Wirtschaft

19.05.2018


Bischof-Stein-Stiftung und Stiftung Menschen in Not erhalten Qualitätssiegel

Als Treuhänder ausgezeichnet

Michaela Marx (links) und Thomas Theis nahmen die Urkunden entgegen.Foto: bt
Michaela Marx (links) und Thomas Theis nahmen die Urkunden entgegen.Foto: bt

 

(Trier/bt) – Die Bischof-Stein-Stiftung und die Stiftung Menschen in Not im Bistum Trier sind mit dem Qualitätssiegel für gute Treuhandstiftungen des Bundesverbands Deutscher Stiftungen ausgezeichnet worden. Im Rahmen des Deutschen Stiftungstages am 16. Mai in Nürnberg nahmen der geschäftsführende Vorstand Thomas Theis und Stiftungsreferentin Michaela Marx die Urkunden entgegen. Insgesamt 14 Organisationen erhielten das Qualitätssiegel.

 

Das Qualitätssiegel fördert die Transparenz und Qualität bei der Verwaltung von Treuhandstiftungen. Die Dachstiftungen müssen dafür strenge Vergabekriterien erfüllen und ihre Kompetenz bei der Verwaltung ihrer Treuhandstiftungen unter Beweis stellen – kontrolliert wird das alle drei Jahre durch einen unabhängigen Ausschuss. Überprüft wird unter anderem die Integrität des Treuhänders, die Qualifikation seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Organisation und das Rechnungswesen, Gremien und Kontrollbefugnisse und die Vermögensbewirtschaftung. Ebenfalls spielt eine große Rolle, dass der Stifterwille und die Autonomie der Treuhandstiftung gewährleistet werden. „Eine Treuhandstiftung ist eine besonders flexible Art des Stiftens, aber auch eine besonders schutzbedürftige“, erklärte Dr. Christian Sundermann, Geschäftsführender Direktor des Vergabeausschusses, in Nürnberg. „Die ausgezeichneten Siegelträger sind sich dieser Verantwortung bewusst und bekennen sich zu Transparenz und qualitätsvoller Verwaltung.“ Mit ihrer Arbeit definierten die ausgezeichneten Treuhänder hohe Standards im Markt Stiftungsverwaltung.

 

„Wir freuen uns sehr über die Verleihung des Qualitätssiegels“, sagte Theis nach der Übergabe der Urkunden. „Wir verstehen uns als eine Stiftungsgemeinschaft und bemühen uns um eine fundierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern.“ Derzeit verwalten die in Trier ansässige Bischof-Stein-Stiftung und die Stiftung Menschen in Not 51 Treuhandstiftungen. „Das Qualitätssiegel trägt zur Transparenz im gemeinnützigen Sektor bei“, verdeutlichte Stiftungsreferentin Marx. Es schütze vor unseriösen Geschäftspraktiken, etwa der Vermischung von Interessen der Stiftungen mit Interessen des Treuhänders, Vermögensverlusten wegen hochriskanter Anlageprodukte und dem Verlust der Gemeinnützigkeit wegen unprofessioneller Verwaltung oder dem Risiko vor Vermögensverlusten bei Insolvenz des Treuhänders. So schaffe das Siegel Vertrauen und könne potentiellen Stiftern eine Orientierung bei der Auswahl des geeigneten Treuhänders geben.

 

Weitere Informationen zu den beiden Dachstiftungen und ihren Treuhandstiftungen gibt es unter: www.stiftungszentrum-trier.de und weitere Informationen zu dem Qualitätssiegel finden sich unter www.stiftungstreuhaender.org

 


Fernanda Brandão wird Schirmherrin des DEICHMANN-Förderpreises für Integration

Fernanda Brandão wird Schirmherrin des DEICHMANN-Förderpreises für Integration 2018  : Projektleiter des DEICHMANN-Förderpreises Ulrich Effing, Schirmherrin Fernanda Brandão und Julia Flad von SchlauFox e.V.. Foto:  P.U.N.K.T. Gesellschaft für Public Relations mbH

 


 

Die Moderatorin und Schauspielerin Fernanda Brandão ist 2018 die neue Schirmherrin des DEICHMANN-Förderpreises. Auch für sie spielt das Thema Integration eine besondere Rolle: Mit gerade einmal neun Jahren wanderte sie zusammen mit ihrer Mutter von Rio de Janeiro nach Hamburg aus – kein leichter Schritt. In der Schule hatte sie zunächst mit der Sprache und dem neuen Umfeld zu kämpfen. „Doch einige Menschen haben nie aufgehört, an mich zu glauben, das gab mir Kraft“, sagt Brandão heute. Genau hier setzt der DEICHMANN-Förderpreis an und zeichnet Unternehmen, Vereine, Schulen und öffentliche Initiativen aus, die es sich zum Ziel gesetzt haben, benachteiligten Kindern und Jugendlichen die Integration zu erleichtern. Bewerbungen werden noch bis zum 30. Juni 2018 unter deichmann-foerderpreis.de angenommen. Der Preis ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert.

 

(Essen/pm) - Wie wichtig Unterstützung ist, weiß Fernanda Brandão aus eigener Erfahrung: Mit neun Jahren zog die Sängerin von Brasilien nach Deutschland: „In den ersten Jahren war die deutsche Sprache ein Handicap für mich“, erinnert sich Brandão. „Durch die vielen Rückschläge wurde meine Motivation, mich in der Schule anzustrengen, immer geringer, sodass mir sogar mit einem Rauswurf gedroht wurde. Ich musste mir häufig anhören, dass aus mir nie etwas Ordentliches wird.“ Doch die junge Brasilianerin schaffte die Wende! Dank ihrer Mutter, die sie ermutigte, ihre Leidenschaft mit dem Beruf zu verbinden, startete Brandão bereits mit 16 Jahren ihre Tanz- und Berufskarriere – als jüngste diplomierte Fitnesstrainerin Deutschlands! Dafür plädiert Brandão jetzt auch als neue Schirmherrin des Förderpreises: „Wir brauchen Unterstützer, die Jugendlichen helfen, Orientierung zu finden“. Denn heutzutage brechen immer mehr Lehrlinge ihre Ausbildung vorzeitig ab: Jeder Vierte löst seinen Arbeitsvertrag frühzeitig auf, wie aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ergeben haben. Doch es gibt Unternehmen, die genau hier ansetzen und Jugendlichen, die ihre Ausbildung oder Schullaufbahn abgebrochen haben, eine zweite Chance geben. Initiativen, die Freizeit- und Bildungsangebote für Benachteiligte organisieren, oder Schulen, die speziellen Sprachunterricht für Geflüchtete anbieten. Ihre Projekte sollen Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund die nötige Unterstützung auf verschiedenen Ebenen bieten. Dieses außerordentliche Engagement würdigt der DEICHMANN-Förderpreis.

 

Fernando Brandão kündigte ihre Schirmherrschaft beim Hamburger Verein SchlauFox e.V. an und rief Initiativen auf, sich für den aktuellen Wettbewerb zu bewerben. Was der Förderpreis bewirken kann, ist bei SchlauFox e.V. zu beobachten. Der Landessieger von 2016 feiert dieses Jahr bereits sein 10-jähriges Bestehen und konnte seine Programme seit der Auszeichnung weiterentwickeln. Mit seiner Förderarbeit trägt er dazu bei, dass benachteiligte Kinder und Jugendliche bessere Erfolge auf ihrem individuellen Bildungsweg erzielen. Für das Programm „Ankerlicht“ beispielsweise engagieren sich mittlerweile mehr als 80 Ehrenamtliche. Es unterstützt jugendliche Geflüchtete beim Lernen von Deutsch und anderen Fächern, bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Abschlussprüfungen und bei der Entwicklung schulischer und beruflicher Ziele.

 

 

 

Bewerbungsfrist läuft bis 30. Juni 2018

 

Alle Initiativen, die sich für benachteiligte Kinder oder Jugendliche engagieren, können sich bis zum 30. Juni 2018 über deichmann-foerderpreis.de bewerben. Dort sind auch die Bewerbungsunterlagen anzufordern, ebenso wie im Wettbewerbsbüro unter der Telefonnummer 0180 / 5010759 (14 ct/Min.). Der DEICHMANN-Förderpreis ist insgesamt mit 100.000 Euro dotiert.

 


FAIRES EINKAUFSPORTAL FÜR KIRCHENGEMEINDEN WILL EINE MILLION EURO UMSATZ PRO JAHR ERREICHEN

(Karlsruhe/ekiba) -. Das badische Einkaufsportal wir-kaufen-anders.de weitet sich aus: In die 2015 gestartete Plattform für öko-fair-soziale Beschaffung der Evangelischen Landeskirche in Baden sind zum Mai 2018 die Erzdiözese Freiburg, die Evangelischen Landeskirchen von Hessen-Nassau, Kurhessen-Waldeck und im Rheinland eingestiegen. Das nunmehr ökumenische Portal peilt laut Projektleiter Florian Hahnfeldt bis 2021 einen jährlichen Umsatz von mindestens einer Million Euro an. Die gemeinsame Plattform macht die faire Beschaffung über Rahmenverträge mit den Lieferanten günstiger.

„Was bei uns seit März 2015 aufgebaut wurde, erlaubt nun noch größere Synergien“, freut sich Projektleiter Hahnfeldt von der Evangelischen Landeskirche in Baden. Entstanden ist ein umfangreiches Informationsportal zum öko-fair-sozialen Einkaufen für Kirchengemeinden, kirchliche Verwaltungseinrichtungen und Sozialstationen. Sie repräsentieren ein Einkaufsvolumen von jährlich insgesamt rund 57 Millionen Euro allein für die badische Landeskirche. Die Internetseite wir-kaufen-anders.de mit dem angegliederten Webshop ist Kern der „Servicestelle Öko-fair-soziale Beschaffung in Kirche und Diakonie, die zudem alle kirchlichen Einrichtungen berät“, erläutert Florian Hahnfeldt.

Die bislang 350 registrierten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der badischen Landeskirche können sich informieren und ausgewählte Produkte direkt bestellen. Dabei profitieren sie von den Rahmenverträgen mit Rabatten. „Es geht uns nicht primär um den großen Einspareffekt, sondern darum, dass Kirchengemeinden wieder mehr ökologisch, fair und sozial hergestellte Produkte einkaufen. Dabei schadet es natürlich nicht, wenn unsere Preise konkurrenzfähig sind“, erläutert Florian Hahnfeldt und freut sich über den ökumenischen Beitrag der fünf Kirchen zum internationalen Tag des Fairen Handels, der am 12. Mai 2018 bereits zum 23ten Mal stattfindet. Für die Bewahrung der Schöpfung und eine faire Produktion mit gerechten Löhnen in aller Welt engagiere sich die Kirche als Teil ihres Auftrags. Angesichts der Klimaveränderungen, des Ressourcenmangels und der wirtschaftlichen Ausbeutung weltweit, „ist es für uns Christen im stark ressourcenverbrauchenden Europa höchste Zeit zu handeln – auch beim Einkauf.“

Um die besten Einkaufspreise geht es auch den nun eingestiegenen Kirchen nicht. „Wir wollen den Gemeinden Unterstützung bieten und als Landeskirche vorbildhaft unterwegs sein“, erklärt beispielsweise Verwaltungsdirektor Rüdiger Rentzsch von der rheinischen Landeskirche. In der Erzdiözese Freiburg wird die Plattform im Zusammenhang mit der Initiative fair.nah.logisch. eingeführt. „Fair.nah.logisch konzentriert sich auf Lebensmittel, von daher ist wir-kaufen-anders.de eine hervorragende Ergänzung, mit dem wir das öko-faire Beschaffen leicht zugänglich auf viele andere Produkte ausweiten können“, unterstreicht Benedikt Schalk, Referent für Energie & Umwelt im Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg. Besonders für Kirchengemeinden im ländlichen Raum eröffne die Plattform öko-fair-soziale Einkaufsmöglichkeiten, betont Stefan Weiß, der die Einführung in der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck verantwortet. Mit einer öko-fair-sozialen Beschaffung wollten die Kirchen ihre Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung konkret in den eigenen Verwaltungen umsetzen. Die Bereitschaft zu nachhaltiger Beschaffung sei gewachsen, so der rheinische Verwaltungsdirektor Rentzsch. Aber auch mit Vorwissen finde man sich „im Dschungel der Ökobilanzen, Labels und Werbebotschaften nur schwer zurecht.“

Mit dem Einstieg der weiteren Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen aus Hessen, dem Rheinland und der Erzdiözese Freiburg wüchsen nicht nur die Nutzerzahlen. Auch die Angebotspalette werde sich auch ausweiten. „Mit den neuen Partnern werden auch neue Produkte und Lieferanten kommen“, prognostiziert Florian Hahnfeldt. „So erreichen wir noch besser unser Ziel, dass in der Kirche mehr öko-fair-sozial eingekauft wird, und werden gleichzeitig attraktiver für die Nutzerinnen und Nutzerinnen“. Um die Bedürfnisse der Kunden besser zu verstehen und das Projekt weiterhin bekannt zu machen, wird es in allen Landeskirchen und Diözesen Informationsveranstaltungen und Hinweise geben. Auch dafür wollen die einsteigenden Kirchen mit der badischen Landeskirche kooperieren. Gemeinsame Workshops zur öko-fair-sozialen Beschaffung in den Kindertagesstätten sind bereits in Planung.

 


Bedarf an Pflegekräften steigt dramatisch an

Diakonie Mecklenburg-Vorpommern fordert Aufwertung der Pflegeberufe

 

(Schwerin/pm) - Zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai wirbt die Diakonie für mehr Pflegekräfte und macht junge Menschen auf Pflegeberufe aufmerksam. Der Bedarf an gutem Pflegepersonal ist groß und wird perspektivisch zunehmen: Während 2013 in Deutschland 4,4 Millionen Menschen 80 Jahre und älter waren, wird aktuellen Schätzungen zufolge diese Altersgruppe im Jahr 2050 bereits einen Anteil von fast 10 Millionen haben. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird sich voraussichtlich von 2,86 Millionen (2015) auf 4,5 Millionen (2050) erhöhen.

 

„Dieser Entwicklung dürfen wir nicht tatenlos zusehen. Die längst überfällige gesellschaftliche Anerkennung muss ebenso wie die Aufwertung der Pflegeberufe endlich höchste Priorität bekommen“, fordert Henrike Regenstein, Vorstand des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern. Dazu gehören insbesondere eine faire Bezahlung und die zügige Umsetzung der Pflegeberufereform, wobei die Ausbildungskosten nicht allein zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen gehen dürfen. „Wichtig ist auch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Pflegeberuf, um diesen attraktiver zu machen. Dies wäre beispielsweise durch den Einsatz innovativer Personalplanungsmodelle möglich“, erläutert Regenstein. „Voraussetzung dafür sind allerdings angemessene Personalschlüssel. Wir müssen dabei auch akzeptieren, dass mehr Personal und eine bessere Bezahlung in der Pflege auch mit höheren Belastungen der Pflegebedürftigen verbunden sind. Die Pflegeversicherung übernimmt dabei immer nur einen Teil der Kosten. Die Pflege muss zukünftig als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden.“

 

Für die Gewinnung von Pflegefachkräften ist ein Bündel von Maßnahmen erforderlich. Nach Auffassung der Diakonie gehört hierzu die intensivere Unterstützung von pflegenden Angehörigen, die berufsbegleitende Ausbildung- bzw. Weiterqualifizierung von Quereinsteigern und Pflegehelfern und nicht zuletzt die Gewinnung von geeignetem Personal auch aus dem Ausland. Außerdem sollten junge Menschen bereits frühzeitig an das Thema Pflege herangeführt werden. Ein gutes Beispiel ist hier die langjährige Kooperation zwischen dem Evangelischen Schulzentrum Demmin Katharina von Bora und dem Gertraudenstift in Demmin. Einmal wöchentlich absolvieren vier bis sechs Schüler ihren Wahlpflichtunterricht in der sozialen Betreuung des Gertraudenstifts. Sie spielen mit den Seniorinnen und Senioren, gehen mit ihnen spazieren, erzählen mit ihnen oder hören zu.

 

Langfristige Kooperationen zwischen Schulen und Pflegeeinrichtungen sind eine Chance, Nachwuchspflegekräfte zu gewinnen. Die Diakonie Mecklenburg-Vorpommern plant zudem, Auszubildende aus Pflegeschulen als Pflegebotschafter in allgemeinbildende Schulen und auf Berufsmessen zu schicken, um über die Ausbildung in der Pflege zu informieren.

 

  Unter dem Dach der Diakonie arbeiten derzeit rund 4.500 Mitarbeiter in Pflege- und Altenhilfeeinrichtungen sowie über 500 Mitarbeiter in der Pflege für Menschen mit Behinderungen. Aufgrund des hohen Fachkräftemangels im Pflegebereich müssen Strukturen geschaffen werden, die es den pflegebedürftigen, kranken Menschen ermöglichen, auch künftig dort leben zu können, wo sie sich am wohlsten fühlen. Für Henrike Regenstein steht immer wieder die Frage im Raum: „Welches Pflegearrangement kann für den einzelnen Menschen geschaffen werden, um seinen Bedürfnissen gerecht zu werden?“ 2,08 Millionen Menschen werden in Deutschland zu Hause durch Angehörige oder Bekannte betreut. Häufig wissen die Angehörigen nicht, in welcher Form sie Unterstützung zur Betreuung und Versorgung des Pflegebedürftigen erhalten können. „Die kommunalen Angebote, insbesondere die Pflegestützpunkte, sind mit den pflegerischen Angeboten vor Ort – wie Tagespflegen, Sozialstationen, Begegnungsstätten oder auch stationären Einrichtungen – noch nicht ausreichend vernetzt, um pflegende Angehörige ausreichend zu unterstützen. Hier gibt es noch viel Potential“, so Regenstein.

 

Die Diakonie macht in der Woche des Internationalen Tags der Pflege, vom 7. bis 13. Mai 2018, bundesweit auf die kritische Personalsituation in der Pflege aufmerksam. Am Aktionstag Pflege 2018 der Diakonie beteiligen sich diakonische Pflegeheime und ambulante Dienste sowie Altenpflegeschulen.

 


Modernisierungsprozess konsequent fortgeführt

ERF Medien auf dem Weg zum digitalen Medienhaus

(Wetzlar/ERF) - „Welche Kirchengemeinde hat so große Chancen, Menschen die verändernde Liebe Gottes weiterzugeben? Unsere Medienarbeit ist tatsächlich eine Kanzel für Tausende, in Deutschland und darüber hinaus. Und wir wollen unsere Möglichkeiten, diese Kanzel zu nutzen, weiter ausbauen. Deshalb machen wir uns 2018 ausdrücklich auf – auf den Weg zum digitalen Medienhaus“, so der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien Dr. Jörg Dechert bei der Mitgliederversammlung am 7. Mai in Wetzlar. Dechert stellte dem Trägerverein dabei die Jahresziele und Projekte 2018 zur Umsetzung der Zukunftsstrategie bis 2022 vor.

Die positive Entwicklung im vergangenen Jahr betonte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Prof. Dr. Jürgen von Hagen (Bad Honnef bei Bonn): „2017 war für ERF Medien ein gutes Jahr mit vielen positiven Entwicklungen. Die Reformen der Arbeit des ERF haben weitere gute Ergebnisse gebracht. Der Aufsichtsrat unterstützt den Veränderungsprozess voll und ganz.“ So sei es erneut gelungen ein positives Jahresergebnis zu erzielen. Dieses erlaube es, das Eigenkapital von ERF Medien weiter zu stärken. Wichtiger Baustein, um die Zukunftsfähigkeit von ERF Medien sicherzustellen, sei das Bauprojekt „ERF 2020“. Nach akribischer Prüfung und Analyse des Ist-Zustandes der Gebäude sowie eingehender Beratungen in Vorstand, Finanzausschuss und Aufsichtsrat sei man Ende 2017 zu der Entscheidung gekommen, auf dem ERF Medien eigenen Grundstück am Berliner Ring in Wetzlar einen Neubau zu errichten.

In seinem Jahresbericht 2017 erläuterte Dechert, dass ERF Medien wie geplant in ersten Angeboten inhaltlich eine evangelistische Zuspitzung vorgenommen habe. Von insgesamt rund 2.000 Menschen sei rückgemeldet worden, dass diese durch Angebote von ERF Medien zum Glauben an Jesus Christus gefunden, Lebensveränderung erfahren haben oder geistlich berührt worden seien – in Deutschland und darüber hinaus.

Die Zahl der ERF Nutzer sei 2017 auf vielen Plattformen und Distributionswegen weiter gewachsen. Insbesondere BibleServer (+67%) und ERF MenschGott (+35%) seien als Wachstumsmotoren zu nennen. Ebenfalls weiter gewachsen sei die ERF Botschafter-Community, wobei diese mit 7.400 Botschaftern bis Ende 2017 leicht unter Plan liege. Eine Weiterentwicklung des Communitykonzeptes sei für 2018 in Planung.

Große Zuwachsraten seien auf den digitalen Distributionskanälen wie Streams, Apps, sozialen Netzwerken und Youtube zu verzeichnen. Um besser von den hohen Wachstumsraten in den sozialen Netzwerken profitieren zu können und mehr Menschen zu erreichen, sei seit 2017 ein Konzept für ein neues, crossmediales Angebot in Arbeit. Zielgruppe seien Menschen, die ein positives christliches Lebensgefühl im Alltag genießen. Ebenfalls zur Modernisierung der Angebote gehöre der Relaunch von ERF.de. Das Portal könne jetzt vollständig auf Smartphones und Tablets genutzt werden und beinhalte nun auch die ERF Workshops. Die Themensteuerung sei medienübergreifend umgesetzt worden, in diesem Zusammenhang sei die Reihe „Mein AlltagsJesus“ erwähnenswert, die als erste crossmediale Sendereihe in unterschiedlichen Formen bei ERF.de, ERF Pop, ERF Gott sei Dank und in diversen sozialen Netzwerken ausgespielt worden sei.
Dechert berichtete auch von internationalen Projekten. Die Nutzerzahlen der Welcome-App für Flüchtlinge und Migranten sei innerhalb des Jahres um 100% gewachsen. In Kooperation mit dem Partner TWR sei zum Beispiel der Aufbau von Radio-Hausgruppen in Pakistan gelungen, wovon im letzten Jahr 1.160 entstanden seien.

Die Weiterentwicklung von Infrastruktur und Prozessen erfolge unter dem Einfluss und den Chancen der Digitalisierung. Hervorzuheben seien die geplante Einführung eines neuen Customer-Relationship-Management-Systems für die zielgenaue Kommunikation mit Nutzern, Fans und Ermöglichern als auch die Einführung eines Controlling-Systems zur verbesserten Unternehmenssteuerung.

Der geschäftsführende Vorstand Thomas Woschnitzok wies in seinem Bericht auf ein finanziell erfreuliches Jahr hin. Danach erzielte ERF Medien 2017 betriebliche Erlöse in Höhe von 16,9 Mio. Euro (2016: 15,4 Mio. Euro). Die betrieblichen Aufwendungen betrugen 14,7 Mio. Euro (2016: 13,6 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und nach Bildung von Rücklagen für den Neubau wurde ein Bilanzgewinn von 115.000 Euro erzielt. Das Spendenziel von 14,9 Millionen Euro sei fast erreicht worden. Die positive Spenderentwicklung setze sich fort, so sei die Zahl der Spender in 2017 auf 46.500 Personen gestiegen.

Woschnitzok berichtete umfassend über das Bauprojekt ERF 2020, für welches rund 20 Mio. Euro veranschlagt seien. Das Finanzierungsmodell sehe verschiedene Finanzierungselemente über einen Zeitraum von drei Jahren vor. Die Ansprache von ERF Spendern, Unternehmen, Stiftungen und privaten Großspendern sei bereits angelaufen. Sobald das Baugenehmigungsverfahren abgeschlossen sei, solle Ende 2018/Anfang 2019 mit dem Neubau begonnen werden, damit Ende 2020 das neue Medienhaus in Betrieb genommen werden könne.

Weiterhin befasste sich die Mitgliederversammlung ausführlich mit einer aktuellen arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung mit ehemaligen Mitarbeitern von ERF Medien.

Bei dem Treffen des Trägervereins wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. 40 Jahre dabei ist Hermann Enders (Schotten). 35 Jahre Mitglied sind Karl-Heinz Schabel (Kirchheim am Neckar), Bernd Bierbaum (Bremen) und Theo Schneider (Lutherstadt Wittenberg). Auf 30 Jahre Zugehörigkeit blicken Erhard Diehl (Soest) und Siegfried Dibowski (Leichlingen). 25 Jahre engagiert sich Klaus Krämer (Morsbach) für ERF Medien e.V.

Weitere Informationen unter www.erf.de/vereinsbericht

 


Caritasverband veranstaltet 19. Forum zum Tag der Arbeit

Langzeitarbeitslos in Zeiten der Vollbeschäftigung

Andrea Steyven und Eberhard Köhler beim 19. Forum zum Tag der Arbeit. Foto: bt
Andrea Steyven und Eberhard Köhler beim 19. Forum zum Tag der Arbeit. Foto: bt

 

(Betzdorf/bt) – „Vollbeschäftigung hilft Langzeitarbeitslosen nicht“, hat Caritasdirektor Eberhard Köhler beim 19. Forum zum Tag der Arbeit des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg betont. Unter dem Thema „Langzeitarbeitslos in Zeiten der Vollbeschäftigung“ wurden im Altenzentrum Betzdorf aus Sicht von Landespolitik, Jobcenter und Aktion Arbeit des Bistums Trier die Aspekte von Arbeitsmarktpolitik und Langzeitarbeitslosigkeit erörtert.

 

Die Vollbeschäftigung habe bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen keinen Effekt, der überwiegende Teil der Betroffenen werde auf subventionierte Maßnahmen angewiesen sein, lange Zeit oder für immer, befürchtete Köhler. Für ihn stellt Teilhabe etwas Wesentliches dar, und er knüpfte hier an das Konzept „Integrierter Arbeitsmarkt“ der Aktion Arbeit an. Köhler betonte aber auch, dass es wichtig sei, ein Netzwerk und unterschiedliche Partner zu haben, um etwas Gutes für Menschen zu tun: „Arbeit ist etwas ganz Natürliches, wir brauchen Arbeit und manche Menschen benötigen auch eine Zuverdienstarbeit.“

 

Vor 35 Jahren und bei mehr als zwei Millionen Arbeitslosen wurde die Aktion Arbeit vom Trierer Bischof Hermann Josef Spital initiiert. Man habe gedacht, es sei etwas Vorübergehendes, sagte Geschäftsführerin Andrea Steyven: „Dass ich heute noch hier stehe zeigt, dass die Arbeitslosenzahlen immer noch zu hoch sind.“ Die Sockelarbeitslosigkeit sei weiter unverändert. Für die Aktion Arbeit sei es ein Grundanliegen, beim Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen und sich bei der Arbeitsmarktpolitik mit Vorschlägen einzubringen. Sie umriss das Konzept „Integrierter Arbeitsmarkt – Ein Weg zur Auflösung der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit“ der Aktion Arbeit. Steyven sprach den Koalitionsvertrag der Großen Koalition an und zitierte die entsprechende Passage, wo es unter anderem heißt: „Mit einem ganzheitlichen Ansatz wollen wir die Qualifizierung, Vermittlung und Reintegration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt vorantreiben.“ Die Freude darüber sei getrübt worden, als man den Entwurf zur Umsetzung erhalten habe. Demnach soll es um diejenigen gehen, die acht und mehr Jahre arbeitslos seien. Für Andrea Steyven „ist das schier unmöglich“, diejenigen, die so lange nicht mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, in einen Job zu bringen. Kein Arbeitgeber des freien Arbeitsmarktes werde diese Menschen einstellen, lautete ihre These.

 

Es müsse diskutiert werden, wie Langzeitarbeitslosigkeit bekämpft und vermieden werden könne, sagte Jeannette Mischnick, Leiterin der Abteilung Arbeit im Mainzer Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie. Die gute Arbeitsmarktlage dürfe nicht verleiten zu sagen: „Es sei alles prima“. Es gelinge nicht allen Menschen, davon zu profitieren; vielen drohe, dauerhaft ausgeschlossen zu sein.

 

Noch nie habe es so viele besetzte sowie so viele unbesetzte Stellen gegeben und trotzdem seien zahlreiche Menschen schon lange ohne Beschäftigung, verdeutlichte Heiner Kölzer, Geschäftsführer des Jobcenters im Landkreis Altenkirchen. Er befürworte ausdrücklich einen zweiten Arbeitsmarkt, der keine Konkurrenz für die Privatwirtschaft darstelle.

 


28. Große Gemeinsame Jungweinprobe bietet einzigartigen Überblick über die mitteldeutschen Tropfen

Gipfeltreffen der mitteldeutschen Jungweine

Saale-Unstrut Gebietsweinkönigin 2017/ 18 Juliana Beer Foto: Melanie Böttcher, www.artofmoments.de
Saale-Unstrut Gebietsweinkönigin 2017/ 18 Juliana Beer Foto: Melanie Böttcher, www.artofmoments.de

 

 

 

„Das Geräusch des Korkens erinnert mich an das Hochgehen des Vorhangs bei einer Premiere, wenn nur Gott allein weiß, was uns da erwartet.“

 

(François Mauriac)

 

 

 

(Freyburg/pm) - So werden die Winzer der Weinregionen Sachsen und Saale-Unstrut am 04. Mai 2018 im Lichthof der Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg bereits zum 28. Mal gemeinsam den Vorhang für den neuen Jahrgang lüften. Die große gemeinsame Jungweinprobe wird mit über 240 vornehmlich jungen Tropfen aufwarten.

 

Der 2017er Jahrgang belohnte die Winzer der Saale-Unstrut Region erneut mit hohen Qualitäten und Quantitäten. Besonders die typischen trockenen Weißweine fallen filigran, fruchtig und leichtfüßig aus. Mit 55671 Hektolitern liegt die Erntemenge leicht über dem Vorjahresergebnis.

 

„Uns erwartet ein guter Jahrgang. Die hohe Zahl der zur Verkostung bereitstehenden Weine deutet darauf hin, dass die Winzerinnen und Winzer stolz auf ihre Weinerzeugnisse aus dem Weinjahr 2017 sind und diese gern präsentieren möchten“, freut sich Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert.

 

 

 

2018 ist ein Jahr der Jubiläen für die Saale-Unstrut Region. Vor einem viertel Jahrhundert wurden sowohl die Weinstraße Saale-Unstrut als auch die Straße der Romanik gegründet. „Zu Beginn war die Infrastruktur recht übersichtlich. Mittlerweile hat sich die Rebfläche der Weinregion verdoppelt und somit auch die Anzahl der Winzer und Weingüter vervielfacht.“, sagt einer, der es wissen muss. Weinbaupräsident Siegfried Boy ist ebenfalls 25 Jahre in diesem Ehrenamt tätig.

 

Blickt man auf die Geburtsstunde der großen gemeinsamen Jungweinprobe zurück, so kann man eine beeindruckende Entwicklung erkennen.

 

Was am 8. und 9. März 1991 mit einer kleinen Weinpräsentation von vier Weinbaubetrieben aus Meißen, Radebeul, Bad Kösen und Freyburg (Unstrut) im Landesweingut Kloster Pforta begann, hat sich zwischenzeitlich zu einem wahren Verkostungsmarathon entwickelt. Seitdem findet die Veranstaltung jährlich im Wechsel in den Anbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut statt. Die Jungweinprobe bietet somit die einzigartige Möglichkeit, den neuen Jahrgang kennen zu lernen, die verschiedenen Rebsorten zu verkosten und die Tropfen der unterschiedlichsten Erzeuger miteinander zu vergleichen.

 

 

 

So präsentieren die Winzer der beiden nördlichsten deutschen Qualitätsweinanbaugebiete ihre jungen Tropfen gemeinsam und stellen sie der Öffentlichkeit vor. Der rege und ständig wachsende Zuspruch der Winzer beider mitteldeutschen Qualitätsweinanbaugebiete, ihre frisch gefüllten Weine alljährlich auf dieser Plattform der Öffentlichkeit zu präsentieren,  zeigt wie gut sich das Gemeinschaftsgefüge in beiden Anbaugebieten entwickelt hat.

 

 

 

So stellen in diesem Jahr 51 Betriebe (davon 33 aus Saale-Unstrut) ihre Weine dem Publikum vor. Entsprechend dem typischen Charakter der mitteldeutschen Weinregionen sind die Jungweine vorwiegend trocken ausgebaute Weißweine. Fast zwei Drittel der angestellten Weine (137 Weine und 6 Sekte) stammen von den Weinbergen in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Um 10.00 Uhr findet die Pressekonferenz der beiden Anbaugebiete statt. Eröffnet wird diese durch die Stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt Frau Prof. Dr. Claudia Dalbert. Ab

 

11.00 Uhr sind die Fachbesucher zum Verkosten eingeladen und ab 14.00 Uhr werden die Tore für die Besucher geöffnet.

 

 

 

Rebsortenvielfalt zur Jungweinprobe

 

Neben den klassischen Weinen, die beide Regionen gleichermaßen prägen, wie Müller-Thurgau, Weißburgunder, Grauburgunder, Bacchus, Kerner und Riesling, versteht es jedes Weinbaugebiet, auch seine Besonderheiten zu demonstrieren. So stammen mit  jeweils einer Ausnahme sowohl die angestellten Gutedel (8) als auch die Silvaner (18) sämtlich von den Hängen an Saale und Unstrut. Die sächsischen Winzer bringen als Gegenstück insgesamt 6 Goldrieslinge mit, eine Rebsorte, die ausschließlich in Sachsen angebaut wird. An der Spitze der Sortenlieblinge rangieren Riesling (25), Müller-Thurgau (20), Silvaner (12) und Kerner (11). Bei den Rotweinen dominiert in puncto Beliebtheit der Spätburgunder (9). Insgesamt wird es über 30 verschiedene Rebsorten zu entdecken geben.

 


Zum Tag der Arbeit: Menschenwürdige Arbeit durchsetzen

 

 

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai mahnt der katholische Sozialverband KOLPING INTERNATIONAL zur konkreten Durchsetzung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen weltweit und fordert flächendeckende Systeme von Arbeitsinspektionen.

 

(Köln/ki) - Noch immer arbeiten unzählige Menschen weltweit für kläglichen Lohn und unter prekären, ausbeuterischen Bedingungen. Ein Beispiel dafür ist die globale Textilproduktion, die immer wieder wegen Arbeitsrechtsverletzungen und mitunter lebensbedrohlichen Missständen von sich reden macht. Aber auch in der Landwirtschaft oder im Rohstoffabbau prägen Ausbeutung sowie die Zerstörung von Umwelt- und Lebensgrundlagen das globale Wirtschaftsgeschehen. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schätzt das Ausmaß „moderner Sklaven“ auf weltweit über 40 Millionen.

 

Dabei haben sich die 193 Mitgliedsländer der Vereinten Nationen im Jahr 2015 zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verpflichtet. Im achten Nachhaltigkeitsziel „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ wird wiederholt ein Bekenntnis zur Durchsetzung menschenwürdiger Arbeit weltweit formuliert. KOLPING INTERNATIONAL fordert daher: Menschenwürdige Arbeit muss jetzt einklagbar durchgesetzt werden. „Dazu bedarf es nicht nur sozialer, sondern auch ökologischer Mindeststandards. Und was es braucht, sind flächendeckende Systeme von Arbeitsinspektionen“, betont Dr. Markus Demele, Generalsekretär von KOLPING INTERNATIONAL. „Denn Arbeitsgesetze ohne Inspektionen oder Schutzsiegel ohne Kontrollen sind wertlos und haben in den vergangenen Jahrzehnten keine hinreichenden Verbesserungen bewirkt.“

 

Seit der Zeit der industriellen Revolution setzen sich Kolpingverbände für den Schutz der Würde arbeitender Menschen ein, aktuell in über 60 Ländern der Welt. Durch Hilfe zur Selbsthilfe – und hier insbesondere durch Bildung – wollen wir Menschen dazu befähigen, sich aus eigener Kraft ein besseres Leben aufzubauen. Bei der ILO in Genf nimmt KOLPING INTERNATIONAL einen Beraterstatus wahr.

 


Aktion Arbeit ist während der Heilig-Rock-Tage auf dem Hauptmarkt präsent

Schichtwechsel, Arbeitsplätzchen, Hilferuf: Stell mich an!

Andrea Steyven (links) zeigt Besuchern des Informationszeltes, welche Produkte in den Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen – hier ein Schwenkerwender – gefertigt werden. Foto: bt
Andrea Steyven (links) zeigt Besuchern des Informationszeltes, welche Produkte in den Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen – hier ein Schwenkerwender – gefertigt werden. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Andrea Steyven und Almedina Mujic haben an diesem Morgen im Infozelt auf dem Trierer Hauptmarkt alle Hände voll zu tun. Die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit im Bistum Trier und ihre Mitarbeiterin füllen Tüten mit der Aufschrift „Arbeitsplätzchen“. „Die sind heiß begehrt. Ich muss jetzt mal einen Anruf tätigen und nachordern“, erklärt Andrea Steyven und lacht. Das süße Naschwerk geht weg wie warme Semmel. Gebacken wurden die Plätzchen vom Team des Ausbildungszentrums Haus Elisabeth Mehring. Deren Angebot richtet sich an Menschen mit Benachteiligungen. Ausgebildet werden Hauswirtschaftshelfer und Beiköche. Das Haus Mehring ist einer der Beschäftigungsbetriebe, die von der Aktion Arbeit unterstützt werden. Was das Backwerk betrifft, kann man nur sagen: Die jungen Leute machen einen guten Job. Einfach köstlich!

 

 Denen eine Stimme geben, die übersehen werden

 

Reißender Absatz der Plätzchen – das heißt, dass die Aktion Arbeit während der Heilig-Rock-Tage gefragt ist? „Mal ist viel Betrieb, dann herrscht wieder Flaute. Das muss man ganz ehrlich so sagen“, räumt die Geschäftsführerin ein. Und hat sogar Verständnis dafür. Der Frühling zeigt sich von seiner sonnigen Seite; da sitzt mancher in der kurzen Mittagspause lieber vor den Cafés und Restaurants, als sich im Zelt mit dem Thema Arbeitslosigkeit zu beschäftigen. Denn es ist tatsächlich keine leichte Kost, die die 1983 gegründete Initiative des Bistums Trier zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im „Angebot“ hat. Während öffentlich nur noch geschwärmt wird, dass so viele Menschen wie nie zuvor Arbeit haben, legt die Initiative den Finger in die Wunden. Sie sieht die Menschen, die durchs Raster fallen, die keine Chance haben. „Es gehört zum Selbstverständnis der Kirche, denen eine Stimme zu geben, die übersehen werden“, wird Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich, der Bischöfliche Beauftragte der Aktion Arbeit, nicht müde zu sagen. Andrea Steyven ergänzt: „Wir dürfen uns nicht mit der Situation auf dem Arbeitsmarkt zufrieden geben.“ Warum das so wichtig ist? Die Bildtafeln im Zelt sprechen eine deutliche Sprache: „Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtarbeitslosenzahl wächst seit Jahren. Heute sind 37 Prozent aller Arbeitslosen länger als ein Jahr arbeitslos“ ist da zu lesen. Oder: „Bisherige Konzepte kranken, weil Einfacharbeitsplätze fehlen; weil der Fokus auf Vermittlungshemmnissen statt auf Fähigkeiten liegt.“ Dass aber jeder Mensch Fähigkeiten und Talente hat, beweisen die Macher mit Hilfe einer einfachen, gut gefüllten Kiste. Darin: Magnet-Engel, Ton- und Holzkreuze, Flaschenöffner, bunte Stofftaschen, Handwasch-Bürsten, Schwenkerwender. Alles Produkte von denjenigen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Chance bekommen haben, in Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen aber zeigen, was sie zu leisten vermögen – wenn man sie denn lässt.

 

 Es geht um Menschen mit Sorgen und Nöten

 

Der „Aktion Arbeit“ ist es während des Bistumsfestes nicht bloß ein Anliegen, über das eigene Tun zu berichten und für das Thema zu sensibilisieren. Es soll deutlich werden, dass Langzeitarbeitslose nicht nur als Zahl einer Statistik von Bedeutung sind, sondern dass es um Menschen geht: Menschen mit Sorgen, Nöten, Schicksalsschlägen. An jedem Tag gibt es die Möglichkeit, mit Arbeitslosen ins Gespräch zu kommen; an jedem Tag stellt sich eine Arbeitslosen-Initiative vor. Und spätestens dann ist richtig was los. Erstes Beispiel: die „CarMen gGmbH – Caritas für Menschen in Beschäftigung“ Koblenz. Ihr rotes Auto mit der Aufschrift „Schnelle Reinigungstrupps“ steht mitten auf dem Hauptmarkt und ist ein echter Hingucker. Mitgebracht haben sie auch schweres Arbeitsgerät, das darüber Auskunft gibt, dass die „CarMen“ von Hausmeisterdiensten bis zum Garten- und Landschaftsbau ein breites Arbeitsfeld beackern. Vor allem beim männlichen Publikum stehen die Nagelbalken hoch im Kurs und die Frage: Wer führt den Hammer so, dass der Nagel mit einem Hieb gerade eingeschlagen wird? Und schließlich gibt es von dem erfolgreichen Inklusionsbetrieb noch ganz schön was auf die Ohren: Die „CarMen-Allstars“ – die bekannte Rockband des Teams – animiert dazu, länger zu verweilen und sogar zu tanzen. Sehr zur Freude der vielseitigen Truppe kommt plötzlich Bischof Dr. Stephan Ackermann um die Ecke, nimmt sich Zeit für Gespräche. Auch zum von den „CarMen“ gewünschten Gruppenfoto sagt der Bischof nicht Nein.

 

 Zweites Beispiel: das Arbeitsmarktprojekt CBA (Caritas Bildung und Arbeit) des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. mit dem Projektbaustein „Mode-Oase“ in Treis-Karden. In dem Sozialkaufhaus wird Mode für Erwachsene angeboten, allesamt aufgearbeitete Kleiderspenden. Doch die Second-Hand-Ware, die das Team nach Trier mitgebracht hat, wird kaum beachtet. „Es ist eigentlich ein guter Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit. Aber vor allem junge Leute wollen lieber topaktuelle Markenmode“, erzählt Ira Gerhartz, die sozialpädagogische Leiterin. In Treis-Karden sei das längst anders, dort werde die „Mode-Oase“ gut angenommen. Zwar habe die Kleidung nicht hoch im Kurs gestanden, doch „viele Menschen haben sich über das Projekt informiert und erfahren, dass aktuell neun Teilnehmer, die vom Jobcenter vermittelt wurden, vom Bewerbertraining über die PC-Schulung bis hin zur Gesundheitsprävention bei uns viel lernen“. Gefragt ist auch das Memory-Spiel, das Ira Gerhartz und ihr Team gefertigt haben. „Die Fotos geben Einblick in unser Projekt. Das Spiel macht Spaß und informiert.“

 

Projekte stellen sich vor

 

Spaß und tiefer Sinn sind auch die Komponenten der Instagram-Aktion, die Veronika Ziegelmayer vorstellt. Sie ist für den Themenschwerpunkt Arbeit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum zuständig und erklärt, was es mit „#picyourwork“ auf sich hat: „Wir ermuntern, im Internet ein Foto aus der Arbeitswelt einzustellen und die Frage zu beantworten: Was macht Arbeit für dich wertvoll?“ Da ist die Mutter ebenso zu finden, die sagt „Ich liebe meinen Job als Mama“ wie Domorganist Josef Still, dessen Arbeit zu ihm passt, „weil ich mit meinen Händen meinen Glauben zum Klingen bringen kann“.

 

 Veronika Ziegelmayer ist an diesem Tag auch für den „Schichtwechsel“ zuständig. Pünktlich um 16.30 Uhr gibt es nach drei Glockenschlägen ein Statement. Sie hat sich unter der Überschrift „Stell mich an – nicht aus“ das Thema „Hartz IV“ ausgesucht; erklärt, was das Gesetz damals wollte und was daraus geworden ist: „Hartz IV sollte ja nicht die Chiffre werden für Armut und abgehängt sein; das Symbol dafür, wie schnell der Absturz nach unten möglich ist.“ „Hartz IV“ ist ein Thema, das auch Hans Casel trotz des Ruhestands immer wieder beschäftigt und das er bei seinem „Schichtwechsel“ deutlich anspricht. Der frühere bischöfliche Beauftragte der „Aktion Arbeit“ zeigt auf, dass es nicht nur um Geld geht, sondern auch um andere Formen von Armut: sich überflüssig fühlen, mangelndes Selbstbewusstsein, der Verlust des Hauses, der Schmerz, wenn man seinen Kindern nichts mehr bieten kann. „Diese Menschen wollen keine Almosen, sondern Arbeit. Wir brauchen keine neuen Maßnahmenpakete, sondern neue, einfache Arbeitsplätze.“ Die Aktion Arbeit habe dazu ein Konzept vorgelegt: „Mein Traum ist es, dass dieses Konzept einmal ausprobiert werden darf.“

 


Fußwallfahrt der Aktion Arbeit im Bistum Trier

Arbeit als Ausdruck menschlicher Würde

  130 Teilnehmer pilgerten von der Abtei St. Matthias vorbei am Dom zum Hauptmarkt. Foto: bt
130 Teilnehmer pilgerten von der Abtei St. Matthias vorbei am Dom zum Hauptmarkt. Foto: bt

 

(Trier/bt) – Keine „Demo“, aber schon auch eine Demonstration dessen, was die Kirche im Bistum Trier zum Thema Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit zu sagen hat: Das ist Ziel der Fußwallfahrt der Aktion Arbeit im Bistum Trier am 18. April von der Abtei St. Matthias vorbei am Dom zum Hauptmarkt gewesen. „Arbeit ist ein Ausdruck menschlicher Würde - das darf man nicht übergehen, auch nicht aus pragmatischen Gründen“, sagt der Bischöfliche Beauftragte für die Aktion Arbeit, Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich. Mit der Wallfahrt und dem Zelt auf dem Hauptmarkt, mit dem die Aktion Arbeit während der ganzen Heilig-Rock-Tage vertreten ist, wolle man zeigen, wie Kirche sich bei diesem Thema positioniert und für Menschen ohne Arbeit engagiert.

 

Gut 130 Teilnehmer hatten sich an diesem Morgen in der Abtei St. Matthias zusammengefunden: Vertreter der verschiedenen Beschäftigungsträger, aber auch viele Menschen, die über diese wieder in Lohn und Brot gekommen sind. Denn ein Grundanliegen der Aktion Arbeit ist es, Menschen beim Einstieg oder Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen. Dafür kooperiert die Aktion mit 16 Beschäftigungsträgern in Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

 

Der Weg in die Innenstadt wurde unterbrochen mit einer Statio, gestaltet von Pfarrer Peter Mörbel, Leiter der evangelischen Akademie im Rheinland. Mörbel ging auf das biblische Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg ein. „Wir leben davon“, so der evangelische Pfarrer, „dass Gott uns eine Chance gibt.“ Er gebe das „Startkapital“ und wir seien aufgefordert, unser Talent zu nutzen. „Dabei ist die Pointe des Gleichnisses, dass es das Spiel vom Ersten und vom Letzten umdreht“ – wer für uns Menschen an letzter Stelle stehe, könne bei Gott an erster Stelle stehen.

 

„Für uns ist dieser Tag sicher ein Rauskommen aus dem beruflichen Alltag, aber auch ein Besinnen auf unsere christlichen Wurzeln“, erzählt Hermann-Josef Trapp. Trapp ist Geschäftsführer der CarMen (Caritas für Menschen in Beschäftigung) gemeinnützige GmbH in Koblenz. CarMen wurde 2003 als Tochterunternehmen des Caritasverbandes Koblenz gegründet. Das Unternehmen ist seit Jahren ein Kooperationspartner der Aktion Arbeit. Trapp und seine Kollegen sind an diesem Tag nicht nur bei der Wallfahrt mit dabei, sondern zeigen auch am Stand der Aktion Arbeit auf dem Trierer Hauptmarkt, wie sie Beschäftigung schaffen. „Die Aktion ist für uns sehr wichtig. Wir und unsere Mitarbeiter erfahren hier eine enorme Wertschätzung – auch in der Öffentlichkeit.“

 

 

„Für mich ist es einfach nur eine riesige Freude, all die Menschen bei der Wallfahrt begrüßen zu können“, sagte Andrea Steyven. Sie ist die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit. „Selten haben wir die Gelegenheit, den Menschen in den Beschäftigungsbetrieben so zu begegnen und ihnen unsere Wertschätzung zu zeigen.“ Und auch für die Menschen, die hinter der Aktion Arbeit stehen, sei dies ein gelungener Tag, „da wir sehen, wofür wir uns Tag für Tag einsetzen und arbeiten.“

 


EVANGELISCHE NACHLASSINITIATIVE „WAS BLEIBT.“ ERHÄLT DEUTSCHEN FUNDRAISING PREIS

(Karlsruhe/Kassel/ekiba) - Die kirchliche Initiative „Was bleibt.“ ist gestern (19.4.) in Kassel mit dem ersten Preis des Deutschen Fundraising Verbandes ausgezeichnet worden. Die gemeinsame Initiative der badischen und acht anderen evangelischen Landeskirchen und ihrer Diakonien behandelt Fragen des Erbens und Vererbens, um Menschen über diese Tabuthemen frühzeitig miteinander ins Gespräch zu bringen.

 

In ihrer Entscheidung hob die Jury hervor, dass es der Kampagne gelinge „geschmackvoll auf das Thema Nachlass-Fundraising aufmerksam zu machen und den Dialog in diesem Bereich effektiv zu fördern.“ Mit dem Deutschen Fundraising Preis würdigt der Deutsche Fundraising Verband jedes Jahr besondere Leistungen, die Auszeichnung gilt als bundesweit wichtigster Branchenaward.

 

Mit dem Motto „Was bleibt.“ orientiere sich das Kommunikationskonzept am „menschlichen Grundbedürfnis, etwas Bleibendes zu hinterlassen, teilten Vertreter der Initiative mit. Die Initiative biete „individuelle Orientierung und konkrete Anknüpfungspunkte, um über die sensiblen Themen Geld, Sterben und Vererben ins Gespräch zu kommen.“ Neben der Website und Printmaterialien mache eine mobile Ausstellung das Thema anschaulich und biete Raum zum Austausch. Darüber hinaus ist die Qualifizierung von Haupt- und Ehrenamtlichen fester Bestandteil des Konzepts. Mittlerweile bringen sich mehrere hundert Engagierte vor Ort ein, organisieren Veranstaltungen und stehen zur Beratung und Begleitung zur Verfügung. Ergänzend zur Initiative gibt es ein eigenes, seelsorglich orientiertes Vorsorgeprojekt mit dem Titel „Nicht(s) vergessen. Gut vorbereitet für die letzte Reise“.

 

Für die beiden Initiatoren aus Baden, Torsten Sternberg von der badischen Landeskirche und Volker Erbacher vom Diakonischen Werk Baden, stehen bei „Was bleibt.“ die ratsuchenden Menschen mit ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt. „Wir wollen Menschen helfen, die Fragen des letzten Lebensabschnitts in ihrem Sinne gut zu regeln“, so Sternberg. Dass dies gelinge, zeigt die bisher durchweg positive Resonanz von Ratsuchenden, von Ärzten und Psychologinnen, Hospizmitarbeitenden und Altenpflegerinnen, Rechtsanwälten und Vermögensberaterinnen. Der Titel „Was bleibt.“ stehe für die Zusage, „dass von jedem Menschen etwas bleibt, das dieses Leben überdauert“, erklärte Erbacher.

Durch die Zusammenarbeit mehrerer Evangelischer Landeskirchen und ihrer diakonischen Werke sind die Materialien zu „Was bleibt.“ und „Nicht(s) vergessen“ bundesweit im Einsatz.

Nähere Informationen unter www.was-bleibt.de und www.nichtsvergessen.de.


ALTBISCHOF WOLFGANG HUBER UND ZF-PERSONALVORSTAND JÜRGEN HOLEKSA IM DIALOG

„DIGITALISIERUNG IN DER WIRTSCHAFT MUSS DEM MENSCHEN DIENEN“

(Salem/ekiba) - Für eine starke unternehmerische Verantwortung im Zeichen der Digitalisierung haben sich der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber und Jürgen Holeksa, Personalvorstand der ZF Friedrichshafen AG ausgesprochen. Beide diskutierten beim Dialogforum „Kirche und Wirtschaft am See“ am heutigen Donnerstag (19.4.) in Schloss Salem.

Der frühere Bischof Huber forderte dazu auf, mit den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung verantwortungsethisch umzugehen. „Damit verbindet sich vor allem die Aufgabe, auf die Beherrschbarkeit der Folgen zu achten und sich klar zu machen, dass diese Aufgabe umso größer ist, je weiter die Auswirkungen des eigenen Handelns reichen.“ Auch eine digitalisierte Wirtschaft müsse sich am Leitbild einer „Wirtschaft für den Menschen“ orientieren, erklärte Hub er. Er forderte eine wirksame Machtbeschränkung der Internetfirmen. „Sie müssen an Rechtsregeln gebunden werden, die international verlässlich gelten und deren Verletzung wirksam sanktioniert wird.“

Jürgen Holeksa, im Vorstand der ZF Friedrichshafen AG verantwortlich für Personal, Governance und Dienstleistungsgesellschaften, stimmte mit Huber in der Einschätzung der Auswirkungen der Digitalisierung überein. „Die Digitalisierung beeinflusst unser Leben in vielen Bereichen. Wie auch immer man zu dieser Entwicklung steht, wir werden sie nicht aufhalten“, sagte Holeska. Auch er plädierte für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den neuen Technologien. „Wir müssen alles dafür tun, um die digitale Zukunft aktiv zu gestalten und sie bestmöglich zum Wohle der Gesellschaft, der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter zu nutzen“, sagte der Wirtschaftsvertreter. Gleichzeitig warnte er vor naiven Erwartungen angesichts der tiefgreifenden technologischen Veränderungen und resümierte: „Die Digitalisierung ist anders als Schnupfen – sie geht nicht wieder weg.“

Das Dialogforum „Kirche und Wirtschaft am See“ wird von den evangelischen Kirchenbezirken Überlingen, Ravensburg und Konstanz in Zusammenarbeit mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg veranstaltet. Es richtet sich an Führungskräfte in Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft.


 


Kompetent, erfahren, renommiert: internationale Experten vergeben den Red Dot für ausgezeichnetes Kommunikationsdesign

 

 

 

(Essen/rd) - Anfang März startete der Red Dot Award: Communication Design 2018. Seither reichen Agenturen und Unternehmen sowie erfahrene Designer und aufstrebende Talente aus aller Welt ihre Gestaltungs- und Kreativarbeiten ein. Alle, die ihre Leistungen auf den Prüfstand und sich selbst dem Urteil der Red Dot Jury stellen wollen, können sich bis 15. Juni 2018 zum Designwettbewerb anmelden. 24 Experten, darunter drei neue Juroren, entscheiden in einem mehrtägigen Prozess über die Vergabe des Red Dot-Labels.

Bewertung als Teamwork
Die Red Dot Jury ist so international und vielfältig wie die eingereichten Projekte – eine Grundvoraussetzung, um die Wettbewerbsbeiträge individuell und sachgerecht zu diskutieren und zu bewerten. Entsprechend ihrer Fachkenntnisse evaluieren die Juroren die Arbeiten in Dreierteams vor Ort. Dies erfolgt ohne Vorauswahl in einem mehrtägigen Evaluierungsprozess, dem verschiedene Kriterien wie Ästhetik, Originalität, Verständlichkeit, Konzept und Umsetzung zugrunde liegen. Die eingehende Begutachtung und der kritische Austausch der Experten miteinander ermöglichen ein fundiertes Urteil.

Neue Red Dot-Juroren
Die Zusammensetzung der Jury wechselt jährlich. Neben erfahrenen Red Dot-Juroren werden regelmäßig neue Mitglieder in die Expertenrunde berufen. 2018 bereichern drei neue Fachleute die Jury: Špela Čadež aus Slowenien bringt ihre Expertise im Bewegtbild ein. Seit 2008 ist sie als unabhängiger Animation Director sowie als Produzentin tätig. Ihre Filme wurden weltweit gezeigt und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Das Know-how in den Bereichen UI- und UX-Design verstärkt Andrea Finke-Anlauff. Als Red Dot-Jurorin bewertete sie bereits Produkte und evaluiert nun erstmals auch die Einreichungen im Kommunikationsdesign. Mit ihrer Firma mangodesign, deren Schwerpunkte auf Produkt- und Interactiondesign liegen, wurde sie schon mehrfach ausgezeichnet.

Ebenfalls neu dabei ist Knut Maierhofer. Als Gründer von KMS TEAM verfügt er über umfassendes Wissen in den Bereichen Markenstrategie, -design und -kommunikation. Mit seiner Arbeit erschafft er visuelle Systeme, die die Persönlichkeiten von Marken und Unternehmen erlebbar und zukunftsfähig machen. Wie alle Juroren verpflichten sich die neuen Mitglieder dem „Code of Honour“. Er besagt, dass sie keine eigenen oder kooperativen Projekte in Kategorien einreichen dürfen, in denen sie selbst die Wettbewerbsbeiträge bewerten. Auf diese Weise werden Interessenskonflikte vermieden.

Erst 2017 debütierte Thilo von Debschitz. Der Experte für Kommunikations-design zeigte sich begeistert: „Zwei Aspekte haben mich bei der Jurierung besonders beeindruckt. Zum einen die Internationalität. Die internationale Zusammensetzung der Jury stellt sicher, dass sich Arbeiten aus den unterschiedlichsten Kontinenten evaluieren lassen. Zum zweiten war ich von der wohlwollenden Atmosphäre sehr angetan. Alle Jurorinnen und Juroren haben die Wettbewerbsbeiträge mit großem Respekt behandelt, sich für alle Arbeiten bei der Bewertung viel Zeit genommen. Gleichwohl wurden die Maßstäbe für eine Auszeichnung hoch angesetzt, ein Red Dot muss ein exzellentes Niveau widerspiegeln; darin bestand große Einigkeit.“

Mehrstufiger Entscheidungsprozess
Zu Beginn der Jury Session verschaffen sich die Juroren einen Überblick über die Einreichungen und klären offene Fragen. Im ersten Durchgang entscheiden sie, ob eine Arbeit weiterkommt oder sofort ausscheidet. Um im nächsten Schritt einen Red Dot zu erhalten, muss ein Projekt mindestens zwei von drei Jury-Stimmen auf sich vereinen. Aus diesen Red Dot-prämierten Arbeiten können die Experten in der dritten Runde solche Projekte auswählen, die einen Red Dot: Best of the Best verdienen.

Im finalen Schritt kann – aber muss nicht – in jeder Kategorie der Red Dot: Grand Prix vergeben werden. Diese höchste Einzelauszeichnung geht an die beste Arbeit einer Kategorie. 2017 wurden nur fünf Projekte – 0,06 % aller Einreichungen – mit diesem Preis gewürdigt. Dies zeigt, „dass unsere Juroren einen sehr hohen Anspruch haben“, erklärt Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards, die Entscheidungen der Experten, die aus ihren intensiven Diskussionen resultieren.

Red Dot Award: Communication Design 2018
Von Geschäftsberichten über Online-Projekte bis hin zu Postern und Verpackungen: Im Juli werden die Juroren des Red Dot Award: Communication Design 2018 sämtliche eingereichten Arbeiten auf ihre gestalterische Leistung und Kreativität prüfen. Agenturen, Designer und Unternehmen, die sich die Chance auf die Auszeichnung mit dem Red Dot sichern wollen, können ihre Projekte bis spätestens 15. Juni anmelden und ins Rennen um die weltweit begehrten Auszeichnungen schicken.

Red Dot Jury 2018
Renne Angelvuo (Finnland), Damon Aval (Deutschland), Špela Čadež (Slowenien), Eric Chang (Taiwan), Kelley Cheng (Singapur), Prof. Michel de Boer (Niederlande), Andrea Finke-Anlauf (Deutschland), Gustavo Greco (Brasilien), Rainer Hirt (Deutschland), Thebe Ikalafeng (Südafrika), Akira Kobayashi (Deutschland), Prof. Shu-Chang Kung (Taiwan), Chris Lee (Singapur), Johnason Lo (Taiwan), Knut Maierhofer (Deutschland), Prof. Dr. Christof Rezk-Salama (Deutschland), Sylvia Vitale Rotta (Frankreich), Niels Schrader (Niederlande), Jean Jacques Schaffner (Schweiz), Bettina Schulz (Deutschland), Prof. Philipp Teufel (Deutschland), Jennifer Tsai (Taiwan), Thilo von Debschitz (Deutschland), Prof. Seung Hun Yoo (Südkorea)

Red Dot Award: Communication Design 2018 – Termine und Anmeldung
Regular: bis 29. Mai 2018
Latecomer: 30. Mai – 15. Juni 2018

Weitere Informationen und Anmeldung: www.red-dot.de/cd




Heilig-Rock-Tage: kfd beschäftigt sich mit Thema „Frauen und Erwerbsarbeit“

Karl Marx für Frauen?!

  Prof. Dr. Ingrid Kurz-Scherf, Ingrid Müller, Sarah van der Heide, Petra Löwenbrück. Foto:bt
Prof. Dr. Ingrid Kurz-Scherf, Ingrid Müller, Sarah van der Heide, Petra Löwenbrück. Foto:bt

 

(Trier/bt) – Karl Marx und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – das sind zwei Begriffe, die man nicht unbedingt im gleichen Kontext vermutet und wohl auch eher selten in einem Atemzug nennt. Dass beide aber dennoch so manches miteinander zu tun haben können, ist bei der Veranstaltung „Karl Marx für Frauen!?“ deutlich geworden, die am 14. April im Rahmen der Heilig-Rock-Tage im Casino am Kornmarkt stattfand. Anlässlich des Jubiläumsjahres „200. Geburtstag Karl Marx“ hatten der Ständige Ausschuss „Frauen und Erwerbsarbeit“ im kfd-Bundesverband und der AK „Frauen und Erwerbsarbeit“ des Diözesanverbandes Trier dazu eingeladen, die Situation von erwerbstätigen Frauen in der digitalisierten und globalisierten Arbeitswelt aus Sicht der Gesellschaftsanalyse von Karl Marx zu betrachten. Den Blick auf die modernen Formen von Entfremdung und Entgrenzung zu lenken und Antworten darauf zu finden ist eines der zentralen Anliegen jener kfd-Frauen, die sich auf Bundes- und Diözesanebene mit der aktuellen Situation von Frauen in allen Formen von Berufs- und Erwerbsarbeit beschäftigen, um deren Interessen in Kirche und Gesellschaft zu vertreten.

 

Einblicke in die Arbeitswelt von Frauen im 19. Jahrhundert gab Dr. Barbara Wagner. Die Kuratorin der kulturhistorischen Landesausstellung „KARL MARX 1818 – 1883. LEBEN. WERK. ZEIT“, die den Ausstellungsteil im Rheinischen Landesmuseum verantwortet, erläuterte, wie Frauen in die neuen Produktionsformen der industriellen Revolution eingebunden waren und welche Auswirkungen diese auf deren physische und psychische Gesundheit sowie auf das Familienleben hatten. Anhand von ausgewählten Exponaten veranschaulichte Wagner die zunehmende Verelendung der Menschen in jener Zeit, speziell der Frauen und Kinder: körperlich extrem schwere Arbeit, überlange Arbeitszeiten, gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen und niedrigste Löhne. Ihre Darstellung erweiterte Wagner mit Aussagen von Karl Marx, die Veränderungen der bestehenden Verhältnisse anmahnten und Informationen über die einsetzende Sozialgesetzgebung zum Ende des 19. Jahrhunderts. Deutlich werde dabei, so die Kuratorin, dass Karl Marx eher grundsätzlich das Schicksal des Proletariats anprangern wollte und dabei nicht speziell Frauen im Blick gehabt hätte.

 

Professorin Dr. Ingrid Kurz-Scherf, langjährige Leiterin des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Uni Marburg, stellte die Frage, inwiefern Karl Marx für die Analyse und Beurteilung der aktuellen Arbeits- und Lebenssituation von erwerbstätigen Frauen hilfreich ist und inwieweit er bei der Bewältigung der heutigen Formen von Entfremdung und Entgrenzung nützlich sein kann. Kurz-Scherf konstatierte, dass es in den letzten Jahrzehnten viele positive Veränderungen für Frauen gegeben habe, dass sie aber im Vergleich zu Männern auch heute noch dort überproportional vertreten seien, wo schlechtere Arbeitsbedingungen herrschten. Sie forderte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Karl Marx und zur Weiterentwicklung seines Arbeitsbegriffes auf. Es gehe nicht darum, den Kapitalismus abzuschaffen, sondern ihn zu begrenzen und alle Formen von Arbeit in einem wertschätzenden Kontext zu sehen. Die Frage, ob Karl Marx und Frauen zusammengingen, würde sie mit „Ja, aber …“ beantworten, so Kurz-Scherf. Denn es gelte, mit „produktiver Aufregung“ Optionen der Veränderungen aufzuzeigen und Widersprüche und Brüche in politisches Handeln umzusetzen. Dafür gebe es durchaus Ansätze in seinen Schriften, die aber nicht „wie die Bibel“ gelesen werden dürften, sondern der Inspiration zu neuen differenzierten Sichtweisen dienen sollten.  

 


Offener Brief an Brüssel und Berlin: Steyler Ethik Bank zählt zu den Unterzeichnern

Politische Regeln für eine nachhaltige Finanzindustrie

 

(Sankt Augustin/pm) – Die Steyler Ethik Bank ist Teil eines breiten Bündnisses von Akteuren aus Finanzwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, das einen dringenden Appell an die Politik in Brüssel und Berlin richtet. In einem offenen Brief setzt sich das Bündnis aus 63 Initiatoren und Unterzeichnern für eine nachhaltige Finanzindustrie ein.

 

 

 

„Wir haben uns als christliches Finanzinstitut komplett der Nachhaltigkeit verschrieben, daher ist es für uns selbstverständlich, diese Initiative zu unterstützen“, sagt Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Ethik Bank. „Wenn es gelingt, die richtigen politischen Leitplanken und Regeln für die Finanzindustrie aufzustellen, dann kann dies eine enorme Wirkung entfalten, von der heutige und künftige Generation profitieren.“

 

 

 

Die näheren Informationen zu der Initiative entnehmen Sie bitte dem „Offenen Brief zum Thema Sustainable Finance“ sowie der gemeinsamen „Information für die Medien“. (Download unter www.steyler-bank.de/aktuelles)

 

 

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank wurde 1964 vom Steyler Missionsorden in Sankt Augustin bei Bonn gegründet. Sie bietet das gesamte Spektrum eines modernen Finanz-dienstleisters an: vom Girokonto bis zur Vermögensverwaltung. Ethisches Bankgeschäft lebt das Geldinstitut durch eine faire und bedarfsgerechte Kundenberatung sowie nachhaltige Anlagestrategien. So investiert die Bank nur in Wertpapiere, die strenge soziale und ökologische Kriterien erfüllen. Der ausgeschüttete Gewinn der Bank dient der Arbeit von weltweit rund 10.000 Steyler Missionaren und Schwestern - gemeinsam mit freiwilligen Spenden von Kunden.

 


HansePferd Hamburg präsentiert spektakuläre Filmaufnahmen

Hautnah: „Wilde Pferde als Vorbild“

 

(Hamburg/hp) - „Wilde Pferde als Vorbild“ – mit einer einzigartigen Sonderschau kommt der erfahrene Tierfilmer Marc Lubetzki erstmals zur HansePferd Hamburg. Pferdefreunde dürfen auf eine wenig erforschte, faszinierende Welt voller unerwarteter Eindrücke gespannt sein, wenn Lubetzki seine spektakulären Aufnahmen wilder Pferde zeigt und seine langjährigen Beobachtungen vorstellt. Der Tierfilmer erzählt berührende Geschichten von typischen Verhaltensweisen, erläutert die Kommunikation innerhalb einer Herde sowie zwischen einzelnen Herden. Dabei zieht er immer wieder Parallelen zu den Hauspferden. So erhalten die Besucher wertvolle Anregungen für einen pferdegerechten Umgang und eine natürliche Haltung. Zwischen den einzelnen Stationen der Sonderschau steht Marc Lubetzki für Fragen zur Verfügung. Ergänzt werden die Ausführungen täglich von einem Filmvortrag (13.00 Uhr im Forum Pferdekompetenz).

 

 

 

Marc Lubetzki hat sich als Tierfilmer vor mehr als drei Jahrzehnten auf das Verhalten von wilden Pferden spezialisiert. Um möglichst natürliche Aufnahmen zu erhalten, lebt er bis zu sechs Monate im Jahr unter den Tieren. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Dokumentation unbekannter Verhaltensweisen. Er vergleicht unterschiedliche Lebensräume und untersucht die Besonderheiten der einzelnen Urpferderassen. Einige Herden besucht er jedes Jahr, um die Entwicklung der Tiere in den verschiedenen Altersstufen zu beobachten und sie durch alle Jahreszeiten zu begleiten.

 

 

 

Über HansePferd Hamburg

 

Die beliebteste Pferdemesse im Norden präsentiert vom 20. bis 22. April Pferdesportlern, Freizeitreitern und Einsteigern ebenso wie Haltern und Züchtern ein umfangreiches Angebot. Mehr als 450 Aussteller aus 15 Nationen laden auf dem Hamburger Messegelände zum Shoppen, Vergleichen und Ausprobieren ein. Neben einer riesigen Auswahl an Pferdesportzubehör dürfen sich Besucher auf weitere spannende Ausstellungsbereiche wie Pferdegesundheit und Fütterung, Pferdehaltung, Transport, Reiturlaub und Ausbildung sowie auf ein umfassendes Rahmenprogramm freuen. Hinzu kommen rund 300 Pferde und Ponys unterschiedlicher Rassen in den Vorführringen, in der großen Show-Halle und auf dem Außengelände der Messe. Die HansePferd Hamburg hat vom Freitag, 20., bis Sonntag, 22. April, täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Tageskarte für die Messe kostet vor Ort für Erwachsene 11,50 Euro, Erwachsene mit Gutschein, HVV- und DB Schleswig-Holstein-Ticket-Nutzer (mit gültigem Fahrausweis) zahlen 9,50 Euro. Für Jugendliche (16-17 Jahre), Studenten, Rentner, Schwerbehinderte sowie Gruppen ab 6 Personen gilt der ermäßigte Preis von 8,50 Euro pro Person. Kinder (6-17 Jahre) zahlen 8,50 Euro, unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Die Online-Tickets kosten einen Euro weniger. Beginn der großen GalaShow „Herzklopfen“ ist am 20., 21. und 22. April jeweils um 19.30 Uhr.

 


Diskussion mit Kardinal Marx und Wirtschaftsexperte Hüther

Was macht Arbeit lebenswert?

Kardinal Marx, Moderator Otterbach und Wirtschaftexperte Hüther (vlnr). Foto: bt
Kardinal Marx, Moderator Otterbach und Wirtschaftexperte Hüther (vlnr). Foto: bt

 

(Trier/bt) – Globalisierung, Macht des Geldes, Profitgier, Donald Trump, Chinas Wirtschaft, Entwicklungen in Europa, Lage in Afrika: Wer das Thema „lebenswerte Arbeit“ vertieft, betritt zwangsläufig die große weltpolitische Bühne. Das war am
während der Heilig-Rock-Tage am 14. April in der vollbesetzten Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars Trier nicht anders. Auf dem Podium wandelten Kardinal Dr. Reinhard Marx und Professor Dr. Michael Hüther auf dem Themenfeld „zwischen Geld und Glück“ und gingen der Frage auf den Grund: „Was macht Arbeit lebenswert?“

 

Der Ort - eine gute Wahl: Schließlich hatten in der Promotionsaula zwei Trierer „Gewächse“ – Oswald von Nell-Breuning, Nestor der katholischen Soziallehre, und der Philosoph Karl Marx – ihre Abiturzeugnisse erhalten. Das Podium - hochkarätig besetzt: Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising und früherer Bischof von Trier, beschäftigt sich zeitlebens mit dem Thema Arbeit und katholische Soziallehre; Professor Hüther ist Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und gehörte zum Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den „Fünf Weisen“.

 

 

"Unser Fortschritt ist auch auf Kosten anderer erfolgt"

 

Zumindest auf Deutschland bezogen und im Vergleich zum Beginn der Industrialisierung zeichnete Hüther nicht einmal ein schlechtes Bild der heutigen Arbeitswelt. Mussten Menschen im 19. Jahrhundert 20 Prozent ihrer Lebenszeit investieren, um die Existenzsicherung zu erreichen, betrage der Anteil heute acht Prozent. „Die Digitalisierung läuft auf Hochtouren, und trotzdem verzeichnen wir einen Anstieg der Beschäftigten. Wir haben so viele Menschen in Arbeit wie noch nie. Und davon waren wir einmal weit entfernt“, sagte der Wirtschaftsexperte. Auch Marx hält nichts davon, „Industriegeschichte nur als schwarze Geschichte zu erzählen“. Seit 1850 gebe es immer Wachstum. „Doch mit Dellen. Man muss genauer hinschauen. Denn es ist auch eine Zeit, in der es Inflation, Kriege, Teilung der Gesellschaft, Entwicklung der Ungleichheit gab.“ Marx: „Unser Fortschritt ist auch auf Kosten anderer erfolgt.“ Er sehe die sozialen, politischen und ökologischen Folgen eines ungebremsten Kapitalismus.

 

„Wir arbeiten also weniger als unsere Großmütter. Aber glücklicher macht uns das nicht: Stress, ständige Erreichbarkeit; die Arbeit frisst sich ins Privatleben ein. Arbeit und Ruhe sind aus dem Takt geraten“, hakte Moderator Christian Otterbach vom Saarländischen Rundfunk nach. Hüther antwortete mit einem Zitat von „zunehmender Penetranz der negativen Reste“. Wichtig sei, dass der Einzelne seine Chancen zum individuellen Glück tatsächlich ergreift, dass er die Dinge in die Hand nimmt. Natürlich könne das auch zur Überforderung für den Einzelnen werden und zur Suche nach angemessenen Ordnungen. „Ehrlich gesagt: Die Frage nach dem Glück stellt der Ökonom eher selten.“

 

Lebenswerte Arbeit hat nicht nur etwas mit Selbstverwirklichung zu tun, sondern auch mit gerechtem Lohn. Auch dies wurde im Gespräch deutlich. „Wir haben wenig Debatten über Löhne zum Beispiel in der Industrie“, sagte Hüther. Es klemme aber in den Bereichen, „die öffentlich reguliert und gestaltet werden“. Er nennt das „Dienstleistung um den Einzelnen“, etwa in der Pflege, in der Erziehung, in der Bildung. Laut Marx ist Arbeit, die keine Profite bringt, offensichtlich nichts wert und wird beiseitegeschoben. „Wie können wir Arbeit neu bewerten?“ Er ging in dem Zusammenhang auf das Thema „Ware“ und „Preise“ ein. „Alles hat seinen Preis, da sagen wir nein. Es kann nicht sein, dass der Reiche sich einen guten Lehrer kaufen kann, der Arme nicht. Es kann nicht sein, dass die gute Pflege im Altenheim vom Geldbeutel abhängig ist. Deshalb stellt sich die Frage: Wie ordnen wir soziale Marktwirtschaft?“

 

Statt marktkonformer Demokratie braucht es demokratiekonforme Wirtschaft

 

Für Marx gehören der Sozialstaat und die Marktwirtschaft zusammen. Er erinnerte an die Menschen, die trotz hoher Beschäftigungsquote keine Chancen auf Arbeit haben, die einfach rausfallen aus dem System. „Niemand, der in der Gesellschaft lebt, wird aus dem Boot herausgeworfen. Wir lassen niemanden in die Armut absinken: Das ist die katholische Soziallehre. Das wollen wir!“, sagte er bildhaft und bewusst mehrdeutig. Laut Marx können dank des Fortschritts heute viele Leute viel besser leben als früher. „Doch muss man sich fragen: Ist das für alle so?“ Aus Sicht des Wirtschaftsexperten Hüther ist die Welt besser geworden, die Anzahl der Armen ist weniger geworden. Die Ökonomie könne allerdings nicht gegen politische Machtverhältnisse in den Ländern ankommen. Für ihn ist soziale Marktwirtschaft ohne Demokratie nicht denkbar. Man brauche keine marktkonforme Demokratie, sondern eine demokratiekonforme Wirtschaft. „Warum geht das Kapital nicht dorthin, wo es am nötigsten gebraucht wird, warum gibt es keinen Kapitalfluss in die so genannte Dritte Welt? Ganz einfach, weil man verlässliche Institutionen braucht.“

 

Und da ist Reinhard Marx nicht optimistisch. Menschen hätten das Vertrauen verloren. Trumps Wahl zum Beispiel sei das Ergebnis von Menschen, die sich überflüssig, übersehen, abgehängt fühlten. Er sehe die politischen Folgen eines freien Kapitalismus und wünscht sich angesichts des globalen Kapitalismus eine transnational aufgestellte Ordnungspolitik. „Egal, wo man hinschaut: Die Demokratie ist eher auf dem Rückmarsch. Ich mache mir große Sorgen. Im politischen Raum gibt es eine neue Nationalisierung und Engführung, eine Rückwärtsbewegung zu nationalen Interessen. Eine Spaltung der Gesellschaft.“

 

Der Blick in die Zukunft? Professor Hüther sieht zunehmende Chancen in einer sich verändernden Arbeitswelt. Kardinal Marx wünscht sich eine Wirtschaft, die sich an den Menschen und seinen Bedürfnissen orientiert und dass es für alle Menschen, nicht nur Deutsche, langfristig bessere Chancen gibt.

 

Das Podiumsgespräch war Teil der Veranstaltungen des Bistumsprojekts "LebenwertArbeit" zum Karl-Marx-Jahr und ist als Video unter https://de-de.facebook.com/bistumtrier abrufbar.

 


HansePferd Hamburg – das Messe-Erlebnis rund ums Pferd

Das Shopping-Paradies für Pferdefreunde

 

(Hamburg/pm) - Shoppen, was das Herz begehrt: Die HansePferd Hamburg bietet Pferdefreunden und Pferdebesitzern ein Einkaufserlebnis der Extraklasse. Die riesige Auswahl an Bekleidung, Ausrüstung und Zubehör in Spitzenqualität lässt keine Wünsche offen. Mehr als 450 Aussteller aus allen Bereichen des Pferdesports präsentieren vom 20. bis 22. April auf der beliebtesten Pferdemesse im Norden auf dem Hamburger Messegelände Top-Marken, aktuelle Trends und Neuheiten. Schicker, hochwertiger und individueller wird es vor allem im neuen Ausstellungsbereich „Premium Pferdesportartikel“ in der Halle B4. In einer einladenden Shopping-Atmosphäre erwarten führende Hersteller, renommierte Sattlereien und Händler die Besucher mit attraktiven Angeboten, erstklassigem Service und kompetenter Beratung. Von exklusiven Reitstiefeln über den maßgefertigten Sattel bis hin zum Strass besetzten Halfter findet hier jeder Pferdefan – ob Freizeitreiter oder Turniersportler – sein ganz persönliches Lieblingsstück.

 

 

 

Das Who is Who der Reitsportmode

 

Im Bereich der Reitsportmode sind nahezu alle bekannten Marken auf der HansePferd Hamburg vertreten. Vorgestellt werden neue Kollektionen für Pferd und Reiter von Isabell Werth und HV Polo Riding Wear. Auch Kingsland, Equiline, HKM, Trust, Eurostar und Pikeur präsentieren aktuelle Trends. Gefragt sind Individualität und Möglichkeiten der Personalisierung. So fertigt der italienische Reitstiefel-Anbieter Sergio Grasso edle Stiefel nach Maß in unterschiedlichen Formen, Materialien, Farben und Designs vom Stiefeltop bis zur -spitze. Eine neue Sohlen-Technologie gewährleistet dabei eine außerordentliche Bequemlichkeit, Passform und Funktionalität.

 

 

 

Maßgeschneiderte Reithosen und eine große Auswahl an Jodhpurreithosen für Islandpferdereiter stellt die Firma Seiler aus dem Erzgebirge auf der HansePferd Hamburg vor. „Bei unserem großen Kundenstamm aus Norddeutschland sind vor allem unsere Sommer-Softshell-Reithosen gefragt, da sie wind- und wasserabweisend und atmungsaktiv sind“, sagt Geschäftsführer Heinz-Thomas Seiler. Exklusive Designs zeigt Reitsport Klawunde. „Wir lassen bei Uvex einen Dressur-Reithelm mit Swarovski-Elementen fertigen und bringen auch unsere Schabracken-Sonderkollektion ‚Anita Girlietainment meets Eskadron‘ mit“, verrät Inhaberin Nicole Klawunde. Die Schabracken mit dem Logo der bekannten Youtuberin gibt es nur bei Reitsport Klawunde. Geplant ist auch eine Schabracken-Sonderkollektion speziell für die HansePferd Hamburg.

 

 

 

Für jeden Wunsch der perfekte Sattel

 

Bei Sätteln bildet die HansePferd Hamburg die gesamte Vielfalt des Reitens ab. Dressur-, Spring-, Western- und Barocksättel werden ebenso präsentiert wie baumlose Sättel, Teilmaß-Konfektionssättel und maßgefertigte italienische Sättel. Auf der Suche nach dem richtigen Sattel profitieren die Besucher der HansePferd von der kompetenten Beratung der Sattlereien und können auch probesitzen. „Wir bieten viele Modelle und Gestaltungsmöglichkeiten an“, sagt Sebastian Mohrbach von der Theo Sommer Sattlerwarenfabrik. „Während die Entwicklung bislang eher einen fixierten, tiefen Sitz anstrebte, geht die Tendenz heute hin zu einem freien Reiten, also zu einem vorgeschnittenen, nicht geraden Sattelblatt mit weniger oder flexibler Pausche und einem halbtiefen Sitz“, berichtet Mohrbach. „Der Reiter sitzt dadurch freier und kann besser mit dem Pferd arbeiten.“

 

 

 

Flexible und verstellbare Sättel im Trend

 

Einen Schwerpunkt auf flexible Sättel legt Süd-Sattel & Hispano Reitsport. „Immer mehr Reiter merken, dass ein Sattel einem Pferd nicht dauerhaft passen kann, ohne verändert zu werden“, sagt Geschäftsführer und Inhaber Stephan Günther, der in Hamburg Neuheiten der Sattlerei Deuber vorstellt, darunter als Weltneuheit verstellbare Westernsättel. „Die Sättel liegen im Trend, weil sie flexibel sind und damit kostengünstig immer wieder neu angepasst werden können“, so Günther. Im Gepäck sind auch Zügel und Longen von LaRienda.

 

 

 

Signum Sattelservice, der vom Freizeit- über das Dressur- bis zum Westernreiten jede Sparte der Reiterei bedient, setzt ebenfalls auf verstellbare Sättel. „Neu bei uns sind kürzere Sättel mit großer Auflagefläche und guter Druckverteilung, die verstellbar sind und so einfach angepasst werden können“, sagt Inhaber Gernot Weber. „Wir bringen zur HansePferd Hamburg auch neue Zaumzeuge in einer Soft-Variante aus besonders weichem Leder mit“, kündigt Weber an.

 

 

 

Die Rieser Sattlerei präsentiert Sättel aus den Bereichen Western, Dressur, Wanderreiten, Endurance und Barock. „Mit unseren individuell gefrästen Sattelbäumen können wir auf jede Pferderasse und Rückenform eingehen und bieten auch für Pferde mit spezieller Rückenform eine Lösung“, sagt Betriebsleiter Andreas Haack. Gezeigt wird auch entsprechendes Zubehör vom Kopf- und Vorderzeug über Packtaschen bis hin zu Chaps und Sporenriemen. „Ganz neu sind unser mit 7.229 Swarovski-Steinen besetzter Western-Showsattel, ein besonders leichter Endurance-Sattel sowie unser Packtaschen-Adapter zur sicheren und praktischen Befestigung von Ortlieb-Packtaschen“, so der Experte, der auf der HansePferd Hamburg im Forum Gesundheit täglich einen Vortrag zum Thema Pferdegesundheit und Sattelauswahl halten wird.

 

 

 

Eintrittspreise und GalaShow-Karten

 

Die HansePferd Hamburg, das Messe-Erlebnis rund ums Pferd, auf dem Hamburger Messegelände hat vom Freitag, 20., bis Sonntag, 22. April, täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Beginn der großen GalaShow „Herzklopfen“ ist am 20., 21. und 22. April jeweils um 19.30 Uhr. Die Tageskarte für die Messe kostet vor Ort für Erwachsene 11,50 Euro, Erwachsene mit Gutschein, HVV- und DB Schleswig-Holstein-Ticket-Nutzer (mit gültigem Fahrausweis) zahlen 9,50 Euro. Für Jugendliche (16-17 Jahre), Studenten, Rentner, Schwerbehinderte sowie Gruppen ab 6 Personen gilt der ermäßigte Eintrittspreis von 8,50 Euro pro Person. Kinder (6-17 Jahre) zahlen 8,50 Euro, unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Die Online-Tickets kosten einen Euro weniger.

 

 

 

Eine GalaShowkarte kostet für Erwachsene am Freitag, 42, am Samstag 45 und am Sonntag 39 Euro. Kinder (6–15 Jahre) zahlen am Freitag 28, am Samstag, 29 und am Sonntag 25 Euro. Für Gruppen ab 6 Pers. gibt es für Freitag Karten zum Preis von 34 Euro, für Sonntag zum Preis von 32 Euro. Die Gruppenkarten können nur unter der Rufnummer 040-69650505 bestellt werden. Die Karten für die große GalaShow gibt es unter www.hansepferd.de oder an bekannten Vorverkaufsstellen. Ein tolles Extra: GalaShow-Karten gelten am selben Tag auch für den Messeeintritt.

 


Corporate Culture Award 2018:

Wettbewerb rückt Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor ins Rampenlicht

Veränderungsexperte und Promerit Vorstand Kai Anderson ist ein Initiator und Jury-Mitglied des CCA (Foto: Laslo Dani)
Veränderungsexperte und Promerit Vorstand Kai Anderson ist ein Initiator und Jury-Mitglied des CCA (Foto: Laslo Dani)


 

Kai Anderson: „Einer der spannenden Aspekte für Unternehmen, die sich für den CCA bewerben, ist der „sogenannte Culture Check“ um den Kultur-Performance-Index zu ermitteln“

 

 

(Frankfurt am Main/ju) - Eine ausgezeichnete Unternehmenskultur kann sich sehen lassen – leider bleibt sie in der heutigen Zeit immer noch im Verborgenen. Der Corporate Culture Award ist ein einzigartiger Preis, der die Erfolgsfaktoren einer ausgezeichneten Unternehmenskultur kürt. Promerit hat zusammen mit der Serviceplan Gruppe und deep white, einem Experten für Kulturanalyse, den Corporate Culture Award ins Leben gerufen, um den Erfolgsfaktor Unternehmenskultur in den Fokus zu rücken.

 

Der Corporate Culture Award – kurz CCA genannt – soll eine ausgezeichnete Unternehmenskultur und Ihre Kulturarbeit nach außen sichtbar machen. Denn leider wird die kulturelle Dimension von Veränderungen oft immer noch vernachlässigt und Kulturveränderung häufig mit dem Erstellen von Hochglanzbroschüren gleichgesetzt. Dazu Jury-Mitglied und Promerit Vorstand Kai Anderson: „Das Spannende für Unternehmen, sich für den CCA zu bewerben, ist der „sogenannte Culture Check“ in Form einer Online-Befragung, so dass der Kultur-Performance-Index des jeweiligen Unternehmens in Form einer anonymen Stichprobenanalyse ermittelt werden kann.“

 

Die Ausschreibung läuft bis zum 31.05.2018. Jedes Unternehmen kann sich mit einer Präsentation (PPT oder PDF) mit maximal elf Charts zur Strategie der Unternehmenskultur an info@corporateculture-award.de bewerben.

 

Für die Unternehmen, die es mit Ihrer Einreichung auf die Shortlist schaffen, erfolgt in der Zeit vom 01.08. – 30.09. 2018 eine Kulturanalyse, bei der in einer repräsentativen Stichprobe Mitarbeiter des nominierten Unternehmens online befragt werden. Auch nicht nominierte Unternehmen haben mit der Teilnahmegebühr die Möglichkeit, die Kulturanalyse durchführen zu lassen und können sich so für eine Auszeichnung qualifizieren. Die Teilnahme am CCA kostet einmalig 4.950 EUR (inkl. MwSt.) Darin enthalten sind alle Leistungen rund um den Award, wie beispielsweise die Kulturanalyse und das Siegel für die Gewinner.

 

Die Unternehmen, die es auf die Shortlist schaffen (Top 10 Einreichungen) werden genannt - und natürlich die Preisträger. Alle weiteren Unternehmen bleiben anonym. Ihre eingereichten Kulturarbeitsprojekte werden vertraulich behandelt. Der Corporate Culture Check erfolgt anonym.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter https://corporate-culture-award.de.

 


Hamburger Abendblatt erhält Deutschen Fundraising Preis für bemerkenswerten Spendenaufruf

„Manchmal gibt es Wichtigeres als Nachrichten“


 

(Berlin/pm)-  Der Deutsche Fundraising Verband (DFRV) zeichnet die Redaktion des Hamburger Abendblatts mit dem Deutschen Fundraising Preis aus. Chefredakteur Lars Haider wird den Preis am 19. August im Kongresspalais in Kassel persönlich entgegennehmen. Das Hamburger Abendblatt wird in der Kategorie „Preis des Vorstands“ ausgezeichnet, der direkt vom Vorstand des DFRV vergeben wird und besonders bemerkenswerte Aktionen zum Thema Spendensammeln auszeichnet. Der Deutsche Fundraising Preis ist Deutschlands wichtigster Branchen-Award im Fundraising.

 

„Manchmal gibt es Wichtigeres als Nachrichten“: Mit diesen Worten titelte das Hamburger Abendblatt am 13. Juni 2017, der Rest der Titelseite blieb weiß. Nur am unteren Bildrand war ein knapper Aufruf platziert, in dem für Spenden für die humanitäre Hilfe in Afrika und dem Jemen gebeten wurde. „Diese leere Titelseite war ein besonderer Anblick in der informationsüberfluteten Medienlandschaft. Es war außergewöhnlich und mutig, so für die gute Sache zu werben!“ begründet Arne Peper, Geschäftsführer des DFRV, die Entscheidung des Vorstands. 

 

Der sechsköpfige Vorstand des Deutschen Fundraising Verbands unter Leitung von Dr. Martin Dodenhoeft war sich einig. Die vorbildliche Aktion soll mit dem „Preis des Vorstands“ bedacht werden. „Es bleibt zu hoffen, dass mehr Medien dem guten Beispiel folgen und ihre Kanäle stärker für die gute Sache nutzen!“, ergänzt Arne Peper.

 

Überreichen wird den Preis Vorstandsmitglied und erfahrener Fundraiser Gerhard Wallmeyer im Rahmen einer feierlichen Gala am 19. April. Neben dem Hamburger Abendblatt wird es weitere Preisträger geben. Die Verleihung des Deutschen Fundraising Preises findet im Rahmen des Deutschen Fundraising Kongresses im Kongresspalais in Kassel statt.
www.dfrv.de

 

Deutscher Fundraising Verband e.V.
Der Deutsche Fundraising Verband e.V. vertritt die Interessen der einzelnen Fundraiser, der im Dritten Sektor tätigen gemeinnützigen Organisationen und der sie unterstützenden Dienstleister in Deutschland. Er fördert die Professionalisierung des Berufszweigs sowie die Umsetzung ethischer Prinzipien in der Branche. Ihm gehören 1.300 Mitglieder an.

 


Plötzlich pflegebedürftig: Video informiert über praktische Hilfe

 

 

(Berlin/sovd) - Pflegebedürftigkeit tritt meist unerwartet ein und stellt alle Beteiligten vor enorme Herausforderungen. In dieser Situation hilft das neue Pflegetagebuch des Sozialverband SoVD. Ein Video erklärt, was beim Pflegetagebuch zu beachten ist, um Leistungen der Pflegekasse in Anspruch zu nehmen.

 

Sie müssen einen neuen Pflegegrad beantragen? Dann sollten Sie sich optimal vorbereiten. Denn der Umfang der Pflegeleistungen hängt vom Grad der Pflegebedürftigkeit ab. Und die prüfen der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder unabhängige Gutachter, die den Hilfebedarf anhand eines Fragenkatalogs ermitteln. Deshalb ist es entscheidend, sich rechtzeitig mit der eigenen Pflegesituation auseinanderzusetzen und diese zu dokumentieren. Aus diesem Grund sollten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ein Pflegetagebuch führen. Der SoVD hat nun ein Video veröffentlicht, das erklärt, worauf dabei zu achten ist.

 

Das Video erklärt im „Pencilstyle“, worum es geht. Diese Darstellungsform gewährleistet Verständlichkeit ebenso wie eine Fokussierung auf Kernbotschaften.

 

Der Sozialverband SoVD berät seine Mitglieder auch in Fragen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Zum Beispiel zum Thema Pflegeleistungen.

 

Auf einen Blick: Kontaktadressen der Beratungsstellen des SoVD Sozialberatung

 


Rund 300 Pferde und Ponys aus über 35 Rassen

Rassen-Vielfalt auf der HansePferd Hamburg

 

(Hamburg/hp) - Auf der HansePferd Hamburg vom 20. bis 22. April erleben Besucher Pferde- und Ponyrassen aus aller Welt hautnah. Rund 300 Pferde und Ponys aus über 35 Rassen können in der großen Show-Halle, im Rassen-Ring, im Extreme Trail Parcours sowie im Ausbildungs- und Horsemanship-Ring bewundert werden und verwandeln das Hamburger Messegelände zum Top-Treffpunkt für kleine und große Pferdefans, Pferdebesitzer, Halter und Züchter. Vom possierlichen Shetlandpony über Fjordpferde, quirlige Islandpferde bis hin zum Knapstrupper und dem imposanten Schleswiger Kaltblut werden auf der beliebtesten Pferdemesse im Norden sowohl bekannte als auch seltene Rassen vorgestellt.

 

 

Direkter Kontakt zu Züchtern und Gestüten

 

„Interessierte können zu den Züchtern Kontakt aufnehmen und erhalten Informationen und fachlich fundierte Beratung direkt beim Zuchtverband“, sagt Dr. Elisabeth Jensen, Zuchtleiterin des Pferdestammbuchs Schleswig-Holstein/ Hamburg und Koordinatorin des Rassen-Rings. Hier werden typische Rassevertreter anschaulich und informativ präsentiert, unterstützt von Gestüten, Zuchtverbänden und Interessengemeinschaften. Vielseitige Haflinger, farbenfrohe Pintos, kecke Shetties und sportliche Deutsche Reitponys werden vorgestellt und die Pferdeboxen am Rassen-Ring beherbergen eine Auswahl der unter dem Pferdestammbuch SH/HH vereinten Rassen. Dazu gibt es ein breites Informationsangebot. In der großen Show-Halle sind viele Rassen auch im Tagesprogramm zu erleben.

 

 

 

„Jeder muss die Pferderasse finden, die zu ihm passt“, sagt Gudrun Wieczorek, Senior-Chefin des Ponyland Norddeich, das sich auf die Zucht von Welsh-Ponys spezialisiert hat. „Welsh-Ponys sind sehr rittige, leistungsbereite Ponys mit viel Gangvermögen. Sie sind unkompliziert zu halten, selten krank und decken durch die verschiedenen Größen fast alle Wünsche ab“, erklärt die erfolgreiche Züchterin, die vom Welsh-A bis zum Cob alle Sektionen der Rasse bei sich beheimatet. Auf der HansePferd präsentiert Wieczorek unter anderem Ponyland Yakari, Körungssieger von 2017, und dessen Fohlen Mandy Ann gemeinsam mit seiner bereits HansePferd-erfahrenen Mutter Mona Lisa. „Das Fohlen ist bis zur HansePferd bereits alt genug, um ein bis zwei Tage auf der Messe zu verbringen“, erzählt Wieczorek. „Die Nächte entspannen unsere Pferde aber im heimischen Stall.“ „Wir bringen eine Stute mit Fohlen mit und stellen uns im Rassen-Ring vor“, kündigt Wolfgang Kreikenbohm, Leiter des Haflingergestüts und bekannten Ferienhofs Pony-Park Padenstedt an. Vertreten sind auch das Lusitano-Gestüt La Perla aus Spanien sowie das Gestüt AlAssil Arabians, das seine eleganten Vollblüter präsentiert.

 

 

 

Vorführungen der Meister und Pferde aus dem hohen Norden

 

Beliebte Westernpferderassen wie die wendigen Quarter Horses zeigen ihre vielseitigen Begabungen unter anderem im Horsemanship-Ring. Ranch Riding präsentiert zum Beispiel Melena Skala, aktuelle Landesmeisterin in dieser Disziplin, während der vielfache Deutsche Meister und Europameister Volker Laves die Westernpferde-Ausbildung veranschaulicht. Freunde der Quarter Horses können sich über die Verkaufspferde aus der Zucht von Laves’ Circle L Ranch informieren, Züchter über die zehn aus allen Westerndisziplinen stammenden Deckhengste der Ranch. Islandpferde-Fans treffen sich im Island-Dorf. Auf dem Fino Strip, dem Laufsteg für die robusten Vierbeiner mit dem besonderen Gangtalent, sind mehrmals täglich töltende „Isis“ zu sehen. Alles über Sport, Haltung und Zucht dieser Pferde von der Insel aus Feuer und Eis erfahren Interessierte beim IPZV Nord (Islandpferdezucht- und Sportverein Nord) und bei Islandpferdehöfen wie Vindhólar oder Sólárhús. Zahlreiche Aussteller für Islandpferdebedarf wie Hilbar Reitsport, aber auch Vindhólar bieten die passende Ausrüstung an.

 

 

 

GalaShow mit Pferden und Ponys aus 15 Rassen

 

Zum krönenden Abschluss jedes Tages lässt die große GalaShow „Herzklopfen“ mit beeindruckender Reitkunst, faszinierenden Showacts und atemberaubender Akrobatik die Herzen von Pferdefreunden höherschlagen. „Rund 15 verschiedene Rassen treten in der Show auf“, sagt Britta Bando vom Hamburger Landesverband und Mitglied des Organisationskomitees des fulminanten Abendprogrammes. Allein beim Auftritt der Doma Clasica, Norddeutschlands größter Barockpferdeshowgruppe, sind Friesen, PREs, Lipizzaner und Lusitanos zu sehen. Mit dem Bretonen Quizas und dem Shetlandpony Josie wird Mélie Philippot aus Frankreich das Publikum bezaubern. Das Showteam Excalibur setzt bei seinem feurigen Auftritt auf spanische Pferde. „Natürlich haben auch die beliebten Islandpferde ihren Auftritt“, so Bando.

 

 

 

Über die HansePferd Hamburg

 

Auf der HansePferd Hamburg vom 20. bis 22. April auf dem Hamburger Messegelände präsentieren mehr als 450 Aussteller aus 15 Nationen Neuheiten und Top-Produkte, aktuelle Trends sowie Dienstleistungen und individuelle Beratung rund ums Pferd. Begleitet wird die beliebteste Pferdemesse im Norden von einem umfangreiche Rahmenprogramm mit täglich mehr als 100 Vorträgen und Darbietungen. Die HansePferd Hamburg ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 11,50 Euro und mit Gutschein, HVV- oder DB Schleswig-Holstein-Ticket (bei gültigem Fahrausweis) 9,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte sowie Gruppen ab sechs Personen zahlen 8,50 Euro pro Person, unter sechs Jahren ist der Eintritt frei. Online-Tickets kosten einen Euro weniger.

 

 

 


Die schönste Zeit des Jahres auf dem Rücken eines Pferdes

Großes Angebot an Reiturlauben auf der HansePferd Hamburg

 

(Hamburg/hp) - Fremde Länder und Kulturen entdecken und dabei das schöne Hobby Reiten genießen? Das geht am besten mit einem Reiturlaub! Vom Galopp am Strand über den Wanderritt in Kanada bis zur Reitsafari in Afrika gibt es auf der HansePferd Hamburg für jeden Reiter das passende Ziel. Ob ohne eigenes Pferd oder mit, ob Reiterferien in der Region oder ein Reiturlaub in einem exotischen Land – die umfangreichen Reise-Angebote der Aussteller sprechen Einsteiger, Gelegenheitsreiter und erfahrene Pferdesportler an. Insgesamt präsentieren mehr als 450 Unternehmen aus 15 Ländern auf dem Hamburger Messegelände ihre Produkte und Dienstleistungen rund ums Pferd. Begleitet wird die beliebteste Pferdemesse im Norden von einem attraktiven Rahmenprogramm mit täglich mehr als 100 Vorführungen und Vorträgen.

 

Die Bandbreite beim Reiturlaub reicht vom Kurztrip über die Fernreise bis zum Bildungsreiturlaub inklusive Sprachunterricht in Großbritannien. Speziell an Kinder richten sich die Angebote zahlreicher Pony- und Reiterhöfe. Wen das Fernweh plagt, der findet auf der HansePferd Hamburg eine große Auswahl renommierter Anbieter wie Pegasus Reiterreisen, Das Urlaubspferd Internationale Reiter-Reisen oder Pferd & Reiter Reiterreisen. Ausgezeichnete Kenntnisse über Land und Leute, vertrauensvolle Partnerschaften, abwechslungsreiche Programme und beste Qualität bilden die Grundlage für einen rundum gelungenen Reiturlaub. Großen Wert legen alle Aussteller auf gut ausgebildete und rittige Pferde sowie auf eine sichere Ausrüstung.

 

 

Reiturlaube in aller Welt

 

„Wir bieten Traumurlaub im Sattel und haben viele tolle neue Reisen im Programm“, sagt Ivan Künnemann, Geschäftsführer von Pferd & Reiter Internationale Reiterreisen. Einige Ziele stellen wir 2018 zum ersten Mal vor wie das Reiten durch die Lofoten in Norwegen oder Strandritte auf Terschelling in den Niederlanden“, verrät Künnemann. Alle Reisen wurden von Pferd & Reiter selbst getestet. Bei Das Urlaubspferd Internationale Reiter-Reisen steht den Besuchern der HansePferd wie in den Vorjahren der Inhaber Karl Heinz Breuer persönlich für eine qualifizierte Beratung zur Verfügung. „In Hamburg stellen wir unser aktuelles Reiseprogramm vor“, kündigt Karl Heinz Breuer an. Auch bei Das Urlaubspferd gilt: Alle Reisen werden vorab persönlich ausprobiert.

 

Eine einzigartige Kombination von Reiturlaub und Kultur verspricht eine neue Reise von Reit-Safari nach Ägypten zum Sonnenfestival von Abu Simbel. „Neu im Programm haben wir auch Wanderritte in der ungarischen Puszta und in Draculas Heimat Transsylvanien in Rumänien. Ebenfalls neu sind Reitsafaris in Tansania und Kenia sowie Ritte zu den Victoria Fällen“, sagt Geschäftsführerin Ali A. Selzer. „Wir arbeiten bevorzugt mit kleinen, inhabergeführten Unternehmen, die wir persönlich kennen und getestet haben“, erklärt Selzer. Pegasus Reiterreisen stellt neben aktuellen Angeboten in vielen Ländern Europas auch neue Urlaubsziele in Marokko, Südafrika, Ecuador und Peru vor. Zum ersten Mal im Programm vertreten ist Grönland. „Unsere beliebtesten Reiseziele sind Island, Frankreich, Südafrika, Kanada und die USA. Auch Spanien und Italien sind aktuell sehr gefragt“, erläutert Geschäftsführer Klaus Hermanns.

 

Reiterferien in der Region

 

Bei jüngeren Pferdefans besonders beliebt sind Reiterferien. Auf der HansePferd Hamburg präsentieren sich zahlreiche Reiterhöfe aus der Region wie die Reitsportanlage mit Hotel Pferdeschulze, der Witthof sowie Bernsteinreiter Hirschburg Urlaub und Meer. Auch der Tourismusverband Mecklenburg Vorpommern ist mit einem großen Stand vor Ort und informiert über die mannigfachen Möglichkeiten, das Bundesland mit dem Pferd zu genießen. Die Interessengemeinschaft „Sternreiten in der Altmark“ stellt Reiterhöfe und andere Anbieter von Reiturlauben aus der Region Altmark vor. Aus Dänemark kommt das Islandcenter Kommandørgården, das Reiturlaube mit Islandpferden auf der Insel Rømø anbietet.

 

Der Pony-Park Padenstedt stellt ebenfalls in Hamburg aus. Das mehrfach als „Ferienhof des Jahres“ ausgezeichnete Reiter- und Ponyparadies gehört zu den größten Haflingergestüten Deutschlands. Bis zu 300 Ponys und Pferde beherbergt der über 100 Hektar große Park mit eigenem Badesee. „Jedes Kind erhält für die Dauer des Urlaubs sein eigenes Pferd“, sagt Leiter Wolfgang Kreikenbohm. „Zu uns kommen Kinder aus der ganzen Welt, auch aus Amerika, Australien und sogar China“, so Kreikenbohm. Zu einem Reiturlaub an der Ostsee lädt das Reitcamp Börgerende ein, das zum ersten Mal auf der HansePferd Hamburg ausstellt. „Bei uns kann man die Ostsee riechen und hören und natürlich auch am Strand reiten“, sagt Sandra Kaufmann vom Reitcamp. „Sehr gut angenommen wird auch die Möglichkeit, mit dem eigenen Pferd Urlaub in einem unserer Ferienhäuser zu machen“, so Kaufmann.

 

 

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

 

Die HansePferd Hamburg, das Messe-Erlebnis rund ums Pferd, auf dem Hamburger Messegelände hat vom Freitag, 20., bis Sonntag, 22. April, täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Tageskarte für die Messe kostet vor Ort für Erwachsene 11,50 Euro, Erwachsene mit Gutschein, HVV- und DB Schleswig-Holstein-Ticket-Nutzer (mit gültigem Fahrausweis) zahlen 9,50 Euro. Für Jugendliche (16-17 Jahre), Studenten, Rentner, Schwerbehinderte sowie Gruppen ab 6 Personen gilt der ermäßigte Eintrittspreis von 8,50 Euro pro Person. Kinder (6-17 Jahre) zahlen 8,50 Euro, unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Die Online-Tickets kosten einen Euro weniger.




EPD 2018: Frauenbund Bayern fordert mehr Mut bei der Bekämpfung der Lohnlücke

Schluss mit der Geheimniskrämerei um die Löhne

Sie stellten unbedingten Handlungsbedarf zur Verringerung der Lohnlücke fest: Lisi Maier, stellvertretende Vorsitzendes des Deutschen Frauenrates, Frauenministerin Emilia Müller, KDFB-Landesvorsitzende Elfriede Schießleder, Professor Carsten Wippermann, Monika Arzberger, stellvertretende KDFB-Landesvorsitzende und Elfriede Kerschl, Referatsleiterin Frauen in der Wirtschaft der IHK für München und Oberbayern (v.l.n.r.). Foto: Eva-Maria Gras

 

 

(München/kdfb) – Auch im Jahr 2018 liegt der Gender Pay Gap über der 20 Prozent-Marke: „Verstaubte Rollenbilder und gläserne Decken, an die vor allem Frauen bei ihrer Karriere stoßen, müssen endlich in die Mottenkiste und aus dem Alltag verschwinden,“ findet die Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) Landesverband Bayern Elfriede Schießleder. Aber Intransparenz und veraltete Strukturen trügen dazu bei, dass Veränderungen leider nur im Schneckentempo vorankommen. Deshalb fordert der Katholische Frauenbund mehr Tatkraft bei der Beseitigung der Lohnlücke. Unter welchen Rahmenbedingungen das Motto „Transparenz gewinnt“ zur Realität werden kann, war gestern, Mittwoch, Thema beim Diskussionsabend des KDFB zum Equal Pay Day in München.

 

Carsten Wippermann, Soziologieprofessor an der Katholischen Stiftungshochschule München, zeigte in seinem Vortrag: Wenn man Bruttomonatslohn und Lebenserwerbseinkommen in den Blick nimmt an Stelle von Bruttostundenlohn, dann läge der symbolische Tag, von dem an Männer und Frauen gleich verdienen, nicht im März, sondern er fiele im Jahr 2018 sogar auf den 23. Juni. In der Summe kämen Frauen während ihres Erwerbslebens so auf fast 50 Prozent weniger Erwerbseinkommen als Männer. „Und hier ist insbesondere Intransparenz ein Faktor, der Entgeltungleichheit befördert“, veranschaulichte Wippermann. Diese Ansicht spiegelten auch aktuelle Befragungen. Darin gehe ein Großteil der Befragten davon aus, dass mehr Transparenz zur Beseitigung der Lohnlücke betragen könne.

 

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller betonte: „Die Gründe für den hohen Gender Pay Gap sind vielfältig und nicht neu: Frauen fehlen zum Beispiel noch häufig auf den höheren Stufen der Karriereleiter und sie fehlen in Branchen, die höhere Löhne bezahlen. Auch der Wiedereinstieg nach der Familienpause erfolgt oftmals unterhalb der Qualifikation und mit erschwerten Aufstiegschancen. Selbst ohne diese strukturellen Ursachen beträgt die bereinigte Lohnlücke in Deutschland noch etwa sechs Prozent. Transparenz bei der Bezahlung ist ein Baustein, um dem entgegenzutreten. Genauso wichtig ist aber, dass wir die strukturellen Ursachen der Entgeltgleichheit angehen. Deshalb müssen auch typisch weibliche Berufe, wie zum Beispiel im Erziehungs- und Pflegebereich, mehr finanzielle Wertschätzung erhalten.“ 

 

Dass Transparenz allein kein Allheilmittel mit Blick auf Lohngerechtigkeit ist, wurde in der Diskussionsrunde deutlich. Für Schießleder wird im Lauf der jahrelangen Diskussion um Lohn- und Rentenlücke immer deutlicher: „Mehr Transparenz, faire Entgeltstrukturen und vor allem die Aufwertung sozialer Berufe in finanzieller Hinsicht sind unbedingt erforderlich.“ Die Vertreterin des Deutschen Frauenrates, Lisi Maier, sieht Verbesserungsbedarf beim 2017 in Kraft getretenen Entgelttransparenzgesetz: „Um Entgeltdiskriminierung zu beseitigen, halten wir eine stärkere Verpflichtung der Unternehmen wie auch ein Klagerecht für Verbände für erforderlich“. Elfriede Kerschl von der IHK für München und Oberbayern dagegen plädierte für Konzepte mit Augenmaß, die mittelständische Unternehmen nicht über Gebühr belasteten: „Aus Praxissicht wird das Entgelttransparenzgesetz nicht dazu führen, in Sachen Lohngleichheit spürbar voranzukommen, da es nicht an den eigentlichen Ursachen der Entgeltungleichheit ansetzt“, so Kerschl. Diese Ursachen noch stärker in den Blick zu nehmen, ist auch der KDFB-Vorsitzenden Schießleder wichtig: „Solange Männer-Gehälter höher ausfallen als die der Frauen und Führungsaufgaben in der Vollzeit-Domäne angesiedelt bleiben, werden Frauen zu oft weiter auf die Rolle der Zuverdienerin reduziert – auf Kosten ihrer Alterssicherung! Mit Lohn- und Leistungsgerechtigkeit hat das nichts zu tun.“

 


Equal Pay Day 2018 „Transparenz gewinnt“:

Arbeitnehmerinnen sollen Recht auf Auskunft nutzen – für mehr Entgelttransparenz

 

(Düsseldorf/kdfb)  – Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. ruft anlässlich des Equal Pay Day am 18. März Frauen dazu auf, unter dem Motto „Transparenz gewinnt“ für ihr Recht auf Entgelttransparenz einzutreten.

 

 

 

„Noch immer gibt es in Unternehmen geschlechtsspezifische Diskriminie­run­gen bei der Entlohnung gleicher Tätigkeiten. Das Gesetz zur Schaffung von mehr Lohntransparenz setzt da an und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entgeltgleichheit von Frauen und Männern“, so Mechthild Heil, kfd-Bundesvorsitzende.

 

 

 

Bei gleicher Qualifikation und mit einer vergleichbaren Stelle verdienen Frauen im Durchschnitt sieben Prozentpunkte weniger. Um diese Entgeltlücke zu schließen, haben Frauen in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten seit Januar 2018 einen individuellen Auskunftsanspruch. So können sie erfahren, nach welchen Kriterien sie bezahlt werden. Wird die eigene Tätigkeit von mindestens sechs weiteren Personen des anderen Geschlechtes ausgeübt, kann zudem beim Betriebsrat oder Arbeitgeber die Höhe eines Vergleichs­entgel­tes erfragt werden.

 

 

 

„Wir möchten den diesjährigen Equal Pay Day nutzen, um Arbeitnehmerinnen über ihre Möglich­keiten aufzuklären und sie zu motivieren, von ihrem Auskunftsrecht Gebrauch zu machen. Nur so wird sich etwas verändern“, so Heil weiter.

 

 

 

Wie wirksam das Gesetz wird, will die Bundesregierung bis Juli 2019 überprüfen. Ein Jahr nach In-Kraft-Treten will sie einen Evaluationsbericht vorlegen, auf dessen Grundlage sie über mögliche weitere Schritte entscheidet. Denn das Gesetz erreicht nicht alle Frauen: Ein Großteil aller ange­stell­ten Frauen arbeitet in Betrieben mit weniger als 200 Beschäftigten, für die das Gesetz nicht gilt. Außerdem müssen von ungleicher Bezahlung betroffene Arbeitsnehmerinnen selbst klagen.

 

 

 

Die neue Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag deshalb festgehalten, für von Lohndiskrimi­nie­rung betroffene Personen gezielte Beratungs- und Unterstützungsangebote bei der Antidiskriminie­rungsstelle des Bundes zu schaffen sowie Unternehmen zertifizierte Prüfverfahren zur Überprüfung von Entgeltgleichheit anzubieten.

 

 

 

Weitere Informationen

 

kfd-Positionspapier „Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf“ (2013) (PDF, 1,3 MB)

 

Projektseite der kfd zum EPD www.kfd-bundesverband.de/projekte/equal-pay-day-2018.html

 


Werkstattgespräche zur Bedeutung der Digitalisierung für Berufliche Bildung in Schwellen- und Entwicklungsländern

„Berufliche Bildung 4.0“ – Digitalisierung ist Motor der Entwicklungszusammenarbeit

 

(Bonn/dbm)  – Ob und wie der digitale Wandel auch die Berufliche Bildung in Schwellen- und Entwicklungsländern tiefgreifend verändern kann, dazu diskutierten am Freitag, 9. März 2018 bei den Werkstattgesprächen zur Beruflichen Bildung auf dem Don Bosco Campus rund 90 nationale und internationale Teilnehmer aus Unternehmen, Entwicklungsorganisationen, Verbänden und Institutionen.

 

In ihrer Begrüßung forderte Dr. Susanne Nonnen, Geschäftsführerin des Senior Experten Service, dass durch die Digitalisierung die Schere zwischen Arm und Reich nicht größer werden dürfe. „Industrie 4.0 braucht Berufliche Bildung 4.0. Konkret heißt das: Neue Technologien bedingen neue Berufsbilder, neue Ausbildungsinhalte sind die Konsequenz und damit dies funktionieren kann, müssen sich auch die Ausbilder verändern“, so die Sprecherin des Fachbeirats Berufliche Bildung bei Don Bosco Mondo.

 

Einigkeit bestand darin, dass der digitale Wandel und die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt einen erheblichen Einfluss auf die Berufliche Bildung haben werden. Technologien spielen im Alltag eine elementare Rolle und werden auch zu zentralen Faktoren in der Aus- und Weiterbildung: So ergänzen Webinare die Ausbildung vor Ort oder lösen Simulationen das reale Hantieren mit Geräten weitgehend ab. Automatisierung, IT Sourcing oder Plattformökonomie bergen immenses Potential, stellen die Akteure aber auch vor große Herausforderungen.

 

Dabei sehen sich die Beteiligten in der Entwicklungszusammenarbeit zunehmend in der Verantwortung, gemeinsam mit den lokalen Partnern stärker zu agieren, Bildung zu modernisieren, statt auf die weltweiten Entwicklungen schlicht zu reagieren. Noch sind viele digitale Projekte in der Zusammenarbeit mit Schwellen- und Entwicklungsländern nicht miteinander verzahnt, es fehlt oft der programmatische Ansatz.
„Die Chancen der Digitalisierung in der Arbeitswelt sind gerade für die Entwicklungsländer enorm: Wir können dank der Technik viel mehr Jugendliche erreichen, gerade in abgelegenen, ländlichen Gebieten. Und wir können dabei die digitalen Fähigkeiten der Jugendlichen, die mit Apps oder Simulationsprogrammen ganz natürlich umgehen, hervorragend nutzen. Aber dafür braucht es strategische, aufeinander abgestimmte Programme. Das sehen wir von Don Bosco Mondo gemeinsam mit unseren Partnern als dringliche Aufgabe“, fasste Martin J. Wilde, Geschäftsführer von Don Bosco Mondo, in seinem Schlusswort zusammen.

 

Unter www.don-bosco-mondo.de/Werkstattgespraeche2018 finden Interessierte weitere Informationen zur Veranstaltung sowie ausführliche Dokumentationen der Workshops.

 

Hintergrund „Werkstattgespräche zur Beruflichen Bildung“:

 

Bereits seit 2010 lädt Don Bosco Mondo e.V. zu den Werkstattgesprächen zur Beruflichen Bildung ein. Die Bonner Nichtregierungsorganisation ist führend in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit den verschiedensten Akteuren der Berufsbildung weltweit. Im Bonner Süden treffen sich so jährlich nationale und internationale Experten der Entwicklungszusammenarbeit, der Beruflichen Bildung und Wirtschaftsvertreter zu Diskussion und fachlichem Austausch. Die Fachveranstaltung findet rund um den 19. März statt, dem Josefstag als Gedenktag an den Hl. Josef, dem Schutzpatron der Handwerker.

 


Open Source oder Hardcover: „Bioeconomy – Shaping the Transition to a Sustainable, Biobased Economy“ der Universität Hohenheim von Studierenden und Professoren

Bioökonomie: Lehrbuch der Uni Hohenheim gibt Richtlinien für die Ausbildung

(Hohenheim/pm) - Von Lehrenden und Lernenden: In Zeiten des Klimawandels, der Ressourcenknappheit und der Notwendigkeit zur Ernährungssicherung beschäftigt sich die Bioökonomie mit neuen Methoden, diese globalen Probleme in den Griff zu bekommen. Dabei setzt die Bioökonomie auf Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen und neue Verfahren, um Nahrungsmittel, Tierfutter, Rohstoffe und Energie zu produzieren. Ein neues Buch der Universität Hohenheim in Stuttgart unter der Federführung von Prof. Dr. Iris Lewandowski zeigt nicht nur die Chancen und Vorteile der Bioökonomie auf. Es erklärt, wie Experten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenarbeiten – und wie Bioökonomie interdisziplinär in der Lehre am besten funktioniert.

Der Masterstudiengang Bioeconomy der Universität Hohenheim ist bundesweit einzigartig. Im Rahmen ihres Studiums befassen sich die Studierenden mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und lernen, wie diesen mithilfe einer Bioökonomie begegnet werden kann.

In ihrem neuen Buch „Bioeconomy – Shaping the Transition to a Sustainable, Biobased Economy“ beschreiben Experten aus den Fachrichtungen der Agrar-, Natur- sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hohenheim die Probleme der Erdölökonomie. Gleichzeitig bieten sie Lösungsansätze und erklären, wo weiterer Forschungsbedarf liegt.

„Neben den Experten haben auch vier Master-Studierende der Bioökonomie der Universität Hohenheim an dem Buch mitgeschrieben. Sie geben Einblicke, wie die Lehre in diesem Bereich verbessert werden kann“, sagt die Expertin. „Damit wollten wir auch anderen Richtlinien für die Ausbildung kommender Generationen geben.“


Bioökonomie: wirtschaftlich und interdisziplinär


Um unsere Zukunft zu sichern, müsse man sich einfach mit Alternativen zu Erdöl befassen, so der Tenor der Experten in ihrem neuen Buch. Die Bioökonomie ist eine solche Alternative.

„Eine nachhaltige Bioökonomie stellt eine solche Alternative dar und deshalb beschreiben wir in unserem Buch die Entwicklungsperspektiven“, meint Prof. Dr. Lewandowski. „Außerdem veranschaulichen wir, wie die Bioökonomie wirtschaftlich erfolgreich umgesetzt werden kann und zeigen die Interdisziplinarität unserer Forschung.“

So wird im Buch die ganze Vielfalt der Bioökonomie sichtbar – Grundlagen der Biomasseerzeugung werden genauso vorgestellt, wie Möglichkeiten der Verarbeitung oder der Vermarktung. „Damit zeigen wir, dass die Bioökonomie tatsächlich nachhaltige Alternativen zur Erdölökonomie bietet“, sagt Jan Lask, studentischer Mitherausgeber des Buches.

 



Ein Guide für die Ausbildung von Bioökonomie-Experten

Zusätzlich zu diesen Möglichkeiten gebe das Lehrbuch auch Richtlinien für eine verbesserte Ausbildung vor. „Für diese neuen Bereiche  brauchen wir systemisch denkende Experten, die entlang der biobasierten Produktketten interdisziplinär arbeiten können und mit den Methoden der  Produktion, der Verarbeitung und letzten Endes auch der Vermarktung vertraut sind.“

Dabei blicken die Experten auch in die Zukunft ihrer Studierenden. „Wir wollen klarmachen, welche beruflichen Chancen sich in der Bioökonomie ergeben. Das Buch zeigt dabei, über welche Kompetenzen zukünftige Bioökonomen verfügen sollten.“ Um dabei den Anforderungen der Studierenden gerecht zu werden, wurde bereits das Konzept des Lehrbuchs von Studierenden entwickelt. „Wir hoffen damit den zukünftigen Studierenden der Bioökonomie dieses vielfältige Thema verständlich nahe bringen zu können“, sagt Jan Lask.


Das 355-Seitige Lehrbuch „Bioeconomy – Shaping the Transition to a Sustainable, Biobased Economy“ steht als kostenlose Open Source-Datei zur Verfügung oder kann als Hardcover im Verlag Springer für 53,49 Euro gekauft werden.

Zum Download

Zur Expertenliste Bioökonomie



Leben 4.0 – Jugend braucht Perspektive

 

Katholische Kirche und Politik engagieren sich beim Josefstag mit der Jugendsozialarbeit für benachteiligte Jugendliche und nehmen die Folgen der Digitalisierung in den Blick

 

 

Veranstaltung am 15. März in Augsburg

 

 

 

(Düsseldorf/Augsburg/bdkj) - Der 11. Josefstag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Leben 4.0 – Jugend braucht Perspektive“. Dabei werden die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für Jugendliche in den Blick genommen.

 

 

 

Der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stefan Oster (Passau), Markus Mayer, Vorstandsvorsitzender der Katholischen Jugendfürsorge (KJF) Diözese Augsburg, Lisi Maier, BDKJ-Bundesvorsitzende und Vorsitzende der BAG KJS, sowie weitere Verantwortliche aus der Politik aus Bayern nehmen an der zentralen Auftaktveranstaltung des Josefstages teil. Dabei erhalten sie einen Einblick in die Welt der Jugendlichen und können mit ihnen beim gemeinsamen Arbeiten ins Gespräch kommen.

 

 

 

Die Digitalisierung verändert die Gesellschaft, Arbeit, Ausbildung und die Lebenswelten der Menschen. Vom „Leben 4.0“ sind alle jungen Menschen betroffen. Damit der digitale Wandel nicht zu einer digitalen Spaltung der Gesellschaft führt, müssen allen jungen Menschen entsprechende Zugänge eröffnet werden. Die Chancen und Herausforderungen, die sich insbesondere für bildungsferne Jugendliche ergeben, sind Thema des Josefstages.

 

 

 

Zusätzlich zur bundeszentralen Veranstaltung in Augsburg laden deutschlandweit Einrichtungen der Jugendsozialarbeit zum dezentralen Aktionstag am 19. März, anlässlich des Hochfests des heiligen Josef ein. Kirchliche Amtsträger, Politikerinnen und Politiker sowie gesellschaftliche Verantwortungsträgerinnen kommen dabei mit Jugendlichen über ihre Situation in den direkten Austausch. Dabei sind die Gäste gemeinsam mit den Jugendlichen aktiv. Einen Überblick über die bundesweiten Aktionen gibt es unter www.josefstag.de.

 

 

 

Hintergrund

 

Der heilige Josef ist Schutzpatron der Arbeiter und Jugendlichen. Der Josefstag ist eine Aktion des „arbeit für alle e.V.“, einer Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. Gemeinsam mit der Einrichtung St. Elisabeth und weiteren Einrichtungen der Jugendsozialarbeit führt der Trägerkreis die zentrale Veranstaltung durch.

 

 

 

Der Ablauf des Josefstages in Augsburg ist als pdf-Datei im Anhang und unter

 

www.bdkj.de verfügbar.

 

 

 

 

 


kfd ruft zu Solidarität mit Frauen in der Einen Welt auf und unterstützt die Rosenaktion von Fairtrade Deutschland „Faire Blumen – faire Chancen“

Zum Weltfrauentag kooperieren kfd und Fairtrade Deutschland: „Wer Frauen stärkt, stärkt die ganze Gemeinschaft!“

v.l.: Michaela Reithinger (Fairtrade Deutschland), Dr. Heide Mertens (kfd-Bundesgeschäftsstelle), Serah Mwangi (Fairtrade Africa), Sabine Harles (kfd-Bundesgeschäftsstelle) und Esther Nyambura Juma (kenianische Blumenarbeiterin) © Foto: kfd
v.l.: Michaela Reithinger (Fairtrade Deutschland), Dr. Heide Mertens (kfd-Bundesgeschäftsstelle), Serah Mwangi (Fairtrade Africa), Sabine Harles (kfd-Bundesgeschäftsstelle) und Esther Nyambura Juma (kenianische Blumenarbeiterin) © Foto: kfd

 

(Düsseldorf/kfd)  – Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V. hat sich anlässlich des Weltfrauentages am Dienstag, 06. März zu Gespräch und Begegnung mit Esther Nyambura Juma, kenianische Blumen­arbeiterin, und Serah Mwangi, Referentin für Geschlechtergerech­tig­keit bei Fairtrade Africa, getroffen. Die beiden Frauen sind auf Einladung von Fairtrade Deutschland im Rahmen der „Rosenaktion“ für drei Wochen in der Bundesrepublik unterwegs, um über Fairen Handel und seine Chancen zu informieren.

 

 

 

„Mit Fairtrade hat sich viel verändert: Frauen und Männer haben die gleichen Rechte auf eine An­stellung. Frauen können sich wie Männer weiterbilden und ihre Chancen für höhere Positionen auf der Farm steigern“, erläutert Juma, die in einer Fairtrade-zertifizierten Blumenfarm in Kenia arbeitet. „Für alle Beschäftigten gelten geregelte Arbeitszeiten, festgeschriebene Ruhe­tage und der Zugang zu medizinischer Versorgung ist gesichert. Insbesondere die vorgeschriebenen Rege­lungen zum Mutterschutz sind wichtig für die Frauen, so wird bei Krankheit und verfrühtem Mutter­schutz der festgeschriebene Lohn weitergezahlt.“

 

 

 

Die 29-jährige alleinerziehende Mutter zweier Töchter arbeitet seit fünf Jahren in der Packhalle der Blumenfarm Bigot Flowers Limited am Naivasha See in Kenia. Die Farm ist seit 2008 Fairtrade-zerti­fiziert und beschäftigt knapp 1000 Arbeiterinnen und Arbeiter, davon sind etwa die Hälfte Frauen. Durch die Fairtrade-Förderung absolvierte sie einen IT-Kurs und ist nun eine von zwei verantwort­lichen Buchhalterinnen auf der Farm, womit sie ihr Einkommen deutlich anheben konnte – ein Ziel, das auch die kfd verfolgt:

 

 

 

„Wir engagieren uns für gerechte und gewaltfreie Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Einen Welt“, so Mechthild Heil, kfd-Bundesvorsitzende. „Seit langem setzen wir uns für den fairen Han­del ein. Damit können wir auch als Konsumentinnen einen Beitrag zu fairen Arbeitsbedingungen für Frauen weltweit leisten“.

 

 

 

Serah Mwangi ist bei Fairtrade Africa, dem Produzentennetzwerk aller Fairtrade-zertifizierten Produzentengruppen in ganz Afrika, für die Gleichstellung der Geschlechter und aktive Beteiligung von Frauen bei Fairtrade-Kooperativen und -zertifizierten Produzenten zuständig. Sie gab Einblick in Vorteile, von denen die Belegschaft und Region profitieren – abgesehen von besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen: „Mit der Prämie, die durch die Fairtrade-Zertifizierung ausgeschüttet wird, konnten wir auf einer Farm eine Kita einrichten und im örtlichen Krankenhaus eine Geburtsstation bauen. Die Frauen mussten vorher über 30 Kilometer zurücklegen zum nächstgelegenen Kreißsaal.“

 

 

 

Überrascht waren die deutschen Teilnehmerinnen am gestrigen Austausch von den Berichten, dass durch Männer uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung erfahren wird, da auch sie von den Vorteilen profitieren. „Die Stärkung von Frauen stärkt die Familien und somit die ganze Gemein­schaft“, erläutert Mwangi. „Die Männer ziehen mit, weil jedes Fairtrade-zertifizierte Unternehmen ein Gender-Komitee einsetzen muss, das sich aus beiden Geschlechtern zusammensetzt. Transparenz ist hier ganz wichtig.“

 

 

 

Dies spiegelt die Ziele wider, die mit der Zertifizierung durch das Siegel beabsichtigt sind, erläutert Claudia Brück, Vorstandsmitglied von TransFair e.V.:

 

„Die Fairtrade-Standards schreiben feste Arbeits­verträge mit Mutterschutz und einheitliche Bezahlung von Frauen und Männern bei gleicher Tätigkeit vor. Mit der Fairtrade-Prämie realisieren die Farmen zudem Schulungen und Führungs­kräfte-Workshops für Frauen. Ziel ist es, dass Frauen ihr Einkommen und ihre Chancen aus eigener Kraft verbessern kön­nen.“

 

 

 

Der kfd-Bundesverband e.V. ist seit Gründung von TransFair e.V., dem Trägerverein von Fairtrade Deutschland, im Jahr 1992 Mitglied. Die Begegnung in der kfd-Bundesgeschäftsstelle nutzen Juma und Mwangi, um sich im Gegenzug über die Aktivitäten der kfd zu informieren. Juma äußerte zum Abschluss des Treffens den Wunsch, „dass in Zukunft mehr Fairtrade-Rosen verkauft werden und somit alle Familien von Blumenarbei­te­rinnen und -arbeitern einen höheren Lebensstandard erreichen können.“

 

 

 

 

 

Weitere Informationen

 

Fairer kfd-Kaffee: www.kfd-bundesverband.de/projekte/fairer-kfd-kaffee.html

 

Position und Projekt der kfd zu Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit: www.kfd-bundesverband.de/projekte/zukunft-nachhaltig-und-geschlechtergerecht.html

 

Rosenaktion „FlowerPower“ von Fairtrade Deutschland: www.fairtrade-deutschland.de/aktiv-werden/aktuelle-aktionen/rosenaktion-2018.html

 


Geballte Fachkompetenz auf der HansePferd Hamburg

Western und Horsemanship: Von Top-Trainern lernen

 

(Hamburg/hp) - Westernfans aufgepasst: Auf der HansePferd Hamburg vom 20. bis 22. April auf dem Hamburger Messegelände geben Top-Trainer der Western- und Horsemanship-Szene Kostproben ihres Könnens. Renommierte Ausbilder wie Peter Kreinberg oder Erich Busch führen ihre Künste im Horsemanship-Ring vor und erklären, wie eine harmonische Kommunikation mit dem Pferd gelingt. Auch die Erste Westernreiter Union EWU beteiligt sich an der beliebtesten Pferdemesse im Norden. Neben diesem reichhaltigen Informationsangebot, das den hohen Stellenwert und Qualitätsanspruch der HansePferd Hamburg unterstreicht, können die Besucher im Western- und Horsemanship-Bereich auch nach Herzenslust shoppen.

 

 

 

Profi-Tipps aus erster Hand im Horsemanship-Ring

 

Im Horsemanship-Ring erwartet die Besucher der HansePferd Hamburg unter dem Motto „Pferdesprache leicht gemacht“ die geballte Westernkompetenz. Prominente Trainer und Ausbilder, darunter  Peter Kreinberg, Volker Laves und Uwe Weinzierl, berichten über effektive Trainings- und Ausbildungsmethoden und widmen sich Themen wie Ranch Riding, freier Bodenarbeit, Horsemanship und Dressur. Birger Gieseke zeigt, wie das digitale Microlearningsystem APEGO modernes Lernen mit klassischem Reitunterricht verbindet. Dabei wird deutlich, dass eine intensive Vorbereitung am Boden das gute Reiten fördert.

 

 

 

Informationen rund um das Westernreiten im Norden erhalten die Besucher am Stand der EWU. „Wir präsentieren uns im Horsemanship-Ring, vermitteln Kontakte und geben unsere Trainerliste aus“. Gestiegen sei die Nachfrage nach Reitlehrern mit Schulpferden. „Wir helfen, für den jeweiligen Wohnort die individuell beste Lösung zu finden“, so Duckstein-Otten. Außerdem wird „Working Equitation – der neue Spaß am Reiten“ von dem aktuellen Deutschen Working Equitation Meister 2017 Gernot Weber präsentiert Auch für kleine Westernfans gibt es auf der HansePferd Hamburg eine Menge zu entdecken: So können jüngere Besucher auf der Little Kids Ranch in der Westernstadt Golden Valley das Lasso schwingen und Hufeisen werfen.

 

 

 

Spitzenprodukte für Pferd und Reiter

 

Der Western- und Horsemanship-Bereich auf der HansePferd Hamburg bietet eine große Auswahl an trendiger Western-Bekleidung, neuesten Sattelmodellen und Horsemanship-Artikeln. „Unser Programm umfasst das gesamte Westernequipment und wir bringen alles mit, was das Western-Herz begehrt, darunter auch anatomisch geformte 5Star-Pads aus 100 Prozent Naturwolle“, sagt Frank Schulz, Inhaber der FD Saddlery. Verstellbare Sättel von Deuber & Partner präsentiert Sattel & Co. und zeigt als Weltneuheit verstellbare Westernsättel. „Die Sättel lassen sich in der Kammerweite verstellen und viele auch im Schwung“, erklärt Geschäftsführer Gerhard Knöll.

 

 

 

Die Circle L Western Store & Saddlery stellt aktuelle Show-Outfits, Sättel und Kopfstücke in Trendfarben sowie eine große Auswahl handgefertigter Dutton Bits vor. „Neu sind der Naturgurt ‚Bamboo‘ von Mustang und eine Kollektion Kinder-Westernsättel aus den USA mit dazugehörigem Equipment“, verrät Kirsten Laves von der Circle L Store & Saddlery. Bei Sattelspezialist Arne Klein vom Western Saddle Shop steht das Thema Beratung im Mittlepunkt: „Ich erläutere Zusammenhänge zwischen der Besattelung und der Physiologie des Pferdes und kläre über häufige Irrtümer auf“, sagt der ausgebildete Osteopath. „Dazu bringe ich mehrere Beispielsättel vom Standardsattel bis zum Showsattel der Marke Diamond C mit“, so Klein.

 

 

 

HMS4YOU setzt einen Schwerpunkt auf Stiefel. „Unsere Boots aus Mexico zeichnen sich durch besonders gute Verarbeitung aus“, sagt Sales Managerin Anita Winsauer. Im Gepäck hat HMS4YOU auch Bareback Pads in verschiedenen Farben und Hamilton Halfter aus den USA. „Wir bringen die neue Western-Reitstiefel-Kollektion von Ariat mit“, kündigt Alexandra Mundorff, Inhaberin von Alex Mundorff Western Riding & Country Lifestyle, an. Die Besucher können auch ihr Wunschpad konfigurieren und bei den Lammfellpads Form, Farbe, Material und Zusatzoptionen wählen. Filzpads nach individuellen Wünschen bietet Western Enterprise an. „Die Materialien kommen komplett aus Deutschland. Wir präsentieren auch Western-Turnierhüte aus Filz, die vor Ort an die Kopfform ihres Trägers angepasst werden“, sagt Maike Kühne von Western Enterprise.

 

 

 

Über die HansePferd Hamburg

 

Auf der HansePferd Hamburg vom 20. bis 22. April auf dem Hamburger Messegelände präsentieren mehr als 450 Aussteller aus 15 Nationen Neuheiten und Top-Produkte, aktuelle Trends sowie Dienstleistungen und individuelle Beratung rund ums Pferd. Begleitet wird die beliebteste Pferdemesse im Norden von einem umfangreiche Rahmenprogramm mit täglich mehr als 100 Vorträgen und Darbietungen. Die HansePferd Hamburg ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 11,50 Euro und mit Gutschein, HVV- oder DB Schleswig-Holstein-Ticket (bei gültigem Fahrausweis) 9,50 Euro. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte sowie Gruppen ab sechs Personen zahlen 8,50 Euro pro Person, unter sechs Jahren ist der Eintritt frei. Online-Tickets kosten einen Euro weniger.

 


KDFB und Hildegardis-Verein zum Internationalen Frauentag

„Bessere Karrierechancen für Frauen – auch in Wissenschaft und Forschung!“

 

(Köln/Bonn/kdfb) - Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) und der Hildegardis-Verein fordern zum Internationalen Frauentag am 8. März bessere Karrierechancen für Frauen auch an deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Sie knüpfen damit an Ziele der Frauenbewegung an, aus denen sie Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden sind.

 

Als Katholikinnen verstanden sich die Gründerinnen von KDFB (1903) und Hildegardis-Verein (1907) als Teil der Frauenbewegung. Schon vor dem ersten Internationalen Frauentag 1911 in Deutschland war ihr vorrangiges Ziel die (staatsbürgerliche) Bildung von Frauen und deren Befähigung, sich für ihre Rechte und Interessen einzusetzen. „Als 1918 das Frauenwahlrecht eingeführt wurde, waren bereits viele Frauen unserer Verbände und darüber hinaus gut gebildet, politisch interessiert und für die Gleichberechtigung engagiert. Die Zugänge zu allen Bildungsformen und Forderungen für Chancengleichheit standen ganz oben auf der Agenda“, erklären KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth und Prof. Dr. Gisela Muschiol, Vorsitzende des Hildegardis-Vereins. Beide Frauenverbände sind seit über 100 Jahren Bildungsverbände, die sich für gleiche Qualifizierungschancen von Frauen einsetzen.

 

„Bessere Karrierechancen für Frauen, auch in Wissenschaft und Forschung, bedürfen nach wie vor der stärkeren Beachtung und Förderung. Eine Benachteiligung von bestens qualifizierten Frauen aufgrund ihres Geschlechts darf es in einem Land, das hoch entwickelt und fortschrittlich ist, nicht geben“, stellt Maria Flachsbarth fest. Ihrer Meinung nach sind deutliche Änderungen notwendig, um eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen. Dazu gehören z.B. Führungspositionen in Teilzeit oder die bessere Vereinbarkeit von Sorge- und Berufstätigkeit im Lebensverlauf.

 

Wenn es um eine Laufbahn an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen geht, sind Frauen laut Gisela Muschiol, Vorsitzende des Hildegardis-Vereins, noch immer strukturell benachteiligt. „Diese Unterrepräsentanz von Frauen an der Spitze der Wissenschaft ist nicht nur eine Frage der Chancengerechtigkeit, sondern auch des Verlustes von Kompetenz und Kreativität, den sich die Gesellschaft insgesamt nicht leisten kann. Hier ist ein Wandel dringend nötig“, so Muschiol. Außerdem sollen Frauen, die besondere Herausforderungen zu bewältigen haben, sei es die Pflege von Kindern oder Eltern oder eine körperliche Beeinträchtigung, gezielte Unterstützung oder Nachteilsausgleiche erhalten.

 

Der Hildegardis-Verein setzt sich als ältester Verein zur Förderung von Frauenstudien seit über 110 Jahren für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Frauen an deutschen Hochschulen ein. Er vergibt zinslose Studiendarlehen und begleitet Frauen mit Mentoring- und Tandemprogrammen. www.hildegardis-verein.de

 


Brot für die Welt warnt auf der weltgrößten Tourismusmesse ITB vor den Folgen des „Over-Tourism“ auch in Entwicklungsländern

Nachhaltiger Tourismus statt Wachstum um jeden Preis

 

 

 

Over-Tourism * ITB * Tourismusmesse

 

 

 

(Berlin/bfw) - Noch nie verreisten so viele Menschen weltweit, besonders der Tourismus in Entwicklungs- und Schwellenländern boomt. In einigen Ländern wie Myanmar, Thailand oder Indonesien verdoppeln sich die Gästezahlen innerhalb weniger Jahre. Kein Wunder, dass nicht nur in Venedig oder Barcelona, sondern auch am Machu Picchu in Peru, im indischen Goa oder in Costa Rica Anwohner unter dem Ansturm der Besucher ächzen. Das Thema „Over-Tourism“ – also ein Zuviel des Tourismus – wird immer drängender, denn ungezügeltes Tourismuswachstum verschärft die Konkurrenz um knappe Ressourcen und blockiert Entwicklung.

 

 

 

Viele Tourismusplaner reagieren darauf mit neuen Besucherlenksystemen, verlängerten Öffnungszeiten oder dem Neubau von Kreuzfahrtterminals außerhalb der Städte. „Das sind hilflose Versuche, denn sie setzen nur technisch an den Symptomen an, nicht an den Ursachen“, so Antje Monshausen von Brot für die Welt. „Over-Tourism aber ist die Folge einer ignoranten, rücksichtslosen und am Ende undemokratischen Tourismusentwicklung, die die Menschen vor Ort übergeht“, erläutert die Tourismusexpertin. Partnerorganisationen des Hilfswerks beklagen, dass der stetig wachsende Tourismus zu Engpässen bei der Wasserversorgung und zu Landrechtskonflikten führt. Vielfach dienen neue Infrastrukturprojekte nur dem Tourismus und gehen an den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen vor Ort vorbei.

 

 

 

„Statt den nächsten Wachstumsrekorden hinterher zu eifern, wird es dringend Zeit, den Tourismus daran zu messen, welche Auswirkungen er auf soziale Gerechtigkeit, Menschen- und Arbeitsrechte vor Ort und den globalen Klimawandel – kurzum auf nachhaltige Entwicklung – hat“, fordert Brot für die Welt.

 

 

 

Brot für die Welt – Tourism Watch auf der ITB (7. bis 11. März 2018)

 

 

 

Auch in diesem Jahr ist Brot für die Welt-Tourism Watch auf der internationalen Tourismusbörse mit einem Stand in Halle 4.1 der Messe Berlin, Stand –Nr. 224 sowie Veranstaltungen vertreten.

 

 

 

Veranstaltungen von und mit Tourism Watch:

 

 

 

Mittwoch, 07.03.2018, 12:00 – 12:45 Uhr, Halle 4.1, Pow-Wow-Bühne: Human Rights in Practice – Land and Resource Rights of Coastal Fishing Communities in the Era of Tourism Development. Veranstalter: Roundtable Human Rights in Tourism e.V., Moderation: Antje Monshausen, Brot für die Welt - Tourism Watch.

 

 

 

Mittwoch, 07.03.2018, 16:00 -17:00 Uhr, Halle 4.1, große Bühne: Between Well-Being and Overtourism Planning and Monitoring of Tourism at Destination Level. Veranstalter Brot für die Welt – Tourism Watch. Mit Ruedi Nuetzi (Swisscontact), Girda Safitri (Flores Destination Management Organisation, Indonesia), Joan Torrella (Tourism Department City Council of Barcelona, Spain), Martin Balas (TourCert, Germany). Moderation: Jochen Temsch, stellv. Ressortleiter Reisen Süddeutsche Zeitung.

 

 

 

Freitag, 09.03.2018, 15:30- 16:30, Halle 4.1, große Bühne: Voluntourismus – Wie lassen sich Kinder in touristischen Zielgebieten besser schützen? Veranstalter: ECPAT Deutschland e.V. Podiumsdiskussion und Vorstellung der aktuellen Studienergebnisse durch Antje Monshausen, Brot für die Welt - Tourism Watch

 


Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart will keine Rüstungsmessen im Land

Waffentechnikmesse ITEC in Stuttgart ist ein „Skandal“

 

(Schöntal/Stuttgart/drs) - Mit einer öffentlichen Erklärung hat sich der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart in seiner Sitzung am Samstag im Kloster Schöntal gegen die Ausrichtung von Rüstungsmessen in Stuttgart ausgesprochen. Anlass ist die internationale Militär- und Waffentechnikmesse ITEC, die vom 15. bis 17. Mai in der Landesmesse Stuttgart stattfindet, nachdem vor vier Jahren in Köln die Proteste zu groß wurden.

 

 

 

"Wir sehen in dieser Messe einen Beitrag zur Schaffung von Fluchtursachen, zur Anwendung von Gewalt in Konflikten sowie zum Missbrauch von Ressourcen, die für Bildung und Entwicklung dringend notwendig wären", heißt es in der Stellungnahme, die die Katholikenvertretung verabschiedet hat. Die ITEC-Veranstalter werben mit dem hohen Anteil von militärischen Einkäufern und Entscheidungsträgern von Schwellenmärkten unter den Besuchern, so der Diözesanrat unter Berufung auf die ITEC-Website. Es sei ein Skandal, dass die Landesmesse Stuttgart der internationalen Waffenlobby eine Plattform biete. Die deutschen Bischöfe hätten schon im Jahr 2000 vor den fatalen Folgen immer perfekter werdender Waffensysteme gewarnt, wie sie auf der ITEC angeboten werden. Deshalb fordert der Diözesanrat "vom Aufsichtsrat der Landesmesse Stuttgart, insbesondere von den Vertretern des Landes Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt, unsere Landesmesse nicht für die ITEC oder andere Rüstungs- und Waffenmessen zur Verfügung zu stellen".

 

 

 

Die ITEC sei eine umfassende, weltweit wahrgenommene Präsentation von Militärtechnologie, die Methoden für effizienteres Töten und kostengünstigere Waffenkonstruktion und -produktion bewerbe, erklärte Norbert Brüderl vom Diözesanausschuss Eine Welt. „Gerade hier müssen wir als Christen sichtbar und hörbar für das Leben eintreten, für zivile Krisenprävention, für Verständigung, für Frieden und Versöhnung“, so Brüderl.

 

 

 

Oliver Müller, Leiter von Caritas international, informierte den Diözesanrat über wachsende Gewaltpotentiale weltweit, über Fluchtbewegungen und die Möglichkeiten und Erfolge kirchlicher Hilfsorganisationen. Beispiele aus Bangladesch und aus dem Nahen Osten zeigten, dass Zugang zu Bildung die Friedensfähigkeit von Menschen mit Gewalterfahrung fördere. Caritas international trage erfolgreich zum interreligiösen Dialog bei, gerade weil das Hilfswerk sich auf das Neutralitätsgebot verpflichte, Menschen unabhängig von ihrer Religion zu helfen, und so religionsübergreifende Werte vermittle.

 

 

 

Der Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart ist Mitglied im Aktionsbündnis "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!" (www.aufschrei-waffenhandel.de).

 

 

 


Große Auswahl namhafter Hersteller auf der HansePferd Hamburg

Schwerpunkt Pferdetransport: Sicher und komfortabel von A nach B

 

(Hamburg/hp) - Ob es auf’s Turnier geht, zur Zuchtschau oder an die Erkundung unbekannten Geländes – der sichere und komfortable Transport ihrer Vierbeiner ist für Turnier- und Profireiter, Züchter, Halter und Freizeitreiter gleichermaßen von zentraler Bedeutung. Wie Pferd und Reiter angenehm und gefahrlos reisen, erfahren Pferdebesitzer und Interessierte auf der HansePferd Hamburg in dem großen Ausstellungsbereich zum Thema Pferdetransport. Die beliebteste Pferdemesse des Nordens präsentiert vom 20. bis 22. April auf dem Hamburger Messegelände nur das Beste für Pferde und Ponys sowie große und kleine Pferdefans. Mehr als 450 Aussteller aus 15 Nationen kommen mit einem abwechslungsreichen Angebot aus allen Bereichen des Pferdesports.

 

Mit einer im Norden einzigartigen Markenvielfalt an Pferdeanhängern und Pferdetransportern sowie einer Auswahl an Zugfahrzeugen bietet die HansePferd Hamburg Besuchern die optimale Gelegenheit, ihren Fuhrpark aufzustocken. Sie können die Angebote namhafter Hersteller vergleichen, sich über Innovationen informieren und dank kompetenter Beratung die für sie passende Lösung finden. Auf der Messe präsentieren sich unter anderem Böckmann, Bücker Trailer, Cheval Liberté, Humbaur, Anhänger Jensen, wm meyer sowie Vans Theault, K & P Equestrian, Vans Fautras und Roelofsen Horse Trucks. Sie stellen in Hamburg die neuesten Trends und Innovationen vor und zeigen neben aktuellen Neuheiten auch bewährte Klassiker.

 

 

Individuelle Ausstattungen für jeden Bedarf

 

Humbaur kommt mit elf Modellen auf die HansePferd Hamburg. „Im Mittelpunkt steht unser neuer Dreipferdeanhänger Notos Tria“, kündigt Monika Niederreiner von Humbaur an. „Diese Innovation trägt dem Trend Rechnung, mehrere Pferde zu Turnieren mitzunehmen und macht den Transport für die Pferde bequem und stressfrei“, so Niederreiner. Über eine breite Auflaufklappe mit flachem Anstellwinkel gelangen die Tiere in den großzügigen Innenraum. Raus geht es nach vorne über eine optionale Frontausstiegsklappe. Komfort und Eleganz verspricht das Topmodell Maximus Deluxe. „Für optimale Lichtverhältnisse und eine Wohlfühlatmosphäre im Inneren sorgt das blendfrei getönte Panoramadach im vorderen Bereich des Pferdeanhängers“, beschreibt Niederreiner eine weitere Neuerung. Für Westernreiter hat Humbaur spezielle Ausstattungsvarianten im Programm.

 

„Wir bringen sowohl Einsteiger- als auch höherpreisige und Spitzen-Produkte mit besonderen Details und Ausstattungsvarianten mit“, kündigt Yvonne Reinhold, Marketing-Referentin der Böckmann Fahrzeugwerke, an. Mit dabei ist auch der Portax, der 2016 erfolgreich in den Markt eingeführt wurde. „Den individuellen Anforderungen entsprechend können zum Beispiel beim Portax L verschiedene Varianten wie eine zusätzliche Entladeklappe, ein begehbarer Sattelraum, hohe Einstiegstüren auf beiden Seiten oder eine von außen zugängliche Sattelkammer gewählt werden“, erläutert Reinhold. Echte Raumwunder sind die Horse Trucks, deren neu gestaltete Innenräume laut Reinhold jetzt noch moderner und ansprechender seien.

 

Bücker Trailer präsentiert alle drei Modelle seines unverrottbaren Pferdeanhängers Careliner. Handbeklebt mit hunderten original Swarovski-Kristallen zeigt sich der Careliner S von seiner schönsten Seite. Dabei hat er die gleichen technischen Raffinessen an Bord wie seine größeren Brüder. Neu ist die Bi-Color-LED-Beleuchtung für einen stressfreien Transport. „Die Innen-Beleuchtung kann von einem hellen weißen Licht zur Verladung auf ein gedimmtes blaues Licht für die Beförderung umgestellt werden. Das wirkt entspannend auf das Pferd“, erklärt Philipp Bücker von Bücker Trailer. „Aufgrund der hohen Nachfrage bieten wir diese Option jetzt für alle Modelle an“, so Bücker. Ausgestattet mit dem praktischen Rampe-Tür-System lässt sich der Careliner auch flexibel in den Pferdebetrieb integrieren.

 

„Zur HansePferd bringen wir unseren neuen Oklahoma Alissimo mit, der durch seine Modul-Bauweise individuellen Bedürfnissen entsprechend zusammengestellt werden kann und haben außerdem quer durch unsere Produktpalette für jeden etwas dabei“, sagt Daniel Hümmer von wm meyer. „Wir stellen in Hamburg den neuen Anhänger S61 und den modernisierten S80 von Sirius vor und bringen außerdem verschiedene Modelle des S75 mit“, kündigt Emil Andreas Jensen von Anhänger Jensen an. „Ganz neu ist die geteilte Trennwand, die sich ohne Kraftaufwand schwenken und herausnehmen lässt“, so Jensen. Alle Pferdeanhänger können direkt vom Stand mitgenommen werden, gebrauchte Anhänger werden vor Ort in Zahlung genommen.

 

 

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

 

Die HansePferd Hamburg, das Messe-Erlebnis rund ums Pferd, auf dem Hamburger Messegelände hat vom Freitag, 20., bis Sonntag, 22. April, täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet vor Ort für Erwachsene 11,50 Euro, Erwachsene mit Gutschein, HVV- und DB Schleswig-Holstein-Ticket-Nutzer (mit gültigem Fahrausweis) zahlen 9,50 Euro. Für Jugendliche (16-17 Jahre), Studenten, Rentner, Schwerbehinderte sowie Gruppen ab 6 Personen gilt der ermäßigte Eintrittspreis von 8,50 Euro pro Person. Kinder (6-17 Jahre) zahlen 8,50 Euro, unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Die Online-Tickets kosten einen Euro weniger.

 


Eisweinlese an Saale-Unstrut – gleich drei Betriebe mit der kostbaren Rarität belohnt

 

 

(Freyburg/pm) - Der Meteorologische Frühlingsanfang begrüßt uns mit eisigen Temperaturen. Doch bereits Anfang Februar waren die Temperaturen schon einmal auf unter -7° C gerutscht. Ideale Bedingungen für die Ernte der auserlesenen Eisweintrauben. Den um das Meisterstück des Winzers herstellen zu können werden die überreifen, vollmundigen und geschmacklich konzentrierten Beeren gefroren bei einer Temperatur unter minus sieben Grad geerntet und noch im gefrorenen Zustand gekeltert. Die Trauben müssen einen Mostgehalt von mindestens 125° Oechsle aufweisen.

 

 

In diesem Jahr heißt es alle guten Dinge sind Drei, den gleich drei Weingüter können sich über eine erfolgreiche Eisweinlese freuen.

 

Minus 11° Celsius zeigte das Thermometer am 06. Februar, als der Winzerhof Gussek seine edlen überreifen Silvanertrauben mit einem Mostgewicht von 196° Oechsle lesen konnte. 27 l des edlen Eisweines reifen nun langsam im Keller heran.

 

 

Auch das Thüringer Weingut Zahn nutzte die kalte Witterung am 6. Februar und konnte Eisweintrauben der seltenen Rebsorte Muscaris mit 220° Oechsle ernten.

 

 

Am 08. Februar gelang es dem Weingut Dr. Hage in der Steillage des Freyburger Edelackers einen Eiswein vom grünen Silvaner mit 181° Oechsle zu lesen.

 


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