Wirtschaft

14.11.2019


Seenplatte-Tourismusverband zeichnete Pastor i.R. Eckart Hübener aus

Initiator des Mecklenburger Kapellenweges geehrt

Wolf-Dieter Ringguth, Eckart Hübener, Frank Fechner und Bert Balke (v.l.) Foto: Tourismusverband
Wolf-Dieter Ringguth, Eckart Hübener, Frank Fechner und Bert Balke (v.l.) Foto: Tourismusverband

 

(Waren/cme) - Der Mecklenburger Kapellenweg ist untrennbar mit seinem Namen verbunden: Eckart Hübener. Der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. hat den Pastor im Ruhestand jetzt mit dem diesjährigen Tourismuspreis ausgezeichnet. Verliehen wird der Preis an touristischen Unternehmen, Netzwerke oder Privatpersonen, die sich die Tourismusentwicklung in der Mecklenburgischen Seenplatte verdient gemacht haben. Der Geehrte hatte die Idee zu dieser besonderen Route.

 

Eckart Hübener hat den 35 Kilometer langen Mecklenburger Kapellenweg entwickelt und mit vielen Freiwilligen in die Tat umgesetzt. Sowohl auf dem Fahrrad als auch per Pedes oder mit dem Auto können Neugierige die sieben Orte erkunden. Sie können längst vergessene Kapellenplätze anhand von sichtbaren Feldsteinmauern, Holzkreuzen und Sitzbänken erkennen. Der Weg führt durch kleine Anhöhen der Mecklenburgischen Schweiz. Gekennzeichnet ist er durch grün-weiße Richtungsschilder, ein Logo sowie Tafeln. "Besucher können schöne Aussichten genießen", so der in Rambow lebende Eckart Hübener, der die Idee zu der Route hatte.

 

In seiner Laudatio erinnerte Bert Balke vom Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte, daran, dass  es in der Region einst sieben Kapellen gab, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört und im Jahr 1750 die nicht mehr auffindbar war. Eckart Hübener habe einmal gesagt: Die Kapellen seien einfach untergepflügt worden und dies hat Pastor Hübener genervt, wie er es einmal selbst formulierte.

 

„Heute sind Andachtsräume unter freiem Himmel entstanden – ein Angebot das perfekt ins touristische Konzept unserer Destination passt“, so Bert Balke weiter. „Bei der Suchmaschine Google gibt es seitenweise Material über Eckart Hübener. Die jüngeren Beiträge stehen fast alle im Zusammenhang mit seinem touristischen Wirken. Er ist ein wandelndes Heimatmuseum. Und für die, die ihn kennen Symbol dafür, dass Tourismus im ländlichen Raum sehr viel mehr ist als ein Zimmer und ein Bett.“

 

Hintergrund:

Am Reformationstag 2017 wurde die erste Station des "Mecklenburger Kapellenweges" eingeweiht. Sieben Andachtsplätze sind entstanden, sechs davon unter freiem Himmel. Am 8. September 2019 konnte der gesamte Pilgerweg übergeben werden. Die Nordkirche und der Hamburger Verein "Andere Zeiten“ haben einen Großteil der nötigen Finanzen bereit gestellt.

 

Mehr: www.kirche-mv.de/Kapellenweg.9748.0.html


Recherche belegt Lobbyoffensive: Arbeitgeberverbände verweigern gesetzliche Menschenrechts-Vorgaben für Unternehmen

„Initiative Lieferkettengesetz“ protestiert vor Arbeitgebertag

Lieferkettengesetz * Arbeitgebertag * Menschenrechte

 

(Berlin/bfw) - Elf Treffen in fünf Monaten: Arbeitgeberverbände und Unternehmen haben sich in zahlreichen nicht-öffentlichen Lobbytreffen mit dem Bundeswirtschaftsministerium gegen gesetzliche Menschenrechts-Vorgaben ausgesprochen. Das zeigt eine heute veröffentlichte Studie von Global Policy Forum, Brot für die Welt und Misereor. Aktivistinnen und Aktivisten der „Initiative Lieferkettengesetz“ protestierten mit einer symbolischen Aktion vor dem Tagungszentrum des Deutschen Arbeitgebertags gegen den „Kuschelkurs“ von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der zulasten der Menschenrechte gehe.

 

„Mit seiner Blockade eines Lieferkettengesetzes hilft Minister Altmaier nicht der Wirtschaft, sondern verschafft nur jenen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, die zulasten von Umwelt und Menschenrechten Kosten sparen und Profite steigern“, kritisiert Johannes Heeg, Sprecher der Initiative Lieferkettengesetz.

 

Die heute veröffentlichte Studie zeigt, wie Steffen Kampeter, Geschäftsführer der BDA, in vertraulichen Schreiben Wirtschaftsminister Altmaier und Kanzleramtsminister Braun um ihre Unterstützung bat und dazu aufforderte, die Bundesregierung möge weiterhin dem Freiwilligkeitsgrundsatz folgen und gemeinsam mit der Wirtschaft sachgerechte Vorgehensweisen entwickeln.

 

Aus der Recherche geht hervor, dass sich das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) allein zwischen März und Juli 2019 elf Mal mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen und Unternehmensverbänden zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte traf. Dabei ging es vor allem um die Methodik des Monitorings, mit dem die Bundesregierung derzeit die menschenrechtliche Sorgfalt deutscher Unternehmen überprüfen lässt. NGOs und Gewerkschaften hatten die im Juli veröffentlichte Methodik als völlig ungeeignet kritisiert.

 

„Die Lobbyoffensive erklärt, warum das Wirtschaftsministerium Mitte März plötzlich aus einem Konsens aller anderen Ministerien über das Monitoring ausscherte und zahlreiche Verwässerungen bei der Methodik durchsetzte: BDA und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hatten das Wirtschaftsministerium wenige Tage vor der geplanten Vorstellung der Methodik gleich zweimal zum Monitoring beraten – offenbar mit Erfolg“, so Maren Leifker, Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Brot für die Welt.

 

„Die Korrespondenz zeigt, dass insbesondere die Arbeitgeberverbände wichtigen Fortschritten beim Thema Wirtschaft und Menschenrechte entgegenstehen. Einzelne Unternehmen sind da schon progressiver und sprechen sich durchaus für ein Lieferkettengesetz aus“, erklärt Karolin Seitz, Programme Officer beim Global Policy Forum (GPF) und Autorin der Studie.

 

Eine unabhängige Untersuchung des Business and Human Rights Ressource Center kam Anfang November zu dem Schluss, dass kein einziges der 20 größten deutschen Unternehmen „durchgängig ein Grundniveau bei der Achtung der Menschenrechte erreicht“.

 

„Die Untersuchung zeigt, warum die Arbeitgeberverbände eine seriöse menschenrechtliche Überprüfung ihrer Geschäftspraktiken so sehr fürchten: Der Freiwilligkeitsgrundsatz ist auf der ganzen Linie gescheitert. Die Bundesregierung sollte nun handeln und schnellstmöglich ein Lieferkettengesetz auf den Weg bringen“, fordert Armin Paasch, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte bei Misereor.

 

Studie „Sorgfältig verwässert: Wie die Wirtschaftsverbände versuchen, ein Lieferkettengesetz zu verhindern“ von Global Policy Forum, Brot für die Welt und Misereor:

 

https://lieferkettengesetz.de/wp-content/uploads/2019/11/Briefing_1119_Sorgfältig_verwässert_online.pdf

 

 

Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:

 

Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V., Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED - Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.

 

 

Mehr Informationen unter https://www.brot-fuer-die-welt.de/themen/petition-lieferkettengesetz/

 


Zwischen Jubel und Freudentränen:

Red Dot Gala in Berlin sorgt für Überraschungsmomente

(Essen/rd) - Der 1. November 2019 war ein ganz besonderes Datum für die Kommunikationsdesigner und Markenmacher des Jahres. An diesem Tag wurden sie in Berlin für ihre Erfolge im Red Dot Award: Brands & Communication Design geehrt. Ob Red Dot Gala oder Designers‘ Night – die Veranstaltungen rückten die Sieger einmal mehr ins Rampenlicht und präsentierten ihre beeindruckenden Leistungen in ganz besonderem Ambiente. Für emotionale und überraschende Momente sorgten insbesondere die Bekanntgabe der Red Dot: Grand Prix-Preisträger sowie die Ehrung des besten Nachwuchstalentes und der Agentur des Jahres. Gäste aus aller Welt verfolgten die Übergabe der Trophäen und feierten bei der anschließenden Party, die die Ausstellung „Design on Stage“ zeigte.

Stolze Preisträger auf der Bühne des Konzerthauses Berlin
Vor rund 1.400 Gästen nahmen die Sieger der 72 Arbeiten und Brands, die den Red Dot: Best of the Best erhielten, ihre Trophäen auf der Bühne des Berliner Konzerthauses entgegen. An nur 0,8 % aller Einreichungen ging diese Auszeichnung, die die sehr hohe Gestaltungsqualität und kreative Leistung der Designer und Unternehmen würdigt. Darüber hinaus wurden die Deutsche Telekom und GROHE als Marken des Jahres in ihrer Branche geehrt. Prof. Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards, kürte die Sieger gemeinsam mit den Juroren Sylvia Vitale Rotta, Jean Jacques Schaffner und Prof. Laurent Lacour.

Red Dot: Grand Prix ging an sieben Arbeiten
Spannend wurde es bei der Vergabe des Red Dot: Grand Prix, denn die Preisträger blieben bis zur letzten Minute streng geheim. Die höchste Einzelauszeichnung in der Sparte „Communication Design“ vergaben die Juroren an insgesamt sieben Arbeiten, die mit ihrer exzellenten gestalterischen Qualität und Kreativität überzeugten.

Dazu zählte unter anderem das Buch „AGI New Members 2007-2017“. Die Auszeichnung ging an hesign International und an die Alliance Graphique Internationale. Ebenfalls mit dem Red Dot: Grand Prix prämiert wurde Suprematika für das Markendesign „Bushe“ der gleichnamigen Café-Kette. Die nachhaltige Verpackung „ÄGGKOPP“ von SOEMZ, die für IKEA gestaltet wurde, begeisterte die Jury gleichermaßen.

Auch die digitale Kampagne „The Wedding of Siri & Alexa“ von SERVICEPLAN GERMANY für das Vienna Tourist Board erzielte die höchste Auszeichnung. Die typographische Arbeit „Time Book“ von Quinsay überzeugte die Jury ebenfalls in besonderem Maße. Ein weiterer Red Dot: Grand Prix ging an Studio 212 Fahrenheit für das Ausstellungsdesign „BLOCBIRDS“. Die digitale Innovation „Dot Translate“ von Dot Incorporation ging ebenso als beste Arbeit ihrer Kategorie hervor. Die Gestaltung stammt aus der Feder von SERVICEPLAN GERMANY.

Red Dot: Junior Prize und 10.000 Euro gehen an Edward Lau
Der mit 10.000 Euro dotierte Red Dot: Junior Prize würdigt die beste Arbeit eines Nachwuchsgestalters. 2019 ging er an die Zeitschrift „A-B Magazine Issue No. 1 – Right of Asylum“ von Edward Lau vom LASALLE College of the Arts. Die Arbeit zeichnet auf eindrucksvolle Weise ein Bild der aktuellen Flüchtlingskrise und zeigt, was es bedeutet, sein Zuhause zu verlieren. Die Jury überzeugten insbesondere die aussagekräftigen Fotografien, das faszinierende Layout und die clever genutzte Typographie.

KW43 Branddesign by Grey Germany als Agentur des Jahres geehrt
Den finalen Höhepunkt der Red Dot Gala markierte die Ehrung von KW43 Branddesign by Grey Germany. Die Gestalter aus Düsseldorf wurden mit der Übergabe der Trophäe „Stylus“ durch Banda Agency, Titelträger aus 2018, offiziell als Red Dot: Agency of the Year 2019 prämiert. Sie begeistern Kunden wie Deichmann, Eurowings und Zeiss mit intelligenten sowie kreativen Lösungen, die über alle Kanäle hinweg funktionieren und echte Werte schaffen.

Siegerausstellung und Party im ewerk Berlin
Seinen Abschluss fand die Preisverleihung bei der Designers‘ Night im ewerk Berlin. Für die Sieger der Auszeichnung „Red Dot“ hielt die Party eine Besonderheit parat: Sie konnten ihre Urkunden inmitten der ausgezeichneten Arbeiten und Marken entgegennehmen. Die Veranstaltung lud Gäste sowohl zum Feiern, Tanzen und Netzwerken als auch zum Entdecken der diesjährigen Siegerprojekte ein. In der Ausstellung „Design on Stage“, die exklusiv für eine Nacht gezeigt wurde, konnten sie sich von der ausgezeichneten gestalterischen Qualität der besten Marken und Kommunikationsdesign-Arbeiten des Jahres überzeugen.

Zur Online-Ausstellung mit allen ausgezeichneten Marken und Arbeiten: www.red-dot.org/bcd-winners-2019


Podiumsdiskussion zu Entwicklungszusammenarbeit und Weltwirtschaft

Partnerschaft statt Entwicklungshilfe

  vlnr: Moderatorin Nelly Theobald, Ludwig Kuhn, Dr. Michael Meyer, Dr. Anton Markmiller (Foto: Hans Georg Schneider) . Foto: bt
vlnr: Moderatorin Nelly Theobald, Ludwig Kuhn, Dr. Michael Meyer, Dr. Anton Markmiller (Foto: Hans Georg Schneider) . Foto: bt

 

(Püttlingen/bt) – „Gemeinsam die Zukunft des Planeten schützen“, das ist die zentrale Herausforderung für die künftige kirchliche Entwicklungszusammenarbeit. Dieses Ziel sei ohne „Umkehr bei der Art wie wir wirtschaften und wie wir die Menschen des Südens beteiligen“ nicht zu erreichen, sagte Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier und damit auch zuständig für die Partnerschaftsarbeit des Bistums mit Bolivien, am 29. Oktober in Püttlingen. Kuhn war einer der Experten, die auf Einladung der Union-Stiftung im Geistlichen Zentrum Püttlingen zum Thema „Globale Weltwirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit“ diskutierten.

 

Mit im Podium war der Völklinger Kaplan Dr. Michael Meyer, der acht Jahre lang in Bolivien die Partnerschaftsarbeit der bolivianischen Kirche mit den Bistümern Trier und Hildesheim koordinierte, und Dr. Anton Markmiller aus Berlin, ehemaliger Bundesvorsitzender der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg, Leiter der Vorbereitung beim Deutschen Entwicklungsdienst, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg und Leiter des Instituts für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschulverbandes. Moderatorin war Nelly Theobald vom Saarländischen Rundfunk. Die Podiumsdiskussion fand zum 25-jährigen Jubiläum der Püttlinger Kardinal-Maurer-Gesellschaft statt. Die finanziert und fördert das Siedlungswerk des - in Püttlingen geborenen - ehemaligen bolivianischen Kardinals Josef Maurer. Das Siedlungswerk baut kleine Einfamilienhäuser, die von bedürftigen kinderreichen Familien oder Alleinerziehenden mit Hilfe von zinslosen Darlehen erworben werden können.

 

Eine „bemerkenswerte Leistung“ nannte Markmiller die Arbeit des Siedlungswerkes. Er erinnerte aber auch daran, dass die bolivianischen Familien bei dieser Arbeit auch etwas leisten, indem sie die Kredite zurück zahlen. Der Bau der Häuser stärke die Identität der Bewohner, deren Status wachse. Die Rückzahlung der Darlehen ermögliche den Bau weiterer Häuser und damit die Unterstützung anderer Familien. So sei diese Arbeit ein Beispiel für die Änderungen in der internationalen Zusammenarbeit, die sich von der „Entwicklungshilfe“ zur „Entwicklungszusammenarbeit“ verändert habe. Heute sei eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ nötig. Es gelte gemeinsam festzustellen, wo die Bedürfnisse sind und danach die Partner auf die eigenen Beine zu stellen, damit die an ihren Aufgaben arbeiten.

 

Auch die Bolivienpartnerschaft des Bistums Trier arbeite nach diesem Prinzip, erklärte Kuhn. Es gelte, die Menschen in die Lage zu versetzen, ihre Lebensnotwendigkeiten selbst zu klären. „Das Entscheidende ist die Initiative der Partner. Dann können wir helfen“, sagte Kuhn. In diesem Zusammenhang werde kirchliche Entwicklungszusammenarbeit immer wichtiger, betonte Kaplan und Bolivienkenner Meyer. Die Kirchen hätten große, international vernetzte Personalressourcen, die lokal großes Know-how mitbringen und einbringen können. Ohne Begegnung von Mensch zu Mensch gehe aber nichts in der Entwicklungszusammenarbeit. Ein wesentlicher Bestandteil sei die Bildungsarbeit.

 

„Ohne Bildung geht überhaupt nichts“, bekräftige Markmiller und forderte dazu auf entsprechende Programme von Nichtregierungs-Organisationen zu unterstützen. Die seien an der Basis aktiv und unterstützten die Anliegen und Interessen der Menschen vor Ort. „Es ist zielführend, die einheimischen zivilgesellschaftlichen Organisationen zu qualifizieren, damit die die Dinge vor Ort in die Hand nehmen können“, sagte Markmiller. Es entstünden so „kleine Maßnahmen, die große Wirkung haben“. Etwa wenn in afrikanischen Städten an jeder Straßenecke Handy-Reparaturen angeboten werden. Hier bei uns nenne man das „Start-ups“. Ludwig Kuhn informierte über die gut ausgebildeten jungen Leute in Kenia, die - mit wirtschaftlichem Erfolg - mittlerweile eine eigene IT-Szene bildeten. Damit zusammenhängend ermögliche ein handy-gestütztes Banksystem auch auf dem Land die bessere Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten durch die Bauern.

 

Dennoch: Gerechte wirtschaftliche Beziehungen zwischen den reichen und armen Staaten vermissten alle Experten. Kuhn erinnerte an die Ausbeutung der Rohstoffe in der Geschichte Boliviens. Aktuell werde der Abbau von Lithium in großem Stil vorbereitet, von dem Bolivien mit die weltweit größten Vorräte besitze. Es gehe jetzt darum sicher zu stellen, dass bei diesem Abbau die Wertschöpfung zu großen Teilen in Bolivien bleibe und nicht so organisiert werde wie bisher immer. Markmiller benannte in diesem Zusammenhang die Produktion von Schnittblumen für den europäischen Markt in fruchtbaren Gebieten Kenias. Dadurch würden die bisherigen Bauern vertrieben, die Lebensmittel produziert hätten. Leider behinderte die internationale Politik bisher die Ansätze zu gerechten wirtschaftlichen Beziehungen. Kuhn und Markmiller betonten, dass „Gesellschaften im Aufbau“, wie in den Ländern des Südens, nicht ohne Schutz auskommen könnten. Wegen der internationalen Verflechtung der Märkte brauche es für diese Gesellschaften eine Regulierung, aber anders als bei den Industriestaaten, die mit ihren Formen der Regulierung ihre politische und wirtschaftliche Übermacht sicherten.

 

Was sind die Herausforderungen für die Zukunft der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit? Eine Antwort auf diese abschließende Frage der Moderatorin gab Anton Markmiller: „Lesen Sie die Enzyklika ‚Laudato si’ von Papst Franziskus. Da steht schon alles drin“.

 

 

 


Reitsporttrends auf der HansePferd Hamburg

Nachhaltige Produkte und mehr Komfort

Foto: ©Hamburg Messe und Congress / Katrin Neuhauser
Foto: ©Hamburg Messe und Congress / Katrin Neuhauser

 

(Hamburg/hp) – Los geht’s, auf Nordeuropas beliebteste Pferdemesse! Wer sich und seinem Partner Pferd etwas gönnen will, sollte sich einen Messebummel auf der HansePferd Hamburg in den Kalender eintragen. Vom 24. bis 26. April 2020 präsentiert die traditionsreiche Pferdemesse auf dem Hamburger Messegelände wieder die neuesten Trends im Reitsportzubehör. Über 450 Aussteller decken mit ihrem Angebot für Freizeit-, Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsreiter die ganze Produktvielfalt im Reitsport ab. Rund 30 Prozent der Aussteller sind zum ersten Mal dabei. So zeigt zum Beispiel Horse Reitsport Wentorf ein hochwertiges und breites Reitsportzubehörsortiment. Auch USG-United Sportproducts sowie HKM Sports Equipment GmbH stellen aktuelle Neuheiten vor. Ebenso sind renommierte Aussteller wie Waldhausen, Loesdau, Reitsport Klawunde und Reitsport Exklusiv gesetzt. Ausgesuchte Händler wie Sonnenreiter, Spooks und Sergio Grasso präsentieren ihre modischen Frühjahrsneuheiten. Im Kommen sind noch mehr Funktionalität, Komfort und Nachhaltigkeit bei den Produkten sowie mehr Kreativität bei Farben und Designs. Weiterhin im Trend: Alles, was dem Pferd gut tut, von der anatomischen Trense über passgenaue Schabracken bis hin zum optimalen Beinschutz. „Wir beobachten mit Freude, dass die Gesunderhaltung von Pferden beim Thema Reitsportzubehör noch an Bedeutung gewinnt. Das passt hervorragend zur HansePferd Hamburg, denn bei uns stehen das Wohlergehen von Pferden und die partnerschaftliche Beziehung von Mensch und Tier im Mittelpunkt“, so Sonja Tegtmeyer, Projektleiterin der HansePferd Hamburg.

 

 

 

Der richtige Sattel für jeden Pferderücken

 

Kein Pferderücken gleicht dem anderen. Bei der Wahl des richtigen Sattels sind Zeit für die Ent-scheidungsfindung und Expertenrat besonders wichtig. Auf der HansePferd wird dem Thema Sattel deshalb viel Raum gegeben. Neben großer Produktvielfalt und hoher Produktqualität steht die fachkundige Beratung im Vordergrund, um Reiter und Pferd optimal auszustatten. Viele große Markenhersteller sind vertreten und zeigen von Dressur- und Springsätteln über Freizeit- und Vielseitigkeits- bis hin zu Westernsätteln alles, was der Markt zu bieten hat.

 

Immer mehr Pferdehalter wünschen sich für den gesunden Pferderücken einen individuell anpassbaren Sattel. Die Nachfrage nach Maßsätteln steigt. Die Produktpalette der Aussteller bedient diesen Trend, zudem gehen die Hersteller flexibel auf besondere Wünsche an das Design ein und bieten eine Vielzahl an Sondermodellen. Sebastian Mohrbach von der Theo Sommer Sattlerwarenfabrik kennt die Kundenwünsche: „Die Individualisierung nimmt weiter zu. Besondere Leder, Farben und Applikationen sind sehr stark gefragt – ob im Bereich der Sättel oder des Zubehörs“. Das Unternehmen bietet auf der HansePferd Hamburg eine Vielzahl an Sätteln für alle Reitsportdisziplinen an.

 

Einige Sattelhersteller setzen auf nachhaltige Materialien. Die Firma Rieser beispielsweise präsentiert einen veganen und nachhaltigen Korksattel. „Dieser ist vollständig aus Naturmaterialien gefertigt“, so Betriebsleiter Andreas Haack. Passend dazu ist der Sattelgurt aus Hanf. Aber auch Sättel nach Maß können bei Rieser mit kreativen Ledermustern oder Fendern bestellt werden.

 

Der Hersteller Signum Sattelservice zeigt sein gesamtes Segment maßgefertigter Omega Sättel. „Der Kunde kann die Unterschiede live sehen, fühlen und ausprobieren“, sagt Ronja Kay-Weber. „Daneben präsentieren wir unser neu entwickeltes Innovation Reitpad, welches die Vorzüge eines Sattels mit denen eines Reitpads vereint.“ Und auch Zubehör für die Reitsportdisziplin Working Equitation hat Signum Sattelservice dabei.

 

Die Firma Equimero, deren Manufakturprodukte schon mehrfach von Pferdefachmagazinen aus-gezeichnet wurden, kommt ebenfalls zur HansePferd nach Hamburg. Tina Meier freut sich darauf, die Produktneuheiten zu zeigen. „Wir werden neben unserem mehrfach preisgekrönten Zaumzeug unseren Longiergurt präsentieren, an dem wir lange getüftelt haben und dem viele Prototypen und Tests vorausgegangen sind“. Das Unternehmen fertigt mit Biothane, einem Kunststoffgewebe, das sich wie Leder anfühlt. „Wir gehen außerdem davon aus, dass wir bis dahin unseren innovativen Sattelgurt serienreif haben, der sicherlich, was das Thema Sattelgurt angeht, die Reiterwelt noch mal auf den Kopf stellen wird“, prophezeit Tina Meier.

 

 

 

Reitsportmode – bequem, funktionell und nachhaltig

 

Sportliche Oberteile in knalligen Farben, Reitjacken, die jedem Wetter gewachsen sind und Reit-hosen aus atmungsaktiven Materialien – immer mehr Reiter legen Wert auf moderne Stoffe, die gut aussehen und möglichst in Europa produziert sind. Das verspricht beispielsweise der Reithosen-Hersteller good fellow aus Solnhofen. Er produziert vorwiegend mit deutschen Materialien. „Unsere Produkte haben dadurch eine in der Regel wesentlich höhere Lebenszeit. Sie sind ökologisch sinnvoll und nachhaltig produziert“, sagt Inhaber Rainer Forstner.

 

Die Aussteller der HansePferd Hamburg zeigen an ihren Ständen die ganze Spannbreite ihrer  neuen Kollektionen. Im Trend liegen neben nachhaltigen Produkten vor allem atmungsaktive Funktionsstoffe, die schnell trocknen und schmutzabweisend sind. Aber auch natürliche Materialien wie zum Beispiel Baumwolle sind weiterhin gefragt. Alle Materialien sind pflegeleicht, lassen sich nach dem Sport gut in der Maschine waschen und behalten ihre Form.

 

Auch beim Schuhwerk zeigen die Hersteller ihr ganzes Können: Zu sehen sind Stallstiefel aus wasserabweisendem Fettleder, Stiefeletten für den Stallalltag, italienische oder deutsche Dressur-stiefel auf Maß mit Schnürung oder Western-Stiefel mit edler Bestickung. Die Firma HKM präsentiert ihren neuen Reitstiefel Latinium Style. „Er besticht durch  hohen Tragekomfort. Hierfür sorgen eine bequeme Memory Foam Innensohle und ein robustes, weiches Leder“, erklärt Geschäftsführer Thomas Hiemann. „Ein Einlaufen der Stiefel ist nicht notwendig.“ Zusätzlich hat dieses Modell Elastikeinsätze, so dass der Stiefel mehrere Wadenweiten abdeckt. Bequem sollen auch die Schuhe für die Stallarbeit sein. Wasserdichte Kautschukhalbstiefel, robuste Stiefeletten mit Profilsohle oder lässige Bootsschuhe liegen im Trend.

 

Gleichzeitig nehmen die Hersteller das Thema Sicherheit in den Fokus. Sicher und leicht zugleich sind beispielsweise moderne Reithelme und Rückenprotektoren der Waldhausen-Eigenmarke Swing. Effiziente Belüftungssysteme im Reithelm sorgen zudem für einen kühlen Kopf. Leichte und komfortable Rückenprotektoren zeigt Loesdau. Viele Modelle sind gemäß der Europäischen Motorradnorm gefertigt. Der Hersteller USG präsentiert seine Equi Airbag Luftweste, die bei einem Sturz schon innerhalb von 85 Millisekunden aktiviert wird.

 

 

 

Modisches Zubehör für das Pferd

 

Beim Reitsportzubehör für das Pferd finden sich die aktuellen Modefarben ebenfalls wieder. Schabracken, Halfter, Gamaschen und Decken sind im Frühjahr bunt. Die Ausstattung des Pferdes kann außerdem auf die Lieblingsfarbe des Reitoutfits abgestimmt werden. Am Stand vom Pferdesporthaus Loesdau können Messebesucher nach Farboutfits shoppen. Weiterhin im Trend ist Strass als Pferdestirnband oder Besatz an der Schabracke oder am Halfter. In den letzten Jahren hat sich der Glitzertrend in vielen Disziplinen durchgesetzt.

 

Neben modischen Aspekten gewinnt moderne Technik im Zubehör an Bedeutung. Die Firma HKM hat beispielsweise ein Thermometer in ihre Outdoorpferdedecke integriert, damit der Reiter leichter erkennen kann, ob das Pferd überhitzt.

 

 

 

Die HansePferd Hamburg auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress hat vom Freitag, 24. bis Sonntag, 26. April, täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Beginn des  Showabends  „Stars“ ist am 24., 25. und 26. April 2020 jeweils um 19.30 Uhr.

 

 

 


EUIPO kündigt die dritte Ausgabe der DesignEuropa Awards an

 

(Madrid/pm) - Für die DesignEuropa Awards 2020, mit denen herausragende Leistungen in den Bereichen Design und Designmanagement gewürdigt werden, können nun Bewerbungen und Nominierungen eingereicht werden.

 

Die DesignEuropa Awards werden vom Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO), einer dezentralen Agentur der EU, organisiert und zeichnen überragende Design aus, die mit dem Schutz des Gemeinschaftsgeschmacksmusters (GGM) auf den Markt gebracht wurden.

 

Das GGM ist ein Recht des geistigen Eigentums, das einheitlich in der EU-28 gilt und vom EUIPO verwaltet wird. Jedes Jahr entscheiden sich Tausende Unternehmen, von KMU bis hin zu multinationalen Konzernen, für das GGM, um ihre Rechte des geistigen Eigentums in der EU zu schützen.

 

Die DesignEuropa Awards, deren dritte Ausgabe nun ansteht, zeigen die Bedeutung von Design als treibende Kraft für wirtschaftliches Wachstum. Geschmacksmusterintensive Wirtschaftszweige steuern einen Anteil von etwa 2,3 Billionen EUR zur Wirtschaft der EU bei und sichern über 30 Millionen Arbeitsplätze in der gesamten EU-28, wie eine vom EUIPO und dem Europäischen Patentamt durchgeführte Studie gezeigt hat.

 

In Deutschland tragen diese Branchen mit nahezu 690 Milliarden EUR zur Wirtschaftsleistung des Landes bei und sichern über 7 Millionen Arbeitsplätze, wobei Deutschland mit Abstand das Land mit den meisten Anmeldungen von Gemeinschaftsgeschmacksmustern beim EUIPO ist.

 

Der Nominierungs- und Bewerbungszeitraum für die DesignEuropa Awards läuft ab heute, dem 21. Oktober 2019, bis zum 20. April 2020.

 

Im Rahmen der DesignEuropa Awards gibt es folgende Kategorien:

 

Die Kategorie Auszeichnung für größere Unternehmen ist für GGM bestimmt, deren Inhaber Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern und einem Umsatz bzw. einer Gesamtbilanzsumme von über 10 Mio. EUR sind.

 

Die Kategorie Auszeichnung für kleine und neu gegründete Unternehmen ist für GGM bestimmt, deren Inhaber entweder Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern und einem Umsatz bzw. einer Gesamtbilanzsumme von weniger als 10 Mio. EUR sind oder Unternehmen, die nach dem 1. Januar 2016 gegründet wurden (unabhängig von ihrer Größe).

 

Auszeichnung für das Lebenswerk: Diese Kategorie ist einzelnen Entwerfern vorbehalten, die im Laufe ihrer Karriere ein umfangreiches Werk von ästhetischem Wert geschaffen haben, das eine nachweisliche Wirkung auf den Markt hatte. Die in dieser Kategorie Nominierten müssen das GGM-System derzeit nutzen oder es in ihrer beruflichen Laufbahn genutzt haben.

 

Zu den bisherigen Preisträgern der DesignEuropa Awards zählen der legendäre Automobilkonstrukteur Giorgetto Giugiaro (2016) und der Schöpfer von Apples erster Formensprache, Hartmut Esslinger (2018) – beide wurden für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. In der Kategorie für kleine und neu gegründete Unternehmen wurden Designs von Caimi Brevetti (2016) und Marcus Pedersen (2018) ausgezeichnet, in der Kategorie für größere Unternehmen siegten Designs von Thule (2016) und Siemens Healthcare GmbH (2018).

 

Die Preisverleihung findet am 20. Oktober 2020 in der niederländischen Stadt Eindhoven in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klimapolitik und dem Benelux-Amt für geistiges Eigentum statt.

 



 


ZDH und Kolpingwerk fordern Stärkung der „Assistierten Ausbildung“

 

(Berlin/kw) - Das Kolpingwerk Deutschland und der Zentralverband des Deutschen Handwerks vertiefen ihre seit jeher enge Zusammenarbeit durch einen neuen Arbeitskreis „Kolping und Handwerk“, der sich am 16. Oktober 2019 in Berlin konstituiert hat. Regelmäßig erfolgt künftig in diesem Arbeitskreis ein gemeinsamer Austausch über inhaltliche Positionen und über konkrete Formen der Zusammenarbeit.

 

Bei der ersten Sitzung des Arbeitskreises wurden u.a. die Bedeutung und Perspektiven des Jugendwohnens für das Handwerk diskutiert. Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), und Ulrich Vollmer, Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland, setzten sich gemeinsam für eine bessere Förderung der Kolping-Jugendwohnheime ein. In Zeiten der Wohnungsnot in einigen Regionen Deutschlands seien die Kolping-Jugendwohnheime eine wichtige Unterstützung für junge Menschen in Ausbildung.

 

Im Arbeitskreis wurde zudem über die Zukunft der „Assistierten Ausbildung“ beraten. Beide Organisationen begrüßen die Absicht der Bundesregierung, das Instrument der Assistierten Ausbildung ab dem Jahr 2021 zu entfristen und fordern ein Angebot an ausbildungsbegleitenden Hilfen und Assistierter Ausbildung, das überall in Deutschland, auch in strukturschwachen ländlichen Räumen, erreichbar und qualitativ hochwertig ist. Bei der Zusammenarbeit sind auch die Handwerkskammern deutlich stärker einzubeziehen, um Synergieeffekte durch die Einbindung der Ausbildungsberatung zu erzielen.

 

Die Assistierte Ausbildung nimmt das Ausbildungsverhältnis als Ganzes in den Blick und unterstützt förderbedürftige junge Menschen und ihre Ausbildungsbetriebe bis zu einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Ergänzend zu den ausbildungsbegleitenden Hilfen, der betrieblichen Einstiegsqualifizierung und den  Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen bietet die Assistierte Ausbildung zudem ein flexibles Instrument am Übergang Schule - Beruf, so dass für jede individuelle Bedarfslage das passende Förderangebot bereit steht.

 


Der Kartenvorverkauf hat begonnen

„Stars“ – der neue Show-Abend der HansePferd Hamburg

Foto: ©Hamburg Messe und Congress / Michael Zapf
Foto: ©Hamburg Messe und Congress / Michael Zapf

 

(Hamburg/hp) - Mit einer neuen Show unter dem Motto „Stars“ bietet die HansePferd Hamburg auch im kommenden Jahr wieder Reitkunst in Vollendung. Vom 24. bis zum 26. April wird allabendlich in der großen Showhalle direkt auf dem Hamburger Messegelände der Höhepunkt von Nordeuropas beliebtester Pferdemesse eingeläutet.

 

Namhafte Akteure aus dem In- und Ausland sowie regionale Publikumslieblinge präsentieren große Reitkunst und Freiheitsdressur, die erst durch das vertrauensvolle Miteinander von Mensch und Pferd möglich wird. „Wir arbeiten intensiv daran, zur nächsten HansePferd Hamburg wieder ein Programm auf höchstem Niveau zu präsentieren. Unser neuer Show-Abend wird einzigartig sein und die Inszenierung aufwändiger denn je“, verspricht Kai Haase, Geschäftsführer des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine Hamburg. „Im Mittelpunkt unserer neuen Inszenierung stehen die Zuneigung zwischen Mensch und Pferd, das gemeinsame Erleben und Zusammenhalten“, ergänzt Franz Peter Bockholt, Präsident des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine Hamburg. Der Landesverband ist ideeller Träger der HansePferd Hamburg und Organisator des HansePferd-Show-Abends.

 

Jetzt Karten sichern:

Pferdeliebhaber sollten sich rechtzeitig Karten sichern, die es ab sofort unter www.hansepferd.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen gibt. Erwachsene zahlen am Freitag 44, am Samstag 47 und am Sonntag 41 Euro. Für Kinder von sechs bis 15 Jahren kostet der Eintritt Freitag, 30, Samstag 31 und Sonntag 27 Euro. Hinzu kommen die Vorverkaufsgebühren. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt ohne Anrecht auf einen eigenen Sitzplatz. Ein tolles Extra: die Show-Karten gelten am selben Tag auch für den Messeeintritt. Die HansePferd Hamburg auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress hat von Freitag, 24. bis Sonntag, 26. April, täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Beginn des Show-Abends „Stars“ ist an allen drei Tagen um 19.30 Uhr.

 

Die HansePferd Hamburg gibt es auch auf facebook unter www.facebook.com/HansePferd und auf Instagram https://www.instagram.com/hansepferd.hamburg/


Inklusiver Fußballclub eröffnet Spielbetrieb in München

Simon Ollert - (Copyright: Sonova)
Simon Ollert - (Copyright: Sonova)

 

(Stäfa, Schweiz/sn)  – Sonova Holding AG, ein global führender Anbieter von Hörlösungen, unterstützt die Eröffnung des Spielbetriebs des inklusiven Fussballvereins IFC Munich United. Das Auftaktspiel des Vereins mit der Mitarbeitenden-Mannschaft von Sonova findet am 12. Oktober 2019 auf dem Gelände des Sportvereins ESV Neuaubing in München statt. Der inklusive Fussballclub wurde im Juni dieses Jahres der Öffentlichkeit im bayerischen Kloster Ettal vorgestellt. Mitgründer und Vereinspräsident ist Simon Ollert, der trotz seines hochgradigen Hörverlusts dank Unterstützung seiner Hörgeräte der Sonova Marke Phonak Erfahrungen im Profi-Fussball gesammelt hat. Das Eröffnungsspiel erfolgt zugunsten der gemeinnützigen Hear the World Foundation, die sich als Stiftung weltweit für bedürftige Menschen mit Hörverlust einsetzt und für die Zuschauer vor Ort spenden können.

„Unser inklusiver Fussballverein hat sich aus dem Erfolg der Fussballcamps für Kinder mit Hörverlust heraus entwickelt, die wir zusammen mit Sonova seit 2016 veranstalten. Deswegen ist es grossartig, dass wir unser erstes Spiel mit der Mitarbeitenden-Mannschaft von Sonova absolvieren“, sagt Simon Ollert.

„Wir freuen uns sehr über das Auftaktspiel des ICF Munich United mit unserer Mitarbeitenden-Mannschaft, dem FC Sonova. Durch ihr sportliches Engagement unterstützen unsere Mitarbeitende damit die Idee von Chancengleichheit. Dies entspricht auch unserer Vision als führender Anbieter von Hörlösungen, Menschen mit Hörverlust ein Leben ohne Einschränkungen zu ermöglichen und so ihre Inklusion in die Gesellschaft zu fördern“, sagt Arnd Kaldowski, CEO von Sonova. Nach aktuellen Zahlen einer Studie des europäischen Verbandes der Hörgerätehersteller aus dem Jahr 2018 geben 12,2 Prozent der Menschen in Deutschland eine Hörminderung an.

Zum Eröffnungsspiel des inklusiven Fussballvereins laden der IFC Munich United und Sonova am 12. Oktober 2019 auf das Gelände des Sportvereins ESV Neuaubing ein (Adresse: Papinstraße 22, D-81249 München). Das Spiel beginnt um 13:30 Uhr. Nach dem Spielende gibt es Raum für Fragen und Interviews mit den Vereinsgründern und Unterstützern.

Über den IFC Munich United
Der IFC (Inclusive-Football-Club, deutscher Name: Inklusions-Fußball-Club) Munich United e. V. wurde 2019 gegründet. Der Verein steht jedem offen, verfolgt ambitionierte sportliche Ziele und ermöglicht Nachwuchstalenten neue Wege. Der IFC Munich United lebt und vermittelt Inklusion. Alle können teilnehmen und einen Beitrag leisten. Der Gedanke der Gemeinschaft und des Zusammenhalts steht im Mittelpunkt. Die Vereinsgründung basiert auf der mehrjährigen Erfahrung bei der Durchführung von Fussballcamps für hörgeminderte Kinder. Mit seinen Voraussetzungen bietet der IFC Munich United einmalige Möglichkeiten im Bereich des inklusiven Fussballs. www.ifc-munich-united.com/

Über die Hear the World Foundation
Die im Jahr 2006 von der Sonova-Gruppe – einem weltweit führenden Anbieter von Hörlösungen, gegründete Hear the World Foundation unterstützt weltweit Projekte zugunsten von bedürftigen Menschen mit Hörverlust. Der Förderfokus liegt dabei auf Projekten für Kinder, um ihnen eine altersgerechte Entwicklung zu ermöglichen. Die gemeinnützige Schweizer Stiftung spendet finanzielle Mittel, Hörtechnologie und vermittelt vor Ort Expertise mit dem Ziel, Fachkräfte aus- und weiterzubilden. Die Stiftung wurde bisher von über 100 prominenten Persönlichkeiten wie Bryan Adams, Bruce Springsteen, Cindy Crawford, Gregor Meyle, Marc Sway, Annie Lennox und Sting als Botschafter für bewusstes Hören unterstützt. www.hear-the-world.com

 

 

 

Über Sonova
Sonova mit Hauptsitz in Stäfa in der Schweiz ist ein führender Anbieter von innovativen Lösungen rund um das Thema Hören. Die Gruppe ist im Markt durch ihre Kernmarken Phonak, Unitron, Hansaton, Advanced Bionics und AudioNova vertreten. Sonova bietet ihren Kunden eines der umfassendsten Produktportfolios der Branche – von Hörgeräten über Cochlea-Implantate bis hin zu drahtlosen Kommunikationslösungen.

Sonova verfolgt eine einzigartige, vertikal integrierte Geschäftsstrategie. Die drei zentralen Geschäftsfelder der Gruppe – Hörgeräte, Audiological Care und Cochlea-Implantate – operieren entlang der kompletten Wertschöpfungskette im Markt für Hörlösungen. Mit über 50 Vertriebsgesellschaften und mehr als 100 unabhängigen Distributoren verfügt die Gruppe über das weitreichendste Vertriebs- und Distributionsnetzwerk der Branche. Dieses Netzwerk wird durch das Audiological-Care-Geschäft von Sonova ergänzt, welches professionelle audiologische Dienstleistungen an rund 3’500 Standorten in 18 Schlüsselmärkten anbietet.

Die 1947 gegründete Gruppe beschäftigt mehr als 14’000 engagierte Mitarbeitende und erzielte im Geschäftsjahr 2018/19 einen Umsatz von CHF 2,76 Mrd. sowie einen Reingewinn von CHF 460 Mio. Über alle Geschäftsbereiche hinweg und durch die Unterstützung der Hear the World Foundation verfolgt Sonova die Vision einer Welt, in der jeder Mensch die Freude des Hörens und damit ein Leben ohne Einschränkungen geniessen kann.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.sonova.com und www.hear-the-world.com.

 

 

 


HansePferd Hamburg – für ein starkes Team aus Mensch und Pferd

: ©Hamburg Messe und Congress / Michael Zapf
: ©Hamburg Messe und Congress / Michael Zapf

(Hamburg/hp) - Pferde sind in ihrer Bedeutung für den Menschen heute sehr viel mehr als Sport- und Freizeitpartner. Der Reitsport wird zunehmend von der Philosophie geprägt, das Pferd als einen gleichberechtigten Begleiter zu verstehen, zu dem man eine tiefe Verbundenheit sucht. Dieses Miteinander zwischen Mensch und Pferd steht im Mittelpunkt des Konzepts der HansePferd Hamburg. „Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Pferd zu stärken, ist unsere Mission“, sagt Sonja Tegtmeyer, Projektleiterin der HansePferd Hamburg. „Wer seine Beziehung zum Pferd intensivieren, es noch besser verstehen und mehr über einen harmonischen Umgang mit ihm erfahren möchte, ist bei uns genau richtig.“

 

 

 

Nordeuropas beliebteste Messe rund um den Pferdesport präsentiert vom 24. bis 26. April 2020 mit mehr als 450 Ausstellern genau das, was eine gute Partnerschaft fördert. Freizeitreiter und ambitionierte Pferdesportler, Halter und Züchter können sich auf der HansePferd Hamburg auf ein umfassendes, informatives und abwechslungsreiches Angebot freuen. Insgesamt 450 Live-Demonstrationen und Vorträge mit anerkannten Trainern, ein ausgesuchtes  Sortiment an innovativen und bewährten Produkten und die hautnahe Begegnungen mit 300 Pferden und Ponys aus vielen verschiedenen Rassen, machen die HansePferd Hamburg zu einem bedeutenden Treffpunkt der Pferdeszene.

 

 

 

HansePferd Hamburg – Mehr sehen, mehr verstehen, mehr erleben

 

Trends entdecken, innovative Produkte und Dienstleistungen kennenlernen, Neues erfahren – dafür steht die HansePferd mit ihren Ausstellungsbereichen, Vorführringen und Foren. „Der Pferdesport entwickelt sich stetig weiter und wir tun das auch mit neuen Programminhalten, Formaten und Ausstellern“, sagt Projektleiterin Sonja Tegtmeyer. Die Besucher erwartet ein breites Pferdesportsortiment aus Bereichen wie Freizeit-, Dressur-, Spring-, Western- und Vielseitigkeitsreiten sowie Horsemanship. Angesagte Reitoutfits, neueste Sättel, das passende Zaumzeug – alles, was das Reiterherz begehrt, kann entdeckt und gekauft werden.

 

 

 

Dazu kommen Themen wie Pferdegesundheit und Fütterung oder Pferdehaltung und -transport, über die sich Besucher im direkten Austausch mit Ausstellern und Fachleuten informieren können. Und auch die Western-Fans kommen auf ihre Kosten: Im Western- und Horsemanship-Bereich können sie aus einem umfassenden Angebot schöpfen, ihr Wissen erweitern und Erfahrungen austauschen. Ein Highlight der HansePferd Hamburg ist das Island-Dorf und der Fino-Strip, auf dem täglich die töltenden Isländer zu sehen sein werden. Information und Praxis bieten Live-Demonstrationen wie im Horsemanship-Ring oder in der Sonderschau  „Moderne Pferdehaltung“.

 

 

 

Neu: Ausstellungsbereich Hippo Digital

 

Premiere feiert 2020 der Ausstellungsbereich „Hippo Digital“: Hier präsentieren bekannte Hersteller und Start-Ups ihre digitalen Produkte. Stallmanagement, Training und Ausbildung, Gesundheit, Verwaltungssoftware zur Organisation von Pensions- und Ausbildungsställen oder eine Notfall-App, die beim Sturz vom Pferd Hilfe signalisiert – die Digitalisierung trägt zur Optimierung im Arbeits- und Trainingsalltag ebenso wie zur Sicherheit im Gelände oder zur Pferdegesundheit bei.

 

Neu: Mobile Academy und Skill Academy

 

Erstmals wird die HansePferd Hamburg schon vor dem Messestart erlebbar. Bereits im Dezember dieses Jahres geht es mit der „Mobile Academy“ los, zu der Pferdefreunde sich anmelden können. Geplant sind Workshops mit den Pferdefachtierärzten Dr. Helmut Ende und Anke Rüsbüldt. Bei dem Workshop „Extreme Trail“ erfahren Reiter und Pferde, wie Hindernisse gemeinsam gelassen und sicher zu bewältigen sind. Dabei dreht sich alles um Präzision, Feinheit, minimale Zügeleinwirkung und maximales Vertrauen.

 

Mit der Skill Academy bietet die HansePferd direkt auf dem Messegelände ein neues Format und damit die Gelegenheit, verschiedene Fähigkeiten kennenzulernen oder zu verfeinern. Renommierte Trainer zeigen innovative Methoden, die das vertrauensvolle Zusammenspiel zwischen Mensch und Pferd stärken. Anregung, Inspiration und Praxiswissen bieten aber auch die bekannten Formate wie zum Beispiel der Ausbildungsring und der Extreme Trail Parcours, auf dem täglich Bodenarbeit angesagt ist.

 

 

 

Neu: Fokus Pferdebetrieb – Ein Tag für Fachbesucher

 

Halter und Züchter können sich an allen drei Messetagen umfassend über aktuelle Entwicklungen in der modernen Pferdehaltung und im Transport informieren. Die unabhängige Sachverständige Dr. Christiane Müller, Kuratorin der Sonderschau „Moderne Pferdehaltung“, steht gemeinsam mit vielen weiteren Experten zum intensiven Austausch und zur Beratung zur Verfügung. Die Vortragsreihe „Forum Pferdekompetenz“ mit spannenden Themen rundet das fachliche Angebot für Pferdebtriebe ab. Ein Novum: Die HansePferd bietet darüber hinaus mit „Fokus Pferdebetrieb“ einen Messetag an, der ganz im Zeichen der Pferdebtriebe steht. Es gibt am Freitag, 24. April, ganztägig ein umfassendes Programm auf dem Forum Pferdekompetenz speziell zum Thema Pferdebetriebe.

 

 

 

Pferde, Pferde, Pferde

 

300 Pferde und Ponys werden im Tagesprogramm, in den Vorführringen und der großen Showhalle der HansePferd Hamburg zu sehen sein. Die Spannbreite reicht von Isländern und Haflingern, über große Kaltblutrassen und Holsteiner bis hin zu Hannoveranern, Trakehnern, Lusitanos und Arabern. Dabei werden die Pferde nicht nur in ihrer Schönheit präsentiert, sondern auch in ihren rassespezifischen Fähigkeiten und Besonderheiten erklärt.

 

Für Familien und Kinder gibt es Aktionen zum Mitmachen. Auf der „Little Kids Ranch“ in der Westernstadt Golden Valley haben kleine Besucher die Möglichkeit, wie richtige Cowboys das Lasso zu schwingen und Hufeisen zu werfen.

 

 

 

„Stars“ – der neue Show-Abend der HansePferd Hamburg

 

Der Showabend „Stars“ steht im Zeichen des vertrauensvollen Miteinanders von Mensch und Pferd. In der großen Showhalle präsentieren international bekannte Größen und regionale Publikumslieblinge Reitkunst in Vollendung. „Der Show-Abend der HansePferd erfreut sich großer Beliebtheit. Wir sind schon intensiv in der Vorbereitung, um 2020 wieder ein großartiges Programm auf einem hohen Niveau zu präsentieren“, sagt Kai Haase, Geschäftsführer des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine Hamburg. Der Landesverband ist ideeller Träger der HansePferd Hamburg und Organisator des HansePferd-Showabends.

 

 

 

Die HansePferd Hamburg auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress GmbH hat von Freitag, 24., bis Sonntag, 26. April, täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Beginn des Show-Abends „Stars“ ist am 24., 25. und 26. April 2020 jeweils um 19.30 Uhr.

 

 

 


Nachhaltigkeit leben: Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen und Agenda 2030 als Orientierungsmaßstab des wirtschaftlichen Handelns

Evangelische Bank richtet ihre Aktivitäten konsequent an den SDGs aus

 

(Kassel/eb) - Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs), die heute auf den Tag genau vor vier Jahren auf dem UN-Klimagipfel in Paris von den 193 Mitgliedsstaaten der UN verabschiedet wurden, bilden – neben den E-MASplus -Kriterien – ab sofort den verbindlichen Orientierungsrahmen für das unternehme-rische Handeln der Evangelischen Bank. Damit ist Deutschlands größte Kirchenbank die erste Nachhaltigkeitsbank, die die SDGs konsequent in ihr operatives und strategisches Handeln integriert.

 

Zeitgleich zu weltweiten Klimaprotesten und zum UN-Klimagipfel in New York, der den aktuellen Status der SDGs auf den Prüfstand stellt, appellierte Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzen-der der Evangelischen Bank (EB), an die Verantwortung von Politik und Wirtschaft: „Es gibt Aus-wege aus der Krise, eine Wende ist möglich. Die Zeit für ein entschlossenes Handeln ist da. Nicht nur die Politik ist gefordert, auch die Unternehmen müssen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten und stärker für ihre soziale Verantwortung einstehen. Die EB leistet als Unterzeichnerin des UN Global Compact bereits einen aktiven Beitrag zur Förderung der SDGs und wird ihr En-gagement künftig noch verstärken. Logische Konsequenz für die EB als Pionier des nachhaltigen Bankings ist, die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN im Sinne einer umfassenden Transfor-mation zur Richtschnur ihres unternehmerischen Handelns zu machen. Konkret hat die Evangeli-sche Bank ihre Wesentlichkeitsmatrix mit den SDGs abgeglichen, neue strategische Ziele abge-leitet und operative Maßnahmen fixiert. Damit ist die Evangelische Bank „DIE Nachhaltigkeits-bank.“

 

Katzenmayer zufolge seien die SDGs sehr gut als Leitplanken des unternehmerischen Handelns geeignet, denn die Finanzwirtschaft spiele bei der Finanzierung der anstehenden Transformation eine entscheidende Rolle. „Der besondere Wert der SDGs liegt darin, dass sie erstmals eine exakte Definition liefern, welche gesellschaftlichen Zielvorstellungen und Werteüberzeugungen durch nachhaltige Investments und nachhaltige Kreditvergabe erreicht werden sollen“, betonte der EB-Vorstandsvorsitzende. Sie würden damit zu einem elementaren Orientierungsmaßstab für nachhaltig ausgerichtete Finanzinvestoren weltweit.

 

Mit den 17 SDGs und der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 2015 einen verbindlichen Rahmen gesteckt, der eine nachhaltige Entwicklung und weltweite Armutsbekämpfung fokus-siert. Ziel der SDGs sind grundlegende Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, um die globale Entwicklung zu einer nachhaltigen, klima- und umweltverträglichen Wirtschafts-weise voranzubringen.

 


Stille:zeit - Zukunft ruft an

Henrik Balser Vermittler zwischen Menschen - Mediator

Henrik Balser – vom altruistischen Helfer zum professionellen Wirtschaftsmediator


Henrik Balser ist Experte für die Lösung von Konflikten am Arbeitsplatz.

"Ich hatte in meinem Leben häufig das Gefühl, nicht „mainstream“ zu sein, während andere davon träumten Anwalt, Mathematiker oder „reich“ zu werden, wollte ich einfach Menschen helfen. Nach vielen gescheiterten Versuchen Berufe zu ergreifen, die Menschen halfen, stieß ich schließlich durch Zufall auf die Mediation – und hatte mein „Ikigai“ (frei aus dem japanischen: „Lebenssinn“) gefunden. Meine von Mobbing geprägte Schulzeit, Erfahrungen in vielen Unternehmen mit vielen Menschen in verschiedensten Situationen, prädestinieren mich für die Arbeit mit Menschen in Krisen.Heute arbeite ich als Wirtschaftsmediator mit dem Schwerpunkt heterogene Teams. Ich halte Vorträge, führe Workshops durch und unterstütze Einzelpersonen und Gruppen durch Konfliktberatung und Mediation.


Buchempfehlung:
- „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky
- „Wo geht’s denn hier zum Glück?“ von Maike van den Boom

Kontakt: www.balser-mediation.de

(C) 2019 - Stefanhund.com


Mobilität der Zukunft erleben: DsiN startet Verbraucherprojekt

 

  • Augmented Reality macht neue Mobilität erfahrbar
  • 39 Prozent der Deutschen halten PKW-Apps für gefährlich
  • Bundesverkehrsministerium fördert DsiN-Verbraucherprojekt

 

 

(Berlin/dsin) - Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) startet heute (10.09.2019) auf der New Mobility World in Frankfurt ein neues Verbraucherprojekt zur Mobilität der Zukunft. Die Initiative will künftige Veränderungen in der Mobilität zu Wasser, zu Land und in der Luft verständlich vermitteln. „Eine Kombination aus Gesellschaftsspiel und Augmented Reality ermöglicht Verbrauchern ab Frühjahr 2020, sich mit den Grundlagen der vernetzten Mobilität spielerisch auseinander zu setzen“, erklärte DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger. Chancen einer verkehrsträgerunabhängigen, individuellen und umweltverträglichen Nutzung, vom Auto bis zum E-Bike, vom Flugtaxi bis zum E-Roller werden aufgezeigt und das Verständnis für IT-Sicherheit und Datenschutz gestärkt.“

 

 

 

Nach einer aktuellen Befragung von DsiN und KANTAR halten knapp 39 Prozent der Onliner in Deutschland Apps, die PKWs miteinander vernetzen, für gefährlich. „Wir wollen digitale Aufklärung im Bereich der Mobilität vorantreiben und zum selbstbestimmten Handeln anleiten“, so Littger. Das Projekt mit Förderung des Bundesverkehrsministerium bringt Mobilitätsexperten aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltungen zusammen, um bei aktuellen Fragestellungen auch im Bereich IT-Sicherheit zu unterstützen.

 

 

 

Das Projekt wird am Stand des BMVI auf der New Mobility World vom 10.09. bis 15.09. vorgestellt und lädt täglich zum Austausch ein. Kostenlose Vorbestellungen sind schon jetzt möglich unter https://www.80-karten.de/

 

 

 

Über Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN)

 

DsiN wurde auf dem 1. Nationalen IT-Gipfel ins Leben gerufen mit dem Ziel, als Ansprechpartner für Verbraucher und Unternehmen konkrete Hilfestellungen für mehr Sicherheitsbewusstsein im Netz zu leisten. In Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern und Partnern entwickelt der Verein Strategien und Maßnahmen zum sicheren Umgang in der digitalen Welt. 2007 übernahm das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat die Schirmherrschaft für DsiN. www.sicher-im-netz.de

 

 

 


Nachhaltigkeitsaward

Halbzeit beim Esders-Zukunftspreis: Umweltschutz-Engagement gefördert

Eine solide Fachwerkkonstruktion und artgerechte Brut- und Nisträume für Wildbienen, Hummeln und Wespen vereinen die Insektenhotels des Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland / Grafschaft Bentheim e.V., die sich damit um den Zukunftspreis der Esders GmbH
Eine solide Fachwerkkonstruktion und artgerechte Brut- und Nisträume für Wildbienen, Hummeln und Wespen vereinen die Insektenhotels des Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland / Grafschaft Bentheim e.V., die sich damit um den Zukunftspreis der Esders GmbH

  

  • Bewerbungsphase läuft noch bis zum 15. Oktober
  • Preis richtet sich an Projekte aus dem In- und Ausland
  • Bewerber arbeitet an 35 Kilometer langem Biotopkorridor

 

(Haselünne/pm) – Der mit 15.000 Euro dotierte Zukunftspreis der Esders GmbH nähert sich der Zielgeraden. Noch bis zum 15. Oktober 2019 läuft die Bewerbungsphase. Der Jury liegen vielversprechende Bewerbungen aus zahlreichen Regionen Niedersachsens vor. Nichtdestotrotz weist das Unternehmen erneut darauf hin, dass den Einreichungen keine geografischen Grenzen gesetzt sind. Aufgerufen sind Projekte aus dem In- und Ausland, die endliche Ressourcen schonen, erneuerbare Energien fördern oder die Artenvielfalt und natürlichen Lebensräume bewahren.

 

„Streuobstwiesen in Kombination mit Wildblumenflächen fördern zwischen 3.000 bis 5.000 Arten. Wir schaffen nicht nur Inseln zur Versorgung mit Pollen und Nektar für Wildbienen, sondern ein weit verzweigtes Biotopnetz“, sagt Kai Behncke. Der promovierte Geoinformatiker arbeitet mit der Initiative „Blumiger Landkreis Osnabrück“ an der Realisierung eines Blühwiesenkorridors im südlichen Landkreis Osnabrück. Das zusammenhängende Biotop soll auf einer Länge von 35 Kilometern von Melle nach Hagen a. T. W. die Artenvielfalt und vor allem den genetischen Austausch von Insekten fördern. Bisher wurden in rund 7.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit 141 Blühwiesen mit insgesamt 260.000 Quadratmeter Fläche angelegt. „Mit dem Preisgeld könnten wir einen großen Schritt in Richtung Blühwiesen-Lückenschluss gehen“, sagt Kai Behncke.

 

Artenschutz und Aufklärung über heimische Insekten

 

Artenschutz und Umweltbildung steht im Zentrum der Bewerbung des Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland / Grafschaft Bentheim e.V. In ihm sind vier Jägerschaften aus 38 Hegeringen organisiert. Die Waidmänner planen im Frühjahr und Sommer 2020 insgesamt 38 Insektenhotels mit Infotafeln, die Auskunft über Hintergründe und Nutzen der Insektenhotels geben, zu errichten. Der Vorsitzende Thomas Schomaker erklärt: „Die Wenigsten wissen etwa, dass Obstbäume im Frühjahr oft von Wildbienen bestäubt werden, da sie früher als die Honigbienen schlüpfen. Ebenfalls bestäuben sie allein ein Viertel aller Blütenpflanzen!“ Die Kosten für 38 handwerklich solide Fachwerkkonstruktionen mit Dach und geeignetem Material, das Insekten als Schutz-, Brut- und Rückzugsraum dienen soll, betragen rund 45.000 Euro. Einen Teil davon würde der Biotopfonds gern aus dem Preisgeld decken.

 

Die Esders GmbH stiftet den Zukunftspreis aus Anlass ihres 30. Unternehmensgeburtstags. Das Preisgeld staffelt sich wie folgt: 1. Preis: 8.000 Euro, 2. Preis: 5.000 Euro, 3. Preis: 2.000 Euro. Nähere Informationen finden Interessierte im Internet unter https://zukunft.esders.de/.

 


Berliner Unternehmer spenden 55.000 Euro für international tätige Kinder- und Jugendhilfsorganisation von Dr. Auma Obama

RED Party am Wannsee: Spendenrekord für Auma Obama Foundation Sauti Kuu

 

Markus Korn (l.) und Christian Gérôme (r.), ALLGEMEINE IMMOBILIEN BÖRSE, und Dr. Auma Obama freuen sich über einen Spendenrekord von 55.000 Euro. Foto: Agentur Baganz

 

 

(Berlin/pm) - Auf der traditionsreichen RED-Party am Wannsee konnte in diesem Jahr ein Spendenrekord in Höhe von 55.000 Euro für den guten Zweck erzielt werden. Ehrengast Dr. Auma Obama, Schwester des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, sammelte gemeinsam mit Gastgeber Christian Gérôme, Gründer der ALLGEMEINEN IMMOBILIEN BÖRSE, Spenden für ihre Auma Obama Foundation Sauti Kuu – und das mit Erfolg! Insgesamt kam die stolze Summe von 55.000 EURO zusammen durch die Spendenbereitschaft von Christian Gérôme, Siegfried Nehls, Vorstand und Gründer des Berliner Projektentwicklers SANUS AG, Sascha Klupp von INTERSTADT, Herr Ramcilovic von METEOR BAU, Patrick David Kundler ALLIANZ und Familie Schorr von PRS Family Trust. Die Spendensummen, die in den vergangenen  Jahren auf der RED-Party für den guten Zweck gesammelt wurden, konnten so noch einmal deutlich übertroffen werden.

 

„Ziel der Stiftung ist, dass Kinder, Jugendliche und ihre Familien ihre eigenen Ressourcen  wert schätzen und ihr Potenzial entdecken, entfalten und gezielt verbessern können, um sich aus der Armut zu befreien. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt dabei auf den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie nachhaltiges ökonomisches Wachstum“, so Dr. Auma Obama, Initiatorin und Vorstandsvorsitzende der Foundation. „Ich danke Herrn Gérôme für das Vertrauen in meine Arbeit und allen Spendern für die großzügige Unterstützung.“

 

Die Auma Obama Foundation Sauti Kuu (Kisuaheli für Starke Stimmen) ist eine Stiftung, die in Kenia gegründet wurde und seit 2011 auch in Deutschland aktiv ist. Die Organisation unterstützt Kinder und Jugendliche in ihrem selbständigen Handeln und versucht, Starthilfe für ein eigenständiges und finanziell unabhängiges Leben zu leisten. 

 

Dr. Auma Obama ist in Kenia geboren und aufgewachsen. Sie studierte in Deutschland und machte ihren Masterabschluss an der Universität Heidelberg. Im Anschluss daran absolvierte sie erfolgreich ein weiteres Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin und promovierte gleichzeitig an der Universität Bayreuth.

 

Unter den 1.000 geladenen und dem Motto der Party gemäß in knalligem Rot gekleideten Gästen, tummelten sich zahlreiche Prominente wie Designerin Jette Joop, Sängerin Ireen  Sheer sowie die Schauspielerin Mariella Ahrens und FDP-Politiker Sebastian Czaja. DJ DAN LE BLONDE aus Ibiza und ein Live Act sorgten auf vier Hausbooten mit unterschiedlichen Partys für eine gelöste Stimmung und eine entsprechend hohe Spendenbereitschaft. Insgesamt hatten 20 Jachten und acht Jetskis angelegt und gaben dem historischen Schwedenpavillon am Wannsee einen Hauch von Côte d’Azur. Barbecue, Picknick und natürlich die Möglichkeit, im Wannsee ein Bad zu nehmen, rundeten das Angebot ab. Wie es sich für ein Familienfest gehört, wurden für die Kinder Badewelten und Banana-Boats angeboten.

 

„Das Anliegen der RED-Party war es von Beginn an, nicht nur eine schöne Party in einem ansprechendenden Ambiente zu feiern, sondern dabei vor allem Spenden für den guten Zweck zu sammeln“, so Gastgeber Christian Gérôme. „Es erfüllt mich mit großem Stolz, dass es uns gelungen ist, eine so beeindruckende Summe für die international tätige Auma Obama Foundation Sauti Kuu zu erzielen. Ich danke allen Spendern und Frau Dr. Auma Obama für ihren Besuch, ihre inspirierenden Worte und wünsche ihr und der Stiftung für die Zukunft viel Erfolg.“ 

 


Aktion Arbeit im Bistum Trier unterstützt Verein im Hunsrück mit 12.100 Euro

Aus Azubis werden Tischler

  Marlon ist noch Azubi, während Karl und Magdi ihre Ausbildung erfolgreich absolivert haben (v.l.n.r.) . Foto: bt
Marlon ist noch Azubi, während Karl und Magdi ihre Ausbildung erfolgreich absolivert haben (v.l.n.r.) . Foto: bt

 

(Sohrschied/jf/bt) – „Man sieht am Ende, was man gearbeitet hat“, erklärt Magdi Gregis seine Begeisterung für den Beruf des Tischlers. Seit vier Jahren ist der Ägypter in Deutschland. Seine Ausbildung hat er in der Schreinerei des Vereins Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück (VBS) in Sohrschied absolviert. Insgesamt vier junge Männer arbeiten momentan dort und fertigen hochwertige Möbel. Unterstützt wird der Verein von der Aktion Arbeit im Bistum Trier in diesem Jahr mit 12.100 Euro.

 

Die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, Andrea Steyven, betont: „Eine Berufsausbildung ist die beste Prävention vor Familien- und Altersarmut.“ 72 Prozent der Betriebe, die Mitarbeitende suchen, suchen Menschen mit einer abgeschlossener Berufsausbildung. Ein Grundanliegen der Aktion Arbeit ist die Unterstützung von Projekten, die Menschen eine Chance eröffnen, am Arbeitsmarkt und damit an der Gesellschaft teilzuhaben.

 

 Für Anna Werle ist der Verein ein guter Vernetzungspartner. „Wir arbeiten eng zusammen“, sagt die Pastoralreferentin aus dem Dekanat Simmern-Kastellaun, zu deren Arbeitsfeldern unter anderem die interkulturelle Arbeit zählt. „Für Geflüchtete gibt es hier jede Form von Unterstützung“, betont sie bei einem Besuch in der Werkstatt. „Beim VBS bekommen Menschen eine Chance, die woanders untergehen würden. Die Unterstützung, wie sie hier stattfindet, wäre in anderen Unternehmen schwierig“, berichtet Anna Werle. Daher greift die Aktion Arbeit im Bistum Trier dem Verein seit Jahren finanziell unter die Arme. „Ohne dieses Geld würden wir das nicht schaffen“, gibt Sabine Bollhorst vom VBS-Team zu. Die meisten Auszubildenden haben einen Haupt- oder gar keinen Schulabschluss. Die Betreuung ist zeitintensiv aber, wie man in der Bilanz sieht – seit 1984 wurden mehr als 150 Tischler ausgebildet – durchaus erfolgreich.

 

Ein kleines Zubrot ist das beliebte Tagungshaus, das vor allem von Gruppen genutzt wird. „Dort müssen unsere Azubis auch schon mal Möbel reparieren oder putzen“, berichtet der Ausbilder Martin Mersch-Bollhorst. Trotzdem ist die Initiative auf Spenden angewiesen.

 

Neben Magdi (26 Jahre), der in Kirchberg wohnt, hat Karl Möller die dreijährige Ausbildung zum Tischler erfolgreich abgeschlossen. Er hat schon eine Stelle nach der Ausbildung sicher. Sein Gesellenstück ist ein vielseitiger Küchenwagen. „Ich wollte etwas bauen, was man ein Leben lang gebrauchen kann“. Der 19-Jährige kennt den Ausbildungsbetrieb durch seinen Bruder. Gefallen hat dem Dillendorfer, „dass man immer etwas anderes arbeitet“. Beide loben das Team. „Der Chef ist sehr nett und hat uns geduldig geholfen und alles erklärt“, berichtet Magdi, und Karl ist froh, dass man immer nachfragen kann, wenn man etwas nicht gleich verstanden hat.

 

Marlon Gewehr (16 Jahre) ist noch am Anfang seiner Ausbildung. Ein Jahr hat der junge Mann aus Ober Kostenz bereits geschafft. Er hat die Schreinerei durch einen Schulausflug ins Tagungshaus kennengelernt. „Es macht mehr Spaß als im Büro zu sitzen“, lautet sein Zwischenfazit.

 

Beim VBS werden unterschiedliche Kompetenzen vermittelt. Astrid Becker kocht beispielsweise regelmäßig mit den jungen Menschen Die Jugendlichen werden sozialpädagogisch begleitet „und auch beim Theorie-Pauken fachlich unterstützt“, erklärt Martin Mersch-Bollhorst So gibt ein ehemaliger Azubi der Schreinerei den Jugendlichen ehrenamtlich Nachhilfe in Mathematik.

 

Im Sommer haben drei neue junge Menschen die Chance, ihre Ausbildung im Betrieb zu beginnen. Damit sind alle Ausbildungsplätze beim VBS belegt, „aber Praktikanten können gerne kommen“, erklärt Martin Mersch-Bollhorst.

 

Weitere Infos gibt es auf www.aktionarbeit.bistum-trier.de und www.vbs-sohrschied.de

 

 

 


Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes M-V erhöht Ausbildungsentgelte

Die ARK DW M-V in Neubrandenburg (v.l.n.r.:) Christoph Möller, Britta Heinrich, Jens-Uwe Goeritz, Andrea Stadel, Christoph de Boor, Michael Hollmann, André Rohloff, Christoph Maaß, Henrike Regenstein, Jörg Autrum, Oliver Kunst, Kirsten Balzer. Foto: Anke Brauns | Dietrich-Bonhoefer-Klinikum

 

(Neubrandenburg/dmv) - Am 2. Juli 2019 kamen die Mitglieder der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. (ARK DW M-V) zu ihrer zweiten Sitzung in der vierten Amtszeit im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg zusammen. Auf Initiative der Dienstgebervertreter hat sich die ARK DW M-V für eine Erhöhung der Ausbildungsentgelte ab dem 01.09.2019 für Auszubildende in staatlich anerkannten Berufen, in Pflegeberufen sowie Schüler in der Erzieherausbildung ausgesprochen. Zusätzlich sollen nun auch Auszubildende zum Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten (MTRA), Medizinisch-Technischen Laboratoriumsassistenten (MTLA) und Physiotherapeuten (PT) eine Ausbildungsvergütung erhalten. Darauf haben sich die Dienstnehmer- und Dienstgebervertreter in Neubrandenburg verständigt. Ein entsprechender Beschluss steht noch unter Gremienvorbehalt.

 

Darüber hinaus wurden die Themen Familienfördernde Leistungen, Betriebliche Altersversorgung, Jahressonderzahlung und Gespräche zur weiteren Entgeltentwicklung der Arbeitsvertragsrichtlinien beraten.

 

Die vierte Amtszeit der ARK DW M-V ist die erste, in der neben den vier vom Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen entsandten Vertretern nun auch zwei von der Kirchengewerkschaft entsandte Vertreter auf der Seite der Dienstnehmer beteiligt sind. Die Ordnung der ARK DW M-V sieht diese Möglichkeit seit 2014 vor. Bisher hatten die Gewerkschaften hiervon keinen Gebrauch gemacht.

 

Im Vordergrund der gemeinsamen Beratung steht auf beiden Seiten das Bestreben, die bestehenden diakonischen Dienste und Arbeitsplätze für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu erhalten, gemeinsam alles Notwendige zu unternehmen, um ihre Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten und nachhaltig eine angemessene Vergütung aller Mitarbeitenden zu sichern. Dabei fühlen sich Dienstgeber und Dienstnehmer dem Leitgedanken der Dienstgemeinschaft und einem fairen Interessenausgleich verpflichtet. Dies ist immer wieder ein Lernprozess auf beiden Seiten.

 

Die aktuelle Beratung hat gezeigt, dass alle Mitglieder der ARK DW M-V ihre Arbeit als offenen und konstruktiven Prozess kontinuierlich miteinander gestalten wollen, um die Arbeitsbedingungen zwischen Dienstnehmern und Dienstgebern einvernehmlich zu regeln.

 

Die Arbeitsrechtliche Kommission des DW M-V

 

Die Arbeitsrechtliche Kommission DW M-V arbeitet auf der Grundlage einer Ordnung, die 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. sowie des Gesamtausschusses der Mitarbeitervertretungen des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. (GMAV DW M-V) Wirksamkeit erlangte. Damit wurde die seit 2003 bestehende regionale Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs e. V. (DWM) aufgrund der Fusion der beiden Diakonischen Werke im jetzigen Sprengel Mecklenburg und Pommern weiterentwickelt, um dauerhaft ein einheitliches kirchliches Dienstrecht für alle Mitarbeitenden in diakonischen Diensten und Einrichtungen in Mecklenburg- Vorpommern zu ermöglichen.

 

Die Arbeitsvertragsrichtlinien regeln die zwischen den Dienstgebervertretern und den Dienstnehmervertretern der ARK DW M-V vereinbarten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden. Innerhalb der letzten neun Jahre seit Gründung der Arbeitsrechtlichen Kommission konnten auf dem Dritten Weg geeinte Arbeitsvertragsbedingungen für nunmehr 92 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Arbeitsbereichen umgesetzt werden. Dies ist unter den Anbietern sozialer Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern ein herausragender Wert, an dessen weiterer Steigerung kontinuierlich gearbeitet wird.


Deutschlands Krankenhäusern fehlen 2019 bereits rund 20.000 Fachkräfte in der Pflege

Kliniken wollen 30.000 neue Pflegestellen schaffen - trotz sich verschlechternder Wirtschaftslage

 

- Wirtschaftliche Situation der Kliniken verschärft sich deutlich -

 

  2018 erzielten 32 Prozent ein Defizit, 2019 erwartet fast die Hälfte Verluste

 

- Investitionen in Digitalisierung schlagen sich bisher nicht positiv n  in den Bilanzen der Krankenhäuser nieder

 

(Hamburg/pm) - Die Krankenhäuser in Deutschland stehen unter großem wirtschaftlichem Druck: Knapp ein Drittel schrieb 2018 Verluste, für 2019 rechnet fast jede zweite Klinik mit einem Defizit (47 Prozent) und nur noch knapp zwei Drittel (65 Prozent) erwarten steigende Umsätze. Im vergangenen Jahr waren es noch 82 Prozent.

 

Trotz dieser Situation steht der sich verschärfende Fachkräftemangel und nicht Kosten- oder Ergebniszwänge ganz oben auf der Prioritätenliste verantwortlicher Krankenhausmanager. Deutschlandweit wollen sie allein in der Pflege rund 30.000 Stellen bis Ende des Jahres aufbauen. Doch 2018 suchten nur rund 11.000 Fachkräfte eine Arbeitsstelle; Deutschland fehlen also aktuell bereits rund 20.000 qualifizierte Arbeitnehmer für die Pflege im Klinikbereich. Dies geht aus der "Krankenhausstudie 2019" von Roland Berger hervor. Im Rahmen der Analyse haben die Experten der Unternehmensberatung Vorstände und Geschäftsführer der 400 größten deutschen Krankenhäuser befragt.

 

"Diese Zahlen verdeutlichen den akuten Personalmangel in deutschen Krankenhäusern", sagt Peter Magunia, Partner bei Roland Berger. "Das ist aber bei weitem nicht die einzige Herausforderung für die Kliniken: Demografischer Wandel und der medizinisch-technische Fortschritt haben die Umsätze steigen lassen. Doch diese Ära des Wachstums neigt sich dem Ende entgegen. Stagnierende Fallzahlen werden den Wettbewerb deutlich intensivieren und vermehrt zu Kooperationen oder Fusionen führen."

 

Attraktivere Ausbildung, gezieltes Marketing und ausländisches Personal für mehr Fachkräfte in der Pflege

 

Der Fachkräftemangel betrifft sowohl kleinere Häuser in ländlichen Gebieten als auch größere mit Wachstumsambitionen. Den geplanten Stellenaufbau in der Pflege wollen sie mit vielseitigen Maßnahmen vorantreiben: "Verstärktes Marketing, attraktivere Konditionen, mehr Ausbildungsplätze sowie die Suche nach Personal aus dem Ausland stehen im Vordergrund", erklärt Oliver Rong, Partner bei Roland Berger.

 

Darüber hinaus könnte die "Generalistik"-Reform der Bundesregierung einen positiven Effekt nach sich ziehen. In ihrem Zuge werden ab 2020 drei verschiedene Ausbildungen zusammengelegt. Die Kliniken erhoffen sich so, mehr junge Menschen für die Pflege zu begeistern.

 

 

Investitionen in Digitalisierung verfehlen die erhofften Effekte

 

Allerdings suchen die Kliniken noch nach den geeigneten Mitteln, um sich finanziellen Spielraum für die Ausgaben für Personal und Infrastruktur zu verschaffen. In diesem Kontext blicken die Befragten skeptischer als im Vorjahr auf Digitalisierungsmaßnahmen. Nur 72 Prozent der Verantwortlichen versprechen sich einen positiven Niederschlag in der Bilanz. Im vergangenen Jahr waren es noch ganze 93 Prozent.

 

"Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass Investitionen in die Digitalisierung in den vergangenen Jahren noch nicht den erhofften Erfolg erzielt haben", so Rong. Die digitale Transformation stellt nach Ansicht der Studienteilnehmer eine erhebliche Zusatzbelastung für die Organisation dar. Weiterhin bemängeln die Kliniken fehlende Standardisierung und politische Vorgaben in diesem Kontext.

 

"Interessant ist, dass die von uns befragten Krankenhäuser das größte Verbesserungspotenzial in ihrer strategischen Ausrichtung sehen, was sich auch mit unseren Erfahrungen deckt", erklärt Magunia. "Gerade Themen wie Standortwahl oder Medizinportfolio stehen hierbei im Fokus. Wollen die Kliniken diese Hebel zur Verbesserung ihrer Ergebnisse ausschöpfen, müssen sie allen voran ihre Ziele klar kommunizieren, um die eigenen Mitarbeiter als Unterstützer zu gewinnen."

 

 

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen:

 

www.rolandberger.de/pressemitteilungen

 

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 230 Partnern.


Gudrun Nolte, Leiterin des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der Nordkirche (KDA), zur neuen Vorsitzenden im Evangelischen Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) gewählt

Veränderung gestalten

 

(Hamburg/kda) - Die Mitgliederversammlung des Evangelischen Verbands Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) hat Gudrun Nolte am 29. Juni 2019 zur neuen Vorsitzenden des Verbands gewählt. Gudrun Nolte ist seit 2012 Leiterin des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der Nordkirche (KDA). Sie folgt auf  Pastor Michael Klatt aus der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers, der das Amt seit 2015 innehatte. Der Evangelische Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) gehört zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und bündelt die gliedkirchlichen Fachstellen für Arbeit und Wirtschaft (z.B. KDA) auf Bundesebene.

 

Die neue Vorsitzende, die in den vergangenen fünf Jahren zugleich stellvertretende Bundesvorsitzende des KDA-Bund und Mitglied im Vorstand des KWA war, stellt fest: „Wirtschaft und Arbeitswelt stehen auch weiterhin vor tiefgreifenden Veränderungen. Erwerbsarbeit wird sich durch Einflüsse der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz grundlegend verändern. Wir müssen auch in der Zukunft bei den Menschen bleiben und den Herausforderungen durch Konzepte nachhaltiger Arbeit begegnen.“

 

Sebastian Borck, der für den KDA in der Nordkirche zuständige Hauptbereichsleiter für Seelsorge und gesellschaftlichen Dialog, freut sich über die Wahl von Gudrun Nolte: „Ich gratuliere Gudrun Nolte zu dieser besonderen Wahl. Es geht um Kirche am anderen Ort, Kirche inmitten von Wirtschaft und Arbeitswelt. Die Menschen brauchen jemanden, der hinhört, und jemanden, der sich einmischt. Dafür wünsche ich Gudrun Nolte nun auch auf bundesweiter Ebene gutes Gelingen.“

 

Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt ist der Fachdienst der Nordkirche für Arbeit und Wirtschaft. Er setzt sich ein für eine ethische Gestaltung der Arbeitswelt. Nähere Informationen unter: www.kda-nordkirche.de. Nähere Informationen zur Arbeit des KWA unter www.kwa-ekd.de.

 


Überprüfung des Textilbündnisses durch die OECD - Chance für Verbesserungen

 

 

(Bonn/Berlin/pm) - Zur Berlin Fashion Week feiert sich die Modeindustrie – doch Fragen nach sozialen und ökologischen Folgen kommen wie jedes Jahr zu kurz. Das 2014 gegründete Bündnis für nachhaltige Textilien ist angetreten, die Missstände in den globalen Textillieferketten schrittweise zu beseitigen. Die Bilanz ist bisher mager. Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) empfiehlt die Anpassung des Review-Prozesses. Die Zivilgesellschaft im Textilbündnis sieht in der jetzt geplanten Reform eine Chance, das Bündnis effektiver zu machen.

 

Die Kritik der OECD entspricht in zentralen Punkten den bisherigen Forderungen der Zivilgesellschaft. Das Textilbündnis erwartet von seinen Mitgliedsunternehmen, dass sie Maßnahmen zur Beseitigung oder Verringerung menschenrechtlicher und umweltbezogener Risiken in ihren Lieferketten treffen. Ein unabhängiges Überprüfungsverfahren soll sicherstellen, dass Mitgliedsunternehmen dieser Anforderung nachkommen. Bisher bewertet dieser Review-Prozess jedoch weder, ob die Unternehmen die wichtigsten Risiken identifiziert haben, zum Beispiel viel zu niedrige Löhne oder Klimaemissionen, noch ob die getroffenen Maßnahmen geeignet sind, um die Risiken zu beheben. Ähnlich wie die OECD kommt auch eine Studie des Öko-Instituts zum Ergebnis, dass eine qualitative Bewertung der Maßnahmenpläne der Unternehmen bisher nicht möglich ist.

 

Reform als Chance
In Reaktion auf die externe, kritische Begutachtung will das Textilbündnis nun den Review-Prozess optimieren. Die zivilgesellschaftlichen Mitgliedsorganisationen sehen in dieser Reform Potenzial. Mit einer klaren Orientierung an den Empfehlungen der OECD würde die internationale Ausrichtung des Bündnisses gestärkt und Unternehmen müssten ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht gemäß der UN-Leitprinzipien und der Leitlinien der OECD nachkommen. Dazu gehört mehr Transparenz im Review-Verfahren. Die Standards der OECD verlangen, dass Unternehmen öffentlich über identifizierte Risiken in ihrer Lieferkette und entsprechend ergriffene Maßnahmen sowie deren Wirksamkeit berichten.

 

Verbesserung braucht ambitionierte Inhalte
Bei der Neuausrichtung des Review Prozesses darf das Textilbündnis nicht hinter den Konsens zu bisherigen verbindlichen Zielen zurückfallen. So muss das Textilbündnis an dem Ziel festhalten, dass bis 2020 mindestens 10% der von Mitgliedsunternehmen beschafften Baumwolle Bio-zertifiziert ist. „Der gesetzte Fokus auf existenzsichernde Löhne muss konsequenter von allen Unternehmen aufgegriffen werden. Der fehlende Fortschritt bei diesem Thema ist zurzeit frustrierend und die durch eine Bündnisinitiative geebnete Chance, in Kambodscha etwas zu bewirken, wird nicht von allen ergriffen“, meint Berndt Hinzmann vom INKOTA-netzwerk.

 

Eine stärkere Kohärenz mit den Anforderungen der OECD bedeutet, dass Unternehmen wesentliche Risiken in ihrer Lieferkette, wie geschlechtsspezifische Gewalt am Arbeitsplatz und Gewerkschaftsfreiheit, erfassen und effektiv beseitigen. „Dazu braucht es klare Vorgaben durch das Textilbündnis, was von den Unternehmen zur Bekämpfung dieser wichtigsten Arbeitsrechtsverletzungen im Textilsektor erwartet wird“, betont Dr. Sabine Ferenschild vom Südwind Institut.

 

Zuletzt wird aus den bisherigen Entwicklungen im Textilbündnis deutlich, dass wichtige Branchenansätze wie das Textilbündnis dringend durch gesetzliche Regelungen ergänzt werden müssen. „Andernfalls bleibt der Fortschritt zu langsam, da engagierte Unternehmen durch höhere Kosten vom Markt bestraft werden, während Unternehmen, die nicht Mitglied im Textilbündnis sind, keine Konsequenzen tragen müssen“, erläutert Dr. Gisela Burckhardt von FEMNET.

 

Über das Textilbündnis
Das Bündnis für nachhaltige Textilien ist eine 2014 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ins Leben gerufene Initiative, welche das Ziel verfolgt, die soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit entlang der gesamten Textilkette kontinuierlich zu verbessern. Mehr unter: https://www.textilbuendnis.com/. 18 Organisationen der Zivilgesellschaft sind Mitglieder des Textilbündnisses, die von folgenden drei NGOs im Steuerungskreis vertreten werden: FEMNET, INKOTA-netzwerk, SÜDWIND Institut.

 

Website: www.suedwind-institut.de

 

Seit fast 30 Jahren engagiert sich SÜDWIND für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit weltweit. Anhand von konkreten Beispielen zu Missständen decken wir ungerechte Strukturen auf. Dabei verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs-und Öffentlichkeitsarbeit und tragen Forderungen in Kampagnen, Gesellschaft, Unternehmen und Politik. SÜDWIND arbeitet gemeinnützig und unabhängig. Finanziert wird SÜDWIND aus Zuschüssen, Einnahmen aus Auftragstätigkeiten sowie Mitgliedsbeiträgen und Spenden

 


Als Angola-Missionar bedrohten Landminen sein Leben, nun setzt sich der Ordensmann unter anderem für deren Ächtung in der Finanzwelt ein

Pater Konrad Liebscher ist neuer Beirats-Vorsitzender der Steyler Ethik Bank

Foto: Steyler Missionare
Foto: Steyler Missionare

 

(Sankt Augustin/sm) - Die Steyler Ethik Bank hat einen neuen Vorsitzenden des Bank-Beirats: Pater Stephan Gerdes SVD übergibt die verantwortungsvolle Aufgabe zum 1. Juli an Pater Konrad Liebscher SVD. Pater Liebscher ist ein engagierter Verfechter des nachhaltigen Investments. Dies hat auch mit seiner Lebensgeschichte zu tun. Von 1987 bis 1997 war der heute 64-jährige als Missionar in Angola tätig.

 

 

 

Dort erlebte er die Schrecken eines Bürgerkriegslandes, in dem Tod und Gewalt alltäglich sind. Ein enger Mitarbeiter wurde vor seinen Augen von einer Mine getötet. Für seinen öffentlichen Protest gegen Korruption und soziale Ungleichheit wurde der Geistliche vorübergehend in Haft genommen. Auch aufgrund dieser Erfahrung kämpft der Steyler Missionar mit Überzeugung gegen die Finanzierung von geächteten Waffen und korrupten Staaten.

 

Pater Konrad Liebscher stammt gebürtig aus Recklinghausen und ist der Bank seit Jahrzehnten verbunden. Von 1999 bis 2016 war er Geschäftsführer der Steyler Mission, dem Hauptgesellschafter der Steyler Ethik Bank. Seit 20 Jahren ist der studierte Theologe und Wirtschaftswissenschaftler bereits im Beirat der Steyler Ethik Bank tätig.

 

 

 

Der ehemalige Beirats-Vorsitzende Pater Stephan Gerdes kann sein Engagement für die Steyler Ethik Bank nicht fortführen, da er nach Australien zieht, wo er eine neue Aufgabe im Orden übernimmt. Die Steyler Ethik Bank verliert damit einen geschätzten Mitstreiter, sagt Geschäftsführer Jürgen Knieps: "In neun Jahren als Beirats-Vorsitzender hat Pater Gerdes uns in hervorragender Weise herausgefordert und unterstützt." Dem pflichtet auch Geschäftsführer Norbert Wolf bei: "Gemeinsam mit Pater Gerdes haben wir wichtige Weichen gestellt. In seiner Amtszeit haben wir unter anderem die Steyler Nachhaltigkeitsfonds aus der Taufe gehoben und so unser Profil als nachhaltiger Investor entscheidend geschärft." 

 

 

 

Pater Gerdes stammt gebürtig aus Cloppenburg und trat 1986 den Steyler Missionaren bei. 20 Jahre lang war er als Missionar in Papua-Neuguinea tätig. 2010 wurde er zum Generalökonom des Ordens berufen und zog für diese Aufgabe nach Rom. Nun freut sich der Finanzexperte auf eine neue Herausforderung, für die er wieder auf die Südhalbkugel zurückkehrt.

 

 

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank ist Anbieter von fairen Finanzdienstleistungen. Sie wurde 1964 vom katholischen Orden der Steyler Missionare gegründet und steht allen Privatkunden offen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung. Die Bank investiert nach sozialen und ökologischen Kriterien und ist Initiator von drei nachhaltigen Publikumsfonds der Marke Steyler Fair Invest. Seit ihrer Gründung förderte die älteste ethische Bank Deutschlands mit über 100 Millionen Euro Steyler Hilfsprojekte in 80 Ländern. (www.steyler-bank.de, www.steyler-fair-invest.de)

 


Hösbacher Verein hilft Kleinunternehmen in Südostasien

Nicht immer läuft alles nach Plan.

Besuch bei einer Projektteilnehmerin Foto: Tobias Schüßler, GMI
Besuch bei einer Projektteilnehmerin Foto: Tobias Schüßler, GMI

 

(Hösbach/Südostasien/mi) - . Regelmäßig berichtet Global Micro Initiative e.V. (GMI) von den TeilnehmernInnen ihrer Mikrokreditprojekte. Es sind Erfolgsgeschichten darüber, wie Kleinunternehmen dank des zusätzlichen Kapitals und der Beratungen gegründet oder ausgebaut werden können. Und es sind Berichte, wie diese Mikrokredite, welche das Leben der InhaberInnen und das ihrer Familien dauerhaft verbessern. Aber auch wenn eine überwiegende Mehrheit der TeilnehmerInnen ihre Mikrokredite vollständig zurückzahlt, gibt es bei inzwischen über 160 vergebenen Krediten auch einige, die nicht oder nicht vollständig zurückbezahlt werden konnten. Was passiert dann? 

 

Kulturelle Aspekte

 

Wie wichtig es ist, die Kultur des jeweiligen Landes im Blick zu behalten und auf die richtige Auswahl der KandidatInnen zu achten, zeigt sich an einem traurigen Beispiel in den Philippinen. Hier wollte eine übermotivierte Mitarbeiterin der Partnerorganisation Project Life Subic dem Vorstand von GMI besonders gefallen und die Sponsoren glücklich machen, indem sie möglichst viele Mikrokredit-Empfehlungen aussprach. Sie wusste genau, welche Vergabekriterien die Hösbacher Organisation hatte. So konnte sie perfekte KandidatInnenprofile erstellen und Geschäftspläne beifügen. Leslie Nabong, die Projektleiterin von Project Life Subic wurde schließlich misstrauisch, als es Unstimmigkeiten bei den Tagesplänen und Besuchsprotokollen der Mitarbeiterin gab. “Erst als wir uns von ihr getrennt hatten, stellte sich heraus, dass sie auch die Geschäftspläne der TeilnehmerInnen selbst geschrieben hatte - und die angeblichen KleinunternehmerInnen nie ein eigenes Unternehmen gegründet hatten”, erklärt Tobias Schüßler, Vorstandsvorsitzender von GMI. Umgerechnet ca. 180 € konnten nicht zurückbezahlt werden. Für das verbleibende Team der Partnerorganisation war dies ein sehr eindrückliches Lernerlebnis und die Sorgfalt, mit der sie seitdem an die Vergabe von Kleinkrediten herangehen, ist beispielhaft. 

 

Sensibel auf Lebensumstände reagieren

 

Manchmal sind es jedoch auch tragische Umstände, die dazu führen, dass ein Kredit nicht vollständig zurückbezahlt werden kann. Bei Nur Walidayah aus Indonesien verstarb ein Familienmitglied, als sie fast den gesamten Mikrokredit zurückgezahlt hatte. Für sie bedeutete das, dass sie sofort ihren Wohnort Denpasar verlassen und damit auch ihre Bäckerei aufgeben musste, um sich fortan um ihre Eltern zu kümmern. Angelo, der sich auf den Philippinen mit einem Friseurladen das tägliche Brot erarbeitete, musste erleben, dass erst sein Geschäft und dann seine Hütte dem Erdboden gleichgemacht wurden, weil sie direkt an der Hauptstraße standen, an der ein Bauverbot galt. Das hatte nur in den vergangenen Jahrzehnten niemand eingehalten und niemanden aus der Ortsverwaltung interessiert und Angelo konnte sich einfach keine andere Gegend leisten. Obwohl er sichtlich geschockt von der Situation war, kommunizierte er direkt mit Mitarbeitern von GMI’s Partnerorganisation und sein Kredit wurde gestundet. 

 

„So wie wir jede/n Teilnehmerin/er vor der Kreditvergabe und während der Rückzahlung individuell behandeln, geschieht das auch, wenn Probleme auftreten,“ berichtet Schüßler. „Wir helfen den Menschen, denen eine Bank niemals Geld leihen würde, da ist klar, dass es auch mal zu Ausfällen kommt. In den Fällen, in denen die TeilnehmerInnen offensichtlich nie ein Kleinunternehmen aufgebaut hatten und das auch nicht wollten, konnten wir nichts tun, außer ab und zu vorbeizuschauen und sie an ihre Verpflichtung zu erinnern. Bei einigen half das und sie zahlten Teile davon zurück. In Krisensituationen ist die Lage eine ganz andere. So war bei Nur Walidayah gleich klar, dass wir sie nicht zur Rückzahlung der verbleibenden paar Euro zwingen würden. Angelo suchte selbst Auswege aus der Situation. Er kann vorübergehend bei Freunden wohnen und macht Hausbesuche.”

 

Die Menschen, denen Global Micro Initiative e.V. hilft, sind nicht zu KleinunternehmerInnen geworden, weil sie schon immer ein eigenes Geschäft haben wollten. “Sie haben einfach keine anderen Möglichkeiten, um Geld zu verdienen”, erklärt Schüßler. “Wir helfen unter anderem Menschen, die Ende 60, Anfang 70 sind. Sie betreiben ihr Kleinunternehmen, weil es keine Rente und keine sozialen Absicherungen gibt. Sie wissen, wenn sie aufhören zu arbeiten, haben sie kein Geld mehr und damit auch nichts mehr zum Essen.”

 

Für Not leidende Menschen da sein

 

Viele Menschen, die schon ein Kleinunternehmen haben, stehen vor der Herausforderung, dass ihnen nicht viel Geld zur Verfügung steht. Sie würden ohne die Hilfe eines Mikrokredites nicht in der Lage sein, ihr Geschäft zu vergrößern, weil sie kein Kapital haben. Deshalb werden von GMI bei unvorhersehbaren, schwierigen Situationen keine Strafzinsen oder Gebühren berechnet. Der Verein versteht sich als Organisation, die dazu da ist, den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. "Wenn wir das erreichen, indem ein Mikrokredit erst nach einem Jahr statt nach 6 Monaten zurückbezahlt wird, sind wir damit auch zufrieden,” bekräftigt Schüßler. So wie bei Sunariyah aus Indonesien, die mehr als doppelt so lange brauchte, um den Mikrokredit für ihre Nähmaschine zurückzuzahlen. Am Ende hatte sie jedoch trotzdem eine sehr erfolgreiche Änderungsschneiderei aufgebaut. 

 

Text: Tobias Schüßler, Vorstandsvorsitzender

 


BioDisKo

Nachhaltige Bioökonomie: Mehr Mitbestimmung und Kommunikation

Andere Form des Protokolls: Graphical Recording des ersten »Bürger*innenrats« als Wandplakat..© Lara Listens und Jakob Kohlbrenner
Andere Form des Protokolls: Graphical Recording des ersten »Bürger*innenrats« als Wandplakat..© Lara Listens und Jakob Kohlbrenner

(Oberhausen/pm) - Seit jeher nutzen Menschen die Natur – etwa um aus Pflanzen Nahrungsmittel, Kleidung und Medizin zu erzeugen oder Energie zu gewinnen. Das Ziel einer nachhaltigen Bioökonomie ist es, eine biobasierte Wirtschaftsweise zu etablieren, um Herausforderungen wie dem Klimawandel und knapper werdenden Rohstoffen entgegenzuwirken. Das Verbundprojekt »BioDisKo« unterstützt das Vorhaben durch die aktive Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten zur Erprobung von Dialogverfahren.

 

Der Umbau zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschafts- und Lebensweise ist eng verknüpft mit der effizienten Nutzung von nachwachsenden und biobasierten Rohstoffen. Diese Entwicklung innovativ und zukunftsfähig zu gestalten, erfordert bei allen Beteiligten die frühzeitige Berücksichtigung verschiedener Sichtweisen und Erfahrungen. Gerade im Kontext der Bioökonomie müssen bei der Produkt- bzw. Prozessentwicklung bereits in einem frühen Stadium sämtliche Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette einbezogen werden, um rechtzeitig kritische Handlungsfelder zu erkennen. Das Verbundvorhaben »Bioökonomische Nutzungspfade – Diskurs und Kommunikation« (BioDisKo) bindet alle Interessensgruppen durch geeignete Partizipations- und Kommunikationselemente aktiv mit ein. »Neue Lösungsansätze der Biomassenutzung sollen so aufbereitet werden, dass sie in den Innovations- und Transformationsprozess zur Förderung der nachhaltigen Bioökonomie eingebracht werden können«, heißt es in der Projektbeschreibung.

 

Einbindung in Produktentwicklung und Bewertung des Rohstoffanbaus

 

Vielversprechende Lösungen für das Zukunftsfeld der biobasierten Kreislaufwirtschaft sehen die Beteiligten in neuen Ansätzen und Maßnahmen der dialogorientierten Bürger- und Stakeholderbeteiligung sowie in der Kommunikation durch Nutzung geeigneter Medien und Formate. Personengruppen mit unterschiedlichen Ansprüchen und deren Wissen sollen in die Produktentwicklung und Bewertung des Rohstoffanbaus eingebunden werden. Im Rahmen von BioDisKo werden die hierfür notwendigen Maßnahmen konzipiert, erprobt und bewertet. Hierzu zählt z. B. die vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT entwickelte Stakeholder-Interaktionsanalyse »SHIA« zur systematischen Ableitung kritischer Punkte entlang von Prozessketten. Die gesammelten Informationen lassen sich gezielt zur Entwicklung und Durchführung von Verfahren zur partizipativen Technikfolgenabschätzung (pTA) seitens des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) einsetzen. In einem nächsten Schritt werden geeignete Kommunikationsmittel und Beteiligungsformate abgeleitet, die verständliche und sachgerechte Informationen bereitstellen – mit dem Ziel, einen informierten Dialog in der Öffentlichkeit zu stärken und fundierte politische Entscheidungen vorzubereiten.

 

Auswirkungen auf Mensch und Umwelt

 

Das Projektkonsortium, bestehend aus Fraunhofer UMSICHT, KWI, Forschungszentrum Jülich und IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, wird in der Projektlaufzeit Bürgerinnen und Bürger, Expertinnen und Experten aktiv einbeziehen. Gemeinsam betrachten und analysieren sie für die Erarbeitung einer allgemeingültigen, methodischen Herangehensweise ökologische, biotechnologische, verfahrenstechnische und ökonomische Entwicklungspfade für Biomasseprodukte sowie mögliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Exemplarisch werden der Biomassepfad »Mais« – mit hoher Bekanntheit und kontrovers diskutiert – und der neue Biomassepfad »Sida hermaphrodita« für die Pilotregion Nordrhein-Westfalen an ausgewählten Fallbeispielen betrachtet. Die Ergebnisse fließen direkt in die weitere wissenschaftliche Arbeit ein und münden in Empfehlungen, die verantwortungsvolle Entscheidungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Sinne der »Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030« unterstützen.

 

Förderhinweis
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit ca. 1,5 Millionen Euro.

 

Weitere Informationen

 

 


Bücher statt Fiesta - Autobauer lesen vor

Foto: Ford-Werke GmbH
Foto: Ford-Werke GmbH

 

- Ford Ehrenamtler engagieren sich bei "LeseWelten"

 

- Durch Vorlesen werden Konzentrationsfähigkeit und Deutschkenntnisse trainiert

 

- Zehn Flüchtlingsfamilien profitieren von dem Projekt

 

(Köln/pm) - 15 Ford Ehrenamtler engagieren sich bei dem Projekt "LeseWelten" der Kölner Freiwilligenagentur. Vorgelesen wird seit dem 23. Mai an verschiedenen Orten in Köln. Ziel dieser vorerst noch bis zum Jahresende laufenden Aktion ist es, Flüchtlingskindern und ihren Familien durch Vorlesen eine Hilfestellung zu geben, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, durch unterschiedliche Vorleseorte ihren Stadtteil näher kennenzulernen sowie mit Hilfe begleitender pädagogischen Spielen die Konzentrationsfähigkeit zu stärken.

 

Insgesamt drei Einrichtungen in Köln, Holweide, Weiden und Ehrenfeld, mit 30 Teilnehmern werden durch die Kölner Autobauer abgedeckt.

 

Das Lesen liegt dem Kölner Automobilhersteller sehr am Herzen. Neben neun weiteren "Lese"-Projekten unterstützt Ford bereits seit 2016 die Aktion "Der Bundesweite Vorlesetag" mit jährlich 15 Beschäftigten.

 

Seit 2017 sammelt die Belegschaft Bücher für die Bücherbörse der Technischen Hochschule Köln.

 

Ford stellt im Rahmen seines Community Involvement Programms bereits seit Mai 2000 Beschäftigte für maximal 16 Stunden bezahlt von ihrer eigentlichen Tätigkeit frei, um sich gemeinnützig zu engagieren.

 

Seitdem sind so dem Gemeinwohl mehr als 263.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit zugutegekommen.

 

 

Ford-Werke GmbH

Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln.

 

Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen mehr als 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925 haben die Ford-Werke mehr als 46 Millionen Fahrzeuge produziert. Weitere Presse-Informationen finden Sie unter www.media.ford.com.

 

 

 


Kirchenkreis Mecklenburg bezieht klimafreundliche Energie

Propst Wulf Schünemann (l.)  und WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart (r.) unterzeichneten am Montagnachmittag den Vertrag.  Foto: WEMAG/Dr. Diana Kuhrau
Propst Wulf Schünemann (l.) und WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart (r.) unterzeichneten am Montagnachmittag den Vertrag. Foto: WEMAG/Dr. Diana Kuhrau

(Schwerin/cme/dku) - Weiterer Schritt hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung des Kirchenkreises Mecklenburg: Nachdem der Kirchenkreisrat bereits die Nutzung von klimaneutralem Strom und Gas in den Einrichtungen des Kirchenkreises wie beispielsweise der Kirchenkreisverwaltung oder das Haus der Kirche umgesetzt hat, gibt es jetzt auch einen Rahmenvertrag für die Kirchengemeinden.

 

„Alle 245 mecklenburgischen Gemeinden können zu günstigen Konditionen das Angebot der WEMAG nutzen. Wir haben einen Ökostromtarif gewählt, in dem auch ein zusätzlicher Beitrag enthalten ist, der direkt in nachhaltige Projekte fließt, die vom Grüner Strom Label e.V. geprüft sind“, sagt Wulf Schünemann. Gleichzeitig werde durch den Rahmenvertrag für die rund 1200  Verbrauchstellen „die Betriebskostenabrechnung vereinfacht und das vom Klimaschutzgesetz geforderte Energiecontrolling ermöglicht, ohne dass es zu zusätzlichem Verwaltungsaufwand kommt“. Der Propst hofft, dass die Kirchengemeinden jetzt die entsprechenden Einzelverträge abschließen. „Denn die globale Klimaveränderung ist die größte Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“, so der Propst. „Mit genutzter Ökoenergie setzen wir ein Zeichen für den nachhaltigen Klimaschutz und unser Bemühen um die Bewahrung von Gottes guter Schöpfung.“

 

Schon heute gilt Mecklenburg als Vorreiter bei diesem Zukunftsthema. Aus christlicher Verantwortung will der Kirchenkreis den Klimaschutz stärken, einen Mentalitätswechsel im Umgang mit Gottes Schöpfung befördern und die Neuausrichtung der Energieversorgung mitgestalten. So gibt es bereits ein Kirchliches EnergieWerk in Kooperation mit der WEMAG und eine eigene Klimaschutzstiftung sowie ein Bündel von klimaschützenden Maßnahmen.

 

In den kommenden Wochen wird der Energieversorger WEMAG die einzelnen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Mecklenburg anschreiben. Die Angebote werden neben umweltneutraler Energie auch weitere Dienstleistungen umfassen. „Die WEMAG bietet verschiedene Services aus einer Hand an. Dass wir neben klimafreundlicher Energie beispielsweise auch als Ansprechpartner für Photovoltaikanlagen, Hauspeicher und Elektromobilität zur Verfügung stehen, ist für viele Geschäftskunden ein Gewinn“, so WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart, der sich über das Vertrauen freut, das der Kirchenkreis Mecklenburg dem Unternehmen entgegenbringt.

 

Hintergrund:

 

Die WEMAG als Unternehmen in kommunaler Trägerschaft setzt auf Ökoenergie und vertreibt folgerichtig Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen und Erdgas mit ökologischem Zusatznutzen. Seit vielen Jahren investiert der Energieversorger zudem in eigene Ökokraftwerke.


Bonifatiuswerk fördert Projekte mit 15,4 Millionen Euro - Jahresbericht im Priesterseminar Fulda veröffentlicht

Wie kann und soll Kirche der Gegenwart und Zukunft aussehen?

Das Bonifatiuswerk hat seinen Jahresbericht heute im Priesterseminar des Bistums Fulda vorgestellt. Von links: Barbara Finger (Pfarrei KS Antonius Kassel), Ordinariatsrat Thomas Renze, Martin Guntermann (Geschäftsführer Bonifatiuswerk), Monsignore Georg Austen (Generalsekretär des Bonifatiuswerkes), Bischof Michael Gerber, Adelheid von Soden, Heinz Paus (Präsident des Bonifatiuswerkes) und Alfred von Soden. Foto: Patrick Kleibold

 

(Paderborn/bfw) - Mit 15,4 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk im vergangenen Jahr 1.254 Projekte in der Diaspora Deutschlands, Nordeuropas und des Baltikums gefördert. Die Ein- und Ausgabensituation ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben, teilte das „Hilfswerk für den Glauben“ während seiner Bilanzpressekonferenz im Priesterseminar Fulda mit. In Anbetracht des wahrnehmbaren gesellschaftlichen und kirchlichen Wandels, stellt sich das Hilfswerk konkret die Frage, welche Gestalt von Kirche es künftig fördern könne und wolle und wie es möglich ist, kirchenfernen Menschen andere und neue Zugänge zur Kirche zu ermöglichen.

 

„Wir geben uns nicht damit zufrieden, dass in Teilen unserer entchristlichten Gesellschaft der persönliche Glaube nur noch eine Randerscheinung ist. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir daran, die Erfordernisse heutiger Diasporaseelsorge in ihren Handlungsfeldern zu reflektieren, um daraus die Aufgaben und Schwerpunkte unserer Arbeit abzuleiten“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus. Insbesondere die Kinder- und Jugendförderung habe einen hohen Stellenwert in der täglichen Arbeit, durch die in etwa 12.000 Kinder in den ostdeutschen Diözesen einen katholischen Kindergarten besuchen und viele Tausend Kinder jährlich an den Religiösen Kinderwochen teilnehmen können.

 

In den Diasporagebieten Deutschlands, Nordeuropas und in den baltischen Staaten Estland und Lettland wurden 74 Bauprojekte mit 3,3 Millionen Euro, 1.067 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe mit 1,8 Millionen Euro und 74 Projekte der Glaubenshilfe mit 816.000 Euro unterstützt. Durch die Verkehrshilfe konnten 39 BONI-Busse mit 716.000 Euro für die Gemeindearbeit gefördert werden. In missionarische Initiativen zur Neuevangelisierung sowie in die religiöse Bildungsarbeit flossen über zwei Millionen Euro, in die Projektbegleitung 417.000 Euro, in die Unterstützung der Seelsorge 150.000 Euro und in die zweckgebundene Förderung 743.000 Euro. Aus zweckgebundenen Mitteln des Diaspora-Kommissariats wurden 5,4 Millionen Euro an Projekte in Nordeuropa weitergeleitet.

 

„Die christliche Botschaft ist Kern und zentraler Inhalt unseres Handelns. Dem Bonifatiuswerk mit allen seinen Spendern und Förderern, die uns dabei unterstützen, das Evangelium in unsere Zeit zu übersetzen und helfen, unsere Werte zu leben, danke ich von Herzen“, sagte der Bischof von Fulda, Dr. Michael Gerber, während des Pressegesprächs.

 

Die Förderung der Projekte finanziert das Bonifatiuswerk durch Einnahmen aus Kollekten (4,9 Millionen Euro), Spenden/Beiträgen/Vermächtnissen und Schenkungen (5,7 Millionen Euro) und aus Mitteln des Diaspora-Kommissariates (5,5 Millionen Euro). Die Kollekten sind im Vergleich zum Vorjahr um 89.400 Euro (+ 1,86 Prozent) gestiegen. Die Kollekte zum Diaspora-Sonntag erbrachte 2,195 Millionen Euro. Die Erstkommunionkinder gaben 1,89 Millionen Euro und die Firmbewerber 732.000 Euro für Kinder- und Jugendhilfe-Projekte.

 

„Wir wünschen uns eine Kirche, in der die Menschen spüren, dass der Glaube für sie persönlich und für die verbindende Gemeinschaft ein Segen ist. Und das geht nur, wenn er von Menschen bezeugt wird, die authentisch leben, was sie glauben: durch ihr Reden, Handeln und Beten. Wenn wir genau hinsehen, finden wir vielerorts Glaubensbrüder und -schwestern, die aus der Zuversicht des Glaubens leben und handeln. Diese Menschen zu entdecken und sie zu ermutigen, neue missionarische Initiativen anzugehen – um auch Menschen anzusprechen, denen der Glaube fremd ist oder fremdgeworden ist–, ist für uns ein zentrales Ziel“, sagte Generalsekretär Monsignore Georg Austen.

 

Paus, Austen und auch Geschäftsführer Martin Guntermann wiesen zudem auf den 170. Geburtstag des Bonifatiuswerkes in diesem Jahr hin. Gegründet wurde das Hilfswerk am 4. Oktober 1849 auf dem dritten Katholikentag in Regensburg. „Die seit dem geleistete Hilfe ist immer abhängig vom Vertrauen unser Spenderinnen und Spender. Transparenz ist für uns daher ein zentraler Anspruch an uns selbst - an unser Handeln, Wirken und an unsere Kommunikation“, sagte Guntermann. Das Bonifatiuswerk ist mit dem Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrates ausgezeichnet. Mit dem Zertifikat wird dem Hilfswerk durch unabhängige Wirtschaftsprüfer ein zweckgerichteter, wirtschaftlicher und transparenter Umgang mit Spendenmitteln und Fördergeldern bescheinigt.

 

Den Jahresbericht 2018 finden Sie auf der Internetseite des Bonifatiuswerkes im Downloadbereich unter: https://www.bonifatiuswerk.de/fileadmin/user_upload/bonifatiuswerk/dokumente/werk/Finanzbericht_Diapora-Jahrheft_20182019.pdf


Neue SÜDWIND-Studie zeigt:

Mehr Engagement deutscher Textil- und Sportartikelhändler für existenzsichernde Löhne in Indonesien nötig

Foto: Südwind
Foto: Südwind

(Bonn/sw) Anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentags vom 19.-23. Juni 2019 in Dortmund veröffentlicht SÜDWIND heute die Studie „Wege zu existenzsichernden Löhnen–Das Beispiel Indonesien“ zur Lohnsituation in der Textilbranche Indonesiens. Indonesien gehört zu den wichtigsten Lieferländern von Textilien und Bekleidung weltweit. Viele deutsche Textil- und Sportartikelmarken lassen dort produzieren. Die Löhne für die Beschäftigten in den Textil-, Bekleidungs- und Sportschuhbetrieben liegen allerdings weit unterhalb von existenzsichernden Löhnen.

 

Mehr als eine Million Menschen arbeiten in den zahlreichen Textil-, Bekleidungs- und Sportartikelbetrieben in Indonesien. Von den niedrigen Löhnen dort profitieren nicht nur die Firmen in Indonesien, sondern auch die Auftraggeber aus Deutschland, wie zum Beispiel adidas, H&M, Lidl oder Puma. „Obwohl die staatlichen Mindestlöhne in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind, sind sie immer noch viel zu niedrig, um die Existenz der meist weiblichen ArbeiterInnen und ihrer Familien auf einem menschenwürdigen Niveau zu sichern“, so Dr. Sabine Ferenschild von SÜDWIND. „Es ist höchste Zeit, dass die Marken- und Handelsunternehmen aus Deutschland, die in Indonesien einkaufen, dieses Problem ernst nehmen und aktiv werden, um die Lohnsituation der Beschäftigten zu verbessern.“

 

Die SÜDWIND-Studie untersucht nationale wie internationale Ansätze zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Indonesien daraufhin, ob sie einen Beitrag zur Verbesserung der dortigen Löhne leisten. Vielversprechend scheinen das indonesische Protokoll zur Vereinigungsfreiheit und dessen Erweiterung um das Lohnthema zu sein, ebenso wie die Aktivitäten der niederländischen Fair Wear Foundation oder Globale Rahmenabkommen mit internationalen Gewerkschaften.

 

„Als Teil der Kampagne für Saubere Kleidung arbeitet SÜDWIND seit vielen Jahren zu den Arbeitsbedingungen in Indonesien. Wir fordern alle Unternehmen, die textile Produkte in Indonesien einkaufen, auf, sich in glaubwürdiger, messbarer und überprüfbarer Weise an der Umsetzung existenzsichernder Löhne in ihren Zulieferbetrieben zu beteiligen,“ betont Ferenschild.

 

SÜDWIND stellt die Ergebnisse der Studie beim Workshop „Lohn zum Leben! Auch bei Zulieferern von adidas & Co.?“ vor:

 

Freitag, 21.06.2019, 14:30h, Seminarraum 1, Zentrum Sport in der Eissporthalle Dortmund 

 

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SÜDWIND auf dem Kirchentag

 


Generalversammlung der Evangelischen Bank

Durch Fortschritt nachhaltig wachsen

 

(Kassel/pm) - Im Rahmen der Generalversammlung der Evangelischen Bank im Kongress Palais in Kassel hat der Vorstand den Mitgliedern ein positives Jahresergebnis 2018 präsentiert. Die Bank verzeichnet für 2018 einen Jahresüberschuss von 10,3 Mio. Euro (Vorjahr: 10,1 Mio. Euro). Die weiterhin gute Entwicklung der Forderungen an Kunden führte 2018 zur Steigerung der Bilanzsumme um 5,3 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Die Kirchenbank hat ihr Eigenkapital nochmals deutlich gestärkt und ihre strategische Positionierung als Spezialdienstleister für Kirche, Diakonie, Gesundheits- und Sozialwirtschaft weiter vorangetrieben. Die Gesamtkapitalquote der Evangelischen Bank beträgt zum Bilanzstichtag 15 Prozent. Da der Investitionsbedarf in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft steigt, sieht die Bank hier auch in Zukunft attraktive Geschäftschancen. Vor diesem Hintergrund erhöht die Bank ihre Kernkapitalquote sukzessive und richtet diese konsequent auf weiteres Wachstum aus. Die Generalversammlung der Evangelischen Bank hat für 2018 eine Dividende in Höhe von 3 Prozent pro Anteil beschlossen. In Summe schüttet die Kirchenbank über 3,6 Mio. Euro Dividende an ihre Mitglieder aus.

 

Die Generalversammlung begann mit einer Andacht von Katrin Wienold-Hocke, Pröpstin des Sprengels Kassel der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Im Anschluss sprach der frühere Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert zum Thema „Wirtschaftsethik in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung“. Lammert analysierte das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Ethik. Hat Ethik in der Wirtschaft einen Platz? Das sollte sie unbedingt, betonte Norbert Lammert. Immer häufiger gehe es nur noch um den Profit. Die Herausforderung bestehe darin, Ethik und Wirtschaft in Zeiten des Klimawandels und umfas-sender Transformation in ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Die mit der Digitalisierung einhergehende Globalisierung der Märkte habe enorme Auswirkungen auf Wirtschaft und Politik, meinte Lammert. Davon seien alle Bereiche der Wirtschaft betroffen. Die Wirtschaft werde dabei mit einer höheren Komplexität und Diversität umgehen müssen. Nicht zuletzt sei auch der digitale Wandel selbst mit ethischen Fragestellungen verbunden. Lammert plädierte dafür, „Wirtschaftshandeln nicht auf ökonomische Kalküle zu reduzieren – so, wie man es umgekehrt allerdings auch nicht jenseits aller ökonomischen Vernunft auf ethische Prinzipien reduzieren kann“. Es gelte, eine verträgliche, belastbare Balance zu finden, so sein Appell. Im Anschluss an die inspirierenden, aber auch mahnenden Worte Lammerts, eröffnete Edgar Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender der Evangelischen Bank, die fünfte ordentliche Generalversammlung der Evangelischen Bank.

 

 

 

50-jähriges Jubiläum der Vorgängerinstitute

 

Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank, verwies in seiner An-sprache auf die Tradition der Evangelischen Bank: „Seit dem Zusammenschluss von der Evangelischen Kreditgenossenschaft (EKK) und der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft (EDG) im Jahr 2014 gibt es die Evangelische Bank nun schon seit fünf Jahren. Die Bank agiert jedoch in der langen Tradition der Vorgängerinstitute, bereits vor 50 Jahren wurden die Grundlagen der heutigen Evangelischen Bank gelegt. Im vergangenen Jahr hätte die EDG ihren 50. Geburtstag gefeiert, die EKK täte es ihr in diesem Jahr gleich. Verankert im Finanzkreislauf von Kirche und Diakonie haben wir uns dem Grundprinzip der christlichen Solidarität verpflichtet. Im Laufe der Zeit hat sich die Evangelische Bank zur größten Kirchenbank Deutschlands entwickelt“, sagte Katzenmayer und ging sodann auf die aktuellen Herausforderungen der Bankenbranche ein. „In der Rückschau der letzten fünf Jahrzehnte lässt sich festhalten, dass sich die aktuellen Rahmen-bedingungen für Banken so komplex und herausfordernd wie nie zuvor erweisen. Es herrscht eine Zeit des beschleunigten Wandels und massiver Umbrüche in der Finanzwirtschaft, die von einer fortwährenden Niedrigzinspolitik, einer ausufernden Regulatorik, starkem Wettbewerbsdruck und einer zunehmenden Digitalisierung geprägt ist“, so Katzenmayer.

 

Banken seien mehr denn je gefordert, aus ihren tradierten Mustern auszubrechen. Es gelte, Verantwortung zu übernehmen und die Geschäftsmodelle kritisch zu hinterfragen. Verantwortungs-voll zu handeln heiße auch, offen für Fortschritt und Veränderungen zu sein. „Für uns bedeutet es sogar noch mehr: Wir sehen uns in der Verantwortung, den Fortschritt mitzugestalten und Veränderungen dort, wo sie nötig sind, aktiv voranzutreiben. Wir wollen durch Fortschritt nach-haltig wachsen. Dabei bleiben die Ausrichtung an christlichen Werten und unsere Nachhaltigkeitsstrategie der unverhandelbare Markenkern der Evangelischen Bank.“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

 

 

 

Die Evangelische Bank eG

 

Die Evangelische Bank eG (EB) ist ein genossenschaftlich organisiertes, nachhaltiges Kreditinsti-tut. Als moderner Finanzdienstleister bietet sie Spezial-Know-how und umfassende Finanzlösungen für den kirchlich-diakonischen und sozialen Bereich.

Als nachhaltig führende Kirchenbank Deutschlands ist die Evangelische Bank eG ein spezialisierter Finanzpartner der Kirchen, Diakonie, Caritas, Freien Wohlfahrtspflege und der Sozialwirt-schaft sowie für private Kunden mit christlicher Werteorientierung. Mit einer Bilanzsumme von 7,7 Milliarden Euro ist die EB die größte Kirchenbank und zählt zu den größten Genossenschaftsinstituten in Deutschland


Deklaration gegen Diskriminierung im Arbeitsleben veröffentlicht. IBM, SAP und viele andere: HIV ist Teil von Diversity

Arbeitgeber für Respekt gegenüber HIV-positiven Menschen

Foto: Deutsche Aidshilfe
Foto: Deutsche Aidshilfe

 

(Hamburg/pm) – Mehr als 50 namhafte Unternehmen und Organisationen haben heute in Hamburg eine Deklaration gegen Diskriminierung von Menschen mit HIV im Arbeitsleben unterzeichnet.

 

Am Vortag des Deutsch-Österreichischen Aids-Kongresses (DÖAK) setzen sie damit öffentlich ein Zeichen, vermitteln ein zeitgemäßes Bild vom Leben mit HIV und kündigen konkrete Maßnahmen für einen respektvollen und selbstverständlichen Umgang mit HIV-positiven Kolleg_innen an.

 

Die Arbeitgeber_innen-Deklaration ist auf Initiative der Deutschen Aidshilfe (DAH) entstanden. Die Liste der Unterzeichnenden reicht von weltweit tätigen Großunternehmen bis zu Einzelhandelsgeschäften, von Verbänden über Städte bis zu lokalen Einrichtungen.

 

Dazu sagt DAH-Vorstand Winfried Holz:

 

„Alle gemeinsam machen wir deutlich: HIV braucht im Arbeitsalltag überhaupt keine Rolle zu spielen. Einem ganz normalen kollegialen Umgang steht nichts im Wege. Wir appellieren an alle Menschen in der Arbeitswelt: Tragen Sie dieses Wissen auch in Ihr Umfeld! Es schafft Erleichterung für alle Beteiligten.“

 

Nach der Erstunterzeichnung in Hamburg sollen nun möglichst viele weitere Unternehmen und Organisationen die Deklaration unterschreiben.

 

Kolleg_innen wie alle anderen

 

Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung können Menschen mit HIV heute leben und arbeiten wie alle anderen. Sie sind genauso leistungsfähig und können jeden Beruf ausüben.

 

Prof. Dr. Hans-Jürgen Stellbrink, Präsident des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses, erklärt:

 

„Die Medizin hat HIV heute gut im Griff. Die Infektion muss keine Einschränkung mehr bedeuten. Ängste vor einer Übertragung bei der Zusammenarbeit waren schon immer unbegründet. Unter Therapie ist eine Übertragung von HIV prinzipiell nicht mehr möglich. Im Arbeitsalltag ist HIV irrelevant.“

 

Benachteiligung, Ängste und Vorurteile

 

Immer wieder jedoch erleben Menschen mit HIV im Beruf Benachteiligung und sind Vorurteilen ausgesetzt: häufiger krank, eine Gefahr für andere, schlecht fürs Image des Unternehmens.

 

In einigen Unternehmen – vor allem im Gesundheitswesen – gehört sogar der HIV-Test immer noch zur Einstellungsuntersuchung, obwohl er rechtlich unzulässig und das Ergebnis für die Arbeit unerheblich ist.

 

Der Diskriminierung zugrunde liegen dabei meist völlig veraltete Vorstellungen vom Leben mit HIV, irrationale Ängste vor einer Übertragung und unzulässige moralische Bewertungen.

 

Akzeptanz ist gut für alle

 

Die beteiligten Unternehmen begreifen die Deklaration sowohl als Frage individueller Rechte, als auch als Teil ihrer Diversity-Strategien. Sie wissen: Ausgrenzung und die Angst davor machen krank und schaden dem Unternehmen. Akzeptanz ist unerlässlich für ein produktives Betriebsklima.

 

„Wir haben keine Angst vor Vielfalt. Vielfalt ist für uns wichtig, denn Vielfalt bedeutet Innovation. HIV ist für uns eine von zahlreichen Facetten“, sagt Dr. Ernesto Marinelli, Senior Vice President und Head of HR bei SAP.

 

Sein offen HIV-positiver Mitarbeiter Jörg Beißel, Senior Facility Specialist, berichtet: „Die Rückendeckung meiner Unternehmensführung bedeutet für mich ein proaktives Bekenntnis: Du bist genau so richtig, wie du bist. Ich finde es sehr gut, dass meine Firma diese Kampagne in dieser Form unterstützt und somit hilft, Aufklärungsdefizite zu beseitigen!“

 

Norbert Janzen, Personal-Geschäftsführer bei IBM unterstreicht: „Es freut mich, dass wir heute diese Deklaration mitunterzeichnen können – ein wirkliches Highlight in unserer über 10-jährigen Partnerschaft mit der Deutschen Aidshilfe. Die Förderung des Einzelnen hat bei IBM eine über 100 Jahre lange Tradition, sie ist Leitmotiv unserer Firmenkultur. Die Individualität aller Mitarbeitenden als Basis für Innovation und Kundenorientierung ist für den Erfolg unseres Unternehmens auch in Zukunft unerlässlich.“

 

Axel Wedler, offen HIV-positiver Senior Manager bei IBM, erklärt: „Das klare Bekenntnis meiner Füh­rungskräfte ermutigt mich, überall im Unternehmen weiter offen mit dem Thema umzugehen und anderen als An­sprechpartner zur Verfügung zu stehen. Das fördert Offenheit und Akzeptanz weit über das Thema HIV hinaus.“

 

Gastgeberin Hamburg

 

Für die gastgebende Stadt Hamburg nahm am Morgen Arbeits- und Sozialsenatorin Melanie Leonhard an der Pressekonferenz und Erstunterzeichnung teil. Sie sagte:

 

„Dass jeder Mensch in Hamburg frei von Vorurteilen und Benachteiligungen leben kann, ist ein Grundsatz unserer Stadt. Es ist ein ausdrücklicher Auftrag, unsere Arbeitswelt diskriminierungsfrei zu gestalten. Wir möchten daher ein Arbeitsklima schaffen, das uns alle für das Thema HIV sensibilisiert, damit den Betroffenen mit Respekt und Akzeptanz begegnet wird. Mit der Unterzeichnung der Deklaration setzen wir als große Hamburger Behörde ein deutliches Signal gegen die Diskriminierung von Menschen mit HIV im Arbeitsleben.“

 

Weitere Statements der Unterzeichnenden

 

Erstunterzeichnende der Deklaration „Für Respekt und Selbstverständlichkeit: Für einen diskriminierungsfreien Umgang mit HIV-positiven Menschen im Arbeitsleben“

 

Accenture • Aperto • Agentur für Arbeit Hamburg • Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf e.V. • Architekturbüro Silke Anna Linnemann • art*design • Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg • Bochum • Bosch • Caritas Berlin • Daimler • DAK-Ge­sundheit • Deutsche Bahn • Deutsche Bank • Deutsche Druck und Verlagsgesellschaft • Deutsche Eiche / Joseph Sattler GmbH • Dortmund • Deutsches Rotes Kreuz e.V. (DRK) •  DRK Kreisverband Wolfenbüttel • DRK-Landesverband Hamburg • DRK-Landesverband Niedersachsen • Drogenhilfe Schwaben • Elsevier • Flughafen Dortmund • Gasteig München GmbH • Fürth • GEW NRW • GSK • GLS Bank • IBM • IMAGE Ident GmbH • IT-Lorenz • Kare Design • Lyra Apo­theke • Münchener Kammerorchester • Norddeutscher Rundfunk (NDR) • Der Paritätische Berlin • Der Paritätische Gesamtverband • Der Paritätische Hamburg • PwC • Reichshof Hamburg Curio Collection by Hilton • SAP •  Schön Klinik Bad Bramststedt • Techniker Krankenkasse • Mannheim • Megaherz GmbH Film und Fernsehen • München • Nürnberg • Die Piratenpartei • Staatstheater am Gärtnerplatz, München • Stadtreklame Nürnberg • Tech Data • Vivantes • zahlreiche Aidshilfe-Organisationen (Stand: 11.6.2019)