getanzt wird hier bei „Fast ein Spektrum Festival“ und „Fast ein Vogelball“.

Mitten in der Stadt setzt das „1. Internationale Spielbudenplatzfestival“ kulturelle Akzente auf dem Hamburger Kiez: Über 30 internationale Solokünstler*innen und Gruppen präsentieren vom 23. Bis 25. Juli Zirkus sowie traditionelle und moderne Formen der Straßenkunst. Dazu wird vier Wochen lang die legendäre Diversität des Stadtteiles auf den Bühnen des Spielbudenplatzes demonstriert – besonders musikalisch und über das Fotoprojekt „Faces of St. Pauli“. Das benachbarte Schmidt Theater bietet Künstler*innen, deren Live-Auftritte während des Lockdowns nicht möglich waren, eine weitere Bühne.  

Der ART OFF HAMBURG Kultursommer der Initiative freier Kunstorte bietet vom 30. Juli eine Woche lang Spaziergänge zwischen mehr als 20 Ausstellungen an. 400 Künstler*innen und ein spartenübergreifendes Programm vereinen Kunst Musik, Theater und mehr.

Noch mehr OFF-Kunst gibt es im Gängeviertel, dass unter dem Motto „Evergiven Gängeviertel“ vom 16. Juli bis zum 29. August zur Spielwiese für Musik, Kunst und Diskussion des Kultursommers wird. Dazu kommen Workshops für Kinder und Jugendliche, Ü60-Schofe und Lesungen und Performances Hamburger Künstler.

Im Oberhafenquartier, Hamburgs größtes kreativwirtschaftliches Stadtentwicklungsprojekt, findet der „Kultursommer im Oberhafen“ statt. Unter anderem dient deas Gelände hinter der HafenCity Hamburg als Spielort für das Hamburger „Ensemble Resonanz“.

Kampnagel, Hamburgs größte freie Spielstätte, startet sein schon traditionelles „Internationales Sommerfestival“ in diesem Jahr etwas früher und bringt mit dem „Kampnagel Sommerfestival in der Stadt“ Performances, Produktionen und Kunst in die Innenstadt. U.a. in das ehemalige Kaufhof-Gebäude am Hauptbahnhof und mit 14 Außenprojekten auf die öffentlichen Plätze der City.  

Über den Dächern der Stadt, genaugenommen auf der Lenzsiedlung in Eimsbüttel, werden am 17. Juli die Dresdner Sinfoniker unter dem Titel „Himmel über Hamburg“ weit hörbar mit Alphörner und Blechblasinstrumente spielen. Das Publikum kann das klangvolle Spektakel von benachbarten Balkonen oder einem Sportplatz erleben. Vorher geben die Musiker*innen kleine Konzerte in den Innenhöfen der Siedlung. Organisiert wird das Event von Kampnagel und der Elbphilharmonie Hamburg.

Zusätzlich sorgt vom 17.Juli bis 15.August mit dem „Hope’n’Air“ die Elbphilharmonie für ein musikalisches Kultursommer-Programm auf dem Vorplatz des Hamburger Wahrzeichens und mit Blick auf den Hafen. Immer dienstags bis sonntags finden jeweils einstündige Doppelkonzerte Hamburger Künstler*innen, Bands und Orchester statt. Dazu zählen Namen wie Miu, Elbtonal Percussion, Spoon and the Forkestra, Douniah, das Kaiser Quartett oder The Joni Project von und mit Stefanie Hempel.

Die Staatsoper Hamburg spielt ebenfalls auf dem Elbphilharmonie-Vorplatz die Kammeroper „Playing Trump“ (20. bis zum 25.August) und das Philharmonische Staatsorchester gibt unter Kent Nagano Konzerte auf dem Rathausmarkt zum Abschluss des Kultursommers (14. und 15.August).

Zu diesen Musik-Highlights gesellen sich noch Open Airs wie das „Cruise Inn Open Air“ im Hafen, das „Stadtpark Open Air“, das Festival „Draußen im Grünen“ oder das „Knust2Go“ auf der Rollschuhbahn, die letzten beiden im innerstädtischen Park Planten un Blomen beheimatet.

Veranstaltungen wie „Hafen(b)engel – das 72h Kinderfestival“ im Oberhafen, „HALLO: Hitzefrei“ im Kraftwerk Bille oder der SuedKulturSommer bringen Kultur in die Stadtteile. Open Air Kinos wie das Fahrradkino Kaltehofe und Literatur-Programme wie „Auf Kurzreise mit …“ auf Alsterdampfern (organisiert vom Literaturhaus Hamburg) sowie „Literatur im Park“ locken nach Draußen.

Last but not least haben sich die Hamburger Museen für den Kultursommer ganz besondere Ausstellungen und Aktionen überlegt. So lädt zum Beispiel das Bucerius Kunst Forum zu einem Open-Air-Konzert im Alten Wall mit dem Ensemble Resonanz ein (6.August).

Der Veranstaltungskalender unter www.hamburg.de/kultursommer-kalender  wird laufend mit weiteren Terminen befüllt, die nach Sparten und Stadtteilen aufgeteilt sowie mit Links zum Ticketkauf für die einzelnen Veranstaltungen versehen sind.  

Kulturrausch in Hamburg – es geht weiter

Der Kultursommer Hamburg markiert nur den Anfang für ein rundum rauschendes     Kulturhalbjahr – den Kulturrausch Hamburg. Gemeinsam mit allen Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen zeigen Hamburg, dass seine Kultur lebendig ist – in allen Sparten, in allen Bereichen, in allen Bezirken. Auf den Bühnen und in den Clubs, in den Ausstellungsräumen und in den diversen Initiativen.

Bis zum 22. August veranstaltet zum Beispiel Kampnagel sein internationales Sommerfestival mit viel Avantgarde-Musik und -Performances. Dazu knüpft die Elbphilharmonie mit einem opulenten Saisonprogramm 2021/22 ab September an vorpandemische Zeiten an und lädt das Harbour-Front Festival zu Lesungen bekannter Autoren an den Hafen (9. September bis 24. Oktober) ein. Das Reeperbahn Festival zeigt vom 22. Bis 25. September erneut, wie man pandemiegerecht Livemusik-Festivals durchführen und sicher auf dem Hamburger Kiez feiern kann. Dazu demonstriert das Filmfest Hamburg vom 30. September bis 9. Oktober, dass „Filme berühren“ können und hilft die Kinosäle der Stadt wieder zu füllen.

Ein weiteres Highlight des „Kulturrausches“ in Hamburg bilden die Feierlichkeiten rund um den fünften Geburtstag der Elbphilharmonie Hamburg Anfang Januar 22 mit vielen musikalischen und kulturellen Highlights und Überraschungen in der gesamten Stadt.  

 

Mehr Hamburg:

Viele weitere Hamburg-Tipps zum Download oder direkt aus dem Web unter folgenden Links:

Hamburg App: www.hh-app.de


Deutsche historische Fernsehserie „Sisi“ wird an berühmten Orten in Vilnius gedreht

Die Hofburg befindet sich in der deutschen Fernsehserie „Sisi" in Vilnius

Vilnius Old Town as TV Series Sisi Backdrop. Photo by Saulius Ziura
Vilnius Old Town as TV Series Sisi Backdrop. Photo by Saulius Ziura

 

(Vilnius/pm) - Vilnius, die Hauptstadt Litauens, wurde zum Schauplatz der neuen Fernsehserie „Sisi", die von RTL ausgestrahlt werden wird. Die deutsche Produktionsfirma „Story House Pictures GmbH" dreht die Fernsehserie, die die Lebensgeschichte der Kaiserin Elisabeth von Österreich erzählt, in den Sommermonaten in Litauen, Lettland und Deutschland.

 

Atemberaubende Schauplätze erwecken die Geschichte zum Leben

Die Show wird hauptsächlich in Vilnius und Umgebung gedreht. Der königliche Palast der Habsburger, auch Hofburg genannt, wird von einigen der berühmtesten Orte in Vilnius dargestellt: dem Äußeren der Litauischen Nationalphilharmonie, die am Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde, und das Architekturensemble der Universität Vilnius aus dem 16. Jahrhundert, das in der Ausstellung zum österreichischen Königspalast wird. Andere Orte sind auch die Kirche St. Johannes, St. Johannes der Täufer und St. Johannes der Apostel und Evangelist, der litauische Schriftstellerverband, das Franziskanerkloster sowie andere litauische Städte.

„Es ist kein Geheimnis, dass Litauen für viele Film- und Fernsehschaffende in den letzten Jahren aufgrund hochprofessioneller Mitarbeiter, praktischer Logistik, verschiedener architektonischer Standorte und steuerlicher Anreize für das Kino eine attraktive Wahl war“, sagt Jūratė Pazikaitė, Direktor des Vilnius Filmbüros. „Damit das Projekt in unserer Region realisiert werden konnte und die kreativen Ideen der Serie umgesetzt werden können, haben wir Litauer mit den Letten kooperiert. Denn wir wissen, dass die Deutschen im nächsten Jahr definitiv ins Baltikum zurückkehren werden, wenn die erste Staffel der Serie ein Erfolg wird.“

 

Die Serie zeigt Österreich im 19. Jahrhundert

Die Serie erzählt das außergewöhnliche Leben der österreichischen Kaiserin Elisabeth – einer jungen und unbekümmerten Prinzessin, die sich in einen der mächtigsten Männer der Welt, den österreichischen Kaiser Franz Joseph, verliebt. Sie stellt sich der dunklen Seite der Liebe und entwickelt sich zu einer erwachsenen Herrscherin, die schließlich zu einer Ikone wird.

„Die Serie ist eine Geschichte über Emanzipation. Eine Geschichte über eine Frau, die zwischen politischen Zwängen, Macht und Verletzlichkeit ihre Rolle finden muss, nicht nur als Politikerin, sondern auch als Frau“, sagt Sven Bohse, ein bekannter deutscher Filmemacher und Regisseur der Serie.

Laut eigener Aussage war Bohse zum ersten Mal in Vilnius und im Baltikum an sich, daher war er sehr überrascht von der mediterranen Atmosphäre.

„Ich fühle mich hier sehr wohl. Litauen ist ein sehr schönes Land, mit tollen Städten und Menschen. Die Art und Weise, wie die Leute draußen sitzen, die entspannte Atmosphäre überall – das vermittelt alles einen sehr entspannten Eindruck", kommentiert Bohse. „Es gab zwei Gründe, weshalb wir uns entschieden haben, die Serie im Baltikum zu drehen. Zum einen die Filmfinanzierung. Zum anderen gibt es hier in Litauen sehr erfahrene Produktionsfirmen und Crews, beeindruckende alte Gebäude und... Pferde – alles, was man für den Dreh einer historischen Serie braucht."

 

Internationales Team mit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Ein internationales Team angesehener Filmschaffender aus Deutschland, Lettland und Litauen arbeitet in Vilnius an der Serie. Das internationale Team von über 200 Leuten umfasst fast 100 Einheimische – von Filmkünstlern, Licht- und Tontechnikern bis hin zu Kostümmalern, Schneidern, Maskenbildnern, Stuntleuten und Spezialeffekttechnikern. Außerdem ist ein Litauer der künstlerische Leiter der Serie.

„Die größten und interessantesten Herausforderungen haben sich ergeben, weil die Serie historisch ist und deshalb Lösungen erfordert, um die entsprechende Atmosphäre zu schaffen", fügt Algirdas Garbačiauskas, der litauische künstlerische Leiter, hinzu.

 

Die Dreharbeiten in Litauen werden von der Filmproduktionsfirma „Nordic Productions“ UAB organisiert. Die Firma arbeitete auch an dem Film „Sibirische Erziehung" mit John Malkovich, Eleanor Tomlinson, Peter Stormare sowie an der beliebten italienischen Serie „Anna Karenina"


16. Internationaler Orgelsommer 2021 im Berliner Dom

Sommerzeit ist Orgelsommerzeit!

Spieltisch Sauerorgel Dom. Foto: Maren Glockner
Spieltisch Sauerorgel Dom. Foto: Maren Glockner

(Berlin/pm) - In den Monaten Juli und August erklingt jeweils freitags um 20 Uhr die berühmte Sauer-Orgel des Berliner Doms unter den Händen und Füßen von hochkarätigen Gästen aus nah und fern. Die Orgel steht in diesem Jahr ganz besonders im Fokus der Musikwelt: Sie ist das Instrument des Jahres 2021!

 

Auch wenn unsere große Sauer-Orgel in diesen Pandemie-Tagen nicht wie üblich täglich wenigstens zwei Mal erklingt und im Berliner Dom sonst jedes Jahr ein Jahr der Orgel ist, so freuen wir uns doch über die Initiative des Musikrats und möchten unseren internationalen Orgelsommer 2021 mit Ihnen gerade jetzt ganz besonders intensiv feiern. Unsere Orgel stellt ein ganzes Orchester dar, alle 7.269 Pfeifen stehen dicht beieinander, sie stoßen keine gefährlichen Aerosole aus und der Genuss des Orgelklangs ist nicht nur ungefährlich, sondern heilsam: Der Klang gerade unserer Sauer-Orgel kann uns erden, uns warm umfangen, uns trösten, uns träumen lassen, uns verzaubern…

 

Bei uns sind diesen Sommer wieder die Stars der Orgelwelt zu Gast:

Domorganist Andreas Sieling eröffnet die Orgelsommerreihe mit Werken Bachs und der ersten Orgelsymphonie Louis Viernes am Freitag, 2. Juli um 20 Uhr: „Königlicher Glanz!“. Der junge Organist Karol Mossakowski (u.a. Organist in Residence bei Radio France) bringt am 9. Juli Werke französischer Komponisten des 19. Jahrhunderts zu Gehör, die er mit Improvisationen spiegelt und sie so ins 21. Jahrhundert transportiert. Mit Spannung erwarten wir auch das Orgelkonzert am 16. Juli des gebürtigen Briten Henry Fairs „Freue dich sehr!“, der seit Oktober 2020 künstlerisches Orgelspiel als Professor an der Universität der Künste Berlin lehrt und zum ersten Mal im Berliner Dom zu hören ist.

 

Alle neun Konzerte der Orgelsommer-Reihe und Informationen zu den Künstlern sind hier zu finden:

https://www.berlinerdom.de/musik/musikangebote/konzertreihen/16-internationaler-orgelsommer-2021-im-berliner-dom/

 

Erleben Sie diesen Sommer neben wunderbaren Orgelklängen im prachtvollen Berliner Dom auch ungewohnte Einblicke:

Bei voraussichtlich allen Orgelsommerkonzerten wird das Spiel der Organist*innen am großen Spieltisch der Sauer-Orgel per Video-Übertragung auf einer Leinwand in der Kirche zu sehen sein.

 

 

Die Karten kosten je 12,-/ erm. 8,-€. Ticketbestellungen sind online möglich über Eventim oder per Mail an ticket@berlinerdom.de, zudem gibt es eine Abendkasse, die ab 19 Uhr geöffnet ist.


Bundesweite Spendenauktion zugunsten der Coronakünstlerhilfe startet zur Wiedereröffnung der Kinos am 01. Juli

Foto: #CineastenHelfen
Foto: #CineastenHelfen

(Würzburg / Gießen/pm) - Am Donnerstag, 01. Juli, startet die deutschlandweite Kinosaalversteigerung #CineastenHelfen zugunsten der Coronakünstlerhilfe, an der sich auch ein Kino aus Gießen beteiligt. Pünktlich zur Wiedereröffnung der Kinos in Deutschland. Zwölf ausgewählte Kinobetriebe, darunter auch das KINOPOLIS Gießen, wollen diejenigen Künstler*innen finanziell unterstützen, die wirtschaftlich besonders stark unter der Corona-Pandemie leiden mussten. Initiator der Aktion ist das Startup Cineamo aus Würzburg, die eine Mitmach-Kino-App entwickelt haben. Spendenerlöse gehen zu 100 Prozent an die Coronakünstlerhilfe zur Unterstützung von Kunstschaffenden, die aufgrund von Covid-19 in eine finanzielle Notlage geraten sind. Die zwölf ausgewählten Kinos nutzen die Chance, das Comeback der Kinobranche zu feiern und das besondere Erlebnis des ersten Kinobesuches nach dem Lockdown für den guten Zweck auf eBay für Charity zu versteigern.

In einem einfachen Anmeldeverfahren konnten sich seit dem 08. Juni Kinobetriebe für die Teilnahme registrieren. Anschließend tagte die siebenköpfige Jury aus Coronakünstlerhilfe, STUDIOCANAL sowie Cineamo und wählte insbesondere nach geografisch gleichmäßiger Verteilung diejenigen Kinos aus, die im Rahmen dieser Aktion je eine Kinovorstellung in einem Kinosaal versteigern.  So fiel die Entscheidung auch auf das KINOPOLIS Gießen. Der Filmverleih STUDIOCANAL unterstützt die Aktion und stellt den Film für die Veranstaltung kostenfrei zur Verfügung.

Die Initiatoren hoffen, dass viele Cineasten, aber auch zahlreiche namhafte Unternehmen vor Ort die Kinosaalauktion unterstützen und mitbieten. Die Gesamtorganisation wird von dem noch jungen Startup Cineamo gestemmt, das erst wenige Monate vor der Pandemie gegründet wurde. „Kinos hatten es sehr schwer in den letzten Monaten, aber die meisten sind glücklicherweise recht gut durch diese Krise gekommen. Nun sollten wir an die denken, die weniger Glück hatten”, so Stefan Farnschläder, einer der beiden Geschäftsführer von Cineamo.

„Die Spendenauktion erzählt die Geschichte einer Pandemie, die eine Kulturbranche erstarren ließ“, meint Kersten Neubert, der das Projekt für Cineamo vorantreibt. Das Kino als Ganzes steht mit #CineastenHelfen Kunstschaffenden solidarisch bei und nutzt seine Aufmerksamkeit zur Unterstützung der vergessenen Künstler*innen. Ebenfalls Teil dieser Geschichte sind die kulturbegeisterte Gesellschaft sowie privilegierte Unternehmen, die mit ihren Spenden Gutes tun können.


Filmdokument einer verbotenen Beziehung im KZ 80-minütige SWR Kino-Koproduktion in "Dokumentarfilm im Ersten" am 14.7. um 22:50 Uhr

"Liebe war es nie"

Foto: ARD-foto.de
Foto: ARD-foto.de

 

(Suttgart/swr) - Es ist eine unglaubliche, aber wahre Liebesgeschichte zwischen einem SS-Offizier und einer jüdischen Gefangenen, die in Auschwitz beginnt und 30 Jahre später in einem Wiener Gerichtssaal endet: In "Liebe war es nie" erzählt die israelische Filmemacherin Maya Sarfaty mit Sorgfalt von einer Liebe, die es nicht geben durfte. Es ist ein in die Tiefe recherchiertes Filmdokument einer ungewöhnlichen Paar-Beziehung, das ein Schlaglicht wirft auf konkrete historische Schicksale und deren Aufarbeitung. Der Film wird am Mittwoch, 14. Juli, um 22:50 Uhr im Ersten gezeigt und ist danach für 90 Tage in der ARD Mediathek verfügbar.

 

Helena Citron war eine der ersten tausend Frauen, die nach Auschwitz deportiert wurden. Franz Wunsch ein junger SS-Offizier, im Lager für sein brutales Verhalten bekannt. Schon bald fand Helena Trost und Schutz bei dem Mann, der sich in ihre schöne Gesangsstimme verliebt hatte. Besonders ein Lied sollte sie immer wieder für ihn singen: "Liebe war es nie, denn Du hast leider doch kein Herz, Liebe war es nie, es war ein Scherz". Sie gingen das Risiko ein, im Falle einer Entdeckung ihrer Beziehung exekutiert zu werden und blieben bis zur Befreiung von Auschwitz ein Paar.

 

Die Aussage

30 Jahre später erhält Helena einen Brief von Wunschs Ehefrau - sie soll zu seinen Gunsten aussagen. Für Helena eine unmögliche Entscheidung: Wird sie dem Mann helfen, der das Leben von Helena und ihrer Schwester Rosa gerettet hat, jedoch nicht das ihrer beiden kleinen Kinder und der für den Tod vieler weiterer Menschen verantwortlich ist?

 

Rekonstruktion einer wahren Geschichte

Franz Wunsch fertigte in Auschwitz zahlreiche Fotomontagen an - Helena in schöner Kleidung vor idyllischer Landschaft. Sie zeigen ein Leben, wie er es sich vorstellte, ganz ohne Lager. Bis zur Befreiung von Auschwitz im Januar 1945 führt er akribisch Tagebuch, schrieb viele Jahre lang noch Briefe an sie, die unbeantwortet bleiben. In den 90er Jahren zeichnete Wunschs Tochter Dagmar ein Gespräch mit ihm über diese Zeit auf Video auf. Auf diesen Dokumenten basiert die dokumentarische Erzählung, in der Moralität, Ethik, Liebe und Schuld hinterfragt werden. Der Film gibt einen Einblick in das Lagerleben von Auschwitz, die dort begangenen Gräueltaten, die aktive Todesfabrik, er erzählt aber auch von kleinen Momenten des Glücks. Thema sind auch die Schwierigkeiten, die beim Aufbau eines neuen Lebens gemeistert werden mussten und wie die nachfolgenden Generationen damit leben mussten und müssen. Zu Wort kommen Helenas Sohn, ihre Nichte sowie die Tochter von Franz Wunsch und Überlebende der  ersten tausend Frauen in Auschwitz, die damals mit Helena im Lager gefangen gehalten wurden und von ihren Erlebnissen und Erfahrungen erzählen.

 

Produktion und Ausstrahlung

"Liebe war es nie" ist eine Koproduktion von Yes Docu und Cinephil mit SWR und ORF für Das Erste.

Der Film wird am Mittwoch, 14. Juli, um 22:50 Uhr im Ersten gezeigt und ist danach 90 Tage in der ARD Mediathek verfügbar.

 

 


Blick zurück nach vorn


Bundes.Festival.Film. 2021 in Zahlen | Herzlicher Dank an alle engagierten Partner des Festivals | Open Air Kino im Wuppertaler „Talflimmern“ | nächstes Jahr in Augsburg


(Wuppertal/bff) - Die Bilanz des 34. Bundes.Festival.Film. in Wuppertal ist trotz der widrigen Umstände unter Corona beeindruckend: 40 präsentierte Film mit insgesamt knapp acht Stunden Spiellänge, 15.000 Zugriffe auf das On-Demand-Angebot des Festivals, mehr als 2.500 abgegebene Stimmen zur Wahl des Publikumspreises – und nicht zuletzt 29 glückliche Preisträger*innen, deren Filme geehrt und mit Preisen im Gesamtwert von 21.000 Euro ausgezeichnet wurden. Am 26. Juni ging das Online-Programm des diesjährigen Festivals zu Ende – bis Samstagabend konnten alle nominierten Filme auf der Festival-Plattform angeschaut werden.

Thomas Hartmann, Leiter des Bundes.Festival.Film.: „Uns ging es wie allen anderen Filmfestivals – auch wir mussten Alternativen zu unserem bewährten Veranstaltungskonzept entwickeln. Ich bin sehr froh, dass uns das auch im zweiten Jahr der Pandemie gelungen ist. Mit dem Medienprojekt Wuppertal, unserem lokalen Veranstaltungspartner, hatten wir einen überaus engagierten und filmpraktisch erfahrenen Kooperationspartner an unserer Seite. Live-Streams, wie 2020 aus dem Autokino und in diesem Jahr aus dem Studio, wären ohne die Unterstützung der Kolleg*innen nicht denkbar gewesen. Darum danke ich dem Medienprojekt herzlich, dass wir diese Herausforderungen gemeinsam gemeistert haben. Mein Dank geht aber auch an die Bergische Universität Wuppertal und die vielen Studierenden, die uns ebenso tatkräftig unterstützt haben. Das Bundes.Festival.Film. ist und bleibt das Ergebnis der Teamleistung vieler Partner. Ich bin stolz auf das gemeinsam Erreichte.“

Doch das Festival ist noch nicht ganz vorbei. Am 7. Juli präsentieren die Veranstalter ab 22:00 Uhr ein „Best of Programm“ im Open Air Kino „Talflimmern“ in Wuppertal vor Publikum. Dort wird eine Auswahl des aktuellen Festivaljahrgangs sowie die Premiere der Kettenfilmserie „Stirb!“ gezeigt, die unter Mitwirkung aller nominierten Filmemacher*innen in den letzten Wochen entstand. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft, kann aber über www.bundesfestival.de im Livestream mitverfolgt werden.

Hartmann: „Ein außergewöhnliches Festivaljahr geht zu Ende – und ein neues beginnt bereits im September. Dann startet die Ausschreibung für den 35. Jahrgang. Die Veranstaltung bleibt dabei ihrer Tradition als Wanderfestival treu und wechselt nach zwei Jahren den Standort. Im Juni 2022 wird das Bundes.Festival.Film. in Augsburg gastieren; dann hoffentlich wieder im Kino als Filmfestival der Begegnung, des Austausch und des gemeinsamen Filmschauens.“
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Alle Infos zum Festivalprogramm: www.bundesfestival.de
Visual: www.bundesfestival.de/presse.html

Das Bundes.Festival.Film. bildet den jährlichen Höhepunkt der Bundeswettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis. Beide Wettbewerbe sowie das Bundes.Festival.Film. werden im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) organisiert und durchgeführt. Zusätzliche Förderung erhält das Festival 2021 durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Kooperationspartner vor Ort sind das Medienprojekt Wuppertal sowie die Bergische Universität Wuppertal.

 

 


Neues Ausstellungshaus für Hamburg:

»PHOXXI. Haus der Photographie temporär« eröffnet mit JACK DAVISON – OMER FAST – FRIDA ORUPABO

Visualisierung des »PHOXXI. Haus der Photographie temporär« auf dem Platz der Deichtorhallen Hamburg von Anselm Reyle © Anselm Reyle
Visualisierung des »PHOXXI. Haus der Photographie temporär« auf dem Platz der Deichtorhallen Hamburg von Anselm Reyle © Anselm Reyle

(Hamburg/dth) - Die Deichtorhallen Hamburg eröffnen am 2. September 2021 mit PHOXXI - dem temporären Haus der Photographie - ein neues Ausstellungshaus in Hamburg. Das PHOXXI präsentiert internationale zeitgenössische Positionen der Fotografie direkt auf dem Gelände der Deichtorhallen und überbrückt damit die rund dreijährige Sanierungs- und Schließzeit der südlichen Deichtorhalle, in dem das Haus der Photographie seit 2005 angesiedelt ist. Die Auftaktausstellungen stellen Werke von JACK DAVISON, OMER FAST und FRIDA ORUPABO vor.
 
Der Begriff »PHOXXI« leitet sich vom disziplinären Kunstbegriff »Photographie« und der Verwendung der römischen Zahl »XXI« ab, die für eine Transformation der Fotografie und den Dialog mit zeitgenössischen fotografischen Denkweisen im 21. Jahrhundert steht.
 
Für die Außengestaltung des Gebäudes konnte der in Berlin ansässige und an der HfbK Hamburg lehrende Künstler Anselm Reyle gewonnen werden, dessen Arbeiten 2012 in einer Einzelausstellung in den Deichtorhallen präsentiert wurden. Seine farbintensive Inszenierung der Fassade setzt u.a. Werke aus der Sammlung F. C. Gundlach in einen spannungsvollen Dialog mit seinen charakteristischen Streifen. Anselm Reyle wurde Anfang der 2000er-Jahre mit Werken bekannt, die in ihrer Formensprache an die Errungenschaften der abstrakten Kunst anknüpfen und durch ihre ungeheure Objekt- und Raumpräsenz faszinieren.
 
Das 50 x 12,5 m große, mehrstöckige Gebäude bietet mit einer Gesamtfläche von rund 820 qm Platz für einen großen Ausstellungsraum, ein Auditorium sowie Büroflächen. Ein Foyer mit Garderobe und Shopbereich ergänzt das Angebot. Während der Sanierung der Südhalle wird es auch in der Halle für aktuelle Kunst der Deichtorhallen und in der Sammlung Falckenberg punktuell fotografische Ausstellungen geben und das Vermittlungsprogramm weitergeführt.


JACK DAVISON
OMER FAST
FRIDA ORUPABO


Der Brückenschlag zwischen historischer Fotografie und der digitalen Gegenwart des 21. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt der ersten Ausstellungsprojekte im PHOXXI, dem temporären Haus der Photographie. Vom 3. September 2021 bis 9. Januar 2022 zeigen die Ausstellungen von JACK DAVISON, OMER FAST und FRIDA ORUPABO Erweiterungen der analogen Fotografie ins Digitale, Dreidimensionale und Bewegtbild.
 
Der Rückgriff auf bereits vorhandene ikonische Bilder bildet die Grundlage des Werkes von JACK DAVISON (*1990 in Essex). Der in London lebende Fotograf verarbeitet eine Vielzahl von Genres, Stilen und Techniken, die vom Avantgarde-Experiment bis zum objektiven Dokumentarfilm, vom Porträt aus der Mitte des 20. Jahrhunderts hin zur konzeptionellen Studie reichen. Seine Bilder wirken wie Déjà-vus aus der Geschichte der Fotografie und erinnern an Fotografien von Max Ernst oder Man Ray. Davison gelingt es Werke zu schaffen, die auf faszinierende Weise unmittelbar gegenwärtig erscheinen. Dabei verarbeitet er die Präsentationsästhetik von Online-Communities wie etwa Flickr. Inspiriert von der Bildsprache Salvador Dalís spielt Davison mit Lichtreflexen und der gezielten Verwendung einzelner Requisiten und überführt auf diese Weise surrealistische, traumwandlerische Ausdrucksformen in die Gegenwart.
 
Der israelische Videokünstler OMER FAST (*1972 in Jerusalem, lebt in Berlin) reflektiert mit seiner 3D-Mehrkanal-Video-Installation »AUGUST« das Werk von August Sander, einem der wichtigsten Fotografen des frühen 20. Jahrhunderts. Omer Fast stellt Sander als einen fiktiven Charakter am Ende seines Lebens dar, fast blind und vom Tod seines Sohnes und den Geistern der von ihm fotografierten Figuren heimgesucht. Auch Sanders bahnbrechende Porträtreihe »Menschen des 20. Jahrhunderts«, die er von 1900 bis Mitte der 1930er-Jahre erschuf, wird im Film thematisiert. Letztendlich wird der Frage nachgegangen, ob die Fotografie als Medium die Wahrheit über Menschen und die Gesellschaft abbilden kann. Die erzählerische Linie zwischen Dokumentation und Fiktion, wie sie Omer Fast gezielt in seinen Werken einsetzt, ist Teil eines aufkommenden Genres in der zeitgenössischen Kunst, das als »Parafiction« bekannt ist.
 
Der norwegisch-nigerianische Künstlerin FRIDA ORUPABO (*1986, lebt in Oslo) dienen im Internet gefundene historische Bilder sowie Abbildungen aus der Kolonialgeschichte, aus Musikvideos, afroamerikanischen Medien oder privaten Aufnahmen zur eigenen Herkunfts- und Identitätsfindung. Ihr umfangreiches Archiv, das sie über ihren Instagram-Account @nemiepeba öffentlich macht, bildet für sie eine Grundlage, um das koloniale Erbe zu verstehen, zu verarbeiten und neu zu ordnen. Ausgehend von der Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Künstler Arthur Jafa und der damit beginnenden Ausstellungstätigkeit erweitert Orupabo die digitale Praxis in den dreidimensionalen Raum. Ihre Collagen zerstückeln Körperabbildungen, fügen sie wie brutal verzerrte Gliederpuppen mit Reißzwecken zusammen oder konfrontieren sie mit Genrebildern, deren Zusammenhang oft im Unklaren bleibt. Rassismus und Sexismus sind offensichtliche Themen dieser eindringlichen Werke, die sich vom Internet über Wände, Tische und Böden in den Raum erweitert haben.

 

 

 

JACK DAVISON
OMER FAST
FRIDA ORUPABO

3. SEPTEMBER 2021 – 9. JANUAR 2021
PHOXXI. HAUS DER PHOTOGRAPHIE TEMPORÄR 


Brunnen Verlag

Tut mir leid, kleiner Uhu gewinnt den Raiffi-Bilderbuchpreis

(Gießen/bv) -  schönste und beste neue Bilderbuch 2020/2021 ist „Tut mir leid, kleiner Uhu!“ von Barry Timms und Sean Julian aus dem Brunnen Verlag. Zu dieser Überzeugung sind auf jeden Fall die über 400 Kinderjuroren des Schweizer Raiffi-Bilderbuchpreises gekommen. Sie durften ihren Favoriten aus einer Shortlist von sechs Neuerscheinungen aussuchen, die ein Fachgremium zusammengestellt hatte. In der Laudatio zum Bilderbuchpreis heißt es über „dieses liebevoll und einfühlsam erzählte und gestaltete“ Kinderbuch, dass es sich „wunderbar“ eignet, „um mit Kindern ins Gespräch zu kommen und über das Thema Streiten und Vertragen zu reden“. Und „Es tut mir leid, kleiner Uhu!“ sei auch „Tröster, wenn es denn zu einem Streit gekommen ist“. So jedenfalls fasste Andrea Fischler vom Organisationskomitee die gesammelten Meinungen der Kinderjuroren zusammen.

Illustrator Sean Julian ist begeistert, „dass 'Es tut mir leid, kleiner Uhu!' den Raiffi-Bilderbuchpreis gewonnen hat, vor allem, weil hier Kinder entschieden haben. Für mich war es eine Freude, die Charaktere, ihre Lebenswelt im Wald und Barrys herzerwärmende Geschichte zu illustrieren.“

Für Autor Barry Timms ist es „wunderbar, dass die Geschichte sowohl bei Kindern als auch bei erwachsenen Lesern so großen Anklang gefunden hat. Ich freue mich sehr, dass diese Geschichte über beste Freunde, die noch lernen, miteinander auszukommen, den Raiffi-Preis gewonnen hat.“

Zur Auswahl standen neben dem kleinen Uhu Theo liebt es bunt von Samuel Langley-Swain und Ryan Sonderegger, Verlag Knesebeck, Der Wolf kommt nicht von Myriam Ouyessad und Ronan Badel, Gerstenberg Verlag, Roberts weltbester Kuchen von Anne-Kathrin Behl, Nord-Süd Verlag, Die zauberhaften Drei. Hoggs und der Bärenmut von Stefanie Dahle, Arena Verlag und Oh Schreck, der Tag ist weg! von Benas Berantas und Vilija Kvieskaite aus dem Magellan Verlag.

Weltweit liegt „Tut mir leid, kleiner Uhu!“ neben der deutschen Ausgabe im Brunnen Verlag in zehn weiteren Sprachen vor, darunter Englisch, Chinesisch, Portugiesisch, Italienisch und Holländisch. 

 

Sean Julian / Barry Timms

Tut mir leid, kleiner Uhu!

32 Seiten, gebunden,

ISBN: 978-3-7655-6928-9,

Brunnen Verlag, Gießen 2020,

€ 13,-


Preise beim Bundes.Festival.Film. 2021 sind vergeben


(Wuppertal/bff) - Nach einer spannenden Festivalwoche wurden am Samstag beim Bundes.Festival.Film. insgesamt 29 Preise vergeben | 21.000 Euro Preisgeld ausgeschüttet | Online-Format des Festivals sorgt bundesweit für positive Resonanz | Festival gastiert 2022 in Augsburg
Am Samstagabend wurden die 29 Preise (10 Hauptpreise, 18 Auszeichnungen und 1 Publikumspreis) beim 34. Bundes.Festival.Film. vergeben, das bereits zum zweiten Mal als Online-Festival in Wuppertal stattfand. Die Preise sind mit insgesamt 21.000 Euro dotiert. Preisstifter sind das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (20.000 Euro) und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen (1.000 Euro).

Die Verleihung der Preise und Auszeichnungen ist der finale Höhepunkt der beiden bundesweiten Filmwettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis – pandemiebedingt wurde die Preisverleihung als Live-Stream aus dem Studio des Medienprojekts Wuppertal übertragen. Das Medienprojekt Wuppertal war in den beiden letzten zwei Jahren lokaler Veranstaltungspartner des Festivals.

„Der Film lebt“, diese Botschaft geht vom diesjährigen Bundes.Festival.Film. deutlicher als jemals zuvor aus. Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), hob in ihrer Videobotschaft diese Erkenntnis hervor. Während der langen Zeit der Pandemie und der geltenden Einschränkungen im privaten und öffentlichen Leben hat sich gezeigt, dass (Jugend-)Kultur eine unverzichtbare Form der Kommunikation und Interaktion von Heranwachsenden innerhalb ihrer Lebenswirklichkeit ist. Das Bundes.Festival.Film. liefert dazu die passende Präsentationsplattform, auf der in diesem Jahr junge und älteren Filmemacher*innen von 4 bis 95 Jahren ihre filmischen Werke zeigen konnten.

Thomas Hartmann, wissenschaftlich-pädagogischer Mitarbeiter am Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) und Leiter des Bundes.Festival.Film.: „Trotz schwieriger Bedingungen haben wir ein sehr facettenreiches Festivalprogramm auf die Beine stellen können. Das ist in erster Linie den Filmemacher*innen zu verdanken, deren überaus gelungene Produktionen wir erneut online präsentieren durften. Im Namen des KJF aber auch ganz persönlich danke ich allen Teilnehmer*innen für ihren Mut und ihr Vertrauen und gratuliere den Preisträger*innen sehr herzlich.“

Publikumspreis – eine besonders wertvolle Ehrung
Während des einwöchigen Festivals konnten alle nominierten Filme als On-Demand-Angebot abgerufen, angesehen und durch die Zuschauer*innen bewertet werten. An dieser Online-Abstimmung zum Publikumspreis hatten sich mehr als 2.500 Festivalgäste beteiligt. Der Publikumspreis 2021 geht an:

EIN OZEAN
von Paul Scheufler, Victoria Anders, Jakob Grasböck, Daria Wörmann und Eva Perhacova
(Berlin und Potsdam)

Hartmann: „Auch wenn persönliche Begegnungen und Gespräche bei einem Online-Format naturgemäß zu kurz kommen, sind wir mit der Resonanz auf das 34. Bundes.Festival.Film. sehr zufrieden. Wir konnten über 12.000 Zugriffe auf unser Online-Programm verzeichnen und haben so ein überregionales Publikum erreicht. Trotzdem freuen wir uns, dass es im kommenden Jahr wieder ein Festival der echten Begegnung geben wird. Neuer Austragungsort des Bundes.Festival.Film. wird dann Augsburg sein.“ Interessierten Zuschauer*innen stehen die diesjährigen Festivalfilme noch bis zum 26. Juni als kostenloses On Demand-Angebot zur Verfügung.