Wirtschaft

15.10.2021


Brot für die Welt stellt One Planet Guide vor

Tipps und Orientierung für faires Reisen

Tourismus * Fernreisen * One Planet Guide

 

(Berlin/bfw) - Fast zehn Millionen Deutsche reisten vor Corona jährlich in ein Entwicklungs- oder Schwellenland. Gerade die Fernreisen nach Asien, Afrika und Lateinamerika sind pandemiebedingt 2020 und 2021 nahezu vollständig ausgefallen. Vor der für diese Länder wirtschaftlich wichtigen Wintersaison steigt in Deutschland die Reiselust merklich an. Gleichzeitig ist aber auch das Interesse an Nachhaltigkeit und das Bewusstsein für den Klimawandel gewachsen.

 

Mit dem One Planet Guide, einem neuen interaktiven Online-Angebot, bietet Brot für die Welt einen praktischen Begleiter von der Urlaubsplanung über das Reiseerlebnis vor Ort bis zum In-Kontakt-Bleiben nach den Ferien. „Der One Planet Guide leistet einen Beitrag zur dringend notwendigen Transformation des Tourismus“, sagt Antje Monshausen, Tourismusexpertin bei Brot für die Welt. „Mit Blick auf den Klimawandel ist klar: Wir sollten wesentlich seltener reisen und Flüge drastisch reduzieren. Aus entwicklungspolitischer Sicht wird es aber nötig sein, dass diese selteneren Reisen dann mehr positive Impulse vor Ort setzen.“ Der One Planet Guide zeigt, dass Rücksicht auf Umwelt und Soziales nicht Komfortverzicht bedeutet, sondern zum Beispiel durch die Nutzung lokaler Buchungsplattformen eine neue Qualität des Reisens ermöglicht. „Mit der Art unseres Reisens können wir einen Unterschied machen – damit wir eine schöne Reise und unsere Gastgeberinnen und Gastgeber die Chance auf ein besseres Leben haben.“

 

Mit ansprechenden Illustrationen, inspirierenden Reisetipps und gut recherchiertem Wissen mit Aha-Effekt hilft der One Planet Guide, die Auswirkungen des eigenen Reiseverhaltens unterhaltsam einzuordnen. Er zeigt, wie man Greenwashing von nachhaltigem Unternehmensengagement unterscheidet, gibt Tipps zum Ressourcensparen bei Anreise und vor Ort sowie Orientierung zum Umgang mit fliegenden Händlerinnen und Händlern oder beim Besuch spiritueller Orte. Sharepics mit witzigen Sprüchen und eine intuitive Bedienbarkeit am Schreibtisch und unterwegs laden dazu ein, die gesammelten Tipps in den sozialen Netzwerken zu teilen.

 

In Zeiten von Corona bedeutet verantwortungsvolles Reisen auch, sich und andere zu schützen, zumal fast alle Reiseländer im globalen Süden eine deutlich niedrigere Impfquote als Deutschland haben. „Reisende sollten sich so verhalten, als ob sie eine Freundin oder einen Verwandten ohne Impfschutz besuchen“, rät Monshausen. Um nicht unwissentlich eine Infektion mit ins Reiseland zu bringen, sollten sie doppelt geimpft sein und sich vor der Reise einige Tage isolieren. Auch regelmäßige Selbsttests im Urlaub durchzuführen und auf Abstand und Hygieneregeln zu achten, leistet einen wichtigen Beitrag gegen die Ausbreitung des Corona-Virus durch den wieder startenden Tourismus.

 

Tourism Watch, eine Arbeitsstelle von Brot für die Welt, setzt sich seit Jahren konsequent für einen nachhaltigen, sozial verantwortlichen und begegnungsorientierten Tourismus ein.

 

 

One Planet Guide: https://www.brot-fuer-die-welt.de/fair-reisen/

 

Der Informationsdienst TourismWatch liefert vierteljährlich Berichte und Hintergründe aus den touristischen Zielgebieten und zu aktuellen entwicklungspolitischen Debatten im Tourismus, zuletzt mit Ausgaben zu Impfgerechtigkeit und zum Klimawandel:

 

https://www.tourism-watch.de


„Tag der Kleiderspende“ schont die Umwelt und hilft Bedürftigen

 

  • Aktionstag am 11. November in Anlehnung an St. Martin
  • Bundesweite Teilnahme über kostenfreie Paketspende möglich
  • Gedanken der Nachhaltigkeit als Motivation zur Kleiderspende

(Helmstedt/pm) - Nachhaltig Gutes tun: Am 11. November findet der „Tag der Kleiderspende“ statt. Kleiderspenden ermöglichen Hilfsprojekte und sind nachhaltig, da die Textilien weitergetragen werden können. Daher ruft die Non-Profit-Organisation Deutsche Kleiderstiftung am Martinstag dazu auf, wie einst Martin von Tours Hilfsbedürftigen mit gut erhaltener Bekleidung beizustehen. Diese kann per Paket an die Deutsche Kleiderstiftung gesendet werden.

Der Klimawandel ist in Deutschland in diesem Jahr so präsent wie nie – sei es in der medialen Berichterstattung zur Bundestagswahl, beim verheerenden Hochwasser im Westen des Landes oder bei den zahlreichen Protesten der Fridays-for-Future-Bewegung. Das Thema Umweltschutz bewegt die Gesellschaft und gerade bei Kleidung und schnelllebiger Mode kommt die Natur oft zu kurz. „Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung liegen uns schon lange am Herzen, daher sind intakte Kleiderspenden, die weitergetragen werden können, bei uns in den besten Händen“, sagt Ulrich Müller, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Kleiderstiftung. Die Non-Profit-Organisation etablierte vor fünf Jahren den „Tag der Kleiderspende“, der auch in diesem Jahr wieder an St. Martin stattfindet. In der Erzählung reitet der römische Soldat Martin im roten Gewand auf seinem Schimmel, sieht einen frierenden Bettler und teilt mit ihm seinen Mantel.

Neben dem Gedanken der Hilfe bietet der „Tag der Kleiderspende“ auch Gelegenheit zur Ressourcenschonung. Denn werden Kleidungsstücke und Schuhe nicht einfach entsorgt, sondern an gemeinnützige Organisationen wie die Kleiderstiftung gespendet, erhalten sie ein längeres Leben und weniger neue Textilien müssen produziert werden.

Gut erhaltene Kleidung und Schuhe können Spender in einem großen Pappkarton kostenfrei an die Organisation in Helmstedt schicken. Die Deutsche Kleiderstiftung stellt dafür auf ihrer Website Paketaufkleber zum Download bereit. In Helmstedt werden die Pakete dann geöffnet, von Hand sortiert und nach Warengruppen geordnet.

„Geeignete Teile nehmen wir für unsere humanitären Einsätze“, erläutert Ulrich Müller. Textilien, die für die Hilfe nicht benötigt werden, werden zur Refinanzierung unter Einhaltung der ethischen Standards von FairWertung verkauft. „Nehmen Sie sich St. Martin zum Vorbild, schenken Sie zur Winterzeit Wärme und Würde und tun Sie gleichzeitig etwas Gutes für die Natur“, appelliert Ulrich Müller.

 

Weitere Informationen und Paketaufkleber unter: www.kleiderstiftung.de  


Die Soziale Marktwirtschaft bleibt für den Unternehmerverband der Mechanismus für faire Problemlösungen

BKU diskutiert Wege zum zukunftsfähigen Wirtschaften - Abschluss BKU Bundestagung

(Magdeburg/bku) - In Magdeburg endete am Samstagmittag die Bundestagung des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU). Die 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der gesamten Bundesrepublik vor Ort und die digital Beteiligten der hybriden Veranstaltung diskutierten, wie zukunftsfähiges Wirtschaften unter den Herausforderungen der Klimakrise und den Folgen der Pandemie funktionieren kann. 

„Die Soziale Marktwirtschaft hat sich als Mechanismus fairer Problemlösungen bewährt“, betonte der BKU Vorsitzende Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel.  Jetzt sei es ein zentrales Ziel, den Gegensatz zwischen Wirtschaft und Gesellschaft und Wirtschaft und Umwelt zu überwinden, betonte Hemel. „Die Soziale Marktwirtschaft ist ein Friedensprojekt, das in der Förderung eines Sozial- und Kulturstaates die Zukunftsfähigkeit über Generationen hinweg sichert“, ergänzte der BKU Vorsitzende. Zum zukunftsfähigen Wirtschaften brauche es eine Verständigung über Werte und Ziele im Wirtschaftsleben, Investition in ethische Sprach- und Reflexionsfähigkeit mit dem Ziel werteorientierter Unternehmensführung und ethischer Unternehmenskommunikation.

Iris Plöger, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI machte in ihrem Impulsvortrag deutlich, dass zukunftsfähiges Wirtschaften Resilienz verlange. Die Digitalisierung könne dazu einen zentralen Beitrag leisten. „Wir müssen einen Zielkompass definieren und dann mit Tempo und Agilität ans Werk gehen“, forderte Plöger. Nicht zuletzt durch die Pandemie hätten viele Unternehmen zunehmend den Nutzen der Digitalisierung erkannt. Jetzt komme es darauf an, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu bewältigen. „Wir müssen dem Fachkräftemangel im IT-Bereich entgegenwirken“, machte das Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI deutlich. Dort seien mehr als 80.000 Stellen unbesetzt. Es dauere meist mehr als sechs Monate, eine IT-Fachkraft zu finden. Die zweite wesentliche Aufgabe sei der digitale Netzausbau. Hier will der BDI eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaseranschlüssen. „Dazu brauchen wir auch eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren“, erklärte Plöger. Die dritte zentrale Aufgabe habe die Pandemie schonungslos offengelegt. In den Bereichen Bildung und Verwaltung gebe es eklatante Defizite in der Digitalisierung. „Hier müssen wir Tempo machen, um digital nicht noch weiter abgehängt zu werden.“  

In Vertretung des Ministerpräsidenten Dr. Rainer Haseloff spannte sein Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Dr. Jürgen Ude, den Bogen zu den Möglichkeiten der Politik, die Unternehmen bei ihren Bemühungen, um ein zukunftsfähiges Wirtschaften zu unterstützen. Der gebürtige Magdeburger zeigte gelingende Beispiele aus Sachsen-Anhalt. „Klimawandel, Digitalisierung und fairer globaler Wettbewerb sind die großen Herausforderungen“, beschrieb Ude die Aufgaben. Existenziell seien für die Wirtschaft ein leistungsfähiges und leistungsorientiertes Bildungssystem und innovative Forschungseinrichtungen. Ude wünscht sich eine noch stärkere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft. So ließen sich Innovationspotentiale heben. Die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen, gerade für kleine und mittlere Unternehmen, seien eine wichtige Aufgabe der Wirtschaftsförderung.

 

Daneben näherten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung in verschiedenen Workshops und Diskussionsformaten den Aufgaben von Unternehmen, innovative Wege für ein zukunftsfähiges Wirtschaften zu entwickeln.


Hohenheimer Zukunftsgespräch:

„Sollte Fleisch weg von der globalen Speisekarte?“

Donnerstag, 14. Oktober 2021, 18 Uhr: die Universität Hohenheim lädt zur Online-Veranstaltung ein / Diskussionsreihe zum Wissenschaftsjahr 2021 – Bioökonomie
 
(Hohenheim/pm) - Rund 70 Kilogramm Fleisch verzehren die Menschen in Deutschland durchschnittlich pro Jahr. Was würde passieren, wenn alle auf Fleisch verzichteten? Macht das für alle Menschen Sinn? Das dritte Zukunftsgespräch der Universität Hohenheim in Stuttgart stellt am 14. Oktober 2021 die Frage: „Sollte Fleisch weg von der globalen Speisekarte?“ Interessierte Bürger:innen, Blogger:innen und Journalist:innen sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung über 
https://www.uni-hohenheim.de/zukunftsgespraeche
 

Allein eine Halbierung unseres Fleischkonsums könnte die Zukunft unseres Planeten und unsere Gesundheit nachhaltig schützen, so die Argumente kritischer Stimmen. Alternative Produkte sind vorhanden, wenngleich noch relativ teuer. Industrie und Handel, Verbände, Medien und die Wissenschaft arbeiten an neuen Lösungen für pflanzenbasierte Ernährung. Sie stellen Wissen bereit, um existierende Denkweisen zu ändern, eine Transformation voranzubringen und die Akzeptanz zu erhöhen.
 
Was sind die Vor- und Nachteile, wo liegt Sinn und Unsinn dieses neuen Marktes? Ließe sich die Welt damit ernähren? Und ist die Umweltbelastung tatsächlich geringer? Diese und ähnliche Fragen stehen beim dritten Hohenheimer Zukunftsgespräch am Donnerstag, den 14. Oktober 2021, von 18 bis 19:30 Uhr im Mittelpunkt.
 
 Es diskutieren:

  • Dr. Beate Gebhardt, Universität Hohenheim, Fachgebiet Agrarmärkte, Head of BEST (Business Excellence and Sustainability Transformation) Initiative
  • Dirk Liebenberg, proVeg e.V., Senior Food Industry & Retail Project Manager
  • Dr. Andreas Nagel, J. Rettenmeier& Söhne GmbH & Co. KG, Head of Food Technology and Nutrition Center

Moderation

  • Prof. Dr. Bernd Ebersberger, Universität Hohenheim, Leiter Fachgebiet für Innovationsmanagement

Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen und nachzufragen. Die Online-Veranstaltung findet als Zoom-Meeting statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung unter https://www.uni-hohenheim.de/zukunftsgespraeche


Veranstaltungsreihe Hohenheimer Zukunftsgespräche

Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zusammendenken ist ein Anliegen der Bioökonomie, wie sie an der Universität Hohenheim erforscht und gelehrt wird: Anlässlich des Wissenschaftsjahrs 2021 – Bioökonomie bringt die Universität interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure aus Wissenschaft, Industrie und Politik miteinander ins Gespräch. Im Mittelpunkt stehen innovative Projekte, aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Kontroversen auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Wirtschafts- und Lebensweise im Zeichen der Bioökonomie.

HINTERGRUND: Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerichteten Wissenschaftsjahre stehen 2020 und 2021 ganz im Zeichen der Bioökonomie. Hinter diesem Begriff versteckt sich die Vision einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsweise. Es geht darum, natürliche Stoffe und Ressourcen nachhaltig und innovativ zu produzieren und zu nutzen und so fossile und mineralische Rohstoffe zu ersetzen, Produkte umweltverträglicher herzustellen und biologische Ressourcen zu schonen. Das ist in Zeiten des Klimawandels, einer wachsenden Weltbevölkerung und eines drastischen Artenrückgangs mehr denn je notwendig.

Die Bioökonomie ist das Leitthema der Universität Hohenheim in Forschung und Lehre. Sie verbindet die agrarwissenschaftliche, die naturwissenschaftliche sowie die wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät. Im Wissenschaftsjahr Bioökonomie stellt die Universität Hohenheim Projekte und Visionen aus der akademischen Welt in den Dialog zwischen Fachwelt und Öffentlichkeit.


Weitere Informationen
Veranstaltung und Anmeldung

Wissenschaftsjahr 2020|21 an der Universität Hohenheim

Bioökonomie an der Universität Hohenheim 

Wissenschaftsjahr 2020/21 BMBF

#Wissenschaftsjahr #DasistBioökonomie


Berufstätige Eltern fühlten sich mit Homeschooling und Betreuung überfordert

Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Lockdown enorm erschwert

(Leverkusen/bkk) -  Einen erneuten Lockdown würden Eltern und Kinder in Deutschland nicht durchstehen. Denn die Erschöpfung ist groß: Kinderbetreuung und Homeschooling über Monate haben viele Familien extrem belastet und tiefe Spuren hinterlassen.

Die Hälfte der berufstätigen Mütter und Väter war mit der Kombination aus Homeschooling, Kinderbetreuung und Arbeit komplett überfordert.

Das zeigt die Familien-Studie der pronova BKK, für die 1.000 Menschen mit mindestens einem Kind im Haushalt befragt wurden.

 

Das Gefühl der Überforderung angesichts von Kinderbetreuung und Homeschooling im Lockdown und den Anforderungen im Job kennen 53 Prozent der berufstätigen Eltern. Und das blieb nicht ohne Folgen für den Job: Vier von zehn Befragten sagen, dass ihre Arbeit darunter gelitten habe, dass die Kinder nicht im gewohnten Umfang in Schule und Kindergarten waren.

 

Vor allem den jungen Eltern, die noch am Anfang ihres Berufslebens stehen, machte die Situation arg zu schaffen. Bei den Müttern und Vätern unter 35 Jahren fühlten sich 58 Prozent mit Kinderbetreuung und Job überfordert. 51 Prozent sagen, dass ihre Arbeit darunter gelitten habe. "Angesichts geschlossener Schulen und Kitas segelten berufstätige Eltern hart an der Belastungsgrenze. Jüngere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich in ihrem Job erst noch beweisen möchten und die vielleicht noch nicht so fest im Sattel sitzen wie ältere Kolleginnen und Kollegen, hatten es besonders schwer", sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt bei der pronova BKK.

 

Homeschooling stellt Eltern vor Probleme

 

Monatelang waren es die Eltern, die die Verantwortung dafür trugen, dass ihr Kind beim Schulstoff mitkam. Die Studie zeigt, welche enorme Anstrengung das für Familien bedeutete: Das Gefühl der Überforderung beschlich Eltern mit jüngeren Schulkindern, die den Unterrichtsstoff nicht selbstständig bewältigen, besonders häufig. Zwei Drittel der Eltern mit Kindern im Alter von sechs bis 13 Jahren wurde das Homeschooling mitunter zu viel. Mit ihren ganz kleinen Kindern oder mit Jugendlichen ab 14 Jahren fühlten sich dagegen lediglich knapp die Hälfte der Mütter und Väter im Lockdown manchmal überfordert.

 

"Alltagsorganisation auf Sand gebaut"

 

Jede zweite Familie war auf Unterstützung bei der Betreuung angewiesen - ob privat oder in Schule oder Kita. Jüngere Eltern unter

35 Jahren wiederum hatten hier besonders großen Bedarf: 72 Prozent kamen nicht ohne Hilfe bei der Betreuung aus, um ihrem Beruf nachzugehen. Auch Familien mit jüngeren Kindern bis zehn Jahren holten sich verstärkt Unterstützung hinzu, um die fehlende Kita- und Schulbetreuung aufzufangen. Dennoch haben von den Müttern und Vätern mit jüngeren Kindern unter 13 Jahren nur 38 Prozent die Möglichkeit genutzt, Kindkranktage während der Schul- und Kita-Schließung zu nehmen, um den Nachwuchs betreuen zu können.

 

"Jede Familie hat ihr Bestes gegeben, um die Situation irgendwie zu meistern. Das Gefühl der Unsicherheit aber ist in der Pandemie zu einer Konstante geworden - besonders für Familien: Berufstätige Eltern können sich seit letztem Jahr nicht mehr darauf verlassen, dass ihre Kinder verlässlich betreut werden, während sie arbeiten müssen. Die Alltagsorganisation ist auf Sand gebaut. Das löst ohne Zweifel Stress aus", sagt Herold von der pronova BKK.

 

Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwert

 

Immerhin 61 Prozent der Eltern stießen bei ihren Vorgesetzten auf etwas Verständnis für die familiäre Situation im Lockdown. Mehr als die Hälfte nutzte Angebote ihres Arbeitgebers wie Homeoffice, um Kinderbetreuung und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen. In den Genuss individueller Angebote speziell für Eltern kamen allerdings nur ein Drittel der Befragten. 27 Prozent berichten, es habe lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen Homeoffice-Angebote gegeben. Flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice, um bei der Kinderbetreuung entlastet zu werden, konnten besonders Eltern mit akademischem Abschluss nutzen. Bei ihnen waren es 76 Prozent.

 

Karriere-Bremse für Eltern

 

Selbst wenn Schulen und Kitas zwischen den Lockdowns geöffnet waren, blieb die beständige Sorge: Wann werden die Maßnahmen womöglich wieder verschärft? Wie kommen die Kinder zurecht, wie gut finden sie zurück in ihre Gruppe in Schule oder Kita? "Eltern brauchen die sichere Gewissheit, dass der Nachwuchs gut betreut ist, um sich ganz auf die Erfordernisse im Berufsleben konzentrieren zu können. Diese Gewissheit ist in der Pandemie brüchig geworden. Schlechte Voraussetzungen für Höchstleistungen im Job: Insofern war das Betreuungsdesaster in den Pandemie-Monaten für Eltern definitiv ein Karriere-Bremsklotz", sagt Herold von der pronova BKK. Nun bräuchten Familien dringend Verlässlichkeit, um sich von den aufreibenden Monaten zu erholen. "Die Belastungsgrenze war vielfach überschritten.

Wenn jetzt Schulen und Kitas verlässlich geöffnet bleiben, können auch Eltern aufatmen."

 

Zur Studie

 

Die Studie "Familien in der Krise" wurde im Juli 2021 im Auftrag der pronova BKK durchgeführt. Bundesweit wurden 1.000 Personen ab 18 Jahren mit mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt repräsentativ nach Geschlecht, Alter und Bundesland online befragt.

 

Über die pronova BKK

 

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie BASF, Bayer, Continental und Ford entstanden. Bundesweit für alle Interessenten geöffnet, vertrauen der Krankenkasse bereits über 650.000 Versicherte ihre Gesundheit an. Ob per App, im Chat, über das rund um die Uhr erreichbare Servicetelefon oder in den 60 Kundenservices vor Ort - die pronova BKK kümmert sich jederzeit um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen auf pronovabkk.de.

 




Juroren zeichnen Marken und Kommunikationsprojekte erster Klasse aus

Red Dot Award: Brands & Communication Design 2021

Die Jury des Red Dot Award: Brands & Communication Design 2021 hat entschieden: Die Experten zeichneten im Rahmen eines mehrtägigen Bewertungsprozesses die besten Marken und Kommunikationsprojekte des Jahres aus. Von Serviceplan, 3st kommunikation und why do birds aus Deutschland über Heimat Wien aus Österreich und Resoluut aus den Niederlanden bis hin zu Gabor Palotai Design aus Schweden und Klim Type Foundry aus Neuseeland – zu den Siegern im Communication Design-Bereich zählen große wie kleine Studios und Agenturen aus aller Welt. Darüber hinaus überzeugten Marken wie Gira, Minna Bank, My Clair und Pruvia.

Heute mehr denn je sind digitale Lösungen, Branding und soziale Verantwortung von enormer Relevanz für den Erfolg von Unternehmen. Das beweisen auch die ausgezeichneten Arbeiten aus diesen Bereichen, die eine besondere gestalterische Qualität aufweisen.

 

Neue Gestaltungsansätze bei digitalen Lösungen
Dass Unternehmen vor allem zur aktuellen Zeit „outside the box“ denken und Umbrüche für neue Gestaltungsansätze nutzen, haben die diesjährigen Preisträger mit ihren digitalen Projekten gezeigt. So wurden gleich mehrere Arbeiten in der neuen Kategorie „Digital Solutions“ mit dem Red Dot: Best of the Best prämiert.

#VictoryPages wurde anlässlich des 75. Jahrestages der Niederlage von Nazi-Deutschland veröffentlicht. Die Social-Media-Kampagne von ANO TV-Novosti und dem RT Creative Lab aus Russland erzählt mithilfe von visueller Kunst, interaktiven Formaten und 3D-Animationen bewegende Geschichten – unter anderem von Zeitzeugen. #NEXTGen 2020 – Reset the Mindset, ein digitales Event von BMW und Elastique., überzeugte die Jury ebenso in besonderem Maße: Gemeinsam entwarfen die deutschen Unternehmen ein Studio mit einer LED-Bühne und erreichten mit einer Serie im Netflix-Stil, drei Weltpremieren und Talk-Formaten Menschen aus aller Welt. Mit dem ersten digitalen Parteitag der CDU Deutschlands punktete Serviceplan. Durch die Online-Abstimmung und XR-Produktionen wurde den 1.001 Delegierten und mehr als 11 Millionen Live-Zuschauern ein neues Gefühl von Verbundenheit geboten.

 

Starke Marken auf dem Vormarsch
Ein konsistentes und modernes Bild einer Marke zu schaffen, das Kunden Differenzierungs- wie Identifikationsmöglichkeiten bietet, ist eine Herausforderung. Diese Teilnehmer haben sie gemeistert: Minna Bank wurde mit der höchsten Auszeichnung im Marken-Bereich „Red Dot: Brand of the Year“ prämiert. Das japanische Unternehmen überzeugte die Juroren mit einer konsistenten Markenführung, die sich in allen Elementen der Kommunikation widerspiegelt. Weiterhin wurden die Brand Identity von Zibra, die aus der Feder von TWID Creative Studio aus der Ukraine stammt, sowie das Brand Design für das Café „Millions“ von hongdesign aus Seoul ausgezeichnet. 

 

Sieger übernehmen Verantwortung
Zahlreiche der prämierten Kommunikationsarbeiten thematisieren die Herausforderungen unserer Zeit und bewegen damit Menschen rund um den Globus zum Umdenken. So erhielt der Film „Girls like me“ von Schaeffler Technologies und Stereoscreen aus Deutschland den Red Dot: Best of the Best. Er zeigt die junge Rennfahrerin Sophia Floersch, die gegen Vorurteile kämpft und andere Frauen dazu ermutigt, anders zu sein. Ebenso überzeugte die Schrift „The Polite Type“ von TietoEVRY, Melvas Type Design und TBWA\Helsinki aus Finnland. Diese erkennt „Online-Hassreden“ automatisch und schreibt sie um. Für die Poster und die digitale Kampagne „Meltdown Flags“ erhielten das US-amerikanische Umweltsensorunternehmen „METER“ und Serviceplan einen Red Dot: Best of the Best. Die Initiative visualisiert den Gletscherrückgang, indem sie den Weißanteil in Länderflaggen analog zum jeweiligen Gletscherrückgang reduziert. Online können Interessierte ihren CO2-Fußabdruck ausgleichen und die Flaggen herunterladen. 

 

 

Ausgezeichnete Marken und Arbeiten online ab dem 12. November
Am 12. November 2021 werden alle ausgezeichneten Marken und Arbeiten des Red Dot Award: Brands & Communication Design online auf www.red-dot.org veröffentlicht. An diesem Tag wird ebenso bekanntgegeben, wer den Red Dot: Grand Prix, die höchste Auszeichnung in der Sparte „Communication Design“, erhält. Darüber hinaus wird ein Nachwuchstalent mit dem Red Dot: Junior Prize, der mit 10.000 Euro dotiert ist, überrascht.


Politik in der Pflicht, weitere Todesfälle zu verhindern

Einstiegssicherer Altkleidercontainer Safety One Fotorechte@HD_Jobst
Einstiegssicherer Altkleidercontainer Safety One Fotorechte@HD_Jobst

 

Damit Menschen bei dem Einstieg in Altkleidercontainer nicht mehr tödlich verunglücken, hat ein niedersächsische Unternehmer einen einstiegssicheren Sammelbehälter entwickelt.

 

(Bassum/hdj) - Regelmäßig sterben Menschen bei dem Versuch, in einen Altkleidercontainer durch das Einwurf-System zu klettern. “Die Gefahr des Strangulierens mit Todesfolge ist den karitativen Einrichtungen, Entsorgungsunternehmen und politischen Akteuren seit 2018 hinlänglich bekannt”, mahnt der niedersächsische Unternehmer Horst-Dieter Jobst, der ein sicheres Einwurf-System für Sammelbehälter entwickelt hat. Bei dem Containersystem Safety One legt der Kunde seine Alttextilien in eine Aufnahmeschale, die dann mit dem Verschließen der Außenklappe gefahrenlos im Inneren des Containers landen. Von den verantwortlichen Personen wünscht sich Jobst, Geschäftsführer der HD Jobst Bassum Recycling & Warenhandels GmbH, einen flächendeckenden Austausch der weitverbreiteten Altkleidercontainer mit dem gefährlichen Schubsystem: „Moderne Modelle verhindern den zum Teil tödlichen Einstieg in das Innere. Ich sehe gerade die Politik in der Pflicht, weitere Todesfälle sofort zu verhindern.” Jobst ergänzt: „Die Rettung vieler Menschenleben sollte wichtiger sein, als die geringfügigen Mehrkosten für ein sichere Einwurfsystem.“

 

Aufstellverbot für gefährliche Altkleidercontainer

Laut dem Dachverband FairWertung werden in Deutschland jedes Jahr ca. eine Million Tonnen Textilien in Altkleidercontainer oder Sammlungen gegeben. Für die Tonne Altkleider lassen sich je nach Güte bis zu 450 Euro erzielen, was auch gewerbliche und illegale Sammler anlockt. Weil gerade die Sammelcontainer der nicht-karikativen Einrichtungen nicht den heutigen Sicherheitsstandards entsprechen, ist der Wunsch von Unternehmer Jobst an die Politik eindeutig: “Um Menschenleben nicht zu gefährden, muss der Gesetzgeber ein generelles Aufstellverbot von lebensgefährlichen Altkleidercontainern veranlassen.” Bei den sozialen Hilfsorganisationen sieht Jobst ein langsames Umdenken: “Den karikativen Verbänden sind die Verletzungen mit Todesfolge bekannt, sie zeigen sich sehr betroffen und möchten sich dem Problem zeitnah annehmen.” Verstärkt wird die Problematik durch die Verarmung der Gesellschaft. Laut einem aktuellen Armuts- und Reichtums¬Bericht der Bundesregierung sind über 16 Prozent der Deutschen von Armut betroffen. “Immer mehr Bedürftige sehen in den gefährlichen Altkleiderboxen die einzige Möglichkeit, etwas am Leib zu tragen”, betont Jobst.

 

Die Evolution des Altkleidersammelns

„In den fünfziger Jahren gingen noch Händler mit einem vierrädrigen Leiterwagen durch die Gassen und riefen nach Lumpen, Knochen und Papier“, erinnert sich Jobst. Als die größte Not nach dem Zweiten Weltkrieg vorbei war, führten karikative Einrichtungen, wie das Rote Kreuz, die Caritas, die Malteser oder die Johanniter Haussammlungen durch. Ehrenamtliche Helfer gingen von Tür zu Tür und brachten das Sammelgut in die Entsorgungs- und Sortierbetriebe. Im Jahre 1983 kam Unternehmer Jobst auf die Idee, Sammelbehälter aus feuerverzinkten Stahl-Feinblech an die Straße zu stellen. Noch luden die Pendelklappen dazu ein, in das Innere einzusteigen. Auch das Anfang der Neunziger entwickelte Schubsystem, bei dem die Altkleider auf einem Aufnahmeschubblech gelegt werden, konnten die tragischen Unfälle mit Todesfolge nicht verhindern. Erst nachdem Horst-Dieter Jobst 2018 zusammen mit dem Wirtschaftsingenieur Neranjan Sivasubramaniam das Entsorgungssystem SAFETY ONE entwickelte, konnte das Verletzungs- und Strangulations-Risiko mit tödlichem Ausgang nahezu völlig ausgeschlossen werden.

 

Über HD Jobst

 

 

Unternehmer Horst-Dieter Jobst.  Fotorechte@HD_Jobst
Unternehmer Horst-Dieter Jobst. Fotorechte@HD_Jobst

Die HD Jobst Bassum Recycling & Warenhandels GmbH (HD Jobst) entwickelt, konzipiert und realisiert Recyclingsysteme für Textilien, Kunststoffe und andere wiederverwertbare Rohstoffe im In- und Ausland. Die individuellen Containersysteme werden gemeinsam mit den Unternehmen, Verbänden, Kommunen und Städten entwickelt und stellen erhöhte Anforderungen an die Sicherheit. So entwickelte HD Jobst den ersten Altkleidercontainer, der den Fremdeinstieg und somit die Einbruchs- und Verletzungs-Gefahr völlig ausschließt. Der SAFETY ONE (Markennummer 30 2021 200 904 ) ist von außen geschlossen und gilt in Fachkreisen in Sachen Sicherheit als das Nonplusultra. Ein weiteres innovatives Produkt brachten die Niedersachsen 2019 mit der ALLINBOX auf den Markt. In der aus verzinktem Feinblech bestehenden “Stadt-Garage für Jedermann” lassen sich Fahrräder, Grills oder Kinderwagen verstauen. Weitere Entwicklungen auf dem Umweltsektor sind in Arbeit.


Was nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zu beachten ist

24-Stunden-Pflege

 

(Düsseldorf/pm) - Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass auch ausländische Betreuungskräfte für ihre Arbeits- und nächtlichen Bereitschaftszeiten bei der Betreuung den in Deutschland geltenden Mindestlohn erhalten. Nun fragen sich viele Familien, wie sie die häusliche Betreuung und Pflege von Pflegebedürftigen neu organisieren sollen. Wer tatsächlich eine 24-Stunden-Betreuung wünscht, müsste nach Maßgabe der Entscheidung drei Kräfte für je acht Stunden im Wechsel beschäftigen sowie Urlaubs- und Krankheitszeiten überbrücken, um eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung zu gewährleisten. Das ist in der Regel unbezahlbar, zumal sich die Pflegekasse nur in Höhe des Pflegegeldes an einer solchen Betreuung beteiligt. Das sind selbst bei Pflegegrad 5 nur 901 Euro. „Bis die Politik hier eine tragfähige Lösung findet, raten wir Betroffenen, Betreuung und professionelle Pflege getrennt voneinander zu organisieren“, sagt Susanne Punsmann, Juristin im Projekt “Pflegewegweiser NRW” der Verbraucherzentrale NRW. So lässt sich eine Rundum-Betreuung legal neu aufstellen:

  • Betreuung auf mehrere Schultern verteilen:
    Bisher zahlten Pflegebedürftige für die ausländische Betreuungskraft oftmals eine Tagespauschale von 80 oder 90 Euro, monatlich etwa 2.200 bis 3.000 Euro. Mit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts ist klargestellt worden, dass der in Deutschland gültige Mindestlohn zu zahlen ist, der seit dem 1. Juli 2021 bei 9,60 Euro liegt. Hinzu kommt, dass eine Betreuungskraft nur für durchschnittlich acht Stunden am Tag eingesetzt werden kann. Empfehlenswert ist daher, zusätzlich zu einer Betreuungskraft eine professionelle Pflegekraft zu engagieren. Spätestens ab Pflegegrad 3 sollte das ein ambulanter Pflegedienst sein. Weitere Betreuungszeiten können Verwandte, Nachbarn oder Minijobber übernehmen. Auch eine Tagespflege ist möglich. Tätigkeiten wie eine Medikamentengabe, das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen oder die Insulingabe fallen in die Aufgaben ambulanter Pflegedienste.
  • Bereitschaftszeit richtig einschätzen:
    Der Mindestlohn gilt nicht nur für eine achtstündige Arbeitszeit, sondern auch für Bereitschaftszeiten, z.B. nachts. In dieser Zeit fallen in der Regel Tätigkeiten wie die Unterstützung beim Toilettengang, das Reichen eines Glas Wassers oder die Hilfe bei nächtlich desorientierten Pflegebedürftigen. Eine solche Bereitschaft oder auch Überstunden müssen vom Arbeitgeber angeordnet werden. Kommt die Betreuungskraft von einer Vermittlungsagentur (Entsendemodell), kann nur die Agentur die Überstunden anordnen. Pflegebedürftige selbst können Überstunden nur dann anordnen, wenn sie selbst Arbeitgeber der Betreuungskraft sind. Kann die Betreuungskraft über ihre Freizeit frei verfügen und bleibt ohne Bereitschaft im Haus, gilt keine Zahlungspflicht des Pflegebedürftigen.
  • Arbeitszeiten dokumentieren:
     Die acht Stunden müssen nicht an einem Stück geleistet werden, sondern können in Abstimmung mit der Vermittlungsagentur und je nach Bedarf über den Tag verteilt werden - wenn Pausen- und Ruhezeiten eingehalten werden und die Höchstarbeitszeit von 48 Stunden pro Woche nicht überschritten wird. Keine Nachzahlung ist zu befürchten, wenn nur acht Stunden täglich vereinbart werden – unter Berücksichtigung von Pausen- und Ruhezeiten. Am besten dokumentieren sowohl Pflegebedürftige als auch Betreuungskräfte einander gegenseitig die tatsächlich geleisteten Arbeitszeiten und etwaige vereinbarte Bereitschaftszeiten.
  • Scheinselbständigkeit und Schwarzarbeit vermeiden:
     Der Mindestlohn und das deutsche Arbeitszeitgesetz gelten für angestellte Betreuungskräfte, egal, ob sie beim Pflegebedürftigen direkt oder bei der Vermittlungsfirma angestellt sind. Einige Agenturen werben seit dem Urteil verstärkt mit der Vermittlung selbstständiger Kräfte, für die Mindestlohn und Arbeitszeitregelung nicht gelten. Doch wenn die Betreuungskraft beim Pflegebedürftigen einen Großteil ihres Einkommens verdient, sie weisungsgebunden ist und mit im Haushalt lebt, kann ein Statusfeststellungsverfahren der Deutschen Rentenversicherung schnell zu dem Ergebnis kommen, dass eine Scheinselbstständigkeit vorliegt. Dann wären unter anderem die Sozialversicherungsbeiträge – auch rückwirkend – nachzuzahlen. Ein solches Verfahren kann nicht nur von misstrauischen Nachbarn, sondern auch von der Betreuungskraft selbst initiiert werden, beispielsweise wenn sie durch eine längere Tätigkeit in Deutschland Ansprüche auf Arbeitslosengeld II geltend machen möchte. Auch von der Betreuung in Schwarzarbeit ist abzuraten. Hier drohen neben der Nachzah­lungspflicht erhebliche Bußgelder und es entstehen Probleme, wenn die meist nicht krankenversicherten Betreuungskräfte erkranken oder einen Unfall haben.

Hintergrund und weiterführende Links:

 

  • Dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts lag die Klage einer Bulgarin zugrunde, die bei einer Seniorin in Berlin wohnte und von der bulgarischen Agentur, die sie entsendet hat, 950 € netto für 30 Stunden Arbeit pro Woche erhalten hat. Tatsächlich aber war sie fast rund um die Uhr im Einsatz oder in Bereitschaft. Mit der Klage machte sie erfolgreich die Ansprüche für die Zeiten geltend, in denen sie tätig oder bereit zur Tätigkeit war und die sie zuvor nicht von der Agentur vergütet bekam. Dieses Modell wird häufig als „24-Stunden-Betreuung“ oder gar „24-Stunden-Pflege“ beworben. Gemeint ist, dass eine oftmals osteuropäische Haushalts- und Betreuungskraft vorübergehend in den Haushalt des Pflegebedürftigen zieht und ihn im Alltag unterstützt. Treffender ist deshalb die Bezeichnung „Live-in-Kräfte“.
  • https://www.pflegewegweiser-nrw.de/auslaendische-betreuungskraefte  

Thomas Philipps spendet 1 Million Euro zur Hilfe in den Hochwasserregionen

(Hamburg/pm) - In schwierigen Zeiten ist es wichtig zusammen zu stehen und diejenigen, die Hilfe brauchen, schnell und pragmatisch zu unterstützen. Aus diesem Grund spendet Thomas Philipps als Zeichen der Solidarität eine Million Euro an die Aktion "Deutschland Hilft" zur Unterstützung der Nothilfe im Rahmen der Hochwasserkatastrophe.

 

Thomas Philipps hat mit großer Bestürzung in den vergangenen Tagen die Nachrichten und Bilder der Verwüstung durch die Starkregenfälle aufgenommen.

 

"Die unfassbaren Bilder der letzten Tage, die tragischen Geschichten, die wir sowohl über die Medien als auch direkt vor Ort erfahren mussten, haben uns keine Sekunde daran zweifeln lassen, dass wir unserer sozialen Verantwortung nachkommen möchten", so Geschäftsführer André Philipps. Schnell und pragmatisch, wie es der DNA des Familienunternehmens entspricht, wurde entschieden, die Aktion "Deutschland Hilft" mit einer Geldspende in Höhe von einer Millionen Euro zu unterstützen.

 

Damit stärkt die Zentrale des Unternehmens zusätzlich das lokale Engagement vieler Marktleiter in ganz Deutschland, die sich

unbürokratisch für viele kleinere und größere Hilfseinsätze für die von der Katastrophe betroffenen Regionen einsetzen.

 

Zusammenhalt wird bei Thomas Philipps großgeschrieben und so ergänzt

Daniel Preiß, Geschäftsleiter Vertrieb: "Wir unterstützen natürlich auch unsere Marktleiter, sowie deren Mitarbeiter in den betroffenen Regionen".

 

Der besondere Dank von Thomas Philipps gilt allen Hilfskräften und Helfern vor Ort, die bis zur Erschöpfung gegen das Hochwasser und dessen Folgen ankämpfen und den Betroffenen vor Ort solidarisch zur Seite stehen.

 

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Über Thomas Philipps:

 

Seit 1986 wächst das Unternehmen stetig und beschäftigt inzwischen mehr als 700 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Verwaltung und im Bereich Lager/Logistik. Die selbstständigen Marktleiter und Marktleiterinnen vor Ort bieten an derzeit 250 Standorten zusammen mit ihren circa 3.500 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gemeinsam für den Kunden einen breiten Sortimentsmix von Gartenartikeln, über Haushaltswaren und Dekoration, bis hin zu Drogerieartikeln und Tiernahrung an.


Neue Ausgabe des „Leben!“-Magazins der BBT-Gruppe widmet sich dem Herz

Gemeinsam für das Herz

Titelcover der Leben!-Ausgabe der Region Trier . Foto: bbt
Titelcover der Leben!-Ausgabe der Region Trier . Foto: bbt

 Im Mittelpunkt der neuen Ausgabe von „Leben!“, dem Magazin der BBT-Gruppe für Gesund-heit und Soziales, steht das Herz. Außerdem im aktuellen Heft: welchen Vorteil eine Behandlung in der Geriatrie für ältere Menschen hat, wie chronische Schmerzen ganzheitlich behandelt werden, was zu tun ist, wenn sich die Arterien verändern und wie man seine Augen bei der Bildschirmarbeit schützt.

 

  

(Trier/bbt)Mit viel Engagement und Fachkompetenz tragen verschiedene Disziplinen aus Medizin, Pflege und Therapie dazu bei, das Herz – den zentralen Motor des Lebens – wieder zum Laufen zu bringen, dafür zu sorgen, dass es wieder gut durchblutet wird und im richtigen Rhythmus schlägt. Ein Kardiologe und ein Herz- und Thoraxchirurg aus dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier berichten, wie Mediziner aller Disziplinen, die sich mit der Herz- und Kreislaufmedizin befassen, im Herzzentrum Trier zusammenarbeiten. Den kleinsten Herzschrittmacher der Welt, nicht viel größer als ein Zwanzig-Cent-Stück, erläutert Privatdozent Dr. Mathias Borst, Kardiologe und Chefarzt der Medizinischen Klinik 1 im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. In Mannheim wird die Arbeit des Herzkatheterlabors vorgestellt. 

 

 Wieder fit für den Alltag dank Geriatrie 

Schon vermeintlich harmlose Krankheiten können im hohen Alter eine Vielzahl von Problemen verursachen. Weiter ein selbstständiges Leben zu führen, wird dann zur Herausforderung. In der Geriatrie steht Senior*innen dabei ein interdisziplinäres ärztliches, pflegerisches und therapeutisches Team zur Seite. Privatdozent Dr. Matthias Schuler, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Diako Mannheim, achtet bei den betagten Patient*innen nicht nur auf die akute Erkrankung oder Verletzung, sondern auch auf Vorerkrankungen und die persönlichen Lebensumstände. Nach einem Aufenthalt in der Geriatrie hilft das Team der geriatrischen Rehabilitationsklinik Senior*innen in mindestens drei Behandlungseinheiten pro Tag wieder zurück in ihr gewohntes Leben zu finden. Wer sich danach noch nicht fit fühlt, kann sich anschließend in der Tages- oder Kurzzeitpflege eines Seniorenzentrums erholen.

 

 Das Leben kehrt nach dem Lockdown in die Seniorenzentren zurück

Durch hohe Impfquoten und niedrige Infektionszahlen darf nach den langwierigen Corona-Monaten in den BBT-Seniorenzentren in Tauberfranken-Hohenlohe und Trier wieder gesungen, getanzt, in geselliger Runde gebastelt und Besuch empfangen werden, wenn es die aktuelle pandemische Lage erlaubt. Bei einem Blick in die verschiedenen Häuser sieht man die Bewohner*innen bei ihren Gruppenaktivitäten in großer Freude. Im Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier gewährt Ruth Haupenthal einen Einblick in die Arbeit des Sozialbegleitenden Dienstes. 

 

 Schmerzen ganzheitlich lindern 

Wenn Schmerzen sehr stark sind oder chronisch werden, ist der Leidensdruck von Betroffenen groß. Neben den körperlichen Ursachen kümmern sich spezialisierte Ärzte, Therapeuten und Pflegende daher auch um seelische Beeinträchtigungen und mögliche soziale Veränderungen. Im Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn, im St.-Marien-Hospital Marsberg und im MVZ Westheim verfolgen die Schmerzexperten einen ganzheitlichen Ansatz und lindern mit ganz unterschiedlichen Mitteln das Leid der Betroffenen.

 

 Arterien: Gefährliche Schwachstellen

Rund 8.600 Liter Blut fließen jeden Tag durch die Arterien und versorgen den Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff. Schon kleinste Veränderungen in dem verzweigten System können schlimme Folgen haben. Karin Fischer, die an einer Arteriosklerose erkrankte, blickt im Heft auf ihren langen Leidensweg zurück, bis sie ihre Mahlzeiten wieder genießen konnte. Diethart Best hingegen bemerkte von der lebensgefährlichen Erweiterung seiner Bauchschlagader nichts. Behandelt wurden beide von den Gefäßchirurgen im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, die darauf spezialisiert sind, Veränderungen der Arterien mit modernen Verfahren zu behandeln. 

 

„Leben!“ erscheint in sechs Ausgaben

„Leben!“ ist das Magazin der BBT-Gruppe für Gesundheit und Soziales und erscheint in sechs Regionalausgaben. Die Leser erfahren mehr zu Therapien und Behandlungsmöglichkeiten, neuen Entwicklungen in der Medizin oder Hilfreiches für das Leben im Alter. Unsere Experten geben wichtige Informationen zu Krankheitsbildern und den nötigen Vorsorgeuntersuchungen, Tipps für eine gesunde Ernährung und die richtige Bewegung.

 

„Leben!“ erscheint zweimal jährlich. Es liegt in den Eingangs- und Wartebereichen der BBT-Einrichtungen sowie in Arztpraxen und Apotheken zum Mitnehmen aus und kann kostenfrei abonniert werden.

 

 „Leben!“ im Internet:
www.bbtgruppe.de/leben
 www.facebook.com/bbtgruppe.de
https://youtube.com/BBTGruppe

 

Die BBT-Gruppe gehört mit über 100 Einrichtungen zu den großen christlichen Trägern von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland. Über 14.000 Mitarbeitende versorgen jährlich mehr als 700.000 Patienten ambulant und stationär und bieten in den verschiedenen Wohn- und Betreuungsangeboten der BBT-Gruppe über 2.400 Menschen eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Unsere christliche Mission: Praktizierte Nächstenliebe.  

 


Deutschlandstipendium sucht nach Förderinnen und Förderern

Studierende erhalten Freiräume für Studium und Ehrenamt

 

(Vechta/pm) - „Uns begeistert die Idee, dass wir den Studierenden eine Chance bieten, damit sie ihre Interessen unbeschwert verfolgen und ihre weiteren Ziele erreichen können – denn sie prägen die Arbeitswelt von morgen.“, sagt Marlies Thoben-Jans, Geschäftsleiterin bei PERSO PLANKONTOR. Ihr Unternehmen fördert das Deutschlandstipendium, das begabte Studierende mit monatlich 300 Euro unterstützt. Diese Unterstützung komme am Ende auch der Wirtschaft zugute, so Thoben-Jans: „Als Arbeitgeber sehen wir in unserem Engagement für die Deutschlandstipendien einen wertvollen Beitrag zur Fachkräftegewinnung und aktiven Entwicklung unserer Gesellschaft. Deshalb fördern wir gerne engagierte Nachwuchstalente.“

Neben dem Studium Hilfe leisten

Tatsächlich ist die Förderung neben guten Studienleistungen auch an ein Engagement außerhalb der Hörsäle gebunden. Dabei geht es um die Bereitschaft der Studierenden, Verantwortung zu übernehmen oder zu zeigen, wie sie Hindernisse im eigenen Lebens- und Bildungsweg gemeistert haben. „Da mein BAföG nicht ausreicht und ich nebenbei arbeiten musste, hatte ich seit Beginn des Masters wenig Zeit für mein Ehrenamt“, sagt die Gerontologie-Studentin Hannah Koers. „Durch das Deutschlandstipendium ändert sich dies wieder.“ Hannah Koers, die durch die Stadt Vechta gefördert wird, engagiert sich in der Hospizarbeit und seit zehn Jahren im Verein Urlaub & Pflege, der Reisen für Menschen mit Hilfs- und Pflegebedarf organisiert.

„In jedem Jahr bin ich aufs Neue begeistert von der Leidenschaft, mit der die Studierenden ihrer ehrenamtlichen Arbeit nachgehen“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Burghart Schmidt.

Möglich ist das Deutschlandstipendium nur durch die Unterstützung von engagierten Förderinnen und Förderern aus der Region. Sobald Stiftungen, Unternehmen oder Förderer und Förderinnen ein monatliches Stipendium in Höhe von 150 Euro finanzieren, stockt der Bund diese Summe auf 300 Euro auf. Staat und Gesellschaft unterstützen so gemeinsam Studierende auf ihrem Bildungsweg. Uni-Präsident Schmidt: „Mein ausdrücklicher Dank gilt den 50 regionalen Unternehmen, Verbänden, Gebietskörperschaften und Privatpersonen, die in den vergangenen zehn Jahren mit ihrer Förderung unsere Studierenden würdigen und unterstützen. Ein großartiger Erfolg!“


Neue Förderinnen und Förderer gesucht

Die Universität Vechta lädt ein, engagierte und leistungsstarke Studierende zu fördern. Mit 150 Euro im Monat können Förderinnen und Förderer zusammen mit dem Bund ein volles Deutschlandstipendium stiften. Natürlich sind auch andere Beträge möglich. Mit Ihrer Förderung leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung von Fachkräften in der Region.

Weitere Informationen unter www.uni-vechta.de/deutschlandstipendium.

 




High Speed für den guten Zweck: Neuer Spendenrekord mit 400.000 EURO beim Wirtschaft kann Kinder-Charity Race in Leipzig

Charity Race 2021. Foto: Wirtschaft kann Kinder
Charity Race 2021. Foto: Wirtschaft kann Kinder

 

Schirmherr Gerhard Schröder begrüßt unternehmerisches Engagement für benachteiligte Kinder und Jugendliche

 

(Leipzig/Berlin/pm) -. In diesem Jahr ist es dem Verein Wirtschaft kann Kinder (WKK) als Veranstalter des 8. Charity Race und im Beisein von Schirmherr Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder erneut gelungen, das anvisierte Ziel zu erreichen: Mit 400.000 EURO wurde der bisherige Spendenrekord aus dem letzten Jahr noch einmal deutlich überschritten. 2020 wurden bei dem WKK Charity Race in seiner Auflage bereits insgesamt 300.000 EURO für den guten Zweck gesammelt. 

Die beeindruckende Spendensumme geht an die Off Road Kids Stiftung, den Bundesverband Kinderhospiz e.V. für deren Projekt „Frag OSKAR“, den Straßenkinder e.V. Leipzig, das Kinderhospiz Bärenherz Leipzig e.V. und das Elisabethstift für deren Projekt „Mehr ABC durch WLAN“. 

Wirtschaft kann Kinder ist ein Zusammenschluss von Unternehmerinnen und Unternehmern, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind und es sich zum Ziel gesetzt haben, unserer Gesellschaft zu mehr Chancengerechtigkeit zu verhelfen. WKK fungiert als Dachverband, der jeden gespendeten Euro bundesweit an Stiftungen, Vereine und Einrichtungen weitergibt, die sich für die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die es im Leben schwer haben, einsetzen.

Ein Anliegen von Wirtschaft kann Kinder ist außerdem, weitere Unterstützer*innen und Spender*innen  für diese wichtige Sache und den guten Zweck zu gewinnen. Aktionen wie das Charity Race und namhafte Fürsprecher wie Schirmherr Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. 

„Die Lösung der sozialen Probleme erreicht man nicht durch weitere Umverteilung, sondern durch Befähigung. Nicht durch das Streben nach absoluter Gleichheit, sondern durch Chancengerechtigkeit und verstärkte Bildungsanstrengungen. Durch die Förderung von Solidarität und Selbstbestimmung“, führt Gerhard Schröder in seiner Rede anlässlich des Charity Race aus. „Als ich von Christoph Gröner und Rüdiger Grube, die gemeinsam den Vorstand des Vereins Wirtschaft kann Kinder bilden, gebeten wurde, die Schirmherrschaft für dieses Charity Race zu übernehmen, habe ich gerne zugesagt. Denn das Ziel des Vereins hat mich auf Anhieb überzeugt. Wirtschaft kann Kinder ermöglicht die Teilhabe an der Gesellschaft. Und zwar für eine Gruppe unserer Gesellschaft, die es besonders nötig hat: sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche.“

„Normalerweise werden die Bildungschancen von unseren Schulen abgedeckt. Die Pandemie hat diesen Zugang für fast 1,5 Jahre verhindert. Hätten wir die Spende von Wirtschaft kann Kinder nicht erhalten, würden unsere Kinder womöglich aufgeben und wären wieder abgehängt “, beschreibt Helmut Wegner, Geschäftsführer des Elisabethstifts, die Situation seiner Einrichtung. 

Ulrike Herkner, Geschäftsführerin Kinderhospiz Bärenherz Leipzig e.V., fügt hinzu: „Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund bedanken wir uns bei dem Wirtschaft kann Kinder e.V. und ganz besonders bei Christoph Gröner persönlich sowie bei allen Spenderinnen und Spendern für ihr besonderes Engagement. Dies ist für uns nicht nur essenziell, um die Hilfsangebote von Bärenherz im gebotenen Umfang aufrechterhalten zu können – es ist auch ein wunderbares Zeichen der Solidarität mit den Familien im Kinderhospiz Bärenherz.“

Auch der Vereinsvorsitzende Christoph Gröner ist überaus dankbar für das überwältigende Ergebnis und lobt die hohe Spendenbereitschaft der Teilnehmer*innen: „Im Namen des Vereins Wirtschaft kann Kinder danke ich allen großzügigen Spenderinnen und Spendern, die beim traditionellen Charity Race dabei waren und ihren Teil zu dieser herausragenden Spendensumme beigetragen haben. Es ist der Auftrag des Vereins und auch mein ganz persönliches Anliegen, Kindern und jungen Erwachsenen Lebensfreude, Zuversicht und konkrete Perspektiven zu schenken, denn Armut oder soziale Herkunft sollen nicht länger entscheidend für die Zukunftschancen von Kindern sein.“

 

Über Wirtschaft kann Kinder e.V.

 

Der Verein Wirtschaft kann Kinder wurde im Februar 2020 gegründet. Den Vorstand bilden Prof. Dr. Rüdiger Grube und Christoph Gröner gemeinsam. Wirtschaft kann Kinder e.V. fungiert als Dachverband, um andere Stiftungen, Vereine und gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Eines der Hauptziele des Vereins ist es, Chancengerechtigkeit für alle Kinder in Deutschland zu fördern, gleich wo oder wie sie aufwachsen. Der familiäre oder finanzielle Hintergrund von Kindern hat immer noch große Auswirkung auf ihren Werdegang. Diesem Umstand soll durch engagierte Unternehmer entgegengewirkt werden, deren Ziel es ist, gemeinsam, als Menschen, Bürger und Unternehmer, in die Zukunft Deutschlands zu investieren und damit den Namen des Vereins Wirklichkeit werden zu lassen: Wirtschaft kann Kinder!


Digitale Preisverleihung: Caritas, Diakonie und Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus verleihen „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2021“

(Stuttgart/car) - Drei mittelständische Unternehmen wurden heute in Stuttgart im Rahmen einer digitalen Preisverleihung mit dem „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2021“ ausgezeichnet: die Auenland-Konzept KG aus Geislingen-Binsdorf, die Racket Center Nußloch GmbH & Co. KG und die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH. Sie belegten jeweils den ersten Platz in ihrer Größenkategorie aus insgesamt 256 eingegangenen Bewerbungen und erhalten die Lea-Trophäe. Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie behauptete sich der Lea-Mittelstandspreis als bundesweit teilnehmerstärkster Wettbewerb, der Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten (CSR) kleiner und mittlerer Unternehmen auszeichnet. Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg würdigen mit dem Preis das freiwillige soziale und gesellschaftliche Engagement dieser Unternehmen. Der undotierte Preis steht unter dem Motto „Leistung – Engagement – Anerkennung“ (Lea).

„Es ist ein Zeichen der Hoffnung, dass sich so viele Unternehmen sozial und gesellschaftlich einsetzen in einer Zeit, die auch ihnen selber zu schaffen macht. Wo Wirtschaft sozial wirkt, gelingt Zusammenleben und unser Blick nach vorn wird zuversichtlich“, sagte Oberkirchenrätin Dr. Annette Noller, Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg im Rahmen der Preisverleihung, die aufgrund der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen digital übertragen wurde. Oliver Merkelbach, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbands der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sagte: „In diesen 15 Jahren gab es großartige Beispiele, wie Unternehmen ‚gesellschaftliches Engagement‘ übersetzt und mit Leben gefüllt haben. Diese verantwortungsvolle Unternehmensführung in Zeiten der Pandemie fortzusetzen, ermutigt und ist das, was unsere Gesellschaft jetzt braucht."

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg, betonte: „Viele unserer kleinen und mittleren Unternehmen im Land haben durch die Corona-Pandemie teils sehr schwierige und herausfordernde Monate hinter sich. Dennoch haben wir für den diesjährigen Lea-Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg eine hohe Bewerberzahl. 256 Bewerbungen zeigen eindrücklich, dass unsere Unternehmen auch in Krisenzeiten an ihrem sozialen und gesellschaftlichen Engagement festhalten. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern von Caritas und Diakonie möchten wir das Engagement der Wirtschaft im 15. Jubiläumsjahr des Lea-Mittelstandspreises ganz besonders würdigen.“

Die Bischöfe Dr. Gebhard Fürst und Dr. h. c. Frank Otfried July würdigten als Schirmherren das Engagement der Unternehmerinnen und Unternehmer für die Gesellschaft. Bischof Gebhard Fürst sagte: „Die Zusammenarbeit zwischen privatwirtschaftlichen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen ist ein starkes Zeichen im Sinne eines verantwortlichen Handelns, welches das Wohl der Gesellschaft im Blick hat. Dem kommt in dieser Zeit der Pandemie eine besondere Bedeutung zu. Die vergangenen Monate haben uns gezeigt, wie sehr wir der Solidarität und Achtsamkeit, der Nähe und Nächstenliebe bedürfen und deshalb geben uns die Unternehmen, die mit dem Mittelstandspreis ausgezeichnet werden, ein Vorbild." Landesbischof July erklärte: „Ich nehme wahr und freue mich darüber, dass es für viele kleine und mittlere Unternehmen in unserem Land längst selbstverständlich geworden ist, initiativ und effizient gesellschaftliche Herausforderungen anzupacken. Mit ihren Ideen und Konzepten gestalten sie ihr soziales und ökologisches Umfeld aktiv, wirksam und nachhaltig mit. Ich bin überzeugt: das braucht unsere Gesellschaft – mehr denn je!“

Die drei Preisträger in der Übersicht:

Den Preis für die Kategorie bis 20 Mitarbeitende erhielt die Auenland-Konzept KG aus Geislingen. Als Produzent von hochwertiger Hunde- und Katzennahrung unterstützt der Familienbetrieb in Kooperation mit PräventSozial ein Pilotprojekt im Opferschutz. Menschen, die Opfer von Gewalt geworden sind, bekommen bei ihrer Aussage vor Gericht einen Therapiehund an die Seite gestellt. Die Anwesenheit des Hundes senkt nachweislich die Produktion des Stresshormons Kortisol. Vorwiegend Kinder und Jugendliche werden durch die Hunde begleitet.

In der zweiten Kategorie bis 150 Mitarbeitende ging als Preisträger die Racket Center Nußloch GmbH & Co. KG hervor. Die Sportanlage in der Metropolregion Rhein-Neckar fördert seit zwölf Jahren in Äthiopien die Organisation „Tariku and Desta Kids` Education through Tennis“. Kinder, die aus einem sehr armen Umfeld stammen, erhalten dort die Möglichkeit, ihre sportlichen Fähigkeiten zu testen. Im Mittelpunkt aber stehen die schulische Förderung und das Sozialverhalten. Das Racket Center hat einen Förderverein gegründet, der die Organisation finanziell unterstützt. Er ermöglicht den äthiopischen Kindern und Trainern auch regelmäßig Besuche in Nußloch.

Sieger der dritten Kategorie bis 500 Mitarbeitende war die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG). Auf Zahlungsschwierigkeiten infolge der Corona-Pandemie reagierte die Baugesellschaft bei gewerblichen Mietern mit dem Angebot, ihre Mietschulden langfristig und zinslos zurückzahlen zu können. Gewerbemietern, die direkt vom Lockdown betroffen waren, wurde 50 Prozent der Grundmiete erlassen. Für die zunehmende Zahl an privaten Wohnungsmietern, die ihre Miete nicht zahlen konnten, weitete die SWSG ihre telefonische Mietschuldnerberatung aus. Auf fristlose Kündigungen wurde ohne Prüfung der Ursachen vorübergehend verzichtet.

Preis soll Unternehmen in ihrem gesellschaftlichen Engagement stärken und fördern

Zur Bewerbung eingeladen waren alle baden-württembergischen Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten, die Wohlfahrtsverbände, soziale Organisationen, Initiativen, Einrichtungen oder (Sport-)Vereine unterstützen und sich gemeinsam mit ihnen gesellschaftlich engagieren. Die öffentliche Anerkennung dieser CSR-Aktivitäten soll zugleich Motivation dafür sein, in der Dauerhaftigkeit dieses Engagements nicht nachzulassen. Bis zum 31. März 2022 kann man sich wieder um den Mittelstandspreis 2022 bewerben. Infos unter https://www.lea-mittelstandspreis.de/.


Neuer Bundesvorstand der ACA gewählt

 

(Köln/aca) - Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) hat seit vergangenem Samstag einen neuen Bundesvorstand. Auf ihrer Delegiertenversammlung in Fulda wählten die insgesamt 40 Delegierten Andreas Luttmer-Bensmann zum neuen Bundesvorsitzenden. Ulrich Vollmer wurde im Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden bestätigt. In der ACA sind drei christliche Verbände zusammengeschlossen, die gemeinsam bei den Sozialwahlen antreten. Dies sind neben dem Kolpingwerk die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) und der Bundesverband evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA). 

Andreas Luttmer-Bensmann ist seit 2015 Bundesvorsitzender der KAB. Er tritt als neuer ACA-Bundesvorsitzender die Nachfolge von Hannes Kreller an, der seit 2014 der ACA-Bundesebene vorstand. Neben dem Bundessekretär des Kolpingwerkes, Ulrich Vollmer, wurde Hans-Jürgen Hopf von der BVEA zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Daneben gehören Sven-Marco Meng (Kolping), Lucia-Schneiders-Adams (KAB) und Claudia Braun (BVEA) dem neuen Bundesvorstand an. Bundesgeschäftsführer ist weiterhin Alexander Suchomsky, der im Bundessekretariat des Kolpingwerkes zugleich den Fachbereich Arbeitswelt und Soziales verantwortet.

Die ursprünglich für Oktober 2020 geplante Delegiertenversammlung musste pandemiebedingt auf dieses Jahr verschoben werden. Voraussetzung für die Wahl eines neuen Bundesvorstandes war die Verabschiedung einer neuen Satzung der Bundes-ACA. Diese sieht unter anderem eine Verschlankung der Strukturen innerhalb der ACA vor. 

Im Rahmen der eintägigen Beratungen wurde nicht nur die Arbeit der vergangenen Jahre reflektiert, sondern auch ein Blick nach vorne geworfen. Sowohl Kreller als auch Luttmer-Bensmann hoben hervor, dass mit Blick auf die Sozialwahlen 2023 große Herausforderungen vor der ACA stehen. Zur Vorbereitung auf die nächsten Wahlen wurde die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die sich vor allem mit der Entwicklung einer öffentlichkeitswirksamen Wahlkampagne befassen wird.

In einer kurzen Verabschiedung dankte Ulrich Vollmer den Mitgliedern des bisherigen Bundesvorstandes. Besonderen Dank richtete er an Hannes Kreller, der den Vorsitz der Bundes-ACA in einer bewegten Zeit übernommen und mit großem Einsatz die Beteiligung der drei Mitgliedsorganisationen bei den Sozialwahlen 2017 koordiniert hatte.

 

Das Kolpingwerk Deutschland ist ein generationsübergreifender katholischer Sozialverband mit bundesweit mehr als 220.000 Mitgliedern in 2.350 Kolpingsfamilien vor Ort, davon etwa 40.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die der Kolpingjugend angehören. Es ist Teil von Kolping International und von Kolping Europa.


ERF präsentiert neues Erscheinungsbild

ERF Medien ist ERF – Der Sinnsender

 


(Wetzlar/ERF) - Heute präsentiert ERF sein neues Corporate Design. „Das künftigen Arbeiten im neuen ERF Medienhaus kleiden wir heute in einen neuen Markenauftritt. Denn wir sind davon überzeugt, dass die beste Botschaft der Welt von der Liebe Gottes ein attraktives und sinnstiftendes Angebot Gottes für alle Menschen unserer Zeit ist“, so der Vorstandsvorsitzende des ERF Dr. Jörg Dechert.
 
Gesina Schneider, Leiterin des Bereichs Marketing und Kommunikation: „In den Prozess der strategischen Weiterentwicklung unserer Corporate Identity haben wir in den letzten zwei Jahren viel Kopfarbeit und Kreativität investiert. Heute freuen wir uns, das sichtbare Ergebnis mit der Öffentlichkeit zu teilen. Wir möchten der guten Nachricht des Evangeliums einen zeitgemäßen Rahmen geben, der die nächsten Generationen ebenso erreicht, wie unsere treuen bestehenden Nutzerinnen und Nutzern.“ Neben dem Logo wurden die Farbwelt des Medienhauses modernisiert, Werte definiert und ein Claim „Der Sinnsender“ ergänzt. Schneider: „Wir haben uns für die Anwendung der Dachmarkenstrategie entschieden, um der Gesamtwirkung unserer Angebote mehr Wiedererkennbarkeit und Strahlkraft zu verleihen. Die unterschiedlichen Produkte fügen sich jetzt harmonisch in eine stimmige Gesamtstruktur.“
 
Die Entwicklung wurde durch die Hamburger Design Agentur gobasil unterstützt, im Prozess interne und externe Zielgruppen eingebunden. Die Webseite erf.de stellt als zentrales Leitmedium die Möglichkeit bereit, Feedback rund um das neue Erscheinungsbild von „ERF – Der Sinnsender“ abzugeben.
 
Informationen unter: erf.de


KOLPING INTERNATIONAL legt Jahresbericht für 2020 vor

Spendenrekord im Corona-Jahr

Foto: Kolping International
Foto: Kolping International

(Köln/kw) -  Im Jahresbericht 2020 blickt KOLPING INTERNATIONAL auf ein herausforderndes Jahr zurück. Trotz der schwierigen Pandemiesituation konnte der katholische Sozialverband 171 Projekte in 41 Ländern fördern – darunter Bildungs- und Landwirtschaftsprojekte, einkommens-schaffende Maßnahmen sowie Brunnen- und Zisternenbau.

 

Zusätzlich zur nachhaltigen „Hilfe zur Selbsthilfe" wurden 2020 auch zahlreiche Nothilfe-Maßnahmen unterstützt. „Die Corona-Krise hat die Armen und Benachteiligten im Globalen Süden besonders hart getroffen. Unsere Verbände vor Ort berichteten von Hunger und großem Leid. Deshalb haben wir den Kolping-Corona-Fonds ins Leben gerufen und 29 Kolpingverbänden finanzielle Mittel für humanitäre Hilfe bereitgestellt", berichtet Generalpräses Msgr. Ottmar Dillenburg. Der Fokus dieser weltweiten Nothilfe lag auf der Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln sowie auf gesundheitlicher Aufklärung, damit sich die Pandemie nicht weiter ausbreitet.

 

Insgesamt standen KOLPING INTERNATIONAL 2020 für seine Arbeit in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie Mittel- und Osteuropa rund 10,7 Mio. Euro an Einnahmen zur Verfügung. Davon stammten rund 5,8 Mio. Euro aus öffentlicher Hand (Vorjahr 6,9 Mio. Euro). Zusätzlich wurden im Corona-Jahr mit 4,78 Mio. Euro die höchsten Spendeneinnahmen in der Geschichte von KOLPING INTERNATIONAL erzielt. Im Vergleich zu 2019 bedeutet dies ein kräftiges Plus von 21 Prozent, im Fünf-Jahres-Durchschnitt sogar eine Steigerung von 42 Prozent. Die überwiegende Mehrheit der Spenden kommt aus dem Verband. „Die Pandemie hat eine überwältigende Solidarität ausgelöst", sagt Geschäftsführerin Karin Wollgarten dankbar. „Es engagierten sich so viele Unterstützerinnen und Unterstützer wie nie zuvor für KOLPING INTERNATIONAL, um bedürftigen Menschen im Globalen Süden zu helfen."

 

Generalsekretär Dr. Markus Demele sieht in der Corona-Krise auch eine Chance für einen Wandel hin zu einer gerechteren Weltwirtschaft. „Das Virus hat uns eindringlich gezeigt, dass wir eine miteinander verbundene Weltgemeinschaft sind und globale Probleme nur gemeinsam lösen können. Es gibt keine Alternative zum solidarischen Handeln. Gemeinsam müssen wir nun dafür sorgen, dass Impfstoffe gerecht verteilt und die Rückschritte in der Armutsreduzierung, die weltweit entstanden sind, wieder aufgeholt werden", betont er. Diese Verantwortung liege jetzt vor allem bei den reichen Industriestaaten. „Aber auch jeder Einzelne von uns kann dazu seinen Beitrag leisten – sei es durch Achtsamkeit für globale Zusammenhänge, Eine-Welt-Arbeit, Engagement in der Politik oder durch Spenden."

 

Den kompletten Jahresbericht finden Sie unter: https://www.kolping.net/informieren/publikationen-filme/

 

 

KOLPING INTERNATIONAL ist ein katholischer Sozialverband mit rund 400.000 Mitgliedern in 60 Ländern, der auf den Priester und Sozialreformer Adolph Kolping (1813-1865) zurückgeht. Seit 1969 trägt seine Fachorganisation für Entwicklungszusammenarbeit, der KOLPING INTERATIONAL Cooperation e.V., weltweit dazu bei, Strukturen der Armut zu überwinden. Mit beruflicher Bildung, Landwirtschaftsförderung oder Existenzgründungshilfen befähigen wir Menschen dazu, ihre Potenziale zu nutzen und ihr Leben aus eigener Kraft positiv zu verändern.


IM International: Mediendienst IM gründet Dachorganisation – Länderorganisationen neu aufgestellt

Vorstandsteam der neuen Dachorganisation IM International; v.l.n.r. Robert Vieider, Monika Chap-Rabenau, Sven Kühne, Caroline Hof; abwesend: Michael Hunziker. Foto: IM International
Vorstandsteam der neuen Dachorganisation IM International; v.l.n.r. Robert Vieider, Monika Chap-Rabenau, Sven Kühne, Caroline Hof; abwesend: Michael Hunziker. Foto: IM International

Der christliche Mediendienst IM (Impuls Medien) stellt die Weichen für die weitere Entwicklung und Professionalisierung. IM International bildet die Dachorganisation der bereits aktiven Länderorganisationen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Diese agieren ebenfalls unter neuer Leitung und werden verstärkt die Medienkanäle und Angebote von IM auf nationaler und regionaler Ebene ausbauen und unterstützen.

 

(Innsbruck/cm) - Glaubensimpulse auf Facebook und Instagram sowie das Online-Portal Glaube.at sind die Flaggschiffe des konfessionsunabhängigen Mediendienstes mit Fokus auf den deutschsprachigen Raum. 2013 in Tirol auf Initiative von Sven Kühne als österreichischer Verein ins Leben gerufen entwickelte IM sich zu einem umfassenden christlichen Mediendienst mit 10 digitalen Kanälen, rund 40 ehrenamtlichen Mitarbeitern und mehr als 350.000 Abonnenten auf Facebook. Im Zuge der Weiterentwicklung wurde 2017 IM Deutschland und 2018 IM Schweiz gegründet.

 

IM International wurde nun ebenfalls als gemeinnütziger Verein gegründet und hat seinen Sitz in Innsbruck. Der Unternehmer Sven Kühne übernimmt den Vorsitz der Dachorganisation des auf digitale Kanäle spezialisierten Mediendienstes.

„Gemäß unserem Motto machen wir Medienarbeit, damit jeden Tag möglichst viele Menschen Gott begegnen und Er unserer Generation Hoffnung schenkt. Die Professionalisierung unserer Arbeit, die weiterhin von einer großen Zahl ausschließlich ehrenamtlicher Mitarbeiter umgesetzt wird, ist ein wichtiger Schritt, um zukunftsfit zu sein und innovationsoffen agieren zu können“, erläutert Marken- und Medienstratege Kühne die strukturellen Umstellungen. IM International wird die Organisationsentwicklung, Kooperationen, Vertragswesen, Marketingaktivitäten und die Kommunikation der gesamten Organisation verantworten. 

 

Zugleich löste Caroline Hof David Spies als Vorsitzenden von IM Deutschland ab. Hof ist selbständige Digitalstrategin und Social-Media- sowie Content-Marketing-Expertin mit Schwerpunkt für Unternehmen im IT- und Technologiebereich. „Ich freue mich, das IM-Team zu verstärken und möchte in den nächsten Jahren in Deutschland vor allem Partnerschaften mit anderen christlichen Organisationen und Initiativen weiter stärken und erweitern“, begründet Hof ihr Engagement für IM. „Bei IM arbeite ich gerne mit, denn ich bin von unserer Vision überzeugt: Wir möchten, auch und besonders in turbulenten Zeiten wie heute, Orientierung bieten und Hoffnung schenken. Als christlicher Mediendienst bringen wir die beste Botschaft der Welt – die von Jesus Christus – , über digitale Kanäle zu den Menschen.“

 

Neue Vorsitzende von IM Österreich ist Monika Chap-Rabenau, Kommunikationsexpertin und Kulturmanagerin; Michael Hunziker, praktischer Theologe und Kirchenmusiker, leitet wie bereits in den vergangenen Jahren IM Schweiz. Der IT-Experte Robert Vieider ergänzt das Führungsteam von IM. „Ich freue mich, dass wir erfahrene Experten aus den verschiedenen Bereichen der digitalen Medien und Kommunikationstechnologie gewinnen konnten“, erklärt Sven Kühne. „Kompetent und breit aufgestellt startet IM nun in die nächste Phase.“

 

IM engagiert sich außerdem als Innovations- und Technologieträger der konfessionsübergreifenden Gebetsinitiative ‚Österreich betet gemeinsam‘, die im vergangenen Frühling im Schatten der Covid-19-Pandemie ins Leben gerufen wurde. Außerdem ist IM Medienpartner des ‚Marsch für Jesus 2022‘ in Wien und unterstützt Kirchen, Gemeinden und christliche Werke darin, ihre Medienkompetenz zu entwickeln und zu stärken.

 

IM ist ein konfessionsunabhängiger christlicher Mediendienst mit Standorten in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Seit dem Start im Jahr 2013 in Tirol zählen die mehrsprachigen Beiträge der IM-Initiative Glaubensimpulse knapp eine Milliarde Impressionen auf Facebook und in weiteren sozialen Medien (Instagram, Pinterest, YouTube, Twitter, Telegram). Darüber hinaus ist IM seit 2020 Herausgeber der multimedialen Medieninitiative ‚hoffnungs:voll‘, Produzent von Sendungen wie ‚Atempause‘ und ‚TakeSeven‘ und Contentpartner des christlichen Online-Portals GLAUBE.at.

 

 


Auch 2021 vergibt die Ford College Community Challenge 15.000 Euro an studentische Projekte

Das Gewinnerteam der Ford College Community Challenge 2021 der Universität Tübingen / Oben links nach unten rechts: Merle Karina Eichholz, Amina Kremic, Vera Mense, Gamze Coecen, Lea Strohm. Bildrechte:Ford-Werke GmbH / Fotograf:Ford-Werke GmbH

 

- Die Gewinner 2021 kommen von den Universitäten in Karlsruhe, Tübingen und Göttingen

- Fokus der Studierendenprojekte sind eine Wiedereingliederungsmaßnahme ehemaliger Drogenabhängiger, Integration von Geflüchteten oder die Entwicklung einer App, die den lokalen Einzelhändel unterstützt

- Die Ford College Community Challenge in Zusammenarbeit mit "Enactus" fand bereits zum sechsten Mal statt

- Die Initiative sowie die Fördersumme stammen vom Ford Fund, der gemeinnützigen Stiftung der Ford Motor Company

 

(Köln/fp) - Auch in diesem Jahr hat Ford wieder 15.000 Euro an drei Studierendenteams ausgeschüttet, die Projekte zum "Aufbau einer nachhaltigen Gesellschaft" initiiert haben. Am Freitag, 18. Juni 2021, wurden die diesjährigen Gewinner in einer virtuellen Veranstaltung gekürt. Sie kommen vom Karlsruher Institut für Technologie sowie von den Universitäten Tübingen und Göttingen. Jedes Gewinnerprojekt erhält eine Siegersumme in Höhe von 5.000 Euro zur Weiterentwicklung ihres Projektes.

 

- Karlsruher Institut für Technologie - Bee4people. Dieses Projekt hat das Ziel, Menschen durch das Handwerk der Imkerei zu verbinden und die Wiedereingliederung ehemaliger Süchtiger in die Gesellschaft durch die Pflege bedrohter Insekten zu unterstützen. Das Team hat derzeit drei Bienenvölker. Neben der regelmäßigen Pflege der Bienen und der Honigernte können die Teilnehmer des Programms auch bienenbezogene Produkte herstellen, wie z.B. Insektenhotels, Bienenwachstücher oder -kerzen, die auf Weihnachtsmärkten oder über den Online-Shop der Website verkauft werden. Die Fördersumme wird verwendet, um einen umwelt- und bienenfreundlichen Garten anzulegen, der eine weitere Expansion ermöglicht.

 

- Universität Tübingen - Der Grüne Faden. Mit dem Fokus auf das Miteinander und die Schaffung eines Zugehörigkeitsgefühls für alle Mitglieder der Gemeinschaft will dieses Upcycling-Projekt die soziale Mobilität fördern, indem es Flüchtlinge und Einheimische mobilisiert, gemeinsam nachhaltige Produkte herzustellen. Gemeinsames Nähen schafft einen Raum für zwischenmenschliches Engagement. Die Gewinne aus dem Verkauf der verschiedenen Stoffprodukte werden den Teilnehmern als Gutscheine zur Verfügung gestellt, mit denen sie Sprachkurse, Nachhilfeunterricht oder kulturelle Veranstaltungen bezahlen können.

 

- Universität Göttingen - Gö2Go. Inhalt dieses Projektes ist der Schutz des Charmes und der Individualität der Stadt Göttingen durch Unterstützung der lokalen Einzelhändler mit Hilfe der so genannten Gö2Go-App. Diese App fungiert als Online-Marketing-Plattform, die den Standort kleiner und individueller Einzelhändler zeigt. Sie gibt ihnen die Möglichkeit, Gutscheine anzubieten und Veranstaltungen zu bewerben, um die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich zu ziehen und dementsprechend ihren Umsatz zu steigern. Die App wurde in Zusammenarbeit mit der lokalen Organisation "Das besondere Geschäft in der Seitenstraße" entwickelt.

Eine Reihe an Einzelhändlern haben sich bereits zur Teilnahme entschlossen. Die nächsten Schritte sind, die App weiter zu verbessern und die Anzahl der Nutzer und Einzelhändler zu erhöhen.

 

Die Ford College Community Challenge ist ein Programm des Ford Fund, das Studierende motiviert, nachhaltige Projekte zu entwickeln und zu leiten, die einem dringenden Bedürfnis der Gemeinschaft entsprechen, wie z.B. Integration, Nahrungsmittel oder Mobilität. Das Programm wurde 2008 in den USA ins Leben gerufen und lief dieses Jahr zum zwölften Mal in inzwischen elf weiteren Ländern - Brasilien, Puerto Rico, Ägypten, Deutschland, Ghana, Kenia, Mexiko, Marokko, Nigeria, Südafrika, Spanien und Großbritannien. Insgesamt hat der Ford Fund mehr als 3 Millionen Dollar an globalen Zuschüssen verteilt, um fast 200 von Studierenden geleitete soziale Projekte zu unterstützen.

 

In Deutschland lud die Ford College Community Challenge gemeinsam mit dem gemeinnützigen Partner Enactus bereits zum sechsten Mal Studierende ein, Ideen zu entwickeln. Die Teams sind aufgefordert, mit ihrem Wissen und ihrer Kreativität innovative und nachhaltige gemeinschaftsbildende Projekte zu entwickeln, die helfen, dringende lokale Bedürfnisse zu erfüllen. Seit 2016 sind so in Deutschland bereits mehr als 75.000 Euro Fördergelder an studentische Projekte geflossen.

 

"Seit sechs Jahren bin ich jedes Mal wieder beeindruckt von der Vielfalt und Professionalität der Einreichungen", freut sich Volker Ehrentraut, Diversity Manager, Ford-Werke GmbH. "Es ist wunderbar zu sehen, wie kreativ die Teams zusammenarbeiten, um eine bessere und gerechtere Welt zu schaffen. Herzlichen Glückwunsch an alle."

 

Weitere Informationen zu der Ford College Community Challenge finden Sie unter https://www.fordfund.org/education/ford-college-community-challenge .

 

Ford-Werke GmbH

 

 

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925 haben die Ford-Werke mehr als 46 Millionen Fahrzeuge produziert. 


Europäische Unternehmensförderpreise 2021: Deutsche Gewinnerprojekte ausgewählt!

 

Die zwei überzeugendsten Projekte des deutschen Vorentscheids zu den diesjährigen Europäischen Unternehmensförderpreisen (European Enterprise Promotion Awards / EEPA) stehen fest: das COMPETENZentrum für Selbständige aus Berlin und NEXT MANNHEIM.

 

(Eschborn/pm) - Die 18 Bewerbungen, die das RKW Kompetenzzentrum, das den deutschen Vorentscheid des EU-Wettbewerbs durchführt, bis zum Ende der Bewerbungsphase erhalten hatte, zeigten eine große Vielfalt an erfolgreichen und innovativen Unterstützungsmaßnahmen. In mehreren Auswahlrunden kürte die nationale Jury die zwei am besten geeigneten Initiativen für den EU-Wettbewerb:

Das vom gemeinnützigen Verein "Initiative Selbständiger Immigrantinnen" (ISI) getragene Projekt „COMPETENZentrum für Selbständige“ qualifiziert und begleitet Frauen mit Migrationserfahrung in Berlin für die berufliche Selbständigkeit. Durch kostenlose Weiterbildungsangebote werden gründungswillige und bereits selbständige Frauen internationaler Herkunft dazu befähigt, ihre Businessideen in die Tat umzusetzen und nachhaltig aufzubauen.

NEXT MANNHEIM ist ein in Deutschland einzigartiges, interdisziplinäres und international ausgerichtetes Start-up-Ökosystem mit dem Fokus auf den Bereichen kulturelle Stadtentwicklung, Kreativwirtschaft, Medizintechnologie und Female Entrepreneurship. Es verbindet eine Community mit über 300 Start-ups in acht Gründungszentren in der Region Mannheim, für die eine innovative Herangehensweise an die Herausforderungen des digitalen wirtschaftlichen Wandels, urbaner Strukturen und neuer Arbeitswelten im Vordergrund steht.

Das COMPETENZentrum für Selbständige und NEXT MANNHEIM werden nun im Finale der Europäischen Unternehmensförderpreise 2021 für Deutschland antreten.

Thomas Bareiß, Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie betonte: "Die beiden nationalen Finalisten leisten einen großartigen Beitrag für ein verbessertes Gründungsumfeld in Deutschland und nehmen wichtige gesellschaftliche Bereiche in den Blick. Das Projekt "COMPETENZentrum für Selbständige" qualifiziert Frauen mit Migrationserfahrung für die berufliche Selbständigkeit und sorgt so dafür, dass potenzielle Gründerinnen ihre eigenen Geschäftsideen umsetzen können. "NEXT MANNHEIM" verknüpft den Aufbau eines lokalen Startup-Ökosystems mit der kulturellen Stadtentwicklung und schafft durch diese einzigartige Kombination viele neue Arbeitsplätze. Ich drücke beiden inspirierenden Projekten für das europäische Finale ganz fest die Daumen."

Prof. Dr. Simone Chlosta, Leiterin des Fachbereichs Gründung im RKW Kompetenzzentrum: „Die Europäischen Unternehmensförderpreise würdigen Jahr für Jahr die besten Maßnahmen zur Unterstützung von Gründungen und mittelständischen Unternehmen. Mit „NEXT MANNHEIM und dem COMPETENZentrum für Selbständige kann sich Deutschland wieder einmal auf dem internationalen Parkett sehen lassen. Wir wünschen viel Erfolg für die Preisverleihung auf der SME Assembly im November!“

Mit den European Enterprise Promotion Awards (EEPA) zeichnet die Europäische Kommission seit 2006 jährlich Behörden, Wirtschafts- und Bildungseinrichtungen sowie öffentlich-private Partnerschaften aus, die sich der Förderung von Unternehmergeist und Unternehmertum verschrieben haben. Ausgelobt wird der Wettbewerb in den Mitgliedstaaten der EU sowie in den assoziierten Ländern des COSME-Programms. Die Gewinnerprojekte der European Enterprise Promotion Awards 2021 werden am 16. November im Zuge der SME Assembly der Europäischen Kommission in Portoroz, Slowenien, verkündet.

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb unter www.eepa-deutschland.de.

Eine kurze Beschreibung der deutschen TOP 10-Projekte der Wettbewerbsrunde 2021 ist im Anhang enthalten.

Social Media: 

https://www.facebook.com/EUunternehmensfoerderpreise 

https://twitter.com/rkw_experten  

http://blogs.ec.europa.eu/promotingenterprise/

https://www.facebook.com/PromotingEnterprise/

https://twitter.com/EEPA_eu

 

 

Über das RKW Kompetenzzentrum
Das RKW Kompetenzzentrum ist ein gemeinnütziger und neutraler Impuls- und Ratgeber für den deutschen Mittelstand. Sein Angebot richtet sich an Menschen, die ihr etabliertes Unternehmen weiterentwickeln, ebenso wie an jene, die mit eigenen Ideen und Tatkraft ein neues Unternehmen aufbauen wollen. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen für Zukunftsthemen zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu entwickeln, zu erhalten und zu steigern, Strukturen und Geschäftsfelder anzupassen und Beschäftigung zu sichern. Zu den Schwerpunkten „Gründung“, „Fachkräftesicherung“ und „Innovation“ bietet das RKW Kompetenzzentrum praxisnahe und branchenübergreifende Lösungen und Handlungsempfehlungen für aktuelle und zukünftige betriebliche Herausforderungen. Bei der Verbreitung der Ergebnisse vor Ort arbeitet das Kompetenzzentrum mit Sitz in Eschborn eng mit den Expertinnen und Experten in den RKW Landesorganisationen zusammen. Das RKW Kompetenzzentrum wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. 
Weitere Informationen: www.rkw-kompetenzzentrum.de


ERF Medien feiert Rohbaueinweihung des neuen Medienhauses

Foto: erf
Foto: erf

 

(Wetzlar/ERF Medien) - Heute feiert ERF Medien die Fertigstellung des Rohbaus des neuen Medienhauses am Berliner Ring 62. „Dieses neue Medienhaus ist eine Werkbank Gottes. Eine Plattform für Inspiration und Innovation in der christlichen Medienarbeit, ein Raum für die Medienmacher und Medienwerkzeuge von heute und für die der nächsten Generation. Wir wünschen uns, dass diese Werkbank über die nächsten Jahrzehnte dazu beitragen wird, der Botschaft von der Liebe Gottes Stimme und Gesicht zu verleihen.“, so der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien Dr. Jörg Dechert.
 
Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Zeremonie im kleinen Kreis durchgeführt und live über das Internet sowie die sozialen Medien übertragen. Neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Jürgen von Hagen nahmen der Vorstandsvorsitzende Dr. Jörg Dechert und der geschäftsführende Vorstand Christian Kolb, der Wetzlarer Oberbürgermeister Manfred Wagner und Generalunternehmer Sebastian Quast vor Ort teil. Die Gäste aus Baubeteiligten, Planern, Mitgliedern des ERF Trägervereins und der ERF Mitarbeiterschaft nahmen virtuell an dem Event teil.
 
Christian Kolb: „Es tut gut, so viele Freunde und Ermöglicher an unserer Seite zu wissen, die uns durch ihr Interesse, durch ihre guten Wünsche, Gebete und ihr Mittragen begleiten. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Partner an unserer Seite zu wissen, die sich in unterschiedlichsten Zusammenhängen einbringen, ist ein Segen. Wir sind zuversichtlich, auch die im Rahmen des Finanzplanes noch benötigten 3,3 Mio. € an Spenden zu bekommen, denn mehr als 15.000 Menschen haben sich bereits an diesem Projekt beteiligt.“
 
Der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Jürgen von Hagen in seiner Rede: „Es ist eine große Freude, heute den Rohbau unseres neuen ERF Gebäudes einweihen zu dürfen. Es ist nur wenige Jahre her, da hätten wir von einem solch großen Bauvorhaben nicht zu träumen gewagt. … Der Dank dafür gilt zuerst unserem guten und gütigen Gott. Er hat uns während des Baus vor Krankheit, Unfällen und vor bösen Überraschungen bewahrt und auch die Herzen unserer Spender bewegt, so dass die Finanzierung sich weiter gut entwickelt hat. Die Arbeit des ERF soll sein gutes Wort weiterverbreiten, ihn loben und ehren, Menschen zu ihm führen und Menschen dabei helfen, mit ihm zu leben. Dafür bauen wir und vertrauen darauf, dass mit Gottes Hilfe der Bau vollendet werden wird.“
 
Der Wetzlarer Oberbürgermeister Manfred Wagner in seinem Grußwort: „Drei Dinge sind bei einem Gebäude zu beachten: dass es am rechten Fleck stehe, dass es wohl gegründet, dass es vollkommen ausgeführt sei.“ So hat es Johann Wolfgang von Goethe einmal formuliert. Ich bin mir sicher, dass der Neubau des ERF diese Anforderungen bestens erfüllt.“
 
Die zahlreichen Segens-, Glückwünsche und Grußworte übermittelten die digital Teilnehmenden via Online-Plattform. Weitere Einblicke in das aktuelle Geschehen rund den Neubau des Medienhauses gibt heute es im Programm von ERF Plus
 
Weitere Informationen zum Bau und zur Rohbaueinweihung unter www.erf.de/bauprojekt  


Zum Karlsruher Wissenschaftsfestival EFFEKTE steuert das KIT eine Woche voller Wissenschaft bei – Digitale und hybride Angebote für alle Altersgruppen

7 Tage – 7 Fragen – 7 Formate

7 Tage voller Wissenschaft: Mit abwechslungsreichen und partizipativen Online- und Hybridangeboten beteiligt sich das KIT am Karlsruher Wissenschaftsfestival EFFEKTE (Bild: Christine Heinrich)
7 Tage voller Wissenschaft: Mit abwechslungsreichen und partizipativen Online- und Hybridangeboten beteiligt sich das KIT am Karlsruher Wissenschaftsfestival EFFEKTE (Bild: Christine Heinrich)

 

(Karlsruhe/pm) - Ein Tag der offenen Tür mit tausenden Besucherinnen und Besuchern? In Pandemiezeiten leider unmöglich. Eingebettet in das Wissenschaftsfestival EFFEKTE bietet das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) deshalb vom 12. bis 18. Juni mit einem vielfältigen Online-Programm Interessierten jeder Altersgruppe an sieben Tagen zu sieben Fragen in sieben Formaten spannende Einblicke in die Welt von Forschung, Lehre und Innovation. Die auf einem Webportal gebündelten Online-Angebote von „KIT21“ werden von ausgesuchten hybriden Veranstaltungen ergänzt, darunter zum Auftakt am 12. Juni eine Talkrunde zum Klimaschutz vor dem Triangel Open Space am Kronenplatz.

„Wir freuen uns sehr darauf, das KIT allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine ganze Woche lang kompakt und unterhaltsam näher zu bringen“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „In einer Situation, in der große Publikumsveranstaltungen nicht möglich sind, machen unsere digitalen und hybriden Wissens- und Informationsangebote die Vielfalt und die Dynamik der Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft dennoch erfahrbar – und zugleich die Ernsthaftigkeit, mit der wir uns den globalen Herausforderungen stellen.“    

 

Wissenschaftsfestival EFFEKTE

Auf der EFFEKTE-Bühne am Kronenplatz eröffnen Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka, sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter der Karlsruher Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen am Samstag, den 12. Juni, um 14 Uhr das Karlsruher Wissenschaftsfestival. Pandemiebedingt umfasst das EFFEKTE-Programm dieses Jahres zahlreiche digitale Angebote, aber auch Veranstaltungen und Aktionen an zentralen Orten der Innenstadt.

 

Wissen aus erster Hand, digital frei Haus  

An jedem der sieben KIT21-Tage stehen eine Leitfrage und ein Highlight-Format im Blickpunkt des vom Veranstaltungsmanagement des KIT organisierten Programms. Ob spielerisch in einem digitalen Escape Room („Wie macht Mathe Spaß?“) oder kurz und bündig in einer gestreamten Lunch Lecture („Haben wir die Energiewende bald geschafft?“), ob diskussionsorientiert in einer Clubhouse-Runde („Wie wird Robotik unser Leben verändern?“) oder bei einer teilautonom gesteuerten Testfahrt („Brauchen wir in Zukunft keinen Führerschein mehr?“) – die abwechslungsreich und unterhaltsam aufbereiteten, in Zusammenarbeit mit den acht KIT-Zentren entwickelten Themen zeichnen sich durch gesellschaftliche Relevanz ebenso aus, wie sie auf die strategischen Forschungsfelder des KIT verweisen.  

 

Hybrid-Events auf der Freiluftbühne  

Zwei Formate der „7 Tage“ können – nach Anmeldung auf dem KIT21-Portal – nicht nur im Internet-Stream, sondern auch vor Ort verfolgt werden: Am 12. Juni um 15 Uhr fragt der „Klimatalk KARLA“ auf der EFFEKTE-Bühne vor dem Triangel Open Space am Kronenplatz, wie Karlsruhe klimaneutral werden kann. Eingeladen sind Akteure des Karlsruher Reallabors Nachhaltiger Klimaschutz (KARLA), welches unter anderem vom KIT und der Stadt Karlsruhe betrieben wird. Am 16. Juni wird es – an gleicher Stelle ab 17 Uhr – kompetitiv: Im „Falling Walls Lab Karlsruhe“ treten Studierende, Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie junge Entrepreneure an, eine Jury und das Publikum in drei Minuten für ihre Ideen zu begeistern.  

 

Mitmachangebote für Groß und Klein

Darüber hinaus bietet KIT21 zahlreiche digitale Mitmachangebote für Groß und Klein, in denen die tägliche Leitfrage vertieft und zu eigenem Tun angeregt wird. Für die Workshops anmelden können sich Kita-Gruppen, Schulklassen und Einzelpersonen jeden Alters. Am Freitag, den 18. Juni ist sogar das Highlight-Format des Tages ein Mitmachangebot: In einem „Student Science Café“ gehen Schülerinnen und Schülern der Frage nach, welche Materialien in Zukunft unser Leben prägen.

 

Campus Challenge

Ein die sieben Tage begleitendes, zugleich ebenfalls hybrides Spiel- und Wissensangebot ist die „Campus Challenge“: Vor dem fiktiven Szenario eines Blackouts unternehmen die Spielerinnen und Spieler hier per App eine Rallye über den Campus Süd des KIT, um unterschiedliche Stromquellen durch das Lösen von Aufgaben wieder neu zu aktivieren.


Portal KIT21: www.kit.edu/kit21

 

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 23 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.


ERF Medien navigiert erfolgreich durch die Pandemie

(Wetzlar/ERF Medien) - Das Jahr 2020 stand auch für ERF Medien unter dem Einfluss der Covid-19 Pandemie. „Die gute Nachricht ist: Es gab und gibt neben dem ‘Dauerthema Corona‘ in dieser Welt eine allzeit verlässliche Konstante, die sich auch von einem Virus nicht unterbrechen oder verändern lässt: Die Anwesenheit und Zugewandtheit Gottes“, so der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien Dr. Jörg Dechert bei der Mitgliederversammlung am 7. Juni. Dechert stellte dem Trägerverein dabei den Jahresbericht 2020 sowie die Jahresziele und Projekte 2021 zur weiteren Umsetzung der Strategie bis 2025 vor. Die Mitglieder des ERF Vereins kamen aufgrund der Corona-Pandemie digital per Online-Videokonferenz zusammen.
 
Dankbarkeit bestimmte den Blick des Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Prof. Dr. Jürgen von Hagen (Bad Honnef bei Bonn): „Das Jahr 2020 war von drei großen Ereignissen geprägt. Wir haben unter Corona-Bedingungen den Grundstein für unser neues Medienhaus gelegt, Thomas Woschnitzok in den Ruhestand verabschiedet und seinen Nachfolger Christian Kolb begrüßt. Und wir mussten Abschied nehmen von Horst Marquardt, unserem langjährigen Wegbereiter und -begleiter. Der Aufsichtsrat ist sehr froh und dankbar für die großartige Unterstützung, die dem ERF widerfährt. Wir beten darum, dass Gott sein Werk weiter segnen und in Krisenzeiten als Sinnstifter gebrauchen wird.“
 
Die Corona-Pandemie habe wie jede Krise neue Chancen eröffnet. Kommunikation, Zusammenarbeit und Arbeitszeiteinteilung seien in vielen Teams innerhalb weniger Monate deutlich ortsungebundener, schneller, flexibler und transparenter geworden. Die schnelle Ausrichtung auf die neue Situation, digitale Angebote und Formate war gefragt. Dr. Jörg Dechert: „In einer Phase, in der viele Kirchengemeinden und christliche Gemeinschaften noch damit gerungen haben, Angebote zu medialisieren und zu digitalisieren, war ERF Medien für viele Menschen eine geistliche Tankstelle.“ Ein Wachstum sei in den Rückmeldungen geistlicher Wirkungen zu verzeichnen. Rund 4.000 Menschen hätten berichtet, dass sie durch ein ERF Medienangebot ermutigt, getröstet oder geistlich berührt worden seien. Dies sei eine Steigerung von 55 % zum Vorjahr.
 
Dabei wolle man in Deutschland weiterhin eine Stimme der Mitte sein, um Besonnenheit, Barmherzigkeit und Hoffnung in unserer Gesellschaft zu stärken. Dechert erklärte, es müsse auch über die Corona-Pandemie hinaus eine wichtige Positionierung von ERF Medien sein, „nicht die Fliehkräfte in unseren Kirchen und Gemeinden zu bedienen, sondern die Zentralkräfte zu stärken und die beste Botschaft aller Zeiten attraktiv und freiheitlich zu kommunizieren.“
 
Darüber hinaus sei die das internationale Engagements von „ERF Global Hope“ vor allem für Menschen existenziell, die nicht nur in der Krise lebten, sondern im Krieg. In Ländern wie Jemen oder Syrien unterstütze ERF Medien daher weiterhin gezielt Partnerorganisationen wie Trans World Radio, um in Krisengebieten Hoffnung zu verbreiten.
 
Die proaktive Nutzung digitaler Chancen zeige sich deutlich in den Investitionen in entsprechende Infrastruktur und der Projektliste des Jahres 2020, die nach dem Neubau viele aufwändige IT-Projekte umfasse. Aufgrund einer DSGVO-bedingten Einschränkung des bisherigen Messverfahrens waren die Reichweiten über alle ERF Medienangebote im Jahr 2020 weitgehend nicht vergleichbar zum Vorjahr zu ermitteln. Seit Januar 2021 greift ein neues Messverfahren, die ersten Auswirkungen ließen im Rückblick ein reales Reichweitenwachstum im Jahr 2020 vermuten, erläuterte Dechert.
 
In Zusammenarbeit mit einer Kommunikationsagentur sei 2020 das neue Erscheinungsbild weiter ausgearbeitet worden. Der Relaunch Termin für das neue Corporate Design von ERF Medien ist am 22. Juni 2021.
 
Im Bereich der Spendeneinnahmen sei die Entwicklung stabil mit rund 15,1 Mio € (1,5 Mio € weniger als im Vorjahr). „Am Ende eines von Corona geprägten Jahres mit all seinen Herausforderungen sind wir sehr dankbar für die eingegangenen Spenden in Höhe von 15,1 Mio € und einem Jahresüberschuss von 281 T€. Wir schätzen uns glücklich, dass unsere Freunde auch in schwierigen Zeiten an unserer Seite sind und die Medienarbeit finanziell ermöglichen. Wir sind Gott dankbar für dieses erfreuliche Ergebnis“ so der geschäftsführende Vorstand Christian Kolb. In wirtschaftlicher Hinsicht sei 2020 ein gutes Jahr gewesen.
 
Im Verlauf der Online-Mitgliederversammlung wurden acht neue Mitglieder den ERF Verein aufgenommen: Daniel Böcking (Berlin), Sin Dierks (Dietzhölztal), Christoph Dümmen (Hannover), Angelika Eckstein (Dettenhausen), Katharina Haubold (Soest), Fred Jung (Kirchheimbolanden), Heiko Linke (Dallgow-Döberitz), Sebastian Schöps (Heimsheim)
 
Geehrt wurden langjährige Vereinsmitglieder. Es engagiert sich seit 50 Jahren Peter Strauch (Wetter, Ruhr). Wolfgang Baake (Wetzlar) und Helmut Matthies (Brandenburg an der Havel) sind 35 Jahre Mitglied im Trägerverein. Jürgen Spieß (Marburg) und Christoph Morgner (Garbsen) sind 30 Jahre aktive Mitglieder. 25 Jahre beteiligen sich Bärbel Wilde (Lüdenscheid), Bernhard Berends (Filsum), Ulrike Bohni-Leutert (Bad Soden) und Frank Schilling (Hamburg) an der Arbeit von ERF Medien e. V.
 
 
Weitere Informationen unter www.erf.de/jahresbericht

 

 


Neue Stiftungsprofessur an der Universität Hohenheim | Forschungsschwerpunkt: Erfolgsfaktoren nachhaltiger Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion

Nachhaltig die Welt ernähren: Robert Bosch Juniorprofessur 2021 für Dr. Verena Seufert

Dr. Verena Seufert nimmt Arbeit an neuem Fachgebiet „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ auf. Video-Portrait auf Youtube verfügbar. Bild: Robert Bosch Stiftung / traube47
Dr. Verena Seufert nimmt Arbeit an neuem Fachgebiet „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ auf. Video-Portrait auf Youtube verfügbar. Bild: Robert Bosch Stiftung / traube47

(Stuttgart/pm) - Die Geographin Dr. Verena Seufert erhält die Robert Bosch Juniorprofessur „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ 2021. Seit Monatsbeginn untersucht sie an der Universität Hohenheim in Stuttgart, wie die weltweite Nahrungsmittelproduktion durch nachhaltige Landwirtschaft gleichzeitig umwelt- und sozialverträglicher werden kann. Die Robert Bosch Stiftung GmbH stellt für das Forschungsprojekt über fünf Jahre eine Million Euro zur Verfügung. Ein Video-Portrait von Dr. Verena Seufert ist auf Youtube verfügbar unter: https://youtu.be/Cz6bVnZEyLw
 

Erfolgsfaktoren nachhaltiger Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion identifizieren

Das weltweite Ernährungssystem steht unter Druck. Bauern und Agrarbetriebe müssen für eine wachsende Bevölkerung Nahrungsmittel produzieren. Mit der intensiven Landwirtschaft steigt die Umweltbelastung: Treibhausgasemissionen beschleunigen den Klimawandel, die Biodiversität geht zurück, Wasser und fruchtbarer Boden werden knapp. Im Zentrum der Forschung von Verena Seufert steht die Frage, wie das gesamte System der Nahrungsmittelproduktion nachhaltiger werden kann. „Wir müssen nachhaltige Wege zur Produktion von Lebensmitteln finden, damit wir langfristig alle Menschen auf dieser Erde ernähren können,“ sagt Seufert.

Lokal erfolgreiche Ansätze auf andere Regionen übertragen

Die Juniorprofessorin wird Regionen in Indien und Mexiko in den Fokus nehmen, in denen es auch bei klimatischen Schwankungen gelingt, gute landwirtschaftliche Erträge zu erzielen – ohne die Biodiversität zu beeinträchtigen oder natürliche Ressourcen aufzubrauchen. Ziel ist es, die Erkenntnisse aus lokal erfolgreichen Systemen auf andere Regionen oder Kontexte übertragbar zu machen und dadurch zu einer Transformation der globalen landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion hin zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen.

Zur Person

Verena Seufert studierte Biologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und schrieb ihre Diplomarbeit am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) über die Rolle von Stickstoff für die Produktivität von Pflanzen. An der McGill University in Kanada promovierte sie in Geographie über den Beitrag biologischer Landwirtschaft zur globalen Ernährungssicherung. Im Anschluss arbeitete Seufert als Postdoktorandin an der University of British Columbia in Vancouver und am Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Karlsruhe Institute of Technology (KIT). Zuletzt forschte sie als Assistenzprofessorin zu Landnutzung und Dynamiken des Ernährungssystems am Institut für Umweltwissenschaften der Vrije Universität in Amsterdam.

Die Robert Bosch Juniorprofessur „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“

Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält für den Zeitraum von fünf Jahren eine Million Euro, um eine eigenständige Forschergruppe an einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung aufzubauen. Das Forschungsvorhaben muss im Bereich der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen angesiedelt und anwendungsorientiert sein. Die Erkenntnisse aus der Forschung sollen einen Beitrag zu den Zielen nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen leisten. Seit 2006 wurden insgesamt 15 Robert Bosch Juniorprofessuren „Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen“ in verschiedenen Wissenschaftsgebieten, darunter Naturwissenschaften, Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurswissenschaften, vergeben.

Über die Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung GmbH gehört zu den großen, unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. Sie arbeitet in den Fördergebieten Gesundheit, Bildung und Globale Fragen. Mit ihrer gemeinnützigen Tätigkeit trägt sie zur Entwicklung tragfähiger Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen bei. Dazu setzt sie eigene Projekte um, geht Allianzen mit Partnern ein und fördert Initiativen Dritter. Seit ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch Stiftung rund 1,9 Milliarden Euro für ihre gemeinnützige Arbeit ausgegeben.

Über die Universität Hohenheim

Die Universität Hohenheim ist die älteste Universität Stuttgarts. Gegründet 1818 als Antwort auf verheerende Hungersnöte fühlt sich die Universität Hohenheim neben intensiver Grundlagenforschung immer auch der Tradition verpflichtet, innovative Lösungen für drängende gesellschaftliche Probleme zu entwickeln.
 
Heute ist die Universität Hohenheim Deutschlands Nr. 1 in Agrarforschung und Food Sciences, sowie stark und einzigartig in Natur-, Wirtschafts-, Sozial-, und Kommunikationswissenschaften. Den rund 9.000 Studierenden und bietet sie fast 40 Studiengänge an.

Ein gemeinsamer Schwerpunkt in Forschung und Lehre aller Fächer ist die Bioökonomie. Dabei handelt es sich um die Wirtschaftsweise der Zukunft, mit neuen Produkten und neuen Produktionsverfahren, deren Rohstoffe von Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen stammen.

 

 

Weitere Informationen
Robert Bosch Stiftung
Video-Portrait


Digitales Koch-Event für den guten Zweck

Unternehmer und Star-Köchin Cornelia Poletto sammeln 60.000 Euro für benachteiligte Kinder und Jugendliche

Kochen für den guten Zweck: (v.l.n.r.) Christoph Gröner, Rüdiger Grube, Cornelia Poletto. Foto: Wirtschaft kann Kinder
Kochen für den guten Zweck: (v.l.n.r.) Christoph Gröner, Rüdiger Grube, Cornelia Poletto. Foto: Wirtschaft kann Kinder

 

(Berlin/pm) - Ran an die Töpfe – und vor die Web-Cam! Angeleitet von der Hamburger Star-Köchin Cornelia Poletto wagten sich Unternehmer für den Verein „Wirtschaft kann Kinder" an den Herd – und zwar digital!

Im Rahmen eines Live-Cooking-Events kochten Unternehmer wie Ex-Bahn-Chef Rüdiger Grube und Christoph Gröner, Vorstand der Gröner Group, gemeinsam mit mehr als 30 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei wurde nicht nur fleißig gekocht, sondern vor allem großzügig gespendet: Insgesamt kamen 60.000 Euro zusammen. Der durch das Event erzielte Erlös geht zu 100 Prozent an den Verein „Wirtschaft kann Kinder" und kommt damit benachteiligten Kindern und Jugendlichen in ganz Deutschland zugute. Ziel des Vereins ist es, Chancengerechtigkeit zu fördern und jungen Menschen, die es im Leben nicht leicht haben, Perspektiven zu eröffnen.

„Wirtschaft kann Kinder ist ein Verein mit einem wichtigen Anliegen und setzt sich großartig für Kinder und Jugendliche ein, die es im Leben nicht leicht haben", sagt Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender von „Wirtschaft kann Kinder". „Kinder und Jugendliche haben leider viel zu oft keine Lobby – gerade während der Pandemie hat sich dies deutlich gezeigt. Sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen fehlt oft der Zugang zu einer guten technischen Ausstattung für Homeschooling, auch die Unterstützung der Eltern ist in diesem Zusammenhang in vielen Fällen nicht vorhanden oder nicht ausreichend. Auch hat sich durch den Lockdown das Problem der häuslichen Gewalt an viele Stellen verschärft, manche Kinder sind vielleicht sogar von zuhause weggelaufen und leben nun auf der Straße oder in Einrichtungen. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen dringend unsere Unterstützung und wir wollen einen Teil dazu beitragen. Ich danke daher allen Teilnehmern unseres Events und freue mich über die hohe Spendenbereitschaft."

Rüdiger Grube, stellvertretender Vorstand des Vereins „Wirtschaft kann Kinder" ergänzt: „Es ist unser großes Ziel, benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu Chancen, aber auch zu Freude im Alltag zu verhelfen. Das Live-Cooking-Event mit meiner Frau Cornelia hat wegen seines besonderen Formats einen nicht alltäglichen Beitrag geleistet, der in vollem Umfang den jungen Menschen zugute kommt."

 

Auch für Star-Köchin Cornelia Poletto war das Live-Cooking-Event ein voller Erfolg: „Den guten Zweck mit Genuss zu verbinden, ist ganz nach meinem Geschmack. Erst recht, wenn das gemeinsam gekochte Menü dann auch noch mit so einer großartigen Summe garniert wird!"

 

Besuchen Sie den Verein „Wirtschaft kann Kinder" im Netz:

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Homepage „Wirtschaft kann Kinder"

 

Über Wirtschaft kann Kinder e. V. 

 

Der Verein „Wirtschaft kann Kinder" wurde im Februar 2020 gegründet. Den Vorstand bilden Prof. Dr. Rüdiger Grube und Christoph Gröner gemeinsam. „Wirtschaft kann Kinder e.V." wird künftig als Dachverband fungieren, um andere Stiftungen, Vereine und gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Eines der Hauptziele des Vereins ist es, Chancengerechtigkeit für alle Kinder in Deutschland zu fördern, gleich wo oder wie sie aufwachsen. Der familiäre oder finanzielle Hintergrund von Kindern hat immer noch große Auswirkung auf ihren Werdegang. Diesem Umstand soll durch engagierte Unternehmer entgegengewirkt werden, deren Ziel es ist, gemeinsam, als Menschen, Bürger und Unternehmer, in die Zukunft Deutschlands zu investieren und damit den Namen des Vereins Wirklichkeit werden zu lassen: Wirtschaft kann Kinder!


Aktion Arbeit spendet 4.000 Euro an ökumenische Arbeitsloseninitiative Vallendar

Gut begleitet durch die Schulzeit

Andrea Steyven von der Aktion Arbeit (Mitte) im Gespräch mit der Sozialarbeiterin Laura Steffen und dem Vereinsvorsitzenden der ökumenischen Arbeitsloseninitiative Vallendar, Wilfried Münz. Foto: Julia Fröder

 

(Vallendar/bt) – Ein guter Schulabschluss bietet in der Regel auch gute Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt. Aber was tun, wenn das Lernen schwerfällt? Die ökumenische Arbeitsloseninitiative in Vallendar hilft Schülerinnen und Schülern seit Jahrzehnten mit dem Projekt „Lernbegleitung“. Die Aktion Arbeit im Bistum Trier unterstützt den Verein jetzt mit 4000 Euro.

Elf ehrenamtliche Personen begleiten bis zu 22 Jugendliche, hauptsächlich aus den Realschulen in der Umgebung, an zwei Wochentagen im evangelischen Gemeindezentrum in Vallendar. Die Schülerinnen und Schüler nehmen das Eins-zu-Eins-Angebot in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch gerne wahr. Die Ehrenamtlichen, die sich oft bereits im Rentenalter befinden, geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit Freude weiter. „Zum Teil sind es Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Personen aus mathematischen Berufen. Eine Muttersprachlerin hilft beim Englischlernen“, berichtet die Sozialarbeiterin Laura Steffen, die seit etwa sechs Jahren die Lernbegleitung zwischen Schülern, Eltern, Schule und ehrenamtlichen Lernpatinnen und Lernpaten in Teilzeit koordiniert. Ihre Arbeitsstelle wird vom Verein der ökumenischen Arbeitsloseninitiative getragen. Laura Steffen setzt sich auch für weitere Angebote im Kinder- Jugend- und Seniorenbereich ein.

„Das Ziel ist seit Jahrzehnten, durch die Lernhilfe einen besseren oder überhaupt einen Schulabschluss zu schaffen“, betont der Vereinsvorsitzende Wilfried Münz. Darüber hinaus gibt es Unterstützung beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen und Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche. Und das Konzept geht auf: Die Sozialarbeiterin erinnert sich an keinen Schulabbruch in den vergangenen sechs Jahren. Das liegt auch daran, dass Laura Steffen eng mit den Schulsozialarbeitern, der Jugendarbeit und dem örtlichen Flüchtlingskoordinator zusammenarbeitet.

Doch durch die Pandemie hat sich auch in der Lernbegleitung viel geändert. Die analoge Betreuung musste ausfallen. Laura Steffen bot zwar ein digitales Format an, aber das ersetze nicht den persönlichen Kontakt. Daher ist sie stolz, dass sie trotzdem den Kontakt zu allen halten konnte. Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit im Bistum Trier, weiß, dass Kontinuität und persönlicher Kontakt wichtig für Jugendliche sind, die schulische oder berufliche Probleme haben. „Das hat unsere Kampagne ‚TAFF‘ klar herausgearbeitet“. TAFF steht für „Talente flexibel fördern“ und ist ein Programm der Aktion Arbeit, das insbesondere Projekte für junge Menschen mit speziellem Förderungsbedarf auf dem Weg von der Schule über die Ausbildung in eine feste Anstellung im Blick hat. Projekte wie die Lernbegleitung in Vallendar seien sehr wichtig, „gerade durch die veränderten Bedingungen der Corona-Pandemie. Da werden viele abgehängt“, begründet Andrea Steyven die Entscheidung, dass die Aktion Arbeit die Initiative finanziell unterstützt. „Hier erfahren Jugendliche eine persönliche Aufmerksamkeit, die sie ansonsten kaum bekommen“, ergänzt sie und betont, „Die Teilhabe an der Gesellschaft ist wichtig, und das geschieht auch durch eine Arbeitsstelle“.

Die ökumenische Arbeitsloseninitiative finanziert sich ausschließlich durch Spenden von Privatpersonen, Kollekten der beiden Kirchengemeinden vor Ort und Zuschüssen der kommunalen Gemeinde oder eben durch Organisationen wie die Aktion Arbeit. Die evangelische Gemeinde stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung.

 

Grundanliegen der Aktion Arbeit ist es, Menschen beim Einstieg bzw. Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen. Die Aktion Arbeit finanziert sich durch Spendengelder. Weitere Informationen gibt es auf www.aktion-arbeit.de oder bei Andrea Steyven unter Tel.: 0651-7105-144. Näheres zur ökumenischen Arbeitsloseninitiative gibt es unter Tel.: 0261-64999 oder per E-Mail an oekumenische-initiative(at)web.de. Auch Interessierte an einer ehrenamtlichen Lernpatenschaft können sich dort gerne melden.


50 Millionen Euro Investment für elektrische Fahrzeuge zur gemeinsamen Nutzung gesichert

Der niederländische Sharing-Dienst GO Sharing startet in Deutschland

Die Elektroroller von GO Sharing im Einsatz in Saarbrücken (Credit: GO Sharing)
Die Elektroroller von GO Sharing im Einsatz in Saarbrücken (Credit: GO Sharing)

(Saarbrücken/pm) – GO Sharing bietet nachhaltige Mobilität auf Sharing-Basis und wird in Kürze mehrere tausend E-Mopeds zur gemeinsamen Nutzung in deutschen Großstädten platzieren. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Einstellung der Öffentlichkeit zur Mobilität grundlegend zu ändern – vom Eigentum zur nachhaltigen Nutzung nach Bedarf. Die Flotte von GO Sharing ist zu 100 Prozent elektrisch.

 

Das niederländische Scale-up GO Sharing wurde Ende 2019 gegründet und verfügt nun bereits über 5.000 elektrische Shared-Mopeds in mehr als 30 Städten. Der Mobilitätsanbieter ist nicht nur in den Niederlanden aktiv: Anfang April begann GO Sharing seine internationale Expansion in Österreich (Wien) und startete Ende des Monats auch in Belgien (Antwerpen). Nun weitet GO Sharing seinen Aktionsradius auf Deutschland aus - für die Nachhaltigkeits-Mission des Unternehmen stellt der Standort ein entscheidendes  Bindeglied zum Rest Europas dar.

 

"Unser Hauptquartier schlagen wir in meiner Heimatstadt Saarbrücken auf, wollen künftig aber in ganz Deutschland nachhaltige Mobilität anbieten", erklärte Ousmane Nguer, Germany Manager von GO Sharing. "Saarbrücken ist der ideale Startpunkt für den Rollout. Die E-Mopeds meines Start-ups TRIBe wurden hier so gut angenommen, dass GO Sharing sie nun an Bord holt und den Service ausweitet."

 

Das Sharing-Angebot wird in Saarbrücken und anderen deutschen Städten zunächst ausschließlich E-Mopeds umfassen. Die Elektroroller sind an der grünen Farbe erkennbar, rund um die Uhr verfügbar und laufen bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 45km/h. Die Batterien der Fahrzeuge werden mit Strom aus erneuerbaren Quellen aufgeladen. Alle Personen mit Führerschein und der GO-Sharing-App auf ihrem Smartphone können die E-Mopeds nutzen. Die Fahrzeuge sind mit zwei Helmen ausgestattet, die regelmäßig gereinigt werden, während GO-Sharing-Mitarbeiter die Batterien tauschen.

 

50 Millionen Euro Investment

Vor Kurzem sicherte sich GO Sharing ein Investment in der Höhe von 50 Millionen Euro, mit dem das Unternehmen nicht nur international expandieren, sondern auch sein Angebot an elektrischen Verkehrsmitteln multimodal ausbauen möchte. Neben E-Mopeds wird GO Sharing in naher Zukunft auch elektrische Autos und E-Bikes zur gemeinsamen Nutzung anbieten. Damit will das Unternehmen sämtliche Nah- und Fernverbindungen abdecken, um die Nutzer vom persönlichen Fahrzeugbesitz unabhängig zu machen und den Wandel zur gemeinsamen, bedarfsorientierten Nutzung zu erleichtern.

 

"Unser Motto lautet: 'Ein grüner und mobiler Planet für alle'", erklärt Raymon Pouwels, CEO von GO Sharing. "Indem wir elektrische Sharing-Fahrzeuge als nachhaltige Lösung anbieten, können wir gemeinsam mit der GO Community Kohlenstoffemissionen und Verkehrsstaus in Deutschland reduzieren und den Zuwachs an Parkplätzen eindämmen. Damit tragen die Nutzer nicht nur zu einer besseren Umwelt bei, sondern sparen auch Geld: Die Kosten der Fahrzeughaltung fallen weg, man zahlt also nur für die tatsächliche Fahrzeit. Der Minutenpreis liegt zwischen 23 und 29 Cent – kauft man ein größeres Paket an Fahrminuten, sinkt damit der Fahrpreis pro Minute. Wir sind stolz darauf, mit unseren gemeinsam genutzten E-Mopeds in Deutschland starten zu können, einem Land, in dem wir großes Potential für nachhaltige, geteilte Mobilität sehen."

 

GO Sharing App Store: https://apps.apple.com/us/app/go-sharing/id1477465763?ls=1

 

GO Sharing Play Store: https://play.google.com/store/apps/details?id=nl.gosharing.gourban.app

 

Über GO Sharing

Das niederländische Scale-up GO Sharing wurde 2019 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Einstellung der Öffentlichkeit zur persönlichen Mobilität zu verändern. Um Transportmittel zugänglicher und nachhaltiger zu machen, zugleich aber ihre allgegenwärtige Präsenz zu mindern, muss das traditionelle Modell der Fahrzeughaltung einem nachhaltigen, gemeinsamen Zugang für alle Platz machen. Weltweit.

 

GO Sharing ist derzeit in den Niederlanden, Belgien (Antwerpen) und Österreich (Wien) mit einer Flotte von über 5.000 E-Mopeds aktiv. Die Fahrzeuge sind zu 100 Prozent elektrisch und werden mit nachhaltiger Energie betrieben.

 

 


Erfolgreiche Spendenaktion

eismann verschenkt 1.000 Apfelbäume an Kitas

Elmar Westermeyer und die Leiterin_Kita_Kunterbunt" in_Delbrueck Maria Pottmeier. Foto: eismann
Elmar Westermeyer und die Leiterin_Kita_Kunterbunt" in_Delbrueck Maria Pottmeier. Foto: eismann

(Mettmann/pm) - eismann plant, in diesem Jahr mindestens 10.000 Bäume zu pflanzen. Die ersten 1.000 Bäume davon wurden Ende März an Kitas ausgeliefert, die an der Apfelbaum-Aktion des Tiefkühl-Spezialisten eismann teilgenommen haben. Bis Ende März versendete eismann die Viertelstamm-Apfelbäume der Sorte "Elstar" per Post an diese Einrichtungen. In zahlreichen Kitas haben die Kinder samt Erzieher die Bäumchen bereits gepflanzt - unter anderem auch in der Kita Kunterbunt. Dort ließ es sich eismann-Geschäftsführer Elmar Westermeyer in seiner Heimatstadt Delbrück nicht nehmen, bei der Einpflanzung persönlich dabei zu sein.

Der Lebensmittel-Lieferdienst setzt mit seiner Spendenaktion "Apfelbäume für KITAs" ein Zeichen für Nachhaltigkeit und möchte Kinder für die Natur sensibilisieren.

 

"Wir haben viele Danke-E-Mails von den Einrichtungen erhalten. Die Erzieher und Kinder freuen sich sehr über ihren Apfelbaum und das Pflanzen im Garten", sagt Elmar Westermeyer, Geschäftsführer der eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH. "Mit einem eigenen Apfelbaum im Garten lernen die Kinder mehr über das heimische Obst und über gesunde Ernährung."

 

eismann verstärkt soziales Engagement 

Mit der Spendenaktion "Apfelbäume für KITAs" weitet der Lebensmittel-Lieferdienst sein soziales und nachhaltiges Engagement aus und knüpft an frühere Aktionen an. Unter dem Motto "Ohne Schweiß kein Eis" liefen rund 70 eismann-Mitarbeiter und Handelsvertreter, unter ihnen auch der Geschäftsführer des Tiefkühl-Spezialisten, Elmar Westermeyer, im August 2020 insgesamt 5.561 Kilometer. Für jeden gelaufenen Kilometer spendete eismann zwei Euro an den Verein "Mutige Kinder". Der Verein unterstützt Kinder und Jugendliche, die in einem von Armut und Gewalt geprägten Umfeld aufwachsen.

 

Über eismann: 

Der in Mettmann ansässige Direktvertrieb für Tiefkühlkost bedient seit über 40 Jahren Kunden in ganz Deutschland, die Genuss und Qualität schätzen. Mehr als 800 selbstständige Handelsvertreter und etwa 400 Mitarbeiter kümmern sich um ihre Kunden und die bequeme Versorgung mit hochwertigen Eis- und Tiefkühlspezialitäten. Diese werden im regelmäßigen Besuchsrhythmus, im Onlineshop oder über den Katalog angeboten.

 

 


Smart Home & Co. – Digital-Kompass vermittelt digitale Kompetenzen für Senior:innen

Besonders auch für ältere Menschen gewinnt das vernetzte Zuhause an Relevanz. Mit der Auftaktveranstaltung „Smart Home im Alter” startet der Digital-Kompass im Mai in ein neues Themenquartal, um Aufklärungsbedarfen zu begegnen.

 

(Berlin/pm) – Software, die automatisch den Herd ausschaltet, intelligente Tablettenspender oder Elektronik, die per Sprachsteuerung bedient werden kann – auch für ältere Menschen bietet die digitale Vernetzung des eigenen Zuhauses vielzählige Möglichkeiten. Um Senior:innen über Smart Home-Technologien und technische Assistenzsysteme aufzuklären, lud der Digital-Kompass von Deutschland sicher im Netz und BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen – am 17. Mai zur Auftaktveranstaltung „Smart Home im Alter“ ein. Das Thema hatte sich in einer Online-Umfrage unter teilnehmenden Senior:innen als Favorit durchgesetzt.

 

Neben Smart-Home-Expert:innen aus Wissenschaft und Wirtschaft waren mit Prof. Dr. Christian Kastrop, Staatssekretär des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz sowie Franz Müntefering, Vorsitzender der BAGSO, auch politische Vertreter zu Gast. Bis zum 31. Juli 2021 führt der Digital-Kompass Veranstaltungen zum Thema „Smart Home im Alter“ für interessierte Senior:innen und Internetlots:innen durch und stellt Lehr- und Lernmaterialien bereit. Alle Angebote zum aktuellen Themenquartal finden Interessierte auf digital-kompass.de.

 

Digitale Kompetenzen auch für die eigenen vier Wänden von Vorteil 

„Gerade für ältere Verbraucherinnen und Verbraucher ermöglichen vernetzte Technologien zusätzliche Lebensqualität im eigenen Heim“, erklärt Staatssekretär Prof. Dr. Christian Kastrop. „Die Pandemie zeigt aber auch, dass digitale Kompetenzen erforderlich sind, um gesellschaftliche Teilhabe durch digitale Vernetzung zu realisieren”, so Kastrop weiter. Daher setzt das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz mit dem bundesweit aktiven Digital-Kompass auf niederschwellige Angebote und den direkten Dialog vor Ort.

 

BAGSO-Vorsitzender Franz Müntefering lobte während der Auftaktveranstaltung: „Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement leisten die Digital-Kompass Standorte und Internetlots:innen einen bedeutenden Beitrag für die Weiterbildung älterer Menschen. Das Ehrenamt wird auch in der älteren Generation immer digitaler.” Dabei gehe es jedoch nicht darum, ehrenamtliches Engagement rein ins Digitale zu verlagern, so Müntefering weiter, sondern vielmehr um das Einbeziehen digitaler Möglichkeiten, deren Erkundung und Vermittlung.

 

Digital-Kompass: Ehrenamtliche Internetlots:innen unterstützen bei digitalen Fragen 

Während der Veranstaltung wurde deutlich: Viele ältere Menschen versprechen sich von Smart Home-Technologien u. a. eine Erhöhung von Sicherheit, Komfort, häuslicher und gesundheitlicher Versorgung sowie die langfristige Erhaltung der eigenen Selbstständigkeit. Inwieweit sich Senior:innen auf die langfristige Nutzung derartiger Technologien einlassen, hängt dabei auch von leichter Bedienbarkeit und Unterstützungsangeboten ab. Dafür betreibt der Digital-Kompass deutschlandweit 100 Standorte, an denen ehrenamtliche Internetlots:innen ältere Menschen in digitalen Fragen unterstützen und den Umgang mit Internet, Digitalisierung und Technik vermitteln.

 

Über den Digital-Kompass

Der Digital-Kompass stellt kostenfreie Angebote für Seniorinnen und Senioren rund um Internet und Co. bereit. An 100 Standorten deutschlandweit unterstützen ehrenamtliche Internetlots:innen ältere Menschen dabei, digitale Angebote auszuprobieren. Der Digital-Kompass ist ein Projekt der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen und Deutschland sicher im Netz e.V. in Partnerschaft mit der Verbraucher Initiative. Gefördert wird der Digital-Kompass durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. digital-kompass.de

 


Steyler Ethik Bank startet neuerlichen Spendenaufruf für Corona-Nothilfe

Schwere Zeiten für Projektpartner

 

(Sankt Augustin/sm) Während in Deutschland die Hoffnung auf ein Abflauen der dritten Corona-Welle wächst, spitzt sich die Lage in vielen Ländern dramatisch zu. Besonders katastrophal ist die Situation in Indien. „Ein Projekt zur Armutsbekämpfung in Westbengalen, das mit unserer Unterstützung gerade starten sollte, wurde vorerst ausgesetzt“, berichtet Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Ethik Bank. „Stattdessen haben wir unsere Kunden erneut eingeladen, die Corona-Nothilfe der Steyler Missionare zu unterstützen.

Zum Gründungsauftrag der ältesten ethischen Bank Deutschlands gehört die Unterstützung der weltweiten Hilfsprojekte der Steyler Missionare. Seit 1964 wurden diese mit über 100 Millionen Euro gefördert und viel Gutes bewirkt. Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Ethik Bank verfolgt die Nachrichten aus aller Welt daher mit Sorge. Denn in vielen Projektländern herrscht derzeit Ausnahmezustand.

Besonders hart trifft es zurzeit Indien: Hundertausende Neu-Infektionen pro Tag, über 3.000 Corona-Tote täglich – die Lage ist katastrophal. Dies hat direkte Auswirkungen auf ein Hilfsprojekt der Steyler Ethik Bank in Westbengalen, das in diesen Tagen eigentlich starten sollte. Mit Erträgen aus dem neuen Girokontomodell, dem Fair4-Konto, sollen dort Frauengruppen gefördert werden. Der Steyler Missionar Pater Lawrence D’Almeida plant den Kauf von Ziegen, Schweinen, Hühnern und Zuchtfischen für 95 Selbsthilfegruppen, damit diese ein sicheres Einkommen für ihre Familien erwirtschaften können. Doch das wichtige Projekt zur Armutsbekämpfung muss nun erst einmal warten. Stattdessen werden alle Kräfte für die Nothilfe gebündelt.

„Der Einsatz des Steyler Ordens für Menschen in Not wird durch die Pandemie extrem erschwert“, sagt Wolf. „Der weltweite Kampf gegen Corona ist in eine neue entscheidende Phase eingetreten. Wir haben daher unsere Kunden erneut eingeladen, die Corona-Nothilfe der Steyler Missionare zu unterstützen.“ Hierzu wurde unter www.steyler-bank.de/spende ein Aufruf geschaltet. Wer möchte, kann dort direkt eine Online-Spende leisten.

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank ist Anbieter von fairen Finanzdienstleistungen. Sie wurde 1964 vom katholischen Orden der Steyler Missionare gegründet und steht allen Privatkunden offen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung. Die Bank investiert nach sozialen und ökologischen Kriterien und ist Initiator von drei nachhaltigen Publikumsfonds der Marke Steyler Fair Invest. Seit ihrer Gründung förderte die älteste ethische Bank Deutschlands mit über 100 Millionen Euro Steyler Hilfsprojekte in 80 Ländern. (www.steyler-ethik-bank.de, www.steyler-fair-invest.de)


KDFB zum Internationalen Tag der Pflege

Pflege ist system- und lebensrelevant

(Köln/kdfb) – „Die System- und Lebensrelevanz von Pflege, die täglich von hauptberuflichen Kräften in Kliniken, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie von pflegenden Angehörigen geleistet wird, ist unübersehbar und muss deutlich honoriert und gestärkt werden“, erklärt Monika Arzberger, Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB) zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai.

Der KDFB hält neue politische und strukturelle Rahmenbedingungen im gesamten Pflegesektor für dringend erforderlich. Verbunden sind damit höhere gesellschaftliche Wertschätzung sowie finanzielle Aufwertungen, Verbesserungen der Arbeits- und Lebensbedingungen, Vereinbarkeit mit Familie und Partnerschaft, gerechte und gesicherte Bezahlung sowie eine größere Entlastung der vielen pflegenden Angehörigen, die sich neben dem Beruf um pflegebedürftige Familienmitglieder kümmern.

„Deutschland braucht mehr Pflegekräfte, das ist schon lange bekannt und zeigt sich in der Corona-Pandemie verschärft. Immer mehr Fachpersonal, darunter zahlreiche Frauen, verlässt den Beruf, weil die Rahmenbedingungen schlecht sind. Angestellte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen arbeiten seit langem am Limit und unter extremen körperlichen und seelischen Belastungen: zu viele Stunden, zu wenig Pausen, keine Freizeit, zu starker Zeitdruck, zu wenig Personal. Es scheint, als sei Menschenwürde Kranken und Alten vorbehalten und gelte nicht für diejenigen, die unermüdlich und bis zur Erschöpfung Dienste am Nächsten tun und eigene Befindlichkeiten zurückstellen“, so Arzberger.

Der KDFB erwartet von der Politik, dass sie die Leistungen der Menschen im Kranken- und Pflegebereich stärker anerkennt, den Weg für faire Löhne und mehr Personal ebnet und Lohnsteigerungen nicht den Pflegebedürftigen aufbürdet. Mit anderen Bündnissen engagiert sich der Frauenbund unter #pflegerebellion dafür, die Systemrelevanz der Pflege voranzutreiben und politisch Verantwortliche für eine menschenfreundliche Gesellschaft in die Pflicht zu nehmen.

 

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.


Onkologisches Social Care Projekt OSCAR:

Erste Projektergebnisse liefern Anhaltspunkte für optimierte Krebstherapie

(Leverkusen/pm) - Heute wurde das in 2018 unter Federführung der pronova BKK gestartete Innovationsfonds-Projekt OSCAR beendet. Erste Ergebnisse des Projektes zeigen, dass sich das Programm positiv auf die Therapie von Menschen mit Krebserkrankungen auswirken konnte. Neben einem Rückgang an Krankenhaus-Aufenthalten konnte zudem eine Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen festgestellt werden. 

 

Mit der Diagnose Krebs ändert sich vieles im Leben von Patientinnen und Patienten. Häufig stellen Erkrankung und Therapie die Betroffenen auf eine körperliche und seelische Belastungsprobe. Dies kann sich maßgeblich auf die Lebensqualität auswirken und ein Voranschreiten der Erkrankung begünstigen. Mit OSCAR – kurz für „Onkologisches Social Care Projekt der BKK“ – wurde unter Konsortialführung durch die pronova BKK ein Versorgungsprogramm geschaffen, um Menschen während ihrer Krebstherapie zu unterstützen und zu begleiten. Ziel war es, so bereits ab Diagnosestellung die Lebensqualität bestmöglich zu optimieren. 

 

Erste Projektbilanz fällt positiv aus

Die heute anlässlich der Veranstaltungsreihe „BKK INNOVATIV – Ergebnisse aus dem Innovationsfonds“ des BKK Dachverbands vorgestellten ersten Erkenntnisse zu OSCAR zeigen auf, dass sich die Zielsetzung des Projekts auch in der Praxis widerspiegelt. So konnte etwa ein Anstieg der gesundheitsbezogenen und krebsspezifischen Lebensqualität der Betroffenen innerhalb der ersten sechs Monate nach Therapiebeginn nachgewiesen werden. Die Beurteilung der Lebensqualität erfolgte unter anderem unter Einbezug symptombezogener Skalen zur Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Atemnot, Übelkeit und Erbrechen bei den Betroffenen. Aus den Ergebnissen geht zudem erkennbar hervor, dass sich die durchschnittliche vollstationäre Verweildauer von Krebspatientinnen und -patienten in Krankenhäusern reduzierte.

„Mit OSCAR ist es uns gelungen, die sozialmedizinische Mitberatung onkologischer Patientinnen und Patienten zu stärken“, fasst Volker Latz, Bereichsmanager Produkte, Leistungen und Innovationen bei der pronova BKK, zusammen. „Die aktivere Einbindung in die Therapiemitgestaltung wirkt sich positiv auf die Lebensqualität von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus und erweist sich gesundheitsökonomisch als tragfähig für den Transfer in die Regelversorgung“, so Volker Latz weiter.

 

Therapiebegleitung durch die Social Care Nurse

Herzstück des Versorgungsprogramms ist die sogenannte Social Care Nurse, die Menschen in jeder Phase ihrer Krebsbehandlung begleitet und bei der Abstimmung aller therapeutisch-diagnostischen Maßnahmen unterstützt. Die speziell ausgebildete Fachkraft ist als zentrale Ansprechperson ein wichtiges Bindeglied zwischen den Betroffenen und ihren behandelnden Ärztinnen bzw. Ärzten, Pflegenden, Therapierenden und nicht zuletzt den Sozialdiensten sowie Sozialleistungsträgern, wie z. B. Krankenkassen.

 

Förderung durch den Innovationsfonds

Das Projekt wurde, federführend durch die pronova BKK, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem BKK Dachverband und 40 weiteren Betriebskrankenkassen durchgeführt. Dafür erhielt das interdisziplinäre Projektteam eine Förderung aus dem Innovationsfonds in Höhe von 1,4 Millionen Euro.

 

Über die pronova BKK

 

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie BASF, Bayer, Continental und Ford entstanden. Bundesweit für alle Interessierten geöffnet, vertrauen der Krankenkasse rund 650.000 Versicherte ihre Gesundheit an. Ob über das rund um die Uhr erreichbare Servicetelefon, per Videoberatung, über die App, via E-Mail, im Chat oder in den 60 Service-Centern vor Ort – die pronova BKK kümmert sich jederzeit um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen auf pronovabkk.de.


Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt zum Tag der Arbeit

„Ohne Solidarität stirbt die Zukunft“

(Karlsruhe/ekiba) - „Die Corona-Pandemie, die wir alle irgendwie leid sind, unterstreicht, hebt hervor, problematisiert, ja dramatisiert die Frage nach dem Wert der Arbeit“, so Pfarrer Dr. Jochen Kunath, Leiter des Kirchen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Baden zum diesjährigen Tag der Arbeit, der am Samstag, 1. Mai, deutschlandweit gefeiert wird.

 

„Es geht um den Wert der Arbeit für die, die arbeiten; für die, die von dem leben, was gearbeitet wird; für die, die Arbeit geben und nehmen. Und wir spüren: dieser Wert ist vieles. Er ist notwendig, prekär, mühsam, unverfügbar, gefährdet. Seine Zukunft ist ungewiss, und vor allem der Blick auf seine Zukunft ist gerade ungewiss.“

In Karlsruhe gibt es schon seit vielen Jahren die Tradition, dass die Katholische Arbeitnehmerbewegung, die Evangelischen Arbeitnehmerschaft in Baden, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt und die katholische Arbeitnehmerseelsorge vor den Gewerkschaftskundgebungen zu einer ökumenischen Andacht in die Kleine Kirche im Stadtzentrum einladen. Danach wird gemeinsam zu den 1. Mai-Kundgebungen aufgebrochen. Da der Gottesdienst Corona-bedingt in der kleinen Kirche dieses Jahr nicht stattfinden kann, haben die Beteiligten Video-Botschaften für den 1. Mai mit unterschiedlichen Grußworten zusammengestellt. Das Video mit den Grußworten zum Tag der Arbeit ist zu finden unter www.ekiba.de/youtube.

 

Aber nicht nur in Karlsruhe, auch an anderen Orten in Baden beteiligen sich Kirchen an den Kundgebungen zum 1. Mai. In Freiburg beispielsweise wird der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt und die Katholische Arbeitsnehmerseelsorge gemeinsam mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung am Samstag um 10 Uhr in der Martinskirche einen ökumenischen Gottesdienst zum Thema „Solidarität ist Zukunft“ feiern. Die Predigt hält Klaus Käfer, Vikar der Seelsorgeeinheit Laiz-Leibertingen (vorherige Anmeldung unter bsb@esa-dioezesanstelle.de, Telefon 0761 29290-0 erforderlich).

 

Auch in Mannheim ist ein ökumenischer Gottesdienst zum Tag der Arbeit geplant. Der katholische Pfarrer Karl-Heinz Westermann, 1. Vorsitzender des Vereins „arbeit für alle“ und der evangelische Pfarrer Maximilian Heßlein, Wirtschafts- und Sozialpfarrer des KDA Mannheim, laden um 9 Uhr in die Kirche St. Sebastian am Markt ein.

 

„Solidarität ist Zukunft“ ist das Motto des diesjährigen Tags der Arbeit. „Ich empfinde das als ein gutes Motto“, stellt Jochen Kunath fest. „Das Motto sagt: Ohne Solidarität stirbt die Zukunft, stirbt die Welt, stirbt Arbeit, du und ich. Das ist radikal und drängend.“ Weiter erklärt der Leiter des KDA Baden: „Christinnen und Christen versuchen immer zu hoffen, immer davon auszugehen, dass es Zukunft gibt. Deswegen können sie eigentlich nicht anders, als an Zukunft zu arbeiten, an einer bestimmten, an einer, die wir lieben wollen und können, und deswegen auch am Wert der Arbeit.“

 

 


Studierenden-Umfrage: Bezahlung bei der Jobwahl weit vor Nachhaltigkeit

 

  • Studierendenvermarkter charly media befragt über 10.000 Studierende zu ihren ausschlaggebenden Kriterien bei der Arbeitgeberwahl sowie den präferierten Branchen
  • Gute Unternehmensführung und Bezahlung sind die relevantesten Faktoren, Nachhaltigkeit hingegen eher weniger wichtig
  • Automobil- und Pharmabranche sowie Wirtschaftsprüfung und -beratung sind die Top-Branchen unter Studierenden

(Berlin/pm) - Bei der Wahl des künftigen Arbeitgebers sind für Studierende die Unternehmensführung und das Gehalt die wichtigsten Kriterien. Nachhaltigkeit spielt hingegen eine untergeordnete Rolle, wie der Studierendenvermarkter charly media (charly.media) u. a. in einer groß angelegten Befragung von 10.293 Studierenden in Deutschland aktuell ermittelt hat. Die Ergebnisse zeigen, auf welche Eigenschaften sich Unternehmen im Kampf um die besten Talente berufen sollten.

 

Jedem vierten Studierenden ist die Bezahlung am wichtigsten
Unternehmensführung und -kultur sowie Bezahlung sind mit 25,6 Prozent bzw. 24,9 Prozent demnach die ausschlaggebendsten Faktoren unter allen Studierenden. Auch die Zukunftsfähigkeit spielt bei der Suche eine wichtige Rolle: 17,1 Prozent der Befragten nennen die Innovationsfähigkeit der Produkte als Auswahlkriterium. Weniger relevant sind Nachhaltigkeit (12,6 Prozent), die öffentliche Wahrnehmung und das Image der Unternehmen (9,7 Prozent) sowie die Aussicht auf Zusatzleistungen (6,4 Prozent). Mit 3,7 Prozent ist die Umsatzstärke für die Studierenden ebenfalls eher irrelevant.

Automobilindustrie unter Studierenden beliebt, Telekommunikationsbranche hingegen weniger
Mit Blick auf die Branchen genießt die Automobilindustrie die größte Nachfrage unter Studierenden: 13,4 Prozent der Befragten möchten in der Branche später gerne einmal arbeiten. Auch die Pharmaindustrie sowie die Wirtschaftsprüfung und -beratung sind mit 19,7 bzw. 9,3 Prozent beliebt. Acht Prozent der Studierenden nennen den Anlagen- und Maschinenbau als präferierte Branche.

Obwohl die Corona-Pandemie Nachholbedarf in Lieferketten sowie im Glasfaserausbau aufgezeigt hat, sind Arbeitsplätze im E-Commerce und in der Telekommunikation weniger attraktiv für die Studierenden: Nur 5,9 Prozent möchten gerne im E-Commerce arbeiten, während es in der Telekommunikation mit 4,8 Prozent noch weniger sind 

Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie nur für zehn Prozent der Befragten ausschlaggebend
Je nach Branche gehen die Kriterien bei der Arbeitgeberwahl unter den Studierenden auseinander. Hierbei zeigt sich, dass insbesondere die Innovationsfähigkeit für die Befragten unterschiedlich wichtig ist: Während das Kriterium für die Automobilbranche und für den Maschinenbau eine wichtige Rolle spielt (22,5 bzw. 23,6 Prozent), sind es für die Pharmaindustrie 17,5 Prozent. Am niedrigsten ist der Wert für die Wirtschaftsprüfung und -beratung mit 9,8 Prozent. Für die Wirtschaftsbranche wird hingegen die Unternehmensführung- und kultur mit 30,9 Prozent als besonders wichtig bewertet – Spitzenwert im Branchenvergleich.

Auch die Bezahlung ist branchenübergreifend von Bedeutung: Besonders bei der Pharmabranche ist Studierenden die Höhe des Gehalts wichtig (26,1 Prozent), gefolgt von der Wirtschaftsprüfung und -beratung (25,5 Prozent) sowie der Automobilindustrie (25,4 Prozent). In Sachen Nachhaltigkeit bildet die Automobilindustrie hingegen das Schlusslicht: Nur 9,6 Prozent der Studierenden geben das Kriterium hier als ausschlaggebend an.

Cecil von Croÿ, CEO und Mitgründer von charly media, kommentiert:
“Die Corona-Pandemie hat uns erneut gezeigt, wie wichtig es ist, dass Unternehmen Führungsstärke beweisen. Dass für die befragten Studierenden dieses Kriterium bei der Wahl des künftigen Arbeitgebers am wichtigsten ist, ist eine logische Konsequenz. Unternehmen sollten diese und weitere gefragte Eigenschaften daher aktuell besonders stark nach außen tragen und entsprechende Employer-Branding-Maßnahmen umsetzen, damit sie die jungen Talente früh von sich überzeugen können.”

 

Sämtliche Ergebnisse der Umfrage sind als Whitepaper unter folgendem Link abrufbar:

hub.charly.media/die-grosse-charly-studie.

Über die Befragung
Grundlage dieser Studie ist eine Online-Umfrage, in der 10.293 Studierende aus Deutschland zu verschiedenen Branchen, Arbeitgebern und ihren Kriterien für die zukünftige Arbeitgeberwahl befragt wurden. Um die Bedürfnisse und Zukunftspläne der Studierenden noch besser zu verstehen, wurden sie außerdem nach ihrer Auslandserfahrung gefragt. Die Gruppe der Befragten teilt sich in 60,9 Prozent weibliche, 38,5 Prozent männliche und 0,6 Prozent diverse Studierende auf. Die Befragten studieren aktuell zu 25,4 Prozent Ingenieurwissenschaften, 15,1 Prozent Wirtschaftswissenschaften, 12,9 Prozent Medizin, 12 Prozent Mathematik und Naturwissenschaften, 7,6 Prozent Informatik und 3,7 Prozent Rechtswissenschaften. 23,3 Prozent gehören anderen Studiengängen an. Hierzu gehören beispielsweise Lehramt, Psychologie und Politikwissenschaften.

 

Über charly
charly ist eine digitale Lern- und Marketingplattform für Studierende und Unternehmen. Das EdTech-Start-up wurde 2016 von Cecil von Croÿ und Karl Bagusat unter dem Namen PrintPeter gegründet und ist heute in zwei Geschäftsbereiche unterteilt: Über charly education (www.charly.education), haben Studierende kostenfrei Zugang zu einer Vielzahl analoger sowie digitaler Lerntools. Zudem können sie auf die deutschlandweit erste Onlinebibliothek mit über 35.0000 prüfungsrelevanten Themen, die Q&A Bib, inklusive Tutor:innenprogramm zugreifen. charly media (www.charly.media) bietet als größter Studierendenvermarkter in der DACH-Region Marken und Unternehmen die Möglichkeit, 2,5 Millionen Studierende über crossmediale Kanäle zu erreichen. Dazu zählt auch die Social-Media-App Jodel, deren exklusiver Vermarkter die Plattform ist. charly beschäftigt derzeit 50 Mitarbeiter:innen und hat seinen Sitz in Berlin.


Land in Kurzarbeit

(Magdeburg/mdr) - Millionen Menschen wurden vor einem Jahr in Kurzarbeit geschickt - in der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zur Normalität. Monate später aber harren noch immer viele zu Hause aus und bangen um ihre Existenz. Manche haben sich aus Verzweiflung beruflich umorientiert.

Was bedeutet Kurzarbeit für Betroffene, die Wirtschaft und uns alle?

"exakt - Die Story" fragt nach. Zu sehen am 14. April um 20:45 Uhr im MDR-Fernsehen sowie ein Jahr in der ARD-Mediathek.

"Das war so, als wenn man mit 180 auf der Autobahn eine Vollbremsung macht", sagt Regine Feistel. Die Messebauerin aus Magdeburg ist seit dem ersten Lockdown in Kurzarbeit. Auch Koch Ronny Ochsendorf aus Bernburg trifft die Corona-Pandemie mit voller Wucht. Monatelang hat er nichts zu tun: "Manchmal zieht sich der Tag wie Schmierseife." Die finanziellen Einbußen spürt Ochsendorf deutlich. "Ich verhungere nicht, aber man überlegt schon, was man sich anschafft."

2020 haben hunderttausende Betriebe für mehr als 14 Millionen Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Das ist ein Rekordwert. Wer das beantragte Kurzarbeitergeld bekommt, entscheiden die Arbeitsagenturen in der Krise im Akkord. Gezahlt wird das Kurzarbeitergeld aus der Arbeitslosenversicherung. Noch nie hat die Bundesagentur für Arbeit

(BA) mit über 22 Milliarden Euro mehr dafür ausgegeben als im vergangenen Jahr. Dabei wurde auch Geld an Betrüger ausgeschüttet.

Bis Jahresende lagen der BA tausende Hinweise auf Leistungsmissbrauch vor. In den meisten Fällen lautet der Vorwurf, dass die Arbeitszeit manipuliert wurde - also Kurzarbeit beispielsweise angemeldet wurde, obwohl die Angestellten sogar länger arbeiten als zuvor.

Im Hotel von Daniel Winkelmann kann die Belegschaft von langen Arbeitstagen nur noch träumen. "Uns fehlt die Arbeit", sagt der Hotelier aus Aschersleben. "Alle sind gelangweilt". Einige Mitarbeiterinnen haben sich deshalb einen Nebenjob im Einzelhandel gesucht. Winkelmann sorgt sich, dass sie das Gastgewerbe für einen krisensicheren Arbeitsplatz ganz verlassen könnten.

Diese Sorge ist durchaus berechtigt. Eine Online-Befragung des Meinungsbarometers MDR fragt zeigt: 20 Prozent der Teilnehmerinnen und -teilnehmer in Kurzarbeit haben sich nach einem anderen Job umgesehen.

Befördert die Krise den Fachkräftemangel? Rettet Kurzarbeit wirklich Jobs? Wie lange können wir uns Millionen von Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeitern leisten? Und was macht Kurzarbeit mit den Menschen?

 

"exakt - Die Story" hakt nach und begleitet Betroffene über Monate hinweg.


Letter of Intent unterzeichnet:

Haus des Lebens gGmbH und DGD-Stiftung wollen sich zusammenschließen

Foto: DGD-Stiftung
Foto: DGD-Stiftung

(Herborn / Marburg/pm) - Der Evangelische Gemeinschaftsverband Herborn e.V. und der diakonische Klinikverbund DGD-Stiftung mit Sitz in Marburg führen seit Sommer 2020 Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit. Jetzt unterzeichneten beide Träger einen Letter of Intent. Das Ziel ist eine gesellschaftsrechtliche Integration des Sozialwerks „Haus des Lebens gGmbH“ in die DGD-Stiftung zum 1.1.2022.

 

Bereits Ende 2018 hat der Evangelische Gemeinschaftsverband Herborn e.V. seinen Gemeinschafts- und Verkündigungsbereich mit Bibelkreisen und Gemeindearbeit im Zuge sinkender Mitgliederzahlen schweren Herzens eingestellt. Sein weiterer Geschäftsbereich, das Sozialwerk „Haus des Lebens gGmbH“ umfasst drei Seniorenzentren in Herborn, Driedorf und am Aartalsee sowie eine besondere Wohnform für Erwachsene mit psychischen Erkrankungen in Herborn. Diesen Geschäftsbereich mit 400 Mitarbeitenden möchte der Evangelische Gemeinschaftsverband Herborn e.V. in gute Hände abgeben.

 

„Wichtig ist uns, dass bei einem Trägerwechsel das hohe Maß an Sicherheit und Qualität für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende gewährleistet bleibt“, betont Karlheinz Grebe, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Gemeinschaftsverbands Herborn e.V. Zudem solle das Sozialwerk in christlicher Trägerschaft fortgeführt werden. „Wir möchten unsere christliche Identität in die Zukunft tragen. Als Gemeinschaftsverband sehen wir eine geistliche Nähe zum Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband e.V. und dem Unternehmensverbund DGD-Stiftung mit Sitz in Marburg.“

 

Die DGD-Stiftung ist ein Verbund diakonischer Gesundheitseinrichtungen. Dazu zählen in Deutschland Krankenhäuser, Rehakliniken, Medizinische Versorgungszentren (MVZ), Senioreneinrichtungen sowie zwei Pflegeschulen. Insgesamt arbeiten mehr als 2.500 Menschen für die Organisation. Die DGD-Stiftung ist Mitglied im Diakonischen Werk Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.V. Sie gehört zur Diakonie Deutschland und zum Gnadauer Gemeinschaftsverband.

 

Karlheinz Grebe: „Wir freuen uns über die Offenheit der DGD-Stiftung, unser Sozialwerk als Tochtergesellschaft in ihren Unternehmensverbund aufzunehmen. Wir sind davon überzeugt, dass ein solcher Schritt dazu beitragen würde, unsere Einrichtungen zu stärken und zukunftssicher aufzustellen. Wir haben mit der DGD-Stiftung einen Konsens darüber, dass die Haus des Lebens gGmbH als Gesellschaft komplett erhalten bliebe. Unsere Einrichtungen würden unverändert weitergeführt und wir könnten als Sozialwerk durch die Einbindung in einen größeren Unternehmensverbund profitieren.“ Dieter Daub, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Gemeinschaftsverbands Herborn e.V., ergänzt: „Die DGD-Stiftung ist ein wirtschaftlich stabiler Verbund. Mit ihrer langjährigen und umfangreichen Erfahrung im Klinikbereich sowie im Betrieb von Seniorenhäusern könnte eine solide Fortführung des Geschäftsbetriebs unserer Haus des Lebens gGmbH gewährleistet werden.“

 

„Wir haben in den ersten Gesprächen und Sondierungen eine große Übereinstimmung festgestellt. Als diakonischer Träger von Gesundheitseinrichtungen ist es unsere Aufgabe, andere christliche Unternehmen zu stärken“, erklärt Dr. Claudia Fremder, Fachlicher Vorstand der DGD-Stiftung. „Wir wollen das ihnen eigene Profil erhalten und mit zentralen Diensten Unterstützung bieten.“ Hubertus Jaeger, Kaufmännischer Vorstand der DGD-Stiftung: „In den kommenden Monaten werden wir die vertraglichen Grundlagen erarbeiten. Auch sollen die erforderlichen Beschlüsse gefasst werden, mit dem Ziel, den Zusammenschluss zum 1.1.2022 zu vollziehen.“ Eine Befragung unter den Mitgliedern des Evangelischen Gemeinschaftsverband Herborn e.V. ergab bereits eine große Unterstützung für einen Wechsel zur DGD-Stiftung.