Nachrichten / Glaube, Liebe, Hoffnung

27.06.2017


DER ARARAT HÄNGT JETZT IM VATIKAN

(Bochum/Rom/pm) - Ein neues Porträt von Papst Franziskus mit dem Berg Ararat im Hintergrund hängt jetzt im Vatikan. Im Rahmen einer Privataudienz hat der Armenisch-Akademische Verein 1860 (AAV) das Gemälde am 21. Juni als Geschenk übergeben. Anwesend waren die Künstlerin Marietta Armena selbst, die als Kunst-Beauftragte des AAV in Norddeutschland fungiert, der AAV-Vorsitzende Azat Ordukhanyan und die Ofelya Sargsyan, im AAV für Wissenschaftsfragen zuständig. Radio Vatikan hat in vielen Sprachen über dieses Ereignis berichtet und mehrere Interviews mit den Beteiligten aufgezeichnet.

 

Der AAV unterstreicht mit dieser Aktion die Dankbarkeit für die große Unterstützung, die der Papst für die internationale Anerkennung des türkischen Völkermords an den Armeniern geleistet hat. Sein Eintreten für Moral und Gerechtigkeit habe viel dazu beigetragen, dass auch der Deutsche Bundestag diesen Genozid nach Jahrzehnten des Zögerns und des Schweigens endlich im vergangenen Jahr anerkannt hat.

 

Die armenische Künstlerin Marietta Armenia hat Papst Franziskus porträtiert als Person von großer spiritueller Ausstrahlung, der eine Friedensbotschaft an die Menschheit verkörpert. Anstoß zu diesem Werk war für die Künstlerin, dass er „zu uns gehalten hat, dass er einen Gedenkgottesdienst für die Opfer des türkischen Völkermords an uns Armeniern gehalten hat und dass er sich bei seinem Besuch in Jerewan nach eigener Aussage wie ein Pilger im ältesten christlichen Land gefühlt hat“. Im Hintergrund des Gemäldes ist der Ararat zu sehen, dort ist der Legende nach die Arche Noah gelandet, zugleich erkennen die Armenier in aller Welt diesen Berg als Symbol ihrer Heimat. Papst Franziskus hält auf dem Bild die rechte Hand segnend - oder mahnend - in die Höhe, auf der linken Hand hebt eine Friedenstaube zum Abflug an. Die Malerin, die sich, sensibilisiert durch die grausamen historischen Erfahrungen ihres Volkes, in vielen Projekten für Friedensarbeit  engagiert, legt Wert darauf, dass es ihr nicht um ein armenisches Thema geht, sondern dass sie dieses Bild als Mahnung für den Frieden versteht und dass sie Papst Franziskus verehrt als einen Mann, der diese Mahnung - Frieden für alle Menschen auf der Welt - wirkungsmächtig um den Globus schickt. Marietta Armena, in Jerewan geboren, lebt seit über 20 Jahren in Bremen und war national und international in etlichen Ausstellungen präsent. Seit vielen Jahren ist ihr das Thema Flucht/Vertreibung/Völkermord eine besondere künstlerische Herausforderung.

 


Stephan Schaffeld löst im Oktober 2018 Ralf Kampf ab

Neuer Geschäftsführer der Bildungs- und Tagungshäuser

Foto: drs
Foto: drs

 

(Rottenburg/drs) - Stephan Schaffeld (59), bisher in der Wirtschaftsleitung der Bildungshäuser in der Erzdiözese Freiburg tätig, wird zum 1. Oktober kommenden Jahres Geschäftsführer des Kirchlichen Eigenbetriebs Bildungs- und Tagungshäuser der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Zum 1. April 2018 wird Schaffeld bereits zur Einarbeitung eingestellt und löst im Oktober 2018 den bisherigen Geschäftsführer Ralf Kampf ab, der in den Ruhestand geht.

Schaffeld ist ausgewiesener Fachmann im Hotel- und Gaststättengewerbe mit langjähriger Erfahrung in der Leitung von Hotels. Herr Xaver Steidle (52) wurde zum stellvertretenden Geschäftsführer bestellt; er war bisher bereits in der Geschäftsstelle des Kirchlichen Eigenbetriebs tätig. 

Der kirchliche Eigenbetrieb Bildungs- und Tagungshäuser der Diözese Rottenburg-Stuttgart umfasst fünf Jugendhäuser sowie acht Tagungs- und Bildungshäuser für Erwachsene. Rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen eine Vielzahl von Übernachtungs- und Tagesgästen aus dem kirchlichen und nichtkirchlichen Bereich.

 


Attraktive Vergütung und gestalterischer Freiraum für Lehrerinnen und Lehrer an den 16 Schulen der ev. Schulstiftung der Nordkirche

(Schwerin/nk) - „Bei der Schulstiftung der Nordkirche verdienen Lehrkräfte vergleichbar viel wie beim Land M-V angestellte Lehrerinnen und Lehrer“, stellt Pastor Kai Gusek, pädagogischer Vorstand der Stiftung, fest. Die gut 400 Lehrkräfte werden entsprechend der Landesregelungen eingruppiert. Dies gilt auch für Seiten- und Quereinsteiger. Das heißt: Wer etwa in der Orientierungsstufe unterrichtet, wird gemäß der A13 bezahlt.

 

Darüber hinaus gibt es verschiedene Zulagen für die Mitarbeitenden der ev. Schulstiftung: „Eltern erhalten einen Kinderzuschlag von über 100 Euro pro Kind und Monat. Eine Jahressonderzahlung von 75 Prozent des durchschnittlichen Monatseinkommens ist fester Bestandteil des Tarifvertrags. Unterstützt wird auch im Krankheitsfall: Nach Ablauf der Entgeltfortzahlung erhalten die Mitarbeitenden einen Zuschuss zusätzlich zu dem von den Krankenkassen gezahlten Krankengeld“, so Matthias Fischer, kaufmännischer Vorstand der Schulstiftung. Die Schulstiftung zahlt zudem für die Mitarbeitenden in eine Zusatzversorgungskasse ein und unterstützt so deren Altersvorsorge.

 

„Staatlichen Schulen stehen wir in nichts nach“, erklärt Kai Gusek. „Dabei liegt der eigentliche Reiz, an einer Schule in kirchlicher Trägerschaft zu lehren, darin, Freiraum zu haben. Sowohl bei der pädagogischen Gestaltung des Unterrichts, der Planung des Schulalltags und der gesamten Schulentwickelung als auch bei der individuellen Förderung unserer Schulkinder“, so Pastor Gusek und führt fort: „Wir bieten attraktive Arbeitsplätze und suchen Lehrerinnen und Lehrer für unsere Schulen. Wer erst einmal bei uns ist, der bleibt in aller Regel auch.“

 

 

 

Über die evangelische Schulstiftung der Nordkirche:
Die Schulstiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland ist Träger von 16 evangelischen Schulen sowie elf angegliederten Horten. Eine weitere Schule befindet sich in Auftragsverwaltung der Stiftung. Gut 400 Mitarbeitende betreuen und unterrichten etwa 2.720 Schülerinnen und Schüler.

 

Die Schulstiftung berät Gründungsinitiativen, koordiniert den Aufbau und die Entwicklung evangelischer Schulen, regelt Organisations- und Verwaltungsaufgaben und vertritt die Schulen in rechtlichen und politischen Fragen. Von der Stiftung getragene, betriebene und geförderte Einrichtungen haben ein evangelisches Profil,  sind reformpädagogisch orientiert und inklusiv.

 

Die Stiftung ist Ausdruck der Verantwortung und des Willens der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), sich an der Erziehung und Bildung der heranwachsenden Generationen zu beteiligen. Damit kommt sie ihrem Auftrag aus der Verfassung nach und wendet sich allen Menschen zu, um ihnen das Evangelium von Jesus Christus zu erschließen.

 


Schulstandorte und Schulformen der evangelischen Schulstiftung der Nordkirche:

 

Anklam, Evangelische Schule Peeneburg, Grundschule mit schulartunabhängiger Orientierungsstufe mit Schulhort

 

Bad Doberan, Christliche Münster Schule, Grundschule mit schulartunabhängiger Orientierungsstufe mit Schulhort

 

Barth, evangelische Grundschule mit Schulhort, Orientierungsstufe in Vorbereitung

 

Benz, evangelische Grundschule mit schulartunabhängiger Orientierungsstufe

 

Demmin, Evangelisches Schulzentrum Demmin „Katharina von Bora“,  Grundschule mit schulartunabhängiger Orientierungsstufe mit Schulhort

 

Hagenow, Evangelische Schule „Dr. Eckhart Schwerin“,  Regionale Schule mit Grundschule und Schulhort

 

Möllenhagen, „Johannes Schule“ Evangelische Grundschule

 

Neubrandenburg, Christliche Gemeinschaftsschule „St. Marien“, mit integrierter gymnasialer Oberstufe im Sinne einer IGS und Grundschulteil und Schulhort

 

Neustrelitz, Evangelische Grundschule mit schulartunabhängiger Orientierungsstufe und Schulhort

 

Parchim, Evangelische Grundschule mit  schulartunabhängiger Orientierungsstufe „Paulo Freise“ und Schulhort,

 

Pasewalk, Nikolaischule, Evangelische Grundschule mit  schulartunabhängiger Orientierungsstufe

 

Ribnitz-Damgarten, Evangelische Grundschule „Löwenzahn-Schule“

 

Stralsund, Christliche Gemeinschaftsschule „Jona Schule“  Integrierte Gesamtschule mit Grundschule und Schulhort

 

Walkendorf, Evangelische Schule, Grundschule mit schulartunabhängiger Orientierungsstufe

 

Waren, Arche Schule, Evangelische Grundschule mit Orientierungsstufe und Schulhort

 

Wismar, Evangelische Schule „Robert Lansemann“, Grundschule mit Orientierungsstufe und Schulhort

 

Schule in Auftragsverwaltung:

 

Gülzow: Evangelische Schule Grundschule, Ersatzschule

 


Weihbischof Renz beauftragt in Stuttgart Pastoralreferentinnen und -referenten

„Draußen zuhause, drinnen gestärkt“

 

(Rottenburg/Stuttgart/drs) - Für ihren Dienst als künftige Pastoralreferentinnen und -referenten in der Diözese beauftragt Weihbischof Thomas Maria Renz sieben Frauen und fünf Männer. Nach ihrem Diplomstudium der katholischen Theologie und ihrer seelsorglichen Ausbildung als Pastoralassistentinnen und -assistenten in Gemeinden sowie in Rottenburg erhalten sie am Samstag (1. Juli) in einem Gottesdienst unter dem Motto „Draußen zuhause, drinnen gestärkt“ um 14.30 Uhr in der Kirche St. Elisabeth in Stuttgart den Auftrag für ihren Dienst. Die Diplomtheologinnen und -theologen arbeiten künftig vorwiegend in Seelsorgeeinheiten der Diözese in hauptberuflichen Teams aus Priestern, Diakonen sowie Gemeindereferentinnen und -referenten. Zusammen mit den zwölf Frauen und Männern aus der Diözese wird gleichzeitig eine weitere Pastoralreferentin beauftragt, die ihre Ausbildung in einer anderen Diözesen absolviert hat und bereits für die Diözese Rottenburg-Stuttgart im Einsatz ist. Beauftragt werden: 

Claudius Fischer (30) ist verheiratet und stammt aus der Gemeinde St. Anna in Tuningen, Dekanat Rottweil. Er studierte Theologie in Tübingen und Madrid und wurde in der Seelsorgeeinheit (SE) Südliches Strohgäu ausgebildet. Nach seiner Beauftragung wird er auch künftig in dieser SE im Dekanat Ludwigsburg im Einsatz sein.

Philip Heger (33) stammt aus Gundelfingen/Donau in der Diözese Augsburg. Acht Jahre lang gehörte er der Ordensgemeinschaft der Kapuziner an und studierte Religionspädagogik in Eichstätt und katholische Theologie in Münster/Westfalen sowie in Washington D.C. Seine Assistenzzeit verbrachte er in der SE Am Dreifaltigkeitsberg im Dekanat Tuttlingen-Spaichingen. Nach der Beauftragung wechselt er in die Seelsorgeeinheiten Friedrichshafen-Mitte und Nord.

Magdalena Henken-Viereck (28), ist verheiratet und kommt aus der Kirchengemeinde St. Franziskus in Schwenningen. Nach ihrem Theologiestudium in Tübingen und im spanischen Salamanca war sie als Pastoralassistentin in der Gemeinde St. Gallus in Tettnang tätig. Nach ihrer Beauftragung wird sie in der SE Reutlingen-Mitte im Dekanat Reutlingen-Zwiefalten im Einsatz sein.

Jens Jörgensmann (40) ist verheiratet und Vater eines Kindes. Er kommt aus Westernhausen im Dekanat Hohenlohe und absolvierte sein Theologiestudium in Frankfurt und Würzburg. Zuvor arbeitete er elf Jahre lang als Bankkaufmann. Nach seiner Zeit als Pastoralassistent in der Gemeinde St. Augustinus in Heilbronn wird er künftig in der SE L.A.M.M. (Löffelstelzen, Apfelbach, Markelsheim, Bad Mergentheim) im Dekanat Mergentheim tätig sein.

Dominik Kern (29) stammt aus Ehningen im Dekanat Böblingen. Sein Theologiestudium absolvierte er in Tübingen und Jerusalem. Seine Ausbildung führte ihn die SE Schwäbisch Gmünd-Mitte. Künftig wird er mit einem Stellenanteil von 50 Prozent als Geistlicher Leiter für den Diözesanverband der Katholischen Landjugendbewegung von Biberach aus tätig sein. Mit weiteren 50 Prozent wird er die neu geschaffene Stelle eines Seelsorgers für die BDJK-Ferienwelt in der Diözese bekleiden.

Magdalena Kopf (29) stammt aus dem bayerischen Freising und studierte Theologie in Tübingen und Lyon. Ihre Tätigkeit als Pastoralassistentin absolvierte sie in der SE Fellbach. Nach ihrer Beauftragung wird sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Dogmatik, Dogmengeschichte und ökumenische Theologie der Katholischen Fakultät Tübingen beschäftigt sein.

Julia Matheis (28) kommt aus der Gemeinde St. Michael in Hohentengen im Dekanat Saulgau. Ihr Studium der Theologie absolvierte sie in Tübingen. Nach ihrer Zeit als Pastoralassistentin in der SE Stuttgart-Neckar wird sie künftig in der SE Stuttgart-Nordwest im Stadtdekanat Stuttgart tätig sein.

Sandra-Maria Ochs (40) ist verheiratet, Mutter von zwei Söhnen und stammt aus der Erzdiözese Freiburg. Nach ihrem Theologiestudium in Freiburg war sie zunächst als Pastoralreferentin in Heidelberg tätig und ging anschließend in Elternzeit. Seit September 2016 ist sie mit einem Stellenumfang von 30 Prozent in der SE Neckarsulm im Einsatz, wo sie auch nach der Beauftragung beschäftigt sein wird.

Bernd Reiser (35) kommt aus der Gemeinde St. Nikolaus in Friedrichshafen. Vor seinem Theologie-Studium in Tübingen und Freiburg war er zunächst in seinem Ausbildungsberuf als Sozialversicherungsfachangestellter tätig. Seine Assistenzzeit führte ihn in die SE Neckar-Aich im Dekanat Esslingen-Nürtingen. Künftig wird er mit einer 50-Prozent-Stelle als Geistlicher Leiter bei der Katholischen Studierenden Jugend sowie mit dem gleichen Stellenumfang in der SE Wernau tätig sein.

Cornelia Reus (28) stammt aus der Kirchengemeinde St. Josef und St. Martin in Herrenberg. Ihr Studium der Theologie absolvierte sie in Tübingen und an der Päpstlichen Universität Santiago de Chile. Nach ihrer Zeit als Pastoralassistentin in der SE L.A.M.M. in Bad Mergentheim wird sie künftig als Pastoralreferentin mit 50 Prozent in der SE Heilbronn-Sontheim und Horkheim sowie mit 50 Prozent in der Hochschulseelsorge an der Hochschule Heilbronn tätig sein.

Felicitas Schaaf (28) kommt aus der Gemeinde St. Josef in Böbingen im Dekanat Ostalb. Ihr Studium der Theologie absolvierte sie in Tübingen und Münster. Nach ihrer Zeit als Pastoralassistentin in der SE Stuttgart-West und Botnang wird sie künftig als Pastoralreferentin in der SE Unterm Staufen im Dekanat Göppingen-Geislingen tätig sein.

Anna Szczepanska (41) stammt gebürtig aus Polen und kommt aus der Diözese Tschenstochau. Zehn Jahre lang gehörte sie der Ordensgemeinschaft der Schwestern des Heiligen Josef in Polen an. Sie studierte Theologie an der Päpstlichen Universität in Breslau. Nach ihrer Ausbildungszeit in der SE Seegemeinden in Friedrichshafen wird sie künftig als Pastoralreferentin in der SE Crailsheim im Einsatz sein.

Sarah Wunsch (28) ist verheiratet, Mutter einer Tochter, und kommt aus der Kirchengemeinde Heilig Geist in Steinheim. Nach ihrem Theologie-Studium in Tübingen absolvierte sie ihre Assistenzzeit in der SE Filderstadt im Dekanat Esslingen-Nürtingen. Nach der Beauftragung und der Geburt ihres zweiten Kindes wird sie zunächst in Elternzeit gehen.

 


Gottesdienst in der Bill Viola-Ausstellung in den Deichtorhallen Hamburg:

Bischöfin Fehrs: „Leidenschaftliches Experiment zum Reformationsjubiläum“

 

(Hamburg/sg) - Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), wird am Freitag, 30. Juni, um 19 Uhr in der Ausstellung „Bill Viola – Installationen“ einen Gottesdienst in den Hamburger Deichtorhallen feiern.

 

Im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017 zeigen die Deichtorhallen noch bis 10. September 2017 eine groß angelegte Ausstellung des amerikanischen Medienkünstlers Bill Viola. Bill Violas Werke beschäftigen sich mit den zentralen Themen des menschlichen Lebens: Geburt, Tod, Liebe, Emotion und Spiritualität. Sein übergreifendes Interesse gilt mystischen Traditionen, insbesondere denen des Zen-Buddhismus, des Islams und des Christentums.

 

 

 

Der Gottesdienst wird in der großen Halle vor der zehn Meter hohen Installation von „Tristan‘s Ascension“ und „Fire Woman“ gefeiert. Bischöfin Fehrs: „Ich freue mich sehr, diesen Gottesdienst inmitten einer Installation zu feiern, die Raum zum Innehalten gibt. Die Leidenschaft der Kunst mit biblischem Wort und ganz besonderer Musik zu verknüpfen ist ein wirkliches Experiment, das zum Reformationsjubiläum passt. Martin Luther ebnete einer Haltung den Weg, die das Kunstwerk aus den Kirchen heraus in den Alltag holte. Die überwältigenden Installationen Bill Violas bringen die Macht und zugleich die Schönheit der Elemente Feuer und Wasser körperlich nahe. In der schlichten Schönheit der Deichtorhallen wird dies eine besondere Feier des Glaubens.“

 

 

 

Bischöfin Fehrs freut sich besonders auf die musikalische Gestaltung: „Ich danke dem Kirchenmusiker Norbert Hoppermann und seinem Vokalensemble conSonanz vom Erzbistum Hamburg, die Bill Violas Werke hier in einen neuen überwältigenden Rahmen stellen werden. Zugleich setzt dieses Engagement auch einen ökumenischen Akzent.“

 

 

 

Der Einlass zum Gottesdienst ist am Freitag, 30. Juni ab 18.40 Uhr möglich. Der Eintritt ist frei.

 

Die Ausstellung „Bill Viola – Installationen“ ist bis zum 10. September 2017 in der HALLE FÜR AKTUELLE KUNST/DEICHTORHALLEN HAMBURG zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: Di-So von 11-18 Uhr. Jeden 1. Donnerstag im Monat von 11-21 Uhr.

 


Poesieschlacht und Friedensgebete zum Hamburger G 20-Gipfel in Mecklenburg

(Rostock /ael/cme) - In Hamburg sind in Kürze die Staatsoberhäupter der 20 führenden Länder zu Gast und verhandeln über die Welt. Andere sitzen nicht mit am Tisch. Sie fehlen. Und wie sieht eine gerechte Welt aus? Die Kirchen wollen Zeichen setzen! Viele Mecklenburger werden sich lebhaft daran erinnern: Im Juni 2007 fand in Heiligendamm der G8-Gipfel statt und verschiedene mecklenburgische Kirchengemeinden waren intensiv beteiligt an den kirchlichen Aktivitäten aus diesem Anlass. Jetzt findet am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg der G 20-Gipfel statt und auch in Mecklenburg gibt es kirchliche Aktionen. Denn der Gipfel berührt große

Zukunftsfragen: nach Gerechtigkeit in der Einen Welt, nach der Bewahrung der Schöpfung, nach Wegen zum Frieden. „Aus unserem christlichen Auftrag heraus wollen wir als Kirche die Chance nutzen, gemeinsam mit vielen anderen Menschen unsere Positionen deutlich zu machen. Das Motto des kirchlichen Engagements lautet: global.gerecht.gestalten“, blickt Änne Lange von der Ökumenischen Arbeitsstelle Mecklenburg voraus und verweist auf zwei konkrete Aktionen. 

 

Zum einen wird am 27. Juni um 19.30 Uhr zum Poetry Slamin das Volkstheater Rostock (Halle 207, Hellingstraße 1) eingeladen. Acht Frauen und Männer  aus der Bundesrepublik fordern die mächtigsten Frauen und Männer der Welt mit Wortwitz und Schlagfertigkeit heraus: die Menschenrechte müssen verteidigt werden, jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, der Hunger in der Welt muss beendet werden, keiner darf zurückgelassen werden, hochverschuldete Länder müssen durch internationale Entschuldungsverfahren unterstützt werden, das UN-Klimaabkommen von Paris muss umgesetzt werden, denn wir haben nur diese eine Erde. Die Dichterinnen und Dichter zeigen: Es lohnt sich, für die Würde jedes einzelnen Menschen einzutreten und eine gerechtere Welt mitzugestalten. Der Eintritt kostet: 13 Euro (9 Euro ermäßigt).

 

Darüber hinaus sind alle Kirchengemeinden der Nordkirche, darunter die 251 mecklenburgischen Gemeinden, zu einem Friedensgebet und Glockengeläut am Freitag, den 7. Juli, um 18 Uhr eingeladen. „In Rostock findet dies beispielsweise in der St. Marienkirche statt“, sagt Änne Lange und lädt im Namen der Vorbereitungsgruppe dazu herzlich ein. Mehr unter: www.global-gerecht-gestalten.de

 


ZdK-Präsident Sternberg zum erneuten Brief von vier Kardinälen an den Papst

 

 

 

(Bonn/zdk) - Als Beispiel für ein bemerkenswertes Maß an Untreue dem Heiligen Vater gegenüber hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg, den erneuten Brief von vier Kardinälen an den Papst zu "Amoris laetitia" bezeichnet.

 

 "Da wird skandalisiert, nun sei in Deutschland gut, was in Polen Sünde sei. Und es wird eigens betont, dass niemand von den Autoren den Primat des amtierenden Papstes in Frage stelle – als ob man das dann noch extra erwähnen müsste", so Sternberg vor dem ZdK-Hauptausschuss. "Sonst ist alles Relevante zu dem Vorgang schon gesagt."

 


Erfahrener Theologe und Seelsorger folgt Thomas Broch nach

Ludwig Rudloff neuer Flüchtlingsbeauftragter der Diözese

Foto: drs
Foto: drs

 

(Rottenburg/drs) - Ludwig Rudloff (66), früherer Leiter des Tübinger Klinikpfarramtes, wird neuer Bischöflicher Beauftragter für Flüchtlingsfragen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Er folgt in dieser Funktion Thomas Broch (70) nach, der diese Aufgabe abgegeben hat. Der Theologe und Pastoralreferent Rudloff ist ab Juli für zwei Jahre bestellt. Nach den Vorgaben des Bischofs und in Abstimmung mit Generalvikar und Hauptabteilung Caritas des Bischöflichen Ordinariats wird der Flüchtlingsbeauftragte die Hilfen der Diözese für Flüchtlinge bündeln und koordinieren. Broch bleibt weiterhin zuständig für die Flüchtlingsprojekte der Diözese im Kloster Weingarten und im Stuttgarter Stadtteil Birkach.

Der Flüchtlingsbeauftragte leitet das Prozessteam Flüchtlingsfragen, in dem Vertreter verschiedener Bereiche der Diözese Initiativen und Projekte koordinieren. Er hat den Auftrag, auf neue Entwicklungen mit Blick auf die Zuwanderung geflüchteter Menschen zu reagieren und Problemlösungen zu finden. Der Flüchtlingsbeauftragte ist direkt der Dienst- und Fachaufsicht des Bischofs unterstellt.

Der Diplomtheologe Rudloff stammt aus dem unterfränkischen Gerolzhofen. Im Dienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart arbeitete er als Pastoralreferent unter anderem im Seelsorgereferat des Bischöflichen Ordinariats und in der Tübinger Krankenhausseelsorge; von 2002 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2010 leitete Rudloff das Tübinger Krankenhauspfarramt.

 


ZdK-Präsident Sternberg: Sonntagsschutz ist wichtiger Teil unserer Sozialkultur

 

 

 

(Bonn/zdk) - "Eine Ausweitung von Ladenöffnungszeiten auf den Sonntag kann schnell in einen Ausverkauf der Kultur unseres Zusammenlebens kippen", warnt der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Thomas Sternberg, anlässlich aktueller Debatten.

 

"Der arbeitsfreie Sonntag ist ein wichtiger und bewährter Teil der Sozialkultur unserer Gesellschaft. Er trägt entscheidend zu deren Zusammenhalt bei, indem er Raum gibt für gemeinsame freie und auch ruhige Zeiten", so Sternberg vor dem ZdK-Hauptausschuss. "Es sind schon genügend Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, von der Krankenschwester bis zum Lokführer, die aus sachlichen und unabweisbaren Gründen regelmäßig am Sonntag arbeiten müssen. Doch warum ist es vielen so wichtig, dass auch diejenigen, bei denen es keinen Sachzwang gibt, immer häufiger keinen verlässlich arbeitsfreien Sonntag mehr haben? Übrigens: Auch der Onlinehandel liefert erst am Montag aus!"

 

Sternberg warnte davor, die Debatte nur aus geschäftlicher Perspektive und der Sicht der Konsumenten zu führen, die eine Ausweitung der Öffnungszeiten auf den Sonntag begrüßen. "Wir müssen den Blick wieder stärker vom Arbeitsschutz und den Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten im Einzelhandel und ihrer Familien lenken lassen."

 


Heinz Schilling liest im Kieler Landeshaus aus seinem Buch „1517“

NORDKIRCHENSCHIFF 2017 – AHOI IN KIEL!

Foto: Copyright: Joakim Senger
Foto: Copyright: Joakim Senger

 

(Kiel/sst/tr/js/sr) -  Der Schleswig-Holsteinische Landtag, amtsKULTUR – die Kulturreihe des Landeskirchenamtes der Nordkirche, der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Altholstein und die Arbeitsstelle Reformationsjubiläum 2017 präsentieren gemeinsam eine Lesung mit dem Luther-Biografie-Autor Prof. Dr. Heinz Schilling. Der Autor liest am Sonntag, 16. Juli, ab 17 Uhr aus seinem jüngsten Buch „1517. Weltgeschichte eines Jahres“ im Plenarsaal des Kieler Landeshauses, Düsternbrooker Weg 70 in 24105 Kiel. Die Gäste werden begrüßt von Prof. Dr. Utz Schliesky, Direktor des Schleswig-Holsteinischen Landtages, und Prof. Dr. Peter Unruh, Präsident des Landeskirchenamtes der Nordkirche. Nach der Lesung von Heinz Schilling folgt ein Impuls-Statement von Dr. Daniel Mourkojannis, dem Reformationsbeauftragten der Nordkirche. Anschließend moderiert Prof. Peter Unruh eine Podiumsdiskussion mit dem Autor Heinz Schilling.

 

„1517“ ist das etwas andere Buch zum Reformationsjahr: Es schaut nicht auf Wittenberg, sondern auf die ganze Welt. Der Historiker Heinz Schilling weitet den Blick für globale Trends vor 500 Jahren, als sich alte Welt und neue Welten begegneten. Martin Luthers Thesenveröffentlichung, die Renaissance, der Humanismus und das Eindringen eines neuen Weltwissens nach Europa machen für Schilling die Dynamik der damaligen Neuzeit aus.

 

Heinz Schilling nimmt die Lesenden und Zuhörenden mit auf eine Zeitreise, die in fremde Länder und auf unbekannte Kontinente führt. Dabei geraten Machtkonstellationen und Lebensverhältnisse in den Fokus. Wir erfahren nicht nur etwas über Martin Luther oder Erasmus von Rotterdam sowie über ihre Theologie, sondern auch über den Geld- und Warentransfer, über die Erfindungen der Gelehrten und die Entdeckungen der Abenteurer der Zeit. Neben die religiösen Kämpfe tritt der Glaube an Magie, Hexen und Dämonen. Und: damals wie heute aktuell erscheint die fundamentalistische Gewalt.

 

Die Lesung ist eingebettet in die Feierlichkeiten zur Ankunft des Nordkirchenschiffes in Kiel. Unter dem Motto „Ein Schiff – vier Wochen – 14 Häfen und unzählige Begegnungen zum Reformationsjubiläum“ startet es am 29. Juni 2017 in Stralsund und erreicht am 16. Juli Kiel. Ab 18 Uhr findet ein „Offenes Picknick“ auf der Wiese zur Wasserseite vor dem Landeshaus statt. Gegen 19 Uhr läuft das Nordkirchenschiff an der Kieler Reventloubrücke vis-à-vis zum Landeshaus an.

 


Weitere Informationen: www.nordkirchenschiff.de

 

Zum Autor:

 

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Heinz Schilling ist emeritierter Professor für Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin. Besonders hervorgetreten ist er durch seine Arbeiten zur deutschen und europäischen Konfessionalisierung des späteren 16. und des 17. Jahrhunderts. Zuletzt erschien von ihm 2012 seine viel gerühmte Biographie „Martin Luther. Rebell in einer Zeit des Umbruchs“, die mittlerweile in der vierten Auflage vorliegt.

 

 Für die Teilnahme an der Lesung mit Heinz Schilling ist eine Anmeldung erforderlich. Interessierte können sich bis zum 10. Juli 2017 anmelden unter: anmeldung@landtag.ltsh.de

 

Der Eintritt ist frei, lediglich der Personalausweis ist erforderlich.

 

Die Veranstaltungsreihe amtsKULTUR wird unterstützt von der Evangelischen Bank eG, der Evangelischen Zeitung für die Kirche Norddeutschland (EvZ) und dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein (OKSH).

 


Gerhard Schneider wird Ordinariatsrat  für Liturgie und Berufe der Kirche

 

(Rottenburg/drs) - Gerhard Schneider (48), promovierter Theologe und Priester, wird mit Wirkung 1. August Ordinariatsrat im Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg. Er übernimmt dort die Leitung der Bereiche Liturgie, Kunst, Kirchenmusik und Berufungspastoral. Dieses Feld übernimmt der aus Ulm stammende Priester von Alt-Weihbischof Johannes Kreidler, den Bischof Gebhard Fürst mit Wirkung Ende Juli von seinen Aufgaben entbunden hat. Schneider ist Rektor des Theologisch-Propädeutischen Seminars Ambrosianum in Tübingen, Leiter der Diözesanstelle Berufe der Kirche sowie Geistlicher Leiter des Päpstlichen Werks für geistliche Berufe der Diözese. Diese Aufgaben nimmt er weiterhin auch als Ordinariatsrat wahr.

Nach dem Abitur studierte Schneider Betriebswirtschaftslehre und arbeitete bis 1995 bei der Deutschen Bundesbank. Danach studierte er Theologie in Tübingen und Rom, zum Priester geweiht wurde er 2002 in Weingarten. Nach der Vikarszeit in Giengen an der Brenz bestellte Bischof Fürst ihn 2004 zum Repetenten am Wilhelmsstift in Tübingen. Dort wirkte er bis 2009 in der Priesterausbildung mit und erstellte seine Doktorarbeit über den Pastoraltheologen Franz-Xaver Arnold, die er 2008 abschloss. Ein Jahr später übernahm Schneider die Leitung des Ambrosianums, ab 2010 die der diözesanen Berufungspastoral und 2012 die des Päpstlichen Werks für geistliche Berufe in der Diözese. Mit Studierenden gründete er als Herausgeber ein Magazin „berufen“. Zuletzt entwickelte er mit der Universität Tübingen ein Orientierungsjahr für Abiturienten, das ab Herbst als „Ambrosianum College“ angeboten wird.

 


Erstes Mentoring-Programm zur Steigerung des Frauenanteils in kirchlichen Führungspositionen abgeschlossen –Bistum Trier mit dabei

Vielfältiges Potential Für die Kirche nutzen

Daniela Michels (re.) mit ihrer Mentorin Cordula Scheich. Foto: bt 
Daniela Michels (re.) mit ihrer Mentorin Cordula Scheich. Foto: bt 

(München/Trier/bt) – Frauen in kirchliche Leitung zu berufen heißt, ihr vielfältiges Potenzial im Sinne der Kirche und für die Kirche zu nutzen – das war das Fazit bei der Abschlussveranstaltung des ersten Zyklus von „Kirche im Mentoring: Frauen steigen auf“ in München. An dem Programm haben mit Gemeindereferentin Eva Dech aus Linz und Rendanturmitarbeiterin Daniela Michels (Kaisersesch) auch zwei Frauen aus dem Bistum Trier teilgenommen. „Die Erfahrungen der vergangenen zwölf Monate haben uns gezeigt: Wenn sich die Einzelne verändert und weiterentwickelt, kann Neues entstehen, können sich starre Strukturen wandeln und den Herausforderungen der Zeit anpassen“, sagte Prof. Dr. Charlotte Kreuter-Kirchhof, stellvertretende Vorsitzende des Hildegardis-Vereins, der das Projekt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bischofskonferenz und den deutschen (Erz-) Bistümern durchführt. „Das ist ein ermutigendes Zeichen.“

 

 

Auch Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, zeigte sich beeindruckt vom Mentoring-Programm. Eine Initiative, die so erfolgreich sei, brauche eine Neuauflage. „Wir wären als Kirche verrückt, wenn wir auf die Begabung von Frauen verzichten würden“, sagte der Kardinal im Gespräch mit den 20 Mentees und 20 Mentoren und Mentorinnen. Bereits in seiner Predigt beim Gottesdienst betonte Marx den Reichtum der verschiedenen Geschlechter. Gott habe Freude daran, dass es Frauen und Männer gebe. „Als Kirche und Gesellschaft haben wir nicht immer so gehandelt, wie es die Bibel sagt und Gott will: dass Frauen und Männer einander auf Augenhöhe begegnen. Hier brauchen wir einen neuen Aufbruch, auch in unserer Kirche.“ Bereits Papst Johannes XXIII. habe daran erinnert, dass es zu den Zeichen der Zeit gehöre, eine Gleichberechtigung der Geschlechter im Lichte des Evangeliums zu ermöglichen. „Wir sind da auf dem Weg, aber längst noch nicht am Ziel. Eine Ober- oder Unterordnung der Geschlechter ist nicht begründbar“, so der Kardinal. Jede Form der Frauenbenachteiligung sei nicht hinnehmbar und letztlich gegen den Willen Gottes gerichtet. Kardinal Marx warnte vor einer Verkürzung der sogenannten Genderdebatte. „Was ist Frauen in der Geschichte und bis heute alles zugemutet worden, was wir heute bekämpfen müssen? Es braucht einen sichtbaren Einsatz für die Gleichberechtigung, dazu ermutigt schon die Heilige Schrift.“ Das Mentoring-Programm sei ein sichtbarer Schritt, der Mut mache. Es gelte die Herausforderung anzunehmen, in der Leitung der Kirche sensibel zu sein für ein Miteinander von Frauen und Männern, für ein Verständnis zwischen den Geschlechtern und in der Frage nach Leitungsverantwortung in der Kirche.

 

Das Seminar stand unter dem inhaltlichen Schwerpunkt „Führen in der Kirche“. Für die Mentees sowie ihre Mentorinnen und Mentoren bot die Veranstaltung auch die Gelegenheit, die Wirkungen zu reflektieren, die das Mentoring in Auseinandersetzung mit Führungsvorbildern und Führungsqualitäten angestoßen hat. Am Ende der Veranstaltung erhielten die Mentees ein Abschluss-Zertifikat. Sie bleiben Teil des wachsenden Netzwerks von „Kirche im Mentoring“, denn das erfolgreiche Programm wird mit Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz fortgesetzt.

 


Sendereihe „Mensch, Gott!“ im August 2017

Programmvorschau: TV-Sendungen von ERF Medien Sendereihe „Mensch, Gott!“ im August 2017

 

 

Mensch, Gott! „Angst bestimmte mein Leben” (ab 6. August)

 

Angst vor engen Räumen, Angst vor Aids, Angst vor dem Leben. Johannes Baptist Deuber (Weismain/Oberfranken) hat Angst vor allem. Er traut sich manchmal nicht aus dem Haus. Dabei führt der Banker eigentlich ein gutes Leben. Er hat Erfolg, eine Familie, Ansehen. Doch je besser alles läuft, umso mehr nehmen die Ängste ihn gefangen, die sich auch mit Alkohol und Tabletten nicht betäuben lassen. Am liebsten würde er sterben, aber seine Angst vor dem Tod ist zu groß. Er spürt: Aus diesem Käfig kann mich nur noch Gott rausholen. Davon berichtet er in der Fernsehsendereihe „Mensch, Gott!" von ERF Medien in Wetzlar.

 

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, 6. August, bei Bibel TV (22.15 Uhr). Außerdem steht die Sendung in der ERF Mediathek (www.erf.de/tv ) und auf YouTube (www.youtube.de/MenschGottTV ) zur Verfügung.

Mensch, Gott! Ungewollt - Ich sollte nicht leben (ab 13. August)
"Ich bin ein Nichts!" Das ist das Gefühl, mit dem Michaela Langenbruch (Velbert bei Essen) aufwächst. Schon vor ihrer Geburt verläuft ihr Leben dramatisch: Ihre damals minderjährige Mutter wird ungewollt schwanger und versucht, das Baby abzutreiben. Als Michaela sechs ist, beginnt ihr Stiefvater, sie zu vergewaltigen. Ihre Kindheit ist geprägt von Angst und Ablehnung. Auch als Erwachsene kämpft sie mit dem Gefühl, nichts wert zu sein. Doch dann zeigt ihr Gott in einer übernatürlichen Vision: "Ich habe dich gewollt!" Davon erzählt sie in der Fernsehsendereihe „Mensch, Gott!" von ERF Medien in Wetzlar.

 

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, 13. August, bei Bibel TV (22.15 Uhr). Außerdem steht die Sendung in der ERF Mediathek (www.erf.de/tv ) und auf YouTube (www.youtube.de/MenschGottTV ) zur Verfügung.


Mensch, Gott! „Gott, warum?“ (ab 20. August)

Erfolg, Geld, schöne Frauen, schnelle Autos - mit Mitte 20 hat Finanzberater David Togni (Kempttahl im Kanton Zürich) alles erreicht. Doch als seine geliebte Schwester bei einem Zugunglück stirbt, kann er sich über nichts mehr freuen. Er macht Gott Vorwürfe, weil er ihren Tod zugelassen hat. Er beginnt zu trinken, schläft auf dem Friedhof am Grab seiner Schwester. Am Ende beschließt er, dort wo sie starb, Selbstmord zu begehen. Als er mitten auf den Gleisen steht und der Zug auf ihn zurollt, spürt er plötzlich: Jetzt greift Gott ein. Davon erzählt er in der Fernsehsendereihe „Mensch, Gott!" von ERF Medien in Wetzlar.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, 20. August, bei Bibel TV (22.15 Uhr). Außerdem steht die Sendung in der ERF Mediathek (www.erf.de/tv) und auf YouTube (www.youtube.de/MenschGottTV ) zur Verfügung.

Mensch, Gott! „Leben mit Schmerzen“ (ab 27. August)

Ein übernatürliches Erlebnis verhindert seinen Selbstmord. Danach macht David Togni ganze Sache mit Gott. Doch dann wacht er eines Morgens auf und kann seine Beine nicht mehr bewegen. Er muss zwei Operationen über sich ergehen lassen und leidet seitdem unter chronischen Schmerzen. Hat Gott ihn fallen lassen? David Togni hadert und zweifelt – bis er im Traum eine neue Vision für sein Leben bekommt. Aus dem Finanzberater wird ein Modedesigner, der sich für Bedürftige engagiert. Davon berichtet er in der Fernsehsendereihe „Mensch, Gott!" von ERF Medien in Wetzlar.

 

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, 27. August, bei Bibel TV (22.15 Uhr). Außerdem steht die Sendung in der ERF Mediathek (www.erf.de/tv ) und auf YouTube (www.youtube.de/MenschGottTV ) zur Verfügung.

 


Nuntius Nikola Eterović würdigt Arbeit des Koblenzer Frauenmissionswerkes

Frauen helfen Frauen weltweit

In der Zentrale des Frauenmissionwerkes wurde Erzbischof Nikola Eterović ( li.) von Präsidentin Margret Dieckmann-Nardmann (re.) willkommen geheißen. Im Hintergrund (v. l. n. re.): Vorstandmitglied Renate Perk, der für die Hauskapelle verantwortliche Pfr. Thomas Gerber und die Geistliche Beirätin Sr. Christeta Hess. Foto: bt

 

 

(Koblenz/bt) - Der Vertreter des Heiligen Vaters in Deutschland, Nuntius Dr. Nikola Eterović, hat die Zentrale des Päpstlichen Missionswerkes der Frauen in Deutschland mit Sitz in Koblenz besucht. „Machen Sie weiter“, ermutigte Erzbischof Eterović Margret Dieckmann-Nardmann, die Präsidentin des Missionswerkes.

 

Das Frauenmissionswerk, vor 124 Jahren von Katharina Schynse gegründet, ist weltweit tätig. Mit konkreten Projekten fördert es in Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa Frauen in ihrem Lebensalltag. Dabei geht es um Einkommen schaffende Projekte, die Verbesserung der Gesundheitsversorgung, um Aus- und Fortbildung, Aufklärungs- und Förderprogramme ebenso wie um die Alphabetisierung. In Deutschland ist das Werk in 13 Diözesen mit Ansprechpartnerinnen vertreten.

 

Die Frage nach der Zukunft des Frauenmissionswerkes stand im Zentrum des Besuches. Sorgen machten die fehlenden Finanzen für die Abwicklung und das Problem, Frauen für ein längerfristiges ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. Für gezielte Projekte würden sich Frauen jedoch gerne einsetzen, berichtete Dieckmann-Nardmann. Sie wünscht sich mehr Unterstützung durch die katholische Kirche, denn, so Dieckmann-Nardmann, „das Werk ist ein Teil der Kirche“. Frauendenken sei genauso wichtig wie Männerdenken. „Wer Frauen etwas gibt, hilft den Frauen, den Familien, dem Dorf, dem Land“, sagte sie.

 

Das Frauenmissionswerk will als relativ kleine selbstständige Organisation gegenüber größeren Missionswerken bestehen. Dem pflichtete der Päpstliche Nuntius, der die Situation der Frauen etwa in Westafrika, Nicaragua und der Ukraine unmittelbar gesehen hat, bei. Es sei angesichts der Wirksamkeit kleiner Gemeinschaften zu bedenken, ob die Zentralisierung von Organisationen immer das Beste für die Menschen sei. Nach dem Besuch im Kloster Bethlehem, wo die Gründerin des Frauenmissionswerkes fünf Jahre gewirkt hatte, zelebrierte Erzbischof Eterović in der Hauskapelle des Frauenmissionswerkes in der Ravensteynstraße 26 die Heilige Messe, überbrachte die Grüße von Papst Franziskus und erteilte den Apostolischen Segen.

 

Wer das Frauenmissionswerk in seiner Arbeit unterstützen möchte, kann dies tun mit einer Spende auf das Konto DE28 5705 0120 0009 0004 07.

 


Dechanten des Bistums befassen sich mit Erkundungsphase zur Synodenumsetzung

Sehen, was an Gutem vorhanden ist

Die Dechanten und die Bistumsleitung kamen im Robert Schuman Haus in Trier zusammen. Foto: bt
Die Dechanten und die Bistumsleitung kamen im Robert Schuman Haus in Trier zusammen. Foto: bt

(Trier/bt) – Die Frühjahrskonferenz der Dechanten des Bistums Trier mit Bischof, Weihbischöfen und Leitungsebene des Generalvikariats hat sich eingehend mit der bevorstehenden Erkundungsphase in den Pfarreien der Zukunft zur Umsetzung der Synodenbeschlüsse befasst.

 

Zwei Tage lang haben sich die Dechanten im Robert Schuman Haus in Trier getroffen, um über aktuelle Entwicklungen zu beraten. Einer der Schwerpunkte war die im Herbst beginnende nächste Phase der Synodenumsetzung: die Erkundungsphase. Ihr Zweck ist es zu entdecken, was für die Pfarrei der Zukunft wichtig ist: Welche Orte von Kirche gibt es? Wo und wie spielt sich das Leben der Menschen ab? Welchen Fragen und Themen darf die Pfarrei der Zukunft nicht ausweichen?

 

Zehn Erkundungsteams aus verschiedenen Berufen werden von Herbst 2017 an ihre Arbeit im Gebiet der neu zu gründenden Pfarreien aufnehmen. Diese Teams sollen Interessierte und Engagierte vor Ort aktiv in die Entwicklung der Pfarrei der Zukunft einbeziehen, indem sie Neugier wecken und neue Perspektiven für die Kirchenentwicklung eröffnen. Bischof Dr. Stephan Ackermann fasste auf der Konferenz den Auftrag dieser Teams so ins Wort: „Sie sollen nach Entdeckungsgeschichten suchen, die Mut machen, und sehen, was an Gutem vorhanden ist.“

 

Zum 1. Mai hatte das Bistum hierfür insgesamt 20 Stellen mit jeweils 25 Prozent Stellenumfang ausgeschrieben. Zehn weitere sollen von der Caritas besetzt werden. Die jeweiligen Bewerbungs- und Auswahlverfahren laufen. Perspektivwechsel zu ermöglichen, wie sie die Synode fordert, sieht Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg als ein Ziel der Erkundungsphase. Er zog einen plastischen Vergleich: "Wenn man sich mal vom Steuer eines Autos auf den Beifahrersitz setzt und sich fahren lässt, sieht man die Landschaft mit einem ganz anderen Blick, nämlich auch links und rechts." Das stelle er sich auch für die Erkundungsteams vor. 

 

Für die Zeit der Erkundung bis zur Gründung der Pfarreien der Zukunft Anfang 2020 werden die bischöflichen Visitationen in den Pfarreiengemeinschaften ausgesetzt. Für Weihbischof Jörg Michael Peters ist das eine Chance: "Die Erkundungsteams kommen immer wieder, bleiben länger dran, verfolgen die Prozesse. Sie leuchten die blinden Flecke aus, die wir in unserer Routine haben." In dieser Phase kommt den Dechanten die wichtige Aufgabe zu, "Helfer zur Freude zu sein", zum Abbau von Ängsten im Zusammenhang mit der Synodenumsetzung beizutragen, beim Entdecken mitzuwirken und den Übergang in die Pfarrei der Zukunft aktiv mitzugestalten - so die Erwartungen des Bischofs an seine Führungskräfte in den Dekanaten.

 

Die Dechanten ihrerseits wiesen durchaus auf Knackpunkte im Zusammenhang mit den Erkundungsteams hin. Das Mandat der Teams sei noch zu schwach formuliert, lautete eine Kritik. Eine andere Frage war: in welcher Form sollen die Teams ein Ergebnis ihrer Erkundung formulieren und an wen sollen sie es richten? Hier besteht noch Klärungsbedarf. Synode als Prozess - das zeigte sich auch an dieser Stelle: noch nicht auf alle Fragen gibt es eine Antwort, aber die Hinweise der Dechanten auf anstehende Klärungen nahm die Bistumsleitung dankbar entgegen.

 

Priesterreferent Dr. Markus Nicolay informierte die Dechanten über die Eckpunkte für den Einsatz des pastoralen Personals in den Pfarreien der Zukunft, also Priester, Diakone, Gemeindereferenten und Pastoralreferenten - mithin rund 1000 Personen. "Es wird niemand seine Arbeit verlieren, die pastoralen Berufsgruppen sind eine kostbare Personalressource. Es wird auch keinen Wechsel des Anstellungsträgers für diese Menschen geben, das Bistum Trier bleibt ihr Dienstgeber - mit allen Rechten und Pflichten."

 

Neben diesen gesetzten Rahmenbedingungen gebe es auch auf diesem Feld eine große Anzahl offener Fragen. Nicolay: "Wer definiert die Personalbedarfe in den Pfarreien der Zukunft? Wie kommen die Leitungsteams in den Pfarreien zustande? Wer wechselt wann?" Hier werden die Ergebnisse von verschiedenen Teilprozessgruppen benötigt, die ihre Arbeit zeitnah beginnen.

 


15 Jahre Priesterinnen-Weihe

„Die Ablehnung der Frauenordination ist und bleibt der Skandal“

Wir sind Kirche zum 15 Jahrestag der Weihe von Priesterinnen auf der Donau am 29.6.2002

 

  • Diskussionsverbot von Papst Johannes Paul II. hat das Gegenteil bewirkt
  • Dringende Wende zu neuen pastoralen Formen und Diensten
  • Aufruf zur Eigenverantwortung des Kirchenvolkes

 


(München/Innsbruck/wsk) - Anlässlich des 15. Jahrestages der damals „contra legem“ (entgegen dem Gesetz) erfolgten Weihe von sieben Frauen zu Priesterinnen rufen die deutsche und die österreichische KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche erneut dazu auf, die Diskussion über die Erneuerung des Leitungsdienstes und seine Öffnung für Frauen auf allen kirchlichen Ebenen qualifiziert weiterzuführen und zu intensivieren.

So richtig und wichtig der
Einsatz für einen höheren Frauenanteil in kirchlichen Führungspositionen ist, dies alleine reicht nicht aus. Der eigentliche Skandal war und ist es, dass die römisch-katholische Kirchenleitung den Frauen nach wie vor jedwede Weihe und Ordination für den Leitungsdienst vorenthält, obwohl sich biblisch wie theologisch dafür keine stichhaltigen Gründe ins Feld führen lassen.

In der tschechoslowakischen Untergrundkirche hatte Bischof Felix Maria Davídek auch Frauen wie Ludmila Javorová zu katholischen Priesterinnen geweiht, der Vatikan hat aber diese Weihen nach dem Ende des Kommunismus nicht mehr anerkannt
(www.rcwp.de/%C3%BCber-uns/berufungsgeschichten-der-frauen/priesterin-ludmilla-javorov%C3%A1/)

Diskussionsverbot von Papst Johannes Paul II. hat das Gegenteil bewirkt

Die weltweit zunehmenden Weihen von Priesterinnen und die Beschäftigung mit der Frage der Frauenordination beweisen, dass das 1994 von Papst Johannes Paul II. im Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“ verfügte Diskussionsverbot das Gegenteil bewirkt hat. Immer mehr kirchentreue Menschen können die Haltung der Kirchenleitung in dieser Frage nicht verstehen und möchten die Berufung von Frauen zur Priesterin oder Diakonin durch eine Weihe bestätigt wissen.

Zwar hat Papst Franziskus sich noch nicht ausreichend von seinem Vorvorgänger distanziert, der mit dem damaligen Schreiben versuchte, die Nichtzulassung von Frauen zum Priesteramt als unabänderliche kirchliche Lehre festzulegen. Nach Ansicht des Jesuiten und Fundamentaltheologen Hans Waldenfels hat Papst Franziskus mit der von ihm verfügten liturgischen Gleichstellung von Maria von Magdala als „Apostola Apostolorum“ mit den Aposteln jedoch ein Fenster zur Weihe von Frauen in der katholischen Kirche aufgestoßen. „Deshalb hat er uns aufgefordert, über alles zu sprechen. Und das wird noch viel zu wenig getan, auch von der Deutschen Bischofskonferenz“, so Professor Waldenfels, der auch meint, dass es auf Dauer nicht ohne ein verändertes Amtsverständnis und wohl auch nicht ohne Frauenordination gehen wird (KNA 06.06.2017). Auch der Münsteraner Dogmatiker Prof. Dr. Michael Seewald hat sich für eine neue Debatte über den priesterlichen Dienst für Frauen ausgesprochen und hält die bisherigen Gegenargumente nicht für stichhaltig (KNA 29.05.2017).

Dringende Wende zu neuen pastoralen Formen und Diensten

Die bisher auf die Leitung durch einen zölibatären Priester ausgelegten Pastoralstrukturen haben zu unsäglichen Zusammenlegungen und Schließungen von lebendigen Gemeinden geführt und in der Folge viele Menschen heimatlos werden lassen. Die Bischöfe werden ihrer pastoralen Verantwortung nicht gerecht. Sie beklagen den Stillstand und setzen dennoch weiterhin nur auf überkommene Formen, statt „mutige Vorschläge“ zu machen, wie es Papst Franziskus erwartet. Ein Bischof, der sich notwendigen Reformen grundsätzlich verweigert, sollte sein Amt zur Verfügung stellen, weil er dem Grundsatz „ecclesia semper reformanda – die Kirche ist immer reformbedürftig“ zuwiderhandelt.

Aufruf zur Eigenverantwortung des Kirchenvolkes

Wegen dieser Untätigkeit der Kirchenleitung, überfällige Reformen mutig anzupacken, müssen die Gemeinden ihr Geschick selber in die Hand nehmen und nach neuen Formen auch der Leitung suchen. Immer mehr Gemeinden feiern deshalb ohne geweihten Priester Gottesdienst. Viele Gemeindemitglieder ziehen diese Gottesdienste dem klerikalen Sakramentalismus vor.

Das Ende der klerikalen Eucharistiefeiern kündigt sich an. Menschen treffen sich, hören die Botschaft vom Reich Gottes, sprechen darüber, wie sie heute zu verwirklichen ist, und feiern Mahl mit allen Menschen guten Willens, wie es Jesus getan hat. Denn Kirche ist nicht, wo der Priester ist, Kirche ist dort, wo die Gemeinde ist; Kirche heißt: Gemeinde des Herrn. Oft zeigen Frauen dabei mehr liturgische Sensibilität und Kompetenz als Männer. Gemeinden haben jahrhundertelang ohne Priester überlebt. So kann der Priestermangel zum Segen für die Gemeinden werden.

 

 

 


Dekanat veranstaltet „Abend der Hilfe und Integration“ in Welschbillig

Ein Netzwerk für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Im Gespräch erörtern Ehrenamtliche mit den Ansprechpartnern aus den Bereichen Recht, Arbeit und Gesundheit konkrete Fragen und Probleme. Foto: bt
Im Gespräch erörtern Ehrenamtliche mit den Ansprechpartnern aus den Bereichen Recht, Arbeit und Gesundheit konkrete Fragen und Probleme. Foto: bt

(Welschbillig/bt) – Wer kennt sich aus mit den rechtlichen Regelungen rund um das Asylverfahren? Wo finde ich Hilfe, wenn es um Ausbildung und Arbeit geht? Wer kann zu Themen der Gesundheit beraten? Immer wieder werden Ehrenamtliche bei ihrer Arbeit mit geflüchteten Menschen mit Fragen aus diesen drei Themenbereichen konfrontiert. Dazu hat das Dekanat Schweich-Welschbillig am 19. Juni einen „Abend der Hilfe und Integration“ für die Verbandsgemeinde (VG) Trier-Land angeboten.

 

Gerade in der ehrenamtlichen Tätigkeit mit geflüchteten Menschen braucht es starke Netzwerke. Das wissen auch die Helfer in der VG Trier-Land, die seit 2015 in der Gruppen unter dem großen Dach des „willkommens-netz.de“ im Bistum Trier aktiv sind. Claudia Schneider, Michael Ludwig und Frank-Peter Holz aus Daufenbach engagieren sich „auf der Fidei“, also rund um Zemmer. Sie begleiten Familien, geben Deutschkurse und leisten wertvolle Beiträge zur Integration der Neubürger. An diesem Abend sind sie nach Welschbillig gekommen, um Ansprechpartner der Regeldienste kennenzulernen, sich über Möglichkeiten der Unterstützung zu informieren und sich auszutauschen mit anderen Ehrenamtlichen.

 

„Wir wollen mit dem Angebot des Info-Abends den Druck von den ehrenamtlich tätigen Menschen nehmen, sie müssten alles selber erledigen“, informieren die Organisatoren Roland Hinzmann und Andreas Flämig über ihre Intention. Der Pastoralreferent und der Ehrenamtskoordinator für das Kreisprojekt Flucht und Asyl haben Ansprechpartner aus den unterschiedlichen Bereichen eingeladen. „Diese Menschen, insgesamt rund 100 in der VG, brauchen immer wieder Impulse für ihre Arbeit“, betont Hinzmann. Damit die Gemeinwesenarbeit auf Augenhöhe mit den geflüchteten Neubürgern gut gestaltet werden könne, sei es wichtig, um die Möglichkeiten der Unterstützung durch Regeldienste zu wissen. Wo man eine Übersicht über Integrations- und Sprachkurse am Nachmittag finde, fragt eine Teilnehmerin in der Runde zu den Themen Ausbildung-Studium-Arbeit. Sie betreue eine syrische Familie, in der die Frau früher als Grundschullehrerin arbeitete. Der Mann habe Arbeit, ein Kind geht in den Kindergarten, das Kleine sei zuhause. „Also sitzt die Frau daheim, möchte aber so gerne lernen, später vielleicht sogar studieren.“  

 

Aziz Yüksek, Integrationsreferent des Akademischen Auslandsamtes der Universität Trier, nennt eine Möglichkeit: Die Uni biete einen Online-Sprachkurs für Flüchtlinge an, in dem sie mit freier Einteilung von Zeit und Pensum arbeiten können. Von einen speziellen Frauen-Integrationskurs mit Kinderbetreuung bei der Volkshochschule Trier weiß Katharina Moik, Leiterin des Jugendmigrationsdienstes beim Caritasverband. Tobias Weyrich, Arbeitsvermittler Migration bei der Agentur für Arbeit Trier, rät in solchen Fällen grundsätzlich zur Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Jobcenter. „Da werden in aller Regel Lösungen gefunden.“

 

Einige der konkreten Fragen der Ehrenamtlichen können an dem Abend direkt und unbürokratisch beantwortet werden. Darüber hinaus werden Visitenkarten für den gezielten Kontakt sowie Flyer ausgetauscht. Maria Schwickerath und Josefa Ferring aus Igel sind dankbar für gezielte Informationen zu beruflichen Möglichkeiten, die sie an ihre „Schützlinge“ weitergeben können. Auch die drei Ehrenamtlichen von der Fidei sind zufrieden mit dem Abend. „Wir nehmen viele Tipps und Anregungen mit nach Hause, und haben einen guten Überblick gewonnen, wohin wir uns mit Fragen und Problemen wenden können“, resümiert Claudia Schneider. 


Bischof Ackermann firmt 128 Jugendliche in Emmelshausen

Offen für die Stimme

66 Jugendliche wurde im Gottesdienst am Sonntag von Bischof Dr. Ackermann gefirmt. Foto: bt
66 Jugendliche wurde im Gottesdienst am Sonntag von Bischof Dr. Ackermann gefirmt. Foto: bt

(Emmelshausen/bt) – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 17. und 18. Juni in der Pfarrkirche St. Hildegard Emmelshausen insgesamt 128 Jugendlichen das Sakrament der Firmung gespendet. Zusammen mit Pfarrer Christian Adams und Gemeindereferent Carsten Kling feierte er die beiden Gottesdienste, die unter dem Motto „Hör auf MEINE Stimme“ standen. Ackermann beendete damit seine Firmreise durch das Dekanat St. Goar.

 

Das Motto der Firmvorbereitung leitete sich aus dem Popsong „Stimme“ von „EFF“ ab, ein Projekt des Sängers Mark Forster und des DJs Felix Jaehn. Darin heißt es: „Da wo guter Rat teuer, du grad lost und gebeutelt bist: Hör auf die Stimme, hör’ was sie sagt, sie war immer da, komm’, hör’ auf ihren Rat.“ Gottes Stimme hörten die Christen in der Bibel und dem Gottesdienst, aber auch besonders im stillen Gebet, sagte Bischof Stephan. Deswegen bekamen die Gottesdienstbesucher zu Beginn ein Kärtchen mit dem Namen jeweils eines Firmlings, den man in sein persönliches Gebet mit einschließen konnte.

 

Die Firmung, so Ackermann, sei die Bitte an Gott, die Jugendlichen im Glauben zu stärken, damit sie in ihm „firm“ sein können. Gott sei bei den jungen Menschen geblieben, selbst wenn diese sich von ihm entfernt hätten. In den 154 Tagen der Firmvorbereitung verspürten viele von ihnen den Wunsch, durch die Fülle der Sakramente wieder näher zu ihm zu finden. „Denn die Nähe zu Gott ist keine physische, wie die zum Banknachbarn, neben dem man sitzen kann, obwohl man innerlich Lichtjahre entfernt ist“, sondern sei eine innere, geistige Nähe, erklärte der Bischof in seiner Predigt. Wie Jesus die zwölf Apostel im Evangelium des Tages rief auch Ackermann die Firmlinge auf: „Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus!“. Er erklärte, dass dies, wenn auch veraltet ausgedrückt, noch heute die Aufgaben der Christen zusammenfasst: Die modernen Dämonen seien keine Zombies oder Geister, sondern Mächte, die die Menschen besetzen, wie Leistungszwang, Erfolgsdruck oder Konsumgier. Manchmal wünsche er sich, das Kreuzzeichen würde gemäß unseres „Tattoo-Zeitalters“ gestochen und nicht bloß mit abwaschbarem Öl gezeichnet, scherzte der Bischof. Doch die Beziehung zu Gott gehe unter die Haut und brauche kein äußeres Abzeichen: „Gott will nicht, dass unser Glaube ein Abziehbild ist.“ Seine Predigt schloss er mit dem Satz: „Ihr Firmlinge seid jetzt keine Kinder mehr, sondern junge Leute, denen Jesus viel zutraut.“

 

Mit einem kurzen Rückblick auf die Vorbereitungszeit wünschte der Pfarreienratsvorsitzende Adrian Ritt den Firmlingen alles Gute. In zahlreichen Sozialaktionen und Treffen hätten sie ihr Ohr geschärft und sich offen für „die Stimme“ gezeigt.

 

Gemeindereferent Carsten Kling, der die Jugendlichen auf ihre Firmung vorbereitete, dankte den Katecheten und Katechetinnen, den Eltern und Paten für die Unterstützung in „Konflikten und Durststrecken“. Den weiteren Weg ins Erwachsenwerden und in den Glauben gingen die 128 Jugendlichen nun wie ihr Mottolied es beschreibt: „Das ist 'ne Reise ohne Navi, alles offen und immer wieder neu. All die Prüfungen, ich glaub' man schafft die. Wenn man sich so selbst so gut wie's geht treu bleibt.“

 

Die musikalische Gestaltung übernahmen „Die Band“ und der Jugendchor „EmGo Allstars“ unter der Leitung von Dekanatskantor Michael Steinbach.

 


Bärbel Stolz alias Die Prenzlschwäbin ist zu Gast im Online-Interviewmagazin „Bar-TALK mit Markus Kavka“ auf frnd.tv

 

„In unseren Emotionen sind wir alle ähnlich, jeder kennt Angst, Verzweiflung, Freude, Liebe und Kummer – und das erleichtert immer.“ – Bärbel Stolz

(Berlin/pm) - Bärbel Stolz ist als
Prenzlschwäbin bekannt geworden. Bei „Bar-TALK“ erzählt sie Markus Kavka, wie sie aus einem Klischee die erfolgreiche Kunstfigur kreierte und was Humor für sie bedeutet. Daneben spricht sie offen von ihren schwierigen Anfängen als Schauspielstudentin und davon wie es sich anfühlt, in jungen Jahren vom Land in die Großstadt Berlin zu ziehen.

„Freunde fürs Leben TV“ ist der erste Web-TV-Kanal zum Thema „Seelische Gesundheit“.
Auf frnd.tv interviewen “Freunde fürs Leben” Prominente, sprechen mit Experten, stellen Beratungsangebote vor und berichten von Veranstaltungen. Jeden Monat verzeichnet frnd.tv weit über 50.000 Views. Die erfolgreichsten Beiträge erreichen über 500.000 Zuschauer.
"Talk, weil reden über das Tabu-Thema der erste Schritt ist, um Suizide zu verhindern", erklärt Markus Kavka den Titel.

Die Interview-Reihe “Bar-TALK” wurde von dem preisgekrönten Regisseur Sven Haeusler entwickelt und umgesetzt (
www.svenson-suite.de).

 

 

 

 

Weiterführende Links:
Website: http://www.frnd.de
YouTube:
https://www.youtube.com/c/freundefurslebenev  
Facebook: https://www.facebook.com/freundefuersleben/
Instagram:
https://www.instagram.com/freundefuerslebenev/  

FREUNDE FÜRS LEBEN e.V.
Jedes Jahr sterben in Deutschland 10.000 Menschen durch Suizid.
Freunde fürs Leben wollen das ändern.
Seit 2001 klärt der gemeinnützige Verein Jugendliche und junge Erwachsene über die Themen Suizid und Seelische Gesundheit auf. Denn durch gezielte Informationsvermittlung über Warnsignale, Hilfsangebote und Therapiemöglichkeiten ist Suizidprävention möglich.
Die Gründer von Freunde fürs Leben Diana Doko und Gerald Schömbs haben selbst geliebte Menschen durch Suizid verloren. Als Kommunikations- und PR-Experten haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, über das Tabu-Thema Suizid aufzuklären.

Konzept von Bar-TALK:
Bar-TALK heißt das erfolgreichste und aufwändigste Format von Freunde fürs Leben TV, in dem Moderator Markus Kavka prominente Gäste an den Tresen der Kitty Cheng Bar in der Berliner Torstraße einlädt.
„Talk, weil reden über das Tabu-Thema der erste Schritt ist, um Suizide zu verhindern“, erklärt Kavka den Titel. Seine Gäste stellen sich dem schwierigen Thema und berichten offen über eigene Krisen-Erlebnisse und Strategien zu deren Bewältigung.
So berichtet beispielsweise Prinz Pi über den Umgang mit seiner bipolaren Erkrankung und Tyron Ricketts über seine Weltreise, die gleichzeitig eine Reise zu sich selbst darstellte. Weitere prominente Gäste des Formats sind Clueso und die Prenzlschwäbin Bärbel Stolz.

Die Arbeit mit prominenten Gesichtern verstärkt den Effekt, denn diese haben häufig eine Vorbildwirkung auf die jungen Menschen, sie scheinen meist stark und selbstbewusst – und zeigen hier, dass auch sie schwache Momente haben und ein ganz normales Leben führen. Diese Offenheit hat das Potenzial, Tabus aufzubrechen und Jugendliche zu ermutigen, selbst über ihre Sorgen und Probleme zu reden.

Ziel aller Maßnahmen ist es, Suizide zu verhindern, indem Depressionen besser erkannt und Hilfsangebote schneller genutzt werden.
Das Online-Angebot von frnd.tv erreicht mit recht einfachen Mitteln eine große Zielgruppe.
      

 


Radfahrer erradeln Bäume für Bolivien bei Rundkurs um den Trierer Dom

Für den Klimaschutz

Über 70 Teilnehmer radelten um den Dom. Foto: bt
Über 70 Teilnehmer radelten um den Dom. Foto: bt

(Trier/bt) - Fünf Runden für einen Baumsetzling: Trotz „bolivianischer Hitze“ von über 30 Grad sind 76 Männer, Frauen und Kinder am 19. Juni um den Trierer Dom geradelt, um Aufforstungsprojekte in Bolivien zu unterstützen. Dafür trat auch Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg kräftig in die Pedale und legte 26 Runden zurück. Insgesamt fuhren die Teilnehmenden 966-mal um den Dom und sponserten damit 193 Bäume für das Partnerland des Bistums Trier. Zusätzliche Spenden ließen die Zahl der Bäume auf insgesamt 288 wachsen. Diese kommen unter anderem dem „Wald der Kinder“ zugute, den Schüler in der bolivianischen Stadt El Alto pflanzen und sich so für den Klimaschutz engagieren.

 

„Mit ihrem Einsatz haben die Teilnehmer ein deutliches Zeichen gesetzt, dass sie die Anstrengungen der bolivianischen Partner für Umweltschutz und Aufforstung unterstützen wollen“, sagte Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier. Die Weltkirche hatte im Rahmen des Stadtradelns zur Aktion „Fünf für einen – Radeln für Baumsetzlinge in Bolivien“ eingeladen. Es sei ein „öffentliches Zeichen für den Klimaschutz und für die Veränderung des persönlichen Lebensstils zur Nachhaltigkeit“.

 

Spenden sind möglich an IBAN: DE62 3706 0193 3007 8480 47 BIC: GENODED1PAX Stichwort: Bolivienpartnerschaft Bistum Trier „Wald der Kinder". Weitere Informationen gibt es unter www.bolivienpartnerschaft.bistum-trier.de und bei der Diözesanstelle Weltkirche, Mustorstraße 2 in Trier, Tel.: 0651 7105-398, E-Mail: weltkirche(at)bistum-trier.de.

 


Zwischenbilanz des Auftritts der LichtKirche aus Hessen-Nassau in Wittenberg

Weltausstellung der Reformation: „Segen ist angekommen“

 

 

 

(Wittenberg / Darmstadt/ekhn) - Rund einen Monat nach Eröffnung der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg hat das Team der hessen-nassauischen Kirche eine positive Zwischenbilanz seines Auftritts mit der LichtKirche in der Lutherstadt gezogen. Der mehrfach mit Architekturpreisen ausgezeichnete Sakralbau aus Plexiglas und Holz in Laufweite der traditionsreichen Schlosskirche habe für viele Besucherinnen und Besucher einen zeitgemäßen spirituellen Raum eröffnet. Auch eine erste Taufe konnte in dem transportablen Gotteshaus gefeiert werden, das nachts in bunten Farben leuchten kann. Eltern aus der Region um Wittenberg hätten zudem ein zweites Kind für August angemeldet. „Das Motto des Auftritts aus Hessen-Nassau ‚Segen erleben – Moments of Blessing‘ ist bei den Menschen voll angekommen“, so Projektleiter Fabian Vogt vor Ort.

 

 

 

Interaktive Installation „BlessU-2“ geht um die Welt

 

Für internationales Aufsehen habe ein besonderer Segensparcours rund um die LichtKirche gesorgt. Im Zentrum steht dabei die interaktive Installation „BlessU-2“. Medien von Moskau bis Peking und von London über Madrid und New York bis Santiago de Chile berichteten über das als „Segensroboter“ weltweit bekannt gewordene Kommunikationsexperiment. Gemeinsam sucht „BlessU-2“ mit Besucherinnen und Besuchern passende Segensworte aus der Bibel aus und spricht sie zu. Wer will, kann sie auch ausdrucken lassen und mitnehmen. Das rund 1,80 Meter große Gerät kann mit den Gästen in sieben Sprachen kommunizieren. Wer seine Eindrücke zu „BlessU-2 beschreiben will, kann das in Wittenberg per Zettelkasten oder auch  im Internetportal der Lichtkirche tun: www.Lichtkirche.de/Segensroboter.

 

 

 

Anregung der Diskussion über Zukunftsfragen vor Ort

 

„Hier in Wittenberg erleben wir, dass die Installation genau das tut, was sie soll: Sie regt Menschen an, über den Segen nachzudenken“, so Projektbegleiterin Sandra Matz. Besonders Menschen, die kaum mehr einen Bezug zur Kirche hätten, ließen sich über das Gerät auf neue Fragestellungen ein. Ganze Schulklassen diskutierten zudem angesichts des „Roboters“ darüber, was Segen bedeutet und welche Folge die zunehmende Digitalisierung der Welt haben könne. Insgesamt wurden von „BlessU-2“ in den ersten vier Wochen in Wittenberg fast 2.500 Segen gesprochen, darunter rund 150 Englische und über 300 in hessischem Dialekt. Das Internetportal mit Videos der Segensvorgänge verzeichnete zuletzt insgesamt mehr als 60.000 Aufrufe. Noch bis September begleitet die hessen-nassauische Kirche die Weltausstellung. Dabei sind insgesamt über 200 Ehrenamtliche im Einsatz.

 

 

 

Jugendcamps treffen das theologische Herz der Reformation

 

Neben der Präsentation auf dem Gelände der Weltausstellung sind auch zahlreiche Jugendliche aus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau bei den seit Monaten ausgebuchten Jugendcamps mit von der Partie. Bis jetzt nahmen aus dem hessen-nassauischen Gebiet fast 500 junge Gäste teil. Insgesamt sind bis September knapp 1.700 Mädchen und Jungen aus dem Kirchengebiet in Wittenberg zu Gast. Nach Worten des hessen-nassauischen Landesjugendpfarrers Gernot Bach-Leucht sind die Jugendcamps unter dem Motto „trust & try“ auf das theologische Herzstück der Reformation ausgerichtet: „Glaube als Vertrauen und Mut machend, Neues auszuprobieren. Sie bieten Jugendlichen am historischen Ort der Reformation zeitgemäße Möglichkeiten, sich selbst, Anderen und Gott zu vertrauen“.

 

 

 

Mehr zum Auftritt der hessen-nassauischen Kirche in Wittenberg: www.lichtkirche.de

 

Hashtags: #Lichtkirche #Segenerleben #BlessU-2 #Reformationssommer

 

 

 

 

 

Hintergrund

 

LichtKirche

 

 

 

Seit 2009 bietet die LichtKirche bei Großveranstaltungen einen Raum für Gebet und Gottesdienst, Musik und vielfältige kulturelle Aktionen. Das 18 Tonnen schwere transportable Gotteshaus ist 13 Meter lang, 4,30 Meter breit und 8 Meter hoch. Der rund 50 Quadratmeter große Bau verfügt über einen nach außen gerichteten Altarbereich, der auch große Freiluftveranstaltungen zulässt. Die Kirche besteht aus einer besonderen Holzkonstruktion. Ihre Außenhaut ist komplett mit satinierten Plexiglasplatten verkleidet, die das Tageslicht durchscheinen lassen. Die Kirche kann zudem in verschiedenen Farben illuminiert werden und als Projektionsfläche für Videoinstallationen dienen. Das mobile Gotteshaus erhielt bereits den „Deutschen Lichtdesign-Preis“ in der Sparte Event und Messen, wurde mit der vom Bund Deutscher Architekten vergebenen „Joseph-Maria-Olbrich-Plakette für ausgezeichnete Architektur in Hessen“ prämiert und erhielt die vom Land Hessen und der Architekten- und Stadtplanerkammer ausgelobte „Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Hessen 2011“ sowie den „Holzbaupreis Hessen 2011“. Entworfen wurde die mobile LichtKirche vom Darmstädter Architekturbüro raum-z-architekten. Das Lichtdesign entwickelte Moritz Herdt von moe lighting (Groß-Zimmern).

 

 

 

Segens-Parcours mit „BlessU-2“

 

 

 

Die Installation „BlessU-2“ ist Teil des Parcours zum Thema „Segen erleben - Moments of Blessing“, Das Angebot soll dazu beitragen, dass Menschen ihr theologisches Verständnis von Segen schärfen, die vielschichtige biblische Tradition des Segens wahrnehmen und dem geistlichen Geheimnis des Segens auf die Spur kommen. Dabei wirft das kommunikative Experiment weiterführende Fragen auf: Was geschieht beim Segnen? Welche Voraussetzungen braucht es für einen Segen? Dadurch werden bereits bekannte mediale Themen wie etwa „Wirkt ein Segen, der im Radio oder im Fernsehen  gesendet wird?“ auf die neuesten technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen ausgeweitet. „BlessU-2“ selbst kommuniziert mit den Besucherinnen und Besuchern über ein Display – ähnlich wie bei einem Bankautomaten. So können die Gäste per Eingabe unter anderem wählen, ob und in welcher von sieben möglichen Sprache ihnen ein biblischer Segen zugesprochen wird oder in welcher Situation er ihnen eine Hilfe sein soll. Daraufhin sucht das Gerät einen Spruch aus und liest ihn vor. Es kann anschließend auch ganz klassisch auf Papier ausgedruckt mitgenommen werden. An der Installation stehen dabei jederzeit gesprächsbereite Mitarbeitende. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Medienkünstler Alexander Wiedekind-Klein, der als Ingenieur und leidenschaftlicher Roboterbauer beispielsweise für Bühnenproduktionen technische Installationen oder Spezialeffekte entwickelt. Zudem hat er „Robotest“, einen jährlichen Wettkampf für autonome Roboter, ins Leben gerufen und ist Begründer der Webseite „Roboterwelt.de“. Er lebt in Cochem an der Mosel.

 


Gemeindereferentin Heidelinde Bauer ist Geistliche Begleiterin

Gott im Alltag finden

Gemeindereferentin Heidelinde Bauer in ihrem Büro in Riegelsberg. Foto: bt.
Gemeindereferentin Heidelinde Bauer in ihrem Büro in Riegelsberg. Foto: bt.

(Riegelsberg/bt) – „Beten heißt, sich bewusst machen, dass Gott in meinem Alltag wirkt“, sagt Heidelinde Bauer. Sie ist Gemeindereferentin in Riegelsberg und hat gerade ihre Ausbildung zur Geistlichen Begleiterin am Theologisch-Pastoralen Institut (TPI) in Mainz abgeschlossen. „Ich bin selbst seit 12 Jahren in geistlicher Begleitung und es ist sehr bereichernd für mich, Gespräche über meinen Glauben und mein Leben zu führen. Das möchte ich gerne weitergeben.“ 

 

Die Ausbildung zur Geistlichen Begleitung umfasst zwölf dreitägige Kurseinheiten, zehntägige Einzelexerzitien sowie Treffen in Regionalgruppen, Literaturstudium und eine Praxisphase. Zum ersten Mal in Berührung mit geistlicher Begleitung ist Heidelinde Bauer während ihrer Ausbildung zur Gemeindereferentin gekommen. „Das war Pflicht während unserer Ausbildung“, erzählt sie. „Es gibt im Bistum eine Liste mit Geistlichen Begleiterinnen und Begleitern und da konnten wir uns jemanden aussuchen. Ich wollte eine Frau und jemanden, der nicht so weit weg wohnt.“ Seither ist sie bei einer Ordensschwester in Saarbrücken in geistlicher Begleitung. „Dabei betrachten wir das Leben immer wieder anders und ich konnte aus ganz neuen Perspektiven auf mein Leben schauen. Das hat mir bei vielen Lebensentscheidungen sehr geholfen. Vor allem aber bin ich in meiner Beziehung zu Gott gereift.“

 

Die Gespräche, die in der Regel einmal im Monat stattfinden, sind aber nicht wie eine Therapie bei einem Psychotherapeuten, betont die Gemeindereferentin. „Da kommt ein Mensch zu mir, der selbst für sich verantwortlich ist und mit dem ich gemeinsam auf sein Leben schaue. Als Geistliche Begleitung bin ich nur für das Setting verantwortlich. Das Ziel der Gespräche ist: Sie müssen den anderen in die Freiheit führen und Freude bringen, sonst ist es nicht vom Heiligen Geist erfüllt.“ In der Ausbildung zur Geistlichen Begleitung hat sie gelernt, wie sie solche Gespräche führt: „Wo wirke ich ein in einem solchen Gespräch, wo muss ich aber auch abgrenzen zwischen Geistlicher Begleitung und Psychotherapie? Wie reagiere ich auf Schwierigkeiten?“ Als Geistliche Begleiterin führt sie dabei nicht, sondern begleitet. Heidelinde Bauer hat einen besonderen Vergleich dafür: „Es ist wie bei der Emmaus-Begegnung. Es ist ein Trialog.“ Zwei Menschen unterhalten sich, um Gott in ihrer Mitte zu finden.

 

Wichtig sei auch, den Fokus darauf zu legen, was sie als Geistliche Begleitung dem anderen mitgeben kann: „Ich würde individuell schauen, wie die Gebetssituation desjenigen ist, der zu mir kommt. Es geht ja auch darum, den Alltag durch Gebet zu unterbrechen. Gebet kann dabei alles sein: Kurz innehalten, vor dem Essen, oder im Büro zwischen zwei Gesprächen. Es gibt Leute, die sind körperliche aktiver – da kann ein Lauf im Wald eher zur Ruhe führen, als auf der Couch zu sitzen.“ Wichtig sei dabei aber immer: „Glaube und Gebet müssen Spaß machen. So wie ein Feierabendbierchen. Der da kommt, soll erleichtert hier rausgehen.“

 


1. und 2. Juli: Fröhliches Programm für die gesamte Familie am Alten Hafen

Nordkirchenschiff wird mit Reformationsfest in Wismar begrüßt

 

(Wismar/cme) - Die Kirche an der Küste setzt Segel und Mecklenburg begrüßt den Nordkirchen-Dreimastsegler auf seiner Route entlang der Ost- und Nordseeküste im Alten Hafen von Wismar. In der Hansestadt wird aus diesem Anlass zum Reformationsfest "Frei wie der Wind“ eingeladen. Besucher, vor allem auch Familien und Kinder, sind dazu am1. und 2. Juli 2017 herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Der Großsegler steuert anlässlich „500 Jahre Reformation“ alle 13 Kirchenkreise der Nordkirche an. Wismar ist die zweite Station nach dem Start in Stralsund.

 

 

 

Am Sonnabend (1. Juli) wird das Nordkirchenschiff um 16 Uhr von rund 180 singenden Kindern, Bürgermeister Thomas Beyer und Propst Dr. Karl-Matthias Siegert begrüßt. Am Abend wird zu Open Ship (19 Uhr), einer Bläserserenade (19.45 Uhr), einer Andacht (20.30 Uhr) und einem Bordkonzert mit JJ and Friends (20.45 Uhr) auf und vor dem Schiff eingeladen.

 

 

 

Am Sonntag (2. Juli) wird vor der imposanten Kulisse des Dreimast-Segelschiffes um 11 Uhr (Vorprogramm ab 10 Uhr) ein Freiluft-Gottesdienst mit dem Schweriner Bischof Andreas v. Maltzahn und dem Wismarer Propst Karl-Matthias Siegert gefeiert. Anschließend gibt es bis gegen 18.00 Uhr ein abwechslungsreiches Programm aus viel Musik auf zwei Bühnen, Kinderspiel- und Mitmachangeboten und Informationsständen. Zudem wird u.a. zum Open Shop eingeladen.

 

 

 

Auf dem Festgelände können große und kleine Besucher beispielsweise am Luther-Stationenspiel teilnehmen, sich von GeschichtenWerkstatt inspirieren lassen oder selber Drucke anfertigen oder Holzautos bauen. Auf dem Schiffsdeck ist Erzählerin Birte Bernstein mit dem Familien-Märchenprogramm „Seemannsgarn und Meeresrauschen...“ zu Gast. Und natürlich können maritim Interessierte beim Open-Ship die Dreimastbark auch am Sonntag besichtigen.

 

 

 

Um 15 Uhr wird zu „Bibel im Gespräch“ mit Oberkirchenrat Mathias Lenz in die Markthalle direkt am Alten Hafen eingeladen. Darüber hinaus wird in der Hansestadt am Sonntag um 15 Uhr ein Gewölbesingen in der Kirche St. Nikolai und ab 18 Uhr eine Bläsermusik angeboten.

 

 

 

„Wismar und Mecklenburg sollen an beiden Tagen ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums stehen“, sagt Propst Dirk Sauermann vom Organisationsteam. „Wir wollen als Christen fröhlich feiern und laden alle Hansestädter, Norddeutsche und Urlauber herzlich ein.“

 

 

 

Mehr unter: www.kirche-mv.de/reformationsfest-wismar | www.nordkirchenschiff.de

 

 

 

 

 

Programmübersicht

 

Sonnabend, 1. Juli

 

Der imposante Nordkirchen Dreimaster wird um 16.00 Uhr im Alten Hafen von Wismar anlegen.

16.00 Uhr Begrüßung mit Bürgermeister Thomas Beyer, Propst Dr. Karl-Matthias Siegert, Musik: Mädchen und Jungen des KinderChortages MV

19-20 Uhr Open Ship – die Crew lädt zum Schiffsbesuch ein

19.45 Uhr Bläserserenade auf dem Schiff, Landesposaunenwart Martin Huß und Bläser aus M-V

20.30 Uhr Abendsegen auf dem Schiff mit Propst Dirk Sauermann

20.45 Uhr
Bordkonzert mit JJ and Friends

 

Sonntag, 2. Juli

 

Vor der Kulisse des Nordkirchenschiffes wird zum Reformationsfest in den Alten Hafen eingeladen.

10.00 Uhr Vorprogramm mit Musik, Interviews und Grußwort des Bürgermeisters

11.00 Uhr Freiluft-Gottesdienst mit Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn (Schwerin), Propst Dr. Karl-Matthias Siegert (Wismar) Musik: Bläser (Annerose Lessing), Gospelchor (Elke Braun) und Instrumentalensemble (Silke Thomas-Drabon)

11.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Angebot für Kinder während des Gottesdienstes in den Pagoden 2 und 3 mit Geschichte: „Engel im Hafen“, Oase der Stille und Äpfel-Basteln

ab 12.10 Uhr bis 18.00 Uhr Bühnenprogramm mit Moderator Thomas Balzer
12:15 Gospelchor der Jugendkirche Rostock | 13:00 Gebärdenchor „Singende Hände“ | 13:20 Regionalorchester der Evangelischen Musikschule Wismar | 14:10 Chor „Carpe Diem“ | 14:55 Band der Lebenshilfe Hagenow-Mölln | 15:35 Bläser Uhus aus M-V | 16:05 Städtische Musikschule Wismar | 16:40 Kammermusikensemble The Goethles Schwerin | 17:20 Band ABM Grevesmühlen | und zwischendurch: Das „Luther-Quiz“ mit Radio Paradiso

ab 12.10 Uhr bis 18.00 Uhr Mitmachangebote und Informationsstände die auch zeigen, wie sich Kirche durch die Reformation verändert hat. GeschichtenWerkstatt | Reformationsschmuck selber herstellen | Diakonie-Beratungsangebote | Gehörlosenseelsorge | Reformationstaler Gadebusch | Druckerpresse | Brot für die Welt | Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung | Kirchenladen Wismar | Radio Paradiso

Extra ...für Kinder in und vor den Pagoden 1, 2, 3 und 8
Luther-Stationenspiel | Yoga – Oase der Stille | Wir basteln Luther-Äpfel | Instrumente ausprobieren | Filzen | Holzautos bauen | Bastelstraße

12.45 | 14.30 | 17.00 Uhr Open Ship die Crew lädt zum Schiffsbesuch ein

14.00 | 15.00 | 16.00 Uhr Auf dem Nordkirchenschiff „Seemannsgarn und Meeresrauschen“ für Kinder und Erwachsene mit Märchenerzählerin Birte Bernstein

15.00 Uhr In der Markthalle „Bibel im Gespräch“ „Der Herr ist der Geist, wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“ (2. Kor 3,17) mit Oberkirchenrat Mathias Lenz (Kiel) und dem Kammermusikensemble The Goethles Schwerin

 

Extra-Tipp: In die Kirche St. Nikolai wird um 15 Uhr zum Gewölbesingen und ab 18.00 Uhr zur geistlichen Bläsermusik (Leitung: Martin Huß) herzlich eingeladen

 


WENN MENSCHEN SICH FREMD FÜHLEN: BUNDESWEITES TREFFEN DER EVANGELISCHEN PSYCHOLOGISCHEN BERATUNGSSTELLEN IN BAD HERRENALB

 


(Bad Herrenalb/ekiba) -  Die psychologischen Beratungsstellen der evangelischen Kirche stehen zunehmend vor der Aufgabe, Ratsuchende mit Fremdheitserfahrungen angemessen zu begleiten. Die Ankunft der Flüchtlinge, die Globalisierung und deutliche gesellschaftliche Veränderungen wirken sich auf das Lebensgefühl aller Menschen aus. Bis zum heutigen Mittwoch (21.6.) treffen sich 70 Mitarbeitende der Fachstellen aus ganz Deutschland bei der bundesweiten Jahrestagung des Evangelischen Fachverbandes für Psychologische Beratung (EKFuL) in Bad Herrenalb und beschäftigen sich mit diesem Wandel.

Beim Pressegespräch im Vorfeld hob der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh die Bedeutung der Beratungsstellen hervor. „Ihr Angebot ist eine wichtige, lebenspraktisch orientierte Ergänzung zur Seelsorge“, erklärte Cornelius-Bundschuh. Die evangelischen Beraterinnen und Berater sollten sich darauf fokussieren, für die Beratungssuchenden „anwaltlich“ tätig zu sein, dabei spiele die eigene Haltung eine entscheidende Rolle. Der Landesbischof wies daraufhin, dass Fremdheit in der Kirche ein grundlegendes Thema sei. Der Glaube sei hierbei eine Kraft, um Menschen zu stärken, ihren eigenen Weg in der Fremde zu finden.

Unter dem Motto „Fremdsein und Fremdheitserfahrungen in der psychologischen Beratung“ informierten sich die Beraterinnen und Berater bei Fachvorträgen, erhielten Impulse bei einem Theaterstück und diskutierten in Arbeitsgruppen über eigene Fremdheitsgefühle. So vielfältig, wie die Ratsuchenden bei den Fachstellen sind, waren auch die Themen der Tagung und die Art ihrer Präsentation. Sie reichten vom spirituellen Aspekt des Fremdseins über die psychoanalytische Perspektive, Heilungserfahrungen und die Aufnahme von Flüchtlingen bis zur Dynamik des Fremden in der beraterischen Beziehung. Ein systemisches Familienentwicklungsspiel stand zum Selbstversuch zur Verfügung.

Martin Merbach, Dozent des Evangelischen Zentralinstitutes für Familienberatung (Berlin) erklärte, dass das Fremdsein stets „gesellschaftlich gegeben sei“. Bereits jeder Säugling werde in eine völlig fremde Welt hineingeboren. Maria Loheide vom Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland (Berlin), lobte die Arbeit der Beratungsstellen. „Sie geben Orientierung und helfen dabei, sich im eigenen Leben wieder ohne Angst zu Recht zu finden“, fasste sie den Auftrag zusammen.

Die meisten Menschen kämen in einer akuten Krise in die Beratungsstelle, erklärte die landeskirchliche Beauftragte für psychologische Beratungsarbeit, Ursula Bank (Karlsruhe). Es gelte zu verstehen, was den Menschen Schwierigkeiten mache. „Ziel einer Beratung ist es nicht, Unsicherheit zu beseitigen, sondern sie aushalten zu lernen, um sich wieder sicher zu fühlen“, sagte sie. Viele Menschen würden sich ganz bewusst eine evangelische Fachstelle aussuchen, berichtete auch Jan Wingert, Vorsitzender des Fachverbandes EKFuL (Münster). Er habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen oft auch mit einem ethischen oder religiösen Problem in die Beratung kämen, wie es z.B. beim Schwangerschaftsabbruch der Fall sei.

Paar- und Lebensberatung, sowie Familien- und Erziehungsberatung leisten seit vielen Jahren 16 evangelische Psychologische Beratungsstellen in Baden in kirchenbezirklicher, diakonischer oder ökumenischer Trägerschaft. 2016 haben sie rund 12.500 Menschen beraten. Rund 100 psychologische Fachkräfte sind hier tätig.

Weitere Informationen zum Thema unter
www.ekful.de.
 

 

 

 


Bundestagsabgeordnete Heil aus Andernach ist neue kfd-Bundesvorsitzende

„Unsere Kirche braucht die Stimme von Frauen“

Mechthild Heil MdB (Foto: kfd/K. Herschelmann)
Mechthild Heil MdB (Foto: kfd/K. Herschelmann)

(Andernach/Mainz/bt) – Mechthild Heil, Bundestagsabgeordnete aus dem Bistum Trier, ist neue Bundesvorsitzende der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Die 85 Delegierten aus 20 Diözesanverbänden und dem Landesverband Oldenburg wählten die 55-jährige CDU-Politikerin aus Andernach Mitte Juni bei der kfd-Bundesversammlung in Mainz für eine Amtszeit von vier Jahren. Heil löst Maria Theresia Opladen als Bundesvorsitzende ab.

 

Mechthild Heil sagte nach ihrer Wahl, als Architektin wisse sie, dass am Bau einer allein nichts erreichen könne. Das sei in der kfd auch so. „Es sind so viele Frauen da, die anpacken sollen. Und deshalb bin ich mir sicher, dass wir das gemeinsam für die kfd gut hinbekommen werden.“ Gefragt, wie sie das Amt mit ihrem Bundestagsmandat verbinden werde, erklärte sie: „Für mich ist das kein Konflikt, denn eins ist klar: Wenn ich ins Parlament gehe, gebe ich mein Christsein

 

nicht an der Garderobe ab. Ich kann nicht politisch sein, ohne christlich zu sein. Das gehört zusammen.“ Sie werde niemals parteipolitisch sein, aber für die kfd politisch sein, weil die Aufgaben das erforderten. „Wir stehen vor Veränderungen, was die Rolle von Frauen in Kirche und Gesellschaft betrifft. Wir sollten daher nicht einfach abwarten, wie sich die Dinge entwickeln, sondern das gemeinsam aktiv gestalten. Denn unsere Kirche braucht die Stimme von uns Frauen – heute wie eh und je.“

 

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann gratulierte Heil zu ihrer Wahl. Er freue sich, dass eine Frau aus dem Bistum Trier an der Spitze des größten katholischen Verbandes in Deutschland stehe. Mit zahlreichen Gruppen an vielen Stellen in der Diözese präge die kfd das Bild von Kirche mit - dafür sei er als Bischof dankbar. Ackermann würdigte den Frauenverband als „kraftvolle Stimme für die Interessen und Rechte von Frauen“. Er wünsche dem Bundesvorstand „eine glückliche Hand, Kraft und Klugheit für die Aufgaben in der Verbandsleitung und die Mitgestaltung der gegenwärtigen Veränderungsprozesse in Kirche und Gesellschaft aus dem Geiste Jesu“.

 

Der kfd Diözesanverband Trier teilte mit, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen kfd-Bundesvorsitzenden Mechthild Heil, die seit vielen Jahren Mitglied in der kfd-Gruppe Maria Himmelfahrt in Andernach sei. „Sie kennt die kfd von Kindesbeinen an. Ihre Mutter, Marianne Rumpf, war schon im Diözesanvorstand der kfd im Bistum Trier und stellvertretende Bundesvorsitzende.“ Die kfd-Diözesanvorsitzende Margot Klein habe die Gelegenheit in Mainz genutzt und die neue Bundesvorsitzende zu einer Vorstandssitzung und zur Jubiläumsfeier der kfd im Bistum Trier im kommenden Jahr eingeladen. Die kfd im Bistum Trier zählt etwa 30.000 Mitglieder.

 


Erlös für Bildungsprojekte bestimmt

200.000 Schülerinnen und Schüler beim „Tag für Afrika"

 


"Tag für Afrika" * Schüler-Jobs * Aktion Tagwerk * Geflüchtete * Afrika

(Mainz/Berlin/bfw) - Am 15. „Tag für Afrika“ 2017 engagieren sich rund 200.000 Schülerinnen und Schüler von 583 Schulen aus ganz Deutschland: Sie erarbeiten 1,4 Millionen Euro für Bildungsprojekte in Afrika und junge Geflüchtete in Deutschland. Aktion Tagwerk veranstaltet die Kampagne seit drei Jahren gemeinsam mit dem evangelischen Hilfswerk Brot für die Welt.

Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr Mädchen und Frauen in Afrika. Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland treten mit ihrem Handeln am bundesweiten „Tag für Afrika“ für bessere Lebensumstände und gute Bildung von Gleichaltrigen in Afrika ein. Es geht um die Zukunftsgestaltung für Länder und Menschen. Aktion Tagwerk setzt sich 2017 insbesondere für die Gleichstellung und Frauenförderung in afrikanischen Ländern ein. Das Kampagnenmotto 2017 lautet „Gemeinsam gleiche Chancen schaffen“.

Zum 15. Mal veranstaltet der Verein Aktion Tagwerk am heutigen Dienstag den „Tag für Afrika“ – er ist der Höhepunkt der bundesweiten Kampagne „Dein Tag für Afrika“ 2017. In ganz Deutschland engagierten sich in diesem Jahr rund 200.000 Schülerinnen und Schüler aus 583 Schulen und arbeiteten für den guten Zweck, leisteten Hilfsdienste im Freundes- oder Familienkreis, organisierten einen Solidaritätsmarsch „Go for Africa“ oder veranstalteten gemeinsame Aktionen im Klassenverband. Der Verein Aktion Tagwerk rechnet mit einem Gesamterlös in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro, der Bildungsprojekten für junge Leute in Ruanda, Uganda, Burundi, Südafrika und Ghana zugutekommt. Auch junge Geflüchtete in Deutschland werden in diesem Jahr wieder unterstützt. In den vergangenen 15 Jahren, seit 2003, haben sich mit Aktion Tagwerk im gesamten Bundesgebiet rund 2,7 Millionen Schülerinnen und Schüler am „Tag für Afrika“ beteiligt.
Gute und qualifizierte Bildung für Kinder weltweit ist das Ziel von Aktion Tagwerk. Junge Menschen aus ganz Deutschland setzen mit ihrem Engagement ein Zeichen: Sie schaffen Bewusstsein für die Lebensumstände und Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Afrika. Mit dem Motto „Gemeinsam gleiche Chancen schaffen“ soll die
Gleichstellung und Frauenförderung in den von Aktion Tagwerk unterstützten Projekten in Afrika eine wichtige Rolle spielen.

Projektpartner von Aktion Tagwerk ist seit Beginn die Kinderhilfsorganisation Human Help Network e.V., seit drei Jahren arbeitet Aktion Tagwerk auch mit dem Hilfswerk Brot für die Welt zusammen.

Zum Höhepunkt der Kampagne „Dein Tag für Afrika“ 2017 fand heute die bundesweite Pressekonferenz im Rabanus-Maurus-Gymnasium in Mainz statt. Am Mittag gaben Dr. Stefanie Hubig, rheinland-pfälzische Bildungsministerin, und Nora Weisbrod, Mitbegründerin und Geschäftsführende Vorsitzende des Vereins Aktion Tagwerk, die bundesweiten Teilnehmerzahlen und die erste Hochrechnung der Kampagne 2017 offiziell bekannt. Das Rabanus-Maurus-Gymnasium in Mainz nimmt seit der ersten Aktion 2003 am „Tag für Afrika“ teil.

Nora Weisbrod, Mitbegründerin und Geschäftsführende Vorsitzende von Aktion Tagwerk e.V., besuchte am Aktionstag zahlreiche Schülerinnen und Schüler in Mainz und macht sich selbst ein Bild von deren „Tagwerk“. „Über 100.000 Schülerinnen und Schüler jobben für den guten Zweck, mindestens genauso viele engagieren sich für Gleichaltrige mit tollen Schulaktionen. Ich bin begeistert von den vielen guten und kreativen ‚Tagwerk‘-Ideen und dem persönlichen Engagement. Besonders freue ich mich, dass unsere Idee von Aktion Tagwerk immer wieder auf großes Interesse stößt und zeigt, dass jungen Leuten das Schicksal von Kindern und Jugendlichen in Afrika keineswegs gleichgültig ist. Sie engagieren sich und wollen etwas verändern. Sie sehen dabei auch die Situation der vielen jungen Geflüchteten, die in Deutschland eine neue Heimat finden mussten. Das gibt Hoffnung, insbesondere in diesen unruhigen Zeiten. Für Hoffnung steht Aktion Tagwerk und deshalb für die Bildung von Kindern und Jugendlichen. In erster Linie in Afrika, aber auch weltweit machen wir uns für eine bessere Zukunft stark“.

Im Mittelpunkt der Kampagne 2017 stehen Mädchen und Frauen in Afrika.
Warum dieser Schwerpunkt gewählt wurde, erklärte Nora Weisbrod: „Noch immer ist qualifizierte Bildung keine Selbstverständlichkeit. Leider! Fast 130 Millionen Mädchen können keine Schule besuchen, sie brauchen besondere Aufmerksamkeit. Sonst verpassen junge Frauen die Chance, später für sich und ihre Familie sorgen zu können. Bis 2050 verdoppelt sich, nach heutigen Schätzungen, die Bevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent. Damit wächst derzeit die größte Jugendgeneration weltweit heran.“

Weisbrod dankte allen Tagwerkerinnen und Tagwerkern sowie den Lehrkräften, den Eltern und Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die sich an der Kampagne „Dein Tag für Afrika“ beteiligten für ihre Zeit, Kraft und Unterstützung.

Dr. Stefanie Hubig, rheinland-pfälzische Bildungsministerin, unterstützt die Kampagne „Dein Tag für Afrika“ von Aktion Tagwerk und sagte am Aktionstag in Mainz: „Die Aktion Tagwerk ermöglicht Kindern in Afrika einen Zugang zu Bildung. Es geht um konkrete Hilfe vor Ort, die Chancen für ein besseres Leben schafft. Dabei wirkt die Aktion Tagwerk gleich doppelt: Auf der einen Seite werden in Afrika Strukturen etabliert und Bildung ermöglicht, auf der anderen Seite verdeutlicht die Aktion Kindern in Deutschland, dass lernen und zur Schule gehen nicht überall auf der Welt selbstverständlich ist. Ich bedanke mich bei allen Schülerinnen und Schülern, die sich auch in diesem Jahr wieder mit unglaublichem Engagement dafür einsetzen, dass Kinder in Afrika von Bildungsprojekten profitieren können. Besonders freut mich, dass der Aktionstag von den Schulen, den Eltern und natürlich den Betrieben so aktiv unterstützt wird.“

Linda Metzger und Anna Stendtke, 12. Klasse des Rabanus-Maurus-Gymnasiums, engagierten sich schon mehrfach beim „Tag für Afrika“ und jobbten in diesem Jahr am Aktionstag bei einem Fahrradladen und im Tierheim in Mainz:
Anna Stendtke berichtete anschließend: „Ich finde den ‚Tag für Afrika‘ toll und bin gerne dabei, denn ich kann mich einbringen, gleichzeitig helfe ich anderen und mache dabei auch neue, eigene Erfahrungen. Im Tierheim habe ich heute verstanden, wie viel Arbeit die tägliche Pflege der Vierbeiner benötigt und es braucht viel Geduld und Zuversicht, um die Tiere wieder aufzupäppeln und ihnen hoffentlich ein gutes, neues Zuhause zu vermitteln. Mit meinem ‚Tagwerk‘ konnte ich in diesem Jahr daher gleich doppelt Gutes tun, das ist schön“.

Linda Metzger sammelte bei ihrem „Tagwerk“ in einem Fahrradladen praktische Erfahrungen: „Ich habe heute gelernt, welchen Nutzen eine Fahrradkodierung bringt und wie wichtig der Luftdruck für den Erhalt des Reifens ist. Der Job hat Spaß gemacht und die Passanten waren echt interessiert am ‚Tag für Afrika‘ und den Projekten. So konnten wir mit unserem ‚Tagwerk‘ auch viel Aufmerksamkeit für die Bildungsprojekte erreichen“, berichtet die Mainzerin.

Ein „Tagwerk auf dem Wasser“ – das hatte sich Benjamin Bürger, Schüler der 7. Klasse der CJD Christophorusschule Königswinter, für den Aktionstag gesucht und arbeitete an diesem Tag auf der Rheinfähre Königswinter. Die Fähre verkehrt im 8- Minuten-Takt zwischen Königswinter und Bonn-Mehlem, und der 12-jährige begleitete die Passagiere auf der Fähre bei der Überfahrt. „Das war toll, ich durfte die Gäste empfangen und auf der Fähre abkassieren, es hat sehr viel Spaß gemacht. Meinen Lohn spende ich nun für Kinder und Jugendliche, damit sie auch eine Schule besuchen können“.

Sein Interesse für Mode verband Jonas Neumann, 9. Klasse der Max-Delbrück-Schule in Berlin, mit seinem Engagement am „Tag für Afrika“, denn er jobbte an diesem Tag im „Modeatelier Franzius“ in Berlin Mitte und schnupperte in die Modewelt hinein. „Ich habe heute bei meinem ‚Tagwerk‘ viel gelernt, zum Beispiel wie Mode aus Berlin nach Japan kommt und wie ein neues Kleidungsstück entworfen wird. Ich konnte viel mitarbeiten und bin stolz, meinen Lohn nun weitergeben zu können“.

In Berlin liefen 400 Schülerinnen und Schüler der Herman-Ehlers-Oberschule in Berlin-Steglitz bei einem Spendenlauf „Go für Africa“ für bessere Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Afrika und Deutschland im Stadtpark Berlin-Steglitz.

Hintergrund: Das ist Aktion Tagwerk

2,7 Millionen Jugendliche haben sich seit 2003 engagiert
Aktion Tagwerk besteht seit 15 Jahren. In dieser Zeit haben sich rund 2,7 Millionen junge „Tagwerkerinnen und Tagwerker“ für Gleichaltrige in Afrika engagiert. Die Idee ist aktuell geblieben: Freiwillige Hilfe und persönlicher Einsatz von jungen Menschen in Deutschland für junge Menschen in Afrika und für junge Geflüchtete in Deutschland. Aus allen Schulformen und Klassenstufen von der 1. bis zur 13. Klasse kommen die jungen „Tagwerker“. Unternehmen und Betriebe unterstützen dieses Engagement, indem sie ihre Türen öffnen. Für tausende Schülerinnen und Schüler steht am Aktionstag ihr „Tagwerk“ auf dem Stundenplan, gemeint ist damit der freiwillige Einsatz für andere junge Menschen.

So haben sich viele Schülerinnen und Schüler für diesen Tag selbst einen „Tagwerk-Job“, gegen Entlohnung gesucht: Sie schnupperten in die Modewelt hinein, blickten hinter die Kulissen eines Modeateliers in Berlin und lernten die Arbeiten einer Designerin kennen, die „Tagwerker“ packten in einem Fahrradladen mit an und leisteten kleine Reparaturarbeiten; sie machten sich ein Bild von den vielfältigen Aufgaben der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin, besuchten eine wichtige Konferenz und unterstützten bei den Vorbereitungen des großen Heimatssommerfestes; eine Schülerin kletterte mit einem Schornsteinfeger auf die Dächer und erfuhr mehr über die Arbeit des sogenannten „Glücksbringers“; andere unterstützten das Team in einem Tierheim und kümmerten sich fürsorglich um die Pflege der Tiere. Aber auch gemeinsam im Klassen- und Schulverband wurde sich engagiert und Hilfsdienste im Freundes- und Familienkreis wurden geleistet, Solidaritätsmärsche „Go for Africa“ oder andere kreative Schulaktionen wurden organisiert – vom Kuchenverkauf, Konzerten oder Müllsammelaktionen waren wieder viele bunte Spendenaktionen dabei. Gemeinsames Ziel ist es, die Bildungssituation vieler Kinder und Jugendlicher in Afrika zu verbessern.

Initiator und Träger der jährlich stattfindenden Kampagne „Dein Tag für Afrika“ ist der Verein Aktion Tagwerk, der im November 2014 mit dem BAMBI in der Kategorie „Unsere Erde“ ausgezeichnet wurde. Sitz des Bundesbüros von Aktion Tagwerk ist Mainz, darüber hinaus gibt es ein Regionalbüro Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Bonn und ein Regionalbüro Berlin/Brandenburg mit Sitz in Berlin.

Fester Projektpartner von Aktion Tagwerk ist die Kinderhilfsorganisation Human Help Network e.V. (www.hhn.org), aus der Aktion Tagwerk hervorgegangen ist. Mit Human Help Network e.V. realisiert Aktion Tagwerk die meisten Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche in Afrika. Der Schwerpunkt der Projektarbeit liegt in Ruanda und Uganda, daneben zählen zwei langjährige Bildungsprojekte in Burundi und Südafrika zu der wichtigen gemeinsamen Arbeit.

Seit 2015 ist das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt (www.brot-fuer-die-welt.de) ein weiterer Partner von Aktion Tagwerk. Gemeinsam rufen sie zur Teilnahme an der Kampagne „Dein Tag für Afrika“ auf und unterstützen die von Aktion Tagwerk geleistete Bildungsarbeit in Deutschland. Mit dem Erlös wird ebenfalls ein Ausbildungszentrum in Ghana unterstützt.

Der Fokus der Kampagne 2017 „Gemeinsam gleiche Chancen schaffen“
Die Gleichstellung und Frauenförderung in afrikanischen Ländern spielt in den von Aktion Tagwerk geförderten Projekten eine große Rolle. Heute gehen zwar weltweit mehr Mädchen zur Schule als jemals zuvor. Dennoch sind weiterhin 130 Millionen Mädchen im Grundschul- und Sekundarstufenalter nicht in der Schule. (Quelle: UNESCO 2016, Policy Paper 27. http://news.brot-fuer-die-welt.de/r.html?uid=A.B.BlBg.F71.BYQQd.kYBbOZlXkDbNOgAkI8IRBg images/0024/002452/245238E.pdf)
Aktion Tagwerk hat es sich von Anfang an auch zum Ziel gemacht, sich für gleiche Chancen für Mädchen und Frauen in Afrika einzusetzen.

Aktion Tagwerk unterstützt beispielsweise ein Ausbildungsprojekt in Kamuli, einer ländlichen Region Ugandas. Frauen in dieser Region sind meist sozial und familiär benachteiligt und erhalten keine oder nur unzureichend Bildung. Durch eine qualifizierte Berufsausbildung und 80 Stipendienprogramme speziell für Mädchen hat es sich Aktion Tagwerk mit seinem Projektpartner, der Kinderhilfsorganisation Human Help Network e.V., zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern. Der Schwerpunkt liegt momentan auf dem Aufbau einer KFZ-Werkstatt, in der derzeit 100 junge Menschen ausgebildet werden, darunter auch 25 Frauen. Dies ist im Umkreis die einzige KFZ-Werkstatt, wodurch gleichzeitig neue Arbeitsplätze für Frauen und Männer geschaffen werden.

 


Die Sendungen und Beiträge in Radio, Fernsehen und Internet

ERF Schwerpunktthema „Sexualität: eine reizvolle Idee Gottes“

 

(Wetzlar/ERF) - „Sexualität: eine reizvolle Idee Gottes“. So lautet das Schwerpunktthema von ERF Medien (Wetzlar) in den Monaten Juli und August. Medienübergreifend packt der ERF das heiße Thema an und stellt die Fragen: Wie offen sollte über Sexualität gesprochen werden? Was ist angemessen in der Kirche oder Gemeinde vor Ort, was im Radio oder Fernsehen? Content Manager Joachim Bär schreibt, dass Sexualität  in einen geschützten Rahmen gehöre. „Sie ist aber ein zentraler Bereich menschlichen Lebens. Frau sein, Mann sein und sich begegnen – Sexualität gehört zu unserem Alltag. Es bleibt nichts übrig, als mit ihr umzugehen. Und darüber zu sprechen.“

 

Zudem berge Sexualität grauenvolle Möglichkeiten eines falschen Gebrauchs: Menschenhandel und damit verbundene Prostitution, Missbrauch und mehr. Hier müssten Christen aufstehen und das Wort ergreifen.

 

Aus diesem Grund greife ERF Medien das Thema Sexualität mit seinen schönen, aber auch dunklen Seiten auf und bringe dazu Sendungen und Beiträge in Radio, Fernsehen, Internet sowie im ERF Magazin ANTENNE.

 


Beiträge im ERF Magazin ANTENNE

 

Im ERF Magazin ANTENNE schreibt Redakteur Jörg Kuhn, der auch als Lebensberater tätig ist, dass Gott den Menschen als erstes nicht das Halten von Geboten verordnete, sondern die aufforderte, sexuell aktiv zu sein: „Gott schuf die Menschen nach seinem Bild, als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und gab ihnen den Auftrag: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde. Danach betrachtete Gott alles, was er geschaffen hatte. Und er sah, dass es sehr gut war“(1. Mose 1, 27, 28 und 31). Damit erhalte die menschliche Sexualität einen hohen Wert. „Sie ist ein großartiges Geschenk, mit dem Gott unser Miteinander bereichern und beglücken will“, so Kuhn.

 

Der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, Dr. Jörg Dechert, schreibt zum Thema: „Christen schätzen Sexualität, weil sie ganz ausdrücklich zum Menschen als Ebenbild Gottes gehört. Sie ist ein Geschenk Gottes.“ Dechert weist aber auch auf die Schattenseiten hin mit Sexsucht, sexuellem Mißbrauch und Frauenhandel.  „Es sind die Christen, die beim Thema Sexualität um Gottes gute Absichten, seine Gnade in aller menschlichen Zerbrochenheit und die Hoffnung auf Lebensveränderung und Wiederherstellung wissen. Ich glaube, diese Perspektive braucht unsere Gesellschaft, auch beim Thema Sexualität.“

 

 

 

Beiträge bei ERF Radio

 

Der Radiosender ERF Plus bietet einige aufschlussreiche Sendungen und Beiträge. Beispielsweise unter dem Titel „Frau sein: Weibliche Sexualität und Identität“. Die Gynäkologin Ute Buth räumt in dieser Radiosendung auf mit negativen Vorurteilen über die weibliche Sexualität. Zu hören ist sie im Rahmen der Reihe „Glaube + Denken“ am 5. Juli um 20 Uhr auf ERF Plus.

 

„Ist Sexualität ein zu heißes Eisen für christliche Gemeinden?“ fragt der der Pastor und Gründer der ICF Bewegung in Zürich, Leo Bigger, in der Reihe Calando am 10. Juli,16 Uhr auf ERF Plus.  Er sagt: „Sexualität ist eine Kraft, die Leben schafft.“

 

Unter dem Titel „Der verdrängte Skandal“ berichten Uwe Heimowski und Gerhard Schönborn in der Reihe Calando am 13. Juli um 16 Uhr auf ERF Plus von der Arbeit des Netzwerks „Gemeinsam gegen Menschenhandel“. Rund 500.000 Frauen werden nach Angaben der EU allein in Westeuropa jährlich zur Prostitution gezwungen.

 

 

 

In einer Livesendung mit dem Leiter des Verbandes „Weißes Kreuz“, Martin Leupold, geht es um die Frage, wie gelingende Beziehungen möglich sind. Dabei geht Leupold auf Hörerfragen ein. Sie können gestellt werden per E-Mail (studio@erfplus.de) oder per Telefon (06441 957-1414). Die Livesendung ist zu hören am 11. Juli um 16 Uhr auf ERF Plus.

 

 

 

Beiträge in Fernsehen und Internet

 

Die Sendereihe „Die Überlebenshelferin“ fragt nach den Nebenwirkungen des Pornokonsums. Zwar diensten erotische Bilder als Stresslöser und regulierten Emotionen wie Wut oder Frust. Das aber zu einen hohen Preis. Zu sehen ist der Beitrag in der Sendereihe „Gott sei Dank“ ab 14. Juli in der ERF Mediathek, auf Bibel TV am 16. Juli, um 21.45 Uhr.

 

„Hauptsache Sex“ ist der Titel einer Sendung der Reihe „Mensch, Gott!“. Darin berichtet Andreas Schutti von seiner Sexsucht, die seine Leben und seine Familie zerstörte – und wie er davon losgekommen ist. Ab 7. Juli in der ERF Mediathek, am 9. Juli um 22.15 Uhr auf Bibel TV.

 

 

 

Weitere Sendungshinweise zum Schwerpunktthema gibt es gedruckt im Magazin ERF ANTENNE, alle Beiträge im Überblick sind zu finden unter erf.de/sexualitaet. Die ERF ANTENNE erscheint sechs Mal jährlich als das christliche Magazin für Radio, Fernsehen, Internet und wird kostenlos verschickt. Kontakt: ERF Medien, 35573 Wetzlar, Telefon 06441 957-1414, E-Mail: info@erf.de

 


Die Innere Mission bringt bei kids to life den Ball ins Spiel

Erstes Fußballturnier der Münchner Jugendhilfe

 

(München/jp) - Die Sonne und die Gewinner des diesjährigen Fußballturniers der Inneren Mission München in Kooperation mit der Anton Schrobenhauser-Stiftung kids to life strahlten diesen Samstag, den 17. Juni 2017 um die Wette. Auf dem Stiftungsgelände fand das erster Turnier der Jugendhilfe in München überhaupt statt. Bei schönstem Sommerwetter hatten sich von 13.00 bis 20.00 Uhr auf dem Stiftungsgelände in der Sternstraße 10 in Unterhaching erstmalig Teams aus mehreren Münchner Jugendhilfeeinrichtungen eingefunden, um sich den »Kids-Club-Pokal« zu holen. 70 Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren kämpften in zehn Teams - und von Profi-Schiedsrichtern begleitet - auf dem kleinen Feld um den Turniersieg. Zugelassen waren nur Schul- und Jugendhilfeteams sowie Freizeitspieler. Gewonnen hat das Team der AWO Jugendhilfe, zweite wurden die Jugendlichen der Inneren Mission aus der Naumburgerstraße. Nach der Siegerehrung um 18:30 Uhr ging es dann zum gemeinsamen Grillen und Feiern: Jede teilnehmende Einrichtung steuerte einen Beitrag für das Buffet bei und mehrere Sponsoren unterstützten den Event mit Bar- oder Lebensmittelspenden. Darunter auch die Firma von Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München: Sie spendete 700 Nürnberger Bratwürstel, die sich die jungen Fußballer schmecken ließen.

 

Ausgerichtet wurde das internationale Turnier von der Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge der Inneren Mission in München-Moosach. Deren Leiterin Hanka Thiemeier, zog positive Bilanz: „Uns allen hat es großen Spaß gemacht, dieses Event zu organisieren, aber besonders gefreut hat uns, wie gut die Aktion bei den Kindern und Jugendlichen ankam. So eine sportliche Leistung im Team fördert einfach Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl und stärkt die soziale Kompetenz. Für alle, die mitgemacht haben, ein großer Gewinn!”. Und Barbara Hathaway, Stiftungsleiterin von kids to life ergänzt: “Die Stimmung innerhalb der Teams und miteinander war super, das Wetter hat mitgemacht, es gab keine Verletzungen… Wir würden uns freuen, wenn wir das im nächsten Jahr wiederholen könnten.“ 

 

Mehr zu kids to life: 

Die Anton Schrobenhauser-Stiftung kids to life engagiert sich seit ihrer Gründung 2003 national und international für benachteiligte Kinder.

 

Das 16.000m2 große Stiftungsgelände in Unterhaching wird von mehr als 30 sozialen Einrichtungen mit über 4.000 Kindern jährlich genutzt. Das weitläufige Areal verfügt über eine Kinderwerkstatt, einen Streichelzoo mit einer Vielzahl an Tieren, Sportplätze, einen Klettergarten und zwei Übernachtungshäuser. Im S-Bahn Bereich gelegen bietet kids to life damit für viele der Einrichtungen in und um München ein wertvolles therapeutisches Angebot. 

Neben den Münchner Waisenhäusern, die seit vielen Jahren zu den Gästen der Stiftung gehören, nehmen zunehmend auch Einrichtungen der Flüchtlingshilfe das Angebot wahr. International leistet kids to life humanitäre Hilfe vor Ort und betreut verschiedene Bildungsprojekte in Kriegs- und Krisengebieten. Dazu gehört u.a. die Lieferung von Überlebenspaketen: Jährlich werden über 4.000 Pakete an notleidende Kinder in Syrien verteilt. Mehrere Schulprojekte und die gezielte Untersützung von Waisenkindern sind weitere wichtige Anliegen der internationalen Hilfe von kids to life.

 

 

Informationen  

Detaillierte Informationen zu den Hilfsprojekten von kids to life erhalten Sie auf der Stiftungshomepage unter http://www.kids-to-life.de  zu oder auf der Facebook-Seite von kids to life unter https://www.facebook.com/KIDSTOLIFE

 


Wiesbaden feiert am Sonntag 500 Jahre Reformation

Darauf steht Hessens Landeshauptstadt

(Wiesbaden/ekhn) - Unter dem Motto „Darauf stehe ich“ feiert die evangelische Kirche in Wiesbaden am kommenden Sonntag (25. Juni) 500 Jahre Reformation. Dann kommen ab 14 Uhr zwischen Marktkirche und Landtag Menschen aus der gesamten Stadt zusammen: Christen und Nichtchristen, Evangelische und Katholische, Orthodoxe und viele mehr. Der Auftakt zum Fest ist um 14 Uhr ein Gottesdienst in der Marktkirche mit Dekan Martin Mencke. Im Anschluss wird rund um den Schlossplatz mit Theater und Thesenanschlag, Kunst und Kinderprogramm sowie Wein und Spundekäs ausgelassen gefeiert.

 

Selbst ist der Protestant: Thesen an die Kirchentür hämmern

 

Im Zentrum des Festes wird ein großer roter Sockel stehen. Er lädt die Besucherinnen und Besucher vor der Marktkirche ein, sich ganz im Sinne des Reformators Martin Luther darauf zu stellen und danach zu fragen: Worauf stehe ich? Was gibt mir Halt im Leben? Wofür stehe ich ein? Wer will, kann am späten Nachmittag ab 16.45 Uhr auch seine ganz persönliche These, wofür Kirche heute eintreten und stehen soll, an die Tür der Marktkirche hämmern.

  

Weltpremiere: Kunstprojekt „Luther95“ als Puzzle-Gemälde

 

Weltpremiere feiert in Wiesbaden das interaktive Kunstprojekt „Luther95“. Der Rheingauer Künstler Michael Apitz hat ein riesiges Luther-Gemälde gefertigt, das voller Zahlensymbolik steckt. Das Bild – vier Meter hoch und mehr als dreieinhalb Meter breit – zeigt den Reformator auf einem Bild, das genau 1517 Zentimetern Umfang hat. Die Zahl ist nicht zufällig gewählt, denn im Jahr 1517 soll Luther der Überlieferung nach seine 95 Thesen an der Wittenberger Schlosskirche angebracht haben, was später die Reformation auslöste. Deswegen und auch wegen seiner monumentalen Größe besteht das Bild aus 95 Holztafeln. Zum ersten Mal komplett zu sehen ist es im Rahmen des Reformationsfestes. Gegen 16.30 Uhr wird das Riesen-Gemälde in der Marktkirche von Besuchern zusammengesetzt.

  

Mittelalter-Theater: Kirchentreppe wird zur Bühne

 

Auf den Treppen der Marktkirche wird am Nachmittag um 15.45 Uhr die Uraufführung des Stückes „Darauf stehe ich“ zu erleben sein. Die Frankfurter Theatergruppe „Die Dramatische Bühne“ hat im Auftrag des Evangelischen Dekanats ein Stück zur Reformation geschrieben, dass mit zehn Schauspielern open air aufgeführt wird. Das moderne Stück soll an ein mittelalterliches Mysterienspiel erinnern, wie es zur Zeit Luthers üblich war.

  

Familien- und Kinderprogramm: Barfußpfad bis Druckerpresse

 

Die Evangelische Familienbildungsstätte baut am Rande des Schlossplatzes einen Barfußpfad auf und lädt die Besucher ein, zu erfühlen, worauf sie stehen und gehen. Ebenso wird der Kinderzirkus Bierstadt sein Zelt im Schatten des Landtags aufschlagen: Wer will, kann sich im Jonglieren, Balancieren oder Einradfahren üben. An einer Druckerpresse kann gedruckt werden wie zu Gutenbergs Zeiten, außerdem werden frische Lutherwaffeln gebacken.

  

Der Eintritt ist frei. Bei schlechtem Wetter findet das Fest in der Marktkirche statt.

 

Veranstalter ist das Evangelische Dekanat Wiesbaden. 

 

 

Genauer Programmablauf

  

14 Uhr: Feierlicher Gottesdienst in der Marktkirche 

  

15 Uhr: Festbeginn auf dem Schlossplatz

 

Musik zur Reformation mit Andreas Karthäuser am Keyboard und Wolf Dobberthin am Saxophon

 

Aktionen rund um den Sockel

 

Kaffee, Kuchen, Wein, Brezeln und Spundekäs

 

Worauf gehe ich? - Barfußpfad der Familienbildungsstätte

 

Kinderzirkus

 

Lutherwaffeln

 

Drucken wie zu Gutenbergs Zeiten

 

15.45 Uhr: „Darauf stehe ich“ – Theaterstück

 

Frankfurter Theatergruppe „Die Dramatischen Bühne“ - auf den Treppen der Marktkirche

  

16.45 Uhr: Thesenanschlag 2017

 

„Luther95“: Vier Meter hohes Luther-Gemälde aus 95 Einzelteilen von dem Rheingauer Künstler Michael Apitz wird in der Marktkirche live zusammengesetzt

 

 18 Uhr: Festabschluss

 

 

 


Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. verabschiedet Corporate Governance Kodex

 

(Schwerin/ch) - Die Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. vervollständigte den neunköpfigen Aufsichtsrat und wählte die stellvertretende Geschäftsführerin des Kreisdiakonischen Werkes Greifswald e. V. und Geschäftsführerin der Kreisdiakonischen Kita gGmbH, Britta Heinrich in den Aufsichtsrat des Landesverbandes. Weitere Mitlieder sind Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit, Geschäftsführer Christoph de Boor, Propst Andreas Haerter, die Geschäftsführer Hans Hopkes und Christoph Kupke, Propst Dr. Karl-Matthias Siegert, Stiftspropst Jürgen Stobbe sowie Vorsteher Pastor Martin Wilhelm. Im Rahmen eines Gottesdienstes in der Schweriner Schelfkirche wurde der Aufsichtsrat von Bischof Dr. Andreas von Maltzahn in sein Amt eingeführt.

 


Darüber hinaus beschloss die Mitgliederversammlung die Übernahme des Diakonie Corporate Governance Kodexes. In ihm sind die wesentlichen Grundlagen zur Stärkung der diakonischen Einrichtungskultur enthalten. Der überarbeitete Kodex wurde bundesweit 2016 von der Konferenz Diakonie und Entwicklung in Dresden verabschiedet und muss von den einzelnen Landes- und Fachverbänden bestätigt werden.

Der Diakonie Corporate Governance Kodex ist das diakonische Referenzwerk für Standards und Empfehlungen guter und verantwortungsvoller Einrichtungsführung. Seine Anwendung empfiehlt sich für alle diakonischen Träger, die Landes- und Fachverbände sowie den Bundesverband selbst. In ihm verbindet sich die Stärkung des Profils diakonischer Einrichtungen und Dienste mit dem Gedanken der Transparenz und der Förderung von Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Zu diesem Zweck verpflichtet er insbesondere Vorstände und Aufsichtsgremien zur Beachtung betriebswirtschaftlicher Grundsätze und rechtlicher Bestimmungen; er enthält aber auch im Rahmen einer sogenannten good practice zahlreiche Empfehlungen zu aufbau- und ablauforganisatorischen Aspekten der Einrichtungsführung.

"Ich freue mich sehr, dass die Mitglieder des Diakonischen Werkes die Anwendung dieses Diakonie Corporate Governance Kodexes im Landesverband beschlossen haben. Seine konsequente Beachtung wird in der Diakonie Mecklenburg-Vorpommerns den Prozess einer gemeinsam verantworteten und trägerübergreifend abgestimmten Kultur in unseren Einrichtungen und Diensten vertiefen und beschleunigen. Wer Menschen in den vielfältigsten Lebenssituationen nahe sein will, der kann dies nur durch Transparenz, Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit tun. Dafür steht die Diakonie ein", sagt Diakoniepastor Martin Scriba.

In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten rund 14.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 1.148 Diensten und Einrichtungen. Sie unterstützen, beraten, pflegen oder helfen den Menschen im ganzen Bundesland. Weitere Informationen: www.diakonie-mv.de

 


Das Wort geht an Bord – Nordkirchenschiff startet in Stralsund

Auf der Steinernen Fischbrücke im Stralsunder Hafen begleitet am Donnerstag, 29. Juni, ein KirchenKreisFest den Start des Dreimaster-Seglers, der zu einer Reise zu den 13 Kirchenkreisen der Nordkirche aufbricht.

  

(Stralsund/sk) - „Es wird wie ein kleiner Kirchentag!“ Mit diesen Worten beschreibt Pröpstin Helga Ruch das KirchenKreisFest des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises, das am 29. Juni von 14 bis 21 Uhr im Stralsunder Hafen auf der Steinernen Fischbrücke stattfindet. Eingeladen sind alle Stralsunder und ihre Gäste, die Menschen der Region, Familien, Urlauber und Einheimische. Der Eintritt ist frei. Das Fest ist einer der Höhepunkte im Reformations-Jubiläumsjahr in Stralsund. Im Mittelpunkt steht der Start des Nordkirchenschiffs. Stralsund ist die erste Station auf der Reise dieses Schiffs zu allen 13 Kirchenkreisen der Nordkirche. Anlass für die spektakuläre Fahrt des Dreimaster-Seglers und für das KirchenKreisFest ist das Jubiläum „500 Jahre Reformation“. Unterstützt wird die Feier in Stralsund durch viele ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende des Kirchenkreises und durch das Kreisdiakonische Werk Stralsund. Rund um die Bühne, auf der während der gesamten Veranstaltungszeit ein vielfältiges Programm stattfindet, wird es auf der Steinernen Fischbrücke zahlreiche Stände und ein abwechslungsreiches Markttreiben mit vielen Mitmachangeboten für alle Altersgruppen geben. Neben einem Gottesdienst sind Live-Konzerte und eine Aufführung des Musicals „Bugenhagen“ zu erleben.

  

Steinerne Fischbrücke wird zum Festplatz

  

Die Festbesuchenden können sich auf Spannendes und Wissenswertes rund um das Thema Reformation und den Kirchenkreis freuen. Dazu gibt es gutes Essen sowie Spiel und Spaß für die ganze Familie. Die Steinerne Fischbrücke im Stralsunder Hafen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ozeaneum vor der Kulisse der Weltkulturerbe- und Hansestadt Stralsund wird für einen Nachmittag zu einem Festplatz des Miteinanders. Um 15 Uhr wird die rund 60 Meter lange Dreimastbark im Stralsunder Hafen erwartet und offiziell begrüßt. Im Anschluss singt der Chor des Kindergartens „Im Heuweg“. Ab 16 Uhr erleben die Festgäste ein Live-Konzert der Leuchtfeuerband. Mit dem Gottesdienst um 17 Uhr wird das Wort symbolisch an Bord und später am Abend mit auf Reisen gehen, begleitet vom dem Bibelwort und der Verheißung: „Das Wort wird nicht leer zurückkommen.“ Nach einer Talkrunde um 18 Uhr präsentiert die Musical-Gruppe „De Pommerschen Engelspierken“ um 19 Uhr das Musical „Bugenhagen“. Der Gospelchor „N’Choir for Heaven“ steigert ab 20.30 Uhr ein weiteres Mal die Feststimmung. Nach dem Abendsegen, gesprochen von Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit, endet mit dem Auslaufen des Nordkirchenschiffs um 21 Uhr das KirchenKreisFest. Begleitet wird es bei seiner Ausfahrt von Posaunenbläsern. Die große Reise des Seglers steht dann aber erst an ihrem Anfang. Die nächste Station ist der Alte Hafen in Wismar am 1. und 2. Juli im Nachbarkirchenkreis Mecklenburg.

 


Konstruktive Kritik und Ermutigung bei der Resonanzveranstaltung in Saarbrücken

Sich vom Geist Gottes heraus rufen lassen

  Martina Paulus, Synodale und Krankenhausseelsorgerin machte den Gläubigen in Saarbrücken und dem Saarland Mut, die Chancen, die die neuen Räume bieten, zu ergreifen.Foto: bt
Martina Paulus, Synodale und Krankenhausseelsorgerin machte den Gläubigen in Saarbrücken und dem Saarland Mut, die Chancen, die die neuen Räume bieten, zu ergreifen.Foto: bt

(Saarbrücken/bt) – „Wer sich auf den Geist Gottes einlässt, kann Dinge tun, die er vorher selbst nicht gedacht hätte!“ Mit diesen einfachen Worten hat Regina Schröder die mehr als 200 Gläubigen, die am Freitag, dem 16. Juni, zur vorletzten Resonanzveranstaltung zur Raumgliederung des Bistums Trier in die Kirche der Jugend eli.ja nach Saarbrücken gekommen waren, tief berührt. Frau Schröder engagiert sich ehrenamtlich im Projekt „Frauen(t)raum“, der Frauenkirche im Dekanat Völklingen. Zusammen mit Gemeindereferentin Heidelinde Bauer stellte sie das Projekt vor. Die Resonanzveranstaltungen sind Informations- und Diskussionsforum über die Umsetzung der Synode, und vor allem über den Entwurf zur Neustrukturierung des Bistums in 35 „Pfarreien der Zukunft“. Im Rahmen dieser Veranstaltungen werden jeweils zwei Projekte aus den Regionen exemplarisch vorgestellt, die zeigen sollen, wie die Umsetzung der Synode jetzt schon gelebt wird.

 

Das Projekt „Frauen(t)raum“ in der Pfarreiengemeinschaft Riegelsberg-Köllerbach ist eines dieser beispielhaften Projekte, die neue Wege gehen. „Die Hauptamtlichen sind Wegbegleiter, sie sind mit uns unterwegs“, erzählte Regina Schröder. „Sie achten darauf, dass möglichst viele Talente und Begabungen der Frauen mit einfließen. Entscheidungen werden immer gemeinsam gefällt.“ Damit setzt das Projekt Frauenkirche zwei der sogenannten Perspektivwechsel, die das Abschlussdokument der Synode nennt, jetzt schon in die Praxis um: „Vom Einzelnen her denken“ und „Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen“. Der dritte Perspektivwechsel „Weite pastorale Räume einrichten und netzwerkartige Kooperationsformen verankern“ ist nun der erste, der im Bistum umgesetzt werden soll. Aus den von der Synode vorgeschlagenen 60 Pfarreien der Zukunft sind nach dem ersten Entwurf, den das Bistum Ende März vorgelegt hat, 35 geworden – die heftig umstritten sind. Dieser Kritik stellten sich am Freitagabend Bischof Dr. Stephan Ackermann, Weihbischof Robert Brahm, Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, der Direktor des Strategiebereichs Ziele und Entwicklung im bischöflichen Generalvikariat, Dr. Gundo Lames sowie Dechant Clemens Grünebach, Leiter der Teilprozessgruppe Raumgliederung.

 

Die erste Rückmeldung aus den Reihen der Gläubigen an die Bistumsleitung betraf die Reihenfolge der Umsetzung der Synode. Margret Spaniol aus der Pfarrei Maria Königin in Saarbrücken fasste ihr Unbehagen in Worte: „Ich bin enttäuscht von der Synode, weil jetzt wieder nur die Strukturen im Vordergrund stehen und der Glaube nicht vorkommt.“ Bischof Ackermann gestand in seinem Grußwort, dass er die Umsetzung der Synode auch lieber mit Inhalten begonnen hätte, die Räte ihn aber davon überzeugt hätten, zunächst mit dem Rahmen, sprich der Struktur zu beginnen. Dechant Grünebach erklärte: „Die Synode hat sich zwei Jahre lang mit Inhalten beschäftigt. Was jetzt als erstes das Licht der Welt erblickt, ist die Struktur, aber auch dahinter steckt ein inhaltlicher Prozess.“

 

Zu dieser neuen Struktur wurde in Saarbrücken aber vor allem konstruktive Kritik geäußert, wie zum Beispiel von Dr. Harald Cronauer, Pfarreienratsvorsitzender in Quierschied: „Als Quierschieder kann ich nicht verstehen, dass wir zur Pfarrei der Zukunft Neunkirchen zugehören sollen. Wir sind Teil des Stadtverbands Saarbrücken. Es wäre fatal, wenn diese Entwicklung stattfinden würde. Mein Plädoyer: Quierschied zu Saarbrücken!“ Auch Tina Wagner, Pastoralreferentin im Dekanat Saarbrücken kritisierte die Zuordnung bestimmter Gebiete. Ihr ging es vor allem um das Sulzbach-Fischbach-Tal: „Ich habe keine Angst vor großen Räumen und kenne die Chancen, die darin stecken“, sagte sie. „Aber beim Blick auf den Entwurf war ich entsetzt. Wir haben gerade erst einen Fusionsprozess zwischen den Dekanaten Sulzbach und Saarbrücken hinter uns, der sehr schmerzhaft war. Jetzt heißt es: Ihr müsst nach Neunkirchen.“ Diese Rückmeldungen wird Christian Grünebach mit zurück nach Trier nehmen. „Wir hoffen von Ihnen Bestärkung oder gute Argumente zur Veränderung des bisherigen Entwurfs“, hatte er zu Beginn der Veranstaltung gesagt. Die bisher gezeichnete Landkarte wird bis Herbst noch einmal überarbeitet werden und die Kritik, die auf den Resonanzveranstaltungen geäußert wurde, wird dort mit einfließen.

 

Es gab an diesem Abend aber nicht nur konstruktive Rückmeldungen: gerade vor den Herausforderungen der neuen Strukturen haben viele der Gläubigen Angst. Auch das wurde am Freitagabend in Saarbrücken wieder deutlich. Sarah Henschke, Gemeindereferentin in Nonnweiler fasste diese Sorgen sehr eindrucksvoll in Worte: „Ich erlebe seit Wochen und Monaten die Angst der Leute, die sagen: ‚Jetzt müssen wir schon wieder von vorne anfangen‘. Die Strukturreform 2020 hängt immer noch nach. Niemand glaubt wirklich daran, dass es schon irgendwie gehen wird.“ Eine sehr eindrucksvolle Reaktion darauf bekam sie aus den Reihen der Gläubigen selbst. Martina Paulus, Synodale und Pastoralreferentin in der Marienhausklinik St. Josef, Kohlhof, stellte sich an das Mikrofon und drehte es kurzerhand zum Publikum um. „Angst um Arbeitsstellen wie die Pfarrsekretärinnen – diese Angst kann ich verstehen, die ist gerechtfertigt“, sagte sie an die Menschen in der Kirche gewandt. „Aber in diesen neuen Räumen gibt es so viele Chancen. Gucken Sie lieber auf die Inhalte der Synode. Ich will Ihnen das Abschlussdokument der Synode ans Herz legen. Denn es geht in diesem Dokument eben vor allem um den Inhalt: es geht um eine diakonische Kirchenentwicklung, es geht darum, vieles noch einmal anders anzugehen, es geht darum, den Einzelnen im Blick haben. Diese Synode wurde wirklich vom Geist Gottes geprägt.“ Pfarrer Gabriel aus Neunkirchen tat es ihr gleich, auch er wandte sich den Gläubigen zu und ergänzte: „Wer nur zu Hause bleibt, lernt außer seinem Wohnzimmer nichts kennen!“

 


Prediger- und Studienseminar der Nordkirche in Ratzeburg:

Erste Kirchenleitung beruft Dr. Kay-Ulrich Bronk in das Amt des Direktors

 

(Schwerin/Ratzeburg/std) - Neue Leitung der Ausbildungsstätte für künftige Pastorinnen und Pastoren: Die Erste Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkiche) hat Dr. Kay-Ulrich Bronk, Propst im Kirchenkreis Nordfriesland, in das Amt des Direktors des Prediger- und Studienseminars der Nordkirche in Ratzeburg berufen. Damit wird der 60-jährige Theologe am 1. September 2017 die Nachfolge des derzeitigen Direktors Paul Philipps antreten, der dann auf Berufung der Kirchenleitung in das Amt des Landespastors des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern wechselt.

 

Kay-Ulrich Bronk wurde in Hamburg geboren und war nach dem Studium der Theologie zunächst Theologischer Gemeindeassistent in Hamburg Mümmelmannsberg und Vikar in Hattstedt/Nordfriesland. Es folgten ein Gemeindepfarramt in Hamburg-Langenhorn und nach einem Stipendiat der Universität Hamburg ein Gemeindepfarramt in Niebüll/Nordfriesland, wo er auch als Vikarsanleiter und Prüfer für das Zweite Theologische Examen tätig war. 1999 wurde Kay-Ulrich Bronk auf Grund seiner Dissertation „Der Flug der Taube. Die Wittenberger Gebete um Erneuerung im Herbst 1989“ zum Doktor der Theologie promoviert. Von 2001 bis 2002 hatte er das Amt des Stellvertretenden Propstes im damaligen Kirchenkreis Südtondern inne.

 

Von 2002 bis 2008 war Bronk Theologischer Leiter und Geschäftsführer des Christian Jensen Kollegs in Breklum und absolvierte in dieser Zeit eine Ausbildung zum Mediator. Seit 2008 ist er Propst im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Nordfriesland (Propstei Nord). Kay-Ulrich Bronk ist Mitglied der Theologischen Kammer der Nordkirche und des Fachbeirates für Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit in der Nordkirche. Neben seiner Dissertation veröffentlichte Kay-Ulrich Bronk verschiedene Aufsätze und Predigten sowie eine Kurzgeschichte und ein Hörspiel. In Vortragsreihen thematisierte er Luthers Theologie, die Geschichte der Reformation sowie die Verarbeitung theologischer Stoffe in Filmen.

 

Landesbischof Gerhard Ulrich, Vorsitzender der Ersten Kirchenleitung freut sich auf die Zusammenarbeit: „Kay-Ulrich Bronk ist ein profilierter Theologe und erfahrener Pastor, der in verschiedenen Leitungsfunktionen und in der Ausbildung Verantwortung getragen und sich darin bewährt hat. Von der Metropole bis zum ländlichen Bereich sind ihm die vielfältigen Rahmenbedingungen, auf die junge Theologinnen und Theologen für den Pfarrdienst in der Nordkirche vorbereitet werden, vertraut. Ich bin überzeugt, dass er die kirchliche Ausbildung unseres theologischen Nachwuchses am Standort Ratzeburg weiter profilieren und ihr wichtige Impulse geben wird.“ Kay-Ulrich Bronk: „Die Aussicht, mit jungen Theologinnen und Theologen konzeptionell zu arbeiten, Erfahrungen weiterzugeben und neue Erfahrungen zu machen, motiviert mich. Der Abschied von Nordfriesland fällt mir schwer, aber ich freue mich auf die neue Aufgabe.“

 

 

 

Hintergrund:

 

Das Prediger- und Studienseminar in Ratzeburg ist die Ausbildungsstätte für künftige Pastorinnen und Pastoren der Nordkirche, die sich nach dem Abschluss des Theologiestudiums als Vikarinnen und Vikare in der kirchengemeindlichen Praxis und am Prediger- und Studienseminar auf den Dienst im Pfarramt vorbereiten. Aktuell hat die Nordkirche ihre Kapazitäten für den Kirchlichen Vorbereitungsdienst (Vikariat) erhöht, so dass derzeit bis zu 40 Vikarinnen und Vikare pro Jahr die Ausbildung abschließen können.

 


Evangelisches Programm auf dem 57. Hessentag mit Festgottesdienst beendet

Hessentag: Fast 100.000 besuchen ZeitKirche mit dem lebendigen Fenster in Rüsselsheim

                                                                                                                                                

 

 

(Rüsselsheim / Darmstadt / Kassel / Frankfurt/ekhn) - Mit einem Festgottesdienst ist der Auftritt der evangelischen Kirche beim diesjährigen Hessentag am Sonntag (18. Juni) zu Ende gegangen. Zehn Tage lang präsentierten sich Kirche und Diakonie mit über 30 Veranstaltungen in Rüsselsheim in der zur ZeitKirche umgestalteten Stadtkirche direkt an der Hessentagsstraße sowie auf Aktionsflächen vor dem benachbarten evangelischen Dekanat mit Konzerten, Lesungen und geistlichen Angeboten. Vor allem die abgedunkelte ZeitKirche entwickelte sich mit Europas einzigem lebendigen Kirchenfenster zu einem besonderen Ort des Nachdenkens mitten im Hessentagstrubel. Fast 100.000 Gäste sahen und besuchten die Präsentationen rund um die ZeitKirche, die zu einem wesentlichen Bestandteil des Hessentags wurde. Die Installation im Inneren der Kirche, die die Besucherinnen und Besucher mit großformatigen Licht- und Fotoprojektionen auf eine Reise durch die Menschheitsgeschichte und zu sich selbst einlud, wurde als sehr inspirierend gewürdigt.

 

 

 

Von Postkarte bis Hilfsaktion

 

Über 2.000 Besucherinnen und Besucher nutzten zudem die „Schreibstube“ in der Kirche. Hier konnten sie an sich selbst Postkarten verfassen, die ihnen aber erst in der Weihnachtszeit 2017 zugesandt werden. Das sollte für das Phänomen Zeit sensibel machen. Für Aufmerksamkeit sorgte auch die Hilfsaktion „Gitarren statt Gewehre“ für ehemalige Kindersoldaten in Afrika. Dabei wurde eine von namhaften Popstars wie Herbert Grönemeyer oder Peter Maffay signierte Elektrogitarre verlost. Genau 5.555 Euro kommen so ehemaligen Kindersoldaten zugute. In der ZeitKirche gastierten auch bekannte Künstler, darunter die Band Fools Garden oder der Soulsänger Stefan Gwildis. Bei einer Talkrunde mit dem Fernsehmoderator Michel Friedmann sowie den Journalistinnen Canan Topcu und Antje Schrupp ging es um Hass und Gewalt in Deutschland.

 

 

 

Zeit ist mehr als Termindruck

 

Beim Abschlussgottesdienst am Sonntag wies die Stellvertretende hessen-nassauische Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf auf die wichtige Rolle von Unterbrechungen im Alltag hin. Scherf: „Unterbrechung ist die kürzeste Definition von Religion.“ Die ZeitKirche habe mit ihren Angeboten zunächst dazu beigetragen, die besondere Bedeutung der Zeit persönlich begreifbar zu machen. Dabei sei „Zeit ist nicht Geld, sie muss nicht gewinnbringend genutzt werden. Sie darf empfangen und genossen werden.“ Zeit sei vor allem von Gott geschenkte Zeit, erklärte sie in der Feier, an der auch der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Horst Rühl und der kurhessische Propst Helmut Wöllenstein teilnahmen. Zeit bietet nach Scherf Raum für alles, was wichtig ist. Dazu gehöre beispielsweise Freude ebenso wie Trauer. Es sei gut, dass die ZeitKirche mit ihren Aktionen daran erinnert habe „dass meine Zeit nicht nur Termine sind, nicht nur Hektik, nicht nur Pflichterfüllung und Leistung – sondern so viel mehr“. So könne sogar scheinbar nicht genutzte Zeit sinnvoll sein. Aus christlicher Perspektive könne die Einsicht befreiend wirken, dass wir „nicht Rädchen im Getriebe, sondern freie Menschen sind, von Gott gewollt und geliebt.“

 

 

 

Herausforderung Hessentag

 

Für die Veranstalter war es eine Herausforderung, in einer multikulturellen Stadt und in dem weltlichen Umfeld eines Hessenfestes ein eigenes evangelisches Programm  zu präsentieren. Mithilfe von über 100 Ehrenamtlichen sei es aber gelungen, Menschen mit einer zeitgemäßen Präsentation in Form einer Videoprojektion in einer traditionellen Kirche zu überraschen, erklärte Wolfgang H. Weinrich, Leiter der Kommunikationsprojekte in der hessen-nassauischen Kirche. Er erhofft sich, dass Kirche und Diakonie damit einen Anstoß zum Nachdenken gegeben haben. Dass dies gelungen sei, hätten die mehr als 6000 Menschen gezeigt, die an sich selbst eine Postkarte in der Schreibstube adressiert hätten. Für Weinrich war es der letzte Hessentag als Projektleiter für den evangelischen Auftritt. Der Pfarrer geht Ende des Jahres in den Ruhestand.

 

 

 

Hintergrund

 

Seit 1998 evangelisches Engagement beim Hessentag

 

Verantwortlich für das evangelische Programm zum Hessentag waren die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Diakonie Hessen. Die evangelische Kirche bringt ihre Verbundenheit zu den Menschen, dem Bundesland und der Region seit 1998 mit einem eigenen Programm auf den Hessentagen zum Ausdruck. Erstmals wurden beim Fest der Hessen in Erbach kulturelle, geistliche und gesellschaftspolitische Akzente gesetzt. Im Mittelpunkt der traditionellen und modernen Ausdrucksformen bei den öffentlichen Auftritten steht dabei der Auftrag der evangelischen Kirche, Menschen im Leben zu begleiten, ihnen Sinn zu vermitteln, Orientierung zu geben und freundlich für die gute Botschaft Gottes zu werben.

 

 

 

Mehr Informationen im Internet

 

www.zeitkirche.de

 


Ordination im St. Petri-Dom zu Schleswig:

Bischof Magaard: „Mit dem Evangelium Menschen aufrichten und Kraft geben“

 

 

(Schleswig/emw) -  In einem Festgottesdienst im St. Petri-Dom zu Schleswig hat heute (18. Juni) Bischof Gothart Magaard, Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), zwölf Frauen und Männer für den Dienst der Pastorin und des Pastors ordiniert. „Sie stehen mit Ihrer Ordination in der Tradition der Jüngerinnen und Jünger Jesu, die sich auf den Weg machen, um Gottes Sache, sein Evangelium in die Welt zu tragen“, sagte der Bischof in seiner Predigt. „Sie sind dazu bereit, sich auf die Geschichten der Menschen einzulassen, auf ihre Sorgen und Nöte, aber auch auf das, was ihr Leben hell macht. Ihre Gemeinden freuen sich auf Sie und Ihre Kirche freut sich auf Sie und auf das, was Sie einbringen werden.“

 

 

 

Weiter sagte Bischof Magaard: „Viel wird Sie derzeit bewegen, und so möchte ich Sie alle angesichts dieser Zeit des dienstlichen und privaten Umbruchs ermutigen, sich zu vergegenwärtigen: Sie gehen diesen Weg ins Pfarramt und im Pfarramt immer auch mit anderen gemeinsam. Sie werden nicht allein sein, sondern in einer Gemeinschaft Ihren besonderen Dienst tun“.  Einander zu stärken und zu unterstützen werde weiterhin notwendig sein. Angesichts der Vielfalt der Aufgaben sei es aber auch wichtig zu überlegen, „wie Ihnen noch Spielräume zur Verfügung stehen für die Bereiche, für die Ihr Herz besonders brennt“. Und weiter sagte er: „Wir haben allen Grund, mit Freude, Mut und Begeisterung auf die Menschen zuzugehen, weil das Evangelium von Jesus Christus noch heute weltbewegend ist. Weil es Menschen aufrichtet, ihnen Kraft gibt. Und weil in seinem Lichte die Welt nicht so bleiben muss, wie sie ist.“

 

 

 

Gemeinsam mit Bischof Magaard feierten den Gottesdienst Pastor Hubertus Hotze, stellvertretender Direktor des Prediger- und Studienseminars Ratzeburg, Oberkirchenrätin Karen Reimer, Dezernat Dienst der Pastorinnen und Pastoren im Landeskirchenamt, sowie Pastorin Christiana Lasch-Pittkowski (Kirchengemeinde Schleswig). Aus der englischen Partnerdiözese Ely wirkte außerdem Reverend Eleanor Whalley mit.

 

 

 

Ordiniert wurden Frederik Beecken (Kirchengemeinde Henstedt-Rhen, Kirchenkreis Altholstein), Dr. Christiane Böhm (Vicelin-Kirchengemeinde Neumünster, Kirchenkreis Altholstein), Marcus Book (Kirchengemeinde Jübek-Idstedt, Kirchenkreis Schleswig-Flensburg), Knud Henrik Boysen (St. Marien-Kirchengemeinde Heiligenstedt, Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf), Karin Johannigmann (Emmaus-Kirchengemeinde Elmshorn, Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf), Anne Karakulin (Kirchengemeinde Eddelak, Kirchenkreis Dithmarschen), Bente Küster (Kirchengemeinde Bad Schwartau, Kirchenkreis Ostholstein), Simon Philip Laufer (Kirchengemeinde Büsum, Kirchenkreis Dithmarschen), Janina Lubeck (Kirchengemeinde Plön, Kirchenkreis Plön-Segeberg), Franziska May (Friedens-Kirchengemeinde Elmshorn, Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf), Susanne Platzhoff (Kirchengemeinde Burg auf Fehmarn, Kirchenkreis Ostholstein) und Katharina Schunck (Kirchengemeinde St. Jürgen Rendsburg, Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde).

 

 

 


ZdK-Fachtagung diskutiert Wege der stärkeren Mitverantwortung der katholischen Laien

Für eine verantwortungsvolle, nachvollziehbare und transparente Finanzgestaltung in der Kirche

 

 

(Bonn/zdk) - "Teilnehmer aus 20 Diözesen sind hier, da kann man schon von Repräsentativität für die Katholiken in Deutschland sprechen", freute sich Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), angesichts des bis auf den letzten Platz besetzten Sitzungssaales im Katholisch-Sozialen Institut (KSI). Über 70 Haupt-und Ehrenamtliche aus der kirchlichen Finanzwelt – von der Pfarrgemeinde – bis zur Bistumsebene und darüber hinaus – trafen sich auf Einladung des ZdK und der "Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen" vom 16. bis 17. Juni 2017 auf dem Siegburger Michaelsberg zur Fachtagung "Kirchliche Finanzen – Ein Ort der Mit-Verantwortung für Laien".

 

"Die Art ihrer Finanzgestaltung ist fundamental für die Arbeit und für den Auftrag, aber genauso für das Ansehen der katholischen Kirche in Deutschland. Eine verantwortungs­volle, nachvollziehbare und transparente Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel muss für uns, genauso wie es von jeder Großorganisation erwartet wird, zwingend sein," unterstrich Sternberg und verwies hierbei auf die Einbindung demokratisch legitimierter Laien. "Partizipation darf sich nicht auf Beratungsaufgaben der Pastoral beschränken, sondern ist auch für den Bereich der kirchlichen Finanzen zwingend notwendig."

 

 Dr. Matthias Pulte, Professor für Kirchenrecht, Staatskirchenrecht und Kirchliche Rechtsgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, unterstützte Sternbergs Appell in seinem Vortrag: "Die Kirchen müssen sich heute mehr denn je jenen gegenüber, die sie weitgehend finanzieren, für ihren Umgang mit dem anvertrauten Gut verantworten. Hier besteht noch ein breiter Handlungsspielraum für die Kirche, um manches verlorengegangene Vertrauen zurückzugewinnen."

 

Dem Fachbeitrag schloss sich eine Diskussionsrunde mit Praktikern aus Kirchensteuerräten und dem Generalvikar des Erzbistums München und Freising, Prof. Dr. Peter Beer, über die Grenzen und Perspektiven der Mit-Verantwortung von Männern und Frauen als gewählte Laien an. Am Samstag brachte die Stadtkämmerin der Bundesstadt Bonn, Margarete Heidler, eine  Außenperspektive ein. Andrea Bleher, Mitglied im Haushaltsauschuss der Synode der EKD, erweiterte den Blick mit Erfahrungen aus den synodalen Strukturen der Evangelischen Kirche.

Thomas Sternberg: "Unser Tagungsziel war es, einen Austausch über die diözesanen Grenzen hinweg und vor allem zwischen den verantwortlichen Laienvertretern in den diözesanen Gremien anzuregen. Ich freue mich, dass das mit allen hier anwesenden Frauen und Männern aus der Praxis gelungen ist. Das durchweg positive Feedback bestätigt uns in unserer Arbeit. Wir werden uns als ZdK dafür einsetzen, dass die Mitwirkung und Mitverantwortung gewählter Laienvertreter auch auf der bundesdeutschen Ebene verstärkt wird und dass ihre strukturelle Verfasstheit gesichert ist."


Gottesdienst und buntes Programm am 1. und 2. Juli am Alten Hafen

Nordkirchenschiff wird mit Reformationsfest in Wismar begrüßt

Foto: Nordkirche
Foto: Nordkirche

 

(Wismar/me) -. Die Kirche an der Küste setzt Segel und Mecklenburg begrüßt den Nordkirchen-Dreimastsegler auf seiner Route entlang der Ost- und Nordseeküste im Alten Hafen von Wismar. In der Hansestadt wird aus diesem Anlass zum Reformationsfest "Frei wie der Wind“ eingeladen. Seien Sie am 1. und 2. Juli 2017 dabei und feiern mit! Kommen Sie mit Ihrer Familie, Ihren Kindern und bringen Sie Freunde und Bekannte mit. Der Eintritt ist frei.

 

 

 

Dreimastbark wird musikalisch von 180 Kindern begrüßt

 

Am Sonnabend (1. Juli) wird die fast 60 Meter lange Dreimastbark um 16 Uhr von 180 Mädchen und Jungen musikalisch und von Wismars Bürgermeister Thomas Baier und Propst Dr. Karl-Mattias Siegert offiziell begrüßt. Am Abend wird ab 19 Uhr zu Open-Ship, einer Bläserserenade mit Andacht und einem Bordkonzert mit JJ and Friends auf dem Schiff eingeladen.

 

 

 

Kinderkantate in der St. Nikolai-Kirche

 

Zuvor, um 14.30 Uhr, wird an diesem Tag anlässlich des KinderChortages MV bereits die Kinderkantate „Die Stillung des Sturmes“ von Ulrich Gohl in die Kirche St. Nikolai aufgeführt. Besucher sind herzlich willkommen. Zudem findet parallel eine Konfi-Nacht der Propstei Wismar in der Markthalle statt. Dort werden auch die Preisträger des Jugend-Videowettbewerbs zum Thema „Frei wie der Wind“ prämiert.

 

 

 

Gottesdienst, Bühnenprogramm und Mitmachstände

 

Am Sonntag (2. Juli), dem Hauptveranstaltungstag, startet vor der Kulisse des Segelschiffes am Alten Hafen ab 10 Uhr ein Vorprogramm, bevor um 11 Uhr ein Freiluft-Gottesdienst mit dem Schweriner Bischof Andreas v. Maltzahn und dem Wismarer Propst Karl-Matthias Siegert gefeiert wird.

 

 

 

Anschließend gibt es bis gegen 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm aus viel Musik auf zwei Bühnen, Kinderspiel- und Mitmachangeboten und Informationsständen. Zudem informieren das Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg und kirchliche Einrichtungen über ihre vielfältigen Beratungs- und Hilfsangebote, die auch zeigen, wie sich die Kirche durch die Reformation verändert hat.

 

 

 

Kleine Konzerte auf der Bühne geben der Rostocker Gospelchor, das Regionalorchester der Evangelischen Musikschule Wismar, der Gebärdenchor „Singende Hände“, der Chor „Carpe Diem“ und die Band „Step by Step“ der Lebenshilfe Hagenow-Mölln, die Band ABM aus Grevesmühlen, das Kammermusikensemble The Goethles aus Schwerin, die Städtische Musikschule Wismar oder die Uhus - Bläser aus Mecklenburg. Zudem ist Radio Paradiso mit einem Luther-Quiz mit dabei.

 

 

 

Kinder- und Familienaktionen

 

Auf dem Festgelände direkt vor dem imposanten Segelschiff können große und kleine Besucher beispielsweise am Luther-Stationenspiel teilnehmen, sich von GeschichtenWerkstatt inspirieren lassen oder selber Drucke anfertigen oder Holzautos bauen. Auf dem Schiffsdeck ist Erzählerin Birte Bernstein mit dem Familien-Märchenprogramm „Seemannsgarn und Meeresrauschen...“ zu Gast. Und natürlich können maritim Interessierte beim Open-Ship die Dreimastbark auch am Sonntag besichtigen.

 

 

 

Bibel im Gespräch zum Thema Freiheit

 

Um 15 Uhr wird zu „Bibel im Gespräch“ mit Oberkirchenrat Mathias Lenz in die Markthalle direkt am Alten Hafen eingeladen. Darüber hinaus wird in der Hansestadt am Sonntag um 15 Uhr ein Gewölbesingen in der Kirche St. Nikolai und ab 18 Uhr eine Bläsermusik angeboten.

 

 

 

„Wismar und Mecklenburg sollen an beiden Tagen ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums stehen“, sagt Propst Dirk Sauermann vom Organisationsteam. „Wir wollen als Christen fröhlich feiern und laden alle Hansestädter, Norddeutsche und Urlauber herzlich ein.“

 

 

 

Mehr unter:

 

www.kirche-mv.de/reformationsfest-wismar.de

 

www.nordkirchenschiff.de

 

Foto: Nordkirche/Schulz
Foto: Nordkirche/Schulz