Nachrichten aus aller Welt

25.03.2017

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

Frankreich verabschiedet Gesetz zur Unternehmenshaftung bei Menschenrechtsverletzungen - Deutschland sollte folgen

Meilenstein für den Schutz der Menschenrechte

Unternehmenshaftung * Menschenrechte * französischer Verfassungsrat * Nationaler Aktionsplan * Sorgfaltspflicht

(Berlin/bfw) - Frankreich verpflichtet Unternehmen gesetzlich zur Achtung der Menschenrechte und Umwelt, auch in ihren Tochterunternehmen und Lieferketten. Der französische Verfassungsrat hat gestern Nachmittag die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes zur Unternehmensverantwortung in weiten Teilen bestätigt. Nun wird das Gesetz in wenigen Tagen in Kraft treten. Frankreich ist damit das erste Land weltweit, das Unternehmen per Gesetz in die Pflicht nimmt, auch in ihren Auslandsgeschäften auf Menschenrechte und Umwelt zu achten. Amnesty International, Brot für die Welt, Germanwatch und Oxfam begrüßen dieses Gesetz.
 
„Das französische Gesetz zur Unternehmensverantwortung ist Best Practice und - zusammen mit dem EU-Beschluss zu Konfliktrohstoffen in dieser Woche - Türöffner für eine verbindliche Verpflichtung von global agierenden Unternehmen auf den Schutz von Menschenrechten und Umwelt. Sage keine Regierung mehr, man könne nur die Krümmung von Bananen gesetzlich regeln, aber nicht, unter welchen Arbeitsbedingungen sie angebaut werden“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Präsidentin von Brot für die Welt.

„Amnesty hat sich gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen in Frankreich seit Jahren für ein Gesetz eingesetzt, das menschenrechtliche Sorgfaltspflichten für Unternehmen festschreibt. Die Bundesregierung sollte nachziehen und endlich in Deutschland die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen schaffen“, sagt Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland.

Etwa 120 Unternehmen, darunter Danone, Renault und Total, müssen einen Sorgfaltspflichtenplan veröffentlichen und umsetzen, mit dem sie ökologische und menschenrechtliche Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifizieren und verhindern. Die Einhaltung der Sorgfaltspflichten kann auf Antrag gerichtlich überprüft und angeordnet werden. Eine Verletzung der Sorgfaltspflichten kann im Schadensfall zudem zur Haftung gegenüber Betroffenen führen. Lediglich die vorgesehenen Bußgelder in Höhe von bis zu 30 Millionen Euro hat der Verfassungsrat gestern gestrichen.
 
Im Dezember 2016 hatte die Bundesregierung den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte verabschiedet. Dieser enthält jedoch nur freiwillige Vorgaben an deutsche Unternehmen. Wenn bis 2020 weniger als die Hälfte aller Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sorgfaltsverfahren in ihre Geschäftspraxis integriert haben, will die Bundesregierung eine gesetzliche Regelung prüfen. „Der Staat muss verbindliche Regeln zur Einhaltung der Menschenrechte schaffen, freiwillige Selbstverpflichtungen reichen nicht aus. Katastrophen wie der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch 2013 mit über 1.000 Toten darf es nicht mehr geben“, fordert Marion Lieser, Geschäftsführerin von Oxfam Deutschland.

„Die Politik sollte sich schon jetzt damit beschäftigen, wie ein wirksames Gesetz in Deutschland ausgestaltet werden könnte. Nur wenn Deutschland ambitioniert vorangeht, kann es im Jahr der G20-Präsidentschaft andere Länder zum Handeln motivieren“, sagt Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender von Germanwatch.
Vor diesem Hintergrund hatten die Organisationen 2016 einen deutschen Gesetzesvorschlag für menschenrechtliche Sorgfaltspflicht veröffentlicht.


Bericht: Fast 200 Menschen verhaftet / Bundesregierung nennt Menschenrechtssituation in Tibet „besonders kritisch”

Tibet: Jüngste Selbstverbrennung Resultat anhaltender Repressionen

 

(Berlin/pm) - Die jüngste Selbstverbrennung des jungen Tibeters Pema Gyaltsen wirft nach Einschätzung der International Campaign for Tibet (ICT) erneut ein Schlaglicht auf die Auswirkungen der anhaltend repressiven Politik der chinesischen Regierung in Tibet. Wie „Radio Free Asia” (RFA) und andere Medien berichteten, hat sich der 24-jährige Landwirt Gyaltsen am vergangenen Samstag aus Protest gegen die chinesische Politik in seiner Heimat selbst in Brand gesetzt. Die Selbstanzündung ereignete sich demzufolge gegen vier Uhr nachmittags auf dem Marktplatz der osttibetischen Stadt Kardze (chin.: Ganzi). Pema Gyaltsen habe die Rückkehr des Dalai Lama gefordert und beklagt, es gebe keine Freiheit in Tibet, während er sich selbst anzündete. Die Polizei habe den schwerverletzten jungen Mann weggeschafft.

 

Ob Pema Gyaltsen noch lebt, ist derzeit nicht klar. Familienangehörige, die sich zur örtlichen Polizeistation begaben und verlangten, ihn sehen zu dürfen, wurden laut dem RFA-Bericht von den Beamten misshandelt und geschlagen. Wegen der unmittelbar nach der Selbstverbrennung einsetzenden Sperre der Telefon- und Internetverbindungen durch die chinesischen Behörden ist es außerordentlich schwierig, an aktuelle Informationen zu gelangen. In einem weiteren Bericht meldet RFA, dass die chinesischen Behörden in Kardze im Zusammenhang mit Pema Gyaltsens Selbstverbrennung fast 200 Menschen festgenommen haben. Vielen von ihnen seien die Mobiltelefone abgenommen worden. Unklarheit herrschte zunächst auch über den gegenwärtigen Aufenthaltsort von Pema Gyaltsen. Hieß es zunächst, er sei in eine Klinik der Provinzhauptstadt Chengdu verlegt worden, so wurde später gemeldet, er läge immer noch im Krankenhaus von Kardze. Seine Angehörigen wollten ihn offenbar nach Chengdu bringen lassen, wo vermutlich eine bessere medizinische Behandlung zu erwarten gewesen wäre. Die Behörden hätten dies aber unter Verweis auf „Haftgründe” verweigert. Mit Pema Gyaltsens Selbstverbrennung stieg deren Gesamtzahl in Tibet und China seit Februar 2009 auf 147. Details können Sie einer Zusammenstellung auf der Webseite der International Campaign for Tibet in den USA entnehmen.

 

Nur wenige Tage nach der Selbstverbrennung in Kardze wurde im Bundestag über den jüngsten Menschenrechtsbericht der Bundesregierung diskutiert. Dieser beschreibt die Lage in Tibet mit deutlichen Worten. Im Abschnitt zur Volksrepublik China heißt es: „Besonders kritisch ist die Menschenrechtssituation in Tibet und Xinjiang. Religions- und Versammlungsfreiheit werden dort wesentlich stärker unterdrückt als in anderen Regionen. Die Zentralregierung geht gegen jegliche (auch vermeintliche) Autonomie- und Unabhängigkeitsbestrebungen mit großer Härte vor. Die seit 2006 andauernde Serie von Selbstverbrennungen junger Tibeter ist Ausdruck höchster Verzweiflung gegen die Verwehrung von echter religiöser, sprachlicher und kultureller Autonomie.“ Die International Campaign for Tibet begrüßt diese ungeschminkte, wenngleich kurze Beschreibung der Situation in Tibet. ICT-Geschäftsführer Kai Müller sagte dazu: „Die Verschlechterung der Menschenrechtslage in der Volksrepublik China insgesamt stellt die deutsche Außenpolitik gegenüber China vor große Herausforderungen und bestehende Konzepte wie den deutsch-chinesischen Rechtsstaatsdialog in Frage. Berichte wie über die gegenwärtigen Massenverhaftungen in Osttibet sind zutiefst besorgniserregend. Sie sind die Antithese rechtsstaatlichen Verhaltens.“


Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit mehr als 20 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.

 


missio Aachen-Präsident Krämer: Menschengemachte Ursachen besser bekämpfen – Hilfswerk stellte 2,286 Millionen Euro seit 2014 zur Verfügung

„Kurzfristige Nothilfe allein dämmt Hungerkatastrophe nicht ein“

 

(Aachen/missio) - Die internationale Gemeinschaft darf sich zur Eindämmung der gegenwärtigen Hungerkatastrophe im Norden Nigerias, im Sudan, Südsudan und Äthiopien nicht allein auf kurzfristige Nothilfe beschränken. Vielmehr muss sie vor Ort die zivilgesellschaftlichen Kräfte stärken, die die „menschengemachten Ursachen“ und ihre Folgen langfristig beseitigen wollen. Dies forderte am heutigen Dienstag Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen. Das Hilfswerk unterstützt die Kirche in diesen vier Ländern seit 2014 mit rund 2,286 Millionen Euro für Akuthilfe, Friedens- und Versöhnungsarbeit sowie die Begleitung traumatisierter Menschen.

 

 

 

„Vor allem dort, wo Staaten politisch scheitern, schlecht regiert wird, wo Korruption herrscht, Krieg und Bürgerkrieg alles zerstört, wird Hunger zum flächendeckend lebensgefährlichen Problem“, sagte Prälat Krämer. Im Norden Nigerias erreiche der Staat beispielsweise bei der Befriedung des Konfliktes mit der islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ kaum nachhaltige Fortschritte. Wo die Terroristen vertrieben seien, gebe es keinen Wiederaufbau und kaum Versöhnungsarbeit. Folge: Die Sicherheitslage bleibe prekär, die Menschen kehrten nicht in ihre Dörfer zurück und könnten nicht mehr selbst für ihre Ernährung sorgen.

 

 

 

Im Südsudan sei es Bürgerkriegsparteien und der Regierung gleichgültig, ob ihre Bevölkerung verhungere oder nicht, ohne dass die Staatengemeinschaft eingreife. In Äthiopien bedrohe die Dürre als Folge des Klimawandels die Versorgung. „In diesen Ländern erreicht oft die Kirche vor Ort die Menschen und hilft ihnen, wo der Staat und die Internationale Gemeinschaft sich längst zurückgezogen haben“, sagte Krämer. „Wenn die Helferinnen und Helfer aus aller Welt wieder zu Hause sind, ist die von missio unterstützte Ortskirche in diesen prekären Regionen immer noch da, um zu helfen“, so Krämer.

 

 

 

 

 

Wer ist missio?

 

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Im vergangenen Jahr wurden rund 1.100 Projekte seiner Partner mit etwa 47 Millionen Euro finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Kontinenten. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein die Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.

 


Nahrungsmittel für 43.000 hungernde Kinder und Jugendliche

Sternsinger helfen in Ostafrika mit 860.600 Euro

 

(Aachen/kmw) -  Mit Nothilfen in Höhe von insgesamt 860.600 Euro unterstützt das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ Familien im Südsudan, in Kenia und Burundi. Durch die Nothilfen können 43.000 Kinder und Jugendliche mit Grundnahrungsmitteln über einen Zeitraum von zunächst drei bis vier Monaten versorgt werden.
„Die Ernährungssituation der Menschen im Südsudan und in der gesamten Region ist nicht erst seit ein paar Wochen katastrophal. Die vergangenen drei Jahre Bürgerkrieg haben nicht nur das Land destabilisiert, sondern auch zu enormen Ernteausfällen geführt“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘. „Vor allem mangelernährte Kinder und arme Familien, die aktuell aus eigener Kraft keinen Zugang zu Lebensmitteln haben, werden durch unsere Projektpartner in den Diözesen unterstützt.“

Ohne fremde Hilfe gibt es kaum Überlebenschancen
Von den Nothilfen der Sternsinger fließen 727.100 Euro allein in Projekte im Südsudan. Tägliche Lebensmittelrationen, bestehend aus Sorghum, Erdnüssen, Bohnen, Öl, Zucker und Salz, werden vor allem Kinder, Jugendliche und stillende Mütter erreichen. Für die Allerschwächsten sei das nötiger als zuvor, sagt Sebastian Kämpf, Entwicklungskoordinator der Diözese Wau im Nordwesten des Südsudans. Die Diözese organisiert die Beschaffung und Verteilung der Lebensmittelhilfen vor Ort. Um Sicherheitsrisiken und hohe Transportkosten zu vermeiden, werden die Nahrungsmittel direkt in der Stadt Wau gekauft. Dies müsse allerdings sehr schnell passieren, bevor die Regenzeit beginnt und die Lebensmittelpreise noch stärker ansteigen, so der Projektpartner vor Ort. Weitere Hilfsgelder gehen an Projektpartner in den Diözesen El Obeid, Juba und Rumbek.

Die VereintenMan schätzt, dass die Zahl bis April nochmal um eine Million nach oben gehen wird“, so Sebastian Kämpf über die Situation im Südsudan. „Dann werden wir  wahrscheinlich weit über sechs Millionen Hungernde haben – jeder Zweite wird dann definitiv hungern und um sein Leben kämpfen müssen.“

Mit 133.500 Euro unterstützen die Sternsinger Projekte in Burundi und Kenia. Auch dort liegt der Schwerpunkt in der Beschaffung und Verteilung von Nahrungsmitteln an Not leidende Familien.

Auch Medikamente sind Mangelware
Neben der katastrophalen Lebensmittelknappheit ist auch die Versorgung unterernährter Kinder besonders schwierig. Ein schon lange geplanter Transport mit Medikamenten und Ausstattung für das Mary-Help-Krankenhaus in der Stadt Wau sei auf dem Weg, berichtet der deutsche Partner action medeor. In dem Krankenhaus werden derzeit 200 schwer unterernährte Kinder stationär betreut und mit Milchpulver versorgt. 250 Gramm Milchpulver hätten früher umgerechnet rund zwei Euro gekostet, heute sei der Preis auf das Dreifache gestiegen, so Sebastian Kämpf. Seiner Einschätzung nach, „wird es 2017 ohne Nothilfen von außen nicht gehen.“
 
Jährlich 2.100 Projekte weltweit
Rund 2.100 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 73,7 Millionen Euro standen dem Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland 2015 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 111 Ländern.
 
Spendenkonto
Stichwort: Südsudan
Pax-Bank eG
IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31
BIC: GENODED1PAX

 

Werkstattgespräche zur Beruflichen Bildung beschäftigen sich mit „Netzwerke(n) für Berufliche Bildung“

„Collaborate or Die“

Ein gutes Beispiel dafür, dass Netzwerke eine verknüpfte Vielfalt mit vielfältigen Verknüpfungen sind: Oliver Haas, Leiter des Sektorvorhabens Berufliche Bildung bei der GIZ in der Diskussion mit Pater Clemens Schliermann SDB, Missionsprokurator Don Bosco
Ein gutes Beispiel dafür, dass Netzwerke eine verknüpfte Vielfalt mit vielfältigen Verknüpfungen sind: Oliver Haas, Leiter des Sektorvorhabens Berufliche Bildung bei der GIZ in der Diskussion mit Pater Clemens Schliermann SDB, Missionsprokurator Don Bosco

 

 

 

-          Praxisbeispiele aus Deutschland und den Philippinen zeigen unterschiedliche Wege für erfolgreiche Netzwerke

 

-          Qualität des Netzwerkes geht einher mit Qualität der sozialen Beziehung und Erfolg mit Konsens der Zieldefinition

 

-          Heterogene Akteure können voneinander profitieren

 

(Bonn/pm)  – Was zeichnet ein gutes Netzwerk zur beruflichen Bildung aus? Welche Kriterien, Strukturen und Rahmenbedingungen sind für erfolgreiches Netzwerken förderlich, welche Hindernisse oder Grenzen können Misserfolge auslösen? Diesen Kernfragen gingen bei den Werkstattgesprächen zur Beruflichen Bildung rund 80 Teilnehmer aus nationalen und internationalen Unternehmen, Organisationen, Verbänden und Institutionen nach.

 

Oliver Haas, Leiter des Sektorvorhabens Berufliche Bildung bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), fasste es in seinem Impulsreferat mit „collaborate or die“ zusammen. Klar bezog er Stellung und setzte die Entwicklungsziele mit Netzwerkzielen gleich: „Die Ziele für nachhaltige Entwicklung, die SDGs, sind Netzwerkziele und deshalb muss berufliche Bildung auch ein Ziel aller SDGs sein.“

 

Praxisbeispiele, unter anderen aus Deutschland und den Philippinen, zeigten, dass verschiedene Wege zu einem erfolgreichen Netzwerk führen können. Was aber die Teilnehmer der verschiedenen Workshops bei aller Unterschiedlichkeit der Ansätze, der Stakeholder, der Rahmenbedingungen und der Branche als unerlässlich erachteten, waren die gemeinsame Zieldefinition aller Akteure und belastbare Beziehungen zueinander.

 

Bereits zu Beginn der Veranstaltung stellte Christian Osterhaus, Geschäftsführer von Don Bosco Mondo, den neu gebildeten Fachbeirat Berufliche Bildung vor. Ihm gehören acht Mitglieder aus Unternehmen, Hochschulen und Fachorganisationen an. Ziele des Gremiums sind die fachliche Beratung für die strategische und operative Umsetzung der Organisationsziele und die Vernetzung mit den Stakeholdern der beruflichen Bildung.

 

„Wir freuen uns, in diesem neuen Gremium erfahrene Fachleute vereint zu wissen, die uns in unserer inhaltlichen Entwicklung und in der Advocacy Arbeit für berufliche Bildung unterstützen“, dankte Christian Osterhaus den anwesenden Mitgliedern des Fachbeirats, der sich im Mai offiziell konstituieren wird.

 

Hintergrund „Werkstattgespräche zur Beruflichen Bildung“:
Bereits seit 2010 lädt Don Bosco Mondo e.V. zu den Werkstattgesprächen zur Beruflichen Bildung ein. Die Bonner Nichtregierungsorganisation ist führend in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit den verschiedensten Akteuren der Berufsbildung weltweit. Im Bonner Süden treffen sich so jährlich nationale und internationale Experten der Entwicklungszusammenarbeit, der Beruflichen Bildung und Wirtschaftsvertreter zu Diskussion und fachlichem Austausch. Die Fachveranstaltung findet rund um den 19. März statt, dem Josefstag als Gedenktag an den Hl. Josef, dem Schutzpatron der Handwerker.

 


eneloop unterstützt umweltfreundliche Organisationen mit zwei großangelegten europäischen Projekten

(Osaka/pm) - Während die Anmeldungen für die eneloop Expedition 2100 eintreffen, steht die finale Phase der eneloop European Photo Challenge bevor. Bei beiden Wettbewerben können Preisgelder für Naturschutzorganisationen mit einer nachhaltigen, ökologischen Zukunftsvision gewonnen werden.

 

Wandern Sie mit dem Rucksack durch Europa und unterstützen Sie damit einen guten (grünen) Zweck
Bei der eneloop Expedition 2100 treten drei Zweierteams auf einer Wanderung über 2.100 km in 120 Tagen durch Europa gegeneinander an. Ihr Ziel: Mit unterwegs gelösten Aufgaben möglichst viele Punkte zu sammeln und in Mailand die Ziellinie zu überqueren.

 

Jedes Team wählt selbst eine Naturschutzorganisation, die es unterstützen will. Am Ziel spendet eneloop 21.000 Euro für die Organisation des Siegerteams und 2.100 Euro für die Organisationen der beiden anderen Teams. Neben Abenteuer und Geld für den guten Zweck gewinnt jedes Teammitglied, das das Ziel erreicht, eine vollständige Expeditionsausrüstung plus ein tolles Preispaket.

 

Sie können sich noch bis 17. April 2017 anmelden, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind, in Europa wohnen und vom 23. Juni bis 20. Oktober 2017 teilnehmen können. Weitere Details finden Sie auf www.eneloopexpedition.com oder auf der eneloop expedition 2100-Facebook-Seite.

 

Machen Sie mit bei der neuesten eneloop European Photo Challenge
Zurzeit läuft die finale Phase der eneloop European Photo Challenge. Noch bis zum 31. März 2017 um 10 Uhr können (Hobby-)Fotografen aus ganz Europa ihr bestes Naturfoto zum Thema „Kommunikation“ einsenden. Wer dafür die meisten Likes bekommt, gewinnt.

 

Die Fotoaktion wurde im Dezember 2015 von Panasonic Energy Europe ins Leben gerufen, um für die umweltfreundlichen eneloop-Akkus zu werben. In der aktuellen Ausgabe liegt der Fokus auf den eneloop lite-Akkus, die besonders für Geräte wie DECT-Telefone mit geringem Verbrauch geeignet sind und bis zu 3.000 Mal aufgeladen werden können.

 

Bei jeder Ausgabe der European Photo Challenge unterstützt eneloop zwei Naturschutzorganisationen, die von den Teilnehmern vorab ausgewählt wurden. Sowohl die Organisation, die von den Teilnehmern am häufigsten gewählt wurde, als auch jene, deren Teilnehmerfoto die meisten Stimmen bekommen hat, erhält eine Spende von 5.000 Euro. Die Gewinner bekommen eine Panasonic DMC-G80MEF-K-Kamera im Wert von 1.000 Euro, ein eneloop-Ladegerät smart & quick und ein Set eneloop lite-Akkus.

 

Gewinner Ocean-Ausgabe
Die niederländischen Organisationen Bite Back und Sea First durften das Preisgeld der vorigen Ausgabe mit dem passenden Thema „Ocean“ in Empfang nehmen.

 

Bite Back setzt die 5.000 Euro ein, um das Bewusstsein zu schärfen, wie sich der Verzehr von Fleisch und Milchprodukten u. a. auf die Tiere und die Natur auswirkt. Außerdem rufen sie die Menschen dazu auf, mehr pflanzliche Nahrung zu sich zu nehmen und das Leid der Delphine in Delphinarien nicht länger mitanzusehen.

 

Die Bildungsorganisation Sea First Foundation vermittelt Schülern, wie wichtig das Leben in den Meeren für uns Menschen ist, welche Gefahren drohen und wie Lösungen aussehen könnten. Sie setzen sich auch für das Wohlergehen der Meerestiere ein. Mit den 5.000 Euro von Panasonic produziert Sea First einen Animationsfilm über Delphine, die in der Natur leben und zeigt die Unterschiede zur Haltung in Gefangenschaft auf. Mit dem restlichen Geld besuchen sie weitere Schulen.

 

 

 

Über Panasonic Energy Europe
Die Zentrale von Panasonic Energy Europe befindet sich in Zellik bei Brüssel, Belgien. Das Unternehmen ist Teil der Panasonic Corporation, einer der führenden globalen Hersteller von Elektronikprodukten und Elektroartikeln. Aufgrund der enormen langjährigen Erfahrung mit Unterhaltungs- und Haushaltselektronik entwickelte sich Panasonic zum größten europäischen Batteriehersteller der Gegenwart. Die europäischen Produktionsanlagen befinden sich in Tessenderlo, Belgien und Gniezno, Polen. Panasonic Energy Europe exportiert mobile Energielösungen in mehr als 30 europäische Länder. Zu dem vielfältigen Produktangebot des Unternehmens gehören Akkus, Ladegeräte, Alkali-, Zink-Kohle- und Spezialbatterien (wie Photo-Lithium-, Silberoxidbatterien, Zink-Luft-Hörgerätebatterien, Mikro-Alkali- und Lithium-Knopfzellen).
Weitere Informationen finden Sie unter
www.panasonic-batteries.com.

 

Über Panasonic
Die Panasonic Corporation ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von elektronischen Produkten für die vielfältige private, gewerbliche und industrielle Nutzung. Panasonic ist ansässig in Osaka, Japan und erwirtschaftete zum Geschäftsjahresende am 31. März 2015 einen konsolidierten Nettoumsatz in Höhe von rund 57 Milliarden EURO. Panasonic verfolgt das Ziel, das tägliche Leben zu vereinfachen und die Welt ein Stück besser zu machen und trägt deshalb fortwährend zur Weiterentwicklung der Gesellschaft und zur allgemeinen Zufriedenheit der Menschen weltweit bei. Weitere Informationen zum Unternehmen und zur Marke Panasonic unter http://panasonic.net/.

 


Umfangreiche und sofortige Hilfsmassnahmen dringend erforderlich

World Vision: Hunger-Krise in Ost-Afrika gerät außer Kontrolle

 

(Friedrichsdorf / Nairobi/wv) - Vor dem Hintergrund der sich dramatisch zuspitzenden Hunger-Krise in Ost-Afrika ruft die Kinderhilfsorganisation World Vision die internationale Gemeinschaft zu sofortiger und umfangreicher Hilfe auf.
 
22 Millionen Menschen in Ost-Afrika – die Hälfte davon Kinder – sind von der Krise betroffen. Tausende Kinder sind inzwischen so unterernährt, dass sie kaum noch ansprechbar sind. 92 Millionen US-Dollar benötigt World Vision für die Hilfsprogramme in Somalia, Äthiopien, Kenia und Südsudan. „Die Situation verschlechtert sich mit unglaublicher Geschwindigkeit“, betont Margaret Schuler, World Vision Regional -Chefin für Ost-Afrika. „Die Situation ist das Resultat von Konflikten, Dürren, gescheiterter Wirtschaftspolitik und Migration.“

Bereits in Teilen Südsudans wurde eine Hungersnot ausgerufen. Somalia, Kenia und Äthiopien stehen ebenfalls kurz vor einer Katastrophe. Die Situation für Familien und ihre Kinder ist alarmierend.
Die Hilfsmaßnahmen von World Vision sind fokussiert auf die dringendsten Bedürfnisse und richten sich an die Personen, denen es am schlechtesten geht. „Jetzt geht es zunächst darum, Menschenleben zu retten“, so Schuler. „Unser Augenmerk richtet sich insbesondere auf die Kinder.“

Die Organisation versorgt die Notleidenden mit Nahrungsmitteln und Spezialnahrung für die Kinder, die Anzeichen von Mangel- und Unterernährung zeigen. Allerdings ist die Versorgung von Hilfsbedürftigen nur in Gebieten möglich, in denen keine Kämpfe stattfinden. Viele Städte und Dörfer sind jedoch nicht erreichbar, da die Sicherheitslage dort ein Problem ist.

Im Südsudan benötigen inzwischen mehr als 50% der Bevölkerung lebenserhaltende Hilfe. In Äthiopien, Kenia und Somalia erleben die Menschen die schlimmste Dürre seit 10 Jahren. In einigen Regionen hat es seit 3 Jahren nicht geregnet. Mehr als 15 Millionen Menschen essen nicht mal mehr einmal am Tag.

 „Das Zeitfenster, um eine Hungersnot zu vermeiden, schließt sich extrem schnell. Nur wenn Regierungen, internationale Geber und Hilfsorganisationen jetzt sofort handeln, lässt sich eine größere Katastrophe verhindern“, betont Schuler. „Die Not ist extrem groß. Millionen mehr Menschen werden von der Hunger-Krise betroffen sein, wenn jetzt keine schnelle Hilfe kommt.“

World Vision arbeitet in allen betroffenen ostafrikanischen Ländern schon seit vielen Jahren und fördert mit Partnern wie dem BMZ, dem Auswärtigen Amt und der EU auch die Verbesserung der Ernährungsgrundlagen. Die Kinderhilfsorganisation engagiert sich außerdem in Niger und im Tschad, wohin ebenfalls Millionen Menschen vor den Kämpfen der Boko Haram geflüchtet und durch die Dürre betroffen sind.

World Vision und das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ rufen dringend zu Spenden auf:

Spendenkonto World Vision:
IBAN DE93 5001 0060 0000 0666 01
BIC PBNKDEFF
Postbank Frankfurt
Stichwort: Hunger in Afrika
Online spenden:
https://www.worldvision.de/formulare/hunger-in-afrika
       
Spendenkonto Aktion Deutschland Hilft:
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
BIC: BFSWDE33XXX
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Hunger in Afrika
Online spenden:
https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/spenden/spenden/


World Vision finden Sie auch auf Facebook, Twitter, Xing und Youtube,
http://www.worldvision.de

HINTERGRUND
World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im Finanzjahr 2015 wurden 300 Projekte in 50 Ländern durchgeführt. World Vision Deutschland ist mit weiteren World Vision-Werken in fast 100 Ländern vernetzt. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse „Aktion Deutschland Hilft“ und Gemeinsam für Afrika. http://www.worldvision.de

 


NEWSLETTER FIDES - 24. + 25.03.2017

 

VATIKAN - Vatikan erkennt Martyrium einer in Indien ermordeten Ordensfrau an

 

 

 

Vatikanstadt (Fides) – Papst Franziskus ermächtigt die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren das Martyrium von Schwester Regina Maria Vattalil von den Klarissen der Franziskaner, die am 25. Februar 1995 wegen ihres Glaubens in Indien ermordet wurde, anzuerkennen.
Die 41jährige Schwester Maria stammte aus Kerala und arbeitete seit zweieinhalb Jahren in Udaynagar in der Diözese Indore im indischen Staat Madhya Pradesh. Sie wurde ermordet als sie im Bus von Udaynagar nach Indore unterwegs war. Zwei Männer zwangen sie auszusteigen und erstachen sie vor den anderen Passagieren mit 50 Messerstichen. Die Polizei nahm drei Verdächtige fest, darunter auch den Mörder.
Wie aus den damals vom Fidesdienst veröffentlichten Nachrichten hervorgeht
 engagierte sich die Ordensfrau vor allem für Bauern und Frauen in ländlichen Gebieten. Bischof, George Anathil, der damalige Bischof von Indore erinnerte daran, dass Schwester Maria vor allem als Sozialarbeiterin tätig war und die Mitglieder des tribalen Volkes der Udaynagar in einer von Großgrundbesitzern dominierten Region über ihre Bürgerrechte aufklärte. Nach ihrer Beisetzung versammelten sich tausende Menschen, darunter auch Bischöfe und Vertreter christlicher und nichtchristlicher Organisationen an öffentlichen Kundgebungen im Gedenken an die ermordete Ordensfrau teil. Alle katholischen Schulen und Institutionen im Staat Madhya Pradesh bleiben im Zeichen der Trauer geschlossen.

 

 

 

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AFRIKA/MOSAMBIK - Über eine Million Kinder müssen arbeiten

 

 

 

Maputo (Fides) – Die mosambikanische Regierung beklagt, dass rund 1,4 Millionen Kinder im Land arbeiten müssen. Bei der Präsentation einer Untersuchung der Universität Eduardo Mondlane über die Ausbeutung von Kindern, baten die Regierungsvertreter um eine Liste der gefährlichen Arbeiten, vor denen Kinder besonders geschützt werden müssen. Wie aus der Untersuchung hervorgeht, arbeiten 44% der befragten Minderjährigen in illegalen Arbeitsverhältnissen, 14% unterstützen mit ihrer Arbeit die eigene Familie. Rund 12% der Beschäftigten sind in Bars und Restaurants beschäftigt, 11% auf den Feldern der Familie, 6% im Fischfang und 5% als Haushaltshilfe. In Mosambik dürfen Jugendliche erst ab 18 Jahren arbeiten, in Ausnahmefällen bereits ab 15 Jahren.

 

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AFRIKA/MALI - Schwester Cecilia: Bischöfe suchen Kontakt zu Entführern

 

 

 

Bamako (Fides)- Die Bischöfe von Mali lancieren erneut Appelle für die Freilassung der am vergangnen 7. Februar im Süden des Landes entführten kolumbianischen Ordensschwester Cecilia Narváez Argoti (vgl. Fides 8/2/2017).
“Die Bischöfe suchen nach weiteren möglichen Wegen, damit Schwester Cecilia freikommt”, so der Generalsekretär der Bischofskonferenz Pfarrer Edmond Dembele.
“Über Appelle in den Medien versucht man in Kontakt mit den Entführern zu gelangen”, so Pfarrer Dembele. “Die Diözese Karangasso sucht dabei auch nach Mittlern, um in Kontakt mit den Entführern zu treten, über die noch nichts Konkretes bekannt”.
Wie der Priester gibt es weiterhin zwei Hypothesen die bereits zum Zeitpunkt der Entführung in Betracht gezogen wurden: “Entweder handelt es sich um Banditen aus der Region, die es auf eine Ordensfrau abgesehen hatten, weil sie glaubten ein Lösegeld zu bekommen und nun nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Andere vertreten hingen die Ansicht, dass es sich auch um Dschihadisten handeln könnte, die sich still verhalten, bis die Lage sich wieder beruhigt hat. Doch so lange es keinen Kontakt gibt, wissen wir nicht wer die Entführer sind”.
“Bis es einen konkreten Kontakt gibt, wird die Bischofskonferenz zusammen mit der Diözese Karangasso weiter Appelle an die Entführer und an eventuelle Zeugen auf den Weg bringen”, so Pfarrer Dembele.

 

 

 

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ASIEN/AFGHANISTAN - Zwangsrückkehr von Flüchtlingen: Die Hälfte der Kinder besuchen keine Schule

 

 

 

Kabul (Fides) – Fast ein Drittel der afghanischen Kinder besuchen keine Schule. In dem vom Krieg geprägten Land bringt dies auch die Gefahr mit sich, dass sie Opfer von Kinderarbeit werden, in den Reihen von bewaffneten Gruppen kämpfen müssen oder im Kindesalter verheiratet werden. Wie das Kinderhilfswerk “Save the Children” mitteilt, haben über 400.000 Kinder allein dieses Jahr wegen wachsender Instabilität nach der Rückführung von rund 600.000 afghanischer Flüchtlinge, die Schule abgebrochen. Das Hilfswerk erinnert daran, dass die Hälfte der Kinder aus Rückkehrer Familien arbeiten müssen.

 

 

 

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ASIEN/IRAK - Irakische Soldaten finden in einer chaldäischen Kirche in Mossul “14 Verhaltensregeln” des IS

 

 

 

Mosul (Fides) – Strafen für Raucher und Trinker, Ausgehverbote für Frauen, Todestrafe für die Benutzung von Schimpfwärtern: dies sind nur einige der 14 “Verhaltensregeln”, die die Milizonäer des selbternannten Isalmischen Staats (IS) auf den Säulen einer chaldäischen Kirche in Mossul geschrieben hatten. Nach der Eroberung der nordirakischen Stadt hatten Mitglieder des IS die Kirche als Basiscamp benutzt. Nach der Befreiung durch die irakische Armee fanden die Soldaten keinerlei christliche Symbole mehr in der Kirche, nur der Altar soll vor der Verwüstung verschont geblieben sein.

 

 

 

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ASIEN/INDIEN - “Prison Ministry India” bringt auch nach dem Heiligen Jahr Initiativen der Bermherzigkeit auf den Weg

 

 

 

Bangalore (Fides) – Im Jahr der Barmherzigkeit wurden in Indien zahlreiche Initiativen im Rahmen der Gefängnispastoral auf den Weg gebracht. Hunderte Häftlinge wurden auf Betreiben von Diözesen, Orden und kirchlichen Einrichtungen entlassen oder erhielten eine Strafminderung. Erzbishof Kuriakose Bharanikulangara von Faridabad feierte am Kardonnerstag im vergangenen Jahr die Fußwaschung in der Haftanstalt in Tihar (Delhi). Nachdem er bereits zwölf Häftlingen die Füße gewaschen hatte kam ein dreizehnter dazu, der ebenfalls um eine Fußwaschung bat. Dabei vertraute er dem Erzbischof an, dass er Opfer einer falschen Anklage sei und unschuldig im Gefängnis sitze.
Mit Bezug auf diese Episode betont Bischof Peter Remigius, Vorsitzender der katholischen Organisation “Prison Ministry India”: “Wir müssen aktiv nach solchen Häftlingen suchen, die besonderen Beistand unt Trost brauchen”. „Die Kirche versteht sich als Ort der Aufnahme und Solidaritä für Menschen, die im Gefängnis sind”, so der Bischof.
Im Anschluss an die im Jahr der Barmherzigkeit erzielten Erfolge, fordert “Prison Ministry India” Jugendliche und junge Erwachsene auf, sich ein Jahr lang als freiwillige Helfer zu verpflichten. “In 1.382 indischen Gefängnissen brauchen über 400.000 Menschen Hilfe, Hoffnung und Liebe. Die freiwillige Hilfe bietet die Möglichkeit an der Rehabilitation der Inhaftierten mitzuwirken”, so Pfarrer P Sebastian Vadkumpadan, Koordinator von“Prison Ministry India”.
Für ihrer Tätigkeit in den Gefängnissen sollen die freiwilligen Helfer im Camilian Pastoral Health Center in Bangalore ausgebildet werden. Zur Teilnahme eingeladen sind Priester, Ordensleute und Laien, die “an diesem Werk der Barmherzigkeit mitwirken wollen, damit unsere Brüder und Schwestern hinter Gittern auch künftig Mitgefühl erfahren”, so der katholische Geistliche.
“Prison Ministry India” wurde 1986 als Hilfswerk gegründet und wird als solches von der Indischen Bischofskonferenz anerkannt. Die Mitarbeiter engagieren sich für die Seelsorge untr Häftlingen und deren Rehabilitation. Derzeit arbeiten 6.000 freiwillige Helfer mit Begeisterung und Kompetenz unter den Häftlingen in indischen Gefängnissen.

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ASIEN/HEILIGES LAND - Experten warnen vor einer möglichen Einsturzgefahr für die Grabeskirche

 

Jerusalem (Agenzia Fides) – Für die Grabeskirche in Jerusalem bestehe Einsturzgefahr, wenn man nicht bald eine Konsolidierung des Fundaments in Angriff nehme. Dies betont dasselbe Expertenteam, das für die vor kurzem abgeschlossene Restaurierung der Aedikula über dem Grab Jesu (die seit dem 4. Jahrhundert verehrt wird) verantwortlich war. Der gesamte Gebäudekomplex, so die griechische Archäologin Antonia Moropoulou von der National Technical University in Athen (NTUA) gegenüber dem National Geographic “könnte durch ein Nachgeben der Struktur” gefährdet sein. Sollte es zu einem solchen Ereignis kommen, „dann wäre dies keine langsame Entwicklung, sondern eine Katastrophe“.
Wie der National Geographic berichtet, war das Gebäude zuletzt im 19. Jahrhundert restauriert worden. Die Basilika wurde auf instabile Gebäudereste auf einem von Galerien und Kanälen durchzogenen Untergrund gebaut.
Die Wallfahrtsstätte wird jährlich von rund einer Million Pilger und Touristen besicht: wie aus dem technischen Gutachten hervorgeht, das mithilfe von Georadar und Roboterkameras angefertigt wurden. Stehen viele der 22 Tonnen schweren Pfeiler auf einem Untergrund aus nicht konsolidierten Trümmern.
Erst am vergangenen 22. März wurde der Abschluss der Restaurierungsarbeiten der Aedikula im Rahmen eines ökumenischen Gottes gefeiert. Die griechische Equipe, die nun vor einem Einsturz der gesamten Struktur warnt, schätzt die Kosten für eine Stabilisierung der Basilika auf rund sechs Millionen Euro.
Am Samstag, den 18. März gab die Kustodie der Franziskaner im heiligen Land bekannt, dass “der Heilige Stuhl Hilfsmittel im Umfang von 500.000 Dollar für weitere Konsolidierungs- und Restaurierungsarbeiten in der Grabeskirche bereits stellt”.

 


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AMERIKA/MEXIKO - Mexiko freut sich über die baldige Heiligsprechung der Märtyrerkinder von Tlaxcala

 

 

 

Mexikostadt (Fides) – Wir freuen uns, dass der Heilige Vater “die Heiligsprechung der unserer Seligen Cristobal, Antonio und Juan, die im Jahr 1529 als Märtyrer im Kindesalter in Mexiko starben, genehmigt", heißt es in einer am gestrigen 23. März veröffentlichten Verlautbarung der Mexikanischen Bischofskonferenz.
"Die Märtyrerkinder von Tlaxcala, sind die Märtyrer ganz Lateinamerikas, denn sie waren die ersten, die auf diese Weise von ihrem Glauben Zeugnis ablegten”, so Bischof Francisco Moreno Barron, am 14. November 2015, bei den Feiern zum 500. Geburtstag der drei Kinder.
Die Kinder und Märtyrer wurden von Papst Johannes Paul II. am 6. Mai 1990 bei dessen Besuch in Mexiko in der Basilika von Guadalupe selig gesprochen.
Erzbischof Moreno Barron, der am 29. Juni 2916 in Rom zur Segnung des Palliums als neuer Erzbischof von Tijuana nach Rom gekommen war erhielt bei dieser Gelegenheit vom das Sekretariat für Gottesdienste uns Sakramentendisziplin ihm die Kopie eines Dekrets, das die Märtyrerkinder von Tlaxcala zu Schutzpatronen der mexikanischen Kinder erklärt.

 

 

 

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AMERIKA/DOMINIKANISCHE REPUBLIK - Vertreter der Grenzdiözesen: “Zwei Länder, eine Kirche: an der Seite der Migranten”

 

 

 

Barahona (Fides) –Am vergangenen 21. März waren Vertreter der Grenzdiözesen aus Haiti und der Dominikanischen Republik zusammengekommen, um über gemeinsame Probleme zu beraten. In einer gemeinsamen Schlusserklärung betonen die Vertreter der katholischen Kirche, dass man auch künftig illegalen Migranten bei der Beschaffung von Dokumenten helfen werden. Dabei berufe man sich auf die Botschaft von Papst Franziskus zum Tag der Migraten 2017.
Bischof Andrés Napoleón Romero Cárdenas von Barahona, der Gastgeber der Veranstaltung war, verlas die Erklärung, in der es heißt: "Unsere Kirche hat den Auftrag für das Wohl der beiden Völker zu arbeiten und sich für das harmonische Zusammenleben und die Achtung der Würde der Migranten und insbesondere der schutzlosen Kinder einzusetzen”.
Die Präsidenten der bischöflichen Kommissionen für Migranten, Bischof Launay Saturné (Haiti) und Bischof Diómedes Espinal de León (Dominikanische Republik), betonten, dass die Kirche der beiden Länder sich als eine Kirche verstehe, und es sich dabei nicht um politisches Engagement sondern um den Dienst an Brüder und Schwestern handle, die alle Kinder Gottes sind.
Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld sei auch die katholische Bildungsarbeit, so die Tagungsteilnehmer abschließend.

 

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AFRIKA/SÜDSUDAN - Einwohner fliehen vor der Hungersnot in Unity State

  

Yirol (Fides) – “Seit sechs Jahren gab es in keinem afrikanischen Land einer so dramatische Situation: es herrscht eine Hungersnot. Zuletzt hat es eine solche in Situation in Somalia. Seit etwas mehr als einem Monat verhungern Menschen im Südsudan und insbesondere im Unity State an der Grenze zum Lake State, wo wir seit zehn Jahren tätig sind”, so Pfarrer Dante Carraro vom medizinischen Hilfswerk „Medici con l’Africa CUAMM“.
“Die Folgen der Dürre und der Hungersnot, die seit letztem Jahr im Land herrschen haben sich zugespitzt, weil die Sicherheitslage in vielen Teilen des Landes gefährdet ist, was die Menschen von der Arbeit abhält und das Vertrauen der Familien und Gemeinschaften zerstört. Die Menschen fahren nicht mehr mit dem Auto, weil die Straßen nicht sicher sind. Wenn die Armut so groß wird, dass man nicht mehr genug zu Essen hat für die eigenen Kinder, dann tun Menschen Dinge, die sie sonst nicht tun würden. Die Verbindungsstraßen sind blockiert, der öffentliche Verkehr lahm gelegt, Lebensmittel und Saatgut können nicht mehr verteilt werden. Und nun sterben die Menschen an Hunger. Zuerst verendet das Vieh und dann sterben Kinder, Mütter und alte Menschen und schließlich auch Jugendliche und Erwachsene. Die Menschen fliehen aus der Region. Aus dem Unity State fliehen die Menschen in das Landesinnere oder in den Süden oder Richtung Osten ins Ausland nach Äthiopien“, so P farrer Carraro weiter.
“Unser Hilfswerk will dieses Leid und diese Demütigung lindern”, so der katholische Priester, “Wir nehmen Flüchtlinge auf und helfen Müttern, Kindern und ganzen Familien in den Süden zu gelangen auf der Suche nach Unterkunft, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung, die wir in den Krankenhäusern in Cuibet, Rumbeck, Yirol und in verschiedenen Gesundheitszentren im ganzen Land gewährleisten. Wir helfen dort, wo die Not am größten ist… Dabei unterstützen die Vereinten Nationen unsere Aktivitäten aus Juba so gut sie können”.

 

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AFRIKA/NIGERIA - Bischof beklagt Beeinträchtigung bei der Verteilung von Hilfsmitteln durch Korruption

 

Abuja (Fides) - “Viele Hilfsmittel aus westlichen Ländern gelangen nicht zu den Menschen, für die sie bestimmt sind“, so Bischof Oliver Dashe Doeme von Maiduguri im Gespräch mit dem katholischen Hilfswerk ‚Kirche in Not’ ,„Denn es wird darauf bestanden, dass Spenden von Hilfsorganisationen der Regierung verteilt werden und dort gelangen sie in die Taschen einiger weniger. Viele unserer Politiker sind korrupt”. In Maiduguri kommt es immer wieder zu Anschlägen der islamistischen Sekte Boko Haram.
Bischof Doeme dankte der Delegation des Hilfswerks und betonte in diesem Zusammenhang, dass auch die katholische Kirche und andere Religionsgemeinschaften über effiziente Strukturen zur Verteilung von Hilfsmitteln an die Opfer der Boko Haram verfügen.
Die Mitglieder der 14köpfingen Delegation mit Vertretern aus Südkorea, Asien, Amerika und Europa forderte unterdessen zum Engagement für Aussöhnung und interreligiösen Dialog auf, damit bestehende Spannungen überwunden werden können.
Wie Pfarrer John Bekeni betont, soll es bei den Spannungen oft politische Hintergründe geben: zum Beispiel sei der Kauf eines Grundstücks zum Bau einer Kirche heute mit großen Schwierigkeiten verbunden, während die Regierung keinerlei Schadenersatz für von der Boko Haram verwüstete Kirchen zahle. Die Kirche, so Pfarrer Bakeni, habe immer allen geholfen unabhängig von der Religion. „Vertreter der katholischen Kirche haben alle Vertriebenen in Maiduguri besucht und dabei auch umgehend humanitäre Hilfe unter muslimischen Gläubigen geleistet“.
Bei dem Besuch bei Überlebenden der Gewalt der Boko Haram Haram wurde die Delegation vom Sprecher der Diözese Maiduguri, Pfarrer Gideon Obasogie begleitet.

 

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ASIEN/PHILIPPINEN - Wiedereinführung der Todesstrafe: “Senatoren sollen konsequent handeln und nach dem eigenen Gewissen abstimmen” 

 

Manila (Fides) – “Wir bitten unsere Politiker um konsequentes Handeln und eine Abstimmung über die Todesstrafe nach dem eigenen Gewissen… Ein vom Glauben erleuchtetes Gewissen ist sehr wichtig in der Politik und in anderen Bereichen des Lebens. Die Entscheidungen im persönlichen oder privaten Bereich sollten den Entscheidungen im öffentlichen Bereich nicht widersprechen”, so der geschäftsführende Sekretär der Kommission “Familien und Leben” der Philippinischen Bischofskonferenz, Pfarrer Melvin Castro im Vorfeld der Abstimmung über die Einführung der Todesstrafe im Senat, nachdem diese vom Kongress bereits gebilligt wurde. Die Abstimmung im Senat soll am kommenden 2. Mai stattfinden. In der Versammlung haben die Mitglieder der Partei des Präsidenten Duterte, der die Todesstrafe wieder einführen will, in der Mehrheit.
"Die Kirche lehrt uns, dass jedes Menschenleben heilig ist”, so der katholische Geistliche weiter, „Wir wünschen uns ein Land, in dem das Prinzip der unveräußerlichen Würde jedes Menschen und dessen Grundrechte respektiert werden“.
In einem kürzlich in allen katholischen Gemeinden des Landes verlesenen Hirtenbrief, nennt die Bischofskonferenz verschiedene Gründe für die Ablehnung der Wiedereinführung der Todessprache. Die Todesstrafe „ist nicht notwendig“, so die Bischöfe in ihrer Verlautbarung, „sie garantiert nicht mehr Gerechtigkeit“, sie „hilft unserem Land nicht“.
Jede Strafe, so die Bischöfe weiter, sollte einen erzieherischen Wert haben und “Heilung und eine Änderung des Lebenswandels anstreben” und nicht nach Rache trachten. "Keine Studie belegt, dass die Todesstrafe ein wirksames Abschreckmittel gegen das Verbrechen ist”, betonen die Bischöfe.
In dem Appell an die Senatoren wird deshalb um “die Ablehnung der Einführung der Todesstrafe” gebeten, während die Gläubigen dafür beten sollen, dass „der Geist die Gedanken und das Gewissen der Gesetzgeber erleuchten möge“.
 

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ASIEN/SYRIEN - Syrisch-katholischer Erzbischof von Hassakè: “Wir versuchen allen zu helfen”

 

Hassakè (Fides) – Die Kämpfer des selbsternannten Islamischen Staates (IS) haben sich aus der Stadt Hassakè und Umgebung zurückgezogen. Jahrelang gab es zahlreiche Stellungen des IS in der Hauptstadt und der gleichnamigen Provinz im Nordosten Syriens. Doch die Menschen leiden weiterhin unter den Folgen des Konflikts: “Südlich der Hauptstadt” so der syrisch-katholische Erzbischof von Hssakè Nisibi, Jacques Behnan Hindo, “gibt es Beduinen-Dörfer, in denen die Menschen Hunger leiden. Sie hatten sich mit der Belagerung durch den IS arrangiert, denn dieser garantierte ihnen das Notwendigste zum Leben. Nun hoffen sie auf Unterstützung durch die kurdischen Milizen. Doch viele haben nichts zu Essen. Unsere Diözese ließ in diesen Dörfern rund 3000 Ziegen und Lämmer verteilen, damit sie Milch haben und versuchen in den Familien und in der Gemeinschaft Jungtiere aufzuziehen. Dies soll das Überleben garantieren. Die Christen in unserer Region haben während des Krieg es viel Leid erfahren. Doch dies gilt auch für Nichtchristen, die es manchmal sogar noch härter getroffen hat. Und wir versuchen allen zu helfen”.
Die syrisch-katholische Erzdiözese, so Erzbischof Hindo weiter, habe auch 25 Wohnungen in den südlichen Vierteln der Stadt Hassakè wieder aufbauen lassen diese dort auch für nichtchristliche Familien zur Verfügung gestellt. Man wolle damit zur Überwindung von sektiererischen Tendenzen beitragen. Kritisch sieht der Erzbischof diesbezüglich das Verhalten einiger kurdischer Milizen: “Seit fast einem Jahr belagern sie ein Krankenhaus, das sie eigentlich schon im Juni verlassen sollten und behindern damit den Wiederaufbau und die Inbetriebnahme der Einrichtung”, so der Erzbischof.

 

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AMERIKA/PUERTO RICO - Religionsvertreter fordern von den USA vorbeugende Maßnahmen gegen Finanzkrisen

  

San Juan (Fides) – Erzbischof Roberto González fordert gemeinsam mit der Bibelgesellschaft unter Leitung von Pastor Heriberto Martínez vom US-amerikanischen Kongress die Verabschiedung von Steuerleichterungen für Kinder und die Garantien für die Gesundheitsversorgung in Puerto Rico. Die Abgeordnetenkammer debattiert derzeit über mögliche Änderungen der Gesundheitsgesetze, die nach Ansicht der Religionsvertreter, sollten sie gebilligt werden zu einer Reduzierung der Schulden beitragen könnte. Der Freistaat Puerto Rico ist ein Außengebiet der Vereinigten Staaten.
"Ihr seid Abgeordnete des Kongresses, damit ihr euch für Puerto Rico einsetzt", so die beiden Religionsvertreter in ihrem Schreiben an die demokratischen und demokratischen Abgeordneten des Kongresses und des Senats. "Bei der Umstrukturierung der Schulden unserer Insel sind wir auf euch angewiesen”.
Dabei erinnerten Erzbischof González und Pastor Martínez auch an die Notwendigkeit von Maßnahmen, die künftige Schuldenkrisen verhindern und dies nicht nur in Puerto Rico sondern in den Entwicklungsländern in aller Welt. "Wir müssen gegen Finanzkrisen vorbeugen, die sich vor allem auf Kinder auswirken”, heißt es in dem Schreiben, „Viele Länder, darunter auch Puerto Rico befinden sich in der Krise, weil es keine Gesetze gibt, die eine verantwortliche Vergabe und Krediten und deren Rückzahlung regeln“.
Die Religionsführer erinnern daran, dass sie bei der Bekämpfung der Krise in Puerto Rico seit 2015 mit dem Netzwerk „Jubilee USA“ und Einrichtungen der Ortskirchen, darunter auch die katholische Bischofskonferenz und die United Church of Christ.

 

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AMERIKA - REPAM: Landrecht ist Voraussetzung für die Gewährleistung anderer Rechte

  

Washington (Fides) – Angesichts der Verstöße gegen das Landrecht indigener Völker und der Amazonasgemeinden in Südamerika fordert das Panamerikanische Kirchennetzwerk (REPAM) die die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen auf, die einen Sonderberichterstatter mit einem Bericht zur Lage des Landrechts der indigenen Völker zu beauftragen. "Ein solcher Bericht wäre ein notwendiges juridisches Instrument für den Schutz der indigenen und nicht indigenen Gemeinden in der Amazzonasregion auf nationaler und internationaler Ebene", so REPAM nach einer Anhörung bei der Interamerikanischen Menschenrechtskommission mit Sitz in Washington am vergangenen 17. März.
Vertreter der indigenen Völker berichten zusammen mit dem Sprecher des Rates der Lateinamerikanischen Bischofskonferenzen, Erzbischof Pedro Ricardo Barreto Jimeno, S.J. von Huancayo (Peru) über die vom Abbau von Mineralien und anderen illegalen Aktivitäten im Amazonasgebiet verursachten Umweltschäden und Verstößen gegen die Menschenrechte der Einwohner des Territoriums, insbesondere gegen das Landrecht und fordern von den Behörden neue Wege für die Vereinbarkeit von Menschenrechten und Umweltschutz mit einer produktiven wirtschaftlichen Entwicklung.
Bei der Anhörung erinnerte das REPAM daran, dass das Landrecht die Voraussetzung für die Gewährleistung anderer Rechte ist.

  

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AMERIKA/DOMINIKANISCHE REPUBLIK - Bischöfe aus Grenzdiözesen beraten über gemeinsame Probleme

  

Barahona (Fides) – Bischöfe, Priester und Delegierte der Pfarreien aus den Grenzdiözesen in Haiti und der Dominikanischen Republik kamen am vergangenen 21. März in Barahona (Dominikanische Republik) zusammen, um über gemeinsame soziale und wirtschaftliche Probleme zu beraten und sich über pastorale Erfahrungen auszutauschen. Das Treffen endete mit einem gemeinsamen Gottesdienst im Beisein des Apostolischen Nuntius in der Dominikanischen Republik, Erzbischof Jude Thaddeus Okolo Gastgeber der Veranstaltung war Bischof Andrés Napoleón Romero Cárdenas von Barahona.

 

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„Niemand flieht freiwillig!“

 

Die meisten Syrer sind in den Libanon geflohen. Kein anderes Land hat mehr Flüchtlinge aufgenommen. Bleiben wollen die meisten nicht.

(Berlin/ora) - „Wenn ich könnte, würde ich sofort nach Hause zurückkehren“, sagt Khalid. Der Gemüsehändler aus der Nähe von Homs lebt seit anderthalb Jahren in einem Flüchtlingslager im Libanon. Lange haben er und seine Familie versucht, dem Krieg in Syrien zu trotzen. Sie wollten nicht fliehen. Aber als sie im Sommer 2016 zwischen die Fronten gerieten, hatten sie keine Wahl mehr. „Auf der einen Seite des Dorfes kämpften die Rebellen und auf der anderen die Soldaten des Assad-Regimes“, berichtet Khalid. „Erst sind wir gerannt und später dann mit einem Bus über die Grenze in den Libanon gekommen.“

 

So wie Khalid und seiner Familie geht es den meisten syrischen Flüchtlingen. „Sie leiden unter den Folgen des Krieges, genauso wie unter dem Verlust ihrer Heimat“, erklärt Jochen Hackstein, Vorstand der ora Kinderhilfe international. „Niemand verlässt freiwillig sein Zuhause“, stellt er klar.

 

ora Kinderhilfe international leistet in vier Flüchtlingslagern in der Beeka-Ebene Nothilfe. Das christliche Kinderhilfswerk baut mit seinem Partner vor Ort Zelte, verteilt Öfen, Heizdiesel, Lebensmittel, Kleidung und Medikamente. Das Elend scheint dem gegenüber grenzenlos. In langen Schlangen reihen sich Zelte und Behausungen aneinander. Überall in den Lagern liegt Müll. Es stinkt, die Kinder sehen verwahrlost aus und die Eltern sind verzweifelt. So wie Khalid und seine Frau. Sie haben drei Kinder und wünschen sich nichts mehr, als dass es ihren Kindern einmal besser geht. „Ich bin dankbar, dass ora für mich und meine Familie eine Unterkunft gebaut hat“, sagt Khalid, „aber ein Zuhause ist es nicht.“

 

„Ihr Zuhause können wir nicht ersetzen, aber helfen können wir“, sagt Hackstein. „Auch wenn das aussieht, wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, dürfen wir damit nicht nachlassen“, warnt er. ora Kinderhilfe international versorgt mehr als 1.000 Familien monatlich mit dem Nötigsten. Solange Krieg der Krieg in Syrien nicht beendet ist, wird das Kinderhilfswerk die Hilfe fortsetzen.

 

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 ora Kinderhilfe ist seit 1981 weltweit für Menschen in Not im Einsatz. Derzeit betreuen die Mitarbeiter und Partner vor Ort hauptsächlich Kinder in zehn Ländern auf vier Kontinenten. Das Berliner Hilfswerk hat drei Arbeitsschwerpunkte: Patenschaften für Kinder, Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe. Seit Ausbruch der Kämpfe in Syrien und im Irak unterstützt ora Kinderhilfe die unschuldigen Opfer der Auseinandersetzungen. Um helfen zu können, ist ora auf Spenden angewiesen.

 

Jochen Hackstein verteilt Bälle. Foto: ora
Jochen Hackstein verteilt Bälle. Foto: ora

Hungersnot in Ostafrika

Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf

 

Hungersnot * Ostafrika * Somalia * Südsudan * Dürre * Spendenaufruf

(Berlin/dw) - In Teilen Ostafrikas droht eine Hungersnot. Allein im Südsudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen fünf Millionen Menschen auf die Unterstützung mit Lebensmitteln angewiesen. Eine Hungersnot wurde offiziell für einen Teil des Landes ausgerufen. In Somalia ist die Zahl der Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind,  aufgrund der Dürre auf über sechs Millionen angestiegen. „Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen, denn wir riskieren nicht nur das Leben von hunderttausenden Menschen im Osten Afrikas, sondern auch die sehr fragile politische Situation weiter zu destabilisieren und die Fortschritte der letzten Monate, gerade in Somalia, wieder zu zerstören“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Neben der Dürre sind immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen gerade im Südsudan eine Ursache für den Hunger. Deshalb ist es jetzt insbesondere wichtig, dass die Konfliktparteien den Zugang zur Hilfe nicht weiter behindern und weitere Mittel bereitgestellt werden.“

Die nun schon seit mehreren Jahren anhaltende Dürreperiode führt auch in anderen Regionen Ostafrikas zu einer Verschärfung der Situation. Betroffen sind insbesondere der Nordosten Kenias, der Südosten Äthiopiens und Somalia – insgesamt ein Gebiet mit 15 Millionen Einwohnern. Laut Vereinten Nationen ist die Zahl der Menschen in Somalia, die auf Humanitäre Hilfe angewiesen sind, inzwischen bereits auf 6,2 Millionen angestiegen – das ist mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung des Landes. Mehr als eine Million Kinder im Südsudan werden als akut unterernährt geschätzt. Die Prognosen für die nächste Regenzeit, die eigentlich im März beginnen sollte, sind schlecht. „Es besteht die Gefahr, dass sich die Situation im Frühsommer weiter dramatisch verschärft“, sagt Martin Keßler. „Deshalb ist es so wichtig, dass jetzt Mittel bereitgestellt werden und die Hilfe zügig und gut koordiniert vorankommt.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihren lokalen Partnerorganisationen in Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien vor Ort und versorgt die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem werden neben der Nothilfe die Menschen in der Vorsorge unterstützt. Dabei geht es insbesondere darum, Wissen zu vermitteln, wie Landwirtschaft trotz der schwierigen klimatischen Bedingungen möglich ist.

„Mehr denn je sind die Menschen in Ostafrika auf unsere Unterstützung angewiesen. Wir müssen jetzt handeln, um eine noch größere Hungersnot zu verhindern. Deshalb rufen wir zu Spenden auf“, sagt Keßler.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE6852 0604 1000 0050 2502
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Afrika Hungerhilfe
Online unter:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE8866 0205 0002 0202 0202,
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Hungerkrise Ostafrika
Online unter:
www.caritas-international.de

 


Aktion Deutschland Hilft

Hungerkatastrophe in Ostafrika

Hunger in Ostafrika. Copyright Help/Simaitis
Hunger in Ostafrika. Copyright Help/Simaitis

 

(Berlin/pm) - In Ostafrika sind mindestens 12 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Besonders schlimm ist die Lage in Kenia, Äthiopien, Somalia und im Südsudan. Die Hilfsorganisationen des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft sind in der betroffenen Region seit Jahren tätig und leisten den Menschen Nothilfe. Einen Überblick über die Hilfe unseres Bündnisses erhalten Sie hier:
https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/spenden-ostafrika/

 

 Gemeinsam Leben retten: Für unsere abgestimmten Hilfsmaßnahmen sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Daher wären wir sehr dankbar, wenn Sie unsere Nothilfe durch die Veröffentlichung unseres Spendenkontos unterstützen könnten.

  

Spendeninformation
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort
„Hilfe für Ostafrika“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

 

 

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 81190 senden (10 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, 9,83 € davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft)

 

Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

 


Spendenkonto "Hunger im Jemen" und "Syrien"

Hunger im Jemen, © ADRA/Jahn Fischer
Hunger im Jemen, © ADRA/Jahn Fischer

 

(Berlin/pm) - Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat sich die dramatische Ernährungslage im Jemen deutlich verschärft. 14 Millionen Menschen hungern – darunter zwei Millionen akut unterernährte Kinder. Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft leistet Nothilfe – mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und hochkalorischer Zusatznahrung. Mehr zur Nothilfe im Jemen: http://bit.ly/2hVBm0L

Und auch in Syrien bangen die Menschen täglich um ihr Leben. Trotz der prekären Sicherheitslage versorgen Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft kranke und verletzte Menschen Syrien und den Nachbarländern und leisten Winterhilfe. Weitere Infos zur Winterhilfe: http://bit.ly/2h8012t

Für unsere abgestimmten Hilfsmaßnahmen sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Daher wären wir sehr dankbar, wenn Sie unsere Nothilfe durch die Veröffentlichung unseres Spendenkontos unterstützen könnten.

Spendeninformation
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort „Hunger Jemen“ bzw. „Syrien“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de