Nachrichten / Glaube, Liebe, Hoffnung

23.02.2017


Bischof lädt am Aschermittwoch Künstler ein - Jürgen Walter spricht

Asche aufs Haupt und kulturelle Flüchtlingsintegration

 

(Rottenburg/Stuttgart/drs) - Zum traditionellen Aschermittwoch der Künstler lädt Bischof Gebhard Fürst nach Stuttgart-Hohenheim ein. Um 15 Uhr feiert er in der Antoniuskirche mit Kunstschaffenden eine heilige Messe. In der Feier wird Bischof Fürst den Teilnehmern Asche aufs Haupt streuen zum Zeichen der Buße und Umkehr. Mit diesem Ritus eröffnet die katholische Kirche die 40-tägige österliche Bußzeit, die Fastenzeit.

Gegen 17 Uhr hält Staatssekretär a.D., Jürgen Walter, einen Vortrag im benachbarten Tagungsgebäude der Akademie der Diözese. Er beleuchtet das Thema der kulturellen Integration von Flüchtlingen.

Seit dem Jahr 1987 kommen jährlich Künstlerinnen und Künstler aus dem ganzen Land am Aschermittwoch in der Hohenheimer Akademie zusammen. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst stehen jeweils kulturrelevante Fragestellungen im Mittelpunkt des Treffens.

 


Vertreter der katholischen Jugendarbeit tagen über Sprache und Sprachformen

Authentisch und erkennbar sein

Erik Flügge sprach über Kommunikation bei der Jugendarbeit und bot einen Workshop zum Thema Storytelling an. Foto: bt
Erik Flügge sprach über Kommunikation bei der Jugendarbeit und bot einen Workshop zum Thema Storytelling an. Foto: bt

(Trier/bt)    „Die Jugend von heute“ steht auf einem Plakat zum Vervollständigen des Satzes: „Diese Floskel kann ich nicht mehr hören...“ Oder: „Die kommen ja nicht mehr in den Gottesdienst.“ Dass die pastorale Arbeit mit jungen Leuten auch etwas mit Sprache zu tun hat, darüber haben 110 Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Jugendarbeit im Bistum Trier getagt. Am 20. und 21. Februar sind sie im Trierer Robert Schuman Haus zu den „Jugendpastoralen Studientagen“ zusammengekommen. Hauptreferent war Erik Flügge, der Autor des Buches: „Der Jargon der Betroffenheit. Wie Kirche an ihrer Sprache verreckt.“

 

„Es gibt viele erfolgreiche Dinge in der katholischen Jugendarbeit“, sagt der Politikberater und Kommunikationsexperte. Doch viele junge Leute würden sich lieber an ein Zeltlager erinnern als an den Gottesdienst. Dies läge auch an der Kommunikation. Im Gottesdienst und beim Gespräch über den Glauben verwende man oft Wörter und Satzbau, die man in der normalen „Alltagssprache“ nicht nutzen würde. Das bedeute aber nicht, dass man im Gespräch mit jungen Leuten „Jugendsprache nachäffen“ sollte, sagt Flügge. Man müsse natürlich sein – und auch „selbstverständlich“ über den Glauben reden. Dabei solle man „als Mensch erkennbar sein.“

 

„Sprache ist im Kirchenraum wichtig“, sagt Pia Groh, Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft Salmtal. Dort ist sie vor allem in der Messdienerarbeit tätig. „Und ich merke bei meiner Arbeit, dass es gut ist, die traditionelle Sprache in die Alltagssprache zu übersetzen.“ Bibeltexte könnten für die jungen Leute erzählerisch aufbereitet werden. Sprachfähigkeit in der Jugendarbeit liege aber nicht immer „in Worten“, sondern auch in der Haltung, wie der Glaube vorgelebt werde. „Da muss man authentisch sein.“

 

Auch für Tobias Theobald, Pastoralreferent im Dekanat Ahr-Eifel stellt sich die Frage, wie es gelingt, mit Jugendlichen über Glaubensthemen ins Gespräch zu kommen. Denn einerseits würden die Worte über den Glauben oft nicht in den Sprachgebrauch der Jugendlichen passen, anderseits könnten Jugendliche ihre Glaubensfragen auch nicht in Worte bringen. „Es gehört bei ihnen heute oft nicht dazu, über den Glauben zu reden.“ Daher werde häufig „aneinander vorbei“ geredet. Es gelte, „sich verstehen zu lernen“.

 

„Da, wo gute Kommunikation gelingt, kann viel Neues entstehen“, sagt Sebastian Leinenbach von der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral Dillingen. „Dort entstehen Brücken und Beziehungen.“ Denn nur, wenn man eine Beziehung habe, dann könne man auch über „das Wesentliche“ sprechen.

 

Mit der Jugendarbeit „am Puls der Zeit“ sein. Das will die Abteilung Jugend im Bistum Trier mit ihren Jugendpastoralen Studientagen. Und mit einer guten Kommunikation käme man „näher an die Lebenswelt der Jugendlichen“, sagt Frank Kettern vom Bistum Trier. Sprache sei ein wichtiges Element, um Antworten zu finden – auch bei der Umsetzung der der Trierer Bistumssynode. Welche neuen Formen der Ansprache braucht es – etwa über die sozialen Medien? Welche neuen Formen von Gottesdienst können für junge Leute entstehen? Mit vielen Workshops von „Digitale Games in der Jugendarbeit“ bis „Storytelling“ sollen die Studientage den Weg in die Zukunft der Jugendarbeit begleiten.

 


Tagung vom 2. bis 4. März in Lübeck-Travemünde

Landessynode verleiht erstmals „Nordstern“ für Flüchtlingsprojekte

 

(Lübeck-Travemünde/fz) - Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) tagt vom 2. bis zum 4. März in Lübeck-Travemünde. Im Mittelpunkt stehen neben mehreren Kirchengesetzen ein Positionspapier zum Thema „Gerechter Frieden“, eine Erklärung zum G-20-Gipfel sowie erstmals die Verleihung des Initiativpreises der Landessynode „Der Nordstern“ für besonderes Engagement in Flüchtlings- und Integrationsprojekten. Dabei geht es den Initiatoren insbesondere um ein gutes Zusammenwirken von ehren- und hauptamtlichem sowie zivilgesellschaftlichem Engagement. „Es sind etwa 40, jedes in seiner Art, vorbildliche Projekte aus der gesamten Nordkirche vorgeschlagen worden“, so der Präses der Landessynode, Dr. Andreas Tietze. „Die Auswahl fiel der Jury entsprechend schwer.“ Drei besonders profilierte Projekte erhalten die Skulptur „Der Nordstern“ und jeweils 1000 Euro als Preisgeld zuerkannt. „Die Landessynode möchte damit in Zeiten zunehmender Abschottungspolitik ein Zeichen setzen: Unsere Solidarität gilt den Menschen, die in unserem Land Zuflucht und Heimat suchen und jenen, die sie dabei tatkräftig unterstützen“, so Tietze. 

 

Am Donnerstag, 2. März (Beginn 14 Uhr), werden die 156 Synodalen aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg zunächst einen Gottesdienst in der Versöhnungskirche (Pommernzentrum Travemünde) feiern. Er ist – einen Tag vor dem Weltgebetstag – dessen diesjährigem Thema „Was ist denn fair?“ gewidmet. Unter diesem Motto haben in diesem Jahr Frauen aus den Philippinen die Weltgebetstagsliturgie vorbereitet. Am Nachmittag stehen zwei Kirchengesetze auf der Tagesordnung. Am Abend (20 Uhr) befasst sich die Landessynode mit einem Positionspapier zum Thema „Gerechter Frieden“.

 

Am Freitag, 3. März, geht es nach einer Bibelarbeit weiter mit dem Bericht aus dem Sprengel Hamburg und Lübeck (Bischöfin Kirsten Fehrs, 10 Uhr) sowie einer Erklärung zum bevorstehenden G-20-Gipfel. Nach der Beratung mehrerer Kirchengesetze beginnt um 19.30 Uhr die Verleihung des Initiativpreises „Der Nordstern“ und des Fundraisingpreises der Nordkirche. Am Sonnabend (4. März) werden sich die Synodalen mit Anträgen und Berichten befassen – gegen 15 Uhr soll die Tagung enden.

  

Auf www.nordkirche.de werden Teile der Synodentagung im Livestream übertragen: Vorgesehen sind die Diskussion über ein Positionspapier „Gerechter Frieden“ (Do., 20 Uhr), der Bericht aus dem Sprengel Hamburg und Lübeck / Erklärung zum G-20-Gipfel (Fr., ab 10 Uhr) und die Verleihung des „Nordsterns“ (Fr., 19.30 Uhr).

 

 

 


ERF Medien geht mit Livesendungen auf Facebook

Menschen dort erreichen wo sie sind

 

(Wetzlar/ERF) - ERF Medien (Wetzlar) will seit 1959 die Menschen dort erreichen, wo sie sind. Deshalb geht das christliche Medienunternehmen nun mit Livesendungen auf Facebook. „Neu ist, dass wir diese Zusatzformate ausschließlich über die sozialen Medien verbreiten“, so Pressesprecher Markus Müller. Erste Aktionen des Formats „Mensch, Gott!“ hatten positive Reaktionen bei den Usern ausgelöst. Der ERF nutzt Facebook außerdem um Backstage-Einblicke zu geben und um den Nutzern direkt den Kontakt mit den Moderatoren zu ermöglichen. Moderatoren der TV-Sendereihe „Mensch, Gott!“ sind mit „Live Beten“ auf Facebook. Nutzer können Anliegen per Kommentar oder Nachricht schicken und Moderatoren beten für diese Anliegen.
Die monatliche Radiosendereihe „Chefsache“ auf ERF Plus mit dem ERF Vorstandsvorsitzenden Dr. Jörg Dechert wird zusätzlich ab April live auf der Facebookseite von ERF Plus zu sehen sein. Ebenfalls im April gibt es die „Nacht des Glaubens“ vom Radiosender ERF Pop mit Pastor Tobias Teichen von der Gemeinde ICF München und weiteren Talkgästen. Auf der Facebookseite von ERF Pop können Nutzer ihre Fragen zum Glauben stellen, die von den Gästen live beantwortet werden. Im Juni ist eine „Mensch, Gott!“-Community-Party geplant und im Oktober ein „Gott sei Dank“-Poetry-Slam.
„Die Livesendungen auf Facebook sind eine gute Gelegenheit, um mit Nutzern direkter und unmittelbarer in Kontakt zu treten. Somit erreichen wir als ERF Medien Menschen dort wo sie sich im Netz aufhalten.“, so Müller.

 

 


Tagung zu „Erbe und Auftrag“ des streitbaren Theologen am 6. März (Anmeldung bis 1. März)

Martin Niemöllers vielen Facetten auf der Spur

 

(Darmstadt/ekhn) - Bis heute gilt die Frage „Was würde Jesus dazu sagen?“ manchen in der Kirche als Leitsatz. Sie stammt von Pfarrer Martin Niemöller, dem streitbaren protestantischen Theologen, der von 1947 bis 1964 auch der erste Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) war. Anlässlich seines 125. Geburtstages lädt die evangelische Kirche für Montag, 6. März, zur Tagung „Martin Niemöller – Erbe und Auftrag“ nach Darmstadt in die Diakoniekirche (Erbacher Straße 25) ein. Der Tag beginnt mit einem offenen wissenschaftlichen Workshop (9.30 bis 17.15 Uhr) unter anderem mit Studierenden und endet mit einer Podiumsdiskussion (18 Uhr), an der auch der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung teilnimmt. Anmeldungen sind noch bis 1. März möglich.

 

 

 

Dialog zwischen Studierenden und Kennern

 

Bei der Tagung treffen junge Menschen, Studierende der evangelischen Theologie an der Frankfurter Goethe-Universität, auf ältere, die als Wissenschaftler und Autoren als Kenner von Martin Niemöller und seiner Zeit ausgewiesen sind. Die Studierenden haben sich in den vergangenen beiden Semestern intensiv mit der Person Martin Niemöller beschäftigt. Vor allem im Zentralarchiv der EKHN analysierten sie Quellen, um den vielen Facetten des Theologen auf die Spur zu kommen. Sie fragen im Workshop nach den internationalen, zeitgenössischen und politischen Wechselwirkungen, die sich ausgehend von der theologischen Positionierung Martin Niemöllers entwickelten. Sie treten zugleich in den Dialog mit Experten, die gemeinsam versuchen, die aktuelle Relevanz des Denkens von Niemöller herauszuarbeiten.

 

 

 

Podiumsdiskussion mit Theologen und Zeitzeugen

 

Die abendliche Podiumsdiskussion, zu der auch Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung, der deutsche Militärbischof Sigurd Rink und Prof. Christian Niemöller, ein Enkel des streitbaren Theologen, kommen werden, wird von der Rundfunkjournalistin Ulrike Holler moderiert. Die Runde beschäftigt sich mit der Frage, welche Chancen zur Orientierung das Denken und die Glaubenspraxis Martin Niemöllers heute bieten.

 

 

 

Hintergrund Martin Niemöller (1892-1984)

 

Martin Niemöller war von 1947 bis 1964 der erste Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und prägte sie mit seiner Persönlichkeit maßgeblich. Er gilt zudem als einer der profiliertesten kirchlichen Gegner der Naziherrschaft in Deutschland und überlebte einen achtjährigen Aufenthalt im Konzentrationslager. Nach der Gründung der Bundesrepublik protestierte der frühere U-Boot-Kommandant vehement gegen die Wiederbewaffnung des Landes und begleitete die politische Entwicklung Deutschlands bis zu seinem Tod 1984 immer wieder kritisch. Martin Niemöller stellte sein Handeln dabei stets unter die vielfach bekannt gewordene Leitfrage „Was würde Jesus dazu sagen?“.

 

 

 

Veranstaltende

 

Prof. Dr. Friedrich Battenberg, Hessische Kirchengeschichtliche Vereinigung

 

Kirchenarchivdirektor Holger Bogs, Zentralarchiv und –bibliothek der EKHN

 

Oberkirchenrat Dr. Franz Grubauer, Evangelische Stadtakademie Darmstadt

 

Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse, Evangelisches Dekanat Darmstadt-Stadt

 

Prof. Dr. Markus Wriedt, Professor für Kirchengeschichte am Fachbereich Ev. Theologie, Goethe-Universität Frankfurt

 

 

 

Anmeldung und Information

 

 

 

Anmeldungen sind noch bis 1. März möglich.

 

 

 

Zentralarchiv der EKHN

 

Tagungssekretariat

 

Tel: 06151/405-676

 

Mail: zentralarchiv@ekhn-kv.de

 


Jugendarbeit zwischen Diakonie und Mission

Foto: Herder
Foto: Herder

 


PTH-Professor Patrik Höring gibt Sammelband heraus

Was soll kirchliche Jugendarbeit leisten? Dieser Frage ging ein Studientag an der Philosophisch-Theologischen Hochschule SVD St. Augustin (PTH) im Oktober 2015 nach. Die auf Basis der Diskussionen ausgearbeiteten Vorträge der Referenten hat Professor Dr. Patrik Höring, Lehrstuhlinhaber für Katechetik und Didaktik des Religionsunterrichtes an der PTH, jetzt als Sammelband mit dem Titel „Jugendarbeit zwischen Diakonie und Mission“ im Herder-Verlag veröffentlicht. Das Buch enthält Lösungsansätze zur Jugendpastoral in beiden großen Konfessionen.

„Es ist an der Zeit darüber nachzudenken, welche Rolle ein zeitgemäßes Missionsverständnis in der kirchlichen Jugendarbeit spielen könnte“, sagt Höring, der auch im Institut für Kinder- und Jugendpastoral des Erzbistums Köln „Religio Altenberg“ tätig ist. Mission ist längst nicht mehr der plumpe Versuch, Jugendliche für die Kirche zu rekrutieren, betont der Experte. „In einer multireligiösen und säkularen Gesellschaft ist die Kirche herausgefordert, sich ihrer eigenen Sendung neu zu vergewissern“, so Höring: „Die missionarische Orientierung der Jugendpastoral ergänzt daher die nach wie vor gültige diakonische Grundorientierung der Arbeit mit jungen Menschen.“

Das gilt nicht nur für die Katholische Kirche, sondern auch für die anderen christlichen Konfessionen. Deswegen war sowohl die Tagung an der PTH im Herbst 2015 als auch der jetzt erschienene Sammelband von vornherein interkonfessionell angelegt. „Die evangelische Kirche steht ja in der Jugendarbeit vor ganz ähnlichen Herausforderungen wie die katholische, befasst sich aber schon länger mit Aspekten einer missionarischen Jugendarbeit“, hat Höring beobachtet. Im Buch zeigen Beispiele aus beiden christlichen Konfessionen, wie die Auseinandersetzung mit der eigenen Sendung als Kirche neue Praxismodelle hervorbringt und bestehende Formen neu beleben kann. Das Buch richtet sich an Praktiker aus der kirchlichen Jugendarbeit und Jugendpastoral sowie auch an die interessierte Fachöffentlichkeit insgesamt.

Patrik C. Höring (Hrsg.): Jugendarbeit zwischen Diakonie und Mission, Freiburg i. Breisgau (Herder) 2017. Mit Beiträgen von Ulrich Schwab, Tobias Kläden, Holger Adler SJ, Martin Scott und Sebastian Baer-Henney. Gebunden, 192 Seiten. ISBN: 978-3-451-37656-6, 15,00 Euro.

 



Bischöfe Ipgrave und v. Maltzahn informieren sich über Hilfen für Geflüchtete

Partnerschaftsbesuch der Kirche von England in Doberan und Rostock

Im Münster: Bischof Ipgrave (Mitte) zeigte sich beeindruckt vom Doberaner Münster. Foto: Nordkirche/C. Meyer
Im Münster: Bischof Ipgrave (Mitte) zeigte sich beeindruckt vom Doberaner Münster. Foto: Nordkirche/C. Meyer

 

(Bad Doberan/Rostock/cme) - Britischer Bischof zur Visite im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg: Dr. Michael Ipgrave und seine Frau Dr. Julia Ipgrave besuchten gestern (20. Februar) Bad Doberan und die Hansestadt Rostock. Im Doberaner Münster begrüßte der Schweriner Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn die Gäste aus der Partner-Diözese Lichfield, die zur Kirche von England gehört. Insbesondere die kirchliche Arbeit mit Geflüchteten interessierte Bischof Ipgrave bei seinem Antrittsbesuch.

 

Nach einem Rundgang mit sachkundiger Führung in englischer Sprache durch das Doberaner Münster, hießen Barbara Niehaus und das Team des Treffpunktes Suppenküche die Gäste in ihren Räumen im Gemeindezentrum willkommen. Gemeinsam mit Ibrahim Mohamed Alselo berichtete die Leiterin, dass es hier von Montag bis Freitag jeweils zwei warme Mahlzeiten gibt. „Niemand muss seine ,Bedürftigkeit‘ nachweisen“, stellte Barbara Niehaus klar. Wer hungrig sei und kein Geld habe, ist ebenso willkommen wie die, „die im Tagesablauf ein festes Ziel brauchen, für das es sich lohnt, aufzustehen und loszugehen“. Gleiches gelte für diejenigen, die ihre Einsamkeit zu Hause nicht mehr ertragen können.

 

„Gut 500 Besucher zählen wir Woche für Woche“, so die Leiterin. Angesichts des schmalen Einkaufs-Budgets von rund 250 Euro in der Woche sei dies eine große Herausforderung, aber man sei kreativ und Spenden helfen dabei, das so wichtige Angebot für die Stadt aufrecht zu erhalten. Sogar Kurse „anders Kochen“ - bei denen es nach afrikanischen oder syrischen Rezepten geht - gibt es mittlerweile.

 

Doch das Mittagessen sei nur eine Seite des Angebotes. „Im Treffpunkt können Menschen, darunter viele Geflüchtete, miteinander ins Gespräch kommen und konkrete Unterstützung erfahren“, berichtet Ibrahim Mohamed Alselo. Der junge Syrer aus Aleppo kam Ende 2015 nach Bad Doberan. „Die Notunterkunft war überfüllt und ich war froh, als ich den Kontakt zur Kirchengemeinde und zum Treffpunkt Suppenküche fand.“

 

Vor allem durch die Kooperation mit dem Netzwerk „Doberan hilft“ konnte schon zahlreichen geflüchteten Menschen aus Eritrea, Ägypten, Iran und Syrien geholfen werden. So wie Ibrahim Mohamed Alselo, der inzwischen mit seinem Bruder eine eigene Wohnung hat, Deutschkurse belegt und ab Herbst in Rostock studieren möchte. „Für mein Heimatland Syrien habe ich die Hoffnung auf Frieden. Eines Tages möchte ich auch zurück zu meinen Eltern, meinen Schwestern…“, erzählte der junge Syrer im Gespräch mit Michael und Julia Ipgrave.

Die momentane Situation in Mecklenburg-Vorpommern beschrieb Bischof v. Maltzahn den Gästen aus Lichfield. „Nur rund 2 Prozent aller aufgenommenen Flüchtlinge in Deutschland kommen zu uns nach MV.“ Der Bischof zeigte sich beeindruckt von dem großen Engagement, mit dem viele Menschen nach wie vor Geflüchteten beistehen. Zugleich unterstrich er, dass Menschen in Not beizustehen, aber auch das uns Mögliche zu tun, dass Fluchtursachen minimiert werden, „eine Probe auf unsere Menschlichkeit“ sei.

 

Englische Kirche wurde zum Hilfscamp für Geflüchtete 

Die St. Marien Kirche im Herzen der Hansestadt Rostock war am Nachmittag nächstes Ziel. Und auch hier, wie schon zuvor im Münster, zeigten sich die Gäste aus England tief beeindruckt. Genauso wie vom couragierten Einsatz für Geflüchtete in den mecklenburgischen Kirchengemeinden. Im „Marientreff“ stellten die Flüchtlingsbeauftragte im Kirchenkreis Mecklenburg, Dr. Sibylle Gundert-Hock, und Diakon Arne Bölt von der Rostocker Innenstadtgemeinde, die vielfältige bürgerschaftliche Flüchtlingshilfe und das Netzwerk „Rostock hilft“ in der Hansestadt, mit dem die Kirche eng kooperiere. Zugleich machten sie mit kirchlichen Förderprogrammen, der Möglichkeit des Kirchenasyls und aktuellen Problemen angesichts von drohenden Abschiebungen bekannt.

Bischof Ipgrave erzählte von der Situation in seinem Heimatland, wo es vor zwei Jahren auch eine herzliche Willkommenskultur gab, obgleich zahlenmäßig nur relativ wenig Geflüchtete kamen. Und er berichtete von einer engagierten Pastorin aus dem Norden seiner Diözese. „Im Ort Stoke-on-Trend ist die gesamte Kirche zu einem Hilfscamp umfunktioniert worden, mit Café, Kleiderkammer, Begegnungsräumen etc.“, so Dr. Ipgrave. Zudem habe die Pastorin privat ein gegenüber liegendes Haus gekauft und es mit Helfern umbauen lassen, so dass dort jetzt geflüchtete Familien eine Unterkunft haben, so der englische Bischof.

  

Für den mecklenburgischen Ökumene-Pastor Tilman Jeremias hat die Visite von Bischof Ipgrave sein „warmes Interesse an und die Begeisterung für Mecklenburg“ gezeigt. Und nachdem es im Vorjahr eine gemeinsame Pilgerfahrt von Christen aus Lichfield und Mecklenburg zu den Luther-Stätten gab, soll es 2018 nach Irland gehen, freut sich Pastor Jeremias  – „mit Bischof Ipgrave als theologischer Begleiter“.

 

Hintergrund:

 

Erst im September 2016 wurde Dr. Ipgrave zum 99. Bischof von Lichfield geweiht. Im November 2016 betonte der neue Bischof: „Partnerschaftliche Beziehungen, besonders mit dem europäischen Kontinent und in diesem Fall Deutschland, werden umso wichtiger, weil der Brexit keine Abstimmung für ein Verlassen Europas war; es ging speziell um die Europäische Union. Wir sind ein Teil von Europa, und dies ist ein Weg, diese Beziehungen noch stärker zu bauen und die Brücken noch fester zu machen, die uns in Freundschaft mit anderen europäischen Christinnen und Christen verbinden.“

  

Die Partnerschaft mit der Diözese Lichfield begann in den 1980er-Jahren in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Seit 1999 wurde für jeweils fünf Jahre ein „Covenant“ (Bund) geschlossen. In neuer Formulierung hat die Synode der Nordkirche diesen im September 2014 bekräftigt. „Das Engagement für Frieden und Versöhnung ist vor allem im Gedenken an die Zeit des Ersten Weltkriegs in der Partnerschaftsarbeit mit England ein Schwerpunkt“, erläutert die Europareferentin Christa Hunzinger. Zur Diözese Lichfield gehören 425 Gemeinden. Insgesamt zählen zur Kirche von England 42 Diözesen. Jede Diözese hat einen Bischof oder eine Bischöfin sowie einen oder mehrere Suffraganbischöfe. Dazu gibt es die Erzbischöfe von Canterbury und York. Die Nordkirche unterhält Beziehungen zu zwei weiteren Diözesen der Kirche von England, den Diözesen Ely und Durham.

 


Delegation der Nordkirche besuchte indische Partnerkirche in Assam

Tiefer Glaube und Einsatz für Menschenfreundlichkeit inmitten bitterer Armut

 

(Hamburg/Schwerin/maw) - Geistliche Impulse, vielfältige Eindrücke und wertvolle Informationen hat eine Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) von ihrem Besuch bei der Assam-Diözese, einer ihrer Partnerkirchen in Indien, mitgebracht. Gemeinsam mit Landesbischof Gerhard Ulrich besuchten Mitglieder der Ersten Kirchenleitung und Vertreter des Zentrums für Mission und Ökumene der Nordkirche Gemeinden und Einrichtungen der Partnerkirche, führten zahlreiche Gespräche und nahmen an den Feierlichkeiten der erst vor 30 Jahren gegründeten Assam-Diözese zum Reformationsjubiläum teil.

Nach der Rückkehr am Montag (20. Februar) zog Landesbischof Ulrich heute eine erste Bilanz des Besuchs bei der Partnerkirche: „Wir können in unserem reichen Land, in unserer reichen Kirche viel von unseren indischen Gastgebern lernen: von der Begeisterung, von der Tiefe des Glaubens als Quelle der Hoffnung in dieser Welt, von den lebendigen Gottesdiensten und von der Freude an der Fülle, die Gott schenkt, vom Engagement unserer Schwestern und Brüder für eine menschenfreundliche Gesellschaft inmitten bitterer Armut.“

 

 

 

Landesbischof Ulrich: „Starke Gemeinschaft unter schwierigen Bedingungen“

 

 

 

Besonderer Höhepunkt des Festes zum Reformationsjubiläum war ein Kongress in Jiagabhoru, an dem auch die Gäste aus der Nordkirche mitwirkten. So gestalteten sie Workshops zu theologischen Themen der Reformation, zu kirchlicher Frauen- und Pfadfinderarbeit.

 

 

 

Landesbischof Ulrich, der um zwei theologische Vorträge gebeten worden war, zeigte sich beeindruckt vom Engagement der vergleichsweise kleinen Partnerkirche bei der Vorbereitung des Reformationskongresses: Die große Beteiligung der Gemeindeglieder ist ein Zeichen der starken Gemeinschaft und des Zusammenhalts in dieser Kirche, die sich den oft schwierigen gesellschaftlichen Bedingungen im Norden Indiens stellt.“ So gebe es ethnische Konflikte um Land und Ressourcen; aus den Nachbarländern suchten viele Menschen Zuflucht in Assam, das selbst unter den wirtschaftlichen Folgen der Globalisierung leide. Durch ihren Einsatz in der Bildungs- und Sozialarbeit habe die Assam-Gemeinde „ihre Rolle als Verkündigerin des Friedens und der Gerechtigkeit“ gefunden, so Ulrich weiter.

 

 

 

Auch vor diesem Hintergrund hatte der Landesbischof beim Reformationskongress in Jiagabhoru unterstrichen, dass Christen überall, in ihrer jeweils konkreten Lebenswirklichkeit dazu gerufen seien, „verantwortungsvolle Bürger in Gottes Welt und gute Verwalter seiner Schöpfung“ zu sein. Damit griff er zugleich das Motto des Lutherischen Weltbundes für das Reformationsjubiläum 2017 auf: „Befreit durch Gottes Gnade“. Weder Mensch noch Schöpfung dürften als Ware betrachtet werden, deren Wert in Kategorien des Profits bemessen werden könnte, erklärte Ulrich weiter: „Als christliche Mitbürger dieser Welt erheben wir deshalb unsere Stimmen gegen Unrecht und Ausbeutung. Wir schweigen nicht, wenn die Würde einzelner Menschen oder bestimmter Gruppen verletzt wird.“

 

Die Nordkirchen-Delegation besuchte während ihres Aufenthaltes unter anderem zwei Teegarten-Projekte, in denen Menschen aus armen Dörfern Arbeit finden. Zugleich sollen die Projekte kirchliche und diakonische Arbeit auf Dauer finanziell stützen. „Ich bin tief beeindruckt von der geistlich und theologisch gegründeten Kraft der Assam-Kirche. Sie ist sich ihrer Wurzeln in der Mission bewusst, lebt jedoch in der Gegenwart als indische Kirche: selbstverantwortlich und befreit von Abhängigkeiten“, so Ulrich.

 

„Vor allem Frauen bringen die Kirche hier voran“, sagte nach seiner Rückkehr Propst Stefan Block, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Mission und Ökumene unter dem Eindruck der Begegnungen in der Assam-Diözese. „Ich erinnere mich besonders an engagierte indische Frauen, die gerade im Jahr des Reformationsjubiläums viele Fragen nach neuen Aufbrüchen haben: Sind nicht schon Katharina von Bora und Martin Luther Schritte zur Gleichberechtigung von Mann und Frau gegangen und haben sich über Konventionen hinweggesetzt? Das Gespräch über die zukünftige Rolle der Frau in Indien hat uns auf dem ‘Kleinen lutherischen Kirchentag‚ in Jiagabhoru besonders bewegt – in einer Gesellschaft, in der immer noch viele Ehen von den Eltern verabredet werden!“

 

In der Partnerschaft zwischen Nordkirche und Assam-Diözese sieht Landesbischof Ulrich ein „gelungenes Beispiel für eine profilierte Ökumene, in der gleichberechtigte Partner zusammenarbeiten und teilen, was sie für die weltweite Kirche Jesu Christi beizutragen haben: Es ist ein Leib und es sind viele Glieder, sagt der Apostel Paulus. Das ist eine Ökumene, die keine Einbahnstraße ist. Von den mutigen Frauen und Männern in Assam, die frei bekennen, dürfen wir lernen."

 


Hintergrund:
Die Assam-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in den Himalaya-Staaten hat rund 10.000 Mitglieder in etwa 40 Gemeinden. Assam liegt im Nordosten Indiens und ist nur über einen schmalen Korridor mit dem Rest des Landes verbunden.  65 Prozent der Bevölkerung sind Hindus, 31 Prozent Muslime. Zu ihnen zählen vor allem Einwanderer aus Bangladesch. Mehr als 12 Prozent der Menschen gehören der indischen Urbevölkerung an, gut jeder Vierte unter ihnen ist Christ. Die Mehrheit der Bevölkerung arbeitet auf Teeplantagen.

 

Gerhard Ulrich ist Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

 

 

 


Werkstatttag zum Thema Kirche in Kommunikationsnot in Koblenz

„Ich habe noch keinen Hirten getroffen!“

An der Podiumsdiskussion nahmen teil (v. links): Margit Ebbecke, Nico Mühlan, Thomas Darscheid, Prof. Dr. Hildegund Keul, Andreas Ebbecke, Dr. Andé Uzulis und Eva Jung. Foto: bt
An der Podiumsdiskussion nahmen teil (v. links): Margit Ebbecke, Nico Mühlan, Thomas Darscheid, Prof. Dr. Hildegund Keul, Andreas Ebbecke, Dr. Andé Uzulis und Eva Jung. Foto: bt

(Koblenz/bt) – Die 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig: Die Botschaft der Kirche ist immer noch aktuell und wichtig, doch die Art und Weise diese zu kommunizieren muss überdacht werden. Die Veranstaltung „Wir müssen reden – Kirche in Kommunikationsnot“ in Koblenz verstand sich als Teil des intensiven Veränderungsprozesses, den die Synode für die Kirche im Bistum Trier angestoßen hat. Die Bistumssynode hat in ihrem Abschlussdokument auch die Notwendigkeit beschrieben, die Sprache der Menschen von heute zu verwenden. Zu einem Werkstatttag trafen sich katholische Haupt- und Ehrenamtliche, um über neue Kommunikationsstrategien nachzudenken und diese gemeinsam zu erarbeiten.

 

Organisiert wurde die Veranstaltung von Dekanatsreferentin im Dekanat Rhein-Wied Margit Ebbecke und vom Leiter der Diözesanstelle für Exerzitien, geistliche Begleitung und Berufungspastoral im Bistum Trier Pfarrer Ulrich Laux. „Wir müssen als Kirche unsere Sprachfähigkeit verbessern“, erklärte Margit Ebbecke die Motivation für diesen Tag. Dafür wurden die Teilnehmenden von den Agenturmitarbeitern Eva Jung und Nico Mühlan begleitet.

 

Klar kommunizieren und zwar für die jeweilige Zielgruppe – dies wurde in Kleingruppen eingearbeitet und erprobt. „Erklären Sie den biblischen Begriff ‚Buße‘ einer 45-jährigen Finanzmanagerin“, lautete eine Aufgabenstellung. Eva Jung schlug folgende Lösung vor: „Buße ist eine Art Hausputz für die Seele, wie ein Blick unter den Teppich.“ Aus dem Bild des Teppichs ließen sich anschließend viele kreative Ideen schaffen. „Es geht darum, um die Ecke zu denken“, erklärte die Hamburgerin.

 

In einer Podiumsdiskussion lautete das Thema: „Kommunikationspflicht: Wenn die Leute nicht mehr in die Kirche kommen, wie kommen die Glaubensinhalte zu ihnen?“ Hier waren Kräfte aus der Praxis und aus der Wissenschaft vertreten.

 

„Wir müssen überlegen, wo wir die Menschen erreichen“, eröffnete der Direktor der Kommunikations- und Medienabteilung im Bistum Trier Dr. André Uzulis die Diskussion. Der Dechant im Dekanat Rhein-Wied,  Thomas Darscheid, sah dort ebenfalls einen Ansatzpunkt. „Es geht darum, sich in die jeweilige Zeit hineinzuversetzen, so war es auch bei den Konzilen.“

 

Andreas Ebbecke, Masterstudent in Bauingenieurwissenschaft und Stipendiat des Cusanuswerks, das Begabtenförderungswerk der katholischen Kirche in Deutschland, störte sich an dem Vokabular der Kirche: „Da fällt mir zum Beispiel der Begriff Hirte ein. Ich habe in meinem Leben noch keinen Hirten getroffen!“ Die Professorin  für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft Dr. Hildegund Keul sah hier das Problem in der Theologie selbst: „Die Sprache ist von der Vergangenheit geprägt.“ Es sei wichtig, dass die Kirche sich den gesellschaftlichen Fragen der Zeit stellt, doch dann werde es Konflikte geben. „Die katholische Kirche ist allerdings sehr konfliktscheu“, kritisierte Hildegund Keul. Doch es sei wichtig etwas zu riskieren. „Eine riskante Pastoral macht sehr viel Spaß.“

 

Doch Mühlan, Geschäftsführer einer Kommunikationsagentur, wirft kritisch ein: „Rennt die Kirche dem Zeitgeist nicht immer nur hinterher?“ Man könne nicht bei der Sprache alleine stehen bleiben, sondern man müsse auch handeln, bekräftigte Bistumssprecher Uzulis. „Doch wie lange muss man die alten Kommunikationsformen noch beibehalten?“, fragte Uzulis in die Podiumsrunde und ins Plenum. Der junge Student war sich sicher, dass die Veränderungen schon jetzt beginnen könnten: „Wir sollten den Leuten mehr zutrauen. Die Menschen werden sich mitverändern und die Gemeindestruktur ebenfalls.“ Einer Teilnehmerin war es wichtig zu schauen, wer sitzt mir gegenüber „Wir müssen uns auf die unterschiedlichen Menschen einstellen, um diese mit unserer Botschaft zu erreichen.“

 

Die Teilnehmenden konnten viele Impulse für neue Angebote und auch umsetzbare Ideen für ihre Gemeinden mitnehmen. Christian Scheinost, stellvertretender Dechant im Dekanat Rhein-Wied, fasste seinen Eindruck wie folgt zusammen: „Es wurde heute ein Stück Saatgut in uns hineingelegt.“

 

Weitere Informationen gibt es auf http://www.dekanat-rhein-wied.de/ oder auf http://www.geistlichleben.de/

 


Evangelisches Programm auf dem 57. Hessentag vom 9. bis 18. Juni

Hessentag bekommt erste „ZeitKirche“

 

(Rüsselsheim / Darmstadt / Kassel / Frankfurt, 20. Februar 2017) Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Diakonie Hessen werden auf dem 57. Hessentag gemeinsam erstmals eine „ZeitKirche“ präsentieren.  Dabei wird aus der Stadtkirche im Zentrum Rüsselsheims vom 9. bis 18. Juni ein leuchtender Erlebnisraum. In der verdunkelten Kirche auf dem Marktplatz wird der Blick im Inneren auf ein farbiges Zeitfenster fallen, das die Besucherinnen und Besucher mit großformatigen Licht- und Fotoprojektionen auf eine Reise durch die Menschheitsgeschichte einlädt.

  

Sternstunden und Irrwege im Video

 

Die Mediendesigner Moritz Herdt und Martin Völker zeigen in ihrer Videoinstallation menschliche Sternstunden und Irrwege ebenso wie Themen aus Wissenschaft, Natur, Kultur und Politik. Die ZeitKirche möchte den Blick dabei auf den eigenen Umgang mit der Zeit öffnen. Abseits des Alltags, der geprägt ist von Stress und Betriebsamkeit, von Tagen zwischen Hoffen und Bangen, Lust und Melancholie, soll die ZeitKirche zu einem Ort werden, an dem Besucherinnen und Besucher gestärkt in den Alltag zurückkehren können.

  

Eröffnung mit Ministerpräsident

 

Zum Rahmenprogramm zählen täglich in der ZeitKirche um 12 Uhr Mittagsgedanken sowie um 14 Uhr Stefan Küchlers ZeitKlänge, Improvisationen an der Orgel. Dazu gehören auch um 18.30 Uhr Posaunenserenaden auf der Balustrade des Hauses der Kirche. Zudem sind Nachtgedanken auf der Bühne des Ratshausplatzes um 23 Uhr geplant. Eröffnet wird die ZeitKirche am 9. Juni um  18 Uhr mit einem Gottesdienst, an dem Kirchenpräsident Volker Jung (EKHN), Propst Bernd Böttner (EKKW), der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Horst Rühl, und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier teilnehmen.

  

Mehr als 30 Bühnenauftritte

 

Auf dem diesjährigen Hessentag erwartet die Besucherinnen und Besucher in und um die ZeitKirche zudem ein vielfältiges Programm mit fast 30 weiteren Bühnenveranstaltungen von Kabarett bis Pop und von Lesung bis Podiumsdiskussion. Unter anderem tritt die Band Fools Garden auf, die mit „Lemon-Tree einen Welthit landete (14. Juni, 20 Uhr). Auch der Soulsänger Stefan Gwildis (16. Juni, 20 Uhr) steht in der Kirche auf der Bühne. Zu den Höhepunkten zählen auch die Auftritte von „LaLeLu“, den A-Capella-Trendscouts aus Hamburg (11. Juni, 20 Uhr) und von Lisa Martinek & Blech Pur (10. Juni, 20 Uhr).  Das Programm wird am 12. Juni um 20 Uhr durch das Musikkabarett Duo Camillo abgerundet.

  

Benefizveranstaltungen für Brot für die Welt

 

Zu Benefizveranstaltungen für „Brot für die Welt“ spielt schließlich die Frankfurt City Blues Band am 17. Juni um 21 Uhr auf. Zuvor findet am gleichen Tag um 16 Uhr eine musikalische Lesung zugunsten der Aktion „Gitarren statt Gewehre“ von Brot für die Welt mit Eva Lind und Wolfgang H. Weinrich und Band statt.

  

Politisches kommt auch in die Zeitkirche

 

Doch nicht nur Kunst und Musik sind unter dem Kirchendach am Rüsselsheimer Marktplatz zu hören. Auch Nachdenkliches und politische Themen kommen zur Sprache. So wird am 13. Juni, dem Tag der Religionen auf dem Hessentag, die Rundfunkmoderatorin Bärbel Schäfer um 16 Uhr ihr Buch „Ist da oben jemand? vorstellen. Am 15. Juni wird zudem der Fernsehmoderator Michel Friedmann um 18 Uhr eine Talkrunde zum aktuellen Thema „Hass und Gewalt – Gegenwart in Deutschland“ mit dem Kriminologen Rudolf Egg und den Journalistinnen Antje Schrupp und Canan Topçu moderieren. Zudem ist der syrische Musiker  Aeham Ahmad am 16. Juni um 16 Uhr zu Gast, der als „Pianist in den Trümmern“ bekannt wurde und in Flüchtlingslagern musizierte.

 

 Paradiesgarten in Rüsselsheim

 

Vor dem „Haus der Kirche“ in der Marktstraße bietet das evangelische Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim mit der Diakonie Hessen einen Paradiesgarten an. Abseits vom Hessentagstrubel   können Gäste hier „himmlische Zeiten“ erleben, ein Selfie mit Martin Luther aufnehmen, sich mit frischen Säften verwöhnen lassen oder täglich von 13 Uhr bis 14 Uhr bei dem Autor und Theaterpädagogen Timo Becker sowie Interviewgästen aus Kultur und Politik dem „Spargelgespräch“ lauschen. Am 13. Juni ab 10 Uhr lädt das Diakonische Werk  zudem zu einem Straßenfußballturnier  im Stadion am Sommerdamm ein. Nach dem Motto „Der Ball ist rund und Fußball verbindet die Menschen“, treten Mannschaften mit Wohnungslosen, Geflüchteten und Pfarrern mit Spaß und Teamgeist gegeneinander an.

  

Partner unterstützen ZeitKirche

 

Bei der Verwirklichung der ZeitKirche auf dem Hessentag halfen viele. Sie ist nicht nur eine Kooperation der beiden evangelischen Kirchen in Hessen mit der Diakonie Hessen, dem Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim und der Ortsgemeinde in Rüsselsheim. Auch der Hessische Rundfunk unterstützt das Projekt als Medienpartner mit seinen Sendern hr1 und hr4. Hinzu kommen als Premiumpartner die „Evangelische Bank“ sowie die Versicherer im Raum der Kirchen „Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge“. 

  

Hintergrund

 

Seit 1998 evangelisches Engagement beim Hessentag

 

Die evangelische Kirche bringt ihre Verbundenheit zu den Menschen, dem Bundesland und der Region seit 1998 mit einem eigenen Programm auf den Hessentagen zum Ausdruck. Erstmals wurden beim Fest der Hessen in Erbach kulturelle, geistliche und gesellschaftspolitische Akzente gesetzt. Im Mittelpunkt der traditionellen und modernen Ausdrucksformen bei den öffentlichen Auftritten steht dabei der Auftrag der evangelischen Kirche, Menschen im Leben zu begleiten, ihnen Sinn zu vermitteln, Orientierung zu geben und freundlich für die gute Botschaft Gottes zu werben.

 

 Informationen zum Programm und Tickets:

  

www.zeitkirche.de

 

www.hessentag2017.de

 


20. Klimaschutzaktion der Kirchen in Koblenz vorgestellt

„Schöpfungsverantwortung im Alltag leben“

Die Teilnehmer der Vorstellung "Aktion Autofasten" in Koblenz (jf)
Die Teilnehmer der Vorstellung "Aktion Autofasten" in Koblenz (jf)

(Koblenz/jf/bt) - In der Fastenzeit aktiv etwas für den Klimaschutz und die eigene Gesundheit tun und die eigenen Mobilitätsgewohnheiten hinterfragen: Das ist die Idee hinter der „Aktion Autofasten“ der Evangelischen und Katholischen Kirche im Südwesten Deutschlands und Luxemburgs, die in diesem Jahr an Aschermittwoch zum 20. Mal an den Start geht. In Koblenz ist die Klimaschutzinitiative der Kirchen am 17. Februar mit einer Aktion auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs vorgestellt worden. Mit dabei waren Vertreter der beiden Kirchen, der Politik, des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel und andere Kooperationspartner. Autofahrer sind in den kommenden Wochen eingeladen, das eigene Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und Alternativen auszuprobieren – ob Öffentlicher Nahverkehr, Car-Sharing, Fahrgemeinschaft oder Fahrrad.

 

Dechant Thomas Hüsch vom Dekanat Koblenz betonte, die Aktion Autofasten sei ein Zeichen der ökumenischen Verbundenheit zur Bewahrung der Schöpfung weltweit. Der Autoverkehr gerade in den reichen Ländern habe einen beträchtlichen Anteil an den globalen Klimaveränderungen. Unter den Auswirkungen litten vor allem die Menschen in den ärmeren Ländern des Südens. Mit der Aktion Autofasten werde auf diesen Zusammenhang immer wieder hingewiesen. Superintendent Rolf Stahl vom evangelischen Kirchenkreis Koblenz brachte die Aktion mit der evangelischen Fastenaktion „sieben Wochen ohne“ in Verbindung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Augenblick mal! Sieben Wochen ohne Sofort!“ steht. Das Autofasten sei eine ausdrückliche Entscheidung gegen das „Sofort!“, gegen Hetze und ungebremste Eile. Dies sei ein bewusster Verzicht, der manches kompliziert mache, aber trotzdem gut tun könne.

 

Für Marie-Theres Hammes-Rosenstein ist das Autofasten eine wunderbare Aktion, welche den Fasten- und Umweltgedanken miteinander verbindet. Denn, so die Koblenzer Bürgermeisterin „wir sind verantwortlich, wie wir die Welt hinterlassen“.

 

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen und Sprecherin für Stadtentwicklung und Naturschutz, Andrea Mehlbreuer riet dazu, einmal „den inneren Schweinehund zu überwinden.“ Für Günther Leisch vom Dekanat Andernach-Bassenheim ist das Autofasten eine Gelegenheit „Menschen auf der Straße, im Bus oder in der Bahn zu begegnen, die ich sonst nicht treffen würde“. Auch der Koblenzer Paul Schäfer macht in diesem Jahr bei der Aktion mit. Er fährt seit einem halben Jahr kein Auto mehr und nimmt möglichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedenken: „Ich fühle mich ohne Auto richtig erleichtert.“

 

Stephan Pauly, Geschäftsführer des Verkehrsverbund Rhein-Mosel, betonte, dass es auch darum gehe, über seine Gewohnheiten nachzudenken. Er stellte das Angebot des Fastentickets noch einmal genauer vor: Im gesamten Verbundgebiet könnten die Teilnehmer der Aktion während der Fastenzeit (1. März bis 15. April) vier Wochen lang für 59,50 Euro in der Region rund um Koblenz sämtliche öffentlichen Nahverkehrsmittel nutzen. Damit unterstütze der Verkehrsbetrieb die Idee der Kirchen für einen aktiven Klimaschutz.

 

Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.autofasten.de und www.vrminfo.de

 


St. Kastor in Koblenz feiert 25 Jahre Basilika

Ein Gotteshaus mit reicher Geschichte

Seit 25 Jahren Basilika minor: St. Kastor in Koblenz. Foto: bt
Seit 25 Jahren Basilika minor: St. Kastor in Koblenz. Foto: bt

(Koblenz/bt) – An Silvester hatte sie einen bundesweiten Fernsehauftritt – die Basilika St. Kastor am Deutschen Eck ist seitdem vielen Menschen auch über Koblenz hinaus ein Begriff. Vor 25 Jahren erhob der damalige Papst Johannes Paul II. die Koblenzer Pfarrkirche St. Kastor in den Stand einer Basilika minor (Basilika niederen Grades). Aus diesem Anlass feiert die Gemeinde ein Pontifikalhochamt mit Weihbischof Jörg Michael Peters.

 

Seit dem 18. Jahrhundert ist „Basilika minor“ ein besonderer Ehrentitel, den der Papst bedeutenden Kirchengebäuden verleiht, wenn bestimmte Forderungen an die personelle und bauliche Ausstattung erfüllt werden. „Wir feiern heute einen denkwürdigen Tag“, begrüßte der Ortspfarrer Stephan Wolff die Gläubigen. Doch es sei auch ein Moment zum kritischen Innehalten. „Mit der Erhebung sind auch Pflichten verbunden. Hier müssen wir uns immer wieder fragen, ob unsere Gemeinde diese noch erfüllt“, erinnerte Wolff.

 

An den Tag vor 25 Jahren kann sich Weihbischof Peters noch gut erinnern: „Es war ein erhebender Moment.“ Peters nutzte die Feierlichkeit auch, um zu reflektieren. „Den Tag heute sollen wir auch dazu nutzen, zu überlegen, was braucht es zukünftig für Strukturen, wie soll und muss das Netzwerk als Gemeinschaft aussehen, damit sie lebendig bleibt.“ Vor 1180 Jahren sei das Gotteshaus einem Lokal-Heiligen geweiht worden. „Kastor ging hinaus und verkündete das Evangelium.“ Auch in Zukunft werde es Frauen und Männer geben, die dem Vorbild des Heiligen Kastor folgen werden.

 

Der damalige Pfarrer Berthold Matthias Schäfer stellte den Antrag zur Erhebung und argumentierte dabei vor allem mit der reichen Geschichte des Gotteshauses. „In Kastor wurde deutsche und europäische Geschichte geschrieben“, erläuterte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Hermann-Josef Vierbuchen während des Festaktes. Der einstige Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl erklärte in einem Grußwort anlässlich der Erhebung 1992: „Mit ihrer Lage am Zusammenfluss von Rhein und Mosel und in unmittelbarer Nähe des deutschen Ecks bringt sie auch die enge Verbindung der deutschen Geschichte mit der gemeinsamen Geschichte Deutschlands und Frankreichs zum Ausdruck.“ Der damalige Bischof von Trier, Dr. Hermann Josef Spital schrieb in seinem Grußwort vor 25 Jahren: „Der immense kunsthistorische Wert der Kirche und ihrer Ausstattung ist unbestritten.“ Zudem zeigte Spital sich beeindruckt von der großen Gottesdienstgemeinde. Bürgermeister Willi Hörter, der im Schatten der Türme von St. Kastor aufgewachsen war, bestätigte dies anlässlich der Erhebung. „St. Kastor, das ist auch eine vitale Kirchengemeinde, die ihr Gotteshaus mit Leben füllt“, schrieb er. Der heutige Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig fasste die Eigenschaften von St. Kastor wie folgt zusammen: „St. Kastor ist die älteste, geschichtsträchtigste und bedeutsamste Kirche in Koblenz.“

 

Bemerkenswerte Höhepunkte in den vergangenen 25 Jahren seien zahlreiche anspruchsvolle Konzerte, die Ausstellung in der Kirche während der Bundesgartenschau (BUGA) 2011 und die Weihe der neuen Orgel 2014 gewesen, blickte der Vorsitzende des Fördervereins, Michael Hörter zurück.

 

Den Festvortrag hielt der Kabarettist, Büttenredner und Diakon Willibert Pauels, bekannt als „Ne bergische Jung“. Pauels erklärte die katholische Liturgie auf unterhaltsame Art und Weise.

 


Aktion „Sternenregen“ sammelt über 300.000 Euro Spenden

Engagiert für notleidende Kinder und Familien im Saarland

(v.l.) Landespfarrer Albrecht Bähr, Pfarrer Wolfgang Glitt, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Radio Salü-Geschäftsführer Sascha Thiel. Foto: bt
(v.l.) Landespfarrer Albrecht Bähr, Pfarrer Wolfgang Glitt, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Radio Salü-Geschäftsführer Sascha Thiel. Foto: bt

(Saarbrücken/bt) – 308.732 Euro für Kinder in Not hat die Aktion „Sternenregen“ von Radio Salü und den beiden großen Kirchen im letzten Jahr gesammelt. Das Ergebnis ist das drittbeste, das je zusammengekommen ist. Seit Beginn der Aktion vor 13 Jahren kamen über 2.6 Millionen Euro an Spenden zusammen. „Das ist jedes Jahr wieder ein Grund den Hut zu ziehen“, freute sich Pfarrer Wolfgang Glitt beim Abschluss der Aktion am 17. Februar in der evangelischen Notkirche in Saarbrücken. Als Vorsitzender des veranstaltenden Vereins „RADIO SALÜ Wir helfen e.V.“ dankte Glitt allen, die bei der Aktion „Sternenregen“ mitgemacht haben.

 

Radio Salü Geschäftsführer Sascha Thiel freute sich ebenfalls sehr über das Ergebnis und sagte: „Die Aktion hat in den letzten Jahren eine Leuchtturm-Funktion im Saarland für notleidende Familien eingenommen.“ Das gesammelte Geld geht ohne Abzüge und in voller Höhe an die Caritas und das Diakonische Werk im Saarland, die mit den Spenden Familien und vor allem Kindern in Not unterstützen. Thiel dankte auch den Werbepartnern des Privatsenders und Partnern, „die sich durch ihre beispielhafte Unterstützung und durch ihre Mitmenschlichkeit für „Sternenregen“ einsetzen“.

 

Der symbolische Scheck wurde stellvertretend an Albrecht Bähr, Landespfarrer für Diakonie der Evangelischen Kirche der Pfalz überreicht. Bähr bedankte sich für die Spende und betonte, dass das Geld allen gleichermaßen zugute kommen wird: „Wir machen keinen Unterschied zwischen Kindern, die schon immer hier leben und Flüchtlingskindern“, sagte er und betonte, dass Armut so früh wie möglich vorgebeugt werden müsse: „Kinder sollen nach ihren Talenten gefördert werden und ihre Zukunft selbst gestalten können“, so Bähr.

 

Schirmherrin und Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer lobte den Einfallsreichtum und die Kreativität der Unterstützerinnen und Unterstützer, die sich jedes Jahr neue Ideen einfallen ließen, um Spenden zu sammeln. „Ich bin stolz, dass trotz des großen ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingskrise, das Engagement für die Aktion „Sternenregen“ nicht abgerissen ist“, sagte die Ministerpräsidentin und fügte hinzu: „Es ist jedes Jahr spürbar, dass das eine Aktion ist, bei dem die Saarländerinnen und Saarländer sich ganz persönlich engagieren und sich nicht damit zufrieden geben, etwas zu bezahlen, um das eigene Gewissen zu beruhigen. Das macht die Aktion so besonders.“

 

Spenden für „Sternenregen“ können ganzjährig auf das Spendenkonto bei der Sparkasse Saarbrücken: IBAN DE02 5905 0101 0090 0219 99, eingezahlt werden.

 

Weitere Informationen zur Aktion unter www.salue.de und bei Pfarrer Wolfgang Glitt: wglitt@web.de

 


Ein evangelischer Motivwagen am Rosenmontagszug in Mainz zeigt die närrische Seite des Reformationsjubiläums

„Helau“ zur Reformation mit drei Meter hohem Luther

 

(Mainz/ekhn) - Mainz und die Fastnacht – das gehört zusammen wie Luther und die Bibel. Was läge da näher, als im Reformationsjubiläumsjahr mit einem eigens dazu gestalteten Motivwagen am Rosenmontagszug in Mainz teilzunehmen? Denn auch wenn Martin Luther nie in Mainz war: Ohne die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg in Mainz hätte es die Lutherbibel nicht gegeben. Und Martin Luthers Lebensfreude hätte gut nach Mainz und zur Fastnacht gepasst.

  

Die Idee wurde bereits 2015 geboren. Ein rheinländischer Kollege berichtete, dass sie damit liebäugeln, am Kölner Rosenmontagszug teilzunehmen. Und was die Kölner können, können die Mainzer doch schon lange. So steht er nun da, der Motivwagen zum Reformationsjubiläum: Zwölf Meter lang mit einem 3,50 Meter hohen Luther. „Für uns ist es ein echtes Abenteuer“, erklärt Dekan Andreas Klodt vom Evangelischen Dekanat Mainz. „Es ist ein neuer Zugang, um auf das Reformationsjubiläum aufmerksam zu machen und eine ganz andere Art und Weise, in der Stadt präsent zu sein.“ Besonders stolz ist das Evangelische Dekanat, dass es den bekannten Wagenbauer Dieter Wenger für dieses Unterfangen gewinnen konnte. Wenger gestaltet seit über fünfzig Jahren die politischen Motivwagen des Mainzer Carneval Vereins, die jedes Jahr von mehr als dreieinhalb Millionen Menschen live und über die Bildschirme gesehen werden. Aus Erfahrung weiß er: „Man hat zehn Sekunden, um die Aufmerksamkeit zu bekommen. Deshalb benötigt man ein klares, prägnantes Motiv mit Wiedererkennungswert, das die Botschaft sofort vermittelt.“ Dass diese Figur 2017 nur Martin Luther sein kann, war sofort klar. Der dazugehörige Sechszeiler verrät mehr über die weitere Gestaltung des Wagens:

  

Seit 500 Jahr‘ gibt’s Protestanten,

 

weil Luthers Thesen Anklang fanden.

 

Der Mensch ist Sünder und doch frei,

 

für manchen ist das Narretei.

 

Doch Luther lässt sich nicht beirren:

 

Bibel, Weck, Worscht, Woi trotzt allen Wirren!

  

Neben dem Hinweis auf das Reformationsjubiläum wird damit auch ein theologischer Akzent gesetzt.   Martin Luther und die Reformatoren haben die Erfahrung gemacht und in der Bibel gelesen: Wenn ein Mensch auf seine Taten sieht, dann wird er immer wieder auch Fehler und Schuld sehen. Aber in Gottes Augen und durch seine Barmherzigkeit sind wir von ihm geliebte Menschenkinder und die „Freigelassenen der Schöpfung“. Martin Luther redet immer wieder von beidem: Von verantwortlichem Handeln und Schuld, aber eben auch von der Freiheit.

  

Und da es von Luther immer wieder Überlieferungen gibt, dass er den Rheinwein geliebt und gerne gut gegessen hat, darf natürlich der regionale Bezug nicht fehlen. Daher hält Luther – neben dem Hammer zum Thesenanschlag - Weck, Woscht und Woi in der Hand. Eine große Bibel am anderen Ende des Wagens weißt auf das Vermächtnis der Lutherbibel hin und zeigt, dass diese auch heute nichts an ihrer Gültigkeit verloren hat. „Mit den Motivwagen werden an Rosenmontag wichtige Ereignisse humorvoll  thematisiert, so eben für uns Evangelische diesmal 500 Jahre Reformation“, freut sich Präses Dr. Birgit Pfeiffer vom Evangelischen Dekanat, „Und wie Luther damals `dem Volk auf´s Maul geschaut´ hat und seine Botschaften verbreitete, bringen wir ihn am Rosenmontag mit Weck, Worscht und Woi auf die Straßen von Mainz.“

  

Auch das Wagengestell ist etwas anders gestaltet als die herkömmlichen Motivwagen. „Alle Mitfahrenden befinden sich auf einer Ebene. So erkennt das theologisch geübte Auge schon am Aufbau, dass es sich dabei um die evangelische Kirche handelt“, schmunzelt Klodt. „Wir sind dem Mainzer Carneval Verein sehr dankbar, dass wir einen Platz im Zug bekommen haben und diese einzigartige Möglichkeit wahrnehmen können.“ So könnte die Evangelische Kirche Menschen auf das Reformationsjubiläum aufmerksam machen, die durch Bildungsveranstaltungen und Gottesdienste nicht erreicht würden.

  

Am Rosenmontag selbst werden eine Tonne Lutherbonbons sowie Tausend Playmobil-Luther und Mini-Bücher zur Reformation unter die Mainzer Narren gebracht. Quasi ein Stück Reformation zum mit nach Hause nehmen. Eine 40 Mann und Frau starke Posaunengruppe unterstützt den Wagen und bringt ein fastnachtlich umgesetztes „Ein feste Burg ist unser Gott“ zum Besten. Auch der Präses der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Dr. Ulrich Oelschäger lässt es sich nicht nehmen, auf dem Wagen mit von der Partie zu sein: „Die Mainzer Fastnacht gehört zur kulturellen Identität unserer rheinhessischen Region. Wir freuen uns, das für uns wichtigste kulturelle Ereignis dieses Jahres, das Reformationsjubiläum, auf diese Weise in die Öffentlichkeit tragen zu können“, erklärt er. Finanziert wird der Wagen über Mittel der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie durch Eigenmittel des Evangelischen Dekanats Mainz. 


Wir sind Kirche sieht Notwendigkeit einer grundlegenden Debatte über Transparenz und Partizipation bei der Verteilung der Kirchensteuern in Deutschland

Bischöfliche Kürzungen für pax christi und andere sind nicht hinnehmbar“

 

(München/wsk) - Die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche sieht die für das Jahr 2018 geplante Streichung des Zuschusses für den deutschen Zweig der katholischen Friedensbewegung „pax christi“ als ein fatales Zeichen, besonders angesichts der zunehmenden internationalen politischen Spannungen. Wir sind Kirche ruft deshalb dazu auf, die Online-Petition an die deutschen Bischöfe zu unterschreiben:
www.openpetition.de/petition/online/an-die-bischoefe-nicht-am-frieden-streichen

 

Die jedoch nicht nur für „pax christi“, sondern für viele überdiözesan tätigen Initiativen, Verbände und Einrichtungen geplanten Kürzungen und Streichungen der deutschen Bischöfe zeigen nach Ansicht der katholischen Reformbewegung die dringende Notwendigkeit einer grundlegenden Debatte über Transparenz und Partizipation bei der Verteilung der Kirchensteuern in Deutschland.

 

Bei den Kirchensteuern handelt es sich um die Beiträge der Kirchenbürgerinnen und Kirchenbürger. Deshalb haben diese das Recht, über die Vergabe der Mittel transparent informiert zu werden, und müssen auch die Möglichkeit haben, über die Verwendung mitzuentscheiden. Auch die Öffentlichkeit hat ein Recht auf transparente Informationen, denn schließlich werden viele kirchliche Einrichtungen vom Staat zum Teil mit bis zu 100 Prozent finanziert.

 

Wir sind Kirche schließt sich der Forderung verschiedener Verbände an, die überdiözesanen Aufgaben der römisch-katholischen Kirche in Deutschland besser zu finanzieren und nicht weiter zu reduzieren. Doch während die Kirchensteuereinnahmen in den 27 Diözesen der römisch-katholischen Kirche von 2008 bis 2015 um 20 Prozent auf mehr als sechs Milliarden Euro gestiegen sind, will der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD), mit dem die deutschen Bischöfe ihre gemeinsamen Aufgaben und Projekte finanzieren, Kürzungen vornehmen. Nach vorliegenden Informationen soll z.B. der jährliche Zuschuss von 60.000-Euro für „pax christi“ gestrichen werden, die Zuschüsse für die Auslandsseelsorge sollen halbiert werden.

 

Seit dem KirchenVolksBegehren im Jahr 1995, das mehr als 1,8 Millionen Unterschriften erhielt, setzt sich die KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche für mehr Mitwirkung und Mitentscheidung des Kirchenvolkes auch bei der Verwendung der Kirchensteuer und im kirchlichem Finanzwesen ein. Auch die Ereignisse um den Limburger Bischof Tebartz-van Elst haben die schon lange gestellten grundsätzlichen Systemfragen wieder ganz oben auf der Tagesordnung gesetzt.

 

 

 


GROSSE RESONANZ AUF VESPERKIRCHEN IN BADEN

MEHR ALS 40.000 GÄSTE

 

(Mannheim / Karlsruhe / Pforzheim / Singen/ekiba) - Mit mehr als 40.000 Besucherinnen und Besucher sind die badischen Vesperkirchen auch in diesem Winter wieder auf eine starke Resonanz gestoßen. Alleine in der Vesperkirche Karlsruhe wurden rund 7200 Essen ausgeteilt; mehr als 16.000 Teilnehmende zählte die Vesperkirche in Mannheim in den zurückliegenden vier Wochen. Oberkirchenrat Urs Keller (Diakonie) erklärte: „Die Vesperkirchen sind zu einem festen Bestandteil bei Menschen in Notlagen geworden.“

Zugleich sei die Inanspruchnahme ein alarmierendes Zeichen. Sie zeige die offene und versteckte, materielle und nichtmaterielle Not, auf die es auch sozialpolitische Antworten brauche, sagte Keller. Der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Baden würdigte das starke Engagement in den Vesperkirchen und erklärte: „Die vielen Ehrenamtlichen übernehmen individuelle und zivilgesellschaftliche Verantwortung und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.“

Neben den größeren Vesperkirchen in Mannheim, Karlsruhe, Pforzheim und Singen organisierten auch kleinere Orte eine Vesperkirche. Bereits im Dezember fand die Mannheimer Kinder-Vesperkirche in der Jugendkirche Mannheim-Waldhof statt. Bis zu 400 Ehrenamtliche kümmerten sich in den einzelnen Kirchen vor Ort um die Besucherinnen und Besucher. Vier Wochen lang waren die Menschen eingeladen zu Gemeinschaft beim Essen, Kaffeetrinken, Spielen und Reden.

„Vesperkirche  ist viel mehr als nur die Möglichkeit, preiswert zu essen und es für ein paar Stunden warm zu haben. In der besonderen Atmosphäre des Kirchenraums kommen Menschen aus dem ganzen Stadtgebiet  zusammen und verbringen Zeit miteinander, lachen, spielen und feiern Gottesdienst: Gäste und Mitarbeitende, Alleinstehende und Familien, Junge und Ältere, Bedürftige und Wohnungslose genauso wie Gutsituierte“, beschreiben Lara Pflaumbaum und Dieter Eger von der Karlsruher Projektleitung die Idee der Vesperkirche.

Unter dem Namen „Vesperkirche“ führen evangelische Kirchengemeinden in Süddeutschland, vorwiegend in Baden-Württemberg, jährlich in den Wintermonaten soziale Projekte zugunsten von Armen und Bedürftigen durch. Kern des Angebots ist ein warmes Mittagessen, das zu einem eher symbolischen Preis angeboten wird. Finanziert wird die Vesperkirche durch private Spenden. Außerdem engagieren sich verschiedene Firmen und Einrichtungen. Das erste Projekt dieser Art startete 1995 in der Stuttgarter Leonhardskirche. 


Bischöfin Fehrs ordiniert sechs künftige Pastorinnen und einen Pastor

Dienstbeginn im Sprengel Hamburg und Lübeck

 

(Hamburg/sg) - Am Sonntag (19. Februar) um 14 Uhr wird Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), sechs Pastorinnen und einen Pastor ordinieren. In einem feierlichen Gottesdienst in der Hauptkirche St. Trinitatis in Hamburg-Altona werden sie gesegnet und in ihren Dienst berufen. An der Ordination teilnehmen wird auch der anglikanische Bischof Michael Ipgrave aus der englischen Diözese Lichfield (bei Birmingham), mit der die Nordkirche partnerschaftlich verbunden ist.

 

Mit der Ordination werden den bisherigen Vikarinnen und dem Vikar die Rechte und Pflichten einer Pastorin beziehungsweise eines Pastors feierlich zugesprochen. Dazu gehören die öffentliche Wortverkündigung und die Sakramentsverwaltung (Taufe und Abendmahl), die seelsorgerliche Verschwiegenheit und die Einhaltung des Beichtgeheimnisses. Nach dem Studium der Evangelischen Theologie und der zweieinhalbjährigen praktischen Ausbildung in Kirchengemeinden und Predigerseminar (Vikariat) beginnt nun ihr pfarramtlicher Dienst in der Nordkirche.

 

Bischöfin Kirsten Fehrs freut sich auf den Gottesdienst in der Hauptkirche St. Trinitatis Altona (Kirchenstraße 40, 22767 Hamburg):

 

„Es ist ein wunderschönes Amt, das wir als Pastorinnen und Pastoren ausfüllen dürfen. Weil wir den Menschen in vielseitiger Weise nahe sein und sie begleiten können. Bei Taufen, im Kindergarten, Konfirmandenunterricht, Gottesdienst und auch in der Seelsorge - die jungen Kolleginnen und der Kollege sind voller neuer Impulse für diese Arbeit. Ich freue mich sehr, dass so überzeugende und kreative, zugleich sehr empathische und geradlinige junge Pastorinnen unsere Kirche bereichern. Ich wünsche ihnen von Herzen Kraft und Segen für all die Aufgaben und Herausforderungen und bin sicher, dass sie sie mit viel Freude und Zuversicht angehen und ihre Gemeinden stärken werden.“

 

 Ordiniert werden:

  

-       Ann-Katrin Brenke (34) (Vikariatsgemeinde Winterhude-Uhlenhorst, Hamburg. Künftig: Simeon-Kirchengemeinde in Hamburg-Bramfeld),

 

-       Sara Burghoff (33) (Vikariatsgemeinde Breitenfelde. Künftig: Kirchengemeinde Lauenburg),

 

-       Dr. Malte Detje (29) (Vikariatsgemeinde: Büchen-Pötrau. Künftig: Kirchengemeinde Kirchdorf, Hamburg),

 

-       Christina Hitscher-Kleszcz (28) (Vikariatsgemeinde Hamm, Hamburg. Künftig: Kirchengemeinde Simeon Bramfeld, Hamburg),

 

-       Barbara Hoffmann-Fette (34) (Vikariatsgemeinde Bodelschwingh, Lübeck. Künftig: Kirchengemeinde Bugenhagen, Lübeck),

 

-       Dr. Ingeborg Löwisch (48) (Vikariatsgemeinde Farmsen-Berne, Hamburg. Künftig: Kirchengemeinde Hamm, Hamburg),

 

-       Heike Shelley (43) (Vikariatsgemeinde: Siek. Künftig: Kirchengemeinde Grünhof-Tesperhude).

 


Hildesheimer Malteser erwarben preisgünstigen Gabelstapler

Hochstapeln wieder möglich

Michael Klughardt vom Unternehmen Willenbrock (vorne mit Schal) hat den Kauf des Gabelstaplers gemeinsam mit Malteser-Stadtbeauftragten Andreas Windel (stehend an der Gabel) eingefädelt. Willenbrock-Fahrer Michael Molke (vorne links) und Hildesheimer Malt
Michael Klughardt vom Unternehmen Willenbrock (vorne mit Schal) hat den Kauf des Gabelstaplers gemeinsam mit Malteser-Stadtbeauftragten Andreas Windel (stehend an der Gabel) eingefädelt. Willenbrock-Fahrer Michael Molke (vorne links) und Hildesheimer Malt

 

(Hildesheim/mhd) - Mit einem neuen Gabelstapler geht den Hildesheimer Maltesern die Arbeit jetzt wieder leichter von der Hand. Seit Donnerstagmorgen, 16. Februar, steht das knallrote Gefährt in der Garage des Hildesheimer Hilfsdienstes. Überbracht wurde der „Gabelstapler Linde E 16“ von dem Unternehmen Willenbrock aus Hannover, das den Maltesern beim Kauf sehr weit entgegengekommen ist.

 

 

 

Ob Großeinsatz im Notfall oder Kocheinsatz an der Gulaschkanone – die gut ausgerüsteten Malteser haben meist schweres Gerät dabei, wenn sie ausrücken. Zuvor muss das Material aber irgendwie auf die Laster und Einsatzfahrzeuge gehievt werden, und später auch wieder entladen. „Diese schwere Arbeit kann man den ehrenamtlichen Maltesern eigentlich nicht zumuten“, sagt Malteser-Stadtbeauftragter Andreas Windel nachdenklich.

 

 

 

Abhilfe schafft ein guter Gabelstapler – und den hatten die Hildesheimer Malteser auch, bis er vor wenigen Monaten kaputt ging und die Reparatur sich nicht mehr lohnte. Mit dem Unternehmen Willenbrock Fördertechnik in Hannover fand Windel nun einen Partner, der den „Linde E 16“ weit unter dem eigentlichen Wert abgab. Rund 5000 Euro haben die Hildesheimer Malteser für das gebrauchte Gerät mit knapp 10.000 Betriebsstunden gezahlt. Auf dem freien Markt hätte Willenbrock weit mehr erzielen können. Der Hildesheimer Malteser-Stadtbeauftragte zeigte sich bei der Übergabe des Gabelstaplers denn auch deutlich erleichtert. „Ohne das Entgegenkommen von Willenbrock hätten wir uns einen neuen Gabelstapler nicht leisten können“. Lobende Worte auch von Michael Klughardt, Gebietsverkaufsleiter von Willenbrock, der den Deal mit den Maltesern gemeinsam mit seinem Kollegen Björn Krägeling eingefädelt hat: „Die Malteser leisten gute Arbeit für die Allgemeinheit. Wir freuen uns, dass wir ihnen dabei helfen können.“

 

 

 

Der gebrauchte „Linde E 16“ wurde im Jahre 2010 erstzugelassen und kann Lasten von bis zu 1,6 Tonnen auf eine maximale Höhe von 4,60 Metern anheben. Er hat keine Straßenzulassung und wird daher nur auf dem Gelände der Malteser in Hildesheim eingesetzt.

 


Darstellungen des gekreuzigten Christus in Kabinettausstellung zu sehen

Dommuseum Hildesheim zeigt berühmtes Werdener Kruzifix

Bildquelle: Dommuseum / Florian Monheim
Bildquelle: Dommuseum / Florian Monheim

 

(Hildesheim/bph) - Das Dommuseum Hildesheim zeigt mittelalterliche Darstellungen des gekreuzigten Christus während einer Kabinettausstellung. Im Mittelpunkt stehen dabei das berühmte Werdener Kruzfix und das Ringelheimer Kreuz Bischof Bernwards.

 

Das Bild des gekreuzigten Christus löst bis heute in der Öffentlichkeit immer wieder kontroverse Diskussionen aus, vereinigen sich in ihm doch Verzweiflung und Hoffnung auf etwas Größeres jenseits des Todes. Der Gedanke, dass Jesus stellvertretend für die Menschen stirbt, sprengt unsere Vorstellungskraft und hat Künstler seit dem Mittelalter beschäftigt.

  

Anlass für die Ausstellung mit dem Titel „Triumph und Tod. Frühe Kruzifixe“ ist die Restaurierung des Bronzekruzifixes aus dem Schatz der ehemaligen Abteikirche in Essen-Werden hier in Hildesheim. Im Dommuseum ist das Werk vom 19. Februar bis zum 28. Mai im Kontext weiterer Kruzifixe aus dem 11. und 12. Jahrhundert zu sehen.

  

Die Bronzeskulptur befand sich ehemals in der Abteikirche St. Ludgeri in Helmstedt und gelangte im Zuge der Reformation in das Schwesterkloster nach Werden. Das Dommuseum besitzt mit den Stiftungen Bischof Bernwards (993 bis 1022) wie dem Ringelheimer Kruzifix und dem silbernen Bernwardkreuz mehrere Hauptwerke der Zeit um 1000.

  

Ergänzt um eine Leihgabe aus dem Museum August Kestner in Hannover und weiteren Arbeiten aus eigenem Bestand zeichnet die Kabinettausstellung die Veränderungen der Auffassung des gekreuzigten Christus seit der Wende des ersten Jahrtausends nach, die sich entsprechend der menschlichen und göttlichen Naturen Christi mit Triumph und Tod des Gottessohnes auseinandersetzen.

  

Öffentliche Kuratoren-Führungen durch die Kabinettausstellung gibt es am 23. Februar, 16 Uhr (Dr. Gerhard Lutz), 30. März, 16 Uhr (Dr. Gerhard Lutz) und 6. Mai, 14.30 Uhr (Dr. Claudia Höhl). Teilnehmer zahlen nur den Museumseintritt.

 

Ein Kinderprogramm mit Eva Malz zum Thema Kreuze gibt es in den Osterferien. Es findet am 20. April von 14 bis 16 Uhr statt. Der Kostenbeitrag beträgt 4 Euro, eine Anmeldung unter Telefon 05121 307-770 ist erforderlich.

  

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft (Verlag Schnell & Steiner, Regensburg, in Zusammenarbeit mit Bernward Mediengesellschaft mbH, Hildesheim).

  

********************************************

  

Das Dommuseum Hildesheim in Kürze:

 

Das Dommuseum Hildesheim beherbergt den Domschatz, der zu den bedeutendsten und besterhaltenen mittelalterlichen Schatzsammlungen der Welt zählt. Gemeinsam mit dem Hildesheimer Dom ist der Domschatz Teil des UNESCO-Welterbes. Im Zuge der Sanierung der Bischofskirche war das Museum fünf Jahre lang geschlossen. Seit der Wiedereröffnung im April 2015 verfügt es über deutlich mehr Raum, um den Domschatz und zahlreiche weitere Exponate aus seinem Bestand in einer Dauerausstellung und in wechselnden Sonderausstellungen öffentlich zugänglich zu machen. Auch Werke zeitgenössischer Künstler werden nun präsentiert. Weitere Informationen im Internet unter http://www.dommuseum-hildesheim.de 


Ein Parcours für Paare in der Kirche der Jugend eli.ja

Vom Ich über das Du zum Wir

Sarah und Johannes in der Hollywoodschaukel. Das Pärchen hat am Valentinstag den P(a)arcours in eli.ja durchlaufen. Foto: bt
Sarah und Johannes in der Hollywoodschaukel. Das Pärchen hat am Valentinstag den P(a)arcours in eli.ja durchlaufen. Foto: bt

 

(Saarbrücken/bt) – „Die erste Station ist am umfangreichsten und am emotionalsten.“ Sarah und Johannes sind seit vier Jahren ein Pärchen. Am Valentinstag haben sie den ersten Paar-Parcours in der Kirche der Jugend eli.ja in Saarbrücken durchlaufen. 17 Stationen sind dort aufgebaut, die Paare nacheinander besuchen können. Bei der ersten Station müssen sich die Pärchen verschiedenen Fragen stellen. Zunächst beantworten sie – voneinander getrennt durch eine Plexiglasscheibe – Fragen zu sich selbst und dann zu ihrem Partner. „Das sind sehr private Fragen“, erzählt Johannes, „über dich selbst, über deine Familie und Verwandten.“ „Eine Frage war: was wünscht du dir von deinem Partner“, ergänzt Sarah. Die Fragen, so sagt sie, geben Anreize, sich über solche privaten, eigentlich alltäglichen Dinge noch einmal neu auszutauschen. „Obwohl wir uns eigentlich nichts Neues erzählt haben, war es trotzdem sehr berührend, das vom anderen zu hören.“

 

Am Ende der Leine, an der die Fragen hintereinander aufgereiht sind, treffen sich die Paare vor der Scheibe und können ihre Antworten austauschen, wenn sie möchten. Danach geht es zum „Wir“. Hier können die Pärchen ein Armband aus Steinen und Perlen in unterschiedlichen Farben und Formen basteln und jedem Stein eine Bedeutung geben. „Jeder Stein steht für einen bestimmten Lebensabschnitt“, erläutert Johannes die identischen Armbänder, die er und Sarah gebastelt haben. In ihren Armbändern steckt nicht nur die persönliche Vergangenheit, sondern auch die gemeinsame Zukunft. „Eine Perle steht für die zwei Kinder, die wir uns wünschen“, lächelt Sarah und die beiden gehen weiter zu einer der nächsten Stationen.

 

Die Stationen stellen verschiedene Impulse dar, die Fragen zum Glauben, zu Gefühlen, zu allen Sinnen, Hören, Sehen, Schmecken, Riechen, Fühlen ansprechen. So gibt es an einer Station die Möglichkeit für eine kleine Massage. An einer anderen gibt es Seifenblasen, „um einmal tief Luft zu holen“. Mitten in der Kirche steht auch ein Tandemfahrrad, „um gemeinsam das Gleichgewicht zu finden“, oder eine Hollywood-Schaukel, „um sich einfach mal fallen zu lassen“.

 

Der P(a)arcours in eli.ja steht nicht nur am Valentinstag für Pärchen offen. Am 19. Februar nach der Sonntagsmesse haben Paare noch einmal die Möglichkeit, den Parcours zu durchlaufen. Danach soll das Angebot zur Vorbereitung auf die kirchliche Trauung zu Verfügung stehen.

 


Evangelischer Gottesdienst aus der Christuskirche München-Neuhausen

"Halt in unsicherer Zeit"

 

 

 

am 26.2.2017, 9.30-10.15 Uhr
im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF)
mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Dekan Dr. Christoph Jahnel

(Mainz/zdf) - Einer klammert sich angsterfüllt  an das Letzte, was ihm Sicherheit verspricht - der andere schließt entspannt die Augen und blendet die aus, was ihn bedroht.  Gegensätzlicher können Menschen kaum auf Gefahr reagieren. Beide Personen sind in einem Fenster der Münchener Christuskirche zu sehen. Der Künstler Helmut Amman schuf dieses Fenster bereits vor etwa 50 Jahren, angesichts der gegenwärtigen Debatte über Angst und Sicherheit bildet es jedoch eine aktuelle Kulisse für die Frage nach Halt. Solus Christus - Christus allein, lautete die pointierte Antwort der Reformatoren auf die Lebensängste der Menschen ihrer Zeit. Warum dieser Satz heute noch gültig ist, beleuchtet der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, in seiner Predigt.  Der Jugendchor `Chris-Teens´ trägt dazu unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Hantke mit dem `Babel-Quartett´(Thomas Roth, Saxofon; Pablo Jokay, Schlagzeug; Felix Renner, E-Bass; Andreas Hantke, Keyboard) Stücke eines Musicals vor. Die Liturgie übernehmen Dekan Dr. Christoph Jahnel und sein Team,  Johannes Eppelein spielt die Orgel.

Nach der Sendung gibt es ein telefonisches Gesprächsangebot der evangelischen Kirche unter der Telefonnummer: 0700 14 14 10 10
(6 Cent/Minute. Mobilfunkkosten abweichend)

Weitere Informationen zu diesem Gottesdienst finden Sie im Internet unter
http://www.zdf.fernsehgottesdienst.de und www.evnn.de

 


Besuch im Beispielland der Misereor-Fastenaktion 2017

Mit Herzblut, Ideen und Stärke

Foto: bt
Foto: bt

(Trier/bt) – „Ich habe hier so viel Freude gesehen, trotz der großen Herausforderungen.“ Dieses Fazit zieht Benedikt Welter von der Katholischen Landjugendbewegung im Bistum Trier über eine Reise nach Burkina Faso. Eine Delegation des Hilfswerkes Misereor und des Bistums hat das westafrikanische Land vom 7. bis zum 13. Februar besucht und sich vor allem mit der Situation in Landwirtschaft und Viehhaltung auseinandergesetzt. Burkina Faso ist Beispielland der diesjährigen Misereor-Fastenaktion, die am 5. März im Trierer Dom eröffnet wird.

 

Aufrechter Kampf gegen schwierige Bedingungen

 

Die frühere französische Kolonie Obervolta wurde am 4. August 1984 vom damaligen Präsidenten Thomas Sankara in Burkina Faso umbenannt, ein aus zwei einheimischen Sprachen zusammengesetzter Begriff, der übersetzt das „Land der aufrechten Menschen“ bedeutet. Einen aufrechten Kampf gegen die schwierigen Lebensbedingungen in ihrer Heimat kämpfen die rund 19 Millionen Burkinabé seit langem. Trockenheit und Dürre, mangelnde Infrastruktur, kaum Bodenschätze und Industrie – das sind nur einige Stichworte, die die Situation des Landes kennzeichnen, das zu den ärmsten Ländern der Erde gehört.

 

Die Reise habe ihm einen Schlüssel gegeben, das Land anders zu sehen, sagte Msgr. Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor. Statt nur die Probleme zu sehen, sehe er nun Menschen „mit Herzblut, voller Ideen, mit Potential und Stärke“. Ideen und Potentiale konnte die Gruppe vor allem bei den Projektbesuchen kennenlernen. Etwa in Yako nördlich der Hauptstadt Ouagadougou, wo Kleinbäuerinnen und Kleinbauern das Land mithilfe eines Stausees fruchtbar gemacht haben und Gemüse anpflanzen. Oder in Tambolo im Süden des Landes, wo Frauen eine Minimolkerei gebaut haben, um die Milch weitverarbeiten und verkaufen zu können.

 

Reise als Dienst an den Partnern

 

Begleitet wurde die Delegation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Misereor-Partner DIOBASS und PASMEP, zwei nicht-staatliche Organisationen. Bischof Dr. Stephan Ackermann zeigte sich beeindruckt von der Arbeit des Hilfswerks und seiner Partner: Misereor arbeite nicht nach der Methode „Wir zeigen euch, wie es geht“, sondern sehr achtsam mit Partnern vor Ort. „Diese Vorgehensweise halte ich für vorbildlich.“ Für ihn sei erneut deutlich geworden, dass es keine Entwicklung gebe, wenn verankerte Werte und Traditionen eines Landes ignoriert würden. Darauf achteten die Partner, und gleichzeitig sei die katholische Soziallehre ein Kriterium der Arbeit: „Das ist ein guter Weg.“ Mechthild Schabo, Direktorin des Bereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat Trier, sieht die Reise als Dienst an den Misereor-Projektpartnern, um sie gegenüber politischen Repräsentanten und Kooperationspartnern im Land zu unterstützen. „Die konsequente Arbeit von Misereor ist gerade in den Projekten sehr deutlich geworden.“ Sie zeigte sich beeindruckt von der Gastfreundschaft, die die Burkinabé durch „menschliche Nähe und dem Anteil geben an ihrer Lebenssituation“ gezeigt hätten.

 

Von der Offenheit der Menschen war auch Matthias Genn von der Landjugend Rheinland-Nassau beeindruckt, während Hildegard Frey vom Trierer Katholikenrat (Ausschuss Ländlicher Raum) den „Mut und das Engagement, ihr Schicksal selbst in  die Hand zu nehmen“ lobte. Der Bopparder Europaabgeordnete Norbert Neuser ist durch seine politische Arbeit mit den unterschiedlichen Ländern Afrikas vertraut. „In Burkina Faso zeigen sich die Auswirkungen des Klimawandels sehr deutlich“, stellte er fest. Besondern im Austausch mit Politkern des burkinischen Parlaments und kommunalen Politikern wies er auf die Möglichkeiten hin, die die Politik zur Verbesserung der Lebensbedingungen ergreifen könne, etwa durch Mittel der Europäischen Union.

 

Vielfältiges Programm - bunt gemischte Reisegeruppe

 

Auf dem Reiseprogramm standen auch der Besuch bei der Bischofskonferenz von Burkina Faso und Niger, dem deutschen Botschafter in Burkina Faso sowie eine Audienz beim Mogho Naaba. Der König der Mossi, der größten Volksgruppe in Burkina Faso, gilt als wichtige gesellschaftliche Autorität in dem westafrikanischen Land.

 

An der Reise nahmen außerdem teil: Dr. Raoul Bagopha (Misereor, Aachen), Janek Böffel (Saarländischer Rundfunk), Klementine Bonifas (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, Scheitenkorb), Stephanie Götzmann (Dolmetscherin, Frankfurt a.M.), Ludwig Kuhn (Diözesanstelle Weltkirche, Trier), Thomas Kuller (Misereor, Aachen), Michael Merten (kna, Trier), Judith Rupp (Arbeitsbereich Kommunikation im Bischöflichen Generalvikariat, Trier), Johannes Zehfuss (Landtagsabgeordneter, Böhl-Iggelheim) und Ansgar Zender (Südwestrundfunk, Trier).

 

Die diesjährige Misereor-Fastenaktion steht unter dem Motto „Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen.“ Die Aktion wird am 5. März um 10 Uhr im Trierer Dom mit einem Gottesdienst eröffnet, der live in der ARD übertragen wird. Rund um die Eröffnung gibt es verschiedene Aktionen und Veranstaltungen, etwa die Hungertuchwallfahrt nach Trier. Alle Informationen dazu sind unter www.misereor2017.bistum-trier.de zu finden. Informationen über die Arbeit des Hilfswerks Misereor gibt es unter www.misereor.de

 


KIRCHE LÄDT EIN ZUM KLIMAFASTEN: „SOVIEL DU BRAUCHST…“

 

(Karlsruhe/ekiba) - In den Fokus der Fastenzeit rückt die Evangelische Landeskirche in Baden in diesem Jahr neben „7 Wochen ohne Sofort“ erstmals auch Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Zur Fastenaktion „Soviel du brauchst…“ steht online und zum Bestellen eine Broschüre mit Tipps zur Verfügung. Außerdem laden die Organisatoren der Fastenaktion dazu ein, Fasten-Erfahrungen zu teilen über www.klimafasten.de oder über Facebook und Twitter mit dem Hashtag „#klimafasten“. Die Fastenzeit beginnt am 1. März.

Die Passionszeit sei eine Zeit, in der sich „unser Blick für ein bewusstes Leben und einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen schärfen kann“, erläutert Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh. „Es ist wichtig, dass unser Glaube in der Welt Gestalt annimmt. Beginnen wir im Kleinen, damit der Klimaschutz im Großen vorankommt“, so der Landesbischof.

Die Alltagsroutine unterbrechen, etwas Neues ausprobieren, das bietet seit Jahren die Fastenaktion „7 Wochen ohne“ der Evangelischen Kirche in Deutschland. In diesem Jahr will sie unter dem Motto „7 Wochen ohne Sofort“ beim Entschleunigen des eigenen Lebens unterstützen und begleiten. Mehr Infos und unter anderem einen Fastenkalender gibt es unter siebenwochenohne.de.

Unter dem biblischen Leitsatz „Soviel du brauchst…“ können sich Menschen auch besonders dem „Klimafasten“ zuwenden. In Kooperation mit sechs weiteren evangelischen Landeskirchen bietet die badische Landeskirche 2017 eine gleichnamige Fastenbroschüre an. Sie widmet sich jede Fastenwoche einem anderen Thema und bietet Anregungen zum Auswählen. „Es geht darum, sich auf ein Anders einzulassen. So lernt man den Nachhaltigen Warenkorb kennen oder warum die nächste Anschaffung eines Haushaltsgeräts mit Hilfe der Plattform EcoTopTen das Klima schützt“, erläutert der landeskirchliche Umweltbeauftragte, André Witthöft-Mühlmann. Die Broschüre informiere über Thermostate, Pendlerportale und Carsharing. Die Idee zum Klimafasten wurde erstmals 2015 in der Evangelischen Kirche von Westfalen umgesetzt.

Mehr Infos unter
www.ekiba.de/klimafasten2017

 


Malteser in Göttingen starten das Projekt Herzenswunsch-Krankenwagen

Letzte Wünsche erfüllen

Dr. Christoph Mock (6. von rechts) und Malteser-Kreisbeauftragte Eva-Maria Hilgers-Canisius (3. v.r.) sowie Dirk Odenthal (5. von links) leiten das Projekt „Herzenswunsch-Krankenwagen“ der Malteser in Göttingen. Vorne die Leitung des Hospizes an der Lutter: Beatrix Haan (vorne, dunkle Kleidung), Vorsitzende des Hospizvereins, daneben die Hospiz-Pressesprecherin Kim Ockershaus, Prof. Dr. Peter Diepold vom Vorstand des Hospizvereins und Hospizleiterin Regina Bauer; Bildquelle: Malteser

(Göttingen/mhd) - Noch einmal den Harz sehen, ein letzter Besuch am Seeburger See? Mit ihrem neuen Projekt „Herzenswunsch-Krankenwagen“ können die Malteser in Göttingen nun todkranken Menschen diesen Wunsch erfüllen: Gut ausgebildete Sanitäterinnen und Sanitäter bringen die Patienten mit einem voll ausgerüsteten Krankentransportwagen an einen Ort ihrer Wahl. Das Projekt läuft auf Spendenbasis. Dabei arbeiten die Göttinger Malteser eng mit dem Hospiz an der Lutter zusammen.

  

Elf speziell geschulte Ehrenamtliche stehen derzeit in Göttingen für solche Fahrten bereit, weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Koordiniert werden sie vor Ort von Malteser-Dienststellenleiter Dirk Odenthal und der Malteser-Kreisbeauftragten Eva-Maria Hilgers-Canisius.

 

Die Göttinger Malteser sind mit diesem Angebot nicht alleine. Auch in Braunschweig und Celle sowie Wolfsburg sind insgesamt rund 50 Helfer für den Herzenswunsch-Krankenwagen vorbereitet. Hannover soll noch folgen.

  

An allen Standorten arbeiten die Malteser eng mit stationären Hospizen zusammen. Kommt von dort eine Patientenanfrage, stellen die Malteser, je nach körperlicher Verfassung des Patienten, einen Rettungswagen oder Krankentransportwagen zur Verfügung und sorgen für fachkundige Begleitung. Ist genügend Platz vorhanden, kann ein Angehöriger mitfahren.

  

Für diesen Dienst zahlen der Patient sowie seine Begleitperson nichts. Etwa 100 Euro kann es kosten, einen schwerstkranken Menschen noch einmal nach Hause zu fahren. Für 420 Euro könnte man ein sterbenskrankes Kind zusammen mit seinen Eltern für einen Tag an die Ostsee fahren und etwa 1.500 Euro müsste man aufbringen, um einen Patienten nach Süddeutschland zu bringen, wo er noch einmal mit Verwandten Weihnachten oder ein anderes Fest feiern könnte. Um die Fahrt den Betroffenen kostenfrei anbieten zu können, sind die Malteser daher auf Spenden angewiesen.

  

Koordiniert wird dieser neue Malteser-Dienst von Dr. Christoph Mock, Theologe und Trauerbegleiter des Ambulanten Hospizdienstes der Malteser in Hannover. Mock klärt alle Rahmenbedingungen, hält Kontakt zu den behandelnden Ärzten und sorgt auch für die Ausbildung der ehrenamtlichen Malteser-Begleiter. „Wenn wir mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen einem todkranken Patienten eine Herzensangelegenheit erfüllen können und er so vielleicht ein letztes Mal für ein paar Stunden aus dem Hospiz herauskommt und etwas erlebt, was ihm persönlich wichtig ist, dann hat das Projekt seinen Zweck erfüllt“, sagt Mock.

 

  

Spendenkonto des Herzenswunsch-Krankenwagen:

 

Malteser Hilfsdienst e. V., Diözese Hildesheim

 

Pax Bank IBAN: DE49 3706 0120 1201 2090 10 BIC: GENODED1PA7

 

Stichwort: D09HWK oder „Herzenswunsch“

 

 

 


KDFB lobt 5. Ökumenischen Frauenpredigtpreis aus

 (Köln/kdfb) – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) lobt zum fünften Mal gemeinsam mit dem Deutschen Evangelischen Frauenbund (DEF) den Ökumenischen Frauenpredigtpreis aus. Das Motto lautet: „Eins sein in Christus“ und bezieht sich auf den Bibeltext Galater 3,26-28. Schirmfrau der Aktion ist Annette Schavan, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl.

  

Mit Blick auf das vielfältige und langjährige ökumenische Engagement des Katholischen Deutschen Frauenbundes stellt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth fest: „Besonders im Jubiläumsjahr der Reformation möchten wir das, was uns in unserem gemeinsamen Glauben eint und trägt, in Worte fassen. Als Glaubenszeuginnen verstehen wir die Verheißung des Galater-Briefes - dass es nicht mehr Juden und Griechen, Sklaven und Freie, Mann und Frau gibt, sondern alle „einer“ in Christus sind - als Auftrag, sich selbstbewusst und in Freiheit für gleiche Rechte in Gesellschaft, Kirche und Welt einzusetzen und zu ihrer Verwirklichung aktiv beizutragen.“  

  

Die Auslobung des Ökumenischen Frauenpredigtpreises kann in seiner Absicht laut Dorothee Sandherr-Klemp, Geistliche Beirätin des KDFB, als Teil einer der Hauptaufgaben verstanden werden, die das Zweite Vatikanische Konzil für katholische Gläubige formulierte: „Wir sind gerufen, sichtbare Schritte zur Einheit aller Christen zu unternehmen, denn die Einheit ist ja in der Taufe und im Wesen der Kirche grundgelegt. Im ökumenischen Sinne ermutigen wir daher Frauen, gemeinsam Wege der Gerechtigkeit und der Einheit zu suchen, zu gehen und dies auf ihre Weise zu verkünden. “

  

Evangelische und katholische Frauen, die sich mit dem Bibeltext Galater 3,26-28 bereits befasst haben oder dies noch tun werden, können sich mit einer Predigt, einer Ansprache oder einer Andacht zum Motto „Eins sein in Christus“ bis zum 30. Mai 2017 bewerben. Der Beitrag soll frauenorientiert und ökumenisch ausgerichtet sein. Beteiligen können sich auch Frauen, die nicht Mitglied in einem der beiden Frauenverbände sind. Bewerbungsunterlagen und Kriterien für den Wettbewerb befinden sich auf der Internetseite des KDFB: www.frauenbund.de.

  

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 200.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 

 

 


Ökumenisches Fest am 16. September in Bochum

"Wie im Himmel,  so auf Erden"

 

(Bonn/zdk) - Die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) laden am Samstag, 16. September 2017, gemeinsam zu einem großen Ökumenischen Fest nach Bochum ein.

 

Als einen weiteren Schritt im Rahmen des gemeinsamen Christusfestes 2017 und gegen Ende des Reformationsjahres setzen sie unter dem Leitwort "Wie im Himmel, so auf Erden" ein Zeichen der Verbundenheit untereinander und der Sendung in die Welt. Im Mittelpunkt der eintägigen Veranstaltung wird das gemeinsame, aus dem Glauben getragene Engagement der Christen für die Gestaltung von Politik und Gesellschaft in Deutschland und der Welt stehen.

 

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, feiern zum Abschluss des Tages einen Ökumenischen Gottesdienst.

 

Weitere prominente Teilnehmende sind  unter anderem Bundestagspräsident Norbert Lammert, der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck, und die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, der Präsident des ZdK, Thomas Sternberg, und die Präsidentin des DEKT, Christine aus der Au.

 

Über den Tag verteilt finden an verschiedenen Orten in der Stadt Bochum Workshops zu Fragen der Zukunftsgestaltung in den Bereichen Wirtschaft und Arbeitswelt, Klima und Umwelt, internationale soziale Gerechtigkeit, Bildung, interreligiöser Dialog und Frieden statt.

 

Die christlichen Gemeinden aus der Region Bochum nehmen das Ökumenische Fest zum Anlass für ein umfangreiches Begleitprogramm.

 

Weitere  Informationen zu Programm und Teilnahme finden Sie in Kürze unter: www.oekf2017.de

 


Webinhalte sind jetzt mobilfähig

ERF.de präsentiert sich mit neuem Themenportal

 

(Wetzlar/ERF) - Die Webseite von ERF Medien (Wetzlar) ist Mitte Februar in einem neuen Design gestartet. Jetzt ist die Internetplattform noch übersichtlicher und auch für mobile Geräte optimiert. So kann die Seite www.erf.de nun auf Smartphones oder Tablets besser genutzt werden. Die Darstellung auf dem Bildschirm und auch die Menüführung passen sich an das Gerät mit dessen Möglichkeiten an. Derzeit nutzen mehr als 42 Prozent die Website mit einem mobilen Gerät. Das Portal wurde auch technisch auf den neuesten Stand gebracht. So lassen sich zum Beispiel Videos aus der ERF Mediathek per Google Chromecast oder AirPlay direkt auf den Fernseher übertragen.

 

„Die Navigation wurde vereinfacht, unsere Nutzer finden sehr viel schneller die Inhalte, die sie suchen“, so Pressesprecher Markus Müller. Weniger Unterseiten verhelfen zu einem verbesserten Zugang. „Unsere Nutzer sollen einfacher die Inhalte finden, die sie suchen. Und wir möchten, dass der Besuch der Webseite Spaß macht“, erklärt Müller. Neu ist das Themenportal. Es gibt eigene Seiten zu fünf wichtigen Themenbereichen, auf denen Inhalte aus Radio, TV und Web zum jeweiligen Thema gebündelt sind. So sind zum Beispiel Glaubensgrundlagen leicht in Form von Audio, Bewegtbild, Text und Bilderstrecken zu finden.

 Die User finden nun ein schlankeres, übersichtlicheres Design und entdecken die Sendungen unter thematischen Gesichtspunkten. „Wir werden mehr und mehr Audio, Text und Bewegtbild innerhalb eines Themas präsentieren und sind uns sicher, dass wir dadurch mehr Menschen erreichen und Themen umfassender präsentieren können“, so der Pressesprecher.

 

Das Erscheinungsbild des Internetauftritts wurde stark verändert. Neu ist, dass die ERF Angebote in den Vordergrund rücken und in einer gemeinsamen Navigation versammelt sind.  Darüber hinaus erhalten die Produkte des ERF jeweils einen eigenen, individuellen Bereich, in dem die Nutzer unterschiedliche Inhalte entdecken können. Müller: „Wichtig ist uns dabei, dass zum Beispiel die Freunde von ERF Plus alles, was sie so sehr an ERF Plus schätzen, auch in der ‚Produktwelt‘ von ERF Plus schnell und einfach wiederfinden können, oder die Freunde von unserem TV-Format ‚Mensch, Gott!‘ ihre Lieblingssendung schnell in diesem Bereich finden.“ Dazu gibt es nach wie vor ein Audioarchiv bei ERF Plus und für die Angebote des Bewegtbildbereiches eine Mediathek.

  

Insgesamt werden dadurch die Themen viel attraktiver dargestellt und der Zugang dazu aus verschiedenen Blickwinkeln ermöglicht. Müller: „Dies bringt für die Nutzer einen enormen Mehrwert und bietet ihnen ein neues Nutzererlebnis.“

 


AM SONNTAG LIVE IM DEUTSCHLANDFUNK

GOTTESDIENST AUS WALDKIRCH-KOLLNAU


 

(Waldkirch-Kollnau/ekiba) - „Wie das Wort Lebens-Kraft bekommt“ lautet das Motto des Gottesdienstes am Sonntag (19.02.17) in der evangelischen Kirche in Waldkirch-Kollnau, der von 10.05 bis 11 Uhr live im Deutschlandfunk übertragen wird. Die evangelische Paul-Gerhardt-Kirche ist erst 50 Jahre alt, „aber gerade in ihrer Einfachheit eine Schönheit“, so der badische Rundfunkpfarrer für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, Wolf-Dieter Steinmann.

Wer nicht nach Kollnau kommen kann, hat bundesweit die Möglichkeit den Gottesdienst live im Deutschlandfunk mitzuverfolgen. „Wie bekommen Worte gute Kraft?“ Diese Frage ziehe sich als roter Faden durch den Gottesdienst aus der Kollnauer-Kirche, kündigt der badische Rundfunkpfarrer Wolf-Dieter Steinmann an. Worte wirken – das merke man oft im Negativen, „wenn ein böses Wort oder Hassmails verletzen, wenn falsche Nachrichten in die Irre führen, wenn Wahlen gewonnen werden, je lauter und dreister die Parolen sind“, so Steinmann. Da komme das gute Wort unscheinbarer daher.

Gestaltet wird der Gottesdienst von Pfarrerin Therese Wagner und Lektorinnen und Lektoren der Paul-Gerhardt –Gemeinde zusammen mit dem Trompeter Rudolf Mahni, der Organistin Andrea Schroen und der Elztalkantorei. Die evangelische Kirche in Kollnau, so Rundfunkpfarrer Steinmann, beherberge noch etwas ganz Besonderes: „Welche Kirche kann schon von sich sagen, dass Ihre Orgel quasi home-made ist?“ Die Paul-Gerhardt-Kirche könne das. Ihre Orgel stamme aus dem „Zentrum des Orgelbaus“ Waldkirch.

 


Partnerschaftsbesuch der Kirche von England

Bischof von Lichfield: „Brücken bauen nach Brexit-Entscheidung“

 

(Hamburg/Schwerin/ce) - Zur Stärkung der Beziehungen in politisch unruhigen Zeiten wird der Bischof der Diözese Lichfield der Kirche von England, Dr. Michael Ipgrave, vom 16. bis 22. Februar die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) besuchen. Dabei freut sich der Bischof auf viele Gespräche und Begegnungen - mit dem Direktor des Zentrums für Mission und Ökumene, Dr. Klaus Schäfer, genauso wie mit dem Bischofsrat der Nordkirche. Auch nimmt er an einem Ordinationsgottesdienst in Hamburg teil.

 

Besonders interessiert Bischof Ipgrave die kirchliche Arbeit mit Geflüchteten. So besucht er Projekte und Gemeinden in Rostock, Bad Doberan und Hamburg. In Lübeck wird er an einem vom Zentrum für Mission und Ökumene in Kooperation mit dem Männerforum der Nordkirche und Einrichtungen der Kirchenkreise Lübeck-Lauenburg und Ostholstein organisierten Fachtag mit dem Titel „Ausgebremst – Was macht Flucht mit Männlichkeit?“ teilnehmen.

 

Christa Hunzinger, Europareferentin im Zentrum für Mission und Ökumene, sagte im Vorfeld: „Ich freue mich sehr, dass es Bischof Ipgrave ein Anliegen ist, so kurz nach seinem Amtsantritt unsere Nordkirche zu besuchen. Gerade in Zeiten, in denen viele die eigene Nation an die erste Stelle setzen, ist es wichtig, dass wir als Christinnen und Christen über nationale Grenzen hinweg gemeinsam Werte wie Gerechtigkeit, Solidarität und kulturelle Offenheit vertreten.“ Das Zentrum für Mission und Ökumene koordiniert und fördert die internationalen Beziehungen der Nordkirche. Im Rahmen des Besuches von Bischof Ipgrave tagt auch der Ausschuss „Kirche von England“, dessen Vorsitzender Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, ist.

 

Erst im September 2016 wurde Dr. Ipgrave zum 99. Bischof von Lichfield geweiht, Bischof Magaard war damals unter den Gästen. Im November 2016 betonte Ipgrave: „Partnerschaftliche Beziehungen, besonders mit dem europäischen Kontinent und in diesem Fall Deutschland, werden umso wichtiger, weil der Brexit keine Abstimmung für ein Verlassen Europas war; es ging speziell um die Europäische Union. Wir sind ein Teil von Europa, und dies ist ein Weg, diese Beziehungen noch stärker zu bauen und die Brücken noch fester zu machen, die uns in Freundschaft mit anderen europäischen Christinnen und Christen verbinden.“

 

Michael Ipgrave ist außerdem Co-Vorsitzender der Anglican-Lutheran Society. So ist er gespannt auf die Aufführung des Pop-Oratoriums Luther, die er in der Barclaycard-Arena besuchen wird. Auch hat er sich in der Vergangenheit intensiv  mit Themen wie interreligiöser Dialog, Religion und Menschenrechte beschäftigt und mittlerweile sechs Bände zum Christlich-Muslimischen Dialog veröffentlicht.

 

 

 

Hintergrund:

 

Die Partnerschaft mit der Diözese Lichfield begann in den 1980er-Jahren in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Seit 1999 wurde für jeweils fünf Jahre ein „Covenant“ (Bund) geschlossen. In neuer Formulierung hat die Synode der Nordkirche diesen im September 2014 bekräftigt. „Das Engagement für Frieden und Versöhnung ist vor allem im Gedenken an die Zeit des Ersten Weltkriegs in der Partnerschaftsarbeit mit England ein Schwerpunkt“, erläutert die Europareferentin Christa Hunzinger. Zur Diözese Lichfield gehören 425 Gemeinden. Insgesamt zählen zur Kirche von England 42 Diözesen. Jede Diözese hat einen Bischof oder eine Bischöfin sowie einen oder mehrere Suffraganbischöfe. Dazu gibt es die Erzbischöfe von Canterbury und York. Die Nordkirche unterhält Beziehungen zu zwei weiteren Diözesen der Kirche von England, den Diözesen Ely und Durham.

 

 

 


Aussergewöhnliche Aktion zum Valentinstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Liebesbriefe von Gott

Horst Scheufen (Zweiter v. links) und Stefan Groß (Zweiter v. rechts) freuen sich über die Liebesbriefe von Gott, die ihnen Ute Herhold (links) und Pfarrer Jörg Meyrer (rechts) überreichen. Foto: bt
Horst Scheufen (Zweiter v. links) und Stefan Groß (Zweiter v. rechts) freuen sich über die Liebesbriefe von Gott, die ihnen Ute Herhold (links) und Pfarrer Jörg Meyrer (rechts) überreichen. Foto: bt

(Bad Neuenahr-Ahrweiler/bt) – „Damit haben wir nicht gerechnet!“ Die beiden jungen Frauen sind einigermaßen überrascht, als sie am Freitag auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Bad Neuenahr-Ahrweiler einen roten Umschlag in die Hand gedrückt bekommen, überreicht mit den Worten: „Ich habe hier einen Liebesbrief für Sie – von Gott zum Valentinstag.“ Nachdem sich die Überraschung gelegt hat, freuen sich die Empfängerinnen über die ungewöhnliche Post: „Es ist doch schön, einen Liebesbrief zu bekommen.“

 

Für Ute Herhold ist die Reaktion der beiden Frauen ganz typisch: „Die allermeisten Leute nehmen die Briefe gerne mit nach Hause, um sie bei einer Tasse Kaffee gemütlich zu lesen“, berichtet die ehrenamtliche Helferin. Mit ihr sind an diesem Freitag und Samstag zahlreiche Ehrenamtliche in der Kreisstadt unterwegs, um die Liebesbriefe von Gott zu verteilen. Auch Pfarrer Jörg Meyrer hilft tatkräftig mit. Er hat die Aktion vor Jahren in Wien kennengelernt und mit in seine Pfarreiengemeinschaft gebracht, hier läuft sie jetzt das vierte Jahr. „Am Valentinstag ist Liebe für viele ein ganz großes Thema, da wollen wir die Gelegenheit nutzen die Liebesbriefe von Gott zu verteilen“, so Meyrer, „die Menschen bekommen einen Brief, in dem steht etwas Liebes drin, dass Gott einen Blick auf sie hat, das tut ihnen gut.“

 

„Für dich – meine beste Idee!“ So wendet sich der Liebesbrief von Gott an seine Empfänger, und weiter: „Ich habe dich geschaffen und gewollt“, und: „Mit großer Leidenschaft kämpfe ich um dich.“ Eine Botschaft, die ankommt: „Das ist doch etwas Wunderbares und Herzliches, daran kann man sich nur erfreuen“, sagt eine Passantin, die sich trotz des Einkaufstrubels gleich vor Ort die Zeit genommen hat, einen Blick in den Brief zu werfen. Der kommt auch bei Männern gut an: „Das ist schon eine tolle Aktion, schließlich bekommt man ja nicht jeden Tag einen Liebesbrief von Gott“, sagt Horst Scheufen, als er den roten Umschlag in Händen hält. Und Stefan Groß ergänzt: „Das ist ja auch eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.“

 

Genau das ist eine weitere Intention der Liebesbriefe von Gott, die mit dem Satz enden: „Lass uns wieder einmal miteinander reden.“ Damit verbunden ist die Einladung zu einem „Rendezvous mit Gott“. Die Möglichkeit dazu besteht bei drei besonderen Gottesdiensten am Dienstag, 14. Februar, dem Valentinstag: Um 18.30 Uhr beim ökumenischen Gottesdienst in der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr, ebenfalls um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius in Ahrweiler und um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Heppingen beim Candle-Light-Gottesdienst mit Liedern, Texten, Geschichten und Gebeten bei Kerzenschein zum Thema Liebe und anschließendem Glas Sekt.

 


Bistum würdigt ehemaligen Domkapellmeister Fischbach mit Gedenkgottesdienst

Ein herausragender Chorleiter, Komponist und Pädagoge

Domkapellmeister Klaus Fischbach. Foto: bt
Domkapellmeister Klaus Fischbach. Foto: bt

(Trier/bt) – Das Bistum Trier würdigt seinen ehemaligen Domkapellmeister Prof. Klaus Fischbach mit einem Gedenkgottesdienst. Er findet statt am Samstag, 25. März um 10 Uhr im Trierer Dom mit Chor- und Orgelmusik von Klaus und Klaus-Ewald Fischbach. Am 9. Februar war Fischbach im Alter von 81 Jahren in Trier gestorben. 27 Jahre lang, von 1973 bis 2000, prägte er das musikalische Leben am Dom und im Bistum Trier als Domkapellmeister und Leiter der Bischöflichen Kirchenmusikschule Trier.

 

Der Trierer Domchor verneige sich vor Fischbach „in großer Dankbarkeit“, erklärt Domkapellmeister Prof. Thomas Kiefer in seinem Nachruf. Fischbach sei ein Mann „aus ihren Reihen“, der sich um die Musik im Bistum Trier „große Verdienste“ erworben habe. Er sei ein „herausragender“ Chorleiter, Komponist und Pädagoge gewesen. „Seine Musik wird im Dom noch lange weiterklingen.“

 

Fischbach wurde in Wallenborn in der Eifel geboren und studierte Kirchenmusik an der Musikhochschule Saar. Nach seinem Studium arbeitete er als Kirchenmusiker unter anderem in den Kirchengemeinden Britten, Quierschied und an der Basilika St. Johann in Saarbrücken. Nach fast zwanzigjähriger Kirchenmusikertätigkeit im Saarland wurde er Direktor der Musikschule der Stadt Krefeld (1971-1973). 1962 gründete er auf Mitinitiative des Saarländischen Rundfunks den „Madrigalchor Klaus Fischbach“, den er bis zu seinem Tod geleitet hat. Mit seinen „Madrigalisten“ gelang es ihm, zahlreiche geistliche und weltliche CD- und Rundfunkproduktionen zu realisieren sowie viele Preise bei internationalen Wettbewerben zu gewinnen.

 

Zum 1. Oktober 1973 wurde Fischbach als erster Nichtpriester zum Domkapellmeister am Hohen Dom zu Trier berufen. Mit seinen zahlreichen Chorkompositionen vom einfachen Choralsatz bis zur großen Orchestermesse war er maßgeblich daran beteiligt, in Trier die neuen liturgischen  Anforderungen des Zweiten Vatikanischen Konzils musikalisch umzusetzen. Einige seiner Kompositionen wurden bei nationalen und internationalen Wettbewerbsausschreibungen ausgezeichnet. Auch nach seinem Ruhestand komponierte Fischbach weiter – so erschien unter anderem zur Einführung des neuen Gotteslobs das von ihm mitherausgegebene „Trierer Chorbuch zum Gotteslob“.

 

Gemeinsam mit Domorganist Josef Still kann Prof. Klaus Fischbach als der „Erfinder“ des Trierer Abendlobs gesehen werden, das erstmals bei Heilig-Rock-Wallfahrt 1996 eingeführt wurde und bis heute ein fester Bestandteil der jährlich stattfindenden Heilig-Rock-Tage im Trierer Dom geblieben ist. Als Domkapellmeister wirkte er maßgeblich mit am Aufbau der Regionalkantorenstruktur des Bistums und gehörte deren Konferenz bis 1995 an.

 


Bündnis im Landkreis Bad Kreuznach gegründet und viele Unterstützer gefunden

Tribunal gegen Altersarmut

Die Mitglieder des Frauenbündnisses setzen sich für die Rechte der Frau ein. Foto: bt
Die Mitglieder des Frauenbündnisses setzen sich für die Rechte der Frau ein. Foto: bt

(Bad Kreuznach/bt) – Auf Initiative der Frauen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat sich in Bad Kreuznach ein regionales Frauenbündnis gegen Altersarmut gegründet. Mitglieder in der neuen Gruppe sind unter anderem das katholische Projekt „inklusiv leben lernen“ und die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) im Dekanat Bad Kreuznach.

 

 

Das Ziel des parteipolitisch neutralen Frauenbündnisses besteht darin, das Ausmaß der Armut von Frauen insbesondere im Alter sichtbar zu machen. Mit Blick auf die Bundestagswahl im September will das Bündnis vor allen Dingen deutlich machen, was in Gesellschaft und Arbeitsleben geändert werden muss, um Altersarmut von Frauen in Zukunft zu verhindern.

 

Die Frauen im Bündnis sind sich einig: Ob Niedriglohn, Teilzeit, Erwerbsunterbrechung oder mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie – diskriminierende Bedingungen im Erwerbsleben führen Frauen in prekäre Beschäftigungsverhältnisse mit geringem Einkommen. Darauf folgten Renten, die oft nicht zum Leben reichten. Deshalb seien die Stärkung der gesetzlichen Rente und eine Anhebung des Rentenniveaus dringend erforderlich. Ingrid Altmaier, kfd-Dekanatsvorsitzende Bad Kreuznach, berichtet, dass die kfd sich seit Jahren für eine Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern einsetze. „Frauen müssen statistisch gesehen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten, um das gleiche Jahresgehalt wie Männer ‚in der Tasche‘ zu haben. Das ist ungerecht. Deshalb machen wir beim Frauenbündnis gegen Altersarmut mit“, begründet Ingrid Altmaier.

 

Marianne Münz, Referentin im Projekt „inklusiv leben lernen“ in Bad Kreuznach, lenkt den Fokus auch auf Frauen mit Behinderung. Das Thema Altersarmut treffe diese Gruppe noch stärker. „Altersarmut ist oft die Folge von Arbeitslosigkeit – und das ist ein Problem, von dem Menschen mit Behinderung besonders betroffen sind. Ihre Arbeitslosenquote ist mehr als doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung.“

 

Armut im Alter, von Gesellschaft und Politik bisher billigend in Kauf genommen, sieht das Bündnis als ein Verbrechen an den Frauen, die ihr Leben lang arbeiten, erziehen und pflegen. Das gehöre angeklagt, vor Gericht gebracht und verurteilt. Deshalb wird das neugegründete Frauenbündnis als erste Aktion am diesjährigen Internationalen Frauentag am 8. März zu einem Tribunal gegen Altersarmut von Frauen einladen.

 

Weitere Mitglieder im Bündnis sind Frauengruppen der IG Metall und ver.di, der Verband alleinerziehender Mütter und Väter Bad Kreuznach, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Bad Kreuznach, die Evangelische Frauenhilfe im Kirchenkreis an Nahe und Glan und das „Café Bunt“ der Kreuznacher Diakonie.

 

Weitere Informationen gibt es bei der Initiatorin des Netzwerkes Rita Schmitt vom DGB per E-Mail an rita.schmitt(at)dgb.de oder unter Tel.: 06131-281613.

 


Nachfolger von Dr. Hans-Jürgen Marcus kommt aus Fulda nach Hildesheim

Achim Eng wird neuer Direktor des Diözesan-Caritasverbandes

 

Der Caritasverband für die Diözese Hildesheim hat einen neuen Direktor und Vorstandsvorsitzenden: Achim Eng wird am 1. Mai 2017 die Nachfolge von Dr. Hans-Jürgen Marcus antreten, der Ende vergangenen Jahres auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausgeschieden ist. Bildquelle: Achim Eng / bph

 

(Hildesheim/bph) - Der Caritasverband für die Diözese Hildesheim hat einen neuen Direktor und Vorstandsvorsitzenden: Achim Eng wird am 1. Mai die Nachfolge von Dr. Hans-Jürgen Marcus antreten, der Ende vergangenen Jahres auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausgeschieden ist.

 

 

 

Der 57-jährige Kasseler ist Ressortleiter für die Bereiche stationärer und teilstationärer Alten- und Jugendhilfe beim Caritasverband für die Diözese Fulda. Zuvor arbeitete er als Referent für Altenpflege und Geschäftsführer der Caritas-Landesarbeitsgemeinschaft Altenhilfe/Pflege beim Caritas Verband der Diözese Limburg.

 

 

 

Seine erste berufliche Station war die Tätigkeit als Regionaljugendreferent der Erzdiözese Freiburg für die Region Rhein-Neckar. Während seiner bisherigen Berufstätigkeit absolvierte er eine Weiterbildung in Sozialmanagement, ein berufsbegleitendes Studium der Gerontologie sowie eine Ausbildung zum Diplom Supervisor.

 

 

 

Eng studierte an der Gesamthochschule Kassel und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die Fächer Erziehungswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften und Katholische Theologie.

 

 

 

„Ich heiße Herrn Eng herzlich willkommen und wünsche ihm für seine neue Tätigkeit als Leiter des Caritasverbands für die Diözese Hildesheim ein gutes Gelingen und Gottes Segen!“, sagt der Generalvikar des Bistums Hildesheim, Weihbischof Heinz-Günter Bongartz.

 

 

 

 

 

Bistum Hildesheim in Kürze:

 

Das Bistum Hildesheim, gegründet 815, ist eine der ältesten Diözesen Deutschlands und umfasst mit seinen 30.000 Quadratkilometern weite Teile Niedersachsens sowie Bremen-Nord und Bremerhaven. Es ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und als kirchlicher Seelsorge- und Verwaltungsbezirk in 17 Dekanate und 119 Pfarrgemeinden gegliedert. Im Bistum Hildesheim leben rund 611.000 Katholiken (Stand: 31.12.2015). Sie bilden in fast allen Regionen der Diözese eine Minderheit (Diaspora). Geleitet wird das Bistum von Bischof Norbert Trelle. Bischofskirche ist der Mariendom in Hildesheim.

 


Die Materialien zum Ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2017 sind erschienen

„JesusArt“ – Beten mit Straßenkunst und Smartphone-App

Foto: Ökumenischer Kreuzwegs der Jugend
Foto: Ökumenischer Kreuzwegs der Jugend

 

 (Düsseldorf/Hannover/pm) - Interaktiv, modern und auf Wunsch auf dem Smartphone immer mit dabei: Neben Bildern, Texten und Musik gibt es zum ersten Mal beim Ökumenischen Kreuzweg der Jugend alternativ zu den gedruckten Materialien auch eine Smartphone-App zum Mitbeten.

  

Unter dem Titel „JesusArt“ steht dieses Mal Straßenkunst im Mittelpunkt. Kräftige Farben dominieren die Bilder. Sie zeigen bunte, eindrucksvolle Motive - etwa einen Teddybär aus dem Frauenhaus oder den Natodraht eines Grenzzauns. Der Jugendkreuzweg „JesusArt“ will mit jungen Menschen und ihren Fragen zu den Kreuzen dieser Welt unterwegs sein. Die Bilder zu den Stationen in Stencil Art stammen vom Osnabrücker Künstler und Sozialarbeiter Mika Springwald. Sie sind in einem Projekt mit Jugendlichen in der Vorbereitung zur Firmung entstanden und dann weiterentwickelt worden. Bei der Kunstform Stencil Art werden zunächst Schablonen mit Motiven aus Pappe oder beispielsweise Kunststoff geschnitten. Diese werden mit Farbsprühdosen oder Ölkreide aufgebracht. Damit ist jedes Bild wiederholbar und trotzdem völlig einzigartig. Diese Straßenkunst, die für Botschaften und gegen Missstände eine Öffentlichkeit schafft, greift der Jugendkreuzweg auf. Texte und Lieder des Kreuzwegs sowie die Nutzungsmöglichkeiten orientieren sich an der Stencil Art.

 

 

„Mit dieser besonderen Kunstform und den neuen Wegen, den Kreuzweg zu beten, steht der Jugendkreuzweg 2017 für die immer wieder neue Art und Weise, mit der Gott sich jedem Menschen zuwendet. Im Kreuzweg und im gemeinsamen Beten ist die Begegnung mit Jesus möglich. Stencil Art, Videos und verschiedene Musikstile wollen vor allem jungen Menschen einen Zugang zur Botschaft Jesu bieten“, erläutert Alexander Bothe, Geschäftsführer des Jugendkreuzwegs. Mitten in diesen unruhigen Zeiten böten die Materialien des Kreuzwegs die Möglichkeit, sich mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen. „Diese Zeiten, diese Wunden, die Kreuzwegsituationen unserer Welt sind nicht das Ende. Der Kreuzweg ermutigt uns dazu, prophetisch zu sein und Veränderungen zu wollen“, so Bothe.

  

Erstmals sind die Texte zu den sieben Stationen durch Impulsfragen und O-Töne aus einem interaktiven Gottesdienst für Jugendliche ergänzt worden. Zu jeder Station haben junge Youtuberinnen und Youtuber Filmclips als Dialog mit den Bildern entwickelt. Als Musik stehen zwei verschiedene Stile zur Auswahl, moderne geistliche Musik und elektronische Popmusik mit HipHop. Alle Inhalte gibt es auch in der erstmals angebotenen interaktiven App „JesusArt“ für Smartphone und Tablets. Die App ermöglicht das Gebet in der Gruppe oder kann auch als persönliche GebetsApp genutzt werden. Passend zur Kunstform enthält der Materialkoffer auch eine Schablone mit Sprühkreide.

  

Die zahlreichen Materialien und die Texte wurden von einem ökumenischen Redaktionsteam gemeinsam entwickelt. Plakate, Text- und Liederhefte, Noten und weitere Materialien wie Sprühschablonen und auch Faksimiledrucke sind über den Webshop des Jugendhauses Düsseldorf sowie  über www.jugendkreuzweg-online.de erhältlich. Dort sind ebenfalls die Materialien früherer Kreuzwege zu beziehen. Sie sind ganzjährig am Stück oder als Bausteine für Exerzitien, Andachten, Gebetsimpulse oder Gruppenstunden einsetzbar. Die App ist über die bekannten Stores zu beziehen.

  

1958 begann der Jugendkreuzweg als „Gebetsbrücke“ zwischen jungen katholischen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR. Seit 1972 wird er ökumenisch gebetet. Heute überbrücken die gemeinsamen Worte Konfessionen, Gesinnungen und Generationen. Mit jährlich knapp 60.000 Teilnehmenden gehört der Jugendkreuzweg zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Auch in den Niederlanden, Österreich und in deutschsprachigen Teilen von Luxemburg, Belgien und der Schweiz sowie in vielen deutschsprachigen Auslandsgemeinden weltweit beten junge Christinnen und Christen jedes Jahr neu in dieser Tradition.

  

Träger des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend sind die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej).

 

 

 

Fotos: Ökumenischer Kreuzwegs der Jugend