Wirtschaft

27.06.2017


Fachtag zu steigender Nachfrage nach Sinnsuche im Urlaub

Win-Win-Potenzial für alle

 

(Rottenburg/Immenstaad/drs) - Rund 100 Touristik- und Kirchenvertreterinnen und -vertreter haben am Donnerstag (22. Juni) in Immenstaad am Bodensee Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutiert. Im Mittelpunkt des baden-württembergischen Fachtags „Aufatmen - Urlaub für die Seele“ stand die steigende Nachfrage von Urlauberinnen und Urlaubern nach spirituellen Angeboten. Veranstalter waren die Evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg, die Erzdiözese Freiburg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart. „Allein 20 Millionen Pilger weltweit zeigen: Die Potenziale von Spiritualität und Tourismus sind enorm“, hatte zum Auftakt der Geschäftsführer der Deutscher Bodensee Tourismus-Gesellschaft, Enrico Heß, erklärt.

Radwegekirchen, Pilgerwege, meditatives Wandern: Spiritueller Tourismus sei gefragt, bestätigte Eva Brucker, Professorin für Innovation und Management im Tourismus an der Fachhochschule Salzburg. Die Menschen seien auf Sinnsuche oder wollten wieder zu sich selbst finden. Das Christentum bringe dafür vieles mit - „Mystik, Emotionalität und Sinnlichkeit“. Doch dieses Anliegen der Menschen lasse sich mit den traditionellen kirchlichen Angeboten nicht beantworten, stellte die Referentin klar. Um die „lange christliche Tradition der Meditation“ zugänglich zu machen, müsse die Kirche den Blickwinkel der Urlauberinnen und Urlauber einnehmen. Der Besuch von Kraftorten, etwa in der Natur, sei ein Zugang. Kirchengebäude sollten offen stehen, auch wenn „sie für einige eher ein Hindernis sind, um in den christlichen Raum einzutreten“. Sie empfahl stattdessen Strand-, Berg- oder Parkgottesdienste und Wanderangebote mit geführten Impulsen oder auch individuell nutzbaren Text-Stationen. „Kooperieren Sie“, forderte sie Touristiker und Kirchen auf, dann entstehe für alle - Touristikbetriebe, Kirchen und Feriengäste - eine Win-win-Situation.

Die Kirche müsse von den Menschen und der Gegenwart lernen, forderte der Theologe Dr. Bernhard Spielberg, Juniorprofessor an der Universität Freiburg. „Denn Jesus fragt immer: ‚Was willst du, dass ich dir tu'?“ Es gehe um den Perspektivwechsel. Während viele traditionelle Angebote der Kirchen auf Gemeinschaft zielten, sei dies im kulturellen Westen längst kein Wert mehr an sich, sondern „nur, wenn ich darin vorkomme“, so Spielberg. Nur eine Vielfalt der Angebote schaffe neue Zugänge zur christlichen Botschaft. Er schlug vor, „dass wir Geschichten erzählen und dabei wieder selber etwas dazulernen“.

Mit der bundesweiten Kirchen-App, Fahrradpilgertouren, dem Projekt „Kirchen, Klöster und Konzil“ und dem Kirchenschiff auf dem Bodensee, kirchlichen Angeboten im Nationalpark und vielen weiteren Beispielen aus Baden-Württemberg stellte Jasmin Geiger, Studentin für Gesundheits- und Tourismusmanagement an der Hochschule Nürtingen, bereits bestehende und gelungene touristische Angebote der Kirchen im Land vor. Am Nachmittag besuchten die Tagungsgäste die Bibelgalerie in Meersburg, die vor 29 Jahren als weltweit erstes Erlebnismuseum zur Bibel gegründet wurde und seitdem viele Nachahmer gefunden hat. Die Zusammenarbeit der Kirchen in Baden-Württemberg im Tourismus wird auch im Januar 2018 sichtbar, wenn erstmals alle vier großen Kirchen gemeinsam bei der Tourismusmesse CMT in Stuttgart auftreten werden.

 


16. 2b AHEAD Zukunftskongress erfolgreich beendet

Quantencomputer werden die Welt erobern

 

16. Zukunftskongress erarbeitet Szenarien der Lebens- und Arbeitswelten im Zeitalter von Predictive Enterprises / „We need to look no further than some of history’s most brilliant scientists and we find the connection to quantum physics. (Bo Ewald Quantumforscher)

  

(Wolfsburg/pm) - Der 16. Zukunftskongress auf Schloss Wolfsburg, zu welchem der 2b AHEAD ThinkTank, Deutschlands größtes Zukunftsforschungsinstitut, mehr als 300 Visionäre, Innovationsführer und Vertreter der wichtigsten deutschen Unternehmen geladen hatte, schließt mit einem facettenreichen Zukunftsbild über die Arbeits- und Lebenswelten des Jahres 2027 ab. Das übergreifende Thema der vergangenen beiden Konferenztage lautete „Think Quantum – The prediction of everything“. Wie sich Unternehmen, Prozesse und Produkte ändern, wenn Daten schneller als in Echtzeit generiert werden, war eine der spannendsten Grundsatzdiskussionen, die sich auf vielfältige Weise in zahlreichen Keynotes, Vision Talks und nicht zuletzt in unzähligen Gesprächen unter den Gästen entwickelte. Zu den international angereisten Rednern zählte Bo Ewald, dessen Unternehmen D-Wave sich seit seiner Gründung 1999 ausschließlich der Entwicklung von Quantencomputern widmet.

  

Die prognostizierte Rechenleistung dieses Computers wird alle bisherigen Leistungsfortschritte in der Datenverarbeitung übertreffen. Er wird in der Lage sein, selbst so komplexe Dinge wie die Zukunft zu berechnen und vorherzusagen.

 

In Kooperation mit dem Volkswagen Konzern plant D-Wave derzeit ein erstes kommerzielles Quantum-Projekt in Peking. Ein Quantencomputer soll den Verkehrsfluss der Metropole so regulieren, dass sich Staus gar nicht erst bilden. Für diese Leistung zeichnete der 2b AHEAD ThinkTank den Innovationsführer mit dem diesjährigen Innovation Award aus.

  

Das Zeitalter der Predictive Enterprises steht also unmittelbar bevor. Wie werden wir auf dieser Basis in zehn Jahren leben? In VisionTalks aufgeworfene Fragestellungen wie „Gibt es Fleisch ohne Tiere? Kämpfen Bots um ihr Recht auf Existenz und bekommt Opa irgendwann für 9,99 $ seine eigene Chatware, sodass wir auch nach seinem Ableben noch mit ihm schreiben können?“ fanden wissenschaftliche, visionäre und teilweise kontrovers ethisch diskutierte Antworten. Wissenschaftler, Erfinder und Gründer setzten sich über bekannte Denkmuster und technische Begrenztheiten hinweg und loteten in prägnanten Talks die Grenzen zwischen Science-Fiction und Machbarkeit aus. An Ideen und Anregungen, wie sich die Welt mit Predictive Enterprises verändern kann, fehlte es zu keinem Zeitpunkt.

  

Die folgenden Statements von Speakern reflektieren die Breite der am Zukunftskongress diskutierten Themen:

  

Dr. Will Zeng, Rigetti: „Quantum computing is the unique technology that has the potential to recover exponential improvement in computing for us, and, even to surpass it.“

  

Anna Kaiser, Tandemploy „Wenn wir richtig innovativ sein wollen, können wir ruhig auch das Konzept der Innovation innovieren.“

  

Stephen Brobst, Teradata: „Warum hat Deutschland kein Silicon Valley? Ist es die Angst vor dem Scheitern?“

  

Bo Ewald-Wave: “We need to look no further than some of history’s most brilliant scientists and we find the connection to quantum physics. Beginning with Max Planck in the late 19th century and extending to Erwin Schrodinger and Albert Einstein this field explores how particles operate at the most fundamental level, radically altering what classical physics has taught us and what our human perceptions are. In 1982, the Nobel prize-winning physicist Richard Feynman thought up the idea of a 'quantum computer', a computer that uses the effects of quantum mechanics for computation.”

  

Der Gastgeber und Gründer des 2b AHEAD ThinkTanks, Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky, stellte während des Zukunftskongresses die aktuelle Ausgabe des „Deutschen TrendINDEX“ vor. Diese Dauerstudie untersucht halbjährlich das Trendklima in der deutschen Wirtschaft. Jánszky präsentierte einen Trendindex von 148 Punkten (nach 144 Punkten vor sechs Monaten) und beschreibt somit die positive Entwicklung der Innovationsbudgets und der Mitarbeiterzahlen im Innovationsmanagement. Der TrendIndex basiert auf der Befragung eines Panels mit 256 Innovationsexperten der deutschsprachigen Wirtschaft und steht online zur Einsicht bereit.

  

Stellvertretend für die Sponsoren zog der Sprecher des Vorstands der Wolfsburg AG, Dr. Frank Fabian, ein begeistertes Fazit des 16. Zukunftskongresses: Daten sind die Rohdiamanten der digitalen Wirtschaft. Predictive Analytics verpassen ihnen einen neuen Schliff mit dem wir uns auf die nächste Stufe der Datenauswertung und -nutzung begeben. Sie lässt vorausschauende Aussagen über die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen zu. Grundlage ist ein konsequentes Monitoring der Daten und daraus folgend die Anpassung der Prozesse. Dazu gab der Zukunftskongress wichtige Impulse. Erneut fand er in Wolfsburg statt – einer Stadt, die sich mit ihrer Initiative #WolfsburgDigital auf die Fahnen geschrieben hat, digitale Modellstadt zu werden“, sagt Dr. Frank Fabian, Sprecher des Vorstands der Wolfsburg AG, die seit 2012 zu den Sponsoren des Kongresses gehört.

 


Deutscher Fundraising Verband kritisiert Geschäftsgebaren von Amazon „Smile“

Missbrauch der „guten Sache“

 

(Berlin/pm) - Das Amazon „Smile“-Programm ist auf den ersten Blick ein einfacher Weg zu einer guten Tat, denn Kunden können hier im Kaufprozess angeben, dass 0,5 Prozent des Preises an eine gemeinnützige Organisation nach Wahl gespendet werden. Arne Peper, Geschäftsführer des Deutschen Fundraising Verbands, kritisiert jedoch: „Hier nutzt ein Unternehmen die ‚gute Sache‘ und den guten Namen von Organisationen – doch ohne deren Einverständnis. Denn Amazon hält es nicht für nötig, bei den Organisationen im Vorfeld anzufragen, ob die Spenden überhaupt erwünscht sind, sondern greift einfach auf die Datenbank der Website „stifter-helfen.de“ zurück.“

 

Die Organisation Foodwatch signalisierte bereits vergangene Woche in einer Pressemitteilung, dass sie Spenden von Amazon aus Gründen der Unabhängigkeit ablehnen. Auch bei einigen weiteren Organisationen dürfte die Annahme von Amazon-Spenden im Widerspruch zu deren Spenden-Codizes stehen, mit denen die Organisationen Verflechtungen zur Wirtschaft vermeiden wollen. Schließlich liegt für viele NGOs in einer solchen Unabhängigkeit auch ein großer Teil ihrer Glaubwürdigkeit. Hier wäre eine vorherige Anfrage bezüglich einer Zusammenarbeit auch eine Sache des Respekts gegenüber den Organisationen.

 

Und auch wenn die meisten Spendenplattformen gute Arbeit leisten: Nach der Plattform spendencheck.com ist Amazon damit schon der zweite Anbieter innerhalb kurzer Zeit, der auf solch fragwürdige Weise mit gemeinnützigen Organisationen umgeht. „Das ist eine falsche Entwicklung. Durch die kommerzielle Nutzung eines sozialen Engagements für Werbezwecke gegen den Willen der betroffenen Organisationen werden in Einzelfällen die Kernidee und die Mission der Organisationen eindeutig verdreht.“, erklärt Arne Peper. Er empfiehlt allen Spendenplattformen daher dringend, mit den Organisationen in intensiven Dialog zu treten, bevor sie Namen, Logos und Texte nutzen. Der Deutsche Fundraising Verband kann interessierte Unternehmen und Organisationen dabei schon im Vorfeld eines solchen Engagements beraten.

 

Deutscher Fundraising Verband e.V.
Der Deutsche Fundraising Verband e.V. vertritt die Interessen der einzelnen Fundraiser, der im Dritten Sektor tätigen gemeinnützigen Organisationen und der sie unterstützenden Dienstleister in Deutschland. Er fördert die Professionalisierung des Berufszweigs sowie die Umsetzung ethischer Prinzipien in der Branche. Ihm gehören 1.300 Mitglieder an.

 


Bonifatiuswerk veröffentlicht Jahresbericht 2016 in Hamburg

15,1 Millionen Euro Unterstützung für Katholiken in der Diaspora

 Msgre Georg Austen (Generalsekretär des Bonifatiuswerkes) und Heinz Paus (Präsident des Bonifatiuswerkes) präsentieren den Jahresbericht 2016 des Bonifatiuswerkes in der katholischen Pfarrei St. Joseph auf der Großen Freiheit in Hamburg. F.: P. Kleibold
Msgre Georg Austen (Generalsekretär des Bonifatiuswerkes) und Heinz Paus (Präsident des Bonifatiuswerkes) präsentieren den Jahresbericht 2016 des Bonifatiuswerkes in der katholischen Pfarrei St. Joseph auf der Großen Freiheit in Hamburg. F.: P. Kleibold

 

(Paderborn/bfw) - Mit 15,1 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk im Geschäftsjahr 2016 Katholiken in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora unterstützt. Insgesamt konnten 827 Projekte gefördert werden. „Die gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen bringen mit sich, dass immer mehr Katholiken ihr kirchliches Leben in der Minderheit erfahren und auf Solidarität und Hilfe angewiesen sind“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsigonore Georg Austen, während der Jahrespressekonferenz des Bonifatiuswerkes in Hamburg. Das Bonifatiuswerk als „Hilfswerk für den Glauben“ setzt sich dafür ein, Katholiken – die in der Diaspora leben – in ihrem Glauben zu stärken und das Erleben von Glaubensgemeinschaft zu ermöglichen.

 

„Gerade die christlichen Kirchen sind unseres Erachtens nach wie vor zentrale Orte, an denen Menschen dem Sinn ihres Lebens und den Fragen nach ihrer Herkunft und Zukunft nachspüren. Mit unserer Arbeit möchten wir dazu beitragen, dass die prägende Kraft unseres christlichen Glaubens auch in Zukunft erfahren und gelebt werden kann“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus.

 

In Deutschland wurden Projekte mit 5,7 Millionen Euro, in Norwegen, Schweden, Dänemark Finnland und Island mit 2,6 Millionen Euro und in Estland und Lettland mit 640.000 Euro gefördert. Unterstützt wurden 75 Bauprojekte mit 3,25 Millionen Euro, 662 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe mit 2 Millionen Euro und 42 Projekte der Glaubenshilfe mit einer Million Euro. Durch die Verkehrshilfe konnten 48 BONI-Busse mit 825.000 Euro für die Gemeindearbeit angeschafft werden. In missionarische Initiativen zur Neuevangelisierung sowie in die religiöse Bildungsarbeit flossen 2,1 Millionen Euro, in die Projektbegleitung 476.000 Euro. Aus den Mitteln des Diaspora-Kommissariats wurden 3,6 Millionen Euro an Projekte in Nordeuropa weitergeleitet.

 

Für beabsichtigte Großprojekte in den kommenden Jahren hat das Bonifatiuswerk 4,2 Millionen Euro zurückgestellt. Knapp 2 Millionen Euro wurden für die Verwaltung und die Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben. Die vermögenswirksamen Ausgaben und die Bildung weiterer Rückstellungen machen 3,3 Millionen Euro aus.

 

Die Förderung der Projekte finanziert das Bonifatiuswerk durch Einnahmen aus Kollekten (4,8 Millionen Euro), Spenden/Beiträgen/Vermächtnissen und Schenkungen (11,2 Millionen Euro) und aus zweckgebundenen Mitteln des Diapora-Kommissariates (3,6 Millionen Euro). Obwohl die Kollekten im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben sind, zeigt sich bei der Kollekte zum Diaspora-Sonntag ein leichter Rückgang. Die Gaben der Erstkommunionkinder und der Firmbewerber sind trotz rückläufiger Anzahl an Kindern und Jugendlichen leicht angestiegen. Aus der Vermögensverwaltung und aus sonstigen Einnahmen sind dem Bonifatiuswerk 4,9 Millionen Euro zugeflossen. Der Verwaltungsaufwand wird aus diesen Einnahmen getragen, so dass alle Spendengelder in voller Höhe satzungsgemäß in die Projektförderung fließen.

Den Jahresbericht 2016 finden Sie auf der Internetseite des Bonifatiuswerkes im Downloadbereich unter: http://www.bonifatiuswerk.de/fileadmin/user_upload/bonifatiuswerk/dokumente/werk/Jahresbericht_2016.pdf

 


Bo Ewald erhält den 2b AHEAD Innovation Award 2017 für das erste kommerzielle Quantencomputerprojekt

 

 

 

 

 

Der kanadische Visionär und Präsident von D-Wave Bo Ewald wurde als Pionier in der Entwicklung von Quantencomputern mit dem 2b AHEAD Innovation Award auf dem 16. Zukunftskongress geehrt. Sein Quantencomputer wird digitale Prozesse der Arbeits- und Lebenswelten in den kommenden Jahre sprunghaft vorantreiben und revolutionäre Perspektiven für den breiten Einsatz von Echtzeitdaten in vielfältigen Anwendungsszenarien eröffnen.

 

 

 

 

 

(Wolfsburg/pm) - Auf dem 16. Zukunftskongress des größten deutschen Zukunftsforschungsinstituts 2b AHEAD ThinkTank wurde heute einer der visionärsten Technologieentwickler der vergangenen zwölf Monate mit dem 2b AHEAD Innovation Award geehrt. In Beisein des Wolfsburger Oberbürgermeisters, Klaus Mohrs, und mehr als 300 Vorständen und Innovationschefs der deutschen Wirtschaft nahm Bo Ewald, der Präsident des kanadischen Unternehmens D-Wave, am Abend den Preis entgegen. Als Laudator hatte der Veranstalter Horst Zuse gewonnen, dessen Vater Konrad Zuse in den frühen 1940er Jahren den ersten funktionstüchtigen Computer der Welt auf Basis binärer Gleitkommarechnung erfunden hatte. Michael Carl, Managing Director Research and Consulting des Zukunftsforschungsinstituts 2b AHEAD ThinkTank, begründet die Auswahl des diesjährigen Preisträgers wie folgt:

 

 

 

„Unfassbar große Datenmengen in Sekundenschnelle auswerten – D-Wave macht es möglich, die Verkehrsströme von Metropolen wie Peking in Echtzeit zu optimieren. Die Kommunikation zwischen Maschinen erfolgt dank neuer Algorithmen wie zwischen Menschen. Verschlüsselung und Entschlüsselung bewegen sich auf neuem Niveau. Diesen enormen Fortschritt zu allen bisherigen Entwicklungen verschaffte sich D-Wave, indem das Unternehmen das Potenzial der Quantenmechanik adaptiert, um die Datenanalysen auf ein neues Level zu heben. Mit ihrem Quantencomputer eröffnen Bo Ewald und sein Unternehmen bisher ungeahnte Möglichkeiten für Unternehmensprozesse, Echtzeitprognosen und neue Geschäftsmodelle. Doch der Quantencomputer wird nicht alleine die Wirtschaft beeinflussen, sondern unsere Lebens- und Arbeitswelten tiefgreifend verändern. Spätestens Mitte des kommenden Jahrzehnts stehen Quantencomputer für die Jackentasche zu Verfügung. Bo Ewald erhält den 2b AHEAD Innovation Award 2017 stellvertretend für alle Pioniere der Quantencomputerentwicklung.“

 

 

 

Die Gelegenheit zur Vorstellung seines ersten Anwendungsprojektes zur Regulierung des Stadtverkehrs in Peking mit dem Volkswagen Konzern wird Bo Ewald am 21. Juni 2017, dem 2. Kongresstag, wahrnehmen. In der um 9.00 Uhr angesetzten Keynote „Think Quantum“ wird er Szenarien beschreiben, wie die neuen Rechenleistung dieses Computers alles Bisherige übertreffen und in der Lage sind, selbst so komplexe Dinge wie die Zukunft zu berechnen und vorherzusagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hintergrund

 

 

 

Der 2b AHEAD ThinkTank hat den Anspruch, die innovativste Denkfabrik der europäischen Wirtschaft zu sein. Seit 2002 lädt Sven Gábor Jánszky, Zukunftsforscher und Executive Director des ThinkTanks, einmal im Jahr 300 CEOs, Innovations-Chefs und Markenstrategen aus den verschiedensten Branchen der internationalen Wirtschaft zum Zukunftskongress des ThinkTanks ein.

 

 

 

Die Wolfsburg AG initiiert und realisiert seit 1999 Projekte zur Wirtschafts- und Regionalförderung in Wolfsburg und der Region. Dazu baut das Unternehmen ausgehend von der in der Region stark verankerten Automobilwirtschaft weitere Wirtschaftsnetzwerke in den Handlungsfeldern Freizeit, Gesundheit, Bildung sowie Energie auf. Kernstrategie ist das Aufgreifen und Umsetzen von Innovationen mit dem Ziel der nachhaltigen Nutzung.

 


Deutscher Fundraising Verband lobt Aktion des Hamburger Abendblatts

Vorbildlich: Mit einer leeren Titelseite für Spenden werben

(Berlin/pm) - Der Deutsche Fundraising Verband lobt die aktuelle Aktion des Hamburger Abendblatts: Am 13. Juni zeigte deren Titelseite weder Aufmacher noch Schlagzeilen oder ein Titelbild, sondern nur einen kurzen und knappen Spendenaufruf an die Hamburger Bevölkerung: „Manchmal gibt es Wichtigeres als Nachrichten – Helfen Sie mit?!“

Mit der Aktion macht das Abendblatt auf die aktuelle humanitäre Katastrophe in Afrika und dem Jemen aufmerksam. Im Blatt selbst wurden außerdem noch der Kommentarbereich und eine weitere Seite mit Hintergründen dem Thema gewidmet.

„Eine sehr mutige Aktion, die Seh- und Lesegewohnheiten ihrer Leserschaft zu brechen, um sie zum Spenden für einen guten Zweck zu motivieren“, zeigt sich Arne Peper, Geschäftsführer des Deutschen Fundraising Verbands, von der Kampagne des Hamburger Abendblatts beeindruckt. „Hier zeigt sich in vorbildlicher Weise die Kultur des Gebens, für die wir uns als Deutscher Fundraising Verband stark machen“, betont er weiter. „Es gibt allerdings viele vergessene und unbekannte Katastrophen, die Hilfe und Unterstützung durch Spenden benötigen. Es wäre schön, wenn weitere Redaktionen den vielen gemeinnützigen Organisationen mit fördernden Artikeln helfen würden.“

Deutscher Fundraising Verband e.V.
Der Deutsche Fundraising Verband e.V. vertritt die Interessen der einzelnen Fundraiser, der im Dritten Sektor tätigen gemeinnützigen Organisationen und der sie unterstützenden Dienstleister in Deutschland. Er fördert die Professionalisierung des Berufszweigs sowie die Umsetzung ethischer Prinzipien in der Branche. Ihm gehören 1.300 Mitglieder an.

 


„Think Tank Frankfurt: Digitalisierung der Arbeitswelt befeuert Kampf um die besten Köpfe“.

 

·         Internet-Pionier Tim Cole: „Digitale Transformation ist jetzt. In fünf bis zehn Jahren steht fest,

 

wer zu den digitalen Gewinnern gehört und wer nicht.“

 

·         DIS-Talkreihe zur Zukunft der Arbeit in dem Westhafenpier in Frankfurt zu Gast

 

·         DIS-CEO Peter Blersch: „Die besten Talente zu finden, bleibt für Unternehmen auch in einer

 

globalisierten und vernetzten Welt eine große Herausforderung.“

 

 

 

(Düsseldorf/dis) - Die DIS AG, der führende Personaldienstleister für Fach- und Führungskräfte, war mit ihrer bundesweit einmaligen Talkreihe zur Zukunft der Arbeitswelt in Frankfurt zu Gast. Henrik Straatmann, Digital-Experte der DIS AG, diskutierte mit Bestsellerautor Tim Cole, Jobsharing-Gründerin Anna Kaiser (Tandemploy) und Unternehmerin Raffaela Rein (CareerFoundry/The UX School), wie Unternehmen und Arbeitnehmer fit für die digitale Zukunft werden. Die Experten setzten sich vor allem mit den Themen Talent Development, Globalisierung, Digitalisierung, Robotics und New Work auseinander. 96 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.

 

Für Tim Cole, der in Frankfurt auch die Keynote hielt, steht fest: „Die Zukunft ist nicht nur digital, sondern global vernetzt. Unternehmen müssen sich jetzt digital transformieren, um auch in der vernetzten Zukunft für digitale Talente attraktiv zu bleiben. In fünf bis zehn Jahren steht fest, wer zu den digitalen Gewinnern gehört und wer nicht.“

 

Dazu Gastgeber und DIS-CEO Peter Blersch: „Die DIS AG bringt seit 50 Jahren Unternehmen erfolgreich mit Fach- und Führungskräften zusammen. Unsere Kompetenz zählt insbesondere auch für die zunehmend globalisierten und vernetzten Arbeitswelt, in der es noch viel stärker darauf ankommt, die passenden Talente für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Der Kampf um die besten Köpfe wird sich verschärfen.“

 

Am 22. Juni 2017 findet das nächste Event der DIS-Talkreihe um 17 Uhr in der Humboldt-Box in Berlin statt.

 

Hier werden dann Henrik Straatmann, Management-Vordenker Lars Vollmer, jovoto-Gründer Bastian Unterberg und Hermann Arnold, Experte für neue Formen der Zusammenarbeit und Unternehmensführung diskutieren. Ebenfalls mit dabei ist Carsten Arns, Chief Human Resources Officer von DIS-Mutterkonzern Adecco in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

Unter dem nachfolgenden Link können Sie sich für die Think-Tank-Veranstaltung in Berlin anmelden: https://info.doo.net/thinktankberlin/.

 

 

 

Weitere Informationen zu den Zukunftsthemen der Arbeitswelt und zu den einzelnen Think Tanks finden Sie auf der Microsite „50 Jahre DIS“

 

(https://www.dis-50.de/default.aspx).

 

Über die DIS AG

 

Die DIS AG gehört zu den größten Personaldienstleistern in Deutschland. Als Marktführer in der Überlassung und Vermittlung von Fach- und Führungskräften hat sie sich auf die Geschäftsfelder Finance, Industrie, Information Technology, Office & Management, Engineering und Outsourcing & Consulting spezialisiert. Im Geschäftsfeld Engineering werden die Dienstleistungen durch das Tochterunternehmen euro engineering AG (100%) erbracht. Rund 8.500 Mitarbeiter arbeiten in 138 Niederlassungen für die DIS AG.

 

Zum Konzern gehören weiterhin: DIS Consulting GmbH, DIS Interim Management GmbH, Lee Hecht Harrison Deutschland GmbH, Personality IT GmbH und Badenoch & Clark.

 

Nach einer Umfrage des "Great Place to Work" Instituts belegt die DIS AG Platz 2 im Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2017".

 


Digital-Gipfel präsentiert Selbsttest für IT-Sicherheit

Haben den neun DsiN-Sicherheitscheck auf dem Digital-Gipfel 2017 vorgestellt: Dr. Daniel Holz (DsiN-Vorstand / SAP), Arne Schönbohm (BSI), Dr. Thomas Kremer (DsiN-Vorstand / Deutsche Telekom) und Christian Schottmüller (DsiN-Mitglied VdS Schadenverhütung)
Haben den neun DsiN-Sicherheitscheck auf dem Digital-Gipfel 2017 vorgestellt: Dr. Daniel Holz (DsiN-Vorstand / SAP), Arne Schönbohm (BSI), Dr. Thomas Kremer (DsiN-Vorstand / Deutsche Telekom) und Christian Schottmüller (DsiN-Mitglied VdS Schadenverhütung)

 

 

 

  • Gipfelplattform startet IT-Sicherheitscheck für Unternehmen
  • Startschuss: IT-Sicherheitscheck fördert Sicherheitskultur

 

(Berlin/pm) - Zum Digital-Gipfel in Ludwigshafen hat die Plattform Schutz, Sicherheit und Vertrauen unter Co-Leitung des Bundesministers des Innern heute einen IT-Sicherheitscheck gestartet. Der Sicherheitscheck wurde von Deutschland sicher im Netz (DsiN) entwickelt und bietet Geschäftsführern und Entscheidern in Unternehmen konkrete Empfehlungen zur IT-Sicherheit. Der Check greift auch neue Themen auf, um relevante Gefährdungen besser einzuschätzen und aktiv zu vermeiden.

 

 

„Aktuelle Cyberangriffe wie WannaCry verdeutlichen, wie wichtig eine robuste IT-Sicherheitskultur für kleine und mittlere Unternehmen ist“, erklärt Dr. Daniel Holz, DsiN-Vorstandsmitglied und Managing Director der SAP Deutschland. „Häufiges Einfallstor für Cyberangriffe ist jedoch der Mensch: auf Mitarbeiter- und auf Entscheidungsebene. Mit dem DsiN-Sicherheitscheck geben wir ein Werkzeug an die Hand, das das Verständnis für Risiken in Betrieben fördert und zu konkreten Maßnahmen anleitet. Er ist damit auch ein Beitrag zur Sicherheitskultur im eigenen Unternehmen.“

 

 

Neue Themen und genauere Auswertung

 

Der DsiN-Sicherheitscheck greift aktuelle Herausforderungen von Industrie 4.0 bis zur EU-Datenschutzgrundverordnung auf und geht auch auf die Versicherbarkeit von Cyberrisiken ein. Daneben werden Standardthemen behandelt, die bereits in einer früheren Fassung des Onlinechecks eine Rolle spielten. Diese reichen von technischen bis hin zu organisatorischen Fragen wie Mitarbeiterschulungen. Laut DsiN-Sicherheitsmonitor Mittelstand 2016 führen nur knapp ein Viertel der Unternehmen regelmäßige Mitarbeiterschulungen durch.

 

 

„Wir brauchen im Mittelstand mehr und passgenaue Aufklärungsarbeit, die zur Umsetzung von Sicherheitsverhalten motiviert“, so Stefan Schnorr, Leiter der Abteilung Digital- und Innovationspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. „Der DsiN-Sicherheitscheck leistet hier einen wichtigen Beitrag, um die Selbstverantwortung von Entscheidern zu fördern. Dies ist auch ein Beitrag, die IT-Sicherheit in der Wirtschaft insgesamt zu stärken – weshalb wir ihn gerne empfehlen und seine Verbreitung unterstützen.“

 

 

Der Onlinecheck von DsiN liefert in wenigen Minuten eine Standortbestimmung zum betrieblichen Sicherheitsniveau. Teilnehmer erhalten mit der Auswertung der Ergebnisse zudem passgenaue Handlungsempfehlungen zur Stärkung des individuellen Sicherheitsniveaus.

 

Der Sicherheitscheck dient daneben als Grundlage für die DsiN-Studie Sicherheitsmonitor Mittelstand, der jährlich einen Überblick über die Sicherheitslage bei kleinen und mittleren Unternehmen gibt.

 

 

DsiN-Sicherheitscheck

 

Der DsiN-Sicherheitscheck bietet einen leicht verständlichen Einstieg zur Ermittlung des aktuellen IT-Sicherheitsniveaus in kleinen und mittleren Unternehmen. In wenigen Minuten erhalten Entscheider und Geschäftsführer eine individuelle Auswertung mit passenden Handlungsempfehlungen zur Stärkung der technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen. 

 

Der DsiN-Sicherheitscheck ist ein gemeinsames Angebot von DsiN und dem DsiN-Mitglied SAP Deutschland, in Partnerschaft mit dem Bundeswirtschaftsministerium, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag sowie den DsiN-Mitgliedern Avira, DATEV und VdS Schadenverhütung. www.dsin-sicherheitscheck.de

 

 

 

Über Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN)

 

DsiN wurde auf dem 1. Nationalen IT-Gipfel ins Leben gerufen mit dem Ziel, als Ansprechpartner für Verbraucher und Unternehmen konkrete Hilfestellungen für mehr Sicherheitsbewusstsein im Netz zu leisten. In Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern und Partnern entwickelt der Verein Strategien und Maßnahmen zum sicheren Umgang in der digitalen Welt. 2007 übernahm das Bundesministerium des Innern die Schirmherrschaft für DsiN. www.sicher-im-netz.de

 


Chinesischer Tanzstar trotz Hörverlust – die Verwirklichung eines Traums

(Stäfa (Schweiz)/pm)  – Auf Einladung von Sonova, weltweit führender Anbieter für Hörlösungen, besucht eine der besten Tänzerinnen Chinas die Schweiz und Deutschland. Tianjiao Zhang tritt am 13. Juni 2017 bei der Generalversammlung von Sonova in Zürich auf und am 16. Juni bei einer Charity-Veranstaltung in der Region München. Die 20-jährige Künstlerin tanzt auf Spitzenniveau – trotz ihres hochgradigen Hörverlusts. Ihre bewegende Geschichte ist Teil des Storytellings der Sonova Gruppe: Ein emotionales Filmportrait über das Leben und die Träume der jungen Künstlerin zeigt beispielhaft, wie Menschen mit Hörverlust ein Leben ohne Einschränkungen führen können.

 

„Mein Herz schlägt mit dem Rhythmus, wenn ich Musik wahrnehme“, begeistert sich Tianjiao Zhang. „Ich werde eins mit der Musik, sie ist in meinem Herzen.“ Die junge Tänzerin wusste schon als Kind, dass für sie nur dieser eine Beruf in Frage kam, trotz ihres hochgradigen Hörverlusts. Unterstützt haben sie dabei die Hörgeräte der Sonova Marke Phonak, die sie seit ihrer frühen Kindheit trägt.

 

Tianjiao Zhangs Karriere ist beispiellos. Mit 16 Jahren vertrat sie China als einzige Teilnehmerin mit Hörverlust bei einem Tanzwettbewerb in der Ukraine – und gewann. Mit 17 siegte sie als begabteste Künstlerin in einem der bekanntesten TV-Wettbewerbe Chinas. Heute tritt Tianjiao Zhang als freiberufliche Tänzerin mit verschiedenen professionellen Ensembles auf und gibt Kindern Tanzunterricht.

 

Den Weg Tianjiao Zhangs in den Profi-Tanz zeigt dieser Film: Film ab!

 

Bei der Generalversammlung von Sonova und bei der Charity-Veranstaltung zugunsten von Sonovas Hear the World Foundation im Kloster Ettal präsentiert die junge Künstlerin modernen Ausdruckstanz zum gefühlvollen Klassikpop des italienischen Komponisten Ludovico Einaudi.

 

Dass Tianjiao Zhang ihren Traum, Tänzerin zu werden, trotz Hörverlust verwirklichen konnte, ist auch in ihrem Heimatland China aussergewöhnlich. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist davon auszugehen, dass in China etwa 60 Millionen Menschen von einer Hörminderung betroffen sind. Nur fünf Prozent davon besitzen ein Hörgerät. In Europa liegt die Versorgungsrate vergleichsweise bei bis zu 40 Prozent. Einer der Gründe für die niedrige Versorgungsrate in China ist das dort zu wenig verbreitete Wissen über Behandlungsmöglichkeiten bei Hörverlust. Sonova trägt mit eigener Aufklärungsarbeit vor Ort dazu bei, diese schrittweise bekannter zu machen.

 

„Die Geschichte von Tianjiao Zhang zeigt beispielhaft und eindrücklich, wie Sonova dank innovativer Hörlösungen Menschen dabei hilft, ein Leben ohne Einschränkungen zu führen. So wird die Umsetzung unserer Unternehmensvision erlebbar gemacht“, betont Sarah Kreienbühl, GVP Corporate HRM & Communications von Sonova. „Wir freuen uns sehr, dass Tianjiao Menschen mit ihrem Tanz begeistert und so auch die Stiftungsarbeit der Hear the World Foundation aktiv unterstützt.“

 

Über Sonova
Sonova mit Hauptsitz in Stäfa in der Schweiz ist der führende Anbieter von innovativen Lösungen rund um das Thema Hören. Die Gruppe ist im Markt durch ihre Kernmarken Phonak, Unitron, Hansaton, Advanced Bionics und AudioNova vertreten. Sonova bietet ihren Kunden eines der umfassendsten Produktportfolios der Branche – von Hörgeräten über Cochlea-Implantate bis hin zu drahtlosen Kommunikationslösungen. Gegründet 1947, ist die Gruppe heute weltweit in über 100 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 14’000 engagierte Mitarbeitende. Sonova erzielte im Geschäftsjahr 2016/17 einen Umsatz von CHF 2,4 Mrd. und einen Reingewinn von CHF 356 Mio. Über alle Geschäftsbereiche hinweg und durch die Unterstützung der Hear the World Foundation verfolgt Sonova die Vision einer Welt, in der jeder Mensch die Freude des Hörens und damit ein Leben ohne Einschränkungen geniessen kann.

 

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.sonova.com und www.hear-the-world.com.

 


Studie: Beruf und Familie immer schlechter vereinbar

Foto: pronova BKK
Foto: pronova BKK

 

(Leverkusen/pn) - Nur ein Drittel (36 Prozent) aller Eltern findet es einfach, Arbeitsleben und Kindererziehung miteinander zu verbinden. Zwei Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 41 Prozent. Schlechter geworden sind nicht nur die Angebote von Seiten der Arbeitgeber. Auch im Kollegenkreis gibt es weniger Verständnis als früher: Nur noch 45 Prozent der Eltern dürfen damit rechnen, dass Kollegen einspringen, wenn sie spontan früher gehen müssen. 2015 waren es noch 50 Prozent. Das sind Ergebnisse der Umfrage "Junge Familien 2017", für die im Auftrag der pronova BKK 1.000 Bundesbürger mit mindestens einem Kind unter 10 Jahren repräsentativ befragt wurden.

Grundsätzlich gilt: Arbeitgeber zeigen sich dann familienfreundlich, wenn es wenig Zusatzaufwand erfordert. So sind etwa Arbeitszeitkonten, die nur einmal eingeführt werden müssen, auf dem Vormarsch. 31 Prozent aller Eltern können ein solches Angebot nutzen (2015: 28 Prozent). Auch das Home-Office ist leichter möglich als noch vor zwei Jahren (18 vs. 15 Prozent).

Schwierig wird es hingegen, wenn die Organisation der täglichen Arbeit an die Bedürfnisse der Eltern angepasst werden soll. So ist der Anteil der Teilzeitangebote von 41 auf 36 Prozent zurückgegangen. Gleitzeit gibt es nur noch in 42 Prozent der Betriebe. Vor zwei Jahren waren es 47 Prozent.

"Insgesamt sieht man, dass starre Arbeitszeitmodelle immer noch die Regel sind", sagt Lutz Kaiser, Vorstand der pronova BKK. "Das vereinfacht die Organisation der Abläufe für Unternehmen. Für die Eltern in der Belegschaft macht es den Alltag aber schwieriger, was sich dauerhaft auf die Mitarbeitermotivation auswirkt." Auch bei der Erstellung von Dienstplänen ist es weiterhin kompliziert für Eltern, ihre Wünsche einzubringen. Nur 26 Prozent (2015: 27 Prozent) geben an, dass dies bei ihrem Arbeitgeber möglich sei.

Kaum Unterstützung bei Geburt und im ersten Lebensjahr

Oft handeln Unternehmen gegenüber ihren Mitarbeitern nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn." Nur jeder siebte Mitarbeiter mit Kind hatte etwa die Gelegenheit, in der Elternzeit über die Gestaltung des Wiedereinstiegs zu sprechen. Vor zwei Jahren war es noch jeder Sechste.

Insgesamt 16 Prozent aller Eltern geben an, dass ihr Arbeitgeber nicht das geringste Entgegenkommen zeigt, wenn es um Fragen der Kinderbetreuung geht. "Hier gibt es von Seiten der Arbeitgeber noch einiges aufzuholen, wenn man für gesunde und motivierte Mitarbeiter sorgen will, die Beruf und Familie stressfrei miteinander vereinbaren können", so Kaiser.


Zur Studie
Die Umfrage "Junge Familien 2017" wurde im März 2017 im Auftrag der pronova BKK online durchgeführt. Dafür wurden 1.000 Bundesbürger mit mindestens einem Kind unter 10 Jahren im Haushalt repräsentativ befragt.

Über die pronova BKK
Die pronova BKK ist aus Zusammenschlüssen der Betriebskrankenkassen großer Weltkonzerne wie z.B. Ford, Bayer, BASF, Continental und Hapag-Lloyd entstanden. Die Kasse ist bundesweit für alle Interessierten geöffnet. Über 675.000 Kundinnen und Kunden schätzen die persönliche Betreuung, den exzellenten Service und die umfassenden Leistungen. Die pronova BKK ist mit einem dichten Geschäftsstellennetz an rund 80 Kundenservice- und Beratungsstellen vertreten. Sie gehört zu den vier größten Betriebskrankenkassen und zu den größten Krankenkassen in Deutschland. Weitere Informationen unter
www.pronovabkk.de

 



Veranstaltungstipp fürs Wochenende: Maker Faire Berlin

Das große DIY-Festival mit hohem Spaßfaktor

Fotos: DIY-Festival / Heise-Medien

 

(Hannover/pm)  – Innovative Ideen bestaunen, sich inspirieren lassen, ausprobieren, Spaß haben: Die Maker Faire – buntes DIY-Festival und Wissensplattform zugleich – öffnet am 10. und 11. Juni, von 10 bis 18 Uhr in der STATION am Gleisdreieck ihre Pforten. Rund 900 Maker präsentieren an 200 Ständen zahlreiche Erfindungen und Selbermach-Projekte.

 

Nicht zu übersehen ist das Highlight der Veranstaltung: Eine acht Meter hohe, hydraulisch betriebene Roboterhand, die der Robotik-Künstler Christian Ristow aus Stahl gebaut hat. Nicht ganz so riesig sind die vielen beeindruckenden Exponate der Maker. Es geht um Robotik, 3D-Druck, Laser-Cutting, Internet der Dinge oder Upcycling. Während Erwachsene in die faszinierende Welt des Bio-Hackings eintauchen und viel über Umwelt­schutz, Nachhaltig­keit oder Urban Gardening erfahren, können die Kleinen Musikinstrumente fertigen oder sich am Lego-Auto als Baumeister beweisen. Aber nicht nur dort können sie aktiv werden: Fast alle Stände bieten Mitmachaktionen: Anfassen und Ausprobieren ist ausdrücklich erwünscht und erhöht den Spaßfaktor.

 

Im Workshop-Bereich gibt es eine „Löt- & Bastel-Area“, in der Besucherinnen und Besucher einen Synthesizer bauen können. In der „Robotik-Area“ lernt man sensorgesteuerte Robots zu konstruieren und in der „BIO-DIY-Area“ arbeitet man mit funkelnden Bakterien. Zudem erfahren Teilnehmer im „Meetup-Space“, wie man erfolgreich programmiert, Crowdfunding betreibt oder sein Projekt nachhaltig gestaltet.

 

Nachhaltigkeit wird auf dieser Maker Faire besonders groß geschrieben: Im Vortragsbereich stellt Lars Zimmermann vom Verbund Offener Werkstätten Konzepte vor, wie Making und eine ressourcenschonende „Kreislaufwirtschaft“ zusammenpassen. Astrid Lorenzen präsentiert, wie 3D-Drucker bei der Müllvermei­dung helfen können. Und im Hof der STATION parkt das Repara­turmobil von Communitere: GIG, das Global Innovation Gathe­ring, und das Fab Lab Siegen stellen hier ihr Mobile Ressource Center vor, mit dem sie von Berlin nach Thessaloniki fahren, um dort Hilfsprojekte für oder mit Geflüchteten zu organisieren. Dazu sammeln sie auf der Maker Faire noch Werkzeugspenden.

 

Alle Infos und Anmeldemöglichkeiten zu Makern, Workshops, Vorträgen und Mitmach-Aktionen unter: https://maker-faire.de/berlin

 

 

Maker Faire Berlin ist eine unabhängig organisierte Veranstaltung unter der Lizenz von Maker Media, Inc. Die Maker Faire Berlin steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Alle Maker Faires in D/A/CH werden vom deutschsprachigen Make Magazin präsentiert.

 


Der Nachhaltigkeitsreport 2017 gewährt Einblicke in das Auswahlverfahren der Steyler Fonds

Nachhaltige Geldanlage in der Praxis

 

(Sankt Augustin/sm) – Wer sein Geld unter nachhaltigen Kriterien anlegt, übernimmt Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft. Aber was genau bedeutet „nachhaltig“ in diesem Zusammenhang? Wie unterscheiden sich ethisch-nachhaltige Anlagen ganz konkret von ihrer konventionellen Alternative? Diese Fragen beantwortet der soeben erschienene Nachhaltigkeitsreport 2017 der Steyler Ethik Bank.

 

Mit dem jährlichen Report legt die Ordensbank die soziale und ökologische Wirkung der Steyler Fair und Nachhaltig-Fondsfamilie offen. Auf 16 Seiten informiert die Broschüre über aktuelle Entwicklungen wie Auszeichnungen und Preise, stellt das Steyler Nachhaltigkeitsprofil vor und legt offen, welches die größten Einzelinvestments der jeweiligen Fonds sind.

 

 

Hinter den Kulissen des Ethik-Anlagerats

 

Entscheidend für das Profil der Steyler Fair und Nachhaltig-Fonds ist die Arbeit des Ethik-Anlagerats, einem Gremium von Experten unterschiedlicher Disziplinen aus dem Umfeld der Steyler Ethik Bank. In diesem Jahr gewährt der Nachhaltigkeitsreport einen besonderen Einblick in die Arbeitsweise des achtköpfigen Teams. Ein Bericht über die jüngste Arbeitssitzung des Ethik-Anlagerats zeigt, welche Prozesse und Erwägungen hinter der Auswahl von Unternehmenswerten stehen. Weil es den Nachhaltigkeitskriterien der Steyler Ethik Bank nicht mehr genügen konnte, wurde hier sogar ein namhaftes Unternehmen aus dem Portfolio ausgeschlossen. So erhält man als Bankkunde ein tieferes Verständnis davon, wie Ratings sowie Positiv- und Ausschlusskriterien das Auswahlverfahren für nachhaltige Fonds bestimmen.

 

 

Fondsvermögen wuchs um 18 Millionen Euro

 

Aktuell verwaltet die Steyler Fair und Nachhaltig - Fondsfamilie ein Vermögen von 131,7 Millionen Euro (Mai 2016: 114 Mio. €). Davon sind rund 38,5 Millionen Euro in den Aktienfonds (Mai 2015: 27,8 Mio. €), 63,1 Millionen Euro in den Rentenfonds (Mai 2016: 68,4 Mio. €) und 30,1 Millionen Euro in den 2015 Stiftungsfonds investiert (Mai 2016: 18 Mio. €). Das Fondsmanagement der drei Fonds erfolgt durch Warburg Invest.

 

Größtes Investment im Aktienfonds zum Stichtag 30.12.2016 war Vestas Wind Systems, der Weltmarktführer im Bereich Windkraftanlagen. Den größten Einzelposten im Rentenfonds stellte der spanische Telekommunikationskonzern Teléfonica dar. Im Steyler Stiftungsfonds, einem Mischfonds mit einem maximalen Aktienanteil von 30 Prozent, war die Deutsche Post der größte Aktienwert. Das Unternehmen zählt zu den Nachhaltigkeitsvorreitern seiner Branche. Die größte Unternehmensanleihe stammte von der genossenschaftliche DVB Bank, die größte Staatsanleihe von der Bundesrepublik Deutschland.

 

Interessierte erhalten den Nachhaltigkeitsreport direkt bei der Steyler Ethik Bank (Bestellung per Telefon: 02241 / 12050 oder unter www.fun-fonds.de/report)

 

 

Chancen und Risiken: Die Steyler Fair und Nachhaltig - Fonds

 

Die Steyler Fair und Nachhaltig - Fonds ermöglichen Anlegern, gezielt in Werte von Unternehmen und Staaten zu investieren, die ihrer Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt in besonderer Weise gerecht werden. Die Auswahl der Anlagen erfolgt nach einem Best-in-Class-Ansatz: Es kommen nur die jeweils nachhaltigsten Unternehmen einer Branche für ein Investment in Frage. Das Anlage-Universum wird durch einen Ethik-Anlagerat auf Grundlage von Nachhaltigkeitsratings vorgegeben, wobei bestimmte Kriterien wie die Beteiligung an Rüstungsgeschäften oder Kinderarbeit ein Investment generell ausschließen. Aufgrund der Anlageausrichtung unterliegt der Fonds den Kursschwankungen des möglichen Anlageuniversums. (Mehr unter: www.fun-fonds.de)

 


WVG Medien verstärkt Digitalaktivitäten

 

WVG baut ihre Geschäftstätigkeit im Bereich Influencer Management und Multi-Channel-Network für Webvideo Creators weiter aus und ernennt Dennis Grimm zum General Manager. Peter Wilhelm wird Head of New Business.

(Hamburg/wvg) - Dennis Grimm ist seit 2009 bei der WVG und hat über die vergangenen Jahre die Entwicklung aller Unternehmensbereiche maßgeblich mit voran getrieben. Die junge Kreativzelle VERY US baute Grimm als Agentur für Social Influencer Marketing kontinuierlich weiter aus. Als offiziell zertifizierter YouTube-Partner mit ca. 50 Millionen Videoaufrufen pro Monat ist VERY US „Heimathafen“ für mittlerweile 50 aufstrebende Influencer und Webvideo Creators (www.very-us.com).

Zuletzt wurden mit Influencern aus der VERY US Familie Branded Content Kampagnen für Marken wie z.B. Milka, Disney, Daniel Wellington, Mio Mio Mate und Netflix umgesetzt. Für musical.ly Star Selina Mour wird VERY US im Sommer dieses Jahres eine erste Single veröffentlichen und somit auch dem Musikgeschäft treu bleiben. Mit der Merchstore GmbH wurde zudem eine exklusive Vertriebsvereinbarung zur Auswertung von Merchandise Produkten der VERY US Talente geschlossen.

In seiner neuen Funktion als General Manager wird Dennis Grimm sowohl im Bereich des physischen Kerngeschäfts der WVG als auch für das digitale Neugeschäft erweiterte strategische Verantwortung übernehmen und eng mit WVG-Geschäftsführer Alexander Welzhofer zusammenarbeiten.

Peter Wilhelm, der im vergangenen Jahr zur WVG gekommen ist, wird in seiner neuen Funktion als Head of New Business die neuen, digitalen Geschäftsfelder weiterentwickeln und die Teamleitung für VERY US übernehmen. Wilhelm berichtet dabei direkt an Grimm.

Alexander Welzhofer: „WVG entwickelt sich kontinuierlich weiter. Dem tragen wir auch mit unserer neuen Teamaufstellung Rechnung. Dennis Grimm hat sich seit seinem Start bei uns in allen Geschäftsbereichen erfolgreich engagiert und in besonderer Weise verdient gemacht. Ich freue mich sehr, dass er gemeinsam mit der herausragenden Digital-Expertise von Peter Wilhelm und dem starken WVG-Team die Geschäftsfelder unseres Unternehmens zukunftsweisend voranbringt.“

 


Im Landkreis Birkenfeld gibt es kostenlose Tipps

Den Stromfressern auf der Spur

Diana Dahm, Anleiterin der Stromsparhelfer und Stromsparhelfer Martin Hehner mit dem bundesweiten Maskottchen des Stromspar-Checks „Stecki“.Foto: bt
Diana Dahm, Anleiterin der Stromsparhelfer und Stromsparhelfer Martin Hehner mit dem bundesweiten Maskottchen des Stromspar-Checks „Stecki“.Foto: bt

 

(Idar-Oberstein/bt) – Für viele Menschen ist es ein schwieriger Moment: Die Stromrechnung landet im Briefkasten und die vielen Zahlen und Tabellen bedeuten zum Schluss für einige nur eins – eine hohe Nachzahlung. Kann man dagegen nichts tun? Die Stromspar-Checker vom Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe helfen Haushalten mit geringem Einkommen im Kreis Birkenfeld beim Stromsparen.

 

Nach mehr als 100 Stunden Ausbildung ist Martin Hehner seit Januar Stromsparspezialist. Er berät Personen, die Sozialleistungen beziehen, in Sachen Energie. Nach einer Terminvereinbarung sucht Hehner gemeinsam mit seinen Kunden nach Stromfressern in der Wohnung und befragt sie nach ihrem Energieverhalten. Daraufhin wird ein persönlicher Energiesparplan erarbeitet. Dieser gilt als Empfehlung, niemand wird gezwungen, auf etwas zu verzichten. Das Projekt beruhe auf Freiwilligkeit, betont die Caritasdirektorin des Verbandes Victoria Müller-Ensel. Als „Soforthilfen“ bringen die Stromsparhelfer beim zweiten Termin kostenlose Energiespar-Artikel wie LEDs, Zeitschaltuhren oder schaltbare Steckdosenleisten mit und bauen sie ein. Bei Interesse kann der Check nach einem Jahr wiederholt werden. Hierbei wird dann überprüft, inwieweit Energie und Kosten eingespart werden konnten.

 

„Das Angebot kommt sehr gut an und es macht mir auch selbst Spaß, die Menschen zu beraten und ihnen zu helfen“, berichtet Hehner. Der Terminkalender sei voll. Bei vielen Menschen hinterlasse der Besuch direkt einen bleibenden Eindruck. „Ich hatte schon Kunden, die wollten ihren Plasmafernseher gleich am nächsten Tag verkaufen, weil dieser viel Energie verbraucht.“ Einige Tipps könne man auch ohne großen Aufwand beherzigen. „Ziehen Sie das Handyladekabel aus der Steckdose, wenn kein Telefon dranhängt. Der Durchlauferhitzer muss nicht immer voll aufgedreht sein und bei geöffnetem Fenster sollte der Heizkörper nicht auf Stufe fünf stehen.“

 

Durch die Einsparungen werden auch die Kosten für Kommune und Bund gesenkt. Einkommensschwache Haushalte werden eher vor Energieschulden bewahrt und die Umwelt wird durch die Einsparung von Ressourcen geschont. Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren positiven Effekt: Die Stromsparhelfer waren vor ihrer Tätigkeit langzeitarbeitslos und werden durch das Projekt wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert. Somit ist es auch ein arbeitsmarktpolitisches Projekt, bei dem die Caritas sich auf unterschiedliche lokale Partner wie Landrat Dr. Matthias Schneider und Hubert Paal, Leiter des Jobcenters Birkenfeld sowie auf die Kreisverwaltung, verlassen kann. Dirk Köbrich, Leiter der Abteilung Soziales in der Kreisverwaltung, berichtet davon, dass es nun weniger Menschen gibt, die von einer Energiesperre bedroht sind. Der Energieversorger OIE AG unterstützt das Projekt unter anderem dahin gehend, dass Büroräume zur Verfügung gestellt werden.

 

Es handelt sich um ein bundesweites Verbundprojekt von Caritas und der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V., das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird.

 

Weitere Infos gibt unter Tel.: 06781-5091538 oder per E-Mail an stromspar-check(at)caritas-rhn.de oder auf www.stromspar-check.de

 


Finissage und geistlicher Zwischenruf in Neuwied

Arbeit = Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Weihbischof Peters bei seinem geistlichen Zwischenruf in Neuwied. Foto: bt
Weihbischof Peters bei seinem geistlichen Zwischenruf in Neuwied. Foto: bt

 

(Neuwied/bt) – Ein Zwischenruf kann stören, irritieren, warnen oder auch neue Impulse ins Gespräch bringen. Ein geistlicher Zwischenruf von Weihbischof Jörg Michael Peters hat nun die Ausstellung „Kirche-Arbeit-Geld“ in der Neuwieder Sparkasse beendet, die im Rahmen der Visitationsreise des Weihbischofs im Dekanat Rhein-Wied initiiert wurde. Er wies dabei auch auf die Kluft zwischen Arbeitnehmern und Arbeitslosen hin.

 

„Wir sind in diesen Räumen, weil es heute um Geld geht und den guten sowie redlichen Umgang mit dem uns, auch durch Steuern, anvertrauten Mitteln. Auch wir als Kirche brauchen Geld.“, erklärte Dechant Thomas Darscheid und bezog sich auf das anschließende Gespräch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeindeverbandsräte. „Jesus spricht von der Verantwortung der Menschen für die ihm anvertrauten Güter.“

 

In der Verantwortung von Christinnen und Christen liege es, den Blick für Menschen zu schärfen, die am Rande der Gesellschaft ständen, betonte Weihbischof Peters in seinem Zwischenruf. „Da sind die Arbeitsbesitzenden auf der einen und die Arbeitslosen auf der anderen Seite. Doch wir müssen erkennen, dass wir eigentlich zusammengehören.“ Die Teilhabe an Arbeit bedeute auch die Partizipation am gesellschaftlichen Leben. „Durch die Ausstellung konnte ein Bewusstsein für Arbeitssuchende geschaffen werden.“

 

 Die Aktion Arbeit engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Mit der Ausstellung machte die Aktion auf das Schicksal von Betroffenen und deren Familien aufmerksam. Sie zeigte die persönlichen Erfahrungen der Menschen in arbeitsmarktpolitischen Projekten und in öffentlich geförderten Arbeitsstellen. Die unabhängige und durch Spenden finanzierte Aktion Arbeit hat ein Konzept zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit erarbeitet, welches auch in der Ausstellung erklärt und bereits den Ministerpräsidentinnen Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) und Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland) sowie weiteren Politikerinnen und Politikern vorgestellt wurde. Es zielt auf einen integrierten Arbeitsmarkt, weg von Maßnahmenteilnehmern zu regulären Arbeitnehmern, die gesellschaftlich integriert sind und Steuern sowie Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Daneben ist eine jährliche Kostenersparnis von viereinhalb Milliarden Euro für Bund, Kommunen und Sozialversicherungsträgern mit diesem Modell möglich.

 

Im Dekanat Rhein-Wied leben rund 63.859 Katholiken. Das Dekanat wird geleitet von einem Leitungsteam bestehend aus Dechant Thomas Darscheid, der Dekanatsreferentin Margit Ebbecke und dem stellvertretenden Dechant Christian Scheinost. Dieses Leitungsmodell ist einzigartig im Bistum Trier. Erste Ansprechpartnerin ist Sekretärin Maria Dirrigl im Dekanatsbüro in der Schloßstraße 4 in Neuwied, erreichbar unter Tel.: 02631-34277-0, E-Mail: dekanat.rhein-wied(at)bistum-trier.de.

 


Studie beschreibt Zukunft des geistigen Eigentums als nicht-kopierbare Interaktion mit Kunden

Das Ende des Plagiats

 

 

  • Patent- und Markenämtern halten mit der immer höheren Geschwindigkeit von Innovations- und Produktlebenszyklen sowie steigenden Neuanmeldungen kaum noch mit.

  

  • Technologie als Lösung: Bis 2030 können intelligente Algorithmen bereits die erfinderische Höhe einer Patentanmeldung bewerten; Unternehmen nutzen künstliche Intelligenz für das Management ihres geistigen Eigentums.

  

  • Blockchain-Lösungen werden den gewerblichen Rechtsschutz revolutionieren – und sichern heute bereits Urheberrechte.

  

  • Omni-IP-Management bündelt das gesamte geistige Eigentum eines Unternehmens: Im Zentrum steht das Know-how der Mitarbeiter.

 

  • Der eigentliche Wert geistigen Eigentums entsteht in der Interaktion mit dem Kunden; dadurch kann es nicht mehr imitiert, entwendet oder kopiert werden. Die Folge: Der Tod des Plagiats.

 

    

(München/Leipzig/pm) – Die Marktbewertung von Unternehmen beruht zu fast 87% auf immateriellen Werten wie geistigen Eigentumsrechten und gewerblichen Schutzrechten (Intellectual Property / IP). Die zuständigen Behörden weltweit wie Patent- und Markenämter können mit der ständig steigenden Menge an Schutzrechten kaum noch Schritt halten. Auch Unternehmen müssen sich auf immer kürzere Innovationszyklen einstellen und deshalb immer schneller immer mehr anmelden. Künftig werden Unternehmen ihr geistiges Eigentum verstärkt eigenständig generieren, nutzen und letztlich auch schützen.

 

Technologien wie künstliche Intelligenz oder Blockchain ergänzen zunehmend die etablieren Schutzmechanismen von Behörden und Unternehmen. Innovation entsteht künftig immer stärker in der Interaktion mit dem Kunden. Kommunikation ist die Basis und Daten sind die Substanz für neues geistiges Eigentum. Die Folge: der Tod des Plagiats. Die Gemeinschaftsstudie „Die Zukunft des geistigen Eigentums“ des Trendforschungsinstituts 2b AHEAD und der Dennemeyer-Gruppe gibt 28 Strategieempfehlungen für Unternehmen, die das Potenzial ihres geistigen Eigentums voll ausschöpfen wollen.

 

„Die Digitalisierung wird auch das Management des geistigen Eigentums in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Für Unternehmen bieten Technologien wie Blockchain oder künstliche Intelligenz Chancen“, erläutert Dr. Sevim Süzeroglu-Melchiors, Leiterin der IP-Beratung Dennemeyer Consulting. „Sie können sich bei immer mehr Aufgaben von intelligenten Technologien unterstützen lassen, um so von der ständig wachsenden Zahl an Schutzrechten wie Patenten, Marken, Designs oder Gebrauchsmustern nicht überfordert zu werden.“

 

Das ist eines der Ergebnisse der neu veröffentlichten Trendstudie „Die Zukunft des geistigen Eigentums“ des Leipziger Trendforschungsinstituts 2b AHEAD ThinkTank und der Dennemeyer-Gruppe, dem weltweit größten Full-Service-Dienstleister für die IP-Branche. Die Studie zeigt erstmals, wie Unternehmen durch den Einsatz von Technologie in Zukunft geistiges Eigentum generieren, managen, schützen und nutzen. Sie zeigt aber auch, wie das bestehende Schutzrechtssystem dadurch unter Druck gerät. Die Studie gibt 28 präzise Strategieempfehlungen, wie IP-Manager, Patentanwälte und Innovationsverantwortliche aller Branchen ihre Zukunft aktiv gestalten können. Die qualitative Delphi-Studie basiert auf den Aussagen ausgewählter Experten. Sie sind Wissenschaftler, Patentanwälte mit unterschiedlichen Branchenspezialisierungen, Innovationsleiter und Technologieanbieter.

 

  

Der Wandel des Schutzrechtssystems

 

Die Studie stellt fest: Die Innovationszyklen der Unternehmen werden kürzer, die Entwicklungsgeschwindigkeit steigt. Unternehmen bringen immer schneller neue Produkte auf den Markt. Konträr dazu dauert ein durchschnittliches Patentverfahren 24 bis 30 Monate. Es entsteht ein Geschwindigkeitsgap, welches Patent- und Markenämter zunehmend unter Druck setzt. „Sofern Patent- und Markenämter das Bedürfnis der Unternehmen nach Geschwindigkeit nicht bedienen, werden diese eigene Lösungen entwickeln. Sie werden auf der Basis neuer Technologien - wie etwa der Blockchain - Parallelsysteme herausbilden. Der IP-Sektor re-reguliert sich dann de facto selbst“, sagt Michael Carl, Managing Director Research & Analysis des 2b AHEAD ThinkTanks und einer der Autoren der Studie.

 

 

Know-how wird zum Erfolgsträger von Unternehmen

 

Eine zentrale Erkenntnis der Studie ist, dass der entscheidende Teil des geistigen Eigentums eines Unternehmens in den Köpfen der Mitarbeiter steckt. Ihr Know-how wird zum Erfolgsträger von Unternehmen. Dabei treiben Projektarbeiterschaft und eine hohe Fluktuation in Unternehmen digitale Lösungen voran, um das benötigte Know-how im Unternehmen schneller und besser auszuwählen und letztlich zuverlässig zu speichern. „Die Voraussetzung dafür ist ein Omni-IP-Management. Vom Know-how über Schutzrechte bis hin zu allen weiteren Daten- und Informationspunkten wird hier das Wissen eines Unternehmens gespeichert, vernetzt, nutzbar gemacht und letztlich weiterentwickelt“, sagt Dr. Sevim Süzeroglu-Melchiors.

 

 

Geistiges Eigentum entsteht in Zukunft in der Interaktion mit dem Kunden.

 

Daten sind die Substanz des geistigen Eigentums der Zukunft. Der Kunde rückt in den Fokus der Produktentwicklung. Mit dem Internet der Dinge entstehen neue Orte, an denen Daten über den Kunden erhoben werden. Diese ermöglichen es, die Wünsche des Kunden zu erkennen und letztlich Produkte und Dienstleistungen an diese anzupassen. Indem etablierte Anbieter diese neuen Möglichkeiten der Individualisierung bereits nutzen, zwingen sie auch ihre Wettbewerber dazu, diesen Schritt zu gehen. Tun sie dies nicht, wird der Kunde sie über kurz oder lang nicht mehr als relevant wahrnehmen. Michael Carl, erläutert: „Kunden erwarten individuelle Produkte, die sich laufend ihren Bedürfnissen anpassen. Eine Voraussetzung dafür ist eine stete Interaktion mit dem Kunden. Mit den Daten der Kunden entsteht das Produkt der Zukunft. Ausgehend vom geistigen Eigentum entsteht eine Produktklasse, die nicht mehr kopierbar ist.“

 

  

Der Tod des Plagiats

 

Ein Produkt wird in Zukunft in dem Moment fälschungssicher, in dem die Daten des Kunden direkt in das Produkt einfließen, dort verarbeitet werden und das Produkt sich automatisch den situativen Bedürfnissen des Kunden anpasst. Dr. Sevim Süzeroglu-Melchiors: „Indem Kunden Produkte nutzen und sich Produkte durch und während der Interaktion mit dem Kunden entwickeln, wird die Nutzung selbst zum Schutzmechanismus.“ Michael Carl ergänzt: „Eine aus Kundensicht wertvolle interaktive Lösung ist immer ein Original. Konkret bedeutet das den Tod des Plagiats.“

 

   

 

Studie kostenlos zum Download

 

Bestellen Sie die kostenlose Langfassung der Studie unter:

 

http://www.zukunft.business/forschung/trendstudien/trendstudie/trendstudie-die-zukunft-des-geistigen-eigentums/

 

 

 Über 2b AHEAD ThinkTank

 

Der 2b AHEAD ThinkTank ist Deutschlands modernstes Zukunftsforschungsinstitut. Hier arbeiten Wissenschaftler und Strategieberater. Für seine Kunden analysiert der 2b AHEAD ThinkTank in wissenschaftlichen Trendstudien die Chancen und Risiken der Trendentwicklungen individuell für deren Geschäft. Dabei analysiert er nicht nur innerhalb einer Branche, sondern über Branchengrenzen hinaus alle Akteure, die die Zukunft des jeweiligen Geschäftsmodells prägen. Mit seinen Analysen hilft der 2b AHEAD ThinkTank seinen Kunden zu verstehen, wer ihre Welt treibt und aus welchem Grund.

 

 

 Über die Dennemeyer-Gruppe

 

  Die Dennemeyer-Gruppe, hervorgegangen aus einer Luxemburger Patentanwaltskanzlei, setzt seit mehr als 50 Jahren Maßstäbe für alle Dienstleistungen und Software-Lösungen für den gewerblichen Rechtsschutz (Intellectual Property / IP) – von Rechtsdienstleitungen (Dennemeyer & Associates) über Software- und Management-Services (Dennemeyer IP Solutions) bis hin zur IP-Beratung (Dennemeyer Consulting). Dennemeyer entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zum größten globalen Full-Service-Anbieter für den Schutz und die Verwaltung von geistigen Eigentumsrechten. Heute verwaltet die Gruppe mit 20 Niederlassungen in 17 Ländern knapp drei Millionen Schutzrechte von mehr als 3000 Kunden.  

 


Aktion Arbeit und Diözesan-Caritasverband begrüßen Fortführung von „ASaar“

Chance auf Arbeit für Langzeitarbeitslose

Foto: bt
Foto: bt

 

 

(Trier/Saarbrücken/bt) – Die neue saarländische Landesregierung aus CDU und SPD hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass das Landesarbeitsmarktprogramm „Arbeit für das Saarland – ASaar“ fortgeführt und weiterentwickelt werden soll. Die Aktion Arbeit im Bistum Trier und der Diözesan-Caritasverband Trier begrüßen diese Entscheidung. Dadurch wird es im Saarland möglich, vielen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Menschen weiterhin die Chance auf Arbeit zu eröffnen.

 

„Das Recht auf Arbeit muss für alle Wirklichkeit werden. Daher begrüßen wir die Absicht der neuen Landesregierung daran festzuhalten, das Saarland als Modellregion einzurichten und die Umsetzung des Passiv-Aktiv-Transfers (PAT) beim Bund offensiv einzufordern“, sagte Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel am 18. Mai in Trier. Die Grundidee des PAT ist es, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Dafür werden alle Geldmittel, die ein Hartz IV-Empfänger erhält, zusammengefasst und nutzbar gemacht für die Finanzierung eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses.

 

Mit dem Konzept „Integrierter Arbeitsmarkt – Ein Weg zur Auflösung der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit“ hat die Aktion Arbeit jüngst einen Konzeptvorschlag unterbreitet, der hier ansetzt und einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik vorschlägt. „Die Bewältigung der Arbeitslosigkeit ist Aufgabe einer recht verstandenen Wirtschaftspolitik und nicht bloß eine Fürsorgeaufgabe der Sozialpolitik“, erklärte Dr. Hans-Günther Ullrich, Bischöflicher Beauftragter der Aktion Arbeit. „Wir schlagen daher einen integrierten Arbeitsmarkt vor, mit stabilen Rahmenbedingungen, ohne abgeschottete Nischen und ohne „Maßnahmen“arbeitsplätze. Der allgemeine Arbeitsmarkt sollte als integrierter Arbeitsmarkt sozial ausgestaltet werden und allen die Möglichkeit auf Teilhabe durch Arbeit ermöglichen.“

Das Konzept für einen integrierten Arbeitsmarkt hatte Bischof  Dr. Stephan Ackermann im März 2017 in Berlin vorgestellt. Mit dabei waren die beiden Ministerpräsidentinnen Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) und Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland). Beide schlugen eine modellhafte Umsetzung in ihren Bundesländern vor. Weitere Informationen unter www.aktionarbeit.bistum-trier.de


missio Aachen ruft Handyhersteller zu fairer Produktion auf

 

Herkunft von Rohstoffen aus Demokratischer Republik Kongo überprüfen – Internationaler Tag des Fairen Handels – Opfer von Ausbeutung brauchen gute Betreuung vor Ort

 

(Aachen/missio) - „Handyhersteller müssen mehr darauf achten, dass Produktionsmaterialien wie das Mineral Coltan nicht aus illegalem Abbau und Handel stammen “, forderte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen, zum „Internationalen Tag des Fairen Handels“ am kommenden Samstag.

 

Das gilt vor allem mit Blick auf die Demokratische Republik Kongo. Dort tobt im Osten des Landes einer der blutigsten Konflikte Afrikas um die Kontrolle über Coltan-Minen. Die Gewalt traumatisiert zuerst Familien und Frauen. Prälat Krämer ruft die Handyhersteller dazu auf, nachzuweisen, dass sie tatsächlich Coltan aus zertifizierten Minen verarbeiten. „Solche Minen gibt es auch im Kongo. Nur so kann die Ursache des Leids der Familien und Frauen beseitigt werden“, sagte Prälat Krämer. Gleichzeitig empfiehlt der missio-Präsident den Konsumenten, stärker fair produzierte Handys und Smartphones wie zum Beispiel die der Hersteller Fairphone oder Shiftphone zu nutzen. „Der Marktanteil dieser Geräte ist noch zu gering“, so Krämer.

 

 

 

Kirche sichert soziale, psychologische und seelsorgerliche Betreuung von Opfern ausbeuterischer Wirtschaftsbedingungen

 

Gleichzeitig erinnerte Prälat Krämer zum „Internationalen Tag des Fairen Handels“ daran, dass die Kirche in Afrika und Asien konkret an der Seite der Familien und Frauen steht, die am meisten unter gewalttätigen und ausbeuterischen Wirtschaftsbedingungen leiden. „Politische Lobbyarbeit und ein anderes Konsumverhalten sind wichtig, reichen aber allein nicht aus. Die Betroffenen brauchen unmittelbar eine gute soziale, psychologische und seelsorgerliche Betreuung, damit sie ihre Würde bewahren können“, so Krämer. Zudem brauche die Kirche auf diesen Kontinenten eine gute Ausbildung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um diese Arbeit zu leisten. „Das ist missio ein wichtiges Anliegen“, meinte Krämer.

 

Deshalb unterstützt missio zum Beispiel kirchliche Trauma-Zentren im Osten des Kongos, die sich um Opfer des Kampfs um Coltan kümmern. In Kambodscha engagiert sich der katholische Orden „Töchter der Nächstenliebe“ für benachteiligte Textilarbeiterinnen und deren Familien. Gefördert wird das Projekt durch eine Kooperation von missio und dem Aachener Naturmode-Hersteller Lana. In den Philippinen bietet missio-Partner Pater Shay Cullen Opfern von Kinderprostitution psychologische Hilfe an und schafft jungen Frauen durch den fairen Handel mit Mangos Einkommensmöglichkeiten, damit sie nicht in die Prostitution rutschen. „Das sind ganzheitliche, nachhaltige Initiativen, die die Welt ein Stück gerechter machen“, so Prälat Krämer.

 

Mehr Informationen im Internet unter www.missio-hilft.de   

 

 

 

Wer ist missio?

 

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Im vergangenen Jahr wurden rund 1.100 Projekte seiner Partner mit etwa 47 Millionen Euro finanziert. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Kontinenten. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein die Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.

 

 

 


Frauenbund fordert bessere finanzielle Anerkennung/Internationaler Tag der Pflege

KDFB: Höhere Rente für pflegende Angehörige

 

(München/kdfb) – Mit der stets weiter steigenden Lebenserwartung in Deutschland ist auch ein steigendes Risiko der Pflegebedürftigkeit verbunden. Der größte Pflegedienst Deutschlands sind die Familien, insbesondere die Frauen. Der Internationale Tag der Pflege am Freitag ist deshalb für den Bayerischen Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) Anlass, die Situation pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Selbst im Rentenalter pflegen viele Frauen und Männer aufopferungsvoll ihre Angehörigen. „Speziell für diese Personengruppen fordert der KDFB eine jährliche Rentenaufstockung je nach Pflegegrad des Pflegebedürftigen“, so die KDFB-Vorsitzende Elfriede Schießleder.

 

Mit Tagungen, Seminaren und Publikationen verfolgt der KDFB das Ziel, die Lebenssituation von Pflegebedürftigen und von Pflegenden zu verbessern. Bayerns größter Frauenverband fordert auch ortsnahe Informationsmöglichkeiten und aufsuchende Beratungsmöglichkeiten. „Die Leistungen der pflegenden Angehörigen verdienen bessere Anerkennung in der Gesellschaft“, so Elfriede Schießleder, die Vorsitzende des KDFB. Genauso wie für berufstätige pflegendende Angehörige soll deshalb auch für nicht-erwerbstätige pflegende Angehörige aus der Pflegekasse des Pflegebedürftigen in die Rentenversicherung einbezahlt werden. Jedes Jahr soll die Rente um die so erworbenen Leistungen angehoben werden, auch wenn die pflegende Person bereits selbst Rente bezieht.

 

Der internationale Tag der Pflege wird jedes Jahr am 12. Mai begangen. Er erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale. Die Engländerin begründete im 19. Jahrhundert den modernen Pflegeberuf in Europa. Eine der Gründungsmütter des Katholischen Frauenbundes, Emy Gordon of Ellon, trat beim Internationalen Frauentag 1904 in Berlin dafür ein, den Pflegeberuf zu modernisieren. Sie machte sich zur Sprecherin der Katholikinnen und sagte, auch die katholischen Orden seien für eine geregelte Ausbildung weltlicher Krankenpflegerinnen.

 

Den Tag der Pflege 2017 nimmt der KDFB zum Anlass, Nachbarn, Freunde, Pfarrgemeinden und Verwandte zu einer „Dankeschön-Aktion“ aufzurufen. Diese soll pflegenden Angehörigen und ihren professionell-unterstützenden Pflegediensten gelten. Mit dem Überreichen einer Dankeschön-Karte, vielen Unterschriften darauf und einem Sträußchen Frühlingsblumen könnten sich alle für die immens wertvolle und schwere Arbeit der Pflege bedanken.

 

 

 

Redaktion: Ulrike Müller-Münch

 


Kirchen-Messe GLORIA mit prominenten Gästen

(Augsburg/rd) - Namhafte Persönlichkeiten wirken an der Kirchen-Messe GLORIA mit, die vom 15.-17. Februar 2018 wieder in der Messe Augsburg stattfindet. Die ökumenisch ausgerichtete GLORIA ist die einzige Fach- und Publikumsmesse für Kirchenbedarf im deutschen Sprachraum. Zu sehen sind dort Produkte zur Ausstattung und Renovierung von Kirchen und Klöstern sowie Angebote für das christliche Leben, wie etwa Pilgerreisen, religiöse Kunst, Devotionalien, Kerzen und Literatur, Angebote kirchlicher Banken, Versicherungen, Wallfahrtsorte oder Tagungsstätten und vieles mehr. Im letzten Jahr verzeichnete die GLORIA nach Angaben des Veranstalters, der Messe Augsburg, einen Besucheranstieg um vierzig Prozent auf 4.200 Besucher.  

 

Neben den Messeständen gibt es ein moderiertes Programm auf der GLORIA-Bühne unter dem Leitwort: „Wie Leben gelingen kann – Christliche Lebenskunst neu entdecken“, mit renommierten Gästen aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Kirchen. Es wird im Auftrag der Messe von der Agentur „Ragg´s Domspatz“ organisiert und zu großen Teilen vom Fernsehsender EWTN und von Radio Horeb live übertragen.

  

Zu den mehr als dreißig Mitwirkenden gehören der Altabt des Klosters Heiligenkreuz, Gregor Henckel-Donnersmarck, Bischofsvikar Prälat Bertram Meier vom Bistum Augsburg, der als „Kräuterpfarrer“ bekannte Prämonstratenser Benedikt Felsinger, die Schauspielerin Monika Baumgartner aus der derzeit beliebtesten TV-Serie „Der Bergdoktor“, die Pädagogin und Autorin Kara Huber-Kaldrack, der Bestsellerautor und Lebens-Coach Walter Kohl, Sohn des früheren Bundeskanzlers, sowie die als „Apfelgräfin“ bekannt gewordene Unternehmerin und Autorin Daisy Gräfin von Arnim. Die christlichen Liedermacher Siegfried Fietz und Andi Weiss setzen musikalische Akzente.

  

Aussteller erhalten bis Ende Juni einen Frühbucherrabatt. Die Messe regt auch an, dass kirchliche Gruppen aus Süddeutschland schon jetzt Tagesausflüge zur GLORIA planen. Dazu eigne sich besonders der eintrittsfreie Samstag mit einem auf Familien zugeschnittenen Programm, zu dem zum Beispiel das Kindermusical „Petrus superstark!?“ und Gespräche mit dem langjährigen Berliner Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz und mit der Schauspielerin Christine Reimer gehören, bekannt als „Vogl-Moni“ aus der BR-Serie „Dahoam is dahoam“.

  

Nähere Informationen zur GLORIA gibt es unter: www.messegloria.info, www.raggs-domspatz.de und laufend auch unter „GLORIA Kirchen-Messe“ auf Facebook. Informationen für Aussteller gibt Projektleiterin Sarah Puttner von der Messe Augsburg unter: Telefon 08 21 /2 57 22 02 oder service@messegloria.info.

 

 

 


Nachhaltige Entwicklung & Lehre

Ethik-Modul der Uni Hohenheim gilt als Best-Practice-Beispiel

 

Entwickelt von Studierenden: Lehrmodul zu Ethik in Ernährung und Landwirtschaft findet Aufnahme in Best-Practice-Band „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten“

 

(Hohenheim/klebs) - Konflikte um Ernährung, Verknappung von Anbauflächen, Konkurrenz von Tank und Teller: Studierende in Agrar-, Ernährungs- und Wirtschaftswissenschaften sehen sich schnell auch mit grundlegenden ethischen Fragestellungen konfrontiert, die gesellschaftlich sehr kontrovers diskutiert werden. Die kritische Auseinandersetzung damit pflegt die Universität Hohenheim u.a. mit einer eigenen Lehrveranstaltung. Entstanden ist sie aus studentischer Initiative. Jetzt veröffentlicht der Band „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten: Beispiele des Gelingens aus Lehre, Governance, Betrieb und Forschung“ das Hohenheimer Ethik-Modul als eines von 27 Best Practice-Beispielen zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

 

Ziel des Seminars ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs mit einer soliden ethischen Grundausbildung auszustatten. Dazu gehören zunächst Grundkenntnissen ethischer Theorie und Argumentation. In einem zweiten Schritt geht es darum, aktuelle ethische Fragestellungen und Probleme im Bereich der Ernährungs- und Agrarsysteme systematisch zu durchleuchten und zu diskutieren.

 

Mit welchen ethischen Fragen sich die Studierenden konkret auseinandersetzen, bestimmten sie selbst mit. Dabei lernen sie durch Gruppenarbeit, in Gesprächen mit geladenen Gästen und durch das Führen eines Lerntagebuchs. Betreut werden sie vom Fachgebiet Gesellschaftliche Transformation und Landwirtschaft der Universität Hohenheim und durch das Internationale Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen.

 

„Das Modul soll Studierende in die Lage versetzen, sich fundiert mit ethischen Fragestellungen im Agrar- und Ernährungsbereich auseinanderzusetzen. Dazu vermitteln wir philosophische Grundlagen, aber auch praktisches Handwerkszeug. Am allerwichtigsten ist aber die Diskussion und Reflexion über disziplinäre und geographische Grenzen hinweg – im diesjährigen Kurs treffen beispielsweise Studierende aus vier Kontinenten und neun verschiedenen Masterprogrammen zusammen“, erklärt Prof. Dr. Claudia Bieling, die die Veranstaltung leitet.

 

Entstanden ist das Ethik-Modul auf Initiative einer studentischen Organisation, der „Food Revitalization and Ecogastrological Society of Hohenheim“, kurz: FRESH e.V. Auslöser war die Veröffentlichung des Weltagrarberichtes 2008. Seine Botschaft – „business as usual is no longer an option“ – machten die Studierenden im Folgejahr zum Thema eines wissenschaftlichen Symposiums. Das Ethik-Modul ist eines der bis heute greifbaren Ergebnisse. 

 

„In Forschung und Lehre setzt die Universität Hohenheim stark auf die Bioökonomie als gesamtuniversitären Schwerpunkt. Dabei geht es nicht nur darum, möglichst gezielt neue Rohstoffe von Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen zu entwickeln und zu verarbeiten. Auch ethische Überlegungen müssen dabei eine Rolle spielen. Initiativen wie die der Studierendengruppe FRESH und des Lehrstuhls von Prof. Dr. Claudia Bieling sind deshalb besonders wertvoll“ betont auch der Rektor der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Stephan Dabbert.


Broschüre als Download

 

Die Broschüre „Zukunftsfähige Hochschulen gestalten: Beispiele des Gelingens aus Lehre, Governance, Betrieb und Forschung“ versammelt 27 Best-Practice-Beispiele. Herausgeber sind das „Netzwerk n“ und die „Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit Bremen“, gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die 120-Seiten-Broschüre steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Hintergrund Bioökonomie

 

Neue Lebens- und Futtermittel (z.B. aus Algen), Energie aus Ernteabfällen, Chemikalien und Kunststoffe aus Pflanzen: Die Universität Hohenheim verfolgt das Thema Bioökonomie als gesamtuniversitäres Schwerpunktthema, an dem sich alle Fakultäten beteiligen. Dabei geht es um neue Wege zu neuen Produkten, neuen Produktionsverfahren und zu einer modernen, nachhaltigen Wirtschaft mit bio-basierten Rohstoffen und einer nachhaltigeren, energie- und ressourcenschonenden Produktion. Um sich durchzusetzen, benötigt die Bioökonomie ein hohes Maß an Forschung, Innovation und einen grundlegenden Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei steht Ernährung in der Bioökonomie an erster Stelle. Auch Klimaschutz, Gesundheit und Artenvielfalt sind wichtige Inhalte. Dazu arbeiten Agrar-, Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaftler Hand in Hand mit Physikern, Biologen und Biotechnologen, sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern. Mehr unter www.bioeconomy.uni-hohenheim.de/forschungszentrum

 

Text: Klebs

 


Mehr Nutzer, mehr Spender - Zukunftsstrategie vorgestellt

ERF Medien wächst weiter

Der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, Dr. Jörg Dechert, sieht den ERF auf Wachstumskurs. Foto: Rühl/ERF
Der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien, Dr. Jörg Dechert, sieht den ERF auf Wachstumskurs. Foto: Rühl/ERF

 

(Wetzlar/ERF) - „Der Weg der konsequenten Modernisierung bei ERF Medien zeigt erste Früchte. 2017 wollen wir Grundlagen für weiteres Wachstum legen. Damit der ERF in fünf Jahren für viel mehr Menschen als heute eine geistlich prägende Größe sein kann“, so der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien Dr. Jörg Dechert bei der Mitgliederversammlung am 8. Mai in Wetzlar. Dechert legte dem Trägerverein dabei eine erstmals erarbeitete fünfjährige Zukunftsstrategie für die Jahre bis 2022 vor.

  

Die positive Entwicklung im vergangenen Jahr bestätigte auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Prof. Dr. Jürgen von Hagen (Bad Honnef bei Bonn): „2016 war für ERF Medien ein gutes Jahr“. Die 2014 begonnenen Reformen der Arbeit hätten weitere gute Ergebnisse gebracht. So sei es erneut gelungen ein positives Jahresergebnis zu erzielen. Dieses erlaube es, das Eigenkapital von ERF Medien weiter zu stärken. In Zukunft komme es darauf an, neue Spenderkreise zu erschließen und Freunde zu gewinnen, die die Arbeit von ERF Medien finanziell mittragen.

  

In seinem Jahresbericht 2016 erläuterte Dechert, dass ERF Medien mit seinen Angeboten rund 14 Prozent mehr Menschen erreicht habe als im Vorjahr. Wachstumsschwerpunkte waren dabei Bewegtbildformate wie „Mensch, Gott!“ (plus 32 Prozent), „Gott sei Dank“ (plus 18 Prozent), die ERF Gottesdienste (plus 8 Prozent) sowie ERF Pop (plus 7 Prozent). Beim Angebot „mehrglauben.de“ sei die Nutzerzahl um 10 Prozent zurückgegangen. Positiv fiel die Bilanz zur Welcome-App für Flüchtlinge aus, deren Verbreitung 2016 deutlich zugenommen hat (plus 140 Prozent).

  

Ebenfalls gewachsen seien die ERF Botschafter-Community mit einem Plus von 86 Prozent und die Präsenz auf zahlreichen Veranstaltungen. Dabei sei ERF Medien für rund 30 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr sichtbar gewesen.

 

Mit Blick auf die Spendenentwicklung 2016 wies Dechert auf ein Spendenplus von rund 5 Prozent und einen leichten Anstieg der Spenderzahl um etwa 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hin. Hier würden erste Maßnahmen in den Bereichen Marketing und Spender-Betreuung zu greifen beginnen. Es sei jedoch weiteres Wachstum notwendig, um den langjährigen Trend des Spenderrückgangs umzukehren.

  

Als weiterhin zentrales Standbein der Verbreitung bezeichnete Dechert den Digitalradio-Empfang. Über DAB+ ist ERF Plus deutschlandweit zu hören und ERF Pop seit 2016 neben Berlin auch in Hamburg und im Rhein-Main-Gebiet zu empfangen. Daneben ist das Internet zum zweiten zentralen Verbreitungsweg für alle ERF Angebote geworden. Rund 70 Prozent der Nutzer verwendeten dabei mobile Endgeräte wie Smartphone oder Tablet. Deshalb habe ERF Medien alle seine digitalen Angebote im Lauf des letzten Jahres Smartphone-fähig gemacht. Die Reichweite in sozialen Netzwerken konnte ERF Medien 2016 zum Teil deutlich steigern (Facebook plus 180 Prozent, YouTube plus 120 Prozent).

  

Insgesamt zahle sich die Strategie aus, in Mediathek, Apps und soziale Netzwerke zu investieren, insbesondere was die Verbreitung der ERF Fernsehsendungen betrifft.

 

Beim klassischen linearen Fernsehen arbeite ERF Medien weiterhin gut und effektiv mit Bibel TV zusammen. Platzierungen bei säkularen Sendern hätten dagegen weniger gute Ergebnisse erzielt. So habe man sich entschlossen, angesichts ungünstiger Sendezeiten, schwacher Zuschauerzahlen und -reaktionen die Sendungen bei Super RTL nicht über das Jahr 2016 hinaus auszustrahlen.

  

Nach längerer Vorbereitungsphase sei bei ERF Plus die Sendereihe „Aufgeweckt“ live gestartet. Statt eines vorproduzierten Programms werden die Hörer nun werktags zwischen 6 und 9 Uhr von den Moderatoren live in den Tag begleitet.

 

Dechert ging auch auf das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ ein, das seinen Niederschlag in zahlreichen Berichten und Beiträgen finde. Außerdem biete das ERF Angebot bibleserver.com seit dem 31. Oktober 2016 die einzigartige Möglichkeit, die neue Lutherbibel 2017 und die Lutherbibel 1984 online zu lesen und miteinander zu vergleichen.

 

Bei der Vorstellung der Jahresziele 2017 erklärte Dechert die Schaffung von Grundlagen für weiteres Wachstum zum unternehmensweiten Grundthema. Dazu gehörten unter anderem der systematische Aufbau von Communities zu den verschiedenen Medienangeboten, neue Wege der Spender-Betreuung sowie die konsequente Verbesserung und Digitalisierung von Abläufen.

  

Bei allen eigenen Herausforderungen wolle sich ERF Medien weiterhin weltweit engagieren, da die christliche Hoffnung für Menschen aller Kulturen und Sprachen gelte. Das Unternehmen werde auch künftig mit zehn Prozent seiner Spendeneinnahmen weltweite Medienprojekte des Partners TWR (vormals Trans World Radio) unterstützen.

 

Der geschäftsführende Vorstand Thomas Woschnitzok wies in seinem Bericht auf ein finanziell erfreuliches Jahr hin. Danach erzielte ERF Medien 2016 betriebliche Erlöse in Höhe von 15,4 Mio. Euro (2015: 14,74 Mio. Euro). Die betrieblichen Aufwendungen betrugen 13,6 Mio. Euro (2015: 13,42 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und nach Bildung von Rücklagen wurde ein Bilanzgewinn von 735.000 Euro erzielt. Damit sei das Spendenziel von 13,5 Millionen Euro fast erreicht worden, unter anderem weil auch die Zahl der Spender um 630 auf 45.940 Personen stieg. Zudem sei ERF Medien dem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen, eine angemessene Eigenkapitalbasis zu bilden.

 

Woschnitzok berichtete, dass in Ergänzung zum Betriebsbudget ein eigenes Immobilienbudget eingerichtet wurde. In den kommenden Jahren müsse das Medienhaus in Wetzlar umfassend saniert werden. Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt „2020 – Wir sanieren und bauen für die Zukunft“ gestartet. Insbesondere seien die Bereiche Brandschutz, energetische Sanierung, Radiostudios sowie die technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrik erneuerungsbedürftig. Im Zuge der Gebäudesanierung solle das Medienhaus auch zugunsten einer zeitgemäßen und der Medienbranche entsprechenden Arbeitskultur umgestaltet werden. Die Sanierungs- und Umbauphase werde voraussichtlich drei bis vier Jahre beanspruchen. Angesichts der Größenordnung des Projektes sei ERF Medien in den nächsten Jahren auch im Spendenbereich dringend auf weiteres Wachstum angewiesen.

 

Als neue Mitglieder wurden der Managing Director für Wealth Management der Deutschen Bank, Harald Dürr (Frankfurt), der Leiter Kommunikation bei der Liebenzeller Mission, Thomas Haid (Bad Liebenzell), der Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Bundestags und der Bundesregierung, Uwe Heimowski (Berlin), sowie der Leitende Referent für missionarisch-programmatische Arbeit im CVJM-Gesamtverband und zugleich Christival-Vorsitzende Karsten Hüttmann (Kassel) aufgenommen.

  

Bei dem Treffen des Trägervereins konnten auch langjährige Mitglieder geehrt werden. Der ehemalige Direktor Horst Marquardt (Minden) wurde für 50-jährige Treue zum ERF Verein geehrt. Ebenfalls 50 Jahre ist Gerhard Hörster (Norden) dabei, der von 1995 bis 2002 Vorsitzender des Aufsichtsrates war.

  

45 Jahre Mitglieder sind der Sänger und Liedermacher Manfred Siebald (Mainz) sowie Prediger i. R. Wilhelm Kunz (Denkendorf). Vier Jahrzehnte ist der Unternehmer Manfred Severin (Würzburg) Mitglied.  Auf 35 Jahre blicken Pastor i. R. Harald Stein (Hamburg) und der Bankdirektor a. D. Werner Genz (Bad Nauheim). 30 Jahre engagieren sich Ilse Glebe (Krefeld) und der Geschäftsführer der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart) im Verein. Für 25 Jahre Vereinstreue wurde Ralf Gotter (Crimmitschau) geehrt. Auch der ehemalige Stellvertretende Vorsitzende des CVJM-Gesamtverbandes, Albrecht Kaul (Kassel) gehört seit einem Vierteljahr dem Trägerverein an.

 


BUND gewinnt Rennen um Platz 1, Jonathan Heimes für persönliches Engagement mit Sonderpreis geehrt

Deutscher Fundraising-Preis 2017 verliehen

(Kassel/pm) Im Rahmen der großen Gala des 24. Deutschen Fundraising-Kongresses in Kassel wurde am 4. Mai der Deutsche Fundraising-Preis 2017 verliehen. Der 1. Platz ging dabei an den BUND mit ihrem "E-Mail-Fundraising für eine spendenbasierte ganzseitige Zeitungsanzeige“ im Rahmen der Glyphosat-Kampagne.  Einen Sonderpreis für sein herausragendes persönliches Engagement erhielt der 2016 an Krebs verstorbene Jonathan Heimes. 

Dr. Christoph Müllerleile, Leiter der Jury, begründet die Auszeichnung des BUND:  „Besonders beeindruckt hat die Jury die erfolgreiche Diversifikation der Kanäle und der Einsatz der unterschiedlichen Instrumente. Dass neben der Erzielung von Awareness dann auch erfolgreich Dauerspender geworben wurden, zeugt vom Geschick der Fundraiser. Sie haben die Kanäle optimal genutzt und die Zielgruppen effektiv angesprochen. So wurde nicht nur das Kampagnenziel erreicht, sondern die Arbeit des BUND auch nachhaltig gefördert.“

Jonathan Heimes war im Alter von 14 Jahren an Krebs erkrankt. Seinem eigenen Schicksal trotzend beschloss er, sich mit seinem Leitspruch "Du musst kämpfen" für krebskranke Kinder einzusetzen, sammelte u.a. mit dem Erlös seiner mit dem Leitspruch bedruckten Motivationsbändchen Spenden ein und unterstützte durch seine Vorbildfunktion auch die Mannschaft des SV Darmstadt bei ihrem Aufstieg in die erste Bundesliga. Die Auszeichnung für Jonathan Heimes wurde von DFRV-Vorstandsmitglied Miriam Wagner Long unter den Standing Ovations der Galateilnehmerinnen und –teilnehmer stellvertretend an seine Eltern übergeben.

Platz 2 und 3 des Fundraising-Preises gingen an den German Doctors e.V. mit der Aktion „Osteroder zeigen Herz“ sowie an die Whale and Dolphin Conservation mit ihrer Unternehmenskooperation „Weniger Plastik ist Meer – WDC und Brita GmbH für den Schutz der Meere vor Plastikmüll".

Zur Auszeichnung der German Doctors sagte Christoph Müllerleile: „Die Jury hat sich für dieses Projekt entschieden, weil sich hier junge Leute mit einer lokalen Kampagne ein klares Spendenziel für ein Anliegen in der Ferne unter geschickter Einbindung lokaler Prominenz gesetzt hatten. Dabei zeigten sie, dass sich mit geringem Geldeinsatz und viel persönlichem Engagement auch in kleinem Umfeld Großes erreichen lässt.“

Bei der Kampagne der WDC gefiel der Jury die inhaltliche Verbindung der Zielsetzung der weltweit tätigen Wal- und Delfinschutzorganisation mit den Produkten eines weltweit expandierenden, mittelständischen Kooperationspartners, wofür sie auch ein mit viel Öffentlichkeitsarbeit verbundenes Firmenjubiläum nutzten.

Mit dem Deutschen Fundraising-Preis würdigt der Deutsche Fundraising Verband (DFRV) besondere Leistungen in der Spendenwerbung. Die Auszeichnung ist der bundesweit wichtigste Branchenaward und wird jährlich im Rahmen des Deutschen Fundraising-Kongresses verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderem die Aktion „Rechts gegen Rechts“, Pfarrer Franz Meurer, die deutsche Sektion von Amnesty International und Eske Nannen.

Deutscher Fundraising Verband e.V.
Der Deutsche Fundraising Verband e.V. vertritt die Interessen der einzelnen Fundraiser, der im Dritten Sektor tätigen gemeinnützigen Organisationen und der sie unterstützenden Dienstleister in Deutschland. Er fördert die Professionalisierung des Berufszweigs sowie die Umsetzung ethischer Prinzipien in der Branche. Ihm gehören 1.300 Mitglieder an.


Ausstellung der Aktion Arbeit ist bis zum 18. Mai in Neuwied zu sehen

Langzeitarbeitslose stehen im Abseits

Ein Schaukasten zeigt unterschiedliche Dinge, die durch die Programm der Aktion Arbeit hergestellt werden. Foto: bt 
Ein Schaukasten zeigt unterschiedliche Dinge, die durch die Programm der Aktion Arbeit hergestellt werden. Foto: bt 

(Neuwied/bt – 2017 die Arbeitslosenzahlen in Deutschland befinden sich auf einem Rekordtief, doch es gibt rund eine Millionen Menschen, die seit mehr als einem Jahr ohne Arbeit sind – Langzeitarbeitslose. „Das Thema findet kaum Beachtung in der Gesellschaft, aber für jeden Betroffenen ist es eine wirkliche Katastrophe“, betont der Bischöfliche Beauftragte für die Aktion Arbeit im Bistum Trier Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich bei der Ausstellungseröffnung „Kirche-Arbeit-Geld“ in der Neuwieder Sparkasse.

 

Die Aktion Arbeit engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind. Mit der Ausstellung, die vom Dekanat Rhein-Wied organisiert wird, macht die Aktion auf das Schicksal von Betroffenen und deren Familien aufmerksam. Die Ausstellung berichtet über die persönlichen Erfahrungen der Menschen in arbeitsmarktpolitischen Projekten und öffentlich geförderten Arbeitsstellen. „So lernen die Besucher Menschen, die in der katholischen Familienbildungsstätte Neuwied und bei der CarMen gGmbH Koblenz angestellt sind, kennen“, schildert Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, den Aufbau der Ausstellung.

 

Arbeitslose ständen oftmals im Abseits, erklärt Ullrich. „Die Betroffenen fallen regelrecht in ein Loch, ohne Hilfe kommen sie da nicht mehr heraus.“ Sie würden Halt, (Tages-)Struktur und ihr Selbstwertgefühl verlieren. Die bestehenden Fördermaßnahmen, meist auf ein Jahr beschränkt, zeigten keine messbaren Ergebnisse, sondern wirkten demotivierend. „Doch das Arbeiten gehört zur Kultur des Menschen. Er will sich sinnvoll einbringen.“ Daher sei es wichtig, die Langzeitarbeitslosen in den Blick zu nehmen. Die unabhängige und durch Spenden finanzierte Aktion Arbeit hat aus diesem Grund ein Konzept zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit erarbeitet, welches auch in der Ausstellung erklärt wird. Es zielt auf einen integrierten Arbeitsmarkt, weg von Maßnahmenteilnehmern zu Arbeitnehmern, die Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Langzeitarbeitslose seien aufgrund ihrer Situation destabilisiert und nur eingeschränkt leistungsfähig. Der einfache Grundgedanke ist, diesen Wettbewerbsnachteil durch einen unbefristet gewährten Zuschuss in Höhe von 60 Prozent des Mindestlohns in der jeweiligen Branche auszugleichen. „Eine Modellrechnung vergleicht die entstehenden Kosten für 800.000 Langzeitarbeitslose nach dem geltenden System mit den finanziellen Konsequenzen eines solchen neuen Konzepts und zeigt auf, dass für die betroffenen Kostenträger – Bund, Kommunen und Sozialversicherungsträger – eine jährliche Kostenersparnis von viereinhalb Milliarden Euro möglich ist“, verdeutlicht Ullrich, der selbst 16 Jahre in der Industrie tätig war, bevor er Priester wurde.

 

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Sparkasse zu sehen. Der Katholikenratsvorsitzende des Bistums Manfred Thesing und Andrea Steyven stehen am Donnerstag, 11. und Montag, 15. Mai (jeweils ab 15.30 Uhr) den Ausstellungsbesuchern zum Austausch und Gespräch zur Verfügung. Mit einem „Geistlichen Zwischenruf“ durch Weihbischof Jörg Michael Peters endet die Ausstellung am  Donnerstag, 18. Mai (18 Uhr).

 

Weitere Informationen gibt es auf www.aktion-arbeit.de und per E-Mail an dekanat.rhein-wied(at)bistum-trier.de.

 


VERSICHERTE ENTSCHEIDEN MIT - KIRCHE RUFT ZU SOZIALWAHL AUF

 

(Karlsruhe/ekiba) - Auch in Baden-Württemberg erhalten viele Menschen in diesen Tagen amtliche Briefe, meist in roten Umschlägen. In den Schreiben der Krankenkasse oder der Rentenversicherung geht es aber nicht um Anträge oder Beitragsinformationen: Alle sechs Jahre sind rund 50 Millionen gesetzlich Versicherter in Deutschland aufgerufen, sich an der Sozialwahl zu beteiligen. „Wir können mitentscheiden, wer für die kommenden sechs Jahre unsere Belange als Versicherte im Blick hat“, betont der Geschäftsführer der Evangelischen Arbeitnehmerschaft ean, Siegfried Aulich. Deshalb sei es wichtig an dieser Wahl teilzunehmen.

Knapp 1 Million Mitglieder der badischen Landeskirche sind stimmberechtigt. „Wir brauchen solidarische und starke Kranken-und Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften, die gute Leistungen haben“, betont Siegfried Aulich. Die Verwaltungsräte, Vertreterversammlungen und Widerspruchsausschüsse seien zu je 50 Prozent mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeberseite und der Arbeitnehmerseite besetzt, alle mit jeweils gleichem Stimmrecht. „Bei den Sozialwahlen werden nun also die Vertreter der Arbeitnehmerseite gewählt – die ihr Amt übrigens auf ehrenamtlicher Basis ausüben“, erläutert Aulich.  

Jede und jeder Versicherte kann per Briefwahl bis spätestens 26. Mai 2017 seine oder ihre Stimme abgeben. Kandidatinnen und Kandidaten der ACA (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer-Organisationen) werden auf den Wahllisten der Rentenversicherung Bund, der Barmer GEK (sie ist allerdings eine Ausnahme und verschickt erst im September), DAK Gesundheit, Techniker Krankenkasse, Bundesinnungskrankenkasse Gesundheit (BIG) und IKK classic, der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau sowie der Berufsgenossenschaften VBG, BGW, Bau BG und BGN vertreten sein. In der ACA sind der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen BVEA, in dem die ean Mitglied ist, sowie die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) und das Kolpingwerk Deutschland vereint.

Wer bei der DRV Bund und einer der genannten Krankenkassen versichert ist, erhält zwei Wahlbriefe und kann bei beiden Wahlen seine Stimme abgeben.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.ean-baden.de bei „ean aktuell“, www.aca-online.de und www.aca-bw.de.

 


Evangelische Kirche erhält „Institutional Investor Awards“

Hessen-Nassau für nachhaltige Geldanlage ausgezeichnet

 

(Darmstadt/ekhn) - Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ist für ihren nachhaltigen Umgang mit Geldanlagen mit dem „Institutional Investor Deutschland Awards“ ausgezeichnet worden, wie die Pressestelle der EKHN am Mittwoch (3. Mai) mitteilte. Die hessen-nassauische Kirche erhielt den Preis des internationalen Netzwerks von institutionellen Anlegern für das beste Nachhaltigkeitsprogramm in Deutschland. Heinz Thomas Striegler, Leiter der hessen-nassauischen Kirchenverwaltung sowie Finanzdezernent, betrachtet die Auszeichnung „als Anerkennung des jahrelangen, intensiven Einsatzes der EKHN für eine ethisch-nachhaltige Geldanlage“. Striegler: „Es ehrt uns, dass dies von anderen großen Investoren offenbar auch so eingeschätzt wird“.

 

 

 

Strenge Anlagekriterien

 

Die hessen-nassauische Kirche legt ihre Rücklagen beispielsweise für die Sicherung von  Pensionen oder künftiger Baulasten ausschließlich nach ethisch-nachhaltigen Grundsätzen an. Damit sind beispielsweise Aktien und Anleihen von Rüstungsunternehmen tabu. Auch Unternehmen, die menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit unterstützen oder tolerieren, sind ausgeschlossen. Seit 2016 überprüft die EKHN zudem die CO2-Intensität der Geldanlagen und integriert Klimaschutzziele in die Anlagestrategie.

 

 

 

Preis von Profis für Profis

 

Mit dem von einem weltweiten Netzwerk institutioneller Anleger, dem  „Institutional Investor Forum“, vergebenen Preis in insgesamt acht Kategorien werden Investoren für ihren erfolgreichen Ansatz und ihr innovatives Denken ausgezeichnet. Die Nominierungen kommen dabei direkt aus der Branche. Dabei entscheiden Vorsorgeeinrichtungen, Berater und Investmentmanager, wer ihrer Meinung nach eine Anerkennung verdient hat und reichen die Nominierungen ein. Da die Deutschland Awards sogenannte „Peer-to-Peer“-Awards sind, können nur Kapitalanlageverantwortliche von Vorsorgeeinrichtungen, Versicherungen und Stiftungen abstimmen. Die Deutschland Awards wurden 2017 zum dritten Mal vergeben.

 


eneloop Expedition 2100 ist startklar

 

 

 

Fünf Teams mit Abenteurern sind jetzt bereit, bei der ‚Facebook Challenge‘, dem ersten Wettkampf der eneloop Expedition 2100, anzutreten. Nach diesem spannenden Rennen werden nur drei Teams übrigbleiben. Zwischenzeitlich ist die erfolgreiche eneloop European Photo Challenge zu Ende gegangen.

 

eneloop Expedition 2100 wählt 5 Teams für die erste Challenge aus

(Osaka/pm) - Die eneloop Expedition 2100 ist eine 2.100 km lange Wanderung durch Europa, in der (letztendlich) drei Teams aus zwei Personen gegeneinander antreten. Jedes Team folgt einer europäischen Wanderroute - von Kopenhagen (Dänemark), Cambridge (Vereinigtes Königreich) oder Posen (Polen) bis zur Ziellinie in Mailand. Die Teams kämpfen um den ersten Preis, einen Betrag von 21.000 Euro, der von eneloop (Panasonic) an die Wohltätigkeitsorganisation ihrer Wahl gespendet wird.

 

Am 28. April 2017 wurden die 5 Teams bekanntgegeben, die an der ersten Challenge teilnehmen. Bei dieser ersten Challenge müssen die Teams zwischen dem 1. Mai und 1. Juni auf ihrer Teamseite auf Facebook eine möglichst große Fanbasis sammeln. Sie müssen außerdem die Aufgabe übernehmen, einen kreativen Film über ihre Heimatstadt zu produzieren und diesen über soziale Netzwerke zu promoten. Die Teams erhalten Punkte für die Anzahl von Likes auf ihrer Teamseite, für das Engagement ihrer Fanbasis und die Kreativität ihres Videos. Möchtest du mehr über die Teams erfahren? Besuche die Website und Facebook-Seite.

 

Zwei der 5 Teams werden zu Back-up-Teams und die verbleibenden 3 Teams werden zum Einführungstag am 7. Juni eingeladen. Dieser wird am Standort des Konzeptentwicklers, ARK Communication, in Rupelmonde (Belgien) stattfinden. Die Teams werden von der Organisation (Panasonic Energy Europe und ARK) und von Sponsoren begrüßt. Hierzu zählen Sparkle (visuelle Aufbereitung von Social-Media-Kanälen), Adventure Food (Instantmahlzeiten für Outdoor-Aktivitäten), Husky (Outdoor-Spezialist), Panasonic und Columbia Sportswear (Outdoor-Bekleidung).

 

Die Teams erhalten die notwendige Ausrüstung für ihre Expedition - einschließlich Demonstrationen - sowie Tipps & Tricks, die einen erfolgreichen Abschluss der Challenge sicherstellen. Die Organisationen, mit denen die Teams verbunden sind, werden am Einführungstag bestätigt und die Gewinnerteams werden der Öffentlichkeit offiziell am 22. Juni vorgestellt. Aber der Schleier wird auf der Website und auf der Facebook-Seite bereits ein wenig früher gelüftet. Bleib‘ also dran!

 

 

 

Die eneloop European Photo Challenge war ein voller Erfolg
Zwischenzeitlich ist der letzte eneloop-Wettkampf - die European Photo Challenge - zu Ende gegangen. Diese Fotochallenge drehte sich rund um die umweltfreundlichen eneloop-Akkus von Panasonic und fand von Dezember 2015 bis März 2017 statt. Europäische Fotografen reichten ihre Lieblings-Naturfotografien zu einem bestimmten Thema ein. Die Bilder mit den meisten Likes erhielten einen Preis. Teilnehmende Länder waren Belgien, Deutschland, Dänemark, Estland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Ungarn, Italien, Niederlande, Polen, Luxemburg und Malta.

 

Es gab insgesamt 6 Ausgaben der Photo Challenge, jede mit zwei Gewinnern pro Land und einem Gewinner des ersten Preises. Die Landessieger wurden mit Packungen mit eneloop-Akkus belohnt, während der erstplatzierte Gewinner einen größeren Preis (eine Kamera und Akkus) erhielt und Geld für Umweltschutzorganisationen sammelte. Insgesamt wurden 3.120 Fotografien eingereicht, die zu 117 glücklichen Gewinnern und einer Spende von 40.000 Euro von eneloop an wohltätige Zwecke führten.

 

 

 

Über Panasonic Energy Europe
Die Zentrale von Panasonic Energy Europe befindet sich in Zellik bei Brüssel, Belgien. Das Unternehmen ist Teil der Panasonic Corporation, einer der führenden globalen Hersteller von Elektronikprodukten und Elektroartikeln. Aufgrund der enormen langjährigen Erfahrung mit Unterhaltungs- und Haushaltselektronik entwickelte sich Panasonic zum größten europäischen Batteriehersteller der Gegenwart. Die europäischen Produktionsanlagen befinden sich in Tessenderlo, Belgien und Gniezno, Polen. Panasonic Energy Europe exportiert mobile Energielösungen in mehr als 30 europäische Länder. Zu dem vielfältigen Produktangebot des Unternehmens gehören Akkus, Ladegeräte, Alkali-, Zink-Kohle- und Spezialbatterien (wie Photo-Lithium-, Silberoxidbatterien, Zink-Luft-Hörgerätebatterien, Mikro-Alkali- und Lithium-Knopfzellen).
Weitere Informationen finden Sie unter www.panasonic-batteries.com.

 

Über Panasonic
Die Panasonic Corporation ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von elektronischen Produkten für die vielfältige private, gewerbliche und industrielle Nutzung. Panasonic ist ansässig in Osaka, Japan und erwirtschaftete zum Geschäftsjahresende am 31. März 2015 einen konsolidierten Nettoumsatz in Höhe von rund 57 Milliarden EURO. Panasonic verfolgt das Ziel, das tägliche Leben zu vereinfachen und die Welt ein Stück besser zu machen und trägt deshalb fortwährend zur Weiterentwicklung der Gesellschaft und zur allgemeinen Zufriedenheit der Menschen weltweit bei.
Weitere Informationen zum Unternehmen und zur Marke Panasonic unter http://panasonic.net/.

 


BUND, German Doctors und die Whale and Dolphin Conservation hoffen auf den ersten Platz

Verleihung des Deutschen Fundraising-Preises 2017 am 4. Mai in Kassel

(Berlin/pm) - Die Spannung steigt: Wer ist der strahlende Sieger beim diesjährigen Deutschen Fundraising-Preis? Nur noch eine Woche, dann fällt am 4. Mai 2017 die Entscheidung im Rahmen der großen Gala des 24. Deutschen Fundraising-Kongresses in Kassel. Nominiert für den vom Deutschen Fundraising Verband verliehenen Preis sind der BUND mit "E-Mail-Fundraising für eine spendenbasierte ganzseitige Zeitungsanzeige“ im Rahmen ihrer Glyphosat-Kampagne, der German Doctors e.V. mit seiner Aktion „Osteroder zeigen Herz“ sowie die Whale and Dolphin Conservation mit ihrer Unternehmenskooperation „Weniger Plastik ist Meer – WDC und Brita GmbH für den Schutz der Meere vor Plastikmüll".

Zusätzlich wird der 2016 an Krebs verstorbene Jonathan Heimes posthum für sein herausragendes persönliches Engagement ausgezeichnet. Mit seinem Leitspruch "Du musst kämpfen" beschloss er, sich für krebskranke Kinder einzusetzen, sammelte u.a. mit dem Erlös seiner mit dem Leitspruch bedruckten Motivationsbändchen Spenden ein und unterstützte durch seine Vorbildfunktion auch die Mannschaft des SV Darmstadt bei ihrem Aufstieg in die erste Bundesliga.

Mit dem Deutschen Fundraising-Preis würdigt der Deutsche Fundraising Verband (DFRV) besondere Leistungen in der Spendenwerbung. Die Auszeichnung ist der bundesweit wichtigste Branchenaward und wird jährlich im Rahmen des Deutschen Fundraising Kongresses verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderem die Aktion „Rechts gegen Rechts“, Pfarrer Franz Meurer, die deutsche Sektion von Amnesty International und Eske Nannen.

 

Deutscher Fundraising Verband e.V.
Der Deutsche Fundraising Verband e.V. vertritt die Interessen der einzelnen Fundraiser, der im Dritten Sektor tätigen gemeinnützigen Organisationen und der sie unterstützenden Dienstleister in Deutschland. Er fördert die Professionalisierung des Berufszweigs sowie die Umsetzung ethischer Prinzipien in der Branche. Ihm gehören 1.300 Mitglieder an.

 


Pulse of Europe Initiator Daniel Röder hält Abschluss-Keynote

Europas Puls schlägt auf dem Deutschen Fundraising-Kongress

(Berlin/pm) - Pulse of Europe Initiator Daniel Röder wird am 5. Mai die Abschluss-Keynote auf dem 24. Deutschen Fundraising-Kongress halten. Die Pulse of Europe Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, den europäischen Gedanken wieder sichtbar und hörbar zu machen. Toleranz, Weltoffenheit, Demokratie und Zusammenarbeit sind auch für die vom Deutschen Fundraising Verband (DFRV) geförderte Kultur des Gebens elementare Bestandteile. DFRV-Geschäftsführer Arne Peper freut sich daher besonders über die Zusage: „Nur zwei Tage vor der europäisch richtungsweisenden Stichwahl um die Präsidentschaft in Frankreich wird Daniel Röder unseren Kongressteilnehmern über Motivation, Aufbau und Entwicklung seiner Initiative berichten, die exemplarisch für die Aktivierung eines sozialen, demokratischen und weltoffenen Engagements steht und dem Deutschen Fundraising-Kongress damit einen starken inhaltlichen Endpunkt setzen.“

Der Deutsche Fundraising-Kongress findet vom 3. bis 5. Mai 2017 im Kongresspalais Kassel statt.

Termin Keynote Daniel Röder:
5. Mai 2017, 14 – 14.45 Uhr

 

Veranstaltungsort:
Kongresspalais Kassel (Baumbachstraße 2, 34119 Kasssel), Blauer Saal

Die zweite Keynote des Kongresses wird Dr. Tillmann Bendikowski halten. Der Journalist und Historiker hat sich in seinem Buch „Helfen: Warum wir für andere da sind“ mit der Kultur des Helfens in Deutschland befasst.

Termin Keynote Dr. Tillmann Bendikowski:
4. Mai 2017, 9.15 – 10.15 Uhr

 

Veranstaltungsort:
Kongresspalais Kassel (Baumbachstraße 2, 34119 Kasssel), Blauer Saal

 

Eine Anmeldung für den Deutschen Fundraising-Kongress ist weiterhin möglich. Alle Informationen dazu gibt es unter www.fundraising-kongress.de

Der Deutsche Fundraising Kongress
Der Deutsche Fundraising-Kongress ist das größte und renommierteste Branchentreffen im deutschsprachigen Raum. Er wird vom Deutschen Fundraising Verband veranstaltet. Jährlich versammeln sich rund 800 Fundraiserinnen und Fundraiser aus Non-Profit-Organisationen drei Tage lang zum Fachdialog. In diesem Jahr findet der 24. Deutsche Fundraising-Kongress vom 3. bis 5. Mai in Kassel statt. 

 

Deutscher Fundraising Verband e.V.
Der Deutsche Fundraising Verband e.V. vertritt die Interessen der einzelnen Fundraiser, der im Dritten Sektor tätigen gemeinnützigen Organisationen und der sie unterstützenden Dienstleister in Deutschland. Er fördert die Professionalisierung des Berufszweigs sowie die Umsetzung ethischer Prinzipien in der Branche. Ihm gehören 1.300 Mitglieder an.

 


Hyundai und Caritas erneuern Partnerschaft

Foto: Hyundai / Caritas
Foto: Hyundai / Caritas

Nachhaltige Partnerschaft seit 2004 unter dem Motto „Gemeinsam mehr bewegen" - bereits über 140.000 Menschen mit mehr als 75 Projekten erreicht

 

 

(Stuttgart/pm) - Hyundai Motor Deutschland und die Caritas arbeiten auch weiterhin unter dem Motto „Gemeinsam mehr bewegen" zusammen. Das Automobilunternehmen und der Wohlfahrtsverband verlängern die seit 2004 bestehende Partnerschaft um weitere zwei Jahre bis zum 31.12.2018.

 

„Wir sind stolz, dass uns mit der Caritas eine nachhaltige und vertrauensvolle Zusammenarbeit verbindet", so Markus Schrick, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland. „Als Unternehmen haben wir auch eine gesellschaftliche Verantwortung, der wir gemeinsam mit der Caritas gerecht werden können."

 

„Dass Hyundai sich langfristig in Projekten der Caritas engagiert, ist ein ermutigendes Zeichen für unsere Arbeit. Es bedeutet Planungssicherheit für die Projektverantwortlichen in unseren Einrichtungen und Beratungsdiensten. Und darum können sich Menschen, die in Not geraten sind, weiter auf die Unterstützung der Caritas verlassen", so Pfarrer und Caritasdirektor Oliver Merkelbach.

 

Seit 2004 haben die Partner unter dem Motto „Gemeinsam mehr bewegen" über 75 Projekte umgesetzt und damit 140.000 Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt. In den vergangenen Jahren standen vor allem die Themen Jugend und Bildung im Vordergrund. 2016 förderten die Partner Fußballturniere des katholischen DJK-Sportverbandes unter dem Motto „Teamgeist für Menschlichkeit". Über 2.000 Kinder stellten in den Fußballcamps ihr fußballerisches Können unter Beweis und erlebten gleichzeitig, wie wichtig Fairplay und ein respektvolles Miteinander sind. Außerdem konnten jährlich über 100 Caritas-Einrichtungen mit von Hyundai zur Verfügung gestellten H-1Bussen Kindern und Jugendlichen die Fahrt zu Bildungs- sowie Ferienfreizeiten ermöglichen.

 

In den kommenden zwei Jahren sollen vor allem konkrete Hilfen für in Not geratene Menschen, die Unterstützung von Familien in schwierigen Lebenssituationen sowie die Förderung von Bildungsmaßnahmen im Vordergrund stehen.

 

 

 


3x „sehr gut“ für Mars im Katzenfutter-Test

Stiftung Warentest bestätigt herausragende Qualität von Whiskas, Sheba und Kitekat

Foto: Mars Petcare
Foto: Mars Petcare

 

 

„Katzen könnten getrost Whiskas kaufen“, schreibt die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Katzenfutter-Test. Sie bewertet Whiskas, Sheba und Kitekat, die drei Top-Marken von Mars Petcare, allesamt mit der Bestnote „sehr gut“.

 

 

(Verden/pm) – Nur sechs der 25 getesteten Katzenfeuchtfutter bieten laut der Stiftung Warentest einen optimalen und schadstoffarmen Nährstoffmix sowie richtige Fütterungshinweise. Zu den mit der Bestnote „sehr gut“ getesteten Futtern gehören Produkte der drei Top-Marken von Mars Petcare: Whiskas, Sheba und Kitekat.

 

„Wir freuen uns sehr über diese großartige Bewertung einer renommierten und unabhängigen Verbraucherschutzorganisation“, sagt Barbara Bajorat, Geschäftsführerin von Mars Petcare in Deutschland. „Das Ergebnis bestätigt einmal mehr, dass wir optimales Katzenfutter produzieren – dank permanenter Investitionen in unsere Produktqualität und ambitionierter Forschung. Wir sehen diese Auszeichnung der Stiftung Warentest als Ansporn, unseren Weg konsequent weiter zu verfolgen.“

 

Stiftung Warentest hat in der Mai-Ausgabe ihres Magazins „Test“ 25 Alleinfuttermittel für Katzen unter die Lupe genommen. Alle Futter wurden nach eigener Aussage anonymisiert im Labor untersucht. Dabei ermittelten die Tester den Gehalt an Nährstoffen im Futter, darunter Fett, Eiweiß, Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Sie prüften, ob das Futter die notwendigen Nährstoffmengen für eine deutsche Durchschnittskatze liefert und die Tiere als alleinige Nährstoffquelle optimal versorgt. Auch eine Bewertung von Deklaration, Werbeaussagen und den Fütterungsempfehlungen auf der Verpackung sowie potenziell enthaltene Schadstoffe im Futter flossen in die Gesamtnote ein.

 


Ausstellung über Langzeitarbeitslosigkeit in Saarlouis

„Stell mich an – nicht AUS!“

Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich (im Bild zusammen mit Weihbischof Robert Brahm) nutzte die Ausstellung, um noch einmal auf das Konzept zum integrierten Arbeitsmarkt hinzuweisen. Foto: bt 
Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich (im Bild zusammen mit Weihbischof Robert Brahm) nutzte die Ausstellung, um noch einmal auf das Konzept zum integrierten Arbeitsmarkt hinzuweisen. Foto: bt 

(Saarlouis/bt) – „Stell mich an – nicht AUS“ Unter diesem Motto haben die Aktion Arbeit im Bistum Trier, der Caritasverband Saar-Hochwald und das Dekanat Saarlouis am 25. April zur Eröffnung der gleichnamigen Ausstellung und einer Informationsveranstaltung zum Thema „Langzeitarbeitslosigkeit“ in die Fußgängerzone von Saarlouis eingeladen.

 

Kern der Ausstellung „Stell mich an – nicht AUS!“ ist ein Kubus, der unter dem Pavillon in der Französischen Straße in Saarlouis steht. Die Ausstellung ist Teil der bundesweiten Kampagne der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit (BAG IDA) der Caritas. Auf den Außenwänden dieses Kubus sind Menschen abgebildet, die mehr als ein Jahr arbeitslos waren. Im Inneren, auf der anderen Seite der Wände sind dieselben Personen nachdem sie eine Arbeit gefunden haben – ein Unterschied wie Tag und Nacht: Außen sehen die Menschen fertig und kaputt aus. Im Inneren lächeln sie befreit und glücklich. „Unser Ziel ist es, mit der Ausstellung auf die Problematik der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit aufmerksam zu machen“, sagt Martina Messan, Referentin des Diözesan-Caritasverbands und Vorstandsmitglied der kath. BAG IDA. Sie betrachtet Langzeitarbeitslosigkeit nicht nur aus wirtschaftlicher Perspektive: „Arbeit schafft Würde. Das will die Ausstellung „Stell mich an, nicht AUS!“ klar machen.

 

Die Ausstellung findet in ganz Deutschland als gleichzeitige Wanderausstellung von vier dieser Kuben statt. Der Kubus in Saarlouis ist durch die Bistümer Mainz, Speyer, Limburg und Trier unterwegs. Auftakt war im letzten Jahr in Koblenz. „Das Interesse ist groß“, erzählt Massen. „Es entstehen immer wieder Diskussionen mit Passanten. Aber es gibt auch kritische Stimmen. Heute hat jemand gesagt, das seien doch alles Faulenzer. Langzeitarbeitslosigkeit und Hartz IV stigmatisieren die Menschen!“ Unterstützung bekam sie dabei von Weihbischof Robert Brahm: „Teilhabe am Arbeitsmarkt bedeutet auch soziale Teilhabe“, betonte Brahm bei der Veranstaltung. „Diese Ausstellung ist ein wichtiges Projekt und eine Herzensangelegenheit.“ Er bekräftigte die Unterstützung des Bistums Trier für das Engagement der Caritas und der Aktion Arbeit.

 

Der Bischöfliche Beauftragte für die Aktion Arbeit, Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich nutzte die Aktion, um in der Fußgängerzone noch einmal auf das Konzept zum integrierten Arbeitsmarkt hinzuweisen, dass das Bistum Trier im März zusammen mit den beiden Ministerpräsidentinnen Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland) und Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) in Berlin vorgestellt hat. „Unser Vorschlag ist: Gebt jedem Arbeitgeber, der einen Langzeitarbeitslosen einstellt, einen Zuschuss von 60 Prozent des Mindestlohns in der jeweiligen Branche – unbefristet!“, wiederholte Ullrich die Kernforderung des Konzepts. Damit könnten bis zu 4,5 Mrd. Euro im Jahr im Vergleich zur jetzigen Praxis der Grundsicherung und Fördermaßnahmen eingespart werden, so Ullrich.

 


Liebe und Kreativität zum Muttertag – kein Tag wie jeder andere

 


(Nürnberg/folia) - Am Sonntag, den 14. Mai 2017, ist es wieder soweit und der Muttertag steht vor der Tür. Millionen Söhne, Ehemänner und Töchter überlegen dann wieder, was sie ihrer Mutter schenken können und wie der Tag etwas Besonderes werden kann.

Jedes Jahr freuen sich viele Mütter auf Frühstück am Bett, einen Kuchen, Blumen, einen Tag mit der Familie oder einfach eine kleine Aufmerksamkeit. "Im Kreativbereich kennen wir uns bei folia® ja recht gut aus und heute möchten wir ein paar Tipps und Ideen zum Muttertag vorstellen", erklärt Sebastian Meyer, Pressesprecher bei folia®.



Gestickte Karten zum Muttertag

Eine besonders kreative Art, sich von der Masse an Gruß- und Glückwunschkarten hervorzuheben, ist es natürlich, diese Karte selber zu machen. Selbst gestickte Elemente in einer Karte verleihen ihr eine ganz individuelle Note. Als Material eignen sich ein Stick-Karton-Set, Bastelkleber und Doppelkarten.

Die komplette Anleitung lesen Sie hier – bitte klicken!




Geschenkverpackungen selber machen

Das Auge schenkt bekanntlich mit bzw. packt mit aus. Aus diesem Grund kann, ja muss man bei der Verpackung der Überraschung ebenfalls kreativ werden. folia® bietet hier verschiedene Verpackungssets an, die nach Belieben und Gefallen weiter verziert werden können. In jedem Set gibt es genügend Material für mehrere Verpackungen und Kombinationen.

Hier zeigen wir ein paar Anregungen – bitte klicken!




Süßer Blumengruß mit Tafelfolie

Blumen sind wohl das gängigste Geschenk zum Muttertag – um aber nicht mit einer 08/15-Lösung aufzukreuzen, gibt es eine schöne Alternative mit Tafelfolie.

Ein schönes Beispiel dazu finden Sie hier – bitte klicken!




Selbstgebackenes edel verpackt

Ein Geschenk, das auch immer geht, ist Selbstgebackenes. Damit es aber auch gut in Szene gesetzt werden kann, bietet folia® viele verschiedene Verpackungsmöglichkeiten an. Vor allem die neuen Gebäck-Geschenkboxen bieten hier viele Möglichkeiten und sind in unterschiedlichen Größen erhältlich.

Mehr Informationen erhalten Sie hier – bitte klicken!
 

Mehr Ideen und Anregungen zum Muttertag auch auf PINTEREST – bitte klicken!

 


Industrielles Saatgut und Pestizide schaffen neue Abhängigkeiten

Mega-Fusion: Bayer-Monsanto bringt bäuerliche Landwirtschaft unter Druck

 

Bayer * Monsanto * Hauptversammlung * Kleinbauern * Saatgut * Pestizide * Agrarchemikalien * Nutzpflanzenvielfalt

(Berlin/Aachen/bfw) - Vor der Bayer-Hauptversammlung am Freitag (28.04.2017) in Bonn warnen entwicklungspolitische Organisationen vor den Folgen der Übernahme des US-Konzerns Monsanto durch Bayer. Vor allem Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in Entwicklungsländern würden unter Preissteigerungen, begrenzter Auswahl bei Saatgut und Pestiziden sowie Gesundheitsschäden durch den Einsatz von Agrarchemikalien leiden. Kleinbäuerliche Landwirtschaft müsse deshalb endlich als Erfolgsmodell für die Welternährung anerkannt und stärker gefördert werden. Kleinbauern erzeugen heute 80 Prozent der Lebensmittel weltweit.

Mit den Fusionen von Dow-DuPont und ChemChina-Syngenta sowie der geplanten Übernahme des US-Konzerns Monsanto durch Bayer könnten in Zukunft drei Megakonzerne fast zwei Drittel des weltweiten Marktes für Saatgut und Agrarchemikalien kontrollieren. Damit haben sie einen großen Einfluss auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die Ernährung von Milliarden Menschen.

Bäuerliche Familienbetriebe aus dem Globalen Süden vermehren ihr Saatgut meist selbst, tauschen es untereinander und treiben damit die Weiterentwicklung von Saatgut eigenständig voran. Ihr Saatgut ist lokal angepasst, erschwinglich und erhält die Artenvielfalt. „Kommt es zur Fusion, schrumpft der Raum für nichtkommerzielle Alternativen, weil die Marktmacht zu überwältigend ist. Saatgutzüchtungen werden dann nur noch an den Interessen weniger Konzerne orientiert. Das bedeutet, dass vor allem Pflanzen gezüchtet werden, die hohe Gewinne bringen. Folge der Marktkonzentration werden vermutlich der weitere Verlust der Nutzpflanzenvielfalt, steigende Saatgutpreise und die verstärkte Abhängigkeit der Bauern von Düngemitteln und Pestiziden sein“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt.

Wo großflächig industriell vertriebenes Saatgut genutzt wird, würden bereits heute große Mengen an Agrarchemikalien eingesetzt. „Der massive Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden hat vor allem im Globalen Süden verheerende Folgen. Partnerorganisationen berichten von gesundheitlichen Schäden durch den intensiven und ungeschützten Einsatz von Pestiziden, von verseuchten Böden und Wasserquellen“, so Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel. Gerade dort fehle es oftmals an Regulierungen zum Pestizideinsatz durch Regierungen und an Aufklärung über Schutzmaßnahmen sowie die Gefahren durch den Einsatz von Pestiziden für Gesundheit und Umwelt seitens der Hersteller. „Mit der Übernahme von Monsanto wird die Verantwortung des Konzerns Bayer umso größer, den Schutz von Bauernfamilien und Landarbeitern zu garantieren“, so Pirmin Spiegel.

Der geplante Zusammenschluss müsse zudem ein Weckruf sein, die deutsche und europäische Agrarwende entschlossener voranzutreiben, um Kleinbäuerinnen und
-bauern in Asien, Afrika und Lateinamerika zu schützen. Arndt von Massenbach, Geschäftsführer von INKOTA, betont: „Die kleinbäuerliche Landwirtschaft ernährt mehr Menschen als alle Lebensmittelkonzerne zusammen. Es müssen dringend politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den Beitrag von Kleinbauern zur Welternährung anerkennen und deren Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen sicherstellen. Deshalb brauchen wir in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit eine stärkere Förderung agrarökologischer Anbaumethoden, die eine Produktivitätssteigerung ermöglichen, ohne die Bauern in neue Abhängigkeiten zu bringen."


Weitere Informationen:
Rund um die Hauptversammlung des Bayer-Konzerns am 28. April im World Conference Center (WCCB) in Bonn finden ab 7 Uhr Kundgebungen, Vorträge und Protestaktionen von zahlreichen Organisationen statt.
Das Dossier „Bayer & Monsanto – Bleibt uns vom Acker“ von FIAN Deutschland, INKOTA, dem Forum Umwelt und Entwicklung, Brot für die Welt sowie Misereor finden Sie hier zum Download:
http://news.brot-fuer-die-welt.de/r.html?uid=A.B.BggX.ECt.BXBkh.7FNmAukxdGnsIM4v6f0ECQ
Es kann kostenlos bei den jeweiligen Organisationen bestellt werden.

 


„Dritter Weg“ der Kirchen künftig mit Gewerkschaften Diözese ruft auf zu Beteiligung an Gestaltung kirchlichen Arbeitsvertragsrechts

(Rottenburg/drs) - Die Diözese Rottenburg-Stuttgart bietet den Gewerkschaften erstmals die Mitarbeit in der Kommission zur Ordnung des Diözesanen Arbeitsvertragsrechts (Bistums-KODA) an. Damit haben die örtlich und sachlich zuständigen tariffähigen Arbeitnehmerkoalitionen die Möglichkeit, eine Vertreterin oder einen Vertreter in die Bistums-KODA zu entsenden und sich organisatorisch am Zustandekommen des kirchlichen Arbeitsvertragsrechts auf der Mitarbeiterseite zu beteiligen. Ein Sitz in der Kommission ist den Gewerkschaften vorbehalten. Eine entsprechende Bekanntmachung wurde jetzt im aktuellen Amtsblatt der Diözese veröffentlicht.

 

 

 

Der Aufruf an mitwirkungswillige Gewerkschaften basiert auf einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 20. November 2012. Vor diesem Hintergrund hat der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) eine Rahmen-Koda-Ordnung und eine Entsendeordnung beschlossen, die anschließend für die Diözese Rottenburg-Stuttgart ausgearbeitet und von Bischof Fürst in Kraft gesetzt wurde.

 

 

 

Artikel 140 des Grundgesetzes gestattet den Kirchen ihre arbeitsvertraglichen Bestimmungen auf dem sogenannten „Dritten Weg“ in eigens hierfür kirchenrechtlich eingeführten paritätisch besetzten arbeitsrechtlichen Kommissionen selbst auszuhandeln. Die Bistums-KODA ist für die Gestaltung und Weiterentwicklung des Arbeitsvertragsrechts in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und damit für rund 21.000 Beschäftigte zuständig.

 

 

 


Saale-Unstrut:  Auf den Spuren von Salz und Kohle

 Saale-Unstrut ist bekannt für seine hochmittelalterliche Kulturlandschaft mit Burgen und Klöstern. Doch auch die Industrie hat die Region zwischen Leipzig und Weimar entscheidend mitgestaltet.

 

 

(Naumburg/tpr) – Salz und Kohle: Jahrhundertelang haben diese beiden Rohstoffe Menschen und Landschaft in Saale-Unstrut geprägt. Im Mittelalter begannen die Einwohner der heutigen Kurstädte Sole zu Speisesalz zu sieden. Bis heute schätzen Menschen auch die heilsame Wirkung der Sole für Haut und Atemwege. Das Geiseltal war eines der bedeutendsten Bergbaugebiete in Deutschland. Jetzt suchen Einheimische und Touristen am Geiseltalsee, einem ehemaligen Tagebaurestloch, Erholung.

 

 

Von der Salzgewinnung zur Heilkraft der Sole

 

In weiße Mäntel gehüllt gehen Kurgäste in diesen frühlingshaften Tagen wieder öfter durch Saale-Unstruts Gradierwerke. Sole, eine wässrige Lösung von Salzen, rinnt hier über große, mit Schwarzdornbündeln gefüllte Holzgerüste. Die salzhaltige Luft, die sie einatmen, erinnert an einen Spaziergang an der Nordsee. Schon im 19. Jahrhundert sorgte die Heilwirkung der Sole in den Kurstädten Bad Sulza, Bad Kösen und Bad Dürrenberg für Aufschwung. Ursprünglich waren die Gradierwerke Teil des Salzgewinnungsprozesses, indem Sole aus den Quellen über die Schwarzdornbündel rieselte und verdunstete. Das konzentrierte Salzwasser wurde in großen Pfannen erhitzt bis das Salz auskristallisierte.

 

 

 

Die erste Salzsiedeeinrichtung gab es in Bad Sulza schon im 11.

 

Jahrhundert. Aber erst Mitte des 16. Jahrhunderts schlossen sich mehrere Gewerke zusammen, um das erste große Salzwerk zu gründen. Das Gradierwerk Louise mit der Zerstäuberhalle und das Saline- und Heimatmuseum erinnern an die Geschichte der Salzproduktion. Die lange Kurtradition zeigt sich im historischen Kurpark mit restaurierter Trinkhalle und Musikmuschel.

 

 

 

Vielfältige Anwendungen für Sole

 

 

 

Im 18. Jahrhundert leitete der Dresdener Ingenieur Johann Gottfried Borlach, beauftragt von August dem Starken, den Aufbau eines Salzwerkes in Bad Kösen. Die Salzgewinnung lieferte wichtige Arbeitsplätze für die Region. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Sole nur noch für Bäder gefördert. Bis heute spielt sie im modernen Therapiezentrum im Ort eine wichtige Rolle für das Thermalsolebad, das Soledampfbad und die Salzgrotte.

 

 

 

Auch in Bad Dürrenberg bohrte Johann Gottfried Borlach nach Solequellen.

 

Mitte des 18. Jahrhunderts stieß er in über 200 Metern Tiefe auf eine Quelle. Die Entdeckung machte aus dem unbedeutenden Ort einen wichtigen Standort kursächsischer Salzproduktion. Die Qualität des Salzes war so hoch, dass es die Dürrenberger bis Westafrika exportierten. Das und weitere Anekdoten erfahren Besucher bei einer Führung der Touristinformation und im Borlach-Museum. Mit rund 700 Meter Länge steht in Bad Dürrenberg das größte zusammenhängende Gradierwerk in Europa. Es ist Teil der europäischen Route der Industriekultur.

 

 

 

 

 

Von der Kohlegewinnung zum Freizeitparadies

 

 

 

Fast 300 Jahre lang bestimmte der Bergbau im Geiseltal das Leben der Menschen. Noch bis 1993 lärmten hier Schaufelradbagger und fuhren Kohlezüge Tag und Nacht. Rund 12.500 Einwohner mussten für den Braunkohleabbau ihr Zuhause verlassen, mehr als ein Dutzend Orte verschwand. Die Region zählte zu den bedeutendsten Bergbaugebieten in Deutschland und bot tausende Arbeitsplätze. Das große Braunkohlevorkommen zog auch Chemiefirmen an. Es entstand das Ammoniakwerk Merseburg in Leuna. Die Buna-Werke in Schkopau stellten synthetischen Kautschuk her, die Wintershall AG in Lützkendorf synthetisches Benzin.

 

 

 

Doch zur Wende war das Braunkohlevorkommen erschöpft. Nach der Sanierung flutete die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft das Tagebaurestloch im Jahr 2003 mit Wasser aus der Saale. Es entstand der größte künstliche See Deutschlands und mit ihm ein Natur- und

 

Freizeitparadies: der Geiseltalsee. Bei Radfahrern, Wanderern, Wassersportlern und Badegästen ist er sehr beliebt. Geschichtsinteressierte erhalten in der Zentralwerkstatt Pfännerhall, in der einst Brikettmaschinen und Lokomotiven repariert wurden, einen Einblick in die Sanierung und Rekultivierung der ehemaligen Bergbaulandschaft.

 

 

 

Aktiven Tagebau erleben

 

 

 

Empfehlenswert ist auch der Besuch im 40 Kilometer entfernten noch aktiven Tagebau Profen. Vom Aussichtspunkt am Tagebaurand können Besucher Schaufelrad-, Löffel- und Eimerkettenbagger beobachten und erhalten auf Schautafeln Informationen zum Abbau und zum Umweltschutz.

 

 

 

In Zeitz steht der letzte Zeuge der einstigen Braunkohlenveredelung in

 

Mitteldeutschland: der Herrmannschacht, die älteste erhaltene Brikettfabrik der Welt. Sie war von 1889 bis 1959 in Betrieb und steht schon seit 1961 unter Denkmalschutz. In einer Führung können Gäste den noch erhaltenen Original-Maschinenbestand besichtigen, sich im echten Braunkohlenwald über die Pflanzenarten informieren und in der Ofenausstellung das ein oder andere „Schätzchen“ wiederentdecken.

 

 

 

Reiseinformationen

 

 

 

Wichtigstes Tourismusportal für die Region Saale-Unstrut ist www.saale- unstrut-tourismus.de. Hier informiert der ansässige Tourismusverein über die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der gewachsenen Kulturlandschaft und bietet Buchungsmöglichkeiten für Unterkünfte.

 


Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit: Das italienische Konsortium Prosecco DOC verbietet Pflanzenschutzmittel im gesamten Anbaugebiet

Die Mitgliederversammlung des Konsortiums der kontrollierten Ursprungsbezeichnung Prosecco DOC bestätigt das Engagement des Präsidenten Stefano Zanette, ab der Lese 2018 Glyphosat, Folpet und Mancozeb zu verbieten. Die Pflanzenschutzmittel werden bereits ab diesem Jahr aus den offiziellen Anbau-Statuten ‚Vademecum viticolo 2017’ gestrichen.

(Hamburg/Treviso/pm) -
Als erstes Weinanbaugebiet der Welt geht Prosecco DOC neue Wege in Sachen Nachhaltigkeit. Konsortiumspräsident Stefano Zanette hatte bereits im Februar erste konkrete Schritte in Richtung der Systemzertifizierung angekündigt, die viele Diskussionen auslösten. Am fünften April wurden nun in der Mitgliederversammlung des Konsortiums offiziell die Weichen für einen nachhaltigen Anbau von Prosecco DOC gestellt.  „Wir haben den Stein ins Rollen gebracht, von hier aus gibt es kein Zurück. Aber das Ziel ist ambitioniert und der Weg zur allumfassenden Nachhaltigkeit ist lang – wir müssen Schritt für Schritt vorgehen“, so Zanette direkt nach der Hauptversammlung, in der die komplette Beseitigung von Glyphosat, Mancozeb und Folpet ab dem Weinjahr 2018 beschlossen wurde. Diese in der Weinwelt bahnbrechende Maßnahme wird für alle Produzenten obligatorisch, die die kontrollierte Ursprungsbezeichnung Prosecco DOC führen wollen. 

Das überarbeitete Anbauregularium Vademecum Viticolo 2017, das bei der gerade zu Ende gegangenen Vinitaly präsentiert wurde, empfiehlt einen Verzicht auf Pflanzenschutzmittel bereits im laufenden Jahr. Die Richtlinie können Produzenten zurzeit noch freiwillig befolgen, um sich mit den neuen Statuten vertraut zu machen. 

Die Entschlossenheit, mit der das Konsortium sich dem Thema Nachhaltigkeit widmet, beschränkt sich jedoch nicht nur auf landwirtschaftliche Praktiken, die Wasser, Luft und Boden schützen. Auch ökonomische und soziale Aspekte werden Schritt für Schritt in die Strategie des Anbaugebiets einfließen: „Das vor uns liegende Jahr bis zur verpflichtenden Eliminierung der Pflanzenschutzmittel gibt uns die Zeit, die wir benötigen, um ein noch ehrgeizigeres Ziel zu erreichen: unter Einbezug der gesamten Lieferkette passende Lösungen zu schaffen und ein Nachhaltigkeitszertifikat für die gesamte Ursprungsbezeichnung einzuführen“ erklärt Zanette.  

„Wie ich unseren Mitgliedern erklären konnte, handelt es sich um eine soziale Verantwortung, die über wissenschaftliche Bewertungen hinausgeht. Die Wissenschaft hat uns bestätigt: Auch ohne Pflanzenschutzmittel ist ein qualitativ hochwertiger Weinbau möglich. Ich bin überzeugt davon, dass wir trotz der Bedenken einiger Mitglieder, einmal mehr die Fortschrittlichkeit und Dynamik unserer Ursprungsbezeichnung unter Beweis stellen. Wir möchten so zeigen, dass Profit nicht das einzige Ziel ist, sondern auch verantwortungsvoll mit den Erwartungen der Verbraucher und Bewohner unseres Anbaugebiets umgegangen wird.“ 

Das Konsortium bietet seinen Produzenten jegliche notwendige Unterstützung, um diesen schwierigen, irreversiblen Übergang zu erleichtern. „Jetzt appelliere ich an das Verantwortungsbewusstsein von jedem, um den kulturellen Sprung erfolgreich zu meistern“, beschließt Zanette.

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid. Prosecco DOC ist der erste italienische Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung, der sich durch ein Gift-Verbot in seinen Statuten auszeichnet. Mit dem Verbot der Pflanzenschutzmittel wird die Nachhaltigkeit für das gesamte Prosecco-Anbaugebiet dauerhaft sicherstellt.

 


Neues Ausbildungsprogramm für benachteiligte Jugendliche

Ausweg aus dem Kreislauf von Armut, fehlender Bildung und schlecht bezahlten Jobs

Vorstandsvorsitzender Alexander Knauss und Mansoof Ismail, Auszubildender im ersten Jahrgang, freuen sich über die offizielle Eröffnung des neuen Ausbildungszentrums.
Vorstandsvorsitzender Alexander Knauss und Mansoof Ismail, Auszubildender im ersten Jahrgang, freuen sich über die offizielle Eröffnung des neuen Ausbildungszentrums.

 

 

(Bonn/db) – Im Dezember 2016 offiziell beschlossen – im März 2017 eröffnet: Im neuen gemeinsamen Training Center in Kapstadt werden ab Juli die ersten 8 Schülerinnen und 17 Schüler ihre Ausbildung zum Kfz-Service-Mechatroniker beginnen. Das neue Ausbildungszentrum auf dem Gelände der Salesianer Don Boscos in Kapstadt ist eine gemeinsame Initiative der Porsche AG, des Don Bosco Salesian Institute Youth Project (SIYP), des Porsche-Importeurs in Südafrika (LSM Distributors) sowie der Bonner Nichtregierungsorganisation Don Bosco Mondo e.V.

 

 

 

Partnerschaft in Südafrika: Mit Bildung gegen Armut

 

Jährlich werden nun bis zu 25 Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen in einer dreijährigen Ausbildungszeit zu Kfz-Service-Mechatronikern qualifiziert. Im von hoher Jugendarbeitslosigkeit geprägten Südafrika eine außergewöhnliche Chance für die jungen Frauen und Männer. „Wir wissen, dass Bildung und Ausbildung die Schlüssel sind. Schlüssel für den Weg raus aus Armut, Kriminalität, Drogen und Hoffnungslosigkeit. Schlüssel für ein Leben mit materieller und sozialer Sicherheit. Dafür brauchen wir starke Partner an unserer Seite. Wir sind sehr froh, dass wir ein gemeinsames Ausbildungsprojekt mit den Salesianern Don Boscos und Porsche hier in Kapstadt initiieren konnten“, erklärte Alexander Knauss, Vorstandsvorsitzender von Don Bosco Mondo bei der Eröffnung des Ausbildungszentrums.

 

 

 

Salesianer Don Boscos in Kapstadt: Mehr als nur Ausbildung

Gerade in den Townships von Kapstadt herrschen schwierige Bedingungen für die Heranwachsenden, wenig Bildungsmöglichkeiten, hohe Kriminalität. Da ist das SIYP im sicheren District 1 ein Ort der Möglichkeiten für die hilfsbedürftigen jungen Menschen. Hier werden sie aufgefangen und entsprechend ihren Möglichkeiten umfassend gefördert und qualifiziert. Ganz im Sinne der ganzheitlichen Pädagogik Don Boscos bedeutet das mehr als eine Berufsausbildung: Neben Mathematik, Lesen und Schreiben stehen Kommunikations- und Konfliktbewältigungstrainings, Persönlichkeitsentwicklung aber auch Sport auf dem Stundenplan.

 

 

 

 


Neues VDI-Projekt überprüft Nachwuchsangebote auf Chancengleichheit

Vielfalt in der Nachwuchsförderung

M. Kumar/ VDI
M. Kumar/ VDI

 

(Düsseldorf/vdi) - Spaß und Interesse an Technik wächst durch Eigenantrieb, Vorbilder oder Angebote. Doch werden alle Kinder und Jugendlichen gleich gut darin gefördert? Das neue Projekt „VDI-EnablING“ überprüft die Nachwuchsaktivitäten des VDI auf Chancengleichheit. Ziel ist es, Zugangshürden für den Nachwuchs mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Schichten abzubauen. Das Projekt wird von der Stiftung Mercator unterstützt und läuft drei Jahre.

 

Aktuell haben in Deutschland ein Drittel der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund – Tendenz steigend. Schätzungen zur Folge werden im Jahr 2020 bereits 50 Prozent der unter Fünfjährigen einen Migrationshintergrund haben. Grund genug sich anzuschauen, ob der VDI adäquat alle Zielgruppen bei der Talentförderung anspricht. Aktuell fördert der VDI mit einer durchgehenden Strategie den Nachwuchs vom Kindergarten bis zum Berufseinstieg.

 

Eine Onlinebefragung tausender Eltern der VDIni-Club-Kinder, jugendlicher Mitglieder der VDI-ZUKUNFTSPILOTEN sowie VDI-Mitglieder, die studieren oder Berufseinsteiger sind, zeigt: Ein Viertel der Teilnehmer hat einen Migrationshintergrund. Die Eltern stammen vor allem aus Osteuropa, der Türkei sowie Mitteleuropa. „Der Großteil weist eine hohe Bildungsmotivation auf und stammt aus Familien mit einer hohen Bildungsaspiration“, sagt Tina Schaafs, Projektleiterin von VDI EnablING. „Mehrheitlich verfügen die Eltern über eine gute Schulbildung, Abitur und Studium.“

 

Die Befragung zeigt auch: Es sind meist die Eltern, die zur Teilnahme an den VDI-Nachwuchsformaten anregen. Bei Eltern mit Migrationshintergrund, aus bildungsferneren Schichten oder ohne Studienabschluss sind jedoch die Höhe der Kostenbeiträge und eine fehlende Auseinandersetzung mit dem Thema Förderangebote die größten Bremsen für eine Teilnahme ihrer Kinder. Grundsätzlich wird die Informationssuche zu den VDI-Angeboten als auch der Anmeldeprozess von den Teilnehmern und den Eltern aber als problemlos eingestuft.

 

Wenn der Nachwuchs einmal in eines der Projekte gefunden hat, zahlt sich das aus: „Besonders erfreulich ist, dass das Interesse an Technik und Naturwissenschaften der Kinder und Jugendlichen durch die Teilnahme an den VDI-Angeboten mehrheitlich gleich geblieben oder gestiegen ist. Unter den Teilnehmern mit Zuwanderungsgeschichte ist dieses sogar noch stärker gestiegen. Rund 90 Prozent der jugendlichen Zukunftspiloten planen, zukünftig ein Studium oder einen Beruf mit technischem bzw. naturwissenschaftlichem Bezug aufzunehmen“, so Schaafs.

 

Die Nachwuchsprojekte zu sichten und die Teilnehmer und Eltern zu befragen, waren die ersten Schritte im Projektplan. Nun arbeitet das Projektteam um Tina Schaafs gemeinsam daran, die Zugangshürden anzubauen, um noch vielfältigere Gruppen von Kindern, Jugendlichen und Studierenden anzusprechen. „Wir möchten unsere Projekte stetig weiterentwickeln“, so Schaafs. „Es ist uns wichtig über die Möglichkeiten und die Bedeutung von Förderangeboten für den an Technik interessierten Nachwuchs zu informieren. Wir denken auch schon konkret über Kooperationen mit Kitas, Schulen und weiteren Bildungspartnern nach.“

 

Der VDI – Sprecher, Gestalter, Netzwerker
Die Faszination für Technik treibt uns voran: Seit 160 Jahren gibt der VDI Verein Deutscher Ingenieure wichtige Impulse für neue Technologien und technische Lösungen für mehr Lebensqualität, eine bessere Umwelt und mehr Wohlstand. Mit rund 155.000 persönlichen Mitgliedern ist der VDI der größte technisch-wissenschaftliche Verein Deutschlands. Als Sprecher der Ingenieure und der Technik gestalten wir die Zukunft aktiv mit. Mehr als 12.000 ehrenamtliche Experten bearbeiten jedes Jahr neueste Erkenntnisse zur Förderung unseres Technikstandorts. Als drittgrößter technischer Regelsetzer ist der VDI Partner für die deutsche Wirtschaft und Wissenschaft.

 


Auszeichnung beim Portfolio Institutionell Award in Berlin

Steyler Ethik Bank ist „Bester nachhaltiger Investor“

(Berlin/Sankt Augustin/sb)  – Die Steyler Ethik Bank ist am Mittwochabend [5. April 2017] beim Portfolio Institutionell Award als bester nachhaltiger Investor ausgezeichnet worden. Bankgeschäftsführer Norbert Wolf und die Managerin für Ethik und Nachhaltigkeit, Jutta Hinrichs, nahmen den Preis entgegen.

 

 

 

Der Portfolio Institutionell Award ist die bedeutendste Auszeichnung für institutionelle Investoren in Deutschland. Bei der feierlichen Preisvergabe in Berlin begründete Jury-Mitglied Axel Wilhelm von der nachhaltigen Ratingagentur Imug die Wahl als „Bester nachhaltiger Investor“. Demnach habe die Steyler Ethik Bank „im Hinblick auf Integration und Management von Kapitalanlagen nach sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien die besten Argumente“ gehabt.

 

Bankgeschäftsführer Norbert Wolf nahm den Award gemeinsam mit Jutta Hinrichs (Stabsstelle Ethik und Nachhaltigkeit) aus den Händen von Thorsten Hemme (HSBC) entgegen.

 

Zu den früheren Preisträgern in der Kategorie zählen die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Evangelische Kreditgenossenschaft (heute Evangelische Bank eG) und die Versicherung oeco capital.

 

 

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank wurde 1964 vom Steyler Missionsorden in Sankt Augustin bei Bonn gegründet. Sie bietet das gesamte Spektrum eines modernen Finanzdienstleisters an: vom Girokonto bis zur Vermögensverwaltung. Ethisches Bankgeschäft lebt das Geldinstitut durch eine faire und bedarfsgerechte Kundenberatung sowie nachhaltige Anlagestrategien. So investiert die Bank nur in Wertpapiere, die strenge soziale und ökologische Kriterien erfüllen. Der Gewinn der Bank fließt in die sozialen Hilfsprojekte der weltweit rund 10.000 Steyler Missionare und Schwestern – gemeinsam mit freiwilligen Spenden von Kunden.

 


Konsumkritischer Stadtrundgang in der Fastenzeit

Fair kaufen

Foto: bt
Foto: bt

(Trier/bt) – Zu einem konsumkritischen Stadtrundgang laden am Freitag, 7. April, um 17 Uhr die Aktion Autofasten, der BUND Trier-Saarburg und der Themenschwerpunkt Schöpfung der Katholischen Erwachsenenbildung ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen unterwegs den eigenen Konsum bedenken. An zwei Stationen in der Trierer Innenstadt werden soziale, ökologische und ökonomische Aspekte der Globalisierung beim Reisen und bei der Herstellung von Schuhen besprochen. Insbesondere geht es darum, wie jede und jeder Einzelne durch seine Einkaufsentscheidungen dazu beitragen kann, Klimaschutz und globale Gerechtigkeit zu verbessern.

 

Anmeldungen werden bis zum 5. April an den Themenschwerpunkt Schöpfung, Tel. 0651-99372720, E-Mail: schoepfung(at)bistum-trier.de erbeten.