Nachrichten aus aller Welt

26.01.2021

Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle


FIDES-NACHRICHTEN - 26.01.2021

AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Delegation der Kirche besucht Tigray: "Humanitäre Lage ist alarmierend"

Addis Abeba (Fides) - "Die Zahl der Menschen, die Nahrung, Wasser und Medikamente benötigen, übersteigt die ursprüngliche Planung des Hilfsprojekts um das Dreifache", heißt es im Bericht der Delegation der katholischen Kirche, die die äthiopische Provinz Tigrai besuchte, in der die äthiopische Armee am 4. November eine Offensive gegen die Streitkräfte der Tigray Liberation Front (TPLF) starteten.
Während des Besuchs (vom 12. bis 14. Januar) traf die Delegation "die zuständigen Vertreter der Übergangsregierung, um die Möglichkeiten eines humanitären Korridors und die Interventionen zu erörtern".
Allein in Adigrat, wo die Delegation mit Bischof Tesfaselassie Medhin zusammentraf, seien mehr als 50.000 Vertriebenen dringend auf Versorgung mit "Lebensmitteln, grundlegenden Non-Food-Artikeln, Medikamenten, Wasser, Zelten und psychosozialer Unterstützung" angewiesen. Es bestehe auch ein Bedarf an Lehrern, Verwaltungsexperten und logistischer Unterstützung.
Bischof Medhin in mehreren Appellen um eine sofortige Reaktion auf die katastrophale humanitäre Situation gebeten. "Die Bevölkerung, einschließlich eritreischer Flüchtlinge", so Bischof Medhin in einem seiner Appelle, „hat keine Lebensmittel, lebensrettenden Medikamente, Wasser usw. mehr. Sie haben keinen Zugang zu wesentlichen Dienstleistungen wie Stromversorgung und Banken".
Nachrichten aus der Region sind häufig unvollständig und stehen kaum zur Verfügung, während Telefon- und Internetverbindungen blockiert sind.
Bevor die Helfer in diesem Monat einen eingeschränkten Zugang erhalten hatten, wurde geschätzt, dass rund 4,5 Millionen der insgesamt 6 Millionen Einwohner von Tigray Nahrungsmittelhilfe benötigen und Hunderttausende Hunger leiden.
Besorgniserregend ist auch die Situation der eritreischen Flüchtlinge in den Flüchtlingscamps Shimelba und Hitsats, die zum Teil in Brand gesteckt wurden.
Schließlich häufen sich unbestätigte Berichte über Massaker, Folter, Vergewaltigung, Entführung und Plünderung oder Zerstörung jahrhundertealter Manuskripte und Artefakte in der gesamten Region.

 

AFRIKA/NIGERIA - Überfall auf Waisenhaus bei Abuja: Acht Kinder in den Händen von Entführern

Abuja (Fides) - Mindestens acht Kinder wurden aus einem Waisenhaus in Naharati im Bundesstaat Abuja entführt. Am vergangenen Samstag, den 23. Januar, gegen ein Uhr morgens, stürmte eine Gruppe schwer bewaffneter Männer das Waisenhaus „Rachael's Orphanage" mit dem Ziel, in den Schlafsaal der Waisenkinder einzudringen. Zusammen mit den Kindern wurden mindestens drei erwachsene Mitarbeiter der Einrichtung entführt. Ein Polizeisprecher sprach von nur sechs Vermissten, während eine Person bereits freigelassen wurde. Die Polizei durchsucht unter dessen Wald in der Umgebung im Bemühen um die die Freilassung der anderen Geiseln.
Von Entführungen sind in Nigeria häufig auch Mitglieder des Klerus betroffen. Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama von Abuja, verurteilte dies in seiner Predigt am 18. Januar in der Pfarrei St. Anthony in Yangoji, Abuja, und erinnerte an Pfarrer Matthew Dajo, der sich vom 22. November 2020 bis zu seiner Freilassung am 2. Dezember 2020 zehn Tage lang in den Händen von Entführern befand.
„Diese beschämenden und widerlichen Handlungen, die von den nigerianischen Behörden nicht bekämpft werden, werden weiterhin den Ruf Nigerias ruinieren und Besucher und Investoren aus dem Land vertreiben. Wir beten für die Freilassung der noch Gefangenen und für die Bekehrung der Täter dieser unmenschlichen Handlungen", so der Erzbischof, „Möge Christus sich den Tätern von Entführungen, Vergewaltigungen und Morden offenbaren und ihnen die Gnade der Umkehr gewähren". Trotz der Qualen, die er erlitten habe als er sich in den Händen der Entführer befand gehe es dem entführten Priester abgesehen von dem psychischen Trauma im Allgemeinen gut.

AFRIKA/SÜDSUDAN - "Unsere Mission ist nie zu Ende": Missionar berichtet aus der Diözese Tombura-Yambio

Naandi (Fides) - Die Mission der Kirche sei nie zu ende, denn die Vollendung eines Werkes sei nur der Beginn des nächsten. So Pfarrer Christopher Hartley Sartorius, der als Missionar im Südsudan lebt und arbeitet. Der Priester, der ursprünglich aus der spanischen Diözese Toledo stammt und derzeit in der Diözese Tombura Yambio arbeitet, sagt, von der Fertigstellung des Baus der beiden neuen Schulen – die Grundschule Santa Teresa und die Sekundarschule San Pedro y San Pablo - in der Gemeinde Naandi an der Grenze zwischen dem Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo und Uganda. Danach habe man in der Gemeinde Djabo sofort ein neues Projekt zum Bau einer Schule mit acht Klassen, der Pfarrkirche und eines kleinen Pfarrhauses auf den Weg gebracht, so der Missionar.
"Derzeit gibt es in Djabio eine Pfarrschule, die von etwa 350 Jungen und Mädchen besucht wird, die auf die acht Klassen verteilt sind. Jede Klasse ist in einer Strohhütte mit Baumstämmen auf dem Boden versammelt, die als Stühle und Schreibtische für die Kinder dienen. Es gibt auch eine kleine Kirche, die wir gerne in eine echte Pfarrkirche verwandeln möchten, in der die ganze Gemeinde zusammenkommen kann, um den Glauben zu feiern und in Heiligkeit zu wachsen", so der katholische Priester weiter.
Der Missionar weist darauf hin, dass man oft glaube zu wissen, was die Armen brauchen. „Wir glauben, wir müssen entscheiden, was sie brauchen, aber so ist es nicht. Denn sie selbst sind die Protagonisten ihrer eigenen Heilsgeschichte, Gott lebt in ihnen und unter ihnen und sie sind Menschen des Glaubens, die auf Gott vertrauen. In jeder der Gemeinschaften, die wir besuchten, baten uns alle um dasselbe: eine Kirche zusätzlich zu eine Schule, um den vielen wunderbaren Kindern zu helfen, die in diesem Dschungel aufwachsen. "
„Das Projekt dieser ersten beiden Schulen in Naandi", erklärt er abschließend, „wurde dank großer und kleiner Spenden durchgeführt, aber alle zeugen von Liebe. Die Kirche ist nicht aus Beton oder Ziegeln entstanden, sondern durch die Verkündigung des Evangeliums, durch die Feier der Sakramente, durch Werke der Nächstenliebe und der Liebe. Wir selbt sind es, die nicht die Gebäuce aus Beton, die aus Liebe miteinander die Kirche Jesu Christi erbauen, und dieses Kirchengebäude ist eine Metapher und ein Ort der Begegnung und der Lobpreisung."
 

ASIEN/PHILIPPINEN - Katholischer Priester auf Mindanao ermordet

Malaybalay (Fides) - Unbekannte bewaffnete Männer haben am gestrigen 24. Januar den philippinischen katholischen Priester Rene Bayang Regalado erschossen, als er im Begriff war, zum Priesterseminar in Patpat bei Malaybalay (Provinz Bukidnon, Südphilippinen) zurückzukehren. Über den vermutlichen Mord informierten die Priester des Priesterseminars Johannes XXIII. noch am Abend des 24. Januar die Polizei und berichteten, dass sie gegen 19:30 Uhr (Ortszeit) mehrere Schüsse gehört hatten. Die Agenten bestätigten, dass Pfarrer Regalado in der Nähe des Priesterseminars "mit mehreren Kopfschüssen" getötet wurde. Die Leiche wurde sich wenige Meter vom Tor des Karmeliterklosters Patpat entfernt aufgefunden. Der Priester war auf dem Heimweg in seinem Fahrzeug auf der abgelegenen Straße von Unbekannten angehalten worden.
Regalados Leiche lag etwa drei Meter von seinem Dienstfahrzeug, einem Chevrolet entfernt auf dem Boden. „Pfarrer Regalado war bereits tot, als wir ankamen ", sagte Sergeant Jeffrey LLoren, der in dem Fall ermittelt. In der Nähe des Tatorts fand die Polizei eine Pistole mit zehn Patronen und einer leeren Kugel, die die Täter absichtlich in der Nähe des Kopfes des getöteten Priesters zurückgelassen haben könnten.
Die Familie des ermorderten Priesters, der ursprünglich aus dem Dorf Sinayawan in der Nähe von Valencia City stammt, beantragte eine Autopsie der Leiche, die gestern Abend in die Leichenhalle von Malaybalay City gebracht wurde.
"Die gesamte Diözesangemeinschaft von Malaybalay, die Geistlichen, Ordensleute und Laien, insbesondere die Familie Regalado in der Pfarrei San Jose in Sinayawan, sind zutiefst betroffen und traurig über die Nachricht vom vorzeitigen Ableben eines talentierten Priesters", heißt es in einer Erklärung der Diözese. Man hoffe, dass "die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden, während wir sie der barmherzigen Liebe Gottes anvertrauen".
Wie aus der Notiz hervorgeht, wird der ermordete Priester nach der Autopsie in der Kathedrale von San Isidro Labrador in Malaybalay beigesetzt und anschließend auf dem katholischen Friedhof von Malaybalay beeerdigt.
Don Regalado war auch als "Paring Bukidnon" ("Bergpriester") bekannt, da er häufig die entlegenen Gemeinden besuchte und auf seinem Blog zu dringenden sozialen Anliegen über das Leben und die Bedürfnisse berichtete und dabei eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft forderte. Nach Angaben der Ermittler der Polizei hatte Pfarrer Regalado vor seinem Tod Morddrohungen erhalten.
Pfarrer Regalado wurde am 18. Oktober 2007 vom emeritierten Bischof von Bukidnon, Honesto Pacana (SJ) zum Priester geweiht. Er besuchte das Priesterseminar Johannes XXIII. Und erwarb seine Lizenz in Theologie am „San Isidoro College", während er sein theologisches Studium am Theologat „Saint John Maria Vianney" in Cagayan de Oro City vervollständigte.

ASIEN/LIBANON - Maronitischer Patriarch: Biden soll libanesische "Neutralität" unterstützen

Bkerkè (Fides) - Der neue US-Präsident Joe Biden könne einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den Libanon von Konflikten im Nahen Osten fernzuhalten, wenn er nach dem Motto der libanesischen „Neutralität" handle und es vermeidet, den Libanon im Kontext der Bündnisse mit der einen oder anderen regionalen Macht zu sehen, die im Nahen Osten um die Hegemonie konkurrieren. Dies betont der maronitische Patriarch Bechara Boutros Rai am Ende seiner Predigt beim Gottesdienst im Patriarchat in Bkerkè am Sonntag, dem 24. Januar. Der libanesische Kardinal gratulierte Biden zu seiner Vereidigung als Präsident und appellierte an den katholischen Glauben des neuen US-Präsidenten und sein Engagement für spirituelle Werte, in der Hoffnung, dass seine Regierung "die Libanon-Frage mit diesem Blick betrachtet", der dabei behilflich sei, es von territorialen Konflikten fernzuhalten, und das Projekt der Neutralität unterstützen, um Stabilität und Wohlstand wiederherzustellen. "
In seiner Predigt bekräftigte der maronitische Patriarch erneut auch seinen Appell an die libanesischen Politiker, die seiner Meinung nach für eine politische Pattsituation verantwortlich sind, die zu einer schweren Wirtschafts-, Sozial- und Gesundheitskrise im Libanon geführt hat: „Wie kann man keine Regierung bilden!", empört sich der Patriarch und wandte sich dabei an die politischen Verantwortlichen: „Während die Menschen vor Schmerz klagen, hungern und an Armut und Krankheit sterben? (...). Wie kann man keine Regierung bilden, während die Leute vor den Banken stehen und erfolglos darum flehen, ihr Geld abheben zu können?"
„Wie kann man keine Regierung bilden, während die Grenzen ungeschützt sind, der Schmuggel weit verbreitet ist, die nationale Souveränität gefährdet ist, die Unabhängigkeit ausgesetzt ist und die Korruption weit verbreitet ist?", so der Kardinal weiter, „Wie kann man keine Regierung bilden, wenn mehr als die Hälfte der Bevölkerung arbeitslos ist und unterhalb der Armutsgrenze lebt? (...) Habt ihr keine Furcht vor Gott, vor dem Volk, vor dem Gewissen und dem Urteil der Geschichte?".
Die letzte im Amt befindliche libanesische Regierung unter Vorsitz von Ministerpräsident Hassan Diab fiel nach den Protesten nach den Explosionen im Hafen von Beirut am 4. August 2020. Der sunnitische Politiker Saad Hariri, Vorsitzender der "Zukunft"-Partei wurde am 22. Oktober 2020 mit der Bildung einer neue Regierung beauftragt, konnte aber das neue Kabinett nicht zuletzt, auch aufgrund der institutionellen Spannungen, die zwischen dem zuständigen Ministerpräsidenten und Präsident Michel Aoun um die Liste der Minister, die das Regierungsteam bilden sollten, entstanden sind, noch nicht ernennen. Druck im Hinblick auf die Regierung und das politische Profil der neuen Exekutive kommt zudem auch aus dem Ausland.

AMERIKA/VENEZUELA - Seligsprechung von José Gregorio Hernández im April: "Venezuela öffnet der Hoffnung und der Freude die Tür"

Caracas (Fides) – Wie die Erzdiözese Caracas am gestrigen Sonntag, 24. Januar, über Twitter bekannt gab, wird die Seligsprechung von José Gregorio Hernández Ende April stattfinden. Der Sprecher der Diözese, Pfarrer Honegger Molina, teilte mit, dass der Papst das Dekret bereits unterzeichnet habe und dass der Gottesdienst zur Seligsprechung nun bevorstehe. Dies sei ein notwendiger Schritt, damit die José Gregorio Hernández in Venezuela zur Ehre der Altäre erhoben werde.
In diesem Sinne seien alle Venezolaner eingeladen, sich in diesen Monaten auf den liturgischen Ritus der Seligsprechung Ende April 2021 vorzubereiten: "Venezuela öffnet dieses Jahr die Tür der Hoffnung und Freude", bekräftigt der Priester.
Doktor José Gregorio Hernández Cisneros, bekannt als "der Arzt der Armen", wurde am 26. Oktober 1864 in Isnotú geboren. Er widmete sein Leben dem Dienst unter den Ärmsten und Bedürftigen. Er blieb als ein großartiger Mediziner, Wissenschaftler, Denker und vor allem ein frommer Gläubiger in Erinnerung.
Am 29. Juni 1919 betrat Dr. Hernandez eine Caracas-Apotheke, um Medikamente für einen älteren Patienten zu kaufen, den er kurz zuvor bei einem Ausbesuch untersucht hatte. Beim Verlassen der Apotheke wurde er von einem der wenigen Autos erfasst, die zu dieser Zeit im unterwegs waren. Er wurde zwar noch ins Krankenhaus gebracht, wo er die Krankensalbung erhielt und kurz darauf starb.

AMERIKA/MEXIKO - Erste kirchlicher Versammlung Lateinamerikas und der Karibik: Papst wünscht Nähe zum Volk Gottes und bittet um das Gebet

 

Mexiko-Stadt (Fides) - „Zum ersten Mal wird ein kirchliche Versammlung dieser Art gefeiert. Es ist keine Konferenz der lateinamerikanischen Bischöfe wie die vorherigen, zuletzt in Aparecida", so Papst Franziskus in einer Videobotschaft an die Teilnehmer der ersten kirchlichen Versammlung Lateinamerikas und der Karibik, deren Eröffnung der Rat der Lateinamerikanischen Bischofskonferenzen (CELAM) aus dem Marienheiligtum der Gottesmutter von Guadalupe in Mexiko-Stadt übertrug, „Nein, es ist etwas anderes. Es ist eine Begegnung des Volkes Gottes: Laien, Laien, Ordensleute, Priester, Bischöfe, alle Menschen Gottes, die gemeinsam auf dem Weg sind. Wir beten, wir reden, wir denken, wir diskutieren, wir suchen den Willen Gottes".
Der Heilige Vater gab zwei Kriterien vor, "die uns neue Horizonte der Hoffnung eröffnen": die Nähe zum Volk Gottes und das Gebet. „Diese kirchliche Versammlung ist keine Elite... Sie ist nah am Volk Gottes. Vergessen wir nicht, dass wir alle Teil des Volkes Gottes sind. Wir alle sind Teil davon. Außerhalb des Volkes Gottes entstehen die erleuchteten Eliten, der einen oder der anderen Ideologie. Und dies ist nicht die Kirche. Die Kirche entsteht durch das Teilen von Brot gegeben. Die Kirche begegnet allen ohne Ausschluss. Und eine kirchliche Versammlung ist ein Zeichen dafür, eine Kirche ohne Ausschluss", so der Papst. „Und das andere, woran man denken sollte, ist das Gebet. Unter uns ist der Herr. Möge der Herr gehört werden, daher unsere Bitte, bei uns zu sein", fügte Papst Franziskus hinzu.
Der Präsident des CELAM, Erzbischof Miguel Cabrejos Vidarte von Trujillo, sagte in seiner Rede: "Wir sind alle missionarische Jünger": "Dieses Jahr 2021 wird uns zu einem großen kirchlichen Ereignis vereinen, um für die Früchten die Herausforderungen, mit denen uns die 5. Generalkonferenz von Aparecida konfrontiert hat, zu danken, darüber nachzudenken, sie zu vertiefen und wiederzubeleben". Der Erzbischof verwies auf das Lehramt von Papst Franziskus und betonte, dass "das Volk Gottes das historische Thema der Evangelisierung ist, weil jede getaufte Person als Protagonist zur Mission berufen ist. Und Aparecida bekräftigte, dass wir alle „missionarische Jünger" sind. " Deshalb „richtet sich der Aufruf nicht nur an diejenigen, die formelle Positionen und Verantwortlichkeiten in der Kirche innehaben, an geweihte Seelsorger oder Experten der Pastoraltheologie, sondern an alle christlichen Gläubigen. Es ist eine Theologie der Synodalität, die den Gläubigen neue Pfade eröffnet, um auf dem Weg der Evangelisierung und der Verkündigung des Königreichs zu gehen. "
Diese beispiellose kirchliche Versammlung, so Erzbischof Cabrejos Vidarte weiter, befinde sich in dieser theologischen Perspektive und in dieser synodalen ekklesiologischen Neuheit auf dem Weg zu einem "Aufbruch" für Lateinamerika und die Karibik in tiefer Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater... Und sie begleite dabei den tiefgreifenden und dringenden Prozesses der Erneuerung und Umstrukturierung des CELAM.
Der CELAM-Generalsekretär , Prälat Jorge Eduardo Lozano, erinnte an das Motto der kirchlichen Versammlung ein - "Wir sind alle missionarische Jünger im Aufbruch" und erläuterte das Logo und betonte: „Wir möchten die gesamte Kirche Lateinamerikas und der Karibik einbeziehen, damit alle virtuell an den Konferenzen in Mexiko sowie an den Programmen und Initiativen teilnehmen können, die an anderen Orten dieser Versammlung stattfinden".


FIDES-NACHRICHTEN - 24.01.2021

 

AFRIKA/BURKINA FASO - Vermisster Priester tot aufgefunden: Raubmord oder Terrorismus?

 

Ouagadougou (Fides) - "Mit großer Bestürzung muss ich mitteilen, dass die Leiche von Pfarrer Rodrigue Sanon am 21. Januar im Wald von Toumousseni, etwa zwanzig Kilometer von Banfora entfernt, gefunden wurde", so Bischof Lucas Kalfa Sanou von Banfora zum Tod des seit dem 19. Januar vermissten Pfarrers der Gemeinde Notre Dame de la Paix in Soubakanyedougou im Südwesten von Burkina Faso. In Erwartung weiterer Informationen über die Umstände des Todes bittet Bischof Lucas die Gläubigen, "intensiv für seine Seele zu beten und auf die barmherzige Liebe des Herrn zu vertrauen".
Pfarrer Rodrigue Sanon war am Dienstag, dem 19. Januar, auf dem Weg zu einem Treffen mit Bischof Lucas Kalfa Sanon nach Banfora, wo er nie ankam. Bei ersten Ermittlungen wurde das Auto des Priesters entlang der Straße von Soubaganyedougou nach Banfora in der Nähe von Toumousséni, etwa zwanzig Kilometer vom Ziel entfernt gefunden.
Das Bekanntwerden Todes des Priesters werfe in der Diözese und insbesondere bei den Gläubigen der Pfarrei, deren Pfarrer er seit 2018 war, Fragen und Zweifel auf, so Quellen aus Kreisen der Ortskirche Kirche gegenüber Fides. Man frage sich insbesondere, "ob Pfarrer Sanon Opfer eines Raubüberfalls wurde oder ob er angesichts der Unsicherheit in Burkina Faso in die Hände von Terroristen gefallen ist". Zweifel, die auch an die Entführung eines anderen Priesters erinnern: Pfarrer Joël Yougbaré, der am 17. März 2019 in der Diözese Dori verschwand und dessen Schicksal unbekannt ist und die Ermordung von Pfarrer Simeon Yampa, der zusammen mit 5 Gläubigen am 13. Mai 2019 getötet wurde. Bei mehreren Gelegenheiten prangerten die Bischöfe die Unsicherheit an, unter der die Bevölkerung in Burkina Faso zunehmend leidet. Nach Angaben der Vereinten Nationen ist Burkina Faso das Land mit der schnellsten Anstieg bei der Zahl der Vertriebenen. Mehr als eine Million Menschen verließen ihre Heimat infolge von Gewalt.

 

AFRIKA/MALI - Bericht aus der Gemeinde Kati: Trotz politischer Ungewissheit und Pandemie setzen Ordensfrauen ihr Apostolat fort

 

Kati (Fides) - Mali sieht sich währen der Zeit der Übergangsregierung mit einer Situation allgemeiner sozialer und politischer Ungewissheit konfrontiert. Unter der Leitung des ehemaligen Außenministers Moctar Ouane gehören der Regierung insgesamt 25 Minister an. Die strategischsten davon, Verteidigung, Sicherheit, territoriale Verwaltung und nationale Versöhnung, wurden den Militärs anvertraut, die Protagonisten des Putsches waren, der Ibrahim Boubacar Keïta am 18. August gestürzt hat.
"In einem solchen Kontext sind die Schwierigkeiten in der kleinen Stadt Kati, etwa fünfzehn Kilometer von Bamako entfernt, dieselben wie immer", berichtet Schwester Myriam Bovino, Missionsschwester der Kongregation der Unbefleckten Königin des Friedens (SMIRP) gegenüber Fides. "Die Pandemie hat auch Mali getroffen, wo Prävention und Sensibilisierung unter der Bevölkerung zwar stattfindet, wobei es leider viele Leugner gibt und es schwierig wird, Protokolle mit Kriterium durchzuführen. Im Verhältnis zur Bevölkerungsdichte gibt es nicht viele Infizierte. In unserer Stadt mit 200 000 Einwohnern werden täglich nur ein bis zwei bestätigte Fälle registriert. In dem Frauenzentrum, das wir hier in Kati betreiben, haben wir die Masken angefertigt....":
Hier leben viele Menschen auf der Straße und können nicht in ihren Häusern bleiben. Gemeinsame Aktivitäten wie Märkte und Geschäfte sind geöffnet, so dass auch unser Apostolat weitergeht, mit Masken für uns. Wir mussten den Katechismusunterricht wegen der Schließung der Schulen unterbrechen. Zwar etwas weniger häufig aber in regelmäßigen Abständen gehen wir weiter ins Dorf, um Katechese und Animation für christliche und nichtchristlichde Frauen anzubieten. Wir führen die Aktivitäten unseres Berufsbildungszentrums fort, bohren nach Brunnen und betreiben Viehzucht", so die Ordensfrau, die in ihrem ausführlichen Bericht zur aktuellen Entwicklung abschließend auch auf die Zunahme von Gewalt und Banditentum hinweist.

 

ASIEN - Vermögensungleichheit: In Asien besonders ausgeprägt

 

Neu-Delhi (Fides) - Unter den 15 bevölkerungsreichsten Ländern der Welt sind acht asiatische Länder. Aber Asien, der Kontinent, der allein mit China, Indien, Indonesien und Pakistan die Hälfte der Weltbevölkerung abdeckt – die von der "World Population Review" (WPR) auf 7.794.000.000 im Jahr 2019 geschätzt wird hält noch einen anderen Rekord: Laut WPR nehem asiatische Länder auf der Rangfolge der Vermögensungleichheit nach Ländern mindestens die Hälfte der zehn vordersten Plätze auf der Liste. Dabei handelt es sich um Thailand (auf dem sechsten Platz), den Philippinen (auf dem achten Platz), Saudi-Arabien (auf dem neunten Platz) und Indonesien (auf dem zehnten Platz), zu denen noch Russland (auf dem zweiten Platz) hinzukommt, dessen Staatsgebiet zu großen Teilen zu Asien gehört.
Die Vermögensungleichheit ("wealth inequality" oder auch "wealth gap") wird auf der Grundlage der ungleichen Verteilung des Vermögens unter den Einwohnern eines Landes geschätzt. Der Wohlstand umfasst den Wert von Autos, Immobilien, Ersparnissen und Investitionen und persönliche Wertsachen, wobei ungleiche Verteilung zu einem ungleichen Lebensstandard führt. Die Die Daten von WPR legen nahe, dass "die Globalisierung die globale Ungleichheit zwischen den Nationen verringert, aber die Ungleichheit innerhalb der Nationen erhöht hat" und dass "Entwicklungsländer im Allgemeinen durch eine größere Ungleichheit gekennzeichnet sind als Industrieländer". Die Forschung basiert auf dem Gini-Index oder "Gini-Koeffizient", einem statistischen Maß für die Verteilung, das vom italienischen Statistiker Corrado Gini entwickelt wurde.
Was die asiatischen Länder anbelangt, so nehmen in Thailand und Indonesien Reichtum und Wohlstand zu, wobei jedoch der Wohlstand in den Händen sehr weniger Personen konzentriert bleibt. Heute gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese Parameter zu messen: Die britische NGO Oxfam veröffentlicht jedes Jahr Bericht, während das World Inequality Database (WID.world) als die "größte verfügbare Datenbank zur historischen Entwicklung der weltweiten Einkommens- und Reichtumsverteilung innerhalb der Länder als auch unter ihnen gilt".
Auf die nicht nur wirtschaftliche Ungleichheit konzentriert sich auch eines der Ziele für nachhaltige Entwicklung, die von den Vereinten Nationen mit der sogenannten Agenda 2030 festgelegt wurden: Das Ziel Nummer 10 verfolgt die Erhöhung des Einkommens der ärmsten Klassen zur Förderung von Eigenverantwortung und sozialer Eingliederung, um Chancengleichheit und eine geregelte und sicherere Migration von Menschen zu garantieren und Entwicklungsländer im Entscheidungsprozess innerhalb der internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen eine stärkeres Gewicht zu gewährleisten.

 

ASIEN/MALAYSIA - Anstieg der Covid-19-Infektionen und Ausnahmezustand: Kirche verlängert Aussetzung der Gottesdienste

 

Kuala Lumpur (Fides) - Die Erzdiözese Kuala Lumpur hat beschlossen, die Aussetzung aller öffentlichen Gottesdienste bis auf weiteres zu verlängern, da sich das nationale Gesundheitssystem in extremen Schwierigkeiten befindet. In der ersten Januarwoche kündigte Premierminister Tan Sri Muhyiddin Yassin die Verabschiedung strengerer Maßnahmen zur Sicherheit der öffentlichen Gesundheit aufgrund der Eskalation der Covid-19-Infektionen an. Am 12. Januar erklärte Malaysias König Al-Sultan Abdullah den "nationalen Ausnahmezustand" und die Suspendierung des Parlaments bis zum 1. August 2021 im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.
"In Übereinstimmung mit den Gesundheitsprotokollen der Regierung hat die Erzdiözese Kuala Lumpur eine Krisen-Task Force eingerichtet und sich an die aktuellen Beschränkungen angepasst", erklärt Erzbischof Julian Leow Beng Kim von Kuala Lumpur. Die Ortskirche hatte bereits an Weihnachten keine öffentlichen Gottesdienste im Beisein von Gläubigen gefeiert und seit Mitte Dezember 2020 Messen und öffentliche Liturgien bis zum Dreikönigsfest ausgesetzt. Angesichts der exponentiellen Zunahme der Ansteckung im ganzen Land gibt es derzeit keine Lockerungen.
Auch Taufen (außer im Notfall), Konfirmationen, Eucharistie und Ehen sind ab dem 14. Januar bis auf weiteres ausgesetzt. Nur in Notfällen kann das Sakrament der Krankensalbung oder der Beichte empfangen werden. In der Kirche finden keine Trauermessen statt. Kurze Bestattungen dürfen nu mit einer eingeschränkten Zahl von Anwesenden abgehalten werden.
"Während die Welt weiterhin dieser Pandemie ausgesetzt ist, sind alle Gläubigen eingeladen, um die Fürsprache der Gottesmutter und des heiligen Josef, der Schutzpatron der Universalkirche, zu bitten, und Widerstandsfähigkeit, festem Glauben, Hoffnung und Nächstenliebe zu pflegen", so der Kanzler der Diözese Kuala Lumpur Michael Chua. "Wir beten weiterhin für alle Opfer dieser Pandemie, für die Sicherheit aller Mitarbeiter des Gesundheitswesens und für eine gute und erfolgreiche Zukunft unserer Nation."
Auf Beschluss der Erzdiözese Kuala Lumpur finden Katechismuskurse im virtuellen Modus statt. Das neue Katechesejahr beginnt am 24. Januar. Erzbischof Leow und forderte alle Gemeinden auf, auch andere Instrument wie WhatsApp, E-Mail und soziale Medien zu verwenden, um die Ausbildung im Glauben fortzusetzen. Fortgesetzt werden auch die Bildungsangebote des Nationalen Katechetischen Amtes und der Erzdiözese Kuala Lumpur für Katecheten zu den Themen Berufung, Mission und Spiritualität und Katechismus in virtueller Form.

 

ASIEN/SYRIEN - Kirchen des Nahen Ostens appellieren an Biden: „Sanktionen gegen das syrische Volk müssen aufgehoben werden"

 

Damaskus (Fides) – In einem Appell an den neuen US-Präsident Joe Biden bitten die Kirchen im Nahen Osten um die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen, die das syrische Volk als ungerechtfertigte "kollektive Bestrafung" belasten,. Dies müsse schnell wie möglich geschehen, wenn er sich nicht für die "humanitären Katastrophe" mitverantwortlich machen wolle, von der bereits Millionen Menschen in Syrien betroffen seien und die ein weiterer Faktor der Instabilität für den Nahen Osten sei. Der Brief der Kirchen im Nahen Osten vom 21. Januar 2021 ist vom syrisch-orthodoxen Patriarchen Mor Ignatius Aphrem II., vom syrisch-katholischen Patriarchen Ignace Yussif III. Younan, vom melkitisch-griechisch-katholischen Patriarchen Youssef Absi und von Michel Abs, dem Generalsekretär "Middle East Council of Churches" (MECC) unterzeichnet.
Nachdem sie Biden zu Beginn seiner Amtszeit als 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gratuliert haben, erklären die Unterzeichner, man erhoffe sich von ihm eine "dringende Antwort" auf die schwere humanitäre Krise in Syrien. In dem Schreiben wird die Arbeit von Alena Douhan, Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen, zum Thema einseitiger Zwangsmaßnahmen zitiert, die bereits Ende Dezember die dringende Notwendigkeit forderte, die Sanktionen aufzuheben, die dem gesamten syrischen Volk wahlloses Leid zufügen. Wie von Alina Douhan dokumentiert, machen die Sanktionen "die ernste Situation in Syrien noch untragbarer, insbesondere während der Covid-19-Pandemie, und blockieren die Hilfe, den Handel und die Investitionen, die erforderlich sind, damit das syrische Gesundheitssystem und die Wirtschaft funktionieren".
Unter den humanitären Helfern, so die Unterzeichner des Briefes, bestehe ein wachsender Konsens darüber, dass "diese Form der kollektiven Bestrafung des gesamten syrischen Volkes das Land in eine beispiellose humanitäre Katastrophe stürzt". Vor zehn Jahren - so der Appell weiter - war Syrien "der Getreidespeicher der Region", während David Beasley, Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms, bereits im vergangenen Juni bestätigt habe, dass die Hälfte der Syrer heute hungert.
"Wir fordern Sie auf, Herr Präsident", schreiben die Unterzeichner des Briefes wörtlich, "gemäß den Empfehlungen des UN-Sonderberichterstatters den Syrern zu helfen, die humanitäre Krise zu lindern, die eine neue Welle der Instabilität im Nahen Osten und darüber hinaus auszulösen droht. Wir glauben, dass die legitimen nationalen Interessen der Vereinigten Staaten verfolgt werden können, ohne das syrische Volk kollektiv durch Wirtschaftssanktionen zu bestrafen."

 

AMERIKA/PERU - Initiative "Respira Perù": Erste Sauertsoffgeräte bereit für die Auslieferung

 

Lima (Fides) – Im Beisein des peruanischen Staatsoberhaupts Francisco Sagasti und des Gesundheitsministers, Pilar Mazzetti, wurden im Rahmen der Initiative "Respira Peru" gestern die ersten sechs Beatmungsgräte der Firma Motores Diesel Andinos bereit gestellt. Drei davon sollen im Rahmen eines Auftragsvertgabesystems an Gesundheitseinrichtungen in die Regionen geliefert werden, die sie am dringendsten benötigen.
Die Geräte können 20 Kubikmeter medizinischen Sauerstoff mit einer Reinheit von 93% produzieren und gleichzeitig mehr als 30 Covid-19-Patienten versorgen, die 24 Stunden am auf den Intensivstationen des Landes behandelt werden.
Die Sauerstoffaufbereitungsanlagen wurden im Auftrag der Initiative „Respira Peru" zusammengebaut. Das Hilfsprogramm wird von der Bischofskonferenz, der National Society of Industries und der San Ignacio de Loyola Universität unterstützt.
Aufgrund eines modularen Produktionssystem können die Anlagen, im Netzwerk arbeiten, falls ein Krankenhaus mit mehr Sauerstoff versorgt werden muss.
Peru sieht sich mit der zweiten Welle der Pandemie und einer hohen Anzahl von Covid-Fällen konfrontiert. Seit Beginn der Pandemie ist die katholische Kirche mit ihren Hilfsorganisationen in fast dem gesamten peruanischen Staatsgebiet ein Protagonist an vorderster Front bei der Versorgung ung Betreuung von Covid-Patienten tätig. Im Rahmen der Iniatiative „Respiera Peru" wurden im ganzen Land Tausende von Menschenleben gerettet.

 

AMERIKA/CHILE - Für ein neues Chile: Dialogbeiträge zum Verfassungsprozess

 

Santiago (Fides) - Caritas Chile hat mit Unterstützung des katholischen Hilfswerks Misereor drei "Treffen für ein neues Chile" organisiert, um durch Analyse und Dialog Vorschläge zur aktuellen sozioökonomischen Entwicklung auszuarbeiten. Dabei sollen insbesondere die "Sorge um das gemeinsame Haus", Solidarität, Nachhaltigkeit und Umweltgerechtigkeit als Beitrag zur Entstehung eines neuen Chiles im Mittelpunkt stehen.
Die Initiative findet im Rahmen des aktuellen Prozesses zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung (tatt und wird von der Caritas Chile zusammen mit der Justitia-et-Pax-Kommission, der Nationalen Pastoralkommission Arbeit und der Kommission für Landpastoral durchgeführt. Ziel ist es, zur Reflexion, Unterscheidung und Teilhabe aller beizutragen, insbesondere durch die Anregung der Diskussion über sozioökonomische Entwicklung im Sinne der Bürger.
Das erste der drei Treffen fand am gestrigen 21. Januar, zum Thema "Aktuelle Herausforderungen für Solidarität, Gerechtigkeit und Frieden" statt. Die zweite Runde tagt am 25. Januar zum Thema "Vorschläge aus der Arbeitswelt für eine Veränderung in Richtung Würde". Das letzte Treffen am 28. Januar befasst sich mit dem Thema "Vorschläge aus und für die ländliche und bäuerliche Welt". Die Sitzungen finden jeweils ab 18 Uhr über Facebook Live/Caritas Chile statt.

 

AFRIKA/KONGO - Regens des Theologats "Card. Emile Biayenda" in Brazzaville ernannt

Vatikanstadt (Fides) – Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker hat am 3. September 2020 Pfarrer Barthel Christel Ganao aus dem Klerus der Diözese Gamboma (Kongo) zum Regenss des interdiözesanen Theologischen Seminars "Card. Emile Biayenda" mit Sitz in der Erzdiözese Brazzaville (Kongo) ernannt.
Der neue Regens ist 48 Jahre alt und wurde vor 15 Jahren zum Priester geweiht. Er studierte am nationalen Priesterseminare und hat ein Lizenziat in Wirtschaft und Unternehmensorganisation, einen Master in Moraltheologie (Paris) und promovierte an der Universität Alphonsiana in Rom. Zudem studierte Spiritualität in Montreal und am Saint Cyprien Seminar in Toulouse (Frankreich). Nach seiner Rückkehr in die Heimat im Jahr 2014 hatte er folgende Ämter inne: Dozent für Moraltheologie am Priesterseminar in Brazzaville, Direktor der Bibliothek des Seminars, Beauftragter des Bischofs für Seminaristen und ständige Ausbildung in der Diözese Gambona, Sekretär der Kommission für die Glaubenslehre der Bischofskonferenz.


FIDES-NACHRICHTEN - 22.01.2021

 

„Pachamama – unsere Erde ist uns heilig“

 

Das Bolivienreferat lädt alle Interessierten zur digitalen Begegnungsreise ein

 

(Trier/Koblenz/Saarbrücken/bt) – Gemeinsam klimaneutral werden: Das ist eines der Ziele, die die Partnerschaft zwischen der Jugend im Bistum Trier und der Kirche in Bolivien anstrebt. Unter dem Motto „Pachamama – unsere Erde ist uns heilig!“ startet Ende Januar ein dreiteiliger Online-Dialog zwischen Bolivianern und allen Interessierten aus dem Bistum Trier. Eigentlich war der inhaltliche Austausch zwischen Bolivianern und Deutschen als reale Begegnungsreise geplant, doch der Corona-Pandemie geschuldet setzt man nun auf das digitale Format. „Wir wollen so gemeinsam Ideen entwickeln und diese auch umsetzten, damit wir klimaneutraler werden in der Partnerschaft“, berichtet Joachim Otterbach aus dem Vorbereitungsteam. Dafür hat das Bolivienreferat des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) nicht nur weitere Partner wie die Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch mit ins Boot geholt, sondern gestalten den Online-Dialog auch nach dem Dreischritt „Sehen – Urteilen – Handeln“. Jeweils an einem dieser Schritte orientieren sich auch die drei geplanten Termine: Die erste Videokonferenz am Samstag, 30. Januar, beschäftigt sich mit dem Ausmaß des Klimawandels, das Fachreferenten anhand von Satellitenbildern veranschaulichen werden. Bei der zweiten Videokonferenz am Samstag, 20. März, berichten bolivianische Fachleute über die Situation im Amazonas-Tiefland Boliviens und laden zur gemeinsamen Beurteilung ein. Der dritte Teil am Samstag, 12. Juni, setzt konkrete Ideen in einer 48-Stunden-Aktion um, bei der sich Deutsche und Bolivianer digital helfen und austauschen können.

 

„Ich hoffe, dass wir auch durch die digitalen Treffen und Aktionen der Partnerschaft ein Gesicht geben können“, wünscht sich Otterbach. Denn das sei einer der wichtigsten Effekte der gegenseitigen Begegnungsreisen. „Persönliche Bezüge motivieren. Und mit konkreten Leuten und Projekten wird die Partnerschaft greifbarer“, erklärt er. Die digitale Umsetzung könne die persönliche Begegnung zwar nicht komplett ersetzen, aber zumindest ein Stück weit, so Otterbach. Denn an dem gemeinsamen Thema könnten die Partner auch digital weiterarbeiten. Zudem sparten die entfallenen Flüge der Begegnungsreise CO2 und entlasteten damit die Umwelt – auch wenn dafür eine Ausgleichszahlung angedacht war. „Vielleicht nehmen wir sogar das digitale Treffen als Idee mit und beschließen gemeinsam die Abstände der Begegnungsreisen von zwei Jahren auf vier Jahre zu verlängern. Dazwischen könnten wir uns digital treffen und austauschen“, überlegt Otterbach. So könne die aus der Not geborene Idee zur Tugend werden.

 

Damit der Austausch auch digital gut gelingt, helfen Dolmetscher. Zudem ist die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zumindest in der ersten Videokonferenz auf 40 beschränkt. Für weitere Informationen sowie die Anmeldung des gesamten dreiteiligen Dialogs oder auch einzelner Elemente steht das Referat für Bolivienpartnerschaft und Entwicklungspolitik des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) unter bolivienreferat(at)bdkj-trier.de oder Tel.: 0651-9771100 zur Verfügung.

 

AFRIKA/SUD SUDAN - Nach schweren Überschwemmungen: Lage für viele Menschen weiterhin katastrophal

 

Duk (Fides) - Nach schweren Überschwemmungen in der Grafschaft Duk und andere Gebiete des Bundesstaates Jonglei wurden seit letztem Juli dieses Jahres über 350.000 Menschen obdachlos, wobei diese Menschen auch unter Lebensmittelknappheit leiden. Der Wasserstand steigt unterdesseen weiter an so dass sich die Menschen in den überfluteten Gebieten nur noch auf selbstgebauten Floßen oder Kanus fortbewegen können. "Vor einigen Tagen haben wir Kleidung, Moskitonetze und Plastikfolien erhalten, die wir als Notunterkünfte verwenden", heißt es in einer Notiz, die von einem lokalen Radiosender veröffentlicht wurde. "Diese Hilfe verdanken wir Spenden unserer Mitbürger aus der Diaspora".
Die Überschwemmungen haben alle Lebensgrundlagen zerstört. Elijah Manyok Deng, Interimskommissar des Landkreises Duk, berichtete, dass bisher 2.500 ältere Menschen von der erhaltenen Hilfe profitieren konnten, und bat Hilfswerke in Jonglei um weiter humanitäre Hilfe angesichts der weiterhin katastrophalen Situation.
In einem kürzlich von der südsudanesischen Regierung und den Vereinten Nationen gemeinsam veröffentlichten Bericht wird befürchtet, dass voraussichtlich mindestens 7,24 Millionen Menschen in verschiedenen Gebieten des Landes im Jahr 2021 aufgrund der Folgen von Überschwemmungen, Konflikten und der Covid19-Pandemie einer schweren Ernährungsunsicherheit ausgesetzt sein werden.

 

AFRIKA/D.R. KONGO - Kostenlose Bildung: Bischofskonferenz sieht Mängel bei der Umsetzung

 

Kinshasa (Fides) - „Das System der kostenlosen Grundbildung leidet unter einem Führungsdefizit im Bildungswesen verbunden mit mangelnde Visionen, Planung und Budget. Verschiedene Maßnahmen des Bildungsministeriums gelten nur der Außenwirkung und nicht den eigentlichen zugrunde liegenden Probleme, was in einigen Fällen zu schwerwiegenden Mängeln bei der Verwaltung und Konsolidierung des Systems der kostenlosen Bildung geführt hat.“
Dies betont die Kongolesische Bischofskonferenz des Kongo (CENCO) die eine Untersuchung zur Einführung einer kostenlosen Grundbildung in staatlich anerkannten katholischen Schulen in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) durchgeführt hat. Eine zusammenfassende Erklärung zu diesem Thema ließ der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Pfarrer Donatien Nshole, veröffentlichen.
Freie Grundbildung wird von der Verfassung der Demokratischen Republik Kongo garantiert. Deren praktische Umsetzung wurde jedoch erst im Mai 2019 vom Präsidenten der Republik Félix Tshisekedi beschlossen, stieß jedoch zunächst auf einige Schwierigkeiten, unter denen auch katholische Schulen leiden.
Die katholische Kirche betreibt 18.638 Schulen mit 253.844 Lehrern im Land, die von 5.572.611 Schülern besucht werden. CENCO stellte fest, dass unter den an staatlich anerkannten kirchlichen Schulen arbeitenden Lehrern insgesamt 40.851 (16,1%) nicht vom Staat bezahlt werden.
Die CENCO sei entschlossen, das System der kostenlosen Grundbildung zu unterstützen, da er der kirchlichen Soziallehre und insbesondere der bevorzugten Option für die Armen entspreche, betont jedoch: "Wir hoffen, dass die neue Regierung... dieses Problem dringend angeht, da die kostenlose Bildung unter den gegenwärtigen Bedingungen zu einer Bombe werden kann, die die Zukunft unserer Kinder gefährdet und unserem Land weiteren Schaden zufügt“.

 

ASIEN/INDIEN - Treffen mit Premierminister Modi: Kardinäle regen Papstbesuch an

 

New Delhi (Fides) – Bei einem persönlichen Gespräch mit Premierminister Narendra Modi baten drei indische Kardinäle am gestrigen 19. Januar um das Ergreifen der notwendigen institutionellen Schritte für die Einladung von Papst Franziskus zu einem Besuch in Indien. Im Rahmen des etwa 45-minütigen Treffens wurden auch andere Themen und aktuelle Herausforderungen erörtert, mit denen sich die christliche Glaubensgemeinschaft im Land konfrontiert sieht. An dem Treffen mit dem indischen Premierminister nahmen die Kardinäle Oswald Gracias (Vorsitzender der Indischen Bischofskonferenz) George Alencherry (Oberhaupt der syro-malabarischen Kirche) und Baselios Cleemis (Oberhaupt der Leiter der syro-malankarischen Kirche teil.
"Es war ein Dialog über weitreichende Themen”, so Kardinal Gracias am Rande des Treffens, „Wir sprachen über die verschiedenen Arbeitsbereiche der Kirche in Indien auf nationaler Ebene, insbesondere darüber, wie katholische Institutionen in verschiedenen Bereichen der Bildung und der medizinischen und sozialen Unterstützung arbeiten. Und wir haben uns darüber ausgetauscht, wie die Kirche mit der Regierung zusammenarbeiten kann".
Kardinal Gracias zufolge "begrüßte Premierminister Modi generell den Vorschlag, den Papst nach Indien einzuladen”. Der Premierminister müsse nun einen geeigneten Moment finden, in dem der Heilige Vater angesichts der aktuellen von der Pandemie geprägten Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen in Indien eingeladen werden kann.
Nach Angaben von Kardinal Gracias wurde auch die Frage der Bauern angesprochen und man hoffe, "dass eine gerechte Lösung gefunden wird", wobei der Premierminister erklärte, dass die Regierung alle Anstrengungen dafür unternehmen werde.
Ein weiteres Thema war der Fall des Jesuitenpaters Stan Swamy, der wegen seines sozialen Engagements verhaftet wurde. Wie der Kardinal berichtet erklärte der Premierminister, er sei sich der Situation bewusst, merkte jedoch an, dass die Regierung sich derzeit nicht in die Angelegenheit einmischen wolle, da der Fall von einer unabhängigen Behörde bearbeitet werde.
Die Kardinäle informierten Modi im Rahmen des Treffens auch über die umfassende Arbeit der Kirche während der Covid-19-Pandemie: Die katholische Kirche und deren Partnerganisationen haben mehr als 15,2 Millionen Rupien bereitgestellt, um während der aktuellen Pandemie für die Versorgung der Armen aufzukommen. Die verschiedenen Einrichtungen der Caritas haben in Indien über zwei Millionen Menschen versorgt. "Wir werden uns weiterhin um die Versorgung des indischen Volkes kümmern", bemerkte der Präsident der Bischofskonferenz.
Kardinal Alencherry sprach über die Situation der religiösen Minderheiten (Christen, Muslime und andere) in Indien und bat Modi um Maßnahmen "für die notwendige gerechte Verteilung von Gütern und Dienstleistungen". In diesem Zusammehnang erinnerte er den Premierminister an Dringlichkeit der Förderung der religiösen Harmonie.
Das von den Kardinälen angesprochene umstrittene Gesetz zur Regelung ausländischer Beiträge (FCRA), das die Ankunft ausländischer Gelder auch zugunsten von katholischen Einrichtungen und Organisationen beeinträchtigt, rechtfertigte der Premierminister damit, dass "es so viele Organisationen, die ausländisches Geld erhielten, keine angemessene Konten führen".
Kardinal Cleemis forderte eine gleichmäßige Verteilung der von der Bundesregierung zugewiesenen Mittel unter den Armen.
Die Kardinäle sprachen beim Treffen mit dem Premierminister auch das Problem des Dalit-Volkes unter besonderer Berücksichtigung der Christen der Dalit-Gemeinschaft an. "Dies sind Gruppen von Menschen, die gefördert und in die Gesellschaft einbezogen werden müssen", sagten die Kirchenvertreter, was auch Premierminister bekräftigte, der die menschlichen und sozialen Förderung der Dalits begrüßt. Bei Maßnahmen zum gerechten Zugang von Dalits zu Bildung, Sozialleistungen und Integration muss die Regierung nach Ansicht der Kardinäle wirtschaftliche und nicht religiöse Kriterien zugrunde legen.
Kardinal Gracias betonte, man habe Modi klar gemacht, dass "die Kirche sich nicht politisch engagiert... und immer unparteiisch handelt“. “Was wir uns wünschen, ist eine gute Regierung”, so der Kardinal abschließend, “Wir bemühen uns um die Armen und engagieren uns für Wirtschaftswachstum und die Entwicklung der Menschen, Gerechtigkeit und Fortschritt des Landes".

 

ASIEN/JORDANIEN - Impfkampagne berücksichtigt Flüchtlinge: Bischof Shomali begrüßt Entscheidung der Regierung

 

Amman (Fides) – Der Vikar des Lateinischen Patriarchats in Jerusalem für Jordanien würdigt die Entscheidung der jordanischen Regierung, Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien im Rahmen der Covid 19-Impfkampagne von Anfang an zu berücksichtigen. „Dies begrüßen alle, einschließlich der jordanischen Bürger, denn es bestätigt, dass in Jordanien Flüchtlinge als Menschen mit den gleichen Rechten anerkannt und behandelt werden so“, Bischof William Hanna Shomali, im Gespräch mit Fides. "Die Entscheidung der Regierung", fügt der aus Beit Sahour stammende palästinensische Bischof hinzu, "hat mehrere Gründe: Flüchtlinge sind arm, sie haben keine Mittel, um den Impfstoff selbst zu bezahlen. Jordanien erhält internationale Hilfe, wenn auch nicht ausreichend, um die Aufnahmecampfs für Flüchtlinge auf seinem Territorium aufrechtzuerhalten, und daher erfüllt die kostenlose Ausweitung der Impfstoffverabreichung auf Flüchtlinge auch elementare Kriterien der Gerechtigkeit. Jordanien ist für das Schicksal der Flüchtlinge verantwortlich, und trägt diese Verantwortung. Die Ausweitung der Impfkampagne auf Flüchtlinge von Anfang an bedeutet natürlich auch einen Gesundheitsschutz für die übrigen Einwohner des Landes. Kurz gesagt, die Entscheidung der Regierung hat verschiedene Gründe, aber der Hauptgrund bleibt der humanitäre: Die auf dem Staatsgebiet anwesenden Flüchtlinge sind Menschen, und ihr Leben muss wie das der jordanischen Bürger geschützt werden.“
Die Entscheidung Jordaniens wurde auch vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), die Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Jordanien verwaltet, in denen Hunderttausende irakische und syrische Flüchtlinge seit Jahren leben, ausdrücklich gewürdigt.
In dem vom Gesundheitsministerium von Amman ausgearbeiteten nationalen Impfplan ist vorgesehen, dass offiziell registrierte Flüchtlinge (mehr als 700.000 in einem Land mit 10 Millionen Einwohnern) den Impfstoff nach denselben Prioritätskriterien erhalten können, die für jordanische Bürger festgelegt wurden, d. h. Vorrang vor Risikogruppen (ältere Menschen und Menschen mit chronischen Krankheiten).
Jordanien hat bisher 2 Millionen Dosen des Impfstoffs bestellt: Bei den ersten Dosen, handelte es sich um den Impfstoff des chinesischen Unternehmens Sinopharm, aber die lokalen Behörden haben bereits grünes Licht für die Verabreichung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs gegeben, von dem die ersten Dosen bereits verabreicht wurden.
In Jordanien wurden bisher über 316.000 Infektionen registriert, die bereits fast 4200 Todesfälle verursacht haben. Die in Zelten und Containern lebenden syrischen Flüchtlinge sind unter anderem in Zaatari. (siehe Foto) untergebracht, wo sich mehr als 70.000 syrische Flüchtlinge befinden, die auch den psychischen Folgen der Pandemie leiden. Nach Angaben des UNHCR sind derzeit rund 2.000 Fälle von Covid-19-Infektionen bei syrischen und irakischen Flüchtlingen in Jordanien gemeldet.

 

ASIEN/PHILIPPINEN - Impfkampagne: Kirche fordert vorrangige Behandlung von armen Bevölkerungsgruppen

 

Manila (Fides) - Die Impfkampagne, die auf den Philippinen im Februar beginnen wird, sollte neben der Priorität für das Gesundheitspersonal auch die Ärmsten und Schwächsten privilegieren: dies fordert die philippinischen Kirche. Menschen, die wirklich in Not sind und leiden, sollen demnach bevorzugt berücksichtigt werden.
Unterdessen war die Überlegung angestellt worden auch Bischöfe und Priester in die vorrangigen Kategorien aufzunehmen. Die Bischöfe der Hauptstadt-Region - zu denen die Erzdiözese Manila und die Diözesen Antipolo, Cubao, Kalookan, Malolos, Novaliches, Parañaque und Pasig gehören – lehnten diesen Vorschlag einstimmig ab und erklärten: "Es sind es die Armen, die ein größeres Bedürfnis nach Fürsorge und Schutz haben ".
"Die Priorität des Impfstoffs muss Ärzten und Angehörigen der Gesundheitsberufe eingeräumt werden, die an vorderster Front stehen, und dann den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen", bekräftigt der Apostolischer Administrator von Manila, Bischof Broderick Pabillo in diesem Zusammenhang die Forderung der Bischöfe dass "das Impfprogramm allen zugänglich gemacht werden sollte" und "der Impfstoff die ethischen Grundsätze respektiert".
In der Erzdiözese Manila ist die Impfung für Priester eine freiwillig. Regierung, lokale Behörden und private Einrichtungen verhandeln unterdessen mit Impfstoffherstellern und haben bereits Dosen des chinesische Sinovac-Impfstoffs und des Impfstoffs der multinationalen Unternehmen Moderna und AstraZeneca gekauft.
Im Rahmen der für den nächsten Monat angekündigten Impfkampagne sollen zuerst Mitarbeiter des Gesundheitswesens und in den folgenden Phasen Lehrer und Schulmitarbeiter, Regierungsangestellte, "systemrelevante Arbeitskräfte" des Agrarsektors und der Lebensmittelindustrie sowie in den Bereichen Öffentlicher Verkehr und Tourismus geimpft werden.

 

AMERIKA/VENEZUELA - Caritas veröffentlicht Jahresberich 2020: Fast 10 Millionen Menschen wurden unterstützt

 

Caracas (Fides) – Aus dem von der Venezolanischen Bischofskonferenz veröffentlichten Jahresbericht der Caritas für das abgelaufene Jahr 2020 geht hervor, dass insgesamt 9.578.174 Menschen direkt und indirekt von den verschiedenen Sozialhilfeprogrammen profitieren konnten. Im Mittelpunkt stand dabei auch die psychosoziale Unterstützung, die wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Caritas ist. Parallel dazu wurde diee Versorgung der am stärksten benachteiligten Familien des Landes mit Lebensmitteln und infolge der Corona-Pandemie auch mit Schutz- und Hygienematerial gewährleistet. Außerdem wurden Projekte zur Verbesserung des Zugangs zu sauberem Wasser und Gesundheitsdiensten durchgeführt und im Rahmen der Solidaritätskampagne "Wasser für alle, Leben für alle" verwirklicht. Insgesamt wurden eine Million Wasserfilter verteilt. Nicht zuletzt wurden in verschiedenen Teilen des Landes Zentren für die Verteilung von Medikamenten und Sozialdiensten eröffnet.
Besondere Programme bietet die Caritas durchgeführte Hilfsaktion für Migranten an, deren Aufnahme und Versorgung gewährleistet werden soll. In Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern die auf Kindermedizin spezialisiert sind wurde die Betreuung von Kindern mit Unterernährung angeboten. Im Hinblick auf die Covid-19-Pandemie brachte die Caritas eine Aufklärungskampagne auf den Weg in deren Rahmen die Einhaltung der Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus gefördert und Instrumente zum Schutz der persönlichen Gesundheit verteilt wurden.
Mit innovativen Mitteln wurden Schulungen zu Menschenrechten, zur Soziallehre der Kirche, zum Lehramt der Kirche und zum Management in Krisenzeiten und im Hinblick auf die Covid-19-Pandemie entwickelt.
Derzeit verfügt Caritas Venezuela über ein Netzwerk von 37 Caritasstellen in den Diözesen und 580 Caritasbüros in den Pfarreien, in denen 20.000 Freiwillige mitarbeiten. "Jeder der Mitarbeiter der Institution sowie die humanitären Organisationen, die sie unterstützen, werden zu den Waffen, die es der Caritas Venezuela, in Zeiten der Not, die das Land durchmacht, „die Liebkosung der Kirche“ zu sein“, heißt es in der Erklärung abschließend.

 

AMERIKA/PERU - Brasilianische Virusvariante: Grenzregion entlang des Amazonas in Alarmbereitschaft

Loreto (Fides) - Die in Brasilien aufgetretene neue Variante von Covid-19 ist dort besonders in Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, sehr stark  und versetzt auch die Behörden der peruanischen Region Loreto in Alarmbereitschaft. In den letzten Tagen wurden drei Personen aus Caballococha, der Hauptstadt des Distrikts Ramón Castilla, aufgrund schwerwiegender Komplikationen durch Covid-19 isoliert. Eine Frau verstarb noch während des Fluges.
Infolge dieser Entwicklung beriet die peruanischen Regierung am 15. Januar über den Vorschlag der Schließung der peruanisch-brasilianischen Grenze in Loreto. Dies teilte der Gouverneur der betroffenen Region, Elisbán Ochoa, gegenüber "Radio La Voz de la Selva" mit. Militärisches medizinisches Personal soll die Gesundheitseinrichtungen im Grenzgebiet unterstützen und in Abstimmung mit der Marine soll die Einhaltung der Protokolle in den Häfen der Region zu überwacht werden.
Der Leiter des Lehrergewerkschaft der öffentlichen Schule von Loreto, Eleazar Pezo, berichtete, dass mehrere Lehrer und Bürger in der Region bereits wegen einer Infektion behandelt werden. Unterdessen wurde vor einigen Tagen ein Boot beschädigt , auf dem ein Gesundheitsteam unterwegs war, um die Sauerstoffflaschen vor Ort nachzufüllen. Es gab zwar keine Verletzten oder Todesfälle, aber alle Sauerstoffflaschen gingen verloren.
Es wird befürchtet, dass der ständige Handelsverkehr mit den brasilianischen Städten Tabatinga und Benjamin Constant zur Ankunft der Virusvariante in der peruanischen Region beitragen könnte.
Diese Region des peruanischen Amazonasgebiets ist eines der das größten Missionsgebiete der katholischen Kirche in diesem Land. Eine Besonderheit ist, dass dort während der esten Welle der Coronapandemie wurden dort keine Todesfälle infolge von Covid 19 verzeichnet. Viele Experten sprechen unterdessen auch von Herdenimmunität, da mehr als 70% der Bevölkerung infiziert sind. Die Missionare der verschiedenen in diesem Gebiet tätigen Ordengsgemeinschaften, vermuten dass die indigene Bevölkerung, die sich seit Jahrhunderten sich auf den Schutz der Waldpflanzen verlassen hat, ein besonders starkes Immunsystem besitzt.


718.000 Kinder werden durch dreijähriges Projekt unter Leitung von Plan International gefördert

Corona-Hilfe in Afrika: Kinderrechtsbündnis erhält 10 Millionen Euro für den Schutz von Kindern vor Gewalt

(Hamburg/Berlin/wv) – Gemeinsamer Einsatz für Kinderrechte in der Corona-Pandemie: Joining Forces, der Zusammenschluss der sechs größten Kinderhilfsorganisationen der Welt, erhält zehn Millionen Euro von der Europäischen Union, um Mädchen und Jungen in fünf afrikanischen Ländern vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen.

 

„Unter den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden die Kinder am stärksten. Sie sind die verborgenen Opfer dieser Krise“ sagt Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland. „Durch die Ausgangsbeschränkungen sind Mädchen und Jungen einem hohen Risiko von häuslicher und sexueller Gewalt ausgesetzt. Im Bündnis haben wir ein leistungsfähiges und weitreichendes Projekt geschaffen, welches mit der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union das Leben von Hundertausenden Mädchen und Jungen verbessern kann.“ Das Projekt „Joining Forces for Africa - Schutz von Kindern vor Gewalt während der COVID-19 Krise und darüber hinaus“ (JOFA) steht unter der Leitung von Plan International Deutschland. In Deutschland zählt außerdem World Vision zu den Projekt-Trägern.

 

Rund 718.000 Kinder sollen in den kommenden drei Jahren vom „Joining Forces for Africa“-Projekt profitieren. Es wird in Äthiopien, Kenia, Mali, Senegal und Uganda durchgeführt. Diese Länder sind aufgrund eines hohen Risikos negativer Auswirkungen durch die Pandemie und des daraus resultierenden Bedarfs an Kinderschutz vor Ort ausgewählt worden. Kinder, die an dem Projekt teilnehmen, leben in Flüchtlingslagern, städtischen Elendsvierteln, Konfliktregionen oder Grenzgebieten. „Diese gefährdeten Kinder benötigen in der aktuellen Krise besondere Aufmerksamkeit und eine starke Lobby, damit ihre Bedürfnisse nicht übergangen werden“, betont Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. „Unsere Analysen vor Ort zeigen, dass sich Lücken im Kinderschutz und mangelnde Unterstützung jetzt dramatisch auswirken“, so Waffenschmidt weiter.

 

Danach stieg die Gewalt an Kindern durch Eltern, ebenso nahmen sexueller Missbrauch und Vergewaltigungen an Mädchen sowie Kinderschwangerschaften zu. Es gibt Berichte, dass Familien sexuelle Gewalttaten an ihren Kindern nicht melden, weil sie fürchten, sich auf Polizeistationen oder in Gesundheitseinrichtungen mit dem Coronavirus zu infizieren. Durch die eingestellten Schulspeisungen erhalten arme Kinder und Jugendliche keinen regelmäßigen Zugang mehr zu Mahlzeiten. Es fehlen Lernmaterialien und Anleitungen für den Unterricht zu Hause, trotz vieler Anstrengungen von NGO’s und Regierungen, Bildung weiterhin zu ermöglichen. Weil die Familien als Folge der Pandemie ihre Lebensgrundlagen verloren haben, werden Kinder zur Arbeit, etwa im Bergbau, gezwungen, sie werden von kriminellen Banden rekrutiert und als Drogenkuriere eingesetzt.

 

„Wir wissen, dass gerade junge notleidende Mütter ihre Kinder aussetzten“, so Maike Röttger weiter. „Das sind unhaltbare Zustände. Dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist das Ziel des JOFA-Projektes. Wir werden deshalb die bestehenden Kinderschutzsysteme in den Ländern stärken und gleichzeitig mit Familien, Gemeinden und Institutionen zusammenarbeiten, um gefährdeten Kindern rechtzeitig und effektiv helfen zu können“

 

Sehr wichtig sei allen Partnern die Beteiligung der Betroffen bei der Ausgestaltung des Projektes, denn „Kinder und Jugendliche kennen ihre Probleme und Bedürfnisse am besten.“ „Wir werden auch darauf achten, dass sie in politischen Gremien und in den Medien gehört werden, damit das Bewusstsein für ihre Schutzrechte wächst“, ergänzt Christoph Waffenschmidt.

 

Neben Plan International und World Vision sind auch ChildFund International, Save the Children, Terre des Hommes und SOS-Children’s Villages International an der Durchführung des Projekts beteiligt.

 

Zu den konkreten Maßnahmen zählen unter anderem:

 

  • Stärkung und Aufbau von Kindernotrufnummern, um es Mädchen und Jungen zu ermöglichen, Vorfälle sexueller Gewalt vertraulich zu melden.
  • Training in Kinder- und Jugendclubs: Mädchen und Jungen werden über ihre Rechte aufgeklärt, damit sie diese in ihren Familien und Gemeinden einfordern und vertreten können.
  • Unterstützung der Eltern bei der Stressbewältigung, beim Aufbau von Fähigkeiten für eine positive Elternschaft und bei der gegenseitigen Unterstützung in schwierigen Zeiten
  • Kooperation mit Medien und Verteilung von Informationsmaterial für Familien und Kinder zum Kinderschutz, um das Bewusstsein dafür in den Gemeinden zu erhöhen.
  • Trainings für lokale Kinderschutz-Komitees, z.B. in psychologischer erster Hilfe, und Förderung einer effektiven Zusammenarbeit mit spezialisierten Diensten
  • Politik-Beratung zur Integration von Kinderschutzmaßnahmen in COVID-19-Programme

 

Neben den 718.000 Kindern, die von dem JOFA-Projekt profitieren werden, sind rund 3.000 Mitarbeitende der lokalen Kinderschutz-Institutionen sowie 23.000 Eltern und Betreuerinnen und Betreuer an der Umsetzung beteiligt.

 

Über Joining Forces

 

Joining Forces ist eine Allianz der sechs größten internationalen Kinderrechtsorganisationen. Ihr gehören an: Plan International, World Vision International, ChildFund Alliance, Save the Children International, Terre des Hommes International Federation und SOS-Children’s Villages International. Das Bündnis entstand 2017 und konzentriert sich derzeit auf zwei Initiativen: Förderung von Kinderrechten und Beendigung der Gewalt gegen Kinder. Es vermittelt diese Werte im direkten Austausch mit den Regierungen vor Ort. „Joining Forces for Africa“ (JOFA) ist das erste gemeinsame Hilfsprojekt der Allianz.

 

Über Plan International Deutschland

 

Plan International ist eine unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe. Mädchen und Jungen sollen weltweit die gleichen Rechte und Chancen haben und ihre Zukunft aktiv gestalten. Um das zu erreichen, setzen wir in unseren Partnerländern effizient und transparent Projekte zur nachhaltigen Gemeindeentwicklung um und reagieren schnell auf Notlagen und Katastrophen, die das Leben von Kindern bedrohen. In 75 Ländern arbeiten wir Hand in Hand mit Kindern, Jugendlichen, Unterstützenden und Partnern jeden Geschlechts, um unser globales Ziel zu erreichen: 100 Millionen Mädchen sollen lernen, leiten, entscheiden und ihr volles Potenzial entfalten. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bestärken uns in unserem Engagement.

 

Über World Vision Deutschland e.V.

 

World Vision ist eine unabhängige christliche Kinderhilfsorganisation mit über 70 Jahren Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Nothilfe. Unser Fokus liegt darauf, den am stärksten gefährdeten Kindern Chancen zu bieten, ein erfülltes Leben zu führen.  In rund 100 Ländern arbeiten wir mit Spenderinnen und Spendern, Kindern und Jugendlichen, Dorfgemeinschaften, Regierungen und vielen Partnern transparent zusammen, um nachhaltig Armut und Ungerechtigkeiten zu überwinden. World Vision Deutschland e.V. führt derzeit 280 Projekte in 48 Ländern durch und erreicht damit rund 16 Millionen Menschen. Mit der internationalen Kampagne „It Takes a World to end Violence against Children“ setzt sich World Vision dafür ein, Gewalt gegen Kinder in jeder Form zu beenden.

 


FIDES-NACHRICHTEN - 21.01.2021

 

AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Bischöfe fordern Ende von Krieg und Spaltung: "Lasst uns vereint das Land retten"

 

Bangui (Fides) - „Die zunehmende Spaltung der politischen Klasse und der Mangel an Patriotismus haben das Land den Plünderern und Söldnern aller Art ausgeliefert, die mit Waffen und Ausrüstung ausgestattet wurden. Der Krieg, der uns auferlegt wurde, zielt darauf ab, die tiefen Bestrebungen des zentralafrikanischen Volkes zu untergraben, das müde und enttäuscht ist, von politischem Kalkül, Konflikten und Spaltungen ", so die Bischöfe der Zentralafrikanischen Republik in einer gemeinsamen Botschaft.
Die gestrige Bestätigung des Sieges von Präsident Faustin-Archange Touadéra bei den Wahlen vom 27. Dezember durch das Verfassungsgericht ist das Ergebnis bei einer Wahl, bei der nur 35% der Wähler ihre Stimme abgeben konnten. Die Kontrolle großer Gebiete durch Rebellengruppen hat die meisten Zentralafrikaner daran gehindert, an den Wahlen teilzunehmen, während auch die Hauptstadt Bangui von Rebellen angegriffen wurde (vgl. Fides, 13. und 14. Januar 2021).
Die Bischöfe sagen, sie seien "bestürzt" über die Zunahme von Plünderungen und die Zerstörung neu sanierter Verwaltungsräume. "Das Elend des zentralafrikanischen Volkes ist unbeschreiblich, wenn ständig flüchtende Bevölkerungsgruppen gezwungen sind, unter unmenschlichen Bedingungen im Busch Schutz zu suchen, und wenn Kinder ihr Schuljahr nach einem Jahr, das aufgrund der Covid-19-Pandemie einen schlechten Start hatte, noch nicht abgeschlossen haben." .
„Wir sagen Politikern und bewaffneten Gruppen, dass die Zentralafrikanische Republik keiner Einzelperson, keinem Clan oder keiner Interessengruppe gehört. Wir leben seit acht Jahren in einer politisch-militärischen Krise ", schreiben die Bischöfe, die den Aufruf zum Dialog erneuern.
„Wir bitten um einen aufrichtigen und offenen, brüderlichen und konstruktiven Dialog, damit wir einen gerechten und dauerhaften Frieden finden, der Hass, Gewalt und Rache ablehnt. Hören wir auf, uns gegenseitig zu verletzen. Hören wir auf, Spaltungen zu schaffen, die unserem Motto widersprechen. Hören wir auf, nur eine Minderheit entsprechend ihrer politischen Zugehörigkeit oder Stammeszugehörigkeit vom Reichtum unseres Landes profitieren zu lassen. Hör wir auf unser Land zu zerstören… Lasst uns vereint unsere Nation retten“, schließen die Bischöfe.
In der Zwischenzeit wurde die Anfang Januar von den Rebellen eingenomme Stadt Bangassou befreit. Bischof Juan José Aguirre Muñoz von Bangassou bestätigte am 14. Januar die Ankunft eines Bataillons von 150 ruandischen Soldaten der Friedenseinheiten der MINUSCA (UN-Mission in Zentralafrika). In den letzten Tagen konnten die Priester der Diözese Kleidung und Lebensmittel an über 100 Menschen. Vor ihrem Rückzug hatten Rebellen Geschäfte und Häuser sowie die 18 km von Bangassou entfernte Niakari-Mission geplündert.
Unterdessen kamen zwei Blauhelme am gestrigen 18. Januar in einem 17 km von der Stadt entfernten Hinterhalt der Rebellen ums Leben.

 

AFRIKA/SÜDAFRIKA - Koadjutor der Erzdiözese Durban: Abel Gabuza stirbt an Covid-19

 

Johannesburg (Fides) – Der Koadjutor der Erzdiözese Durban, Abel Gabuza, hat seine Covid-19-Erkrankung nicht überlebt. Im Alter von 65 Kajrem starb Bischof Gabuza am Sonntag, dem 17. Januar, nachdem er zwei Wochen lang auf der Intensivstation des Hillcrest Hospital in Durban behandelt worden war.
Am 10. Januar hatte der Erzbischof von Durban, Kardinal Wilfrid Fox Napier, einen Aufruf zur "geistlichen Verbundenheit" mit Erzbischof Gabuza lanciert. "Bitte beten Sie für den Erzbischofskoadjutor von Durban, Abel Gabuza, der positiv auf den Covid-19 getestet wurde und sich auf der Intensivstation befindet", schrieb der Kardinal auf seinem Twitter-Account.
Zum Tod von Bischof Gabuza schreibt Kardinal Napier: "Der Bischofskoadutor war nicht lange bei uns in Durban - nur zwei Jahre -, aber in dieser Zeit haben wir ihn als einen freundlichen, fürsorglichen und liebevollen Menschen kennengelernt. Dank seiner Freundlichkeit, Reflektiertheit und Wärme hatte er einen unmittelbaren Einfluss auf alle, die das Privileg hatten, ihn kennenzulernen. Dies ist ein weiterer Grund, warum sein Tod für uns und die gesamte Kirche in Südafrika einen enormen Verlust bedeutet“. Wie der Kardinal bestätigt hatte sich Bischof Gabuza mit einer neuen Variante von Covid-19 infiziert, die als Variante 501.V2 identifiziert wurde (vgl, Fides 18/1/2021). In diesem Zusammenhang warnte er vor den "möglicherweise verheerenden Auswirkungen dieses zweiten Stammes".
Bischof Gabuza wuchs in der schwierigen Zeit der Apartheid in der Township Alexandra auf. Am 15. Dezember 1984 wurde er zum Priester der Erzdiözese Pretoria geweiht. Als Präsident der Bischofskommission für Gerechtigkeit und Frieden verurteilte er nachdrücklich Korruption und Missbrauch der Politik und steltte sich stets die Seite der Armen und der von schlechter Regierungsführung Betroffenen.
In der Woche vom 8. bis 15. Januar starben 9 weitere Bischöfen im Alter zwischen 53 und 91 Jahren auf drei Kontinenten aufgrund einer Covid-19-Erkrankung.

 

ASIEN/INDIEN - Unter den 100 inspirierendsten Menschen des Jahres 2020: Ordensschwester eröffnet Haus für Frauen und Kinder in Kalkutta

 

Kalkutta (Fides) - "Sich um andere zu kümmern, ihnen zu helfen und ihnen zu dienen, ohne Unterschied zwischen Kaste oder Religion, ist der Weg, Gottes Liebe zu den Menschen zu offenbaren", so Schwester Lucy Kurien vom Instituts des Heiligen Kreuzes von Chavanod gegenüber Fides zur Eröffnung eines neuen Hauses für Frauen und Straßenkinder in Kalkutta. Seit 35 Jahren setzt sich die Ordensfrau für die Aufnahme und Rehabilitation von Frauen und Kindern ein. Das neu eröffnete Haus ist die fünfzigste Einrichtung dieser Art, die auf Initiative von Schwester Lucy (in den Bundesstaaten Kerala, Maharashtra, Jharkhand) entstanden ist und das erste Haus in Westbengalen.
„Wir dürfen unser neues Zentrum in Kalkutta eröffnen, wo die heilige Mutter Teresa von Kalkutta, Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe, lebte und arbeitete. Ich habe mich in jungen Jahren von ihr inspirieren lassen “, bekräftigt Schwester Kurien. In ihrer Jugend war die Ordensschwester während der ihrer Ausbildung als freiwillige Helferin in den Häusern der Missionarinnen der Nächstenliebe in Bombay im Westen Indiens tätig. "Die Begegnungen und Erfahrungen mit den Missionarinnen der Nächstenliebe haben mich für den sozialen und missionarischen Dienst zugunsten von Kindern und Frauen die auf der Straße leben geprägt“, sagt sie.
Schwester Kurien ist die Gründerin und Direktorin des in Pune ansässigen humanitären Netzwerks "Maher" ("Haus meiner Mutter" in Marathi) in dem sich Einrichtungen zusammenschließen die Menschen helfen, die in verschiedenen Teilen Indiens in Armut und Not leben.
„Maher ist allen Freunden und Wohltätern dankbar, die uns besucht und ihre Hilfe angeboten haben. Es ist eine ermutigende Initiative, auch wenn derzeit die Angst vor Covid-19 in uns allen steckt. Liebe kann jede Angst überwinden“, betont die Ordensfrau. „Wir haben die große Hoffnung, dass alles gut geht “, fügt die Ordensschwester hinzu, die von vielen als "Heldin" bezeichnet wird, weil sie mit ihrer Organisation "Maher" Tausende von indischen Kindern von den Straßen geholt und gerettet hat.
"Unser Zentrum bietet Frauen und Kindern umfassende Unterstützung - körperliche, emotionale, geistige und spirituelle Begleitung - für ihr Wohlergehen, damit sie Sicherheit und Schutz erfahren, sich entfalten und künftig als Menschen mit Würde und Verantwortung in der Gesellschaft leben können", erklärt Schwester Kurien. "Unsere Arbeit hilft diesen Frauen und Kindern in Schwierigkeiten, indem sie auf die Kraft und Gnade Gottes vertraut. Es ist ein Werk der göttlichen Barmherzigkeit, das dank menschlicher Mittel vollbracht wird: Menschen mit unterschiedlichem religiösem Hintergrund und unterschiedlichem Glauben sind bereit, anderen zu helfen, für das Gemeinwohl. So Gott will, wird es noch mehr Häuser für mittellose Frauen und mittellose Kinder in anderen Teilen Indiens geben“, fügt sie hinzu.
Die Nonne ist die einzige Katholikin unter den 20 Frauen, die die indische Regierung am 8. März 2016 am Internationalen Frauentag mit dem "Nari Shakti Puraska"-Preis ausgezeichnet hat, der die Arbeit von Frauen würdigt, die sich für die Emanzipation von Frauen einsetzen und einen außergewöhnliche Beitrag zur Gesellschaft leisten. Und erst in den letzten Tagen wurde sie von der österreichischen online-Zeitschrift "OOOM" unter den 100 Menschen genannt, die die Welt während der Pandemiekrise 2020 am meisten inspiriert haben.

 

ASIEN/IRAK - Christliche Migrationsministerin weist Kritik an der Schließung der Flüchtlingscamps zurück

 

Bagdad (Fides) – Im Irak bemüht man sich intensiv um die Schließung von Flüchtlingslagern und die Rückkehr von Binnenvertriebenen in ihre jeweiligen Herkunftsgebiete. Doch die bereits von den irakischen politischen Behörden bekannt gegebenen positiven Ergebnisse werden kontrovers diskutiert. Für den Plan zur Schließung der Flüchtlingslager ist die chaldäische Christin Evan Faeq Yakoub Jabro zuständig, die derzeit das irakische Ministerium für Einwanderung und Flüchtlinge leitet (vgl. Fides 8/6/2020). Im Interview mit „al Monitor“ berichtete Evan Jabro, dass "von 76 Vertreibungslagern, die vor der Bildung der derzeitigen Regierung geschaffen wurden, nur noch 29 Lager geöffnet sind". Bis zum Ende des Jahres wolle man alle Einrichtungen schließen. In den letzten Monaten sind laut offiziellen Regierungsquellen mindestens 66.000 irakische Binnenvertriebene in ihre Heimat zurückgekehrt. Kritik wird vor allem an den Methoden der Schließung der Camps geübt: Man habe die "Gäste" dazu gedrängt werden, in die Gebiete zurückzukehren, aus denen sie geflohen sind. Evan Jabro wiederholt in Interviews und offiziellen Erklärungen immer wieder, dass die Umsiedlung von Flüchtlingen in ihre Herkunftsgebiete in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und stets auf freiwilliger Basis erfolgt. Dabei seien auch Hilfs- und Gesundheitsschutzmaßnahmen für diejenigen verstärkt worden, die in Flüchtlingslagern bleiben. Währenddessen melden Gruppen von Flüchtlingen, das nach der Schließung des Camps Habbaniyah in der Provinz Ninive Hunderte von Familien obdachlos wurden und bisher keine konkrete Möglichkeit angeboten wurde, eine alternative Unterkunft zu finden.
Im November sah der von der Regierung von Bagdad vorgelegte Plan vor, die Schließung aller Flüchtlingslager im ganzen Land bis März 2020 abzuschließen. Die Umsetzung des Plans erwies sich jedoch als alles andere als einfach, und die Tempel haben sich verlängert.
In vielen Flüchtlingscamps leben Binnenvertriebene, die aus den nordirakischen Regionen geflohen sind, die 2014 unter die Herrschaft des selbsternannten Islamischen Staates (IS) gefallen waren. Der Wille der Regierung, die Lager zu schließen ergibt sich auch aus den wirtschaftlichen und gesundheitlichen Bedürfnissen – nicht zuletzt in Verbindung mit der Covid-19-Pandemie - und Anforderungen der öffentlichen Ordnung. Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Plans sind in einigen Fällen auch auf den Widerstand der Flüchtlinge zurückzuführen, die nicht in ihre jeweiligen Herkunftsgebiete zurückkehren wollen, wo sie sich angesichts anhaltender Unsicherheit und mangelnder Arbeit kaum eine friedliche Zukunft für ihre Familien vorstellen können.
Evan Jabro, die im Juni 2020 von der irakischen Regierung mit der Bewältigung des Migrationsnotstand und die Umsiedlung von Binnenvertriebenen beauftragt wurde, ist Dozentin für Biologie und hat sich in der Vergangenheit vor allem durch sein besonderes Augenmerk für soziale Nöte der jüngeren Generationen ausgezeichnet, die normalerweise von der irakischen Politik vernachlässigt werden.
In der Vergangenheit arbeitete Evan Jabro mit der im Jahr 2003 von Fatima Al-Bahadly gegründeten NGO Al-Firdaws zusammen und engagierte sich für die Entwicklung von Sozial- und Arbeitsprojekten, die sich hauptsächlich an Frauen und junge Menschen richten. Der Ministerin war auch Beraterin des Gouverneurs von Mossul in Minderheitenfragen, und bei den irakischen politischen Wahlen im Mai 2018 hatte sie sich als Kandidatin für die Zuteilung eines der fünf Sitze beworben, die christlichen Minderheiten vorbehalten sind.

 

AMERIKA/PERU - Digitale Vollversammlung der Bischöfe: Umstrukturierung des CELAM, Gesundheitskrise und aktuelle Lage stehen auf der Tagesordnung

 

Lima (Fides) – Am gestrigen Montag, 18. Januar, wurde die 117. Vollversammlung der Bischöfe von Peru eröffnet. Die 54 Bischöfe der 46 Kirchsprengel des Landes tagen in virtueller Form bis zum kommenden Donnerstag, 21. Januar unter dem Vorsitz von Erzbischof Miguel Cabrejos Vidarte von Trujillo. Auf der Tagesordnung steht auch die "Erneuerung und Umstrukturierung des CELAM". Vorsitzender des Rates der Lateinamerikanischen Bischofskonferenzen (CELAM) ist derzeit ebenfalls Erzbischof Cabrejos.
Im Geiste der Gemeinschaft und der Synodalität werden sich die Bischöfe auch mit andere Themen befassen und die jüngsten Entwicklungen im Land analysieren, sowohl mit Blick auf die Gesundheitskrise als auch was die gesellschaftspolitische und pastorale Situation anbelangt.
In Peru kam es in den letzten drei Monaten zu Demonstrationen, bei denen insbesondere junge Menschen einen radikalen politischen Wandel und den Rücktritt des Präsidenten forderten. In Erwartung der Präsidentschaftswahlen am 11. April 2021 und angesichts einer zweiten Welle der Corona-Pandemie sieht sich Peru zurzeit politischer Unsicherheit konfrontiert und hat derzeit keine politische Führung, die die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich vereint.
Bereits Mitte November 2020 hatte die Peruanische Bischofskonferenz eine Erklärung zur politischen Krise des Landes veröffentlicht, die das widerspiegelte, was die Bevölkerung in vielen öffentlichen Demonstrationen zum Ausdruck gebracht hatte: "Jeden Tag beeinträchtigen Misstrauen, Ungewissheit und Unsicherheit den Fortschritt des Landes auf unumkehrbare Weise. Wir brauchen einen klaren Weg, um aus dieser Krise herauszukommen. Es ist wichtig, auf die Stimme und den Aufschrei der Bevölkerung zu hören, um wieder Vertrauen, Ruhe und sozialen Frieden zu erlangen. Deshalb sind Bemühungen um einen tiefgreifend und umfassend sozialen Dialog von grundlegender Bedeutung, der nach alternativen Lösungen für Konfrontation und Konflikte sucht"

 

 

 

AMERIKA/KOLUMBIEN - Zur Covid-19-Pandemie gesellt sich eine „Epidemie“ der Gewalt

 

Pasto (Fides) - "Zu der Trauer um die mehr als tausend Menschen, die in unserer Region gestorben an der Covid-19-Pandemie sind, gesellt sich der Schmerz über 'eine weitere Epidemie‘, die durch irrationale Gewalt verursacht wird", so der Bischof Juan Carlos Cárdenas Toro von Pasto, nach dem grausamen Mord an dem Mädchen Marbel Rosero in Las Mesas in der Gemeinde El Tablón de Gómez.
"Dieser und andere Morde dürfen uns nicht gleichgültig lassen", unterstrich der Bischof, der den Eltern und Verwandten der jungen Frau und der anderen vier Frauen, die in der ersten Woche des Jahres ermordet wurden, im Rahmen eines Gottesdienstes seine Verbundenheit zum Ausdruck brachte und für den Frieden für die Region betete.
"Jedes menschliche Leben ist heilig", wiederholte Erzbischof Cárdenas Toro und forderte die Täter zur Reue und Beendigung der Gewalt auf. Die zuständigen Behörden bat er, „alles zu tun, um das Grundrecht aller Menschen auf Leben zu gewährleisten, insbesondere derjenigen, die besonders verletzlich und gefährdet sind: Frauen, Jungen und Mädchen, Jugendliche, ethnische und bäuerliche Gemeinden. Die Menschen erwarten Gerechtigkeit, Wahrheit und wirksame Schutzmaßnahmen". Schließlich forderte der Bischof Priester und Ordensleute auf, in sozialen Netzwerke das Gebet zu fördern und „um Frieden und Versöhnung zu bitten“.
Unterdessen wurde aus dem Apostolischen Vikariat Guapi der Mord an der 11-jährigen Mayra Alejandra Orobio Solíswo gemeldet. Auch hier verurteilte Bischof Carlos Alberto Correa Martínez jegliche Form der Gewalt. Er erinnerte daran, dass "jedes Leben ein Geschenk ist, weil es uns jemand schenkt hat - Gott für uns Gläubige - und damit niemand das Recht hat, ein Leben zu zerstören".
Der Prälat zitierte Papst Franziskus und erinnerte daran, dass "Gewalt mehr Gewalt erzeugt, Hass mehr Hass und Tod mehr Tod. Wir müssen diese Kette durchbrechen, die als unvermeidlich dargestellt wird“. Dabei brachte er der Familie des Mädchens sein Beileid zum Ausdruck und forderte er die zuständigen Behörden auf, die Untersuchung zu beschleunigen. „Es besteht ein gewisser systematischer Charakter bei den Verstößen gegen Mädchen und Jugendliche in unserer Gemeinde, aber Einschüchterung und Angst sorgen dafür, dass die Gesellschaft in Guapireño schweigt und sich mitschuldig macht", unterstrich Bischof Correa und forderte alle auf, das Vertrauen in den Herrn des Lebens nicht zu verlieren und das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu schützen.

 

AFRIKA/SÜDAFRIKA - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke ernannt

Vatikanstadt (Fides) – Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker hat am 8. Oktober 2020 Pfarrer Jeremiah Joseph Browne aus dem Klerus der Diözese Port Elizabeth für fünf Jahre (2020-2025) zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Südafrika ernannt.
Der neue Nationaldirektor wurde am 26. Februar 1963 in County Kerry, Irland, geboren. Nach dem Abitur und dem Eintritt in die Arbeitswelt trat er 1987 in das Seminar in Dublin ein und erwarb einen Bachelor-Abschluss in Theologie. Er wurde am 6. Juni 1993 in Dublin zum Priester geweiht und in die Diözese Port Elizabeth (Südafrika) inkardiniert. Nach seiner Priesterweihe war er Vikar und Pfarrer in verschiedenen Pfarreien der Diözese Port Elizabeth sowie Diözesandirektor der Abteilung für die Berufungspastoral. In den Jahren 2001-2002 erwarb er einen Master in Pädagogik am Boston College (USA). Nach seiner Rückkehr nach Südafrika war er Pfarrer und hatte verschiedene Ämter in der Diözese inne, anderem bei der Ausbildung Ständiger Diakone und der Koordinierung der Pastoralprogramme der Diözese und des Presbyterialrates.


FIDES-NACHRICHTEN - 20.01.2021

 

AFRIKA/NIGERIA - Nach Entführung und Lösegeldforderung: Katholischer Priester brutal hingerichtet

 

Abuja (Fides) – Der Pfarrer der Gemeinde des heiligen Antonius in Gulu (Diözese Minna), John Gbakaan, wurde am vergangenen 15. Januar entlang der Straße von Lambata nach Lapai im Bundesstaat Niger entführt und ermordet.
Dies bestätigte am gesterigen Sonntag, 17. Januar, der Pfarrer der Gemeinde der heiligen Teresa in Madala, John Jatau, der mitteilte, dass Pfarrer Gbakaan zusammen mit seinem Bruder und einem anderen Priester am 14. Januar nach Makurdi im Bundesstaat Benue gefahren war, um dort seine Mutter zu besuchen.
Am 15. Januar wurden der Priester und sein Bruder auf dem Rückweg von bewaffneten Männern entlang der Straße von Lambata nach Lapai überfallen. Zu dem Überfall kam es gegen 21 Uhr in der Nähe des Dorfes Tufa. Die beiden Brüder wurden von bewaffneten Männern verschleppt, die sich am Samstag, dem 16. Januar, mit einer Lösegeldforderung an die Diözese Minna wandten. Zunächst forderten die Entführer eine Summe von dreißig Millionen Naira, die sie später auf fünf Millionen Naira reduzierten.
In der Zwischenzeit wurde jedoch der leblose Körper des Priesters in der Nähe des Ortes der Entführung aufgefunden. Pater Gbakaan wurde angeblich mit einer Machete auf derart brutale Weise hingerichtet, dass eine Identifikation kaum möglich war. Der Toyota Venza, mit dem der Priester unterwegs war, wurde ebenfalls im Busch gefunden. Es gibt immer noch keine Neuigkeiten von seinem Bruder, der sich noch in den Händen der Entführer befinden soll.
Unterdessen fordern Vertreter der christlichen Konfessionen in Nigeria die Bundesregierung auf, die Entführung und Tötung von kirchlichen Mitarbeitern im Land zu bekämpfen. Reverend John Hayab, bezeichnete die Ermordung des katholischen Priesters als "schockierend und schmerzhaft" und sagte, dass die Unsicherheit im Norden alarmierende Ausmaße angenommen habe. „Heute leben in Nordnigeria viele Menschen in Angst und viele junge Menschen haben Angst, Priester oder Pastoren zu werden, weil ihr Leben in großer Gefahr ist“, betonte er im Namen des Verbandes der christlichen Konfessionen. "Wenn Banditen oder Entführer erkennen, dass ihr Opfer ein Priester oder ein Pastor ist… fordern sie ein höheres Lösegeld und in einigen Fällen gehen sie sogar so weit, das Opfer zu töten. Wir bitten die Bundesregierung und alle Sicherheitsbehörden alles zu tun, um dieses Übel zu beenden."

 

AFRIKA/SÜDAFRIKA - Kirche warnt vor der Verbreitung der “neuen Variante” des Coronavirus

 

Johannesburg (Fides) - Im südlichen Afrika bereite die Ausbreitung der sogenannten südafrikanischen Variante des Sars-Cov2-Virus Sorge. "Wir wurden vom Gesundheitsministerium darüber informiert, dass die zweite Welle von Covid-19 auch Sambia trifft", so der Vorsitzende der Sambischen Bischofskonferenz, Bischof Patrick Chisanga von Mansa, "Es gibt eine Eskalation sowohl bei der Anzahl der bestätigten Infektionen als auch bei der Anzahl der Todesfälle. Diese Welle von Fällen geht weiter mit einer Zunahme der schweren Krankheitsveräufe einher, die einen Krankenhausaufenthalt und eine Beatmungstherapie erfordern", so Bischof Chisanga, der hinzufügt: "Die Neuinfektionen sind ansteckender verbreitet sich leichter über geografische Grenzen hinaus…. Wenn das so weitergeht, wäre die Blockade des Landes unvermeidlich, mit all den verheerenden Folgen einer solchen Situation".
Das Zentrum der Jesuiten für theologische Forschung (JCTR) in Sambia kritisiert unterdessen die Nachlässigkeit bei der Umsetzung von Anti-Covid-19-Maßnahmen als Hauptursache für die Zunahme der Fälle. "Als die erste Welle von Covid-19 im März 2020 Sambia traf, suchten wir umgehend Schutz, indem wir den Richtlinien zur Bekämpfung von Covid-19 in den ersten drei Monaten mit größter Aufmerksamkeit befolgten“. Doch infolge von Statistiken mit weniger Todesfällen und einer sehr hohen Anzahl von Heilungen heißt es in der Mitteilung des JCTR weiter, „kam es zu einer Lockerung der Vorsichtsmaßnahmen und wir sind heute in Gefahr, da Covid-19 in Sambia mit einer neuen Variante wieder aufgetaucht ist, die sich schneller und leichter ausbreitet als frühere Varianten."
Unterdessen ist auch in Südafrika die Zunahme der mit der neuen Variante verbundenen Fälle besorgniserregend. "Angesichts der aktuellen Welle von Covid-19 und der vom Präsidenten des Staates auferlegten Beschränkungen sowie der Unsicherheit darüber, was im Laufe dieses Monats passieren wird, haben wir beschlossen, anstelle einer geplanten Sitzung mit Präsenz vor Ort eine virtuelle Plenarsitzung abzuhalten", kündigte die Bischofskonferenz des Südlichen Afrika (SACBC) an, in der sich die Bischöfe von Südafrika, Botswana und Swasiland zusammenschließen. Die Entscheidung wurde aufgrund der erneuten Welle von Covid-19-Fällen getroffen, die hauptsächlich auf neue Variante des in Südafrika identifizierten Virus, zurückzuführen ist, an deren Folgen unter anderem der Koadjutor der Erzdiözese Durban, Abel Gabuza, verstarb.
An den Folgen einer Infektion mit der neuen Variante starben innerhalb einer Woche vom 10. bis 17. Dezember 2020 auch sechs katholische Ordensfrauen in Port Shepstone, Diözese Marianhill. Südafrika hat die höchste Anzahl an Coronavirus-Infektionen in Afrika und nähert sich der Schwelle von 900.000 Infektionsfällen mit über 20.000 Toten.

 

ASIEN/PHILIPPINEN - Bischöfe der Visayas-Inseln fordern Schutz der indigenen Völker

 

Capiz (Fides) – In einem gemeinsamen Hirtenbrief fordern die Bischöfe der westlichen „eine eingehende und unabhängige Untersuchung zu den Ereginissen am 30. Dezember 2020; die Einstellung der militärischen Intervention gegen indigene Gemeinschaften der Tumandok; ethische Standards bei Polizei- oder Militäreinsätzen und die Benutzung von Kameras, zum Schutz vor falschen Anschuldigungen und zum Schutz der Zivilisten vor Gewaltanwendung oder Machtmissbrauch".
Der Brief ist unterzeichnet von Kardinal Jose Advincula (Erzbischof von Capiz), Bischof Jose Corazon Tala-oc von Kalibo, Bischof Narciso Abellana von Romblon, Erzbischof Jose Lazo von Jaro, und der anderen Bischöfe der Erzdiözese Jaro und wird am Sonntag, den 24. Januar 2021, bei allen Gottesdiensten in den Kirchen der westlichen Visayas verlesen werden.
Die Bischöfe fordern alle auf, "sehr wachsam beim Schutz der Heiligkeit des Lebens zu sein und die Rechte aller zu respektieren und zu schützen" und ermahnen, mit Blick auf wiederholte Morde und Verletzungen der Menschenrechte „ den Willens Gottes zu erkennen und für ihn zu beten" und „nach den Grundsätzen des gewaltfreien Handelns vorzugehen". Die Prälaten lancieren einen beherzten Appell mit der Aufforderung, "die Morde zu stoppen, die Rechte der Menschen zu respektieren, in Frieden zu leben, die Militarisierung in den von indigenen Gemeinschaften bewohnten Regionen zu stoppen".
"Wir, die Bischöfe der westlichen Visayas“, heißt es in den Hirtenbrief, „teilen die Schmerzen und Ängste unserer Brüder und Schwestern des Tumandok-Volkes in Tapaz, Capiz. Wir trauern mit den Familien der neun getöteten Angehörigen des Tumandok-Volkes. Wir teilen das Leid der Verhafteten und wir fühlen uns in die Angst und Unsicherheit derer hineinversetzt, die durch die Gräueltaten vertrieben wurden. Mit Nachdurck verurteilen wir alle Morde und insbesondere die Morde unserer Brüder aus dem Volk der Tumandok. "
"Die Stimmen der 27.000 Opfer eines sinnlosen Krieges gegen illegale Drogen rufen zu Gott nach Gerechtigkeit. In letzter Zeit wurden viele von der Insel Negros als angebliche Mitglieder oder Unterstützer der Kommunistischen Partei der Philippinen - New People's Army (CPP-NPA) - verdächtigt. Jetzt sehen wir, dass dies auch auf der Insel Panay geschieht Ein Mitbruder im Bischofsamt, beklagt die Morde, die er als Fortsetzung der Massenmorde und Verhaftungen anderer Aktivisten auf den zentralen Philippinen in den letzten Monaten bezeichnet."
Der Brief erinnert daran, dass am 30. Dezember 2020 eine gemeinsame Operation der philippinischen Armee und der philippinischen Polizei mit 28 Durchsuchungsbefehlen zum Tod von neun Menschen und zur Verhaftung von 17 Mitgliedern und Anführern der Tumandok-Gemeinden von Tapaz, Capiz, Calinog und Iloilo führte.
Dem Volk der Tumandok gehören 17 indigenen Gemeinschaften in Capiz und Iloilo an die sich seit langem gegen den Bau des großen Jalaur-Staudamms wehren. Vertreter der indigenen Völker und Menschenrechtsorganisationen glauben, dass sie aufgrund ihrer Opposition gegen das Projekt Opfer immer wieder von Militäreinsätzen geworden sind, bei denen sie ans angebliche Mitglieder oder Unterstützer der kommunistischen Guerillakämpfer beschuldigt werden.
Während Polizeibeamte im Zusammenhang mit dem Massaker vom 30. Dezember behaupten, dass man sich gegen Angriffe der Eingeborenen gewehrt habe und es dabei Tote gab, erklären die Familien der Opfer, dass diese sich der Verhaftung nicht widersetzt hätten und dass "sie ermordet wurden".
"Die begangenen Gräueltaten“, so die Bischöfe der Visayas-Inseln, „haben unter den Bewohnern der Tumandok-Gemeinden ein Klima der Angst und Unsicherheit geschaffen. Die Angst hat viele gezwungen, ihre Gemeinden zu verlassen und an sicherere Orte umzuziehen." Die Bischöfe, vertrauen den Schutz der indigenen Völker abschließend der Jungfrau Maria, Nuestra Senora de la Candelaria, der Schitupatronin der westlichen Visayas an, damit Frieden und Gerechtigkeit auf den zentralen Philippinen wiedergestellt werden kann.
 

 

ASIEN/INDONESIA - Trotz Pandemie: Priester- und Ordensberufungen blühen

 

Maumere (Fides) - "Obschon sich der globalen Kontext durch die Coronavirus-Pandemie verschärft, gibt es auf der Insel Flores auch positiven Nachrichten. Tatsächlich sind in den kommenden Monaten neue Priesterweihen geplant, die zu der jüngsten Weihe von 20 Steyler Missionaren und vier weiteren Missionaren hinzukommen ", so Pater Luigi Galvani, ein Kamillianer-Missionar, der seit über 10 Jahren auf der Insel lebt und arbeitet. In Flores gibt viele Berufungen zum Priesteramt und zum Ordensleben: „Es gibt viele Kongregationen für Männer und Frauen, die hier ihre Seminare und Häuser eingerichtet haben. Wir haben mit rund 1.200 Studierenden das größte philosophische und theologische Seminar der katholischen Kirche der Welt, das von den Steyler Missionaren getragen wird und das Papst Johannes Paul II. 1989 besuchte ", so Pater Galvani.
Nach Angaben des Kamillianerpaters hat sich das Coronavirus in Flores zwar bisher nur begrenzt verbreitet. Trotzdem fehle es nicht an Schwierigkeiten: "Die Insel Flores“, so der Missionar, „gilt als eine der ärmsten in Indonesien, hat aber die meisten Katholiken (70%) unter den 17.000 Inseln des großen indonesischen Archipels. Der Bevölkerung hier fehlt es an allem, an Nahrung, Gesundheitsversorgung und dem Notwendigsten. Jeden Monat verteilen wir Lebensmittelpakete an rund 200 besonders mittellose Familien. Darüber hinaus kümmern wir uns immer mit Leidenschaft um den Bau von Einrichtungen für Patienten mit psychischen Problemen… und konnten vielen Patienten bereits neue Freude und Hoffnung schenken.

 

 

 

AMERIKA/BRASILIEN - Zweite Welle der Corona-Pandemie: Bischöfe von Amazonas und Roraima bitten dringend um Hilfe

 

Manaus (Fides) - Angesichts der zweiten Welle der Covid-19-Pandemie, die auch den brasilianischen Bundesstaat Amazonas und insbesondere Manaus betrifft hat die Region Norte 1 der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB), die den Norden des Bundesstaates Amazonas und Roraima umfasst , eine Spendenkampagne auf den Weg gebracht, die darauf abzielt Covid-19-Opfern in Amazonas und Rorima zu helfen, für die oft keine angemessene Versorgung in Krankenhäusern gewährleistet ist.
"Als katholische Kirche fordern wir die Behörden auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die größtmögliche Anzahl von Todesfällen unter der Bevölkerung des Amazonas zu verhindern“, so die Bischöfe, „Wir hoffen, dass die Ärmsten nicht von der Pflege ausgeschlossen werden und dass Solidarität und Versorgung von allen gemeinsam übernommen werden".
Erzbischof Leonardo Steiner von Manaus appellierte über ein in sozialen Netzwerken veröffentlichtes Video dringend an die Hilfsbereitschaft: "In der ersten Welle starben in Amazonas und Roraima viele Menschen aufgrund mangelnder Informationen, fehlender Betten in Krankenhäusern und fehlender Betten auf der Intensivstation“, so der Erzbischof, „Heute, in der zweiten Welle, sterben Menschen an einem Mangel an Krankenhausbetten, an einem Mangel an Betten auf der Intensivstation und zudem an einem Mangel an Sauerstoffgeräten…. Wir Bischöfe von Amazonas und Roraima appellieren deshalb: Um Gottes willen, versorgen Sie uns mit Sauerstoff!".
Laut der „Fundação de Vigilância em Saúde do Estado do Amazonas“ stieg die Zahl der Infektionen vom 1. bis 14. Januar auf 21.786 Menschen mit durchschnittlich 1.556 täglichen Fällen und 635 Todesfällen, durchschnittlich 45 Todesfällen pro Tag, die überwiegende Mehrheit in Manaus. Die Zahl der Bestattungen auf den Friedhöfen von Manaus (auf denen allein am 13. Januar 198 Menschen beerdigt wurden) lässt darauf schließen, dass die Zahl der Opfer von Covid-19 höher ist als die offiziellen Angaben.
Die Bischöfe der Region Norte 1 stellen fest, dass die Lockerung der Maßnahmen und der Mangel an persönlichem Schutz, insbesondere die Verwendung von Masken und Desinfektionsmittel, in den letzten Monaten eine Konstante waren. "Gleichzeitig empört uns die Situation, die wir nun erleben, nachdem die Berichte von Wissenschaftlern und Epidemiologen, die seit mehreren Monaten die Ankunft einer zweiten Welle angekündigt hatten, nicht gehört und keine angemessenen Gesundheitsmaßnahmen ergriffen wurden."

 

ASIEN/VIETNAM - Bischof von Xuân Lôc zurückgetreten und Nachfolger ernannt

 

Vatikanstadt (Fides) – Papst Franziskus hat am 16. Januar 2021 den von Bischof Joseph Đình Đúc Đao von Xuân Lôc (Viȇt Nam) eingereichten Rücktritt angenommen und den bisherigen Weihbischof derselben Diözese und Titularbischof von Buleliana, John Do Văn Ngân, zu seinem Nachfolger ernannt.

 


Afrin drei Jahre nach der Invasion: Zahlreiche Opfer und massive Schäden

  • Auch 2020 wieder zahlreiche Opfer und wirtschaftliche Schäden
  • Kurdische Orte und Plätze haben plötzlich türkische oder arabische Namen
  • Türkische Flaggen auf Schuluniformen, Syrer brauchen türkische Ausweise

(Göttingen/gfbv) - Auch drei Jahre nach Beginn der völkerrechtswidrigen Invasion der nordsyrischen kurdischen Region Afrin durch türkische Truppen am 20. Januar 2018 gibt es zahlreiche Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung. Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und kurdischer Menschenrechtsgruppen in Nordsyrien wurden im vergangenen Jahr mindestens 58 Zivilisten durch türkische Besatzungstruppen und die von ihnen unterstützten syrischen Söldner ermordet. 987 Menschen sollen entführt worden sein, 92 davon waren Frauen. Auch die Natur und die Geschichte Afrins werden immer stärker in Mitleidenschaft gezogen. „Allein 2020 wurden 50 historische Stätten beschädigt, 72.000 Olivenbäume gefällt, 250 Häuser von islamistischen Milizen beschlagnahmt“, beklagt Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der GfbV. „Auch die Raubzüge und Kämpfe zwischen den islamistischen Milizen dauern an. Bei 39 Explosionen in Afrin kamen 170 Menschen zu Schaden, viele von ihnen wurden getötet.“ 

 

„Dazu kommen zahllose Angriffe auf die kurdische Kultur und Sprache: Ortschaften tragen plötzlich türkische oder arabische Namen. Der frühere Freiheitsplatz in Afrin heißt jetzt Atatürk-Platz. Der Platz mit dem kurdischen Namen Kawa wurde zu Ehren der völkerrechtswidrigen Offensive in Olivenzweig umbenannt“, berichtet Sido. Die kurdische Sprache werde bedrängt und den Menschen die türkische aufgezwungen. Auf Schuluniformen seien türkische Flaggen angebracht und syrische Staatsangehörige seien gezwungen, türkische Ausweise mit sich zu führen. „Die türkische Besatzung hat Afrin christenfrei gemacht. Bis Januar 2018 lebten dort etwa 1.200 kurdisch-christliche Gläubigen. Der Anteil der kurdischen Bevölkerung, einschließlich der yezidischen, alevitischen und christlichen Teile, sank von 96 auf unter 35 Prozent. Yezidische und alevitische Heiligtümer sowie kurdisch-muslimische Friedhöfe werden zerstört oder geplündert“, so Sido.  

 

Im Rahmen der Operation „Olivenzweig“ seien in der Region Afrin rund 314.400 Olivenbäume vernichtet worden. „Die Oliven- und Olivenölproduktion ist einer der Hauptwirtschaftszweige der Region. Offenbar will das türkische Militär den Menschen die wirtschaftliche Lebensgrundlage entziehen“, erklärt der Nahostexperte. 

 

Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen in Nordsyrien seien seit Januar 2018 mindestens 300.000 Angehörige der kurdischen Volksgruppe durch das Besatzungsregime vertrieben worden. Aus der Zivilbevölkerung wurden 674 Menschen ermordet und 7.343 entführt. Unter Foltern sollen 82 Menschen ihr Leben verloren haben. Verletzt wurden rund 696 Zivilpersonen, darunter 303 Kinder und 213 Frauen. Durch Minenexplosionen wurden in Afrin 2.017 Menschen verletzt. In 68 Fällen wird von gezielter Gewalt gegen Frauen berichtet. In islamisch-konservativen Gesellschaften wird der Begriff „Vergewaltigung“ oft vermieden. 

 


Von der Welt vergessen: In der Ukraine leiden immer mehr Kinder unter psychischen Problemen

Foto: obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Katerina Ilievska, Luhansk 2014
Foto: obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Katerina Ilievska, Luhansk 2014

 

 

(Luhansk/ots) - Sieben Jahre Krieg mit Russland und dazu das Corona-Virus: Nach Angaben der SOS-Kinderdörfer nehmen die psychischen Probleme von Kindern und Familien in der Ostukraine derzeit massiv zu. "Der Gesamtzustand der Menschen ist seit Jahren höchst fragil. Jetzt beobachten wir, wie sich sämtliche Probleme aufgrund der Pandemie weiter verschärfen!", sagt Oleksii Gelyukh, Psychologe der Hilfsorganisation vor Ort.

 

Das Leiden in der Ostukraine finde weitgehend ungeachtet der Weltöffentlichkeit statt. Seit 2014 sind mehr als 13.000 Menschen gestorben, 800.000 wurden aus ihrer Heimat vertrieben, Millionen Menschen in den Oblasten Donezk und Luhansk leiden laut Gelyukh aktuell unter Gefechten und Belagerung, ein Großteil der Kinder brauche dringend psychologische Hilfe. Oleksii Gelyukh sagt: "Die Kinder leben seit Jahren unter Dauerstress und verbringen die meiste Zeit abgetrennt von ihren Freunden. Die Corona-Maßnahmen verstärken die Isolation und bringen das Fass häufig zum Überlaufen!" Angststörungen und Depressionen nähmen zu, ebenso Entwicklungsverzögerungen, Sprachprobleme und Aggressionen. Angesichts der desolaten Lebensbedingungen sei Homeschooling für die allermeisten völlig ausgeschlossen. Immer mehr Kinder würden ihren Bildungsweg abbrechen.

 

Bei den Eltern führe der Verlust des Arbeitsplatzes und der Mangel an medizinischer Versorgung in der Pandemie zu Hoffnungslosigkeit und Existenzängsten. In Folge nähme die häusliche Gewalt zu, Kinder würden vernachlässigt, Familien zerbrächen. "Es braucht flächendeckende psychologische Unterstützung, damit die Menschen halbwegs zur Ruhe kommen. Und ich spreche noch lange nicht von Heilung", sagt Gelyukh.

 

Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder und Eltern in der Luhansk-Region bei der Verarbeitung ihrer Traumata. Mobile psychologische Teams besuchen die Familien in abgelegenen Orten.

 

Von der Weltbevölkerung vergessen, aber nicht vom Virus: In zahlreichen Staaten kämpfen Kinder und Familien seit Jahren ums Überleben - im Schatten der Öffentlichkeit und zum großen Teil abgeschnitten von wirkungsvoller Hilfe. Die SOS-Kinderdörfer berichten in dieser Serie über die aktuelle Situation in Konfliktländern, in denen die Corona-Pandemie die ohnehin katastrophale Lage dramatisch zuspitzt. Über "Vergessene Krisen" in der Ukraine, Mexiko, Kolumbien, Zentralafrika, Madagaskar, Syrien, Niger, Burkina Faso und Bangladesch.

 


Terrorgruppe Islamischer Staat verfolgt Schiiten

Mehr Schutz für Hazara-Minderheit gefordert

 

 

(Göttingen/gfbv) - Nach der Ermordung von zehn schiitischen Hazara in Pakistan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen besseren Schutz der Minderheit gefordert. Die Terrorgruppe Islamischer Staat hat die Verantwortung für die Bluttat an den Bergarbeitern übernommen, die gestern in der Provinz Belutschistan verübt wurde. Ursprünglich waren die Behörden von elf Getöteten ausgegangen, hatten ihre Angaben heute jedoch korrigiert. Sowohl in Pakistan als auch im benachbarten Afghanistan verüben islamistische Terroristen immer wieder Anschläge auf die schiitische Minderheit, um Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten zu schüren. "Schiitische Hazara müssen endlich besser vor dem Terror sunnitischer Extremisten geschützt werden", verlangte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Montag in Göttingen.

 

Die Bergarbeiter einer Kohlemine in der Stadt Mach waren am Sonntag von IS-Kämpfern entführt worden und später einzeln exekutiert worden. Rund 2.500 Menschen protestierten am Montag mit einer Straßenblockade in Mach gegen die zunehmende Zahl von Übergriffen auf die schiitische Minderheit. Viele Demonstrierende kamen aus der Provinzhautstadt Quetta, in der mehr als 500.000 Angehörige der Minderheit leben. Pakistan zählt rund 950.000 Hazara. Die meisten Angehörigen dieser Minderheit stammen aus Afghanistan. Sie flohen aus dem Land zumeist aufgrund des Terrors sunnitischer Extremisten. "Weder in Pakistan, noch in Afghanistan können Hazara in Frieden leben, sondern müssen den Terror sunnitischer Extremisten fürchten. Es ist zynisch und unmenschlich,eine Minderheit zu instrumentalisieren, um religiöse Spannungen zu schüren", erklärte Delius.

 


In Sierra Leone fallen die Wünsche der Bevölkerung für 2021 bescheiden aus

Nahrung, Auskommen und Sicherheit

Foto: ora Kinderhilfe international e. V.
Foto: ora Kinderhilfe international e. V.

(Berlin/ora) - Nach den Monaten, in denen die ganze Welt mit der anhaltenden Corona-Pandemie leben musste, verstärkt sich in Sierra Leone das Bedürfnis nach Sicherheit. Darauf weist das Berliner Kinderhilfswerk ora Kinderhilfe hin.

 

Geschäftsführerin Carmen Schöngraf war bis Anfang Dezember im westafrikanischen Sierra Leone und hat mit den Menschen gesprochen. Sie konstatiert: „Der sechsmonatige Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus hat der sierra-leonischen Bevölkerung enorm zugesetzt. Ohne soziale Sicherungssysteme mussten über 50 Prozent der Bevölkerung schauen, wie sie von Tag zu Tag überleben. Diese quälende Erfahrung hat das Bedürfnis nach einem planbaren Auskommen enorm verstärkt." 

 

Konnten sich drei von sechs Millionen Einwohnern ein bis zwei Mahlzeiten am Tag leisten, liegt die Quote nunmehr noch bei null bis einer Mahlzeit am Tag. Darauf weist eine Studie des World Food Programme (WFP) hin. Die Situation hat sich besonders im ländlichen Raum verschlechtert. In den Dörfern im Landesinneren, fernab der am Atlantik gelegenen Hauptstadt Freetown, leben die Menschen mehr denn je von der Hand in den Mund. Dass sie ihrem täglichen Handel von April bis Oktober nicht mehr nachgehen konnten, dass die Felder nicht bestellt werden durften, hat fatale Auswirkungen. „Normalerweise wird im Zeitraum von November bis Dezember die letzte Ernte des Jahres eingebracht. Doch weil im Sommer nichts angepflanzt werden konnte, fehlt diese nun vielerorts", berichtet die Geschäftsführerin des Kinderhilfswerk. 

 

Die Kindersterblichkeit nimmt wieder zu, die Mangel- und Unterernährung ebenfalls. Die Anfälligkeit für Krankheiten steigt wieder, ebenso wie die Verzweiflung. Mehr denn je wünschen sich die Menschen in Westafrika Sicherheit. Ein Großteil der Gespräche, die Schöngraf führte, drehten sich um das Thema Ernährungssicherheit. „Das Bedürfnis der Menschen heute schon zu wissen, was sie ihrer Familie morgen kochen können, ist größer als vor Corona. Ebenso das Bedürfnis nach Planbarkeit." Die Menschen fürchten weniger das Coronavirus als mehr einen zweiten Lockdown. Die Restriktionen gefährden ihre Lebensgrundlage in existenzieller Weise. 

 

ora Kinderhilfe setzt sich an drei Orten in Sierra Leone für Ernährungssicherheit ein. Durch eine Bäckerei und zwei Landwirtschaftsprojekte erwirtschaften die Projektteilnehmer normalerweise ihr Einkommen. Während des sechsmonatigen Lockdowns hat das Kinderhilfswerk Nothilfe geleistet. Nahrungsmittel, Hygieneprodukte und Bargeldspenden wurden an mehr als 1.000 Haushalte verteilt. Sie haben das Überleben der Kinder und Familien gesichert. Dafür waren die Betreffenden sehr dankbar. Für das nächste Jahr wünschen sie sich dennoch, nicht mehr von Nothilfe abhängig sein zu müssen. „Selbst wieder das Auskommen erarbeiten zu können, Planbarkeit und Sicherheit ein Stück weit zurückzuerhalten, sind die größten Wünsche der Menschen, mit denen ich gesprochen habe", berichtet Schöngraf. 

 


World Vision unterstützt Aufklärungsarbeit auf internationaler Ebene

Mutation des Coronavirus zeigt: Pandemie kann nur global erfolgreich bekämpft werden

 

 

(Friedrichsdorf/wv) – Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision fordert konkrete Maßnahmen und globale Solidarität, um ärmeren Ländern den Zugang zu Impfstoffen gegen Covid-19 sicherzustellen. Das Auftreten einer mutierten Form des Covid-19 Virus habe gezeigt, dass die Pandemie nicht allein auf nationaler Ebene erfolgreich bekämpft werden könne, und nur dann wirklich vorbei ist, wenn sie überall vorbei ist, so die Organisation. Auch Deutschland müsse sich an der Finanzierung weltweiter Impfprogramme beteiligen und sich dafür einsetzen, dass Menschen überall auf der Welt gleichermaßen Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen haben.

 

Ein wichtiger Teil solcher weltweiten Programme sei Aufklärungsarbeit, erklärt Fiona Uellendahl, Gesundheitsexpertin bei World Vision. Uellendahl: „Nur allein Impfstoffe zu verteilen ist wenig sinnvoll, wenn die Menschen nicht bereit sind sich impfen zu lassen oder nicht verstehen, warum impfen wichtig und sinnvoll ist. Daher dürfen wir nicht unterschätzen, wie wichtig Aufklärung ist und wie viel Arbeit nötig ist, um ein Bewusstsein für die Bedeutung einer Impfung gegen Covid-19 zu schaffen."

 

Das globale Netzwerk von World Vision habe bereits in der Vergangenheit wichtige Aufklärungsarbeit bei Impfkampagnen geleistet, so Uellendahl. „Wir haben Erfahrungen beim Kampf gegen Ebola, Zika oder HIV gesammelt. Durch unser Netzwerk mit religiösen Respektpersonen, Gesundheitshelferinnen und Lokalpolitikern können wir Millionen Menschen aufklären und vor Fehlinformationen bewahren."

 

Wie wichtig der Kampf gegen Fake-News und Desinformationen im Bereich Gesundheit ist, zeigten die Erfahrungen, die in der Ebola-Bekämpfung gesammelt wurden. Bewusste Falschinformationen und überkommene Traditionen hätten zunächst zur Ablehnung von Impfmaßnahmen geführt. Erst massive Aufklärung konnte die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, deutlich steigern.

 

„Um geimpft werden zu können, müssen die Menschen in ärmeren Ländern aber auch den Zugang zu Impfstoffen haben. Das heißt, Impfstoffe müssen auch für die Ärmsten ausreichend vorhanden und bezahlbar sein", erklärt Fiona Uellendahl. Und weiter: „Um Zugangsbarrieren abzubauen, haben Indien und Südafrika bei der Welthandelsorganisation einen Vorschlag für eine Ausnahmeregelung für den Patentschutz von Impfstoffen eingebracht. Demnach sollte für die Dauer der Covid-19 Pandemie der Patentschutz für alle Produkte und Technologien, die zur Vorbeugung, Eindämmung und Behandlung von Covid-19 notwendig sind, ausgesetzt werden. Deutschland sollte diesen Vorschlag unterstützen, ebenso wie die gesamte internationale Gemeinschaft. Denn wenn die Pandemie nicht überall erfolgreich eingedämmt wird, gibt es keine Sicherheit vor dem Virus. Nirgendwo."

 

Für die schnelle Eindämmung von Covid-19 wurde im Juni von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der sog. Solidarity Call to Action" ins Leben gerufen. Damit sollen freiwillig wissenschaftliche Forschungsergebnisse, geistiges Eigentum und Daten und Technologien zu Covid-19 in einen gemeinsamen Technologie-Pool („Technology Access Pool / C-TAP") eingespeist werden. So könnten eine schnelle Entwicklung und weltweite Herstellung von Arzneimitteln sowie die Förderung von Technologietransfer vorangetrieben werden. Bislang lehnen aber vor allem reiche Industrieländer das Vorhaben hab. Deutschland sollte sich – auch im Rahmen der EU - für den C-TAP aussprechen und sich dafür einsetzen, dass auch andere reiche Länder den Technologie-Pool unterstützen. 

 

World Vision hat bereits im März einen globalen Aktionsplan gegen Covid-19 gestartet und bislang 58 Millionen Menschen mit Hilfsmaßnahmen erreicht. Dazu gehören Aufklärungskampagnen, Unterstützung bei der Existenzsicherung und medizinische Hilfe.

 

Weitere Informationen über die World Vision Corona Maßnahmen finden Sie unter:

 

www.wvi.org/emergencies/coronavirus-health-crisis/our-impact

 

Unterstützen Sie die Hilfen von World Vision mit Spenden:

 

Stichwort „Coronahilfe"

 

IBAN: DE89 5019 0000 0000 0020 20 (Frankfurter Volksbank)

 

Online spenden unter: www.worldvision.de/corona

 


Menschenrechtsorganisation warnt vor einem weiteren Exodus religiöser Minderheit

(Göttingen/gfbv) - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor einem weiteren Exodus von Menschen christlichen Glaubens aus dem Nahen Osten gewarnt. „Die Wiege der Christenheit wird bald frei von Christinnen und Christen sein, wenn die fatale Verdrängung der religiösen Minderheit aus der Region nicht gestoppt wird", erklärte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. Die Zahlen aus Syrien, dem Irak und anderen Ländern der Region seien erschreckend. Sei die einheimische christliche Bevölkerung im Nahen Osten früher massenhaft zur Konversion zum Islam gedrängt worden, so werde sie heute zur Auswanderung gezwungen. „Dringend muss sich die Europäische Union in ihrer Kooperation mit Ländern des Nahen Ostens mehr für eine Anerkennung der religiösen Minderheit als gleichberechtigte Bevölkerungsgruppe und für mehr Religionsfreiheit einsetzen, um den dramatischen Trend zu stoppen", forderte Delius.

 

So sei die Zahl der Angehörigen der christlichen Minderheit in Syrien seit dem Jahr 2010 um 50 Prozent auf nur noch rund 600.000 Menschen zurückgegangen, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Im Irak sei sie in knapp 30 Jahren von 5 Prozent der Gesamtbevölkerung auf nur noch 0,4 Prozent zurückgefallen. „Das sind beschämende Zahlen, die deutlich machen, wie schlecht es um die Sicherheit und Glaubensfreiheit von Angehörigen der Minderheit im Nahen Osten heute steht", sagte Delius. Es reiche nicht aus, diesen katastrophalen Trend nur stetig zu beklagen, sondern die EU müsse nun endlich handeln.   

 

Schwierig sei auch die Lage der Minderheit in der Türkei und in von dem Land besetzten Gebieten in Nordsyrien. So würden Christinnen und Christen ausgegrenzt und im kurdisch-syrischen Afrin Ruinen alter Kirchen in Moscheen umgewandelt. So würden Spuren christlichen Lebens vernichtet.

 

Auch die von der Türkei unterstützte palästinensische HAMAS-Bewegung gehe immer aggressiver gegen christliche Feste vor. So würden Behörden im von Hamas kontrollierten Gaza-Streifen Maßnahmen empfehlen, um die „Interaktion" von Muslimen bei Weihnachtsfeiern zu verringern.  

 

Selbst im Libanon, dem einzigen arabischen Land, in dem die christlichen Gemeinschaften noch eine führende Rolle spielen, müssten christliche Gruppen um ihre Existenz fürchten. Die schiitische Hisbollah wolle einen Wahlkreis im ganzen Land etablieren. Dies könnte die sogenannte konfessionelle Konkordanzdemokratie, die allen Religionsgemeinschaften Teilhabe am politischen Leben garantiert, gefährden, warnte die GfbV. Im Libanon tobt ein Machtkampf zwischen christlichen Parteien und Muslimen, Schiiten und Sunniten.

 


FIDES-NACHRICHTEN - 19.12.2020

 

AFRIKA/NIGERIA - Er war auf dem Weg zur Beerdigung seines Vaters: Entführter Priester freigelassen

 

Abuja (Fides) - „Ich kann bestätigen, dass Pater Valentine Oluchukwu Ezeagu am Abend des 16. Dezember von seinen Entführern unversehrt freigelassen wurde", so Orlando Ikeokwu, ein Sprecher der Polizei aus dem Bundesstaat Imo, zur Freilassung von Pater Valentine Oluchukwu Ezeagu aus der Kongregstion der Sons of Mary Mother of Mercy (SMMM), nach dessen Entführung am 15. Dezember.
Der katholische Geistliche wurde entführt, als er sich auf dem Weg in den Bundesstaat Anambra befand, um dort an Beerdigung seines Vaters teilzunehmen. Der Polizeisprecher fügte hinzu, dass auf ein spezielles Polizeikommando das Auto des Ordensmannes im Wald bei Okigwe bergen konnte.
Die Entführung von Pater Ezeagu ist die letzte einer Reihe von Entführungen von Priestern und Ordensleuten in Nigeria.
Am 15. Dezember äußerte Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama von Abuja, seine Besorgnis über die zahlreichen Fälle von Entführungen im Land und sagte: "Die Ereignisse der letzten Monate haben gezeigt, dass besondere Strategien erforderlich sind, um die Ursachen an der Wurzel der Entführungen und des Banditentums im Landdirekt anzugehen". Erzbischof Kaigama fügte hinzu, dass "das Ausmaß der Unfälle und die offensichtliche Straflosigkeit inakzeptabel geworden sind und nicht gerechtfertigt werden können", denn „die derzeit in Nigeria stattfindenden Morde und Entführungen stellen inzwischen eine erhebliche Bedrohung für alle Bürger dar."

 

AFRIKA/TANSANIA - Priesterseminar Nazareth-Mwendakulima in Kahama feierlich eröffnet

 

Dar es Salaam (Fides) - In Kahama in Tansania wurde das neue Priesterseminar Nazareth-Mwendakulima feierlich eingeweiht. Dem Festgottesdienst stand Kardinal Polycarp Pengo, emeritierter Erzbischof der Erzdiözese Dar es Salaam, vor. Zusammen mit ihm konzelebrierten etwa 26 Bischöfe und viele Priester, darunter Mitglieder des Sekretariats der Bischofskonferenz, Rektoren und Ausbildern anderer Priestereminare sowie Priestern der Diözese Kahama und benachbarter Diözesen. Unter den Teilnehmern waren zahlreiche Seminaristen, Ordensleute und Laiengläubige aus der Diözese Kahama und viele andere. Im Rahmen der liturgischen Feier wurden den Seminaristen nach der Segnung offizielle die liturgische Kleidung übergeben.
In seiner Predigt betonte der Kardinal unter Bezugnahme auf die Erfahrungen der späten 1970er Jahre, als er zum ersten Rektor des damals neugegründeten Seminars St. Charles Lwanga Segerea ernannt wurde, dass die Einrichtung eines neuen Priestereminars stets das Werk Gottes sei und man sich deshalb keine Sorgen machen müsse, trotz der Herausforderungen, denen man begegnet sei und die möglicherweise noch kommen werden. Er betonte nachdrücklich, dass, wenn unter den schwierigen Bedingungen der späten 1970er Jahre ein neues Seminar eingerichtet werden konnte, das auch heute möglich sein müss. Es gibe also keinen Grund zur Sorge, denn "Gott ist für immer bei uns (Mt 28,19-20)". Abschließend dankte der Kardinal insbesondere den Bischöfen, den lokalen und ausländischen Wohltätern und allen, die auf die eine oder andere Weise zur Einrichtung des Seminars beigetragen haben. Am Ende lud der Kardinal alle ein, für den künftigen Erfolg dieses Priesterseminars und für die weitere materielle Unterstützung zu beten.

 

ASIEN/IRAK - Nach Vorschlag von Kardinal Sako: Weihnachten ist ab diesem Jahr ein offizieller Feiertag

 

Bagdad (Fides) - Ab diesem Jahr ist das christliche Hochfest der Geburt des Herrn im ganzen Irak zu ein offizieller Feiertag. Dies beschloss das irakische Parlament einstimmig mit der Billigung eines Gesetzentwurfs, der nach einem Gespräch zwischen dem irakischen Präsidenten Barham Salih und dem chaldäischen Patriarchen Louis Raphael Sako auf den Weg gebracht wurde. Der Beschluss gewinnt auch angesichts des geplantenb Besuchs von Papst Franziskus vom 5. bis 8. März 2021 im Irak vorbereitet, an besonderer Bedeutung.
Der chaldäische Patriarch, Kardinal Louis Raphael Sako, veröffentlichte unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht von der einstimmigen Entscheidung des Parlaments eine Botschaft, in der er dem irakischen Präsidenten Barham Salih, dem Präsidenten des Parlaments Muhammad al Halbousi und allen Parlamentariern "für den Beschluss zum Wohle ihrer christlichen Mitbürger" dankte, und für allem für Gottes Segen und Entlohnung erbat.
Am 17. Oktober hatte Patriarch Sako dem irakischen Präsidenten Salih persönlich den entsrechenden Vorschlag unterbreitet, mit der Bitte im Parlament einen Gesetzentwurf vorzulegen, der darauf abzielt, Weihnachten als offiziellen Feiertag im ganzen Irak anzuerkennen. Bei dieser Gelegenheit hatte Präsident Salih (ein kurdischer Ingenieur, der in Großbritannien seinen studierte, wohin er zur Zeit des Regimes von Saddam Hussein ausgewandert war) den chaldäischen Patriarchen in seiner Residenz empfangen und die Rolle der christlichen Gemeinschaften beim Wiederaufbau des Landes nach den Jahren der dschihadistischen Besetzung von Mossul und von weiten Teilen des Nordirak hervorgehoben. Bei dieser Gelegenheit bekräftigte Salih auch sein Engagement, die Rückkehr vertriebener Christen in ihre Herkunftsgebiete in Mosul und der Ninive-Ebene in jeder Hinsicht zu fördern.
Die irakische Regierung hatte Weihnachten bereits 2008 zu einem "einmaligen" Feiertag erklärt, aber in den folgenden Jahren wurde diese Bestimmung nicht offiziell erneuert und galt in den letzten Jahren nur noch in der Provinz Kirkuk.
Im vergangenen Jahr hatte Kardinal Louis Raphael Sako Anweisungen gegeben, Weihnachten nüchtern und ohne öffentliche Zusammenkünfte zu feiern. Damit sollte ein Zeichen der Nähe zu den Familien von Hunderte von Toten und Verletzungen gesetzt werden, die Opfer der der Proteste und Straßenkämpfe waren, zu denen es unter anderem auch nach dem Sturz der Regierung unter der Führung von Adel Abdel Mahdi im ganzen Land gekommen. Aus diesem Grund wurden auch die traditionellen Empfänge abgesagt, bei denen politische und religiöse Autoritäten im Sitz des chaldäischen Patriarchats dem Patriarchen und seinen Mitarbeitern ihre Weihnachtsglückwünsche unterbreiten.

 

ASIEN/PHILIPPINEN - Weihnachtsbotschaft der "Silsilah"-Bewegung: Advent und Weihnachten sind eine Zeit der Barmherzigkeit

 

Zamboanga (Fides) - "Das neue liturgische Jahr, das mit der Adventszeit begann und in den Feierlichkeiten zu Weihnachten gipfelt, ist eine Einladung an die Christen, in eine Phase der Umkehr der Herzen einzutreten, die sich Papst Franziskus in "Misericordia Vultus" wünscht wenn er sagt, dass Gottes Barmherzigkeit der "Ausweis eines Christen ist", heißt es in der Weihnachtsbotschaft der von dem italienischen Missionar Pater Sebastiano D'Ambra vom Päpstlichen Institut für die Außenmissionen (PIME) gegründeten islamisch-christlichen Bewegung "Silsilah" mit Sitz auf der der Insel Mindanao im Süden der Philippinen,
In der Botschaft wird auch an das bevorstehenden 500jährige Jubiläum der Ankunft des Christentums auf den Philippinen (1521-2021) erinnert. "Heute blicken wir mit Freude und Schmerz auf diese 500 Jahre zurück. Mit Freude, weil die Botschaft der Liebe Gottes und das Christentum unter den Menschen allmählich bekannt wurde, mit dem Ergebnis, dass heute viele das Christentum angenommen haben. Mit Schmerz, weil die Verbreitung des Christentums im Lauf der Jahrhundert nicht immer dem evangelischen Geist der Liebe für alle entsprach. Dies ist also auch eine Zeit, um Vergebung für die Sünden der Kirche auf den Philippinen im Laufe der letzten 500 Jahrenzu zu bitten". "Wir sind berufen, heute mit Demut die wahre Botschaft Jesu zu leben und uns daran zu erinnern, dass Advent und Weihnachten besondere Zeiten für die Bekehrung zu Gottes Liebe und Barmherzigkeit sind", heißt es in der Botschaft weiter.
Die Covid-19-Pandemie mit all ihren Implikationen und Problemen, lehre die Menschen verschiedener Kulturen und Religionen, "dass wir alle zu einer menschlichen Familie gehören und dass wir einen gemeinsamen Vater und Schöpfer haben".
"Wir möchten als christliche Mitglieder der Silsilah-Bewegung unser Engagement für Dialog und Frieden bekräftigen und weiterhin ein Bindeglied zwischen allen sein. In besonderer Weise erkennen wir die Sünden der Christen an, insbesondere gegen indigene Völker und Muslime, die in manchmal in Vergessenheit Barmherzigkeit geschehen sind", so die Autoren.
Das Erbe, das die islamisch-christliche Bewegung "Silsilah" seit 1984 zu vermitteln versuche sei das der "Förderung der Spiritualität des Lebens im Dialog mit Gott, mit sich selbst, mit dem Nächsten und mit der Schöpfung, in der Hoffnung, dass wir gemeinsam eine neue Kultur des Dialogs in der Gesellschaft schaffen können, der alle dazu drängt, für Harmonie, Solidarität und Frieden zusammenzuarbeiten. Dieser Aufruf ist angesichts der Pandemie umso dringlicher", heißt es weiter.
Abschließend hofft die Bewegung, dass "die Feier des 500-jährigen Jubiläums der Ankunft des Christentums auf den Philippinen ab dem Advent einen neuen Horizont der Liebe und Solidarität mit allen Menschen verschiedener Kulturen und Religionen eröffnen wird".

 

AMERIKA/ARGENTINIEN - Bischöfe bitten mit Blick auf Weihnachten um Gebet für das ungeborene Leben

 

Buenos Aires (Fides) – Im Rahmen seiner Sitzung vom 15. Dezember befasste sich der Ständige Rat der Argentinischen Bischofskonferenz unter anderem mit pastorale Initiativen für die kommenden Weihnachtstage. Am Samstag, den 26. Dezember, werden die Mitglieder des Ständige Rates im Namen aller Bischöfe in die Basilika Unserer Lieben Frau von Luján, der Patronin Argentiens um 10 Uhr einen feierlichen Gottesdiesnt zelebrieren, der über soziale Netzwerke übertragen wird. Am Sonntag, den 27. Dezember, dem Fest der Heiligen Familie, sollen in Diözesen und Pfarreien im ganzen Land heilige Messen für den Schutz des unbeborenen Leben stattfinden. Am Montag, dem 28. Dezember, dem Fest der heiligen unschuldigen Märtyrer, laden die Bischöfe zu einem Tage des Fastens, des Gebets und der eucharistischen Feier ein.
Im Rahmen ihres Treffens formulierten die Bischöfe auch ein Schreiben an Papst Franziskus, in dem sie für sein Lehramt dankten, das sich zuletzt deutlich in der Enzyklika "Fratelli tutti" manifestiert, und für seine Worte und Gesten zum Schutz des noch nicht geborenen menschlichen Lebens.
Am 11. Dezember genehmigte die argentinische Abgeordnetenkammer das Gesetz zur Legalisierung der Abtreibung. Die Genehmigung erfolgte nach einer fast 20-stündigen Debatte und mit einem knappenb Vorsprung vbon Ja-Stimmen. Nun soll der Senat bis Ende des Jahres eine Entscheidung treffen. Bereits 2018 hatte die Kammer einen ähnlichen Gesetzentwurf gebilligt, der dann vom Senat abgelehnt wurde.
Seit einiger Zeit bringen die argentinischen Bischöfe ihre Besorgnis über eine mögliche Verabschiedung des neuen Abtreibungs-Gesetzes zum Ausdruck. Die Bischöfe betonen dabei, dass es „die Legalisierung der Beseitigung des wehrlosen Lebens ist, das im Mutterleib wächst. Unter dem Vorwand, einiger individuellen Rechte, wird das Recht auf Leben ungeborener Kinder geopfert, was das erste der Menschenrechte ist, ohne das es keinen Platz für andere gibt.

 

 

 

  AMERIKA/HAITI - Gesellschaftspolitische Krise: Bischofskonferenz lädt erneut zum Dialog ein

Port au Prince (Fides) – Wie der Sekretär der Bischofskonferenz von Haiti, Pfarrer Ludger Mazile, bekannt gibt, sollen zwar einige Politiker bereits Interesse daran bekundet haben, einen Prozess des interhaitianischen Dialogs in Gang zu setzen, die wichtigsten Protagonisten der Krise seien jedoch zögerlich im Hinblick auf den Beginn solcher Gespräche. Pfarrer Mazile fordert daher die Politiker , im Namen der katholischen Kirche erneut auf, einen Dialog zur Lösung der Krise zu führen.
Der Sekretär der Bischofskonferenz brachte den Wunsch der katholischen Kirche am Dienstag, dem 15. Dezember, in einer Sendung von "Radio Métropole" zum Ausdruck, mit einem Apell an die Aufrichtigkeit und den politischen Willen, einen Ausweg aus der schweren Krise zu finden, die das Land lähmt.
Wie der katholische Geistliche bekräftigten stimmten dem Dialog zwar einige Teilnehmer zu, doch diese zu kleineren Parteien gehörten, werden sie voraussichtlich nicht dazu beitragen können, die Richtung des Vorgehens in der der aktuellen Situation zu ändern. In der Tat seien die Hauptakteure der Krise, d.h. Vertreter der wichtigen Parteien und aktivisten der Zivilgesellschaft weniger geneigt, am Dialog teilzunehmen. Dies stellen die Bischofskonferenz mit Bedauern fest.
Haiti erlebt derzeit die schlimmste gesellschaftspolitische Krise aller Zeiten. Nach der Gesundheitskrise im Zusammenhang mit der Pandemie, gelingt es nicht die Wirtschaft wieder in Gang bringen, während die katholische Kirche weiterhin ihre Stimme zur Verteidigung der Schwächsten erhebt, die sich in immer in größerer Zahl unter der Bevölkerung befinden.


FIDES-NACHRICHTEN - 18.12.2020

 

AFRIKA/NIGERIA - Religionsvertreter fordern Freilassung der entführten Schüler

 

Abuja (Agenzia Fides) – Unsere Plattform "verurteilt in vollem Umfang Anschläge, die darauf abzielen, den Frieden und die Ruhe im Land durch Aktionen von Einzelpersonen und Organisationen zu untergraben, die keine guten Absichten im Hinblick auf das Wachstum und die Entwicklung Nigerias haben verfolgen", heißt es in einer Erklärung des interreligiösen "National Ingerfaith and Religipus" Gremiums von Nigeria in einer Einladung zum Gebets für die Freilassung der mehr als 300 Schüler, die aus der staatlichen Sekundarschule in Kankara im Bundesstaat Katsina in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember entführt wurden (vgl. Fides 14/12/2020).
"Unsere Gedanken und Gebete gelten den Familien und Verwandten dieser unschuldigen Schüler, die in der Dunkelheit aus ihren Schlafsälen entführt, von finsteren Gruppen, die darauf aus sind, Schmerz, Tränen und Blut im Land zu verbreiten", heißt es weiter.
Die Organisationen würdigen die Reaktion des Militärs und anderer Sicherheitsbehörden und deren Bemühungen, die entführte Schüker zu retten. "Wir sind optimistisch, dass die entführten Schüler sehr bald durch die Gnade Gottes wieder mit ihren Familien vereint sein werden", so die Religionsvertreter, die alle Nigerianer auffordern, mit den Sicherheitskräften zusammenzuarbeiten und nützliche Informationen für die Befreiung der Schüler zu liefern.
Unterdessen bekannte sich, Abubakar Shekau im Namen der Boko Haram zu dem Anschlag auf die Schule und die Entführung der Schüler. Mit der Aktion solle der „Islam gefördert und nicht-islamische Praktiken zu entmutigt" werden, "da westliche Bildung nicht die Art von Bildung ist, die Allah und sein heiliger Prophet erlauben", so Abubakar Shekau.
Sollte die Aussage bestätigt werden, wäre es das erste Mal, dass die von Abubakar Shekau angeführte Gruppe einen Angriff in dieser Region, weit entfernt von der traditionellen Hochburg der radikalislamischen Bewegung in Borno im Nordosten Nigerias, durchführt. Experten zufolge wurde die Entführung jedoch nicht direkt von Shekaus Männern durchgeführt. Vielmehr sollen in der Region tätige kriminellen Gruppen damit beauftragt worden sein.
Nach offiziellen Angaben der Behörden wurden in Kankara insgesamt 333 Schulkinder entführt, aber es könnten noch mehr als 500 in den Schüler in den Händen der Dschihadisten sein.

 

AFRIKA/NIGERIA - Katholischer Priester entführt: Er war auf dem Weg zur Beerdigung seines Vaters

 

Abuja (Fides) - Ein katholischer Priester wurde auf dem Weg zur Beerdigung seines Vaters im Bundesstaat Anambra von vier schwer bewaffneten Männern entführt. Pfarrer Valentine Oluchukwu Ezeagu aus der Kongregation der Sons of Mary Mother of Mercy (SMMM), war auf dem Weg zu seinem Heimatdorf Igboukwu im Regierungsviertel Aguata im Bundesstaat Anambra, als einige bewaffnete Männer aus dem Busch kamen, das das Auto des Priesters blockierten und ihn zwangen, in den hinteren Teil des Wagens zu steigen, um mit voller Geschwindigkeit loszufahren.
Wie das Büro des Generalsekretärs der Söhne Mariens, Mutter der Barmherzigkeit (SMMM), in einer Erklärung mitteilt, wurde der katholische Geistliche am gestrigen 15. Dezember entführt. Die Trauermesse für den Vater des Priesters ist für heute, den 16. Dezember, geplant, während die Beerdigung am 17. Dezember stattfindet. Das Generalat bittet um Gebete für seine "sofortige Freilassung", damit Pfarrer Oluchukwu Ezeagu an der Beerdigung seines Vaters teilnehmen kann.
Die Entführung von Priestern und Ordensleuten ist in Nigeria seit Jahren eine traurige Realität. Ende November wurder Pfarrer Matthew Dajo entführt, dar am 2. Dezember freigelassen wurde.

 

 

 

ASIEN/PAKISTAN - Bischof Gnanapragasm ist tot: Katholiken trauern um den ersten Apostolischen Vikar von Quetta

 

Quetta (Fides) - Hunderte von Menschen nahmen auf dem Campus der "San Francesco"-School in Quetta, um an der Beisetzung von Bischof Victor Gnanapragasm, OMI, dem ersten Bischof des Apostolischen Vikariats von Quetta, teil, der am 12. Dezember im Alter von 80 Jahren an einem Heruinfarkt starb. Der Missionar der Oblaten von der Makellosen Empfängnis Mariens, gebürtig aus Sri Lanka, war 47 Jahre lang als Missionar in Pakistan tätig und wurde am gestrigen am 15. Dezember, in der Kathedrale des Heiligen Rosenkranzes in Quetta beigesetzt.
Kardinal Joseph Coutts leitete den Trauergottesdiens, bei dem die anderen Bischöfen Pakistans und Priester aus dem ganzen Land konzelebrierten. Der Vorsitzende der Pakistanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Joseph Arshad, sagte in seiner Predigt: „Wir haben einen treuen Missionar und Diener Gottes verloren, der den Gläubigen in Pakistan mit großer Liebe und Hingabe gedient und viel zur Entwicklung der Kirche in Pakistan und im Apostolischen Vikariat von Quettabeigetragen hat". Der Erzbischof erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass der Bischof und seine Mitbrüder der Oblaten "dank ihrer Missionsarbeit insbesondere in verschiedenen Teilen der Provinz Belutschistan ihr Bestes für das Wachstum und die Entwicklung des Vikariats gaben".
Bischof Samson Shukardin OFM, von Hyderabad, betont im Gespräch mit Fides: "Wir haben einen sehr bescheidenen und fleißigen Bruder verloren, der sich mit missionarischer Leidenschaft in dieser bergigen und hügeligen Gegend Belutschistans aufgeopfert hat, um das Evangelium zu verkünden und denen zu dienen, die arm und bedürftig sind". "Die Neuorganisation der Missionen der Kirche in Quetta war keine leichte Aufgabe: Bischof Victor reiste über weite Strecken, um die Gläubigen zu erreichen und ihre spirituellen und religiösen Bedürfnisse zu befriedigen", betont er .
Bischof Victor Gnanapragasm wurde am 21. November 1940 in Jaffna, Sri Lanka, geboren und am 21. Dezember 1966 zum Priester geweiht. Er kam 1973 als Missionar der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI) nach Pakistan. Er war Seelsorger in den katholischen Diözesen Faisalabad und Multan und war von 1980 bis 1982 auch Oberer der OMI-Delegation Pakistans. Im Dezember 2001 wurde zum Apostolischen Präfekten von Quetta ernannt, das auf einem Teilgebiet der katholischen Diözese Hyderabad errichtet wurde .
Am 29. April 2010 erhob Papst Benedikt XVI. Die Apostolische Präfektur Quetta in den Rang eines Apostolischen Vikariats und der Ordensmann wurde zum Apostolischen Vikar ernannt. Am 16. Juli 2010 wurde er zum Bischof geweiht. Unter seiner Führung wurden 19 neue Kirchen im Vikariat gebaut oder eröffnet. Bekannt war der Bischof auch für sein soziales Engagement.

 

ASIEN/PHILIPPINEN - "Misa del Gallo": Pandemie kann traditionellen Weihnachstbrauch nicht stoppen

 

Manila (Fides) - Auch in der Pandemie wollen Katholiken die philippinische Weihnachtstradition des "Simbang Gabi" oder "Misa del Gallo" pflegen. Neun Tage lang versammeln vom 16. Dezember bis 24. Dezember die Gläubigen um 4 Uhr morgens um die traditionellen Gottesdienste zu feiern, an denen dieses Jahr jedoch nur eine begrenzten Anzahl von Menschen teilnehmen können.
Am heutigen 16. Dezember, dem ersten Tag der Novene, entstand eine mindestens 400 Meter lange Schlange vor der Herz-Jesu-Kirche in Kamuning bei Manila vor Beginn der Messe um 4.30 Uhr. Über 2.000 Gläubige kamen in der Kirche und auf dem umliegenden Gelände zusammen. In normalen Zeiten bietet die Kirche Platz für rund 10.000 Gläubige. "Dies sind keine normalen Zeiten. Wir sind jedoch trotzdem hier, um zu beten. Es ist eine Freude, an diesen Feierlichkeiten teilzunehmen. In dieser schwierigen Zeit ist es noch notwendiger", so die katholische Krankenschwester Catherine Lalog gegenüber Fides.
"Auf dem vorwiegend katholischen Archipel haben die Kirchengemeinden begonnen, im Morgengrauen ihre traditiobnellen Messen zu feiern, wobei die von der Pandemie auferlegten Vorsichtsmaßnahmen strikt eingehalten werden. Gesundheitsbeamte und Experten stellen eine Zunahme der Covid-19-Infektionen in der Hauptstadt Manila fest. Wir werden der Entwicklung in dieser Novene größte Aufmerksamkeit schenken und Gott um das Ende der Pandemie bitten", so Pfarrer Reginald R. Malicdem, Rektor der Kathedrale von Manila, gegenüber Fides. "Simbang Gabi ist eine der charakteristischen Weihnachtstraditionen auf den Philippinen, die uns das Virus nicht genommen hat. Es ist ermutigend zu sehen, dass die Menschen trotz der vom Gesundheitsministerium und den lokalen Regierungen auferlegten Einschränkungen zur Morgenmesse kommen wollen."
"Ganze Familien nehmen an der Morgenmesse teil: Für philippinische Katholiken ist es eine geliebte Familientradition, die den Glauben der Menschen an Gott zeigt", so Mark Seluda, Katholik und Vater von vier Kindern, der in Manila lebt. "Es ist eine Gelegenheit, Gott näher zu sein", fügt er hinzu.
Die Philippinen sind mit über 110 Millionen Einwohnern, von den 85% katholisch sind, das Land mit den meisten Katholiken in Asien. Im Jahr 2021 feiert die philippinische Kirche das 500jährige Jubiläum der Ankunft des Christentums auf dem Archipel.

 

ASIEN/HEILIGES LAND - Patrtiarch positiv getestet: Corona-Hotspot im lateinischen Patriarchat Jerusalem

 

Jerusalem (Agenzia Fides) - Zwei Wochen nach seiner Amtseinführung als lateinischer Patriarch von Jerusalem hat sich Erzbischof Pizzaballa mit dem Covid-19-Virus infiziert. Dies gab er persönlich am gestrigen Dienstag, dem 15. Dezember, bei einer Videokonferenz mit Journalisten bekannt. "Covid verbreitet sich im Patriarchat stark: Es gibt bereits sechs Fälle, also befinden wir uns alle in Quarantäne. Ich bin selbst auch positiv, aber mir geht es gut, und ich bin auf dem Weg der Besserung", enthüllte der Patriarch während der Videokonferenz und fügte hinzu, dass es unter den Mittarbeitern im Patriarchat "keinen ernsten Fall" gebe, "wir sind alle asymptomatisch oder mit milden Symptomen", so der Erzbischof.
Während der Videokonferenz sprach der Patriarch über die Auswirkungen der Pandemie auf die lokale christliche Gemeinde und auf den Rest der Bevölkerung und bestätigte, dass es auch unter den Priestern des lateinischen Patriarchats etwa zwanzig asymptomatische Visus-Infektionen gab. Von der Pandemie-Epidemie , die "de facto außer Kontrolle" sei, leide vor allem die Bevölkerung Palästinas,
Die neue Pandemiewelle wird auch erhebliche Auswirkungen auf die bevorstehenden Weihnachtsfeiern im Heiligen Land haben. Patriarch Pizzaballa bestätigte, dass die traditionelle Mitternachtsmesse in Bethlehem in der Geburtsbasilika gefeiert wird, aber nur mit reduzierter Teilnehmerzahl. Im Übrigen bereiten sich die Christen des Heiligen Landes auf eine Weihnachtszeit ohne Pilger vor, die auch während der Zeit der zweiten Intifada nicht so lange ausgeblieben waren. "Es ist das erste Mal, dass wir kein wahres kirchliches Leben führen können: Wir haben Ostern nicht wie üblich gefeiert und es wird dasselbe mit Weihnachten sein", gab der Patriarch mit Bedauern zu.
Pierbattista Pizzaballa, der dem Orden der Franziskaner Minderbrüder angehört, wurde am 24. Oktober 2020 von Papst Franziskus zum lateinischen Patriarchen von Jerusalem ernannt, nachdem er vier Jahre lang Apostolischer Administrator des Patriarchats und zuvor zwölf Jahre lang Kustos des Heiligen Landes gewesen war.

 

AMERIKA/KOLOMBIA - Bischöfe beklagen Umweltzerstörung, Gewalt und Korruption: „Weihnachten möge Horizonte der Hoffnung eröffnen"

 

Medellin (Fides) - "Als Hirten des Volkes Gottes sind wir weiterhin besorgt über die Probleme in dieser Region des Landes. Wir stellen fest, dass die Umweltzerstörung durch verantwortungslosen Bergbau zunimmt und die Präsenz bewaffneter Banden und der Drogenhandel wachsen. Wir sind traurig über die vielen Opfer der Gewalt. Wir bedauern, dass Erpressung und andere Formen der Kriminalität weiterhin zu ernsthaften Bedrohungen für das Leben und die Entwicklung der Gemeinschaft gehören", so die Bischöfen der kolumbianischen Verwaltungsregionen Antioquia und Chocó in ihrer Weihnachtsbotschaft, in der sie daran erinnern, dass dieses Jahr "für die gesamte Menschheit nach der von Covid 19 verursachten Gesundheitskrise besonders schwierig war" und unterstreichen in diesem Zusammenhang die Stärke und den Zusammenhalt der Gemeinden bei der Bekämpfung dieser Pandemie.
Die Bischöfe drücken ihre Nähe zu den Opfern der Brände, Überschwemmungen und Naturkatastrophen aus, von denen die Bevölkerung betroffen ist und bitten um die Hilfsbereitschaft des kolumbianischen Volkes und die Unterstützung der staatlichen Institutionen mit Blick auf die anhaltende Gefahr der Pandemie.
"Wir glauben, dass die tiefen Wurzeln dieser Situationen in der Gottverlassenheit, im Verlust von Werten und im Fehlen eines Bewusstseins für das Gemeinwohl liegen", unterstreichen die Bischöfe und ermahnen mit den Worten von Papst Franziskus, "sich nicht der Hoffnung berauben zu lassen" und das Weihnachten des Herrn vorzubereiten „mit dem der Vater uns seine Liebe und Barmherzigkeit durch seinem Sohn Jesus Christus offenbart, der für unser Heil Mensch wird".
Abschließend bitten die Bischöfe um die Fürsprache der Heiligen Familie von Nazareth, damit "die Feier der Geburt Christi für die Völker von Chocó und Antioquia ... Horizonte der Hoffnung eröffnen".

 

AMERIKA/VENEZUELA - Zwanzig Menschen sterben Bootsunglück: Bischöfe fordern Achtung der Menschenrechte von Migranten

Caracas (Fides) - Die Venezolanische Bischofskonferenz hat die Behörden des Landes und die zuständigen Stellen von Trinidad und Tobago aufgefordert, nach dem Schiffsunglück, bei dem 20 Menschen auf dem Weg in die Inselrepublik starben, "die Menschenrechte" von Migranten "vollumfänglich und ohne Diskriminierung jeglicher Art" zu respektieren. Sowohl Venezuela als auch Trinidad und Tobago seien "verpflichtet, Menschenrechte von Migranten uneingeschränkt und ohne Diskriminierung jeglicher Art zu achten", heißt es in der Erklärung der Bischöfe.
Am Montag, dem 14. Dezember, versicherte die Staatsanwaltschaft der Hergang des Unglücks untersucht werden soll, um Verbrechen des Menschenhandels zu ermitteln. Unterdessen behauptet die Opposition es handle sich um Auswanderer.
Staatsanwalt Tarek William Saab bestätigte bei twitter die Verhaftung des Venezolaners Luis Alí Martínez, den mutmaßlichen Eigentümer des gesunkene Schiffs.
Ebenfalls über seinen Twitter-Account bedauerte der Apostolische Administrator der Erzdiözese Caracas, Kardinal Baltazar Porras, am 14. Dezember den Tod von Kindern und Erwachsenen im bei einem Bootsunglück vor der Küste des Bundesstaates Sucre am Wochenende "Diese Tragödie betrifft uns alle", erklärt er und fügte hinzu: "Ich bete zum Herrn für die Seelen der Opfer". Der Kardinal bat alle, über das tragische Ereignis nachzudenken, damit so etwas nicht wieder vorkommt: "Er sollte uns zum Nachdenken anregen, aber auch zum Handeln".


Partner des katholischen Hilfswerkes missio Aachen berichten nähere Einzelheiten – Entführungsort Kankara im Norden des Landes in den vergangenen Monaten „Epizentrum“ von Gewalt

Nigeria-Schülerentführung: Mindestens vier junge Christen unter den Opfern

 (Aachen/missio) - Unter den rund 530 entführten Schülern einer staatlichen Schule in der nord-nigerianischen Stadt Kankara im Bundesstaat Katsina befinden sich mindestens vier junge Christen, drei davon katholisch. Dies bestätigte heute die örtliche katholische Pfarrgemeinde in Kankara gegenüber dem katholischen Hilfswerk missio Aachen. Rund 99 Prozent der Schüler der überfallenen Schule sind Muslime. Über 300 Schüler würden noch vermisst.

 

Die missio-Partner teilten weitere Einzelheiten der Entführung vom vergangenen Freitag mit. Der Überfall auf die Schule mit Internat habe sich zwischen 22.30 und 23 Uhr ereignet. Nach Zeugenberichten hätte sich eine erste Gruppe der Entführer ein Feuergefecht mit dem Sicherheitsdienst der Schule geliefert, während eine zweite Gruppe dies ausgenutzt habe, um die Schüler im Schlaf zu überraschen und aus ihren Schlafsälen zu holen. Sie hätten sich dabei zuerst als Lehrer ausgegeben und so die Schüler überrumpelt.

 

Die missio-Partner beunruhige, dass der Sicherheitszaun rund um die Schule vermutlich erst am Morgen des Überfalltages repariert worden sei. So scheiterte die Flucht einiger Schüler, die bekannte Lücken des Zaunes nutzen wollten, dies dann aber nicht mehr konnten. Man frage sich, ob die Reparatur Zufall oder geplant gewesen sei.

 

Nach Angaben der missio-Partner vor Ort sei die Stadt Kankara in den vergangenen Monaten ein „Epizentrum“ von Entführungen und Überfällen krimineller Banden gewesen. Die Bevölkerung sei verzweifelt, weil sie sich durch die Polizei und den Staat nicht mehr geschützt fühle. Das Leben in der Region sei brutal, schrecklich und kurz.

 

Mittlerweile reklamiert die islamistische Terrorgruppe Boko Haram die Entführung für sich. Ob dies tatsächlich zutrifft, kann nicht endgültig verifiziert werden. Auch kriminelle Gruppen haben in Videos erklärt, sie hätten die Schuljungen entführt.

 

Der Bundesstaat Katsina, in der die Schule gelegen ist, gehört zum katholischen Bistum Sokoto.

 

Hintergrund der Entführungen in Nigeria

 

Die jüngste Entführung von Schülern in Kankara erinnert an die der 276 Schulmädchen aus Chibok, die Boko Haram 2014 international in die Schlagzeilen brachte. Bis heute befinden sich mindestens einhundert der Mädchen immer noch in der Gewalt der Terrormiliz. 2018 entführte die Gruppe in einem Ort namens Dapchi, Bundesstaat Yobe, 110 Schulmädchen. Sie kamen nach geheimen Verhandlungen mit der Regierung und vermutlichen Zahlung einer hohen Geldsumme wieder frei. Alle bis auf ein Mädchen. Die einzige Christin unter ihnen: Leah Sharibu. Das Mädchen weigerte sich, zum Islam zu konvertieren und befindet sich bis heute in Gefangenschaft.

 

Keine offiziellen Statistiken über Entführte

 

Niemand weiß genau, wie viele Menschen entführt oder getötet wurden. Denn die nigerianische Regierung spricht am liebsten nicht über das Ausmaß von Entführungen und Mord in ihrem Land. „Statistiken dazu gibt es nicht. Für uns religiöse Führer ist es nicht möglich, diese Zahlen zu bekommen“, erklärt der Erzbischof von Abuja, Ignatius Kaigama. „Nur wenn wir von unseren Leuten in ländlichen Gemeinden informiert werden, wenn sie Alarm schlagen, erfahren wir von Überfällen und Entführungen. Ich bin sicher, dass viele Menschen entführt werden. Wir wissen nicht, wer sie sind, wohin sie verschwinden. Statistiken sind schwer zu bekommen. Aber wir wissen, etwas Hässliches, etwas Böses geht vor“, so Erzbischof Kaigama.

 

Lesen Sie dazu auch den Blogbeitrag https://www.missio-hilft.de/blog/missio-in-aller-welt/wir-wissen-etwas-haessliches-etwas-boeses-geht-vor/

 

Wer ist missio Aachen?

 

Das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und gehört zu einem Netzwerk von rund 120 missio-Werken weltweit. missio Aachen verfügte 2019 über ein Projekt- und Kampagnenvolumen von rund 47,4 Millionen Euro, mit dem 946 Projekte in 68 Ländern gefördert wurden. missio Aachen unterstützt die katholische Ortskirche in Afrika, Asien, dem Maghreb und Nahen Osten sowie Ozeanien. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Regionen. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei.

 


Tigray/Äthiopien: World Vision startet umfassenden humanitären Einsatz

 

(Addis Abeba/Friedrichsdorf/wv) - Die internationale Hilfsorganisation World Vision hat in Äthiopien einen umfassenden Nothilfeeinsatz für die vom Konflikt in Tigray betroffenen Menschen gestartet. Bis zu einer Million besonders gefährdete Kinder und Erwachsene sollen damit erreicht werden. World Vision ist eine der ersten NGOs, die mit Lagebeurteilungen und humanitärer Hilfe in der Region aktiv wurden.

 

Bereits am 9. Dezember lieferte die Kinderhilfsorganisation medizinische Hilfsgüter im Wert von 12.000 US-Dollar an das Alamata Hospital. Das Bezirkskrankenhaus wird aktuell stark durch PatientInnen mit schwerer Unterernährung, Malaria und durch unsauberes Wasser übertragenen Krankheiten in Anspruch genommen. World Vision-MitarbeiterInnen erfuhren, dass die medizinischen Vorräte des Krankenhauses aufgebraucht sind.  Es fehlt ihren Angaben zufolge auch an medizinischem Personal, da Gehälter nicht bezahlt werden konnten und für den Lebensunterhalt der Angestellten nicht gesorgt werde. Viele Angestellte seien in den Norden geflohen.

 

World Vision hat an internationale Geber appelliert, die geplante Bereitstellung von lebenswichtigen Gütern wie Nahrungsmitteln, Trinkwasser (WASH-Infrastruktur) und Notunterkünften, sowie weiteren Gesundheits- und Schutzmaßnahmen durch Finanzzusagen zu beschleunigen. Der Hilfsplan mit einem Gesamtvolumen von 10 Millionen Dollar berücksichtigt auch dringend nötige Maßnahmen zur Wiederherstellung von verlorenen Lebensgrundlagen.

 

Im Krisenjahr 2020 hat die Eskalation des Konflikts in Tigray besonders verheerende Auswirkungen. Sie trifft Äthiopien mitten in der COVID-19-Pandemie und während einer anhaltenden Heuschrecken- und Heerwurm-Plage. Unregelmäßige Regenfälle riefen in manchen Gebieten zudem große Schäden durch Überschwemmungen und Dürren hervor, während Vertreibungen durch ethnische Konflikte anhalten. 

 

Auch World Vision-MitarbeiterInnen betroffen

„Die Situation ist äußerst kritisch“, sagt Edward Brown, Landesdirektor von World Vision Äthiopien. „Tausende von Kindern sind seit über einem Monat ohne Strom, Wasser und Nahrung. Auch einige unserer Kolleginnen und Kollegen und ihre Familien sind betroffen.“ World Vision hat daher auch Lebensmittel sowie medizinische Hilfsgüter an die eigenen MitarbeiterInnen in Tigray geschickt.

 

Laut UN-Angaben vom 7. Dezember 2020 sind fast 50.000 Menschen aufgrund des intensiven militärischen Konflikts und der Zerstörung der Infrastruktur in den Sudan geflohen. Weitere hunderttausende vertriebene Zivilisten haben innerhalb Äthiopiens Schutz gesucht.

 

Eine Krise folgt der anderen

„Wir stehen vor diversen gewaltigen Herausforderungen, und die Tigray-Krise ist definitiv die größte Bedrohung von allen “, so Brown. „Das Ziel unserer Nothilfe ist es, weitere Zerstörung und Todesfälle zu verhindern und so zu einem nachhaltigen und gerechten Frieden beizutragen."

 

Die äthiopische Regierung und die Vereinten Nationen haben am 28. November ein Abkommen unterzeichnet, das den ungehinderten, dauerhaften und sicheren Zugang für humanitäre Organisationen zu gefährdeten Bevölkerungsgruppen in den von der Regierung verwalteten Gebieten von Tigray vorsieht. Die Umsetzung dieses Abkommens muss jedoch noch in vollem Umfang erfolgen. Es gibt nach wie vor Unsicherheiten und Hindernisse. UNICEF schätzt, dass 2,3 Millionen Kinder in Äthiopien auf humanitäre Hilfe angewiesen

 

 

HINTERGRUND

Seit 1971 in Äthiopien tätig, leistet World Vision mit derzeit 1.419 MitarbeiterInnen Entwicklungsarbeit und humanitäre Hilfe in vielen Regionen von Äthiopien. In der Region Tigray arbeitet World Vision seit über 40 Jahren. Aktuell setzt die Organisation dort mit 83 MitarbeiterInnen sieben regionale Entwicklungsprogramme und 11 öffentlich geförderte Projekte um.

 


WORLD VISION IM INTERNET

World Vision finden Sie auch auf Facebook, Twitter, Instagram und Youtube

 

https://www.worldvision.de/presse

 

http://www.worldvision.de

 

Kurzportrait World Vision
World Vision wurde 1950 von Christen gegründet und zählt heute zu den größten Kinderhilfsorganisationen weltweit. Der Einsatz in rund 100 Ländern ist auf das Wohlergehen und die Rechte von Kindern ausgerichtet, die am stärksten unter Armut, Konflikten oder Ungerechtigkeiten leiden. Durch regionale Projekte der Entwicklungszusammenarbeit werden tausende Gemeinschaften dabei unterstützt, nachhaltige Verbesserungen für Kinder und ihre Familien herbeizuführen. Eine aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird auf allen Ebenen gefördert. World Vision leistet mit Partnern wie Unicef, dem Auswärtigen Amt oder „Aktion Deutschland Hilft“ auch lebensrettende Soforthilfe bei Katastrophen und stärkt die Selbsthilfekräfte krisengefährdeter Menschen. Mit einer weltweiten Kampagne setzt sich World Vision dafür ein, Gewalt gegen Kinder in jeder Form zu beenden. World Vision Deutschland e.V. wurde mehrfach für Transparenz ausgezeichnet.

 

 

 


FIDES-NACHRICHTEN - 17.12.2020

 

EUROPA/ITALIEN - Minderjährige Migranten: “Weltweit sind 30% der Migranten unter 18 Jahre alt“

 

Rom (Fides) - "Weltweit sind 30% der Migranten jünger als 18 Jahre. Die Zahl der Kinder, die ihre Familien verlassen, um sich auf den Weg zu machen, ist hoch und sie vertrauen sich oft Einzelpersonen oder Gruppen an, die Menschenhandel betreiben und mit Migranten spekulieren", beklagt Schwester Neusa de Fatima Mariano, Generaloberin der Scalabrini Missionsschwestern, die sich seit ihrer Gründung der Unterstützung von Migranten widmet, zum Todestag (am 14. Dezember 1896) des Dieners Gottes, Giuseppe Marchetti, ein Mitbegründer der Kongregation.
Giuseppe Marchetti begleitete die Migranten zwischen dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts als Kaplan an Bord der Überfahrten nach Brasilien. In Sao Paulo angekommen, gründete er ein Hilfswerk zugunsten der Kinder italienischer Auswanderer, die verwaist waren, das von unzähligen Wohltätern unterstützt wurde, und widmete sich damit selbstlos den Wehrlosesten in der Gesellschaft.
"Pater Giuseppe starb im Alter von 27 Jahren, an den Mühen der Nächstenliebe und der apostolischen Arbeit vor nunmehr fast 125 Jahren, nachdem er sich mit Typhus infiziert hatte“, so Schwester Neusa. „Seine heldenhafte Existenz und sein Beispiel der Heiligkeit ist nach wie vor von großer Bedeutung, insbesondere im Bereich der Begleitung von Minderjährigen bei der Auswanderung, insbesondere wenn sie allein und verlassen sind", so die Generaloberin.
„Das heldenhafte Leben von Pater Marchetti inspiriert noch heute neue Berufungen für den Dienst unter den Kleinsten und Schwächsten“, so die Generaloberin der Scalabrini Missionare. „Seine Missionsinitiative kann damit zur Entwicklung immer wirksamerer Modelle anregen, um sicherzustellen, dass Minderjährige mit Migrationshintergrund immer willkommen geheißen, geschützt, gefördert und in die Kontexte integriert, in denen sie leben". Am 14. Dezember 2020 eröffnete die Kongregation das Jubiläumsjahr zum 125. Todestag von Pater Marchetti mit innovativen Programmen, Aktivitäten und Initiativen. "Die Figur von Pater Giuseppe Marchetti bleibt eine Ikone, ein Vorbild für alle, die ihre Träume und ihr Potenzial in den Dienst der Mitmenschen stellen wollen", schließt Schwester Neusa.

 

AFRIKA/KENIA - Gemeinsame Erklärung christlicher Konfessionen zur Pandemie: „Wir sind zutiefst besorgt“

 

Nairobi (Fides) - "Wir sind zutiefst besorgt über die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf unser Land", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung am Ende eines von der Justia-et-Pax-Kommission der Katholischen Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit dem National Council of Churches of Kenya organisierten Treffens.
Die christliche Religionsvertreter zeichnen ein dramatisches Bild der von der Pandemie geprägten Situation: „Familien wurden auseinandergerissen; Männer und Frauen sind weiterhin durch den Verlust von Arbeitsplätzen verarmt; Kindesmisshandlung und geschlechtsspezifische Gewalt haben zugenommen; die Gesundheit und das Wohlbefinden Kenias sind am Boden, da die medizinischen Einrichtungen und das Personal einen Bruchpunkt erreicht haben und gemeinschaftliche Gottesdienste wurden ausgesetzt “.
Die führenden Vertreter der wichtigsten christlichen Konfessionen fordern die Gläubigen auf, „sich gegenseitig zu helfen und zu vermeiden, die mit dem Virus Infizierten zu stigmatisieren“ und bitten um „Unterstützung der örtlichen Gemeinden, um die Kontinuität des pastoralen Dienstes in Notfällen zu gewährleisten“. Sie appellieren an die kenianische Regierung, „das Wohlergehen der Menschen und nicht nur die Interessen der politischen Führung bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie zu priorisieren und ernsthafte Berichte über Korruption bei der Beschaffung von Materialien und Dienstleistungen für das Pandemiemanagement aufnehmen“. Die Versorgung der von Covid-19 betroffenen mittellosen Menschen müsse finanziert und ein konstruktiver Dialog auf den Weg gebracht werden, „um den Streiks von Ärzten und Krankenschwestern ein Ende zu setzen. “
In Bezug auf die geplante Wiedereröffnung von Schulen im Januar 2021 unterstreichen christliche Führer „die Notwendigkeit, sicherzustellen, dass die Schulen bereit und sicher sind, damit Kinder lernen können, ohne sich dem Covid-19-Virus auszusetzen“. Die öffentlichen Schulen seien bereits vor Ausbruch der Pandemie überfüllt gewesen und die Situation werde sich nach der Schließung vieler privater Einrichtungen voraussichtlich verschlechtern. „Darüber hinaus dürften Eltern aufgrund der verheerenden Auswirkungen der Pandemie Schwierigkeiten haben, mit den Anstieg der Schulgebühren zu verkraften“, heißt es in der Erklärung." Die Konferenzteilnehmer kommen deshalb zu dem Schluss: „Wir empfehlen der Regierung, dafür zu sorgen, dass angemessene Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, so dass das Gesundheitssystem bereit ist, alle Behandlungskosten für alle Schüler zu decken, die sich infizieren. Parallel dazu sollte bei der Wiederaufnahme des gemeinsamen Lernens eine psychosoziale und spirituelle Unterstützung gewährleistet werden. Falls erforderlich, kann das Bildungsministerium dabei auch religiöse Einrichtungen einbeziehen, damit diese als Unterrichtsräume genutzt werden können, um den Anforderungen der Abstandsregeln gerecht zu werden. "

 

AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Folgen des Konflikts in Tigray: „Menschen haben Angst. Eritreische Flüchtlinge müssen in Sicherheit gebracht werden“

 

Asmara (Fides) - Die Einwohner von Mek’ele in Tigray haben Angst. Nach den heftigen Kämpfen im November steht die Stadt unter der Kontrolle der äthiopischen Armee, ist aber immer noch nicht sicher. Kriminelle Banden überfallen und plündern Gesundheitszentren, Geschäfte und Lagerhäuser. Und auc die die Soldaten aus Addis Abeba führen ständige Durchsuchungen durch. "Wenn sie wertvolles Material finden (Ringe, Halsketten usw.), nehmen sie sie mit“, so der eritreische Priester Mussie Zerai aus der Eparchie Asmara, „wenn sie Waffen, Fotos oder Insignien der Rebellen der TPL finden, die den Aufstand gegen die Regierung von Addis Abeba anführten, kommt es zu Verhaftungen. Die Leute sind verunsichert. Sie fürchten diese Streifzüge in den eigenen Häusern“.
Es gibt auch Gerüchte über eine eritreische Militärpräsenz in Tigray. Es gibt unbestätigte Berichte, wonach die Soldaten von Asmara neben den Soldaten der äthiopischen Bundesarmee stationiert sind. „Seit einiger Zeit ist von Eritreern die Rede“, fährt Pfarrer Mussie fort, „zwar gibt es im Tigray-Konflikt ein Bündnis zwischen Eritrea und Äthiopien, aber ich glaube nicht, dass eritreische Truppen da sind. Keine Quelle, die vor Ort gehört wurde, bestätigte dies".
Andererseits sind Aktivitäten der eritreischen Streitkräfte an der Grenze bestätigt. Laut lokalen Quellen, haben eritreische Soldaten etwa hundert Menschen festgenommen und aus den Dörfern weggebracht. Es handelt sich um Mitglieder einer ethnische Gruppe, die teilweise in Eritrea, teilweise in Äthiopien lebt. Es ist bisher nicht bekannt, was mit ihnen passiert ist und warum sie festgenommen wurden.
Ein ähnliches Schicksal ereilte die eritreischen Flüchtlinge in äthiopischen Städten und insbesondere in Addis Abeba. "Die äthiopischen Strafverfolgungsbehörden“, so Pfarrer Mussie, „haben mehrere Buskonvois organisiert, um diese Flüchtlinge in Flüchtlingslager in Tigray zu bringen. Hunderte von Menschen, die vor der Unterdrückung der Asmara geflohen sind, wurden in Flüchtlingslager in einem Gebiet gebracht, das noch nicht vollständig befriedet ist. Sie riskieren dort ihr Leben, das ist sicher. Deshalb rufen wir dazu auf, sie in Sicherheit zu bringen und vor allem nicht zurück nach Eritrea zu schicken, wo sie Vergeltungsmaßnahmen und Folter ausgesetzt wären“.
In Tigray scheint der Krieg noch nicht vorbei zu sein. Angesichts des Vormarsches der Soldaten aus Addis Ababa zogen sich die Tigrinya-Milizen zurück und flüchteten voerst in die Berge. „Die Tigriner sind ein stolzes Volk und werden weiter kämpfen“, so Pfarrer Mussie abschließend, „Sicherlich verstecken sich die Anführer der TPLF und der Großteil ihrer Streitkräfte auf den Hügel. Das sind Gebiete, die sie gut kennen, sie haben dort jahrelang zuerst gegen den Diktator Manghistu Hailè Mariam und dann gegen die Eritreer gekämpft. Ich befürchte, dass die dunkle Stimme der Waffen in diesen Tälern noch jahrelang zu hören sein wird“.

 

ASIEN/MALAYSIA - Erzdiözese Kota Kinabalu gründet Kommission für Migranten und Wanderarbeiter

 

Kota Kinabalu (Agenzia Fides) - "Wir hoffen, dass die Seelsorge für Migranten und Wanderarbeiter in der Erzdiözese angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Region intensiviert und noch besser organisiert werden kann", so Erzbischof John Wong von Erzdiözese Kota Kinabalu zu Schaffung der "Kommission für Migranten und Wanderarbeiter" des Erzbistums. Das neue Team mit 14 Mitarbeitern soll für die Seelsorge von Migranten und Wanderarbeitern zuständig sein und beriet bei einem jüngsten Treffen mit dem Erzbischof über den Aktionsplan. "Die Seelsorge für Migranten war in der Ortskirche immer eine Priorität undin den letzten 10 Jahren eines der Hauptziele der Kommission für menschliche Entwicklung", so Erzbischof Wong, der den Mitarbeitern der Kommission für ihre Bereitschaft dankt, der Kirche im Dienst der Migranten zu dienen. Er hoffe, dass die bisherigen Erfahrungen der Mitglieder in diesem Bereich des Seelsorgedienstes so gut wie möglich genutzt werden können.
Laut der Kommission soll es künftig in jeder Pfarrei der Erzdiözese einen spezifischer" Schalter" für Migranten geben, „der sich als Beratungszentrum versteht und die pastoralen, materiellen und spirituellen Bedürfnisse von Migranten zu berücksichtigen wird“, so Pfarrer Ambrose, der geistliche Begleiter der Kommission.
Laut dem katholischen Laien Dominic Lim, der die Kommission leiten wird, "brauchen Migranten in der Erzdiözese pastorale und spirituelle Begleitung, um sich den Herausforderungen des Lebens inmitten der Pandemie zu stellen, da ihre Arbeit und ihr geistiges Wohlbefinden stark beeinträchtigt wurden. Unsere Kommission möchte mit Migranten auf dem Weg und ihnen nahe sein, mit Solidarität und Empathie ", fügte er hinzu.
"Migranten stehen vor vielen Herausforderungen, beispielsweise wenn sie weit von ihrem Heimatland, ihren Familien und ihren Verwandten entfernt sind. Einige stehen vor dem schwierigen Prozess der rechtlichen Anerkennung in dem Land, in dem sie sich befinden. Es ist Aufgabe der Kirche, sie willkommen zu heißen, zu schützen, zu fördern und in die Gemeinschaft zu integrieren", sagte Lim. Eines der erklärten Ziele ist die Förderung einer harmonischen Integration von Migranten in das Leben von Pfarrgemeinden. "Es liegt in der Verantwortung der Kirche, gegenseitig aufeinander aufzupassen“, so Lim. Dies gelte vor allem für Fremde.
Die meisten in Kota Kinabalu anwesenden Migranten kommen aus Indonesien, den Philippinen, China, und Indien. Unter ihnen befinden sich auch anderen ethnischen Gruppen aus den Regionen Sabah und Sarawak in Malaysia. Die Erzdiözese Kota Kinabalu befindet sich im malaysischen Bundesstaat Sabah auf der Insel Borneo und besteht aus 19 Pfarreien mit einer multiethnische Bevölkerung.

 

ASIEN/PAKSITAN - Nach 12 Jahren im Gefängnis: Gericht hebt Urteil gegen 38jährigen-Christen zu lebenslanger Haft auf

 

Lahore (Fides) - Der 38-jährige Imran Masih aus Faisalabad, der wegen Gotteslästerung zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, wurde am heutigen 15. Dezember, im Berufungsverfahren vor dem Obersten Gerichtshof von Lahore freigesprochen. Das Gericht hob damit das erstinstanzliche Urteil auf, das ihn 2010 zu lebenslanger Haft verurteilte. Dies bestätigt der katholische Anwalt Khalil Tahir Sandhu, der Imran verteidigte, wie zahlreiche andere pakistanische Christen, die zu Unrecht der Gotteslästerung beschuldigt wurden.
"Es sind gute Nachrichten für Gerechtigkeit, für Christen, für das Land“, so der Anwalt. „Wir freuen uns über den positiven Ausgang des Prozesses, der schließlich die Freiheit für eine unschuldige Person anerkennt. Aber andererseits gibt es auch eine bittere Seite: in dem Fall wurden Anhörungen mehr als 70 verschoben. Imran war zu Unrecht 12 Jahre lang inhaftiert, konnte seine Eltern, die beide während seiner Inhaftierung starben, nicht mehr sehen und verlor einen Teil seiner Jugend im Gefängnis wegen eines nicht begangenen Verbrechens".
Angesichts vieler solcher Fälle bemerkt Sandhu: „Wir müssen weiterhin auf allen Ebenen kämpfen, um dieses ungerechte Gesetz der Gotteslästerung zu ändern. Dieses Gesetz wurde zu lange missbraucht und Christen sind oft unschuldige Opfer. Bis 1986 gab es in Pakistan keine Fälle von Anklagen wegen Blasphemie. Ab 1986 - als General Zia-ul-Haq das Gesetz verkündete – kam es fast überall zu angeblichen Fälle von Blasphemie. Aber zum größten Teil sind die Anschuldigungen völlig falsch und instrumentalisier.“
Imran Masih ist seit dem 1. Juli 2009 im Gefängnis. Im Januar 2010 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Anschuldigungen gegen ihn waren konstruiert und frei erfunden. Ein Nachbar beschuldigte ihn, eine Kopie des Korans verbrannt zu haben. Der junge Mann war in eine Falle gelockt worden: Beim Aufräumen seines Geschäfts wollte er einige Bücher entsorgen, die auf Arabisch geschrieben waren und hatte seinen Nachbarn gebeten, sie sich anzusehen, um festzustellen, ob die Bücher religiösen oder islamischen Inhalts waren. Der Nachbar versicherte ihnen, dass dies nicht der Fall sei, und so verbrannte Imran Masih sie. Danach wurde er Opfer einer Klage wegen Gotteslästerung, die von diesem Nachbarn eingereicht wurde, der ihn beschuldigte, eine Kopie des Korans entweiht und verbrannt zu haben.

 

ASIEN/LIBANON - Stillstand bei der Regierungsbildung: Patriarch Younan erinnert an Mitverantwortung christlicher Politiker

 

Beirut (Fides) - Im Libanon gestaltet sich Bildung einer neuen Regierung immer komplizierter, während der frühere libanesische Premierminister Hassan Diab zusammen mit drei ehemaligen Ministern wegen der Explosionen im Hafen von Beirut am vergangenen 4. August sich nun vor Gericht verantworten muss. Während sich die Zeit für die Bildung einer neuen Regierung verlängert, entstehen institutionelle Spannungen zwischen dem libanesischen Präsidenten Michel Aoun und dem designierten Ministerpräsidenten Saad Hariri: Uneinigkeit besteht im Hinblick auf ie Liste der Minister entstanden, aus denen die Regierung zusammengesetzt weren sollte.
Der sunnitische Hariri, Vorsitzender der "Zukunfts"-Partei wurde bereits am 22. Oktober mit der Regierungsbildung beauftragt, hat es jedoch bisher noch nicht geschafft, in zwei Monaten das neue Kabinett einzurichten. Auch der neue internationale Druck, der darauf abzielt, das politische Profil der neuen Regierung zu bestimmen, macht die Situation kompliziert. Insbesondere befürchtet Hariri die Androhung von US-Sanktionen, die ihn auch betreffen könnten, wenn Ministerien politischen Vertretern zugeschrieben werden, die offiziell der schiitischen Partei der Hisbollah angehören.
In offiziellen Erklärungen bestätigten die Mitarbeiter von Hariri die Absicht des designierten Premierministers, eine Regierung zu bilden, die sich aus überparteilichen Experten zusammensetzt. Präsident Aoun, ein maronitischer Christ, behauptet, dass die Benennung der Ministerliste nicht ausschließlich dem designierten Ministerpräsidenten zukommt, sondern unter Berücksichtigung der vom Präsidentenamt geäußerten Leitlinien und Ratschläge stattfinden muss, wobei eine angemessene Vertretung gegenüber den verschiedenen politischen und sozialen Komponenten der Republik gewährleistet werden soll. Hariris Mitarbeiter betrachten diese Forderungen unterdessen als Versuch, erneut einer Regierung den Weg zu ebnen, die den sich überkreuzenden Vetos der politischen Kräfte ausgeliefert ist, basierend auf dem "Prinzip des Teilens des Kuchens“.
Die neuen institutionellen Spannungen manifestieren sich vor dem Hintergrund einer verheerende Wirtschafts- und Finanzkrise. In diesem Zusammenhang erinnert der syrisch-katholische Patriarch Ignace Youssif III Younan, der im Dorf al Fanar (Foto) das Fest der Heiligen Behnam und Sara feierte, in seiner Predigt an die Mitverantwortung christlicher Beamter und Politiker, die dazu beigetragen haben das Land der Zedern in die ernste Situation, in der es sich befindet. "Christliche Politiker", sagte der Patriarch, "waren der Aufgabe, die das Volk ihnen anvertraut hatte, nicht gewachsen". Das Oberhaupt der syrisch-katholischen Kirche bemerkte an die Gottesdienstteilnehmer, hauptsächlich christliche Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien, gewandt, dass der Libanon "ein Zufluchtsort für alle Unterdrückten sein sollte, aber leider nicht in der Lage war, die Brüder zu willkommen zu heißen, die aus anderen Ländern kamen und ihre Sicherheit und Würde zu gewährleisten“.

 

AMERIKA/HONDURAS - Nach tropischen Wirbelstürmen machen sich erneut Migranten auf den Weg in die USA

Tegucigalpa (Fides) - Der Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie (DINAF) in Honduras berichtete, dass im Jahr 2020 insgesamt 4.638 Kinder, die sich auf den Weg in die Vereinigten Staaten gemacht hatten, in ihr Land zurückgekehrt waren. Im Vergleich zu 2019, als es 25.990 waren, bedeutet dies beträchtliche Reduzierung, es sind jedoch immer noch viele Kinder, die größtenteils reisen.
Am 10. Dezember machten sich erneut Hunderte von honduranischen Migranten mit einer Karawane auf den Weg von Nordhonduras in die USA, nachdem infolge der verheerenden Schäden durch die Tropenstürme Eta und Iota zusätzliche Arbeitsplätze verloren gegangen waren. An den Grenzen sind die Kontrollen jedoch aufgrund der Pandemiesituation in allen zentralamerikanischen Ländern strenger, wo man versucht die Menschen zu kontrollieren und zu stoppen. Mindestens 67 Migranten aus Honduras wurden daher bereits festgenommen und am Freitag, dem 11. Dezember, von den guatemaltekischen Behörden in ihr Land zurückgeführt, nachdem sie illegal die Grenze überquert hatten, um die Vereinigten Staaten zu erreichen.
Wie das guatemaltekische Institut für Migration (IGM) berichtet, befanden sich unter den zurückgeführten Migranten auch 21 Mädchen und Jungen. Sie sollen sich derzeit in der Nähe der Grenze zu Agua Caliente, 250 Kilometer südöstlich von Guatemala-Stadt, befinden. "Das IGM hat das Abschiebungsverfahren gemäß den einschlägigen Protokollen durchgeführt", heißt es dazu im neuesten IGM-Bericht.
Laut Fides-Quellen war die jüngste Ausweitung der TPS-Bestimmungen auf Bürger aus verschiedenen zentralamerikanischen Ländern (vgl. Fides 10/12/2020) ein zusätzlicher Anreiz für die Migranten aus Honduras). Eine andere Gruppe motivierte die Auswanderung mit Verlusten und Schäden, die durch die jüngsten Hurrikane verursacht wurden.
Die Bischofskonferenz die Gemeinden um Hilfsbereitschaft gegenüber denjenigen gebeten, die durch die Hurrikane alles verloren hatten, und den Pfarrern Anweisungen gegeben, die Kirche zu öffnen, damit die Obdachlosen und die vielen Familien, die aufgrund der Überschwemmungen und anderen Folgen er Hurrikanen ihre Wohnungen verlassen mussten, über Nacht bleiben konnten.


FIDES-NACHRICHTEN - 16.12.2020

EUROPA/ITALIEN - Minderjährige Migranten: “Weltweit sind 30% der Migranten unter 18 Jahre alt“

Rom (Fides) - "Weltweit sind 30% der Migranten jünger als 18 Jahre. Die Zahl der Kinder, die ihre Familien verlassen, um sich auf den Weg zu machen, ist hoch und sie vertrauen sich oft Einzelpersonen oder Gruppen an, die Menschenhandel betreiben und mit Migranten spekulieren", beklagt Schwester Neusa de Fatima Mariano, Generaloberin der Scalabrini Missionsschwestern, die sich seit ihrer Gründung der Unterstützung von Migranten widmet, zum Todestag (am 14. Dezember 1896) des Dieners Gottes, Giuseppe Marchetti, ein Mitbegründer der Kongregation.
Giuseppe Marchetti begleitete die Migranten zwischen dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts als Kaplan an Bord der Überfahrten nach Brasilien. In Sao Paulo angekommen, gründete er ein Hilfswerk zugunsten der Kinder italienischer Auswanderer, die verwaist waren, das von unzähligen Wohltätern unterstützt wurde, und widmete sich damit selbstlos den Wehrlosesten in der Gesellschaft.
"Pater Giuseppe starb im Alter von 27 Jahren, an den Mühen der Nächstenliebe und der apostolischen Arbeit vor nunmehr fast 125 Jahren, nachdem er sich mit Typhus infiziert hatte“, so Schwester Neusa. „Seine heldenhafte Existenz und sein Beispiel der Heiligkeit ist nach wie vor von großer Bedeutung, insbesondere im Bereich der Begleitung von Minderjährigen bei der Auswanderung, insbesondere wenn sie allein und verlassen sind", so die Generaloberin.
„Das heldenhafte Leben von Pater Marchetti inspiriert noch heute neue Berufungen für den Dienst unter den Kleinsten und Schwächsten“, so die Generaloberin der Scalabrini Missionare. „Seine Missionsinitiative kann damit zur Entwicklung immer wirksamerer Modelle anregen, um sicherzustellen, dass Minderjährige mit Migrationshintergrund immer willkommen geheißen, geschützt, gefördert und in die Kontexte integriert, in denen sie leben". Am 14. Dezember 2020 eröffnete die Kongregation das Jubiläumsjahr zum 125. Todestag von Pater Marchetti mit innovativen Programmen, Aktivitäten und Initiativen. "Die Figur von Pater Giuseppe Marchetti bleibt eine Ikone, ein Vorbild für alle, die ihre Träume und ihr Potenzial in den Dienst der Mitmenschen stellen wollen", schließt Schwester Neusa.

AFRIKA/KENIA - Gemeinsame Erklärung christlicher Konfessionen zur Pandemie: „Wir sind zutiefst besorgt“

Nairobi (Fides) - "Wir sind zutiefst besorgt über die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf unser Land", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung am Ende eines von der Justia-et-Pax-Kommission der Katholischen Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit dem National Council of Churches of Kenya organisierten Treffens.
Die christliche Religionsvertreter zeichnen ein dramatisches Bild der von der Pandemie geprägten Situation: „Familien wurden auseinandergerissen; Männer und Frauen sind weiterhin durch den Verlust von Arbeitsplätzen verarmt; Kindesmisshandlung und geschlechtsspezifische Gewalt haben zugenommen; die Gesundheit und das Wohlbefinden Kenias sind am Boden, da die medizinischen Einrichtungen und das Personal einen Bruchpunkt erreicht haben und gemeinschaftliche Gottesdienste wurden ausgesetzt “.
Die führenden Vertreter der wichtigsten christlichen Konfessionen fordern die Gläubigen auf, „sich gegenseitig zu helfen und zu vermeiden, die mit dem Virus Infizierten zu stigmatisieren“ und bitten um „Unterstützung der örtlichen Gemeinden, um die Kontinuität des pastoralen Dienstes in Notfällen zu gewährleisten“. Sie appellieren an die kenianische Regierung, „das Wohlergehen der Menschen und nicht nur die Interessen der politischen Führung bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie zu priorisieren und ernsthafte Berichte über Korruption bei der Beschaffung von Materialien und Dienstleistungen für das Pandemiemanagement aufnehmen“. Die Versorgung der von Covid-19 betroffenen mittellosen Menschen müsse finanziert und ein konstruktiver Dialog auf den Weg gebracht werden, „um den Streiks von Ärzten und Krankenschwestern ein Ende zu setzen. “
In Bezug auf die geplante Wiedereröffnung von Schulen im Januar 2021 unterstreichen christliche Führer „die Notwendigkeit, sicherzustellen, dass die Schulen bereit und sicher sind, damit Kinder lernen können, ohne sich dem Covid-19-Virus auszusetzen“. Die öffentlichen Schulen seien bereits vor Ausbruch der Pandemie überfüllt gewesen und die Situation werde sich nach der Schließung vieler privater Einrichtungen voraussichtlich verschlechtern. „Darüber hinaus dürften Eltern aufgrund der verheerenden Auswirkungen der Pandemie Schwierigkeiten haben, mit den Anstieg der Schulgebühren zu verkraften“, heißt es in der Erklärung." Die Konferenzteilnehmer kommen deshalb zu dem Schluss: „Wir empfehlen der Regierung, dafür zu sorgen, dass angemessene Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, so dass das Gesundheitssystem bereit ist, alle Behandlungskosten für alle Schüler zu decken, die sich infizieren. Parallel dazu sollte bei der Wiederaufnahme des gemeinsamen Lernens eine psychosoziale und spirituelle Unterstützung gewährleistet werden. Falls erforderlich, kann das Bildungsministerium dabei auch religiöse Einrichtungen einbeziehen, damit diese als Unterrichtsräume genutzt werden können, um den Anforderungen der Abstandsregeln gerecht zu werden. "

AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Folgen des Konflikts in Tigray: „Menschen haben Angst. Eritreische Flüchtlinge müssen in Sicherheit gebracht werden“

Asmara (Fides) - Die Einwohner von Mek’ele in Tigray haben Angst. Nach den heftigen Kämpfen im November steht die Stadt unter der Kontrolle der äthiopischen Armee, ist aber immer noch nicht sicher. Kriminelle Banden überfallen und plündern Gesundheitszentren, Geschäfte und Lagerhäuser. Und auc die die Soldaten aus Addis Abeba führen ständige Durchsuchungen durch. "Wenn sie wertvolles Material finden (Ringe, Halsketten usw.), nehmen sie sie mit“, so der eritreische Priester Mussie Zerai aus der Eparchie Asmara, „wenn sie Waffen, Fotos oder Insignien der Rebellen der TPL finden, die den Aufstand gegen die Regierung von Addis Abeba anführten, kommt es zu Verhaftungen. Die Leute sind verunsichert. Sie fürchten diese Streifzüge in den eigenen Häusern“.
Es gibt auch Gerüchte über eine eritreische Militärpräsenz in Tigray. Es gibt unbestätigte Berichte, wonach die Soldaten von Asmara neben den Soldaten der äthiopischen Bundesarmee stationiert sind. „Seit einiger Zeit ist von Eritreern die Rede“, fährt Pfarrer Mussie fort, „zwar gibt es im Tigray-Konflikt ein Bündnis zwischen Eritrea und Äthiopien, aber ich glaube nicht, dass eritreische Truppen da sind. Keine Quelle, die vor Ort gehört wurde, bestätigte dies".
Andererseits sind Aktivitäten der eritreischen Streitkräfte an der Grenze bestätigt. Laut lokalen Quellen, haben eritreische Soldaten etwa hundert Menschen festgenommen und aus den Dörfern weggebracht. Es handelt sich um Mitglieder einer ethnische Gruppe, die teilweise in Eritrea, teilweise in Äthiopien lebt. Es ist bisher nicht bekannt, was mit ihnen passiert ist und warum sie festgenommen wurden.
Ein ähnliches Schicksal ereilte die eritreischen Flüchtlinge in äthiopischen Städten und insbesondere in Addis Abeba. "Die äthiopischen Strafverfolgungsbehörden“, so Pfarrer Mussie, „haben mehrere Buskonvois organisiert, um diese Flüchtlinge in Flüchtlingslager in Tigray zu bringen. Hunderte von Menschen, die vor der Unterdrückung der Asmara geflohen sind, wurden in Flüchtlingslager in einem Gebiet gebracht, das noch nicht vollständig befriedet ist. Sie riskieren dort ihr Leben, das ist sicher. Deshalb rufen wir dazu auf, sie in Sicherheit zu bringen und vor allem nicht zurück nach Eritrea zu schicken, wo sie Vergeltungsmaßnahmen und Folter ausgesetzt wären“.
In Tigray scheint der Krieg noch nicht vorbei zu sein. Angesichts des Vormarsches der Soldaten aus Addis Ababa zogen sich die Tigrinya-Milizen zurück und flüchteten voerst in die Berge. „Die Tigriner sind ein stolzes Volk und werden weiter kämpfen“, so Pfarrer Mussie abschließend, „Sicherlich verstecken sich die Anführer der TPLF und der Großteil ihrer Streitkräfte auf den Hügel. Das sind Gebiete, die sie gut kennen, sie haben dort jahrelang zuerst gegen den Diktator Manghistu Hailè Mariam und dann gegen die Eritreer gekämpft. Ich befürchte, dass die dunkle Stimme der Waffen in diesen Tälern noch jahrelang zu hören sein wird“.

ASIEN/MALAYSIA - Erzdiözese Kota Kinabalu gründet Kommission für Migranten und Wanderarbeiter

Kota Kinabalu (Agenzia Fides) - "Wir hoffen, dass die Seelsorge für Migranten und Wanderarbeiter in der Erzdiözese angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Region intensiviert und noch besser organisiert werden kann", so Erzbischof John Wong von Erzdiözese Kota Kinabalu zu Schaffung der "Kommission für Migranten und Wanderarbeiter" des Erzbistums. Das neue Team mit 14 Mitarbeitern soll für die Seelsorge von Migranten und Wanderarbeitern zuständig sein und beriet bei einem jüngsten Treffen mit dem Erzbischof über den Aktionsplan. "Die Seelsorge für Migranten war in der Ortskirche immer eine Priorität undin den letzten 10 Jahren eines der Hauptziele der Kommission für menschliche Entwicklung", so Erzbischof Wong, der den Mitarbeitern der Kommission für ihre Bereitschaft dankt, der Kirche im Dienst der Migranten zu dienen. Er hoffe, dass die bisherigen Erfahrungen der Mitglieder in diesem Bereich des Seelsorgedienstes so gut wie möglich genutzt werden können.
Laut der Kommission soll es künftig in jeder Pfarrei der Erzdiözese einen spezifischer" Schalter" für Migranten geben, „der sich als Beratungszentrum versteht und die pastoralen, materiellen und spirituellen Bedürfnisse von Migranten zu berücksichtigen wird“, so Pfarrer Ambrose, der geistliche Begleiter der Kommission.
Laut dem katholischen Laien Dominic Lim, der die Kommission leiten wird, "brauchen Migranten in der Erzdiözese pastorale und spirituelle Begleitung, um sich den Herausforderungen des Lebens inmitten der Pandemie zu stellen, da ihre Arbeit und ihr geistiges Wohlbefinden stark beeinträchtigt wurden. Unsere Kommission möchte mit Migranten auf dem Weg und ihnen nahe sein, mit Solidarität und Empathie ", fügte er hinzu.
"Migranten stehen vor vielen Herausforderungen, beispielsweise wenn sie weit von ihrem Heimatland, ihren Familien und ihren Verwandten entfernt sind. Einige stehen vor dem schwierigen Prozess der rechtlichen Anerkennung in dem Land, in dem sie sich befinden. Es ist Aufgabe der Kirche, sie willkommen zu heißen, zu schützen, zu fördern und in die Gemeinschaft zu integrieren", sagte Lim. Eines der erklärten Ziele ist die Förderung einer harmonischen Integration von Migranten in das Leben von Pfarrgemeinden. "Es liegt in der Verantwortung der Kirche, gegenseitig aufeinander aufzupassen“, so Lim. Dies gelte vor allem für Fremde.
Die meisten in Kota Kinabalu anwesenden Migranten kommen aus Indonesien, den Philippinen, China, und Indien. Unter ihnen befinden sich auch anderen ethnischen Gruppen aus den Regionen Sabah und Sarawak in Malaysia. Die Erzdiözese Kota Kinabalu befindet sich im malaysischen Bundesstaat Sabah auf der Insel Borneo und besteht aus 19 Pfarreien mit einer multiethnische Bevölkerung.

ASIEN/PAKSITAN - Nach 12 Jahren im Gefängnis: Gericht hebt Urteil gegen 38jährigen-Christen zu lebenslanger Haft auf

Lahore (Fides) - Der 38-jährige Imran Masih aus Faisalabad, der wegen Gotteslästerung zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, wurde am heutigen 15. Dezember, im Berufungsverfahren vor dem Obersten Gerichtshof von Lahore freigesprochen. Das Gericht hob damit das erstinstanzliche Urteil auf, das ihn 2010 zu lebenslanger Haft verurteilte. Dies bestätigt der katholische Anwalt Khalil Tahir Sandhu, der Imran verteidigte, wie zahlreiche andere pakistanische Christen, die zu Unrecht der Gotteslästerung beschuldigt wurden.
"Es sind gute Nachrichten für Gerechtigkeit, für Christen, für das Land“, so der Anwalt. „Wir freuen uns über den positiven Ausgang des Prozesses, der schließlich die Freiheit für eine unschuldige Person anerkennt. Aber andererseits gibt es auch eine bittere Seite: in dem Fall wurden Anhörungen mehr als 70 verschoben. Imran war zu Unrecht 12 Jahre lang inhaftiert, konnte seine Eltern, die beide während seiner Inhaftierung starben, nicht mehr sehen und verlor einen Teil seiner Jugend im Gefängnis wegen eines nicht begangenen Verbrechens".
Angesichts vieler solcher Fälle bemerkt Sandhu: „Wir müssen weiterhin auf allen Ebenen kämpfen, um dieses ungerechte Gesetz der Gotteslästerung zu ändern. Dieses Gesetz wurde zu lange missbraucht und Christen sind oft unschuldige Opfer. Bis 1986 gab es in Pakistan keine Fälle von Anklagen wegen Blasphemie. Ab 1986 - als General Zia-ul-Haq das Gesetz verkündete – kam es fast überall zu angeblichen Fälle von Blasphemie. Aber zum größten Teil sind die Anschuldigungen völlig falsch und instrumentalisier.“
Imran Masih ist seit dem 1. Juli 2009 im Gefängnis. Im Januar 2010 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Anschuldigungen gegen ihn waren konstruiert und frei erfunden. Ein Nachbar beschuldigte ihn, eine Kopie des Korans verbrannt zu haben. Der junge Mann war in eine Falle gelockt worden: Beim Aufräumen seines Geschäfts wollte er einige Bücher entsorgen, die auf Arabisch geschrieben waren und hatte seinen Nachbarn gebeten, sie sich anzusehen, um festzustellen, ob die Bücher religiösen oder islamischen Inhalts waren. Der Nachbar versicherte ihnen, dass dies nicht der Fall sei, und so verbrannte Imran Masih sie. Danach wurde er Opfer einer Klage wegen Gotteslästerung, die von diesem Nachbarn eingereicht wurde, der ihn beschuldigte, eine Kopie des Korans entweiht und verbrannt zu haben.

ASIEN/LIBANON - Stillstand bei der Regierungsbildung: Patriarch Younan erinnert an Mitverantwortung christlicher Politiker

Beirut (Fides) - Im Libanon gestaltet sich Bildung einer neuen Regierung immer komplizierter, während der frühere libanesische Premierminister Hassan Diab zusammen mit drei ehemaligen Ministern wegen der Explosionen im Hafen von Beirut am vergangenen 4. August sich nun vor Gericht verantworten muss. Während sich die Zeit für die Bildung einer neuen Regierung verlängert, entstehen institutionelle Spannungen zwischen dem libanesischen Präsidenten Michel Aoun und dem designierten Ministerpräsidenten Saad Hariri: Uneinigkeit besteht im Hinblick auf ie Liste der Minister entstanden, aus denen die Regierung zusammengesetzt weren sollte.
Der sunnitische Hariri, Vorsitzender der "Zukunfts"-Partei wurde bereits am 22. Oktober mit der Regierungsbildung beauftragt, hat es jedoch bisher noch nicht geschafft, in zwei Monaten das neue Kabinett einzurichten. Auch der neue internationale Druck, der darauf abzielt, das politische Profil der neuen Regierung zu bestimmen, macht die Situation kompliziert. Insbesondere befürchtet Hariri die Androhung von US-Sanktionen, die ihn auch betreffen könnten, wenn Ministerien politischen Vertretern zugeschrieben werden, die offiziell der schiitischen Partei der Hisbollah angehören.
In offiziellen Erklärungen bestätigten die Mitarbeiter von Hariri die Absicht des designierten Premierministers, eine Regierung zu bilden, die sich aus überparteilichen Experten zusammensetzt. Präsident Aoun, ein maronitischer Christ, behauptet, dass die Benennung der Ministerliste nicht ausschließlich dem designierten Ministerpräsidenten zukommt, sondern unter Berücksichtigung der vom Präsidentenamt geäußerten Leitlinien und Ratschläge stattfinden muss, wobei eine angemessene Vertretung gegenüber den verschiedenen politischen und sozialen Komponenten der Republik gewährleistet werden soll. Hariris Mitarbeiter betrachten diese Forderungen unterdessen als Versuch, erneut einer Regierung den Weg zu ebnen, die den sich überkreuzenden Vetos der politischen Kräfte ausgeliefert ist, basierend auf dem "Prinzip des Teilens des Kuchens“.
Die neuen institutionellen Spannungen manifestieren sich vor dem Hintergrund einer verheerende Wirtschafts- und Finanzkrise. In diesem Zusammenhang erinnert der syrisch-katholische Patriarch Ignace Youssif III Younan, der im Dorf al Fanar (Foto) das Fest der Heiligen Behnam und Sara feierte, in seiner Predigt an die Mitverantwortung christlicher Beamter und Politiker, die dazu beigetragen haben das Land der Zedern in die ernste Situation, in der es sich befindet. "Christliche Politiker", sagte der Patriarch, "waren der Aufgabe, die das Volk ihnen anvertraut hatte, nicht gewachsen". Das Oberhaupt der syrisch-katholischen Kirche bemerkte an die Gottesdienstteilnehmer, hauptsächlich christliche Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien, gewandt, dass der Libanon "ein Zufluchtsort für alle Unterdrückten sein sollte, aber leider nicht in der Lage war, die Brüder zu willkommen zu heißen, die aus anderen Ländern kamen und ihre Sicherheit und Würde zu gewährleisten“.

AMERIKA/HONDURAS - Nach tropischen Wirbelstürmen machen sich erneut Migranten auf den Weg in die USA 

Tegucigalpa (Fides) - Der Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie (DINAF) in Honduras berichtete, dass im Jahr 2020 insgesamt 4.638 Kinder, die sich auf den Weg in die Vereinigten Staaten gemacht hatten, in ihr Land zurückgekehrt waren. Im Vergleich zu 2019, als es 25.990 waren, bedeutet dies beträchtliche Reduzierung, es sind jedoch immer noch viele Kinder, die größtenteils reisen.
Am 10. Dezember machten sich erneut Hunderte von honduranischen Migranten mit einer Karawane auf den Weg von Nordhonduras in die USA, nachdem infolge der verheerenden Schäden durch die Tropenstürme Eta und Iota zusätzliche Arbeitsplätze verloren gegangen waren. An den Grenzen sind die Kontrollen jedoch aufgrund der Pandemiesituation in allen zentralamerikanischen Ländern strenger, wo man versucht die Menschen zu kontrollieren und zu stoppen. Mindestens 67 Migranten aus Honduras wurden daher bereits festgenommen und am Freitag, dem 11. Dezember, von den guatemaltekischen Behörden in ihr Land zurückgeführt, nachdem sie illegal die Grenze überquert hatten, um die Vereinigten Staaten zu erreichen.
Wie das guatemaltekische Institut für Migration (IGM) berichtet, befanden sich unter den zurückgeführten Migranten auch 21 Mädchen und Jungen. Sie sollen sich derzeit in der Nähe der Grenze zu Agua Caliente, 250 Kilometer südöstlich von Guatemala-Stadt, befinden. "Das IGM hat das Abschiebungsverfahren gemäß den einschlägigen Protokollen durchgeführt", heißt es dazu im neuesten IGM-Bericht.
Laut Fides-Quellen war die jüngste Ausweitung der TPS-Bestimmungen auf Bürger aus verschiedenen zentralamerikanischen Ländern (vgl. Fides 10/12/2020) ein zusätzlicher Anreiz für die Migranten aus Honduras). Eine andere Gruppe motivierte die Auswanderung mit Verlusten und Schäden, die durch die jüngsten Hurrikane verursacht wurden.
Die Bischofskonferenz die Gemeinden um Hilfsbereitschaft gegenüber denjenigen gebeten, die durch die Hurrikane alles verloren hatten, und den Pfarrern Anweisungen gegeben, die Kirche zu öffnen, damit die Obdachlosen und die vielen Familien, die aufgrund der Überschwemmungen und anderen Folgen er Hurrikanen ihre Wohnungen verlassen mussten, über Nacht bleiben konnten.


Papst Franziskus setzt ein Zeichen

Steyler Missionar wird Bischof in Brasilien

Die Meldung kam überraschend und löste Freude aus: Papst Franziskus hat den aus Bonn stammenden Steyler Pater Norbert Hans Christoph Förster SVD (60) zum Bischof der Diözese Ji-Paraná in Brasilien ernannt. 

 

(Sankt Augustin/sm) - Pater Joachim Piepke SVD erinnert sich, bereits 1981 mit Norbert Förster, der damals Theologiestudent in Trier war, intensiv über die politische, soziale und kirchliche Situation in Brasilien gesprochen zu haben. „Norbert war begeistert von dieser Kirche im Aufbruch, von den Basisgemeinden und dem offenen, brüderlichen Verhältnis von Bischöfen, Klerus und Laien. Diese Kirche wurde in Deutschland noch mit Zurückhaltung und großer Skepsis betrachtet“. 

 

Sie begegneten sich wieder, als Norbert Förster ins Noviziat der SVD eintrat und an der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD in Sankt Augustin studierte. „Er war ein sehr engagierter Student und stellte kritische Fragen. Im Laufe der Studienzeit vertiefte sich sein Glaubensbewusstsein von einem am Katechismus orientierten Glauben in ein selbstbewusstes und sich selbst kritisch Rechenschaft gebendes Christsein. Das kam damals nicht bei allen gut an“, erzählt Pater Piepke.  

 

Nach Beendigung des Studiums 1987 zog es Norbert Förster in die brasilianische Zentralprovinz von São Paulo, wo er Portugiesisch lernte und sich mit der Kultur des Landes vertraut machte. 1989 legte er dort die ewigen Gelübde ab und wurde zum Priester geweiht. „Norbert merkte, dass er ohne gründliche Kenntnis der Lebensbedingungen und der Mentalität des Volkes im pastoralen Leerlauf enden würde.“ Er absolvierte sein Promotionsstudium der Religionswissenschaft an der Methodistischen Universität von São Paulo und legte 2010 seine Dissertation zur „Christlichen Kongregation“ in Brasilien in einem sozialen Brennpunkt in den Vorstädten São Paulos ab. Es folgte eine Lehrtätigkeit an der Ordensfakultät ITESP mit Schwerpunkt urbane Pastoral und die Mitarbeit am ethnologischen Institut „Anthropos do Brasil“. 

 

2012 zog es ihn ins Amazonasgebiet, wo er in der Diözese Humaitá missionarisch tätig war und Generalvikar wurde. Von 2016 an war er in der Flusspastoral am Rio Madeira, einem Nebenfluss des Amazonas, tätig und betreute 70 Gemeinden längs des Flusses. 2019 holte die Provinz ihn nach São Paulo zurück und wählte ihn in den Provinzrat.

 

Mit seiner Ernennung zum Bischof endet nun Norbert Försters Zeit in der brasilianischen Provinz des Ordens. Er wird der Diözese Ji-Paraná vorstehen, die fast so groß ist, wie Österreich. Eine große Herausforderung ist die sozial-politische Situation der Region. Goldsucher und Großgrundbesitzer beuten die Bodenschätze aus, der Urwald wird zerstört, um Agrarflächen zu gewinnen, die Umweltverschmutzung macht den 1,2 Millionen Ureinwohnern zu schaffen, deren Rechte mit Füßen getreten werden und die aus ihrem Lebensraum verdrängt werden. Die Regierung Bolsonaro hat diese haltlose Entwicklung weiter gefördert. Killerkommandos räumen indianische Aktivisten und Priester, die sich für die Rechte der Bevölkerung einsetzen, gnadenlos aus dem Weg.  

 

Pater Piepke, der selbst ein versierter Brasilienkenner ist, ist dennoch zuversichtlich: „Es ist ein Zeichen der Zeit, dass Papst Franziskus Männer zu Bischöfen ernennt, die die prekäre Situation in ihren Diözesen kennen, mit den von der Gewalt Betroffenen gelebt haben und die kapitalistische Gewaltökonomie in Frage stellen. Unter den vorangegangenen Pontifikaten hätte man sie als Kommunisten abgestempelt, heute vertreten sie offiziell eine Kirche, die sich für den Schutz der Ökologie und der mit ihr verwachsenen Menschen einsetzt. Norbert Förster vertritt eine neue Kirche, die sich nicht scheut, die Mächtigen prophetisch anzuklagen und die Armen zu beschützen.“ 

 

Möge Gott ihm, der jetzt Dom Norberto genannt werden wird, Kraft und Mut zum Glaubenszeugnis geben. 


Pressemeldung der Armenier in Deutschland e.V.

Aserbaidschan greift wieder an

 

 

(Frankfurt/pm) - Am 12. Dezember 2020 haben aserbaidschanische Truppen drei Dörfer in Berg-Karabach angegriffen und besetzt. Neben Bodentruppen hat Aserbaidschan auch die Artillerie eingesetzt und ist ca. 10 Kilometer vorgerückt. Auf armenischer Seite gibt es Verwundete. Damit bricht Aserbaidschan zum vierten Mal die Waffenruhe seit Beginn der Aggression am 27. September.

 

Laut dem Waffenstillstandsabkommen vom 9. November zwischen Armenien und Aserbaidschan unter russischer Vermittlung liegen die Dörfer Dizapait, Hin Tacher und Chzabert unter der Kontrolle der Verteidigungsarmee der Republik Artsakh. Die gemeinsame Erklärung der drei Staatschefs regelt eindeutig, dass in Berg-Karabach alle Truppenbewegungen entlang der Frontlinie zum Zeitpunkt der Erklärung zum Stehen kommen müssen. Somit liegen diese Dörfer samt dem umliegenden Gebiet unter der Kontrolle der Republik Artsakh.

Offene Drohung gegen Armenien
Bei der Militärparade zwei Tage zuvor in Baku, am 10. Dezember, haben die Präsidenten Aliew und Erdogan offen gedroht, dass Aserbaidschan auch noch 80% der Gebiete der Republik Armenien für sich beanspruche. „Zangezur, Sewan, das Khanat Yerevan – das sind auch unsere historischen Gebiete.“ sagte Aliew und bezog sich dabei nicht nur auf die armenische Hauptstadt, sondern auch auf zwei große Verwaltungsbezirke Armeniens.

Verherrlichung eines Völkermörders
Bei derselben Militärparade schlägt Erdogan in die gleiche Kerbe: „Der Kampf geht weiter“, so der türkische Präsident. Er preist einen der Hauptverantwortlichen für den Völkermord an den Armeniern im Jahre 1915 und die „Kaukasische Islamische Armee“: „Heute ist der Tag, an dem die Seelen von Enver-Pascha, Nuri-Pascha und der tapferen Krieger der Kaukasischen Islamischen Armee“ leuchten. Und das türkische Fernsehen diskutiert darüber, dass auch das Gebiet Zangezur (ungefähr 30% des Staatsgebiets der Republik Armenien) zu Aserbaidschan gehöre.
„Mehr als ein Jahrhundert nach dem Völkermord an den Armeniern“, so Schawarsch Owassapian, Vorsitzender des Zentralrates der Armeiner in Deutschland „erkennt die Türkei dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht an. Im Gegenteil: Sie brüstet sich damit und droht offen, ihn fortzuführen. Wir appellieren daher eindringlich an die Bundesregierung, die Kriegsrhetorik und die offene Aggression von Aserbaidschan und der Türkei aufs Schärfste zu verurteilen und für die Sicherheit des armenischen Volkes einzutreten.“

 


Klaus Tschira Stiftung

12. Dresden-Preis geht an die spanische Ärztin Cristina Marín Campos für ihr Engagement in der Corona-Krise

Cristina Marín Campos mit eingesandten Briefen Foto: Juan Carlos Rojas/Friends of Dresden Deutschland e.V
Cristina Marín Campos mit eingesandten Briefen Foto: Juan Carlos Rojas/Friends of Dresden Deutschland e.V

 

(Dresden/Heidelberg/pm) - Stellvertretend für das medizinische Personal weltweit, das in der Corona-Krise Herausragendes geleistet hat und immer noch leistet, erhält die spanische Ärztin Cristina Marín Campos den 12. Internationalen Friedenspreis „Dresden-Preis“. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird gefördert von der Klaus Tschira Stiftung. Da die Semperoper, in der dieser Preis seit 2010 vergeben wird, bis Ende Februar wegen der Corona-Pandemie geschlossen ist, wird die Auszeichnung am 21. Februar 2021 in einer Online-Präsentation verliehen.

 

Die 32-jährige Cristina Marín Campos, Ärztin am Hospital Universitario de La Princesa in Madrid, hat weit mehr getan als ihre ärztliche Pflicht. Als die erste Pandemie-Welle im Frühjahr 2020 Spanien besonders hart getroffen hatte, war auch ihr Krankenhaus überfüllt mit Covid-19-Patienten. Die Ärztin realisierte schnell, dass die Kranken auf den von der Außenwelt abgeschotteten Stationen besonders unter der Isolation litten. Noch im März rief sie deshalb über die sozialen Medien die spanische Bevölkerung auf, Briefe an die Patientinnen und Patienten zu schicken. „Ich wollte die Situation für die Kranken etwas menschlicher machen, ihnen Ermutigung geben“, erklärt sie ihre Aktion.

 

Allerdings hatte sie nicht mit einer derart großen Resonanz gerechnet. Bereits am ersten Tag gingen 35.000 Briefe ein. Sie kamen aus allen Schichten der spanischen Bevölkerung. Viele Kinder schrieben, ebenso Bewohnerinnen und Bewohner von Altenheimen. Selbst Gefängnisinsassen beteiligten sich an der Aktion. Und alle Schreiben hatten eine ähnliche Botschaft: „Haltet durch, ihr seid nicht allein.“

 

„Ich hatte nur die Idee, aber das Eigentliche haben jene getan, die die Briefe geschrieben haben. Ich bin sehr stolz auf die Spanier“, sagt Marín Campos. Nach nunmehr acht Monaten, seitdem die Aktion läuft, haben die Rückmeldungen ihr auch gezeigt, wie sehr die emotionalen und Mut machenden Botschaften den Patienten bei der Genesung halfen.

 

Gerhart Baum, Ehrenmitglied des Vereins „Friends of Dresden Deutschland“ und ehemaliger Bundesinnenminister, würdigt das Engagement der jungen Ärztin: „In Zeiten wie diesen brauchen wir solche menschlichen Gesten wie die von Cristina Marín Campos. Sie machen uns Mut. Und es ist beeindruckend, wie ein von der Pandemie und auch den Maßnahmen dagegen viel stärker als Deutschland betroffenes Land wie Spanien Solidarität und Mitgefühl zeigt. Angesichts dessen muss man es als besonders beschämend empfinden, dass es nirgends in der Welt so viele Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen gibt wie in Deutschland. Die es genau an diesem vermissen lassen: Solidarität und Mitgefühl.“

 

Beate Spiegel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung, ergänzt: „Die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig das Engagement Einzelner für den Zusammenhalt der Gesellschaft ist. Neben wissenschaftlicher Forschung und medizinischer Kunst ist einfach das menschliche Mitgefühl ein wesentlicher Faktor der Heilung. Frau Marín Campos kann ein Vorbild für uns alle sein, die wir uns fragen sollten, wie wir Anderen in diesen Zeiten eine Freude machen können. Der Preis für sie ist auch ein Ausdruck der europäischen Solidarität in der Corona-Krise.“

 

Die Schauspielerin Hanna Schygulla wird bei der Präsentation Auszüge aus den Briefen an die spanischen Corona-Patienten lesen.

 

„Dresden-Preis“

 

Der „Dresden-Preis“ wird vom Verein Friends of Dresden Deutschland e.V. ausgelobt und 2021 zum zwölften Mal vergeben. Bisherige Preisträger des internationalen Friedenspreises waren unter anderen Michail Gorbatschow, der ehemalige sowjetische Offizier Stanislaw Petrow, der Herzog von Kent, der Urvater der Whistleblower Daniel Ellsberg, der Sportler und Bürgerrechtskämpfer Tommie Smith sowie die Friedensaktivistin Kim Phuc Phan Thi, die als Napalm-Opfer auf dem weltberühmten Foto aus dem Vietnam-Krieg zu sehen ist. Im Februar 2020 wurde mit der jungen Syrerin Muzoon Almellehan eine der stärksten Stimmen weltweit für Bildung in Krisengebieten ausgezeichnet. www.dresdner-friedenspreis.de

 

Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015) mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind: Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter: www.klaus-tschira-stiftung.de

 


Brot für die Welt vor dem virtuellen Weltklimagipfel am 12.12.2020

Pandemie plus Klimakrise – internationale Klimafinanzierung für die ärmsten Länder verdoppeln!

 

 

Klimagipfel * Klimakrise * Klimafinanzierung * Pariser Klimaabkommen

 

 

 

(Berlin/bfw) - Für die ärmsten Bevölkerungsgruppen im Globalen Süden hat sich die Klimakrise mit der Corona Krise zu einem toxischen Cocktail vermengt: Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass am Ende des Jahres 265 Millionen Menschen mehr von akutem Hunger betroffen sind – doppelt so viele wie gegenwärtig! Arme Menschen und Länder schaffen es aus eigener Kraft nicht, beide Bedrohungen auf einmal zu bewältigen: die immer schwerwiegenderen Folgen des Klimawandels und die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. „Wir dürfen über die Corona-Pandemie die Klimakrise nicht vergessen. Es kommt jetzt darauf an, dass die Regierungschefs den Klimagipfel für konkrete Ankündigungen zum Klimaschutz nutzen. Zwei Dinge sind dabei zentral: Verbindliche Regeln, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, und finanzielle Unterstützung für die ärmsten Bevölkerungsgruppen, damit sie Klimaschäden bewältigen und sich an die unabwendbaren Folgen des Klimawandels anpassen können“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Präsidentin von Brot für die Welt. „Die Verursacher der Klimakrise sind – mindestens moralisch - zu finanzieller Unterstützung verpflichtet. Sie müssen diese leisten und das nicht in Form von teuren Krediten. Tatsächlich braucht es umgekehrt endlich einen Schuldenerlass für die ärmsten und vom Klimawandel besonders betroffenen Staaten. Es ist unverantwortlich und unethisch, ohnehin schon hochverschuldeten Staaten Klimaanpassungshilfen in Gestalt von Krediten zu geben, die auf die Rückzahlungsdauer zum Transfer von noch mehr Ressourcen aus den armen in die reichen Länder führen. Statt den Gläubigern Schulden zurück zu zahlen, sollten die ärmsten Staaten die Möglichkeit haben, diese Finanzmittel im Kampf gegen die Klimakrise und für den Aufbau krisenfester öffentlicher Daseinsvorsorge einzusetzen“, so Füllkrug-Weitzel.

 

Bereits 2015 hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel zugesagt, die öffentlichen Mittel für Klimafinanzierung von rund zwei Milliarden Euro im Jahr 2014 auf jährlich rund vier Milliarden Euro bis 2020 zu verdoppeln. Dieser Ankündigung hatten sich viele Regierungen angeschlossen. „Die Bundesregierung sollte jetzt wieder Vorreiter sein und sich zu einer weiteren Verdoppelung auf acht Milliarden Euro bis 2025 verpflichten. Dies wäre ein wichtiges Signal dafür, dass Deutschland das Pariser Klimaabkommen und die massiven Probleme der ärmsten Staaten im Umgang mit der Klimakrise ernst nimmt und sich der Verantwortung stellt“, sagt Sabine Minninger, Klimaexpertin von Brot für die Welt.

 

Immer mehr Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika sind von klimabedingten Schäden und Verlusten betroffen. So hat der Zyklon Amphan zu Beginn des Corona-Lockdowns in Indien und Bangladesch mehr als vier Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Schätzungen zufolge liegt die Schadenssumme bei 13 Milliarden Euro. Niemals zuvor hatte ein Zyklon in den Anrainerstaaten des nördlichen Indischen Ozeans so große Verwüstungen angerichtet.

 

Am 12. Dezember 2020 findet ein virtueller Klimagipfel anlässlich des 5-jährigen Jahrestags des Pariser Klimaabkommens statt. Gastgeber der eintägigen Konferenz sind die Vereinten Nationen und das Vereinigte Königreich. Das Vereinigte Königreich hat die Präsidentschaft für die 26. Weltklimakonferenz (COP 26) in Glasgow inne, die aufgrund von Covid-19 um ein Jahr auf den November 2021 verschoben werden musste.

 

Der virtuelle Klimagipfel soll die COP 26 vorbereiten. Alle Regierungschefinnen und Regierungschefs sind eingeladen, ihre nationalen Pläne zum Klimaschutz und in der Bereitstellung von Klimahilfen für ärmste Staaten bekannt zu geben.

 


FIDES-NACHRICHTEN - 11.12.2020

 

EUROPA/ARMENIEN - Politische Krise nach dem Ende des Konflikts in Berg-Karabach: Patriarch Karekin fordert Rücktritt der Regierung

 

Eriwan (Fides) – Der armenischen Premierminister Nikol Pashinyan und die von ihm geführte Regierung müsse zurücktreten, wenn wir "traumatische Entwicklungen im öffentlichen Leben und mögliche Konflikte mit tragischen Folgen vermeiden wollen", so der armenische Patriarch Karekin II., angesichts der schweren gesellschaftspolitischen Krise in der ehemalige Sowjetrepublik. Der armenischen Patriarch wendet sich mit seinem Appell direkt an den Premierminister, nachdem es imm Land nach dem von der Regierung von Eriwan unterzeichneten Abkommen, das am 10. November den letzten Konflikt in Berg-Karabach, einer Region mit armenischer Mehrheit, beendete zu sozialen und politische Unruhen und Protesten gegen die derzeitige Regierung gekommen war. Die Unterzeichnung des Waffenstillstands, der mit der Vermittlung Russlands stattfand, wurde von einem großen Teil der Bevölkerung als Niederlage empfunden.
Die am späten Abend des 9. November erzielte Einigung beendete sechs Wochen lange heftige Kämpfe zwischen aserbaidschanischen und armenischen Truppen. Es sieht den Abzug der armenischen Streitkräfte aus dem aserbaidschanischen Gebiet, die Rückkehr der Vertriebenen in ihre jeweiligen Wohngebiete und den Einsatz russischer Truppen als "Friedenstruppen" in Berg-Karabach für die nächsten 5 Jahre vor.
In Armenien begannen noch am Abend der Unterzeichnung des Abkommens regierungsfeindliche Demonstrationen, die von Oppositionskräften angeheizt wurden.
"Nun", räumt Patriarch Karekin in seiner Erklärung ein, "ist die allgemeine Meinung, dass diese heikle Situation nur durch konstitutionelle Mittel gelöst werden sollte, indem nationale Solidarität und gesunder Menschenverstand vorherrschen." In seiner Botschaft bittet Karekin II. die Nationalversammlung "in diesem kritischen Moment verantwortungsbewusst für unser Heimatland zu handeln, auf die Forderungen des Volkes zu hören und in Absprache mit den politischen Kräften einen neuen Premierminister zu wählen und eine Übergangsregierung zu bilden".
Nikol Pashinyan war seinerseits nach Protesten der Bevölkerung an die Macht gekommen, die zum Rücktritt von Serž Sargsyan geführt hatten, der heute auch den Rücktritt seines Nachfolgers fordert.

 

EUROPA/POLEN - Zum Fest des heiligen Franz Xaver: Gebet für Missionare in aller Welt in Tschenstochau

 

Tschenstochau (Fides) – Das Büro der Päpstlichen Missionvereinigung der Kleriker (PUM) in Polen organisiert jedes Jahr Anfang Dezember zum Fest des heiligen Franz Xaver, des Schutzpatrons der Missionen, ein Studienseminar und ein Missionsgebet im Heiligtum von Tschenstochau. Im Rahmen des Studienseminars stehen Vorträge zu Themen der Mission auf dem Programm, die von Professoren und Zeugen der Mission gehalten werden. Der zweite Teil der Veranstaltung ist der Spiritualität gewidmet und beinhaltet ein nächtliches Gebet in dessen Rahmen die Missionare auf der ganzen Welt unter den Schutz der schwarzen Madonna gestellt werden.
In diesem Jahr fand das Treffen am 5. Dezember aufgrund der durch die Pandemie auferlegten Beschränkungen online statt. Dies der Nationalsekretär der Päpstlichen Missionsunion der Kleriker, Pfarrer Luca Bovio, mit. Die Konferenzen wurden im Radio von Jasna Góra und auf den Online-Kanälen der Päpstlichen Missionswerke ausgestrahlt, während das im Vergleich zum traditionellen Programm im kleineren Rahmen veranstaltete Gebet vom Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke, Prälat Tomasz Atlas, zusammen mit Pfarrer Bovio und dem Nationalsekretär des Päpstlichen Apostel-Petrus-Werks und des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbrektung, Pfarrer Maciej Bedzynski, stellvertretend für alle über Radio, Fernsehen uns soziale Medien verbundenen Teilnehmer gesprochen.

 

AFRIKA/ÄTHIOPIEN - SECAM besorgt über humanitären Krise in Tigray: “Beendet den Krieg!"

 

Addis Abeba (Fides) - "Wir haben die Verschlechterung der Lage in der Region Tigray in Äthiopien mit großer Besorgnis verfolgt", so der Vorsitzende Symposiums der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) und Erzbischof von Ouagadougou, Kardinal Philippe Nakellentuba Ouédraogo, zum Konflikt in der äthiopischen Provinz Tigray. Wr sei besorgt über Pressebericchte „die eine wachsende humanitäre Krise und eine Sicherheitskrise nicht nur im Tigray, sondern auch im benachbarten Sudan und Eritrea” dokumentieren. “Viele unschuldige Menschen sind gestorben, während viele andere gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen“, beklagt der Vorsitzende des SECAM-Bischöfe, die sich dem Appell von Papst Franziskus vom 8. und 27. November und dem Friedensaufruf für Äthiopien anschließen (vgl. Fides 9/11/2020 und 1/12/2020) und an den Aufruf der äthiopischen katholischen Bischofskonferenz vom 9. November mit der Bitte um das Ende der Gewalt und für einen friedlichen Dialog in der Region Tigray erinnern. "Wir schließen uns ihnen an”, heißt es in der jüngsten Erklärung der SECAM „und fordern das sofortige Niederlegen der Waffen durch alle am Konflikt Beteiligten. Alle Konfliktparteien müssen ihre Differenzen durch offenen Dialog und im Geiste der Brüderlichkeit, des Respekts, des Verständnisses und der Versöhnung gütlich überwinden“. "Wir laden auch die Kirche, zivile Organisationen und alle Menschen mit gutem Willen ein, als Zeichen der Solidarität Nahrung, Wasser und Kleidung für Flüchtlinge bereitzustellen".
„Liebe Brüder und Schwestern in der Region Tigray, seid euch unserer geistigen Nähe zu in dieser Zeit der Krise und der Unsicherheit über die Zukunft sicher”, so Kardinal Ouedraogo abschließend „Wir beten weiterhin für euch, und ihr dürft mit mit Hoffnung auf Gott blicken. Er leidet mit euch und verlässt euch nicht. Habt Mut!"
Inzwischen nimmt die Sorge der humanitären Organisationen um die Bedingungen der Bevölkerung und der Flüchtlinge in Tigray zu. "Die humanitäre Situation wird immer kritischer und es ist entscheidend, dass humanitäre Helfer dringend Menschen vor Ort helfen können", sagte Babar Baloch, Sprecher des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR), gegenüber Reportern in Genf nach Sonntag, nachdem es zu Übergriffen auf UN-Hilfstrupps gekommen war.

 

AFRIKA / MOZAMBIK - Papst Franziskus spendet für Capo Delgado: Ortskirche will zwei Krankenhäuser für Vertriebene bauen

 

Maputo (Fides) - Dank der Spende von Papst Franziskus an die Diözese Pemba, der Hauptstadt der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks, die seit 2017 unter den Folgen eines separitistischen Aufstands leidet, sollen zwei Gesundheitszentren geschaffen werden. Die Kämpfe der Separatisten, die sich dem Islamischen Staat angeschlossen haben, führten zum Tod von mehr als 2.300 Menschen und zur Vertreibung von mindestens 600.000 Einwohnern der Provinz.
"Es entstehen zwei Gesundheitszentren, eines in Chiúre, dem bevölkerungsreichsten Bezirk von Cabo Delgado, und das andere in Montepuez im Südwesten der Provinz, abseits von Rebellenangriffen und einem der sicheren Orte, die Binnenvertriebene auf der Flucht aufsuchen“, bekfräftigt Bischof Luiz Fernando Lisboa von Pemba, der Papst Franziskus für seine Spende dankt. "Mit seiner Geste der Nächstenliebe stellt uns Papst Franziskus 100.000 Euro zur Verfügung, um den Vertriebenen zu helfen", so Bischof Lisboa, der erklärte, dass die Entscheidung zum Bau der beiden Gesundheitszentren nach Rücksprache mit den für die Unterstützung der Vertriebenen zuständigen Organisationen und Personen getroffen wurde. Für die vor dem Krieg geflüchten Familien, von denen die Hälfte Kinder sind, gehört die Gesundheitsversorgung zu den Hauptbedürfnissen, wenn sie aufgrund von Hunger und langer Flucht im Busch alles verloren haben. Innerhalb von zwei bis drei Monaten sollen die beiden Zentren für die Vertriebenen zur Verfügung stehen. Die Spende von Papst Franziskus sei auch wichtig, da sie die internationale Aufmerksamkeit auf die mosambikanische Provinz gelenkt habe, die auch in Zukunft am Leben erhalten werden müsse. "Wenn der Krieg heute enden würde, würde es noch einige Jahre dauern, um das soziale Gefüge der Provinz wieder aufzubauen", unterstreicht Bischof Lisboa. „Nachdem der Papst angefangen hatte, über Cabo Delgado zu sprechen, gab es eine größere Aufmerksamkeit von vielen Organisationen und aus verschiedenen Ländern. Ich glaube, dass er als Autorität dazu beigetragen hat, bewusst zu machen, dass diese Krise nicht nur unsere, der Einwohner von Cabo Delgado betrifft, sondern eine Krise ist, für die die ganze Welt mitverantwortlich sein muss“, sagte der Bischof abschließend.

 

ASIEN/PAKISTAN - Schutz religiöser Minderheiten vor Zwangskonvertierung: Appell an den Premierminister

 

Lahore (Fides) - „Das Phänomen der aktuellen Zwangskonvertierungen bedroht die Religionsfreiheit, die Gewissensfreiheit und den religiösen Pluralismus in Pakistan. Es gibt Hunderte von Fällen der Zwangskonvertierung von hinduistischen und christlichen Minderjährigen, die gewaltsam zum Islam konvertiert und mit meist doppelt so alten muslimischen Männern verheiratet wurden. Aus diesem Grund fordern wir eine entschlossene Maßnahmen der pakistanischen Regierung, die auch von Parlament und Justiz untestützt werden", so der Katholik Peter Jacob, Direktor des Center for Social Justice (CSJ), auf einer Online-Konferenz, die gestern, am 8. Dezember mit Hunderten Teilnehmern in Lahore stattfand.
Nach Angaben von CSJ wurden von 2013 bis 2020 allein in den Provinzen Punjab und Sindh insgesamt 162 Fälle von hinduistischen und christlichen Frauen offiziell registriert, die entführt und konvertiert und gewaltsam verheiratet wurden. Jacob bemerkte: "Diese Daten zeigen die Verwundbarkeit von Frauen, die religiösen Minderheiten angehören. Keine Provinz in Pakistan war gegen diesen Missbrauch immun. Rund 46% der konvertierten Frauen waren unter 18 Jahre alt, 16% waren über 18 Jahre alt, während für den Rest der Fälle das Alter nicht erwähnt wird. Von den Frauen, die zum Islam konvertieren mussten, waren 88 Mitglieder der hinduistischen Glaubensgemeinschaft und 72 Christinnen. Die Provinz Punjab hat mit insgesamt 84 Fällen die höchste Anzahl erzwungener Konversionen, gefolgt von der Provinz Sindh mit 71 Fällen. Natürlich gibt es Fälle, die nicht gemeldet werden".
Die Nichtregierungsorganisation CSJ wandte sich in einem sieben Punkte umfassenden Appell an den Premierminister und die gesamte pakistanische Regierung, mit der Bitte um den Schutz von Minderheiten vor erzwungenen Konversionen. Das Ministerium für Menschenrechte wird aufgefordert, eine umfassende Studie zu diesem Thema durchzuführen, einschließlich einer Analyse der Fälle, die vor Gericht verhandelt wurden, und Lösungsvorschläge zu formulieren. Im zweiten Punkt wird darum gebeten, dass die im November 2019 eingesetzte Parlamentarische Kommission Erklärungen abgibt, die auf sachlichen Untersuchungen und umfassenden Datenanalysen beruhen. Der dritte Punkt betrifft die Polizeibeamten: Sie sollen alle anhängigen Fälle untersuchen und Artikel 498b des pakistanischen Strafgesetzbuchs anwenden, der für die Bekämpfung von Zwangskonvertierungen und Kinderehen relevant ist. Unter Punkt vier wird ein Gesetzentwurf gefordert, mit dem alle religiösen Konversionen von einem Zivilrichter überprüft werden sollen, um zusätzlich zum Alter und Familienstand der beteiligten Parteien das Vorhandensein des freien Willens festzustellen. Unterstrichen wird die Notwendigkeit, Änderungen des Gesetzes zur Beschränkung der Kinderehe zu genehmigen (fünfter Punkt), und die Schaffung einer autonomen nationalen Kommission zum Schutz der Minderheitenrechte (sechster Punkt). Schließlich wird der Präsident des Obersten Gerichtshofs von Pakistan gebeten, die Justiz für die Frage der Zwangskonvertierungen zu sensibilisieren.

 

ASIEN/PAKISTAN - Tag der Menschenrechte: "Schutz der Rechte von Minderheiten ist ausschlaggebend für die Zukunft des Landes"

 

Lahore (Fides) – Schutz vor kriminelle Handlungen, die häufig mit Glaubensfragen verbunden sind, und vor Menschenrechtsverletzungen gegen religiöse Minderheiten in Pakistan", fordern Vertreter der christlichen, hinduistische und muslimische Glaubensgemeinschaft von der pakistanische Regierung mit Blick auf den Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. Die Berhörden sollen wirksame Maßnahmen ergreifen, um diesen Phänomenen entgegenzuwirken. "Die Wiederherstellung der Achtung der Menschenrechte liegt in unserem nationalen Interesse”, so die Religionsvertreter. “Die Religion wurde missbraucht, um abscheuliche Verbrechen zu vertuschen, darunter Menschenhandel oder die Praxis von Zwangskonvertierungen und Verheiratung von minderjährigen Mädchen", so der emeritierte anglikanische Bischof von Lahore, Alexander John Malik. "Heute”, stellt er fest, “sind die Achtung der Rechtsstaatlichkeit, der Schutz der Bürger und Gesetzesreformen von entscheidender Bedeutung. Ich bin der Ansicht, dass spezielle Gremien zum Schutz der Menschenrechte eingerichtet werden sollten, insbesondere eine Kommission für die Rechte von Minderheiten mit eigenem Statut und eigener Autonomie". Hina Jillani, eine renommierte muslimische Menschenrechtsaktivistin und ehemalige Sonderbeauftragte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Menschenrechte, bemerkt gegenüber Fides: "Die wachsende religiöse Intoleranz in Pakistan verringert den Raum für Freiheiten und schädigt die das eigentliche Gefüge unserer Gesellschaft, indem sie die Demokratie untergräbt und das Leben von Gemeinschaften bereits marginalisierter religiöser Minderheiten ernsthaft gefährdet". Jillani fügt hinzu: "Um die Vertreibung infolge von Gewalt und Unterdrückung einzudämmen, muss die pakistanische Regierung ihre Verantwortung für den Schutz der Rechte von Minderheiten und aller am stärksten gefährdeten Bürger wahrnehmen". Der Richter Retd Mehta Kailash Kohli bemerkt ebenfalls: „Erzwungene religiöse Konversionen sind schwerwiegende Verstöße gegen die Menschenrechte: Sie verletzen die in der pakistanischen Verfassung verankerte Religions- und Gewissensfreiheit. Heute sind dringend geeignete rechtliche Maßnahmen erforderlich, um diese Verstöße zu stoppen: Insbesondere sollte das Mindestalter für die Eheschließung in allen Provinzen Pakistans durch Änderung des geltenden Gesetzes über die Eheschließung von Kindern auf 18 Jahre angehoben werden“. Pushpa Kumari, ein hinduistisches Mitglied der in der Provinz Sindh gegründeten Menschenrechtskommission, stimmt zu und erklärt: „Religiöse Minderheiten werden aufgrund ihres geringen sozialen und wirtschaftlichen Status und ihrer geringen Alphabetisierung häufig ausgegrenzt und benachteiligt. In diesem Kontext haben die Familien der Opfer von Zwangskonvertierungen weitere Probleme, wenn es darum geht, in Fällen von Missbrauch und Diskriminierung Gerechtigkeit zu erlangen".

 

AMERIKA/USA - Bischöfe begrüßen Wiederaufnahme des DACA-Programms und fordern weitere Reformen

 

Washington (Fides) - Am 4. Dezember ordnete das Bezirksgericht für den östlichen Bezirk von New York an, dass das US-amerikanischen Heimatschutzministerium das gesamte Programm so genannte DACA-Programm ("Deferred Action for Childhood Arrivals") bis zum 7. Dezember wieder aufnehmen und die erstmalige gestellte Anträge berücksichtigen soll.
Die US-amerikanische Bischofskonferenz veröffentlicht dazu die Stellungnahmen des Vorsitzender des bischöflichen Migrationsausschusses und Weihbischofs von Washington Mario E. Dorsonville: "Wir begrüßen die vollständige Wiederaufnahme des DACA-Programms und freuen uns ganz besonders darüber, dass mit dieser Entscheidung junge Menschen, seit 2017 erstmals wieder Anträge einreichen können. Das DACA-Programm kommt jungen Einwanderern, ihren Familien und den Gemeinden, in deren Dienst wir stehen, direkt zugute. Allen so genannte „Dreamers“ sagen wir, dass die katholische Kirche ihnen weiterhin zur Seite und sie dabei unterstützen wird, das von Gott gegebenen Lebensziel hier in den Vereinigten Staaten zu erreichen. "
„Obwohl wir uns über die Wiederherstellung des DACA-Programms freuen”, so Bischof Dorsonville weiter, “stellen wir fest, dass nur Gesetze, die einen Weg zur Staatsbürgerschaft bieten, Dreamern und ihren Familien echte Sicherheit und die Möglichkeit dazu geben, sich voll zu entfalten. Aus diesem Grund fordern wir den US-Kongress erneut auf, Gesetze zu verabschieden, die den Dreamers einen Weg zur Staatsbürgerschaft garantieren. “
Schließlich äußert der Bischof die Hoffnung, dass "mit der Wiederaufnahme des DACA ein neues Kapitel der Möglichkeiten in der Einwanderungsfrage beginnen wird, einschließlich der Einführung und Genehmigung einer Gesetzesreform durch den Kongress". "Wir werden weiterhin eine Reform unterstützen, die die Einheit der Familie wertschätzt, ordnungsgemäße Verfahren und die Rechtsstaatlichkeit achtet, die Beiträge der Arbeitnehmer anerkennt, Migranten vor der Gefahr der Verfolgung schützt und die Ursachen der Migration angeht."
Im September 2017 hob der US-amerikanische Präsident Donald Trump das unter seinem Vorgänger Obama verabschiedete DACA auf.

 

ASIEN/INDIEN - Erzbischof von Patna zurückgetreten und Nachfolger ernannt

Vatikanstadt (Fides) – Papst Franziskus hat den von Erzbischof William D’Souza, S.I., von Patna (Indien) eingereichten Rückrtit angenommen und den bisherigen Koadjutor der Erzdiözese Sebastian Kallupura, zu seinem Nachfolger ernannt.


Fünf Jahre nach Pariser Klimagipfel: Kinder fordern „Hört auf zu reden – handelt endlich!“

World Vision startet Wiederbegrünungsbewegung „ReGreen the Globe“

(Berlin/wv) - Im Vorfeld des virtuellen Klimagipfels der Vereinten Nationen am 12.12. und angesichts zunehmender Umweltprobleme hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision eine Wiederbegrünungsbewegung mit dem Titel „ReGreen the Globe“ gestartet. Ziele sind u.a. die Unterstützung von Regierungen, technischen Partnern und Kleinbauern, damit diese in der Lage sind, nachhaltige und umweltfreundliche Landwirtschaft umzusetzen und degenerierte Böden mit Hilfe der regenerative Wiederaufforstungsmethode FMNR (farmer managed natural regeneration) wieder aufzuforsten.

 

Die Organisation setzt die Methode inzwischen in 26 Ländern um und erzeugt sowohl durch politisches Engagement als auch durch Ausbildung vor Ort eine wachsende Bewegung, die das Potential hat, Millionen Hektar verödetes Land zu regenerieren. Gleichzeitig verbessert sich das Leben der darauf lebenden Menschen.

 

Internationale Staatengemeinschaft muss Umweltkollaps verhindern und sofort drastische Maßnahmen ergreifen

 

Mit der Initiative soll zudem die UN-Dekade zur Wiederherstellung der Ökosysteme (2021-2030) unterstützt werden. Tony Rinaudo, Gewinner des Alternativen Nobelpreises und leitender Klimaexperte bei World Vision, betont: „Fünf Jahre nach dem Klimagipfel in Paris ist die Welt in einem schlimmen Zustand. Viele Versprechungen wurden nicht umgesetzt. Wir müssen jetzt schnell handeln und verhindern, dass es zu einem weltweiten Kollaps der Umweltsysteme kommt und immer mehr Wälder abgeholzt werden, Böden veröden, somit immer mehr wertvolle Pflanzenarten verloren gehen und Tiere aussterben. Wie es bei der Corona-Pandemie der Fall ist, werden die Auswirkungen des Klimawandels weltweit zu spüren sein und vor allem für die kommenden Generationen schlimme Konsequenzen haben.“

 

Mit Hilfe von FMNR können riesige Flächen degradierter Böden schnell und preiswert wieder aufgeforstet werden, da die Technik auf gesundes Wurzelwerk und vorhandene Samen im Boden zurückgreift. Bäume sind sowohl auf Landwirtschaftsflächen als auch in Wäldern enorm wichtig, um große Mengen CO2 aus der Atmosphäre zu speichern und können somit helfen, die Erderwärmung zu reduzieren.

 

Kinder und Jugendliche dürfen von Klima-Konferenz nicht ausgeschlossen werden

 

Die Kinderhilfsorganisation macht auch darauf aufmerksam, dass keine Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren zur Teilnahme an der 26. UN-Klimakonferenz (COP26) eingeladen wurden. Damit wird eine Generation außen vorgelassen, die am stärksten unter den Folgen des Klimawandels zu leiden haben wird. „Wir fordern Generalsekretär Antonio Guterres auf, Kinder und Jugendliche an den Gesprächen zu beteiligen“, betont Ekkehard Forberg, Experte für Friedensförderung bei World Vision Deutschland.

 

Aus Anlass des Tags der Menschenrechte am 10.12. hat World Vision eine Umfrage mit 121 Kindern und Jugendlichen aus 12 Ländern durchgeführt und sie zu ihren Meinungen und Forderungen an die Politik befragt. Es zeigt sich, dass junge Menschen sehr genau über den Klimawandel Bescheid wissen und wie ihre Heimat und ihr direktes Umfeld durch die Auswirkungen negativ beeinflusst werden. Sie glauben den Warnungen der Wissenschaftler und wollen, dass Politiker Verantwortung übernehmen. „Weniger reden und mehr handeln, die Welt braucht Hilfe“, fordert Emmanuel, 16 Jahre, aus Brasilien.

 

„Der Klimawandel vollzieht sich jetzt und bedroht die Verwirklichung der Rechte von Kindern und ihre Fähigkeit, ihr volles Potenzial zu entfalten“, warnt Forberg. „Die Auswirkungen des Klimawandels werden in vielfältiger Weise negative Effekte auf die Zukunft von Kindern insbesondere in Ländern haben, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben.“ So werden Armut, Ungerechtigkeit und gewaltsame Konflikte um Ressourcen wie Wasser oder nutzbare Böden zunehmen. In einigen Regionen der Erde wird ein Leben in der aktuellen Form nicht mehr möglich sein. Immer mehr Menschen werden zur Flucht gezwungen sein. Der Klimawandel ist eine Kinderkrise. Er zerstört ihr Recht auf eine erfolgreiche Zukunft, auf faire Entwicklungschancen und auf eine gesunde Umwelt. Bereits mehr als 2 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt leiden unter Ernährungsunsicherheit. 1,3 Milliarden Menschen leben auf degradierten landwirtschaftlichen Flächen und über 160 Millionen Kinder leben in Gebieten, in denen es immer wieder zu Dürreperioden kommt. 

 

 

 

 

 


Dreiviertel der Befragten wollen Weihnachten anderen helfen

Covid-Umfrage in 10 Ländern: Mehrheit hält das Schlimmste für überstanden

(Friedrichsdorf/wv) - Weltweit steigt die Zuversicht: Bei einer repräsentativen Umfrage der Kinderhilfsorganisation World Vision in zehn Ländern sagte eine deutliche Mehrheit der Befragten, dass sie optimistischer in das kommende Jahr blickt. Befragt wurden auch Menschen in Deutschland.

 

Mit dem Herannahen der Festtage und der Bekanntgabe erfolgreicher Impfstoffversuche wächst überall die Hoffnung, dass 2021 besser wird als 2020 (67%) und wir das Schlimmste der Pandemie hinter uns lassen können (69%). Die Südafrikaner sind besonders positiv gestimmt. 90% der Befragten hoffen, dass 2021 besser sein wird, als das vergangene Jahr. Pessimistischer sind die Briten: Nur 52% zeigen sich hoffnungsvoll. Auch in Deutschland äußerte sich eine knappe Mehrheit mit 55 Prozent zuversichtlich für das Jahr 2021.

 

Wichtig ist den Befragten in Deutschland das soziale Miteinander zu Weihnachten (54%) und an den Festtagen mehr Zeit mit älteren und einsamen Menschen zu verbringen (69%). Viele Deutsche wünschen sich zudem eher sinnvolle Geschenke, mit denen sie anderen Menschen helfen können, als ein klassisches Geschenk für sich selbst (44%).

 

Auch beim Spendenverhalten zeigen sich die Deutschen besonders engagiert. 66 Prozent gaben an, trotz der Pandemie ihre Spenden nicht reduziert zu haben. Das ist der höchste Wert in allen befragten Ländern. Neun Prozent gaben sogar an, mehr Geld gespendet zu haben.

 

Zur Befragung: In neun der zehn Länder wurde die Umfrage vom Marktforschungsnetzwerk YouGov im Auftrag von World Vision durchgeführt. In Deutschland wurden zwischen dem 24. Und 26. November 2.169 Menschen befragt. In Kanada beauftragte World Vision das Ipsos-Institut mit einer Befragung im Zeitraum zwischen dem 30. Oktober und dem 02. November.

 

Die Umfragen wurden online geführt und alle Zahlen wurden so gewichtet, dass sie repräsentativ für Erwachsene ab 18 Jahren in jedem Land sind. Gefragt wurde in Deutschland, USA, GB, Kanada, Libanon, Südafrika, Indien, Mexiko, Frankreich. Detaillierte Zahlen für die jeweiligen Länder sind bei der Pressestelle in Friedrichsdorf erhältlich.

 

Weitere Informationen über die World Vision Corona Maßnahmen finden Sie unter:

 

www.wvi.org/emergencies/coronavirus-health-crisis/our-impact

 


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