Nachrichten / Glaube, Liebe, Hoffnung

MITTWOCH, 20.03.2019


Die Aktion „fridays for future“ gibt Anstoß für Lebenswandel-Änderung

AMG-Schülerinnen protestieren gegen Klimawandel

Esther Marx, Klara Werle und Anna Weißhuhn (vlnr.) Foto: bt
Esther Marx, Klara Werle und Anna Weißhuhn (vlnr.) Foto: bt

 

(Trier/bt) – Eigentlich müssten viele von ihnen gerade die Schulbank drücken. Dennoch haben sich nach Angaben der Veranstalter über 1000 Schülerinnen und Schüler am Freitag, 15. März, auf dem Domfreihof versammelt, um lauthals gegen den Klimawandel zu protestieren. Der „fridays for future“-Protestzug verlief durch die Innenstadt bis zum Rathaus. Zeitgleich fanden in über 110 Ländern auf der ganzen Welt von Schülern organisierte Demonstrationen statt. Mit dabei waren auch Schülerinnen des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums (AMG).  

 

Obwohl sie heute frei haben, demonstrieren die Abiturientinnen Esther Marx, Klara Werle und Anna Weißhuhn für wirksame Maßnahmen gegen Umweltschädigung und für ein Umdenken in der Klimapolitik. Seit sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigen, haben alle drei ihren Lebenswandel verändert. Werle etwa lebt seit einiger Zeit vegan und kauft lieber Second-Hand-Klamotten als „Fast Fashion“ (qualitativ minderwertige Mode aus ausbeuterischer Produktion), Weißhuhn fährt mit dem Rad oder Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule und verzichtet ebenfalls auf Fleisch. Unentschuldigte Fehltage müssen sie nicht befürchten – anders Marx‘ kleine Schwester, die die achte Klasse besucht. „Unsere Eltern unterstützen uns, denn es geht um unsere Zukunft. Wir reden auch innerhalb der Familie darüber, was wir konkret tun können, um die Umwelt zu schützen“, so Marx.

 

AMG-Direktor Dr. Mario Zeck und Dirk Johann, Leiter des Arbeitsbereichs Kirchliche Schulen im Bistum Trier, begrüßen generell das umwelt- und damit gesellschaftspolitische Engagement der Schülerinnen. Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung zu übernehmen, gehöre zu den Erziehungszielen einer christlichen Schule, versichert der Schulleiter. Dies sei auch so im Rahmenleitbild verankert, ergänzt Johann. Anträge auf Unterrichtsbefreiung genehmigt Zeck aber nicht: „Die Aktion „fridays for future“ ist als Schulstreik deklariert. Die Genehmigung eines Streikes durch die bestreikte Institution erscheint mir widersinnig und würde ein völlig falsches Bild von Streik als probatem Instrument politischer Aktivität vermitteln. Unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht führt zu unentschuldigten Fehlstunden. Für ihre Handlungen sind die Schülerinnen selbst verantwortlich, und sie müssen für deren Konsequenzen einstehen. Auch diese Einsicht zu vermitteln, gehört zum Erziehungsauftrag von Schule.“

 

Jutta Albrecht, Mitglied der CDU-Stadtratsfraktion Trier, steht auf Seiten der Streikenden. Außergewöhnliche Situationen, sprich, die rasante Klimaerwärmung, erforderten außergewöhnliche Maßnahmen. „Wenn die Schülerinnen und Schüler außerhalb der Unterrichtszeit demonstrierten, würde es in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen. Ich finde das Engagement toll und unterstützenswert!“.

 

Weitere Informationen zu den Schülerprotesten gibt es unter www.fridaysforfuture.com.

 


Dekanat Mayen-Mendig bereitet auf den 1. Januar 2020 vor

Auf dem Weg in die Pfarrei der Zukunft

Dekanatsreferentin Mechthild Meyer und das pastorale Team bestehend aus Annika Frank, David Morgenstern, Oliver Serwas und Ulla Feit (v. links).Foto: bt
Dekanatsreferentin Mechthild Meyer und das pastorale Team bestehend aus Annika Frank, David Morgenstern, Oliver Serwas und Ulla Feit (v. links).Foto: bt

 

(Mayen/bt) – „Die Pfarrei der Zukunft ist wie ein großer See, auf den wir hinausfahren im Vertrauen auf Gott“, sagt Dechant Matthias Veit in Hinblick auf die Umsetzung der Synodenergebnisse im Bistum Trier und auf dem Hintergrund des Evangeliums „Der wunderbare Fischfang und die ersten Jünger“. Dort sagt Jesus dem Fischer Simon: „Fahr hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!“. Simon zögert erst, da er schon die ganze Nacht draußen unterwegs war, doch er vertraut Jesus. Dieses Vertrauen wird mit einer großen Anzahl an Fischen belohnt. „Das Zugehen auf die neuen Pfarreien ist auch ein geistlicher Prozess, eine Herausforderung für den Glauben“, gibt Dechant Veit zu bedenken.

 

Zum 1. Januar 2020 wird die Pfarrei der Zukunft Mayen starten. Diese umschließt das derzeitige Dekanat Mayen-Mendig, hinzu kommt die Pfarrei Rieden. Neben strukturellen Fragen verändert sich auch die pastorale Arbeit. Orte von Kirche erlangen eine eigene Gewichtung. In der Pfarrei der Zukunft Mayen ist das z.B. jetzt schon eine Gruppe von Frauen und Männern sein, die nach der Eucharistiefeier Kaffee anbieten und „über die Liturgie hinaus zu Begegnungen einladen“, sagt Veit. Es sind Mitglieder der jetzigen Pfarrgemeinderäte Herz-Jesu und St. Clemens, die das Treffen einmal im Quartal organisieren. „In Herz-Jesu sind verstärkt auch Neuzugezogene als Zielgruppe mit im Blick“, weiß Dechant Veit.

 

 

Konkrete Orte von Kirche

 

„Solche und andere Orte der Begegnung  zu stärken, wird unsere Aufgabe als hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger sein“, erklärt Dekanatsreferentin Mechthild Meyer mit Blick in die Zukunft, „denn dort findet lebendiger Glauben statt“. Eine weitere Aufgabe sieht sie ebenfalls vor Ort: „Wir müssen den Menschen zeigen, dass es sich nicht um eine Zentralisierung handelt“. Ein gutes Beispiel sei schon jetzt die Arbeit in einer kleinen Grundschule in Herresbach. Dort werden Gottesdienste gefeiert – „in der Lebenswelt der Kinder“, erklärt die Pastoralreferentin Annika Frank. Weitere Orte von Kirche sind für das Team „Gott am Ring“ während des Musikfestivals „Rock am Ring“ (www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/kirche-soll-da-sein-wo-menschen-sind) oder die Aktionen von „AnsprechBar“ (www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/ansprechbar-in-zeiten-von-vereinsamung). Dabei handelt es sich um eine Initiative von katholischen und evangelischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, die neue Räume von Gemeinschafts- und Glaubenserfahrung für junge Menschen eröffnen.

 

Wie konkret die Perspektivwechsel der Bistumssynode bereits jetzt umgesetzt werden können, zeigt der Kriseninterventionsplan. Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Unterstützungsmöglichkeiten und  Arbeitsmaterialien für Schulen und Kindertageseinrichtungen, mit deren Hilfe sie in tragischen Situationen handlungsfähig bleiben können - zum Beispiel bei einem plötzlichen Todesfall. „Hier wird vom Einzelnen her gedacht, wie es der erste Perspektivwechsel vorschlägt“, erklärt Pastoralreferentin Annika Frank. Zudem hat das Thema neue Kooperationspartner zusammengebracht. „Unsere Aufgabe in der Pfarrei der Zukunft kann darin bestehen, Menschen mit gemeinsamen Interessen zusammenzubringen“, formuliert Pastoralreferent Oliver Serwas. „Und Menschen zu befähigen, selbst etwas auf die Beine zu stellen“, ergänzt Annika Frank.

 

„Es wird gehen“, zeigt sich Dechant Veit optimistisch in Anbetracht der Projekte, die schon laufen und der zukünftigen Ideen. „Wir nehmen aber auch berechtigte Bedenken, Widerstände und Ängste wahr, die wir ernst nehmen wollen.“

 

 

Weitere Informationsmöglichkeiten

 

Im Dekanat Mayen finden seit 2016 viele Treffen auf unterschiedlichen Ebenen unter anderem mit der Überschrift „Auf dem Weg in die Pfarrei der Zukunft“ statt. Mehr als 70 Interessierte versammelten sich zu einem Informationsabend für Räte. Auch weitere Dialog- bzw. Infoveranstaltungen sind geplant. So findet am Samstag, 6. April um 18.30 Uhr in der Kirche St. Veit (Am St. Veit Park) in Mayen eine Veranstaltung des Pfarreienrates Mayen statt. Auf www.dekanat-mayen-mendig.de wird informiert und werden Fragen durch die Steuerungsgruppe beantwortet. Wenn Gruppen oder Einzelpersonen darüber hinaus konkrete Fragen haben, können sie sich an das Dekanat per E-Mail an dekanat.mayen-mendig(at)bistum-trier.de oder Tel.: 02651 70453-0 wenden.

 


Verbannter Bischof soll indirekt Einfluss auf päpstliche Enzyklika „Mit brennender Sorge“ im Jahr 1937 ausgeübt haben

Autor vertritt neue These zu Bischof Sproll

 

(Ulm/Rottenburg/drs). Als ein weiterer wichtiger Baustein im laufenden Seligsprechungsprozess für den von den Nationalsozialisten verfolgten Rottenburger Bischof Joannes Baptista Sproll könnte sich ein neues Buch des früheren Pfarrers und Kunsthistorikers Franz X. Schmid erweisen, das am Mittwoch, 27. März, um 18 Uhr in St. Michael zu den Wengen in Ulm der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Es ist das siebte Buch von Schmid über den württembergischen Bischof, der von den Nationalsozialisten aus seiner Diözese verbannt worden war. Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel spricht bei der Buchpräsentation ein Grußwort. Die Plastik des Künstlers Ralf Ehmann mit dem Titel „Der Heimgekehrte Bischof“ wird im Anschluss gesegnet.  

 

 

 

In dem Band mit dem Titel „Verborgener Inspirator. Bischof Joannes Baptista Sproll und die Enzyklika ‚Mit brennender Sorge' von Papst Pius XI.“ vertritt der Autor die These, dass Bischof Sproll indirekt an der Entstehung der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ beteiligt war. In dem päpstlichen Rundschreiben, dem Einzigen, das in deutscher Sprache verfasst wurde, war im März 1937 die Politik und Ideologie der Nationalsozialisten verurteilt worden. Dabei arbeitet Schmid inhaltliche Überschneidungen zwischen einem Hirtenschreiben und Predigten des Bischofs und der Enzyklika heraus. Für die Arbeit an seinem Buch hatte Schmid zudem Zugang zu den seit kurzem veröffentlichten Tagebüchern des Münchner Kardinals Michael von Faulhaber, der Verfasser eines Entwurfs der Enzyklika war. Aus ihnen geht hervor, dass Sproll, der sich schon früh gegen die Ideologie des Nationalsozialismus gewandt hatte, und der Kardinal zwischen August 1936 und Februar 1937 sechsmal zu Gesprächen zusammenkamen.

 

 

 

Zum Hintergrund:

 

Seit der Eröffnung des Seligsprechungsverfahrens für Joannes Baptista Sproll, den 1949 verstorbenen siebten Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, im Jahr 2011   läuft der Prozess auf diözesaner Ebene. Im Rahmen dieses Prozesses müssen alle Dokumente, so zum Beispiel auch Predigten und Äußerungen von Bischof Sproll erfasst und geprüft werden. Im Rahmen der historischen Forschungen im Seligsprechungsverfahren, die von der Historikerkommission vorgenommen werden, wurden in der Zwischenzeit über 700 Predigten, die zum Teil nur handschriftlich oder zum Teil nur in Steno vorlagen, erfasst. Dazu kommen alle Hirtenbriefe, aber auch die Erforschung des gesamten Lebens von Bischof Sproll. Diese Forschungen sind in der Zwischenzeit sehr gut vorangekommen.

 

Die Diözese hat sich zur Unterstützung der Objektivität dieser Arbeit bei der Eröffnung des Verfahrens entschieden, die Erforschung im Rahmen eines Drittmittelprojektes an drei theologische Fakultäten zu geben (Münster, Tübingen, Würzburg). Im Rahmen dieser Drittmittelprojekte wurden Stellen geschaffen, um der Vielzahl an Dokumenten und Hinweisen nachgehen zu können. Die späte Eröffnung des Verfahrens, sehr lange nach dem Tod von Bischof Sproll, führte dazu, dass kaum mehr Augenzeugen vorhanden sind, so dass der wissenschaftlichen Untersuchung ein noch größeres Gewicht zukommt. Zum derzeitigen Stand kann nicht gesagt werden, wann die diözesane Phase abgeschlossen sein wird, ebenso nicht, wie lange eine Prüfung der Akten in Rom benötigt.

 

 

 

Weitere Informationen über das Leben und Wirken von Bischof Sproll finden Sie unter: http://www.drs.de/profil/glaubenszeugnis/heilige-selige-und-glaubenszeugen/joannes-baptista-sproll.html

 


VELKD-Bischofskonferenz in Straßburg bekräftigt kirchliches Engagement in Europa

Kirchen für Europa

 

(Straßburg/velkd) - Die Mitglieder der Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und internationale ökumenische Gäste haben während ihrer Klausurtagung in Straßburg ihr Engagement für Europa bekräftigt. In der Diskussion mit den Europaabgeordneten Arne Lietz und Rainer Wieland, die in der Konferenz zu Gast waren, zeigte sich: Wahlaufrufe allein reichen nicht aus. „Wir schulden einem Europa in der Krise unsere Erfahrungen aus der Versöhnungsarbeit. Die Ökumene der Kirche muss daran arbeiten, Europa als Friedensprojekt mitzugestalten“, sagte der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Ralf Meister. Frank-Otfried July, württembergischer Landesbischof und Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes, machte die Netzwerke der Kirchen in Europa stark: „Die Kirchen in Europa müssen mit ihren Netzwerken zeigen, dass Europa eine Gemeinschaft ist. Gegen neuen Nationalismus, gegen Rassismus, gegen Sprachunfähigkeit setze ich auf Kommunikation der Kirchen untereinander.“

 

 

 

Die Klausurtagung der Bischofskonferenz der VELKD fand vom 15.-18. März 2019 in Straßburg statt. „Straßburg, die europäischste der Städte Europas, ist ein Symbol dafür, dass Frieden und Versöhnung möglich sind“, sagte der Leitende Bischof auf einem Empfang der Union Protestantischer Kirchen von Elsass und Lothringen (UEPAL). Meister würdigte die Gründung der UEPAL vor 13 Jahren als wichtige Stärkung der protestantischen Stimme in Europa. „Ökumenisch und europäisch: Diese Merkmale sollten alle Kirchen in Europa auszeichnen“. So könnten sie ihrem Auftrag folgen und „für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde eintreten, damit es keinen Konflikt, keinen Krieg, keine Gewalt zwischen den Völkern in Europa mehr gibt“.

 

 

 

Die Klausurtagung wurde gemeinsam mit dem Institut für Ökumenische Forschung in Straßburg veranstaltet. Der Studientag am Samstag beschäftigte sich mit dem Thema „Bischöfliches Amt, lutherische Identität und Leitung in der Kirche“ aus biblisch-reformatorischer, ökumenischer, systematisch-theologischer und organisationslogischer Sicht. Die Vorträge werden veröffentlicht.

 


Sternsingermobil informiert auf seiner aktuellen Route über Kinderrechte und Themen der Einen Welt

Zum zweiten Mal auf großer Deutschland-Tour

 

(Aachen/kmw) - Zum zweiten Mal geht das Sternsingermobil auf große Deutschland-Tour: Im Frühling und Sommer fährt der weiße Transporter wieder quer durch die Republik und informiert Kinder und Jugendliche über die Arbeit des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ und Themen der Einen Welt. Im Fokus stehen im Jubiläumsjahr der UN-Kinderrechtskonvention vor allem die Rechte von Kindern weltweit.

 

„Uns ist es ein großes Anliegen, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland erfahren, wie es Kindern in anderen Teilen der Welt geht, wie das Kindermissionswerk diesen Kindern hilft, und dass sie auch selbst ihren Beitrag für eine bessere Welt leisten können. Und das ist mit dem Mobil auf eine hervorragende, spielerische Weise möglich“, sagt Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger’. „Die starke Nachfrage und die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, wie gut das Mobil in Schulen und Gemeinden ankommt. Und das nicht nur in der Sternsinger-Zeit, sondern das ganze Jahr über“, so Krämer.

 

Den Auftakt der aktuellen Tour macht das Sternsingermobil am 19. März im Bistum Trier und wird dann deutschlandweit durch die Bistümer fahren und Pfarreien, Verbände und Schulen besuchen. Der aufklappbare Transporter wird ebenso bei verschiedenen Veranstaltungen wie Pfarr-, Stadt- und Bistumsfesten eingesetzt.

 

Besucher des Mobils können sich auf abwechslungsreiche Spiel- und Mitmachaktionen sowie multimediale Bildungsangebote freuen. So wird zum Beispiel anschaulich erklärt, wo das Kindermissionswerk überall auf der Welt hilft: An einer großen magnetischen Weltkarte hängen Porträts von Kindern aus dem Südsudan, Haiti, Tansania, Rumänien und Peru. Kurzinfos auf den Rückseiten der Fotos erzählen ihre Geschichten, die so für die Kinder in Deutschland begreifbar und erlebbar werden. In einem Parcours können die Kinder aktiv noch mehr über das Leben der porträtierten Jungen und Mädchen erfahren.

 

Bis zu 30 Kinder pro Klasse oder Gruppe können das Sternsingermobil gleichzeitig erleben. Pädagogisch geschultes Personal begleitet die Tour und ist Ansprechpartner vor Ort, allerdings ist mindestens eine weitere Begleitperson pro Gruppe erforderlich. Buchung und Nutzung des Sternsingermobils sind kostenfrei.

 

Seine Premiere feierte das Mobil im September vergangenen Jahres. Bei seiner Tour rund um die Aktion Dreikönigssingen 2019 machte es gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – auf das Beispielland Peru und das Thema „Kinder mit Behinderung“ aufmerksam. Bereits 2010 und 2012 waren ein Bus aus dem Senegal und ein Geländekrankenwagen im Namen der Sternsinger unterwegs. In allen 27 deutschen Diözesen wurde dabei Station gemacht. Der Senegal-Bus parkte im Jahr 2010 vor dem Schloss Bellevue, und der Krankenwagen durfte 2013 sogar ins Bundeskanzleramt fahren.

 

Jährlich 2.000 Projekte weltweit

 

Rund 2.000 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 77,7 Millionen Euro standen dem Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland 2017 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 114 Ländern. Neben der Förderung der Kinder-Hilfsprojekte zählen der Einsatz für die Rechte von Kindern weltweit sowie die Bildungsarbeit zu den Aufgaben.

 

 

Technische Daten des Fahrzeugs:

 

Maße des Mobils (geschlossen):          

 

Länge                              6,68 Meter

 

Breite                               2,45 Meter

 

Höhe                                2,93 Meter

 

 

Maße des Mobils (geöffnet):                

 

Länge                              7,94 Meter

 

Breite                               4,82 Meter

 

Höhe                                2,93 Meter

 

 

 

Das Sternsingermobil wiegt insgesamt 3,5 Tonnen. Es kann also im Regelfall auf dem Schulhof, einem historischen Marktplatz oder in der Fußgängerzone eingesetzt werden. Die Standfläche sollte eben sein; Größe: ca. 5 x 8 m.

 

Weitere Informationen zum Sternsingermobil finden Sie auf unserer Website: www.sternsinger.de/sternsingermobil

 


Tagung beginnt am Freitag in Güstrow / Gottesdienst im Dom

Mecklenburgische Synodale diskutieren über Friedhofs- und Bestattungskultur

(Güstrow/Wismar/cme) - Aktuelle Entwicklungen in der Friedhofs- und Bestattungskultur und das Bestattungsgesetz in MV sind ein Schwerpunkt der Frühjahrssynode: Dazu treffen sich die 55 Synodalen und die Jugendvertreter des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg am kommenden Wochenende (22.-23. März) in Güstrow.

 

Zudem stehen im Mittelpunkt der 4. Tagung die Berichte des Kirchenkreisrates, der Verwaltung und des Diakonischen Werkes. „Einblick in ihre vielfältigen Aufgaben und ihr Wirken geben ebenso die Dienste und Werke. Darüber hinaus werden wir uns über die Möglichkeiten des Zugangs zu Informationen für die Synodalen austauschen, die Aufgebung bzw. Änderung von Pfarrstellen beschließen und ein Rahmenkonzept für die Kommunikation im Kirchenkreis beraten”, blickt Präses Stefanie Wolf vorausnund ergänzt: „Zum Thema Bestattungskultur haben wir vor, eine Stellungnahme der Synode zu erarbeiten.”

 

Zur Synodentagung im Gemeindezentrum der Domgemeinde werden am Sonnabend (23. März) auch Gäste aus Großbritannien erwartet, konkret aus der Partnerdiözese Lichfield in der Church of England. Die Geschichte der Partnerschaft – der einzigen nicht-lutherischen Partnerkirche – reicht in die Zeit vor 1989 zurück. Am 25. Juli 1999 wurde zum ersten Mal ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, das am 17. September 2009 zum zweiten Mal verlängert wurde. Herzstück der Partnerschaft sind die jährlichen Begegnungen „Anticipating Advent“, zu denen sich alle Interessierten beider Seiten am ersten Adventswochenende abwechselnd in Lichfield und Mecklenburg versammeln. Darüber hinaus haben inzwischen mehrfach Jugendliche aus Mecklenburg am Jugendfestival „Soul Survivor“ teilgenommen.

 

Hintergrund:

 

Im Kirchenkreis Mecklenburg werden 243 Kirchengemeinden mit insgesamt rund 164.000 Gemeindegliedern gezählt. Der Kirchenkreis Mecklenburg, einer von 13 in der gesamten Nordkirche, regelt seine Aufsicht und Verwaltung im Rahmen der rechtlichen Vorgaben eigenständig, unterstützt die Kirchengemeinden und ist für alle Aufgaben zuständig, die den örtlichen Bereich der Kirchengemeinde überschreiten.


KDFB: Missbrauch von Ordensfrauen ist ein Verbrechen!

 

(Köln/kdfb) – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) fordert den Vatikan und die Deutsche Bischofskonferenz auf, den an Ordensfrauen begangenen geistlichen und sexuellen Missbrauch öffentlich zu machen und verfahrensmäßig genauso wie den Missbrauch an Minderjährigen zu ahnden.

 

 

 

Anlässlich der Arte-Dokumentation „Gottes missbrauchte Dienerinnen“ spricht sich der KDFB-Bundesausschuss für eine umfassende Aufklärung und strafrechtliche Verfolgung der weltweit durch Priester begangenen Verbrechen an Ordensfrauen aus. „Wir sind erschüttert über diese Taten, die im geschlossenen System der Weltkirche stattfinden, und darüber, dass sie bewusst verschwiegen und vertuscht werden. Ordensfrauen zur Befriedigung eigener sexueller Bedürfnisse zu benutzen und ihr Gehorsamkeitsgelübde zu instrumentalisieren, ist eine tiefe Verletzung ihrer Menschenwürde, ein Ausnutzen ihrer Lebens- und Glaubenssituation und ein besonders perfider Missbrauch von Macht“, erklärt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth.

 

 

 

Der KDFB fordert daher den Vatikan auf, die seit Langem bekannten und dokumentierten Vorgänge über den weltweiten geistlichen und sexuellen Missbrauch von Ordensfrauen zu veröffentlichen und dazulegen, was dagegen unternommen wurde bzw. konkret unternommen wird. Täter sollen benannt und alle Taten straf- und kirchenrechtlich verfolgt werden. An die Deutsche Bischofskonferenz appelliert der KDFB, die an Ordensfrauen begangenen Verbrechen verfahrensmäßig genauso zu ahnden wie den Missbrauch an Minderjährigen.

 

 

 

„Als Christinnen sehen wir eine dauerhafte Aufgabe darin, das System des Klerikalismus in der Kirche zu verändern. Dies bezieht auch Frauen ein, die dieses System mittragen“, so Flachsbarth. Der KDFB wird deshalb das Thema „Verfolgung und Prävention von Missbrauch in der Kirche“ konsequent weiter im Blick halten und unterstützt die Kampagne „overcomingsilence“ von voices of faith. „Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir uns mitschuldig machen, wenn wir Tätern durch unser Schweigen Raum geben“, stellt die KDFB-Präsidentin fest. 

 

 

 

 

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 

 

 


Kundige Begleitung durch Pilgerwanderführer

Auf den Spuren der Heiligen Hildegard von Bingen

Die neuen Pilgerwanderführerinnen und -führer . Foto: bt
Die neuen Pilgerwanderführerinnen und -führer . Foto: bt

 

(Bad Kreuznach/bt) – Im September 2017 wurde der Hildegard von Bingen Pilgerweg offiziell eröffnet. Da es immer wieder Nachfragen von Pilgernden nach einer kundigen Begleitung auf dem Hildegardweg gibt, startete im vergangenen Jahr ein Lehrgang für Pilgerwanderführer, der nun abgeschlossen wurde.

 

Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Rhein-Hunsrück-Nahe und das Scivias-Institut für Kunst und Spiritualität e. V. führten den Lehrgang durch. Zwölf Absolventinnen und Absolventen erhielten nun ihre Zertifikate im Bildungszentraum St. Hildegard in Bad Kreuznach.

 

Der gesamte Lehrgang umfasste fünf  Module und eine Pilgerwanderung auf dem gesamten Hildegardweg von Idar-Oberstein bis Eibingen bei Rüdesheim. 

 

Die Grundlage der Ausbildungsmodule war das von Dr. Annette Esser herausgegebene Pilgerbuch „Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg“.

 

Zu den Ausbildungsinhalten gehörte neben einer grundlegenden Einführung in die Pilgerbegleitung das Konzept des Weges einschließlich der 32 Informations- und 27 Meditationstafeln entlang der Route, die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit den Lebensstationen der Heiligen Hildegard, ihren Visionen, ihrer Frömmigkeit und Spiritualität sowie ihren Einfluss auf Gesellschaft, Papst, Bischöfe und Fürsten des Mittelalters.

 

Der 136 Kilometer lange Pilgerweg startet in Idar-Oberstein und verläuft entlang der historischen Orte zwischen Nahe und Rhein an denen Hildegard von Bingen gelebt hat.

 

Kooperationspartner des Kurses waren die Naheland-Touristik, das Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises an Nahe und Glan und die St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V.

 

Die zertifizierten Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter stehen für Anfragen von Einzelpilgern und  Gruppen ab sofort zur Verfügung. Die Frauen und Männer planen zudem eigene Formate und Angebote wie das Pilgern von Menschen mit Beeinträchtigungen.

 

Weitere Informationen gibt es bei der KEB unter Tel.: 0671-27989 oder per E-Mail an keb.rhein-hunsrueck-nahe(at)bistum-trier.de oder auf www.hildegardweg.eu.

 


Neue Abteilung „Frauen, Männer, Geschlechterdialog“ im Evangelischen Oberkirchenrat

 

(Karlsruhe/ekiba) - . Die Frauenarbeit und die Männerarbeit der badischen Landeskirche wirken künftig gemeinsam: Fortan gibt es im Evangelischen Oberkirchenrat die neue Abteilung „Frauen, Männer, Geschlechterdialog“. Die bisher getrennten Arbeitsbereiche sollen Geschlechterthemen zusammen in der Landeskirche verantworten.

 

 

 

„Es ist wichtig, dass die verschiedenen Geschlechter auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch kommen, ihre spezifischen Themen, Problemlagen und spirituellen Anliegen verstehen und in Konfliktfeldern gemeinsam Lösungen suchen“, erklärte Bildungsreferent Christoph Schneider-Harpprecht. Durch die neue Abteilung ist das badische Männerprojekt „Kirche attraktiv für Männer“ verstetigt worden. Detlev Meyer-Düttingdorf, Männerreferent in der Landeskirche, erhofft sich von der neu zugeschnittenen Abteilung eine „Erweiterung der Sichtweisen auf die Geschlechterfragen“. 

 

 

 

Kirchenrätin Anke Ruth-Klumbies, Leiterin der Abteilung, erklärte, dass mit dem neuen, gebündelten Aufgabenbereich neben der Frauen- und Männerarbeit die „Dialogarbeit stärker in den Blick genommen werden soll“. Dabei gehe es auch um gemeinsame Konzepte und Positionen für eine gleichberechtigte Teilhabe in Kirche und Gesellschaft. Besonders den „veränderten Lebensrealitäten“ solle in der neuen Abteilung Rechnung getragen werden. Strukturell entspreche die neue Abteilung dem ebenfalls neuen Referat „Frauen – Männer – Gender“ im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg und dem „Evangelischen Zentrum Frauen und Männer“ der EKD.

 


Familienbund der Katholiken begrüßt Entscheidung der Bischöfe zu synodalem Prozess

(Berlin/pm) - Der Familienbund der Katholiken begrüßt den einstimmigen Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz, die Glaubwürdigkeitskrise der Kirche in einem synodalen Prozess aufzuarbeiten. „Ich danke den deutschen Bischöfen für ihre Bereitschaft, die Fragen nach dem Umgang mit der Macht in der Kirche, der Zukunft des Zölibats und der Weiterentwicklung der kirchlichen Sexualmoral gemeinsam mit den Laien zielorientiert zu diskutieren,“ sagte Familienbund-Präsident Ulrich Hoffmann heute in Berlin.

 

„Machtmissbrauch und Vertrauensbruch haben unfassbares Leid über Kinder und Jugendliche als Schutzbefohlene der Kirche und deren Familien gebracht. Die unheilvolle Art und Weise, wie in den zurückliegenden Jahrzehnten verheimlicht und vertuscht wurde, ist nicht akzeptabel. Ein „Weiter so“ darf es in der Kirche nicht geben!“, so Hoffmann. Er begrüßt, dass sich die Bischöfe nun darauf verständigt haben, einen verbindlichen und transparenten Prozess unter Einbeziehung der Laien in Gang zu setzen. „Der Klerikalismus hat dazu geführt, dass Täterschaft in den kirchlichen Reihen vielfach gedeckt und der Blick auf die Opfer vermieden wurde. Die erfolgreiche Überwindung dieser Geisteshaltung wird die Zukunft der Kirche maßgeblich mitbestimmen. Insoweit mache es Hoffnung, dass die Bischöfe zusammen mit den Laien „das System Kirche“ in den Blick nehmen wollen. „Als Familienbund sind wir dabei, den synodalen Weg mitzugehen, wenn seitens der Kirche der Wille zu echter Veränderung spürbar ist.“, so Hoffmann.

 

Enttäuscht zeigte sich der Präsident des Familienbundes allerdings darüber, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofkonferenz, Reinhard Marx, in seiner Erklärung für den vorgeschlagenen „synodalen Weg“ weder einen zeitlichen, noch strukturellen oder kirchenrechtlichen Rahmen genannt hatte. „Wir schulden es den Missbrauchsopfern und ihren Familien, dass die systemische Aufarbeitung des Geschehenen endlich beginnt und den Forderungen nach unabhängiger Aufklärung und Entschädigungszahlungen auch Taten folgen. Wenn die Kirche es mit ihrer Ankündigung, einen „Weg der Erneuerung und Veränderung“ einschlagen zu wollen, ernst meint, muss sie zeitnah einen verbindlichen Zeit- und Rechtsrahmen für den synodalen Prozess vorlegen, so Ulrich Hoffmann.

 


Katholische Jugend stimmt sich auf 72-Stunden-Aktion ein // Über 2.600 Aktionsgruppen angemeldet // ZDF-Fernsehgottesdienst zeigt junges Gesicht der Kirche

Dem Glauben Hand und Fuß geben

 

(Düsseldorf/Münster/bdkj) - Mit Flashmobs, 7,2-Minuten-Aktionen oder mit Sprühkreide hat die katholische Jugend an den vergangenen Tagen für die 72-Stunden-Aktion vom 23. bis zum 26. Mai geworben. Deutschlandweit haben sich Aktionsgruppen und Verbände auf die Sozialaktion eingestimmt. Heute (Sonntag) wurde in Münster der ZDF-Fernsehgottesdienst zur Sozialaktion gefeiert.

 

 

 

„Wir freuen uns sehr über den großen Tatendrang und Motivation bei den angemeldeten jungen Menschen“, sagt Thomas Andonie, Bundesvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). „Die Aktionsgruppen wollen loslegen und ihre Projekte umsetzen. Sie haben die vergangenen Tage genutzt, um auf die 72-Stunden-Aktion aufmerksam zu machen.“ Bei der Sozialaktion sind bisher über 2.600 Aktionsgruppen angemeldet.

 

 

 

Fernsehgottesdienst zeigt junges Bild von Kirche

 

Am heutigen Sonntag stand der bundesweit ausgestrahlte ZDF-Fernsehgottesdienst aus Münster ganz im Zeichen der Aktion. „Wir wollten zeigen, wie junge Menschen Gottesdienst feiern und ein Beispiel dafür sein, wie eine solche Feier einladend und kreativ gestaltet werden kann“, sagt Bundespräses Pfarrer Dirk Bingener. Er stand dem Gottesdienst gemeinsam mit Holger Ungruhe, Jugendpfarrer und Leiter der Jugendkirche effata[!], vor. „Mit der Jugendkirche effata[!] haben wir den richtigen Ort für unseren Gottesdienst gefunden. Die Ästhetik und Musik hier sprechen junge Menschen an“, so Bingener nach dem Gottesdienst.

 

 

 

Bei der 72-Stunden-Aktion geben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ihrem Glauben Hand und Fuß und setzen sich bei verschiedenen Projekten für eine bessere Welt ein. Spirituelle Elemente sind fester Bestandteil der Sozialaktion. Ein Aktionsgebet begleitet die Teilnehmenden durch die drei Tage. Rund um den Fernsehgottesdienst, zu dem auch etliche junge Menschen aus anderen Diözesanverbänden angereist waren, lud der BDKJ Münster am Samstag und Sonntag zu einem „72-Stunden-warm-up“ mit Stadtführungen und Live-Musik.

 

 

 

Ebenfalls in Münster trafen sich junge Menschen aus Ungarn, Rumänien, Österreich, Serbien, Bosnien, der Slowakei, Litauen und Deutschland zu einem Vernetzungstreffen, um Ideen zur internationalen Umsetzung der Sozialaktion zu entwickeln. Der BDKJ lädt ausländische Gruppen dazu ein, sich an der Sozialaktion zu beteiligen.

 

 

 

Bundesweite 72-Tage-vorher-Aktionen

 

In den vergangenen Tagen, etwa 72 Tage vor dem Beginn der Sozialaktion, haben sich die Aktionsgruppen, Koordinierungskreise und Diözesanverbände

 

mit kreativen Ideen deutschlandweit auf die Aktion eingestimmt. Mit Flashmobs, Infoständen oder dem Aufhängen von Abreißzetteln mit kleinen Ideen, die die Welt besser machen sollen, warben sie so öffentlichkeitswirksam für die 72-Stunden-Aktion und ihr Engagement. So erkundeten Jugendliche auf Einladung des BDKJ Berlin den Bezirk Mitte. Bei der Kieztour stoppten sie bei verschiedenen sozialen Einrichtungen, bei denen Projekte der Sozialaktion stattfinden könnten. Der BDKJ Speyer wählt einen digitalen Weg der Vorbereitung: Bis zur Aktion im Mai werden 72 spirituelle Impulse und Gebete auf ihrem Facebook- und Instagram-Kanal veröffentlicht.

 

 

 

„Uns schickt der Himmel – die 72-Stunden-Aktion des BDKJ“ läuft vom 23. bis zum 26. Mai 2019 zum zweiten Mal bundesweit. Während der Aktion des BDKJ und seiner Diözesan- und Jugendverbände engagieren sich junge Menschen in ganz Deutschland drei Tage lang für ein soziales Projekt in ihrer Nähe. Gefördert wird die Aktion vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Weitere Unterstützer sind die Deutsche Bischofskonferenz, das Bonifatiuswerk, Misereor und das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’.

 

 

 

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.

 

 

 


LANDESBISCHOF SPRICHT ZUR „WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT“ IN DER JÜDISCHEN GEMEINDE IN FREIBURG

 

(Freiburg/ekiba) - Der evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh hat dazu aufgerufen, gegen eine erstarkende Judenfeindschaft in Deutschland Widerstand zu leisten. „Als Kirche nehmen wir gegenwärtig bedrohliche Anzeichen von Antisemitismus in unsere Gesellschaft wahr“, sagte er am heutigen Sonntag (17.3.) in seiner Rede aus Anlass der Woche der Brüderlichkeit in der jüdischen Einheitsgemeinde in Freiburg.

 

Neben offener Judenfeindschaft seien „mindestens so gefährlich die untergründigen Strömungen des alten Antisemitismus, der sich mit einem neuen populistischen Nationalismus und Parolen gegen ‚das Judentum‘ verbinden“, sagte der Landesbischof. Rückblickend erklärte Cornelius-Bundschuh, der Holocaust sei möglich geworden, „weil die Feindschaft gegenüber Gottes erwähltem jüdischen Volk über Jahrhunderte von den Kirchen genährt wurde.“ Nur sehr wenige Christenmenschen seien aufgestanden und für ihre jüdischen Geschwister eingetreten. Zu lange habe es gedauert, bis die Kirche verstanden habe, „dass es Kirche Jesus Christi nicht geben kann ohne das Judentum; dass sie heimatlos, bodenlos, kraftlos wird ohne die Verbindung zu dem Bund Gottes mit seinem erwählten Volk Israel.“

 

Der Landesbischof würdigte die unterschiedlichen Initiativen zum Gedenken an den Holocaust in Baden: Zum Beispiel die Hermann-Maas-Medaille, der Friedensdienst junger Menschen in Israel oder das ökumenische Mahnmalprojekt Neckarzimmern, bei dem Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden die Geschichte der Vertreibung und Vernichtung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in ihrem Ort dokumentieren. Dankbar zeigte sich der Landesbischof auch über die persönlichen Begegnungen mit Überlebenden der NS-Zeit, die bereit waren, nach Baden zu kommen, wo sie oder ihre Eltern aufgewachsen sind, wo sie oder Angehörige verfolgt oder ermordet wurden.

 

 

Hinsichtlich des Nah-Ost-Konfliktes wünschte sich der Landesbischof vermehrt „Foren die das Existenzrecht Israels nicht in Frage stellen und zugleich den Palästinensern eine ernsthafte, verlässliche und lebenswerte Perspektive für die Zukunft eröffnen“. Er erinnerte an die Erklärung der badischen Landessynode vom Herbst vergangenen Jahres, in der es heißt: „Wir bejahen nachdrücklich das Existenzrecht des Staates Israel. Wir geben unserer Hoffnung Ausdruck und beten für ein versöhntes Miteinander von jüdischen und palästinensischen Menschen im Heiligen Land in einem gerechten und fairen Frieden für Alle. Im Glauben an die Veränderbarkeit von festgefahrenen Verhältnissen setzen wir auf die Unterstützung und Förderung aller Kräfte und Initiativen, die Begegnung ermöglichen und dem Frieden dienen."

 

 

 


Kundige Begleitung durch Pilgerwanderführer

Auf den Spuren der Heiligen Hildegard von Bingen

Die neuen Pilgerwanderführerinnen und –führer. Foto: bt
Die neuen Pilgerwanderführerinnen und –führer. Foto: bt

 

(Bad Kreuznach/bt) – Im September 2017 wurde der Hildegard von Bingen Pilgerweg offiziell eröffnet. Da es immer wieder Nachfragen von Pilgernden nach einer kundigen Begleitung auf dem Hildegardweg gibt, startete im vergangenen Jahr ein Lehrgang für Pilgerwanderführer, der nun abgeschlossen wurde.

 

Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Rhein-Hunsrück-Nahe und das Scivias-Institut für Kunst und Spiritualität e. V. führten den Lehrgang durch. Zwölf Absolventinnen und Absolventen erhielten nun ihre Zertifikate im Bildungszentraum St. Hildegard in Bad Kreuznach.

 

Der gesamte Lehrgang umfasste fünf  Module und eine Pilgerwanderung auf dem gesamten Hildegardweg von Idar-Oberstein bis Eibingen bei Rüdesheim. 

 

Die Grundlage der Ausbildungsmodule war das von Dr. Annette Esser herausgegebene Pilgerbuch „Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg“.

 

Zu den Ausbildungsinhalten gehörte neben einer grundlegenden Einführung in die Pilgerbegleitung das Konzept des Weges einschließlich der 32 Informations- und 27 Meditationstafeln entlang der Route, die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit den Lebensstationen der Heiligen Hildegard, ihren Visionen, ihrer Frömmigkeit und Spiritualität sowie ihren Einfluss auf Gesellschaft, Papst, Bischöfe und Fürsten des Mittelalters.

 

Der 136 Kilometer lange Pilgerweg startet in Idar-Oberstein und verläuft entlang der historischen Orte zwischen Nahe und Rhein an denen Hildegard von Bingen gelebt hat.

 

Kooperationspartner des Kurses waren die Naheland-Touristik, das Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises an Nahe und Glan und die St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland e.V.

 

Die zertifizierten Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter stehen für Anfragen von Einzelpilgern und  Gruppen ab sofort zur Verfügung. Die Frauen und Männer planen zudem eigene Formate und Angebote wie das Pilgern von Menschen mit Beeinträchtigungen.

 

Weitere Informationen gibt es bei der KEB unter Tel.: 0671-27989 oder per E-Mail an keb.rhein-hunsrueck-nahe(at)bistum-trier.de oder auf www.hildegardweg.eu.


Jugend braucht Perspektive in Europa

Hände reichen-Brücken bauen!

Der Josefstag bringt Verantwortliche aus Kirche und Politik mit benachteiligten Jugendlichen zusammen. Besonders im Blick:  Europa. Mittels Webstream wurde die Auftaktveranstaltung mit Jugendbischof Oster am 15. März in Oberhausen live übertragen.

 

(Oberhausen/bdkj), 15. März. Zuhören, erklären lassen und dann selbst loslegen: Beim Josefstag 2019 in der Jugendeinrichtung „Die Kurbel“ haben Jugendbischof Dr. Stefan Oster, SDB, sowie weitere Gäste aus Politik und Kirche zusammen mit Jugendlichen der Einrichtung gearbeitet.

 

„Hände reichen-Brücken bauen! Jugend braucht Perspektive in Europa“ ist in diesem Jahr das Motto des Josefstags. Dabei stehen Jugendliche und die Herausforderungen durch Europa im Vordergrund. Der Josefstag 2019 wurde durch Jugendbischof Stefan Oster eröffnet. Er hob dabei das Engagement der Jugendsozialarbeit für benachteiligte Jugendliche hervor. In Einrichtungen wie der Kurbel werde man jeden einzelnen jungen Menschen gerecht, indem man sich für sie einsetzt und sie individuell fördert. „Geht wählen und leistet einen Beitrag für ein demokratisches Europa“, ermutigte Bischof Oster abschließend zur Teilnahme an der Europawahl.

 

Der Josefstag steht mit seinem Motto in diesem Jahr für eine europäische Ausrichtung der Jugendsozialarbeit. Die Einrichtungen der Jugendsozialarbeit setzen dem zunehmenden Nationalismus ein Zeichen für ein tolerantes, offenes und partizipatives Europa entgegen. “Wenn das Versprechen eingelöst werden soll, ein Europa der Chancen für alle Jugendlichen zu sein, dann muss das auch für benachteiligte junge Menschen gelten. Deshalb braucht es einen höheren Finanzrahmen und eine Vereinfachung der Antragsstellung von Erasmus + Mitteln sowie weitere Unterstützung für soziale Inklusion und Jugendbeschäftigung beispielsweise durch den Europäischen Sozialfonds“, erläutert Lisi Maier, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit für die Träger des Josefstags.

 

Beim gemeinsamen Arbeiten in der Holzwerkstatt, in der Metallwerkstatt und in der Malerwerkstatt kamen die Gäste mit den Jugendlichen der Einrichtungen ins Gespräch.

 

Den Einblick in die Arbeit der Jugendsozialarbeit hatten in diesem Jahr nicht nur die Teilnehmenden vor Ort: Jugendbischof Oster und andere Gäste haben  sich von den Jugendlichen in den Werkstätten anleiten lassen. Ihre Erlebnisse wurden live gesendet. Die Bilder sind auf www.facebook.com/josefstag zu sehen. Dort sind weitere Livestreams der Auftaktveranstaltung verfügbar.

 

Zusätzlich zur bundesweiten Auftaktveranstaltung in Oberhausen gibt es am Dienstag, den 19. März, dezentrale Veranstaltungen zum Aktionstag anlässlich des Hochfests des heiligen Josef. Einrichtungen der katholischen Jugendsozialarbeit in Deutschland laden kirchliche Amtsträger, Politikerinnen und Politiker sowie gesellschaftliche Verantwortungsträgerinnen und Verantwortungsträger ein. Dabei sind die Gäste gemeinsam mit den Jugendlichen aktiv. Einen Überblick über die bundesweiten Aktionen gibt es unter www.josefstag.de.

 

Hintergrund

Der heilige Josef ist Schutzpatron der Arbeiter und Jugendlichen. Der Josefstag ist eine Aktion des „arbeit für alle e.V.“, einer Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V. Gemeinsam mit der Kurbel – Katholisches Jugendwerk Oberhausen GmbH und weiteren Einrichtungen der Jugendsozialarbeit führte der Trägerkreis die bundesweite Veranstaltung durch.


Bistumsleitung informiert über Gremien in neuer Pfarrei der Zukunft Trier

Die Zukunft mitgestalten

Foto: bt
Foto: bt

 

(Trier/bt) – Die Kirche im Bistum Trier stellt sich neu auf: Zum 1. Januar 2020 werden 15 von insgesamt 35 Pfarreien der Zukunft (PdZ) an den Start gehen. In den neu gegründeten Räumen wird es auch eine veränderte Gremienstruktur geben. Darüber haben Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg, Judith Rupp, Direktorin des Bereichs Kommunikation und Medien sowie Gundo Lames, Direktor für den Bereich Ziele und Entwicklung in Trier informiert. Die Informationsveranstaltung in der Europahalle am 12. März richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter der jetzigen Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte in der künftigen PdZ Trier. Diese wird das Gebiet des Dekanats Trier sowie Teile des Dekanats Schweich-Welschbillig und Hermeskeil-Waldrach umfassen. Die PdZ Trier wird allerdings nicht unter den 15 Pfarreien sein, die schon 2020 errichtet werden.

 

„Die Kirche im Bistum Trier gehört zu meinem Leben“: Diesen Satz könnten wohl viele der Anwesenden unterschreiben, sagte Judith Rupp in ihrem Impuls zu Beginn der Veranstaltung. Jeder habe dabei seine eigene Geschichte und dabei gute und vielleicht auch schmerzvolle Momente erlebt. Allen Anwesenden aber sei gemein, dass sie sich einbringen und sich um die Kirche sorgen – und dafür gelte der große Dank der gesamten Bistumsleitung und des Bischofs. Die Synode habe der Trierer Bischof einberufen, um sich im Hinblick auf die veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Umstände beraten zu lassen. Ihr sei es um die Kernfrage gegangen, wie man die Botschaft des Evangeliums auch in der sich rasant verändernden heutigen Zeit weitertragen könne. Rupp stellte fest: „Wir brauchen eine Kirche, in der Macht und Verantwortung geteilt wird, kollegial miteinander gearbeitet wird, auf Augenhöhe, Frauen und Männer, Laien und Kleriker, eine Kirche, die nicht eingreift und bestimmt, sondern Freiraum gibt und Platz macht; eine Kirche, die nicht nur den ‚heiligen Rest‘ bedient, sondern anziehend wirkt auf ganz viele.“ Dazu werde im Bistum ein "durchaus auch mühsamer" Umbau begonnen, bei dem man die Schritte gemeinsam gehen wolle. Der erste Schritt dabei sei ein struktureller und organisatorischer: die Errichtung der Pfarreien der Zukunft, da es einen Rahmen für die Seelsorge brauche.

 

Die neuen Gremien

 

Diesen Schritt erläuterte den Haupt- und Ehrenamtlichen dann Generalvikar von Plettenberg, der die neuen Gremien vorstellte. An der Spitze der Pfarreien der Zukunft wird es ein Leitungsteam geben, das aus drei Haupt- und bis zu zwei Ehrenamtlichen bestehen wird. Neu ist der Rat der Pfarrei, bestehend aus 22 Mitgliedern. Er verbindet die Themen von Pastoral und Verwaltung (Jahresabschluss, Haushaltsplan) in einem Gremium. Er wird das Leitungsteam beraten. Innerhalb des Rates wird es verpflichtend einen Verwaltungsausschuss geben. Zusätzlich gibt es die Synodalversammlung, die Zusammenkunft der Delegierten aus den Orten von Kirche in der Pfarrei der Zukunft. „Wir wollen die Pfarreien der Zukunft von unten her aufbauen“, sagte von Plettenberg. Orte von Kirche müssten keine feste Form oder Struktur haben, sondern seien überall dort zu finden, wo „zwei oder drei in Christi Namen versammelt sind“. Das sei nicht neu – auch jetzt gebe es schon viele solcher Orte: Frauengruppen, Chöre, Gebetskreise, aber auch Kitas oder die Caritas. Diese Orte können sich als solche bestätigen lassen und sind dann berechtigt, einen Delegierten in die Synodalversammlung zu entsenden.

 

Da es bislang noch keine Synodalversammlung gibt, wird der erste Rat der Pfarrei bereits im Herbst 2019 durch eine Wahlversammlung der Gremien der jetzigen Pfarreien und Kirchengemeinden gewählt, damit die Pfarrei der Zukunft zum 1. Januar mit einer gewählten Repräsentanz gestartet werden kann.

 

Die nun startende Phase der Anhörung der Gremien zu dem Errichtungsgesetz der Pfarreien der Zukunft sei kein „pro forma Akt“, sondern dem Bischof sehr wichtig, betonte von Plettenberg. Anfang April werde der Entwurf an alle zu hörenden Gremien und Einzelpersonen geschickt, bis zum 31. Mai seien Rückmeldungen möglich. Die Auswertung erfolge durch ein unabhängiges Institut.

 

Bedenken, Wünsche und Sorgen

 

Bei der anschließenden Fragerunde konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer ihre Bedenken, Wünsche und Sorgen äußern. Welche Voraussetzungen muss jemand mitbringen, der im Leitungsteam mitarbeitet? Wie ist dabei das Verhältnis zwischen den beiden Ehrenamtlichen und den drei Hauptamtlichen? Andere wollten wissen, ob es nicht einen Schwund an Demokratie gebe, wenn plötzlich 88.000 Katholiken in der neuen PdZ Trier in Direktwahl nur zehn Leute in den Rat der Pfarrei wählen dürfen. „Auch jetzt beobachten wir leider schon, dass viele von diesem demokratischen Grundrecht kaum Gebrauch machen und dass wir auch immer weniger Kandidaten für die Räte finden“, betonte Rupp. Auf positive Resonanz stieß bei einigen, dass künftig dem Pfarrer als Vorsitzendem des Rates der Pfarrei ein Moderator an die Seite gestellt sein wird und so Machtverhältnisse ausgewogener seien. Räte aus Welschbillig trieb die Sorge um, wie künftig der Pfarrbrief einer solch großen Pfarrei aussehen könnte. Ein anderer Teilnehmer zweifelte an, dass es in den neuen großen Pfarreien zu einer richtigen Gemeindebildung komme und sich genug Leute finden, die das „große Ganze“ gut im Blick hätten. „Wir müssen natürlich auf Leute gezielt zugehen, dafür werben und diesen Weg der Gemeindebildung auch gemeinsam gehen. Sicher kann es auch Rückschläge geben, aber das ist ein Lernprozess auch für uns“, antwortete Gundo Lames. Bei diesem Prozess sei das Bistum auf die Mithilfe engagierter Menschen angewiesen, so Plettenberg. „ich hoffe, dass viele von Ihnen uns auch gerade in dieser Übergangszeit unterstützen und sie mitgestalten.“

 

Weitere Informationen gibt es unter: www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/generalvikar-zu-den-info-veranstaltungen/

 


Propst aus Jerusalem wird neuer Leiter des Bildungsreferates der badischen Landeskirche

 

(Karlsruhe/ekiba) - Der bisherige Propst von Jerusalem, Wolfgang Schmidt, wird neuer Leiter des Referates Erziehung und Bildung im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe. Er wird Nachfolger von Christoph Schneider-Harpprecht, der im Sommer dieses Jahres in den Ruhestand geht.

 

 

 

Der gebürtige Karlsruher war zunächst Gemeindepfarrer in Gengenbach, bevor er 2002 die Leitung der Arbeitsstelle für Evangelische Erwachsenenbildung Freiburg übernahm. Ab 2012 leitete er zusätzlich das Industrie- und Sozialpfarramt für Südbaden. Seit 2012 ist er Propst der Erlöserkirche in Jerusalem, im Dienst der Evangelischen Kirche in Deutschland.

 

 

 

Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh zeigte sich sehr erfreut über die Wahl. Wolfgang Schmidt stehe „für eine Kirche der Freiheit, die Menschen von jung bis alt auf ihren Glaubenswegen begleitet und durch Bildungsangebote stärkt.“ Aus seiner Zeit als badischer Pfarrer bringe Schmidt viele Erfahrungen aus dem Religionsunterricht, der Gemeindepädagogik und der Erwachsenenbildung mit, aber auch konzeptionelle Überlegungen, wohin sich der Religionsunterricht entwickeln solle. „In den sieben Jahren als Propst in Jerusalem hat er die evangelische Kirche in einem weiten ökumenischen Horizont und im Gespräch mit dem Judentum und dem Islam, aber auch mit vielen politisch Verantwortlichen vertreten und vielfältige Leitungserfahrungen gesammelt“, würdigte der Landesbischof den künftigen Oberkirchenrat.

 

 

 

Schmidt wird am 17.7. in sein neues Amt eingeführt.

 

 

 


Wir sind Kirche zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischofskonferenz in Lingen

„Bischöfe am Point of no return!“

 

Wenn „Strukturierter Dialog“, dann deutlich partizipativer und verbindlicher

 

(Lingen/wsk) . Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche begrüßt grundsätzlich, dass sich die deutschen Bischöfe auf ihrer Frühjahrsvollversammlung in Lingen wohl einstimmig, aber doch noch sehr vage für einen „strukturierten Dialog“ aller Teile des Kirchenvolkes ausgesprochen haben. Dieser muss, so Wir sind Kirche, auf jeden Fall deutlich partizipativer, transparenter und verbindlicher gestaltet werden als der sehr unbefriedigende, im Sande verlaufene „Gesprächsprozess“ in den Jahren 2011 bis 2015.

 

Dazu bedarf es einer Einbeziehung nicht nur des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, sondern auch der Frauen- und Männerorden, von Jugend und jungen Erwachsenen, der Betroffenen sexualisierter Gewalt und auch von Reformgruppen wie Wir sind Kirche. Nach der weltweiten Erschütterung, die die sexuelle Gewalt durch Kleriker ausgelöst hat, ist es jetzt an den Bischöfen, auf das Kirchenvolk zu hören, wenn sie noch glaubwürdig die Botschaft Jesu vertreten wollen.

 

Angesichts der erschütternden Ergebnisse der MHG-Studie sowie der galoppierenden Kirchenaustritte scheinen mittlerweile die allermeisten Bischöfe verstanden zu haben, dass es ein „Weiter so“ im bischöflichen Reden und Handeln nicht geben kann. Der Vorschlag eines „synodalen Prozesses“, den eine von der Bischofskonferenz beauftragte Arbeitsgruppe von vier Bischöfen gemacht hat und der vom Ständigen Rat der 27 Ortsbischöfe am 29. Januar 2019 noch abgelehnt worden war, scheint in der Vollversammlung der Bischofskonferenz, der auch die Weihbischöfe angehören, nun Zustimmung gefunden zu haben. Auch Wir sind Kirche hatte dies noch zu Beginn der Vollversammlung gefordert. Die Analyse der vier Bischöfe der „existenziellen Krise, die vom Missbrauchsskandal nicht ausgelöst ist, hierin wohl aber einen Brennpunkt findet“ (Auszug aus dem Strategiepapier der Bischöfe), und die von ihnen geforderten Reformen hätten auch von Wir sind Kirche nicht deutlicher formuliert werden können.

 

Noch kein konkretes Konzept der Bischöfe im Umgang mit sexualisierter Gewalt

 

Wir sind Kirche ist äußerst enttäuscht, dass gestern (13. März) von Bischof Dr. Stephan Ackermann, dem Missbrauchsbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz, in keinem wesentlichen Punkt wirklich konkrete Fortschritte vorgestellt werden konnten. Der angemessene Umgang mit Betroffenen und Tätern sexualisierter Gewalt scheint immer noch einige Bischöfe zu überfordern. Wenn es zu einer wirklichen Zäsur innerhalb der Kirche kommen soll, wie sie auch die Bischöfe anmahnen, dann muss auch die Bekämpfung sexualisierter Gewalt und ihrer Vertuschung noch deutlich effektiver gestaltet werden, und das von jedem Bischof ohne Ausnahme.

 

Nur durch ein noch energischeres gemeinsames Vorgehen der Bischofskonferenz kann die verspielte Glaubwürdigkeit gegenüber dem Kirchenvolk wie der Öffentlichkeit vielleicht schrittweise wiedergewonnen werden Der Weg der Aufarbeitung muss gemeinsam mit den Betroffenen sexueller Gewalt erfolgen, wie es die Bischöfe im September 2018 noch ausdrücklich zugesagt hatten. Aber auch der deutsche Staat ist gefragt, die römisch-katholische Kirche noch sehr viel stärker in die Pflicht zu nehmen, Standards für die Missbrauchs-Aufarbeitung zu entwickeln und die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden einzufordern und auch zu erzwingen. Denn die Kirche ist kein Staat im Staate, das kirchliche Recht steht nicht über dem staatlichen Recht.

 

Frauen nicht nur in Leitungspositionen, sondern in Weiheämter

 

Bei der (am 12. März) in Lingen auch von Frauen vorgestellten „Studie Frauen in Leitungspositionen“ anerkennt Wir sind Kirche die Bemühungen der Frauen und etlicher Bischöfe, Frauen in Leitungspositionen zu fördern. Ein wesentlich deutlicheres Signal der Bischofskonferenz wäre es gewesen, wenn sie sich nicht nur allgemein für Frauen in Führungspositionen, sondern ganz konkret für den Frauendiakonat einsetzen würde, für den sich ja bereits die Würzburger Synode (1971-75) auch mit den Stimmen der Bischöfe (!) ausgesprochen hat.

 

Die Zeit drängt

 

Das Zeitfenster, in dem die Kirche ihre Glaubwürdigkeit wiedererlangen kann, schließt sich. Wenn nach dem KirchenVolksBegehren 1995 in Österreich die darin genannten Reformpunkte (geschwisterliche Kirche, Weihen für Frauen, freiwilliges Zölibat, Reform der Sexuallehre, Frohbotschaft statt Drohbotschaft) von der Kirchenleitung ernstgenommen und angegangen worden wären, wäre zumindest in den vergangenen 24 Jahren vielen Betroffenen großes Leid erspart worden. Anlass für das KirchenVolksBegehren, das damals fast 2,5 Mio. Menschen im deutschsprachigen Raum unterzeichnet hatten, waren ebenfalls die Vorwürfe schwerer sexueller Gewalt, in diesem Fall durch ehemalige Schüler des damaligen Wiener Kardinals Hans Hermann Groër.

 

 

 


Jugendliche können sich bis 13. Juli für den Jugenddiakoniepreis bewerben

MachMit!Award für soziales Engagement

 

(Stuttgart/Karlsruhe/ekiba) - Jugendliche, die sich sozial in Baden-Württemberg engagieren, können sich bis zum 13. Juli für den Jugenddiakoniepreis MachMit!Award bewerben. Der zum 13. Mal ausgeschriebene Preis ist mit insgesamt 7.000 Euro dotiert und fördert das soziale Engagement von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

 

Bestehende soziale Initiativen und engagierte Gruppen sollen mit dem Preis gestärkt und bestätigt werden, teilten die Organisatoren mit. Darüber hinaus gebe der Jugenddiakoniepreis Impulse für neue Initiativen im sozialen Engagement junger Menschen. Teilnehmen können Projekte in Baden-Württemberg, bei denen soziales Engagement gefragt ist: Ob Hilfeleistungen für ältere Menschen, Kinder, Jugendliche oder einfallsreiche Sammelaktionen für verschiedene Projekte, beispielsweise eine kreative Handy-Aktion, Unternehmungen mit älteren oder behinderten Menschen oder Orangen-Verkauf für den guten Zweck.

 

Bewerben können sich Jugendliche und junge Erwachsene in zwei Altersklassen (13-17, 18-27). In beiden Gruppen gibt es je drei Preise im Wert von 2.000, 1.000 und 500 Euro. Das Projekt kann für den MachMit!Award neu gestartet werden oder bereits laufen. Bewerbungsschluss ist am 13. Juli 2019. Getragen und finanziell unterstützt wird der Jugenddiakoniepreis von der Diakonie Württemberg, dem Evangelischen Kinder- und Jugendwerk Baden, dem Evangelischen Jugendwerk in Württemberg, dem diakonischen Unternehmen Die Zieglerschen sowie dem Jugendradio bigFM.

 

Die Gewinnerinnen und Gewinner werden zur Preisverleihung am 28. September 2019 nach Lahr eingeladen. Auf der Bühne des Jugendfestival YouVent werden sie für ihr soziales Engagement gewürdigt.

 

Weitere Informationen zum MachMit!Award unter www.jugenddiakoniepreis.de


Jahresgespräch zwischen den Landesbischöfen und Muslimen

Religiösen Schulunterricht stärken

 

(Karlsruhe/ekiba) - Die Bischöfe der evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg, Dr. h. c. Frank Frank Otfried July (Stuttgart) und Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh (Karlsruhe) trafen sich am gestrigen Abend (12.03.) zum Jahresgespräch mit muslimischen Vertretern. Der Austausch soll der Verständigung zwischen den beiden Religionen dienen.

 

Zentrales Thema war der islamische Schulunterricht an staatlichen Schulen. Die verschiedenen Positionen zum derzeitigen Stiftungsmodell wurden ausgetauscht. Einigkeit herrschte in dem Bedürfnis, eine dauerhafte Lösung für den islamischen Schulunterricht zu finden und nicht mehr in Modellprojekten zu verharren. Die Schaffung eines flächendeckenden Angebots in Baden-Württemberg war ein weiteres Anliegen der Islamvertreter. „In dem Wunsch guten Religionsunterricht an staatlichen Schulen zu erhalten und zu fördern, sehen wir uns mit unseren Gesprächspartnern verbunden“, so die beiden Landesbischöfe.

 

Im Gespräch wurde auch deutlich, dass das Kilma gegenüber Muslimen in der Gesellschaft rauer wird. „Durch unseren gelebten Dialog wollen wir ein gutes Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen stärken. Die Begegnungen und der Meinungsaustausch tragen zu einem respektvollen und friedvollen Miteinander bei“, so der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh.

 

Auch die Frage der Notfall- und Krankenseelsorge für Muslime wurde im Gespräch angesprochen. „Der Austausch ist wichtig, um die Normalität der Anliegen zu sehen. Etwa die Frage nach religiösem Schulunterricht oder der Seelsorge machen deutlich, dass die Anliegen der Muslime sich in uns bekannten Feldern bewegen und lassen ein offenes Miteinander entstehen“, sagt der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Dr. h. c. Frank Otfried July. Die Evangelischen Landeskirchen in Württemberg und die islamischen Verbände wollen auch in Zukunft den interreligiösen Dialog stärken.

 

Vertreter der evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg hatten sich in Karlsruhe mit muslimischen Vertretern aus Baden-Württemberg zum Gespräch getroffen. Von muslimischer Seite waren der Landesverband der Islamischen Kulturzentren, die Islamische Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg, die Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland, die Gesellschaft für Dialog, das Zentrum für Islamische Theologie, die Christlich-Islamische Gesellschaft Karlsruhe, Mannheimer Institut für Integration und Interreligiösen Dialog und die DITIB vertreten.

 

 

 


KDFB zur Einführung einer Frauenquote in Diözesen

 

(Köln/kdfb) - Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) begrüßt das von der Deutschen Bischofskonferenz gesteckte Ziel, bis 2023 eine Frauenquote von 30 Prozent in den Diözesen und überdiözesanen Zusammenschlüssen einzuführen.

 

KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth erklärt dazu: „Wir erwarten, dass diese Vereinbarung tatsächlich umgesetzt wird. Die Bischöfe haben nun die Aufgabe, mit konzeptionellen Umstrukturierungen zu beginnen und konkrete Maßnahmen zur Durchführung zu ergreifen. Dieses Vorhaben darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die Kirche soll sich weiterentwickeln und nicht noch mehr Glaubwürdigkeit verlieren.“

 

Nach KDFB-Meinung braucht eine zukunftsfähige Kirche Mut, Vertrauen und die Bereitschaft zu Veränderungen. Es gibt genügend kompetente und charismatische Frauen, die auf mittleren und oberen Ebenen Leitungsaufgaben in der Kirche übernehmen können. Ihre gleichrangige Beteiligung gehört wesentlich zu einer partnerschaftlichen Kirche. „Das innovative Mentoring-Programm des Hildegardisvereins setzt hier an und bietet den Bistümern ein sehr konkretes Handlungsangebot. Für die Frauen entsteht damit ein wichtiges Netzwerk in der Kirche, das sie auch tragen kann, wenn sie eine Führungsposition angetreten haben“, so Flachsbarth.

 

Zugleich bekräftigt der KDFB die „Osnabrücker Thesen“ des Kongresses „Frauen in kirchlichen Ämtern. Reformbewegungen in der Ökumene“ von Dezember 2017. Sie beinhalten wesentliche Reformaspekte, u.a. die Einbeziehung von Frauen und Männern in die kirchliche Ämterstruktur. In diesem Zusammenhang dankt die KDFB-Präsidentin Bischof Bode ausdrücklich dafür, dass er die Ergebnisse des Kongresses für wichtig im Nachdenken über die Zukunftsfähigkeit der Kirche erachtet.

 

Gerne unterstützt der Frauenbund die Bischöfe bei ihren Reformen zu mehr Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit in der katholischen Kirche. „Gemeinsam können wir viel bewegen und gestalten, denn eine lebendige und partnerschaftliche Kirche liegt uns sehr am Herzen“, so Flachsbarth

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 


kfd überreicht 30.000 Unterschriften gegen Missbrauch und für Erneuerung der Kirche an Bischofskonferenz Über 300 Frauen bei Schweigemarsch und Klageandacht in Lingen

#MachtLichtAn

 

(Düsseldorf/kdfb) – Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. hat am gestrigen Montag, 11. März knapp 30.000 Unterschriften aus ihrer Aktion #MachtLichtAn an die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) überreicht. Darin fordern kfd-Mitglieder, Interessierte und Betroffene eine umfassende Aufklärung der Missbrauchsfälle und strukturelle Erneuerung der Kirche.

 

 

 

kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil: „Der Anlass, warum wir hier heute gemeinsam stehen, ist kein angenehmer. Die Inhalte der Missbrauchsstudie haben im vergangenen September auch bei uns Frauen für große Empörung und Entsetzen, für Wut und Enttäuschung gesorgt.“

 

 

 

Ab 19 Uhr waren weit über 300 Frauen und Männer aus dem Bistum Osnabrück und Umgebung in einem Schweigemarsch vom Neuen Rathaus zur Lingener St. Bonifatius Kirche gezogen, wo der Eröffnungsgottesdienst der Frühjahrs-Vollversammlung der Bischofskonferenz stattfand. Dort beteten sie im Anschluss mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode im Beisein von Bischof Schepers aus Essen und Weihbischof Wübbe aus Osnabrück die #MachtLichtAn-Klageandacht. Anschließend leuchteten die Frauen, begleitet von hundertfachen „Macht Licht An!“-Rufen, mit Taschenlampen die Kirchentüren aus, um so symbolisch „Licht ins Dunkel“ zu fordern.

 

 

 

Bischof Bode: „Ich bete hier auch angesichts der Scham vieler Frauen, nicht über das Erlittene sprechen zu können. Neben dem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen müssen wir auch den Missbrauch an Frauen aufarbeiten.“ Übergreifende Arbeitsgruppen bei der Vollversammlung würden sich in den kommenden Tagen mit Machtstrukturen, Lebensformen von Priestern und Zölibat beschäftigen, so Bode.

 

 

 

Die kfd wird die Bemühungen der Bischöfe konstruktiv begleiten, sich aber weiterhin mahnend zu Wort melden, sollten sie hinter ihren Versprechen zurückbleiben. Dies bekräftigte Prof’in Dr. Agnes Wuckelt, stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende, in ihrem Schlusswort: „Wir Frauen stehen alle in dieser Kirche, aber fragen uns, wie lange wir das noch können. Wir sind die Frauen, die Kirche Zukunft geben.“

 

 

 

30.000 Postkarten hatte die kfd im Dezember 2018 zusammengetragen, als tausende Frauen und Männer sich vor über 170 Kirchenportalen versammelten, um unter dem Motto „#MachtLichtAn“ die Erneuerung der Kirche zu fordern: Aufklärung des Missbrauchsskandals, Abschaffung verkrusteter, klerikaler Machtstrukturen, die Einsetzung unabhängiger Missbrauchsbeauftragter und Veränderung der kirchlichen Sexualmoral.

 

 

 


Katholische Jugend wirbt bundesweit für die Sozialaktion im Mai // ZDF-Fernsehgottesdienst am Sonntag

Ein Wochenende im Zeichen der 72-Stunden-Aktion

 

(Düsseldorf/Münster/kdfb) - Das kommende Wochenende steht ganz im Zeichen der 72-Stunden-Aktion: Am Samstag, 16. März, laden Gruppen deutschlandweit knapp 72 Tage vor der Sozialaktion zu einem Auftakt ein. Am Sonntag, 17. März, wird der ZDF-Fernsehgottesdienst in der Jugendkirche effata[!] in Münster gefeiert.

 

„Wir werden zeigen, wie man mit jungen Menschen kreativ und einladend Gottesdienst feiert und wollen so ein gutes Beispiel geben“, sagt Bundespräses Pfarrer Dirk Bingener, der den Gottesdienst gemeinsam mit dem Jugendpfarrer und Leiter der Jugendkirche effata[!] Holger Ungruhe vorstehen wird. Bei der Sozialaktion engagieren sich junge Menschen aus ihrem Glauben heraus drei Tage lang für ein soziales, ökologisches oder internationales Projekt. Der Gottesdienst steht unter dem Motto Glücksmomente. Das ZDF sendet ihn am Sonntag live ab 9.30 Uhr.

 

Programm rund um den Fernsehgottesdienst

 

Rund um den Fernsehgottesdienst lädt der BDKJ Münster am Wochenende zu einem „72-Stunden-warm-up“ ein. Ab Samstagnachmittag wird es Stadtführungen sowie einen Grillabend und ein Kneipenquiz geben. Im Anschluss an den Gottesdienst am Sonntag gibt es rund um die Jugendkirche verschiedene Angebote wie einen Slam-Contest, Live-Musik, einen Graffiti-Workshop und eine Fotobox.

 

72-Tage-vorher-Aktionen

 

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene geben deutschlandweit in den kommenden Tagen und schwerpunktmäßig am Samstag einen Vorgeschmack auf die bundesweite Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Verbände vom 23. Mai bis zum 26. Mai.

 

·       Exakt 72 Tage vor dem Aktionsstart feiert der BDKJ Köln heute ab 11 Uhr rund um den Dom den Auftakt. Bei einer 2,7 Minuten-Aktion und einem anschließenden Unplugged-Konzert der Kölner Band Kuhl un de GÄNG wollen die Teilnehmenden Lust auf die Aktion in Köln machen. 

 

·       Der BDKJ Augsburg lädt am Samstagabend zu einer Jugendvesper um 19 Uhr in der Klosterkirche St. Ottilien ein, die sich mit der Sozialaktion beschäftigt.

 

·       Rhythmisch wirbt der BDKJ Aachen für die Aktion: Mit einem Tanz-Flashmob stimmen sie die Passant*innen am Samstag um 13 Uhr rund um den Elisengruppen auf die Sozialaktion ein.

 

·       Der BDKJ Limburg zeigt, was in drei Tagen alles geschafft werden kann und lädt am Samstag um 14 Uhr zum Grillplatz am Freibad in Königstein ein. Dort hatte die örtliche Pfadfinder-Gruppe bei der 72-Stunden-Aktion 2009 einen Grillplatz errichtet und betreut diesen bis heute. Beim Pressetermin wird die Gruppe ihren Frühjahrsputz vor Ort durchführen.

 

Zu Aktionen zum Presseauftakt der 72-Stunden-Aktion 2019 wie in Münster, Köln, Augsburg, Aachen oder Limburg laden deutschlandweit regionale Koordinierungskreise und Aktionsgruppen am 16. März ein.  Egal ob mit Sprühkreide, Luftballons, Aktionsständen auf dem Marktplatz oder 7,2-Minuten-Aktionen werden Kinder und Jugendliche zeigen, dass die 72-Stunden-Aktion bunt und kreativ wird und dass gute Taten ihre Spuren hinterlassen.

 

 

 

„Uns schickt der Himmel – die 72-Stunden-Aktion des BDKJ“ läuft vom 23. bis zum 26. Mai 2019 zum zweiten Mal bundesweit. Während der Aktion des BDKJ und seiner Diözesan- und Jugendverbände engagieren sich junge Menschen in ganz Deutschland drei Tage lang für ein soziales Projekt in ihrer Nähe. Der Einsatz für andere und mit anderen steht dabei im Mittelpunkt. Bei der vergangenen 72-Stunden-Aktion waren 2013 mehr als 170.000 Kinder und Jugendliche in fast 4.000 Aktionsgruppen im Einsatz. Gefördert wird die Aktion vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Weitere Unterstützer sind die Deutsche Bischofskonferenz, das Bonifatiuswerk, Misereor und das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’.

 

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft.


Vortrag befasst sich mit Leben und Wirken des Heiligen - Nach Andacht werden irische und keltische Biere verkostet

Dekanat Ehingen-Ulm lädt zur St. Patrick's Day-Feier

 

(Ulm/drs) - Am Sonntag, 17. März, 15.00 Uhr lädt das Dekanat Ehingen-Ulm zur Feier des St. Patrick's Day ein. Es ist der Gedenktag des irischen Nationalheiligen, der den Menschen im Symbol des Kleeblatts das Geheimnis der Dreifaltigkeit erläutert haben soll. Dekanatsreferent Dr. Wolfgang Steffel hält im Ulmer Steinhaussaal in der Neue Straße 102 den Festvortrag und gestaltet danach eine Andacht in der benachbarten Nikolauskapelle.

 

 

 

Im Vortrag werden Leben, Wirken und Schriften des heiligen Patrick vorgestellt. Eingebettet ist sein Denken in das spirituelle Erbe der keltischen Welt, der eine strikte Trennung von sichtbarer und unsichtbarer Welt fremd war und die ein großes Sensorium für die inneren Bilderwelten der menschlichen Seele hatte. „Die Kelten haben zudem durch verbesserte Feuerungstechnik und Öfen zur Malztrocknung das im fruchtbaren Halbmond erfundene Brauen für die nördlichen Breiten neu erfunden“, sagt Wolfgang Steffel, der sich seit längerem mit der 13000-jährigen Geschichte des Bieres befasst. „Die Kelten befeuerten so auch mittelbar die Brautradition der Klöster, die bei uns häufig von irischen und schottischen Mönchen gegründet wurden.“

 

 

 

So ergibt sich bei dem Vortrag im Steinhaussaal ein kurzweiliger Gang durch die Braugeschichte und parallel durch die reiche Bildtradition der Trinität: Von Patrick's Kleeblatt über die borromäischen Ringe bis zum Bier-Zoigl. Außerdem gibt es einen Seitenblick auf weitere irische Bierheilige, etwa den heiligen Columban oder die heilige Brigida, die das Gedicht „„Ich möchte einen großen See von Bier haben“ verfasst hat und der legendarisch ein Bier-Badewannen-Wunder zugeschrieben wird.

 

 

 

Zugleich steht der Vortrag im Zeichen der breiten Beschäftigung mit dem Geheimnis der Dreifaltigkeit im Dekanat, die seit 2013 regelmäßig auf dem Programm steht. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Nach der Andacht können irische und keltische Biere verkostet werden, anschließend ist Begegnungsmöglichkeit im Irish Pub „Kellys“ in Ulm. Nähere Informationen gibt es bei der Dekanatsgeschäftsstelle, Tel.: 0731/9206010, E-Mail: dekanat.eu@drs.de.

 

 

 

Weitere Termine zur Kultur- und Religionsgeschichte

 

 

 

25.05.2019   Seitenblick in die Adlerbrauerei Moosbeuren bei der Exkursion zur Mystik

 

28.08.2019   Augustinischer Bierkonvent „De trinitate“ in Ulm-Wiblingen

 

18.10.2019   Brauereiführung mit Vortrag im Hörvelsinger Pflug

 

 

 

Zum Hintergrund

 

 

 

Der Ulmer St. Patrick's Day ist eingebettet in das ausgedehnte Dekanatsprojekt zur Religions- und Kulturgeschichte des flüssigen Brotes. Start war beim Dekanatstag im Juli 2017 in Ulm-Wiblingen, wo das heutige Pfarrhaus ursprünglich die Klosterbrauerei beherbergte. Zuletzt führte der spirituelle Wandertag „Mit Rucksack und Bibel und Bier“ mit 80 Teilnehmern im Sommer 2018 in die Pflugbrauerei Hörvelsingen. Unter dem Motto „Goldener Herbst zum flüssigen Gold“ gab es am 3. Oktober die Tages-Exkursion „1680“ nach Ellwangen, wo es um Glaube und Bier im Dreißigjährigen Krieg und im Barock ging. Am 9. November folgte ein Vortrag bei der Männervesper in der voll besetzten Lindenhalle in Laichingen-Machtolsheim sowie ein adventlicher Bierkonvent zu Ehren des Nikolaus in der Ulmer Nikolauskapelle und den „Drei Kannen“.

 

 

 


Bistumsleitung informiert Gremien über neue Strukturen

Im Übergang zur Pfarrei der Zukunft

  Ein Blick in die Zukunft. Foto: bt
Ein Blick in die Zukunft. Foto: bt

 

(Hasborn/bt) – Die Kirche im Bistum Trier stellt sich neu auf: Zum 1. Januar 2020 werden 15 von insgesamt 35 Pfarreien der Zukunft (PdZ) an den Start gehen. Im Saarland werden die PdZ Saarbrücken, Völklingen, Wadern, St. Wendel sowie Tholey den Anfang machen. In den neu gegründeten Räumen wird es auch eine veränderte Gremienstruktur geben. Dazu haben Bischof Dr. Stephan Ackermann, Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg sowie Mechthild Schabo, Direktorin für den Zentralbereich Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat informiert. Vertreterinnen und Vertreter der jetzigen Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte in der künftigen PdZ Tholey waren am vergangenen Freitag in die Kulturhalle in Hasborn eingeladen.

 

Generalvikar von Plettenberg stellte den Haupt- und Ehrenamtlichen aus den vier Pfarreiengemeinschaften Nonnweiler, Bostalsee, Am Schaumberg und Marpingen, die die Pfarrei der Zukunft Tholey bilden werden, die neuen Gremien vor. An der Spitze der Pfarreien der Zukunft wird es ein Leitungsteam geben, das aus drei Haupt- und bis zu zwei Ehrenamtlichen bestehen wird. Neu wird der Rat der Pfarrei, bestehend aus 20 Mitgliedern, sein – vergleichbar mit den bisherigen Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräten. Der Rat der Pfarrei verbindet die Themen von Pastoral und Verwaltung (Jahresabschluss, Haushaltsplan) in einem Gremium. Er wird das Leitungsteam beraten. Innerhalb des Rates wird es verpflichtend einen Verwaltungsausschuss geben.

 

Mitglieder der Bistumsleitung stellten sich den Fragen und Sorgen der Haupt- und Ehrenamtlichen.

 

Zusätzlich gibt es die Synodalversammlung, die Zusammenkunft der Delegierten aus den Orten von Kirche in der Pfarrei der Zukunft. „Wir wollen die Pfarreien der Zukunft von unten her aufbauen“, sagte von Plettenberg. „Orte von Kirche müssen keine feste Form oder Struktur haben, sondern dort, wo ‚zwei oder drei in Christi Namen versammelt sind‘, ist ein Ort von Kirche. Das ist nichts Neues, wir haben jetzt schon viele Orte von Kirche.“ Frauengruppen, Chöre, Gebetskreise, aber auch Kitas oder die Caritas seien Beispiele von Orten von Kirche. Diese können sich als solche bestätigen lassen und seien dann berechtigt, einen Delegierten in die Synodalversammlung zu entsenden. Da es bislang noch keine Synodalversammlung gibt, wird der erste Rat der Pfarrei bereits im Herbst 2019 durch eine Wahlversammlung der Gremien der jetzigen Pfarreien und Kirchengemeinden gewählt, damit die Pfarrei der Zukunft zum 1. Januar mit einer gewählten Repräsentanz gestartet werden kann.

 

Einige Vertreter der Gremien sahen dieses Verfahren kritisch und äußerten die Befürchtung, dass die Ratsmitglieder nicht die Sorgen und Anliegen vor Ort im Blick haben werden. „Die jetzigen Verwaltungsräte können und sollen als Verwaltungsteams weiter vor Ort aktiv sein. Damit lassen wir Verantwortung vor Ort“, sagte Bischof Ackermann. Diese Verwaltungsteams werden ein Mandat sowie ein Budget von der PdZ bekommen, erläuterte Generalvikar von Plettenberg die Idee. Die Verantwortlichen im Bistum laden die jetzigen Verwaltungsräte dazu ein, diese Möglichkeit zu nutzen, um in den ersten Jahren des Neubeginns ihr operatives Geschäft fortführen zu können.

 

Bei der Veranstaltung in Hasborn wurden auch grundsätzliche Befürchtungen an die Bistumsleitung herangetragen. Zum Beispiel, ob es künftig nur noch einen Priester in der ganzen PdZ gebe und ob Gottesdienste weiter wie bisher stattfinden werden? „Wir werden keinen der Priester hier abziehen“, betonte Mechthild Schabo. „Die Priester werden an verschiedenen Orten Gottesdienste feiern.“ Ob die Gottesdienstordnung weiter beibehalten werde, wie sie jetzt bestehe, könne sie nicht sagen. „Mir scheint wichtig, dass es für die Gläubigen Gottesdienste gibt, wo sie wissen: An diesen Orten finde ich regelmäßig verlässlich meinen Gottesdienst, den ich gut erreichen kann. Wie das konkret aussieht, wird miteinander zu beraten sein.“ Die Synode des Bistums Trier hatte sich dafür ausgesprochen, neben der Eucharistiefeier auch andere Gottesdienstformen wie Wort Gottes-Feiern zu stärken, die nicht von einem Priester geleitet werden müssen.

 

Die Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte wurden von den Verantwortlichen des Bistums darüber informiert, dass ihnen in etwa vier Wochen das Errichtungsgesetz für die neuen Pfarreien der Zukunft zugesandt wird und dass sie dazu im Rahmen des offiziellen Anhörungsverfahren Stellung nehmen sollen. Die Rückmeldungen werden von einem externen Institut ausgewertet und sollen dann in die Überarbeitung des Gesetzes einfließen, das Anfang Herbst erlassen wird.

 

Mitglieder der Bistumsleitung werden in den kommenden Wochen die Gremien in allen künftigen Pfarreien der Zukunft über die Veränderungen informieren und sich dem Gespräch stellen. Weitere Informationen zu der neuen Gremienstruktur und zur Umsetzung der Synodenergebnisse insgesamt gibt es auf www.bistum-trier.de/heraus-gerufen.

 

 

 


Zulassungsfeier für Tauf-Bewerberinnen und -Bewerber mit Bischof Ackermann

Jesu Botschaft bleibt immer glaubhaft

  Der Bischof segnet jeden Bewerber einzeln. Foto: bt
Der Bischof segnet jeden Bewerber einzeln. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat am 10. März, dem ersten Fastensonntag, 25 Erwachsene im Dom zur Taufe und Firmung zugelassen. Die Bewerberinnen und Bewerber aus verschiedenen Dekanaten des Bistums werden ihre Sakramente um die Ostertage in ihren Heimatpfarreien empfangen. Taufe, Kommunion und Firmung gehören zu den Sakramenten der katholischen Kirche. Sie stehen dafür, dass der Mensch in die Gemeinschaft der Kirche ausgenommen wird und als Zeichen für die Liebe Gottes und die Gegenwart Jesu Christi.

 

Viele rückten heute vom Glauben ab, die Kirche erscheine ihnen unglaubwürdig und viel zu sehr in Schuld verstrickt, sagte Bischof Ackermann zu den Kandidatinnen und Kandidaten. „Sie gehen mit Ihrem Wunsch nach Aufnahme jedoch bewusst den umgekehrten Weg.“ Diese Entscheidung sei trotz aller Unvollkommenheit in der Kirche nicht naiv oder unverantwortlich. Sie dürfe sich nämlich gründen in dem, was durch ihre Geschichte hinweg immer glaubwürdig geblieben sei. „Wirklich glaubhaft an Kirche sind Jesus und seine Botschaft.“ Diese sei, trotz aller kirchlichen Verfehlungen, „nie widerlegt worden und bleibt als einzige immer glaubhaft und wahrhaftig“, sagte der Bischof. Sie sei ein haltgebendes Fundament und mit ihrer Nächstenliebe eine wirkliche Alternative für diese Welt.

 

Ackermann sprach auch vom Wert der Sakramente als einem „Schatz der Kirche“, in denen Christen Jesus unverstellt begegnen und seine Nähe finden können. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie durch alle Höhen und Tiefen dies immer wieder spüren“, sagte der Bischof zu den Bewerberinnen und Bewerbern, die er einzeln segnete. Die Feier im Dom, in der sie gemeinsam um die Zulassung zu den Sakramenten baten, ist Teil einer etwa halbjährigen Vorbereitung im Kreise verschiedener sogenannter Katechumenatsgruppen, die vor Ort von pastoralen Mitarbeitern begleitet werden.

 

Zu der Koblenzer Gruppe unter der Leitung von Pastoralreferentin Ulrike Kramer-Lautemann gehört Hava Dhoraj. Die junge Frau stammt aus Albanien und ist mit ihren zwei Söhnen seit vier Jahren in Deutschland. „Ich glaube an Gott“, sagt sie schlicht über ihren Hauptgrund, warum sie sich taufen lassen möchte. In Albanien habe sie dort, wo sie lebte, kaum eine Möglichkeit gehabt, Christin zu werden. Ebenfalls in Koblenz lebt Claas Rühl, der mit seiner Freundin gekommen ist. „Wir möchten bald heiraten, auch kirchlich“, sagt der junge Mann, dessen Familie aus Sachsen nach Westdeutschland kam. Außerdem bestärkt ihn sein geschichtliches Interesse am Christentum, das „als größte Hilfsorganisation der Welt“ aus seiner Sicht viel Gutes tut. Durch den Tod seines Großvaters sei er außerdem erstmals wirklich mit dem Glauben konfrontiert worden und der Frage, was nach dem Tod komme. Gemeinsam mit den anderen aus seiner Katechumenatsgruppe wird er am Ostersonntag in der Koblenzer Herz-Jesu-Kirche die Sakramente der Taufe, Firmung und Kommunion empfangen.

 

Nähere Informationen zur Vorbereitung auf die Taufe und Firmung von Jugendlichen und Erwachsenen, dem sogenannten Katechumenat, gibt es unter www.katechumenat.bistum-trier.de,  unter www.katholisch-werden.de oder telefonisch unter 0651 7105-509.

 


Ein buntes Programm prägte den Schulsanitätstag der Malteser in der St. Ursula Schule Hannover

Knochen brechen – Schüler helfen

Knochenbruch, Verbrühung, Nasenbluten – und dennoch fast gut drauf: Tanja Schreiber (links) und Jasmina Schultz beim „Tag der Schulsanitätsdienste“ der Malteser; Bildquelle: Lukas/Malteser
Knochenbruch, Verbrühung, Nasenbluten – und dennoch fast gut drauf: Tanja Schreiber (links) und Jasmina Schultz beim „Tag der Schulsanitätsdienste“ der Malteser; Bildquelle: Lukas/Malteser

(Hannover/mhd) - Wenn Schüler Knochenbrüche modellieren und sich am Feuerlöscher austoben – dann haben wohl die Malteser in der Diözese Hildesheim ihre Hand im Spiel. „Realistische Notfalldarstellung (RND)“ und Brandbekämpfung waren nur zwei der Programmpunkte des „Tag der Schulsanitätsdienste“ am Samstag, 9. März, an der St. Ursula-Schule in Hannover.

 

Kunstblut fließt über seinen Unterarm, der gebrochene Knochen ist deutlich zu sehen. Keine Frage: Tim hat ein ernstes Problem. Was tun? Zuerst auf den Boden legen um einen Schock aufzufangen? Oder erst den offenen Knochenbruch verbinden? Aber wie? Für einen Moment kommt echte Hektik auf, als Florian seinem Mitschüler Tim Erste Hilfe leistet – unter den Ratschlägen von Schülerin Eva-Maria und den wachsamen Augen von Bernhard Glasow, der als Gründer des Schulsanitätsdienstes der Malteser in der Diözese Hildesheim gilt. Hier sieht er die Früchte seiner jahrzehntelangen Arbeit. „Lasst Euch nicht in Unruhe bringen, sondern überlegt erst, bevor ihr handelt“, rät er später den Schulsanitätern. Doch ansonsten gilt: Wäre Tim ein echter Notfall gewesen, hätte er mit den Malteser-Schulsanitätern richtig Glück gehabt.

 

Der 13-jährige „Patient“ Tim geht auf das Goethe-Gymnasium in Hildesheim, sein „Ersthelfer“ Florian (16) auf die dortige Marienschule. Von der St. Ursula-Schule in Hannover kommt Eva-Maria, ebenfalls 16 Jahre alt. Alle drei eint, dass sie an ihren Schulen zu den Malteser-Schulsanitätern gehören und sich diesen Samstag frei genommen haben, um sich weiterzubilden – zum Beispiel in „Realistischer Notfalldarstellung“, also dem lebensechten Anschminken von Wunden, oder beim Thema Brandbekämpfung und Katastrophenschutz. Auch Organspende und Psychosoziale Notfallvorsorge waren Themen spannender Vorträge und dann natürlich das ausgiebige „Fallbeispiel-Training“. Denn es ist zwar schön, wenn man einen offenen Knochenbruch darstellen kann – die Erste Hilfe in einem solchen Fall muss aber immer wieder trainiert werden.

 

Rund 100 Schülerinnen und Schüler aus Hildesheim, Hannover, Braunschweig, Celle, Wolfsburg und Buxtehude waren mit Lehrern und Betreuern in die St. Ursula-Schule gekommen und wurden begrüßt von Marie-Rose Freifrau von Boeselager. Die Diözesanoberin der Malteser in der Diözese Hildesheim erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass Schulsanitäter nicht nur manchmal Leben retten, sondern auch zum Frieden in unserer Gesellschaft beitragen. „Menschen, die sich für andere einsetzen, sind der soziale Kitt unserer Gesellschaft,“ so die Diözesanoberin. „Nichts braucht unsere Gesellschaft heute mehr als Menschen wie Euch.“

 

Der „Tag der Schulsanitätsdienste“ war von den Malteser-Diözesanreferenten für Jugend und Schule vorbereitet worden gemeinsam mit Lehrerin Sabine Petzel von der St. Ursula-Schule Hannover, die den dortigen Malteser-Schulsanitätsdienst seit beinahe 25 Jahren leitet. Viele externe Referenten, unter anderem von Freiwilligen Feuerwehren und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), trugen zum Gelingen des Tages bei, ebenso der Verpflegungstrupp der Malteser Hannover, der für ein schmackhaftes Mittagessen sorgte.

 

Die Schulsanitätsdienste der Malteser in der Diözese Hildesheim wurden 1995 gegründet, maßgeblich von Referent Bernhard Glasow, der das Motto prägte: „Hände, die helfen, schlagen nicht.“ Die Idee dahinter ist, Jugendliche schon in der Schule für Erste Hilfe zu begeistern und ihnen zu zeigen, wie sie im Notfall helfen können. Heute betreuen die Malteser rund 300 Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter an etwa 40 Schulen in der ganzen Diözese Hildesheim. Dieser „Tag der Schulsanitätsdienste“ war erst der zweite nach einer ersten solchen Veranstaltung 2002.


Bischof Ackermann schreibt zur Fastenzeit einen Hirtenbrief an die Gläubigen

Ja sagen zu allem, was dem Leben dient

Bischof Dr. Stephan Ackermann. Foto: bt
Bischof Dr. Stephan Ackermann. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Mit Gott Ja sagen zu allem, was dem Leben dient und Nein zu allem, was das Leben zerstört: Dazu ruft der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann in seinem Hirtenbrief zur österlichen Bußzeit 2019 auf. Doch gerade dann, „wenn wir uns mit Entschlossenheit dem Gutem zuwenden wollen“, komme es zur Anfechtung durch das Böse, zu einer „Verdrehung des Guten“, schreibt der Bischof in dem Brief, der in den Gottesdiensten am 1. Fastensonntag (10. März) verlesen wurde. Er illustriert das an den Versuchungen, denen Jesus in der Wüste ausgesetzt ist.

 

Neben den Versuchungen, sich vor allem auf das Materielle zu konzentrieren oder nur sich selbst und dem eigenen Tun zu vertrauen, nennt Ackermann auch die Versuchung der Macht. Seit jeher ziehe „die glänzende Welt von Ansehen, Ruhm und Macht“ Menschen in ihren Bann. Schon die ersten Jünger hätten darum gestritten, wer von ihnen der Größte sei und wer die besten Plätze bekommt. „Es scheint, als sei die Versuchung der Macht eine ganz spezifische Versuchung von Amtsträgern in der Kirche, angefangen bei den Aposteln“, schreibt Ackermann. Zwar brauche es Macht, wo Menschen zusammenleben: die Staatsmacht, um das Miteinander zu ordnen; Vollmachten, damit geregelt ist, wer was darf und zu sagen hat. Auch in der Kirche brauche es etwa die Macht, die Menschen die Möglichkeit gibt, Gemeinde vor Ort zu gestalten, um die Frohe Botschaft konkret erfahrbar zu machen.

 

„Verdrehung der Macht geschieht aber da, wo Menschen über andere Kontrolle erlangen wollen. Macht wirkt besonders zerstörerisch da, wo sie andere Menschen geschickt zu steuern versucht mit Berechnung und Kalkül, wo sie nicht um des anderen selbst willen ausgeübt wird, sondern um eigene Interessen und Ziele durchzusetzen“, betont der Bischof. Wenn Jesus dem Satan mit dem Verweis auf Gott antworte, vor dem allein man sich niederwerfen soll, dann „verweist er damit zugleich auch auf die Unverfügbarkeit menschlichen Lebens für andere. Gott ist der Herr des Lebens, und im Dienst dieses Lebens hat alle menschliche Macht zu stehen“.

 

Bischof Ackermann erinnert daran, dass die Bistumssynode neu verpflichtet habe auf „Gottes Ja zu allem, was dem Leben dient, und Gottes Nein zu allem, was das Leben zerstört.“ Die Gläubigen seien aufgerufen, „die Verdrehungen des Guten wieder umzukehren“. Die österliche Bußzeit gebe auch dieses Jahr wieder Gelegenheit dazu: „Das Fasten als Besinnung auf das, woraus wir leben, Werke der Nächstenliebe als bewusste Hinwendung zum Anderen und das Gebet als beständige Erneuerung unseres Vertrauens in Gott sind eine Hilfe, auf Gottes Stimme mehr zu hören als auf das Geflüster des Versuchers. So kommt auch das Gute wieder in unseren Blick.“

 

Der Hirtenbrief des Bischofs ist als Video und im Originaltext hier zu finden.

 


Nordkirche verabschiedet mit Dr. h.c. Gerhard Ulrich ihren ersten Landesbischof:

„Brückenbauer und hellwacher Protestant in bewegten Zeiten“

 

(Schwerin/maw/std) - In einem Gottesdienst im Schweriner Dom St. Marien und St. Johannis ist heute (9. März) Dr. h.c. Gerhard Ulrich, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), in den Ruhestand verabschiedet worden. Die Entpflichtung des ersten Landesbischofs der zu Pfingsten 2012 gegründeten Nordkirche nahm Landesbischof Ralf Meister (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers) als Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) nach der Predigt von Gerhard Ulrich vor. Im Rahmen der Entpflichtung gab Ulrich auch sein Amtskreuz zurück.

 

In seiner Ansprache würdigte Ralf Meister den scheidenden Landesbischof: „Dir ging es immer um kritische Zeitgenossenschaft in dieser Welt, die du mit der Realität Gottes verbinden wolltest. Leidenschaftlich, ja manchmal kämpferisch. Mutig, aber vor allem für andere ermutigend. Theologie rührte dich an im Theater und das Theater inspirierte dich in deinem Amt. Du hast angerührt und aufgerüttelt, in Bewegung gebracht und Horizonte geweitet.“

Zugleich sei Ulrich ein guter Zuhörer mit großer Menschenfreundlichkeit und immer auch ein Brückenbauer gewesen. „Einer, der in der Vielfalt Positionen beschreiben konnte, fair in der Abwägung und kompro­missfähig“, so Meister weiter. „Wir Christinnen und Christen schauen weit. Wir leben auf eine Welt hin, die noch kommen wird. Und wir leben in der Gewissheit: Gott kommt uns entgegen.“ Ralf Meister dankte Gerhard Ulrich für seinen Dienst in der Nordelbischen Kirche, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, als Leitender Bischof der VELKD und „als hellwacher Protestant in bewegten Zeiten“.

 

Der scheidende Landesbischof Ulrich erinnerte in seiner Predigt an den Ursprung seiner theologischen Laufbahn im Jahr 1973. Damals hörte der junge Schauspieler in der Inszenierung „Abaelard und Heloise" auf der Bühne des Ernst-Deutsch-Theaters in Hamburg den 139. Psalm und war ergriffen. „So verstehe ich meinen Dienst der Verkündigung: vor Gott bringen, was uns bewegt, sein Wort laut werden lassen in der Welt, die dieses Wortes so dringend bedarf. Immer bin ich getragen seither von der Gewissheit, dass Gott sich zeigt – oft an ungeahnten Orten.“

 

Ulrich weiter: „Wir müssen nicht selbst Gott spielen und versuchen, eigenmächtig das Heil der Welt mit Macht herbeizuzwingen. Unsere Freiheit und Einmaligkeit liegen darin gegründet, dass wir Gott Gott sein lassen können.“ Dieses Vertrauen sei gerade in einer Zeit des rasanten Wandels, in der bei vielen Menschen die Sehnsucht nach einfachen Antworten und vielerorts auch der religiöse und politische Populismus wachse, nötiger denn je. „Wer nicht die äußerste Weite zulässt, sondern Zäune baut, verliert ja nicht die Angst. Wer die Sehnsucht ausschaltet, schaltet das Leben ab“, mahnte Ulrich.

 

Er dankte „den Vielen, die mir immer wieder aufgeholfen haben, die mir eine Stärke waren, indem sie mich erinnerten an die wunderbaren Werke Gottes. Der Landesbischof geht ab. Das Licht bleibt an. Der Vorhang bleibt offen. Das Lebens-Stück geht weiter“.

 

Nach dem Segen zum Abschluss des Gottesdienstes überbrachte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Grüße der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns: „Sie haben die Nordkirche gemeinsam mit vielen anderen auf den Weg gebracht, haben mitgeholfen, den Weg zu ebnen. Es sollte eine Begegnung auf Augenhöhe sein, zwischen großen und kleinen Kirchen, zwischen Stadt und Land, zwischen Ost und West. Ich finde: Die Nordkirche ist schon sehr gut zusammengewachsen. Nach fast sechs Jahren ihres Bestehens ist die Nordkirche für viele evangelische Christen bei uns im Land ein wirkliches Zuhause geworden.“

 

Die Erste Kirchenleitung der Nordkirche lädt nach dem Gottesdienst Gäste aus dem In- und Ausland, aus Kirche, Bundes- und Landespolitik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Medien zu einem Empfang in die Schweriner Sport- und Kongresshalle ein.

Hintergrund:

Am 21. Februar 2013 war Gerhard Ulrich von der Landessynode der Nordkirche zum ersten Landesbischof gewählt worden und trat seinen Dienst am 3. Juni 2013 an. Zuvor war er im Fusionsprozess der zu Pfingsten 2012 gegründeten Nordkirche bereits Vorsitzender der Gemeinsamen und der Vorläufigen Kirchenleitung und wirkte maßgeblich an der Fusion mit. Als Landesbischof war Gerhard Ulrich zugleich der Vorsitzende der Ersten Kirchenleitung. Bis November 2018 war er zudem Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Am 1. Februar 2019 verlieh ihm die Theologische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Ehrendoktorwürde.

 

Die Amtszeit von Gerhard Ulrich endet am 31. März. Seine Nachfolgerin, Kristina Kühnbaum-Schmidt (54), wird ihr Amt als Landesbischöfin der Nordkirche am 1. April antreten.


Gottesdienst mit Gästen aus Kirche und Gesellschaft im Dom zu Schwerin:

Nordkirche verabschiedet mit Dr. h.c. Gerhard Ulrich ihren ersten Landesbischof

 

(Schwerin/std) - Am Sonnabend (9. März) verabschiedet die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) ihren Landesbischof Dr. h.c. Gerhard Ulrich in den Ruhestand. In einem Gottesdienst im Schweriner Dom St. Marien und St. Johannis wird der erste Landesbischof der zu Pfingsten 2012 gegründeten Nordkirche ab 15 Uhr von seinem Amt entpflichtet. Zugleich feiert der scheidende Landesbischof am Sonnabend seinen 68. Geburtstag.

 

Gottesdienst mit Entpflichtung und Rückgabe des Amtskreuzes

 

Im Gottesdienst wird Landesbischof Ralf Meister (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers) als Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) Gerhard Ulrich nach dessen Predigt von seinem Amt als Landesbischof der Nordkirche entpflichten, woraufhin dieser sein Amtskreuz zurückgeben wird. Nach dem Segen zum Abschluss des Gottesdienstes wird Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Grüße der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns überbringen.

 

Unter den weiteren Mitwirkenden im Gottesdienst sind Mitglieder der Ersten Kirchenleitung der Nordkirche, die Bischöfin und die Bischöfe in den Sprengeln der Nordkirche, Bischöfe aus Partnerkirchen in Assam (Indien), Tansania und Estland, der „Arbeidskrink Plattdüütsch in de Kark“ der Nordkirche, der Bläserkreis Mecklenburg-Vorpommern, geleitet von Landesposaunenwart Martin Huss, ein Chor mit Sängerinnen und Sängern aus der Nordkirche unter der Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Frank Dittmer sowie Domprediger Volker Mischok und Kirchenmusikdirektor und Domkantor Jan Ernst.

 

Die Kollekte im Gottesdienst wird auf Wunsch von Landesbischof Ulrich für das Jugend- und Kulturzentrum „Demokratiebahnhof Anklam – Gemeinsam Mitbestimmen“ erbeten, das die Entwicklung einer lebendigeren Zivilgesellschaft in der vorpommerschen Region fördern will und jungen Menschen Mut macht, sich dabei einzubringen.

 

Festlicher Empfang der Ersten Kirchenleitung der Nordkirche

 

Nach dem Gottesdienst lädt die Erste Kirchenleitung der Nordkirche Gäste aus dem In- und Ausland, aus Kirche, Bundes- und Landespolitik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Medien zu einem Empfang in der Schweriner Sport- und Kongresshalle ein.

 

Erwartet werden dazu neben Vertretern von Lutherischem Weltbund (LWB), Evangelischer Kirche in Deutschland (EKD) und Vereinigter Evangelisch-Lutherischer Kirche Deutschlands (VELKD) auch Abgesandte der 32 Partnerkirchen der Nordkirche auf fünf Kontinenten, Repräsentanten der Katholischen Kirche sowie weitere ökumenische Gäste aus dem In- und Ausland. Zu den Grußwortrednerinnen und –rednern zählen Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Generalsekretär Pfr. Dr. h.c. Martin Junge, Lutherischer Weltbund (LBW), Erzbischof Dr. Stefan Heße, Erzbistum Hamburg, Ulrike Hillmann, Präses der Landessynode der Nordkirche, sowie Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (EKD).

 

Gerhard Ulrich ist am 21. Februar 2013 von der Landessynode der Nordkirche zum ersten Landesbischof der Nordkirche gewählt worden. Er trat seinen Dienst am 3. Juni 2013 an. Zuvor war Ulrich im Fusionsprozess der drei evangelischen Landeskirchen Nordelbiens, Mecklenburgs und Pommerns, die sich Pfingsten 2012 zur Nordkirche zusammenschlossen, bereits Vorsitzender der Gemeinsamen und der Vorläufigen Kirchenleitung und hat maßgeblich an der Fusion zur Nordkirche mitgewirkt.

 

Als Landesbischof ist Gerhard Ulrich zugleich der Vorsitzende der Ersten Kirchenleitung. Seine Predigtstätten sind der Dom zu Schwerin und der Dom zu Lübeck. Zu den zentralen Aufgaben von Landesbischof Gerhard Ulrich gehört der leitende geistliche Dienst in der Nordkirche. Er vertritt die Kirche gegenüber den Ländern, ihren Parlamenten und Regierungen sowie im gesamten kirchlichen und öffentlichen Leben. Gerhard Ulrich war bis November 2018 zudem Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Am 1. Februar 2019 verlieh ihm die Theologische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Ehrendoktorwürde.

 

 

 


Osterzeugenkurs beginnt am 12. März

Dekanat Neunkirchen bildet Ehrenamtliche für Bestattungsdienste aus

 

Die Verantwortlichen des Osterzeugenkurses mit zwei Teilnehmern: v.l.: Melina Wack, Dekanatskantorin; Manfred Lambert, Teilnehmer; Sibylle Rhein, Pastoralreferentin; Claudia Busch, Gemeindereferentin; Markus Krastl, Pfarrer; Ingrid Schappe, Teilnehmerin; Anne Ziegler, Gemeindereferentin; Olaf Harig, Dechant Foto: bt

 

(Neunkirchen/bt) – „In den Bestattungsdienst sollen nach und nach Laien – hauptamtliche pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ehrenamtlich Engagierte – einbezogen werden.“ Diese Empfehlung hat die Synode des Bistums Trier 2016 in ihr Abschlussdokument aufgenommen, das Bischof Dr. Stephan Ackermann unterzeichnet hat. Im Dekanat Neunkirchen beginnt mit dem „Osterzeugenkurs“ ein Pilotprojekt, um Ehrenamtliche für Bestattungsdienste auszubilden.

 

Menschen beizusetzen ist „ein Werk der Barmherzigkeit, das nicht an ein Weiheamt geknüpft ist“, erklärt Olaf Harig, Dechant im Dekanat Neunkirchen, der den Osterzeugenkurs zusammen mit hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Dekanat leitet. „Es ist auch eine neue Art zu lernen, wie Ehrenamt und Hauptamt in dieser neuen Kirche der Zukunft auf Augenhöhe miteinander arbeiten und umgehen.“ Die Idee, Ehrenamtliche für diesen Dienst auszubilden sei nicht aus der Not heraus geboren, dass es zu wenig Personal für zu viele Beerdigungen gibt, betonte der Dechant. „Wir wollen den Dienst bewusst erweitern, weil wir sagen, da sind ganz viele verborgene Schätze im Volk Gottes, die wir zum Leuchten bringen wollen.“ Man wolle, wie die Synode sagt, von Charismen her denken.

 

Deshalb biete man eine Ausbildung an, die sich in zwei Teile gliedert. Den ersten Teil bildet der „Osterzeugenkurs“. Darin sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst über die eigenen Erfahrungen mit Tod und Trauer sprechen. „Es geht um mich selbst und meinen Glauben“, erklärt Markus Krastl, Pfarrer in Wiebelskirchen und Mitorganisator des Kurses. Gemeindereferentin Claudia Busche ergänzt: „Es geht auch um die Auseinandersetzung wie haben sich bestimmte Bilder über Tod und Sterben entwickelt.“ Anhand verschiedener Texte aus der Bibel werden die christlichen Vorstellungen von Tod, Auferstehung oder Himmel und Hölle erörtert. „Ich will über das Thema Tod mehr sagen können, auch aus christlicher Sicht“, sagt Ingrid Schappe. Die Rentnerin will an dem Osterzeugenkurs teilnehmen. „Ich kann mir im Moment noch nicht vorstellen, Beerdigungen zu machen. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, Trauergespräche mit Menschen zu führen.“

 

An den 8-teiligen Kurs schließt sich von Mai bis Juni ein Werkstattkurs an, der Interessierten aus dem ersten Teil der Ausbildung die Möglichkeit bietet, auch in praktischen Übungen mehr über den eigentlichen Bestattungsdienst zu lernen. „Es soll danach eine Phase geben, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Praktikum machen können“, kündigt Olaf Harig an. Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dekanat Neunkirchen, die Bestattungen durchführen, wollen „Lernpartnerschaften“ anbieten, „um die Person dann auch gut begleitet, Schritt für Schritt in diesen Dienst hineinzuführen.“ Die Ehrenamtlichen werden am Ende ihrer Ausbildung zudem eine bischöfliche Beauftragung erhalten, bevor sie ihren Dienst offiziell antreten dürfen.

 

Der erste Termin für den Osterzeugenkurs findet am Dienstag, 12. März von 19 bis 21 Uhr im Pfarrheim in Spiesen-Elversberg statt.
Weitere Informationen: dekant.neunkirchen@bistum-trier.de

 


Kirchenvertreter, Politiker und lokale Initiativen haben die Aktion Autofasten eröffnet

In den nächsten Wochen bleibt der Motor kalt

  (v.l.n.r.) Paul Lentes, Jörg Weber, Andreas Ludwig, Günther Schartz, Gregor Schäfer und Dr. Gundo Lames. Foto: bt
(v.l.n.r.) Paul Lentes, Jörg Weber, Andreas Ludwig, Günther Schartz, Gregor Schäfer und Dr. Gundo Lames. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Einen Beitrag zum Klimaschutz, zur Gesundheit und zum Schöpfungserhalt – das alles leistet die „Aktion Autofasten“ katholischer Bistümer und evangelischer Landeskirchen. Am Vormittag des Aschermittwochs, 6. März, ist der Startschuss für die diesjährige Fastenaktion gefallen. Vertreter der Kirchen, Politiker und zahlreiche örtliche Kooperationspartner präsentierten die Klimaschutzaktion vor dem Trierer Rathaus.

 

Die Idee ist simpel: das Auto während der Fastenzeit – und gern darüber hinaus – so oft wie möglich stehenlassen und sich stattdessen zu Fuß, mit dem Drahtesel oder mit öffentlichen Verkehrsmittel fortbewegen. Wer nicht völlig aufs Autofahren verzichten möchte, könne Car-Sharing-Angebote nutzen, verrät der Autofasten-Flyer, der viele nützliche Tipps zum Thema bereithält. Bereits zum 22. Mal arbeiten die katholischen (Erz-)Bistümer und die evangelischen Landeskirchen grenzübergreifend in der Region Trier und Luxemburg in Sachen Autofasten zusammen. Weitere Eröffnungen fanden zeitgleich in Mainz, Aachen, Köln und Saarbrücken statt.

 

 „Verlieren die Generationen nach uns ihre Lebensgrundlage und müssen wir uns vorwerfen, nicht energisch genug für den Schutz des Klimas eingetreten zu sein?“, fragte Dr. Gundo Lames, Direktor des Strategiebereichs Ziele und Entwicklung im Bistum Trier, mit Blick auf die Klimaziele der Bundesrepublik. Notwendig sei eine Wende in der Lebens- und Wirtschaftsweise. Autofasten leiste gleich dreierlei, nämlich sich der Schöpfungsverantwortung bewusst zu werden, die eigenen Mobilitätsgewohnheiten umzustellen und die Fastenzeit auf aktive und klimaschützende Art zu beleben. Landrat Günther Schartz betonte den freiwilligen Charakter der Aktion: Innerhalb der Fastenzeit aufs Auto zu verzichten sei kein Zwang, sondern ein freier Entschluss, der bedeute, dass man sich aktiv für die Umwelt einsetzt.

 

Superintendent Dr. Jörg Weber vom evangelischen Kirchenkreis Trier legt bereits seit anderthalb Jahren seine Fahrten ins Büro per E-Bike zurück. Dabei fällt ihm täglich auf, dass man so innerorts oft schneller ans Ziel kommt als mit dem Auto. Autofasten hat für ihn aber nicht nur pragmatische Gründe, sondern vor allem spirituelle: „Ich verstehe Fasten als eine Möglichkeit, Gott zu begegnen. Beim Fahrradfahren habe ich Zeit – für mich selbst, für meine Beziehung zu Gott, für den Blick auf die Natur.“ Man könne nicht immer auf das Auto verzichten, so Weber, aber die Aktion erinnere ihn daran, dass der Verzicht ein Beitrag für die Bewahrung der Schöpfung sei. „Je öfter ich das tue – umso besser.“

 

Das Fahrradfahren attraktiver und sicherer zu machen, ist ein Herzensanliegen von Bau- und Umweltdezernent Andreas Ludwig. Die neue Fahrradstraße durch Trier-Süd und die Fahrradgarage am Hauptbahnhof seien bereits gute Schritte in die richtige Richtung gewesen. Aktionen rund ums Fahrradfahren werden auch beim 20. Jubiläum der Kooperationspartnerin Lokale Agenda 21 im August dieses Jahres im Mittelpunkt stehen, verrät Geschäftsführerin Sophie Lungershausen. Geplant sei unter anderem ein Fahrradkino.

 

Zu Beginn der Veranstaltung hatten sich überregional bereits über 900 Frauen und Männer für die Aktion angemeldet. Das sei bereits ein prima Start für die Aktion, sagt Michaela Lukas vom Bistum Trier. „Wir hoffen natürlich, die Kilometerstände der letzten Jahre zu knacken!“

 

Unterstützt wurde die Aktion in diesem Jahr von der Radstation des Bürgerservices, der Energieagentur Trier, der Lokalen Agenda 21, der SWT Park GmbH, von dem stadtmobil Carsharing, dem VRT, dem BUND, dem NABU, von Greenpeace und dem ADFC.

 

Die Aktionsphase von Autofasten dauert vom 6. März bis zum 20. März. Weitere Informationen und den Aktionsflyer gibt es in der Geschäftsstelle Autofasten bei Michaela Lukas, Tel.: 0651-7105-457, E-Mail: autofasten(at)bistum-trier.de oder auf www.autofasten.de. Dort ist auch der aktuelle Stand an gesparten Kilometern einsehbar. 

 


Aschermittwoch der Künstler in Koblenz

Machtvolle Worte

Balletttänzerinnen vom Theater Koblenz. Foto: bt
Balletttänzerinnen vom Theater Koblenz. Foto: bt

 

(Koblenz/bt) – Dass Balletttänzerinnen vor dem Altar auftreten, dass sich Jugendtheater und Staatsorchester der Rheinischen Philharmonie sowie weitere Kultureinrichtungen an genau dieser Stelle präsentieren, hat eine lange Tradition in Koblenz. Der ökumenische Aschermittwochsgottesdienst vereint Kunst und Glaube in der Herz-Jesu-Kirche. In diesem Jahr stand der Aschermittwoch der Künstler unter dem Motto „SPRACHE MACHT – macht sprache“.

 

Die Ansprache verpackte die Pfarrerin Katrin Berger aus Hamm in einen Predigt-Slam, der mit Worten gleich im doppelten Sinne spielte. Zum einen verpackte sie ihre Worte melodisch-dichterisch und zum anderen kam das „Wort“ als Person zur Sprache. Katrin Berger berichtete von einem Dialog zwischen Gott und dem „Wort“. „Die Herz-Hirn-Verbindung der Menschen ist zu einseitig. Die Menschen sind unsicher, bauen Mauern, wo Gott Brücken bauen will“, richtete die Slammerin als Wort ihre Gedanken an Gott. Das Gehirn schicke nur Panik und äußere Verlustängste bei Veränderungen. „Dabei wünschen sich die Menschen zu teilen, Liebe zu geben, den Klimawandel zu stoppen und sie möchten faire Löhne für alle, doch mehr bezahlen, wollen sie nicht“, erklärte das „Wort“ die gestörte Verbindung zwischen Herz und Hirn. Doch Gott ist sich, als er das „Wort“ wieder in die Welt der Menschen verabschiedet, sicher: Sein Wort wird mit Erfolg zu ihm zurückkehren.

 

„Es ist nicht egal, wie wir miteinander kommunizieren: Sprache kann spalten und zusammenführen“, betonte Dechant Thomas Hüsch im Hinblick auf das Motto des diesjährigen Aschermittwochs der Künstler.

 

Die nun beginnende Fastenzeit könne auch als Anlass dazu genutzt werden, über das eigene Verhalten nachzudenken und „die Sprache fair und mit Verstand zu gebrauchen“, sagte Pfarrer Stephan Wolff. Superintendent Rolf Stahl betete gemeinsam mit der Gemeinde: „Gott, lehre uns den gerechten Gebrauch von Sprache“.

 

Musikalisch umrahmt wurde das Programm neben Mitgliedern des Staatsorchesters vom Jugendkammerchor der Liebfrauenkirche unter Leitung von Regionalkantor Manfred Faig sowie Dekanatskantor Joachim Aßmann an der Orgel. Das Schauspiel des Theater Koblenz musste krankheitsbedingt ausfallen.

 

In der Herz-Jesu-Kirche präsentierte der Koblenzer Künstler Andreas Bruchhäuser ein Gemälde mit dem Titel „Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde“.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst eröffnete im „Künstlerhaus Metternich“ die Arbeitsgemeinschaft Bildender Künstler am Mittelrhein e.V. (AKM) ihre Ausstellung mit dem Titel „Ein Teil des Ganzen VI“. Veranstaltet wird der Aschermittwoch der Künstler vom Dekanat Koblenz und der Stadt Koblenz.

 


Abstand in Südasien und Subsahara-Afrika am größten

Digitalisierung darf die Kluft zwischen den Geschlechtern nicht vergrößern

 

 

Weltfrauentag * Digitalisierung * Geschlechtergerechtigkeit

 

 

 

(Berlin/bfw) - Weltweit erinnern Frauen am Weltfrauentag (8. März) daran, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter noch in keinem Land der Welt vollständig erreicht ist. Aufholbedarf besteht nicht nur beim Zugang zu Bildung, Gesundheit und Jobs, zu Krediten, beim Recht auf Landbesitz und dem Erbrecht, bei der gleichen Bezahlung für gleiche Arbeit, der sexuellen Selbstbestimmung oder der Freiheit von sexualisierter Gewalt, sondern auch bei der Digitalisierung. Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Präsidentin von Brot für die Welt, sagt: „Digitalisierung könnte Frauen in Entwicklungs- und Schwellenländern neue Zugänge zu Informationen, Dienstleistungen und auch viele neue berufliche Möglichkeiten eröffnen. Doch solange die Digitalisierung bei vielen Frauen gar nicht ankommt, wird sich die Kluft zwischen den Geschlechtern weiter vertiefen.“  

 

 

 

Nach Angaben des Weltverbands der Mobilfunkanbieter GSMA besitzen inzwischen 1,7 Milliarden Frauen in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen ein Mobiltelefon, und mehr als eine Milliarde geht mobil ins Internet. Der Abstand zu den Männern beträgt zehn Prozent, beim Internet sogar 23 Prozent. Besonders groß ist die Kluft in Südasien und Subsahara-Afrika. Abgehängt sind vor allem Frauen auf dem Land über 45, die kaum lesen und schreiben können und die kein Einkommen haben.

 

 

 

Nicht nur der Zugang, auch die nach wie vor gesellschaftlich fest verankerten Geschlechterstereotype bei Ausbildung und Berufswahl von Mädchen und jungen Frauen vertiefen die Kluft zwischen den Geschlechtern. So sind Frauen in der Informations- und Kommunikationstechnologie unterrepräsentiert. In den OECD-Ländern ziehen weniger als fünf Prozent der Mädchen Ingenieurs- oder Computerwissenschaften als Berufsfelder in Betracht. Hier wirken bestehende Geschlechterungleichheiten ungebrochen weiter.

 

Geschlechtergerechtigkeit in der Digitalisierung muss deshalb hoch auf die politische Agenda gesetzt werden. Das gilt für die nationale Ebene, die vor der Herausforderung steht, Frauen und Mädchen für Informations- und Kommunikationstechnologie zu begeistern, aber auch für die Entwicklungszusammenarbeit, deren Programme und Projekte Mädchen und Frauen im Umgang mit der Digitalisierung stärken müssen. Außerdem müssen Wege gefunden werden, um die Gewalt gegen Frauen im Netz zu ahnden.

 


Beiträge beginnen mit dem Thema „Fasten“ am Aschermittwoch

Kapellengespräche: Diözese startet Podcast-Format

 

(Rottenburg/drs) - Was hat das Fasten mit einer Notlüge zu tun oder weshalb kann Fasten auch ganz ohne Einschränkungen beim Essen funktionieren? Fragen wie diesen geht das neue Podcast-Format „Kapellengespräche“ nach, das die Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Beginn der Fastenzeit startet. Die jeweils rund 20-minütigen Podcasts gibt es unter www.drs.de zum Hören und zum Herunterladen. Verfügbar sind sie zudem auf Soundcloud und Spotify, jeweils unter Diözese Rottenburg-Stuttgart.

 

"Mit den Kapellengesprächen wollen wir all die erreichen, die sich gern intensiv mit einem Thema beschäftigen wollen", sagt der Theologe und Journalist Eckhard Raabe, der die Interviews seitens der Stabsstelle Mediale Kommunikation der Diözese in Rottenburg führt. 

 

Zum Auftakt gibt es, beginnend mit Aschermittwoch, 6. März, für sieben Wochen immer mittwochs einen neuen Podcast zum Thema „Fasten“ und auch danach läuft die Reihe an jedem zweiten Mittwoch eines Monats weiter. Die Interviews beschäftigen sich dann mit Themen, die der Jahres- und der Kirchenkalender vorgeben. „Dass die Beiträge in jeweils einer anderen Kapelle der Diözese aufgezeichnet werden, gibt den Interviews ihre besondere Note", sagt Raabe.

 

Für den ersten Podcast fuhr er ins Kloster Untermarchtal und sprach mit der Vinzentinerin Schwester Marzella Krieg über ihren Fastenkurs. Dabei steht die Gewichtsabnahme nicht im Vordergrund. Vielmehr lernen die Teilnehmer, offen zu werden für Neues und ein „Mehr an Lebensinhalt zu gewinnen“. Dass dabei auch Pfunde purzeln, ist ein willkommener Nebeneffekt.

 

Im nächsten Kapellengespräch am Mittwoch, 13. März, geht es um das Fasten nach Buchinger. „Fünf bis acht Kilo verlieren die Teilnehmer in acht Tagen. Eine Erleichterung für Leib und Seele“, sagt Fastenkursleiterin Sieglinde Mutschler aus Pliezhausen. Am 20. März spricht dann ein Ernährungsberater über häufig gestellte Fragen zum Thema Fasten wie: „Was ist das Idealgewicht?“, „Hilft Rauchen gegen Gewichtszunahme?“ oder: „Wie wichtig ist Schlaf beim Abnehmen?“


Tag der Frau

Nominierungsfrist für den internationalen Her Abilities Award für Frauen mit Behinderungen startet morgen auch in Deutschland