Nachrichten aus aller Welt

19.10.2017

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

Dringender Handlungsbedarf: Immer mehr HIV-Infektionen, kein ausreichender Zugang zu Test und Behandlung / Internationale Maßnahmen rückläufig / Deutschland braucht eine Strategie

Konferenz in Berlin: HIV-Epidemie in Osteuropa stoppen

 

HIV * Aids * Osteuropa * UNAIDS * Aktionsbündnis

(Berlin/bfw) - Wie kann die HIV-Epidemie in Osteuropa und Zentralasien unter Kontrolle gebracht werden? Mit dieser Frage befasst sich heute die Konferenz „HIV in Osteuropa – Die unbemerkte Epidemie?!“ in Berlin. Sie soll dafür sorgen, dass dieses vernachlässigte Thema in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt. Eingeladen haben das Aktionsbündnis gegen AIDS, Brot für die Welt und die Deutsche AIDS-Hilfe.

In der Landesvertretung Baden-Württembergs beraten rund 80 Fachleute aus Politik, Zivilgesellschaft und HIV-Selbsthilfe darüber, wie Erfolgsrezepte der HIV-Prävention und -Behandlung in Osteuropa wirksam werden könnten. Mit dabei sind UNAIDS-Vize Luiz Loures und der Leiter des Nationalen AIDS-Zentrums in Russland, Vadim Pokrovsky.

Maßnahmen greifen nicht

Weltweit geht die Zahl der Neuinfektionen zurück, immer mehr Menschen erhalten HIV-Medikamente, immer weniger sterben. In Osteuropa jedoch greifen die Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft, der Länder selbst und der Selbsthilfe-Organisationen nicht. In vielen Ländern der Region ist ein ungebremster, teils dramatischer Anstieg der HIV-Infektionen zu verzeichnen. Vor allem in Russland, wo seit 2016 die Marke der 100.000 jährlichen Neuinfektionen überschritten ist.

Auch der Zugang zu Test und Behandlung in der Region liegt weit unter den von UNAIDS angestrebten Zielen. Die Finanzierung der Maßnahmen gegen HIV/Aids verschlechtert sich zugleich immer mehr.

Jetzt handeln!

Diese Situation ist ethisch untragbar und kann nicht ohne Auswirkungen auf das restliche Europa bleiben. Die Bundesregierung muss darum endlich eine Strategie entwickeln, um der HIV-Epidemie in Osteuropa etwas entgegenzusetzen.

Die Zusammenarbeit zwischen Staat und den am stärksten betroffenen Gruppen hat sich in der deutschen HIV-Prävention als überaus erfolgreich erwiesen. Diese vorbildliche Kooperation ist für internationale Maßnahmen wegweisend.


Dazu sagt Luiz Loures, stellvertretender Exekutiv-Direktor von UNAIDS:

„UNAIDS ist äußerst besorgt über die AIDS-Epidemie in Osteuropa, besonders über den Anstieg der HIV-Neuinfektionen und AIDS-Todesfälle. Damit auch in Osteuropa ein Ende von AIDS weiterhin denkbar bleibt, ist es unerlässlich, die am stärksten betroffenen Gruppen zu erreichen – einschließlich drogengebrauchender Menschen, Männern, die Sex mit Männern haben, Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen, und Menschen in Gefängnissen. Die Zivilgesellschaft spielt hierbei eine zentrale Rolle und es ist zwingend notwendig, dass sie ausreichend finanziert, unterstützt und befähigt ist, ihre wichtige Arbeit zu erledigen.“

Sylvia Urban, Vorstand des Aktionsbündnisses gegen AIDS und der Deutschen AIDS-Hilfe erklärt:

„Die internationale Gemeinschaft muss ihr Engagement gegen HIV in Osteuropa intensivieren, statt nachzulassen. Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass Osteuropa von den Erfahrungen in Deutschland profitieren kann. Die Länder selbst müssen dafür Sorge tragen, dass nicht weiter Diskriminierung der am stärksten betroffenen Gruppen den Zugang zu Prävention und Versorgung erschwert. Alle Erfahrungen zeigen: Partizipation ist der Schlüssel! Wer darauf verzichtet, kann gegen die HIV-Epidemie nicht erfolgreich sein. Die Verfolgung von Homosexuellen, Drogenkonsumenten und anderen Minderheiten ist eine menschliche Katastrophe und macht HIV-Prävention unmöglich.“

Astrid Berner-Rodoreda, Vorstand des Aktionsbündnisses  gegen AIDS und Beraterin für HIV bei Brot für die Welt erklärt:

„Auch beim Zugang zu Behandlung liegt Osteuropa weit hinter anderen Regionen zurück. Das hängt auch mit hohen Medikamentenpreisen zusammen. Hier müssen Rahmenbedingungen geändert werden, damit kostengünstige Generika in den Ländern verfügbar sind. Auch muss die Region weiterhin von der Unterstützung des Globalen Fonds profitieren. Partnerorganisationen benötigen in ihrer HIV-Arbeit mit gefährdeten Gruppen und Betroffenen Unterstützung, nicht nur von deutschen Nicht-Regierungsorganisationen, sondern auch von ihrer Regierung und deutschen Regierungsstellen. Die vorbildliche Zusammenarbeit im HIV-Bereich zwischen Regierungsstellen und Nicht-Regierungsorganisationen in Odessa, Ukraine, lässt sich auch in anderen Regionen erzielen. Dafür ist jedoch vor allem politischer Wille notwendig. Wir dürfen die Menschen in Osteuropa mit der zunehmenden HIV-Problematik nicht länger alleine lassen.“

Mehr HIV-Infektionen, weniger Gegenmaßnahmen

Die bislang vorliegenden Konzepte zu HIV/Aids in Osteuropa reichen bei weitem nicht aus. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen können so niemals erreicht werden. Mehr noch: Das internationale Engagement – auch das bundesrepublikanische – gegen AIDS in der Region wurde in den letzten Jahren trotz der zugespitzten Situation immer weiter reduziert.

Einige internationale Geldgeber, wie beispielsweise der  Globale Fonds gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM), haben sich aus Ländern der Region weitgehend zurückgezogen. Zum einen wurde die Wirtschaftskraft einiger Länder durch die Weltbank neu eingestuft, so dass sie nun selbst mehr beitragen müssen. Zugleich wird das politische Klima immer schwieriger. Organisationen, die Fördermittel aus dem Ausland erhalten, müssen sich beispielsweise als „Auslandsagenten“ registrieren lassen und unterliegen staatlichen Restriktionen.

Diese Entwicklungen beschädigen insbesondere die Tätigkeit zivilgesellschaftlicher Akteure, die in der erfolgreichen HIV/Aids-Arbeit immer eine tragende Rolle spielen.

Keine Prävention für besonders betroffene Gruppen

Die Folgen sind dramatisch: Wirksame Präventionsarbeit für die am stärksten betroffenen Gruppen wird immer weiter eingeschränkt oder kommt gar nicht erst zustande.

Ein Beispiel sind Maßnahmen zur Verhinderung von gesundheitlichen Schäden beim Drogenkonsum Spritzenvergabe und Safer-Use-Aufklärung gibt es in vielen Ländern nicht. Und während die Substitutionsbehandlung in der Ukraine zu großen Erfolgen geführt hat, verweigern andere Länder wie Russland diese wissenschaftlich abgesicherte Therapie, die zahlreiche Gesundheitsrisiken minimiert.

Beispiel Menschen in Haft: Gefangene sind aufgrund desolater baulicher Bedingungen und mangels Zugang zu Prävention und Behandlungsmöglichkeiten einem ganz besonders hohen Risiko ausgesetzt, sich mit Tuberkulose, HIV oder Hepatitis C zu infizieren. Tuberkulose ist bereits jetzt eine der Haupttodesursachen für Menschen mit HIV, zunehmend stellen multiresistente Tuberkulosestränge eine ernsthafte Bedrohung dar.

 


Tibet: Verschärfung staatlicher Kontrolle vor KP-Parteitag / Neuer Bericht der International Campaign for Tibet

 

 

 

(Berlin/tb) - Vor dem morgen beginnenden Parteitag der chinesischen Kommunistischen Partei ist in Tibet eine dramatische Verschärfung der staatlichen Kontrolle zu beobachten. In Lhasa und anderen tibetischen Städten der sogenannten Autonomen Region Tibet wurden groß angelegte Truppenübungen veranstaltet, bei denen die Soldaten öffentlich gelobten, „den 19. Parteitag zu beschützen“. Ungeachtet des ohnehin schon hohen Maßes an Unterdrückung in Tibet kündigte die politische Führung noch strengere „Korrektur“-Maßnahmen an und verpflichtet die unteren Parteiebenen darauf, „schlagkräftige Festungen“ darzustellen. Ein neuer Bericht der International Campaign for Tibet (ICT) belegt zum einen die große strategische Bedeutung, die die KP-Führung Tibet beimisst, zum anderen aber auch die Bedeutung der Region für die wirtschaftliche Expansionsstrategie Pekings und die Legitimität der KP-Herrschaft insgesamt. Während des KP-Parteitags wird die „Autonome Region Tibet“ für Ausländer geschlossen. Die Isolation von der Außenwelt wird insbesondere durch die systematische Blockade und Überwachung von Telefon und Internet weiter verstärkt, selbst banale Kommunikation innerhalb der Familien kann so die Menschen in große Gefahr bringen. Zudem ist die Bevölkerung Tibets massiven ideologischen Kampagnen ausgesetzt. ICT hat für diesen Bericht eine große Zahl offizieller und inoffizieller Quellen ausgewertet. Er belegt das Entstehen eines umfassenden „Kontrollstaats“, der es der KP erlaubt, immer tiefer in den Alltag der Menschen einzudringen.

 

ICT-Geschäftsführer Kai Müller sagte dazu: „In den ersten fünf Jahren Xi Jinpings an der Spitze von Staat und KP mussten wir in Tibet eine beunruhigende Entwicklung zur Kenntnis nehmen. Die Unterdrückung hat sich in dieser Zeit deutlich verschärft, der Staat dringt in einem Maße in den Alltag der Bürger ein, dass die Unterscheidung zwischen öffentlichem und privatem Leben in Tibet zunehmend verwischt wird“, so Müller. Der ICT-Geschäftsführer weiter: „Die chinesische Führung muss ihre Tibetpolitik grundsätzlich überdenken und einen Dialog mit dem Dalai Lama und seinen Vertretern aufnehmen, um gemeinsam eine langfristig tragfähige Lösung für Tibet zu finden.“ Der Dalai Lama hatte vor kurzem auf einer Konferenz der tibetischen Exilregierung im nordindischen Dharamsala gesagt, China habe versucht, „die tibetische Identität durch Gehirnwäsche, Bestechung und selbst Gewalt“ auszulöschen, sei aber daran gescheitert. Die chinesische Führung habe nicht damit gerechnet, dass die Tibetfrage auch nach mehr als 50 Jahren noch offen sei, so der Dalai Lama. Tatsächlich aber sei die tibetische Identität lebendig und gewinne an Stärke.

 

Der neue ICT-Bericht zeichnet einige der Entwicklungen in der chinesischen Tibetpolitik unter Xi Jinpings Führung nach. Dieser legte zuletzt einen Schwerpunkt auf die sogenannte „ökologische Zivilisation“, worin sich die Bedeutung der großen Wasserreserven Tibets gerade auch angesichts der zunehmenden Wasserknappheit im Norden und Nordosten Chinas spiegelt. Zugleich macht der Begriff deutlich, wie unklar und verschleiernd die KP-Terminologie genutzt wird, ist doch die tatsächliche Politik Pekings angesichts massiver Staudamm- und Bergbauprojekte in Tibet offensichtlich nach wie vor keineswegs auf die Erhaltung des fragilen Ökosystems auf dem Hochland gerichtet.


Welternährungstag 2017

„Hunger ist auch eine Form von Krieg“

 

(Berlin/pm) – „Hunger trifft nicht alle gleich, er trifft die, die keine Macht haben“ sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner gestrigen Fernsehansprache zur Woche der Welthungerhilfe. „Leider genügen sonntägliche Aufrufe dieser Art nicht. Hunger ist eine Form von Krieg gegen die Ärmsten der Armen – und Deutschland trägt als eines der reichsten Länder der Welt und als einer der größten Waffenexporteure eine große Mitverantwortung, dies zu ändern“, sagte Manuela Kikillus, Geschäftsführerin der Quäker-Hilfe Stiftung, anlässlich des Welternährungstages am 16. November und des Welttages zur Beseitigung der Armut am 17. November in Berlin.

 

Am 12. Oktober hatte die Welthungerhilfe den „Welthunger-Index 2017“ vorgestellt. Daraus ging hervor, dass die vorhandenen Fortschritte im Kampf gegen den Hunger durch bewaffnete Konflikte und die Folgen des Klimawandels wieder zunichte gemacht würden. Vor allem in den Ländern südlich der Sahara, in Südasien und den Kriegsregionen auf der Welt habe sich die Lage weiter verschlechtert. „Ernteausfälle in Afrika und Kriege in Syrien oder im Irak sind jedoch keine isolierten Ereignisse, die uns in Europa nichts angehen, sie sind letztlich oft einer verfehlten Politik auf allen Seiten zuzuschreiben“, sagte Kikillus weiter. Daher gehe es nicht nur darum, die betreffenden Länder beim Aufbau von Strukturen zu unterstützen, die gute Regierungsführung ermöglichen würden, der Westen müsse vielmehr endlich anerkennen, dass Frieden und Sicherheit letztlich so unteilbar wie Menschenrechte seien, so Kikillus weiter.

 

Der Welthunger-Index bewertet jährlich die Lage in 119 Ländern und hatte seit dem Jahr 2000 zunächst deutliche Fortschritte vermelden können. Zugleich seien Länder wie der Südsudan, Somalia, Nigeria oder der Jemen akut von Hungersnöten bedroht. Die absolute Zahl der Hungernden sei weltweit auf den negativen Rekordwert von 815 Millionen Menschen gestiegen. Damit hungert jeder neunte Mensch auf der Welt.

 

Die Quäker, ihre Hilfsorganisationen und deren Partner sind weltweit in rund 20 Ländern aktiv. Sie unterstützen aktivierende Friedensarbeit, schaffen zivilgesellschaftliche Strukturen und bekämpfen den Waffenhandel. In Deutschland wurden die Quäker vor allem durch ihr Engagement für die Zivilbevölkerung nach den beiden Weltkriegen bekannt, u.a. die so genannten „Quäkerspeisungen“ sowie medizinische Leistungen. 1947 erhielten sie dafür den Friedensnobelpreis.

 


Partnerschaft mit Sesame Workshop wird auf 11 Länder und geflüchtete Kinder erweitert

Saubere Hände sind das A und O: Elmo und Raya mit World Vision auf Weltreise für gesunde Kinder

 

(Frankfurt/wv) - Am Welttag des Händewaschens (15. Oktober) erweitern Sesame Workshop - die Bildungsorganisation hinter der TV-Kindersendung Sesame Street (Sesamstraße) - und die Kinderhilfsorganisation World Vision ihre Kooperation. Mit dem Programm “WASH UP!” wollen sie Kindern aus unterentwickelten Regionen oder Krisengebieten kindgerecht lebensrettende Hygiene-Maßnahmen nahebringen.

 

Die Zusammenarbeit wird sich nun auf 11 Länder in Afrika, Lateinamerika, Asien und dem Nahen Osten erstrecken. Botschaften über die Aufbewahrung und den Gebrauch von sauberem Wasser, das Händewaschen mit Seife und die richtige Toiletten-Nutzung werden Kinder aus Ghana, Mali, Niger, Malawi, Sambia, Simbabwe, Honduras und Afghanistan erreichen. Für Jordanien, Libanon und die kurdische Region im Irak wurde das Programm WASH UP!  den besonderen sozialen und emotionalen Bedürfnissen geflüchteter Kinder aus Syrien angepasst. Bei ihnen geht es auch um den Umgang mit Gefühlen, um die Vermittlung von Hoffnung, um Übungen zu Konflikt-Lösungen und um Verständigung mit anderen.

 

Lungenentzündung und Durchfall sind häufige Todesursachen bei Kindern im Vorschulalter, und einfache Gewohnheiten können ihre Gesundheit messbar verbessern. Schon kleine Kinder können gut lernen sich die Hände zu waschen vor dem Essen oder Schuhe anzuziehen, bevor sie eine Latrine oder Toilette aufsuchen. Die WASH UP! initiative will dazu beitragen, dass vermeidbare Krankheiten bei Kindern zurück gehen.

 

Seit 2015 arbeiten World Vision und Sesame Workshop in Afrika zusammen – mit Filmen, Spielmatten, Büchern und Liedern, in denen jeweils die jetzt 6 Jahre alte Puppe Raya und ihr schon lange bekannter Freund Elmo die Hauptrollen spielen.  In Sambia wurde das WASH UP! Programm von Lehrern übernommen, da es gut bei den Schülern ankam. Auch das Bildungsministerium unterstützt es. Mehr als 50.000 Kinder wurden seit dem Start erreicht, und sie sind ermutigt worden, die eingeübten Praktiken auch nach Hause in ihre Familien zu tragen, so dass die Reichweite des Programms noch größer ist.

 

 „Sesame Workshop freut sich, auf den Erfolg der Partnerschaft in Sambia aufbauend, jetzt mit World Vision das WASH UP!-Programm in weiteren 10 Ländern, einschließlich der Region um Syrien, umsetzen zu können“, sagt Sherrie Westin, Leiterin des Bereichs Global Impact bei Sesame Workshop.  “Unser Ziel ist, ein ansprechendes Bildungsprogramm anzubieten, das gute Ergebnisse für Gesundheit erzielt und auf die kontext-spezifischen Bedürfnisse der Kinder, vor allem der bedürftigsten Kinder eingeht“, ergänzt Dr. Abigail Bucuvalas, Direktorin von International Social Impact bei Sesame Workshop. “Bei den jungen syrischen Flüchtlingen gehört dazu, sozio-emotionale Themen mit zu behandeln, sogar wenn die Kinder das Händewaschen üben. Wir sehen darin eine Aufgabe der WASH UP! Initiative und unserer breiter angelegten Anstrengungen, geflüchteten Kindern in der Region wichtige frühe Bildung zugänglich zu machen.“

 

Dr. Greg Allgood, führender Wasserprogramm-Experte bei World Vision, freut sich ebenfalls über Synergien durch diese Partnerschaft: „Indem wir lokale Fachleute  und die Bildungsexperten von Sesame Street einbeziehen, können wir unsere Bildungsförderung den dringendsten Bedürfnissen der Kinder anpassen – ob es darum geht, mit dem Horror des Krieges besser klar zu kommen, die Alphabetisierung zu fördern und oder sauberes Wasser verfügbar zu machen.“

 

HINTERGRUND
World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2015 wurden 300 Projekte in 50 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit weiteren World Vision-Werken in fast 100 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse „Aktion Deutschland Hilft“ und Gemeinsam für Afrika. http://www.worldvision.de/www.worldvision.de

 


Sinnvolles Engagement im Ausland mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Was tun nach dem Schulabschluss?

 

 

 

(Berlin/as) - Noch bis zum 01. November 2017 können sich Menschen ab 18 Jahren für einen Friedensdienst mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) in Belarus, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, in den Niederlanden, in Norwegen, Polen, Russland, in der Tschechischen Republik, der Ukraine und in den USA bewerben. Das Freiwilligenjahr startet im September 2018 und dauert in der Regel zwölf Monate.

 


In einer Zeit, in der rechtspopulistische Parteien und Gruppierungen nicht nur in Europa gegen Einwanderer und Menschen auf der Flucht hetzen, üben sich die Freiwilligen in Mitgefühl und Solidarität, erwerben interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen und stärken ihren historischen und politischen Sachverstand. Sie lernen, aktuelle Formen von Antisemitismus und Rassismus wahrzunehmen und ihnen engagiert entgegenzutreten.

Die meisten der etwa 180 Freiwilligen sind zwischen 18 und 30 Jahren alt. Es können aber auch ältere Menschen am Freiwilligenprogramm teilnehmen. Die Projekte, in denen sich Freiwillige engagieren können, sind vielfältig: Sie begleiten Überlebende des Holocaust, arbeiten in Gedenkstätten und in der politischen Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Sie beschäftigen Kinder mit Mehrfachbehinderungen, unterstützen geflüchtete und wohnungslose Menschen.

 

Eine intensive Vorbereitung und professionelle Begleitung vor Ort sind fester Bestandteil des Programms, für das Aktion Sühnezeichen Friedensdienste mit dem Siegel „Qualität in Freiwilligendiensten“ ausgezeichnet wurde.

 

 

 

Über 10.000 junge Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich seit 1958 im Rahmen eines Friedensdienstes mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste für Frieden und Verständigung, Menschenrechte und eine sensible Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Geschichte eingesetzt. Der Freiwilligendienst bietet dort Unterstützung an, wo die Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen noch heute spürbar sind.

 

 

 

Jetzt bewerben unter www.asf-ev.de/freiwilligendienste

 

Seit 1958 setzt sich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste für eine kritische und sensible Auseinandersetzung mit den Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen ein. In Freiwilligendiensten und Workcamps engagieren sich jedes Jahr mehrere hundert überwiegend junge Menschen in vielen Ländern Europas, den USA und Israel in Gedenkstätten, in der Begleitung von Überlebenden der Schoa und in der politischen Arbeit für eine inklusive, vielfältige Gesellschaft.

 


Regierung muss vorausschauende Friedenspolitik fördern und Erklärung für „Sichere Schulen“ unterschreiben!

World Vision: Kriege gegen Kinder müssen dringend enden!

(Friedrichsdorf/wv) - Im Vorfeld des Internationalen Weltfriedenstags am 21. September betont die Kinderhilfsorganisation World Vision, dass Kriege und bewaffnete Konflikte immer auch Kriege gegen Kinder sind. „Diese unsägliche Gewalt gegen Kinder muss dringend beendet werden“, betont Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. „Unter bewaffneten Auseinandersetzungen leiden die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft ganz besonders. Leider gibt es in vielen Konflikten auf allen Seiten keine Hemmungen mehr, Kinder zu missbrauchen, sie als Soldaten einzusetzen oder z.B. als Schutzschilde zu benutzen.“ 

 

Gewalt gegen Kinder nimmt insbesondere in Krisen und Konflikten Formen an, die mit Worten nicht mehr zu beschreiben sind. World Vision fordert daher die neue Bundesregierung auf, mehr zu tun, um gewaltsame Auseinandersetzungen zu verhindern und stärker in vorausschauende Friedenspolitik zu investieren. Dringend muss die deutsche Regierung auch die internationale „Safe Schools Declaration“ unterschreiben.

 

„Schulen, Krankenhäuser und Schutzräume für Kinder müssen in Kriegen besonders gesichert werden und dürfen nicht bombardiert oder als Waffenlager missbraucht werden“, so Waffenschmidt. „Wir fordern nachdrücklich, dass Kinderrechte auch während Kriegen und Konflikten respektiert und Kinder immer geschützt werden. Minderjährige dürfen nicht in Armeen und bewaffneten Gruppen eingesetzt werden.“

 

 Die vergangenen Monate waren geprägt von einem beispiellosen Maß an humanitärer Not, steigender Ungerechtigkeit und zunehmender Bedrohung für die globale Sicherheit. Die internationale Gemeinschaft hat sich vor zwei Jahren in der 2030 Agenda verpflichtet, sich für eine friedliche, gerechte und integrative Gesellschaft einzusetzen, die frei von Angst und Gewalt ist. Doch in vielen Regionen der Erde ist der Friede in Gefahr. Kriege und gewaltsame Konflikte gefährden nicht nur das Leben und die Gesundheit von Kindern, sondern auch ihre Zukunft, da sie nicht mehr zur Schule gehen können. „Ohne Frieden ist nachhaltige Entwicklung nicht möglich, genauso wie nachhaltige Entwicklung Grundvoraussetzung für Frieden ist“, erläutert Ekkehard Forberg, World Vision Friedensexperte. „Daher sollte langfristige Entwicklungszusammenarbeit auch Projekte für Friedensförderung beinhalten. Entsprechende Aktivitäten von Hilfsorganisationen müssen stärker gefördert werden. Kinder und Jugendliche sollten hierbei integriert werden. Entsprechend der Steigerung des Verteidigungsetats müssen mehr finanzielle Mittel für Krisenprävention und Friedensförderung bereitgestellt werden.“ 

 

World Vision ist in vielen Konfliktgebieten tätig, wie z.B. in Somalia, im Südsudan oder Kongo. In diesen Ländern beobachten die Mitarbeiter, dass viele Kinder als Soldaten zwangsrekrutiert werden. In der Kasai Region im Kongo sind beispielsweise 40 – 60% der Soldaten Kinder, viele von ihnen unter 15 Jahren. Laut UN wurden etwa 500 Fälle gezählt, in denen Kinder als menschliche Schutzschilde missbraucht wurden. Etwa 3,8 Millionen Menschen sind allein im Kongo auf der Flucht und benötigen dringend humanitäre Hilfe.

 

Im Rahmen einer internationalen Kampagne unter dem Titel „Jeder Einzelne zählt, um Gewalt gegen Kinder zu beenden“, kümmert sich World Vision besonders um Kinder im Krieg und auf der Flucht, sorgt für Betreuung in Kinderschutzzentren, in denen sie medizinisch und mit Nahrungsmitteln versorgt werden und zur Schule gehen können. Hierbei werden sie von besonders geschulten Mitarbeitern betreut.  

 

World Vision organisiert in vielen seiner Projekte sogenannt „Peaceclubs“ mit Kindern und Jugendlichen, in denen über Menschen- und Kinderrechte diskutiert wird und in denen friedliche Konfliktbewältigung geübt wird. 

 

 

HINTERGRUND
World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2016 wurden 327 Projekte in 52 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit World Vision Büros in weiteren 97 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse „Aktion Deutschland Hilft“ und Gemeinsam für Afrika. http://www.worldvision.de

 


World Food Day Colloquium

Forscher und Firmen kämpfen mit Big Data gegen den Hunger

 


19. Okt. 2017, 9:00 – 16:30 Uhr, Universität Hohenheim, Euroforum: Internationale Konferenz des Food Security Center zu Chancen von Digitalisierung in der Ernährungssicherung

(Stuttgart/pm) - Die Digitalisierung hat in der Landwirtschaft Einzug gehalten – und könnte zu einem wichtigen Mittel im Kampf gegen den Hunger werden. Beim World Food Day Colloquium an der Universität Hohenheim in Stuttgart zeigen internationale Experten dafür Beispiele aus aller Welt und erörtern Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Nahrungsmittelproduktion.

Big Data: Dieses Zauberwort erlaubt es Wissenschaftlern, mit dem Sammeln, Verarbeiten und Kombinieren großer Datenmengen neue Wege in der Forschung zu gehen – über die Grenzen von Ländern und Disziplinen hinweg. Darauf bauen auch zunehmend Experten im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung.

Einige Beispiele solcher Herangehensweisen zeigen Fachleute aus Wissenschaft und Politik auf Einladung des Food Security Center an der Universität Hohenheim. Einsatzmöglichkeiten und -bedingungen digitaler Technik in der Nahrungsmittelproduktion, auch schon vor der Aussaat, werden dabei ebenso erörtert wie mögliche Auswirkungen auf die Ernährungssicherung weltweit.

Mathias Mogge, Vorstandsmitglied der Welthungerhilfe, stellt zudem im Rahmen des Kolloquiums den neu erschienenen Global Hunger Index 2017 vor: ein Instrument des International Food Policy Research Institute (IFPRI) und der Welthungerhilfe zur Messung von Hunger und Mangelernährung in der Welt.

Verleihung im Rahmen der Konferenz: Justus von Liebig-Preis für Welternährung

Außerdem wird beim World Food Day Colloquium ein Wissenschaftler der Universität Hohenheim geehrt, der sich in besonderer Weise gegen eine schwer bemerkbare Form der Mangelernährung eingesetzt hat. Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. med. Hans Konrad Biesalski, Leiter des Fachgebiets Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft und ehemaliger Direktor des Food Security Center an der Universität Hohenheim, forscht seit Jahren intensiv zum sogenannten Hidden Hunger und hat einen internationalen Kongress zu diesem verborgenen Hunger ins Leben gerufen, der Wissenschaftlern, Politikern und anderen Experten eine Plattform zum Austausch bietet.

Für diesen Einsatz verleiht ihm die Ulmer Stiftung fiat panis den mit 25.000 Euro dotierten Justus von Liebig-Preis für Welternährung. Der mittlerweile zum fünften Mal verliehene Preis soll das Engagement für eine gesicherte Ernährung aller Menschen weltweit fördern. Ein unabhängiges Kuratorium entschied sich dabei einstimmig für die Vergabe an Prof. Dr. Biesalski.

Hintergrund: Food Security Center (FSC)

Das Food Security Center (FSC) ist ein Exzellenzzentrum der Universität Hohenheim und kooperiert mit Partnerinstitutionen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Das FSC leistet wissenschaftliche Beiträge, um den Hunger in der Welt zu vermindern und die Ernährungssicherung zu verbessern. Damit trägt es zum Erreichen der UN Sustainable Development Goals (SDGs) bei. Das FSC vereint Kompetenzen aus den Agrar-, Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Die vier Arbeitsschwerpunkte des FSC liegen in der Forschung, der Aus- und Weiterbildung von jungen Wissenschaftlern, dem Wissenstransfer weltweit sowie in der Öffentlichkeitsarbeit und (Politik-)Beratung.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert das FSC, neben vier weiteren deutschen Exzellenzzentren, im DAAD-Rahmenprogramm „exceed – Hochschulexzellenz in der Entwicklungszusammenarbeit“.

 


Auszeichnung für Lebensleistung

Justus v. Liebig-Preis für Welternährung geht an Prof. Dr. Biesalski

 

Forscher der Uni Hohenheim erhält mit 25.000 Euro dotierten Preis der Stiftung fiat panis für Einsatz gegen Hunger und ländliche Armut / Preisverleihung am 19. Oktober 2017

(Stuttgart/pm) - Hidden Hunger, der verborgene Hunger: Eine Form der Mangelernährung, die häufig unbemerkt bleibt – obwohl, so die Daten der WHO, weltweit mehr als zwei Milliarden Menschen unter dem Mikronährstoffmangel leiden. Prof. Dr. Hans Konrad Biesalski, Ernährungswissenschaftler an der Universität Hohenheim in Stuttgart, hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Problem zu bekämpfen. Neben intensiver Forschungsarbeit rief er eine internationale Konferenz zu Hidden Hunger ins Leben, die in diesem Jahr zum dritten Mal stattfand. Für diesen Einsatz ehrt ihn nun die Ulmer Stiftung fiat panis mit dem renommierten Justus von Liebig-Preis für Welternährung. Die Preisverleihung findet am 19. Oktober 2017 um 11:30 Uhr im Rahmen des World Food Day Colloquiums im Euroforum der Universität Hohenheim statt.

Der Einsatz von Prof. Dr. Biesalski gegen die versteckte Mangelernährung war es, der die Stiftung fiat panis zur Auszeichnung bewog. Besonders hob die Stiftung dabei die Bedeutung der Konferenzen hervor: „Mit den Hidden Hunger Kongressen in Stuttgart hat er eine einzigartige internationale Plattform für den interdisziplinären Austausch über soziale, medizinische und naturwissenschaftliche und politische Maßnahmen geschaffen.“

Mit Teilnehmern aus der Zivilgesellschaft, aus Ministerien, Regierungsbehörden und internationalen Organisationen seien die Konferenzen „zu einem wichtigen Ereignis in der globalen Community geworden, in denen sowohl wissenschaftliche als auch praktische Highlights vorgestellt wurden.“ Die Konferenzen führten zudem führende Wissenschaftler mit jungen Nachwuchsforschern, insbesondere aus Afrika und Asien, zusammen.

Fast zeitgleich zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand nach 38 Forschungsjahren ist der Preis damit auch eine Auszeichnung für das Lebenswerk des renommierten Ernährungswissenschaftlers. So formulierte es auch das Kuratorium der Stiftung, das einstimmig für die Preisvergabe an Prof. Dr. Biesalski stimmte: „Sein bisheriges Lebenswerk hat er in den Dienst einer Welt frei von Armut und Hunger gestellt.“

Zur Person: Prof. Dr. Hans Konrad Biesalski

Prof. Dr. Biesalski wurde im Jahre 1949 in Marburg geboren. Er studierte Medizin an den Universitäten Mainz und Bonn. 1979 wurde er als Arzt approbiert. Von 1979 bis 1982 arbeitete Prof. Dr. Biesalski als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Physiologischen Institut der Universität Mainz in der Abteilung Biophysik. 1981 promovierte er mit der These "Progressive Hearing Disorders in Childhood".

Von 1984 bis 1993 arbeitete er am Institut für Physiologische Chemie an der Universität Mainz. 1993 wurde er an die Universität Hohenheim berufen. Seit 1994 leitet er das Fachgebiet Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft der Universität Hohenheim sowie seit 2014 das Food Security Center der Universität, das sich der internationalen Ernährungssicherung widmet.

Weitere Schwerpunkte setzte Prof. Dr. Biesalski in der Grundlagenforschung über den Metabolismus von Vitamin A, hinzu kommt angewandte Forschung zu einer breiten Palette von ernährungsbezogenen Themen in Entwicklungsländern. Prof. Dr. Biesalski ist Autor und Herausgeber vieler Standardwerke der Ernährungswissenschaft und Ernährungsmedizin. Er hat 249 Veröffentlichungen in der Forschungsdatenbank PubMed, die 16 000 Mal zitiert wurden.

Hintergrund: Justus von Liebig-Preis für Welternährung

Bis 2006 wurde der Justus von Liebig-Preis für besondere wissenschaftliche oder praktische Verdienste um die Landwirtschaft in Europa vergeben. Mit der Übernahme durch die Stiftung fiat panis hat die Auszeichnung an Bedeutung gewonnen. Der jetzt international ausgeschriebene Preis fördert damit das Engagement für eine gesicherte Ernährung aller Menschen weltweit.

Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. Über die Vergabe entscheidet ein unabhängiges Kuratorium.

Weitere wissenschaftliche Auszeichnungen der Stiftung gingen in den vergangenen Jahren ebenfalls wiederholt an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hohenheim: Der Josef G. Knoll-Europäischer Wissenschaftspreis und der Hans H. Ruthenberg-Graduierten-Förderpreis.

Hintergrund: Stiftung fiat panis

Im Jahr 2000 gründete Dr. Hermann Eiselen (1926 - 2009) die Stiftung fiat panis als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts, die im Januar 2010 die Aufgaben der Forschungsförderung von der Eiselen-Stiftung übernahm. Herr Dr. Eiselen bestimmte die Stiftung fiat panis zu seiner Alleinerbin und wollte damit die bisherige erfolgreiche Arbeit der Eiselen-Stiftung im Bereich der Forschungsförderung stärken und fortführen.

Die Stiftung mit Sitz in Ulm initiiert und fördert innovative Forschungsprojekte der universitären entwicklungsländerbezogenen Agrar- und Ernährungsforschung, die geeignet sind zur Verbesserung der Ernährungslage in der südlichen Hemisphäre beizutragen und die Auswirkungen von Hunger und Armut zu lindern. Darüber hinaus hat sie die Aufgabe wissenschaftliche Nachwuchskräfte zu unterstützen, die sich mit der Lösung des Hungerproblems beschäftigen.

 


„Weihnachten Weltweit“ – eine ökumenische Aktion für Kinder in der Adventszeit

Wie feiert man Weihnachten im Libanon, in Mexiko oder in Tansania?

 

 

Weihnachten weltweit * Kinder * Advent * Aktion * Ökumene

 

 

 

(Berlin/bfw) - Echte Pflänzchen für die Krippe ziehen, Süßigkeiten aus einer Pappfigur befreien oder als Engel verkleidet in den Gottesdienst gehen – das sind nur drei Beispiele aus aller Welt, die zeigen, wie außerhalb Deutschlands Weihnachten gefeiert wird. Erzählt werden diese Geschichten von Sahra aus dem Libanon, Ricardo aus Mexiko und Saida aus Tansania in den Materialien der ökumenischen Mitmachaktion „Weihnachten Weltweit“. Träger der Aktion sind die kirchlichen Hilfswerke Adveniat, Brot für die Welt, Misereor und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“.

 

 

 

Im Mittelpunkt der Mitmachaktion steht fair gehandelter Weihnachtsschmuck: Ein Stern aus Peru, eine Kugel aus Indien und ein Engel aus Thailand. Alle drei Produkte sind unter fairen Bedingungen in Handarbeit von Handelspartnern der GEPA-The Fair Trade Company hergestellt worden. Alle drei Figuren sind weiß und unbearbeitet und können von Kindern bemalt, beklebt oder umwickelt werden. So wird jeder Schmuck zu einem ganz individuellen Kunstwerk und einem einzigartigen Weihnachtsgeschenk. Mit dem Kauf des Weihnachtsschmucks sorgen Käufer in Deutschland dafür, dass die herstellenden Familien in Indien, Thailand und Peru ein faires und geregeltes Einkommen erhalten. Kugeln, Sterne und Engel kosten als Zehner-Set jeweils 20 Euro und sind versandkostenfrei und auf Rechnung bestellbar. Tipps zum fairen Weihnachtsfest und weitere Informationen zur Aktion „Weihnachten weltweit“ gibt es unter: www.weihnachten-weltweit.de

 

 

 

Auf der Website finden sich neben Geschichten für Kinder über das Weihnachtsfest in anderen Ländern auch pädagogisches Material und Anregungen für die Gruppenarbeit in Kindertagesstätten und im Kindergottesdienst. So zum Beispiel Mal- und Basteltipps, Vorlesegeschichten rund ums „faire“ Weihnachtsfest, Lieder, Texte und Noten.

 

 

 

Offiziell gestartet wird die Aktion „Weihnachten Weltweit“ am 28. November 2017 in Essen. Rund 40 Mädchen und Jungen aus katholischen und evangelischen Kindergärten stellen dabei die Aktion vor, präsentieren später ihre bunt gestalteten Kugeln und schmücken damit zum Abschluss einen Weihnachtsbaum auf dem Essener Weihnachtsmarkt.

 


Brot für die Welt und FIAN legen Bericht zum Recht auf Nahrung vor

Den Hunger besiegen

 

Hunger * Welternährungskonferenz * Recht auf Nahrung

 

(Berlin/Köln/bfw) - Vor zehn Jahren explodierten weltweit die Preise für Grundnahrungsmittel. Die Zahl der Hungernden stieg auf über eine Milliarde Menschen, in Dutzenden Ländern kam es zu Unruhen. Die jüngsten Zahlen der Vereinten Nationen belegen, dass aktuell rund elf Prozent der Weltbevölkerung chronisch Hunger leiden. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN legen das 10. Jahrbuch zum Recht auf Nahrung vor, in dem die Hintergründe der Krise beleuchtet und Alternativen vorgestellt werden.

 

Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, sagt: „Die Hungerkrise von 2007 hat gezeigt, dass jeder Anstieg der Preise für Grundnahrungsmittel sich unmittelbar auf die Ärmsten auswirkt und die Zahl der Hungernden in die Höhe treibt. Damit sich eine solche Krise nicht wiederholt, sind stabile, aber auch faire Preise wichtig – für Konsumenten wie für Produzenten. Wenn die größte Gruppe der Nahrungsmittelproduzenten, die Kleinbauern, neben dem Zugang zu verbesserten Anbaumethoden und zu Krediten angemessene Preise für ihre Erzeugnisse bekäme, wäre das ein großer Beitrag zur Vermeidung künftiger Hungerkrisen.“

 

Philipp Mimkes, Geschäftsführer von FIAN Deutschland, ergänzt: „Die Bundesregierung vertraut bei der Hungerbekämpfung zu sehr auf offene, liberalisierte Märkte. Wenn dann aber Schutzmechanismen fehlen, können besonders von Hunger betroffene Bevölkerungsgruppen nicht mehr mit den Produkten aus industriellen globalisierten Agrarsystemen konkurrieren. Dann nimmt der Hunger zu und nicht ab. Schlimmer noch: Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die bis zu 70 Prozent der Grundnahrungsmittel weltweit produzieren, werden durch Großinvestitionen häufig verdrängt. Auch verschärfen sich durch den übermäßigen Einsatz von Dünger und Agrarchemikalien die ökologischen Probleme.“ Mimkes fordert eine menschenrechtliche Ausrichtung der Agrar- und Handelspolitik sowie eine engagierte Klimaschutzpolitik.

 

Die Hungerkrise 2007/2008 und die folgenden sozialen Unruhen hatten eine Vielzahl von Ursachen. Die erzwungene Öffnung der Agrarmärkte in Entwicklungsländern, die Spekulation mit Nahrungsmitteln, der zu starke Fokus auf industrielle Ernährungssysteme, der großflächige Anbau von Biokraftstoffen sowie die Auswirkungen des Klimawandels sind die wichtigsten. Mangelndes Interesse vieler Regierungen, sich um Arme und Hungernde zu kümmern und die Diskriminierung dieser Bevölkerungsgruppen verschlimmerten die Lage. Keines dieser Probleme wurde in den vergangenen zehn Jahren gelöst.

 

Im 10. Jahrbuch zum Recht auf Nahrung werden die anhaltenden Fehlentwicklungen des industriellen Ernährungssystems analysiert und Wege aus der Krise aufgezeigt. Schwerpunkte sind die Konzentrationsprozesse im Agrarsektor, die Bedrohung der Ernährung durch den Klimawandel sowie der wachsende Einfluss großer Unternehmen auf die internationale Agrar- und Ernährungspolitik.

 

Laut den jüngsten Angaben der Vereinten Nationen ist die Zahl der Hungernden im Jahr 2016 erstmals seit Jahren gestiegen, auf nun 815 Millionen. Jeder neunte Mensch leidet chronisch Hunger. Zugleich belegen die Daten der Welternährungsorganisation FAO, dass noch nie so viele Nahrungsmittel produziert wurden wie heute. Die Verwirklichung des Rechts auf Nahrung ist daher weniger eine Frage der Mengen, sondern des Zugangs zu Nahrungsmitteln.

 

Das Recht auf Nahrung ist als Menschenrecht verankert in Artikel 11 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, dem UN-Sozialpakt. Es ist eines der am häufigsten verletzten Menschenrechte. In den Nachhaltigen Entwicklungszielen haben die Vereinten Nationen vereinbart, bis 2030 das Recht auf Nahrung für alle Menschen zu verwirklichen.

 

 

Das aktuelle Jahrbuch The World Food Crisis: The Way Out’ erscheint in Englisch, Französisch, Portugiesisch und Spanisch. Mehr dazu unter www.righttofoodandnutrition.org/watch

 

Die Welternährungskonferenz findet vom 9.-13. Oktober 2017 in Rom statt.

 


Ein Jahr nach Hurrikan Matthew

Katastrophenvorsorge rettet Leben

 

Matthew * Hurrikan * Haiti * Karibik * Katastrophenvorsorge * Nothilfe

(Berlin/dw) - Ein Jahr nachdem Hurrikan Matthew Haiti schwer getroffen hat, leidet das Land noch immer unter den Folgen. Auch in diesem Jahr sind Wirbelstürme wie zuletzt Hurrikan Irma und aktuell Hurrikan Maria durch die Karibik gezogen und haben schwere Schäden verursacht. Haiti ist eines der Länder mit dem höchsten Risiko für Naturkatastrophen weltweit. Daneben gilt das Land als das Ärmste Lateinamerikas, zwei von fünf Haitianern leiden unter Hunger. „Die dramatische Armut macht die Menschen in Haiti besonders anfällig für Naturkatastrophen, die auch der Klimawandel ihnen beschert“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Es fehlen ihnen die Mittel, sich von den immer häufigeren und schwereren Katastrophen zu erholen. Haiti braucht neben Nothilfe dringend Katastrophenvorsorge und eine starke Lobby für Klimaschutz.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit vielen Jahren in der Katastrophenvorsorge in Haiti aktiv und hat mit ihren Partnern beispielsweise kommunale Frühwarnsysteme eingerichtet, Notunterkünfte gebaut und Warenlager eingerichtet. „Prävention ist in dem anfälligen Inselstaat besonders wichtig“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Unsere Investitionen in Frühwarnsysteme und den Katastrophenschutz haben sich schon in der diesjährigen Hurrikan-Saison bewährt und werden in Zukunft hoffentlich noch vielen Menschen das Leben retten“, so Keßler. „Bereits nach dem Erdbeben 2010 haben wir mit unseren Partnern Schulen und Häuser erdbeben- und sturmsicher wieder aufgebaut. Diese stabilen Häuser hielten Hurrikan Matthew stand und boten vielen Familien und ihren Nachbarn Schutz.“

Hurrikan Matthew hatte am 4. Oktober 2016 in Haiti mehr als 500 Menschen das Leben gekostet. Hunderttausende Menschen müssen bis heute in zerstörten Häusern leben, in einigen betroffenen Regionen sind nahezu 100 Prozent der Ernten durch den Sturm zerstört worden. Insgesamt verloren mehr als zwei Millionen Menschen durch den Hurrikan ihre Lebensgrundlage. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist in verschiedenen Regionen Haitis aktiv und baut beispielsweise neue Notfallzentren, die die Hilfe bei Naturkatastrophen koordinieren sollen. Außerdem werden Schulungen durchgeführt und Frühwarnsysteme eingerichtet, damit die Menschen besser auf den Ernstfall vorbereitet sind. Im Süden des Landes baut die Diakonie Katastrophenhilfe gemeinsam mit ihren Partnern Häuser wieder auf. Zudem werden Familien beim Wiederaufbau ihrer landwirtschaftlichen Lebensgrundlage unterstützt.

 


FIDES NEWSLETTER - 19.10.2017

 

AFRIKA/KENIA - Bischöfe: “Krise ist Gelegenheit für den konstruktiven Dialog über die Probleme des Landes”

 

 Nairobi (Fides) - “Die politische ist Gelegenheit für einen konstruktiven Dialog über die ungelösten Probleme unseres Landes”, so die Bischöfe Kenias in einer gemeinsamen Botschaft zur schwersten politischen und institutionellen Krise im Land seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl vom 27. Dezember 2007.
Die Erinnerung an den umstrittenen Sieg des damaligen Präsidenten Mwai Kibaki beeinflusst in ausschlaggebendem Maß die aktuelle Krise nach der Annullierung der Wahl vom vergangenen 8. August .
Im Vorfeld der Neuwahl am kommenden 26. Oktober ist die Lage in Kenia erneut angespannt: “Die ununterbrochenen Unruhen im Zusammenhang mit der Wahl haben zu einer Zuspitzung der wirtschaftlichen und sozialen Probleme der Menschen geführt”, beklagen die Bischöfe, “Unser Land ist unter politischen und ethnischen Gesichtspunkten zunehmend gespalten“, so die Bischöfe, die Studenten, wissen nie, ob ihre Prüfungen stattfinden und haben Angst, dass sie unterwegs auf Demonstranten stoßen. Bürger sind verängstigt, dass sie entlang der Demonstrationen von Tränengas getroffen werden und fürchten sich vor Gewalt und Plünderungen. Millionen Kenianer leiden unter der Dürre in unserem Land. Unsere Krankenpfleger und Mitarbeiter des Gesundheitswesens streiken und Patienten leiden unter den Folgen dieser Streiks, die Wirtschaftlage verschlechtert sich und gerät außer Kontrolle. Wir fordern die Beendigung der Gleichgültigkeit gegenüber den Problemen der Menschen”.
An Präsident Kenyatta und den Oppositionsführer Raila Odinga und ihre Verbündeten appellieren die Bischöfe mit der Bitte um Gesprächsbereitschaft. Odinga hat seine Kandidatur noch nicht wie angekündigt zurückgezogen. Unterdessen trat die leitende Mitarbeiterin der Wahlkommission (IEBC), Roselyn Akombe, am heutigen 18. Oktober von ihrem Amt zurück und betonte in diesem Zusammenhang, dass die Kommission nicht in der Lage sei glaubwürdige Wahlen für den kommenden 26. Oktober zu garantieren.
Abschließend bitten die Bischöfe alle um das Gebet für den Frieden, das sie als “Waffen des guten Willens und der Nächstenliebe“ bezeichnen.

 

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ASIEN/LIBANON - Lehrer katholischer Schulen drohen mit Streik

 

 Beirut (Fides) – Die Lehrer katholischer Schulen kündigten einen Streik an, sollten sie bis heute Abend, nicht in die Listen für die Gehaltserhöhung aufgenommen werden, wie sie sich aus der von die Regierung am 21. August verabschiedeten “Gehaltstabellen” ergeben. Dies bekräftigt Rodolphe Abboud von der Gewerkschaft der Lehrer an Privatschulen gegenüber der einheimischen Presse. Lehrer katholischer Schulen seien seit zwei Monaten im Ungewissen über die Auslegung der neuen Bestimmungen und deren Anwendung auf den Privatsektor.
Am vergangenen Montag hatte Pfarrer Boutros Azar der Generalsekretär der katholischen Schulen und Koordinator des Verbandes der Privatschulen die Schulen dazu angewiesen, die Gehälter für den Monat Oktober ohne Gehaltserhöhung auszuzahlen.
Die Gehaltserhöhungen, die sich aus den neuen Tabellen ergeben, die für Lehrer staatlicher Schulen bereits in Kraft sind, bedroht die Finanzierbarkeit des gesamten libanesischen Schulwesens, das zu zwei Dritteln auf nichtstaatlichen Schulen basiert, die sich größtenteils in der Trägerschaft der christlichen Glaubensgemeinschaften des Landes befinden. Aus diesem Grund hatte die maronitischen Bischöfe bereits im September die Regierung um eine Revision der Gehaltstabellen oder die Übernahme der Mehrkosten für Lehrer an Privatschulen gebeten (vgl. Fides 7/9/2017).
Der maronitische Patriarch, Boutros Bechara Rai, hatte erklärt, dass die katholischen Schulen eine Gehaltserhöhung für Lehrer nicht ablehnen, jedoch verhindern wollen, dass dies zu einem drastischen Anstieg der Schulgebühren führen wird, die von den Familien bezahlt werden. Deshalb fordern die Bischöfe, dass der Staat die Kosten für die Gehälter der Lehrer übernimmt". Unterdessen hat ein ad-hoc vom Bildungsminister Marvan Hamadé einberufene Kommission, sich noch nicht zum Problem.
Wie die libanesische Presse berichtet, wird ein Großteil der katholischen Schulen sich an die Anweisungen des Generalsekretariats halten, während nur einige wenige Schulen beabsichtigen die Kosten für die von der staatlichen Tabelle vorgesehenen Gehaltserhöhungen zu übernehmen.

 

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ASIEN/PAKISTAN - Neue Studie soll Diskriminierung von Minderheiten am Arbeitsplatz dokumentieren

 

 Karachi (Fides) – “Ich habe meinen Arbeitsplatz in einem internationalen Unternehmen in Karachi an dem Tag gekündigt als mein Vorgesetzter mir sagte, dass ich nicht dieselben Werkzeuge benutzen sollte wie meine muslimischen Kollegen. Ich sollte sie von zuhause mitbringen und an einem separaten Ort aufbewahren. Ich fragte mich, was da gerade passierte: War ich keine Mensch? Innerhalb weniger Minuten traf ich meine Entscheidung und kündigte”: so ein hinduistischer Menschenrechtsaktivist.
Diskriminierung am Arbeitsplatz stand im Mittelpunkt eines von der Human Rights Commission of Pakistan (HRCP) in Zusammenarbeit mit der Child and Labor rights welfare organization (CLWO) organisierten Studienseminars.
Wie der Vorsitzende der CLEO, Moezam Ali mitteilt, war das Ziel der Veranstaltung “eine Untersuchung zur Verbreitung des Phänomens in Karachi und Hyderabad (Provinz Sindh)”. Die untersuchten Fälle, sollen in einem Bericht veröffentlicht werden. Die Untersuchung soll mit Unterstützung von 400 nichtmuslimischen Arbeitskräften in Sindh durchgeführt werden.
Kashif Anthony Javed von der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der pakistanischen Bischofskonferenz betont in diesem Zusammenhang: “Jede Religion lehrt Liebe, Frieden und Annahme. Diskriminierung von Minderheiten ist Frucht der Mentalität von Menschen die Hass und Gewalt verbreiten. Wir müssen jedoch auch betonen, dass die meisten pakistanischen Bürger für die Rechte der religiösen Minderheiten eintreten”.
Religiöse Minderheiten sehen sich in Pakistan oft mit Diskriminierung im Alltag konfrontiert: in den vergangenen Wochen hatte die Regierung der Provinz sind in einer öffentlichen Ausschreibung für Stellen bei der Polizei für die Besetzung der Arbeitsplätze von Reinigungskräften ausdrücklich “nur muslimische Bewerber gesucht.
Der muslimischen Menschrechtsaktivist Abdul Mateen, erklärt: “Es ist traurig, dass ich mit ansehen muss, wie meine Kollegen sich gegenüber einem hinduistischen Angestellten diskriminierend verhalten. Als wir gemeinsam zum Mittagessen gingen, setzte sich der hinduistische Kollege an einen anderen Tisch. Es war nicht leicht, die Kollegen davon zu überzeugen, dass dies unmenschlich war. Die Herausforderung besteht darin, eine diskriminierende Mentalität am Arbeitsplatz zu überwinden. Das wir dauern, aber wir geben die Hoffnung nicht auf”.

 

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AMERIKA/USA - Bischöfe fordern Verlängerung des Schutzprogramms für Migranten aus El Salvador und Honduras

 

 Washington (Fides) – Die Verlängerung des Schutzprogramms (Temporary Protected Status, TPS) für Migranten aus El Salvador und Honduras fordert die US-amerikanische Bischofskonferenz angesichts der angekündigten Revision durch den Kongress und die Möglichkeit der Beendigung des Programms. Die Forderung basiert auf einem Bericht des Büros für Migration und Flüchtlinge der Bischofskonferenz mit dem Titel: “Grundlegender Schlüssel für die Entwicklung und den Schutz Mittelamerikas”.
Gegenwärtig gilt für Zuwanderer aus El Salvador und Honduras der Status des temporären Schutzes der von rund 200.000 Einwanderern aus El Salvador und weiteren 57.000 aus Honduras beansprucht wird.
Bischof Joe S. Vásquez von Austin, Texas, Vorsitzender der Kommission für Migration der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB) betonte anlässlich der Präsentation des Berichts: "Wir in unserem Bericht dokumentieren besteht Anlass zur Annahme, dass die Migranten, die derzeit TPS beanspruchen und aus Honduras und El Salvador kommen, in diesem Moment in ihre Heimat nicht in Sicherheit leben können“.
Eine Delegation der bischöflichen Kommission besuchte unter Leitung des Weihbischofs von Los Angeles, David O'Connell, Mitte August Honduras und El Salvador, um sich vor Ort ein Bild davon zu machen, ob die beiden Länder in der Lage sind eine angemessene Integration für Migranten, die das Schutzprogramm derzeit in Anspruch nehmen, nach deren Rückkehr in die Heimat zu garantieren.
"Beim Lesen des Berichts sollte man die eigenen Gedanken und Gebet den Menschen aus El Salvador und Honduras widmen“, so Bischof Vásquez in der Einführung, “Ich fordere alle dazu auf, die US-Regierung um eine Verlängerung des TPS für El Salvador und Honduras zu bitten ... und sich dabei an die gewählten Vertreter im Kongress zu wenden und sie um eine Lösung für die Migranten zu bitten, die seit vielen Jahren das Schutzprogramm in Anspruch nehmen".
Der Bericht weist auf das Risiko der gewaltsamen Verfolgung hin, dem viele Familien ausgesetzt wären, wenn man sie zwingt in ihr Land zurückzukehren. Die Gewalt bewaffneter Banden und die Vorherrschaft krimineller Organisationen in einigen Teilen der beiden mittelamerikanischen Länder, führten dazu, dass viele Jugendliche und ganze Familien Zuflucht in den Vereinigten Staaten suchten.
Abschließend fordert der Bericht eine Verlängerung des Schutzprogramms um 18 Monate und bittet die Regierungen in El Salvador und Honduras um politische Maßnahmen zum Schutz für Rückkehrer und die Vereinigten Staaten um die Unterstützung von Entwicklungsprogrammen für Mittelamerika, zur Beseitigung der Migrationsursachen.
Weitere Informationen zur Situation der Migranten sind auf den Internetportalen der Bischofskonferenz (www.usccb.org) und der bischöflichen Kommission (www.justiceforimmigrants.org) zugänglich.

 

 

 


Regierung muss vorausschauende Friedenspolitik fördern und Erklärung für „Sichere Schulen“ unterschreiben!

World Vision: Kriege gegen Kinder müssen dringend enden!

(Friedrichsdorf/wv) - Im Vorfeld des Internationalen Weltfriedenstags am 21. September betont die Kinderhilfsorganisation World Vision, dass Kriege und bewaffnete Konflikte immer auch Kriege gegen Kinder sind. „Diese unsägliche Gewalt gegen Kinder muss dringend beendet werden“, betont Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. „Unter bewaffneten Auseinandersetzungen leiden die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft ganz besonders. Leider gibt es in vielen Konflikten auf allen Seiten keine Hemmungen mehr, Kinder zu missbrauchen, sie als Soldaten einzusetzen oder z.B. als Schutzschilde zu benutzen.“

 

Gewalt gegen Kinder nimmt insbesondere in Krisen und Konflikten Formen an, die mit Worten nicht mehr zu beschreiben sind. World Vision fordert daher die neue Bundesregierung auf, mehr zu tun, um gewaltsame Auseinandersetzungen zu verhindern und stärker in vorausschauende Friedenspolitik zu investieren. Dringend muss die deutsche Regierung auch die internationale „Safe Schools Declaration“ unterschreiben.

 

„Schulen, Krankenhäuser und Schutzräume für Kinder müssen in Kriegen besonders gesichert werden und dürfen nicht bombardiert oder als Waffenlager missbraucht werden“, so Waffenschmidt. „Wir fordern nachdrücklich, dass Kinderrechte auch während Kriegen und Konflikten respektiert und Kinder immer geschützt werden. Minderjährige dürfen nicht in Armeen und bewaffneten Gruppen eingesetzt werden.“

  

Die vergangenen Monate waren geprägt von einem beispiellosen Maß an humanitärer Not, steigender Ungerechtigkeit und zunehmender Bedrohung für die globale Sicherheit. Die internationale Gemeinschaft hat sich vor zwei Jahren in der 2030 Agenda verpflichtet, sich für eine friedliche, gerechte und integrative Gesellschaft einzusetzen, die frei von Angst und Gewalt ist. Doch in vielen Regionen der Erde ist der Friede in Gefahr. Kriege und gewaltsame Konflikte gefährden nicht nur das Leben und die Gesundheit von Kindern, sondern auch ihre Zukunft, da sie nicht mehr zur Schule gehen können. „Ohne Frieden ist nachhaltige Entwicklung nicht möglich, genauso wie nachhaltige Entwicklung Grundvoraussetzung für Frieden ist“, erläutert Ekkehard Forberg, World Vision Friedensexperte. „Daher sollte langfristige Entwicklungszusammenarbeit auch Projekte für Friedensförderung beinhalten. Entsprechende Aktivitäten von Hilfsorganisationen müssen stärker gefördert werden. Kinder und Jugendliche sollten hierbei integriert werden. Entsprechend der Steigerung des Verteidigungsetats müssen mehr finanzielle Mittel für Krisenprävention und Friedensförderung bereitgestellt werden.“

  

World Vision ist in vielen Konfliktgebieten tätig, wie z.B. in Somalia, im Südsudan oder Kongo. In diesen Ländern beobachten die Mitarbeiter, dass viele Kinder als Soldaten zwangsrekrutiert werden. In der Kasai Region im Kongo sind beispielsweise 40 – 60% der Soldaten Kinder, viele von ihnen unter 15 Jahren. Laut UN wurden etwa 500 Fälle gezählt, in denen Kinder als menschliche Schutzschilde missbraucht wurden. Etwa 3,8 Millionen Menschen sind allein im Kongo auf der Flucht und benötigen dringend humanitäre Hilfe.

  

Im Rahmen einer internationalen Kampagne unter dem Titel „Jeder Einzelne zählt, um Gewalt gegen Kinder zu beenden“, kümmert sich World Vision besonders um Kinder im Krieg und auf der Flucht, sorgt für Betreuung in Kinderschutzzentren, in denen sie medizinisch und mit Nahrungsmitteln versorgt werden und zur Schule gehen können. Hierbei werden sie von besonders geschulten Mitarbeitern betreut.

 

World Vision organisiert in vielen seiner Projekte sogenannt „Peaceclubs“ mit Kindern und Jugendlichen, in denen über Menschen- und Kinderrechte diskutiert wird und in denen friedliche Konfliktbewältigung geübt wird.

 

 

INFOS IM INTERNET

 

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HINTERGRUND

 

World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2016 wurden 327 Projekte in 52 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit World Vision Büros in weiteren 97 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse „Aktion Deutschland Hilft“ und Gemeinsam für Afrika. http://www.worldvision.de

 


China: Überarbeitete Vorschriften über Religionsangelegenheiten Ausdruck totalitären Herrschaftsanspruchs /

Religion im Dienst „sozialistischer Grundwerte“

 

(Berlin/pm) - Chinas neue Vorschriften über Religionsangelegenheiten, deren Überarbeitung im Februar 2018 in Kraft treten soll, ist nach Einschätzung der International Campaign for Tibet (ICT) Ausdruck eines totalitären Herrschaftsanspruchs der Kommunistischen Partei Chinas, mit gravierenden Folgen für tibetische Buddhisten und andere religiöse Gruppen. Die vor Kurzem bekannt gewordene abschließende Bearbeitung der Vorschriften ist ein weiterer Baustein der umfassenden staatlichen Sicherheitsarchitektur, zu der unter anderem das Sicherheitsgesetz, das „Anti-Terror-Gesetz“ von 2016 und das 2017 in Kraft getretene Gesetz über die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen zählen. Neu in der jetzt bekannt gewordenen Fassung ist die gesetzlich festgelegte Aufforderung an alle religiösen Gruppen, „sozialistische Grundwerte“ zu praktizieren und sich der „sozialistischen Gesellschaft“ anzupassen.

 

ICT-Geschäftsführer Kai Müller: „Auch mit den überarbeiteten Vorschriften gilt in China: Praktisch jede religiöse Betätigung steht unter Aufsicht und Kontrolle des chinesischen Staates, der rigoros in das Leben von Gläubigen und Religionsgruppen eingreift. Statt die bestehenden Vorschriften menschenrechtskonform zu überarbeiten, hat die chinesische Regierung ihre Befugnisse noch erweitert. Wer Religionsfreiheit weltweit verteidigen will, muss dieser Politik mit Nachdruck widersprechen. Religion kann nicht im Dienst einer staatlichen und überdies autoritären Ideologie stehen.“

 

Das Konzept der „sozialistischen Grundwerte“ wurde auf dem 18. Parteitag der KPCh unter der Ägide Xi Jinpings eingeführt, um Beobachtern zufolge nach innen und außen für einen „Sozialismus mit chinesischen Merkmalen“ zu werben, ohne etwa internationale Menschenrechtsstandards anzuerkennen. So wurde unlängst die bereits umfassende Medienzensur mit dem Verweis auf „sozialistische Grundwerte“ weiter verschärft.

 

Inhaltlich stellen die überarbeiteten Vorschriften (Original, engl. Übersetzung) eine Fortschreibung und Verschärfung der bisherigen Praxis dar. Dies gilt besonders für Tibet, wo bereits jetzt internationale Menschenrechtsstandards massiv verletzt werden und der Staat eine feindselige Haltung gegenüber unabhängiger Meinungsäußerung und freier Religionsausübung an den Tag legt. Deutlich wurde dies bereits an der Wortwahl des Entwurfs. So rückt dieser durch die ständige Verwendung von Begriffen wie „Staatssicherheit“, „religiöser Extremismus“ und „Terrorismus“ alle religiöse Aktivität in die Nähe politisch aufgeladener Verbrechen. Wie schon beim Anti-Terror-Gesetz von 2016 und dem Sicherheitsgesetz von 2015 werden diese Begriffe entweder überhaupt nicht oder nur sehr vage definiert, wodurch die Behörden einen enormen Definitionsspielraum erhalten. Dadurch kann so gut wie jede religiöse Handlung zum strafwürdigen Verbrechen erklärt werden. Gleiches gilt für jeden Ausdruck der tibetischen Identität, gewaltfreien Protest oder öffentliche Kritik an der Religionspolitik. Die Vorschriften verlangen überdies die „Unabhängigkeit“ religiöser Gruppen von „ausländischer Dominanz“, ein Passus der deutlich auf die feindselige Haltung gegenüber dem Dalai Lama gemünzt ist, aber beispielsweise auch auf vatikantreue Katholiken angewandt werden könnte. Unter Erlaubnisvorbehalt der Behörden stehen unter anderem nach wie vor religiöse Aktivitäten, die Einsetzung religiöser Würdenträger und die religiöse Betätigung von Gruppen. Vom Staat unabhängiges und unbeeinflusstes religiöses Leben ist damit unmöglich.

 

In der Zeitung „Global Times“, dem auf Englisch erscheinenden Propagandasprachrohr der chinesischen KP, betonte Wang Zuoan, Direktor der staatlichen Religionsbehörde „SARA“, indes die Notwendigkeit einer straffen Ausrichtung der Religionspolitik: „Die Religionen sollten sinisiert sein“, so der Funktionär. Wang unterstellte in dem im Juli erschienenen Bericht „ausländischen Kräften“ Religion zu nutzen, um China zu infiltrieren. „Extremismus und illegale religiöse Aktivitäten“ bedrohten die „nationale Sicherheit und die soziale Stabilität“, so Wang weiter. Su Wei, Professor einer Parteischule der KP ergänzte im selben Artikel, dass insbesondere Christentum und Islam – beides Religionen, die in China nicht heimisch seien – von diesen nicht näher definierten ausländischen Kräften genutzt würden, um ihre politischen Ansichten in China zu verbreiten. Daher, so hieß es weiter, müssten manche religiösen Doktrinen „angepasst“ werden, um in Übereinstimmung mit chinesischen Sitten und Gebräuchen zu gelangen. Offenbar wird darin der Versuch der chinesischen KP, auch in der Religionspolitik ihre „sozialistischen Grundwerte“ mit einer von der Partei definierten chinesischen Kulturtradition zu verschmelzen.

 

Eine ausführliche Analyse des im September 2016 vorgestellten Entwurfs der Vorschriften kann dem Bericht „Suffocating religious freedom in Tibet: China’s draft regulations on religious affairs“ der International Campaign for Tibet vom 25. Oktober 2016 entnommen werden. Eine Analyse der 2017 vorgenommenen Änderungen ist im aktuellen Bericht "China's revised religious regulations threaten survival of Tibetan Buddhism" der International Campaign for Tibet vom 18. September 2017 enthalten.

 


Erzbischof Dieudonné Nzapalainga über die Situation in der Zentralafrikanischen Republik

„Wir haben alles verloren, außer unseren Glauben“

Foto: © Lena Kretschmann
Foto: © Lena Kretschmann

 

(Aachen/kmw) - „Die staatlichen Strukturen in der Zentralafrikanischen Republik funktionieren nicht mehr, das müssen wir einfach zur Kenntnis nehmen“, sagte Erzbischof Dieudonné Nzapalainga (Bangui) beim Besuch des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio und des Kindermissionswerkes ,Die Sternsinger‘ in Aachen. Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident der beiden Werke, sicherte der Kirche weitere Unterstützung für die Friedensarbeit in der Zentralafrikanischen Republik zu. Seit dem Ausbruch der bürgerkriegsartigen Kämpfe in dem Land 2014 hat sich die Lebenssituation der Menschen dramatisch verschlechtert. „Wir haben alles verloren, außer unserem Glauben“, so Erzbischof Dieudonné. „Wenn die Menschen in der Kirche zusammenkommen, dann sind sie für kurze Zeit wieder glücklich“, berichtete der Aachener Friedenspreisträger von 2015. Die Rolle der Kirche sei, zwischen den rivalisierenden Gruppen zu vermitteln, den interreligiösen Dialog voranzutreiben und „im In- und Ausland Hilfe zu organisieren“. Ausdrücklich bedankte er sich für die bisherige Unterstützung bei missio Aachen und dem Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘.

 


Freiburger Erzbischof Stephan Burger besucht Caritas Baby Hospital in Bethlehem

Kindern in Not helfen

Foto: Kinderhilfe Bethlehem  im Deutschen Caritasverband e.V.
Foto: Kinderhilfe Bethlehem im Deutschen Caritasverband e.V.

 

(Freibur/pm) -- Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger besuchte mit den Pilgern der Diözesanwallfahrt das Caritas Baby Hospital in Bethlehem. Anschließend nutzte er die Gelegenheit, um mit der Leitung des Kinderkrankenhauses über die aktuelle Situation zu sprechen. "Dieses Krankenhaus wird dringend gebraucht, um Kindern in existentieller Not zu helfen", sagte Burger. Als Protektor der Trägerorganisation ist der Erzbischof eng mit der Einrichtung verbunden.

"Was ich gesehen und gehört habe, bestärkt mich einmal mehr, diese Arbeit zu fördern und zu unterstützen", sagte Erzbischof Burger nach seinem Besuch. Das Caritas Baby Hospital ist seit 65 Jahren eine Stütze für die Familien in Bethlehem. Es ist für alle Kinder offen, ohne nach Religion, Nationalität oder sozialer Herkunft zu fragen. Bei der Behandlung werden die Mütter aktiv miteingebunden. "Es ist mehr als ein Krankenhaus, es ist ein wichtiger Ort der Hoffnung für die Menschen", so Burger weiter.

Chefärztin Dr. Hiyam Marzouqa führte den Erzbischof und die Pilger durch die Stationen. Die Schicksale der kranken Kinder bewegten die Besucher sichtlich. Beim Blick vom Dach des Krankenhauses wurde die alltägliche Begrenztheit im besetzten palästinenschen Gebiet förmlich greifbar. Mauern und Siedlungen liegen in Sichtweite.

Erzbischof Burger war dieser Besuch ein großes Anliegen: "Mein Besuch im Rahmen unserer Heilig-Land-Pilgerreise sollte auch ein Zeichen der Solidarität sein - sowohl mit denjenigen, die sich im Hospital engagieren und dort Verantwortung tragen, als auch mit den Menschen vor Ort, vor allem den Kindern, die unter der politischen und wirtschaftlichen Lage leiden." Zum Abschied schenkte ihm Krankenhausdirektor Issa Bandak ein von Patienten für ihn gemaltes Bild.

 


Versagen der Politik

Großer Rückschritt - Zahl der Hungernden auf 815 Millionen gestiegen

 

Hunger * FAO * Welternährung * Horn von Afrika

(Berlin/bfw) -Die Welternährungsorganisation FAO hat heute in Rom die neuen Statistiken über Hunger und Mangelernährung veröffentlicht. Danach ist die Zahl der weltweit Hungernden von 777 Millionen (2015) auf 815 Millionen Menschen (2016) gestiegen. Dr. Bernhard Walter, Referent für Ernährungssicherheit bei Brot für die Welt, kommentiert:

„Brot für die Welt ist erschüttert angesichts der Zunahme der Zahl der Hungernden. Jeder neunte Mensch hungert. Dass jetzt 38 Millionen Menschen mehr hungern als 2015, hat vor allem menschengemachte Ursachen. Allein am Horn von Afrika und in Nigeria sind momentan 20 Millionen Menschen mehr akut vom Hungertod bedroht. Dort schaffen Konflikte, Kriege, Vertreibung und Klimaveränderungen zusätzlich Hunger.

Es ist ein Skandal, dass in Ländern wie Bangladesch oder Indien immer noch so viele Menschen hungern. Obwohl die Rezepte für die Hungerbekämpfung bekannt sind, wird viel zu wenig und dann noch das falsche getan. Besseres Saatgut, weniger Landraub, mehr Umweltschutz, effiziente Infrastruktur und Märkte sind einige der Stellschrauben,  um den Hunger wirksam  zu bekämpfen.  Solange eine falsche Agrar- und Wirtschaftspolitik vorherrscht und die Politik sich nicht um die Armen kümmert, wird das Ziel der internationalen Staatengemeinschaft nicht erreicht werden, bis zum Jahre 2030 den Hunger zu beenden.

In den akuten Hungergebieten brauchen wir humanitäre Soforthilfe und endlich eine Politik, die nicht mehr teilnahmslos zuschaut, wie jedes Jahr Millionen von Menschen einen schleichenden Hungertod sterben – entschlossenes Handeln ist  nun erforderlich.

Diese Zahlen rufen auch nach besserer Früherkennung und Prävention. In den regelmäßig von Dürren betroffenen Regionen brauchen wir Frühwarnsysteme, Lager für Hilfsgüter und die rechtzeitige und vorausschauende Bereitstellung von Mitteln, wie z.B. Krisenrücklagen, um schnell und lokal handeln zu können. In Konfliktgebieten muss eine konsequente Diplomatie dafür sorgen, dass Zugang zur Hilfe möglich wird.“

 


ora Kinderhilfe empfängt Vertreter ihres Projektpartners SOJPAE aus Burundi in Berlin.

Menschenrechtler aus Burundi zu Besuch in Berlin

 


Vom 17. September bis zum 22. September werden Jacques NSHIMIRIMANA, Christophe NDUWINGOMA und Francine INARUKUNDO bei ora Kinderhilfe international e. V. zu Gast sein.

 

(Berlin/ora) - Er ist erst 33 Jahre alt, kämpft aber schon sein halbes Leben für die Rechte von Kindern. Bereits in der Schule, mit 15 Jahren, hat Jacques Nshimirimana aus Burundi begonnen, sich für die Freiheit und Sicherheit von Mädchen und Jungen einzusetzen. Nach dem Völkermord 1994 konnte und wollte er nicht länger zusehen, wie Kinder in seinem afrikanischen Heimatland ausgebeutet, versklavt und verkauft werden.  

Nach dem Schulabschluss ist der Burundier Anwalt geworden und hat 2005 die Organisation „SOJPAE“ gegründet. Sie zählt heute zu den führenden Menschenrechtsorganisationen in dem ostafrikanischen Land. Zusammen mit seinem Team ist es Jacques Nshimirimana in den vergangenen elf Jahren gelungen, mehr als 18.ooo Kindern zu helfen. SOJPAE sorgt dafür, dass Jungen und Mädchen gleichberechtigten Zugang zu Bildung, ausreichend Nahrung und medizinische Versorgung bekommen. Zusammen mit lokalen Behörden, Politikern und Vertretern der Kirche geht SOJPAE zudem gegen Menschenhändler, sexuelle Gewalt gegenüber Mädchen und gegen willkürliche Verhaftungen von Kindern vor.  

Im letzten Jahr hat sich die Menschenrechtslage in Burundi verschärft. Das Land ist eine tiefe Krise gestürzt worden. Sie wurde ausgelöst durch die umstrittene Wiederwahl zu einer verfassungswidrigen dritten Amtszeit von Präsident Pierre Nkurunziza. Die Folge waren außergerichtliche Hinrichtungen, das Verschwindenlassen von Oppositionspolitikern sowie zahlreiche willkürliche Verhaftungen. SOJPAE hat sich in dieser Zeit besonders für die Rechte von Kinder stark gemacht und konnte juristisch erwirken, dass 120 Kinder aus dem Gefängnis entlassen werden. Die Schüler waren inhaftiert worden, weil sie Handzettel mit dem Konterfei des Präsidenten, Pierre Nkurunziza, bemalt hatten. 

Nun kommt ein dreiköpfiges Team aus Burundi zu Besuch nach Berlin. Vom 17. September bis zum 22. September 2017 werden Jacques NSHIMIRIMANA, Christophe NDUWINGOMA und Francine INARUKUNDO bei ora Kinderhilfe international e.V. zu Gast sein. Neben dem Austausch über die gemeinsame Projektarbeit der gemeinnützigen Organisationen in Burundi ist es den Menschenrechtlern ein Anliegen, auf die Situation in ihrem Land hinzuweisen.

 

ora Kinderhilfe ist seit 1981 weltweit für Menschen in Not im Einsatz. Derzeit betreuen die lokalen Mitarbeiter und Partner Kinder und Familien in zehn Ländern auf vier Kontinenten. Das Berliner Hilfswerk hat drei Arbeitsschwerpunkte: Patenschaften für Kinder, Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe. Um helfen zu können, ist ora auf Spenden angewiesen.

 


Mindestens 58 koptische Kirchen angeblich aus „Sicherheitsgründen“ geschlossen

Ägypten schränkt Religionsfreiheit von Kopten ein

(Göttingen/gfbv) - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Ägyptens Behörden vorgeworfen, die Religionsfreiheit koptischer Christen willkürlich einzuschränken. „Mindestens 58 christliche Kirchen wurden auf staatliche Anordnung in den vergangenen Monaten angeblich aus Sicherheitsgründen geschlossen“, berichtete die Menschenrechtsorganisation am Dienstag in Göttingen. „Dies ist ein massiver Eingriff in die Glaubensfreiheit koptischer Christen und macht deutlich, dass Kopten in dem mehrheitlich muslimischen Land noch immer nicht als gleichberechtigte Bürger anerkannt sind“, kritisierte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen.

 

Vor allem in dem von Kopten bewohnten Oberägypten wurden in vielen Dörfern Gotteshäuser von der Polizei geschlossen, da es Proteste von Muslimen aus der Nachbarschaft gegeben hatte und die Kirchengemeinden angeblich von Sicherheitskräften nicht wirksam vor Terrorangriffen zu schützen seien. „Die offizielle Begründung ist absurd und ein Armutszeugnis für Ägyptens Polizei und Armee, da es ihnen obliegt, das in der Verfassung garantierte Recht auf Religionsfreiheit für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten“, erklärte Delius. „Es kann nicht angehen, dass wegen Einschüchterungen und Pöbeleien von muslimischen Extremisten vielen Kopten die Ausübung ihres Glaubens verweigert wird.“

Landesweit mussten 67 Kirchen seit dem Jahr 2012 schließen, allein 15 im Bezirk Minya. Nur neun Gotteshäuser wurden seither wiedereröffnet, zwei davon stehen im Bezirk Minya in den Dörfern Ezzbet al-Furn und Kedwan. Die Behörden hatten der Koptischen Orthodoxen Kirche mehrfach zugesagt, sich um eine baldige Wiedereröffnung aller Kirchen zu bemühen.

„Für die Kopten bedeuten diese Schließungen einen tiefen Einschnitt, weil sie meist in ihren Siedlungen keine Alternativen haben, um Messen beizuwohnen. Überall im Land fehlt es trotz eines neuen Gesetzes zur Erleichterung des Baues von Kirchen an Gotteshäusern“, sagte Delius. Bischof Makarios der Diözese Minya beklagt, dass in rund 70 Dörfern seines Bezirkes Gotteshäuser fehlen, weil keine Genehmigung zum Bau von Kirchen erteilt wird. Die Kopten stellen rund zehn Prozent der Bevölkerung Ägyptens. 

 


missio-Präsident Prälat Klaus Krämer zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel

 

(Aachen/missio) - „Das Radio wird in Krisenregionen Afrikas und Asiens als Instrument der Friedenserziehung und der Seelsorge immer wichtiger“, stellte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel fest. Deshalb hat missio Aachen in den vergangenen fünf Jahren 27 kirchliche Radioprojekte in elf afrikanischen und asiatischen Ländern mit rund 2,1 Millionen Euro unterstützt. „In der internationalen Medienpolitik und Entwicklungszusammenarbeit muss das Radio stärker gefördert werden, es ist kein veraltetes Kommunikationsmittel“, forderte Prälat Krämer.

Mit dem Radio erreichen die missio-Partner die Menschen auch noch, wenn es keine Telefonnetze gibt, die Infrastruktur für Informationstechnologie kaum ausgebaut ist, durch Kriege und Gewalt zerstört wurde oder die Rate an Analphabeten in einer Gesellschaft sehr hoch ist. missio unterstützt beispielsweise in der Zentralafrikanischen Republik das Radio einer interreligiösen Plattform, die von der katholischen, evangelischen und muslimischen Gemeinde getragen wird. „Über dieses Radio laufen Friedensaufrufe, werden religiöse Vorurteile aufgeklärt, Tipps für den Alltag gegeben“, berichtet Prälat Krämer. „Für dieses bürgerkriegsgeschüttelte Land ist die Wirkung dieser Präventionsarbeit überlebensnotwendig“, so der missio-Präsident weiter. Ein weiterer Schwerpunkt der missio-Radioförderung liegt im Sudan und Südsudan.

 


World Vision: Nur nachhaltige Vorsorge schützt Bevölkerung effektiv

Viel Glück verhindert Katastrophe in Haiti

 

(Friedrichsdorf/Port-au-Prince/wv)  – Hurrikan Irma hat in Haiti und der Dominikanischen Republik geringere Schäden als befürchtet angerichtet. Das berichten Mitarbeiter der Kinderhilfsorganisation World Vision. Vor allem Haiti sei aber bei diesem Sturm nicht gut auf die Bedrohung eingestellt gewesen.

 

„Haiti hat Glück gehabt. Hätte Irma einen südlicheren Weg eingeschlagen, wäre es zur Katastrophe gekommen.“ Martin van de Locht, Leiter der Internationalen Programme von World Vision atmet erleichtert auf, er fordert aber auch, dass endlich mehr in eine nachhaltige Katastrophenvorsorge in Haiti investiert wird. „Nothilfe direkt im Anschluss an eine Katastrophe zu leisten ist wichtig. Ebenso wichtig ist es, die Folgen einer Naturkatastrophe schon im Vorfeld zu begrenzen.“

 

Dafür sei es unabdingbar, mehr in den Aufbau der Infrastruktur in Haiti zu investieren, etwa in erdbeben- und sturmsichere Häuser. Aber auch für Wiederaufforstung und den Bau von Dämmen und Gräben müsse mehr getan werden. „Die haitianische Regierung ist zwar interessiert, hat aber die Mittel nicht. Und auch die Hilfsorganisationen können solch eine Aufgabe nicht allein bewältigen“, sagt van de Locht. „Der nächste Hurrikan bildet sich schon auf dem Golf von Mexiko. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die Karibikinsel von der nächsten Katastrophe getroffen wird.“

 

World Vision setzt bereits auf nachhaltige Vorsorge. So werden vor allem in ländlichen Gebieten Katastrophen-Komitees unter Dorfbewohnern gebildet, die Fluchtpläne erstellen und Evakuierungspunkte festlegen.

 

Diese Ansätze reichen aber nicht. Die internationale Gemeinschaft muss einen umfassenden Plan zur Katastrophenvorsorge in Haiti erstellen und dann auch finanzieren. Denn jenseits von Katastrophen fließen Spendengelder für Haiti nur spärlich.

 

Weitere Informationen zur Katastrophenvorsorge: https://www.worldvision.de/spenden/katastrophenhilfe/katastrophenvorsorge

 


Brot für die Welt: Handel mit Afrika fair gestalten

EU-Hähnchenfleisch überschwemmt Afrikas Märkte

 

Geflügel * Exporte * EU * Afrika * EPA

(Berlin/bfw) - Die Europäische Union (EU) und die Bundesregierung haben afrikanischen Staaten Unterstützung beim Aufbau einer eigenen Wirtschaft zugesagt. Billigexporte von Geflügelfleisch aus der EU lassen einheimischen Produzenten jedoch kaum Chancen. Brot für die Welt appelliert an die Bundesregierung, sich in der EU für Änderungen der bestehenden Wirtschaftspartnerschaften einzusetzen und die Handelsbeziehungen mit Afrika fair zu gestalten. 

Im vergangenen Jahr hat die EU ihre Exporte von Geflügelfleisch nach Afrika auf 680 Millionen Kilogramm erhöht. Das ist ein Anstieg von zehn Prozent gegenüber 2015. Da der Verkauf der in Europa begehrten Hähnchenfilets bereits gewinnbringend ist, wurden die Ausfuhrpreise von Hähnchenteilen auf durchschnittlich 0,75 Euro pro Kilogramm gedrückt. Mit diesen niedrigen Preisen können afrikanische Geflügelproduzenten nicht mithalten. Mit den 500 Millionen Euro, die Afrika für Fleischimporte zahlt, könnten mehr als zwei Millionen Arbeitsplätze in der Hühnermast, im Futtermittelanbau, im Zwischenhandel und in der Schlachtung geschaffen werden. Die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel, sagt: „Die EU muss, wie die Bundeskanzlerin auf einer G20-Veranstaltung versprochen hat, Afrika neue faire Handelsbeziehungen anbieten.“ Dazu gehöre, dass sich Staaten vor EU-Billigexporten schützen können müssen. Füllkrug-Weitzel: „Am besten wäre es, die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit Afrika auszusetzen und neue faire Abkommen zu verhandeln.“

Liberia importiert Geflügelfleisch aus Europa für nur 0,48 Euro pro Kilogramm. Auf dem Markt in der Hauptstadt Monrovia kostet ein Kilo Hähnchenschenkel allerdings 2,50 Euro. Francisco Marí, Agrarhandelsexperte von Brot für die Welt, sagt: „Da kann kein einheimischer Geflügelmäster mithalten, und weil die Konkurrenz fehlt, wird der EU-Billigpreis noch nicht einmal an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. So machen Importeure und die EU- Schlachtindustrie das große Geschäft auf dem Rücken der Kleinmäster in Afrika.“

Die meisten Geflügelfleischexporte der EU gingen 2016 nach Südafrika, Benin und Ghana. Deutsche Ausfuhren sind laut Statistik zurückgegangen und werden vermehrt über das Hauptexportland Niederlande abgewickelt. Die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) sollen Afrika zollfreien Marktzugang in die EU gewähren, im Gegenzug dürfen 80 Prozent der EU-Exporte ohne Zoll in Afrikas Märkte ausgeführt werden. Bisher ist nur ein regionales Abkommen ratifiziert worden. Mit vier weiteren Ländern und einer Region sind Übergangsabkommen abgeschlossen worden. Die restlichen 40 afrikanischen Staaten haben als ärmste Staaten bereits ohne Abkommen ihren EU-Marktzugang.

 


Spendenaufruf für Flutopfer in Asien - Erste Hilfsmassnahmen angelaufen

 

(Karlsruhe/ekiba) - Die Evangelische Landeskirche und ihre Diakonie haben zu Spenden für Opfer der Flut in Indien, Nepal und Bangladesch aufgerufen. Angesichts der Überschwemmungen in Texas dürften die verheerenden Fluten im südlichen Asien nicht aus dem Blick geraten.

Landesbischof Cornelius-Bundschuh sagte, durch den Klimawandel spitze sich die Situation immer weiter zu. „In Regionen wie Ostafrika warten Menschen seit über einem Jahr auf Regen, in anderen wie in Texas und Südasien gibt es in kürzester Zeit so große Niederschläge, dass das Land überschwemmt und die Ernten vernichtet werden.“ Cornelius-Bundschuh bat die Bevölkerung deshalb darum, mit Spenden für die Diakonie Katastrophenhilfe den betroffenen Menschen zu helfen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat inzwischen 400.000.- Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Zusammen mit Ihren Partnern in aller Welt bittet sie um Spenden und organsiert vor Ort erste Hilfsmaßnahmen. Vorrangiges Ziel ist es, Menschenleben zu retten und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Durch anhaltenden Monsunregen ist es in Indien, Nepal und Bangladesch zu Fluten, Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen. Weit mehr als tausend Menschen wurden in den Tod gerissen. Insgesamt sind 41 Millionen Menschen betroffen. Rund eine halbe Million Menschen musste ihr Zuhause verlassen. Auch die Infrastruktur wurde schwer beschädigt. Allein in Bangladesch standen zeitweise rund zwei Drittel des gesamten Landes unter Wasser.

Weitere Infos und Spendenmöglichkeiten unter
www.diakonie-baden.de.


Hilfswerk AVC International betreibt eine mobile Klinik und eine Großbäckerei

Shelter Now Germany unterstützt humanitäre Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

 

(Braunschweig/sn) - Das internationale christliche Hilfswerk Shelter Now unterstützt den humanitären Einsatz der Hilfsorganisation AVC International im Bürgerkriegsland Syrien. So ist AVC im Norden des Landes mit einer fahrbaren Klinik („Hospitainer“) unterwegs und versorgt Menschen, die vor der Terrormiliz IS geflohen sind. Derzeit toben in der Gegend heftige Kämpfe um die Befreiung der letzten syrischen IS-Hochburg Rakka.

Außerdem hat AVC in der Stadt Kobane eine Großbäckerei aufgebaut, die täglich über 20.000 Brote für die Versorgung von Flüchtlingen produziert. Kobane, an der syrisch-türkischen Grenze gelegen, war im Herbst 2014 vom IS besetzt und einige Monate später durch kurdische Kämpfer befreit worden. Mehrere 10.000 geflüchtete Bewohner sind in die zu über 80 Prozent zerstörte Stadt zurückgekehrt. 

Für die mobile Klinik von AVC (Aktion für verfolgte Christen und Notleidende) hat Shelter Now bereits 15.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das rollende Hospital fährt von Dorf zu Dorf. Nach Angaben von AVC leisten die Ärzte und Schwestern Grundversorgung und kümmern sich um Kriegsverletzungen und Brandwunden bei Frauen, Kindern und Alten. Kinder werden hier geboren und kleinere Operationen durchgeführt. Täglich suchen Hunderte Patienten den „Hospitainer“ auf. Mit den Spendenmitteln von Shelter Now konnten für einen Monat Gehälter und Medikamente bezahlt werden, so der deutsche Shelter Now-Direktor Udo Stolte. 

Die Brote aus der Großbäckerei werden täglich kostenlos an 32.000 Flüchtlinge zwischen Kobane und Rakka verteilt. Dafür benötigt die Fabrik täglich fünf Tonnen Mehl, die AVC aus lokaler Produktion einkauft. Zusammen mit den Löhnen der vor allem weiblichen Beschäftigten kostet der Backbetrieb monatlich über 30.000 Euro. Auch dieses Projekt wolle Shelter Now künftig fördern, sagt Stolte. 

Geschützt werden die Hilfsprojekte von kurdischen Sicherheitskräften. „Angesichts der Gefahren sind in Syrien momentan fast keine humanitären Organisationen aktiv. Umso wichtiger ist die Arbeit von AVC, die wir nachhaltig unterstützen möchten“, erklärt Udo Stolte.

 

Shelter Now ist ein internationales Hilfswerk mit Koordinierungsbüro in Deutschland. Seit 1983 ist es in Pakistan und seit 1988 in Afghanistan tätig. Der Name der Organisation in Deutschland lautet „Shelter Now Germany e.V.“. Shelter Now finanziert seine Hilfsaktionen zu einem großen Teil aus privaten Spenden. Die effiziente und projektbezogene Verwendung der Mittel wird Shelter Now durch das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) mit dem Spendensiegel bescheinigt.

 


Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für Nothilfe

40 Millionen Menschen in Südasien von Flut betroffen

 

Indien * Nepal * Bangladesch * Flut * Monsun * Überschwemmungen * Nothilfe

(Berlin/dw) - Der schwere Monsunregen in Südasien hat seit Anfang August zu massiven Überflutungen geführt. In Nepal, Indien und Bangladesch sind bislang mehr als 1.200 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt sind in den drei Ländern etwa 40 Millionen Menschen von der Flut betroffen, zehntausende Häuser wurden zerstört. „Wir stehen den Menschen in Indien, Nepal und Bangladesch gemeinsam mit unseren Partnern während dieser verheerenden Flutkatastrophe bei“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit langjährigen Partnerorganisationen, unter anderem über das weltweite kirchliche Netzwerk der ACT Alliance, in den betroffenen Ländern aktiv und leistet überlebenswichtige Soforthilfe. Die Menschen erhalten sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel und Hygieneartikel. Vorrangiges Ziel ist es, Menschenleben zu retten und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. „Die jährliche Regenzeit ist von großer Bedeutung für die Landwirtschaft und damit für die Versorgung der Menschen. Doch in diesem Jahr sind die Regenfälle deutlich schwerer ausgefallen als üblich und vernichten die Ernten auf den Feldern. Die Lage ist dramatisch“, erklärt Michael Frischmuth, Kontinentalleiter Asien bei der Diakonie Katastrophenhilfe. „Die Diakonie Katastrophenhilfe stützt sich auf ein gewachsenes Netzwerk aus erfahrenen Partnerorganisationen und kann deshalb schnell bei den Menschen sein und ihnen helfen“, so Frischmuth weiter.

Bislang konnte die Diakonie Katastrophenhilfe für Soforthilfe in der Region etwa 400.000 Euro bereitstellen. Die Hilfe kann jederzeit aufgestockt werden. Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel: „In Südasien sind unzählige Menschen von der schweren Flut betroffen. Sie brauchen dringend Hilfe. Die Diakonie Katastrophenhilfe steht bereit, die Hilfe jederzeit auszuweiten. Dafür benötigen wir weiterhin Spenden.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,
Evangelische Bank,
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Fluthilfe Südasien
Online unter:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Flutkatastrophe Südostasien
Online unter:
www.caritas-international.de

 


BBC 100 Women 2017 stellt talentierte Frauen vor neue Herausforderungen

Können 100 Frauen die Welt in 30 Tagen verändern?

Foto: BBC
Foto: BBC

(London/bbc) - Heute startet die BBC das diesjährige Projekt 100 Women als Tribut an talentierte Frauen aus der ganzen Welt. Auch in diesem Jahr werden sie vor die Aufgabe gestellt, vier globale Probleme zu lösen.

 

Ab Oktober treffen bei 100 Women: Change is coming wieder talentierte Frauen aus allen Sparten des modernen Lebens aus Technik, Kunst und Kultur, Sport und Wirtschaft aufeinander, um in vier Teams Alltagsprobleme zu lösen, die das Leben von Frauen überall auf der Welt belasten. Mit der Unterstützung und Inspiration von Frauen, die mit diesen Problemen täglich zu kämpfen haben, sowie Star-Botschafterinnen und einem internationalen BBC-Publikum haben sie eine Woche Zeit, die Probleme zu lösen. Dafür müssen sie einen Prototyp in Form einer neuen Technologie, eines Produkts oder einer Kampagne erfinden, entwickeln und präsentieren. 

 

Der Fortschritt der Teams kann täglich über die digitalen Plattformen der BBC verfolgt werden. Außerdem gibt es zu Beginn und am Ende jedes Projekts Live-Shows sowie Beiträge auf den Sprachdiensten der BBC und dem internationalem Nachrichtensender BBC World News. Einmalig ist die Mitwirkung der Zuschauerinnen, denn die Teams können von betroffenen Frauen selbst erfahren, wie sie bereits versucht haben, die Probleme zu lösen. Über soziale Medien können Zuschauer und Zuhörer mitmachen: @BBC100 Women, #100Women, online auf www.BBC.co.uk/100women sowie während der Live-Shows. 

 

Die 100 Women Challenge beginnt am Montag, den 2. Oktober in San Francisco, wenn das erste Team versucht, „die gläserne Decke“ zu durchstoßen. Das nächste Team kümmert sich in Delhi um Analphabetinnen (9. bis 13. Oktober), während das dritte Team nach Nairobi reist, wo es die Sicherheit von Frauen in öffentlichen Verkehrsmitteln verbessern soll (16. bis 21. Oktober). In Woche 4 wartet auf das letzte Team das Problem Sexismus im Sport in Rio de Janeiro (23. bis 28. Oktober). 

 

Doch 100 Women wäre nicht vollkommen ohne die inzwischen zu Berühmtheit gekommene 100 Women Liste. 2016 standen darauf u. a. Singer-Songwriterin Alicia Keys, die amerikanische Turnerin Simone Biles, die bei Olympia Gold holte; die französische Politikerin Rachida Dati sowie die Vorsitzende von Santander UK Shriti Vadera, Baroness Vadera. In diesem Jahr ehrt die Liste all jene, die bereit sind, die in der diesjährigen Ausgabe hervorgehobenen Probleme anzugehen. Neu: Während 60 Frauen ihren Platz bereits inne haben, werden die restlichen 40 gefüllt mit Frauen, die die Teams im Verlauf der Wochen unterstützt und inspiriert haben, z. B. durch einen bahnbrechenden Lösungsansatz; durch den Vorschlag eines Code-Stücks; durch die Namensgebung einer Kampagne oder durch das mutige Erzählen einer Geschichte, die schließlich zur Lösung führte. Neben den 100 Women Challenges präsentiert die BBC im Oktober und darüber hinaus auf allen Sprachdiensten und auf BBC World News weitere Inhalte von kürzeren Beiträgen und Reportagen bis hin zu Dokumentarfilmen. Auf BBC.com [www.bbc.co.uk/100women ] finden Interessierte eine große Auswahl an digitalen Inhalten, u. a. Kommentare führender Experten, persönliche Geschichten, Infografiken und Filme.

  

Francesca Unsworth, Director of World Service Group, zum Start der fünften Ausgabe von 100 Women:

 

„Seit dem Start 2013 wird 100 Women immer stärker. Das Projekt hat ein Eigenleben entwickelt, das Frauen eine Stimme verleiht und dafür sorgt, dass ihre Probleme nicht vergessen werden. Es ist für uns eine große Ehre, die Geschichten so vieler inspirierender Frauen erzählen zu dürfen und ihnen auf diese Weise die weltweite Anerkennung zu geben, die sie verdienen. In diesem Jahr gehen wir noch einen Schritt weiter, indem wir einige der Top-Expertinnen der Welt dazu auffordern, Lösungen für Probleme zu finden, die für moderne Frauen ein Hindernis darstellen. Damit feiern wir auf aufregende und einmalige Weise die Talente von Frauen und machen 100 Women, mit Hilfe von nahezu 350 Millionen BBC-Zuschauern, zu etwas ganz Besonderem.” 

 

Fiona Crack, Editor von 100 Women, fügte hinzu: „Von unseren Zuschauerinnen bekamen wir das klare Feedback, nicht mehr nur Diskussionen über Themen hören zu wollen, sondern Taten sehen zu wollen. Im Jahr 2015 richteten Frauen 150 Debatten in zehn Sprachen und 30 Ländern aus. Im Jahr 2016 fügten sie 450 verdiente, aber bislang unbeachtete, Frauen bei Wikipedia hinzu. Im Jahr 2017 bringen wir das Projekt auf ein neues Niveau der aktiven Teilnahme. Es wird aufregend sein, zu beobachten, was Frauen erreichen können und ob dies in einem Monat möglich ist.“ 

 

 

Hinweise:

 

100 Women wird seit 2013 jährlich ausgestrahlt. Im Zentrum steht eine Liste mit 100 inspirierendenFrauen. Diese Liste wird gestützt von Nachrichten, Berichten, Recherchen und Interviews, die die Arbeit dieser Frauen hervorheben. Zielgruppe sind Frauen. 2016 generierte die Website von 100 Women 30 Millionen Hits in drei Wochen und wurde mit einem Gracie Award der „Alliance for Women in Media Foundation“ ausgezeichnet. Das Projekt war auch in der Endrunde der US Peabody Awards 2017 und erhielt zahlreiche weitere Ehrungen. 

 

BBC World News und bbc.com/news, die internationalen Nachrichtenplattformen der BBC gehören zu BBC Global News Ltd, einem Geschäftsbereich der kommerziellen Unternehmen der BBC. BBC World News, der internationale Nachrichten- und Informationskanal, ist in mehr als 200 Ländern und Regionen in aller Welt zu empfangen. Der Sender erreicht 433 Millionen Haushalte und 3 Millionen Hotelzimmer. Die Inhalte des Senders stehen außerdem auf 178 Kreuzfahrtschiffen, 53 Fluglinien, darunter 13, die den Sender live ausstrahlen, und 23 Mobilfunknetzen zur Verfügung. BBC.com stellt minutenschnelle Nachrichten und Analysen, sowie Features darunter BBC Capital, BBC Culture, BBC Future und BBC Travel, auf PCs, Tablets und mobilen Endgeräten für über 95 Millionen Unique Browser jeden Monat bereit. 

 

BBC Advertising, ein Unternehmen von BBC Worldwide, verkauft Anzeigen und Sponsoring-Lösungen für das weltweite kommerzielle Portfolio der BBC im Rundfunk, Online und auf mobilen Plattformen.

 


Obdachlosigkeit und Ernteausfälle größtes Problem

Flutkatastrophe in Asien trifft die Ärmsten

Foto: World Vision
Foto: World Vision

 

 

World Vision startet umfangreiche Hilfsaktion

 

(Friedrichsdorf/wv) – Die Flutkatastrophe in Südasien trifft nach Angaben der Hilfsorganisation World Vision vor allem die ärmsten Teile der Bevölkerung. In den ländlichen Gebieten Indiens, Bangladeschs und Nepals seien hunderte Dörfer völlig zerstört. Bislang sind in der Region über 1.900 Menschen ums Leben gekommen. World Vision hat umfangreiche Hilfsmaßnahmen gestartet und ruft in Deutschland zu Spenden auf.

 

Annila Harris, Sprecherin des Katastrophenhilfe-Einsatzes von World Vision, sagte zu den Schäden: „Wir sehen Menschen, die im Freien schlafen, auf der nassen Erde, und die nichts mehr haben. Darunter sind auch viele Kinder.“

 

In Indien und Bangladesch wurden jeweils über 600.000 Unterkünfte zerstört. In Nepal sind es bislang 65.000. Ein weiteres Problem sind die Ernteausfälle durch die Überschwemmungen. Allein in den drei besonders stark betroffenen Bundesstaaten in Indien (Bihar, Westbengalen und Assam) haben die Fluten über 500.000 Hektar Ackerfläche vernichtet. World Vision arbeitet zusammen mit indischen Behörden an der Versorgung der Opfer in dafür eingerichteten Stationen. Kleinbauern werden mit neuem Saatgut und bei der Wiederherstellung der Ackerflächen unterstützt.

 

In Nepal wurden 20.000 Brunnen unbrauchbar. Das Wasser ist so stark verschmutzt, dass die Brunnen vorerst nicht mehr als Trinkwasserquellen genutzt werden können. World Vision arbeitet mit der Bevölkerung daran, diese Brunnen umgehend zu säubern.

 

World Vision ist in allen drei Ländern im Einsatz und verteilt Nahrung, Wasser und Hygieneartikel an zehntausende Menschen. Unter den Hilfsgütern sind auch dicke Folien, mit denen obdachlos gewordene Flutopfer zumindest behelfsmäßige Unterkünfte bauen können.

 

Der Monsunregen in der Region hatte in diesem Jahr deutlich früher eingesetzt und hatte andauernde, starke Regenfälle gebracht. Während sich in den größeren Städten der Region die Schäden noch im üblichen Rahmen bewegen, wird die ländliche Bevölkerung von den Überschwemmungen besonders stark getroffen. Annila Harris: „Die Menschen hier, wie auch in Bangladesch und Nepal, haben einfach nicht die Mittel, stabilere Häuser zu bauen. Es leiden, wie so oft bei Naturkatastrophen, die Ärmsten.“

 

World Vision Deutschland bittet um Spenden für den Einsatz in Südasien:

 

Stichwort: Flut Südasien

Spendenkonto:
Frankfurter Volksbank
IBAN: DE89 5019 0000 0000 00 2020

 


World Vision zur Aufnahme von mehr als einer Million Flüchtlingen aus Südsudan in Uganda:

Gutes Bleiberecht - unsichere Existenz bei 9 von 10 Flüchtlingen

 

- Humanitäre Hilfe stößt bei andauernder Krise an Grenzen

 

- Kinderhilfsorganisation World Vision will Berufschancen für junge Flüchtlinge und nachhaltige Entwicklung der Region fördern

 

 (Arua/Friedrichsdorf/wv) - Während sich der Krieg im Südsudan eher ausbreitet als abschwächt, hält das Nachbarland Uganda seine Grenzen offen und gewährt inzwischen mehr als einer Million Flüchtlingen ein dauerhaftes Bleiberecht, inklusive Zugang zu einer Grundversorgung durch Hilfsprogramme. Laut einer aktuellen Studie von World Vision, die in Kooperation mit UNHCR und Caritas durchgeführt wurde, muss die humanitäre Hilfe allerdings dringend mehr unterstützt und durch Entwicklungsprogramme ergänzt werden, um der Gefahr neuer Krisen und Konflikte entgegen zu wirken.  Auch für den Schutz und die Integration junger Menschen sollte mehr getan werden.

  

Für die Studie wurden 1.135 Personen aus Flüchtlings- und Gastgeberfamilien im Bezirk Arua im Norden Ugandas befragt. 89 Prozent der befragten Flüchtlinge berichteten von sehr eingeschränkten Verdienstmöglichkeiten. Bezahlte Arbeit beschränkt sich bei den meisten auf zwei Tage in der Woche und erzielt weniger als 3 Euro Einkommen. 58 Prozent gaben an, ganz von Nahrungsmittelhilfe abhängig zu sein. Viele Menschen sind sehr besorgt, dass sie bald nicht mehr genug Nahrungsmittel für sich und ihre Familien bekommen. Lokale Einwohner klagen unter anderem über steigende Lebensmittelpreise auf den Märkten.

  

Die Mehrheit jugendlicher Flüchtlinge ist arbeitslos und hat nur einen Grundschulabschluss. Sie leiden besonders unter der vertieften Armut, Hunger und Krankheiten sowie den psychischen Belastungen ihrer Gewalt-und Fluchterfahrungen und mangelnden Perspektiven. „In dieser Situation müssen wir sicherstellen, dass geflüchtete Kinder besonders geschützt werden und sich, wenn sie hier ankommen, schnell in die Gesellschaft integrieren können“, erläutert Enid Kabasinguzi Ocaya, zuständig für Katastrophenhilfe und -vorsorge bei World Vision Uganda. Sie befürchte, dass die Kinder und Jugendlichen ansonsten nach Südsudan zurückkehrten und dort in den Konflikt verwickelt werden.

  

„Mit umsichtiger Unterstützung wird die Welt sehen, dass die Flüchtlinge aus dem Südsudan und die Gastgemeinden friedlich zusammen leben und zur wirtschaftlichen Entwicklung in Uganda beitragen  können“, ist Gilbert Kamanga, World Vision Direktor in Uganda, überzeugt. Es gebe in der Region funktionierende Märkte, doch seien die bisherigen wirtschaftlichen Aktivitäten weit unter ihrem Potential entwickelt. Ausbildungsangebote und Zugänge zu Startkapital könnten die Situation deutlich verbessern. Ein aktuell durch „Aktion Deutschland Hilft“ gefördertes Projekt zeigt etwa eine starke Nachfrage nach Handwerks- und Handelslehrgängen.

  

„Die Ursache der Krise, nämlich der Konflikt im Südsudan, darf natürlich nicht aus dem Auge verloren werden“, betont Ekkehard Forberg, Experte für Friedensförderung bei World Vision Deutschland. „Es muss auf allen Ebenen inklusiv für Frieden geworben und um Teilhabe verhandelt statt mit Waffen gekämpft werden.“ Infolge des Bürgerkrieges sind inzwischen mehr als 3 Millionen Menschen auf der Flucht und rund die Hälfte aller Schulen zerstört worden.

 


ora Kinderhilfe hilft Hungernden - fernab der offiziellen Hilfsgebiete

Äthiopien: Endlich Regen - leider zu spät und zu heftig

 

(Berlin/ora) - Zwanzig Grad und Regen. Verzweifelt haben die Menschen in der Region um Adama/ Nazareth auf das kühle Nass gewartet. Nachdem im Mai die Regenzeit ausgeblieben war, haben sich die Bewohner nach Regen gesehnt. Nun ist er da. Aber er macht alles nur noch schlimmer. Die Wucht der heftigen Niederschläge zerstört die provisorischen Behausungen der Bauern, spült Felssteine auf die Felder und überzieht die Äcker mit einer Lehmschicht. Wieder eine zerstörte Ernte. Zum zweiten Mal in diesem Jahr.  

Bereits seit über drei Jahren haben die Bauern der Region keine erfolgreiche Ernte mehr gehabt
. Die Böden sind am Ende. Dies liegt hauptsächlich an der Bodenerosion um Adama/ Nazareth. Weil auf den umliegenden Bergen fast aller Wald gerodet wurde, gibt es nicht mehr genügend Bäume, deren Wurzeln den Boden festhalten können. Wenn es regnet, werden Steine und Geröll aus den Bergen auf die Felder gespült. Das kühle Nass perlt an den Äckern ab wie an einer Regenjacke. Der Boden kann das Wasser nicht aufnehmen, die fruchtbare oberste Schicht wird abgetragen und übrig bleibt Sand.  

Jede Ernte wird so zum Desaster. Trotz Regen hungern die Menschen. Die Nahrungsmittelverteilung der UN konzentriert sich mehrheitlich auf die Grenze zu Somalia und den Südsudan. In den Dörfern rund um Adama/ Nazareth kommt nur wenig an. 

An dieser Stelle hilft das Kinderhilfswerk „ora Kinderhilfe“. Bereits in der nächsten Woche – vom 22. bis 29. August 2017 – ist wieder ein Team vor Ort, um die Verteilung der Hilfsgüter zu kontrollieren und zu optimieren. „Wir können nicht tatenlos zusehen, wie Kinder hungern“, erklärt Matthias Floreck, Leiter der internationalen Projektarbeit und Vorstand der ora Kinderhilfe. „Deshalb reisen wir erneut nach Äthiopien und prüfen, wie unsere bisherige Hilfe ankommt. Außerdem wollen wir diese ausbauen und optimieren.“ Für Floreck geht es darum, möglichst viele Kinderleben zu retten. Bereits seit Anfang des Jahres ist die gemeinnützige Organisation im Kampf gegen den Hunger in Äthiopien im Einsatz und wird es bis auf weiteres auch bleiben.  

„Als mittleres Hilfswerk arbeiten wir schnell, unkompliziert und pragmatisch“, erläutert Floreck. „Wir können durch flache Hierarchien und einer schmalen Struktur auch dort helfen, wo die größeren Hilfswerke keinen Zugang haben. So wie in der Region um Adama.“ 


ora Kinderhilfe ist seit 1981 weltweit für Menschen in Not im Einsatz. Derzeit betreuen die lokalen Mitarbeiter und Partner Kinder und Familien in zehn Ländern auf vier Kontinenten. Das Berliner Hilfswerk hat drei Arbeitsschwerpunkte: Patenschaften für Kinder, Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe. Um helfen zu können, ist ora auf Spenden angewiesen.

 

 


Nigeria: Seit Juli 2017 mehr als 320 Zivilisten getötet - Boko Haram nicht unterschätzen!

Trotz Siegesmeldungen der nigerianischen Armee hält Terror auf hohem Niveau an

 

(Göttingen/gfbv) - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt davor, die radikal-islamistische Gruppe Boko Haram in Nigeria zu unterschätzen und vorschnell ihre Zerschlagung zu verkünden. „Der Terror der islamistischen Kämpfer hält auf hohem Niveau noch immer an. So wurden seit Juli 2017 mindestens 327 Menschen im Nordosten Nigerias im Boko-Haram-Konflikt getötet. Obwohl sich die Organisation in zwei Flügel gespalten hat, nimmt die Gewalt der Terrorbewegung sogar noch zu“, berichtete der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. „Zwar ist Gruppe geschwächt, doch mit ihrem baldigen Verschwinden ist nicht zu rechnen.“

 

Der Generalmajor und Armee-Sprecher John Enenche hat in dieser Woche erklärt, Boko Haram sei zwar militärisch besiegt, nur der totale Friede sei noch nicht erreicht. Den gebe es aber nirgendwo in der Welt. Nach GfbV-Angaben starben im Jahr 2017 ingesamt bereits mehr als 2.000 Menschen durch den Boko-Haram-Konflikt. Seit Beginn der Anschläge der islamistischen Terrorbewegung im Jahr 2009 kamen mehr als 23.000 Menschen gewaltsam zu Tode.

 

Nach Selbstmordanschlägen von drei Frauen in der Stadt Mandarari (Bundesstaat Borno) am gestrigen Dienstag hat die nigerianische Regierung den Aufbau einer 2.000 Kämpfer umfassenden Spezialeinheit beschlossen, die gegen Boko Haram vorgehen soll. Bei den Anschlägen auf einen lokalen Markt und ein Flüchtlingslager wurden 30 Menschen getötet und 83 verletzt. Rund 70 Prozent der 340 Selbstmordanschläge Boko Harams seit 2011 wurden von Frauen verübt. Mehr als die Hälfte der Attentäterinnen waren Jugendliche oder Kinder. Die Terrorbewegung setzt für Anschläge verstärkt Frauen und Kinder ein, weil sie sich unverdächtiger als Männer Märkten und anderen Zielen nähern können. Im Jahr 2017 kamen mindestens 83 Attentäterinnen bei Selbstmordanschlägen zu Tode.

 

Trotz dieser erschreckenden Zahlen gibt sich die nigerianische Armee siegesgewiss und vermittelt in der Öffentlichkeit, Boko Haram sei zerschlagen und das Verschwinden der Gruppe stünde unmittelbar bevor. „Mehrfach hat die Armee den Boko-Haram-Führer Abubakar Shekau zwar für tot erklärt, doch er führt weiter einen Flügel der Terrorbewegung an“, berichtete Delius. Ein anderer Teil der Kämpfer habe sich um Abu Musab al-Barnawi geschart hat. Dieser stünde dem Islamischen Staat nahe.

 


Die Lage ist angespannt, aber die Arbeit geht weiter – TWR sendet, informiert und macht weiterhin Mut.

ERF Medien Partner TWR sendet Hoffnung aus Guam

 

(Wetzlar/erf) - Ausgerechnet eine kleine Insel im Pazifik wird zum Zankapfel zweier Staaten, die über ein Arsenal an Atomwaffen verfügen: Guam. Die USA haben dort etwa 6.000 US-Soldaten stationiert und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat sich genau diese Insel ausgesucht, um dort gegebenenfalls einen atomaren Anschlag gegen die USA zu führen. Wie es den Inselbewohnern in dieser Situation geht, erklärt Grant Hodgins, der zuständige Leiter der Station von TWR in Guam, in einem Telefongespräch mit den Kollegen von ERF Medien in Wetzlar.


„Auf den Notfall sind wir vorbereitet. Ansonsten machen wir weiter Radio“, erklärt Grant Hodgins die Lage. Mit ihren Familienangehörigen sind derzeit 27 Menschen unterschiedlicher Herkunft für die Sendestation tätig. Im gesamten Pazifik, in China, Südostasien, Indochina bis hin nach Russland sind seit mehr als 40 Jahren Nachrichten und das Evangelium von der Insel Guam aus zu hören. Immer wieder kommen dankbare Rückmeldungen von Christen, auch aus Nordkorea, die den Sender heimlich empfangen.  

TWR produziert ermutigende Programme in 230 Sprachen, die von über hundert Sendestationen in 190 Länder der Welt ausgestrahlt werden. „ERF Medien in Wetzlar unterstützt die Arbeit seines internationalen Medienpartners nicht nur finanziell und personell“, erklärt Claudia Schmidt, Vorstandsreferentin International von ERF Medien. „Wir halten engen Kontakt zu unseren Kollegen in der Welt. In Zeiten wie diesen brauchen sie unsere Gebete und freuen sich über die Verbundenheit. Und wir erhalten wertvolle Einblicke in ihre Lage. Ich bin tief bewegt über die Rückmeldungen mutiger Christen aus Nordkorea. Trotz Verfolgung und Unterdrückung schreiben sie uns, dass die täglichen Radiobotschaften sie im Glauben stärken und ihnen helfen, den Drangsalen zu widerstehen und an der Hoffnung festzuhalten.“ In verschiedenen Sendungen berichtet ERF Medien derzeit über die Lage im Pazifik und ruft zu Gebeten für die Region auf.

„Gebete brauchen alle im Pazifik, nicht nur Guam“, bittet Grant Hodgins und erklärt weiter. „Über Guam spricht man in den Nachrichten, aber da sind so viel mehr Menschen, die von der Bedrohung betroffen sind. Betet für die Länder und ihre Führer und betet für die Menschen dieser Insel, dass sie friedlich hier weiterleben und auf Gott schauen können, dass sie wissen, dass er sich um die Belange kümmert. Betet auch für die Menschen in Asien. Es ist nicht nur dieser Teil hier, der betroffen ist, es ist ein großer Teil der Welt: China, Indien, Japan, Nord und Südkorea. Da sind eine Menge Menschen einbezogen – und wenn es nur Gespräche sind, betet für sie“, so der Appell aus Guam.

So viele Länder sind um friedvolle Verhandlungen bemüht. Die Lage wird weiterhin angespannt bleiben. TWR will weiterhin seine Mission erfüllen und die Menschen mit notwendigen, aber auch Mut machenden Informationen versorgen. 

 


Hilfe für Hungernde in Äthiopien - fernab der offiziellen Hilfsgebiete. Ein Team der ora Kinderhilfe reist nach Afrika, um Hilfsgüter in der vergessenen Region um Adama zu verteilen.

Äthiopien: Endlich Regen – leider zu spät und zu heftig

 

(Berlin/ora) - Zwanzig Grad und Regen. Verzweifelt haben die Menschen in der Region um Adama/ Nazareth auf das kühle Nass gewartet. Nachdem im Mai die Regenzeit ausgeblieben war, haben sie sich nach Regen gesehnt. Nun ist er da. Aber er macht alles nur noch schlimmer. Die Wucht der heftigen Niederschläge zerstört die provisorischen Behausungen der Bauern, spült Felssteine auf die Felder und überzieht die Äcker mit einer Lehmschicht. Wieder eine zerstörte Ernte. Zum zweiten Mal in diesem Jahr.


Bereits seit über drei Jahren haben die Bauern der Region keine erfolgreiche Ernte mehr gehabt
. Die Böden sind am Ende. Dies liegt hauptsächlich an der Bodenerosion um Adama/ Nazareth. Weil auf den umliegenden Bergen fast aller Wald gerodet wurde, gibt es nicht mehr genügend Bäume, deren Wurzeln den Boden festhalten können. Wenn es regnet, werden Steine und Geröll aus den Bergen auf die Felder gespült. Das kühle Nass perlt an den Äckern ab wie an einer Regenjacke. Der Boden kann das Wasser nicht aufnehmen, die fruchtbare oberste Schicht wird abgetragen und übrig bleibt Sand.

Jede Ernte wird so zum Desaster. Trotz Regen hungern die Menschen. Die Nahrungsmittelverteilung der UN konzentriert sich mehrheitlich auf die Grenze zu Somalia und den Südsudan. In den Dörfern rund um Adama/ Nazareth kommt nur wenig an.

An dieser Stelle hilft das Kinderhilfswerk „ora Kinderhilfe“. Bereits in der nächsten Woche – vom 22. bis 29. August 2017 – ist wieder ein Team vor Ort
, um die Verteilung der Hilfsgüter zu kontrollieren und zu optimieren. „Wir können nicht tatenlos zusehen, wie Kinder hungern“, erklärt Matthias Floreck, Leiter der internationalen Projektarbeit und Vorstand der ora Kinderhilfe. „Deshalb reisen wir erneut nach Äthiopien und prüfen, wie unsere bisherige Hilfe ankommt. Außerdem wollen wir diese ausbauen und optimieren.“ Für Floreck geht es darum, möglichst viele Kinderleben zu retten. Bereits seit Anfang des Jahres ist die gemeinnützige Organisation im Kampf gegen den Hunger in Äthiopien im Einsatz und wird es bis auf weiteres auch bleiben.

„Als mittleres Hilfswerk arbeiten wir schnell, unkompliziert und pragmatisch“, erläutert Floreck. „Wir können durch flache Hierarchien und einer schmalen Struktur auch dort helfen, wo die größeren Hilfswerke keinen Zugang haben. So wie in der Region um Adama.“

 

 

 

ora Kinderhilfe international e.V. ist seit 1981 weltweit für Menschen in Not im Einsatz. Derzeit betreut das christliche Kinderhilfswerk Kinder und Familien in zehn Ländern auf vier Kontinenten. Es hat drei Arbeitsschwerpunkte: Patenschaften für Kinder, Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe. Um helfen zu können, ist ora Kinderhilfe auf Spenden angewiesen.


Aachen trauert um Opfer des Terroranschlags in Burkina Faso

missio-Präsident Prälat Krämer: Terror versucht das traditionell gute Verhältnis von Christen und Muslimen zu stören

 

(Aachen/missio) -  Das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen trauert um die mindestens 17 Toten und zahlreichen Verletzten des Terroranschlags in Burkina Faso, den mutmaßlich islamistische Terroristen verübt haben. „Mit Entsetzen haben wir heute Morgen von dem Anschlag gehört, unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen“, sagte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen. „In Burkina Faso leben Christen und Muslime traditionell friedlich miteinander. Dieser Anschlag versucht, diesen Frieden im wahrsten Sinne des Wortes zu sprengen, dagegen arbeitet die katholische Kirche in Burkina Faso“, sagte Prälat Krämer weiter. In Burkina Faso seien viele Familien multireligiös geprägt, im Land selbst gebe es kaum islamistische Gruppen. Es sei zu vermuten, dass von außerhalb versucht wird, den Terror nach Burkina Faso zu exportieren. Burkina Faso steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der missio-Hauptkampagne „Sonntag der Weltmission“. Im Oktober werden rund ein Dutzend Vertreter der katholischen Kirche aus Burkina Faso in Deutschland über ihr Land und ihre Arbeit berichten.

 

 Infos unter www.missio-hilft.de/wms

 

  

Wer ist missio?

 

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. 2016 stellt missio Aachen rund 49,4 Millionen Euro für die Projektfinanzierung zur Verfügung. Davon wurden 1.257 Projekte seiner Partner in Afrika, Asien, dem Maghreb und Nahen Osten sowie Ozeanien finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Regionen. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.