Nachrichten aus aller Welt

25.06.2017

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

Armenier appellieren an die Verantwortung der Staatengemeinschaft

Berg-Karabach braucht Schutz und Rechtssicherheit

 

(Frankfurt/zad) - Erneut ist es dieser Tage zu schweren Angriffen Aserbaidschans auf die unabhängige Republik Berg-Karabach gekommen. Der Zentralrat der Armenier in Deutschland (ZAD) appelliert an die internationale Staatengemeinschaft, den ohnehin fragilen Waffenstillstand zwischen beiden Ländern robust zu sichern und endlich nachhaltige Rechtssicherheit zum Status der Republik zu garantieren.

 

Berg-Karabach, das sich 1991 unabhängig erklärt hat, wird zu weit über 90 Prozent von Armeniern bewohnt, international ist das Land bis heute nicht anerkannt. Darin dürfte, so der ZAD, der Grund liegen, dass Aserbaidschan immer wieder versucht, militärisch Boden zu gewinnen, ohne dass dies zu Sanktionen oder anderen Konsequenzen des Westens führt: Öl und Gas sind offenbar gute Schmierstoffe für dieses Verhalten. Der jüngste Angriff Bakus auf Berg-Karabach hat drei junge Soldaten das Leben gekostet, die Zahl der Verletzten ist unbekannt. Berg-Karabach, oder Arzach, wie die Armenier sagen, war historisch eine Provinz Armeniens, die vom sowjetischen Diktator Stalin an Aserbaidschan angegliedert wurde. 

 

Seit der Unabhängigkeit hat das Land im regionalen Vergleich einen hohen Grad an Staatlichkeit aufgebaut und ist damit ein wichtiger Baustein für die Sicherheit im Südkaukasus. Für Europa, so der ZAD-Vorsitzende Schawarsch Owassapian, sollte es eine herausragende Verpflichtung sein, im Einklang mit den eigenen Werten zu Frieden und Wohlstand an seinem östlichen Rand beizutragen. „Wir trauern um die Opfer dieser Aggression“, so Owassapian, „aber wir fordern auch, aus solchen Vorfällen, die sich regelmäßig wiederholen, die notwendigen Lehren zu ziehen: Arzach braucht dauerhaften Frieden und endlich internationale Anerkennung.“

 


Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ hilft Kindern im Südsudan mit 678.870 Euro

Lebensmittel für 16.100 Mädchen und Jungen

Mit einem Nothilfepaket in Höhe von 678.870 Euro unterstützt das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ über 19.000 Kinder im Südsudan. © Stefanie Frels / Kindermissionswerk
Mit einem Nothilfepaket in Höhe von 678.870 Euro unterstützt das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ über 19.000 Kinder im Südsudan. © Stefanie Frels / Kindermissionswerk

 

(Aachen/kmw) -Mit einem Nothilfepaket in Höhe von 678.870 Euro unterstützt das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ 16.100 Mädchen und Jungen im Südsudan, die unter der sich immer weiter verschärfenden Ernährungskrise leiden. Ursächlich ist der seit Jahren anhaltende Bürgerkrieg. „Die Hungersnot ist von Menschen gemacht! Überall herrscht Krieg. Frauen werden vergewaltigt, Männer getötet und Kinder zu Sklaven gemacht“, zeichnet Macram Max Gassis ein düsteres Bild von der Situation in seiner Heimat. Der ehemalige Bischof der sudanesischen Diözese El Obeid war am Mittwoch im Kindermissionswerk in Aachen zu Gast. Mit der nach ihm benannten Stiftung („Bischop Gassis Relief and Rescue Foundation“, BGRRF) setzt er sich für die Menschen im Südsudan ein. Seine guten Kontakte nach Europa nutzt Bischof em. Macram immer wieder, um auf den Krieg und das Leid der Kinder in seiner Heimat aufmerksam zu machen. „Ohne die Hilfe des Kindermissionswerks würde unsere Unterstützung der Menschen gehindert, gar gelähmt und unvollständig sein!“

 

„Wir werden Bischof Macram Max Gassis selbstverständlich bei all seinen Anliegen weiterhin unterstützen“, erklärt Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks. „Die konkrete Hilfe für die Menschen in der Kriegsregion ist dabei genauso wichtig, wie unsere Rolle als Sprachrohr der sudanesischen Bevölkerung. Die Not der Frauen, Männer und Kinder darf einfach nicht in Vergessenheit geraten!“

 

328.000 Kilogramm Hirse und rund 25.000 Liter Speiseöl

 

Die Koordination der Nothilfen aus Aachen übernehmen Partner vor Ort, so die Caritas im Bistum Wau, die Salesianer Don Boscos und die „Bischof Gassis-Stiftung“. Neben Bohnen, Milch und Erdnüssen werden mehr als 328.000 Kilogramm Hirse, über 37.900 Kilogramm Zucker und rund 25.000 Liter Speiseöl im umkämpften Südsudan an 16.100 Kinder verteilt. So erhalten in Wau rund 2.000 besonders bedürftige Familien in den nächsten beiden Monaten Nahrungsmittelunterstützungen. Im benachbarten Nyanpath wird die Schulspeisung für 300 Grundschulkinder für ein Jahr sichergestellt. Das Kindermissionswerk stellt dazu Hilfen in Höhe von insgesamt 599.370 Euro zur Verfügung.

 

Das „Mary Help“-Krankenhaus in Wau benötigt dringend Zusatznahrung für mehr als 1.400 mangelernährte Kinder. Auch das Personal des Hospitals und rund 200 Studenten der Krankenhaus- und Hebammenschule müssen versorgt werden. Aufgrund der aktuell angestiegenen Patientenzahlen sind Sanitäreinheiten und der vorhandene Brunnen überlastet. Neue Toilettenanlagen und ein solarbetriebener Brunnen müssen gebaut werden, damit Patienten und Angehörige nicht auf zusätzliche Wasserversorgung aus Tümpeln außerhalb des Krankenhausgeländes angewiesen sind.

 

Grundnahrungsmittel bis zur nächsten möglichen Ernte

 

Darüber hinaus unterstützt das Hilfswerk der Sternsinger rund 700 Familien im südsudanesischen Teil der Diözese El Obeid. Mit 63.900 Euro werden vor allem Angehörige der Volksgruppe der Dinka versorgt, die vor den Angriffen anderer Ethnien in den Süden des Bistums fliehen mussten. Insgesamt 4.400 Kinder und 1.200 Erwachsene werden mit der Nothilfe erreicht. Die Salesianer Don Boscos in Wau betreuen rund 500 Familien, die nach vorangegangenen Unruhen zwar in ihre Häuser zurückgekehrt sind, sich aber aufgrund von Plünderungen und den extrem angestiegenen Lebenshaltungskosten nicht mehr selbst versorgen können. Um die Zeit bis zur nächsten möglichen Ernte zu überbrücken, werden die Familien mit Grundnahrungsmitteln unterstützt. Jede Hilfsmaßnahme wird begleitet von einem Hygieneprogramm, um dem Ausbruch von Cholera vorzubeugen.

 

Hintergrund: Blutiger Krieg um Macht und Ressourcen

 

Der Südsudan als jüngster Staat der Erde erlangte am 9. Juli 2011 seine Unabhängigkeit. Bereits kurz zuvor waren in der wegen ihrer Erdölvorkommen umstrittenen Grenzregion der Nuba-Berge schwere Kämpfe zwischen Streitkräften und Anhängern der sudanesischen Volksbefreiungsarmee Nord (SPLAM-N) ausgebrochen. Seither terrorisiert die nordsudanesische Regierung die pro-südsudanesische Bevölkerung in den Nuba-Bergen immer wieder durch Bombenangriffe auf zivile Ziele.  Seit 2013 erleben die Menschen im Südsudan eine Eskalation der Gewalt. Felder konnten aufgrund der prekären Sicherheitslage nicht mehr bestellt werden, schätzungsweise 120.000 Menschen in der Stadt Wau, mehr als ein Drittel der Bevölkerung, wurden aus ihren Häusern vertrieben. Die Lebensmittelpreise sind seit Beginn der Unruhen dramatisch angestiegen. Viele Überlandstraßen sind durch Blockaden von Milizen und Soldaten gesperrt und die aktuelle Regenzeit sowie die daraus hervorgehenden Überflutungen machen die Straßen zusätzlich unpassierbar. Laut Angaben der Vereinten Nationen leiden aktuell sechs Millionen Menschen im Südsudan unter Nahrungsmittelknappheit.

 

 

 

Die weitere Hilfe des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger’ kann durch Spenden unterstützt werden: Pax-Bank eG, Stichwort: Nothilfe, IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31, BIC: GENODED1PAX.

 


Noch Plätze frei.

Schülersprachreisen in den Sommerferien nach Torquay!

 

(Kiel/pm) - Der Dt./Engl. Freundschaftsclub e.V. begleitet Schüler beim Besuch des bekannten „Oxford College of English“. Die Kurse finden in den Sommerferien in der Zeit vom 01.07.-16.07. und 15.07.-30.07. sowie v. 29.07.-13.08. in Torquay statt. Freundliche und sorgfältig ausgewählte Gastfamilien sorgen für das Wohlbefinden und bieten ein zu Hause auf Zeit. Mit viel Erfahrung und Abwechslung sorgen die englischen Lehrer in kleinen Klassen dafür, dass das Lernen Spaß macht und Langeweile keine Change hat. Während die Vormittage von 09:00h - 12:30h für das Lernen reserviert sind, bleibt an den Nachmittagen genug Zeit für Spiel, Spaß, Sport und Ausflüge um Land und Leute kennen zu lernen. Der günstige Vereinspreis beinhaltet die Unterkunft in einer Gastfamilie bei Vollpension - 30 Zeitstunden Englischunterricht sowie ein umfangreiches Ausflugs-/Freizeitprogramm. Ab 15 Jahren kann eine Anmeldung mit einem Freund in zwei verschiedenen Familien, in der Nähe voneinander gewählt werden. Das verdoppelt durch gegenseitige Besuche den Einblick in das typisch englische Familienleben und fördert ohne Extrakosten die Sprachkenntnisse zusätzlich. Eine kostenlose Info-Broschüre mit Terminen und Preisen gibt es bei Andreé Beckers: club@cloudmail.de, SMS/WhatsApp 01633302544, Tel.: 0431/79949069

 


missio Aachen macht sich große Sorgen um Asia Bibi

 

missio-Präsident Krämer: Pakistan darf Berufungsverhandlung gegen Todesstrafe nicht weiter verschleppen – Bundesregierung soll sich einschalten - Vor acht Jahren am 19. Juni 2009 nach Blasphemie-Vorwurf verhaftet

 

(Aachen/missio) - „Wir machen uns große Sorgen um Asia Bibi, weil ihre Berufungsverhandlung immer weiter verschleppt wird“, erinnert Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, an die Christin aus Pakistan, die wegen des Vorwurfs der Blasphemie zum Tod verurteilt ist. Vor acht Jahren am 19. Juni 2009 wurde sie von der Polizei festgenommen. Vor drei Jahren hatte missio Aachen eine Petition mit 18.425 Unterschriften für die Freiheit von Asia Bibi an die Bundesregierung übergeben. Diese übergab sie an die pakistanischen Verantwortlichen.

 

Zuletzt im April Ansetzung Verhandlung abgesagt
Asia Bibi war nach einem Streit mit Erntearbeiterinnen der Blasphemie angeklagt und 2010 zum Tod verurteilt worden. Sie bestreitet alle Vorwürfe. Berufungen in den ersten Instanzen scheiterten. Der Fall ist seitdem in letzter Instanz am Obersten Gerichtshof in Pakistan anhängig. Einer der drei zuständigen Richter hatte sich im Oktober vergangenen Jahres für befangen erklärt, weshalb die angesetzte Berufungsverhandlung gegen das Todesurteil verschoben wurde. Zuletzt lehnte die pakistanische Justiz im April den Antrag ab, eine Verhandlung in diesem Juni anzusetzen. Es ist noch kein Richter für die entsprechende Kammer nachnominiert worden.

 

Prälat Krämer: „Druck islamistischer Fanatiker auf Gerichtshof ist enorm“
„Unsere Partner in Pakistan sind ratlos und befürchten, dass eine Berufung so lange hinausgeschoben werden könnte, bis die fünffache Mutter und ihre Familie vollständig zermürbt ist oder sie sogar stirbt“, so Prälat Krämer. „Der Druck islamistischer Fanatiker auf den Obersten Gerichtshof ist enorm. Sie drohen mit offener Gewalt, sollte das Todesurteil gegen Asia Bibi aufgehoben werden. Davor haben die Richter Angst“, berichtet Prälat Krämer weiter. Bisher wurde in Pakistan noch kein Todesurteil wegen Blasphemie tatsächlich vollstreckt.

 

Verfolgung angeblicher Blasphemie auf Social Media ausgedehnt
Zuletzt wurde Anfang Juni ein 30-jähriger Muslim schiitischen Glaubens in Pakistan aufgrund von Kommentaren auf der Social-Media-Plattform Facebook wegen Blasphemie zum Tod verurteilt. In Pakistan stellen sunnitische Muslime die Mehrheit der Bevölkerung. „Der Missbrauch der Blasphemiegesetze in Pakistan nimmt immer stärkere politische Dimensionen an. Er wird jetzt auf den digitalen Raum ausgedehnt, was neu ist“, so Prälat Krämer. Gleichzeitig erfolgten immer mehr Anzeigen wegen Blasphemie in Zusammenhang mit neueren Anti-Terror-Gesetzen in Pakistan. „Die Bundesregierung sollte sich deshalb im Gespräch mit der pakistanischen Regierung dafür einsetzen, dass der Missbrauch der Blasphemiegesetze wirksam eingedämmt wird“, forderte Prälat Krämer zum achten Jahrestag der Verhaftung von Asia Bibi. „Und die Bundesregierung sollte auch alle diplomatischen Mittel nutzen, um in den Fall Asia Bibi wieder Bewegung zu bringen“, so Krämer.

 

 

 

Hintergrund: Blasphemiegesetze in Pakistan

 

Der Fall der pakistanischen Christin Asia Bibi steht stellvertretend für die Problematik der Blasphemiegesetze in Pakistan. Das pakistanische Strafgesetzbuch sieht – neben weiteren Tatbeständen - für die Verunglimpfung des Propheten Mohammed die Todesstrafe, für die Verunglimpfung des Korans lebenslange Haftstrafen vor. Bis 1982 waren dazu allerdings nur neun Fälle vor Gericht behandelt worden, seitdem nach Angaben pakistanischer Quellen (Stand Mitte 2013) rund 1.250 Fälle. Betroffen sind davon etwas mehr als 600 Muslime, rund 460 Ahmadis (eine Gruppe, die von Muslimen nicht als Muslime anerkannt werden), circa 160 Christen, knapp 30 Hindu und andere. Gerichtlich verhängte Todesstrafen sind bisher noch nicht vollstreckt worden. Allerdings kamen seit 1991 rund 50 Personen gewaltsam durch Attentate oder außergerichtliche Lynchjustiz zu Tode, nachdem sie aus dem Gefängnis entlassen oder mit Blasphemievorwürfen in Verbindung gebracht worden waren. Neuere Zahlen liegen missio derzeit nicht vor.

 

Die Gesetze zu „religionsbezogenen Vergehen“ - offiziell taucht das Wort Blasphemiegesetz im pakistanischen Strafgesetzbuch nicht auf - sind ursprünglich 1860 noch unter britischer Herrschaft in Kraft getreten. Sie wurden nach der Staatsgründung Pakistans 1947 mit übernommen und mehrmals erweitert. Die fünf umstrittensten Paragraphen wurden zwischen 1980 und 1986 während der Militärherrschaft von General Zia-ul-Haq eingeführt. Heute kann selbst die Kritik an diesen Gesetzen als Vorwand für eine Anklage wegen Gotteslästerung dienen.

 

Im Alltag wird das Blasphemiegesetz dazu missbraucht, um im Zuge von Nachbarschaftsfehden, politischer Querelen oder ökonomischer Streitigkeiten missliebige Personen und religiöse Minderheiten auszuschalten oder unter Druck zu setzen. Das Gesetz prägt die politische Kultur Pakistans und schafft eine Sphäre allgemeinen Misstrauens und der Einschüchterung. Gerade für Minderheiten und moderate Muslime ist es schwierig, sich öffentlich zum Blasphemiegesetz zu äußern. Das zeigen zwei Beispiele: Zwei prominente Politiker in Pakistan hatten sich für die vor sieben Jahren aufgrund des Blasphemiegesetzes zum Tode verurteilte Asia Bibi eingesetzt. Der damalige Minister für religiöse Minderheiten in der Regierung Pakistans, Shabbaz Bhatti, wurde am 2. März 2011 ermordet. Salman Taseer, Gouverneur der Provinz Punjab, wurde am 4. Januar 2011 von seinem eigenen Leibwächter erschossen. Seitdem halten sich Politiker und hohe Angehörige der Justiz zurück.

 

 

 

 

 

Wer ist missio?

 

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Im vergangenen Jahr wurden rund 1.100 Projekte seiner Partner mit etwa 47 Millionen Euro finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Kontinenten. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein die Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.

 

 

 


Tibet: Schule verbietet Kindern religiöse Aktivitäten / Eltern sollen sich gleichfalls von „Aberglauben und religiösen Handlungen“ fernhalten

 

(Berlin(cft) - Eine Grundschule in Lhasa hat Lehrer und Eltern angewiesen, Kinder davon abzuhalten, sich während des für Buddhisten besonders wichtigen Monats „Saga Dawa“ an religiösen Handlungen zu beteiligen. In einer Anordnung, die von der Leitung der Jebumgang-Grundschule am 27. Mai ausgegeben wurde, heißt es, Eltern sollten sicherstellen, dass ihre Kinder sich während der Ferien zu „Saga Dawa“ und dem einen Monat lang dauernden Gebetsfest „Dachoe Duchen“ nicht an „Aberglauben und religiösen Handlungen“ beteiligten. In dem auf Tibetisch verfassten Dokument, das der International Campaign for Tibet (ICT) vorliegt, werden die Eltern aufgefordert, sich gleichfalls von solchen Aktivitäten fernzuhalten. Darin heißt es, die Verbotsanordnung basiere auf einer „Bekanntmachung der oberen Schulbehörde“.

 

Kai Müller, Geschäftsführer der ICT: „Offensichtlich handelt es sich bei der Verbotsanordnung um einen Eingriff in die Rechte von Schülern, Eltern, Lehrern und Schulangestellten. Dies ist nicht zu akzeptieren“, so Müller. Bei minderjährigen Schülern könne insbesondere eine Verletzung der Kinderrechtskonvention vorliegen, die von China ratifiziert worden ist.

 

Zudem stelle sich die Frage, ob es derartige Anordnungen auch in anderen Schulen in Tibet gibt. Müller zufolge sei vorstellbar, dass die Jebumgang-Grundschule kein Einzelfall ist. Der ICT-Geschäftsführer weiter: „Besondere Sorge bereitet der Umstand, dass das Verbot religiöser Aktivitäten mit einer ‚Bekanntmachung der oberen Schulbehörde‘ begründet wird. Hier ist dringend Aufklärung geboten. Es muss klar sein, auf welche konkrete Bekanntmachung sich die Schulleitung hier bezieht. Die chinesischen Behörden sollten aufgefordert werden, derartige Weisungen zurückzunehmen und klarzustellen, dass das Recht auf freie Religionsausübung in vollem Umfang zu respektieren ist“, so Müller abschließend.

Die Verbotsanordnung sowie eine englischsprachige Übersetzung können Sie hier einsehen: http://savetibet.de/presse/meldungen/meldungen2017/14-06-2017/.

 

www.savetibet.de

Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit mehr als 20 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.

 


GfbV kritisiert Verletzung der Religionsfreiheit in China

Muslimische Uiguren werden während des Ramadan systematisch am Fasten gehindert

(Göttingen/gfbv) - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft den chinesischen Behörden vor, Uiguren gezielt am Fasten während des Ramadans zu hindern und damit die Religionsfreiheit der muslimischen Minderheit zu verletzen. „Im Staatsapparat arbeitende uigurische Funktionäre müssen schriftlich zusichern, dafür zu sorgen, dass nicht nur sie selbst, sondern auch alle Familienangehörigen und Freunde die Fastenregeln des Ramadan ignorieren. In einigen Bezirken werden sogar gezielt chinesische Parteikader in uigurische Familien geschickt, um zu überprüfen, dass die Muslime tagsüber auch tatsächlich Mahlzeiten zu sich nehmen“, berichtete der GfbV-Chinaexperte Ulrich Delius am Freitag in Göttingen. „Restaurants in der überwiegend von Muslimen bewohnten Autonomen Region Xinjiang/Ostturkestan werden gezwungen, zu öffnen und Speisen anzubieten, und es gibt vor allem nachts verstärkt Hausdurchsuchungen, um Uiguren beim Fastenbrechen nach Sonnenuntergang aufzuspüren und zu bestrafen. Im Bezirk Qaraqash müssen Schüler und Studenten sogar am für Muslime heiligen Freitag an politischen Umerziehungskursen, Veranstaltungen mit Propagandafilmen und Sportwettkämpfen teilnehmen.“

 

Nach GfbV-Angaben gehen die Sicherheitsbehörden besonders massiv in der Region Hotan vor. Dort werden uigurische Familien systematisch von chinesischen Parteikadern aufgesucht. Bis zu 14 Tage bleiben die Funktionäre bei den Uiguren und indoktrinieren sie im Sinne der Kommunistischen Partei. Sie schüchtern die Muslime ein und bedrängen sie, weder zu beten noch zu fasten. Die linientreuen Parteikader wurden bereits im Vorfeld des Ramadan für die staatlich initiierte Kampagne „Zusammen bei fünf Dingen“ auch aus anderen Bezirken Ostturkestans zusammengezogen. Um eine möglichst effiziente Kontrolle der Muslime zu gewährleisten, sollen die Funktionäre gemeinsam mit Uiguren arbeiten, essen, sprechen und übernachten. In der Region Hotan hat es zuletzt besonders viele Proteste gegen Chinas Herrschaft gegeben.

 

„Zwar gab es auch in den Vorjahren schon Einschränkungen der Glaubensfreiheit der Uiguren während des Ramadan, doch 2017 haben diese Übergriffe deutlich zugenommen“, kritisierte Delius. Der Druck auf Staatsangestellte wurde erheblich erhöht. Da sie gezwungen sind, nicht nur wie bisher persönlich die religiösen Vorgaben des Ramadan zu missachten, sondern dies auch für ihr Umfeld zu gewährleisten.“ Der Ramadan wird in diesem Jahr vom 26. Mai bis zum 24. Juni gefeiert.

 


"Drohenden Hunger stoppen, bevor er ausbricht!"

Hunger * Afrika * Dürre * Vergessene Krisen

(Freiburg/Berlin/pm) - Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe fordern anlässlich ihrer Aktion "Die größte Katastrophe ist das Vergessen" die Einrichtung von wirksamen globalen Krisenrücklagen für Präventionsmaßnahmen.

Die gegenwärtige Hungerkrise in Ostafrika offenbart in dramatischer Weise das Versagen der internationalen Gemeinschaft, Warnzeichen für humanitäre Krisen wahrzunehmen und rechtzeitig Präventionsmaßnahmen einzuleiten, erklären Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe in einem gemeinsamen Statement anlässlich ihrer Aktion "Die größte Katastrophe ist das Vergessen". „Ohne katastrophale Bilder fehlt offenbar der Wille der humanitären Geber, frühzeitig auf Krisen zu reagieren, die sich schon lange angekündigt haben“, kritisieren die beiden großen kirchlichen Katastrophenhilfswerke.

Vertreter von Caritas international und der Diakonie Katastrophenhilfe haben bereits im vergangenen Jahr vor einer humanitären Katastrophe in den Ländern Somalia, Südsudan, Äthiopien und Kenia gewarnt und zum Handeln aufgefordert. „Die Menschen in Ostafrika wurden viel zu lange vergessen. Wenn sich eine humanitäre Krise anbahnt, muss sie sofort auf die politische Tagesordnung“, beklagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Krisen wie diese dürfen nicht erst in den Blick genommen werden, wenn die Menschen schon akut unter Hunger leiden.“ Frühzeitig zu handeln sei bei einer drohenden Hungersnot für das Ausmaß der Hungerkrise und das dadurch verursachte Leid von Hunderttausenden ausschlaggebend. Umso notwendiger sei es jedoch jetzt, mit Nachdruck zu helfen und rasch Nahrungsmittel in die betroffenen Gebiete zu liefern.

„Dringend geboten sind globale Rücklagen für humanitäre Krisen wie diese, so dass lokale und internationale Akteure frühzeitig und wirksam helfen können. So können auch die Lebensgrundlagen der Menschen erhalten werden“, sagt Peter Neher, der Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Von mehr als 3,8 Milliarden Euro, die für die akute Hungerkrise in den vier Ländern in Ostafrika nach UN-Angaben gebraucht werden, ist aus der internationalen Staatengemeinschaft bislang nur ein Drittel eingegangen.

„Die Gewaltkonflikte in Somalia und im Südsudan, die die Notsituation noch verschärfen, sind menschengemacht“, erklärt Neher weiter. „Hier ist die Politik in der Verantwortung.“ Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe fordern ein entschiedenes diplomatisches Einwirken der Staatengemeinschaft auf die Konfliktparteien im Südsudan und Somalia, damit die  Kampfhandlungen mindestens zu humanitären Zwecken ausgesetzt werden – idealerweise als Einstieg in Friedensverhandlungen. Die Menschen in Somalia und im Südsudan müssen risikolosen und unbeschränkten Zugang zu  Hilfe gegen den Hungertod haben und ihre Felder wieder bestellen können, damit die Hungerkrise nicht chronisch wird  – auch dies darf nicht vergessen werden.

Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe sind mit ihren lokalen Partnern in den von der Dürre betroffenen Ländern Ostafrikas vor Ort und versorgen die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und Nutztieren. Zudem verschaffen sie Zugang zu sauberem Trinkwasser, indem sie Brunnen bohren und Wassersysteme reparieren oder anlegen. Aktuell erreichen Caritas international und die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihrer Nothilfe in Somalia, Südsudan, Äthiopien und Kenia mehr als 1,1 Millionen Menschen. Nahezu 20 Millionen Menschen leiden in den vier Ländern Hunger. Hunderttausende sind vom Tod bedroht.

Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe weisen mit der Aktion "Die größte Katastrophe ist das Vergessen" jedes Jahr auf humanitäre Katastrophen hin, die von der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen werden.

Weitere Informationen:
http://www.caritas-international.de/
http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet weiter um Spenden

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,
Evangelische Bank
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Afrika Hungerhilfe
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02,
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Vergessene Katastrophen
online unter: www.caritas-international.de

Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international 4,83 EUR)

 


Interview mit Pater Olaf Derenthal – Spiritaner, Missionar und Krankenpfleger

Deutscher Pater flieht aus der Zentralafrikanischen Republik

"Wenn wir als Priester bleiben, senden wir das Signal aus: Es gibt noch Sicherheit. Ihr könnt bleiben. Von daher war unsere Entscheidung zu gehen auch das Zeichen an alle: Sicherheit gibt es hier nicht mehr. Das haben die Leute verstanden. Und sind an jenem Tag fast vollzählig auf die gegenüberliegende Seite des Flusses gegangen", so Pater Olaf Derenthal in seinem Blog.

 

 

 

Von © Urte Podszuweit / Kindermissionswerk

 

 

 

(Aachen/kmw) - Seit Oktober 2016 arbeitet Pater Olaf Derenthal in der Zentralafrikanischen Republik. Der Projektpartner des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger’ koordiniert Gesundheitsprojekte in der Diözese Alindao. Als die kämpferischen Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Milizengruppen in der Provinzhauptstadt Mobaye zu gefährlich wurden, ist er mit seinen Mitbrüdern in die Demokratische Republik Kongo geflohen. Von dort berichtet er über die Situation in einem Interview.

Pater Olaf, können Sie uns kurz beschreiben, unter welchen Umständen Sie und Ihre Mitbrüder aus der Zentralafrikanischen Republik geflohen sind?
Als wir vorletzten Sonntag Mobaye verlassen haben, da waren die allermeisten unserer Gemeindemitglieder gar nicht mehr vor Ort, sondern hatten über den Ubangi-Fluss schon ins Nachbarland, den Kongo, übergesetzt. Das dauert mit dem Einbaumboot nur ein paar Minuten. Aus unserer Kirche war in den zehn Tagen zuvor ein kleines Flüchtlingslager geworden. Nachts haben wir alle in dem Gotteshaus geschlafen. In Dörfern, nur ein paar Kilometer von Mobaye entfernt, war es nämlich zu Kämpfen zwischen zwei verfeindeten Rebellengruppen gekommen, und diese Kämpfe drohen bis heute auch in unserer Stadt. Dann kam eines Tages der General der Rebellen vorgefahren und hat uns gedroht. Innerhalb eines Tages müssten wir die Kirche nachts räumen, sonst würden sie die Kirche angreifen. Sie warfen uns nämlich vor, die gegnerische Rebellengruppe zu unterstützen, was natürlich absolut nicht stimmt. So haben auch wir uns schweren Herzens entschlossen, ins Nachbarland zu fliehen.

 

 

 

Was wissen Sie über den Hintergrund der aktuellen Unruhen?
Seit der Rebellion vor vier Jahren war unsere Gegend von den sogenannten Seleka-Rebellen beherrscht. Die haben die Leute ausgebeutet und ihnen das Leben schwer gemacht. Aber es war kein Krieg, so wie jetzt. Vor ungefähr einem Monat begannen andere Rebellen an verschiedenen Orten, die Selekas anzugreifen. Sie wollen sie vertreiben. Ich kann das gut verstehen. Aber leider sind diese Gegenrebellen auch sehr grausam und verschonen die Zivilbevölkerung nicht. Bei den Kämpfen sterben vor allem unschuldige Menschen, die keine Waffen tragen, auch Mütter und sogar Kinder. 

Welche Auswirkungen haben die Unruhen aktuell für die Menschen in der Region? Haben Sie noch Kontakt mit Menschen in der Zentralafrikanischen Republik? Was hören Sie von dort und wie ist die Situation für Kinder aktuell?
Die Auswirkungen sind verheerend! Für die Menschen im Landesinneren besteht die Bedrohung täglich fort. Man weiß nie, wann und wo Rebellen auftauchen und sich an der Zivilbevölkerung vergehen. Die bekommen ja keinen Sold. Alles, was sie brauchen, stehlen sie. So einfach ist das. Und einige von ihnen schrecken auch nicht davor zurück, die Bevölkerung anzugreifen, wenn man sich widersetzt. Für uns am Ubangi-Fluss, das heißt an der Grenze zum Kongo, bietet sich ein Vorteil. Der Weg in das sichere Nachbarland steht offen. Nun droht aber hier für die Tausende von Flüchtlingen eine humanitäre Katastrophe. Denn die Menschen sind geflohen mit ein wenig von dem, was sie haben. Sie leben jetzt von ihren Reserven, aber die werden nicht lange halten. Es braucht humanitäre Hilfe, Lebensmittel, Medikamente, Unterkünfte rasch und in großem Stil. Aber das läuft hier alles nur sehr, sehr schleppend an.

 

 

 

Eine solche Notsituation ist für Erwachsene schon schwer zu ertragen. Wie geht es den vielen Kindern? Was können Sie zu ihrer Situation sagen?
Die, die das größte Leid tragen, sind die Kinder. Natürlich gibt es schon seit Wochen keine Schule mehr. Aber auch zu "Friedenszeiten" war das ein großes Problem, denn viele Kinder haben überhaupt keinen Zugang zu Schulbildung. Ein noch dringenderes Problem ist jetzt aber ihre Gesundheit. Menschen schlafen unter Planen und in Hütten, werden nass, wenn es regnet, es gibt keine Moskitonetze... Viele Kinder auf der Flucht werden krank. Und einige von ihnen sterben, da es keinen Zugang zu grundlegenden Medikamenten gibt, um rasch Malaria, Durchfall- und Atemwegserkrankungen zu bekämpfen. In den zehn Tagen mit Flüchtlingen in unserer Kirche habe ich auch eine Reihe von Kindern behandeln müssen – dies war nur möglich durch die Medikamente der Equipe Mobile, der mobilen Krankenstation. Aber ein kleiner Junge, der schon schwerkrank mit Malaria war, ist gestorben.

 

 

 

Das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ hat Sie in Ihrer Funktion als Koordinator für Gesundheitsprojekte unterstützt. Was genau waren bzw. sind Ihre Aufgaben?

 

Als Koordinator ist es meine Aufgabe, bestehende Gesundheitseinrichtungen unserer noch jungen Diözese zu unterstützen und eventuell neue Projekte auf den Weg zu bringen. Bislang sind das eine mobile Krankenstation, ein kleines katholisches Krankenhaus und die Unterstützung von zwei Gesundheitsposten.
Idee der mobilen Krankenstation ist, mit dem Auto – oder auch zu Fuß oder dem Boot – in entlegene Dörfer zu gehen, wo es keinen Gesundheitsposten gibt. Dort behandeln wir kranke Menschen, soweit es uns möglich ist, versuchen aber auch, über Gesundheitsrisiken aufzuklären, um weitverbreitete Erkrankungen zu verhindern. Dazu sind wir ein Team von vier Mitarbeitern. Wir hatten mit der Arbeit gerade begonnen, als der Krieg unter den verfeindeten Rebellen ausbrach. Eine Kollegin ist jetzt unter den Flüchtlingen in 40 Kilometern Entfernung von uns. Dort behandelt sie Kranke mit Medikamenten, die eine andere Organisation ihr zur Verfügung stellt. In Zukunft wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit sicher die Sorge um unsere Kriegsflüchtlinge sein.

 


Was kann den Konflikt stoppen? Wie kann den Menschen in der Zentralafrikanischen Republik jetzt aktuell geholfen werden?
Allein eine Entwaffnung ALLER Rebellengruppen kann wieder Sicherheit in unsere Region bringen. Das Wort "Frieden" möchte ich noch nicht aussprechen, denn dazu bedarf es viel mehr. Vor allem die Entwaffnung der Herzen. Aber das wird lange dauern, denn angesichts der Verbrechen, die hier begangen wurden, hat der Hass auf "die anderen" das Herz vieler Menschen ergriffen. Was jetzt Not tut, ist unbürokratische, professionelle Hilfe, und zwar sofort!

 


Wie verarbeiten Sie die letzten Tage? Wie geht es Ihnen? Was hilft Ihnen?

 

Mir und meinen Mitbrüdern geht es gut. Das Pfingstwochenende haben wir mit unseren geflohenen Gemeindemitgliedern verbracht: Eine Gebetsnacht in der Kirche unserer kongolesischen Nachbarn, dann mit der kongolesischen Gemeinde einen gemeinsamen Pfingstgottesdienst. Das tat uns allen gut, unseren Gott des Lebens inmitten aller Gefahr und allen Verlustes zu feiern. Wissen, dass wir nicht allein sind, sondern dass sein Geist mitten unter uns ist. Das hilft. Und angesichts der Toten das Vertrauen zu bewahren, dass sie nun in Gottes Gegenwart leben, ohne Angst, ohne Not. Gott ist stärker als der Tod.

 

 

 

Das Interview führte: Urte Podszuweit / Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’

 

 

 

>> Pater Olaf Derenthal berichtet auch in seinem Blog

 

 

 

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NEWSLETTER FIDES - 23. + 24. + 25.06.2017


AFRIKA/KENIA - Bischöfe wünschen sich “friedliche und glaubwürdige” Wahl

 

 

 

Nairobi (Fides) - “Da die allgemeinen Wahlen näher rücken, möchten wir unsere Brüder und Schwestern an die Prinzipien der Demokratie, den Respekt für das Menschenleben und die gegenseitige Achtung, die Rolle der Unabhängigen Wahlkommission erinnern, denn diese sind lebenswichtig für den Erhalt des Friedens vor, während und nach der Wahl”, so die Bischöfe Kenias in einem gemeinsamen Hirtenbrief mit dem Titel „Friedliche und glaubwürdige Wahlen für integre Führungskräfte“.
Im August wählen die Kenianer einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament. In ihrem Hirtenbrief warnen die Bischöfe vor einer Instrumentalisierung des Tribalismus zu politischen Zwecken sowie vor Gewalt und Hassreden und fordern die Wähler auf ihre Stimme integren Politikern zu geben, die die Werte des Lebens und der Familie schützen.
Indem sie daran erinnern, dass es in allen Parteien katholische Politiker gibt, betonen die Bischöfe, dass sie keine Wahlempfehlungen abgeben, sondern nur Kriterien nennen, die die Wähler ihrer freien Entscheidung zugrunde legen können.
In ihrem Schreiben erinnern die Bischöfe auch an das Problem der Korruption, das “zu einer schweren Last für die Wirtschaft, die Lebensmittelsicherheit, das Bildungswesen, das Gesundheitswesen, die Sicherheit, den Arbeitsmarkt und den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen geworden ist”.
Zwar hätten die zuständigen Behörden einige korrupte Beamte festgenommen, doch dies seien „apathische Aktionen, die ergebnislos bleiben. Die Toleranz gegenüber der Korruption --- zeigt, wie schwach die Institutionen und die Führungskräfte im Kampf gegen die Korruption sind”.

 

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AFRIKA/BENIN - Don-Orione-Werk eröffnet neue Mission in Benin

 

 

 

Malanville (Fides) – Im September wird das Don-Orione-Werk in Malanville in Benin na der Grenze zwischen Niger und Nigeria eine neue Mission eröffnen. Malanville befindet sich im Verwaltungsbezirk Alibori im Nordosten des Landes und hat rund 120.900 Einwohner (Schätzungen von 2006). Die Stadt ist für ihr reges Geschäftsleben und ihren großen Markt bekannt. Die Einwohner gehören unterschiedlichen Religionen an: es leben Muslime (91,9%), Mitglieder von Stammesreligionen (1,4%) und Katholiken (3,1%) in Malanville friedlich zusammen.
Das Don-Orione-Werk hat bereits Niederlassungen in sechs afrikanischen Ländern (Elfenbeinküste, Burkina Faso, Kenia, Mosambik, Togo, Madagaskar) mit rund 200 Ordensleuten. Die Ordensprovinz befindet sich im Wachstum, was die Eröffnung neuer Missionen ermöglicht.
“Der Ort, der unsere Aufmerksam auf sich gezogen hat und der eine erste Niederlassung in Benin begünstigt”, so der Leiter der afrikanischen Provinz des Don-Orione-Werks, P. Basile Aka, “ist die Pfarrei ‘Notre Dame du Sacré Cœur’ in Malanville, wo bereits Strukturen vorhanden sind, die eine Niederlassung des Don-Orione-Werks erleichtern: eine Pfarrkirche, ein Büro, ein Pfarrhaus und eine katholische Schule. Diese Einrichtungen wurden von einem Spanier aufgebaut, der aus Altersgründen in die Heimat zurückkehren musste. Derzeit gibt es dort keine Priester. Der Generalvikar ist Pfarrer in einer anderen Gemeinde und muss jede Woche 200 km zurücklegen um einen Sonntagsgottesdienst zu garantieren".
Malanville gehört zur Diözese Kandi, die Bischof Clet Feliho leitet. In der Diözese gibt es 11 Pfarreien, 18 Priester (davon 3 Ordenspriester), 17 Frauenorden und zwei Männerorden.

 

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AMERIKA/ARGENTINIEN - Kontinentalmission in den Ländern des Cono sur

 

 

 

Buenos Aires (Fides) – Vor kurzem ging in Buenos Aires ein Treffen zum Thema Kontinentalmission in den Ländern des Cono sur (Argentinien, Chile, Uruguay, Teile von Paraguay und Südbrasilien) zu Ende. Ziel der Tagung war die Ausrichtung der Kontinentalmission an den Prinzipien des Pontifikats von Papst Franziskus mit besonderem Augenmerk für die jungen Gläubigen als Hauptakteure der Mission.
An der vom Generalsekretariat des CELAM und dessen Abteilungen für Mission uns Spiritualität, Berufungen und Ämter organisierten Veranstaltung, die am 20. und 22. Juni in der argentinischen Hauptstadt stattfand, nahmen auch der Generalsekretär des CELAM, Bischof Juan Espinoza und Bischöfe aus den verschiedenen Ländern sowie die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke teil.
Am ersten Arbeitstag stand ein Rückblick auf die Kontinentalmission, die 2007 in Aparecida auf den Weg gebracht wurde. Dabei befassten sich die Arbeitsgruppen mit verschiedenen Bereichen, darunter Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit und missionarische Zusammenarbeit. Es wurde insbesondere auf die Unterschiedliche Umsetzung in den verschiedenen Ländern aufmerksam gemacht. Insgesamt wurde festgestellt, dass das Bewusstsein von der Bedeutung der Mission als wesentlicher Bestandteil der Pastoralarbeit zunimmt.
Am zweiten Arbeitstag standen verschiedene Vorträge auf dem Programm. Es sprach Bischof Raúl Biord von La Guaira (Venezuela) über das Thema "Mission als Paradigma und Programm im Leben der Kirche” und Bruder Estêvão Raschietti befasste sich in seinem Vortrag mit dem Thema "Missionarische Bildungsarbeit an Seminaren, Universitäten und in Ordensgemeinschaften und unter Laien”. Die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke berichteten über ihre Aktivitäten und missionarischen Projekte. Der Erzbischof von Salta, Mario Antonio Cargnello erinnerte in seinem Vortrag an die Geschichte der Evangelisierung in Argentinien.
Am dritten und letzten Veranstaltungstag wurden eine Reihe von missionarischen Richtlinien für die Region formuliert und eine Schlussbotschaft verfasst, die in Kürze veröffentlicht werden wird. Unter anderem soll auch ein missionswissenschaftliches Handbuch für Seminaristen veröffentlicht werden. Gemeinsam werden sich die teilnehmenden Länder auch auf den von Papst Franziskus für Oktober 2019 proklamierten außerordentlichen Missionsmonat vorbereiten.
Als positiv bezeichneten die Teilnehmer die Begegnung zwischen den Nationaldirektoren der Missionswerke und den spezifischen Abteilungen des CELAM, weshalb auch in Zukunft solche gemeinsamen Veranstaltungen stattfinden sollen.

 

 

 

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OZEANIEN/AUSTRALIEN - Jesuitenprovinz fordert weniger Investitionen in fossile Brennstoffe

 

 

 

Canberra (Fides) – Der Provinzobere der Jesuiten in Australien P. Brian McCoy, S.J., weißt auf die Bedeutung des Verzichts auf fossile Brennstoffe hin. "Im Licht unserer Verpflichtung zur Aussöhnung mit der Schöpfung glauben wir, dass der Verzicht auf Investitionen in fossile Brennstoffe eine kostbare ethische Möglichkeit ist, die sich positiv auswirken wird, weshalb dies nicht nur von unserer australischen Ordensprovinz sondern von allen Unternehmen in Australien in Betracht gezogen werden sollte", so P. McCoy in einer offizielle Stellungnahme anlässlich des Internationalen Umwelttages.
Seine Provinz, so P. McCoy werde eng mit exxternen Beratern für die Entwicklung von Strategien für die Reduzierung von Infestitionen in fossile Brennstoffe zusammenarbeiten. Grundlage solcher Strategien sei dabei der Bericht “Climate proofing your investment: Moving funds out of fossil fuels”.

 


AFRIKA/BENIN - Rekord bei der Baumwollernte: fast eine halbe Million Tonnen wie zuletzt vor 12 Jahren

Porto Novo (Fides) – Wie aus Schätzungen des Wirtschaftsministeriums hervorgeht, hat die Baumwollproduktion dieses Jahr ein Rekordniveau erreicht: fast eine halbe Million Tonnen wurden geerntet. Seit Jahren waren bei der Ernte des „weißen Goldes“ nicht mehr solche Mengen erzielt worden. Im vergangenen Jahr konnten zum Beispiel nur 260.000 Tonnen geerntet werden, während dieses Jahr mit 453.012 Tonne fast doppelt soviel geerntet wurde. Der Verband der Landwirtschaftskooperativen der Baumwollproduktion (Fn-Cvp) will die Erntemenge für 2018 noch einmal steigern.

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AFRIKA/D. R. KONGO - Angriff auf Beni konnte abgewehrt werden: insgesamt 13 Angreifer wurden getötet

Kinshasa (Fides) – Bei dem Angriff auf die Stadt Beni in der Region Nordkivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo starben insgesamt 13 Rebellen, 13 weitere wurden festgenommen und 6 verletzt.
Wir aus einer Verlautbarung der lokalen Nichtregierungsorganisation CEPADHO hervorgeht, sollen auch zwei Soldaten der kongolesischen Streitkräfte (FARDC) ums Leben gekommen sein, während zwei Polizisten verletzt wurden. Lehrer und Schüler wurden während des Unterrichts bei einem Übergriff auf eine Schule von einer Granate verletzt.
Die kongolesischen Behörden betonen, dass es sich bei den Angreifern um eine lokale Mai-Mai-Miliz handelt, während die einheimische Presse und die CEPADHO vermuten, dass es sich um Kämpfer des Rebellen-Bündnisses „Mouvement National des Révolutionnaires (MNR)“ handeln könnte. Sicher ist, dass sich unter den Angreifern einige der 930 Häftlinge befinden, die am 11. Juni aus der zentralen Haftanstalt in Beni fliehen konnten.
Die aus dem rund 15 Kilometer von Beni entfernten Supa-Kalu kommenden Milizen griffen am gestrigen 22. Juni verschiedene Teile der Stadt an. Die Lage in Beni hat sich heute wieder beruhigt, doch wie unabhängige Beobachter mitteilen stellt die MNR eine neue Bedrohung für die Stabilität in der Region Nordkivu dar, wo bereits zahlreiche bewaffnete Gruppen aktiv sind.

 

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AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Trotz Vereinbarungen über eine Waffenruhe kommt es in Bria zu Ausschreitungen

Bangui (Fides) - “Leider spitzt sich die Situation auch nach der Unterzeichnung der Friedensverträge in Rom am vergangenen 19. Juni weiter zu”, so Beobachter aus missionarischen Kreisen in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. “In Bangui ist die Lage ruhig, doch in anderen Teilen des Landes kommt es zu Ausschreitungen, insbesondere Bria, wo bei Gefechten rund 40, wenn nicht sogar 100 Menschen ums Leben kamen”.
Bria liegt im Osten des Landes und ist strategisch wichtig, was die Kontrolle über die Diamantvorkommen in der Region anbelangt. Wie Agenturen berichten, soll die Ursache für die Ausschreitungen eine interne Spaltung in den Reihen der „Front Populaire pour la Renaissance de la Centrafrique (FPRC)“ sein, eine der vielen Rebellen-Gruppen, die aus dem ehemaligen Seleka-Bündnis entstanden sind. Die FPRC dementiert unterdessen eine Beteiligung an den Ausschreitungen und macht die “Anti Balaka”-Milizen für den Überfall auf die Stadt verantwortlich, in der viele Menschen in der katholischen Pfarrei Zuflucht suchten.
Am 19. Juni wurde unter der Schirmherrschaft der römischen Basisgemeinschaft von Sant’Egidio ein Abkommen mit 13 Rebellengruppen über eine sofortige Waffenruhe unterzeichnet. Doch eine solche Waffenruhe kann im Land nur schwer kontrolliert werden. Die Mission der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik (MINUSCA) ist mit 10.000 Soldaten im Land präsent, doch auch diesen Einheiten gelingt es nicht, die Sicherheit zu gewährleisten.

 

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ASIEN/IRAK - Chaldäischer Patriarch beobachtet geplante Ausweisung irakischer Christen aus den USA “mit Trauer und Sorge”

Bagdad (Fides) – Die chaldäische Kirche beobachte die von den US-amerikanischen Behörden unternommenen rechtlichen Schritte im Zusammenhang mit der Ausweisung 144 größtenteils christlichen Soldaten im Rahmen der neuen Maßnahmen zur Terrorbekämpfung “mit Trauer und Sorge”.
Dies betont der chaldäische Patriarch Louis Raphael in einem Schreiben an den chaldäischen Bischof Frank Kalabat, der die chaldäische Eparchie des heiligen Apostel Thomas in Detroit leitet. Der Patriarch erklärt sich solidarisch mit den Angehörigen der betroffenen irakischen Staatsbürger und wünscht sich von der US-amerikanischen Regierungen eine Lösung für die humanitären Folgen der Ausweisungsbeschlüsse, die auch Väter von Kleinkindern betreffen, die in den USA den Lebensunterhalt für ihre Familien verdienen. Viele der ausgewiesenen Iraker seien seit langem in den USA wohnhaft und es bestehe keinerlei Verdacht gegen sie, der Sicherheitsmaßnahmen erforderlich mache.
Unterdessen erklärte die Regierung in Bagdad, dass man nicht eine “souveräne Angelegenheit” eines anderen Landes eingreifen könne. Dies mache deutlich, so der Patriarch in seinem Schreiben, dass man sich um gültige Aufenthaltsdokumente bemühen müsse, die den eigenen Status unter juridischen Gesichtspunkten sichern und vor Diskriminierung und Einschüchterung schützen.
Die chaldäischen Christen irakischen Ursprungs wurden am vergangenen 12. Juni in Detroit von Beamten des Immigration and Customs Enforcement (Ice) in Abschiebehaft genommen worden. Zuvor wurde zwischen den USA und dem Irak vereinbart, dass Bagdad eine gewisse Anzahl von Irakern aufnehmen wird, die aus den USA ausgewiesen werden, damit die das Land von der schwarzen Liste des so genannten “Muslim bang” gestrichen wird, mit dem der US-amerikanische Präsident Donald Trump die Einreise von Bürgern aus sechs mehrheitlich muslimischen Ländern verhindern will.
Mit einem Urteil vom 22. Juni setzte der Distriktrichter Mark Goldsmith die Ausweisungsbeschlüsse zunächst für zwei Wochen aus. Während dieser Zeit wird das Gericht entscheiden, ob es in dieser Angelegenheit zuständig ist.

 

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ASIEN/PAKISTAN - Erzbischof Shaw: Ramadan im Zeichen des Dialogs und des Friedens”

Lahore (Fides) – “Wir haben im Ramadan eine interreligiöse Friedensaktion auf den Weg gebracht und Olivenbäume vor christlichen Kirchen, Moscheen und Koranschulen und katholischen Schulen gepflanzt. Diese Initiative ist von großer Symbolkraft, denn christliche und muslimische Religionsvertreter haben die Bereitschaft zur friedlichen Zusammenarbeit und zum harmonischen Zusammenleben in Pakistan unter Beweis gestellt”, so der Vorsitzende der bischöflichen Kommission für interreligiösen Dialog und Ökumene, Erzbischof Sebastian Shaw von Lahore. “Auf dem Weg des interreligiösen Dialogs werden wir entschlossen und überzeugt voranschreiten, auch wenn wir auf Schwierigkeiten stoßen und Extremisten versuchen Hass zu verbreiten”.
Zum Id-al Fitr-Fest am Ende des Ramadan veranstalten muslimische Religionsvertreter in verschiedenen Diözesen Pakistans gemeinsame Veranstaltungen “im Zeichen der guten Nachbarschaft” zwischen Christen und Muslimen.
Dabei hätten sich auch im Laufe des Ramadan auch gezeigt, dass “das Evangelium uns lehrt auf das Böse mit dem Guten zu antworteten”, so der Erzbischof. “Damit wollen wir die Bereitschaft zum harmonischen Zusammenleben unter Beweis stellen, auch wenn es zu schmerzlichen oder negativen Eposoden kommt…. Unsere Religionen lehren uns die Liebe. Wir befinden uns auf demselben Weg” auf der Grundlage des “Prinzips der Inklusion“ und der Einheit.
Unterdessen organisiert die Kommission der Diözese Faisalabad für interreligiösen Dialog in den vergangenen Tagen ein “Iftar-Abendessen” zu dem zahlreiche muslimische Religionsvertreter eingeladen waren. Dabei wurde das Glückwunschschreiben von Papst Franziskus zum Ende des Ramadan verlesen.

 

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AMERIKA/VENEZUELA - Bischöfe: “Im Namen Gottes, tötet keine jungen Venezolaner”

Caracas (Fides) – "Im Namen Gottes, tötet keine weiteren Venezolaner. Ihre einzige Schuld ist, dass sie nicht an eine Zukunft glauben wollen, die der Gegenwart gleicht", so Bischof Oswaldo Azuaje Pérez, O.C.D., von Trujillo bei der Plattform Twitter nach dem Tot eines weiteren jugendlichen Demonstranten in Venezuela.
"Ich schließe mich meine Mitbruder an… und fordere ebenfalls: Im Namen Gottes, tötet keine weiteren jugendlichen Venezolaner“, so auch der Weihbischof von Managua, Silvio Josè Baez, der an die Worte von Papst Franziskus bei der Morgenmesse am gestrigen 22. Juni erinnerte: "Ein Apostel darf nicht naiv sein, denn er muss die Dinge anprangern und beim Namen nennen“.
Am gestrigen 22. Juni wurde ein jugendlicher Demonstrant von einem Soldaten bei einer Kundgebung gegen die von Präsident Maduro einberufene verfassuggebende Versammlung getötet. Der 22jährige David Vallenilla wurde bei Ausschreitungen in der Nähe der Militärbasis La Carlota in Caracas von einem Schuss in die Brust getroffen. Damit steigt die Zahl der Toten seit 1. April auf insgesamt 75. Erst gestern betonte Maduro erneut, dass “die verfassungsgebende Versammlung zum Aufbau des Friedens beitragen wird”. Dagegen hat die Opposition weitere Kundgebungen angekündigt.

 

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AMERIKA/KOLUMBIEN - Kirche vermittelt im Fall der Entführung zweier holländischer Journalisten

 

Bogotà (Fides) – "Die Befreiungsarme ELN teilt mit, dass die beiden entführten holländischen Geiseln sich in einem guten Gesundheitszustand befinden und mit einer Verlautbarung freigelassen werden”, so die Rebellenbewegung in den sozialen Medien. Dies ist für einen lokaler Radiosender der die ELN zitiert, der Beweis dafür dass sich die beiden holländischen Journalisten, Derk Johannes Bolt (62) und Eugenio Ernest Marie Follender (58), in den Händen der Rebellenbewegung befinden. Die beiden holländischen Staatsbürger wurden am vergangenen 19. Juni in El Tarra nördlich von Santander entführt.
Ein Regierungsvertreter und Vertreter der katholischen Kirche hatte Kontakt mit der ELN aufgenommen, um über die Freilassung zu verhandeln, zu der es eventuell noch heute kommen könnte.
Am 21. Juni hatte der Vorsitzende der Kolumbianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Luis Augusto Castro Quiroga, gegegenüber der Presse bestätigt, dass die Kirche mit der ELN verhandelt.
Die beiden entführten Journalisten arbeiteten für das holländische TV-Format “Spoorloos”, das Adoptivkinder in Holland mit ihren Ursprungsfamilien in aller Welt zusammenführt.

 

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AMERIKA/ANTILLE - Bischof von St. George’s in Grenada ernannt

 

Vatikanstadt (Fides) – Papst Franziskus hat am heutigen 23. Juni den bisherigen Pfarrer und Bischofsvikar für den Klerus, Clyde Martin Harvey, zum Bischof von St. George’s in Grenada ernannt.
Pfarrer Clyde Martin Harvey wurde in am 9. November 1948 in Trinidad and Tobago (Antillen) geboren. Er besuchte die Schulen im Stadtviertel Belmont. Seine Priesterausbildung absolvierte er am Regionalen Seminar St. John Maria Vianney and Uganda Martyrs Trinidad und Tobago. Am 27. Juni 1976 wurde er zum Priester geweiht.
Nach seiner Priesterweihe setzte er das Studium fort und studierte Philosophie in der Erzdiözese Port of Spain. Dabei hatte er folgende Ämter inne: 1976-1979: Ausbilder und stellvertretender Rektor am Regionalen Priesterseminar St. John Maria Vianney and Uganda Martyrs; 1979-1985: Pfarrer in Morvant und Laventille; 1985: Studium an der Universität Lancaster (Großbritannien); 1985-1988: Studium an der Graduate School of Theology der Berkley Berkeley in Kalifornien; 1988-1996: Pfarrer in Maloney; 1997-2007: Pfarrer in San Fernando; 2007-2016: Pfarrer in Gonzales und Holy Rosary; seit 2011: Bischofsvikar für den Klerus.

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VATIKAN - Papst Franziskus erinnert an die missionarische Begeisterung von Kardinal Dias

 

Vatikanstadt (Fides) - Den „Beitrag zum geistlichen und physischen Wiederaufbau der leidenden Kirche in Albanien und seine missionarische Begesiterung, die er bei der Arbeit als Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker unter Beweis stellte” würdigte Papst franziskus in einem Beileidstelegramm zum Tod von Kardinal Ivan Dias am vergangenen 19. Juni.
Der Papst spricht den Angehörigen sein Beileid aus und schließt sich dem Gebet der Gläubigen der Erzdiözese Bombay an, “wo man sich voller Zuneigung an die pastorale Fürsorge und eine weite apostolische Vision in seinem Amt als Erzbischof“ erinnert. Schließlich vertraut der Papst die Seele dieses „weisen und freundlichen Hirten“ der barmherzigen Liebe Gottes an und erteilt seinen apostolischen Segen.
Die Beisetzungsfeier für Kardinal Dias wird der Dekan des Kardinalskollegs, Kardinal Angelo Sodano heute um 15 Uhr im Petersdom vorstehen. Kardinal Dias wird in der Kapelle von Propaganda Fide auf dem römischen Friedhof Verano beigesetzt.

 

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VATIKAN - Kardinal Dias: „Maria war die Schutzpatronin meines Priesteramtes“

 

Vatikanstadt (Fides) – Den ersten Gottesdienst nach seiner Ernennung zum Präfekten der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, feierte Kardinal Dias am 3. Juli 2006, dem Fest des heiligen Apostels Thomas in der Kappelle der Kongregation. An dem Gottesdienst nahmen die Abteilungsleider und Mitarbeiter der Kongregation und der Päpstlichen Missionswerke teil, die der Kardinal aufforderte, sich die missionarische Begeisterung des Apostels und Evangelisators von Indien zu eigen zu machen: “Unser Dienst soll von der Überzeugung geprägt sein, dass Jesus Christus der einzige Erlöser der Welt, der Weg die Wahrheit und das Leben ist. Und Dabei wollen wir uns an der Begeisterung des heiligen Apostels Thomas für die Kirche und das Reich Gottes inspirieren”.
Die tiefe Marienverehrung von Kardinal Dias kam nicht nur in dessen täglichem Leben, sondern auch anlässlich der bedeutenden Etappen seines Amtes zum Ausdruck. Beim 25jährigen Jubiläum seiner Bischofsweihe sagte er am 19. Juni 2007 in der Kappelle des Päpstlichen Urbano-Kollegs: “Ich lege diese 25 Jahre meines Bischofsamtes in das unbefleckte Herz Mariens, denn Maria hat mein Bischofsamt besiegelt und mit ihr wiederhole ich vor dem Herrn: ich bin dein Diener, wie auch mein Bischofswort heißt. Auch anlässlich des 50jährigen Priesterjubiläums am 9. Dezember 2008 brachte er diese Gefühle zum Ausdruck: “Ich empfinde es als meine Pflicht als Sohn der der Jungfrau Maria meinen Dank auszusprechen, der ich mein Priesteramt gewidmet habe, von Anfang an, als Diener der Leibe in der Schule des heiligen Louis-Marie Grignion de Montfort. Mein Bischofsmotto ‘servus’ inspiriert sich an seiner Spiritualität. Die Gottesmutter war auch die Schutzpatronin meines Priesteramts als Mutter, Königin und Lehrerin”.
Am 28. November 2007 stand Kardinal Dias in Kibeho (Ruanda) in der Diözese Gikongoro dem Schlussgottesdienst zum 25jährigen Jubiläum der ersten Marienerscheinung an diesem Ort vor. In Lourdes eröffnete er die 150-Jahr-Feiern der Erscheinungen (8. Dezember 2007-2008). In seiner Predigt sagte er: „Lasst uns zur Gottesmutter beten, damit sie uns beim spirituellen Kampf des Alltags stärkt und uns unseren christlichen Glauben in seiner ganzen Fülle erleben lässt, indem wir die Tugenden zu eigen Machen, die die heilige Jungfrau Maria kennzeichneten”.
Viele Ansprachen, Botschaften und Reisen prägten das Amt von Kardinal Dias als Präfekt des Missionsdikasteriums. In seiner Botschaft zum ersten Missionskongress in Westafrika, der am 15. November 2006 in Ouagadougou (Burkina Faso) eröffnet wurde, schrieb er: “Für die Kongregation für die Evangelisierung der Völker ist die Missionarische Bildung der kirchlichen Mitarbeiter allererste Priorität. Der Missionsgeist kann nicht gedeihen, wenn Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien sich nicht der Bedeutung der Verkündigung des Evangeliums bewusst sind”.
In Abidjan (Cote d'Ivoire) hielt Kardinal Dias eine Ansprache an die Bischöfe anlässlich der XVII. Versammlung der CERAO (2. bis 8. Februar 2009): “Das Wachstum und die menschlichen, priesterlichen, spirituellen und moralischen Eigenschaften eurer Priester und deren Heiligkeit überträgt sich auf das ganz Volk Gottes (…). Ich möchte euer Augemerk auf die Herausforderungen lenken, die von außen und durch die Globalisierung auf euch zu kommen können… Deshalb erfordert die Größe der Herausforderungen von Hirten wie euch, Weitsicht, Erkenntnisfähigkeit und Reflexion“.
Bei der Konferenz von Lambeth, dem alle zehn Jahre stattfindenden Bischöfe der anglikanischen Bischöfe aus aller Welt, die in Canterbury (Großbritannien) vom 16. Juli bis 3. August 2008 tagte, sprach kardinal Ivan Dias über das Thema “Mission, soziale Gerechtigkeit und Evangelisierung2 und erinnerte daran, dass die heutige Welt vor allem furchtlose Zeugen der “Schönheit des christlichen Glaubens braucht”.
In seinem Kommentar zu den Gebetsanliegen des Papstes vom Oktober 2006 betonte Kardinal Dias: “Die Menschen des dritten Jahrtausends brauche Christus, die Liebe des Vaters und die Kraft des Heiligen Geistes. Auch ist es heute deshalb noch notwendig, dass wir unter den Menschen, die von Unruhe geplagt sind, zu Missionaren werden”.

 

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AFRIKA/SÜDAFRIKA - Justitia-et-Pax: “Korruption ist ein Krebsgeschwür”

 

Johannesburg (Fides) - "Die Korruption in Südafrika ist ein Problem, das schon vor dem Amtsantritt von Präsident Jacob Zuma existierte. Doch es hat sich während seiner Amtszeit zugespitzt”, heißt es in einer Erklärung der Justitia-et-Pax-Kommission der Southern Africa Catholic Bishops’ Conference (SACBC) zum Korruptionskandal um das südafrikanische Staatsoberhaupt und die Veröffentlichung von rund 100.000 E-mails zu den Geschäften der Unternehmerfamilie Gupta.
“Die Mails zeigen, sollten sie authentisch sein (was derzeit noch geprüft wird), dass das Netzwerk, das den Präsidenten und seine Pläne der Zweckentfremdung von staatlichen Ressourcen schützt, viel größer ist, als gedacht”, heißt es in einer Verlautbarung der Komission, die die Korruption als “Krebsgeschwür” bezeichnet, dass „sich bei der Organisation der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Angelegenheiten in Südafrika verbreitet hat“. Auch für ein normales Dokument, auf das der Bürger ein Anrecht habe, müsse an den zuständigen Beamten ein Bestechungsgeld bezahlt werden, so die Kommission. “Wer in den Skandal verwickelt ist, den die Mails dokumentieren sollte von seinem Amt zurücktreten”, so Justitia et Pax.
An die Partei des amtierenden präsidenten Zuma, den African National Congress (ANC), appelliert die Kommission mit der bitte, für die Präsidentschaftswahl 2019, einen Kandidaten aufzustellen, der fähig ist, Ermittlungen über die Aktivitäten des jetzigen Präsidenten auf den Weg zu bringen, der “unter ethischen Gesichtspunkten glaubwürdig ist und sich in erster Person um die Korruptionsbekämpfung in unserem land bemüht“.

 

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ASIEN/PHILIPPINEN - „Philippinische Muslime sind selbst Opfer des IS“

 

Zamboanga City (Fides) – “Es darf nicht unterbewertet werden, welchen Einfluss die Ideologie des IS auf junge philippinische Muslime hat, doch die Mehrheit der Muslime auf Mindanao unterstützt weder das Kalifat noch sind sie gewaltbereit. Die Muslime in Marawi wurden selbst Opfer des IS”, so der spanische Claretiner-Missionar Pater Angel Calvo, der seit 40 Jahren auf Mindanao im Süden der Philippinen tätig ist und sich auf in Zamboanga im’ “Interreligious Solidarity Movement for Peace” engagiert, das im Rahmen von Bildungsprogrammen und anderen Veranstaltungen das friedliche Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen fördert. Heute Morgen haben 300 Kämpfer der islamistischen “Bangsamoro Islamic Freedom Fighters” das Dorf Malagakit in Nord Cotabato überfallen und sind in eine Schule eingedrungen, wo sie Geiseln nahmen, als sie von Soldaten in die Enge getrieben wurden.
Es herrsche ein Klima der Unsicherheit auf Mindanao, so Pater Angel Calvo: “Der Terroranschlag in Marawi und nun die Ereignisse in Nord Cotabato kommen überraschend: Es handelt sich um Gebiete, die von der Moro Islamic Liberation Front, gehalten werden, die sich im Gespräch mit der Regierung in Manila befindet. Doch es ist bezeichnend, dass terroristische Gruppen wie Abu Sayyaf 26 Jahre lang überleben konnten. Das Wiederaufflammen radikaler Ideologien und deren Verbreitung durch den Islamischen Staat kann junge Menschen beeinflussen und erneut zum Ausbruch der Gewalt auf Mindanao führen…Die ‘Maute’-Bewegung, die Marawi belagert hat, hat sich der Abu Sayyaf und anderen ausländischen Kämpfern angeschlossen. Außerdem werden sie von den Drogenkartellen mit Ressourcen und Waffen versorgt“.
“Junge Dischhadisten aus Marawi, die ideologisch radikalisiert wurden, erklärten bereits, dass sie bereit seien, im Kampf zu sterben”, so der Missionar abschließend. „Es ist schwierig für die Armee, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Wir wissen nicht welchen psychologischen Einfluss dieses Ereignis auf die Menschen haben wird, die versuchen Marawi aus dem Trümmern wieder aufzubauen. Eine Sache ist gewiss, Muslime sind selbst Opfer wie Christen. Zwischen Christen und Muslimen gibt es auf Mindanao keine religiösen Konflikte, sondern nur den Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben”.´

 

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 ASIEN/LIBANON - Maronitischer Patriarch wird den Libanon und den Nahen Osten in Fatima dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen

 

Beirut (Fides) – Der maronitische Patriarch, Kardinal Bechara Boutros Rai, wird im portugiesischen Marienheiligtum in Fatima den Libanon und den Nahen Osten dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen. Der Weiheakt wird wie das maronitische Patriarchat mitteilt am Sonntag, den 25. Juni in Fatima stattfinden. Der Gottesdienst soll Höhepunkt des “Tages des Libanon in Fatima” sein, der am Samstag, den 24. Juni mit dem Rosenkranzgebet und einer Lichterprozession beginnen wird.
In den vergangenen vier Jahren hat Patriarch Rai bei verschiedenen Festakten im libanesischen Marienheiligtum in Larissa, dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht. Dabei wurde dafür gebetet, dass die Völker der Region von Krieg und Gewalt befreit werden mögen. Bereits im Juni 2013 hatte Patriarch Rai auch die muslimischen Gläubigen ausdrücklich in den Weiheakt miteinbezogen und daran erinnert, dass der Libanon das einzige Land ist, in dem die Verkündigung Mariens am 25. März gemeinsam von Christen und Muslimen als Nationalfeiertag begangen wird.

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AMERIKA/ARGENTINIEN - Begegnungskultur soll Gemeinwohl fördern

 

Córdoba (Fides) – "Wenige Tage, nachdem wir in unserer Stadt schwierige Momente erleben mussten, ermutigt uns die Möglichkeit, dass es Wege der Konfliktbewältigung gibt, die zu Vereinbarungen führen und den sozialen Frieden und das Gemeinwohl garantieren. Wir müssen die Rechte aller Bürger respektieren und auf verantwortliche Weise unsere Pflicht gegenüber den Behörden und den Bürgern wahrnehmen“, so die Abteilung für Soziales der Erzdiözese Córdoba, in einer Botschaft zum Fest der argentinischen Nationalflagge.
„Wenn wir aufrichtig und transparent miteinander umgehen, dann ist diese kein Zeichen der Schwäche, sondern im Gegenteil eine mutige Geste von Personen, die sich um das Gemeinwohl bemühen und dabei Menschen in Not ein besonderes Augenmerk widmen“, heißt es in der Botschaft anlässlich des Feiertags am 20. Juni. “Das ist eine schwierige Aufgabe, aber es ist notwendig und nützlich, wenn es darum Geht die Demokratie zu stärken und die Institutionen zu respektieren, wenn man Konflikte durch einen verantwortungsbewussten und reifen Dialog überwindet und auf Formen der gewaltsamen Konfrontation verzichtet. “Die Begegnungskultur …erlaubt es Unterschiede mit einem konstruktiven Geist anzugehen und niedrige Interessen beiseite zu lassen”.
In diesem Sinne werden Gesetzgeber, Gewerkschaften und Unternehmen aufgefordert "alle möglichen Anstrengungen zu unternehmen um einen fruchtbaren Dialog zu führen” denn “wir wollen ein Land sein, dessen Identität von der Leidenschaft für die Wahrheit und das Engagement für das Gemeinwohl geprägt ist”.

 

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AMERIKA/HONDURAS - Kinderarbeit: 400.000 Kinder müssen auf Müllhalden, Feldern und in Hotels und Restaurants arbeiten

Tegucigalpa (Fides) – In Honduras müssen über 400.000 Kinder arbeiten um zu überleben. Wie aus einer Untersuchung des Statistikamtes des Landes hervorgeht stieg die Zahl der arbeitenden Kinder in den vergangenen Jahren um 40.000 von 379.000 auf 598.000 und damit auf rund 15,3% der Bevölkerung in der Altersgruppe zwischen 5 und 17 Jahren. Die Menschenrechtskommission weist in diesem Zusammenhang auf langen Arbeitszeiten hin. Die Kinder müssen bis zu 16 Stunden am Tag arbeiten, weshalb 61% keine Schule besuchen.
Wie das Statistikamt mitteilt handelt es sich bei drei von vier betroffenen Kindern um Jungen. Vor allem sind Minderjährige in den Bereichen Landwirtschaft, Fischfang, Handel und im Hotel- und Gaststättenbewerbe beschäftigt, wo sie oft körperlich und psychisch misshandelt werden. Auf Abfallhalden ist Kinderarbeit besonders weit verbreitet. Oft werden Kinder von ihren Eltern zum Arbeiten geschickt, damit sie zum Unterhalt der Familie beitragen.

 

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AMERIKA/PERU - Kinderarbeit: Über 1 Million Kinder besuchen keine Schule

 

Cusco (Fides) – “Mehr Bildung, weniger Kinderarbeit”, lautet das Motto einer Kampagne die die “Fundación Telefónica” vor kurzem in der peruanischen Stadt Cusco auf den Weg brachte, um die Bürger auf die Bedeutung des Schulbesuchs für eine ganzheitliche Entwicklung von Kindern und ihre Zukunftschancen hinzuweisen. Freiwillige Helfer verteilen Informationsbroschüren über das Phänomen der Kinderarbeit, von der in Peru 1.691.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 17 Jahren betroffen sind. Die Kampagne wurde auf verschieden Teile des Landes ausgedehnt. Auf dem Programm stehen Bildungsangebote, Kunst-Workshophs und digitale Kultur.

 


„Niemand flieht freiwillig!“

 

Die meisten Syrer sind in den Libanon geflohen. Kein anderes Land hat mehr Flüchtlinge aufgenommen. Bleiben wollen die meisten nicht.

(Berlin/ora) - „Wenn ich könnte, würde ich sofort nach Hause zurückkehren“, sagt Khalid. Der Gemüsehändler aus der Nähe von Homs lebt seit anderthalb Jahren in einem Flüchtlingslager im Libanon. Lange haben er und seine Familie versucht, dem Krieg in Syrien zu trotzen. Sie wollten nicht fliehen. Aber als sie im Sommer 2016 zwischen die Fronten gerieten, hatten sie keine Wahl mehr. „Auf der einen Seite des Dorfes kämpften die Rebellen und auf der anderen die Soldaten des Assad-Regimes“, berichtet Khalid. „Erst sind wir gerannt und später dann mit einem Bus über die Grenze in den Libanon gekommen.“

 

So wie Khalid und seiner Familie geht es den meisten syrischen Flüchtlingen. „Sie leiden unter den Folgen des Krieges, genauso wie unter dem Verlust ihrer Heimat“, erklärt Jochen Hackstein, Vorstand der ora Kinderhilfe international. „Niemand verlässt freiwillig sein Zuhause“, stellt er klar.

 

ora Kinderhilfe international leistet in vier Flüchtlingslagern in der Beeka-Ebene Nothilfe. Das christliche Kinderhilfswerk baut mit seinem Partner vor Ort Zelte, verteilt Öfen, Heizdiesel, Lebensmittel, Kleidung und Medikamente. Das Elend scheint dem gegenüber grenzenlos. In langen Schlangen reihen sich Zelte und Behausungen aneinander. Überall in den Lagern liegt Müll. Es stinkt, die Kinder sehen verwahrlost aus und die Eltern sind verzweifelt. So wie Khalid und seine Frau. Sie haben drei Kinder und wünschen sich nichts mehr, als dass es ihren Kindern einmal besser geht. „Ich bin dankbar, dass ora für mich und meine Familie eine Unterkunft gebaut hat“, sagt Khalid, „aber ein Zuhause ist es nicht.“

 

„Ihr Zuhause können wir nicht ersetzen, aber helfen können wir“, sagt Hackstein. „Auch wenn das aussieht, wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, dürfen wir damit nicht nachlassen“, warnt er. ora Kinderhilfe international versorgt mehr als 1.000 Familien monatlich mit dem Nötigsten. Solange Krieg der Krieg in Syrien nicht beendet ist, wird das Kinderhilfswerk die Hilfe fortsetzen.

 

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 ora Kinderhilfe ist seit 1981 weltweit für Menschen in Not im Einsatz. Derzeit betreuen die Mitarbeiter und Partner vor Ort hauptsächlich Kinder in zehn Ländern auf vier Kontinenten. Das Berliner Hilfswerk hat drei Arbeitsschwerpunkte: Patenschaften für Kinder, Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe. Seit Ausbruch der Kämpfe in Syrien und im Irak unterstützt ora Kinderhilfe die unschuldigen Opfer der Auseinandersetzungen. Um helfen zu können, ist ora auf Spenden angewiesen.

 

Jochen Hackstein verteilt Bälle. Foto: ora
Jochen Hackstein verteilt Bälle. Foto: ora

Hungersnot in Ostafrika

Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf

 

Hungersnot * Ostafrika * Somalia * Südsudan * Dürre * Spendenaufruf

(Berlin/dw) - In Teilen Ostafrikas droht eine Hungersnot. Allein im Südsudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen fünf Millionen Menschen auf die Unterstützung mit Lebensmitteln angewiesen. Eine Hungersnot wurde offiziell für einen Teil des Landes ausgerufen. In Somalia ist die Zahl der Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind,  aufgrund der Dürre auf über sechs Millionen angestiegen. „Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen, denn wir riskieren nicht nur das Leben von hunderttausenden Menschen im Osten Afrikas, sondern auch die sehr fragile politische Situation weiter zu destabilisieren und die Fortschritte der letzten Monate, gerade in Somalia, wieder zu zerstören“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Neben der Dürre sind immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen gerade im Südsudan eine Ursache für den Hunger. Deshalb ist es jetzt insbesondere wichtig, dass die Konfliktparteien den Zugang zur Hilfe nicht weiter behindern und weitere Mittel bereitgestellt werden.“

Die nun schon seit mehreren Jahren anhaltende Dürreperiode führt auch in anderen Regionen Ostafrikas zu einer Verschärfung der Situation. Betroffen sind insbesondere der Nordosten Kenias, der Südosten Äthiopiens und Somalia – insgesamt ein Gebiet mit 15 Millionen Einwohnern. Laut Vereinten Nationen ist die Zahl der Menschen in Somalia, die auf Humanitäre Hilfe angewiesen sind, inzwischen bereits auf 6,2 Millionen angestiegen – das ist mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung des Landes. Mehr als eine Million Kinder im Südsudan werden als akut unterernährt geschätzt. Die Prognosen für die nächste Regenzeit, die eigentlich im März beginnen sollte, sind schlecht. „Es besteht die Gefahr, dass sich die Situation im Frühsommer weiter dramatisch verschärft“, sagt Martin Keßler. „Deshalb ist es so wichtig, dass jetzt Mittel bereitgestellt werden und die Hilfe zügig und gut koordiniert vorankommt.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihren lokalen Partnerorganisationen in Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien vor Ort und versorgt die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem werden neben der Nothilfe die Menschen in der Vorsorge unterstützt. Dabei geht es insbesondere darum, Wissen zu vermitteln, wie Landwirtschaft trotz der schwierigen klimatischen Bedingungen möglich ist.

„Mehr denn je sind die Menschen in Ostafrika auf unsere Unterstützung angewiesen. Wir müssen jetzt handeln, um eine noch größere Hungersnot zu verhindern. Deshalb rufen wir zu Spenden auf“, sagt Keßler.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Afrika Hungerhilfe
Online unter:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE8866 0205 0002 0202 0202,
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Hungerkrise Ostafrika
Online unter:
www.caritas-international.de

 


Aktion Deutschland Hilft

Hungerkatastrophe in Ostafrika

Hunger in Ostafrika. Copyright Help/Simaitis
Hunger in Ostafrika. Copyright Help/Simaitis

 

(Berlin/pm) - In Ostafrika sind mindestens 12 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Besonders schlimm ist die Lage in Kenia, Äthiopien, Somalia und im Südsudan. Die Hilfsorganisationen des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft sind in der betroffenen Region seit Jahren tätig und leisten den Menschen Nothilfe. Einen Überblick über die Hilfe unseres Bündnisses erhalten Sie hier:
https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/spenden-ostafrika/

 

 Gemeinsam Leben retten: Für unsere abgestimmten Hilfsmaßnahmen sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Daher wären wir sehr dankbar, wenn Sie unsere Nothilfe durch die Veröffentlichung unseres Spendenkontos unterstützen könnten.

  

Spendeninformation
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort
„Hilfe für Ostafrika“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

 

 

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 81190 senden (10 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, 9,83 € davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft)

 

Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

 


Spendenkonto "Hunger im Jemen" und "Syrien"

Hunger im Jemen, © ADRA/Jahn Fischer
Hunger im Jemen, © ADRA/Jahn Fischer

 

(Berlin/pm) - Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat sich die dramatische Ernährungslage im Jemen deutlich verschärft. 14 Millionen Menschen hungern – darunter zwei Millionen akut unterernährte Kinder. Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft leistet Nothilfe – mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und hochkalorischer Zusatznahrung. Mehr zur Nothilfe im Jemen: http://bit.ly/2hVBm0L

Und auch in Syrien bangen die Menschen täglich um ihr Leben. Trotz der prekären Sicherheitslage versorgen Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft kranke und verletzte Menschen Syrien und den Nachbarländern und leisten Winterhilfe. Weitere Infos zur Winterhilfe: http://bit.ly/2h8012t

Für unsere abgestimmten Hilfsmaßnahmen sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Daher wären wir sehr dankbar, wenn Sie unsere Nothilfe durch die Veröffentlichung unseres Spendenkontos unterstützen könnten.

Spendeninformation
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort „Hunger Jemen“ bzw. „Syrien“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de