Nachrichten aus aller Welt

22.09.2018

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

FIDES-Nachrichten - 22.09.2018

AFRIKA/BURUNDI - Rektor der Theologischen Seminars “Saint Charles Lwanga” in Kiryama ernannt

 

Vatikanstadt (Fides) – Kardinal Fernando Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker hat am 21. Juni 2018 Pfarrer Giscard Hakizimana aus dem Klerus der Erzdiözese Gitega zum neuen Rektor des Theologischen Seminars “Saint Charles Lwanga” in Kiryama in der Diözese Bururi in Burundi.
Der neue Rektor wurde am 15. Juli 1977 in Muhororo (Provinz Gitega) geboren. 1991 trat er in das Kleine Seminar in Mugera ein und besuchte nach dem Militärdienst das Propädeutische Seminar in Burasira. Er studierte Philosophie am Großen Seminar “Saint Curé d’Ars” in Bujumbura und Theologie an der Universität Eichstätt (Deutschland). Am 26. Juli 2008 wurde er zum Priester geweiht. Danach promovierte er im Jahr 2013 im Fach Bibelexegese. Er unterrichtete an der Universität Augsburg und war gleichzeitig als Vikar in der Diözese Eichstätt tätig. Seit 2016 leitet er das Bibelapostolat (DAB) und unterrichtet Bibelwissenschaft am Priesterseminar in Kiryama. Außerdem ist er Koordinator des Bibelapostolats auf nationaler Ebene.

 

 

 

AMERIKA/PORTO RICO - Bischof Daniel Fernandez Torres zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke ernannt

Vatikanstadt (Fides) – Kardinal Fernando Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, hat am 3. Juli 2018, Bischof Daniel Fernandez Torres von Arecibo, für die kommenden fünf Jahre (2018-2023), zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Porto Rico ernannt.
Der neue Nationaldirektor wurde am 27. April 1964 in Chicago (USA) geboren und am 7. Januar 1995 zum Priester geweiht. Am 21. April 2007 empfing er die Bischofsweihe. Er war Vikar und Beauftragter des Bischofs von Arecibo für die Seminar, Rektor des Seminars Jesus Master, Jungendbeauftragter der Diözese, Leiter des Diözesanzentrums, Dekan des Großen Seminars San Juan, Pfarrer der Gemeinde Nuestra Senora del Carmen ad Arecibo.


Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ verteilen Hilfsgüter an Betroffene

Philippinen/Mangkhut: Folgenreiche Zerstörung der Landwirtschaft

 

(BONN/pm) - Je weiter die Bündnisorganisationen, die seit dem Wochenende die Ausmaße des Super-Taifuns erkunden, in die schwerer zugänglichen Regionen an der Schneise des Sturmes vordringen, desto mehr offenbaren sich die Schäden, die die Naturkatastrophe angerichtet hat. Nach aktuellen Erhebungen der philippinischen Regierung sind mittlerweile über eine Million Menschen von den Folgen des Taifuns Mangkhut direkt betroffen. Über 6.000 Häuser wurden schwer beschädigt oder vollständig zerstört. Laut UN sind über 280.000 Bauern betroffen. Die Verluste der Landwirtschaft durch den Taifun liegen bei rund 280 Millionen US-Dollar. Während einige Bündnispartner in entlegenen Regionen weiterhin die Lage sondieren und den Zugang zu Betroffenen suchen, verteilen andere Helfer Hilfsgüter. Lebensmittel, Trinkwasser, Kleidung, Decken, Hygieneartikel, Baumaterialien und Notunterkünfte werden vielerorts benötigt.

 

Malteser International berichten von der Situation in der östlichen Küstenregion Baggao. Hier traf Mangkhut am frühen Samstagmorgen erstmals auf Land: „Der Sturm hat hier seine ganze Kraft entfaltet. Viele Felder sind zerstört. Wir waren geschockt von dem was wir gesehen haben“, sagt Jan Emmel, Projektkoordinator von Malteser International. „Wir planen jetzt, die Menschen mit Nahrungsmittel zu versorgen und Baumaterialien zu verteilen, damit sie ihre Häuser wieder aufbauen können. Hilfsorganisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser oder CARE berichten darüber hinaus, dass vor allem die Landwirtschaft durch die starken Winde, Überflutungen und Erdrutsche schwer beschädigt wurden. Laut World Vision hat der Taifun allein in Baggao mehr als 8.000 Hektar Land mit Maisanbau verwüstet. Die Bauern in dieser Region müssen nun befürchten, dass sie in den nächsten Monaten kein Einkommen haben werden, um die Grundbedürfnisse ihrer Familien zu decken.

 

In der betroffenen Provinz Cagayan hat World Vision rund 700 Familien unter anderem mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt. CARE verteilte unter anderem Trinkwasser, Reis und Kleidung an betroffene Familien in der Provinz Benguet.

 

 

 

„Aktion Deutschland Hilft“ nimmt Spenden für die Not leidenden Menschen auf den Philippinen entgegen:

 

Stichwort „Taifun Philippinen“

 

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

 

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)

 

Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden

 

(10€ zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 €)

 

Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

 

 

Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.

 

„Aktion Deutschland Hilft“ ist das 2001 gegründete Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit weiter zu optimieren. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüfte und vom Deutschen Spendenrat zertifizierte Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf www.aktion-deutschland-hilft.de

 


Diakonie Katastrophenhilfe zu den Folgen von Taifun Mangkhut

Philippinen: Häuser und Ernten zerstört

 

Philippinen * Taifun * Mangkhut * Ernten * Nothilfe

 

 

 

(Berlin/dw) - Taifun Mangkhut hat auf den Philippinen vor allem Ernten und Häuser zerstört. Durch den Sturm wurden im wirtschaftlich schwachen Norden der Hauptinsel Luzon Felder teilweise komplett vernichtet, zehntausende Häuser sind unbewohnbar. Insgesamt sind bis zu einer Million Menschen schwer betroffen. „Taifun Mangkhut hat die Ärmsten der Armen getroffen und vielen Menschen alles genommen“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Im Norden der Philippinen leben die Familien häufig in einfachsten Hütten, die dem Sturm nicht standhalten konnten.“

 

 

 

In den ersten Wochen nach der Katastrophe wird die Diakonie Katastrophenhilfe im nördlichsten Teil der Philippinen Nahrungsmittel, Decken und Schlafmatten verteilen. Anschließend wird sich die Hilfe auf den Wiederaufbau von Häusern und Landwirtschaft konzentrieren. Damit geht die Hilfsorganisation auf den akuten Bedarf ein. „Wir werden die Menschen vor allem mit Bargeldhilfen unterstützen. Damit können die Familien zum Beispiel Saatgut oder Baumaterial kaufen, je nachdem, was sie am dringendsten benötigen“, erklärt Michael Frischmuth, Kontinentalleiter Asien bei der Diakonie Katastrophenhilfe, den Hilfseinsatz.

 

 

 

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist im ständigen Austausch mit dem lokalen Partner, der schon vor dem Sturm Mitarbeiter in die betroffenen Regionen entsandt hat. Dadurch konnten die Helfer schon wenige Stunden nachdem der Sturm über Land gezogen ist mit den Menschen vor Ort sprechen. „Unser Partner hat uns von erschütternden Szenen berichtet: Eine Mutter, die mit ihren drei Kindern in einem Evakuierungszentrum Schutz gefunden hat, möchte unbedingt nach Hause zurückkehren, doch sie weiß nicht, wie. Das Haus der Familie existiert nicht mehr“, berichtet Frischmuth nach einem Telefonat mit der philippinischen Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe.

 

 

 

Taifun Mangkhut ist am Samstagmorgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 km/h im Norden der Philippinen auf Land getroffen. Er hat vor allem auf der dicht besiedelten Hauptinsel Luzon mit den Regionen Cagayan Valley, Ilocos und Cordillera schwere Zerstörungen hinterlassen. Vielerorts kam es zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Die Behörden auf den Philippinen gehen derzeit von mindestens 65 Todesopfern aus. In der Region leben etwa fünf Millionen Menschen, fast eine Million davon unterhalb der Armutsgrenze. „Die Folgen, die der Taifun auf das tägliche Leben und Überleben der Menschen hat, sind immens. Es wird viele Jahre dauern, bis sie sich davon erholt haben. Wir bitten daher dringend um Spenden für die Opfer von Mangkhut“, so Keßler.

 

 

 

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden

 

 

 

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,

 

Evangelische Bank,

 

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

 

BIC: GENODEF1EK1

 

Stichwort: Taifunhilfe Philippinen

 

Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende

 

 

 

Caritas international, Freiburg,

 

Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,

 

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02

 

BIC: BFSWDE33KRL

 

Stichwort: Taifunhilfe Philippinen

 

Online unter: www.caritas-international.de

 


Traumatisierte Kinder in der Region Kasai brauchen dringend Hilfe

DR Kongo: Kinder im Kreuzfeuer

Foto: World Vision
Foto: World Vision

 

World Vision-Bericht über Zwangsrekrutierungen und brutale Gewalt

 

 

(Friedrichsdorf/wv) - Kinder in der kongolesischen Krisenregion Kasai benötigen dringend psychosoziale Hilfe. Das zeigt ein Bericht der internationalen Hilfsorganisation World Vision, in dem 100 Kinder zu ihren Erfahrungen seit dem Ausbruch kriegerischer Gewalt in 2017 befragt wurden. „Die Ergebnisse sind erschütternd und die Folgen gefährden die Zukunft einer ganzen Generation und damit die Zukunft eines ganzen Landes“, betont Eva Rosenkranz, verantwortlich für die Projekte in der DR Kongo. „Die Kinder schilderten, wie sie ins Kreuzfeuer der Kämpfe gerieten, als Kindersoldaten missbraucht und verschleppt wurden, wie ihre Eltern und Geschwister vor ihren Augen vergewaltigt oder getötet wurden.

 

Zeitweise waren mehr als 60% der Soldaten in den verschiedenen Rebellen- und Armeeeinheiten unter 18 Jahren, manche Kinder waren gerade mal 5 Jahre alt.

 

Seit vielen Jahren kommt die DR Kongo nicht zur Ruhe, immer wieder brechen Kämpfe zwischen verfeindeten Rebellengruppen und der Armee in verschiedenen Regionen aus. Seit Februar 2017 kam es auch in der zuvor friedlichen Kasai-Region zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Etwa 3000 Personen – unter ihnen viele Kinder – kamen dabei ums Leben. Mehr als eine Millionen Menschen wurden, zum Teil mehrfach, vertrieben. Oft flohen die Bewohner ganzer Dörfer vor den herannahenden Kämpfen in die Wälder. Wenn sie zurückkamen, waren ihre Häuser und Felder verbrannt, die Haustiere gestohlen oder getötet. Viele Kinder mussten mit ansehen, wie ihre Mütter und Schwestern vergewaltigt und getötet wurden. Enthauptungen waren hierbei eine häufige Methode. Viele junge Mädchen wurden zwangsweise verheiratet, Kinder wurden versklavt und mussten für ihre Peiniger schwere Arbeit verrichten.

 

Von 100 befragen Kindern und Jugendlichen mussten 20 Militärdienste verrichten. Manche von ihnen wurden von ihren Vätern oder älteren Brüdern rekrutiert.

 

Pierre, 15: „Ich wollte keine Menschen töten, aber sie zwangen mich.“

 

Norbert, 10: „Ich tötete 13 Soldaten mit einer Machete.“

 

Sarah, 15: „Ich war beim Militär und als ich sah, wie meine Eltern und Geschwister getötet wurden, floh ich. Wenn ich an sie denke, muss ich immer weinen.“

 

Studien über ehemalige Kindersoldaten erbrachten, dass 97% von ihnen in irgendeiner Form unter post-traumatischem Stress leiden. „Kinder, die Gräueltaten mitansehen mussten oder gezwungen wurden zu töten, haben später häufig Probleme, soziale Bindungen einzugehen“, so Eva Rosenkranz. „Und je jünger sie waren, als sie zum Militärdienst gezwungen wurden, desto schwerer fällt es ihnen, den Konflikt zu verarbeiten“. Viele der Kinder leben in ständiger Angst, erneut rekrutiert zu werden. Die Schuld, die sie auf sich geladen haben, lässt sie nicht schlafen und sie müssen ständig damit rechnen, für ihre Taten ins Gefängnis gesperrt zu werden.

 

Auch Kinder, die nicht in einer Armee waren, leiden unter den Folgen der ständige Kämpfe. Mehr als 52% der Kinder in der Kasai-Region haben nicht genug zu essen. Etwa 400.000 Kinder sind so schwer unterernährt, dass das Risiko besteht, dass sie sterben.

 

Fast alle der durch World Vision befragten Mädchen und Jungen berichten von Flucht-Erfahrungen, die sie nicht vergessen können:

 

Marie, 12: „Immer wieder mussten wir mit unseren Eltern und anderen Dorfbewohnern fliehen und uns verstecken. Die Soldaten töteten viele von uns. Immer wieder verfolgten sie uns.“

 

Kanana, 10: „Wir lebten 2 Monate im Wald. Es war schwer, Essen zu finden und wir waren krank.“

 

Agnes, 13: „Ich bin mit meinen zwei kleinen Brüdern hierhergekommen. Die anderen waren zu schwach, weil sie unterernährt waren. Ich musste sie zu Hause lassen, weil ich sie nicht hätte tragen können.“

 

In der Kasai-Region, die ungefähr so groß wie Deutschland ist, benötigen rund 3,8 Millionen Menschen humanitäre Hilfe oder Schutz, davon über zwei Millionen Minderjährige. World Vision fordert die internationale Gemeinschaft auf, die zugesagten Hilfsgelder bereit zu stellen. Aktuell wurden bisher nur 17% der benötigten Gelder überwiesen. Investitionen in psychosoziale Betreuung sind dringend nötig. Rehabilitation ehemaliger Kindersoldaten ist Pflicht, wie Artikel 39 der UN-Kinderrechte besagt, Investitionen in wirtschaftliche Entwicklung, Schulbildung und die Bekämpfung von Mangel- und Unterernährung sind dringend nötig, um eine langfristige Stabilität für die Region zu erreichen.

 

World Vision hat in der Kasai-Region sechs Kinderbetreuungszentren errichtet. Viele der von der Organisation betreuten Kinder nehmen an Aktionen und Spielen teil. Einige der Kinder erklärten, dass sie dort ihre Erlebnisse vergessen würden und neue Freunde gefunden hätten. Untersuchungen zeigen, dass Kinder, die regelmäßig in die Zentren kommen, ihre Erlebnisse besser verarbeiten und dass psychosoziale Betreuung hilft, Traumata zu überwinden.

 

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HINTERGRUND

 

World Vision Deutschland e.V. ist ein überkonfessionelles, christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2017 wurden 322 Projekte in 50 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit weiteren World Vision-Werken in fast 100 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen zusammen (UNHCR).

 


Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf

 

Philippinen * Taifun * Mangkhut * Nothilfe

 

 

 

(Berlin/dw) - Nachdem Taifun Mangkhut im Norden der Philippinen auf Land getroffen ist, hat die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihrem lokalen Partner begonnen, Nothilfe für die betroffene Bevölkerung zu leisten. Der Taifun hat die Philippinen schwer getroffen und vielerorts zu starken Regenfällen und Erdrutschen geführt. In den kommenden Stunden müssen Verletzte geborgen werden und das Ausmaß dieser immensen Katastrophe analysiert werden. „Die Menschen auf den Philippinen brauchen jetzt jede Hilfe, die sie bekommen können. Nach einer Naturkatastrophe solchen Ausmaßes zählt jede Stunde. Daher rufen wir dringend zu Spenden für die Opfer des Taifuns auf“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe.

 

 

 

Mangkut ist der 15. und bislang stärkste Taifun, der die Philippinen in diesem Jahr getroffen hat. Er ist am Samstagmorgen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Km/h auf Land getroffen. Bislang wird von 28 Todesopfern berichtet. Insbesondere durch Sturzfluten, Überschwemmungen und Erdrutsche hat der Sturm im Norden der Hauptinsel Luzon schwere Schäden verursacht. In den betroffenen Regionen leben etwa sechs Millionen Menschen. Der Norden der Philippinen ist eine arme Region, in der die Menschen vor allem von ihrer Landwirtschaft leben. Es wird befürchtet, dass Mangkhut große Teile der Ernten zerstört hat. „Wir hoffen, dass sich die meisten Menschen vor dem Sturm in Sicherheit bringen konnten. Dennoch stehen hunderttausende Menschen jetzt vor dem Nichts und brauchen dringend Hilfe“, sagt Michael Frischmuth, Kontinentalleiter Asien bei der Diakonie Katastrophenhilfe.

 

 

 

Schon vergangene Woche hat die Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe Mitarbeiter in die betroffenen Regionen entsandt. Dadurch kann die Hilfe vor Ort sofort beginnen. „Wir sind bestmöglich vorbereitet. Unsere Partnerorganisation hat schon in den vergangenen Tagen freiwillige Helfer mobilisiert und Pakete mit Nahrungsmitteln und Schutzplanen gepackt“, beschreibt Frischmuth die Vorbereitungen. „Aktuell sind unsere Teams unterwegs, doch die anhaltenden Regenfälle erschweren den Zugang zu den betroffenen Regionen. Sobald wir Zugang haben, können erste Hilfsgüter verteilt werden“, so Frischmuth.

 

 

 

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden

 

 

 

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,

 

Evangelische Bank,

 

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

 

BIC: GENODEF1EK1

 

Stichwort: Taifunhilfe Philippinen

 

Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

 

 

 

Caritas international, Freiburg,

 

Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,

 

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02

 

BIC: BFSWDE33KRL

 

Stichwort: Taifunhilfe Philippinen

 

Online unter: www.caritas-international.de

         


Zehntausende Familien auf den Philippinen benötigen dringend Hilfe

Katastrophenteams von World Vision nach Taifun Mangkhut im Einsatz

 

 

(Friedrichsdorf/North Luzon/wv)  – Super-Taifun Mangkhut hat auf der philippinischen Insel Luzon schlimmste Verwüstungen angerichtet. In vielen Regionen haben Überflutungen, Erdrutsche und Böen mit Windgeschwindigkeiten von weit über 200 Kilometern km/h Häuser und Felder zerstört. Die internationale Hilfsorganisation World Vision ist im Einsatz.

 

„Unsere Kollegen und Kolleginnen verteilen Hilfsgüter an obdachlos gewordene Familien“, erklärt Dirk Bathe von World Vision Deutschland. „Vor allem Hygiene-Sets, Sanitärartikel sowie Decken, Matratzen und Moskitonetze werden benötigt.“ Viertausend Familien können sofort mit den Hilfsgütern versorgt werden.

 

World Vision hatte sich im Vorfeld der Naturkatastrophe auf den Einsatz vorbereitet. Die Hilfsgüter sind in dezentralen Lagern in der Region positioniert. Zudem sind Einsatzteams von World Vision in den Regionen Cagayan und Benguet unterwegs, um Schäden zu erfassen und geeignete Hilfsmaßnahmen zu veranlassen. World Vision arbeitet eng mit den philippinischen Behörden zusammen, um die Maßnahmen effektiv und zügig zu gestalten.

 

Dirk Bathe: „Die Opferzahlen werden sicherlich noch steigen. Auch das ganze Ausmaß der Schäden ist noch nicht absehbar, denn viele Gegenden auf Luzon und weiteren, kleinen Inseln sind nur schwer erreichbar.“

 

Auf den Philippinen ist die Hilfsorganisation seit über 60 Jahren aktiv. Auch beim Super-Taifun Haiyan im November 2013 waren zahlreiche Mitarbeiter von World Vision im Einsatz.

 


8000 junge Menschen im Einsatz für eine bessere Welt

 

Seit zehn Jahren bereiten katholische Träger Freiwillige auf den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ vor. In einem jetzt veröffentlichten Thesenpapier nehmen sie Stellung zum Programm.

 

(Düsseldorf/bdkj‘) - Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“ feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Wegweisende Akteure bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Programms sind von Anfang an der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V. (AGEH) und MISEREOR. Gemeinsam haben die katholischen Träger in den vergangenen zehn Jahren rund 8000 junge Menschen in alle Welt entsendet. Dabei setzen die katholischen Träger vor allem auf langjährige Partnerschaften und die persönliche Begleitung der Freiwilligen. In einem jetzt veröffentlichten Thesenpapier machen die Träger ihre Haltung zum „weltwärts“-Programm deutlich und fordern in zehn Punkten unter anderem eine gleichberechtigte Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Entwicklungsministerium.

 

 

 

„Ich danke den vielen jungen Freiwilligen, die sich in den letzten zehn Jahren auf den Weg gemacht und sich für andere Menschen engagiert haben. Sie bilden bis heute eine lebendige Brücke zwischen uns und den Menschen des globalen Südens“, sagt BDKJ-Bundespräses Pfarrer Dirk Bingener. „Gerade in Zeiten von zunehmendem Nationalismus ist es wichtig, dass junge Menschen andere Kulturen und Lebensrealitäten kennenlernen, Gastfreundschaft erfahren und davon zu Hause erzählen.“ 

 

 

 

Die Bedeutung der internationalen Freiwilligendienste für das Verständnis von Partnerschaft und Solidarität in der Weltkirche betont Hans Nirschl, stellvertretender Geschäftsführer der AGEH: „Die katholischen Entsendeorganisationen pflegen einen kontinuierlichen Partnerdialog. Darin besteht ein wichtiger Erfolgsfaktor für die hohe Qualität in entwicklungspolitischen Freiwilligendiensten. Darüber hinaus ist ‚weltwärts‘ keine Einbahnstraße. Wir wünschen uns, dass viel mehr junge Menschen aus den Partnerorganisationen zu uns kommen können.“

 

 

 

Thomas Antkowiak, Geschäftsführer von MISEREOR, erklärt: „Seit Beginn des Programms ergänzen sich Staat, Kirchen und die zivilgesellschaftlichen Organisationen auf gute Weise bei der Umsetzung des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes. Dennoch gibt es auch nach 10 Jahren Verbesserungsmöglichkeiten mit Blick auf eine gleichberechtigte Zusammenarbeit. Mit 13 Millionen Euro haben sich die katholischen Träger an der Durchführung von ‚weltwärts‘ beteiligt. Die Vielfalt der Träger ermöglicht zudem eine differenzierte Ansprache der Jugendlichen.“

 

 

 

Die AGEH ist der Personaldienst der deutschen Katholiken für internationale Zusammenarbeit. Sie vermittelt qualifiziertes und christlich motiviertes Fachpersonal aus Deutschland und anderen EU-Ländern in Projekte der Entwicklungszusammenarbeit weltweit. Für Organisationen, die Freiwillige weltweit in Projekte von Südpartnern vermitteln, bietet die fid-Service- und Beratungsstelle der AGEH pädagogische Angebote, Beratung zu allen Fragen des Freiwilligendienstes, Qualitätsmanagement und Vernetzung.

 

 

 

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft.

 

 

 

Als Werk für Entwicklungszusammenarbeit der katholischen Kirche kämpft MISEREOR für Gerechtigkeit, gegen Hunger, Krankheit und Ausgrenzung sowie deren Ursachen. Gemeinsam mit einheimischen Partnern unterstützen wir Menschen unabhängig ihres Glaubens, ihrer Kultur und ihrer Hautfarbe. Seit der Gründung 1958 wurden über 107.000 Projekte in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika gefördert. MISEREOR ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft: www.entwicklung-hilft.de.

 

 

 


Aktion von Shelter Now verhalf über 30.000 Menschen zu sauberem Trinkwasser

Kirchen-Kicker aus 13 Nationen stiften den 150. Brunnen für Afghanistan

AFRIKA/COTE D’IVOIRE - “Wir brauchen eine Wirtschaftpolitik, die Armut wirklich bekämpft”

 

Abidjan (Fides) - "Manchmal haben wir das Gefühl, dass unsere afrikanische Wirtschaftspolitik, die angeblich die Armut bekämpfen soll, in Wirklichkeit sorgfältig entwickelte Mechanismen sind, den Kampf gegen die Armen aufgenommen haben", so Pater Donald Zagore, Theologe von der Gesellschaft für die Afrikamissionen zur weit verbreitete Wirtschaftskrise, von der viele Staaten auf dem afrikanischen Kontinent betroffen sind. "Wenn wir sehen, welche Folgen die von unseren afrikanischen Staaten auf den Weg gebrachte Politik für die Bevölkerung hat, entsteht der Eindruck, dass eine wirtschaftliche Aggression gegen die Armen in Afrika im Gange ist", so Pater Zagore weiter.
„Alles scheint so organisiert zu sein, dass die Armen in ihrer Armut ersticken. Arme Menschen werden nicht nur immer zahlreicher, sondern vor allem zunehmend arm", so der Ordensmann. In jüngster Zeit sei vor allem der kontinuierliche Anstieg der Treibstoffpreise, von dem das Leben der afrikanischen Völker stark abhängig ist, besonders belastend.
In Côte d'Ivoire hat sich der Benzinpreis in weniger als einem Jahr verfünffacht. "Angesichts einer dramatischen Situation, die unsere afrikanische Bevölkerung belastet, darf die prophetische Stimme der Kirche niemals aufhören, die Mängel die politischen und wirtschaftlichen Systeme anzuprangern und zu bekämpfen, wenn diese eine selbstmörderische Politik für unser Volk fördern. Es sollte daran erinnert werden, dass die Kirche mit ihrem Engagement für Gerechtigkeit die einzige Kraft bleibt, die den afrikanischen Völkern immer noch Hoffnung schenkt", so der Missionar abschließend.
   

 

 

AFRIKA/NIGERIA - Pfarrer Egbom starb bei einem bewaffneten Raubüberfall: “Erschreckend ist der völlige Mangel an Respekt für das menschliche Leben “

 

Abuja (Fides) - "Es war ein bewaffneter Raubüberfall", betont der Sprecher der Diözese Abuja, Pfarrer Patrick Tor Alumuku, Direktor des Büros für soziale Kommunikation der Erzdiözese Abuja, zu den Umständen der Tötung von P. Jude Egbom, der am Abend des 10. September in Umuwala im Bundesstaat Imo in Südnigeria gewaltsam ums Leben kam (vgl. Fides 12/05/2018).
„Pfarrer Egbom war war beim Friseur, als Krimminelle in den Salon eindragen. Wir wissen nicht, was passiert ist, aber irgendwann haben die Kriminellen Schüsse abgegeben, die den Priester töteten und einen Seminaristen schwer verletzten", so Pfarrer Alumuku.
"Es ist noch nicht bekannt, wann die Beerdigung von Pfarrer Juge stattfinden wird, weil sich die Bischöfe diese Woche zu einem Treffen in Sokoto aufhalten, an dem auch Bischof Tochukwu Ukwuoma von Orlu teilnimmt."
Pfarrer Jude Egbom war Pfarrer in der St. Patrick's Parish in Amucha.
Wenige Stunden nach der Ermordung des katholischen Priesters ereignete sich im Bundesstaat Imo eine weitere schwere Episode der Gewalt. Bei einer Schießerei an einer Straßensperre in der Nähe der katholischen Kathedrale von Owerri, wurde ein wachhabender Soldat ermordet.

 

 

ASIEN/PHILIPPINEN - Bischof Mesiona: “Kirche und Regierung müssen für das Gemeinwohl zusammenarbeiten”

 

Vatikanstadt (Fides) - "Die Beziehung der katholischen Kirche zu Präsident Duterte ist nicht einfach. Die willkürlichen Tötungen im Rahmen der "Anti-Drogen-Kampagne“ und Fragen des Umweltschutzes geben Anlass zur Sorge. Die Kirche betont ihren Ansatz der" kritischen Zusammenarbeit mit der Regierung. Wir wollen für das Wohl des Landes zusammenarbeiten und sind am Gemeinwohl der Menschen interessiert, aber wir müssen unsere Stimme erheben, wenn es politische Maßnahmen oder Handlungen gibt, die dem Evangelium widersprechen. Dabei appellieren wir an das Gewissen der Katholiken: manchmal fragt man sich, wie es möglich ist, dass die katholischen Gläubigen auf den Philippinen weiterhin den Präsidenten unterstützen", so der Apostolische Vikar von Puerto Princesa philippinischen Insel Palawan, Bischof Sokrates C. Mesiona, im Gespräch mit Fides. Der Bischof nimmt in Rom, an dem von der Kongregation für die Evangelisierung der Völker veranstalteten Fortbildungsseminar kürzlich ernannt Bischöfe in Missionsgebieten teil.
"Das Land braucht eine Figur, die nationale Einheit symbolisiert, eine Figur, in der sich jeder selbst erkennen kann: das ist die Aufgabe des Präsidenten, aber heute sehen wir eine polarisierte Nation: Duterte scheint diese Einheit nicht zu kultivieren", so der Bischof weiter.
Zur aktuellen Situation der Kirche erklärt Bischof Mesiona: "Die katholische Kirche in den Philippinen veranstaltet zur Vorbereitung auf den 500. Jahrestages der Evangelisierung (das Jubiläum wird 2021 gefeiert) ein ‚Jahr der Priester’: als Bischöfe, Priester, oder Ordensleute sind wir berufen, in unsren Glauben durch das Zeugnis des Evangeliums glaubwürdig zu leben, unseren Glauben zu erneuern und uns der Evangelisierung zu widmen. Die Herausforderung besteht darin, zusammenzuarbeiten, um unsere Gesellschaft zu verändern und einen missionarischen Ansatz zu verfolgen, Barrieren zu durchbrechen, neue Wege zu eröffnen, unsere Denkweise zu ändern“.
Die Vorbereitungen zur Feier des 500. Jahrestages des Beginns der Evangelisierung auf den Philippinen (im Jahr 1521) sind im ganzen Land im Gange. Im Vorfeld der Jubiläumsfeiern hat die philippinische Kirche einen neunjährigen Zyklus (von 2013 bis 2021) auf den Weg gebracht, der mit dem Heiligen Jahr 2021 enden wird. Die Kirche, so der Bischof abschließend, „möchte jeden Getauften auf seine missionarische Berufung aufmerksam machen, deshalb wird das Jahr 2021 auch das Jahr des Missio Ad Gentes sein.

 

ASIEN/INDIEN - Islamisch-christlicher Dialog: Muslimische Universität vergibt Pries an deutschen Theologen

 

Aligarh (Fides) - Die Aligarh Muslim University im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh würdigte die hervorragende Arbeit des deutschen Theologen und Jesuiten Pater Christian W. Troll auf dem Gebiet der Islamwissenschaften und der islamisch-christlichen Beziehungen mit dem "Sir Syed Excellence Award".
Wie der Leiter der Abteilung für Koranwissenschaften der Aligarh Muslim University, bekannt gab, soll der Preis am 17. Oktober 2018 im Rahmen einer besonderen Feier an der Aligarh Muslim University überreicht werden.
"Ich fühle mich wirklich sehr geehrt, diese prestigeträchtige Auszeichnung zu erhalten." So Pater Troll, der bei seinen Forschungen über die verschiedenen Traditionen der Muslime in Südasien versucht, "die Probleme zu verstehen, mit denen so viele religiöse Führer in den letzten 200 Jahren konfrontiert waren".
Zur Figur von Sir Syed, einem moslemischen indischen Philosophen des 19. Jahrhunderts, sagt er: "Er hat mich inspiriert, er war ein großer Führer seines Volkes und er tat so viel, dafür die menschliche Achtung, das tiefe gegenseitige Verständnis und die Solidarität über die engen Grenzen der Konfessionen hinaus zu fördern".
Pater Troll, ist derzeit emeritierter Professor an der Theologischen Fakultät der Hochschule der Jesuiten in St. Georgen in Frankfurt und studierte an der School of Oriental and African Studies, wo er promovierte. Von 1976 bis 1988 war er Professor für Islamische Studien am Vidyajyoti Institut für Religiöse Studien in Delhi. Von 1993 bis 1999 lehrte er auch als Dozent am Päpstlichen Orientalischen Institut in Rom und als ordentlicher Professor an der Theologischen Fakultät der Universität von Ankara. 1999 war er Direktor des Forums für christlich-muslimische Beziehungen an der Katholischen Akademie in Berlin. Seit 2001 unterrichtet er Islam und Islamisch-Christliche Beziehungen an der Theologischen Fakultät St. Georgen in Frankfurt. Von 1990 bis 2005 war er Mitglied der Kommission für Beziehungen zu Muslimen im Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog.
Er hat vier Bücher in der Reihe "Islam in Indien: Studien und Kommentare" veröffentlicht und zu vielen Sammelbänden über den Dialog zwischen Christen und Muslimen mit verschiedenen Essays über den Islam in Indien beigetragen.

 

    

AMERIKA/ARGENTIEN - Lebensmittelkrise: Regierung hofft auf Hilfe der Kirchen

 

Buenos Aires (Agenzia Fides) – Im Zeichen des Protestes gegen die derzeitige Regierung von Präsident Macri luden die Teilnehmer einer Demonstration gestern in Buenos Aires andere Bürger zu einem Besuch in den Armenküchen („ollas populares“) ein. Tausende von Demonstranten hatten mit ihren Protestmärschen verschiedene Teilen der Hauptstadt Buenos Aires gelähmt. Ziel war es, die Regierung aufzufordern, den Anstieg der Preise für Haushaltsgrundprodukte zu stoppen und vorzuschlagen, den Nahrungsmittelnotstand zu erklären.
"Wir sind einen Schritt weiter weg von dem Paradoxon, dass in einem Land, das Arbeitsplätze hat und Nahrungsmittel für 400 Millionen Menschen produziert, Hunger in den ärmeren Vierteln herrscht und der soziale Frieden in Gefahr ist", so der Koordinator von "Barrios de Pie", Daniel Menéndez. Der Demonstration hatte sich auch die Gewerkschaft „Confederation de Trabajadores de la Economía Popular (CTEP)“ angeschlossen, die Präsident Macri auffordert, seine Politik so umzugestalten, dass die Menschen "in etwas zu essen haben und in Frieden leben können".
"Wir wollen das Potenzial der Strukturen (der katholischen Kirche und anderer Kirchen) nutzen“, betont unterdessen ein Regierungsbeamter angesichts der Lebensmittelkrise, „um sicherzustellen, dass die Hilfe ankommt diejenigen, die es am meisten brauchen".
Die Regierung Macri hatte im Juni ein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über die Finanzierung von 50.000 Millionen Dollar geschlossen, mit dem man versuchte, die den Währungsverfall zu stoppen und der Verschlechterung der Makroökonomie entgegenzuwirken, doch die Zahl der Hungernden steigt von Tag zu Tag.

 


Erneut Übergriffe auf Christen in Ober-Ägypten - Kopten müssen mehr in ihrer Religionsausübung geschützt werden – Gesetz über Neubau von Kirchen geht ins Leere

 

 

(Göttingen/gfbv) - Nach neuen Übergriffen radikaler Islamisten auf Kopten in Ober-Ägypten hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mehr Schutz für diese Christen gefordert. „Kopten müssen auch in den ländlichen Regionen Ägyptens ihre Religion frei ausüben können und dabei vom Staat und seinen Sicherheitskräften geschützt werden“, forderte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. Es sei nicht länger hinnehmbar, dass die lokale Polizei Warnungen koptischer Gemeinden vor bevorstehenden Übergriffen muslimischer Extremisten ignoriere. Die jüngsten Angriffe seien eine Folge der nach wie vor sehr komplizierten und diskriminierenden Vorschriften zum Neubau von Kirchen. Denn trotz eines neuen Gesetzes aus dem Jahr 2016, das die Errichtung von Gotteshäusern erleichtern sollte, haben viele christliche Dörfer noch immer keine Kirche. Deshalb müssen Gläubige Privaträume für Gottesdienste nutzen. Dies würden Islamisten als Missbrauch der Religionsfreiheit ansehen und mit Gewalt gegen Kopten vorgehen.

 

Am vergangenen Sonntag hatten Islamisten in dem Dorf Demshaw Hachem in der Provinz Minya die Häuser von vier Kopten gestürmt, geplündert und dann in Brand gesetzt. Dabei wurden zwei Kopten und ein Feuerwehrmann verletzt. Ein Mob radikaler Islamisten hatte die Häuser angegriffen, weil vermutet wurde, dass in den privaten Räumen Gottesdienste abgehalten werden. Vertreter der koptischen Kirche hatten die Sicherheitsbehörden vor einem bevorstehenden Angriff auf die Gläubigen gewarnt, doch die Polizei traf erst nach den pogromartigen Übergriffen ein.

 

Inzwischen wurden 90 mutmaßlich an der Zerstörung der Häuser beteiligte Personen verhaftet. Die GfbV bezweifelt jedoch, dass die Festgenommenen tatsächlich vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden. Meist würden sie nach wenigen Tagen ohne Gerichtsverfahren wieder freigelassen. „Die Kopten in Ober-Ägypten sind verärgert und tief verunsichert über den mangelnden Schutz durch die Polizei. Ein Gefühl der Hilflosigkeit und Angst macht sich breit, weil sich die Christen nicht ausreichend geschützt sehen“, sagte Delius.

 

Demshaw Hachem zählt zu den 150 überwiegend christlichen Dörfern in Ober-Ägypten. Wenn es in ihrer Gemeinde keine Kirche gibt, scheuen viele Gläubige den gefährlichen Weg in Nachbardörfer und halten in Privathäusern Messen ab. „Dies ist eine Folge des Versagens des Staates bei der Genehmigung des Neubaus von Kirchen. Allzu häufig werden dabei trotz des neuen Gesetzes Kopten diskriminiert. So müssen sie nachweisen, wieviel Gläubige in der Umgebung leben und dass sie Muslime nicht beeinträchtigen“, kritisierte Delius. „Doch kein Christ wird gefragt, ob ihn eine Moschee stört.“

 


DON BOSCO

Jahresbericht 2017: Weltweite Hilfe für 557.474 Kinder und Jugendliche

• Bonner Nichtregierungsorganisation förderte 218 Projekte in 45 Ländern
• Mit Bildung gegen Flucht, Hunger und Dürre

 

 

(Bonn/db) – Die Arbeit von Don Bosco Mondo e.V. war 2017 von humanitären Krisen, den Folgen von Krieg, Konflikten und Dürren geprägt. So wie im Südsudan, wo Don Bosco Mondo bereits seit 2011 ein Flüchtlingslager in Gumbo unterstützt. Aktuell finden 6.500 Frauen und Kinder Schutz, ein neues Obdach, werden medizinisch betreut und erhalten Lebensmittel. Knapp 4.000 Kinder werden täglich auf dem Gelände unterrichtet.

 

„Das Thema ‚Flucht‘ dominierte im vergangenen Jahr die mediale Aufmerksamkeit. Dass jedoch mehr als 80 Prozent aller Flüchtlinge in Entwicklungs- oder Schwellenländern leben und gerade diese Länder zusätzliche Hilfe benötigen, blieb und bleibt viel zu oft außen vor. Menschen fliehen vor Krieg, Gewalt, Verfolgung, Hunger. Neben nachhaltigen politischen Lösungen brauchen sie eine echte Perspektive, um in ihrer Heimat sicher leben zu können. Die Don Bosco Einrichtungen helfen dabei, auch mit Berufsausbildungen“, erklärt Martin J. Wilde, Geschäftsführer von Don Bosco Mondo e.V.

 

Im Jahr 2017 hat Don Bosco Mondo in insgesamt 45 Ländern 218 Projekte für Bildung und Ausbildung gefördert, obdachlosen Kindern ein Dach über dem Kopf und geflüchteten Frauen mit ihren Kindern Schutz geboten. Dafür standen der Organisation knapp 13 Millionen Euro zur Verfügung. Die Spendeneinnahmen lagen bei 4,7 Millionen Euro, die öffentlichen Geber stellten rund 4,9 Millionen Euro für die Projektarbeit bereit. Dabei erhielt Asien mit 3,8 Millionen Euro die höchste regionale Förderung, 2,4 Millionen Euro flossen in die Projektförderung nach Afrika und 1,9 Millionen Euro nach Lateinamerika.

 

Der komplette Jahresbericht mit vielen Geschichten, Beispielen, Daten und Fakten ist online unter https://www.don-bosco-mondo.de/jahresbericht/. Druckexemplare können telefonisch unter 0228 53965-45 oder unter info@don-bosco-mondo.de angefordert werden.