Nachrichten / Glaube, Liebe, Hoffnung

16.12.2017


Prominente und Geschenke für Münchner Heimkinder bei der exklusiven Weihnachtsfeier von kids to life und Modehaus Hirmer

 

(München/jp) - Im kleinen, exklusiven Kreis fand dieses Jahr die traditionelle Geschenkübergabe der Stiftung kids to life an drei Münchner Einrichtungen statt. Stiftungsgründer Anton Schrobenhauser begrüßte am 14. Dezember 2017 mit Ehefrau Stephanie und Sohn Anton Junior die Gäste, darunter die Mario Götze Brüder Fabian und Felix (Fußballer, FC Bayern München), Schauspieler Martin Gruber („Die Bergretter“, ZDF), Stephan Koloczek (Geschäftsführer von myGrill.de) und Hirmer Verkaufsleiter Robert Greil.

 

Gleich zu Beginn durften sich Barbara Hathaway (Stiftungsleiterin von kids to life) und Martin Gruber für seine eigene Martin Gruber-Stiftung über Schecks über jeweils 7.500 Euro aus den Hirmer Weihnachtsaktionen freuen, die Ihnen von Robert Greil überreicht wurden. „Wir freuen uns, dass Hirmer uns bei dieser Tradition so großzügig unterstützt und mit den Spenden so vielen Kindern eine Freude macht“, so Barbara Hathaway und Robert Greil ergänzt: „Für uns die Partnerschaft mit kids to life sehr wichtig und es ist schön, dass wir hier einen wertvollen Beitrag für Kinder und Jugendliche im Großraum München leisten können“.

 

Die Kunden des Münchner Traditions-Männermodehauses hatten außerdem noch über 100 der insgesamt knapp 200 Geschenke und damit Präsente im Wert von ca. 5.000 Euro gespendet. Die übrigen Kinderwünsche hatten die Schlotterbeck Friseure, Aon Hewitt, die Moterium GmbH und viele Privatpersonen erfüllt.

 

Dann erfreute der Gospel Chors des Clemens Maria Kinderheims die Gäste mit einer weihnachtlichen Gesangsdarbietung, bevor die Geschenke symbolisch der Leiterin des Heims übergeben wurden, denn ausgepackt werden dürfen die Pakete natürlich erst an Heiligabend. Der Nachmittag klang bei Lebkuchen, Kinderpunsch und Kaminfeuer gemütlich aus.

 

 

Mehr zu kids to life:

 

Die Anton Schrobenhauser-Stiftung kids to life engagiert sich seit ihrer Gründung 2003 national und international für benachteiligte Kinder.

 

Das 16.000m2 große Stiftungsgelände in Unterhaching wird von mehr als 30 sozialen Einrichtungen mit über 4.000 Kindern jährlich genutzt. Das weitläufige Areal verfügt über eine Kinderwerkstatt, einen Streichelzoo mit einer Vielzahl an Tieren, Sportplätze, einen Klettergarten und zwei Übernachtungshäuser. Im S-Bahn Bereich gelegen bietet kids to life damit für viele der Einrichtungen in und um München ein wertvolles therapeutisches Angebot.

 

Neben den Münchner Waisenhäusern, die seit vielen Jahren zu den Gästen der Stiftung gehören, nehmen zunehmend auch Einrichtungen der Flüchtlingshilfe das Angebot wahr.

 

International leistet kids to life humanitäre Hilfe vor Ort und betreut verschiedene Bildungsprojekte in Kriegs- und Krisengebieten. Dazu gehört u.a. die Lieferung von Überlebenspaketen: Jährlich werden über 4.000 Pakete an notleidende Kinder in Syrien verteilt. Mehrere Schulprojekte und die gezielte Unterstützung von Waisenkindern sind weitere wichtige Anliegen der internationalen Hilfe von kids to life.

 


Ein Tag im Advent im Livestream

 

 

(Koblenz/pm) - Am 17. Dezember 2017, dem dritten Advent, begrüßen Online-Redaktionen von katholischen Bistümern, Orden, Verbänden, Hilfswerken und Trägern das Friedenslicht aus Bethlehem auf 16 Stationen zwischen München und Kiel in einem Livestreamprogramm auf Youtube, Facebook und katholisch.de. Die BBT-Gruppe beteiligt sich an der Aktion „Ein Tag im Advent“ mit einem 15-minütigen Beitrag vom Weihnachtsmarkt ihrer Einrichtung in Rilchingen.

 

Von 9.15 bis 20 Uhr übertragen die Aktionspartner in Live-Schaltungen den Weg des Friedenslichts durch Deutschland. Ergänzend werden Beiträge gesendet, die aufgezeichnet wurden. Der 15-minütige Beitrag der BBT-Gruppe wurde am 2. Dezember 2017 am Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der Barmherzigen Brüder Rilchingen aufgezeichnet. Die Veranstaltung in Kooperation mit den Vereinen aus Rilchingen-Hanweiler fand bereits zum 20. Mal statt.

 

„Der Markt ist ein feststehender Termin im Gemeinde- und Vereinsleben des Ortes und unserer Einrichtung, auf die sich alle das ganze Jahr freuen und vorbereiten. Es ist eine wunderbare Gelegenheit des Austauschs und der Begegnung zwischen der Gemeinde und unseren Bewohnern, Klienten, ihren Angehörigen und Freunden“, sagt Hausoberer Alfred Klopries. „Von den rund 2.000 Besuchern kommen viele jedes Jahr, weil sie bei uns das finden, was sie auf den Weihnachtsmärkten der Großstädte vermissen: Gemeinschaft erleben in einer besinnlichen Atmosphäre mit viel Musik und ohne Trubel“, so Klopries. 60 Hobbyaussteller und Klienten präsentierten in den Gebäuden und im Park der Einrichtung ihre Werke und boten kulinarische Besonderheiten an. Gesendet wird der BBT-Beitrag um 16:45 Uhr.

 

Das Streaming-Programm umfasst als weitere Beiträge Gottesdienste und Gebete sowie Schaltungen zu Adventsveranstaltungen. Koordiniert wird das Programm mit dem Titel „Ein Tag im Advent" aus dem Studio des Internetportals katholisch.de in Bonn.

 

 

 

Die Livestreams am 17. Dezember 2017 laufen auf folgenden Plattformen:

 

Youtube                      https://youtu.be/R36m1Vp5NXk

 

Facebook                    https://facebook.com/katholisch.de

 

Katholisch.de              http://www.katholisch.de/EinTagImAdvent

 

 

 

Friedenslicht

 

Das Friedenslicht wird seit 1986 jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit von einem Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet. Seit 1994 kommt es auch nach Deutschland. Mit dem Flugzeug wird es zunächst nach Wien gebracht. Von dort aus wird es in mehr als 30 europäische Länder ausgesandt. In Deutschland wird das Licht von verschiedenen Pfadfindergruppen verteilt.

 

 

Die BBT-Gruppe ist mit rund 80 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, über 11.000 Mitarbeitenden und ca. 800 Auszubildenden einer der großen christlichen Träger von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland.

 


Udo Lindenberg und das Bonifatiuswerk spenden 24.000 Euro an Wohnhaus für Frauen in Hamburg

 

(Hamburg/bw) - Panikrocker Udo Lindenberg und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken spenden 24.000 Euro an das Frauenwohnhaus „Johanna“ in Hamburg. Das Wohnhaus ist ein Ort, an dem Frauen Zuflucht finden, die psychisch und physisch Gewalt erfahren haben. Die Spendensumme ist der Erlös aus der Kunstausstellung „Udos 10 Gebote“, die das Bonifatiuswerk während des Paderborner Liborifestes im Juli 2017 in der Gaukirche in Paderborn gezeigt hatte.

 

Das Bonifatiuswerk als Organisator der eintrittsfreien Ausstellung hatte die Besucher, gemeinsam mit Udo Lindenberg, um eine Spende für das Wohnhaus „Johanna“ gebeten. An nur neun Tagen kamen 47.000 Besucher in die Ausstellung. Zudem wurden limitierte Sonderdrucke zweier Ausstellungsbilder, Bildbände und eine limitierte Sonderbriefmarke in einer Auflage von 3.000 Briefmarken angeboten.

 

„Ich freue mich gigantisch, dass die Ausstellung in Paderborn so toll gelaufen ist und dass so viele Besucher eine Spende gegeben haben. Danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir großartige 24.000 Euro zusammenbekommen haben“, sagte Udo Lindenberg.

 

„Im Wohnhaus Johanna erfahren Frauen gelebte christliche Nächstenliebe. Nach schwierigen Ereignissen, Brüchen oder psychischen Erkrankungen können sie nur durch Solidarität und kompetente Begleitung, Perspektiven für neue Schritte in ihrem Leben finden. Wir danken allen Unterstützern für ihre Großherzigkeit und wünschen den Frauen Ermutigung aus der Botschaft des Weihnachtsfestes, die sie auch im neuen Jahr stärken kann“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

 

Das Wohnhaus „Johanna“ wird vom „Sozialdienst katholischer Frauen in Hamburg“ betrieben.

 


Pressekonferenz zur bundesweiten Eröffnung des Dreikönigssingens

Trier erwartet über 2.600 Sternsinger

Sternsinger aus der Trierer Pfarrei St. Martin mit Bischof Stephan Ackermann im Domkreuzgang. Foto: bt
Sternsinger aus der Trierer Pfarrei St. Martin mit Bischof Stephan Ackermann im Domkreuzgang. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Starke Zahlen konnten Dr. Stephan Ackermann, Bischof von Trier, und die Verantwortlichen für die Aktion Dreikönigssingen am 14. Dezember bei einer Pressekonferenz in Trier präsentieren. 2.659 Sternsinger sowie 867 jugendliche und erwachsene Begleitende aus 142 Pfarrgruppen freuen sich mit Gästen aus acht weiteren Bistümern auf die bundesweite Eröffnung der 60. Aktion Dreikönigssingen am Freitag, 29. Dezember, in Trier. „Das ist doch eine wunderbare Resonanz“, war Bischof Ackermann sichtlich stolz auf die königliche Bewegung in seiner Diözese und die erstmalige Rolle als Gastgeber für den bundesweiten Aktionsauftakt. „Wir freuen uns, Ausrichter der Eröffnung zu sein. Das Sternsingen hat eine starke Tradition in unserem Bistum.“

 

Kurz vor dem Anmeldeschluss hatten die Organisatoren vor Ort, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier, die Abteilung Jugend im Bischöflichen Generalvikariat und weitere Fachabteilungen des Bistums, noch mit rund 1.400 Teilnehmenden gerechnet. „Die hohe Teilnehmerzahl hat uns auch vor große Herausforderungen gestellt“, fasste die BDKJ-Diözesanvorsitzende Susanne Kiefer die Organisationsleistung der vergangenen beiden Wochen zusammen. An neun verschiedenen Orten wird nun am Eröffnungstag ein buntes Mitmachprogramm mit Theater-, Film- und Workshopangeboten für die Sternsinger organisiert. 150 Helferinnen und Helfer werden dann bei der Programmgestaltung, bei Lotsen- und Ordnerdiensten und bei der Essensausgabe aktiv sein. „Wir wollen den Kindern einen schönen Tag zum Abschluss des Jahres bereiten und zum Start der neuen Aktion“, so Kiefer.

 

„Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ heißt das Leitwort der 60. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder 300.000 Sternsinger von Tür zu Tür ziehen werden. Mit ihrem Motto werden sie dann darauf aufmerksam machen, wie sehr Kinder weltweit unter gefährlicher, gesundheitsgefährdender und ausbeuterischer Arbeit leiden.

 

Armut und Ausbeutung bekämpfen – Schulbesuch ermöglichen

 

„Armut und ein fehlendes gesichertes Einkommen der Eltern sind die Hauptursachen von Kinderarbeit“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger’. „Neben Gesetzen gegen Kinderarbeit sind deshalb staatliche und zivilgesellschaftliche Programme nötig, die einen Weg aus der Armut ermöglichen und Familien in die Lage versetzen, auf den Lohn ihrer Kinder verzichten zu können.“ Armut und Ausbeutung bekämpfen, Schulbesuch fördern, arbeitende Kinder zu Wort kommen lassen, das eigene Konsumverhalten überprüfen – so lauten einige der Forderungen der beiden Aktionsträger. „Auch bei Formen ausbeuterischer Kinderarbeit geht es um Produkte, die nach Deutschland exportiert werden“, so Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). „Wenn wir weniger konsumieren und Produkte aus dem Fairen Handel bevorzugen, nehmen wir unsere Verantwortung in globalen Fragen wahr. Auch das ist ein wichtiger Faktor bei der Bekämpfung von Kinderarbeit.“

 

Beginnen wird der Auftakt der 60. Aktion Dreikönigssingen am 29. Dezember um 10 Uhr mit der Begrüßung der großen Königsschar im Trierer Dom. Nach dem bunten Tagesprogramm ziehen die Sternsinger um 14 Uhr gemeinsam von der Porta Nigra erneut zum Dom. Dort wird um 15 Uhr ein Wortgottesdienst mit Bischof Ackermann, Prälat Krämer, Pfarrer Bingener und Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth gefeiert. Der Gottesdienst wird live im Web-TV von www.domradio.de übertragen. Darüber hinaus ist die Feier im Satellitenprogramm von EWTN zu sehen.

 

Ein Stern reist durch das Bistum Trier

 

Nicht nur die bundesweite Eröffnung wird erstmals in Trier gefeiert. Bischof Dr. Stephan Ackermann und der BDKJ Trier hatten bereits Mitte September für eine weitere Premiere gesorgt. Erstmals wurde im Vorfeld einer bundesweiten Eröffnung ein besonderer Sternsinger-Stern auf die Reise durch das gastgebende Bistum geschickt. Wie ein Staffelstab wird der Stern seitdem von Gruppe zu Gruppe weitergegeben. Insgesamt 63 Pfarrgemeinden und Sternsingergruppen nahmen den Stern in Empfang und gestalteten rund um dieses Aktionssymbol ihre Vorbereitung auf das Dreikönigssingen und die Eröffnung in Trier. Am 29. Dezember werden Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Martin aus Trier im Gottesdienst den Staffelstern einer Sternsingergruppe aus dem Bistum Passau übergeben. In Altötting (Bistum Passau) wird Ende 2018 die Eröffnung der übernächsten Aktion Dreikönigssingen gefeiert.

 

Mehr als eine Milliarde Euro, mehr als 71.700 Projekte

 

Bundesweite Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als eine Milliarde Euro wurden seither gesammelt, mehr als 71.700 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 59. Aktion zum Jahresbeginn 2017 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.328 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 46,8 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe. (red)

 

Mehr Informationen zu der Aktion gibt es im Internet auf www.sternsinger.de, und auf: www.bdkj-trier.de/sternsinger.

 


„1. internationaler Kongress von Journalisten ‚Pro Pope Francis’"

 

 

(München/wsk) - Am 23. und 24. November 2017 fand in Madrid der „1. Internationale Kongress von Journalisten ‚Pro-Francis‘“ statt, zu dessen Ehrengästen u.a. der Kardinal von Honduras, Óscar Andrés Maradiaga (Mitglied der K9-Gruppe in Rom), Pater Antonio Spadaro, SJ (Chefredakteur Civiltà Cattolica), der Kardinal von Madrid, Carlos Osoro, der emeritierte Erzbischof von Barcelona, Kardinal Lluís Martínez Sistach, gehörten. Während der Konferenz wurde ein Manifest verabschiedet, das nun auch ins Deutsche übersetzt wurde:

 

Abschlusserklärung „Erster internationaler Kongress von Journalisten ‚Pro Pope Francis’“

 

Aus unserer kompromisslosen Berufung für qualitativ hochwertige Religionsnachrichten und veranlasst sowohl durch den von Papst Bergoglio unternommenen Reformprozess als auch durch die Reaktionen, die dieser Prozess hervorgerufen hat, erklären wir Journalisten aus verschiedenen Teilen der Welt, die hier anlässlich des Ersten Internationalen Kongresses von Journalisten „Pro Pope Francis’ versammelt sind, das Folgende:

 

1. Religion und Spiritualität sind wesentliche Bestandteile des menschlichen Daseins. Wir teilen die Frustration von Papst Franziskus, wenn er in der Enzyklika Laudato Si’ (229) schreibt: „Wir haben schon sehr viel Zeit moralischen Verfalls verstreichen lassen, indem wir die Ethik, die Güte, den Glauben und die Ehrlichkeit bespöttelt haben, und es ist der Moment gekommen zu merken, dass diese fröhliche Oberflächlichkeit uns wenig genützt hat.“

 

2. „Die Wahrheit lieben, Professionalität verkörpern und die Menschenwürde achten“: wie der Papst sagt, sind das die Schlüssel unserer Arbeit. Dies ist unser Ziel: die ideologische und politische Instrumentalisierung von Informationen zu vermeiden, so dass sie angesichts „falscher Nachrichten“ und ähnlicher Phänomene der Öffentlichkeit auf rigorose Weise angeboten werden können. Ein solches Engagement erfordert Qualitäten wie Ehrlichkeit, Transparenz, die Suche nach Wahrheit, Strenge und Unparteilichkeit, und das mehr denn je.

 

3. Inspiriert von der Bedeutung, die Franziskus den Opfern unserer Wegwerfkultur zu geben versucht, und im Gedenken an alle anderen, die darunter leiden, verpflichten wir uns, durch unseren Journalismus den Ärmsten eine Stimme zu geben und in unsere Berichterstattung - aus einer Position der Kritik und des Vorschlags - die Suche nach Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Freiheit und Frieden sowie die Sorge um unsere gemeinsame Heimat einzubringen.

 

4. All dies erfordert unsererseits die Übernahme der Einbeziehung dessen, was wir manchmal in vielen Nachrichten nicht finden können:

 

  • Wir anerkennen, dass Barmherzigkeit – das Herz, das der Papst seinem Dienst gegeben hat- auch ein wichtiger Teil der Berichterstattung über das Leben der Kirche ist.
  • In seiner jüngsten Botschaft zum Weltkommunikationstag 2017 lud der Papst alle ein, „den Menschen unserer Zeit Geschichten zu bieten, die im Kern ‚gute Nachrichten’ sind“.

 

5. In unserer persönlichen und beruflichen Unabhängigkeit und durch Zuhören und Dialog wollen wir als Journalisten versuchen, eine „Kultur der Begegnung“ zu fördern. Aus diesem Grund werden wir bestrebt sein, die Synergien zwischen unseren Medien optimal zu nutzen: Informationen auszutauschen und diese Informationen in unseren Kontakten und Netzwerken zu verbreiten, damit sie Früchte tragen.

 

Madrid, am 23. November 2017

 

Übersetzung aus dem Englischen durch Friedrich Griess, Österreich

 

Spanische Originalfassung: propapafrancisco.com/declaracion.html
Englisch:
propapafrancisco.com/en/declaration.html

 

Bericht über den Kongress in Madrid:
www.patheos.com/blogs/europeancommunion/2017/11/cardinal-maradiaga-pope-dialogue-hostility/

 


Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen vergab Preise

Engagiert für christliche Kleindenkmale


(Rottenburg/Stuttgart/drs) - Für herausragende Aktivitäten zum Erhalt oder zur Neuerrichtung christlicher Wegzeichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat deren Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen auch in diesem Jahr Stiftungspreise vergeben. Es wurden sechs Preisträger ausgewählt, die sich in vorbildlicher Weise für christliche Kleindenkmale wie Feldkreuze, Kapellen und Bildstöcke eingesetzt haben. Insgesamt wurden 2.000 Euro Preisgeld vergeben und den Preisträgern bereits übermittelt.
Die Preisträger sind:

* Karl Haug aus Bad Saulgau-Fulgenstadt
für seinen jahrzehntelangen vorbildlichen Einsatz für die Errichtung, Erneuerung, Erhaltung und Pflege religiöser Kleindenkmale wie Feld- und Wegkreuze, Bildstöcke und Kapellen im Raum Bad Saulgau. Besonders hervorzuheben ist sein großes Engagement für die Kapelle St. Antonius Eremita in Fulgenstadt.

* Elisabeth Assfalg aus Ravensburg
für die Sanierung der Marienkapelle in Wangen-Burgelitz. Elisabeth Assfalg hat mit hohem persönlichen und finanziellen Einsatz und unter besonderer Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange die Marienkapelle in Burgelitz aufwändig renoviert und damit als Stätte der Andacht und des Gebetes erhalten.

* Michael Beigelbeck, Manuel Brühl und Michael Lang aus Lauterstein (Landkreis Göppingen)
für die umfangreiche Dokumentation aller in Lauterstein noch vorhandenen christlichen Wegzeichen und die Herausgabe des Buches „Glaubenszeichen in und um Lauterstein“.

* Dieter Kohlmann aus Schramberg-Sulgen
für die Dokumentation und Erforschung der Feld- und Wegkreuze sowie Bildstöcke in Schramberg und seinen Ortsteilen.

* Rudolf Domnowski aus Winterstettenstadt (Landkreis Biberach)
für die sachgerechte Renovierung vieler christlicher Wegzeichen, wie Feldkreuze und Kreuzwegstationen in Winterstettenstadt und Umgebung.

* Wilfried Leibold aus Mühlhausen (Stadt Villingen-Schwenningen)
für die sorgfältige Dokumentation aller in Mühlhausen noch vorhandenen christlichen Wegzeichen und die Herausgabe der Broschüre „Kreuze in und um VS-Mühlhausen“.

Stiftungsvorstand Volker Farrenkopf dankte auch im Namen des Stiftungsrats allen Preisträgerinnen und Preisträgern für deren Einsatz zum Erhalt christlicher Wegzeichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Weitere Informationen: <www.stiftung-wegzeichen.de>

 


Raumfrage beschäftigt „Sonntagstisch“ in Bad Kreuznach

Wie geht es weiter?

  Malteser geben Essen aus und die muslimischen Gäste sind interessierte Beobachter.  Foto Josef Brantzen
Malteser geben Essen aus und die muslimischen Gäste sind interessierte Beobachter. Foto Josef Brantzen

 

(Bad Kreuznach/bt) – Die Finanzen stimmen, es gibt in der Regel genügend helfende Hände und einer guten Arbeit stünde eigentlich nichts mehr im Wege. „Wir hätten nie erwartet, dass es nun an der Raumfrage scheitern könnte“, erklärt Diakon Gerhard Welz von der Projektgruppe „Sonntagstisch“ in Bad Kreuznach. Das Pfarrhaus der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz soll umgebaut und der Pfarrsaal würde dann teilweise zur Bürofläche umfunktioniert werden. Der Raum sei dann für die etwa 100 Gäste, die in den Wintermonaten dort eine warme Mahlzeit erhalten, zu eng.

 

„Es steht noch gar nicht fest, ob nächstes Jahr mit dem Umbau begonnen wird“, beruhigt Pfarrer Monsignore Dr. Michael Kneib. Doch die Gruppe denkt bereits über Alternativen nach: „Sollen wir ein großes Zelt aufbauen oder Miete für einen Veranstaltungsraum bezahlen?“

 

Die Problematik, neben entstehenden Kosten durch Miete, sei, dass ersichtlich sein soll, dass die Gäste von der katholischen Kirche eingeladen werden. „Es heißt auch unteren unseren Gästen: Wir gehen zur Kirche essen“, weiß Diakon Welz. Die Pfarrsäle der umliegenden Gemeinden seien zu klein oder die Lage nicht optimal. „Sie müssen den Platz akzeptieren und dort auch leicht hinkommen“, weiß der Diakon. Der bisherige Saal zeichne sich durch seine Zentrumsnähe aus.

 

In der zwölften Saison setzen sich sieben Ehrenamtliche für den Sonntagstisch ein, bei dem Woche für Woche unterschiedliche Teams für Bedürftige kochen. Auch Pfarrer Kneib ist von dem Projekt begeistert und hilft schon mal beim Spülen und isst mit den Gästen am Tisch. Dass freue die Menschen, obwohl sie mitunter nicht viel mit der Kirche zu tun hätten, berichtet Schwester Irmgard von den Waldbreitbacher Franziskanerinnen, die Mitinitiatorin des Projektes ist. „Wir sind nicht zum Missionieren hier. Es handelt sich einfach um ein niedrigschwelliges Angebot“, betont sie. „Dieses Projekt steht eigentlich dafür, was Kirche darstellt und ausmacht. Es ist ein Zeichen der Nächstenliebe“, macht Welz deutlich.

 

Armut sei ein großes Thema in Bad Kreuznach, bemerkt die Franziskanerin. „Wer da ist, braucht es auch. Für einige ist es die erste warme Mahlzeit der Woche. Manchen wurde der Strom Mitte des Monats abgestellt, andere wiederum wären sonst ganz alleine daheim.“ Oft spenden die Kochteams die Nahrungsmittel, doch wenn dies nicht möglich ist, können die Kosten auch von der Projektgruppe übernommen werden. „Aus diesem Grund benötigen wir auch immer Spenden“, informiert Schwester Irmgard. Zudem fallen unter anderem Kosten für Strom und Wasser an. Wenn einmal kein Koch-Team für einen Sonntag zu finden ist, wird das Essen bei einem Caterer bestellt. Die Gäste des Sonntagstisches können sich also auf das Angebot verlassen.

 

Wenn alle Raumüberlegungen scheitern, hat Diakon Welz eine Idee: „Nehmen wir einige Bänke aus der Kirche und essen dort.“ Doch Pfarrer Kneib beruhigt: „Nur keine Panik: Der Sonntagstisch wird weitergehen.“ Es seien mögliche Räume gesammelt worden, die nun angefragt werden.

 

Am 31. Dezember übernehmen übrigens Mitglieder der muslimischen Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat Bad Kreuznach den Dienst und ermöglichen somit vielen Menschen kurz vor dem Silvesterabend eine warme Mahlzeit, eine Tasse Kaffee oder auch ein gutes Gespräch.

 

Weitere Informationen gibt es auf www.sonntagstisch.de und bei Diakon Welz unter Tel.: 0671-63748.

 

 

 


Weihnachten in Glaube, Kultur und Gesellschaft

Sehnsucht nach einer heiligen, heilenden Zeit

StephanWahle. Foto Ingo Beller
StephanWahle. Foto Ingo Beller

 

(Koblenz/bt) – „Christstollen werden schon im Spätsommer verkauft, am 1. Juli gab es in Freiburg schon einen Weihnachtsbaum, auch der Weihnachtsmarkt in Koblenz fängt schon weit vor dem eigentlichen Fest an – aber hatte Weihnachten nicht immer schon eine weit über das Religiöse hinausgehende Bedeutung?“ Das fragte Professor Dr. Stephan Wahle die rund 50 Besucher, die auf Einladung des Katholischen Forums Koblenz ins Bischöfliche Cusanus Gymnasium gekommen waren. Er nahm sie mit auf eine Reise von der Entstehung des Festes im 4. Jahrhundert bis heute.

 

Im Gegensatz zu vielen heutigen Überzeugungen stellte der Referent klar, dass Weihnachten nicht einfach das heidnische Fest des unbesiegten Sonnengottes ablöste, sondern dass das Licht und Sonnenmotiv, der Sonnenkult, sowohl im politischen als auch kulturellen Rom eine besondere Rolle spielte. Nicht nur von Christus, auch von den Kaisern Aurelian und Konstantin fänden sich Darstellungen, die sie mit einem Strahlenkranz zeigten. Es handele sich also um eine damals populäre Frömmigkeitshaltung. Bis zum 6. Jahrhundert habe sich Weihnachten auf der Grundlage des älteren Johannesevangeliums weiterentwickelt, zu einem Fest der Menschwerdung Gottes, einem Fest des Wortes Gottes, das „herabgestiegen ist in die menschliche Welt, um sie zu erlösen. Vom kleinen Kind in der Krippe war da überhaupt nicht die Rede“, so der Referent. Das habe sich erst im Mittelalter und in der Neuzeit geändert. Neue Lieder, neue Riten und neue Brauchtümer hätten einen „intimen Grundzug“ in die Weihnachtsfrömmigkeit gebracht. Deutlich machte Wahle das, als er die Besucher „In dulce jubilo“, das Weihnachtslied aus dem 15. Jahrhundert, singen ließ. „Haben Sie die andere Spiritualität gespürt?“, fragte er das Publikum. Das „Ich“ präge jetzt den Sprachstil, und das Ineinander von Profan- und Sakralsprache, eine „Hinwendung zum Kind“. Bei aller „Vereinigung mit dem Kind“ bleibe aber – auch durch die lateinischen Einsprengsel – eine „gewisse Hoheit Christi“ gewahrt.

 

Ab der Biedermeierzeit um 1800 habe sich Weihnachten dann zum „Familienfest“ gewandelt. Haus und Familie wurden immer stärker der Mittelpunkt des Festes, das Wohnzimmer entwickelte sich zur „Privatkathedrale“. Das Gemälde von Carl August Schwerdtgeburth, das Luther im Kreise seiner Familie um den Weihnachtsbaum, Kerzen und Geschenke zeige, stehe sinnbildlich dafür.

Heute bedeute Weihnachten ein „globales Fest“, ein Fest der Globalität, das unabhängig von Glaube und Religion weltweit gefeiert werde. Weihnachtsmärkte und auch Weihnachtsbäume hätten dazu beigetragen, dass „Gefühlsräume“ entstanden seien. Deswegen sei es so tragisch gewesen, dass ausgerechnet ein Weihnachtsmarkt Ort eines Terroristenanschlags wurde. Der Weihnachtsbaum stehe für all das, was die Gesamtgesellschaft an Weihnachten ausmache: Die Sehnsucht nach Gefühl, Glück, Geborgenheit. Diese Sehnsucht finde ihren Höhepunkt am Heiligen Abend, zu Hause, beim Liedersingen, Geschenke auspacken, oder sogar auch mal in einem anderen „Sehnsuchtsraum“ wie einem Weihnachtsgottesdienst. „Dort wo Gott Mensch wird, kann auch der Mensch Mensch werden“, resümierte Wahle. Glaube sei als Antwort auf eine sich nimmer verzehrende Sehnsucht zu verstehen, sodass Weihnachten nicht unbedingt am zweiten Weihnachtstag enden müsse, sondern als Idee „nachwirken“ könne.


Stärkung ökumenischer Beziehungen und Engagement für Europa gewürdigt:

Landesbischof Ulrich erhält Andor-Járosi-Preis

 

(Hamburg/Klausenburg/ce/maw) - Gerhard Ulrich, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), ist mit dem Andor-Járosi-Preis ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung erinnert an den 1897 geborenen Andor Járosi, Pastor in Klausenburg/Koloszvár/Cluj-Napoja, der als der „Klausenburger Bonhoeffer“ gilt. Ulrich erhielt den Preis während eines Besuchs einer Delegation aus der Nordkirche bei der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rumänien. Weiterer Preisträger ist Béla Kató, Bischof der Reformierten Kirche Siebenbürgens. Der Andor-Járosi-Preis wird „Pfarrern verliehen, die zu rechten und unrechten Zeiten das Evangelium Jesu Christi in Wort und Tat, mit festem Glauben bezeugen und das zur Ehre Gottes und zum Wohle der Kirche tun“, heißt es in der Begründung.

 

 

In seiner Laudatio für den Landesbischof erinnerte  István Koszta, Pastor in Koloszvar/Brassó/Kronstadt, an Ulrichs Verdienste „für die Einheit der Kirche, für die Stärkung ökumenischer Beziehungen, für die Entfaltung und Erhaltung von Partnerschaften, und für seine Arbeit in der europäischen Gesellschaft“. In seiner Dankesrede sagte Gerhard Ulrich: „Mein Glaube und der Glaube meiner Kirche beruhen auf dem Zeugnis von Menschen wie Andor Járosi. Ich nehme den Preis stellvertretend für die Nordkirche und die vielen Mitbewegten an, die sich bereits in der Mecklenburgischen Landeskirche für die Partnerschaft eingesetzt haben.“

 

Zu den Gästen des Festaktes zählten kirchliche Vertreterinnen und Vertreter aus Dänemark, Serbien und Ungarn sowie Wissenschaftler und Politiker.

 

Im Rahmen des dreitägigen Besuches zum Abschluss des Reformationsjubiläumsjahres hatte die Delegation der Nordkirche gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rumänien den Entwurf für einen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Darin bekräftigen beide Kirchen, sich im Gebet, durch Austausch und Begegnungen gegenseitig zu stärken und zu unterstützen. Gemeinsam wollen sie sich durch ihre kirchliche und diakonische Arbeit für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen sowie in internationalen Netzwerken ökumenische Verbindungen vertiefen. Der Entwurf wird  nun den Kirchenleitungen und Synoden zur Abstimmung gestellt.

 

Zur Delegation der Nordkirche gehörten neben Landesbischof Gerhard Ulrich die Europareferentin des Zentrums für Mission und Ökumene in der Nordkirche, Christa Hunzinger, sowie Tilman Jeremias, Ökumene-Pastor im Kirchenkreis Mecklenburg.

 

 

Hintergrund:

 

Nachdem ab 1941 die Juden in Rumänien zunehmend unter Verfolgung litten und viele von ihnen ermordet wurden, blieb der 1897 geborene evangelische Pastor Andor Járosi an der Seite seiner  jüdischen Freunde und vertrat seine Meinung öffentlich in Predigten und Publikationen. Auch versteckte er Juden in seinem Haus und stellte ihnen Dokumente über Kirchenmitgliedschaft aus, um sie zu schützen. Am 13. Oktober 1944 wurde er von einmarschierenden sowjetischen Soldaten gefangen genommen und in ein Arbeitslager deportiert. Dort starb Andor Járosi am 26. Dezember 1944. 1999 wurde der Pastor aus Klausenburg in Yad Vashem zum „Gerechten unter den Völkern“ erklärt.

 


Bad Neuenahr-Ahrweiler lädt Heiligabend in die Tiefgarage ein

„Heruntergekommener Gottesdienst“

   Andrea Klaus, Dechant Jörg Meyrer, Brigitte Doege, Lennart Schooß, Ursula Läufer, Ulrike Phiesel (vlnr.) Foto: privat
Andrea Klaus, Dechant Jörg Meyrer, Brigitte Doege, Lennart Schooß, Ursula Läufer, Ulrike Phiesel (vlnr.) Foto: privat

 

(Bad Neuenahr-Ahrweiler/bt) – Kalter Beton statt Kirchenbank, Glanz und Kuschelatmosphäre: Bad Neuenahr-Ahrweiler feiert „Heiligabend wieder woanders“, und zwar in der Tiefgarage der Kreisverwaltung Ahrweiler. Mit dem „Heruntergekommenen Gottesdienst“ knüpfen die Katholische Pfarreiengemeinschaft und die Evangelische Kirchengemeinde an die Weihnachtsgottesdienste der Vorjahre an, die unter dem Motto „Weihnachten anders“ Menschen neugierig machen und überraschen sollten. Es ist ein Angebot für alle, die mit dem traditionellen Kinderkrippenspiel oder der festlichen Christmette nicht mehr viel anfangen können, sich aber trotzdem nach Weihnachten sehnen und es nicht nur zuhause feiern wollen.

 

Zu insgesamt 17 Gottesdiensten laden die christlichen Kirchen der Stadt Bad-Neuenahr-Ahrweiler allein an Heiligabend ein – von Krippenfeiern über Familiengottesdienste bis zu den Christmetten. „Dazwischen ist noch viel Spielraum für andere Gottesdienstformen“, sagt Dechant Jörg Meyrer. „Spielraum auch, um den Glauben an anderen Orten zu suchen und ihn zu verheutigen“, ergänzt er mit Blick auf ein großes Anliegen der Synode des Bistums Trier. „Das gelingt uns an Weihnachten leichter als sonst.“ Der andere Ort ist in diesem Fall die Tiefgarage. „Wie damals: ganz tief unten, arm, klein, dunkel, allein, heruntergekommen“, heißt es in der Einladung. Menschen werden im Gottesdienst erzählen, wie es ist, heruntergekommen zu sein – und doch wieder Licht zu sehen in einer scheinbar aussichtslosen Situation. Bei Instrumentalmusik und dem Weihnachtsevangelium, bei Liedern und Gebeten wird das Jesuskind auf einer Rettungsdecke liegen. Schon während der Adventszeit hängen zwei Dutzend solcher Decken in der St. Laurentius Kirche in Ahrweiler und weisen auf das Thema des Heiligabend-Gottesdienstes in der Tiefgarage hin.

 

Dechant Meyrer hat mit Brigitte Doege, Andrea Klaus, Ursula Läufer, Ulrike Phiesel und Lennart Schooß ein ganzes Vorbereitungsteam um sich herum – wie schon in den Vorjahren von „Weihnachten anders“. Zur Premiere 2015 waren besonders Flüchtlinge in die Kirche eingeladen, die zu dieser Zeit in einem Auffanglager der Stadt lebten. Damals beteiligten sich Muslime mit Gebeten aus dem Koran am Gottesdienst. An Heiligabend 2016 wagte das Team erstmals den Schritt aus der Kirche hinaus, unter eine Brücke. „Wir haben den ‚Stall’ von damals mit ‚Brücke’ in unsere Zeit übersetzt“, erklärt Jörg Meyrer. „Unter einer Brücke zu sein, bedeutet zwar keine Romantik, aber Schutz vor Regen und Nässe. Sie bietet keine Stille, sondern steht mit ihrer Nähe zu Straße und Bahnlinie mitten in der Welt.“

 

Die Resonanz auf die beiden bisherigen Angebote habe das Team ermutigt, das Konzept weiter zu verfolgen. „Kirche war bei ganz vielen sehr positiv im Gespräch. Es gab viele Nachfragen und Berichte von anrührenden Begegnungen weit über die Teilnehmer der Gottesdienste hinaus und noch lange Zeit nach Weihnachten“, begründet Dechant Meyrer die Motivation der Projektgruppe für eine weitere Ausgabe von „Weihnachten anders“.

 

Der Gottesdienst beginnt an Heiligabend um 18.30 Uhr in der Tiefgarage der Kreisverwaltung Ahrweiler, Wilhelmstraße 24 bis 30. Informationen dazu gibt es bei der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel.: 02641-24540, info@pg-bad-neuenahr-ahrweiler.de.

 


400 Gäste bei Festakt im münsterschen Schloss / Ehemaliger Bundespräsident betont Wert der Toleranz

Evangelische Fakultät ernennt Joachim Gauck zum Ehrendoktor

Der Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Hans-Peter Großhans (r.), überreicht Joachim Gauck die Ehrenurkunde.  Copyright:WWU - Peter Lessmann
Der Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Hans-Peter Großhans (r.), überreicht Joachim Gauck die Ehrenurkunde. Copyright:WWU - Peter Lessmann

 

(Münster/pm) - Die Evangelisch-Theologische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat dem früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck heute (11. Dezember) den Titel eines theologischen Ehrendoktors verliehen. Mit dieser Ehrenpromotion würdigt die Fakultät dessen Lebensleistung in Kirche, Zivilgesellschaft, Politik und höchsten Staatsämtern. Zu dem Festakt kamen rund 400 Gäste aus Wissenschaft, Politik, Kirche und Gesellschaft ins verschneite münstersche Schloss.

In seiner Laudatio hob der Direktor des Instituts für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Arnulf von Scheliha,  das Lebenswerk Joachim Gaucks als Theologe, Bürgerrechtler und Staatsmann hervor: Er verkörpere auf perfekte Weise die Beziehungen zwischen Politik und Religion, die er im Amt als Bundespräsident immer wieder selbst thematisiert habe. "Die Analyse des Lebenswerkes von Joachim Gauck zeigt die vitale Prägekraft von Spiritualität und religiös inspirierter Moral", betonte Arnulf von Scheliha.

Zuvor hatten der Rektor der WWU, Prof. Dr. Johannes Wessels, und der Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Hans-Peter Großhans, die Feierstunde eröffnet. Die Band "Jazz Force One" sorgte für die musikalische Untermalung.

In seiner Rede widmete sich Joachim Gauck vor allem dem Thema der Toleranz, für das Münster als Stadt des Westfälischen Friedens von 1648 auf besondere Weise stehe. Seiner Überzeugung nach erfordere es in der heutigen Zeit oft Überwindung, Toleranz zu zeigen. Aber Differenzen müssten ausgehalten werden. "Toleranz ist eine Tugend, die uns viel abverlangt", sagte das ehemalige Staatsoberhaupt. Toleranz koste auch viel Kraft, weil sie scheinbar Unvereinbares miteinander vereinen soll.

 

Die freiheitliche Gesellschaft sieht Joachim Gauck vor einem schweren Prozess im Aushandeln von Toleranz, die nicht grenzenlos sei. "Toleranz muss Grenzen haben", sagte er mit Blick auf Terrorismus, Diskriminierung oder Gewalt. In einer offenen Gesellschaft hätten alle Menschen die gleichen Rechte - aber auch die Pflicht, den Mitmenschen zu achten und zu respektieren.

 

Joachim Gauck ermunterte gleichermaßen die Bürger, Intoleranz nicht zu verschweigen. "Sie nicht zu leise mit Deiner aufklärerischen Meinung", betonte er. Die Demokratie sei zudem nicht so schwach, als dass sie ambivalente und hitzige Debatten fürchten müsste. Er schloss seine Rede mit dem geflügelten Wort des Dichters Silius Italicus "Pax optima rerum" ("Der Frieden ist das beste der Dinge"), das auch Motto des Westfälischen Friedens war.

Zur Person: Joachim Gauck wurde am 24. Januar 1940 in Rostock geboren. Er studierte von 1958 bis 1965 Theologie an der Universität Rostock und war danach als Pastor im Dienst der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburg tätig. 1989 wurde er Mitinitiator der kirchlichen und politischen Protestbewegung in Mecklenburg. Nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland wurde Joachim Gauck "Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR" und nahm die Aufgabe bis 2000 wahr. 2012 erfolgte die Wahl zum Bundespräsidenten, der er bis März 2017 blieb. Joachim Gauck wurde bereits mehrfach Ehrendoktorwürden verliehen – die in Münster ist die erste theologische Ehrendoktorwürde seit seinem Ausscheiden aus dem höchsten deutschen Staatsamt.

 


Domkapitel, Pfarrei und Mönche feiern in St. Matthias-Basilika Euchariusfest

„Christ kann man nur in Gemeinschaft sein“

Bischof Ackermann betet am Grab von Bischof Eucharius. Foto: bt
Bischof Ackermann betet am Grab von Bischof Eucharius. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Bischof Dr. Stephan Ackermann hat mit Vertretern des Trierer Domkapitels, den Mönchen der Abtei St. Matthias in Trier und vielen Gläubigen am 9. Dezember das Euchariusfest in der Basilika Sankt Matthias gefeiert. In der Krypta der Abtei wurde mit einem Gottesdienst an den ersten Bischof von Trier erinnert. Der Heilige Eucharius, der im dritten Jahrhundert lebte, ist dort bestattet, ebenso wie sein direkter Nachfolger, Bischof Valerius.

 

In seiner Begrüßung erläuterte Ackermann, dass es für ihn immer etwas Besonderes sei, gemeinsam mit den Vertretern des Domkapitels nach St. Matthias zu pilgern. „Christ kann man nur in Gemeinschaft sein“, führte er aus. „Wir müssen Gott um das Geschenk der Gemeinschaft bitten, dass er sie stärkt und stiftet und diejenigen, die unter Vereinsamung leiden, diese Kraft spüren“, sagte der Trierer Bischof.

 

Abt Ignatius stellte in seiner Predigt die Frage, was denn die Trierer heute über Jesus wissen. „Immer weniger“- resümierte er. Genau wie damals, als Eucharius nach Trier kam, um das Christentum in die Region zu bringen, müsse es auch heute Menschen geben, die über Jesus erzählen, damit sich seine Spur nicht verliere. Frauen und Männer, die es dem ersten Trierer Bischof gleich tun, die ihre Mitmenschen dabei unterstützen, das Evangelium für sich zu entdecken und aus dieser Freude leben zu können.

 


VON BETHLEHEM NACH BADEN: DAS FRIEDENSLICHT KOMMT AM 3. ADVENT

(Freiburg/Karlsruhe/ekiba) - Es ist ein Höhepunkt im Jahr aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder: der Aussendungsgottesdienst für das Friedenslicht, das jedes Jahr aus Bethlehem in die Welt getragen wird. In diesem Jahr bringen die Jugendlichen Zoe und Mirjam das Friedenslicht am dritten Adventssonntag (17.12.) von Wien weiter nach Baden. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Hauptbahnhof Karlsruhe um 11 Uhr fahren sie weiter zum Aussendungsgottesdienst im Freiburger Münster, der um 14 Uhr beginnt. Dort können alle Pfadfinderinnen ihre Kerzen am Friedenslicht entzünden und es in ihre Gemeinden tragen. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es den traditionellen Chai an der Feuerschale auf dem Freiburger Münsterplatz. Die Bevölkerung ist zu beiden Veranstaltungen herzlich eingeladen. Nach dem Aussendungsgottesdienst im Münster wird das Friedenslicht durch eine Abordnung von Pfadfindern auch in den Europa-Park nach Rust gebracht. Die Ankunft des Friedenslichts zum Abschluss des dort stattfindenden „Tag des Krippenspiels“ wird live auf katholisch.de übertragen.

Ihre Kerze haben Zoe und Mirjam im Gottesdienst in Wien angezündet und die Flamme vor Wind und Gedränge im Zug und auf den Bahnhöfen beschützt. Im Aussendungsgottesdienst werden sie in Freiburg von vielen Pfadfinderinnen und Pfadfindern erwartet, die später den Friedensgruß aus der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem mit ihren Lichtern weitertragen. Es ist der letzte Höhepunkt im Jahr aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die zusammen den Ring der Deutschen Pfadfinderinnen und Pfadfinder bilden. Die vier großen Pfadfinderverbände (VCP, PSG, DPSG, BDP) in Baden bereiten den Aussendungsgottesdienst stets im Team vor. Er wird begleitet von der Band der DPSG und soll auch 2017 ein deutlich sichtbares Zeichen für den Frieden in schwierigen Zeiten sein.

Auf ihrer Reise nach Freiburg machen Zoe und Mirjam in Karlsruhe Station. Um 11 Uhr wird das Friedenslicht aus Bethlehem im Rahmen einer Feier im Hauptbahnhof weitergegeben. Der Posaunenchor der Johannes-Paulus-Gemeinde spielt Advents- und Weihnachtslieder, die ökumenische Bahnhofsmission bietet liebevoll gefertigte Stricksachen zum Verkauf. Der Erlös kommt der Arbeit der Bahnhofsmission zu Gute. Die Karlsruher Pfadfinderinnen und Pfadfinder sorgen dafür, dass das Licht aus dem Zug zu allen Menschen kommt, die sich den Friedensboten mit nach Hause nehmen wollen.

 


Katharina Zey-Wortmann leitet jetzt Katholische Erwachsenenbildung Trier

Kompetenzen der Menschen fördern

Thomas Berenz, Katharina Zey-Wortmann und Dr. Michael Thomas (vlnr.). Foto: bt
Thomas Berenz, Katharina Zey-Wortmann und Dr. Michael Thomas (vlnr.). Foto: bt

 

 

(Trier/bt) – Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) in die Pfarreien der Zukunft mitnehmen und besonders den europäischen Gedanken im Blick haben – das sind für Katharina Zey-Wortmann Herausforderungen und Ziele zugleich. In einer Feierstunde in der Remise des Trierer Dom-Museums hat sie am 8. Dezember offiziell die Leitung der KEB Trier von Vorgänger Dr. Michael Thomas übernommen.

 

Er sei die „KEB Trier in Person“ gewesen, sagte Thomas Berenz, Leiter des Arbeitsbereiches Erwachsenen- und Familienbildung, bei der Verabschiedung von Michael Thomas. Fast 30 Jahre lang leitete er die Trierer Erwachsenenbildung, knüpfte Netzwerke, und prägte die KEB besonders auch durch seine persönliche Beziehung zu Literatur und Philosophie. Dabei sei er laut Berenz mit „großer Kollegialität, Kreativität und Offenheit neue Wege“ gegangen. Künftig wird Michael Thomas im Generalvikariat als Kulturbeauftragter zuständig sein. Seit Oktober hat seine Nachfolgerin Katharina Zey-Wortmann die Leitung der Trierer KEB, zu der neben dem Raum Trier auch die Bereiche Schweich-Welschbillig, Hermeskeil und Saarburg-Konz gehören. Vor allem aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Dozentin an der Katholischen Akademie bringe sie reiche Erfahrung im Bereich der Bildung mit, so Berenz. Die Erwachsenenbildung in der Fläche sei sehr dynamisch, müsse sich ständig weiterentwickeln und die Menschen mit ihren zentralen Lebensthemen  in ihren Lebensräumen in den Mittelpunkt stellen und ihre Kompetenzen fördern.

 

Gerade auch mit Blick auf die Ergebnisse der Bistumssynode werde der KEB derzeit Bewegung abverlangt, gelte es doch „Altes in Neues, Bewährtes in Innovatives zu überführen“, stellte Katharina Zey-Wortmann eine aktuelle Herausforderung dar. Die KEB vor Ort solle auch in den Pfarreien der Zukunft für die Menschen da sein und einen Stellenwert haben. Dabei spreche sie vor allem die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Bildungslotsen, Referenten und Kursleiter mit Respekt und Dank an und bitte sie, nach Neuem Ausschau zu halten. Bei den Bestrebungen, neue Wissens, Bildungs- und Glaubenshorizonte zu eröffnen, gebe es für sie keine Denkverbote. „Kirche kann auch an anderen Orten stattfinden“, so die neue Leiterin. Als Beispiele nannte sie etwa winterliche Kamingespräche im Dorfgasthaus, den sonntäglichen Familienbrunch mit Vortrag, Diskussion und Kinderbetreuung, oder die Verwandlung einer „kleinen, selten genutzten Dorfkapelle in eine Kulturkapelle mit Lesungen und kleinen Konzerten“. Mit Phantasie und persönlicher Hinwendung gelte es, die Menschen zu erreichen, ihre Bedürfnisse zu erspüren und vom Einzelnen her zu denken. Besonderes Augenmerk legt KEB-Leiterin Zey-Wortmann auf die für die Bildungslandschaft prägenden europäischen Nachbarn Luxemburg, Lothringen und Belgien. Gerade in einer der „größten Grenzgänger-Regionen Europas“ gelte es, die Lebenssituationen der Pendler im Blick zu haben. So sollten Angebote den „europäischen Gedanken verbunden mit dem christlichen Menschenbild stärker ins Bewusstsein bringen“. Abschließend lud Zey-Wortmann zum persönlichen Gespräch über Zielsetzungen und Anliegen der KEB Trier ein. „Lassen Sie uns gemeinsam Bildung mit Herz und Verstand für ein gelingendes Leben anbieten“.

 

Informationen zur KEB Trier und ihren Programmangeboten gibt es unter www.bistum-trier.de/keb-trier

 

 

 


Danksagung für ein großes Wunder


Die Sanierung der Kirche in Behrenhoff bei Greifswald mit ihren außergewöhnlichen Wandmalereien ist weitgehend abgeschlossen. Propst Gerd Panknin predigte am Zweiten Advent anlässlich der Wiedereinweihung.

 

(Behrenhoff/sk) - Mit einem Gottesdienst wurde gestern, am Zweiten Advent, 10. Dezember, die Wiedereinweihung der sanierten Kirche in Behrenhoff gefeiert. Der Ort liegt rund zehn Kilometer südlich von Greifswald. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst durch einen Kinderchor, der ein Advents-Anspiel aufführte. In der Kirche drängten sich zahlreiche Besuchende, so dass auch die zusätzlich neben den Bänken aufgestellten Stühle nicht für alle reichten. Die Predigt hielt Gerd Panknin, Propst der Propstei Demmin im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis. „Was hier geschehen ist, ist ein großes Wunder, für das wir heute Danke sagen“, so Gerd Panknin. Der Dank gelte Gott, der über alles seine schützende und segnende Hand hielt, den Stiftungen, die nicht nur finanziell unterstützten, sondern auch die vom Verfall bedrohte Kirche in das Licht der Öffentlichkeit rückten, den Handwerkern und allen, die das Vorhaben unterstützten oder tatkräftig daran beteiligt waren.

 

Macht hoch die Tür

 

Nach fünf Jahren des Bauens, des Sorgens, des Spenden- und Fördermittelsammelns habe sich heute eine Kirchentür geöffnet, die in einen wunderschönen Kirchraum führt, mit hellen ausgeleuchteten Wänden, warmen Bänken und sanierten Fenstern, so der Propst. „Es ist drinnen alles schön und was noch viel wichtiger ist, die Kirche ist in Dach und Fach komplett durchsaniert – die Dächer, die Wände, die Giebel. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, zitierte Gerd Panknin das bekannte Adventslied. „Heute sind wir alle durch die offene Tür hier hereingetreten und wissen, es ist Advent, die Zeit der offenen Türen. Der Advent öffnet Türen. Er öffnet nicht nur die Türen der Adventskalender. Er öffnet Herzenstüren, die Licht, Klarheit und Offenheit schenken. Ich wünsche mir, dass offene Türen das Markenzeichen unserer Kirche sind. Hier in Behrenhoff  ist das so im Miteinander von Kirchen- und Ortsgemeinde geworden. Beide gehören zusammen und beide sind mit Jung und Alt gemeinsam unterwegs.“

 

Faszinierende Wandmalereien wurden restauriert

 

Es sind vor allem die fantastischen Wandmalereien, die beim Betreten der Kirche ins Auge fallen. Sie wurden im Zuge der Sanierungsmaßnamen mühevoll restauriert und prägen die Atmosphäre der Kirche, deren Baugeschichte in das 13. bis 14. Jahrhundert zurückreicht. Die für Pommern einzigartigen Wandmalereien beeindrucken vor allem durch die Szenerie des Weltgerichts, die Sünder zeigt, die von einem gewaltigen Höllenschlund verschlungen werden. Durch die Malereien strahlt die Kirche eine ganz eigene Faszination aus, für die sich auch Gerd Panknin begeistert: „Es ist ein spektakuläres Erlebnis, in dieser Kirche zu sein.“ Neben der Restaurierung der Malereien zählten zu den weiteren Sanierungsmaßnahmen beispielsweise die Entfernung des alten Zementputzes, das Neuverputzen der Wände mit Muschelkalk, die Installation einer Elektroanlage für Licht und Tontechnik und die Verlegung der Heizung.

 

Ein wahrer Schatz ist entstanden

 

Rund eine Million Euro haben die Arbeiten gekostet. Neben Eigenmitteln der Kirchengemeinde ermöglichten das Bauvorhaben Mittel des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der ZEIT-Stiftung, der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa), der Ostdeutschen Sparkassenstiftung sowie Mittel aus teils erheblichen privaten Spenden. Es sei ein wahrer Schatz entstanden, so Pastor Hans-Joachim Jeromin. Neben dem Engagement der vielen Unterstützenden hob der Pastor die gute Zusammenarbeit mit der kommunalen Gemeinde hervor, die vor allem bei der Gestaltung des Umfelds der Kirche viel geleistet habe. „Im ganzen Dorf wurde enorme Unterstützung organisiert“, freute sich Hans-Joachim Jeromin. „Wir haben hier eine regelrechte Aufbruchsstimmung und wollen mithilfe der Kraft des Heiligen Geistes so richtig durchstarten.“ Neben Konzerten, die regelmäßig stattfinden sollen, plant der Pastor auch neue Gottesdienstkonzepte, die durch die besonderen räumlichen Gegebenheiten der Kirche in Behrenhoff inspiriert werden.

 

Christvesper und Weihnachtsgottesdienst in sanierter Kirche

 

„Auch nach fünfjähriger Bautätigkeit sind wir noch nicht ganz fertig“, so Hans-Joachim Jeromin. Hier und da gebe es noch etwas an der Kirche zu tun. Außerdem habe die Gemeinde auch schon wieder neue Pläne. So soll auf der Westseite der Kirche ein Gemeindezentrum entstehen. Zudem ist die Orgel sanierungsbedürftig. Im Anschluss an den Wiedereinweihungs-Gottesdienst lud die Kirchengemeinde zu einem festlichen Imbiss sowie zu einem Konzert ein. Der letzte Gottesdienst vor dem Beginn der Sanierung hatte zum Erntedankfest 2013 stattgefunden. Seit gestern werden nun wieder regelmäßig Gottesdienste in der einzigartigen Kirche gefeiert. Wer sich vom Ergebnis der Sanierung vor Ort ein Bild machen möchte, hat zum Beispiel während der Christvesper am Heiligabend, 24. Dezember, um 15.30 Uhr oder am Ersten Weihnachtstag, 25. Dezember, um 17 Uhr die Gelegenheit dazu.

 


Erste Kirchenleitung ernennt Wesselburener Kantor zum Kirchenmusikdirektor:

Würdigung der Verdienste von Gunnar Sundebo um die Kirchenmusik

Foto: Zabel / Kirchenkreis Dithmarschen
Foto: Zabel / Kirchenkreis Dithmarschen

 

(Wesselburen/Schwerin/hjw/std) - Die Erste Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat den Kantor und Organisten der Kirchengemeinden Wesselburen und Büsum, Gunnar Sundebo, zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Diesen Beschluss, mit dem die Kirchenleitung die Verdienste Sundebos um die Kirchenmusik würdigt, hat Landeskirchenmusikdirektor Hans-Jürgen Wulf am heutigen zweiten Advent (10. Dezember) im Rahmen eines Konzertes in der Kirche St. Bartholomäus in Wesselburen bekanntgegeben. Zuvor hatte der Kirchenkreisrat des Kirchenkreises Dithmarschen einen entsprechenden Vorschlag befürwortet.

 

Der 1962 geborene Gunnar Sundebo ist schon als Schüler mit seinem Orgelspiel bei „Jugend musiziert" erfolgreich gewesen. Nach dem Abitur schloss sich bis 1995 ein Studium der Kirchenmusik mit Orgelunterricht bei Prof. Rose Kirn in Hamburg an. Nach dem Abschluss wurde er Kirchenmusiker in Wesselburen. Regelmäßige Konzerte haben ihn vor allem in Norddeutschland und Skandinavien bekannt gemacht. Als Kirchenmusiker in den beiden Gemeinden Büsum und Wesselburen ist er in einem Regionalkantorat tätig.

 

Neben der kontinuierlichen gemeindlichen Arbeit mit den Kinderchören, dem Gospelchor und der Kantorei, die in Anbindung an das Kirchenjahr in stilistischer Vielfalt bis zur Aufführung des klassischen oratorischen Repertoires reicht, wendet er sich in dem touristisch hochfrequentierten Gebiet mit sommerlichen Konzertreihen an Gäste und Einheimische. Als einer von zwei Kreiskantoren im Kirchenkreis Dithmarschen übernimmt er zudem Verantwortung für die Kirchenmusik im Kirchenkreis und ist in die Nachwuchsausbildung im C-Kurs eingebunden.

 

Gunnar Sundebo hat sich in besonderer Weise für die Rekonstruktion der 1738 von Klapmeyer (Glückstadt) gebauten Orgel mit einem der schönsten Prospekte des Spätbarocks eingesetzt. 2005 wurde der erste Bauabschnitt eingeweiht, 2011 war nach insgesamt 9 Jahren Bauzeit die komplette Orgel in Wesselburen mit  32 Registern fertiggestellt und damit eines der herausragenden historischen Instrumente in der Orgellandschaft Schleswig-Holsteins vollständig restauriert.

 


Früherer Propst für Nord-Nassau verstorben

Hessen-Nassau trauert um Hans Wilhelm Stein

Foto: privat
Foto: privat

(Darmstadt / Greifenstein/ekhn) - Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau trauert um den früheren Propst für Nord-Nassau, Hans Wilhelm Stein. Der Theologe starb im Alter von 90 Jahren am Freitag (8. Dezember), wie seine Familie am Wochenende mitteilte. Stein war von 1977 bis 1989 Propst für Nord-Nassau mit Dienstsitz in Herborn. Davor war er unter anderem für über ein Jahrzehnt Dekan des Dekanats Gladenbach. Das evangelische Propstamt ist mit dem eines regionalen Bischofs vergleichbar.

 

 

 

Profilierter protestantischer Geistlicher

 

In seinem aktiven Dienst zählte Stein zu den profiliertesten protestantischen Geistlichen der hessen-nassauischen Kirche. Durch die Kriegserlebnisse im Nazi-Deutschland unterstütze er noch als Studierender die Ostermärsche und äußerte sich bereits in den 1950er Jahren zu friedenspolitischen Themen. In seinen leitenden Ämtern suchte er den internationalen Austausch mit Partnerkirchen beispielsweise in Osteuropa und Afrika. Später engagierte er sich zunehmend in geistlichen Fragen. So gilt Stein als Hauptinitiator des früheren „Hauses der Stille“ in Waldhof Elgershausen. Nach seinem Ruhestand 1992 leitete er die Einrichtung für fast zehn Jahre und galt als Experte für die sogenannte Einkehrarbeit. Daneben war Stein begeisterter Freizeitsportler, der vom Segeln über das Reiten bis zum Bergsteigen aktiv war.

 

 

 

Zur Person

 

Hans Wilhelm Stein wurde am 19. April 1927 in Gießen-Kleinlinden geboren. Er studierte nach dem Zweiten Weltkrieg in Marburg, Bethel und Mainz Evangelische Theologie. Seine praktische Ausbildung zum Pfarrer, das Vikariat, absolvierte er in Bad Ems. Danach war er Pfarrvikar in Eschollbrücken bei Darmstadt. Seine erste Pfarrstelle trat er 1956 in Holzhausen im Dekanat Gladenbach an. 1965 wurde er zum Dekan des Dekanats Gladenbach gewählt. Das Amt des Propstes für Nord-Nassau nahm er von 1977 bis 1989 wahr. Bis zu seinem Ruhestand 1992 erhielt er einen besonderen Dienstauftrag für die Einkehrarbeit. In dieser Zeit entwickelte er das Konzept für das spätere „Haus der Stille“ in Waldhof Elgershausen. Stein hinterlässt seine Ehefrau Maria-Luise und fünf Kinder. Stein lebte zuletzt in Greifenstein-Rodenroth (Lahn-Dill-Kreis).

 

 

 


Bischof Ackermann äußert sich zum Tag der Menschenrechte

Menschenrechte unter Druck

Foto: bt
Foto: bt

 

(Bonn/Trier/bt) – „Die Menschenrechte und ihr Versprechen, die Anerkennung der ‚Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen‘ (Präambel AEMR) stehen heute auch weltweit unter Druck.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann, der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember erklärt. Der Tag ist der 69. Jahrestag der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) durch die Vereinten Nationen.

 

 „Neue Wellen des Autoritarismus, offenkundig in Russland, der Türkei und China, aber auch autoritäre Tendenzen in europäischen Ländern wie Ungarn und Polen, fordern uns heraus“, schreibt Ackermann in der Erklärung. Auch hierzulande hätten Rechtspopulismus und Identitäre Bewegung die Geltungsansprüche der Menschenrechte geschwächt. Ackermann betont, es brauche den Einsatz jedes Einzelnen und von zivilgesellschaftlichen Gruppen, damit „die Menschenrechte nicht ausgehöhlt werden, sondern als Schatz und Errungenschaft der Menschheit anerkannt werden und politisches Handeln prägen“ könnten. „Dafür steht auch die Kirche ein, die die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen in das Zentrum ihrer Botschaft stellt.“

 

Die gesamte Erklärung ist unter www.justita-et-pax.de zu finden.

 


Priesterrat Rottenburg-Stuttgart wirbt für einkaufsfreien Heiligabend-Sonntag

Katholische Pfarrer: Weihnachten genießen anstatt einkaufen

 

 

(Stuttgart/drs) - Der Priesterrat Rottenburg-Stuttgart ruft die betroffenen Unternehmer und die Gläubigen dazu auf, am diesjährigen Heiligabend auf Ladenöffnung und Einkauf zu verzichten, weil dieser auf einen Sonntag fällt. In einem Brief an die Pfarrer der Diözese regt die Klerusvertretung an, die Pfarrer sollten sich an ihren Orten für einen einkaufsfreien 24. Dezember 2017 einsetzen, indem sie beispielsweise das Gespräch mit Handels- und Gewerbevereinen oder Geschäftsinhabern suchen und bei den Gläubigen für einen ruhigen Tag der Weihnachtsvorbereitung werben.

 

 

 

„Viele Menschen klagen über die Hektik vor den Feiertagen. Die Sehnsucht, Weihnachten in Ruhe zu begehen, die Wohnung zu schmücken, Musik zu hören und gemütlich miteinander zu kochen und zu essen, ist immens und zwar nicht nur bei gläubigen Christen“, schreibt Priesterratssprecher Paul Magino. Dass der Heiligabend auf einen Sonntag falle, biete eine besondere Chance, dass Menschen sich diesen Traum erfüllen könnten. Das sei ganz im Sinne des Weihnachtsfests. „In diesem Traum verbirgt sich eine Sehnsucht, sich als Mensch wahrzunehmen und Wohltuendes zu erleben. Das ist doch ganz nah an unserer christlichen Weihnachtsbotschaft vom Menschwerden und vom verheißenen Heil“, erklärte Magino. Für die Beschäftigten im Einzelhandel, für die die Adventszeit besonders arbeitsreich und teilweise mit längeren Öffnungszeiten verbunden sei, sei der diesjährige Heiligabend-Sonntag „eine seltene Möglichkeit, Weihnachten ruhiger und gemeinsam mit der Familie vorzubereiten“. Andere Arbeitnehmer könnten bequem den Samstag für letzte Einkäufe nutzen.“

 


Jungfrau-Maria-Kirche im schwedischen Södertälje eingeweiht

Eine Brücke des Glaubens

(Södertälje/bw) - Ein Hauch von Weltkirche lag am Freitag, 8. Dezember 2017 im schwedischen Södertälje in der Luft. Knapp 300 Gäste nahmen an der Einweihung der neuen Jungfrau-Maria-Kirche teil. Zu Gast waren unter anderem der chaldäische Patriarch Louis Sako aus Bagdad, der Erzbischof von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki, und der Vorsitzende des St.-Angarius-Werkes Köln, Prälat Dr. Günter Assenmacher. Aus dem Bonifatiuswerk reisten Präsident Heinz Paus und Generalsekretär Monsignore Georg Austen nach Södertälje.

 

„Es ist schon etwas ganz besonderes, die Einweihung einer Kirche erleben zu dürfen – ein Ereignis, das in der heutigen Zeit Seltenheitswert hat. Wir konnten uns vor Ort überzeugen, dass dieses neue Gotteshaus aktiv in die Gesellschaft hineinwirkt: Es bietet nicht nur vielen Migranten und Flüchtlingen eine neue Heimat im Glauben, sondern verbindet die Christen innerhalb der Stadt Södertälje miteinander. Wo vorher ein Wald stand und die Stadtteile voneinander trennte, steht nun eine neue Kirche – eine Brücke des Glaubens“, sagte Heinz Paus.

 

Schon lange gab es den Wunsch nach einer eigenen Kirche mit angeschlossenem Gemeindezentrum für die rund 5.000 katholisch-chaldäischen Christen. Durch die Einwanderung aus dem Nahen Osten ist eine große Anzahl orientalischer Christen, oft nach viel Leid und Verfolgung, nach Schweden gekommen. Dadurch wächst die Anzahl der Gottesdienstteilnehmer vor Ort stetig. Die Chaldäer suchen in Södertälje einen Zufluchtsort, eine neue Heimat, in der sie in Frieden leben und ihre Kinder im christlichen Glauben erziehen können.

 

„Es ist ein Skandal, dass Vertriebene auf der Suche nach Schutz und Heimat ihr Leben lassen müssen. Gerade die Kirche in Schweden, aber auch viele Menschen in unserem Land setzen sich dafür ein, Vertriebenen und Verfolgten neue Lebensperspektiven zu geben. Hier müssen wir als Christen Flagge zeigen“, sagte Austen. Es freue ihn sehr, dass die chaldäischen Christen in Södertälje eine neue Glaubensheimat gefunden haben. 

 

 „Als ich vor einigen Jahren selbst als Flüchtling von Bagdad nach Södertälje kam, traute ich mich lange nicht auf die Straße. Erst der Kontakt zur Gemeinde in Södertäje und die Besuche im Gottesdienst gaben mir die Kraft, wieder an das Gute zu glauben. Endlich haben wir eine eigene Kirche und geeignete Gemeinderäume mit ausreichend Platz für unsere Jugendarbeit“, erzählt Melad Louay Francis sichtlich berührt.

 

Doch ohne die Hilfe von außen hätte das Bistum Stockholm dieses einmalige Projekt nicht stemmen können. Die deutschen Katholiken haben den Bau der Kirche und des Gemeindezentrums mit rund 1,37 Millionen Euro gefördert. Dieser Betrag setzt sich wie folgt zusammen: 500.000 Euro aus Bewilligungen der Bauhilfe des Bonifatiuswerkes, knapp 210.000 Euro aus Bewilligungen des Diaspora-Kommissariats und 667.000 Euro an zweckgebundenen Spenden, darunter auch größere Unterstützungen der deutschen Diözesen.

 

Die neuen Kirchenfenster wurden ebenfalls in Deutschland hergestellt. Das Bonifatiuswerk stiftete das Fenster der Schutzpatronin der neuen Kirche, das die Gottes Mutter Maria zeigt. Es ist ein ganz besonderes Geschenk, das eine geschwisterliche Brücke schlägt zwischen der Gemeinde in Södertälje und dem Solidaritätswerk in Paderborn. „Wir danken Gott, dass am Freitag der Unbefleckten Jungfrau Maria diese lang ersehnte Kirche eingeweiht werden konnte, die auch als Marienheiligtum für den Großraum Stockholm dienen soll. Von Herzen danken wir allen Wohltätern aus Deutschland“, bedankte sich der Bischof von Stockholm, Anders Kardinal Arborelius.

 


Pfadfinder holen Friedenslicht aus Bethlehem nach Deutschland

Frieden in die Welt tragen

Foto: bt
Foto: bt

 

(Trier/Koblenz/Saarbrücken/bt) – Ein klares Zeichen für Frieden und Völkerverständigung: Das möchten Pfadfinderinnen und Pfadfinder auch dieses Jahr wieder mit der Friedenslichtaktion setzen. Seit 1986 wird bei der Aktion eine kleine Flamme in der Geburtskirche Jesu in Bethlehem entzündet und nach Wien in Österreich gebracht. Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus mehr aus 30 europäischen Ländern bringen das Licht von dort in ihre Heimat, um es den Menschen weiterzugeben. Auf den über 3.000 Kilometern, die das Friedenslicht zurücklegt, überwindet es viele Mauern und Grenzen – das greift auch das diesjährige Motto „Auf dem Weg zum Frieden“ auf. Im Bistum Trier gibt es zahlreiche Aussendungsgottesdienste und Feiern, beispielsweise diese:

 

Samstag, 16. Dezember, 18.30 Uhr, in der Pfarrkirche St. Markus in Wittlich mit den Georgspfadfindern.

 

Sonntag, 17. Dezember, 17 Uhr, Marienburg bei Zell mit dem Jugendchor B53; um 17 Uhr, in der Jugendkirche eli.ja in Saarbrücken und um 18 Uhr, in der Pfarrkirche Sankt Maternus in Trier Heilig-Kreuz.

 

Montag, 18. Dezember, um 19 Uhr, in Buchholz, am selben Tag um 19 Uhr, in der Pfarrkirche Kröv mit der Band B 53, und um 18 Uhr in Sankt Ägidius in Boppard.

 

Dienstag, 19. Dezember, um 18 Uhr, in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Blankenrath.

 

Mittwoch, 20. Dezember, 17 Uhr, in Sankt Johannes in St. Ingbert-Rohrbach und um 18 Uhr, in Sankt Wendelin in Blankenheim-Rohr.

 

Freitag, 22. Dezember, 18.30 Uhr, in Neuwied im Pfadfinderheim Oberbieber.

 

Sonntag, 24. Dezember, um 17 Uhr, in Sankt Gervasius und Protasius in Perl.

 

Weitere Informationen gibt es unter www.friedenslicht.de, auf Facebook: www.facebook.com/friedenslicht.aus.betlehem, auf Twitter: www.twitter.com/friedenslicht, und auf Instagram: www.instagram.com/friedenslicht.

 


Pfadfinder-Häuptling Schwetasch hört auf

In seinem Amtszimmer hat Pastor Ulli Schwetasch sich eine Pfadfinderecke mit vielen Andenken eingerichtet. Foto: nordkirche
In seinem Amtszimmer hat Pastor Ulli Schwetasch sich eine Pfadfinderecke mit vielen Andenken eingerichtet. Foto: nordkirche

 

(Kiel/nk) - Wenn Ulli Schwetasch von „seinen“ Pfadfindern erzählt, dann spricht sein ganzer Körper: Die Hände gestikulieren, die Augen leuchten, die Muskeln federn, als hielte es ihn kaum noch auf dem Sofa. Kein Wunder. Gilt der Pastor von Krummesse (bei Lübeck) doch landläufig als Vater der rund 6700 evangelischen Gemeindepfadfinder in 120 Kirchengemeinden der Nordkirche, zwischen dänischer und polnischer Grenze.

 

Nun hängt er sein landeskirchliches Amt als Pfadfinderpastor an den Nagel und wird am 3. Advent (17.12.) verabschiedet, im feierlichen Friedenslichtgottesdienst in der Anscharkirche Neumünster, um 16 Uhr. Dazu werden rund 1000 Pfadfinder aus ganz Schleswig-Holstein erwartet, und auch Bischof Gothart Magaard kommt.

 

 

 

Grube in Ostholstein, Kirchbarkau im Kreis Plön und jetzt Krummesse bei Lübeck: Nicht gerade die typischen Orte, um die Karriereleiter hochzusteigen. Darum ging es Ulli Schwetasch auch nicht, als der junge Pastor 1984 seine erste Pfarrstelle in Grube antrat. „Da lag die Kinder- und Jugendarbeit völlig brach“, denkt der heute 61-Jährige zurück. Und weil das nicht so bleiben konnte, streifte er sich ein Fahrtenhemd über, lieh er sich ein paar Zelte und fuhr mit Kindern ins Ferienlager. Das sollte der Beginn einer Bewegung werden, welche heute die ganze Nordkirche erfasst hat und bis nach Indien reicht: die evangelischen Gemeindepfadfinder.

 

Denn diese Idee breitete sich rasant aus, zuerst im benachbarten Grömitz, dann in Husberg bei Neumünster, in Schenefeld bei Hamburg und in Brokstedt (Kreis Steinburg). „Uns ging es um Gemeindeaufbau, wir wollten junge Menschen zu Christen machen und sie darin bestärken, mit dem Ziel, dass sie selbstständig werden und einmal Verantwortung übernehmen“, beschreibt Ulli Schwetasch.

 

Zwischen seinen nüchternen Worten blitzt das Lagerfeuer durch, riecht man den Rauch, erahnt man Abenteuer, Natur  und Gemeinschaft. Die Faszination dafür hat ihn schon mit 14 Jahren gepackt, als der Arbeitersohn aus einfachen Verhältnissen mit Freunden im Jahr 1969 eine Pfadfindergruppe im Kieler Stadtteil Wellingdorf aufgebaut hat. „Die Kirchengemeinde war für uns eine Heimat, wo wir was machen durften und gleichzeitig fromm sein - ohne dass es jemand komisch vorkam“, erinnert sich Schwetasch.

 

Zeitsprung in die 90er Jahre: Die ersten Gemeindepfadfinderstämme in Schleswig-Holstein schließen sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen, tauschen ihre Erfahrungen aus. Hauptsächlich um finanzielle Förderung zu erhalten, gründen sie schließlich 1996 einen Verband, den Ring Evangelischer Gemeindepfadfinder (REGP). „Gremien, Satzungen, damit haben wir uns schwer getan, wir wollten doch eine kreative Bewegung sein“, sagt Schwetasch. Doch im Nachhinein bereue er diesen Schritt nicht. Trotz einiger fester Regeln, entwickeln sich die Gemeindepfadfinder stetig weiter.

 

In Zukunft allerdings ohne Ulli Schwetasch. „Ich bin alt genug zu gehen“, gibt er zu bedenken. „Nicht mehr diese Gesamtverantwortung in der Nordkirche zu tragen, das entlastet mich schon sehr.“ Sicherlich, in seiner Kirchengemeinde Krummesse will er sich als Pastor weiterhin mit den Kindern und Jugendlichen in den Matsch schmeißen, die Natur entdecken und zur Gitarre am Lagerfeuer singen. „Ich möchte, dass sie die Wärme in der Gemeinde erfahren, und ich möchte weitergeben, was mich bis heute trägt.“

 

 

 


Mehr als 2,9 Millionen Euro Spenden für Projekte von Brot für die Welt und Misereor

Spendengala *  ZDF *  Carmen Nebel

(München/Berlin/bfw) - Die ZDF-Spendengala „Die schönsten Weihnachtshits" war wieder ein großer Erfolg: Carmen Nebel sammelte am Donnerstagabend bis Mitternacht mehr als 2,9 Millionen Euro für die Arbeit von Brot für die Welt und Misereor. Das ist ein Rekord-Ergebnis. Andrea Berg, Marianne Rosenberg, Rolando Villazon und weitere Publikumslieblinge unterstützten die Moderatorin mit ihrem Auftritt. Die Spenden-Hotline war prominent besetzt, und auch Entwicklungsminister Gerd Müller nahm Anrufe entgegen. 4,36 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Spendengala am Bildschirm.

Die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel und Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon dankten allen Spenderinnen und Spendern sowie den Mitwirkenden der Gala herzlich: „Mit Ihrer Spende schenken Sie Menschen in Not Hoffnung!“

In Filmbeiträgen aus Projekten in Uganda, Kamerun, Kenia und Indien erfuhren die Zuschauerinnen und Zuschauer, wie wirkungsvoll sie mit ihrer Spende helfen. Im Gespräch mit Carmen Nebel stellte die zwölfjährige Subhana ein Gesundheitsprojekt für Straßenkinder in Neu Delhi vor. Minister Müller hat das Projekt schon besucht und zeigte sich angetan von den vielen Perspektiven, die jungen Menschen hier ermöglicht werden.

Besonders großzügig zeigte sich wieder das Unternehmen Phoenix-Reisen: In Vertretung von Geschäftsführer Johannes Zurnieden spendete Kreuzfahrt-Kapitän Morten Hansen 1,5 Millionen Euro.

Das ZDF ruft seit 1998 mit einer Gala zu Spenden zugunsten von Brot für die Welt und Misereor auf.

Das Spendentelefon ist heute (8. Dezember) noch bis Mitternacht unter der Nummer 0180 2 20 20 (6 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, maximal 42 Cent pro Minute aus Mobilfunknetzen) geschaltet.
Online gespendet werden kann über www.gala-spende.de
Für Spenden anlässlich der Spendengala gibt es ein gemeinsames Spendenkonto von Misereor und Brot für die Welt:

Bank für Sozialwirtschaft Köln,
Stichwort: Weihnachtshits 2017,
IBAN: DE79370205000004108406,
BIC: BFSWDE33XXX

 


Besuch bei rumänischer Partnerkirche zum Abschluss des Reformationsjubiläums:

Landesbischof Ulrich: „Reformation war von Anbeginn europäische Bewegung“

 

(Schwerin/Hamburg/ce) - Zum Abschluss der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum ist eine Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) unter der Leitung von Landesbischof Gerhard Ulrich von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rumänien am zweiten Adventswochenende (8. - 10. Dezember) eingeladen. Im Rahmen des Treffens in Klausenburg/Koloszvár/Cluj-Napoja wird auch der Entwurf für einen Partnerschaftsvertrag zwischen beiden Kirchen unterzeichnet, der dann in den Kirchenleitungen und Synoden zur Abstimmung gestellt wird. Darin bekräftigen die Kirchen, sich im Gebet, durch Austausch und Begegnungen gegenseitig zu stärken und zu unterstützen. Gemeinsam wollen sie sich durch ihre kirchliche und diakonische Arbeit für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen sowie in internationalen Netzwerken ökumenische Verbindungen vertiefen.

 

„Von Anbeginn war die Reformation eine europäische Bewegung, und schon lange ist sie eine Weltbürgerin, die über politische und kulturelle Grenzen hinweg Menschen verbindet. Und ich finde es gut, dass am Wochenende in Klausenburg eines von insgesamt ‚Zwölf Apfelbäumchen für ein klares Wort‘ gepflanzt wird“, sagte Landesbischof Ulrich zu Beginn der Reise. Die Bäume stehen an zwölf Orten in Siebenbürgen und Europa, die für die siebenbürgische Reformation wichtig sind. „Und sie stehen dafür, dass wir auch heute klare Worte zu den Zuständen in unserer Welt sprechen: gegen Hass, Ausgrenzung und Intoleranz – für Versöhnung, Frieden, und Vielfalt“, betonte er weiter.

 

Beim Festakt zum Abschluss der Reformationsfeierlichkeiten sind auch kirchliche Vertreterinnen und Vertreter aus Dänemark, Serbien und Ungarn, außerdem Wissenschaftler und Politiker eingeladen. Aus der Nordkirche werden neben dem Landesbischof Europareferentin Christa Hunzinger vom Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche und Tilman Jeremias, Ökumene-Pastor im Kirchenkreis Mecklenburg, teilnehmen. Christa Hunzinger freut sich sehr, dass die Partnerkirche die Reformationsfeierlichkeiten in solch internationaler Gemeinschaft abschließen wird: „Es ist gut, gemeinsam darüber nachzudenken, was für uns in Europa heute die Fragen der Reformation bedeuten.“

 

Bereits am Freitag wird Landesbischof Ulrich einen Vortrag halten zum Thema „500. Jubiläum der Reformation – eine Herausforderung für Kirche und Gesellschaft“. Im Festgottesdienst am Sonntag wird er predigen.

 

Seit den 1990er Jahren war die Evangelisch-Lutherische Kirche in Rumänen Partnerkirche der damaligen Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Diese Partnerschaft ging mit der Fusion zur Nordkirche 2012 auf die gesamte Nordkirche über. Es gibt Austausch sowohl auf der landeskirchlichen als auch auf der gemeindlichen Ebene. Außerdem arbeiten die Diakonischen Werke mit verschiedenen Organisationen in Rumänien zusammen. So fördert des Diakonische Werk Hamburg unter anderem ein Multiplikatoren-Projekt, das die Bildungserfolge junger Roma erhöhen und sie bei der Berufswahl und der Integration in den Universitäten unterstützen soll, und vernetzt Einrichtungen, die zum Thema Menschenhandel und Arbeitsausbeutung arbeiten. Im Rahmen eines Fachaustausches zwischen Beratungseinrichtungen in Hamburg und Rumänien haben Sozialarbeiterinnen und -arbeiter die Gelegenheit zur Hospitation bei der jeweils anderen Organisation.

 

Hintergrund:

 

In Rumänien gibt es vier protestantische Kirchen, die in der Zeit der Reformation vor allem in Siebenbürgen entstanden sind: die große Reformierte Kirche (ca. 460.000 Mitglieder), die Unitari­sche Kirche mit circa 70.000 Mitgliedern, die Evangelische Kirche A.B. (Augsburgischen Bekennt­nisses) in Rumänien mit 12.840 Mitgliedern sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche in Rumä­nien. Dabei ist die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien vorwiegend deutschsprachig, die Re­formierte, die Unitarische und die Evangelisch-Lutherische Kirche überwiegend ungarisch­sprachig.

 

Der weit­aus größte Teil der Protestantinnen und Protestanten lebt in Siebenbürgen. In der Folge des Ersten Weltkriegs gingen mit dem Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 zwei Drittel des ungarischen Staatsgebietes an andere Staaten. Siebenbürgen kam zu Rumänien. Damit wurden zwei Millionen Ungarinnen und Ungarn sowie 800.000 Deutsche zu Bürgerinnen und Bürgern Rumäniens. Die lutherischen Christinnen und Christen ungarischer Sprache, die bis 1920 Teil der lutherischen Kirche Ungarns waren, mussten sich neu organisieren und gründeten 1921 die Evangelisch-Lutherische Kirche in Rumänien. Heute hat die Evangelisch-Lutherische Kirche in Rumänien 30.700 Mitglieder in 37 Gemeinden und 116 Diasporagemeinden.

 

 

 

Gerhard Ulrich ist Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

 

www.nordkirche.de
www.velkd.de

 


Ökumenischer Pfarrkonvent trifft sich im Paul-Schneider-Haus Simmern

Niemals die Kommunikationsstränge abbrechen lassen

DieterSkala Kath Buro MZ"> Ordinariatsdirektor Dieter Skala. Foto: bt
DieterSkala Kath Buro MZ"> Ordinariatsdirektor Dieter Skala. Foto: bt

 

 

(Simmern/bt) – Die Seelsorgerinnen und Seelsorger des katholischen Dekanates Simmern-Kastellaun und des evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach haben sich zum ökumenischen Pfarrkonvent getroffen. Als Referent und Gesprächspartner war diesmal Dieter Skala, Ordinariatsdirektor im Katholischen Büro Mainz, eingeladen. Bezugnehmend auf das Thema „Kirche im Schnittfeld von Politik und Gesellschaft“ gab er den Teilnehmenden einen Überblick über die Aufgaben des Katholischen Büros, das die fünf Bistümer im Land Rheinland-Pfalz auf Landesebene vertritt. Beratungsangebote der Kirchen gehören ebenso dazu wie Bildungsarbeit, Alten- und Krankenpflege sowie Polizei- und Gefängnisseelsorge. Der Referent führte aus, dass sein Büro als Vertretung für die katholische Kirche bei allen Gesetzesänderungen zu diesen Themen angefragt werde. Gleichzeitig hielte man auch selbständig Kontakt zu allen Parteien, um den Auftrag von Kirche deutlich zu machen. Es gehe auch darum, Humanität vom kirchlichen Standpunkt aus in der Gesellschaft zu vertreten.

 

Dieter Skala bestätigt, dass den  Kirchen von Seiten des Landes eine hohe Wertschätzung entgegengebracht würde. Er appellierte an die Seelsorgerinnen und Seelsorger, niemals die Kommunikationsstränge abbrechen zu lassen. Die Teilnehmer des Pfarrkonvents ihrerseits baten den Ordinariatsdirektor, den Handlungsbedarf für die Kindertagesstätten im Land vorzubringen.

 

Im ökumenischen Pfarrkonvent treffen sich rund 30 Seelsorgerinnen und Seelsorger zweimal im Jahr um über anstehende aktuelle Themen wie Synode, Christusfest oder innerkirchliche Strukturen zu beraten.

 


Berliner Domarchiv geht online

Dom-Archiv: Urkunde aus dem Jahr 1409. Foto: Berliner Dom
Dom-Archiv: Urkunde aus dem Jahr 1409. Foto: Berliner Dom

 

 

(Berlin/sp) - Jahrhundertealte Urkunden, Kirchenbücher, über 3000 Predigten und meterweise Unterlagen zum Bau – im Archiv des Berliner Domes lagern unzählige Schätze aus 500 Jahren Dom-Geschichte. Ab sofort können Interessierte die Bestände auch online durchsuchen.

 

 

 

Unter www.domarchiv-berlin.findbuch.net erhalten alle, die sich für die Vergangenheit des Berliner Domes interessieren, eine Übersicht, was genau im Domarchiv zu finden ist. So sind beispielsweise unter dem Menüpunkt „Bestand 26 Dombauverwaltung“ aus dem Jahr 1891 „Kostenanschläge zum Abbruch des alten Doms und zur Überführung der Sarkophage der Hohenzollerngruft“ abgelegt. Taufbücher, Bestattungsregister, Verzeichnisse der Gemeindemitglieder, Unterlagen zum Bau und vieles mehr liegen im Original gut klimatisiert in den Archiv-Räumen unter dem Domdach.

 

 

 

73 Urkunden sind das besondere Highlight der Online-Recherche. Sämtliche Urkunden, die im Domarchiv lagern, stehen mit Bild und genauer Beschreibung auf dem neuen Portal. Das älteste Dokument stammt aus dem Jahr 1409 (siehe Pressefoto).

 

 

 

Wer sich die übrigen Bestände ansehen möchte, sucht ab sofort online nach der Nummer und verabredet anschließend einen Termin mit Domarchivar Yves A. Pillep. Etwa die Hälfte aller Dom-Unterlagen hat Pillep in den letzten Jahren erschlossen. Derzeit arbeitet er die Bestände nach 1945 auf.

 

 

 

Das angehängte Bild ist zur Veröffentlichung frei gegeben. Es zeigt die Urkunde Kurfürst Jobsts vom 29. September 1409, in der dieser die Stiftung einer Kapelle in der Petrikirche Cölln bestätigt.

 

 


UNSER TIPP:

 

Adventus Europae - Machet die Tore weit!

 

Chormusik zum Advent in der Mitte Europas
Bläserensemble des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin
Staats- und Domchor Berlin
Leitung: Kai-Uwe Jirka
Für Familien geeignet

 


Mit Trauer nicht allein bleiben

Gedenkfeiern für verstorbene Kinder und Geschwister in MV

Mit einer brennenden Kerze gedenken Angehörige am zweiten Sonntag im Dezember ihrer verstorbenen Kinder bzw. Geschwister. Foto: Privat / A. Greve
Mit einer brennenden Kerze gedenken Angehörige am zweiten Sonntag im Dezember ihrer verstorbenen Kinder bzw. Geschwister. Foto: Privat / A. Greve

 

 

(Rostock/Stralsund/e/agr/smö/skü) -  Alljährlich am Abend des zweiten Sonntag im Dezember stellen Menschen rund um die Welt eine brennende Kerze ins Fenster. Sie gedenken so ihrer verstorbenen Kinder bzw. Geschwister. In Mecklenburg-Vorpommern finden an dem Wochenende bzw. im Umfeld ebenfalls mehrere Gedenkfeiern statt. Betroffene Eltern und Angehörige sind dazu herzlich von den Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorgern sowie den Kliniken vor Ort eingeladen. Ebenso sind Menschen willkommen, die in ihrem Beruf mit dem Tod kleiner Kinder konfrontiert sind.

 

 

 

In Wismar findet die Gedenkfeier am Sonnabend, 9. Dezember, um 17 Uhr in der Winterkirche der Heilig-Geist Kirche statt. Auch in Schwerin findet seit einigen Jahren in der Thomaskapelle des Doms eine solche Gedenkfeier statt, um verstorbener Kinder und Geschwister zu gedenken. Dazu sind am 2. Adventssonntag, den 10. Dezember, um 17 Uhr, betroffene Eltern, Geschwister, Großeltern aus Schwerin und Umgebung eingeladen“, sagt Pastor Andreas Greve. Die Feier werde durch ein Team um die Krankenhausseelsorge in der Landeshauptstadt vorbereitet. In Ludwigslust findet die Gedenkfeier ebenfalls am 2. Advent um 17 Uhr in der Stiftskirche statt.

 

 

 

In Greifswald finden ebenfalls seit Jahren solche feierlichen Gedenken statt. In diesem Jahr beginnt die Andacht am Sonntag, 10. Dezember, um 15 Uhr, im Greifswalder Dom. Im Anschluss stehen in einem Raum der evangelischen Domgemeinde Kaffee und Kuchen bereit und es ist Zeit für Gespräche.

 

 

 

Um 17 Uhr wird am 10. Dezember ebenfalls zu einer Feier in das Münster in Bad Doberan eingeladen. „Wer sich angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen gemeinsam mit uns, einer Gruppe betroffener Mütter, Väter und Geschwister, das traditionelle gemeinsame Gedenken im Münster für unsere Lieben zu gestalten“, so Sabine Schulze von der Vorbereitungsgruppe und ergänzt: „Bei dem anschließenden Zusammensein im Gemeindehaus werden auch wir für unsere Lieben Lichter in die Fenster stellen und mit dem Herzen und den Gedanken bei ihnen sein und von ihnen sprechen können.“

 

 

 

In Neubrandenburg laden die evangelische Krankenhausseelsorge und ein ökumenisches Team ebenfalls am 10. Dezember um 17 Uhr in die St. Johanniskirche herzlich ein. „Wir wollen uns gemeinsam Zeit nehmen, uns dieser Kinder zu erinnern. Denn da wo wir sind, die wir leben, da sind auch sie, die verstorbenen Kinder“, sagt Pastorin Anke Leisner.

 

 

 

In der Hansestadt Rostock findet die Gedenkfeier für früh verstorbene, nicht bestattungspflichtige Kinder am Montag, 11. Dezember, auf dem Rostocker Westfriedhof statt. „Die Feier beginnt um 11 Uhr am Eingangstor“, sagt Pastorin Susanne Möckel. Eingeladen sind alle Eltern, Geschwister und Angehörige, die um ein früh verstorbenes Kind trauern.

 

Seit Jahren finden auf diesem Friedhof diejenigen totgeborenen Kinder eine würdige Ruhestätte, die wegen ihres geringen Geburtsgewichtes nicht von den Eltern beerdigt werden müssen.

 

 

 


Sitzung des Pommerschen Kirchenkreisrats / Pastor Matthias Tuve ins Ökumenepfarramt berufen / Mittelvergabe aus dem Baufonds 2018

Ökumenische Arbeit wird weiter gestärkt

 

(Weitenhagensk) -. Der Kirchenkreisrat (KKR) des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises (PEK) hat beschlossen, das Ökumenepfarramt im PEK für weitere fünf Jahre mit Pastor Matthias Tuve zu besetzen. Das Gremium traf diese Entscheidung in der zwölften Sitzung des Jahres 2017, und der damit insgesamt 71. Sitzung, die am Dienstag, 5. Dezember, im „Haus der Stille“ (Friedrich-Wilhelm-Krummacher-Haus) in Weitenhagen stattfand. Matthias Tuve ist derzeit bereits Pastor im Ökumenepfarramt, doch sein fünfjähriger Berufungszeitraum endet zum 31. März 2018. Er hatte sich erneut für die Stelle beworben und in der zurückliegenden Novembersitzung des KKR den Gremiumsmitgliedern ausführlich über seine Arbeit berichtet und Fragen beantwortet. Der KKR hatte daraufhin auf eine Ausschreibung der Stelle verzichtet. Der Kirchenkreisrat bekräftigte seine Einschätzung aus der vorangegangenen Sitzung, dass Matthias Tuve aufgrund seiner herausragenden Arbeit im Ökumenepfarramt sowie seiner guten Vernetzung die ideale Besetzung für diese übergemeindliche Pfarrstelle im pommerschen Kirchenkreis sei. Zudem äußerte das Gremium die Gewissheit, dass Matthias Tuve die ökumenische Arbeit weiterhin stärken werde.

 

 

 

Mittelvergabe aus dem Baufonds 2018

 

 

 

Der Kirchenkreisrat beschäftigte sich in seiner Sitzung mit der Vergabe von Mitteln aus dem PEK-Baufonds 2018 für Patronatskirchen, für Sonstige Kirchen sowie für Pfarr- und Gemeindehäuser. Die Vergabeliste enthält insgesamt 60 Sanierungsprojekte im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, davon entfallen 15 auf Patronatskirchen, 26 auf Sonstige Kirchen und 19 auf Pfarr- und Gemeindehäuser. Der Kirchenkreisrat beschloss für diese Projekte die Vergabe von 650.800 Euro aus dem PEK-Baufonds 2018 für Patronatskirchen, 692.300 Euro aus dem PEK-Baufonds 2018 für Sonstige Kirchen und 404.900 Euro aus dem PEK-Baufonds 2018 für Pfarr- und Gemeindehäuser.

 

 

 

Dank an KKR-Mitglieder, weitere Themen und nächster Sitzungstermin

 

 

 

Außerdem befasste sich der KKR während der Sitzung unter anderem mit zahlreichen Personalfragen, mit der Ordnung für die Arbeit mit Frauen im Sprengel Mecklenburg und Pommern, mit der Beteiligung von Kirchengemeinden an Mehrerträgnissen aus Pfarrland, mit der Vergabe von Restmitteln aus dem PEK-Baufonds 2016 für Patronatskirchen, für Sonstige Kirchen sowie für Pfarr- und Gemeindehäuser sowie mit dem Ausblick auf Termine des kommenden Jahres. Zum Abschluss nutzten Pröpstin Helga Ruch, Propst Gerd Panknin und Propst Andreas Haerter die letzte Sitzung des Jahres, um den Mitgliedern des Gremiums ganz herzlich für ihr großes Engagement sowie für das konstruktive und vertrauensvolle Miteinander zu danken. Als Zeichen des Danks lud der Kirchenkreis die Kirchenkreisratsmitglieder zu einem festlichen Essen in den Speisesaal im „Haus der Stille“ ein. Die nächste Sitzung des Kirchenkreisrates findet am 16. Januar 2018 statt.

 

 

 

Stichwort Kirchenkreisrat

 

 

 

Der Kirchenkreisrat vertritt den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis in allen Angelegenheiten. Er führt die Aufsicht über die 154 Kirchengemeinden und ihre Verbände sowie über die Dienste und Werke und erteilt die erforderlichen Genehmigungen. Das Gremium besteht aus 13 Mitgliedern. Ihm gehören die Pröpstin und Pröpste der drei Propsteien des Kirchenkreises, Pröpstin Helga Ruch (Stralsund), Propst Gerd Panknin (Demmin) und Propst Andreas Haerter (Pasewalk), als geborene Mitglieder an. Die weiteren zehn Mitglieder wurden von der Synode des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises gewählt. Vorsitzender des Kirchenkreisrates ist Propst Gerd Panknin. Der Kirchenkreisrat bereitet die Entscheidungen der Kirchenkreissynode vor, bringt Vorlagen ein und führt die Beschlüsse aus. Er bringt den Haushalt ein und ist für die Durchführung verantwortlich. Er berät Pröpstin und Pröpste, beruft die Pastorinnen und Pastoren in die Pfarrstellen des Kirchenkreises und führt die Aufsicht über die Kirchenkreisverwaltung.

 

 

 


Menschenrechtler Peter Steudtner ausgezeichnet mit Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung

Bild: Gregor Zielke / panphotos.org
Bild: Gregor Zielke / panphotos.org

 

 

(Berlin/pm) - Der kürzlich aus der Haft in der Türkei entlassene Menschenrechtsverteidiger Peter Steudtner hat den ersten Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung erhalten. Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse verlieh seinem großen Respekt für Steudtners "zivilen Widerstand und Mut" Ausdruck. „Peter Steudtners Lebensmotiv ist Engagement und Einsatz für andere, er ist ein Held, ohne ein Held sein zu wollen“, so Thierse.

 

Die Verhaftung Steudtners markiere einen "historischen Bruch für die deutsche Türkeipolitik", so Thierse. "Peter Steudtner ist zu Unrecht inhaftiert worden. Er erhält darum zu Recht einen Preis", sagte der ehemalige Bundestagspräsident in seiner Laudatio. Der Berliner Aktivist sei zu einer Person der Zeitgeschichte geworden, der die Weitergabe von Wissen und politischer Intelligenz zu seiner Berufung gemacht habe, so Thierse weiter. 

Steudtner verlieh in seiner emotionalen Rede der Hoffnung Ausdruck, dass durch die "Scheinwerfer", die auf ihn gerichtet seien, auch auf die zahllosen anderen, unbekannten Verteidiger von Frieden und Menschenrechten stärker ins öffentliche Bewusstsein rückten. "Ich würde den vielen noch zu Unrecht Inhaftierten am liebsten zurufen, was Deniz Yücel mir zugerufen hat: Bald habt ihr es geschafft. Das kann ich leider nicht. Aber ich kann euch und euren Familien zurufen: Ihr schafft das", so Steudtner. Die Räume für die Verteidigung von Menschenrechten seien in vielen Ländern der Welt kleiner geworden, er betrachte den Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung als Ermutigung, diese Räume zurückzuholen, so Steudtner weiter. 

Die Preisverleihung fand am heutigen Dienstag in der Berliner Gethsemanekirche statt, in der bis heute regelmäßige Andachten für die zu Unrecht in der Türkei inhaftierten Aktivisten und Journalisten stattfinden.
   

 

Die Quäker-Hilfe Stiftung ruft den Friedenspreis anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Hilfsarbeit der Quäker in Deutschland ins Leben. Er soll Personen und Initiativen auszeichnen, die sich in besonderer Weise um ein friedliches und gerechtes Zusammenleben der Menschen auf globaler wie auf lokaler Ebene verdient gemacht haben.

 

Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert, eine Crowdfunding-Kampagne im Netz soll die Summe auf 3000 Euro erhöhen.

 


Katholisch-Theologische Fakultät lädt zum "Theo-Talk!" / Journalist studierte einst katholische Theologie

ARD-Chefredakteur Rainald Becker kommt an die Universität Münster

 

(Münster/pm) - Aus der "Tagesschau" oder dem "Bericht aus Berlin" kennt man ihn: Rainald Becker, bei der ARD Chefredakteur und Koordinator des Bereichs Politik, Gesellschaft und Kultur. Am Dienstag, 12. Dezember, ist der Journalist, der einst auch katholische Theologie studierte, Gast beim "Theo-Talk!" an der Universität Münster. Gastgeber des um 17 Uhr beginnenden Gesprächsabends ist das "Netzwerkbüro Theologie & Beruf" der Katholisch-Theologischen Fakultät. Die Veranstaltung im Hörsaal KTh I, Johannisstraße 8-10, dient vornehmlich der Berufsorientierung Studierender. Interessierte sind eingeladen, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Beim "Theo-Talk!" spricht Rainald Becker über seine Berufsbiografie und seine Tätigkeit bei der ARD. Neben der Berufsorientierung will der "Theo-Talk!" Orte des Theologietreibens außerhalb von Universität und Seelsorge erkunden und die Diskussion über die gesellschaftliche Relevanz der Theologie fördern.

 


Redaktionsteam überreichte Neuausgabe an Bischof Stephan Ackermann

Neues Chorheft für das Gesangbuch „Gotteslob“ erschienen

Bei der Übergabe in Mainz durch (v.l.n.r.) Regionalkantorin Mechthild Bitsch-Molitor als Leiterin der Redaktionsgruppe, den Mainzer Diözesankirchenmusikdirektor Thomas Drescher, ACV-Präsident Monsignore Wolfgang Bretschneider sowie den AGÄR-Vorsitzenden und Freiburger Diözesankirchenmusikdirektor Godehard Weithoff. Foto: bt

 

(Mainz/Trier/bt) – „Tagzeitenliturgie mit dem Gotteslob. Weihnachten und Advent“ heißt ein neues Chorheft, das jetzt beim Carus-Verlag erschienen ist. Das Heft will das Kapitel „Tagzeitenliturgie“ im katholischen Gesangbuch „Gotteslob“ erschließen und Gemeindechören ermöglichen, die Feier einer Vesper oder eines Abendlobs mit leichten bis mittelschweren Chorsätzen lebendig und festlich zu gestalten. Mitglieder der Redaktionsgruppe haben das Heft Anfang Dezember in Mainz an den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann übergeben. Ackermann ist Vorsitzender der Liturgie-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz.

 

Das Chorheft wird vom Bischöflichen Ordinariat Mainz im Auftrag des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes (ACV) für Deutschland und der Arbeitsgemeinschaft der Ämter und Referate für Kirchenmusik der Diözesen Deutschlands (AGÄR) herausgeben.

 

Bei der Übergabe in Mainz durch (v.l.n.r.) Regionalkantorin Mechthild Bitsch-Molitor als Leiterin der Redaktionsgruppe, den Mainzer Diözesankirchenmusikdirektor Thomas Drescher, ACV-Präsident Monsignore Wolfgang Bretschneider sowie den AGÄR-Vorsitzenden und Freiburger Diözesankirchenmusikdirektor Godehard Weithoff dankte Ackermann der Redaktion für die engagierte Erarbeitung des Chorheftes und wünschte dem Heft eine gute Verbreitung.

 

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten sind auf der Internetseite des ACV www.acv-deutschland.de unter dem Reiter „Aktuelles“ zu finden.

 


50 Jahre Zeitschrift „Gottesdienst“

Ackermann: Liturgie braucht Besinnung auf Tradition und wache Zeitgenossenschaft

Bischof Dr. Stephan Ackermann ist Vorsitzender der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz . Foto: bt
Bischof Dr. Stephan Ackermann ist Vorsitzender der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz . Foto: bt

 

 

(Freiburg/Trier/bt) – „In bewusster und qualitätsvoller Weise Liturgie zu feiern, ist in der Kirche kein unveränderliches Naturgesetz.“ Das hat der Vorsitzende der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stephan Ackermann, betont. „Immer wieder braucht es für eine gute Feier der Liturgie die Vergewisserung, die Erinnerung, die selbstkritische Rückfrage, die Besinnung auf die Tradition ebenso wie die wache Zeitgenossenschaft“, sagte Ackermann aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Zeitschrift „Gottesdienst“ am 4. Dezember in Freiburg.

 

Seit 1967 erscheint die Zeitschrift „Gottesdienst“ im Verlag Herder in Zusammenarbeit mit den Liturgischen Instituten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Zum Jubiläum wurde in die neu konzipierte Zeitschrift die Zeitschrift „praxis gottesdienst“ integriert. „Gottesdienst“ erscheint alle 14 Tage mit einer Auflage von 6.000 Exemplaren pro Ausgabe. Sie richtet sich an jene, die sich für die Feier des Gottesdienstes interessieren und engagieren und ist im deutschen Sprachraum eine maßgebliche Stimme in liturgischen Fragen.

 

Während eines Festaktes in Freiburg betonte Bischof Ackermann außerdem: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Bedeutung der Zeitschrift ‚Gottesdienstʻ über die Jahrzehnte hin nicht abgenommen hat oder abnimmt, auch wenn zurzeit keine einschneidenden Konzilsbeschlüsse umzusetzen sind. Die aktuellen Herausforderungen durch die sich signifikant verändernde kirchliche Landschaft in unseren Ländern sind auch für das gottesdienstliche Leben höchst anspruchsvoll: Sie erfordern wache Reflexion und zugleich eine lebendige wie authentische Praxis gottesdienstlichen Feierns. Veröffentlichungen für die reine Fachcommunity der Liturgiewissenschaftler sind da zu wenig, genauso wie bloße liturgiepraktische Ideenbörsen.“

 

Der Leiter des Deutschen Liturgischen Instituts (DLI) mit Sitz in Trier, Pfarrer Dr. Marius Linnenborn, erläuterte mit Blick auf die Zeitschrift: „Durch die erneuerte Zeitschrift ‚Gottesdienstʻ wird die gesamte Bandbreite unserer Leserschaft von der liturgischen Praxis bis zur Liturgiewissenschaft noch besser angesprochen: alle, die in Liturgiekreisen Gottesdienste gestalten und Wort-Gottes-Feiern leiten, wie auch diejenigen, die hauptamtlich in Pfarreien und Diözesen für die Liturgie Verantwortung tragen.“

 

Die Ansprache von Bischof Dr. Stephan Ackermann ist als pdf-Datei unter www.dbk.de verfügbar.

 


Jugendkirchen und Kirchen der Jugend beraten über Rolle in Pfarreien der Zukunft

Experimentier-Ort von Kirche sein

Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen der Jugend und Jugendkirchen: Foto: bt
Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen der Jugend und Jugendkirchen: Foto: bt

 

(Trier/bt) – Welche Rolle spielen Jugendkirchen und Kirchen der Jugend in den Pfarreien der Zukunft? Mit dieser Frage haben sich die dafür Verantwortlichen im Bistum Trier vom 30. November bis 1. Dezember beschäftigt. Zusammen mit Eileen Krauße von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge (afj), nahmen sie eine „Standortbestimmung“ der Kirchen vor.

 

Aktuell gibt es im Bistum Trier drei Kirchen der Jugend – in Koblenz (X-ground), in Zell (Marienburg) und in Saarbrücken (eli.ja) – sowie zwei Jugendkirchen auf dem Flughafen Hahn (Crossport to Heaven) und in Rappweiler (MIA). Kirchen der Jugend sind vom Bistum installierte Experimentier- und Lernfelder, in denen Jugendliche selbst mitwirken. Jugendkirchen sind angebotsorientierte Projekte von Gemeinden und Dekanaten. Zunächst als Experiment gestartet, hätten sich die Kirchen nach elf Jahren sehr gut im Bistum etabliert, sagte Krauße. „Die Anfangseuphorie wurde weitergetragen. Die Kirchen sind breit aufgestellt und haben gut im Blick, was die Jugendlichen jeweils brauchen.“

 

Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth sagte, die Kirchen der Jugend seien mittlerweile ein selbstverständlicher Teil von Jugendpastoral. „Sie stehen nicht mehr nur in Verbindung mit einem festen Kirchenraum. Darüber hinaus haben sich Konzepte und Formen von weiteren Handlungsfeldern entwickelt, die neue Wege in der Jugendpastoral gehen.“ Diese Handlungsfelder sind zum Beispiel Freiwilligendienste, sportliche Angebote, Pastoral für und mit jungen Erwachsenen oder Tage der Orientierung.

 

Diskutiert und beraten wurde auch darüber, wie und in welcher Form sich die Kirchen der Jugend in den vermutlich 35 Pfarreien der Zukunft als jugendpastorale Kirchorte vernetzen können. Im Abschlussdokument der Bistumssynode heißt es in diesem Zusammenhang, dass sich das Bistum in der pfarrlich und verbandlich strukturierten Kinder- und Jugendarbeit engagiert. Beispielhaft dafür stehen Jugendzentren und Jugendkirchen. Die Verantwortlichen wollen exemplarisch arbeiten, ihre Erfahrungen an andere weitergeben und diese begleiten – damit es auch in anderen Pfarreien der Zukunft solche „Experimentierort von Kirche“ gibt.

 

„Die Entwicklung zeigt: Wenn man Freiräume zum Experimentieren lässt, kann etwas entstehen – und das sollte man in die Pfarreien der Zukunft mitnehmen“, sagte Christian Heinz, Jugendpfarrer in Saarbrücken. Martin Laskewicz, Jugendpfarrer in Koblenz ergänzte: „Wir müssen weiterhin breit aufgestellt sein, um die verschiedenen Menschen zu erreichen und auf ihre Bedürfnisse zu reagieren. Die einen Jugendlichen brauchen ein niedrigschwelliges Angebot wie den offenen Treff, wollen einfach kommen, sich wohlfühlen und dann wieder gehen – andere kommen ganz gezielt für Gottesdienste.“

 

Informationen zu den Angeboten der Jugendpastoral im Bistum Trier gibt es unter www.bistum-trier.de/jugend.

 


Ökumenischer Kreuzweg der Jugend setzt auf bewährte und neue Materialien

Jesus Christus mitten im Leben

Foto: afj
Foto: afj

 

(Düsseldorf/Hannover/afj) - Analog oder digital, in der Gruppe oder alleine – die Materialien des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit dem Leidensweg Christi mitten unter uns. Ab sofort können sie bestellt oder heruntergeladen werden. 

 
Der Jugendkreuzweg für die Fastenzeit 2018 stellt unter dem Titel „#beimir“ dieses Mal Jesus unmittelbar in den Fokus. Die sieben Bilder der einzelnen Stationen zeigen ihn mitten in der Alltagswelt junger Menschen - beinahe abgestellt vor einer U-Bahn-Station oder vor einem belebten Café. „Der Kreuzweg #beimir legt Zeugnis ab, dass Gott in Jesus dort ist, wo Menschen unterwegs sind, wo sie jetzt suchen, zweifeln oder leiden. Das fordert uns persönlich heraus, ihn in unser Leben zu lassen, uns für ihn zu entscheiden und danach zu handeln. Damit bietet der Jugendkreuzweg viele Berührungspunkte zwischen den konkreten Lebensfragen der Jugendlichen und den vorbereiteten Stationen", erläutert Alexander Bothe, Geschäftsführer und Redaktionsleiter des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend.

 

Diese Absicht wird auch auf den Bildern direkt deutlich: Es sind Fotografien, die Elemente der so genannten Stencil-Art enthalten, einer Form der Straßenkunst. Als Musik stehen zwei verschiedene Stile zur Auswahl, neue geistliche Lieder mit Singer-/Songwriter-Stücken und Elektro-Pop mit „Spoken Word“. Die Inhalte des Jugendkreuzwegs wurden von einem ökumenischen Redaktionsteam gemeinsam entwickelt.

 

Neben Bildern, Texten und Musik gibt es beim Ökumenischen Kreuzweg der Jugend im kommenden Jahr alternativ zu den gedruckten Materialien erneut zwei App-Varianten zum Mitbeten per Smartphone-App. Nach den vielen positiven Rückmeldungen zur Jugendkreuzwegs-App JesusArt in diesem Jahr wurde das Angebot weiter ausgebaut, neu designet und ist nun in verschiedenen Paketausführungen verfügbar. Auf Wunsch sind die Materialien des Jugendkreuzwegs damit auch auf dem Smartphone immer mit dabei. Die Version für die Gebetsleitenden beinhaltet bereits Zugänge für alle Teilnehmenden und bietet in diesem Jahr neu die Möglichkeiten, den Kreuzweg komplett persönlich anzupassen, die Texte zum Beispiel innerhalb der App zu verändern. Die „Single Prayer App“ ist für das persönliche Gebet zu Hause oder auch unterwegs gedacht. 

1958 begann der Jugendkreuzweg als „Gebetsbrücke“ zwischen jungen katholischen Christinnen und Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR; seit 1972 wird er ökumenisch gebetet. Heute überbrücken die gemeinsamen Worte Konfessionen, Gesinnungen, Generationen. Mit jährlich knapp 60.000 Teilnehmenden gehört er heute zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Auch in den Niederlanden, Österreich und den deutschsprachigen Teilen von Luxemburg, Belgien und der Schweiz beten ihn junge Christinnen und Christen.

 

Träger des Ökumenischen Kreuzwegs der Jugend sind die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej).

 

Mehr zum Jugendkreuzweg unter www.jugendkreuzweg-online.de. Dort sind ebenfalls die Materialien früherer Kreuzwege zu beziehen. Sie sind ganzjährig im Gesamten oder als Bausteine für Exerzitien, Andachten, Gebetsimpulse oder Gruppenstunden einsetzbar. Die App „#beimir“ ist über die bekannten Stores zu beziehen, alle Materialien können seit dem 1. Advent über den Verlag Haus Altenberg unter www.jhdshop.de bestellt werden.