Wirtschaft

14.07.2018


Volker Jung informiert sich bei Viessmann in Allendorf / Eder

Betriebsbesuch des Kirchenpräsidenten: Energiewende und Digitalisierung bleiben große Herausforderungen

Foto: EKHN/Klaus Kordesch
Foto: EKHN/Klaus Kordesch

 

 

(Allendorf/Eder/ekhn) - Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, hat den Unternehmensstammsitz der Viessmann Group in Allendorf (Landkreis Waldeck-Frankenberg) besucht, wie die hessen-nassauische Öffentlichkeitsarbeit am Donnerstagnachmittag (12. Juli) mitteilte. Im Mittelpunkt der Delegationsreise in den nördlichsten Zipfel der Landeskirche stand der Gedankenaustausch mit Prof. Dr. Martin Viessmann, seiner Ehefrau Annette, Führungskräften des Unternehmens und Konzernbetriebsrat Matthias Godzik über Themen wie die Energiewende, Digitalisierung, Generationswechsel und Nachhaltigkeit.

 

 

 

„Als Familienunternehmen stehen wir der Nachhaltigkeit per se sehr nahe”, sagte Prof. Viessmann während seiner Begrüßung. Und die drei Säulen der Nachhaltigkeit seien die soziale Verantwortung, die Ökologie und die Ökonomie, die miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Als die großen Herausforderungen unserer Zeit bezeichnete Prof. Viessmann die Energiewende selbst und die Digitalisierung, ohne die die Energiewende nicht bewältigt werden könne. „Für uns als Hersteller von Heiztechnik heißt das: Wir müssen uns darauf einstellen, in Zukunft Wärme als Service und nicht nur den Wärmeerzeuger zu verkaufen und dazu vernetzte Produkte und Dienstleistungen rund um Energie zu entwickeln. Am Ende steht ein Energiemanagement für das intelligente Haus, das bei einem Mehr an Komfort  nicht nur weniger Energie verbrauchen, sondern auch Energie erzeugen wird”, so Prof. Viessmann.

 

 

 

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung ergänzte: „Wir stehen als Kirche mitten in der Gesellschaft, die wir auch mitgestalten wollen – zum Wohl aller Menschen. Für das gute Zusammenleben in einer Gesellschaft braucht es eine gute Ökonomie, die sozial und ökologisch ausgerichtet ist. Es ist schön zu hören und zu sehen, dass und wie die Firma Viessmann sich daran orientiert und dabei Verantwortung für viele Menschen – besonders auch in einer ländlichen Region - übernimmt.” Er betonte, dass es beeindruckend sei, wie aktiv und engagiert Viessmann die Herausforderungen der Energiewende, der digitalen Transformation und des Generationenwechsels annehme und gestalte. Die Kirche stehe selbst vor großen Herausforderungen. Deshalb sei der Besuch bei einem Industrieunternehmen wie Viessmann sehr aufschlussreich für ihn und seine Mitarbeiter. Denn bei dem Hersteller von Energiesystemen sei man besonders den Weg der digitalen Transformation bereits ein gutes Stück gegangen.

 

 

 

Wie Prof. Viessmann erklärte, habe man den Generationswechsel genutzt, um den Wandel im Unternehmen voranzutreiben. Sein Sohn Maximilian arbeite mit ganzer Kraft daran, das Kerngeschäft der Heiztechniksysteme zu digitalisieren. “In unserer Zeit lernen erstmals die Alten von den Jungen. Deshalb sind gerade Familienunternehmen wie wir gut beraten, für die erfolgreiche Gestaltung des Wandels die Kompetenz der nachwachsenden Generation zu nutzen.” Zum Programm des Informationsbesuchs gehörte auch ein Werksrundgang durch das Infocenter, das neue Technikum und die Fertigung von Gas-Wandgeräten.

 

 

 


BGH-Urteil schafft Klarheit zum digitalen Nachlass

 

 

·        DsiN begrüßt Rechtsklarheit für Verbraucher durch BGH-Urteil

 

·        Nur 5 Prozent der Nutzer haben digitalen Nachlass geregelt

 

·        DsiN rät Verbrauchern, Hilfsangebote anzunehmen

 


(Berlin/pm) - Das Soziale Netzwerk Facebook muss den Eltern eines verstorbenen Mädchens Zugang zu dem seit mehreren Jahren gesperrten Nutzerkonto ihrer Tochter gewähren. Das hat am heutigen Donnerstag der Bundesgerichtshof in Karlsruhe in einem Grundsatzurteil entschieden.

 

 

 

DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger begrüßt die neue Rechtsklarheit: „Mit dem Urteil des BGH besteht für Verbraucher künftig Klarheit, dass der digitale Nachlass wie das Erbe an Gegenständen behandelt wird. Alle Rechte und Pflichten an Onlinediensten gehen auf die Hinterbliebenen über. Sie können über den gesamten persönlichen Datenbestand in sozialen Netzwerken und E-Maildiensten des Erblassers verfügen.“

 

Zugleich weist DsiN auf die steigende Bedeutung durch das Urteil hin, den eigenen digitalen Nachlasses sorgfältig zu regeln: „Wenn sämtliche digitale Kommunikation für die Nachwelt zugänglich wird, Bilder, Briefe und Bankverkehre, sollten individuelle Vorkehrungen getroffen werden. Regelungen, wer das digitale Erbe verwalten soll und wie mit persönlichen Daten umgegangen wird, gehören unbedingt dazu“, so Littger.

 

 

 

Laut DsiN verfügen derzeit nur rund fünf Prozent über eine Regelung des digitalen Nachlasses. Vier von fünf Nutzern würden ihren Nachlass gerne abwickeln, wissen aber nicht genau wie. Die Initiative appelliert daher an Verbraucher, Angebote zur Regelung des digitalen Nachlasses anzunehmen. So klärt das DsiN-Projekt Digital-Kompass ältere Generationen über Fragen des digitalen Nachlasses auf und gibt konkrete Tipps zum Schutz der Privatsphäre:

 

 

 

·       Verfassen Sie ein Testament über Ihren digitalen Nachlass: Jeder Internetnutzer sollte schriftlich festhalten, welchen Umgang mit seinen Daten er sich nach Lebensende wünscht. Hierzu zählt die Löschung von Online-Konten ebenso wie die Benennung einer Person seines Vertrauens, welche die Ausführung regelt.

 

·       Machen Sie eine Auflistung über Ihr digitales Erbe: Hierzu zählen E-Mail- und Online-Banking-Konten ebenso wie Zugänge zu Sozialen Netzwerken, Apps oder bei Streaming-Diensten. 

 

·       Verwalten Sie Ihre Passwörter und Zugänge sicher: Nur wenn Zugangsdaten sicher hinterlegt wurden, können Hinterbliebene im Sinne des Verstorbenen handeln.

 

 

 

Über Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN)

 

DsiN ist Ansprechpartner für Verbraucher und Unternehmen zu konkreten Hilfestellungen für IT-Sicherheit. Mit seinen Mitgliedern und Partnern betreibt der Verein zahlreiche Projekte zum sicheren Umgang in der digitalen Welt. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ist Schirmherr von DsiN. www.sicher-im-netz.de

 


EVANGELISCHE KIRCHE UND DIAKONIE WÜRDIGEN SOZIALES ENGAGEMENT

EVANGELISCHER STIFTER- UND STIFTERINNENPREIS AN SAP-GRÜNDER

 

(Karlsruhe/Weinheim/ekiba) - Der Evangelische Stifterinnenpreis 2018 geht an die Eheleute Hans-Werner und Josephine Hector. Die Stiftungen der Evangelischen Landeskirche und der Diakonie Baden ehren beide für ihr breites Engagement, insbesondere im sozialen Bereich.

 

Torsten Sternberg von der Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden sagte, Josephine und Hans-Werner Hector hätten mit der Arbeit ihrer Stiftungen gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Die Jury habe überzeugt, dass beide nicht aus rein persönlichem Interesse förderten. Sie engagierten sich einfach dort, wo Hilfe gebraucht werde.

 

Volker Erbacher von der Stiftung Diakonie Baden ergänzte, das Ehepaar Hector kümmere sich um jene, die nicht die Chancen im Leben gehabt hätten, die ihnen selbst vergönnt gewesen seien. Die Hector Stiftungen stießen innovative Projekte an, die vom Land, einer Kommune oder anderen Trägern aufgegriffen und weitergeführt werden könnten.

 

Hans-Werner und Josephine Hector hatten 1995 in Weinheim an der Bergstraße die H.W. & J. Hector Stiftung zu Weinheim gegründet. 2008 wurde die Hector Stiftung II ins Leben gerufen. Neben den Bereichen Wissenschaft und Bildung (Hochbegabtenförderung), medizinische Forschung, Kunst und Kultur engagieren sich die Stiftungen insbesondere für sozial benachteiligte Menschen. Hans-Werner Hector gehört zu den Gründern des Softwareherstellers SAP. 1995 hatte er das Unternehmen verlassen. Seitdem engagiert sich der heute 78-jährige für gemeinnützige Zwecke.

 

Die Hector Stiftungen unterstützen soziale Projekte insbesondere in der Rhein-Neckar-Region. Die Unterstützung von geistig behinderten Menschen hat dabei eine führende Rolle. So finanzierten die Stiftungen Baugrundstücke, Wohnheime und Erweiterungsbauten für Einrichtungen der Behindertenhilfe. Darüber hinaus profitieren Kindergärten und ein Hilfsangebot für Straßenkinder von der Förderung der Stiftungen. Außerdem unterstützen sie gezielt Kirchengemeinden.

 

Der Evangelische Stifterinnen-Preis 2018 wird beim Stiftungsforum am 27. September 2018 in Karlsruhe verliehen. Der Ehrenpreis wird alle zwei Jahre vergeben.

 

Die Stiftungen von Evangelischer Landeskirche und Diakonie finanzieren aus den Erträgen ihres Vermögens vor allem Serviceangebote. Ohne Ansehen von Alter, Geschlecht, sozialer Stellung und persönlichem Glauben unterstützen sie Menschen, die ihrer Hilfe bedürfen.

 


Bonifatiuswerk fördert Projekte mit 14,5 Millionen Euro - Jahresbericht in der Leipziger Propstei veröffentlicht

Starker Partner für Katholiken in der Diaspora

 

 

(Paderborn/bw) - Wo sich Herausforderungen im Glaubensleben in der Diaspora zeigen, steht das Bonifatiuswerk den Menschen als verlässlicher Partner zur Seite. Mit 14,5 Millionen Euro hat das „Hilfswerk für den Glauben“ im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 776 Projekte in der Diaspora Deutschlands, Nordeuropas und des Baltikums gefördert, teilte das Bonifatiuswerk während seiner Jahrespressekonferenz in der Leipziger Propstei mit.

 

 

 

„Um die Weitergabe des Glaubens in einer multikulturellen und zunehmend kirchenfernen Gesellschaft zu stärken, ist es uns ein besonderes Anliegen, heute die Lebenswege junger Menschen zu fördern, damit Kirche und Gesellschaft morgen nicht alt aussehen“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen. Das Bonifatiuswerk konnte im vergangenen Jahr unter anderem im Bau befindliche Kindertagesstätten sowie religionspädagogische Maßnahmen mit 550.000 Euro unterstützen. „In den Kitas zeigt sich auf lebendige Art und Weise, wie der Glaube erfahren und gelebt werden kann. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit bei Kindern und Eltern, auch bei denen, die keiner christlichen Konfession angehören“, fügte Austen hinzu.

 

 

 

In den Diasporagebieten Deutschlands wurden Projekte mit 4,6 Millionen Euro, in Norwegen, Schweden, Dänemark Finnland und Island mit 2,8 Millionen Euro und in Estland und Lettland mit 506.000 Euro gefördert. Unterstützt wurden 75 Bauprojekte mit drei Millionen Euro, 621 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe mit 1,8 Millionen Euro und 35 Projekte der Glaubenshilfe mit 1,1 Millionen Euro. Durch die Verkehrshilfe konnten 43 BONI-Busse mit 758.000 Euro für die Gemeindearbeit gefördert werden. In missionarische Initiativen zur Neuevangelisierung sowie in die religiöse Bildungsarbeit flossen zwei Millionen Euro, in die Projektbegleitung 405.500 Euro. Aus zweckgebundenen Mitteln des Diaspora-Kommissariats wurden 3,7 Millionen Euro an Projekte in Nordeuropa weitergeleitet.

 

 

 

Die Förderung der Projekte finanziert das Bonifatiuswerk insbesondere durch Einnahmen aus Kollekten (4,8 Millionen Euro), Spenden/Beiträgen/Vermächtnissen und Schenkungen (5,3 Millionen Euro) und aus Mitteln des Diaspora-Kommissariates. Die Kollekten sind im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Lediglich bei der Kollekte zum Diaspora-Sonntag zeigte sich ein leichter Rückgang um 17.000 Euro auf 2,1 Millionen Euro. Die Erstkommunionkinder spendeten 1,8 Millionen Euro für Kinder- und Jugendhilfe-Projekte. Aus der Vermögensverwaltung und aus sonstigen Einnahmen sind dem Bonifatiuswerk 1,6 Millionen Euro zugeflossen. Der Verwaltungsaufwand wird aus diesen Einnahmen getragen, so dass alle Spendengelder in voller Höhe satzungsgemäß in die Projektförderung fließen.

 

 

 

Dass es dem Bonifatiuswerk gelungen ist, Brücken des Glaubens in der Diaspora zu schlagen, zeigt der Neubau der Marienkirche im schwedischen Södertälje. Dort hat die katholische Kirche in Schweden auf den starken Zuzug katholischer Migranten reagiert, die dort eine neue Heimat im Glauben gefunden haben. Über das Bonifatiuswerk wurde der Bau der Kirche und des Gemeindezentrums mit 1,37 Millionen Euro unterstützt.

 

 

„Die christliche Botschaft ist Kern und zentraler Inhalt unseres Handelns. Ein wichtiges Ziel ist es daher, Glaubensorte und -wege in der Diaspora auszumachen und zu fördern, um gemeinsame Glaubenserfahrung und Glaubensbildung zu ermöglichen“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus. Gerade in den durch Zuwanderung geprägten nordeuropäischen Ländern Dänemark, Finnland und Island zeige sich eine angespannte finanzielle Situation. Die Nachwirkungen der Staatskirchen, die über viele Jahrzehnte Bestand hatten, verdeutlichten, dass die Unterstützung durch die deutschen Katholiken, insbesondere durch das Bonifatiuswerk, von elementarer Bedeutung sei.


Evangelischer Oberkirchenrat SCHLIESST HERTIE-AUDIT MIT vierter ZERTIFIZIERUNG AB

Familienfreundlicher Arbeitgeber

 

(Karlsruhe/Berlin/ekiba) - Im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe können Beschäftigte Familie und Arbeit gut miteinander vereinbaren. Am 27. Juni wird der Verwaltungszentrale der Evangelischen Landeskirche in Baden für ihre Familienfreundlichkeit zum vierten Mal das Zertifikat des „audit berufundfamilie“ der gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Berlin überreicht.

 

 

 

„Ich freue mich, dass die vielfältigen Maßnahmen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und die Familien zu stärken, durch das Zertifikat bestätigt werden“, erklärt die Geschäftsführende Oberkirchenrätin Uta Henke. „Viele positive Rückmeldungen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigen mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Diesen gilt es allerdings, immer weiter zu entwickeln.“

 

 

 

Michaela Simon, Leiterin der Personalverwaltung im Evangelischen Oberkirchenrat, wird in Berlin gemeinsam mit 300 weiteren deutschen Unternehmen und Institutionen ihr Zertifikat aus den Händen von John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, entgegennehmen.

 

Vor zehn Jahren hat der Evangelische Oberkirchenrat Karlsruhe seine erste Zertifizierung erhalten. Seit damals habe sich für die inzwischen 470 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel bewegt, freut sich Michaela Simon. Mehr als 50 flexible Arbeitszeitmodelle, Ferienbetreuung, Telearbeitsplätze und Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements seien nur einige der bereits verwirklichten Maßnahmen. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schon für junge Menschen, meist Frauen, zu steigern, ist einer der acht Ausbildungsplätze im Haus für die Teilzeitausbildung zur oder zum Verwaltungsfachangestellten reserviert. Im Herbst wird die inzwischen fünfte Auszubildende in Teilzeit ihre Ausbildung im Oberkirchenrat beginnen.

 

 

 

Da nach der vierten Zertifizierung die Hertie-Stiftung davon ausgeht, dass eine familienfreundliche Ausrichtung fest in der Unternehmenskultur verankert ist, bekommt der Oberkirchenrat nun eine Zertifizierung mit dauerhaftem Charakter verliehen, die nicht nach drei Jahren erneuert werden muss, allerdings im Drei-Jahres-Zyklus überprüft wird. Das soll dennoch keinen Stillstand bedeuten. „Es geht jetzt um eine Verstetigung der Familienfreundlichkeit, darum, an den Themen dran zu bleiben und die bisherigen Ergebnisse zu evaluieren“, erläutert Michaela Simon. Gerade arbeite man im Projektteam daran, „Pflegelotsen“ einzuführen. Das sind Verwaltungsmitarbeiter/-innen, die selbst bereits Erfahrung mit der Pflege von Familienangehörigen gesammelt haben und sich als Erstansprechpartner bzw. „Ersthelfer“ zur Verfügung stellen, wenn Kolleginnen und Kollegen plötzlich mit einem Pflegefall konfrontiert werden. Dabei geht es vor allem darum, Betroffene dann an die richtigen Stellen zu verweisen, an denen sie finanzielle und ganz praktische Hilfe bekommen können.

 

 

 

Das „audit berufundfamilie“ gibt es inzwischen seit 20 Jahren. Aus der Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung hervorgegangen, steht es heute in ganz Deutschland für eine gewinnbringende und nachhaltige familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik.

 


Deutsche Kommission Justitia et Pax sorgt sich um Wirksamkeit der Steuer

Pläne für Finanztransaktionssteuer sind zu schwach

Foto: bt
Foto: bt

(Trier/bt) – Anlässlich des nächsten Treffens der EU- Finanzminister am 22. Juni 2018 drückt der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann, seine Sorge um die Wirksamkeit einer abgeschwächten Finanztransaktionssteuer (FTT) aus, wie sie Bundesfinanzminister Olaf Scholz nun in Aussicht stellt. „Zehn Jahre nach dem Skandal um Lehman Brothers setzen Banken den Hochfrequenzhandel mit Finanzprodukten und Derivaten unverändert und ungehindert fort. Ebenso leben immer noch um die 800 Millionen Menschen in extremer Armut mit weniger als 1,90 US-Dollar Einkommen am Tag. Die Folgen des Klimawandels sind in den letzten zehn Jahren immer deutlicher geworden“, beschreibt Ackermann die Situation, die die FTT nach wie vor notwendig mache.

 

In seiner Erklärung beurteilt er den neuen Vorschlag des Bundesministers als nicht effizient genug, da eine Besteuerung des Aktienhandels alleine keine oder zumindest nur eine geringe Wirkung gegen ausufernde Spekulationen habe. Zudem werde viel weniger Geld eingenommen werden, da der Aktienmarkt nur einen Bruchteil des gesamten Marktes der Finanztransaktionen ausmacht. Darüber hinaus werde die Aushandlung einer Steuer unter den 27 Mitgliedsstaaten der EU die Einführung bedenklich verzögern. „Damit drohen die Bemühungen um eine Finanzmarktregulierung zu scheitern“, stellt Ackermann fest. Er plädiert daher dafür, den ursprünglichen Vorschlag der österreichischen Regierung von 2013 aufzugreifen, der eine umfassendere Besteuerung etwa auch von Derivaten vorsah, und das europäische Instrument der verstärkten Zusammenarbeit zu nutzen.

 

Die Deutsche Kommission Justitia et Pax gehört zu den Erstunterzeichnern der Kampagne „Steuer gegen Armut: Die Finanztransaktionssteuer“, die von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis nach der Finanzkrise im Jahr 2008 die Besteuerung des Handels mit Finanzprodukten als ein wichtiges Instrument gefordert hatte, um den außer Kontrolle geratenen Finanzmarkt effektiv zu regulieren und die Menschen vor weiteren Finanz- und Wirtschaftskrisen zu schützen. Dabei war ein Hauptanliegen, die Einnahmen dieser Steuer zur Bekämpfung weltweiter Armut und der Folgen des Klimawandels einzusetzen.

 

 

 


Brückenteilzeit verringert Altersarmutsrisiko vor allem von Frauen

 

(Köln/kdfb) – Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) begrüßt den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts und zur Einführung einer Brückenteilzeit, dem das Bundeskabinett heute zugestimmt hat.

 „Das ist ein wichtiger Schritt, der die Gefahr der Teilzeitfalle vor allem für Frauen verringert. Denn 80 Prozent der Teilzeitbeschäftigten sind Frauen. Bisher sah das Teilzeitrecht lediglich den Anspruch auf unbegrenzte Teilzeitarbeit vor. Das ist mit dem Risiko verbunden, dauerhaft in Teilzeit bleiben zu müssen“, so KDFB-Vizepräsidentin Marianne Bäumler. „Mit der Brückenteilzeit wird es Frauen (und Männern) besser ermöglicht, in Phasen ihres Lebens mehr Sorgearbeit oder ehrenamtliches Engagement übernehmen zu können, ohne dadurch einem erhöhten Altersarmutsrisiko ausgesetzt zu sein.“

 

Der Entwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sieht vor, dass das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) um einen Rechtsanspruch auf zeitlich begrenzte Teilzeit ergänzt wird. Dieser Anspruch soll ab 1. Januar 2019 dazu führen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach einer Teilzeitphase, die mindestens ein Jahr und höchstens fünf Jahre dauert, wieder zu ihrer vorherigen Arbeitszeit zurückkehren können. Das Gesetz soll für Unternehmen mit mindestens 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelten. „Hier wäre aus unserer Sicht ein uneingeschränkter Rechtsanspruch auch für kleinere Unternehmensgrößen wünschenswert gewesen“, fasst Marianne Bäumler zusammen.

 

Redaktion: Gabriele Klöckner

 


Zu Beginn der Urlaubszeit startet das Magazin „der pilger“ eine mehrstufige Werbekampagne zur smarten Neuleseransprache an Einzelverkaufsstellen

Foto: Peregrinus GmbH
Foto: Peregrinus GmbH

Über 17.500 Abonnenten innerhalb eines Jahres geben die Richtung für die aktuelle Werbekampagne vor: Sommerausgabe zieht Neuleser mit Gutscheinen an den Kiosk 

 

 

(Speyer/pm) – Zu Beginn der Urlaubszeit startet das Magazin „der pilger“ ab sofort eine mehrstufige Werbekampagne zur Neuleseransprache. Nachdem das Mindstyle-Magazin mit christlichem Fokus bereits ein Jahr nach dem Erstverkaufstag am Kiosk über 17.500 Abonnenten zählt, lautet das Kampagnenziel, bundesweit Neuleser am Kiosk zu gewinnen und die verkaufte Auflage von derzeit rund 30.000 Exemplaren zu steigern.

 

Mehrstufige Kampagnen bis Ende 2018: Gutscheine via eazers App werden mit Plakat und Display kombiniert, um am PoS Flagge zu zeigen

 

Die Titelstory der Sommerausgabe – „Von der Kunst, gelassen die Welt zu entdecken" – liefert den Impuls, um Neuleser via Smartphone an den Kiosk zu leiten: Bis Jahresende werden im Auftrag des Speyerer Verlags Peregrinus insgesamt drei Gutschein-Kampagnen über die eazers App realisiert. Damit das „Magazin für die Reise durchs Leben“ zusätzlich auch mit mehr Präsenz am „Point of Sale“ glänzt, wird die digitale Gutschein-Kampagne zunächst mit sogenannten „Highlight Plakaten“ und nachfolgend mit 5.000 Einmal-Displays beworben. In der Ausgabe 4/2018 werden dann 1.111 Regalschalen in ausgewählten Einzelverkaufsstellen bestückt und mit „Highlight Plakaten“ kombiniert.

 

Smarte Leseanreize schaffen, um aus Interessenten Käufer zu machen

 

Marco Fraleoni, Geschäftsführer bei Peregrinus, erklärt: „Über die eazers App sprechen wir mit der digitalen Gutschein-Kampagne rund 50.000 potenzielle Magazinkäufer an. Parallel steigern wir die Bekanntheit und schaffen gezielt Anreize, am Kiosk vorbeizuschauen und unser Mindstyle-Magazin mit christlichem Fokus in die Hand zu nehmen!“ Seit diesem Jahr erhalten Abonnenten der gleichnamigen Speyerer Kirchenzeitung, die ebenfalls bei Peregrinus verlegt wird, viermal jährlich das bundesweite Magazin „der pilger“ mit der Kirchenzeitung als Kombi. Die aktuelle Druckauflage der – am 30. Mai erschienenen – Sommerausgabe beträgt 75.000 Exemplare. Die verbreitete Auflage soll auf mehr als 45.000 Magazine klettern. Darin sind 9.600 Lesezirkel-Exemplare enthalten.

 

Cover-Split, damit das Einsortieren im Mindstyle-Regal gezielter erfolgt

 

Das aktuelle Magazin „der pilger“ kommt zum zweiten Mal im Cover-Split an den Kiosk: In Nord- und Ostdeutschland erscheint das Magazin „der pilger“ mit einem Titel, der sich an Elementen aus dem Mindstyle-Bereich orientiert. Ergänzend wird die neu gestaltete Titelseite auch in sechs Grossogebieten in Süddeutschland getestet. Marco Fraleoni, Geschäftsführer bei Peregrinus, erklärt: „Um unsere Leser im Mindstyle-Bereich noch gezielter anzusprechen, wollen wir mit dem Coversplit unsere Ausrichtung verdeutlichen und auch die Platzierung am ,Point of sale‘ vereinfachen: Aufgrund des Namens werden wir am Kiosk teilweise als Wander- oder Urlaubsmedium wahrgenommen und nicht im Mindstyle-Regal einsortiert!“

 

Weitere Informationen über das Mindstyle-Magazin mit christlichem Fokus bieten der Webauftritt (www.der-pilger.de) und die Facebook-Präsenz (www.facebook.com/pilger.magazin).           

 

 

 

Zusatzinformationen:

 

Als neuartiges Mindstyle-Magazin mit christlichem Fokus greift das Magazin „der pilger“ die Sehnsucht vieler Menschen nach Stille, Sinnfindung und einem erfüllten Leben auf. „der pilger“ begleitet Leserinnen und Leser mit Beiträgen, die das Herz berühren und zum Nachdenken, Zurücklehnen und Durchatmen einladen. Die Bereiche Spiritualität und Religion bilden wichtige Themen. Es werden Pilgerwege und inspirierende Reiseziele vorgestellt, christliche Feste erklärt, aber auch Impulse gegeben, um die Welt täglich etwas besser zu machen. Ergänzend dazu werden klassische Lifestyle-Themen aus den Bereichen Natur und Gesundheit aufgegriffen und Menschen vorgestellt, die auf besondere Weise leben oder Außergewöhnliches leisten. Die Heftkonzeption des Magazins „der pilger“ schafft mit beeindruckenden Bildern und Beiträgen prominenter Autoren – unter anderem von Anselm Grün, Franz Alt, Michael Albus, Petra Altmann, Manfred Lütz oder Pilgerpastor Bernd Lohse – einen besonderen Blickwinkel. Die erfrischende Kombination aus Unterhaltung und Wissen wird von einer einfühlsamen Sprache sowie einem qualitativ hochwertigen Journalismus und einem die Sinne ansprechenden Layout unterstrichen.

 

Der Heftpreis beträgt 4,80 Euro. Das Jahresabo kostet inklusive Zustellung 19,20 Euro. Das neue Magazin „der pilger“ erscheint vierteljährlich und ist im gesamten deutschsprachigen Raum erhältlich. Die Druckauflage für die aktuelle Ausgabe liegt bei 75.000 Exemplaren. Als ePaper in einer App ist „der pilger“ bei Google Play, iTunes, Amazon sowie unter www.der-pilger.de erhältlich. „Der pilger - Magazin für die Reise durchs Leben“ wird bei der Peregrinus GmbH aus Speyer verlegt. In diesem Verlag erscheint unter anderem auch Deutschlands älteste Bistumszeitung „der pilger“. Die bundesweite Anzeigenvermarktung leistet die KONPRESS-Medien eG mit Sitz in Frankfurt/M. Die Mediadaten 2018 sind unter www.konpress.de sowie bei Peregrinus (Anzeigen, Telefon +49 (0)6232 3183-78) erhältlich. In Österreich übernimmt KIZMedia die Anzeigenberatung und -vermarktung des Magazins „der pilger“. Die Mediadaten sind erhältlich bei: Telefon +43 676 8776 3941, E-Mail office@kizmedia.at.

 


Ford S-MAX für Selbsthilfegruppe "KINDERHILFE"

Foto: obs/Ford-Werke GmbH/John Farr
Foto: obs/Ford-Werke GmbH/John Farr

v.l.n.r.: Dr. Dieter Hasse, Vorstand KINDERHILFE e.V.; PD Dr. Arend von Stackelberg, Oberarzt Charité-Universitätsmedizin, Campus Virchow Klinikum Berlin; Arthur S., Carolin Pscheidl mit Sohn Theo Lich, Patienten mit Angehörigen; Dr. Clemens Doepgen, Mitglied der Geschäftsführung Ford-Werke; Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. ; Jürgen Schulz, Vorstandsvorsitzender KINDERHILFE e.V.. Foto: obs/Ford-Werke GmbH/John Farr

 

 

 

 

   - Selbsthilfegruppe für krebs- und schwerkranke Kinder erhält Ford

 

     S-MAX in Berlin

 

 

 

   - Fahrzeug im Wert von 50.000 Euro

 

 

 

   - Übergabe durch Jose Carreras Leukämie-Stiftung und Ford

 

 

 

(Berlin/pm) - Ford Geschäftsführungsmitglied Dr. Clemens Doepgen und Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung, übergaben heute in Berlin einen Ford S-MAX an Vertreter der Selbsthilfegruppe "KINDERHILFE - Hilfe für krebs- und schwerkranke Kinder e.V.".

 

 

 

"Ford unterstützt seit vielen Jahren das ehrenamtliche Engagement seiner Beschäftigten in Form von Arbeitskraft und Knowhow als auch gemeinnützige Organisationen mit Mobilitätsspenden. Daher freut es uns besonders, dass wir mit diesem Ford S-MAX die herausragende Arbeit der Selbsthilfegruppe KINDERHILFE erleichtern können", so Dr. Clemens Doepgen, Mitglied der Geschäftsführung der Ford-Werke, anlässlich der Übergabe.

 

 

 

Auch Dr. Gabriele Kröner zeigte sich erfreut: "Das Engagement der Selbsthilfegruppe kann dank der neuen Mobilität noch wesentlich effektiver und vielfältiger genutzt werden. Besonders beeindruckt hat uns dabei das Konzept der Selbstverteidigungskurse für die kleinen Patienten, denn zur Überwindung einer solch schweren Krankheit braucht es Kraft. Wir sind den Verantwortlichen der Ford-Werke GmbH sehr dankbar für die großzügige Fahrzeugspende."

 

 

 

Der Ford S-MAX Vignale im Wert von 50.000 Euro ist Teil einer Kooperation der Ford-Werke mit der José Carreras Leukämie-Stiftung, die im Mai letzten Jahr begann. Unter dem Motto "Probefahren für einen guten Zweck" stiftete der Kölner Automobilhersteller neben dem Fahrzeug an die José Carreras Leukämie-Stiftung gemeinsam mit seinen Händlern pro absolvierter Probefahrt 20 Euro an eine gemeinnützige lokale Organisation. Insgesamt kamen so im abgelaufenen Jahr über

 

80.000 Euro zusammen. Aufgrund der positiven Resonanz läuft die Spendenaktion auch dieses Jahr.

 

 

 

Ford-Werke GmbH

 

 

 

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutsches Automobilunternehmen mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln und Saarlouis mehr als 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1925 wurden mehr als 40 Millionen Fahrzeuge produziert.

 

 

 

Für weitere Informationen zu den Produkten von Ford besuchen Sie bitte www.ford.de.

 


Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel trifft Jugendliche zu Datensicherheit

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel empfängt die myDigitalWorld-Preisträger 2017/2018 im Bundeskanzleramt. Foto: DsiN
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel empfängt die myDigitalWorld-Preisträger 2017/2018 im Bundeskanzleramt. Foto: DsiN

 

  • · Schulklasse aus Fürstenwalde gewinnt Jugendwettbewerb zu „Daten sind das neue Gold“
  • · Bundeskanzlerin würdigt Engagement Jugendlicher für Datenschutz
  • ·Jugendwettbewerb myDigitalWorld von DsiN motiviert zu Achtsamkeit im Netz

 

(Berlin/pm) – Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel traf am heutigen Mittwoch die Gewinnerklasse des diesjährigen DsiN-Jugendwettbewerbs myDigitalWorld. Mit einem Beitrag zum Thema „Daten sind das neue Gold“ zeigten die Schüler der Klasse 10c des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus Fürstenwalde in Brandenburg neue Wege im kritischen Umgang mit persönlichen Daten auf.

 

„Junge Menschen sind ein wichtiges Vorbild für Gleichaltrige. Dies gilt auch beim sicheren und souveränen Umgang mit der digitalen Welt. 200 Beiträge aus deutschsprachigen Schulen im In- und Ausland zeigen, dass Datensicherheit und Datenschutz Themen sind, mit dem Schülerinnen und Schüler sich heute aktiv auseinandersetzen. Der Jugendwettbewerb myDigitalWorld ist dafür ein gutes Forum“, erklärt Dr. Thomas Kremer, Vorstandsvorsitzender von Deutschland sicher im Netz.

 

Der Jugendwettbewerb myDigitalWorld fördert bei jungen Menschen einen reflektierten Umgang mit digitalen Chancen und Gefahren im Internet. In diesem Jahr rief der Verein Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) gemeinsam mit dem Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) dazu auf, sich mit der Erhebung und Verarbeitung von großen Datenmengen im Alltag zu befassen. Hauptpreis ist eine Klassenreise nach Berlin. Neben einer Führung durch das Bundeskanzleramt steht auch ein Besuch im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat auf dem Programm.

 

Der Jugendwettbewerb wird vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat unterstützt, gemeinsam mit den DsiN-Mitgliedern Deutsche Telekom, Google Deutschland und Ericsson.

 

 

Über Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN)

 

DsiN ist Ansprechpartner für Verbraucher und Unternehmen für einen sicheren Umgang mit dem Internet. In Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern und Partnern entwickelt der Verein Strategien und Maßnahmen zum sicheren Umgang in der digitalen Welt. In der Digitalen Agenda der Bundesregierung wurde beschlossen, die Unterstützung und Zusammenarbeit mit DsiN zu verstärken. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ist Schirmherr von DsiN. www.sicher-im-netz.de

 

 

 

Über den Jugendwettbewerb myDigitalWorld

 

Der Jugendwettbewerb ist auf dem IT-Gipfel der Bundesregierung entstanden. Er fördert den sicheren Umgang bei jungen Menschen mit dem Internet. Seit 2016 kooperiert

 

myDigitalWorld mit dem Schülerwettbewerb zur politischen Bildung in Form einer

 

gemeinsam gestalteten Aufgabenstellung zum Thema „Digitales Ich“. Zu den Paten des

 

Wettbewerbs 2016/2017 gehören das Bundesministerium des Innern, DsiN-Mitglieder Deutsche Telekom, Google sowie Ericsson. Weitere Informationen finden Sie unter www.mydigitalworld.org.

 


Studie: Plastic fantastic - Wir sind umweltfreundlich!

QUELLE www.splendid-research.com
QUELLE www.splendid-research.com

 

 

(Hamburg/pm) -Früher als wissenschaftliches Wunder gesehen, heute als Geißel der Umwelt: Die Erfindung des Kunstmaterials Plastik ist gerade einmal gute hundert Jahre her und doch wird unser Planet mittlerweile davon überschwemmt. In der aktuellen und repräsentativen Online-Erhebung des Marktforschungsinstituts SPLENDID RESEARCH unter 1.016 Deutschen im Alter von 18 bis 69 Jahren geht es um die Frage, wie verbreitet die Nutzung von Plastiktüten beim Einkauf ist. Nehmen die Kunden eher einen Stoffbeutel von zu Hause mit oder zücken sie im Geschäft ihr Kleingeld für eine Tüte? Bestehen Unterschiede zwischen Stadt und Land und zwischen Lebensmitteleinkauf und Bekleidungserwerb?

 

Da freut sich die Umwelt: Ganze 85 Prozent der Kunden benutzen für ihren Lebensmitteleinkauf eine Tragehilfe, die sie von zu Hause mitgenommen haben. Doch welcher Art sind die Tüten und Taschen? Ein knappes Drittel derjenigen, die sich für eine Tragehilfe von daheim entscheiden, nehmen einen Stoffbeutel mit, 26 Prozent den klassischen Einkaufskorb und ein Fünftel greift auf die guten alten Mehrweg-Tragetaschen zurück. Lediglich vier Prozent wählen die Plastiktüte.

 

Für welche Tragehilfe entscheidet sich der geringe Prozentsatz, der seine Tasche vor Ort erwirbt?  „Mehrweg-Tragetaschen werden bevorzugt gekauft“, so Nadine Corleis, Studienleiterin. 36 Prozent nähmen diese. Gefolgt von Stoffbeuteln, die immer noch von einem guten Viertel der Kunden ausgewählt werden. „Allerdings ist die Anzahl der Kunden, die sich eine Plastiktüte im Laden aussuchen, eher hoch und liegt bei fast einem Fünftel“, so Corleis. Durch alternative Angebote und den Wegfall von dem Angebot „Plastiktüte“ könne diese Zahl sicherlich noch weiter reduziert werden.

 

Beim Kleidungskauf: 40 Prozent der Kunden kaufen Tüte im Shop

 

Beim Einkauf von Kleidung sieht es etwas anders aus: 60 Prozent der Kunden, also ein Viertel weniger als beim Essenskauf, ziehen es in Erwägung, eine Tragehilfe von zu Hause mitzubringen. Stoffbeutel machen hier das Rennen – 53 Prozent derjenigen, die sich ein Behältnis mitnehmen, entscheiden sich dafür. Ein knappes Fünftel nutzt den praktischen Allrounder Rucksack und 17 Prozent wählen die Mehrweg-Tragetasche. Auch hier sind es nur sechs Prozent, die zur Plastiktüte von zu Hause greifen. Übrigens: Egal, ob Bauer oder Großstädter – die Ergebnisse auf dem Land und in der Stadt weisen kaum Diskrepanzen auf.

 

Deutliche Reduktion des Plastiktütenerwerbs seit 2015

 

Beim Erwerb von Plastiktüten pro Monat macht die Studie im Vergleich zum Jahr 2015 einen Rückgang um 24 Prozentpunkte aus. „Waren es vor drei Jahren noch 33 Prozent der Kunden, die keine Plastiktüte erworben haben, so ist diese Zahl in diesem Jahr auf 57 Prozent angestiegen“, bilanziert Corleis. Die Zahlen korrespondieren mit der Nutzungshäufigkeit von Plastiktüten: Jeder vierte Bundesbürger setzt sie öfter als zehn Mal ein – das sind 13 Prozent mehr als noch vor drei Jahren. Lediglich 16 Prozent der Käufer schmeißen ihre Plastiktüte nach einem einzigen Einkauf in den Müll.

 

Ausblick: Kunden unterstützen Umweltschutz

 

Die Nutzung von Plastiktüten sinkt stetig, ist aber noch immer ein großes Thema. Mit Hilfe einer Umweltabgabe könnte das Unheil weiter eingedämmt werden: „72 Prozent der Bürger befürworten eine Abgabe von 22 Cent auf jede Plastiktüte“, so die Studienleiterin. Auch wenn dies ein geringer Rückgang von vier Prozentpunkten im Vergleich zu 2015 sei, so „macht die Erhebung deutlich, dass nach wie vor eine hohe Zustimmung zu einer Einführung dieser Abgabe existiert.“ Alles in allem sei die Bevölkerung also auf einem guten Weg dahin, sich irgendwann komplett von der Plastiktüte zu verabschieden.

 

Die vollständige Studie gibt es kostenlos unter www.splendid-research.com/studie-plastiktueten-2018

 


Die Zukunft spricht nachhaltig – mit kompostierbarem Einweggeschirr als natürliche Alternative zu Plastikteller & Co.

Foto: www.my-greenfactory.de
Foto: www.my-greenfactory.de

 

 

(Niedernberg/pm) - Europa denkt endlich darüber nach unnötigen Plastikmüll zu verbieten. Denn zu vielen Plastikprodukten gibt es bereits hervorragende Alternativen. Dabei soll Einweg niemals Mehrweg ersetzen, sondern wenn Einweg sein muss dann doch bitte nachhaltig und umweltbewusst.

 

Zum Beispiel mit Einweggeschirr aus Zuckerrohr, welches eine CO² Bilanz aufweist wie Recyclingkarton.

 

 

 

Dabei heißt es seit 2006: „Deutschland isst gesund!“ In kaum einem Land wird so bewusst auf eine gesunde und natürliche Ernährung geachtet wie bei uns. Nur bei den Verpackungen wird nicht auf die natürliche Komponente Wert gelegt. Die my-GreenFactory GmbH bietet hier eine hervorragende Alternative zu Einweggeschirr aus Plastik, Styropor oder Pappe.

 

 

 

Auf Kindergeburtstagen gibt es statt Zuckerbomben nahrhaften Karottenkuchen. Fast-Food-Ketten bieten vom vitaminreichen Salat bis hin zum Bio-Burger an. Nur serviert und transportiert wird das Essen für die Party oder für unterwegs immer noch in unnatürlichen Kunststoffverpackungen, welche die Umwelt belasten. Die traurige Bilanz: Mit 37 Kilogramm Plastikmüll pro Einwohner lag Deutschland 2015 deutlich über dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch in der EU.

 

 

 

Doch damit ist jetzt Schluss! Endlich! Die Niedernberger Firma my-GreenFactory GmbH handelt seit 2006 mit ihrem kompostierbaren Einweggeschirr my-Bio welchews aus Pressrückständen aus Zuckerrohr hergestellt wird. Durch diesen Umstand werden diese Produkte zu einem Naturereignis! Bequem kann so das Geschirr mit den Essensresten in der Biotonne oder auf dem heimischen Kompost entsorgt werden. Dadurch entfallen zum einen die lästige Mülltrennung und zum anderen das Reinigen von Plastikgeschirr vor der Entsorgung.

 

 

 

Selbstverständlich haben die my-Bio Produkte alle Zertifikate die ein solches Produkt benötigt und darüber hinaus noch Zertifizierungen von TÜV Universität Graz und ISEGA, sowie Empfehlungen vom Weltgrillverband und vom Deutschen Grillverband.

 

 

 

Nachweislich hält Obst und Gemüse doppelt so lange als in Plastikschalen. Die ideale Schale für Bio-O&G. Vor allem bei Pilzen war das Ergebnis beeindruckend gut, wie eine ausführliche Studie der Universität Graz mit Prof. Dr. Pfannmüller ergeben hat.

 

 

 

Keine halben Sachen macht die my-GreenFactory GmbH auch beim Design des Biogeschirrs: Die Produktpalette my-Bio - in sanftem Naturton - von tiefen, flachen, viereckigen Tellern über Lunch- und Hamburgerboxen in verschiedenen Größen, mehrteiligen Menüschalen, Suppen- und Soßenschüsseln bis hin zu Trinkbechern sowie passenden Deckeln. Denn natürlich gilt auch für den Bioteller-Look: Das Auge isst mit!

 

 

 

Weitere Informationen unter www.my-GreenFactory.de , www.biogeschirr-info.de

 

Tel.: 06028 / 977 8010, info@my-greenfactory.de

 

 

 

 

 


Globaler Gründungsmonitor: Trendwende in Deutschland?

Foto: RKW Kompetenzzentrum
Foto: RKW Kompetenzzentrum


 

  • Gründungsquote in Deutschland ist 2017 auf 5,28 Prozent gestiegen
  • Gründungsquote im weltweiten Vergleich weiterhin unterdurchschnittlich
  • Überdurchschnittliche Gründungsquote unter Migranten und Männern
  • 42 Prozent der Deutschen würde die Angst vor dem unternehmerischen Scheitern vom Gründen abhalten

 

(Eschborn/pm) - Deutschland legt beim Thema Neugründungen wieder zu. Die Gründungsquote ist in Deutschland im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 5,28 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg ist nicht statistisch signifikant, aber die Quote ist höher als den beiden Vorjahren. Dennoch schneidet Deutschland mit diesem Wert im internationalen Vergleich weiterhin unterdurchschnittlich ab. Das geht aus dem neuen Länderbericht Deutschland zum Global Entrepreneurship Monitor (GEM) hervor, den das RKW Kompetenzzentrum (www.rkw-kompetenzzentrum.de) heute gemeinsam mit dem Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Universität Hannover (www.wigeo.uni-hannover.de) vorstellt. Seit 1999 werden die GEM-Daten jährlich von Forschern in mehr als 50 Ländern einheitlich erhoben.

 

Demnach ist der Gründeranteil, die sogenannte TEA-Quote, in strukturell vergleichbaren Ländern wie Kanada und Estland rund 3,5 mal so hoch wie in Deutschland. Anteilig weniger Gründer gibt es nur in Griechenland, Japan, Italien und Frankreich. Berechnet wird die TEA-Quote auf Basis des Anteils aller werdenden Gründer und Gründer bereits bestehender junger Unternehmen zwischen 18 und 64 Jahren an der Gesamtheit aller 18- bis 64-Jährigen des jeweiligen Landes.

 

 

Migranten und Männer gründen häufiger

 

Die Gründungshäufigkeit ist in Deutschland unter Migranten und Männern leicht überdurchschnittlich. Während die Gründerquote unter Migranten bei 6,0 Prozent liegt, weist sie bei Männern sogar 6,6 Prozent auf. Frauen gründen hingegen seltener ein eigenes Unternehmen. Hier liegt die Quote bei 3,9 Prozent aller Frauen. Das mag auch an der Wahrnehmung hinsichtlich der Gründungschancen liegen. Nur 35 Prozent der Frauen halten die Gründungschancen in Deutschland für gut – bei Männern liegt der Wert bei 48 Prozent. 

 

 

Gründungshemmnisse: 42 Prozent der Deutschen würde die Angst vor dem Scheitern am Gründen hindern

 

Für die niedrige Gründungsquote in Deutschland ist unter anderem die Angst vor dem Scheitern verantwortlich. Rund 42 Prozent der deutschen 18- bis 64-Jährigen gaben dies als Grund an, der sie von einer Gründung abhalte. Damit landet Deutschland in dieser Statistik im internationalen Mittelfeld. Weit weniger Angst vor dem unternehmerischen Scheitern haben z.B. Niederländer. Nur rund ein Drittel aller niederländischen 18- bis 64-Jährigen hält die Angst vor dem unternehmerischen Scheitern von einer Gründung ab.

 

Aber auch die Rahmenbedingungen für Gründer in Deutschland sind laut Experten nicht optimal. In acht von zwölf betrachteten Variablen erhielten die Rahmenbedingungen für Gründungen in Deutschland eine schlechtere Note als der Durchschnitt der übrigen 23 innovationsbasierten Länder. Zwar werden öffentliche Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten hierzulande als überdurchschnittlich gut eingeschätzt, die schulische und außerschulische Gründungsausbildung sowie die gesellschaftlichen Werte und Normen schneiden jedoch schlecht ab.

 

Dr. Natalia Gorynia-Pfeffer, Projektleiterin des RKW Kompetenzzentrums, kommentiert die Studienergebnisse:

 

“Die deutsche TEA-Quote liegt im aktuellen Global Entrepreneurship Monitor mit 5,28 Prozent rund 0,7 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Eine solche Entwicklung lässt sich nicht in allen technologiebasierten Ländern feststellen, in Referenzländern wie Polen, Irland oder der Niederlande ist die Gründungsquote gesunken.

 

Der Vergleich von Migranten mit Nicht-Migranten zeigt, dass die Gruppe der nicht in Deutschland geborenen mit einer TEA-Quote von knapp über 6 Prozent im Jahr 2017 etwas häufiger gründet. Dreiviertel dieser Migranten gründen, weil sie Marktchancen ausnutzen möchten und nicht aus Mangel an Erwerbsalternativen.

 

Eine Möglichkeit, den Anteil von Gründern konstant zu erhöhen, könnte daher in einer Lockerung des Gründungsprozesses für Migranten durch beispielsweise niedrigere Finanzierungshürden bestehen.”

 

Prof. Dr. Rolf Sternberg (Leibniz Universität Hannover), Leiter des GEM-Länderteams Deutschland, nennt weitere Möglichkeiten zur Bereicherung der Gründerkultur in Deutschland:

 

“42 Prozent der deutschen 18- bis 64-Jährigen geben an, dass die Chancen für eine Gründung in Deutschland gut seien, doch genauso viele würde die Angst vor dem Scheitern daran hindern, ein Unternehmen zu gründen. Hier bedarf es eines Umdenkens, in dessen Folge - zwischenzeitliches - Scheitern, z.B. mit einer Gründung, in der Gesellschaft nicht mehr per se als persönlicher und dauerhafter Makel angesehen wird. Vielmehr sollte jungen Menschen im Bildungssystem, z.B. in allgemeinbildenden oder berufsorientierten Schulen, die unternehmerische Selbstständigkeit als gleichwertige Alternative zur abhängigen Erwerbstätigkeit vermittelt und dabei unternehmerisches Scheitern als Teil eines Lernprozesses kommuniziert werden.” 

 

Der gesamte GEM-Länderbericht Deutschland 2017/2018 ist unter dem nachfolgenden Link abrufbar: http://bit.ly/gruendungsmonitor; sämtliche deutschen GEM-Länderberichte seit 1999 unter https://www.wigeo.uni-hannover.de/gem2016.html

 

 

 

 

Über das RKW Kompetenzzentrum

 

Das RKW Kompetenzzentrum unterstützt kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland dabei, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zu halten. In der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft werden praxisnahe Empfehlungen und Lösungen zu den Themen Fachkräftesicherung, Gründung und Innovation entwickelt. Das RKW Kompetenzzentrum ist eine bundesweit aktive, gemeinnützige Forschungs- und Entwicklungseinrichtung des RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft e. V.

 

Weitere Informationen zum RKW Kompetenzzentrum: www.rkw-kompetenzzentrum.de

 


Bischof-Stein-Stiftung und Stiftung Menschen in Not erhalten Qualitätssiegel

Als Treuhänder ausgezeichnet

Michaela Marx (links) und Thomas Theis nahmen die Urkunden entgegen.Foto: bt
Michaela Marx (links) und Thomas Theis nahmen die Urkunden entgegen.Foto: bt

 

(Trier/bt) – Die Bischof-Stein-Stiftung und die Stiftung Menschen in Not im Bistum Trier sind mit dem Qualitätssiegel für gute Treuhandstiftungen des Bundesverbands Deutscher Stiftungen ausgezeichnet worden. Im Rahmen des Deutschen Stiftungstages am 16. Mai in Nürnberg nahmen der geschäftsführende Vorstand Thomas Theis und Stiftungsreferentin Michaela Marx die Urkunden entgegen. Insgesamt 14 Organisationen erhielten das Qualitätssiegel.

 

Das Qualitätssiegel fördert die Transparenz und Qualität bei der Verwaltung von Treuhandstiftungen. Die Dachstiftungen müssen dafür strenge Vergabekriterien erfüllen und ihre Kompetenz bei der Verwaltung ihrer Treuhandstiftungen unter Beweis stellen – kontrolliert wird das alle drei Jahre durch einen unabhängigen Ausschuss. Überprüft wird unter anderem die Integrität des Treuhänders, die Qualifikation seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Organisation und das Rechnungswesen, Gremien und Kontrollbefugnisse und die Vermögensbewirtschaftung. Ebenfalls spielt eine große Rolle, dass der Stifterwille und die Autonomie der Treuhandstiftung gewährleistet werden. „Eine Treuhandstiftung ist eine besonders flexible Art des Stiftens, aber auch eine besonders schutzbedürftige“, erklärte Dr. Christian Sundermann, Geschäftsführender Direktor des Vergabeausschusses, in Nürnberg. „Die ausgezeichneten Siegelträger sind sich dieser Verantwortung bewusst und bekennen sich zu Transparenz und qualitätsvoller Verwaltung.“ Mit ihrer Arbeit definierten die ausgezeichneten Treuhänder hohe Standards im Markt Stiftungsverwaltung.

 

„Wir freuen uns sehr über die Verleihung des Qualitätssiegels“, sagte Theis nach der Übergabe der Urkunden. „Wir verstehen uns als eine Stiftungsgemeinschaft und bemühen uns um eine fundierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern.“ Derzeit verwalten die in Trier ansässige Bischof-Stein-Stiftung und die Stiftung Menschen in Not 51 Treuhandstiftungen. „Das Qualitätssiegel trägt zur Transparenz im gemeinnützigen Sektor bei“, verdeutlichte Stiftungsreferentin Marx. Es schütze vor unseriösen Geschäftspraktiken, etwa der Vermischung von Interessen der Stiftungen mit Interessen des Treuhänders, Vermögensverlusten wegen hochriskanter Anlageprodukte und dem Verlust der Gemeinnützigkeit wegen unprofessioneller Verwaltung oder dem Risiko vor Vermögensverlusten bei Insolvenz des Treuhänders. So schaffe das Siegel Vertrauen und könne potentiellen Stiftern eine Orientierung bei der Auswahl des geeigneten Treuhänders geben.

 

Weitere Informationen zu den beiden Dachstiftungen und ihren Treuhandstiftungen gibt es unter: www.stiftungszentrum-trier.de und weitere Informationen zu dem Qualitätssiegel finden sich unter www.stiftungstreuhaender.org

 


Fernanda Brandão wird Schirmherrin des DEICHMANN-Förderpreises für Integration

Fernanda Brandão wird Schirmherrin des DEICHMANN-Förderpreises für Integration 2018  : Projektleiter des DEICHMANN-Förderpreises Ulrich Effing, Schirmherrin Fernanda Brandão und Julia Flad von SchlauFox e.V.. Foto:  P.U.N.K.T. Gesellschaft für Public Relations mbH

 


 

Die Moderatorin und Schauspielerin Fernanda Brandão ist 2018 die neue Schirmherrin des DEICHMANN-Förderpreises. Auch für sie spielt das Thema Integration eine besondere Rolle: Mit gerade einmal neun Jahren wanderte sie zusammen mit ihrer Mutter von Rio de Janeiro nach Hamburg aus – kein leichter Schritt. In der Schule hatte sie zunächst mit der Sprache und dem neuen Umfeld zu kämpfen. „Doch einige Menschen haben nie aufgehört, an mich zu glauben, das gab mir Kraft“, sagt Brandão heute. Genau hier setzt der DEICHMANN-Förderpreis an und zeichnet Unternehmen, Vereine, Schulen und öffentliche Initiativen aus, die es sich zum Ziel gesetzt haben, benachteiligten Kindern und Jugendlichen die Integration zu erleichtern. Bewerbungen werden noch bis zum 30. Juni 2018 unter deichmann-foerderpreis.de angenommen. Der Preis ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert.

 

(Essen/pm) - Wie wichtig Unterstützung ist, weiß Fernanda Brandão aus eigener Erfahrung: Mit neun Jahren zog die Sängerin von Brasilien nach Deutschland: „In den ersten Jahren war die deutsche Sprache ein Handicap für mich“, erinnert sich Brandão. „Durch die vielen Rückschläge wurde meine Motivation, mich in der Schule anzustrengen, immer geringer, sodass mir sogar mit einem Rauswurf gedroht wurde. Ich musste mir häufig anhören, dass aus mir nie etwas Ordentliches wird.“ Doch die junge Brasilianerin schaffte die Wende! Dank ihrer Mutter, die sie ermutigte, ihre Leidenschaft mit dem Beruf zu verbinden, startete Brandão bereits mit 16 Jahren ihre Tanz- und Berufskarriere – als jüngste diplomierte Fitnesstrainerin Deutschlands! Dafür plädiert Brandão jetzt auch als neue Schirmherrin des Förderpreises: „Wir brauchen Unterstützer, die Jugendlichen helfen, Orientierung zu finden“. Denn heutzutage brechen immer mehr Lehrlinge ihre Ausbildung vorzeitig ab: Jeder Vierte löst seinen Arbeitsvertrag frühzeitig auf, wie aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ergeben haben. Doch es gibt Unternehmen, die genau hier ansetzen und Jugendlichen, die ihre Ausbildung oder Schullaufbahn abgebrochen haben, eine zweite Chance geben. Initiativen, die Freizeit- und Bildungsangebote für Benachteiligte organisieren, oder Schulen, die speziellen Sprachunterricht für Geflüchtete anbieten. Ihre Projekte sollen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund die nötige Unterstützung auf verschiedenen Ebenen bieten. Dieses außerordentliche Engagement würdigt der DEICHMANN-Förderpreis.

 

Fernando Brandão kündigte ihre Schirmherrschaft beim Hamburger Verein SchlauFox e.V. an und rief Initiativen auf, sich für den aktuellen Wettbewerb zu bewerben. Was der Förderpreis bewirken kann, ist bei SchlauFox e.V. zu beobachten. Der Landessieger von 2016 feiert dieses Jahr bereits sein 10-jähriges Bestehen und konnte seine Programme seit der Auszeichnung weiterentwickeln. Mit seiner Förderarbeit trägt er dazu bei, dass benachteiligte Kinder und Jugendliche bessere Erfolge auf ihrem individuellen Bildungsweg erzielen. Für das Programm „Ankerlicht“ beispielsweise engagieren sich mittlerweile mehr als 80 Ehrenamtliche. Es unterstützt jugendliche Geflüchtete beim Lernen von Deutsch und anderen Fächern, bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Abschlussprüfungen und bei der Entwicklung schulischer und beruflicher Ziele.

 

 

 

Bewerbungsfrist läuft bis 30. Juni 2018

 

Alle Initiativen, die sich für benachteiligte Kinder oder Jugendliche engagieren, können sich bis zum 30. Juni 2018 über deichmann-foerderpreis.de bewerben. Dort sind auch die Bewerbungsunterlagen anzufordern, ebenso wie im Wettbewerbsbüro unter der Telefonnummer 0180 / 5010759 (14 ct/Min.). Der DEICHMANN-Förderpreis ist insgesamt mit 100.000 Euro dotiert.

 


FAIRES EINKAUFSPORTAL FÜR KIRCHENGEMEINDEN WILL EINE MILLION EURO UMSATZ PRO JAHR ERREICHEN

(Karlsruhe/ekiba) -. Das badische Einkaufsportal wir-kaufen-anders.de weitet sich aus: In die 2015 gestartete Plattform für öko-fair-soziale Beschaffung der Evangelischen Landeskirche in Baden sind zum Mai 2018 die Erzdiözese Freiburg, die Evangelischen Landeskirchen von Hessen-Nassau, Kurhessen-Waldeck und im Rheinland eingestiegen. Das nunmehr ökumenische Portal peilt laut Projektleiter Florian Hahnfeldt bis 2021 einen jährlichen Umsatz von mindestens einer Million Euro an. Die gemeinsame Plattform macht die faire Beschaffung über Rahmenverträge mit den Lieferanten günstiger.

„Was bei uns seit März 2015 aufgebaut wurde, erlaubt nun noch größere Synergien“, freut sich Projektleiter Hahnfeldt von der Evangelischen Landeskirche in Baden. Entstanden ist ein umfangreiches Informationsportal zum öko-fair-sozialen Einkaufen für Kirchengemeinden, kirchliche Verwaltungseinrichtungen und Sozialstationen. Sie repräsentieren ein Einkaufsvolumen von jährlich insgesamt rund 57 Millionen Euro allein für die badische Landeskirche. Die Internetseite wir-kaufen-anders.de mit dem angegliederten Webshop ist Kern der „Servicestelle Öko-fair-soziale Beschaffung in Kirche und Diakonie, die zudem alle kirchlichen Einrichtungen berät“, erläutert Florian Hahnfeldt.

Die bislang 350 registrierten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der badischen Landeskirche können sich informieren und ausgewählte Produkte direkt bestellen. Dabei profitieren sie von den Rahmenverträgen mit Rabatten. „Es geht uns nicht primär um den großen Einspareffekt, sondern darum, dass Kirchengemeinden wieder mehr ökologisch, fair und sozial hergestellte Produkte einkaufen. Dabei schadet es natürlich nicht, wenn unsere Preise konkurrenzfähig sind“, erläutert Florian Hahnfeldt und freut sich über den ökumenischen Beitrag der fünf Kirchen zum internationalen Tag des Fairen Handels, der am 12. Mai 2018 bereits zum 23ten Mal stattfindet. Für die Bewahrung der Schöpfung und eine faire Produktion mit gerechten Löhnen in aller Welt engagiere sich die Kirche als Teil ihres Auftrags. Angesichts der Klimaveränderungen, des Ressourcenmangels und der wirtschaftlichen Ausbeutung weltweit, „ist es für uns Christen im stark ressourcenverbrauchenden Europa höchste Zeit zu handeln – auch beim Einkauf.“

Um die besten Einkaufspreise geht es auch den nun eingestiegenen Kirchen nicht. „Wir wollen den Gemeinden Unterstützung bieten und als Landeskirche vorbildhaft unterwegs sein“, erklärt beispielsweise Verwaltungsdirektor Rüdiger Rentzsch von der rheinischen Landeskirche. In der Erzdiözese Freiburg wird die Plattform im Zusammenhang mit der Initiative fair.nah.logisch. eingeführt. „Fair.nah.logisch konzentriert sich auf Lebensmittel, von daher ist wir-kaufen-anders.de eine hervorragende Ergänzung, mit dem wir das öko-faire Beschaffen leicht zugänglich auf viele andere Produkte ausweiten können“, unterstreicht Benedikt Schalk, Referent für Energie & Umwelt im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg. Besonders für Kirchengemeinden im ländlichen Raum eröffne die Plattform öko-fair-soziale Einkaufsmöglichkeiten, betont Stefan Weiß, der die Einführung in der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck verantwortet. Mit einer öko-fair-sozialen Beschaffung wollten die Kirchen ihre Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung konkret in den eigenen Verwaltungen umsetzen. Die Bereitschaft zu nachhaltiger Beschaffung sei gewachsen, so der rheinische Verwaltungsdirektor Rentzsch. Aber auch mit Vorwissen finde man sich „im Dschungel der Ökobilanzen, Labels und Werbebotschaften nur schwer zurecht.“

Mit dem Einstieg der weiteren Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen aus Hessen, dem Rheinland und der Erzdiözese Freiburg wüchsen nicht nur die Nutzerzahlen. Auch die Angebotspalette werde sich auch ausweiten. „Mit den neuen Partnern werden auch neue Produkte und Lieferanten kommen“, prognostiziert Florian Hahnfeldt. „So erreichen wir noch besser unser Ziel, dass in der Kirche mehr öko-fair-sozial eingekauft wird, und werden gleichzeitig attraktiver für die Nutzerinnen und Nutzerinnen“. Um die Bedürfnisse der Kunden besser zu verstehen und das Projekt weiterhin bekannt zu machen, wird es in allen Landeskirchen und Diözesen Informationsveranstaltungen und Hinweise geben. Auch dafür wollen die einsteigenden Kirchen mit der badischen Landeskirche kooperieren. Gemeinsame Workshops zur öko-fair-sozialen Beschaffung in den Kindertagesstätten sind bereits in Planung.

 


Bedarf an Pflegekräften steigt dramatisch an

Diakonie Mecklenburg-Vorpommern fordert Aufwertung der Pflegeberufe

 

(Schwerin/pm) - Zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai wirbt die Diakonie für mehr Pflegekräfte und macht junge Menschen auf Pflegeberufe aufmerksam. Der Bedarf an gutem Pflegepersonal ist groß und wird perspektivisch zunehmen: Während 2013 in Deutschland 4,4 Millionen Menschen 80 Jahre und älter waren, wird aktuellen Schätzungen zufolge diese Altersgruppe im Jahr 2050 bereits einen Anteil von fast 10 Millionen haben. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird sich voraussichtlich von 2,86 Millionen (2015) auf 4,5 Millionen (2050) erhöhen.

 

„Dieser Entwicklung dürfen wir nicht tatenlos zusehen. Die längst überfällige gesellschaftliche Anerkennung muss ebenso wie die Aufwertung der Pflegeberufe endlich höchste Priorität bekommen“, fordert Henrike Regenstein, Vorstand des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern. Dazu gehören insbesondere eine faire Bezahlung und die zügige Umsetzung der Pflegeberufereform, wobei die Ausbildungskosten nicht allein zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen gehen dürfen. „Wichtig ist auch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Pflegeberuf, um diesen attraktiver zu machen. Dies wäre beispielsweise durch den Einsatz innovativer Personalplanungsmodelle möglich“, erläutert Regenstein. „Voraussetzung dafür sind allerdings angemessene Personalschlüssel. Wir müssen dabei auch akzeptieren, dass mehr Personal und eine bessere Bezahlung in der Pflege auch mit höheren Belastungen der Pflegebedürftigen verbunden sind. Die Pflegeversicherung übernimmt dabei immer nur einen Teil der Kosten. Die Pflege muss zukünftig als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden.“

 

Für die Gewinnung von Pflegefachkräften ist ein Bündel von Maßnahmen erforderlich. Nach Auffassung der Diakonie gehört hierzu die intensivere Unterstützung von pflegenden Angehörigen, die berufsbegleitende Ausbildung- bzw. Weiterqualifizierung von Quereinsteigern und Pflegehelfern und nicht zuletzt die Gewinnung von geeignetem Personal auch aus dem Ausland. Außerdem sollten junge Menschen bereits frühzeitig an das Thema Pflege herangeführt werden. Ein gutes Beispiel ist hier die langjährige Kooperation zwischen dem Evangelischen Schulzentrum Demmin Katharina von Bora und dem Gertraudenstift in Demmin. Einmal wöchentlich absolvieren vier bis sechs Schüler ihren Wahlpflichtunterricht in der sozialen Betreuung des Gertraudenstifts. Sie spielen mit den Seniorinnen und Senioren, gehen mit ihnen spazieren, erzählen mit ihnen oder hören zu.

 

Langfristige Kooperationen zwischen Schulen und Pflegeeinrichtungen sind eine Chance, Nachwuchspflegekräfte zu gewinnen. Die Diakonie Mecklenburg-Vorpommern plant zudem, Auszubildende aus Pflegeschulen als Pflegebotschafter in allgemeinbildende Schulen und auf Berufsmessen zu schicken, um über die Ausbildung in der Pflege zu informieren.

 

  Unter dem Dach der Diakonie arbeiten derzeit rund 4.500 Mitarbeiter in Pflege- und Altenhilfeeinrichtungen sowie über 500 Mitarbeiter in der Pflege für Menschen mit Behinderungen. Aufgrund des hohen Fachkräftemangels im Pflegebereich müssen Strukturen geschaffen werden, die es den pflegebedürftigen, kranken Menschen ermöglichen, auch künftig dort leben zu können, wo sie sich am wohlsten fühlen. Für Henrike Regenstein steht immer wieder die Frage im Raum: „Welches Pflegearrangement kann für den einzelnen Menschen geschaffen werden, um seinen Bedürfnissen gerecht zu werden?“ 2,08 Millionen Menschen werden in Deutschland zu Hause durch Angehörige oder Bekannte betreut. Häufig wissen die Angehörigen nicht, in welcher Form sie Unterstützung zur Betreuung und Versorgung des Pflegebedürftigen erhalten können. „Die kommunalen Angebote, insbesondere die Pflegestützpunkte, sind mit den pflegerischen Angeboten vor Ort – wie Tagespflegen, Sozialstationen, Begegnungsstätten oder auch stationären Einrichtungen – noch nicht ausreichend vernetzt, um pflegende Angehörige ausreichend zu unterstützen. Hier gibt es noch viel Potential“, so Regenstein.

 

Die Diakonie macht in der Woche des Internationalen Tags der Pflege, vom 7. bis 13. Mai 2018, bundesweit auf die kritische Personalsituation in der Pflege aufmerksam. Am Aktionstag Pflege 2018 der Diakonie beteiligen sich diakonische Pflegeheime und ambulante Dienste sowie Altenpflegeschulen.

 


Modernisierungsprozess konsequent fortgeführt

ERF Medien auf dem Weg zum digitalen Medienhaus

(Wetzlar/ERF) - „Welche Kirchengemeinde hat so große Chancen, Menschen die verändernde Liebe Gottes weiterzugeben? Unsere Medienarbeit ist tatsächlich eine Kanzel für Tausende, in Deutschland und darüber hinaus. Und wir wollen unsere Möglichkeiten, diese Kanzel zu nutzen, weiter ausbauen. Deshalb machen wir uns 2018 ausdrücklich auf – auf den Weg zum digitalen Medienhaus“, so der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien Dr. Jörg Dechert bei der Mitgliederversammlung am 7. Mai in Wetzlar. Dechert stellte dem Trägerverein dabei die Jahresziele und Projekte 2018 zur Umsetzung der Zukunftsstrategie bis 2022 vor.

Die positive Entwicklung im vergangenen Jahr betonte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Prof. Dr. Jürgen von Hagen (Bad Honnef bei Bonn): „2017 war für ERF Medien ein gutes Jahr mit vielen positiven Entwicklungen. Die Reformen der Arbeit des ERF haben weitere gute Ergebnisse gebracht. Der Aufsichtsrat unterstützt den Veränderungsprozess voll und ganz.“ So sei es erneut gelungen ein positives Jahresergebnis zu erzielen. Dieses erlaube es, das Eigenkapital von ERF Medien weiter zu stärken. Wichtiger Baustein, um die Zukunftsfähigkeit von ERF Medien sicherzustellen, sei das Bauprojekt „ERF 2020“. Nach akribischer Prüfung und Analyse des Ist-Zustandes der Gebäude sowie eingehender Beratungen in Vorstand, Finanzausschuss und Aufsichtsrat sei man Ende 2017 zu der Entscheidung gekommen, auf dem ERF Medien eigenen Grundstück am Berliner Ring in Wetzlar einen Neubau zu errichten.

In seinem Jahresbericht 2017 erläuterte Dechert, dass ERF Medien wie geplant in ersten Angeboten inhaltlich eine evangelistische Zuspitzung vorgenommen habe. Von insgesamt rund 2.000 Menschen sei rückgemeldet worden, dass diese durch Angebote von ERF Medien zum Glauben an Jesus Christus gefunden, Lebensveränderung erfahren haben oder geistlich berührt worden seien – in Deutschland und darüber hinaus.

Die Zahl der ERF Nutzer sei 2017 auf vielen Plattformen und Distributionswegen weiter gewachsen. Insbesondere BibleServer (+67%) und ERF MenschGott (+35%) seien als Wachstumsmotoren zu nennen. Ebenfalls weiter gewachsen sei die ERF Botschafter-Community, wobei diese mit 7.400 Botschaftern bis Ende 2017 leicht unter Plan liege. Eine Weiterentwicklung des Communitykonzeptes sei für 2018 in Planung.

Große Zuwachsraten seien auf den digitalen Distributionskanälen wie Streams, Apps, sozialen Netzwerken und Youtube zu verzeichnen. Um besser von den hohen Wachstumsraten in den sozialen Netzwerken profitieren zu können und mehr Menschen zu erreichen, sei seit 2017 ein Konzept für ein neues, crossmediales Angebot in Arbeit. Zielgruppe seien Menschen, die ein positives christliches Lebensgefühl im Alltag genießen. Ebenfalls zur Modernisierung der Angebote gehöre der Relaunch von ERF.de. Das Portal könne jetzt vollständig auf Smartphones und Tablets genutzt werden und beinhalte nun auch die ERF Workshops. Die Themensteuerung sei medienübergreifend umgesetzt worden, in diesem Zusammenhang sei die Reihe „Mein AlltagsJesus“ erwähnenswert, die als erste crossmediale Sendereihe in unterschiedlichen Formen bei ERF.de, ERF Pop, ERF Gott sei Dank und in diversen sozialen Netzwerken ausgespielt worden sei.
Dechert berichtete auch von internationalen Projekten. Die Nutzerzahlen der Welcome-App für Flüchtlinge und Migranten sei innerhalb des Jahres um 100% gewachsen. In Kooperation mit dem Partner TWR sei zum Beispiel der Aufbau von Radio-Hausgruppen in Pakistan gelungen, wovon im letzten Jahr 1.160 entstanden seien.

Die Weiterentwicklung von Infrastruktur und Prozessen erfolge unter dem Einfluss und den Chancen der Digitalisierung. Hervorzuheben seien die geplante Einführung eines neuen Customer-Relationship-Management-Systems für die zielgenaue Kommunikation mit Nutzern, Fans und Ermöglichern als auch die Einführung eines Controlling-Systems zur verbesserten Unternehmenssteuerung.

Der geschäftsführende Vorstand Thomas Woschnitzok wies in seinem Bericht auf ein finanziell erfreuliches Jahr hin. Danach erzielte ERF Medien 2017 betriebliche Erlöse in Höhe von 16,9 Mio. Euro (2016: 15,4 Mio. Euro). Die betrieblichen Aufwendungen betrugen 14,7 Mio. Euro (2016: 13,6 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und nach Bildung von Rücklagen für den Neubau wurde ein Bilanzgewinn von 115.000 Euro erzielt. Das Spendenziel von 14,9 Millionen Euro sei fast erreicht worden. Die positive Spenderentwicklung setze sich fort, so sei die Zahl der Spender in 2017 auf 46.500 Personen gestiegen.

Woschnitzok berichtete umfassend über das Bauprojekt ERF 2020, für welches rund 20 Mio. Euro veranschlagt seien. Das Finanzierungsmodell sehe verschiedene Finanzierungselemente über einen Zeitraum von drei Jahren vor. Die Ansprache von ERF Spendern, Unternehmen, Stiftungen und privaten Großspendern sei bereits angelaufen. Sobald das Baugenehmigungsverfahren abgeschlossen sei, solle Ende 2018/Anfang 2019 mit dem Neubau begonnen werden, damit Ende 2020 das neue Medienhaus in Betrieb genommen werden könne.

Weiterhin befasste sich die Mitgliederversammlung ausführlich mit einer aktuellen arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung mit ehemaligen Mitarbeitern von ERF Medien.

Bei dem Treffen des Trägervereins wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. 40 Jahre dabei ist Hermann Enders (Schotten). 35 Jahre Mitglied sind Karl-Heinz Schabel (Kirchheim am Neckar), Bernd Bierbaum (Bremen) und Theo Schneider (Lutherstadt Wittenberg). Auf 30 Jahre Zugehörigkeit blicken Erhard Diehl (Soest) und Siegfried Dibowski (Leichlingen). 25 Jahre engagiert sich Klaus Krämer (Morsbach) für ERF Medien e.V.

Weitere Informationen unter www.erf.de/vereinsbericht

 


Caritasverband veranstaltet 19. Forum zum Tag der Arbeit

Langzeitarbeitslos in Zeiten der Vollbeschäftigung

Andrea Steyven und Eberhard Köhler beim 19. Forum zum Tag der Arbeit. Foto: bt
Andrea Steyven und Eberhard Köhler beim 19. Forum zum Tag der Arbeit. Foto: bt

 

(Betzdorf/bt) – „Vollbeschäftigung hilft Langzeitarbeitslosen nicht“, hat Caritasdirektor Eberhard Köhler beim 19. Forum zum Tag der Arbeit des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg betont. Unter dem Thema „Langzeitarbeitslos in Zeiten der Vollbeschäftigung“ wurden im Altenzentrum Betzdorf aus Sicht von Landespolitik, Jobcenter und Aktion Arbeit des Bistums Trier die Aspekte von Arbeitsmarktpolitik und Langzeitarbeitslosigkeit erörtert.

 

Die Vollbeschäftigung habe bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen keinen Effekt, der überwiegende Teil der Betroffenen werde auf subventionierte Maßnahmen angewiesen sein, lange Zeit oder für immer, befürchtete Köhler. Für ihn stellt Teilhabe etwas Wesentliches dar, und er knüpfte hier an das Konzept „Integrierter Arbeitsmarkt“ der Aktion Arbeit an. Köhler betonte aber auch, dass es wichtig sei, ein Netzwerk und unterschiedliche Partner zu haben, um etwas Gutes für Menschen zu tun: „Arbeit ist etwas ganz Natürliches, wir brauchen Arbeit und manche Menschen benötigen auch eine Zuverdienstarbeit.“

 

Vor 35 Jahren und bei mehr als zwei Millionen Arbeitslosen wurde die Aktion Arbeit vom Trierer Bischof Hermann Josef Spital initiiert. Man habe gedacht, es sei etwas Vorübergehendes, sagte Geschäftsführerin Andrea Steyven: „Dass ich heute noch hier stehe zeigt, dass die Arbeitslosenzahlen immer noch zu hoch sind.“ Die Sockelarbeitslosigkeit sei weiter unverändert. Für die Aktion Arbeit sei es ein Grundanliegen, beim Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen und sich bei der Arbeitsmarktpolitik mit Vorschlägen einzubringen. Sie umriss das Konzept „Integrierter Arbeitsmarkt – Ein Weg zur Auflösung der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit“ der Aktion Arbeit. Steyven sprach den Koalitionsvertrag der Großen Koalition an und zitierte die entsprechende Passage, wo es unter anderem heißt: „Mit einem ganzheitlichen Ansatz wollen wir die Qualifizierung, Vermittlung und Reintegration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt vorantreiben.“ Die Freude darüber sei getrübt worden, als man den Entwurf zur Umsetzung erhalten habe. Demnach soll es um diejenigen gehen, die acht und mehr Jahre arbeitslos seien. Für Andrea Steyven „ist das schier unmöglich“, diejenigen, die so lange nicht mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, in einen Job zu bringen. Kein Arbeitgeber des freien Arbeitsmarktes werde diese Menschen einstellen, lautete ihre These.

 

Es müsse diskutiert werden, wie Langzeitarbeitslosigkeit bekämpft und vermieden werden könne, sagte Jeannette Mischnick, Leiterin der Abteilung Arbeit im Mainzer Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie. Die gute Arbeitsmarktlage dürfe nicht verleiten zu sagen: „Es sei alles prima“. Es gelinge nicht allen Menschen, davon zu profitieren; vielen drohe, dauerhaft ausgeschlossen zu sein.

 

Noch nie habe es so viele besetzte sowie so viele unbesetzte Stellen gegeben und trotzdem seien zahlreiche Menschen schon lange ohne Beschäftigung, verdeutlichte Heiner Kölzer, Geschäftsführer des Jobcenters im Landkreis Altenkirchen. Er befürworte ausdrücklich einen zweiten Arbeitsmarkt, der keine Konkurrenz für die Privatwirtschaft darstelle.

 


28. Große Gemeinsame Jungweinprobe bietet einzigartigen Überblick über die mitteldeutschen Tropfen

Gipfeltreffen der mitteldeutschen Jungweine

Saale-Unstrut Gebietsweinkönigin 2017/ 18 Juliana Beer Foto: Melanie Böttcher, www.artofmoments.de
Saale-Unstrut Gebietsweinkönigin 2017/ 18 Juliana Beer Foto: Melanie Böttcher, www.artofmoments.de

 

 

 

„Das Geräusch des Korkens erinnert mich an das Hochgehen des Vorhangs bei einer Premiere, wenn nur Gott allein weiß, was uns da erwartet.“

 

(François Mauriac)

 

 

 

(Freyburg/pm) - So werden die Winzer der Weinregionen Sachsen und Saale-Unstrut am 04. Mai 2018 im Lichthof der Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg bereits zum 28. Mal gemeinsam den Vorhang für den neuen Jahrgang lüften. Die große gemeinsame Jungweinprobe wird mit über 240 vornehmlich jungen Tropfen aufwarten.

 

Der 2017er Jahrgang belohnte die Winzer der Saale-Unstrut Region erneut mit hohen Qualitäten und Quantitäten. Besonders die typischen trockenen Weißweine fallen filigran, fruchtig und leichtfüßig aus. Mit 55671 Hektolitern liegt die Erntemenge leicht über dem Vorjahresergebnis.

 

„Uns erwartet ein guter Jahrgang. Die hohe Zahl der zur Verkostung bereitstehenden Weine deutet darauf hin, dass die Winzerinnen und Winzer stolz auf ihre Weinerzeugnisse aus dem Weinjahr 2017 sind und diese gern präsentieren möchten“, freut sich Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert.

 

 

 

2018 ist ein Jahr der Jubiläen für die Saale-Unstrut Region. Vor einem viertel Jahrhundert wurden sowohl die Weinstraße Saale-Unstrut als auch die Straße der Romanik gegründet. „Zu Beginn war die Infrastruktur recht übersichtlich. Mittlerweile hat sich die Rebfläche der Weinregion verdoppelt und somit auch die Anzahl der Winzer und Weingüter vervielfacht.“, sagt einer, der es wissen muss. Weinbaupräsident Siegfried Boy ist ebenfalls 25 Jahre in diesem Ehrenamt tätig.

 

Blickt man auf die Geburtsstunde der großen gemeinsamen Jungweinprobe zurück, so kann man eine beeindruckende Entwicklung erkennen.

 

Was am 8. und 9. März 1991 mit einer kleinen Weinpräsentation von vier Weinbaubetrieben aus Meißen, Radebeul, Bad Kösen und Freyburg (Unstrut) im Landesweingut Kloster Pforta begann, hat sich zwischenzeitlich zu einem wahren Verkostungsmarathon entwickelt. Seitdem findet die Veranstaltung jährlich im Wechsel in den Anbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut statt. Die Jungweinprobe bietet somit die einzigartige Möglichkeit, den neuen Jahrgang kennen zu lernen, die verschiedenen Rebsorten zu verkosten und die Tropfen der unterschiedlichsten Erzeuger miteinander zu vergleichen.

 

 

 

So präsentieren die Winzer der beiden nördlichsten deutschen Qualitätsweinanbaugebiete ihre jungen Tropfen gemeinsam und stellen sie der Öffentlichkeit vor. Der rege und ständig wachsende Zuspruch der Winzer beider mitteldeutschen Qualitätsweinanbaugebiete, ihre frisch gefüllten Weine alljährlich auf dieser Plattform der Öffentlichkeit zu präsentieren,  zeigt wie gut sich das Gemeinschaftsgefüge in beiden Anbaugebieten entwickelt hat.

 

 

 

So stellen in diesem Jahr 51 Betriebe (davon 33 aus Saale-Unstrut) ihre Weine dem Publikum vor. Entsprechend dem typischen Charakter der mitteldeutschen Weinregionen sind die Jungweine vorwiegend trocken ausgebaute Weißweine. Fast zwei Drittel der angestellten Weine (137 Weine und 6 Sekte) stammen von den Weinbergen in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Um 10.00 Uhr findet die Pressekonferenz der beiden Anbaugebiete statt. Eröffnet wird diese durch die Stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt Frau Prof. Dr. Claudia Dalbert. Ab

 

11.00 Uhr sind die Fachbesucher zum Verkosten eingeladen und ab 14.00 Uhr werden die Tore für die Besucher geöffnet.

 

 

 

Rebsortenvielfalt zur Jungweinprobe

 

Neben den klassischen Weinen, die beide Regionen gleichermaßen prägen, wie Müller-Thurgau, Weißburgunder, Grauburgunder, Bacchus, Kerner und Riesling, versteht es jedes Weinbaugebiet, auch seine Besonderheiten zu demonstrieren. So stammen mit  jeweils einer Ausnahme sowohl die angestellten Gutedel (8) als auch die Silvaner (18) sämtlich von den Hängen an Saale und Unstrut. Die sächsischen Winzer bringen als Gegenstück insgesamt 6 Goldrieslinge mit, eine Rebsorte, die ausschließlich in Sachsen angebaut wird. An der Spitze der Sortenlieblinge rangieren Riesling (25), Müller-Thurgau (20), Silvaner (12) und Kerner (11). Bei den Rotweinen dominiert in puncto Beliebtheit der Spätburgunder (9). Insgesamt wird es über 30 verschiedene Rebsorten zu entdecken geben.

 


Zum Tag der Arbeit: Menschenwürdige Arbeit durchsetzen

 

 

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai mahnt der katholische Sozialverband KOLPING INTERNATIONAL zur konkreten Durchsetzung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen weltweit und fordert flächendeckende Systeme von Arbeitsinspektionen.

 

(Köln/ki) - Noch immer arbeiten unzählige Menschen weltweit für kläglichen Lohn und unter prekären, ausbeuterischen Bedingungen. Ein Beispiel dafür ist die globale Textilproduktion, die immer wieder wegen Arbeitsrechtsverletzungen und mitunter lebensbedrohlichen Missständen von sich reden macht. Aber auch in der Landwirtschaft oder im Rohstoffabbau prägen Ausbeutung sowie die Zerstörung von Umwelt- und Lebensgrundlagen das globale Wirtschaftsgeschehen. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätzt das Ausmaß „moderner Sklaven“ auf weltweit über 40 Millionen.

 

Dabei haben sich die 193 Mitgliedsländer der Vereinten Nationen im Jahr 2015 zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verpflichtet. Im achten Nachhaltigkeitsziel „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ wird wiederholt ein Bekenntnis zur Durchsetzung menschenwürdiger Arbeit weltweit formuliert. KOLPING INTERNATIONAL fordert daher: Menschenwürdige Arbeit muss jetzt einklagbar durchgesetzt werden. „Dazu bedarf es nicht nur sozialer, sondern auch ökologischer Mindeststandards. Und was es braucht, sind flächendeckende Systeme von Arbeitsinspektionen“, betont Dr. Markus Demele, Generalsekretär von KOLPING INTERNATIONAL. „Denn Arbeitsgesetze ohne Inspektionen oder Schutzsiegel ohne Kontrollen sind wertlos und haben in den vergangenen Jahrzehnten keine hinreichenden Verbesserungen bewirkt.“

 

Seit der Zeit der industriellen Revolution setzen sich Kolpingverbände für den Schutz der Würde arbeitender Menschen ein, aktuell in über 60 Ländern der Welt. Durch Hilfe zur Selbsthilfe – und hier insbesondere durch Bildung – wollen wir Menschen dazu befähigen, sich aus eigener Kraft ein besseres Leben aufzubauen. Bei der ILO in Genf nimmt KOLPING INTERNATIONAL einen Beraterstatus wahr.

 


Aktion Arbeit ist während der Heilig-Rock-Tage auf dem Hauptmarkt präsent

Schichtwechsel, Arbeitsplätzchen, Hilferuf: Stell mich an!

Andrea Steyven (links) zeigt Besuchern des Informationszeltes, welche Produkte in den Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen – hier ein Schwenkerwender – gefertigt werden. Foto: bt
Andrea Steyven (links) zeigt Besuchern des Informationszeltes, welche Produkte in den Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen – hier ein Schwenkerwender – gefertigt werden. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Andrea Steyven und Almedina Mujic haben an diesem Morgen im Infozelt auf dem Trierer Hauptmarkt alle Hände voll zu tun. Die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit im Bistum Trier und ihre Mitarbeiterin füllen Tüten mit der Aufschrift „Arbeitsplätzchen“. „Die sind heiß begehrt. Ich muss jetzt mal einen Anruf tätigen und nachordern“, erklärt Andrea Steyven und lacht. Das süße Naschwerk geht weg wie warme Semmel. Gebacken wurden die Plätzchen vom Team des Ausbildungszentrums Haus Elisabeth Mehring. Deren Angebot richtet sich an Menschen mit Benachteiligungen. Ausgebildet werden Hauswirtschaftshelfer und Beiköche. Das Haus Mehring ist einer der Beschäftigungsbetriebe, die von der Aktion Arbeit unterstützt werden. Was das Backwerk betrifft, kann man nur sagen: Die jungen Leute machen einen guten Job. Einfach köstlich!

 

 Denen eine Stimme geben, die übersehen werden

 

Reißender Absatz der Plätzchen – das heißt, dass die Aktion Arbeit während der Heilig-Rock-Tage gefragt ist? „Mal ist viel Betrieb, dann herrscht wieder Flaute. Das muss man ganz ehrlich so sagen“, räumt die Geschäftsführerin ein. Und hat sogar Verständnis dafür. Der Frühling zeigt sich von seiner sonnigen Seite; da sitzt mancher in der kurzen Mittagspause lieber vor den Cafés und Restaurants, als sich im Zelt mit dem Thema Arbeitslosigkeit zu beschäftigen. Denn es ist tatsächlich keine leichte Kost, die die 1983 gegründete Initiative des Bistums Trier zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im „Angebot“ hat. Während öffentlich nur noch geschwärmt wird, dass so viele Menschen wie nie zuvor Arbeit haben, legt die Initiative den Finger in die Wunden. Sie sieht die Menschen, die durchs Raster fallen, die keine Chance haben. „Es gehört zum Selbstverständnis der Kirche, denen eine Stimme zu geben, die übersehen werden“, wird Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich, der Bischöfliche Beauftragte der Aktion Arbeit, nicht müde zu sagen. Andrea Steyven ergänzt: „Wir dürfen uns nicht mit der Situation auf dem Arbeitsmarkt zufrieden geben.“ Warum das so wichtig ist? Die Bildtafeln im Zelt sprechen eine deutliche Sprache: „Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtarbeitslosenzahl wächst seit Jahren. Heute sind 37 Prozent aller Arbeitslosen länger als ein Jahr arbeitslos“ ist da zu lesen. Oder: „Bisherige Konzepte kranken, weil Einfacharbeitsplätze fehlen; weil der Fokus auf Vermittlungshemmnissen statt auf Fähigkeiten liegt.“ Dass aber jeder Mensch Fähigkeiten und Talente hat, beweisen die Macher mit Hilfe einer einfachen, gut gefüllten Kiste. Darin: Magnet-Engel, Ton- und Holzkreuze, Flaschenöffner, bunte Stofftaschen, Handwasch-Bürsten, Schwenkerwender. Alles Produkte von denjenigen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Chance bekommen haben, in Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen aber zeigen, was sie zu leisten vermögen – wenn man sie denn lässt.

 

 Es geht um Menschen mit Sorgen und Nöten

 

Der „Aktion Arbeit“ ist es während des Bistumsfestes nicht bloß ein Anliegen, über das eigene Tun zu berichten und für das Thema zu sensibilisieren. Es soll deutlich werden, dass Langzeitarbeitslose nicht nur als Zahl einer Statistik von Bedeutung sind, sondern dass es um Menschen geht: Menschen mit Sorgen, Nöten, Schicksalsschlägen. An jedem Tag gibt es die Möglichkeit, mit Arbeitslosen ins Gespräch zu kommen; an jedem Tag stellt sich eine Arbeitslosen-Initiative vor. Und spätestens dann ist richtig was los. Erstes Beispiel: die „CarMen gGmbH – Caritas für Menschen in Beschäftigung“ Koblenz. Ihr rotes Auto mit der Aufschrift „Schnelle Reinigungstrupps“ steht mitten auf dem Hauptmarkt und ist ein echter Hingucker. Mitgebracht haben sie auch schweres Arbeitsgerät, das darüber Auskunft gibt, dass die „CarMen“ von Hausmeisterdiensten bis zum Garten- und Landschaftsbau ein breites Arbeitsfeld beackern. Vor allem beim männlichen Publikum stehen die Nagelbalken hoch im Kurs und die Frage: Wer führt den Hammer so, dass der Nagel mit einem Hieb gerade eingeschlagen wird? Und schließlich gibt es von dem erfolgreichen Inklusionsbetrieb noch ganz schön was auf die Ohren: Die „CarMen-Allstars“ – die bekannte Rockband des Teams – animiert dazu, länger zu verweilen und sogar zu tanzen. Sehr zur Freude der vielseitigen Truppe kommt plötzlich Bischof Dr. Stephan Ackermann um die Ecke, nimmt sich Zeit für Gespräche. Auch zum von den „CarMen“ gewünschten Gruppenfoto sagt der Bischof nicht Nein.

 

 Zweites Beispiel: das Arbeitsmarktprojekt CBA (Caritas Bildung und Arbeit) des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. mit dem Projektbaustein „Mode-Oase“ in Treis-Karden. In dem Sozialkaufhaus wird Mode für Erwachsene angeboten, allesamt aufgearbeitete Kleiderspenden. Doch die Second-Hand-Ware, die das Team nach Trier mitgebracht hat, wird kaum beachtet. „Es ist eigentlich ein guter Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit. Aber vor allem junge Leute wollen lieber topaktuelle Markenmode“, erzählt Ira Gerhartz, die sozialpädagogische Leiterin. In Treis-Karden sei das längst anders, dort werde die „Mode-Oase“ gut angenommen. Zwar habe die Kleidung nicht hoch im Kurs gestanden, doch „viele Menschen haben sich über das Projekt informiert und erfahren, dass aktuell neun Teilnehmer, die vom Jobcenter vermittelt wurden, vom Bewerbertraining über die PC-Schulung bis hin zur Gesundheitsprävention bei uns viel lernen“. Gefragt ist auch das Memory-Spiel, das Ira Gerhartz und ihr Team gefertigt haben. „Die Fotos geben Einblick in unser Projekt. Das Spiel macht Spaß und informiert.“

 

Projekte stellen sich vor

 

Spaß und tiefer Sinn sind auch die Komponenten der Instagram-Aktion, die Veronika Ziegelmayer vorstellt. Sie ist für den Themenschwerpunkt Arbeit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum zuständig und erklärt, was es mit „#picyourwork“ auf sich hat: „Wir ermuntern, im Internet ein Foto aus der Arbeitswelt einzustellen und die Frage zu beantworten: Was macht Arbeit für dich wertvoll?“ Da ist die Mutter ebenso zu finden, die sagt „Ich liebe meinen Job als Mama“ wie Domorganist Josef Still, dessen Arbeit zu ihm passt, „weil ich mit meinen Händen meinen Glauben zum Klingen bringen kann“.

 

 Veronika Ziegelmayer ist an diesem Tag auch für den „Schichtwechsel“ zuständig. Pünktlich um 16.30 Uhr gibt es nach drei Glockenschlägen ein Statement. Sie hat sich unter der Überschrift „Stell mich an – nicht aus“ das Thema „Hartz IV“ ausgesucht; erklärt, was das Gesetz damals wollte und was daraus geworden ist: „Hartz IV sollte ja nicht die Chiffre werden für Armut und abgehängt sein; das Symbol dafür, wie schnell der Absturz nach unten möglich ist.“ „Hartz IV“ ist ein Thema, das auch Hans Casel trotz des Ruhestands immer wieder beschäftigt und das er bei seinem „Schichtwechsel“ deutlich anspricht. Der frühere bischöfliche Beauftragte der „Aktion Arbeit“ zeigt auf, dass es nicht nur um Geld geht, sondern auch um andere Formen von Armut: sich überflüssig fühlen, mangelndes Selbstbewusstsein, der Verlust des Hauses, der Schmerz, wenn man seinen Kindern nichts mehr bieten kann. „Diese Menschen wollen keine Almosen, sondern Arbeit. Wir brauchen keine neuen Maßnahmenpakete, sondern neue, einfache Arbeitsplätze.“ Die Aktion Arbeit habe dazu ein Konzept vorgelegt: „Mein Traum ist es, dass dieses Konzept einmal ausprobiert werden darf.“

 


Fußwallfahrt der Aktion Arbeit im Bistum Trier

Arbeit als Ausdruck menschlicher Würde

  130 Teilnehmer pilgerten von der Abtei St. Matthias vorbei am Dom zum Hauptmarkt. Foto: bt
130 Teilnehmer pilgerten von der Abtei St. Matthias vorbei am Dom zum Hauptmarkt. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Keine „Demo“, aber schon auch eine Demonstration dessen, was die Kirche im Bistum Trier zum Thema Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit zu sagen hat: Das ist Ziel der Fußwallfahrt der Aktion Arbeit im Bistum Trier am 18. April von der Abtei St. Matthias vorbei am Dom zum Hauptmarkt gewesen. „Arbeit ist ein Ausdruck menschlicher Würde - das darf man nicht übergehen, auch nicht aus pragmatischen Gründen“, sagt der Bischöfliche Beauftragte für die Aktion Arbeit, Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich. Mit der Wallfahrt und dem Zelt auf dem Hauptmarkt, mit dem die Aktion Arbeit während der ganzen Heilig-Rock-Tage vertreten ist, wolle man zeigen, wie Kirche sich bei diesem Thema positioniert und für Menschen ohne Arbeit engagiert.

 

Gut 130 Teilnehmer hatten sich an diesem Morgen in der Abtei St. Matthias zusammengefunden: Vertreter der verschiedenen Beschäftigungsträger, aber auch viele Menschen, die über diese wieder in Lohn und Brot gekommen sind. Denn ein Grundanliegen der Aktion Arbeit ist es, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen. Dafür kooperiert die Aktion mit 16 Beschäftigungsträgern in Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

 

Der Weg in die Innenstadt wurde unterbrochen mit einer Statio, gestaltet von Pfarrer Peter Mörbel, Leiter der evangelischen Akademie im Rheinland. Mörbel ging auf das biblische Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg ein. „Wir leben davon“, so der evangelische Pfarrer, „dass Gott uns eine Chance gibt.“ Er gebe das „Startkapital“ und wir seien aufgefordert, unser Talent zu nutzen. „Dabei ist die Pointe des Gleichnisses, dass es das Spiel vom Ersten und vom Letzten umdreht“ – wer für uns Menschen an letzter Stelle stehe, könne bei Gott an erster Stelle stehen.

 

„Für uns ist dieser Tag sicher ein Rauskommen aus dem beruflichen Alltag, aber auch ein Besinnen auf unsere christlichen Wurzeln“, erzählt Hermann-Josef Trapp. Trapp ist Geschäftsführer der CarMen (Caritas für Menschen in Beschäftigung) gemeinnützige GmbH in Koblenz. CarMen wurde 2003 als Tochterunternehmen des Caritasverbandes Koblenz gegründet. Das Unternehmen ist seit Jahren ein Kooperationspartner der Aktion Arbeit. Trapp und seine Kollegen sind an diesem Tag nicht nur bei der Wallfahrt mit dabei, sondern zeigen auch am Stand der Aktion Arbeit auf dem Trierer Hauptmarkt, wie sie Beschäftigung schaffen. „Die Aktion ist für uns sehr wichtig. Wir und unsere Mitarbeiter erfahren hier eine enorme Wertschätzung – auch in der Öffentlichkeit.“

 

 

„Für mich ist es einfach nur eine riesige Freude, all die Menschen bei der Wallfahrt begrüßen zu können“, sagte Andrea Steyven. Sie ist die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit. „Selten haben wir die Gelegenheit, den Menschen in den Beschäftigungsbetrieben so zu begegnen und ihnen unsere Wertschätzung zu zeigen.“ Und auch für die Menschen, die hinter der Aktion Arbeit stehen, sei dies ein gelungener Tag, „da wir sehen, wofür wir uns Tag für Tag einsetzen und arbeiten.“

 


EVANGELISCHE NACHLASSINITIATIVE „WAS BLEIBT.“ ERHÄLT DEUTSCHEN FUNDRAISING PREIS

(Karlsruhe/Kassel/ekiba) - Die kirchliche Initiative „Was bleibt.“ ist gestern (19.4.) in Kassel mit dem ersten Preis des Deutschen Fundraising Verbandes ausgezeichnet worden. Die gemeinsame Initiative der badischen und acht anderen evangelischen Landeskirchen und ihrer Diakonien behandelt Fragen des Erbens und Vererbens, um Menschen über diese Tabuthemen frühzeitig miteinander ins Gespräch zu bringen.

 

In ihrer Entscheidung hob die Jury hervor, dass es der Kampagne gelinge „geschmackvoll auf das Thema Nachlass-Fundraising aufmerksam zu machen und den Dialog in diesem Bereich effektiv zu fördern.“ Mit dem Deutschen Fundraising Preis würdigt der Deutsche Fundraising Verband jedes Jahr besondere Leistungen, die Auszeichnung gilt als bundesweit wichtigster Branchenaward.

 

Mit dem Motto „Was bleibt.“ orientiere sich das Kommunikationskonzept am „menschlichen Grundbedürfnis, etwas Bleibendes zu hinterlassen, teilten Vertreter der Initiative mit. Die Initiative biete „individuelle Orientierung und konkrete Anknüpfungspunkte, um über die sensiblen Themen Geld, Sterben und Vererben ins Gespräch zu kommen.“ Neben der Website und Printmaterialien mache eine mobile Ausstellung das Thema anschaulich und biete Raum zum Austausch. Darüber hinaus ist die Qualifizierung von Haupt- und Ehrenamtlichen fester Bestandteil des Konzepts. Mittlerweile bringen sich mehrere hundert Engagierte vor Ort ein, organisieren Veranstaltungen und stehen zur Beratung und Begleitung zur Verfügung. Ergänzend zur Initiative gibt es ein eigenes, seelsorglich orientiertes Vorsorgeprojekt mit dem Titel „Nicht(s) vergessen. Gut vorbereitet für die letzte Reise“.

 

Für die beiden Initiatoren aus Baden, Torsten Sternberg von der badischen Landeskirche und Volker Erbacher vom Diakonischen Werk Baden, stehen bei „Was bleibt.“ die ratsuchenden Menschen mit ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt. „Wir wollen Menschen helfen, die Fragen des letzten Lebensabschnitts in ihrem Sinne gut zu regeln“, so Sternberg. Dass dies gelinge, zeigt die bisher durchweg positive Resonanz von Ratsuchenden, von Ärzten und Psychologinnen, Hospizmitarbeitenden und Altenpflegerinnen, Rechtsanwälten und Vermögensberaterinnen. Der Titel „Was bleibt.“ stehe für die Zusage, „dass von jedem Menschen etwas bleibt, das dieses Leben überdauert“, erklärte Erbacher.

Durch die Zusammenarbeit mehrerer Evangelischer Landeskirchen und ihrer diakonischen Werke sind die Materialien zu „Was bleibt.“ und „Nicht(s) vergessen“ bundesweit im Einsatz.

Nähere Informationen unter www.was-bleibt.de und www.nichtsvergessen.de.


ALTBISCHOF WOLFGANG HUBER UND ZF-PERSONALVORSTAND JÜRGEN HOLEKSA IM DIALOG

„DIGITALISIERUNG IN DER WIRTSCHAFT MUSS DEM MENSCHEN DIENEN“

(Salem/ekiba) - Für eine starke unternehmerische Verantwortung im Zeichen der Digitalisierung haben sich der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber und Jürgen Holeksa, Personalvorstand der ZF Friedrichshafen AG ausgesprochen. Beide diskutierten beim Dialogforum „Kirche und Wirtschaft am See“ am heutigen Donnerstag (19.4.) in Schloss Salem.

Der frühere Bischof Huber forderte dazu auf, mit den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung verantwortungsethisch umzugehen. „Damit verbindet sich vor allem die Aufgabe, auf die Beherrschbarkeit der Folgen zu achten und sich klar zu machen, dass diese Aufgabe umso größer ist, je weiter die Auswirkungen des eigenen Handelns reichen.“ Auch eine digitalisierte Wirtschaft müsse sich am Leitbild einer „Wirtschaft für den Menschen“ orientieren, erklärte Hub er. Er forderte eine wirksame Machtbeschränkung der Internetfirmen. „Sie müssen an Rechtsregeln gebunden werden, die international verlässlich gelten und deren Verletzung wirksam sanktioniert wird.“

Jürgen Holeksa, im Vorstand der ZF Friedrichshafen AG verantwortlich für Personal, Governance und Dienstleistungsgesellschaften, stimmte mit Huber in der Einschätzung der Auswirkungen der Digitalisierung überein. „Die Digitalisierung beeinflusst unser Leben in vielen Bereichen. Wie auch immer man zu dieser Entwicklung steht, wir werden sie nicht aufhalten“, sagte Holeska. Auch er plädierte für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den neuen Technologien. „Wir müssen alles dafür tun, um die digitale Zukunft aktiv zu gestalten und sie bestmöglich zum Wohle der Gesellschaft, der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter zu nutzen“, sagte der Wirtschaftsvertreter. Gleichzeitig warnte er vor naiven Erwartungen angesichts der tiefgreifenden technologischen Veränderungen und resümierte: „Die Digitalisierung ist anders als Schnupfen – sie geht nicht wieder weg.“

Das Dialogforum „Kirche und Wirtschaft am See“ wird von den evangelischen Kirchenbezirken Überlingen, Ravensburg und Konstanz in Zusammenarbeit mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg veranstaltet. Es richtet sich an Führungskräfte in Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft.


 


Kompetent, erfahren, renommiert: internationale Experten vergeben den Red Dot für ausgezeichnetes Kommunikationsdesign

 

 

 

(Essen/rd) - Anfang März startete der Red Dot Award: Communication Design 2018. Seither reichen Agenturen und Unternehmen sowie erfahrene Designer und aufstrebende Talente aus aller Welt ihre Gestaltungs- und Kreativarbeiten ein. Alle, die ihre Leistungen auf den Prüfstand und sich selbst dem Urteil der Red Dot Jury stellen wollen, können sich bis 15. Juni 2018 zum Designwettbewerb anmelden. 24 Experten, darunter drei neue Juroren, entscheiden in einem mehrtägigen Prozess über die Vergabe des Red Dot-Labels.

Bewertung als Teamwork
Die Red Dot Jury ist so international und vielfältig wie die eingereichten Projekte – eine Grundvoraussetzung, um die Wettbewerbsbeiträge individuell und sachgerecht zu diskutieren und zu bewerten. Entsprechend ihrer Fachkenntnisse evaluieren die Juroren die Arbeiten in Dreierteams vor Ort. Dies erfolgt ohne Vorauswahl in einem mehrtägigen Evaluierungsprozess, dem verschiedene Kriterien wie Ästhetik, Originalität, Verständlichkeit, Konzept und Umsetzung zugrunde liegen. Die eingehende Begutachtung und der kritische Austausch der Experten miteinander ermöglichen ein fundiertes Urteil.

Neue Red Dot-Juroren
Die Zusammensetzung der Jury wechselt jährlich. Neben erfahrenen Red Dot-Juroren werden regelmäßig neue Mitglieder in die Expertenrunde berufen. 2018 bereichern drei neue Fachleute die Jury: Špela Čadež aus Slowenien bringt ihre Expertise im Bewegtbild ein. Seit 2008 ist sie als unabhängiger Animation Director sowie als Produzentin tätig. Ihre Filme wurden weltweit gezeigt und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Das Know-how in den Bereichen UI- und UX-Design verstärkt Andrea Finke-Anlauff. Als Red Dot-Jurorin bewertete sie bereits Produkte und evaluiert nun erstmals auch die Einreichungen im Kommunikationsdesign. Mit ihrer Firma mangodesign, deren Schwerpunkte auf Produkt- und Interactiondesign liegen, wurde sie schon mehrfach ausgezeichnet.

Ebenfalls neu dabei ist Knut Maierhofer. Als Gründer von KMS TEAM verfügt er über umfassendes Wissen in den Bereichen Markenstrategie, -design und -kommunikation. Mit seiner Arbeit erschafft er visuelle Systeme, die die Persönlichkeiten von Marken und Unternehmen erlebbar und zukunftsfähig machen. Wie alle Juroren verpflichten sich die neuen Mitglieder dem „Code of Honour“. Er besagt, dass sie keine eigenen oder kooperativen Projekte in Kategorien einreichen dürfen, in denen sie selbst die Wettbewerbsbeiträge bewerten. Auf diese Weise werden Interessenskonflikte vermieden.

Erst 2017 debütierte Thilo von Debschitz. Der Experte für Kommunikations-design zeigte sich begeistert: „Zwei Aspekte haben mich bei der Jurierung besonders beeindruckt. Zum einen die Internationalität. Die internationale Zusammensetzung der Jury stellt sicher, dass sich Arbeiten aus den unterschiedlichsten Kontinenten evaluieren lassen. Zum zweiten war ich von der wohlwollenden Atmosphäre sehr angetan. Alle Jurorinnen und Juroren haben die Wettbewerbsbeiträge mit großem Respekt behandelt, sich für alle Arbeiten bei der Bewertung viel Zeit genommen. Gleichwohl wurden die Maßstäbe für eine Auszeichnung hoch angesetzt, ein Red Dot muss ein exzellentes Niveau widerspiegeln; darin bestand große Einigkeit.“

Mehrstufiger Entscheidungsprozess
Zu Beginn der Jury Session verschaffen sich die Juroren einen Überblick über die Einreichungen und klären offene Fragen. Im ersten Durchgang entscheiden sie, ob eine Arbeit weiterkommt oder sofort ausscheidet. Um im nächsten Schritt einen Red Dot zu erhalten, muss ein Projekt mindestens zwei von drei Jury-Stimmen auf sich vereinen. Aus diesen Red Dot-prämierten Arbeiten können die Experten in der dritten Runde solche Projekte auswählen, die einen Red Dot: Best of the Best verdienen.

Im finalen Schritt kann – aber muss nicht – in jeder Kategorie der Red Dot: Grand Prix vergeben werden. Diese höchste Einzelauszeichnung geht an die beste Arbeit einer Kategorie. 2017 wurden nur fünf Projekte – 0,06 % aller Einreichungen – mit diesem Preis gewürdigt. Dies zeigt, „dass unsere Juroren einen sehr hohen Anspruch haben“, erklärt Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards, die Entscheidungen der Experten, die aus ihren intensiven Diskussionen resultieren.

Red Dot Award: Communication Design 2018
Von Geschäftsberichten über Online-Projekte bis hin zu Postern und Verpackungen: Im Juli werden die Juroren des Red Dot Award: Communication Design 2018 sämtliche eingereichten Arbeiten auf ihre gestalterische Leistung und Kreativität prüfen. Agenturen, Designer und Unternehmen, die sich die Chance auf die Auszeichnung mit dem Red Dot sichern wollen, können ihre Projekte bis spätestens 15. Juni anmelden und ins Rennen um die weltweit begehrten Auszeichnungen schicken.

Red Dot Jury 2018
Renne Angelvuo (Finnland), Damon Aval (Deutschland), Špela Čadež (Slowenien), Eric Chang (Taiwan), Kelley Cheng (Singapur), Prof. Michel de Boer (Niederlande), Andrea Finke-Anlauf (Deutschland), Gustavo Greco (Brasilien), Rainer Hirt (Deutschland), Thebe Ikalafeng (Südafrika), Akira Kobayashi (Deutschland), Prof. Shu-Chang Kung (Taiwan), Chris Lee (Singapur), Johnason Lo (Taiwan), Knut Maierhofer (Deutschland), Prof. Dr. Christof Rezk-Salama (Deutschland), Sylvia Vitale Rotta (Frankreich), Niels Schrader (Niederlande), Jean Jacques Schaffner (Schweiz), Bettina Schulz (Deutschland), Prof. Philipp Teufel (Deutschland), Jennifer Tsai (Taiwan), Thilo von Debschitz (Deutschland), Prof. Seung Hun Yoo (Südkorea)

Red Dot Award: Communication Design 2018 – Termine und Anmeldung
Regular: bis 29. Mai 2018
Latecomer: 30. Mai – 15. Juni 2018

Weitere Informationen und Anmeldung: www.red-dot.de/cd




Heilig-Rock-Tage: kfd beschäftigt sich mit Thema „Frauen und Erwerbsarbeit“

Karl Marx für Frauen?!

  Prof. Dr. Ingrid Kurz-Scherf, Ingrid Müller, Sarah van der Heide, Petra Löwenbrück. Foto:bt
Prof. Dr. Ingrid Kurz-Scherf, Ingrid Müller, Sarah van der Heide, Petra Löwenbrück. Foto:bt

 

(Trier/bt) – Karl Marx und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – das sind zwei Begriffe, die man nicht unbedingt im gleichen Kontext vermutet und wohl auch eher selten in einem Atemzug nennt. Dass beide aber dennoch so manches miteinander zu tun haben können, ist bei der Veranstaltung „Karl Marx für Frauen!?“ deutlich geworden, die am 14. April im Rahmen der Heilig-Rock-Tage im Casino am Kornmarkt stattfand. Anlässlich des Jubiläumsjahres „200. Geburtstag Karl Marx“ hatten der Ständige Ausschuss „Frauen und Erwerbsarbeit“ im kfd-Bundesverband und der AK „Frauen und Erwerbsarbeit“ des Diözesanverbandes Trier dazu eingeladen, die Situation von erwerbstätigen Frauen in der digitalisierten und globalisierten Arbeitswelt aus Sicht der Gesellschaftsanalyse von Karl Marx zu betrachten. Den Blick auf die modernen Formen von Entfremdung und Entgrenzung zu lenken und Antworten darauf zu finden ist eines der zentralen Anliegen jener kfd-Frauen, die sich auf Bundes- und Diözesanebene mit der aktuellen Situation von Frauen in allen Formen von Berufs- und Erwerbsarbeit beschäftigen, um deren Interessen in Kirche und Gesellschaft zu vertreten.

 

Einblicke in die Arbeitswelt von Frauen im 19. Jahrhundert gab Dr. Barbara Wagner. Die Kuratorin der kulturhistorischen Landesausstellung „KARL MARX 1818 – 1883. LEBEN. WERK. ZEIT“, die den Ausstellungsteil im Rheinischen Landesmuseum verantwortet, erläuterte, wie Frauen in die neuen Produktionsformen der industriellen Revolution eingebunden waren und welche Auswirkungen diese auf deren physische und psychische Gesundheit sowie auf das Familienleben hatten. Anhand von ausgewählten Exponaten veranschaulichte Wagner die zunehmende Verelendung der Menschen in jener Zeit, speziell der Frauen und Kinder: körperlich extrem schwere Arbeit, überlange Arbeitszeiten, gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen und niedrigste Löhne. Ihre Darstellung erweiterte Wagner mit Aussagen von Karl Marx, die Veränderungen der bestehenden Verhältnisse anmahnten und Informationen über die einsetzende Sozialgesetzgebung zum Ende des 19. Jahrhunderts. Deutlich werde dabei, so die Kuratorin, dass Karl Marx eher grundsätzlich das Schicksal des Proletariats anprangern wollte und dabei nicht speziell Frauen im Blick gehabt hätte.

 

Professorin Dr. Ingrid Kurz-Scherf, langjährige Leiterin des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Uni Marburg, stellte die Frage, inwiefern Karl Marx für die Analyse und Beurteilung der aktuellen Arbeits- und Lebenssituation von erwerbstätigen Frauen hilfreich ist und inwieweit er bei der Bewältigung der heutigen Formen von Entfremdung und Entgrenzung nützlich sein kann. Kurz-Scherf konstatierte, dass es in den letzten Jahrzehnten viele positive Veränderungen für Frauen gegeben habe, dass sie aber im Vergleich zu Männern auch heute noch dort überproportional vertreten seien, wo schlechtere Arbeitsbedingungen herrschten. Sie forderte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Karl Marx und zur Weiterentwicklung seines Arbeitsbegriffes auf. Es gehe nicht darum, den Kapitalismus abzuschaffen, sondern ihn zu begrenzen und alle Formen von Arbeit in einem wertschätzenden Kontext zu sehen. Die Frage, ob Karl Marx und Frauen zusammengingen, würde sie mit „Ja, aber …“ beantworten, so Kurz-Scherf. Denn es gelte, mit „produktiver Aufregung“ Optionen der Veränderungen aufzuzeigen und Widersprüche und Brüche in politisches Handeln umzusetzen. Dafür gebe es durchaus Ansätze in seinen Schriften, die aber nicht „wie die Bibel“ gelesen werden dürften, sondern der Inspiration zu neuen differenzierten Sichtweisen dienen sollten.  

 


Offener Brief an Brüssel und Berlin: Steyler Ethik Bank zählt zu den Unterzeichnern

Politische Regeln für eine nachhaltige Finanzindustrie

 

(Sankt Augustin/pm) – Die Steyler Ethik Bank ist Teil eines breiten Bündnisses von Akteuren aus Finanzwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, das einen dringenden Appell an die Politik in Brüssel und Berlin richtet. In einem offenen Brief setzt sich das Bündnis aus 63 Initiatoren und Unterzeichnern für eine nachhaltige Finanzindustrie ein.

 

 

 

„Wir haben uns als christliches Finanzinstitut komplett der Nachhaltigkeit verschrieben, daher ist es für uns selbstverständlich, diese Initiative zu unterstützen“, sagt Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Ethik Bank. „Wenn es gelingt, die richtigen politischen Leitplanken und Regeln für die Finanzindustrie aufzustellen, dann kann dies eine enorme Wirkung entfalten, von der heutige und künftige Generation profitieren.“

 

 

 

Die näheren Informationen zu der Initiative entnehmen Sie bitte dem „Offenen Brief zum Thema Sustainable Finance“ sowie der gemeinsamen „Information für die Medien“. (Download unter www.steyler-bank.de/aktuelles)

 

 

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank wurde 1964 vom Steyler Missionsorden in Sankt Augustin bei Bonn gegründet. Sie bietet das gesamte Spektrum eines modernen Finanz-dienstleisters an: vom Girokonto bis zur Vermögensverwaltung. Ethisches Bankgeschäft lebt das Geldinstitut durch eine faire und bedarfsgerechte Kundenberatung sowie nachhaltige Anlagestrategien. So investiert die Bank nur in Wertpapiere, die strenge soziale und ökologische Kriterien erfüllen. Der ausgeschüttete Gewinn der Bank dient der Arbeit von weltweit rund 10.000 Steyler Missionaren und Schwestern - gemeinsam mit freiwilligen Spenden von Kunden.

 


HansePferd Hamburg präsentiert spektakuläre Filmaufnahmen

Hautnah: „Wilde Pferde als Vorbild“

 

(Hamburg/hp) - „Wilde Pferde als Vorbild“ – mit einer einzigartigen Sonderschau kommt der erfahrene Tierfilmer Marc Lubetzki erstmals zur HansePferd Hamburg. Pferdefreunde dürfen auf eine wenig erforschte, faszinierende Welt voller unerwarteter Eindrücke gespannt sein, wenn Lubetzki seine spektakulären Aufnahmen wilder Pferde zeigt und seine langjährigen Beobachtungen vorstellt. Der Tierfilmer erzählt berührende Geschichten von typischen Verhaltensweisen, erläutert die Kommunikation innerhalb einer Herde sowie zwischen einzelnen Herden. Dabei zieht er immer wieder Parallelen zu den Hauspferden. So erhalten die Besucher wertvolle Anregungen für einen pferdegerechten Umgang und eine natürliche Haltung. Zwischen den einzelnen Stationen der Sonderschau steht Marc Lubetzki für Fragen zur Verfügung. Ergänzt werden die Ausführungen täglich von einem Filmvortrag (13.00 Uhr im Forum Pferdekompetenz).

 

 

 

Marc Lubetzki hat sich als Tierfilmer vor mehr als drei Jahrzehnten auf das Verhalten von wilden Pferden spezialisiert. Um möglichst natürliche Aufnahmen zu erhalten, lebt er bis zu sechs Monate im Jahr unter den Tieren. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Dokumentation unbekannter Verhaltensweisen. Er vergleicht unterschiedliche Lebensräume und untersucht die Besonderheiten der einzelnen Urpferderassen. Einige Herden besucht er jedes Jahr, um die Entwicklung der Tiere in den verschiedenen Altersstufen zu beobachten und sie durch alle Jahreszeiten zu begleiten.

 

 

 

Über HansePferd Hamburg

 

Die beliebteste Pferdemesse im Norden präsentiert vom 20. bis 22. April Pferdesportlern, Freizeitreitern und Einsteigern ebenso wie Haltern und Züchtern ein umfangreiches Angebot. Mehr als 450 Aussteller aus 15 Nationen laden auf dem Hamburger Messegelände zum Shoppen, Vergleichen und Ausprobieren ein. Neben einer riesigen Auswahl an Pferdesportzubehör dürfen sich Besucher auf weitere spannende Ausstellungsbereiche wie Pferdegesundheit und Fütterung, Pferdehaltung, Transport, Reiturlaub und Ausbildung sowie auf ein umfassendes Rahmenprogramm freuen. Hinzu kommen rund 300 Pferde und Ponys unterschiedlicher Rassen in den Vorführringen, in der großen Show-Halle und auf dem Außengelände der Messe. Die HansePferd Hamburg hat vom Freitag, 20., bis Sonntag, 22. April, täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Tageskarte für die Messe kostet vor Ort für Erwachsene 11,50 Euro, Erwachsene mit Gutschein, HVV- und DB Schleswig-Holstein-Ticket-Nutzer (mit gültigem Fahrausweis) zahlen 9,50 Euro. Für Jugendliche (16-17 Jahre), Studenten, Rentner, Schwerbehinderte sowie Gruppen ab 6 Personen gilt der ermäßigte Preis von 8,50 Euro pro Person. Kinder (6-17 Jahre) zahlen 8,50 Euro, unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Die Online-Tickets kosten einen Euro weniger. Beginn der großen GalaShow „Herzklopfen“ ist am 20., 21. und 22. April jeweils um 19.30 Uhr.

 


Diskussion mit Kardinal Marx und Wirtschaftsexperte Hüther

Was macht Arbeit lebenswert?

Kardinal Marx, Moderator Otterbach und Wirtschaftexperte Hüther (vlnr). Foto: bt
Kardinal Marx, Moderator Otterbach und Wirtschaftexperte Hüther (vlnr). Foto: bt

 

(Trier/bt) – Globalisierung, Macht des Geldes, Profitgier, Donald Trump, Chinas Wirtschaft, Entwicklungen in Europa, Lage in Afrika: Wer das Thema „lebenswerte Arbeit“ vertieft, betritt zwangsläufig die große weltpolitische Bühne. Das war am
während der Heilig-Rock-Tage am 14. April in der vollbesetzten Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars Trier nicht anders. Auf dem Podium wandelten Kardinal Dr. Reinhard Marx und Professor Dr. Michael Hüther auf dem Themenfeld „zwischen Geld und Glück“ und gingen der Frage auf den Grund: „Was macht Arbeit lebenswert?“

 

Der Ort - eine gute Wahl: Schließlich hatten in der Promotionsaula zwei Trierer „Gewächse“ – Oswald von Nell-Breuning, Nestor der katholischen Soziallehre, und der Philosoph Karl Marx – ihre Abiturzeugnisse erhalten. Das Podium - hochkarätig besetzt: Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising und früherer Bischof von Trier, beschäftigt sich zeitlebens mit dem Thema Arbeit und katholische Soziallehre; Professor Hüther ist Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und gehörte zum Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den „Fünf Weisen“.

 

 

"Unser Fortschritt ist auch auf Kosten anderer erfolgt"

 

Zumindest auf Deutschland bezogen und im Vergleich zum Beginn der Industrialisierung zeichnete Hüther nicht einmal ein schlechtes Bild der heutigen Arbeitswelt. Mussten Menschen im 19. Jahrhundert 20 Prozent ihrer Lebenszeit investieren, um die Existenzsicherung zu erreichen, betrage der Anteil heute acht Prozent. „Die Digitalisierung läuft auf Hochtouren, und trotzdem verzeichnen wir einen Anstieg der Beschäftigten. Wir haben so viele Menschen in Arbeit wie noch nie. Und davon waren wir einmal weit entfernt“, sagte der Wirtschaftsexperte. Auch Marx hält nichts davon, „Industriegeschichte nur als schwarze Geschichte zu erzählen“. Seit 1850 gebe es immer Wachstum. „Doch mit Dellen. Man muss genauer hinschauen. Denn es ist auch eine Zeit, in der es Inflation, Kriege, Teilung der Gesellschaft, Entwicklung der Ungleichheit gab.“ Marx: „Unser Fortschritt ist auch auf Kosten anderer erfolgt.“ Er sehe die sozialen, politischen und ökologischen Folgen eines ungebremsten Kapitalismus.

 

„Wir arbeiten also weniger als unsere Großmütter. Aber glücklicher macht uns das nicht: Stress, ständige Erreichbarkeit; die Arbeit frisst sich ins Privatleben ein. Arbeit und Ruhe sind aus dem Takt geraten“, hakte Moderator Christian Otterbach vom Saarländischen Rundfunk nach. Hüther antwortete mit einem Zitat von „zunehmender Penetranz der negativen Reste“. Wichtig sei, dass der Einzelne seine Chancen zum individuellen Glück tatsächlich ergreift, dass er die Dinge in die Hand nimmt. Natürlich könne das auch zur Überforderung für den Einzelnen werden und zur Suche nach angemessenen Ordnungen. „Ehrlich gesagt: Die Frage nach dem Glück stellt der Ökonom eher selten.“

 

Lebenswerte Arbeit hat nicht nur etwas mit Selbstverwirklichung zu tun, sondern auch mit gerechtem Lohn. Auch dies wurde im Gespräch deutlich. „Wir haben wenig Debatten über Löhne zum Beispiel in der Industrie“, sagte Hüther. Es klemme aber in den Bereichen, „die öffentlich reguliert und gestaltet werden“. Er nennt das „Dienstleistung um den Einzelnen“, etwa in der Pflege, in der Erziehung, in der Bildung. Laut Marx ist Arbeit, die keine Profite bringt, offensichtlich nichts wert und wird beiseitegeschoben. „Wie können wir Arbeit neu bewerten?“ Er ging in dem Zusammenhang auf das Thema „Ware“ und „Preise“ ein. „Alles hat seinen Preis, da sagen wir nein. Es kann nicht sein, dass der Reiche sich einen guten Lehrer kaufen kann, der Arme nicht. Es kann nicht sein, dass die gute Pflege im Altenheim vom Geldbeutel abhängig ist. Deshalb stellt sich die Frage: Wie ordnen wir soziale Marktwirtschaft?“

 

Statt marktkonformer Demokratie braucht es demokratiekonforme Wirtschaft

 

Für Marx gehören der Sozialstaat und die Marktwirtschaft zusammen. Er erinnerte an die Menschen, die trotz hoher Beschäftigungsquote keine Chancen auf Arbeit haben, die einfach rausfallen aus dem System. „Niemand, der in der Gesellschaft lebt, wird aus dem Boot herausgeworfen. Wir lassen niemanden in die Armut absinken: Das ist die katholische Soziallehre. Das wollen wir!“, sagte er bildhaft und bewusst mehrdeutig. Laut Marx können dank des Fortschritts heute viele Leute viel besser leben als früher. „Doch muss man sich fragen: Ist das für alle so?“ Aus Sicht des Wirtschaftsexperten Hüther ist die Welt besser geworden, die Anzahl der Armen ist weniger geworden. Die Ökonomie könne allerdings nicht gegen politische Machtverhältnisse in den Ländern ankommen. Für ihn ist soziale Marktwirtschaft ohne Demokratie nicht denkbar. Man brauche keine marktkonforme Demokratie, sondern eine demokratiekonforme Wirtschaft. „Warum geht das Kapital nicht dorthin, wo es am nötigsten gebraucht wird, warum gibt es keinen Kapitalfluss in die so genannte Dritte Welt? Ganz einfach, weil man verlässliche Institutionen braucht.“

 

Und da ist Reinhard Marx nicht optimistisch. Menschen hätten das Vertrauen verloren. Trumps Wahl zum Beispiel sei das Ergebnis von Menschen, die sich überflüssig, übersehen, abgehängt fühlten. Er sehe die politischen Folgen eines freien Kapitalismus und wünscht sich angesichts des globalen Kapitalismus eine transnational aufgestellte Ordnungspolitik. „Egal, wo man hinschaut: Die Demokratie ist eher auf dem Rückmarsch. Ich mache mir große Sorgen. Im politischen Raum gibt es eine neue Nationalisierung und Engführung, eine Rückwärtsbewegung zu nationalen Interessen. Eine Spaltung der Gesellschaft.“

 

Der Blick in die Zukunft? Professor Hüther sieht zunehmende Chancen in einer sich verändernden Arbeitswelt. Kardinal Marx wünscht sich eine Wirtschaft, die sich an den Menschen und seinen Bedürfnissen orientiert und dass es für alle Menschen, nicht nur Deutsche, langfristig bessere Chancen gibt.

 

Das Podiumsgespräch war Teil der Veranstaltungen des Bistumsprojekts "LebenwertArbeit" zum Karl-Marx-Jahr und ist als Video unter https://de-de.facebook.com/bistumtrier abrufbar.

 


HansePferd Hamburg – das Messe-Erlebnis rund ums Pferd

Das Shopping-Paradies für Pferdefreunde

 

(Hamburg/pm) - Shoppen, was das Herz begehrt: Die HansePferd Hamburg bietet Pferdefreunden und Pferdebesitzern ein Einkaufserlebnis der Extraklasse. Die riesige Auswahl an Bekleidung, Ausrüstung und Zubehör in Spitzenqualität lässt keine Wünsche offen. Mehr als 450 Aussteller aus allen Bereichen des Pferdesports präsentieren vom 20. bis 22. April auf der beliebtesten Pferdemesse im Norden auf dem Hamburger Messegelände Top-Marken, aktuelle Trends und Neuheiten. Schicker, hochwertiger und individueller wird es vor allem im neuen Ausstellungsbereich „Premium Pferdesportartikel“ in der Halle B4. In einer einladenden Shopping-Atmosphäre erwarten führende Hersteller, renommierte Sattlereien und Händler die Besucher mit attraktiven Angeboten, erstklassigem Service und kompetenter Beratung. Von exklusiven Reitstiefeln über den maßgefertigten Sattel bis hin zum Strass besetzten Halfter findet hier jeder Pferdefan – ob Freizeitreiter oder Turniersportler – sein ganz persönliches Lieblingsstück.

 

 

 

Das Who is Who der Reitsportmode

 

Im Bereich der Reitsportmode sind nahezu alle bekannten Marken auf der HansePferd Hamburg vertreten. Vorgestellt werden neue Kollektionen für Pferd und Reiter von Isabell Werth und HV Polo Riding Wear. Auch Kingsland, Equiline, HKM, Trust, Eurostar und Pikeur präsentieren aktuelle Trends. Gefragt sind Individualität und Möglichkeiten der Personalisierung. So fertigt der italienische Reitstiefel-Anbieter Sergio Grasso edle Stiefel nach Maß in unterschiedlichen Formen, Materialien, Farben und Designs vom Stiefeltop bis zur -spitze. Eine neue Sohlen-Technologie gewährleistet dabei eine außerordentliche Bequemlichkeit, Passform und Funktionalität.

 

 

 

Maßgeschneiderte Reithosen und eine große Auswahl an Jodhpurreithosen für Islandpferdereiter stellt die Firma Seiler aus dem Erzgebirge auf der HansePferd Hamburg vor. „Bei unserem großen Kundenstamm aus Norddeutschland sind vor allem unsere Sommer-Softshell-Reithosen gefragt, da sie wind- und wasserabweisend und atmungsaktiv sind“, sagt Geschäftsführer Heinz-Thomas Seiler. Exklusive Designs zeigt Reitsport Klawunde. „Wir lassen bei Uvex einen Dressur-Reithelm mit Swarovski-Elementen fertigen und bringen auch unsere Schabracken-Sonderkollektion ‚Anita Girlietainment meets Eskadron‘ mit“, verrät Inhaberin Nicole Klawunde. Die Schabracken mit dem Logo der bekannten Youtuberin gibt es nur bei Reitsport Klawunde. Geplant ist auch eine Schabracken-Sonderkollektion speziell für die HansePferd Hamburg.

 

 

 

Für jeden Wunsch der perfekte Sattel

 

Bei Sätteln bildet die HansePferd Hamburg die gesamte Vielfalt des Reitens ab. Dressur-, Spring-, Western- und Barocksättel werden ebenso präsentiert wie baumlose Sättel, Teilmaß-Konfektionssättel und maßgefertigte italienische Sättel. Auf der Suche nach dem richtigen Sattel profitieren die Besucher der HansePferd von der kompetenten Beratung der Sattlereien und können auch probesitzen. „Wir bieten viele Modelle und Gestaltungsmöglichkeiten an“, sagt Sebastian Mohrbach von der Theo Sommer Sattlerwarenfabrik. „Während die Entwicklung bislang eher einen fixierten, tiefen Sitz anstrebte, geht die Tendenz heute hin zu einem freien Reiten, also zu einem vorgeschnittenen, nicht geraden Sattelblatt mit weniger oder flexibler Pausche und einem halbtiefen Sitz“, berichtet Mohrbach. „Der Reiter sitzt dadurch freier und kann besser mit dem Pferd arbeiten.“

 

 

 

Flexible und verstellbare Sättel im Trend

 

Einen Schwerpunkt auf flexible Sättel legt Süd-Sattel & Hispano Reitsport. „Immer mehr Reiter merken, dass ein Sattel einem Pferd nicht dauerhaft passen kann, ohne verändert zu werden“, sagt Geschäftsführer und Inhaber Stephan Günther, der in Hamburg Neuheiten der Sattlerei Deuber vorstellt, darunter als Weltneuheit verstellbare Westernsättel. „Die Sättel liegen im Trend, weil sie flexibel sind und damit kostengünstig immer wieder neu angepasst werden können“, so Günther. Im Gepäck sind auch Zügel und Longen von LaRienda.

 

 

 

Signum Sattelservice, der vom Freizeit- über das Dressur- bis zum Westernreiten jede Sparte der Reiterei bedient, setzt ebenfalls auf verstellbare Sättel. „Neu bei uns sind kürzere Sättel mit großer Auflagefläche und guter Druckverteilung, die verstellbar sind und so einfach angepasst werden können“, sagt Inhaber Gernot Weber. „Wir bringen zur HansePferd Hamburg auch neue Zaumzeuge in einer Soft-Variante aus besonders weichem Leder mit“, kündigt Weber an.

 

 

 

Die Rieser Sattlerei präsentiert Sättel aus den Bereichen Western, Dressur, Wanderreiten, Endurance und Barock. „Mit unseren individuell gefrästen Sattelbäumen können wir auf jede Pferderasse und Rückenform eingehen und bieten auch für Pferde mit spezieller Rückenform eine Lösung“, sagt Betriebsleiter Andreas Haack. Gezeigt wird auch entsprechendes Zubehör vom Kopf- und Vorderzeug über Packtaschen bis hin zu Chaps und Sporenriemen. „Ganz neu sind unser mit 7.229 Swarovski-Steinen besetzter Western-Showsattel, ein besonders leichter Endurance-Sattel sowie unser Packtaschen-Adapter zur sicheren und praktischen Befestigung von Ortlieb-Packtaschen“, so der Experte, der auf der HansePferd Hamburg im Forum Gesundheit täglich einen Vortrag zum Thema Pferdegesundheit und Sattelauswahl halten wird.

 

 

 

Eintrittspreise und GalaShow-Karten

 

Die HansePferd Hamburg, das Messe-Erlebnis rund ums Pferd, auf dem Hamburger Messegelände hat vom Freitag, 20., bis Sonntag, 22. April, täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Beginn der großen GalaShow „Herzklopfen“ ist am 20., 21. und 22. April jeweils um 19.30 Uhr. Die Tageskarte für die Messe kostet vor Ort für Erwachsene 11,50 Euro, Erwachsene mit Gutschein, HVV- und DB Schleswig-Holstein-Ticket-Nutzer (mit gültigem Fahrausweis) zahlen 9,50 Euro. Für Jugendliche (16-17 Jahre), Studenten, Rentner, Schwerbehinderte sowie Gruppen ab 6 Personen gilt der ermäßigte Eintrittspreis von 8,50 Euro pro Person. Kinder (6-17 Jahre) zahlen 8,50 Euro, unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Die Online-Tickets kosten einen Euro weniger.

 

 

 

Eine GalaShowkarte kostet für Erwachsene am Freitag, 42, am Samstag 45 und am Sonntag 39 Euro. Kinder (6–15 Jahre) zahlen am Freitag 28, am Samstag, 29 und am Sonntag 25 Euro. Für Gruppen ab 6 Pers. gibt es für Freitag Karten zum Preis von 34 Euro, für Sonntag zum Preis von 32 Euro. Die Gruppenkarten können nur unter der Rufnummer 040-69650505 bestellt werden. Die Karten für die große GalaShow gibt es unter www.hansepferd.de oder an bekannten Vorverkaufsstellen. Ein tolles Extra: GalaShow-Karten gelten am selben Tag auch für den Messeeintritt.