Wirtschaft

10.11.2018


Bischöfliche Aktion Martinusmantel unterstützt Arbeitssuchende mit Problemen

Trotz Vollbeschäftigung kaum Chance auf Arbeit

 

(Rottenburg/Stuttgart/drs) - Ungeachtet des anhaltenden wirtschaftlichen Höhenflugs finden etliche erwerbslose Menschen keine Arbeit. Zum 11. November, Gedenktag des Patrones der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Sankt. Martin, ruft Bischof Gebhard Fürst deshalb zur Unterstützung der Aktion Martinusmantel auf. Diese fördert derzeit 23 Projekte zur Arbeitsintegration in der Diözese mit vorwiegend langzeitarbeitslosen Frauen und Männern.

 

 

 

Fachkräfte unterstützen benachteiligte Personen, die sich ohne Beratung, Qualifizierung unter Anleitung oder vermittelte betriebliche Praktika schwer tun bei der Suche nach Ausbildung und Arbeit. Im laufenden Jahr investiert die Aktion Martinusmantel knapp 355.000 Euro unter anderem in die assistierte Altenpflegeausbildung in Schwäbisch Gmünd und in die "Martinushelfer" in Ludwigsburg. Hier übernehmen arbeitslose Frauen und Männer die Sammlung von Altkleidern, die Aufwertung gebrauchter Textilien, den Bau von Nistkästen oder die Pflege von Wanderwegen. Weitere 115.000 Euro fließen in zehn Projekte, bei denen Langzeitarbeitslose armutsbedrohten Familien beim Stromsparen helfen.

 

 

 

Als "sozialen Reichtum" bezeichnet Bischof Gebhard Fürst in seinem Aufruf die Aktionen, die über reine Sharing-Angebote hinaus eine Kultur des Miteinander-Teilens lebendig halten. Der Diözesanpatron Martinus habe seinen Mantel auch nicht aus Nutzenerwägungen oder nur für eine gewisse Zeit mit dem Frierenden geteilt. Der Spendenaufruf zum Fest des Heiligen an die Gläubigen, insbesondere an Beschäftigte kirchlicher Einrichtungen, geht auf eine Initiative von Priestern zurück, die im Zeichen der aufkommenden Massenarbeitslosigkeit in den 1980er-Jahren durch regelmäßigen Gehaltsverzicht einen Solidaritätsfonds gegründet hatten.

 

 

 

Weitere Informationen gibt es unter www.martinusmantel.de

 


Die Arbeitsgemeinschaft „Leichter Reisen“ stellt kulinarische Reiseziele für Menschen mit und ohne Mobilitätseinschränkungen vor.

Im Rollstuhl Deutschlands Genusswelt entdecken

Vinothek Weinkammer in Maikammer an der Südlichen Weinstraße. Foto: JackSenn, Bildarchiv Südliche Weinstrasse e.V.
Vinothek Weinkammer in Maikammer an der Südlichen Weinstraße. Foto: JackSenn, Bildarchiv Südliche Weinstrasse e.V.

 

(Erfurt/tpr) – Restaurants mit Tischen, die nicht unterfahrbar sind, Delikatessenmärkte mit schmalen Gängen und hohen Theken: Auch wo es um kulinarische Erlebnisse geht, stoßen Menschen im Rollstuhl immer wieder auf Hürden, die von Menschen ohne Einschränkungen überhaupt nicht wahrgenommen werden. Doch einige Städte und Regionen sind mittlerweile sehr darauf bedacht, unnötige Barrieren aus dem Weg zu schaffen. Die Arbeitsgemeinschaft „Leichter Reisen“ bringt diese zusammen und weist Feinschmeckern im Rollstuhl den Weg zu Orten in Deutschland, wo sich Genuss und Barrierefreiheit nicht ausschließen.

 

 

- Weinreise, Wildwochen und Welt der Magie an der Südlichen Weinstraße -

 

Ein Stück Toskana in Deutschland: An der Südlichen Weinstraße im Süden der Pfalz wachsen Weinreben, Feigen- und Mandelbäume. Auch Aprikosen, Zitronen und Kiwis können dank 1800 Sonnenstunden im Jahr geerntet werden. Verträumte Winzerdörfer machen das mediterrane Urlaubsbild komplett. Eines davon ist Maikammer an der Deutschen Weinstraße. Bei der dreieinhalbstündigen barrierefreien Gästeführung „Weinreise durch die Weinwelt von Maikammer“, die regelmäßig an Freitagen stattfindet, lernen Menschen mit und ohne Bewegungseinschränkungen den historischen Dorfkern, die Weingüter und die Vinothek Weinkammer kennen. Ausgesuchte Weine werden ausgeschenkt und regionale Spezialitäten gereicht.

 

In den Wintermonaten November und Dezember begrüßen Gastronomen an der Südlichen Weinstraße Gäste zu den „Wildwochen“. Köche zaubern Wildgerichte aus heimischer Jagd. Auch vier barrierefrei zugängliche Restaurants nehmen teil. Der Palais des Étoiles in Landau in der Pfalz entführt Besucher ab 15. November in eine Welt der Magie, Akrobatik und Kulinarik. Der Showpalast mit seiner modernen Architektur und dem Glasdach mit Blick in den Sternenhimmel ist für Rollifahrer zugänglich.

 

 

- Teetied und fangfrischer Fisch in Ostfriesland -

 

Was den Pfälzer der Wein, ist den Ostfriesen der Tee. Mit 300 Litern im Jahr pro Person sind sie Weltmeister im Teetrinken. Die Teekultur ist 300 Jahre alt und gehört seit 2017 zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland. Eine „Teetied“, die Teezeit mit einem weißen Stück Kandiszucker und einer Sahnewolke, ist typisch ostfriesisch. Im stufenlos zugänglichen Ostfriesischen Teemuseum Norden können Besucher mit und ohne Rollstuhl die traditionelle Zeremonie kennenlernen.

 

Eine kulinarische Spezialität, die in Ostfriesland das ganze Jahr auf den Tisch kommt, ist der fangfrische Fisch. Einheimische und Gäste erhalten ihn auf Wochenmärkten, in Fischgeschäften und direkt vom Kutter am Hafen. Frischer Fisch kommt unter anderem auch im für Rollifahrer über eine Rampe erreichbaren Restaurant „Fischwerk“ in Horumersiel und im stufenlos zugänglichen Restaurant Sandbank in Carolinensiel auf den Tisch. Ein Geheimtipp in Ostfriesland sind die Emder Matjestage vom 30. Mai bis 2. Juni 2019, an denen Traditionsschiffe am Hafen anlegen und verschiedene Heringsgerichte angeboten werden. Diese besondere Seefahrerromantik können auch Gäste im Rollstuhl erleben.

 

 

- Fisch und Weihnachtsmarkt in Rostock -

 

Ob frisch, gebraten oder geräuchert: Fisch ist auch in Rostock allgegenwärtig. Auf dem barrierefreien Rostocker Fischmarkt in einer alten Werkhalle im Rostocker Fischereihafen erhalten ihn Gäste ganz frisch von Fischern aus der Region. Der Markt gilt als eines der besten Fischfachgeschäfte Deutschlands. In der angeschlossenen Bratküche verarbeiten Köche den Fang.

 

Einzigartig ist die Küstenmühle in Rostock, ein Integrationsbetrieb mit Restaurant, der Menschen mit und ohne Handicap beschäftigt. Barrierefreiheit ist hier selbstverständlich, angefangen beim Verzicht auf Schwellen bis hin zu einfacher Sprache. Beliebt bei Gästen sind der Mittagstisch und der Sonntagsbrunch in dem historischen Haus.

 

Ein kulinarischer Höhepunkt im Jahr ist der Rostocker Weihnachtsmarkt in der historischen Innenstadt in der Fußgängerzone Kröpeliner Straße, die durchgehend für Rollstuhlfahrer befahrbar und autofrei ist. Am 27. November laden die Schausteller Menschen mit Handicap zum Tag der Begegnung ein. Karusselle und andere Fahrgeschäfte bieten nach Voranmeldung bei den Organisatoren oder über die Webseite des Weihnachtsmarktes eine kostenfreie Fahrt.

 

 

- Klöße, Schokolade und Schittchen in Erfurt -

 

Erfurt ist für Original Thüringer Bratwurst und Thüringer Klöße bekannt. Bei kulinarischen Stadtführungen, die barrierefrei gestaltet werden können, lernen Gäste die Geschmacksvielfalt Erfurts kennen. In den Traditionsrestaurants der Altstadt, wie dem rollstuhlgerechten Restaurant Köstritzer „Zum Güldenen Rade“ wird die Thüringer Küche zelebriert. Sogar Papst Benedikt XVI. konnte den hausgemachten Klößen des Güldenen Rades nicht widerstehen.

 

Auf und hinter der berühmten Krämerbrücke, auf der schon im Mittelalter Händler ihre Waren feilboten, genießen Besucher heute erlesene Schokoladenspezialitäten. Bei „Goldhelm Schokolade“ entstehen in Handarbeit Pralinen, Aufstriche und Trüffel, verziert mit aufwendigen Zeichnungen vom Chocolatier persönlich. Der Werkstattladen hinter der Krämerbrücke kann mit dem Rollstuhl befahren werden.

 

Am ersten Advent eröffnen die Erfurter mit dem Anschnitt des „Erfurter Schittchens“, einem Stollen aus schwerem Hefeteig mit Butter und Rosinen, ihren Weihnachtsmarkt. Das bunte Markttreiben vor der imposanten Kulisse aus Dom und Severikirche ist auch für Rollstuhlfahrer ein Vergnügen.

 

 

 

- Glühwein, Blutwurst und Absinth in Magdeburg -

 

Auf Magdeburgs Weihnachtsmarkt steht nicht der Stollen, sondern der Glühwein im Mittelpunkt. Gäste mit und ohne Rollstuhl können aus über 50 verschiedenen Sorten wählen. Sogar ein Glühweinkönig wird gekürt. Zur lokalen Spezialität auf dem Weihnachtsmarkt gehört der Magdeburger Grünkohl (auch Braunkohl genannt), der in der Börde meist traditionell mit Bregenwurst oder Kassler gekocht wird.

 

Im barrierefrei zugänglichen Ratskeller können Besucher einen Klassiker probieren: „Himmel und Erde“. Das ist gebratene Blutwurst mit Apfel und Zwiebel auf Kartoffelstampf. Über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist die Ottostadt für Absinth vom Abtshof. Die Destillerie fertigt die Spirituose in Handarbeit aus Wermut, Anis, Fenchel und Kümmel. Führungen und Besichtigungen sind eingeschränkt barrierefrei.

 

Weitere Ideen für einen barrierefreien Urlaub für Alle liefern die Mitglieder der AG auf ihrer Website www.barrierefreie-reiseziele.de. ■

 

 

Webseiten der Regionen zum Thema barrierefrei Reisen:

 

Südliche Weinstraße: www.suedlicheweinstrasse.de/barrierefrei

 

Ostfriesland: www.ostfriesland.de/service/barrierefreier-urlaub.html

 

Rostock: www.rostock.de/mein-urlaub-barrierefrei.html

 

Erfurt: www.erfurt-tourismus.de/sehens-wissenswertes/top-themen/erfurt-barrierefrei-erleben

Magdeburg: www.magdeburg-tourist.de/Start/Tourismus-Freizeit/Magdeburg-entdecken/Barrierefreiheit


MARTIN WOLLINSKY ZUM NEUEN FINANZCHEF DER BADISCHEN LANDESKIRCHE GEWÄHLT

 

(Karlsruhe/ekiba) - Der Jurist Martin Wollinsky ist neuer Leiter des Finanzreferates im Evangelischen Oberkirchenrat der badischen Landeskirche. Der Landeskirchenrat wählte ihn im Anschluss an die Herbsttagung der badischen Landessynode in Bad Herrenalb.

 

 

 

Der gebürtige Neu-Ulmer (Jg. 1976) absolvierte sein Jura-Studium in Bayreuth und Santander (Spanien) und wurde 2008 als Rechtsanwalt zugelassen, 2011 machte Wollinsky das Examen als Wirtschaftsprüfer. Seit dem Zweiten Staatsexamen arbeitete er in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, seit 2011 als Manager und Prokurist. Von 2015 an war der Wirtschaftsjurist Senior Manager. Wollinsky lebt mit seiner Familie in Karlsruhe.

 

 

 

Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh zeigte sich sehr erfreut über die Wahl des neuen Oberkirchenrates für Finanzen. „Martin Wollinsky bringt eine sehr hohe fachliche Kompetenz mit und kommt aus der evangelischen Jugendarbeit“, erklärte Cornelius-Bundschuh. Der neue Finanzchef bringe die besten Voraussetzungen für eine stabile und innovative Steuerung der kirchlichen Finanzen mit, welche für die Kirche eine zentrale Aufgabe sei.

 

 

 

Wollinsky wird sein Amt im kommenden Jahr antreten.

 


„Weihnachten – heute so schön wie früher“

Foto: Steyler Missionare
Foto: Steyler Missionare

 

Erstmalig in der 140-jährigen Geschichte der Steyler Missionare bringt der katholische Orden ein Magazin an den Kiosk: das Sonderheft „Weihnachten – heute so schön wie früher“.

 

Das 148 Seiten starke und völlig werbefreie Magazin widmet sich der Sehnsucht, die viele von uns jedes Jahr aufs Neue überfällt: die Sehnsucht nach dem wahren und ursprünglichen Weihnachtsfest und dem Gefühl, welches wir als Kinder hatten und immer noch in uns tragen.

 

Die Zeitschrift beinhaltet neue Deko-Ideen, Rezepte, schöne Geschenke, die Weihnachtsgeschichte, alte und neue Lieder und Gedichte, spannende Reportagen und vieles mehr. 

 

Einzigartig macht das Heft-Konzept, dass nicht nur der Konsum gefeiert wird, sondern es wird ein Blick darauf gelegt, was Weihnachten – neben all dem Feiern und Schenken – eigentlich war, heute noch ist und was es bedeutet: Wie feiern die Menschen in der uns fernen Welt? Wer war eigentlich die heilige Barbara und wer der Nikolaus? Altes Wissen im zeitgemäßen Gewand.

 

Das Magazin erscheint zum Preis von 5,90 € am 15.11.2018 am gut sortierten Kiosk oder ist unter www.steyler-klosterladen.eu zu bestellen. Gern auch per E-Mail leser-service@steyler.online oder telefonisch 02157-1202-37.

 

 

 

Text: Michaela Schneider-Mestrom

 


Staatssekretärin Streichert-Clivot: Eine Frage der Bildungsgerechtigkeit

DigiBitS startet im Saarland für 11.000 Schüler an 30 Schulen

V.l.n.r.: DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger, die saarländische Bildungsstaatssekretärin Christine Streichert-Clivot und Jörg-Alexander Albrecht von DsiN-Mitglied Huawei. Foto: dsin
V.l.n.r.: DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger, die saarländische Bildungsstaatssekretärin Christine Streichert-Clivot und Jörg-Alexander Albrecht von DsiN-Mitglied Huawei. Foto: dsin

   

 

·       DigiBitS trägt digitale Bildung in 30 Schulen des Saarlands

 

·       Littger: Digitalkompetenz in allen Fächern muss zum Alltag werden

 

(Lebach/Berlin/pm) - Seit heute haben 30 Schulen im Saarland die Möglichkeit, am Bildungsprogramm DigiBitS im Fachunterricht zu partizipieren. Zum Auftakt der Initiative am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lebach ermunterte Bildungsstaatssekretärin Christine Streichert-Clivot Schulen landesweit zur Teilnahme: „Digitalisierung bestimmt zunehmend unsere Lebenswirklichkeit. Digitale Kompetenzen entscheiden mit über den zukünftigen Bildungserfolg junger Menschen. Wir müssen unsere Schülerinnen und Schüler daher in allen Fächern konsequent darin fördern und Medienbildung als durchgängiges Prinzip verankern.“ Die Resonanz der Schulen im Saarland auf das neue Angebot ist deutlich: Bereits Wochen vor dem heutigen Startschuss lagen Bewerbungen für zwei Drittel aller Programmplätze vor.

 

DigiBitS bietet erstmals konkrete Unterrichtskonzepte für den Fachunterricht zur Förderung digitaler Kompetenzen. Über eine Online-Plattform werden darüber hinaus weitere Angebote gebündelt und die physische DigiBitS-Materialbox kommt direkt im Klassenzimmer zum Einsatz. Im Fokus stehen didaktische Anregungen, um Medienbildung lebendig zu vermitteln. Das Angebot umfasst auch eine Weiterbildung für Lehrkräfte und steht teilnehmenden Schulen kostenfrei zur Verfügung. DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger sprach vom richtigen Projekt zum richtigen Zeitpunkt: „Die neuen Bildungsplänen erhöhen den Handlungsdruck an Schulen, digitale Kompetenzen zu fördern.“

 

Für die Bildungsstaatssekretärin Streichert-Clivot ist die Verbreitung digitaler Kompetenzen auch eine Frage der Bildungsgerechtigkeit: „Es ist darauf zu achten, dass der Zugang nicht von den finanziellen Möglichkeiten des Elternhauses abhängt, sondern alle Kinder einen gleichberechtigten Zugang zu den entsprechenden Geräten haben. Um dem entgegenzuwirken, wollen wir auch Geld aus dem Digitalpakt dafür nutzen, unsere Schulen technisch fit für eine moderne Bildung zu machen. Ich freue mich über das Engagement von DsiN und seinen Partnern wie dem Saarland-Paten Huawei, der das Projekt DigiBitS bei dieser Aufgabe unterstützt und Lehrerinnen und Lehrern praktische Anregungen für eine zeitgemäße Medienbildung bietet.“

 

Zum Projektstart in Lebach überreichten Littger und Streichert-Clivot mit den Projektpartnern eine DigiBitS-Materialbox an das Geschwister-Scholl-Gymnasium als erste Partnerschule. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie aufgeschlossen und engagiert sich die Schulen im Saarland zeigen. Wir freuen uns, dass wir als Projektpartner und Pate des Saarlandes die Schulen auf einem sicheren Weg in die Digitalisierung begleiten – denn eine smarte Technik von morgen braucht vor allem eins: noch smartere Nutzerinnen und Nutzer“, so Jörg-Alexander Albrecht vom Projektpartner Huawei Deutschland.

 

Für DsiN stand bei DigiBitS die partnerschaftliche Einbindung von Experten und lokalen Initiativen im Vordergrund. Zu den Partnern gehört auch die Arbeitsgemeinschaft Medienkompetenz des Saarlandes, die DigiBitS als Ergänzung zum Programm Medienschule Saarland versteht, bei dem die technische Ausstattung im Mittelpunkt steht. Zukünftig soll auch das Zentrum für Medienbildung des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM) stärker eingebunden werden, um beim Thema Fortbildungen für Lehrkräfte zu kooperieren.

 

 

Über Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN)

 

DsiN ist Ansprechpartner für Verbraucher und Unternehmen zu konkreten Hilfestellungen für IT-Sicherheit. Mit seinen Mitgliedern und Partnern betreibt der gemeinnützige Verein zahlreiche Projekte zum sicheren Umgang in der digitalen Welt. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ist Schirmherr von DsiN. www.sicher-im-netz.de

 

 

 

Über DigiBitS – Digitale Bildung trifft Schule   


DigiBitS unterstützt die Förderung von digitalen Kompetenzen und IT-Sicherheit im Fachunterricht. Für Lehrkräfte der Klassenstufen 5 bis 8 werden fächerbezogene Materialien und Unterrichtskonzepte in einer Materialbox und in einem Online-Pool bereitgestellt. DigiBitS arbeitet mit Landesministerien, Schulen, Medienpädagogen und Kooperationspartnern wie fragFINN und Klicksafe zusammen. Interessierte Schulen im Saarland, die in ihrem Unterricht mit DigiBitS arbeiten wollen, können sich ab sofort für das Programm bewerben unter https://www.digibits.de/die-digibits-partnerschulen  

 


Erfolgsfaktor Kultur – erste Verleihung des Corporate Culture Awards“


 

Erfolgsfaktor Kultur in Zeiten von Change und digitaler Transformation: Am 15. November 2018 feiert der Corporate Culture Award (CCA) im Rahmen des 10. Deutschen Wirtschaftsforums in der Frankfurter Paulskirche Premiere. Der Award, der von nun an jährlich vergeben wird, prämiert Firmen mit einer herausragenden und vorbildlichen Unternehmenskultur. Initiatoren sind die Serviceplan Gruppe, Kultur-Analyst Deep White, die HR- und Transformations-Beratung Promerit und die ZEIT Verlagsgruppe.

 

 

(Frankfurt/ju) — Gemeinsam mit dem Kultur-Analysten Deep White, die Serviceplan Gruppe, sowie der ZEIT verleiht die HR- und Transformations-Beratung Promerit erstmalig den Corporate Culture Award. Ausgezeichnet werden mittelständische Unternehmen sowie Konzerne mit einer herausragenden Unternehmenskultur. Denn ob sich ein Unternehmen langfristig erfolgreich am Markt behaupten kann, entscheidet oft der bislang unterschätzte Faktor Unternehmenskultur. Wissenschaftlich nachweisbar hängen sogar 30 Prozent des Erfolgs von ihr ab – sie ist der Schlüssel für die Implementierung von Strategien und für die Attraktivität des Arbeitgebers. Ronald Focken, Geschäftsführer der Serviceplan Gruppe, erklärt: „Wir befinden uns in einer Zeit, in der sich ganze Industrien und Branchen neu erfinden müssen. Diese Veränderungsprozesse sind sehr stark mit einem Umdenken von Mitarbeitern und Führungskräften verbunden und mit der Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Mit dem Corporate Culture Award unterstreichen wir die Bedeutung einer entsprechenden Kultur im Unternehmen.“

 

Die Auszeichnung, die von nun an jährlich vergeben wird, basiert auf einem zweistufigen Verfahren, in dem eine Jury mit Vertretern aus Wissenschaft, Medien und Unternehmenspraxis die Kultur von Unternehmen und deren Führungspersönlichkeiten bewertet. Bei der ersten Auflage der Auszeichnung wurden aus 153 Nominierungen 13 Finalisten ermittelt. Die Gewinner der Kategorien „Digital Culture“, „Shared Value“, „Change“ und „Best Story“ werden bei der Verleihung des Awards im Rahmen des 10. Deutschen Wirtschaftsforums in der Frankfurter Paulskirche geehrt.

 

Das sind die 13 Finalisten:

 

·         Alfred Kärcher SE & Co. KG

 

·         Bäckerei Junge

 

·         B. Braun Melsungen

 

·         Covestro Deutschland

 

·         Heraeus Quarzglas Bitterfeld GmbH

 

·         HSE24

 

·         MCC Halle Münsterland GmbH

 

·         Otto Group

 

·         PSD Bank

 

·         SAP SE

 

·         Webasto SE

 

·         Weleda AG

 

·         Zeppelin GmbH

 

„Die Initiative ist eine große Chance, Unternehmen, Medien, Universitäten, Publizisten und Förderer zusammenzubringen um gemeinsam sinnstiftende und nachhaltige Konzepte zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um die Auszeichnung starker Unternehmen, sondern insbesondere darum, ein Netzwerk an Akteuren zu schaffen, das gemeinsam für die Werte in der Wirtschaft einsteht“, so Oliver Grüttemeier, Geschäftsführer von Serviceplan Köln.

 

„Wir möchten Unternehmenskultur endlich die Bühne bieten, die sie verdient. Professionelle Kulturarbeit ist die Basis für einen nachhaltigen Veränderungserfolg in jedem Unternehmen und das sollte gewürdigt werden“, fügt Kai Anderson, Geschäftsführer von Promerit, hinzu.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: corporate-culture-award.de

 


Landesbischöfe und Unternehmer:

Digitalisierung als gemeinsame ethische Herausforderung

(Karlsruhe/ekiba) - Die Landesbischöfe der evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg haben gemeinsam mit evangelischen Unternehmern dazu aufgerufen, in der Digitalisierung „Antworten aus einer christlichen Haltung“ zu finden. Wichtig sei, dass die „gleiche Würde jedes Menschen in den oft umstürzenden Digitalisierungs- und Differenzierungsprozessen gewahrt bleibt“, erklärten Jochen Cornelius-Bundschuh (Karlsruhe) und Frank Otfried July (Stuttgart) nach einem Gespräch mit dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU) am Montagabend, 29. Oktober, in Stuttgart.

 

Die Kirchen seien durch ihren Verkündigungsauftrag dazu verpflichtet, diese „Gleichwürdigkeit aller Menschen“ in den Diskursen über Digitalisierung einzufordern, sagten die beiden Landesbischöfe. Für die evangelischen Unternehmer wies AEU-Vorstandsmitglied Jörg Kopecz (Sinsheim) auf die Herausforderung der Unternehmen hin, die „digitale Revolution“ mit zu gestalten. Dazu zähle neben Geschäftsmodellen „vor allem der Dialog mit allen Kräften der Zivilgesellschaft, um sowohl die Chancen zu formulieren, die in diesen Prozessen stecken, als auch die Risiken zu beherrschen und beides bestmöglich für unseren Standort zu gestalten.“ Die Wirtschaft beinhalte mehr als Geschäftsprozesse, erklärte Kopecz. Es gehe auch um „Werte, Strukturen und um das Ringen um die bestmöglichen und tragfähigsten Lösungen für unser Wohlergehen und unseren Erfolg.“ 
 

Die Landesbischöfe betonten grundsätzlich die Notwendigkeit, als Kirche „in einem konstruktiven Gespräch“ mit den Arbeitnehmern, den Gewerkschaften sowie den Unternehmerinnen und Unternehmern zu sein. Der christliche Glaube rufe auch im Unternehmen in die „persönliche Verantwortung“. Dem AEU komme dabei eine besondere Bedeutung zu, „denn die hier Engagierten suchen einen Weg, ihr Tun an ihren evangelisch-christlichen Überzeugungen und Werten auszurichten“, erklärten Cornelius-Bundschuh und July. Dies gelte etwa bei Entscheidungen, die weit in die Zukunft reichen, bei der sozialen Verantwortung für gute Arbeitsverhältnisse auch in der internationalen Lieferkette oder bei der Bereitschaft, sich den Herausforderungen der Integration und des Zusammenhaltes der Gesellschaft zu stellen.

 

Hinweis
Unter https://www.die-digitale-revolution-gestalten.de finden Sie einen Impulstext des AEU.

 


Kreativfeuerwerk im Kommunikationsdesign:

Preisverleihung mit stolzen Red Dot-Siegern

 

  • Banda Agency aus der Ukraine ist Agentur des Jahres
  • Hyundai Motor Company als Marke des Jahres gewürdigt
  • Tom Hegen holt sich Red Dot: Junior Prize und 10.000 Euro
  • Red Dot: Grand Prix für sieben überraschte Preisträger


(Essen/rd) - Der Abend des 26. Oktober stand ganz im Zeichen ausgezeichneter Kreativleistungen: Während der glamourösen Preisverleihung des Red Dot Award: Communication Design 2018 wurden die Wettbewerbssieger im Konzerthaus Berlin gefeiert. Vor vollem Haus nahmen Designprofis und -talente, Agenturköpfe und Unternehmensrepräsentanten aus 40 Nationen ihre verdienten Trophäen entgegen. Für emotionale und überraschende Momente sorgten insbesondere die Vergabe von sieben Red Dot: Grand Prix, dem Nachwuchspreis und dem Ehrentitel „Red Dot: Agency of the Year“. Auf der anschließenden Designers‘ Night im ewerk Berlin feierten Preisträger und Gäste bis in den Morgen und überzeugten sich in der Ausstellung „Design on Stage“ von der Designqualität der Siegerprojekte.

0,7 Prozent der Einreichungen erhielten den Red Dot: Best of the Best
Aus 8.610 Einreichungen von Designern, Agenturen und Unternehmen kürten 24 Juroren während eines mehrtägigen Bewertungsverfahrens die Sieger des Red Dot Award: Communication Design 2018. An nur 0,7 Prozent aller Einreichungen vergaben sie den Red Dot: Best of the Best für sehr hohe Gestaltungsqualität und kreative Leistung. Vor rund 1.400 internationalen Gästen nahmen die Gestalter der 58 besten Arbeiten ihre Red Dot Trophies stolz aus den Händen der Juroren Jennifer Tsai aus Taiwan, Damon Aval aus Deutschland und Professor Dr. Seung Hun Yoo aus Südkorea entgegen.

Red Dot: Grand Prix ging an diese sieben Arbeiten
Wer von ihnen den Red Dot: Grand Prix mit nach Hause nehmen konnte, war bis zur letzten Minute streng geheim. Die höchste Einzelauszeichnung des Wettbewerbs können die Juroren an besonders herausragende Arbeiten vergeben – die jeweils besten einer Kategorie. Sieben Kommunikationsdesign-Werke begeisterten 2018 die Experten mit ihrer exzellenten gestalterischen Güte und Kreativität.

Zu diesen zählt das Corporate Design „Forza Football”, das Kazakoff Design aus Stockholm für die Fußball-App Forza Football gestaltete. Ebenfalls mit dem Red Dot: Grand Prix prämiert wurde Banda Agency aus Kiew für das Brand Design „OKKO“ des gleichnamigen ukrainischen Tankstellennetzes. Der Online-Film „Everyone is equal. No one is more equal.” von thjnk Zürich, kreiert für Pro Infirmis, eine Fachorganisation für Menschen mit Behinderungen, vermochte die Experten mit seiner Gestaltungsqualität gleichermaßen zu begeistern. Ein weiterer Red Dot: Grand Prix ging an das Verpackungsdesign „ed’o Olive Oil – DELUXE Pairing Edition”. Dieses hatten Taller Design aus Göteborg und Mediactiu aus Barcelona für das spanische Feinkost-Handelsunternehmen Selective Export entworfen.

Auch die Online-Plattform „zeitzeugen-portal.de Erzählen. Erinnern. Entdecken.“ erzielte die begehrte Auszeichnung. Diese ging an Markwald Neusitzer Identity aus Frankfurt und Düsseldorf sowie an die Bonner Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Foundation. Das Buch „Unter den Brücken“ des österreichischen Atelier Oczlon ragte ebenfalls hervor und sicherte sich einen Red Dot: Grand Prix. Die Schrift „Le Murmure“ von und für die Pariser Agentur Murmure ging zudem als beste Arbeit in der Kategorie „Typography“ hervor.

Tom Hegen holt sich Red Dot: Junior Prize und 10.000 Euro
Das beste Projekt eines Nachwuchsgestalters wurde mit dem Red Dot: Junior Prize gewürdigt. 2018 ging die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung an das Coffee-Table-Buch „HABITAT – Vom Mensch geprägte Lebensräume“ von Tom Hegen. Der Bildband beschäftigt sich mit menschlichen Eingriffen in natürliche Lebensräume und visualisiert sie in Luftaufnahmen, ergänzt um repräsentative Fakten und Infografiken. „HABITAT“ lädt den Betrachter somit ein, seine Umwelt aus einer anderen Perspektive zu entdecken. Die Jury lobte die eindrucksvollen Fotografien und das kraftvolle Konzept.

Hyundai Motor Company als Marke des Jahres gewürdigt
Die Hyundai Motor Company freute sich nicht nur über vier Red Dots und drei Red Dot: Best of the Best, sondern auch über den Ehrentitel „Red Dot: Brand of the Year 2018“. Für seine herausragende Designqualität und kreative Stärke erhielt der südkoreanische Automobilhersteller die verdiente Trophäe für die Marke des Jahres. Red Dot-CEO Professor Dr. Peter Zec, der durch den Abend führte, übergab diese an Wonhong Cho, Chief Marketing Officer und Executive Vice President der Hyundai Motor Company, der sich über den begehrten Ehrentitel freute.

Banda Agency aus der Ukraine ist Agentur des Jahres
Spannung bis zum Schluss war garantiert, denn den Höhepunkt des Abends markierte die Verkündung der Agentur des Jahres.
Banda Agency aus der Ukraine ist die Red Dot: Agency of the Year 2018. Das gesamte Team rund um die Gründer Pavel Vrzhesch, Creative Director, Egor Petrov, Head of Art, und Yaroslav Serdyuk, Strategy Director freute sich über den begehrten Ehrentitel. Als Symbol ihres Erfolgs übergab die Agentur thjnk, Preisträger von 2017, die Trophäe „Stylus“ an die Red Dot: Agency of the Year 2018, die diese stolz in die Höhe hob. Sechs Red Dots und ein Red Dot: Grand Prix belegen die gestalterische Qualität und das kreative Know-how der Full-Service-Agentur. Ob on- oder offline, Banda Agency gestaltet unerwartete Kreativlösungen, die die Effizienz der Kommunikation an die erste Stelle setzen und Marken dabei unterstützen, aus dem gewöhnlichen Werberauschen herauszustechen.

Designers‘ Night mit Siegerausstellung
Nach der Red Dot Gala ging es für die internationale Designszene im ewerk Berlin weiter. Auf der Designers‘ Night nahmen die Red Dot-Sieger ihre Urkunden entgegen und stießen auf die Erfolge des Jahres an. Gemeinsam mit den weiteren Preisträgern, Agenturköpfen und Unternehmensvertretern, unter anderem von Cheil, Mutabor, Strichpunkt, Festo, Philips und Siemens, feierten sie bis in den frühen Morgen. Die Party hielt als besonderes Highlight die Siegerausstellung „Design on Stage“ bereit. In dieser konnten sich die Gäste von der im doppelten Wortsinn ausgezeichneten gestalterischen Qualität der aktuellen Siegerprojekte überzeugen. Vom 28. Oktober 2018 bis 13. Januar 2019 ist eine Auswahl der besten Werke des Jahres im Museum für Kommunikation Berlin zu sehen – in der Studioausstellung „Best Communication Design – Red Dot Winners Selection 2018“.


Bundesweiter „Arbeitskreis Kirchlicher Investoren“ blickt auf zehn Jahre Arbeit

Von der Finanzkrise zum ethischem Investment

 

(Darmstadt/Kassel/Hannover/ekhn) - Der bundesweite Arbeitskreis Kirchlicher Investoren (AKI) hat in Kassel sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. 2008 infolge der weltweiten Banken- und Finanzkrise unter Mitwirkung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründet, ist das Gremium heute vor allem für seine ethischen und nachhaltigen Anlagestrategien weit über die Kirche hinaus bekannt. Unter dem Vorsitz des hessen-nassauischen Finanzdezernenten Heinz Thomas Striegler hat sich der Arbeitskreis zu einem deutschlandweit geachteten Fachgremium für Anlagefragen entwickelt. Ihm gehören heute 44 institutionelle Investoren im Raum der evangelischen Kirche und Diakonie an wie etwa Finanzverantwortliche der Landeskirchen, Versorgungs- und Zusatzversorgungskassen sowie kirchliche Banken und Stiftungen.

 

 

 

Bedford-Strohm: ethische Orientierung wichtig

 

„Wir wollen als Christenmenschen zeigen, dass es möglich ist, in allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens aus dem Geist Gottes zu handeln“, erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm beim Jubiläum in Kassel. Er hob die Entwicklung eines Leitfadens des AKI für nachhaltige Geldanlagen hervor. Er habe sich zu einem Bestseller entwickelt, an dem sich inzwischen sogar institutionelle Anleger wie Städte orientierten. Intensiv habe der Arbeitskreis sich mit der Verantwortung von Anlegern auseinandergesetzt und sich beispielsweise mit den sozialen Standards in den Lieferketten deutscher Textilunternehmen auseinandergesetzt. Bedford-Strohm sprach sich in seinem Beitrag dafür aus, dass auch im Finanzbereich ethische Orientierung wichtig bleibe, wie sie der christliche Glaube biete. Sie müsse etwa auch das Schicksal des „von der Armut geplagten Nächsten“ im Blick behalten.

 

 

 

Begrich: nachhaltiges Denken fördern

 

Der frühere Finanzreferent der EKD, Thomas Begrich, würdigte die Arbeit des AKI als wichtigen Beitrag zu einem sozial verantwortungsbewussten Investment in der Kirche. Auch Begrich verwies auf den entwickelten Kriterienkatalog für nachhaltiges Investment und zitierte die Financial Times Deutschland: „Wer sich an diesen Leitfaden gehalten hätte, hätte keine Problem in der Finanzkrise bekommen.“ Wichtig bleibe es auch für die Zukunft in Finanzfragen, „sich weder zu überschätzen, noch zu übernehmen“. Und: „Alles finanzielle Handeln der Kirche selbst muss immer wieder zur Übereinstimmung mit dem Wort gebracht werden. Es hat die Voraussetzung für das Tun der Kirche zu schaffen und sonst nichts.“

 

 

 

Striegler: fachliche Kompetenz zeigen

 

Der Vorstandsvorsitzende des Arbeitskreises, der Finanzdezernent und Leiter der Kirchenverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Heinz Thomas Striegler, verwies darauf, dass der Arbeitskreis auch mehr sei, als der hochgelobte Leitfaden für nachhaltiges Investment. Der AKI verstehe sich als „Netzwerk von Experten, das sich als aktive Aktionäre an Unternehmen wenden, die gesellschaftliche Trends aufgreifen und sie in den Kontext der verantwortungsvollen Geldanlage stellen“. Dies alles geschähe „in einer von Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägten Atmosphäre, in der die fachliche Kompetenz entscheidend ist und nicht das Anlagevolumen“. So Striegler.

 

 

 

Hintergrund AKI

 

2008 wurde der „Arbeitskreis Kirchlicher Investoren“ zunächst als Ausschuss des Finanzbeirates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründet. In der Folge entwickelte der Arbeitskreis zunächst Kriterien für nachhaltige, ökologische und sozial gerechte Investmentstrategien in der Kirche. Heute führt der Arbeitskreis aber auch intensive Gespräche mit Industrievertretern oder Banken, um sie auf die Notwendigkeit nachhaltigen Wirtschaftens hinzuweisen. Heute gehören dem Kreis 44 institutionelle Investoren aus dem Raum der evangelischen Kirche und Diakonie an wie etwa Finanzverantwortliche der Landeskirchen.

 

 

 

Zu den Grundsätzen des Aki gehört, sich dafür einzusetzen. dass sich kirchliches und diakonisches Handeln in Bezug auf Geldanlagen nicht im Widerspruch, sondern im Einklang mit Gottes Geboten und dem jeweiligen Auftrag befindet. Das bedeutet, dass mit Geldanlagen neben den ökonomischen auch ethisch-nachhaltige Ziele verfolgt werden sollen. Geld soll unter Berücksichtigung christlicher Werte sicher und rentabel, aber auch sozialverträglich, ökologisch und generationengerecht angelegt werden, heißt es in den Grundätzen des AKI.

 

 

 

Internet: www.aki-ekd.de

 


„Die Landwirtschaft bleibt der Nordkirche wichtig“

Stabwechsel nach fast 25 Jahren: Ulrich Ketelhodt, wissenschaftlicher Referent für Landwirtschaft und Ernährung des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) der Nordkirche wird am 2. November in den Ruhestand verabschiedet. Agrarwissenschaftler Dr. Jan Menkhaus tritt seine Nachfolge an.

 

(Kiel/kda) - Mit einem feierlichen Gottesdienst wird Ulrich Ketelhodt am Freitag, 2. November 2018 von seinem Dienst als Fachreferent für Landwirtschaft und Ernährung beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) verabschiedet. Den Gottesdienst in der Kirche St. Nikolai zu Kiel gestalten ab 16.30 Uhr Landesbischof Gerhard Ulrich und Pastor Sebastian Borck, Leiter des Hauptbereichs für Seelsorge und gesellschaftlicher Dialog, zu dem der KDA gehört.

 

Agrarwissenschaftler Ulrich Ketelhodt (65) ist seit 1994 für den KDA tätig und seit 2011 dessen stellvertretender Leiter. Ketelhodt bearbeitete die Themen Landwirtschaft und Ernährung für die Landeskirche und hielt Kontakt zu Verbänden und Politik. Seine Nachfolge als Fachreferent tritt Dr. Jan Menkhaus (39) an. Den Übergang gestalten beide Landwirtschaftsexperten gemeinsam: Menkhaus beginnt am 1. November, Ketelhodt bleibt bis zum 30. November 2018 im Amt.

 

Landesbischof Gerhard Ulrich dankt dem langjährigen Mitarbeiter: „Mit Ulrich Ketelhodt scheidet ein langjähriger Weggefährte aus dem Dienst, der konsequent und verlässlich auch durch schwierige Phasen der Beziehung zwischen Kirche und Landwirtschaft geführt hat“, sagt Ulrich. „In der letzten Zeit wird öffentlich viel über die Verantwortung der Kirche für ihr Landeigentum diskutiert. Ulrich Ketelhodt hat sich auf allen Ebenen für mehr Verständnis und für bessere Lösungen in diesen und anderen Themenfeldern eingesetzt. Das Thema Landwirtschaft bleibt der Nordkirche wichtig, wir freuen uns, mit Dr. Jan Menkhaus einen neuen Fachmann beim KDA begrüßen zu können“, so Ulrich weiter.

 

Zu Ketelhodts beruflichen Verdiensten zählt das Sorgentelefon für landwirtschaftliche Familien. Sein besonderes Engagement galt dem ethischen Umgang mit landwirtschaftlichen Nutztieren unter dem Gesichtspunkt der Mitgeschöpflichkeit. Aber auch Themen wie Dorfentwicklung, Gentechnik, Lebensmittelverschwendung und Kirchenland zählten zu seinen Schwerpunkten. Ketelhodt saß mit am Runden Tisch Tierschutz des Landwirtschaftsministers von Schleswig-Holstein und nahm teil am Masterplanprozess „Mensch und Land“ des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern. Regelmäßig organisierte er gemeinsam mit den Bauernverbänden sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Mecklenburg-Vorpommern jährliche Begegnungsveranstaltungen von Kirche und Landwirtschaft. Ferner ist Ketelhodt bis Ende Februar 2019 Vorsitzender des Evangelischen Dienstes auf dem Lande (EDL) der EKD.

 

„Mir ging es bei meiner Arbeit vor allem um die Gestaltung von Kommunikationsprozessen, mein Leitbild dabei war die Vision einer ‚enkeltauglichen‘, zukunftsfähigen Landwirtschaft“, so Ketelhodt. „Gefragt ist aus meiner Sicht keine neutrale, sondern eher eine fragende Haltung der Kirche, die mutig auch unbequeme Bedenken und Hinweise formuliert und auf Dilemmata hinweist, denn es gibt keine Lösungen, die nicht auch ihren Preis haben. Einen guten Ausgleich suchen und energisch auf der Seite der Schwachen stehen – darin sehe ich den spezifisch kirchlichen Beitrag. Diese Haltung wird auch in der Diskussion über die Zukunft der Landwirtschaft gebraucht.“

 


Aufruf zur Handy-Spendenaktion von Bundesminister Gerd Müller, missio und KLJB

Alte Handys für einen guten Zweck

 

(Aachen / Berlin / München / Bad Honnef/missio) - Zum Recycling von Althandys ruft Entwicklungsminister Gerd Müller die Bundesbürger auf. „Um 100 neue Handys herzustellen, brauchen wir so viel Gold wie in einer Tonne Golderz enthalten ist. Dieses Gold wird oft unter großen Umweltzerstörungen abgebaut, so auch in Afrika. Um dies zu ändern, unterstütze ich die „Aktionswoche Gold-Handys“ des Hilfswerkes missio und der Katholischen Landjugendbewegung e.V. (KLJB)“, erklärte der Bundesminister in Berlin. „Wir sollten erst einmal die wertvollen Ressourcen in gebrauchten Handys nutzen. Und davon gibt es viele: In Deutschland existieren mehr Handys als Menschen. Viele Geräte liegen ungenutzt in der Schublade oder landen nach wenigen Jahren im Mülleimer. Diese Schätze können wir nutzen.“

 

Die Woche der Goldhandys findet bundesweit zwischen dem 4. und 11. November statt. Hintergrund sind die 124 Millionen Altgeräte, die als Elektroschrott in deutschen Haushalten lagern. An mehreren hundert Stellen können alte Smartphones abgegeben und auch per Post an missio geschickt werden.

 

"Mit der Aktion „Handys recyceln – Gutes tun“ kann doppelt geholfen werden“, erläutert Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio in Aachen. „Erstens werden die in den Althandys enthaltenen wertvollen Rohstoffe in Europa aufbereitet und wiederverwertet. Zweitens erhält missio von der Verwertungsfirma Mobile-Box für jedes recycelte Handy einen Teil des Erlöses für Hilfsprojekte im Kongo."

 

Abgabestellen finden sich an unterschiedlichsten Orten. So nimmt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Berlin und Bonn alte Handys entgegen. Kirchengemeinden, Stadtverwaltungen, Banken, Geschäfte und Schulen beteiligen sich. In mehreren Städten nimmt die Katholische Landjugendbewegung als Kooperationspartner alte Smartphones entgegen. "Unsere KLJB-Gruppen setzen sich sehr gerne für die Handy-Aktion ein, weil sie super zu unseren Themen passt. Der Einsatz für Nachhaltigkeit und für faire Arbeitsbedingungen liegen uns sehr am Herzen", erklärt Stefanie Rothermel, KLJB-Bundesvorsitzende. "Darüber hinaus sind wir davon begeistert, dass sich für die Aktion so gute Kooperationen ergeben haben, denn wir wissen, dass gemeinsam noch mehr erreicht werden kann!"

 

Die Aktionswoche findet im Umfeld des 6. November statt, dem Internationalen Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten. Denn viele der Rohstoffe, die für Smartphones und andere elektronische Geräte benötigt werden, kommen auf illegalen Wegen aus Konfliktregionen in der Demokratischen Republik Kongo.

 

„Wir freuen uns darüber, dass Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller die Handy-Spendenaktion unterstützt, die von der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) und den Internationalen Katholischen Missionswerken missio München und Aachen getragen wird“, so Monsignore Wolfgang Huber, Präsident missio München. „Er gibt damit ein wichtiges Zeichen, dass wir uns aktiv für eine bessere Welt einsetzen können, in der der technische Fortschritt und hohe Lebensstandard der Nordhalbkugel unserer Erde nicht zwangsläufig ein menschenunwürdiges Dasein in den Ländern des Südens nach sich ziehen.“

 

Aus gesammelten Handys werden wertvolle Rohstoffe wie Gold wiedergewonnen, nicht recycelbare Stoffe fachgerecht in Europa entsorgt. Der Gesamtwert der Rohstoffe in allen Altgeräten in Deutschland beträgt mehr als 250 Millionen Euro, darunter befinden sich über zwei Tonnen Gold. Für die Durchführung der Handy-Spenden-Aktion stellt missio kostenlose Materialien zur Verfügung, darunter ein Aktionsheft mit Ideen und Anregungen. Unter allen Teilnehmern verlost missio als Hauptpreis ein fair hergestelltes „Shiftphone“, als zweiten Preis ein wiederaufbereitetes Smartphone von „Futurephones“. Weitere Informationen zur „Woche der Goldhandys“ und eine Deutschlandkarte mit den Orten, wo Handys abgegeben werden können, sind zu finden unter www.missio-hilft.de/goldhandys.

 

Wer ist missio?

 

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. 2017 stellt missio Aachen rund 46,2 Millionen Euro für die Projektfinanzierung zur Verfügung. Davon wurden 1.161 Projekte seiner Partner in Afrika, Asien, dem Maghreb und Nahen Osten sowie Ozeanien finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Regionen. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.

 


Preisverleihung mit Start-up-Messe: KfW Stiftung und Social Impact gGmbH prämieren in Frankfurt Sozialgründer*innen mit „Special Impact Award“

45.000 Euro Startgeld für Social Entrepreneurs

 

  • KfW Stiftung und Social Impact gGmbH zeichnen Leucht­turm­projekte der Förderprogramme „ANKOMMER. Perspektive Deutschland“ und „AndersGründer“ aus.
  • Rund 15 Social Start-ups präsentierten sich auf einer Messe, dem Podium und in einem Live-Pitch und zeigten die Bandbreite ihrer erfolgreichen Geschäftsideen zur ökonomischen Integration Geflüchteter sowie zur Lösung weiterer sozialer und gesellschaftlicher Herausforderungen.
  • Der Special Impact Award wurde in drei Kategorien vergeben, u.a. durch den Schirmherrn, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Stadt Frankfurt

 


(Frankfurt/pm) -    Die Verleihung des „Special Impact Awards“ fand in diesem Jahr in der frisch eröffneten Villa 102 statt. Die KfW Stiftung und die Social Impact gGmbH zeichneten mit dem Preis für Sozialgründer*innen Leuchtturmprojekte der Förderprogramme „ANKOMMER. Perspektive Deutschland“ sowie „AndersGründer“ aus. Mit ihren Geschäftsmodellen möchten die Stipendiat*innen gesellschaftliche und vielfältige soziale Probleme mit unternehmerischen Mitteln lösen – nachhaltig und skalierbar. Ausgebildet wurden die Teams bundesweit in fünf Social Impact Labs. Die Preise wurden prominent überreicht durch den Schirmherrn des Programms, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vertreten durch Dr. Matthias Koehler; Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung der Stadt Frankfurt am Main; Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW und KfW Stiftung und Norbert Kunz, Geschäftsführer der Social Impact gGmbH.
 

 

  1. In der Kategorie „ANKOMMER. Perspektive Deutschland“ ging der „Special Impact Award“ in Höhe von 20.000 Euro für die Entwicklung von bemerkenswerten innovativen und (sozial-)unternehmerischen Lösungskonzepten, die geflücht­eten Menschen einen verbesserten Zugang zu Bildung, Ausbildung und Arbeitsplätzen in Deutschland ermöglichen, an das Frankfurter Team „Bridges – Musik verbindet“. Die Initiative bringt Profimusiker*innen mit und ohne Fluchthintergrund auf Augenhöhe zusammen, schafft durch Konzerte sowie musikpädagogische Aufträge Beschäftigungsmöglichkeiten und fördert den interkulturellen Dialog. Gleichzeitig treten sie für eine faire Bezahlung von Profimusiker*innen ein.
     
  2. In der Kategorie „AndersGründer“ geht das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro für die Lösung eines sozialen Problems und der Über­führung der Idee in ein nachhaltig wirksames Unternehmen an das Team „1001plateau“ aus Duisburg. Es bietet psychosoziale Hilfen für Menschen mit Unterstützungsbedarf an, die sich als Trans-, Intergender oder Queer identifizieren. Zudem stärkt 1001plateau das Konzept der sexuellen Vielfalt im gesellschaftlichen Dialog, um Vorurteile und Diskriminierung abzubauen.
     
  3. In der Kategorie „Community Award“, gewählt durch die Online-Community der beiden Stipendienprogramme, geht der Preis in Höhe von 5.000 Euro an das Frankfurter Projekt „ZuBaKa“. Mit einem „Zukunftsbaukasten für Neuankommende“ ermöglicht das Team jugendlichen Migrant*innen und Geflüchteten einen erfolgreichen Start in Schule und Beruf und befähigt sie zu gesellschaftlicher Teilhabe. Gemeinsam mit Schulen und anderen Akteur*innen vor Ort wird so die Basis für eine gelingende Integration geschaffen.

 

Die KfW Stiftung ist eine der wenigen Stiftungen bundesweit, die Infrastruktur für Ausbildung und Vernetzung von Social Entrepreneurs fördert. Neben der thematischen Bandbreite der Start-ups ihrer Förderprogramme ist die Bilanz beeindruckend:

 

  • In drei Jahren Gründer*innenförderung haben die 39 ausgebildeten „ANKOMMER“-Teams insgesamt mehr als 9.000 Menschen mit Fluchthintergrund adressiert.
  • 371 Geflüchtete erhielten durch die geförderten Social Start-ups Zugang zum Arbeitsmarkt. Sie arbeiten heute in festen Beschäftigungsverhältnissen, auf Honorarstellen, in Freelancerverhältnissen oder in befristeten Stellen.
  • Mehr als 500 Menschen mit Fluchthintergrund konnten seit 2015 in eine Ausbildung vermittelt werden. Eine Vielzahl von ihnen wurde sogar durch die jungen Sozialunternehmen selbst ausgebildet.
  • Rund 8.200 Menschen konnten durch weitere Unterstützungsleistungen wie Einstiegsqualifikationen, juristische Beratungen oder Sprachvermittlung qualifiziert werden.

 

Die Erfolge der „AndersGründer“ sind nicht minder beeindruckend:

 

  • Von 91 ins Programm aufgenommenen Teams haben bereits 56 erfolgreich gegründet und behaupten sich bis heute erfolgreich am Markt. Die Gründer*innen sind zu fast 50% weiblich.

 

Auch „live und in Farbe“ konnten sich die Gäste der Preisverleihung vom Social Impact überzeugen, den die Sozialgründer*innen mit ihren unternehmerischen Ideen zur Lösung sozialer und gesellschaftlicher Herausforderungen ermöglichen: In drei Talkrunden, hochbesetzt mit Vertreter*innen aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der Stadt Frankfurt am Main, diskutierten ehemalige Stipendiat*innen das Spektrum der unternehmerischen Lösungsansätze anhand der drei Themen „Chancen der ökonomischen Integration Geflüchteter durch Gründung“, „Besondere Herausforderungen bei der Integration geflüchteter Frauen“ und „Geflüchtete Menschen und hier Beheimatete – ein Perspektivwechsel“. Hier brachte sich mit ihrer persönlichen Migrationsgeschichte auch die Journalistin und gleichzeitig Moderatorin des Abends, Hatice Akyün, ein.

Auf der begleitenden Social-Start-up-Messe präsentierten die von der KfW Stiftung geförderten Teams unterschiedlichste Geschäftsideen. Als erster deutscher Kinderbuchverlag seiner Art lässt beispielsweise der „neunmalklug verlag“ aus Mannheim seine Bücher nach dem Cradle-to Cradle-Prinzip drucken. Alle Komponenten der Bücher sind positiv auf Umwelt-und Gesundheitsverträglichkeit getestet. Alle Bücher bestehen vollständig aus Materialien, die in den biologischen Kreislauf zurückgeführt werden können. „Stadtteilfabrik“ beispielsweise designt und baut Möbel aus Sperrmüll, um eine nachhaltige Nutzung von Sperrmüll im Essener Eltingviertel zu etablieren. Das Viertel, in dem viele sozial benachteiligte Menschen zusammenleben, soll dadurch ästhetisch, sozial und kulturell weiterentwickelt werden. Für die Zukunft ist deshalb neben der Übertragung des Modells auf andere deutsche Städte auch eine Stadtteilfabrik als sogenannter Makerspace für urbane Gestaltung geplant, in der Kooperationen von Bürger*innen, Schulen, Instituten oder Firmen entstehen können.

 
Weitere Informationen finden Sie auf www.specialimpactaward.euwww.ankommer.eu und www.andersgruender.eu.

 


Steyler Ethik Bank legt Bilanz vor: Höhere Provisionen und geringere Kosten gegen Zinseinbußen

2,3 Millionen Euro für Hilfsprojekte

 

(Sankt Augustin/sm) -  Die Steyler Ethik Bank hat im Geschäftsjahr 2017 rund 2,3 Millionen Euro für internationale Hilfsprojekte erwirtschaftet und damit das Vorjahresergebnis deutlich übertroffen. Die Summe setzt sich aus Spenden, Nachlässen und Stiftungserträgen zusammen und kommt notleidenden Menschen rund um den Globus zugute.

 

„Wir konnten 2017 wieder sehr viel für arme Menschen bewegen“, freut sich Bankgeschäftsführer Jürgen Knieps über das starke karitative Ergebnis mit 2,3 Millionen Euro Ausschüttung für weltweite Hilfsprojekte. „In unserem Kerngeschäft befinden wir uns dagegen weiter in einem Transformationsprozess.“ Angesichts des anhaltenden Zinstiefs ging der Zinsüberschuss der Bank um 0,5 Millionen Euro zurück. Dagegen konnte das Netto-Provisionsergebnis um 0,3 Millionen Euro erhöht werden. Das verwaltete Kundenvermögen lag mit 479,6 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (Stichtag 31.12.2017). Die Bilanzsumme ging um 3,2 Prozent auf 288,9 Millionen zurück.

 

Das Jahresergebnis nach Steuern aus dem Kerngeschäft der nachhaltigen Bank wies einen Ertrag von 36.000 Euro aus. „Wir rechnen damit, dass sich an dem schwierigen Umfeld für Banken kurzfristig nichts ändern wird. Daher setzen wir weiter auf eine kontinuierliche Ausweitung des Provisionsgeschäftes und die Reduktion von Kosten“, erklärt Knieps. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit den eingeleiteten Maßnahmen schon in naher Zukunft deutlich positivere Ergebnisse erzielen.“

 

 

Wichtige strategische Weichenstellungen

 

2017 realisierte die Steyler Ethik Bank wichtige strategische Projekte, die dazu beitragen, das Institut erfolgreich durch die Niedrigzinsphase zu steuern. So werden die rund österreichischen Kunden der Bank künftig im Rahmen des freien Dienstleistungsverkehrs betreut. „Durch den Verzicht auf eine offizielle Niederlassung in unserem Nachbarland sparen wir jährlich sechsstellige Summen“, so Knieps. Und auch die Kunden selbst profitieren von der Umstellung. „Denn zugleich haben wir unser Dienstleistungsangebot ausgeweitet. Erstmals bieten wir in Österreich nachhaltige Wertpapierdienstleistungen, Girokonten und sogar Stiftungen an.“ In der Bilanz werden sich die erzielten Kostenreduktionen erstmals im Geschäftsjahr 2018 bemerkbar machen.

 

 

Steyler Fair Invest – mit einer neuen Marke zu neuen Geschäftsfeldern

 

Ein weiterer strategischer Meilenstein war die Einführung der neuen Marke Steyler Fair Invest. „Unter dieser Dachmarke bündeln wir seit dem vergangenen Jahr alle Angebote und Dienstleistungen, die mit ethischem Investment in Wertpapiere zu tun haben“, erklärt Bankgeschäftsführer Norbert Wolf. Mit der Steyler Fair Invest werden zugleich neue Geschäftsfelder erschlossen. „Wir stellen unsere Fachkompetenz nun auch externen Partnern zur Verfügung, indem wir beispielsweise als Berater für nachhaltige Finanzdienstleistungen auftreten und Schulungen anbieten“, so Wolf.

 

Ein gutes Beispiel für das Engagement in neuen Geschäftsfeldern ist der Mischfonds ÖKOBASIS One World Protect, der am 18. Dezember 2017 aufgelegt wurde. Bei dem neuen Nachhaltigkeitsfonds tritt die Steyler Fair Invest nicht als Fondsinitiator auf, sondern fungiert ausschließlich als Nachhaltigkeitsberater. Konkret bedeutet dies, dass die Experten der Steyler Fair Invest für die Ausgestaltung des nachhaltigen Anlage-Universums verantwortlich sind.

 

 

Diese guten Taten unterstützen die Kunden

 

Wenn Banken ihre Bilanzen erstellen, dreht sich in der Regel alles um Zahlen. Anders im Geschäftsbericht der guten Taten der Steyler Ethik Bank: In ihm stehen Menschen im Mittelpunkt, die Hilfe benötigen. „Mit unserem Geschäftsbericht der guten Taten zeigen wir unseren Kunden, was sie mit ihrem Engagement bewirken“, erklärt Norbert Wolf. Die Broschüre stellt eine kleine Auswahl an Projekten vor, die im vergangenen Jahr durch die Bank unterstützt wurden. Die Hilfe für Menschen in Not gehört zum Gründungsauftrag der Steyler Ethik Bank.

 

 

Zahlen, Daten und Fakten

 

Ausführliche Informationen zur geschäftlichen Entwicklung und den Hilfsprojekten finden Sie im Geschäftsbericht 2017 sowie im Geschäftsbericht der guten Taten 2018 unter: www.steyler-bank.de/Entwicklung

 

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank wurde 1964 vom Steyler Missionsorden in Sankt Augustin bei Bonn gegründet. Sie bietet das gesamte Spektrum eines modernen Finanzdienstleisters an: vom Girokonto bis zur Vermögensverwaltung. Ethisches Bankgeschäft lebt das Geldinstitut durch eine faire und bedarfsgerechte Kundenberatung sowie nachhaltige Anlagestrategien. So investiert die Bank nur in Wertpapiere, die strenge soziale und ökologische Kriterien erfüllen. Der Gewinn der Bank fließt in die sozialen Hilfsprojekte der weltweit rund 10.000 Steyler Missionare und Schwestern – gemeinsam mit freiwilligen Spenden von Kunden.

 


Fortsetzung der Arbeitsrechtlichen Kommission in der Diakonie Mecklenburg-Vorpommern

 

(Schwerin/pm) - „Der Vorstand des Diakonischen Werkes M-V begrüßt die Entscheidung des Gesamtausschusses der Mitarbeitervertretungen im Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern sich auch weiterhin am Dritten Weg zu beteiligen,“ freut sich Henrike Regenstein Vorstand im Landesverband der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern. „So ist gewährleistet, dass die Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam weiterentwickelt werden.“ Damit haben sich Mitarbeitervertreter und Dienstgeber für die Fortsetzung der partnerschaftlichen Regelung der Arbeitsbedingungen zwischen Dienstnehmern und Dienstgebern, in dem ein konsensuales Prinzip verfolgt wird und bei Nichteinigung ein verbindliches Schlichtungsverfahren Anwendung findet, für eine weitere Wahlperiode von vier Jahren entschieden.

 

Die Ordnung der Arbeitsrechtlichen Kommission sieht seit 2014 unter Berücksichtigung der Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichtes vom 20. November 2012 auch die Beteiligung von Gewerkschaften auf der Seite der Dienstnehmer vor. Hierzu wurden die Gewerkschaften schon in der zurückliegenden Amtsperiode der Arbeitsrechtlichen Kommission eingeladen. Sie hatten von dieser Möglichkeit bisher keinen Gebrauch gemacht. „Wir werden entsprechend der Ordnung der Arbeitsrechtlichen Kommission die Gewerkschaften auch für die neue Wahlperiode bitten, ihre Vertreter zu entsenden und sich so an der Arbeitsrechtssetzung in der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern zu beteiligen“, erklärt Henrike Regenstein.

 

Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 herrscht in der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern ein offener Umgang der Dienstgeber- und Dienstnehmervertreter miteinander. Trotz selbstverständlich vorhandener unterschiedlicher Interessenlagen ein hohes Maß an ziel- und ergebnisorientiertem Wirken erreicht. Es konnten zumeist Kompromisse gefunden werden, die sowohl den Interessen der Mitarbeitenden entsprachen als auch für die Einrichtungen und Dienste, die auf dem Dienstleistungsmarkt bestehen müssen, wirtschaftlich tragbar sind und vor allem für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die auf soziale Dienstleistungen wie Pflege oder Betreuung angewiesen sind, bezahlbare Eigenanteile ermöglichen.

 

Durch die Arbeitsrechtliche Kommission können viele Konflikte von der betrieblichen Ebene der Einrichtungen und Dienste ferngehalten sowie möglichst einheitliche Arbeitsbedingungen für eine Vielzahl von Arbeitsfeldern im Bereich des Diakonischen Werkes M-V geschaffen werden. Innerhalb der letzten neun Jahre seit Gründung der Arbeitsrechtlichen Kommission konnten auf dem dritten Weg geeinte Arbeitsvertragsbedingungen für nunmehr 92 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Arbeitsbereichen des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt werden. Dies ist nicht nur unter den Anbietern sozialer Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern ein herausragender Wert, an dessen weiterer Steigerung kontinuierlich gearbeitet wird.

 

Die Diakonie gehört in Mecklenburg-Vorpommern zu den attraktiveren Arbeitgebern im Sozialbereich - insbesondere auch im Hinblick auf die Bezahlung in Mecklenburg-Vorpommern. So erhält eine Pflegefachkraft in M-V im Median des monatlichen Bruttoarbeitsentgelt inklusive aller Sonderleistungen und Zulagen über alle Berufserfahrungsstufen 2.319 € und in Schleswig-Holstein beträgt dieser Wert 2.533 €[1]. Die Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern sagen hier verbindlich ein Bruttoentgelt:

 

-        im 1. Berufsjahr von 2.550 €

 

-        im 5. Berufsjahr von 2.684 € und

 

-        im 10. Berufsjahr von 2.818 € zu.

 

Hinzu kommen die Jahressonderzahlung in Höhe eines Monatsentgeltes, Zuschläge, familienfördernde Leistungen und eine betriebliche Altersversorgung.

 

Derzeit sind in der Arbeitsrechtlichen Kommission wiederum die Verhandlungen zu weiteren Entgeltsteigerungen nach 2019 auf Initiative der Dienstgebervertreter aufgenommen worden.

 

Die Arbeit der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. dient dem Ziel, ein einheitliches Arbeitsrecht für die Mitarbeitenden in allen diakonischen Einrichtungen des Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V zu ermöglichen. Die Annäherung an dieses von beiden Seiten bestätigte Ziel wird durch die Arbeit der Arbeitsrechtlichen Kommission als kontinuierlicher und konstruktiver Prozess gestaltet. Beide Seiten der Arbeitsrechtlichen Kommission fühlen sich dem Leitgedanken der Dienstgemeinschaft und damit einem fairen Interessenausgleich zwischen Dienstgebern und Dienstnehmern verpflichtet. Sie sind sich einig in dem Bestreben, die bestehenden diakonischen Dienste, Einrichtungen und Arbeitsplätze zu erhalten, gemeinsam alles Notwendige zu unternehmen, um ihre Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten und nachhaltig eine angemessene Vergütung aller Mitarbeitenden zu sichern.

 



[1] Quelle: Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland

 


Aktuelle Ausgabe von ÖKO-TEST bewertet „Grüne Mischfonds“

Steyler Mischfonds ist Testsieger

 

(Sankt Augustin/sm)  – Der Steyler Mischfonds hat einen Testsieg errungen. Die Zeitschrift ÖKO-TEST nahm für ihre aktuelle Ausgabe (10/2018) 30 grüne Mischfonds unter die Lupe. Entscheidend für die Rangfolge der Fonds war dabei in erster Linie die Nachhaltigkeitsleistung, gemessen an der Qualität der Ausschlusskriterien und der im Portfolio enthaltenen Werte. In beiden Kategorien eroberte der Steyler Fair und Nachhaltig-Stiftungsfonds Rang 1.

 

Nur vier der untersuchten grünen Mischfonds stufte die Redaktion als empfehlenswert ein, darunter auch den Steyler Fair und Nachhaltig - Stiftungsfonds. Der Steyler Stiftungsfonds richtet sich an Anleger mit ethisch-nachhaltigem Anspruch. Ihnen ermöglicht der Fonds, gezielt in Werte von Unternehmen und Staaten zu investieren, die ihrer Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt in besonderer Weise gerecht werden.

 

 

Bewährtes Ethik-Konzept

 

Die Auswahl der Anlagen erfolgt nach einem Best-in-Class-Ansatz: Nur die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche kommen für ein Investment in Frage. Das Anlage-Universum wird durch einen Ethik-Anlagerat auf Grundlage von Nachhaltigkeitsratings vorgegeben, wobei bestimmte Kriterien wie die Beteiligung an Rüstungsgeschäften oder Kinderarbeit ein Investment generell ausschließen. Aufgrund der Anlageausrichtung unterliegt der Fonds den Kursschwankungen des möglichen Anlageuniversums.

 

 

 

Weitere Informationen zur Steyler Fondsfamilie finden Sie unter:

 

www.steyler-fair-invest.de

 

                                                                                                       

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank wurde 1964 vom Steyler Missionsorden in Sankt Augustin bei Bonn gegründet. Sie bietet das gesamte Spektrum eines modernen Finanz-dienstleisters an: vom Girokonto bis zur Vermögensverwaltung. Ethisches Bankgeschäft lebt das Geldinstitut durch eine faire und bedarfsgerechte Kundenberatung sowie nachhaltige Anlagestrategien. So investiert die Bank nur in Wertpapiere, die strenge soziale und ökologische Kriterien erfüllen. Der ausgeschüttete Gewinn der Bank dient der Arbeit von weltweit rund 10.000 Steyler Missionaren und Schwestern - gemeinsam mit freiwilligen Spenden von Kunden.

 

 

 


Die erfolgreichste Marke des Jahres: Red Dot verleiht Hyundai Ehrentitel


 

 

 

(Essen und Seoul/Südkorea/rd) - Die Hyundai Motor Company wird mit dem Ehrentitel „Red Dot: Brand of the Year 2018“ prämiert. Dieser zeichnet eine Marke aus, die innovative Designlösungen auf höchstem Niveau gestaltet hat und würdigt zudem die Designqualität und Entscheidungsstärke in der Markenführung. Im Red Dot Award: Communication Design 2018 ist es dem südkoreanischen Automobilhersteller gelungen, sich gemeinsam mit mehreren Agenturen vier Red Dot- und drei Red Dot: Best of the Best-Auszeichnungen zu sichern. Mit herausragender Designqualität und kreativer Stärke hat sich Hyundai als beste Marke im diesjährigen Wettbewerb positioniert und erhält die verdiente Trophäe für die Red Dot: Brand of the Year 2018 während der Preisverleihung am 26. Oktober in Berlin.

Gute Gestaltung ist auf allen Ebenen wichtig
Die Hyundai Motor Company hat seit Langem verstanden, dass gute Gestaltung auf allen Ebenen wichtig ist, um langfristig auf dem internationalen Markt erfolgreich zu sein. Das Unternehmen erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine gut gestalteten Fahrzeuge und wurde darüber hinaus mit mehreren Preisen für sein Kommunikationsdesign geehrt. Nun ist der Automobilhersteller mit Sitz in Seoul, Südkorea, und Präsenz weltweit die neue Red Dot: Brand of the Year. Ihm wird der Ehrentitel für seine konsequente Entscheidungsstärke in der Markenführung und die effektive Zusammenarbeit mit kreativen Partnern verliehen.

Red Dot-CEO über den Ehrentitel
Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards: „Unter allen Auszeichnungen des Red Dot Award: Communication Design sticht der Ehrentitel für die Marke des Jahres heraus. Ich freue mich sehr darüber, dass diese einmalige Würdigung an die Hyundai Motor Company geht, denn der Hersteller überzeugt nicht nur mit seinen gut gestalteten Autos, sondern auch mit wohl durchdachtem Kommunikationsdesign. In einem stark saturierten Markt gelingt es Hyundai immer wieder, seine Kunden auf kreative Weise anzusprechen und den technischen Hintergrund seiner Fahrzeuge so zu vermitteln, dass er leicht zu verstehen ist. Die innovativen Gestaltungsansätze des Unternehmens sind sowohl kreativ als auch von hoher Qualität und vermitteln Kunden ein 360-Grad Markenerlebnis, das seinesgleichen sucht. Mit Freude gratuliere ich Hyundai zum wohlverdienten Ehrentitel ‚Red Dot: Brand of the Year 2018‘.“

Hyundai ist geehrt und stolz
Wonhong Cho, Chief Marketing Officer und Executive Vice President der Hyundai Motor Company freut sich über den Titel: „Es ist eine Ehre, als Red Dot: Brand of the Year 2018 ausgewählt worden zu sein. Wir fühlen uns geehrt, diese Anerkennung zu erhalten, da die Auszeichnung eine Bestätigung dafür ist, dass wir auf dem richtigen Weg sind und sie ist ein bedeutender Meilenstein für unser Markenimage.“ In Hinblick auf die Zukunft erklärt Wonhong Cho, der bereits seit mehr als acht Jahren für die Marketingaktivitäten des Unternehmens verantwortlich ist, weiter: „Dies sollte uns ermutigen, unsere Herangehensweise noch stärker zu verfolgen und es sollte ein Sprungbrett für noch kreativere und innovativere Projekte in der Zukunft sein, damit unsere Marke wirklich bei allen beliebt werden kann.“

Preisverleihung in Berlin
Die offizielle Ehrung der Red Dot: Brand of the Year 2018 findet am 26. Oktober im Rahmen der Red Dot Gala im Konzerthaus Berlin statt. Als einer der Höhepunkte der Preisverleihung erhält Hyundais CMO Wonhong Cho, die Trophäe für die erfolgreichste Marke des Wettbewerbs, überreicht von Red Dot-Initiator Prof. Dr. Peter Zec.

Ausstellung der preisgekrönten Arbeiten von Hyundai
Im Anschluss an die Preisverleihung feiern die rund 1.400 internationalen Gäste die Erfolge des Jahres auf der Designers’ Night weiter. Während der Party im ewerk Berlin wird die Ausstellung „Design on Stage“ eine Nacht lang gezeigt. Die Anwesenden erleben sämtliche preisgekrönten Arbeiten und damit den State of the Art im Kommunikationsdesign hautnah. Neben den vier Arbeiten, die mit einem Red Dot ausgezeichnet wurden, zählen auch die mit einem Red Dot: Best of the Best prämierten Projekte von Hyundai zu den Exponaten. Darüber hinaus werden die Arbeiten des Herstellers vom 28. Oktober 2018 bis 13. Januar 2019 in der Studioausstellung „Best Communication Design – Red Dot Winners Selection 2018“ im Museum für Kommunikation Berlin präsentiert.

Über die Hyundai Motor Company:
Die Hyundai Motor Company wurde 1967 gegründet und hat es sich zum Ziel gemacht, ein lebenslanger Partner im Bereich Automobile und darüber hinaus zu werden – mit seiner Bandbreite an Weltklasse-Fahrzeugen und angebotenen Mobilitätsservices, die in über 200 Ländern verfügbar sind. Mit mehr als 110.000 Mitarbeitern weltweit hat Hyundai mehr als 4,5 Millionen Fahrzeuge rund um den Globus verkauft. Die Hyundai Motor Company erweitert ihre Produktpalette auch weiterhin um Fahrzeuge, die dabei helfen, Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft zu entwickeln, wie der NEXO, der weltweit erste mit Wasserstoff angetriebene SUV. Weitere Informationen zur Hyundai Motor Company und ihren Produkten unter worldwide.hyundai.com und globalpr.hyundai.com.

 

Über den Red Dot Design Award:
Um die Vielfalt im Bereich Design fachgerecht bewerten zu können, unterteilt sich der Red Dot Design Award in die drei Disziplinen Red Dot Award: Product Design, Red Dot Award: Communication Design und Red Dot Award: Design Concept. Der Red Dot Award ist einer der größten Design-Wettbewerbe der Welt. 1955 kam erstmals eine Jury zusammen, um die besten Gestaltungen der damaligen Zeit zu bewerten. In den 1990er-Jahren entwickelte Red Dot-CEO Professor Dr. Peter Zec den Namen und die Marke des Awards. Die begehrte Auszeichnung „Red Dot“ ist seitdem das international hochgeachtete Siegel für hervorragende Gestaltungsqualität. Weitere Informationen unter www.red-dot.de.

 


Jury bewertet www.missio-hilft.de als „modern und angenehm klar“ – missio Aachen, AZ Fundraising und JUNGMUT Communication freuen sich über Auszeichnung

German Design Award für missio Aachen, AZ Fundraising und JUNGMUT Communication

 

(Aachen/Köln/Gütersloh/missio) - Das katholische Hilfswerk missio Aachen, die Agenturen AZ Fundraising und JUNGMUT Communication haben eine „Special Mention" („besondere Erwähnung“) für den Relaunch von www.missio-hilft.de beim renommierten German Design Award 2019 erhalten. Das hat die Jury des Preises am 15. Oktober bekannt gegeben. Die Jury würdigte insbesondere, dass der Auftritt „sich modern, angenehm klar und auf die sich gestellte Aufgabe fokussiert“ präsentiert. Der nutzerzentrierte Ansatz für Design und Content sei in jeder Hinsicht nachvollziehbar, so die Jury weiter.

 

Die neue Seite des Hilfswerkes missio Aachen ging im März 2018 online. „Wir freuen uns außerordentlich über die Auszeichnung, weil zivilgesellschaftliches Engagement durch gutes Design an Reichweite und Wirksamkeit gewinnt“, sagte Johannes Seibel, Leiter der Abteilung Kommunikation und Presse bei missio Aachen. Tim Hufermann von JUNGMUT ergänzt: „Besonders freut mich, dass die Jury unseren nutzerzentrierten Ansatz würdigt und hervorhebt."

 

Die Seite ist im Juni auch schon mit dem Deutschen Preis für Online-Kommunikation 2018 in der Kategorie Website ausgezeichnet worden.

 

Vergeben wird der German Design Award vom Rat für Formgebung. 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestages als Stiftung gegründet, unterstützt er nach eigenen Angaben die Wirtschaft dabei, konsequent Markenmehrwert durch Design zu erzielen. Der Rat für Formgebung bezeichnet sich als eines der weltweit führenden Kompetenzzentren für Kommunikation und Markenführung im Bereich Design. Die Stiftungsmitglieder kommen aus Wirtschaftsverbänden und Unternehmen.

 

 

 

Wer ist missio?

 

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. 2017 stellt missio Aachen rund 46,2 Millionen Euro für die Projektfinanzierung zur Verfügung. Davon wurden 1.161 Projekte seiner Partner in Afrika, Asien, dem Maghreb und Nahen Osten sowie Ozeanien finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Regionen. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.

 

 

 


Spannung bis zur letzten Minute: Red Dot Award feiert die Kommunikationsdesigner des Jahres

 

(Essen/pm) - Unter 8.610 Arbeiten haben sie sich durchgesetzt: die kreativsten und am besten gestalteten Kommunikationsdesign-Projekte des Jahres. Ihre Macher werden am 26. Oktober während der Preisverleihung des Red Dot Award: Communication Design 2018 in Berlin geehrt. Von Australien über Island und Taiwan bis hin zu den USA und Vereinigten Arabischen Emiraten – die preisgekrönten Gestalter und Auftraggeber kommen aus allen Himmelsrichtungen nach Berlin, um während der Red Dot Gala und Designers‘ Night ihre Erfolge zu feiern. Erst an diesem Abend erfährt die internationale Designszene, wer die höchste Einzelauszeichnung „Red Dot: Grand Prix“ und den mit 10.000 Euro dotierten Nachwuchspreis erhält. Weitere Highlights des Abends sind die Ehrung der Marke und der Agentur des Jahres.

Red Dot: Best of the Best für hohe Designqualität
2018 nahmen Designer, Agenturen und Unternehmen aus 45 Nationen mit insgesamt 8.610 Arbeiten am Red Dot Award: Communication Design teil. Doch nur gut gestaltete und kreative Projekte, die die 24-köpfige Jury überzeugten, erhielten eine der begehrten Auszeichnungen. So vergab das international besetzte Expertengremium nach der mehrtägigen Jury-Sitzung den Red Dot: Best of the Best an nur 0,7 Prozent aller Einreichungen. Damit würdigten sie die sehr hohe Gestaltungsqualität und kreative Leistung von 58 Arbeiten. Die kreativen Köpfe dahinter erhalten ihre Trophäen am 26. Oktober 2018 während der Red Dot Gala im Konzerthaus Berlin.

Wer erhält den Red Dot: Grand Prix?
Während der Preisverleihung werden sieben der Red Dot: Best of the Best-prämierten Projekte zusätzlich als jeweils beste ihrer Kategorie geehrt. Den Red Dot: Grand Prix kann die Jury vergeben, muss sie aber nicht. Als höchste Einzelauszeichnung des Wettbewerbs würdigt er Kommunikationsdesign von hervorragender gestalterischer Güte und Kreativität. Wer ihn erhält, erfahren die internationalen Gäste erst im Laufe des Gala-Events. Red Dot-CEO Professor Dr. Peter Zec, der als Gastgeber durch den Abend führt, wird den Preisträgern gemeinsam mit den Juroren Jennifer Tsai aus Taiwan, Damon Aval aus Deutschland und Professor Dr. Seung Hun Yoo aus Südkorea ihre Trophäen überreichen.

Nachwuchspreis mit 10.000 Euro dotiert
Nicht nur bei den etablierten Gestaltungsprofis ist Spannung bis zur letzten Minute garantiert, sondern auch bei den aufstrebenden Talenten, die ihr Können im Red Dot Award: Communication Design auf den Prüfstand stellen. Sie dürfen auf den Red Dot: Junior Prize hoffen. Der Nachwuchspreis würdigt die beste Arbeit eines aufstrebenden Talents und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Marke und Agentur des Jahres
Während der Preisverleihung wird zudem die Red Dot: Brand of the Year 2018 vor vollem Haus geehrt. Der Titel würdigt eine Marke, die im Wettbewerb mit gleich mehreren innovativen Arbeiten von überdurchschnittlicher Qualität überzeugte. Ebenso werden die herausragenden Leistungen einer höchst erfolgreichen Kreativschmiede gewürdigt. Erst während der Red Dot Gala erfahren die Gestalter der Red Dot: Agency of the Year 2018, dass sie den begehrten Ehrentitel erhalten – ein echter Überraschungsmoment. Als Symbol ihres Erfolgs übergibt ihnen thjnk, die Agentur des Jahres 2017, die Trophäe „Stylus“ – der krönende Höhepunkt der Red Dot Gala.

Designers‘ Night mit Siegerausstellung
Den finalen Abschluss des Abends bildet die Designers‘ Night im ewerk Berlin, wo die Red Dot-Preisträger ihre Urkunden erhalten. Auf der legendären Party lässt die internationale Kreativszene das Wettbewerbsjahr ausklingen und feiert ihre Erfolge. Diese werden eindrucksvoll in der Siegerausstellung „Design on Stage 2018“ inszeniert. Sie präsentiert sämtliche im Red Dot Award: Communication Design 2018 ausgezeichneten Arbeiten. Eine Auswahl daraus zeigt das Museum für Kommunikation Berlin vom 28. Oktober 2018 bis 13. Januar 2019 in der Studioausstellung „Best Communication Design – Red Dot Winners Selection 2018“.




Ausgezeichnetes Kommunikationsdesign: Red Dot-Siegerausstellung im Museum für Kommunikation Berlin entdecken

 

(Essen und Berlin/pm) - Die Studioausstellung „Best Communication Design – Red Dot Winners Selection 2018“ zeigt eine exklusive Auswahl der aktuell im Red Dot Award: Communication Design prämierten Arbeiten. Von Verpackungen über Poster bis hin zu Online-Projekten präsentiert sie vom 28. Oktober 2018 bis zum 13. Januar 2019 im Museum für Kommunikation Berlin die besten Kommunikationsdesign-Werke des Jahres und damit exemplarisch den Status quo der internationalen Kreativszene.

Preisgekrönte Kreativität
Seit 2011 ist der Essener Red Dot Award einmal jährlich zu Gast in Berlin, um die Sieger des internationalen Wettbewerbs für Kommunikationsdesign zu feiern. Nachdem die aktuellen Preisträger am 26. Oktober 2018 im Rahmen der Red Dot Gala im Konzerthaus Berlin ihre Trophäen erhalten, ist eine exklusive Auswahl ihrer preisgekrönten Kreationen ab dem 28. Oktober im Museum für Kommunikation Berlin zu sehen.

Gut in Form – in jeder Hinsicht
Die Kollektion der besten Kommunikationsdesign-Werke des Jahres umfasst unter anderem den schnellsten Geschäftsbericht der Welt, entwickelt von Puma und Publicis Pixelpark. Der 9,58-sekündige Film zeigt den Weltrekord-Lauf von Usain Bolt. Passend zum Anspruch des Unternehmens – „Forever Faster“ – ist der Puma-Jahresbericht 2017 als Overlay in den Clip eingebunden. Ebenso in Bestform präsentiert sich eine Bierdose, die Serviceplan in Anlehnung an die Gestaltung eines Sektglases entwarf. Damit verlieh die deutsche Agentur der bekannten Verpackung für die Limited Edition „Le BECK‘S: The Legendary Beer Can“ eine außergewöhnliche Form.

Neuer Blick auf Bekanntes
Eine gleichermaßen unkonventionelle Idee verkörpert der „Genesis Gangnam Showroom“ der Hyundai Motor Company, welcher ein völlig neues Marken- und Produkterlebnis ermöglicht. Indem nur ein kleiner Teil der Fahrzeuge von außen einsehbar ist, wird die Neugier der Kunden geweckt, die im ruhigen und eleganten Innenraum die Qualität der Luxus-Marke „Genesis“ entdecken, ohne sich zum Kauf gedrängt zu fühlen. Einen neuen Blick auf Schriftzeichen, die Menschen im Alltag ständig umgeben, liefert „Le Murmure“. Die Typografie der gleichnamigen französischen Kreativagentur ist sowohl prägnant als auch elegant und wird von stilistischen Variationen komplementiert. Die Schrift spielt mit gekonnten Ungleichgewichten der Buchstaben und trifft dadurch den Ton des Unternehmens.

Facetten des Kommunikationsdesigns
Diese und die weiteren rund 70 Exponate beweisen eindrucksvoll, dass Projekte, die die Jury im Red Dot Award: Communication Design begeistern, hochqualitativ, durchdacht und überzeugend sind. Sie decken die gesamte Bandbreite zeitgenössischer Kommunikation ab – von Apps über Sound Design bis hin zu Illustrationen, Typografie, Brand Design sowie Film und Animation.

Zu den Exponaten zählen die Projekte, die im Rahmen des Wettbewerbs von der 24-köpfigen Jury für ihre sehr gute gestalterische Qualität und kreative Leistung mit dem Red Dot: Best of the Best prämiert wurden. Ebenso sind die mit dem Red Dot: Grand Prix gewürdigten Arbeiten zu sehen – die jeweils besten ihrer Kategorie. Darüber hinaus gibt die Ausstellung exemplarisch Einblick in die kreativen Leistungen der erfolgreichsten Agentur und Marke des Jahres. Die mit dem Red Dot: Junior Prize ausgezeichnete Arbeit eines Nachwuchsdesigners komplettiert den Überblick über die neuesten Trends der weltweiten Kommunikationsbranche.

Exklusive Führung mit Red Dot-Initiator
Interessierte Besucher erleben die verschiedenen Facetten ausgezeichneten Kommunikationsdesigns unter anderem bei einem Rundgang mit Red Dot-Initiator Professor Dr. Peter Zec. Am Dienstag, den 11. Dezember 2018 lädt der Designexperte um 17.30 Uhr zu einer Führung durch die Ausstellung ein. Dabei stellt er die besten Kreativprojekte des Jahres aus seiner Perspektive vor und gewährt tiefere Einblicke in die Gestaltung unserer Kommunikation.

 


„Best Communication Design – Red Dot Winners Selection 2018“
Eine Ausstellung des Museums für Kommunikation Berlin in Kooperation mit dem Red Dot Design Museum Essen

Ausstellungsdauer:   
28. Oktober 2018 bis 13. Januar 2019

Adresse:       
Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16
10117 Berlin-Mitte

Öffnungszeiten:   
Dienstags 9–20 Uhr
Mittwochs bis freitags 9–17 Uhr
Samstags, sonntags, feiertags 10–18 Uhr

Eintritt:       
Regulär 5 €
Regulär (ab 1. Januar 2019) 6 €
Ermäßigt 3 €
Kinder bis einschl. 17 J. frei

Expertenführung mit Red Dot-CEO Professor Dr. Peter Zec:   
11. Dezember 2018, 17.30 Uhr
Museumseintritt (Kinder frei)




Deutsche Kleiderstiftung ruft zum „Tag der Kleiderspende“ auf

Foto: Deutsche Kleiderstiftung
Foto: Deutsche Kleiderstiftung

 

 

 

 

·     In Anlehnung an St. Martin wird 11. November zum Aktionstag

 

·     Bundesweite Teilnahme über kostenfreie Paketspende möglich

 

·     Enormer Zuspruch beim Spendentag im vergangenen Jahr

 

 

 

(Helmstedt/pm – Ausmisten und Gutes tun: Am 11. November findet der „Tag der Kleiderspende“ statt. Damit ruft die Non-Profit-Organisation Deutsche Kleiderstiftung am Martinstag dazu auf, wie einst Martin von Tours Hilfsbedürftigen durch eine Kleiderspende zu helfen. Diese kann per Paket an die Deutsche Kleiderstiftung gesendet werden. Das Porto ist für die Spender kostenfrei. Kleiderspenden ermöglichen Hilfe für Obdachlose in Deutschland, die im anstehenden Winter besondere Unterstützung benötigen.

 

 

 

„Nach dem heißen Sommer denken viele sicherlich noch nicht an Frost und Schnee. Mit den sinkenden Temperaturen steigt bei Bedürftigen jetzt jedoch rapide die Nachfrage nach wärmender Kleidung“, sagt Ulrich Müller, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Kleiderstiftung. Deshalb sei jetzt der ideale Zeitpunkt, seinen Kleiderschrank auszumisten und guterhaltene Kleidung zu spenden. Aus diesem Grund etablierte die Non-Profit-Organisation den „Tag der Kleiderspende“, der nach großem Zuspruch im vergangenen Jahr nun bereits zum zweiten Mal stattfindet.

 

 

 

Passend zum Martinstag am 11. November wird der Aktionstag ausgerufen. In der Erzählung reitet der römische Soldat Martin im roten Gewand auf seinem Schimmel, sieht einen frierenden Bettler und teilt mit ihm seinen Mantel. Wer es ihm gleichtun will, hat dazu am „Tag der Kleiderspende“ Gelegenheit – der in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt und Zeit zum Aussortieren bietet.

 

 

 

Gut erhaltene Kleidung und Schuhe können Spender in einem großen Pappkarton kostenfrei an die Organisation in Helmstedt schicken. Die Deutsche Kleiderstiftung stellt dafür auf ihrer Website Paketaufkleber zum Download bereit. In Helmstedt werden die Pakete dann geöffnet, von Hand sortiert und nach Warengruppen geordnet.

 

 

 

„Geeignete Teile nehmen wir für unsere humanitären Einsätze“, erläutert Ulrich Müller. Textilien, die nicht verwendet werden können, werden zur Refinanzierung unter Einhaltung der ethischen Standards von FairWertung verkauft. Der Dachverband verpflichtet seine Mitglieder hohe ethische Standards einzuhalten. Dazu zählen externe Kontrollen und die fachgerechte Entsorgung von Textilresten. „Schenken Sie zur Winterzeit Wärme und Würde und nehmen Sie sich St. Martin zum Vorbild“, appelliert Ulrich Müller.

 

 

 

Weitere Informationen und Paketaufkleber unter: www.kleiderstiftung.de 

 

  

 

Über die Deutsche Kleiderstiftung:

 

Die Deutsche Kleiderstiftung mit Sitz in Helmstedt sammelt in ganz Deutschland gebrauchte und neue Kleidung sowie Schuhe und Haushaltswäsche. Beim Angebot der Paketspende können Sachspenden kostenfrei an die Organisation geschickt werden. Guterhaltene Ware wird an Bedürftige in Deutschland, Europa und Übersee verteilt. Mehr als 40 hauptamtliche Mitarbeiter engagieren sich für die Stiftung. Rund 2.500 Kirchengemeinden, soziale Einrichtungen sowie gemeinnützige Organisationen sammeln vor Ort Kleidung und Schuhe. Die Deutsche Kleiderstiftung ist Mitglied bei FairWertung e.V. und somit der Einhaltung ethischer Standards im Umgang mit gebrauchten Textilien verpflichtet. Durch Geldspenden und den Verkauf der Waren, die nicht verteilt werden können, finanziert sie sich. Dafür wurden auch die Charity-Shops „Zweimalschön“ bereits in mehreren Städten eröffnet. Gegründet wurde die Deutsche Kleiderstiftung 2012 vom Spangenberg-Sozial-Werk e.V.

 

 

 


Chance für Afrika: Forscher wollen Maniok gesünder, effizienter und nachhaltiger nutzen

856.000 € Förderung: Agrarforschungsprojekt der Universität Hohenheim leistet Beitrag zur globalen Ernährungssicherung und bio-basierten Ökonomie

(Stuttgart/pm) - Stärkelieferant und Nahrungsgrundlage: Was in Europa der Weizen, ist in Afrika der Maniok. Während der Speiseplan in Europa durch viele weitere Komponenten ergänzt wird, ist Maniok in vielen afrikanischen Ländern hingegen Hauptbestandteil der Ernährung. Dies kann zu Mangelerscheinungen führen. Agrarforscher der Universität Hohenheim in Stuttgart sehen in der Pflanze allerdings auch eine Menge ungenutztes Potenzial: Denn Blätter und Stängel, die nach der Ernte der stärkehaltigen Knolle zumeist auf den Feldern zurückgelassen werden, enthalten hochwertige Proteine, essentielle Aminosäuren und Vitamine, die für die Ernährung in vielfältiger Hinsicht nutzbar gemacht werden können. Darüber hinaus wollen die Agrarwissenschaftler die Stärkeausbeute bei der Verarbeitung der Knollen durch effizientere Schälverfahren verbessern. Werden die Schalen anschließend in der Biogasanlage verwertet, könnte dies zudem die Entstehung von klimaschädlichem Methangas reduzieren, das bei der unkontrollierten Verrottung in großen Mengen freigesetzt wird. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Forschungsprojekt mit 856.000 Euro. Damit zählt es zu den Schwergewichten der Forschung an der Universität Hohenheim.

Ursprünglich stammt Maniok, auch Cassava genannt, aus Südamerika. Heute wird die stärkehaltige Knolle in weiten Bereichen der Tropen und Subtropen als Nahrungs- und Futtermittel angebaut. Die größte Bedeutung als Grundnahrungsmittel besitzt Maniok jedoch in Afrika.

Obwohl der Anbau sehr verbreitet ist, ist die Nutzung der Pflanze mit einigen Herausforderung verbunden: Im unverarbeiteten Zustand ist die Pflanze giftig. Knolle, Blätter und Stängel enthalten einen hohen Anteil des Glucosids Linamarin, das in Blausäure umgewandelt wird, sobald die Pflanze verletzt wird – ein Schutz vor Fraßfeinden. Im Unterschied beispielsweise zu Kartoffeln lassen sich Maniokknollen außerdem nicht lagern, da sie nach der Ernte extrem schnell verderben. Darüber hinaus entstehen bei der unkontrollierten Verrottung der Schalen große Mengen an Methangas, das 20-mal klimaschädlicher eingestuft wird als Kohlendioxid.

Ein weiterer Nachteil aus ernährungsphysiologischer Sicht: Stellt Maniok, wie in vielen afrikanischen Ländern, den Hauptbestandteil des Speiseplans dar, droht eine unausgewogene Ernährung. Zwar wird durch den Verzehr jede Menge Stärke aufgenommen, Vitamine, Proteine und essentielle Aminosäuren fehlen der Knolle jedoch weitgehend.

Die Agrarforscher der Universität Hohenheim sind zugleich davon überzeugt, dass die Pflanze noch eine Menge ungenutzte Potenziale bietet. In ihrem internationalen Forschungsprojekt „CassavaUpgrade“ nehmen sie deshalb unterschiedliche Ansatzpunkte ins Visier, die dabei helfen können, Maniok in Zukunft noch effizienter, nachhaltiger und gesundheitsfördernder zu nutzen. Unterstützt werden sie dabei von Lebensmitteltechnologen der Science University Malaysia.


Hochwertige Proteine und Vitamine aus Cassava-Blättern

Ein wichtiger Ansatzpunkt der Forscher sind die Blätter und Stängel der Pflanze, die bislang nach der Ernte der Knollen zumeist ungenutzt auf dem Acker zurückbleiben.

„Würden auch die Cassava-Blätter verzehrt, würde dies nicht nur eine Steigerung der Lebensmittelproduktion auf gleicher Fläche ermöglichen, es wäre insbesondere auch ein Beitrag zur ausgewogenen Ernährung der Bevölkerung. Denn die Blätter enthalten genau das, was der Knolle fehlt: Die Trockenmasse besteht zu 30 Prozent aus hochwertigen Proteinen mit essentiellen Aminosäuren und einem hohen Gehalt an Vitamin A“, erklärt Prof. Dr. Joachim Müller vom Institut für Tropische Agrarwissenschaften der Universität Hohenheim.

Zwar werden in manchen Regionen Afrikas die Blätter bereits heute vereinzelt als Lebensmittel genutzt. Allerdings gehen bei der traditionellen Zubereitung der spinatähnlich aussehenden Gerichte genau die Inhaltsstoffe verloren, die ernährungsphysiologisch besonders interessant sind.

„Ebenso wie die Knolle sind die Blätter in unverarbeitetem Zustand giftig. Um die enthaltene Blausäure abzubauen, werden die Blätter traditionell zerkleinert, zerstampft und stundenlang gekocht. Dabei werden allerdings leider auch die hochwertigen Proteine degradiert und die Vitamine zerstört“, erklärt Prof. Dr. Müller. „Unsere Versuche haben jedoch gezeigt, dass der Cyanid-Gehalt beispielsweise auch durch schonendes Einweichen abgebaut werden kann, wenn man dabei Natron zusetzt, wie es z.B. in handelsüblichem Backpulver enthalten ist. Dieses für den Hausgebrauch gut geeignete Verfahren schützt die wertvollen Inhaltsstoffe.“

Eine weitere schonende Zubereitungs-Alternative, die zugleich für lange Haltbarkeit der Cassava-Blätter sorgen könnte, sehen die Wissenschaftler in der Fermentation – analog wie sie auch zur Haltbarmachung der Knolle Anwendung findet.


Gesundes Grundprodukt für Entwicklung neuer Lebensmittel

Hohes Potenzial bieten die Cassava-Blätter nach Einschätzung der Agrarwissenschaftler darüber hinaus für die Lebensmittelindustrie.

„Extrahiert man den Saft der Blätter mit Hilfe einer Schneckenpresse, die ähnlich wie ein Fleischwolf funktioniert, oder durch ein Ultrafiltrationsverfahren, erhält man ein sehr hochwertiges, Proteinkonzentrat. Dieses Konzentrat kann als Grundprodukt in vielfältiger Weise zur Anreicherung von industriell erzeugten Lebensmitteln genutzt werden – ganz ähnlich wie Palmöl im Fettbereich“, erklärt Prof. Dr. Müller.

Das Cyanid bleibt beim Pressverfahren im Presskuchen zurück. Der Presskuchen selbst kann wiederum in Biogasanlagen verwertet werden oder nach einer Aufbereitung als Futtermittel Verwendung finden.

Eine besondere Bedeutung könnte Cassava nach Einschätzung der Hohenheimer Agrarwissenschaftler künftig auch im Novel Food-Bereich zukommen. „Unsere Projektpartner an der Science University Malaysia, die uns im Bereich Lebensmitteltechnologie unterstützten, haben unter Beigabe von Cassava beispielsweise eine neuartige, proteinhaltige Nudelsorte kreiert, die durch ihr grünes Aussehen auch optisch sehr reizvoll wirkt“, so Prof. Dr. Müller.


Ziel: Mehr Stärke und weniger Methan

Doch nicht nur die Nutzung der Maniok-Blätter, auch die Verarbeitung der Knolle selbst haben die Hohenheimer Wissenschaftler in dem Projekt unter die Lupe genommen.

Aufgrund der geringen Haltbarkeit der frischen Knolle wird ein großer Anteil der afrikanischen Maniok-Ernte zu einem pulverförmigen Produkt namens Gari weiterverarbeitet. Unter Zugabe von Wasser lässt sich das Pulver, ähnlich wie Instant-Polenta, zu einem nahrhaften Brei anrühren. Zur Herstellung von Gari werden die Knollen zunächst geschält, gewaschen und gerieben. Die Masse wird anschließend mehrere Tage in einen Sack fermentiert, abgepresst und danach getrocknet.

„Da die Konzentration der giftigen Blausäure in den Schalen besonders hoch ist, werden die Knollen bei der Herstellung von Gari in der Regel sehr großzügig geschält. Auf diese Weise geht allerdings auch ein nicht zu vernachlässigender Teil der Ernte ungenutzt verloren“, so Prof. Dr. Müller. „Um die Stärkeausbeute zu verbessern haben wir deshalb eine spezielle Schälmaschine mit rotierenden Bürsten entwickelt und im Labor-Maßstab auch bereits erfolgreich getestet. Nach einer einfachen enzymatischen Vorbehandlung kann die Schale damit quasi komplett ohne Verluste abgelöst werden.“

De facto ließe sich mit Hilfe der Schälmaschine mit geringerem Zeitaufwand mehr Nahrung auf der gleichen Fläche produzieren – ein Modell, das nach Einschätzung der Wissenschaftler auch im kleineren Maßstab auf dem Dorf Anwendung finden könnte, wenn sich mehrere Familien zu einer Nutzungsgemeinschaft zusammenschließen.

„Wir empfehlen für Dorfgemeinschaften ebenfalls den Betrieb kleinformatiger Biogasanlagen. Die Cassava-Schalen eignen sich nicht nur hervorragend für die Erzeugung von Bioenergie. Durch die Verwertung im Biogas-Fermenter wird auch die Freisetzung von klimaschädlichem Methangas verhindert, das bei der unkontrollierten Verrottung der Schalen in hohem Ausmaß entsteht“, so Prof. Dr. Müller.


Hintergrund: BMBF-Projekt „Bioökonomie International: CassavaUpgrade – Verwertung von Cassava-Kopplungsprodukten“

Das BMBF-Projekt „Bioökonomie International: CassavaUpgrade – Verwertung von Cassava-Kopplungsprodukten“ läuft seit dem 1.7.2016. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert es bis 30.6.2019 mit insgesamt 836.000 Euro.


Hintergrund: Schwergewichte der Forschung

32 Millionen Euro an Drittmitteln akquirierten Wissenschaftler der Universität Hohenheim 2017 für Forschung und Lehre. In loser Folge präsentiert die Reihe „Schwergewichte der Forschung“ herausragende Forschungsprojekte mit einem finanziellen Volumen von mindestens 250.000 Euro für apparative Forschung bzw. 125.000 Euro für nicht-apparative Forschung.

Text: Leonhardmair

Weitere Informationen
Projekt-Homepage

 


NPO-Expertin und Menschenrechtsaktivistin Larissa Probst übernimmt zum 1. Oktober 2018 die Verbandsgeschäfte

Neue Geschäftsführung beim Deutschen Fundraising Verband

(Berlin/pm) - Larissa Probst ist seit dem 1. Oktober 2018 die neue Geschäftsführerin des Deutschen Fundraising Verbandes e.V. (DFRV). Deutschlands Fachverband für FundraiserInnen, spendensammelnde Organisationen und Fundraising-Dienstleister begrüßt die NPO-Expertin und Menschenrechtsaktivistin in der Leitungsebene. Sie tritt die Nachfolge von Arne Peper an, der nach fünf Jahren in der Verbandsleitung zurück in das aktive Fundraising gewechselt ist.

Larissa Probst hat bereits vielfältige Erfahrungen im Dritten Sektor gesammelt: Als Unternehmerin, Organisationsvorstand und Geschäftsführerin einer Stiftung hat sie sich für Non-Profit-Themen stark gemacht. „Mit Frau Probst haben wir eine engagierte NPO-Expertin mit ausgeprägten unternehmerischen Qualitäten in der Geschäftsleitung – eine perfekte Mischung für die Führung von Europas zweitgrößtem Fachverband für Fundraising!“, kommentiert Dr. Martin Dodenhoeft, Vorsitzender des DFRV.

Neben ihrer fachlichen Expertise zeichnet Larissa Probst ihr soziales und politisches Engagement aus. Von 2009 bis 2015 trug sie ehrenamtlich Verantwortung als Vorstandsmitglied der Menschenrechtsorganisation Amnesty International Deutschland, zuletzt leitete sie hauptamtlich die Stiftung „Schüler Helfen Leben“ in Berlin und Sarajevo. „Als Geschäftsführerin des DFRV will ich für eine starke Kultur des Gebens eintreten. Mein Ziel ist es, zusammen mit meinem Team und allen Verbandsmitgliedern bessere Bedingungen für Fundraising in Deutschland zu schaffen und das Bild von FundraiserInnen in Öffentlichkeit und Politik weiter zu stärken!“, erklärt sie.   

 


Bischof Fürst zum Tag der Stiftungen am 1. Oktober

„Stifter sind Anstifter“

 

 

(Rottenburg/drs) - Als besonders nachhaltige Form einer persönlichen Prägung der Zivilgesellschaft hat Bischof Gebhard Fürst das Wirken von Stifterinnen und Stiftern bezeichnet. Mit Blick auf den bundesweiten Tag der Stiftungen am kommenden Montag (1. Oktober) dankte der Rottenburger Bischof allen, die durch Zeit und Engagement die Arbeit einer Stiftung in der Diözese mittragen würden ebenso wie allen, die kleine und große Beträge spendeten oder zustifteten. „Stiftungen folgen nicht irgendeinem Zeitgeist, sie sind zeitgeistunabhängig“, sagte Bischof Fürst.

 

 

 

Kirchliche Stiftungen eröffneten zahlreiche Perspektiven, ergänzte Bischof Gebhard Fürst, sie ermöglichten Vieles, was sonst nicht realisierbar wäre. „Stifter sind gleichzeitig Anstifter“, betonte er. Aus einer Haltung der Nächstenliebe heraus seien sie Anstifter der Hilfe für Benachteiligte, für die Bewahrung der Schöpfung oder zur Stärkung des Miteinanders vor Ort.

 

 

 

Stiftungen gewännen zur Sicherung der Sozialsysteme und des Bildungswesens immer mehr an Bedeutung, unterstrich der Rottenburg-Stuttgarter Bischof. Unabhängig vom Kirchensteueraufkommen könnten Stiftungen langfristig und nachhaltig seelsorgerliche, erzieherische, karitative und kulturelle Aufgaben sichern.

 

 

 

Die Anzahl der kirchlich geprägten Stiftungen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist nicht genau bezifferbar; allein die Caritas Stiftung „Lebenswerk Zukunft“ beheimatet fast 100 Stiftungen und Stiftungsfonds.

 

 

 

Die älteste Stiftung unter dem Dach der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist die Stiftung „Wohnungsbaufonds“. Sie wurde 1978 von Bischof Georg Moser gegründet, Ziel ist die kirchliche Wohnraumförderung für benachteiligte Zielgruppen, der Kapitalstand beträgt heute rund 10 Millionen Euro.

 

 

 

In den Jahren 2002 bis 2009 gründete Bischof Gebhard Fürst sechs Stiftungen mit unterschiedlichen Stiftungszwecken: die Veronika-Stiftung, die Stiftung Marchtaler Internate, die Bischof-Moser-Stiftung, die Stiftung Wegzeichen-Lebenszeichen-Glaubenszeichen, die Mutter-Teresa-Stiftung sowie die Stiftung Weltkirche. (nähere Informationen unter www.kirche-engagiert-sich.de <http://www.kirche-engagiert-sich.de>) Diese sechs Stiftungen haben knapp 3.400 Spender und Zustifter. Im Jahr 2017 konnten sie insgesamt Fördergelder in Höhe von 732.446 Euro ausschütten.

 

 

 

Die Geschichte kirchlicher Stiftungen reicht zurück bis ins frühe Mittelalter. Bereits ab dem 4. Jahrhundert wurden Einrichtungen christlicher Wohltätigkeit gestiftet, etwa Herbergen für arme und alte Menschen, Hospize für pilgernde und Hospitäler für kranke Menschen. Als weitere Stiftungsform traten ab dem 7. Jahrhundert so genannte Eigenkirchen sowie Klöster hervor: Vorzugsweise adlige Familien errichteten diese auf ihrem eigenen Grund. Getragen von der Vision, einen dauerhaften Ort für Verkündigung, Grabsorge, Gedenken, Bildung oder Diakonie und Caritas zu schaffen, verbanden die Stiftenden die Generationen und blieben unter den Lebenden gegenwärtig. Kräftig belebt wurde das Stiftungswesen wieder ab dem 18. Jahrhundert. Von christlich-humanitären Motiven getragen, wurden zahlreiche so genannte Anstaltsstiftungen errichtet, etwa die Diakonissenanstalt in Stuttgart oder die Stiftung Kinder- und Jugenddorf Marienpflege in Ellwangen.

 

 

 

 

 

Hinweise:

 

Informationen zu Stiftungen im kirchlichen Kontext sowie rund um die Gründung von Stiftungen erhalten Sie unter anderem bei der Stabstelle Fundraising in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Netzwerk Stiftungsforum in der Diözese sowie bei der CaritasStiftung in der Diözese, Lebenswerk Zukunft.

 

www.kirche-engagiert-sich.de

 

www.netzwerk-stiftungsforum.info

 

www.lebenswerk-zukunft.de

 


Landessynode beschließt Arbeitsrechtsregelungsgrundsätzegesetz der EKD:

„Dienstgemeinschaft in Parität, Partnerschaft, Verbindlichkeit und Konsens“

(Lübeck-Travemünde/maw/std) - Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat heute (27. September) den Entwurf für das Kirchengesetz über die Zustimmung zum Arbeitsrechtsregelungsgrundsätze-gesetz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beraten und in erster Lesung beschlossen. Damit folgt die Nordkirche den Grundsätzen zur Regelung der  Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der EKD und ihrer Diakonie.

 

Seit ihrer Gründung 2012 gilt in der Nordkirche bisher das Arbeitsrecht der früheren Landeskirchen Mecklenburgs, Pommerns und Nordelbiens in ihren jeweiligen Gebieten fort. Davon betroffen sind fast 84.000 Beschäftigte in Kirche und Diakonie.

 

Dr. Henning von Wedel, Mitglied der Ersten Kirchenleitung der Nordkirche, erinnerte bei seiner Einbringung des Gesetzentwurfs an die drei unterschiedlichen Wege der kirchlichen Arbeitsrechtssetzung: Beim „Ersten Weg“ legt der Arbeitgeber die arbeitsrechtlichen Regelungen einseitig fest. Daneben können die Rahmenbedingungen für kirchliche Arbeitsverhältnisse auch im Konsens, unter Beteiligung der Mitarbeitenden festgelegt werden: auf dem „Zweiten Weg“ in Tarifverträgen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmerorganisationen und auf dem „Dritten Weg“ durch kirchliche, paritätisch besetzte Arbeitsrechtliche Kommissionen.

 

Hintergrund sind Grundsatzentscheidungen des Bundesarbeitsgerichtes, wonach die Kirche im Rahmen ihres Selbstbestimmungsrechtes eine auf Konsens ausgerichtete Arbeitsrechtssetzung vorsehen darf, die Arbeitskämpfe ausschließt, den Gewerkschaften aber eine Beteiligung ermöglicht.

 

Dr. Henning von Wedel: „Mit dem Kirchengesetz über die Zustimmung zum Arbeitsrechtsregelungsgrundsätzegesetz der EKD vollzieht die Nordkirche nach, was bereits in weiten Teilen Schleswig-Holsteins, Hamburgs und Mecklenburg-Vorpommerns Realität für die verfasste Kirche und ihre Diakonischen Werke ist. Unser Leitbild der Dienstgemeinschaft mit seinen Grundsätzen der Parität, Partnerschaft, Verbindlichkeit und dem Konsensprinzip mit einer verbindlichen neutralen Schlichtung wird mit dem gleichwertig behandelten ‚Zweiten‘ und ‚Dritten Weg‘ umgesetzt.“ Ziel des neuen Arbeitsrechtsregelungsgrundsätzegesetzes sei es, so Dr. von Wedel weiter, vor allem innerhalb der verfassten Kirche und ihrer Diakonischen Werke einen Konsens über diese Grundsätze zu erwirken und gleichzeitig die Selbstständigkeit der Mitglieder der Diakonischen Werke zu achten.

 

Die Landessynode beschloss zudem Empfehlungen für ein gemeinsames Arbeitsrecht in der Nordkirche. Dieses solle ein tarifrechtliches Arbeitsrecht sein, für das zunächst die Struktur der Arbeitgeberseite neu geordnet werden müsse. Daran sollen – entsprechend dem Fusionsprozess zur Nordkirche – alle Betroffenen beteiligt werden. Angestrebt werde weiterhin „eine gemeinsame Gestaltung von verfasster Kirche und Diakonie für alle, die auf dem ‚Zweiten Weg‘ unterwegs sind“. Die Arbeit an der neuen Struktur der Arbeitgeberseite solle umgehend aufgenommen werden.

 


Finanzielle Förderung für Nachwuchstalente mit Gemeinsinn / 25 Studierende der Frankfurt UAS erhalten Urkunden / Angehende Wirtschaftsinformatikerin Fulya Ay studiert als Erste in ihrer Familie

Engagierte Cracks: Erfolgsmodell Deutschlandstipendium geht in die nächste Runde

 

(Frankfurt am Main/pm) - Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) des Förderjahrgangs 2017/18 nahmen jetzt in einer kleinen Feierstunde aus der Hand von Vizepräsidentin Prof. Dr.-Ing. Kira Kastell ihre Urkunden entgegen. Das Deutschlandstipendium ermöglicht begabten Studierenden Bildungschancen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. Auch die Frankfurt UAS fördert mit dieser finanziellen Unterstützung, die jeweils zur Hälfte von privaten Geldgebern und vom Bund getragen wird, ihren talentierten Wissenschaftsnachwuchs. „Die Frankfurt UAS fördert die Initiative Deutschlandstipendium für Spitzenkräfte von morgen sehr gern“, bekräftigt Kastell. „Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften kann sie so leistungsstarke, kompetente und engagierte Studierende unterstützen und zugleich durch die Gewinnung von Förderinnen und Förderern die engen Bezüge zur Praxis auf einer weiteren Ebene intensivieren. Das Deutschlandstipendium bringt Förderinnen und Förderer, Geförderte und die Hochschule verstärkt in Kontakt, und davon profitieren alle Beteiligten.“

 

 

 

Etwa zu gleichen Teilen Frauen und Männer aus allen vier Fachbereichen erhielten im Förderzeitraum 2017/18 das Stipendium. Für dessen Vergabe zählen nicht nur gute Noten, sondern auch das persönliche Engagement der jungen Leute, etwa in einem Ehrenamt. Viele von ihnen sind Erstakademiker und haben auf ihrem Weg zum Studium zudem persönliche Herausforderungen gemeistert.

 

 

 

Ein Beispiel dafür ist Fulya Ay. Die 25-Jährige hat bereits einen Bachelor in Medien- und Kommunikationsinformatik der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort, studiert jetzt an der Frankfurt UAS im 3. Semester Wirtschaftsinformatik und hat ihren Master fest im Blick. Bereits in Kamp-Lintfort erhielt sie ein Deutschlandstipendium und war überglücklich über die erneute Förderung an der Frankfurt UAS. „Ohne das und ohne die Unterstützung meiner Familie und Freunde hätte ich mein Studium nicht fortsetzen können“, sagt die Mannheimerin mit Migrationshintergrund. Sie ist die Erste in ihrer Familie, die studiert, und das verdankt sie neben ihrer Begabung ihrer Beharrlichkeit. „Manche Lehrerinnen und Lehrer hielten mich für unwissend, weil ich sehr still und schüchtern war“, erzählt sie. Dabei fühlte sie sich schlicht unterfordert. Von der Hauptschule kämpfte sie sich über die Realschule auf das Technische Gymnasium hoch, das sie mit der Fachhochschulreife abschloss. Schon als Siebtklässlerin begann ihre Liebe zu Computern, sie brachte sich selbst die Webseiten-Programmierung bei. Auch später beim Bundesfreiwilligendienst in einer katholischen Familienbildungsstätte ließen die Bits und Bytes sie nicht los: Fulya half nicht nur bei der Betreuung der Deutschkurse und arbeitete als Dolmetscherin bei Sprechstunden, sondern erstellte im Team auch die Internetseite der Einrichtung. Zusätzlich engagierte sie sich bei der Caritas als ehrenamtliche Integrationsbegleiterin. Noch im Rahmen ihres Bachelor-Studiums ging die junge Frau mit einem Faible für Computer-Rollenspiele für ein Auslandssemester nach Melbourne und studierte am Royal Melbourne Institute of Technology Spieleentwicklung und 3-D-Animation – und zwar mit so großem Erfolg, dass sie in die australische Golden Key International Honour Society aufgenommen wurde. „Und das alles“, lacht sie, „obwohl ich anfangs in der Schule schwach in Mathe war“. In ihrer Freizeit engagiert sie sich in ihrer Gemeinde, findet aber noch Zeit für ihre Hobbys Fotografieren und das Entwickeln von Prototyen. Für das nächste Semester will sie sich erneut um ein Deutschlandstipendium bewerben, „weil ich mich dadurch besser auf das Studium konzentrieren kann“, sagt Fulya Ay.

 

 

 

Im kommenden Wintersemester 2018/19 wird die Frankfurt UAS die Zahl ihrer Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten dank der großzügigen Unterstützung ihrer Gönner noch einmal maßgeblich erhöhen, die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. September 2018. Förderinnen und Förderer dieses Erfolgsmodells sind Institutionen, Einzelpersonen, z.B. aus den Kreisen des Fördervereins der Frankfurt University of Applied Sciences e.V., aber auch Bedienstete und Lehrende. So sponsert beispielsweise eine Institution drei Jahre lang zehn Stipendiatinnen und Stipendiaten, die in einem MINT-Studiengang eingeschrieben und – wie Fulya Ay – Erstakademiker/-innen sind. Auch viele Firmen gehören zum Kreis der Förderinnen und Förderer. Dr. Oliver Berger von der Frankfurter Niederlassung der Novatec Consulting GmbH: „Unser Unternehmen unterstützt sehr gern das Deutschlandstipendium an der Frankfurt UAS, weil wir so die akademische Ausbildung der Fachkräfte von morgen direkt fördern können. Als unabhängiger IT-Spezialist brauchen wir auf dem Weg in die digitale Zukunft engagierten Nachwuchs.“

 

„Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten sind die optimale Wahl: Neben den fachlichen Qualitäten und Leistungen wurden Persönlichkeiten von der Jury ausgewählt, die die Balance zwischen Leistungsorientierung und Engagement optimal leben“, erklärt Monika Rosenberger, Koordinatorin des Deutschlandstipendiums an der Frankfurt UAS. Jede/-r kann solche jungen Persönlichkeiten und deren Engagement unterstützen, indem sie/er zur Förderin/zum Förderer wird. Interessierte wenden sich hierzu an Monika Rosenberger.

 

 

 

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Kommunikation und Veranstaltungsmanagement, Koordinatorin des Deutschlandstipendiums, Monika Rosenberger, Telefon: +49 69 1533-2166, E-Mail: deutschlandstipendium@fra-uas.de

 

 

 

Über das Deutschlandstipendium

 

Das 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingeführte Deutschlandstipendium ist das bis heute größte öffentlich-private Stipendienprogramm in Deutschland und fördert junge Talente an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen. Studierende aller Fachbereiche erhalten ein Jahr lang einkommensunabhängig 300 Euro im Monat. Das Besondere: 150 Euro tragen Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen, die andere Hälfte steuert der Bund bei. 2017 konnten bundesweit über 25.900 Studierende gefördert werden. Weitere Informationen unter: www.deutschlandstipendium.de.

 

Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium an der Frankfurt UAS unter: www.frankfurt-university.de/deutschlandstipendium

 


Erfurt, Rostock und Magdeburg präsentieren ihre Herbsterlebnisse für aktive Senioren sowie Menschen mit Behinderung – und ohne.

Feste, Kultur und Sport: Städtetrips im Herbst barrierefrei genießen

Foto: Erfurt Tourismus und Marketing GmbH
Foto: Erfurt Tourismus und Marketing GmbH

 

 

 

(Erfurt/tpr) – Die Städte Erfurt, Rostock und Magdeburg gehören als Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Leichter Reisen zu den Vorreitern im barrierefreien Tourismus in Deutschland. Der Herbst ist eine gute Gelegenheit, die drei ganz unterschiedlichen Metropolen und ihre vielfältigen barrierefreien Kultur- und Freizeitangebote zu entdecken.

 

 

 

Von Kürbis bis Kultur: Erfurt erleben

 

 

 

Schon seit 1999 engagiert sich Thüringens Landeshauptstadt Erfurt im barrierefreien Tourismus. Einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Ausstellungsorte wie die Alte Synagoge, die Kunsthalle, das Angermuseum oder die Gedenkstätte Andreasstraße sind bereits barrierefrei ausgebaut. Für das Projekt „Stadtführungen für gehörlose Erfurt-Besucher in Deutscher Gebärdensprache“ erhielt die Stadt 2013 den Deutschen Tourismuspreis. Auch für Sehbehinderte, Blinde und Menschen im Rollstuhl gibt es exklusive Stadtführungen durch die mittelalterliche Stadt mit ihren Patrizier- und Fachwerkhäusern, den verwinkelten Gassen und der bekannten Krämerbrücke mit ihren kleinen Läden und Cafés. Die neue Broschüre „Induktiv Hören in Erfurt“ weist Hörgeräteträgern und Cochlea-Implantat-Trägern den Weg zu Sehenswürdigkeiten, die über induktive Höranlagen verfügen.

 

 

 

Im Herbst beeindruckt der denkmalgeschützte egapark, eine der schönsten Gartenanlagen Deutschlands, mit einer Kürbisausstellung. Noch bis 31.

 

Oktober sind 20 000 Kürbisse, die zu Kunstwerken arrangiert sind, zu sehen.

 

Nicht so riesig wie in München, dafür familiärer und barrierefrei zugänglich ist das Erfurter Oktoberfest, das noch bis 7. Oktober auf dem Domplatz stattfindet. Vor der imposanten Kulisse des Mariendoms und der St.

 

Severikirche reihen sich auf 600 Metern rasante und nostalgische Fahrgeschäfte aneinander. Am 10. November wird der Dom Schauplatz der ökumenischen Martinsfeier.

 

 

 

Litertaturliebhabern sei die Erfurter Herbstlese empfohlen. Unter dem Motto „Alles hat seine Zeit“ werden bis 11. Dezember Bücher vorgestellt, die sich mit der Zeitnot des modernen Menschen befassen.

 

 

 

Maritimes Flair und gesunde Ostseeluft in Rostock

 

 

 

Mit kurzweiligen Kulturangeboten präsentiert sich auch Rostock im Herbst.

 

Am 27. Oktober lädt die moderne Hansestadt an der Ostsee zur Langen Nacht der Museen. Von 18 Uhr bis in die späten Abendstunden öffnen sich die Türen zu Geschichte, Tradition und Kunst. Viele Museen und Veranstaltungsräume sind barrierefrei zugänglich, wie das Kulturhistorische Museum Rostock, die Marienkirche und das Heimatmuseum Warnemünde. Im Kulturhistorischen Museum ist noch bis 4. November die Ausstellung zum Stadtjubiläum „Rostock. Jetzt 800“ zu sehen.

 

 

 

Auch die Rostocker Lichtwoche vom 5. bis 10. November, in der die Stadtwerke die Innenstadt und den Universitätsplatz erstrahlen lassen sowie die Veranstaltung „Kultur trifft Genuss“ am 17. November, bei der Theaterkunst mit Kulinarik verschmilzt, sind unvergessliche Erlebnisse.

 

Rostocks Zoo nimmt Besucher mit auf eine Reise an den Nord- und Südpol. Am 22. September eröffnete das „Polarium“, eine große Anlage für Eisbären und Pinguine mit Besucherzentrum und Aquarien.

 

 

 

Gäste kommen auch wegen der gesundheitsfördernden Wirkung des milden Ostseeklimas nach Rostock. Im nahen Seebad Warnemünde bieten Hotels und Gesundheitspraxen Thalasso-Anwendungen mit Meerwasser an. Den besten Blick auf die Ostsee haben Besucher hier von der mit dem Rollstuhl befahrbaren Westmole, die 500 Meter ins Meer hinaus ragt. Von Rostocks Innenstadt verkehren barrierefreie S-Bahnen nach Warnemünde.

 

 

 

Natur- und Sporterlebnis in Magdeburg

 

 

 

Barrierefreiheit wird in Magdeburg, der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts, seit Jahren gelebt. Viele Unternehmen und Einrichtungen der Stadt tragen das Gütesiegel „Barrierefreiheit geprüft“. Gäste, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, leihen sich beispielsweise ein E-Mobil zum Stadtrundgang. Für hörgeschädigte Personen gibt es Stadtführungen mit dem „Tour Guide System“. Auch Blinde und Sehbehinderte sowie Menschen mit Lernschwierigkeiten können sich für geführte Touren durch die Stadt anmelden.

 

 

 

Der Elbauenpark gehört zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wahrzeichen der Gartenanlage ist der Jahrtausendturm. Gäste erleben hier eine interaktive Zeitreise durch die Wissenschaften. Im Schmetterlingshaus kann der Besucher

 

200 verschiedene Falter beobachten. Bollerwagen und Rollstühle können kostenlos gemietet werden. Auch in der Parkbahn, dem „Elbauenexpress“, haben Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen Platz.

 

 

 

Fußballfans kommen in der Stadt auf ihre Kosten. Die MDCC Arena, die Heimspielstätte des 1. FC Magdeburg, hält 64 Plätze für Rollstuhlfahrer frei. Außerdem stehen für Menschen mit Sehbehinderungen 20 Live- Audiokommentarplätze zur Verfügung. Ein Behindertenbeauftragter unterstützt Fans mit Handicap.

 

 

 

Weitere Ideen für einen barrierefreien Urlaub für Alle liefern die Mitglieder der AG auf ihrer Website www.barrierefreie-reiseziele.de. ■

 

 

 

Webseiten zu den Angeboten

 

 

 

Erfurt

 

www.erfurt-tourismus.de

 

Rostock

 

www.rostock.de/mein-urlaub-barrierefrei

 

Magdeburg

 

www.magdeburg-tourist.de

 

 

 


Für faire Handelsverträge mit Ostafrika

 

(Rottenburg-Stuttgart/drs) - Katholische Arbeitnehmer-Bewegung sammelt 60.000 Unterschriften für eine Petition an EU-Kommissarin Malmström Rottenburg. Fast 60.000 Unterschriften hat die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Diözese Rottenburg-Stuttgart innerhalb von zwei Wochen für eine Petition zum fairen Handel mit Ostafrika gesammelt, die sich an die zuständige EU-Kommissarin Cecilia Malmström richtet. 2017 hat die EU-Kommission mit den Ländern Ostafrikas Verhandlungen zu einem regionalen Abkommen zur  Wirtschaftspartnerschaft (EPA) begonnen. Nach dessen Unterzeichnung und Inkrafttreten wären die Länder der Ostafrikanischen Gemeinschaft gezwungen, ihre Märkte für europäische Produkte schrittweise zu öffnen. Als Folge würde drohen, dass die durch die gemeinsame Agrarpolitik der EU für den EU-Binnenmarkt subventionierten Landwirtschaftsprodukte aus EU-Mitgliedstaaten die Existenz der Bauern Ostafrikas gefährden und lokale und regionale Märkte destabilisieren. Die Folge wäre für viele Afrikaner die Flucht nach Europa.

 

In der Petition wird deshalb EU-Kommissarin Malmström gebeten, das Wirtschaftspartnerabkommen mit der Ostafrikanischen Gemeinschaft zu stoppen und dem von Ugandas Präsident Museveni im Namen der Gemeinschaft übermittelten Wunsch zu folgen und den Dialog für faire Handelsbeziehungen zu öffnen.

 

KAB-Diözesansekretär Peter Niedergesäss  hat sich jüngst bei einem dreiwöchigen Aufenthalt in Uganda selbst ein Bild von der Lage im Land verschafft, verschiedene von der KAB unterstützte Selbsthilfeprojekte im Agrarbereich besucht und eine Flüchtlingssiedlung. Tief beeindruckt zeigte er sich davon, wie das Land und seine Bevölkerung mit den derzeit 1,4 Millionen Flüchtlingen aus dem Kongo und dem Südsudan umgehen. Jede Familie bekomme dort ein 30 mal 30 Meter großes Stück Land, um darauf Nahrungsmittel anzubauen. Für eine wirkliche Perspektive, so der KAB-Sekretär, bräuchten die Menschen im Land aber einen fairen Handel: „Sonst rauben wir ihnen die Existenz - und sie werden übermorgen an unseren Grenzen in Europa stehen.“ Als bereits bestehende Negativbeispiele nennt die KAB zwei westafrikanische Länder, die bereits ein EPA mit der Europäischen Union haben: Mit subventioniertem Milchpulver aus Europa wird in Kamerun Joghurt kostengünstiger hergestellt, als auf Basis von einheimischer Milch. Und nach Ghana werden Hähnchenteile aus der EU zu Dumpingpreisen exportiert. In beiden Fällen zerstört die Billigkonkurrenz aus dem Norden die lokale Landwirtschaft.

 

In Uganda unterstützt und fördert die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung seit mehr als 25 Jahren Selbsthilfeprojekte. Im Vordergrund stehen dabei Einkommen schaffende Initiativen im Gemüse- oder Ananasbau beziehungsweise in der Schweine- oder der Michkuh-Aufzucht. Dadurch wurde die Einkommenslage der Bevölkerung nachhaltig verbessert. Durch den Aufbau und der Förderung einer selbstständigen KAB vor Ort (Catholic Workers Movement = CWM) in Uganda wurde auch ein effizientes Management für die Projekte etabliert. Die CWM qualifiziert Verantwortliche und veranstaltet Seminare, in denen Projektverantwortliche ihre Erfahrungen teilen. Dadurch können sie ihre Projekte mit einer hohen Qualität realisieren, auch weil sie vor Ort auf Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit geprüft werden.

 

Weitere Infos zur Kampagne: www.kab-drs.de Petition online unterschreiben: change.org/fairer-handel

 


MOBILITÄTSWENDE: „DEN WANDEL, DER LÄNGST BEGONNEN HAT, NACHHALTIG NUTZEN“

 

(Rastatt/ekiba) - Angesichts des Produktionswachstums von Elektromobilität in China, Millionen von Fahrzeugen auf immer volleren europäischen Straßen, von Schadstoffbelastung, Rohstoffausbeutung und Entsorgungsproblemen soll die Transformation der Automobilwirtschaft für nachhaltige, wegweisende Innovationen genutzt werden. Das haben alle Podiumsteilnehmer aus Kirche, Mittelstand, Umweltverband und Gewerkschaft beim bundesweiten Fachtag „Mobilitätswende“ des Evangelischen Verbands Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt am Mittwoch (19.09.) in Rastatt betont. Die Verantwortung der Kirche sah Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh darin, den dafür nötigen Mentalitätswandel zu ermöglichen, „indem wir Mut machen und selbst vollziehen, was wir wichtig finden“. Die Bibel sei voll von Geschichten des Aufbruchs.

 

 

 

Der Verkehr forciert den Klimawandel besonders stark, „auch wenn es zunehmend Akteure gibt, die das alles als Quatsch bezeichnen und so tun, als sei früher alles besser gewesen“, sagte Roman Zitzelsberger, IG Metall Bezirksleiter für Baden-Württemberg. Der prognostizierte Verlust von 70.000 Arbeitsplätzen in der Automobilwirtschaft dürfe nicht allein in den Vordergrund gerückt werden, so der Gewerkschaftsvertreter. Dafür würden andere Arbeitsplätze entstehen, wenn jetzt innovative Konzepte entwickelt würden. „Der Riesenvorteil an diesen Prognosen: Die Ausgangslage ist heute gestaltbar.“ Menschen in ihren Ängsten und in Umbruchsituationen nicht allein zu lassen, sei wichtig. „Aber die Frage ist: wozu nutzt man den Wandel, in dem sich die Automobilindustrie ohnehin befindet“, betonte auch Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz und Mitglied des Strategiedialogs Automobilwirtschaft in Baden-Württemberg. „Mit all dem, was wir derzeit initiieren, werden wir den Klimaschutz nicht erreichen“, so Dahlbender.

 

 

 

Ulrich Schiefer, Geschäftsführer von AtTrack, einem E-Mobility-Unternehmen, sieht die Aufgabe der Wirtschaft darin, „relevante, saubere und nachhaltige Produkte herzustellen, die wir auch in Zukunft weltweit verkaufen können“. Er forderte die Automobilhersteller auf, sich aktiver in die notwendige Mobilitätswende einzubringen. Dem Autohersteller Daimler bot er ein gemeinsames Projekt zur Umstellung der Stuttgarter Verkehrsbetriebe auf Elektrobusse an.

 

 

 

Der badische Landesbischof Cornelius-Bundschuh sprach sich für „ein Genug“ aus. Dieses Genug könne man von der Grenze her denken, aber auch „von der Fülle: Ich bin satt, froh, erfüllt“. Die Aufgabe der Kirche sah er unter anderem darin, über Bildungsprozesse dazu beizutragen, dass Menschen den Begriff der Freiheit neu entdecken und „sich bewusst machen, dass sich Freiheit nicht in möglichst hoher Geschwindigkeit zeigt oder bei der Wahl eines Waschmittels, sondern im Mut, die Welt gerecht und zukunftsfähig zu gestalten.“ Die Menschen, die Angst vor Veränderung haben, gebe es auch in den Kirchengemeinden. Darin, sie im Glauben zu stärken und ihnen Mut zu machen, sich diesen Umbrüchen zu stellen, sah er eine vorrangige Verantwortung der Kirche.

 

 

 

Die Podiumsdiskussion war Teil eines Fachtags zur Mobilitätswende im Rahmen des jährlichen bundesweiten Treffens der kirchlichen Fachdienste in der Arbeitswelt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), das dieses Jahr in Rastatt stattfand. Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) verknüpft soziale und ökonomische mit sozialethischen Fragestellungen und fördert Ideen, die zu einer gerechten, humanen und zukunftsfähigen Arbeits- und Wirtschaftsweise beitragen. Dazu führt der KDA den Dialog mit den Akteuren in der Arbeitswelt, mit Verantwortlichen in Unternehmen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden sowie in Politik und Kirche. Seit März 2011 ist der KDA gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Handwerk und Kirche (AHK) sowie dem Bund Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA e.V.) in den Evangelischen Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt (KWA) eingebunden.

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter kwa-ekd.de und kda-baden.de.

 


Internationale Konferenz:

Landwirtschaft 4.0 unterstützt Kleinbauern in Entwicklungsländern

Do/Fr 20./21.9.2018, 8-18 Uhr: Tagung STATCROPS diskutiert, wie Apps und Online-Tools Landwirten im Globalen Süden nützen.
HS 1, Schloss Uni Hohenheim, 70599 Stuttgart

(Stuttgart/pm) - Farming 4.0 – der Begriff weckt Assoziationen von Hightech-Landwirtschaft, gedanklich weit entfernt von Kleinbauern in Entwicklungsländern. Dabei haben moderne Digitalisierungskonzepte gerade diesen viel zu bieten. Wie derartige Konzepte aussehen können, diskutieren am Donnerstag/Freitag, den 20./21.9.2018 rund 50 Fachleute auf der internationalen Tagung STATCROPS – „Smallholder targeted Agriculture 4.0 in temperature limited cropping systems“. Die Universität Hohenheim in Stuttgart lädt gemeinsam mit AfricaRice zu der Veranstaltung im Hohenheimer Schloss ein.

Hitze und Kälte stellen in Zeiten des Klimawandels besondere Herausforderungen an die Landwirtschaft: Wann ist die beste Pflanzzeit für Reis oder der ideale Dünge-Zeitpunkt? Welche Sorte trotzt den veränderten Bedingungen am besten? Wie lässt sich das Wassermanagement optimieren?

Gerade bei Kleinbauern in Entwicklungsländern kann ein optimiertes Management einen großen Unterschied im Ertrag bewirken – und da können Smartphone-Apps und Online-Tools äußerst hilfreich sein. Die Tagung STATCROPS – „Smallholder targeted Agriculture 4.0 in temperature limited cropping systems“ am 20./21.9.2018 an der Universität Hohenheim thematisiert die Möglichkeiten, die moderne Digitalisierungskonzepte und Modellierungsansätze bieten.
Auch Kurzentschlossene sind bei der Konferenz herzlich willkommen.


Von der Wissenschaft zum Anwender: Praxis-Tipps via App

Das Africa Rice Center hat bereits eine App entwickelt, mit der es in den letzten Jahren mehrere 100.000 Bauern in Westafrika über die Beratung erreicht hat. Wird die App mit den Angaben zu Fläche, Wasser, Düngemittel etc. gespeist, errechnet sie auf Basis der Wettervorhersagen den besten Zeitpunkt für die jeweiligen Management-Aktivitäten – und trägt so dazu bei, das Ernteergebnis zu optimieren.

In Westafrika macht vor allem die Hitze den Bauern zu schaffen, Ostafrika hat dagegen Kälteprobleme in den Hochlagen. Wissenschaftler der Universität Hohenheim wollen daher die App von AfricaRice an die Bedingungen in Ostafrika anpassen. „Dazu machen wir Feldversuche in Ruanda, Äthiopien und Madagaskar“, erklärt Dr. Marc Cotter vom Institut für Tropische Agrarwissenschaften, der auch die STATCROPS-Tagung organisiert. „Wir kooperieren dabei mit Beratern und den Gemeinden, im Sinne von Training of Trainers.“


Apps für Afrika, Asien und Südamerika

Afrika stellt an der Tagung einen Schwerpunktthema dar, doch auch Projekte in verschiedenen Ländern Asiens und Südamerikas werden vorgestellt. Auch die Themenpalette ist breit: Digitalisierungskonzepte sind nicht nur im Pflanzenbau hilfreich, sondern können auch beispielsweise die Tierzüchtung, die Milchproduktion oder das Wassermanagement verbessern.

Eine Übersicht über alle Themen der Tagung gibt das beigefügte Programm.


HINTERGRUND: Afrika Rice Center (AfricaRice)

Das Africa Rice Center ist eine Forschungseinrichtung, die durch Verbesserungen im Reissektor in Afrika Armut bekämpfen und die Ernährungssicherung stärken will. Gegründet im Jahr 1971 hat sie heute 26 Mitgliedsstaaten. Ihr Hauptsitz ist in der Elfenbeinküste, weitere Standorte sind in Senegal, Benin, Liberia, Nigeria und Madagaskar.
Homepage Afrika Rice Center 


Weitere Informationen
Anmeldung & Programm

 


Kirchengemeinde Gadebusch möchte an Wertschöpfungskreislauf teilnehmen

Kirchliches EnergieWerk mit weiterer Option für Windkraftanlage

 

 

 

(Gadebusch/cme) -  Aus christlicher Verantwortung will der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg den Klimaschutz stärken, einen Mentalitätswechsel im Umgang mit Gottes Schöpfung befördern und die Neuausrichtung der Energieversorgung mitgestalten. Soll auch ein Beitrag zum Klimakonzept der Nordkirche (* Hintergrund) geleistet werden, denn die Landeskirche will bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein. Konkret sind mecklenburgische Kirchengemeinden gebeten, „Flächen zur Windenergieerzeugung zur Verfügung stellen“. Ziel ist es, auf Ländereien von Kirchengemeinden Windenergieanlagen zu projektieren und zu betreiben, um regionale Energiekreisläufe aufzubauen. Ebenso wichtiges Anliegen ist, dass das die regionale Wertschöpfung in der Region verbleibt.

 

 

 

Eigens dazu wurden das Kirchliche EnergieWerk (KEW) und die Kirchliche Stiftung für Klimaschutz im Kirchenkreis Mecklenburg gegründet. „Wir sind mit mehreren Kirchengemeinden im Gespräch bzw. haben Optionsverträge zur Nutzung von kircheneigenen Flächen in ausgewiesenen Windeignungsgebieten  abgeschlossen“, so die beiden KEW-Geschäftsführer Cornelia Meissner und Rüdiger Ost. Ein weiteres Projekt nehme aktuell in Gadebusch (Landkreis Nordwestmecklenburg) konkretere Gestalt an. Der Kirchengemeinderat der Gemeinde beschloss in dieser Woche, einen „Optionsvertrag mit dem Kirchlichen EnergieWerk zur Errichtung und den Betrieb einer Windkraftanlage“ auf einer Länderei der Gadebuscher Kirchengemeinde abzuschließen, informierte heute (17. September) Stephan Georg Lüders, Fachbereichsleiter Liegenschaften in der Kirchenkreisverwaltung Schwerin.

 

 

 

Die Fläche liegt in einem jüngst staatlich ausgewiesenen Windeignungsgebiet. Es sei vorgesehen, dass die Kirchliche Stiftung Klimaschutz voraussichtlich Eigentümer der Windkraftanlage wird, die diese wiederum durch das KEW betreiben lässt. Die geplante Anlage würde „eines der ersten realisierten Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energie im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes des Kirchenkreises sein“.

 

Alle entstehenden Rentabilitätsüberschüsse aus dem Betreiben der Windkraftanlage verbleiben bei den kirchlichen Einrichtungen, darunter der Kirchengemeinde Gadebusch, und werden für kirchliche Zwecke verwendet. Lüders: „So verbinden sich das Klimaschutzanliegen, die Einnahmeerzielung für weitere Projekte und die Verwendung der Nettopachterträge für den solidarischen Haushalt des Kirchenkreises in idealer Weise mit dem Haushalt der Kirchengemeinde.“ Und der Gadebuscher Pastor Christian Schnepf konkretisiert: „Wir haben ein großes finanzielles Defizit in unserer Kirchengemeinde und eine Beteiligung am Klimaschutzkonzept ermöglicht uns in einem festgelegten Zeitrahmen die Schulden zu tilgen.“

 

Dieser Kreislauf folgt dem biblischen Auftrag „die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren“. Rückblende: Bis vor 100 Jahren gab es in Mecklenburg zirka 400 Pfarrhöfe, die die kirchliche Arbeit finanzierten und zugleich zig Menschen Lohn und Brot gaben. „An diese Tradition knüpfen wir unter neuen Bedingungen und mit neuen Projekten wie der Windkraftnutzung an“, so die beiden KEW-Geschäftsführer Meissner und Ost.

 

Hintergrund:

 

* Nach einem Gutachten der Universität Flensburg würden 7 Windenergieanlagen ausreichen, um alle kirchlichen Immobilien der Nordkirche mit elektrischem Strom zu versorgen. Derzeit stehen zirka 30 Windkraftanlagen auf Flächen, die mecklenburgische Kirchengemeinden an private Betreiber verpachtet haben. In Zukunft will der Kirchenkreis Mecklenburg wie dargestellt über sein Kirchliches EnergieWerk und die Kirchliche Stiftung für Klimaschutz kirchlichen Ländereien selbst bewirtschaften.

 

 

 


Angesichts der Ernteausfälle wird Kirchengemeinden empfohlen, die zinslose Stundung von Pachtzahlungen zu prüfen

Beide Kirchenkreise in MV solidarisch mit Landwirten

(Rostock/Stralsund/cme/skü) -  Die evangelischen Kirchenkreise Mecklenburg und Pommern solidarisieren sich mit den Landwirten in Mecklenburg-Vorpommern. Aufgrund der langanhaltenden Trockenheit und der klimabedingten Veränderungen und den damit einhergehenden gravierenden Ernteausfällen in diesem Jahr haben sich die beiden Kirchenkreisräte intensiv mit der wirtschaftlichen Situation der Landwirte beschäftigt.

 

„Im Sinne der christlichen Gemeinschaft, die Kirche und Landwirtschaft im gemeinsamen und solidarischen Handeln vereint, haben beide Kirchenkreisräte in dieser Woche eine Empfehlung an alle Kirchengemeinden beschlossen“, so der pommersche Propst Gerd Panknin und der mecklenburgische Propst Dirk Sauermann, die beide zugleich Vorsitzende der jeweiligen Kirchenkreisräte sind. Konkret sollen Landwirte, die kirchlichen Grundbesitz gepachtet haben, unterstützt werden, indem die Kirchengemeinden in ihrer Funktion als Verpächter Landwirten die Pachtzinszahlung für das Jahr 2018 zinslos stunden können.

 

„Die Situation ist eine große Herausforderung für viele Landwirte. Mit der Möglichkeit zur Stundung von Pachtzahlungen möchten wir Landwirte entlasten, die durch die Trockenheit in eine besondere Notlage geraten sind“, so beide Pröpste. Zugleich verweisen sie auf das Verfahren. Dies sieht vor, dass alle aktuell eingehenden Anträge von Pächtern auf Stundung von Pachtzahlungen von den Kirchengemeinderäten gründlich geprüft und entschieden werden.

 


Digitale Verwaltung? Deutsche Behörden drucken für Millionen von Euro


 

  • Digitalunternehmen CAYA ermittelt die Druckkosten von Bezirks-, Stadt- und Kommunalämtern in 20 der 30 größten Städte Deutschlands
  • Pro Einwohner unterscheiden sich die Ausgaben der Städte um bis zu 3,60 Euro
  • In Mönchengladbach sind die Ausgaben am höchsten; in Mannheim am niedrigsten
  • Im Jahr 2017 haben die Verwaltungen für rund 7 Million Euro gedruckt

 

(Berlin/pm) - Deutschlands Behörden schreiben nach wie vor gerne auf Papier. So wurden allein in den Bezirksämtern der Bundeshauptstadt Berlin im Jahr 2017 über 1,5 Mio. Euro für Druckerpapier und Patronen aufgewendet. Das zeigt die aktuelle Erhebung des Digitalisierers von Briefpost, CAYA (www.getcaya.com), welcher die Druckkosten in 20 deutschen Großstädten ermittelt hat – mit höchst unterschiedlichen Ergebnissen.

 

Zur Untersuchung:
Für die Untersuchung hat CAYA eine offizielle Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) an die 52 Verwaltungsbehörden der 30 größten Städte Deutschlands gestellt. Auf die Frage nach den Ausgaben für Druckerpapier und Patronen als Indikator für (mangelnde) Digitalisierung konnten für insgesamt 20 Städte Ergebnisse in Erfahrung gebracht werden. Die Verwaltungen der übrigen Städte wollten oder konnten keine Angaben machen. 

 

Kostenaufwand pro Einwohner – Westdeutsche Städte dominieren
Im Vergleich der Druckkosten pro Einwohner aller 20 verglichenen Städte setzen die Verwaltungsbehörden in Mönchengladbach am stärksten auf ihre Papierunterlagen. Mit Ausgaben von 3,63 Euro pro Kopf (933.000 Euro insgesamt) sind die Kosten der Verwaltung hier deutschlandweit mit Abstand am höchsten. Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben aller untersuchten Behörden liegen bei 0,68 Euro. Vergleichsweise hoch sind demnach auch die Kosten in Kiel mit 2,34 Euro für jeden der 243.000 Einwohner. Im drittplatzierten Düsseldorf gaben die Behörden – wie sonst nur in Berlin – mehr als eine Million Euro für das Drucken aus. Pro Einwohner entfallen hier 1,64 Euro. Dahinter folgen Essen (1,58 Euro) sowie Chemnitz (1,43 Euro) und Münster (1,36 Euro), deren Ausgaben ebenfalls über dem Durchschnitt liegen.

 

 

Die papierlosen Verwaltungen
Die sparsamste Verwaltung in den 20 ermittelten Städten sitzt in Mannheim. Nach den Angaben der Behörde sind im Jahr 2017 pro Einwohner nur 2 Cent für Druckkosten angefallen. Gleiches zeichnet sich in Wiesbaden und Leipzig ab, wo 3 Cent pro Einwohner aufgewendet wurden. Dahinter folgen Köln (39.000 Euro Gesamtausgaben) und Bonn (14.000 Euro Gesamtausgaben) mit einem Pro-Kopf-Verbrauch in Höhe von 4 Cent.

 

Insgesamt lagen die Ausgaben für alle 20 ermittelten Städte im Jahr 2017 bei 6,8 Millionen Euro.

 

 

Was kostet der Papieraufwand? Eine Hochrechnung
In Deutschland verzeichnen aktuell 80 Städte eine Einwohnerzahl von über 100.000 Einwohnern. Diese vereinen mit insgesamt 26 Millionen Menschen knapp ein Drittel der Gesamtbevölkerung auf sich. Gemessen an den durchschnittlichen Druckkosten der Verwaltungsbehörden in Großstädten in Höhe von 0,69 Euro werden demnach im Jahr allein knapp 18 Millionen Euro für “Papierkram” in allen Behörden Deutschlands aufgewendet.

 

Alexander Schneekloth, Gründer von CAYA, kommentiert die Ergebnisse:
“Dass die Behörden in Deutschland noch weit vom papierlosen Büro entfernt sind, weiß jeder, der einmal einen seitenlangen Antrag beim Amt ausfüllen musste oder diverse Briefe der Behörden in seinem Briefkasten vorgefunden hat. Die Ergebnisse unserer Untersuchung zeigen jedoch, dass es zwischen den Ämtern erhebliche Unterschiede in dieser Praxis gibt. Demnach wird in Mönchengladbach noch stark auf den Druck gesetzt, während in Städten wie Mannheim oder Leipzig ein offenbar digitalerer Weg beschritten wird.

 

Diesem Beispiel sollten auch die Ämter der restlichen Städte Deutschlands folgen. Ein digitales Dokumentenmanagement entlastet schließlich nicht nur die Behörden bei ihrer Arbeit, sondern schont auch die Nerven der Verbraucher und spart letztlich wertvolle Steuergelder. Unsere Unternehmens-Erfahrungen bestätigen, dass die Möglichkeiten der digitalen Dokumentenverwaltung von Konsumenten auch dankend angenommen werden.”

 

Die Druckkosten aller Behörden finden Sie unter: www.getcaya.com/das-papierlose-buro-deutschlands-behorden-im-vergleich/

 


Über CAYA
Der digitale Briefkasten CAYA (www.getcaya.com) ist ein führender Anbieter für die Digitalisierung und Archivierung der täglichen Briefpost. Der Service ermöglicht Privatpersonen sowie kleinen Unternehmen ihre sonst physische Post online zu empfangen und sie via App oder Webseite jederzeit und ortsunabhängig zu bearbeiten. Benötigte Dokumente stehen dank der Volltextsuche innerhalb weniger Sekunden zur Verfügung. Der selbstverwaltende digitale Briefkasten von CAYA sorgt somit für eine übersichtliche Verwaltung der Briefpost. Das Unternehmen wurde 2017 von Alexander Schneekloth gegründet und hat seinen Sitz in Berlin.

 


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