Nachrichten / Glaube, Liebe, Hoffnung

DIENSTAG, 14.07.2020


Caritasverband Saar-Hochwald überreicht Zertifikate an Hospizbegleiterinnen

13 Ehrenamtliche begleiten Sterbende auf letztem Weg

Frank Kettern, Direktor des CV Saar-Hochwald, überreichte die Befähigungszertifikate . Foto: bt
Frank Kettern, Direktor des CV Saar-Hochwald, überreichte die Befähigungszertifikate . Foto: bt

 

(Beckingen/Saarlouis/bt) – Sie begleiten sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg und sind damit eine wichtige Säule der Hospizarbeit: Ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter. Die Frauen und Männer erweitern das Unterstützungsangebot der ambulanten Hospiz- und Palliativberatungszentren (AHPZ) des Caritasverbandes Saar-Hochwald in den Landkreisen Saarlouis und Merzig-Wadern. 13 von ihnen hat Frank Kettern, Direktor des CV Saar-Hochwald am 3. Juli im Rahmen eines Wortgottesdienstes in der Evangelischen Kirchengemeinde Saarlouis ihre Befähigungszertifikate überreicht. Pfarrer Jörg Beckers und der katholische Pastoralreferent Michael Mlynski leiteten den Gottesdienst.

 

Das Ehrenamt in der Hospizarbeit umfasst einen zeitlichen Umfang von drei Stunden in der Woche, wobei die gesamte Betreuungsdauer individuell von der Art und der Schwere der vorliegenden palliativen Erkrankung abhängt. Für die Betroffenen ist die Begleitung durch die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Hospizarbeit immer kostenlos. Die engagierten Hospizbegleiter werden in ihrem ehrenamtlichen Tun von hauptamtlichen Koordinatorinnen begleitet. „Hospiz ist schon eine besondere Arbeit, weil sie so nah am Menschen ist“, sagt Karin Jacobs, Fachbereichsleitung des Hospizes. Der Caritasverband Saar-Hochwald bildet jährlich ehrenamtliche Helfer und Helferinnen in einem Zeitraum von neun Monaten aus. Der nächste Kurs startet am 3. September 2020 in den ambulanten Hospiz- und Palliativberatungszentren in Beckingen. Neben der persönlichen Auseinandersetzung mit den Themen „Abschied“, „Sterben“, „Tod“ und „Trauer“ geht es auch um die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, denn „Tod muss nicht Abschied auf immer bedeuten und nicht nur Traurigkeit hervorrufen, sondern kann auch Türen öffnen“, erklärt die Koordinatorin Verena Bijok. Auch ein Praktikum ist Bestandteil des Kurses. Die Ansprechpartnerinnen für Interessierte sind Anna-Lena Rosenberg und Anja Patzak, erreichbar unter Tel.: 06835-607950 oder per E-Mail: info@ambhospiz-caritas.de.

 

Der Caritasverband Saar-Hochwald e.V. ist ein offiziell anerkannter Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche mit Wirkungskreis in den Landkreisen Merzig-Wadern und Saarlouis. Mit seinen sieben Sozialstationen an den Standorten Dillingen, Lebach, Losheim, Merzig, Saarlouis, Schwalbach, Wadern und Wadgassen, seinen vier Tagespflegeeinrichtungen in Lebach, Schwalbach, Wadern und Wadgassen, seinen ambulanten Hospiz- und Palliativberatungszentren in Beckingen sowie den Beratungsstellen in Dillingen, Lebach, Merzig und Saarlouis unterstützt der Caritasverband Saar-Hochwald e.V. Menschen in Not mit seinem umfangreichen, vom christlichen Menschenbild geprägtem, Beratungs- und Pflegeangebot. Der Caritasverband Saar-Hochwald e.V. wurde 1930 gegründet und beschäftigt aktuell rund 650 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche von über 1000 ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfern unterstützt werden.

 

 

 


Bischöfin Hofmann besucht Hephata:

„Begegnung mit bekannten Themen an einem neuen Ort“

Im Gespräch über aktuelle Herausforderungen von Kirche und Diakonie: Bischöfin Dr. Beate Hofmann mit den Hephata-Vorständen Klaus Dieter Horchem (links) und Maik Dietrich-Gibhardt. Foto: Hephata Diakonie
Im Gespräch über aktuelle Herausforderungen von Kirche und Diakonie: Bischöfin Dr. Beate Hofmann mit den Hephata-Vorständen Klaus Dieter Horchem (links) und Maik Dietrich-Gibhardt. Foto: Hephata Diakonie

 

 

(Hephata/pm) - „Diakonie ist die Dimension, über die Kirche von vielen Menschen wahrgenommen wird“, sagte Bischöfin Dr. Beate Hofmann anlässlich ihres Antrittsbesuchs bei der Hephata Diakonie im Gespräch mit den beiden Vorständen Maik Dietrich-Gibhardt und Klaus Dieter Horchem.

 

Nicht die strukturellen Zusammenhänge seien entscheidend für ein gelingendes Zusammenspiel von Kirche und Diakonie, auf die inneren Verbindungen komme es an: Mit dieser Definition ihrer Grundhaltung zum Verhältnis zwischen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) als verfasste Kirche und der Hephata Diakonie als sozial-diakonisches Unternehmen stieß die Bischöfin auf große Zustimmung bei den Hephata-Vorständen.

 

Überhaupt war das ausführliche Gespräch geprägt davon, dass die beiderseitig formulierten aktuellen Herausforderungen jeweils Themen betreffen, die hier wie dort bestens bekannt sind. „Die von Hephata genannten Herausforderungen der Digitalisierung und der Entwicklung einer Arbeitsgebermarke kommen in den Doktorarbeiten vor, die ich zuletzt begleitet habe“, sagte Hofmann, die als Professorin für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel tätig gewesen ist, bevor sie im September 2019 als Bischöfin der EKKW eingeführt worden ist. Und so lautete ihre Zusammenfassung des ersten Besuchs bei der Hephata Diakonie: „Es fühlt sich an wie eine Begegnung mit bekannten Themen an einem für mich neuen Ort.“

 

Jenen Ort des Stammsitzes der Hephata Diakonie wird die Bischöfin in diesem Jahr noch mehrfach besuchen – zum einen zur Dialogveranstaltung „Forum Diakonische Kirche“, zum anderen zur Einsegnung neuer Diakoninnen und Diakone. Auch deren Ausbildung in der Hephata Diakonie sowie die Rolle des Diakonenamtes waren Themen bei dem Antrittsbesuch. Nach dem Gespräch mit den beiden Vorständen Hephatas schloss sich ein Austausch mit Dozierenden der Evangelischen Hochschule Darmstadt an, die einen Studienstandort auf dem Hephata-Stammgelände unterhält.

 

Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

 

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in der Pflege und Betreuung von Senioren, in Förderschulen und der beruflichen Bildung.

 

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

 

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

 

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.

 


Vorbereitung der Aktion Dreikönigssingen unter dem Eindruck der Corona-Krise

Sternsinger: Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit

 

(Aachen/Düsseldorf/kmw) - „Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ lautet das Motto der kommenden, 63. Aktion Dreikönigssingen. Dabei werden die Sternsinger auf das Schicksal von Mädchen und Jungen aufmerksam machen, die mit nur einem Elternteil, bei Großeltern oder in Pflegefamilien aufwachsen, weil ihre Eltern im Ausland arbeiten. Schätzungen zufolge sind alleine in der Ukraine, dem Beispielland der Sternsingeraktion 2021, zwei Millionen Kinder von Arbeitsmigration betroffen.

 

 

 

Unter dem Eindruck der Corona-Krise stellen sich die bundesweiten Träger, das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), auf eine besondere Aktion Dreikönigssingen ein. „Gerade in diesen Zeiten wird der Segen der Sternsinger für die Menschen in Deutschland ein wichtiges Zeichen sein“, sagt Pfarrer Dirk Bingener mit Blick auf die Aktion rund um den Jahreswechsel. „Wir wollen in ungewöhnlichen Zeiten Begegnungen schaffen und unsere Solidarität mit den benachteiligten Kindern in der Einen Welt zeigen“, so der Präsident des Kindermissionswerks.

 

 

 

„Die Corona-Pandemie und deren Folgen werden in Ländern wie der Ukraine enorme soziale, politische und gesundheitliche Probleme mit sich bringen“, sagt Lisi Maier, die als BDKJ-Bundesvorsitzende seit vielen Jahren den internationalen Austausch mit der Ukraine begleitet. „Dass Sternsinger durch die Hilfe für die Aktivitäten der Projektpartner Gleichaltrige in der Ukraine unterstützen, ist angesichts einer globalen Pandemie ein wichtiges Zeichen der weltweiten Solidarität.“

 

 

 

Mit angepassten und kreativen Aktionsformen wollen die Träger gemeinsam mit den rund 10.000 beteiligten Pfarrgemeinden und Gruppen das Sternsingen vor Ort ermöglichen.

 

 

 

Rund 1,14 Milliarden Euro, mehr als 74.400 Projekte seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,14 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 74.400 Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration.

 


Auftakt für Diskussionsprozess in der Nordkirche:

Ausschuss der Landessynode ruft zum „Reden über Frieden“ auf

(Kiel/Lübeck-Travemünde/Rostock/Hamburg/mw/std) -  „Reden über Frieden“ – unter diesem Leitsatz ruft der Ausschuss „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ der II. Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) zu einem landeskirchenweiten Diskussionsprozess auf. Dabei sollen aktuelle Herausforderungen für den Frieden sowie friedens- und sicherheitsrelevante Entwicklungen in der Welt im Zentrum stehen, teilt die Steuerungsgruppe „Reden über Frieden“ mit. Grundlage für den Diskussionsprozess ist das Positionspapier „Gerechter Frieden“, das die I. Landessynode der Nordkirche 2017 beschlossen hatte.

 

Präses Ulrike Hillmann begrüßt den Diskussionsprozess: „Wie kann Frieden heute gelingen und welchen Beitrag kann dazu die Nordkirche leisten? Als Präses der Landessynode bin ich dem synodalen Ausschuss ‚Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung‘ sehr dankbar, dass er dieses wichtige Thema aufnimmt und einen Friedensprozess in unserer Nordkirche initiiert – gerade auch in der Zeit der Corona-Krise, die unsere Welt vor besondere Herausforderungen stellt. Dass gerade dieser synodale Ausschuss den Prozess in Gang bringt, unterstreicht: Mit der Friedensfrage ist unmittelbar auch die Frage nach Gerechtigkeit und die Frage nach unserer Verantwortung im Umgang mit der Schöpfung verbunden.“

 

Pastor Kai Feller, stellvertretender Landessynodaler und Mitglied der Steuerungsgruppe „Reden über Frieden“: „Der Friede ist bedroht, global wie auch in unserem Land. Unser Ziel ist ein breiter Diskurs dazu, gerade zwischen verschiedenen Generationen sowie Menschen unterschiedlicher Anschauungen.“ Feller ist Pastor in der ökumenischen Arbeitsstelle des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg.

 

Unter www.redenueberfrieden.de werden im Internet Impulse und Materialien zu den vier Schwerpunkten des Diskussionsprozesses angeboten: Veränderung in der globalen Sicherheitsarchitektur, Verantwortung der Weltwirtschaft für den Frieden, Friedenspotenzial der Religionen und Friedensbildung als Voraussetzung für den Frieden. Zudem ist in der Broschüre mit Materialien zum Prozess auch das Positionspapier „Gerechter Frieden“ der Ladessynode dokumentiert. Zusätzlich finden Interessierte weiterführende Literatur und Links sowie Hinweise auf Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.

 

Im Rahmen des Diskussionsprozesses sind für den Herbst drei Studientage mit theologischen Impulsen, Referaten, Workshops und Podien geplant, die der Ausschuss „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ initiiert hat.

 

Zu den drei Studientagen:

 

Den Auftakt bildet der Studientag in Lübeck-Travemünde am Vorabend der 7. Tagung der II. Landessynode (23. September, 18 Uhr) zum Thema „Friedenspotenzial ökumenischer Beziehungen“. Dazu lädt der Ausschuss gemeinsam mit dem Christian Jensen Kolleg und der Bischofskanzlei in Schleswig ein. Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, wird mit einem theologischen Impuls den Abend eröffnen. Auf dem Podium wird auch Dr. Silke Lechner, stellvertretende Leiterin des Arbeitsstabes "Friedensverantwortung der Religionen" im Auswärtigen Amt, Berlin, teilnehmen.

 

„Frieden – Wie kommt man dahin?“ lautet die Frage, mit der sich die Teilnehmenden am 10. November (10-16 Uhr) im Zentrum Kirchlicher Dienste in Rostock befassen wollen. Kooperationspartnerinnen sind hier die AG Friedensbildung des Sprengels Mecklenburg und Pommern, die Universitäten Rostock und Hamburg sowie die Bischofskanzlei Greifswald. Tilman Jeremias, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, hält zu Beginn der Veranstaltung einen biblischen Impuls.

 

Thema des dritten Studientages am 14. November (10-15 Uhr) im Ökumenischen Forum HafenCity in Hamburg wird „Sicherheit in Bewegung“ sein. Veranstalter ist das Referat Friedensbildung der Nordkirche gemeinsam mit dem Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Hamburg West/Südholstein.

 

Der Ausschuss „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ wird sowohl die Ergebnisse der Studientage als auch der friedensethischen Veranstaltungen in Kirchengemeinden und -kreisen sowie bei Diensten und Werken der Nordkirche dokumentieren und sie im Herbst 2021 der Landessynode zur Beratung vorstellen. Pastor Kai Feller: „Wir freuen uns auf zahlreiche Rückmeldungen. Auch Vorschläge für konkrete Maßnahmen, die wir innerhalb der Nordkirche umsetzen können, sind sehr willkommen. Die Vielfalt der Beiträge ist ein Gewinn für alle.“

 

Materialien, Informationen und Anmeldemöglichkeiten zu den Studientagen sowie eine interaktive Karte mit geplanten Veranstaltungen finden sich unter www.redenueberfrieden.de

 

 

 


Team entdeckte Raum Cochem-Zell

"Das Lernen von Anderen"

Das Klostercafé in Beilstein. Foto: Kolb. Foto: bt
Das Klostercafé in Beilstein. Foto: Kolb. Foto: bt

 

(Cochem-Zell/bt) – Mehr als 10.000 Menschen erreichten sogenannte Erkunderinnen und Erkunder in einem zweijährigen Lern- und Entdeckungsprozess im gesamten Bistum Trier. Die Teams sprachen mit Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen und fragten, wie sie leben, was sie von Kirche benötigen und wie sie Glaubensleben gestalten möchten. Im Raum Cochem-Zell blickte das vierköpfige Team zusammen mit Miterkunderinnen und Miterkundern unter anderem auf den Lebensort Schule und hinter das erfolgreiche Konzept des Klostercafés in Beilstein.

 

Im Zuge der Umsetzung der Synodenergebnisse im Bistum Trier initiierte Bischof Dr. Stephan Ackermann die „Erkundungsphase“, die im August 2019 ihren Abschluss fand. Dazu wurden 30 diözesane Erkunderinnen und Erkunder ausgebildet und in zehn multiprofessionellen Teams (vornehmlich aus Seelsorge und Caritas) in die Fläche des Bistums zur Erkundung ausgesandt. Unterstützt wurden die Teams dabei von den Menschen vor Ort, die sich beispielsweise als Miterkunderinnen und -erkunder beteiligten.

 

Das Erkunderteam im Raum Cochem-Zell wurde von engagierten Haupt- und Ehrenamtlichen in ihrer Arbeit unterstützt. „Sie haben das Erkunden wirklich verinnerlicht“, blickt Erkunder Herbert Tholl zurück. Einige von ihnen nahmen sich dem Thema „Schule“ an und führten eine Befragung in drei Schultypen durch.

 

Einblicke ins Schulleben

 

Dabei äußerten die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel, dass ihre Klassenräume „öde gestaltet seien dafür, dass sie den ganzen Tag dort sind“. Schule ist eben nicht nur ein Lernbetrieb. „Sie verbringen den Großteil ihrer aktuellen Lebenszeit in der Schule. Deshalb war es uns wichtig, sie dort aufzusuchen und von ihnen zu erfahren, wie sie den Ort erleben, was sie an diesem schätzen, aber auch vermissen“, formuliert das Team in ihrem Abschlussbericht.

 

„Welche Werte sind euch wichtig?“ lautete eine weitere Frage. „Da kamen viele Werte wie Vertrauen, Respekt, Liebe raus, die auch wir als Kirche vertreten“, berichtet der ausgebildete Gemeindereferent und heutige Ausbildungsleiter für Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum Trier. Zudem sind den Jugendlichen die Stärkung der Gemeinschaft und der Zusammenhalt wichtig. Daraus ergab sich die Überlegung, wie Kirche daran mitwirken kann. „Pastorale, seelsorgerische Angebote können den Lebensort Schule bereichern“, heißt es im Dokument der Erkunderinnen und Erkunder.

 

Ein anderes Projekt blieb Tholl ebenfalls in Erinnerung: Das Klostercafé in Beilstein. Die Betreiberin berichtete, dass viele Menschen im Café über ihr Leben sprechen. „Kloster Beilstein ist ein Ort, an dem Menschen ihr Leben reflektieren und erzählen“, lautet der Eindruck des Teams. „So etwas kann man allerdings nicht kopieren oder künstlich erzeugen“, räumt Tholl ein. „Das Erfolgsgeheimnis liegt zum großen Teil in der Motivation der Initiatorinnen und Initiatoren, die gemeinsam mit Pater Justin Stampfer das Kloster wieder aufgebaut und belebt haben“, heißt es im Bericht. Aus dem Besuch ergab sich die Frage: „Wie können in der Kirchenentwicklung des Bistums Trier unternehmerische Qualität und pastorale Innovation zusammengebracht und gefördert werden?“

 

Besucht haben die Erkunderinnen und Erkunder zudem diakonische Einrichtungen, die unter kirchlicher oder staatlicher Leitung stehen. „Dort haben wir eine tolle zukunftsfähige (Arbeits-)Kultur mit einer Orientierung an den jeweiligen Bedürfnissen erlebt“, berichtet Tholl. Dies wären durchaus gute Beispiele für die zukünftige kirchliche Arbeit im Bistum. Zudem gebe es viele Kooperationsmöglichkeiten. So ist das Silke Kasimirat Haus, eine stationäre Jugendhilfeeinrichtung in Blankenrath, aber auch die anderen besuchten Einrichtungen, interessiert an einem regelmäßigen Kontakt bzw. an Formen der Zusammenarbeit mit der kirchlichen Gemeinde.

 

Im Mittelpunkt: Zuhören

 

Es ging der Gruppe nicht darum zu kontrollieren, was in den Gemeinden geschieht oder zu urteilen, ob etwas gut oder schlecht läuft. Es ging um‘s Zuhören. „Das Lernen von Anderen - dafür steht Erkundung“. Bei dieser zweijährigen Phase soll es nicht bleiben, sondern das Erkunden soll sich als Methode etablieren.

 

Der Anfang hierzu wurde gemacht. Obwohl zuerst vielen Verantwortlichen und Interessierten vor Ort nicht so recht klar war, was die Aufgabe der Erkunderinnen und Erkunder ist. „Was fast allen passiert ist, dass sie auf eine Erwartungshaltung trafen, den Reformprozess zu erklären“, schildert Edith Ries die damalige Situation. „Aber es gab zum Glück immer wieder Menschen, die Miterkunder werden wollten. Und die begannen zu verstehen, was Synode wirklich will. Dass Raumgliederung nicht das Wichtigste ist, sondern der pastorale Prozess des Hinschauens“, ergänzt Dr. Alexander Knauf, Referent Sozialraumorientierung und Gemeinwesenarbeit Caritasverband für die Diözese Trier e.V.

 

Neben Herbert Tholl waren der Dekanatsreferent im Dekanat St. Willibrord Westeifel Johannes Eiswirth, Diakon Hermann Hower aus Wittlich, Karin Terhorst vom Caritasverband Westeifel Teil des Erkunderteams für den Raum Cochem-Zell.

 

Alle Informationen zur Erkundung gibt es auf https://www.erkundung.bistum-trier.de Den Bericht der Erkunderinnen und Erkunder aus dem Raum Cochem-Zell gibt es auf  https://www.erkundung.bistum-trier.de/fileadmin/user_upload/Benutzer/internet-redaktion2/dokumentation_cochem-zell.pdf

 


Wir sind Kirche-Sommer-Info

„Keine Pause für Kirchenreform!“

 

(München/wsk) .  Das soeben erschienene Sommer-Info der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche steht unter der Überschrift „Keine Pause für Kirchenreform!“. Das 4-seitige Sommer-Info informiert ausführlich über das nachsynodale Schreiben „Querida Amazonia“ von Papst Franziskus, dessen Auswirkungen auf den Synodalen Weg, die derzeitige Aufarbeitung sexualisierter Gewalt, aktuelle Frauen-Aktionen sowie viele andere Aktivitäten der katholischen Reformbewegung.

 

Vor 25 Jahren startete das „Kirchenvolks-Begehren“ in Österreich, das danach in Deutschland von mehr als 1,8 Millionen Menschen unterschrieben wurde. Dass vier der fünf damaligen Forderungen jetzt auf der Agenda des Synodalen Weges in Deutschland stehen, ist ein später, aber bemerkenswerter Erfolg. Wir sind Kirche setzt sich deshalb sehr dafür ein, dass dieser skeptisch-hoffnungsvoll begonnene Reformprozess trotz der Corona-bedingten zeitlichen Streckung mit gleicher Energie fortgesetzt wird und zu konkreten Ergebnissen führt.

 

Die für Oktober 2020 geplante Jubiläums-Bundesversammlung „25 Jahre Wir sind Kirche Deutschland“ wird wegen der Corona-Krise in das kommende Jahr verschoben. Das 25-jährige Bestehen der deutschen KirchenVolksBewegung wird in diesem Herbst nur als „Kleines Jubiläum“ virtuell und regional begangen. Nähere Informationen dazu im Herbst-Info von Wir sind Kirche.

 

Exemplare zum Verteilen des Sommer-Infos können auch in größerer Anzahl kostenlos angefordert werden.

 

Link zum Wir sind Kirche-Sommer-Info:
www.wir-sind-kirche.de/?id=126&id_entry=7999

 


DIGITAL SYNODAL des BDKJ verzeichnete bemerkenswert hohe Beteiligung junger Menschen

Junge Menschen erwarten Entscheidungen beim Synodalen Weg

 

(Düsseldorf/bdkj) -  Am Dienstag fand die vierte und letzte Veranstaltung der Reihe DIGITAL SYNODAL des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) statt. An den Videokonferenzen nahmen jeweils zwischen 110 und 170 junge Menschen teil.

 

An vier Abenden im Juni und Juli haben junge Menschen über die vier Themen der Synodalforen des katholischen Reformprozesses diskutiert – und das in großer Zahl. „Das große Interesse, das wir schon erwartet hatten, ist weit übertroffen worden“, bilanziert BDKJ-Bundesvorsitzende Katharina Norpoth, die selbst Teil der Synodalversammlung, des zentralen Gremiums des Synodalen Weges, ist.

 

An jeder Veranstaltung konnten junge Menschen mit Verantwortlichen der Synodalforen ins Gespräch kommen. Zum Thema „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ standen Birgit Mock und Bischof Helmut Dieser zum Gespräch bereit. Das Thema „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ wurde mit Professorin Dorothea Sattler und Bischof Franz-Josef Bode diskutiert. Mit Stephan Buttgereit und Lioba Speer kamen die jungen Teilnehmenden über das Thema „Priesterliche Existenz heute“ ins Gespräch und Claudia Lücking-Michel und Bischof Franz-Josef Overbeck haben sich mit den jungen Menschen über die Anliegen zum Thema „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“ ausgetauscht.

 

Bei allen Themen wurde deutlich, dass die Beteiligung von Gläubigen ein wichtiger Baustein des Synodalen Weges sein muss. Katharina Norpoth sagt: „In den vergangenen Wochen haben wir deutlich gemacht: Junge Menschen wollen im Synodalen Weg gehört werden! Wir müssen endlich über die Diskussionen, die wir seit Jahren führen, hinauskommen. Der Synodale Weg ist kein Diskussionsformat – aber er braucht Veranstaltungen wie DIGITAL SYNODAL, um seinem Anspruch gerecht werden zu können.“ Die Erwartung, nach dem Erscheinen der „MHG-Studie“ nicht wieder zur Tagesordnung überzugehen, sondern echte Veränderungen herbeizuführen, hätten junge Menschen auch während der vier Termine vielfach geäußert, so Norpoth weiter. Die MHG-Studie wurde 2018 veröffentlicht und zeigte das Ausmaß sexualisierter Gewalt an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und Ordensangehörige.

 

An den Gesprächen nahmen die 15 jungen Vertreter*innen des Synodalen Weges teil, welche noch einmal im Besonderen die Stimme für junge Menschen unter 30 Jahren in der Synodalversammlung wahrnehmen. Wichtig sei, so Katharina Norpoth, dass sich diese 15 Vertreter*innen weiterhin intensiv im Synodalen Weg einbringen und dass ihre Stimme auch dann gehört wird, wenn es um konkrete Entscheidungen geht.

 

 

 

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft.

 


Nordkirche würdigt verstorbenen Landesrabbiner William Wolff:

Sein Glaube strahlte Optimismus, Lebensfreude und Menschenfreundlichkeit aus

(Schwerin/Greifswald/ak/std) -  Die Nachricht vom Tod des früheren Landesrabbiners William Wolff wurde in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) mit großer Trauer aufgenommen.

 

Tilman Jeremias, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, würdigte William Wolff, mit dem ihn eine jahrelange, vielfältige Zusammenarbeit verbunden hat: „Rabbi Wolff gehört für mich zu den Menschen, die ich am meisten bewundere und geachtet habe. Mit seiner Güte, seiner Verschmitztheit und seinem tiefgründigen Humor hat er viele Menschen berührt und erreicht. Mit ihm hat das Judentum in Mecklenburg-Vorpommern ein Gesicht bekommen, das Lebensfreude, eine große Offenheit und Menschenfreundlichkeit ausstrahlt. Sein Tod ist ein schmerzlicher Verlust für den christlich-jüdischen und interreligiösen Dialog in unserem Land. Auch den Menschen William Wolff werde ich sehr vermissen.“

 

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Vorsitzende der Kirchenleitung der Nordkirche und stellvertretende Leitende Bischöfin der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), sprach aus dem Urlaub heraus den Angehörigen ihr Mitgefühl aus, ebenso allen, die William Wolff und seinen vom Glauben getragenen Optimismus in ihrem Leben vermissen, sich aber weiter von ihm inspirieren lassen werden.

 

Von 2002 bis 2015 war William Wolff als Landesrabbiner für die jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Im Alter von 93 Jahren ist er heute (8. Juli) in London gestorben.

 


Eintracht Frankfurt-Fans spenden für Corona-Projekt der Diakonie Hessen

Foto: Diakonisches Werk Hessen
Foto: Diakonisches Werk Hessen

 

(Frankfurt/dwh) . Uwe Bein übergibt Scheck über 80.000 Euro für Spendenaktion „Corona-Nothilfe gegen Armut“ / Eintracht-Sponsor Krombacher spendet 950 Flaschen alkoholfreie „Krombacher‘s Fassbrause“ für Wohnungsnotfallhilfe

 

 

 

Eine schöne Überraschung für die Diakonie Hessen: Uwe Bein, Markenbotschafter der Eintracht Frankfurt, hat am Montag die Landesgeschäftsstelle der Diakonie Hessen in Frankfurt besucht. Mit dabei hatte der Fußball-Weltmeister von 1990 einen Scheck von Eintracht Frankfurt über 80.000 Euro. Das Geld stammt aus zurückgegebenen Eintracht-Tickets, die Fans wegen der sogenannten Corona-Geisterspiele zurzeit nicht nutzen und für einen guten Zweck gespendet haben.

 

„Wir danken der Eintracht Frankfurt und ihren Fans für diese großzügige Spende. Wir sind tief beeindruckt von dem Zusammenhalt und der Unterstützung der gesamten Eintracht-Familie. Das Geld kommt den Menschen zugute, die unter der Corona-Pandemie besonders leiden“, sagte Diakonie Hessen-Vorstand Wilfried Knapp, der den symbolischen Scheck im Garten der Frankfurter Landesgeschäftsstelle entgegengenommen hat.
Mitarbeitende der Diakonie Hessen begrüßten Uwe Bein mit einem großen „Danke“-Banner. Dieser zeigte sich vom Engagement der Diakonie Hessen vor allem während der Corona-Pandemie schwer beeindruckt. „Wir wissen alle, dass wir tolle Fans haben. Ich denke, unsere Partner stehen dem in nichts nach. Es gibt wenige Vereine in Deutschland, die eine solch einmalige Aktion ins Leben rufen können! Deshalb bin ich stolz, die Eintracht im Rahmen der ‚AUF JETZT!‘-Kampagne vertreten zu dürfen. Dafür finde ich es elementar, vor Ort zu sein und mich davon zu überzeugen, dass die Spenden bei der Diakonie Hessen eindeutig an der richtigen Adresse landen. Die Mitarbeiter hier leisten Tag für Tag Großartiges, während der Coronakrise umso mehr!“, so Uwe Bein.

 

 

 

In den nächsten Tagen wird Eintracht-Sponsor Krombacher 950 Flaschen der alkoholfreien „Krombacher’s Fassbrause“ an die Diakonie Hessen liefern. Sie sollen in Wohnungsloseneinrichtungen für Erfrischung sorgen. Diakonie Hessen-Vorstand Knapp: „Die Eintracht, ihre Fans und Unterstützer sind ein verlässlicher Partner für uns und die Menschen in Not. Mit ihrer Aktion „Auf Jetzt!“ hat uns die SGE in den letzten Monaten vielfach unterstützt. Besonders freut uns, dass sie uns mit ihren Besuchen in unseren Einrichtungen auch ganz persönlich zur Seite steht.“

 

 

 

AUF JETZT!-Kampagne der Eintracht Frankfurt

 

Durch die Kampagne „AUF JETZT! Gemeinsam in Eintracht“ der Eintracht Frankfurt werden Corona-Soforthilfe-, Versorgungs-, Nachbarschaftshilfe- und Spenden-Projekte von aktuell fünf Organisationen unterstützt. Dies sind neben der Diakonie Hessen die Arche Frankfurt, das Deutsche Rote Kreuz Frankfurt, die Frankfurter Tafel und das Universitätsklinikum Frankfurt. Eintracht Frankfurt unterstützt über die Möglichkeit der Spenden im Rahmen der Ticketrückabwicklung diese Institutionen mit verschiedenen Maßnahmen, Geldspenden und Sachleistungen – auch durch Offizielle, Mitarbeiter und Spieler – aktiv. Karteninhaber konnten alternativ zur Rückerstattung der auf die letzten fünf Heimspiele der Saison entfallenden Beträge entscheiden, das Geld ganz oder teilweise an eine der fünf Einrichtungen zu spenden. Zudem wird der Erlös aus dem Verkauf der Kampagnen-T-Shirts und Mund-Nase-Schutz-Masken ebenfalls an die Institutionen gespendet. Mehr Infos zur „AUF JETZT“-Kampagne

 

 

 

Über die Eintracht und ihre Sponsoren gingen an die Diakonie Hessen und ihre Einrichtungen bereits vielfältige Sachspenden ein. Darunter 6.000 Mund- und Nasen-Schutz-Masken, Winterreifen für Dienstfahrzeuge, ein Seat Ibiza (für 2 Jahre) und nicht zuletzt 950 Flaschen „Krombacher’s Fassbrause“.

 

 

 

„Corona-Nothilfe gegen Armut“

 

Die Spendenaktion „Corona-Nothilfe gegen Armut“ ist im Rahmen der Corona-Pandemie vor drei Monaten ins Leben gerufen worden. Mit dem Lockdown ab Mitte März mussten zahlreiche diakonische Hilfeeinrichtungen wie Tafeln und Mittagstische schließen und konnten Menschen in Not nicht mehr zur Verfügung stehen. Für eine schnelle und unbürokratische Hilfe sammelt die Diakonie Hessen im Rahmen der Spendenaktion „Corona-Nothilfe gegen Armut“ Geld- und Sachspenden. Mehr als 1,6 Millionen Euro konnte der Wohlfahrtsverband bereits so an diakonische Einrichtungen vermitteln. Die Spenden von Privatpersonen, Kirchen, Banken, Aktion Mensch, Diakonie-Katastrophenhilfe und Firmen wurden bereits im März und im Mai für Nothilfen in den 27 regionalen Diakonischen Werken, Tafeln und in den Bahnhofsmissionen zur Verfügung gestellt. Weitere Mittel stehen nun für Projekte im Bereich der Diakonie Hessen zur gezielten Überwindung coronabedingter Beschränkungen bereit. Mehr Infos

 

 

 

HINTERGRUND

 

 

 

Diakonie Hessen

 

Die Diakonie Hessen ist 2013 aus der Fusion des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau und des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck hervorgegangen. Sie ist Mitglieder- und Trägerverband für das evangelische Sozial- und Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Die Diakonie Hessen ist als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen, Rheinland-Pfalz und im thüringischen Schmalkalden tätig. Als Träger diakonischer Arbeit beschäftigt die Diakonie Hessen in den Landesgeschäftsstellen in Frankfurt und Kassel, im Evangelischen Fröbelseminar in Kassel, in den Evangelischen Freiwilligendiensten sowie in 17 regionalen Diakonischen Werken in Hessen und Nassau 1.698* Mitarbeitende. Dazu kommen 664* Freiwillige, die sich in einem Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst einbringen.

 

 

 

Als Mitgliederverband gehören der Diakonie Hessen zurzeit 446 Rechtsträger an. Dabei handelt es sich um 366 Vereine, Stiftungen und gemeinnützige Gesellschaften sowie die 31 Dekanate der EKHN, 20 Kirchenkreise der EKKW und 29 kirchliche Zweckverbände. Insgesamt bietet die Diakonie Hessen so etwa 1490 Angebote für die Pflege, Betreuung und Beratung sowie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Bereichen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, in der Alten- und Krankenhilfe, Behinderten-, Eingliederungs- und Suchthilfe, Migrations- und Flüchtlingsberatung sowie in der Beratung von Menschen in besonderen sozialen Situationen an. Die Diakonie Hessen und ihre Mitglieder beschäftigen zusammen rund 42.000 Mitarbeitende und erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2018 einen Gesamtumsatz von knapp zwei Milliarden Euro. *Stand Oktober 2019

 

 

 


Corona: Nordkirche unterstützt Notleidende in indischer Partnerkirche Jeypore

10.000 Euro aus Nothilfefonds für Grundnahrungsmittel und Desinfektionsmittel

 

(Hamburg/Schwerin/sro/mw) - Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) unterstützt mit 10.000 Euro Hilfsmaßnahmen der Evangelisch Lutherischen Jeypore-Kirche (JELC) in Indien. Mit diesen Mitteln aus dem im April eingerichteten Fonds der Nordkirche für Humanitäre Nothilfe werden Menschen unterstützt, die aufgrund der Corona-Pandemie ihre Arbeit und ihr Einkommen verloren haben und dadurch in ihrer Existenz bedroht sind. Betroffen sind in der ökonomisch besonders schwachen Region Odisha aktuell vor allem Kleinselbständige, Tagelöhner und Tagelöhnerinnen. Den Menschen fehlen Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel, Atemschutzmasken und Handdesinfektionsmittel. Die Jeypore-Kirche organisiert mit Hilfe ihrer Gemeinden die Verteilung der benötigten Güter.

 

 

 

Landesbischöfin bittet um Spenden und Gebete für Arbeit der Partnerkirchen

 

Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Nordkirche und Vorsitzende der Generalversammlung des Zentrums für Mission und Ökumene: „Viele haben in den vergangenen Wochen gespürt, wie gut es ist, dass Menschen bei uns in den Herausforderungen des Alltags für andere da sind, die Hilfe brauchen. Genauso wichtig ist es, für Menschen da zu sein, die in anderen Ländern dieser Erde weit weniger abgesichert als wir leben, und die mit gravierenden Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben. Mich berühren in diesen Tagen die Berichte aus unseren Partnerkirchen in Indien sehr. Es ist nötig, sich daran zu erinnern, von eigenen Sorgen und Nöten hin und wieder abzusehen, um hinzusehen auf andere. Ich bitte sehr herzlich darum, die Arbeit unserer Partnerkirchen durch Spenden und Gebete zu unterstützen.“

 

Der Indien-Referent des Zentrums für Mission und Ökumene, Pastor Jörg Ostermann-Ohno, schildert die Situation vor Ort: „Eine große Zahl der Mitglieder der Jeypore-Kirche sind Kleinselbständige, Tagelöhner und Tagelöhnerinnen, von denen viele unter den Bedingungen des Lockdowns ihrer Arbeit nicht nachgehen können und damit ihr Einkommen verloren haben. Entsprechend groß sind in diesem ökonomisch besonders schwachen Bundesstaat die wirtschaftliche Not und auch die Zahl der Arbeitsmigranten und Arbeitsmigrantinnen. Sie kehren als Folge des Lockdowns in ihre Heimatorte zurück, was die dortige angespannte Situation verschärft. Hinzu kommt, dass sich viele der Heimkehrenden auf ihren langen Fußmärschen aufgrund der mangelnden Hygiene mit Covid-19 infiziert haben. Dadurch entstehen neue Hotspots, was weitere Restriktionen zur Folge hat.“

 


Ausgangssperren und eingeschränkte Mobilität beeinflussen außerdem die Ernte und deren Vermarktung stark, so Ostermann-Ohno weiter. Bereits der Frühling mit Wirbelstürmen und riesigen Heuschreckenschwärmen hatte zu gravierenden Ernteausfällen  geführt, woraufhin Lieferengpässe und steigende Preise für Grundnahrungsmittel die prekäre Lage für die Menschen verschärft haben.

 

Weitere Spenden werden dringend erbeten:

 

Spendenkonto des Zentrums für Mission und Ökumene
IBAN: DE77 520 604 100 000 111 333 Evangelische Bank
Corona Nothilfefond für weltweite Partner – Projektnummer 7005

 


Hintergrund:

 

Die Jeypore-Kirche in Odisha stellt für viele Menschen einen Ort der Hoffnung dar, da sie verschiedene Bildungseinrichtungen unterhält und das Training von Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfern sowie Entwicklungsprojekte fördert. Darüber hinaus leistet sie Katastrophenhilfe. Zu den Mitgliedern der Jeypore Kirche zählen viele Adivasi und Dalits, früher Kastenlose genannt.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.nordkirche-weltweit.de

 

 

 

Im April 2020 hatte das Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche in gemeinsamer Verantwortung mit dem Kirchlichen Entwicklungsdienst, der ökumenischen Diakonie „Brot für die Welt“ sowie der Kirchenleitung der Nordkirche einen Fonds für Humanitäre Nothilfe eingerichtet, um die von den Folgen der Corona-Pandemie betroffenen Partnerkirchen der Nordkirche in Afrika, Indien, Lateinamerika, Ostasien, Osteuropa und dem Mittleren Osten finanziell zu unterstützen.

 

 

 


Sternsinger verstärken ihre Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus

Nothilfefonds auf zwei Millionen Euro erhöht

 

(Aachen/khw) - Die Sternsinger verstärken ihre Hilfsmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus: Der bestehende Nothilfefonds wird um eine weitere Million auf nunmehr insgesamt zwei Millionen Euro erhöht. „Wir bekommen Nothilfe-Anträge aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa, mit teilweise dramatischen Schilderungen unserer Partner über die Situation vor Ort“, sagt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘. „Das zeigt: Die Hilfen der Sternsinger zum Schutz der Mädchen und Jungen in der Corona-Pandemie werden weiterhin dringend benötigt. Wir stehen fest an der Seite unserer Partner, die in dieser Gesundheits-, Ernährungs- und Wirtschaftskrise Großartiges leisten“, so Bingener.

 

Viele Partnerländer des Kindermissionswerks sind mittlerweile von der Pandemie betroffen, zeitversetzt und in unterschiedlicher Intensität. Bereits im März dieses Jahres hatten die Sternsinger als Reaktion auf die weltweite Corona-Krise in einem ersten Schritt einen Nothilfefonds in Höhe von einer Million Euro eingerichtet. Fördergelder in Höhe von mehr als 800.000 Euro sind bereits ausgezahlt und versetzen die Sternsinger-Partner in die Lage, den Kindern und deren Familien vor Ort effektiv zu helfen. Ziel der geförderten Maßnahmen ist es, den betroffenen Kindern in dieser schwierigen Zeit ein Stück Normalität zu ermöglichen. Der Kindesschutz steht dabei an oberster Stelle. Zu den Hilfsmaßnahmen zählen beispielsweise die psychosoziale Unterstützung von Familien, Nahrungsmittelhilfen, Aufklärungsarbeit über das Virus, Infektionsschutz, sowie digitale Lernangebote für Mädchen und Jungen. Neben den spezifischen Corona-Nothilfen werden bestehende Sternsinger-Projekte an die Corona-Krise angepasst.

 

Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ – das Hilfswerk der Sternsinger Mehr als 1.800 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 78,4 Millionen Euro standen dem Hilfswerk der Sternsinger 2018 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 111 Ländern. Neben der Förderung der Kinder-Hilfsprojekte zählen der Einsatz für die Rechte von Kindern weltweit sowie die Bildungsarbeit zu den Aufgaben. 

 

Die Hilfe des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger’ kann durch Spenden unterstützt werden:

 

Pax-Bank eG

 

Stichwort: Corona

 

IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31

 

BIC: GENODED1PAX


Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt predigte im Festgottesdienst in Prerow:

„Der Blick auf die anderen macht uns relevant“

(Schwerin/Prerow/cs) - Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Kristina Kühnbaum-Schmidt, hat heute (5. Juli) im vorpommerschen Prerow (Halbinsel Darß) dazu aufgerufen, besondere Aufmerksamkeit auf all jene Menschen zu richten, die zurzeit tatkräftige Unterstützung brauchen: „Auf Familien, die jetzt ganz besonders neue Kraft schöpfen müssen. Auf diejenigen, die in Sorge um ihren Arbeitsplatz und ihre berufliche Zukunft sind. Und auf Menschen, die in anderen Ländern dieser Erde, weit weniger abgesichert als wir, mit gravierenden Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben.“ In ihrer Predigt im diesjährigen sommerlichen Festgottesdienst der Kirchengemeinde Prerow betonte sie zugleich: „Dieser Blick auf die anderen macht uns relevant, bedeutsam und wichtig – für andere.“

 

Angesichts der Möglichkeit, nach den Einschränkungen in der Corona-Pandemie nun wieder Urlaub auf dem Darß und an der Ostsee machen zu können, hob die Landesbischöfin hervor: „Gerade in den Unsicherheiten der letzten Zeit ist es besonders deutlich, wie unverfügbar unser Leben und alles, was es ausmacht, für uns ist.“

 

Kristina Kühnbaum-Schmidt rief dazu auf, das Augenmerk nicht nur auf sich selbst zu richten, sondern auch auf die Folgen, die das eigene Handeln für andere habe: „Es gibt günstiges Fleisch, täglich vielfältig und reichlich im Supermarkt – aber die Schattenseite davon, die katastrophalen Arbeitsbedingungen, die sehen wir oft nicht. Wir haben selbst in der Pandemie noch ein relativ komfortables Leben in der nördlichen und westlichen Welt, aber auf die Schattenseite davon sehen wir nur selten: Die Lebensbedingungen in anderen Ländern der Erde und das Leid der Menschen dort, auch, weil Lieferketten zusammenbrechen und Absatzmärkte einbrechen. Unser Wohlstand und unsere Art zu leben und zu wirtschaften hat Folgen: Hunger und Flucht – sehen wir dafür auch unsere Mitverantwortung?“

 

 

 

Die Landesbischöfin betonte: „Gott billigt unsere Lieblosigkeit nicht. Aber er lässt sie nicht alles sein, was es über uns zu sagen gibt.“ Sie rief dazu auf, die Menschen und die Welt nach dem Vorbild Jesu mit Liebe und Barmherzigkeit anzusehen: „Wenn wir uns eingestehen, immer nur einen Teil der ganzen Wahrheit sehen und verstehen zu können, dann wird auch die Sicht anderer wichtig. Das Gespräch und die Verständigung miteinander. Denn erst im Hören auf das, was andere zu sagen haben, und im Hinsehen darauf, wie es anderen geht, wird unser Bild der Welt vollständig.“

 

Liturgisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom ehemaligen Superintendenten Christoph Magirius, Ehrenbürger der Stadt Chemnitz. Die musikalische Begleitung verantwortete Kantor Matthias Wand aus Köln

 

 

 

Hintergrund

 

Seit 40 Jahren findet jährlich ein festlicher Waldgottesdienst im Darßer Wald an der Buchhorster Maase statt – einem autofreien Naturschutzgebiet. Die Gottesdienstteilnehmer*innen kommen traditionell zu Fuß in Gruppen oder mit dem Pferdewagen dorthin. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Gottesdienst auf die Pfarrwiese neben der Kirche in Prerow verlegt, um dort die in Mecklenburg-Vorpommern geltenden Regeln zum Schutz vor Infektionen mit COVID-19 einhalten zu können.

 

 

 


Alternative Ferienangebote der katholischen Jugendarbeit für Kinder und Jugendliche

Gemeinsam einen tollen Sommer erleben trotz Corona

 

(Trier/Koblenz/Saarbrücken/bt) – Die Sommerferien hatten sich viele Familien wohl anders vorgestellt: Im vollgepackten Auto Richtung Alpen oder im Ferienflieger auf die Balearen. Doch die Corona-Pandemie hat die Urlaubspläne vieler durchkreuzt. Sie wirkt sich auch aus auf die zahlreichen Ferien-Programme und Angebote der katholischen Jugendarbeit vor Ort im Bistum Trier: „Segelfreizeiten, Gruppenreisen, Zeltlager: Das Corona-Virus hat den Haupt- und Ehrenamtlichen in der Jugendpastoral erstmal einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Benedikt Welter, Referent in der Abteilung Jugend im Bistum Trier. „Da es aber gerade nach der für Familien sehr belastenden Zeit des Shutdowns in den letzten Monaten umso wichtiger ist, dass Kinder und Jugendliche eine schöne Zeit zusammen erleben, Kontakte knüpfen können und auch die Eltern entlastet werden, haben wir von der Jugendabteilung dazu aufgerufen, alternative Angebote auf die Beine zu stellen.“

 

Für interessierte Haupt- und Ehrenamtliche hat die Abteilung Jugend einen digitalen Methodenkoffer (Padlet) mit Ideen und Impulsen für Ferienangeboten auch während der geltenden Kontaktbeschränkungen erstellt. Darin gibt es unter anderem Anregungen für Zauber- oder Zirkusworkshops, für Musicals oder einen Babysitting-Kurs, Ausflüge in die Natur, Bastel- Foto- oder Schreibwerkstätten. In vielen Dekanaten, Pfarreien und bei den Fachstellen Jugend gibt es schon ein großes Engagement und kreative Ideen, wie die Angebote unter veränderten Bedingungen doch stattfinden können“, freut sich Welter.   

 

So bietet etwa die FachstellePlus Koblenz in Kooperation mit dem Haus der offenen Tür Koblenz, der Pfarreiengemeinschaft Metternich und dem Bürgerzentrum Lützel die sogenannten „Chill Out Wochen“ für Kinder und Jugendliche von sieben bis 15 Jahren über die gesamte Ferienzeit an – mit Tagesausflügen und Programm in Koblenz. https://www.fachstellejugendplus-koblenz.de/inhalte/chill-out-wochen-2020/. Im Hunsrück kooperieren das Jugendzentrum Sohren, die Jugendkirche „Crossport to Heaven“ und die evangelische Jugend und stellen ein Betreuungsangebot sowie verschiedene Tagesangebote auf die Beine, darunter Bastel- Foto- und Videoworkshops, Radtouren, Schnitzeljagden und Sportparcours. Mehr Informationen gibt es hier: www.crossporttoheaven.com 

 

In der Eifel bietet das Haus der Jugend Bitburg zwei Wochen lang ein Zirkusprojekt an, für Kinder unter sechs Jahren und für Kinder im Grundschulalter: www.hdj-bitburg.de. Im Jugendzentrum in Saarburg können Kinder und Jugendliche ebenfalls über die gesamten Sommerferien unterschiedliche Tagesangebote erleben – vom Mal-Workshop, über ein Fotoprojekt, bis hin zum „Mario-Kart“-Turnier: www.in-szene.net.

 

In Saarbrücken bieten die Evangelische Kirchengemeinde St. Johann in Kooperation mit dem Netzwerk „young caritas Saarbrücken“ und der Kirche der Jugend eli.ja ein Sommerprogramm für Kinder ab zehn Jahren an. Das „Sommercamp to go“ findet vom 13. bis 24. Juli, montags bis freitags, jeweils 8 bis 17 Uhr statt. Es beinhaltet ein abwechslungsreiches Programm, unter anderem eine Wald-Rallye, einen Theatertag oder einen Workshop zum Filmen mit dem Smartphone. Informationen bei Jugendmitarbeiterin Marina Schulz, Tel. 0178-6712497, Mail: marina.schulz(at)ekir.de.

 

Außerdem bietet die Fachstelle Dillingen jeweils in Kooperation „Sommerferien in der Hüttenstadt Dillingen“ während der gesamten Ferien sowie Erlebnis- und Abenteuertage in Saarlouis im August. Informationen unter: www.fachstellejugend-dillingen.de.

 

Auch die Abteilung Jugend selbst bietet drei Angebote für junge Leute ab 14 Jahren:  „Stand Up Paddling spirituell“ in Koblenz am Dienstag, 11. August von 10 bis 17 Uhr. Per Fahrrad geht es auf einer Solidaritäts-Tour von Trier nach Echternach am Samstag, 18. Juli ab 9.45 Uhr. Zu Fuß können junge Leute pilgern auf dem Hildegard-von-Bingen-Weg am Samstag, 15. August, von 9.30 bis 20.30 uhr von Bad-Kreuznach nach Spabrücken. Mehr Informationen gibt es unter: www.jugend-bistum-trier.de/angebote/aktionen-und-projekte.

 


Sitzung des Pommerschen Kirchenkreisrats: Maßnahmenpaket in Zeiten der Corona-Pandemie beschlossen / Unterstützung für Frauenprojekt in Tansania / Delegation für die ACK / Kurzarbeit im Schullandheim Sassen

Handlungsfähigkeit trotz Mindereinnahmen erhalten

 

(Greifswald/sk) - Der Kirchenkreisrat (KKR) des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) hat in seiner jüngsten Sitzung ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, um den durch die Corona-Pandemie erwarteten Mindereinnahmen aktiv und gestaltend begegnen zu können sowie um die Handlungsfähigkeit des Kirchenkreises zu erhalten. Die Sitzung fand aufgrund der derzeitigen Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie mit dem gebotenen Mindestabstand und unter Einhaltung besonderer Hygieneregeln im großen Saal des Lutherhofs in Greifswald statt. Derzeitige Prognosen gehen für den PEK von Mindereinnahmen für das Jahr 2020 in Höhe von rund 2,1 Millionen und für 2021 von Mindereinnahmen in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro aus. Der im Herbst 2019 von der Synode beschlossene Haushaltsplan 2020 hat eine Höhe von rund 17,5 Millionen Euro. Zudem werde sich laut der Prognosen der Trend der durch die Pandemie bedingten Mindereinnahmen über Jahre fortsetzen. Während einer Klausurtagung am 29. August in Weitenhagen wird sich der Kirchenkreisrat noch intensiver mit dieser Thematik befassen und diesbezüglich konkrete Beschlussvorschläge für die Synode erarbeiten.

 

 

 

Maßnahmen für zukunftsorientiertes Handeln

 

Zu den jetzt beschlossenen Maßnahmen gehört, dass auf Kirchenkreisebene keine Neueinstellungen vorgenommen werden und keine Verpflichtungsermächtigungen aus dem Baufonds beschlossen werden. Zudem sollen finanzielle Verbindlichkeiten des Kirchenkreises einer eingehenden Prüfung unterzogen werden. Gleichzeitig bittet der Kirchenkreisrat alle Kirchengemeinden darum, ihre Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen. Außerdem empfiehlt der Kirchenkreisrat, Gehaltsanpassungen und Sonderzahlungen für Mitarbeitende auf Kirchenkreisebene auszusetzen. Dementsprechend empfiehlt das Gremium der Kirchenleitung und der Landessynode eine Nullrunde für Pfarrpersonen. Sämtliche Punkte des Maßnahmenpakets gelten vorerst nur bis zur voraussichtlich im Herbst stattfindenden Haushalts-Synode. Der KKR nahm für diesen Tagungsordnungspunkt einen Brief des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden des Finanzausschusses zum Anlass, in dem die Erarbeitung von Maßnahmen dringend empfohlen wurde. „Wir wollen handlungsfähig bleiben und nicht von den Ereignissen überrollt und dann zu Entscheidungen gezwungen werden“, begründete der Kirchenkreisrat den Beschluss der Maßnahmen. Mit den zur Verfügung stehenden Geldern werde stets verantwortungsvoll umgegangen, der Beschluss diene aber dazu, in diesen besonderen Zeiten zusätzlich zu sensibilisieren, so der KKR. Es gehe nicht darum, den Mangel zu verwalten, sondern es müsse zukunftsorientiert gedacht und gehandelt werden. Dazu gehöre es einerseits, mit Vorsicht zu agieren und Ausgaben zu prüfen, andererseits aber auch, etwas zu wagen und zu investieren, hieß es aus den Reihen des Kirchenkreisrats.  

 

 

 

Unterstützung für Frauenqualifikation in Tansania

 

Der Kirchenkreisrat befürwortete in einem weiteren Beschluss, beim Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes der Nordkirche für Partnerschaftsprojekte des laufenden Haushaltsjahrs 4.072 Euro für das Projekt „Vocational Training“ in Tansania zu beantragen. Damit folgte das Gremium einem Beschluss des Ökumeneausschusses. In Tansania werden Frauen häufig als Menschen zweiter Klasse behandelt, so die Projektbeschreibung. Das Projekt „Vocational Training“ (Berufsausbildung) soll Frauen dabei unterstützen, sozialer Gewalt und prekären Verhältnissen zu entkommen sowie Selbstständigkeit und Unabhängigkeit zu erlangen. Dazu werden Frauen im Rahmen eines umfassenden Weiterbildungsprogramms im Gartenbau sowie land- und marktwirtschaftlich qualifiziert. Der Pommersche Evangelische Kirchenkreis kann für das Haushaltsjahr 2020 insgesamt 11.872 Euro beantragen. Im April hatte der KKR insgesamt 7.800 Euro für die Projekte „Kalahari“ und „Kimberley“ in Südafrika beantragt. Mit dem jetzt befürworteten Antrag über die 4.072 Euro ist der Betrag ausgeschöpft.

 

 

 

Delegation für die ACK

 

Der Kirchenkreisrat delegierte Pastorin Ulrike Bohl (Zerrenthin), die künftige Inhaberin oder den Inhaber der Ökumenischen Arbeitsstelle im PEK und als Stellvertreterin Pastorin Ellen Nemitz (Altefähr) in die Versammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Mecklenburg-Vorpommern. Der KKR stimmte damit dem Vorschlag des Ökumeneausschusses zu. Die ACK MV geht von 2020 bis 2023 in eine neue Legislaturperiode. Die Nordkirche entsendet je zwei Vertretende aus Mecklenburg und Pommern sowie je eine Stellvertretung. Die Vorschläge dazu kommen aus den beiden Kirchenkreisen. Die ACK MV trifft sich zweimal im Jahr zu einer Versammlung und einmal für eine zweitägige Klausur. Pastor Matthias Tuve war als Inhaber der Ökumenischen Arbeitsstelle im PEK neun Jahre Delegierter sowie in diesen drei Legislaturperioden auch Vorsitzender der ACK MV. Matthias Tuve geht zum 1. September in den Ruhestand. Die Ökumenische Arbeitsstelle wird neu besetzt.

 

 

 

Kurzarbeit im Schullandheim Sassen

 

Die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen Beherbergungseinrichtungen in besonderem Maße. So leidet auch das Evangelische Schullandheim Sassen, Zentrum der kirchenkreislichen Jugendarbeit, unter fehlenden Gästen. Die Sach- und Personalkosten des Schullandheims werden durch die Einnahmen aus den Übernachtungen finanziert, die jedoch seit März überwiegend ausbleiben. Nach einer Übergangszeit, in der durch Stornierungsrechnungen und Umbuchungen sowie durch von Mitarbeitenden übernommene Sanierungsarbeiten Personalkosten abgedeckt werden konnten, lassen sich nun diese Ausgaben nicht mehr voll finanzieren. Der Kirchenkreisrat stimmte daher der Einführung von Kurzarbeit für zwei Mitarbeitende des Schullandheims Sassen zu. Der Beschäftigungsumfang wird von Juni bis August auf 40 Prozent reduziert. Zuvor hatten die betreffenden Mitarbeitenden ihr Einverständnis mit dieser Lösung erklärt.

 

 

 

Weitere Themen und nächster Sitzungstermin

 

Außerdem befasste sich der KKR während der Sitzung unter anderem mit weiteren Personalfragen, mit Bau- und Sanierungsvorhaben, mit dem Verfahren bezüglich kirchenaufsichtlicher Genehmigungen, mit der künftigen Umsatzsteuerpflicht für Kirchengemeinden sowie mit der Terminplanung für das Jahr 2021.

 

Die nächste Sitzung des Kirchenkreisrats findet am 1. September 2020 statt.

 

 

 

Stichwort Kirchenkreisrat

 

Der Kirchenkreisrat vertritt den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis in allen Angelegenheiten. Er führt die Aufsicht über die 151 Kirchengemeinden und ihre Verbände sowie über die Dienste und Werke und erteilt die erforderlichen Genehmigungen. Das Gremium besteht aus 13 Mitgliedern. Ihm gehören die Pröpstin und Pröpste der drei Propsteien des Kirchenkreises, Pröpstin Helga Ruch (Stralsund), Propst Gerd Panknin (Demmin) und Propst Andreas Haerter (Pasewalk), als geborene Mitglieder an. Die weiteren zehn Mitglieder wurden von der Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises gewählt: Sylvia Giesecke, Raik Harder, Dr. Gerd Albrecht, Wolfgang Banditt, Reinhard Kurowski, Beate von Randow, Dr. Gerrit Marx, Angelika Beyer, Pastor Dr. Ulf Harder und Johanna Hertzsch. Vorsitzender des Kirchenkreisrates ist Propst Gerd Panknin. Der Kirchenkreisrat bereitet die Entscheidungen der Kirchenkreissynode vor, bringt Vorlagen ein und führt die Beschlüsse aus. Er bringt den Haushalt ein und ist für die Durchführung verantwortlich. Er berät Pröpstin und Pröpste, beruft die Pastorinnen und Pastoren in die Pfarrstellen des Kirchenkreises und führt die Aufsicht über die Kirchenkreisverwaltung. Der Kirchenkreisrat im Internet: http://www.kirche-mv.de/Kirchenkreisrat.565.0.html

 


Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung stellt Ergebnis einer Befragung vor

Engagierte wollen Zukunft mitgestalten

Foto: bt
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(Trier/bt) – Trotz Corona und trotz unterschiedlicher Krisen der katholischen Kirche in Deutschland und im Bistum Trier: Zahlreiche ehrenamtlich engagierte Menschen sind motiviert und haben großes Interesse an persönlicher Unterstützung und thematischer Fortbildung. Das hat eine Befragung unter 500 Personen im Mai 2020 aus dem Kontaktkreis des Arbeitsbereichs Ehrenamtsentwicklung im Bistum Trier ergeben.

 

„Sowohl die hohe Rücklaufquote als auch die Bewertungen und Kommentare zeigen, dass die Menschen an einer Weiterentwicklung ihres Engagements und der Kirche interessiert sind“, stellt Michaela Tholl, Leiterin der Ehrenamtsentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat, fest. „Viele der Befragten haben sich dafür bedankt, auf diese Weise befragt und beteiligt zu werden.“ Aus unterschiedlichen Themenbereichen, die mittels eines Fragebogens bewertet und kommentiert werden konnten, habe sich folgendes gezeigt: Den Befragten sei sowohl die Beschäftigung mit der eigenen christlichen Identität - Tholl nennt beispielhaft die Felder Glaubenskommunikation oder Auseinandersetzung mit der Bibel - als auch der Blick auf gute Rahmenbedingungen für das Engagement, wie etwa echte Partizipation oder auch innere Stärkung und Widerstandskraft (Resilienz) sehr wichtig. Dass die Engagierten sich mit neuen Kommunikationsformen auseinandersetzen, zeige sich in dem Ergebnis, dass der überwiegende Teil der Befragten elektronische Medien nutze und darüber hinaus an der Erweiterung der Medienkompetenzen hohes Interesse zeigt.

 

Fortbildungsangebote für die unterschiedlichen Themenbereiche entwickelt der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung jährlich in Rückbindung an haupt- und ehrenamtliche Partner im Bistum. Im Juni hat zudem das „Forum Ehrenamt“ mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Dekanaten getagt, um den Bedarf zu erheben sowie über geeignete Veranstaltungsformate und mögliche Referentinnen und Referenten zu beraten. Alle diese Rückmeldungen fließen in das Jahresprogramm 2021 ein, das im November erscheint. Natürlich würden die Verantwortlichen die Ergebnisse der Befragung auch mit Blick auf die veränderten Rahmenbedingungen bei der Umsetzung der Bistumssynode bewerten. Nach einer Intervention durch die römische Kleruskongregation hat sich gezeigt, dass etwa am geplanten Gremienmodell Überarbeitungsbedarf besteht. „Hier müssen wir bedenken, was das für die Themen Mitbestimmung und gemeinsame Verantwortung heißt“, betont Dr. Carola Fleck, Referentin für kirchliche Räte im Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung.

 

Dass die Coronakrise unmittelbar zur Entwicklung neuer Formate geführt hat, zeige sich am Online-Kurs „Getauft, berufen, ermutigt! Gottesdienste im privaten Rahmen feiern“, sagt Tholl. Der Kurs wird im August 2020 von der Initiative Frauen(t)Raum unter Leitung von Gemeindereferentin Heidelinde Bauer (Riegelsberg-Köllerbach) und Pastoralreferentin Katja Zeimet-Backes (Dekanat Völklingen) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung angeboten.

 

Informationen und die aktuellen Angebote zur Ehrenamtsentwicklung im Bistum Trier sind unter www.ehrenamt.bistum-trier.de zu finden. Wer in Zukunft direkt vom Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung Informationen erhalten möchte, kann seine Kontaktdaten per Mail (ehrenamt(at)bistum-trier.de) oder telefonisch (0651/7105-566) angeben.

 


Insgesamt 6.000 Euro beim YoungClipAward für Preisträger

Schüler gewinnt Videowettbewerb der evangelischen Kirche

(Darmstadt/ekhn) - Am Wochenende sind erstmals die Gewinnerinnen und Gewinner des inoffiziellen protestantischen YouTube-Preises der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ausgezeichnet worden. In einer Online-Gala wurden die besten Nachwuchsfilmerinnen- und Filmer mit dem „YoungClip Award“ und Preisen im Wert von insgesamt 6000 Euro ausgezeichnet, wie die EKHN am Montag (29. Juni) mitteilte.

 

Nelian Pflug gewinnt Hauptpreis

Gewinner des YoungClip-Awards in Gold ist Nelian Pflug aus Neu Anspach. Der 15 Jahre alte Schüler setzte sich mit seinem Video „Advent, Advent“ gegen 77 Wettbewerbsbeiträge durch. In seinem Film beleuchtet er im Stil eine professionellen YouTubers mit Witz und Charme das christliche Weihnachtsfest von ganz verschiedenen Seiten. Der Lohn: 2000 Euro Preisgeld.

 

Unterhaltsames und informatives Video

Lobende Worte für den Sieger fand der bekannten YouTuber Mirko Drotschmann alias „MrWissen2go“ in seiner Laudatio: „Ein ganz tolles Video – gleichzeitig unterhaltsam und informativ, abwechslungsreich und gut gemacht.“ Ganz überraschend war der Sieg gleichzeitig nicht. Nelian galt in Insiderkreisen im Vorfeld als Geheimfavorit. Denn als „Velacerus“ hat der Elektronikfan schon mehr als 1200 Fans gesammelt, wenn er auf YouTube beispielsweise neueste Computer-Features erklärt.

 

Das Sieger-Video ist hier abrufbar: https://youtu.be/Sah3VP-8Obo

 

350 Jugendliche beteiligt

Rund 350 Teilnehmende zwischen 13 und 19 Jahren hatten in den vergangenen Monaten einzeln oder in Gruppen bei dem Wettbewerb mitgemacht. Eine Fachjury hatte die Qual der Wahl aus 77 Einsendungen in insgesamt acht Kategorien Preisträgerinnen und Preisträger auszuwählen. Bekannte YouTuber wie Mirko Drotschmann alias „MrWissen2Go“ oder Theresa Brückner alias „theresaliebt“ vergaben die inoffiziellen protestantischen YouTube Oscars im Gesamtwert von 6.000 Euro. Die Idee für den Preis und die Federführung für das Projekt hatte das Evangelische Medienhaus der EKHN in Frankfurt.

 

Die Gewinner im Überblick

Alle Gewinner-Videos sind hier abrufbar

www.youngclip.de/awards

 

Die drei Hauptgewinner

Gold Award (Platz 1 / dotiert mit 2.000 Euro)

 

„Advent, Advent“ – Monatsgewinner Dezember 19 zum Thema „Weihnachten? Geschenkt!“

 

Nelian Pflug aus Neu Anspach

 

Silver Award (Platz 2 / dotiert mit 1.000 Euro)

 

„Was gönn ich mir“, Monatsgewinner Juli 2019

 

Konfigruppe um Pfarrer Simba Burgdorf aus der Kirchengemeinde Wöllstadt

 

Bronze Award (Platz 3 / dotiert mit 500 Euro)

 

„Psalm 23“  Monatsgewinner Juni 2019 zum Thema „Ist da jemand? Wer hilft bei Krisen“

 

Konfigruppe der Evang. Talkirchengemeinde Eppstein mit einer Jugend-und Konfigruppe unter der Leitung von Pfarrerin Heike Schuffenhauer

 

 

Sonderkategorie-Preise (je 500 Euro Preisgeld)

 

E-Motion Award (Glauben, der bewegt und berührt)

 

„Ist da jemand“, Platz 2 im Juni 19 zum Thema „Ist da jemand? Wer hilft bei Krisen“

 

Konfigruppe der Evang. Kirchengemeinde Usingen unter der Leitung von Pfarrer Hans-Jörg Wahl.

 

 

Jury Award (Freies Thema)

 

„Brensbach hilft in Coronazeiten“

 

Matthias Bergmann aus Brensbach

 

 

Spirit Award (Glauben im Alltag)

 

„Vom Gemobbten zum Mobber“ Monatsgewinner Mai 20 Thema Mobbing

 

Reliklasse der Geschwister-Scholl-Schule Klasse 9 AG in Rodgau unter der Leitung von Pfarrer Benjamin Graf

 

 

 

Community Award – wer bringt die Community hinter sich

 

„Streber“, Platz 2 im April 2019 zum Thema „Ihr könnt mich mal“

 

Jugendgruppe der Marienschule Offenbach

 

 

 

Runner Up Award (der beste 2.Platzierte)       

 

„Du bist nicht allein“, 2. Platz im Mai 20 zum Thema „Mobbing“

 

Evangelische Jugend aus Ober-Widdersheim, Betreuer Colin McLemore,

 

 

 

Hintergrund: Das Projekt „YoungClipAward“

 

Seit April 2019 wurden beim YoungClipAward jeden Monat Videos von Jugendlichen zwischen 13 und 19 Jahren zu bestimmten Themen prämiert. Die Jugendlichen konnten die Vidoes alleine oder auch in Gruppen wie dem Konfirmandenunterricht oder in der Religionsklasse erstellen. Den Abschluss bildete mit der Preisverleihung am 27. Juni der inoffizielle protestantische Youtube-Oskar, der mit insgesamt 6000 Euro an Preisgeldern dotiert war.

 

Mit diesem Projekt wollte die EKHN zugleich alle Pfarrerinnen und Pfarrer, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Jugendleiterinnen und Jugendleiter einladen, jugendrelevante Themen im Religionsunterricht oder in der Jugend- und Konfirmandenarbeit über das Medium Video umzusetzen. Vorbereitende Workshops durch die Videocoaches des Projekts vermittelten das notwendige Handwerkszeug für die Umsetzung mit dem eigenen Smartphone. In enger Zusammenarbeit mit dem Religionspädagogischen Institut der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Kurhessen Waldeck wurden für die nachhaltige Nutzung im Religions- und Konfirmanden-Unterricht thematisch begleitende Unterrichtsmaterialien erstellt.

 

Das Projekt wurde unterstützt von der „Evangelische Bank“, dem kirchlichen IT-Unternehmen „ECKD-KIGST GmbH“, dem Verein „Andere Zeiten“ sowie dem Versicherer im Raum der Kirchen „VRK“.

 

Linktipps

Internet:            www.youngclip.de
Details zur Preisverleihung: www.youngclip.de/awards

 

YouTube:         www.youtube.com/youngclipaward

 

Playlist aller Preisträger-Videos
https://www.youtube.com/playlist?list=PLvNEzslFlfCL8Ow1mVOc938ipGoZ2Wq5u

 

Gewinnervideo – „Gold Award“

 

https://www.youtube.com/watch?v=Sah3VP-8Obo


Pfarreiengemeinschaft Waldrach bietet Gesprächsangebot auf öffentlichen Plätzen

In der Corona-Krise ein offenes Ohr schenken

Günther Rohles bleibt kurz für ein Gespräch mit Dorothea Kupczik. Foto: bt
Günther Rohles bleibt kurz für ein Gespräch mit Dorothea Kupczik. Foto: bt

(Pluwig/bt) – Auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt im Ortszentrum von Pluwig herrscht geschäftiges Treiben: Schnell ziehen sich einige Einkäufer vor Betreten des örtlichen Netto-Marktes noch die Mund-Nase-Masken über, eine Besucherin wartet auf Einlass ins benachbarte Altenheim, wieder andere führt ihr Weg in die Apotheke. Etwas abseits vor dem Komplex des Altenheims und des Ortsgemeinde-Büros leuchtet in fröhlichem knallgelb ein Sonnenschirm, darunter stehen zwei türkis-gelbe Holz-Klappstühle und ein kleines Schild „Wir haben ein offenes Ohr für Sie“. „Wir“ – das ist an diesem heißen Mittwochvormittag Gemeindereferentin Dorothea Kupczik, die im Schatten des Schirmes sitzt und gerade mit einer älteren Dame spricht, die offensichtlich erregt von ihrem Kummer um ihre über 90-jährige Mutter berichtet, einer Bewohnerin des Altenheims. Nur einmal in der Woche darf die Tochter ihre Mutter wegen der strikten Corona-Hygienemaßnahmen besuchen gehen – und darunter leiden beide. Es sind Sorgen und Nöte wie diese, denen Kupczik und ihre Teamkollegen aus der Pfarreiengemeinschaft Waldrach ein Ohr schenken – aber eben nicht nur:

 

„Wir möchten ein Angebot machen für Menschen, die hier wohnen, die hier einkaufen oder spazieren gehen, und zeigen: Kirche geht raus zu den Leuten und wartet nicht nur, dass die Menschen zu ihr kommen. Wir wollen für euch da sein, egal ob es um Alltagsthemen, Auskünfte oder um tiefergehende Probleme geht.“ Geboren wurde die Idee zu Beginn der Corona-Pandemie, als der shutdown zwischenmenschliche Begegnungen stark einschränkte, erzählt Kupczik. Als sie von einer Kollegin aus Koblenz von dem niedrigschwelligen Konzept hörte, war sie sofort begeistert und fand schnell Mitstreiter im Pastoralteam der Pfarreiengemeinschaft, die Ähnliches auf die Beine stellen wollten. „Ich habe ja selbst beim Einkaufen gemerkt, dass viele Leute, die ich traf, Redebedarf hatten und teils sogar unter Einsamkeit litten. Manchmal habe ich doppelt so lange gebaucht wie sonst, weil ich so oft stehen geblieben bin“, erinnert sich Kupczik. Gemeinsam teilten sich die sechs Kolleginnen und Kollegen verschiedener Berufsgruppen (Kaplan, Diakon, Gemeindereferentinnen und Pastoralassistentin) Wochentage und Orte untereinander auf: Vormittags von 10 bis 12 Uhr und nachmittags von 15 bis 17 Uhr montags in Farschweiler, dienstags in Osburg, mittwochs in Pluwig, donnerstags in Waldrach und freitags in Ruwer an – und das noch bis zu den Sommerferien.

 

„Zu Anfang des shutdowns haben wir natürlich auch telefonische Sprechzeiten angeboten, aber wir haben festgestellt, dass die Hemmschwelle da doch eher hoch ist, gezielt anzurufen. Das Gesprächsangebot unter freiem Himmel wird viel besser angenommen.“ Eine junge Frau habe etwa von ihrer schwierigen Lebenssituation nach einer Trennung erzählt, ein Mann habe ihr zunächst eine Frage gestellt, dann aber fast eine Stunde lang über sein Leben berichtet, bis die Antwort auf die Ausgangsfrage gar nicht mehr so wichtig erschien. „Wir wurden natürlich auch gefragt, ob und wann die Erstkommunion wieder stattfindet, oder haben Stellung genommen zu den Entwicklungen rund um den Einwand Roms zur Pfarreienreform. Manchmal sind wir natürlich auch ein bisschen Blitzableiter – aber auch das gehört dazu“, sagt Kupczik.

 

Günther Rohles, 74, der selbst jahrelang in der Pfarrei Pluwig engagiert war und zufällig gerade in der Apotheke war, bleibt auch auf einen kurzen Plausch mit Kupczik. Das Gespräch dreht sich um die Enkel und E-Bikes. „Ich finde die Idee wirklich wichtig und gut, weil viele Menschen durch die Corona-Krise doch sehr vereinsamen. Für die Bewohner in den Altenheimen und ihre Angehörigen ist es eine Katastrophe. Älteren fehlt es auch, nicht gemeinsam in den Gottesdienst gehen zu können. Da ist es gut, wenn Kirche sich so unter den Leuten zeigt.“ Kupczik und ihre Kollegen haben die Aktion zwar wegen der Corona-Krise ins Leben gerufen und werden sie mit den Sommerferien vorerst beenden. „Seit den Lockerungen merken wir, dass der Bedarf zurückgegangen ist, die Menschen haben einfach auch wieder weniger Zeit, weil sie wieder mobiler sind, wieder in ihrem Berufs- und Alltagsleben sind.“ Aber nach einem ersten Zwischenfazit sind sie sich einig, dass es künftig verstärkt solche Projekte geben sollte, bei denen die Seelsorgerinnen und Seelsorger offene Angebote machen und sich Kirche dort zeigt, wo die Menschen unterwegs sind.

 


Der Unternehmer wird für sein außergewöhnliches Engagement für Kinder und Familien ausgezeichnet

Der Karl Kübel Preis 2020 geht an Dietmar Hopp

 

(Bensheim/kks) - Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie verleiht in diesem Jahr den Karl Kübel Preis an Dietmar Hopp. Der Unternehmer wird den mit 25.000 Euro dotierten Preis für sein herausragendes und vielfältiges Engagement für Kinder erhalten. Das Preisgeld kommt seiner Stiftung zugute. Die Karl Kübel Stiftung verleiht die Auszeichnung am 23. September 2020 in Bensheim

 

Der renommierte Karl Kübel Preis hat bereits Tradition und wird in diesem Jahr zum 21. Mal vergeben. 15 Mal konnten sich vorbildliche Projekte über eine Auszeichnung freuen. Seit 2015 zeichnet die Stiftung aus dem südhessischen Bensheim prominente Persönlichkeiten für ihr überdurchschnittlich hohes Engagement für Kinder und Familien aus.  

 

Der diesjährige Preisträger Dietmar Hopp ist deutschlandweit vor allem als SAP-Mitbegründer und Mäzen des Fußballclubs TSG 1899 Hoffenheim bekannt, in der Metropolregion Rhein-Neckar wissen die Menschen aber schon lange um das große ehrenamtliche Engagement des Heidelbergers für Kinder und Familien.

 

„Dietmar Hopp engagiert sich seit vielen Jahren in herausragender Weise für Kinder. Mit seiner 1995 gegründeten Stiftung fördert er Projekte in den Bereichen Soziales, Bildung, Sport und Medizin. So erhalten Kinder auf vielfältige Art Unterstützung und bessere Zukunftschancen“, begründet Vorstandsmitglied Daniela Kobelt Neuhaus die Entscheidung der Karl Kübel Stiftung. „Ein großes Anliegen ist Dietmar Hopp der generationenübergreifende Aspekt. Seine in der Metropolregion Rhein-Neckar bekannten alla hopp!-Anlagen sind das beste Beispiel dafür. Diese besonderen Spielplätze motivieren Menschen jeden Alters sich zu bewegen, schaffen Raum für Begegnung und verbinden Generationen.“

 

Zahlreiche Projekte der Dietmar Hopp Stiftung ermöglichen Kindern bessere Bildungschancen und stärken sie für die Zukunft. Das deckt sich mit den Zielen der Karl Kübel Stiftung. Gemeinsam ist beiden Stiftungen auch, dass sie Begegnungsorte schaffen, an denen Menschen sich gegenseitig unterstützen, Selbstvertrauen gewinnen und Verantwortung übernehmen können. Dietmar Hopp ist wie Stifter Karl Kübel (1909-2006) ein Visionär und Philanthrop, der sich mit seinem Vermögen für das Wohl anderer Menschen einsetzt. 

 

Die Auszeichnung mit dem Karl Kübel Preis ist eine große Ehre für den 80-Jährigen. „Die Ehrung mit diesem renommierten Preis freut mich sehr, da mir die ganzheitliche Förderung von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen liegt. Unsere beiden Stiftungen verbindet das Anliegen, zur positiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beizutragen. Dazu unterstützt meine Stiftung Projekte in den Bereichen Bildung und Sport ebenso wie zum Beispiel die Weiterentwicklung der Kindermedizin“, so Dietmar Hopp.

 

Neben der Verleihung des Karl Kübel Preises an den Stifter wird bei der Veranstaltung am 23. September der Dietmar Heeg Medienpreis vergeben. In diesem Jahr ist das Thema des Medienpreises „Familien mischen sich ein“.  

 

 

 


Zur Veröffentlichung der Kirchenstatistik 2019

"Erschütternde und traurige Bilanz jahrzehntelanger Fehlsteuerungen"

 

(München, Bonn/wsk) - Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche sieht die heute veröffentlichten Zahlen der Kirchenstatistik als erschütternde und traurige Bilanz des jahrzehntelangen Herumlavierens der Kirchenleitungen. Die immer wieder wechselnden und von den Kirchenleitungen verordneten so genannten Pastoralkonzepte gehen an den theologischen Erkenntnissen und den Bedürfnissen der Gemeinden vorbei.

 

Die sprunghaft auf den neuen Höchstwert von 272.771 angestiegene Zahl der Kirchenaustritte (sogar noch 26,2 Prozent mehr als 2018) hat viele Gründe. Die langwierige und trotz anzuerkennender Fortschritte immer noch zögerliche Aufarbeitung der sexualisierten Gewalt ist sicher ein wesentlicher Grund, gepaart mit immer noch ausstehenden Entschädigungsregelungen, die den Betroffenen einigermaßen gerecht werden.

 

Die grundsätzliche Diskriminierung von Frauen durch die Verweigerung der Weihe ist sicher für viele, auch für Männer, ein Zeichen von Halsstarrigkeit, die in einer Gemeinschaft, die sich auf Jesus, den Christus beruft, keinen Platz haben darf und der sie deshalb der Rücken kehren.

 

Der nochmal von 9,3 auf 9,1 Prozent zurückgegangene Gottesdienstbesuch ist als logische Folge des immer noch betriebenen Abbaus von Gottesdienstangeboten, von Pfarreischließungen und -zusammenlegungen sowie des Festhaltens an überkommenen Personalstrukturen zu sehen.

 

Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing verdient alle Unterstützung, wenn er „mutige Veränderungen in den eigenen Reihen" fordert und zu Recht die Frage stellt, wie Kirche den Menschen wieder eine Beheimatung in der Kirche geben kann.

 

Es bleibt zu hoffen, dass der Synodale Weg trotz der Corona-bedingten zeitlichen Streckung möglichst bald zu konkreten Ergebnissen in den seit Jahrzehnten drängenden Reformanliegen führt und diese dann auch umgesetzt werden.

 


Statistische Zahlen der Nordkirche 2019

Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt: „Neues erproben, Hoffnung teilen“

 

(Schwerin/std) - Rund 1,94 Millionen Menschen gehören zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche). Nach den alljährlich im Sommer vorliegenden statistischen Daten für das vorangegangene Jahr zählte die Nordkirche zum 31. Dezember 2019 1.939.750 Mitglieder. 2018 waren es 1.989.330. Die Mitgliederzahl sank um 2,49 Prozent (49.580) gegenüber dem Vorjahr. 33.336 Menschen sind 2019 aus der Nordkirche ausgetreten (2018: 27.834), ein Anstieg um fast 20 Prozent im Vergleich zur Zahl der Austritte im Vorjahr.

 

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt erklärt dazu:

 

„Die aktuellen statistischen Zahlen sind für uns ernüchternd. Insbesondere die deutlich gestiegenen Kirchenaustrittszahlen treffen uns tief. Sie werden viele enttäuschen, die uns finanziell unterstützen, sich in unserer Kirche ehren- und hauptamtlich engagieren und dabei auch nach neuen Wegen suchen, für Menschen da zu sein. Ich bin dankbar für ihren Glauben, ihre Zuversicht, ihre nicht nachlassende fröhliche Kreativität! Und ich danke ihnen ausdrücklich für die finanziellen Mittel, die sie uns dabei zur Verfügung stellen.

 

Was viele Menschen von einer religiösen Begleitung ihres Lebens in einer christlichen Gemeinschaft erwarten, passt offenbar nur begrenzt zu dem, was sie bei uns finden und wahrnehmen. Das trifft insbesondere auf die 20- bis 35-Jährigen zu, aber zunehmend auch auf die Gruppe der über 60-Jährigen.

 

Nicht erst die aktuellen statistischen Daten fordern uns heraus: Wir wollen und können sie nicht beiseiteschieben – das wäre unverantwortlich gegenüber unserem Auftrag und unserer Aufgabe als Kirche. Wir werden deshalb die gegenwärtigen religiösen Sehnsüchte der Menschen, ihre Suche nach Gemeinschaft und ihre ethischen Fragen besser verstehen müssen. Wir sollten genauer auf die damit verbundenen Themen eingehen, zum Beispiel mit Hilfe einer sogenannten Kasualagentur.

 

In der Corona-Pandemie haben wir als Nordkirche schnell und kreativ auf die Suche nach religiöser Orientierung reagiert: Insbesondere kurze und ansprechend gestaltete, digitale Andachts- und Gottesdienstformate wurden nahezu viermal mehr wahrgenommen als zuvor traditionelle Sonntagsgottesdienste. Sie haben auch neue Kontakte zu Menschen quer durch alle Generationen erschlossen. Ebenfalls groß war die Resonanz auf seelsorgerliche Angebote, eine an individuellen und existentiellen Fragen orientierte Begleitung. Gefragt sind wir auch als Kirche, die an der Seite derer steht, die existentiell bedroht sind: Kranke und Sterbende, Kinder und Familien, Senioren, Arme, Flüchtlinge und Migranten – und auch unsere Partnerkirchen in der ganzen Welt.

 

In unserem bereits eingeleiteten Zukunftsprozess gehört vieles auf den Prüfstand. In einer pluralen, multireligiösen und von Digitalität geprägten Gesellschaft brauchen wir als evangelische Kirche mehr dialogische Kommunikation und aktive Beteiligung von Menschen aus unterschiedlichen Lebenszusammenhängen. Damit verbinden sich neue Möglichkeiten und Perspektiven für ein Kernthema evangelischen Glaubens und Lebens: das allgemeine Priestertum. Ich bin sicher: Das wird uns als Kirche verändern und sich mit einem neuen evangelischen Selbstbewusstsein verbinden.

 

Nicht zuletzt ist es wichtig, dass wir trotz der Herausforderungen, vor die wir durch den prognostizierten Kirchensteuerrückgang gestellt werden, über den Tellerrand hinaus sehen und verlässlich für unsere weltweiten ökumenischen Partner da sind. Ebenso gilt es nachzudenken über neue Formen von Mitgliedschaft und Zugehörigkeit sowie neue Finanzierungsmodelle für die evangelische Kirche.

 

Für uns als zukünftige Kirche wird zentral sein: zuhören, sich aus Gewohntem herausbewegen, Neues erproben, Hoffnung teilen, da sein für Menschen in Nöten und Sorgen, öffentliche Stimme evangelischer Weltverantwortung sein – orientiert an Gottes unbeirrbarer Liebe und der Barmherzigkeit Christi, geleitet vom neue Möglichkeiten schaffenden Geist Gottes.“

 

Taufen, Trauungen, Trauerfeiern rückläufig – Zahl der Ehrenamtlichen hoch

 

Die Zahl der Taufen in der Nordkirche ging auch 2019 zurück: Wurden im Jahr zuvor 15.185 Kinder, Jugendliche und Erwachsene getauft, waren es 2019 noch 15.118. Nach leichtem Anstieg 2016 auf 17.331 war die Zahl 2017 auf 16.500 gesunken.

 

2019 wurden in der Nordkirche 14.801 Jugendliche konfirmiert (2018: 15.655). Auch die Zahl der evangelischen Trauungen lag 2019 mit 3.255 unter der von 2018 (3.751). 2019 wurden mit 889 weniger Gottesdienste anlässlich einer Eheschließung gefeiert. Hier werden seit 2012 jährlich Schwankungen verzeichnet. So hatte es 2018 mit 919 einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu 2017 (767) gegeben. Bei Gottesdiensten anlässlich einer Eheschließung gehört nur eine Partnerin oder ein Partner der evangelischen Landeskirche an. Die Zahl der kirchlichen Bestattungen sank 2019 auf 20.469 (2018: 22.061).

 

Nach wie vor ist die Zahl der Ehrenamtlichen in der Nordkirche hoch. Hier hat sich der 2018 verzeichnete Rückgang deutlich verringert: 80.831 Menschen waren 2019 in der Nordkirche ehrenamtlich engagiert. 2018 waren es 81.440, im Jahr zuvor 83.304. Trotz jährlicher Schwankungen sind damit seit mittlerweile 13 Jahren konstant über 80.000 Ehrenamtliche im Bereich der heutigen Nordkirche im Einsatz. Im Jahr 2000 waren es 70.667.

 

Nahezu konstant ist die Zahl der Aufnahmen in die Nordkirche: 2019 wurden 2.894 Menschen in die Nordkirche aufgenommen (2018: 2.981), was zu etwa 80 Prozent auf Wiedereintritte zurückzuführen ist. Ein Wiedereintritt ist in jeder Kirchengemeinde und darüber hinaus in 18 Wiedereintrittsstellen in der Nordkirche möglich. (Internet: Informationen der Nordkirche zu Wiedereintritt und Taufe).

 

Die Nordkirche gehört zu den sechs größten Landeskirchen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie ist flächenmäßig die zweitgrößte Landeskirche, ihr Gebiet reicht von der dänischen bis zur polnischen Grenze. Zu ihr gehören rund 1.000 Kirchengemeinden mit fast 1.900 Kirchen und Kapellen.

 

 

 


Zahl der Kircheneintritte bleibt stabil – Rückgang von Taufen und Konfirmationen aufgrund demographischer Entwicklung

Evangelische Kirche verzeichnet sinkende Mitgliederzahlen

 

(Berlin/sp) – Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) verzeichnet auch für das Jahr 2019 eine gesunkene Anzahl ihrer Kirchenmitglieder. Die Kirchenaustritte sind, wie in allen anderen Evangelischen Landeskirchen in Deutschland, auf einem sehr hohen Niveau. Fast gleich geblieben ist dagegen die Anzahl der Menschen, die in die Kirche eingetreten sind.

 

„Es gibt eine generelle Kritik an großen Institutionen, die Gesellschaft wird säkularer und es gibt ein Unbehagen, sich langfristig zu binden“, kommentiert Bischof Christian Stäblein die sinkenden Mitgliederzahlen. “Das betrifft nicht nur die Kirchen, sondern auch Gewerkschaften oder Parteien“. Parallel dazu sehe er aber auch ein wachsendes Bedürfnis nach Spiritualität in der Gesellschaft. „Die Bedürfnisse sind sehr unterschiedlich. Wir als Kirche wollen und müssen lernen, darauf noch flexibler einzugehen“, so Stäblein.

 

2019 waren 914.260 Menschen Mitglieder der EKBO. Das zeigt die Mitgliederstatistik, die sich aus Daten der Meldebehörden der Bundesländer zum Stichtag am 31. Dezember 2019 ergibt. Insgesamt ist die Mitgliederzahl der EKBO im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2018 gesunken, das entspricht einem Rückgang um 26.885 Mitglieder. Die Anzahl der Kirchenaustritte hat sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich erhöht. So traten 15.922 Menschen aus der Landeskirche aus – 16,4 Prozent mehr als im Vorjahr (2018: 13.318). Im selben Zeitraum wurden 4.838 Kinder und Erwachsene getauft (2018: 5.851) und 4.515 Jugendliche konfirmiert (2018: 5.273). 

 

Annähernd stabil geblieben ist die Anzahl derjenigen, die in die EKBO eingetreten sind: 2019 entschieden sich 1.012 Männer und Frauen für eine Kirchenmitgliedschaft, im Vorjahr waren es 1.046. 

 

Bei den Taufen ist in den vergangenen zwei Jahren ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, der auch demografische Gründe hat: Zu Beginn der 1990er Jahre war ein erheblicher Geburtenrückgang in den neuen Bundesländern zu verzeichnen und viele Familien zogen aus den neuen Bundesländern weg. Diese Entwicklung ist in der aktuellen Elterngeneration erkennbar.

 

Ein Interview mit Bischof Christian Stäblein und aktuelle Zahlen der Landeskirche finden Sie auf https://ekbo.de/mitgliederzahlen2019


Evangelische Kirche veröffentlicht Statistik 2019 / Kirchenpräsident bedauert Anstieg der Austritte und will noch besseren Draht zu Mitgliedern

Konfirmationen bleiben Eckpfeiler der Kirche für junge Menschen

 

(Darmstadt/ekhn) - Konfirmationen bleiben wichtige Eckpfeiler der Kirche für junge Menschen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der am Freitag (26. Juni) veröffentlichten Statistik der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) für das Jahr 2019. Der aktuellen Erhebung zufolge lassen sich auch weiterhin 87 Prozent eines evangelischen Jahrgangs konfirmieren. So waren es 2019 insgesamt 11.792 Jugendliche (Vorjahr: 12.400), die ihre Zeit als „Konfi“ abschlossen.

 

Stabile Zahlen bei Taufen

 

Auch die Zahl der Taufen blieb im zurückliegenden Jahr weitgehend stabil. So wurden 2019 im hessen-nassauischen Kirchengebiet 10.452 Kinder (Vorjahr: 10.997) und mit 972 Erwachsenen sogar etwas mehr als im Vorjahr (928) getauft. Leicht zugenommen hat mit 2.812 Personen (Vorjahr: 2.796) auch die Zahl derjenigen, die in die evangelische Kirche eintraten. Zurück ging gleichzeitig die Zahl der evangelischen Beisetzungen mit 19.338 gegenüber 20.429 im Vorjahr.

 

Größte Religionsgemeinschaft der Region

 

Insgesamt hatte die EKHN zum Stichtag 31. Dezember 2019 genau 1.483.767 Mitglieder (Vorjahr: 1.517.119). Das sind 2,2 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Zu dem Rückgang in der EKHN trugen die Austritte mit 21.071 (Vorjahr: 18.404) bei. Einflüsse auf die Mitgliederentwicklung haben neben den Austritten und Sterbefällen auch die Zu- und Wegzüge. Die hessen-nassauische Kirche bleibt damit weiterhin die mit Abstand mitgliedsstärkste Religionsgemeinschaft in der Region. Das Kirchengebiet umfasst neben großen Teilen des Bundeslands Hessen mit rund 1,2 Millionen Mitgliedern auch Gebiete in Rheinland-Pfalz, in denen über 276.000 Menschen zur EKHN gehören.

 

 

 

Langfristige Entwicklungen

 

Die Zahlen aus dem Jahr 2019 schließen sich der langfristigen Entwicklung an, nach der die Konfirmations- und Taufzahlen verhältnismäßig stabil bleiben. Gleichzeitig folgt auch die EKHN dem bundesweiten Trend zu höheren Austrittszahlen, der sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche gleichermaßen erfasst hat.

 

Hohes Vertrauen – Große Herausforderung

 

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung sieht in der aktuellen Statistik große Herausforderungen für die Kirche abgebildet. Zunächst sei es eine „hoffnungsvolle Perspektive, dass die Kirche bei vielen Jüngeren und deren Eltern auch weiter hohes Vertrauen genießt, wie die Tauf- und Konfirmationszahlen belegen“. Viele erwarteten sich auch heute „Lebensbegleitung und Lebensorientierung im Glauben von ihrer Kirche“, so Jung. Das habe sich auch deutlich in der Corona-Pandemie gezeigt, wo kirchliche Angebote in medialen und digitalen Formaten sowie in der Seelsorge sehr geschätzt wurden.  „Gleichzeitig wirft die Steigerung der Austrittszahlen viele Fragen auf und bringt große Herausforderungen für alle in der Kirche mit sich“, sagt Jung.

 

Vielfältige Ursachen – Glaubwürdigkeit behalten

 

So gebe es kein „Patentrezept, um den vielfältigen Ursachen zu begegnen“. Als Gründe für die jüngste Steigerung der Austritte vermutet Jung unter anderem, „die zunehmende Abkehr von großen Institutionen und deren Bindungskraft“. Zugleich sieht er die evangelische und die katholische Kirche derzeit medial und in gesellschaftlichen Debatten großem Druck ausgesetzt. Als Beispiel führt er die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt auf, die im zurückliegenden Jahr oft die Schlagzeilen beherrscht und in allen Kirchen die Glaubwürdigkeit angetastet habe.

 

Arbeit vor Ort  – Draht zu Mitgliedern

 

Jung bedauert: „Jeder Kirchenaustritt ist ein großer Verlust und schmerzt alle.“ Gemeinden, Dekanate und Einrichtungen arbeiteten „mit viel Energie und großem Engagement an neuen Ideen“. Dazu gehörten Tauffeste an Seen, interaktive Beratungsangebote, Online-Gottesdienste oder regelmäßige Anschreiben an alle Haushalte im Kirchengebiet. Dabei sei es noch wichtiger als früher, „dass alle von dem Engagement in Kirche und Diakonie für das gute Zusammenleben von Menschen und den vielfältigen Angeboten erfahren“. Jung schlägt vor, den direkten Austausch – auch mit den digitalen Möglichkeiten – zu intensivieren. Dazu gehöre auch, die Kommunikation vor allem mit Jüngeren zu erweitern. Jung: „Wir müssen zu unseren Mitgliedern und allen, die Kontakt zur Kirche wünschen, einen noch stärkeren Draht als bisher bekommen. Das wird eine der Hauptaufgaben der Zukunft sein.“

 

 

 

EKD-Statistik

 

Die statistische Entwicklung in der EKHN entspricht weitgehend dem bundesdeutschen Trend, den die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ebenfalls am Freitag veröffentlichte. Danach gehörten mit Stichtag 31. Dezember 2019 genau 20.713.213 Menschen einer der 20 Gliedkirchen der EKD an (Vorjahr: 21.140.599). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Mitglieder um rund zwei Prozent gesunken. Dies entspricht einem aktuellen Bevölkerungsanteil von rund 25 Prozent. Die EKD-Statistik ist im Internet abrufbar.

 

Internet

 

Die EKHN-Statistiken sind hier einzusehen und werden in Kürze um die aktuellsten Zahlen ergänzt:

 

https://www.ekhn.de/ueber-uns/daten-fakten.html

 

 

 

 

 

 

 


Evangelische Landeskirche in Baden zählt rund 1,12 Millionen Mitglieder – Mitgliederstatistik 2019

 

(Karlsruhe/ekiba) - Die Evangelische Landeskirche in Baden hat derzeit 1.116.079 Mitglieder – diese Zahl ergibt sich aus der Mitgliederstatistik, welche die katholische und evangelische Kirche in Deutschland am heutigen Freitag (26.6.) gemeinsam für das Jahr 2019 veröffentlicht haben. Demnach wurden im vergangenen Jahr 8.847 Menschen (2018: 9.575) in der badischen Landeskirche getauft. 1.325 Eintritte (2018: 1.272) standen 13.735 Austritten (2018: 12.149) gegenüber. Auch aufgrund der demografischen Entwicklung sank die Zahl der Kirchenmitglieder damit um 21.326 Menschen.

 

„Für die kommenden Jahre steht die Landeskirche vor der Herausforderung, mit dem sinkenden finanziellen Spielraum aufgrund der Mitgliederentwicklung und den hohen Renteneintrittszahlen bei Pfarrerinnen und Pfarrern gut umzugehen“, so Finanzreferent und Oberkirchenrat Martin Wollinsky. Nicht nur die Mitgliederentwicklung, auch die aktuelle Corona-Krise wirke sich auf den landeskirchlichen Haushalt aus. Am Mittwoch hat die Landeskirche im Landeskirchenrat daher einen Nachtragshaushalt für 2020/2021 beschlossen.

 

„Die Verschlechterung der Wirtschaftslage und die finanziell schwierige Situation vieler Menschen führt auch zu einem verringerten Kirchensteueraufkommen. Gleichzeitig haben wir als Gesellschaft eindrücklich vor Augen geführt bekommen, wo die Grenzen unserer Lebensweise und des durch uns Beeinflussbaren sind. Das führt Menschen verstärkt zu elementaren Fragen; dazu gehört auch die Frage nach Gott und nach ihrem persönlichen Glauben“, so Wollinsky. Die aktuelle Extremsituation zeige, wie wichtig für viele Menschen eine Begleitung durch Kirche und Diakonie sei. „Ich bin froh, dass unsere Gemeinden Wege gefunden haben, diese Begleitung zu ermöglichen.“

 

Mit dem aktuellen Nachtragshaushalt schaffe die badische Landeskirche, die akuten finanziellen Auswirkungen von Corona durch gezielte Sparmaßnahmen und Rücklagenentnahmen aufzufangen. „Gleichzeitig können wir unsere kirchliche Arbeit vor Ort aufrechterhalten“, erklärt der Finanzreferent. Das sei wichtig, um in lebendigen Gemeinden weiterhin nah bei den Menschen zu sein, sie mit ihren Anliegen ernst zu nehmen und in ihrem persönlichen Glaubensleben zu stärken.

 

Von Kürzungen bewusst ausgenommen werde im Nachtragshaushalt der kirchliche Entwicklungsdienst, der als wichtiger Teil weltweiter Solidarität gerade jene Länder unterstütze, welche von der Corona-Pandemie besonders betroffen seien.

 


Kirchenleitung ernennt Hamburger Kantorin zur Kirchenmusikdirektorin:

Würdigung der Verdienste von Diemut Kraatz-Lütke um die Kirchenmusik

 

(Hamburg-Hamm/Schwerin/hjw/mw) - Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat die Kantorin  der Kirchengemeinde Hamburg-Hamm, Diemut Kraatz-Lütke, zur Kirchenmusikdirektorin ernannt. Diesen Beschluss, mit dem die Kirchenleitung die Verdienste Kraatz-Lütkes um die Kirchenmusik würdigt, hat Landeskirchenmusikdirektor Hans-Jürgen Wulf gestern (24. Juni) gemeinsam mit Pröpstin Astrid Kleist und Pastor Johannes Kühn, Vorsitzender des Kirchengemeinderates, im Rahmen einer Abendandacht bekanntgegeben. Zuvor hatte der Kirchenkreisrat Hamburg-Ost einen entsprechenden Vorschlag befürwortet.

 

Diemut Kraatz-Lütke (52) schloss das Studium der Kirchenmusik in Herford und Detmold mit dem A-Examen ab. Nach dem Studium leitete sie die Singschule des Kinder- und Jugendchores der Detmolder Schloss-Spatzen. Seit 1997 setzt sie diese Erfahrungen in ihrer Tätigkeit als A-Kirchenmusikerin der Kirchengemeinde Hamburg-Hamm in einer vielfältigen generationenübergreifenden Chorarbeit um. Unter ihrer Leitung sind in Hamm zwei Kinderchöre und eine Kantorei entstanden. Zudem hat sie den Jugendchor „Nightingales“ ins Leben gerufen, der unter anderem regelmäßig bei Jugendchorprojekten des Kirchenkreises Hamburg-Ost sowie bei der „Nacht der Kirchen“ in der Hansestadt oder auch bei der „Stunde der Kirchenmusik“ in der Hamburger Hauptkirche St. Petri mitwirkt. 2005 gründete sie den Chor „HAMMonie“, dessen Repertoire von A-cappella-Literatur über die klassischen Oratorien bis zu zeitgenössischer Musik reicht.
Neben der Verantwortung für die Kirchenmusik in der Region ist Diemut Kraatz-Lütke zudem Kreiskantorin im Kirchenkreis HH-Ost (Propstei Alster-Ost).

 

 

 

Landeskirchenmusikdirektor Hans-Jürgen Wulf: „Als Kreiskantorin hat sich Diemut Kraatz-Lütke in vielfältiger Weise in Strukturprozesse, Themenkonvente und kirchenmusikalische Themenreihen eingebracht, aber auch in der Beratung für Kolleginnen und Kollegen und Kirchengemeinden sowie bei Stellenbesetzungen mitgewirkt. Durch ihre kontinuierliche Nachwuchsarbeit ist es gelungen, über die Stadtteilgrenzen Hamms hinaus eine überregional ausstrahlende kirchenmusikalische Arbeit zu etablieren, die in ihrer stilistischen Breite und Vielfalt dem Gemeindeaufbau zugutekommt.“

 


Evangelische Kirche kürt am Samstag Siegerinnen und Sieger im YouTube-Wettbewerb „Youngclip“

Finale: 6000 Euro für junge Filmschaffende

 

 

(Darmstadt/ekhn) - Am Samstag ist es soweit: Die inoffiziellen protestantischen YouTube-Oscars der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) werden vergeben. In einer Online-Gala winken jungen Filmschaffenden beim „YoungClip Award“ Preise im Wert von bis zu 6000 Euro. Mit dabei als Laudatoren sind bekannte YouTuber wie Mirko Drotschmann alias MrWissen2Go und die Band LUPID.

 

 

 

Über 350 Jugendliche machten mit

 

Seit April 2019 werden beim „YoungClip“-Wettbewerb jeden Monat Videos von Jugendlichen zwischen 13 und 19 Jahren zu bestimmten Themen prämiert. Die Teilnehmenden konnten die Videos alleine oder auch in Gruppen wie dem Konfirmandenunterricht oder in der Religionsklasse erstellen. Insgesamt beteiligten sich über  350 Jugendliche mit 77 Beiträgen.

 

 

 

Wichtige Themen per Video umsetzen

 

Mit diesem Projekt wollte die EKHN zugleich alle Pfarrerinnen und Pfarrer, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Jugendleiterinnen und Jugendleiter einladen, jugendrelevante Themen im Religionsunterricht oder in der Jugend- und Konfirmandenarbeit über das Medium Video umzusetzen.

 

 

 

Vorbereitung mit professionellen Video-Coaches

 

Vorbereitende Workshops durch Video-Coaches des Projekts vermittelten das notwendige Handwerkszeug für die Umsetzung mit dem eigenen Smartphone. Unter Federführung des Evangelischen Medienhauses der EKHN und dem Religionspädagogischen Institut der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Kurhessen Waldeck wurden für die nachhaltige Nutzung im Religions- und Konfirmanden-Unterricht auch thematisch begleitende Unterrichtsmaterialien erstellt.

 

 

 

Die Preise: Alle Monatsgewinner haben Chancen

 

Acht Preise werden bei der Abschlussgala vergeben: Drei Hauptpreise im Wert von insgesamt 3.500 Euro und fünf Sonderpreise zu jeweils 500 Euro. Dabei ist der Hauptpreis mit 2.000 Euro dotiert. Alle Monatsgewinner-Videos haben eine große Chance, einen der begehrten Preise abzuräumen. Für drei der Sonderpreise haben auch Videos eine Chance, die in den Monatswertungen nicht den ersten Platz belegt haben.

 

 

 

Preisverleihung mit prominenten Gästen

 

Moderiert wird der Abend von David Ahlf, dem „Bubbles“ Moderator und Birgit Arndt vom Medienhaus der EKHN. Als Laudatoren sind mit dabei Mirko Drotschmann alias MrWissen2Go, Marcus Schneider alias „Der Breiteste Pastor“, Jana Highholder vom Kanal „Jana glaubt“ und Theresa Brückner alias „theresaliebt“. Zudem ist Christopher Schacht, der seinen Glauben auf seiner Weltreise mit 50 Euro in der Tasche entdeckt hat, mit von der Partie und Vertreter der Partner VRK und ECKD-Kigst. Musikalisch wird der Abend begleitet von der Band LUPID.

 

 

 

Wegen Corona: Picknickpaket statt Gala-Dinner

 

Statt des eigentlich geplanten Gala-Dinners bekommen alle Monatsgewinnergruppen ein großes Picknickpaket zugeschickt. Zusätzlich werden unter den Angemeldeten der Veranstaltung weitere 20 Picknickpakete verlost. Organisatorisch und technisch betreut wird das Medienprojekt YoungClip Award vom Medienhaus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

 

 

 

Weitere Informationen auf der Aktionswebseite:

 

www.youngclip.de

 



 


Landgang für Seeleute auch unter Pandemiebedingungen ermöglichen

„Day of the Seafarer“ am 25. Juni: Bischöfin Fehrs appelliert an Bundesregierung

(Hamburg/tb/sg) -  Zum internationalen „Day of the Seafarer“ (Tag der Seefahrer) am 25. Juni ruft Bischöfin Kirsten Fehrs die deutsche Bundesregierung dazu auf, sich für die Beseitigung unerträglicher Härten in der internationalen Seeschifffahrt während der Corona-Pandemie einzusetzen. Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) ist auch Botschafterin für die Deutsche Seemannsmission („Stimme der Seeleute“).

In ihrem Appell, der auch als Videobotschaft über die Deutsche Seemannsmission verbreitet wird, heißt es: „Bitte nutzen Sie Ihre internationalen Verbindungen und wirken Sie darauf hin, dass Landgang auch unter Pandemiebedingungen wieder möglich wird. Landgang ist nicht zufällig im internationalen Seerecht verankert und ein essentielles Menschenrecht der Seeleute. Setzen Sie sich bitte dafür ein, dass Crewwechsel stattfinden und Seeleute nach getaner Arbeit nach Hause zurückkehren können. Wir dürfen nicht vergessen, was die Seeleute für unsere gesamte Weltwirtschaft leisten. Ihre Arbeit sichert auch unsere Existenz, denn über 90 Prozent der Handelswaren werden über die Weltmeere geliefert!“

 

Während an Land immer mehr Restriktionen gelockert werden, verharren weltweit etwa 200.000 Seeleute auf ihren Schiffen. Ob sie an Land gehen dürfen, hänge oftmals mit der Nationalität des einzelnen Seemanns zusammen, so Bischöfin Fehrs. Das führt innerhalb der Crews mitunter zu großen Spannungen. Die Bischöfin für die Hafenstädte Hamburg und Lübeck weiter: „Die Corona-Pandemie  bedeutet für viele Seeleute seelische Not und soziale Härte. Der sonst regulär vorgenommene Austausch der Mannschaften findet seltener statt; manche sind inzwischen seit zwölf Monaten an Bord – ohne Ablösung, ohne regelmäßigen Landgang, mit minimalem Kontakt zu ihren Angehörigen. Für sie ist es extrem wichtig, dass Politikerinnen und Politiker ihren Einsatz für die Gesellschaft und für die Weltwirtschaft würdigen und für erträgliche Arbeits- und Lebensbedingungen sorgen.“

 

 

Der Appell von Bischöfin Fehrs an die Bundesregierung ist als Videobotschaft abzurufen unter: https://youtu.be/F0TQgyeHUis

 


Zwei Jahre dauerte die „Erkundung“ im Bistum – jetzt sind die Berichte da

„An unbekannte Orte wagen“

Die Vorbereitungsgruppe "Aktion letzter Schultag" aus hautp- und ehrenamtlichen Mitgliedern verteilte Karabinerhaken an Schüler mit dem Impuls: "Was hält dich in deinem Leben?" . Foto: bt
Die Vorbereitungsgruppe "Aktion letzter Schultag" aus hautp- und ehrenamtlichen Mitgliedern verteilte Karabinerhaken an Schüler mit dem Impuls: "Was hält dich in deinem Leben?" . Foto: bt

 

(Trier/Wittlich/bt) – Eine Karte voll bunter Stecknadelköpfe, die unterschiedliche Plätze, Gebäude und Orte in der Stadt Wittlich markieren: Treffender könnte ein Bild die „Erkundungsphase“ wohl kaum darstellen, die sich an das Ende der Trierer Bistumssynode anschloss und Eindrücke von der vielfältigen Lebenswelt der Menschen im Bistum Trier eingefangen hat. Von 2018 bis 2020 dauerte dieser Prozess, bei dem „Erkunderteams“ des Bistums bestehend aus interessierten Haupt- und Ehrenamtlichen vor Ort das Gespräch mit den unterschiedlichsten Personen, Gruppen und Institutionen suchten und sich dabei auch mal an bis dato für die Kirche eher „unbekannte“ Orte wagten.

 

„Als es hieß, die Erkundung der geplanten Pfarreien der Zukunft steht an und ein Team kommt zu uns, dachten wir zuerst: Zu unserer normalen Arbeit jetzt noch ein Paket, das oben drauf kommt“, gibt Pastoralreferent Armin Surkus-Anzenhofer aus Wittlich unumwunden zu. Doch seine Meinung und die seiner Kollegin, Gemeindereferentin Heike Feldges, sollte sich bald ändern: „Es wurde schnell klar, dass die Erkunder ein interessantes Methodenpaket für uns im Rucksack hatten. Und dass es eine wichtige und gute Perspektive ist, den Raum mal genauer und unvoreingenommen unter die Lupe zu nehmen, in dem man selbst seit Jahren lebt und arbeitet.“ Genau um diesen Aspekt sollte es gehen, bestätigt auch Edith Ries, stellvertretende Leiterin des Synodenbüros, die mit weiteren Kollegen die Erkundung koordinierte. „Unserem Bischof war es wichtig, dass wir auf neue und unbefangene Art und Weise in die Räume des Bistums gehen und auch die kleinen und unscheinbaren Dinge in den Blick nehmen.“ Entgegen der Befürchtung vieler sei der Ansatz eben nicht gewesen, dass das Bistum klassische Visitationen zum Zustand und den Angebote der Pfarreien durchführt, erläutert Ries‘ Kollege, Dr. Alexander Knauf, Referent im Diözesancaritasverband (DiCV). „Das Erlebte sollte vielmehr exemplarisch in eine Art Erfahrungsbericht und Ideensammlung einfließen. Dafür wurde die Methode der Sozialraumerkundung gewählt.“

 

Das Bistum schulte 30 Erkunderinnen und Erkunder in zehn Teams, denen 25 Prozent ihrer Arbeitszeit dafür zur Verfügung standen. Da es sich um ein gemeinsames Projekt des Bistums und des DiCV handelte, setzten sich die Teams jeweils aus einem Caritasmitarbeiter, einem pastoralen Bistumsmitarbeiter und einer weiteren Person zusammen. Eine der Caritas-Erkunderinnen war Karin Terhorst, die in Wittlich bei den ersten Treffen (Rendezvous im Raum) gemeinsam mit ihrem Teamkollegen Johannes Eiswirth die Methode der Sozialraumerkundung vorstellte. „Dass man sich an den sozialen Gegebenheiten vor Ort orientiert – diesen Ansatz vertreten beispielsweise die Hauptamtlichen in der Jugendarbeit in Wittlich schon seit Jahren. Aber wir haben verschiedene Methoden vorgestellt, wie man den Blick darüber hinaus weiten kann“, berichtet Terhorst.

 

Knauf beschreibt Erkundung wie eine Forschungsreise– nur, dass es sich hierbei um den Lebensraum vor der eigenen Haustüre. „Es ist ja das Verführerische, zu sagen: Ich wohne schon lange in der Pfarrei, da gibt es nichts, was ich nicht schon kenne. Sondern ich tu jetzt mal so, als sei ich neu hier.“

 

Genau diese Perspektive übernahmen Surkus-Anzenhofer und seine Kollegen, die sich in einer multiprofessionellen Gruppe aus Theologen, Schulsozialarbeiterinnen, einer Mitarbeiterin der Caritas-Suchtprävention und einer Mitarbeiterin vom Haus der Jugend Wittlich zusammenfanden. „Wir wählten die Pin-Nadel-Methode, die wir ein bisschen ausgearbeitet haben.“ Die Fragestellung: Wo halten sich Jugendliche gerne in Wittlich auf, wo eher nicht – und warum? Das konnten die befragten Schüler farbig auf einer Karte markieren und auch Kommentare dazu abgeben. „Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), der informell als Treffpunkt gilt“, beschreibt Gemeindereferentin Feldges die Ausgangslage. Über die Schulen wurde der Fragebogen flächendeckend verteilt. „Die Auswertung ergab wirklich interessante Antworten. Etwa, dass im Winter junge Leute in die Stadtbibliothek gehen, weil es dort freies Wlan gibt. Oder dass viele gar keinen konkreten Zweck damit verbinden, zum ZOB zu gehen, außer den, dort wahrscheinlich Freunde antreffen zu können.“ Sie seien so näher an die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen herangekommen – und zwar dank der großen Zahl an Rückmeldungen auf den Fragebogen.

 

Dabei half eben auch die Methode: „Wir haben netzwerkartig zusammengearbeitet und über die Schulen ganz verschiedene Jugendliche erreichen können“, sagt Surkus-Anzenhofer. Dabei sei der Austausch intensiviert worden, neue Kooperationen wie etwa ein Mädchenarbeitskreis seien entstanden, und das gemeinsame Projekt „Aktion letzter Schultag“ sei auf breitere Füße gestellt worden. Dabei verteilte das Team vorletztes Jahr auf dem ZOB Sonnenbrillen an Jugendliche, auf denen zu lesen war „Lass dich nicht von deinen Noten blenden“ – als Impuls, seinen eigenen Wert nicht nur nach Beurteilungen zu messen, sondern sich der eigenen Stärken und Talente bewusst zu werden. „Wir von der Jugendarbeit sind zusammengewachsen und haben aus der Erkundung mitgenommen, dass es lohnt, nicht gleich immer zweckorientiert an eine Geschichte ranzugehen, sondern einen Schirtt zurückzutreten und erstmal eine Draufsicht zu gewinnen“, fasst Feltges ihre Erfahrungen zusammen.

 

Neben Fragebögen gab es auch viele Einzelgespräche. Erkunderteams sprachen Menschen  vor Super- oder Baumärkten und in Innenstädten an. Dass Kirche einfach mal „herauskommt“, zuhört und fragt, sei oft positiv aufgenommen worden, berichtet Ries. Sie wolle aber nicht verschweigen, dass die Reaktionen auf die Erkunderteams durchaus heterogen gewesen seien, teils auch, weil die Erkundung in den Zeitraum fiel, in dem die geplante Raumstruktur vorgestellt wurde. „Viele wünschten sich da Erläuterungen von den Teams, was aber gar nicht ihre Rolle war“, stellt Ries klar. Ein „Aha-Effekt der Erkundung“ sei in jedem Fall die Erkenntnis, dass mehr aktives kirchliches Leben vor Ort stattfindet als erwartet – abseits von leerer werdenden Kirchen, erklärt ihr Kollege Knauf. Er ist überzeugt, dass das Erkunden daher nicht zu Ende ist: „Es wird eine grundlegende Haltung und ein grundlegendes pastorales Instrument sein, mit dem in den Pfarreien zukünftig gearbeitet werden soll.“

 

Mehr Informationen zur Erkundung im Bistum Trier und die Erfahrungsberichte der Erkunderteams gibt es auf www.erkundung.bistum-trier.de.

 


6.000 Euro aus Nothilfefonds für Schutzmaterialien und Lebensmittel

Corona: Nordkirche unterstützt Studierende der Partnerkirche in Tansania

(Hamburg/Schwerin/sro/mw) - Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) unterstützt mit 6.000 Euro das Mwika Lutheran Bible and Theological College der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT), einer Partnerkirche der Nordkirche. Ziel der dortigen College-Leitung ist es,  Studierende mit Lebensmitteln und Corona-Schutzmaterialien zu versorgen. Im April hatte das Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche in gemeinsamer Verantwortung mit dem Kirchlichen Entwicklungsdienst, der ökumenischen Diakonie „Brot für die Welt“ sowie der Kirchenleitung der Nordkirche einen Fonds für Humanitäre Nothilfe eingerichtet, um die von den Folgen der Corona-Pandemie betroffenen Partnerkirchen der Nordkirche in Afrika, Indien, Lateinamerika, Ostasien, Osteuropa und dem Mittleren Osten finanziell zu unterstützen.

 

Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Nordkirche und Vorsitzende der Generalversammlung des Zentrums für Mission und Ökumene: „Trotz unserer eigenen finanziellen Herausforderungen dürfen wir jetzt nicht nur an uns selber denken. In unserer globalisierten und vernetzten Welt verlangen die Folgen der Pandemie jeder und jedem Einzelnen viel ab. Dennoch ist es entscheidend, dass wir unsere christliche Verantwortung mit Menschlichkeit und gegenseitiger Achtung wahrnehmen. Leib Christi, christliche Kirche in dieser Welt, können wir nur zusammen sein. Das geht nicht als Einzelperson für sich allein. Das kann auch keine Kirche nur für sich allein. Deshalb unterstützen wir die Arbeit unserer Partnerkirchen finanziell. Und wir schließen weltweit die Opfer und Betroffenen dieser Pandemie und alle Helferinnen und Helfer in unsere Gebete ein. Ich bitte sehr herzlich darum, die Arbeit unserer Partnerkirchen durch Spenden und Gebete zu unterstützen.“

 

Die Afrikareferentin des Zentrums für Mission und Ökumene, Pastorin Katharina Davis, beschreibt die Situation der Menschen vor Ort: „Das College ist derzeit mehrfach betroffen: Auf der einen Seite musste das Bibelcollege seine Räumlichkeiten – Unterrichtsräume, Mensa und Schlafräume – nach der Corona-bedingten Schließung so umgestalten, dass der Lehrbetrieb unter Wahrung der sozialen Distanz zwischen den Studierenden möglich ist. Auf der anderen Seite ist die finanzielle Lage für viele Studierende desaströs, da aufgrund der fehlenden Kollekten die Kirchengemeinden ihre finanzielle Unterstützung für Theologiestudierende einstellen müssen. Das hat zur Folge, dass mehr als die Hälfte der Studierenden ihre Studiengebühren am Mwika Bibelcollege nicht oder nicht vollständig bezahlen können.“

 

Neben der Corona-Krise leidet Ostafrika außerdem unter den Folgen der starken Überschwemmungen im Frühjahr; auch haben Heuschrecken erhebliche Ernteschäden verursacht. Tausende von Menschen haben mit ihren Häusern und Feldern ihr Einkommen und ihre Lebensgrundlage verloren. Katharina Davis: „Das Zusammentreffen mehrerer Krisen stellt den Betrieb am Bibelcollege Mwika ganz grundsätzlich in Frage.“

Reverend Obed Mathias Akyoo, Principal des Mwika Lutheran Bible and Theological College, befürchtet, dass Studierende aufgrund persönlicher Existenznöte zum Abbruch des Studiums gezwungen sein könnten. Eine Folge wäre, dass  der Kirche in Tansania wichtige Zukunftsperspektiven verloren gehen würden.

 

 

Weitere Spenden werden dringend erbeten:

 

Spendenkonto des Zentrums für Mission und Ökumene
IBAN:  DE77 520 604 100 000 111 333   bei der  Evangelischen Bank
Projekt 2100 Theologische Ausbildung Tansania/Mwika

 

Hintergrund:

 

Die Bibelschule liegt in Mwika, etwa 50 Kilometer von der tansanischen Stadt Moshi entfernt, am Fuß des Kilimanjaro. An der Bibelschule werden jährlich rund 350 kirchliche Mitarbeitende für den Dienst in den wachsenden Gemeinden der ELCT ausgebildet.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.nordkirche-weltweit.de

 


Katholische Familienbildungsstätte in Koblenz trotzt Corona

In Kontakt bleiben

Inhalt einer "Senioren-Tüte" . Foto: bt
Inhalt einer "Senioren-Tüte" . Foto: bt

 

(Koblenz/bt) – „Es tut so gut, in diesen schwierigen Zeiten solche ‚Lichtblicke‘ zu erhalten“, „Alles ist so mit Herz bedacht“ oder „Ich gratuliere zu den originellen Ideen wie Marillenknödel mit dem Weihbischof, die etwas Abwechslung in langweilige Zeiten bringen“. So lauten einige Rückmeldungen, die Felicitas Flöthner und ihr Team der katholischen Familienbildungsstätte (FBS) in Koblenz in den vergangenen Tagen erhalten haben.

 

Die Corona-Beschränkungen brachten auch das Programm der 15 Familienbildungsstätten im Bistum Trier gehörig durcheinander, denn sie leben vom direkten Austausch und Miteinander. In Koblenz stellten sich die Angestellten rund um die Leiterin Felicitas Flöthner sowie zahlreiche freiwillig Engagierte vom ersten Tag an auf die neue Situation ein. „Wir haben eine unbürokratische Hilfe in kurzer Zeit auf die Beine gestellt“, blickt sie durchaus zufrieden auf die vergangenen Wochen.

 

Einige Angebote wie Eltern-Kind-Kurse oder Koch-Events wurden kurzerhand ins Digitale übertragen. Das Equipment und das Know-How bei den Angestellten waren bereits vorhanden. Beim „Musikgarten“ singen Eltern mit ihren Kindern vor dem Laptop und die Kursleiterin ist über eine Kamera mit ihnen verbunden. Bei „Mein Leibgericht“ kochen Persönlichkeiten aus der Politik und der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters gemeinsam mit anderen, aber eben als Webinar. „Es ist anders, aber für alle gewinnbringend“, lautet das Urteil der Leiterin. Die Resonanz für die kostenfreien Online-Angebote war hoch und es konnten sogar neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewonnen werden.

 

Daneben gab es auch analoge Angebote. So packte die FBS gemeinsam mit Ehrenamtlichen Senioren- und Familien-Tüten mit aufmunternden Geschichten bzw. Spielideen. „Dafür wurden 250 Steine individuell bemalt“, betont Flöthner, „und zwar von freiwillig Engagierten, die sich eigentlich für Einkaufsdienste bei der Stadt gemeldet hatten“. Die Helfer-Datei, die die Stadt Koblenz aufgebaut hat, erfasst knapp 500 Personen. Auch eine Ehrenamtliche äußerte sich positiv: „Das Steine-Bemalen vor ein paar Wochen war richtig schön und ich hoffe, dass die beschenkten Menschen sich daran erfreuen konnten“.

 

In den ersten Familien-Tüten ging es in erster Linie um Aktivitäten, die im Haus durchgeführt werden können. Rezepte und Bastelideen sorgten für Beschäftigung und Freude daheim. Das Material zum Basteln wurde überwiegend von ortsansässigen Firmen gespendet. „In der zweiten Tüten-Runde sind eher motivierende Sachen, um wieder rauszugehen und zu experimentieren“, erzählt die Leiterin. Insgesamt wurden in Koblenz auf diese Weise 120, und in der Außenstelle der FBS in Bendorf nochmals 100 Familien-Tüten verteilt.

 

Analog waren auch die Verwaltungsangestellten unterwegs, als sie alle über-65-Jährigen aus der hauseigenen Kartei anriefen. „Es ging uns darum, in Kontakt zu bleiben. Das habe viel Zeit in Anspruch genommen, „aber es war eine wichtige und wertvolle Zeit“.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten viel Lob dafür, dass sich die kirchliche Einrichtung um die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort kümmert. Der ein oder andere bedauerte jedoch, von seiner Heimatpfarrei kaum etwas in dieser Art oder Weise gehört zu haben.

 

Im Hinblick auf die weiteren Angebote und Kurse sowie auf ein mögliches Ferienprogramm, das auch von Kooperationspartnern wie Bund und Land unterstützt wird, sagt Felicitas Flöthner:  „Wir starten wieder nach und nach. Wir schauen, was wieder anlaufen kann unter den derzeitigen Bestimmungen“.

 

Die Familienbildungsstätten im Bistum Trier sind für die Menschen vor Ort da. „Trotz der Schließung war man nicht untätig. Sie zeigen Solidarität und leben aktiv diakonische Kirche. Für Familien da sein, sich ihnen verpflichtet wissen, ist eine ureigene christliche Aufgabe, die die Mitarbeitenden gerne erfüllen“, schildert die Referentin für Familienbildung im Bistum, Anke Jakobs-Rohles, die Situation. „Dennoch – die aktuelle Situation betrifft auch die wirtschaftliche Existenz der Einrichtungen“.

 

Weitere Informationen zum Angebot der FBS in Koblenz gibt es auf www.fbs-koblenz.de

 


WEISSER RING braucht Unterstützung: Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Opfer-Telefon und Onlineberatung gesucht

Wer möchte Opfern von Straftaten helfen?

Opfer-Telefon-Beraterin im Einsatz Foto: WEISSER RING
Opfer-Telefon-Beraterin im Einsatz Foto: WEISSER RING

 

(Mainz/wr) - Häusliche Gewalt. Sexueller Missbrauch. Vergewaltigung. Einbruch. Stalking. Wer nach einer Straftat Hilfe sucht, wendet sich häufig an den WEISSEN RING, Deutschlands größte Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer – und immer öfter sind das bundesweite Opfer-Telefon 116 006 oder die Onlineberatung die Anlaufstelle für den ersten Kontakt. In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Anrufe und Anfragen noch einmal deutlich gestiegen, die Onlineberatung meldete für den Monat Mai 2020 sogar den bisherigen Rekordwert.

 

Deshalb brauchen die Helfer jetzt selbst Unterstützung: Der WEISSE RING sucht ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sein Opfer-Telefon und die Onlineberatung. Wer im Rhein-Main- oder Rhein-Ruhr-Gebiet wohnt und drei Stunden in der Woche Menschen helfen möchte, die Opfer einer Straftat geworden sind, kann sich ab sofort auf www.weisser-ring.de bewerben.

 

„Manche Menschen, die uns schreiben, fragen, ob sie an der richtigen Stelle sind. Weil sie glauben, dass das, was sie erlebt haben, keiner hören möchte oder uns vielleicht auch nicht interessiert. Wir sind jedoch für jeden da, der Opfer einer Straftat geworden ist, und hören auch jedem zu. Es gibt keine Straftaten, die weniger schlimm sind als andere.“
Michelle, ehrenamtliche Mitarbeiterin bei der Onlineberatung des WEISSEN RINGS

 

„Nach dem Schrecken einer Straftat kann und will nicht jeder sofort offen und persönlich mit anderen Menschen darüber sprechen“, sagt Bianca Biwer, Bundesgeschäftsführerin des WEISSEN RINGS. „Manchen Betroffenen fällt es leichter, am Telefon oder per Nachricht über das Erlebte zu reden, vielleicht auch anonym. Wir erreichen auf diesem Weg Menschen in Not, die sich sonst nie bei uns gemeldet hätten.“ Die Beraterinnen und Berater am Opfer-Telefon haben seit der Einrichtung 2009 knapp 170.000 Gespräche geführt. Die Onlineberatung gibt es seit Sommer 2016, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworteten seither mehr als 12.000 Anfragen.

 

„Die Leute, die uns schreiben, die können erwarten, dass sie anonym bleiben, wenn sie das möchten. Die können natürlich auch gern ihren Vornamen nennen und all das, was sie nennen möchten. Es geht gar nicht darum, wie viel sie sagen. Für mich ist wichtig, dass sie sich melden und dass sie es einfach loswerden können.“
Patrick, ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Onlineberatung des WEISSEN RINGS

 

„Besonders an der Arbeit am Telefon ist: Man weiß nie, mit wem man es zu tun hat, und man weiß nie, mit was für einem Fall man es zu tun hat. Ob es jetzt ein Anruf sein wird, wo es der Person unheimlich schlecht ist und sie den Tränen nah ist, oder ob es eine einfache Sachfrage ist.“
Alexander, ehrenamtlicher Mitarbeiter am Opfer-Telefon des WEISSEN RINGS

 

Welche Voraussetzungen sollte jemand mitbringen, der als Opfer-Beraterin oder -Berater arbeiten möchte? Einen bestimmten Beruf oder eine bestimmte Ausbildung müssen Bewerber um ein Ehrenamt beim WEISSEN RING nicht vorweisen. Wichtige Eigenschaften für die Aufgaben am Opfer-Telefon oder in der Onlineberatung sind psychische Stabilität und Entscheidungsfreude, Einfühlsamkeit sowie die Fähigkeit, gut zuzuhören und sich verständlich auszudrücken. Gearbeitet wird von zu Hause aus; ein eigener Computer mit Internetanschluss sowie IT-Grundkenntnisse sollte vorhanden sein. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in einer Schulung professionell ausgebildet und auf ihre Aufgabe vorbereitet, im Anschluss finden regelmäßige Teamtreffen und Superversionen statt.

 

„Mich begeistert an der Arbeit am meisten, dass ich Menschen helfen kann, die die Hilfe benötigen. Die nicht wissen, wie sie weitermachen sollen nach einer Straftat. Ich habe ein gutes Gefühl dabei, wenn ich weiß, dass ich jemandem hoffentlich helfen konnte.“
Michelle, ehrenamtliche Mitarbeiterin bei der Onlineberatung des WEISSEN RINGS

 

„Ich nehme da auch persönlich was mit. Ich bin der Meinung, dass ich daran auch wachse, dass die Persönlichkeit sich mitentwickelt, dass mich das ein Stück weit auch erdet. Und gehe da immer mit einem guten Gefühl raus.“ 
Julia, ehrenamtliche Mitarbeiterin am Opfer-Telefon des WEISSEN RINGS

 

Opfer-Telefon und Onlineberatung können bundesweit und kostenlos in Anspruch genommen werden. Die aktuell knapp 70 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Opfer-Telefons sind unter der Rufnummer 116 006 täglich von 7 bis 22 Uhr erreichbar. Bei der Onlineberatung unterstützen aktuell 35 Ehrenamtliche die Hilfesuchenden schriftlich. Die Beraterinnen und Berater verstehen sich als Lotsen, die jedem Ratsuchenden die bestmögliche Hilfe für seine jeweilige Situation aufzeigen.

 

Bewerbungen für beide Teams sind ab sofort bis zum 14. August 2020 über die jeweiligen Formulare auf der Homepage des WEISSEN RINGS möglich: www.weisser-ring.de. Dort finden sich auch weitere Informationen. Rückfragen können schriftlich an die E-Mail-Adressen onlineberatung@weisser-ring.de und opfertelefon@weisser-ring.de geschickt werden.

 

 

 

Der WEISSE RING wurde 1976 in Mainz gegründet als „Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e. V.“. Er ist Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität. Der Verein unterhält ein Netz von rund 2.900 ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Opferhelferinnen und ‑helfern in bundesweit rund 400 Außenstellen, beim Opfer-Telefon und in der Onlineberatung. Der WEISSE RING hat mehr als 100.000 Förderer und ist in 18 Landesverbände gegliedert. Er ist ein sachkundiger und anerkannter Ansprechpartner für Politik, Justiz, Verwaltung, Wissenschaft und Medien in allen Fragen der Opferhilfe. Der Verein finanziert seine Tätigkeit ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und testamentarischen Zuwendungen sowie von Gerichten und Staatsanwaltschaften verhängten Geldbußen. Der WEISSE RING erhält keinerlei staatliche Mittel.

WEISSER RING e. V.
Bundesgeschäftsstelle
Weberstraße 16
55130 Mainz
www.weisser-ring.de


Corona: Seelsorge-Hotline der Nordkirche auch in den Sommerferien aktiv

Bilanz nach drei Monaten: Seelischer Beistand für über 1500 Anrufende

 

(Hamburg/Schwerin/kai/cs) - Nach rund drei Monaten ziehen die Verantwortlichen für die Corona-Seelsorge-Hotline der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) eine positive Bilanz. Bisher konnten rund 1500 Anrufe angenommen werden. „Wir sind sehr froh, dass wir diesen Menschen während dieser Phase der Pandemie schnell zur Seite stehen und damit auch bereits bestehende Angebote wie die Telefonseelsorge unterstützen konnten“, sagt Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt.

 

 

 

„Besonders für Alleinlebende, Familien mit Kindern und ältere Menschen war die mit existenziellen Sorgen verbundene Situation durch die notwendigen Kontakteinschränkungen nicht leicht zu ertragen“, so die Landesbischöfin weiter. „Ich danke allen haupt- und ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus der gesamten Nordkirche, die sehr schnell reagiert und Telefondienst geleistet haben. Ebenso danke ich dem Hauptbereich Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog der Nordkirche und dem Beratungs- und Seelsorgezentrum der Hauptkirche St. Petri in Hamburg für die schnelle Einrichtung der Seelsorge-Hotline – eine organisatorische und zugleich technische Herausforderung. Das alles wurde sehr gut bewältigt, und wir konnten und können weiterhin für sehr viele in Not geratene Menschen da sein“, so die Landesbischöfin.

 

 

 

Seitdem die Einschränkungen der sozialen Kontakte gelockert werden, geht die Zahl der Anrufenden zurück. Dennoch hat die Nordkirche entschieden, ihr Angebot bis Ende September aufrechtzuerhalten, so Pastorin Prof. Dr. Kerstin Lammer, Leiterin des Hauptbereichs Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog: „Wir hören schon jetzt, dass Anrufenden die bevorstehende Ferienzeit Sorgen bereitet. In diesem Sommer fällt für viele die Urlaubsreise aus, sie sind auf sich selbst zurückgeworfen. Für Familien kann es in den Schulferien in ihren Wohnungen eng werden; das Geld ist auch oft knapp. Und vor den Risiken danach, wenn Kinder und Jugendliche wieder regelmäßig zur Schule gehen werden, fürchten sich Anrufende auch. Deshalb wollen wir in diesen neuen Phasen noch erreichbar bleiben.“ Bis sich die Menschen nach den Ferien wieder in ihren Alltag unter den dann geltenden Infektionsschutzbedingungen hineingefunden haben, bleibe die Hotline besetzt, fügt Lammer hinzu.

 

 

 

Parallel zur Seelsorge-Hotline der Nordkirche nimmt das Beratungs- und Seelsorgezentrum der Hauptkirche St. Petri im Juni seine Face-to-Face-Beratung in der Hamburger Innenstadt wieder auf. „Schön, dass die Menschen nun auch wieder zu uns ins Haus kommen dürfen. Unsere Beraterinnen und Berater freuen sich auf sie“, so Pastor Krischan Heinemann und Psychologe Matthias Schmidt vom Beratungs- und Seelsorgezentrum.

 

 

 

Hintergrund

 

Seit dem 24. März bietet die Nordkirche unter der kostenlosen Rufnummer 0800 4540106 eine Corona-Seelsorge-Hotline an. Ausgebildete Seelsorgerinnen und Seelsorger sind dort noch bis zum 30. September täglich von 14 bis 18 Uhr erreichbar. Die Hotline wurde vom Hauptbereich Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog der Nordkirche und dem Beratungs- und Seelsorgezentrum der Hauptkirche St. Petri in Hamburg (BSZ) eingerichtet. Die Initiative dazu ging von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt aus. Bei der Hotline finden alle Anrufenden Beistand, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Glauben oder ihrer Religionszugehörigkeit.

 


Katholische Frauengemeinschaft spendet über 6000 Euro

Corona-Soforthilfe für Textilarbeiterinnen in Bangladesch

Textilarbeiterinnen und -arbeiter in Dhaka erhalten Lebensmittelpakete von FEMNET (Bild: NGWF).
Textilarbeiterinnen und -arbeiter in Dhaka erhalten Lebensmittelpakete von FEMNET (Bild: NGWF).

 

(Dhaka/Trier/Koblenz/Saarbrücken/bt) – In Bangladesch führen aktuell Produktionseinbrüche und Massenentlassungen in der Bekleidungsindustrie dazu, dass Textilarbeiterinnen und -arbeiter ihr Einkommen verlieren. Betroffen von den Auswirkungen der Corona-Krise sind vor allem Frauen. Ihnen drohen Hunger, Armut und der Verlust ihrer Unterkunft. Um schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten, hat der Verein FEMNET mit Sitz in Bonn einen Corona-Nothilfefonds eingerichtet. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Bistum Trier beteiligte sich jüngst mit einer ersten Spende in Höhe von 6.150 Euro.

 

Die Soforthilfe kommt Frauen wie der 18-jährigen Shefali zugute, die in einer Textilfabrik in der Hauptstadt Dhaka arbeitet und als Alleinverdienerin ihre gesamte Familie ernährt. Im März erhielt sie noch 60 Prozent ihres Gehaltes. Im April wurde die Fabrik, in der sie arbeitet, geschlossen. Seitdem erhält sie weder Lohnfortzahlungen, noch hat sie die Möglichkeit, eine andere Arbeitsstelle anzutreten. Dank der Spenden hat sie nun Nahrungsmittel erhalten – ein Tropfen auf den heißen Stein. Shefali ist dennoch zuversichtlich: „Ein paar Tage lang wird uns das weiterhelfen“.

 

Wie Shefali ergeht es zurzeit rund 1 Million Arbeiterinnen und Arbeiter in der Textilbranche. Laut FEMNET haben nur knapp die Hälfte von rund 4.000 Textilfabriken in Bangladesch ihre Arbeit wieder aufgenommen – dies allerdings unter teils unzureichenden Gesundheitsschutzmaßnahmen: Sicherheitsabstände werden oft nicht eingehalten, fließendes Wasser und Seife fehlen allerorten.

 

Das diözesane kfd-Spendenprojekt „Starke Frauen. Faire Arbeit in Bangladesch. kfd für Menschenrechte in der Modeindustrie“ ist auf die kommenden drei Jahre angelegt und setzt auf Hilfe zur Selbsthilfe, indem es Frauen in Bangladesch über ihre Rechte aufklärt, juristischen Beistand bereitstellt und den Arbeiterinnen dabei hilft, sich organisiert gegen menschenunwürdige Produktionsbedingungen zur Wehr zu setzen.

 

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ist mit rund 25.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation im Bistum Trier. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein. Weitere Informationen gibt es hier: www.kfd-trier.de/projekte/bangladesch/ und hier: https://femnet.de/.  

 

 

 


Bischof berät mit Gremien und Gruppen über die weitere Synodenumsetzung

Weitergehen im Sinne der Einheit im Bistum