Nachrichten / Glaube, Liebe, Hoffnung

18.07.2018


WM-Tipper erspielen 2500 Euro für Kinderheim in Olpe

Links: Hermann-Josef Johanns, Mitte: Schwester Katharina Hartleib, Rechts: Dr. Klaus Schraudner. Foto: dr
Links: Hermann-Josef Johanns, Mitte: Schwester Katharina Hartleib, Rechts: Dr. Klaus Schraudner. Foto: dr

 

(Köln/dr) - Die Pax-Bank eG und DOMRADIO.DE machen die Kinder und Jugendlichen des Josefshauses in Olpe zu Hauptgewinnern des DOMRADIO.DE-Tippspiels zur Fußball-Weltmeisterschaft.

500 Fußballfans hatten die Herausforderung von Schwester Katharina angenommen und beim „Himmlischen Tipp-Duell“ mitgemacht. Für jede Mitspielerin und jeden Mitspieler spenden die Pax-Bank gemeinsam mit DOMRADIO.DE jetzt fünf Euro an das Heilpädagogische Heim für Kinder und Jugendliche in Olpe, für das sich Sr. Katharina engagiert.

Dr. Klaus Schraudner, Vorstandsvorsitzender der Pax-Bank eG, hat am Dienstag zusammen mit DOMRADIO.DE Geschäftsführer Hermann-Josef Johanns die Spende über 2500 Euro an Schwester Katharina überreicht.

„Wir können den Kindern und Jugendlichen durch diese Spende ein dreitägiges Sommercamp in einer Jugendherberge ermöglichen“, freut sich Thomas Feldmann, der pädagogische Leiter des Josefshauses.

Das Josefshaus in Olpe ist eine moderne Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit einem differenzierten Angebot, unter anderem mit Wohngruppen und sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften.


WERKSTATT TRANSFORMATION: INITIATIVEN VERKNÜPFEN IHRE KOMPETENZEN MIT KIRCHE

 

 

 

 

(Bad Herrenalb/ekiba) - Gemeinsam haben 80 Vertreterinnen und Vertreter aus zivilgesellschaftlichen Initiativen und Kirche bei der zweiten Transformationswerkstatt der Evangelischen Landeskirche in Baden Ideen für   konkrete Schritte in eine sozial-ökologisch nachhaltige Zukunft entwickelt. Zwei Tage lang  wurden zu Themen rund um Klimagerechtigkeit, Energiewende, Ökologie und Frieden gemeinsam Ideen und Projekte entwickelt und vernetzt. „Wir suchen gemeinsam mit Ihnen nach konkreten Antworten auf die großen Herausforderungen“, hatte Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh zu Beginn als Ziel formuliert. Ergebnis der Beratungen waren mehr als 20 konkrete Vorhaben in und mit der evangelischen Kirche in Baden,  die den weltweiten „Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens“ mitträgt.

 

 

 

„Wie kommen wir zu einer sozial und ökologisch nachhaltigen Wirtschaft? Was können wir gegen die wachsende Militarisierung der Politik tun? Wie können wir zu einem fairen und gerechten Handel beitragen, sodass die Menschen im globalen Süden eine gute Zukunftsperspektive haben? Wie kommen wir zu mehr Klimagerechtigkeit?“ Mit diesen Fragen stieg Landesbischof Cornelius-Bundschuh ein und erläuterte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die christliche Ausgangsbasis des weltweiten Engagements für die Transformation: „Die Liebe Christi drängt uns, uns an der Bewegung Gottes in dieser Welt zu beteiligen, die versöhnt und Leben fördert“, so der Landesbischof.

 

„Ideen formulieren, Verantwortliche festhalten - damit es weitergeht, und die Ergebnisse nicht in der Schublade landen.“ So motivierte Moderatorin Natasha Walker aus Heidelberg die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Transformationswerkstatt, konkret zu werden. Diese erklärten sich verantwortlich für die Umsetzung gleich mehrerer Vorhaben in und mit der evangelischen Kirche in Baden. Die Beispiele reichen vom Sammeln von Rezepten für Gemeindefeste und „Geschichten, die Mut und Hoffnung machen“, über Veranstaltungsformate wie Pilgerwegfestivals und ein jährlicher „Sonntag für gutes Leben“, die vermitteln, was globale Gerechtigkeit, Frieden und weniger Ressourcenverbrauch in unserem Alltag bedeuten können. Der Aufbau einer digitalen Pilgerwegs-Community innerhalb und außerhalb der Landeskirche will „die stillen Sympathisanten“, so Oberkirchenrat Matthias Kreplin, vernetzen und in Bewegung bringen. Weitere Vorhaben reichen vom Aufbau eines Transformationszentrums für nachhaltige Zukunft und Kulturwandel gemeinsam mit dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT), Künstlern und Vertreterinnen zivilgesellschaftlicher Initiativen bis hin zu 17 Seminaren zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und Stipendien für nachhaltige Pilotprojekte. Weitere Informationen auch für interessierte Einsteigerinnen und Einsteiger aus allen gesellschaftlichen Bereichen bietet die Plattform www.gemeinsam-fair-wandeln.de.

 


Gründungsjubiläum: Delegation der Nordkirche besucht Partnerkirche im Kongo

Landesbischof Ulrich: „Einander zuhören und vom Glauben erzählen“

 

(Schwerin/Lubumbashi/ce/maw) - Eine Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) reist heute (17. Juli) unter der Leitung von Landesbischof Gerhard Ulrich in den Süden Kongos. Anlass sind die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der 1968 gegründeten Evangelisch-Lutherischen Kirche im Kongo (EELCo), einer Partnerkirche der Nordkirche. Das mehrtägige Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der EELCo findet in Lubumbashi, der nach der Hauptstadt Kinshasa zweitgrößten Metropole des Kongos, statt. Höhepunkte der Begegnungen sind der Jubiläumsgottesdienst, Besuche verschiedener sozialer und ökumenischer Projekte und Bildungseinrichtungen sowie eine Konferenz zur Geschichte der EELCo. Landesbischof Ulrich wird dabei eine Bibelarbeit leiten. Er besuchte die Partnerkirche bereits 2012, damals noch in seiner Funktion als Bischof für den Sprengel Schleswig und Holstein und als Vorsitzender der Vorläufigen Kirchenleitung der Pfingsten 2012 gegründeten Nordkirche.

 

 

 

Vor seiner Abreise sagte Landesbischof Ulrich: „Ich bin dankbar dafür, dass die Nordkirche, das Zentrum für Mission und Ökumene und die Evangelisch-Lutherische Kirche im Kongo seit mittlerweile über 30 Jahren über kulturelle Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Eine Partnerschaft lebt davon, einander zu begegnen, einander zuzuhören und sich gegenseitig vom Glauben zu erzählen. So  erfahren wir, dass wir eins sind  in Jesus Christus, trotz unserer unterschiedlichen Kulturen, in denen wir leben, und unabhängig von den verschiedenen Sprachen, die wir sprechen. Dazu passt auch das Motto dieses Jubiläums: ‚Durch Gottes Gnade wachsen‘. Wir danken Gott für seine Gnade und für sein Geschenk dieser bunten Partnerschaft. Unserer Partnerkirche im Kongo wünsche ich für ihre Zukunft, weiterhin in der Gnade Gottes zu wachsen und weiter am lebendigen Haus Gottes mitzubauen. Dazu gehört, Menschen Zugang zu Bildung und volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Und dazu zählt auch, den sozial Benachteiligten diakonische Hilfe anzubieten.“

 

 

 

Zur Delegation der Nordkirche gehören die Afrikareferentin des Zentrums für Mission und Ökumene in der Nordkirche, Pastorin Heike Spiegelberg, Ellen Rehder vom Afrikaausschuss sowie Vertreterinnen und Vertreter des Kirchenkreises Altholstein und der Kirchengemeinde Boostedt, die intensive Partnerschaften in den Kongo unterhalten.

 

 

 

 

 

Hintergrund:

 

Die Evangelisch-Lutherische Kirche im Kongo (EELCo) wurde in den 1960er-Jahren von Laien gegründet. 1968 wurde der erste kongolesische Pastor in Makumira in Tansania ausgebildet. Das war der Beginn einer engen Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche im benachbarten Tansania. Im Osten des Kongos, an der Grenze zu Tansania, wuchsen die neu entstehenden lutherischen Gemeinden zu einer kongolesischen Kirche zusammen, die 1980 ihre staatliche Anerkennung erhielt. Seit diesem Zeitpunkt sind das damalige Nordelbische Missionszentrum und das Bayerische Missionswerk Partner der jungen Kirche. Das heutige Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche arbeitet in einer internationalen Koordinationsgruppe, der Joint Commission of Congo
(JCC), mit.

 

 

 

Die EELCo hat heute ca. 60.000 Mitglieder in 8 Diözesen. Sie ist Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), im Lutherischen Weltbund (LWB), in der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz und in der Lutherischen Gemeinschaft in Zentral- und Ostafrika. Zudem unterhält sie partnerschaftliche Beziehungen zu Kirchen und Missionsorganisationen in Tansania und Deutschland.

 

 

 

 

 

Gerhard Ulrich ist Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).
www.nordkirche.de

 

www.velkd.de

 

 

 


Malteser in Hannover starten Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Hospizmitarbeiter

Sterbende begleiten

(Hannover/mhd) - Ende August starten die Malteser in Hannover einen neuen Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Hospizmitarbeiter und Hospizmitarbeiterinnen.

 

 

 

Sterbende Menschen zu begleiten ist ein Ausdruck der Nächstenliebe. Seit mehr als 900 Jahren widmen sich die Malteser dieser Aufgabe und sehen darin auch eine ihrer Kernkompetenzen. Nun suchen die Malteser in Hannover neue Mitstreiter, die mithelfen möchten, dass sterbende Menschen ihr Leben bis zuletzt selbst gestalten können. Dafür bietet der Hilfsdienst einen Qualifizierungskurs an, der an das sogenannte Celler Kursmodell angelehnt ist, das von der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und dem Malteser Hilfsdienst e.V. entwickelt wurde.

 

 

 

Der Hospizhelferkurs gliedert sich in drei Teile: Grundkurs, Praktikum mit Begleittreffen und Vertiefungskurs. Beginn des Grundkurses ist am Wochenende vom 31. August. Fortgesetzt wird der Kurs am 7./8. und 21./22. September, jeweils am Freitag von 16 bis 19 Uhr und am Samstag von 9.30 Uhr bis 16 Uhr. Das Praktikum wird nach Absprache in einer Alteneinrichtung durchgeführt. Ab November starten dann die Vertiefungskurse.

 

 

 

Kursort ist das Malteser-Sozialzentrum St. Augustinus, Göttinger Chaussee 147, 30459 Hannover-Ricklingen. Es referieren die Diplom-Pädagogin und Theologin Elfriede Kollarz sowie Dr. Maria-Theresia Bernhold, Koordinatorin Trauerarbeit.

 

 

 

Die Kursgebühr von 200 Euro kann nach einjährigem ehrenamtlichem Einsatz im Auftrag der Malteser zurückerstattet werden. Wer die Gebühren nicht aufbringen kann, möge die Verantwortlichen ansprechen.

 

 

 

Information und Anmeldung:

 

Malteser Hilfsdienst e.V.

 

Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst

 

Malteser Sozialzentrum St. Augustinus

 

Göttinger Chaussee 147

 

30459 Hannover

 

T (0511) 21374851

 

F (0511) 21374865

 

E-Mail: hospizdienst-hannover@malteser.org

 


Nach fast dreijähriger Bauzeit ist die Sanierung der Fachwerkkirche in Groß Teetzleben weitgehend abgeschlossen.

Architektonischer Schatz erstrahlt wieder wie einst

 

(Groß Teetzleben/sk) - „Man konnte regelrecht durch die gesamte Kirche hindurchgucken“, beschreibt Karl-Heinz Krause die aufwändige Sanierung der Fachwerkkirche in Groß Teetzleben. Bei einem Rundgang mit Pastor Dr. Michael Giebel überzeugt sich der Küster von der gelungenen Rettung des einst maroden Gebäudes. Beim Anblick, den die Kirche heute bietet, ist kaum zu glauben, wie sie noch vor zwei Jahren aussah. Damals waren die Arbeiten in vollem Gange, die Gefache ausgeräumt, das Dach abgedeckt, das Naturstein-Fundament entfernt… Von der Baustelle ist nun nichts mehr zu sehen. Im Herzen des Dorfs Groß Teetzleben, das auf halbem Weg zwischen Altentreptow und Neubrandenburg am Rand des Tollensetals liegt, erstrahlt die Fachwerkkirche nun wieder als ein architektonisches Juwel.

 

 

 

Stabilität der Kirche war gefährdet

 

„Bei der Sanierung wurde das alte Holz erhalten, soweit es möglich war“, erläutert der Küster, der sich seit Jahren mit Leidenschaft um die Groß Teetzlebener Kirche kümmert. Dabei gestalteten sich die Arbeiten alles andere als einfach. Das bestätigt auch Michael Giebel: „Im Jahr 2015 wurde die Sanierung begonnen. Kurz zuvor war festgestellt worden, dass die Schäden an der Kirche so groß waren, dass ihre Stabilität gefährdet war. Als dann in einem der ersten Arbeitsschritte der Putz entfernt wurde, kamen aber noch viel größere Beschädigungen an der Holzkonstruktion zum Vorschein, als vorher vermutet wurde.“ Das sei dann wie „das böse Erwachen“ gewesen. Überall im Fachwerk der Wände und ebenso in der Deckenkonstruktion waren Balken verfault.  

 

 

 

Neues Fundament aus Feldsteinen

 

Andere Schädigungen waren da von Beginn an offensichtlicher. „Die Kirche war schon etwas windschief und hatte sich auf dem Fundament aus Feldsteinen verschoben“, so Michael Giebel. Es sei jedoch nicht ungewöhnlich, dass bei dieser Bauweise so etwas im Laufe von Jahrhunderten geschehe. Immerhin stammt die Fachwerkkirche aus dem frühen 18. Jahrhundert. Damals wurde das Gotteshaus auf den Resten einer älteren Kirche errichtet. „Da sich die Kirche insgesamt in Schieflage befand, musste das Feldsteinfundament vollständig neu gemauert werden“, sagt Küster Karl-Heinz Krause, der gern und umfangreich Besuchenden und Touristen Auskunft über die Geschichte des Groß Teetzlebener Gotteshauses gibt. Überdies wurde das Dach neu gedeckt, die Gefache neu gemauert und gestrichen.

 

 

 

Schalldeckel der Kanzel ist wiederhergestellt

 

Verputzt wurde das Fachwerkgebälk nicht wieder. „Die unverputzten Balken entsprechen dem Originalzustand“, erklärt der Pastor. „Außerdem wird so verhindert, dass das Holz im Verborgenen wieder zu faulen beginnt. Der Putz, der während der Sanierung entfernt wurde, stammte nicht aus der Zeit der Erbauung, sondern wurde wahrscheinlich nach dem Zweiten Weltkrieg aufgetragen." Auch im Inneren der Kirche hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Die Holzpodeste unter den Kirchenbänken wurden erneuert und teils historische Anstriche wiederbelebt. Moderne Elektrik und neue Lampen kamen hinzu. Für eine grundlegende Restaurierung der Kanzel reichten die finanziellen Mittel hingegen nicht mehr. Sie konnte aber weitgehend wiederhergestellt werden. Auch der dazugehörige Schalldeckel thront wieder an alter Stelle über der Kanzel.

 

 

 

Wiedereinweihung am 9. September

 

Der verbretterte Turm der Kirche, der separat und nicht zeitgleich mit der Kirche errichtet wurde, war nicht Teil der Sanierung. Er wurde in den 1980er-Jahren bereits instand gesetzt. „Zu der Zeit ist auch die Kirche schon einmal teilweise ausgebessert worden. Die Partnergemeinde in Kiel gab 200.000 D-Mark und schickte auch fachlich versierte Handwerker. Das war zwar nur eine vorrübergehende Rettung, aber ohne diese Hilfe wäre die Kirche schon vor Jahrzehnten eingefallen“, erzählt der Pastor, der froh darüber ist, dass es nicht soweit gekommen ist und so die Sanierung überhaupt möglich wurde. Es fanden sogar schon Gottesdienste in der frisch instandgesetzten Kirche statt. Doch die offizielle Wiedereinweihung wird erst am 9. September, am „Tag des offenen Denkmals“, in einem Gottesdienst mit Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit gefeiert. „Wir werden die Stiftungen einladen, die uns unterstützten. Außerdem die Handwerker sowie alle anderen, die zur erfolgreichen Sanierung beigetragen haben“, kündigt Michael Giebel an.

 

 

 

Unterstützung von Kirchenkreis und Stiftungen

 

Durch die unvorhergesehenen Schäden an der Fachwerkkonstruktion erstreckten sich die Sanierungsarbeiten über einen viel größeren Zeitraum, als ursprünglich geplant. Auch die Kosten erhöhten sich dadurch deutlich. „Anfangs sind wir von einem Jahr Bauzeit ausgegangen, nun sind es beinahe drei geworden“, so Michael Giebel. Und aus den veranschlagten 350.000 Euro wurden 435.000 Euro. Umso glücklicher sei die Kirchengemeinde nun, dass diese besondere Kirche wieder in neu gewonnener Schönheit erstrahlt. Für eine kleine Landgemeinde sei die Sanierung ein enormes Vorhaben gewesen, doch es habe sich gelohnt. Allein wäre das niemals zu leisten gewesen. Die Kirchengemeinde hat viel selbst dazu beigetragen, ein Großteil der Mittel kam aber vom Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis. Weitere finanzielle Unterstützung leisteten die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa), die Katharina und Gerhard Hoffmann Stiftung sowie der Denkmalfonds der Nordkirche.

 


Ministerpräsidentin Malu Dreyer trifft Franziskanerinnen

Starke Frauen auf der Insel Nonnenwerth

  Ministerpräsidentin Malu Dreyer besucht die Franziskanerinnen von der Insel Nonnenwerth. Foto: bt
Ministerpräsidentin Malu Dreyer besucht die Franziskanerinnen von der Insel Nonnenwerth. Foto: bt

 

(Nonnenwerth/bt) – „Ordensfrauen zählen ohne Zweifel zu den starken Frauen in Rheinland-Pfalz“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Daher sei es für sie keine Frage gewesen, im Zuge ihrer Sommerreise mit dem Motto „Starke Frauen, starkes Land“, die Gemeinschaft der Franziskanerinnen auf der Rheininsel Nonnenwerth zu besuchen.

 

„Sie stehen mitten in der Welt. Und Ihre Arbeit im Kloster, im Gästehaus, im Gymnasium und in den sozialen Einrichtungen des Ordens spricht Menschen quer durch die ganze Gesellschaft an“, erklärte die Ministerpräsidentin. Trotzdem schaue der Orden in eine ungewisse Zukunft, gab Oberin Schwester Maria Lay zu bedenken: „Wir werden zahlenmäßig immer weniger, aber wir wollen weiterhin unseren Auftrag, nah an den Menschen zu sein, erfüllen.“ Die Franziskanerinnen hätten mit der Gründung einer Stiftung zur Sicherung ihrer sozialen Einrichtungen und einer gGmbH als Trägerin ihres Gymnasiums den Wandel aktiv in die Hand genommen, lobte Malu Dreyer.

 

Die Ministerpräsidentin sei überzeugt, dass Ordensgemeinschaften auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen – auch wenn es in der Gesellschaft viele alternative Angebote zum Leben im Kloster gebe. „Je mehr wir online unterwegs sind, desto mehr wächst das Bedürfnis nach Spiritualität und nach Oasen, wo man ein Stück zu sich finden kann“, laute ihre Meinung. „Menschen suchen nach Orten, die ihnen das Gefühl geben: Hier kann ich einfach sein. Hier kann ich aus dem Hamsterrad von Leistung und beständiger Selbstoptimierung aussteigen.“ Viele Orden würden sich daher auch ein Stück weit öffnen, um solche Orte für Menschen zu sein.

 

Weitere Informationen zu den Franziskanerinnen von Nonnenwerth gibt es auf www.nonnenwerth.org oder unter Tel.: 02228-60090.

 


ZDF-GOTTESDIENST IN KEHL ERINNERTE AN DAS ENDE DES ERSTEN WELTKRIEGS VOR 100 JAHREN

 

(Kehl/ekiba) - Im Fernsehgottesdienst zum Ende des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren hat Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh am heutigen Sonntag (15.7.) in Kehl an die grenzüberschreitende Kraft der Versöhnung erinnert. „Versöhnung wird möglich, wenn wir mit Christus in die verfeindeten Lager hineingehen und zwischen die Fronten geraten“, sagte der Landesbischof. Das habe sich in der deutsch-französischen Geschichte gezeigt, erweise sich aber auch in den Konflikten der Gegenwart.

 

 

 

„Die Konflikte sind damit nicht aus der Welt, aber sie erscheinen unter dem Kreuz in einem neuen Licht. Da lassen sich Brücken bauen und Grenzen überwinden. Da entdecken Menschen im Feind den Bruder und die Schwester“, erklärte Cornelius-Bundschuh. Versöhnung komme aber nicht von selbst, sie gelinge nur, wenn einer den ersten Schritt wage. Der Landesbischof erinnerte daran, dass die evangelischen Christen vor 100 Jahren der Kehler Stadtkirche bewusst den neuen Namen „Friedenskirche“ gaben.

 

 

 

Cornelius-Bundschuh wies darauf hin, dass die badische Landeskirche als „Kirche des gerechten Friedens“ wirken wolle. Deshalb suche sie das Gespräch mit Vertretern der Rüstungsproduktion und engagiere sich für zivile Konfliktlösungen weltweit, zum Beispiel durch die Entsendung von Jugendlichen in den Freiwilligen Ökumenischen Friedensdienst.

 

 

 

Unter dem Motto „Frieden feiern – Frieden stiften“ wurde der deutsch-französischer Gottesdienst live im ZDF übertragen. Dem Anlass entsprechend wurde der Gottesdienst in deutscher und französischer Sprache gestaltet, mit Beteiligung u. a. von Dekan Günter Ihle (Kehl) und Pfarrerin Roos van de Keere (Strasbourg). Musikalisch wirkten im Gottesdienst die Bezirkskantorei Kehl unter der Leitung von Bezirkskantorin Carola Maute sowie Ingrid Heinrich an der Orgel mit, unter anderem mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

 


Bischof Ackermann besucht erstmals Zeltlager der Schönstattmannesjugend

Sich mutig auf Neues einlassen

Gottesdienst unter Steinen mit einem selbstgebauten Altar . Foto: bt
Gottesdienst unter Steinen mit einem selbstgebauten Altar . Foto: bt

 

(Großlittgen/bt) – Premiere in der Geschichte der Zeltlager der Schönstattmannesjugend (SMJ) im Bistum Trier: Auf Einladung von Standesleiter Pastor Lars Meiser hat Bischof Dr. Stephan Ackermann Ende Juni das Lager nahe der Abtei Himmerod besucht und mit den rund 60 Kindern und Gruppenleitern die Heilige Messe unter freiem Himmel gefeiert.

 

Den ganzen Samstag über hatten die Kinder mit ihren Gruppenleitern aus Steinen einen Altar gebaut und aus Holz Ambo (Lesepult), Priestersitz, Kreuz und den Rahmen für das Bildnis der Schönstatt-Gottesmutter gezimmert. Zu Beginn der Heilige Messe segnete der Bischof den Altar und den Ambo und erinnerte daran, dass die ganze Schöpfung Gottes Heiligtum sei, „der Ort, an dem wir ihm nahe sein können“. Bischof Ackermann ging auch auf das Motto des diesjährigen Zeltlagers „Entdeckt Südamerika“ ein und erklärte seinen jungen Zuhörern, dass es für jedes Abenteuer wesentlich Mut brauche: Mut, sich anzumelden; Mut, sich auf Neues und die Neuen einzulassen; Mut, Unbekanntes zu entdecken; und schließlich den Mut, Dinge zu tun, vor denen man ein bisschen Angst habe.

 

Informationen zur Schönstattmannesjugend (SMJ) im Bistum Trier sind unter https://www.smj-trier.de/ zu finden.

 

 

 


Landesbischof Gerhard Ulrich erhält Ehrenpromotion der Theologischen Fakultät der Uni Kiel

Foto: Sönke Dwenger / Nordkirche
Foto: Sönke Dwenger / Nordkirche

 

 

(Kiel/nk) - Die Theologische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verleiht Landesbischof Gerhard Ulrich die Ehrendoktorwürde. Den Beschluss fasste der Konvent der Fakultät bereits am 23. Mai. Die Auszeichnung wird Ulrich am 1. Februar 2019 bei einer Feierstunde im Schleswig-Holstein-Saal im Kieler Landeshaus verliehen. Die Fakultät würdigt damit nicht nur Ulrichs großen Einsatz für Kirche und Theologie in einer modernen Gesellschaft, sondern auch die besondere Qualität der theologischen Aussagen des Landesbischofs. Er habe sich sowohl im Bereich der Praktischen Theologie, beispielsweise durch seine Überlegungen zu den Beziehungen zwischen Kirche und Theater, profiliert als auch eine Erinnerungskultur durch eigene Arbeiten und die Unterstützung herausragender Projekte mitgefördert.

 

 

 

„Außerdem hat Gerhard Ulrich das Theologiestudium in einem das übliche Maß weit überschreitenden Umfang gefördert, unter anderem durch die großzügige Gewährung von Stipendien“, betont Alt-Dekan Professor Andreas Müller. „Die Theologische Fakultät zu Kiel hat sich stets in besonderer Weise durch den Landesbischof unterstützt gefühlt“, so Müller weiter. Als erster Landesbischof der Nordkirche seit Juni 2013 und Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) seit November 2011 vertrete Ulrich die Kirche gegenüber den Ländern, ihren Parlamenten und Regierungen sowie im gesamten kirchlichen und öffentlichen Leben. Seine Predigtstätten sind der Dom zu Schwerin und der Dom zu Lübeck. Er verstehe sich dabei immer auch als Botschafter der theologischen Forschung. Diese mache er stets auf einem aktuellen Niveau bekannt, sodass die der Fakultät vorliegenden Publikationen des Landesbischofs von einem hohen theologischen Niveau zeugten. Darüber hinaus habe Ulrich sich sehr aktiv für die Aufnahme der drei Fakultäten und des Hamburger Fachbereichs in der Verfassung der neugegründeten Nordkirche eingesetzt, hieß es weiter zur Begründung.

 

 

 


Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ und missio entsenden Freiwillige

Von Würzburg nach Kambodscha, von Eichstätt nach Bolivien

 

(Aachen/kmw) - Filmrolle, Haustürschlüssel, Vielmachglas oder ein Sternsingerarmbändchen, das sind ein paar der Glücksbringer, die die 13 jungen Frauen und Männer in ihr freiwilliges soziales Jahr mitnehmen. Aus den (Erz-) Bistümern Aachen, Bamberg, Berlin, Eichstätt, Münster, Rottenburg-Stuttgart und Würzburg brechen sie für ein Jahr nach Bolivien, Ecuador, Kambodscha, Malawi, Mexiko, Peru, auf die Philippinen, Südafrika und Uganda auf. Alle 13 nehmen am Freiwilligenprogramm des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger’ und von missio, dem Internationalen Katholischen Missionswerk in Aachen, teil.

 

 

 

Ein Jahr für Kinder und für sich selbst Für ein Jahr werden die jungen Frauen und Männer die tägliche Arbeit der Projektpartner vor Ort unterstützen. Dabei übernehmen sie pädagogische, pflegerische sowie hauswirtschaftliche Aufgaben und helfen in der Betreuung der Kinder. Zuvor haben sie Sprachkurse besucht und an verschiedenen Vorbereitungsseminaren teilgenommen.

 

Ziel des Freiwilligendienstes ist es, durch das Mitleben und Mitarbeiten voneinander zu lernen und einander zu unterstützen. Die Freiwilligen werden mit einer fremden Kultur und Lebensweise konfrontiert und erfahren, wie Menschen anderer Länder ihr Leben meistern und ihren Glauben leben. Auch wenn Felizitas Angst vor Würmern in Malawi hat, Georg sich auf einen Kulturschock vorbereitet und Isabel Respekt vor den Kinderschicksalen hat, alle freuen sich auf ihren Freiwilligendienst im Ausland.

 

 

 

Sich selbst weiterentwickeln durch soziales Engagement „Ganz sicher werden die Freiwilligen nach diesem Jahr mit jeder Menge Erfahrung nach Deutschland zurückkehren. Wir erleben das ja jedes Jahr und immer wieder berührt uns, dass die jungen Frauen und Männer sich durch ihr soziales Engagement für andere auch selbst ein großes Stück weiterentwickeln“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger‘ und von missio. Den Reisesegen erhielten die Freiwilligen von Prälat Krämer am heutigen Freitag in Aachen bei einem Gottesdienst.

 

 

 

Bewerbung ab jetzt im Internet möglich

 

Die Bewerbungsfrist für die Anmeldung zum nächsten Freiwilligen Jahr hat bereits begonnen, Bewerbungsschluss ist der 14. Oktober. Interessierte können sich online für ein solches Jahr in Afrika, Asien oder Lateinamerika bewerben. Informationen zu jedem Projekt sind leicht und übersichtlich abrufbar. Alle weiteren Informationen und die Kontaktdaten der Ansprechpartner gibt es unter: www.mein-eine-welt-jahr.de. Der Freiwilligendienst wird vom Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ und dem Förderprogramm “weltwärts” des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

 


Die WeWork Creator Awards finden am 15. November zum zweiten Mal in Berlin statt

WeWork Creator Awards / WeWork fördert engagierte NGOs in Deutschland

Foto: obs/WeWork
Foto: obs/WeWork

 

 

   - Gewinner des "Non-Profit Awards" erhalten bis zu 130.000 US-Dollar Funding

 

   - Bewerbungsfrist für gemeinnützige Unternehmen jeder Größe ist   der 28. September 2018

 

(Berlin/pm) - WeWork startet zum zweiten Mal die Creator Awards in Berlin - eine globale Initiative, die Künstler, kreative Köpfe, NGOs und Unternehmen aus allen Branchen und Gründungsphasen für besondere Ideen auszeichnet. Im vergangenen Jahr hat WeWork mit diesem Konzept weltweit über 17 Millionen USD an 187 Gewinner ausgeschüttet, darunter über eine Millionen US-Dollar auch an deutsche Gründer.

 

Der Bewerbungsprozess

 

Um mitzumachen, können wohltätige Organisationen jeder Größe ab sofort ein 90-sekündiges Video online unter www.we.co/applyberlin einreichen, in dem sie ihre Idee und Vision vorstellen. Dabei lohnt sich allein die Teilnahme: Jeder qualifizierte Bewerber bzw. jede Bewerberin erhält eine 12-monatige "We Membership" und damit kostenlosen Zugang zu allen WeWork-Standorten weltweit.

 

Ausgewählte NGOs werden nach Bewerbungsschluss im nächsten Schritt zu einem Pitch in eines der zahlreichen deutschen WeWork-Büros eingeladen. Eine Jury aus Branchenexperten wählt hier die Finalisten aus, die am 15. November nach Berlin zum deutschen Finale fahren dürfen. Hier winken den Gewinnern des "Non-Profit Awards" nach einem Pitch auf der Bühne vor über 1.000 Zuschauern zwischen 72.000 und

 

130.000 US-Dollar Funding von WeWork. Neben Sozialunternehmen können sich beim Creator Award auch Künstler und gewinnorientierte Unternehmen bewerben, in den weiteren Kategorien "Performing Arts Award" und "Business Venture Award". Weitere Informationen gibt es hier. Für die Berlin Creator Awards ist es notwendig, in Deutschland oder den Niederlanden ansässig zu sein.

 

 

Das Finale in Berlin

 

Das regionale Finale für Deutschland und die Niederlande findet am 15. November im Rahmen eines großen Events mit über 1.000 Teilnehmern in der Arena Berlin statt. Neben den Pitches der Award Finalisten bietet das Event einen Marktplatz mit regionalen Produkten, einen Food Court, eine Jobmesse, Keynote Interviews und eine Vielzahl von Workshops mit Vordenkern, kreativen Genies und Social-Influencern.

 

Die Awards enden mit einer großen After Party mit DJ. Die Teilnahme ist kostenlos und offen für alle Interessenten.

 

"Mit den Creator Awards wollen wir Künstlern, NGOs und Unternehmern aus allen Branchen eine Bühne geben, um jene anzuerkennen, die neue Wege gehen und echte Veränderungen anstreben", sagt Eugen Miropolski, CEO von WeWork Europe, Israel und Pacific.

 

Zu den NGO-Gewinnern aus dem Jahr 2017 zählen unter anderen Skateistan, Common Goal und das Institute for Sound and Music Berlin (ISM Berlin). Alle Gewinner bestätigen, dass die Awards einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet haben, ihre gemeinnützigen Projekte voranzutreiben.

 

Skateistan, eine internationale NGO, die durch eine Verknüpfung von Skateboarding und Bildung Kindern und Jugendlichen in Afghanistan, Kambodscha und Südafrika zu einer besseren Zukunft verhilft, hat die Prämie der Creator Awards in die Entwicklung einer einzigartigen Wissensplattform investiert, von der zahlreiche gemeinnützige Unternehmen profitieren werden:  "Mit dem Funding der Creator Awards konnten wir die GoodPush Alliance aufbauen, eine globale Plattform, auf der wir unser Know-How und unsere Learnings aus über 10 Jahren NGO-Tätigkeit mit anderen sozialen Hilfsprojekten aus dem Bereich Skateboarding teilen, um so den Wissenstransfer zu beschleunigen und weitere soziale Projekte im Bereich Sport und Bildung voranzutreiben.

 

Indem wir das weitergeben, was wir bei unserer Arbeit in Afghanistan, Kambodscha und Südafrika gelernt haben, können wir andere Organisationen dabei unterstützen, positive Veränderungen im Leben Tausender weiterer Kinder durch Skateboarden zu bewirken.", so Oliver Percovich, Gründer und Executive Director bei Skateistan.

 

 

Über WeWork

 

WeWork ist eine globale Plattform, die ihren Mitgliedern ein weltweites Netzwerk, stilvolle Arbeitsräume und zahlreiche Business Services an über 283 Standorten bietet. Durch ein Zusammenspiel von Gemeinschaft, neuesten Technologien und modernem Design erschafft WeWork ein Umfeld, in dem seine Mitglieder sich austauschen, produktiv arbeiten und innovative Ideen schaffen können. Die WeWork-Community besteht aus kreativen Köpfen und Unternehmen jeglicher Größe und Branche - von Startups über Think Tanks bis hin zu Fortune 500 Companies. Doch die WeWork-Community arbeitet nicht nur nebeneinander, sondern auch miteinander. 70% der WeWork-Mitglieder haben bereits zusammengearbeitet.

 

2010 von Adam Neumann und Miguel McKelvey in New York gegründet, beschäftigt WeWork mittlerweile über 6.000 Mitarbeiter weltweit. Zur WeWork-Community zählen über 253.000 Mitglieder und 40.000 Unternehmen in 74 Städten, darunter Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main und ab Sommer 2018 München.

 


Stellungnahme des Landesverbands Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V.

Gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung

                                                                                                                   

 

(Darmstadt/efhn) - Am 26. Juni 2018 meldete die Deutsche Presse-Agentur: „Angesichts der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland warnen Experten vor einem Anstieg der Zwangsprostitution.“ Menschenhändler machen sich demnach die erhöhte Nachfrage wie auch die erleichterte Einreise bei internationalen Großveranstaltungen zunutze, um asiatische und afrikanische Frauen nach Russland zu bringen und sexuell auszubeuten. Auch 2014 war es in Brasilien zu einer Zunahme von Zwangsprostitution und Menschenhandel insbesondere von Minderjährigen gekommen. Der Missbrauch von Frauen und Minderjährigen im Zusammenhang mit internationalen Megasportveranstaltungen ist seit der Männer-Fußball-Weltmeisterschaft von 2006 im Bewusstsein der Verantwortlichen und der Bevölkerung.

 

 

 

Im Schatten der Flüchtlingsbewegungen der vergangenen Jahre wurden tausende Frauen insbesondere aus Westafrika wider ihren Willen nach Europa geschleust. Darauf machten die Medien weitgehend erst im August 2017 aufmerksam. Die Hilflosigkeit der Frauen in der Fremde wird gezielt ausgenutzt, um sie zur Prostitution zu nötigen oder zu zwingen. Auch weitere Formen des Menschenhandels wie Zwangsarbeit, Organhandel, Adoption und das Erzwingen krimineller Handlungen nehmen unter der Bedingung von Migration und Flucht deutlich zu.

 

 

 

Im bundesweiten Vernetzungstreffen von Mitarbeiterinnen von evangelischen Beratungsstellen für Betroffene des Menschenhandels im Juni 2018 in Soest wurde festgestellt: „Migrantinnen, die aufgrund von eklatanter Armut und Perspektivlosigkeit in den Herkunftsländern nach Deutschland kommen, sind in allen Migrationsprozessen gefährdet, als Opfer des Frauenhandels zur Prostitution gezwungen zu werden.“ Allein in Deutschland betrifft diese Erfahrung hunderttausende arbeits- und schutzsuchende Frauen. Der Fachaustausch über den Zusammenhang von Flucht, Asyl und Menschenhandel wurde durch den Landesverband Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. initiiert. Im Ergebnis konnte eine gemeinsame Erklärung mit differenzierten Forderungen an politische und kirchliche Akteure erarbeitet werden.

 

 

 

Die globale Realität des Handels mit Menschen hatte bereits 2015 das Frauennetzwerk von EMS (Evangelischen Mission in Solidarität) aufgegriffen. In enger Kommunikation mit Frauen aus betroffenen Ländern und während internationaler Konsultationen erarbeitete der Frauenbeirat von EMS zehn Forderungen, welche an die Kirchen Deutschlands und ihre Partnerkirchen gerichtet wurden.

 

Durch die ökumenische Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnerkirchen ist auch die EKHN weltweit vernetzt. Innerhalb der bestehenden Strukturen können die internationalen Begegnungen genutzt werden, um das Thema Menschenhandel zu priorisieren. Konkreter Einsatz ist gefordert in Form aktiver Förderung interkonfessioneller und internationaler Netzwerke. Die EKHN und ihre Partnerkirchen sind auf allen Ebenen potenzielle Brücken, um in Herkunfts- und Zielländern gegen Menschenhandel vorzugehen. Außerdem müssen Kirchen für Schutzräume für Betroffene wie auch für die Ermöglichung eines selbstbestimmten Lebens einstehen – weltweit. Die doppelte Botschaft der Kirche muss sich an die Betroffenen selbst wie an kirchliche und politische Akteure richten: Einerseits die Zusage der Annahme, des Trostes und der Solidarität, andererseits die klare Benennung der lebenszerstörenden Teufelskreise verbunden mit konkretem Handeln, das dem Menschenhandel entgegenwirkt, langfristig verhindert und unmöglich macht.

 

 

 

Es besteht die dringende Notwendigkeit einer geschlechtersensiblen Betrachtung der Bedingungen von Flucht und Migration sowie der realen Bedrohung durch Menschenhandel.

 

 

 

 

 

Quellen & weiterführende Links:

 

 


Evangelischer Gottesdienst aus der Friedenskirche Kehl am 15.7. 2018, 9.30-10.15 Uhr im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF)

"Frieden feiern- Frieden stiften" mit Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Dekan Günter Ihle und Pfarrerin Roos Van De Keere

(Mainz/zdf) - Kehl 1917, noch mitten im Ersten Weltkrieg. Evangelische Christen widersetzen sich der Kriegspropaganda und geben ihrer Stadtkirche den neuen Namen `Friedenskirche´. Doch erst vierzig Jahre später werden aus den Erzfeinden Deutschland und Frankreich endlich verlässliche Freunde. Das ist nicht nur Politikern, sondern auch den Kirchen diesseits und jenseits des Rheins zu verdanken. So feiern Christen aus Kehl und Strasbourg im Deutsch-Französischen Fernsehgottesdienst zu Klängen von Felix Mendelssohn Bartholdy dankbar ihre Freundschaft und stellen sich zugleich der Frage, wie Versöhnung in kleinen und großen Konflikten weiter gelingen kann. Die Bezirkskantorei Kehl gestaltet diesen Gottesdienst unter der Leitung von Bezirkskantorin Carola Maute musikalisch mit Ingrid Heinrich an der Orgel. Landesbischof Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh hält die Predigt.

 

 

 

 

 

Nach der Sendung gibt es ein telefonisches Gesprächsangebot der Gemeinde unter der Telefonnummer: 0700 14 14 10 10

 

(6 Cent/Minute. Mobilfunkkosten abweichend)

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Gottesdienst finden Sie im Internet unter http://www.zdf.fernsehgottesdienst.de

 


Erfolgreiche Solibrot-Aktion 2018

Foto: KDFB
Foto: KDFB

 

 

(Köln/kdfb) – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) und das katholische Werk der Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR führten auch 2018 die bundesweite Solibrot-Aktion durch. Der KDFB-Bundesvorstand präsentiert nun das Ergebnis der gemeinsamen Solidaritätsaktion und bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten.

 

Während der siebenwöchigen Fastenzeit beteiligten sich über 260 Zweigvereine des Frauenbundes aus 17 KDFB-Diözesanverbänden in Zusammenarbeit mit Bäckereien an der bundesweiten Aktion, die im Rahmen der jährlichen MISEREOR-Fastenaktion stattfand. Durch den engagierten Einsatz aller Beteiligten erreichte die Solibrot-Aktion ein neues Rekord-Spendenergebnis von 96.387,01 Euro. 

 

KDFB-Vizepräsidentin Sabine Slawik stellt dazu fest: „Aus den Anfängen der Solibrot-Aktion hat sich eine große Solidaritätsbewegung entwickelt, die Jahr für Jahr von engagierten Frauenbundfrauen mitgestaltet und getragen wird. Wir freuen uns über die wachsende Beteiligung im Verband und über die gute Kooperation mit den zahlreichen Bäckereien. Unser Dank gilt allen, die mit ihrem Einsatz, ihrer Energie und den vielfältigen Ideen die Aktion beleben.“

 

Die Solibrot-Aktion ist ein deutliches Zeichen der Mitverantwortung von Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland für eine gerechte und lebenswerte Welt. Sie unterstützen mit ihren Spenden ausgewählte Projekte zur Förderung von Frauen und Familien in Asien, Afrika und Lateinamerika, die dazu beitragen, dass Frauen und Mädchen insbesondere durch Bildung dauerhaft bessere Lebensperspektiven entwickeln können. Eines der geförderten Projekte ist zum Beispiel das „Rescue Dada Centre“ in Nairobi (Kenia), in dem Mädchen aufgenommen werden, die bisher auf der Straße lebten und die nun neben Hilfe und Zuwendung die Möglichkeit zur Schul- und Berufsausbildung erhalten.

 

Seit Beginn der bundesweiten Aktion 2013 konnte der KDFB bereits über 430.000 Euro an MISEREOR übergeben. Auch 2019 wird der Frauenbund seine Kooperation mit MISEREOR im Rahmen der Fastenaktion fortsetzen.

 


BDKJ stellt offiziellen Song zur 72-Stunden-Aktion vor / Ein Ohrwurm für eine solidarische und vielfältige Gesellschaft

„Lasst uns was bewegen in 72 Stunden“

 

(Düsseldorf/bdkj) - Die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Jugendverbände hat einen offiziellen Aktionssong: Mit „72h (Unser Leben)“ liefert der Songwriter Dave De Bourg den passenden Ohrwurm zur deutschlandweit größten Sozialaktion der katholischen Jugendverbände, die vom 23. bis 26. Mai 2019 stattfindet. Heute wurde der Song veröffentlicht. 

 

 

 

„Der Aktionssong ist sehr einprägsam. Er vermittelt textlich genau das, was die Aktion ausmacht: aus dem Glauben heraus handeln, gemeinsam anpacken und die Welt ein Stückchen besser machen“, sagt BDKJ-Bundesvorsitzender Thomas Andonie. Die Teilnehmenden der 72-Stunden-Aktion setzen sich für eine offene, solidarische und vielfältige Gesellschaft ein. Diese positiven Emotionen werden im Song musikalisch und inhaltlich aufgenommen und wiedergegeben. Der Song steigert so die ohnehin schon große Vorfreude auf die Aktion“, so Andonie.

 

 

 

Der Song, der in deutscher Sprache gehalten und mit Gitarrenklängen unterlegt ist, soll die jungen Menschen bei ihren Vorbereitungen auf die Sozialaktion sowie im konkreten Aktionszeitraum von 23. bis 26. Mai zusätzlich motivieren und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Im Refrain heißt es:

 

 

 

Das ist unser Leben in 72 Stunden

 

Lasst uns was bewegen

 

Es ist unser Glaube den wir leben

 

Denn wir wollen nicht nur reden

 

Lasst uns was bewegen in 72 Stunden.

 

 

 

Den gesamten Aktionssong gibt es hier: www.72stunden.de/informieren/aktionssong.

 

 

 

„Uns schickt der Himmel – die 72-Stunden-Aktion des BDKJ“ findet vom 23.-26. Mai 2019 in ganz Deutschland statt. Während der Sozialaktion des BDKJ und seiner Jugendverbände engagieren sich junge Menschen drei Tage lang für ein soziales Projekt in ihrer Nähe. Mitmachen können neben Gruppen aus den katholischen Jugendverbänden auch Schulklassen, Jugendeinrichtungen und andere Gruppen. Gefördert wird die Aktion vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutschen Bischofskonferenz. Weitere Unterstützer sind Misereor, das Bonifatiuswerk, und das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’. Weitere Informationen gibt es unter www.72stunden.de.

 

 

 

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

 


AKTION „LUTHERKAFFEE“ ERMÖGLICHT SCHULBESUCH IN BRASILIEN UND UNTERSTÜTZT MENSCHEN IN NICARAGUA

 

(Karlsruhe/ekiba) - Zum Abschluss des Reformationsjubiläums hat die Aktion „Lutherkaffee“ der badischen Landeskirche insgesamt fast 14.000 Euro eingebracht. In der zweiten Laufzeit konnten jetzt 6406,50 Euro nach Brasilien überwiesen werden. Mehrere Kinder erhalten dadurch ein Jahr lang ein Stipendium für den Besuch des kirchlichen Internats in Pelada (Brasilien). In der ersten Laufzeit des Projektes floss der Ertrag in die Unterstützung der indigenen Volksgruppe der Mayangnas in Nicaragua.

 

 

 

Das Internat „Associação Diacônica Luterana“ wird vom badischen Gustav-Adolf-Werk unterstützt. 90 Kinder und Jugendliche evangelisch-lutherischer Familien aus ganz Brasilien absolvieren dort weiterführende Schulen. „Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der musikalischen und der gemeindepädagogischen Bildung, mit der sich die Absolventen später ins Leben ihrer Gemeinden einbringen können“, sagte Pfarrerin Andrea Schweizer vom Vorstand des Gustav-Adolf-Werkes. Viele Kinder entstammten Familien von Kaffeebauern und damit aus sehr einfachen finanziellen Verhältnissen.

 

 

 

Die Aktion „Lutherkaffee“ ist ein Kooperationsprodukt der Evangelischen Landeskirche in Baden mit der dwp eG Fairhandelsgenossenschaft in Ravensburg. Pro Kilogramm verkauftem Kaffee ist ein Euro an soziale Projekte geflossen, welche von der badischen Landeskirche unterstützt werden.




KLB hält traditionelles Morgengebet auf dem Weg nach Himmerod

Für den Frieden in Europa

Die Pilgergruppe auf dem Weg. Foto: KLB
Die Pilgergruppe auf dem Weg. Foto: KLB

 

(Großlittgen/Trier/bt) – Für den Frieden in Europa und in unserem Land: Darum hat die Katholische Landvolkbewegung (KLB) Trier bei ihrem mittlerweile schon traditionellen „Morgengebet für Europa“ gebetet. Das Morgengebet im Sommer 2018 war gleichzeitig der im Bistum Trier der Start einer zweijährigen bundesweiten Kampagne der Katholischen Landvolkbewegungen in den Diözesen unter dem Motto „ICH BIN EUROPA – DU AUCH“ ( https://klbdeutschland.de/klb-europa-kampagne/).

 

Bei Sonnenaufgang hatten sich die Pilgerinnen und Pilger an der Kapelle in Altenhof gesammelt und sich, begleitet von Impulsen und Gebeten an drei Stationen, auf den Weg zur Klosterkirche nach Himmerod gemacht. Das Morgengebet endete mit einem Pilgergottesdienst, den Pater Stephan Senge zusammen mit Dechant Klaus Bender, dem geistlichen Beirat der KLB, leitete. Passend zum Thema des Morgengebetes bildeten Texte und Gebete des Heiligen Niklaus von Flüe, der auch als Friedensheiliger bekannt ist, den Rahmen der Eucharistiefeier. Informationen zur Arbeit der KLB im Bistum Trier sind unter https://www.klb-trier.de/ zu finden.

 


Das "Hansefenster" in der Annenkapelle der Greifswalder Marienkirche ist fertig. Die Wappen von 19 Hansestädten wurden dafür auf Bleiglasrauten eingefügt.

Farbenprächtiges Schmuckstück ist entstanden

 

(Greifswald/sk) - „Das Hansefenster ist ein faszinierender Anblick und ein tolles Symbol für die Gemeinschaft der Hansestädte“, sagt Ulrike Streckenbach, Pastorin der Greifswalder Mariengemeinde. „Genau so haben wir es uns während der Planungen vorgestellt. Die Kirchengemeinde freut sich, dass das Fenster nun fertiggestellt wurde, und dankt allen Städten, die sich beteiligt haben.“ Derzeit wird im Zuge der Sanierung der Annenkapelle das alte Portal wieder geöffnet und zusammen mit dem darüber liegenden Fenster im Rahmen eines international ausgeschriebenen Künstlerwettbewerbs neu gestaltet. Auf dem daneben befindlichen „Hansefenster“ ist nun bereits ein farbenprächtiges Schmuckstück entstanden. Auf den Bleiglasrauten des Fensters sind die Namen und Wappen der 19 Hansestädte zu sehen, die diesen Wettbewerb unterstützen. Von der gelungenen Umsetzung des Fensters überzeugte sich Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder während eines Besuchs in der Annenkapelle. Er nutzte damit die Chance, noch während die Baugerüste stehen, die farbenprächtigen Wappen aus nächster Nähe zu betrachten, darunter auch das Wappen der Hansestadt Greifswald. Für die Umsetzung des Wappens hatte die Greifswalder Bürgerschaft im März eine Spende in Höhe von 1.000 Euro zugesagt.

 

 

 

Jahrhundertealte Tradition als Anknüpfungspunkt

 

 

 

Folgende 19 Städte sind mit ihren Wappen auf dem Hansefenster vertreten: Braunschweig, Bremen, Buxtehude, Demmin, Emmerich, Goleniow, Greifswald, Hamburg, Kiel, Kyritz, Lippstadt, Magdeburg, Rostock, Seehausen, Stade, Stralsund, Tangermünde, Uelzen und Wismar. Sie alle unterstützen den Künstlerwettbewerb zur Gestaltung des Portals der Annenkapelle finanziell und gehören zum Städtebund der Hanse der Neuzeit, der 1980 gegründet wurde, um als „Lebens- und Kulturgemeinschaft der Städte über die Grenzen hinweg“ den Handel, den Tourismus und das partnerschaftliche Miteinander zu fördern. Den Anknüpfungspunkt bildet dabei die jahrhundertealte Tradition des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handelsverbands der Hanse. Auf dem 38. Internationalen Hansetag in Rostock vom 21. bis 24. Juni hatte die Kirchengemeinde das „Hansefenster“ und den Künstlerwettbewerb einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 

 

Stichwort Annenkapelle

 

 

 

St. Marien ist eine der größten norddeutschen Hallenkirchen und Station auf der Europäischen Route der Backsteingotik. Sie ist mehr als 700 Jahre alt. Im zweiten Viertel des 14. Jahrhundert wurde die Kapelle hinzugefügt, die heute als „Annenkapelle“ bekannt ist. Sie ist ein Kleinod gotischer Architektur und wurde vor dem ehemaligen Südportal des Hauptschiffs errichtet. Ein großer Teil ihrer Wand ist Fensterfläche. Sie füllt den gesamten Raum zwischen den Pfeilern aus. Der Sockelbereich besteht aus Mauerwerk. Seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wird die Annenkapelle als Winterkirche genutzt. Das Besondere an der Kapelle ist, dass der einschiffige Raum zwei Apsiden im Osten hat. Dies ist nach jetzigem Erkenntnisstand einmalig unter den Kapellen und Vorhallen im norddeutschen Raum.

 

 

 


Austausch zwischen Erzbistum Luxemburg und Bistum Trier

Gute Tradition

Erzbischof Hollerich und Bischof Ackermann (vorne Mitte) mit den Delegationen aus Luxemburg und Trier . Foto: bt
Erzbischof Hollerich und Bischof Ackermann (vorne Mitte) mit den Delegationen aus Luxemburg und Trier . Foto: bt

 

(Luxemburg/Trier/bt) – Es ist eine gute Tradition: Einmal im Jahr treffen sich die Leitungen des Bistums Trier und des Erzbistums Luxemburg zu einem Informations- und Gedankenaustausch. Am 4. Juli ist Bischof Stephan Ackermann mit einer Delegation aus dem Bistum nach Luxemburg gefahren, wo die Gruppe von Erzbischof Jean-Claude Hollerich und Vertreterinnen und Vertretern der Erzdiözese empfangen wurde.

 

Von Luxemburger Seite waren Themen des Austauschs die neue Pfarrkatechese, die Echternacher Springprozession sowie die künftigen pastoralen Herausforderungen in einem veränderten politischen Kontext. Bischof Ackermann und die Trierer Delegation berichteten über die schrittweise Umsetzung der Beschlüsse der Trierer Diözesansynode und das Zugehen auf die Pfarreien der Zukunft. Zum Tagesprogramm gehörten auch die Besichtigung der Ausstellung „Die Etrusker und ihre Götter“ sowie der „Art déco“-Räume im Nationalmuseum für Geschichte und Kunst und ein gemeinsames Mittagessen.

 


Aktion Dreikönigssingen 2019 wird im Bistum Passau eröffnet

Altötting freut sich auf über 2.000 Sternsinger

(Aachen/Düsseldorf/Altötting/kmw) - Voraussichtlich über 2.000 Sternsinger und ihre Begleiter werden am Freitag, 28. Dezember, in Altötting die bundesweite Eröffnung der 61. Aktion Dreikönigssingen feiern. Die Mädchen und Jungen werden vornehmlich aus allen Teilen des Bistums Passau anreisen, doch auch viele Gäste aus den Nachbarbistümern und aus weiteren deutschen Diözesen werden beim Sternsingerauftakt 2019 erwartet. Die Diözese Passau ist zum ersten Mal Gastgeber einer Aktionseröffnung der Sternsinger, die jährlich wechselnd ein anderes Bistum ausrichtet. Das Leitwort der kommenden Aktion Dreikönigssingen heißt „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“.

 

Die Eröffnung beginnt um 10 Uhr mit einem Wortgottesdienst in der Basilika St. Anna mit Bischof Dr. Stefan Oster SDB. Anschließend ziehen alle gemeinsam zum Rathaus, um nach einer offiziellen Begrüßung durch den Bürgermeister Herbert Hofauer in das Mitmachprogramm zu starten. In verschiedenen Workshops können sich die Sternsinger unter anderem mit dem Aktionsthema „Kinder mit Behinderung“ und dem Beispielland Peru auseinandersetzten. Eine kurze Schlussandacht beendet den bundesweiten Auftakt gegen 15.30 Uhr.

 

Verantwortet wird die Eröffnung im Bistum Passau vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend Diözesanverband Passau, dem Bischöflichen Jugendamt Passau und dem Ministrantenreferat der Diözese Passau.

 

Die Anmeldung ist in Kürze möglich unter:

 

 www.bdkj-passau.de/sternsinger

 

  Rund eine Milliarde Euro, mehr als 71.700 Projekte Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als eine Milliarde Euro wurden seither gesammelt, mehr als 71.700 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 59. Aktion zum Jahresbeginn 2017 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.328 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 46,8 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.

 


ZDF-GOTTESDIENST IN KEHL ERINNERT AN DAS ENDE DES ERSTEN WELTKRIEGS

 

(Kehl/ekiba) -  Unter dem Motto „Frieden feiern – Frieden stiften“ wird am 15. Juli ein deutsch-französischer Gottesdienst aus Kehl live im Fernsehen übertragen. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr und wird im ZDF gezeigt, die Predigt hält Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh.

 

 

 

„Die deutsch-französische Versöhnung verdankt sich nicht nur Politikern, sondern auch den Kirchen diesseits und jenseits des Rheins“, erklärt Dekan Günter Ihle (Kehl) im Vorfeld. Bereits vor 100 Jahren hätten sich die evangelischen Christen vor Ort der Kriegspropaganda widersetzt und der Kehler Stadtkirche den neuen Namen „Friedenskirche“ gegeben, heißt es seitens der Organisatoren des Gottesdienstes. Leider habe es noch 40 Jahre gedauert, bis aus den einstigen Erzfeinden Deutschland und Frankreich endlich verlässliche Freunde geworden seien.

 

 

 

Dem Anlass entsprechend wird der öffentliche Gottesdienst in deutscher und französischer Sprache gestaltet. „Dankbar feiern wir die Freundschaft zwischen Deutschen und Franzosen und stellen uns zugleich der Frage, wie Versöhnung in kleinen und großen Konflikten weiter gelingen kann“, sagt Ihle. Musikalisch wirken im Gottesdienst die Bezirkskantorei Kehl unter der Leitung von Bezirkskantorin Carola Maute sowie Ingrid Heinrich an der Orgel mit, unter anderem mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die Predigt hält Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh.

 


Sitzung des Pommerschen Kirchenkreisrats: Unterstützung für Tournee der Musical-Gruppe „De pommerschen Engelspierken“ / Finanzhilfe für Restaurierung historischer Bibeln

Singende „Libellen“ auf großer Fahrt

Blick über die in Ranzin entstehende Streuobstwiese. Foto: PEK / Sebastian Kühl
Blick über die in Ranzin entstehende Streuobstwiese. Foto: PEK / Sebastian Kühl

 

(Ranzin/sk) - Der Kirchenkreisrat (KKR) des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) bewilligt der Kirchengemeinde Groß Bisdorf für die Musicaltournee 2018 der Gruppe „De pommerschen Engelspierken“ eine Zuwendung in Höhe von 2.000 Euro aus der Haushaltsstelle für „Initiativen und Projekte“. Diesen Beschluss fasste das Gremium in seiner Sitzung am Dienstag, 3. Juli, die auf Einladung des Kirchenkreisratsmitglieds Pastor Dr. Ulf Harder im Begegnungszentrum in Ranzin stattfand. Das Wort Engelspierken bedeutet im pommerschen Plattdeutsch Libellen. Unter Leitung von Pastorin Dr. Nicole Chibici-Revneanu hat die Musicalgruppe überregional und international Bedeutung gewonnen. Einem größeren Publikum sind „De pommerschen Engelspierken“ vor allem durch ihre anspruchsvolle Musical-Trilogie zur Reformation über Martin Luther, Katharina von Bora und Johannes Bugenhagen bekannt.

 

 

 

Bei Konzerten „geht die Post ab“

 

 

 

Im kommenden Herbst geht die Musical-Gruppe zum wiederholten Mal auf eine Tournee, die ausschließlich durch Konzerteintritte und durch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder finanziert wird. Die Kosten für die Tournee werden voraussichtlich bei knapp 7.000 Euro liegen. Der Kirchenkreisrat lobte ausdrücklich die Strahlkraft und das herausragende Wirken der Gruppe und dankte den ehrenamtlichen Mitgliedern sowie Pastorin Nicole Chibici-Revneanu für ihr Engagement. „Die zahlreichen Auftritte bei vielfältigen Veranstaltungen, wie beispielsweise zum Start des Nordkirchenschiffs in Stralsund oder während des Ökumenischen Kirchentags in Greifswald, lösen immer wieder viel Begeisterung aus“, so der Kirchenkreisrat. Bei Konzerten der „Engelspierken“ gehe „regelmäßig die Post ab“. Besonders beachtenswert sei, dass sowohl für die Konzerte als auch für die Tourneen der Musical-Gruppe deren ehrenamtlichen Mitglieder ihre Freizeit beziehungsweise ihren Urlaub investieren.

 

 

 

Historische Bibelausgaben werden restauriert

 

 

 

In einem weiteren Beschluss unterstützt der Kirchenkreisrat den „Förderverein Kirchenbibliothek St. Marien Barth e. V.“ aus dem Fonds für historische Bibliotheken mit 1.000 Euro. Das Geld soll einem Vorhaben zugutekommen, bei dem sieben aus dem 16. Jahrhundert stammende Bibeln restauriert werden. In seinem Antrag beziffert der Förderverein die Gesamtkosten für die Restaurierungen auf geschätzte 15.000 Euro. Zu den sieben Bibeln zählt auch die niederdeutsche Edition einer in Magdeburg gedruckten Lutherbibel aus dem Jahr 1545, deren Fassung von Martin Luther persönlich korrigiert wurde. Der Förderverein arbeite rein ehrenamtlich mit großer Leidenschaft für den Erhalt der kostbaren Bücher der Barther Kirchenbibliothek, so die Mitglieder des Kirchenkreisrats zu dem Beschluss. Die finanzielle Unterstützung soll auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit des Vereins sein. Die Barther Kirchenbibliothek zählt mit denen in Wolgast, in Loitz und im Greifswalder Dom zu den vier bedeutendsten Kirchenbibliotheken im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis.

 

 

 

Sitzung im Begegnungszentrum Ranzin

 

 

 

Üblicherweise ist der Sitzungsort des KKR das „Haus der Stille“ in Weitenhagen. In der letzten Sitzung vor der Sommerpause war der Kirchenkreisrat jedoch zu Gast im Begegnungszentrum in Ranzin. Dr. Ulf Harder, Mitglied des Kirchenkreisrats und Pastor der Kirchengemeinde Züssow-Zarnekow-Ranzin, hatte das Gremium eingeladen und berichtete den KKR-Mitgliedern im Anschluss an die Sitzung vom gelungenen Umbau des einstigen Wirtschaftsgebäudes am Rand des Ranziner Friedhofs zu einem multifunktionalen Begegnungszentrum, das auch Nichtkirchenmitgliedern offen steht. Zudem erläuterte Dr. Ulf Harder die Pläne der Kirchengemeinde, die Ranziner Kirche als Kultur- und Konzertkirche zu etablieren sowie aus einer angrenzenden Grünfläche die Streuobstwiese „Alter Pfarrgarten“ zu entwickeln. Dafür kooperiert die Kirchengemeinde mit dem Steinfurther Verein Kunst und Natur, der auf dem Kirchenland in Ranzin alte heimische Obstsorten anbaut, die vom Aussterben bedroht sind. „In 15 Jahren werden wir hier im Frühjahr unter blühenden Obstbäumen sitzen können“, blickte der Pastor in die Zukunft. Die Streuobstwiese in Ranzin zählt zu den Partnern der Veranstaltungsreihe „Spiritueller Sommer in Pommern“: www.spiritueller-sommer-pommern.de

 

 

 

Weitere Themen und nächster Sitzungstermin

 

 

 

Außerdem befasste sich der KKR während der Sitzung unter anderem mit Grundstücksangelegenheiten, mit kirchenaufsichtlichen Genehmigungen, mit der Vorbereitung der kommenden Synoden, mit Personalfragen, mit dem Bestimmungszweck der kirchenkreislichen Kollekten 2019, mit der Freistellung von Mitgliedern der Mitarbeitervertretung, mit den Empfehlungen des Diakonieausschusses zur Verteilung kirchenkreislicher Mittel 2019 sowie mit der Vermietung des Lutherhofs in Greifswald für Veranstaltungen.

 

Die nächste Sitzung des Kirchenkreisrats findet am 11. September 2018 statt.

 

 

 

Stichwort Kirchenkreisrat

 

 

 

Der Kirchenkreisrat vertritt den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis in allen Angelegenheiten. Er führt die Aufsicht über die 153 Kirchengemeinden und ihre Verbände sowie über die Dienste und Werke und erteilt die erforderlichen Genehmigungen. Das Gremium besteht aus 13 Mitgliedern. Ihm gehören die Pröpstin und Pröpste der drei Propsteien des Kirchenkreises, Pröpstin Helga Ruch (Stralsund), Propst Gerd Panknin (Demmin) und Propst Andreas Haerter (Pasewalk), als geborene Mitglieder an. Die weiteren zehn Mitglieder wurden von der Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises gewählt: Sylvia Giesecke, Raik Harder, Dr. Gerd Albrecht, Wolfgang Banditt, Reinhard Kurowski, Beate von Randow, Dr. Gerrit Marx, Angelika Beyer, Pastor Dr. Ulf Harder und Johanna Hertzsch. Vorsitzender des Kirchenkreisrates ist Propst Gerd Panknin. Der Kirchenkreisrat bereitet die Entscheidungen der Kirchenkreissynode vor, bringt Vorlagen ein und führt die Beschlüsse aus. Er bringt den Haushalt ein und ist für die Durchführung verantwortlich. Er berät Pröpstin und Pröpste, beruft die Pastorinnen und Pastoren in die Pfarrstellen des Kirchenkreises und führt die Aufsicht über die Kirchenkreisverwaltung. Der Kirchenkreisrat im Internet: http://www.kirche-mv.de/Kirchenkreisrat.565.0.html

 

 

 


Paulus Budi Kleden zum weltweiten Generalsuperior der Steyler Missionare gewählt

Foto: Steyler Missionare
Foto: Steyler Missionare


 

Der neue internationale Leiter der „Societas Verbi Divini“ (SVD), im deutschen Sprachraum besser bekannt unter dem Namen Steyler Missionare, heißt P. Paulus Budi Kleden. Er bekam seine Ausbildung in St. Gabriel/NÖ, war vor 26 Jahren an der Gründung des Flüchtingshauses St. Gabriel beteiligt und arbeitete mehrere Jahre in österreichischen und Schweizer Pfarren. Seine Dissertation schrieb er in Freiburg im Breisgau, ursprünglich kommt er aus Indionesien.

 

 

 

(Sankt Augustin/sm) - Jeder Vierte der 6.000 Steyler Missionare weltweit kommt aus Indonesien, die meisten wirken jedoch in anderen Ländern und Kontinenten. So auch P. Paulus Budi Kleden, der am 4. Juli 2018 vom 18. Generalkapitel der SVD (Societas Verbi Divini)/Steyler Missionare in Nemi bei Rom zum neuen Generalsuperior gewählt wurde. Er folgt damit dem deutschen P. Heinz Kulüke nach, der sich wieder ganz der Seelsorge bei den Ärmsten der Armen widmen möchte. Auch vor den sechs Jahren als Generalsuperior hatte P. Kulüke mit den am meisten benachteiligten Menschen in ohnehin armen Ländern gelebt.

 

Den weltweiten Horizont im Blick

 

P. Kleden war in den vergangenen sechs Jahren bereits als Generalrat eingesetzt. In dieser Funktion verbrachte er zwei Mal jährlich sechs Wochen in einer Provinz des Ordens, um durch die Besuche die Mitbrüder, ihre Arbeit und das Leben der Menschen in der Provinz kennenzulernen. Er ist also nicht nur Vertreter des größten SVD-Herkunftslandes weltweit, sondern bereits jetzt ein guter Kenner der weltweiten Tätigkeit des Ordens und vieler Mitbrüder. Unter anderem besuchte er in seiner Amtszeit die neu eröffnete Niederlassung der Steyler in Liberia. Der Ortsbischof hatte den Orden um Hilfe gebeten. Im Pfarrgebiet der Steyler Missionare liegt ein riesiges Flüchtlingslager, um das sich die Ordensmänner kümmern. Aber auch Südkorea besuchte der neue Generalsuperior jüngst, wo der Orden überlegt, wie er in der neuen Situation in Nordkorea wirken kann. Auf seinen Besuchen war es Pater Kleden wichtig, den Missionaren den weltweiten Horizont des Ordens zu eröffnen. „Die persönlichen Besuche helfen, die Zugehörigkeit und das Selbstbewusstsein der Ordensmitglieder zu stärken“, so Paulus Budi Kleden. „Das gibt auch Motivation in ihrem Einsatz.“ Dafür wird Pater Kleden in den kommenden sechs Jahren als Generalsuperior zahlreiche Gelegenheiten haben.

 

Grenzen überwinden als Herzensanliegen

 

1988 bis 1993 studierte Paulus Budi Kleden in St. Gabriel/Maria Enzersdorf bei Wien. In diese Zeit fiel auch die Entscheidung der Studenten, ihren eigenen Wohntrakt für Flüchtlinge aus dem damaligen Bosnienkrieg frei zu geben und in kleinere Zimmer zu ziehen. „Das zählte für mich zu einer wichtigen Erfahrung in St. Gabriel“, so P. Kleden im Gespräch. Als Diakon wirkte der neue SVD-Generalsuperior in Stadlau, in einer Pfarre der Salesianer Don Boscos, wo er viel dazugelernt hat, wie er sagt. Überhaupt ist ihm das Grenzüberschreiten ein Herzensanliegen. Er geht gerne über Grenzen hinaus – über die Grenzen des Landes, aber auch der eigenen Ordensgemeinschaft. Während seiner Dissertationszeit in Freiburg im Breisgau – er schrieb über die Christologie von Johann Baptist Metz – lebte er bei Franziskanern mit. „Die Einfachheit und ihr Gemeinschaftsleben schätzte ich sehr“, erinnert sich Kleden, „und ich verlor dort mein Vorurteil, dass Menschen mit Ordenstracht konservativ sind.“ In Deutschland lebte P. Kleden von 1996 bis 2001. Zwischen 1993 und 1996 hatte er in der Pfarrseelsorge in Steinhausen und Auw in der Schweiz gewirkt. Er spricht also nicht nur perfekt Deutsch, sondern auch ein wenig Schweizerisch und ist somit ein guter Kenner der deutschen und der mitteleuropäischen Provinz der Steyler Missionare, zu der Schweiz, Frankreich, Österreich und Kroatien gehören.

 

Zuhören als missionarische Qualität

 

Bevor P. Paulus Budi Kleden 2012 zum Generalrat gewählt wurde und nach Rom übersiedelte, wirkte er elf Jahre lang als Theologie- und Philosophieprofessor und als Studienpräfekt in seiner Heimat Indonesien, im Seminar von Ledalero. Er spricht seine Muttersprache Lamaholot, die Amtssprache Indonesisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch. Geboren wurde er am 16. November 1965 in Waibalun, Diözese Larantuka, trat 1985 in die Societas Verbi Divini (SVD) als Novize ein und wurde 1993 in St. Gabriel zum Priester geweiht. „Mission“ heißt für den neu gewählten Generalsuperior wie für die SVD als Ordensgemeinschaft Einladung zum prophetischen Dialog. Die vier erstgenannten Dialogpartner sind: Arme, Angehörige anderer Religionen, Vertreter anderer Kulturen und Glaubens- und Orientierungssuchende. „Indem wir ihnen zuhören, überlegen wir selber über unseren Glauben“, fasst es der neue Generalsuperior Paulus Budi Kleden zusammen.

 

Text: Monika Slouk

 

 

 

Link zum Brief:

 

https://www.steyler.eu/global/news/at/provinz/2018/180704_Generalsuperior_Wahl.php

 


Martin Grochowski arbeitet im Seehotel Maria Laach

Barmherziger Bruder und Kellner

Martin Grochowski von den Barmherzigen Brüdern arbeitet im Seehotel Maria Laach. Foto: bt
Martin Grochowski von den Barmherzigen Brüdern arbeitet im Seehotel Maria Laach. Foto: bt

 

(Glees/Koblenz/bt) – Es ist Dienstag, kurz nach zehn Uhr. Die Gäste bedienen sich am reichhaltigen Frühstücksbuffet und setzen sich auf die Terrasse mit Blick auf den Laacher See. Im Hintergrund wirbelt schon Martin Grochowski durch den Raum und räumt die Tische ab, um im Anschluss für das Mittagessen einzudecken – ein ganz normaler Ablauf, wenn man Fachkraft im Gastgewerbe ist. Doch das Namensschild regt manche Gäste zum Rätseln an: Bruder Martin ist dort zu lesen. Er ist Ordensangehöriger der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf und geht gleichzeitig einem Beruf nach.

 

„Es gibt immer wieder Besucher, die mich fragen, was ich hier mache. Aber wir benötigen auch Geld zum Leben, wie jede andere Familie“, erklärt der 39-Jährige. „Jeder, der fit ist, arbeitet. Die meisten sind im Bereich Pflege oder Therapie angestellt, da wir ein Pflegeorden sind“. Er sei nicht der erste, der in der Gastronomie arbeitet, aber der einzige Ordensangehörige, der im Seehotel angestellt ist.

 

„Das Seehotel Maria Laach ist ein Wirtschaftsbetrieb der Abtei Maria Laach. Wir fühlen uns natürlich mit der Abtei sehr verbunden“, erklärt Hoteldirektor Steffen Melzow. So werden ausschließlich Werke von Künstlern aus der Abtei im Hotel ausgestellt wie Gemälde von Maler Bruder Lukas, Skulpturen von Bildhauer Bruder Joseph oder Keramik von Bruder Stephan. „Die tägliche Arbeit läuft aber völlig unabhängig von der Abtei“, berichtet Melzow.

 

Bevor Bruder Martin seine Ausbildung im Hildegard-Forum der Kreuzschwestern in Bingen absolvierte, machte er Praktika in einem medizinischen Labor, einer Apotheke und einer Röntgen-Abteilung. Er begann eine Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten. „Aber das sollte nicht mein Weg sein.“  Richtig Spaß hatte er an der Arbeit in der Küche und in der Cafeteria des Krankenhauses „Marienhof“ in Koblenz. „Das Bedienen von Gästen bereitet mir viel Freude.“

 

In der Berufsschule war er der Älteste. „Für meine Mitschüler war meine Ordenszugehörigkeit schon ein Thema.“ Es habe positive wie auch negative Reaktionen gegeben. In seiner derzeitigen Anstellung wird er von seinen Kolleginnen und Kollegen und Gästen auch schon mal um Rat im theologischen oder seelsorgerischen Bereich gefragt. „Ich habe hier schon viele gute Menschen getroffen, und es besteht ein großes Vertrauen von beiden Seiten.“

 

Seit gut einem Jahr arbeitet er an fünf Tagen im Restaurantbereich des Vier-Sterne-Seehotels – auch an Sonn- und Feiertagen. „Trotz meines Berufes finde ich noch genügend Zeit für die Gemeinschaft und das Gebet.“ Es sei alles eine Frage der Organisation. Bruder Martin geht auch schon mal vor der Arbeit in den Gottesdienst der Benediktinermönche in der Abtei Maria Laach. „Beten tue ich in der Pause, bei einem Spaziergang um den See oder in einer ruhigen Ecke.“ Und mit der Digitalisierung ist das Beten des Stundengebets ganz einfach: „Ich habe alles im Handy abgespeichert“, lacht Bruder Martin, der der Kongregation seit 2011 angehört und im Peter-Friedhofen-Haus in der Koblenzer Altstadt lebt.

 

„Arbeiten ist ein Teil meines Lebens, den ich gerne mache“, daran habe auch das gute Team einen großen Anteil,  meint Bruder Martin, der in Schlesien (Polen) geboren wurde und seit mehr als 15 Jahren in Deutschland lebt. „Ich habe ein Haus mit Seele und Geist gesucht und gefunden. Ich denke, dabei hat mir auch der Heilige Geist etwas geholfen.“

 

„Ich vergesse nie, dass ich Bruder bin, ob mit Hemd und Fliege wie im Hotel oder im Habit, unsrer Ordenstracht“, sagt er und räumt die letzten Teller vom Frühstücksbuffet und stellt das Mittagessen bereit. Alle Tische erstrahlen wieder und Bruder Martin notiert sich die nächsten Getränkebestellungen der Gäste.

 


Kleidersammlung im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums erbringt 873 Tonnen

Jugendliche zeigen vollen Einsatz für Gleichaltrige in Bolivien

Fleißige Helferinnen und Helfer sammeln die Säcke ein. Foto: bt
Fleißige Helferinnen und Helfer sammeln die Säcke ein. Foto: bt

 

(Trier/Koblenz/Bad Kreuznach/bt) – Rund 6.000 Jugendliche und andere ehrenamtliche Helfer haben wieder vollen Einsatz bei der Bolivienkleidersammlung des Bistums Trier gezeigt. Insgesamt 873 Tonnen gebrauchte Kleidung und Schuhe haben sie an drei Aktionstagen (21. April, 5. Mai und 26. Mai) im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums gesammelt - das entspricht etwa dem Gewicht von drei Flugzeugen. Nach Angaben des Bolivienreferats des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend bleiben die Sammelmengen seit Jahren konstant hoch – nur ein leichter Rückgang um 5,1 Prozent im Vergleich zu 2017 sei zu verzeichnen.

 

„Unser großer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die sich jedes Jahr auf‘s neue mit vollem Einsatz beteiligen, aber auch den Verantwortlichen für ihren umsichtigen Einsatz“ sagte Matthias Pohlmann, Geschäftsführer des Bolivienreferats. Nur durch diese tatkräftige Unterstützung sei es jedes Jahr wieder möglich, die Aktion mit immer neuen Herausforderungen durchzuführen. „Die engagierten jugendlichen und erwachsenen Helfer packen mit an und zeigen so ihre Solidarität mit Gleichaltrigen im Partnerland Bolivien“, so Pohlmann. In diesem Jahr standen die Aktionstage besonders unter dem Fokus, die Vorgaben des neuen Leitfadens zur Gewährleistung der Sicherheit der Beteiligten umzusetzen.

 

Mit den Erlösen aus der Sammlung werden zwei Partnerorganisationen in Bolivien gefördert: Die Jugend- und Berufungspastoral Boliviens (PJV) und die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca – Trier“. Die Stiftung unterhält 25 Ausbildungszentren für rund 1.500 Kinder und Jugendliche auf dem Land von Chuquisaca. Sie engagiert sich dafür, diese benachteiligte Personengruppe in ihrer Schul- und Berufsausbildung und in ihrem Alltag in den Internaten zu unterstützen. Ein neuer Schwerpunkt ist auch die Inklusionsarbeit: Menschen mit physischen und psychischen Beeinträchtigungen oder auch Kinder mit Lernschwächen werden angemessen gefördert. Zudem gibt es ein Projekt zum Klimawandel. Dass die Unterstützung gelinge, zeige laut Pohlmann eine Nachricht, die er kürzlich von einem Vater einer bolivianischen Schülerin erhalten habe: „Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass meine Tochter dank der Stiftung zur Schule gehen kann, lesen und schreiben lernt. Die Stiftung gibt uns Familien vom Land, die weit entfernt von den Schulen leben, die Möglichkeit unsere Kinder ins Internat zu schicken. Sie können so nicht nur zur Schule gehen, sondern lernen auch, Gemüse anzubauen oder Produkte aus Zuckerrohr zu erzeugen.“

 

Die Bolivien-Kleidersammlung wird unter dem Zeichen „FairWertung“ durchgeführt. Zu den verbindlichen Standards gehören Gemeinnützigkeit, klare und wahrheitsgemäße Information, Umweltschutz und verantwortliche Entsorgung sowie umfassende Transparenz und Kontrolle. Der Dachverband „FairWertung e.V.“ informiert über die Entwicklung auf dem weltweiten Markt für Second Hand Kleidung. Weitere Informationen gibt es unter: www.bolivienkleidersammlung.de und www.fairwertung.de.

 


Veranstaltungshinweis

11. Juli Weltwerkstatt: Ghana beyond aid – Vorbild in Afrika?

 

(Bonn/db) – Die Bonner Nichtregierungsorganisation Don Bosco Mondo e.V. ruft eine neue Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Weltwerkstatt“ ins Leben: Dreimal jährlich tauschen sich Experten und Interessierte zu Themen der Entwicklungszusammenarbeit und der Beruflichen Bildung aus.

 

Den Auftakt bildet die Weltwerkstatt am 11. Juli zum Thema „Ghana beyond aid – Vorbild in Afrika?“, die in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Ghana-Forum NRW durchgeführt wird.

 

Ghana spielt in der deutschen Außenpolitik traditionell eine herausgehobene Rolle. Auch, weil es in den vergangenen Jahrzehnten sowohl den Demokratisierungsprozess sowie die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig und entschieden vorangetrieben hat. Doch kann Ghana eine Vorreiterrolle für andere afrikanische Staaten einnehmen? Darüber diskutieren:

 

  • Burkhardt Hellemann (Leiter des Auslandsbüros Ghana der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.),
  • Volkmar Klein MdB (Sprecher für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) und
  • Pater Krzysztof Nizniak SDB (Ökonom der Salesianer Don Boscos in Ghana).

 

Die Weltwerkstatt „Ghana beyond aid – Vorbild in Afrika?“ findet statt am 11. Juli 2018 um 18 Uhr auf dem Don Bosco Campus, Sträßchensweg 3 in 53113 Bonn.

 

Im Anschluss an die Diskussionsrunde besteht die Möglichkeit zu gemeinsamen Public Viewing des Fußball-WM-Halbfinales.

 


Langjähriger Chefarzt geht in den Ruhestand

Schlüsselübergabe in der Drogenklinik im Schloss Tessin

Leitungswechsel in der Fachklinik für Drogenabhängige Schloss Tessin: Chefarzt Alf Kroker (rechts) und Prokuristin Katrin Kuphal überreichen dem neuen Chefarzt Felix Morten Dörr den Schlüssel. Foto: Carsten Heinemann
Leitungswechsel in der Fachklinik für Drogenabhängige Schloss Tessin: Chefarzt Alf Kroker (rechts) und Prokuristin Katrin Kuphal überreichen dem neuen Chefarzt Felix Morten Dörr den Schlüssel. Foto: Carsten Heinemann

 

 

(Tessin (Schaalsee)/ch) - Die Evangelische Suchtkrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern gGmbH verabschiedete Chefarzt Alf Kroker in den Ruhestand. Der langjährige Leiter der Fachklinik für Drogenabhängige im Schloss Tessin führte die Einrichtung seit 1997 und war maßgeblich an ihrem Aufbau beteiligt.

 

"Sie haben die Einrichtung mit ihrem Team nachhaltig geprägt und dafür gesorgt, dass die Entwöhnungsbehandlung im Schloss Tessin überregional einen exzellenten Ruf genießt", sagte Peter Grosch, Geschäftsführer der Evangelischen Suchtkrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern gGmbH anlässlich der Verabschiedung. Die Patienten kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, um ihre Therapie hier zu durchlaufen. Sie können ihre tierischen Begleiter (u. a. Hunde und Katzen) mitbringen, die dann mit ihnen gemeinsam auf den Zimmern untergebracht werden. Unter der psychotherapeutischen Leitung des Chefarztes Kroker, der das anerkannte Konzept verantwortet und vertritt, wurden weit über 2.000 Patienten behandelt.

 

„In der Regel“, so Chefarzt Kroker, „ist die Behandlung in der Klinik der entscheidende Schritt, um im lebenslangen Kampf gegen die Abhängigkeitserkrankung als Sieger hervorzugehen“. Die Geschäftsführung der Evangelischen Suchtkrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern gGmbH und ihre Mitarbeitenden sowie das Team der Fachklinik für Drogenabhängige Schloss Tessin dankten Alf Kroker für seinen engagierten Einsatz. Trotz Ruhestand wird Alf Kroker der Suchtklinik und den Patienten weiterhin mit seiner Fachkompetenz zur Verfügung stehen und die Arbeit in der Einrichtung unterstützen.

 

Am 1. Juli 2018 startete Felix Morten Dörr als neuer Chefarzt der Tessiner Drogenklinik. Ihm übergab Alf Kroker jetzt die Schlüssel des Hauses. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie kann auf langjährige Erfahrungen im Suchtbereich zurückgreifen und arbeitete bereits als Oberarzt in der Einrichtung. Nun führt er das 26-köpfige interdisziplinäre Team. "Wir freuen uns, dass hier ein nahtloser Übergang gelungen ist und wir die bewährte Arbeit fortführen können", hob Peter Grosch hervor. Viele Konsumenten von illegalen Drogen schätzen die Gefahr völlig falsch ein. So praktizieren viele einen problematischen Mischkonsum verschiedenster Suchtstoffe. "Es ist, als würden sie sich zu einem freiwilligen Selbsttest der chemischen Industrie bereit erklären" erklärte Peter Grosch. Die Folgen sind für die Konsumenten schwer einzuschätzen. Am Ende steht die Abhängigkeit der Betroffenen, die in der Tessiner Drogenklinik in einem komplexen Therapieprogramm behandelt wird.

 


Malteser zeigten beim Wolfsburger Stadtgeburtstag ihr Können

Kochen, Retten, Schützen

Anita Fichter (links) und Diensteleiterin Mareike Maasberg stellten den Hausnotruf vor; Bildquelle: Lukas/Malteser
Anita Fichter (links) und Diensteleiterin Mareike Maasberg stellten den Hausnotruf vor; Bildquelle: Lukas/Malteser

 

(Wolfsburg/mhd) - Die Stadt Wolfsburg feierte am letzten Juniwochenende 80. Geburtstag – und die Malteser feierten mit, als Gäste wie als Helfer: Während die Malteser-Rettungshunde viel Aufmerksamkeit auf sich zogen und auch die Damen vom Hausnotruf gesuchte Ansprechpartnerinnen waren, so wirkten der Sanitätsdienst und die Kochtruppe eher im Hintergrund.

 

Malteser ist man nie allein, so heißt es bei dem katholischen Hilfsdienst. Und selten war dieser Spruch so wahr wie beim Wolfsburger Stadtgeburtstag. Weil der Großteil der ehrenamtlichen Helfer der Wolfsburger Malteser gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) den Sanitätsdienst organisierte, kamen Malteser aus anderen Städten zu Hilfe, um den Besuchern des Stadtgeburtstages die Breite der Malteser-Einsatzdienste zu zeigen. Die Gifhorner Malteser brachten ihren „Herzenswunsch-Krankenwagen“ mit und informierten darüber, dass auch sie ab sofort todkranke Patienten ein letztes Mal an einen Ort ihrer Wahl fahren können. Sechs andere Malteser-Stadtgliederungen beteiligen sich schon seit mehr als einem Jahr sehr erfolgreich an diesem Projekt, unter anderem Wolfsburg.

 

Mareike Maasberg, Diensteleiterin Hausnotruf Wolfsburg, und ihre Kollegin Anita Fichter stellten den Hausnotruf vor, der älteren Menschen ein eigenständiges Leben zuhause ermöglicht. Die größten Besuchermagnete waren aber sicherlich die Rettungshunde der Braunschweiger Malteser, die am Samstag und Sonntag mit mehreren Mensch-Hunde-Teams ihr Können zeigten. Steile Anstiege, wackelnde Stege und unsicherer Boden – nichts kann die Vierbeiner mit ihren guten Nasen davon abhalten, Personen zu suchen und dann auch zu finden.

 

Derweil sorgte Marion Haupt im Hintergrund für gute Laune: Mit einem Kochteam von sechs Ehrenamtlichen verpflegte sie rund 120 Mitarbeiter der verschiedenen Hilfsdienste – Malteser, aber auch DRK, Ordnungsamt, Bundeswehr und andere – mit einem kalten Buffet und allerlei Leckereien. Zufriedene Gesichter auch bei den Sanitätskräften. Das gute Dutzend Ehrenamtlicher unter der Einsatzleitung von Helge Stautmeister hatte überwiegend nur Bagatellen zu versorgen. „Die Zusammenarbeit mit dem DRK hat wieder einmal hervorragend geklappt“, lobte der erfahrene Notfallsanitäter.

 

Ein positives Fazit zog denn auch Andreas Nickel, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Wolfsburger Malteser, nach einem arbeitsreichen Wochenende: Es sei den Malteser und den anderen Hilfsorganisationen beim Stadtgeburtstag gelungen, sich positiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Die Wolfsburger Malteser im Internet:

 

www.malteser-wolfsburg.de


Brigitte Vielhaus ist neue Bundesgeschäftsführerin der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands

Seit dem 1. Juli 2018 ist Brigitte Vielhaus kfd-Bundesgeschäftsführerin. Foto: kfd/Kay Herschelmann
Seit dem 1. Juli 2018 ist Brigitte Vielhaus kfd-Bundesgeschäftsführerin. Foto: kfd/Kay Herschelmann

 

(Düsseldorf/kfd)  – Die Katholische Frauengemeinschaft Deutsch­lands (kfd) – Bundesverband e.V. hat zum 1. Juli neben Jutta Laege als neue Chefredakteurin der Mitgliederzeitschrift „Frau und Mutter“ einen weiteren Personalwechsel in einer Leitungsfunktion vorgenom­men: Brigitte Vielhaus folgt als Bundesgeschäftsführerin auf Beate Kruse, die in den Ruhestand gegangen ist.

 

Vielhaus, geboren 1959 (Alter: 58) in Ratingen, machte 1984 ihren Abschluss lic.theol. in Theologie und Philosophie an der Universität Fribourg/CH. 1999 erwarb sie nach Abschluss einer vierjährigen Ausbildung den Counselor grad. in Methoden der Humanistischen Psychologie am Institut für Humanistische Psychologie e.V., Eschweiler.

 

Seit 1987 ist sie in der kfd-Bundesgeschäftsstelle tätig, zunächst als Assistentin des Generalpräses, später als Bildungsreferentin mit Schwerpunkt Ökumenische Dekade „Solidarität der Kirchen mit den Frauen“. In ihre erste Führungsposition wechselte sie 2001 als Leiterin der Abteilung Verbandliche Projekte, 2007 übernahm sie die Leitung der Abteilung Theologie/Kirche.

 

Aktuell begleitet sie bis 2019 das auf drei Jahre angelegte wissenschaftliche Forschungs­projekt zur Mitgliederwerbekampagne „Frauen.Macht.Zukunft.“ in Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg.

 

Vielhaus ist ehrenamtliche Beerdigungsbeauftragte des Bistums Aachen und engagiert sich in der kfd vor Ort. In ihrer Freizeit spielt sie gerne Tennis.


Von der lebendigen Kraft des Wassers

 

Mit einem Abschlussgottesdienst endete gestern das diesjährige große „Konficamp“ des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises. Mehr als 160 Konfirmandinnen und Konfirmanden nahmen an der beliebten Freizeit teil, die zum zwölften Mal im Landschulheim in Sassen bei Greifswald stattfand.

 

 

 

(Sassen/sk) - Wer am zurückliegenden Sonnabend das Landschulheims in Sassen besuchte, konnte auf dem weitläufigen Gelände Dutzende Teenager vorsichtig auf und ab laufen sehen, die Hände zu Schalen geformt, in denen sie schmutzig-braunes Wasser beförderten. War im Landschulheim die Wasserversorgung zusammengebrochen? „Das ist Teil unseres diesjährigen Geländespiels“, klärte Pastor Mathias Thieme von der Konfirmandenarbeitsstelle des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises die Hintergründe des ungewöhnlichen Wassertransports auf. „Die Konfis sind in zwölf Gruppen eingeteilt, sollen an verschiedenen Stationen aus verunreinigtem Wasser durch Filterung wieder sauberes Wasser gewinnen und es dann in Eimern sammeln, die sie zuvor individuell gestaltet haben. Das Team, das die größte Menge Wasser sammelt, gewinnt.“ Konfis, so werden Konfirmandinnen und Konfirmanden zeitgemäß abgekürzt. Und Konficamp heißt dementsprechend das jährliche Konfirmandentreffen im Schullandheim Sassen.

 

 

 

Anknüpfungspunkte zu biblischen Geschichten

 

 

 

Nachdem sich im vergangen Jahr während des Konficamps alles ums Reformationsjubiläum drehte, lautete das Thema dieses Mal „Kann mir jemand das Wasser reichen?“. Es war angelehnt an die Jahreslosung „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“. Üblicherweise strömt Wasser jederzeit in Trinkwasserqualität aus dem Wasserhahn. Die Erfahrungen aus dem Geländespiel ließen die Jugendlichen die Kostbarkeit des Wassers ganz neu erspüren. Darüber hinaus spielte aber auch die Sinnbildlichkeit des Wassers eine Rolle, die noch über seine lebensspendende Kraft hinausgeht. „Das Thema Wasser war gewissermaßen der rote Faden des Konficamps“, so Mathias Thieme. Als essentielles Element bot es während des Wochenendes viele Anknüpfungspunkte zu biblischen Geschichten.

 

 

 

Wüstenwanderung als Analogie zur Pubertät

 

 

 

Unter anderem beschäftigten sich die Jugendlichen in einem der zahlreichen Workshops mit der Wanderung der Israeliten durch die Wüste nach ihrem Auszug aus Ägypten, auf der Suche nach dem Gelobten Land. „Nirgends bekommt Wasser so eine enorme Bedeutung, wie in der Wüste“, meinte Mathias Thieme. Für den Konfirmandenpastor ist die Wüstenwanderung zudem die ideale Bibelgeschichte für Jugendliche im Konfirmandenalter: „Da tun sich so viele Analogien zur Pubertät auf. Der Auszug der Israeliten kann für den Aufbruch in ein selbst bestimmtes Leben stehen, an dessen Ende die Aussicht auf einen ganz neuen Abschnitt steht“, so der Pastor. Das Konficamp ende zwar nicht im „Gelobten Land“, aber er wolle den jungen Menschen auf dem Weg dorthin Vorfreude und Motivation mitgeben, sie aufbauen, groß machen und sie in der Gemeinschaft stärken.  

 

 

 

Eigene Energien in der Gruppe aktivieren

 

 

 

Einen Preis gewann das Siegerteam zum Schluss des Geländespiels jedoch nicht. „Am Ende stellten die Konfis fest, dass ihr Gewinn darin bestand, gemeinsam die Aufgabenstellung gemeistert zu haben“, freute sich Mathias Thieme über die gelungene Aktion. Ähnlich war es bereits bei einer anderen Aufgabe. Ausgehend von einer biblischen Schilderung aus dem Neuen Testament hatten die Gruppen zwei Stunden Zeit, um ein Fördersystem für einen Eimer-Brunnen zu entwickeln. „Auch das war eines unserer teambildenden Spiele. So wurde in kurzer Zeit aus Jugendlichen, von denen viele sich zuvor nicht kannten, eine Gemeinschaft. Zudem entdeckten die Konfirmandinnen und Konfirmanden dabei, welche Energie es in ihnen gibt und wie sie diese in der Gruppe aktivieren und einsetzen können.“

 

 

 

Idealer Ort für Freizeiten

 

 

 

Das Geländespiel war einer von vielen Höhepunkte während des diesjährigen Konficamps im Landschulheim Sassen, an der rund 160 Konfirmandinnen und Konfirmanden teilnahmen. Betreuung und Organisation lagen dabei nicht nur in der Hand des siebenköpfigen Teams aus hauptamtlich Mitarbeitenden, sondern vor allem in der Verantwortung der rund 70 beteiligten Teamer – das sind Jugendliche, die eine Qualifizierung zur Jugendarbeit absolviert haben, während einer Ausbildung, die ebenfalls im Schullandheim in Sassen stattfand. Haus und Gelände liegen rund 20 Kilometer südwestlich von Greifswald inmitten weitläufiger Felder. Ein idealer Platz für Jugendfreizeiten. Das hat sich nicht nur in Pommern, sondern auch schon im Nachbarkirchenkreis herumgesprochen. Schon im Vorjahr waren Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Mecklenburg in Sassen dabei. „Die Zahl der Mecklenburger hat sich in diesem Jahr noch deutlich erhöht“, freute sich Mathias Thieme, dem die verstärkte Zusammenarbeit der Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern ein Anliegen ist.

 

 

 

Podiumsdiskussion mit Bischöfin Kirsten Fehrs

 

 

 

Um sich ein Bild von der Jugendarbeit im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis zu machen, besuchte Bischöfin Kirsten Fehrs am Sonnabend für einige Stunden das Konficamp. Zu den Zuständigkeiten der Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck innerhalb der Nordkirche zählt unter anderem der Bereich Jugend. Kirsten Fehrs suchte das Gespräch mit den Mitarbeitenden und den Jugendlichen, informierte sich über die Vielfalt der Angebote und nahm unter anderem an einer Podiumsdiskussion teil, bei der sie sich den interessierten Fragen der Konfirmandinnen und Konfirmanden stellte. Der Besuch der Bischöfin sei ein Zeichen der Wertschätzung gewesen und zeige das Interesse der Kirchenleitung an den unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten der Jugendlichen innerhalb der Nordkirche, sagte Jugendpastorin Tabea Bartels.

 

 

 

Wochenende mit vielfältigem Programm

 

 

 

Die Anfänge des jährlich stattfindenden Konficamps reichen zurück nach Verchen, wo es aus einem kleinen regionalen Treffen entstand. Da es mit der Zeit immer beliebter und größer wurde, findet es mittlerweile seit zwölf Jahren im Schullandheim in Sassen statt. Wie in den Vorjahren begann das diesjährige Konficamp mit dem Kennenlernen aller Teilnehmenden am vergangenen Freitagabend. Der Sonnabendvormittag war der thematischen Arbeit vorbehalten, für Workshops mit erlebnispädagogischen Elementen und für die Beschäftigung mit biblischen Texten. Im Anschluss an das Geländespiel am Sonnabendnachmittag startete der „Markt der Möglichkeiten“ mit vielfältigen Freizeitangeboten, bevor in den Abendstunden eine Disko zum Tanzen einlud. Am gestrigen Sonntag endete das Konficamp mit dem gemeinsamen Abschlussgottesdienst.

 


Licht für die Welt startet Nominierungen für neuen Award für Frauen mit Behinderung: „Her Abilities“


 

  • Nominierungen sind ab heute, 2. Juli, möglich
  • Die Errungenschaften von Frauen mit Behinderungen in den Kategorien: Gesundheit & Erziehung | Rechte | Kunst, Kultur & Sport sollen ausgezeichnet werden.
  • Eine unabhängige Jury wird die Gewinnerinnen auswählen: Unter den Jurymitgliedern ist auch die deutsche Autorin, Moderatorin und Poetry-Slammerin Ninia LaGrande.

 

(München/lfw) - Die internationale Fachorganisation für Menschen mit Behinderung, Licht für die Welt, startet heute die Frist für die Nominierungen für einen neuen globalen Preis für Frauen mit Behinderung: Her Abilities. Die Auszeichnung, die in drei Kategorien vergeben wird, soll die Errungenschaften von Frauen mit Behinderungen weltweit würdigen. Der Preis wurde zusammen mit der äthiopischen Menschenrechtsaktivistin Yetnebersh Nigussie initiiert, die 2017 den „Alternativen Nobelpreis“ (Right Livelihood Award) und 2018 den Helen Keller-Award erhalten hat. „Mit diesem neuen Preis wollen wir die 99 Fähigkeiten von Frauen mit Behinderungen in den Vordergrund stellen und nicht ihre Behinderung“, so Nigussie.

 

Der Preis wird in drei Kategorien verliehen: Gesundheit und Erziehung (z.B. Lehrerinnen, Schuldirektorinnen, Professorinnen, Ärztinnen oder Mitarbeiter im Gesundheitsbereich); Rechte (Kämpferinnen für Inklusion und die Rechte von Menschen mit Behinderung – aus öffentlichen oder privaten Organisationen, Regierungen, Unternehmen oder lokalen Gemeinschaften); Kunst, Kultur & Sport (Künstlerinnen, Schauspielerinnen, Dichterinnen, Schriftstellerinnen, Paralympionikinnen und andere erfolgreiche Sportlerinnen).

 

Eine unabhängige Jury wird über die Gewinnerinnen entscheiden. Die Jury ist eine Gruppe von großartigen Frauen aus allen Bereichen des Lebens, unter anderem:

 

  • Shantha Rau Barriga, Direktor der Abteilung für Rechte von Menschen mit Behinderungen bei Human Rights Watch, USA

 

  • María Soledad Cisternas Reyes, Rechtsprofessorin, Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Behinderungen und Barrierefreiheit, Chile.

 

  • Ninia LaGrande, Autorin, Moderatorin, Poetry Slammerin, aus Deutschland.

 

  • Ekaete Judith Umoh, Expertin für Soziale Inklusion und Behindertenrecht, Nigeria.

 

  • Farida Gulamo, war die erste Präsidentin des mosambikanischen Paralympischen Komitees und ist Aktivistin für Sport und Bildung, Mosambik.

 

  • Rachel Kachaje, Behindertenrechtsaktivistin, frühere Ministerin für Menschen mit Behinderung und ältere Menschen, Malawi.

 

  • Mariam Doumbia, Musikerin, Teil des Grammy-nominierten Duos Amadou & Mariam, Mali.

 

Weitere Jury-Mitglieder werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben.

 

 

Ninia LaGrande über 'Her Abilities':

 

„Frauen mit Behinderung leisten weltweit wichtige, engagierte und wertvolle Arbeit - dies zu unterstützen, empfinde ich als Selbstverständlichkeit und freue mich, dass der „Her Abilities Award“ diese Arbeit besonders würdigt. Sie haben das Licht der Öffentlichkeit mehr als verdient.“

 

Die Frist für Nominierungen startet heute auf www.her-abilities-award.org und endet am 30. September. Aktiv nominieren kann jede natürliche oder juristische Person. Passiv nominiert werden kann jede Frau mit Behinderung, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit aus den drei Kategorien.

 

Die drei Preise werden am 3. Dezember, dem Welttag der Menschen mit Behinderungen, verliehen.

 

Her Abilities ist ein Ehrenpreis. Die Gewinnerinnen werden Teil eines Netzwerks von anderen erfolgreichen Frauen (die Jury), die sich auch dazu verpflichtet haben Möglichkeiten zu finden sich gegenseitig zu unterstützen. Außerdem erhalten sie ein Zertifikat, einen physischen Award und sie und ihre Projekte werden mittels umfangreicher Kommunikationsmaßnahmen verkündet und unterstützt.

 

Licht für die Welt
Licht für die Welt ist eine internationale Fachorganisation für inklusive Entwicklung, die auch in Deutschland aktiv ist. Unser Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, die allen offen steht und niemanden zurücklässt. Wir setzen uns für barrierefreie augenmedizinische Versorgung ein und unterstützen inklusive Bildung und Rahmenbedingungen für ein selbst bestimmtes Leben, damit Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Licht für die Welt ist als unabhängiger, gemeinnütziger Verein organisiert und unterhält Länderbüros in Äthiopien, Burkina Faso, Mosambik und Südsudan. Mit unseren Programmen stärken wir die Rechte von Menschen mit Behinderungen, ermöglichen ihnen ein selbst bestimmtes Leben und helfen ihnen aus der Armutsfalle. Im Jahr 2017 konnten mehr als 52.000 Operationen am Grauen Star sowie 54.000 andere Augenoperationen finanziert werden. Spendenkonto Licht für die Welt Deutschland: 

 

IBAN: DE58 7002 0500 0009 8342 00
BIC: BFSWDE33MUE

 

www.licht-fuer-die-welt.de
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Weihe am Samstag in St. Eberhard in Stuttgart

Sechs neue Priester für die Diözese

 

(Rottenburg/Stuttgart/drs) - Durch Handauflegung und Gebet weiht Bischof Gebhard Fürst am Samstag (7. Juli) sechs Männer zu Priestern. Ihre Priesterweihe empfangen sie in einem feierlichen Gottesdienst um 9:30 Uhr in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard. Im Theologiestudium und in der Pastoralausbildung im Rottenburger Priesterseminar haben sie sich auf den Priesterberuf vorbereitet. Zuletzt waren die sechs Männer als Diakone ein Jahr in Kirchengemeinden in der Diözese tätig. Bevor sie als Pfarrer in einer Seelsorgeeinheit arbeiten, werden Neu-Priester nach ihrer Weihe zunächst vier Jahre als Vikare eingesetzt.

 

 

 

Zur Priesterweihe wählen die Kandidaten einen Primizspruch aus; dieses Bibelzitat ist Leitwort für den künftigen priesterlichen Dienst.

 

 

 

Im Jahr 2015 wurden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart fünf Männer zu Priestern geweiht, 2016 war es einer, 2017 wurden drei Männer geweiht. In diesem Jahr werden geweiht:

 

 

 

Dr. Guido Böhmer (46) wurde in Leverkusen geboren, seine Heimatgemeinde ist die Pfarrei St. Maria Magdalena in Bullay an der Mosel. Nach einem Jura-Studium mit abgeschlossener Promotion war er ab 2004 als Richter in Berlin tätig. Sein Studium der katholischen Theologie absolvierte er an den Universitäten in Bonn und Tübingen. Als Diakon war er in Sindelfingen im Einsatz. Sein Primizspruch lautet: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)

 

 

 

Clemens Knorpp (44) stammt aus Stuttgart, seine Heimatgemeinde ist St. Michael in Stuttgart-Sillenbuch. Nach einem Magister-Studium in den Fächern Volkswirtschaft, Geschichte und Politikwissenschaft war er als Freier Journalist und in der Versicherungsbranche tätig. Sein Studium der katholischen Theologie absolvierte er in Tübingen und Würzburg. Als Diakon war er in der Seelsorgeeinheit Unterm Staufen mit den Pfarrgemeinden Rechberghausen und Wäschenbeuren, Dekanat Göppingen-Geislingen, im Einsatz. Sein Primizspruch lautet: „Durch den Glauben wohne Christus in euren Herzen, in der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet.“ (Eph 3,17)

 

 

 

Torsten Mai (36), gebürtig in Sindelfingen, wuchs in Hirsau bei Calw auf. Seine Heimatgemeinde ist die Pfarrei St. Lioba, Bad Liebenzell und St. Aurelius, Hirsau. Nach der Mittleren Reife machte er eine Berufsausbildung als Schreiner. Anschließend besuchte er das Spätberufenenseminar St. Pirmin in Sasbach bei Achern und erlangte das Abitur. Sein Theologiestudium absolvierte er in Tübingen und Salzburg. Als Diakon war er in der Seelsorgeeinheit Neckar-Aich im Dekanat Esslingen-Nürtingen in den Pfarreien Neckartenzlingen und Aichtal-Grötzingen tätig. Sein Primizspruch lautet: „Brannte uns nicht das Herz in der Brust.“ (Lk 24,32)

 

 

 

Fabian Ploneczka (31) wurde in Augsburg geboren, seine Heimatgemeinde ist die Moritzkirche in der Augsburger Innenstadt. Sein Studium der katholischen Theologie und der Philosophie absolvierte er in Augsburg, München und Würzburg. Der Weg ins Rottenburger Priesterseminar führte ihn über ein Pastoralpraktikum in der Gemeinde St. Johannes in Tübingen. Als Diakon war er in der Seelsorgeeinheit Talgang in Albstadt-Tailfingen im Dekanat Balingen eingesetzt. Als Primizspruch hat er gewählt: „Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.“ (1 Kor 13,12)

 

 

 

Stjepan Prtenjaca (34) ist in Böblingen geboren und aufgewachsen. Seine Heimatgemeinden sind die kroatische Gemeinde in Sindelfingen sowie St. Maria in Böblingen. Das Studium der katholischen Theologie absolvierte er in Freiburg und in Tübingen. Seine Diakonatszeit verbrachte er als Domdiakon in Rottenburg. Als Primizspruch hat er gewählt: „Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.“ (Lk 1,52)

 

 

 

Sebastian Tannberger (35), geboren in Sindelfingen und aufgewachsen in Leonberg. Nach vier Semestern im Studiengang Wirtschaftswissenschaften wechselte er in den Fachbereich Katholische Theologie; sein Studium absolvierte er in Tübingen und Rom. Seine Diakonatszeit verbrachte er in der Seelsorgeeinheit Oberes Nagoldtal im Dekanat Calw. Als Primizspruch hat er gewählt: „Rede, HERR, denn Dein Diener hört.“ (1 Sam 3,9)

 


Nachfolge für Direktor des Zentrums für Mission und Ökumene in der Nordkirche:

Zwei Kandidaten stellen sich am 8. September in Breklum zur Wahl

 

(Hamburg/ce) - Die Erste Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat mit Pastor Martin Krieg und Pastor Dr. Christian Wollmann zwei Kandidaten für die Nachfolge von Pastor Dr. Klaus Schäfer, Direktor des Zentrums für Mission und Ökumene in der Nordkirche, vorgeschlagen. Schäfer (64) geht Ende Februar 2019 in den Ruhestand. Seit 2005 leitet er das Zentrum für Mission und Ökumene, das nach Gründung der Nordkirche 2012 aus dem früheren Nordelbischen Zentrum für Weltmission und Kirchlichen Weltdienst hervorgegangen ist.

 

Beide Kandidaten werden sich für die Nachfolge am 7./8. September bei der General­ver­sammlung des Zentrums für Mission und Ökumene in Breklum vorstellen (7. September – Vorstellung der Kandidaten / 8. September – Wahl). Ge­wählt ist der Kandidat, der die Mehrheit der Stimmen erhält. 

 

Pastor Martin Krieg (51) ist Theologischer Referent für die Region Asien/Pazifik im Evangelischen Missionswerk in Deutschland e.V. Zuvor war er als Referent für die Arbeitsbereiche „Ökumenische Partnerschaften“ sowie „Papua-Neuguinea/Pazifik“ im damaligen Nordelbischen Zentrum für Weltmission und kirchlichen Weltdienst tätig. Er hat außerdem sieben Jahre in Papua-Neuguinea gelebt und dort als Pastor in der Evangelisch-Lutherischen Kirche als ökumenischer Mitarbeiter der Nordelbischen Kirche gearbeitet.

 

Dr. Christian Wollmann (41) ist Pastor der Kirchengemeinde Harksheide in Norder­stedt im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Er ist Mitglied im Ostasien-Aus­schuss des Zentrums für Mission und Ökumene und hat drei Jahre als Dozent für Christentum und Europäische Kultur am Religionsinstitut der staatlichen Universität im chinesischen Xi’an gelehrt.

 

Die Generalversammlung ist das höchste Leitungsorgan des Zentrums für Mission und Ökumene. Sie wird alle sechs Jahre neu gebildet und besteht aus 73 Delegier­ten aus den 13 Kirchenkreisen der Nordkirche, der Synode, dem Missionskonvent und dem Verein der Freunde der Breklumer Mission. Vorsitzender der Generalver­sammlung ist Landesbischof Gerhard Ulrich als Mitglied des Bischofsrates der Nordkirche. Die Sitzung der Generalversammlung findet im nordfriesischen Breklum statt, Gründungsort der „Schleswig-Holsteinischen Missionsgesellschaft zu Breklum“ 1876.

 

 

 

Hintergrund:

 

Das Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche beschäftigt rund 45 Mitarbeitende in Deutschland an den Standorten Hamburg und Breklum sowie in Partnerkirchen im Ausland. Es koordiniert und begleitet die internationalen Beziehungen der Nordkirche zu Kirchen und Nicht-Regierungsorganisationen in mehr als 25 Ländern und vertritt sie in internationalen und ökumenischen Bündnissen. Es ist verantwortlich für die Kontakte zu jüdischen und muslimischen Gemeinden sowie für die Pflege des interreligiösen Dialogs auf allen Ebenen der Nordkirche. Die Beauftragten für christlich-jüdischen sowie für christlich-islamischen Dialog haben hier ihren Arbeitsplatz. Das Zentrum fördert und qualifiziert Partnerschaften von Gruppen, Gemeinden und Kirchenkreisen und fördert entwicklungspolitisches und globales Lernen. In Kooperationen werden soziale, medizinische und Bildungsprojekte in Partnerkirchen unterstützt. Über Freiwilligenprogramme entsendet das Zentrum jedes Jahr rund 30 junge Erwachsene in Projekte von Partnerkirchen.

 

 


Festgottesdienst 850 Jahre Christentum auf Rügen

Landesbischof Ulrich: „Einsatz für die Schwachen und für die Wahrheit“

 

(Rügen/maw) - „Kirche ist mehr als die sichtbare Struktur der Institution oder Organisation. Ihre Bedeutung entscheidet sich nicht zuerst an Zahlen, Statistiken, medialer Aufmerksamkeit. Ihre Bedeutung entscheidet sich daran, dass Menschen, die erfasst sind von Gottes Wort den Mund auftun für die Schwachen und Elenden; die streiten für die Wahrheit; die einander und den Fremden begegnen mit Respekt; die tatsächlich die Würde jedes Menschen unangetastet lassen.“ Mit diesen Worten würdigte Gerhard Ulrich, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), heute (1. Juli) das Engagement der Christinnen und Christen auf Rügen. Am Ökumenischen Festgottesdienst 850 Jahre Christentum auf Rügen am Hochuferweg zum Kap Arkona nahmen zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende der Evangelischen Kirchengemeinden Nord-Rügen und Wiek, der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius sowie Einheimische und Touristen teil.

 

 

 

Epochenwechsel durch eine neue Gesellschaftsordnung

 

In seiner Predigt erinnerte Gerhard Ulrich an die kriegerischen Auseinandersetzungen im 12. Jahrhundert um die Insel Rügen. Heidnische Seeräuber standen damals dem dänischen König Waldemar I. und seinem Verbündeten, Sachsenkönig Heinrich dem Löwe gegenüber. Sie beschlossen, die Insel Rügen zu christianisieren und so dauerhaft zu befrieden. Die Folge waren sowohl Schwertmission und Herrschaftssicherung als auch ein Epochenwechsel, so Ulrich. Es entstanden Klöster, Bibliotheken, der Zugang zu Bildung, systematischer Ackerbau, Kirchenmusik. „Vor allem aber und mit allem kam die Bibel, das Wort Gottes, und mit ihr die Botschaft von der Gottebenbildlichkeit des Menschen, von dem unverfügbaren Wert eines jeden, das heißt doch auch die Ebenbürtigkeit von Frau und Mann – im Heidentum nicht denkbar, im Christentum unendlich oft verraten.“

 

Die Christianisierung Rügens müsse neben aller Freude aber auch ein nachdenkliches Gedenken sein, mahnte der Landesbischof. Nur noch eine Minderheit der Rüganer gehöre dem Christentum an, auch als Folge der kirchenfeindlichen kommunistischen Diktatur in der DDR. Nach der friedlichen Revolution im Herbst 1989 schienen sich viele Möglichkeiten aufzutun. Ulrich: „Viele wollten die Kirche neu, anders bauen. Dann 28  Jahre Kirchengemeinde in Freiheit gelebt, verkündigt, eingeladen, gepredigt. Aber was hat sich verändert? Die Kirche steckt in der Krise und erlebt einen Bedeutungsverlust. Wir werden weniger, die Pfarrstellen nehmen ab.“

 

Trotz dieser Entwicklung ermunterte der Landesbischof, weiter auf den Geist Jesu zu vertrauen. „Jede und jeder von Ihnen – Laien, Mitarbeitende, Pastorinnen und Pastoren – Sie sind Zeugin und Zeuge des Wortes Gottes gewesen: aneinander und nach außen. Wer kann ermessen, was Sie ausgelöst haben in den Herzen derer, die in Ihre Gemeinden kamen und kommen, mit Ihnen reden, Sie hören? Was Sie bewirkt haben bei denen, die sich geöffnet haben in großer Not; die Trost fanden an den Gräbern; die das Taufwasser erfrischt, der Trausegen erfüllt hat; deren Seele vom Kirchenkonzert emporgehoben wurde? Ich bin überzeugt: die Insel Rügen sähe anders aus ohne Ihre Kirchengemeinden!“

 

 

 

Bei seinen Reisen durch Mecklenburg und Pommern treffe er oftmals auf Menschen, die das Gespräch mit ihm suchen und freimütig bekennen „Herr Bischof, ich bin Atheist.“ Das klinge zunächst abwehrend. Ulrich: „Natürlich, man will nicht vereinnahmt werden wie damals die Slawen von den siegreichen Christen. Und doch sind die Menschen ungeheuer neugierig, sehnsüchtig nach dem, was die eigene Erkenntnis sprengt, die eigene Enge durchbricht: die Ahnung, dass es mehr gibt als das, was man sehen, begreifen, erklären kann, dass da mehr ist als menschliche Macht und wir nicht alleingelassen sind. Das ist allemal faszinierend. Und die Botinnen und Boten dieser Wirklichkeit oder Möglichkeit – wir Christinnen und Christen – sind mindestens interessant.“

 


Kirche als Anwältin der Realität

 

Überall auf der Welt sehnen sich die Menschen nach Orientierung und verstärkt nach einfachen Antworten in einer immer vielfältiger werdenden Welt, so Ulrich weiter. „Dass wir darauf nicht reinfallen, sondern predigen, was Gott selbst uns anvertraut – darauf kommt es an. Es kann sein, dass das unsere Aufgabe als Kirche in dieser Zeit sein wird: dass wir Anwältin der Realität sind und vermitteln, dass es auf die komplexen Fragen des Lebens eben keine einfachen Antworten gibt.“ 

 

Musikalisch gestalteten den Gottesdienst die Posaunenchöre der Insel Rügen unter Leitung von Kantor Thomas Frank. Heute Mittag (ab 12.45 Uhr) laden die Evangelischen Kirchengemeinden Nord-Rügen und Wiek zum öffentlichen Gespräch mit dem Landesbischof unter dem Motto „850 Jahre Christentum auf Rügen – wie geht es weiter mit der Kirche im Norden?“ in der Kapelle Vitt ein.

 

Gerhard Ulrich ist Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

 

www.nordkirche.de
www.velkd.de

 


25 junge Menschen aus dem Bistum machen sich zu ihrem Auslandsdienst auf

Ein Jahr, das für immer verändert

Die Freiwilligen brechen am 1. August auf. Foto: bt
Die Freiwilligen brechen am 1. August auf. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Sie gehen nach Brasilien, Bolivien, Rumänien oder Indien, um dort ein freiwilliges soziales Jahr zu leisten: 25 junge Menschen aus dem ganzen Bistum Trier. Am 1. August machen sich die jungen Frauen und Männer auf den Weg in insgesamt 14 Länder. In einem Gottesdienst in der Trierer Jesuitenkirche sind die Freiwilligen jetzt ausgesandt worden. Vorbereitet und begleitet werden sie dabei von „SoFiA“, den Sozialen Friedensdiensten im Ausland des Bistums Trier.

 

„Es wird ein Perpektivwechsel auch im Kopf, im Denken werden“, sagte Pfarrer Matthias Holzapfel im Gottesdienst. „Ihr werdet den Standpunkt ändern, geht raus aus der Sicherheit, in der alles so klar scheint. Ihr wollt etwas bewegen. Einfach „work and travel“ reicht euch nicht, sondern ihr habt euch für einen Sozialen Friedensdienst entschieden. Das ist nicht nur etwas für euch und euren Lebenslauf.“ 

 

Der Friedensdienst prägt die jungen Menschen oft ein Leben lang, weiß auch Anne Ferner-Steuer von „SoFiA“. Auch eine Mutter eines bereits zurückgekehrten Freiwilligen bestätigte das: „Sie gehen als Jugendliche und kommen als Erwachsene wieder.“

 

Die Freiwilligen sind: Katarina Alsbach (Koblenz/Uganda); Jan Becker  (Konz/Jordanien); Nico Berens-Knauf (Fleringen/Brasilien); Raphael Böhler (Koblenz/Bolivien); Florian Bömer (Urbar/Brasilien); Luisa Boos (Köln/Bolivien); Lea Sophie Bücker (Friedrichsdorf/Indien); Sara Faß (Holzerath/Indien); Felix Flämig (Welschbillig/Ruanda); Rahel Galm (Queidersbach/Rumänien); Anna Magdalena Gilla (Illingen – Hüttigweiler/Bolivien); Hanna Goebel (Irrel/Indien); Chantal Günther (Aach/Bolivien); Lina Klaus (Bad Neuenahr-Ahrweiler/Bolivien); Florentine Lerch (Saarbrücken/Bolivien); Silas Meyer (Trier/Bolivien); Madina Michel (Neuwied/Gambia); Lea   Möller (Ludwigshafen/Bolivien); Alina Reimer (Brauneberg/Rumänien); Kira Luca Reiter (Trier/Ruanda); Cara Schultz (Bitburg/Benin); Janine Stammer (Bretzfeld/Uganda); Judith Steinmetz (Wittlich/Burkina Faso); Leonhard Szekessy (Arzfeld/Nigeria); Frauke Weber (Trier/Ukraine).

 

Weitere Informationen zu den Sozialen Friedensdiensten im Ausland gibt es unter www.sofia-trier.de, per Tel.: 0651/993796-403.

 


Reformator mit Kopfhörern

 Die von Schülern der Greifswalder Martinschule für das Reformationsjubiläum geschaffene „Hörstraße: Luthers Erkenntnisse – heute noch aktuell?“ sorgte im Sommer des vergangenen Jahres für große Aufmerksamkeit im Greifswalder Dom. Nun wurde die multimediale Schau zu einer Wanderausstellung umgestaltet, erste Station ist derzeit die Dorfkirche in Dersekow.

 

 

 

(Dersekow/sk) - „Besonders hat uns bei der Vorbereitung die Frage beschäftigt, ob diese für den Greifswalder Dom konzipierte Ausstellung auch in einer kleinen Dorfkirche funktioniert“, sagt Pastor Irmfried Garbe, während er in der Winterkirche der Dersekower Kirche zwischen hell erleuchteten Holzrahmen steht, in denen farbenfrohe Bildkunstwerke zu sehen sind. Die Bilder sind Teil der Ausstellung „Hörstraße: Luthers Erkenntnisse – heute noch aktuell?“. Die Schau verbindet Hörspiele mit Kunstwerken und wurde anlässlich des Reformationsjubiläums im vergangenen Jahr von 95 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 6 bis 8 und 12 der Greifswalder Martinschule gestaltet und im Greifswalder Dom ausgestellt. „Wie sich nun zeigt, wirkt die Hörstraße auch im kleineren Rahmen hervorragend“, ist Irmfried Garbe begeistert. Bereits mehrere Jugendgruppen hätten sich die Ausstellung im wenige Kilometer südwestlich von Greifswald gelegenen Dersekow angesehen. Und auch bei Touristen, vor allem durchreisenden Radfahrern, komme die Hörstraße gut an. In erster Linie richte sie sich an junge Menschen.

 

 

 

Intensität steckt Besuchende an

 

 

 

„Nicht nur die begleitenden Tonfiguren und Gemälde wurden von Jugendlichen geschaffen, auch die Hörspiele haben sie verfasst und selbst unter professioneller Hilfe des Theaters Vorpommern und des Medientrecker Hörfunks eingesprochen“, so der Dersekower Pastor. Die verwendete Sprache kommt bei den Jugendlichen an, weil es ihre eigene Sprache ist, wie Irmfried Garbe selbst bei einem Besuch der Ausstellung mit Konfirmanden erlebte. „Ursprünglich hatte ich eine halbe Stunde für den Besuch eingeplant, doch die Konfirmanden waren so begeistert, dass sie deutlich länger bleiben und sich mit der Ausstellung beschäftigen wollten.“ Das sei eine äußerst spannende Erfahrung gewesen, zu erleben, wie sich die Intensität der Hörstraße auf die Konfirmanden übertragen habe. „Was ist eigentlich Freiheit?“, sei eine der zentralen Fragen, mit der sich die Hörstraße auseinandersetze. Dabei wirken die Hörspiele durch die Visualisierung der umgebenden Bilder, die den jeweiligen Inhalt aufgreifen, besonders stark.

 

 

 

Themen der Reformation ins Heute übersetzt

 

 

 

Weitere Themen der einzelnen Hörstationen sind Obrigkeit, Gewissen, Bindung und Verantwortung. Die Jugendlichen haben diese Begriffe, mit denen sich einst auch Martin Luther beschäftigte, in die heutige Zeit übertragen. Sinnbildlich dafür steht der Flyer der Ausstellung, der ein Lutherporträt zeigt, auf dem der Reformator Kopfhörer trägt. Die insgesamt sieben Hörstationen sind mit ähnlichen Kopfhörern sowie einer Texttafel ausgestattet. Per Knopfdruck können an jeder Station einleitende Worte, die thematischen Hörspiele und Musikstücke abgespielt werden. „Die Ausstellung, die von Eva Stattaus vom Pädagogisch-Theologischen Institut der Nordkirche und Johanna Hertzsch vom Evangelischen Schulzentrum Martinschule Greifswald initiierte wurde, ist bis zum 22. Juli bei uns in der Dersekower Kirche zu sehen, danach kann sie in weiteren Dorfkirchen gezeigt werden“, so Irmfried Garbe, der besonders alle interessierten Jugendgruppen einlädt, die kostenfreie Ausstellung in Dersekow zu besuchen. Geöffnet ist sie täglich in der Zeit von 9 bis 17 Uhr.

 

 

 

Weitere Informationen

 

 

 

Pastor Dr. Irmfried Garbe, Telefon: 03834 5650, E-Mail: dersekow@pek.de

 

Die Hörstraße im Internet: www.hoerstrasse.de

 


Liturgisches Institut lädt zur 17. Trierer Sommerakademie

Liturgie und Bibel