Nachrichten / Glaube, Liebe, Hoffnung

DIENSTAG, 21.01.2020


Spektakuläres Musik-Live-Event zu Ostern mit Thomas Gottschalk als Erzähler

Die Passion – Die größte Geschichte aller Zeiten

RTL strahlt zu Ostern „Die Passion“ aus © TV NOW
RTL strahlt zu Ostern „Die Passion“ aus © TV NOW

(Köln/rtl) - RTL erzählt zu Ostern 2020 die größte Geschichte aller Zeiten als spektakuläres Musik-Live-Event. „Die Passion“ ist eine moderne und ungewöhnliche Inszenierung der letzten Tage im Leben von Jesus Christus – mit dem Zentrum einer Großstadt als Bühne. Mitten in Essen werden bekannte Schauspieler und Sänger mithilfe deutscher Popsongs die über 2000 Jahre alte Geschichte zum Leben erwecken und die dramatischen Ereignisse in unsere heutige Zeit transportieren. Thomas Gottschalk führt als Erzähler durch die Passionsgeschichte.

 


Thomas Gottschalk erzählt DIE Ostergeschichte: Eine Erzählung, die wie keine andere unsere Geschichte, unsere Kultur und unser Denken geprägt hat und nicht zuletzt den Glauben von Milliarden Menschen. Auf der Hauptbühne im Stadtzentrum erleben die Zuschauer die Geschichte von Verrat, Leiden und Sterben, aber auch von Hoffnung, Liebe und Vergebung in einer modernen noch nie dagewesenen Art. Die Ereignisse, die sich vor über 2000 Jahren abgespielt haben, werden in unsere heutige Zeit versetzt. Bekannte Sänger erwecken die Geschehnisse an verschiedenen Schauplätzen in Essen mithilfe deutscher Musikhits zum Leben. Auf der Hauptbühne werden die Sänger musikalisch von einer Band und einem Chor unterstützt.

 


Zusätzlich gibt es Live-Schalten zu einer Passions-Prozession, bei der ein großes leuchtendes Kreuz durch die Straßen Essens zur Hauptbühne getragen wird. Die Menschen, die an der Live-Prozession teilnehmen, spiegeln unsere vielfältige Gesellschaft wieder. Eingeladen sind Menschen aus Essen und ganz Deutschland – egal welcher Konfession sie angehören oder ob sie konfessionslos sind. Eine Reporterin begleitet den Kreuzweg und spricht mit den Teilnehmern über ihre Beweggründe und Motivation.
In einer Zeit, in der die Gräben zwischen den Menschen und den Ideologien immer größer werden, in der die Herausforderungen der Gegenwart und die Fragen der Zukunft Angst machen, möchte RTL die ursprünglichen Botschaften der Passion wie Liebe, Toleranz, Gemeinschaft und Hoffnung in den Fokus rücken.

 


RTL-Unterhaltungschef Kai Sturm: „Die Grundgedanken der Passionsgeschichte gehen weit über einen rein religiösen Hintergrund hinaus und handeln von menschlich universellen und zeitlosen Themen. Deshalb hat die Geschichte auch in der heutigen Zeit nicht an Bedeutung verloren. Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Zuschauer – ob sie religiös sind oder nicht – die emotionale Kraft spüren und auf ihr eigenes Leben übertragen können. Mit dieser Geschichte zeigen wir Haltung und dass es sich lohnt, gemeinsam füreinander einzustehen. Hier geht es um Respekt und Liebe für den Nächsten – unabhängig von Herkunft und Religion!“

 


Thomas Gottschalk: „Ich habe schon als Jugendlicher Vorbeter die Passion in der Kulmbacher Hedwigskirche vorgetragen und freue mich, dass RTL mit dieser Erlösungsgeschichte, die mehr ist als eine fromme Legende, ins Quotenrisiko geht. Als man mir die Rolle des Erzählers angeboten hat, habe ich gerne ja gesagt. Ich war selten so gut auf einen TV Auftritt vorbereitet.“

 


Mit „Die Passion“ holt RTL eines der erfolgreichsten und emotionalsten TV-Events des niederländischen Fernsehens erstmals nach Deutschland. Seit mittlerweile 10 Jahren erzielt das Live-Musik-Event herausragende Quoten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen unserer Nachbarn.

 


Produziert wird „Die Passion“ im Auftrag von RTL Television von Mediawater in Kooperation mit Kimmig Entertainment. Musikalischer Direktor ist Michael Herberger (u.a. „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“).

 


Junge Eltern werden stundenweise von Helferinnen entlastet

Fünf Jahre Familienhilfsangebot „wellcome“ in der Hansestadt

 

(Rostock/cme) - Die ersten Monate nach der Geburt können für junge Familien trotz aller Freude über den ersehnten Nachwuchs ganz schön stressig und chaotisch werden. Das Baby schreit, das Geschwisterkind fühlt sich vernachlässigt und der besorgte Vater hat keinen Urlaub mehr. In Rostock biete „wellcome“ in solchen Situationen eine Hilfe. Heute (17. Januar) wurde das fünfjährige Jubiläum des Projektes gefeiert – mit einer Bilanz, die sich sehen lassen kann.

 

Selbst die Mütter, die sich sehr gut vorbereitet haben, kommen schnell an ihre Grenzen, wenn sie keine familiäre Unterstützung haben. Hier setzt „wellcome“ an: „Wir kümmern uns um die Babys, damit die Mütter einmal Luft holen können", sagt Vera Weiß, die im Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg für das Projekt der Erwachsenenbildung zuständig ist. Seit Januar 2015 können Hilfesuchende bei uns anrufen und bekommen Unterstützung. „Wie ein Engel kommt eine ehrenamtliche Mitarbeiterin zur Familie. Wellcome unterstützt so, wie es sonst Großeltern, Nachbarn oder Freunde tun.“ Das Angebot sei aber nicht kostenfrei. „Die Stunde kostet 5 Euro. Eine individuelle Ermäßigung ist jederzeit möglich.“ Denn, so die Koordinatorin des Rostocker Projektes, „am Geld soll und darf die Hilfe nicht scheitern“.

 

Hilfe und Betreuung durch „wellcome“ erhalten Familien, die unter besonderen Belastungen leiden, die keine bezahlte Hilfe von Pflegediensten haben und auch keine Hilfe von Freunden und Familien. Jede Familie mit einem Kind im ersten Lebensjahr kann unter diesen Bedingungen Hilfe anfordern – „ganz unbürokratisch per Telefon, E-Mail oder per Post. Niemand muss schriftliche Nachweise einreichen“, erläutert Vera Weiß.

 

Hilfe bietet eine kleine Auszeit für Eltern

Die Hilfe dauert meist zwischen sechs Wochen oder auch mehrere Monate. Während dieser Zeit kommt wellcome-Ehrenamtliche etwa zweimal pro Woche für zwei bis drei Stunden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen betreuen das Baby, spielen mit dem Geschwisterkind, begleiten die Zwillingsmutter zum Arzt oder hören den Müttern einfach nur zu. Auch bei den Partnern und den manchmal eifersüchtigen Geschwisterkindern ist der Engel willkommen.

 

In den vergangenen fünf Jahren wurden 67 Familien von Rostock aus betreut. Das sind 1574 Stunden wertvolle Unterstützung im Alltag“, rechnet Vera Weiß vor. Ihre Stütze sind die Ehrenamtlichen, die das Projekt engagiert tragen. „Seit unserer Gründung in der Hansestadt waren 20 Ehrenamtlich tätig, denen , denen ich von Herzen danken möchte“, so die Koordinatorin. „Unsere ,wellcome-Engel‘ können die Familien schnell und konkret helfen. Sie sorgen dafür, dass aus kleinen Krisen keine großen werden, denn häufig kommt es gar nicht erst zu größeren Problemen, wenn Eltern frühzeitig entlastet werden.“

 

 

 

Helfer fühlen sich persönlich bereichert

Bei einer Befragung zeigte sich, dass für die Helfer sich um andere zu sorgen und sich zu engagieren sowie die Sorge um das Wohlergehen der Familien die Hauptmotivationen seien. Zugleich fühlen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in ihrer Arbeit in den Familien anerkannt und persönlich bereichert.

 

 

Das fünfjährige Jubiläum wurde heute mit einem Empfang im Zentrum Kirchlicher Dienste Mecklenburg in Rostock begangen. Neben dem Danksagen war Gelegenheit sich auszutauschen und das Projekt vorzustellen: für Hilfesuchende und Menschen, die sich als ,wellcome-Engel‘ engagieren möchten.

 

Hintergrund:

Wellcome wurde 2002 von Rose Volz-Schmidt in der Familienarbeit des Kirchenkreises Hamburg-Niendorf gegründet. In den Jahren ist wellcome gewachsen und heute verzeichnet wellcome knapp 250 Standorte bundesweit. Zurzeit engagieren sich 2700 Ehrenamtliche in 14 Bundesländern für das Projekt, welches bundesweit unter Schirmherrschaft von  Bundeskanzlerin Angela Merkel steht. In Mecklenburg Vorpommern unterstützt Sozialministerin Stefanie Drese die Arbeit. Die Politikerinnen und weitere Paten aus der Wirtschaft und anderen Bereichen helfen, die wellcome-Idee weiterzutragen.

 


Brandauer liest Bonhoeffer, Gedenkgottesdienst, Requiem für Auschwitz

75 Jahre nach dem Holocaust - Gedenkwochenende im Berliner Dom

 

 

 

(Berlin/sp) - Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau findet im Berliner Dom ein Gedenkwochenende mit Lesung, Gottesdienst und Konzert bei freiem Eintritt statt. Das Gedenkwochenende steht unter dem Jahresmotto des Berliner Domes: DEMUT – Was zügelt uns?

 

 

 

Samstag, 25. Januar, 20 Uhr

 

Klaus Maria Brandauer liest Texte von Dietrich Bonhoeffer: „Ich möchte glauben lernen“

 

Musik: Maria Magdalena Wiesmaier, Cello

 

 

 

Am 9. April 1945 wurde Dietrich Bonhoeffer nach zweijähriger Haft von den Nationalsozialisten im KZ Flossenbürg hingerichtet. Seine theologischen Schriften, seine Gedichte und Briefe werden bis heute gelesen. Sie zeigen das Bild eines mutigen, engagierten Mannes, der seine Ängste, Zweifel und Schwächen nicht verbirgt. Die Texte, die Klaus Maria Brandauer liest, sind Dokumente der Weisheit und Standhaftigkeit, die Bonhoeffer während seiner Haft durch die Nationalsozialisten verfasste. Sie gewähren einen Einblick in sein Denken und Fühlen.

 

Karten 32,- bis 55,- Euro.

 

 

 

Sonntag, 26. Januar, 10 Uhr

 

Gedenkgottesdienst zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau

 

Musik: Dotschy Reinhardt Trio

 

 

 

Der Gottesdienst ist eine Zusammenarbeit von Berliner Dom mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und dem Landesrat der Sinti und Roma Berlin/ Brandenburg sowie der Ev. Akademie Berlin.

 

Sonntag, 26. Januar, 18 Uhr

 

Requiem für Auschwitz – Konzert mit freiem Eintritt

 

 

 

Die Roma und Sinti Philharmoniker spielen unter Leitung ihres Dirigenten Riccardo M Sahiti das „Requiem für Auschwitz“ in g-moll, Op. 4 von Roger Moreno-Rathgeb. Der Niederländer Moreno-Rathgeb stammt selbst aus einer Sinti Familie. Die Idee zu dem Werk hatte er nach seinem ersten Besuch im Vernichtungslager Auschwitz. Gemeinsam mit den Roma und Sinti Philharmonikern und ihrem Dirigenten Sahiti konnte er das Requiem 2012 in Amsterdam uraufführen.

 

 

 

Im Berliner Dom treten die Roma und Sinti Philharmoniker erstmals mit dem Synagogal Ensemble Berlin auf. Gemeinsam würdigen die Musiker mit ihrem Konzert die Opfer und Überlebenden des Holocausts und gedenken der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz- Birkenau vor 75 Jahren.

 

 

 

Einlass ab 17:30. Der Eintritt und die Platzwahl sind frei.

 

Anmeldung erbeten unter: www.eaberlin.de/seminars/data/2020/kul/requiem-fuer-auschwitz/

 


 

 

 


25 Jahre Café Exodus

Große Pläne für die Zukunft

v.l.: Maximilian, Frederick, Sophia, Hannan, Sebastian und Chris in einer der Sofa-Ecken im Café Exodus. Foto: bt
v.l.: Maximilian, Frederick, Sophia, Hannan, Sebastian und Chris in einer der Sofa-Ecken im Café Exodus. Foto: bt

 

(Saarbrücken/bt) – Im Hinterzimmer an einem großen Tisch, der fast den gesamten Raum ausfüllt, schlägt das eigentliche Herz des Café Exodus. Hier, im Raum hinter dem eigentlichen Café mit seinem Bartresen und der Sofa-Ecke, treffen sich regelmäßig die verschiedenen Arbeitskreise, die „AKs“ des Café Exodus. Hier organisieren, planen und diskutieren Schülerinnen, Schüler, Studierende, Jugendliche und junge Erwachsene aus Saarbrücken und Umgebung neue und etablierte Events. Zum Beispiel die Rockwiese, die seit nunmehr 20 Jahren fester Bestandteil des Saarbrücker Altstadtfests ist.

 

Heute sitzen an diesem Tisch sechs der „Exodusler“, wie sie sich selbst bezeichnen, und reden über Früher, denn das Café Exodus feiert Geburtstag: 25 Jahre existiert die Einrichtung in Trägerschaft des Bistums Trier bereits. Um den Tisch sitzen mehrere Generationen von Exoduslern. Die „Dienstälteste“ ist Hannan. Vor dreizehn Jahren kam sie zum ersten Mal ins Café Exodus. „Ich hatte tatsächlich ein bisschen Angst, herzukommen“, gesteht sie, denn die Jugendlichen, die sie hier traf, waren schon länger dabei und in den verschiedenen Gruppen etabliert. In diese, genauer gesagt in den AK Rock, wurde sie aber auch schnell aufgenommen. „Am Anfang war mir gar nicht so genau klar, was das Café Exodus im Ganzen ist. Ich war eher auf den AK, in dem ich dann war, konzentriert.“ Mit der Zeit habe sie die vielen Facetten des Exodus kennen gelernt. Neben den festen Gruppen nutzte sie auch den offenen Treff nach der Schule. Seit vier Jahren arbeitet Hannan hauptamtlich als pädagogische Fachkraft im Exodus.

 

Von Arbeitskreisen und Leitungsteams

 

Der Neuste in der Runde ist Frederick. Er ist erst vor einem Jahr hinzugekommen, aber auch er ist bereits voll integriert. Er wurde von anderen Jugendlichen zum Leiter des gerade neu gegründeten AK Nerd gewählt. „Im AK Nerd organisieren wir verschiedene Events. Zuletzt hatten wir zum Beispiel einen Casino-Abend veranstaltet, zu dem viele Leute gekommen sind“, erzählt er. Außerdem gehört es zu seiner Aufgabe, den AK im Leitungsteam zu vertreten. „Im Leitungsteam besprechen wir viele Sachen, die das Exodus im Allgemeinen betreffen: Zum Beispiel, ob das Angebot an Getränken geändert werden soll“, ergänzt Sophie, Leiterin des AK Rock. „Im AK Rock werden spezifische Sachen in Bezug auf die Konzerte, die anstehen, besprochen. Welche Bands kommen? Wer muss die anfragen? Dann natürlich auch die Schichten, die auf dem Konzert belegt werden müssen.“

 

„Mit der Zeit hat sich im Café Exodus eine Gremien- und Gruppenstruktur entwickelt, die sich auch bewährt hat, um den Jugendlichen eine strukturierte Partizipationsmöglichkeit zu bieten“, erklärt Maximilian Schmitt. Der Gemeindereferent ist seit drei Jahren Leiter des Café Exodus. In die Arbeitsgruppen und –kreise können die Jugendlichen ihre Ideen mitbringen und in Eigenverantwortung umsetzen. Unterstützt von den beiden Hauptamtlichen. „Wir begleiten die Gruppen im Café und sind Ansprechpersonen für die, die ihren Weg zum ersten Mal hierher finden. Wir bieten hier auch Beratung und Begleitung für die Jugendlichen an. Das Café Exodus ist ein verlässlicher, offener Ort, der immer auch eine professionelle Person für Jugendliche zur Verfügung stellt“, so Maximilian Schmitt.

 

Sebastian kann das nur bestätigen: „Ich bin ursprünglich hier her gekommen, um Plakate für eine Show, die ich mit meiner Band fürs Café Exodus gespielt hab, abzuholen. Dann wurde ich quasi zwangsverpflichtet“, erinnert er sich. „Der AK Rock war damals unterbesetzt war und der damalige Leiter, Martin hat mich angesprochen und gesagt: ‚Morgen ist AK-Treffen, du kommst übrigens vorbei.‘“ Auch wenn er anfangs etwas überfordert von den Strukturen im Café Exodus gewesen sei, habe er schnell gemerkt: „Das ist genau mein Ding! Konzerte zu organisieren macht irrsinnig Spaß.“ Für ihn ist das Café Exodus zu einer Art Familie geworden. Hier habe er  auch in persönlich sehr schwierigen Phasen die Unterstützung bekommen, die er in dem Moment gebraucht hat.

 

Internationale Freundschaften

 

In Zukunft wollen die Exodusler neben ihren AKs und Events noch ein weiteres großes Projekt starten: Im Sommer soll ein Jugendaustausch mit den beiden Saarbrücker Partnerstädten Nantes in Frankreich und Tiflis in Georgien stattfinden. „Wenn alles gut geht, fahren wir im Sommer nach Tiflis, oder wir bekommen Gäste aus den Partnerstädten hier nach Saarbrücken“, so Hannan. Die Idee zum Austausch kam über Bands aus den Partnerstädten, die vor wenigen Jahren auf der Rockwiese gespielt hatten. Im Februar laden sie die Bands nochmal zu einem Konzert ein und wollen die Freundschaft mit den Partnerstädten darüber hinaus weiter vertiefen.

 

Chris, der selbst schon seit zehn Jahren im Café Exodus dabei ist, hofft, dass der Jugendtreff noch mindestens ein weiteres Vierteljahrhundert weiterbesteht. „Gerne auch länger. Ich bin sehr gespannt, was noch kommt. Welche Jugendlichen hier her kommen, welche Interessen sie mitbringen und wie wir sie dabei unterstützen können.“

 


Neues Friedensinstitut Freiburg wird mit Festakt eröffnet

(Freiburg/ekiba) - Das Friedensinstitut Freiburg der Evangelischen Hochschule (EH) Freiburg wird am 24. Januar 2020 mit einem Festakt in der Hochschule eröffnet. Gegründet wurde es am 1. Januar 2020. Das Institut will zur Friedensfähigkeit der Gesellschaft beitragen. Es steht für interdisziplinäre Forschung, Lehre und Transfer in den Bereichen Friedenspädagogik, Friedensarbeit und Friedenstheologie.

 

Das Friedensinstitut entwickelt aus der interdisziplinären Forschung praxisrelevante Angebote. Besondere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Konflikttransformation, Friedensethik und Friedenstheologie.

 

Rektorin Prof.in Dr.in Renate Kirchhoff: „Wir danken der Evangelischen Landeskirche in Baden für ihre Entscheidung, das Friedensinstitut an der Evangelischen Hochschule Freiburg anzusiedeln. Mit dem Friedensinstitut haben wir die Möglichkeit, einen Schwerpunkt im Bereich der Friedenforschung zu setzen.“

 

Studierende erhalten durch das Friedensinstitut Wissen über Entwicklungen im Bereich der peace studies und der peace education. Neu ist damit auch, dass sie sich zukünftig interdisziplinäre Veranstaltungen zu einem thematischen Studiengangsprofil zusammenstellen können. Durch Forschungspraktika im In- und Ausland können forschungsmethodische Kompetenzen im Feld der Friedensforschung vertieft werden. Mittelfristig wird eine Zusatzqualifikation „Friedenspädagogik / Friedensarbeit“ entwickelt.

 

Vor allem in Lehre und Forschung wird das Friedensinstitut an nationale Netzwerke im Bereich der Friedensforschung und -arbeit anknüpfen: Transfer und Weiterbildung richten sich an Fachkräfte und zivilgesellschaftliche Akteure in Kirche und Gesellschaft. Während Lehrangebote für Studierende und auch die Fachtage in Freiburg stattfinden sollen, werden Weiterbildungsangebote mobil sein.

 

Karen Hinrichs leitet als Geschäftsführende Direktorin das neue Institut gemeinsam mit Professor Dr. Bernd Harbeck-Pingel (EH Freiburg) als Wissenschaftlicher Direktor. Hinrichs ist für die Programmentwicklung, Koordination und Geschäftsführung verantwortlich, der Dekan des Fachbereich Theologische Bildungs- und Diakoniewissenschaft für die wissenschaftliche Leitung.

 

Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh: „Als Kirche erhoffen wir uns vom Friedensinstitut neue Erkenntnisse über Bedingungen und Möglichkeiten einer „Kultur der Gewaltfreiheit und des Friedens“, Initiativen wie Demokratie und Nachhaltigkeit in sozialer, religiöser und pädagogischer Arbeit gezielt zu fördern sind und wie „Konflikttransformationen“ gelingen können.“

 

Das Friedensinstitut wird unterstützt durch einen 15-köpfigen Beirat, zu dem auch die Leitung des Instituts gehört. Den Vorsitz hat der frühere Oberkirchenrat (2007 - 2019) Prof. Dr. Christoph Schneider-Harpprecht. Er war von 2002 - 2007 Rektor der Evangelischen Hochschule Freiburg.

 

Die Beiratsmitglieder repräsentieren mit ihrer Expertise in Friedensforschung und Friedensarbeit Wissenschaft, Kirche und Politik. Der Beirat kommt jährlich zusammen und berät die Leitung des Instituts zur weiteren fachlichen und programmatischen Ausrichtung.

 

 

Kurzinfo zur Leitung des Friedensinstituts

 

Karen Hinrichs
Geschäftsführende Direktorin

 

  • Theologin und Pädagogin
  • Pfarrerin der Evangelischen Landeskirche in Baden
  • Oberkirchenrätin / Mitglied der Kirchenleitung von 2004-2019
  • Langjähriges Engagement in Friedens-und Bildungsarbeit
  • Mediatorin

 

Prof. Dr. Bernd Harbeck-Pingel
Wissenschaftlicher Direktor

 

  • Professor für Systematische Theologie an der EH Freiburg, Dekan des Fachbereichs II Theologische Bildungs- und Diakoniewissenschaft
  • Forschungsschwerpunkte: Theorie der Gesellschaft, Epistemologie, Schleiermacher und Hegel, Hermeneutik der Wissenschaften, Religionsphilosophie

 

 

Festakt zur Eröffnung des Friedensinstituts am 24.01.2020

 

24.01.2020, 14:30 – 17:00 Uhr inkl. Stehempfang
Evangelische Hochschule Freiburg, Neubau, Grosser Hörsaal

 

https://www.eh-freiburg.de/veranstaltungen/festakt-zur-eroeffnung-friedensinstitut-der-eh-freiburg/

 

 

 

Mehr Info

 


Wir sind Kirche-Begleitheft „Das geht uns alle an!“


 

(München / Frankfurt/wsk) - „Das geht uns alle an!“ ist der Titel des Begleithefts der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche zum Synodalen Weg in Deutschland, das heute erscheint. Damit will die katholische Reformbewegung den Katholikinnen und Katholiken kompakte Informationen und auch Aktionsanregungen bieten zu diesem kirchlichen Reformprozess, der bei vielen noch viel zu wenig bekannt ist. Die erste Synodalversammlung wird vom 30. Januar bis 1. Februar 2020 in Frankfurt zusammentreten.

 

> Download farbig (PDF 40 Seiten A5)     
> Download schwarz-weiss (PDF 40 Seiten A5)

 

Mit diesem 40-seitigen Heft der „Gelben Reihe“ der KirchenVolksBewegung lädt Wir sind Kirche dazu ein, den Synodalen Weg aufmerksam und engagiert zu verfolgen und zu begleiten. Es wird wird nicht ausreichen, dass sich in dem vorerst auf zwei Jahre angelegten Prozess nur die Kirchenspitzen mit den drängenden Reformfragen beschäftigen. Der Synodale Weg, der nach den erschütternden Ergebnissen der MHG-Studie über sexualisierte Gewalt innerhalb der katholischen Kirche von den deutschen Bischöfen zusammen mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken ins Leben gerufen worden ist, erfordert eine breite Beteiligung aller Kirchenmitglieder. Trotz aller berechtigten Skepsis gegenüber dem sehr mühsam zustande gekommenen Reformprozess erklärt Wir sind Kirche: Machen wir uns mutig auf den Weg!

 

24 lange Jahre hat es seit dem in Österreich gestarteten KirchenVolksBegehren anlässlich des Missbrauchsskandals um den damaligen Wiener Kardinal Hans-Hermann Groër gebraucht, bis endlich eine Mehrheit der deutschen Bischöfe bereit war, sich im Synodalen Weg mit den tieferen Ursachen der Glaubwürdigkeitskrise zu befassen. Seit 1995 setzt sich die auch international vernetzte KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche für Reformen innerhalb der römisch-katholischen Kirche sowie für die Ökumene ein.

 

Bestelladresse des Wir sind Kirche-Begleithefts zum Synodalen Weg:
KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche
Postfach 65 01 15, 81215 München
Tel: 08131-260 250, Fax: 08131-260 249
E-Mail: bestellen@wir-sind-kirche.de

 

Preise für das gedruckte Heft (jeweils zuzüglich Porto und Versandkosten):
Einzelheft: 3 Euro
ab 10 Exemplaren: 2 Euro
ab 30 Exemplaren: 1,50 Euro

 

Das Wir sind Kirche-Begleitheft und viele andere Informationen sind auch online auf der Webseite: wir-sind-kirche.de/synodalerweg

 

 

 


Pastorin Prof. Kerstin Lammer als Leitende Pastorin des Hauptbereiches Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog von Bischöfin Kirsten Fehrs eingeführt

„Auseinandersetzung mit Grenzen der Machbarkeit“

 

(Hamburg/kai/sg) - Pastorin Prof. Dr. habil. Kerstin Lammer wurde heute (19. Januar 2020) in ihr neues Amt als  Leitende Pastorin des Hauptbereichs Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) eingeführt. Im Oktober 2019 hatte die 56-jährige Theologin die Pfarrstelle der Leitenden Pastorin des Hauptbereichs übernommen, zu der sie die Erste Kirchenleitung der Nordkirche für eine Amtszeit von acht Jahren berufen hatte. Sie ist damit Nachfolgerin von Pastor Sebastian Borck, der den Hauptbereich zuvor geleitet hatte und 2019 in den Ruhestand trat. Die Leitende Pastorin des Hauptbereichs ist zugleich Leiterin des Arbeitsbereichs Seelsorge.

 

Im Festgottesdienst zur Einführung der neuen Leitenden Pastorin des Hauptbereichs in der Heiligen Dreieinigkeitskirche St. Georg in Hamburg sagte Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck: „Als ausgewiesene Expertin für das Thema Seelsorge hat Kerstin Lammer bereits mit viel Schwung die vielfältigen Aufgaben des Hauptbereichs mit all seinen Herausforderungen aufgegriffen. Dass Seelsorge nicht nur für den einzelnen Menschen in Krisensituationen enorm hilfreich sein kann, sondern auch eine gesellschaftliche Dimension hat, ist ihr in diesem Hauptbereich besonders wichtig: Er umfasst beispielsweise sowohl Polizei-, Krankenhaus- und Notfallseelsorge als auch ethische Dialoge etwa in der Evangelischen Akademie und dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt und der Wirtschaft.“ Bischöfin Fehrs wünschte Pastorin Lammer viel Kraft und Inspiration und freut sich über die neuen Impulse, die sie in diesem vielseitigen Arbeitsfeld einbringen wird.

 

In ihrer Predigt sagte die Leitende Pastorin Lammer:

 

„Der Enkel kommt mit seinem Ranzen voller Bücher und Hefte aus der Schule und fragt seine Großmutter: ‚Oma, was lernt denn du eigentlich noch?’ Die alte Dame antwortet: ‚Ich lerne, damit umzugehen, was ich nicht mehr kann.’ - Was ist der Mensch, wenn er nicht mehr kann? Wohin mit unserer Gesellschaft am Ende von Leistungsoptimierung und Wachstum? Die Kirche hat in einer pluralistischen Gesellschaft keine Richtlinienkompetenz mehr. Wir sind heute Dialogpartner im Gespräch mit anders Denkenden und Glaubenden. Wir sind Teamplayer mit anderen Akteuren im Sozialsystem. Aber das ist unser spezifischer Beitrag: Die Auseinandersetzung mit den Grenzen der Machbarkeit und mit dem Maß des Menschlichen. Religion, das heißt nicht, irgendwelche Ansichten über eine übersinnliche Welt zu hegen, sondern Kernthema der Religion ist die Auseinandersetzung mit unserer Begrenztheit. Da, wo Menschen am Ende sind und nichts mehr zu ‚machen’ ist, da fängt unsere seelsorgliche und theologische Arbeit erst an.“

 

Gestaltet wurde der Gottesdienst von Mitarbeitenden des Hauptbereichs, darunter die Pastoren Dr. Jörg Herrmann und Klaus-Dieter Kaiser (Evangelische Akademie der Nordkirche) und Gudrun Nolte (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Nordkirche, KDA). An der Orgel: Yotin Tiewtrakul, Organist der Gefängnisseelsorge der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel.

 

 

 

Zur Person: Kerstin Lammer

 

Bis zu ihrem Dienstantritt am 1. Oktober 2019 war Lammer zwölf Jahre lang Professorin für Theologie mit den Schwerpunkten Seelsorge, Supervision und Pastoralpsychologie an der Evangelischen Hochschule Freiburg.

 

Die im nordrhein-westfälischen Bonn geborene Kerstin Lammer konvertierte mit 15 Jahren von der römisch-katholischen zur evangelischen Kirche. Nach dem Abitur studierte sie in Bonn und Kiel Evangelische Theologie. Von 1989 bis 1991 war sie als Stipendiatin im Bereich der Seelsorge und Supervisionsausbildung an den University of Chicago Hospitals und am Queen’s Medical Center in Honolulu in Hawaii tätig. Nach ihrer Ordination 1993 war sie Beratungspastorin für Mitarbeitende in der Evangelischen Stiftung Alsterdorf sowie Leiterin der Alsterdorfer Schwesternschaft.

 

Im Anschluss wurde sie Assistentin bei Prof. Dr. Reiner Preul am Institut für Praktische Theologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und unterrichtete als Dozentin die Fächer Seelsorge, Homiletik, Katechetik und Liturgie. Nebenamtlich war Kerstin Lammer als Pastorin der Pauluskirchengemeinde Hamburg-Altona beschäftigt. Von 1997 bis 2002 war sie als hauptamtliche Pastorin der Kirchengemeinde St. Johannes Glinde (bei Hamburg) tätig, ab 1998 leitete sie den dortigen Kirchenvorstand. Anschließend war sie bis 2007 Dozentin und Bereichsleiterin für die Fachbereiche Seelsorge, Beratung und Supervision und Gruppen- und Bildungsarbeit am Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) im Haus Villigst (Schwerte). Seit 2008 leitete Kerstin Lammer an der Evangelischen Hochschule Freiburg die Seelsorgeausbildung und den berufsbegleitenden MA-Studiengang Supervision. Sie hat Zusatzqualifikationen für Lehrsupervision, Coaching und Psychotherapie und ist Trauerforscherin und Fachautorin zahlreicher Bücher zur Seelsorge, Beratung und Supervision, u.a. der EKD-Profilschrift „Menschen stärken – Seelsorge in der Evangelischen Kirche“ und der neu erschienenen empirischen EKD-Studie „Wie Seelsorge wirkt“.

 

Sie gehörte über mehrere Amtsperioden als erste und zweite Vorsitzende der Ständigen Konferenz für Seelsorge in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Seelsorgeausschuss der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen Deutschlands (VELKD) an. Kerstin Lammer ist außerdem Mitglied der Seelsorgedelegation der EKD im interkonfessionellen Dialog mit der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) und hat den Vorsitz im Wissenschaftsrat Deutsche Gesellschaft für Pastoralpsychologie (DGfP) inne. Lammer ist zudem Delegierte für internationale Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Supervision (DGSv).

 

Hintergrund: „Hauptbereich Seelsorge für Seelsorge und Beratung“

 

Der Hauptbereich Seelsorge und gesellschaftlichen Dialog ist einer von sieben Hauptbereichen der Nordkirche. Die Hauptbereiche verbinden jeweils mehrere Dienste und Werke, Einrichtungen und Beauftragte. Zum Hauptbereich für Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog zählen die Gefängnisseelsorge, die Seelsorge im Bereich Öffentliche Sicherheit und Verkehr, die Seelsorge für Menschen mit Anspruch auf Assistenz, die Koordinationsstelle Krankenhausseelsorge etc.. Das Themenfeld „gesellschaftlicher Dialog“ wird im Hauptbereich vertreten durch die Evangelische Akademie der Nordkirche, den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der Nordkirche sowie die Evangelischen Studierendengemeinden (ESG) mit etwa hundert Mitarbeitenden, davon ca. 40 Pastorinnen und Pastoren.

 

 

 


Neues Angebot am 19. Januar in Neuwied

Ein „Trostraum“ für junge Menschen

  Christopher Hoffmann, Madeleine Esch und Julia Arfmann-Knübel (von links) vom Orga-Team "Trostraum" . Foto: bt
Christopher Hoffmann, Madeleine Esch und Julia Arfmann-Knübel (von links) vom Orga-Team "Trostraum" . Foto: bt

 

(Neuwied/bt) – Trauer um einen verstorbenen Freund, eine gescheiterte Beziehung, oder das Abschiednehmen von einem Lebenstraum wie einem eigenen Kind – es gibt viele unterschiedliche Situationen, bei denen auch junge Menschen Trost suchen. Die Gruppe „AnsprechBar“ greift diese Vielfalt in ihrem Angebot „Trostraum“ am Sonntag, 19. Januar, um 18 Uhr im Café Auszeit der Marktkirche (Engerserstraße 34) in Neuwied auf.

 

Der „Trostraum“ verspicht zwar kein schnelles Trostpflaster, aber Raum und Zeit für persönliche Trauer; in Form von Gebeten, Fürbitten oder auch durch moderne Musik. Bekannte Lieder von Ed Sheeran oder Kasalla werden live von „Strangers & Friends“ gesungen. Man kann sich an die verstorbene Person oder den Lebenstraum erinnern und auch kreativ etwas gestalten, erklärt das Organisationsteam, bestehend aus der evangelischen Pfarrerin Julia Arfmann-Knübel, der Pastoralreferentin Madeleine Esch und dem Pastoralreferenten Christopher Hoffmann. „Dann werden wir auch darüber sprechen, was Trost geben kann, was uns Trost gibt, was anderen Trost gegeben hat“, erklärt Julia Arfmann-Knübel. So kommen auch prominente Stimmen zu diesem Thema zu Wort. Im Anschluss gibt es einen „Nachklang“ mit Zeit für Gespräche bei Snacks und Getränken.

 

Organisiert wird der Abend von „AnsprechBar“, einer Initiative von jungen katholischen und evangelischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus dem Raum Koblenz, die Menschen gezielt zwischen 20 und 40 Jahren mit unterschiedlichen Angeboten ansprechen wollen. Weitere Informationen gibt es auf www.ansprech-bar.de oder auf Facebook und Instagram unter „AnsprechBar“.

 

Im Café Auszeit ist auch noch bis Sonntag, 26. Januar die Ausstellung „Packen für die letzte Reise“ zu sehen.

 


Auftaktgottesdienst zum Jahresmotto 2020

DEMUT - Was zügelt uns?

 

(Berlin/sp) - Demut - dieser Begriff klingt wie aus einem anderen Jahrhundert, dabei ist er aktuell wie nie. Wenn wir heute über Demut nachdenken, müssen wir über Grenzen nachdenken und damit über die! zentralen Fragen unserer Zeit: Klimawandel, Ressourcenverschwendung, Bevölkerungswachstum, Konsumverhalten, Künstliche Intelligenz, Verkehrsströme, Big Data, Medizintechnik, industrialisierte Landwirtschaft – überall stoßen wir Menschen an Grenzen und müssen fragen – was uns eigentlich noch zügelt?

 

Der Berliner Dom hat dieses zentrale Thema deshalb zu seinem Jahresmotto erwählt und lädt am Sonntag, den 19. Januar 2020, um zehn Uhr zu einem Auftaktgottesdienst ein. Die Predigt hält Domprediger Thomas C. Müller. Der Domkammerchor der Berliner Domkantorei singt die Bach- Kantate "Alles nur nach Gottes Willen" BWV 72 unter Leitung von Domkantor Tobias Brommann.

 

„Wir möchten mit unserem Jahresmotto 2020 dazu anregen, über Demut und die Frage, was uns noch zügelt, nachzudenken“, so der Geschäftsführende Domprediger Michael Kösling. „Gerade wir als große evangelische Kirche fühlen uns besonders dazu verpflichtet. Mit dem Hinweis auf „Demut“ haben in der Vergangenheit Obrigkeit und kirchliche Amtsträger auch allzu oft ihre Machtinteressen durchgesetzt und gerechtfertigt“.

 

Weitere ausgewählte Highlight-Veranstaltungen im Rahmen des Jahresmottos:

 

25. Januar          Klaus Maria Brandauer liest Dietrich Bonhoeffer, "Ich möchte Glauben lernen"

 

26. Januar          Requiem für Auschwitz, Konzert zum Gedenken an die Opfer des NS-Vernichtungslagers Auschwitz

 

01. März            Beginn Fastenpredigtreihe, EKD Ratspräsident i.R. Dr.h.c. Nikolaus Schneider

 

09. April             75. Todestages von Dietrich Bonhoeffer, Vortrag Altbischof Dr. Wolfgang Huber

 

06. Mai               Musikalische Lesung mit Eva Mattes und Ulrich Noethen, Berlin im Licht!

 

08. Mai               Gedenkgottesdienst zum 75. Jahrestag der Befreiung, TV-Übertragung

 

07. Oktober       Podiumsdiskussion „Postwachstum contra Grünes Wachstum“, mit Niko Paech

 

18.November    Politischer Buß- und Bettag

 

20. November   Demütiglich!, Konzert mit dem Staats- und Domchor Berlin

 


Ausstellung im Dekanat Rhein-Wied beschäftigt sich mit dem Thema Tod

Packen für die letzte Reise

Hildegard Luttenberger. Foto: bt
Hildegard Luttenberger. Foto: bt

 

(Neuwied/bt) – Ein Schokoriegel, Ohrringe einer verstorbenen Freundin oder Blumenzwiebeln liegen in zwei Koffern und einem Wandersäckchen – gepackt für die letzte Reise. Sie sind Teil einer Ausstellung zum Thema Tod. Gemeinsam mit fast 20 weiteren Exponaten, verteilt im gesamten Dekanat Rhein-Wied, bilden sie ab dem 17. Januar eine Ausstellung im Gemeindehaus der Marktkirche Neuwied (Engerser Straße 34).

 

Hildegard Luttenberger steht in einer Neuwieder Buchhandlung und legt noch einmal Hand an, so dass jedes Element in ihrem Koffer zur Geltung kommt. Hier drin befinden sich „Dinge von Personen, die etwas mit mir zu tun hatten, aber deren Wegstrecke geendet hat“, erklärt sie und nimmt ein Buch in die Hand, das sie an ihren frühverstorbenen Schwager erinnert. In jungen Jahren hat sie schon erfahren, dass das Leben endlich ist. Das Thema Bestattungskultur begleitete sie viele Jahre als sie Trauerfeiern gestaltete.

 

„Es war spannend den Koffer zu packen“, sagt sie beim Anblick eines Plätzchenrezepts, der „Klepper“ ihres Vaters, einem Button einer Selbsthilfegruppe, der Lieblings-CD ihrer Mutter. „Es war eine Chance darüber nachzudenken, wer ich bin und sich mit dem Geschenk des Lebens zu beschäftigen“.

 

Obwohl Bianca Stüber-Kolling von Berufswegen tagtäglich mit dem Thema Tod zu tun hat, fiel es der Chefin eines Bestattungshauses gar nicht so leicht, ihren letzten Koffer zu packen. „Ich habe ein paar Ideen immer wieder verworfen, wie etwa Fotos oder Filmrollen einzupacken.“ Die waren ihr dann doch nicht mehr so wichtig. „Mir geht es mehr darum, vorbereitet zu sein“. Doch beim Grübeln wird ihr klar: „Vielleicht kommt irgendwann der Punkt, an dem man vorbereitet ist. Aber ich bin noch nicht so weit, um zu gehen.“ Sie kommt zu dem Punkt, dass man auf der letzten Reise nicht viel braucht. Im Koffer in ihrem Büro in Vettelschoß befinden sich jetzt Sachen, „die ich immer bei mir habe: dicke Socken und einen Schokoladenriegel“, sagt sie lachend. „Diese Elemente zeichnen mich auch aus“.

 

Christine Mehnert hat gar keinen Koffer gepackt; es ist vielmehr ein Wanderbeutel. Auch privat reist sie eher mit Rucksack. „Ich will die Hände frei haben“. Und für ihre letzte Reise brauche sie auch nicht viel, nimmt sie an. Ein paar Gedanken in Form eines Gedichtes, ein paar Erinnerungen von Stationen aus ihrem Leben durch Fotos dargestellt. Eher ungewöhnlich erscheinen ein paar Blumenzwiebeln und ein kleines Bäumchen, die ihr temporäres Zuhause im Waldbreitbacher Klosterladen gefunden haben. Sie beziehen sich auf ihre Liebe zur Natur und ihren Wunsch, im Wald bestattet zu werden. Zudem sind diese Elemente für sie Hoffnungsträger, genauso wie die Kerze. Früher begleitete sie Sterbende als Altenpflegerin. „Der Tod gehört dazu“, weiß sie daher aus eigener (beruflicher) Erfahrung. „Ich denke, man ist bereit zur letzten Reise, wenn man etwas Gutes mitnehmen kann“ und bei ihr ist es in erster Linie die Dankbarkeit für ihr Leben. „Ich hoffe, dass ich das am Ende auch spüre, um gut gehen zu können.“

 

Zur Vernissage am Freitag 17. Januar werden alle gepackten Koffer in das Café „Auszeit“ im Gemeindehaus der Marktkirche Neuwied (Engerser Straße 34) gebracht. Dort findet die Ausstellungseröffnung ab 11 Uhr statt. Organisiert wird die Ausstellung und die damit verbundene Veranstaltungsreihe vom Dekanat Rhein-Wied, der evangelischen Marktkirche sowie dem Neuwieder Hospiz Verein und dem Ambulanten Hospiz. Die Ausstellung ist bis zum 26. Januar zu sehen. Weitere Infos gibt es auf www.dekanat-rhein-wied.de .

 


Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken fördert im Jahr 2020 Projekte in der Diaspora mit 13,5 Millionen Euro

 (Paderborn/bfw) - Mit 13,5 Millionen Euro unterstützt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im Jahr 2020 Projekte in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora. Neben der Kinder- und Jugendhilfe bildet die Glaubenshilfe einen Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit. Vor dem Hintergrund des synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland, sieht das Diaspora-Hilfswerk es als seine Aufgabe an, in bewährter und innovativer Weise solidarisch den Glaubensbrüdern und -schwestern in der Diaspora unterstütztend zur Seite zu stehen und dem Evangelium in der Welt von heute ein einladendes Gesicht zu geben.

 

„Als ‚Hilfswerk für den Glauben‘ möchten wir uns in der Gesellschaft einmischen und die Frohe Botschaft durch die Menschen an viele Orte tragen. Dazu müssen wir neue Wege in der Pastoral suchen und gehen, bewährte Traditionen lebendig halten und als Kirche sympathisch, einladend und auskunftsfähig auf die Menschen zugehen. Daher fördern wir gezielt Projekte, die zeitgerecht Menschen mit der Frohen Botschaft in Berührung bringen und die Erfahrung einer Glaubensgemeinschaft ermöglichen“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

 

Im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe werden daher u.a. Kindertageseinrichtungen, Religiöse Kinderwochen- und Ferienfreizeiten und kinder- und jugendpastorale Projekte unterstützt. Insgesamt stellt das Bonifatiuswerk 1,78 Millionen Euro für die Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung. In Deutschland werden Projekte mit 1,52 Millionen Euro, in Nordeuropa mit 180.000 Euro und in Estland und Lettland mit 80.000 Euro unterstützt.

 

Mit Blick auf die zunehmende gesellschaftliche Entchristlichung bekommt die Glaubenshilfe eine immer größere Bedeutung in der täglichen Arbeit des Hilfswerkes. Zur Unterstützung des missionarischen Engagements der katholischen Kirche, für Projekte der Neuevangelisierung aber auch zur Förderung von Personal- und Praktikantenstellen mit missionarischem Charakter sind 976.000 Euro vorgesehen.

 

Gerade in den großflächigen Diasporapfarreien spielt die Mobilität der Gläubigen für ein lebendiges Gemeindeleben eine wichtige Rolle. Mit der Verkehrshilfe unterstützt das Bonifatiuswerk die Anschaffung von neuen BONI-Bussen. Für das Jahr 2020 stehen insgesamt 763.000 Euro zur Verfügung. Jährlich können so bis zu 45 Fahrzeuge für Gemeinden, Institutionen und soziale Einrichtungen finanziert werden.

 

Eine nach wie vor große Aufgabe in den finanzschwächeren Diasporabistümern bleibt der Erhalt der kircheneigenen Infrastruktur und Gebäude. Mit der Bauhilfe werden daher Projekte mit 2,9 Millionen Euro unterstützt: darunter 30 Projekte in Deutschland mit 1,4 Millionen Euro, 19 Projekte in Nordeuropa mit 883.500 Euro und sieben Projekte in Estland und Lettland mit 256.500 Euro. 332.500 Euro sind für eilbedürftige Baumaßnahmen vorgesehen.

 

Weitere Initiativen zur Neuevangelisierung und Projekte der religiösen Bildungsarbeit werden mit 2,1 Millionen Euro gefördert. Dazu zählen u.a. die Erstkommunionaktion, die Firminitiative und die Förderung christlichen Brauchtums. Zudem leitet das Bonifatiuswerk zweckgebundene Fördergelder des Diaspora-Kommissariates in Höhe von rund 5 Millionen Euro zur Unterstützung der pastoralen Arbeit nach Nordeuropa weiter.

 

„In unserer Zeit, in der Traditionen und Formen unserer Kirche infrage gestellt werden, fördern wir aktiv missionarische Initiativen, die andere Zugänge zur Kirche ermöglichen und sowohl Gläubige als auch Glaubensferne einladen. Doch dieser Einsatz wäre ohne die Großzügigkeit unserer Förderer und Spender nicht denkbar, denen ich von Herzen danke“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus.

 


Trierer Bischof beschließt Jubiläumsjahr in Lantershofen

Ein Geschenk Gottes

Foto: bt
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 (Lantershofen/bt) – Das Jahr 2019 hat in Lantershofen ganz im Zeichen des 1000-jährigen Bestehens der Gemeinde gestanden. Der Ort im Landkreis Ahrweiler wurde erstmals 1019 in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete ein Gottesdienst mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am 10. Januar, der sich mit Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg zu einem Arbeitstreffen in Lantershofen aufgehalten hatte.

 

An diesem Tag könne die Gemeinde auf einen „bunten Strauß von Feiern und Erfahrungen aus dem Jubiläumsjahr“ zurückblicken, begrüßte der Bischof die Gottesdienstgemeinschaft, und spielte damit auf rund 30 Veranstaltungen an, die im Jubiläumsjahr stattgefunden hatten.

 

„Lantershofen: Das ist nicht bloß ein geographischer Fleck, sondern eine lebendige Dorfgemeinschaft“, erklärte Ackermann, der selbst sieben Jahre während seiner Zeit als Regens des überdiözesanen Priesterseminars St. Lambert hier gelebt hat. „Wir bitten heute darum, dass Lantershofen weiterhin ein Geschenk für die Menschen hier bleibt“.

 

Auch in der heutigen digitalen Welt brauchten Menschen einen Boden oder Grund, auf dem sie Zuhause sein könnten. „Wir kommen im 21. Jahrhundert auch nicht ohne einen konkreten Ort oder eine Heimat aus“, betonte der Bischof. „Die Nomaden unserer Zeit sind oft entwurzelt und sehnen sich nach einem solchen Ort“. Solche Orte seien allerdings ein Geschenk: „Das Land gehört Gott selber, darauf dürfen wir wohnen und leben“, sagte der Bischof in seiner Predigt. Weiterhin regte er die Gläubigen dazu an, sich zu fragen: „Gab es an diesem Tag etwas, das Sie persönlich erfüllt hat? Gab es eine Situation oder einen Augenblick, wo Sie Gottes Nähe im Leben gespürt haben?“ Denn Gott wirke auch noch heute unter den Menschen, nicht nur zur Zeit der Volkskirche mit vielen Gläubigen und vollen Kirchen.

 

Zum Abschluss des Gottesdienstes dankte Bischof Ackermann der musikalischen Begleitung, der Assistenz am Altar und den Schützen sowie dem Tambourcorps.

 

Das nächste Jubiläum hat Lantershofen schon fest im Blick: 2022 feiert das Studienhaus St. Lambert seinen 50. Geburtstag.

 


Jubiläumsjahr „800 Jahre Mariendom“ eröffnet

Ein GottesOrt in Andernach

Prof. Dr. Sternberg, Präsident des ZdK, bei seinem Festvortrag in der Mittelrheinhalle. Foto: bt
Prof. Dr. Sternberg, Präsident des ZdK, bei seinem Festvortrag in der Mittelrheinhalle. Foto: bt

 

(Andernach/bt) – „Es ist ein Ort, der uns mit dem Himmel verbindet; ein GottesOrt“, sagte Pfarrer Stefan Dumont über die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Andernach, die vor 800 Jahren geweiht wurde. Für Kirchengemeinde und Stadtbevölkerung ein Grund, das Jahr im Zeichen dieses Jubiläums zu feiern. Den Auftakt bildeten am 12. Januar ein Hochamt mit dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und ein Festakt mit dem Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg.

 

„Der Mariendom muss den Vergleich mit dem Kölner Dom nicht scheuen“, stellte Erzbischof Woelki zur Freude der Frauen, Männer und Kinder fest. „Wer sagt, dass Schönheit an Jugendlichkeit gebunden ist, sieht am Mariendom, dass das nicht stimmt. Denn der ist steinalt und atemberaubend schön.“

 

1220 war der weltliche Herrscher der Stadt Andernach der Kölner Erzbischof. Woelki folgte aufgrund dieser Verbindung zu Andernach der Einladung gerne.

 

Christus in die Welt tragen

 

Viele Menschen lebten von Tag zu Tag, von Ferien zu Ferien, von Tweet zu Tweet, sagte Woelki in seiner Predigt. „Ohne Gott ist unser Leben in Gefahr, flach und leer zu werden und ohne Tiefe zu sein.“ Es sei die Berufung des christlichen Lebens und der christlichen Kirche, das Leben auf Gott auszurichten. „Die Begegnung mit Gott soll wieder der Höhepunkt unseres Lebens sein“. Im Mariendom werde der Glaube erlebbar und erfahrbar. Woelki dankte den Andernacher Gemeindemitgliedern für ihr Christsein im Alltag. „Wir sind wie eine lebendige Monstranz. Wir haben jetzt Christus aufgenommen, um ihn in die Welten zu tragen, in denen wir leben“, ermunterte der Erzbischof zum Abschluss des Gottesdienstes.

 

Musikalisch mitgestaltet wurde das Festhochamt von neun Chören, dem Bläserensemble des Stadtorchesters und Burkhard Esten an der Orgel.

 

Die Relevanz des Glaubens

 

Im Anschluss an das Pontifikalamt hielt Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des ZdK, einen Impulsvortrag mit der Überschrift „Von der Relevanz des Glaubens und der Kirche in unserer Zeit“. „32 Generationen haben hier gebetet“, rechnete Sternberg den Zuhörerinnen und Zuhörern in der Mittelrheinhalle aus. Doch Sternberg räumte ein, dass es immer weniger Christinnen und Christen in Deutschland gebe. Dafür sei nicht nur der sogenannte Missbrauchsskandal verantwortlich, sondern ein langer Prozess der Entfremdung, und zudem weniger Taufen. „Das waren wir lange ganz anders gewohnt“, gab er offen zu. „Aber wir sind keine unwichtig gewordene Gruppe“. Weltweit wachse das Christentum. Darüber hinaus sind viele Kitas, Krankenhäuser und Hilfswerke sowie Kultureinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft, „und das geht nur durch den staatlichen Einzug der Kirchenbeiträge“, betonte Sternberg.

 

Für ihn ist das massivste Problem derzeit der Priestermangel, „der sich noch verschärfen wird“. Neue pastorale Konzepte versuchten dieser Situation Herr zu werden. Für Sternberg steht dabei der Fokus auf seelsorgliche Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen vor Ort. In vielen Dörfern seien die letzten kontinuierlichen Ansprechpersonen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gemeindebüro. Dies seien Personen, „die glauben, wie ich, und mich darin stärken“. Eine Messe bestellen könne man problemlos über das Internet, aber es komme auf zwischenmenschliche Gespräche an.

 

Abschließend forderte er: „Wir müssen die Renovierungsarbeit unserer Kirche in Angriff nehmen“. Dazu nannte er die aktuellen Diskussionsthemen wie die Frauenfrage oder den Machtmissbrauch, um die Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

 

Das Pontifikalamt und der Festempfang läuteten das Jubiläumsjahr ein; es folgen Gottesdienste, Konzerte, Kreativangebote sowie Vorträge und Ausstellungen. Weitere Informationen und das Programm gibt es im Pfarrbüro Maria Himmelfahrt Andernach (Agrippastraße 13), Tel.: 02632-499875-0, sowie im Internet: www.kpga.de.

 


Trauerfeier für Gründer der Berliner Domkantorei, Herbert Hildebrandt

 

Der Trauergottesdienst am Samstag, den 18. Januar 2020 um 19 Uhr ist öffentlich, es singt die Berliner Domkantorei, die Predigt hält Dompredigerin Petra Zimmermann.

 

(Berlin/sp) - Mit einer öffentlichen Trauerfeier verabschiedet sich die Berliner Domgemeinde von ihrem Mitglied und Kantoreigründer Herbert Hildebrandt. Er war an Heiligabend im Alter von 84 Jahren im Kreise seiner Familie gestorben.

 

Ohne Herbert Hildebrandt gäbe es die Berliner Domkantorei nicht und damit einen der renommiertesten Laienchöre der Hauptstadt. Er gründete die Kantorei kurz nach dem Mauerbau im Oktober 1961 und leitete sie 42 Jahre lang.  Die Geschichte des Chores, wie auch die seines Gründers ist eng mit der Stadt Berlin und ihrer Teilung verbunden. Durch den Bau der Mauer verlor Herbert Hildebrandt im August 1961 seine Kantorenstelle in der Versöhnungskirche. Diese stand direkt auf dem Mauerstreifen in der Bernauer Straße und durfte nicht mehr betreten werden. Zeitgleich wurde die Berliner Domgemeinde von ihrem Konzert- und Gottesdienst-Chor getrennt. Denn die meisten jungen Sänger des Staats- und Domchores Berlin wohnten damals im Westteil der Stadt. Hildebrandt nutzte die Gelegenheit und gründete kurzerhand einen neuen Chor – die Berliner Domkantorei. Heute gehören über 180 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Stadt sowie verschiedene Ensembles zum Chor.

 

Kirchenchöre waren zu DDR-Zeiten Refugien für offene Gedanken und Worte, ein Gegengewicht und eine geistige Heimat im atheistischen Staat, so auch die Domkantorei unter Hildebrandt. Gilbert Furian, ein ehemaliger Sänger, erinnert sich noch gut an den außergewöhnlichen Chorleiter von damals:

 

„Es ist zum großen Teil sein Verdienst, dass die Nische Domkantorei mein heimlicher Lebensmittelpunkt war. In Bobbin auf Rügen initiierte er eine Unternehmung, die zu DDR-Zeiten nur als mission impossible gelten konnte: den Ausbau einer Küsterhaus-Ruine zum Chor-Schulungsheim. Er hatte eben nie nur gute Musik, sondern immer auch die Gemeinschaft der Chormitglieder im Blick. So hat er mich 1986 nach meiner Entlassung aus dem Gefängnis Bachs h-Moll-Messe mitsingen lassen, obwohl ich nicht die nötigen Proben aufweisen konnte“.

 

Bis zur Wiedereinweihung des im Krieg zerstörten Berliner Doms im Jahre 1993 trat Hildebrandt mit der Berliner Domkantorei in verschiedenen Berliner Kirchen auf: in der Bartholomäuskirche, der Sophienkirche, der Zionskirche, der Marienkirche und in der Gethsemanekirche. Im Sommer 2003 übergab er altersbedingt den Taktstock an seinen Nachfolger Domkantor Tobias Brommann. 2011, anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Berliner Domkantorei, erhielt Herbert Hildebrandt das Bundesverdienstkreuz am Bande.

 

 

 


Bischof ruft zu Spenden für Afrikakollekte 2020 auf

Foto: missio/bt
Foto: missio/bt

(Trier/Koblenz/Saarbrücken/bt)– Weltweit findet am Sonntag, 12. Januar 2020 die Afrikakollekte statt, so auch im Bistum Trier. Das Hilfswerk missio bittet unter dem Leitwort „Damit sie das Leben haben“ (Joh10, 10) um Unterstützung für die Arbeit der Kirche in Afrika. Seit knapp 120 Jahren hilft die Afrikakollekte im Kampf gegen Ausbeutung und Armut auf dem afrikanischen Kontinent. Dieses Jahr stehen einheimische Ordensfrauen aus Ghana im Fokus. Die Schwestern sind nicht nur als Seelsorgerinnen für die Menschen vor Ort da, ihr ganzes Leben dreht sich um den Dienst an ihren Mitmenschen. Doch gerade Gemeinschaften, die nicht international vernetzt sind, können die Ausbildung ihrer neuen Schwestern kaum finanzieren. Die Afrikakollekte möchte dabei helfen und so zu einer nachhaltigen und ganzheitlichen Förderung beitragen. Die Kollekte wird ohne Abzug weitergereicht.

 

Weitere Informationen zur Afrikakollekte und alle Materialien gibt es unter www.missio-hilft.de/afrikatag und telefonisch unter 0241-7507350.

 


Hildesheimer Malteser versorgten die Sternsinger des Bistums

Kakao für Könige

Die Sternsinger unter dem Malteserkreuz; Bildquelle: Lukas/Malteser
Die Sternsinger unter dem Malteserkreuz; Bildquelle: Lukas/Malteser

 

(Hildesheim/mhd) - Leberkäs‘ für Könige, Kakao für Kinder – auch beim diesjährigen Sternsingerdankgottesdienst im Hildesheimer Dom am Samstag, 11. Januar, lag das Wohl der kleinen Königinnen und Könige wieder ganz in den Händen der Hildesheimer Malteser.

 

 

 

Wer Gutes tut, darf hungrig werden. 800 bayrische Leberkäse im Fladenbrot und 200 Gemüsefrikadellen warteten nach dem Gottesdienst mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ auf hungrige Mägen und waren schnell verteilt, dazu 200 Liter Kakao und 75 Liter Kinderpunsch. Seit acht Uhr am Morgen hatte eine 16-köpfige Maltesertruppe unter Leitung von Peter Dziewit alles vorbereitet und dann auch Zelte auf dem Hildesheimer Domhof aufgebaut. Den Sternsingerdankgottesdienst selbst überwachten acht Malteser in verschiedenen Fußstreifen, um bei einem Notfall sofort eingreifen zu können. Keine besonderen medizinischen Vorkommnisse, meldete Einsatzleiter Jan Zantopf nach dem Gottesdienst.

 

 

 

Wie immer bildete der Sternsingerdankgottesdienst den Abschluss der Sternsingeraktion im Bistum Hildesheim, die in diesem Jahr unter dem Motto stand: „Frieden – im Libanon und weltweit.“ Die Aktion wird getragen vom Päpstlichen Kindermissionswerk und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

 


Gratulation der Nordkirche zum 25. Gründungstag des Erzbistums Hamburg

Landesbischöfin: „Verbunden im Gebet und im Engagement für andere“

 

(Hamburg/maw) - Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hat heute (7. Januar) zum 25-jährigen Bestehen des Erzbistums Hamburg die Segenswünsche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) überbracht.

 

Dankbar blickte die Landesbischöfin in ihrem Grußwort im Festgottesdienst des Erzbistums im St. Marien-Dom auf die Jahrzehnte des gewachsenen ökumenischen Bewusstseins zwischen Katholiken und Protestanten im Norden zurück: „Von Sylt und Flensburg bis zum Urstromtal der Recknitz, der alten Grenze zwischen Mecklenburg und Pommern, ist die Verbundenheit unserer Kirchen gewachsen und ebenso die Erfahrung, gemeinsam auf dem Weg zu sein und mit Gott durch die Zeit zu wandern – gesandt, um allen die frohe Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen und sie weiterzugeben – auch in der Übernahme öffentlicher Verantwortung für ein gutes und friedliches  Zusammenleben in unserer Gesellschaft.“

 

„Als Christinnen und Christen erfahren wir, dass wir zusammengehören“, so die Landesbischöfin weiter. „Im Gespräch über unseren Glauben, im gemeinsamen Gebet und Engagement für andere, für Menschen in Not, im Engagement für ein friedliches und gutes Zusammenleben in unserer Gesellschaft erleben wir uns als Schwestern und Brüder.“ Konfessionsverbindende Familien, ökumenische Gruppen, nachbarschaftlich verbundene Gemeinden und vielfältige andere Formen des Miteinanders drückten diese Verbundenheit in lebendiger Weise aus. Als Symbole für das gute gemeinsame und auch konfessionsübergreifende Zeugnis Christi im Norden nannte die Landesbischöfin beispielhaft das Ökumenische Forum in der Hamburger HafenCity, das gemeinsame Gedenken der Lübecker Märtyrer und die ökumenischen Bischofstreffen. Kristina Kühnbaum-Schmidt: „Dass dieser Weg uns auch zukünftig zu noch größerer Verbundenheit und ökumenischer Gemeinschaft führt, dazu schenke Gott uns seinen reichen Segen!“

Zu den Grußwortrednerinnen und -rednern im Festgottesdienst zählten außerdem Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, sowie Katy Hoffmeister, Justizministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

 

 

 


Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt 108 Sternsinger im Bundeskanzleramt

„Ihr bringt eine Botschaft der Nächstenliebe“

 

Die Sternsinger Niklas (17), Kassandra (13), Miriam (12) und Clara (10) sowie Begleiterin Maria Schieber aus der Gemeinde Liebfrauen in Nidda vertraten das Bistum Mainz am Dienstag beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur 62. Aktion Dreikönigssingen. Zum Gruppenfoto mit der Kanzlerin stellten sie sich gemeinsam mit Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, und Lisi Maier, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), im Bundeskanzleramt auf. Foto: © Ralf Adloff / Kindermissionswerk

 

(Berlin/kmw) - „Wenn ihr überall in Deutschland von Haus zu Haus zieht, dann pflegt ihr einen wunderbaren Brauch“, begrüßte und lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag ihre 108 königlichen Gäste. Aus allen 27 deutschen Bistümern waren Sternsinger nach Berlin zum traditionellen Empfang im Bundeskanzleramt gereist. „Aber, es ist eben nicht nur der Brauch als solcher, sondern ihr bewegt damit natürlich noch sehr viel mehr. Ihr engagiert euch politisch und ihr macht auf ganz wichtige Themen aufmerksam. Und ihr als Kinder helft anderen Kindern auf der Welt“, so die Bundeskanzlerin in ihrer Ansprache an die kleinen und großen Könige. „Ihr bringt damit eine Botschaft zu den Menschen, wenn ihr durch die Städte und Dörfer zieht, die sagt: hier kann jeder etwas tun, wir brauchen Nächstenliebe, damit die Welt friedlicher wird und damit die Welt zusammenhält.“

 

„Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit“ heißt das Leitwort der aktuellen, 62. Aktion Dreikönigssingen. Die Sternsinger Eva (13), Oyana (13), Benedikt (14) und Tobias (13) aus der Gemeinde St. Johannes Baptist in Jena (Bistum Erfurt) zeigten mit einem kurzen Szenenspiel, warum sie und rund 300.000 weitere Sternsinger überall in Deutschland sich diesmal besonders dem Thema „Frieden“ verschrieben haben. Ein großes Bild einer Hauswand in einem Kriegsgebiet, voller Einschusslöcher, verwandelten sie in 27 Friedensbotschaften der Sternsinger. Ein Buch mit zahlreichen dieser farbenfrohen Botschaften überreichten sie im Anschluss der Bundeskanzlerin, verbunden mit einer großen Bitte: „Wir bitten Sie, dass Sie sich gemeinsam mit vielen anderen dafür einsetzen, dass immer mehr Kinder in Frieden leben können.“

 

Frieden – leicht und schwer zugleich

„In diesem Jahr ist unser Thema ‚Frieden! Im Libanon und weltweit‘ leicht und schwer zugleich“, machte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ in seinem Grußwort deutlich. „Leicht, weil jeder Mensch doch verstehen kann, wie notwendig für das Aufwachsen von Kindern eine friedliche Umgebung ist. Sich zu entwickeln, zu lernen, seine Träume zu verwirklichen, zu wachsen braucht Frieden. Schwer aber, weil wir alle wissen, dass Kinder zu allererst und am schlimmsten unter den Kriegen und gewaltsamen Konflikten dieser Tage leiden“, so Pfarrer Bingener, der gemeinsam mit Lisi Maier, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die 27 königlichen Delegationen ins Bundeskanzleramt begleitet hatte. In Richtung der Kanzlerin sagte Pfarrer Bingener: „Sie werden in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten Politikerinnen und Politiker treffen, die entscheidend dazu beitragen, ob Frieden werden kann oder sich die Spirale der Gewalt weiterdreht. Ihr Regierungshandeln wird weiter dazu beitragen können, dass weltweit immer mehr Kinder in Frieden und Gerechtigkeit aufwachsen können.“

 

Kinder sollen in Frieden und Freiheit leben können Eine ganz besondere Aufgabe übernahmen die Sternsinger Johanna (10), Theresa (10), Armin (10) und Justus (10) aus der Gemeinde Zum Guten Hirten in Cottbus (Bistum Görlitz). Zunächst nahmen sie die Spende der Bundeskanzlerin entgegen, mit der Angela Merkel ein Bildungsprojekt für Kinder im Libanon unterstützt. Im Anschluss schrieben sie den Segen „20*C+M+B+20 – Christus mansionem benedicat, Christus segne dieses Haus im Jahr 2020“ im Kanzleramt an. Ein Segen mit wahrlich großer Symbolkraft: „Fast auf den Tag genau vor 30 Jahren waren die ersten Sternsinger aus der ehemaligen DDR, aus dem Bistum Görlitz, Besucher des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl“, erklärten die Königinnen und Könige aus Cottbus vor der großen Journalistenschar. „Wenn es die friedliche Revolution in unserem Land nicht gegeben hätte, gäbe es noch heute in Ostdeutschland keine Sternsinger. Wir wollen dazu beitragen, dass hier und in allen Ländern Kinder in Frieden und Freiheit leben können.“

 

Jeweils vier Sternsinger aus allen 27 deutschen Bistümern vertraten in Berlin die 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die sich rund um das Dreikönigsfest bundesweit an der 62. Aktion Dreikönigssingen beteiligen. Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte die kleinen und großen Könige bereits zum 15. Mal.

 

Rund 1,14 Milliarden Euro, mehr als 74.400 Projekte Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,14 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 74.400 Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 61. Aktion zum Jahresbeginn 2019 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.226 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 50,2 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration.

 


In der Kreuzkirche in Ueckermünde wurde Pastorin Inke Pötter in die Pfarrstelle für Krankenhausseelsorge eingeführt

Öffentliche Verlesung der Berufungsurkunde

 

(Ueckermünde/sk) - Mit einem Gottesdienst in der Kreuzkirche in Ueckermünde wurde Pastorin Inke Pötter am Sonntag, 5. Januar, in die Pfarrstelle für Krankenhausseelsorge eingeführt. Der Kirchenkreisrat des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) hatte die Pastorin im Oktober 2019 für acht Jahre in die Krankenhausseelsorgestelle der Propstei Pasewalk berufen. Der Stellenumfang beträgt 100 Prozent, Dienstbeginn war der 1. Dezember 2019. Während des Einführungsgottesdienstes wurde die Berufungsurkunde öffentlich verlesen. Propst Andreas Haerter, Pastor Matthias Bartels und Pastorin Susanne Leder sprachen Inke Pötter den Segen für ihren Dienst zu.

 

 

 

Beistand in Zeiten harter Proben

 

„Es ist eine große Freude, dass es nun wieder eine Krankenhausseelsorgerin in der Region gibt“, sagte Andreas Haerter während des Einführungsgottesdienstes. Krankheiten bezeichnete der Propst als Zeiten harter Proben, in denen es besonders wichtig sei, dass jemand da ist, der einem zur Seite steht. Pastorin Inke Pötter werde als Krankenhausseelsorgerin trösten und begleiten, mit den Zweifelnden glauben, dazu beitragen, Menschen vor dem Versinken in Verzweiflung zu bewahren und im Wissen um die bitteren Seiten des Lebens auch von dessen Schönheiten berichten, so Andreas Haerter.

 

 

 

Tröstende Botschaft an Krankenhausbetten verkünden

 

„Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen“, zitierte Inke Pötter den biblischen Propheten Jesaja. Demgemäß wolle sie die tröstende und stärkende Nachricht an den Krankenhausbetten verkünden, so die Pastorin. Für die Todkranken, die Hilflosen und Enttäuschten wolle sie ebenso da sein wie für die in den Krankenhäusern arbeitenden Menschen, die sich tagtäglich engagieren und deren Kräfte nicht endlos sind. „Es sind vielleicht oft nur kleine Schritte, ein Zeitnehmen und liebevolles Zuhören, ein Halten der Hand, dass aus verbundenen Scherben das Herz wieder heil werden lässt, auch wenn Narben zurückbleiben.“

 

 

 


Bistum Trier eröffnet diesjährige Sternsingeraktion in Völklingen

Weltkulturerbe trifft auf Weltkulturerbe

Weihbischof Robert Brahm (Bildmitte) hat mit 550 Sternsingern aus dem Bistum die diözesane Sternsingeraktion 2020 in St. Eligius Völklingen eröffnet . Foto: bt
Weihbischof Robert Brahm (Bildmitte) hat mit 550 Sternsingern aus dem Bistum die diözesane Sternsingeraktion 2020 in St. Eligius Völklingen eröffnet . Foto: bt

 

(Völklingen/bt) – „Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit.“ Unter dieser Überschrift hat am 2. Januar im Bistum Trier die diesjährige Sternsingeraktion begonnen. Rund 500 Sternsingerinnen und Sternsinger samt ihren erwachsenen Begleitungen nahmen an der bistumsweiten Aussendung in Völklingen St. Eligius und im Weltkulturerbe „Alte Völklinger Hütte“ teil.

 

Weihbischof Brahm: Täglich lachen für den Frieden!

 

„Der Friede beginnt mit einem Lächeln“, sagte der Saarbrücker Jugendpfarrer Christian Heinz zu Beginn und so war das Lächeln und das Lachen ein durchgehendes Thema des Aussendungsgottesdienstes mit Weihbischof Robert Brahm. Liebe und Lächeln seien entscheidende Schlüssel für den Frieden in der Welt, sagte Brahm in seiner Predigt. Mit Lächeln und Lachen nähmen die Menschen Kontakt zueinander auf. Der Weihbischof lud seine jungen Zuhörerinnen und Zuhöre ein, täglich zu lachen, das sei auch gut für die Gesundheit. Kinder könnten das übrigens besser als Erwachsene, die fünfmal weniger lachen. Auch Jesus werde in der Krippe lachend dargestellt. „An ihm konnten Maria und Josef sehen, wie sehr Gott uns liebt“, sagte Brahm. Auch wenn der lachende Jesus in der Krippe in der Bibel nicht erwähnt sei, könne es letztlich nicht anders gewesen sein. „Ich freue mich, mit Dir zusammen zu sein“, sage Jesus damit. „Bei der Sternsingeraktion ist es Eurer Lachen, das die Menschen in ihren Wohnungen erreicht“, lud Brahm die jungen Leute ein, den Frieden weiter zu tragen. Der Weihbischof erklärte den Kindern und Jugendlichen die „Goldene Regel“: „Alles was Ihr wollt, dass Euch die Menschen tun, das tut auch ihnen.“ Dazu sei das Lächeln ein erster Schritt, das stecke an.

 

Für ein friedliches Miteinander: in Völklingen, im Bistum, in Europa - im Libanon und weltweit

 

Nach dem Gottesdienst, der von der Band „JuGoDi“ aus Schmelz musikalisch mit gestaltet wurde ging es auf Friedensdemo durch die Völklinger City zum Weltkulturerbe. „Wir wollen zeigen, dass wir für ein friedliches Miteinander sind, in Völklingen, im Bistum Trier, in Europa, im Libanon und weltweit“, lud Evelyn Zimmer vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zum Weg hinter dem Friedenskreuz ein. An der Spitze führten Weihbischof Brahm, die Völklinger Oberbürgermeisterin Christiane Blatt und der Geschäftsführer des Weltkulturerbes Michael Schley die Demonstration an. Aus allen Teilen des Bistums waren Sternsinger nach Völklingen gekommen, die meisten aus dem Saarland, und viele mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Joline aus Roden die mit ihrer Gruppe aus Roden mit dem Zug gekommen war. Den weitesten Weg hatten - neben Padre Damian aus Potosi in Bolivien - wohl die Dreikönigssinger aus Oberwesel am Rhein, aus der Heimat von Weihbischof Brahm. Unterwegs luden die Warndtscouts der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in einem Zelt zum heißen Tee ein. Die Pfadfinder hatten bereits zu Beginn des Gottesdienstes das Friedenslicht aus Bethlehem an den Altar gebracht.

 

Ideelles Weltkulturerbe "Sternsinger" zu Gast im Weltkulturerbe "Völklinger Hütte"

 

In der Gasgebläsehalle begrüßte die BDKJ-Diözesanvorsitzende Susanne Kiefer die Ehrengäste und die Sternsingerinnen und Sternsinger von nah und fern zum Abschluss. „Ihr habt viel Licht hier rein gebracht“, lobte Geschäftsführer Schley die jungen Leute. Heute sei das von der UNESCO ausgezeichnete ideelle Weltkulturerbe „Sternsingeraktion“ zu Gast im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Schley wünschte den jungen Leuten viel Erfolg bei ihren Hausbesuchen, „viele Spenden und auch viel Süßes“. Oberbürgermeisterin Blatt bedankte sich dafür, dass sie gemeinsam mit den jungen Leuten den Friedensweg gehen durfte. Sie freue sich sehr, dass die weltweite Aktion für das Bistum Trier diesmal in Völklingen eröffnet wurde.

 

Damit niemand beim abschließenden kostenfreien Rundgang durch das Weltkulturerbe hungern musste, hatten die Malteser aus Saarlouis mithilfe des Globus Warenhause einen Imbiss vorbereitet. Süßes gab’s am Stand des multikulturellen Frauenvereins „Violen“.

 

20.000 Sternsinger im Bistum Trier unterwegs

 

Nach Hause zurückgekehrt, werden sich die jungen Leute – zusammen mit rund 20.000 weiteren Sternsingerinnen und Sternsingern im Bistum Trier – in den Tagen um den 6. Januar auf den Weg zu den Menschen ihrer Wohnorte machen um die Häuser und ihre Bewohner zu segnen und für die weltweiten Anliegen der Sternsinger zu sammeln. Der Brauch des Sternsingens oder Dreikönigsingens ist uralt. Die heute von Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom BDKJ getragene Aktion, hat sich über die Jahre zum weltweit größten Hilfswerk von Kindern für Kinder entwickelt. Seit 1959 haben die Sternsinger in Deutschland über 858 Millionen Euro gesammelt. Damit wurden 65.000 Projekte unterstützt.

 

Mehr zur Aktion im Netz unter: www.sternsinger.de / Themenseite des Bistums Trier hier.

 

 

 


GAW: Begegnung!

Sammlung für den Projektkatalog 2020 startet

 

 

 Das Gustav-Adolf-Werk e.V. Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (GAW) startet am 6. Januar mit dem Projektkatalog 2020 wieder seine Sammlung zur Unterstützung von 50 evangelischen Partnerkirchen weltweit. Der Projektkatalog 2020 umfasst 130 Projekte mit einer Rahmensumme von 1,6 Millionen Euro.

 

 

 

Begegnung ist der inhaltliche Schwerpunkt des Projektkatalogs 2020. Das GAW fördert mit dem Projektkatalog zahlreiche kirchliche Begegnungstage sowie Orte des Zusammenkommens. Für evangelische Christen, die weit verstreut in der Diaspora leben, sind überregionale Kirchenfeste oder Freizeiten unersetzlich.

 

Das größte Ereignis sind die Christlichen Begegnungstage von 3. bis 5. Juli 2020 in Graz (Österreich). Als ein grenzüberschreitendes Großereignis für die Region Mittelosteuropa bieten sie Raum für Dialog und Austausch für Gäste aus neun Ländern. Das GAW fördert das ökumenische Christentreffen und beteiligt sich auch aktiv am Programm.

 

Weitere Begegnungen, die mit dem Projektkatalog 2020 unterstützt werden, sind die Jugendkongresse Congrenaje in Brasilien und Le Grand Kiff in Frankreich, sowie das kirchliche Gesangsfest und der Kirchentag in Estland.

 

 

 

Drei Zentren für Jugendfreizeiten werden in der Ukraine, in der Region Transkarpatien, unterstützt, drei in Rumänien und eines in Ungarn. Ein besonderes, grenzüberschreitendes Projekt im Projektkatalog des GAW 2020 ist die Kapelle der Begegnung in Straßburg, in der „die Grenzen zwischen Ländern und Sprachen, Menschen und Kulturen verschwimmen“, so die badische Landeskirche und die Union Protestantischer Kirchen in Elsass und Lothringen über ihr gemeinsames Vorhaben.

 

 

 

Diese und weitere Projekte des GAW – auch in Krisenländern Syrien, Libanon und Venezuela – werden im Blätterkatalog unter https://www.gustav-adolf-werk.de/projekte.html vorgestellt.

            

Gustav-Adolf-Werk e.V. ist das Diasporawerk der EKD und nimmt gemäß Artikel 16 der Grundordnung der EKD vom 13.07.1948  im Zusammenwirken mit der EKD, ihren Gliedkirchen und Gemeinden die besondere Verantwortung für den Dienst in der Diaspora wahr. Die Arbeit wird von bundesweit 21 Hauptgruppen und 19 Frauengruppen getragen. Das GAW hilft seinen Partnerkirchen beim Gemeindeaufbau, bei der Renovierung, beim Kauf und beim Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen, bei sozialdiakonischen und missionarischen Aufgaben, bei der Aus- und Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern u. a. Jährlich werden verschiedene Projekte mit mehr als zwei Millionen Euro unterstützt.

 

 


Papst Franziskus segnet Sternsingerinnen aus dem Bistum Aachen beim Neujahrsgottesdienst

Königinnen aus Herzogenrath-Kohlscheid bringen Gaben zum Altar im Petersdom

 

(Aachen/Vatikanstadt/kmw) - „Ich war sehr aufgeregt, aber es war sehr gut und der Papst war sehr nett“, erzählt die 14-jährige Sophie Breuer sichtlich beeindruckt nach dem Neujahrsgottesdienst am Mittwoch im Petersdom. Und auch die gleichaltrige Pia Hamm war von der Begegnung mit Papst Franziskus am Altar in St. Peter begeistert: „Es war sehr beeindruckend und ich kann es immer noch nicht richtig fassen.“ Die beiden Sternsingerinnen aus der Gruppe der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) in der Pfarrei Christus unser Friede in Herzogenrath-Kohlscheid (Bistum Aachen) hatten am ersten Tag des neuen Jahres eine würdevolle Aufgabe übernommen. Gemeinsam mit dem slowakischen Sternsinger Adam (10) aus Jakubany (Bistum Presov) trugen sie in ihren Sternsingergewändern die Gaben zum Altar im Petersdom.

 

 

 

Pia und Sophie sowie Antonia Reinhold (16) und Pia Lehmler (17) aus dem Bistum Aachen gehörten zu den 28 Sternsingern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, aus Ungarn, Italien, Rumänien und der Slowakei, die den Jahreswechsel in Rom verbracht hatten und am Mittwoch, 1. Januar, im Neujahrsgottesdienst vom Heiligen Vater gesegnet wurden. Bereits zum 16. Mal seit 2001 durften am ersten Tag des neuen Jahres Sternsinger bei der Gabenprozession im Petersdom dabei sein. Gemeinsam besuchten die Sternsingergruppen am Montagabend die Päpstliche Schweizergarde, sangen ihre Lieder und schrieben ihren Segen in der Kaserne der Gardisten im Vatikan über zahlreiche Türen. Vor dem Jahreswechsel feierten die Königinnen und Könige eine Messe in der römischen Gemeinde S. Maria dell´Anima.

 

 

 

Segen auch für die deutschen Kardinäle

 

„Der Frieden als Weg der Hoffnung: Dialog, Versöhnung und ökologische Umkehr“, ist die Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2020 überschrieben, mit der der Heilige Vater zum Jahresbeginn erneut einen deutlichen Appell an die Regierenden in der Welt richtete. Den Worten von Papst Franziskus schließen sich die Sternsinger bei ihrer laufenden Aktion Dreikönigssingen gerne an. Unter dem Leitwort „Frieden! Im Libanon und weltweit“ setzen auch sie sich für den Frieden in aller Welt ein.

 

 

 

Im Anschluss an das Angelusgebet auf dem Petersplatz wurden die Königinnen aus dem Bistum Aachen selbst zu Segensbringern. „20*C+M+B+20“ schrieben sie an die Wohnungstür des deutschen Kardinals Walter Kasper. Empfangen wurden sie am Nachmittag auch von Dr. Michael Koch, dem deutschen Botschafter beim Heiligen Stuhl. Für die vier Sternsingerinnen aus Herzogenrath-Kohlscheid wurde der Neujahrstag zum Auftakt für ein sicherlich ereignisreiches Jahr. Am 29. Dezember ist ihre Heimatdiözese Aachen Gastgeber der bundesweiten Eröffnung der nächsten Aktion Dreikönigssingen. Hunderte Mädchen und Jungen werden dann in der Kaiserstadt erwartet.

 

 

 

Rund 1,14 Milliarden Euro, mehr als 74.400 Projekte Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,14 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 74.400 Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 61. Aktion zum Jahresbeginn 2019 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.226 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 50,2 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration.

 

 

 


Wort zum neuen Jahr von Bischof Tilman Jeremias:

„Gegen alle Zweifel Vertrauen wagen“

Bischof Tilman Jeremias im Greifswalder Dom Foto: Hernandez/Nordkirche
Bischof Tilman Jeremias im Greifswalder Dom Foto: Hernandez/Nordkirche

 

(Greifswald/ak)- Die Jahreslosung 2020 stellt laut Bischof Tilman Jeremias das Vertrauen in den Mittelpunkt: "Ich glaube; hilf meinem Unglauben!", heißt es bei Markus 9,24. Der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) ermutigt dazu, trotz Zweifel zu vertrauen – anderen Menschen und Gott: „Vertrauen kann Berge versetzen. Es heilt belastete Beziehungen. Es gibt einen Vorschuss. Und ist damit immer ein Wagnis.“

 

Die Neujahrsbotschaft von Bischof Tilman Jeremias im Wortlaut:

 

Ein Verzweiflungsschrei, das ist der Bibelvers, der uns dieses Jahr begleiten wird: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24). Dieser Vers gilt für viele Christinnen und Christen auf der ganzen Welt als sogenannte Jahreslosung. Der Schrei kommt von einem verzweifelten Vater, der alles versucht, damit sein epileptischer Sohn geheilt wird. Jesus eröffnet ihm dafür einen überraschenden Weg: „Alles ist möglich dem, der glaubt.“ Wie bitte? Das klingt ja ähnlich unrealistisch wie der andere biblische Satz, dass jemand Berge versetzen kann, wenn er nur recht glaubt.

 

Was bleibt dem armen Vater? Kaum wird er zugeben, dass er an die Heilung seines Sohns nicht glauben kann. Er schreit zu Jesus: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Und bringt damit auf den Punkt, was glaubende Menschen nur zu gut kennen: hin- und hergerissen zu sein zwischen hoher Gewissheit und bohrenden Zweifeln.

 

Klar ist: Die Jahreslosung 2020 spricht von Vertrauen. Denn nichts anderes bedeutet Glauben in der Bibel. Dem verzweifelten Vater hilft sein brüchiges Vertrauen, denn sein Sohn wird von seiner Krankheit befreit. Vertrauen kann Berge versetzen. Es heilt belastete Beziehungen. Es gibt einen Vorschuss. Und ist damit immer ein Wagnis. Denn es bedeutet, sich einzulassen, ohne sicher zu wissen, was dabei herauskommt.

 

Die Jahreslosung ermutigt uns, 2020 Vertrauen zu verschenken. Anderen Menschen mehr zuzutrauen als im vergangenen Jahr. Zerstörerisches Misstrauen fallen zu lassen. Vertrauen vor allem aber in Gott zu setzen, der uns innerlich und äußerlich heil machen möchte. Dabei unterstreicht die Geschichte: Solches Vertrauen muss und kann niemals perfekt sein. Es darf sich in einem verzweifelten Schrei artikulieren. Aber es lohnt sich!