Wirtschaft

11.07.2019


Aktion Arbeit im Bistum Trier unterstützt Verein im Hunsrück mit 12.100 Euro

Aus Azubis werden Tischler

  Marlon ist noch Azubi, während Karl und Magdi ihre Ausbildung erfolgreich absolivert haben (v.l.n.r.) . Foto: bt
Marlon ist noch Azubi, während Karl und Magdi ihre Ausbildung erfolgreich absolivert haben (v.l.n.r.) . Foto: bt

 

(Sohrschied/jf/bt) – „Man sieht am Ende, was man gearbeitet hat“, erklärt Magdi Gregis seine Begeisterung für den Beruf des Tischlers. Seit vier Jahren ist der Ägypter in Deutschland. Seine Ausbildung hat er in der Schreinerei des Vereins Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück (VBS) in Sohrschied absolviert. Insgesamt vier junge Männer arbeiten momentan dort und fertigen hochwertige Möbel. Unterstützt wird der Verein von der Aktion Arbeit im Bistum Trier in diesem Jahr mit 12.100 Euro.

 

Die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, Andrea Steyven, betont: „Eine Berufsausbildung ist die beste Prävention vor Familien- und Altersarmut.“ 72 Prozent der Betriebe, die Mitarbeitende suchen, suchen Menschen mit einer abgeschlossener Berufsausbildung. Ein Grundanliegen der Aktion Arbeit ist die Unterstützung von Projekten, die Menschen eine Chance eröffnen, am Arbeitsmarkt und damit an der Gesellschaft teilzuhaben.

 

 Für Anna Werle ist der Verein ein guter Vernetzungspartner. „Wir arbeiten eng zusammen“, sagt die Pastoralreferentin aus dem Dekanat Simmern-Kastellaun, zu deren Arbeitsfeldern unter anderem die interkulturelle Arbeit zählt. „Für Geflüchtete gibt es hier jede Form von Unterstützung“, betont sie bei einem Besuch in der Werkstatt. „Beim VBS bekommen Menschen eine Chance, die woanders untergehen würden. Die Unterstützung, wie sie hier stattfindet, wäre in anderen Unternehmen schwierig“, berichtet Anna Werle. Daher greift die Aktion Arbeit im Bistum Trier dem Verein seit Jahren finanziell unter die Arme. „Ohne dieses Geld würden wir das nicht schaffen“, gibt Sabine Bollhorst vom VBS-Team zu. Die meisten Auszubildenden haben einen Haupt- oder gar keinen Schulabschluss. Die Betreuung ist zeitintensiv aber, wie man in der Bilanz sieht – seit 1984 wurden mehr als 150 Tischler ausgebildet – durchaus erfolgreich.

 

Ein kleines Zubrot ist das beliebte Tagungshaus, das vor allem von Gruppen genutzt wird. „Dort müssen unsere Azubis auch schon mal Möbel reparieren oder putzen“, berichtet der Ausbilder Martin Mersch-Bollhorst. Trotzdem ist die Initiative auf Spenden angewiesen.

 

Neben Magdi (26 Jahre), der in Kirchberg wohnt, hat Karl Möller die dreijährige Ausbildung zum Tischler erfolgreich abgeschlossen. Er hat schon eine Stelle nach der Ausbildung sicher. Sein Gesellenstück ist ein vielseitiger Küchenwagen. „Ich wollte etwas bauen, was man ein Leben lang gebrauchen kann“. Der 19-Jährige kennt den Ausbildungsbetrieb durch seinen Bruder. Gefallen hat dem Dillendorfer, „dass man immer etwas anderes arbeitet“. Beide loben das Team. „Der Chef ist sehr nett und hat uns geduldig geholfen und alles erklärt“, berichtet Magdi, und Karl ist froh, dass man immer nachfragen kann, wenn man etwas nicht gleich verstanden hat.

 

Marlon Gewehr (16 Jahre) ist noch am Anfang seiner Ausbildung. Ein Jahr hat der junge Mann aus Ober Kostenz bereits geschafft. Er hat die Schreinerei durch einen Schulausflug ins Tagungshaus kennengelernt. „Es macht mehr Spaß als im Büro zu sitzen“, lautet sein Zwischenfazit.

 

Beim VBS werden unterschiedliche Kompetenzen vermittelt. Astrid Becker kocht beispielsweise regelmäßig mit den jungen Menschen Die Jugendlichen werden sozialpädagogisch begleitet „und auch beim Theorie-Pauken fachlich unterstützt“, erklärt Martin Mersch-Bollhorst So gibt ein ehemaliger Azubi der Schreinerei den Jugendlichen ehrenamtlich Nachhilfe in Mathematik.

 

Im Sommer haben drei neue junge Menschen die Chance, ihre Ausbildung im Betrieb zu beginnen. Damit sind alle Ausbildungsplätze beim VBS belegt, „aber Praktikanten können gerne kommen“, erklärt Martin Mersch-Bollhorst.

 

Weitere Infos gibt es auf www.aktionarbeit.bistum-trier.de und www.vbs-sohrschied.de

 

 

 


Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes M-V erhöht Ausbildungsentgelte

Die ARK DW M-V in Neubrandenburg (v.l.n.r.:) Christoph Möller, Britta Heinrich, Jens-Uwe Goeritz, Andrea Stadel, Christoph de Boor, Michael Hollmann, André Rohloff, Christoph Maaß, Henrike Regenstein, Jörg Autrum, Oliver Kunst, Kirsten Balzer. Foto: Anke Brauns | Dietrich-Bonhoefer-Klinikum

 

(Neubrandenburg/dmv) - Am 2. Juli 2019 kamen die Mitglieder der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. (ARK DW M-V) zu ihrer zweiten Sitzung in der vierten Amtszeit im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg zusammen. Auf Initiative der Dienstgebervertreter hat sich die ARK DW M-V für eine Erhöhung der Ausbildungsentgelte ab dem 01.09.2019 für Auszubildende in staatlich anerkannten Berufen, in Pflegeberufen sowie Schüler in der Erzieherausbildung ausgesprochen. Zusätzlich sollen nun auch Auszubildende zum Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten (MTRA), Medizinisch-Technischen Laboratoriumsassistenten (MTLA) und Physiotherapeuten (PT) eine Ausbildungsvergütung erhalten. Darauf haben sich die Dienstnehmer- und Dienstgebervertreter in Neubrandenburg verständigt. Ein entsprechender Beschluss steht noch unter Gremienvorbehalt.

 

Darüber hinaus wurden die Themen Familienfördernde Leistungen, Betriebliche Altersversorgung, Jahressonderzahlung und Gespräche zur weiteren Entgeltentwicklung der Arbeitsvertragsrichtlinien beraten.

 

Die vierte Amtszeit der ARK DW M-V ist die erste, in der neben den vier vom Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen entsandten Vertretern nun auch zwei von der Kirchengewerkschaft entsandte Vertreter auf der Seite der Dienstnehmer beteiligt sind. Die Ordnung der ARK DW M-V sieht diese Möglichkeit seit 2014 vor. Bisher hatten die Gewerkschaften hiervon keinen Gebrauch gemacht.

 

Im Vordergrund der gemeinsamen Beratung steht auf beiden Seiten das Bestreben, die bestehenden diakonischen Dienste und Arbeitsplätze für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu erhalten, gemeinsam alles Notwendige zu unternehmen, um ihre Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten und nachhaltig eine angemessene Vergütung aller Mitarbeitenden zu sichern. Dabei fühlen sich Dienstgeber und Dienstnehmer dem Leitgedanken der Dienstgemeinschaft und einem fairen Interessenausgleich verpflichtet. Dies ist immer wieder ein Lernprozess auf beiden Seiten.

 

Die aktuelle Beratung hat gezeigt, dass alle Mitglieder der ARK DW M-V ihre Arbeit als offenen und konstruktiven Prozess kontinuierlich miteinander gestalten wollen, um die Arbeitsbedingungen zwischen Dienstnehmern und Dienstgebern einvernehmlich zu regeln.

 

Die Arbeitsrechtliche Kommission des DW M-V

 

Die Arbeitsrechtliche Kommission DW M-V arbeitet auf der Grundlage einer Ordnung, die 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. sowie des Gesamtausschusses der Mitarbeitervertretungen des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. (GMAV DW M-V) Wirksamkeit erlangte. Damit wurde die seit 2003 bestehende regionale Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs e. V. (DWM) aufgrund der Fusion der beiden Diakonischen Werke im jetzigen Sprengel Mecklenburg und Pommern weiterentwickelt, um dauerhaft ein einheitliches kirchliches Dienstrecht für alle Mitarbeitenden in diakonischen Diensten und Einrichtungen in Mecklenburg- Vorpommern zu ermöglichen.

 

Die Arbeitsvertragsrichtlinien regeln die zwischen den Dienstgebervertretern und den Dienstnehmervertretern der ARK DW M-V vereinbarten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden. Innerhalb der letzten neun Jahre seit Gründung der Arbeitsrechtlichen Kommission konnten auf dem Dritten Weg geeinte Arbeitsvertragsbedingungen für nunmehr 92 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Arbeitsbereichen umgesetzt werden. Dies ist unter den Anbietern sozialer Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern ein herausragender Wert, an dessen weiterer Steigerung kontinuierlich gearbeitet wird.


Deutschlands Krankenhäusern fehlen 2019 bereits rund 20.000 Fachkräfte in der Pflege

Kliniken wollen 30.000 neue Pflegestellen schaffen - trotz sich verschlechternder Wirtschaftslage

 

- Wirtschaftliche Situation der Kliniken verschärft sich deutlich -

 

  2018 erzielten 32 Prozent ein Defizit, 2019 erwartet fast die Hälfte Verluste

 

- Investitionen in Digitalisierung schlagen sich bisher nicht positiv n  in den Bilanzen der Krankenhäuser nieder

 

(Hamburg/pm) - Die Krankenhäuser in Deutschland stehen unter großem wirtschaftlichem Druck: Knapp ein Drittel schrieb 2018 Verluste, für 2019 rechnet fast jede zweite Klinik mit einem Defizit (47 Prozent) und nur noch knapp zwei Drittel (65 Prozent) erwarten steigende Umsätze. Im vergangenen Jahr waren es noch 82 Prozent.

 

Trotz dieser Situation steht der sich verschärfende Fachkräftemangel und nicht Kosten- oder Ergebniszwänge ganz oben auf der Prioritätenliste verantwortlicher Krankenhausmanager. Deutschlandweit wollen sie allein in der Pflege rund 30.000 Stellen bis Ende des Jahres aufbauen. Doch 2018 suchten nur rund 11.000 Fachkräfte eine Arbeitsstelle; Deutschland fehlen also aktuell bereits rund 20.000 qualifizierte Arbeitnehmer für die Pflege im Klinikbereich. Dies geht aus der "Krankenhausstudie 2019" von Roland Berger hervor. Im Rahmen der Analyse haben die Experten der Unternehmensberatung Vorstände und Geschäftsführer der 400 größten deutschen Krankenhäuser befragt.

 

"Diese Zahlen verdeutlichen den akuten Personalmangel in deutschen Krankenhäusern", sagt Peter Magunia, Partner bei Roland Berger. "Das ist aber bei weitem nicht die einzige Herausforderung für die Kliniken: Demografischer Wandel und der medizinisch-technische Fortschritt haben die Umsätze steigen lassen. Doch diese Ära des Wachstums neigt sich dem Ende entgegen. Stagnierende Fallzahlen werden den Wettbewerb deutlich intensivieren und vermehrt zu Kooperationen oder Fusionen führen."

 

Attraktivere Ausbildung, gezieltes Marketing und ausländisches Personal für mehr Fachkräfte in der Pflege

 

Der Fachkräftemangel betrifft sowohl kleinere Häuser in ländlichen Gebieten als auch größere mit Wachstumsambitionen. Den geplanten Stellenaufbau in der Pflege wollen sie mit vielseitigen Maßnahmen vorantreiben: "Verstärktes Marketing, attraktivere Konditionen, mehr Ausbildungsplätze sowie die Suche nach Personal aus dem Ausland stehen im Vordergrund", erklärt Oliver Rong, Partner bei Roland Berger.

 

Darüber hinaus könnte die "Generalistik"-Reform der Bundesregierung einen positiven Effekt nach sich ziehen. In ihrem Zuge werden ab 2020 drei verschiedene Ausbildungen zusammengelegt. Die Kliniken erhoffen sich so, mehr junge Menschen für die Pflege zu begeistern.

 

 

Investitionen in Digitalisierung verfehlen die erhofften Effekte

 

Allerdings suchen die Kliniken noch nach den geeigneten Mitteln, um sich finanziellen Spielraum für die Ausgaben für Personal und Infrastruktur zu verschaffen. In diesem Kontext blicken die Befragten skeptischer als im Vorjahr auf Digitalisierungsmaßnahmen. Nur 72 Prozent der Verantwortlichen versprechen sich einen positiven Niederschlag in der Bilanz. Im vergangenen Jahr waren es noch ganze 93 Prozent.

 

"Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass Investitionen in die Digitalisierung in den vergangenen Jahren noch nicht den erhofften Erfolg erzielt haben", so Rong. Die digitale Transformation stellt nach Ansicht der Studienteilnehmer eine erhebliche Zusatzbelastung für die Organisation dar. Weiterhin bemängeln die Kliniken fehlende Standardisierung und politische Vorgaben in diesem Kontext.

 

"Interessant ist, dass die von uns befragten Krankenhäuser das größte Verbesserungspotenzial in ihrer strategischen Ausrichtung sehen, was sich auch mit unseren Erfahrungen deckt", erklärt Magunia. "Gerade Themen wie Standortwahl oder Medizinportfolio stehen hierbei im Fokus. Wollen die Kliniken diese Hebel zur Verbesserung ihrer Ergebnisse ausschöpfen, müssen sie allen voran ihre Ziele klar kommunizieren, um die eigenen Mitarbeiter als Unterstützer zu gewinnen."

 

 

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen:

 

www.rolandberger.de/pressemitteilungen

 

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 230 Partnern.


Gudrun Nolte, Leiterin des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der Nordkirche (KDA), zur neuen Vorsitzenden im Evangelischen Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) gewählt

Veränderung gestalten

 

(Hamburg/kda) - Die Mitgliederversammlung des Evangelischen Verbands Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) hat Gudrun Nolte am 29. Juni 2019 zur neuen Vorsitzenden des Verbands gewählt. Gudrun Nolte ist seit 2012 Leiterin des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der Nordkirche (KDA). Sie folgt auf  Pastor Michael Klatt aus der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, der das Amt seit 2015 innehatte. Der Evangelische Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) gehört zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und bündelt die gliedkirchlichen Fachstellen für Arbeit und Wirtschaft (z.B. KDA) auf Bundesebene.

 

Die neue Vorsitzende, die in den vergangenen fünf Jahren zugleich stellvertretende Bundesvorsitzende des KDA-Bund und Mitglied im Vorstand des KWA war, stellt fest: „Wirtschaft und Arbeitswelt stehen auch weiterhin vor tiefgreifenden Veränderungen. Erwerbsarbeit wird sich durch Einflüsse der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz grundlegend verändern. Wir müssen auch in der Zukunft bei den Menschen bleiben und den Herausforderungen durch Konzepte nachhaltiger Arbeit begegnen.“

 

Sebastian Borck, der für den KDA in der Nordkirche zuständige Hauptbereichsleiter für Seelsorge und gesellschaftlichen Dialog, freut sich über die Wahl von Gudrun Nolte: „Ich gratuliere Gudrun Nolte zu dieser besonderen Wahl. Es geht um Kirche am anderen Ort, Kirche inmitten von Wirtschaft und Arbeitswelt. Die Menschen brauchen jemanden, der hinhört, und jemanden, der sich einmischt. Dafür wünsche ich Gudrun Nolte nun auch auf bundesweiter Ebene gutes Gelingen.“

 

Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt ist der Fachdienst der Nordkirche für Arbeit und Wirtschaft. Er setzt sich ein für eine ethische Gestaltung der Arbeitswelt. Nähere Informationen unter: www.kda-nordkirche.de. Nähere Informationen zur Arbeit des KWA unter www.kwa-ekd.de.

 


Überprüfung des Textilbündnisses durch die OECD - Chance für Verbesserungen

 

 

(Bonn/Berlin/pm) - Zur Berlin Fashion Week feiert sich die Modeindustrie – doch Fragen nach sozialen und ökologischen Folgen kommen wie jedes Jahr zu kurz. Das 2014 gegründete Bündnis für nachhaltige Textilien ist angetreten, die Missstände in den globalen Textillieferketten schrittweise zu beseitigen. Die Bilanz ist bisher mager. Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) empfiehlt die Anpassung des Review-Prozesses. Die Zivilgesellschaft im Textilbündnis sieht in der jetzt geplanten Reform eine Chance, das Bündnis effektiver zu machen.

 

Die Kritik der OECD entspricht in zentralen Punkten den bisherigen Forderungen der Zivilgesellschaft. Das Textilbündnis erwartet von seinen Mitgliedsunternehmen, dass sie Maßnahmen zur Beseitigung oder Verringerung menschenrechtlicher und umweltbezogener Risiken in ihren Lieferketten treffen. Ein unabhängiges Überprüfungsverfahren soll sicherstellen, dass Mitgliedsunternehmen dieser Anforderung nachkommen. Bisher bewertet dieser Review-Prozess jedoch weder, ob die Unternehmen die wichtigsten Risiken identifiziert haben, zum Beispiel viel zu niedrige Löhne oder Klimaemissionen, noch ob die getroffenen Maßnahmen geeignet sind, um die Risiken zu beheben. Ähnlich wie die OECD kommt auch eine Studie des Öko-Instituts zum Ergebnis, dass eine qualitative Bewertung der Maßnahmenpläne der Unternehmen bisher nicht möglich ist.

 

Reform als Chance
In Reaktion auf die externe, kritische Begutachtung will das Textilbündnis nun den Review-Prozess optimieren. Die zivilgesellschaftlichen Mitgliedsorganisationen sehen in dieser Reform Potenzial. Mit einer klaren Orientierung an den Empfehlungen der OECD würde die internationale Ausrichtung des Bündnisses gestärkt und Unternehmen müssten ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht gemäß der UN-Leitprinzipien und der Leitlinien der OECD nachkommen. Dazu gehört mehr Transparenz im Review-Verfahren. Die Standards der OECD verlangen, dass Unternehmen öffentlich über identifizierte Risiken in ihrer Lieferkette und entsprechend ergriffene Maßnahmen sowie deren Wirksamkeit berichten.

 

Verbesserung braucht ambitionierte Inhalte
Bei der Neuausrichtung des Review Prozesses darf das Textilbündnis nicht hinter den Konsens zu bisherigen verbindlichen Zielen zurückfallen. So muss das Textilbündnis an dem Ziel festhalten, dass bis 2020 mindestens 10% der von Mitgliedsunternehmen beschafften Baumwolle Bio-zertifiziert ist. „Der gesetzte Fokus auf existenzsichernde Löhne muss konsequenter von allen Unternehmen aufgegriffen werden. Der fehlende Fortschritt bei diesem Thema ist zurzeit frustrierend und die durch eine Bündnisinitiative geebnete Chance, in Kambodscha etwas zu bewirken, wird nicht von allen ergriffen“, meint Berndt Hinzmann vom INKOTA-netzwerk.

 

Eine stärkere Kohärenz mit den Anforderungen der OECD bedeutet, dass Unternehmen wesentliche Risiken in ihrer Lieferkette, wie geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz und Gewerkschaftsfreiheit, erfassen und effektiv beseitigen. „Dazu braucht es klare Vorgaben durch das Textilbündnis, was von den Unternehmen zur Bekämpfung dieser wichtigsten Arbeitsrechtsverletzungen im Textilsektor erwartet wird“, betont Dr. Sabine Ferenschild vom Südwind Institut.

 

Zuletzt wird aus den bisherigen Entwicklungen im Textilbündnis deutlich, dass wichtige Branchenansätze wie das Textilbündnis dringend durch gesetzliche Regelungen ergänzt werden müssen. „Andernfalls bleibt der Fortschritt zu langsam, da engagierte Unternehmen durch höhere Kosten vom Markt bestraft werden, während Unternehmen, die nicht Mitglied im Textilbündnis sind, keine Konsequenzen tragen müssen“, erläutert Dr. Gisela Burckhardt von FEMNET.

 

Über das Textilbündnis
Das Bündnis für nachhaltige Textilien ist eine 2014 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ins Leben gerufene Initiative, welche das Ziel verfolgt, die soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit entlang der gesamten Textilkette kontinuierlich zu verbessern. Mehr unter: https://www.textilbuendnis.com/. 18 Organisationen der Zivilgesellschaft sind Mitglieder des Textilbündnisses, die von folgenden drei NGOs im Steuerungskreis vertreten werden: FEMNET, INKOTA-netzwerk, SÜDWIND Institut.

 

Website: www.suedwind-institut.de

 

Seit fast 30 Jahren engagiert sich SÜDWIND für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit weltweit. Anhand von konkreten Beispielen zu Missständen decken wir ungerechte Strukturen auf. Dabei verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs-und Öffentlichkeitsarbeit und tragen Forderungen in Kampagnen, Gesellschaft, Unternehmen und Politik. SÜDWIND arbeitet gemeinnützig und unabhängig. Finanziert wird SÜDWIND aus Zuschüssen, Einnahmen aus Auftragstätigkeiten sowie Mitgliedsbeiträgen und Spenden

 


Als Angola-Missionar bedrohten Landminen sein Leben, nun setzt sich der Ordensmann unter anderem für deren Ächtung in der Finanzwelt ein

Pater Konrad Liebscher ist neuer Beirats-Vorsitzender der Steyler Ethik Bank

Foto: Steyler Missionare
Foto: Steyler Missionare

 

(Sankt Augustin/sm) - Die Steyler Ethik Bank hat einen neuen Vorsitzenden des Bank-Beirats: Pater Stephan Gerdes SVD übergibt die verantwortungsvolle Aufgabe zum 1. Juli an Pater Konrad Liebscher SVD. Pater Liebscher ist ein engagierter Verfechter des nachhaltigen Investments. Dies hat auch mit seiner Lebensgeschichte zu tun. Von 1987 bis 1997 war der heute 64-jährige als Missionar in Angola tätig.

 

 

 

Dort erlebte er die Schrecken eines Bürgerkriegslandes, in dem Tod und Gewalt alltäglich sind. Ein enger Mitarbeiter wurde vor seinen Augen von einer Mine getötet. Für seinen öffentlichen Protest gegen Korruption und soziale Ungleichheit wurde der Geistliche vorübergehend in Haft genommen. Auch aufgrund dieser Erfahrung kämpft der Steyler Missionar mit Überzeugung gegen die Finanzierung von geächteten Waffen und korrupten Staaten.

 

Pater Konrad Liebscher stammt gebürtig aus Recklinghausen und ist der Bank seit Jahrzehnten verbunden. Von 1999 bis 2016 war er Geschäftsführer der Steyler Mission, dem Hauptgesellschafter der Steyler Ethik Bank. Seit 20 Jahren ist der studierte Theologe und Wirtschaftswissenschaftler bereits im Beirat der Steyler Ethik Bank tätig.

 

 

 

Der ehemalige Beirats-Vorsitzende Pater Stephan Gerdes kann sein Engagement für die Steyler Ethik Bank nicht fortführen, da er nach Australien zieht, wo er eine neue Aufgabe im Orden übernimmt. Die Steyler Ethik Bank verliert damit einen geschätzten Mitstreiter, sagt Geschäftsführer Jürgen Knieps: "In neun Jahren als Beirats-Vorsitzender hat Pater Gerdes uns in hervorragender Weise herausgefordert und unterstützt." Dem pflichtet auch Geschäftsführer Norbert Wolf bei: "Gemeinsam mit Pater Gerdes haben wir wichtige Weichen gestellt. In seiner Amtszeit haben wir unter anderem die Steyler Nachhaltigkeitsfonds aus der Taufe gehoben und so unser Profil als nachhaltiger Investor entscheidend geschärft." 

 

 

 

Pater Gerdes stammt gebürtig aus Cloppenburg und trat 1986 den Steyler Missionaren bei. 20 Jahre lang war er als Missionar in Papua-Neuguinea tätig. 2010 wurde er zum Generalökonom des Ordens berufen und zog für diese Aufgabe nach Rom. Nun freut sich der Finanzexperte auf eine neue Herausforderung, für die er wieder auf die Südhalbkugel zurückkehrt.

 

 

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank ist Anbieter von fairen Finanzdienstleistungen. Sie wurde 1964 vom katholischen Orden der Steyler Missionare gegründet und steht allen Privatkunden offen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung. Die Bank investiert nach sozialen und ökologischen Kriterien und ist Initiator von drei nachhaltigen Publikumsfonds der Marke Steyler Fair Invest. Seit ihrer Gründung förderte die älteste ethische Bank Deutschlands mit über 100 Millionen Euro Steyler Hilfsprojekte in 80 Ländern. (www.steyler-bank.de, www.steyler-fair-invest.de)

 


Hösbacher Verein hilft Kleinunternehmen in Südostasien

Nicht immer läuft alles nach Plan.

Besuch bei einer Projektteilnehmerin Foto: Tobias Schüßler, GMI
Besuch bei einer Projektteilnehmerin Foto: Tobias Schüßler, GMI

 

(Hösbach/Südostasien/mi) - . Regelmäßig berichtet Global Micro Initiative e.V. (GMI) von den TeilnehmernInnen ihrer Mikrokreditprojekte. Es sind Erfolgsgeschichten darüber, wie Kleinunternehmen dank des zusätzlichen Kapitals und der Beratungen gegründet oder ausgebaut werden können. Und es sind Berichte, wie diese Mikrokredite, welche das Leben der InhaberInnen und das ihrer Familien dauerhaft verbessern. Aber auch wenn eine überwiegende Mehrheit der TeilnehmerInnen ihre Mikrokredite vollständig zurückzahlt, gibt es bei inzwischen über 160 vergebenen Krediten auch einige, die nicht oder nicht vollständig zurückbezahlt werden konnten. Was passiert dann? 

 

Kulturelle Aspekte

 

Wie wichtig es ist, die Kultur des jeweiligen Landes im Blick zu behalten und auf die richtige Auswahl der KandidatInnen zu achten, zeigt sich an einem traurigen Beispiel in den Philippinen. Hier wollte eine übermotivierte Mitarbeiterin der Partnerorganisation Project Life Subic dem Vorstand von GMI besonders gefallen und die Sponsoren glücklich machen, indem sie möglichst viele Mikrokredit-Empfehlungen aussprach. Sie wusste genau, welche Vergabekriterien die Hösbacher Organisation hatte. So konnte sie perfekte KandidatInnenprofile erstellen und Geschäftspläne beifügen. Leslie Nabong, die Projektleiterin von Project Life Subic wurde schließlich misstrauisch, als es Unstimmigkeiten bei den Tagesplänen und Besuchsprotokollen der Mitarbeiterin gab. “Erst als wir uns von ihr getrennt hatten, stellte sich heraus, dass sie auch die Geschäftspläne der TeilnehmerInnen selbst geschrieben hatte - und die angeblichen KleinunternehmerInnen nie ein eigenes Unternehmen gegründet hatten”, erklärt Tobias Schüßler, Vorstandsvorsitzender von GMI. Umgerechnet ca. 180 € konnten nicht zurückbezahlt werden. Für das verbleibende Team der Partnerorganisation war dies ein sehr eindrückliches Lernerlebnis und die Sorgfalt, mit der sie seitdem an die Vergabe von Kleinkrediten herangehen, ist beispielhaft. 

 

Sensibel auf Lebensumstände reagieren

 

Manchmal sind es jedoch auch tragische Umstände, die dazu führen, dass ein Kredit nicht vollständig zurückbezahlt werden kann. Bei Nur Walidayah aus Indonesien verstarb ein Familienmitglied, als sie fast den gesamten Mikrokredit zurückgezahlt hatte. Für sie bedeutete das, dass sie sofort ihren Wohnort Denpasar verlassen und damit auch ihre Bäckerei aufgeben musste, um sich fortan um ihre Eltern zu kümmern. Angelo, der sich auf den Philippinen mit einem Friseurladen das tägliche Brot erarbeitete, musste erleben, dass erst sein Geschäft und dann seine Hütte dem Erdboden gleichgemacht wurden, weil sie direkt an der Hauptstraße standen, an der ein Bauverbot galt. Das hatte nur in den vergangenen Jahrzehnten niemand eingehalten und niemanden aus der Ortsverwaltung interessiert und Angelo konnte sich einfach keine andere Gegend leisten. Obwohl er sichtlich geschockt von der Situation war, kommunizierte er direkt mit Mitarbeitern von GMI’s Partnerorganisation und sein Kredit wurde gestundet. 

 

„So wie wir jede/n Teilnehmerin/er vor der Kreditvergabe und während der Rückzahlung individuell behandeln, geschieht das auch, wenn Probleme auftreten,“ berichtet Schüßler. „Wir helfen den Menschen, denen eine Bank niemals Geld leihen würde, da ist klar, dass es auch mal zu Ausfällen kommt. In den Fällen, in denen die TeilnehmerInnen offensichtlich nie ein Kleinunternehmen aufgebaut hatten und das auch nicht wollten, konnten wir nichts tun, außer ab und zu vorbeizuschauen und sie an ihre Verpflichtung zu erinnern. Bei einigen half das und sie zahlten Teile davon zurück. In Krisensituationen ist die Lage eine ganz andere. So war bei Nur Walidayah gleich klar, dass wir sie nicht zur Rückzahlung der verbleibenden paar Euro zwingen würden. Angelo suchte selbst Auswege aus der Situation. Er kann vorübergehend bei Freunden wohnen und macht Hausbesuche.”

 

Die Menschen, denen Global Micro Initiative e.V. hilft, sind nicht zu KleinunternehmerInnen geworden, weil sie schon immer ein eigenes Geschäft haben wollten. “Sie haben einfach keine anderen Möglichkeiten, um Geld zu verdienen”, erklärt Schüßler. “Wir helfen unter anderem Menschen, die Ende 60, Anfang 70 sind. Sie betreiben ihr Kleinunternehmen, weil es keine Rente und keine sozialen Absicherungen gibt. Sie wissen, wenn sie aufhören zu arbeiten, haben sie kein Geld mehr und damit auch nichts mehr zum Essen.”

 

Für Not leidende Menschen da sein

 

Viele Menschen, die schon ein Kleinunternehmen haben, stehen vor der Herausforderung, dass ihnen nicht viel Geld zur Verfügung steht. Sie würden ohne die Hilfe eines Mikrokredites nicht in der Lage sein, ihr Geschäft zu vergrößern, weil sie kein Kapital haben. Deshalb werden von GMI bei unvorhersehbaren, schwierigen Situationen keine Strafzinsen oder Gebühren berechnet. Der Verein versteht sich als Organisation, die dazu da ist, den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. "Wenn wir das erreichen, indem ein Mikrokredit erst nach einem Jahr statt nach 6 Monaten zurückbezahlt wird, sind wir damit auch zufrieden,” bekräftigt Schüßler. So wie bei Sunariyah aus Indonesien, die mehr als doppelt so lange brauchte, um den Mikrokredit für ihre Nähmaschine zurückzuzahlen. Am Ende hatte sie jedoch trotzdem eine sehr erfolgreiche Änderungsschneiderei aufgebaut. 

 

Text: Tobias Schüßler, Vorstandsvorsitzender

 


BioDisKo

Nachhaltige Bioökonomie: Mehr Mitbestimmung und Kommunikation

Andere Form des Protokolls: Graphical Recording des ersten »Bürger*innenrats« als Wandplakat..© Lara Listens und Jakob Kohlbrenner
Andere Form des Protokolls: Graphical Recording des ersten »Bürger*innenrats« als Wandplakat..© Lara Listens und Jakob Kohlbrenner

(Oberhausen/pm) - Seit jeher nutzen Menschen die Natur – etwa um aus Pflanzen Nahrungsmittel, Kleidung und Medizin zu erzeugen oder Energie zu gewinnen. Das Ziel einer nachhaltigen Bioökonomie ist es, eine biobasierte Wirtschaftsweise zu etablieren, um Herausforderungen wie dem Klimawandel und knapper werdenden Rohstoffen entgegenzuwirken. Das Verbundprojekt »BioDisKo« unterstützt das Vorhaben durch die aktive Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten zur Erprobung von Dialogverfahren.

 

Der Umbau zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschafts- und Lebensweise ist eng verknüpft mit der effizienten Nutzung von nachwachsenden und biobasierten Rohstoffen. Diese Entwicklung innovativ und zukunftsfähig zu gestalten, erfordert bei allen Beteiligten die frühzeitige Berücksichtigung verschiedener Sichtweisen und Erfahrungen. Gerade im Kontext der Bioökonomie müssen bei der Produkt- bzw. Prozessentwicklung bereits in einem frühen Stadium sämtliche Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette einbezogen werden, um rechtzeitig kritische Handlungsfelder zu erkennen. Das Verbundvorhaben »Bioökonomische Nutzungspfade – Diskurs und Kommunikation« (BioDisKo) bindet alle Interessensgruppen durch geeignete Partizipations- und Kommunikationselemente aktiv mit ein. »Neue Lösungsansätze der Biomassenutzung sollen so aufbereitet werden, dass sie in den Innovations- und Transformationsprozess zur Förderung der nachhaltigen Bioökonomie eingebracht werden können«, heißt es in der Projektbeschreibung.

 

Einbindung in Produktentwicklung und Bewertung des Rohstoffanbaus

 

Vielversprechende Lösungen für das Zukunftsfeld der biobasierten Kreislaufwirtschaft sehen die Beteiligten in neuen Ansätzen und Maßnahmen der dialogorientierten Bürger- und Stakeholderbeteiligung sowie in der Kommunikation durch Nutzung geeigneter Medien und Formate. Personengruppen mit unterschiedlichen Ansprüchen und deren Wissen sollen in die Produktentwicklung und Bewertung des Rohstoffanbaus eingebunden werden. Im Rahmen von BioDisKo werden die hierfür notwendigen Maßnahmen konzipiert, erprobt und bewertet. Hierzu zählt z. B. die vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT entwickelte Stakeholder-Interaktionsanalyse »SHIA« zur systematischen Ableitung kritischer Punkte entlang von Prozessketten. Die gesammelten Informationen lassen sich gezielt zur Entwicklung und Durchführung von Verfahren zur partizipativen Technikfolgenabschätzung (pTA) seitens des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) einsetzen. In einem nächsten Schritt werden geeignete Kommunikationsmittel und Beteiligungsformate abgeleitet, die verständliche und sachgerechte Informationen bereitstellen – mit dem Ziel, einen informierten Dialog in der Öffentlichkeit zu stärken und fundierte politische Entscheidungen vorzubereiten.

 

Auswirkungen auf Mensch und Umwelt

 

Das Projektkonsortium, bestehend aus Fraunhofer UMSICHT, KWI, Forschungszentrum Jülich und IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, wird in der Projektlaufzeit Bürgerinnen und Bürger, Expertinnen und Experten aktiv einbeziehen. Gemeinsam betrachten und analysieren sie für die Erarbeitung einer allgemeingültigen, methodischen Herangehensweise ökologische, biotechnologische, verfahrenstechnische und ökonomische Entwicklungspfade für Biomasseprodukte sowie mögliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Exemplarisch werden der Biomassepfad »Mais« – mit hoher Bekanntheit und kontrovers diskutiert – und der neue Biomassepfad »Sida hermaphrodita« für die Pilotregion Nordrhein-Westfalen an ausgewählten Fallbeispielen betrachtet. Die Ergebnisse fließen direkt in die weitere wissenschaftliche Arbeit ein und münden in Empfehlungen, die verantwortungsvolle Entscheidungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Sinne der »Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030« unterstützen.

 

Förderhinweis
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit ca. 1,5 Millionen Euro.

 

Weitere Informationen

 

 


Bücher statt Fiesta - Autobauer lesen vor

Foto: Ford-Werke GmbH
Foto: Ford-Werke GmbH

 

- Ford Ehrenamtler engagieren sich bei "LeseWelten"

 

- Durch Vorlesen werden Konzentrationsfähigkeit und Deutschkenntnisse trainiert

 

- Zehn Flüchtlingsfamilien profitieren von dem Projekt

 

(Köln/pm) - 15 Ford Ehrenamtler engagieren sich bei dem Projekt "LeseWelten" der Kölner Freiwilligenagentur. Vorgelesen wird seit dem 23. Mai an verschiedenen Orten in Köln. Ziel dieser vorerst noch bis zum Jahresende laufenden Aktion ist es, Flüchtlingskindern und ihren Familien durch Vorlesen eine Hilfestellung zu geben, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, durch unterschiedliche Vorleseorte ihren Stadtteil näher kennenzulernen sowie mit Hilfe begleitender pädagogischen Spielen die Konzentrationsfähigkeit zu stärken.

 

Insgesamt drei Einrichtungen in Köln, Holweide, Weiden und Ehrenfeld, mit 30 Teilnehmern werden durch die Kölner Autobauer abgedeckt.

 

Das Lesen liegt dem Kölner Automobilhersteller sehr am Herzen. Neben neun weiteren "Lese"-Projekten unterstützt Ford bereits seit 2016 die Aktion "Der Bundesweite Vorlesetag" mit jährlich 15 Beschäftigten.

 

Seit 2017 sammelt die Belegschaft Bücher für die Bücherbörse der Technischen Hochschule Köln.

 

Ford stellt im Rahmen seines Community Involvement Programms bereits seit Mai 2000 Beschäftigte für maximal 16 Stunden bezahlt von ihrer eigentlichen Tätigkeit frei, um sich gemeinnützig zu engagieren.

 

Seitdem sind so dem Gemeinwohl mehr als 263.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit zugutegekommen.

 

 

Ford-Werke GmbH

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln.

 

Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925 haben die Ford-Werke mehr als 46 Millionen Fahrzeuge produziert. Weitere Presse-Informationen finden Sie unter www.media.ford.com.

 

 

 


Kirchenkreis Mecklenburg bezieht klimafreundliche Energie

Propst Wulf Schünemann (l.)  und WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart (r.) unterzeichneten am Montagnachmittag den Vertrag.  Foto: WEMAG/Dr. Diana Kuhrau
Propst Wulf Schünemann (l.) und WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart (r.) unterzeichneten am Montagnachmittag den Vertrag. Foto: WEMAG/Dr. Diana Kuhrau

(Schwerin/cme/dku) - Weiterer Schritt hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung des Kirchenkreises Mecklenburg: Nachdem der Kirchenkreisrat bereits die Nutzung von klimaneutralem Strom und Gas in den Einrichtungen des Kirchenkreises wie beispielsweise der Kirchenkreisverwaltung oder das Haus der Kirche umgesetzt hat, gibt es jetzt auch einen Rahmenvertrag für die Kirchengemeinden.

 

„Alle 245 mecklenburgischen Gemeinden können zu günstigen Konditionen das Angebot der WEMAG nutzen. Wir haben einen Ökostromtarif gewählt, in dem auch ein zusätzlicher Beitrag enthalten ist, der direkt in nachhaltige Projekte fließt, die vom Grüner Strom Label e.V. geprüft sind“, sagt Wulf Schünemann. Gleichzeitig werde durch den Rahmenvertrag für die rund 1200  Verbrauchstellen „die Betriebskostenabrechnung vereinfacht und das vom Klimaschutzgesetz geforderte Energiecontrolling ermöglicht, ohne dass es zu zusätzlichem Verwaltungsaufwand kommt“. Der Propst hofft, dass die Kirchengemeinden jetzt die entsprechenden Einzelverträge abschließen. „Denn die globale Klimaveränderung ist die größte Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“, so der Propst. „Mit genutzter Ökoenergie setzen wir ein Zeichen für den nachhaltigen Klimaschutz und unser Bemühen um die Bewahrung von Gottes guter Schöpfung.“

 

Schon heute gilt Mecklenburg als Vorreiter bei diesem Zukunftsthema. Aus christlicher Verantwortung will der Kirchenkreis den Klimaschutz stärken, einen Mentalitätswechsel im Umgang mit Gottes Schöpfung befördern und die Neuausrichtung der Energieversorgung mitgestalten. So gibt es bereits ein Kirchliches EnergieWerk in Kooperation mit der WEMAG und eine eigene Klimaschutzstiftung sowie ein Bündel von klimaschützenden Maßnahmen.

 

In den kommenden Wochen wird der Energieversorger WEMAG die einzelnen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Mecklenburg anschreiben. Die Angebote werden neben umweltneutraler Energie auch weitere Dienstleistungen umfassen. „Die WEMAG bietet verschiedene Services aus einer Hand an. Dass wir neben klimafreundlicher Energie beispielsweise auch als Ansprechpartner für Photovoltaikanlagen, Hauspeicher und Elektromobilität zur Verfügung stehen, ist für viele Geschäftskunden ein Gewinn“, so WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart, der sich über das Vertrauen freut, das der Kirchenkreis Mecklenburg dem Unternehmen entgegenbringt.

 

Hintergrund:

 

Die WEMAG als Unternehmen in kommunaler Trägerschaft setzt auf Ökoenergie und vertreibt folgerichtig Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen und Erdgas mit ökologischem Zusatznutzen. Seit vielen Jahren investiert der Energieversorger zudem in eigene Ökokraftwerke.


Bonifatiuswerk fördert Projekte mit 15,4 Millionen Euro - Jahresbericht im Priesterseminar Fulda veröffentlicht

Wie kann und soll Kirche der Gegenwart und Zukunft aussehen?

Das Bonifatiuswerk hat seinen Jahresbericht heute im Priesterseminar des Bistums Fulda vorgestellt. Von links: Barbara Finger (Pfarrei KS Antonius Kassel), Ordinariatsrat Thomas Renze, Martin Guntermann (Geschäftsführer Bonifatiuswerk), Monsignore Georg Austen (Generalsekretär des Bonifatiuswerkes), Bischof Michael Gerber, Adelheid von Soden, Heinz Paus (Präsident des Bonifatiuswerkes) und Alfred von Soden. Foto: Patrick Kleibold

 

(Paderborn/bfw) - Mit 15,4 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk im vergangenen Jahr 1.254 Projekte in der Diaspora Deutschlands, Nordeuropas und des Baltikums gefördert. Die Ein- und Ausgabensituation ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben, teilte das „Hilfswerk für den Glauben“ während seiner Bilanzpressekonferenz im Priesterseminar Fulda mit. In Anbetracht des wahrnehmbaren gesellschaftlichen und kirchlichen Wandels, stellt sich das Hilfswerk konkret die Frage, welche Gestalt von Kirche es künftig fördern könne und wolle und wie es möglich ist, kirchenfernen Menschen andere und neue Zugänge zur Kirche zu ermöglichen.

 

„Wir geben uns nicht damit zufrieden, dass in Teilen unserer entchristlichten Gesellschaft der persönliche Glaube nur noch eine Randerscheinung ist. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir daran, die Erfordernisse heutiger Diasporaseelsorge in ihren Handlungsfeldern zu reflektieren, um daraus die Aufgaben und Schwerpunkte unserer Arbeit abzuleiten“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus. Insbesondere die Kinder- und Jugendförderung habe einen hohen Stellenwert in der täglichen Arbeit, durch die in etwa 12.000 Kinder in den ostdeutschen Diözesen einen katholischen Kindergarten besuchen und viele Tausend Kinder jährlich an den Religiösen Kinderwochen teilnehmen können.

 

In den Diasporagebieten Deutschlands, Nordeuropas und in den baltischen Staaten Estland und Lettland wurden 74 Bauprojekte mit 3,3 Millionen Euro, 1.067 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe mit 1,8 Millionen Euro und 74 Projekte der Glaubenshilfe mit 816.000 Euro unterstützt. Durch die Verkehrshilfe konnten 39 BONI-Busse mit 716.000 Euro für die Gemeindearbeit gefördert werden. In missionarische Initiativen zur Neuevangelisierung sowie in die religiöse Bildungsarbeit flossen über zwei Millionen Euro, in die Projektbegleitung 417.000 Euro, in die Unterstützung der Seelsorge 150.000 Euro und in die zweckgebundene Förderung 743.000 Euro. Aus zweckgebundenen Mitteln des Diaspora-Kommissariats wurden 5,4 Millionen Euro an Projekte in Nordeuropa weitergeleitet.

 

„Die christliche Botschaft ist Kern und zentraler Inhalt unseres Handelns. Dem Bonifatiuswerk mit allen seinen Spendern und Förderern, die uns dabei unterstützen, das Evangelium in unsere Zeit zu übersetzen und helfen, unsere Werte zu leben, danke ich von Herzen“, sagte der Bischof von Fulda, Dr. Michael Gerber, während des Pressegesprächs.

 

Die Förderung der Projekte finanziert das Bonifatiuswerk durch Einnahmen aus Kollekten (4,9 Millionen Euro), Spenden/Beiträgen/Vermächtnissen und Schenkungen (5,7 Millionen Euro) und aus Mitteln des Diaspora-Kommissariates (5,5 Millionen Euro). Die Kollekten sind im Vergleich zum Vorjahr um 89.400 Euro (+ 1,86 Prozent) gestiegen. Die Kollekte zum Diaspora-Sonntag erbrachte 2,195 Millionen Euro. Die Erstkommunionkinder gaben 1,89 Millionen Euro und die Firmbewerber 732.000 Euro für Kinder- und Jugendhilfe-Projekte.

 

„Wir wünschen uns eine Kirche, in der die Menschen spüren, dass der Glaube für sie persönlich und für die verbindende Gemeinschaft ein Segen ist. Und das geht nur, wenn er von Menschen bezeugt wird, die authentisch leben, was sie glauben: durch ihr Reden, Handeln und Beten. Wenn wir genau hinsehen, finden wir vielerorts Glaubensbrüder und -schwestern, die aus der Zuversicht des Glaubens leben und handeln. Diese Menschen zu entdecken und sie zu ermutigen, neue missionarische Initiativen anzugehen – um auch Menschen anzusprechen, denen der Glaube fremd ist oder fremdgeworden ist–, ist für uns ein zentrales Ziel“, sagte Generalsekretär Monsignore Georg Austen.

 

Paus, Austen und auch Geschäftsführer Martin Guntermann wiesen zudem auf den 170. Geburtstag des Bonifatiuswerkes in diesem Jahr hin. Gegründet wurde das Hilfswerk am 4. Oktober 1849 auf dem dritten Katholikentag in Regensburg. „Die seit dem geleistete Hilfe ist immer abhängig vom Vertrauen unser Spenderinnen und Spender. Transparenz ist für uns daher ein zentraler Anspruch an uns selbst - an unser Handeln, Wirken und an unsere Kommunikation“, sagte Guntermann. Das Bonifatiuswerk ist mit dem Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrates ausgezeichnet. Mit dem Zertifikat wird dem Hilfswerk durch unabhängige Wirtschaftsprüfer ein zweckgerichteter, wirtschaftlicher und transparenter Umgang mit Spendenmitteln und Fördergeldern bescheinigt.

 

Den Jahresbericht 2018 finden Sie auf der Internetseite des Bonifatiuswerkes im Downloadbereich unter: https://www.bonifatiuswerk.de/fileadmin/user_upload/bonifatiuswerk/dokumente/werk/Finanzbericht_Diapora-Jahrheft_20182019.pdf


Neue SÜDWIND-Studie zeigt:

Mehr Engagement deutscher Textil- und Sportartikelhändler für existenzsichernde Löhne in Indonesien nötig

Foto: Südwind
Foto: Südwind

(Bonn/sw) Anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentags vom 19.-23. Juni 2019 in Dortmund veröffentlicht SÜDWIND heute die Studie „Wege zu existenzsichernden Löhnen–Das Beispiel Indonesien“ zur Lohnsituation in der Textilbranche Indonesiens. Indonesien gehört zu den wichtigsten Lieferländern von Textilien und Bekleidung weltweit. Viele deutsche Textil- und Sportartikelmarken lassen dort produzieren. Die Löhne für die Beschäftigten in den Textil-, Bekleidungs- und Sportschuhbetrieben liegen allerdings weit unterhalb von existenzsichernden Löhnen.

 

Mehr als eine Million Menschen arbeiten in den zahlreichen Textil-, Bekleidungs- und Sportartikelbetrieben in Indonesien. Von den niedrigen Löhnen dort profitieren nicht nur die Firmen in Indonesien, sondern auch die Auftraggeber aus Deutschland, wie zum Beispiel adidas, H&M, Lidl oder Puma. „Obwohl die staatlichen Mindestlöhne in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind, sind sie immer noch viel zu niedrig, um die Existenz der meist weiblichen ArbeiterInnen und ihrer Familien auf einem menschenwürdigen Niveau zu sichern“, so Dr. Sabine Ferenschild von SÜDWIND. „Es ist höchste Zeit, dass die Marken- und Handelsunternehmen aus Deutschland, die in Indonesien einkaufen, dieses Problem ernst nehmen und aktiv werden, um die Lohnsituation der Beschäftigten zu verbessern.“

 

Die SÜDWIND-Studie untersucht nationale wie internationale Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Indonesien daraufhin, ob sie einen Beitrag zur Verbesserung der dortigen Löhne leisten. Vielversprechend scheinen das indonesische Protokoll zur Vereinigungsfreiheit und dessen Erweiterung um das Lohnthema zu sein, ebenso wie die Aktivitäten der niederländischen Fair Wear Foundation oder Globale Rahmenabkommen mit internationalen Gewerkschaften.

 

„Als Teil der Kampagne für Saubere Kleidung arbeitet SÜDWIND seit vielen Jahren zu den Arbeitsbedingungen in Indonesien. Wir fordern alle Unternehmen, die textile Produkte in Indonesien einkaufen, auf, sich in glaubwürdiger, messbarer und überprüfbarer Weise an der Umsetzung existenzsichernder Löhne in ihren Zulieferbetrieben zu beteiligen,“ betont Ferenschild.

 

SÜDWIND stellt die Ergebnisse der Studie beim Workshop „Lohn zum Leben! Auch bei Zulieferern von adidas & Co.?“ vor:

 

Freitag, 21.06.2019, 14:30h, Seminarraum 1, Zentrum Sport in der Eissporthalle Dortmund 

 

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SÜDWIND auf dem Kirchentag

 


Generalversammlung der Evangelischen Bank

Durch Fortschritt nachhaltig wachsen

 

(Kassel/pm) - Im Rahmen der Generalversammlung der Evangelischen Bank im Kongress Palais in Kassel hat der Vorstand den Mitgliedern ein positives Jahresergebnis 2018 präsentiert. Die Bank verzeichnet für 2018 einen Jahresüberschuss von 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: 10,1 Mio. Euro). Die weiterhin gute Entwicklung der Forderungen an Kunden führte 2018 zur Steigerung der Bilanzsumme um 5,3 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Die Kirchenbank hat ihr Eigenkapital nochmals deutlich gestärkt und ihre strategische Positionierung als Spezialdienstleister für Kirche, Diakonie, Gesundheits- und Sozialwirtschaft weiter vorangetrieben. Die Gesamtkapitalquote der Evangelischen Bank beträgt zum Bilanzstichtag 15 Prozent. Da der Investitionsbedarf in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft steigt, sieht die Bank hier auch in Zukunft attraktive Geschäftschancen. Vor diesem Hintergrund erhöht die Bank ihre Kernkapitalquote sukzessive und richtet diese konsequent auf weiteres Wachstum aus. Die Generalversammlung der Evangelischen Bank hat für 2018 eine Dividende in Höhe von 3 Prozent pro Anteil beschlossen. In Summe schüttet die Kirchenbank über 3,6 Mio. Euro Dividende an ihre Mitglieder aus.

 

Die Generalversammlung begann mit einer Andacht von Katrin Wienold-Hocke, Pröpstin des Sprengels Kassel der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Im Anschluss sprach der frühere Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert zum Thema „Wirtschaftsethik in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung“. Lammert analysierte das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Ethik. Hat Ethik in der Wirtschaft einen Platz? Das sollte sie unbedingt, betonte Norbert Lammert. Immer häufiger gehe es nur noch um den Profit. Die Herausforderung bestehe darin, Ethik und Wirtschaft in Zeiten des Klimawandels und umfas-sender Transformation in ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Die mit der Digitalisierung einhergehende Globalisierung der Märkte habe enorme Auswirkungen auf Wirtschaft und Politik, meinte Lammert. Davon seien alle Bereiche der Wirtschaft betroffen. Die Wirtschaft werde dabei mit einer höheren Komplexität und Diversität umgehen müssen. Nicht zuletzt sei auch der digitale Wandel selbst mit ethischen Fragestellungen verbunden. Lammert plädierte dafür, „Wirtschaftshandeln nicht auf ökonomische Kalküle zu reduzieren – so, wie man es umgekehrt allerdings auch nicht jenseits aller ökonomischen Vernunft auf ethische Prinzipien reduzieren kann“. Es gelte, eine verträgliche, belastbare Balance zu finden, so sein Appell. Im Anschluss an die inspirierenden, aber auch mahnenden Worte Lammerts, eröffnete Edgar Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender der Evangelischen Bank, die fünfte ordentliche Generalversammlung der Evangelischen Bank.

 

 

 

50-jähriges Jubiläum der Vorgängerinstitute

 

Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank, verwies in seiner An-sprache auf die Tradition der Evangelischen Bank: „Seit dem Zusammenschluss von der Evangelischen Kreditgenossenschaft (EKK) und der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft (EDG) im Jahr 2014 gibt es die Evangelische Bank nun schon seit fünf Jahren. Die Bank agiert jedoch in der langen Tradition der Vorgängerinstitute, bereits vor 50 Jahren wurden die Grundlagen der heutigen Evangelischen Bank gelegt. Im vergangenen Jahr hätte die EDG ihren 50. Geburtstag gefeiert, die EKK täte es ihr in diesem Jahr gleich. Verankert im Finanzkreislauf von Kirche und Diakonie haben wir uns dem Grundprinzip der christlichen Solidarität verpflichtet. Im Laufe der Zeit hat sich die Evangelische Bank zur größten Kirchenbank Deutschlands entwickelt“, sagte Katzenmayer und ging sodann auf die aktuellen Herausforderungen der Bankenbranche ein. „In der Rückschau der letzten fünf Jahrzehnte lässt sich festhalten, dass sich die aktuellen Rahmen-bedingungen für Banken so komplex und herausfordernd wie nie zuvor erweisen. Es herrscht eine Zeit des beschleunigten Wandels und massiver Umbrüche in der Finanzwirtschaft, die von einer fortwährenden Niedrigzinspolitik, einer ausufernden Regulatorik, starkem Wettbewerbsdruck und einer zunehmenden Digitalisierung geprägt ist“, so Katzenmayer.

 

Banken seien mehr denn je gefordert, aus ihren tradierten Mustern auszubrechen. Es gelte, Verantwortung zu übernehmen und die Geschäftsmodelle kritisch zu hinterfragen. Verantwortungs-voll zu handeln heiße auch, offen für Fortschritt und Veränderungen zu sein. „Für uns bedeutet es sogar noch mehr: Wir sehen uns in der Verantwortung, den Fortschritt mitzugestalten und Veränderungen dort, wo sie nötig sind, aktiv voranzutreiben. Wir wollen durch Fortschritt nach-haltig wachsen. Dabei bleiben die Ausrichtung an christlichen Werten und unsere Nachhaltigkeitsstrategie der unverhandelbare Markenkern der Evangelischen Bank.“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

 

 

 

Die Evangelische Bank eG

 

Die Evangelische Bank eG (EB) ist ein genossenschaftlich organisiertes, nachhaltiges Kreditinsti-tut. Als moderner Finanzdienstleister bietet sie Spezial-Know-how und umfassende Finanzlösungen für den kirchlich-diakonischen und sozialen Bereich.

Als nachhaltig führende Kirchenbank Deutschlands ist die Evangelische Bank eG ein spezialisierter Finanzpartner der Kirchen, Diakonie, Caritas, Freien Wohlfahrtspflege und der Sozialwirt-schaft sowie für private Kunden mit christlicher Werteorientierung. Mit einer Bilanzsumme von 7,7 Milliarden Euro ist die EB die größte Kirchenbank und zählt zu den größten Genossenschaftsinstituten in Deutschland


Deklaration gegen Diskriminierung im Arbeitsleben veröffentlicht. IBM, SAP und viele andere: HIV ist Teil von Diversity

Arbeitgeber für Respekt gegenüber HIV-positiven Menschen

Foto: Deutsche Aidshilfe
Foto: Deutsche Aidshilfe

 

(Hamburg/pm) – Mehr als 50 namhafte Unternehmen und Organisationen haben heute in Hamburg eine Deklaration gegen Diskriminierung von Menschen mit HIV im Arbeitsleben unterzeichnet.

 

Am Vortag des Deutsch-Österreichischen Aids-Kongresses (DÖAK) setzen sie damit öffentlich ein Zeichen, vermitteln ein zeitgemäßes Bild vom Leben mit HIV und kündigen konkrete Maßnahmen für einen respektvollen und selbstverständlichen Umgang mit HIV-positiven Kolleg_innen an.

 

Die Arbeitgeber_innen-Deklaration ist auf Initiative der Deutschen Aidshilfe (DAH) entstanden. Die Liste der Unterzeichnenden reicht von weltweit tätigen Großunternehmen bis zu Einzelhandelsgeschäften, von Verbänden über Städte bis zu lokalen Einrichtungen.

 

Dazu sagt DAH-Vorstand Winfried Holz:

 

„Alle gemeinsam machen wir deutlich: HIV braucht im Arbeitsalltag überhaupt keine Rolle zu spielen. Einem ganz normalen kollegialen Umgang steht nichts im Wege. Wir appellieren an alle Menschen in der Arbeitswelt: Tragen Sie dieses Wissen auch in Ihr Umfeld! Es schafft Erleichterung für alle Beteiligten.“

 

Nach der Erstunterzeichnung in Hamburg sollen nun möglichst viele weitere Unternehmen und Organisationen die Deklaration unterschreiben.

 

Kolleg_innen wie alle anderen

 

Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung können Menschen mit HIV heute leben und arbeiten wie alle anderen. Sie sind genauso leistungsfähig und können jeden Beruf ausüben.

 

Prof. Dr. Hans-Jürgen Stellbrink, Präsident des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses, erklärt:

 

„Die Medizin hat HIV heute gut im Griff. Die Infektion muss keine Einschränkung mehr bedeuten. Ängste vor einer Übertragung bei der Zusammenarbeit waren schon immer unbegründet. Unter Therapie ist eine Übertragung von HIV prinzipiell nicht mehr möglich. Im Arbeitsalltag ist HIV irrelevant.“

 

Benachteiligung, Ängste und Vorurteile

 

Immer wieder jedoch erleben Menschen mit HIV im Beruf Benachteiligung und sind Vorurteilen ausgesetzt: häufiger krank, eine Gefahr für andere, schlecht fürs Image des Unternehmens.

 

In einigen Unternehmen – vor allem im Gesundheitswesen – gehört sogar der HIV-Test immer noch zur Einstellungsuntersuchung, obwohl er rechtlich unzulässig und das Ergebnis für die Arbeit unerheblich ist.

 

Der Diskriminierung zugrunde liegen dabei meist völlig veraltete Vorstellungen vom Leben mit HIV, irrationale Ängste vor einer Übertragung und unzulässige moralische Bewertungen.

 

Akzeptanz ist gut für alle

 

Die beteiligten Unternehmen begreifen die Deklaration sowohl als Frage individueller Rechte, als auch als Teil ihrer Diversity-Strategien. Sie wissen: Ausgrenzung und die Angst davor machen krank und schaden dem Unternehmen. Akzeptanz ist unerlässlich für ein produktives Betriebsklima.

 

„Wir haben keine Angst vor Vielfalt. Vielfalt ist für uns wichtig, denn Vielfalt bedeutet Innovation. HIV ist für uns eine von zahlreichen Facetten“, sagt Dr. Ernesto Marinelli, Senior Vice President und Head of HR bei SAP.

 

Sein offen HIV-positiver Mitarbeiter Jörg Beißel, Senior Facility Specialist, berichtet: „Die Rückendeckung meiner Unternehmensführung bedeutet für mich ein proaktives Bekenntnis: Du bist genau so richtig, wie du bist. Ich finde es sehr gut, dass meine Firma diese Kampagne in dieser Form unterstützt und somit hilft, Aufklärungsdefizite zu beseitigen!“

 

Norbert Janzen, Personal-Geschäftsführer bei IBM unterstreicht: „Es freut mich, dass wir heute diese Deklaration mitunterzeichnen können – ein wirkliches Highlight in unserer über 10-jährigen Partnerschaft mit der Deutschen Aidshilfe. Die Förderung des Einzelnen hat bei IBM eine über 100 Jahre lange Tradition, sie ist Leitmotiv unserer Firmenkultur. Die Individualität aller Mitarbeitenden als Basis für Innovation und Kundenorientierung ist für den Erfolg unseres Unternehmens auch in Zukunft unerlässlich.“

 

Axel Wedler, offen HIV-positiver Senior Manager bei IBM, erklärt: „Das klare Bekenntnis meiner Füh­rungskräfte ermutigt mich, überall im Unternehmen weiter offen mit dem Thema umzugehen und anderen als An­sprechpartner zur Verfügung zu stehen. Das fördert Offenheit und Akzeptanz weit über das Thema HIV hinaus.“

 

Gastgeberin Hamburg

 

Für die gastgebende Stadt Hamburg nahm am Morgen Arbeits- und Sozialsenatorin Melanie Leonhard an der Pressekonferenz und Erstunterzeichnung teil. Sie sagte:

 

„Dass jeder Mensch in Hamburg frei von Vorurteilen und Benachteiligungen leben kann, ist ein Grundsatz unserer Stadt. Es ist ein ausdrücklicher Auftrag, unsere Arbeitswelt diskriminierungsfrei zu gestalten. Wir möchten daher ein Arbeitsklima schaffen, das uns alle für das Thema HIV sensibilisiert, damit den Betroffenen mit Respekt und Akzeptanz begegnet wird. Mit der Unterzeichnung der Deklaration setzen wir als große Hamburger Behörde ein deutliches Signal gegen die Diskriminierung von Menschen mit HIV im Arbeitsleben.“

 

Weitere Statements der Unterzeichnenden

 

Erstunterzeichnende der Deklaration „Für Respekt und Selbstverständlichkeit: Für einen diskriminierungsfreien Umgang mit HIV-positiven Menschen im Arbeitsleben“

 

Accenture • Aperto • Agentur für Arbeit Hamburg • Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf e.V. • Architekturbüro Silke Anna Linnemann • art*design • Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg • Bochum • Bosch • Caritas Berlin • Daimler • DAK-Ge­sundheit • Deutsche Bahn • Deutsche Bank • Deutsche Druck und Verlagsgesellschaft • Deutsche Eiche / Joseph Sattler GmbH • Dortmund • Deutsches Rotes Kreuz e.V. (DRK) •  DRK Kreisverband Wolfenbüttel • DRK-Landesverband Hamburg • DRK-Landesverband Niedersachsen • Drogenhilfe Schwaben • Elsevier • Flughafen Dortmund • Gasteig München GmbH • Fürth • GEW NRW • GSK • GLS Bank • IBM • IMAGE Ident GmbH • IT-Lorenz • Kare Design • Lyra Apo­theke • Münchener Kammerorchester • Norddeutscher Rundfunk (NDR) • Der Paritätische Berlin • Der Paritätische Gesamtverband • Der Paritätische Hamburg • PwC • Reichshof Hamburg Curio Collection by Hilton • SAP •  Schön Klinik Bad Bramststedt • Techniker Krankenkasse • Mannheim • Megaherz GmbH Film und Fernsehen • München • Nürnberg • Die Piratenpartei • Staatstheater am Gärtnerplatz, München • Stadtreklame Nürnberg • Tech Data • Vivantes • zahlreiche Aidshilfe-Organisationen (Stand: 11.6.2019)

 

 

 


Hasso-Plattner-Institut und Bundesagentur für Arbeit starten Design Thinking-Pilotprojekt "Wayfinder"

Schulabbrecher in den Arbeitsmarkt integrieren

 

(Berlin/pm) - Fast 6 Prozent aller Jugendlichen verlassen in Deutschland die Schule ohne einen Abschluss - für sie ist es schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder ersten Arbeitsplatz haben Schulabbrecher deutlich weniger Chancen. Viele sehen keine Perspektive, verlieren das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und resignieren. Diese Abwärtsspirale führt oft in die Arbeitslosigkeit oder gar auf die schiefe Bahn.

 

Ausgehend von dieser Problemstellung entstand so mit Nutzung der am Hasso-Plattner-Institut (HPI) gelehrten Innovationsmethode Design Thinking das neue Programm "Wayfinder". Das vierstufige Programm setzt dabei zunächst an, Jugendlichen ihre Stärken bewusst zu machen und sie zu ermutigen, neue Perspektiven und Berufsfelder zu entdecken. Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft sowie der Bundesagentur für Arbeit, mit welcher das Pilotprojekt gemeinsam entwickelt wurde, sollen die Jugendlichen anschließend Berufsfelder kennenlernen und ausprobieren können. Begleitet werden sollen die Jugendlichen durch ihr 6- bis 12-monatiges "Wayfinder"-Programm von einer App, die als alltäglicher Bestandteil ihrer Lebenswelt Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Umsetzung ihrer Ziele unterstützt und motiviert.

 

"Erhebliche Veränderungen in den Berufsbildern durch Digitalisierung und Automatisierung erfordern in den kommenden Jahren neue Ansätze in

 

Aus- und Weiterbildung. Mit dem "Wayfinder"-Pilotprojekt möchte das HPI einen Beitrag leisten, neue Perspektiven für Jugendliche zu eröffnen, um sie besser in den sich verändernden Arbeitsmarkt zu integrieren", sagt Professor Christoph Meinel, Institutsdirektor und CEO des Hasso-Plattner-Instituts.

 

Auch Christoph Möller, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Berlin Nord kennt die Problematik. "In Berlin stehen die Sommerferien vor der Tür und Ende Mai waren hier noch rund 9600 junge Menschen ohne Ausbildung. Besonders für die Jugendlichen, die noch unentschlossen sind, bietet das Projekt eine einzigartige Möglichkeit, eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und sich bei Arbeitgebern vor Ort zu erproben und unterstützt damit die tägliche Arbeit unserer Berufsberatung in besonderer Weise."

 

Zum Start des Pilotprojekts lädt die Agentur für Arbeit Berlin Nord am 13. Juni gemeinsam mit dem HPI rund 3.000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz ein. In Workshops, persönlichen Gesprächen mit Beratern der Agentur für Arbeit, HPI-Coaches und Unternehmen sowie mit Unterstützung von VR-Brillen entdecken die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre persönlichen Stärken, lernen neue Berufsfelder - beispielsweise in der IT-Branche - kennen und sollen so ermutigt werden, eigenständig ihren beruflichen Werdegang zu planen.

 

WAS:   "Mit dem Ausbildungsplatz in den Sommer!"

 

WANN:  13. Juni 2019, 12.00 - 16.00 Uhr

 

WO:    Agentur für Arbeit Berlin Nord, Königin-Elisabeth-Str. 49,

 

       14059 Berlin

 

 

Programm-Profil "Wayfinder":

Das Programm "Wayfinder" wurde im Rahmen des Advanced Track der HPI School of Design Thinking durch ein studentisches Projektteam in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und gemeinsam mit Jugendlichen, die die Schule abgebrochen haben, entwickelt.

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchlaufen dabei in 6 bis 12 Monaten die vier Programmphasen: "Dream", "Plan", "Do" und "Celebrate". Im ersten Teil beschreiben die Teilnehmer ihren Status quo und entwickeln ihre persönliche Zukunftsvision. In der zweiten Phase "Plan" geht es darum, die Vielfalt beruflicher Optionen kennenzulernen; diese können dann im dritten Teil "Do" von den Jugendlichen bei Unternehmen ausprobiert werden. Die vierte Phase "Celebrate" dient der Reflektion und der weiteren Motivation der Jugendlichen, an ihren Vorstellungen und Plänen festzuhalten. Das "Wayfinder"-Programm ist so angelegt, dass es mit bestehenden Angeboten der Agentur für Arbeit verknüpft werden kann. Kombiniert werden sollen diese "offline"-Erfahrungen mit einem "digitalen Begleiter" in Form einer App. Als alltäglicher Bestandteil der Lebenswelt Jugendlicher soll sie die "Wayfinder"-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer bei der Umsetzung ihrer Ziele zusätzlich unterstützen und motivieren.

 

 

 

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang "IT-Systems Engineering" bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, das von derzeit rund 550 Studierenden genutzt wird. In den vier Masterstudiengängen "IT-Systems Engineering", "Digital Health", "Cybersecurity" und "Data Engineering" können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 15 Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing.

 

Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.


Österreichisches Umweltzeichen für drei Steyler Fair Invest-Fonds

Ein Siegel, auf das umweltbewusste Anleger achten

Die österreichische Umweltministerin Maria Patek überreicht Andreas Kolde von Steyler Fair Invest das Umweltzeichen. (Foto: BMNT/ Paul Gruber)
Die österreichische Umweltministerin Maria Patek überreicht Andreas Kolde von Steyler Fair Invest das Umweltzeichen. (Foto: BMNT/ Paul Gruber)

 

(Sankt Augustin/sm) - Die drei Investment-Fonds der Steyler Ethik Bank tragen erstmals das österreichische Umweltzeichen. Umweltministerin Maria Patek überreichte am 6. Juni im Rahmen einer Feierstunde das prestigeträchtige Gütesiegel an Bankmitarbeiter Andreas Kolde.

 

Die Steyler Ethik Bank freut sich, dass ihre drei Nachhaltigkeitsfonds der Marke Steyler Fair Invest nun auch das österreichische Umweltzeichen tragen. Seit über 29 Jahren ist das Umweltzeichen ein Garant für Umwelt- und Klimaschutz und eine verlässliche Orientierungshilfe für Konsumenten in Österreich. Die ausgezeichneten Produkte und Dienstleistungen erfüllen strenge Umweltkriterien, die durch ein unabhängiges Gesamtgutachten nachgewiesen wurden.

 

Für die Steyler Ethik Bank nahm Bankmitarbeiter Andreas Kolde die Auszeichnung entgegen. Er ist in Wien als Markenbotschafter der Steyler Fair Invest tätig. In dieser Funktion ist er erster Ansprechpartner für institutionelle Investoren und Geschäftspartner.

 

Für Andreas Kolde war es folgerichtig, dass sich die Steyler Fonds um das wichtigste österreichische Siegel beworben haben: „Unsere Fonds investieren seit ihrer Auflage nach ökologischen und sozialen Kriterien. Das Umweltzeichen ist ein Siegel, auf das umweltbewusste Anleger achten. So werden wir sicher noch mehr Konsumenten von unserem Angebot überzeugen können.“

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank ist Anbieter von fairen Finanzdienstleistungen. Sie wurde 1964 vom katholischen Orden der Steyler Missionare gegründet und steht allen Privatkunden offen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung. Die Bank investiert nach sozialen und ökologischen Kriterien und ist Initiator von drei nachhaltigen Publikumsfonds der Marke Steyler Fair Invest. Diese sind in Deutschland und Österreich zum Vertrieb zugelassen. Seit ihrer Gründung förderte die älteste ethische Bank Deutschlands mit über 100 Millionen Euro Steyler Hilfsprojekte in 80 Ländern. (www.steyler-ethik-bank.de, www.steyler-fair-invest.de)


Spitzentreffen von Kirchen und Gewerkschaften in Hessen

Die Rente muss zum Leben reichen

(Frankfurt a.M./ekhn) - Die Spitzenvertreterinnen und -vertreter der evangelischen und katholischen Kirchen sowie der DGB-Gewerkschaften in Hessen haben sich zu ihrem traditionellen Austausch in Frankfurt getroffen, wie die Pressestellen am Mittwoch mitteilten. Schwerpunkt des Gespräches war die Frage der Altersarmut. Ein Thema, dem von Kirchen und Gewerkschaften gleichermaßen eine hohe Bedeutung für den sozialen Zusammenhalt beigemessen wird. Nicht zuletzt wird das auch durch den Zusammenschluss der Sozial- und Wohlfahrtsverbände deutlich, die das ‚Bündnis für soziale Gerechtigkeit‘ gegründet haben, um eine Kampagne gegen die Altersarmut zu starten.

 

Volker Jung, Hessen-Nassaus Kirchenpräsident, sagt dazu: „Armut darf nicht bagatellisiert werden. Es ist nach wie vor eines der großen Probleme unserer Gesellschaft. Gerade eine Wohlstandsgesellschaft hat eine besondere Verantwortung für die Menschen, die aufgrund persönlicher oder struktureller Bedingungen Armut nicht überwinden können. Es geht auch darum, Reichtum zu nutzen, um soziale Qualität zu fördern. Dazu gehören vor allem weitere Investitionen in Infrastruktur und Bildung, um Chancen- und Teilhabegerechtigkeit zu fördern.“

 

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sprach die Frage der Geschlechtergerechtigkeit an und wies auf die besondere Situation der Frauen hin: „Zum Erschrecken vieler heißt es immer öfter: arm, alt – weiblich! Die Alterssicherungseinkünfte von Frauen sind in Deutschland nicht halb so hoch wie die der Männer. Auch diese Situation müssen wir für die Gestaltung unseres Rentensystems in den Blick nehmen.“

 

Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Bezirks ergänzt: „Eine wichtige Herausforderung stellt in den kommenden Jahren die Zukunft der Alterssicherung dar. In Hessen bezogen Rentnerinnen und Rentner 2017 durchschnittlich nur 847 Euro. Davon kann niemand im Alter würdevoll leben. Es wird ein neues Leistungsversprechen der Sozialversicherungssysteme benötigt. Die Stabilisierung des Rentenniveaus im vergangenen Jahr war ein guter Anstoß, um dem Thema Altersarmut zu begegnen. Nun müssen weitere Schritte folgen: Mit der geplanten Einführung einer Grundrente wird die Lebensleistung von Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gewürdigt, die über mehrere Jahrzehnte Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Ihre Anwartschaften liegen allerdings unterhalb der Grundsicherung.

 

Es ist ein Gebot der Gerechtigkeit und des Respekts, dass niedrige Einkommen langjähriger Beitragszahlerinnen und Beitragszahler in der Rente höher bewertet werden. Die Grundrente ändert allerdings nichts daran, dass das wirksamste Mittel – gegen drohende Altersarmut und massenhaften sozialen Abstieg im Alter – gute Arbeit und faire Löhne sind. Außerdem muss das Rentenniveau insgesamt auf mindestens 50 Prozent angehoben werden.“

 

 

Am Gespräch nahmen u.a. teil:

 

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung und stellv. Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau), Vizepräsident Dr. Volker Knöppel (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck), Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland), Oberkirchenrat Jörn Dulige (Evangelisches Büro Hessen),

 

Bischof Dr. Georg Bätzing (Bistum Limburg), Bischof Prof. Dr. Peter Kohlgraf (Bistum Mainz), Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez (Bistum Fulda), Dr. Wolfgang Pax (Kommissariat der Katholischen Bischöfe im Lande Hessen),

 

Bezirksvorsitzender Michael Rudolph (DGB Hessen-Thüringen), Landesbezirksleiter Jürgen Bothner (ver.di Hessen), Michael Ebenau (IG Metall Bezirk Mitte), Markus Hüschenbett (Landesvorstand GdP Hessen). Mai 2019.

 


Feuerwehrleute genießen höchstes Vertrauen

Foto: Reader*s Digest
Foto: Reader*s Digest

 

 

Repräsentative Umfrage Reader’s Digest Trusted Brands 2019 ermittelt vertrauenswürdigste Berufsgruppe – Feuerwehrleute geben in der Juni-Ausgabe des Magazins Reader’s Digest Tipps zur Brandvorsorge

 

 

(Stuttgart/rd) – Wer in Deutschland die 112 wählt, bekommt in wenigen Minuten Hilfe. Das ist nicht zuletzt einem Netz mit gut einer Million Feuerwehrleuten zu verdanken. Freiwillige wie Profis sind rund um die Uhr für andere da – kein Wunder also, dass die meisten Menschen ihnen das höchste Vertrauen entgegenbringen. Dies ist ein Ergebnis der Studie „Reader’s Digest Trusted Brands 2019“, die in Kooperation mit Dialego entstanden ist. In seiner aktuellen Ausgabe lässt das Magazin Reader’s Digest die Frauen und Männer von der Feuerwehr zu Wort kommen und über ihren Beruf berichten. Zudem geben sie Tipps, wie man vorbeugt beziehungsweise im Ernstfall richtig reagiert.

 

„Der kniffligste Moment ist für mich der, wenn wir vor Ort ankommen“, sagt Katharina Kresse, Oberbrandrätin bei der Feuerwehr Remscheid. „Ich muss mit kühlem Kopf in kurzer Zeit die Maßnahmen festlegen. Am schwierigsten ist das, wenn wir ein Wissensdefizit haben: Wie viele Menschen sind vermisst, besteht Einsturzgefahr oder Gefahr durch elektrische Leitungen?“ In der Juni-Ausgabe von Reader’s Digest verrät ihr Kollege Chris Nassmacher von der Freiwilligen Feuerwehr Kreis Borken, wie er privat dafür sorgt, dass nichts schiefgeht: „Als Feuerwehrmann habe ich beim Grillen immer einen Eimer Wasser neben dem Grill.“ Und Thorsten Braun aus Gersfeld rät: „Rufen Sie uns, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie uns brauchen. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.“

 

Die Juni-Ausgabe von Reader’s Digest ist ab 27. Mai an zentralen Kiosken erhältlich.

 

Die Verlag Das Beste GmbH ist eine Tochtergesellschaft des spanischen Direktmarketing-Unternehmens CIL. In der Schweiz und in Österreich ist der Verlag mit eigenen Niederlassungen vertreten. Der Grundstein für die Gesellschaft mit Sitz in Stuttgart wurde 1948 gelegt. Dort erschien im selben Jahr die erste Ausgabe des internationalen Magazins Reader's Digest mit dem Titel Das Beste aus Reader’s Digest auf Deutsch. Seitdem hat der Verlag sein Programm stetig und erfolgreich erweitert. Heute entwickelt und vertreibt das Unternehmen Zeitschriften, Bücher, Musikprogramme und Videos bzw. DVDs sowie Produkte rund um das Wohlbefinden.

 

 

 


Statista-Konsumentenbefragung „Tech-Riesen und digitale Dienste”

Facebook ragt heraus, aber aus den falschen Gründen

(Hamburg/pm) - Eine Statista-Umfrage unter 1.992 deutschen Verbrauchern zeigt, dass unter den fünf Technologieriesen (Amazon, Apple, Facebook, Google und Microsoft) Facebook von den Konsumenten am negativsten gesehen wird. Bei fast allen abgefragten Merkmalen und Branchenführerschaften liegt Facebook hinter seinen Rivalen zurück, obwohl das US-Unternehmen vier der fünf am häufigsten genutzten Social-Media- und Messaging-Dienste in Deutschland besitzt.


Jetzt den Report „Tech-Riesen in Deutschland 2019“ herunterladen, kostenlos bis Ende Juni.

Die fünf großen Technologieunternehmen haben sich im Bewusstsein der Deutschen fest verankert: Fast alle Konsumenten haben schon von Google (93 Prozent), Amazon (93 Prozent), Facebook (91 Prozent), Microsoft (91 Prozent) und Apple (88 Prozent) gehört.

Da die Tech-Riesen weithin bekannt sind, können uns die deutschen Verbraucher wertvolle Antworten zu den „Big 5“ geben. Auf die Frage nach ihrer Sympathie für die einzelnen Marken wählten die Teilnehmer Amazon und Google zu den zwei beliebtesten Unternehmen: 68 Prozent der deutschen Internetnutzer stehen den beiden sehr oder eher positiv gegenüber. Microsoft (66 Prozent) und Apple (44 Prozent) belegen in dieser Kategorie die Plätze drei und vier; Facebook hingegen ist der einzige der fünf Technologiegiganten, der von den deutschen Verbrauchern eher negativ (36 Prozent) als positiv (34 Prozent) bewertet wird.


Branchenführer

Auf Branchen- und Marktführerschaft angesprochen sehen die Verbraucher Apple in den meisten Bereichen seinen Konkurrenten mindestens einen Schritt voraus. Apple ist in fünf von acht Kategorien Branchenführer: Sympathie, Datenschutz, soziale Verantwortung, Umweltfreundlichkeit/Nachhaltigkeit und insbesondere Innovation, wo Apple (52 Prozent) seinen engsten Verfolger Google (31 Prozent) nahezu deklassiert.

Weniger rosig sind die Aussichten für Facebook. Von den fünf Marken ist es das am negativsten gesehene Unternehmen. Dieses Muster setzt sich in den Bereichen Branchenführerschaft und Markeneigenschaften fort, wo Facebook fast durchgehend am Ende des Rankings auftaucht.


Digitale Dienste

Die große Sichtbarkeit und Bekanntheit der fünf Technologieriesen spiegelt sich in ihrer Nutzung wider. Die Verbraucher kennen sie nicht nur mit überwältigender Mehrheit, sondern sie nutzen die Produkte und Dienste der Unternehmen auch regelmäßig. Mehr als drei Viertel der Befragten gaben an, regelmäßig Google zu nutzen (78 Prozent), dicht gefolgt von Amazon (72 Prozent) und Microsoft (66 Prozent). Mehr als die Hälfte der Konsumenten nutzt Facebook (55 Prozent); lediglich ein Viertel verwendet Produkte oder Dienste von Apple (25 Prozent).

Die immense Sichtbarkeit, Bekanntheit und Nutzung beschert den „Großen 5“ ein Quasimonopol auf viele digitale Dienste. Im Bereich Social Media und Messaging sind vier der fünf in Deutschland meistgenutzten Angebote im Besitz von Facebook. Microsoft dominiert bei Office-Suiten (46 Prozent); Google führt bei Cloudspeicher (20 Prozent) und virtuellen Assistenten (36 Prozent). An die Dominanz von PayPal im digitalen Finanz- und Zahlungssektor kommt jedoch nichts heran: 67 Prozent der deutschen Internetnutzer nutzen PayPal und verzwergen damit die fünf Technologieriesen in diesem Sektor: Amazon Payment liegt mit lediglich 13 Prozent an zweiter Stelle.
 

Über das Content Special “Tech-Riesen und digitale Dienste“

Die exklusive Statista-Umfrage “Tech-Riesen und digitale Dienste“ ist als Content Special Teil des Statista Global Consumer Survey und bietet die Ergebnisse einer Onlinebefragung von 1.992 deutschen Konsumenten im Alter von 18 bis 64 Jahren. Das Content Special beleuchtet die Einstellungen der Verbraucher gegenüber den großen Technologieunternehmen sowie die Nutzung von Marken, digitalen Diensten und Geräten.


Über Statista

Statista ist mit über 1 Million Statistiken zu mehr als 80.000 Themen aus 22.500 Quellen eins der größten Statistik-Portale der Welt. Über 1.500.000 registrierte User nutzen Statista regelmäßig. Statista beschäftigt derzeit mehr als 550 Mitarbeiter in seinen Niederlassungen in Hamburg, New York, Paris und London.

 


Begegnung mit langzeiterwerbslosen Menschen

Bischof Magaard: „Probleme und Sorgen Betroffener stärker wahrnehmen“

Bischof Gothart Magaard im Gespräch mit den Langzeiterwerbslosen sowie weiteren Teilnehmenden, ©Wendt/Nordkirche
Bischof Gothart Magaard im Gespräch mit den Langzeiterwerbslosen sowie weiteren Teilnehmenden, ©Wendt/Nordkirche

 

(Schleswig/Kiel/aw) - Bischof Gothart Magaard traf heute (9. Mai) in Kiel mit von Langzeiterwerbslosigkeit betroffenen Menschen zusammen. Bei der Begegnung tauschte sich der Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) mit ihnen über ihre Lebenssituation und ihre Erfahrungen und Erwartungen aus. Das Gespräch kam auf Initiative des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) der Nordkirche zustande und war Teil einer Berichts- und Diskussionsreise durch Norddeutschland. Im Rahmen dieser Reise wurden die Ergebnisse einer Nichtwählerstudie präsentiert, in der langzeitarbeitslose Laienforscherinnen und -forscher unter wissenschaftlicher Begleitung die Motive langzeitarbeitsloser Nichtwähler untersucht haben.

 

 

 

Bischof Magaard: „Als ich die Einladung zu diesem Gespräch erhielt, habe ich besonders gerne zugesagt. Menschen, die von Langzeiterwerbslosigkeit betroffen sind, sollten mit ihren Problemen und Sorgen von der Gesellschaft stärker wahrgenommen werden. Erst auf dem zweiten Blick wird deutlich, welche belastenden Folgen Langzeiterwerbslosigkeit haben kann – und dass diese nicht nur finanzieller Natur sind. Dazu gehört auch die Erfahrung, sein Schicksal nicht mehr selbst in den Händen zu haben oder vermeintlich weniger wert zu sein. Ich finde es besonders wichtig, mit den langzeitarbeitslosen Menschen ins Gespräch zu kommen. Sie sind Experten in eigener Sache.

 

 

 

Ausgrenzung, soziale Ungerechtigkeit und das Gefühl, eine Bürgerin oder ein Bürger zweiter Klasse zu sein: Viele von Langzeiterwerbslosigkeit Betroffene erleben dies und beteiligen sich nicht mehr an Wahlen, so das Ergebnis der Studie. Im Vorfeld der Europawahl und der Kommunalwahlen in Norddeutschland richtet der KDA in besonderer Weise den Blick auf diese Menschen. Die Studie „Gib mir was, was ich wählen kann“ lässt Betroffene zu Wort kommen und gewährt einen Einblick in ihre Lebenswirklichkeit. Das Besondere an der Studie der „Denkfabrik“, einer Abteilung des diakonischen Sozialunternehmens Neue Arbeit Stuttgart: Langzeitarbeitslose Menschen haben die Studie gleichberechtigt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen erarbeitet.

 

 

 

Im Gespräch mit Bischof Magaard war es den beteiligten acht Gesprächspartnerinnen und -partnern besonders wichtig, verbreiteten Vorurteilen entgegenzutreten und für ihre politischen und gesellschaftlichen Interessen einzutreten. Die Betroffenen, so wurde deutlich, fühlen sich oftmals von der Gesellschaft ausgeschlossen und von der Politik ignoriert – in der Folge entziehen viele von ihnen der Politik ihr Vertrauen. Ihr Wunsch lautet daher: „Wir wollen partizipieren – wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch.“

 

 

 

Eine der Teilnehmerinnen schilderte ihre Erfahrungen so: „Es stimmt einfach nicht, wenn behauptet wird, wer möchte, der findet Arbeit. Mit einer Biografie mit Langzeiterwerbslosigkeit erhält man keine Chance auf ein Bewerbungsgespräch. Wenn man nicht 'funktioniert', hat das Folgen wie Rückzug, psychische Probleme und soziale Isolation. Menschen, die nie arbeitslos waren, können nicht nachvollziehen, was es bedeutet, sich 'nutzlos' zu fühlen. Dabei geht es nicht nur um das Geldverdienen. Teilzunehmen, nicht ausgegrenzt zu werden, eingebunden zu sein ist weit wichtiger.“

 

Eine andere Teilnehmerin und alleinerziehende Mutter erzählte: „Es kostet viel Kraft und Energie, Kinder unter diesen Bedingungen aufzuziehen und stark zu machen, ihnen Bildung und Teilhabe zu ermöglichen. Kinder dürfen durch die Biografie der Eltern nicht bestraft werden.“

 

Einig waren sich die Betroffenen darin, dass sie häutig negative Erfahrungen mit Jobcentern gemacht hätten, „weil es keine Begegnung auf Augenhöhe ist“. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde die Situation der betroffenen Menschen verbessern, so ihre Einschätzung. Doch genauso wichtig sei es, „auf Betroffene zuzugehen, sie aus der Isolation rauszuholen, sie sozial wieder einzubinden.“

 

 

 

An dem Gespräch mit Bischof Magaard und langzeiterwerbslosen Teilnehmerinnen und Teilnehmern nahmen außerdem Luise Janke, langzeitarbeitslose Forscherin, und Martin Tertelmann, Leiter der „Denkfabrik“ aus Stuttgart, teil.

 

 

 

Informationen über die Studie sind im Internet unter http://www.studie-nichtwaehler.de/index.php/studie-nichtwaehler abrufbar

 


Ausstellung und Vortrag beleuchten Frauenarbeit seit dem 19. Jahrhundert

Werktätige Frauen – gestern, heute und morgen

Foto: bt
Foto: bt

 

(Prüm/bt) – Noch immer ist die Arbeit, die Frauen leisten, im Schnitt schlechter bezahlt als die der Männer. Wie Frauenarbeit im Detail und in all ihren Facetten aussehen kann und welche Problemfelder, aber auch welche Möglichkeiten der Verbesserung sich daraus ergeben, zeigt die Ausstellung „Frauenarbeit hat viele Gesichter – vom 19. Jahrhundert bis heute“. Sie wird am Freitag, 3. Mai, um 18 Uhr im Konvikt in Prüm feierlich eröffnet und ist dort eine Woche lang bis zum 10. Mai zu sehen.

 

Hauptprogrammpunkt des Abends ist der Impulsvortrag der Genderbeauftragten der Universität Luxemburg und Leiterin des Instituts für Geschlechterfragen, Diversität und Migration, Prof. Dr. Christel Baltes-Löhr; das weitere Programm beinhaltet Beiträge von Frauen aus verschiedenen Arbeitsbereichen wie etwa die „Eindrücke aus der Arbeit einer Gleichstellungsbeauftragten“ von Marita Singh. Die musikalische Gestaltung obliegt dem Jugendchor Pronsfeld. Veranstalter sind der Katholische Deutsche Frauenbund Prüm, die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Westeifel und der Themenschwerpunkt Arbeit im Bistum Trier.

 

Die Teilnahme ist gratis, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es bei der KEB Westeifel, Kalvarienbergstr. 1, 54595 Prüm per E-Mail: keb.westeifel(at)bistum-trier.de oder unter Tel.: 06551-9655640.

 


Der Nachhaltigkeitsreport 2019 legt die soziale und ökologische Wirkung der Steyler Fonds offen

Mit Fonds die Welt verbessern

 

(San kt Augustin/sm) - Immer mehr Menschen setzen auf nachhaltige Geldanlagen, weil ihnen Umwelt und soziale Themen am Herzen liegen. Aber was genau bedeutet „nachhaltig“? Was unterscheidet alternative Anlagen von konventionellen Fonds? Diese Fragen beantwortet der Nachhaltigkeitsreport 2019 der Steyler Ethik Bank, der jetzt erschienen ist.

 

Mit dem jährlichen Report legt die älteste ethische Bank Deutschlands die soziale und ökologische Wirkung der Steyler Nachhaltigkeitsfonds offen. Auf 20 Seiten informiert die Broschüre über aktuelle Entwicklungen und Auszeichnungen, stellt das Steyler Nachhaltigkeitsprofil vor und legt die größten Einzelinvestments der jeweiligen Fonds offen.

 

Im Spannungsfeld von Menschenrechten und Geldanlage

 

Zu den spannenden Themen des aktuellen Reports gehört das Porträt des japanischen Ordensmanns Pater Daisuke Narui. Der Steyler Missionar ist seit dem vergangenen Jahr Mitglied im Ethik-Anlagerat. In diesem Gremium ist er gemeinsam mit weiteren Experten unterschiedlicher Disziplinen für das nachhaltige Anlageuniversum der Steyler Fonds verantwortlich. Daisuke Narui ist ein engagierter Kämpfer für Menschenrechte und war viele Jahre für die Entwicklungszusammenarbeit der japanischen Kirche verantwortlich.

 

Der Ordensmann hat in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern Konflikte zwischen börsennotierten Konzernen und Anwohnern oder Arbeitern beobachtet. Nachhaltige Produkte, die nur auf Datenanalysen basieren, sieht er kritisch. Diese sind mitunter blind für die sozialen und ökologischen Folgen von Investments, weil es „keinen Kontakt mit den betroffenen Menschen gibt“. Im Nachhaltigkeitsreport verrät der Missionar, warum er trotzdem an die positive Wirkung von fairen Investments glaubt und was die Steyler Fonds anders machen. In digitaler Form kann der Report unter der Adresse www.steyler-fair-invest.de/report abgerufen wurden.

 

 

Steyler Fonds verwalten 132,28 Millionen Euro

 

Aktuell verwaltet die Steyler Fondsfamilie ein Vermögen von 132,28 Millionen Euro (Stand: 11.04.2019). Davon sind rund 41,12 Millionen Euro in den Aktienfonds „Steyler Fair Invest - Equities“, 57,63 Millionen Euro in den Rentenfonds „Steyler Fair Invest - Bonds“ und 33,53 Millionen Euro in den Mischfonds „Steyler Fair Invest – Balanced“ investiert. (Anm.: Die Nachhaltigkeitsfonds waren bisher unter dem Namen „Steyler Fair und Nachhaltig“ bekannt, seit dem 15.4.2019 führen sie nun den gemeinsamen Markennamen „Steyler Fair Invest“.)

 

 

Rechtlicher Hinweis:

 

Ausführliche produktspezifische Informationen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Verkaufsprospekt, den Wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) des Investmentvermögens sowie dem Jahres- und ggf. Halbjahresbericht. Diese Dokumente bilden die allein verbindliche Grundlage für den Kauf von Investmentanteilen. Sie sind kostenlos am Sitz der Kapitalverwaltungsgesellschaft (WARBURG INVEST KAPITALANLAGEGESELLSCHAFT MBH, Ferdinandstraße 65-67 in 20095 Hamburg) sowie bei der Verwahrstelle (M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, Ferdinandstraße 75 in 20095 Hamburg) erhältlich.

 

 

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank ist Anbieter von fairen Finanzdienstleistungen. Sie wurde 1964 vom katholischen Orden der Steyler Missionare gegründet und steht allen Privatkunden offen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung. Die Bank investiert nach sozialen und ökologischen Kriterien und ist Initiator von drei nachhaltigen Publikumsfonds der Marke Steyler Fair Invest. Seit ihrer Gründung förderte die älteste ethische Bank Deutschlands mit über 100 Millionen Euro Steyler Hilfsprojekte in 80 Ländern. (www.steyler-ethik-bank.de, www.steyler-fair-invest.de)

 

 

 


Volkswagen verletzt eigene Prinzipien und verspielt Glaubwürdigkeit

VW-Chef will nichts von Umerziehungslagern in China gewusst haben

 

(Göttingen/gfbv) - Die Volkswagen AG macht sich unglaubwürdig: Gestern erklärte ihr Vorstandsvorsitzender Herbert Diess gegenüber der BBC, nichts von den berüchtigten Umerziehungslagern in China zu wissen, über die seit Sommer 2018 alle deutschen und internationalen Medien berichten.
Die Gesellschafft für bedrohte Völker und der Weltkongress der Uiguren erinnern die Volkswagenführung an ihren eigenen Code of Conduct, den Diess neben anderen VW-Managern unterzeichnet hat. Darin sind der Respekt vor den Menschenrechten und die Unterstützung ihrer Beachtung explizit festgeschrieben.

 

Die Gesellschafft für bedrohte Völker (GfbV) und der Weltkongress der Uiguren (WUC) werfen der Volkswagen AG vor, ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen. Gestern hatte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Herbert Diess, gegenüber dem Fernsehsender BBC erklärt, nichts über die Umerziehungslager in China zu wissen, in denen 1,5 Millionen Uiguren und Kasachen interniert sind. „Wer jedes zweite Auto in der Volksrepublik verkauft und ein Vorstandsmitglied nur für das China-Geschäft hat, kann nicht glaubhaft behaupten, nichts von den berüchtigten Lagern zu wissen“, erklärt Ulrich Delius, Direktor der GfbV. Seit Sommer 2018 haben alle deutschen und internationalen Medien über die berüchtigten Camps berichtet. „Jede uigurische Familie vermisst Angehörige, die in Lager verschleppt wurden. Volkswagen betreibt in der Heimat der Uiguren ein eigenes Werk. Die Verbrechen der Behörden dort können der Konzernführung nicht entgangen sein“, sagt Dolkun Isa, Präsident des WUC.

 

Die Menschenrechtsorganisationen erinnern die Volkswagenführung an ihre eigenen Unternehmensgrundsätze, die sie mit ihrem Schweigen zu den Lagern verrät. Im Code of Conduct der Volkswagen AG, den Herbert Diess neben anderen VW-Managern unterzeichnet hat, sind der Respekt international anerkannter Menschenrechte und die Unterstützung der Beachtung dieser Rechte explizit festgeschrieben. „Diese selbstauferlegten Grundsätze scheinen nicht viel zu bedeuten, wenn die Konzernführung sie so offen missachtet“, so Delius.

 

Diess hatte erst gestern auf der Automesse in Shanghai bekräftigt, sich noch stärker auf den chinesischen Automarkt konzentrieren zu wollen. Die wachsende Abhängigkeit des Konzerns vom Absatzmarkt China verursacht jedoch immer mehr Probleme. „Lange war das China-Geschäft für Volkswagen ein Erfolgsmodell. Inzwischen zeigen sich die Risiken, die mit der Abhängigkeit einhergehen: Das Unternehmen wird erpressbar und zieht es vor, schwere Menschenrechtsverletzungen zu ignorieren, um die chinesische Führung nicht zu verärgern“, erklärte Delius.

 

Volkswagen unterhält gemeinsam mit einem chinesischen Partner ein Werk in Urumtschi, der Hauptstadt der Region Xinjiang, in der sich hunderte der Umerziehungslager befinden. Die Unternehmensführung hatte sich dagegen ausgesprochen, die auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Uiguren in diesem Werk gezielt zu fördern.

 


Zufriedenheitsranking: In diesen Städten werden die Arbeitsämter am besten bewertet


 

·        Adzuna analysiert 2.994 Google-Bewertungen der Arbeitsämter in den 25 größten Städten Deutschlands

 

·        Keine Stadt erreicht eine höhere Bewertung als 3,3 bei 5 möglichen Sternen

 

·        Hannover schneidet am besten ab, Wiesbaden am schlechtesten

 

 

(Frankfurt am Main/pm) - In Deutschland gibt es große Unterschiede bei der Zufriedenheit mit den Arbeitsämtern. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Jobsuchmaschine www.adzuna.de hervor. Das Unternehmen hat 2.994 Google-Bewertungen der Agenturen für Arbeit in den 25 größten Städten Deutschlands ausgewertet.

 

Zufriedenere Bürger in Hannover
Hannover erreicht demnach als einzige Stadt eine Bewertung von über drei Sternen und führt somit das Ranking an. Die Einwohner vergaben an das Arbeitsamt der Stadt in 206 Beurteilungen insgesamt 3,3 von 5 Sternen. Damit liegt Hannover über dem Untersuchungs-Durchschnitt von 2,6 Sternen und schneidet somit vergleichsweise gut ab.

 

Berlin und Düsseldorf auf Platz zwei
Den zweiten Rang teilen sich Berlin und Düsseldorf. Die Arbeitsagenturen der Städte erhalten eine durchschnittliche Bewertung von 2,9 Sternen. Während das einzige Amt in Düsseldorf dabei aktuell 64 Bewertungen zählt, sind es bei den zwölf Agenturen Berlins insgesamt 780. Dahinter befinden sich Hamburg und Duisburg mit 2,8 von 5 Sternen.

 

Diese Städte schneiden am schlechtesten ab
Die schlechteste Beurteilung erhält das Arbeitsamt von Wiesbaden. Mit einer durchschnittlichen Agentur-Bewertung von nur 2 Sternen belegt die Stadt den letzten Platz des Rankings. Den vorletzten Platz teilen sich Bochum, Leipzig, Münster, Nürnberg und Wuppertal. Die Arbeitsämter der Städte werden im Schnitt mit 2,2 von 5 möglichen Sternen bewertet.

 

Die kompletten Ergebnisse finden Sie unter: www.adzuna.de/blog/2019/04/16/zufriedenheitsranking-arbeitsaemter/

Über die Untersuchung
Für die Analyse hat die Jobsuchmaschine Adzuna die Google-Bewertungen aller Arbeitsämter in den 25 größten Städten Deutschlands analysiert. Erhoben wurde dabei die Anzahl der Arbeitsämter pro Stadt sowie die Anzahl der Bewertungen und die Bewertungen pro Standort. Stichtag der Analyse war der 16.04.2019.

 

 

Über Adzuna
Adzuna www.adzuna.de ist eine Meta-Suchmaschine für Stellenangebote, die Arbeitnehmer effizient mit neuen Arbeitgebern zusammenbringt. Mit nur einer Suchanfrage können User über 630.000 Inserate von mehr als 300 deutschen Jobportalen durchsuchen, um die für sie passenden Jobangebote zu finden. In Großbritannien nutzt die britische Regierung Adzuna dank ihrer umfangreichen Datenbank als Datenquelle für aktuelle Trends am Arbeitsmarkt. Neben Deutschland ist Adzuna in 15 weiteren Nationen tätig.

 


TAG DER ERDE: ARTEN SCHÜTZEN DURCH BEWUSSTEN KONSUM

(Berlin/pm) - . Fast jede dritte Wildpflanze in Deutschland ist vom Aussterben bedroht. Auch die Vielfalt der heimischen Tierarten geht zurück, besonders betroffen sind Vögel und Insekten. Zum Tag der Erde am Ostermontag, 22. April, zeigt „Der Nachhaltige Warenkorb" des Rates für Nachhaltige Entwicklung, wie ein bewusster Konsum zum Artenschutz beitragen kann – und wie in diesem Sinne auch ein nachhaltiges Osterfest gelingt.

 

Tipps für ein nachhaltiges Osterfest

 

Der Tag der Erde fällt in diesem Jahr auf Ostermontag – ein guter Anlass für ein nachhaltiges Osterfest. So ist zum Beispiel der beliebte Schoko-Osterhase in zertifizierter Bioqualität erhältlich, zu erkennen am EU-Bio-Siegel. Noch nachhaltiger ist dieser, wenn der verarbeitete Kakao aus fairem Handel stammt. Dieser fördert gerechte Arbeitsbedingungen. Achten Sie daher auch auf das Fairtrade-Siegel.

 

Besondere Vorsicht ist bei bunten Eiern geboten: Hartgekochte und bereits gefärbte Eier aus dem Handel unterliegen im Gegensatz zu rohen Eiern in der EU keiner Kennzeichnungspflicht, was die Art der Haltung betrifft. Wählen Sie daher lieber rohe ungefärbte Eier, am besten mit dem Aufdruck „0“, da diese aus der ökologischen Landwirtschaft stammen. Beispielsweise mit Zwiebelschalen, Kurkuma oder Roter Bete können Sie Eier umweltfreundlich selbst einfärben – und mehr Spaß macht es auch.

 

Für viele Menschen sind auch bunte Osternester ein Muss. Statten Sie diese anstelle von Plastik-Ostergras lieber mit echtem Heu oder Moos aus und verwenden Sie Körbe oder Schalen, die Sie das ganze Jahr über anderweitig benutzen können.

 

Mit bewusster Ernährung eine artenreiche Landwirtschaft fördern

 

Egal ob Mais, Soja, Weizen oder Fichten: Monokulturen in Feld und Wald verringern den Artenreichtum in Deutschland und weltweit, sie nehmen großflächig den Platz ursprünglich artenreicher Landschaften ein. Auch die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Felder und Wiesen sowie Düngung und Pestizide gefährden oftmals Ökosysteme und die natürlichen Lebensgrundlagen von Tieren und Pflanzen.

 

Was können Verbraucherinnen und Verbraucher tun? Kaufen Sie Lebensmittel regional und saisonal und bevorzugen Sie dabei Produkte aus ökologischer Landwirtschaft, zum Beispiel mit dem Bio-Siegel. Im Biolandbau wird weniger gedüngt und es dürfen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Das nützt der Artenvielfalt. Achten Sie außerdem auf Ihren Fleischkonsum. Getreide und Soja aus Monokulturen werden insbesondere für Tierfutter angebaut – essen Sie daher lieber weniger und dafür hochwertiges Fleisch.

 

Mehr Artenvielfalt im eigenen Garten

 

Wer neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere schafft, unterstützt aktiv den Erhalt der biologischen Vielfalt. Das funktioniert zum Beispiel im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Pflanzen Sie über das Jahr verteilt möglichst viele verschiedene Blumen-, Gräser- und Kräutersorten an. Diese bieten Insekten eine gute Nahrungsgrundlage. Natürlich angelegte Hecken oder selbstgebaute Vogelhäuser locken Vögel an, herumliegende Zweige und Baumreste können Kleintieren wie Igeln Unterschlupf bieten. Wenn Sie mit Blumenerde gärtnern, bevorzugen Sie torffreie Erde. Mittlerweile sind gute Alternativen im Angebot. Der Torfabbau gefährdet vielerorts den Lebensraum Moor und schadet dem Klima.

 

Mit nachhaltigen Möbeln unsere Wälder schützen

 

Sie möchten sich neu einrichten? Achten Sie beim Kauf Ihrer Möbel auf Herkunft, Art und Herstellung der Materialien. Produkte aus Tropenholz tragen zur Abholzung des Regenwalds bei – und somit zur fortlaufenden Zerstörung einer weltweit einzigartigen Ansammlung von Arten. Setzen Sie auf heimische Voll- oder Massivholzmöbel aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Diese sind besonders langlebig und schonen die Umwelt. Glaubwürdige Zertifizierungen bieten Orientierung beim Möbelkauf: Ein Beispiel ist das internationale Label vom Forest Stewardship Council (FSC). Noch strengere Kriterien gelten für Holzmöbel mit dem Naturland-Siegel.

 

Der Nachhaltige Warenkorb

 

Nachhaltig konsumieren ist möglich und gar nicht so schwer: Wie es geht, zeigt der Nachhaltige Warenkorb des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Der Einkaufsführer weist auf nachhaltige Alternativen hin und gibt mit Faustregeln Orientierung für konkrete Konsumentscheidungen zu Lebensmitteln, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik. Zudem bietet er Bewertungen von Siegeln und Produktkennzeichnungen. Der Nachhaltige Warenkorb wird jährlich unter wissenschaftlicher Begleitung aktualisiert. Er ist als Broschüre erhältlich und im Internet unter www.nachhaltiger-warenkorb.de

 


Online-Analyse: Das sind die beliebtesten Schoko-Osterhasen Deutschlands

 

  • VICO Research & Consulting analysiert rund 1.400 Social Web-Beiträge zu den neun meistdiskutierten Schoko-Osterhasen
  • Lindt und Milka vereinen 86 Prozent des Kommunikationsvolumen auf sich
  • Favorina und Smarties werden ausschließlich positiv diskutiert, KitKat und After Eight ausschließlich negativ

(Leinfelden-Echterdingen/pm) – Über keinen Schoko-Osterhasen wird im deutschsprachigen Netz so viel gesprochen wie über den von Lindt. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Deutschlands führendem Unternehmen im Bereich Social Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting (www.vico-research.com). Anlässlich des Osterfests hat VICO die Online-Kommunikation zu den neun meistdiskutierten Herstellern von Schokohasen untersucht.

 

86 Prozent aller Beiträge befassen sich mit Lindt und Milka
Mit 51 bzw. 35 Prozent des gesamten Kommunikationsvolumen sind Lindt und Milka mit Abstand die meistdiskutierten Hersteller von Schokohasen. Darüber hinaus werden die beiden Firmen mit Schweizer Ursprung in den wertenden Beiträgen überwiegend positiv diskutiert (Lindt: 82 Prozent; Milka: 95 Prozent).

 

Beide Schokohasen punkten bei den Nutzern vor allem durch den Geschmack und durch diverse Gewinnspiele, in denen die Marken involviert waren. Außerdem werden die beiden schokoladigen Vierbeiner als traditionsreich wahrgenommen. Tradition ist allerdings auch Auslöser für den Anteil negativer Kommunikation: Mitunter tauchen die Lindt- und Milka-Produkte als “Traditionshase” bzw. “Schmunzelhase” auf den Kassenzetteln auf. Davon zeigten sich einige Nutzer verärgert, da sie dies als Neutralisierung von Religionsbegriffen deuteten.

 

Zwei Hersteller werden ausschließlich positiv diskutiert, zwei ausschließlich negativ

 

Alle analysierten wertenden Beiträge zu den Schokohasen von Favorina und Smarties sind positiv. Im Gegensatz dazu, wurden zu den Oster-Produkten von KitKat und After Eight nur negative Kommentare identifiziert. Während der Smarties-Hase bei den Usern besonders durch seinen Preis punkten kann, ist die Kommunikation zu den anderen drei Herstellern durch einen Schokohasen-Test von Südwind und Global beeinflusst. Hier können die Favorina-Hasen überzeugen; die Produkte von After Eight und KitKat werden hingegen als sozial und ökologisch bedenklich eingestuft.

 

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO Research & Consulting, kommentiert die Analyse:

 

“Wenn es um Schoko-Osterhasen geht, spielt neben dem Geschmack auch der Traditions-Aspekt eine große Rolle. Unserer Analyse zufolge sind die Schokohasen in den deutschen Osternestern traditionell gold oder lila. Die Deutschen vertrauen auf die Schokoladenexpertise aus der Schweiz und diskutieren im Internet überwiegend über die Schokohasen von Lindt. Milka folgt auf Platz zwei. Auch die sozialen bzw. ökologischen Qualitäten der Süßigkeiten haben Anteil an deren Sentiment: Der Schokohasen-Test einer österreichischen Umweltschutzorganisation im Untersuchungszeitraum ist taktgebend für einige Anbieter.”

 

 

Um die Netz-Stimmen zu den Schokohasen-Herstellern zu analysieren, hat VICO Research & Consulting zwischen dem 01. Februar 2019 und dem 9. April 2019 1.355 öffentliche Beiträge erfasst und ausgewertet. Die Beiträge stammen aus dem Mikroblog Twitter, sozialen Netzwerken wie Facebook, Blogs, Foren, sowie News-, Q&A-, Video- und Bild-Portalen.

 

Nachfolgenden können sämtliche Ergebnisse der Analyse eingesehen werden:

 

 Marke

Kommunikationsvolumen

Positiv

Negativ

Lindt

51%

82%

18%

Milka

35%

95%

5%

Kinder

4%

78%

22%

Favorina

3%

100%

0%

Ferrero Rocher

2%

64%

36%

Merci

2%

58%

42%

Smarties

1%

100%

0%

After Eight

1%

0%

100%

KitKat

1%

0%

100%

 

Tabelle 1: Online-Sentiment der 9 meistdiskutierten Hersteller von Schoko-Osterhasen

 

(Untersuchungszeitraum: 01.02.2019 - 09.04.2019)

 

 

 

Über VICO Research & Consulting

 

VICO Research & Consulting (www.VICO-research.com) ist das führende Unternehmen im Bereich Social Media-Monitoring für den Mittelstand und Konzerne in Deutschland. Als Spezialist für Social Big Data-Anwendungen bietet VICO Research & Consulting Unternehmen Lösungen, um Branchentrends, Stimmungen, Potentiale und Krisen frühzeitig zu erkennen und Chancen voll auszuschöpfen. Das Unternehmen ermöglicht es seinen Kunden, Live-Marktforschung zu betreiben und fundierte Entscheidungen auf hochwertigen Datengrundlagen zu treffen.

 

VICO Research & Consulting wurde 2005 in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart gegründet und beschäftigt knapp 80 feste Mitarbeiter. Neben Monitoring-Leistungen bietet VICO Research & Consulting seinen Kunden auch individuelle Social Media-Analysen und darauf basierende Strategien für Social Media-Management und digitales Marketing an. Seine Expertise lässt VICO Research & Consulting unter anderem auch in Kooperationen mit renommierten wissenschaftlichen Institutionen wie dem Zentrum für künstliche Intelligenz und dem Fraunhofer Institut einfließen.

 


Streiks im Flugverkehr: Die Ferien sind in Gefahr

  • Piloten der spanischen Fluggesellschaft Air Nostrum streiken ab sofort, Bodenpersonal an spanischen Airports streikt über Ostern
  • Zahlreiche Flüge werden ausfallen oder verspätet starten
  • Betroffene Passagiere haben Recht auf Versorgungsleistungen und teilweise finanzielle Entschädigung

(Berlin/pm) - In vielen deutschen Bundesländern starten heute die Osterferien. Doch insbesondere für Spanien-Reisende könnte der Urlaub zur Belastungsprobe werden. Denn seit heute streiken die Piloten der Fluggesellschaft Air Nostrum und über Ostern legt das spanische Flughafen-Bodenpersonal die Arbeit nieder. Welche Rechte betroffene Passagiere haben, erklärt Laura Kauczynski. Sie ist Expertin für Fluggastrechte des weltweit führenden Fluggasthelfer-Portals, AirHelp (www.airhelp.com):

 

“Ab heute werden die Piloten der Iberia-Tochter Air Nostrum für drei Tage streiken. Die Airline fliegt unter anderem auch deutsche Ziele wie Frankfurt am Main an und verbindet Mallorca mit vielen spanischen Städten. Am Ostersonntag sowie am 24. April wird zudem das Bodenpersonal an den spanischen Flughäfen die Arbeit niederlegen. Dadurch drohen zahlreiche Flüge in den Osterferien auszufallen oder nur verspätet zu starten. Passagiere, die nach Spanien reisen wollen, sollten unbedingt die aktuelle Lage beobachten und regelmäßig den Status ihres Fluges überprüfen.

 

Betroffene Fluggäste haben unter Umständen Anspruch auf Versorgungsleistungen vor Ort: Bei Verspätungen von über zwei Stunden und einer betroffenen Flugstrecke von über 1.500 Kilometern muss die ausführende Airline den Passagieren am Flughafen Mahlzeiten und Getränke bereitstellen und ihnen die Möglichkeit bieten, zwei Telefonate zu führen oder auch zwei Telefaxe oder E-Mails zu versenden. Sollte die Wartezeit Mitternacht überschreiten, müssen die Airlines auch eine Unterkunft bereitstellen und die Beförderung dorthin ermöglichen. Wir raten, diese Versorgungsleistung bei der Fluggesellschaft einzufordern.

 

Das Recht auf eine finanzielle Entschädigung auf Grundlage der EU-Verordnung EG261/2004 haben allerdings nur von den Air Nostrum-Streiks betroffene Passagiere. Anders als Streiks von Airlinepersonal gelten Streiks des Flughafenpersonals nämlich als außergewöhnliche Umstände, die die Fluglinien von ihrer Pflicht befreien, Entschädigungen bei Flugproblemen auszahlen zu müssen.

 

Reisende, deren Air Nostrum-Flüge gestrichen werden, haben hingegen Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Gleiches gilt für Passagiere, deren Flüge ihr Ziel erst mit mindestens drei Stunden Verspätung erreichen. Im April diesen Jahres urteilte der Europäische Gerichtshof, dass selbst ein unangekündigter Streik des Airline-Personals keinen außergewöhnlichen Umstand darstellt, der die Fluggesellschaften von ihrer Pflicht befreit, Entschädigungen auszahlen zu müssen.

 

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere

 

Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin.

 

Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle können bewirken, dass die ausführende Airline von der Kompensationspflicht befreit wird.

 

Entschädigungsanspruch noch am Gate prüfen

 

Mit der AirHelp-App können betroffene Passagiere noch am Flughafen prüfen, ob sie aufgrund ihres verspäteten oder annullierten Fluges Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung haben. Dafür reicht es, das Bordticket mit dem App-internen Boarding Pass Scanner einzuscannen. Anschließend haben Passagiere zudem die Möglichkeit AirHelp damit zu beauftragen ihr Recht auf eine Entschädigung bei der Airline geltend zu machen. Die AirHelp-App gibt es gratis im Google Play Store und im App-Store von Apple.

 

 

Über AirHelp

 

AirHelp hilft Reisenden Ihre Fluggastrechte geltend zu machen und Entschädigungsansprüche durchzusetzen. Seit der Gründung im Jahr 2013 hat das Unternehmen Forderungsansprüche für weltweit mehr als zehn Millionen Passagiere durchgesetzt. Dabei ist die Überprüfung des Entschädigungsanspruches für den Kunden kostenlos. Ausschließlich nach der erfolgreichen Durchsetzung wird eine Servicegebühr berechnet. AirHelp ist in 30 Ländern aktiv, bietet seinen Service in 16 Sprachen an und beschäftigt weltweit über 550 Mitarbeiter. Mehr Informationen über AirHelp finden Sie unter: www.airhelp.com/de.

 

 

 


Nachhaltigkeitsfonds mit neuem Markennamen „Steyler Fair Invest“

Steyler Fonds erhalten mehr Gestaltungsspielraum

 

(Sankt Augustin/sm) - Die von der Steyler Ethik Bank initiierten Nachhaltigkeitsfonds haben seit heute neue Namen und passen ihr Auswahlverfahren an. Bislang sind die Fonds unter der Bezeichnung „Steyler Fair und Nachhaltig“ bekannt, künftig werden sie unter der Marke „Steyler Fair Invest“ geführt. „Unter der Dachmarke Steyler Fair Invest bündeln wir alle Angebote und  Dienstleistungen, die mit ethischem Investment in Wertpapiere zu tun haben“, erklärt Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Ethik Bank. „Damit unterstreichen wir, dass wir die Experten für faire Renditen sind. Schließlich sind wir die älteste ethische Bank Deutschlands.“ Zur Steyler Fondsfamilie gehören drei Nachhaltigkeitsfonds: der Aktienfonds „Steyler Fair Invest - Equities“, der Rentenfonds „Steyler Fair Invest - Bonds“ sowie der Mischfonds „Steyler Fair Invest - Balanced“.

 

 

 

Bewährtes Nachhaltigkeitskonzept

 

Steyler Fair Invest richtet sich an Anleger mit ethisch-nachhaltigem Anspruch. Die Steyler Fonds investieren gezielt in Werte von Unternehmen und Staaten, die ihrer Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt in besonderer Weise gerecht werden. Der Steyler Aktien- und der Rentenfonds führen beide das FNG-Siegel 2019 mit drei Sternen, die für eine besonders anspruchsvolle Nachhaltigkeitsstrategie stehen. Alle drei Fonds, also auch der Steyler Mischfonds, tragen zudem das ECOreporter-Siegel „Nachhaltiges Finanzprodukt“ und das Umweltzeichen Österreich.

 

 

 

Anpassung der Aktienquote – Änderung im Auswahlverfahren

 

Mit der Prospektänderung gibt es neben neuen Fondsnamen zwei Neuerungen. So erhöht sich die maximal mögliche Aktienquote des Steyler Mischfonds von 30 % auf nun 50 %. Angesichts der schwierigen Situation am Anleihenmarkt eröffnet dies dem Fondsmanagement einen größeren Gestaltungsspielraum. Auch das mehrstufige Auswahlverfahren wurde leicht verändert: Der Standard „Steyler Best Select“ löst „ISS-oekom Prime“ als Schwelle beim Best-in-Class-Verfahren der Fonds ab. Mit Steyler Best Select wird das Spektrum der Unternehmen erweitert, in die das Fondsmanagement potenziell investieren kann. Keine Änderung gibt es dagegen bei den strengen Ausschlusskriterien: Auch in Zukunft werden die Steyler Fonds nur Unternehmenswerte enthalten, die mit den christlichen Werten der Steyler Ethik Bank vereinbar sind.

 

 

 

„Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Anpassung ein gutes Gleichgewicht erreichen“, sagt Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Ethik Bank. „Die Eckpfeiler unseres konsequenten Nachhaltigkeitskonzepts bleiben unverändert. Dennoch vergrößern wir das Anlageuniversum und ermöglichen dem Fondsmanagement, weiter erfolgreich zu arbeiten.“

 

 

 

Rechtlicher Hinweis:

 

Ausführliche produktspezifische Informationen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Verkaufsprospekt, den Wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) des Investmentvermögens sowie dem Jahres- und ggf. Halbjahresbericht. Diese Dokumente bilden die allein verbindliche Grundlage für den Kauf von Investmentanteilen. Sie sind kostenlos am Sitz der Kapitalverwaltungsgesellschaft (WARBURG INVEST KAPITALANLAGEGESELLSCHAFT MBH, Ferdinandstraße 65-67 in 20095 Hamburg) sowie bei der Verwahrstelle (M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, Ferdinandstraße 75 in 20095 Hamburg) erhältlich.

 

 

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank bietet faire Finanzdienstleistungen an. Sie wurde 1964 vom katholischen Orden der Steyler Missionare gegründet und steht allen Privatkunden offen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung. Die Bank investiert nach sozialen und ökologischen Kriterien und ist Initiator von drei nachhaltigen Publikumsfonds der Marke Steyler Fair Invest. Seit ihrer Gründung hat die älteste ethische Bank Deutschlands die weltweiten Steyler Hilfsprojekte mit über 100 Millionen Euro unterstützt. (www.steyler-ethik-bank.de, www.steyler-fair-invest.de)

 

 

 

 

 


Erstes internationales Echtzeit-Architekturfestival kommt nach Jena/Lobeda

Stadtentwicklung in High-Speed und Urbanität zum Mitmachen

 Urbane Aktivisten gestalten beim Wettbewerb “72 Hour Urban Action” gemeinsam mit Bewohnern 3 Tage lang den öffentlichen Raum in deutschlandweit bekannter Plattenbausiedlung / Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums geht JenaKultur ein außergewöhnliches Experiment ein

 

 

(Jena/Lobeda) - Im Jenaer Stadtviertel Lobeda findet zum ersten Mal der internationale High-Speed-Architekturwettbewerb 72 Hour Urban Action statt.  Vom 2. bis zum 5. Mai 2019 konzipieren und realisieren mehr als 120 Teilnehmer aus über 26 Nationen temporäre urbane Architekturkonzepte. Internationale Experten erarbeiten gemeinsam mit den Jenaer Bürgern Ideen, um den eigenen Lebensraum aktiv und im Team mitzugestalten. Das Motto: Mit kleinen Veränderungen Großes bewirken.

 

Stadtplanung mal ganz anders. “72 Hour Urban Action versetzt Lobeda in einen architektonischen Ausnahmezustand. In nur drei Tagen und drei Nächten dürfen zehn internationale Teams mit wenig Geld aber viel Leidenschaft das Stadtbild von Jena Lobeda neu- und umgestalten”, sagt Markus Niessner, Designer bei niessnerdesign. Dafür wird eigens eine Zeltstadt für die Teilnehmer aufgebaut, wo sie essen, schlafen und arbeiten können.

 

Normalerweise benötigen Architekturprojekte eine lange bürokratische Vorlaufzeit. Im Rahmen des Architekturwettbewerbs 72 Hour Urban Action sollen jedoch schnelle und leicht umsetzbare Lösungen entworfen werden, um das Stadtviertel attraktiver zu machen. “In Zeiten, in denen der öffentliche Raum fast vollständig Einzelhandel, Verkehr, Verboten oder wirtschaftlicher Nutzung unterworfen ist und in denen in Großstädten Menschen für Wohnraum demonstrieren, wohnt dem Wettbewerb eine hochaktuelle Symbolwirkung inne. Gleichfalls ist das Event deutschlandweit ein Aufruf zur Eigeninitiative und motivierende Handlungsanweisung”, erklärt Lukasz Lendzinski vom Architekturbüro umschichten.

 

Den beiden Initiatoren aus Israel Gilly Karjevsky und Kerem Halbrecht ist wichtig, dass sich die Bewohner aktiv einbringen. “Die nachbarschaftliche Teilhabe steht im Fokus. Dies wird dadurch deutlich, dass die Hälfte der Teilnehmer aus Lobeda und der Umgebung kommt. Die Bewohner des Stadtviertels können somit die Dinge selbst in die Hand nehmen und damit einen Teil zur Gestaltung des öffentlichen Raums beitragen”, ergänzt der Architekt Halbrecht.

 

Der Austausch von Ideen und Fertigkeiten soll hierbei helfen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Wer versteht die Bedürfnisse der eigenen Stadt besser, als die Menschen, die dort leben? Daher ist die direkte Kommunikation mit den Anwohnern wichtig, um die Orte zu lokalisieren und so das Projekt zu ermöglichen. Schon im Voraus haben Workshops und Bewohnerumfragen stattgefunden. Diese Formate haben im Vorfeld dazu beigetragen, das Stadtviertel zu erschließen und mit Anwohnern, Fachleuten und lokalen Akteuren in Kontakt zu treten.

 

Gespräche mit den Anwohnern als Baustein:  Fragen wie „Lobeda warum bist du so dicht?“, „Wo sehen wir dich in Zukunft?“ oder “Wie wollen wir eigentlich in Zukunft miteinander leben?” bewegen demnach die Bewohner und werden beim Festival im Mittelpunkt stehen. Das Projekt soll genau helfen, architektonische Antworten zu finden. „Die spielerische Komponente und der Spaß, der durch dieses Format entsteht, erzeugt Offenheit, was bei der Begegnung von Menschen wesentlich ist“, erklärt die Projektkuratorin Gilly Karjevsky.

 

Vorgängerprojekte in Stuttgart, Italien oder Dänemark in den vergangenen zehn Jahren haben bereits gezeigt, dass die entworfenen Bauwerke einen sofortigen Nutzen für die Bewohner bringen und noch heute von der Nachbarschaft genutzt und gepflegt werden. Dies erhoffen sich die Initiatoren auch in Lobeda. Sollten die entstandenen baulichen Lösungen den statischen Anforderungen gerecht werden, lassen sie sich vom temporären in einen permanenten Zustand überführen.

 


Über 72 Hour Urban Action Lobeda

72 Hour Urban Action Lobeda ist der erste Echtzeit-Architekturwettbewerb, bei dem internationale Experten gemeinsam mit Anwohnern zusammenarbeiten. Zehn Teams werden in nur drei Tagen und drei Nächten urbane Bauwerke im öffentlichen Raum konzipieren. 72HUA ermöglicht es durch Schnelligkeit und gemeinsames Anpacken das Stadtbild zu verändern. 2010 wurde das Design- und Architekturfestival von Kuratorin Gilly Karjevsky und dem Architekten Kerem Halbrecht in Israel ins Leben gerufen. Seitdem veranstaltet 72HUA jährlich internationale Projekte. Lokale Probleme und Potentiale werden ausgespürt und schnelle, alternative Ideen angeboten. Der Wettbewerb bietet die Möglichkeit, die Wahrnehmung des öffentlichen Raums neu auszurichten.

 


Fluggastrechte: Airlines lehnen jede zweite Entschädigung zu Unrecht ab