Nachrichten aus aller Welt

23.03.2017

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

missio Aachen-Präsident Krämer: Menschengemachte Ursachen besser bekämpfen – Hilfswerk stellte 2,286 Millionen Euro seit 2014 zur Verfügung

„Kurzfristige Nothilfe allein dämmt Hungerkatastrophe nicht ein“

 

(Aachen/missio) - Die internationale Gemeinschaft darf sich zur Eindämmung der gegenwärtigen Hungerkatastrophe im Norden Nigerias, im Sudan, Südsudan und Äthiopien nicht allein auf kurzfristige Nothilfe beschränken. Vielmehr muss sie vor Ort die zivilgesellschaftlichen Kräfte stärken, die die „menschengemachten Ursachen“ und ihre Folgen langfristig beseitigen wollen. Dies forderte am heutigen Dienstag Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen. Das Hilfswerk unterstützt die Kirche in diesen vier Ländern seit 2014 mit rund 2,286 Millionen Euro für Akuthilfe, Friedens- und Versöhnungsarbeit sowie die Begleitung traumatisierter Menschen.

 

 

 

„Vor allem dort, wo Staaten politisch scheitern, schlecht regiert wird, wo Korruption herrscht, Krieg und Bürgerkrieg alles zerstört, wird Hunger zum flächendeckend lebensgefährlichen Problem“, sagte Prälat Krämer. Im Norden Nigerias erreiche der Staat beispielsweise bei der Befriedung des Konfliktes mit der islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ kaum nachhaltige Fortschritte. Wo die Terroristen vertrieben seien, gebe es keinen Wiederaufbau und kaum Versöhnungsarbeit. Folge: Die Sicherheitslage bleibe prekär, die Menschen kehrten nicht in ihre Dörfer zurück und könnten nicht mehr selbst für ihre Ernährung sorgen.

 

 

 

Im Südsudan sei es Bürgerkriegsparteien und der Regierung gleichgültig, ob ihre Bevölkerung verhungere oder nicht, ohne dass die Staatengemeinschaft eingreife. In Äthiopien bedrohe die Dürre als Folge des Klimawandels die Versorgung. „In diesen Ländern erreicht oft die Kirche vor Ort die Menschen und hilft ihnen, wo der Staat und die Internationale Gemeinschaft sich längst zurückgezogen haben“, sagte Krämer. „Wenn die Helferinnen und Helfer aus aller Welt wieder zu Hause sind, ist die von missio unterstützte Ortskirche in diesen prekären Regionen immer noch da, um zu helfen“, so Krämer.

 

 

 

 

 

Wer ist missio?

 

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Im vergangenen Jahr wurden rund 1.100 Projekte seiner Partner mit etwa 47 Millionen Euro finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Kontinenten. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein die Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.

 


Nahrungsmittel für 43.000 hungernde Kinder und Jugendliche

Sternsinger helfen in Ostafrika mit 860.600 Euro

 

(Aachen/kmw) -  Mit Nothilfen in Höhe von insgesamt 860.600 Euro unterstützt das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ Familien im Südsudan, in Kenia und Burundi. Durch die Nothilfen können 43.000 Kinder und Jugendliche mit Grundnahrungsmitteln über einen Zeitraum von zunächst drei bis vier Monaten versorgt werden.
„Die Ernährungssituation der Menschen im Südsudan und in der gesamten Region ist nicht erst seit ein paar Wochen katastrophal. Die vergangenen drei Jahre Bürgerkrieg haben nicht nur das Land destabilisiert, sondern auch zu enormen Ernteausfällen geführt“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘. „Vor allem mangelernährte Kinder und arme Familien, die aktuell aus eigener Kraft keinen Zugang zu Lebensmitteln haben, werden durch unsere Projektpartner in den Diözesen unterstützt.“

Ohne fremde Hilfe gibt es kaum Überlebenschancen
Von den Nothilfen der Sternsinger fließen 727.100 Euro allein in Projekte im Südsudan. Tägliche Lebensmittelrationen, bestehend aus Sorghum, Erdnüssen, Bohnen, Öl, Zucker und Salz, werden vor allem Kinder, Jugendliche und stillende Mütter erreichen. Für die Allerschwächsten sei das nötiger als zuvor, sagt Sebastian Kämpf, Entwicklungskoordinator der Diözese Wau im Nordwesten des Südsudans. Die Diözese organisiert die Beschaffung und Verteilung der Lebensmittelhilfen vor Ort. Um Sicherheitsrisiken und hohe Transportkosten zu vermeiden, werden die Nahrungsmittel direkt in der Stadt Wau gekauft. Dies müsse allerdings sehr schnell passieren, bevor die Regenzeit beginnt und die Lebensmittelpreise noch stärker ansteigen, so der Projektpartner vor Ort. Weitere Hilfsgelder gehen an Projektpartner in den Diözesen El Obeid, Juba und Rumbek.

Die VereintenMan schätzt, dass die Zahl bis April nochmal um eine Million nach oben gehen wird“, so Sebastian Kämpf über die Situation im Südsudan. „Dann werden wir  wahrscheinlich weit über sechs Millionen Hungernde haben – jeder Zweite wird dann definitiv hungern und um sein Leben kämpfen müssen.“

Mit 133.500 Euro unterstützen die Sternsinger Projekte in Burundi und Kenia. Auch dort liegt der Schwerpunkt in der Beschaffung und Verteilung von Nahrungsmitteln an Not leidende Familien.

Auch Medikamente sind Mangelware
Neben der katastrophalen Lebensmittelknappheit ist auch die Versorgung unterernährter Kinder besonders schwierig. Ein schon lange geplanter Transport mit Medikamenten und Ausstattung für das Mary-Help-Krankenhaus in der Stadt Wau sei auf dem Weg, berichtet der deutsche Partner action medeor. In dem Krankenhaus werden derzeit 200 schwer unterernährte Kinder stationär betreut und mit Milchpulver versorgt. 250 Gramm Milchpulver hätten früher umgerechnet rund zwei Euro gekostet, heute sei der Preis auf das Dreifache gestiegen, so Sebastian Kämpf. Seiner Einschätzung nach, „wird es 2017 ohne Nothilfen von außen nicht gehen.“
 
Jährlich 2.100 Projekte weltweit
Rund 2.100 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 73,7 Millionen Euro standen dem Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland 2015 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 111 Ländern.
 
Spendenkonto
Stichwort: Südsudan
Pax-Bank eG
IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31
BIC: GENODED1PAX

 

Werkstattgespräche zur Beruflichen Bildung beschäftigen sich mit „Netzwerke(n) für Berufliche Bildung“

„Collaborate or Die“

Ein gutes Beispiel dafür, dass Netzwerke eine verknüpfte Vielfalt mit vielfältigen Verknüpfungen sind: Oliver Haas, Leiter des Sektorvorhabens Berufliche Bildung bei der GIZ in der Diskussion mit Pater Clemens Schliermann SDB, Missionsprokurator Don Bosco
Ein gutes Beispiel dafür, dass Netzwerke eine verknüpfte Vielfalt mit vielfältigen Verknüpfungen sind: Oliver Haas, Leiter des Sektorvorhabens Berufliche Bildung bei der GIZ in der Diskussion mit Pater Clemens Schliermann SDB, Missionsprokurator Don Bosco

 

 

 

-          Praxisbeispiele aus Deutschland und den Philippinen zeigen unterschiedliche Wege für erfolgreiche Netzwerke

 

-          Qualität des Netzwerkes geht einher mit Qualität der sozialen Beziehung und Erfolg mit Konsens der Zieldefinition

 

-          Heterogene Akteure können voneinander profitieren

 

(Bonn/pm)  – Was zeichnet ein gutes Netzwerk zur beruflichen Bildung aus? Welche Kriterien, Strukturen und Rahmenbedingungen sind für erfolgreiches Netzwerken förderlich, welche Hindernisse oder Grenzen können Misserfolge auslösen? Diesen Kernfragen gingen bei den Werkstattgesprächen zur Beruflichen Bildung rund 80 Teilnehmer aus nationalen und internationalen Unternehmen, Organisationen, Verbänden und Institutionen nach.

 

Oliver Haas, Leiter des Sektorvorhabens Berufliche Bildung bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), fasste es in seinem Impulsreferat mit „collaborate or die“ zusammen. Klar bezog er Stellung und setzte die Entwicklungsziele mit Netzwerkzielen gleich: „Die Ziele für nachhaltige Entwicklung, die SDGs, sind Netzwerkziele und deshalb muss berufliche Bildung auch ein Ziel aller SDGs sein.“

 

Praxisbeispiele, unter anderen aus Deutschland und den Philippinen, zeigten, dass verschiedene Wege zu einem erfolgreichen Netzwerk führen können. Was aber die Teilnehmer der verschiedenen Workshops bei aller Unterschiedlichkeit der Ansätze, der Stakeholder, der Rahmenbedingungen und der Branche als unerlässlich erachteten, waren die gemeinsame Zieldefinition aller Akteure und belastbare Beziehungen zueinander.

 

Bereits zu Beginn der Veranstaltung stellte Christian Osterhaus, Geschäftsführer von Don Bosco Mondo, den neu gebildeten Fachbeirat Berufliche Bildung vor. Ihm gehören acht Mitglieder aus Unternehmen, Hochschulen und Fachorganisationen an. Ziele des Gremiums sind die fachliche Beratung für die strategische und operative Umsetzung der Organisationsziele und die Vernetzung mit den Stakeholdern der beruflichen Bildung.

 

„Wir freuen uns, in diesem neuen Gremium erfahrene Fachleute vereint zu wissen, die uns in unserer inhaltlichen Entwicklung und in der Advocacy Arbeit für berufliche Bildung unterstützen“, dankte Christian Osterhaus den anwesenden Mitgliedern des Fachbeirats, der sich im Mai offiziell konstituieren wird.

 

Hintergrund „Werkstattgespräche zur Beruflichen Bildung“:
Bereits seit 2010 lädt Don Bosco Mondo e.V. zu den Werkstattgesprächen zur Beruflichen Bildung ein. Die Bonner Nichtregierungsorganisation ist führend in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit den verschiedensten Akteuren der Berufsbildung weltweit. Im Bonner Süden treffen sich so jährlich nationale und internationale Experten der Entwicklungszusammenarbeit, der Beruflichen Bildung und Wirtschaftsvertreter zu Diskussion und fachlichem Austausch. Die Fachveranstaltung findet rund um den 19. März statt, dem Josefstag als Gedenktag an den Hl. Josef, dem Schutzpatron der Handwerker.

 


eneloop unterstützt umweltfreundliche Organisationen mit zwei großangelegten europäischen Projekten

(Osaka/pm) - Während die Anmeldungen für die eneloop Expedition 2100 eintreffen, steht die finale Phase der eneloop European Photo Challenge bevor. Bei beiden Wettbewerben können Preisgelder für Naturschutzorganisationen mit einer nachhaltigen, ökologischen Zukunftsvision gewonnen werden.

 

Wandern Sie mit dem Rucksack durch Europa und unterstützen Sie damit einen guten (grünen) Zweck
Bei der eneloop Expedition 2100 treten drei Zweierteams auf einer Wanderung über 2.100 km in 120 Tagen durch Europa gegeneinander an. Ihr Ziel: Mit unterwegs gelösten Aufgaben möglichst viele Punkte zu sammeln und in Mailand die Ziellinie zu überqueren.

 

Jedes Team wählt selbst eine Naturschutzorganisation, die es unterstützen will. Am Ziel spendet eneloop 21.000 Euro für die Organisation des Siegerteams und 2.100 Euro für die Organisationen der beiden anderen Teams. Neben Abenteuer und Geld für den guten Zweck gewinnt jedes Teammitglied, das das Ziel erreicht, eine vollständige Expeditionsausrüstung plus ein tolles Preispaket.

 

Sie können sich noch bis 17. April 2017 anmelden, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind, in Europa wohnen und vom 23. Juni bis 20. Oktober 2017 teilnehmen können. Weitere Details finden Sie auf www.eneloopexpedition.com oder auf der eneloop expedition 2100-Facebook-Seite.

 

Machen Sie mit bei der neuesten eneloop European Photo Challenge
Zurzeit läuft die finale Phase der eneloop European Photo Challenge. Noch bis zum 31. März 2017 um 10 Uhr können (Hobby-)Fotografen aus ganz Europa ihr bestes Naturfoto zum Thema „Kommunikation“ einsenden. Wer dafür die meisten Likes bekommt, gewinnt.

 

Die Fotoaktion wurde im Dezember 2015 von Panasonic Energy Europe ins Leben gerufen, um für die umweltfreundlichen eneloop-Akkus zu werben. In der aktuellen Ausgabe liegt der Fokus auf den eneloop lite-Akkus, die besonders für Geräte wie DECT-Telefone mit geringem Verbrauch geeignet sind und bis zu 3.000 Mal aufgeladen werden können.

 

Bei jeder Ausgabe der European Photo Challenge unterstützt eneloop zwei Naturschutzorganisationen, die von den Teilnehmern vorab ausgewählt wurden. Sowohl die Organisation, die von den Teilnehmern am häufigsten gewählt wurde, als auch jene, deren Teilnehmerfoto die meisten Stimmen bekommen hat, erhält eine Spende von 5.000 Euro. Die Gewinner bekommen eine Panasonic DMC-G80MEF-K-Kamera im Wert von 1.000 Euro, ein eneloop-Ladegerät smart & quick und ein Set eneloop lite-Akkus.

 

Gewinner Ocean-Ausgabe
Die niederländischen Organisationen Bite Back und Sea First durften das Preisgeld der vorigen Ausgabe mit dem passenden Thema „Ocean“ in Empfang nehmen.

 

Bite Back setzt die 5.000 Euro ein, um das Bewusstsein zu schärfen, wie sich der Verzehr von Fleisch und Milchprodukten u. a. auf die Tiere und die Natur auswirkt. Außerdem rufen sie die Menschen dazu auf, mehr pflanzliche Nahrung zu sich zu nehmen und das Leid der Delphine in Delphinarien nicht länger mitanzusehen.

 

Die Bildungsorganisation Sea First Foundation vermittelt Schülern, wie wichtig das Leben in den Meeren für uns Menschen ist, welche Gefahren drohen und wie Lösungen aussehen könnten. Sie setzen sich auch für das Wohlergehen der Meerestiere ein. Mit den 5.000 Euro von Panasonic produziert Sea First einen Animationsfilm über Delphine, die in der Natur leben und zeigt die Unterschiede zur Haltung in Gefangenschaft auf. Mit dem restlichen Geld besuchen sie weitere Schulen.

 

 

 

Über Panasonic Energy Europe
Die Zentrale von Panasonic Energy Europe befindet sich in Zellik bei Brüssel, Belgien. Das Unternehmen ist Teil der Panasonic Corporation, einer der führenden globalen Hersteller von Elektronikprodukten und Elektroartikeln. Aufgrund der enormen langjährigen Erfahrung mit Unterhaltungs- und Haushaltselektronik entwickelte sich Panasonic zum größten europäischen Batteriehersteller der Gegenwart. Die europäischen Produktionsanlagen befinden sich in Tessenderlo, Belgien und Gniezno, Polen. Panasonic Energy Europe exportiert mobile Energielösungen in mehr als 30 europäische Länder. Zu dem vielfältigen Produktangebot des Unternehmens gehören Akkus, Ladegeräte, Alkali-, Zink-Kohle- und Spezialbatterien (wie Photo-Lithium-, Silberoxidbatterien, Zink-Luft-Hörgerätebatterien, Mikro-Alkali- und Lithium-Knopfzellen).
Weitere Informationen finden Sie unter
www.panasonic-batteries.com.

 

Über Panasonic
Die Panasonic Corporation ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von elektronischen Produkten für die vielfältige private, gewerbliche und industrielle Nutzung. Panasonic ist ansässig in Osaka, Japan und erwirtschaftete zum Geschäftsjahresende am 31. März 2015 einen konsolidierten Nettoumsatz in Höhe von rund 57 Milliarden EURO. Panasonic verfolgt das Ziel, das tägliche Leben zu vereinfachen und die Welt ein Stück besser zu machen und trägt deshalb fortwährend zur Weiterentwicklung der Gesellschaft und zur allgemeinen Zufriedenheit der Menschen weltweit bei. Weitere Informationen zum Unternehmen und zur Marke Panasonic unter http://panasonic.net/.

 


Umfangreiche und sofortige Hilfsmassnahmen dringend erforderlich

World Vision: Hunger-Krise in Ost-Afrika gerät außer Kontrolle

 

(Friedrichsdorf / Nairobi/wv) - Vor dem Hintergrund der sich dramatisch zuspitzenden Hunger-Krise in Ost-Afrika ruft die Kinderhilfsorganisation World Vision die internationale Gemeinschaft zu sofortiger und umfangreicher Hilfe auf.
 
22 Millionen Menschen in Ost-Afrika – die Hälfte davon Kinder – sind von der Krise betroffen. Tausende Kinder sind inzwischen so unterernährt, dass sie kaum noch ansprechbar sind. 92 Millionen US-Dollar benötigt World Vision für die Hilfsprogramme in Somalia, Äthiopien, Kenia und Südsudan. „Die Situation verschlechtert sich mit unglaublicher Geschwindigkeit“, betont Margaret Schuler, World Vision Regional -Chefin für Ost-Afrika. „Die Situation ist das Resultat von Konflikten, Dürren, gescheiterter Wirtschaftspolitik und Migration.“

Bereits in Teilen Südsudans wurde eine Hungersnot ausgerufen. Somalia, Kenia und Äthiopien stehen ebenfalls kurz vor einer Katastrophe. Die Situation für Familien und ihre Kinder ist alarmierend.
Die Hilfsmaßnahmen von World Vision sind fokussiert auf die dringendsten Bedürfnisse und richten sich an die Personen, denen es am schlechtesten geht. „Jetzt geht es zunächst darum, Menschenleben zu retten“, so Schuler. „Unser Augenmerk richtet sich insbesondere auf die Kinder.“

Die Organisation versorgt die Notleidenden mit Nahrungsmitteln und Spezialnahrung für die Kinder, die Anzeichen von Mangel- und Unterernährung zeigen. Allerdings ist die Versorgung von Hilfsbedürftigen nur in Gebieten möglich, in denen keine Kämpfe stattfinden. Viele Städte und Dörfer sind jedoch nicht erreichbar, da die Sicherheitslage dort ein Problem ist.

Im Südsudan benötigen inzwischen mehr als 50% der Bevölkerung lebenserhaltende Hilfe. In Äthiopien, Kenia und Somalia erleben die Menschen die schlimmste Dürre seit 10 Jahren. In einigen Regionen hat es seit 3 Jahren nicht geregnet. Mehr als 15 Millionen Menschen essen nicht mal mehr einmal am Tag.

 „Das Zeitfenster, um eine Hungersnot zu vermeiden, schließt sich extrem schnell. Nur wenn Regierungen, internationale Geber und Hilfsorganisationen jetzt sofort handeln, lässt sich eine größere Katastrophe verhindern“, betont Schuler. „Die Not ist extrem groß. Millionen mehr Menschen werden von der Hunger-Krise betroffen sein, wenn jetzt keine schnelle Hilfe kommt.“

World Vision arbeitet in allen betroffenen ostafrikanischen Ländern schon seit vielen Jahren und fördert mit Partnern wie dem BMZ, dem Auswärtigen Amt und der EU auch die Verbesserung der Ernährungsgrundlagen. Die Kinderhilfsorganisation engagiert sich außerdem in Niger und im Tschad, wohin ebenfalls Millionen Menschen vor den Kämpfen der Boko Haram geflüchtet und durch die Dürre betroffen sind.

World Vision und das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ rufen dringend zu Spenden auf:

Spendenkonto World Vision:
IBAN DE93 5001 0060 0000 0666 01
BIC PBNKDEFF
Postbank Frankfurt
Stichwort: Hunger in Afrika
Online spenden:
https://www.worldvision.de/formulare/hunger-in-afrika
       
Spendenkonto Aktion Deutschland Hilft:
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
BIC: BFSWDE33XXX
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Hunger in Afrika
Online spenden:
https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/spenden/spenden/


World Vision finden Sie auch auf Facebook, Twitter, Xing und Youtube,
http://www.worldvision.de

HINTERGRUND
World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2015 wurden 300 Projekte in 50 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit weiteren World Vision-Werken in fast 100 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse „Aktion Deutschland Hilft“ und Gemeinsam für Afrika. http://www.worldvision.de

 


NEWSLETTER FIDES - 23.03.2017

 

EUROPA/ITALIEN - XXV. Gedenktag der als Märtyrer gestorbenen Missionare: “Habt keine Angst”

 

 

 

Roma (Fides) – “ ‘Habt keine Angst’ …ist der Satz, den der auferstanden Jesus immer dann sagt, wenn er seinen Jüngern erscheint. Diese Ermutigung hilft in dunklen und schweren Momenten und bei Verfolgung, im Bewusstsein, dass der Herr immer bei uns ist…Und wenn wir an einen Märtyrer kurz vor dessen Tod denken, dann stellen wir uns vor, dass dies die Aufforderung ist, mit denen Jesus sie bis zum Äußersten begleitet“, heißt es in der Präsenz zum Thema des XXV. Gedenktag der als Märtyrer gestorbenen Missionare, am 24. März. Seit 1993 veranstaltet die Missionarische Jugendbewegung der Päpstlichen Missionswerke in Italien jedes Jahr am 24. März den “Tag des Betens und Fastens für die als Märtyrer gestorbenen Missionare”. Am 24. März 1980 wurde der am 23. Mai 2015 selig gesprochene Erzbischof Oscar Arnulfo Romero von San Salvador ermordet, der am 23. Mai 2015 selig gesprochen wurde. Der Gedenktag wird in vielen Ländern in aller Welt begangen, wo Diözesen, Ordensinstitute und missionarische Einrichtungen verschiedene Initiativen auf den Weg bringen.
Der Präsident von Missio Italien, Pfarrer Michele Autuora erinnert in diesem Zusammenhang auch an den 100. Jahrestag des Märtyrertods des seligen Charles de Foucauld, am vergangenen 1. Dezember 2016 und betont “dass viele unserer Brüder und Schwestern ihr Leben bis zum Martyrium opfern ist eine logische Konsequenz für diejenigen, die nicht nach Ehre, sondern nach Hingabe streben, nicht nach Bequemlichkeit und Sicherheit, sondern danach, die Fülle des Lebens in Christus zu schenken”.
Im Rahmen des Gedenktags bittet Missio auch um Spenden für Syrien und erinnert dabei an den Aufruf von Erzbischof Marayati von Aleppo mit der Bitte um Hilfe beim Wiederaufbau der Kathedrale und der kirchlichen Al-Imane-Schule.

 

LINK
Arbeitsmaterialien zum Gedenktag -> http://www.missioitalia.it
Im Jahr 2016 ermordete kirchlicher Mitarbeiter -> http://www.fides.org/de/attachments/view/file/Operatori_pastorali_uccisi_2016_ted.doc

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EUROPA/ITALIEN - Internationaler Tag des Wassers: fast eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser

 

 

 

Rom (Fides) - Papst Franziskus will eine globale Debatte zum Welttag des Wassers am heutigen 22. März auf den Weg bringen. Am Ende der heutigen Generalaudienz wird das Programm WATERSHED offiziell eröffnet werden, auf das in den kommenden fünf Jahren weitere Programme folgen sollen. Gegenwärtig haben weltweit fast Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wie der „World Water Council” (WWC) mitteilt gaben insgesamt 923 Millionen Menschen kein sauberes Trinkwasser:319 Millionen in afrikanischen Ländern südlich der Sahara (32% der Bevölkerung), 554 Millionen in asiatischen Ländern (12,5% der Bevölkerung) und 50 Millionen in Südamerika (l’8% der Bevölkerung). Rund 3,5 Millieonen Menschen sterben jedes Jahr an Krankheiten, die von verschmutztem Wasser verursacht werden.
Auf der anderen wird Wasser bei Überschwemmunge, Taifune, Tsunami, Gewitter, Dürre und Hungersnot zu einer Gefahr für Millionen Menschen, die unter den Folgen des Klimawandels leiden. Nach Angaben der Internationalen Meteorologischen Organisation ist dies die Ursache von 75% aller Naturkatastrophen.

 

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AFRIKA/D.R. KONGO - Vorsitzender der Bischofskonferenz schildert beim UN-Sicherheitsrat die Lage des Landes

 

 

 

Kinshasa (Fides) - “Die Demokratische Republik Kongo befindet sich in einer Situation für die es keine Legitimierung gibt. Es ist das erste Mal seit der Unabhängigkeit, dass so etwas in unserem Land passiert. Deshalb sind die am 31. Dezember unterzeichneten Vereinbarungen der einzige Ausweg aus der Krise”, so der Vorsitzende der Kongolesischen Bischofskonferenz, Erzbischof Marcel Utembi Tapa von Kisangani vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zur Lage in der Demokratischen Republik Kongo.
“Unglücklicher Weise ist es sehr mühsam spezifische Vereinbarungen über die konkrete Umsetzung des Abkommens zu formulieren”, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz weiter. “Während die Menschen ungeduldig auf die Wahl warten, zögert die Unnachsichtigkeit der Unterhändler bei einigen Punkten, die noch strittig sind, hinter der sich politische Manöver verbergen, die Umsetzung des Abkommens vom Dezember unendlich lange hinaus”. Die Bischöfe hatten den Abschluss der Verhandlungen für kommenden Montag, den 27. März, in Aussicht.
“Die Sicherheitslage ist angesichts blutiger Ausschreitungen und zahlreicher Menschenrechtsverstöße in weiten Teilen des Landes sehr besorgniserregend”, so der Erzbischof abschließend, der die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates um Garantien für dien Frieden in der Demokratischen Republik Kongo bat.

 

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AFRIKA/NIGERIA - Acht Tote bei Anschlag auf ein Flüchtlingscamp im Norden des Landes

 

 

 

Abuja (Fides) – Mindestens acht Menschen starben heute Nacht bei einem Selbstmordanschlag in Maiduguri (Borno). Wie aus ersten Informationen hervorgeht, sprengten sich insgesamt fünf Attentäter im Flüchtlingscamp Muna Garage in der Nähe der Stadt in die Luft.
In dem Camp sind tausende Vertriebene untergebracht, die vor der Gewalt der Boko Haram fliehen mussten. Bereits in der Vergangenheit war das Camp angegriffen worden. Möglicherweise wurde auch dieser Anschlag von Mitgliedern der islamistischen Sekte verübt.
In weiten Teilen Nigerias ist die Lage unsicher. Am 20. März starben 18 Menschen bei einem Schlag auf einen Markt in Benue. Präsident Muhammadu Buhari ließ im Zusammenhang mit dem Massaker Ermittlungen auf den Weg bringen und verurteilt die Anschläge.
In einer gemeinsamen Erklärung prangerten die Bischöfe erst vor wenigen Tagen die Zuspitzung der Lage an.

 

 

 

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ASIEN/CHINA - Katholische Gemeinden in Festlandchina feiern das Fest des heiligen Joseph

 

 

 

Peking (Fides) – An das christliche Leben nach dem Vorbild des heiligen Joseph wird traditionell in den katholischen Gemeinden in Festlandchina mit besonderen Gottesdiensten und liturgischen Feiern am Fest des Heiligen erinnert.
Während des ganzen Monats März steht der heilige Schutzpatron der Arbeiter und der Mission in China, der jungen Ehepaar und des guten Todes im Mittelpunkt. Viele Kirchen, Kongregationen und Missionen sind nach dem heiligen Joseph benannt und orientieren sich an seinen Tugenden.
Dieses Jahr fiel das Fest am 19. März mit dem Sonntag in der Fastenzeit zusammen, weshalb viele Gemeinden den Heiligen bereits am Samstag feierten. Mit einer feierlichen Prozession mit der Statue des heiligen Joseph begannen die Feiern in der Pfarrei Wu Xi. In seiner Predigt forderte der Gemeindepfarrer die Gläubigen auf, „vom Schweigen des Heiligen zu lernen”.
In der Gemeinde Hu He Hao Te in der Inneren Mongolei erwiesen die Gläubigen dem Heiligen mit Tänzen, Gesängen und besonderen Festen ihre Ehre.
In der Provinz He Bei sind bereits viele Kirchen nach dem Heiligen benannt. Eine weitere wurde in der Diözese Xian Xian eine neue Kirche im Beisein von Bischof Joseph Li eingeweiht. Mit dem Bau der Kirche war genau am 19. März begonnen. Für die insgesamt 200 Katholiken der Gemeinde steht nun ein Gemeindezentrum mit einer Fläche von 968 qm zur Verfügung, das mehrer Säle, das Pfarrhaus und ein Zentrum für Spiritualität beherbergt.
In der Provinz Jiang Su erinnerte Bischof Joseph Xu Hong Gen von Su Zhou mit Blick auf die Figur des heiligen Joseph daran, dass “das Vorbild seines Glaubens uns daran erinnert, dass wir Wohnung des Herrn mit unserem Herzen, unserem Leib und unserem Leben sein sollen”.
An den Gottesdiensten nahmen auch viele Wanderarbeiter teil, weshalb ein Gemeindepfarrer betonte: “Die Kirche ist euer Haus, wo ihr willkommen seid und geistige Erholung findet, nicht nur an Feiertagen, am Fest eures Schutzpatrons, sondern das ganze Jahr über”.

 

 

 

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ASIEN/INDIEN - Franziskaner fordern politischen Willen zur Garantie der Lebensmittelsicherheit

 

 

 

Kalkutta (Fides) – Damit die Lebensmittelnot in Indien überwunden wird sind Garantien für die “Lebensmittelsicherheit” aller Bürger notwendig. Deshalb soll die indische Regierung einen Aktionsplan auf den Weg bringen, der zur Umsetzung der von den Gesetzen des Landes garantierten Lebensmittelsicherheit beiträgt. Dies fordert Pater Nithiya Sagayam, Ofm Cap, vom „Verband der Ordensfamilie der Franziskaner in Indien" (AFFI).
"Trotz einer raschen wirtschaftlichen Entwicklung leben immer noch ein Drittel der Inder unterhalb der Armutsgrenze: Grund dafür ist vor allem der mangelnde politische Wille", so der Franziskanerpater. Mit dem Thema befasste sich auch ein von AFFI in Zusammenarbeit mit der Organisation "Franciscans International" und dem Udayani-Zentrum in Kalkutta veranstaltetes Studienseminar.
Rund 40 Delegierte aus ganz Indien erinnerten daran, dass “potentielle Möglichkeiten sowohl unter den Menschen als auch bei der Regierung existieren, wenn es um die Beendigung der extremen Armut geht". Ausreichend währe eine Umsetzung des “National Food Security Act” aus dem Jahr 2013 und “wirksame Maßnahmen, die vor allem Ernährung und Wohlergehen für Kinder sichern”.
Gemeinsam mit der “Indischen Föderation für Lebensmittelsicherheit“ soll ein solcher Aktionsplan entwickelt werden, der extreme Armut und Hunger bekämpft. Dabei sollen folgende Ziele verfolgt werden: Aufklärung armer Bevölkerungsgruppen über das Recht auf Nahrung, Organisation einer Tagung bei der Woche für Lebensmittelaktion (9.-16. Oktober) mit dem Schwerpunkt Recht auf Nahrung; besonderes Augenmerk für die Einwohner von ländlichen Gebieten, Slums, Migranten, Dalit und indigene Völker.

 

 

 

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ASIEN/LIBANON - Syrisch-orthodoxe Synode suspendiert zwei Bischöfe

 

 

 

Beirut (Fides) – Die syrisch-orthodoxe Kirche suspendiert infolge einer internen Krise zwei ihrer Bischöfe, während weitere vier sich bis zum 30. April schriftlich für ihr Fehlverhalten gegenüber dem Patriarchen Ignatius Aphrem II. entschuldigen sollen.
Der Beschluss wurde im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung gefasst, die vom 14. bis 16. März in Atchaneh (Libanon) tagte. Er wurde weltweit in allen syrisch-orthodoxen Gemeinden am vergangenen Sonntag, den 19. März bekannt gemacht. Bei den suspendierten Bischöfen handelt es sich um Sewerios Ishak Zaka und Eustatius Matta Roham, der einst die syrische Diözese Jazirah leitet und Ende 2012 nach Europa ausgewandert war.
Die sechs betroffenen Bischöfe hatten in einer gemeinsamen Erklärung am 8. Februar Zweifel an der Autorität dies Patriarchen geäußert, da er mit seinen Erklärungen und Gesten “gegen die Lehre Jesu und dessen Evangelium“ verstoße. Unter anderem beschuldigten sie den Patriarchen des “Verrats am Glauben”. Die Anschuldungen gegen den Patriarchen führten zu einer gemeinsamen Antwort von insgesamt 30 Bischöfen und Patriarchalvikaren, die das Verhalten der sechs Bischöfe in einer gemeinsamen Erklärung vom 10. Februar als “Aufstand gegen die Kirche” und “Entfernung von der christlich-orthodoxen Lehre“ bezeichneten. 

 

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AMERIKA/GUATEMALA - Bischof Ramazzini: “Bleiben Überweisungen aus den USA aus, wird das verheerende Folgen für Guatemala haben”

 

 

 

Berna (Fides) – Bischof Alvaro Ramazzini Imeri von Huehuetenango in Guatemala nahm an einem vom Netzwerk katholischer Hilfswerke in Europa und Nordamerika (CIDSE) beim Europaparlament in Brüssel veranstalteten runden Tisch teil, der eine Studie zum Thama Handel und Menschenrechte in Lateinamerika auf den Weg bringen soll. Gestern reiste Bischof Ramazzini Imeri nach Bern (Schweiz) weiter, wo er in Guatemala tätiges Hilfswerk besuchte.
Bei diesem Anlass erinnerte der Bischof daran, dass die Lage in Guatemala voraussichtlich zunehmend schwieriger werde und erinnerte auch an die Auswirkungen der vom neuen US-amerikanischen Präsidenten angekündigten Maßnahmen zur Einschränkung der Migration: "Sollte Präsident Trump seine Pläne im Hinblick auf die Zuwanderungspolitik verwirklichen, könnte dies für Guatemala schwerwiegende Folgen haben“, so der Bischof, „Allein 2016 überwiesen in den USA lebende Auswanderer aus Guatemala insgesamt 6.400 Millionen Dollar in die Heimat. Dass es in Guatemala keinen Zusammenbruch gab, dann ist das größtenteils diesen Überweisungen zu verdanken. Sollten diese Überweisungen reduziert, gekürzt oder versteuert werden, dann wir dies katastrophale Folgen haben. Unsere heutige soziale Situation und die in El Salvador, Honduras und Mexiko, könnte Auslöser für neue Konfliktherde sein. Vielleicht bin ich zu pessimistisch, doch die heutigen Zeichen sind nicht gut und ein Zuwanderungsstop wird unvorstellbare Folgen haben".
Gegenüber dem Nachrichtenportal “swissinfo” nannte der Bischof jedoch auch Zeichen der Hoffung. "Unsere Bischofskonferenz wird auch künftig zum Dialog zwischen allen Sektoren der Gesellschaft auffordern. Wir verstehen uns als Brückenbauer für die Verständigung und die Begegnung. Wir stehen stets auf der Seite des Volkes und versuchen jene zur Umkehr zu bewegen, die von Gewalt sprechen. Und dabei handeln wir in Übereinstimmung mit Papst Franziskus und fühlen uns von ihm gestärkt".

 

 

 

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AMERIKA/EL SALVADOR - Vorbereitung auf den Fünften Amerikanischen Missionskongress: Missionskreuz kommt nach El Salvador

 

 

 

Cara Sucia (Fides) – Aus dem benachbarten Guatemala kam in der Grenzsstadt Hachadura (El Salvador) das Missionskreutz mit den Reliquen der seligen Nazaria Ignacia und des seligen Oscar Romero an, die zur Vorbereitung auf den V. Amerikanischen Missionskongress (CAM V, Boliven 2018) im ganzen Land ausgestellt werden. Am heutigen 22. März befinden sich die Symbole der Mission in der Pfarrei San Martino de Porres in Cara Sucia (Diözese Ana), wo die Gläubigen zum gemeinsamen Gebet eingeladen sind.

 

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AMERIKA/BRASILIEN - Über 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche müssen arbeiten

 

 

 

Rio de Janeiro (Fides) – Wie aus einer vor kurzem von der Kinderschutz-Orginsation Abrinq veröffentlichten Studie hervorgeht, mussten 2015 in Brasile 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten. Die Studie belegt auch, dass 5,8 Millionen Minderjährige im Alter in Brasilien in extremer Armut leben und ihre Familien mit einem monatlichen Einkommen von 65 Dollar pro Kopf auskommen müssen. Wie die Organisation mitteilt stieg die Zahl der arbeitenden Kinder im Jahr 2015 um 8.500 in der Altersgruppe von 5 bis 9 Jahren im Vergleich zum Jahr 2014, während die Zahl in der Altersgruppe von 10 bis 17 Jahren um 659.000 zurückging. Am höchsten ist die Armutsrate bei Kindern im Nordosten (60%) und Norden des Landes (54%).

 


Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ wird neuer Gesellschafter der Klima-Kollekte

 

(Aachen/Berlin/kmw) - Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ ist neuer Gesellschafter der Klima-Kollekte. Die Gesellschafterversammlung des kirchlichen CO2-Kompensationsfonds beschloss jetzt die Aufnahme des Kinderhilfswerks der katholischen Kirche in Deutschland. Unter dem Leitwort „Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit!“ hatten die Sternsinger bei ihrer Aktion zum Jahresbeginn ihr Engagement für eine weltweite Klimagerechtigkeit bereits deutlich gemacht.

„Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ legt seit langem großen Wert darauf, dass die geförderten Projekte und Hilfsprogramme in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa einen nachhaltigen Charakter aufweisen. Das sichtbare Klimaengagement des internationalen Kinderhilfswerkes und seine Projekterfahrungen in den Ländern des Südens werden uns auf dem Weg zu mehr Klimagerechtigkeit stärken“, so Dr. Olivia Henke, Geschäftsführerin der Klima-Kollekte. „Daher freut es uns, ‚Die Sternsinger’ als weiteres Gesellschafterhaus der Klima-Kollekte begrüßen zu können und so unser Portfolio und unsere Vernetzung für mehr Klimaschutz im kirchlichen Raum auszubauen.“

Klimagerechtigkeit ist Ziel der Sternsinger

„Eine weltweite Klimagerechtigkeit ist unser Ziel, denn als Kinderhilfswerk verstehen wir uns als Anwalt für die Rechte von Kindern in aller Welt“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘. „Klimawandel und Umweltprobleme, wie verschmutztes Trinkwasser oder Schadstoffbelastungen in Böden und Luft, schädigen Kinder und beeinträchtigen ihre Zukunftschancen. Wir wollen nicht, dass die Menschen im globalen Süden mit diesen Problemen alleine gelassen werden.“ Neben dem politischen Einsatz für die ökologischen Kinderrechte setzt das Kindermissionswerk mit seinen Partnern in aller Welt dabei vor allem auf die Bildungsarbeit: Die Anlage und Bewirtschaftung von Schulgärten, die Anpflanzung von Bäumen zum Schutz vor Erosionen oder die Nutzung von erneuerbaren Energien – Projekte der Sternsinger werden oft zur Vermittlung eines bewussten Umgangs mit der Natur genutzt. „Eine intakte Umwelt ist die Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung von Kindern weltweit“, so Prälat Krämer, „und damit die Grundlage für das fundamentale Kinderrecht, in einer gesunden Umgebung aufwachsen zu können.“

Der Leitgedanke der Klima-Kollekte, „vermeiden, reduzieren, kompensieren“, wird in der Geschäftsstelle der Sternsingeraktion und rund um das Dreikönigssingen bereits umgesetzt: Energiebezug aus dem Fernwärmenetz, Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien oder klimaneutrale Produktion von Bildungsmaterialien lauten beispielhaft einige der Maßnahmen. Zukünftig will das Kindermissionswerk gemeinsam mit seinen Partnern in der Einen Welt auch geeignete Projekte in das Bündnis einbringen, die durch Kompensationszahlungen an die Klima-Kollekte gefördert werden.

Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ ist das siebte Gesellschafterhaus der Klima-Kollekte neben Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), dem Schweizer Hilfswerk Fastenopfer, der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e.V., dem bischöflichen Hilfswerk MISEREOR sowie dem Zentrum für Mission und Ökumene – nordkirche weltweit.

Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’

Rund 2.100 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 73,7 Millionen Euro standen dem Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland 2015 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 111 Ländern. Neben der Förderung der Kinder-Hilfsprojekte zählen der Einsatz für die Rechte von Kindern weltweit sowie die Bildungsarbeit zu den Aufgaben. Friedensarbeit, Einsatz für Straßenkinder und Kriegsflüchtlinge oder das Engagement für eine weltweite Klimagerechtigkeit sind Beispiele für die Arbeitsfelder des Hilfswerks der Sternsinger.

Die Klima-Kollekte gGmbH

Die Klima-Kollekte ist ein kirchlicher Kompensationsfonds zum Ausgleich unvermeidbarer Emissionen. Der Ausgleich der CO2-Emissionen erfolgt durch Klimaschutzprojekte kirchlicher Organisationen oder ihrer Partner in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz sparen Treibhausgase ein, vermeiden gesundheitliche Schäden der lokalen Bevölkerung und fördern die nachhaltige Entwicklung vor Ort. Durch die Projekte werden insbesondere Frauen gefördert sowie die lokalen Partnerinnen und Partner vor Ort eingebunden und Trainings- und Arbeitsplätze geschaffen. Die Klima-Kollekte kann hier auf langjährige, gleichberechtigte Beziehungen zu Projektpartnern zurückgreifen. Über die Klima-Kollekte lassen sich Treibhausgasemissionen aus Mobilität, Energie, Veranstaltungsdurchführung, Druckerzeugnissen und Website-Betrieb ausgleichen.

 


Wachsendes Interesse am tibetischen Buddhismus soll zugleich eingedämmt und touristisch ausgebeutet werden

Tibet: Zerstörungen und Vertreibungen in buddhistischen Studienzentren Teil chinesischer Doppelstrategie

 

(Berlin/ict) - Ein neuer Bericht der International Campaign for Tibet (ICT) belegt den Versuch der chinesischen Regierung, mit einer Doppelstrategie dem wachsenden Interesse am tibetischen Buddhismus zu begegnen. Diese verbindet die groß angelegten Abrissaktionen und die damit einhergehenden Vertreibungen tausender Mönche und Nonnen aus den buddhistischen Studienzentren Larung Gar und Yachen Gar im Osten von Tibet mit einem massiven Ausbau der touristischen Infrastruktur an eben diesen Orten. Auf diese Weise versucht die chinesische Regierung, aus dem großen Interesse am tibetischen Buddhismus innerhalb der chinesischen Bevölkerung touristisches Kapital zu schlagen, während sie zur gleichen Zeit dessen Wesenskern angreift und massiv in die freie Religionsausübung eingreift. Der neue ICT-Bericht “Shadow of Dust across the Sun“ stützt sich auf Informationen aus erster Hand und Augenzeugenberichte. Er belegt im Einzelnen das Folgende:

 

- Im Tal unterhalb des Zugangs zum buddhistischen Studienzentrum Larung Gar in der osttibetischen Autonomen Präfektur Kardze (chin.: Ganzi) entsteht derzeit unter anderem ein völlig neues Touristendorf. Dies belegt den Versuch der chinesischen Behörden, den Tourismus als Mittel einzusetzen, um das wachsende Interesse an der Wiederbelebung der tibetischen Religion und Kultur einzudämmen.

 

- Der Ausbau der touristischen Infrastruktur in Larung Gar wird von den offiziellen chinesischen Medien als „harter politischer Kampf“ bezeichnet, als handelte es sich bei dem friedlichen religiösen Studienzentrum um eine Kriegszone.

 

- In Larung Gar und Yachen Gar sowie den umliegenden Orten findet ein massiver Ausbau der Sicherheits- und Überwachungsinfrastruktur statt. Neue mobile Polizeiwachen und die Stationierung weiterer Truppen bestätigen den allgemeinen Trend zur systematischen staatlichen Kontrolle aller Lebensbereiche in Osttibet seit dem Beginn der Serie von Selbstverbrennungen von Tibetern im Jahr 2009.

 

- Die offiziellen Pläne für eine verstärkte Urbanisierung und den Ausbau des Tourismus konzentrieren sich auf eine der Führung genehme Version von Tibets religiöser Kultur und eines „glücklichen Kardze“. Sie legen einen Schwerpunkt auf die nicht-religiösen Elemente der tibetischen Kultur und verknüpfen diese mit einer langfristigen Strategie zur Eindämmung von Protesten, dem „Management“ religiöser Aktivitäten sowie der Sicherstellung der KP-Herrschaft in der gesamten Präfektur Kardze.

 

In einem ungewöhnlichen Schritt haben sechs UN-Menschenrechtsexperten im vergangenen Monat ein gemeinsames Statement zum Vorgehen der chinesischen Behörden in Larung Gar und Yachen Gar veröffentlicht. Darin bezeichnen sie die Zerstörung von Unterkünften und die Vertreibung Tausender Mönche und Nonnen aus den buddhistischen Studienzentren als Verletzungen der Menschenrechte, die offenbar „gezielte Angriffe auf das materielle und immaterielle kulturelle Erbe“ seien und „schwere Verletzungen der kulturellen Rechte der heutigen wie künftiger Generationen“ darstellten.

 

ICT-Geschäftsführer Kai Müller sagte dazu: „Die Stellungnahme der sechs UN-Sonderberichterstatter bestätigt unsere Einschätzung bezüglich des Vorgehens der chinesischen Behörden in Larung Gar und Yachen Gar. Die Zerstörungen und Vertreibungen in beiden buddhistischen Studienzentren stellen eine gravierende Verletzung des Rechts auf freie Religionsausübung dar. Sie bringen Leid über tausende Menschen und ihre Angehörigen und sind nicht hinnehmbar“, so Müller. Der ICT-Geschäftsführer weiter: „Es ist inakzeptabel, wenn nun auf den Trümmern einst lebendiger religiöser Zentren eine touristische Scheinwelt errichtet werden soll. Damit trifft die chinesische Regierung nicht nur die Tibeter, sondern auch die zahlreichen Chinesen, die sich in den vergangenen Jahren in steigender Zahl dem tibetischen Buddhismus zugewandt haben.“

 

Unseren englischsprachigen Bericht „Shadow of dust across the sun: how tourism is used to counter Tibetan cultural resilience“ können Sie hier herunterladen: http://www.savetibet.de/fileadmin/user_upload/content/berichte/2017_03_ShadowOfDustAcrossTheSun.PDF.

 


Sechs Jahre Krieg in Syrien

Geist, Logik und Praxis der Gewalt triumphieren

 

Syrien * Krieg * Humanitäre Hilfe * Völkerrecht

(Berlin/dw) -  Am 15. März jährt sich der Beginn des bewaffneten Konflikts in Syrien zum sechsten Mal. Im vergangenen Jahr ist die Situation in Syrien noch unüberschaubarer und gewalttätiger geworden. Seit 2011 sind infolge der Kampfhandlungen fast eine halbe Million Menschen ums Leben gekommen, laut den Vereinten Nationen sind fünf Millionen Menschen aus dem Land geflohen und weitere 6,3 Millionen im eigenen Land auf der Flucht. Derzeit sind etwa 13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, fast die Hälfte sind Kinder. „Wir sind erschüttert über die völlige Missachtung des humanitären Völkerrechts in Syrien – und zwar bei allen am Konflikt beteiligten Parteien. Es wird teilweise nicht einmal mehr versucht, die Zivilbevölkerung oder Einrichtungen wie Krankenhäuser zu schützen. Das hat eine neue, bislang ungekannte Dimension“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Das Kriegsverhalten der  anderen Kriegsparteien ist keinen Deut menschlicher als das des sogenannten IS: die Gewalt und Menschenfeindlichkeit, die sie zu bekämpfen vorgeben, ist Teil des eigenen Verhaltens geworden! Geist, Logik und Praxis der Gewalt triumphieren auf allen Seiten.“
 
Neben den Kampfhandlungen und der Belagerung von aktuell 13 syrischen Städten haben auch nicht eingehaltene Waffenruhen und gestoppte Hilfskonvois die humanitäre Notlage in den vergangenen Monaten weiter verschärft. Nur ein Teil der benötigten Hilfe kommt bei den Menschen an. „Der humanitäre Zugang zu hunderttausenden Menschen in Syrien ist aktuell nicht möglich. Die verschiedenen Kriegsparteien müssen ihre Belagerungen sofort einstellen, nur dann können lokale und internationale Hilfsorganisationen die Menschen erreichen, die so dringend auf Hilfe angewiesen sind “, so Füllkrug-Weitzel. „Diese Situation ist für uns als humanitäre Organisation unerträglich. Humanitäre Helfer können in Syrien nicht all den Menschen helfen, den geholfen werden muss.“
 
Die Diakonie Katastrophenhilfe ist über ihre lokale Partnerorganisation in Syrien aktiv. Der erfahrene Partner arbeitet seit vielen Jahren in unterschiedlichen Teilen des Bürgerkriegslands und ist als neutrale Institution anerkannt, sodass es ihm trotz des schwierigen Zugangs gelingt, auch in Situationen Hilfe zu leisten, wo dies sonst kaum möglich wäre. Die Partnerorganisation unterstützt die Menschen unter anderem mit Trinkwasser, lebensnotwendigen Medikamenten, Aus- und Weiterbildungsangeboten und psychosozialer Begleitung, um vor allem Kindern dabei zu helfen, die schweren Kriegstraumata zu verarbeiten. „Wir wissen, in welch persönlich schwieriger Lage die Mitarbeitenden unserer Partnerorganisation tagtäglich arbeiten. Es gibt in Syrien kaum eine Familie, die nicht direkt vom Konflikt betroffen ist. Trotzdem ist unsere Partnerorganisation in der Lage, landesweit freiwillige Helferinnen und Helfer zu gewinnen“, sagt Michael Frischmuth, Kontinentalleiter Asien bei der Diakonie Katastrophenhilfe.
 
Die Nothilfe ist für die Menschen in Syrien überlebenswichtig. Trotzdem muss intensiv darüber gesprochen werden, wie der schon sechs Jahre andauernde Krieg beendet werden kann. „Die internationale Staatengemeinschaft muss endlich das Leid der Menschen in den Vordergrund rücken und ihre eigenen unterschiedlich gelagerten Interessen zurückstellen. Nur dann kann ein Friedensprozess in Gang kommen, der diesen Namen verdient. Langfristig hilft den Syrerinnen und Syrern nur dauerhafter Frieden in ihrem Land“, so Füllkrug-Weitzel.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Syrien Nothilfe
Online unter:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE8866 0205 0002 0202 0202
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Nothilfe Syrien
Online unter:
www.caritas-international.de

 


Aktion vor dem deutschen Bundestag: „Uns sind die Hände gebunden“

"Aufgeben nicht denkbar": Mehr als 20 Organisationen fordern für Millionen eingeschlossene Menschen in Syrien freien humanitären Zugang

Foto: World Vision
Foto: World Vision

 

(Berlin/wv) - Im Vorfeld des sechsten Jahrestages der Syrienkrise machten heute mehr als 20 deutsche Organisationen darauf aufmerksam, dass in Syrien weiterhin etwa fünf Millionen Menschen in 13 belagerten und schwer erreichbaren Gebieten ausharren. Unter dem Motto „Uns sind die Hände gebunden“ versammelten sich heute mehr als 100 humanitäre Helfer vor dem Bundestag.

„Wir appellieren an die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft, alles dafür zu tun, den humanitären Zugang sicherzustellen und das Völkerrecht zu wahren. Aleppo ist bis heute Inbegriff des Grauens, das Menschen erleben, die ständig beschossen werden und komplett eingeschlossen sind. In Syrien gibt es jedoch insgesamt 13 Orte wie Aleppo“, so die Botschaft der Hilfsorganisationen.

Bei der Aktion standen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen nebeneinander, ihre Hände mit rotem Seil verbunden. Gleichzeitig wurden Schlagzeilen von Pressemeldungen und Statements vorgelesen, die die Organisationen in den letzten sechs Jahren Krieg verschickt haben – eine Chronologie des Horrors und der größten humanitären Krise unserer Zeit. „Wir haben über die unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen der Gewalt vielfach informiert. Trotz gebrochener Waffenruhen und vieler Gefahren für unsere lokalen Helfer sichern wir mit Partnern notleidenden Menschen aus allen Regionen Syriens das Überleben. Ein Aufgeben ist für uns nicht denkbar. Wenn es um den humanitären Zugang zu Millionen von Menschen in schwer erreichbaren und belagerten Gebieten geht sind uns jedoch die Hände gebunden“, so die Organisationen.

Zusatzinformation und Zitat von World Vision:
"Unschuldige Kinder zahlen den höchsten Preis für unmenschliche Kriegstaktiken und fehlende Schutzräume in Syrien“,  betont Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender der Kinderhilfsorganisation World Vision. „ Ihre Kindheit ist bereits zerstört, ihr Leben ständig bedroht. Dauerstress, Traurigkeit und Angst vor der Zukunft belasten die psychische Gesundheit von Millionen syrischen Kindern und Jugendlichen, und mit jedem Tag mangelnder Versorgung wächst auch das Risiko von dauerhaften Entwicklungsstörungen. Viele geflüchtete Kinder haben aber noch die Hoffnung, eines Tages ein normales Leben in ihrer Heimat führen zu können, und diese Hoffnung zu erfüllen, sollte uns jede Anstrengung wert sein. World Vision ruft dazu auf, Jugendliche und Kinder bei Friedensverhandlungen und Plänen für den Wiederaufbau mit einzubeziehen, denn es geht um ihre Zukunft."

Die Hilfe von World Vision erstreckt sich auf mehrere Regionen in Nord-Syrien, im Nord-Irak, im Libanon, in Jordanien und in der Türkei. Mehr als 1,1 Millionen Kinder und insgesamt fast 2,3 Millionen Menschen wurden im vergangenen Jahr (2016) unterstützt. Für den Erfolg der Hilfsprogramme war und bleibt die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Helfern sehr wichtig. So konnte u.a. die Arbeit einer Geburtsklinik in Idleb und weiterer Krankenhäuser in der Region Aleppo aufrechterhalten werden. Tausende Familien erhielten neuen Zugang zu Trinkwasser, Winterhilfe oder Haushaltswaren für Notunterkünfte. 13.328 Kinder in Syrien wurden mit Bildungsangeboten, psychosozialer Betreuung oder Kinderschutz-Maßnahmen erreicht.  In Zusammenarbeit mit „Syria Relief“ werden gezielt verwitwete Frauen und Kinder mit Verletzungen oder Behinderungen unterstützt. World Vision unterstützt außerdem Rechtsberatung, Sprach-und Berufsförderung für geflüchtete Syrerinnen und Syrer.

Weitere Informationen: https://www.worldvision.de/unsere-projekte-weltweit/hilfe-in-syrien

Internationaler Jahresbericht zur Syrienhilfe: http://www.wvi.org/sites/default/files/Committed%20to%20Children%202016%20Syria%20Response%20Report%20-%20FINAL%206%20March.pdf

 

INFOS IM INTERNET
World Vision finden Sie auch auf Facebook, Twitter, Xing und Youtube, http://www.worldvision.de


HINTERGRUND
World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2015 wurden 300 Projekte in 50 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit weiteren World Vision-Werken in fast 100 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse „Aktion Deutschland Hilft“ und Gemeinsam für Afrika. http://www.worldvision.de


Hungerkatastrophe: ora Kinderhilfe leistet Soforthilfe in Afrika

 

 

 

(Berlin/pm) Der Blick ist leer, genauso wie der Magen. Viele Kinder können sich kaum mehr auf den Beinen halten. An Lernen, Spielen oder Toben ist längst nicht mehr zu denken. Die Kinder hungern, ebenso ihre Eltern. Seit Wochen haben sie nichts Richtiges gegessen. „Die Situation in Burundi ist furchtbar, das Leid scheint grenzenlos“, klagt Matthias Floreck, Leiter der Internationalen Projektarbeit von ora Kinderhilfe international e.V.

Er war in Afrika vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen.  Auf Grund der kriegerischen Unruhen ist die Ernährung in dem ostafrikanischen Land zum zentralen Problem geworden. Burundi gilt sowieso schon als eines der ärmsten Länder der Welt. Nun ist die Lage verheerend. Ebenso wie der Sudan, Äthiopien und Sierra Leone ist es von der Hungerkatastrophe betroffen. Die burundische Regierung hat offiziell den Notstand ausgerufen.  

Bürgerkrieg, Dürre und Krankheiten fordern derzeit Hunderttausende Opfer. Unicef warnt seit Wochen vor der humanitären Katastrophe. Bereits im Januar hat ora Kinderhilfe daher Katastrophenhilfe geleistet und Reis, Mais sowie Trockenmilchpulver zur Verteilung vor Ort gekauft. „
Die Kinder trifft es am Härtesten“, ist Floreck überzeugt. „Die körperlichen und geistigen Schäden können irreparabel sein. Das müssen wir mit aller Kraft verhindern.“ 

Daher hat sich das christliche Hilfswerk zu weiterer Soforthilfe entschlossen. „ora Kinderhilfe arbeitet immer mit Partnern vor Ort zusammen“, erklärt Floreck. „Sie sind die Experten und wissen, wer am dringendsten Hilfe braucht.“ So gelangen die Hilfslieferungen auch zügig an entlegene Orte und Dörfer. In Burundi, Sierra Leone, Sudan und Äthiopien ist das Hilfswerk derzeit mit Soforthilfe im Einsatz. Floreck ist überzeugt: „Jedes Leben zählt. Es geht darum möglichst viele zu retten.“

 

 

 


 

 

 

ora Kinderhilfe ist seit 1981 weltweit für Menschen in Not im Einsatz. Derzeit betreuen die lokalen Mitarbeiter und Partner Kinder und Familien in zehn Ländern auf vier Kontinenten. Das Berliner Hilfswerk hat drei Arbeitsschwerpunkte: Patenschaften für Kinder, Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe. Um helfen zu können, ist ora auf Spenden angewiesen.

 

Deklaration fordert grundlegende Tourismuswende

Entwicklungshoffnung und Armutsrisiko

 

ITB * Tourismus * Tourismuswende * Nachhaltigkeit * Agenda 2030

(Berlin/bfw) - Anlässlich der weltgrößten Tourismusmesse ITB (8.-12. März) fordert Brot für die Welt in einer gemeinsamen Deklaration mit Partnerorganisationen aus aller Welt eine grundlegende Trendwende. Dazu gehören eine verbindliche Orientierung des Tourismus an allen Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und an internationalen Menschenrechtsstandards sowie eine stärkere Beteiligung der Menschen vor Ort. „Wir brauchen einen Perspektivwechsel im Tourismus. Der Tourismus orientiert sich momentan vor allem an den Interessen der Reisewirtschaft. Neben dem Wohlbefinden der Urlauber müssen die Bedürfnisse der Menschen in den Zielgebieten stärker beachtet werden. Für unsere Partnerorganisationen ist der Tourismus oft Entwicklungshoffnung und Armutsrisiko zugleich“, sagt Antje Monshausen, Tourismus-Expertin von Brot für die Welt.

Die Vereinten Nationen haben 2017 zum „Internationalen Jahr des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“ ausgerufen. Tourismuswirtschaft und Entwicklungspolitik scheinen sich einig zu sein, dass mehr Tourismus automatisch zu nachhaltiger Entwicklung beiträgt. Dabei berufen sie sich auf eine Branchenstudie, nach der deutsche Reisende pro Jahr mehr als 13 Milliarden Euro in Entwicklungs- und Schwellenländern ausgeben. Dieselbe Studie weist aber auch nach, dass es keinen signifikanten statistischen Zusammenhang zwischen steigendem Tourismus und sinkender Armutsquote gibt, während sich die Einkommensungleichheit bei zunehmendem Tourismus langfristig sogar verstärkt. „Deswegen muss es darum gehen, Initiativen für nachhaltige Entwicklung zu fördern und nicht Tourismus per se. Der Fokus auf Wachstum kann für die Menschen vor Ort sogar gefährlich werden, denn nicht regulierter Tourismus neigt zum Verelendungswachstum. Die sozialen und ökologischen Kosten können höher sein als die wirtschaftlichen Impulse“, so Monshausen. Wenn Fischer oder Bäuerinnen für den Bau eines Hotels von ihrem Land vertrieben werden und ihre Lebensgrundlage verlieren, nütze es ihnen nicht, wenn das Hotel später nachhaltig betrieben werde.

Brot für die Welt fordert deshalb, kritische Stimmen der Lokalbevölkerung und der Zivilgesellschaft bei Entscheidungen zu berücksichtigen. „Nicht nur auf der weltgrößten Tourismusmesse bleiben Tourismuswirtschaft und Politik aber weitgehend unter sich. Auch in den Reiseländern und Urlaubsorten werden die Menschen vor vollendete Tatsachen gestellt und haben wenig Mitsprache“, so Monshausen.

Die 28 Initiatoren der Deklaration „Transforming Tourism“, darunter etwa die Hälfte aus Entwicklungs- und Schwellenländern wie Kolumbien, der Dominikanischen Republik, Gambia, Indien, den Philippinen, Sri Lanka oder Kambodscha, berufen sich auf die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. „Tourismus braucht verbindliche soziale und ökologische Leitplanken, damit er dauerhaft den Menschen in den Zielländern nutzt und ihre Entwicklungsperspektiven stärkt“, fasst Antje Monshausen die Forderungen gegenüber Entwicklungspolitik und Tourismuswirtschaft zusammen.

Hinweise für Redaktionen:
Antje Monshausen, Leiterin der Fachstelle Tourism Watch bei Brot für die Welt, steht für Interviews zur Verfügung. Sie ist während der ITB erreichbar unter 0170-7606219, sowie per E-Mail
antje.monshausen@brot-fuer-die-welt.de

Weitere Informationen
Mehr als 30 Vertreter von Zivilgesellschaft und Wissenschaft aus aller Welt haben bei einem Treffen vom 3.-6. März 2017 die Berlin-Deklaration „Transforming Tourism“ („Tourismuswende“) erarbeitet. Darin identifizieren sie konkrete Stellschrauben für einen Wandel im Tourismus.

Zu den zentralen Punkten gehören:
• Frühzeitige und effektive Beteiligung der Menschen in den Zielländern bei Tourismusplanungen und während der touristischen Entwicklung. Die Beteiligung armer und verletzlicher Teile der Bevölkerung, sowie die Stärkung und der Schutz von Menschenrechtverteidigern erfordert besondere Aufmerksamkeit.
• Soziale Sicherheit, existenzsichernde Löhne und Aufstiegschancen für lokale Arbeitskräfte, sowie Förderung eigener, lokaler Tourismusinitiativen.
• Nachhaltige Produktions- und Konsummuster, durch die die Umwelt und das Klima geschützt und die Menschenrechte geachtet werden. Das gilt sowohl in den Zielländern, als auch in den Sendemärkten des Tourismus, wie zum Beispiel in Deutschland.
• Eine Abkehr vom Wachstumsfetisch: Nicht mehr Tourismus führt zur nachhaltigen Entwicklung, sondern eine grundlegende Abkehr vom vorherrschenden, ausbeuterischen Tourismusmodell.

Die Deklaration wird auf der ITB vorgestellt und soll in lokale und internationale Politikprozesse einfließen. Die Berlin-Deklaration ist auf der Internetseite
www.transforming-tourism.org zu finden. Eine deutschsprachige Übersetzung folgt in Kürze.

Website
Das neue englisch-sprachige Online-Portal
www.transforming-tourism.org wird gemeinsam von Brot für die Welt und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen betrieben und kontinuierlich ausgebaut.

Brot für die Welt – Tourism Watch auf der ITB
Brot für die Welt ist mit seiner Fachstelle Tourism Watch auf der ITB mit einem Stand sowie Veranstaltungen vertreten (Halle 4.1, Stand 221).

Mittwoch, 8. März 2017, 16:00-17:00 Uhr, Halle 4.1., große Bühne: Podiumsdiskussion “Leave no one behind – Participation and decision making in tourism“ Vorstellung der Deklaration „Transforming Tourism“.

Es diskutieren:
• Adama Bah (Institute on Travel and Tourism, The Gambia),
• Ulrike Braun (DER Touristik),
• Herman Kumara (National Fisheries Solidarity Movement, Sri Lanka),
• Antje Monshausen (Brot für die Welt – Tourism Watch),
• Petra Thomas (forum anders reisen / Roundtable Human Rights in Tourism)

 


„Niemand flieht freiwillig!“

 

Die meisten Syrer sind in den Libanon geflohen. Kein anderes Land hat mehr Flüchtlinge aufgenommen. Bleiben wollen die meisten nicht.

(Berlin/ora) - „Wenn ich könnte, würde ich sofort nach Hause zurückkehren“, sagt Khalid. Der Gemüsehändler aus der Nähe von Homs lebt seit anderthalb Jahren in einem Flüchtlingslager im Libanon. Lange haben er und seine Familie versucht, dem Krieg in Syrien zu trotzen. Sie wollten nicht fliehen. Aber als sie im Sommer 2016 zwischen die Fronten gerieten, hatten sie keine Wahl mehr. „Auf der einen Seite des Dorfes kämpften die Rebellen und auf der anderen die Soldaten des Assad-Regimes“, berichtet Khalid. „Erst sind wir gerannt und später dann mit einem Bus über die Grenze in den Libanon gekommen.“

 

So wie Khalid und seiner Familie geht es den meisten syrischen Flüchtlingen. „Sie leiden unter den Folgen des Krieges, genauso wie unter dem Verlust ihrer Heimat“, erklärt Jochen Hackstein, Vorstand der ora Kinderhilfe international. „Niemand verlässt freiwillig sein Zuhause“, stellt er klar.

 

ora Kinderhilfe international leistet in vier Flüchtlingslagern in der Beeka-Ebene Nothilfe. Das christliche Kinderhilfswerk baut mit seinem Partner vor Ort Zelte, verteilt Öfen, Heizdiesel, Lebensmittel, Kleidung und Medikamente. Das Elend scheint dem gegenüber grenzenlos. In langen Schlangen reihen sich Zelte und Behausungen aneinander. Überall in den Lagern liegt Müll. Es stinkt, die Kinder sehen verwahrlost aus und die Eltern sind verzweifelt. So wie Khalid und seine Frau. Sie haben drei Kinder und wünschen sich nichts mehr, als dass es ihren Kindern einmal besser geht. „Ich bin dankbar, dass ora für mich und meine Familie eine Unterkunft gebaut hat“, sagt Khalid, „aber ein Zuhause ist es nicht.“

 

„Ihr Zuhause können wir nicht ersetzen, aber helfen können wir“, sagt Hackstein. „Auch wenn das aussieht, wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, dürfen wir damit nicht nachlassen“, warnt er. ora Kinderhilfe international versorgt mehr als 1.000 Familien monatlich mit dem Nötigsten. Solange Krieg der Krieg in Syrien nicht beendet ist, wird das Kinderhilfswerk die Hilfe fortsetzen.

 

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 ora Kinderhilfe ist seit 1981 weltweit für Menschen in Not im Einsatz. Derzeit betreuen die Mitarbeiter und Partner vor Ort hauptsächlich Kinder in zehn Ländern auf vier Kontinenten. Das Berliner Hilfswerk hat drei Arbeitsschwerpunkte: Patenschaften für Kinder, Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe. Seit Ausbruch der Kämpfe in Syrien und im Irak unterstützt ora Kinderhilfe die unschuldigen Opfer der Auseinandersetzungen. Um helfen zu können, ist ora auf Spenden angewiesen.

 

Jochen Hackstein verteilt Bälle. Foto: ora
Jochen Hackstein verteilt Bälle. Foto: ora

Hungersnot in Ostafrika

Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf

 

Hungersnot * Ostafrika * Somalia * Südsudan * Dürre * Spendenaufruf

(Berlin/dw) - In Teilen Ostafrikas droht eine Hungersnot. Allein im Südsudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen fünf Millionen Menschen auf die Unterstützung mit Lebensmitteln angewiesen. Eine Hungersnot wurde offiziell für einen Teil des Landes ausgerufen. In Somalia ist die Zahl der Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind,  aufgrund der Dürre auf über sechs Millionen angestiegen. „Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen, denn wir riskieren nicht nur das Leben von hunderttausenden Menschen im Osten Afrikas, sondern auch die sehr fragile politische Situation weiter zu destabilisieren und die Fortschritte der letzten Monate, gerade in Somalia, wieder zu zerstören“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Neben der Dürre sind immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen gerade im Südsudan eine Ursache für den Hunger. Deshalb ist es jetzt insbesondere wichtig, dass die Konfliktparteien den Zugang zur Hilfe nicht weiter behindern und weitere Mittel bereitgestellt werden.“

Die nun schon seit mehreren Jahren anhaltende Dürreperiode führt auch in anderen Regionen Ostafrikas zu einer Verschärfung der Situation. Betroffen sind insbesondere der Nordosten Kenias, der Südosten Äthiopiens und Somalia – insgesamt ein Gebiet mit 15 Millionen Einwohnern. Laut Vereinten Nationen ist die Zahl der Menschen in Somalia, die auf Humanitäre Hilfe angewiesen sind, inzwischen bereits auf 6,2 Millionen angestiegen – das ist mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung des Landes. Mehr als eine Million Kinder im Südsudan werden als akut unterernährt geschätzt. Die Prognosen für die nächste Regenzeit, die eigentlich im März beginnen sollte, sind schlecht. „Es besteht die Gefahr, dass sich die Situation im Frühsommer weiter dramatisch verschärft“, sagt Martin Keßler. „Deshalb ist es so wichtig, dass jetzt Mittel bereitgestellt werden und die Hilfe zügig und gut koordiniert vorankommt.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihren lokalen Partnerorganisationen in Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien vor Ort und versorgt die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem werden neben der Nothilfe die Menschen in der Vorsorge unterstützt. Dabei geht es insbesondere darum, Wissen zu vermitteln, wie Landwirtschaft trotz der schwierigen klimatischen Bedingungen möglich ist.

„Mehr denn je sind die Menschen in Ostafrika auf unsere Unterstützung angewiesen. Wir müssen jetzt handeln, um eine noch größere Hungersnot zu verhindern. Deshalb rufen wir zu Spenden auf“, sagt Keßler.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Afrika Hungerhilfe
Online unter:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE8866 0205 0002 0202 0202,
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Hungerkrise Ostafrika
Online unter:
www.caritas-international.de

 


Aktion Deutschland Hilft

Hungerkatastrophe in Ostafrika

Hunger in Ostafrika. Copyright Help/Simaitis
Hunger in Ostafrika. Copyright Help/Simaitis

 

(Berlin/pm) - In Ostafrika sind mindestens 12 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Besonders schlimm ist die Lage in Kenia, Äthiopien, Somalia und im Südsudan. Die Hilfsorganisationen des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft sind in der betroffenen Region seit Jahren tätig und leisten den Menschen Nothilfe. Einen Überblick über die Hilfe unseres Bündnisses erhalten Sie hier:
https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/spenden-ostafrika/

 

 Gemeinsam Leben retten: Für unsere abgestimmten Hilfsmaßnahmen sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Daher wären wir sehr dankbar, wenn Sie unsere Nothilfe durch die Veröffentlichung unseres Spendenkontos unterstützen könnten.

  

Spendeninformation
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort
„Hilfe für Ostafrika“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

 

 

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 81190 senden (10 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, 9,83 € davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft)

 

Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

 


Spendenkonto "Hunger im Jemen" und "Syrien"

Hunger im Jemen, © ADRA/Jahn Fischer
Hunger im Jemen, © ADRA/Jahn Fischer

 

(Berlin/pm) - Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat sich die dramatische Ernährungslage im Jemen deutlich verschärft. 14 Millionen Menschen hungern – darunter zwei Millionen akut unterernährte Kinder. Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft leistet Nothilfe – mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und hochkalorischer Zusatznahrung. Mehr zur Nothilfe im Jemen: http://bit.ly/2hVBm0L

Und auch in Syrien bangen die Menschen täglich um ihr Leben. Trotz der prekären Sicherheitslage versorgen Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft kranke und verletzte Menschen Syrien und den Nachbarländern und leisten Winterhilfe. Weitere Infos zur Winterhilfe: http://bit.ly/2h8012t

Für unsere abgestimmten Hilfsmaßnahmen sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Daher wären wir sehr dankbar, wenn Sie unsere Nothilfe durch die Veröffentlichung unseres Spendenkontos unterstützen könnten.

Spendeninformation
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort „Hunger Jemen“ bzw. „Syrien“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de