Nachrichten aus aller Welt

27.04.2017

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

„Christen dürfen in Ägypten nicht weiter Bürger zweiter Klasse sein“

 

Hilfswerk missio Aachen erhofft vom Papstbesuch Signalwirkung für Gleichberechtigung und Toleranz – Kirche in Ägypten wichtige zivilgesellschaftliche Kraft – Prälat Krämer: „Bildung ist Schlüssel gegen Gewalt“

 

 

 

(Kairo/Aachen/missio) - „Christen dürfen in Ägypten nicht weiter wie Bürger zweiter Klasse behandelt werden. Dieses Signal erwarten unsere Projektpartner vom Papstbesuch“, sagt Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, vor der Visite von Papst Franziskus in Ägypten am 28. und 29. April. „Deshalb müssen die Bildungsanstrengungen in Ägypten wesentlich verstärkt und die koptische Kirche dabei mehr durch Staat und Gesellschaft unterstützt werden“, fordert Prälat Krämer weiter. Es reiche nicht, allein die Sicherheitsvorkehrungen für die Christen in Ägypten zu erhöhen, sondern die Mentalität der Gesellschaft müsse sich langfristig ändern. „Dafür ist Bildung der Schlüssel“, weiß missio-Präsident Krämer aus mehreren Besuchen und Gesprächen mit missio-Projektpartnern in Ägypten.

 

 

 

missio fördert in Ägypten 28 Projekte mit 1,465 Millionen Euro

 

Die schrecklichen Anschläge von Palmsonntag gegen zwei koptische Kirchen seien noch nicht vergessen und die Menschen trauerten weiter. „Aber unsere Partner wollen, dass die Weltöffentlichkeit nicht nur den Terror registriert, sondern sich mehr für die Rolle der Kirche beim Aufbau einer gerechteren und besseren Zukunft des Landes interessiert“, berichtet Krämer weiter. Die Kirche biete Schulen und Bildungskurse für alle Ägypter an. Sie sei in der Behindertenarbeit tätig oder kümmere sich um Menschen in Gefängnissen, gleichgültig ob diese Muslime oder Christen seien. Die ägyptische Kirche praktiziere, was Papst Franziskus mit seinem Appell meine, an die Ränder der Gesellschaft zu gehen. In den schnell wachsenden neuen Vierteln der Großstädte sei die Kirche mit neuen Pfarreien und einem breiten Angebot für Bildungs- und Sozialarbeit präsent, um allen Menschen ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit zu helfen. „Dieses diakonische Zeugnis fördert im Alltag die Wertschätzung der Christen durch die islamische Mehrheitsgesellschaft und trägt langfristig dazu bei, dass Christen als gleichberechtigte Bürger wahrgenommen werden“, so Prälat Krämer. missio Aachen fördert deshalb dieses Engagement der koptisch-katholischen Kirche in Ägypten zurzeit mit 28 Projekten und 1,465 Millionen Euro.

 

 

 

Offizieller Islam in Ägypten muss Toleranzverständnis überprüfen

 

„Damit die ägyptischen Christen nicht weiter als Bürger zweiter Klasse behandelt werden, müssen aber auch die offiziellen Vertreter des Islam ihr Toleranzverständnis überprüfen. Darauf weisen uns unsere Projektpartner ebenfalls hin“, erklärte Prälat Krämer. Zwar sei nach mehreren Jahren des Schweigens wieder das Gespräch zwischen der Al Azar-Universität in Kairo als einer der obersten Lehrautoritäten des sunnitischen Islams und dem Vatikan aufgenommen worden, aber hier müsse es mehr Ergebnisse als „den Austausch von Höflichkeiten“ geben, so Krämer. „Die traditionelle islamische Auffassung, dass Toleranz die bloße Duldung von Angehörigen anderer Religionen meint, ohne sie als gleichberechtigte Bürger zu behandeln, muss sich ändern“, meint Krämer. Dieses Toleranzverständnis der Mächtigen führe zu einer Diskriminierung der Christen und anderer Minderheiten, der sie oft nur mit Gesten einer Art vorauseilender Unterwürfigkeit begegnen könnten. „Wir hoffen, dass Papst Franziskus dieses Thema bei seinen Treffen mit muslimischen Würdenträgern in Ägypten anspricht“, sagt Prälat Krämer. (3355 Zeichen)

 

 

 

Wer ist missio?

 

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Im vergangenen Jahr wurden rund 850 Einzelmaßahmen seiner Partner mit etwa 49 Millionen Euro finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Kontinenten. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein die Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.

 


Auch Deutsche engagieren sich für Hilfsorganisation World Vision

Globaler Spendenlauf für sauberes Wasser

(Friedrichsdorf/wv) -Von Neuseeland bis Europa, in den USA, China und vielen weiteren Ländern weltweit machen sich derzeit tausende engagierte Läufer bereit für den Global 6K. Auch in Deutschland werden hunderte Läufer am Samstag, 06. Mai für die Hilfsorganisation World Vision an den Start gehen.

Unter anderem haben sich bereits Laufgruppen in Magdeburg, München, Trier, Köln, Ulm und Frankfurt angemeldet. Die Organisation hat den Lauf initiiert und alle Spenden, die zusammenkommen, werden für Trinkwasserprojekte verwendet.

Warum Global 6K? 6 Kilometer ist die durchschnittliche Distanz, die Menschen in Afrika laufen müssen, um an eine Wasserstelle zu gelangen. In vielen Fällen ist dieses Wasser verunreinigt und vor allem für kleine Kinder lebensgefährlich. Täglich sterben weltweit über 1000 Kinder unter fünf Jahren an einer gewöhnlichen Durchfallerkrankung - über 400.000 Kinder im Jahr. Deshalb ist der Zugang zu sauberem Wasser überlebenswichtig.

Läuferinnen und Läufer können sich unter:

https://www.worldvision.de/mitmachen/spendenlauf-fuer-trinkwasser

registrieren. Im Anschluss an die Registrierung bekommen die Teilnehmer ein Mitmachpaket mit Infos und einem Extra-Shirt für den 6K-Lauf.

Wie, wo und mit wem gelaufen wird, bleibt jedem selbst überlassen. Vom Einzellauf bis zum Gruppenevent ist alles möglich.

KONTAKT
Für weitere Fragen steht Ihnen Jochen Hudelmaier zur Verfügung; Tel.: +49 6172 763-192 oder
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World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2015 wurden 300 Projekte in 50 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit weiteren World Vision-Werken in fast 100 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse „Aktion Deutschland Hilft“ und Gemeinsam für Afrika. http://www.worldvision.de

 


Kindermissionswerk unterstützt Bau von 20 Schulen in Nepal

Sternsinger fördern Bildung

 

(Aachen/kmw) - Knapp zwei Jahre nach den beiden verheerenden Erdbeben in Nepal können das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und die Nepal Hilfe Aachen die Fertigstellung der ersten acht von 20 neuen Schulen bekannt geben. Die erdbebensicheren Gebäude entstanden in den zurückliegenden Monaten in den Distrikten Dolakha und Sindhupalchok, dem Epizentrum des Bebens vom Mai 2015. Zum Start des neuen Schuljahrs im Juni werden jeweils 60 bis 100 Schülerinnen und Schüler die 18 Grundschulen besuchen. Die beiden neuen Sekundarschulen besuchen dann jeweils rund 500 Kinder und Jugendliche. Dolakha und Sindhupalchok liegen östlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu.

 

 

 

Tragende Stahlkonstruktionen für die Dächer ohne Verbindungen zu den Wänden, die ihrerseits von mehreren Stahlbändern durchzogen sind, sollen dafür sorgen, dass die Gebäude in der gefährdeten Region erdbebensicher sind. Gut 800.000 Euro betrugen die Kosten der Gesamtmaßnahme, zu denen die Nepal Hilfe Aachen rund 80.000 Euro an Spendengeldern beitrug. An den Folgen der beiden Beben vom 25. April und vom 12. Mai 2015 waren laut der nepalesischen Regierung rund 8.800 Menschen gestorben, die meisten von ihnen in den zahllosen eingestürzten Gebäuden. In Kooperation mit der Deutsch-Nepalischen Hilfsgemeinschaft (Stuttgart) setzten das Kindermissionswerk und die Nepal Hilfe auf ein festes Team aus einheimischen Bauexperten, das den Neubau der Schulgebäude plante und durchführte. Maßgeblich verzögert wurde der Bau durch die politische Situation vor Ort. Mehr als ein Jahr dauerte es, bis die Baupläne für die Schulen genehmigt wurden.

 

 

 

Die Gebäude bestehen zum größten Teil aus zwei Räumen und unterstützen auch durch ihre Einrichtung ein pädagogisches Lernsystem, das klassenübergreifend und auf die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler ausgerichtet ist. Die dünn besiedelten Distrikte Dolakha und Sindhupalchok haben jeweils rund 200.000 Einwohner. Ein Schulsystem mit festen Klassenverbänden ist daher ungeeignet.

 

 

 

Jährlich 2.100 Projekte weltweit

 

 

Rund 2.100 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 73,7 Millionen Euro standen dem Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland 2015 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 111 Ländern. Neben der Förderung der Kinder-Hilfsprojekte zählen der Einsatz für die Rechte von Kindern weltweit sowie die Bildungsarbeit zu den Aufgaben


Wiederaufbau nach Erdbeben läuft

Nepal: Endlich wieder ein Dach über dem Kopf

Nepal * Erdbeben * Wiederaufbau * Jahrestag

 

(Berlin/Kathmandu/dw) -. Zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal läuft der Wiederaufbau von erdbebensicheren Häusern. Die von der Regierung eingerichtete Wiederaufbau-Behörde hatte ihre Arbeit aufgrund einer Regierungskrise erst ein Jahr nach dem Erdbeben aufgenommen. Lokale und internationale Hilfsorganisationen waren dadurch im Wiederaufbau blockiert. „Jetzt können wir endlich gemeinsam mit den Menschen ihre Häuser wieder aufbauen, so dass sie künftigen Beben standhalten“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. Das sei wichtig, da das Risiko für Erdbeben in der bergigen Himalaya-Region besonders hoch sei.

 

In vielen Regionen Nepals waren die Häuser vor dem Erdbeben traditionell aus Lehm gebaut und stark zerstört. Im Rahmen des Wiederaufbau-Projekts der Diakonie Katastrophenhilfe mit Partnerorganisationen erhalten Familien Zement, Ziegel, Holz für Fenster und Türen und Blech für die Dachkonstruktion. In Kursen werden sie im Wiederaufbau ihrer Häuser geschult. Mitarbeiter stehen ihnen während der Bauphase zur Seite. Etwa 40 Tage dauert der Bau eines Hauses.

 

„Die Häuser sind erdbeben- und sturmsicher gebaut, so dass ihre Bewohner vor kommenden Naturkatastrophen besser geschützt sind“, erklärt Pinar Gökün, die das Projektbüro der Diakonie Katastrophenhilfe in Nepal leitet und seit der Katastrophe vor Ort ist. Die erdbebensicheren Baupläne wurden vorher von der staatlichen Wiederaufbau-Behörde standardisiert und genehmigt. Aufgrund innenpolitischer Krisen und Streitigkeiten um eine Verfassungsreform hat die Behörde ihre Arbeit aber erst ein Jahr nach dem Erdbeben aufnehmen können.

 

Durch das Erdbeben wurde in vielen Gemeinden auch die Trinkwasserversorgung zerstört. Im Distrikt Sindhupalchowk baute die Diakonie Katastrophenhilfe ein Trinkwassersystem für über 80 Gemeinden wieder auf. Daneben werden auch Schulungen in Hygiene angeboten. „Viele Häuser und öffentliche Gebäude wie Schulen und Krankenstationen hatten vor dem Erdbeben nicht ausreichend Toiletten und andere Sanitäranlagen“, sagt Keßler. „Im Zuge des Wiederaufbaus sollen die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig verbessert werden.“

 

In den ersten Monaten nach dem Erdbeben stand die Soforthilfe im Vordergrund. Die Diakonie Katastrophenhilfe versorgte mit ihren Partnern rund 400.000 Menschen in zwölf Distrikten mit Lebensmitteln, Wasser, Kochgeschirr, Hygieneartikeln und Decken. Zudem verteilten die Mitarbeiter Planen, Wellblech und andere Baumaterialien sowie Werkzeuge für Reparaturen. Teilweise konnten die Menschen nur per Helikopter versorgt werden, da die Zufahrtsstraßen zerstört waren. Zudem erschwerte eine Wirtschaftsblockade durch Indien die Verteilung lebensnotwendiger Hilfsgüter.

 

Insgesamt hat die Diakonie Katastrophenhilfe seit 2015 mehr als 8,2 Millionen Euro für die Hilfe in Nepal bereitgestellt. Mit Partnerorganisationen wurden Hilfsmaßnahmen für bisher rund 635.000 Menschen umgesetzt. Bei dem Erdbeben am 25. April 2015 und einem weiteren Beben am 12. Mai 2015 sind 8.500 Menschen ums Leben gekommen und rund 600.000 Häuser wurden komplett zerstört. Das Risiko für Erdbeben und andere Naturkatastrophen ist in Nepal im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern besonders hoch.

 


missio-Petition #freeourhusbands für sieben unschuldig inhaftierte Christen in Indien startet

 

 

missio-Präsident Prälat Krämer: Fall steht stellvertretend für Aushöhlung der Religionsfreiheit in der größten Demokratie – Hilfswerk besucht Familien der Inhaftierten und gibt Ihnen eine Stimme

 

(Aachen/missio) - „Wir fordern im Namen ihrer Ehefrauen und Familien die Freilassung von sieben unschuldig zu lebenslanger Haft verurteilten Christen im indischen Bundesstaat Odisha“, stellte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, die neue Petition #freeourhusbands („Lasst unsere Männer frei“) vor. Sie ist an den indischen Premierminister Narandra Modi und den Ministerpräsidenten des Bundesstaates Odisha, Naveen Patnaik, gerichtet. „Das traurige Schicksal dieser Christen und ihrer Familien steht stellvertretend für die drohende Aushöhlung der Religionsfreiheit in Indien überhaupt“, so Prälat Krämer weiter. Die missio-Aktion läuft gleichzeitig mit der indischen Petition #Release7InnocentsofKandhamal für diese sieben Christen an, die von Oswald Kardinal Gracias, dem Vorsitzenden der indischen Bischofskonferenz, gestartet wurde.

 

missio Aachen bietet interessierten Initiativen, Kirchengemeinden oder Schulen zudem Materialien der „Aktion Lebenszeichen“ zur Gestaltung von Gottesdiensten oder Gebeten der Solidarität mit den Familien der inhaftierten Christen aus der Region Kandhamal im Nordosten Indiens an.

 

 

 

Indigene Christen werden diskriminiert

 

Die verurteilten Christen sollen im August 2008 einen nationalistischen Hindu-Geistlichen ermordet haben. Der Mord löste mehrmonatige Gewalttaten gegen Christen in rund 400 Dörfern in Kandhamal aus. Zwar sind die Vorwürfe längst entkräftet und maoistische Rebellen haben die Verantwortung für die Tat übernommen, aber die unschuldigen Christen kommen nicht frei. Sie gehören der indigenen Bevölkerung der Adivasi an oder sind zum Teil Dalits, sogenannte Kastenlose, die in der indischen Gesellschaft ausgegrenzt werden.

 

„Wir haben ihre Ehefrauen in Kandhamal besucht, sie und ihre Familien leiden unglaublich unter der Trennung“, so Prälat Krämer weiter. Manche wurden krank. Ihre Familien halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Einige der Frauen verließen ihre Heimatdörfer, fühlen sich entwurzelt. Gute Anwälte für ein Revisionsverfahren können sie sich bisher kaum leisten. Unterstützung bekommen sie allein von mutigen Priestern und Laien der Kirche in Kandhamal, die missio Aachen fördert. „Jede Unterschrift unter #freeourhusbands gibt diesen Frauen und ihren Familien eine Stimme gegen das Vergessen und für Gerechtigkeit“, ruft Prälat Krämer zur Teilnahme an der Petition auf.

 

Die Petition fordert im Namen ihrer Ehefrauen und Familien die Freilassung von Budhadev Nayak, Sanatan Badamajhi, Gharanath Sanseth, Duryadhan Sunamajhi, Bhaskar Sunamajhi, Munda Badmajhi und Bijay Sanseth.

 

 

 

Menschenrechtler sehen die säkulare Demokratie in Gefahr

 

„Hindu-Fundamentalisten missbrauchen die Religion für eine nationalistische Politik, darunter leiden Christen, Muslime, Angehörige anderer Minderheiten und moderate Hindu gleichermaßen“, so Prälat Krämer weiter. Darauf mache die missio-Petition #freeourhusbands ebenfalls aufmerksam. Aus der säkularen Demokratie drohe ein religiös-nationalistischer Hindu-Staat zu werden, berichteten in Kandhamal indische Menschenrechtler gegenüber missio. „Sie fürchten den Verlust der indischen Seele, der Vielfalt und Toleranz der indischen Kultur“, sagt Prälat Krämer.

 

Schließlich wolle missio mit der Petition #freeourhusbands an die Opfer der mehrmonatigen Unruhen gegen Christen in Kandhamal 2007 und 2008 erinnern. „Ihnen ist längst noch nicht juristische Gerechtigkeit widerfahren, das müssen wir wieder auf die politische Agenda bringen“, fordert Prälat Krämer. Rund 100 Christen wurden vor zehn Jahren getötet, mehr als 50.000 mussten fliehen, mehrere tausend Wohnhäuser brannten nieder, etwa 300 kirchliche Gebäude wurden zerstört. Von den rund 84.000 Beschuldigten sind nach Angaben der indischen Menschenrechtsorganisation „Initiative to Justice, Peace and Human Rights“ bisher lediglich 477 Täter verurteilt worden, darunter zwei wegen Mordes. Rund 255 Strafverfahren sind immer noch anhängig. (3959 Zeichen)

 

Infos: Machen Sie mit!

 

Die Petition #freeourhusbands läuft bis zum 31. März 2018. Sie wird der kommenden Bundesregierung überreicht, die sie an die indischen Politiker übergeben soll. Weitere Infos und die Petition können unter www.missio-hilft.de/freeourhusbands eingesehen und gezeichnet werden. Unterschriftenlisten für die Petition und Materialien für die Solidarität im Gebet können unter www.missio-hilft.de/download1 heruntergeladen werden.

 

 

 

Wer ist missio?

 

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Im vergangenen Jahr wurden rund 1.100 Projekte seiner Partner mit etwa 47 Millionen Euro finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Kontinenten. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein die Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.

 

 

 


Seit zwei Monaten kein Lebenszeichen: Malaysische Regierung soll Schicksal eines entführten Pastors aufklären - Christen klagen über Zunahme religiöser Intoleranz

 

 

(Göttingen/gfbv) - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Malaysias Premierminister Dato Sri‘ Najib appelliert, das Schicksal des vor zwei Monaten entführten Pastors Raymond Koh aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der 62 Jahre alte Geistliche war am 13. Februar 2017 gewaltsam verschleppt worden. Seither fehlt von ihm jedes Lebenszeichen. Es gab nicht einmal eine Lösegeldforderung. „Viele Christen in Malaysia befürchten einen religiösen Hintergrund der Verschleppung. Denn der Pastor hatte zuvor Morddrohungen wegen vermeintlicher Missionierung von Muslimen erhalten“, heißt es in dem Fax-Schreiben der GfbV an Premierminister Najib. Seit mehreren Jahren klagen Christen über wachsende religiöse Intoleranz in dem überwiegend muslimischen Land.

 

Die Verschleppung von Pastor Raymond Koh wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Offenbar hatten die Täter die Aktion minutiös geplant: Ein Fahrzeugkonvoi hatte den Wagen des Geistlichen in der Nähe der Hauptstadt Kuala Lumpur auf einer Schnellstraße gezielt an die Seite gedrängt und gestoppt. Christen vermuten, die Verschleppung könne ein Vergeltungsakt sein. Denn Koh war von radikal-islamischen Gruppen wegen seines Engagements für verarmte Muslime scharf kritisiert und bedroht worden. Radikale sunnitische Organisationen hatten ihm mehrfach vorgeworfen, Muslime im Rahmen seiner Sozialarbeit für Drogenabhängige, Aids-Kranke und verarmte Alleinerziehende zu missionieren. 2012 hatte die Religionspolizei eine Wohltätigkeitsveranstaltung des Pastors gestürmt und ihn beschuldigt, mit dem festlichen Abendessen zwölf Muslime zum Übertritt zum christlichen Glauben bewegen zu wollen. Zwar wurden die Vorwürfe später fallengelassen, doch monatelang erhielt der Pastor per Post, Telefon und Internet Morddrohungen. Vor wenigen Wochen war er erneut angezeigt worden, weil er angeblich im Januar 2017 versucht habe, muslimische Jugendliche zu missionieren.

 

Gemeinsam haben die Religionsgemeinschaften der Buddhisten, Hindus, Sikhs und Taoisten ihre tiefe Besorgnis über das Verschwinden Kohs geäußert. Sie werten die Entführung als Zeichen für eine Verschlechterung des politischen Klimas gegenüber Nicht-Muslimen. Islamistische Parteien haben in den vergangenen Jahren mehr Einfluss in Malaysia gewonnen. Sie fordern für alle Bürger des Landes härtere Strafen bei Vergehen und befürworten die Anwendung des Scharia-Systems, das die Beziehungen zwischen Muslimen regelt. Es wird befürchtet, dass auch Prügelstrafen und Amputationen eingeführt werden könnten. Nicht-Muslime werden bislang noch vor säkularen Gerichten zur Rechenschaft gezogen. Christen stellen rund neun Prozent der malaysischen Bevölkerung, 61 Prozent sind Muslime. 

 


Eine Chance für die G20 – Eine Chance für Kindergesundheit

Weltgemeinschaft muss mehr gegen Kindersterblichkeit tun

(Friedrichsdorf/Berlin/wv)  - Anlässlich des Weltgesundheitstags appelliert die internationale Kinderhilfsorganisation an die Bundesregierung als Gastgeberin des G20 im Juni in Deutschland sich mehr für Kindergesundheit einzusetzen. Jährlich sterben fast 6 Millionen Kinder durch vermeidbare oder leicht behandelbare Krankheiten, wie Durchfall oder Lungenentzündung.

 


„Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Bundeskanzlerin das Thema globale Gesundheit auf die Agenda des G20 gesetzt hat und auch die erste G20-Gesundheitsministerkonferenz überhaupt ausrichtet“, kommentiert Marwin Meier, Gesundheitsexperte bei World Vision Deutschland. „Aber die G20 sind auch Teil des Problems und sollten darum Teil der Lösung sein. Zum Beispiel: 1,2 der jährlich etwa 5,9 Millionen Kindertode werden allein im G20-Land Indien beklagt.“

Dabei gibt es einfache und kostengünstige Methoden, um Mütter- und Kindergesundheit zu stärken. So erinnert World Vision z. B. in Sierra Leone Schwangere und Mütter mit gezielten SMS-Benachrichtigungen an Schwangerschaftsvorsorgetermine und ermuntert auf diesem Weg auch zum Impfen der Kinder.

Darum fordert World Vision ein klares Bekenntnis der G20 die Mütter- und Kindergesundheit stärker zu unterstützen.  Dazu gehört auch der Kampf gegen Pandemien, die zunehmende Antibiotikaresistenz und die Stärkung der Gesundheitssysteme. „Gerade starke Gesundheitssysteme helfen nachhaltig, Länder besser vor sich schnell ausbreitenden Krankheiten zu ‚impfen‘,“ so Meier. „Aber die verletzlichsten Mitglieder der Gesellschaft, unsere Kinder - die auch die Zukunft eines Landes bedeuten - sollten mit leicht umsetzbaren Maßnahmen wie Impfen, Zucker-Salzlösung zur Durchfallbekämpfung und Antibiotika für Lungenentzündungen bedacht werden.“


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World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2014 wurden 302 Projekte in 49 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit weiteren World Vision-Werken in fast 100 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse „Aktion Deutschland Hilft“ und Gemeinsam für Afrika. www.worldvision.de

 


NEWSLETTER FIDES - 27.04.2017

 

AFRIKA/ÄGYPTEN - Koptische Kirche warnt vor Aktivitäten westlicher Sekten

 

 Kairo (Fides) – Die bischöfliche Kommission für Glaubenslehre der koptisch-orthodoxen Kirche warnt die Gläubigen vor Aktivitäten der Zeugen Jehovas in Ägypten. In einer offiziellen Erklärung bekräftigt die Kommission, dass es sich bei den Zeugen Jehovas um eine nichtchristliche Sekte aus den Vereinigten Staaten handelt, die im 19. Jahrhundert gegründet wurde und die Göttlichkeit Jesu nicht anerkennt. Insbesondere warnt die Kommission vor Veröffentlichungen der Sekte auf der arabischen Website “Orthodoxie und Bibel”, die zur Verwirrung der Christen beitragen und sie von der Lehre der koptischen Kirche entfernen soll.
Unterdessen betonte der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. bei seinem Besuch in Kuwait erneut, dass die terroristischen Anschläge auf Kopten in Ägypten die Einheit zwischen den verschiedenen Komponenten der ägyptischen Gesellschaft untergraben sollen. Die terroristische Gewalt treffe nicht nur Christen, sondern auch die Armee, die Polizei und einfache muslimische Bürger, so der Patriarch, der daran erinnerte, dass Christen und Muslimen in Ägypten seit 1400 Jahren friedlich zusammenleben.

 


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AFRIKA/MADAGASKAR - Kapuzinermönch von Einbrechern getötet  

 

Antananarivo (Fides) – Der 46jährige Kapuzinermönch Lucien Njiva wurde in der Nacht vom 22. auf den 23. Aprile bei einem Überfall auf das Kloster in Ambendrana Antsohihy getötet.
Wie Pfarrer Eric Franck Randriamiandrinirinarivo von “Radio Don Bosco Madagascar” mitteilt, “drangen gegen ein Uhr nachts mindestens fünf Einbrecher in das Kloster ein und griffen dabei einen 26jährigen Diakon an. Als Pater Lucien die Schreie des Diakons hörte, eilte er mit einem Jagdgewehr zu Hilfe, doch die Einbrecher erschossen ihn kaltblütige mit einem Kalaschnikow-Gewehr”.
“Der Diakon wurden ins Krankenhaus nach Antananarivo und die Polizei nahm bereits Verdächtige im Zusammenhang mit dem Mord an Pater Lucien fest”, so Pfarrer Randriamiandrinirinarivo.
Die Einbrecher hatten es auf die Glocke des Klosters abgesehen. Ein erster Einbruch konnte von den Kapuzinern während der Karwoche vereitelt werden, denen es gelang die Einbrecher zu vertreiben. Daraufhin wurde die Glocke an einen geheimen Ort gebracht, was die Einbrecher jedoch nicht von einem zweiten Versuch abhalten konnte.
“Seit einiger zeit kommt es immer wieder zum Raub von Glocken aus Kirchen. Sie werden eingeschmolzen, um das Metall auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Das ist ein sehr lukratives Geschäft“, so der katholische Geistliche.
In den vergangenen fünf Wochen wurden nach Angeben der einheimischen Presse insgesamt fünf Klöster überfallen und geplündert.

 

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AFRIKA/ÄGYPTEN - Bischof Antonios Mina: „Zum Papstgottesdienst erwarten wir auch orthodoxe Kopten und Muslime“  

 

Kairo (Fides) – Die Vorbereitungen für den Besuch von Papst Franziskus in Ägypten “laufen nach Programm” und der Papst “wird nicht nur von Christen sondern von allen Bürgern des Landes erwartet“, so der emeritierte koptisch-katholische Bischof von Guizeh, Antonios Aziz Mina. Das weit verbreitete Interesse am Papstbesuch werde mit Sicherheit bei dem Gottesdienst mit Papst Franziskus am Samstag, den 29. April zu sehen sein, wenn er um 10.00 Uhr morgens im Stadion auf dem Gelände der Luftwaffe am Stadtrand von Kairo eine heilige Messe zelebrieren wird. “Zunächst sollte der Gottesdienst ein einem geschlossenen ort im Zentrum von Kairo stattfinden”, so Bischof Mina, „eine Programmänderung war nötig, weil die Sicherheit im Stadion besser gewährleitstet werden kann. Dort stehen aber auch mehr Plätze für die Teilnehmer zur Verfügung. Insgesamt gab es in der Stadt nur Platz für 5.000 bis 6.000 Personen, während im Stadion 20.000 Platz haben. Es werden auch viele koptisch-orthodoxe Christen und Mitglieder anderer Kirchen und kirchlicher Gemeinschaften erwartet. Und neben den großen offiziellen Delegationen der muslimischen und zivilen Autoritäten erwarten wir auch andere muslimische Gläubige”. Vor Beginn des Gottesdienstes wird Papst Franziskus die Teilnehmer bei einer Runde durch das Stadion im “golf car“ begrüßen.

 

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AMERIKA/PUERTO RICO Katholische Kirche unterstützt Insolvenz-Verfahren zur Umstrukturierung der Staatschulden  

 

San Juan (Fides) – "Wir unterstützen den Gouverneur von Porto Rico und den Kontrollausschuss bei der Beantragung der Insolvenz noch vor dem 28. April, vor Ablauf der Frist des gesetzlichen Schutzes für die Schulden”, heißt es in einer Erklärung von Erzbischof Roberto González San Juan de Puerto Rico vom gestrigen 25. April. "Sollten der Kontrollausschuss und der Gouverneur nicht bis zum 28. April handeln, dann müssen wir befürchten, dass Puerto Rico Opfer der Hedgefonds wird”, so der Erzbischof weiter.
Erst vor wenigen Monaten billigte der US-amerikanische Kongress Gesetze zur Schuldenkrise im Freistaat Puerto Rico, die diesen vorübergehend vor rechtlichen Schritten schützen sollten.
"Der vom Kongress vorgeschlagene Insolvenz-Prozess ist ein wichtiges Instrument und das einzige, das zu einer Umstrukturierung der Schulden führen kann", so Eric LeCompte, Geschäftsführer des Jubilee USA Network und Berater der katholischen Kirche in Puerto Rico. "Die Zeit für Puerto Rico ist fast abgelaufen und nun liegt die Verantwortung für die Genehmigung des Insolvenz-Verfahrens beim Kontrollausschuss“, so LeCompte abschließend.

 

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AMERIKA/BRASILIEN - Bischöfe laden zur Teilnahme am Generalstreik ein: “Es geht um eine gerechte Sache”  

 

Brasilia (Fides) – Bischof Francesco Biasin von Barra do Piraí-Volta Redonda lädt die Gläubigen seiner Diözese zur Teilnahme am Generalstreik, zu dem die Gewerkschaften am kommenden 28. April aufrufen. "Ich lade alle zur Teilnahme und zum Engagement für Gerechtigkeit und Würde ein”, so der Bischof in einer Video-Botschaft. "Es geht um eine gerechte Sache”, so der Bischof, “denn wir müssen unsere Kaufkraft schützen und für ein würdiges Leben für alle Menschen eintreten, insbesondere das der Armen und Schutzlosen“.
Mit dem Generalstreik protestieren die Gewerkschaften gegen die Renten- und Arbeitsreform der Regierung unter Michel Temer. Unter anderem soll das Rentenalter erhöht und Rechte von Arbeitnehmern eingeschränkt werden. Angeblich will die Regierung damit Staatsschulden reduzieren und Arbeitplätze schaffen.
"Zeigen wir unseren Politikern unsere Abneigung gegenüber den Reformen, die zulasten der Bevölkerung ohne Beratungen mit der Zivilgesellschaft durchgesetzt werden sollen. Denn wir wünschen uns ein besseres Brasilien für alle“, so der Bischof.
Auch Erzbischof Fernando Antônio Saburido, O.S.B., von Olinda y Recife, lädt zur Teilnahme am Streik teil. "Die Arbeiterklasse kann nicht auf Rechte verzichten, die mühsam errungen wurden”, so der Bischof in einer Verlautbarung.
In Brasilia beginnt heute die Vollversammlung der Brasilianischen Bischofskonferenz und wie der Generalsekretär und Weihbischof von Brasilia Leonardo Steiner mitteilt, steht der Generalstreik bereits am heutigen 26. April auf der Tagesordnung.

 

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AMERIKA/KOLUMBIEN - Auch Neugeborene bleiben vor sexueller Gewalt nicht verschont  

 

Bogota (Fides) – Nach offiziellen Angaben wird in Kolumbien alle 120 Minuten ein Missbrauchsfall gemeldet. In sieben von zehn Fällen handelt es sich um Kinder. In 80% der Fälle stammt der Täter aus dem nahen Umfeld des Opfers: es handelt sich um Eltern, Verwandte, Freunde oder Altersgenossen. Im Januar und Februar dieses Jahres wurden bei den zuständigen Ermittlern des Jugendamtes 2.600 Fälle von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen gemeldet. Im Jahr 2016 befasste sich das Institut für Rechtmedizin mit 17.908 Fällen des Missbrauchs an Minderjährigen
Zwischen Januar und März wurden 4.315 Kinder und Jugendliche im Alter unter 17 Jahren betreut. Am meisten betroffen ist die Altersgruppe zwischen 10 und 14 Jahren, gefolgt von der Altersgruppe zwischen 5 und 9 Jahren. Auch Neugeborene bleiben nicht verschont. Fast 500 Kinder im Alter zwischen 0 und 4 Jahren wurden wegen sexueller Gewalt ärztlich untersucht. Die kolumbianischen Gesetze sehen in Fällen von Gewalt gegen Minderjährige Haftstrafen von bis zu 60 Jahren vor. Viele fordern lebenslange Haft für diese Art von Verbrechen.

 

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AFRIKA/KAMERUN - Bischof von Yokadouma zurückgetreten und Nachfolger ernannt  

 

Vatikanstadt (Fides) – Papst Franziskus hat am 25. Aprile 2017 den von Bischof Eugeniusz Juretzko, O.M.I. von Yokadouma (Kamerun) eingereichten Rücktritt angenommen und den bisherigen Rektor des Interdiözesanen Priesterseminars Saint Augustin im Maroua-Mokolo, Pfarrer Paul Lontsié-Keuné aus dem Klerus der Diözese Bafoussam zu seinem Nachfolger ernannt.
Pfarrer Paul Lontsié-Keuné wurde am 25. August 1963 in Balatchi in der Diözese Bafoussam geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in seiner Heimat an den Priesterseminaren in Douala und in Yaoundé. Er besitzt eine Lizenz im Fach Liturgie (Institut Catholique Paris, Frankreich). Am 17. März 1991 wurde er zum Priester geweiht und in die Diözese Bafoussam inkardiniert.
Nach seiner Priesterweihe hatte er folgende Ämter inne: 1991-1994: Studium in Paris: 1995-1998: Vikar in Bangangté und Rektor des Collège Saint Jean Baptiste; 1998-2008: Bildungsbeauftragter der Diözese; Zerimonial, Dozent am Priesterseminar in Maroua, Vikar in den Pfarreien Notre Dame des Sept Douleurs in Bangangte und Saint Paul in Bafoussam; seit 2008: Rektor des Priesterseminars St. Augustin in Maroua-Mokolo.

 

 

 


„Niemand flieht freiwillig!“

 

Die meisten Syrer sind in den Libanon geflohen. Kein anderes Land hat mehr Flüchtlinge aufgenommen. Bleiben wollen die meisten nicht.

(Berlin/ora) - „Wenn ich könnte, würde ich sofort nach Hause zurückkehren“, sagt Khalid. Der Gemüsehändler aus der Nähe von Homs lebt seit anderthalb Jahren in einem Flüchtlingslager im Libanon. Lange haben er und seine Familie versucht, dem Krieg in Syrien zu trotzen. Sie wollten nicht fliehen. Aber als sie im Sommer 2016 zwischen die Fronten gerieten, hatten sie keine Wahl mehr. „Auf der einen Seite des Dorfes kämpften die Rebellen und auf der anderen die Soldaten des Assad-Regimes“, berichtet Khalid. „Erst sind wir gerannt und später dann mit einem Bus über die Grenze in den Libanon gekommen.“

 

So wie Khalid und seiner Familie geht es den meisten syrischen Flüchtlingen. „Sie leiden unter den Folgen des Krieges, genauso wie unter dem Verlust ihrer Heimat“, erklärt Jochen Hackstein, Vorstand der ora Kinderhilfe international. „Niemand verlässt freiwillig sein Zuhause“, stellt er klar.

 

ora Kinderhilfe international leistet in vier Flüchtlingslagern in der Beeka-Ebene Nothilfe. Das christliche Kinderhilfswerk baut mit seinem Partner vor Ort Zelte, verteilt Öfen, Heizdiesel, Lebensmittel, Kleidung und Medikamente. Das Elend scheint dem gegenüber grenzenlos. In langen Schlangen reihen sich Zelte und Behausungen aneinander. Überall in den Lagern liegt Müll. Es stinkt, die Kinder sehen verwahrlost aus und die Eltern sind verzweifelt. So wie Khalid und seine Frau. Sie haben drei Kinder und wünschen sich nichts mehr, als dass es ihren Kindern einmal besser geht. „Ich bin dankbar, dass ora für mich und meine Familie eine Unterkunft gebaut hat“, sagt Khalid, „aber ein Zuhause ist es nicht.“

 

„Ihr Zuhause können wir nicht ersetzen, aber helfen können wir“, sagt Hackstein. „Auch wenn das aussieht, wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, dürfen wir damit nicht nachlassen“, warnt er. ora Kinderhilfe international versorgt mehr als 1.000 Familien monatlich mit dem Nötigsten. Solange Krieg der Krieg in Syrien nicht beendet ist, wird das Kinderhilfswerk die Hilfe fortsetzen.

 

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 ora Kinderhilfe ist seit 1981 weltweit für Menschen in Not im Einsatz. Derzeit betreuen die Mitarbeiter und Partner vor Ort hauptsächlich Kinder in zehn Ländern auf vier Kontinenten. Das Berliner Hilfswerk hat drei Arbeitsschwerpunkte: Patenschaften für Kinder, Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe. Seit Ausbruch der Kämpfe in Syrien und im Irak unterstützt ora Kinderhilfe die unschuldigen Opfer der Auseinandersetzungen. Um helfen zu können, ist ora auf Spenden angewiesen.

 

Jochen Hackstein verteilt Bälle. Foto: ora
Jochen Hackstein verteilt Bälle. Foto: ora

Hungersnot in Ostafrika

Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf

 

Hungersnot * Ostafrika * Somalia * Südsudan * Dürre * Spendenaufruf

(Berlin/dw) - In Teilen Ostafrikas droht eine Hungersnot. Allein im Südsudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen fünf Millionen Menschen auf die Unterstützung mit Lebensmitteln angewiesen. Eine Hungersnot wurde offiziell für einen Teil des Landes ausgerufen. In Somalia ist die Zahl der Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind,  aufgrund der Dürre auf über sechs Millionen angestiegen. „Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen, denn wir riskieren nicht nur das Leben von hunderttausenden Menschen im Osten Afrikas, sondern auch die sehr fragile politische Situation weiter zu destabilisieren und die Fortschritte der letzten Monate, gerade in Somalia, wieder zu zerstören“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Neben der Dürre sind immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen gerade im Südsudan eine Ursache für den Hunger. Deshalb ist es jetzt insbesondere wichtig, dass die Konfliktparteien den Zugang zur Hilfe nicht weiter behindern und weitere Mittel bereitgestellt werden.“

Die nun schon seit mehreren Jahren anhaltende Dürreperiode führt auch in anderen Regionen Ostafrikas zu einer Verschärfung der Situation. Betroffen sind insbesondere der Nordosten Kenias, der Südosten Äthiopiens und Somalia – insgesamt ein Gebiet mit 15 Millionen Einwohnern. Laut Vereinten Nationen ist die Zahl der Menschen in Somalia, die auf Humanitäre Hilfe angewiesen sind, inzwischen bereits auf 6,2 Millionen angestiegen – das ist mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung des Landes. Mehr als eine Million Kinder im Südsudan werden als akut unterernährt geschätzt. Die Prognosen für die nächste Regenzeit, die eigentlich im März beginnen sollte, sind schlecht. „Es besteht die Gefahr, dass sich die Situation im Frühsommer weiter dramatisch verschärft“, sagt Martin Keßler. „Deshalb ist es so wichtig, dass jetzt Mittel bereitgestellt werden und die Hilfe zügig und gut koordiniert vorankommt.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihren lokalen Partnerorganisationen in Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien vor Ort und versorgt die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem werden neben der Nothilfe die Menschen in der Vorsorge unterstützt. Dabei geht es insbesondere darum, Wissen zu vermitteln, wie Landwirtschaft trotz der schwierigen klimatischen Bedingungen möglich ist.

„Mehr denn je sind die Menschen in Ostafrika auf unsere Unterstützung angewiesen. Wir müssen jetzt handeln, um eine noch größere Hungersnot zu verhindern. Deshalb rufen wir zu Spenden auf“, sagt Keßler.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Afrika Hungerhilfe
Online unter:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE8866 0205 0002 0202 0202,
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Hungerkrise Ostafrika
Online unter:
www.caritas-international.de

 


Aktion Deutschland Hilft

Hungerkatastrophe in Ostafrika

Hunger in Ostafrika. Copyright Help/Simaitis
Hunger in Ostafrika. Copyright Help/Simaitis

 

(Berlin/pm) - In Ostafrika sind mindestens 12 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Besonders schlimm ist die Lage in Kenia, Äthiopien, Somalia und im Südsudan. Die Hilfsorganisationen des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft sind in der betroffenen Region seit Jahren tätig und leisten den Menschen Nothilfe. Einen Überblick über die Hilfe unseres Bündnisses erhalten Sie hier:
https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/spenden-ostafrika/

 

 Gemeinsam Leben retten: Für unsere abgestimmten Hilfsmaßnahmen sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Daher wären wir sehr dankbar, wenn Sie unsere Nothilfe durch die Veröffentlichung unseres Spendenkontos unterstützen könnten.

  

Spendeninformation
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort
„Hilfe für Ostafrika“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

 

 

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 81190 senden (10 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, 9,83 € davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft)

 

Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

 


Spendenkonto "Hunger im Jemen" und "Syrien"

Hunger im Jemen, © ADRA/Jahn Fischer
Hunger im Jemen, © ADRA/Jahn Fischer

 

(Berlin/pm) - Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat sich die dramatische Ernährungslage im Jemen deutlich verschärft. 14 Millionen Menschen hungern – darunter zwei Millionen akut unterernährte Kinder. Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft leistet Nothilfe – mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und hochkalorischer Zusatznahrung. Mehr zur Nothilfe im Jemen: http://bit.ly/2hVBm0L

Und auch in Syrien bangen die Menschen täglich um ihr Leben. Trotz der prekären Sicherheitslage versorgen Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft kranke und verletzte Menschen Syrien und den Nachbarländern und leisten Winterhilfe. Weitere Infos zur Winterhilfe: http://bit.ly/2h8012t

Für unsere abgestimmten Hilfsmaßnahmen sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Daher wären wir sehr dankbar, wenn Sie unsere Nothilfe durch die Veröffentlichung unseres Spendenkontos unterstützen könnten.

Spendeninformation
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort „Hunger Jemen“ bzw. „Syrien“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de