Wirtschaft

8.05.2021


Onkologisches Social Care Projekt OSCAR:

Erste Projektergebnisse liefern Anhaltspunkte für optimierte Krebstherapie

(Leverkusen/pm) - Heute wurde das in 2018 unter Federführung der pronova BKK gestartete Innovationsfonds-Projekt OSCAR beendet. Erste Ergebnisse des Projektes zeigen, dass sich das Programm positiv auf die Therapie von Menschen mit Krebserkrankungen auswirken konnte. Neben einem Rückgang an Krankenhaus-Aufenthalten konnte zudem eine Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen festgestellt werden. 

 

Mit der Diagnose Krebs ändert sich vieles im Leben von Patientinnen und Patienten. Häufig stellen Erkrankung und Therapie die Betroffenen auf eine körperliche und seelische Belastungsprobe. Dies kann sich maßgeblich auf die Lebensqualität auswirken und ein Voranschreiten der Erkrankung begünstigen. Mit OSCAR – kurz für „Onkologisches Social Care Projekt der BKK“ – wurde unter Konsortialführung durch die pronova BKK ein Versorgungsprogramm geschaffen, um Menschen während ihrer Krebstherapie zu unterstützen und zu begleiten. Ziel war es, so bereits ab Diagnosestellung die Lebensqualität bestmöglich zu optimieren. 

 

Erste Projektbilanz fällt positiv aus

Die heute anlässlich der Veranstaltungsreihe „BKK INNOVATIV – Ergebnisse aus dem Innovationsfonds“ des BKK Dachverbands vorgestellten ersten Erkenntnisse zu OSCAR zeigen auf, dass sich die Zielsetzung des Projekts auch in der Praxis widerspiegelt. So konnte etwa ein Anstieg der gesundheitsbezogenen und krebsspezifischen Lebensqualität der Betroffenen innerhalb der ersten sechs Monate nach Therapiebeginn nachgewiesen werden. Die Beurteilung der Lebensqualität erfolgte unter anderem unter Einbezug symptombezogener Skalen zur Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Atemnot, Übelkeit und Erbrechen bei den Betroffenen. Aus den Ergebnissen geht zudem erkennbar hervor, dass sich die durchschnittliche vollstationäre Verweildauer von Krebspatientinnen und -patienten in Krankenhäusern reduzierte.

„Mit OSCAR ist es uns gelungen, die sozialmedizinische Mitberatung onkologischer Patientinnen und Patienten zu stärken“, fasst Volker Latz, Bereichsmanager Produkte, Leistungen und Innovationen bei der pronova BKK, zusammen. „Die aktivere Einbindung in die Therapiemitgestaltung wirkt sich positiv auf die Lebensqualität von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus und erweist sich gesundheitsökonomisch als tragfähig für den Transfer in die Regelversorgung“, so Volker Latz weiter.

 

Therapiebegleitung durch die Social Care Nurse

Herzstück des Versorgungsprogramms ist die sogenannte Social Care Nurse, die Menschen in jeder Phase ihrer Krebsbehandlung begleitet und bei der Abstimmung aller therapeutisch-diagnostischen Maßnahmen unterstützt. Die speziell ausgebildete Fachkraft ist als zentrale Ansprechperson ein wichtiges Bindeglied zwischen den Betroffenen und ihren behandelnden Ärztinnen bzw. Ärzten, Pflegenden, Therapierenden und nicht zuletzt den Sozialdiensten sowie Sozialleistungsträgern, wie z. B. Krankenkassen.

 

Förderung durch den Innovationsfonds

Das Projekt wurde, federführend durch die pronova BKK, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem BKK Dachverband und 40 weiteren Betriebskrankenkassen durchgeführt. Dafür erhielt das interdisziplinäre Projektteam eine Förderung aus dem Innovationsfonds in Höhe von 1,4 Millionen Euro.

 

Über die pronova BKK

 

Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen namhafter Weltkonzerne wie BASF, Bayer, Continental und Ford entstanden. Bundesweit für alle Interessierten geöffnet, vertrauen der Krankenkasse rund 650.000 Versicherte ihre Gesundheit an. Ob über das rund um die Uhr erreichbare Servicetelefon, per Videoberatung, über die App, via E-Mail, im Chat oder in den 60 Service-Centern vor Ort – die pronova BKK kümmert sich jederzeit um die Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden. Weitere Informationen auf pronovabkk.de.


Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt zum Tag der Arbeit

„Ohne Solidarität stirbt die Zukunft“

(Karlsruhe/ekiba) - „Die Corona-Pandemie, die wir alle irgendwie leid sind, unterstreicht, hebt hervor, problematisiert, ja dramatisiert die Frage nach dem Wert der Arbeit“, so Pfarrer Dr. Jochen Kunath, Leiter des Kirchen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Baden zum diesjährigen Tag der Arbeit, der am Samstag, 1. Mai, deutschlandweit gefeiert wird.

 

„Es geht um den Wert der Arbeit für die, die arbeiten; für die, die von dem leben, was gearbeitet wird; für die, die Arbeit geben und nehmen. Und wir spüren: dieser Wert ist vieles. Er ist notwendig, prekär, mühsam, unverfügbar, gefährdet. Seine Zukunft ist ungewiss, und vor allem der Blick auf seine Zukunft ist gerade ungewiss.“

In Karlsruhe gibt es schon seit vielen Jahren die Tradition, dass die Katholische Arbeitnehmerbewegung, die Evangelischen Arbeitnehmerschaft in Baden, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt und die katholische Arbeitnehmerseelsorge vor den Gewerkschaftskundgebungen zu einer ökumenischen Andacht in die Kleine Kirche im Stadtzentrum einladen. Danach wird gemeinsam zu den 1. Mai-Kundgebungen aufgebrochen. Da der Gottesdienst Corona-bedingt in der kleinen Kirche dieses Jahr nicht stattfinden kann, haben die Beteiligten Video-Botschaften für den 1. Mai mit unterschiedlichen Grußworten zusammengestellt. Das Video mit den Grußworten zum Tag der Arbeit ist zu finden unter www.ekiba.de/youtube.

 

Aber nicht nur in Karlsruhe, auch an anderen Orten in Baden beteiligen sich Kirchen an den Kundgebungen zum 1. Mai. In Freiburg beispielsweise wird der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt und die Katholische Arbeitsnehmerseelsorge gemeinsam mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung am Samstag um 10 Uhr in der Martinskirche einen ökumenischen Gottesdienst zum Thema „Solidarität ist Zukunft“ feiern. Die Predigt hält Klaus Käfer, Vikar der Seelsorgeeinheit Laiz-Leibertingen (vorherige Anmeldung unter bsb@esa-dioezesanstelle.de, Telefon 0761 29290-0 erforderlich).

 

Auch in Mannheim ist ein ökumenischer Gottesdienst zum Tag der Arbeit geplant. Der katholische Pfarrer Karl-Heinz Westermann, 1. Vorsitzender des Vereins „arbeit für alle“ und der evangelische Pfarrer Maximilian Heßlein, Wirtschafts- und Sozialpfarrer des KDA Mannheim, laden um 9 Uhr in die Kirche St. Sebastian am Markt ein.

 

„Solidarität ist Zukunft“ ist das Motto des diesjährigen Tags der Arbeit. „Ich empfinde das als ein gutes Motto“, stellt Jochen Kunath fest. „Das Motto sagt: Ohne Solidarität stirbt die Zukunft, stirbt die Welt, stirbt Arbeit, du und ich. Das ist radikal und drängend.“ Weiter erklärt der Leiter des KDA Baden: „Christinnen und Christen versuchen immer zu hoffen, immer davon auszugehen, dass es Zukunft gibt. Deswegen können sie eigentlich nicht anders, als an Zukunft zu arbeiten, an einer bestimmten, an einer, die wir lieben wollen und können, und deswegen auch am Wert der Arbeit.“

 

 


Studierenden-Umfrage: Bezahlung bei der Jobwahl weit vor Nachhaltigkeit

 

  • Studierendenvermarkter charly media befragt über 10.000 Studierende zu ihren ausschlaggebenden Kriterien bei der Arbeitgeberwahl sowie den präferierten Branchen
  • Gute Unternehmensführung und Bezahlung sind die relevantesten Faktoren, Nachhaltigkeit hingegen eher weniger wichtig
  • Automobil- und Pharmabranche sowie Wirtschaftsprüfung und -beratung sind die Top-Branchen unter Studierenden

(Berlin/pm) - Bei der Wahl des künftigen Arbeitgebers sind für Studierende die Unternehmensführung und das Gehalt die wichtigsten Kriterien. Nachhaltigkeit spielt hingegen eine untergeordnete Rolle, wie der Studierendenvermarkter charly media (charly.media) u. a. in einer groß angelegten Befragung von 10.293 Studierenden in Deutschland aktuell ermittelt hat. Die Ergebnisse zeigen, auf welche Eigenschaften sich Unternehmen im Kampf um die besten Talente berufen sollten.

 

Jedem vierten Studierenden ist die Bezahlung am wichtigsten
Unternehmensführung und -kultur sowie Bezahlung sind mit 25,6 Prozent bzw. 24,9 Prozent demnach die ausschlaggebendsten Faktoren unter allen Studierenden. Auch die Zukunftsfähigkeit spielt bei der Suche eine wichtige Rolle: 17,1 Prozent der Befragten nennen die Innovationsfähigkeit der Produkte als Auswahlkriterium. Weniger relevant sind Nachhaltigkeit (12,6 Prozent), die öffentliche Wahrnehmung und das Image der Unternehmen (9,7 Prozent) sowie die Aussicht auf Zusatzleistungen (6,4 Prozent). Mit 3,7 Prozent ist die Umsatzstärke für die Studierenden ebenfalls eher irrelevant.

Automobilindustrie unter Studierenden beliebt, Telekommunikationsbranche hingegen weniger
Mit Blick auf die Branchen genießt die Automobilindustrie die größte Nachfrage unter Studierenden: 13,4 Prozent der Befragten möchten in der Branche später gerne einmal arbeiten. Auch die Pharmaindustrie sowie die Wirtschaftsprüfung und -beratung sind mit 19,7 bzw. 9,3 Prozent beliebt. Acht Prozent der Studierenden nennen den Anlagen- und Maschinenbau als präferierte Branche.

Obwohl die Corona-Pandemie Nachholbedarf in Lieferketten sowie im Glasfaserausbau aufgezeigt hat, sind Arbeitsplätze im E-Commerce und in der Telekommunikation weniger attraktiv für die Studierenden: Nur 5,9 Prozent möchten gerne im E-Commerce arbeiten, während es in der Telekommunikation mit 4,8 Prozent noch weniger sind 

Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie nur für zehn Prozent der Befragten ausschlaggebend
Je nach Branche gehen die Kriterien bei der Arbeitgeberwahl unter den Studierenden auseinander. Hierbei zeigt sich, dass insbesondere die Innovationsfähigkeit für die Befragten unterschiedlich wichtig ist: Während das Kriterium für die Automobilbranche und für den Maschinenbau eine wichtige Rolle spielt (22,5 bzw. 23,6 Prozent), sind es für die Pharmaindustrie 17,5 Prozent. Am niedrigsten ist der Wert für die Wirtschaftsprüfung und -beratung mit 9,8 Prozent. Für die Wirtschaftsbranche wird hingegen die Unternehmensführung- und kultur mit 30,9 Prozent als besonders wichtig bewertet – Spitzenwert im Branchenvergleich.

Auch die Bezahlung ist branchenübergreifend von Bedeutung: Besonders bei der Pharmabranche ist Studierenden die Höhe des Gehalts wichtig (26,1 Prozent), gefolgt von der Wirtschaftsprüfung und -beratung (25,5 Prozent) sowie der Automobilindustrie (25,4 Prozent). In Sachen Nachhaltigkeit bildet die Automobilindustrie hingegen das Schlusslicht: Nur 9,6 Prozent der Studierenden geben das Kriterium hier als ausschlaggebend an.

Cecil von Croÿ, CEO und Mitgründer von charly media, kommentiert:
“Die Corona-Pandemie hat uns erneut gezeigt, wie wichtig es ist, dass Unternehmen Führungsstärke beweisen. Dass für die befragten Studierenden dieses Kriterium bei der Wahl des künftigen Arbeitgebers am wichtigsten ist, ist eine logische Konsequenz. Unternehmen sollten diese und weitere gefragte Eigenschaften daher aktuell besonders stark nach außen tragen und entsprechende Employer-Branding-Maßnahmen umsetzen, damit sie die jungen Talente früh von sich überzeugen können.”

 

Sämtliche Ergebnisse der Umfrage sind als Whitepaper unter folgendem Link abrufbar:

hub.charly.media/die-grosse-charly-studie.

Über die Befragung
Grundlage dieser Studie ist eine Online-Umfrage, in der 10.293 Studierende aus Deutschland zu verschiedenen Branchen, Arbeitgebern und ihren Kriterien für die zukünftige Arbeitgeberwahl befragt wurden. Um die Bedürfnisse und Zukunftspläne der Studierenden noch besser zu verstehen, wurden sie außerdem nach ihrer Auslandserfahrung gefragt. Die Gruppe der Befragten teilt sich in 60,9 Prozent weibliche, 38,5 Prozent männliche und 0,6 Prozent diverse Studierende auf. Die Befragten studieren aktuell zu 25,4 Prozent Ingenieurwissenschaften, 15,1 Prozent Wirtschaftswissenschaften, 12,9 Prozent Medizin, 12 Prozent Mathematik und Naturwissenschaften, 7,6 Prozent Informatik und 3,7 Prozent Rechtswissenschaften. 23,3 Prozent gehören anderen Studiengängen an. Hierzu gehören beispielsweise Lehramt, Psychologie und Politikwissenschaften.

 

Über charly
charly ist eine digitale Lern- und Marketingplattform für Studierende und Unternehmen. Das EdTech-Start-up wurde 2016 von Cecil von Croÿ und Karl Bagusat unter dem Namen PrintPeter gegründet und ist heute in zwei Geschäftsbereiche unterteilt: Über charly education (www.charly.education), haben Studierende kostenfrei Zugang zu einer Vielzahl analoger sowie digitaler Lerntools. Zudem können sie auf die deutschlandweit erste Onlinebibliothek mit über 35.0000 prüfungsrelevanten Themen, die Q&A Bib, inklusive Tutor:innenprogramm zugreifen. charly media (www.charly.media) bietet als größter Studierendenvermarkter in der DACH-Region Marken und Unternehmen die Möglichkeit, 2,5 Millionen Studierende über crossmediale Kanäle zu erreichen. Dazu zählt auch die Social-Media-App Jodel, deren exklusiver Vermarkter die Plattform ist. charly beschäftigt derzeit 50 Mitarbeiter:innen und hat seinen Sitz in Berlin.


Land in Kurzarbeit

(Magdeburg/mdr) - Millionen Menschen wurden vor einem Jahr in Kurzarbeit geschickt - in der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zur Normalität. Monate später aber harren noch immer viele zu Hause aus und bangen um ihre Existenz. Manche haben sich aus Verzweiflung beruflich umorientiert.

Was bedeutet Kurzarbeit für Betroffene, die Wirtschaft und uns alle?

"exakt - Die Story" fragt nach. Zu sehen am 14. April um 20:45 Uhr im MDR-Fernsehen sowie ein Jahr in der ARD-Mediathek.

"Das war so, als wenn man mit 180 auf der Autobahn eine Vollbremsung macht", sagt Regine Feistel. Die Messebauerin aus Magdeburg ist seit dem ersten Lockdown in Kurzarbeit. Auch Koch Ronny Ochsendorf aus Bernburg trifft die Corona-Pandemie mit voller Wucht. Monatelang hat er nichts zu tun: "Manchmal zieht sich der Tag wie Schmierseife." Die finanziellen Einbußen spürt Ochsendorf deutlich. "Ich verhungere nicht, aber man überlegt schon, was man sich anschafft."

2020 haben hunderttausende Betriebe für mehr als 14 Millionen Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Das ist ein Rekordwert. Wer das beantragte Kurzarbeitergeld bekommt, entscheiden die Arbeitsagenturen in der Krise im Akkord. Gezahlt wird das Kurzarbeitergeld aus der Arbeitslosenversicherung. Noch nie hat die Bundesagentur für Arbeit

(BA) mit über 22 Milliarden Euro mehr dafür ausgegeben als im vergangenen Jahr. Dabei wurde auch Geld an Betrüger ausgeschüttet.

Bis Jahresende lagen der BA tausende Hinweise auf Leistungsmissbrauch vor. In den meisten Fällen lautet der Vorwurf, dass die Arbeitszeit manipuliert wurde - also Kurzarbeit beispielsweise angemeldet wurde, obwohl die Angestellten sogar länger arbeiten als zuvor.

Im Hotel von Daniel Winkelmann kann die Belegschaft von langen Arbeitstagen nur noch träumen. "Uns fehlt die Arbeit", sagt der Hotelier aus Aschersleben. "Alle sind gelangweilt". Einige Mitarbeiterinnen haben sich deshalb einen Nebenjob im Einzelhandel gesucht. Winkelmann sorgt sich, dass sie das Gastgewerbe für einen krisensicheren Arbeitsplatz ganz verlassen könnten.

Diese Sorge ist durchaus berechtigt. Eine Online-Befragung des Meinungsbarometers MDR fragt zeigt: 20 Prozent der Teilnehmerinnen und -teilnehmer in Kurzarbeit haben sich nach einem anderen Job umgesehen.

Befördert die Krise den Fachkräftemangel? Rettet Kurzarbeit wirklich Jobs? Wie lange können wir uns Millionen von Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeitern leisten? Und was macht Kurzarbeit mit den Menschen?

 

"exakt - Die Story" hakt nach und begleitet Betroffene über Monate hinweg.


Letter of Intent unterzeichnet:

Haus des Lebens gGmbH und DGD-Stiftung wollen sich zusammenschließen

Foto: DGD-Stiftung
Foto: DGD-Stiftung

(Herborn / Marburg/pm) - Der Evangelische Gemeinschaftsverband Herborn e.V. und der diakonische Klinikverbund DGD-Stiftung mit Sitz in Marburg führen seit Sommer 2020 Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit. Jetzt unterzeichneten beide Träger einen Letter of Intent. Das Ziel ist eine gesellschaftsrechtliche Integration des Sozialwerks „Haus des Lebens gGmbH“ in die DGD-Stiftung zum 1.1.2022.

 

Bereits Ende 2018 hat der Evangelische Gemeinschaftsverband Herborn e.V. seinen Gemeinschafts- und Verkündigungsbereich mit Bibelkreisen und Gemeindearbeit im Zuge sinkender Mitgliederzahlen schweren Herzens eingestellt. Sein weiterer Geschäftsbereich, das Sozialwerk „Haus des Lebens gGmbH“ umfasst drei Seniorenzentren in Herborn, Driedorf und am Aartalsee sowie eine besondere Wohnform für Erwachsene mit psychischen Erkrankungen in Herborn. Diesen Geschäftsbereich mit 400 Mitarbeitenden möchte der Evangelische Gemeinschaftsverband Herborn e.V. in gute Hände abgeben.

 

„Wichtig ist uns, dass bei einem Trägerwechsel das hohe Maß an Sicherheit und Qualität für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende gewährleistet bleibt“, betont Karlheinz Grebe, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Gemeinschaftsverbands Herborn e.V. Zudem solle das Sozialwerk in christlicher Trägerschaft fortgeführt werden. „Wir möchten unsere christliche Identität in die Zukunft tragen. Als Gemeinschaftsverband sehen wir eine geistliche Nähe zum Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband e.V. und dem Unternehmensverbund DGD-Stiftung mit Sitz in Marburg.“

 

Die DGD-Stiftung ist ein Verbund diakonischer Gesundheitseinrichtungen. Dazu zählen in Deutschland Krankenhäuser, Rehakliniken, Medizinische Versorgungszentren (MVZ), Senioreneinrichtungen sowie zwei Pflegeschulen. Insgesamt arbeiten mehr als 2.500 Menschen für die Organisation. Die DGD-Stiftung ist Mitglied im Diakonischen Werk Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.V. Sie gehört zur Diakonie Deutschland und zum Gnadauer Gemeinschaftsverband.

 

Karlheinz Grebe: „Wir freuen uns über die Offenheit der DGD-Stiftung, unser Sozialwerk als Tochtergesellschaft in ihren Unternehmensverbund aufzunehmen. Wir sind davon überzeugt, dass ein solcher Schritt dazu beitragen würde, unsere Einrichtungen zu stärken und zukunftssicher aufzustellen. Wir haben mit der DGD-Stiftung einen Konsens darüber, dass die Haus des Lebens gGmbH als Gesellschaft komplett erhalten bliebe. Unsere Einrichtungen würden unverändert weitergeführt und wir könnten als Sozialwerk durch die Einbindung in einen größeren Unternehmensverbund profitieren.“ Dieter Daub, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Gemeinschaftsverbands Herborn e.V., ergänzt: „Die DGD-Stiftung ist ein wirtschaftlich stabiler Verbund. Mit ihrer langjährigen und umfangreichen Erfahrung im Klinikbereich sowie im Betrieb von Seniorenhäusern könnte eine solide Fortführung des Geschäftsbetriebs unserer Haus des Lebens gGmbH gewährleistet werden.“

 

„Wir haben in den ersten Gesprächen und Sondierungen eine große Übereinstimmung festgestellt. Als diakonischer Träger von Gesundheitseinrichtungen ist es unsere Aufgabe, andere christliche Unternehmen zu stärken“, erklärt Dr. Claudia Fremder, Fachlicher Vorstand der DGD-Stiftung. „Wir wollen das ihnen eigene Profil erhalten und mit zentralen Diensten Unterstützung bieten.“ Hubertus Jaeger, Kaufmännischer Vorstand der DGD-Stiftung: „In den kommenden Monaten werden wir die vertraglichen Grundlagen erarbeiten. Auch sollen die erforderlichen Beschlüsse gefasst werden, mit dem Ziel, den Zusammenschluss zum 1.1.2022 zu vollziehen.“ Eine Befragung unter den Mitgliedern des Evangelischen Gemeinschaftsverband Herborn e.V. ergab bereits eine große Unterstützung für einen Wechsel zur DGD-Stiftung.


Spendenaktion von TeeGschwendner für Kinder in Not bringt hohe sechsstellige Summe ein

Mehr Wert!-Spendenaktion

Foto: TeeGschwendner GmbH
Foto: TeeGschwendner GmbH

(Hamburg/pm) - Als die Bundesregierung im letzten Jahr die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer ausrief, nutzte der deutsche Teefachhändler TeeGschwendner diese Chance, um mit dem ersparten Betrag einen echten Mehrwert für Kinder in Not zu schaffen. Auf Wunsch konnten die Kunden ihre 2 Prozent Ersparnis aus dem Teeeinkauf spenden. Sämtliche Erträge aus der Mehrwertsteuersenkung gingen als monatliche Spende an den Kindernothilfefonds des Deutschen Kinderhilfswerkes. Das tolle Ergebnis: bei der Mehr Wert!-Spendenaktion kam über sechs Monate verteilt eine Spendensumme im oberen sechsstelligen Bereich zusammen!

 

Mit diesem höchsterfreulichen Ergebnis konnte TeeGschwendner seine Spendenaktion erfolgreich beenden und zieht ein rundum positives Fazit: „Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk diese schöne Aktion umsetzen konnten und diese von unseren Kunden mit so viel Begeisterung und Engagement angenommen wurde. So ist am Ende eine großartige Summe herausgekommen, mit der wir Kindern in Not echte Unterstützung bieten können. Unser herzlicher Dank geht an alle Teefreunde, die dies gemeinsam möglich gemacht haben!“, so Geschäftsführer Thomas Holz.

 

Mit dem gesammelten Geld aus der Mehr Wert!-Spendenaktion wurden Initiativen, Vereine und andere Einrichtungen finanziell gefördert, die insbesondere arme Kinder und Jugendliche an eine ausgewogene und gesunde Ernährung heranführen. Auch Eltern werden in die Projekte miteinbezogen, damit das Gelernte zuhause umgesetzt werden kann. Gerade bei Familien mit geringen Einkommen fehlt oft das Geld für vollwertige Mahlzeiten. Dabei behalten Kinder und Jugendliche Ernährungsmuster oft ein Leben lang. Hier setzt der Ernährungsfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes an, um schon früh eine gute Basis zu schaffen und zu zeigen, wie einfach gesunde Ernährung eigentlich ist.

 

Auf seiner Website informiert TeeGschwendner über die Hintergründe und die Wirkung der Aktion Mehr Wert! – Gemeinsam für Kinder in Not: www.teegschwendner.de/mehr-wert-aktion

 

 

Nähere Informationen zum Deutschen Kinderhilfswerk e.V. finden Sie unter: www.dkhw.de


Steyler Ethik Bank veröffentlich Nachhaltigkeitsreport 2021

„Bei allem Klimaschutz nicht die Menschen vergessen“

 (Sankt Augustin/sm) Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Die Europäische Union etwa will die Finanzbranche in den Dienst der Umwelt stellen und setzt auf nachhaltige Geldanlagen. „Bei allem Klimaschutz darf man aber nicht die Menschen vergessen“, sagt Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Ethik Bank. Im aktuellen Nachhaltigkeitsreport 2021 wirbt das kirchliche Institut für einen Nachhaltigkeitsansatz, der auch soziale Kriterien umfasst und berichtet unter anderem über die Steyler Corona-Nothilfe im vergangenen Jahr.

 

Mit ihrem jährlichen erscheinenden Nachhaltigkeitsreport informiert die älteste ethische Bank Deutschlands über ihr Selbstverständnis als nachhaltiger Investor. „Für uns als christliche Bank ist nachhaltige Geldanlage kein Selbstzweck“, sagt Norbert Wolf. Zum Gründungsauftrag der Bank gehört auch soziales Engagement, konkret die dauerhafte Unterstützung der weltweiten Hilfsprojekte der Steyler Missionare. „Nachhaltig handeln ist eben weit mehr als Umweltschutz.“

 

Projekthilfe sichtbar machen

 

Viele Menschen möchten konkret wissen, was ihr Einsatz bewirkt. Daher ist die Steyler Ethik Bank im vergangenen Jahr dazu übergegangen, bei ausgewählten Produkten den Aspekt der Hilfe unmittelbar zu integrieren. So soll das soziale Engagement noch sichtbarer werden. Beispielsweise wird aus den Provisionserträgen, welche die Bank als Nachhaltigkeitsberater eines Partnerfonds einnimmt, mit einem festen Anteil ein Schulprojekt in Indien unterstützt. Mehr zu diesem Projekt und viele weitere Nachrichten finden Sie im Nachhaltigkeitsreport 2021 unter www.steyler-bank.de/report.

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank ist Anbieter von fairen Finanzdienstleistungen. Sie wurde 1964 vom katholischen Orden der Steyler Missionare gegründet und steht allen Privatkunden offen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung. Die Bank investiert nach sozialen und ökologischen Kriterien und ist Initiator von drei nachhaltigen Publikumsfonds der Marke Steyler Fair Invest. Seit ihrer Gründung förderte die älteste ethische Bank Deutschlands mit über 100 Millionen Euro Steyler Hilfsprojekte in 80 Ländern. (www.steyler-ethik-bank.de, www.steyler-fair-invest.de)

 


Red Dot Award: Brands & Communication Design 2021 startet am 22. März

Change as a Chance

 

(Essen/rd) - Der Red Dot Award: Brands & Communication Design startet am 22. März 2021 in eine neue Runde. Bis einschließlich 25. Juni sind Gestalter, Agenturen und Unternehmen eingeladen, ihre Kommunikationsdesign-Arbeiten und ihren ganzheitlichen Markenauftritt zum Wettbewerb einzureichen. Neu ist die Kategorie „Digital Solutions“, in der Teilnehmer digitale Projekte anmelden, die Chancen zur Veränderung bieten. Sieger können das renommierte Red Dot-Qualitätssiegel auf allen Kanälen nutzen, um ihre Designstärke international wirksam zu kommunizieren. 

Digitale Lösungen als Chance zur Veränderung
„Change as a Chance” – das gilt schon immer, aber zu Zeiten der Digitalisierung kommt dieser Überzeugung eine gänzlich neue Bedeutung zu. Unternehmen und Designer, die dies verinnerlicht haben, erhalten im Red Dot Award: Brands & Communication Design 2021 eine besondere Bühne: Ob neu entwickelt oder umfunktioniert – digitale Lösungen, die zur Weiterentwicklung beitragen, reichen sie in der neu eingeführten Kategorie „Digital Solutions“ ein. Prof. Dr. Peter Zec, Initiator und CEO von Red Dot, erläutert: „Ein wichtiges Kriterium für die Qualität im Design erkennen wir in der Optimierung des Gebrauchs. Dies gilt ganz besonders auch für die Gestaltung digitaler Anwendungen und Prozesse.“ Ihr Einsatz kann beispielsweise zur Förderung der Kommunikation und Interaktion führen. 

Kreative Kommunikationsarbeiten und starke Marken gesucht
Neben dieser Kategorie melden Teilnehmer des Red Dot Awards ihre Kommunikationsdesign-Arbeiten in weiteren 17 Rubriken im Bereich „Communication Design“ an. Diese reichen von „Corporate Design & Identity” über „Packaging Design“ und „Illustrations“ bis hin zu „Film & Animation“.

In der Sparte „Brands“ lassen Hersteller sowie Service- und Dienstleistungsunternehmen ihren ganzheitlichen Markenauftritt evaluieren. Ob „Automotive“, „Cosmetics“, „Outdoor“ oder „Watches“ – Firmen aus allen Branchen sind zur Teilnahme aufgerufen. 

Unterstützung für Nachwuchsdesigner
Auch Studenten und Young Professionals sind aufgefordert, ihr gestalterisches Können zu beweisen. An das beste der eingereichten Nachwuchs-Projekte gehen der Red Dot: Junior Prize und ein Preisgeld von 10.000 Euro.  

Red Dot-Auszeichnung beeinflusst alle Unternehmensbereiche
Die angemeldeten Arbeiten und Marken werden von der rund 25-köpfigen Red Dot Jury bewertet. Sie prämieren lediglich Projekte, die durch gute gestalterische Leistung überzeugen. Das Urteil der Experten ist ausschlaggebend in jeder Hinsicht, denn die Sieger können die Auszeichnung für die unterschiedlichsten Kommunikationsziele nutzen: Das renommierte Red Dot Label beeindruckt Kunden und potentielle Bewerber gleichermaßen. Die branchenübergreifende Bekanntheit und Reichweite des Awards sorgen für Sichtbarkeit bei den relevanten Zielgruppen und steigern die Reputation durch die gezielte Positionierung als designaffines Unternehmen. So stärkt das Label beispielsweise die globale Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber. 

 

Die Anmeldephasen auf einen Blick
Early Bird: 22. März – 20. April 2021
Regular: 21. April – 8. Juni 2021
Latecomer: 9. Juni – 25. Juni 2021


Universal Design Award 2021 für Hephata-Produktmarke „Für Uns“

 

Ausgezeichnet: Die Produktmarke „Für Uns – Hephata Diakonie“ ist am Freitag, 12. März 2021, mit dem Universal

 

Design Award ausgezeichnet worden. Lebensmittel aus den Landwirtschaften und Produkte aus den Manufakturen Hephatas tragen das Markenzeichen

 

 (Schwalmstadt-Treysa/ hd) - Erst im Dezember hat das Wurstschneidebrett aus der Für Uns-Manufaktur in Fritzlar den International Design Award gewonnen, am heutigen Freitag, 12. März, gab es gleich die nächste Auszeichnung für die Hephata Diakonie: Die Produktmarke „Für Uns“ hat den Universal Design Award gewonnen.

Der Universal Design Award wird jährlich verliehen im Rahmen der Munich Creative Business Week, Deutschlands größtes Designevent. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr ausschließlich online statt. Stellvertretend für die Expert*innen-Jury aus renommierten Fachleuten wie beispielsweise Wolfgang Sattler, Professor für Produktdesign an der Bauhaus-Universität Weimar, würdigte die Informationsdesignerin Veronika Egger die Entwicklung und Positionierung der Hephata-Produktmarke „Für Uns“: „Uns hat beeindruckt, dass es nicht nur um Markenentwicklung geht, sondern um ein gesellschaftliches Projekt. Über die Markenentwicklung, die sehr stimmig ist und das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt, ist es gelungen, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das allgemein akzeptiert ist. Es ist inklusiv, ökologisch nachhaltig und attraktiv in der Markengestaltung. Es ist nicht stigmatisierend in der Vermarktung und es hat eine nachhaltige Wirkung auf allen Ebenen. Ich gratuliere zum Prozess der Markenentwicklung und zum neuen Selbstverständnis.“

Entwickelt worden ist die Marke im Hephata-Geschäftsbereich Soziale Rehabilitation gemeinsam mit der Münchener Agentur 3HochK und deren beiden Experten für Lebensmittelvermarktung, Mi Kube und Georg Krause. In den vergangenen Jahren hat das Team der Hephata-Öffentlichkeitsarbeit die Marke über die Lebensmittel aus der Sozialen Landwirtschaft hinaus für weitere Produkte aus Manufakturen und Werkstätten Hephatas nutzbar gemacht. Entstanden sind beispielsweise weitere Produktverpackungen, Flyer, eine Website mit Image-Film, Beschilderungen, Event-Equipment und ein Online-Shop, der aus administrativen Gründen zwar noch nicht veröffentlicht worden ist, aber mittlerweile kurz vor dem Start steht. Als Leiter der Hephata-Öffentlichkeitsarbeit hat Johannes Fuhr den Prozess der Markenentwicklung moderiert und organisiert. Zur Auszeichnung mit dem Universal Design Award sagt er: „Der Preis ist eine wichtige Bestätigung für unseren gemeinsamen Ansatz, Produkte aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen nicht mit Mitleid, sondern mit Qualitäts- und Selbstbewusstsein zu vermarkten und dabei den Gemeinwohl-Aspekt zu fokussieren. Was in der Landwirtschaft und den Manufakturen Hephatas hergestellt wird, verdient, ernst genommen zu werden.“

Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.

 

 


Brot für die Welt auf der virtuellen ITB

Krise des Tourismus für nachhaltigen Neustart nutzen

 

ITB * Tourismus *  Corona * Nachhaltigkeit

(Berlin/bfw) - Der Tourismus steckt in Folge der Corona-Pandemie wirtschaftlich in seiner tiefsten Krise. Das spüren Unternehmen ebenso wie mehr als 100 Millionen Menschen weltweit, die ihre oft prekären Jobs verloren haben. Das Programm der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse (ITB, 9.-12. März 2021) bietet alles: von den klassischen Hochglanzpräsentationen bis hin zu neuen Ideen für mehr Nachhaltigkeit. „Jetzt entscheidet sich, wohin die Reise geht: Zurück zu alten Geschäftsmodellen oder hin zu mehr Nachhaltigkeit, Klimaschutz und fairen Arbeitsbedingungen“, sagt Antje Monshausen, Tourismusexpertin bei Brot für die Welt.

In jedem dritten Entwicklungsland ist der Tourismus die wichtigste Devisenquelle. Einige Länder im globalen Süden öffnen sich bereits wieder für internationale Gäste, obwohl ihre fragilen Gesundheitssysteme schon die eigene Bevölkerung nicht mehr versorgen können. Andere Tourismusregionen bauen auch jetzt gegen den Widerstand lokaler Landrechts-Aktivist:innen große Hotelanlagen, Wasserparks und Golfplätze für internationale Gäste. „Viele Länder setzen unter großem wirtschaftlichem Druck weiter auf ein Tourismus-Modell, das krisenanfällig ist und erhebliche ökologische und soziale Schäden verursacht“, erläutert Monshausen. „Dabei können sich gerade wirtschaftlich arme Länder im globalen Süden ein ‚Weiter so‘ nicht leisten. Eben weil der Tourismus ein wichtiges Standbein ihrer wirtschaftlichen Entwicklung ist, sollte die einheimische Bevölkerung stärker vom Tourismus profitieren, ohne dass ihre Lebensräume zerstört werden.“

Aus Sicht von Brot für die Welt steckt in der aktuellen Krise die Chance, den Tourismus neu auszurichten. „Teilen der Tourismus-Industrie wird langsam klar, dass Corona nicht die letzte Krise sein wird und Nachhaltigkeit der wichtigste Kompass für ein zukunftsfähiges Tourismusmodell ist“, sagt Monshausen. „Nur wenn der Tourismus seinen Klimafußabdruck verkleinert und mehr gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe der gastgebenden Gemeinschaften zulässt, wird er gestärkt aus der Krise hervorgehen.“ Gelingt das nicht, hat die Bevölkerung im Globalen Süden langfristig mehr Schaden als Nutzen vom Tourismus. „Politik und Unternehmen müssen jetzt die Weichen stellen, damit sich nach Corona ein hochwertiger, klimasensibler und resilienter Tourismus durchsetzen kann.“

Brot für die Welt berät und unterstützt einige Partnerorganisationen bei der Entwicklung nachhaltiger Reiseangebote und im Kampf gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen und ökologischen Raubbau im Tourismus.

Hinweise für Redaktionen:
Antje Monshausen, Leiterin von Tourism Watch bei Brot für die Welt, steht für Interviews zur Verfügung. Sie ist während der ITB erreichbar unter 0170-7606219 // antje.monshausen@brot-fuer-die-welt.de

Brot für die Welt – Tourism Watch auf der ITB (9. bis 12. März 2021):

Die ITB Berlin findet dieses Jahr unter dem Titel ITB NOW ausschließlich virtuell und als Fachmesse statt. Tourism Watch nimmt mit einem virtuellen Stand und Veranstaltungen im Rahmen des ITB-Kongresses teil. Wir laden Sie herzlich ein, uns auf der ITB zu besuchen. Mit unserem kostenlosen Gast-Zugang können Sie unseren Stand besuchen. Registrieren Sie sich mit diesem Code  ITBNOW-HCKVH6YMLGZ7NDLH auf https://www.itb.com/ITBBerlinNOW/Tickets/  

9. März 2021, 14:00-14:40 Uhr. To Do Award-Gewinnerpräsentation
Auszeichnung der Preisträger:innen des Menschenrechts-Awards und der zukunftsfähigen Tourismusinitiativen. Mit dabei: strategische Partnerorganisationen von Brot für die Welt. Laudatio: Antje Monshausen – Tourism Watch, Brot für die Welt

12. März 2021, 14:00 – 14:30 Uhr: Studiosus-Gespräch: Menschenrechte in den Lieferketten: Welches Sorgfaltspflichtengesetz brauchen wir?
Unter der Moderation von Tanja Samrotzki diskutieren:
•    Prof Dr. habil. Lisa Fröhlich – Präsidentin der CBS International Business School
•    Bettina Roth, Leiterin Qualitätsmanagement | VAUDE
•    Antje Monshausen – Tourism Watch, Brot für die Welt

12. März 2021, 15:15 – 15:55 Uhr: ITB Panel Diskussion zum Thema „Just Transitions in Global Tourism“
Gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft diskutiert Antje Monshausen von Tourism Watch bei Brot für die Welt über die notwendigen Veränderungen des Tourismus hin zu einem weniger klima-intensiven, dafür wert„volleren“ und widerstandsfähigen Reisen. Mit dabei:
•    Prof. Dr. Stefan Gössling – Professor für Tourismus und Nachhaltigkeit, Schweden
•    Zina Bencheikh – Managing Director EMEA | Intrepit Travel
•    Judy Kepher-Gona – Executive Director of Sustainable Travel & Tourism Agenda, Kenia
•    Joyatri Ray – Equitable Tourism Options, Indien

Publikationen von Tourism Watch bei Brot für die Welt:
Aktuell 66: Mit ein paar Klicks in den Urlaub - Wie Online-Buchungsplattformen und Bewertungsportale touristische Kleinunternehmer:innen im Globalen Süden unter Druck setzen. Brot für die Welt, 2020, 4 Seiten, https://www.tourism-watch.de/mit-ein-paar-klicks-den-urlaub
 
Tourism Watch Infodienst zum Thema Krisenstrategien. Unsere Autor:innen beschreiben ganz aktuell ihre Wege und Strategien in und aus der Krise: https://www.tourism-watch.de/de/newsletter/104/nr-104-durch-die-krise-navigieren-032021

Tourism Watch Infodienst zum Thema Inlandstourismus. Unsere Autor:innen aus Thailand, Indonesien, Uganda und Brasilien zeigen in der Novemberausgabe Chancen und Risiken der neuen Reisebewegungen: https://www.tourism-watch.de/de/newsletter/103/nr-103-inlandstourismus-112020

Tourism Watch Infodienst zum Thema Corona und Resilienz im Tourismus. Unsere Autor:innen beschreiben in der Juni-Ausgabe 2020 ihre Resilienzstrategien und erste Reaktionen auf die Corona-Krise: https://www.tourism-watch.de/de/newsletter/101/nr101-corona-und-resilienz-im-tourismus-062020

 

 

 


Kostenfreier Stromspar-Check

Tipps zum Energiesparen

Das Strom-Spar-Team Bad Kreuznach. Foto: Caritasverband. Foto: bt
Das Strom-Spar-Team Bad Kreuznach. Foto: Caritasverband. Foto: bt

 

 

(Trier/Saarbrücken/Koblenz/bt) – „Lock-down und Home-Schooling erhöhen den privaten Energieverbrauch und damit die Kosten – das belastet vor allem Haushalte mit geringen Einkommen“, weiß Diana Dahm, örtliche Stromspar-Check-Koordinatorin im Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe. Anlässlich des „Internationalen Tag des Energiesparens“ am Freitag, 5. März, bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stromspar-Checks des Caritasverbandes in den Landkreisen Bad Kreuznach und Birkenfeld eine Info-Hotline an. Auch die Caritasverbände Trier und Saar-Hochwald bieten an diesem Tag kostenlose telefonische Stromspar-Checks an.

 

Die kostenlose Stromspar-Beratung können alle Personen in Anspruch nehmen, die von Sozialleistungen leben oder eine sehr geringe Rente erhalten. Der Extra-Service durch die Telefonberatung zum Tag des Energiesparens soll Interessierten die Kontaktaufnahme erleichtern: Hier erfährt man kurzerhand, ob der kostenfreie Stromspar-Check das passende Angebot ist. Und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline können bereits erste Fragen klären und einen Termin zur ausführlichen Stromspar-Beratung vereinbaren. Diana Dahm ermutigt dazu, den 5. März als „Schnuppertag“ zu nutzen und sich ohne Scheu zu melden. „Wir freuen uns auf viele Anrufe und haben ein kompetentes, freundliches Team am Start.“

 

Der Stromspar-Check hilft Energiekosten direkt zu senken und Lösungen zu finden. Dazu besuchen geschulte Stromsparhelferinnen und -helfer die Haushalte und beraten individuell zu Wasser- und Energieverbrauch. Bei einem zweiten Besuch bringen die Expertinnen und Experten „Soforthilfen“ mit. Das sind beispielsweise LED-Leuchtmittel, abschaltbare Steckerleisten oder Spar-Duschköpfe – dafür zahlt der beratene Haushalt keinen Cent. Momentan ist der Stromspar-Check auch per Video-Chat oder telefonisch möglich.

 

Das Projekt hat noch einen weiteren positiven Effekt: Neben Ehrenamtlichen werden auch langzeitarbeitslose Menschen als Stromsparhelfer geschult und beschäftigt.

 

Die Expertinnen und Experten sind am Freitag, 5. März im Büro Bad Kreuznach über Tel.: 0671-83828-47 und in Idar-Oberstein über Tel.: 0151-65497806 erreichbar.

 

Auch an weiteren Stellen im Bistum Trier werden Stromspar-Checks angeboten, unter anderem  bei "Caritas für Menschen in Beschäftigung gGmbH" (CarMen) in Koblenz (Tel.: 0261-91160-11), bei den  Caritasverbänden Trier (Tel.: 0651-462788-69) und Saar-Hochwald (Tel.: 0681-99884-880). Die Hotline ist von 8 bis 18 Uhr geschaltet.

 


146 Milliarden Euro für die Tonne?

Banken und Kunststoffindustrie verschärfen globale Umweltkatastrophe

 

 

Dirty Profits * Plastik * Umweltkatastrophe * Banken

 

 

 

(Berlin/pm) – Europäische Top-Banken, darunter auch die Deutsche Bank und die Commerzbank, tragen durch ihre Milliarden-Investments und Finanzierungen massiv zur globalen Verschmutzung durch Plastik bei – dies belegt der heute vorgestellte Bericht „Dirty Profits“ der Nichtregierungsorganisation Facing Finance. Keine der untersuchten Banken verfügt bislang über eine umfassende Plastikrichtlinie, weder in Bezug auf die Produktionskette noch auf die Konsumgüterbranche.

 

 

 

Der Bericht analysiert die Investitionen und Finanzierungen von acht europäischen Großbanken, die Finanzbeziehungen in Höhe von annähernd 146 Milliarden Euro zu kunststoffproduzierenden oder -verarbeitenden Unternehmen unterhalten. Insgesamt haben die Banken den untersuchten Unternehmen seit 2017 Kapital in Höhe von rund 95 Milliarden Euro für die Finanzierung ihrer „plastikfreundlichen“ Geschäftsmodelle beschafft. Führend dabei waren die HSBC, Deutsche Bank, BNP Paribas und die spanische Santander. Zudem tätigten die Banken Investitionen im Gesamtvolumen von fast 52 Milliarden Euro in plastikfreundliche Branchen.

 

 

 

„Banken tragen besonders durch ihre Finanzierungen zur globalen Plastikverschmutzung bei und müssen in ihren Richtlinien endlich eine finanzielle Abkehr von nicht-nachhaltigen plastik-intensiven Geschäftsmodellen verankern“, fordert Thomas Küchenmeister, Geschäftsführender Vorstand von Facing Finance und Herausgeber des Berichtes.

 

 

 

„Orientierung bietet hier die EU-Taxonomie für nachhaltiges Wirtschaften. Sie stuft die Kunststoffproduktion eines Unternehmens nur dann als nachhaltig ein, wenn höchstens 10 Prozent Einwegplastik unter den Endprodukten ist oder wenn mindestens 90 Prozent recyceltes Ausgangsmaterial verwendet wird. Würden Finanzinstitute eine solche Maßgabe zur Grundlage ihrer Finanzierungen machen, wäre schon viel gewonnen“, erläutert Ute Straub, Referentin für Ethisches Investment bei Brot für die Welt.

 

 

 

Die 14 untersuchten Unternehmen, darunter die Rohstofflieferanten ExxonMobil und Shell, aber auch BASF und Ineos, die die Rohstoffe synthetisieren, haben einen maßgeblichen Anteil an der globalen Plastikverschmutzung. Bisher leisten die Plastik-verursachenden Unternehmen zu wenig, um die Belastung für Mensch und Umwelt einzudämmen. „Wir fordern von den Unternehmen ambitionierte und verbindliche Verpflichtungen, um ihren Plastikverbrauch deutlich zu reduzieren. Die kunststoffverarbeitende Industrie muss darüber hinaus menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten beachten, wie es auch der jüngste Gesetzentwurf für ein Lieferkettengesetz vorsieht. Unternehmen sollten zudem für die durch ihre Plastikproduktion und die Verwendung der Produkte entstehenden Schäden - vor allem der extremen Anhäufung von Mikroplastik in den Ökosystemen - haften“, so Dr. Klaus Schilder, Experte für verantwortliches Wirtschaften bei Misereor.

 

 

 

Plastik zu vermeiden muss dem Bericht zufolge oberstes Ziel bleiben. „Die Staatengemeinschaft muss sich für einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag zur Bewältigung der Plastikkrise einsetzen. Neben einem verbindlichen Reduktionsziel der Verschmutzung durch Kunststoffe sollte die Verwendung von nicht oder schwer recycelbaren Einwegplastikartikeln sowie giftigen Additiven eingeschränkt werden“, fordert Vanessa Müller, Facing Finance-Projektkoordinatorin des Dirty Profits Berichtes.

 

 

 

Der Bericht fordert für die Zukunft Anreize, Plastik zu vermeiden, wiederverwendbare Systeme einzuführen sowie Banken zu befähigen, eine Kreislaufwirtschaft finanziell zu begleiten und es Verbraucher:innen zu erleichtern, verpackungsfrei und nachhaltig zu konsumieren.

 

 

 

Weltweit macht Einwegplastik etwa die Hälfte aller produzierten Kunststoffe aus. Die seit fast 70 Jahren produzierten ca. 8,3 Mrd. Tonnen Plastik verursachten gut 6,3 Mrd. Tonnen Müll, der lediglich zu 9 Prozent recycelt und zu 12 Prozent verbrannt wurde. Fast 80 Prozent des Abfalls landen auf Müllhalden in freier Natur.

 

 

 

Der Bericht „Dirty Profits“ wird von Brot für die Welt, Misereor, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Stiftung Kindernothilfe sowie der schwedischen Entwicklungsbehörde Sida finanziert.

 

 

 

Die Nichtregierungsorganisation Facing Finance ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin. Er setzt sich für einen verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit finanziellen Ressourcen ein und fordert Investor:innen, Finanzdienstleister und Bank- und Versicherungskund:innen auf, nicht in Unternehmen zu investieren, die Menschenrechte und Umweltschutz missachten oder von Korruption und der Herstellung völkerrechtswidriger Waffen profitieren. Der Bericht „Dirty Profits“ wird jährlich zu einem anderen Schwerpunktthema veröffentlicht.

 

 

 

Weitere Informationen sind online zu finden: www.facing-finance.org

 

 

 

Der Bericht ist im pdf-Format abrufbar: https://www.facing-finance.org/files/2021/03/ff_dp8_INHALT_KOMPLETT_DE_RZ_DIGITAL.pdf

 

 

 

Stellungnahmen der untersuchten Unternehmen und Banken finden Sie hier: https://www.facing-finance.org/files/2021/03/210303_DirtyXProfitsX8_StellungnahmenXBankenXundXUnternehmen.pdf

 


SOS-Pädagogin Dr. Kristin Teuber im Interview zum Weltfrauentag

"Das Thema Gleichberechtigung ist zukunftsrelevant“

 (München/sos) Der Weltfrauentag wird seit 100 Jahren jedes Jahr am 8. März gefeiert, in Berlin ist er seit 2019 sogar gesetzlicher Feiertag. Und auch heute ist die Frage nach der Gleichberechtigung von Frauen und Männern keinesfalls überholt, sagt Dr. Kristin Teuber, Leiterin des Sozialpädagogischen Instituts von SOS-Kinder­dorf e.V. Im Interview spricht sie außerdem über die Aufgabenlast von Frauen in der Corona-Pandemie und darüber, wie Mädchen sich eigentlich zu starken Persönlichkeiten entwickeln können.

 

Frau Dr. Teuber, warum sollten wir den Weltfrauentag weiterhin feiern?

 

Der internationale Frauentag wird seit 100 Jahren begangen. Anfangs drehte er sich um die Einführung des Frauenwahlrechts. Insgesamt hat er eine wechselvolle Geschichte genommen, in den 1960er-Jahren wurde er in Deutschland durch die Frauenbewegung wiederbelebt. Anfang der 1980er-Jahre wurde die UN-Frauenkonvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau in Kraft gesetzt. Frauenrechte sind Menschenrechte. Das würde heute kaum jemand bestreiten. Und doch ist die Frage nach der Gleichberechtigung von Frauen und Männern keinesfalls überholt.

 

Frauen leisten mehr Haus- und Familienarbeit, sie verdienen im Schnitt noch immer weniger Geld als Männer. Sexismus, Belästigung und sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist im Alltag auf allen Ebenen zu beobachten, Frauen sind in Parlamenten und Führungsetagen weniger vertreten und wir haben es noch immer mit zahlreichen Geschlechterklischees zu tun. Selbstverständlichkeiten im alltäglichen Leben werden vielfach männlich gedacht, Standards häufig aus männlicher Perspektive normiert. Damit wird „männlich“ mit „normal“ gleichgesetzt. Das zeigt sich auch in unserer Sprache, in der oft unreflektiert die männliche Form verwendet wird – auch von Frauen übrigens. Frauen erscheinen dadurch als eine besondere Gruppe, quasi als Minderheit. Dabei machen sie etwa die Hälfte der Bevölkerung aus. All das schafft die soziale Praxis, in der wir leben.

 

Es gibt also viele Gründe, die dafür sprechen, den Weltfrauentag weiterhin zu begehen, auch wenn es mit einem Tag im Jahr nicht getan ist. Das Thema Gleichberechtigung ist zukunftsrelevant. Es braucht neben der gesellschaftlichen Awareness auch politisches Handeln. Immerhin hat die Bundesregierung seit dem Jahr 2020 die Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter aufgesetzt. Die wird nicht alles richten, aber sie ist ein wichtiges Signal an die Gesellschaft.

 

Das letzte Jahr hat Familien vor außergewöhnliche Herausforderungen gestellt. Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise speziell auf das Leben von Frauen?

 

Die Vereinten Nationen haben für den Weltfrauentag 2021 das Motto „Frauen in Führungspositionen. Für eine ebenbürtige Zukunft in einer COVID-19-Welt“ ausgewählt. Damit wird hervorgehoben, dass die Aufgabenlast von Frauen während der Pandemie deutlich gestiegen ist. Dies gilt auch hierzulande, wie einige Studien zeigen.

 

Frauen arbeiten häufiger in „systemrelevanten“ Berufen, die in der Krise wichtig sind: Kassiererinnen, Kranken- und Altenpflegerinnen, Erzieherinnen. Laut der Bundesagentur für Arbeit sind 75 % der Beschäftigten in Krankenhäusern weiblich. In Kitas und dem Einzelhandel liegen die Zahlen noch höher. Zudem zeigen verschiedene Studien bereits, dass Frauen den überwiegenden Teil der Kinderbetreuung, der Hausarbeit und der Begleitung beim Homeschooling übernehmen. Eine UN-Studie gibt an, dass Frauen etwa das Dreifache an Sorgearbeit leisten – wohlgemerkt unbezahlt. 20 % der Frauen in Deutschland haben während der Pandemie ihre Arbeitszeit reduziert, so eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin. Das hat natürlich langfristige Folgen für ihre berufliche Entwicklung sowie für die Alterssicherung. Frauen sind in der Krise vielfach schlechter bezahlt, einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt und sie tragen eine hohe Last.

 

In der Pandemie lässt sich also auch eine Rückkehr zu eher traditionellen Rollenmustern beobachten. Mit Blick auf die Aufgabenteilung zwischen Frauen und Männern wird deswegen öfters von einem Rollback im Geschlechterverhältnis gesprochen. Neulich war irgendwo der Titel „Viel Home, wenig Office“ zu lesen – eine treffende Beschreibung einer Situation, in der sich gerade viele Frauen wiederfinden. Und nicht zuletzt gibt es in der Krise mehr häusliche Gewalt, von der überwiegend Frauen (und Kinder) betroffen sind. Viele Frauenhäuser sind aktuell überfüllt. Auch von anderen Pandemien weltweit weiß man heute, dass die wirtschaftlichen Folgen für Frauen gravierender sind. Also die Auswirkungen der Pandemie auf Frauen zeichnen sich schon recht eindeutig ab.

 

Gibt es auch Chancen, die sich für Frauen in dieser Krise ergeben können?

 

Es gibt auch Stimmen, die davon ausgehen, dass Frauen gestärkt aus der Krise hervorgehen werden. Nun, auch das wird es geben. Meines Wissens sind derzeit solche systematischen Effekte noch nicht zu erkennen. Dafür bräuchte es belastbare Befunde aus empirischen Studien.

 

Was brauchen eigentlich Mädchen, um zu starken Persönlichkeiten zu werden?

 

Alle jungen Menschen werden dadurch gestärkt, dass sie sich mit ihren Bedürfnissen und Wünschen ernstgenommen fühlen und bei ihren Belangen mitsprechen können. Dass ihnen etwas zugetraut wird und sie über wichtige, ihr Leben betreffende Zusammenhänge aufgeklärt werden. Das gilt für Mädchen wie für Jungen. Bezogen auf die Geschlechter ist es wichtig, dass Mädchen auch Räume haben, in denen sie unter sich sind und sich nicht zu Jungen ins Verhältnis setzen (müssen). So können sie sich anders ausprobieren mit ihrem Verhalten und andere Erfahrungen machen als im koedukativen Kontext. Und es ist ganz zentral, dass Mädchen und Jungen nicht in unreflektierte Geschlechterrollen hinein sozialisiert werden, wie etwa: Mädchen sind eher still und Jungen wild, Rosa steht für Mädchen, Hellblau für Jungen usw. Eltern, Kitas und Schulen können viel dafür tun, diese geschlechtsstereotypen Zuschreibungen zu durchbrechen. Darum bemühen sich geschlechtersensible Ansätze in der Pädagogik.

 

Der SOS-Kinderdorf e.V.:

 

SOS-Kinderdorf bietet Kindern in Not ein Zuhause und hilft dabei, die soziale Situation benachteiligter junger Menschen und Familien zu verbessern. In SOS-Kinderdörfern wachsen Kinder, deren leibliche Eltern sich aus verschiedenen Gründen nicht um sie kümmern können, in einem familiären Umfeld auf. Sie erhalten Schutz und Geborgenheit und damit das Rüstzeug für ein gelingendes Leben.

 

Der SOS-Kinderdorfverein begleitet Mütter, Väter oder Familien und ihre Kinder von Anfang an in Mütter- und Familienzentren. Er bietet Frühförderung in seinen Kinder- und Begegnungseinrichtungen. Jugendlichen steht er zur Seite mit offenen Angeboten, bietet ihnen aber auch ein Zuhause in Jugendwohngemeinschaften sowie Perspektiven in berufsbildenden Einrichtungen. Ebenso gehören zum SOS-Kinderdorf e.V. die Dorfgemeinschaften für Menschen mit geistigen und seelischen Beeinträchtigungen. In Deutschland helfen in 39 Einrichtungen insgesamt rund 4.400 MitarbeiterInnen. Der Verein erreicht und unterstützt mit seinen über 800 Angeboten rund 109.500 Menschen in erschwerten Lebenslagen in Deutschland. Darüber hinaus finanziert der deutsche SOS-Kinderdorfverein 173 SOS-Einrichtungen in 29 Ländern weltweit.

 

Mehr Informationen unter www.sos-kinderdorf.de

 


Hackathon des KDFB: #gleichistgleich/Netzwerke und Verbände an einem digitalen Tisch

Equal Care – Weltfrauentag – Equal Pay: Da muss sich etwas bewegen

(München/kdfb) – Equal Care Day, Weltfrauentag und Equal Pay Day liegen im Zeitraum zwischen 1. März und 10. März. Diese Phase nutzt der Katholische Deutsche Frauenbund Landesverband Bayern (KDFB) für den Hackathon #gleichistgleich. „Echte Gleichstellung, Partnerschaft und Geschlechtergerechtigkeit – davon sind wir noch weit entfernt. Es gibt viele Ungleichgewichte, Ungerechtigkeiten und Versäumnisse und deren Veränderung müssen wir aktiv angehen. Dafür wollen wir mit dem Hackathon #gleichistgleich“ neue Wege eröffnen, so Emilia Müller, die KDFB-Landesvorsitzende.

Mit dabei beim Hackathon #gleichistgleich sind Manager*innen, Journalist*innen, Gleichstellungsbeauftragte, Mütter, Väter, Wissenschaftler*innen, Student*innen, Handwerker*innen, Schüler*innen. Die Bandbreite der angemeldeten Netzwerke reicht vom Landesfrauenrat über die Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an bayerischen Hochschulen bis hin zu den Culinary Ladies.

Die Themenschwerpunkt des Hackathons sind Politik, Partnerschaft und Erziehung, öffentlicher Raum, Medien und Sprache, sowie Kirche und auch Arbeitswelt, Forschung und Bildung. Zu diesen Bereichen werden gemischte Teams von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. März, digital zusammenarbeiten, Ideen für Lösungen und Konzepte für Verbesserungen entwickeln. „Wir wollen die Krise als Chance nutzen für den Beginn von Veränderung, deshalb auch diese zukunftsweisende Art der Zusammenarbeit – ein Hackathon“, so Emilia Müller.

Das Thema Gleichstellung sei im Angesicht der Auswirkungen der Coronakrise auf die soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft noch wichtiger geworden, so Emilia Müller, und macht die politische und gesellschaftliche Dimension der Thematik deutlich: „Die Aufgabenlast ist für Frauen während Pandemie nochmals deutlich gestiegen. Sie stellen das Gros des Personals in sozialen und Pflegeberufen. Sie übernehmen im häuslichen Umfeld primär die (unbezahlte) Pflege- und Betreuungsarbeit – Hausarbeit, Kinderbetreuung und Home Schooling. Sie kümmern sich um die Versorgung und Betreuung von älteren Familienangehörigen und Menschen mit Handicap. Im Sinne von Gleichstellung und echter Partnerschaftlichkeit muss deshalb das gesellschaftspolitische Ziel sein: Equal Care, Equal Pay und Equal Rights.“

Der KDFB Landesverband Bayern lädt mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales zum Hackathon ein. Die Eröffnungsveranstaltung am 4.März. kann man ab 19 Uhr per Stream verfolgen. Alle Informationen zum Hackathon sind zusammen gefasst unter www.frauenbund-bayern.de/gleichistgleich; dort ist bis 04.03.2021 auch die Anmeldung möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund Bayern ist mit 160.000 Mitgliedern der größte Frauenverband des Freistaats. Gegründet 1911 von Ellen Ammann, setzt er sich aufbauend auf dem Fundament des christlichen Glaubens in vielfältigen Aktivitäten für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein. Zum Landesverband Bayern gehören außerdem das Bildungswerk, der Verbraucherservice, das Familienpflegewerk und die Landfrauenvereinigung. 


Infografik: Nachfrage nach Solar-Aktien auf Rekordhoch, Anstieg von 1.328 % innerhalb eines Jahres

Grafik: kryptoszende.de
Grafik: kryptoszende.de

 

 

 

  • Relatives Google-Suchvolumen für „Solar Aktien" in erster Januarwoche 1.328 % über Vorjahreswert
  • Aktien aus Bereich Solarenergie im 12-Monats-Rückblick mit Kursanstiegen von bis zu 478 %
  • Im selben Zeitraum legte DAX lediglich 2,2 % an Notierung zu
  • 2020 11,8 % mehr Stromerzeugung aus Solarenergie wie noch im Jahr zuvor
  • Noch größerer Anstieg bei installierten Solardächern: Plus von 25 %

 

In der ersten Januarwoche stieg das relative Google-Suchvolumen für das Suchbegriffspaar „Solar Aktien" gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1.328 Prozent. Dass es die Anleger nicht bei der Informationsbeschaffung belassen, zeigt ein Blick auf die Kursentwicklung entsprechender börsennotierter Unternehmen. So stieg der Preis der Enphase Energy Aktien im 12-Monats-Rückblick um 478 Prozent, während der DAX lediglich 2,2 Prozent an Notierung zulegte. Dies geht aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervor.

 

Nicht nur auf dem Börsenparkett wird Solar immer wichtiger. So wurde in Deutschland im Corona-Krisenjahr 2020 11,8 Prozent mehr Strom aus Solarenergie erzeugt wie im Vorjahr. Noch größer der Anstieg bei den installierten Solardächern. Im vergangenen Jahr wurden in der Bundesrepublik rund 25 Prozent mehr Solardächer installiert als 2019.

 

Insgesamt beträgt der Anteil Erneuerbarer Energien an der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland inzwischen knapp 46 Prozent. Noch im Jahr 2015 waren es lediglich 29 Prozent. Wie die Infografik aufzeigt, könnte der Anteil bis zum Jahr 2030 sogar auf 65 Prozent ansteigen.

 

„Während zahlreiche Branchen im vergangenen Jahr eklatante Einbußen in Kauf nehmen mussten, wächst die Solarindustrie im Rekordtempo", so Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay. „Auch auf dem Börsenparkett wird das Thema Nachhaltigkeit zunehmend wichtiger – Aktionäre von börsennotierten Unternehmen im Bereich Solar- und Fotovoltaik konnten zuletzt ihr Kapital sogar vervielfachen". 

 

 

 

Interessanten Informationen und anschaulichen Infografiken https://kryptoszene.de/news/nachfrage-nach-solar-aktien-auf-rekordhoch-anstieg-von-1-328-innerhalb-eines-jahres/

 

 

 

Über Kryptoszene.de

 

Kryptoszene.de ist eine Nachrichten- und Informationsplattform, die Krypto-Interessenten und Anlegern News, Hintergrundberichte, Analysen und Anleitungen zum Kaufen und Handeln von Kryptowährungen anbietet.

 


Nach Gesetzesbeschluss: RECUP- und REBOWL-Pfandsystem rüstet Gastronomie für Mehrweg-Pflicht

Das Bundeskabinett hat heute die Novelle zur Änderung des Verpackungsgesetzes beschlossen. Restaurants, Cafés und Bistros sind ab 2023 verpflichtet, ihrer Kundschaft den Coffee-to-go oder das Take-away-Gericht in einem Mehrwegbehältnis anzubieten. Das Mehrwegsystem RECUP und REBOWL bietet deutschlandweit zusammen mit über 5.000 Ausgabestellen Konsument*innen sowie Gastronom*innen eine unkomplizierte und kostensparende Mehrweg-Alternative. Dabei setzt das Unternehmen, wie auch das Bundesumweltministerium, auf das System von Pfand. 

(München/Berlin/pm) - Das Bundeskabinett hat heute dem Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu einer Änderung des Verpackungsgesetzes zugestimmt. Gastronomie, die Waren zum Mitnehmen verkauft, ist demnach ab 2023 dazu verpflichtet, ihrer Kundschaft wiederverwendbare Becher oder Behälter als Alternative zu den Einwegverpackungen anzubieten. Eine Ausnahme gilt dabei für Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis 80 Quadratmetern und maximal fünf Mitarbeitern. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Mein Ziel ist, dass Mehrweg-Boxen und Mehrweg-Becher für unterwegs der neue Standard werden." 

 

RECUP- und REBOWL-Pfandsystem als Lösung

 

An diesem Ziel arbeitet auch die reCup GmbH aus München und etablierte schon vor 4 Jahren ein Pfandsystem für To-go-Becher und Take-away-Schalen, das sich mittlerweile über ganz Deutschland erstreckt. "Das RECUP- und REBOWL-Pfandsystem zeigt, dass Mehrweg funktioniert", so Fabian Eckert, Geschäftsführer der reCup GmbH, heute bei der Pressekonferenz des Bundesumweltministeriums. "Wir wissen, dass die Gastronomie momentan vor großen Herausforderungen steht, aber wir sind uns sicher, dass wir diese gemeinsam meistern werden", so Eckert weiter. Das Pfandsystem der reCup GmbH, welches zusammen mit Partnern wie Shell, Alnatura, McDonalds oder Bio Company Einwegmüll einspart, zeigt, dass die Mehrweg-Alternative weder mehr kosten muss, noch einen Verlust der To-go-Mentalität bedeutet. 

 

Mit dem flächendeckenden Pfandsystem für Mehrwegbehälter bietet die reCup GmbH als First-Mover bereits heute die Mehrweg-Lösung für die Gastronomie, die heute im Bundeskabinett beschlossen wurde. Aktuell können Gastronom*innen das Pfandsystem rund um die RECUP-Becher und REBOWL-Schalen kostenlos für 3 Monate testen. 

 

Warum die reCup GmbH auf Pfand setzt

 

Dass das System von Pfand in Deutschland funktioniert, unterstreicht der Beschluss des Kabinetts, die Pfandpflicht auf sämtliche Getränkeflaschen aus Einwegkunststoff sowie Getränkedosen zu erweitern. 

 

Auch RECUP und REBOWL zeigen, dass ein analoges Pfandsystem Mehrweg der breiten Masse zugänglich macht. Das Pfandsystem ist einfach zu nutzen, RECUP und REBOWL verzichten hierbei ganz bewusst auf eine App-Registrierung, denn so werden die Einstiegshürden sowohl für ihre Partner*Innen als auch für Nutzer*Innen möglichst gering gehalten. Es gibt keine fehleranfällige Technik im Hintergrund. Der Tauschhandel per Pfand ist ein geläufiges System, das allen Alters- und Gesellschaftsschichten zugänglich ist und sich ganz unkompliziert in den Alltag integrieren lässt. Den Vorteil dieses Systems sieht auch die Ministerin: "Wenn sie (die Mehrweg-Behälter) ein Pfand haben, dann gibt es einen höheren Anreiz, sie zurückzubringen und eben nicht draußen liegenzulassen", so Umweltministerin Svenja Schulze. 

 

 

Über die RECUP GmbH

 

Das im September 2016 von Fabian Eckert und Florian Pachaly gegründete Unternehmen RECUP GmbH bietet mit den beiden deutschlandweiten Pfandsystemen RECUP und REBOWL eine einfache, attraktive und nachhaltige Alternative zu Einwegverpackungen. Die zirkulären Pfandsysteme basieren auf zu 100% recyclebaren Mehrwegbehältern, RECUP auf Coffee-to-go-Bechern und REBOWL auf Take-away-Schalen. Die Pfandsysteme sind einfach zu nutzen und funktionieren ohne App-Registrierung oder Voranmeldung. Mit mittlerweile rund 45 Mitarbeitern*innen und über 5.300 Cafés, Restaurants, Bäckereien, Kiosken und Tankstellenstationen arbeitet die reCup GmbH an der bundesweiten Erweiterung der beiden Pfandsysteme. Ziel des unter anderem von der Deutschen Umwelthilfe e.V. als "Best Practice" ausgezeichneten Unternehmens ist es, Einweg überflüssig zu machen, die gesellschaftliche Sensibilisierung zum Thema Verpackungsmüll weiter voranzutreiben und dazu anzuregen, das allgemeine Konsumverhalten zu überdenken. Weitere Informationen zu RECUP unter www.recup.de. Weitere Informationen zu REBOWL unter www.rebowl.de

 


Bauckhof Mühle-Produkte unterstützt „Oft länger gut“-Kampagne

Foto: Bauck GmbH
Foto: Bauck GmbH

(Rosche/pm) - 18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland jährlich weggeworfen - die Bauckhof Mühle engagiert sich gegen diese Form der Lebensmittelverschwendung. Seit Jahresanfang 2021 sind die ersten Bauckhof-Produkte mit „Oft länger gut“-Label im Handel - eine Initiative von Too good to go. Das Ziel: Verbraucher darauf aufmerksam machen, dass Produkte auch nach Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) noch gut sein können.
Trocken, dunkel und gut verschlossen gelagert sind insbesondere Mehle, Müslis und Getreideflocken bis zu mehrere Monate über das MHD hinaus haltbar. Trotzdem werden Lebensmittel nach Ablauf des Datums häufig weggeschmissen, da Verbraucher das Mindesthaltbarkeitsdatum (bis zu diesem Datum hat das Produkt eine optimale Qualität) mit dem Verbrauchsdatum (nach Ablauf stellt der Verzehr ein gesundheitliches Risiko dar) verwechseln. Die Folge: Ein Drittel aller Lebensmittel werden weggeworfen, rund zehn Prozent hiervon aufgrund des Mindesthaltbarkeitsdatums.
„In Lebensmitteln stecken nicht nur wertvolle Inhaltsstoffe, sondern auch wichtige Ressourcen. Wer sie unüberlegt wegwirft, schadet der Umwelt“, so Jan-Peter Bauck, Geschäftsführer der Bauck GmbH. „Aus diesem Grund ist es uns wichtig, uns in der Initiative „Oft länger gut“ zu engagieren.“
Die Initiative „Oft länger gut“ hat sich das Ziel gesetzt, das Verständnis von Haltbarkeit nachhaltig zu ändern. Nach Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums ist ein Lebensmittel nicht automatisch ungenießbar. Verbraucher werden daher dazu aufgerufen, nach Ablauf des MHD ihre Sinne - Riechen, Schmecken, Sehen - zu nutzen, um zu beurteilen, ob ein Produkt noch verzehrt werden kann. Sticker mit dem Slogan „Oft länger gut“ erinnern die Verbraucher daran.
Auch auf vielen Bauckhof-Verpackungen wird in unmittelbarer Nähe zum MHD das „Oft länger gut“-Logo mit einem entsprechenden Hinweis platziert. Die Ergänzung auf den Verpackungen erfolgt ab Jahresanfang 2021 Stück für Stück.

Die Bauck GmbH
Die Bauck GmbH ist 1969 als einer der Pioniere unter den Naturkostherstellern aus den drei biologisch-dynamisch wirtschaftenden Bauckhöfen in Klein Süstedt, Stütensen und Amelinghausen hervorgegangen. Ursprünglich als Vermarktungsgesellschaft von Demeter-Erzeugnissen gegründet, stellt das Unternehmen heute unter der Marke „Bauckhof“ Demeter- und Bio-Produkte wie Mehle, Müslis und Backmischungen in seinen eigenen Mühlen her. Noch immer ist die Firma Familien- und Mitarbeiter-geführt. Mit den Landwirten der Region verbindet die Bauck GmbH eine langfristige und faire Partnerschaft. So werden bereits im Winter Verträge für die nächste und übernächste Ernte geschlossen. Preisspekulationen mit Demeter-Getreide möchte das Unternehmen so entgegenwirken und einen Beitrag dazu leisten, die biologisch-dynamische Landwirtschaft zu erhalten und zu fördern.

Die Marke Bauckhof: Mehle, Müslis und mehr
Erlesene Mehle, Backmischungen für saftige Kuchen und Brote, nahrhafte Porridges, vollwertige Müslis und herzhafte Pizza- und Burger-Mischungen, glutenfrei, weizenfrei und vegan - unter der Marke Bauckhof vertreibt die Bauck GmbH heute rund 140 Produkte. Die Bauckhof-Mühle steht für innovative Rezepturen, in denen ausschließlich Bio- und Demeter-Rohstoffe verarbeitet werden und die einfach zuzubereiten sind. Seit 2006 ist der Mühlenbetrieb außerdem auf glutenfreie Produkte, die der ganzen Familie schmecken, spezialisiert. Glutenfreie Bauckhof-Produkte tragen das Logo der durchgestrichenen Ähre der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG). Regelmäßige Glutenanalysen garantieren, dass Bauckhof-Produkte unter 20 ppm Gluten enthalten. Dazu tragen eine eigene Glutenfrei-Mühle, glutenfreie Mischanlangen sowie ein eigenes Glutenfrei-Labor bei.
Über Too Good To Go
Too Good To Go wurde 2015 mit dem Ziel gegründet, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Unter anderem ermöglicht Too Good To Go mit der eigenen App gastronomischen Betrieben wie Bäckereien, Restaurants, Cafés, Hotels und Supermärkten, ihr überproduziertes Essen zu einem vergünstigten Preis an SelbstabholerInnen anzubieten. International wurden bereits über 50 Millionen Mahlzeiten gerettet und somit ungefähr 125.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. In Deutschland hat Too Good To Go aktuell über 5.000 Partnerläden und eine Community von rund 4 Millionen Menschen. Am 3. April 2019 bekam das Unternehmen den Bundespreis “Zu gut für die Tonne” von Julia Klöckner verliehen. Zum Jahreswechsel 2020 erhielt Too Good To Go die B Corp Zertifizierung. B Corp ist eine globale Bewegung von Unternehmen, die sich das Ziel gesetzt haben, die Welt zum Positiven zu verändern.

Neben der App engagiert sich Too Good To Go auch in anderen Lebensbereichen für die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung - beispielsweise mit Aufklärungskampagnen, Bildungsangeboten sowie auf dem nationalen und internationalen politischen Parkett. Das Unternehmen ist in 15 Ländern tätig. Dazu gehören Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Frankreich, Norwegen, die Niederlande, Belgien, die Schweiz, Spanien, Italien, Polen, Portugal und Österreich. Seit diesem Jahr reihen sich auch die USA in die Länder der Lebensmittelretter ein.
Weitere Informationen zu „Oft länger gut“ finden Sie unter: https://toogoodtogo.de/mhd


RememberMe – the familiy network

Start von Deutschlands erster Familien- und Freundeskreis App

Foto: Rememberme - The Family Network
Foto: Rememberme - The Family Network

 

 

(Berlin). Es ist soweit. Deutschlands erste kostenlose Familien- und Freundeskreis-App startet. Deutschlands erste App für die Ewigkeit!

 

RememberMe – kurz RM – vereint neue Funktionen im Bereich der digitalen Welt. RM bündelt bekannte, aber auch neue innovative Anwendungen, die insbesondere Familie & Freunde einander näherbringt und zum ständigen Austausch und Kontakt einlädt. In RM sind umfangreiche Kommunikations-, Präsentations -, Dokumentations- und Archivierungs-Tools in einer Anwendung integriert. Die RM-App ist eine deutsche Entwicklung. Sie schützt private und vertrauliche Kommunikation und Daten, in dem sie den Fokus auf das Kommunizieren, Speichern und Bewahren von Daten auf den persönlich festgelegten Bereich wie Familie oder wertvolle Freunde sicherstellt. RM ist ein geschützter Raum, in dem die Nutzer/innen sicher sind, ohne Angst habe zu müssen, dass private Urlaubsfotos, Fotos von Kindern oder von wilden Abi-Feiern am Ende doch irgendwo öffentlich auftauchen oder im World Wide Web missbraucht werden. Darüber hinaus schafft sie Transparenz, Zuordnung, Übersicht und einfaches Auffinden von allen Erlebnissen und Fotos der Nutzer/innen.

 

Mit „VoicePics“ hat RM erstmals die Möglichkeit geschaffen, zu jedem Foto und Video die Geschichte dazu persönlich mit Sprachnachricht zu hinterlegen und festzuhalten. Der RM-Nachrichtendienst „Quick“ stellt eine schnelle und direkte Kommunikation und Chat untereinander sicher. RM präsentiert exklusiv den ersten „interaktiven Stammbaum“. Mit RM baut man eine vollständige und lückenlose Geschichte für Familie und Freunde auf und stellt sicher, dass diese von Generation zu Generation weiterentwickelt, fortgeschrieben und sichergestellt wird. Eine App für die Ewigkeit – die die Familiengeschichte, Erlebnisse, Ereignisse und Lebensstationen nie vergessen lässt.

 

Nach mehrmonatiger intensiver Arbeit ergänzt das junge Start up-Unternehmen RM remember.me AG mit dieser neuen App die Social-Media-Szene, die vorwiegend durch amerikanische Unternehmen geprägt ist. RM ermöglicht „Schnellschuss-Kommunikation“, die sich in einer langlebigen, nachvollzieh-baren und vollständigen Dokumentation und Übersicht bündelt. Das RM-Team besteht aus jungen IT-Experten, Entwicklern und Kommunikationsspezialisten, die sich zum Ziel gesetzt haben, Deutschlands erste Familien- und Freundes App am Markt zu etablieren, die Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit in einer einzigartigen App vereint und damit eine App für die Ewigkeit schafft.

 

Die RM-App ist eine deutsche Entwicklung. RM garantiert höchste Datensicherheit, da sämtliche Daten ausschließlich in Deutschland gehostet werden.

 

Mehr Informationen finden Sie unter:
www.rememberme.app

 


Die Landesarbeitsgemeinschaft Kirche und Tourismus zeigt Pilgerwege und -stationen in Baden-Württemberg

Kirchen beteiligen sich an CMTdigital

(Karlsruhe/Stuttgart/Freiburg/Rottenburg/ekiba/drs) - . Mit einem Video zum Thema Pilgern beteiligen sich die vier großen Kirchen in Baden-Württemberg am 26. Januar an der Tourismusmesse CMT, die dieses Jahr pandemiebedingt digital stattfindet. Sie verweisen damit auf ihr reichhaltiges Pilgerangebot, das Menschen helfen soll, eine Auszeit zu nehmen.

 

„Die Kirchen in Baden-Württemberg bauen derzeit ihr Pilgerangebot aus. Denn Pilgern hat eine lange kirchliche Tradition und tut Menschen gut, die eine Auszeit brauchen – gerade auch in schwierigen Zeiten oder bei biographisches Lebensübergängen“, erklärt Ingrid Knöll-Herde, derzeit Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Kirche und Tourismus der vier großen Kirchen in Baden-Württemberg. Der Videofilm, der eigens für die CMTdigital entwickelt wurde, zeigt wichtige Pilgerwege und -stationen, die quer durch Baden-Württemberg führen, darunter beispielsweise den Jakobusweg, der 1987 zum ersten Europäischen Kulturweg erklärt wurde, und den Martinusweg, der 1300 Kilometer durch Baden-Württemberg führt.

 

Es werden aber auch Angebote für neuere Formen des Pilgerns vorgestellt. Beispielsweise der Rad-Pilgerweg „MeinRadweg“, der von Rottenburg am Neckar über das Donautal und den Bodensee in die Schweiz führt; oder der unter dem Titel „Pilger.Schön“ von den Evangelischen Frauen in Baden entwickelte Pilgerweg, der sich mit inzwischen drei begleitenden Handbüchern gezielt an Frauen richtet. Darüber hinaus lädt das Video dazu ein, lokale Pilgerwege und spirituelle Wanderungen im Nationalpark Schwarzwald und an vielen Orten in Baden-Württemberg zu entdecken.

 

Außerdem möchte der Beitrag zeigen, wie Pilgern das Leben bereichern kann. „Wer sich auf den Weg macht, nimmt Abstand vom Alltäglichen. Pilgern ist Entschleunigung der Bewegung, der eigenen Gedanken und eine Sensibilisierung der Sinne für Eindrücke, die nicht mehr alltäglich sind“, erläutert Ingrid Knöll-Herde. „Pilgernd entdeckt man die Welt neu und hat die Chance, andere oder ganz neue Schwerpunkte zu setzen.“

 

Über die CMT hinaus bietet die Homepage www.pilgern-in-baden-wuerttemberg.de einen Überblick über die kirchlichen Angebote. Einen Fachtag zum Thema Pilgern (Titel: „Die Sehnsucht ist größer – Pilgern neu entdecken“) hat die Landesarbeitsgemeinschaft Kirche und Tourismus am 23. April im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart geplant.

 

Hintergrund:

 

Die Landesarbeitsgemeinschaft Kirche und Tourismus der vier großen Kirchen in Baden-Württemberg beteiligt sich seit vier Jahren mit einem gemeinsamen ökumenischen Stand an der Tourismusmesse CMT in Stuttgart.

 

Unter www.cmt-messe.de finden alle Interessierten ab sofort das gesamte Programm der CMT, die am Dienstag, 26. Januar, rein digital stattfindet. Das Programm startet um 9 Uhr und umfasst rund 40 Veranstaltungen aus allen Bereichen der CMT. In parallelen Streams und Videos zeigen touristische Anbieter ihre Angebote für die kommende Saison.

 

Weitere Infos zu Kirche und Tourismus: https://kirche-tourismus-bw.de/

 


Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V.

Stärkung der Diakonischen Unternehmenskultur liegt neuem kaufmännischen Vorstand Dr. Michael Gerhard am Herzen

Das „Wesen der Diakonie“ hat er als 22-Jähriger im Zivildienst erlebt, jetzt ist der heute 52-jährige Dr. Michael Gerhard kaufmännischer Vorstand der Hephata Diakonie – für ihn ein Traumberuf.
Das „Wesen der Diakonie“ hat er als 22-Jähriger im Zivildienst erlebt, jetzt ist der heute 52-jährige Dr. Michael Gerhard kaufmännischer Vorstand der Hephata Diakonie – für ihn ein Traumberuf.

 

Mit einem „Gefühl von Wertschätzung“ hat Dr. Michael Gerhard seinen Einstieg als neuer kaufmännischer Vorstand der Hephata Diakonie erlebt. Am 4. Januar hatte der 52-Jährige seinen ersten Arbeitstag. Dass die neue Aufgabe für ihn die perfekte Wahl gewesen ist, hat er indes schon voriges Jahr im Bewerbungsverfahren gemerkt.

 

Wenn Dr. Michael Gerhard in seinem neuen Büro den Blick schweifen lässt, schaut er durch die Fenster auf das Haus Nazareth. Dort haben Diakonissen 1864 den Grundstein für die spätere Entwicklung der Hephata Diakonie gelegt, die Gerhard heute als ein „modernes und diakonisches Sozialunternehmen“ ansieht und als solches weiterentwickeln und stärken will.

 

Auf dem Schreibtisch des neuen Vorstands liegen ein aufgeschlagener Aktenordner und ein Notizbuch. Neben der Tastatur klebt ein Haftnotizzettel. Es erinnert ihn an einen Anruf, den Gerhard sich vorgenommen hat. Sobald die Mitarbeiterin wieder im Dienst ist, die sich über Weihnachten und bis Silvester freiwillig für eine Woche mit einer Jugendhilfe-Wohngruppe in Quarantäne begeben hat, will er ihr persönlich „Danke“ sagen für diesen bemerkenswerten Einsatz.

 

Wertschätzung als wesentlichen Teil einer diakonischen Unternehmenskultur – auch Dr. Gerhard selber hat sie zu seinem Start bei Hephata erlebt. „Wie ich im Bewerbungsverfahren vom Aufsichtsrat behandelt worden bin, die Gespräche mit meinem künftigen Vorstandskollegen Maik Dietrich-Gibhardt und meinem Vorgänger Klaus Dieter Horchem und auch die ersten Begegnungen mit Mitarbeitenden und Leitenden Hephatas – ich fühle mich gut aufgenommen und habe schon jetzt richtig Freude an den neuen Aufgaben“, sagt der Stadtallendorfer.

 

Geboren in Frankfurt, aufgewachsen in Bad Vilbel und zuletzt mehr als 20 Jahre als Geschäftsführer der Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband GmbH in Marburg, die Träger mehrerer diakonischer Kliniken ist: „Ich bin echter Hesse und fühle mich insbesondere der Region hier sehr verbunden“, betont Dr. Gerhard. Heute lebt der passionierte Karatekämpfer und begeisterte Wanderer mit seiner Frau Silke in einem Einfamilienhaus in Stadtallendorf. Aus erster Ehe hat er zwei Kinder - Juliane (19) und Johannes (17).

 

Gerhards beruflicher Werdegang zeugt von großem Wissensdurst, dessen Zeugnis eine ganze Reihe an Abschlüssen sind: Gelernter Bankkaufmann, Diplom-Religionspädagoge, Diplom-Diakoniewissenschaftler, Diplom-Sozialarbeiter, Doktor der Philosophie, Diakon und Master der Betriebswirtschaft. Was ihn dabei angetrieben hat, ist der im Zivildienst geborene und nun bei Hephata in Erfüllung gegangene Berufswunsch: Vorstand einer großen diakonischen Komplexeinrichtung.

 

Als eine Art Schlüsselerlebnis für seine berufliche Laufbahn beschreibt der 52-Jährige eine Szene, in der er als Zivildienstleistender in einer Pflegeeinrichtung einem Senior beim Baden hilft. Der Pflegebedürftige gilt in dem Seniorenzentrum als verschlossen und zurückgezogen. Als Gerhard ihm beim Baden hilft, erzeugt das bei dem alten Mann offensichtlich eine Situation der Nähe und Gerhard spürt die Verantwortung in dieser Situation der Verletzlichkeit. Schließlich beginnt der Rentner etwas zu tun, was keiner erwartet hätte: Er redet und öffnet sein Herz.

 

„Es ist ein Gespräch entstanden, das zwar sicher nicht theologisch gewesen ist, für mich aber trotzdem den Charakter von Seelsorge hatte“, sagt Gerhard. In diesem Miteinander der helfenden Tat, also der Pflege, und der Zuwendung im Gespräch, hat der seinerzeit 22-jährige Zivildienstleistende und heutige Hephata-Vorstand das „Wesen von Diakonie“ erlebt, wie er sagt. „Für mich stand fest, dass ich mein damals bereits erworbenes kaufmännisches Wissen aus der Banklehre mit etwas Sozialem verbinden wollte. Die Leitung eines Sozialunternehmens war fortan mein Berufsziel.“

 

Ziele bleiben für den nun in der Hephata Diakonie angekommenen Vorstand ein wichtiges Thema. „Ein modernes Sozialunternehmen sein, das diakonisch und wirtschaftlich erfolgreich arbeitet und ein Teil der Gesellschaft ist – das sind meine Ziele für die Hephata Diakonie“, erklärt Gerhard. Zur Strategie, um die Ziele zu erreichen, sagt er: „Die Stärkung der diakonischen Unternehmenskultur ist für mich der wichtigste Punkt, auch für alle weiteren konkreten Ziele, die es gibt und die zu entwickeln sind.“ Konkret heißt das für ihn beispielsweise, die Ergebnisse der jüngsten Mitarbeiterbefragung weiter zu bearbeiten und aus ihnen abzulesen, was es braucht, um die mehr als 3.000 Mitarbeitenden Hephatas noch mehr zu beteiligen, sie letztlich zu Botschafterinnen und Botschaftern auch im Sinne der Weiterempfehlung Hephatas als Arbeitgeberin zu machen.

 

Wichtige Mulitplikator*innen sind für Gerhard auch die Spenderinnen und Spender Hephatas – das Fundraising ist ein Arbeitsfeld, das der neue Vorstand gerne ausbauen will. Auch, um Netzwerke zu knüpfen in die Gesellschaft, in die Gemeinden vor Ort, in denen Hephata sich für Menschen mit Hilfebedarf engagiert. Konkrete Herausforderungen aus Sicht des neuen Vorstands sind Investitionen in Gebäude und die Gewinnung und Bindung von neuen Mitarbeitenden. Allem anderen aktuell vorangestellt ist zudem die Bewältigung der Corona-Pandemie. „Hier leisten die Mitarbeitenden Hephatas wirklich Großartiges“, lobt Gerhard die Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen und Regionen.

 

An das spezifische und persönliche „Dankeschön“ erinnert die Haftnotiz auf seinem Schreibtisch mit der Telefonnummer der Jugendhilfe-Wohngruppe in Limburg. Dass dort ein kaufmännischer Vorstand anruft, ist nicht alltäglich, entspricht aber Gerhards Selbstbild: „Als Vorstand sehe ich mich auch als Förderer und Unterstützer. Und als Teil der Dienstgemeinschaft, die wir als Dienstgeberinnen und Dienstnehmerinnen miteinander bilden und die uns als Diakonie ausmacht. Das ist einzigartig in der Sozialwirtschaft.“

 

Hintergrund:
Vorstand der Hephata Diakonie

Dr. Michael Gerhard folgt als neuer kaufmännischer Vorstand der Hephata Diakonie auf Klaus Dieter Horchem, der im März 2021 in den Ruhestand gehen wird. Bis dahin werden die Geschicke Hephatas von drei Vorständen geleitet. Mit dem Renteneintritt von Horchem gibt es ein neues, gleichberechtigtes Vorstands-Duo aus Dr. Gerhard und Vorstandssprecher Maik Dietrich-Gibhardt. Gerhard war vom Aufsichtsrat Hephatas bereits im vorigen Sommer gewählt worden, er verfügt über langjährige Leitungserfahrungen sowohl als Geschäftsführer der Deutscher Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD) GmbH (seit 2004) als auch als Vorstand der DGD Stiftung (seit 2014) mit Verantwortung für einen Klinikverbund aus sechs Akutkrankenhäusern und zwei Rehakliniken in mehreren Bundesländern. Neben seiner betriebswirtschaftlichen Kompetenz als Master of Business Administration bringt Gerhard Diplom-Abschlüsse als Sozialarbeiter, Diakoniewissenschaftler und Religionspädagoge mit. Promoviert wurde der 52-Jährige als Doktor der Philosophie, wobei sich seine Dissertation mit diakonischem Handeln, ökonomischem Denken und ethischem Erwägen beschäftigt. Der zweifache Familienvater ist zudem 2006 in Hephata in das Diakonenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eingesegnet worden.

 

 

Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

 

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.

 

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

 

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

 

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.

 

 

 


Mainova engagiert sich für Obdachlosenhilfe

 

 

(Frankfurt/dw) - Mainova unterstützt drei Frankfurter Einrichtungen bei der Obdachlosenhilfe: Der regionale Energieversorger spendet insgesamt 7.500 Euro sowie über 300 Decken an die Diakonie Hessen und ihre Aktion „Wärmespenden“, den Kältebus des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten sowie den Frankfurter Standort der Off Road Kids Jugendhilfe (gGmbH).

 

Ferdinand Huhle, Bereichsleiter Konzernkommunikation und Public Affairs der Mainova AG, betont: „Mit unserem Engagement unterstützen wir die dringend benötigten Hilfsangebote für in Not geratene Menschen in Frankfurt. Die Corona-Pandemie erschwert deren Lebensumstände zusätzlich. Mein Dank gilt allen Helfern, die sich ganz besonders in der aktuellen schwierigen Situation persönlich für diese Menschen einsetzen.“

 

 

 

Stefan Gillich, Abteilungsleiter für Existenzsicherung, Armutspolitik und Gemeinwesendiakonie bei der Diakonie Hessen, sagt: „Den obdachlosen Menschen macht in diesem Winter neben der Kälte zusätzlich die Corona-Pandemie zu schaffen. So sind viele Einnahmequellen von wohnungslosen Menschen weggefallen. Auch sind die Kapazitäten in den Notunterkünften aufgrund der Hygiene- und Abstandsmaßnahmen reduziert.“

 

Christine Heinrichs, Stellvertretende Geschäftsführerin des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten, stellt fest: „Unser Kältebus ist in diesem Jahr besonders wichtig. Wir halten unsere Angebote für obdachlose Menschen trotz Corona aufrecht, auch wenn die Bedingungen schwieriger sind.“ 2

 

Dvora Leguy, Leiterin der Off Road Kids Streetwork Frankfurt, ergänzt: „In der aktuellen Situation verschärfen sich häusliche Probleme zum Teil. In Folge dessen sind vor allem auch mehr junge Menschen auf sich gestellt und suchen Hilfe.“

 

Alle drei Vertreter der Hilfsorganisationen betonten nachdrücklich, wie wichtig die Unterstützung ihrer Tätigkeiten ist, um den Obdachlosen in der Stadt gerade in der aktuellen Situation zu helfen, und bedankten sich für das Engagement der Mainova.

 

 

 

Über die Mainova AG

 

Die Mainova AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist Hessens größter Energieversorger und beliefert mehr als eine Million Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Wasser. Hinzu kommen zahlreiche Firmenkunden im gesamten Bundesgebiet. Das Unternehmen erzielte mit seinen 2.700 Mitarbeitern im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro. Die Mainova-Tochter NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH stellt mit ihrem mehr als 14.000 km umfassenden Energie- und Wassernetz die zuverlässige Versorgung in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet sicher. Die Mainova Servicedienste GmbH bietet mehrfach ausgezeichneten Service für die Kunden und treibt die Energiewende durch die Montage intelligenter Zähler voran. Die SRM Straßenbeleuchtung Rhein-Main sorgt in Frankfurt und weiteren Konzessionskommunen für eine zuverlässige Straßenbeleuchtung. Größte Anteilseigner der Mainova AG sind die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (75,2 Prozent) und die Münchener Thüga (24,5 Prozent). Die übrigen Aktien (0,3 Prozent) befinden sich im Streubesitz.

 

 

Diakonie Hessen – Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege

 

Die Diakonie Hessen ist Mitglieder- und Trägerverband für das evangelische Sozial- und Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). 2013 aus der Fusion der beiden Diakonischen Werke von EKKW und EKHN hervorgegangen ist die Diakonie Hessen als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen, Rheinland-Pfalz und im thüringischen Schmalkalden tätig. Als Träger diakonischer Arbeit beschäftigt die Diakonie Hessen in den Landesgeschäftsstellen in Frankfurt und Kassel, im Evangelischen Fröbelseminar, in den Evangelischen Freiwilligendiensten sowie in 17 regionalen Diakonischen Werken in Hessen und Nassau 1.637* Mitarbeitende. Dazu kommen 692* Freiwillige, die sich in einem Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst einbringen.

 


Achtsame und nachhaltige Weihnachtszeit

Weihnachten geht auch fair und umweltfreundlich

Von vielen Geschenken über den Adventskranz bis zum Weihnachtsschmaus: Weihnachten steht heutzutage auch für besonders viel Konsum. Der „Der Nachhaltige Warenkorb“ zeigt, wie dennoch faire und umweltbewusste Festtage gelingen.  

 

(Berlin/pm) - Wer dieses Jahr Geschenke kaufen möchte, sollte kleinere und mittelständige Geschäfte und Dienstleistungen unterstützen. Für lokal hergestellte Produkte gibt es die „Karte von morgen“, die alle passenden Läden in der Nähe auflistet. Verschiedene Siegel zeigen, ob Produkte nachhaltig und fair produziert wurden. Und es muss nicht immer etwas Neues sein. Neben Dekoration, die man ganz einfach selber basteln kann, finden sich im Internet auch zahllose Anleitungen und DIYs für selbstgemachte Geschenke. Von gestrickten Socken, über Makramee, selbstgeschossene und ausgedruckte Fotos, oder gekochte Marmelade, kann man fast alles selbst machen. Auch gebrauchte Bücher (vielleicht mit persönlicher Widmung) oder gebrauchte und aufgearbeitete Elektronik kann man in Betracht ziehen. Außerdem nicht wahllos verschenken, sondern überlegen, wer sich was wünschen könnte, was er oder sie braucht, oder was sie oder er in letzter Zeit erwähnt hat. 

 

Nachhaltiger Adventskranz und Deko

 

Einen Adventskranz kann man leicht selbst basteln. Einfach beim nächsten Spaziergang (heruntergefallene) Tannenzweige, Kiefernzapfen und Ähnliches sammeln. Fehlt die Inspiration helfen Bastelanleitungen und Bilder von fertigen Werken im Internet. Vielleicht reicht aber auch nur ein Teller mit schön drapierten Ornamenten und Weihnachtsbaumkugeln neben vier Kerzen. Nachhaltigkeitstipp: Lieber auf Kerzen mit Paraffin verzichten, da sie Palmöl enthalten. Besser sind Kerzen aus Bienenwachs. Für eine nachhaltige Festtagsdekoration empfiehlt es sich, alles Vorhandene zusammenzutragen und sich einen Überblick über Kerzen, Wandgehänge und Aufsteller zu machen. So lassen sich Spontankäufe leichter vermeiden. Für Deko aus Naturmaterialien wie Zweigen und Ästen und Tannenzapfen, die man bei einem Spaziergang findet, finden sich eine Menge Basteltipps im Internet. 

 

Festessen

 

Für viele Familien stellt das Weihnachtsessen den Mittelpunkt in der besinnlichen Zeit dar. Auch hier können Verbraucherinnen und Verbraucher nachhaltiger konsumieren, wenn sie ein paar Tipps beachten. Nachhaltigkeitstipps fürs Festessen: Wenn Fleisch, dann „bio“, regionale und saisonale Lebensmittel kaufen, im Dezember haben Kohlgemüse, Rüben, Lauch und Kartoffeln noch Saison, Reste verwerten sowie nachhaltige und faire Schokolade und Lebkuchen kaufen. 

 

(Online-)Festlichkeiten 

 

Da dieses Jahr niemand weiß, wie sich Regelungen an Weihnachten entwickeln werden oder wer generell Angehörige vor Covid-19 schützen möchte oder einfach Freunde verstreut in der Welt hat und sich Kontakt wünscht, der kann sich neben Videocalls auch zu kleinen Events von ein bis zwei Stunden Länge verabreden. Videocalls bei denen man sich die gesamte Zeit ins Gesicht starrt, können ermüdend wirken. Wir schlagen ein paar kleine Aktivitäten vor, die man zusammen machen kann. Analoge Spiele spielen (Stadt Land Fluss, Schach, Kniffel, Quizze), Videospiele im Multiplayer spielen und währenddessen einen Videocall laufen lassen, oder an getrennten Küchentischen basteln. Keks-Überraschung: Eine Keksbackmischung in einem Glas fertig anmischen, die fehlenden Zutaten und die anderen Hinweise auf einen Anhänger oder eine Karte schreiben, diese dem Glas beilegen und an Freunde versenden, samt einer Einladung für ein gemeinsames virtuelles Backen. Virtueller Weihnachtsmarkt: mit Glühwein und im Kerzenlicht vorbereitete Weihnachtsmarktsnacks essen und gemeinsam weihnachtliche Musik hören.

 

Geschenke für andere packen 

 

Wer dieses Jahr etwas Gutes tun möchte, der informiert sich über Initiativen, die Geschenke für weniger gutgestellte Menschen sammeln. Häufig bekommt man von den Organisationen Packlisten für die Pakete, die meist etwas Nützliches wie Hygieneartikel, aber auch Schönes wie Kinderbücher vorschlagen. Viele Organisationen sammeln noch bis etwa Mitte Dezember, damit die Geschenke auch pünktlich zu Weihnachten bei den richtigen Leuten landen.

 

Nachhaltig konsumieren ist heute schon möglich: Wie es geht, zeigt „Der Nachhaltige Warenkorb“ der RENN. Der Einkaufsführer weist auf nachhaltige Konsumalternativen hin und gibt mit Faustregeln Orientierung für konkrete Konsumentscheidungen zu Lebensmitteln, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik.

 

Die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) wurden 2016 auf Initiative des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ins Leben gerufen. Ein neues Netzwerk von insgesamt 20 – vornehmlich zivilgesellschaftlichen – Akteuren aus allen 16 Bundesländern, gegliedert in vier Netzstellen. Ihr Ziel: Die Umsetzung der Agenda 2030 in Deutschland vorantreiben. Vom Bund finanziert, von den Ländern benannt und bei der Projektdurchführung unabhängig, können die RENN dabei über die politischen Ebenen hinweg Akteure miteinander vernetzen, wie dies in einem föderal organisierten Staat sonst kaum möglich ist. Das Projekt wird von der Bundesregierung zunächst für fünf Jahre gefördert. Für die Gesamtkoordination ist eine Leitstelle in der Geschäftsstelle des RNE eingerichtet. 

 

RENN.süd ist die Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien für Süddeutschland. Sie trägt das Thema „Nachhaltig leben“ durch die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteure und Aktivitäten in die Breite. Themenschwerpunkt von RENN.süd ist „Nachhaltiger Konsum“.

 


Die Auszubildenden des Ford-Werks in Saarlouis unterstützen in der Vorweihnachtszeit Bedürftige

Ford-Azubis sammeln Lebensmittel für die Tafel

Für die Tafel in Saarlouis und Dillingen haben Ford-Azubis Lebensmittel gesammelt, mit denen mehrere Hundert Haushalte versorgt werden können - Die Spenden-Aktion läuft noch bis Ende des Jahres

 

(Köln/pm) - Eine gute Tat in der Adventszeit: Um Bedürftige zu unterstützen, haben sich die Auszubildenden im Ford-Werk Saarlouis eine besondere Aktion ausgedacht. Sie sammeln Lebensmittel für die Tafel in Saarlouis und in Dillingen, die als gemeinnützige Vereine die Spenden an arme und hilfsbedürftige Menschen verteilen.

 

Ende November haben die Azubis zunächst in den Ausbildungswerkstätten und im Büro der Jugend- und Auszubildendenvertretung Spendenkisten aufgestellt. "Anschließend informierten wir unsere Kolleginnen und Kollegen durch einen Flyer, welche Spenden gebraucht werden", sagt Lorenz Thieltges, Auszubildender zum Kfz-Mechatroniker. Als Lebensmittelspenden sind besonders Nudeln, Reis, Konserven, aber auch Schokolade begehrt. "Der Rest ging ganz von allein", erzählt Thieltges. "Die Auszubildenden brachten von zu Hause die Spenden mit und legten sie in die Spendenkisten.''

 

Mit dieser ehrenamtlichen Aktion unterstreichen die Ford-Auszubildenden, dass sie in ihrer Ausbildung außer technischem Know-How und Eigeninitiative auch soziale Werte vermittelt bekommen.

 

"In unserer Ausbildung wird uns immer wieder beigebracht, dass ein führsorglicher Umgang miteinander wichtig ist und wir auf unsere Mitmenschen achten und sie unterstützen sollen", sagt Denise Husack, die eine Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik machen.

 

Bei Ford in Saarlouis sind derzeit mehr als 150 Auszubildende tätig.

 

In den ersten zwei Wochen der Spendenaktion kamen bereits so viele Lebensmittel zusammen, dass die Tafeln damit mehrere Hundert Haushalte versorgen können. Entsprechend groß war die Freunde bei den gemeinnützigen Vereinen. "Eine tolle Aktion der Azubis, für die wir sehr dankbar sind" sagt Heidi Zech von der Tafel in Dillingen. "Durch die Corona-Pandemie hat sich die Anzahl der Bedürftigen erhöht.

 

Deshalb hat uns das Engagement der Auszubildenden sehr gefreut."

 

Und auch die Werkführung ist voll des Lobes: "Der Einsatz unserer Azubis macht uns richtig stolz", sagt Pano Kalandranis, der Personaleiter des Ford-Werks in Saarlouis. "Das zeigt, dass unsere Auszubildenden nicht nur top-ausgebildet und eigeninitiativ sind, sondern auch sozial engagiert."

 

Die Ford-Azubis sammeln noch bis zum Ende des Jahres Lebensmittelspenden und übergeben sie dann den Tafeln in Dillingen und Saarlouis.

 

Ford-Werke GmbH

 

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 22.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925 haben die Ford-Werke mehr als 47 Millionen Fahrzeuge produziert.

 


ZdK und KDFB fordern Einführung eines Lieferkettengesetzes noch in dieser Legislaturperiode

(Köln/kdfb) – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) begrüßt den Beschluss der ZdK-Vollversammlung ausdrücklich, mit dem die Bundesregierung aufgefordert wird, noch in dieser Legislaturperiode das schon lange geplante Lieferkettengesetz zu verabschieden.

 

KDFB-Vizepräsidentin Emilia Müller, die mit anderen KDFB-Frauen den Antrag in die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) eingebracht hatte, stellt dazu fest: „Als Christ*innen sehen wir die Notwendigkeit zum Handeln. Wir wollen mehr Fairness in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Deshalb muss ein gesetzlicher Rahmen geschaffen werden, in dem menschenrechtliche Sorgfaltspflichten von Unternehmen gesetzlich festgeschrieben werden. Eine Missachtung muss mit deutlichen Konsequenzen verknüpft werden.“

 

Als Mitglied der Initiative #Lieferkettengesetz engagiert sich der KDFB dafür, dass die großen deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden verpflichtet werden, Menschenrechte in ihren Lieferketten zu achten und Umweltzerstörungen zu vermeiden – auch im Ausland. Wer Schäden anrichtet, muss dafür auch die Verantwortung übernehmen. Emilia Müller bekräftigt: „Ein wichtiger Bestandteil des Lieferkettengesetzes muss sein, dass Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen haften, die durch ihre Missachtung von Sorgfaltspflichten entstanden sind.“

 

Der KDFB setzt sich weiterhin für die Verwirklichung des Lieferkettengesetzes ein und appelliert an die Bundesregierung, endlich das Gesetz auf den Weg zu bringen.

 

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 


Regional einkaufen

(Berlin / pm) - „Regional“ klingt grüner als es ist. Welche Fallstricke man bei regionalem Konsum beachten muss, aber auch welche Vorteile es hat, regionale Hersteller und Produzenten zu unterstützen, stellt „Der Nachhaltige Warenkorb“ vor.

 

Ein Blick in die Gemüse- und Obsttheke im nächsten Supermarkt lässt schnell vergessen, dass heimische Früchte eigentlich nur zeitweise erntereif und damit auch nur zeitweise an die Supermärkte lieferbar sind. Neben heimischen Frucht- und Obstsorten findet man auch allerhand exotische Importware aus der ganzen Welt.

 

Woher Gemüse und Obst stammen erfahren Verbraucherinnen und Verbraucher auf den kleinen Schildchen im Regal oder auf dem Etikett. Zurzeit finden sich im Supermarkt unter anderem (Bio-) Gurken aus Spanien, Äpfel aus Italien oder Ingwer aus Peru. Hauptsaison für die heimischen Gurken ist von März bis September. Saison für Apfel ist eigentlich nur von August bis Oktober. Wenn man im Juli einen Apfel aus der Region kauft, stammt dieser wahrscheinlich aus dem Lager von Landwirtinnen und Landwirten. Gemüse und Obst müssen gekühlt werden, damit sie im Lager frisch bleiben. Der gekauft Apfel ist höchstwahrscheinlich aus der Saison im letzten Jahr und wurde, wenn man ihn im Juli kauft, neun Monate lang gekühlt. Das erhöht die CO2-Emissionen enorm, auch wenn der Apfel von einem Feld in der Nähe stammt. Im Netz findet man auf verschiedenen Seiten Saisonkalender. Einzig Champignons und je nach Kalender Lauch oder Kartoffeln haben in Deutschland das gesamte Jahr Saison.

 

Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich mit nachhaltigem Konsum auseinandersetzen, stoßen schnell auf die Empfehlung, bei Lebensmitteln zu saisonalen und regionalen Produkten zu greifen, da diese weniger CO2-Emissionen freisetzen als der Import aus anderen Ländern. Allerdings sollte man darauf achten, dass der Begriff „regional“ nicht geschützt ist. Die Kennzeichnung kann zum Beispiel bedeuteten, dass Produkte in einer Region wie dem Rheinland produziert und dann nach ganz Deutschland ausgeliefert wurden. Wenn man mit dem Begriff „regional“ ein Lebensmittel verknüpft, welches aus der Region stammt, sollte man die Herkunftsbezeichnung auf Etiketten genau lesen und Bezeichnungen wie „von hier“ oder „aus der Region“ kritisch begegnen.

 

Außerdem bedeuten sowohl „saisonal“ als auch „regional“ nicht automatisch „bio“. Nur bei verifizierten und mit Siegeln gekennzeichneten Lebensmitteln können Verbraucherinnen und Verbraucher sicher sein, dass sie tatsächlich auch biologisch angebaut wurden und beispielsweise keine Pflanzengifte bei der Herstellung verwendet wurden.

 

Wenn man auch andere Konsumgüter oder Güter des alltäglichen Verbrauchs regional einkaufen will, hilft der schnelle Blick ins Netz. Dort haben sich verschiedene Initiativen zu Plattformen und Ratgebern formiert, die lokalspezifische Angebote sammeln und auflisten. Eine der Plattformen ist die Karte von morgen, die gesammelt deutschlandweite Einkaufsführer abbildet. Verbraucherinnen und Verbraucher können in der Karte von morgen nach Plattformen suchen, die Anlaufpunkte für regionale Lebensmittel, Kleidung und Dienstleister in ihrer Gegend zusammengetragen haben. Zukünftig findet man die Karte von morgen auch im Nachhaltigen Warenkorb.

 

Wie bei Lebensmitteln bedeutet auch bei weiteren Konsumgütern „regional hergestellt“ nicht automatisch fair oder umweltfreundlich. Wenn man Wert auf spezielle Kriterien legt, kann man auch hier auf Siegel achten, die genau das verifizieren. Bei Kleidung kennzeichnet beispielsweise das GOTS-Siegel faire und ökologische Textilien, bei anderen Produkten kann man nach dem Siegel des TÜV Rheinland Umweltzeichen Green Produkt Ausschau halten, das für Umweltschonung steht. Weitere Siegel finden sich in der Siegelübersicht des Nachhaltigen Warenkorbs.

 

Neben der Einsparung von CO2 durch kürzere Transportwege ergeben sich weitere Vorteile, die den regionalen Konsum attraktiver machen. Zum einen kann auf emotionaler Ebene die Wertschätzung für Lebensmittel wieder steigen, da eine automatische Reduzierung von verfügbaren Gemüse- und Obstsorten stattfindet, wenn Landwirtinnen und Landwirte jedes Jahr andere Sorten anbauen. Zum anderen erhöht Begrenzung die Vorfreude. Wenn man nicht schon im Februar Erdbeeren nascht, wächst die Freude auf die ersten frischen Erdbeeren vom Feld, die man vielleicht sogar selbst gesammelt hat. Neben dem Faktor der Wertschätzung für die Lebensmittel erhöht sich wahrscheinlich auch die Verbindung zu der Region in der man lebt, wenn man jeden Sonntag im Hofladen frische Lebensmittel kauft. So hat man einen engeren Kontakt zum Produzenten und seiner Ware. Das Geld fließt direkt zum Hersteller und in die Region. So gestaltet man diese aktiv mit und unterstützen eine bestimmte Anbauweise. Außerdem weiß man woher und von wem der Apfel stammt, den man gerade verspeist. Außer den emotionalen Effekten, die eine stärkere Einbindung von Konsumentinnen und Konsumenten in ihre Nachbarschaft bewirken können, werden auch Arbeitsplätze bei den Herstellern gesichert.

 

Durch die kürzeren Transportwege von Gemüse und Obst, können diese auf den Feldern ausreifen und Nährstoffe sammeln.  Bei vielen importieren Früchten und Gemüsesorten ist der Transport so lang, dass sie, angekommen in Deutschland, innerhalb weniger Tage schlecht werden würden. Darum werden diese Früchte und Gemüsesorten schon abgeerntet, bevor sie ausgereift sind. Sie reifen dann im Laufe ihrer Reise. Sobald die Fürchte abgeerntet sind, können sie nicht mehr mit Nährstoffen versorgt werden. Das führt dazu, dass sie weniger nährstoffhaltig sind. Der Import wirkt sich auch auf die Preise aus, weshalb der Direktvertrieb der Landwirte und Landwirtinnen aus der eigenen Nachbarschaft noch den weiteren Vorteil hat, dass die Preise niedriger ausfallen können.

 

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Nachhaltig konsumieren ist heute schon möglich: Wie es geht, zeigt „Der Nachhaltige Warenkorb“ der RENN. Der Einkaufsführer weist auf nachhaltige Konsumalternativen hin und gibt mit Faustregeln Orientierung für konkrete Konsumentscheidungen zu Lebensmitteln, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik.

 

Die Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) wurden 2016 auf Initiative des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ins Leben gerufen. Ein neues Netzwerk von insgesamt 20 – vornehmlich zivilgesellschaftlichen – Akteuren aus allen 16 Bundesländern, gegliedert in vier Netzstellen. Ihr Ziel: Die Umsetzung der Agenda 2030 in Deutschland vorantreiben. Vom Bund finanziert, von den Ländern benannt und bei der Projektdurchführung unabhängig, können die RENN dabei über die politischen Ebenen hinweg Akteure miteinander vernetzen, wie dies in einem föderal organisierten Staat sonst kaum möglich ist. Das Projekt wird von der Bundesregierung zunächst für fünf Jahre gefördert. Für die Gesamtkoordination ist eine Leitstelle in der Geschäftsstelle des RNE eingerichtet. 

 

RENN.süd ist die Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien für Süddeutschland. Sie trägt das Thema „Nachhaltig leben“ durch die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteure und Aktivitäten in die Breite. Themenschwerpunkt von RENN.süd ist „Nachhaltiger Konsum“.

 


Mittelstand fordert Dynamisierung der Verdienstgrenzen bei Minijobs

 

(Berlin/pm) - Der Mittelstand.BVMW fordert gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) die Anhebung und Dynamisierung der Verdienstgrenzen bei Minijobs. Die Dynamisierung sollte sich an der Lohnentwicklung orientieren.

 

Durch den steigenden Stundenlohn und die feste Lohnobergrenze von bisher 450 Euro stehen Arbeitnehmende in immer geringerem zeitlichem Umfang zur Verfügung, um nicht über die Grenze zu kommen und damit steuerlich benachteiligt zu werden. Dies hat zur Folge, dass sich die Anstellung von Mitarbeitern im Minijob für Mittelständler kaum noch lohnt. Die Arbeitenden können nicht vom steigenden Mindestlohn profitieren, da dessen Erhöhung nur einer Verkürzung ihrer Arbeitszeit gleichkommt. Aufseiten der Arbeitgeber werden viele Branchen bei jeder anstehenden Mindestlohnerhöhung mit hohen bürokratischen Aufwänden belastet, wenn

 

Arbeits- und Einsatzpläne aufgrund der starren Verdienstgrenzen angepasst werden müssen.

 

Das ist eine unhaltbare Situation, da sich der Minijob als ein erfolgreiches Modell zum Hinzuverdienst für Schüler, Studierende und Rentner und für den flexiblen Einsatz von Mitarbeitenden für Arbeitgeber bewährt hat, das von allen Beteiligten geschätzt wird.

 

Die Mittelstandsallianz* fordert daher in ihrem https://www.bvmw.de/f ileadmin/03-Themen/Mittelstandsallianz/Dateien/Positionspapier_Minijobgrenze.pdf eine Anhebung der Verdienstgrenzen auf 530 Euro sowie eine Dynamisierung derselben.

 

Über dieses Thema werden Der Mittelstand.BVMW und der BVDA an diesem Donnerstag bei einem virtuellen Frühstück mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages diskutieren.

 

*Der Mittelstand.BVMW und der BVDA arbeiten in der Mittelstandsallianz zusammen. Diesem in der deutschen Verbandslandschaft einmaligen Bündnis gehören 34 mittelständisch geprägte Verbände mit insgesamt rund 900.000 Mitgliedern an.

 


Was bleibt? – Gedenktage regen zum Nachdenken an

Quelle: unsplash/ Julia Kadel
Quelle: unsplash/ Julia Kadel

 

Allerheiligen und Allerseelen. Die beiden Gedenktage drehen sich im Kern um die Vergänglichkeit unseres irdischen Daseins. Für viele Menschen sind es Tage des Innehaltens, des Erinnerns. Sie gedenken Verstorbenen und legen Blumen oder Kränze auf die Gräber. In solchen Augenblick kommt auch die Frage auf: Was wird von mir einmal bleiben wird, über den Tod hinaus?

 

(Berlin/pm)  – Wenn die Blätter von den Bäumen fallen, die Tage kürzer werden und das Jahr zu Ende geht, nehmen das viele Menschen zum Anlass, mehr als sonst über Tod und Abschied nachzudenken. Auch die Gedenktage Allerheiligen und Allerseelen geben Anlass, sich an die Verstorbenen zu erinnern. Die Rituale sind vielfältig: Frische Blumen auf das Grab legen, alte Fotoalben durchblättern, Kerzen anzünden, ein Spaziergang zum Friedhof oder einfach ein Moment des Innehaltens und Erinnerns. Gedenken wir Verstorbenen, wird uns zugleich die eigene Vergänglichkeit stärker bewusst. Schnell stellen wir uns dann die Frage: Was bleibt eigentlich von mir, wenn ich nicht mehr bin?

 

„Was bleibt?“ – Dies Frage manifestiert das Nachdenken über das, was war und das, was für die Zukunft bleiben soll. Das beschäftigt Menschen seit jeher –im Großen wie im Kleinen: Wie wird sich die Welt wohl für kommende Generationen gestalten? Was wird bleiben und was verschwinden? Und werden sich Menschen an mich erinnern und meiner gedenken? Was passiert mit meinem Hab und Gut, mit Haus und Garten? Sind meine Liebsten versorgt? Was habe ich Bleibendes geschaffen?

 

Viele Menschen haben das Bedürfnis Gutes zu hinterlassenDenn „Menschen denken nicht nur darüber nach, wem sie ihren Wohlstand hinterlassen möchten, sondern auch darüber, künftigen Generationen ein Geschenk zu machen und so in Erinnerung zu bleiben“, sagt Susanne Anger, Sprecherin der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“. Das belegt auch eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung, die die Initiative in Auftrag gegeben hat: Fast jeder und jede dritte Deutsche ab 50 Jahren kann sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – bei den Kinderlosen sogar mehr als die Hälfte.

 

Gemeinnützig zu vererben eröffnet die Möglichkeit, eigene Werte an die nachfolgende Generation weiterzugeben und über den Tod hinaus wirken zu lassen. Die Entscheidung, welcher gute Zweck im Testament bedacht werden soll, ist immer geprägt durch die eigene Lebensgeschichte - durch schwere Zeiten oder Krankheit, besondere Begegnungen oder Momente des Glücks.

 

Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“, ein Zusammenschluss aus 22 gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen, ist eine Antwort auf das wachsende Bedürfnis, den Nachlass verantwortungsbewusst zu gestalten. Zur Gemeinschaftsinitiative gehören u.a. Amnesty Internation, Deutsches Kinderhilfswerk, Max-Planck-Gesellschaft, Deutsche Alzheimer Gesellschaft, DKMS, Welthungerhilfe, Johanniter-Unfall-Hilfe, Vier Pfoten und action medeor. Gemeinsames Ziel ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, potenzielle Erblasser zu informieren und sie bei der Gestaltung eines rechtsgültigen Testaments zu unterstützen. – Mit einem Testament die eigenen Werte weiterleben lassen, das ist letztendlich auch eine Antwort auf die Frage „Was bleibt?“. 

 

Weitere Informationen, Termine für Online-Veranstaltungen und Geschichten von Erblassern und Stifterinnen finden sich unter www.mein-erbe-tut-gutes.de

 


Nach zahlreichen „Iconic Moves“ für Kunden erhält Interbrand den Ehrentitel „Red Dot: Agency of the Year 2020“

Foto: Reddot design award
Foto: Reddot design award

 

(Essen/pm) - Interbrand, eine der weltweit führenden Brand Consultancys, erhält den Ehrentitel „Red Dot: Agency of the Year 2020”. Seit 2002 hat die Agentur die Jury des Red Dot Award: Brands & Communication Design konstant mit überdurchschnittlichen Gestaltungsleistungen überzeugt. Von der Strategie bis hin zur Umsetzung – das Unternehmen führt weltweit erfolgreiche Marken immer wieder effektiv durch fundamentale Wandlungsprozesse, die sogenannten „Iconic Moves“, die Sichtweisen verändern und Unternehmenswachstum fördern. 2020 bestätigen insgesamt fünf Auszeichnungen das kreative Know-How der Agentur und ihre Fähigkeit, außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.

 

Erfolgreich über Jahre hinweg
Der Ehrentitel „Red Dot: Agency of the Year“ ist die höchste Anerkennung im Red Dot Award: Brands & Communication Design. Er geht jedes Jahr an eine Agentur, die in besonderem Maße mit herausragenden gestalterischen Qualitäten überzeugt. Interbrand ist der Inbegriff dieser Definition: Seit 2002 erhielt die Markenberatung insgesamt 45 Auszeichnungen. Davon vergab die Red Dot Jury sogar drei Mal den Red Dot: Best of the Best. So erhielt das Team aus Madrid die Auszeichnung für das Video „Mahou: Living Life to the Fullest“, das für die Biermarke „Mahou“ produziert wurde. Die Prämierung für hohe Designqualität ging darüber hinaus an das Büro aus Seoul für das Markenkonzept „Imagine Your Korean Food“ für die Korea Tourism Organisation. Auch die Crew aus Tokio erhielt einen Red Dot: Best of the Best für das Branding „We Never Drop the Ball“ der Japan Volleyball League Organisation.

 

„Heutzutage ist die Brand das Instrument zur Kundenbindung. Stringenz und Stärke in der Markenführung sind wichtiger als je zuvor, denn nur so können Kunden von Halt, Beständigkeit und Identifikationsmöglichkeiten profitieren – Aspekte, die in der digitalen und schnelllebigen Welt von enormer Bedeutung sind. Dass Interbrands Arbeit genau hier ansetzt und dass sie die Disziplin der Markenführung revolutioniert, begeistert mich. Den Ehrentitel ‚Red Dot: Agency of the Year 2020‘ hat die Beratung mehr als verdient. Ich gratuliere dem gesamten Team herzlich zu diesem großartigen Erfolg“, so Prof. Dr. Peter Zec, Initiator und CEO von Red Dot.

 

Andy Payne über die Auszeichnung
Andy Payne, Global Chief Creative Officer von Interbrand, freut sich über die Prämierung und bestätigt Zecs Eindruck: „Der Prozess des Markenaufbaus hat sich in den letzten Jahren nicht nur verändert, sondern drastisch beschleunigt. Ein aktiver, dynamischer und kundenorientierter Ansatz ist heutzutage essentiell. Die Erwartungen der Kunden verändern sich schneller als die Unternehmen, was bedeutet, dass Marken mutige Schritte wagen müssen, um das Vertrauen der Konsumenten zu gewinnen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und bedeutsam für ihre Kunden zu sein. Unser Ziel ist es, unsere Kunden dabei zu unterstützen, diese mutigen Schritte zu gehen und sie in Zeiten des Wandels zu führen. Als Red Dot: Agency of the Year 2020 ausgezeichnet zu werden, spiegelt diese Veränderung nicht nur wider, sondern zeigt auch, dass Interbrands Arbeit auf allen Ebenen der Organisation qualitativ hochwertig ist.“

 

Interbrand: Pionier im Brand Building
1974 von John Murphy unter dem Namen „Novamark“ in London gegründet, gehört Interbrand seit 1993 zu Omnicom. Ob in New York, Brasilien, Südkorea, Japan, Großbritannien oder Deutschland – mit 15 Büros in 14 Ländern setzt die Markenberatung Projekte ihrer 500 Kunden in allen Teilen der Welt um. Unternehmen wie BMW, die Deutsche Telekom, Juventus oder Samsung setzen auf die beispiellose Kompetenz der Kreativen.

 

Die Kultur von Interbrand wird durch Werte, die die Agentur als „Behaviours“ bezeichnet, untermauert. Sie lauten „Lead with Love“, „Speak Up“, „Make it Happen” und „Be Brave” und werden von allen Mitarbeitern umgesetzt. So entsteht eine globale Community, die im steten Dialog miteinander steht und Wissen austauscht. Dieses Wissen wird beispielsweise durch Initiativen wie Interbrands jährlichen Best Global Brands Report, in dem die 100 wertvollsten globalen Marken analysiert werden, sowie durch die unternehmenseigene Akademie, das globale Zentrum für Spitzenleistungen in den Bereichen „Lernen“, „Entwicklung“ und „Aspiration“, generiert und weitergegeben. „Wissen ist unsere Kreativität“, summiert Andy Payne.

 

Red Dot Celebration und Siegerausstellung
Im Rahmen der Red Dot Celebration werden Interbrand und die Sieger des Red Dot Award: Brands & Communication Design 2020 gebührend online gefeiert. Das Web-Special stellt die besten Kommunikationsarbeiten und Marken des Jahres in den Mittelpunkt. Ob eine digitale Ausstellung mit allen prämierten Projekten oder aufschlussreiche Videos – Interessierte können sich auf spannende Inhalte freuen.

 

Am 23. Oktober öffnet die Sonderausstellung „Winners Red Dot Award: Brands & Communication Design 2020“ im Red Dot Design Museum Essen ihre Pforten. Von Büchern und Werbespots über Plakate und Apps bis hin zu Brand und Corporate Design – bis zum 3. Januar 2021 zeigt sie eine Auswahl der prämierten Kommunikationsarbeiten und Marken. Auch die Red Dot: Agency of the Year 2020, Interbrand, präsentiert in diesem Rahmen ihre herausragenden gestalterischen Leistungen.

 

Zum Web-Special: www.red-dot.de/celebration-2020

 


KAB macht bei Aktionstag auf die Lage der Kaufhof-Mitarbeiter in Neunkirchen aufmerksam

Kaufhof-Mitarbeiter leiden unter Jobverlust und respektloser Kundschaft

Der KAB-Diözesanseelsorger, der Neunkircher Pfarrer Markus Krastl, und die Betriebsratsvorsitzende der Kaufhof-Filiale in Neunkirchen machen am 7. Oktober, dem Welttag der menschenwürdigen Arbeit, auf die Situation der Kaufhof-Angestellten aufmerksam. Foto: Ute Kirch

 

 

(Neunkirchen/bt) – Rabatte wohin das Auge schaut: 50 Prozent, 60 Prozent, 70 Prozent. Die Tage der Filiale von Galeria Kaufhof in Neunkirchen sind gezählt. Am 17. Oktober öffnet das Warenhaus in der Kreisstadt ein letztes Mal. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigungen erhalten. Die Hoffnung, in letzter Minute doch noch gerettet zu werden, haben sie verloren. Was bleibt, ist der Schock. 

 

Angst, Trauer, Wut, Verzweiflung – alle Gefühle angesichts der ungewissen beruflichen Zukunft haben am 7. Oktober ihren Raum im öffentlichen Gottesdienst vor dem Kirchenladen „Momentum“ an der Bliespromenade inmitten der Neunkircher Innenstadt. Passend zum Welttag für menschenwürdige Arbeit hat die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bistum Trier die Kaufhof-Mitarbeiter zur Andacht zum Thema „menschenwürdig arbeiten – Solidarität leben“ eingeladen.

 

Bereits am Nachmittag hatte die KAB einen Infostand eingerichtet, um mit Passanten über die Situation der Kaufhof-Mitarbeiter und ihre allgemeinen Forderungen nach einem höheren Mindestlohn ins Gespräch zu kommen.  Im „Momentum“ hängen seit dieser Woche bis Monatsende unter dem Titel „WERT:voll* - *60% auf Alles, aber nicht auf mich!“ Porträts von zehn Kaufhof-Mitarbeiterinnen. Fotografiert hat sie Franz Mees, der bis zu seinem Ruhestand in der Kaufhof-Filiale gearbeitet hat. Die Porträts geben einer abstrakten Zahl ein Gesicht. Eine der Porträtierten ist Concetta La Rizza, die mit ihren 41 Jahren bereits auf 26 Jahre bei Kaufhof kommt. „Wir sind hier mehr als Kollegen. Wir sind hier erwachsen geworden. Wir sind eine Familie, die jetzt zerbricht“, sagt La Rizza, die auch Betriebsratsvorsitzende ist. Viele ihrer Kollegen arbeiteten seit vielen Jahrzehnten in dem Warenhaus in der Hüttenstadt – manche sogar zwischen 30 und 40 Jahren. Die wenigsten hätten bereits eine neue Beschäftigung in Aussicht. Manche hofften auf den neuen Globus-Markt, doch dieser öffne frühestens Ende 2021.  Sie selbst wisse auch noch nicht, wie es bei ihr beruflich weitergeht. Nur wenige Kollegen hätten das Angebot, in die Transfergesellschaft zu wechseln angenommen, da dies den Verlust der Abfindung bedeutet hätte.

 

Nachdem Mitte Juni die Kaufhauskette angekündigt hat, dass von den drei Standorten im Saarland die Filialen in Saarbrücken erhalten bleiben, aber Neunkirchen schließt, hat der Betriebsrat den KAB-Diözesanseelsorger Markus Krastl mit ins Boot geholt. Der 45-Jährige ist seit vier Jahren Pfarrer der Neunkircher Ortsteile Wiebelskirchen, Hangard und Münchwies.  Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien zu den bislang vier Gesprächsrunden gekommen, sagt der Geistliche. „Am Anfang waren es nur etwa zehn“, erinnert sich Krastl. Manche seien skeptisch gewesen: „Katholische Kirche? Will der jetzt mit uns beten?“, nennt er anfängliche Vorbehalte der Belegschaft. Doch mittlerweile sei eine Vertrauensbasis entstanden. „Trost kann man nicht auf Knopfdruck spenden. Aber Trost geht auch durch zuhören und einfach da sein“, sagt Krastl. Das bestätigt Concetta La Rizza: „Es tut uns unglaublich gut, dass er für uns da ist und uns zuhört. Er hat uns klar gemacht, dass wir uns in einem Trauerprozess befinden vergleichbar mit einem sterbenden Angehörigen. Wir versuchen, abzuschließen, aber das braucht Zeit“ Auf Wunsch bietet der Seelsorger auch Einzelgespräche an. Es sei wichtig, dass die Angestellten ihre Geschichte und ihr Leid einem Außenstehenden erzählen können. „Es nimmt jemand Anteil an ihrem Schicksal“, sagt Krastl, „ich bin gefühlt ein Trauerbegleiter, der auch Hoffnung geben will.“

 

In die Trauer um den Verlust ihres Arbeitsplatzes und finanzielle Sorgen mischt sich auch das Gefühl, von der Bevölkerung, selbst in Neunkirchen, nicht wahrgenommen zu werden. „Die Schließung des Warenhauses hat nicht den Skandal-Geruch der Schlecker-Frauen, die öffentlich stark wahrgenommen wurden. 50 gekündigte Mitarbeiter haben auch öffentlich nicht den Stellenwert wie 1000 Betroffene bei der Halberg Guss“, sagt Markus Krastl.

 

In den Gesprächen gehe es nicht nur um den Verlust des Arbeitsplatzes und Zukunftssorgen, sondern auch um das respektlose Verhalten der Kundschaft, das ihnen schwer zu schaffen mache. „Tagtäglich werden sie beleidigt, angepöbelt, beschimpft, verletzt – quasi mit der ganzen Filiale ,geschlachtet‘“, weiß Pfarrer Krastl. So werde Ware vom Ständer gerissen und dann achtlos fallengelassen. Er zeigt Fotos von Wäschebergen in den Umkleidekabinen. Kartons würden absichtlich aufgerissen und anschließend an der Kasse noch ein zusätzlicher Rabatt auf die bereits reduzierte Ware verlangt. Für die Beratung der Kundschaft sei kein Personal mehr vorhanden. „Daraufhin müssen sich die Mitarbeiter anhören, dass es ja kein Wunder sei, dass der Laden geschlossen werde. Das tut den Betroffenen unglaublich weh“, sagt Krastl. „Bei der Katholischen Arbeitsnehmerbewegung sprechen wir oft darüber, wie die Wirtschaft den Menschen als Kapital, als Ware betrachtet, aber wir müssen uns auch fragen, wie die Kundschaft mit den Menschen im Dienstleistungssektor umgeht.“  Manche Mitarbeiterinnen hielten diese Belastung nicht aus

 

La Rizza und ihre Kollegen haben sich versprochen, auch künftig den Kontakt untereinander halten zu wollen. „Aber es wird nicht mehr so sein wie vorher“, sagt die 41-Jährige.

 

 

 


Überschuldete Staaten brauchen umfassenden Schuldenerlass

Ein Moratorium reicht nicht aus

 

 

Schuldenerlass * IWF * Weltbank * Schuldenmoratorium

 

(Berlin/Düsseldorf/bfw) - Umfassende Schuldenerlasse für Entwicklungs- und Schwellenländer, die von der Corona-bedingten Rezession besonders stark betroffen sind, fordern das deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de, Brot für die Welt, MISEREOR und Oxfam Deutschland. Anlass ist die Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank (WB) vom 12.-18. Oktober 2020. Die Bundesregierung sollte sich zudem dafür einsetzen, das bestehende Schuldenmoratorium nicht nur zu verlängern, sondern in wesentlichen Punkten auszuweiten.

 

Die Organisationen kritisieren, dass das im April durch die G20 beschlossene Moratorium zu kurz greift, da die Gruppe der anspruchsberechtigten Länder zu klein sei und die privatwirtschaftlichen Gläubiger nicht mit in die Pflicht genommen werden. „Die Auswahlkriterien für das Moratorium schließen hochverschuldete Länder wie den Libanon und Sri Lanka derzeit aus, weil nur der Indikator Pro-Kopf-Einkommen zugrunde gelegt wird“, kommentiert Jürgen Kaiser, politischer Koordinator von erlassjahr.de. „So liegt der Fokus einseitig auf kleinen und leicht zu entlastenden Ländern, statt dem tatsächlichen Entschuldungsbedarf gerecht zu werden.“ Vielmehr sollten aussagekräftigere Indikatoren wie die Höhe der Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung und der Grad der Betroffenheit durch die wirtschaftliche Rezession ausschlaggebend sein, so Kaiser.

 

Kritik üben die Organisationen zudem an der bislang fehlenden Beteiligung privater Gläubiger an dem Schuldenmoratorium. „Eine Stundung der Zahlungsverpflichtungen durch öffentliche Gläubiger darf nicht dazu führen, dass private Gläubiger ihre finanziellen Ansprüche umso leichter durchsetzen können“, erklärt Eva Hanfstängl, Referentin für Entwicklungsfinanzierung von Brot für die Welt. „Wir bitten die Bundesregierung daher nachdrücklich, endlich Schritte zur Beteiligung privater Gläubiger einzuleiten, beispielsweise über die Nutzung der Gleichbehandlungsklausel des Pariser Clubs, über eine UN-Resolution oder über eine Änderung der IWF-Statuten.“ Durch einen solchen Schritt werden die Kosten eines Schuldenerlasses auch auf private Banken und Fondsgesellschaften umgelegt und so die Haushalte in den Schuldnerländern entlastet. Die Bundesregierung müsse gemeinsam mit dem IWF und anderen Gläubigerstaaten ein politisches Rahmenwerk entwickeln, das die Einbeziehung privater Gläubiger sicherstellt.

 

Auch die Erwartung der G20 und des Pariser Clubs an die Schuldnerländer, den im Rahmen des Moratoriums gestundeten Schuldendienst bereits 2022-2024 zurückzuzahlen, sei unrealistisch. Tobias Hauschild, Experte für Entwicklungsfinanzierung bei Oxfam Deutschland mahnt: „Selbst bei einer Verlängerung des Moratoriums um mehrere Jahre wären viele Länder angesichts des Corona-bedingten wirtschaftlichen Einbruchs nicht in der Lage, Schuldenrückzahlungen so bald wieder aufzunehmen. Es ist völlig unrealistisch, dass die für die Länder des Globalen Südens bedeutenden Wirtschaftssektoren, darunter Tourismus oder der Export von Rohstoffen, und die daraus resultierenden Einnahmen schon in Kürze wieder das Vorkrisen-Niveau erreichen.” Der vom IWF für 2020 prognostizierte globale Wachstumseinbruch um 4,9 Prozent wird eine Reihe dieser Länder überproportional treffen.

 

erlassjahr.de, Brot für die Welt, MISEREOR und Oxfam Deutschland fordern die Bundesregierung und andere IWF-Mitgliedstaaten daher auf, rasch umfassende und dauerhafte Schuldenerlasse für alle bedürftigen kritisch verschuldeten Entwicklungs- und Schwellenländer zu ermöglichen. „Es ist jetzt Zeit für die Neubewertung der Schuldentragfähigkeit hochverschuldeter Länder und für Schuldenstreichungen auf ein nachhaltig belastbares Maß“, erklärt Klaus Schilder, Experte für Entwicklungsfinanzierung bei MISEREOR. „Wird jetzt nicht vorausschauend und mutig gehandelt, befürchten wir ein weiteres‚ verlorenes Entwicklungsjahrzehnt für hochverschuldete Staaten. Hauptleidtragende wären – wie so oft – die Menschen in den betroffenen Ländern.“

 

Jeder Dollar erlassener Schulden könnte direkt in die Stärkung der Gesundheits- und Bildungssysteme und in die soziale Sicherung investiert werden. Schuldenerlasse seien angesichts leerer öffentlicher Kassen ein wichtiger Baustein, um die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bis 2030 zu erreichen, so Schilder.

 

Das im April 2020 beschlossene Schuldenmoratorium der G20, die Debt Service Suspension Initiative (DSSI), wurde insgesamt 73 Staaten angeboten. 46 von ihnen haben es bislang angenommen, darunter Länder wie Pakistan und Angola. Aktuell befinden sich 17 Staaten im teilweisen Zahlungsausfall. 27 weiteren ärmeren und kleineren Staaten bescheinigt der IWF ein hohes Überschuldungsrisiko.

 


Projekt unter startnext.de/100-jahre-planetarium in der Startphase

Crowdfunding-Aktion für „100 Jahre Planetarium“ startet

 

(Bochum/gdp)- Die Sterne waren nur der Anfang. Seit Anbeginn der Zeit sind Menschen fasziniert vom Sternenhimmel und von den Geheimnissen des Universums. Im Jubiläumsjahr 2023 soll "100 Jahre Planetarium“ gefeiert werden. Das Planetarium ist eine herausragende deutsche Erfindung, die sich in den vergangenen hundert Jahren immer weiterentwickelt hat. Bevor die Organisatoren der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien e. V. (GDP) und der International Planetarium Society (IPS) mit den Aktionen 2023 weltweit auf Tour gehen, brauchen sie finanzielle Hilfe, um die Jubiläumsaktivitäten vorzubereiten und insbesondere einen 360°-Fulldome-Video-Trailer zu erstellen. Dazu haben sie eine Crowdfunding-Aktion unter www.startnext.de/100-jahre-planetarium ins Leben gerufen.

 

Jeder „Fan“ auf Startnext zählt
„100 Jahre Planetarium ist bei Startnext in der sogenannten Startphase. Das heißt, dass die Öffentlichkeit mehr über unser Projekt erfahren kann und wir unsere Projektseite bei Bedarf auch noch überarbeiten und offene Fragen klären können“, erklärt Dr. Björn Voß, Präsident der GDP. „Ganz wichtig: Wir können schon in dieser Phase Fans gewinnen: Diese Leute folgen uns auf Startnext und können sich so schnell und einfach immer wieder über den Status unseres Projekts informieren. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass es nachher auch mit der Finanzierung klappt“. Denn bei Crowdfunding gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip, berichtet Björn Voß: „Nur wenn wir unsere Funding-Ziele erreichen, wird das Geld auch tatsächlich über die Plattform ausgezahlt. Wir haben uns für 1.000 EUR als erstes und 14.999 EUR als zweites Fundingziel entschieden. Und wir hoffen, dass die Zeit und Mühe, die wir in dieses Projekt gesteckt haben, Früchte tragen. Wir freuen uns über jeden, der auf www.startnext.de/100-jahre-planetarium kostenlos und unverbindlich Fan unseres Projekts wird und uns vielleicht sogar Feedback dazu gibt.“ Nach Abschluss der Startphase wird das Crowdfunding-Projekt Mitte Oktober in die heiße Phase wechseln: Erst dann wird Geld gesammelt. Björn Voß und sein Team hoffen, auf dem Weg bis dahin möglichst viele Fans vollends zu überzeugen und zu Unterstützern zu machen. 

 

Wie kann man 100 Jahre Planetarium unterstützen?
Freiwillige aus zahlreichen Planetarien in Deutschland und auch international haben sich schon jetzt zusammengetan, um einen bunten Strauß an Maßnahmen für das Jubiläumsjahr zu planen. Dazu zählen u.a. eine Planetariumsshow für alle Planetarien weltweit, eine Wander-Ausstellung, weltweite Aktionstage und Contests für Kinder und Jugendliche. Bevor die Verantwortlichen 2023 weltweit mit den Aktionen auf Tour gehen, brauchen sie finanzielle Hilfe um diese Aktionen vorzubereiten. Mit der Crowdfunding-Aktion möchten sie einen 360°-Fulldome-Trailer für alle teilnehmenden Planetarien finanzieren. 
Alle, die der Meinung sind, dass mehr (junge) Menschen die Faszination Wissenschaft erleben sollen, sind herzlich eingeladen, die Aktion unter www.startnext.com/100-jahre-planetarium mit kleinen und großen Beträgen ab 10 EUR zu unterstützen. Natürlich gibt es dafür auch Dankeschöns: Abhängig von der Höhe der Unterstützung kann man exklusive Taschen, Mützen oder Schals mit dem Aufdruck „Die Sterne waren nur der Anfang!“ als Dankeschön einsammeln. Das absolute Highlight bei einem Einsatz für eine Unterstützung in Höhe von 1.000 EUR ist, den eigenen Namen 2023 im Abspann einer Fulldome-Show zu „100 Jahre Planetarium“ zu lesen – damit die Zeit bis dahin schneller vergeht, gibt es natürlich ein Set aus Mütze, Schal und Baumwolltasche vorab.

 

 

 

Über die GDP

 

Die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien e.V. (GDP) ist ein Zusammenschluss von Planetarien, deren Mitarbeitern, sowie Planetariums-interessierten Personen vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus anderen Ländern, mit dem Ziel die Zusammenarbeit der Planetarien im deutschsprachigen Raum zu fördern. Die Gesellschaft wurde im Mai 2011 gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt.

 

 

 


Entwicklungsländer setzen in Corona-Krise zunehmend auf Inlandsreisen

Neuer Tourismus in schweren Zeiten

Welttourismustag (27.9.) * Corona * Entwicklungsländer

 

(Berlin/pm) - Der Welttourismustag (27.9.) ist alljährlich eine willkommene Gelegenheit, neue Wachstumszahlen beim globalen Reisen zu feiern. Nicht so in Corona-Zeiten: Auch wenn das Ende der globalen Reisewarnung in Deutschland am 1. Oktober kurz bevorsteht, liegt der grenzüberschreitende Tourismus weltweit am Boden. Global sind 100 Millionen Jobs gefährdet. In der Krise zeigt sich jedoch auch die Energie und Wandlungsfähigkeit der Tourismus-Branche. „Viele Länder im Globalen Süden, die sich bisher vor allem auf internationale Reisende spezialisiert hatten, setzen nun auf das Potential des nationalen Reisens“, sagt Antje Monshausen, Tourismusexpertin bei Brot für die Welt. In Indonesien, Peru oder Kamerun gingen schon vor Corona mehr als drei Viertel aller Hotelübernachtungen auf das Konto der Inlands-Reisenden. In Indien kommt auf zehn indische Touristen gerade mal ein internationaler Gast.

 

Der nationale Tourismus bietet aber nicht nur der lokalen Wirtschaft den Strohhalm, nach dem sie sich dringend sehnt – er macht den Tourismus im Globalen Süden auch zukunftsfester. „In einer Welt zunehmender Krisen, sei es die Klimakrise, seien es politische Spannungen, erholt sich der nationale Tourismus zügiger als der internationale“, sagt Monshausen. „Auch die Nachhaltigkeitsbilanz ist meist deutlich besser: Reisende aus dem eigenen Land nutzen mehr lokale Produkte und legen weniger Wert auf importierte Lebensmittel, die vor allem den internationalen Geschmack bedienen. Wegen der kürzeren Anreisewege ist auch die Klimabilanz weniger schädlich.“ Darüber hinaus bestätigen Partnerorganisationen von Brot für die Welt aus aller Welt, dass  der nationale Tourismus in vielen Ländern auch wirtschaftlich breitere Wirkung entfaltet, weil die Ausgaben nicht nur im Hotel bleiben, sondern auch kleine Händler und Restaurants profitieren. 

 

Monshausen betont, dass die aktuelle Krise eine dringend notwendige Entwicklung vorantreibt, denn das massentouristische Modell erweist sich nicht erst seit Corona als Problem. Im Globalen Süden haben viele Länder – insbesondere kleine Inselstaaten im Pazifik und der Karibik, aber auch in Nordafrika - auf einen exportorientierten Tourismus gesetzt mit großen Strandhotels, die Fischern den Zugang zum Meer verbauen und der Bevölkerung im Wortsinne das Wasser abgraben. Für den Hotel- und Flughafenbau haben sie sich oft hoch verschuldet und internationalen Investoren Steuererleichterungen versprochen. Diese Gelder fehlen heute im Etat für Bildung und Gesundheit.

 

„Es zeigt sich jetzt, dass Länder, in denen der Tourismus ein wirtschaftliches Standbein neben anderen ist und die Sektoren – vom Tourismus über die Landwirtschaft bis zum Handwerk und IT – gut ineinandergreifen, wirtschaftlich besser durch die Corona-Krise kommen“, so Monshausen. „Von der Zunahme des nationalen Tourismus im Globalen Süden werden übrigens langfristig auch deutsche Reiseveranstalter profitieren, weil so touristische Strukturen erhalten bleiben.“

 

 

 

Link zu Tourism Watch, Fachstelle von Brot für die Welt https://www.tourism-watch.de/

 


Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) lobt Schinkel-Wettbewerb 2021 aus

Neue Ideen für Westhafen und Großmarkt gesucht unter dem Titel: „grossWEST – Stadt als Ressource: Die Versorgung Berlins“

 

(Berlin/pm) – Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) hat den Schinkel-Wettbewerb 2021 ausgelobt. Der Ideen- und Förderwettbewerb richtet sich an junge Leute bis 35 Jahre aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Verkehrsplanung und Freie Kunst. Er zählt zu den bekanntesten und ältesten deutschen Nachwuchspreisen. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von bis zu 30.000 Euro vergeben. Dieses Jahr werden neue Ideen für den Westhafen und Großmarkt gesucht unter dem Titel „grossWEST – Stadt als Ressource: Die Versorgung Berlins“.

 

Gesche Gerber und Ernst-Wolf Abée, Vorsitzende des AIV-Schinkel-Ausschusses: „Das Wettbewerbsgebiet des AIV-Schinkel-Wettbewerbs 2021 liegt am Westhafenkanal zwischen Putlitzbrücke und Charlottenburger Verbindungskanal. Der Westhafen und der Berliner Großmarkt können als ´geheime Orte´ be­zeichnet werden. Trotz verkehrsgünstiger und relativ zentrumsnaher Lage sind die bau­­lichen Strukturen und die Bedeutung für die Ver- und Entsorgung der Stadt den meisten Berliner*innen unbekannt.“

 

Die Berliner Großmarkt Gesellschaft (BGM) wie auch die BEHALA als Betreiber des Westhafens sind bestrebt, die Wahrnehmung ihrer Einrichtungen in der Stadtgesell­schaft zu erhöhen. Das Hafenfest zum 100. Geburtstag ist für das Jahr 2023 vor­ge­sehen. Aufgrund der expandierenden Metropole stehen beide Landesbetriebe unter hohem Wachstumsdruck, zusätzliche Grundstücksflächen stehen jedoch nicht zur Verfügung.

Aus den funktionalen, baulichen und logistischen Anforderungen der beiden Institutionen am gemeinsamen Standort und den Herausforderungen eines nachhaltigen Stadtumbaus entstehen vielfältige Fragestellungen, die es zu lösen gilt.

Die Aufgabenstellungen für die Teilnehmer werden in verschiedenen Fachsparten gestellt, im Städtebau, in der Architektur und Landschaftsarchitektur, in der Verkehrsplanung und im konstruktiven Ingenieurbau, aber auch in der Freien Kunst. Die Ausschreibungsunterlagen stehen allen Interessierten online hier zur Verfügung.

Dipl.-Ing. Tobias Nöfer, AIV-Vorsitzender: „Neben dem AIV-Schinkel-Wettbewerb stellen wir ab 1. Oktober die Ergebnisse des Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerbs Berlin-Brandenburg 2070 im Kronprinzenpalais, Unter den Linden, aus. Mit beiden Wettbewerben verfolgen wir das AIV-Ziel, die Berliner Baukultur zu fördern.“

Termine zum AIV-Schinkel-Wettbewerb:
06.11.2020: Rückfragenkolloquium
18.01.2021: Anmeldeschluss
15.02.2021: Abgabe
13.03.2021: Preisverleihung und Schinkel-Fest

Weitere Informationen zum Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV):
Der AIV hat das Ziel, die Berliner und Brandenburger Baukultur zu fördern. Seine wichtigste Aufgabe sieht der traditionsreiche und älteste noch bestehende Verein Berlins somit darin, Stellung zu aktuellen Planungsvorgängen zu beziehen. Er nimmt damit Einfluss auf die Entwicklungen in wichtigen Bereichen der Metropolregion. Der AIV analysiert und kommentiert Etappen und Projekte; er stellt Diskussionsansätze für die zukünftige Stadt- und Metropolentwicklung vor und ist somit ein kritischer Begleiter der Bau- und Kulturgeschichte Berlins und Brandenburgs. www.aiv-berlin-brandenburg.de


7. Charity Race: Wirtschaft kann Kinder e.V. sorgt für Spendenrekord in Leipzig

 

(Leipzig/Berlin/pm) - Mit einem neuen Spendenrekord in Höhe von insgesamt 300.000 Euro endete das Charity Race des Vereins Wirtschaft kann Kinder am 31. August 2020. 

 

Von der Spendensumme profitieren die Off Road Kids Stiftung, der Bundesverband Kinderhospiz e.V., die Leipziger Tafel und Straßenkinder Leipzig e.V.

 

Auf der werkseigenen Rennstrecke von Porsche in Leipzig konnte der noch junge Verein bei seiner ersten Spendenveranstaltung am letzten Augustwochenende einen großen Erfolg erzielen: Insgesamt kamen 300.000 Euro für den guten Zweck zusammen. „Es ist uns ein Anliegen mit dem Verein Wirtschaft kann Kinder zu zeigen, dass Unternehmer ihren Erfolg teilen können mit denen, die sich selbst nicht helfen können oder am Rande der Gesellschaft leben“, betont der Vereinsvorsitzende Christoph Gröner und ergänzt: „Der Staat – das sind wir, die Gesellschaft! Und wenn wir eine Veränderung wollen, müssen wir selbst etwas verändern. Das habe ich in meiner Zeit als Unternehmer täglich gelernt und so müssen auch wir alle selbst es sein, die den Schwächeren helfen und ihre Würde erhalten allein aus Liebe zum Menschen.“ 

 

Wirtschaft kann Kinder e.V. fördert als Dachverband verschiedene Organisationen, die sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützen. Deshalb erhalten beispielsweise der Straßenkinder Leipzig e.V. und die Leipziger Tafel jeweils 25.000 Euro. An die Off Road Kids Stiftung, die Wirtschaft kann Kinder e.V. bereits mehrfach tatkräftig unterstützte, gehen 150.000 Euro. Markus Seidel, Gründer und Vorstandssprecher der Off Road Kids Stiftung: „Der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, sagt, dass Egoismus die größte Gefahr für die Zukunft der Menschheit ist. Rüdiger Grube, Christoph Gröner und weitere Unternehmer setzen mit der Initiative Wirtschaft kann Kinder einen sehr wirksamen Gegenpol zu Egoismus. Ihre erklärte Mission ist, Gemeinsinn bei Unternehmern zu verankern und dafür zu sorgen, dass kräftige Unternehmen schwächere Mitglieder der Gesellschaft stützen und fördern. Das gelingt bereits im ersten Jahr erfreulich gut. Gerade dank der riesigen finanziellen Mithilfe von Wirtschaft kann Kinder hat die Off Road Kids Stiftung seit Beginn der Corona-Krise viermal mehr Hilferufe von Straßenkindern und jungen Obdachlosen in Deutschland und gleichzeitig den nahezu kompletten allgemeinen Spendenausfall bewältigen können. Das Charity-Race von Wirtschaft kann Kinder und Christoph Gröner trägt direkt dazu bei, dass unsere Streetworker ungebremst helfen können.“, so 

 

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. freut sich über 100.000 Euro aus der Spendensumme des Charity Race. Pia Heinreich, vom Bundesverband Kinderhospiz e.V. und verantwortlich für das OSKAR Sorgentelefon erklärt die Arbeit des Vereins: „Wenn Kinder unheilbar erkrankt sind, ist immer die ganze Familie betroffen. Sie müssen lernen, jeden Tag so zu nehmen wie er ist. Es geht darum, die Glücksmomente bewusst zu erleben und die Tage mit ganz viel Leben zu füllen, so können Krisenzeiten besser bewältigt werden. Deshalb danken wir dem Verein Wirtschaft kann Kinder für die Unterstützung, die auch unserem „OSKAR-Sorgentelefon“ zugutekommt, das 365 Tage im Jahr für die Sorgen und Nöte der Familien da ist.  Die Familien erfahren Hilfe und Stärkung auf ihrem Weg und auch in der Trauer.“

 

Der Vorstandsvorsitzender der Leipziger Tafel, Dr. Werner Wehmer, bedankt sich für die Spende im Namen der Kinder, die die Tafel nutzen, „denn wir versorgen über 1.000 Kinder jede Woche. Diese jungen Menschen kommen auch zu uns, um gesund kochen zu lernen. Sie erhalten beispielsweise ein persönliches Wunschgeschenk zu Weihnachten oder fahren in ein Ferienlager. Corona hat unsere Lage sehr verkompliziert und wir sind daher über Spendeninitiativen wie die von Wirtschaft kann Kinder froh, die uns in solch schweren Zeiten unterstützen. Sonst könnten wir unsere Arbeit, mit der wir 16.000 Menschen monatlich an sieben Ausgabestellen versorgen, nicht in dem Maße wie vor Corona weiterführen.“

 

Neuer Spendenrekord im 7. Jahr 

 

Im Vergleich zu den vorherigen Rennen gab es bei der siebten Auflage des Charity Race zahlreiche Neuerungen: Erstmals trat der Verein Wirtschaft kann Kinder als Ausrichter auf. Kamen im vergangenen Jahr noch Spendengelder in Höhe von 200.000 Euro zusammen, erhöhte sich der Betrag in diesem Jahr gleich um 100.000 Euro auf 300.000 Euro. Nicht zuletzt deshalb profitieren gleich mehrere Organisationen von der bemerkenswerten Spendensumme. Das Gelände des Porsche Werks hatte als Rennstrecke Premiere für das Race. Hier drehten 50 Unternehmer aus der Bau- und Immobilienbranche unermüdlich etwa 200 Runden auf den Strecken, auf den sonst die bekannten Sportwagen in harten Kurven auf Herz und Nieren geprüft werden. 

 

Dank an die Spender

 

Der Verein Wirtschaft kann Kinder dankt allen großzügigen Spendern, die beim traditionellen Charity Race dabei waren und ihren Teil zu dem bemerkenswerten Ergebnis beigetragen haben. Es ist der Auftrag des Vereins, Kindern und jungen Erwachsenen Lebensfreude, Zuversicht und konkrete Perspektiven zu schenken, denn Armut oder soziale Herkunft sollen nicht länger entscheidend für die Zukunftschancen von Kindern sein. Mehr Informationen zum Verein unter www.wirtschaftkannkinder.de 

 

Über Wirtschaft kann Kinder e.V.

 

Der Verein Wirtschaft kann Kinder wurde im Februar 2020 gegründet. Den Vorstand bilden Prof. Dr. Rüdiger Grube und Christoph Gröner gemeinsam. Wirtschaft kann Kinder e.V. fungiert als Dachverband, um andere Stiftungen, Vereine und gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Eines der Hauptziele des Vereins ist es, Chancengerechtigkeit für alle Kinder in Deutschland zu fördern, gleich wo oder wie sie aufwachsen. Der familiäre oder finanzielle Hintergrund von Kindern hat immer noch große Auswirkung auf ihren Werdegang. Diesem Umstand soll durch engagierte Unternehmer entgegengewirkt werden, deren Ziel es ist, gemeinsam, als Menschen, Bürger und Unternehmer, in die Zukunft Deutschlands zu investieren und damit den Namen des Vereins Wirklichkeit werden zu lassen: Wirtschaft kann Kinder!

 

 

 


SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth verkauft biologisch-erzeugte und handwerkliche Produkte nach Corona-Pause erneut vor Ort

Regionale Produkte wieder in Hohenroth erhältlich

Bewohnerinnen der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth im Sonnengärtle. Foto: © SOS-Kinderdorf e.V. / Frank May
Bewohnerinnen der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth im Sonnengärtle. Foto: © SOS-Kinderdorf e.V. / Frank May

 

(Hohenroth/sos) – Am 9. September ist es soweit: Der Bioladen in der Dorfgemeinschaft eröffnet wieder. Neu ist der Verkauf von biologisch-erzeugtem Gemüse und Obst im „Sonnengärtle“.

 

Nach sechsmonatiger Corona-Pause öffnet die SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth, in der 162 kognitiv beeinträchtigten Menschen leben und arbeiten, wieder teilweise für die Öffentlichkeit. Geplant ist die Wiedereröffnung des Hofladens am 9. September um 9 Uhr. Jetzt neu ist das „Sonnengärtle“ dem Bioladen angeschlossen. Frisches Obst und Gemüse aus kontrolliert-biologischem Anbau, teilweise direkt in Hohenroth produziert, findet hier Absatz. Kürbisse, Salate, Tomaten sowie weitere Gemüsearten welche nach Demeter-Richtlinien angebaut werden, sind ab Herbst vor Ort erhältlich.

 

Die meistverkauften Produkte des Hofladens stammen von den eigenen Hohenrother Feldern. Die biologischen Backwaren werden teilweise aus eigenem Getreide hergestellt, welches in der hofeigenen Mühle frisch gemahlen wird. Auch die Demeter-Milch und der Joghurt zum Abfüllen in selbst mitgebrachte Gefäße sowie der Frischkäse sind beliebt. Die Kühe genießen Weidehaltung und die hofeigene Molkerei verarbeitet die Produkte täglich frisch. Selbsterzeugte Säfte runden das Angebot ab.

 

Der Bioladen bietet auf circa 60 Quadratmetern Güter des täglichen Bedarfs. Ergänzt werden die Hohenrother Produkte um den Bereich Naturkosmetik und Naturkost bekannter Hersteller aus dem kontrolliert-biologischen Anbau. Was nicht vor Ort produziert werden kann, wird teilweise auch regional zugekauft wie beispielsweise die Naturland Bio-Eier aus Dittlofsroda.

 

Selbstgemalte Postkarten und Einkaufstüten, handwerklich hergestellte Naturseifen in den sommerlichen Duftmischungen Zitrone oder Mango, Holzspielzeuge oder Blumensalz: Die handgefertigten Produkte aus den Hohenrother Werkstätten sind ebenso wieder im Laden erhältlich. Als Arbeitsbereich ist der Bioladen das Verbindungsglied zwischen Hohenroth und der Umgebung in Mainfranken und dem Spessart.

 

„Wozu in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah“ wird in Hohenroth verwirklicht. Das Motto: Wer nebenan einkauft, leistet einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Region. Dabei hat die Dorfgemeinschaft ein klares Ziel: Alle Produkte, die in Hohenroth erzeugt werden, sollen auch Absatz finden.

 

Die Koordinatorin für Öffentlichkeitsarbeit, Christine Frauer, ist zuversichtlich über die Wiedereröffnung des Bioladens:  „Den Zuspruch, den wir täglich von unseren Kundinnen und Kunden erfahren, bestärkt uns, wieder zu öffnen. Unsere heimische Landwirtschaft jetzt und für die Zukunft zu stärken, gerade in dieser Zeit, ist der Wunsch vieler Kunden. Regional ist optimal.“

 

Und zum Abschluss bietet sich das Bio-Eis aus der Hohenrother Eismanufaktur für den Nachhauseweg an.

 

Das Café bleibt vorerst weiterhin geschlossen. Das aktuelle Hygiene-und Schutzkonzept ist auf der Webseite der Dorfgemeinschaft hinterlegt: https://www.sos-kind