Wirtschaft

30.10.2020


Was bleibt? – Gedenktage regen zum Nachdenken an

Quelle: unsplash/ Julia Kadel
Quelle: unsplash/ Julia Kadel

 

Allerheiligen und Allerseelen. Die beiden Gedenktage drehen sich im Kern um die Vergänglichkeit unseres irdischen Daseins. Für viele Menschen sind es Tage des Innehaltens, des Erinnerns. Sie gedenken Verstorbenen und legen Blumen oder Kränze auf die Gräber. In solchen Augenblick kommt auch die Frage auf: Was wird von mir einmal bleiben wird, über den Tod hinaus?

 

 

 

 

(Berlin/pm)  – Wenn die Blätter von den Bäumen fallen, die Tage kürzer werden und das Jahr zu Ende geht, nehmen das viele Menschen zum Anlass, mehr als sonst über Tod und Abschied nachzudenken. Auch die Gedenktage Allerheiligen und Allerseelen geben Anlass, sich an die Verstorbenen zu erinnern. Die Rituale sind vielfältig: Frische Blumen auf das Grab legen, alte Fotoalben durchblättern, Kerzen anzünden, ein Spaziergang zum Friedhof oder einfach ein Moment des Innehaltens und Erinnerns. Gedenken wir Verstorbenen, wird uns zugleich die eigene Vergänglichkeit stärker bewusst. Schnell stellen wir uns dann die Frage: Was bleibt eigentlich von mir, wenn ich nicht mehr bin?

 

„Was bleibt?“ – Dies Frage manifestiert das Nachdenken über das, was war und das, was für die Zukunft bleiben soll. Das beschäftigt Menschen seit jeher –im Großen wie im Kleinen: Wie wird sich die Welt wohl für kommende Generationen gestalten? Was wird bleiben und was verschwinden? Und werden sich Menschen an mich erinnern und meiner gedenken? Was passiert mit meinem Hab und Gut, mit Haus und Garten? Sind meine Liebsten versorgt? Was habe ich Bleibendes geschaffen?

 

Viele Menschen haben das Bedürfnis Gutes zu hinterlassenDenn „Menschen denken nicht nur darüber nach, wem sie ihren Wohlstand hinterlassen möchten, sondern auch darüber, künftigen Generationen ein Geschenk zu machen und so in Erinnerung zu bleiben“, sagt Susanne Anger, Sprecherin der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“. Das belegt auch eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung, die die Initiative in Auftrag gegeben hat: Fast jeder und jede dritte Deutsche ab 50 Jahren kann sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – bei den Kinderlosen sogar mehr als die Hälfte.

 

Gemeinnützig zu vererben eröffnet die Möglichkeit, eigene Werte an die nachfolgende Generation weiterzugeben und über den Tod hinaus wirken zu lassen. Die Entscheidung, welcher gute Zweck im Testament bedacht werden soll, ist immer geprägt durch die eigene Lebensgeschichte - durch schwere Zeiten oder Krankheit, besondere Begegnungen oder Momente des Glücks.

 

Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“, ein Zusammenschluss aus 22 gemeinnützigen Organisationen und Stiftungen, ist eine Antwort auf das wachsende Bedürfnis, den Nachlass verantwortungsbewusst zu gestalten. Zur Gemeinschaftsinitiative gehören u.a. Amnesty Internation, Deutsches Kinderhilfswerk, Max-Planck-Gesellschaft, Deutsche Alzheimer Gesellschaft, DKMS, Welthungerhilfe, Johanniter-Unfall-Hilfe, Vier Pfoten und action medeor. Gemeinsames Ziel ist es, das Erbe für den guten Zweck stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, potenzielle Erblasser zu informieren und sie bei der Gestaltung eines rechtsgültigen Testaments zu unterstützen. – Mit einem Testament die eigenen Werte weiterleben lassen, das ist letztendlich auch eine Antwort auf die Frage „Was bleibt?“. 

 

Weitere Informationen, Termine für Online-Veranstaltungen und Geschichten von Erblassern und Stifterinnen finden sich unter www.mein-erbe-tut-gutes.de

 


Nach zahlreichen „Iconic Moves“ für Kunden erhält Interbrand den Ehrentitel „Red Dot: Agency of the Year 2020“

Foto: Reddot design award
Foto: Reddot design award

 

(Essen/pm) - Interbrand, eine der weltweit führenden Brand Consultancys, erhält den Ehrentitel „Red Dot: Agency of the Year 2020”. Seit 2002 hat die Agentur die Jury des Red Dot Award: Brands & Communication Design konstant mit überdurchschnittlichen Gestaltungsleistungen überzeugt. Von der Strategie bis hin zur Umsetzung – das Unternehmen führt weltweit erfolgreiche Marken immer wieder effektiv durch fundamentale Wandlungsprozesse, die sogenannten „Iconic Moves“, die Sichtweisen verändern und Unternehmenswachstum fördern. 2020 bestätigen insgesamt fünf Auszeichnungen das kreative Know-How der Agentur und ihre Fähigkeit, außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen.

 

Erfolgreich über Jahre hinweg
Der Ehrentitel „Red Dot: Agency of the Year“ ist die höchste Anerkennung im Red Dot Award: Brands & Communication Design. Er geht jedes Jahr an eine Agentur, die in besonderem Maße mit herausragenden gestalterischen Qualitäten überzeugt. Interbrand ist der Inbegriff dieser Definition: Seit 2002 erhielt die Markenberatung insgesamt 45 Auszeichnungen. Davon vergab die Red Dot Jury sogar drei Mal den Red Dot: Best of the Best. So erhielt das Team aus Madrid die Auszeichnung für das Video „Mahou: Living Life to the Fullest“, das für die Biermarke „Mahou“ produziert wurde. Die Prämierung für hohe Designqualität ging darüber hinaus an das Büro aus Seoul für das Markenkonzept „Imagine Your Korean Food“ für die Korea Tourism Organisation. Auch die Crew aus Tokio erhielt einen Red Dot: Best of the Best für das Branding „We Never Drop the Ball“ der Japan Volleyball League Organisation.

 

„Heutzutage ist die Brand das Instrument zur Kundenbindung. Stringenz und Stärke in der Markenführung sind wichtiger als je zuvor, denn nur so können Kunden von Halt, Beständigkeit und Identifikationsmöglichkeiten profitieren – Aspekte, die in der digitalen und schnelllebigen Welt von enormer Bedeutung sind. Dass Interbrands Arbeit genau hier ansetzt und dass sie die Disziplin der Markenführung revolutioniert, begeistert mich. Den Ehrentitel ‚Red Dot: Agency of the Year 2020‘ hat die Beratung mehr als verdient. Ich gratuliere dem gesamten Team herzlich zu diesem großartigen Erfolg“, so Prof. Dr. Peter Zec, Initiator und CEO von Red Dot.

 

Andy Payne über die Auszeichnung
Andy Payne, Global Chief Creative Officer von Interbrand, freut sich über die Prämierung und bestätigt Zecs Eindruck: „Der Prozess des Markenaufbaus hat sich in den letzten Jahren nicht nur verändert, sondern drastisch beschleunigt. Ein aktiver, dynamischer und kundenorientierter Ansatz ist heutzutage essentiell. Die Erwartungen der Kunden verändern sich schneller als die Unternehmen, was bedeutet, dass Marken mutige Schritte wagen müssen, um das Vertrauen der Konsumenten zu gewinnen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und bedeutsam für ihre Kunden zu sein. Unser Ziel ist es, unsere Kunden dabei zu unterstützen, diese mutigen Schritte zu gehen und sie in Zeiten des Wandels zu führen. Als Red Dot: Agency of the Year 2020 ausgezeichnet zu werden, spiegelt diese Veränderung nicht nur wider, sondern zeigt auch, dass Interbrands Arbeit auf allen Ebenen der Organisation qualitativ hochwertig ist.“

 

Interbrand: Pionier im Brand Building
1974 von John Murphy unter dem Namen „Novamark“ in London gegründet, gehört Interbrand seit 1993 zu Omnicom. Ob in New York, Brasilien, Südkorea, Japan, Großbritannien oder Deutschland – mit 15 Büros in 14 Ländern setzt die Markenberatung Projekte ihrer 500 Kunden in allen Teilen der Welt um. Unternehmen wie BMW, die Deutsche Telekom, Juventus oder Samsung setzen auf die beispiellose Kompetenz der Kreativen.

 

Die Kultur von Interbrand wird durch Werte, die die Agentur als „Behaviours“ bezeichnet, untermauert. Sie lauten „Lead with Love“, „Speak Up“, „Make it Happen” und „Be Brave” und werden von allen Mitarbeitern umgesetzt. So entsteht eine globale Community, die im steten Dialog miteinander steht und Wissen austauscht. Dieses Wissen wird beispielsweise durch Initiativen wie Interbrands jährlichen Best Global Brands Report, in dem die 100 wertvollsten globalen Marken analysiert werden, sowie durch die unternehmenseigene Akademie, das globale Zentrum für Spitzenleistungen in den Bereichen „Lernen“, „Entwicklung“ und „Aspiration“, generiert und weitergegeben. „Wissen ist unsere Kreativität“, summiert Andy Payne.

 

Red Dot Celebration und Siegerausstellung
Im Rahmen der Red Dot Celebration werden Interbrand und die Sieger des Red Dot Award: Brands & Communication Design 2020 gebührend online gefeiert. Das Web-Special stellt die besten Kommunikationsarbeiten und Marken des Jahres in den Mittelpunkt. Ob eine digitale Ausstellung mit allen prämierten Projekten oder aufschlussreiche Videos – Interessierte können sich auf spannende Inhalte freuen.

 

Am 23. Oktober öffnet die Sonderausstellung „Winners Red Dot Award: Brands & Communication Design 2020“ im Red Dot Design Museum Essen ihre Pforten. Von Büchern und Werbespots über Plakate und Apps bis hin zu Brand und Corporate Design – bis zum 3. Januar 2021 zeigt sie eine Auswahl der prämierten Kommunikationsarbeiten und Marken. Auch die Red Dot: Agency of the Year 2020, Interbrand, präsentiert in diesem Rahmen ihre herausragenden gestalterischen Leistungen.

 

Zum Web-Special: www.red-dot.de/celebration-2020

 


KAB macht bei Aktionstag auf die Lage der Kaufhof-Mitarbeiter in Neunkirchen aufmerksam

Kaufhof-Mitarbeiter leiden unter Jobverlust und respektloser Kundschaft

Der KAB-Diözesanseelsorger, der Neunkircher Pfarrer Markus Krastl, und die Betriebsratsvorsitzende der Kaufhof-Filiale in Neunkirchen machen am 7. Oktober, dem Welttag der menschenwürdigen Arbeit, auf die Situation der Kaufhof-Angestellten aufmerksam. Foto: Ute Kirch

 

 

(Neunkirchen/bt) – Rabatte wohin das Auge schaut: 50 Prozent, 60 Prozent, 70 Prozent. Die Tage der Filiale von Galeria Kaufhof in Neunkirchen sind gezählt. Am 17. Oktober öffnet das Warenhaus in der Kreisstadt ein letztes Mal. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigungen erhalten. Die Hoffnung, in letzter Minute doch noch gerettet zu werden, haben sie verloren. Was bleibt, ist der Schock. 

 

Angst, Trauer, Wut, Verzweiflung – alle Gefühle angesichts der ungewissen beruflichen Zukunft haben am 7. Oktober ihren Raum im öffentlichen Gottesdienst vor dem Kirchenladen „Momentum“ an der Bliespromenade inmitten der Neunkircher Innenstadt. Passend zum Welttag für menschenwürdige Arbeit hat die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bistum Trier die Kaufhof-Mitarbeiter zur Andacht zum Thema „menschenwürdig arbeiten – Solidarität leben“ eingeladen.

 

Bereits am Nachmittag hatte die KAB einen Infostand eingerichtet, um mit Passanten über die Situation der Kaufhof-Mitarbeiter und ihre allgemeinen Forderungen nach einem höheren Mindestlohn ins Gespräch zu kommen.  Im „Momentum“ hängen seit dieser Woche bis Monatsende unter dem Titel „WERT:voll* - *60% auf Alles, aber nicht auf mich!“ Porträts von zehn Kaufhof-Mitarbeiterinnen. Fotografiert hat sie Franz Mees, der bis zu seinem Ruhestand in der Kaufhof-Filiale gearbeitet hat. Die Porträts geben einer abstrakten Zahl ein Gesicht. Eine der Porträtierten ist Concetta La Rizza, die mit ihren 41 Jahren bereits auf 26 Jahre bei Kaufhof kommt. „Wir sind hier mehr als Kollegen. Wir sind hier erwachsen geworden. Wir sind eine Familie, die jetzt zerbricht“, sagt La Rizza, die auch Betriebsratsvorsitzende ist. Viele ihrer Kollegen arbeiteten seit vielen Jahrzehnten in dem Warenhaus in der Hüttenstadt – manche sogar zwischen 30 und 40 Jahren. Die wenigsten hätten bereits eine neue Beschäftigung in Aussicht. Manche hofften auf den neuen Globus-Markt, doch dieser öffne frühestens Ende 2021.  Sie selbst wisse auch noch nicht, wie es bei ihr beruflich weitergeht. Nur wenige Kollegen hätten das Angebot, in die Transfergesellschaft zu wechseln angenommen, da dies den Verlust der Abfindung bedeutet hätte.

 

Nachdem Mitte Juni die Kaufhauskette angekündigt hat, dass von den drei Standorten im Saarland die Filialen in Saarbrücken erhalten bleiben, aber Neunkirchen schließt, hat der Betriebsrat den KAB-Diözesanseelsorger Markus Krastl mit ins Boot geholt. Der 45-Jährige ist seit vier Jahren Pfarrer der Neunkircher Ortsteile Wiebelskirchen, Hangard und Münchwies.  Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien zu den bislang vier Gesprächsrunden gekommen, sagt der Geistliche. „Am Anfang waren es nur etwa zehn“, erinnert sich Krastl. Manche seien skeptisch gewesen: „Katholische Kirche? Will der jetzt mit uns beten?“, nennt er anfängliche Vorbehalte der Belegschaft. Doch mittlerweile sei eine Vertrauensbasis entstanden. „Trost kann man nicht auf Knopfdruck spenden. Aber Trost geht auch durch zuhören und einfach da sein“, sagt Krastl. Das bestätigt Concetta La Rizza: „Es tut uns unglaublich gut, dass er für uns da ist und uns zuhört. Er hat uns klar gemacht, dass wir uns in einem Trauerprozess befinden vergleichbar mit einem sterbenden Angehörigen. Wir versuchen, abzuschließen, aber das braucht Zeit“ Auf Wunsch bietet der Seelsorger auch Einzelgespräche an. Es sei wichtig, dass die Angestellten ihre Geschichte und ihr Leid einem Außenstehenden erzählen können. „Es nimmt jemand Anteil an ihrem Schicksal“, sagt Krastl, „ich bin gefühlt ein Trauerbegleiter, der auch Hoffnung geben will.“

 

In die Trauer um den Verlust ihres Arbeitsplatzes und finanzielle Sorgen mischt sich auch das Gefühl, von der Bevölkerung, selbst in Neunkirchen, nicht wahrgenommen zu werden. „Die Schließung des Warenhauses hat nicht den Skandal-Geruch der Schlecker-Frauen, die öffentlich stark wahrgenommen wurden. 50 gekündigte Mitarbeiter haben auch öffentlich nicht den Stellenwert wie 1000 Betroffene bei der Halberg Guss“, sagt Markus Krastl.

 

In den Gesprächen gehe es nicht nur um den Verlust des Arbeitsplatzes und Zukunftssorgen, sondern auch um das respektlose Verhalten der Kundschaft, das ihnen schwer zu schaffen mache. „Tagtäglich werden sie beleidigt, angepöbelt, beschimpft, verletzt – quasi mit der ganzen Filiale ,geschlachtet‘“, weiß Pfarrer Krastl. So werde Ware vom Ständer gerissen und dann achtlos fallengelassen. Er zeigt Fotos von Wäschebergen in den Umkleidekabinen. Kartons würden absichtlich aufgerissen und anschließend an der Kasse noch ein zusätzlicher Rabatt auf die bereits reduzierte Ware verlangt. Für die Beratung der Kundschaft sei kein Personal mehr vorhanden. „Daraufhin müssen sich die Mitarbeiter anhören, dass es ja kein Wunder sei, dass der Laden geschlossen werde. Das tut den Betroffenen unglaublich weh“, sagt Krastl. „Bei der Katholischen Arbeitsnehmerbewegung sprechen wir oft darüber, wie die Wirtschaft den Menschen als Kapital, als Ware betrachtet, aber wir müssen uns auch fragen, wie die Kundschaft mit den Menschen im Dienstleistungssektor umgeht.“  Manche Mitarbeiterinnen hielten diese Belastung nicht aus

 

La Rizza und ihre Kollegen haben sich versprochen, auch künftig den Kontakt untereinander halten zu wollen. „Aber es wird nicht mehr so sein wie vorher“, sagt die 41-Jährige.

 

 

 


Überschuldete Staaten brauchen umfassenden Schuldenerlass

Ein Moratorium reicht nicht aus

 

 

Schuldenerlass * IWF * Weltbank * Schuldenmoratorium

 

(Berlin/Düsseldorf/bfw) - Umfassende Schuldenerlasse für Entwicklungs- und Schwellenländer, die von der Corona-bedingten Rezession besonders stark betroffen sind, fordern das deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de, Brot für die Welt, MISEREOR und Oxfam Deutschland. Anlass ist die Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank (WB) vom 12.-18. Oktober 2020. Die Bundesregierung sollte sich zudem dafür einsetzen, das bestehende Schuldenmoratorium nicht nur zu verlängern, sondern in wesentlichen Punkten auszuweiten.

 

Die Organisationen kritisieren, dass das im April durch die G20 beschlossene Moratorium zu kurz greift, da die Gruppe der anspruchsberechtigten Länder zu klein sei und die privatwirtschaftlichen Gläubiger nicht mit in die Pflicht genommen werden. „Die Auswahlkriterien für das Moratorium schließen hochverschuldete Länder wie den Libanon und Sri Lanka derzeit aus, weil nur der Indikator Pro-Kopf-Einkommen zugrunde gelegt wird“, kommentiert Jürgen Kaiser, politischer Koordinator von erlassjahr.de. „So liegt der Fokus einseitig auf kleinen und leicht zu entlastenden Ländern, statt dem tatsächlichen Entschuldungsbedarf gerecht zu werden.“ Vielmehr sollten aussagekräftigere Indikatoren wie die Höhe der Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung und der Grad der Betroffenheit durch die wirtschaftliche Rezession ausschlaggebend sein, so Kaiser.

 

Kritik üben die Organisationen zudem an der bislang fehlenden Beteiligung privater Gläubiger an dem Schuldenmoratorium. „Eine Stundung der Zahlungsverpflichtungen durch öffentliche Gläubiger darf nicht dazu führen, dass private Gläubiger ihre finanziellen Ansprüche umso leichter durchsetzen können“, erklärt Eva Hanfstängl, Referentin für Entwicklungsfinanzierung von Brot für die Welt. „Wir bitten die Bundesregierung daher nachdrücklich, endlich Schritte zur Beteiligung privater Gläubiger einzuleiten, beispielsweise über die Nutzung der Gleichbehandlungsklausel des Pariser Clubs, über eine UN-Resolution oder über eine Änderung der IWF-Statuten.“ Durch einen solchen Schritt werden die Kosten eines Schuldenerlasses auch auf private Banken und Fondsgesellschaften umgelegt und so die Haushalte in den Schuldnerländern entlastet. Die Bundesregierung müsse gemeinsam mit dem IWF und anderen Gläubigerstaaten ein politisches Rahmenwerk entwickeln, das die Einbeziehung privater Gläubiger sicherstellt.

 

Auch die Erwartung der G20 und des Pariser Clubs an die Schuldnerländer, den im Rahmen des Moratoriums gestundeten Schuldendienst bereits 2022-2024 zurückzuzahlen, sei unrealistisch. Tobias Hauschild, Experte für Entwicklungsfinanzierung bei Oxfam Deutschland mahnt: „Selbst bei einer Verlängerung des Moratoriums um mehrere Jahre wären viele Länder angesichts des Corona-bedingten wirtschaftlichen Einbruchs nicht in der Lage, Schuldenrückzahlungen so bald wieder aufzunehmen. Es ist völlig unrealistisch, dass die für die Länder des Globalen Südens bedeutenden Wirtschaftssektoren, darunter Tourismus oder der Export von Rohstoffen, und die daraus resultierenden Einnahmen schon in Kürze wieder das Vorkrisen-Niveau erreichen.” Der vom IWF für 2020 prognostizierte globale Wachstumseinbruch um 4,9 Prozent wird eine Reihe dieser Länder überproportional treffen.

 

erlassjahr.de, Brot für die Welt, MISEREOR und Oxfam Deutschland fordern die Bundesregierung und andere IWF-Mitgliedstaaten daher auf, rasch umfassende und dauerhafte Schuldenerlasse für alle bedürftigen kritisch verschuldeten Entwicklungs- und Schwellenländer zu ermöglichen. „Es ist jetzt Zeit für die Neubewertung der Schuldentragfähigkeit hochverschuldeter Länder und für Schuldenstreichungen auf ein nachhaltig belastbares Maß“, erklärt Klaus Schilder, Experte für Entwicklungsfinanzierung bei MISEREOR. „Wird jetzt nicht vorausschauend und mutig gehandelt, befürchten wir ein weiteres‚ verlorenes Entwicklungsjahrzehnt für hochverschuldete Staaten. Hauptleidtragende wären – wie so oft – die Menschen in den betroffenen Ländern.“

 

Jeder Dollar erlassener Schulden könnte direkt in die Stärkung der Gesundheits- und Bildungssysteme und in die soziale Sicherung investiert werden. Schuldenerlasse seien angesichts leerer öffentlicher Kassen ein wichtiger Baustein, um die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bis 2030 zu erreichen, so Schilder.

 

Das im April 2020 beschlossene Schuldenmoratorium der G20, die Debt Service Suspension Initiative (DSSI), wurde insgesamt 73 Staaten angeboten. 46 von ihnen haben es bislang angenommen, darunter Länder wie Pakistan und Angola. Aktuell befinden sich 17 Staaten im teilweisen Zahlungsausfall. 27 weiteren ärmeren und kleineren Staaten bescheinigt der IWF ein hohes Überschuldungsrisiko.

 


Projekt unter startnext.de/100-jahre-planetarium in der Startphase

Crowdfunding-Aktion für „100 Jahre Planetarium“ startet

 

(Bochum/gdp)- Die Sterne waren nur der Anfang. Seit Anbeginn der Zeit sind Menschen fasziniert vom Sternenhimmel und von den Geheimnissen des Universums. Im Jubiläumsjahr 2023 soll "100 Jahre Planetarium“ gefeiert werden. Das Planetarium ist eine herausragende deutsche Erfindung, die sich in den vergangenen hundert Jahren immer weiterentwickelt hat. Bevor die Organisatoren der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien e. V. (GDP) und der International Planetarium Society (IPS) mit den Aktionen 2023 weltweit auf Tour gehen, brauchen sie finanzielle Hilfe, um die Jubiläumsaktivitäten vorzubereiten und insbesondere einen 360°-Fulldome-Video-Trailer zu erstellen. Dazu haben sie eine Crowdfunding-Aktion unter www.startnext.de/100-jahre-planetarium ins Leben gerufen.

 

Jeder „Fan“ auf Startnext zählt
„100 Jahre Planetarium ist bei Startnext in der sogenannten Startphase. Das heißt, dass die Öffentlichkeit mehr über unser Projekt erfahren kann und wir unsere Projektseite bei Bedarf auch noch überarbeiten und offene Fragen klären können“, erklärt Dr. Björn Voß, Präsident der GDP. „Ganz wichtig: Wir können schon in dieser Phase Fans gewinnen: Diese Leute folgen uns auf Startnext und können sich so schnell und einfach immer wieder über den Status unseres Projekts informieren. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass es nachher auch mit der Finanzierung klappt“. Denn bei Crowdfunding gilt das Alles-oder-nichts-Prinzip, berichtet Björn Voß: „Nur wenn wir unsere Funding-Ziele erreichen, wird das Geld auch tatsächlich über die Plattform ausgezahlt. Wir haben uns für 1.000 EUR als erstes und 14.999 EUR als zweites Fundingziel entschieden. Und wir hoffen, dass die Zeit und Mühe, die wir in dieses Projekt gesteckt haben, Früchte tragen. Wir freuen uns über jeden, der auf www.startnext.de/100-jahre-planetarium kostenlos und unverbindlich Fan unseres Projekts wird und uns vielleicht sogar Feedback dazu gibt.“ Nach Abschluss der Startphase wird das Crowdfunding-Projekt Mitte Oktober in die heiße Phase wechseln: Erst dann wird Geld gesammelt. Björn Voß und sein Team hoffen, auf dem Weg bis dahin möglichst viele Fans vollends zu überzeugen und zu Unterstützern zu machen. 

 

Wie kann man 100 Jahre Planetarium unterstützen?
Freiwillige aus zahlreichen Planetarien in Deutschland und auch international haben sich schon jetzt zusammengetan, um einen bunten Strauß an Maßnahmen für das Jubiläumsjahr zu planen. Dazu zählen u.a. eine Planetariumsshow für alle Planetarien weltweit, eine Wander-Ausstellung, weltweite Aktionstage und Contests für Kinder und Jugendliche. Bevor die Verantwortlichen 2023 weltweit mit den Aktionen auf Tour gehen, brauchen sie finanzielle Hilfe um diese Aktionen vorzubereiten. Mit der Crowdfunding-Aktion möchten sie einen 360°-Fulldome-Trailer für alle teilnehmenden Planetarien finanzieren. 
Alle, die der Meinung sind, dass mehr (junge) Menschen die Faszination Wissenschaft erleben sollen, sind herzlich eingeladen, die Aktion unter www.startnext.com/100-jahre-planetarium mit kleinen und großen Beträgen ab 10 EUR zu unterstützen. Natürlich gibt es dafür auch Dankeschöns: Abhängig von der Höhe der Unterstützung kann man exklusive Taschen, Mützen oder Schals mit dem Aufdruck „Die Sterne waren nur der Anfang!“ als Dankeschön einsammeln. Das absolute Highlight bei einem Einsatz für eine Unterstützung in Höhe von 1.000 EUR ist, den eigenen Namen 2023 im Abspann einer Fulldome-Show zu „100 Jahre Planetarium“ zu lesen – damit die Zeit bis dahin schneller vergeht, gibt es natürlich ein Set aus Mütze, Schal und Baumwolltasche vorab.

 

 

 

Über die GDP

 

Die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien e.V. (GDP) ist ein Zusammenschluss von Planetarien, deren Mitarbeitern, sowie Planetariums-interessierten Personen vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus anderen Ländern, mit dem Ziel die Zusammenarbeit der Planetarien im deutschsprachigen Raum zu fördern. Die Gesellschaft wurde im Mai 2011 gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt.

 

 

 


Entwicklungsländer setzen in Corona-Krise zunehmend auf Inlandsreisen

Neuer Tourismus in schweren Zeiten

Welttourismustag (27.9.) * Corona * Entwicklungsländer

 

(Berlin/pm) - Der Welttourismustag (27.9.) ist alljährlich eine willkommene Gelegenheit, neue Wachstumszahlen beim globalen Reisen zu feiern. Nicht so in Corona-Zeiten: Auch wenn das Ende der globalen Reisewarnung in Deutschland am 1. Oktober kurz bevorsteht, liegt der grenzüberschreitende Tourismus weltweit am Boden. Global sind 100 Millionen Jobs gefährdet. In der Krise zeigt sich jedoch auch die Energie und Wandlungsfähigkeit der Tourismus-Branche. „Viele Länder im Globalen Süden, die sich bisher vor allem auf internationale Reisende spezialisiert hatten, setzen nun auf das Potential des nationalen Reisens“, sagt Antje Monshausen, Tourismusexpertin bei Brot für die Welt. In Indonesien, Peru oder Kamerun gingen schon vor Corona mehr als drei Viertel aller Hotelübernachtungen auf das Konto der Inlands-Reisenden. In Indien kommt auf zehn indische Touristen gerade mal ein internationaler Gast.

 

Der nationale Tourismus bietet aber nicht nur der lokalen Wirtschaft den Strohhalm, nach dem sie sich dringend sehnt – er macht den Tourismus im Globalen Süden auch zukunftsfester. „In einer Welt zunehmender Krisen, sei es die Klimakrise, seien es politische Spannungen, erholt sich der nationale Tourismus zügiger als der internationale“, sagt Monshausen. „Auch die Nachhaltigkeitsbilanz ist meist deutlich besser: Reisende aus dem eigenen Land nutzen mehr lokale Produkte und legen weniger Wert auf importierte Lebensmittel, die vor allem den internationalen Geschmack bedienen. Wegen der kürzeren Anreisewege ist auch die Klimabilanz weniger schädlich.“ Darüber hinaus bestätigen Partnerorganisationen von Brot für die Welt aus aller Welt, dass  der nationale Tourismus in vielen Ländern auch wirtschaftlich breitere Wirkung entfaltet, weil die Ausgaben nicht nur im Hotel bleiben, sondern auch kleine Händler und Restaurants profitieren. 

 

Monshausen betont, dass die aktuelle Krise eine dringend notwendige Entwicklung vorantreibt, denn das massentouristische Modell erweist sich nicht erst seit Corona als Problem. Im Globalen Süden haben viele Länder – insbesondere kleine Inselstaaten im Pazifik und der Karibik, aber auch in Nordafrika - auf einen exportorientierten Tourismus gesetzt mit großen Strandhotels, die Fischern den Zugang zum Meer verbauen und der Bevölkerung im Wortsinne das Wasser abgraben. Für den Hotel- und Flughafenbau haben sie sich oft hoch verschuldet und internationalen Investoren Steuererleichterungen versprochen. Diese Gelder fehlen heute im Etat für Bildung und Gesundheit.

 

„Es zeigt sich jetzt, dass Länder, in denen der Tourismus ein wirtschaftliches Standbein neben anderen ist und die Sektoren – vom Tourismus über die Landwirtschaft bis zum Handwerk und IT – gut ineinandergreifen, wirtschaftlich besser durch die Corona-Krise kommen“, so Monshausen. „Von der Zunahme des nationalen Tourismus im Globalen Süden werden übrigens langfristig auch deutsche Reiseveranstalter profitieren, weil so touristische Strukturen erhalten bleiben.“

 

 

 

Link zu Tourism Watch, Fachstelle von Brot für die Welt https://www.tourism-watch.de/

 


Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) lobt Schinkel-Wettbewerb 2021 aus

Neue Ideen für Westhafen und Großmarkt gesucht unter dem Titel: „grossWEST – Stadt als Ressource: Die Versorgung Berlins“

 

(Berlin/pm) – Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) hat den Schinkel-Wettbewerb 2021 ausgelobt. Der Ideen- und Förderwettbewerb richtet sich an junge Leute bis 35 Jahre aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Verkehrsplanung und Freie Kunst. Er zählt zu den bekanntesten und ältesten deutschen Nachwuchspreisen. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von bis zu 30.000 Euro vergeben. Dieses Jahr werden neue Ideen für den Westhafen und Großmarkt gesucht unter dem Titel „grossWEST – Stadt als Ressource: Die Versorgung Berlins“.

 

Gesche Gerber und Ernst-Wolf Abée, Vorsitzende des AIV-Schinkel-Ausschusses: „Das Wettbewerbsgebiet des AIV-Schinkel-Wettbewerbs 2021 liegt am Westhafenkanal zwischen Putlitzbrücke und Charlottenburger Verbindungskanal. Der Westhafen und der Berliner Großmarkt können als ´geheime Orte´ be­zeichnet werden. Trotz verkehrsgünstiger und relativ zentrumsnaher Lage sind die bau­­lichen Strukturen und die Bedeutung für die Ver- und Entsorgung der Stadt den meisten Berliner*innen unbekannt.“

 

Die Berliner Großmarkt Gesellschaft (BGM) wie auch die BEHALA als Betreiber des Westhafens sind bestrebt, die Wahrnehmung ihrer Einrichtungen in der Stadtgesell­schaft zu erhöhen. Das Hafenfest zum 100. Geburtstag ist für das Jahr 2023 vor­ge­sehen. Aufgrund der expandierenden Metropole stehen beide Landesbetriebe unter hohem Wachstumsdruck, zusätzliche Grundstücksflächen stehen jedoch nicht zur Verfügung.

Aus den funktionalen, baulichen und logistischen Anforderungen der beiden Institutionen am gemeinsamen Standort und den Herausforderungen eines nachhaltigen Stadtumbaus entstehen vielfältige Fragestellungen, die es zu lösen gilt.

Die Aufgabenstellungen für die Teilnehmer werden in verschiedenen Fachsparten gestellt, im Städtebau, in der Architektur und Landschaftsarchitektur, in der Verkehrsplanung und im konstruktiven Ingenieurbau, aber auch in der Freien Kunst. Die Ausschreibungsunterlagen stehen allen Interessierten online hier zur Verfügung.

Dipl.-Ing. Tobias Nöfer, AIV-Vorsitzender: „Neben dem AIV-Schinkel-Wettbewerb stellen wir ab 1. Oktober die Ergebnisse des Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerbs Berlin-Brandenburg 2070 im Kronprinzenpalais, Unter den Linden, aus. Mit beiden Wettbewerben verfolgen wir das AIV-Ziel, die Berliner Baukultur zu fördern.“

Termine zum AIV-Schinkel-Wettbewerb:
06.11.2020: Rückfragenkolloquium
18.01.2021: Anmeldeschluss
15.02.2021: Abgabe
13.03.2021: Preisverleihung und Schinkel-Fest

Weitere Informationen zum Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV):
Der AIV hat das Ziel, die Berliner und Brandenburger Baukultur zu fördern. Seine wichtigste Aufgabe sieht der traditionsreiche und älteste noch bestehende Verein Berlins somit darin, Stellung zu aktuellen Planungsvorgängen zu beziehen. Er nimmt damit Einfluss auf die Entwicklungen in wichtigen Bereichen der Metropolregion. Der AIV analysiert und kommentiert Etappen und Projekte; er stellt Diskussionsansätze für die zukünftige Stadt- und Metropolentwicklung vor und ist somit ein kritischer Begleiter der Bau- und Kulturgeschichte Berlins und Brandenburgs. www.aiv-berlin-brandenburg.de


7. Charity Race: Wirtschaft kann Kinder e.V. sorgt für Spendenrekord in Leipzig

 

(Leipzig/Berlin/pm) - Mit einem neuen Spendenrekord in Höhe von insgesamt 300.000 Euro endete das Charity Race des Vereins Wirtschaft kann Kinder am 31. August 2020. 

 

Von der Spendensumme profitieren die Off Road Kids Stiftung, der Bundesverband Kinderhospiz e.V., die Leipziger Tafel und Straßenkinder Leipzig e.V.

 

Auf der werkseigenen Rennstrecke von Porsche in Leipzig konnte der noch junge Verein bei seiner ersten Spendenveranstaltung am letzten Augustwochenende einen großen Erfolg erzielen: Insgesamt kamen 300.000 Euro für den guten Zweck zusammen. „Es ist uns ein Anliegen mit dem Verein Wirtschaft kann Kinder zu zeigen, dass Unternehmer ihren Erfolg teilen können mit denen, die sich selbst nicht helfen können oder am Rande der Gesellschaft leben“, betont der Vereinsvorsitzende Christoph Gröner und ergänzt: „Der Staat – das sind wir, die Gesellschaft! Und wenn wir eine Veränderung wollen, müssen wir selbst etwas verändern. Das habe ich in meiner Zeit als Unternehmer täglich gelernt und so müssen auch wir alle selbst es sein, die den Schwächeren helfen und ihre Würde erhalten allein aus Liebe zum Menschen.“ 

 

Wirtschaft kann Kinder e.V. fördert als Dachverband verschiedene Organisationen, die sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützen. Deshalb erhalten beispielsweise der Straßenkinder Leipzig e.V. und die Leipziger Tafel jeweils 25.000 Euro. An die Off Road Kids Stiftung, die Wirtschaft kann Kinder e.V. bereits mehrfach tatkräftig unterstützte, gehen 150.000 Euro. Markus Seidel, Gründer und Vorstandssprecher der Off Road Kids Stiftung: „Der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, sagt, dass Egoismus die größte Gefahr für die Zukunft der Menschheit ist. Rüdiger Grube, Christoph Gröner und weitere Unternehmer setzen mit der Initiative Wirtschaft kann Kinder einen sehr wirksamen Gegenpol zu Egoismus. Ihre erklärte Mission ist, Gemeinsinn bei Unternehmern zu verankern und dafür zu sorgen, dass kräftige Unternehmen schwächere Mitglieder der Gesellschaft stützen und fördern. Das gelingt bereits im ersten Jahr erfreulich gut. Gerade dank der riesigen finanziellen Mithilfe von Wirtschaft kann Kinder hat die Off Road Kids Stiftung seit Beginn der Corona-Krise viermal mehr Hilferufe von Straßenkindern und jungen Obdachlosen in Deutschland und gleichzeitig den nahezu kompletten allgemeinen Spendenausfall bewältigen können. Das Charity-Race von Wirtschaft kann Kinder und Christoph Gröner trägt direkt dazu bei, dass unsere Streetworker ungebremst helfen können.“, so 

 

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. freut sich über 100.000 Euro aus der Spendensumme des Charity Race. Pia Heinreich, vom Bundesverband Kinderhospiz e.V. und verantwortlich für das OSKAR Sorgentelefon erklärt die Arbeit des Vereins: „Wenn Kinder unheilbar erkrankt sind, ist immer die ganze Familie betroffen. Sie müssen lernen, jeden Tag so zu nehmen wie er ist. Es geht darum, die Glücksmomente bewusst zu erleben und die Tage mit ganz viel Leben zu füllen, so können Krisenzeiten besser bewältigt werden. Deshalb danken wir dem Verein Wirtschaft kann Kinder für die Unterstützung, die auch unserem „OSKAR-Sorgentelefon“ zugutekommt, das 365 Tage im Jahr für die Sorgen und Nöte der Familien da ist.  Die Familien erfahren Hilfe und Stärkung auf ihrem Weg und auch in der Trauer.“

 

Der Vorstandsvorsitzender der Leipziger Tafel, Dr. Werner Wehmer, bedankt sich für die Spende im Namen der Kinder, die die Tafel nutzen, „denn wir versorgen über 1.000 Kinder jede Woche. Diese jungen Menschen kommen auch zu uns, um gesund kochen zu lernen. Sie erhalten beispielsweise ein persönliches Wunschgeschenk zu Weihnachten oder fahren in ein Ferienlager. Corona hat unsere Lage sehr verkompliziert und wir sind daher über Spendeninitiativen wie die von Wirtschaft kann Kinder froh, die uns in solch schweren Zeiten unterstützen. Sonst könnten wir unsere Arbeit, mit der wir 16.000 Menschen monatlich an sieben Ausgabestellen versorgen, nicht in dem Maße wie vor Corona weiterführen.“

 

Neuer Spendenrekord im 7. Jahr 

 

Im Vergleich zu den vorherigen Rennen gab es bei der siebten Auflage des Charity Race zahlreiche Neuerungen: Erstmals trat der Verein Wirtschaft kann Kinder als Ausrichter auf. Kamen im vergangenen Jahr noch Spendengelder in Höhe von 200.000 Euro zusammen, erhöhte sich der Betrag in diesem Jahr gleich um 100.000 Euro auf 300.000 Euro. Nicht zuletzt deshalb profitieren gleich mehrere Organisationen von der bemerkenswerten Spendensumme. Das Gelände des Porsche Werks hatte als Rennstrecke Premiere für das Race. Hier drehten 50 Unternehmer aus der Bau- und Immobilienbranche unermüdlich etwa 200 Runden auf den Strecken, auf den sonst die bekannten Sportwagen in harten Kurven auf Herz und Nieren geprüft werden. 

 

Dank an die Spender

 

Der Verein Wirtschaft kann Kinder dankt allen großzügigen Spendern, die beim traditionellen Charity Race dabei waren und ihren Teil zu dem bemerkenswerten Ergebnis beigetragen haben. Es ist der Auftrag des Vereins, Kindern und jungen Erwachsenen Lebensfreude, Zuversicht und konkrete Perspektiven zu schenken, denn Armut oder soziale Herkunft sollen nicht länger entscheidend für die Zukunftschancen von Kindern sein. Mehr Informationen zum Verein unter www.wirtschaftkannkinder.de 

 

Über Wirtschaft kann Kinder e.V.

 

Der Verein Wirtschaft kann Kinder wurde im Februar 2020 gegründet. Den Vorstand bilden Prof. Dr. Rüdiger Grube und Christoph Gröner gemeinsam. Wirtschaft kann Kinder e.V. fungiert als Dachverband, um andere Stiftungen, Vereine und gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Eines der Hauptziele des Vereins ist es, Chancengerechtigkeit für alle Kinder in Deutschland zu fördern, gleich wo oder wie sie aufwachsen. Der familiäre oder finanzielle Hintergrund von Kindern hat immer noch große Auswirkung auf ihren Werdegang. Diesem Umstand soll durch engagierte Unternehmer entgegengewirkt werden, deren Ziel es ist, gemeinsam, als Menschen, Bürger und Unternehmer, in die Zukunft Deutschlands zu investieren und damit den Namen des Vereins Wirklichkeit werden zu lassen: Wirtschaft kann Kinder!

 

 

 


SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth verkauft biologisch-erzeugte und handwerkliche Produkte nach Corona-Pause erneut vor Ort

Regionale Produkte wieder in Hohenroth erhältlich

Bewohnerinnen der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth im Sonnengärtle. Foto: © SOS-Kinderdorf e.V. / Frank May
Bewohnerinnen der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth im Sonnengärtle. Foto: © SOS-Kinderdorf e.V. / Frank May

 

(Hohenroth/sos) – Am 9. September ist es soweit: Der Bioladen in der Dorfgemeinschaft eröffnet wieder. Neu ist der Verkauf von biologisch-erzeugtem Gemüse und Obst im „Sonnengärtle“.

 

Nach sechsmonatiger Corona-Pause öffnet die SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth, in der 162 kognitiv beeinträchtigten Menschen leben und arbeiten, wieder teilweise für die Öffentlichkeit. Geplant ist die Wiedereröffnung des Hofladens am 9. September um 9 Uhr. Jetzt neu ist das „Sonnengärtle“ dem Bioladen angeschlossen. Frisches Obst und Gemüse aus kontrolliert-biologischem Anbau, teilweise direkt in Hohenroth produziert, findet hier Absatz. Kürbisse, Salate, Tomaten sowie weitere Gemüsearten welche nach Demeter-Richtlinien angebaut werden, sind ab Herbst vor Ort erhältlich.

 

Die meistverkauften Produkte des Hofladens stammen von den eigenen Hohenrother Feldern. Die biologischen Backwaren werden teilweise aus eigenem Getreide hergestellt, welches in der hofeigenen Mühle frisch gemahlen wird. Auch die Demeter-Milch und der Joghurt zum Abfüllen in selbst mitgebrachte Gefäße sowie der Frischkäse sind beliebt. Die Kühe genießen Weidehaltung und die hofeigene Molkerei verarbeitet die Produkte täglich frisch. Selbsterzeugte Säfte runden das Angebot ab.

 

Der Bioladen bietet auf circa 60 Quadratmetern Güter des täglichen Bedarfs. Ergänzt werden die Hohenrother Produkte um den Bereich Naturkosmetik und Naturkost bekannter Hersteller aus dem kontrolliert-biologischen Anbau. Was nicht vor Ort produziert werden kann, wird teilweise auch regional zugekauft wie beispielsweise die Naturland Bio-Eier aus Dittlofsroda.

 

Selbstgemalte Postkarten und Einkaufstüten, handwerklich hergestellte Naturseifen in den sommerlichen Duftmischungen Zitrone oder Mango, Holzspielzeuge oder Blumensalz: Die handgefertigten Produkte aus den Hohenrother Werkstätten sind ebenso wieder im Laden erhältlich. Als Arbeitsbereich ist der Bioladen das Verbindungsglied zwischen Hohenroth und der Umgebung in Mainfranken und dem Spessart.

 

„Wozu in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah“ wird in Hohenroth verwirklicht. Das Motto: Wer nebenan einkauft, leistet einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Region. Dabei hat die Dorfgemeinschaft ein klares Ziel: Alle Produkte, die in Hohenroth erzeugt werden, sollen auch Absatz finden.

 

Die Koordinatorin für Öffentlichkeitsarbeit, Christine Frauer, ist zuversichtlich über die Wiedereröffnung des Bioladens:  „Den Zuspruch, den wir täglich von unseren Kundinnen und Kunden erfahren, bestärkt uns, wieder zu öffnen. Unsere heimische Landwirtschaft jetzt und für die Zukunft zu stärken, gerade in dieser Zeit, ist der Wunsch vieler Kunden. Regional ist optimal.“

 

Und zum Abschluss bietet sich das Bio-Eis aus der Hohenrother Eismanufaktur für den Nachhauseweg an.

 

Das Café bleibt vorerst weiterhin geschlossen. Das aktuelle Hygiene-und Schutzkonzept ist auf der Webseite der Dorfgemeinschaft hinterlegt: https://www.sos-kinderdorf.de/dorfgemeinschaft-hohenroth/angebote/hofladen.

 

 

 

Öffnungszeiten:

 

Montag: 9:00 bis 11:30 Uhr und 13:30 bis 17:00 Uhr

 

Dienstag: Ruhetag

 

Mittwoch bis Freitag: 9:00 bis 17:00 Uhr

 

Samstag: 10:00 bis 17:00 Uhr

 


Preisgeld von 6.000 Euro – Einsendeschluss ist 1. November 2020

 

(Stuttgart/Freiburg/cbw) - Zum 32. Mal vergeben die beiden Diözesan-Caritasverbände Rottenburg-Stuttgart und Freiburg den Caritas-Journalistenpreis. Ausgezeichnet werden Journalistinnen und Journalisten, die soziale Themen in ihren Fokus nehmen. Mit ihren Beiträgen halten sie in unserer Gesellschaft ein Bewusstsein lebendig, in welchen vielfältigen Notlagen sich Menschen befinden. Medienschaffende sensibilisieren dafür, dass im reichen Baden-Württemberg viele Menschen von Armut bedroht sind und soziale Ausgrenzung erfahren. So tragen sie wesentlich dazu bei, dass sich Vorurteile gegenüber Menschen, die am Rande unserer Gesellschaft leben, nicht verfestigen. 

 

Mit dem Journalistenpreis 2020 vergibt die Caritas Baden-Württemberg insgesamt drei Preise, bestehend aus einem ersten und zwei zweiten Preisen. Das Preisgeld liegt bei insgesamt 6.000 Euro. Der Einsendeschluss für den Journalistenpreis ist der 1. November 2020. Die eingereichten Beiträge müssen einen Bezug zu Baden-Württemberg haben und in der Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020 in einem Presseorgan abgedruckt, von einer Rundfunk- oder Fernsehanstalt ausgestrahlt oder in einem Online-Medium veröffentlicht worden sein. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine fünfköpfige Jury bestehend aus Journalisten und Vertretern der Caritas. Die Preisverleihung erfolgt bei der Jahresauftaktveranstaltung der Caritas Baden-Württemberg am 3. Februar 2021 in Stuttgart, sofern es die Corona-Infektionslage erlaubt. 

 

Die eingereichten Artikel und Beiträge müssen nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der sozial-karitativen Arbeit der katholischen Kirche in Baden-Württemberg stehen. Vielmehr sollen sie unter dem Blickwinkel von Menschlichkeit und Solidaritätsstiftung das Anliegen von Kirche und Caritas transportieren. Dies kann in Form besonders gelungener Beiträge über die soziale Arbeit der Caritas sein oder auch durch außergewöhnliche treffende Darstellungen von Menschen und Situationen, von Initiativen und Projekten. Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen unter: 

 

·        https://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de/journalistenpreis

 

http://www.dicvfreiburg.caritas.de

 


Christian Kolb wird stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Stabwechsel bei ERF Medien

(Wetzlar/ERF Medien). Stabwechsel auf der Führungsebene bei ERF Medien. Thomas Woschnitzok wird in den Ruhestand verabschiedet, Christian Kolb übernimmt ab 1. September das Amt des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und verantwortet zukünftig die Bereiche IT & Services, Finanzen und Spender-Betreuung sowie die Stabstellenteams Personal und Justiziariat. Bereits am 25. August wurde Thomas Woschnitzok im Rahmen einer internen Feier verabschiedet und Christian Kolb willkommen geheißen.
 
„Thomas Woschnitzok hat dazu beigetragen das Werk ERF Medien zu stärken und zukunftsfähig zu machen. In den letzten fünf Jahren hat er die Bereiche der Geschäftsführung grundlegend verändert und der ERF ist nun ein Werk mit anderen Strukturen und anderer Kultur als zu Beginn seiner Amtszeit. Wir sind Gott und Thomas Woschnitzok dankbar für die Vielzahl erfolgreich gestemmter Projekte. Seinem Nachfolger, Christian Kolb, wünschen wir alles Gute und Gottes Segen für die nächsten Etappen auf dem Zukunftsweg von ERF Medien“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrates Prof. Dr. Jürgen von Hagen (Bad Honnef) im Rahmen der Stabsübergabe.
 
Woschnitzok dankte seinen Weggefährten: „Danke sage ich meinem Vorstandskollegen Dr. Jörg Dechert. Unsere Zusammenarbeit war immer wertschätzend und partnerschaftlich, zielgerichtet und produktiv. Gemeinsam mit dem Leitungsteam haben wir viel nach vorne bewegt und wichtige Entscheidungen umgesetzt. Ein großes Dankschön gilt allen ERF Mitarbeitenden, einer Mannschaft, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Danke sage ich den Mitgliedern des Aufsichtsrats und des ERF Medien-Vereins, mit denen ich gerne vertrauensvoll zusammengewirkt habe. Jedem Einzelnen wünsche ich Gottes Segen und Schutz für den weiteren Lebensweg.“
 
Dr. Jörg Dechert, Vorstandsvorsitzender, freut sich auf die Zusammenarbeit mit seinem neuen Vorstandskollegen: „Nach einer erfolg- und segensreichen Wegstrecke gemeinsam mit Thomas Woschnitzok freue ich mich nun sehr darauf, ERF Medien gemeinsam mit Christian Kolb weiter in die Zukunft zu führen. Ich wünsche ihm für seine neue Aufgabe von Herzen Mut, Gottvertrauen und Gottes Segen.“
 
Vor seinem Start bei ERF Medien war Christian Kolb in verschiedenen Leitungsfunktionen bei der Sparkasse Dillenburg tätig. Zuletzt verantwortete der 41-jährige Diplom-Bankbetriebswirt als Abteilungsdirektor den Bereich Unternehmensentwicklung mit Fokus auf Digitalisierungsprojekten, Organisationsentwicklung, Vertriebs- und Innovationsmanagement. Auf die Frage, worauf sich Christian Kolb in seiner neuen Funktion besonders freut, antwortet er: „Ich bin sehr dankbar, dass ich den erfolgreichen Weg von ERF Medien in Zukunft mitgestalten kann. Meine Motivation und Kraftquelle sehe ich in Jesu Wort aus Johannes 7,38 ‘Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.’“ Kolb engagiert sich ehrenamtlich im CVJM und in der christlichen Jugend- und Evangelisationsarbeit.
 
Weitere Informationen unter www.erf.de/vorstand

 


Steyler Ethik Bank berät WahreWerteFonds: Nachhaltige Geldanlage und finanzielle Förderung für ein Schulprojekt in Indien

Aktien, die Schule machen

 

(Sankt Augustin/sm) Die Steyler Ethik Bank berät einen besonderen Fonds, der nicht nur den Anlegern nützt, sondern auch der Umwelt und armen Menschen zugutekommt. Als Fondsberater sorgen die Experten des christlichen Bankhauses dafür, dass nur Aktien von nachhaltigen Unternehmen im Fonds enthalten sind. Ein fester Anteil der Provisionserträge fließt an eine Schule der Steyler Missionare in Indien.

 

„Als christliche Bank setzen wir uns für einen nachhaltigen Umgang mit Geld ein. Das bedeutet für uns, dass Investitionen auf ihre sozialen und ökologischen Folgewirkungen geprüft werden“, sagt Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Ethik Bank. Für den WahreWerteFonds, der das Wahr-Werte-Depot der bekannten Börsenexperten Raimund Brichta, Volker Schilling und Anton Voglmaier abbildet, bringt sich die Bank nun als Fondsberater ein. Ihre Aufgabe: Sie sorgt dafür, dass das Fondsmanagement nur in Unternehmen investiert, die besonders sozial und umweltfreundlich wirtschaften und nicht gegen wichtige ethische Grundsätze verstoßen. 

 

Bildung für eine bessere Zukunft

 

Ein fester Anteil der Provisionserträge des Fonds fließt in ein Schulprojekt in Indien. Die Schule der Steyler Missionare in Muvalia im indischen Bundesstaat Gujarat bietet Kindern aus armen und ausgegrenzten Familien ein Sprungbrett für eine bessere Zukunft. 

 

In Gujarat stammt fast jeder Zweite von den Adivasi (Ureinwohnern) ab und zählt damit zur untersten sozialen Schicht. Die meisten sind Tagelöhner und führen ein Leben in Armut. Mit einer guten Schulbildung zeigt der Steyler Ordensmann Pater Sam Adaikalasamy jungen Menschen Wege aus der Armutsfalle. Wer an seiner Schule gelernt hat, hat gute Chancen auf einen Job im Gesundheitswesen, bei der Polizei und in anderen Berufen. Zurzeit lernen 600 Schüler an der Steyler Schule in Muvalia. 480 von ihnen leben im Wohnheim der Schule, weil ihre Familien weit entfernt wohnen.

 

Schon kleine Beiträge können Großes bewirken. In Muvalia kostet der Lebensunterhalt für ein Kind nur einen halben Dollar am Tag. Mit 180 Dollar kann man also einen Schüler ein Jahr lang im Wohnheim unterbringen, ihn ernähren und unterrichten. Der WahreWerteFonds unterstützt das Schulprojekt in Muvalia künftig mit einem festgelegten Anteil der Provisionserträge und ermöglicht so sozial benachteiligten Kindern eine Schulbildung – als Sprungbrett für eine bessere Zukunft.

 


Köpenick wird zum „Hot Spot“ der Protest-Bewegung

Schausteller-Demo am 6. August 2020: Weitere Branchen schließen sich an

 

 (Berlin/pm) - Schausteller, Künstler, Gastronomen, Beschäftigte aus Event- und Touristik-Betrieben – Mitarbeiter vieler Branchen wollen sich der Schausteller-Demonstration anschließen, die morgen in Berlin-Köpenick stattfindet. Die Schausteller protestieren gegen das Veranstaltungsverbot, das ihnen aufgrund der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie auferlegt worden ist. Um 10.00 Uhr startet ein Demonstrationszug und zwei Stunden später findet vor dem Rathaus Köpenick eine Kundgebung statt, an der neben Rednern aus den betroffenen Branchen auch Berliner Politiker aus Bezirk und Senat teilnehmen wollen. 

 

Die Schausteller protestieren gegen eine Ungleichbehandlung mit anderen Branchen, wie etwa den Freizeitparks, in denen sich Karussells drehen dürfen und sich die Besucher auf Fahrgeschäften amüsieren, während die Volksfeste der Schausteller seit mehr als einem halben Jahr ausfallen müssen. Viele der Unternehmerfamilien mussten Mitarbeiter entlassen und stehen inzwischen selbst vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Einige haben bereits aufgeben, weil auch die Förderhilfen nicht auf die spezifischen Probleme und Anforderungen dieser Branche ausgerichtet sind. Mit dem „Lockdown“ der Branche droht auch eine 1200jährige Kulturgeschichte der Volksfeste in Deutschland unterzugehen.

 

Nachdem bereits die erste große Demonstration vor dem Brandenburger Tor und weitere Veranstaltungen in anderen Städten zu keinen Veränderungen geführt haben, wollen die Schausteller nun erneut in Berlin auf ihre prekäre Lage aufmerksam machen. „Die Nerven liegen blank“, heißt es in der Branche – und auch wenn man um einen friedlichen Verlauf der Demonstration bemüht ist, sind ultimative Forderungen zu erwarten.

 

 Demonstrationsablauf:
8.00 Uhr: Aufstellen zum Fahrzeugkorso
An der Wuhlheide, 12555 Berlin (Parkplatz „Alte Försterei“, 1. FC Union)
10.00 Uhr: Fahrzeugkorso
12.00 Uhr: Kundgebung 
 vor dem Rathaus Köpenick, Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin
 

 


Freiwilligendienste: Wertvolle berufliche Perspektiven in herausfordernden Zeiten

 

(Wiesbaden/Frankfurt/pm) - Stellenangebote für Berufsanfänger oder Lehrlinge sind in Hessen aufgrund der Corona-Krise aktuell rückläufig. So sank allein die Zahl der Ausbildungsstellen auf rund 32.000 - dies sind knapp zehn Prozent weniger als im Vorjahr (Quelle: hessenschau, Juni 2020). Auch ausgeschriebene Einstiegspositionen in den unterschiedlichsten Bereichen werden von Unternehmen aktuell auf Eis gelegt, denn der Arbeitsmarkt verlangsamt sich generell. Eine düstere Perspektive für eine nachwachsende Generation motivierter Berufsanfänger. Wie können sie in dieser Situation grundlegende berufliche Erfahrung sammeln und erste eigenverantwortliche Schritte gehen?

 

Eine Option ist das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ). Im FSJ übernehmen junge Menschen bis zum Alter von 27 Jahren Hilfstätigkeiten im gemeinwohlorientierten Bereich. Sie lernen dadurch den Arbeitsalltag in einer sozialen oder kulturellen Einrichtung kennen. Viele entdecken dabei Stärken und Interessen, die in ihrer Schulzeit nicht zur Geltung kamen.

 

Freiwilligendienste und Corona

Die aktuelle Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, dass viele Freiwillige sich in systemrelevanten Bereichen engagieren, die unsere Gesellschaft zusammenhalten. Gerade in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens entlasten sie das Personal. Sie leisten den als Risikogruppe isolierten älteren oder behinderten Menschen Gesellschaft und nehmen sich dabei Zeit für beruhigende Gespräche. In Kindertagesstätten und Schulen halfen sie während des Lockdowns, die Notbetreuung zu gewährleisten. Andere, die z.B. in Sportvereinen und Kulturbetrieben ihre Aufgaben vorübergehend nicht erfüllen konnten, sprangen kurzfristig dort ein, wo etwa zur Versorgung von alleinstehenden Senior*innen Hilfe benötigt wurde.

Zum Start des aktuellen Jahrgangs sind Freiwillige und ihre wertvolle Unterstützung an vielen Stellen gefragt. Es gibt eine Vielzahl an interessanten FSJ-Angeboten, die aktuell noch nicht besetzt sind: Von der begleitenden Pflege über die Ausbildung als Rettungssanitäter*in bis hin zur Planung kreativer Kinder- und Sportbetreuung oder der digitalen Schulung behinderter Mitbürger*innen mit dem Smartphone. Da die Träger der Freiwilligendienste nicht wie gewohnt Schulen und Ausbildungsmessen besuchen konnten, bieten sie vermehrt digitale Infoveranstaltungen an und beraten telefonisch.

Die Träger zeigten bei der Durchführung der vorgesehenen Bildungstage ebenfalls viel Flexibilität und Kreativität. Erstmals mussten sie diese digital gestalten. „Das war für alle eine große Umstellung. Bei den Seminaren geht es neben den thematischen Einheiten auch darum, dass die Freiwilligen sich eine Woche lang miteinander als Gruppe erleben“, berichtet Nathanael Seitz von der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste Hessen. „Bei den Abschlussseminaren des Jahrgangs gelang zumindest der persönliche Erfahrungsaustausch per Onlinetool dann erstaunlich gut. Die Pädagog*innen der Träger haben den Lockdown genutzt, um sich methodisch fortzubilden und regten gemeinsame Aktivitäten an, die auch virtuell funktionieren.“ Dennoch steht die Rückkehr zu Präsenzseminaren außer Frage, sobald es der Gesundheitsschutz wieder erlaubt.

Im FSJ sind 25 Bildungstage pro Jahr vorgeschrieben, um für die jungen Menschen relevante Themen interaktiv aufzubereiten und die Erlebnisse im Freiwilligendienst zusammen zu reflektieren. Auf diese Weise werden die Freiwilligen bei ihrem persönlichen Reifeprozess und der weiteren beruflichen Orientierung pädagogisch begleitet. Der Freiwilligendienst schlägt damit eine wichtige Brücke zwischen Schule und späterer Ausbildung, Studium oder Berufstätigkeit bzw. generell zwischen Lebensabschnitten. Auch wer wegen Corona Pläne für einen Auslandsaufenthalt oder das Studium erstmal verschiebt, kann so die kommende Zeit sinnvoll nutzen.

Dass ein FSJ zum Lieblingsberuf führen kann, zeigt das Beispiel von Vanessa Biereder: Nach ihrem Fachabitur absolvierte sie zunächst ein FSJ im Krankenhaus. Durch den Austausch bei den Bildungsseminaren merkte sie dann aber, dass sie als Sozialpädagogin in der Arbeit mit Menschen breiter aufgestellt wäre. Während ihres Studiums jobbte sie bereits selbst als Co-Teamerin bei Seminaren und ist inzwischen im Fachbereich Freiwilligendienste des DRK Odenwaldkreis als pädagogische Fachkraft fest angestellt. „Das Schöne an meiner Arbeit ist, dass sie so vielfältig und abwechslungsreich ist.“

 

Vergünstigungen und berufliche Vorteile

Freiwillige ersetzen keine Fachkräfte, sondern leisten zusätzliche Hilfe. Sie erhalten dafür ein Taschengeld. Darüber hinaus können Unterkunfts-, Verpflegungs- und Fahrtkosten abhängig von Träger und Einsatzstelle als Geld- oder Sachleistung übernommen werden. Freiwillige sind außerdem sozial- und unfallversichert und auch der Anspruch der Eltern auf Kindergeld besteht weiter. Mit ihrem Freiwilligenausweis bekommen sie an verschiedenen Stellen Vergünstigungen. In Hessen dürfen sie ebenso wie Schüler*innen und Auszubildende das preiswerte Hessenticket nutzen.

Am Ende erhalten die Freiwilligen eine Bescheinigung über das geleistete FSJ. So können sie bei anschließenden Bewerbungen ihr beachtliches Engagement nachweisen und ihre Chancen erhöhen. Zahlreiche Arbeitgeber*innen wissen inzwischen die im Freiwilligendienst angewandten bzw. zusätzlich erworbenen Arbeits- und Sozialkompetenzen sehr zu schätzen.

 

Rahmenbedingungen und Bewerbung

Ein Freiwilligendienst dauert in der Regel 12 Monate und kann auf mindestens 6 Monate verkürzt oder auf maximal 18 Monate verlängert werden. Er wird in Vollzeit geleistet, kann aber in begründeten Fällen auch als Teilzeitdienst mit mindestens 20 Wochenstunden vereinbart werden. Ein bestimmter Schulabschluss oder die deutsche Staatsbürgerschaft ist nicht nötig. Viele Einsatzstellen werden am Schuljahr orientiert im Spätsommer und Herbst neu besetzt, jedoch ist über zahlreiche Träger inzwischen ein ganzjähriger Einstieg möglich. Bewerbungen können formlos direkt an die Träger gerichtet werden. Einen Überblick bieten die folgenden Websites:

https://www.fsj-hessen.de/fsj-stelle-finden/ 

https://lag-freiwilligendienste-hessen.de/unsere-traeger/

 

 

 


Zukunft Alter: Digital- und Handlungskompetenzen schaffen differenzierte Blicke auf ein gelingendes Altern

Wissenschaftliche Weiterbildung und Verbundmaster Angewandte Gerontologie

 

(Freiburg/Mannheim/pm) - Die Katholische Hochschule Freiburg und die Hochschule Mannheim bauen das gemeinschaftliche Wissenschaftliche Weiterbildungsprogramm im berufsbegleitend und flexibel studierbaren Master in „Angewandter Gerontologie“ in aller Kontinuität um aktuelle, gesellschaftspolitische Themen aus.

 

„Die Corona-Pandemie und das damit verbundene ‚social distancing‘ im privaten als auch im institutionellen Versorgungskontext haben deutlich gemacht, wie wichtig Partizipation und Teilhabe älterer Menschen ist, in Corona-Zeiten und auch darüber hinaus“, fasst Prof.in Dr. Ines Himmelsbach, stellvertretende Leitung des Instituts für Angewandte Forschung, Entwicklung und Weiterbildung an der Katholischen Hochschule Freiburg, zusammen. „Digitale Tools, soziale Medien und technische Unterstützungsangebote bieten viel Potential. Sie fordern uns aber auch heraus, in ihrer optimalen Vernetzung und unter ethischen Aspekten.“ Daher setzen die aktuellen Wissenschaftlichen Weiterbildungen auf Digital- und Handlungskompetenz für gesellschaftliche und individuelle Fragen des Alterns und beleuchten auch die Ambivalenz möglicher Entwicklungen.

 

Die Wissensangebote schaffen Grundlagen, damit gesellschaftliche Teilhabe, eine möglichst lange selbstständige Lebensführung und individuelle Unterstützung älter werdender Menschen sichergestellt werden können. Die Schwerpunkte umfassen die Themen Altern, Gesundheit, Pflege, Wohnen und Mobilität. Für den Herbst können sich Interessierte noch für diese beiden aktuellen Weiterbildungen am Studienort Freiburg anmelden:

 

-        Altern in einer digitalisierten Welt – Felder, Projekte, Strategien (Anmeldung bis 31. August)

 

-        Angewandte Gerontologie - Multidisziplinäre Interventionsgerontologie und Gerontopsychiatrie (Anmeldung bis 01. September)

 

Die Wissenschaftliche Weiterbildung „Altern in einer digitalisierten Welt“ bietet eine fundierte Möglichkeit, sich mit den zunehmend dynamischen Entwicklungen der Digitalisierung mit einem spezifischen Fokus auf die Arbeit mit älteren Menschen auseinanderzusetzen. Die Schwerpunkte liegen neben der grundlegenden Auseinandersetzung mit Chancen, Risiken und rechtlichen Auswirkungen einer zunehmend digitalisierten Welt auf Strategien und Methoden digitaler Arbeit im Pflege- und Gesundheitsbereich. Daneben stehen die Entwicklung und Aneignung digitaler Kompetenzen im Vordergrund. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Fragen der Angebotsentwicklung sowie Fragen von Führung, Management und Organisationsgestaltung im Zuge tiefgreifender digitaler Veränderungen.

 

In der Wissenschaftlichen Weiterbildung „Angewandte Gerontologie – Multidisziplinäre Interventionsgerontologie und Gerontopsychiatrie haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, durch sachliche und persönliche Auseinandersetzung mit den allgemeinen und speziellen gerontologischen Informationen Verständnis und Handlungskompetenz für gesellschaftliche und individuelle Fragen des Alterns zu erwerben sowie die Verbindung zum eigenen Arbeitsfeld herzustellen. Gender- und transkulturelle Aspekte werden dabei berücksichtigt. Fachkenntnisse werden vertieft und reflektiert. Die Absolvent*innen lernen künftige Formen der Betreuung, Begleitung und Versorgung von alten sowie gerontopsychiatrisch erkrankten Menschen kennen. Gewonnenes Wissen kann unmittelbar im Berufsalltag angewandt werden. Durch multidisziplinäre Betrachtung wird das Verständnis für Probleme der Betroffenen und die Handlungskompetenz erweitert. Das unterstützt bei gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen.

 

Die praxisnahen Wissenschaftlichen Weiterbildungen auf Master-Niveau können jeweils losgelöst voneinander, berufsbegleitend absolviert werden. Sie führen zum Abschluss Gerontolog*in CAS. Bei Vorliegen von mindestens zwei erfolgreich absolvierten Wissenschaftlichen Weiterbildungen des Verbundprojektes sowie einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss kann eine Zulassung zum Master-Abschluss-Modul erfolgen, mit dem Ziel zum Master of Arts (M.A.) Angewandte Gerontologie.

 

Im April 2021 startet die Wissenschaftliche Weiterbildung „Altern in Sozialraum und Quartier – Kommunale Beratung und Vernetzung“ mit einem neuen Durchgang.

 

Anmeldungen und Informationen zum Master-Studiengang „Angewandte Gerontologie“, zu den entsprechenden Wissenschaftlichen Weiterbildungen und dem Master-Abschluss-Modul gibt es über die E-Mail info@zukunft-gerontologie.de, Telefon 0761 200-1463 oder online auf www.zukunft-gerontologie.de

 

Katholische Hochschule Freiburg
Die Katholische Hochschule Freiburg (KH Freiburg) ist eine staatlich anerkannte Hochschule in kirchlicher Trägerschaft und spezialisiert auf den Bereich Sozial- und Gesundheitswesen. Neben der Lehre ist die anwendungsorientierte Forschung, die im Institut für Angewandte Forschung, Entwicklung und Weiterbildung (IAF) der KH Freiburg koordiniert wird, ein wesentliches Handlungsfeld der Hochschule. Wissenstransfer in die Region, Kooperationen mit Verbänden, Partnern aus Wirtschaft und Kommunen sowie Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen findet hier bundesweit und international statt. Das IAF ist zudem Anbieter von Weiterbildungen und Masterstudiengängen, mit denen die eigene Beschäftigungsfähigkeit ausgebaut und individuelle Aufstiegschancen erworben werden. Weitere Informationen: www.kh-freiburg.de

Hochschule Mannheim
Die Hochschule Mannheim ist eine moderne Campushochschule mit einer lebendigen, über 100-jährigen Tradition. Sie bietet innovative Studienkonzepte und als Hochschule für Angewandte Wissenschaften eine enge Verzahnung einer fundierten wissenschaftlichen Ausbildung mit praxisorientierten und berufsbezogenen Inhalten. Das Sozialwesen bildet einen deutlichen Schwerpunkt der Hochschule. Die Hochschule Mannheim ist dem Prinzip des lebensbegleitenden Lernens verpflichtet und bietet wissenschaftliche Weiterbildungsstudiengänge für Akademikerinnen und Akademiker und Fachkräfte zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung an. Die Studiengänge sind auf Chancen und Anforderungen im internationalen Umfeld ausgerichtet. Weitere Informationen: www.hs-mannheim.de und www.gerontologiestudium.de

 


Sans Souci Bestattungen: Corona-Pandemie ist Katalysator / Tod kommt ins Bewusstsein / Erhöhter Bedarf an Vorsorge

„Dankbarkeit ist die schönste Form der Erinnerung"

 

Ritual einer Bestattung soll den Prozess der Erinnerung anstoßen, öffentlich ordnen und perspektivisch ausrichten

 

(Berlin/Potsdam/pm) - Nach Angaben des Bestattungsunternehmens Sans Souci Bestattungen ist die Corona-Pandemie ein Katalysator, durch den der Tod ins Bewusstsein der Bevölkerung stärker als je zuvor kommt. Stefan Bohle, Inhaber von Sans Souci Bestattungen: „Der Bedarf an Vorsorge für die eigene Beisetzung, auch wenn noch lange nicht absehbar, hat durch die Corona-Pandemie stark zugenommen. Und ich spreche hier nicht von der Großeltern-Generation, sondern von Menschen, die mitten im Leben stehen. Durch Covid-19 haben wir alle gesehen, wie schnell ein Leben zu Ende gehen kann, so dass viele Menschen ihre Bestattung bewusst planen möchten."

 

Laut Bohle schafft eine Beerdigung eine Gemeinschaft unerwarteter Natur, mit der man Erinnerungen organisiert und bei der Energien für die Verbliebenen frei werden: „Damit hat das Verabschieden eines geliebten Menschen auch etwas von einer Therapie, die nicht zu vermeiden ist, eine optimale Wirkung erzielen kann und die Erinnerung neu auszurichten vermag. Genau das spüren die Menschen und kommen auf uns zu, um diese Gemeinschaft für sie zu organisieren. Damit kann eine Beerdigung auch heilend für Familien sein."

 

Dabei steht der Claim des Bestattungsunternehmens „Dankbarkeit ist die schönste Form der Erinnerung" immer im Mittelpunkt. „Der Verlust eines Menschen lässt gelebte Energie zurück. Diese lebt in Allen, die ihn kannten, als Erinnerung weiter. Das Ritual einer Bestattung soll den Prozess der Erinnerung anstoßen, öffentlich ordnen und perspektivisch ausrichten. Den engsten Angehörigen wird Halt und jene Form von Gemeinschaft vermittelt, die es braucht, den Weg zur Grabstätte und zurück ins Leben zu gehen. Um dies wirkungsvoll und somit trostreich zu gestalten, sind ausgewogene Proportionen der rhetorischen, musikalischen und floralen Gestaltung unabdingbar. Eine Bestattung gilt damit all jenen, die im Sinne des Verstorbenen weiterleben und ihm dankbar sind", führt Bohle abschließend aus.

 

 

Weitere Informationen zu Sans Souci Bestattungen:
Sans Souci Bestattungen ist ein Bestattungsunternehmen, das in Berlin, Potsdam und Brandenburg aktiv und von Stefan Bohle gegründet worden ist, der Kirchenmusik studiert hat und als Kantor und Chorleiter tätig war. Bohle ist seit 18 Trauerredner, hat rund 5.000 Reden gehalten und vor zehn Jahren Sans Souci Bestattungen gegründet. Kern der Dienstleitung ist die Bestattung ritualorientiert zu betrachten und entsprechend umzusetzen. Das Unternehmen bietet alle Bestattungsarten an. Ob die Erd-, Feuer-, Baum- oder Seebestattung. Selbst die Diamantbestattung oder die Flug- oder auch Windbestattung wird als Bestattungsart organisiert. www.sanssouci-bestattungen.de

 


Die Karl Kübel Stiftung schreibt FAIRWANDLER-Preis aus

Gesucht: Projekte für ein faires globales Miteinander

 

(Bensheim/kks) - Bis 15. August 2020 können sich junge Menschen wieder für den FAIRWANDLER-Preis bewerben. Die bundesweite Ausschreibung richtet sich an 18- bis 32-Jährige, die ihre Perspektive durch eine Auslandserfahrung (z.B. Freiwilligendienst, Praktikum oder Studium) erweitert haben und sich nun mit eigenen Projekten und Sozialunternehmen für ein faires globales Miteinander einsetzen.

 

Mit der neuen Ausschreibung geht der von der Karl Kübel Stiftung initiierte Preis in sein fünftes Jahr. „Gerade in der aktuellen Situation wird deutlich, wie wichtig solidarisches Handeln ist. Wir möchten junge Menschen ermutigen, sich für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen. Dieses Engagement wollen wir zeigen und wertschätzen“, erklärt Ralf Tepel, Vorstandsmitglied der Stiftung. 

 

12.500 Euro Preisgeld und praktische Unterstützung
Die Auszeichnung wird von der FAIRWANDLER-Jury in mehreren Kategorien vergeben. Den künftigen Preisträger*innen winkt ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 12.500 Euro.  Alle ausgezeichneten Teams werden außerdem zum FAIRWANDLER-Workshop eingeladen. Hier können sie ihre Erfahrungen mit den anderen Preisträger*innen austauschen und gemeinsam an ihren Projekten arbeiten. Darüber hinaus erhalten sie individuelle praktische Unterstützung aus dem Ehrenamtlichen-Netzwerk des Preises.

 

Jetzt bewerben!
„Ich kann engagierten Projekt-Teams nur empfehlen, mitzumachen!“, rät die ehemalige FAIRWANDLER-Preisträgerin Marlene Eimterbäumer. Sie wurde 2019 für ihre Internetplattform „ConnAct global“ mit dem FAIRWANDLER-Preis ausgezeichnet. „Der FAIRWANDER-Workshop für die Nominierten ist perfekt, um Leute kennenzulernen, sich zu vernetzen, gute Unterstützung zu bekommen und einfach eine tolle Zeit zu haben. Bringt euer Projekt weiter voran – es ist cool, was ihr macht!“, lautet das Fazit der jungen Sozialunternehmerin. Weitere Informationen und das Bewerbungsformular gibt es im Internet unter www.fairwandler-preis.org

 

Preisverleihung im März 2021
Auch wenn die Corona-Krise aktuell noch das Geschehen bestimmt, schaut das FAIRWANDLER-Team der Karl Kübel Stiftung optimistisch nach vorne und freut sich darauf, die neuen Preisträger*innen am 25. März 2021 in Frankfurt a.M. vorstellen zu können und gebührend zu feiern. 

 

Der FAIRWANDLER-Preis wird seit 2015 jährlich bundesweit ausgeschrieben. Er würdigt das beispielhafte Engagement junger Menschen, die sich für global verantwortungsvolles Denken und Handeln einsetzen. Kooperationspartner sind Brot für die Welt, MISEREOR, die W. P. Schmitz-Stiftung, die Zeitschrift „Voluntaris“, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft CURACON und der Deutsche Engagementpreis.

 


Diakonie Hessen: Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates

Foto: Diakonisches Werk Hessen
Foto: Diakonisches Werk Hessen

 

Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt (Vorstandssprecher der Hephata Diakonie) ist neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates der Diakonie Hessen und somit Nachfolger von Pfarrer Joachim Bertelmann (Vorstandsvorsitzender der bdks).

 

 

(Frankfurt/dwh) - Pfarrer Joachim Bertelmann wird im Jahr 2021 in den Ruhestand gehen und zog sich daher zum 01. Juli 2020 aus dem Aufsichtsrat der Diakonie Hessen zurück. Neuer Vorsitzender ist seit dem 02. Juli 2020 Maik Dietrich-Gibhardt, Stellvertreterin bleibt Brigitte Walz-Kelbel von der Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie. Dies ist das Ergebnis der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch, 01. Juli 2020. Seit der Fusion der beiden Diakonischen Werke in Hessen zur Diakonie Hessen im Jahr 2013 hat Bertelmann den Vorsitz des Aufsichtsrats innegehabt. Erst vor drei Jahren wurde er in seinem Amt bestätigt. Vor der Fusion war Joachim Bertelmann, der hauptberuflich Vorstandsvorsitzender der bdks – Baunataler Diakonie Kassel ist, für ein Jahr Vorsitzender des Verwaltungsrats des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck. Carsten Tag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, dankte dem langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden für seine Tätigkeit, die eng mit der Fusion der beiden Werke verbunden ist. Gleichzeitig gratulierte er Maik Dietrich-Gibhardt zu der neuen Funktion. „Wir freuen uns auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit,“ so Tag. Maik Dietrich-Gibhardt bedankte sich für die Wahl und betonte: „Ich bin mir sicher, dass die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Aufsichtsrats und dem Vorstand konstruktiv und zielführend sein wird.“ Begleiten und voranbringen wolle er in seiner neuen Funktion die Neuaufstellung des Landesverbandes als Mitglieder- und Spitzenverband. „Darüber hinaus ist mir wichtig, dass die Diakonie Hessen angesichts der gesellschaftlich angespannten Situation weiterhin als eine starke, sozialpolitische Stimme hörbar wird“, sagte der neue Aufsichtsratsvorsitzende.

 

Neben Joachim Bertelmann wurde auch Margret Artzt, die ebenso seit der Fusion Mitglied im Aufsichtsrat war, verabschiedet. Die ehemalige Leiterin des Diakonischen Werks Schwalm-Eder beginnt ein Sabbatjahr.

 

 

 

Zur Person Maik Dietrich-Gibhardt

 

Maik Dietrich-Gibhardt ist seit Januar 2014 Vorstandssprecher der Hephata Diakonie. Zuvor war der heute 55-jährige Pfarrer aus Weimar bei Marburg bereits mehr als zehn Jahre hauptberuflich und ehrenamtlich in der Diakonie engagiert – unter anderem als Diakoniepfarrer und geschäftsführender Vorstand des Zweckverbandes Diakonisches Werk Oberhessen sowie als Vorsitzender im Aufsichtsrat des St.-Elisabeth-Vereins in Marburg. Im Aufsichtsrat der Diakonie Hessen engagiert sich Dietrich-Gibhardt bereits seit der Fusion der vormals selbstständigen Diakonischen Werke in Kurhessen-Waldeck sowie Hessen und Nassau im Juli 2013.

 

Als einer von derzeit zwei hauptamtlichen Vorständen der Hephata Diakonie verantwortet Dietrich-Gibhardt die Geschäftsbereiche Behindertenhilfe, Förderschule und Akademie für soziale Berufe. Zudem ist Dietrich-Gibhardt Vorsteher der Diakonischen Gemeinschaft Hephata und seitens des Vorstandes auch zuständig für die Hephata-Kirchengemeinde und die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens. Als regional aufgestellter Komplexträger engagiert sich die Hephata Diakonie an insgesamt mehr als 50 Standorten in Hessen und angrenzenden Bundesländern zudem in der Sozialen Rehabilitation für Menschen mit Sucht- und oder psychischen Erkrankungen sowie in der Jugend- und der Altenhilfe. Hinzu kommen Fachkliniken in Treysa und im fränkischen Weibersbrunn. Insgesamt beschäftigt Hephata mehr als 3000 Mitarbeitende.

 

 

 

Diakonie Hessen – Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege

 

Die Diakonie Hessen ist 2013 aus der Fusion des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau und des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck hervorgegangen. Sie ist Mitglieder- und Trägerverband für das evangelische Sozial- und Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Die Diakonie Hessen ist als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen, Rheinland-Pfalz und im thüringischen Schmalkalden tätig. Als Träger diakonischer Arbeit beschäftigt die Diakonie Hessen in den Landesgeschäftsstellen in Frankfurt und Kassel, im Evangelischen Fröbelseminar in Kassel, in den Evangelischen Freiwilligendiensten sowie in 17 regionalen Diakonischen Werken in Hessen und Nassau 1.698* Mitarbeitende. Dazu kommen 664 Freiwillige, die sich in einem Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst einbringen.

 

Als Mitgliederverband gehören der Diakonie Hessen zurzeit 446 Rechtsträger an. Dabei handelt es sich um 366 Vereine, Stiftungen und gemeinnützige Gesellschaften sowie die 31 Dekanate der EKHN, 20 Kirchenkreise der EKKW und 29 kirchliche Zweckverbände. Insgesamt bietet die Diakonie Hessen so etwa 1490 Angebote für die Pflege, Betreuung und Beratung sowie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Bereichen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, in der Alten- und Krankenhilfe, Behinderten-, Eingliederungs- und Suchthilfe, Migrations- und Flüchtlingsberatung sowie in der Beratung von Menschen in besonderen sozialen Situationen an. Die Diakonie Hessen und ihre Mitglieder beschäftigen zusammen rund 42.000 Mitarbeitende und erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2018 einen Gesamtumsatz von knapp zwei Milliarden Euro. *Stand Oktober 2019

 

 

 

Aufsichtsrat Diakonie Hessen

 

Den Vorsitz im Aufsichtsrat der Diakonie Hessen hat Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt. Neben der Aufsichtsfunktion bestimmt das Gremium die Richtlinien der diakonischen Arbeit. Dem Aufsichtsrat gehören Vertreter*innen der Mitglieder der Diakonie Hessen, der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck sowie der Gesamtausschüsse der Mitarbeitervertretungen an.

 

 

 

 

 


MDR-Intendantin Prof. Karola Wille: "Es ist und bleibt unsere Aufgabe, den Zusammenhalt in unserer pluralistischen Gesellschaft sowie eine Kultur des Verstehens zu befördern."

 

 

(Leipzig/mdr) - Die Studie zeigt, dass die Menschen in Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen dies wahrnehmen und schätzen: so betonen jeweils über 65 Prozent der Befragten: der MDR setze Themen, die für die Gesellschaft wichtig sind und achte in seinen Angeboten darauf, dass Menschen nicht ausgegrenzt und nicht respektlos behandelt werden. Der Studie zufolge bescheinigt die Mehrheit der Befragten dem MDR, dass er wichtige Werte der Gesellschaft vermittle und das Verständnis zwischen den Generationen fördere.

 

Die repräsentative Studie wurde vom MDR in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Medienforschung / Hans-Bredow-Institut mitten in der Corona-Krise durchgeführt. Im Zeitraum 26.3.-17.4.2020 wurden 1.075 Personen ab 16 Jahren in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen befragt.

 

 

 

Gesellschaftliches Miteinander in der Region besser bewertet als bundesweit

 

Mehr als die Hälfte der Befragten schätzen den gesellschaftlichen Zusammenhalt in ihrer jeweiligen Region als gut ein. Den Zusammenhalt in ganz Deutschland wiederum beurteilt nur knapp ein Fünftel gut. Auffällig ist, dass Menschen mit starkem eigenem gesellschaftlichem Engagement den Zusammenhalt als besser empfinden, als Menschen mit geringem Engagement. Und: die persönlichen Einschätzungen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt hängen den Ergebnissen zufolge auch eng mit der jeweils individuellen Zufriedenheit mit der Demokratie insgesamt zusammen. Kurz gesagt: je höher die Demokratie-Zufriedenheit, desto positiver das eigene Zusammenhalts-Empfinden.

 

81 Prozent der repräsentativ Befragten geben an, täglich (58 Prozent) oder mehrmals wöchentlich (23 Prozent) mindestens ein MDR-Angebot in TV, Radio oder Internet zu nutzen. Dieses MDR-Stammpublikum schätzt den gesellschaftlichen Zusammenhalt positiver ein als Nichtnutzer von MDR-Angeboten, übrigens sowohl bundesweit als auch auf Bundesland- und regionaler Ebene. Menschen mit hohem gesellschaftlichem Engagement beurteilen den MDR hinsichtlich seiner gesellschaftlichen Aufgaben deutlich positiver als andere. Auch Demokratiezufriedene urteilen in dieser Frage über den MDR deutlich positiver als Demokratieunzufriedene.

 

 

 

Zusammenhalts-Gefühl hat in Corona-Zeit zugenommen

 

Darüber hinaus ist die Mehrzahl der Befragten in den drei Bundesländern der Meinung, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt während der Corona-Pandemie sogar noch zugenommen hat - dabei fühlten sich die Menschen vom MDR gut informiert: 80 Prozent derjenigen Nutzerinnen und Nutzer, die auf MDR-Corona-Angebote zugegriffen haben, sagen: Der MDR hält mich in Bezug auf die Corona-Epidemie immer auf dem neuesten Stand. 75 Prozent loben die Hintergrundinformationen in dieser Zeit.

 

75 Prozent der Befragten, die MDR Angebote genutzt haben, fühlen sich im Befragungszeitraum sehr gut bzw. gut vom MDR informiert. Am besten bewerten die Nutzerinnen und Nutzer die MDR-Radioangebote mit 81 Prozent, es folgen die MDR Internetangebote mit 71 Prozent. Die MDR Fernsehangebote bewerten 67 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer als gut.

 

 

 


Steyler Ethik Bank beteiligt sich an Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors

Dem Schutz des Klimas verpflichtet

 

(Sankt Augustin/sm)  – Die Steyler Ethik Bank ist Teil einer Gruppe von Finanzakteuren, die im Kampf gegen den Klimawandel entschieden vorangehen. Die beteiligten Partner verpflichten sich, ihre Kredit- und Investmentportfolien bis 2022 in Einklang mit dem Pariser Klimaschutzzielen zu bringen. Damit leisten sie ihren Beitrag dazu, dass die Klimaerwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt wird. Die gemeinsame Selbstverpflichtung sieht die konsequente Ausrichtung der Geschäftsmodelle auf dieses wichtige strategische Ziel vor. Zugleich beinhaltet es eine fortlaufende transparente Berichterstattung zu den erreichten Ergebnissen.

 

Aktuell haben 16 Akteure des deutschen Finanzsektors mit Aktiva von 5,5 Billionen Euro und 46 Millionen Kundenverbindungen die Selbstverpflichtung unterzeichnet. Ihr gemeinsames Engagement und die dazu notwendigen Maßnahmen haben die Akteure am Dienstagvormittag, 30. Juni 2020, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Frankfurt vorgestellt.

 

„Man muss nicht in den Weltraum fliegen, um die Verletzlichkeit der Erde zu registrieren. Bei meinen Reisen in Entwicklungs- und Schwellenländer habe ich gesehen, welche Gefahren durch den Klimawandel gerade auf arme Menschen zukommen“, begründet Norbert Wolf, Geschäftsführer der Steyler Ethik Bank die Beteiligung. „Als nachhaltige Bank werden wir unseren Beitrag leisten, um die Erderwärmung auf ein möglichst erträgliches Maß zu reduzieren.“

 

Nähere Informationen enthält die gemeinsame Pressemitteilung sowie das folgende Begleitdokument mit Fragen und Antworten. Download unter www.steyler-bank.de/PM-Selbstverpflichtung und www.steyler-bank.de/FAQ-Selbstverpflichtung.

 

 

 

Die Steyler Ethik Bank

 

Die Steyler Ethik Bank ist Anbieter von fairen Finanzdienstleistungen. Sie wurde 1964 vom katholischen Orden der Steyler Missionare gegründet und steht allen Privatkunden offen, unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung. Die Bank investiert nach sozialen und ökologischen Kriterien und ist Initiator von drei nachhaltigen Publikumsfonds der Marke Steyler Fair Invest. Diese sind in Deutschland und Österreich zum Vertrieb zugelassen. Seit ihrer Gründung förderte die älteste ethische Bank Deutschlands mit über 100 Millionen Euro Steyler Hilfsprojekte in 80 Ländern. (www.steyler-bank.de, www.steyler-fair-invest.de)

 

 

 


Beschlüsse der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern

Mehr Urlaub für Auszubildende in der Diakonie M-V

 

(Schwerim/dmv) - Auszubildende der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern erhalten 28 Arbeitstage Erholungsurlaub ab dem Kalenderjahr 2021. Dies beschloss die Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes (ARK DW M-V) auf ihrer letzten Sitzung einvernehmlich zwischen Dienstnehmer- und Dienstgebervertretern. Damit erhöht sich der Erholungsurlaub um zwei Tage. Diese Erhöhung entspricht der kürzlich vereinbarten Erhöhung des Erholungsurlaubs für die Mitarbeitenden der Diakonie M-V.

 

Weiterhin wurden Regelungen beschlossen für die neue, generalistische Pflegeausbildung der Alten- und Krankenpflege sowie Kinderkrankenpflege in den diakonischen Pflegeeinrichtungen und -diensten. Grundlage hierfür ist das Inkrafttreten des Pflegeberufegesetzes zum 01.01.2020. Konkret wurden die Grundlagen der neuen Ausbildungsverhältnisse geregelt sowie ein verbindliches Muster für die künftig abzuschließenden Ausbildungsverträge entwickelt. Weiterhin wurden in diesem Zusammenhang die monatlichen Ausbildungsentgelte festgelegt. Diese Veränderungen treten ab dem 01. 01. 2020 in Kraft.

 

Zukünftig sollen weitere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die mehr als 15.500 Mitarbeitenden der Diakonie M-V erreicht werden. Zunächst wollen die Mitglieder der ARK DW M-V die Schwerpunkte der weiteren Arbeit gemeinsam abstimmen. Für deren konkrete Ausgestaltung soll dann eine Arbeitsgruppe gebildet werden. Die zu erwartenden Ergebnisse werden sich in der weiteren Entwicklung der Arbeitsvertragsrichtlinien wiederfinden.

 

In der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern (ARK DW M-V) entscheiden Dienstnehmer- und Dienstgebervertreter auf dem sogenannten Dritten Weg über Gestaltung und Entwicklung der Arbeitsbedingungen einschließlich der Lohnentwicklung der Mitarbeitenden der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern. Die ARK DW M-V ist paritätisch besetzt. Sie besteht aus 12 Mitgliedern; davon sechs Dienstnehmer und sechs Dienstgeber.

 

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Landesverband) ist mit über 15.500 hauptamtlichen und über 2.200 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in rund 1.000 gemeinnützigen Einrichtungen und Diensten einer der größten Wohlfahrtsverbände in Mecklenburg-Vorpommern. Das Betätigungsfeld reicht u. a. von der Kinder- und Jugendhilfe, der Familien- und Altenhilfe über vielfältige Beratungs- und Behandlungsangebote, der Gefährdetenhilfe und Behindertenhilfe bis hin zu den Freiwilligendiensten und der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist ein rechtlich selbstständiges Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

 

 

 


Mitgliederversammlung blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück

ERF Medien legt Grundstein für die Zukunft

Dr. Jörg Dechert und Thomas Woschnitzok bei der Grundsteinlegung. Foto: erf
Dr. Jörg Dechert und Thomas Woschnitzok bei der Grundsteinlegung. Foto: erf

(Wetzlar/ERF Medien) - Das Jahr 2019 war ein besonderes für ERF Medien. „Ein Scharnier zwischen dem Rückblick auf 60 Jahre unseres Bestehens und dem Fortschreiten in die Medien-Zukunft, der wir mit dem Neubau unseres Medienhauses sehr sichtbar Gestalt verleihen werden. Innehalten, Zurückschauen und Neuaufbrechen – das hat unser Jahr 2019 geprägt“, so der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien Dr. Jörg Dechert bei der Mitgliederversammlung am 11. Mai in Wetzlar. Dechert stellte dem Trägerverein dabei den Jahresbericht 2019 sowie die Jahresziele und Projekte 2020 zur Umsetzung der Zukunftsstrategie bis 2025 vor. Die Mitglieder des ERF Vereins kamen aufgrund der Corona-Pandemie digital per Online-Videokonferenz zusammen.
 
Dankbarer Rückblick und mutige Vorausschau sind auch für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Prof. Dr. Jürgen von Hagen (Bad Honnef bei Bonn) kennzeichnend: „Das Jahr 2019 war von zwei großen Ereignissen geprägt: dem 60. Jubiläum des ERF und dem Beginn unseres Neubaus am Berliner Ring. Zum Jubiläum bekamen wir die lang ersehnte Baugenehmigung für unseren Neubau als besonderes Geschenk. Damit beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des ERF. Inzwischen sind die Bauarbeiten in vollem Gange. Der Aufsichtsrat ist sehr froh und dankbar für die großartige Unterstützung, die der ERF bisher schon für dies Projekt erhalten hat. Wir beten darum, dass Gott es weiter segnen wird.“
 
Auch in wirtschaftlicher Hinsicht sei 2019 ein  gutes Jahr gewesen. „Die regulären Spendeneinnahmen betrugen 13,3 Mio €. Hinzu kamen fast 3 Mio € Spenden für die Finanzierung des Neubaus und 876 T€ Einnahmen durch Nachlässe. Das operative Geschäft schloss mit einem Überschuss von 492 T€ ab, so dass der ERF sein Eigenkapital weiter stärken konnte. Wir sind Gott dankbar für dieses erfreuliche Ergebnis“, so der geschäftsführende Vorstand Thomas Woschnitzok. Woschnitzok scheidet zum 31.8.2020 vertragsgemäß und altershalber aus dem Vorstand von ERF Medien aus. „Aufgrund seiner großartigen Arbeit hat ihm der ERF viel zu verdanken“ betont Prof. Dr. Jürgen von Hagen. Als neues Vorstandsmitglied hat der Aufsichtsrat zum 1.9.2020 Christian Kolb (Breitscheid) berufen. Er wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung offiziell in den Verein aufgenommen.
 
Bei fast allen ERF Medienangeboten seien 2019 die Reichweiten gewachsen, zum Teil im zweistelligen Prozentbereich, erläuterte Dechert in seinem Jahresbericht. Mit den deutschsprachigen Angeboten in Radio, Bewegtbild, Internet und Social Media erreiche man Ende 2019 mittlerweile 3 Millionen Mediennutzer im Monat, 26 % mehr als ein Jahr zuvor. Ein außergewöhnliches Reichweitenwachstum sei dabei bei den beiden reinen Online-Angeboten ERF.de (287.000 Nutzer/Monat, +91 % zum Vorjahr) und Bibleserver.com (688.000 Nutzer/Monat, +38 %) festzustellen. Leider sei und bleibe das Thema „Christenverfolgung“ weiterhin ein Schwerpunkt des internationalen Engagements ERF GlobalHope. So sei die Arbeit mit der im letzten Jahresbericht wachsenden Zahl von Radiohauskreisen in Pakistan sei 2019 unter verschärfter Sicherheitslage weitergeführt worden. Mittlerweile träfen sich dort rund 24.000 Menschen in 2.700 Radiohausgruppen, um christliche Radioprogramme zu hören und im Glauben zu wachsen. Für 2020 seien weitere 1500 Hausgruppen geplant.
 
Die Entwicklung der geistlichen Wirkung der ERF Angebote und Projekte bezifferte Dechert für des Berichtsjahr 2019 mit 13 % Zuwachs an Rückmeldungen von Menschen, die von ihrer Bekehrung zu Jesus Christus berichten, 1 % mehr Rückmeldungen über konkrete Lebensveränderungen und 10 % mehr Rückmeldungen von Menschen, die durch ein ERF Angebot geistlich berührt worden seien.

Auch formiere sich eine wachsende „Bewegung“ rund um die ERF Medienangebote, die sich an der deutlich wachsenden Zahl von Multiplikatoren ablesen ließe. „Wir verzeichneten 2019 11.483 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserem ERF Botschafterprogramm, das sind +17 % zum Vorjahr“, so Dechert. Diese ERF Botschafter wolle man künftig intensiver in die Medienarbeit einbinden. Dazu wolle man verstärkt in den Aufbau von Communities rund um die Medienangebote investieren. Außerdem arbeite man zusammen mit einer Kommunikationsagentur an einem Relaunch der Corporate Identity von ERF Medien, begonnen worden. Pünktlich zum Umzug in das neue Medienhaus solle das neue ERF Erscheinungsbild fertig sein.
 
Im Bereich der Spendeneinnahmen sei 2019 der bislang höchste Spendeneingang der Werksgeschichte zu verzeichnen, rund 16,3 Mio € (+3 % zum Vorjahr). „2019 war ein gutes Jahr für ERF Medien. Wir haben dankbar auf 60 Jahre Werksgeschichte zurückblicken können. Wir verzeichnen zum Jahresende 2019 insgesamt 26 % mehr Reichweite, 9 % mehr Rückmeldungen, 17 % mehr Botschafter, 4 % mehr Spender, 3 % mehr Spenden – trotz Interimsbetrieb hat der ERF sichtbar und spürbar an Wirksamkeit zugelegt. Wir ernten Früchte der Organisationsentwicklung der letzten Jahre, die unsere Kapazität und unsere Schlagkraft vergrößern, inhaltliche Impulse zu setzen für die Menschen in unserem Land und darüber hinaus“, so Dechert. Und ergänzt: „Für die noch laufenden, mehrjährigen Reformprojekte innerhalb des ERF sind von allen Beteiligten nach wie vor Beharrlichkeit, Geduld und Teamgeist gefordert.“

Im Verlauf der Online-Mitgliederversammlung wurden zwölf neue Mitglieder in den ERF Verein aufgenommen: Aleko Vangelis (Steinheim/Murr), Ana Hoffmeister (Berlin), Andreas Klotz (Gummersbach), Benedict Hoyer (Gerlingen), Christian Kolb (Breitscheid), Christoph Stiba (Berlin), Dr. Reinhardt Schink (München), Evi Rodemann (Halstenbek), Hansjörg Kopp (Kassel), Susanne Krüger (Burbach), Thorsten Dietz (Marburg) und Prof. Mihamm Kim-Rauchholz (Illinois, USA).

Auf die nächste, dafür geeignetere Präsenzveranstaltung verschoben wurde die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder: 60 Jahre engagiert sich Helmut Gaertner (Burbach). Seit 35 Jahren beteiligt sich Wolfgang Buck (Daaden), seit 30 Jahren Hans-Martin Stäbler (Lauf) und seit 25 Jahren Angela Gieck (Untermünkheim), Irina Blackert (Alheim) und Eckhard Radke (Siegen) an der Arbeit von ERF Medien e. V.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand die Grundsteinlegung für das neue Medienhaus am Berliner Ring 62 statt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Zeremonie vor Ort ohne Gäste durchgeführt und live über das Internet  in die laufende Videokonferenz sowie für die Öffentlichkeit in den sozialen Medien übertragen. Neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Jürgen von Hagen nahmen der Vorstandsvorsitzenden Dr. Jörg Dechert und der geschäftsführende Vorstand Thomas Woschnitzok daran teil. Der Wetzlarer Oberbürgermeister Manfred Wagner überbrachte per Videobotschaft sein Grußwort: „Wetzlar ist auch Stadt des Evangeliumsrundfunks. Von hier aus schlagen Sie die Brücke in die Welt und schaffen Verbindung zu den Menschen. Dafür sind wir dankbar. … In Zeiten wie diesen… kommt es darauf an, Hoffnung zu vermitteln. Und das leistet Ihr Medienhaus. … Ich wünsche allen am Bau beteiligten alles erdenklich Gute.“

Weitere Glückwünsche und Grußworte zur Grundsteinlegung übermittelten die Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer (CDU), Dagmar Schmidt (SPD), die Hessischen Landtagsabgeordneten Frank Steinraths (CDU) und Dr. Matthias Büger (FDP), der Geschäftsführer des ausführenden Generalunternehmers OTTO QUAST GmbH & Co. KG, Reinhard Quast, sowie Architekt Matthias Müller (Heilbronn). Für die musikalische Untermalung in virtueller Form sorgte Musikerin Katharina Stahl.


Kündigungs-Analyse: Weniger Austritte bei Hilfsorganisationen in Zeiten von Corona

 

  • Vertragsmanager Volders wertet die Kündigungen bei Hilfsverbänden vor und seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie aus
  • Mitgliedschaften bei Hilfsorganisationen werden bis zu 60 Prozent weniger gekündigt
  • Bei Ver.di und IG Metall hingegen kündigten mehr Menschen ihre Mitgliedschaft

 

(Berlin/pm) – Hilfsbedürftige Menschen sind von der Coronakrise besonders hart getroffen. Dessen scheint sich die deutsche Bevölkerung bewusst zu sein, da seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie weniger Personen ihre Mitgliedschaften bei Hilfsorganisationen kündigen. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Vertragsmanagers Volders (www.volders.de).

Der Umwelt zuliebe: Naturschutzbund verzeichnet die höchsten Rückgang an Kündigungen
Der einzige Gewinner dieser Pandemie scheint die Natur zu sein, so erholen sich Flora und Fauna derzeit vielerorts. Zudem gingen die Kündigungszahlen beim Naturschutzbund NABU signifikant zurück: 60 Prozent weniger Austritte hat die Organisation seit dem 16. März zu verzeichnen. Auch bei der Deutschen Tierrettung sind die Aufhebungen der Mitgliedschaften mit 58 Prozent stark gesunken. Bei der Johanniter Unfallhilfe sowie Plan International kündigten jeweils 46 Prozent weniger Unterstützer.

Aller Pandemie bedingten Widrigkeiten zum Trotz ist die schwierige Situation von Flüchtenden weltweit sowie insbesondere an der griechisch-türkischen Grenze nicht vergessen. Auch die UNO Flüchtlingshilfe muss weniger Beendigungen von unterstützenden Mitgliedschaften (42 Prozent) in Kauf nehmen. Der Malteser Hilfsdienst verzeichnet ebenfalls weniger Kündigungen als zuvor: Hier beendeten 16 Prozent weniger Menschen ihre Mitgliedschaft. Es folgen die Organisationen SOS Kinderdorf und Sozialverband VdK mit einem Rückgang von 17 und 21 Prozent.

Große Gewerkschaften sind derzeit weniger gefragt
Ver.di und IG Metall hingegen verzeichneten seit dem 16. März eine Zunahme von Kündigungen um jeweils 143 bzw. 100 Prozent. Als Gründe führten die ehemaligen Gewerkschafter vor allem finanzielle an und, dass kein Bedarf mehr bestünde.

Mathias Rhode, Chief Marketing Officer von Volders, kommentiert:
"Seit der steigenden Ausbreitung der Covid-19-Pandemie in Deutschland und der als Konsequenz verhängten Ausgangssperre können wir den Trend beobachten, dass weitaus weniger Mitgliedschaften bei NGOs und Stiftungen gekündigt werden. Die Solidarität mit Bedürftigen, die jetzt die Bürger in Deutschland während der Corona-Krise an den Tag legen, spricht für die Menschlichkeit und gelebte Nächstenliebe in der ganzen Gesellschaft. Und die Verbundenheit hört zum Glück nicht an den Grenzen auf: Die Beendigungen der Mitgliedschaften bei der UNO-Flüchtlingshilfe sanken um 42 Prozent. Wir hoffen, dass der Abwärtstrend bei Hilfsorganisationen anhält und Menschen besonders in schweren Zeiten die Hilfe bekommen, die sie dringend benötigen."

 

 

Alle Ergebnisse der Untersuchung finden Sie hier
https://www.volders.de/kuendigungen-in-der-krise

 

Über Volders
Volders (www.volders.de) ist der führende Vertragsmanager in Deutschland. Egal ob Kunden ihre Verträge verwalten, kündigen oder sich alternative Angebote einholen möchten, Volders hilft bei jeglichen Services, Mitgliedschaften oder Dienstleistern – von Mobilfunk- über Stromanbietern bis hin zu Versicherungen. Die Vision dahinter: Ein gutes Gefühl bei Verträgen. Das Berliner Startup wurde 2014 von Jan Hendrik Ansink  gegründet und der Service Volders im November 2015 gestartet. Heute beschäftigt Volders 50 Mitarbeiter und wird von mehr als 1.600.000 Nutzern als digitaler Vertragsassistent genutzt.

 

 

 


MBG GROUP: Wir halten zusammen und freuen uns auf die guten, gemeinsamen Zeiten, die wieder vor uns liegen! #staypositive #stayathome

MBG: Fight Corona Video – wir halten zusammen


Weitreichende Verbesserungen für die Mitarbeitenden in den sozialen Diensten der Diakonie Mecklenburg-Vorpommern

 

(Schwerin/dmv) - Ein deutliches Zeichen setzt die Arbeitsrechtliche Kommission (ARK) des Diakonischen Werkes (DW) Mecklenburg-Vorpommern (M-V) für ihre mehr als 15.000 Mitarbeitenden mit dem Beschluss der Weiterentwicklung der Arbeitsvertragsrichtlinien DW M-V (AVR DW M-V) für die Jahre 2021/2022.

 

Die monatlichen Grundentgelte werden in drei Schritten um insgesamt 12,5 % erhöht. Die Laufzeit beträgt 24 Monate. Der ergebnisunabhängige Teil der Jahressonderzahlung steigt 2021 auf 75 % und ab 2023 auf 87,5 %. Der Urlaubsanspruch verbessert sich für alle Mitarbeitenden ab 2021 auf 30 Tage. Nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit erhöht sich der Anspruch auf 31 Tage. Diese Verbesserungen wurden auf der Grundlage der 40-Stunden-Woche als Maß für eine Vollzeitstelle vereinbart. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass die Mitarbeitenden deren Betriebliche Altersversorgung über Verträge mit der KZVK Dortmund gewährleistet wird, in angemessener Weise an den Beitragszahlungen zu beteiligen sind.

 

Dieser weitreichende Beschluss vom 20. April 2020 wurde nach langen und durch die Corona-Krise zusätzlich erschwerten Beratungen erreicht. Er ist ein wichtiger gemeinsamer Schritt von Dienstnehmern und Dienstgebern zur weiteren Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Diakonie M-V, zur Angleichung der Vergütungen der Diakonie im gesamten Bundesgebiet und ein unübersehbares Zeichen der Wertschätzung für die gesamte Mitarbeiterschaft. 

 

Die Mitglieder der ARK und der beteiligten Fachausschüsse sind vereint in dem Bestreben, gemeinsam alles Notwendige zu unternehmen, um eine angemessene Vergütung aller Mitarbeitenden zu sichern und die Zukunftsfähigkeit der diakonischen Angebote im M-V zu gewährleisten.

 

Die Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern (ARK DW M-V) beschließt auf dem sogenannten Dritten Weg paritätisch zwischen Dienstnehmer- und Dienstgeberseite über Gehälter für die Mitarbeitenden unter dem Dach der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern. Sie besteht aus 12 Mitgliedern; davon sechs Dienstnehmer und sechs Dienstgeber.

 

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Landesverband) ist mit über 15.500 hauptamtlichen und über 2.200 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in rund 1.000 gemeinnützigen Einrichtungen und Diensten einer der größten Wohlfahrtsverbände in Mecklenburg-Vorpommern. Das Betätigungsfeld reicht u. a. von der Kinder- und Jugendhilfe, der Familien- und Altenhilfe über vielfältige Beratungs- und Behandlungsangebote, der Gefährdetenhilfe und Behindertenhilfe bis hin zu den Freiwilligendiensten und der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist ein rechtlich selbstständiges Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

 

 

 


Deutschlands älteste Seifenmanufaktur verschenkt 200.000 Seifen

Foto: Klar Seifen
Foto: Klar Seifen

 

  • ·       Betrieb aus Heidelberg stellt Produktion um
  • ·       Website für Interessenten eingerichtet
  • ·       Unterstützung auch für gemeinnützige Einrichtungen

 

 

 

(Heidelberg/pm) – Nicht nur Klopapier ist gefragt in diesen Tagen – auch Seife ist Mangelware, die Supermarktregale sind teilweise leergekauft, im Internet werden oft Wucherpreise verlangt. Doch besonders das richtige Händewaschen ist aktuell wichtiger denn je. Seife ist nach Angaben zahlreicher Experten sogar der bessere Virenkiller als Desinfektionsmittel. Klar Seifen aus Heidelberg verschenkt im Kampf gegen Corona deshalb 200.000 Seifen. Deutschlands älteste Seifenmanufaktur hat für die Bestellung eine Website eingerichtet. Der Empfänger zahlt lediglich das Porto.  Auch gemeinnützige Organisationen wie Obdachlosenhilfen in der Metropolregion Rhein-Neckar werden unterstützt.

 

 

 

Seife ist ein Alleskönner. Sie zerstört sowohl Bakterien als auch Viren. Die werden von fettigen Hüllen umschlossen, die durch Seifenmoleküle aufgebrochen werden. Das Virus platzt auf und wird abgetötet. Händewaschen ist also ein einfacher Weg, einen Teil zum Schutz vor Krankheiten beizutragen. Jan Heipcke, Geschäftsführer der traditionellen Manufaktur Klar Seifen, sitzt als Produzent sozusagen an der Quelle und wollte helfen. „Zuhause bleiben und Hände waschen sind zurzeit besonders wichtig, und beim Händewaschen wollen wir helfen.“ Deshalb habe man wir die #ichwillseife-Aktion gestartet. „Damit wollen wir möglichst vielen Menschen kostenlos Seife zur Verfügung stellen. Ich finde es befremdlich, dass einige Händler versuchen, aus der Krise ein Geschäft zu machen und ihre Waren deshalb zu überteuerten Preisen anbieten“, sagt Heipcke.  

 

 

 

Einfache Kernhandseife im 50-Gramm-Format

 

Normalerweise stellen die Mitarbeiter in der Heidelberger Manufaktur Edelseifen her, die es in Parfümerien zu kaufen gibt. Für die Aktion wurde die herkömmliche Produktion gestoppt und die Maschinen umgestellt. Klar Seifen verzichtet auf sonst zeitintensive Prozesse wie Logoprägung, ausgefallene Formen, exklusive Inhaltsstoffe oder aufwendige Verpackungen, um möglichst viele Seifen verschenken zu können, wie Heipcke betont. Produziert wird jetzt eine einfache Kernhandseife im 50-Gramm-Format. „Die duftet zwar nicht nach Blumenwiese, erfüllt aber ihren hygienischen Zweck“, erklärt Heipcke. Unterstützt wird die Aktion von Lieferanten und Logistikdienstleistern der Manufaktur, um die Kosten gering zu halten.

 

 

 

Die Kernseifen können Interessierte über eine Website bestellen. Geliefert werden jeweils drei Seifen pro kompakter Versandverpackung, die in der Regel kontaktlos im Briefkasten zugestellt werden kann. Daneben verschenkt die Manufaktur auch großflächig an gemeinnützige Organisationen und Kirchen. „Wir wollen einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen gut durch die Coronakrise kommen“, sagt Heipcke. „Dabei ist Händewaschen entscheidend!“ 

 

 

 

Die Seife kann kostenlos über die Website www.ichwillseife.de bestellt werden. Der Empfänger zahlt lediglich das Porto.

 

 

 

Über Klar Seifen

 

 

 

Klar Seifen ist Deutschlands älteste Seifenmanufaktur aus Heidelberg. Seit 1840 stellt das Traditionsunternehmen qualitativ hochwertige Seifenprodukte nach alten und neuen Rezepturen und Verfahren her. Neben den modernen Fertigungstechniken werden viele Produkte noch in Handarbeit mit Hilfe von bis zu 100 Jahre alten Formen hergestellt. Genauso großen Wert wie auf das Bewahren von überlieferten Rezepturen legt Klar Seifen auf ständige Innovation in Hinblick auf funktionelle und vor allem nachhaltige pflanzliche Inhaltsstoffe.

 

 

 


Wie der BDKJ 1970 den Fairen Handel mitbegründet hat

Seit 50 Jahren für eine gerechte Weltwirtschaft

(Düsseldorf/bdkj) - Als sich die katholischen Jugendverbände vor 50 Jahren maßgeblich an der Gründung des Fairen Handels beteiligten, ging es um Frieden und Gerechtigkeit. Das Engagement ist seitdem breiter geworden – heute setzt sich der BDKJ auch dafür ein, ökologische Schäden und Menschenrechtsverletzungen zu verhindern.

 

Am 08. April ist es 50 Jahre her: Der Entwicklungspolitische Arbeitskreis (EPA) wurde durch den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) gegründet. Der EPA hat den Fairen Handel in Deutschland maßgeblich geprägt und begleitet. Anliegen des EPA ist und war es, aus entwicklungspolitischem Interesse konkrete Handlungen zu entwickeln.

 

Um die Geschichte des Fairen Handels zu erzählen dürfen zwei weitere Ereignisse im Frühjahr 1970 nicht unerwähnt bleiben: Die Gründung des Initiativkreises „Aktion Dritte-Welt-Handel“ durch BDKJ und aej und die vom EPA initiierten Friedensmärsche haben den Grundstein für den Fairen Handel in Deutschland gelegt. Heinrich Sudmann, Bundessekretär des BDKJ und später Bundesvorsitzender, war 1970 Teil der aufkeimenden Bewegung. „Es ging dem BDKJ darum, im Rahmen seiner Friedensarbeit Wege zu finden, wie Produzenten in der dritten Welt bessere Bedingungen für den Absatz ihrer Güter eröffnet werden können,“ erinnert sich der Zeitzeuge. Gerechtigkeit sollte den Weg für eine friedliche Welt ebnen und Gerechtigkeit konnte nur durch das Ende der Ausbeutung sichergestellt werden.

 

Der Faire Handel wurde durch zahlreiche Initiativen und Basare zu einer Bewegung. 1975 gründeten kirchliche Organisationen, darunter der BDKJ, mit der GEPA ein Handelsunternehmen, das den Produzent*innen im globalen Süden faire Preise zahlt. Als Gesellschafter der GEPA und Gründungsmitglied bei TransFair e.V. ist der BDKJ auch heute aktiver Akteur für eine gerechte Weltwirtschaft.

 

Die aktuelle BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier betont: „Die katholischen Jugendverbände bieten viele Bildungs- und Aktionsangebote zu den Themen des fairen Handels an und tragen somit dazu bei, dass junge Menschen fundiert für eine gerechte Welt eintreten. Wir werden uns mit starken Partner*innen auch weiterhin für den Fairen Handel engagieren und von den politischen Akteuren entsprechende Konsequenzen fordern.“ Auf politischer Ebene tritt der BDKJ aktuell gegen ökologische Schäden und Menschenrechtsverletzungen ein: Zusammen mit zahlreichen weiteren Organisationen fordert der BDKJ ein Lieferkettengesetz, das mit verbindlichen gesetzlichen Regelungen deutsche Unternehmen dazu verpflichten soll, weltweit Umweltstandards und Menschenrechte einzuhalten.

 

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft.

 


kfd unterstützt Forderung der Katholischen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Müttergenesung nach Hilfen auch für Rehabilitations- und Vorsorgekliniken für Mütter und Väter

Müttergenesung muss unter den Corona-Rettungsschirm!

 

(Düsselorf/kfd//kag) - Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands – Bundesverband e.V. teilt die Kritik der KAG Müttergenesung am COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz der Bundesregierung. So stellt das Gesetz zwar allgemeine Rehabilitationskliniken unter den Corona-Rettungsschirm, nicht jedoch Reha- und Vorsorgekliniken für Mütter und Väter.

Besonders davon betroffen sind daher die Kliniken des Müttergenesungswerks (MGW), denen zuhauf das Aus droht. Bedingt durch die Corona-Krise mussten sie auf behördliche Anordnung sofort ihre Tore schließen, haben keine Einnahmen, aber laufende Ausgaben.

Lucia Lagoda, Vorsitzende der KAG Müttergenesung, Kuratorin des Müttergenesungswerkes und Mitglied im kfd-Bundesvorstand: „Das ist ein großer Fehler mit weitreichenden Folgen für unsere ganze Gesellschaft und daher völlig inakzeptabel. Es gab schon vor der Corona-Krise einen hohen Bedarf an Vorsorge- und Reha-Maßnahmen für Mütter und Väter. Und der wird nach der Krise nicht kleiner geworden sein.“

Lagoda rechnet stattdessen damit, dass die Nachfrage nach Maßnahmen bedingt durch die Mehrfachbelastung in der Corona-Krise stark steigen wird. Viele Familien stehen vor enormen Herausforderungen, da sie nicht oder nicht mehr gewohnt sind, den ganzen Tag miteinander auf engem Raum zu verbringen.

Meist wird diese Höchstbelastung aus Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung, Haushaltsführung sowie Versorgung und Pflege Angehöriger von Müttern geleistet. Mütter und Väter, die bereits gesundheitlich angeschlagen sind, werden durch den krisenbedingten Stress zusätzlich belastet.

„Für Patient*innen in begonnenen Maßnahmen und jene, die sehnlichst auf eine Kur- oder Reha-Maßnahme gehofft haben, ist die sofortige Schließung der MGW-Kliniken eine herbe Enttäuschung – für manche gar lebensbedrohlich, weil sie die Atempause dringend brauchen“, so Lagoda. Die Kliniken der Müttergenesung leisteten einen gesamtgesellschaftlichen Auftrag.

„Deshalb muss eine so bewährte, gemeinnützige und systemrelevante Organisation auch unter den staatlichen Schutzschirm gestellt werden“, fordert Lagoda und kündigt an: „Wir setzen uns daher auf allen Ebenen von Staat, Gesellschaft und Kirche für eine Korrektur des Rettungsschirmes im Sinne der betroffenen Familien ein.“ 

HINTERGRUND
Die KAG Müttergenesung setzt sich als größte Trägergruppe in der Elly-Heuss­-Knapp­-Stiftung / Deutsches Müttergenesungswerk seit über 80 Jahren für die familienspezifischen Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen von Müttern, Vätern und ihren Kindern ein und ist damit ein bewährter Teil der sozialen Infrastruktur in Deutschland.

Bundesweit sind 21 Kliniken in der KAG Müttergenesung zusammengeschlossen. Sie bieten jährlich 14.000 erschöpften Müttern und Vätern sowie zunehmend Pflegenden Angehörigen im Rahmen qualifizierter Vor- und Rehasorge einen Weg, ihre körperliche und psychische Gesundheit zu regenerieren. 

 


Berliner Startup vernetzt Unternehmen für Personalpartnerschaften

Alternative zur Kurzarbeit in der Corona-Krise

 

(Berlin/pm) - In der aktuellen Corona-Krise haben viele Unternehmen bereits Kurzarbeit angemeldet, während in einigen Branchen händeringend Mitarbeiter gesucht werden. Das Berliner Start-Up MINDSHYFT hat für ein solches Szenario eine Online-Plattform entwickelt, die für beide betroffene Unternehmenstypen ein Lösung anbietet: Wer unter Auftragseinbrüchen leidet, kann als Alternative zur Kurzarbeit seine Mitarbeiter befristet an Firmen vermitteln, die einen akuten Personalmangel haben. 

 

Unternehmen können dazu die Angaben ihres zur Verfügung stehenden Personals mit örtlichen und zeitlichen Verfügbarkeiten hochladen; Unternehmen mit Personalbedarf können dies über die Plattform anfragen oder eigene Bedarfe signalisieren. Für die rechtliche Ausgestaltung der Personalpartnerschaft können entsprechende Vertragsvorlagen heruntergeladen werden.

 

Aktuell läuft die Vorregistrierungsphase, bei der sich interessierte Unternehmen auf www.mindshyft.de anmelden können. Bereits vor dem offiziellen Launch am nächsten Dienstag möchten wir Sie mit dieser Ankündigung auf das Thema aufmerksam machen. Die Pressemitteilung zum Starttermin wird am 31. März veröffentlicht. 

 


Women in Architecture (WIA) Berlin: Festival zum Thema Frauen in der Architektur wird um ein Jahr verschoben // Neuer Termin: Juni 2021

 

(Berlin/wia)  – Das Festival Women in Architecture (WIA) Berlin ist ebenfalls von den Entwicklungen aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus betroffen. Die Veranstalter*innen, das Berliner Netzwerk von Planerinnen n-ails e.V. und die Architektenkammer Berlin, haben sich aus Respekt vor dieser ungewöhnlichen Situation und dieser herausfordernden Zeit, dazu entschlossen das vom 4. Juni bis 4. Juli 2020 geplante WIA Berlin Festival auf Juni 2021 zu verschieben. 

 

Elke Duda, n-ails-Mitglied im WIA-Team: „Um die weitere Verbreitung des Virus zu stoppen, sind wir alle gefordert und stehen derzeit sowohl privat als auch beruflich vor großen Herausforderungen. Als Netzwerk von und für Frauen ist für uns der direkte Kontakt und Austausch zentrales Moment von WIA Berlin. Da dies derzeit nicht möglich ist, haben wir uns für die Verschiebung des Festivals entschieden. Wir wünschen Allen in diesen Tagen vor allem Gesundheit und einen guten Umgang mit dieser nicht einfachen Situation."

 

WIA Berlin lädt alle Architektinnen, Innenarchitektinnen, Ingenieurinnen, Landschaftsarchitektinnen und Stadtplanerinnen ein, mit ihrem Beitrag beim Festival im Juni 2021 wieder dabei zu sein. „Das Festival ist in seiner Planung bereits auf sehr breite positive Resonanz gestoßen. Lassen Sie uns die Baustelle Gleichstellung gemeinsam weiterverfolgen", so Hille Bekic, Vorstandsmitglied der Architektenkammer Berlin, abschließend.

 

Weitere Informationen zu n-ails:
n-ails ist ein Netzwerk für Architektinnen, Innenarchitektinnen, Ingenieurinnen, Landschaftsarchitektinnen und Stadtplanerinnen in Berlin. Seit 2004 setzt sich n-ails für die Vernetzung und Stärkung von Frauen in diesen Berufen ein. Wir organisieren Exkursionen und Ausstellungen zu Projekten und sind maßgeblich am Aufbau eines bundesweiten Planerinnen-Netzwerkes beteiligt. www.n-ails.de.

Koordination:
Barbara Biehler, Dagmar Chrobog-Dohmann, Elke Duda, Jutta Feige, Gabi Fink, Martina Gross-Georgi, Elke Hobmeyr, Larissa Kirchmeier, Mathilde Kocher, Ramona Knöfel, Sarah Riviére, Sabrina Rossetto, Isabel Thelen, Nicole Zahner

Veranstalterinnen:
AEDES Architekturforum, Architektenkammer Berlin, Aktiv für Architektur AfA, Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (AIV), Architekturmuseum der TU-Berlin, aquabitArt gallery für Architektur und Kunst, Brandenburgische Architektenkammer – Arbeitsgruppe Gleichstellung, Bund Deutscher Architekten BDA Berlin, Bund Deutscher Architekten BDA Bundesverband, Bund Deutscher Innenarchitekten BDIA, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten BDLA, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BW II 5) mit Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Werkbund Berlin, Netzwerk Kompetenzzentrum für Berliner Handwerkerinnen, n-ails e.V. Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Technische Universität Berlin – Institut für Architektur, Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung SRL u.a.

Förderinnen und Sponsorinnen:
Lotto Stiftung Berlin, Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Abteilung Frauen und Gleichstellung, Albrecht Jung GmbH & Co. 
KG, record Türautomation GmbH, MAKE_SHIFT gGmbH, AIA AG, Solarlux GmbH

 

 

 


Evangelische Bank überzeugt beim Nachhaltigkeitsrating

Erneut höchste Note für die Evangelische Bank von der Nachhaltigkeits-Ratingagentur ISS-ESG in der Branche „Financials/Specialised Finance“

•        ISS-ESG vergibt der Evangelischen Bank den Status „Prime“ mit dem Rating „B+“
•        Spitzenposition unter deutschen Banken ausgebaut
•        Konsequente Integration von Nachhaltigkeit im Geschäftsmodell bestätigt

(Kassel/pm) - Die Evangelische Bank hat von der renommierten Nachhaltigkeits-Ratingagentur ISS-ESG die derzeit höchste Note in der Branche „Financials / Specialised Finance“ erhalten. Mit diesem Ergebnis gehört die Bank zu den Top 10% und hat damit erneut ihre Vorreiterstellung behauptet - trotz gestiegener Anforderungen in der Bewertung. „Wir sind stolz auf das Rating-Ergebnis, denn es zeigt, dass nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Bank selbst von der konsequenten Nachhaltigkeitsausrichtung überzeugt sind, sondern auch externe Dritte unsere Aktivitäten in hohem Maße würdigen“, so Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank.

Bereits 2017 erhielt die Evangelische Bank von der renommierten Ratingagentur ISS-ESG (vormals: oekom research AG) die Spitzenbewertung „Prime“ mit dem Rating „B+“, damals in der Branche „Nachhaltige Finanzen“, die nun in „Financials / Specialised Finance“ überführt wurde. Seitdem hat das Finanzinstitut seine gelebte Nachhaltigkeitsstrategie für Dritte noch besser nachvollziehbar und transparenter gemacht, indem es u.a. seinen strengen Corporate Governance Kodex sowie einen Dienstleisterkodex veröffentlicht hat. Darüber hinaus wurden die Anlagerichtlinien für die Eigenanlage sowie eine Vielzahl bankinterner Prozesse in Bezug auf ökologische und soziale Kriterien stetig weiterentwickelt.

Die Bank setzt sich neben der Umsetzung klimarelevanter Regulierungsanforderungen auch weiter ehrgeizige Ziele, denn Berenike Wiener, Head of CSR / Sustainable Finance, betont:  „Auch in Zukunft wird die Evangelische Bank Nachhaltigkeit als kontinuierliche Verbesserung für Prozesse und Produkte verstehen. Wir sind DIE Nachhaltigkeitsbank und wollen auch weiterhin durch unseren Einsatz für Nachhaltigkeit Spitzenleistungen erreichen.“

Evangelische Bank – DIE Nachhaltigkeitsbank
Die Evangelische Bank eG ist ein genossenschaftlich organisiertes, nachhaltiges Kreditinstitut. Als moderner Finanzdienstleister bietet sie Spezial-Know-how und umfassende Finanzlösungen für den kirchlich-diakonischen und sozialen Bereich. Mit einer Bilanzsumme von 7,9 Mrd. Euro ist die Evangelische Bank eG die größte Kirchenbank und zählt zu den zehn größten Genossenschaftsinstituten in Deutschland. Die Evangelische Bank ist als nachhaltig führende Kirchenbank Deutschlands Finanzpartner der Kirchen, Diakonie, Caritas, Freien Wohlfahrtspflege und der Sozialwirtschaft sowie aller privaten Kunden mit christlicher Werteorientierung. Rund 440 Mitarbeiter betreuen bundesweit etwa 19.000 institutionelle Kunden und ca. 72.000 pri-vate Kunden an 13 Standorten.

 


Dialog Kirche und Wirtschaft:

Hoffnungsbotschaft von Bischöfin Fehrs für Unternehmer und Arbeitnehmer

(Hamburg/sg) - Mit einer Hoffnungsbotschaft hat Bischöfin Kirsten Fehrs sich an die Hamburgische Wirtschaft gewandt. Die Corona-Krise stelle Unternehmerinnen und Arbeitnehmer vor Anforderungen, die das bisher Gewohnte weit überstiegen. Dabei stehe die evangelische Kirche „in Gedanken und Gebeten an Ihrer Seite“, schrieb Bischöfin Fehrs in ihrem Brief, den etwa 650 Empfängerinnen und Empfänger per E-Mail erhalten haben: „Wir wissen um die herausfordernde Lage, in der viele von Ihnen derzeit sind. Aber wir wissen auch von tröstlicher Hoffnung und lebendiger Zuversicht.“ Neue Formen von Verbindlichkeit und Achtsamkeit seien Zeichen einer „Osterhoffnung, die sich nicht kleinkriegen lässt von Angst und Lebensverstörung“.

 

In einer Videokonferenz hatte sie sich zuvor von führenden Wirtschaftsvertretern der Hansestadt über die aktuelle Lage in einigen Unternehmen informieren lassen. Zwar gehöre es zu den Stärken einer sozialen Marktwirtschaft, dass sie sich Herausforderungen flexibel und sozialverträglich zu stellen wisse, so Bischöfin Fehrs, doch „das neuartige Virus erzwingt in einem atemlosen Tempo Einschnitte, die niemand für zumutbar und möglich gehalten hätte und die schwer abzufedernde wirtschaftliche und soziale Folgen haben dürften. Wie tiefgreifend unsere ganze Gesellschaft verändert wird, werden wir wohl erst nach einiger Zeit wirklich abschätzen können.“  Aus diesem Grund rief sie die Sozialpartner und -partnerinnen zu gemeinsamem Handeln auf und appellierte: „Gehen Sie aufeinander zu und lösen Sie die anstehenden Aufgaben mit Augenmaß und Zugewandtheit gemeinsam – so wie es vielerorts bereits geschieht.“

 

Im Rahmen ihres Dialogs Kirche und Wirtschaft pflegt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Hamburg zusammen mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) der Nordkirche seit mehreren Jahren intensive Kontakte zu Vertreterinnen und Vertretern der Hamburgischen Wirtschaft. Beide Seiten haben betont, wie sehr ihnen gerade in Krisenzeiten an vertrauensvollem Austausch liegt.


Barmherzige Brüder Trier gGmbH (BBT-Gruppe)

Geschäftsführung der BBT-Gruppe fordert mehr Respekt und Augenmaß für das Engagement von Pfleger*innen und Ärzt*innen

 

(Koblenz/ots)- Appell an die Bundesregierung für einen verantwortungsvollen Umgang mit der aktuellen Situation in Deutschlands Krankenhäusern

 

Zurzeit erleben wir eine der größten menschlichen und politischen Herausforderungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem und wir sehen in Europa mit großer Betroffenheit die Bilder, die uns aus Italien erreichen. Die Pandemie hat das italienische Gesundheitssystem in die Knie gezwungen. In Deutschland sind wir gerade gemeinsam dabei, dies zu verhindern. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, um die erwartete Infektionswelle in Deutschland abzufedern. Hierfür brauchen wir heute die Sicherheit, um morgen noch unseren Versorgungsauftrag erfüllen zu können. Deshalb unterstreichen wir die Forderungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft und des Katholischen Krankenhausverbandes, den aktuellen Gesetzentwurf zur Finanzierung der Krankenhäuser nachzubessern und gerade die kleinen Krankenhäuser nicht im Stich zu lassen. Wir appellieren an Minister Spahn und die Bundesregierung, hier mit unkomplizierten Gesetzesregelungen Finanzierungssicherheit zu schaffen. Für die Ärzt*innen und Pfleger*innen in Deutschlands Krankenhäuser und vor allem die Bevölkerung in Deutschland.

 

Weitere Informationen zur BBT-Gruppe und dem Engagement von über 14.000 Mitarbeitenden für an COVID-19 erkrankte Menschen in Deutschland finden Sie auf  www.bbtgruppe.de.

 

Die BBT-Gruppe ist mit rund 100 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, über 14.000 Mitarbeitenden und ca. 900 Auszubildenden einer der großen christlichen Träger von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland.

 

 

 


Die Evangelische Bank positioniert sich durch konsequent nachhaltige Ausrichtung vorteilhaft im Wettbewerbsumfeld: Nachhaltigkeit macht den Unterschied

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 dank einer guten Performance in allen Geschäftsbereichen

 
•        Asset-Manager EB-SIM wächst: AuM plus 900 Millionen Euro auf 4,7 Mrd. Euro
•        Trotz widrigen Marktumfelds: Kreditvolumen 2019 um 1,2 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro gesteigert
•        Frühzeitiger Umbau des Geschäftsmodells erweist sich als strategischer Vorteil
•        Innovationszentrum Change Hub im vierten Quartal 2019 gegründet
•        EB erarbeitet umfangreiche Klimastrategie und baut Engagement aus


(
Kassel/pm) - Die Evangelische Bank eG (EB) hat im Geschäftsjahr 2019 einen Gewinn in Höhe von 10,43 Millionen Euro* verbucht. Damit konnte das Ergebnis auf Vorjahresniveau gehalten werden. Insgesamt wurden knapp 585 Millionen Euro an neuen Krediten an Kunden vergeben. Die Bilanzsumme liegt bei 7,86 Mrd. Euro. „Die EB hat in einem sehr fordernden Marktumfeld erfolgreich Kurs gehalten und solide gewirtschaftet. Unser Neukreditvolumen zeigt unsere starke Positionierung bei unseren Kunden, insbesondere den Institutionen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft“, sagte Thomas Kat-zenmayer, Vorstandsvorsitzender der größten Kirchenbank Deutschlands, heute bei der Vorstellung der Geschäftszahlen.

Mit Blick auf die aktuelle Coronavirus-Krise betonte Katzenmayer die besondere Verbundenheit seines Hauses zu den Kunden aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft: „Unsere wichtigste Zielgruppe kann sich auch in schwierigen Zeiten auf die Unterstützung ihrer Hausbank verlassen. Wir sind mit unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie solide aufgestellt und für Herausforderungen gewappnet.“ Auch die EB hatte im vergangenen Jahr schwierige Zeiten zu überstehen. Neben dem zunehmenden Druck auf das Zinsergebnis durch die andauernde Niedrig- beziehungsweise Nullzinsphase ist die Wettbewerbsintensität im Geschäft mit der Kernkundschaft erneut deutlich stärker geworden. „Umso erfreulicher ist es, dass wir 2019 das Kreditvolumen um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 4,6 Milliarden Euro steigern konnten“, sagte Katzenmayer.

Mit Innovation zum Erfolg im umkämpften Finanzmarkt
Von dem insgesamt stabilen Geschäftsverlauf werden auch die Mitglieder der EB profitieren. „Vorbehaltlich der Zustimmung der entsprechenden Gremien wollen wir eine Dividende in unveränderter Höhe von 3 Prozent zahlen“, kündigte Katzenmayer an. Nahezu unverändert blieb mit 436 (Vorjahr: 444) auch die Zahl der Mitarbeiter. „Ein herzlicher Dank geht an alle Kolleginnen und Kollegen unseres Hauses, ohne die unser Erfolg bei den Kunden und am Markt nicht möglich wäre“, betonte der Vorstandsvorsitzende. Dass Veränderungsbereitschaft und Innovation sich im umkämpften Finanzmarkt bezahlt machen, zeigt die Entwicklung der EB – Sustainable Investment Management GmbH (EB-SIM). So hatte das Tochterunternehmen am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 4,7 Milliarden Euro Assets under Management (AuM). Ein Jahr zuvor waren es noch 3,8 Milliarden Euro gewesen.

Alleinstellungsmerkmal: Ausrichtung an SDGs, Klimastrategie und Engagement
2019 war für die EB auch ein Jahr, in dem sie ihr Nachhaltigkeitsprofil wesentlich geschärft hat. So entschied das Geldhaus, sein Geschäftsmodell noch stärker an den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Developement Goals – SDGs) der Vereinten Nationen (UN) auszurichten. „Mit dem Ziel einer strategischen Ausrichtung und klaren Integration der SDGs in die Nachhaltigkeitsstrategie sowie in den operativen Geschäftsbetrieb der Bank und der EB-SIM wird eine intensivere und fokussierte Auseinandersetzung zur Ausrichtung unserer Bank an den SDGs erfolgen“, sagte Berenike Wiener, Head of CSR and Sustainable Finance. Damit hat die Bank ein Alleinstellungsmerkmal hierzulande. Zudem entwickelt die EB in diesem Jahr eine ganzheitliche Klimastrategie, die auch die Klimarisiken in den Portfolios erfasst. Darüber hinaus nutzt die EB im Rahmen der unternehmenseigenen Engagement-Strategie ihren wirtschaftlichen, kompetenzbasierten und gesellschaftlich-ethischen Einfluss, um unterschiedlichen Anspruchsgruppen zu verstärkten Anstrengungen für eine nachhaltige Entwicklung zu motivieren, wie sie in den SDGs definiert werden.

Das Engagement der EB für Nachhaltigkeit fand 2019 auch die Anerkennung der UN. Als Unterzeichner der United Nations Principles for Responsible Investment (UN PRI) stellt sich die Nachhaltigkeitsbank jährlich einer Bewertung. In sechs von sieben Kategorien lagen die Ergebnisse über dem Median. Im Modul Strategy & Governance verbesserte sich die Bank von A auf die Bestnote A+. Dass Nachhaltigkeit mehr als Klima- und Umweltschutz ist, zeigt auch eine weitere Auszeichnung: Die EB ist als eines von nur 13 Unternehmen deutschlandweit als Top Employer Mittelstand bewertet worden. Auf all die damit ausgezeichneten Qualitäten kann die Bank in der herausfordernden Situation der Coronavirus-Krise zurückgreifen.
 
Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Evangelischen Bank soll im Laufe dieses Jahres erreicht werden. Dann wird das im letzten Quartal 2019 gegründete Innovationszentrum Change Hub GmbH in Berlin offiziell eröffnet. „Nachhaltigkeit kann ein Unternehmen nicht alleine er-reichen. Daher wollen wir mit dem Change Hub in einem modernen und agilen Umfeld vielfältige Möglichkeiten bieten, um gemeinsam mit unterschiedlichen Akteuren gesellschaftlichen Impact zu bewirken“, sagte Thomas Katzenmayer. Dementspre