Kulturnachrichten

8.05.2021

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für den Denkmalschutz in Deutschland. Sie setzt sich kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Denkmale ein. Ihre vielfältigen Aktivitäten reichen von pädagogischen
Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der aktiven Mithilfe von über 200.000 Förderern bereits über 5.000 Projekte mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Sie finanziert ihre Arbeit vor allem durch private Zuwendungen und Spenden. Darüber hinaus wird sie durch Mittel der staatlichen Lotterie GlücksSpirale unterstützt.

 


Nach Dr. Enrico Bonadio, Dozent an der City Law School, ist die Welt des Urheberrechts in KI-gesteuertes Neuland vorgedrungen.

Von künstlich zur Kunst: Wenn KI ihre eigenen Werke schafft

London/pm) - Bei einem Seminar zum Thema "Algorithmische Kunst und Urheberrecht", das kürzlich vom Centre for Creativity Enabled by AI der Business School (ehemals Cass) veranstaltet wurde, erklärte Dr. Enrico Bonadio, Dozent an der City Law School, dass künstliche Intelligenz selbst Kunst schaffen kann - und widerlegte damit die Vorstellung, dass Computer lediglich Werkzeuge zur Schaffung von Kunst sind.

Nach Dr. Bonadio werden Kunst, Musik und Literatur zunehmend von Maschinen und Robotern geschaffen werden. Er erwähnt den Verkauf des von KI erstellten Porträts von Edmond Belamy für 432.500 US-Dollar durch Christie's im Oktober 2018 und Jukedeck, ein Programm, das maschinelles Lernen einsetzt, um Algorithmen zu trainieren, die die Regeln der Musiktheorie verstehen und in der Lage sind, Musik zu komponieren.

"Kunden können Parameter wie Musikgenre (z. B. Jazz, Blues, Rock, Ambient, Chillout usw.), Hauptinstrumente, Länge des Stücks und seine Geschwindigkeit (z. B. Up-Tempo, Low-Tempo) einstellen“, so Bonadio. „Der Track wird dann in etwa 20 Sekunden komponiert und den Kunden als MP3-Datei zur Verfügung gestellt; oder der Cybernetic Poet, eine Software, die es einem Computer ermöglicht, Gedichte zu schreiben, indem er Stil und Vokabular menschlicher Dichter übernimmt (diese Technologie ist ebenfalls durch ein US-Patent geschützt).

Wenn solche musikalischen, literarischen und künstlerischen Ausdrucksformen von Menschen geschaffen würden, würde niemand dagegen protestieren, dass sie als urheberrechtlich geschützte Werke betrachtet werden.

Sie sind sicherlich in der Lage, ein Publikum zu fesseln und Emotionen und Intellekt in ähnlicher Weise zu stimulieren wie von Menschen produzierte Werke der Musik, Literatur oder Kunst. Dennoch werden diese Ergebnisse größtenteils (und manchmal nahezu vollständig) von Maschinen erzeugt - und der oder die Menschen, die den automatisierten Prozess ausgelöst haben, der zur Werkschaffung führt, haben oft keine Ahnung, wie das Ergebnis aussehen oder klingen wird. Mit anderen Worten: Dieses Merkmal der "Unvorhersehbarkeit" scheint die kausale Verbindung zwischen den Menschen, die diese Maschinen herstellen oder benutzen, und dem von ihnen erzeugten Endprodukt zu lösen.

 

Mit Maschinen, die schnell gelernt haben, menschliche Kreativität nachzuahmen, ist die Welt des Urheberrechts dementsprechend in KI-getriebenes Neuland vorgedrungen. Sind und sollten KI-geschaffene Werke durch das Urheberrecht geschützt werden? Wie beantworten wir die Frage der Urheberschaft (und des Eigentums)? Inwieweit kann die Verwendung von Daten, die in das System eingespeist werden, z.B. um die Algorithmen zu trainieren, eine Urheberrechtsverletzung darstellen, oder kann sie unter bestimmten Umständen durch Fair Use, Fair Dealing oder ähnliche Doktrinen ausgeschlossen werden? Diese Fragen müssen noch adäquate Antworten finden - und das Gesetz scheint noch nicht bereit zu sein, sich mit ihnen auseinanderzusetzen."


Kulturhistorisches Museum Magdeburg zeigt große Jubiläumsausstellung - 8. September 2021 bis 9. Januar 2022

Mit Bibel und Spaten. 900 Jahre Prämonstratenser-Orden

(Magdeburg/pm) - Er strebte einen neuen Lebens- und Glaubensentwurf an: Norbert von Xanten. Um diese Ziele zu erreichen, gründete der Wanderprediger aus adliger Familie 1121 im französischen Prémontré mit einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter den Orden der Prämonstratenser. Dieser breitete sich in Kürze über ganz Europa aus und zog Frauen wie Männer an. Bis heute sind die Prämonstratenser weltweit als Seelsorger, Prediger oder Lehrende tätig und haben landschaftsprägende Bauten und Kunstwerke hinterlassen. Das Kulturhistorische Museum Magdeburg feiert das 900-jährige Bestehen des Ordens vom 8. September 2021 bis 9. Januar 2022 mit der großen Sonderausstellung „Mit Bibel und Spaten. 900 Jahre Prämonstratenser-Orden“.

 

Die erste Einzelausstellung über die Prämonstratenser illustriert die Geschichte des Ordens sowie sein kulturelles, geistiges und wirtschaftliches Wirken – von der Entstehung im Mittelalter über die Herausforderungen durch Reformation, Säkularisation, die beiden Weltkriege und den Kommunismus bis in die Gegenwart. Eine besondere Rolle nimmt Norbert von Xanten ein, der als späterer Erzbischof von Magdeburg Entwicklungen anstieß, die von dort nach ganz Europa ausstrahlten. Die Ausstellung gehört zu den drei offiziellen Partnerprojekten zum Jubiläum, welche außerdem in der Park-Abtei Löwen in Belgien (Mai bis August 2021) und im Kloster Strahov in Prag (November 2021 bis März 2022) geplant sind.

 

Hochkarätige Leihgaben in Magdeburg
Neben bedeutenden Museen und Bibliotheken aus den USA und Europa wie dem J. Paul Getty Museum in Los Angeles, der Bibliothèque Nationale in Paris, der Nationalbibliothek in Prag, den Königlichen Museen für Kunst und Geschichte Brüssel und der Bayerischen Staatsbibliothek München werden zahlreiche Klöster ihre Schatzkammern öffnen und bedeutende Leihgaben zur Verfügung stellen. Die Schau zeigt in moderner Ausstellungsarchitektur wertvolle Reliquiare, Preziosen der Goldschmiedekunst, Gemälde, Grafiken, Glasmalerei sowie Alltagsgegenstände. Zu den herausragendsten Exponaten zählen der berühmte Cappenberger Barbarossa-Kopf oder die Silberkanne der Heiligen Elisabeth. Mit einer Vorstudie für eine Altarfigur des Heiligen Norbert wird erstmals ein Werk von Peter Paul Rubens in Magdeburg ausgestellt. Die Bedeutung der Prämonstratenser für die Buchmalerei verdeutlichen wertvolle illuminierte Prachtschriften, darunter das Ilfelder Evangeliar oder das Steinfelder Missale. Sie werden in der Ausstellung in einem nachempfundenen Skriptorium in Szene gesetzt. Neben prächtigem liturgischen Gerät zeugt etwa eine aus Blechdosen erstellte Monstranz von den schweren Zeiten des Ordens. Sie wurde von Ordensleuten während der Internierung im Kloster Želiv (Tschechien) in den 1950er-Jahren angefertigt und genutzt.

 

Norbert von Xanten und Magdeburg
Einer von insgesamt sieben Themenkomplexen der Ausstellung behandelt Norberts Zeit in Magdeburg und seine Bedeutung für den Orden, die Stadt und Europa. Von 1126 bis zu seinem Tod 1134 war er Erzbischof von Magdeburg. Dieser Wechsel vom Wanderprediger zum geistlichen Fürsten war bei seinen Anhängern durchaus umstritten. Dennoch entwickelte sich Magdeburg in der Folge zu einem Zentralort des Ordens, von wo aus die Ausbreitung nach Norden und Osten, bis ins Baltikum und sogar ins heutige Israel erfolgte. Von besonderer Bedeutung war das Magdeburger Kloster Unser Lieben Frauen, das Norbert umwidmete und zu einem zentralen Standort der Prämonstratenser, einem zweiten Prémontré, machte.
Noch heute ist der heilige Norbert eng mit Magdeburg verbunden. Er ist Patron des Bistums Magdeburg und des Magdeburger Landes. Aktuell entsteht am Ort seines Wirkens ein neuer Prämonstratenser-Konvent.
 
Das Erbe der Prämonstratenser – Die Korrespondenzorte
Die Geschichte des Ordens sowie die rege Bautätigkeit der Prämonstratenser können an neun authentischen Schauplätzen entdeckt werden. Neben dem Kloster Unser Lieben Frauen in der Stadt selbst gibt es weitere Korrespondenzorte zur Ausstellung in Sachsen-Anhalt und den angrenzenden Bundesländern. Zu den Orten zählen: Havelberg, Leitzkau, die erste Niederlassung östlich der Elbe, Jerichow, Klosterrode, Quedlinburg, Brandenburg, Ratzeburg und Rehna. Das Projekt wird organisiert durch das Zentrum für Mittelalterausstellungen. Weitere Informationen unter: www.mittelalterausstellungen.de/projekte/korrespondenzprojekte/


Weitere Informationen zur Ausstellung unter:
www.mitbibelundspaten.de


Wuppertal zum zweiten Mal Gastgeber | Jugendkultur muss auch in der Krise ihren Platz finden

34. Auflage des Bundes.Festival.Film. findet in jedem Fall statt

(Wuppertal/kjf) - Trotz anhaltender Corona-Krise wird die 34. Ausgabe des Bundes.Festival.Film. auch in diesem Jahr stattfinden. Vom 12. Bis 19. Juni wird das Festivalprogramm ins Netz verlegt. Sofern das akute Infektionsgeschehen es zulässt, soll das Festival mit einer Publikumsveranstaltung in Wuppertal eröffnet werden.

„Die Vorbereitungen für das Bundes.Festival.Film. 2021 laufen längst: die Auswahlgremien und Jurys haben bereits getagt und das Programm steht in weiten Teilen. Trotzdem verläuft vieles anders als normal, so Thomas Hartmann, Leiter des Bundes.Festival.Film. beim Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) in Remscheid, das die beiden Filmwettbewerbe „Deutscher Jugendfilmpreis“ und „Deutscher Generationenfilmpreis“ sowie das Festival selbst veranstalten.

Insgesamt waren bis zum Einsendeschluss am 15. Januar 655 Filme von jüngeren und älteren Filmschaffenden und generationenübergreifend arbeitenden Filmteams eingegangen. In einem mehrstufigen Sichtungs- und Auswahlprozess wurden 40 Produktionen für das Festival nominiert, das damit gleichzeitig den Abschluss der beiden Bundeswettbewerbe markiert.

Nach derzeitigen Planungen wird das Festival am 12. Juni mit einem Best of-Programm eröffnet. Vom 13. bis 27. Juni stehen dann alle 40 nominierten Filme als On Demand-Angebot zur Verfügung. Parallel dazu wird es weitere Online-Veranstaltungen für die Filmschaffenden und interessierte Festivalgäste geben.

Der Höhepunkt des Festivals wird die Preisverleihung am 19. Juni ab 20:00 Uhr sein. Hartmann: „Wir müssen in unseren Vorbereitungen zweigleisig fahren – werden aber in jedem Fall alles daransetzen, dass Jugend- und Filmkultur auch während der Corona-Krise ihren Platz bekommt und die Filmproduktionen ihren Weg in die Öffentlichkeit finden. Das zumindest wollen und können wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern schon heute versprechen.“

Das Bundes.Festival.Film. bildet den jährlichen Höhepunkt der Bundeswettbewerbe Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis. Beide Wettbewerbe sowie das Bundes.Festival.Film. werden im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) organisiert und durchgeführt. Zusätzliche Förderung erhält das Festival 2021 durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Kooperationspartner vor Ort sind das Medienprojekt Wuppertal sowie die Bergische Universität Wuppertal.

 

 


European ARTificial Intelligence Lab

Interspecifics gewinnen SETI x AI Residency am SETI Institute und Ars Electronica Futurelab

(Linz / Mountain View, 15.4.2021) Das SETI Institute in Mountain View, CA, und das Ars Electronica Futurelab in Linz, Österreich, geben bekannt, dass Interspecifics (INT), ein in Mexiko City gegründetes, unabhängiges künstlerisches Forschungsstudio, die Gewinner*innen der AI Lab Residency SETI x AI sind. Mit ihrem Projekt Codex Virtualis wollen Interspecifics eine systematische Sammlung von KI-generierten hybriden Organismen aufbauen, die als Ergebnis spekulativer symbiotischer Beziehungen zwischen Mikroorganismen und Algorithmen entstehen sollen. Dabei wird versucht, lebensähnliche, sich selbst organisierende autonome Organismen zu erdenken und zu simulieren, die mit möglichen Ursprüngen des Lebens in außerirdischen Lebensräumen in Verbindung gebracht werden könnten und sowohl über eine morphologische als auch algorithmische Erscheinungsformen verfügen. Wie könnten solche Erscheinungsformen in einem AI-Setting aussehen, das von einer mikrobiellen Intelligenz gespeist wird? Was würde eine computergestützte Symbiose hervorbringen?

Die SETI x AI Residency ist Teil des AI Lab (European ARTificial Intelligence Lab). Das AI Lab ist ein Folgeprojekt des European Digital Art and Science Network und bietet internationalen Künstler*innen, die auf dem Gebiet der KI tätig sind, die Möglichkeit, eine Residency an einer wissenschaftlichen Partnerinstitution und im Futurelab der Ars Electronica zu gewinnen.


DEICHTORHALLEN HAMBURG STARTEN EIGENEN PODCAST

»DAS IST KUNST«

Foto: dth
Foto: dth

(Hamburg/dth) - Die Deichtorhallen Hamburg starten mit »Das ist Kunst« einen eigenen Podcast, der ab sofort auf allen relevanten Streaming-Plattformen zu finden ist. Der monatliche Podcast wird in Kooperation mit dem Hamburger Radiosender ByteFM produziert. Moderiert wird »Das ist Kunst« von Friederike Herr.
Der Podcast wirft einen genaueren Blick auf die Ausstellungen in den Deichtorhallen Hamburg, stellt Zusammenhänge her und knüpft an aktuelle Themen aus Kunst und Gesellschaft an. Was macht die Künstler*innen und ihr Werk so aktuell? Worum geht es Ihnen und welche Geschichten lassen sich darüber erzählen? Im Podcast kommen dazu Kurator*innen, Expert*innen und natürlich die Künstler*innen selbst zu Wort.

 

»Podcasts sind das Medium der Stunde. Dass wir die Themen unserer Künstler*innen und ihrer Ausstellungen für unser Publikum in diesem attraktiven Format weiterdenken und -erzählen können, freut mich daher ganz besonders«, sagt Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen Hamburg. »Mit ByteFM verbindet uns zudem eine langjährige Zusammenarbeit, die wir nun mit »Das ist Kunst« fortsetzen werden. Ich bin mir sicher, dass mit Friederike Herr am Mikrofon jede Folge zu einem echten Hörerlebnis wird.«

Moderiert den »Das ist Kunst«-Podcast: Friederike Herr von ByteFM. Foto: Henning Rogge
Moderiert den »Das ist Kunst«-Podcast: Friederike Herr von ByteFM. Foto: Henning Rogge

 

»Wie gute Popmusik, mit der wir uns sonst bei ByteFM beschäftigen, bildet zeitgenössische Kunst die Gesellschaft ab, schafft Meinung, kritisiert, rückt ins Verhältnis«, ergänzt Ruben Jonas Schnell, Gründer von ByteFM. »Wir freuen uns, den Ausstellungen der Deichtorhallen Hamburg mit dem Podcast »Das Ist Kunst« künftig in diesem Sinn Gehör zu verschaffen und sind stolz, damit Partner dieser renommierten Institution zu werden.«
Die erste Folge »It's a Family Affair« beschäftigt sich ganz dem Spannungsverhältnis zwischen Kunst und Familie. Wie familienfreundlich ist ein Leben zwischen Atelier und Ausstellungsbetrieb? Wie bildet sich Familie im Werk einzelner Fotograf*innen ab? Darüber spricht Friederike Herr mit der Fotografin Katharina Bosse, der Künstlerin Marcia Breuer von der Inititative »Mütter für die Kunst« und Ingo Taubhorn, Kurator der Ausstellung FAMILY AFFAIRS – FAMILIE IN DER AKTUELLEN FOTOGRAFIE. Wie es gelingen kann, Kunst und Familie zusammenzubringen, zeigt ein Blick auf den »Familienbetrieb« von Katharina Sieverding.

 

 

 


Der 12-stündige Podcast-Marathon der Gute Leude Fabrik:

„Wie ist die Lage?“ - Brisante Themen, emotionale Momente und ein tolles Ergebnis bei der längsten Lagebesprechung der Stadt

(Hamburg/pm) - Mit der ersten 12-stündigen Lagebesprechung zeigte Gute Leude Fabrik-Vortänzer Lars Meier vergangenen Freitag, wie Hamburg aktuell denkt, fühlt und handelt. „Wie ist die Lage?“ wurde anlässlich des ersten Geburtstages live aus dem Studio von Radiosender 917XFM gesendet. Dabei wurden 620.000 Hamburger nicht nur Zeuge, wie ein Podcast-Rekord gebrochen wurde, sondern erlebten Hamburgs Prominente hautnah, von der emotionalen, rührenden, aber auch motivierenden und optimistischen Seite. „Wir freuen uns sehr, unser Spendenziel von € 12.000, - für den Verein MenscHHamburg e.V. erreicht zu haben. Es ist ein toller Erfolg, nicht nur für alle Beteiligten, sondern auch für das Podcast-Format, dessen Bedeutung weiter steigt. Es sollte eine Liebeserklärung an die Stadt werden und wir haben sehr viel Liebe zurückbekommen“, so Lars Meier zum Erfolg des Podcast-Marathon.

Natürlich stand die aktuelle Lage der Stadt und ihrer BürgerInnen im Mittelpunkt der Gespräche. Unsicherheit, Verwirrung oder gar Angst schwingen im Alltag mit Corona mit und so räumte Sport- und Innensenator Andy Grote über den aktuell kritisierten Einsatz von Hubschraubern ein: „Die Hubschrauber sind kommunikativ nach hinten losgegangen, aber die sind schon immer unterwegs. Nicht um Leute zu verfolgen, sondern um sich von oben ein Bild von der Stadt und der Lage zu verschaffen. Wir jagen nicht mit dem Hubschrauber Corona-Sünder. Das ist Tüddelkram.“ Aber Fakt ist: Die Ansteckungsgefahr existiert auch draußen und die Leute halten sich leider zu oft nicht an die Abstandsregeln. AndyGrote hat Verständnis für die Bevölkerung, aber auch für die Polizei: „Was die Polizei da gerade machen muss, haben die sich auch nicht ausgesucht. Da bitte ich um Verständnis mit den KollegInnen. Die kriegen jetzt alles ab.“

Es ist eben eine brisante Lage zurzeit, die St. Paulis Pastor Sieghard Wilm sehr nahe geht, was er offen im Gespräch und mit teils zitternder Stimme im Gespräch zeigt: „Es tut mir richtig weh, dass ich Ostern nicht feiern kann“, erzählt er. Aber er habe immer ein offenes Ohr für seine Gemeinde und auch für alle anderen: „Du bist nicht allein, das möchte ich den Leuten vermitteln, egal, wer an meine Tür klopft.“

Köchin und Geschäftsfrau Cornelia Poletto nutzt die aktuelle Situation derweil, um ihr Restaurant zu renovieren. Da kann man sich nach dem Lockdown auf etwas freuen, doch auch bei ihr klingen nachdenkliche Töne an: „Immer wieder die Hoffnung, die dann stirbt, wenn neue Corona-Regeln kommen“.

Bei Schauspielerin Nina Petri schwang viel Lob, aber auch Kritik mit: „Ich lobe Carsten Brosda sehr, aber es ist schade, dass es leider noch nicht fruchtet. Die Hilfen sind, wenn sie ankommen, ein Tropfen auf dem heißen Stein, man muss viel langfristiger denken.“ Zudem könne sie nicht nachvollziehen, wie sich der Mythos, dass ihre Arbeit nicht zuträglich sei, so hält. Die Theater, die Kinos hätten alle so viel für gute Konzepte getan, es gäbe ihrer Meinung nach zu wenig Lobby dafür.

Tim Mälzer, der erst kürzlich die Bullerei in ein Testzentrum umfunktioniert hat, sprach und moderierte an der Seite von Lars Meier zwei Stunden lang mit und hatte für seine Kritiker klare Worte: „Es gibt Stimmen, die es kritisch sehen, dass wir ein Testzentrum bei uns aufgemacht haben. Aber wir wollen alle weiterkommen, also Klappe halten und testen lassen“. Zudem genieße er das WIR zurzeit sehr, denn es ginge aktuell nicht um Eitelkeiten, das Miteinander mache ihm große Freude und Hamburg habe sich da als Stadt sehre positiv hervorgetan.

Finanzsenator Andreas Dressel, Rekordgast im Podcast „Wie ist die Lage“, wurde natürlich direkt mit der Rücknahme von Lockerungen, die während des Marathons am Freitag bekannt wurden, konfrontiert: „Ich bin sehr traurig über die Notwendigkeit, dass wir den Lockdown wieder verschärfen müssen. Aber wir müssen an morgen denken“, so der Senator. „Wir wollen vorsorgen, ein Neustartfonds ist geplant und Mietzuschüsse bei Ladenleerstand sind auch in Planung. Mitzuschüsse für kreative Zwischennutzung“.

Am Ende fand DJ Mad auch noch etwas Gutes an der Krise: „Ich kann dieser Krise mehr Positives als negatives abgewinnen, ich habe einen absurd leeren Terminplan und finde das richtig geil. Etwas, das ich als Teenager zuletzt gefühlt habe. Ich hatte nie Probleme, mit Leerlauf klar zu kommen.“

Der vollständige Podcast mit allen Gästen, Emotionen und besonderen Momenten kann hier noch einmal angehört werden.

12 Stunden, 40 Gäste, Gewinnspiele, Versteigerungen und weitere Überraschungen begeisterten die Zuhörer Innen im Radiostudio von 917XFM. Ein Teil der Einnahmen um den längsten kommerziellen Podcast Deutschlands mit Single-Moderator (der Rekord liegt bei 8 Stunden 40 Minuten von der „Zeit“ „Alles gesagt“) und alle Spenden kommen dem gemeinnützigen Verein MenscHHamburg zugute, der damit lokale Hilfsangebote und -projekte in Hamburg unterstützt. Partner des Podcast-Marathon: Braaker Mühle, Hamburger Feuerkasse, Astra, Hamburg Energie und Mercado. Medienpartner 917XFM und die Hamburger Morgenpost.

Über „Wie ist die Lage?“

Seit dem 16. März 2020 spricht Lars Meier von der Gute Leude Fabrik im Podcast „Wie ist die Lage?“ fast täglich mit Guten Leuden. In Zusammenarbeit mit der Hamburger Morgenpost und 917XFM kommen in bisher über 200 Folgen MacherInnen, MusikerInnen, Models und PolitikerInnen, genauso wie SportlerInnen, FreiberuflerInnen und HelferInnen zu Wort. Mit Ihnen spricht Meier über ihre aktuelle Situation und geht tagesaktuellen Fragen nach. Bereits einen Tag vor dem Podcast-Marathon feiern wir mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher die 200. Folge von „Wie ist die Lage?“.

© Gute Leude Fabrik GmbH & Co KG, www.guteleudefabrik.de


Fondation Beyeler und Nordstern Basel präsentieren Dixon x Transmoderna

Abbildung: Sabrina Ratté für Transmoderna
Abbildung: Sabrina Ratté für Transmoderna

(Basel/fb) - In Zusammenarbeit mit dem Team von Transmoderna, gestaltet Dixon, einer der renommiertesten Künstler der digitalen Raum neu erschafft und interpretiert. Das ambitionierte audiovisuelle Projekt wird am 31. März um 20 Uhr in Partnerschaft mit der Musikplattform Beatport und Denon DJ online ausgestrahlt.

 

Den Ausgangspunkt dieses virtuellen Erlebnisses bilden die Architektur sowie der Park des Museums in Riehen/Basel, welche hierfür aufwendig in 3-D modelliert wurden. Dixon wird in Form eines hyper-realistischen Avatars ein einstündiges exklusives Set an elektronischen Musikstücken spielen. Speziell für diese Performance wurden von Transmoderna Kunstwerke aus der Sammlung der Fondation Beyeler ausgewählt, die den Avatar in den virtuellen Ausstellungsräumen umgeben. Darunter befinden sich Fotografien von Wolfgang Tillmans, Skulpturen von Auguste Rodin und Gemälde von Paul Klee. Diese werden ausserdem durch Arbeiten renommierter digitaler Künstler*innen ergänzt. Für die Realisierung dieses Projekts kollaboriert Transmoderna erstmals mit der neuronalen Künstlerin Sofia Crespo, mit der Multimediakünstlerin Sabrina Ratté und dem generativen Künstler Feileacan McCormick. Im Verlauf des Sets werden die Kunstwerke sowie die Architektur des Gebäudes selbst durch AI-Effekte verändert und in ein hyperrealistisches Gesamtkunstwerk verwandelt.

 

Die Musik beeinflusst diese Verwandlung. Anders als bei einem DJ-Set in realen Räumen eines Clubs löst die von Dixons Avatar gespielte Musik audioreaktive Veränderungen in den virtuellen Ausstellungsräumen aus: Brüche, Verschiebungen und vollständige Umstülpungen dessen, was man als Museum kennt. Im Besonderen ein Track steht für diese Verwandlung ein: Wolfgang Tillmans «Can’t escape into space», das noch vor der Veröffentlichung des dazugehörigen Albums in diesem DJ-Set seine Aufführung feiert.

 

Der Stream wurde von dem digitalen Künstler Aaron Jablonski komplett in Unity gefilmt, einer Game-Engine Software, die avancierteste hyperrealistische Darstellungen erlaubt. Die Denon DJ-Booth von Dixons Avatar wurde von dem Architekten Timur Novikov exklusiv für den Stream erstellt.

 

Dixon x Transmoderna findet im Rahmen von art.set statt, einem Format der Fondation Beyeler in Zusammenarbeit mit Nordstern Basel, das internationale elektronische Musiker in einem Kunstkontext live oder online präsentiert.

 

Virtueller Stream

Mittwoch, 31. März, 20 Uhr CET

Beatport                       Youtube / Twitch / Facebook

Fondation Beyeler         Youtube / Facebook

Nordstern Basel            Facebook

Transmoderna               Facebook

Dixon                           Facebook

Denon DJ                      Facebook

 

Dixon und Transmoderna

Transmoderna ist ein loses Kollektiv aus digitalen Kreativen und elektronischen Künstler*innen, die zusammen an der Idee eines virtuellen Clubs arbeiten. Es wurde 2019 gegründet. Hierzu gehören ausser dem Gründer Steffen „Dixon“ Berkhahn auch Ana Ofak, Medientheoretikerin und creative director, Timur Novikov, Architekt und Aaron Jablonski, digitaler Künstler.

 

Beteiligte: Dixon (DJ/Produktionsleiter), Ana Ofak (Transmoderna/Kreative Leitung, Kuratorin), Timur Novikov (Transmoderna/Visuelle Leitung, Kurator), Aaron Jablonski (Transmoderna/Technische Leitung), Sofia Crespo (Transmoderna/Neuronale Kunst), Sabrina Ratté (Transmoderna/Multimedia), Feileacan McCormick (Transmoderna/Generative Kunst), Alan Ixba (Transmoderna/Technische Assistenz), Carlos Minozzi (Transmoderna/Videografie), Tim Deussen Studio (3D Modellierung), Mimic Productions (Produktion digitaler Charakter/Motion Capture), Rania Kim (Produzentin), Sandira Blas (PR), Franka Marlene Foth (Choreographie), Rauke Lea Hollender (Transmoderna/Soziale Medien)

 

Fondation Beyeler

Die Fondation Beyeler ist ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Riehen/Basel. Im idyllischen Park mit alten Bäumen und historischen Häusern steht der moderne Museumsbau von Renzo Piano. Dieser beherbergt eine herausragende Kunstsammlung. Die Fondation Beyeler ist das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz. International bekannt ist sie insbesondere für ihre qualitätsvollen Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen. Ab April wird die Ausstellung Life des isländischen Künstlers Olafur Eliasson gezeigt.

 

Nordstern Basel

Im Jahr 2000 als Atelier- und Präsentationsraum für Kulturschaffende aus dem Raum Basel konzipiert, gilt der Nordstern Basel heute als eine der wichtigsten Kultur-Institutionen für elektronische Musik in der Schweiz und ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Seit 2015 verbindet die Fondation Beyeler und Nordstern Basel eine enge Partnerschaft, die eine Vielzahl gemeinsamer Projekte in Miami, Hong Kong, Zürich und Basel, mit Beteiligung namhafter Künstlern aus beiden Sparten wie Tobias Rehberger, Ernesto Neto, Wolfgang Tillmans, Rirkrit Tiravanija, Sarah Morris, Dixon, Seth Troxler, Tale Of Us, Solomun oder Dubfire, hervorgerufen hat.

 

Beatport

Beatport wurde 2004 als digitaler Downloadstore für DJs gegründet. Durch seinen umfangreichen Musikkatalog hat sich die Plattform mittlerweile weltweit als Marktführer in der elektronischen Musikszene für Künstler, DJs und Produzenten etabliert. Neben der Beatport Mediathek (oder Beatport Store) präsentiert das Unternehmen ausserdem ein kuratiertes Programm von wöchentlich wechselnden DJ Livestreams auf ihren Youtube- und Twitch-Kanälen. 

 


Einzigartige Raumwirkung lockt Touristenscharen

Nürnberger Lorenzkirche muss erhalten bleiben

Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

 

 

 

Vorstand und Wissenschaftliche Kommission der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) begrüßen die Entscheidung des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Nürnberg, die vorgelegten Bauplanungen für einen mit 6 Millionen Euro veranschlagten Einbau in die denkmalgeschützte St. Lorenzkirche in Nürnberg zu überdenken. Die Pläne wurden nach ihrer öffentlichen Vorstellung kurz vor Jahresende von Nürnberger Bürgern, Kunsthistorikern, Denkmalpflegern und Architekten heftig kritisiert. Nun heißt es, dass die Pläne überprüft werden sollen.

Geplant war, das Westportal als alltäglichen Besuchereingang zu öffnen und einen monumentalen Einbau im Inneren für Funktions-, Aufenthalts- und Lagerräume zu errichten. Der raumhohe dreigeschossige Einbau aus Beton, Stahl, Aluminium und Glas unter der Orgelempore und in den westlichen drei Seitenschiffsjochen hätte den Raum irreversibel zerstört. Der massive, aus harten Materialien errichtete Neubau hätte Raumklima und Akustik verändert, den Innenraum spürbar verkürzt und die gesamte historische Ausstattung bedrängt. Außerdem hätten die Rückwände der vorgesehenen neuen Räume einige der über 400 Jahre alten Fenster verdeckt. Erscheinungsbild und Raumeindruck eines der herausragenden gotischen Kirchenräume in Deutschland, eines Denkmals von nationaler Bedeutung, wären verloren.

Die Stiftung verweist auf die traditionell vorbildliche denkmalpflegerische Arbeit der Evangelischen Landeskirchen mit ihren Kirchenbauämtern. Die unzweifelhaft notwendige vorgesehene Aktualisierung der technischen und elektrischen Anlagen und die Beseitigung der im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hinzugekommenen, im Kirchenraum verteilten Einbauten, Behelfsverschläge und Gebrauchsmöbel soll die Wirkung des durch seine kostbare Ausstattung einzigartigen gotischen Predigtraums noch mehr zur Wirkung kommen lassen. Schon jetzt besuchen durchschnittlich 750.000 Gäste im Jahr die Lorenzkirche, ein Zeichen dafür, dass der Kirchenraum bereits eine immense touristischen Bedeutung hat.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz begleitete in den vergangenen dreißig Jahren partnerschaftlich zahlreiche Denkmalprojekte der evangelischen Kirche. Gerade die Rettung kleiner, durch Geldmangel und daraus folgendem Verfall bedrohte Dorfkirchen wurden in großer Zahl gerettet. In der St. Lorenzkirche unterstützt die DSD seit 2005 die aufwendigen, bis heute anhaltenden Instandsetzungsarbeiten, insbesondere die Restaurierung der wertvollen spätgotischen und renaissancezeitlichen Fenster sowie der Joche des Langhauses.

 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

   

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals®“. Rund 400 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 5.500 Denkmale mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht.
Wir bauen auf Kultur – machen Sie mit!

 

 

 

 


Schöne Bücher: 200 Lesetipps aus unabhängigen Verlagen

200 Lesetipps präsentiert das kostenlose Magazin „Schöne Bücher", herausgegeben vom Netzwerk unabhängiger Verlage.
200 Lesetipps präsentiert das kostenlose Magazin „Schöne Bücher", herausgegeben vom Netzwerk unabhängiger Verlage.

 


 

Schöne Bücher, die Zweite: Das Netzwerk unabhängiger Verlage wächst

 

 

(Münster/pm) - Druckfrisch in den Frühling. Die zweite Ausgabe des kostenlosen Magazins „Schöne Bücher" erscheint im März 2021. Rund 200 Lesetipps aus nunmehr 65 unabhängigen Verlagen sind darin zu finden. Zusammen sind wir stärker: Das ist die Idee des Netzwerkes, das Synergien der Verleger nutzt – und das in herausfordernden Zeiten. Die Nachfrage ist groß.

 

Der Bücherfrühling kann kommen – abgesagten Buchmessen und dem Lockdown zum Trotz. Die passende Lektüre liefern unabhängige Verlage. 65 von ihnen sind im Netzwerk „Schöne Bücher" – www.schoenebuecher.net – vereint. Ein deutlicher Zuwachs seit dem Start des Projekts im vergangenen Herbst mit damals 52 beteiligten Verlagen. Die Idee kommt an: Zusammen sind wir stärker, das ist das Motto. Mit dem Netzwerk wollen die Verleger und Verlegerinnen ihre Titel im Verbund gezielt dem Lesepublikum präsentieren. Dafür erscheint im März 2021 die zweite Ausgabe des gemeinsamen Magazins „Schöne Bücher – Lesetipps aus unabhängigen Verlagen".

 

Das Heft, 128 Seiten stark und klimaneutral gedruckt, wird kostenlos über die Verlage verteilt und liegt auch den Buchbestellungen bei den beteiligten Verlagen bei, solange der Vorrat reicht. Der Genremix im Magazin ist breit: Krimi, Ratgeber, Reiseführer finden sich darin – dazu Humor, Kinderbücher, Fantasy ... Denn so bunt wie die Mischung im Heft ist auch die Verlagslandschaft. Rund 80.000 neue Titel erscheinen jedes Jahr in Deutschland. Doch für viele Verlage ist es herausfordernder geworden, sich ihrem Lesepublikum zu präsentieren.

 

„Die Resonanz auf das gemeinsame Netzwerkprojekt ist überwältigend", sagt Jens Korch, Chef der Edition Wannenbuch. „Schon jetzt haben weitere Verlage Interesse bekundet." Im Verlag mit Sitz in Chemnitz laufen die Fäden zusammen. Ob und wann Buchmessen, Lesungen und Veranstaltungen wieder das Buchgeschäft begleiten, lässt sich schwer absehen.

 

Was wäre das Leben ohne Buch? In der Frühjahr/Sommer-Ausgabe von „Schöne Bücher" geben Verleger, Autoren, die Macher hinter den Werken Antwort auf diese Frage. Das Heft kann kostenlos über die gemeinsame Website www.schoenebuecher.net gelesen werden. Auf dem Online-Portal werden zudem Autoren, Illustratoren, Herausgeber und die Verleger selbst vorgestellt. Dazu gibt es Infos zu Buchterminen und es sind gemeinsame Aktionen für Leser geplant.

 

„Schöne Bücher" im Internet: www.schoenebuecher.net

 


Inzidenzwert in Nürnberg gestiegen – Germanisches Nationalmuseum muss wieder schließen

(Nürnberg/gnm) - Nur drei Tage konnte das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg seine Türen öffnen. Nun müssen die Ausstellungsräume aufgrund der hohen Inzidenzwerte in Nürnberg ab sofort wieder schließen.

Die Bibliothek des Museums ist von dieser Regelung ausgenommen, sie bleibt – vorerst – geöffnet. 


Ein Jahr Kulturchallenge – Künstler feiern Zusammenhalt im Netz

Jando und Sunny. Foto: Jando / Nina Deutschmann
Jando und Sunny. Foto: Jando / Nina Deutschmann

(Hamburg/dm) - Seit einem Jahr hat die Pandemie uns fest im Griff und alle Lebensbereiche verändert, manche wie die Kultur sind sogar vollständig zum Erliegen gekommen. Doch von Anfang an hat die Ausnahmesituation auch als Kreativtreiber gewirkt, Künstler unterschiedlichster Gattungen haben Formate entwickelt, um mit ihrem Publikum in Kontakt zu bleiben . Auch Bestseller Autor Jando veranstaltet seitdem regelmäßig Wohnzimmerlesungen: „Das Feedback meiner Leser und Fans ist überwältigend, ich kann ihnen durch diese schwere Zeit helfen und umgekehrt gibt es mir Energie und Zuversicht. Aus Gesprächen mit befreundeten Künstlern wusste ich, wie schlecht es vielen anderen geht, nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem auch mental. Dagegen wollte ich etwas unternehmen und eine Welle der Positivität auslösen.“ Und so rief Jando am 13. März 2020 kurzerhand die Kulturchallenge ins Leben. Künstler veranstalten in Social Media digitale Liveveranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, neue Songs oder Performances. Der Hashtag Kulturchallenge ermöglicht ihnen, einen größeren Kreis an Menschen zu erreichen und befeuert zugleich den viralen Effekt.

 

Eine der ersten Mitmacherinnen war Multitalent Dayan Kodua, die als Schauspielerin, Autorin und Diversitäts-Aktivistin. Mittlerweile mehr als 130 Künstler haben in unzähligen digitalen Events und Aktionen von Lesungen über Konzerte bis Performances hunderttausende Menschen erreicht. Und auch die Politik würdigte sein Engagement so etwa Bundeskultusministerin Prof. Monika Grütters und Niedersachsens Kultusminister Björn Thümler.

Wie stark das Gemeinschaftsgefühl und der Zusammenhalt mittlerweile geworden sind, unterstreicht ein fröhliches Jubiläumsvideo mit Gratulationen von rund 50 Künstlern, die dichten, singen und von Herzen kommend gratulieren. Anazuita Lisa Causemann, die mittlerweile ehrenamtlich die ständig wachsende Kulturchallenge leitet, beschreibt den positiven Effekt: „Die Künstler sind mit Herzblut dabei. Für viele war und ist die Kulturchallenge eine Chance und ein Neustart mit neuen Lösungen und Wegen. Es hat ihr Leben positiv verändert. Und wir entwickeln uns ständig weiter. Seit Anfang des Jahres machen wir regelmäßig Liveinterviews und Talks über Instagram, stellen die Aufzeichnungen bereit. Und auch eine Podcast-Serie ist aus dem Talks und Interviews entstanden.“

 

Kulturchallenge-Initiator Jando ist stolz auf seine Idee, die mittlerweile auf eigenen Beinen steht. „Damals habe ich gesagt, das erste, das flöten geht mit der Pandemie ist der Gemeinsinn. Ich bin so froh und dankbar, dass wir alle zusammen mit der Kulturchallenge das Gegenteil beweisen. Bei uns zählt Menschlichkeit und es nicht entscheidend, wie bekannt jemand ist. Wir alle brauchen Inspiration und Zuspruch für neue Wege.“

 

https://www.facebook.com/kulturchallenge/

https://jandoautor.com/

 

Jando wurde 1970 im niedersächsischen Oldenburg geboren. Sein Lebensweg führte ihn vom Amateurfußball über eine Ausbildung als Restaurantfachmann und die Bundeswehr zum Fernsehen als Autor für Nachmittagsformate und Daily Soaps und später zu einer eigenen Eventfirma. Eine Krankheitsdiagnose warf ihn aus der Bahn und zwang zum Nachdenken. „Weiter so“ kam für Jando nicht in Frage und er besann sich auf einen langgehegten Traum: Das Schreiben. Er zog zurück ins Ammerland und veröffentlichte 2010 erneut sein Debüt „Windträume – eine wundersame Reise zu sich selbst“. 2012 folgt das moderne Märchen „Sternenreiter – Kleine Sterne leuchten ewig“, das als Besteller die Buchlisten stürmte. Mit „Traumflieger – Lena schreibt Briefe an Gott“ (2015), „Die Chroniken der Windträume“ (2016), „Im Himmel gibt es einen Bahnhof“ (2019) und Die Weisheit des Regenbogens“ (2020) schreibt Jando seine Erfolgsgeschichte fort und begeistert mit poetischen Parabeln von Liebe, Freundschaft, Trauer, Hoffnung und Magie. Illustriert werden die magischen Geschichten von Antjeca, so der Künstlername von Jandos Schwester Antje.  


27. Februar – 21. November 2021, Kunstmuseum St.Gallen

ERKER: Galerie – Edition – Verlag

ERKER, Installationsansicht Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner
ERKER, Installationsansicht Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Stefan Rohner

 

(St. Gallen/pm) - Die neueste Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen ERKER: Galerie – Edition – Verlag wurde bis zum 21. November 2021 verlängert. Die Erker-Galerie von Franz Larese (1927–2000) und Jürg Janett (1927–2016) steht für den Aufbruch einer weltoffenen Stadt St.Gallen. Exponenten des Expressionismus und der Klassischen Moderne waren die Basis ihrer Tätigkeit als Galeristen, welche seit 1958 in wegweisenden Ausstellungen zur Nachkriegsmoderne und einer grossartigen Fülle von Editionen und Büchern kulminierte. In der Erker-Galerie wurde in den 1960er und 1970er Jahren europäische Kunstgeschichte geschrieben.Die Spannung steigt: Der Tag hält auch einige Neuigkeiten bereit. Denn der Verein wird an diesem Tag eine neue spektakuläre Aktion bekanntgeben. Neben 917XFM agiert wie gewohnt die Hamburger Morgenpost als Medienpartner.

Die Idee, bedeutende Autorinnen und Autoren mit wichtigen zeitgenössischen Kunstschaffenden in einen Dialog treten zu lassen, war äusserst fruchtbar. Der Kreis führender Kunstschaffender von Hans Arp bis Günther Uecker, die Reihe von Autoren und Philosophen von Friedrich Dürrenmatt bis Martin Heidegger, die mit der Erker-Galerie verbunden waren, sind legendär. Galerie, Presse und Verlag waren jenes Dreigestirn, das den ökonomischen Erfolg mit breiter künstlerischer Wirkung und intellektueller Brillanz verband.

Werke aus der privaten Sammlung von Franz Larese und Jürg Janett, die dem Kunstmuseum St.Gallen 2007 und 2017 geschenkt wurden, sind nun erstmals im Überblick zu sehen. Von Otto Dix und Hans Arp bis zu Antoni Tàpies, von Hans Hartung bis zu Günther Uecker wird die Nachkriegsmoderne in ungeahnter Fülle im Kunstmuseum St.Gallen gegenwärtig sein: die Geschichte der Erker-Galerie von Franz Larese und Jürg Janett im Spiegel ihrer privaten Kunstsammlung.

Die Geschichte der Erker-Galerie ist sorgfältig archiviert und in grossartigen Fotografien von Franziska Messner-Rast und Franz Larese dokumentiert. Diese Aufnahmen begleiten die Meisterwerke der Nachkriegsmoderne und bilden eine der Leitlinien der Ausstellung. 

 

Kurator: Roland Wäspe


Der Podcast-Marathon der Gute Leude Fabrik

„Wie ist die Lage?“: 12 Stunden Lagebesprechung

(Hamburg/pm) - 200 Podcasts, viele herausragende Gäste und Gespräche – Zeit für eine ausgiebige Lagebesprechung: Zwölf Stunden „Wie ist die Lage?“ hat sich Gute Leude Fabrik-Vortänzer Lars Meier mit seinem Team vorgenommen. Viele Hamburger Politikerinnen, Prominente und Macherinnen waren begeistert und haben sofort zugesagt.

Unter anderem dabei: Katharina Fegebank, Anna Depenbusch, Melanie Leonhard, Andy Grote, Andreas Dressel, Cornelia Poletto, Kevin Fehling, Simone Buchholz, Philipp Westermeyer, Rolf Zuckowski, Julia Niharika-Sen und viele mehr.

Nicht verpassen: Starkoch Tim Mälzer wird sich über zwei Stunden im Podcast mit witzigen und schonungslos ehrlichen Geschichten tummeln. Also hört rein, wenn die Gute Leude Fabrik zum Jubiläum am Freitag, den 19. März 2021 von 7 bis 19 Uhr live aus dem Radiostudio von 917XFM ihren Podcast-Marathon sendet – und damit den längsten Podcast Deutschlands live aufnimmt.

Und wie läuft es ab? In Zwölf Stunden empfängt Lars Meier rund 40 Hamburgerinnen und Hamburger und spricht mit ihnen jeweils ca. 10 Minuten über Neues, kommentiert bereits Gesagtes und bringt die Zuhörerinnen und Zuhörer in den unterschiedlichsten Branchen und Themengebieten auf den neuesten Stand – alles natürlich coronakonform und auch mit Bewegtbild im Livestream auf mopo.de.

1 Podcast

+

12 Stunden

+

40 Gäste

=

Der längste Podcast Deutschlands

 

Die ZuhörerInnen können sich zudem auf Gewinnspiele, Versteigerungen und weitere Überraschungen freuen. Ein Teil der Einnahmen um den längsten Podcast Deutschlands (der Rekord liegt bei 8 Stunden 40 Minuten von der „Zeit“ „Alles gesagt“) und alle Spenden kommen dem gemeinnützigen Verein MenscHHamburg zugute, der damit lokale Hilfsangebote und -projekte in Hamburg unterstützt. Partner hierbei sind: Braaker Mühle, Hamburger Feuerkasse, Astra, Hamburg Energie und Mercado. 


ALICE COOPER stürmt weltweit die Charts

Foto: earMUSIC (Vertrieb: Edel Germany)
Foto: earMUSIC (Vertrieb: Edel Germany)

ALICE COOPER "Detroit Stories"
 VÖ: 26.02.2021 
Label: earMUSIC (Vertrieb: Edel Germany) 

Konfigurationen:

CD Digipak - EAN: 4029759139447 

CD + DVD Digipak - EAN: 4029759156536

CD Boxset - EAN: 4029759156864
+ 1CD Digipak
+ 1 Blu-ray Disc
+ T-Shirt
+ kleine Taschenlampe mit Alice‘ Augen
+ Mund-Nasen-Schutz
+ Sticker
 
2LP Black - EAN: 4029759154006

 

(Hamburg/nm) - earMUSIC und Alice Cooper feiern den weltweiten Charterfolg von "Detroit Stories". Das Album wurde vom langjährigen Produzenten Coopers Bob Ezrin für earMUSIC produziert. Das Label vertreibt und vermarktet das Album weltweit durch sein internationales Netzwerk. Nach dem überragenden Erfolg seines letzten Studioalbums "Paranormal" zementiert Alice Cooper nun seinen Legendenstatus und übertrifft den Erfolg von vor vier Jahren sogar nochmal.
"Detroit Stories" erreicht Chartpositionen in den Top 5 auf der ganzen Welt, der höchste Charteinstieg für Alice seit den 1980ern.
 
Für alle, die an dem Künstler oder dem ganzen Genre gezweifelt haben: Rock n Roll lebt!

Detroit Stories” erreicht international Top 10-Positionen in insgesamt 11 Ländern:

#1 in Deutschland
#1 in USA (Physische Albumcharts)
#2 in Schottland
#3 in Australien
#3 in Österreich
#3 in der Schweiz
#4 in Großbritannien
#6 in Finnland
#7 in Belgien
#7 in Schweden
#10 in Frankreich 

 

Die #1 in Deutschland ist die erste Platzierung für Cooper an der Spitze der offiziellen deutschen Albumcharts und zeigt einmal mehr, dass ihm der Legendenstatus nicht abzureden ist.

 

In den USA lieferte Cooper das bestverkaufte physische Album der Woche.
 
Alice Cooper erklärt: “Nach 28 Alben ist es echt fantastisch, ein Album rauszubringen, das so erfolgreich in den Charts ist. Das verdanke ich wirklich allen Fans auf der ganzen Welt. Ich war der Meinung, dass diese dunklen Zeiten nach einem Rock n Roll Album verlangen, das Spaß macht und die Fans dachten das anscheinend auch. Ich glaube, dass könnte dieses eine Album sein, das alle wieder in eine gute Stimmung versetzt. Danke an die Fans auf der ganzen Welt, die ein Teil dieses Erfolgs waren und danke auch an die Presse, die das Album so gut angenommen hat. Und danke auch an earMUSIC dafür, dass ihr dieses Album so sehr promotet habt! Ich bin wirklich froh, dass ihr alle so viel Liebe für dieses Album habt wie ich.”
 
"Detroit Stories" ist nach der Stadt benannt, in der die Erfolgsgeschichte der ursprünglichen Band um Alice Cooper begann. Soundtechnisch folgt das Album der "Breadcrumbs"-EP, die letztes Jahr erschien und ist eine Hommage an die turbulenteste und härteste Rock‘n’Roll-Szene, die es je gab. 
 
Alice und Ezrin nahmen in einem Studio in Detroit gemeinsam mit einer Vielzahl legendärer Detroiter Musikern das Album "Detroit Stories" auf und lassen damit den Geist der Stadt wiederaufleben. Wenn die "Breadcrumbs"-EP von 2019 den Weg zur Stadt geebnet hat, dann braust "Detroit Stories" wie ein amerikanisches Muscle Car direkt über die Woodward Avenue. 
 
Mit diesem beeindruckenden Charterfolg bringt Alice Cooper seine Detroit Stories in die ganze Welt und feiert die Stadt so, wie sie es verdient hat. 

Weitere Infos unter 
Web: www.alicecooper.com
Facebook: https://www.facebook.com/AliceCooper/
Twitter: https://twitter.com/alicecooper
Instagram: https://www.instagram.com/alicecooper/

 


Germanisches Nationalmuseum öffnet am Freitag, 12. März 2021, nach vier Monaten wieder seine Türen

Abb.: Blick in die Sonderausstellung „Europa auf Kur“, die vor zwei Wochen eröffnen sollte und nun endlich zugänglich sein wird. Foto: gnm
Abb.: Blick in die Sonderausstellung „Europa auf Kur“, die vor zwei Wochen eröffnen sollte und nun endlich zugänglich sein wird. Foto: gnm

(Nürnberg/gnm) - Es geht wieder los! Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg öffnet am Freitag, 12. März 2021 seine Türen. Zugänglich sein werden die beiden aktuellen Sonderausstellungen „Europa auf Kur“ und „Zeichen der Zukunft“ sowie die Dauerausstellung zur Ur- und Frühgeschichte und des Mittelalters. Da der Inzidenzwert in Nürnberg aktuell zwischen 50 und 100 liegt, ist eine Voranmeldung erforderlich. Museumsbesuchern stehen zwei Timeslots von jeweils 3,5 Stunden zur Verfügung: vormittags zwischen 10 und 13:30 Uhr und nachmittags zwischen 14:30 und 18 Uhr, die sie ab Donnerstag, 11. März telefonisch unter der eigens eingerichteten Service-Nummer 0911/1331-333 oder auf der Museumswebsite im online-Ticketshop kostenfrei reservieren können.

 

Auch der Museumsshop wird ab Freitag, 12. März geöffnet sein. Das Museumscafé bleibt vorerst noch geschlossen. Medienguides können noch nicht wieder ausgegeben werden, dafür besteht die Möglichkeit, sich die dort abrufbaren Informationen direkt auf sein eigenes Gerät herunterzuladen. „Unsere Ausstellungen warten seit November auf Besucher. Endlich geht’s wieder los!“ freut sich Generaldirektor Prof. Dr. Daniel Hess.


Endlich wieder da:

Fondation Beyeler ab 1. März wieder geöffnet

Foto: Fondation Beyeler
Foto: Fondation Beyeler

Alle Informationen zur Wiederöffnung inkl. Gratiseintritt–Aktion 

Die Türen öffnen sich wieder

(Basel/fb) - Nach dem Entscheid des Schweizer Bundesrates für «eine vorsichtige, schrittweise Öffnung» der Museen ab 1. März, freuen wir uns, Ihnen ab Montag endlich wieder die Ausstellung über die beiden grossen Bildhauer August Rodin und Hans Arp zeigen zu können. Diese war vor dem zweiten angeordneten Lockdown nur wenige Tage zu sehen und läuft noch bis zum 16. Mai 2021.

«Wir sind glücklich, dass unser Museum aus dem zweiten «Dornröschenschlaf» erwachen kann und wir die grandiose Ausstellung «Rodin / Arp» der Bevölkerung wieder zugänglich machen können. Denn, vielleicht haben wir diese Ausstellung nötiger denn je. In einer Zeit, in der Menschen Abstand zueinander einhalten sollen, tut es allen gut, diese sinnlichen Kunstwerke und Ihre unmittelbare Wirkung live vor Ort erleben zu können.» – Sam Keller, Direktor der Fondation Beyleler

 

Gratiseintritt zum Auftakt

Die Wiedereröffnung feiert die Fondation Beyeler mit freiem Eintritt für alle Besuchenden am 1. & 2. März 2021. Der Gratiseintritt ist eine gemeinsame Aktion aller Basler Museen zur Wiederbelebung des öffentlichen Lebens in der Stadt. Ausstellungstickets sind mit sofortiger Wirkung wieder online erhältlich. Wir empfehlen die Buchung eines Online-Tickets mit Zeitslot, um mögliche Wartezeiten zu vermeiden und freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Ticket buchen

Sicherheit für Besuchende und Personal bleibt oberste Priorität

Dafür hat die Fondation Beyeler ein umfassendes Schutzkonzept erarbeitet, das die Covid-19-Verordnungen des Bundesrates umsetzt und darüber hinaus weitere Massnahmen zur Optimierung des Besucherflusses einführt. 

 

Ein neuer Termin für die Tanzperformance der weltberühmten Choreographin Anne Teresa De Keersmaeker in der Fondation Beyeler wird aktuell noch gesucht. Das Beyeler Restaurant im Park bleibt aufgrund der behördlichen Anordnung bis auf weiteres geschlossen. Führungen und Workshops von Schulklassen und Angebote für unter 20–Jährige sind wieder möglich.


Trotz pandemiebedingter Schließung erfolgreiche Bilanz für Medicus und Grüffelo im Historischen Museum der Pfalz

100.816 Besucher kamen 2020 in das Museum in Speyer

 

(Speyer/pm) - Das Historische Museum der Pfalz startete sehr erfolgreich in das Jahr 2020: In den ersten 10 Wochen strömten über 85.000 Menschen zu den beiden Ausstellungen „Medicus - Die Macht des Wissens“ und „Der Grüffelo“. Einen vergleichbar großen Besucheransturm hatte das Museum zuletzt 2014 und 2015 zur Titanic-Ausstellung.

Dann kam im März unvermittelt die Corona-Pandemie in Deutschland an und damit die lange Phasen der Zwangsschließung und des eingeschränkten Museumsbetriebs. Zweimal wurden die Ausstellungen „Medicus“ und „Grüffelo“ eröffnet, zweimal mussten sie wieder geschlossen werden.

„Gerade für unser Haus, das seit vielen Jahren auf die publikumsträchtigen, großen Sonderausstellungen ausgerichtet und wirtschaftlich von deren Erfolg abhängig ist, bedeuteten die verschiedenen Lockdowns, ob „light“ oder „hart“, wahrhaft strukturelle Erschütterungen“, zieht Direktor Alexander Schubert Bilanz. So blieb erstmals seit vielen Jahren die Gesamtbesucherzahl weit hinter den Erwartungen zurück.

Insgesamt besuchten 100.816 Menschen 2020 die Sonder- und Sammlungsausstellungen sowie Veranstaltungen des Speyerer Museums.

Während des Lockdowns bietet der virtuelle Rundgang unter www.medicus-ausstellung.de durch die Medicus-Ausstellung spannende Einblicke und detailreiche Informationen.

Die Vorbereitungen für die nächste Sonderausstellung im Jahr 2021 laufen bereits auf Hochtouren: Ab 9. Mai zeigt das Historische Museum der Pfalz die Ausstellung „Rendezvous. Frankreichs Militär in der Pfalz 1945 – 1999“. Die Ausstellung nimmt die Aussöhnung und Freundschaft mit dem französischen Nachbarn in den Blickpunkt. Am Ende des Zweiten Weltkriegs kam die französische Armee als Sieger und Befreier vom Nationalsozialismus in die Pfalz. Die Ausstellung zeigt seltene Fotodokumente und Exponate der Erinnerungskultur aus privaten und öffentlichen Sammlungen in Deutschland und Frankreich.

„Expedition Erde. Im Reich von Maulwurf und Regenwurm“ ist der Titel der kommenden Familien-Ausstellung. Ab 10. Oktober thematisiert die Schau die Bedeutung der Ressource Boden und zeigt, wie wichtig es ist, achtsam und sorgsam mit dem Leben unter unseren Füssen umzugehen. Das Projekt wurde vom Kindermuseum Zoom in Wien mit wissenschaftlicher Beratung der Universität Wien für Bodenkultur entwickelt. Das Junge Museum Speyer hat die Ausstellung um interaktive Stationen erweitert.

 

 

Nach Beendigung des Lockdowns wird das Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. Weitere Informationen auch über Sonderöffnungszeiten unter www.museum.speyer.de. 


Koblenzer Aschermittwoch der Künstler als Livestream

Kunst, Kultur und Kirche

 Die Videoinstallation „philema“ von Cornelia Rößler zeigte küssende Paare auf einem Ballon. Screenshot: Julia Fröder
Die Videoinstallation „philema“ von Cornelia Rößler zeigte küssende Paare auf einem Ballon. Screenshot: Julia Fröder

 

 

(Koblenz/bt/jf) – Eigentlich ist es immer ein großes Ereignis für alle Beteiligten aus den Bereichen Kunst, Kultur und Kirche: Eine bis auf den letzten Platz gefüllte Herz-Jesu-Kirche zum Aschermittwoch der Künstler konnte es aber in diesem Jahr aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen nicht geben. Doch ein Livestream bot Interessierten die Möglichkeit trotzdem am Gottesdienst teilzunehmen.

Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Motto „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…“. Christiane Schall behandelte daraufhin die Frage in ihrer Predigt „Wovon lebt der Mensch?“. Die Dekanatsreferentin im Dekanat Koblenz formulierte dazu eine Antwort: „vom Miteinander, vom Zuhören und vom Ansehen-Schenken“. Für den Menschen als soziales Wesen seien diese Komponenten sehr wichtig. „Keine Videokonferenz und kein Telefongespräch kann das auf Dauer auffangen“. Der Mensch sei zudem mehr als seine Arbeitskraft und mehr als ein bloßer Konsument. Er ist ein „Liebender, ein Sinnsuchender, ein Kommunikativer“, also mehr als „Erfolg, Schönheit und Cleverness“, betonte Christiane Schall. Nach ihrer Ansprache folgte die Videoinstallation „philema“ von Cornelia Rößler. Sie zeigte sich küssende Paare auf einem großen, weißen Ballon.

Die Darsteller des Koblenzer Theaters rezitierten die „Flüchtlingsgespräche“ von Bertolt Brecht. Die in den frühen 40er Jahren geschriebenen Dialoge der Flüchtlingsgespräche handeln vom Alltag der aus Deutschland Vertriebenen.

Leider startete die Liveübertragung aufgrund technischer Probleme erst etwa eine halbe Stunde nach Beginn des Gottesdienstes. Daher konnten Zuschauerinnen und Zuschauern vor ihren Bildschirmen die weiteren Programmpunkte wie Kaho Kishinami aus dem Ballett-Ensemble des Koblenzer Theaters oder Kilian Lohmann vom Jugendtheater Koblenz nicht verfolgen. Lohmann präsentierte einen Monolog mit dem Titel „Papierjungs“ von Addi Bernd, einem junger jüdischer Mann aus Koblenz.

Nach dem Zeichnen des Aschekreuzes durch Dechant Stephan Wolff, sang der Jugendkammerchor der Singschule an der Liebfrauenkirche einen Bach-Choral.

Neben Christiane Schall und Pfarrer Wolff war der evangelische Superintendent Rolf Stahl für die Liturgie des Gottesdienstes zuständig. Joachim Aßmann begleitete den Gottesdienst an der Orgel.

Der Aschermittwoch der Künstler ist ein Höhepunkt im Jahreskalender des Koblenzer Kulturprogramms. Die Mitwirkenden planen seit Jahren gemeinsam unter einem inhaltlichen Schwerpunkt einen künstlerisch gestalteten und stimmungsvollen Gottesdienst unter Beteiligung unterschiedlicher Gruppen. Ihren Ursprung hat die vom Dekanat Koblenz und dem Kulturdezernat geplante Veranstaltung in der Beendigung des Karnevals in Koblenz als eine Hochburg rheinischen Brauchtums. Beteiligt an Vorbereitung und Durchführung sind das Kulturamt und die Kultureinrichtungen der Stadt Koblenz wie das (Jugend-)Theater, die Rheinische Philharmonie, die Arbeitsgemeinschaft Bildender Künstler am Mittelrhein e.V. (AKM), aber auch das Dekanat Koblenz sowie der Jugendkammerchor der Singschule an der Liebfrauenkirche.

 

Der Gottesdienst wurde auf der Homepage der Stadt Koblenz (www.koblenz.de) gestreamt und ist dort bis Freitag, 19. Februar abrufbar.


Digitale Info-Veranstaltung zur musikalischen Ausbildung in der Popularmusik:

„Volle Pulle Pop – und das in der Kirche!“

(Hamburg/aw) - Der Bedarf an Musikerinnen und Musikern, die die Popularmusik als  neue Klangfarbe in die Kirchengemeinden bringen, wächst stetig. Deshalb lädt der Fachbereich Popularmusik der Nordkirche zu einem speziellen Ausbildungsangebot ein. Starten wird der nächste Ausbildungsjahrgang C-Kurse im September 2021. Zuvor findet am 20. Februar  zwischen 10 und 12 Uhr per Video-Konferenz eine Info-Veranstaltung zu Inhalten und Voraussetzungen statt. Interessierte Laien- und Profi-Musikerinnen und -Musiker sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

 

„Ja, in der Kirche wird viel Musik gemacht, und seit einigen Jahren auch mit großer Begeisterung an E-Piano, Gitarre und Schlagzeug“, berichtet Jan Simowitsch, Referent für Popularmusik in der Nordkirche. Pop- und Gospelchöre, Bands und andere Ensembles haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten in den Kirchengemeinden gegründet und in Konzerten und Gottesdiensten vielen Menschen ein neues Erleben von Spiritualität ermöglicht, so Simowitsch. Mitreißende Beats und Melodien haben mittlerweile einen festen Platz in vielen Gemeinden. Diesem gestiegenen Bedarf möchte der Fachbereich nachkommen. Zu den Inhalten des neuen Ausbildungskurses gehören  Fächer wie Tonsatz, Chorleitung, Arrangement, Klavier-/Gitarrenspiel - „und vieles weitere mehr, um mit Groove die Kirchenmusik zu bereichern“, ergänzt Jan Simowitsch. „Wir freuen uns auf viele motivierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer!“

 

Die Dauer für die nebenberufliche Ausbildung beträgt 1,5 Jahre, Bewerbungsschluss ist am 1. Juni 2021. Alle erforderlichen Informationen finden sich gebündelt unter www.popularmusik-nordkirche.de. Eine Anmeldung zum digitalen Info-Tag ist unter info@popularmusik.nordkirche.de möglich.

 

Popularmusik in der Nordkirche

Der Fachbereich Popularmusik ist im Hauptbereich Gottesdienst und Gemeinde der Nordkirche angesiedelt. Er arbeitet auf allen Gebieten der Kirchenmusik fachbereichs- und berufsübergreifend und bietet Workshops, Seminare und Projekte an, bei denen sich Interessierte in den Musikrichtungen Jazz, Rock, Pop und Gospel musikalisch ausprobieren oder verbessern können. Einen wesentlichen Schwerpunkt bilden  die Ausbildungen für Popularmusik (C- und B-Kurse), bei denen Musikerinnen und Musiker jeweils zertifizierte Abschlüsse erlangen können.




Das „Jahr des Büffels“ beginnt am 12. Februar 2021

Sonderausstellung „Zeichen der Zukunft“ im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg

(Nürnberg/gnm) - Am Freitag, 12. Februar 2021 wird in Ostasien das chinesische Neujahrsfest begangen, dann beginnt das „Jahr des Büffels“. Die Feierlichkeiten sind traditionell mit Vorhersagen für das neue Jahr verbunden. Das chinesische Tempelorakeln ist die in der chinesisch-sprachigen Welt am weitesten verbreitete Form der Zukunftsbefragung. Sie wird vor dem Altar einer Gottheit in einem Tempel ausgeführt und im ostasiatischen Raum als offizielle Jahresprognose im Fernsehen übertragen. Auch die Präsentation der aktuellen Sonderausstellung „Zeichen der Zukunft“. Wahrsagen in Ostasien und Europa“ im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zeigt eingangs ein Tempelorakel: das der Göttin Mazu und ihrer Diener.

 

Wie funktioniert ein solches Tempelorakel? Nach Darbringung von Opfergaben wird ein Stab aus einem Behältnis gezogen, auf dem eine Zahl vermerkt ist, die wiederum auf eine Notiz mit konkreter bis kryptischer Vorhersage verweist. Zuvor müssen noch sogenannte Mondblöcke geworfen werden, hölzerne Würfel in Form von Halbmonden, die verraten, ob die Frage angemessen ist und damit Gültigkeit besitzt.

 

In der Vorhersagekultur in Ost und West existieren erstaunliche Parallelen. In der Ausstellung zeugen rund 3.000 Jahre alte chinesische Orakelknochen, komplexe Horoskope, faszinierende Bücher zur Sternenkunde und Handlesekunst, aber auch traditionelle Bauernkalender, Unheil abwehrende Talismane und modernen Tarotkarte von dieser Tradition. Neben den Werkzeugen der Zukunftsdeutung stellt sie auch einzelne Akteure vor, wie beispielsweise Madame Buchela, die sich Mitte des 20. Jahrhunderts als „Wahrsagerin von Bonn“ in der Politikberatung einen Namen machte.

 

Zeichen der Zukunft. Wahrsagen in Osteuropa und Europa

Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

noch bis 30. Mai 2021, eine Verlängerung bis 5. September 2021 ist in Planung

 


Die Fondation Beyeler öffnet ihre Türen wieder für die Öffentlichkeit - und zwar mit Hilfe des Nintendo Switch-Spiels «Animal Crossing: New Horizons»

 

(Basel/fb) - Während der aktuellen vorübergehenden Museumsschliessung aufgrund der behördlichen Bestimmungen zur Eindämmung des Coronavirus hat die Fondation Beyeler eines ihrer grössten Kunstwerke online zugänglich gemacht: das Museumsgebäude selbst, eine von Renzo Piano entworfene Architekturikone. Das digitale Bauprojekt wurde von den ART LAB-Teilnehmenden initiiert, die zahlreiche Ideen entwickelten und schliesslich einen Plan für das virtuelle Museumserlebnis erarbeiteten, mit dem Ziel, weitere junge Menschen für Kunst zu begeistern. Begleitet wurden die jungen Kunstinteressierten von Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen der Fondation Beyeler sowie der Game-Expertin Tonja van Rooij.

 

 

 

Spielende des Nintendo Switch-Spiels «Animal Crossing: New Horizons» können nun digital durch die malerische Parkanlage in Riehen am Stadtrand von Basel wandern, im Museum legendäre Klassiker der Sammlung Beyeler bewundern und die verborgenen Schätze des meistbesuchten Kunstmuseums der Schweiz entdecken. Zu sehen sind Werke von Künstlern wie Claude Monet, Kasimir Malewitsch und Piet Mondrian aber auch «Der Denker» aus der aktuellen Ausstellung «Rodin / Arp» oder ein «Snowman» in Anlehnung an das Kunstwerk des Schweizer Künstler-Duos Fischli/Weiss.

 

 

 

Der Avatar des Museums ist als quirlige Biene verkleidet, und das ist natürlich kein Zufall. Der Nachname des Museumsgründerpaars, die renommierten Kunstsammler Ernst und Hildy Beyeler, leitet sich von dem Wort «Imker» ab. Die Kunst war ihr Honig sozusagen. Zusammen mit der Parkanlage in Ernst Beyelers Geburtsort Riehen bildet die Fondation Beyeler eine einzigartige Kombination aus Kunst, Natur und Architektur, die jeden Besuch zu etwas Besonderem macht.

 

 

 

In den vergangenen Monaten, als die meisten Veranstaltungsorte geschlossen und die Reisemöglichkeiten eingeschränkt waren, war dieses Privileg jedoch nur einigen wenigen vorbehalten, die das Glück hatten, in der Nähe zu wohnen. Und derzeit ist es generell niemandem gegönnt, Kunst im Museum zu geniessen. Aber wie wir alle wissen, ist die Not die Mutter der Erfindung. Über ihre digitalen Kanäle hat die Fondation Beyeler neue Wege gefunden, die Menschen zu erreichen und ihnen das Kunsterlebnis direkt ins Wohnzimmer zu bringen – mit Live-Führungen, digitalen Workshops sowie Rap-, Comedy- oder Meditationsformaten aus dem leeren Museum, inspiriert von den gezeigten Ausstellungen.

 

 

 

Mit der Präsenz in der Welt von «Animal Crossing» erweitert die Fondation Beyeler nun ihren digitalen Zweig um eine neue Dimension. Sie lässt die Idee wiederaufleben, das Museum als potenziellen Ort der Stille und der Reflexion in den Fokus zu rücken. In der Welt des Spiels finden wir eine Ausdrucksform der Sehnsucht nach Entschleunigung, die sich als Antwort auf die zunehmende Beschleunigung unserer Zeit entwickelt hat – digital oder leibhaftig. Wir finden Ruhe und Erholung und nicht zuletzt zueinander durch unsere gemeinsamen Interessen. Im Fall der Fondation Beyeler ist dies die Leidenschaft für Kunst, die sie mit möglichst vielen Menschen teilen möchte. Gerade in schwierigen Zeiten ist es schön, sich daran zu erinnern, wie spannend und faszinierend Kunst ist.

 

 

 

Besucherinformationen
Um die Fondation Beyeler im Spiel «Animal Crossing» zu besuchen, können Spielerinnen und Spieler den Code DA-8144-8773-0219 eingeben, der sie in ihrem virtuellen Spielschlaf auf die «Beyeler-Insel» transportiert, wo sie einen Rundgang über das Gelände machen können.

 

 

 

Eröffnungs-Gewinnspiel

 

Um die Museumseröffnung zu «Animal Crossing» zu feiern, verlost die Fondation Beyeler drei Nintendo Switch-Konsolen inklusive «Animal Crossing: New Horizons» über ihre Social-Media-Kanäle.

 

Über ART LAB

 

Über mehrere Monate hinweg entwickeln Teilnehmende des ART LAB ein eigenes Kunstvermittlungsprojekt, um andere junge Menschen für die Kunst zu begeistern. Zum Programm gehören Ausstellungsbesuche und der Austausch mit Mitarbeitenden der Fondation Beyeler. Die ART LAB-Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu Eigeninitiative ermutigt, indem sie das Programm mitgestalten und kreativ-künstlerische Arbeitsmethoden kennen lernen.

 

 

 

Die jungen Kunstbegeisterten werden in ihrem Projekt von Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen der Fondation Beyeler begleitet. ART LAB-Teilnehmende haben die Möglichkeit, in ART LAB-Alumni-Projekten weiter aktiv zu sein und so der Fondation Beyeler langfristig verbunden zu bleiben. Die Teilnahme ist kostenlos, auf 15 Personen begrenzt und im Alter von 15 bis 25 Jahren möglich. Das nächste ART LAB startet im Frühjahr 2021, weitere Informationen sind zu finden unter: www.fondationbeyeler.ch/vermittlung/young/art-lab

 

 

 

Besondere Erwähnung:

 

Für die Realisierung des Projekts sind wir Tonja van Rooij zu grossem Dank verpflichtet, die uns mit Rat und Tat in der magischen Welt von «Animal Crossing» zur Seite stand.

 

 

 

ART LAB wird grosszügig unterstützt von der Max Kohler Stiftung.

 


Bischof Jeremias: „Kunst ist wichtig, um aus der Erstarrung herauszufinden“

Nordkirchen-Kunstwettbewerb – Preise gehen nach Kiel, Schwerin und Ückeritz

(Greifswald/Kiel/Schwerin/Ückeritz/akl) - Bernd Engler (Ückeritz bei Demmin) und die Teams Shirin Goldstein (Schwerin)/Marc Wiesel alias W1353L sowie Achim Kirsch (Windeby)/Stina Kurzhöfer (Kiel) sind die Preisträger des ersten Kunstwettbewerbs der Nordkirche. Sie erhalten jeweils 2000 Euro. Den mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis der Jury erhält die Kielerin Lisa Hoffmann. 60 Künstlerinnen und Künstler aus dem Gebiet der Nordkirche ließen sich von dem Motto „Von der Kunst die Krise zu deuten“ inspirieren und reichten Zeichnungen, Gemälde, Installationen, Videos und Audiofiles ein. Heute Vormittag (26. Januar) vergab die Jury bei einer digitalen Feier die Preise.

Jurymitglied Tilman Jeremias sprach bei der Preisverleihung eine Laudatio. Dabei dankte der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern den Organisatoren und Künstlerinnen: „Ich bin begeistert von der Vielzahl der Einsendungen und der breiten Palette an künstlerischen Ausdrucksformen, die sich alle auf einzigartige Weise mit der aktuellen Coronakrise auseinandersetzen. Als wohltuend in dieser Zeit empfand ich die spielerischen und humorvollen Ansätze vieler Kunstwerke. So haben gleich zwei unserer Preisträger das Thema als eine Art Tanz umgesetzt. Die Einsendungen haben uns als Jury gezeigt, wie wichtig Kunst ist, um aus der Erstarrung herauszufinden.“

Die Initiatorin des Wettbewerbs, Anna Luise Klafs, freut sich über die große Resonanz. „Am 31. Dezember, unserem Einsendeschluss, gingen noch bis 23 Uhr die letzten Kunstwerke ein“, erzählt sie lachend. Die Studienleiterin der Nordkirche (www.kulturhimmel.de) hat Theologie und Musiktheater studiert. Sie erzählt von den Abstimmungen innerhalb der Jury, die sich aus Theologen und Künstlerinnen zusammensetzte: „Für uns kristallisierte sich bald ein wichtiger Unterschied zwischen Kunst und Religion heraus: Religion ohne Trost wäre trostlos, doch Kunst ist nicht darauf angewiesen, Trost zu spenden, sie ist da freier.“ Obwohl die Künstlerinnen und Künstler das Thema Coronakrise durchaus ernst genommen hätten, seien die Einsendungen nicht deprimierend. Anna Luise Klafs: „Bei den meisten Beiträgen überwiegt die Hoffnung. Viele spielen mit den Polaritäten, die diese Krise mit sich bringt – etwa Schutz und Abgrenzung, Nähe und Distanz, Hilflosigkeit und Kreativität“.

Während Bischof Jeremias eine theologisch begründete Laudatio hielt, sprach Susanne Burmester als Laudatorin mit künstlerischem Hintergrund. Als Galeristin, Kuratorin und künstlerische Leiterin des Rügener Kunstvereins CIRCUS EINS ist ihr die Situation der Künstler vertraut: „Die meisten bildenden Künstlerinnen und Künstler arbeiten mehr oder weniger am Existenzabgrund und leben prekär. Das hat sich durch die aktuelle Krise nicht verändert. Allerdings gibt es ein großes Unverständnis dafür, dass Museen und Kunstvereine nicht öffnen können. Dass Kunst als nicht systemrelevant und zu den Freizeitaktivitäten gezählt wird, sagt viel darüber aus, welchen Stellenwert Kultur für uns hat.“

Ein Wettbewerb, wie ihn die Nordkirche veranstaltet hat, sei derzeit umso wichtiger: „Schon das Motto formuliert positiv, dass Künstlerinnen und Künstler etwas beitragen können. Man vertraut auf ihre Erfahrung und wünscht ihre Expertise für die Gesellschaft, um Krisen zu deuten.“ Susanne Burmester ist davon überzeugt, dass Künstlerinnen und Künstler einen einzigartigen Beitrag zum Umgang mit Corona liefern können: „Die Kunst hält die Ambivalenzen, das Unfertige aus. Sie will keine Antworten liefern, sondern öffnet den Raum für Fragen.“

Im  Februar wird die Nordkirche einen Zusammenschnitt aller Einsendungen auf youtube veröffentlichen. Die Kunstwerke sollen ab dem Sommer nordkirchenweit in verschiedenen Kirchen ausgestellt werden.

Informationen zu den Preisträger*innen und deren Werken:

„Kinetisches Objekt: WARTEN AUF OSTERN“: Bernd Engler

 

Bernd Engler, Gutshaus Ückeritz bei Demmin

1959 in Güstrow geboren, studierte Malerei und Grafik Halle/Burg Giebichenstein. Seit 1986 ist er freischaffender Künstler mit wiederkehrenden Lehraufträgen am Greifswalder Caspar David Friedrich Institut der Universität Greifswald. Zahlreiche prämierte Arbeiten im öffentlichen Raum.

Dystanz“: Shirin Goldstein und Marc W1353L

Shirin Goldstein, Schwerin

1985 in Schwerin geboren lebt und arbeitet in Schwerin und Leipzig. 2019 hat sie an der Universität Greifswald ihr Examen in Bildender Kunst und Anglistik gemacht.

Marc W1353L (Marc Wiesel), Wismar

Architekt, Jahrgang 1973, lebt und arbeitet in Wismar und Bonn. Sein Schwerpunkt ist multimediale Konzeptkunst.

Dystanz - eine multimediale Rauminstallation“ besteht aus einem Fototableau, Spiegeln und einem NATO-Draht. Zitat: „Das Wort Dystanz steht für Distanz, also eine Entfernung und Zurückhaltung und unterteilt sich dabei in die pathologische Vorsilbe dys- und das Wort Tanz(…) Die Überlagerungen der Fotografien zeigen die Kraft, die entsteht, wenn Zusammensein im Geiste stattfindet.“

„Sie tanzen“: Achim Kirsch und Stina Kurzhöfer

Achim Kirsch, Windeby

Jahrgang 1973, ist seit 1997 freischaffend künstlerisch mit Malerei/Fotografie/Trickfilm tätig. Davor Studium der Philosophie, Germanistik und Kunst u.a. an der KHM, Kunsthochschule für Medien in Köln.

Stina Kurzhöfer, Kiel

Jahrgang 1980, ist Fotografin und hat u.a. Freie Kunst studiert an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel (Master of Fine Arts; performative Installationen).

Der preisgekrönte Beitrag ist eine multimediale, performative Installation mit 12 Beamern, Saugrobotern und Animationen, die eine virtuelle Tanzchoreographie erlebbar machen.

„Covid 19 Woche 0-VI“: Lisa Hoffmann – Sonderpreis der Jury

Lisa Hoffmann, Kiel

Geboren 1989, nach ihrem Examen als Fotodesignerin studierte sie in Kiel und Den Haag und machte ihren Master of Fine Arts an der Kieler Muthesius-Kunsthochschule.

„Covid 19 Woche 0-VI“ ist ein siebenteiliger Archival Pigment Print. Jedes Bild besteht aus mehreren hundert übereinandergelegten Bildern, die in der jeweiligen Woche weltweit in den Medien veröffentlicht wurden.

 

Zitat: „Wir haben uns an die seit Jahrzehnten etablierten Bildkonzepte und Dokumentar-Strategien gewöhnt. Diese Gewöhnung führt zur Abstumpfung, und letztlich durch die Menge an täglich veröffentlichten und konsumierten Bildern, so die Annahme, zu einer Passivität der Wahrnehmung. In ihrer rechenbasierten Praxis sucht Lisa Hoffmann nach neuen künstlerischen Dokumentarpraktiken, die zu einer Re-Aktivierung der sinnlich ästhetischen Wahrnehmung führen.“ 


Soulvilles nutzen Lockdown zur Männersuche

 


(Düsseldorf/pm) - Der bekannte Jazzchor Soulville Jazz Singers aus Düsseldorf nutzt den Lockdown für eine besondere Aktion. „Wir suchen Männer“, stellt die Leiterin Barbara Beckmann lächelnd fest. Diese Zeiten brauchen Perspektiven und bald mit Anderen singen zu können, sei eine sehr schöne Perspektive, erläutert sie weiter. Unter dem Motto „Sing dich zu uns!“ ruft sie daher alle Männerstimmen auf, die Soulville Jazz Singers online kennenzulernen.
„Wir wollen den Einstieg so einfach wie möglich gestalten“, erläutert die bekannte Düsseldorfer Musikerin. Daher sind Online-Schnuppertreffen geplant, zu denen sich Interessierte auf der Webseite des Chors anmelden können. Flankiert wird die Aktion durch Werbung in den sozialen Medien. So hofft man, gerade in diesen Zeiten viele Interessierte ansprechen zu können. Wenn gegenseitig Sympathie besteht, werden die Neulinge in die reichhaltigen Online-Aktivitäten des Chors eingebunden. Der Chor hat beispielsweise verschiedene Projekte auf der Musikplattform Bandlab gestartet, bei denen die Mitglieder ihre Stimmen bequem am Smartphone einsingen können und somit schnell ein gemeinsames Singgefühl bekommen. Zudem gibt es regelmäßige Onlinetreffen zum Austausch und zum Einstudieren von Stücken.
Barbara Beckmann ist vielen Menschen in Düsseldorf als ehemalige Pianistin im Kommödchen, Teil des Kabarettduos »Schiffer/Beckmann« und Komponistin des Fortuna-Musicals bekannt. Seit mehr fast fünfzehn Jahren sind die Soulville Jazz Singers ihr Herzensprojekt. Die vierzig Sängerinnen und Sänger zeigen in ihren Konzerten immer wieder neue Facetten und mischen bekannte Melodien mit unerwarteten Arrangements. Den interessierten Männerstimmen werden also besondere Perspektiven geboten.


100 Jahre Mozartfest Würzburg in Bild, Text und Ton: Digitale Chronik zum Jubiläum geht online

»Mozarts Kunst ist zeitlos, … ihr Kern ist an keine Epoche gebunden, daher bleibt sie unabhängig von der jeweiligen Tagesmode, aufrecht im Wandel der Zeit.« (Carl Flesch, 1926)

 

(Würzburg/mf) -  Happy Birthday Mozart! Am 27. Januar 1756 wurde Wolfgang Amadé Mozart in Salzburg geboren. 265 Jahre später steht fest: Seine Musik und sein Schaffen haben die Epochen überdauert und die Menschen zu jeder Zeit geprägt, berührt und inspiriert. In Würzburg hat der Wiener Klassiker 1790 nur eine kurze Kaffeepause eingelegt, jedoch mit bedeutenden Folgen. Aus der Mozartwoche der Zwanzigerjahre hervorgegangen, findet seit 1921 das Mozartfest statt, das 2021 sein hundertstes Jubiläum feiert. Mozarts Musik hat im unterfränkischen Würzburg eine Heimat gefunden und ist untrennbar mit der Stadtgeschichte verbunden. 

Anlässlich des Jubiläumsjahres, dessen Konzertsaison vom 28. Mai bis 27. Juni 2021 stattfindet, ist eine digitale Chronik entstanden, die Musikliebhaber, Mozartfest-Besucher und Würzburger mitnimmt auf eine Reise durch hundert Jahre Festivalgeschichte. Höhepunkte, Wegmarken und Wendepunkte werden durch den Zeitstrahl auf der Mozartfest-Website (www.mozartfest.de/ueber-uns/geschichte) anhand von historischem Bild- und Audiomaterial erfahrbar gemacht. Die Auswahl umfasst kurze Tonausschnitte aus bisher unveröffentlichten Konzertmitschnitten des Bayerischen Rundfunks aus den Jahren 1954 bis 2020 sowie Vintage-Fotomaterial: Eine aufregende Zeitreise durch die ereignisreiche Würzburger Festivalgeschichte. 

Die Würzburger und ihr Mozartfest

 

100 Jahre Mozartfest bedeutet vor allem eines: Unzählige Geschichten und Erinnerungen von Konzertbesuchern, persönlich erlebt und fest im Gedächtnis verankert. Vom geduldigen »Schlangestehen« am Falkenhaus beim Kartenvorverkauf bis zu proppenvollen Nachtmusiken mit mehr als 15.000 Mozartfestfans im Residenz-Hofgarten in den 80er-Jahren: Jeder hat seine eigene Geschichte. Die Veranstalter starten deshalb einen Aufruf an erzählfreudige Zeitzeugen, ihre Mozartfest-Erlebnisse zu teilen. Die schönsten Geschichten und Anekdoten werden im Rahmen des Jubiläums in einer Sonderpublikation des Verlags Kendl + Weissbach veröffentlicht.


AI Lab Residency-Programm von Ars Electronica & Leiden Observatory:

Sarah Petkus (US) und Mark J. Koch (US) gewinnen Residency in Linz und Leiden

(Linz/ae) - Das „European ARTificial Intelligence Lab“, kurz AI Lab, bietet Künstler*innen, die sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen, die Chance Residencies an renommierten wissenschaftlichen Institutionen zu absolvieren. Initiiert wurde das AI Lab 2018 von Ars Electronica, das involvierte Netzwerk, das aus dem Creative Europe Programme der Europäischen Union finanziert wird, umfasst europaweit 17 namhafte Institutionen aus Kunst und Wissenschaft. Geleitet und organisiert wird das Residency-Programm, das diesmal unter dem Motto „Astronomy x AI“ steht, von Ars Electronica gemeinsam mit der Sternwarte Leiden. Die Gewinner*innen der diesjährigen Residencies stehen nun fest: Sarah Petkus (US) und Mark J. Koch (US) aus Las Vegas werden ihr Projekt Moon Rabbit am Leiden Observatory und am Ars Electronica Futurelab in Linz ausarbeiten.


Bilanz 2020 und Ausblick 2021 der Fondation Beyeler:

«Keine Krise ungenutzt verstreichen lassen»

  Abbildung: Aussenansicht der Fondation Beyeler, Foto: Mark Niedermann
Abbildung: Aussenansicht der Fondation Beyeler, Foto: Mark Niedermann

 

 

(Basel/fb) - Wie für die meisten Kulturinstitutionen war 2020 auch für die Fondation Beyeler ein schwieriges Jahr. Die Bilanz liegt weit unter den Erwartungen, aber auch deutlich über den Befürchtungen. Museumsschliessungen, Veranstaltungsverbote, Reisebeschränkungen und andere durch die Corona-Pandemie erforderlich gewordene behördliche Massnahmen haben das Programm und die Besucherzahlen massiv beeinträchtigt. Zwei grosse Ausstellungen und Hunderte von Veranstaltungen, Führungen und Workshops mussten verschoben oder abgesagt werden. Trotzdem ist es gelungen, vor Ort wie auch online ein attraktives und vielseitiges Programm anzubieten. Als das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz verzeichnete die Fondation Beyeler 2020 trotz Corona-Krise 291’604 Besuchende. Die digitalen Kunstvermittlungsangebote stiessen mit über einer Million Webseite-Besuchen und zweistelligen Zuwachsraten in den sozialen Medien auf ein Rekordinteresse. Die Fondation Beyeler hat das Krisenjahr relativ gut überstanden. Massgeblichen Anteil daran hatten insbesondere der Erfolg der Edward-Hopper-Ausstellung, das digitale Programm im Internet und die künstlerische Bespielung des Parks. Alle 203 Mitarbeitenden konnten trotz zeitweiliger Kurzarbeit weiterbeschäftigt werden.

 

Für 2021 plant die Fondation Beyeler ein volles Programm in der Hoffnung, in Zeiten der Krise zum Wohle der Besuchenden und zum kulturellen Aufschwung beitragen zu können. Bis Mai ist die Ausstellung «Rodin / Arp» zu sehen, im Frühjahr und Sommer unterzieht «Olafur Eliasson» das Museum einer Verwandlung, im Herbst folgen mit «Goya» und «Close-Up» weitere Höhepunkte. Die Tanzperformance von Anne Teresa De Keersmaeker im Januar/Februar muss coronabedingt auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Der geplante Artist Talk mit der berühmten belgischen Choreografin findet am Donnerstag, 11. Februar, um 20 Uhr, online statt. Der neu für die Sammlung erworbene Snowman des Schweizer Künstlerduos Fischli/Weiss kann zu allen Jahreszeiten und auch während der Museumsschliessung im Park der Fondation Beyeler besucht werden. 

 

Die Fondation Beyeler konnte das wechselhafte Jahr 2020 mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abschliessen. Direktor Sam Keller charakterisiert das Corona-Jahr aus Museumssicht mit den Worten «Glück im Unglück», «Keine Krise ungenutzt verstreichen lassen» und «Im Regen tanzen». 291’604 Menschen haben das Museum in Riehen/Basel im Laufe des Jahres besucht. Aufgrund von Reisebeschränkungen verringerte sich der Anteil von internationalen Besuchenden zugunsten von solchen aus der Schweiz und den angrenzenden Regionen Deutschlands und Frankreichs.

 

Die meistbesuchte Ausstellung war «Edward Hopper». 255’001 Besuchende erfreuten sich an den Bildern des von der Presse und in den sozialen Medien vielfach als «Maler der Stunde» bezeichneten amerikanischen Künstlers. Seine Kunst hat während der Coronakrise unerwartet an Aktualität und Bedeutung gewonnen. Parallel dazu wurde der 3D-Kurzfilm Two or Three Things I Know about Edward Hopper des renommierten Filmregisseurs und Fotografen Wim Wenders in einem im Museum eingerichteten Kinosaal gezeigt. Der Künstlerin Roni Horn war die Ausstellung «You are the Weather» gewidmet. Zwei Sammlungspräsentationen, «Silent Vision – Bilder der Ruhe» und «Der Löwe hat Hunger», die punktuell durch wertvolle Leihgaben und noch nie gezeigte Neuankäufe ergänzt wurden, ermöglichten es, die hauseigene Sammlung aus neuen Blickwinkeln zu entdecken. Im Dezember konnte mit «Rodin / Arp» eine grosse Skulpturenausstellung eröffnet werden, die jedoch aufgrund der behördlich angeordneten temporären Museumsschliessung seit dem 21. Dezember nur digital erlebt werden kann.

 

1917 Journalistinnen und Journalisten und damit pandemiebedingt weniger als sonst (–26 %) konnten im Museum begrüsst werden, weshalb die Resonanz in den Medien mit 3015 Artikeln und Sendungen zum Programm der Fondation Beyeler etwas geringer als gewohnt ausfiel. Neben den Schweizer Medien berichteten auch die internationalen Leitmedien in Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien und den USA. Gerade die Ausstellung «Edward Hopper» mit dem Twitter-Bonmot der Stunde «We are all Edward Hopper paintings now» sorgte für grosse internationale Beachtung in den Tageszeitungen und Magazinen – von Der Spiegel und Stern über Le Figaro» bis hin zur Financial Times und dem New Yorker.

 

Bei den Social-Media- und Online-Aktivitäten ist die Fondation Beyeler nach wie vor führend unter den Schweizer Kunstmuseen, mit 138’000 Instagram-Followern rangiert sie sogar europaweit auf Platz eins unter allen deutschsprachigen Kunstmuseen (Zuwachs von 20’000 Followern, 40 % höheres Engagement). Auf Facebook (88’000) sind die Abonnentenzahlen ebenfalls gestiegen (Zuwachs von 5000 Followern, 14 % höheres Engagement). Auf der Webseite wurden mit 1’115’981 «Unique Visitors» mehr als ein Drittel mehr Besuche als im Vorjahr verzeichnet. Die Abonnentenzahl auf dem hauseigenen YouTube-Kanal konnte fast verdoppelt werden. Der Video-Rundgang «Hip-Hopper» mit Laurin Buser und der Trailer zur Ausstellung «Edward Hopper» avancierten zu den erfolgreichsten Videos in der Geschichte der Fondation Beyeler. Die Video-Serie «Ein Museumsbesuch der anderen Art» mit den Schauspielern Mike Müller und Patrick Frey gewann einen Edi-Award im Rahmen der Verleihung des Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreises 2020. Ebenso ging der Sponsoring Excellence Award 2020 an die Fondation Beyeler und Swisscom für das gemeinsame Projekt #myprivatepicasso aus dem Jahr 2019.

 

2020 wurden 28 öffentliche Kulturveranstaltungen durchgeführt, etwa halb so viele wie in den Vorjahren. Mit der Konzertreihe «Sound Garden», die im Sommer 2020 im Park der Fondation Beyeler stattfand, konnten lokale Musiker und Musikerinnen unterstützt und insgesamt über 1200 Gäste glücklich gemacht werden. Anlässlich der erstmaligen Präsentation ihrer bewegenden Klanginstallation Seven Tears sprach die schottische Künstlerin Susan Philipsz im Rahmen eines in Kooperation mit der UBS organisierten Artist Talk über ihre Arbeit. Besondere Beachtung fand das Gespräch zwischen Filmemacher Wim Wenders und Christian Jungen, Direktor des Zurich Film Festival. Mittels umfassender Schutzkonzepte gelang es der Fondation Beyeler, auch in der Corona-Zeit ein aktiver und attraktiver Kunst- und Begegnungsort zu sein. Die internationalen Veranstaltungsprojekte mussten allerdings abgesagt werden.

 

Im Jahr 2020 konnten trotz pandemiebedingter Einschränkungen insgesamt 693 Führungen und Workshops durchgeführt werden, darunter auch Führungen für besondere Zielgruppen wie Familien, Kinder und Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Seh- und Hörbehinderte, Menschen mit Demenz). 198 Schulklassen besuchten die Fondation Beyeler und nahmen aktiv am Vermittlungsprogramm teil. Neu bot die Kunstvermittlung auch spezielle Formate für ganz Kleine an: u. a. den Erzählteppich für 3- bis 6-Jährige sowie ein vierteiliges Angebot für Kindergartenklassen, das grossen Anklang fand. Auch das Art Lab und der Young Art Club für junge Kunstbegeisterte gestalteten 2020 interessante Programme. Mit diversen Angeboten über die Sommermonate, darunter «Sketch it»-Workshops, performative Führungen und Kunststationen im Park, wurde der Aussenraum vermehrt für die Vermittlung genutzt. Verschiedene Online-Angebote auf «Beyeler Create» und Videos für Kinder und Jugendliche ermöglichten es, von zu Hause aus an kreativen Workshops teilzunehmen. Mit einer Augmented-Reality-App zu den Aussenskulpturen im Berower Park weitete die Kunstvermittlung ihre Aktivitäten in den virtuellen Raum aus. Insgesamt haben rund 32’000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von kostenlosen Programmen und vergünstigten Eintritten – insbesondere vom Gratiseintritt bis 25 Jahre – profitiert.

 

Für die museumseigene Sammlung wurden fünf Werke von fünf Künstlerinnen und Künstlern angekauft, und zwar von: Leonor Antunes, Enrico David, Peter Fischli und David Weiss sowie Rachel Whiteread. Von den Künstlerinnen Leonor Antunes und Marlene Dumas erhielt die Fondation Beyeler eine Schenkung von je einem Werk.

 

Der Fokus der Restaurierungsabteilung lag im Jahr 2020 auf der Lancierung eines umfangreichen, auf drei Jahre angelegten Konservierungsprojekts (2019–2021) zu sieben Gemälden Piet Mondrians. Ziel ist die wissenschaftliche Erforschung und Analyse der Materialien der drei Früh- und vier Spätwerke des Künstlers in der Sammlung Beyeler. Unterstützt wird das Projekt von La Prairie. Die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse werden im Museum und auf der Webseite der Fondation Beyeler präsentiert.

 

Ellsworth Kellys im Berowerpark installierte Aussenskulptur White Curves, 2001, wird zurzeit in den USA umfassend restauriert. 48 Sammlungswerke wurden 2020 im Rahmen der regulären Konservierungsarbeiten am Museum untersucht, und an 17 wurden Restaurierungs- und Konservierungsmassnahmen durchgeführt. Die erstmalige Gesamtschliessung des Museums wurde auch für eine umfangreiche Pflege und ein Monitoring der ausgestellten Sammlungswerke in situ genutzt.

 

Der Leihverkehr vermittelt einen Eindruck vom intensiven Austausch mit bedeutenden nationalen und internationalen Museen und Privatsammlungen, wenn auch dieser aufgrund der Corona-Pandemie stark eingeschränkt war. 173 Werke von 58 Leihgebern aus 10 Ländern kamen 2020 nach Riehen. Umgekehrt wurden 22 Werke aus der Sammlung der Fondation Beyeler an internationale Museen ausgeliehen, darunter die Royal Academy of Arts in London, die Albertina in Wien, die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (K20) in Düsseldorf, das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid, das Centre Pompidou in Paris, die National Gallery of Art in Washington oder das National Museum of Modern Art in Tokio.

 

Der Stiftungsrat der Beyeler-Stiftung hat sich im Sommer 2020 trotz der Corona-Pandemie dazu entschieden, grünes Licht für die Baueingabe zum Erweiterungsprojekt mit Atelier Peter Zumthor zu geben. Er wollte damit in diesen schwierigen Zeiten ein positives Zeichen für Kultur und Wirtschaft in der Schweiz setzen. Das Erweiterungsprojekt ist für die langfristige Weiterentwicklung des meistbesuchten Kunstmuseums der Schweiz von grosser Bedeutung und wird die kommenden Jahre entscheidend mitprägen. Sobald die Baubewilligung vonseiten der kantonalen Behörden vorliegt, kann mit dem Bau begonnen werden, dies frühestens im Frühjahr 2021.

 

Per Ende 2020 waren in der Fondation Beyeler insgesamt 203 Mitarbeitende (inkl. ISS Facility Services) beschäftigt, für die teilweise Kurzarbeit angemeldet wurde. Betriebs- oder pandemiebedingte Kündigungen konnten vermieden werden.

 

Kommende Ausstellungen und Veranstaltungen

 

Die Fondation Beyeler bleibt aufgrund der vom Schweizerischen Bundesrat am 13. Januar 2021 verlängerten Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus voraussichtlich bis und mit Sonntag, 28. Februar 2021, geschlossen.

 

Die vom 29. Januar bis 14. Februar 2021 geplante Tanzperformance von Anne Teresa De Keersmaeker muss auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Der für den 29. Januar geplante Artist Talk mit der berühmten belgischen Choreografin findet neu am Donnerstag, 11. Februar, um 20 Uhr, online statt.

 

Während der temporären Museumsschliessung werden die derzeitigen Ausstellungen online zugänglich gemacht. Die Ausstellung «Rodin / Arp» kann in Begleitung von Kurator Raphaël Bouvier online besucht werden. Digitale Ausstellungsrundgänge und andere interessante Inhalte sind auch zu «Der Löwe hat Hunger» sowie zu «Roni Horn. You are the Weather» über die Webseite des Museums abrufbar.

 

Auch während der verordneten Museumsschliessung bleibt der Park der Fondation Beyeler von 10.00 bis 18.00 Uhr öffentlich zugänglich. Dort sind seit Kurzem Auguste Rodins ikonische Skulptur Der Kuss und der wunderbare Snowman von Fischli/Weiss zu sehen.

 

Die Daten der Ausstellungen 2021 bleiben voraussichtlich wie geplant:

 

Olafur Eliasson 18. April – 11. Juli 2021

 

Close-Up          19. September 2021 – 2. Januar 2022

 

Goya                 10. Oktober 2021 – 23. Januar 2022

 

Für ihre grosszügige Unterstützung im Jahr 2020 danken wir:

 

Beyeler-Stiftung; Hansjörg Wyss, Wyss Foundation

 

Öffentliche Förderer: Bundesamt für Kultur BAK; Gemeinde Riehen; Kanton Basel-Stadt Kultur

 

Hauptpartner: Bayer; Novartis; UBS

 

Partner: accurART; Basler Kantonalbank; Fondation BNP Paribas Suisse; Hatje Cantz; ISS Facility Services; Bank J. Safra Sarasin; Maison Ruinart; La Prairie; Rolls-Royce Motor Cars;

 

Stiftungen und Gönner: American Friends of Fondation Beyeler; Ananda Foundation; Asuera Stiftung, Athene Stiftung; Avina Stiftung; Berta Hess-Cohn Stiftung; FX & Natasha de Mallmann; Fondation Coromandel; Don Quixote II Foundation; Simone & Peter Forcart-Staehelin; Freundeskreis der Fondation Beyeler; Fundación Almine y Bernard Ruiz-Picasso para el Arte; Annetta Grisard; Hilti Art Foundation; L.+Th. La Roche Stiftung; Luma Foundation; Mary & Ewald E. Bertschmann-Stiftung; Max Kohler Stiftung; Dr. Christoph M. Müller & Sibylla M. Müller; Napinvest AG; Patronesses der Fondation Beyeler; Sulger-Stiftung; Terra Foundation for American Art; Walter A. Bechtler-Stiftung; sowie weitere Stiftungen und private Gönnerinnen und Gönner, die ungenannt bleiben möchten.

 

Öffnungszeiten der Fondation Beyeler: voraussichtlich bis 28. Februar 2021 geschlossen

 

 

 


Schülerpreise für Arbeiten über die friedliche Revolution in Leipzig, die Ethik digitaler Großkonzerne und die Frauenordination in der katholischen Kirche

Preisverleihung „Christentum und Kultur“

 

 

(Karlsruhe/Stuttgart/Freiburg/Rottenburg/drs) - Die vier großen evangelischen und katholischen Kirchen in Baden-Württemberg haben zum 18. Mal die Preisträgerinnen und Preisträger des landesweiten Schülerwettbewerbs „Christentum und Kultur“ ausgezeichnet. Pandemiebedingt konnte die Preisverleihung leider in diesem Jahr nicht wie bisher üblich im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung erfolgen. Insgesamt hatten 52 Schülerinnen und Schüler 44 Arbeiten eingereicht.

 

Der erste Preis ging an Charlotte Bohn und Lena Stäble vom Thomas-Mann-Gymnasium Stutensee. Unter dem Titel „Die friedliche Revolution in Leipzig. Auslegung der christlichen Lehre gegen die Übermacht der sozialistischen Ideologie. Pfarrer Führer und Pfarrer Wonneberger – Handeln nach christlichem Verständnis?“ zeige die Arbeit sehr anschaulich die Hintergründe der Umwälzungen des Jahres 1989 und deren Vorgeschichte aus theologischer Sicht anhand von Dokumenten und Augenzeugenberichten auf, so die Begründung der Jury.

 

In den Ausführungen werde deutlich, „worin die christliche Motivation der beiden engagierten Pfarrer bestand. Ganz klar werden dann am Ende nochmals Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem am Gebot der Nächstenliebe orientierten und eher auf Kompromisse bedachten Christian Führer und dem stärker politisch orientierten und risikobereiten Christoph Wonneberger benannt.“

 

Den zweiten Preis des Wettbewerbs erhielt Jonathan Chung vom Humboldt-Gymnasium in Ulm. Seine Arbeit mit dem Titel „Amazon, Apple, Google, Microsoft, Facebook: Der ethische Supergau? Handeln diese Firmen wirklich so unethisch? Eine ethische Betrachtung“, beschäftigt sich mit der hochaktuellen Frage, nach welchen ethischen Kriterien die großen Firmen der digitalen Veränderung letztlich handeln. Dabei kommt der Autor aufgrund eigener Recherchen und durch einen Vergleich der „Ethik der Hacker“ mit den zehn Geboten zu einem sehr differenzierten Ergebnis.

 

Der dritte Preis wurde in diesem Jahr dreimal verliehen: Tobias Krauß vom Gymnasium am Deutenberg in Villingen-Schwenningen stellt in seiner Arbeit „Erst Friedensgebete – dann Revolution. Wie groß ist der Anteil der Christen an der friedlichen Revolution in der DDR?“ die Bedeutung der evangelischen Kirche für die friedliche Revolution dar. Dabei werde diese Rolle nach Einschätzung der Jury kritisch relativiert und als „Ermöglichung der Kritik am Staat“ gewichtet.

 

Amelie Gaiser vom Hans-Furler-Gymnasium Oberkirch beschäftigt sich in ihrer Arbeit „Schweigen war gestern, Schwestern! Über meinen Weg zu einem begründeten Standpunkt zur Frage nach der Frauenordination in der katholischen Kirche“ mit ihrer eigenen Position zu dieser Frage. Überzeugend schildere die Schülerin, wie sie bei sich selbst eine Meinungsänderung zum Thema erlebt habe, weil ihr einerseits die Interviews und andererseits die wissenschaftliche Auseinandersetzung ermöglicht hätten, das Thema historisch und theologisch ganz neu einzuordnen. 

 

Einen weiteren dritten Preis erhielt Anja Altmaier, Schiller-Gymnasium Offenburg, für ihre Arbeit „Füllet die Erde und macht sie euch untertan und herrschet über (…) alles Getier, das auf Erden kriecht. Aber wie? Wie sollten Menschen mit Tieren umgehen?“. Die Jury würdigt damit eine „faktenreiche, durchgehend argumentative, stringent aufgebaute Arbeit zur Frage der Tierhaltung und -tötung“.

 

Ein Sonderpreis für Arbeiten mit künstlerisch-musischer Ausrichtung ging zudem an Anton Hillenbrand vom Schiller-Gymnasium in Offenburg. In Dialogform, Aphorismen, Bildern und Symbolen (auch der Psychoanalytik des Traumes) widmet sich die Arbeit unter dem Titel „Schwerelos“ theologisch-existentiellen Themen aus der Perspektive eines traumatisierten Ich-Erzählers.

 

Darüber hinaus gingen Buchpreise an die folgenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Jule Schumm vom Hölderlin-Gymnasium Nürtingen, Julia Sieringhaus vom Schiller-Gymnasium Heidenheim und Jan Haschek, Spohn-Gymnasium Ravensburg.

 

Zum Hintergrund:

 

Den Wettbewerb „Christentum und Kultur“ schrieben die Evangelischen Landeskirchen in Württemberg und Baden, die Erzdiözese Freiburg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart erstmals im Schuljahr 2003/2004 aus. Er soll Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe an allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien in Baden-Württemberg dazu anregen, sich mit dem Zusammenhang von Religion und Kultur in der Gesellschaft zu beschäftigen. Darüber hinaus soll der Wettbewerb das Interesse an religiösen und interreligiösen Fragestellungen wecken und die ökumenische Zusammenarbeit stärken. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, der katholische Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg) sowie der evangelische Landesbischof Professor Dr. Cornelius-Bundschuh (Karlsruhe) haben die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernommen. Die siebenköpfige Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des kulturellen Lebens, aus Wissenschaft und Forschung, des Kultusministeriums sowie der Schulabteilungen der Regierungspräsidien und der Kirchen. Für die Organisation ist jeweils ein Vertreter der evangelischen Landeskirchen und der Bistümer aus dem Bereich Religionspädagogik verantwortlich. Der erste Preis ist mit 500 Euro, der zweite Preis mit 300 Euro und der dritte Preis mit 200 Euro dotiert.

 


Einreichung ab sofort möglich:

Prix Ars Electronica 2021 startet

Goldene Nicas / Fotocredit: vog.photo
Goldene Nicas / Fotocredit: vog.photo

(Linz/ae) - Bis 3. März können ab sofort unter ars.electronica.art/prix/ Projekte für den Prix Ars Electronica 2021 eingereicht werden, der in den folgenden Kategorien ausgeschrieben wird: Computer Animation, Artificial Intelligence & Life Art, u19 – create your world und Digital Musics & Sound Art, wobei innerhalb dieser Kategorie heuer auch erstmals der “Isao Tomita Special Prize” ausgelobt wird. Darüber hinaus besteht für Einreicher*innen diesmal die Möglichkeit, sich mit ihren Projekten am neuen “Ars Electronica Award for Digital Humanity” zu beteiligen, der vom Österreichischen Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten möglich gemacht wird. Alle Projekte und Arbeiten, die für den Prix Ars Electronica eingereicht werden, können zudem für den STARTS Prize vorgeschlagen werden.

 

Der Prix Ars Electronica 2021 im Überblick:

 

Computer Animation …
… ist offen für unabhängige Kunst- und Wissenschaftswerke ebenso wie für kommerzielle High-End-Produktionen der Film-, Werbe- und Unterhaltungsindustrie. Künstlerische Originalität zählt dabei genauso viel wie exzellente technische Leistung. Auch Experimente und Ansätze, die auf einer erweiterten Interpretationen der Computeranimation beruhen und sowohl in künstlerischer als auch technischer Hinsicht über den Bildschirm hinausgehen, können eingereicht werden.

 

Digital Musics & Sound Art …
… sucht zeitgenössische digitale Klangproduktionen aus dem breiten Spektrum der „Electronica“, von Werken, die Klang und Medien kombinieren, über elektro-akustische oder experimentelle Computer-Kompositionen, bis hin zu Klanginstallationen. Ungeachtet der Medien oder Genres, die dabei zum Einsatz kommen, stehen die musikalischen und klangkünstlerischen Qualitäten der eingereichten Arbeiten im Vordergrund.

 

… und Isao Tomita Special Prize
Erstmals vergeben die Juror*innen der Kategorie Digital Musics & Sound Art diesmal auch den mit 5.000 Euro dotierten Isao Tomita Special Prize. Der Preis ist dem 2016 verstorbenen japanischen Pionier der elektronischen Musik gewidmet und wendet sich an Künstler*innen, die künstlerische und technische Herausforderungen in der digitalen Musik und Klangkunst erforschen und andere mit ihrer innovativen und einzigartigen Musik inspirieren. Der Isao Tomita Special Prize wird unterstützt von Isao Tomita Research.

 

Artificial Intelligence & Life Art …
… widmet sich der künstlerischen Praxis und dem künstlerischen Denken in allen Bereichen der Künstlichen Intelligenz und der Life Sciences. Gesucht werden etwa Arbeiten, die sich mit Biotechnologie, Gentechnik, Synthetischer Biologie usw. sowie mit maschinellem Lernen, Deep Learning und jeder anderen Form der Künstlichen Intelligenzforschung beschäftigen. Von besonderem Interesse sind Kooperationen zwischen Kunst und Wissenschaft sowie Projekte, die die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung von KI und Life Sciences, ihre ethische und philosophische Dimension sowie die Rolle von Politik, Regierungen und Industrie kritisch reflektieren.

 

u19 – create your world …
… die österreichweit ausgeschriebene Kategorie fahndet nach Zukunftsideen und -visionen der jungen Generation und richtet sich an „Young Creatives“ unter 14 genau wie an „Young Professionals“ zwischen 14 und 19. Eingereicht werden können künstlerische Animationsfilme, Soundkreationen, Websites, Apps, wissenschaftliche Projekte und innovative Ideen für die Zukunft.

Neuer Ars Electronica Award for Digital Humanity des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten

Erstmals ausgeschriebenen und mit 10.000 Euro dotiert wird der Ars Electronica Award for Digital Humanity, der vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten unterstützt wird. Als ein besonderer Preis des österreichischen Außenministeriums unterstreicht er die Offenheit und den nach außen gerichteten Geist des österreichischen kulturellen, wissenschaftlichen und technologischen Ökosystems, das auf Zusammenarbeit und Bewusstsein für unsere gemeinsamen globalen Herausforderungen ausgerichtet ist. Die Gewinner*innen des Ars Electronica Award for Digital Humanity werden aus den beim Prix Ars Electronica oder STARTS Prize der Europäischen Kommission eingereichten Projekten ausgewählt.

 

Projekte zusätzlich beim STARTS Prize der Europäischen Kommission einreichen!
Seit 2014 fahndet der STARTS Prize der Europäischen Kommission nach Projekten, die die Bedeutung des kulturellen Austauschs und der Zusammenarbeit für die Entwicklung einer auf den Menschen ausgerichteten digitalen Welt unterstreichen. Hier werden künstlerische Arbeiten gesucht, die sich mit sozialen, kulturellen und humanitären Fragen unserer digitalen Gesellschaft auseinandersetzen.

 

 

Der Prix Ars Electronica – traditionsreichster Medienkunstwettbewerb weltweit

Seit 1987 ist der Prix Ars Electronica eine interdisziplinäre Plattform für alle, die den Computer als universelles Gestaltungsmedium in ihrer künstlerischen Arbeit an der Schnittstelle zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft einsetzen. Der jährlich ausgeschriebene Wettbewerb umfasst mehrere Kategorien, die stets tausende Einreichungen aus aller Welt verzeichnen. Die besten werden mit der Goldene Nica ausgezeichnet, eine der wichtigsten Auszeichnungen für Kreativität und Pioniergeist im digitalen Medienbereich. Das alljährliche Teilnehmer*innenfeld reicht von weltweit anerkannten Künstler*innen bis hin zu jungen kreativen Shootingstars. Der Prix Ars Electronica, veranstaltet von der Ars Electronica Linz GmbH & Co KG, wird durch die Unterstützung der Stadt Linz ermöglicht, die CyberArts Ausstellung der prämierten Arbeiten wird von der OÖ Landes-Kultur GmbH gefördert.

 


Guggenheim Museum Bilbao

BILBAO AND PAINTING

Adolfo Guiard

On the Terrace, 1886 (detail)

Oil on canvas 110 x 470 cm

Sociedad Bilbaína Collection

 

- Dates: January 29 through August 29, 2021

 

- Curator: Kosme de Barañano.

 

- Sponsored by: Iberdrola

 

  ·        At the end of the 19th and beginning of the 20th century, Bilbao is a town that expands in every sense of the word, both from an urban as well as an industrial perspective, which is reflected in painting.

 

·        The works depict very diverse scenes, such as the boats and terraces on the river, the everyday life of the commercial bourgeoisie, and that of the village folk; popular festivities, the heroes of new (imported) sports, or the daily tasks in a fishing port.

 

·        Both the sea and the ships are a recurring theme in the paintings of Bilbao at the turn of the century, which most artists conjure in an effort to capture their color and thus reflect their vital role in the town's commerce and culture.

 

The Guggenheim Museum Bilbao presents Bilbao and Painting, an exhibition sponsored by Iberdrola, that brings together a selection of paintings created by artists working in Bilbao in the late 19th and early 20th centuries, who traveled to Paris and incorporated the ideas of modernism from French Impressionism and the Avant-gardes. At the turn of the century, Bilbao became one of the most prosperous cities in Spain, thanks to its naval, and iron and steel industries, and its commercial, banking, and cultural activity. There is, at this period, among the citizens of Bilbao a craving and an earnest wish to succeed and steadily advance towards a better future for all, a sort of empathy that unfortunately will be shattered with advent of the Civil War of 1936.

 

The exhibition represents and conceptualizes different moments in the history of Bilbao through large-scale paintings that portray, among other scenes, the commercial ships in the river and the terraces given to leisure, the life of the bourgeoisie and the village folk, the rowers, the struggle and death at sea, sporting heroes, the daily tasks in a fishing port or the festivities in a Biscayan anteiglesia (village district).

 


Kartenvorverkauf für bekanntgegebene Konzerte startet

Usedomer Musikfestival plant abhängig von bundesweiten Corona-Maßnahmen mit Litauen im Länderschwerpunkt vom 18. September bis 9. Oktober 2021

 

 

  • Litauens Klang und musikalische Vielfalt vom 18. September bis 9. Oktober mit David Geringas, dem Leipziger Streichquartett, Gewandhausorganist Michael Schönheit und vielen mehr
  • Peenemünder Konzerte mit NDR Elbphilharmonie Orchester und dem Baltic Sea Philharmonic erinnern an historische Verantwortung
  • Weitere Programminformationen erfolgen aufgrund der Corona-Lage im März und Mai 2021

 

 

(Seebad Heringsdorf/pm) - Auch 2021 setzt das Usedomer Musikfestival die schönsten Konzertorte der Sonneninsel Usedom mit international bedeutenden Solisten und Ensembles sowie Länder-verbindenden Klängen in Szene. Nachdem das Festival das herausfordernde Corona-Jahr 2020 erfolgreich meistern konnte, plant die im Ostseeraum beliebte Veranstaltungsreihe vom 18. September bis 9. Oktober 2021 Stars und Schätze der Musik aus Litauen auf Usedom zu präsentieren. „Abhängig von den Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung aufgrund der Corona-Pandemie wollen wir zeigen, dass das geografisch kleine Land Litauen musikalisch Herausragendes zu bieten hat“, so Intendant Thomas Hummel. In besonderer Weise ehrt das Musikfest den litauischen Cellisten, Pädagogen und Dirigenten David Geringas. Die international hochgeschätzte Musikerpersönlichkeit ist dem Usedomer Musikfestival seit 20 Jahren verbunden und verwandelt seit 2009 Schloss Stolpe auf Usedom in ein Mekka der Cellokunst. Im Rahmen des Ostsee-Musikforums, unterstützt vom Norddeutschen Rundfunk, dem Tonkünstlerverband MV und dem Usedomer Musikfestival, fanden so bereits über zehn internationale Meisterklassen und mehr als 50 Konzerte mit dem bedeutenden Cellisten statt.

 

Peenemünder Konzerte – Verantwortung und Musikgenuss

 

Jährliche Höhepunkte des Usedomer Musikfestivals sind die Peenemünder Konzerte im Kraftwerk Peenemünde auf dem Gelände der ehemaligen Heeresversuchsanstalt. Herausragende Musikerpersönlichkeiten wie Kurt Masur oder Gidon Kremer, aber auch Staatsgäste wie Bundeskanzlerin Angela MerkelKönigin Silvia von Schweden oder Friedensnobelpreisträger Lech Walesa prägten sie. Wo die Nationalsozialisten einst Waffen für den Krieg entwickelten, die vielen tausend Menschen das Leben kostete, setzen bei den Peenemünder Konzerten des Usedomer Musikfestivals herausragende Ensembles, große Dirigenten und bedeutende Solisten Zeichen des Friedens. Im Jahr 2021 begrüßt die Veranstaltungsreihe das auf Usedom gegründete Baltic Sea Philharmonic unter der Leitung von Kristjan Järvi, das junge Musiker aus allen Ländern des Ostseeraums vereint und innovative, aufsehenerregende Konzerterlebnisse schafft. Ein weiteres Spitzenensemble im Norden, das NDR Elbphilharmonie Orchester feiert den Abschluss der Musiklandsaison in Mecklenburg-Vorpommern auf Usedom - ein Höhepunkt der Festivalsaison im ganzen Bundesland.

 

Musikalische Hochkaräter feiern Litauens Musikvielfalt

 

Weitere Hochkaräter führen zum Usedomer Musikfestival 2021 an die einmaligen und stimmungsvollen Orte Usedoms, wie dem Achterwasser, wo unweit des Krumminer Naturhafens in der Klosterkirche im gleichen Ort das renommierte Leipziger Streichquartett mit führenden Musikern des Gewandhausorchesters litauische Komponisten mit Werken Schumanns und Mendelssohn-Bartholdys vereint. In der backsteinernen Kirche von Seebad Ahlbeck, inmitten der Kaiserbäder bringt einer der bedeutendsten Virtuosen an der Königin der Instrumente, Gewandhausorganist Michael Schönheit die deutsche Orgelschule mit litauischen Spätromantikern zusammen, die einst die nationale Musik in dem kleinen baltischen Land begründeten, das musikalisch Großes zu bieten hat.

 

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie veröffentlicht das Usedomer Musikfestival den nächsten Teil seines Konzertprogramms im März und danach ab Mai. Karten für bereits bekanntgegebene Konzerte können über die Internetseite www.usedomer-musikfestival.de, das Ticketportal www.reservix.de und an allen Kartenvorverkaufsstellen und Touristeninformationen der Insel Usedom erworben werden. Über die aktuelle Lage informiert die Website des Festivals www.usedomer-musikfestival.de.