Wirtschaft

10.05.2019


Begegnung mit langzeiterwerbslosen Menschen

Bischof Magaard: „Probleme und Sorgen Betroffener stärker wahrnehmen“

Bischof Gothart Magaard im Gespräch mit den Langzeiterwerbslosen sowie weiteren Teilnehmenden, ©Wendt/Nordkirche
Bischof Gothart Magaard im Gespräch mit den Langzeiterwerbslosen sowie weiteren Teilnehmenden, ©Wendt/Nordkirche

 

(Schleswig/Kiel/aw) - Bischof Gothart Magaard traf heute (9. Mai) in Kiel mit von Langzeiterwerbslosigkeit betroffenen Menschen zusammen. Bei der Begegnung tauschte sich der Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) mit ihnen über ihre Lebenssituation und ihre Erfahrungen und Erwartungen aus. Das Gespräch kam auf Initiative des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) der Nordkirche zustande und war Teil einer Berichts- und Diskussionsreise durch Norddeutschland. Im Rahmen dieser Reise wurden die Ergebnisse einer Nichtwählerstudie präsentiert, in der langzeitarbeitslose Laienforscherinnen und -forscher unter wissenschaftlicher Begleitung die Motive langzeitarbeitsloser Nichtwähler untersucht haben.

 

 

 

Bischof Magaard: „Als ich die Einladung zu diesem Gespräch erhielt, habe ich besonders gerne zugesagt. Menschen, die von Langzeiterwerbslosigkeit betroffen sind, sollten mit ihren Problemen und Sorgen von der Gesellschaft stärker wahrgenommen werden. Erst auf dem zweiten Blick wird deutlich, welche belastenden Folgen Langzeiterwerbslosigkeit haben kann – und dass diese nicht nur finanzieller Natur sind. Dazu gehört auch die Erfahrung, sein Schicksal nicht mehr selbst in den Händen zu haben oder vermeintlich weniger wert zu sein. Ich finde es besonders wichtig, mit den langzeitarbeitslosen Menschen ins Gespräch zu kommen. Sie sind Experten in eigener Sache.

 

 

 

Ausgrenzung, soziale Ungerechtigkeit und das Gefühl, eine Bürgerin oder ein Bürger zweiter Klasse zu sein: Viele von Langzeiterwerbslosigkeit Betroffene erleben dies und beteiligen sich nicht mehr an Wahlen, so das Ergebnis der Studie. Im Vorfeld der Europawahl und der Kommunalwahlen in Norddeutschland richtet der KDA in besonderer Weise den Blick auf diese Menschen. Die Studie „Gib mir was, was ich wählen kann“ lässt Betroffene zu Wort kommen und gewährt einen Einblick in ihre Lebenswirklichkeit. Das Besondere an der Studie der „Denkfabrik“, einer Abteilung des diakonischen Sozialunternehmens Neue Arbeit Stuttgart: Langzeitarbeitslose Menschen haben die Studie gleichberechtigt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen erarbeitet.

 

 

 

Im Gespräch mit Bischof Magaard war es den beteiligten acht Gesprächspartnerinnen und -partnern besonders wichtig, verbreiteten Vorurteilen entgegenzutreten und für ihre politischen und gesellschaftlichen Interessen einzutreten. Die Betroffenen, so wurde deutlich, fühlen sich oftmals von der Gesellschaft ausgeschlossen und von der Politik ignoriert – in der Folge entziehen viele von ihnen der Politik ihr Vertrauen. Ihr Wunsch lautet daher: „Wir wollen partizipieren – wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch.“

 

 

 

Eine der Teilnehmerinnen schilderte ihre Erfahrungen so: „Es stimmt einfach nicht, wenn behauptet wird, wer möchte, der findet Arbeit. Mit einer Biografie mit Langzeiterwerbslosigkeit erhält man keine Chance auf ein Bewerbungsgespräch. Wenn man nicht 'funktioniert', hat das Folgen wie Rückzug, psychische Probleme und soziale Isolation. Menschen, die nie arbeitslos waren, können nicht nachvollziehen, was es bedeutet, sich 'nutzlos' zu fühlen. Dabei geht es nicht nur um das Geldverdienen. Teilzunehmen, nicht ausgegrenzt zu werden, eingebunden zu sein ist weit wichtiger.“

 

Eine andere Teilnehmerin und alleinerziehende Mutter erzählte: „Es kostet viel Kraft und Energie, Kinder unter diesen Bedingungen aufzuziehen und stark zu machen, ihnen Bildung und Teilhabe zu ermöglichen. Kinder dürfen durch die Biografie der Eltern nicht bestraft werden.“

 

Einig waren sich die Betroffenen darin, dass sie häutig negative Erfahrungen mit Jobcentern gemacht hätten, „weil es keine Begegnung auf Augenhöhe ist“. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde die Situation der betroffenen Menschen verbessern, so ihre Einschätzung. Doch genauso wichtig sei es, „auf Betroffene zuzugehen, sie aus der Isolation rauszuholen, sie sozial wieder einzubinden.“

 

 

 

An dem Gespräch mit Bischof Magaard und langzeiterwerbslosen Teilnehmerinnen und Teilnehmern nahmen außerdem Luise Janke, langzeitarbeitslose Forscherin, und Martin Tertelmann, Leiter der „Denkfabrik“ aus Stuttgart, teil.

 

 

 

Informationen über die Studie sind im Internet unter http://www.studie-nichtwaehler.de/index.php/studie-nichtwaehler abrufbar

 


Ausstellung und Vortrag beleuchten Frauenarbeit seit dem 19. Jahrhundert

Werktätige Frauen – gestern, heute und morgen

Foto: bt
Foto: bt

 

(Prüm/bt) – Noch immer ist die Arbeit, die Frauen leisten, im Schnitt schlechter bezahlt als die der Männer. Wie Frauenarbeit im Detail und in all ihren Facetten aussehen kann und welche Problemfelder, aber auch welche Möglichkeiten der Verbesserung sich daraus ergeben, zeigt die Ausstellung „Frauenarbeit hat viele Gesichter – vom 19. Jahrhundert bis heute“. Sie wird am Freitag, 3. Mai, um 18 Uhr im Konvikt in Prüm feierlich eröffnet und ist dort eine Woche lang bis zum 10. Mai zu sehen.

 

Hauptprogrammpunkt des Abends ist der Impulsvortrag der Genderbeauftragten der Universität Luxemburg und Leiterin des Instituts für Geschlechterfragen, Diversität und Migration, Prof. Dr. Christel Baltes-Löhr; das weitere Programm beinhaltet Beiträge von Frauen aus verschiedenen Arbeitsbereichen wie etwa die „Eindrücke aus der Arbeit einer Gleichstellungsbeauftragten“ von Marita Singh. Die musikalische Gestaltung obliegt dem Jugendchor Pronsfeld. Veranstalter sind der Katholische Deutsche Frauenbund Prüm, die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Westeifel und der Themenschwerpunkt Arbeit im Bistum Trier.

 

Die Teilnahme ist gratis, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es bei der KEB Westeifel, Kalvarienbergstr. 1, 54595 Prüm per E-Mail: keb.westeifel(at)bistum-trier.de oder unter Tel.: 06551-9655640.

 


Der Nachhaltigkeitsreport 2019 legt die soziale und ökologische Wirkung der Steyler Fonds offen

Mit Fonds die Welt verbessern

 

(San kt Augustin/sm) - Immer mehr Menschen setzen auf nachhaltige Geldanlagen, weil ihnen Umwelt und soziale Themen am Herzen liegen. Aber was genau bedeutet „nachhaltig“? Was unterscheidet alternative Anlagen von konventionellen Fonds? Diese Fragen beantwortet der Nachhaltigkeitsreport 2019 der Steyler Ethik Bank, der jetzt erschienen ist.

 

Mit dem jährlichen Report legt die älteste ethische Bank Deutschlands die soziale und ökologische Wirkung der Steyler Nachhaltigkeitsfonds offen. Auf 20 Seiten informiert die Broschüre über aktuelle Entwicklungen und Auszeichnungen, stellt das Steyler Nachhaltigkeitsprofil vor und legt die größten Einzelinvestments der jeweiligen Fonds offen.

 

Im Spannungsfeld von Menschenrechten und Geldanlage

 

Zu den spannenden Themen des aktuellen Reports gehört das Porträt des japanischen Ordensmanns Pater Daisuke Narui. Der Steyler Missionar ist seit dem vergangenen Jahr Mitglied im Ethik-Anlagerat. In diesem Gremium ist er gemeinsam mit weiteren Experten unterschiedlicher Disziplinen für das nachhaltige Anlageuniversum der Steyler Fonds verantwortlich. Daisuke Narui ist ein engagierter Kämpfer für Menschenrechte und war viele Jahre für die Entwicklungszusammenarbeit der japanischen Kirche verantwortlich.

 

Der Ordensmann hat in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern Konflikte zwischen börsennotierten Konzernen und Anwohnern oder Arbeitern beobachtet. Nachhaltige Produkte, die nur auf Datenanalysen basieren, sieht er kritisch. Diese sind mitunter blind für die sozialen und ökologischen Folgen von Investments, weil es „keinen Kontakt mit den betroffenen Menschen gibt“. Im Nachhaltigkeitsreport verrät der Missionar, warum er trotzdem an die positive Wirkung von fairen Investments glaubt und was die Steyler Fonds anders machen. In digitaler Form kann der Report unter der Adresse www.steyler-fair-invest.de/report abgerufen wurden.

 

 

Steyler Fonds verwalten 132,28 Millionen Euro

 

Aktuell verwaltet die Steyler Fondsfamilie ein Vermögen von 132,28 Millionen Euro (Stand: 11.04.2019). Davon sind rund 41,12 Millionen Euro in den Aktienfonds „Steyler Fair Invest - Equities“, 57,63 Millionen Euro in den Rentenfonds „Steyler Fair Invest - Bonds“ und 33,53 Millionen Euro in den Mischfonds „Steyler Fair Invest – Balanced“ investiert. (Anm.: Die Nachhaltigkeitsfonds waren bisher unter dem Namen „Steyler Fair und Nachhaltig“ bekannt, seit dem 15.4.2019 führen sie nun den gemeinsamen Markennamen „Steyler Fair Invest“.)

 

 

Rechtlicher Hinweis:

 

Ausführliche produktspezifische Informationen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Verkaufsprospekt, den Wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) des Investmentvermögens sowie dem Jahres- und ggf. Halbjahresbericht. Diese Dokumente bilden die allein verbindliche Grundlage für den Kauf von Investmentanteilen. Sie sind kostenlos am Sitz der Kapitalverwaltungsgesellschaft (WARBURG INVEST KAPITALANLAGEGESELLSCHAFT MBH, Ferdinandstraße 65-67 in 20095 Hamburg) sowie bei der Verwahrstelle (M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, Ferdinandstraße 75 in 20095 Hamburg) erhältlich.

 

 

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank ist Anbieter von fairen Finanzdienstleistungen. Sie wurde 1964 vom katholischen Orden der Steyler Missionare gegründet und steht allen Privatkunden offen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung. Die Bank investiert nach sozialen und ökologischen Kriterien und ist Initiator von drei nachhaltigen Publikumsfonds der Marke Steyler Fair Invest. Seit ihrer Gründung förderte die älteste ethische Bank Deutschlands mit über 100 Millionen Euro Steyler Hilfsprojekte in 80 Ländern. (www.steyler-ethik-bank.de, www.steyler-fair-invest.de)

 

 

 


Volkswagen verletzt eigene Prinzipien und verspielt Glaubwürdigkeit

VW-Chef will nichts von Umerziehungslagern in China gewusst haben

 

(Göttingen/gfbv) - Die Volkswagen AG macht sich unglaubwürdig: Gestern erklärte ihr Vorstandsvorsitzender Herbert Diess gegenüber der BBC, nichts von den berüchtigten Umerziehungslagern in China zu wissen, über die seit Sommer 2018 alle deutschen und internationalen Medien berichten.
Die Gesellschafft für bedrohte Völker und der Weltkongress der Uiguren erinnern die Volkswagenführung an ihren eigenen Code of Conduct, den Diess neben anderen VW-Managern unterzeichnet hat. Darin sind der Respekt vor den Menschenrechten und die Unterstützung ihrer Beachtung explizit festgeschrieben.

 

Die Gesellschafft für bedrohte Völker (GfbV) und der Weltkongress der Uiguren (WUC) werfen der Volkswagen AG vor, ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen. Gestern hatte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Herbert Diess, gegenüber dem Fernsehsender BBC erklärt, nichts über die Umerziehungslager in China zu wissen, in denen 1,5 Millionen Uiguren und Kasachen interniert sind. „Wer jedes zweite Auto in der Volksrepublik verkauft und ein Vorstandsmitglied nur für das China-Geschäft hat, kann nicht glaubhaft behaupten, nichts von den berüchtigten Lagern zu wissen“, erklärt Ulrich Delius, Direktor der GfbV. Seit Sommer 2018 haben alle deutschen und internationalen Medien über die berüchtigten Camps berichtet. „Jede uigurische Familie vermisst Angehörige, die in Lager verschleppt wurden. Volkswagen betreibt in der Heimat der Uiguren ein eigenes Werk. Die Verbrechen der Behörden dort können der Konzernführung nicht entgangen sein“, sagt Dolkun Isa, Präsident des WUC.

 

Die Menschenrechtsorganisationen erinnern die Volkswagenführung an ihre eigenen Unternehmensgrundsätze, die sie mit ihrem Schweigen zu den Lagern verrät. Im Code of Conduct der Volkswagen AG, den Herbert Diess neben anderen VW-Managern unterzeichnet hat, sind der Respekt international anerkannter Menschenrechte und die Unterstützung der Beachtung dieser Rechte explizit festgeschrieben. „Diese selbstauferlegten Grundsätze scheinen nicht viel zu bedeuten, wenn die Konzernführung sie so offen missachtet“, so Delius.

 

Diess hatte erst gestern auf der Automesse in Shanghai bekräftigt, sich noch stärker auf den chinesischen Automarkt konzentrieren zu wollen. Die wachsende Abhängigkeit des Konzerns vom Absatzmarkt China verursacht jedoch immer mehr Probleme. „Lange war das China-Geschäft für Volkswagen ein Erfolgsmodell. Inzwischen zeigen sich die Risiken, die mit der Abhängigkeit einhergehen: Das Unternehmen wird erpressbar und zieht es vor, schwere Menschenrechtsverletzungen zu ignorieren, um die chinesische Führung nicht zu verärgern“, erklärte Delius.

 

Volkswagen unterhält gemeinsam mit einem chinesischen Partner ein Werk in Urumtschi, der Hauptstadt der Region Xinjiang, in der sich hunderte der Umerziehungslager befinden. Die Unternehmensführung hatte sich dagegen ausgesprochen, die auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Uiguren in diesem Werk gezielt zu fördern.

 


Zufriedenheitsranking: In diesen Städten werden die Arbeitsämter am besten bewertet


 

·        Adzuna analysiert 2.994 Google-Bewertungen der Arbeitsämter in den 25 größten Städten Deutschlands

 

·        Keine Stadt erreicht eine höhere Bewertung als 3,3 bei 5 möglichen Sternen

 

·        Hannover schneidet am besten ab, Wiesbaden am schlechtesten

 

 

(Frankfurt am Main/pm) - In Deutschland gibt es große Unterschiede bei der Zufriedenheit mit den Arbeitsämtern. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Jobsuchmaschine www.adzuna.de hervor. Das Unternehmen hat 2.994 Google-Bewertungen der Agenturen für Arbeit in den 25 größten Städten Deutschlands ausgewertet.

 

Zufriedenere Bürger in Hannover
Hannover erreicht demnach als einzige Stadt eine Bewertung von über drei Sternen und führt somit das Ranking an. Die Einwohner vergaben an das Arbeitsamt der Stadt in 206 Beurteilungen insgesamt 3,3 von 5 Sternen. Damit liegt Hannover über dem Untersuchungs-Durchschnitt von 2,6 Sternen und schneidet somit vergleichsweise gut ab.

 

Berlin und Düsseldorf auf Platz zwei
Den zweiten Rang teilen sich Berlin und Düsseldorf. Die Arbeitsagenturen der Städte erhalten eine durchschnittliche Bewertung von 2,9 Sternen. Während das einzige Amt in Düsseldorf dabei aktuell 64 Bewertungen zählt, sind es bei den zwölf Agenturen Berlins insgesamt 780. Dahinter befinden sich Hamburg und Duisburg mit 2,8 von 5 Sternen.

 

Diese Städte schneiden am schlechtesten ab
Die schlechteste Beurteilung erhält das Arbeitsamt von Wiesbaden. Mit einer durchschnittlichen Agentur-Bewertung von nur 2 Sternen belegt die Stadt den letzten Platz des Rankings. Den vorletzten Platz teilen sich Bochum, Leipzig, Münster, Nürnberg und Wuppertal. Die Arbeitsämter der Städte werden im Schnitt mit 2,2 von 5 möglichen Sternen bewertet.

 

Die kompletten Ergebnisse finden Sie unter: www.adzuna.de/blog/2019/04/16/zufriedenheitsranking-arbeitsaemter/

Über die Untersuchung
Für die Analyse hat die Jobsuchmaschine Adzuna die Google-Bewertungen aller Arbeitsämter in den 25 größten Städten Deutschlands analysiert. Erhoben wurde dabei die Anzahl der Arbeitsämter pro Stadt sowie die Anzahl der Bewertungen und die Bewertungen pro Standort. Stichtag der Analyse war der 16.04.2019.

 

 

Über Adzuna
Adzuna www.adzuna.de ist eine Meta-Suchmaschine für Stellenangebote, die Arbeitnehmer effizient mit neuen Arbeitgebern zusammenbringt. Mit nur einer Suchanfrage können User über 630.000 Inserate von mehr als 300 deutschen Jobportalen durchsuchen, um die für sie passenden Jobangebote zu finden. In Großbritannien nutzt die britische Regierung Adzuna dank ihrer umfangreichen Datenbank als Datenquelle für aktuelle Trends am Arbeitsmarkt. Neben Deutschland ist Adzuna in 15 weiteren Nationen tätig.

 


TAG DER ERDE: ARTEN SCHÜTZEN DURCH BEWUSSTEN KONSUM

(Berlin/pm) - . Fast jede dritte Wildpflanze in Deutschland ist vom Aussterben bedroht. Auch die Vielfalt der heimischen Tierarten geht zurück, besonders betroffen sind Vögel und Insekten. Zum Tag der Erde am Ostermontag, 22. April, zeigt „Der Nachhaltige Warenkorb" des Rates für Nachhaltige Entwicklung, wie ein bewusster Konsum zum Artenschutz beitragen kann – und wie in diesem Sinne auch ein nachhaltiges Osterfest gelingt.

 

Tipps für ein nachhaltiges Osterfest

 

Der Tag der Erde fällt in diesem Jahr auf Ostermontag – ein guter Anlass für ein nachhaltiges Osterfest. So ist zum Beispiel der beliebte Schoko-Osterhase in zertifizierter Bioqualität erhältlich, zu erkennen am EU-Bio-Siegel. Noch nachhaltiger ist dieser, wenn der verarbeitete Kakao aus fairem Handel stammt. Dieser fördert gerechte Arbeitsbedingungen. Achten Sie daher auch auf das Fairtrade-Siegel.

 

Besondere Vorsicht ist bei bunten Eiern geboten: Hartgekochte und bereits gefärbte Eier aus dem Handel unterliegen im Gegensatz zu rohen Eiern in der EU keiner Kennzeichnungspflicht, was die Art der Haltung betrifft. Wählen Sie daher lieber rohe ungefärbte Eier, am besten mit dem Aufdruck „0“, da diese aus der ökologischen Landwirtschaft stammen. Beispielsweise mit Zwiebelschalen, Kurkuma oder Roter Bete können Sie Eier umweltfreundlich selbst einfärben – und mehr Spaß macht es auch.

 

Für viele Menschen sind auch bunte Osternester ein Muss. Statten Sie diese anstelle von Plastik-Ostergras lieber mit echtem Heu oder Moos aus und verwenden Sie Körbe oder Schalen, die Sie das ganze Jahr über anderweitig benutzen können.

 

Mit bewusster Ernährung eine artenreiche Landwirtschaft fördern

 

Egal ob Mais, Soja, Weizen oder Fichten: Monokulturen in Feld und Wald verringern den Artenreichtum in Deutschland und weltweit, sie nehmen großflächig den Platz ursprünglich artenreicher Landschaften ein. Auch die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Felder und Wiesen sowie Düngung und Pestizide gefährden oftmals Ökosysteme und die natürlichen Lebensgrundlagen von Tieren und Pflanzen.

 

Was können Verbraucherinnen und Verbraucher tun? Kaufen Sie Lebensmittel regional und saisonal und bevorzugen Sie dabei Produkte aus ökologischer Landwirtschaft, zum Beispiel mit dem Bio-Siegel. Im Biolandbau wird weniger gedüngt und es dürfen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Das nützt der Artenvielfalt. Achten Sie außerdem auf Ihren Fleischkonsum. Getreide und Soja aus Monokulturen werden insbesondere für Tierfutter angebaut – essen Sie daher lieber weniger und dafür hochwertiges Fleisch.

 

Mehr Artenvielfalt im eigenen Garten

 

Wer neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere schafft, unterstützt aktiv den Erhalt der biologischen Vielfalt. Das funktioniert zum Beispiel im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Pflanzen Sie über das Jahr verteilt möglichst viele verschiedene Blumen-, Gräser- und Kräutersorten an. Diese bieten Insekten eine gute Nahrungsgrundlage. Natürlich angelegte Hecken oder selbstgebaute Vogelhäuser locken Vögel an, herumliegende Zweige und Baumreste können Kleintieren wie Igeln Unterschlupf bieten. Wenn Sie mit Blumenerde gärtnern, bevorzugen Sie torffreie Erde. Mittlerweile sind gute Alternativen im Angebot. Der Torfabbau gefährdet vielerorts den Lebensraum Moor und schadet dem Klima.

 

Mit nachhaltigen Möbeln unsere Wälder schützen

 

Sie möchten sich neu einrichten? Achten Sie beim Kauf Ihrer Möbel auf Herkunft, Art und Herstellung der Materialien. Produkte aus Tropenholz tragen zur Abholzung des Regenwalds bei – und somit zur fortlaufenden Zerstörung einer weltweit einzigartigen Ansammlung von Arten. Setzen Sie auf heimische Voll- oder Massivholzmöbel aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Diese sind besonders langlebig und schonen die Umwelt. Glaubwürdige Zertifizierungen bieten Orientierung beim Möbelkauf: Ein Beispiel ist das internationale Label vom Forest Stewardship Council (FSC). Noch strengere Kriterien gelten für Holzmöbel mit dem Naturland-Siegel.

 

Der Nachhaltige Warenkorb

 

Nachhaltig konsumieren ist möglich und gar nicht so schwer: Wie es geht, zeigt der Nachhaltige Warenkorb des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Der Einkaufsführer weist auf nachhaltige Alternativen hin und gibt mit Faustregeln Orientierung für konkrete Konsumentscheidungen zu Lebensmitteln, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik. Zudem bietet er Bewertungen von Siegeln und Produktkennzeichnungen. Der Nachhaltige Warenkorb wird jährlich unter wissenschaftlicher Begleitung aktualisiert. Er ist als Broschüre erhältlich und im Internet unter www.nachhaltiger-warenkorb.de

 


Online-Analyse: Das sind die beliebtesten Schoko-Osterhasen Deutschlands

 

  • VICO Research & Consulting analysiert rund 1.400 Social Web-Beiträge zu den neun meistdiskutierten Schoko-Osterhasen
  • Lindt und Milka vereinen 86 Prozent des Kommunikationsvolumen auf sich
  • Favorina und Smarties werden ausschließlich positiv diskutiert, KitKat und After Eight ausschließlich negativ

(Leinfelden-Echterdingen/pm) – Über keinen Schoko-Osterhasen wird im deutschsprachigen Netz so viel gesprochen wie über den von Lindt. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Deutschlands führendem Unternehmen im Bereich Social Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting (www.vico-research.com). Anlässlich des Osterfests hat VICO die Online-Kommunikation zu den neun meistdiskutierten Herstellern von Schokohasen untersucht.

 

86 Prozent aller Beiträge befassen sich mit Lindt und Milka
Mit 51 bzw. 35 Prozent des gesamten Kommunikationsvolumen sind Lindt und Milka mit Abstand die meistdiskutierten Hersteller von Schokohasen. Darüber hinaus werden die beiden Firmen mit Schweizer Ursprung in den wertenden Beiträgen überwiegend positiv diskutiert (Lindt: 82 Prozent; Milka: 95 Prozent).

 

Beide Schokohasen punkten bei den Nutzern vor allem durch den Geschmack und durch diverse Gewinnspiele, in denen die Marken involviert waren. Außerdem werden die beiden schokoladigen Vierbeiner als traditionsreich wahrgenommen. Tradition ist allerdings auch Auslöser für den Anteil negativer Kommunikation: Mitunter tauchen die Lindt- und Milka-Produkte als “Traditionshase” bzw. “Schmunzelhase” auf den Kassenzetteln auf. Davon zeigten sich einige Nutzer verärgert, da sie dies als Neutralisierung von Religionsbegriffen deuteten.

 

Zwei Hersteller werden ausschließlich positiv diskutiert, zwei ausschließlich negativ

 

Alle analysierten wertenden Beiträge zu den Schokohasen von Favorina und Smarties sind positiv. Im Gegensatz dazu, wurden zu den Oster-Produkten von KitKat und After Eight nur negative Kommentare identifiziert. Während der Smarties-Hase bei den Usern besonders durch seinen Preis punkten kann, ist die Kommunikation zu den anderen drei Herstellern durch einen Schokohasen-Test von Südwind und Global beeinflusst. Hier können die Favorina-Hasen überzeugen; die Produkte von After Eight und KitKat werden hingegen als sozial und ökologisch bedenklich eingestuft.

 

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO Research & Consulting, kommentiert die Analyse:

 

“Wenn es um Schoko-Osterhasen geht, spielt neben dem Geschmack auch der Traditions-Aspekt eine große Rolle. Unserer Analyse zufolge sind die Schokohasen in den deutschen Osternestern traditionell gold oder lila. Die Deutschen vertrauen auf die Schokoladenexpertise aus der Schweiz und diskutieren im Internet überwiegend über die Schokohasen von Lindt. Milka folgt auf Platz zwei. Auch die sozialen bzw. ökologischen Qualitäten der Süßigkeiten haben Anteil an deren Sentiment: Der Schokohasen-Test einer österreichischen Umweltschutzorganisation im Untersuchungszeitraum ist taktgebend für einige Anbieter.”

 

 

Um die Netz-Stimmen zu den Schokohasen-Herstellern zu analysieren, hat VICO Research & Consulting zwischen dem 01. Februar 2019 und dem 9. April 2019 1.355 öffentliche Beiträge erfasst und ausgewertet. Die Beiträge stammen aus dem Mikroblog Twitter, sozialen Netzwerken wie Facebook, Blogs, Foren, sowie News-, Q&A-, Video- und Bild-Portalen.

 

Nachfolgenden können sämtliche Ergebnisse der Analyse eingesehen werden:

 

 Marke

Kommunikationsvolumen

Positiv

Negativ

Lindt

51%

82%

18%

Milka

35%

95%

5%

Kinder

4%

78%

22%

Favorina

3%

100%

0%

Ferrero Rocher

2%

64%

36%

Merci

2%

58%

42%

Smarties

1%

100%

0%

After Eight

1%

0%

100%

KitKat

1%

0%

100%

 

Tabelle 1: Online-Sentiment der 9 meistdiskutierten Hersteller von Schoko-Osterhasen

 

(Untersuchungszeitraum: 01.02.2019 - 09.04.2019)

 

 

 

Über VICO Research & Consulting

 

VICO Research & Consulting (www.VICO-research.com) ist das führende Unternehmen im Bereich Social Media-Monitoring für den Mittelstand und Konzerne in Deutschland. Als Spezialist für Social Big Data-Anwendungen bietet VICO Research & Consulting Unternehmen Lösungen, um Branchentrends, Stimmungen, Potentiale und Krisen frühzeitig zu erkennen und Chancen voll auszuschöpfen. Das Unternehmen ermöglicht es seinen Kunden, Live-Marktforschung zu betreiben und fundierte Entscheidungen auf hochwertigen Datengrundlagen zu treffen.

 

VICO Research & Consulting wurde 2005 in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart gegründet und beschäftigt knapp 80 feste Mitarbeiter. Neben Monitoring-Leistungen bietet VICO Research & Consulting seinen Kunden auch individuelle Social Media-Analysen und darauf basierende Strategien für Social Media-Management und digitales Marketing an. Seine Expertise lässt VICO Research & Consulting unter anderem auch in Kooperationen mit renommierten wissenschaftlichen Institutionen wie dem Zentrum für künstliche Intelligenz und dem Fraunhofer Institut einfließen.

 


Streiks im Flugverkehr: Die Ferien sind in Gefahr

  • Piloten der spanischen Fluggesellschaft Air Nostrum streiken ab sofort, Bodenpersonal an spanischen Airports streikt über Ostern
  • Zahlreiche Flüge werden ausfallen oder verspätet starten
  • Betroffene Passagiere haben Recht auf Versorgungsleistungen und teilweise finanzielle Entschädigung

(Berlin/pm) - In vielen deutschen Bundesländern starten heute die Osterferien. Doch insbesondere für Spanien-Reisende könnte der Urlaub zur Belastungsprobe werden. Denn seit heute streiken die Piloten der Fluggesellschaft Air Nostrum und über Ostern legt das spanische Flughafen-Bodenpersonal die Arbeit nieder. Welche Rechte betroffene Passagiere haben, erklärt Laura Kauczynski. Sie ist Expertin für Fluggastrechte des weltweit führenden Fluggasthelfer-Portals, AirHelp (www.airhelp.com):

 

“Ab heute werden die Piloten der Iberia-Tochter Air Nostrum für drei Tage streiken. Die Airline fliegt unter anderem auch deutsche Ziele wie Frankfurt am Main an und verbindet Mallorca mit vielen spanischen Städten. Am Ostersonntag sowie am 24. April wird zudem das Bodenpersonal an den spanischen Flughäfen die Arbeit niederlegen. Dadurch drohen zahlreiche Flüge in den Osterferien auszufallen oder nur verspätet zu starten. Passagiere, die nach Spanien reisen wollen, sollten unbedingt die aktuelle Lage beobachten und regelmäßig den Status ihres Fluges überprüfen.

 

Betroffene Fluggäste haben unter Umständen Anspruch auf Versorgungsleistungen vor Ort: Bei Verspätungen von über zwei Stunden und einer betroffenen Flugstrecke von über 1.500 Kilometern muss die ausführende Airline den Passagieren am Flughafen Mahlzeiten und Getränke bereitstellen und ihnen die Möglichkeit bieten, zwei Telefonate zu führen oder auch zwei Telefaxe oder E-Mails zu versenden. Sollte die Wartezeit Mitternacht überschreiten, müssen die Airlines auch eine Unterkunft bereitstellen und die Beförderung dorthin ermöglichen. Wir raten, diese Versorgungsleistung bei der Fluggesellschaft einzufordern.

 

Das Recht auf eine finanzielle Entschädigung auf Grundlage der EU-Verordnung EG261/2004 haben allerdings nur von den Air Nostrum-Streiks betroffene Passagiere. Anders als Streiks von Airlinepersonal gelten Streiks des Flughafenpersonals nämlich als außergewöhnliche Umstände, die die Fluglinien von ihrer Pflicht befreien, Entschädigungen bei Flugproblemen auszahlen zu müssen.

 

Reisende, deren Air Nostrum-Flüge gestrichen werden, haben hingegen Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Gleiches gilt für Passagiere, deren Flüge ihr Ziel erst mit mindestens drei Stunden Verspätung erreichen. Im April diesen Jahres urteilte der Europäische Gerichtshof, dass selbst ein unangekündigter Streik des Airline-Personals keinen außergewöhnlichen Umstand darstellt, der die Fluggesellschaften von ihrer Pflicht befreit, Entschädigungen auszahlen zu müssen.

 

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere

 

Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin.

 

Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle können bewirken, dass die ausführende Airline von der Kompensationspflicht befreit wird.

 

Entschädigungsanspruch noch am Gate prüfen

 

Mit der AirHelp-App können betroffene Passagiere noch am Flughafen prüfen, ob sie aufgrund ihres verspäteten oder annullierten Fluges Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung haben. Dafür reicht es, das Bordticket mit dem App-internen Boarding Pass Scanner einzuscannen. Anschließend haben Passagiere zudem die Möglichkeit AirHelp damit zu beauftragen ihr Recht auf eine Entschädigung bei der Airline geltend zu machen. Die AirHelp-App gibt es gratis im Google Play Store und im App-Store von Apple.

 

 

Über AirHelp

 

AirHelp hilft Reisenden Ihre Fluggastrechte geltend zu machen und Entschädigungsansprüche durchzusetzen. Seit der Gründung im Jahr 2013 hat das Unternehmen Forderungsansprüche für weltweit mehr als zehn Millionen Passagiere durchgesetzt. Dabei ist die Überprüfung des Entschädigungsanspruches für den Kunden kostenlos. Ausschließlich nach der erfolgreichen Durchsetzung wird eine Servicegebühr berechnet. AirHelp ist in 30 Ländern aktiv, bietet seinen Service in 16 Sprachen an und beschäftigt weltweit über 550 Mitarbeiter. Mehr Informationen über AirHelp finden Sie unter: www.airhelp.com/de.

 

 

 


Nachhaltigkeitsfonds mit neuem Markennamen „Steyler Fair Invest“

Steyler Fonds erhalten mehr Gestaltungsspielraum

 

(Sankt Augustin/sm) - Die von der Steyler Ethik Bank initiierten Nachhaltigkeitsfonds haben seit heute neue Namen und passen ihr Auswahlverfahren an. Bislang sind die Fonds unter der Bezeichnung „Steyler Fair und Nachhaltig“ bekannt, künftig werden sie unter der Marke „Steyler Fair Invest“ geführt. „Unter der Dachmarke Steyler Fair Invest bündeln wir alle Angebote und  Dienstleistungen, die mit ethischem Investment in Wertpapiere zu tun haben“, erklärt Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Ethik Bank. „Damit unterstreichen wir, dass wir die Experten für faire Renditen sind. Schließlich sind wir die älteste ethische Bank Deutschlands.“ Zur Steyler Fondsfamilie gehören drei Nachhaltigkeitsfonds: der Aktienfonds „Steyler Fair Invest - Equities“, der Rentenfonds „Steyler Fair Invest - Bonds“ sowie der Mischfonds „Steyler Fair Invest - Balanced“.

 

 

 

Bewährtes Nachhaltigkeitskonzept

 

Steyler Fair Invest richtet sich an Anleger mit ethisch-nachhaltigem Anspruch. Die Steyler Fonds investieren gezielt in Werte von Unternehmen und Staaten, die ihrer Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt in besonderer Weise gerecht werden. Der Steyler Aktien- und der Rentenfonds führen beide das FNG-Siegel 2019 mit drei Sternen, die für eine besonders anspruchsvolle Nachhaltigkeitsstrategie stehen. Alle drei Fonds, also auch der Steyler Mischfonds, tragen zudem das ECOreporter-Siegel „Nachhaltiges Finanzprodukt“ und das Umweltzeichen Österreich.

 

 

 

Anpassung der Aktienquote – Änderung im Auswahlverfahren

 

Mit der Prospektänderung gibt es neben neuen Fondsnamen zwei Neuerungen. So erhöht sich die maximal mögliche Aktienquote des Steyler Mischfonds von 30 % auf nun 50 %. Angesichts der schwierigen Situation am Anleihenmarkt eröffnet dies dem Fondsmanagement einen größeren Gestaltungsspielraum. Auch das mehrstufige Auswahlverfahren wurde leicht verändert: Der Standard „Steyler Best Select“ löst „ISS-oekom Prime“ als Schwelle beim Best-in-Class-Verfahren der Fonds ab. Mit Steyler Best Select wird das Spektrum der Unternehmen erweitert, in die das Fondsmanagement potenziell investieren kann. Keine Änderung gibt es dagegen bei den strengen Ausschlusskriterien: Auch in Zukunft werden die Steyler Fonds nur Unternehmenswerte enthalten, die mit den christlichen Werten der Steyler Ethik Bank vereinbar sind.

 

 

 

„Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Anpassung ein gutes Gleichgewicht erreichen“, sagt Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Ethik Bank. „Die Eckpfeiler unseres konsequenten Nachhaltigkeitskonzepts bleiben unverändert. Dennoch vergrößern wir das Anlageuniversum und ermöglichen dem Fondsmanagement, weiter erfolgreich zu arbeiten.“

 

 

 

Rechtlicher Hinweis:

 

Ausführliche produktspezifische Informationen entnehmen Sie bitte dem aktuellen Verkaufsprospekt, den Wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) des Investmentvermögens sowie dem Jahres- und ggf. Halbjahresbericht. Diese Dokumente bilden die allein verbindliche Grundlage für den Kauf von Investmentanteilen. Sie sind kostenlos am Sitz der Kapitalverwaltungsgesellschaft (WARBURG INVEST KAPITALANLAGEGESELLSCHAFT MBH, Ferdinandstraße 65-67 in 20095 Hamburg) sowie bei der Verwahrstelle (M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, Ferdinandstraße 75 in 20095 Hamburg) erhältlich.

 

 

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank bietet faire Finanzdienstleistungen an. Sie wurde 1964 vom katholischen Orden der Steyler Missionare gegründet und steht allen Privatkunden offen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung. Die Bank investiert nach sozialen und ökologischen Kriterien und ist Initiator von drei nachhaltigen Publikumsfonds der Marke Steyler Fair Invest. Seit ihrer Gründung hat die älteste ethische Bank Deutschlands die weltweiten Steyler Hilfsprojekte mit über 100 Millionen Euro unterstützt. (www.steyler-ethik-bank.de, www.steyler-fair-invest.de)

 

 

 

 

 


Erstes internationales Echtzeit-Architekturfestival kommt nach Jena/Lobeda

Stadtentwicklung in High-Speed und Urbanität zum Mitmachen

 Urbane Aktivisten gestalten beim Wettbewerb “72 Hour Urban Action” gemeinsam mit Bewohnern 3 Tage lang den öffentlichen Raum in deutschlandweit bekannter Plattenbausiedlung / Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums geht JenaKultur ein außergewöhnliches Experiment ein

 

 

(Jena/Lobeda) - Im Jenaer Stadtviertel Lobeda findet zum ersten Mal der internationale High-Speed-Architekturwettbewerb 72 Hour Urban Action statt.  Vom 2. bis zum 5. Mai 2019 konzipieren und realisieren mehr als 120 Teilnehmer aus über 26 Nationen temporäre urbane Architekturkonzepte. Internationale Experten erarbeiten gemeinsam mit den Jenaer Bürgern Ideen, um den eigenen Lebensraum aktiv und im Team mitzugestalten. Das Motto: Mit kleinen Veränderungen Großes bewirken.

 

Stadtplanung mal ganz anders. “72 Hour Urban Action versetzt Lobeda in einen architektonischen Ausnahmezustand. In nur drei Tagen und drei Nächten dürfen zehn internationale Teams mit wenig Geld aber viel Leidenschaft das Stadtbild von Jena Lobeda neu- und umgestalten”, sagt Markus Niessner, Designer bei niessnerdesign. Dafür wird eigens eine Zeltstadt für die Teilnehmer aufgebaut, wo sie essen, schlafen und arbeiten können.

 

Normalerweise benötigen Architekturprojekte eine lange bürokratische Vorlaufzeit. Im Rahmen des Architekturwettbewerbs 72 Hour Urban Action sollen jedoch schnelle und leicht umsetzbare Lösungen entworfen werden, um das Stadtviertel attraktiver zu machen. “In Zeiten, in denen der öffentliche Raum fast vollständig Einzelhandel, Verkehr, Verboten oder wirtschaftlicher Nutzung unterworfen ist und in denen in Großstädten Menschen für Wohnraum demonstrieren, wohnt dem Wettbewerb eine hochaktuelle Symbolwirkung inne. Gleichfalls ist das Event deutschlandweit ein Aufruf zur Eigeninitiative und motivierende Handlungsanweisung”, erklärt Lukasz Lendzinski vom Architekturbüro umschichten.

 

Den beiden Initiatoren aus Israel Gilly Karjevsky und Kerem Halbrecht ist wichtig, dass sich die Bewohner aktiv einbringen. “Die nachbarschaftliche Teilhabe steht im Fokus. Dies wird dadurch deutlich, dass die Hälfte der Teilnehmer aus Lobeda und der Umgebung kommt. Die Bewohner des Stadtviertels können somit die Dinge selbst in die Hand nehmen und damit einen Teil zur Gestaltung des öffentlichen Raums beitragen”, ergänzt der Architekt Halbrecht.

 

Der Austausch von Ideen und Fertigkeiten soll hierbei helfen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Wer versteht die Bedürfnisse der eigenen Stadt besser, als die Menschen, die dort leben? Daher ist die direkte Kommunikation mit den Anwohnern wichtig, um die Orte zu lokalisieren und so das Projekt zu ermöglichen. Schon im Voraus haben Workshops und Bewohnerumfragen stattgefunden. Diese Formate haben im Vorfeld dazu beigetragen, das Stadtviertel zu erschließen und mit Anwohnern, Fachleuten und lokalen Akteuren in Kontakt zu treten.

 

Gespräche mit den Anwohnern als Baustein:  Fragen wie „Lobeda warum bist du so dicht?“, „Wo sehen wir dich in Zukunft?“ oder “Wie wollen wir eigentlich in Zukunft miteinander leben?” bewegen demnach die Bewohner und werden beim Festival im Mittelpunkt stehen. Das Projekt soll genau helfen, architektonische Antworten zu finden. „Die spielerische Komponente und der Spaß, der durch dieses Format entsteht, erzeugt Offenheit, was bei der Begegnung von Menschen wesentlich ist“, erklärt die Projektkuratorin Gilly Karjevsky.

 

Vorgängerprojekte in Stuttgart, Italien oder Dänemark in den vergangenen zehn Jahren haben bereits gezeigt, dass die entworfenen Bauwerke einen sofortigen Nutzen für die Bewohner bringen und noch heute von der Nachbarschaft genutzt und gepflegt werden. Dies erhoffen sich die Initiatoren auch in Lobeda. Sollten die entstandenen baulichen Lösungen den statischen Anforderungen gerecht werden, lassen sie sich vom temporären in einen permanenten Zustand überführen.

 


Über 72 Hour Urban Action Lobeda

72 Hour Urban Action Lobeda ist der erste Echtzeit-Architekturwettbewerb, bei dem internationale Experten gemeinsam mit Anwohnern zusammenarbeiten. Zehn Teams werden in nur drei Tagen und drei Nächten urbane Bauwerke im öffentlichen Raum konzipieren. 72HUA ermöglicht es durch Schnelligkeit und gemeinsames Anpacken das Stadtbild zu verändern. 2010 wurde das Design- und Architekturfestival von Kuratorin Gilly Karjevsky und dem Architekten Kerem Halbrecht in Israel ins Leben gerufen. Seitdem veranstaltet 72HUA jährlich internationale Projekte. Lokale Probleme und Potentiale werden ausgespürt und schnelle, alternative Ideen angeboten. Der Wettbewerb bietet die Möglichkeit, die Wahrnehmung des öffentlichen Raums neu auszurichten.

 


Fluggastrechte: Airlines lehnen jede zweite Entschädigung zu Unrecht ab

  • AirHelp analysiert, wie häufig 15 der größten Fluggesellschaften in Deutschland Entschädigungen für Verspätungen und Ausfälle zu Unrecht ablehnen
  • Jeder zweite anspruchsberechtigte Passagier wird fälschlicherweise abgewiesen
  • Automatisierte Durchsetzung von Ansprüchen verstößt gegen EU-Recht

 

(Berlin/pm) - Flugverspätungen und -ausfälle können zu Entschädigungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person berechtigen. Doch viele Fluggesellschaften lehnen die Entschädigungsforderungen ihrer Kunden regelmäßig zu Unrecht ab. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des weltweit führenden Fluggastrechte-Portals, AirHelp (www.AirHelp.com). Demnach weisen 15 der größten Airlines in Deutschland im Schnitt 48 Prozent aller rechtmäßigen Forderungen ihrer Passagiere fälschlicherweise ab.

 

easyJet, Ryanair und Aeroflot: Diese Airlines lehnen am häufigsten ab

 

Am häufigsten weigert sich die britische Fluggesellschaft easyJet, Passagiere zu entschädigen, obwohl sie einen Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung haben. Die Airline lehnte es in 96 Prozent aller analysierten Fälle ab, die fällige Auszahlung durchzuführen. Das heißt, dass die betroffenen Passagiere ohne rechtlichen Beistand keine Entschädigung erhalten hätten, obwohl easyJet für deren Flugverspätung oder -ausfall verantwortlich war.  Auch Ryanair (95 Prozent) und Aeroflot (89 Prozent) nehmen in Bezug auf diese Statistik keine Vorbildfunktion ein.

 

Eurowings lehnt vergleichsweise selten Forderungen ab, Lufthansa überdurchschnittlich oft

 

Eurowings zahlt seinen Kunden hingegen am häufigsten Geld aufgrund von Flugverspätungen oder -ausfällen aus. Zwar lehnt die deutsche Fluggesellschaft noch immer mehr als jede fünfte (21 Prozent) rechtmäßige Entschädigungsforderung ab, doch das ist dennoch der Bestwert der gesamten Analyse. Ähnlich oft zahlen auch SAS (21 Prozent), Flybe (24 Prozent) und Austrian Airlines (25 Prozent) fällige Entschädigungen aus. Die Muttergesellschaft von Eurowings, Lufthansa, lehnt hingegen mehr als die Hälfte (51 Prozent) aller rechtmäßigen Forderungen zu Unrecht ab. 

 

Laura Kauczynski, Expertin für Fluggastrechte von AirHelp, kommentiert die Analyse:

 

“Das Recht auf eine finanzielle Entschädigung bei Flugverspätungen und -ausfällen ist in der EU eindeutig geregelt. Doch unsere Analyse zeigt, dass viele Airlines die Forderungen ihrer Kunden oft zu Unrecht abweisen. Dadurch wollen sie die Fluggäste dazu bringen, ihre Forderungen aufzugeben. Die Fluggesellschaften sind sich nämlich bewusst, dass ein Normalverbraucher zweimal nachdenkt, bevor er einen Anwalt einschaltet oder gegen ein großes Unternehmen vor Gericht  zieht. Oftmals kennen Verbraucher ihre Rechte nicht und scheuen einen langwierigen und teuren Rechtsstreit.

 

Diese ungerechte Praxis der Airlines muss unterbunden werden. Der Schutz der Verbraucher darf auf keinen Fall durch große Unternehmen umgangen werden. Bei AirHelp erfahren wir täglich von unseren Kunden, wie schwer es ist, eine Entschädigungszahlung ohne Hilfe bei einer Fluggesellschaft durchzusetzen. Daher verhelfen wir seit sechs Jahren weltweit Passagieren zu ihrem Recht und ziehen, wenn nötig, auch vor Gericht für sie.”

 

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere

 

Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin. 

 

Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle können bewirken, dass die ausführende Airline von der Kompensationspflicht befreit wird.

 

Entschädigungsanspruch noch am Gate prüfen

 

Mit der AirHelp-App können betroffene Passagiere noch am Flughafen prüfen, ob sie aufgrund ihres verspäteten oder annullierten Fluges Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung haben. Dafür reicht es, das Bordticket mit dem App-internen Boarding Pass Scanner einzuscannen. Anschließend haben Passagiere zudem die Möglichkeit AirHelp damit zu beauftragen ihr Recht auf eine Entschädigung bei der Airline geltend zu machen. Die AirHelp-App gibt es gratis im Google Play Store und im App-Store von Apple.

 

Alle relevanten Daten der Analyse stehen in der nachfolgenden Tabelle zur Verfügung: 

 

Rang

Airline

Anteil zu Unrecht abgewiesener Entschädigungen

1

Eurowings

21%

2

SAS - Scandinavian Airlines

22%

3

Flybe

24%

4

Austrian Airlines

25%

5

Air France

27%

5

LOT - Polish Airlines

27%

7

Wizz Air

33%

8

British Airways

37%

9

KLM-Royal Dutch Airlines

42%

10

Lufthansa

51%

11

Turkish Airlines

66%

12

Swiss International Air Lines

71%

13

Aeroflot Russian Airlines

89%

14

Ryanair

95%

15

Easyjet

96%

 

Durchschnitt

48%

 

Tabelle 1: Zu Unrecht abgewiesene Entschädigungsforderungen von 15 der größten Airlines in Deutschland (Analysezeitraum: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2018)

 

 

Über AirHelp

 

AirHelp ist die weltweit größte Organisation für Fluggastrechte. Seit der Gründung 2013 hilft das Unternehmen Reisenden dabei, Entschädigungen für verspätete oder ausgefallene Flüge sowie im Falle einer Nichtbeförderung durchzusetzen. Zudem ergreift AirHelp juristische und politische Maßnahmen, um die Rechte von Fluggästen weltweit weiter zu stärken. Das Unternehmen hat bereits mehr als zehn Millionen Menschen geholfen, ist in 30 Ländern aktiv und beschäftigt über 600 Mitarbeiter. Mehr Informationen über AirHelp finden Sie unter: www.airhelp.com/de/

 

 

 


Bei Berlitz sind 72 Prozent aller Führungskräfte Frauen

Wie wird Vielfalt - Alter, Geschlecht, Herkunft – in Betrieben konkret gelebt?

 

(Frankfurt/pm) - Weit abgeschlagen liegt Deutschland im EU-Vergleich, wenn es darum geht, wie viele, besser gesagt, wie wenig Frauen in Führungspositionen tätig sind. Magere 29,4 Prozent sind es in Deutschland und liegt damit auf dem 20.ten Platz weit abgeschlagen hinter Lettland, Polen, Slowenien, Schweden und Ungarn, in denen rund 40 Prozent und mehr aller Führungskräfte weiblich sind (Quelle https://de.statista.com/infografik/15519/frauen-in-fuehrungspositionen-im-eu-vergleich/).

 

Am 28. Mai ist Diversity-Tag. Er soll darauf aufmerksam machen, dass Frauen, obwohl sie 50 Prozent der Bevölkerung stellen, in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert sind. Es gibt allerdings auch rühmliche Ausnahmen. Beim Bildungsdienstleister Berlitz, der bundesweit an 55 Standorten präsent ist, sind 72 Prozent aller Führungspositionen mit Frauen besetzt. Personalleiterin Ina Meyer sagt manchmal schon augenzwinkernd: „Wir sollten vielleicht eine Männerquote einführen.“

 

Die 2.000 Beschäftigten kommen aus 40 Ländern, die neue Sales-Mitarbeiterin in Ulm beispielsweise aus dem Iran, die Koordinatorin in Kassel für den Geschäftsbereich mit Behörden und Ämtern stammt aus Mexiko und aus Marokko nach Frankfurt am Main umgezogen ist eine Trainings-Koordinatorin.

 

Auch ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden weiter beschäftigt. Vor allem im Lehrbereich für Fremdsprachen und fachliche Fortbildung beträgt der Anteil der über 60jährigen acht Prozent. In München beispielsweise unterrichtet ein 70jähriger immer noch italienisch und in Stuttgart ein 67jähriger Amerikaner Englisch.

 

Familie und Karriere lassen sich bei Berlitz auch unter einen Hut bekommen. Die Niederlassung in Bielefeld beispielsweise wird von einer Frau geleitet, die in Teilzeit arbeitet.

 

Für die Kunden und alle Beschäftigten sei es bereichernd, wenn Männer und Frauen, Alte und Junge, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen zusammenarbeiten. Dass die Fluktuationsquote nur bei 10% liegt, führt Meyer auf das gute Betriebsklima zurück, das direkt mit der im Betrieb gelebten Diversität zusammenhänge. Knapp die Hälfte der Beschäftigten sei bereits über zehn Jahre im Unternehmen beschäftigt. Auf über 30 Jahre kommen immer noch sieben Prozent.

 

Meyer sieht folgende Gründe, warum Deutschland in dem EU-Ranking für weibliche Führungskräfte so schlecht abschneidet: „Viele Firmen haben noch nicht die Vorteile erkannt, die eine konsequente Diversity-Offenheit mit sich bringt.“ Die Quote erwerbstätiger Frauen sei in Deutschland niedriger als die der Männer und die familientraditionelle Rollenerwartung immer noch ausgeprägter als in anderen europäischen Ländern. Meyer, Mutter von zwei kleinen Kindern, weiß, wovon sie spricht. Ihr Mann hat beide Elternzeiten übernommen und zwar als einziger in dem Unternehmen, in dem er arbeitet.

 

Ändern sollte sich aus Meyers Sicht folgendes: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollte über das Elterngeld hinausgehen, beispielsweise auch Angebote für die Betreuung von Kleinstkindern geschaffen werden. „Und Frauen können ruhig selbstbewusster auftreten im Beruf. Ausbildungsbezogen sind sie genauso gut wie Männer, doch in Bezug auf Karriere liegen sie deutlich hinten.“

 

Berlitz hat auch die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Das ist eine Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Seit ihrer Gründung im Dezember 2006 haben bereits 3.000 Betriebe mit insgesamt 10,4 Millionen Beschäftigten die Charta der Vielfalt unterzeichnet.

 

Ziel der Initiative ist es, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt in Deutschland voranzubringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeitenden sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

 

Hintergrundinformationen zu Berlitz

 

1878 startete Berlitz als reines Spracheninstitut. Inzwischen hat sich das Unternehmen zu einem globalen Bildungsdienstleister für Sprachkompetenz, interkulturelle Kompetenz sowie Management- und Führungskompetenz entwickelt. Berlitz ist mit heute rund 500 Centern in 70 Ländern weltweit einer der größten Weiterbildungsdienstleister. Bundesweit gibt es 58 Standorte. Die rund 2.000 Mitarbeiter bundesweit kommen aus über 40 Nationen.

 


Verantwortung für weltweite Lieferketten gesetzlich regeln – gleiches Recht für Alle

100 Jahre nach Gründung der ILO ist es Zeit zu handeln

 

ILO * Lieferketten * Arbeitsstandards * Menschenrechte

 

(Berlin/bfw) - Wenn die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am 11. April ihr 100jähriges Bestehen feiert, kann sie auf große Erfolge zurückblicken. Seit Gründung hat die ILO 189 Übereinkommen verabschiedet, um weltweit für menschenwürdige Arbeit und soziale Sicherheit zu sorgen. Es gibt jedoch große regionale Unterschiede. „Dank starker Gewerkschaften und Zivilgesellschaft haben sich die Arbeitsbedingungen hierzulande für die meisten stetig verbessert. Dank Globalisierung können deutsche Unternehmen von niedrigen Arbeitsstandards und Löhnen in Ländern des Südens oder Osteuropa profitieren“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. 6400 Menschen sterben täglich infolge ihrer Arbeit, 152 Millionen Kinder arbeiten statt zur Schule zu gehen. „Von unseren Partnerorganisationen wissen wir, dass die Verletzung grundlegender Arbeitsstandards und Menschenrechte in globalen Produktionsketten weiterhin an der Tagesordnung ist. Das wirft Fragen nach globaler Gerechtigkeit und der Unteilbarkeit von Menschenrechten auf.“

 

Die Rede ist dabei auch von Produkten für den deutschen Markt wie etwa Wein oder Früchte aus Südafrika. Auf vielen Plantagen schuften Arbeiter und Arbeiterinnen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang unter harten Wetterbedingungen, müssen ohne Schutzmaßnahmen mit giftigen Pestiziden hantieren oder haben keinen Zugang zu Sanitäranlagen und Trinkwasser. Ihr Lohn liegt unterhalb des Existenzminimums, einen Arbeitsvertrag hat kaum jemand, genauso wenig wie eine soziale Absicherung im Fall von Arbeitsunfällen, Krankheit, Mutterschaft oder im Alter. Die Liste weiterer Produkte aus anderen Ländern ließe sich beliebig verlängern.

 

Ein Grund ist, dass Unternehmen bei Geschäften im Ausland nicht an die gleichen Regeln gebunden sind wie im Inland. Während Unternehmen auf die Sicherheit und das Wohlergehen von Beschäftigten aus dem eigenen Land achten müssen, haben Beschäftigte bei ausländischen Zulieferern und Tochterfirmen keine vergleichbaren Rechte. Arbeitsunfälle entlang der Lieferkette, die auf mangelnde Sicherheitsvorkehrungen zurückgehen, haben für die Unternehmen in der Regel keinerlei Konsequenzen. Die Geschädigten und ihre Familien hingegen stehen vor hohen Behandlungskosten, Einkommensverlust, Invalidität oder Tod eines Familienmitglieds.

 

Niedrige Arbeitsstandards im Ausland werden nach wie vor als Wettbewerbsvorteil gehandelt und von Konsumenten und Gewerkschaften bei uns um der eigenen Vorteile willen billigend oder zumindest schweigend in Kauf genommen. Dadurch werden weltweit Ungleichheit und Armut zementiert – allen Bekenntnissen zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen zum Trotz. „Als ein Land, das stark von Globalisierung profitiert, hat Deutschland eine besondere Verantwortung zu deren fairer Gestaltung beizutragen“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel. „Dazu gehört auch, die Verantwortung deutscher Unternehmen für ihre Lieferketten gesetzlich zu regeln und Verstöße zu ahnden, nachdem Unternehmen sich zu lange nicht freiwillig in diese Richtung bewegt haben und Arbeitnehmer gegeneinander ausspielen. Gleiches Recht und gleiche Standards für alle – dieser Grundsatz sollte nicht nur für die eigene Gesellschaft, sondern weltweit gelten.“

 

Die Staatengemeinschaft schuf die ILO nach dem Ersten Weltkrieg aus der Erkenntnis, dass ungerechte Lebensverhältnisse den Weltfrieden gefährden. Ihr Auftrag ist weiterhin aktuell: die Beseitigung von Zwangs- und Kinderarbeit, Arbeitsschutz, angemessene Gehälter und Arbeitszeiten, Gewerkschaftsfreiheit und die Formulierung und Durchsetzung internationaler Sozialnormen überall auf der Welt.

 


Neue Ausgabe des „Leben!“-Magazins der BBT-Gruppe erscheint mit Schwerpunkt Herzerkrankungen

Foto: bbt
Foto: bbt

 

Im Mittelpunkt der neuen Ausgabe von „Leben!“, dem Magazin der BBT-Gruppe für Gesundheit und Soziales, steht ein kleines, aber durchaus wichtiges Organ, das Herz. Außerdem im aktuellen Heft: Warum wir nicht immer ein Medikament brauchen und welche Fragen die digitale Transformation im Gesundheitswesen aufwirft. Die Zukunft spielt auch für Madlin Hexel im zweiten Teil der Reihe „Entschieden für Menschen“ eine große Rolle: Sie sucht Ideen zur bestmöglichen Versorgung von Patienten im Krankenhaus der Zukunft.

 

 

(Koblenz/bbt) - Ungefähr 300 Gramm schwer und so groß wie eine Faust, pumpt es bis zu 10.000 Liter Blut – die Rede ist vom Herzen. Läuft der „Motor des Lebens“ nicht mehr rund, liegt womöglich eine koronare Herzkrankheit, kurz KHK, vor. Zwar sinken Neuerkrankungsrate und Sterblichkeit seit Jahren, doch führen Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Liste der häufigsten Todesursachen weiter an. Bis zu Komplikationen wie einem potenziell tödlichen Infarkt muss es jedoch nicht kommen, dafür sorgen unter anderen drei Chefärzte der Kardiologie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier.

Jubiläumsjahr 200 Jahre Peter Friedhofen

2019 steht im Zeichen des 200. Geburtstags des Ordensgründers, des seligen Bruders Peter Friedhofen und der Frage: Was bedeutet es heute, sich „Entschieden für Menschen“ einzusetzen? „Leben!“ stellt in einer Reihe Mitarbeitende vor, die täglich nach dieser Leitidee arbeiten und leben. Diesmal Madlin Hexel, von der BBT-Consulting, die die Zukunft der Patientenversorgung in der BBT-Gruppe aktiv mitgestaltet. Zum Beispiel beim Bau eines neuen Krankenhauses muss bedacht werden, wie die Krankenversorgung in 20 bis 30 Jahren aussehen könnte. Lange bevor der erste Grundriss gezeichnet wird, beginnen die Planungen. Madlin Hexel begleitet solche Prozesse und bringt Ärzte, Pflegepersonal, Techniker sowie andere Experten zusammen. Gesucht sind Ideen zur bestmöglichen Versorgung von Patienten – heute und im Krankenhaus der Zukunft.

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Das Krankenhaus der Zukunft ist smart, sind Sie es auch? Eine kurze Aufforderung an Alexa und das Licht im Wohnzimmer leuchtet. Künstliche Intelligenz macht uns das Leben ein Stück bequemer. Auch im Gesundheitswesen ist die digitale Transformation längst angekommen. BBT-Geschäftsführer Dr. Albert-Peter Rethmann befasst sich in seinem Standpunkt mit Fragestellungen, die mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens auf uns zukommen.Wenn wir krank sind, fragen wir oftmals Oma oder Mama um Rat. Sie haben meistens einen Vorschlag, durch den wir uns besser fühlen. Es muss nicht immer ein Medikament sein. Viele komplementärmedizinische Therapien ergänzen die Behandlung und schaffen Linderung, indem sie Körper, Seele und Geist einbeziehen. Vier Experten stellen verschiedene Methoden vor.

„Leben!“ erscheint in fünf Ausgaben

Leben! ist das Magazin der BBT-Gruppe für Gesundheit und Soziales. Die Leser erfahren mehr zu Therapien und Behandlungsmöglichkeiten, neuen Entwicklungen in der Medizin oder Hilfreiches für das Leben im Alter. Unsere Experten geben wichtige Informationen zu Krankheitsbildern und den nötigen Vorsorgeuntersuchungen, Tipps für eine gesunde Ernährung und die richtige Bewegung. Leben! erscheint viermal im Jahr. Es liegt in den Eingangs- und Wartebereichen der BBT-Einrichtungen sowie in Arztpraxen und Apotheken zum Mitnehmen aus und kann kostenfrei abonniert werden.

„Leben!“ im Internet: 
www.bbtgruppe.de/leben 
www.facebook.com/bbtgruppe.de 
https://youtube.com/BBTGruppe

Die BBT-Gruppe ist mit mehr als 80 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, über 12.000 Mitarbeitenden und ca. 900 Auszubildenden einer der großen christlichen Träger von Kran-kenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland.

 


Red Dot: Junior Award – Karrierechance für Nachwuchs im Kommunikationsdesign

 

(Essen/pm) -Noch bis einschließlich 28. Juni läuft die Ausschreibung des Red Dot Award: Brands & Communication Design 2019. Im Rahmen des internationalen Wettbewerbs findet der Red Dot: Junior Award statt, der sich an Auszubildende, Studenten und Young Professionals richtet, deren Abschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. In der Sparte „Communication Design“ können die Nachwuchsdesigner ihre gut gestalteten Kreativprojekte und Kommunikationsdesignarbeiten einreichen, um sich auf einer Ebene mit Professionals um die begehrten Red Dot-Auszeichnungen zu bewerben.

Vergünstigte Teilnahmekonditionen für Karrierestarter
Ziel des Red Dot: Junior Awards ist es, aufstrebenden Talenten einen gelungenen Start in die Designbranche zu ermöglichen und den Zugang zur Industrie und Agenturwelt zu erleichtern. Eine Auszeichnung im Red Dot Award und der damit verbundene Beleg ihrer Kreativität und Gestaltungskompetenz kann dabei ein wichtiger Wegbereiter sein und dem Nachwuchs zum beruflichen Durchbruch verhelfen.

Deshalb können Auszubildende, Studenten und Young Professionals mit einem entsprechenden Ausbildungsnachweis Projekte, die sie im Rahmen des Studiums bzw. der Ausbildung oder danach als Auftragsarbeit realisiert haben, zu vergünstigten Konditionen zum Wettbewerb einreichen: Sie erhalten 10 % Ermäßigung auf die Anmeldegebühren. Von Advertising über Film & Animation bis hin zu Apps, Sound Design, Typografie und Postern stehen ihnen 17 Kategorien für die Teilnahme zur Verfügung.

Internationale Visibilität für Designtalente
Sämtliche Preisträger, die im Red Dot: Junior Award begeistern, erhalten 20 % Ermäßigung auf das exklusive Winner Package. Mit Maßnahmen wie der Präsentation der ausgezeichneten Projekte im Jahrbuch, online sowie in Ausstellungen verhilft es den Siegern zu internationaler Visibilität.

10.000 Euro Preisgeld für beste Nachwuchsarbeit
Projekte, die die 25-köpfige internationale Jury mit ihrer Designqualität und kreativen Leistung überzeugen, erhalten den Red Dot und herausragende Arbeiten den Red Dot: Best of the Best. Darüber hinaus gehen an die beste Arbeit eines Nachwuchsdesigners der Red Dot: Junior Prize und 10.000 Euro Preisgeld. Ein gelungener Karriereauftakt, wie Sarah Müller zu berichten weiß: „Tatsächlich hatte diese Auszeichnung einen sehr großen Einfluss auf den Einstieg in mein Berufsleben. Es sind dadurch neue Wege entstanden. Und natürlich fällt es einem leichter, mit der Branche in Kontakt zu kommen – für jeden Junior mit Sicherheit eine tolle Möglichkeit.“

Im Spotlight: Preisverleihung in Berlin
Die Sieger des Red Dot: Junior Awards werden am 1. November während der Preisverleihung des Red Dot Award: Brands & Communication Design 2019 in Berlin gewürdigt. Bis zur letzten Minute bleibt es spannend, denn die Nachwuchsgestalter erfahren erst während der Red Dot Gala, wer den begehrten Red Dot: Junior Prize erhält und dafür von den rund 1.200 internationalen Gästen gefeiert wird.


Teilnahme am Red Dot Award: Brands & Communication Design 2019
Early Bird: bis 17.
April 2019
Regular: 18. April – 5. Juni 2019
Latecomer: 6. Juni – 28. Juni 2019

Weitere Informationen und Anmeldung: www.red-dot.de/cd



Menschen im Mittelpunkt: Bachelor Soziale Arbeit startet zum Juli an der HFH

(Hamburg/pm) -  Der Bachelorstudiengang Soziale Arbeit der HFH · Hamburger Fern-Hochschule startet zum 1. Juli 2019 und liefert im Fernstudium die akademische Qualifikation, um als staatlich anerkannter Sozialarbeiter tätig zu werden.

 

In Deutschland steigen im Schnitt die Lebenserwartung und Lebensqualität. Gleichzeitig wächst aber auch die soziale Kluft: Immer mehr Menschen leben in Armut oder sehen sich mit anderen sozialen Problemlagen konfrontiert. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter unterstützen und begleiten Menschen in diesen schwierigen Lebenssituationen und entwickeln mit Ihnen konstruktive Lösungen, damit sie ihr Leben wieder eigenständig gestalten können. Beschäftigt sind sie in Einrichtungen und Diensten des Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesens, beispielsweise in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Familienberatung, in der Sucht-, Opfer- und Straffälligenhilfe oder im Bereich Inklusion und Integration.

 

Sozialarbeiter werden: Fernstudium liefert die Qualifikationen

 

Um als Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter beruflich tätig zu werden, ist ein Bachelorabschluss in der Fachrichtung Soziale Arbeit Voraussetzung. Mit dem neuen Bachelorstudiengang Soziale Arbeit der HFH · Hamburger Fern-Hochschule können Studierende ab 1. Juli die entsprechende Qualifikation erwerben. Das Studium dauert sieben Semester zuzüglich Bachelorarbeit. Es wird in Teilzeit im Fernstudium absolviert und beinhaltet regelmäßige unterstützende Präsenzphasen in Studienzentren. Durch die hohe Flexibilität eignet es sich für das Studieren neben Beruf und familiären Verpflichtungen. Derzeit befindet sich der Studiengang in der Akkreditierungsphase.

 

Grundlegende Qualifikationen für die Soziale Arbeit erwerben

 

Im Bachelorstudium der HFH erwerben die Studierenden grundlegende wissenschaftliche, fach- und bezugswissenschaftliche sowie konkrete berufsfeldbezogene Qualifikationen. Sie erlernen die historischen, theoretischen und methodischen Grundlagen der Sozialen Arbeit und werden mit deren verschiedenen Arbeitsfeldern vertraut. Um das sogenannte Tripelmandat der Sozialen Arbeit zwischen den Bedürfnissender Klienten, der eigenen Profession und der Sozialpolitik erfüllen zu können, ist das Studium interdisziplinär und interprofessionell ausgerichtet. Dies ermöglicht die professionelle Arbeit mit Klienten sowie die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen, beispielsweise in Politik, Behörden und Gerichten. Zu diesem Zweck werden neben den Fachinhalten der Sozialen Arbeit insbesondere deren ökonomischen, institutionellen und organisatorischen Grundlagen sowie die rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen thematisiert.

 

Auf verschiedene Zielgruppen spezialisieren

 

Im Wahlpflichtbereich des Studiengangs können sich die Studierenden konkret auf die Arbeit mit bestimmten Zielgruppen spezialisieren. Es stehen sechs Module zur Wahl: Kinder, Jugendliche, Senioren, Familien, Menschen mit Behinderungen sowie Menschen mit Migrationshintergrund.

 

In einem Hauptpraktikum, das studienbegleitend innerhalb von 20 Wochen in einer entsprechenden Einrichtung absolviert wird, wenden die Studierenden ihr Wissen aus dem Studium direkt in der beruflichen Praxis an. Bei vorhandener Berufserfahrung können sie sich Zeiten ihrer Berufstätigkeit für die Praktikumsphase anrechnen lassen.

 

Studienstart alle drei Monate, Einstieg auch ohne Abi

 

Erster Studienstart ist der 1. Juli 2019, danach wird alle drei Monate immatrikuliert, also jeweils am 1. Oktober, 1. Januar und 1. April. Das Fernstudium kann einen Monat lang unverbindlich getestet werden. Mit entsprechender Berufserfahrung ist der Zugang zum Studiuman der HFH auch ohne Abitur möglich.

 

Alle Informationen zum Studiengang stehen unter

 

www.hfh-fernstudium.de/bachelor-soziale-arbeit

 


Aktion Arbeit im Bistum Trier unterstützt drei Qualifizierungsprojekte im Trierer Bürgerservice

Qualität, die überzeugt

 

von links: Christian Glessner (Werkstattleiter), Maurice Settinger (Bürgerservice, Projektleiter Langzeitarbeitslosenprojekte), Andrea Steyven (Geschäftsführerin Aktion Arbeit), Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich (Bischöflicher Beauftragter für die Aktion Arbeit), Monika Berger (Bürgerservice, Geschäftsleitung Arbeitsmarktdienstleistungen), Gregor Schäfer (Geschäftsführer des Bürgerservice), Ralf Müller (ehemaliger Teilnehmer, heute Mitarbeiter beim Bürgerservice). Foto: bt

 

 

(Trier/bt) - Mit einem Betrag von 35.000 Euro unterstützt die Aktion Arbeit im Bistum Trier auch in diesem Jahr drei Qualifizierungsprojekte der gemeinnützigen Bürgerservice GmbH in Trier. In den Projekten wird Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Anstellung gefunden haben, die Möglichkeit eröffnet, sich weiter zu qualifizieren und auf eine Festanstellung vorzubereiten. Die Aktion Arbeit ist seit Jahrzehnten Partner des Bürgerservice.

 

„Es ist nicht nur die Vielfalt der Projekte, sondern es ist vor allem ihre Qualität, die uns beim Bürgerservice immer wieder überzeugt“, betonte der Bischöfliche Beauftragte für die Aktion Arbeit, Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich, bei der Scheckübergabe. Er wies zudem darauf hin, dass es ein Armutszeugnis für den deutschen Sozialstaat sei, „dass er für solche wichtigen Aufgaben nicht immer ausreichend finanzielle Mittel bereit stelle und darum nichtstaatliche Initiativen wie die Aktion Arbeit in die Finanzierung einspringen müssen“.

 

In den durch den Zuschuss der Aktion Arbeit unterstützten Projekten können sich Langzeitarbeitslose in die Bereiche Holzverarbeitung, Metallbau, Garten- und Landschaftsbau sowie Lager/Handel über ein halbes Jahr mit einer Grundqualifizierung einarbeiten. Ein Schwerpunkt beim Bürgerservice liegt zudem im Bereich der Ausbildung. „Die Berufsausbildung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben. Dies gilt erst recht für junge Menschen mit persönlichen oder sozialen Problemen, Lernschwierigkeiten oder einer Behinderung. Sie haben es ohnehin nicht so leicht und brauchen daher besondere Unterstützung und Förderung, um den Abschluss zu schaffen“, so Monika Berger, Prokuristin und Leiterin des Bereichs Arbeitsmarktdienstleistungen beim Bürgerservice.

 

Die rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den verschiedenen Projekten werden dabei intensiv betreut, auch in Fragen der Sprachförderung, bei finanziellen und rechtlichen Fragen oder auch wenn es darum gehen sollte, sich auf eine anschließende Beschäftigung zu bewerben. Insgesamt arbeiten beim Bürgerservice Trier in den Bereichen Handwerk, Dienstleistungen und Arbeitsmarktdienstleistungen 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Einer, der durch dieses Angebot einen Job gefunden hat, ist Ralf Müller. Er war lange Zeit arbeitslos, bevor er beim Bürgerservice in Trier in einem der Qualifizierungsprojekte anfing. „Die Betreuung durch die Kollegen war sehr gut und hat mir auch die Angst genommen, mich auf einen regulären Arbeitsplatz zu bewerben“, erzählt Müller. Seit August 2018 ist er nach Abschluss des Projektes sozialversicherungspflichtig in der Betriebsküche beim Bürgerservice beschäftigt.

 

Die Aktion Arbeit wurde 1983 vom damaligen Bischof Dr. Hermann Josef Spital ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen. Die Aktion Arbeit finanziert sich durch Spendengelder. Personal- und Sachkosten trägt das Bistum Trier.

 

Die Bürgerservice gGmbH ist ein sozialorientiertes Unternehmen mit zwei Geschäftsbereichen. Neben den Arbeitsmarktdienstleistungen bietet er mit seinen Fachbetrieben Handwerks- und sonstige Dienstleistungen an, wie zum Beispiel Schreinerarbeiten, Garten- und Landschaftsbau, Fahrradstation, Gebäudereinigung, Maler- und Stuckateurarbeiten. Der Bürgerservice wurde 1987 gegründet und beschäftigt als Inklusions- und sozialorientiertes Unternehmen auf rund zwei Dritteln seiner Arbeitsplätze Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen benachteiligt sind.

 

Weitere Informationen gibt es auf www.aktion-arbeit.de und über den Bürgerservice Trier auf www.bues-trier.de

 


Werkstattgespräche zur Beruflichen Bildung diskutieren Fragen des Erfolgs und der Wirkung von Berufsbildungsvorhaben in der Entwicklungszusammenarbeit.

„AusBildung wird Zukunft – was macht erfolgreiche berufliche Bildung aus?"

Ulrike Lüneburg, Thorsten Nilges, Thomas Gerhards und Sebastian Schuster leiteten die Teilnehmer engagiert durch die Fragestellungen und gaben wertvolle Impulse. Copyright: Don Bosco Mondo e.V.
Ulrike Lüneburg, Thorsten Nilges, Thomas Gerhards und Sebastian Schuster leiteten die Teilnehmer engagiert durch die Fragestellungen und gaben wertvolle Impulse. Copyright: Don Bosco Mondo e.V.

 

 

-         Berufliche Bildung und Ausbildung in der Entwicklungszusammenarbeit sind und bleiben zukunftsfähig und perspektivengebend

 

-         Heterogenität der Definition von Erfolg und Wirkung bietet Chancen und birgt Risiken

 

-         Berufliche Bildung bewegt sich im Spannungsfeld sozialer Verantwortung und Wirtschaftlichkeit

 

 

(Bonn/db) – Wie definieren die Verantwortlichen Erfolg von Berufsbildungs-Programmen? Wie ist er in der Entwicklungszusammenarbeit messbar? Was sind erfolgsversprechende Methoden und Instrumente zur Beurteilung von Qualität und Wirkung? Geht es primär um Qualifizierung, wirtschaftlichen Erfolg oder den Menschen? Diesen Kernfragen gingen bei den Werkstattgesprächen zur Beruflichen Bildung rund 60 Expertinnen und Experten aus nationalen und internationalen Unternehmen, Organisationen, Verbänden und Institutionen auf dem Don Bosco Campus nach.

 

Den Auftakt machten vier Fachleute aus verschiedenen Organisationen, die ihre jeweiligen Sichtweisen auf den Erfolg beruflicher Bildung skizzierten. Deutlich wurde dabei, wie divers die Vorstellungen von Wirksamkeit bei den unterschiedlichen Akteuren der beruflichen Bildung sind. Ulrike Lüneburg, Personalleiterin der Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, spann diesen Faden in ihrem Impuls weiter und fragte, ob das Deutsche Duale System als „Muster für die Welt oder Muster ohne Wert“ dienen kann.

 

Vor diesem Hintergrund setzten sich die Teilnehmer anschließend in drei Workshops mit spezifischeren Fragen zum Vorher, Nachher und Mittendrin von Vorhaben der beruflichen Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit auseinander. Drei Referenten vom Fach leiteten durch diese Arbeitsphase ganz nach dem Motto: Wissen, was es braucht, wo es hingeht und was wirkt?!

 

„Als Gastgeber der Werkstattgespräche freuen wir uns, wenn viele Experten bei uns zusammenkommen und einen konstruktiven Dialog führen. Heute haben wir gesehen, wie komplex berufliche Bildung im internationalen Kontext ist und wie viele Akteure daran beteiligt sind. Es ist auch deutlich geworden, wie wichtig die partnerschaftliche Auseinandersetzung ist, um Erfolg und Wirksamkeit zu garantieren und berufliche Bildung up-to-date zuhalten.“ resümiert Martin J. Wilde, Geschäftsführer von Don Bosco Mondo den Tag.

 

Bei aller Unterschiedlichkeit der Ansätze, der Akteure, der Rahmenbedingungen und der Branche waren die Teilnehmer sich einig: Es braucht eine zielführende Vorbereitung und die Definition von Indikatoren für den Erfolg von Berufsbildungsprogrammen, damit auch deren Wirkung gemessen werden kann. Jede Evaluation bietet eine Chance besser zu werden. Denn berufliche Bildung agiert immer im Spannungsfeld von sozialer Verantwortung und Wirtschaftlichkeit. Bei den Werkstattgesprächen waren sich alle Teilnehmer einig, dass sich gerade in der Entwicklungszusammenarbeit der Invest in gute Ausbildung lohnt, um Menschen am Rande der Gesellschaft Chancen auf eine selbstbestimmte Zukunft zu geben.

 

 

Hintergrund „Werkstattgespräche zur Beruflichen Bildung“:

 

Bereits seit 2010 lädt Don Bosco Mondo e.V. zu den Werkstattgesprächen zur Beruflichen Bildung ein. Die Bonner Nichtregierungsorganisation ist führend in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit den verschiedensten Akteuren der Berufsbildung weltweit. Im Bonner Süden treffen sich jährlich nationale und internationale Experten der Entwicklungszusammenarbeit, der Beruflichen Bildung und Wirtschaftsvertreter zu Diskussion und fachlichem Austausch. Die Fachveranstaltung findet rund um den 19. März statt, dem Josefstag als Gedenktag an den Hl. Josef, dem Schutzpatron der Handwerker.

 


Digitale Bildung trifft Schule: DigiBitS startet durch in Sachsen-Anhalt

Foto: dsin
Foto: dsin

 

  • Feierlicher Auftakt mit Landesminister Marco Tullner und DsiN-Geschäftsführer Michael Littger in Halle
  • DigiBitS im Landeskonzept des Bildungsministeriums zur Medienbildung in Sachsen-Anhalt  verankert
  • Die ersten 35 Schulen aus Sachsen-Anhalt erhalten DigiBitS-Materialbox

 

(Halle/dsin) - Marco Tullner, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt, startete heute am Neuen Städtischen Gymnasium in Halle die landesweite Verbreitung des Bildungsprogramms DigiBitS – Digitale Bildung trifft Schule. Über 35 Schulen aus Sachsen-Anhalt können ab sofort bei DigiBitS mitmachen und von vielfältigen Unterstützungsangeboten profitieren. Das kostenfreie Programm des Vereins Deutschland sicher im Netz (DsiN) richtet sich an Lehrkräfte, um digitale Kompetenzvermittlung im Fachunterricht zu stärken. Teilnehmende Schulen erhalten geprüfte Materialien und Leitfäden in einer DigiBitS-Materialbox. Im Online-Portal des Angebots sind weitere Unterstützungsangebote verfügbar. 

 

Zum Projektstart überreichte Bildungsminister Marco Tullner mit DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger und den Projektpartnern die DigiBitS-Materialbox an die ersten 35 Partnerschulen des Landes. „Mit dem Digitalpakt kann nun Geld in die digitale Aufrüstung von Schulen fließen. Es geht um Infrastruktur und digitale Kompetenzvermittlung gleichermaßen“, erklärt Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner. „Projekte wie DigiBitS zeigen, dass die gezielte Förderung und Ermunterung zum Einsatz von digitalen Medien im Unterricht schon heute möglich ist. Mit dem Digitalpakt wünschen wir uns, dass diese Angebote flächendeckend angenommen werden.“

 

„Die digitale Befähigung von Lehrkräften im schulischen Alltag ist notwendig, damit Schülerinnen und Schüler auf die digitale Zukunft vorbereitet werden. DigiBitS bündelt über 400 Angebote aus dem gesamten Bildungsbereich, um Lehrer in ihrem Fachunterricht fit zu machen für die digitale Kompetenzvermittlung“, erklärt DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger. Zusätzlich zur Ausstattung mit konkreten Materialien für den Unterricht erhalten Lehrkräfte auch persönliche Betreuung in Form von Weiterbildungen und Schulungen rund um das Themenfeld digitale Bildung. Deutschlandweit partizipieren bereits rund 150 Schulen im Projekt DigiBitS.

 

Zur Veranstaltung in Halle kamen Gäste aus Bildungspraxis, Politik, Wirtschaft, Lehre und Forschung sowie Lehrkräfte von landesweit über 40 Schulen zusammen, um sich über die Anwendung von DigiBitS im Fachunterricht zu informieren. Hierzu boten die Kooperationspartner MINTegration und [D-3], Deutsch Didaktik Digital, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Workshops für Lehrkräfte an. Bereits im Januar wurden dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) 30 DigiBitS-Materialkoffer übergeben, welche auf ein starkes Interesse der Schulen in Sachsen-Anhalt stieß. Das Projekt ist Bestandteil des Landeskonzeptes zur Umsetzung der Strategie der Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“.

 

Ermöglicht wurde die Verbreitung des Projekts für Sachsen-Anhalt durch eine Kooperation mit dem DsiN-Mitglied VdS-Schadenverhütung. Dessen Geschäftsführer Dr. Robert Reinermann erklärt „Digitale Kompetenzen werden immer entscheidender für beruflichen Erfolg wie auch die private Sicherheit im Netz. Wir freuen uns, mit DigiBitS das Können der Experten von Morgen noch zu verstärken.“ Zum Startschuss in Sachsen-Anhalt wurde eine neue Unterrichtseinheit im Programm vorgestellt, die die Potentiale und Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0 für Schulabgänger*innen thematisiert. Die Unterrichtseinheit entstand in Kooperation mit dem Bildungsunternehmen GfM, dem Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt sowie dem Bildungsministerium.

 


Kaufland fördert bessere Haltungsbedingungen für Legehennen

Verbesserte Haltungsbedingungen für Legehennen von "Farm-Ei". Foto: Kaufland
Verbesserte Haltungsbedingungen für Legehennen von "Farm-Ei". Foto: Kaufland

 

 

(Neckarsulm/pm)  – Bessere Haltungsbedingungen für Legehennen fördern und zeitgleich die heimischen Erzeuger unterstützen - das ist Kaufland ein wichtiges Anliegen. Deshalb hat das Unternehmen gemeinsam mit deutschen Erzeugern das Programm „Farm-Ei“ ins Leben gerufen. Mit dem Kauf von Eiern von „Farm-Ei“ können Kunden dieses Konzept unterstützen. „Farm-Ei“ startet zunächst als Pilotprojekt in Baden-Württemberg.

Hühner, die auf „Farm-Ei“-Höfen gehalten werden, haben deutlich verbesserte Haltungsbedingungen als Freilandhühner und die Erzeuger bekommen eine faire Bezahlung. „Damit gehen wir weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus“, betont Stefan Rauschen, Leiter Einkauf Frische. „Tierwohlstandards zu verbessern, ist uns extrem wichtig. Daher ist das Projekt ,Farm-Ei‘ für Kaufland der nächste logische Schritt.“

 



Mehr Tierwohl und Eier aus Deutschland
„Farm-Ei“-Hühner haben 20 Prozent mehr Platz als Freilandhühner. Während bei Freilandhaltung auf einem Quadratmeter Stallfläche maximal neun Hennen leben dürfen, sind es bei „Farm-Ei“ maximal sieben Hennen.
Eier von „Farm-Ei“ stammen ausschließlich von ausgewählten deutschen Familienbetrieben. „Wir freuen uns, dass wir die Produzenten vor Ort stärken und ihnen zeitgleich faire Löhne sichern“, erklärt Rauschen. Für jedes Ei erhält der Erzeuger einen Zuschlag von 1 Cent und für die Teilnahme am Programm eine monatliche Prämie von 500 Euro.

Neben mehr Platz erhalten die Hühner auf „Farm-Ei“-Höfen besondere Futtermischungen, die mit Mais und Kräutern angereichert sind. Als weiteres Plus steht ihnen mehr Beschäftigungsmaterial zur Verfügung.
Wie Tests ergeben haben, nutzen Hühner den Auslaufbereich häufiger, wenn sie dort die Möglichkeit haben, sich unterzustellen. Deshalb bieten die Außenbereiche der „Farm-Ei“-Höfe ausreichend Unterstände, um dem natürlichen Bedürfnis der Hühner nach Frischluft nachzukommen. Eier von „Farm-Ei“ sind ab 25. März exklusiv in allen Kaufland-Filialen in Baden-Württemberg erhältlich.

Über Kaufland
Kaufland übernimmt Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt. In den Zielen und Prozessen bei Kaufland ist das Engagement im Bereich Nachhaltigkeit (CSR) tief verankert. Die Initiative "Machen macht den Unterschied" spiegelt die Haltung und die Identität von Kaufland wider. Dies drückt sich auch in den verschiedenen CSR-Maßnahmen und Aktivitäten aus. Kaufland fordert innerhalb der Themenfelder Heimat, Ernährung, Tierwohl, Klima, Natur, Lieferkette und Mitarbeiter zum Mitmachen auf, denn nur durchs Mitmachen kann die Welt ein Stückchen besser werden.

Kaufland betreibt bundesweit über 660 Filialen und beschäftigt rund 75.000 Mitarbeiter. Mit durchschnittlich 30.000 Artikeln bietet das Unternehmen ein großes Sortiment an Lebensmitteln und alles für den täglichen Bedarf. Dabei liegt der Fokus auf den Frischeabteilungen Obst und Gemüse, Molkereiprodukten sowie Fleisch, Wurst, Käse und Fisch. Das Unternehmen ist Teil der Schwarz Gruppe, die zu den führenden Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland gehört. Kaufland hat seinen Sitz in Neckarsulm, Baden-Württemberg.

 


Wanderausstellung bis Ende April in der Diakonie M-V

Ausstellung „Arm an Wohnraum“ verlängert

Dieter, einer der Wohnungslosen aus der Ausstellung „Arm an Wohnraum“ Foto: Christian Wolkenstein
Dieter, einer der Wohnungslosen aus der Ausstellung „Arm an Wohnraum“ Foto: Christian Wolkenstein

 

(Schwerin/dw) - Aufgrund der großen Resonanz wird die Wanderausstellung der Landesarmutskonferenz „Arm an Wohnraum“ im Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. bis zum 30. April 2019 verlängert. Mit dieser Ausstellung verleiht Christian Wolkenstein denjenigen Menschen eine Stimme, die sonst nicht angehört werden: den Wohnungslosen in Mecklenburg-Vorpommern.

 

 

 

Dafür suchte Christian Wolkenstein im Jahr 2015 Menschen in Wohnungslosenhäusern in Hagenow, Neubrandenburg und Rostock auf. Er stellte ihnen fünf Fragen. So interessierte ihn, ob Wohnungslose auch noch Träume und Wünsche haben. Die Fragen und Antworten finden sich auf elf Bildtafeln wieder. Durch seine damalige Beratungsarbeit von Wohnungslosen stellte Wolkenstein immer wieder fest, dass es gegenüber diesen Menschen große Vorurteile gibt. „Es war mir ein Bedürfnis, die Sichtweise der Wohnungslosen mit der Ausstellung öffentlich zu machen“, erläutert Wolkenstein, der sich in der Landesarmuts-konferenz Mecklenburg-Vorpommern engagiert und im Landesverband der AWO tätig ist.

 

 

 

Die Ausstellung ist im Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. in der Körnerstraße 7 in Schwerin von Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag 8 bis 14 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

 

 

 


Diakonie Mecklenburg-Vorpommern informierte über neues Beschäftigungsförderungsprogramm für Langzeitarbeitslose

Fachtag zur Teilhabeorientierung auf dem Arbeitsmarkt

Elena Weber (Diakonie Deutschland) referiert zum Teilhabechancengesetz in Schwerin Foto: Gabriele Kanis | Diakonie M-V
Elena Weber (Diakonie Deutschland) referiert zum Teilhabechancengesetz in Schwerin Foto: Gabriele Kanis | Diakonie M-V

 

 

(Schwerin/kl) - Kürzlich fand im Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. ein Fachtag zur Teilhabeorientierung auf dem Arbeitsmarkt statt, an dem zahlreiche diakonische Träger und Einrichtungen teilnahmen. Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier sprach bei der Eröffnung der Veranstaltung über die schwierigen Bedingungen von Langzeitarbeitslosigkeit und erinnerte an die Messe „Berufe im Gespräch“ (2017), die am 17.10.2019 in Kooperation mit der Diakonie M-V erneut in Schwerin stattfindet und auch für langzeitarbeitslose Menschen eine gute Chance bietet, in Kontakt mit potentiellen Arbeitgebern zu kommen.

 

 

 

Elena Weber von der Diakonie Deutschland erläuterte den Teilnehmern Inhalte zum Teilhabechancengesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist und langzeitarbeitslosen Menschen helfen soll, auf dem Ersten Arbeitsmarkt eine Tätigkeit zu finden. Das Teilhabechancengesetz ist ein Baustein des Konzeptes „MitArbeit“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und sieht unter anderem eine intensivere Betreuung von Langzeitarbeitslosen in den JobCentern vor sowie das beschäftigungsbegleitende Coaching und die passgenaue Weiterbildung von Betroffenen. Auch die Optimierung der Netzwerk- und Schnittstellenarbeit und ein verbessertes Übergangsmanagement aus Maßnahmen im Arbeitsmarkt sollen erreicht werden.

 

 

 

Vom Teilhabechancengesetz profitieren Arbeitgeber und arbeitslose Menschen, die seit 2 bzw. 7 Jahren arbeitssuchend sind, gleichermaßen. Seit sieben Jahren langzeitarbeitslose Frauen und Männer, die im Rahmen des Teilhabechancengesetzes eine Beschäftigung antreten, werden in den ersten zwei Beschäftigungsjahren zu 100 % durch das JobCenter gefördert, das 3. Jahr mit 90 %, das 4. Jahr mit 80 % und das 5. Jahr mit 70 %. Zur Unterstützung gibt es ein individuelles Coaching für den Arbeitnehmer, das auch den Arbeitgeber jeweils mit integrieren soll. Zusätzlich werden Qualifizierungsmaßnahmen mit jährlich bis zu 3.000 Euro unterstützt. Vera Kleineke (Deutsche Rentenversicherung Nord) und Dr. Karsten Schuldt (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit M-V) erläuterten in ihren Vorträgen konkrete Förderungen im Bereich der Teilhabeorientierung auf dem Arbeitsmarkt.

 

 

 

Die Diakonie Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur Anbieter von sozialen Dienstleistungen für Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, sondern mit über 15.100 hauptamtlichen Mitarbeitern im Land auch ein größerer Arbeitgeber. Mit dem Fachtag zielte der Fachbereich Gefährdetenhilfe und Existenzsicherung darauf, diejenigen diakonischen Einrichtungen zu informieren, die mit Betroffenen arbeiten und sie beraten, andererseits auch die Träger und Einrichtungen anzusprechen, um Beschäftigungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose zu schaffen. Für die Diakonie ist dieses Programm ein wichtiger Baustein für Langzeitarbeitslose auf dem Weg in die dauerhafte Beschäftigung, welcher die Neuausrichtung von Beschäftigungsträgern fordert und gleichzeitig Arbeitnehmer wie Arbeitgeber unterstützt. Dabei merkte Elena Weber kritisch an, dass allerdings nicht alle Kostenbestandteile refinanziert werden. Sie richtete einen Aufruf an die Kommunal- und Landespolitik hier für die entsprechenden Nachbesserungen im Teilhabechancengesetz zu sorgen.

 

 

 

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Landesverband) ist mit über 15.100 hauptamtlichen und über 2.200 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in rund 1.000 gemeinnützigen Einrichtungen und Diensten einer der größten Wohlfahrtsverbände in Mecklenburg-Vorpommern. Das Betätigungsfeld reicht u. a. von der Kinder- und Jugendhilfe, der Familien- und Altenhilfe über vielfältige Beratungs- und Behandlungsangebote, der Gefährdetenhilfe und Behindertenhilfe bis hin zu den Freiwilligendiensten und der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist ein rechtlich selbstständiges Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

 


Deutsche Bahnhöfe im Vergleich: Diese Stadt hat die meisten Direktverbindungen

  • Reiseplattform fromAtoB hat die 16 größten deutschen Bahnhöfe nach den angebotenen Direktverbindungen untersucht
  • Der Frankfurter Bahnhof bietet die größte Auswahl an Direktverbindungen
  • Bahnreisende aus Sachsen müssen die meisten Umstiege einplanen

(Berlin/pm) - Reisen ohne Umzusteigen: Das ist nicht nur beim Fliegen bequem und wünschenswert, sondern auch beim Bahnfahren. Doch welcher deutsche Bahnhof hat eigentlich das umfassendste Angebot an Direktverbindungen? Dieser Frage ist die Buchungsplattform fromAtoB (www.fromAtoB.de) nachgegangen und hat die 16 größten deutschen Bahnhöfe zu 48 Zielen im In- und Ausland analysiert. Dazu zählen die 30 größten Städte Deutschlands sowie 18 europäische Hauptstädte.

 

Größtes Angebot in Frankfurt – Nachholbedarf im Osten

 

Bahnreisenden in Frankfurt stehen insgesamt die meisten Direktverbindungen zur Auswahl: 37 der 48 untersuchten Ziele erreichen Züge aus Frankfurt direkt. Berlin (34) und Köln (32) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Im Vergleich dazu schneiden die Bahnhöfe in Ostdeutschland weniger gut ab. Während Fahrgästen aus Leipzig noch 20 Ziele ohne Zugwechsel zu Verfügung stehen, ist Dresden mit lediglich 15 Verbindungen das Schlusslicht.

 

Bremer und Leipziger müssen bei Reisen durch Europa umsteigen

 

Spitzenreiter ist Frankfurt auch, wenn es um Bahnreisen ins Ausland geht: Aus Hessen sind elf beliebte Touristenziele wie Prag, Wien, Amsterdam, Lyon oder Mailand alle ohne Umsteigen erreichbar. Auf Platz zwei landet Berlin (8), während sich Hamburg und München (je 6) den dritten Platz teilen. Bremen und Leipzig sind für den europäischen Bahnverkehr am schlechtesten vernetzt. Aus der Hansestadt ist Amsterdam die einzige Möglichkeit für einen Städtetrip ohne Zugwechsel, aus Leipzig erreichen Bahnfahrer einzig Prag direkt.

 

Dortmunds Bahnhof ist optimal für Städtetrips innerhalb Deutschlands

 

Aus Dortmund erreichen Reisende fast alle der 30 untersuchten Inlandsziele auf direktem Wege. Lediglich für Fahrten nach Chemnitz muss ein Umstieg eingeplant werden. Das ist unter den Inlandsverbindungen der Spitzenwert. Mit lediglich zwölf Direktverbindungen belegt Dresden auch hier den letzten Platz.

 

Alle Ergebnisse der gesamten Untersuchung von fromAtoB können Sie hier abrufen:

 

https://www.fromatob.de/direktverbindungen/

 

Über fromAtoB

 

fromAtoB (www.fromAtoB.de) ist die führende Online-Vergleichs- und Buchungsplattform für Züge, Flüge, Fernbusse und Mitfahrgelegenheiten in Deutschland. Anstatt als Nutzer die Verbindungen und Preise auf verschiedenen Webseiten mühsam zu vergleichen, übernimmt fromAtoB die Abfrage aller verfügbaren Verkehrsmittel in Echtzeit und bereitet diese übersichtlich auf – sortiert nach Kriterien wie günstigster Preis oder kürzeste Reisedauer. Bei Bahn- und vielen Fernbusverbindungen kann der Kunde den Vorteil der direkten Buchung nutzen und sein Ticket über die Website oder App von fromAtoB kaufen – einfach, schnell und kostenlos. Unsere Vision: Den ultimativen Weg von A nach B gestalten, individuell maßgeschneidert für jeden Reisenden. Und das kommt an! Mit einer Bewertung von 4,78 Sternen bei Trusted Shops etwa zeigen uns unsere Kunden, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

 


Red Dot Award: Brands & Communication Design 2019 startet

 

(Essen/rd) - Der Startschuss für den Red Dot Award: Brands & Communication Design 2019 ist gefallen. Bis zum 28. Juni sind Designer, Agenturen, Unternehmen und Markenmacher zur Teilnahme eingeladen – in den Sparten „Brands“ und „Communication Design“. Unter dem Motto „In search of good design and creativity“ verleiht die Jury überzeugenden Marken und Kommunikationsarbeiten das Red Dot-Qualitätssiegel.

Starke Brands und kreative Kommunikationsprojekte gesucht
Erstmals sind Brands ausdrücklich zur Teilnahme aufgerufen, die über verschiedene Kanäle hinweg ein konsistentes Bild ihrer Marke zeichnen – beispielsweise mithilfe von Logos, Werbespots, Verpackungen und Websites. Die Einreichung in der Sparte „Brands“ erfolgt in verschiedenen Branchen, die von „Automotive“, „Furniture“ sowie „Watches“ bis hin zu „Electronics“, „Financial Services“ und „Retail“ reichen.

Neben gelungener Markenkommunikation können Designer, Agenturen und Unternehmen nach wie vor einzelne Projekte zum Red Dot Award: Brands & Communication Design einreichen. Dafür stehen ihnen in der Sparte „Communication Design“ wie gewohnt 17 Kategorien zur Verfügung, wie Typografie, Jahresberichte, Film & Animation, Poster und Apps.

Chance für den Design-Nachwuchs
Um Nachwuchsdesignern die Teilnahme zu erleichtern, erhalten Auszubildende, Studenten und Young Professionals bis zu zwei Jahre nach Abschluss 10 % Ermäßigung auf die Anmeldegebühren. An die beste Arbeit eines Nachwuchsdesigners in der Sparte „Communication Design“ gehen der Red Dot: Junior Prize und 10.000 Euro – ein gelungener Karriereauftakt.

100 % Expertise und Entscheidungskraft
Die Einreichungen werden von einer 25-köpfigen Jury individuell diskutiert und bewertet. Das international besetzte Gremium besteht aus Gestaltern, Fachjournalisten und Professoren unterschiedlicher Disziplinen. Mit ihrer langjährigen Expertise evaluieren sie die vielfältigen Wettbewerbsbeiträge aus aller Welt fachgerecht in Bezug auf ihre Designqualität, Kreativität und Markenkommunikation.

Red Dot-Qualitätssiegel für herausragende Leistungen
Projekte, die mit ihrer Designqualität, Kreativität und Markenkommunikation überzeugen, erhalten den Red Dot und herausragende den Red Dot: Best of the Best. Im Bereich „Brands“ kann die Jury darüber hinaus die beste Marke einer Branche als „Red Dot: Brand of the Year“ auszeichnen und in der Sparte „Communication Design“ den Red Dot: Grand Prix an die beste Arbeit in einer Kategorie vergeben.

Glanzvolle Ehrung der Preisträger in Berlin
Die Preisträger des Red Dot Award: Brands & Communication Design 2019 werden am 1. November während der Red Dot Gala und Designers‘ Night in Berlin offiziell gewürdigt. Sie profitieren von der Nutzung des international begehrten Red Dot-Siegels und der Präsentation der siegreichen Marken und Projekte im Jahrbuch, online sowie in internationalen Ausstellungen.


Ausschreibung des Red Dot Award: Brands & Communication Design 2019
Early Bird: bis 17. April 2019
Regular: 18. April – 5. Juni 2019
Latecomer: 6. Juni – 28. Juni 2019

Weitere Informationen und Anmeldung: www.red-dot.de/cd

 


KDFB zum Equal Pay Day

Welchen Wert hat die Arbeit von Frauen?

 

(Köln/kdfb)  – Der bundesweite Equal Pay Day (EPD) steht unter dem Motto „WERTSACHE Arbeit“ und findet erneut am 18. März statt. Er markiert damit den Tag, bis zu dem Frauen länger arbeiten müssten, um auf das gleiche Gehalt zu kommen, das Männer bereits am Ende des Vorjahres erhalten. „Es ist nicht hinnehmbar, dass es eine geschlechterbezogene Lohnlücke gibt und die Arbeit von Frauen immer noch geringer wertgeschätzt wird als die Arbeit von Männern“, stellt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth anlässlich des EPD fest.

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) sieht weiterhin dringenden Handlungsbedarf seitens der Politik, Wirtschaft und Tarifpartner, um Lohngerechtigkeit und Gleichstellung von Frauen und Männern zu verwirklichen. Bei der Bewertung von Arbeit müssen laut KDFB gleiche Maßstäbe für Frauen und Männer angesetzt werden. „Gerechte Löhne müssen sich an Ausbildung, Aufgaben und Leistung orientieren und nicht am Geschlecht. Wer Frauen bei der Entlohnung diskriminiert, widerspricht dem Gesetz der Gleichberechtigung“, so Flachsbarth.

 

Um Lohngerechtigkeit zu erreichen, ist unter anderem eine Neubewertung der Tätigkeiten nötig. Dies gilt besonders für typisch weibliche Berufe, die vorrangig im Dienstleistungsbereich sowie in Sozialberufen zu finden sind. Hier ist die Entlohnung geringer als in anderen Arbeitsfeldern.

 

„In der Gesellschaft muss das Bewusstsein geschärft werden, dass die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern später zur Rentenlücke wird. Für Frauen ist dies umso bedeutsamer, da sie aufgrund weiterer Faktoren wie z.B. familienbedingter Erwerbsunterbrechungen oder geringerem Beschäftigungsumfang ein erhöhtes Altersarmutsrisiko haben“, erläutert die KDFB-Präsidentin.

 

Das Thema „Lohngerechtigkeit“ hat für den KDFB eine besondere Bedeutung. Es ist daher Bestandteil der Kampagne bewegen!. Mehr unter: www.bewegen-kdfb.de

 

 

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 

 

 


Geheiratet wird immer: Tipps, wie auch die kleinen Gäste am schönsten Tag im Leben eines Paares auf ihre Kosten kommen

Foto: Care.com/„ideabug/Getty Images
Foto: Care.com/„ideabug/Getty Images

 

(Berlin/care) -. Mit dem Frühling beginnt auch die Zeit, in der sich viele Paare das Ja-Wort geben. Der beginnenden Hochzeitssaison folgen viele Einladungen zu den romantischen Feierlichkeiten. Für Eltern stellt sich dann nicht selten die Frage: Werden die Kinder mitgenommen oder nicht? Diese Entscheidung ist ganz individuell und hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Wie alt sind die Kinder, wie ist die Kinderbetreuung vor Ort geregelt oder wo findet die Hochzeit statt. Denn eine Hochzeit ist immer ein Grund zum Feiern und das sollen auch alle Gäste entspannt genießen können. Bei Brautpaaren, die selbst schon Nachwuchs haben, werden die Bedürfnisse der Kinder meist schon bei den Hochzeitsvorbereitungen bedacht.  

 

Betreut.de hat mit Familienexpertin Katrin Lewandowski Tipps zusammengestellt, wie Eltern UND Kinder sich auf Hochzeitsfeiern amüsieren: 

 

Das volle Programm: Vom Großstadtdschungel bis Landpartie 

 

Hochzeitspaare suchen sich ganz unterschiedliche Orte aus, an denen sie den schönsten Tag ihres Lebens feiern möchten. Bei den einen ist es das edle Hotel, bei anderen die große Scheune oder auch das kleine Gartenlokal. Ob Stadt, Land oder Küste - wichtig ist, dass alle mitfeiern können. Für Kinder sind solche Feierlichkeiten oft eine große Herausforderung. Umso schöner, wenn auch sie bei der Planung bedacht werden. So gibt es die Möglichkeit, dass sich Eltern einen oder auch zwei Babysitter teilen, die ein ganz eigenes Kinderprogramm organisieren. Dabei sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt. Ob Schnitzeljagd, Eierlaufen, Perlen fädeln oder Kinderschminken – der Nachwuchs kann sich miteinander austoben und von Langeweile ist keine Spur. Und wenn zwischendurch mal Müdigkeit aufkommt, können die Kinder an einem vorbereiteten, ruhigen Rückzugsort unter den wachsamen Augen des Babysitters etwas entspannen. 

 

Entertainment to go: Mit Malvorlagen und Bingo punkten 

 

Nicht immer lässt sich ein rundum geplantes Kinderprogramm organisieren. Oder die Kleinen brauchen zwischendurch einfach mal eine kurze Auszeit vom großen Trubel. Auch dafür gibt es gute Tipps. Damit sich die Kinder selbst etwas beschäftigen können, ist ein Hochzeitsbingo genau das Richtige. Hier können Häkchen gesetzt werden für typische Hochzeitselemente wie das Hochzeitskleid, einen Kuss, eine Rede, den Brautstrauß, die Hochzeitstorte. Wer gut aufpasst und sein Bingoblatt zuerst voll hat, gewinnt. Außerdem gibt es jede Menge Last-Minute-Lösungen, die schnell umgesetzt sind. Mal- und Rätselbücher zum Thema Hochzeit können sogar noch unterwegs im Internet heruntergeladen und vor Ort ausgedruckt werden. Ob auf einem Schloss, im Restaurant oder zuhause im Garten – egal wo die Hochzeit stattfindet, ein Drucker ist garantiert in der Nähe. Und die Buntstifte nicht vergessen! 

 

Eine Hochzeitseinladung und Kinder schließen sich also keinesfalls aus. Wie bei vielen Dingen im Leben ist alles einfach eine Frage der Organisation. Paare, die sich dennoch entscheiden, auf der Hochzeit von Freunden die eigenen Schmetterlinge im Bauch mal wieder fliegen zu lassen und Zeit zu zweit zu genießen, sollten sich Unterstützung suchen. Entweder die Großeltern hüten den Nachwuchs daheim oder der Babysitter springt ein. Eines ist sicher: Bei dieser Variante stehen auf jeden Fall die Kinder zuhause im Mittelpunkt und die Eltern können einen zweiten Frühling erleben. 

 

Über Betreut.de – Care.com Europe GmbH

 

Die Care.com Europe GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Care.com Inc., dem weltweit größten Onlineportal für Betreuung. 2006 in den USA gegründet, zählen heute 18,3 Millionen Familien und 13,4 Millionen Betreuer in über 20 Ländern zu den Mitgliedern von Care.com. Der Onlinedienst ermöglicht es Familien, einfach und verlässlich mit Kinder-, Senioren- und Tierbetreuern sowie Haushaltshilfen in Kontakt zu treten.

 

 

 

 


EPD 2019: Frauenbund Bayern sieht branchenübergreifenden Handlungsbedarf

Ohne Chancengleichheit keine Lohngerechtigkeit

 

Equal Pay und Chancengerechtigkeit bleiben herausfordernde Themen. Darüber bestand Einigkeit bei der Diskussionsrunde mit Monika Arzberger, Emilia Müller, Ulrike Keil, Stephanie Bräuer, Teresa Reichl und Ministerin Kerstin Schreyer (von links). Foto: KDFB, Gras

 

(München/kdfb) – Die großen Unterschiede bei Verdienst und Aufstiegschancen von Frauen und Männern bleiben auch 2019 bestehen. Das zeigt der Blick auf unterschiedlichste Branchen. Die Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes Landesverband Bayern (KDFB), Emilia Müller, ist überzeugt: „Gleiche Chancen, eine geschlechtsunabhängige Bewertung von Leistung und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind notwendig. Sonst geht es bei Lohngerechtigkeit nur im Schneckentempo weiter.“ Rollen- und Karrieremuster halten sich in den unterschiedlichsten Bereichen hartnäckig. Wie sind diese aufzubrechen? Dafür Lösungsansätze zu entwickeln, war Ziel einer Diskussionsveranstaltung des KDFB gestern, Montag, in München. Anlass war der Equal Pay Day am 18. März.

 

Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer machte deutlich: „Der Equal Pay Day ist eine Richtschnur, wie es um die Gleichstellung in unserem Land bestellt ist. Und da ist leider noch immer viel Luft nach oben. Denn auch in diesem Jahr müssen Frauen symbolisch bis zum 18. März umsonst arbeiten, während Männer bereits bezahlt werden. Selbst wenn man die strukturellen Ursachen weglässt – es kann nicht sein, dass Frauen ohne ersichtlichen Grund für die gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer. Damit sich hier etwas ändert, muss noch viel in den Köpfen passieren. Aber ich versichere Ihnen: Die Gleichstellung bleibt ganz oben auf meiner Agenda!“

 

Impulse aus Kulturszene, Spitzengastronomie und der Musikbranche zeigten den großen Handlungsbedarf bei der Aufgabe Lohngerechtigkeit. Die Kulturmanagerin Ulrike Keil zog anhand der Studie des Deutschen Kulturrats „Frauen und Kultur“ eine bittere Bilanz: „In kaum einer anderen Kulturbranche werden Frauen stärker diskriminiert als in der Musik. Komponierende Frauen verdienen im Schnitt 35 Prozent weniger als Männer, wenn sie überhaupt Aufträge bekommen.“

 

Auch in der Spitzen-Gastronomie sei eine Karriere für Frauen schwierig, so die Autorin Stephanie Bräuer. Der Weg ganz nach oben bleibe vielen verwehrt: „Wie in anderen Branchen haben ungleiche Karrierechancen auch hier in erster Linie mit der schweren Vereinbarkeit des Jobs mit einer Familie zu tun. Das ist nur langfristig zu lösen, wenn Kindererziehung für Männer und Frauen gleichermaßen selbstverständlich wird. Zudem braucht es den Willen zur Kreativität bei Arbeitgebern, aber auch den Mut zu neuen Ideen, gerade bei den Frauen in dieser Branche“, findet Bräuer.

 

Hartnäckige Rollenmuster sind auch Slampoetin Teresa Reichl gut bekannt. Mit ihrem Engagement in der Nachwuchsarbeit möchte sie junge Frauen motivieren, an sich zu glauben und keine Angst vor der Bühne zu haben. Ihre Reaktion auf diskriminierende Kommentare: „Ich gehe aktiv damit um, baue sie in mein Programm ein und stelle so manchen unbewussten und platten Kommentar als das hin, was er ist: frauenverachtend und diskriminierend.“ Wie diese zugleich überzeugende und humorvolle Strategie ausfällt, stellte sie mit einer Auswahl an Gedichten unter Beweis.

 

Die vielseitig besetzte Diskussionsrunde zeigte, dass viele Frauen ähnliche Erfahrungen machen. Die KDFB-Landesvorsitzende Emilia Müller forderte dazu auf, weiterhin aktiv und hartnäckig auf Verbesserungen im Hinblick auf Lohngerechtigkeit zu drängen: „Erste Erfolge zeigen sich in den aktuellen Tarifverhandlungen, die gerade die sozialen Berufe stärker in den Blick nehmen. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nimmt in der Arbeitswelt einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Wir sind auf dem richtigen Weg – aber noch lange nicht am Ziel. Frauen müssen in allen Branchen die gleichen Chancen haben. Erst dann ist Lohngerechtigkeit erreicht.“

 

 

 

Redaktion: Ulrike Müller-Münch

 


Brot für die Welt auf der weltgrößten Tourismusmesse ITB: Landrechtsverletzungen im Tourismus sind kein Einzelfall

Kein Landraub für Tourismus

 

ITB * Tourismus * Reisen * Landraub * Vertreibung

 

 

 

(Berlin/bfw) - Ganze Dörfer müssen dem Bau von Flughäfen weichen. Fischerfamilien verlieren den Zugang zum Strand, weil dort Hotels gebaut werden. Steigende Mieten verdrängen Bewohnerinnen und Bewohner aus beliebten Urlaubsorten. Landraub und Verdrängung durch Tourismus sind keine Einzelfälle, sondern ein ständiges Risiko der Tourismusentwicklung. Das bestätigt eine aktuelle Untersuchung von 25 Beispielen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Anlässlich der Internationalen Tourismusbörse (ITB, 6.-10. März) fordert Brot für die Welt – Tourism Watch, die Auswirkungen des Tourismus auf die Landrechte stärker in den Blick zu nehmen.

 

 

 

„In der globalen Debatte um Landraub spielt der Tourismus bisher kaum eine Rolle“, sagt Laura Jäger, Tourismusexpertin von Brot für die Welt. „Dabei macht es für die Menschen keinen Unterschied, ob sie für Tourismus oder für den Rohstoffabbau von ihrem Land vertrieben werden. Es ist deshalb höchste Zeit, den Tourismus nicht länger als unschuldige Dienstleistungsbranche zu betrachten, denn sein Land- und Ressourcenverbrauch ist enorm.“ So sind auf der Insel Efate im südpazifischen Inselstaat Vanuatu die meisten Küstengrundstücke an Ausländer verpachtet, die dort Ferienwohnungen und Hotels betreiben. Zugang zum Strand haben meist nur zahlende Gäste, sodass die lokalen Fischerinnen und Fischer ihre Fanggründe nicht mehr erreichen können.

 

 

 

Tourismus sollte deshalb nicht nur als wirtschaftlicher Impulsgeber betrachtet werden. Laura Jäger: „Tourismus ist auch Risikosektor. Wir brauchen menschenrechtliche Folgeabschätzungen und die Garantie, dass lokale Gemeinschaften für eine neue Landebahn oder durch einen grenzüberschreitenden Nationalpark nicht ihre Lebensgrundlage verlieren.“

 

 

 

Die Fachstelle Tourism Watch von Brot für die Welt setzt sich dafür ein, dass Reiseveranstalter die Rechte der lokalen Bevölkerung auf ihr Land und ihren Zugang zu überlebenswichtigen Ressourcen wie Wasser, Forst- oder Weideland als zentrale Elemente in ihre Risikoanalysen integrieren. Nur so können sie sichergehen, nicht mit Hotels zusammenzuarbeiten, die mit Landraub in Verbindung stehen.

 

 

 

Die Studie zeigt auch: Politik und Wirtschaft mangelt es an klaren Richtlinien und langfristigen Strategien der nachhaltigen Tourismusentwicklung zum Wohle aller. Das Land der Menschen dient zumeist nur als Kulisse für das Urlaubsvergnügen. Die Rechte der Menschen vor Ort – etwa auf ihr Land oder auf den Zugang zu Wasser und Ressourcen – werden kaum geschützt. „Ein grundlegender Paradigmenwandel im Tourismus ist notwendig. Nur wenn Tourismus zur nachhaltigen Entwicklung beiträgt und die Lebenssituation der Menschen verbessert, wird er zum viel gepriesenen Entwicklungsmotor“, sagt Jäger.

 

 

 


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