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Zulfiana erhält durch Global Micro Initiative e.V. neue Perspektiven für eine bessere Zukunft Foto: GMI
Zulfiana erhält durch Global Micro Initiative e.V. neue Perspektiven für eine bessere Zukunft Foto: GMI

Lomboks versteckte Armut: Global Micro Initiative e.V. schafft Perspektiven

Lombok erlebt durch den „Mandalika International Street Circuit“ einen Touristenanstieg. Aber die Menschen im Landesinneren profitieren nur wenig davon. Wie kann Global Micro Initiative e.V. hier eine entscheidende Rolle spielen? 

 

Von Silvia Schüßler

(Hösbach/Lombok/gmi) -  Trotz des Touristenbooms, den der „Mandalika International Street Circuit“ seit seiner Neueröffnung mit seinen Motorradrennen der indonesischen Insel Lombok beschert, bleibt die Armut im ländlichen Raum unberührt. Die wenigen Touristen, die nach den großen Rennen die abgelegenen Gegenden besuchen, treffen auf Kleinstunternehmer, die weder dafür ausgebildet noch ausgestattet sind, den Anforderungen und Ansprüchen der Touristen zu begegnen. Dieser Herausforderung tritt die gemeinnützige Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V. mit einem innovativen Ansatz entgegen. Sie verknüpft Mikrokredite mit Schulungen und individuellen Beratungen, um Kleinstunternehmern nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. 

Mit Schulungen und Mikrokrediten Chancen schaffen 

„Vielen der Kleinstunternehmer fehlen grundlegende betriebswirtschaftliche Kenntnisse sowie das Verständnis für die Qualitätsanforderungen der Touristen“, erklärt Winda, die Country Managerin des Projektstandortes Indonesien. Global Micro Initiative e.V. hat mit ihrem Ansatz gute Erfahrungen gemacht. Tobias Schüßler, Initiator und Ideengeber der Hilfsorganisation, betont: „Durch die Bildung, die wir den Kleinstunternehmern in Verbindung mit finanzieller Unterstützung bieten, ermöglichen wir den Menschen, sich selbst einen Weg aus der Armut zu erarbeiten. Wir sehen uns als Chancen-Geber für die, die sonst wenig Perspektive hätten.“ 

Ein Beispiel für den Erfolg dieses Ansatzes ist Zulfiana. Die alleinerziehende Kleinstunternehmerin arbeitet als saisonale Landarbeiterin. Um zusätzlich zu diesem unregelmäßigen Einkommen noch Geld zu verdienen und ihre beiden Kinder ausreichend versorgen zu können, begann sie, Bananenchips zu produzieren. Durch einen Mikrokredit, Schulungen und dank der individuellen Beratung kann sie nun ihre Einnahmen und Ausgaben im Blick behalten. Sie lernte, wie sie ihre Produkte über Facebook vermarkten und neue Kunden gewinnen kann. Auch die Qualität ihrer Produkte konnte sie durch hochwertigere Zutaten und einen verbesserten Herstellungsprozess steigern. Dies führte zu einem enormen Anstieg der Nachfrage und somit zu einer spürbaren Erhöhung ihres Umsatzes.  

„Inzwischen verdient Zulfiana genug, um gut für ihre Kinder zu sorgen. Sie musste sogar eine Mitarbeiterin einstellen, um der größeren Kundennachfrage entsprechen zu können”, freut sich Schüßler. „Geschichten wie die von Zulfiana zeigen uns, wie wichtig unser mehrschichtiger Ansatz ist.” 

Nachhaltige positive Veränderungen 

Die gemeinnützige Arbeit von Global Micro Initiative e.V., die ausschließlich von Spenden finanziert wird, gewinnt in Zeiten wachsender sozialer Ungleichheit auf Lombok immer mehr an Relevanz. Indem die Hilfsorganisation Kleinstunternehmern das nötige Rüstzeug in Form von Wissen und finanzieller Unterstützung bietet, schafft sie eine nachhaltige Grundlage für positive Veränderungen. Besonders in einer Zeit, in der der Tourismus neue Möglichkeiten gerade für die Menschen der abgelegenen Regionen bieten könnte, ist dieses Engagement unverzichtbar. 

Text: Silvia Schüßler 

 

Spendenkonto:

Global Micro Initiative e.V.
Raiffeisen-Volksbank Aschaffenburg e. G.
IBAN DE38 7956 2514 0000 4739 01
BIC: GENODEF1AB1

Kontakt:

Silvia Schüßler, Öffentlichkeitsarbeit
Global Micro Initiative e.V.
Vorstandsvorsitzender Tobias Schüßler
Weißenbergerstraße 6
63768 Hösbach


www.global-micro-initiative.de
Silvia.Schuessler@global-micro-initiative.de

 

 

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Autorin: Silvia Schüßler / Global Micro Initiative e. V. ; zusammengestellt von Gert Holle - 6.10.2023