Nachrichten / Glaube, Liebe, Hoffnung

27.04.2017


Wir sind Kirche: „Die Zeit ist reif für die Weihe von Diakoninnen“

(München/Stuttgart/wsk) . Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche erneuert zum „Tag der Diakonin 2017“ die Aufforderung an die deutschen Bischöfe, sich gemeinsam in Rom für den gleichrangigen Diakonat für Frauen und die Diakoninnen-Weihe von Frauen einzusetzen. Da Papst Franziskus die Bischofskonferenzen ermutigt, in pastoralen Fragen konkrete Vorschläge einzureichen, sollten die deutschen Bischöfe den Vorstoß von Bischof Gebhard Fürst aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart aufgreifen und im Vatikan einen Antrag einreichen, am besten gemeinsam mit den Bischofskonferenzen in Österreich und in der Schweiz.

Dabei können sich die deutschen Bischöfe auf das Votum der „Würzburger Synode“ aus dem Jahre 1975 stützen, in dem sich die Synodenversammlung einschließlich der damaligen Bischöfe angesichts der pastoralen Notwendigkeiten und auch unter Berufung auf die Praxis in der frühen Kirche für das Frauendiakonat ausgesprochen hatte. Damals hatte der Vatikan aber nicht einmal den Eingang des Votums bestätigt.

Papst Franziskus hat im Jahr 2016 eine Studienkommission berufen, die die Rolle von Diakoninnen in der Frühzeit der Kirche untersuchen soll. Wie vom Papst ursprünglich angekündigt, sind daraus auch Schlussfolgerungen für eine zukünftige kirchliche Praxis zu ziehen. In einer Kirche, die sich ihrer dienenden Funktion neu bewusst wird, ist ganz grundsätzlich auch die Ämterfrage insgesamt neu zu stellen und zu erforschen, inwieweit die Ämter heute den Diensten in der Urkirche entsprechen bzw. inwieweit sie eine legitime Weiterentwicklung sind und inwieweit nicht. – Notwendige Bedingungen für die Arbeit der Diakoninnen-Kommission hat Wir sind Kirche in einer ausführlichen Stellungnahme formuliert (> PDF).

An der Fachtagung „Ein Amt mit Zukunft – auch für Frauen. Impulse und Perspektiven zum Diakonat“ am 29. April 2017 in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart nehmen auch Frauen aus der KirchenVolksBewegung teil (> Flyer).

Wir sind Kirche ist seit 1996 Mitglied im „Netzwerk Diakonat der Frau“ (www.diakonat.de), das Frauen zu Diakoninnen ausbildet, auch wenn diesen bis heute die Diakonninen-Weihe verweigert wird. Seit 1998 begeht der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) am 29. April, dem Festtag der Katharina von Siena, den „Tag der Diakonin“ (www.tag-der-diakonin.de). Die „Aktion Lila Stola“ der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche setzt sich seit 1997 in Deutschland für die volle Gleichberechtigung der Frauen in der römisch-katholischen Kirche und einen gleichberechtigten Zugang zu allen Ämtern ein. Wir sind Kirche ist auch Mitglied bei Women's Ordination Worldwide (womensordinationworldwide.org).

 


Gäste aus Ruanda leisten Freiwilligendienst in Koblenz und Vallendar

Keine Zeit für Langeweile

Jean sortiert in Koblenz gespendete Anziehsachen. Foto: bt
Jean sortiert in Koblenz gespendete Anziehsachen. Foto: bt

(Koblenz/Vallendar/bt) – Freiwilligendienst? Klar, da gehen oftmals deutsche Jugendliche in ein fremdes Land wie Rumänien, Bolivien oder Ruanda, um die dortige Kultur kennenzulernen und den Menschen vor Ort zu helfen. Doch wie wäre es mal umgekehrt, also "reverse" (englisch für "gegenläufig", "umgekehrt")? Reverse-Freiwillige aus den bereits erwähnten Ländern und aus der Ukraine sowie Burkina Faso lernen seit Februar das Bistum Trier kennen, indem sie hier einen Freiwilligendienst leisten. Der 19-jährige Ignace Ruziga ist aus Ruanda und arbeitet für das Haus Wasserburg des Pallottinerordens in Vallendar. Der zwei Jahre ältere Jean de Dieu Mbarushumukiza kommt ebenfalls aus dem afrikanischen Land. Er macht einen sozialen Friedensdienst bei der CarMen gGmbH im Kleiderladen der Caritas in Koblenz.

 

„Die Kollegen sind sehr nett“, erzählt Jean. Momentan besteht seine Arbeit darin, gespendete Kleidungsstücke zu sortieren: Die guten werden im Laden in der Hohenzollernstraße verkauft, die dafür nicht geeigneten werden recycelt. Seine Schule habe ihn nach dem Abschluss auf die Möglichkeit des Freiwilligendienstes in Deutschland hingewiesen. „Meine Eltern sind sehr stolz, dass ich hier bin“, berichtet er lächelnd. Doch es sei auch schwierig, denn die deutsche Kultur sei doch ganz anders als die in Ruanda. „Aber es ist kein Problem, ich schaffe das“, ist er sich sicher. Gemeinsam mit Studierenden lebt er in einer Wohngemeinschaft in Ehrenbreitstein. Am meisten vermisse er allerdings seine Freunde.

 

Ignace lebt hingegen bei einer Gastfamilie in Bendorf, deren Sohn momentan einen Freiwilligendienst in Ruanda absolviert. Der junge Mann arbeitet abwechselnd im offenen Jugendtreff von Haus Wasserburg in Vallendar oder in Urbar. Zwar habe er vorher nie mit Kindern gearbeitet, aber als ältestes von vier Geschwistern kenne er sich aus. „Mir gefällt es, dass ich hier viel erleben kann.“ Seine Gastfamilie und er unternehmen viele Ausflüge und dazu kommt noch seine Arbeit: „Ich habe keine Zeit für Langeweile“, grinst er. Heimweh habe er daher nur wenig. „Ich bin nicht einsam.“

 

Jean möchte nach seinem Jahr in der Fremde Daheim etwas mit Computern studieren. Wie es nach der Zeit in Deutschland für Ignace weitergeht, wisse er noch nicht so recht. Bis dahin wird er weiter mit den Kindern spielen, ihnen zahlreiche Fragen über sein Heimatland beantworten und deutsche Schnitzel genießen: „Die esse ich gerne.“ Was Jean nicht an Deutschland mag? „I don’t like the weather (Ich mag das Wetter nicht).“ Zum Glück kommt der Sommer bald auch nach Koblenz.

 

In diesem Jahr nehmen elf junge Leute aus sechs Ländern an dem Reverse-Freiwilligendienst teil und arbeiten in sozialen Einrichtungen im Bistum Trier. Reverse-Freiwilligendienste ermöglichen es, dass auch junge Menschen aus dem Ausland einen sozialen Friedensdienst in Form eines Bundesfreiwilligendienstes in Deutschland absolvieren können. Tätigkeitsfelder sind beispielsweise Kinder- und Jugendarbeit, Arbeit mit behinderten Menschen, Altenpflege oder Gemeinwesenarbeit. Begleitet werden sie dabei von den Sozialen Friedensdiensten im Ausland (SoFiA) im Bistum.

 

Weitere Infos gibt es auf www.sofia-trier.de oder bei Julie Cifuentes unter Tel.: 0651-993796-311.

 


GEPLANTE STUDIENGEBÜHREN: LANDESKIRCHE FORDERT BEFREIUNG FÜR STUDIERENDE AUS ENTWICKLUNGSLÄNDERN

 

(Karlsruhe/Stuttgart/ekiba) - In einem Schreiben an alle Abgeordneten des baden-württembergischen Landtags hat die Evangelische Landeskirche in Baden Änderungen am Gesetzentwurf zu neuen Hochschulgebühren im Land gefordert. Dieser soll in der kommenden Woche im Landtag beraten und beschlossen werden.

Dass bei den geplanten Studiengebühren für internationale Studierende keine Befreiung für Menschen aus Entwicklungsländern vorgesehen sei, widerspreche den von Bund und Ländern formulierten Zielen zur Entwicklungszusammenarbeit durch Bildung, schreibt die geschäftsführende Oberkirchenrätin, Barbara Bauer, für die Kirchenleitung. Der badischen Landeskirche sei es wichtig, dass „Studierende gerade aus Entwicklungsländern in unserem Land studieren und das hier gewonnene Wissen in ihren Heimatländern gewinnbringend für ihr Land einsetzen können“, schreibt Bauer. Der vorliegende Gesetzentwurf erschwere im Gegenteil genau diesen Studierenden ein Studium in Baden-Württemberg.

Deshalb bitte die Landeskirche alle Abgeordneten auf eine Anpassung des „Gesetzentwurfs zur Änderung des Landeshochschulgesetzes und des Akademiegesetzes“ hinzuwirken und so dafür zu sorgen, dass das Land Baden-Württemberg, so die Landeskirche in ihrem Schreiben, „einen effektiven Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit leistet".

 


FRÜHJAHRSTAGUNG DER BADISCHEN LANDESSYNODE ERÖFFNET

LANDTAGSPRÄSIDENTIN MUHTEREM ARAS: „AUCH KIRCHE IST HEIMAT“

 

(Bad Herrenalb/ekiba) - Mit einem Gottesdienst ist am heutigen Mittwoch (26.4.) die Frühjahrssynode der badischen Landeskirche in Bad Herrenalb eröffnet worden. Im Anschluss daran debattierten die 75 Synodalen mit der Präsidentin des baden-württembergischen Landtags, Muhterem Aras, über die Bedeutung von Heimat. Bis zum Samstag berät das Gremium unter anderem über die die Studie „Jugend gefragt“, die Rahmenbedingungen evangelischer Kitas und die Umsetzung des Gebäudemanagementprojekts.

In ihrer Rede unter der Fragestellung „Zusammen sind wir Heimat?“ betonte Landtagspräsidentin Muhterem Aras die heimatstiftende Funktion von Demokratie, Sozialstaat, Bildungssystem und Europa. „Heimat ist für mich nicht geographisch festgelegt, sondern ist dort, wo ich mit anderen die gleichen Werte teile“, sagte die Präsidentin. Zugleich hob sie die Bedeutung der Kirche als Heimat für viele Menschen hervor. Aras äußerte Verständnis für „die Sehnsucht nach dem Einfachen, dem Überschaubaren und leicht Verstehbaren“, rief aber zugleich dazu auf, „mit der neuen Komplexität zu leben und gemeinsam das Beste daraus zu machen“.

Die Landtagspräsidentin dankte den Kirchen für deren „herausragende Leistung“ bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Dieses Engagement habe „das Bild von Deutschland positiv geprägt“. Angesichts sozialer Ungleichheiten in der Gegenwart sei die Kirche „ein wichtiger Garant, immer wieder den Finger an die Stellen zu legen, die leider häufig ausgeblendet werden, weil es uns wirtschaftlich gut geht“, erklärte Aras.

In ihrer Predigt hatte zuvor Cornelia Weber, Stellvertreterin des Landebischofs, dazu aufgerufen, so zu reden, „dass die Welt davon erfährt, wovon wir als Christinnen und Christen leben dürfen“. In ihrer Auslegung der biblischen Aufforderung an die Kirche, „Salz der Erde“ zu sein, erklärte sie: „Redet so, dass die Welt durchwürzt wird von der Hoffnung auf Gottes Reich, auf seinen Frieden und seine Gerechtigkeit“. Die Christinnen und Christen sollten weitergeben, was ihnen geschenkt sei: „Gottes Zusage, die Menschen über die grünen Auen, aber auch in den dunklen Tälern zu begleiten“.

 

Morgen und übermorgen beraten die Landessynodalen Themen und Gesetze im Detail in vier Ausschüssen: dem Bildungs- und Diakonieausschuss, dem Rechtsausschuss, dem Finanzausschuss und dem Hauptausschuss. Freitagnachmittag und Samstagvormittag tagt die Synode dann wieder als Ganzes und wird öffentlich über die endgültigen Beschlussvorschläge abstimmen.

 

Weitere Informationen zur aktuellen Frühjahrstagung der badischen Landessynode finden Sie unter www.ekiba.de/landessynode/fruehjahrstagung2017.

 


Heiliger Vater soll sich für ein Ende der Diskriminierung der koptischen Christen einsetzen

Papst Franziskus reist nach Ägypten (28./29.4.)

 

(Göttingen/gfbv) - Papst Franziskus soll sich in Ägypten für ein Ende der Diskriminierung der koptischen Christen einsetzen. „Wenn der Exodus von Christen aus Ägypten gestoppt werden soll, dann müssen Politiker des Landes dazu bewegt werden, sich öffentlich unmissverständlich hinter sie stellen“, bat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Papst um Unterstützung in einem dringenden Schreiben. „Ägypten muss sich endlich dazu bekennen, dass es sowohl ein muslimisches als auch ein christliches Land ist und dass Christen nicht aufgrund ihrer Religion benachteiligt werden dürfen. Jahrzehntelang mussten Kopten Diskriminierung und Ausgrenzung ertragen. Nur stetige Erinnerung aus dem Ausland kann helfen, die ihre bedrückende Lage zu verbessern.“

 

Trotz der schweren Terroranschläge gegen zwei voll besetzte Kirchen am Palmsonntag in Tanta und Kairo hält das Oberhaupt der Katholischen Kirche an seinen Plänen fest, sich am kommenden Freitag und Samstag in Ägypten aufzuhalten. Im Mittelpunkt seiner Reise steht nach dem Willen des Papstes der christlich-muslimische Dialog. So wird der Heilige Vater auch an einer Friedenskonferenz mit dem Imam der Universität Al-Azhar in Kairo teilnehmen.

 

„Wir begrüßen den Dialog zwischen den Religionen, der Brücken bauen kann für mehr Verständnis und Toleranz“, erklärte der GfbV-Afrikaexperte Ulrich Delius. „Dafür ist es aber auch notwendig, dass sich beide Seiten als gleichberechtigt anerkennen. Die Kopten in Ägypten werden von den Behörden seit Jahrzehnten als Bürger zweiter Klasse behandelt, werden vor Übergriffen viel zu schlecht geschützt, bekommen selten Gerechtigkeit, denn sie sind weder vor der Polizei noch vor der Justiz ihren muslimischen Mitbürgern gleichgestellt.“ So werden viele Attacken gegen Christen nicht geahndet, beim Neubau von Kirchen werden sie gegenüber Muslimen benachteiligt und in führenden Stellungen von Polizei, Armee, staatlich kontrollierter Wirtschaft und Gesellschaft sind sie gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil nicht angemessen vertreten.

 

„Der Besuch in Ägypten ist mit großen Sicherheitsrisiken verbunden“, warnte Delius. Erst am Dienstag vergangener Woche konnte ein Terroranschlag des „Islamischen Staates“ auf das griechisch-orthodoxe St. Katharinen-Kloster im Süden der Halbinsel Sinai vereitelt werden. Ein Polizist kam dabei zu Tode, als mutmaßliche Terroristen das Feuer auf eine Straßensperre der Sicherheitskräfte vor dem Kloster eröffneten. Vier Menschen wurden bei dem versuchten Anschlag verletzt.


Himmelblaues Fahrzeug mit Mini-Konzert, Infos und Druckerpresse

Europäischer „Reformations-Truck“ stoppt am 9. Mai in Herborn

 

(Herborn / Darmstadt/ekhn) - Am 9. Mai stoppt der „Reformations-Truck“ auf seiner 25.000 Kilometer-Tour quer durch Europa auch im Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Anlässlich des 500. Jubiläums des Thesenanschlags von Martin Luther macht das himmelblaue Gefährt Anfang Mai in Herborn Station. Die Stadt an der Dill ist eine von 68 Städten in 19 europäischen Ländern, die der Truck anfährt. Sie galt im 16. Jahrhundert als eine Hochburg des reformierten Glaubens.

 

Der Lastwagen wird am 9. Mai auf dem Herkules-Parkplatz des Einkaufszentrums am Hüttenweg unter dem Motto „Die Welt zu Gast in Herborn – mir freue sich“ erwartet. Er steht dann ab 9.30 Uhr im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen. Mit an Bord des himmelblauen Reformations-Mobils wird unter anderem Jonny vom Dahl aus Weimar sein. Er ist als Talent der Fernsehsendung „The Voice of Germany“ bekannt. Um 17 Uhr wird er ein Mini-Konzert geben. Der Student und Sänger aus Weimar will mit dem Auftritt in Herborn das 500. Reformationsjubiläum bereichern.

 

Im Inneren des Lastwagens wird außerdem multimedial über die Reformation informiert. Ein Film über Herborn als Reformationsstadt wird dort erstmals zu sehen sein. Daneben stehen Spiele, Spaß und Unterhaltung im Vordergrund. So gibt es eine Druckerpresse und eine Hüpfburg für die Kleinsten. Bis 18 Uhr ist der Show-Truck für Besucher und Gruppen geöffnet.

 

In der Herborner Konferenzhalle (Professor-Sell-Straße) unweit des Truck-Standortes findet dann am Abend ab 19.30 Uhr ein „Fest der Begegnung“ statt. Mit dabei sind unter anderem der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung und Nord-Nassaus Pröpstin Annegret Puttkamer. Für Musik sorgen Gospelchöre aus der Region. Moderator Stefan Claaß darf unter den Gästen auch die Sängerin und mehrfach ausgezeichnete Geigerin Jördis Tielsch auf der Bühne begrüßen. Der Eintritt ist frei!

 

Zuletzt war der Reformations-Truck im hessen-nassauischem Kirchengebiet im Dezember in Worms zu Gast. Das Gefährt startete am 3. November in Genf und trifft dann am 20. Mai zum Auftakt der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg ein.

 

Mehr Informationen zum Reformationstruck in Herborn: www.ev-dill.de

 


Solaranlage auf Kirche und Gemeindehaus senkt Kosten und schützt Klima

Nordkirche unterstützt christliche Gemeinde in Jordanien

 

(Hamburg/ce) - Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) fördert eine Solaranlage in der Evangelisch-Lutherischen Good Shepherd Gemeinde in Amman (Jordanien) mit 60.000 Euro. Dies hat die Erste Kirchenleitung der Nordkirche beschlossen. Die Gemeinde der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land, seit Jahrzehnten eine Partnerkirche der Nordkirche, werde damit künftig den CO2-Ausstoß ihrer Einrichtungen um bis zu 43 Tonnen verringern, teilt das Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche mit. Zugleich entlaste die Anlage die Gemeinde von den in Jordanien sehr hohen Energiekosten und leiste einen in der Region vorbildlichen Beitrag zum Klimaschutz.

 

Mit der Solaranlage auf dem Dach der Kirche und des Gemeindehauses wird die Gemeinde künftig ihren gesamten Strombedarf decken können. Darüber hinaus produzierter Strom wird in das öffentliche Netz der Kommune eingespeist. Die Anlage soll im Winter die derzeitige, mit Diesel betriebene Heizung ersetzen und im Sommer ein elektrisch betriebenes Heiz-Kühl-System mit Energie versorgen.

 

Rund 300 Sonnenstunden im Jahr bieten gute Voraussetzungen

 

„Bislang machen die Stromkosten fast ein Drittel des jährlichen Budgets der Gemeinde aus. Die Solaranlage bedeutet eine große Entlastung. Gleichzeitig ist die Good Shepherd Gemeinde stolz darauf, Vorreiterin für eine nachhaltige Energieversorgung in Jordanien sein zu können“, erläuterte Hanna Lehming, Nahostreferentin im Zentrum für Mission und Ökumene.

 

Jordanien ist nahezu vollständig von Energieimporten in Form von Erdöl und -gas abhängig. Für die Nutzung von Solarenergie bieten rund 300 Sonnenstunden im Jahr und eine hohe Strahlungsintensität sehr gute Voraussetzungen. „Innerhalb von drei Jahren wird sich die Anlage für die Gemeinde amortisiert haben“, prognostiziert Judith Meyer-Kahrs von der Infostelle Klimagerechtigkeit im Zentrum für Mission und Ökumene. „Zusätzlich übernimmt die Gemeinde durch ihren Umstieg auf erneuerbare Energien eine Vorbildfunktion in der Region.“

 


ERÖFFNUNG DER BADENWEITEN PLAKATKAMPAGNE ZUM REFORMATIONSJUBILÄUM

„ICH BIN SO FREI“

 

(Offenburg/ekiba) - Mit einer groß angelegten Plakatkampagne hat die badische Landeskirche am heutigen Dienstag (25.4.) in Offenburg eine ihrer zentralen Aktionen zum Reformationsjubiläum gestartet. Unter dem Motto „Ich bin so frei“ brachten Kirchenvertreter gemeinsam mit Prominenten aus der Region das erste Großflächenplakat vor der Stadtkirche an.

Elf Menschen aus ganz Baden sagen auf den Plakaten, welche Freiheiten ihnen der christliche Glaube in der Gegenwart schenkt. Das Spektrum reicht von der Finanzexpertin („Ich bin so frei, anders mit meinem Geld umzugehen“) über den Landwirt („Ich bin so frei, Gott zu danken. Er sorgt für uns“) bis zur Ehrenamtlichen in der Vesperkirche („Ich bin so frei, Menschen zu helfen, wieder ins Leben zu finden“). Ergänzt werden die Aussagen der Porträtierten durch kurze Filme, die in den nächsten Monaten im badischen Privatfernsehen ausgestrahlt werden.

Der Ortenauer Unternehmer Bernd Neugart (Kippenheim) klebte vor Ort selbst das Porträt seiner Person; es trägt den Satz „Ich bin so frei, christliche Werte zu achten. Auch in unserem Unternehmen“. Den Aussagen der porträtierten Badenerinnen und Badenern steht jeweils die zentrale Erkenntnis Martin Luthers zur Seite: „Wo der Geist Jesu Christi ist, da ist Freiheit“.

Für den Reformationsbeauftragten der badischen Landeskirche, Wolfgang Brjanzew (Karlsruhe), steht die Kampagne in engem Zusammenhang mit Martin Luthers Verständnis von der Freiheit eines Christenmenschen. „Die Verbundenheit mit Christus befreit zu einer sinnerfüllten Lebensgestaltung. Das dokumentieren wir anhand persönlicher Zeugnisse ganz unterschiedlicher Menschen unserer Tage“, erklärte Brjanzew die Intention der Aktion „Ich bin so frei".

Dekanin Jutta Wellhöner und Dekan Frank Wellhöner (Offenburg) zeigten sich erfreut über den Start der Kampagne in Offenburg. In der „Freiheitsstadt“ habe die badische Demokratiebewegung von 1847 eine ihrer Wurzeln. Zu den damaligen „Forderungen des Volkes“ gehörten neben Gewissens- und Lehrfreiheit auch die Pressefreiheit. „So gesehen gibt es in Offenburg interessante Schnittmengen mit den Grundgedanken der Reformation“, sagte Dekan Wellhöner.

Nähere Informationen zur Kampagne mit den einzelnen Plakatmotiven und den dazugehörigen Filmen unter
www.ichbinsofrei.de.

 


Radkirche verändert den Blick auf den Alltag

Mit dem Fahrrad Gott begegnen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten viel Spaß bei ihrer Tour rund um Cochem. Foto: bt
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten viel Spaß bei ihrer Tour rund um Cochem. Foto: bt

 

(Cochem/bt) – Mit dem Fahrrad die Region erkunden, Menschen begegnen und den eigenen Glauben neu entdecken. Das ist die Intention der Aktion Radkirche, die Veronika Raß, Pastoralreferentin im Dekanat Cochem, jüngst ins Leben gerufen hat. Den Auftakt zu der Acht-Touren-Veranstaltung machte die Radkirche in Cochem. An der 55 Kilometer langen Tour entlang der Mosel beteiligten sich rund ein Dutzend Interessierte.

 

Während für die einen der Radsport im Vordergrund stand, war für andere die Gemeinschaft eines der Hauptkriterien bei der Radkirche mitzumachen. Auf dem Weg entlang der Mosel machte die Gruppe immer wieder halt, um unter anderem die Natur zu genießen, aber auch um anderen Mensch zu begegnen. „Begegnungen kann man nicht arrangieren“, erklärt Veronika Raß. „Aber wir haben Treffpunkte vereinbart mit Menschen, die eine Geschichte zu erzählen haben.“ Dazu gehört beispielsweise Christa Zundel aus Bruttig. Sie engagiert sich seit einiger Zeit für die Integration von Fremden in ihrer Heimatgemeinde. Ihre Tür steht immer offen, ob für Gespräche oder gemeinsames Kochen. Das wissen auch Jemal und sein Kumpel aus Eritrea, die an der Tour teilnehmen. Nicht alles, was gesprochen wird, verstehen die beiden. Aber das Gefühl zu haben, ein Teil der Gemeinschaft zu sein, sei großartig. Auf den Drahteseln geht es weiter zur Klosterkirche in Beilstein, dem ehemaligen Kindergarten in Senheim, in dem heute ein Restaurant untergebracht ist, bis zum Kloster Stuben und dann auf der linken Moselseite zurück nach Cochem. Immer wieder treffen die Teilnehmer auf engagierte Christen, die gern die Begegnung mit der Radgruppe suchen. Den Blick zu „verrücken“, sowohl die Umgebung, als auch die Mitmenschen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, ist das Ziel der Tour. „Wir sind miteinander unterwegs, um uns herausfordern zu lassen“, erklärt die Pastoralreferentin. Radeln, innenhalten, beten und Gott dazu einladen, inmitten der Gruppe dabei zu sein, gehören zum Programm. Christliche Tugenden und Lehren werden ebenso beleuchtet wie Besonderheiten aus anderen Religionen. Die Bruttiger Götterlay inspiriert zum Nachdenken. „Im Islam gibt es 99 Namen für Gott“, weiß Veronika Raß. Den Ein-Gott-Glauben haben die Christen dem Judentum zu verdanken. Die ehemalige Synagoge, ein Zeugnis jüdischen Glaubens an der Mosel, ist noch heute in Bruttig zu besichtigen.

 

Trotz wechselhaften Aprilwetters sind die Teilnehmer mit Spaß bei der Sache. Beim Radeln wird es warm und bei jeder Station lernt man die Mitfahrer besser kennen. Am Ende hat sich eine Gemeinschaft gebildet, die gemeinsam einen schönen Tag verbringt. Radfahren hat für Veronika Raß Symbolcharakter: Sich aus eigener Kraft  zu bewegen, und dabei selbst Teil der Natur zu sein, fasziniert die Theologin. „Das Zweirad steht für die Sehnsucht nach Beziehung“, erklärt sie. Wer mit dem Zweirad unterwegs ist, ist offen für Begegnungen mit andern Menschen, lautet dabei ihre Devise. Die wohltuende Wirkung von Bewegung und dem Kontakt mit der Natur, konnten am Ende alle Teilnehmer spüren.

 

Die nächste Tour der Aktion Radkirche findet am Samstag, 20. Mai, um 10 Uhr, ab Cochem-Sehl statt.

 

Näher Informationen zu weiteren Routen gibt es unter www.dekanat-cochem.de.

 


TAG DER ARBEIT: UNTER DEM MOTTO „WIR SIND VIELE. WIR SIND EINS“ MAHNT DIE EVANGELISCHE ARBEITNEHMERSCHAFT SOZIALE GERECHTIGKEIT AN

 

(Karlsruhe/Singen/Freiburg/Offenburg/Mannheim/ekiba) - Die Evangelische Arbeitnehmerschaft (ean) Baden fordert die Menschen auf, an den Maikundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB und ökumenischen Gottesdiensten zum 1. Mai teilzunehmen. „Im Gedenkjahr der Reformation mahnen wir im Sinne Martin Luthers soziale Gerechtigkeit an und treten ein für eine faire Gesellschaft“, so Wilhelm Rojek, ean-Vorsitzender in Baden. Die ean Baden ruft alle Wahlberechtigten auf, sich bei den kommenden Sozialwahlen und der Bundestagswahl zu beteiligen.

Wilhelm Rojek verweist auf Artikel 20 des Grundgesetzes, in dem Deutschland als „sozialer Bundesstaat“ bezeichnet wird, und fordert, dass die Politik sich auf die soziale Ausrichtung Deutschlands rückbesinne. Konkret bedeute dies für die ean Baden, den Mindestlohn anzuheben und das Rentensystem sowie die Gesundheitsvorsorge zu gleichen Teilen durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu finanzieren. Außerdem spricht sich die Evangelische Arbeitnehmerschaft Baden für eine gelingende Integration von Zuwanderern und Zuwanderinnen ein und für die Weiterbildung all derjenigen aus, die, so ihr Vorsitzender Rojek, „auf die Solidarität und den sozialen Zusammenhalt angewiesen sind“. Bereits am 3. April dieses Jahres hatten 31 Organisationen aus Baden-Württemberg – darunter kirchliche Dienste und Gewerkschaften – ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen Altersarmut ins Leben gerufen.

Zum Thema faires Gestalten der Arbeitswelt und soziale Gerechtigkeit finden in Baden am 1.Mai ökumenische Gottesdienste unter Mitwirkung der Evangelischen Arbeitnehmerschaft, des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt und der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Baden statt in

 

Freiburg: 10 Uhr, Herz-Jesu-Kirche, Stühlinger Kirchplatz, mit Wirtschafts-und Sozialpfarrer Andreas Bordne (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt), Paul Schobel und Eva Roth Bleckwehl (KAB)

 

Karlsruhe: 9 Uhr, Kleine Kirche, mit Dieter Heidtmann , Leiter Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt Baden, und Patrik Schneider, Geistlicher Begleiter der KAB Erzdiözese Freiburg

 

Mannheim: 9 Uhr, Kirche St. Sebastian mit Wirtschafts-und Sozialpfarrer Thomas Löffler (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt) und Pfarrer Friedbert Böser (KAB Rhein-Neckar)

 

Offenburg: 9 Uhr, St. Andreas, mit Franz Feger (KAB) und Siegfried Aulich (ean)

 

Singen: 9.30 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche, mit Pfarrerin Andrea Fink und Dekan Matthias Zimmermann

 


Der Preis „Das unerschrockene Wort“ wurde heute an die Ehepaare Lohmeyer und Nierth in Torgau verliehen

Aus Überzeugung standhaft

Copyright Foto: Wolfgang Sens
Copyright Foto: Wolfgang Sens

(Torgau/pm) - Haltung zeigen und die eigenen Überzeugungen auch gegen Widerstände verteidigen: Diese Entschlossenheit, die schon Martin Luther auszeichnete, ist heute wichtiger denn je. Für Birgit und Horst Lohmeyer sowie Susanna und Markus Nierth ist sie gelebte Selbstverständlichkeit. Dafür wurden die beiden Ehepaare heute, am 22. April 2017, mit dem Preis „Das unerschrockene Wort“ vom Bund der Lutherstädte geehrt. 

 

„Wer schweigt, stimmt zu. Horst und Birgit Lohmeyer sowie Markus und Susanna Nierth erheben ihre Stimme unerschrocken und mutig gegen Rechtsextremismus. Populismus kennt keine Grenze. Er weicht nur zurück vor entschlossenem Widerstand und engagierter Zivilcourage. Daher geht ‚Das unerschrockene Wort’ zurecht an die Ehepaare Lohmeyer und Nierth“, sagte die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, die bei der Preisverleihung in der Torgauer Schlosskirche, dem ersten evangelischen Kirchenbau, die Laudatio auf die Paare hielt.

 

Der Preis „Das unerschrockene Wort“ wurde im Andenken an Martin Luther zuerst 1996 und seit 1999 alle zwei Jahre vergeben. Er erinnert an den Mut und die Standhaftigkeit des Reformators, der sich auf dem Reichstag zu Worms 1521 für seine Überzeugungen verantworten musste und sich weigerte, seine Kritik an der Amtskirche zu widerrufen, obwohl ihm dafür die Ächtung drohte. Jede der insgesamt 16 deutschen Lutherstädte kann einen Kandidaten aus dem In- und Ausland für den mit 10.000 Euro dotierten Preis nominieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Menschen, die bereit sind, „für unerschrockenes Auftreten Unbill in Kauf zu nehmen“. Eine Jury, bestehend aus den Bürgermeistern der Städte und weiteren Vertretern des öffentlichen Lebens, ermittelt die Preisträger.

 

Im Jubiläumsjahr der Reformation sei es darum gegangen, „den Fokus auf gegenwärtige Herausforderungen im Heimatland Luthers zu legen“, so die Jury. Die Ehepaare Nierth und Lohmeyer „stehen mit ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement beispielhaft für den Kampf gegen demokratiegefährdende und rechtsextremistische Strömungen in Deutschland“, resümierte Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth die Jury-Entscheidung.

 

Birgit und Horst Lohmeyer leben in dem mecklenburgischen Dorf Jamel, das immer wieder durch die Umtriebe ansässiger Rechtsextremisten als „Nazi-Dorf“ bekannt wurde. Die beiden Künstler veranstalten hier jährlich das Rockfestival „Jamel rockt den Förster“ und wirken so gegen die Vereinnahmung des Dorfes durch Neonazis. Obwohl sie immer wieder bedroht und angegriffen werden, lassen sie sich nicht vertreiben. Dass ihr Engagement nun ausgezeichnet wird, bestärkt Familie Lohmeyer in ihrem Tun. „Wir empfinden die Verleihung des Preises als großartige Anerkennung unseres ehrenamtlichen Engagements. Er gibt uns Kraft und das Gefühl des Nicht-allein-Seins im Kampf gegen rechtsextreme und rechtspopulistische Strömungen in unserem Land [...]“, sagt Horst Lohmeyer, und seine Frau ergänzt: „Wir möchten Deutschland vor einem Rückfall in eine Diktatur, wie sie unsere Eltern noch am eigenen Leib erfahren haben, bewahren. Gerade die Tatsache, dass unsere Eltern uns nicht glaubwürdig erklären konnten, weshalb sie damals die deutsche Tragödie nicht verhindert haben, stellt eine große Motivation für uns dar, es niemals wieder so weit kommen zu lassen.“

 

Susanna und Markus Nierth haben sich im vergangenen Jahr für eine Flüchtlingsunterkunft im sachsen-anhaltinischen Tröglitz engagiert, in dem Markus Nierth ehrenamtlicher Bürgermeister war. Nach massiven Drohungen trat der Theologe aus Sorge um seine Familie von dem Amt zurück, setzt sich aber weiterhin für die Unterbringung von Flüchtlingen in Tröglitz ein und betreut gemeinsam mit seiner Frau afghanische Familien als Pate. Das Ehepaar Nierth rührt die Verleihung des Preises in besonderer Weise, nicht nur weil sie beide als Paar diese Auszeichnung erhalten. „Ich nehme diesen Preis stellvertretend für unsere Kinder entgegen”, sagt Susanna Nierth. „Weil nicht nur einem Ortsbürgermeister zugesetzt wurde, wie es manchmal in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Tatsächlich war und ist das Leben einer ganzen Familie betroffen und bis heute komplett verändert. Mir persönlich wird dieser Preis deshalb Ansporn sein, besonders in den Zeiten, in denen meine Familie und ich uns von der Gesellschaft schutzlos und alleingelassen fühlen, dennoch den Überzeugungen meines Herzens zu folgen, meine eigene Angst niederzudrücken und mich unerschrocken weiter gesellschaftlich einzumischen, und zu gestalten, um auch in Zukunft in Freiheit in diesem Land leben zu können.”

 

Markus Nierth ergänzt: „Ich nehme gerührt diesen Preis stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen und Kommunalpolitiker an, die in diesen Tagen für ihre Geradlinigkeit, für ihre Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe brutalen Hass und schlimmen Psychoterror, auch gegenüber ihren Familienmitgliedern, ertragen müssen. Ich freue mich sehr über diesen ‘Luther-Preis’, weil mich Martin Luther schon von klein auf begleitete […].”

 

Zu den früheren Preisträgern gehören der syrische Rechtsanwalt Mazen Darwish und das Syrische Zentrum für Medien und Meinungsfreiheit, die Journalistin Andrea Röpke und der Liedermacher Stephan Krawczyk.

 

 

 


Mecklenburgische Kirchenkreissynode:

Dienste und Werke unterstützen und bauen Brücken in die Gesellschaft

Präses Christoph de Boor (l.) dankte Landespastor Martin Scriba herzlich für seinen langjährigen Dienst im Diakonischen Werk MV und die enge Zusammenarbeit mit Kirchenkreis Mecklenburg. Foto: ELKM/C. Meyer
Präses Christoph de Boor (l.) dankte Landespastor Martin Scriba herzlich für seinen langjährigen Dienst im Diakonischen Werk MV und die enge Zusammenarbeit mit Kirchenkreis Mecklenburg. Foto: ELKM/C. Meyer

(Güstrow/cme) - In vielfältiger Weise stärken und ergänzen die übergemeindlichen Dienste und Werke in Mecklenburg die kirchliche Arbeit und diakonische vor Ort. Dies wurde auf der Kirchenkreissynode am Wochenende (21.- 22. April) in Güstrow deutlich. Einen Einblick in die gesamte Bandbreite des Wirkens gaben die Berichte des Diakonischen Werkes MV, des Konventes der Dienste und Werke und des Zentrums Kirchlicher Dienste Mecklenburg. Darüber hinaus fassten die Synodalen mehrere wichtige Beschlüsse.

 

 

 

Neben den Kirchengemeinden mit ihren Aufgaben vor Ort gibt es eine große Vielfalt von kirchlichen Einrichtungen, die vom Kirchenkreis bzw. der Landeskirche getragen werden. Diese allgemeinkirchlichen Dienste und Werke verkündigen die christliche Botschaft in Wort und Tat. „Sie unterstützen dort, wo einzelne Gemeinden nur begrenzte oder keine Angebote bereithalten können“, sagte Pröpstin Britta Carstensen. Oder sie erbringen wichtige Dienstleistungen, indem sie beratende, bildende und fördernde Angebote machen. Besonders gefragt und gefordert sind derzeit die sozialdiakonische Jugendarbeit, die Flüchtlingsarbeit oder die schulkooperative Arbeit der AG Tage Ethischer Orientierung.

 

 

 

Dass Dienste und Werke und Kirchengemeinden sich gegenseitig brauchen, betonte Pröpstin Carstensen. Gerade angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen und Spannungen, die zu spüren sind. Bildung, Teilhabe und Verantwortung seien eine „wichtige und gemeinsame Aufgabe von Kirchengemeinden und den Diensten und Werken“. Projekte wie „Kirche stärkt Demokratie“, indem u.a. Demokratielotsen ausbildet werden, „Kirche im Dorf sein“, das ehrenamtliches Engagement vor Ort fördern will und die Schulsozialarbeit der Stiftung „Evangelische Jugend – Sozialdiakonische Arbeit“, die allen Kindern Chancen öffnen möchte, stellten sich exemplarisch den Synodalen vor.

 

 

 

Ausgesprochen: Dank an Diakonie-Landespastor Scriba

 

Die Synode verabschiedete Landespastor Martin Scriba nachdem er zum letzten Mal den Bericht des Diakoniewerkes MV vor dem Gremium gehalten hatte. Hintergrund: Pastor Scriba geht im Sommer in den Ruhestand. Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn sprach dem Theologen herzlichen Dank für seinen Dienst als Gemeindepastor, Regierungsbeauftragter und dann als Landespastor in der Diakonie aus und wünschte ihm Gottes Segen. Pastor Scriba habe dem Anliegen der Kirche, der Diakonie und der Wohlfahrtspflege in der öffentlichen Wahrnehmung in Mecklenburg-Vorpommern eine Stimme gegeben sowie die Nähe von Kirche und Diakonie engagiert gestärkt. „Und ich habe gespürt, dass der Einsatz für die Schwachen für Sie immer eine Herzensangelegenheit war“, so der Schweriner Bischof. Präses Christoph de Boor bedankte sich bei Martin Scriba im Namen der Synodalen für „die kontinuierliche Information der Synodalen über Entwicklungen und Herausforderungen im diakonischen und sozialen Bereich des Landes“.

 

 

 

Landespastor Scriba zog dennoch keine Bilanz der vergangenen 8 Jahre, sondern konzentrierte sich auf das Jahr 2016 und Schwerpunkte, wie die Arbeit mit Geflüchteten. Diakonische Träger seien insbesondere aktiv bei der medizinischen Betreuung – konkret im Klinikum Neubrandenburg, und bei der Betreuung von dezentral untergebrachten Asylsuchenden. „Vor allem für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge, für die psychologische Betreuung von Flüchtlingen und für die Asylverfahrens-Beratung haben wir besondere Angebote geschaffen“, so Martin Scriba.

 

 

 

Ein weiter Schwerpunkt der Diakonie MV sind soziale Angebote im ländlichen Raum. „Ohne die freie Wohlfahrtpflege kann der Staat seine sozialen Verpflichtungen nicht erfüllen“, unterstrich der Landespastor. Allerdings erfülle die praktische finanzielle Förderung durch das Land MV nicht den sozialen Anspruch, der in der Landesverfassung festgelegt sei. Vor diesem Hintergrund bedankte sich Landespastor Scriba bei den Synodalen des Kirchenkreises Mecklenburg für ihre finanzielle Unterstützung.

 

Hintergrund: Im fünften Jahr in Folge stellt der Kirchenkreis Mecklenburg insgesamt 200.000 Euro für freiwillige Beratungsdienste des Diakonischen Werkes MV, wie die Ehe-, Familien- und Lebensberatung und die Allgemeine Soziale Beratung, sowie zum zweiten Mal 155.000 Euro für die diakonische Flüchtlingsarbeit zur Verfügung. „Nur mit diesem kirchlichen Geld können wir wichtige Hilfsangebote für Menschen in Notlagen vorhalten“, unterstrich Martin Scriba.

 

 

 

Vernetzt: Angebote für verschiedene Zielgruppen

 

Ein lebendiges und buntes Bild ihres Wirkens und ihrer Vernetzung mit Kirchgemeinden und zivilgesellschaftlichen Akteuren zeichnet ebenso der Jahresbericht des Zentrums Kirchlicher Dienste Mecklenburg (ZKD). In Rostock sind wichtige Arbeitsfelder des Kirchenkreises unter einem Dach zusammengefasst. In einer der Synode druckfrisch vorgelegten Broschüre finden sich viele Beispiele „von persönlichen Begegnungen, intensiver Begleitung von geflüchteten Menschen, spirituellen und phantasievollen Projekten in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bis hin zu Ausstellungen in unserem Haus“, so Pastorin Dorothea Strube, die das Zentrum seit dessen Gründung Anfang 2012 leitet.

 

 

 

Weitere Beschlüsse der mecklenburgischen Synodalen

 

 

 

Beschlossen: Zuschuss für Schulstiftung

 

Die Synode beschloss der Schulstiftung der Nordkirche „einmalig eine Zuweisung für nötige Investitionen in Höhe von 600.000 Euro zur Verfügung zu stellen“, so Propst Dirk Sauermann. Parallel wird die Landeskirche 900.000 Euro zur Verfügung stellen. Damit und mit einem entsprechenden Beschluss des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises, der 300.000 Euro für Investitionen beisteuert, könne die Schulstiftung mit insgesamt 1,8 Millionen Euro mehrere Investitionsprojekte mitfinanzieren, die besondere Dringlichkeit haben.

 

 

 

„Dazu gehört beispielsweise der geplante Schulneubau in Wismar aber auch die komplette Sanierung und Erweiterung der Sporthalle in Neubrandenburg“, so Matthias Fischer vom Vorstand der Schulstiftung. Die 1996 von der damaligen Mecklenburgischen Landeskirche gegründete Schulstiftung ist derzeit Träger von 28 Einrichtungen an 17 Standorten, die sich fast ausschließlich in MV befinden.

 

 

 

Propst Sauermann erinnerte daran, dass der Kirchenkreis Mecklenburg bereits Ende 2016 einen Darlehensfonds in Höhe von 2 Millionen Euro für investive Maßnahmen von Einrichtungen der AG evangelischer Schulträger im Kirchenkreis aufgelegt hatte. „Damit haben wir ein prägnantes Zeichen gesetzt“, so Propst Sauermann. Zudem seien 50.000 Euro zur Stärkung des evangelischen Profils bereitgestellt worden.

 

 

 

Berichtet: Verwaltung legt Zahlen und Fakten vor

 

„Unser Bericht enthält viele gute Nachrichten über positive Entwicklungen im Kirchenkreis.“ Dies sagte Leiterin Elke Stoepker beim Bericht der Kirchenkreisverwaltung Mecklenburg. Bemerkenswert sei beispielsweise, dass mit 12.524 Frauen und Männern die Zahl der ehrenamtlich Tätigen bei abnehmenden Gemeindegliederzahlen im Vorjahr um knapp 1000 gestiegen ist. „Mehr Besucher wurden in den Gottesdiensten gezählt, obgleich es zahlenmäßig weniger Gottesdienste gab. Mehr Menschen entschieden sich, Taufen zu lassen und es gab mehr (Wieder-)Aufnahmen als im Jahr 2015“, so Elke Stoepker. In den Kirchengemeinden hätten zudem mehr Pastorinnen und Pastoren ihren Dienst versehen, was auch darauf zurückzuführen sei, dass „derzeit 15 Pastorinnen und Pastoren ihren Probedienst im Kirchenkreis absolvieren“.

 

 

 

Umgestellt: Doppelte Buchführung wird eingefügt

 

Grünes Licht gab die Synode für die kirchenkreisweite Umstellung auf das kaufmännische Rechnungswesen. Die gesamte Haushaltsführung soll damit ab 2021 von der bisherigen „Kameralistik“ auf die sogenannte „Doppik“- eine Abkürzung für „Doppelte Buchführung in Konten“ – umgestellt werden. „Der Wechsel zum in der Wirtschaft üblichen System soll in der Kirche für noch mehr Transparenz beim Gesamtvermögen sorgen und eine bessere Übersicht über den tatsächlichen Ressourcenverbrauch ermöglichen“, blickte Juliane Görs, Fachbereichsleiterin für Finanzen und Meldewesen in der Kirchenkreisverwaltung voraus. Der Kirchenkreis folge damit dem Kirchengesetz der Nordkirche über die Haushaltsführung.

 

 

 

Erlassen: Satzung des Gesamtärars

 

Nach der Landessynode der Nordkirche, die ein neues Gesetz zum mecklenburgischen Gesamtärar fasste, beschlossen die mecklenburgischen Synodalen eine entsprechende Satzung für die „rechtsfähige kirchliche Anstalt des öffentlichen Rechts des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg“. Deren Aufgabe ist es, „hinterlegtes Geldvermögen aus Erlösen von Grundstücksverkäufen örtlicher Kirchen in Mecklenburg zu verwalten und zu vermehren“, erläuterte Propst Wulf Schünemann. Das Gesamtärar reiche wiederum zinsgünstige Darlehen an die Einleger aus – insbesondere für Investitionen und Bauunterhaltung sowie für Grundstückskäufe. Die Geschichte des Gesamtärars in der mecklenburgischen Kirche reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück.

 

 

 

Mehr: www.kirche-mv.de

 


Landesbischof Ulrich hielt Theaterpredigt zu Brechts „Leben des Galilei“:

„Der Mut zur Demut ist die eigentliche Entdeckerkraft“

 

(Schwerin/maw) - „Glaube und Wissenschaft sind keine Gegensätze, sondern sie gehören zusammen“, erklärte  Gerhard Ulrich, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), heute (21. April) in seiner Theaterpredigt im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin. „Gott will, dass der Mensch Wissen schafft. Das ist eine Gabe, die Gott schenkt: Schöpfungsgabe. Neugier und das Staunen über die Schöpfung sollten Grundlagen naturwissenschaftlichen Forschens sein.“

 

Anhand des Psalms 104 (Lob Gottes angesichts der Schöpfung) setzte Ulrich sich mit dem Brecht-Stück „Leben des Galilei“ in einer Inszenierung von Schauspieldirektor Martin Nimz auseinander. Die astronomischen Beobachtungen Galileo Galileis (1564 – 1642) hatten die Lehre des Kopernikus unterstützt: Die Erde bewegt sich um die Sonne – und nicht andersherum. Somit war das Weltbild von der Erde als göttlichem Mittelpunkt auf den Kopf gestellt und forderte Mächtige in der Kirche damals heraus. „Brecht setzt einen Konflikt in Szene, der zugleich ein unrühmliches Stück Kirchengeschichte ist“, sagte Ulrich.

 

Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen der Forschung stellen

 

Mit der Gottesgabe, Wissen zu erlangen, sei aber auch die Verantwortung der Wissenschaftler für Mensch und Schöpfung verbunden. Angesichts der Quantensprünge in der Forschungsentwicklung stelle sich die Frage nach den Grenzen der Forschung heute ganz neu, so Ulrich: „Darf man alles machen, was möglich ist?“ Die Freiheit der Wissenschaft allein als Freiheit von Reglementierung zu verstehen, wäre zu wenig, mahnte er. „Freiheit ist immer Freiheit von Unterdrückung, Knechtschaft und Leid, sie ist immer Freiheit für das Leben. Wenn die Wissenschaft Leben bedroht, hat das mit Freiheit nichts mehr zu tun!“

 

Wissenschaft und die daraus gewonnene Weisheit könnten Grundlagen für ein Leben in Fülle schaffen, an dem alle teilhaben, so Ulrich weiter. „Damit jeder hat, was wir alle brauchen: Brot und Gemeinschaft, Liebe und Zukunft. Und Frieden.“

 

Dazu gehöre auch das Wissen um die eigenen Grenzen. „Der Mut zur Demut – das ist die eigentliche Stärke, die eigentliche Entdeckerkraft: Da ist eine Kraft, die stärker ist als meine Kraft; eine Macht, die höher ist als meine Vernunft; eine Vernunft, die aus Liebe mich und alles trägt, erträgt, voranbringt, hält. Da haben auch die Entdecker und Forscher Raum.“

 

Die Theaterpredigt zu Brechts Stück „Leben des Galilei“ ist die inzwischen sechste Veranstaltung in der Reihe „Dialog Kirche und Bühne“, ein Gemeinschafsprojekt des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin mit der evangelischen und katholischen Kirche. Unter dem Motto „Predigt am anderen Ort“ hatte Gerhard Ulrich 2015 die erste Theaterpredigt in Schwerin gehalten, damals zu Shakespeares „Kaufmann von Venedig“.

 

Shakespeare-Tage 2017 in Weimar mit Podiumsgast Gerhard Ulrich

 

Morgen (22. April) wird Landesbischof Gerhard Ulrich auf Einladung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft im Rahmen der internationalen Shakespeare-Tage 2017 „Shakespeare und die Reformation“ in Weimar an einem Podiumsgespräch zum Thema „Theater – Kirche – Politik“ teilnehmen.

 

Der in Hamburg geborene Gerhard Ulrich studierte zunächst Germanistik, Theaterwissenschaften und Schauspielkunst, bevor er 1974 zum Studium der Evangelischen Theologie wechselte. 2013 wurde er von der Landessynode der Nordkirche zum Landesbischof gewählt. Seine Predigtstätten sind die Dome zu Schwerin und Lübeck. Ulrich ist zugleich Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.

 

Weitere Vorstellungen des Stückes „Leben des Galilei“ im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin finden am Sonntag, 14. Mai (18 Uhr), Montag, 15. Mai (10 Uhr), Mittwoch, 21. Juni (19.30 Uhr) und am Sonntag, 25. Juni (15 Uhr) statt (www.mecklenburgisches-staatstheater.de).

 


Gerhard Ulrich ist Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

 

www.nordkirche.de
www.velkd.de

 


Ökumenische Feier am Pfingstmontag im Dom und auf dem Markplatz:

Gemeinsam

(Schwerin/pm) - Evangelische und katholische Christen aus Norddeutschland wollen am Pfingstmontag (5. Juni 2017) in Schwerin gemeinsam der Reformation vor 500 Jahren gedenken. Unter dem Motto „Gemeinsam die Stimme erheben“ laden sie zu einer ökumenischen Feier im Schweriner Dom und auf dem Marktplatz mit einem anschließenden Mahl unter freiem Himmel ein. Erzbischof Dr. Stefan Heße (Erzbistum Hamburg) hebt aus diesem Anlass hervor: „Reformation – das ist heute ein ökumenischer Ruf, der an uns alle ergeht: sich immer wieder neu an Christus und seinem Evangelium zu orientieren.“ Landesbischof Gerhard Ulrich (Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland) betont: „Wir sind gemeinsam auf dem Weg der Ökumene und wollen stärken, was uns vereint – in der Hoffnung, dass überwunden werden kann, was uns noch trennt.“ In die Feierlichkeiten eingebunden ist auch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).

 

 

 

Nach einer musikalischen Einstimmung (ab 10.30 im Dom) beginnt um 11 Uhr der Gottesdienst im Schweriner Dom. Vorgesehen ist dann eine Prozession zum Markt, auf dem Landesbischof Gerhard Ulrich und Erzbischof Dr. Stefan Heße predigen werden. Erwartet werden rund 1.000 Christen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Nach dem Gottesdienst wird zu einem gemeinsamen Essen auf dem Marktplatz eingeladen. Ministerpräsident Erwin Sellering wird eine Tischrede halten. Willkommen zu dem Christusfest sind aber nicht nur Gläubige, sondern alle Menschen, die mit Christen ins Gespräch kommen wollen.

 

 

 

Für die gemeinsame Mahlzeit an den etwa 100 Tischen auf dem Marktplatz werden aus den Kirchengemeinden Schwerins noch Tischgastgeber gesucht. Sie sollen die Gäste begrüßen und ins Gespräch bringen. Wer mitmachen möchte, wird gebeten, Kontakt zu Heike Bäcker, Stabsstelle Presse und Kommunikation der Nordkirche, aufzunehmen (Tel.: 03852-20223114, E-Mail: heike.baecker@presse.nordkirche.de)

 

 

 

Weitere Informationen:

 

www.reformation-im-norden.de/oekumenisch-feiern

 

 

 

 

 


Mecklenburgische Synodale entschieden im 3. Wahlgang für Rostocker Pastor

Neuer Propst Marcus Antonioli: „Menschenfreundlichkeit Gottes kommunizieren“

Foto: Vizepräses Annemarie Düvel gratulierte im Namen der Synodalen dem neu gewählten Propst Marcus Antonioli. Foto: ELKM/C. Meyer
Foto: Vizepräses Annemarie Düvel gratulierte im Namen der Synodalen dem neu gewählten Propst Marcus Antonioli. Foto: ELKM/C. Meyer

 

 

 

(Güstrow/Wismar/cme) - Marcus Antonioli erhielt das Vertrauen: Die Mitglieder der mecklenburgischen Kirchenkreissynode wählten den 46-jährigen Rostocker Pastor (22. April) im 3. Wahlgang mit 31 Ja-Stimmen von 40 abgegebenen und gültigen Stimmen zum Propst mit Sitz in Wismar. Zur Wahl nötig waren mindestens 28 Ja-Stimmen – die Mehrheit der derzeit gesetzlichen Anzahl von 54 Synodalen. Die zehnjährige Amtszeit des Theologen beginnt am 1. November 2017. Mitbewerber um das leitende Amt im Kirchenkreis war Oberkirchenrat Dr. Mathias de Boor, der im Landeskirchenamt der Nordkirche als Ausbildungsreferent tätig ist.

 

 

 

„Vielen Dank für euer Vertrauen. Dies ist eine große Verpflichtung und ich hoffe, dass wir viel Gutes für unseren Kirchenkreis erreichen können“, sagte der neue Propst Marcus Antonioli unmittelbar nach seiner Wahl. Und bei der Vorstellung zuvor hatte er davon gesprochen, dass es ihm wichtig ist, „die Menschenfreundlichkeit Gottes zu kommunizieren“. Als Propst werde er sich, den Kirchengemeinden vor Ort widmen. „Besonders im ländlichen Raum brauchen sie unsere Unterstützung und Solidarität.“ Und er möchte ebenso, den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Kirchengemeinden und über die Ebenen der Kirche hinweg anregen.

 

 

 

„Nicht zuletzt halte ich die Förderung des Ehrenamtes für die Zukunft unserer Kirche für entscheidend“, unterstrich der Theologe ebenso wie, „auf Menschen zuzugehen und mit unterschiedlichen Leuten etwas für das Gemeinwesen zu tun“. Für seine neue Aufgabe habe er „wertvolle Erfahrungen in der Jungen Gemeinde in Hagenow, im Leipziger Studium, bei einem Studienaufenthalt in Indien sowie in ländlichen und städtischen Gemeinden als Pastor sammeln können. Der jetzt gewählte neue Propst ist Nachfolger von Propst Dr. Karl-Matthias Siegert, der im September in den Ruhestand geht.

 

 

 

Zwei fähige und ausgeprägte Persönlichkeiten kandidierten

 

Bevor die 40 anwesenden Synodalen ihre Stimmen zur Neuwahl im Gemeindezentrum der Güstrower Domgemeinde abgaben, hatte Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn, der den Pröpstewahl-Ausschuss leitete, das Votum des Gremiums begründet und gesagt: „Wir freuen uns, dass mit Pastor Marcus Antonioli und Oberkirchenrat Dr. Mathias de Boor zwei geeignete und ausgeprägte Persönlichkeiten zur Wahl stehen.“ Der Ausschuss habe aus Kenntnis beider Personen wie auch aus den Vorstellungsgesprächen die Überzeugung gewonnen, dass „beide die Fähigkeiten und das Potential mitbringen, den anspruchsvollen Herausforderungen des Amtes in der Propstei Wismar und in Mecklenburg gerecht zu werden“. Es käme darauf an, anstehende Veränderungsprozesse „innovativ und achtsam zu gestalten“.

 

 

 

Bisher Pastor in der Rostocker Heiligen-Geist Kirche

 

Pastor Marcus Antonioli stammt aus Hagenow. Nach dem Studium der Theologie in Leipzig und im südindischen Bangalore sowie dem Vikariat in Doberan, war er zunächst als Gemeindepastor in Altkalen tätig. Anschließend übernahm er die Pfarrstelle in Rostock-Groß Klein. Seinen derzeitigen Gemeindepfarrdienst in der Rostocker Kirchengemeinde Heiligen-Geist trat er im Jahr 2011 an. Der 46-Jährige ist verheiratet mit einer Religionslehrerin, das Paar hat zwei Kinder.

 

 

 

Verantwortung im Kirchenkreis und in der Propstei

 

Das Propstamt wird im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg von vier pröpstlichen Personen in gemeinsamer Verantwortung wahrgenommen. Zugleich tragen sie jeweils Sorge für ihr Propsteigebiet (Seelsorgebezirk) und ebenso für gemeinsame Aufgaben im kreiskirchlichen Dienst, etwa für die Verwaltung, die Diakonie oder für die Dienste und Werke. Die Pröpste haben ihren Sitz in Wismar, Parchim, Rostock und Neustrelitz. Im Kirchenkreis werden 252 Kirchengemeinden mit insgesamt 174.000 Gemeindegliedern gezählt. Der Kirchenkreis Mecklenburg, einer von 13 in der gesamten Nordkirche, regelt seine Aufsicht und Verwaltung im Sinne der rechtlichen Vorgaben eigenständig, unterstützt die Kirchengemeinden und ist für alle Aufgaben zuständig, die den örtlichen Bereich der Kirchengemeinde überschreiten.

 

 

 

Die Propstei Wismar mit ihren rund 46.500 Kirchenmitgliedern liegt im nordwestlichen Teil des Kirchenkreises Mecklenburg. Ihr Gebiet umfasst den Landkreise Nordwestmecklenburg und Teile der Landkreise Rostock und Ludwigslust-Parchim sowie die Landeshauptstadt Schwerin. Zur Propstei gehören 70 Kirchengemeinden in sechs Kirchenregionen.

 

 

 

Mehr im Internetportal unter: www.kirche-mv.de

 


Hessen-Nassaus erste „kunstinitiative2017“ startet ab 30. April in Darmstadt

Mit Wachsresten, Unschärfen und Steckdosen

(Darmstadt/ekhn) - Mit einem Festgottesdienst werden am kommenden Sonntag (30. April) um 10 Uhr in der Darmstädter Martinskirche die Ausstellungen der drei Gewinner des ersten Kunstpreises der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eröffnet. Die prämierten Projekte der „kunstinitiave2017“ sind dann in Darmstadt in der Martinskirche (Heinheimer Straße), in der Michaelskirche (Liebfrauenstraße) sowie in der Stadtkirche (An der Stadtkirche) zu sehen. Anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation hatte die hessen-nassauische Kirche erstmals einen Kunstpreis ausgelobt. Mehr als 20 junge Künstlerinnen und Künstler wurden Anfang 2016 zu dem Wettbewerb eingeladen, um sich in ihren Entwürfen mit dem Kirchenraum und dem für die Reformation zentralen Thema „Gnade“ zu beschäftigen. Dabei setzten sich vor einer unabhängigen Jury Daniela Kneip Velescu (Frankfurt), Georg Lutz (Stuttgart) und Lisa Weber (Mainz) durch. Nun dürfen sie ihre Entwürfe in drei Darmstädter Kirchen umsetzen. Der Kunstpreis ist ein Förderpreis, der mit 45.000 Euro dotiert ist. Er dient den ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstlern zur Realisierung ihrer Projekte.

 

 

 

Neue Erfahrungen

 

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung, der im Eröffnungsgottesdienst predigt, erhofft sich davon „neue Erfahrungsräume“ in der Kirche. Es gehe darum, sich mit der Wahrnehmung der gesellschaftlichen und kirchlichen Situation durch Künstlerinnen und Künstler auseinanderzusetzen. „Schauen und Nachdenken“ sei gefragt. Der erste Kunstpreis dient nach Worten Jung zudem dazu, im 500. Jahr der Reformation junge Künstlerinnen und Künstler auf die evangelische Kirche deutlicher aufmerksam zu machen. Der Protestantismus habe dazu beigetragen, Kunst zuerst von der kultischen und dann auch von der kirchlichen Inanspruchnahme zu befreien. Dann habe sie endgültig den Weg in die weltliche Kultur gefunden und sei dadurch auch offen für neue Aufgaben geworden. Jetzt gehe es aber darum, die Auseinandersetzung der Kunst mit religiösen und kirchlichen Themen wieder zu stärken, so Jung.

 

 

 

Spirituelle Steckdosen

 

Für die Michaelskirche arbeite Daniela Kneip Velescu im Innen- und Außenbereich mit textilen Materialien, die mit Piktogrammen von Steckdosen bedruckt sind. Die Künstlerin bezieht zum einen mit ihren Motiven den Außenraum der Kirche mit ein und fertigt zum anderen neue Sitzbezüge für die Kirchenbänke mit dem Steckdosenmotiv an. Die Künstlerin stellt in ihrer Arbeit „Power Point“ Gnade in humorvoller Weise als spirituelle Energie dar, die Menschen verbindet.

 

 

 

Reste von Kerzenwachs

 

Der Stuttgarter Künstler Georg Lutz bestückt die Martinskirche in seiner Installation „5 Tons of Prayer“ mit Wachsresten von Andachtskerzen aus Kirchenräumen. Er verknüpft die Themen Gnade und Beten auf verblüffende Weise. Der offene Charakter des Kunstwerks wird dadurch verstärkt, dass Besuchende die Kerzenstummel an einem eigens dafür gefertigten Tisch wieder neu entzünden können.

 

 

 

Malerische Unschärfen

 

Die Stadtkirche als dritter Ort des Projektes präsentiert die Videoinstallation „With a Fading Glance“ von Lisa Weber. Ihre künstlerische Arbeit bezieht sich auf Ingeborg Bachmanns Erzählung „Ihr glücklichen Augen“ aus dem Jahr 1972 und nähert sich dem Thema „Gnade“ über die Frage, wie Menschen sich und andere sehen – und was sie nicht sehen. Durch malerische Unschärfe, Überblendungen und Überbelichtung der Videobilder ergeben sich kraftvoll verstörende Bildsequenzen, die unser eigenes Sehen herausfordern.

 

 

 

Ausstellung und Programm bis Juni

 

Die Kunstwerke sind bis einschließlich 23. Juni 2017 in den Kirchen zu besichtigen. Das Programm umfasst neben der Ausstellung auch Künstlergespräche, Vorträge, musikalische Veranstaltungen und besondere Gottesdienste. Zudem wird ein Katalog erscheinen, in dem alle eingereichten Wettbe-werbsbeiträge dokumentiert sind. Die Initiative konnte mit Unterstützung der Evangelischen Akademie Frankfurt und der EKHN-Stiftung realisiert werden. Die Projektleitung der „kunstitiative2017“ liegt bei Dr. Markus Zink, Referent Kunst und Kirche im Zentrum Verkündigung der EKHN und Christian Kaufmann, Evangelische Akademie Frankfurt.

 

 

 

 

 

Öffnungszeiten der Ausstellungen (bis 23. Juni)

 

 

 

Daniela Kneip Velescu

 

Michaelskirche

 

Liebfrauenstraße 10, Darmstadt

 

Dienstag-Samstag 14-18 Uhr

 

Sonntag 11-12 Uhr

 

Im Juni nur am 1., 8., 15. und 22. geöffnet!

 

 

 

Georg Lutz

 

Martinskirche

 

Heinheimer Straße 43, Darmstadt

 

Dienstag-Samstag 15-19 Uhr

 

Sonntag 11-12 Uhr

 

Im Juni nur am 1., 8., 15. und 22. geöffnet!

 

 

 

Lisa Weber

 

Stadtkirche

 

An der Stadtkirche 1, Darmstadt

 

Dienstag-Freitag 9-16 Uhr

 

Samstag 9-12 Uhr

 

Sonntag 11-12 Uhr

 

 

 

Mehr Informationen und Programm auch im Internet unter:

 

www.ekhn-kunstinitiative.de

 


Bistum Trier beteiligt sich an Mentoring-Programm

Mehr erreichen

Daniela Michels (re.) mit ihrer Mentorin Cordula Scheich. Foto: bt
Daniela Michels (re.) mit ihrer Mentorin Cordula Scheich. Foto: bt

 

 

(Kaisersesch/Trier/bt) – Daniela Michels arbeitet seit mehr als fünf Jahren in der Rendantur Kaisersesch. Dorthin ist die gebürtige Düsseldorferin durch ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule in Koblenz und über einen Job im Marketing gelangt. „Die Sachbearbeitung macht mir sehr viel Spaß, aber ich würde gerne auch in den Bereich ‚Führen/ Leiten‘. Ich will einfach noch mehr erreichen“, erklärt die junge Frau. Um dieses Ziel zu erreichen nimmt sie am bundesweiten Programm „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“ teil.

 

Daniela Michels hat für das einjährige Programm eine erfahrene Führungskraft an die Hand bekommen: Die Geschäftsführerin der Katholischen Kita gGmbH Trier Cordula Scheich ermöglicht ihr als Mentorin Einblicke in eine kirchliche Leitungstätigkeit.

 

Etwa alle vier Wochen trifft sich das Tandem, um unter anderem an einem Projekt zu arbeiten. „Auch wenn sich meine Mentorin nicht mit der Thematik meines Projektes Erbbaurecht auskennt, hilft sie mir mit Tipps. Sie zeigt mir, an welchen Stellen ich nochmal nachhaken kann“, erklärt Daniela Michels die Zusammenarbeit. Oder die zwei Frauen besprechen tagesaktuelle Dinge wie den Umgang mit Kunden oder Kollegen. „Mir hilft die Erfahrung von Frau Scheich.“ Zudem finde sie es beeindruckend, wie ihre Mentorin mit verschiedenen Situationen so ruhig umgehen könne. Sie bekomme dadurch auch eine andere Sicht auf die Dinge.

 

Die gelernte Pastoralreferentin Cordula Scheich hat sich am Anfang des Projekts den Arbeitsplatz der jungen Frau in der Eifel angeschaut. Im Gegenzug besuchte diese die Gesellschafterversammlung der Kita gGmbH Trier, um ihre Mentorin dort in der Leitungsfunktion zu erleben. „Sie hinterfragt auch mein Tun“, schildert die Diplom Theologin, die seit 17 Jahren an der Spitze der Kita gGmbH Trier steht. „Ich finde es hochspannend insbesondere junge Frauen, die sich für Führung und Leitung interessieren, zu begleiten und vor diesem Hintergrund nochmal das eigene Führungsverhalten zu reflektieren, Anregungen zu bekommen und sozusagen aus der zweiten Reihe einen Blick auf die Dinge zu werfen“, erklärt die gebürtige Kasslerin ihr Engagement.

 

Das Konzept „Kirche im Mentoring“ dient der Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen innerhalb der katholischen Kirche. In einem Tandem arbeitet eine Mentorin aus dem Bistum mit einer Nachwuchskraft (Mentee) zusammen. „Im Sinne einer Ergänzung und Erweiterung der eigenen Bemühungen beteiligt sich das Bistum Trier gerne daran“, erklärt Dr. Yvonne Russell, Leiterin der Personalentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat. „Es bietet überdies die willkommene Gelegenheit, sich mit den Verantwortlichen der anderen Diözesen zu der Frage von Geschlechtergerechtigkeit auszutauschen und gegebenenfalls zu vernetzen.“

 

Durchgeführt wird das Programm vom Hildegardis-Verein, der in der katholischen Kirche beheimatet ist und seit mehr als 100 Jahren die akademische Ausbildung und Qualifizierung von Katholikinnen unterstützt. An dem einjährigen Projekt beteiligen sich verschiedene deutsche (Erz-)Bistümer und die Deutsche Bischofskonferenz.

 

Weitere Informationen gibt es bei Dr. Yvonne Russell unter Tel.: 0651-7105-391, per E-Mail an yvonne.russell(at)bistum-trier.de oder auf www.hildegardis-verein.de

 


Das ehemalige Vorstandsmitglied der Deutschen Depressionsliga spricht über die Mut-Tour und seinen Weg vom Betroffenen zum Peer Berater

frnd.tv veröffentlicht „Laut gedacht mit Martin Schultz“

(Berlin/cw) - In der neuesten frnd.tv-Folge von „Laut gedacht“ stellt Martin Schultz die Deutsche Depressionsliga und ihre Arbeitsfelder vor. Die erste Patientenvertretung für an Depression erkrankte Menschen betreibt seit 2009 Anti-Stigma-Arbeit und Interessensvertretung bei Ärzteverbänden und in der Politik. Bei ihrer alljährlichen Mut-Tour fahren depressionserfahrene und –unerfahrene Menschen auf Tandems durch Deutschland. Die öffentlichkeitswirksame Aktion verbindet die heilsame Wirkung von Sport mit dem Gemeinschafts- und Naturerlebnis und leistet einen Beitrag zur Entstigmatisierung depressiver Erkrankungen.

Martin Schultz spricht auch über seine persönlichen Erfahrungen mit Depressionen und seelischen Krisen. Als Betroffener hat er eine Experiencend-Involvement-Ausbildung absolviert und unterstützt nun Menschen bei ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz nach einer depressiven Erkrankung. Mit der Mut-Tour verbindet ihn seine persönliche Affinität zum Sport und dessen positive Wirkung auf seine Seelische Gesundheit: „Man sollte eigentlich viel mehr Sport verordnen als Pillen!

Wie auch Martin Schultz hat es sich der Verein Freunde fürs Leben zur Aufgabe gemacht, seelische Erkrankungen in unserer Gesellschaft zu entstigmatisieren. Daher bietet der YouTube-Kanal frnd.tv mit dem Format „Laut gedacht“ seinen Zuschauern eine Möglichkeit, Informationen rund um die Themen Depression und seelische Gesundheit zu erhalten, die visuell hochwertig aufbereitet und niedrigschwellig zugänglich sind.
Die Filmproduktion wurde gefördert durch die Deutsche Depressionsliga und die KKH

          
Weiterführende Links:
Website: http://www.frnd.de
YouTube: https://www.youtube.com/c/freundefurslebenev
Facebook: https://www.facebook.com/freundefuersleben/
Instagram: https://www.instagram.com/freundefuerslebenev/

FREUNDE FÜRS LEBEN e.V.
Jedes Jahr sterben in Deutschland 10.000 Menschen durch Suizid.
Freunde fürs Leben wollen das ändern.
Seit 2001 klärt der gemeinnützige Verein Jugendliche und junge Erwachsene über die Themen Suizid und Seelische Gesundheit auf. Denn durch gezielte Informationsvermittlung über Warnsignale, Hilfsangebote und Therapiemöglichkeiten ist Suizidprävention möglich.
Die Gründer von Freunde fürs Leben Diana Doko und Gerald Schömbs haben selbst geliebte Menschen durch Suizid verloren. Als Kommunikations- und PR-Experten haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, über das Tabu-Thema Suizid aufzuklären.

 


Bischöfin Kirsten Fehrs predigt zum Tag der Arbeit in der Hamburger Flussschifferkirche. Weitere Gottesdienste in Harburg und Schleswig-Holstein.

Gottes Wort am 1. Mai

(Hamburg/nk) - Unter dem Motto „Da geht etwas gemeinsam“ veranstaltet der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Gottesdienste zum „Tag der Arbeit“ in Hamburg und Schleswig-Holstein.

 

So wird Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck am 1. Mai um 10 Uhr in der Hamburger Flussschifferkirche predigen. Gestaltet wird der Gottesdienst gemeinsam mit Gewerkschaftsvertretern. Für die musikalische Begleitung sorgt der Gospelchor „Keep on Singing“. Im Anschluss nimmt Bischöfin Fehrs am Demonstrations­zug des Deutschen Gewerkschaftbunds (DGB) teil, der vom Rödingsmarkt  zum Fischmarkt führt. Dort besucht sie die Kundgebung und den Informations-Stand des KDA. 

 

 

 

„Gerechtigkeit ist nicht nur eine politische Forderung, sondern ein grundlegendes Anliegen der Bibel“, sagt die Bischöfin. „Daher passt es, wenn wir Gottes Wort auch am 1. Mai hören. Wir feiern diesen Gottesdienst bewusst auf der Flussschifferkirche. Sie ist das Symbol für eine Kirche, die so gebaut ist, dass sie zu den arbeitenden Menschen kommen kann.“

 

 

 

Bereits am 30. April wird der DGB Nord-Vorsitzende Uwe Polkaehn im Rahmen der „Lübecker Laienkanzel“ zum Thema Gerechtigkeit sprechen.

 

 

 

KDA-Gottesdienste zum Tag der Arbeit:

 

·         23. April, Hamburg-Harburg: 11 Uhr, St. Johannis, Bremer Straße 9,
Predigt: Pastor Friedrich Degenhardt

 

·         30. April, Lübeck-Kücknitz: 10 Uhr, St. Johannes-Kirche, Kirchplatz 6,
„Laienkanzel“-Predigt: Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord

 

·         1. Mai,  Hamburg-Binnenhafen: 10 Uhr, Flussschifferkirche, Hohe Brücke 2,
Predigt: Bischöfin Kirsten  Fehrs

 

·         1. Mai, Neumünster: 8.30 Uhr, Anscharkirche, Am Alten Kirchhof  5,
Predigt: Propst Stefan Block

 

 

 

Als kirchliche Facheinrichtung für Arbeit und Wirtschaft engagiert sich der KDA für die ethische Gestaltung des Wandels in der Arbeitswelt. Nähere Informationen unter www.kda.nordkirche.de.

 


Über 200 Teilnehmende beim Hessen-Nassau weiten Kindersingfest in Worms am 29. April erwartet

(Worms / Darmstadt/ekhn) - Über 200 Jungen und Mädchen werden am kommenden Samstag (29. April) in Worms zum Kindersingfest der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) erwartet. Das Musikfestival für die Jüngsten startet um 11 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche am Marktplatz. Es ist eines der zentralen Projekte der EKHN anlässlich des Reformationsjubiläums 2017. Höhepunkt ist ein gemeinsam einstudiertes Singspiel nach Motiven des Reformators Martin Luther.

 

 

 

Kinder entdecken eigene Stimme

 

Unter dem Motto „Kinder singen vom Glauben“ reihen sich die jungen Sängerinnen und Sänger in die lange Tradition der Reformatoren und Reformatorinnen ein, denen die Musik ein Herzensanliegen war. Eingeladen zu diesem Tag sind Kinder aus dem gesamten Kirchengebiet im Alter von 6 bis 12 Jahren. Alle haben die Gelegenheit, beispielsweise in Workshops ihre Stimme zu entdecken und vor allem im gemeinsamen Singen ihre Begeisterung für die Musik zu teilen.

 

 

 

Großes Erlebnis für alle

 

Erwartet wird in Worms auch die Stellvertretende hessen-nassauische Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf. „Rhythmen und Klänge faszinieren Menschen seit je her“, erklärt sie. „Auch die Reformation nutzte die Musik für ihre Botschaft“, so Scherf. Das Kindersingfest stehe deshalb „in bester evangelischer Tradition, Klänge und Glauben miteinander zu verbinden.“ Sie erhofft sich, dass die Mädchen und Jungen am Ende des Tages „ein großes musikalisches Gemeinschaftserlebnis und viel Gottvertrauen mit nach Hause nehmen können“.

 

 

 

Luther-Singspiel aufgeführt

 

Das Kindersingfest findet seinen Abschluss in Worms mit der gemeinsamen Aufführung des musikalischen Märchens „Hör auf dein Herz!“ nach Motiven von Martin Luther (Libretto: Birgit Behre, Musik: Lukas Schopf.) Neben Liedern von Martin Luther sowie eingängigen Vertonungen von Zitaten Luthers enthält das Singspiel auch neue Texte mit neuen Melodien. Mitwirken werden außer den Teilnehmenden am Kindersingfest der Chor der Ostersingwoche sowie Musikerinnen und Musiker der Lucie-Kölsch-Musikschule der Stadt Worms.

 

Das Kindersingfest in Worms beginnt am 29. April ab 11 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche und endet um etwa 17.30 Uhr. Zur öffentlichen Aufführung des Singspiels um 16 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

 

Mehr Informationen

 

Genaues Programm und mehr Informationen im Internet: www.zentrum-verkuendigung.de

 

 

 

(Direkter Link: https://www.zentrum-verkuendigung.de/unsere-themenbereiche/kirchenmusik/singen-mit-kindern/kindersingfest-2017.html)

 

 

 


Der Pommersche Evangelische Kirchenkreis und die Greifswalder Kirchengemeinden beteiligen sich am „Greifswalder Kulturfest für Solidarität und Weltoffenheit“, das am 1. Mai auf dem Greifswalder Marktplatz gefeiert wird.

Bekenntnis zum friedlichen Zusammenleben

Foto: Sebastian Kühl
Foto: Sebastian Kühl

(Greifswald/ssk). Initiiert vom Bündnis „Greifswald für alle“ findet am 1. Mai von 13 bis 19 Uhr auf dem Greifswalder Marktplatz die Veranstaltung „1. Mai – Greifswalder Kulturfest für Solidarität und Weltoffenheit“ statt. Schirmherr ist Greifswalds Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder. Bereits im vergangenen Jahr gab es eine ähnliche Feier unter dem Titel „Wir sagen Moin und Merhaba – das Greifswalder Kulturfest am 1. Mai“, die von mehr als 3.000 Menschen besucht wurde. „Das Kulturfest ist eine Antwort auf rechte Gruppierungen, die soziale Netzwerke und die Straße für sich beanspruchen wollen“, sagt Christoph Volkenand vom Bündnis „Greifswald für alle“, von dem das Fest in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund veranstaltet wird. „Mit dem Kulturfest setzen wir ein positives Zeichen. Wir lassen uns nicht treiben und beschränken uns nicht darauf, gegen etwas zu sein.“ Das Fest sei eine Möglichkeit für alle demokratischen Kräfte Greifswalds, zu agieren, statt zu reagieren. Fremdenfeindliche, diskriminierende und rassistische Gruppierungen sprechen nicht für die Mehrheit der Greifswalder, so das Bündnis „Greifswald für alle“.

 

 

 

Kirchengemeinen sind mit eigenem Stand dabei

 

 

 

Mit mehr als 30 Vereinen, Initiativen und Organisationen hat das Kulturfest im Vergleich zum Vorjahr noch mehr Beteiligte. Zu den Unterstützenden zählen auch der Pommersche Evangelische Kirchenkreis und die Greifswalder Kirchengemeinden. Gerd Panknin, Propst im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, gehört zu den Rednern auf dem Kulturfest. Die Greifswalder Kirchengemeinden sind mit einem eigenen Stand auf dem Greifswalder Marktplatz dabei, kündigt Michael Mahlburg, Pastor der Kirchengemeinde St. Jacobi Greifswald, an. „Den Christen der Stadt ist sehr daran gelegen, zu zeigen, dass wir in Greifswald friedlich zusammenleben und uns nicht aufhetzen lassen“, so Michael Mahlburg. Zentrales Thema des Stands der Kirchengemeinden ist die Situation der Geflüchteten, von denen sich viele in die Gestaltung des Fests einbringen. „Am Stand der Kirchengemeinden wird die Flüchtlingsbeauftragte des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises, Christine Deutscher, Fragen rund um das Geflüchteten-Thema beantworten“, so Michael Mahlburg.

 

 

 

Viel Musik und Angebote für Familien

 

 

 

Auf dem „Greifswalder Kulturfest für Solidarität und Weltoffenheit“ gibt es zahlreiche Angebote für Familien und Kinder. Unter anderem wird die Feuerwehr mit einem Drehleiterfahrzeug dabei sein. Verschiedene Bands und Einzelmusiker, von denen die meisten aus Greifswald kommen, gestalten ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Sämtliche Musiker verzichten auf ihre Gage. Der Eintritt zum „1. Mai – Greifswalder Kulturfest für Solidarität und Weltoffenheit“ ist frei.

 


Die an Depression erkrankte Jungunternehmerin spricht auf frnd.tv über ihre Mood-Tracking App ARYA

„Laut gedacht mit Kristina Wilms“

(Berlin/ffl) - In der neuesten frnd.tv-Folge von „Laut gedacht“ spricht die Gründerin der ARYA-App, Kristina Wilms, offen über ihre eigenen Erfahrungen mit Depressionen und erklärt, wie sie auf die Idee zur Entwicklung ihrer App gekommen ist, die Betroffenen den Umgang mit Depressionen im Alltag erleichtern soll.

„Während der Therapie und auch danach habe ich mir immer eine Unterstützung in meinem Alltag gewünscht. Etwas das mir das Gefühl von Sicherheit gibt und mir hilft die therapeutischen Inhalte in mein tägliches Leben zu integrieren“, erklärt Wilms ihre App.

Durch ihre „Doppelrolle“ als Betroffene und Initiatorin der App ARYA weiß Wilms, was für Patienten hilfreich ist und wie der Therapiealltag vereinfacht werden kann.

Der „Papiersalat“ zur Erfassung der aktuellen Stimmung wird durch die App ersetzt.
Arya ist eine Art digitales Tagebuch, dass Emotionen und die dazugehörigen Verhaltensmuster einfach und diskret festhält - überall und jederzeit. Diese Gefühls- und Gedankenmuster können auch an den behandelnden Therapeuten weitergeleitet werden, um gemeinsam daran zu arbeiten. Die Arya-App verändert sich inhaltlich im Laufe der Therapie und passt sich damit an den Fortschritt der Patienten an. Kristina Wilms konnte durch Ihre eigene Erkrankung einen Schaffensprozess in Gang setzen, der heute vielen Betroffenen hilft.

Auch viele Therapeuten und Ärzte sind von der ARYA App überzeugt, da sie eine Therapie deutlich vereinfachen kann.


 



Wie auch Kristina Wilms hat es sich der Verein
FREUNDE FÜRS LEBEN zur Aufgabe gemacht seelische Erkrankungen in unserer Gesellschaft zu entstigmatisieren.
Daher bieten Freunde fürs Leben auf ihrem YouTube-Kanal frnd.tv mit dem Format
„Laut gedacht“ ihren Zuschauen eine Möglichkeit, Informationen rund um die Themen Depression und Seelische Gesundheit zu erhalten, die visuell hochwertig aufbereitet und niedrigschwellig zugänglich sind.

 

 

 

Weiterführende Links:
Website: http://www.frnd.de 
YouTube: https://www.youtube.com/c/freundefurslebenev  
Facebook: https://www.facebook.com/freundefuersleben/
Instagram:
https://www.instagram.com/freundefuerslebenev/  

FREUNDE FÜRS LEBEN e.V.
Jedes Jahr sterben in Deutschland 10.000 Menschen durch Suizid.
Freunde fürs Leben wollen das ändern.
Seit 2001 klärt der gemeinnützige Verein Jugendliche und junge Erwachsene über die Themen Suizid und Seelische Gesundheit auf. Denn durch gezielte Informationsvermittlung über Warnsignale, Hilfsangebote und Therapiemöglichkeiten ist Suizidprävention möglich.
Die Gründer von Freunde fürs Leben Diana Doko und Gerald Schömbs haben selbst geliebte Menschen durch Suizid verloren. Als Kommunikations- und PR-Experten haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, über das Tabu-Thema Suizid aufzuklären.

 

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Autor: Freunde fürs Leben e.V.; zusammengestellt von Gert Holle - 4.04.2017