Journal / PoLitik

19.09.2019


Rechtsextreme in deutschen Sicherheitsbehörden

Alles nur Einzelfälle oder doch organisierte Netzwerke?


  • Deutsche Zeitgeschichte an einem Tag veranschaulicht
  • Spannend und mitreißend erzählt

 

Der deutsche Schicksalstag


  • 30 Jahre Mauerfall im Herbst 2019
  • Einzigartige, persönliche und berührende Perspektiven auf die Wiedervereinigung Deutschlands
  • Die Bürgerrechtlerin Freya Klier – eine Ikone des Widerstands gegen das DDR-Regime 

Der Mauerfall und was davon blieb – Zeitzeugen erinnern sich


In den ersten Jahrzehnten des Grundgesetzes hatte sich die soziale Marktwirtschaft entwickelt – eine Wirtschaft, der soziale Pflichten und Verantwortungen auferlegt wurden. Doch in den letzten Jahren wur-de der Sozialstaat sukzessive blasser. Gelockerter Kündigungsschutz, Hartz IV, das reduzierte Enga-gement im sozialen Wohnungsbau und nicht zuletzt horrend steigende Mieten, die durch Wohngelder eher angeheizt als verhindert wurden… Heribert Prantl wählt starke Worte, wenn es darum geht, die sozialen Zustände in Deutschland zu beschreiben. Was aber ist die Lösung?


Konfliktkultur als Leitbild des Friedens 

Ein politisches Statement des Militärbischofs Franz-Josef Overbeck

 

Gravierende Veränderungen in der Außen- und Sicherheitspolitik fordern zu einem offenen Diskurs heraus, der auch Konflikten in der Sache nicht aus dem Weg gehen darf. Die zwischenstaatliche und internationale Konfliktkultur ist noch sehr defizitär, viele Fragen der Weiterentwicklung sind offen. Gleichwohl muss Politik, in Zeiten von Unsicherheit und Offenheit der Zukunft, Entscheidungen treffen. Und deutsche Soldaten stehen dabei vor der Heraus­forderung, verantwortlich ihren Dienst zu leisten – auch bei Auslandseinsätzen.


Was hält uns zusammen? 

Was muss die Gesellschaft, was muss und was sollte der Einzelne tolerieren und wo liegen die Grenzen der Toleranz?

Ein Aufruf an uns alle, die Toleranz zu wahren, zu schützen und aufzubauen.


Im Sommer 1999 zog die Regierung von Bonn nach Berlin. Vieles hat sich seitdem verändert – und der F.A.Z.-Hauptstadtbüro-Leiter Günter Bannas war nah dran wie kaum ein anderer. In seiner Rückschau blickt er hinter die Kulissen und zeigt den Wandel der Politik. Schwarz-Gelb wurde zum Auslaufmodell, die Achse der Macht verschob sich nach Nordosten und wurde weiblicher, protestantischer, konsensualer.


Kann es überhaupt einen gerechten oder zumindest gerechtfertigten Krieg geben?


  • 2019: 30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs
  • 2019: 15 Jahre EU-Osterweiterung

Das Jahr 1989 hat Europa völlig verändert und beeinflusst die Entwicklung auf dem Kontinent bis heute maßgeblich. Damals fiel der Eiserne Vorhang, Deutschland wurde wiedervereinigt, die Grenzen öffneten sich – und das alles, ohne dass ein Schuss fiel. Joachim Jauer traf als Journalist die Wegbereiter der Wende in der DDR, Polen, der Tschechoslowakei oder Ungarn und beobachtete hautnah die dramatischen Umbrüche der ersten Monate und Jahre.


Ist die Demokratie noch zu retten?

 

Populisten und „Strongmen“ beschneiden Bürgerrechte, Menschen verlieren erst den Job, dann vielleicht das Zuhause und auf jeden Fall das Vertrauen in die Politik: Die Welt steckt nicht nur in einer Krise der Wirtschaft, sondern in einer Krise der Demokratie. Gibt es überhaupt noch Auswege oder ist es schon zu spät?


Als Politiker kämpfte Theo Waigel entschlossen, aber stets fair. Der Grundsatz, Freund und Feind gegenüber ehrlich zu sein, durchzieht wie ein roter Faden sein Leben. Bis in die Kindheit reicht dieser Anspruch zurück - „heuchlerisch“ nennt Waigel heute das Klima der Fünfzigerjahre, in dem die NS-Verbrechen verschwiegen und verdrängt wurden. In seiner Autobiografie erinnert er sich an Weggefährten wie Helmut Kohl, Wolfgang Schäuble und Franz Josef Strauß, erzählt von 1989/90 und den entscheidenden Gesprächen mit Gorbatschow, Mitterrand und Bush, die zur deutschen Einheit führten.


Klaus Schroeder und Monika Deutz-Schroeder, die bereits seit vielen Jahren zum Thema forschen, liefern eine wichtige und fundierte Grundlage für aktuelle und künftige Debatten. Verständlich und gut strukturiert erklärt das Buch, was linke Gewalt eigentlich ist, welche Rolle sie bei der Französischen Revolution, bei Karl Marx, in den Gewaltregimen von Stalin oder in der DDR spielte.


Ein außergewöhnliches Stück Zeitgeschichte aus dem katholischen Widerstand gegen die NS-Diktatur

Die Lebensgeschichte von Paulus van Husen

 

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem 20. Juli 1944 macht Manfred Lütz eine unverhoffte Entdeckung: Er findet die Autobiografie seines Großonkels Paulus van Husen. Der bis dahin unbekannte Bericht eines Zeitzeugen, den es immer wieder an die Brennpunkte der Geschichte des 20. Jahrhunderts verschlagen hat und der Teil des Kreisauer Kreises war, ist von großer historischer Bedeutung, aber zugleich unterhaltsam und mitreißend erzählt.

 


Die Europäische Union für Dummies

Foto: Wiley-VCH
Foto: Wiley-VCH

 

Für Studierende der Politischen Wissenschaften und für alle, die an Politik interesssiert sind, schafft Olaf Leiße Klarheit über die Vielfalt der Institutionen der Europäischen Union und deren Einfluss auf das Leben der 500 Millionen Menschen in den 28 Mitgliedsstaaten.

 

Egal ob man begeisterter Europäer oder Europa-Skeptiker ist, Fakt ist, dass die EU unser aller Leben täglich beeinflusst. Grund genug sich im Wahljahr mit ihr zu befassen.

 

Die Münchner Sicherheitskonferenz brachte neben Standing ovations für Angela Merkel vor allem wieder mal die Erkenntnis, dass sich die Welt im Umbruch befindet. Und das wahrscheinlich nicht zum Besseren.

Vor allem die Europäische Union, die wie kein anderes Mitglied der Weltgemeinschaft von der bisherigen Weltordnung profitierte, aber auch abhing, muss die Entwicklung mit Sorge sehen. Der INF-Vertrag ist so gut wie aufgelöst. China und Russland rüsten militärisch und wirtschaftlich auf, während die USA die Rolle des der traditionellen Schutzmacht Europas nicht mehr ausfüllen will. Im Gegenteil: Mehr oder weniger unverhohlen zeigt der US-Präsident, dass er auf einen Zusammenbruch der Union setzt.

 

Die EU sieht dieser Entwicklung größtenteils hilflos zu. Wie auch? Außen- und Sicherheitspolitisch ist die EU weit davon entfernt eigenständig zu handeln. Viel zu sehr hat man sich immer auf die NATO und den großen Bruder verlassen.

Hinzu kommt, dass die EU auch im Inneren alles andere als gefestigt ist. Eurokrise, Flüchtlingskrise und BREXIT zeigen, dass die idealistischen Regeln einer Wertegemeinschaft nicht reichen, um Einigkeit zu leben. Die Reihen der rechtspopulistischen Gegner der EU werden dichter -schon träumt auch in Deutschland der ein oder andere vom "DEXIT". Aber auch bei verlässlichen Mitgliedsstaaten wie Deutschland und Frankreich zeigt sich immer wieder, dass das "Bekenntnis zur EU" schnell zum Lippenbekenntnis wird, wenn es den eigenen Interessen zuwiderläuft.

Auch beim einfachen Bürger gibt es kaum gemeinsame Identifikation mit der EU. Zu weit weg, zu undemokratisch, zu bürokratisch, zu viel Einmischung, zu wenig Einfluss. Die EU ist nicht auf dem Höhepunkt ihrer Popularität.

 

Zu Unrecht, wie Olaf Leiße findet, ist sie doch für uns Europäer seit 70 Jahren ein Garant für Frieden und relativen Wohlstand. Leiße weiß, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, aber er zeigt auch, dass die Defizite der EU oft von den Mitgliedstaaten und nicht von ihr hausgemacht sind. Er legt den Finger in die Wunde, zeigt aber, dass es der EU nicht gerecht wird, sie nach schwarz-weiß Maßstäben zu beurteilen, denn in einer Welt des zunehmenden Despotismus arbeitet sie nach dem Prinzip des Kompromisses, der allen das bestmögliche Ergebnis liefert.

 

Leiße erhebt aber nicht den Anspruch alle EU-Kritiker zu überzeugen. Er sagt: "Egal, wie Ihr zur EU steht, macht Euch selbst ein Bild von ihr, denn immerhin bestimmt sie Euer aller Leben", und lädt mit Europäische Union für Dummies ein, die Chance zu nutzen und sich jetzt im Wahljahr zum Europäischen Parlament richtig, aber auch unterhaltsam über die EU zu informieren. Schließlich sollte man wissen, worüber man abstimmt.

 

Manchmal wirkt die europäische Politik etwas unbeholfen und naiv. Warum dem so ist zeigt: Die Europäische Union für Dummies Januar 2019 384 Seiten, Softcover Deutsche Dummies ISBN: 978-3-527-71376-9

 

Olaf Leiße studierte Philosophie, Soziologie und Psychologie und promovierte in Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über das demokratische Defizit der EU. Nach seiner Habilitation an der Universität Erfurt übernahm er eine Vertretungsprofessor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seit 2013 ist er außerplanmäßiger Professor für Europäische Studien am Institut für Politikwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen der Verfassungsprozess in der EU sowie die Transformation der Länder in Südosteuropa.

 

Olaf Leiße

Die Europäische Union für Dummies

1. Auflage Januar 2019
384 Seiten, Softcover
Deutsche Dummies

ISBN: 978-3-527-71376-9

Wiley-VCH, Weinheim

Preis: 16,99 €

Preis inkl. MwSt, zzgl. Versand

 

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Autor: Wiley-VCH; zusammengestellt von Gert Holle – 7.03.2019


Kleine Philosophie der Macht

Foto: Verlag Franz Steiner
Foto: Verlag Franz Steiner

„Nichts erhellt die Bedeutung des Phänomens der Macht deutlicher als ihre unverhohlene Anbetung“, schreibt der Rechts-, Politik- und Kulturwissenschaftler Peter Cornelius Mayer-Tasch in „Kleine Philosophie der Macht“. Diese Anbetung sieht er auch in der religiösen Verehrung eines allmächtigen Gottes. Außerdem fragt er sich, welchen Einfluss Religionsgemeinschaften auf politische Entscheidungen haben. Und ob Religion, Ethik und Moral dem menschlichen Streben nach Macht Grenzen setzen können.

 

 

 

Was ist Macht? Und was macht sie mit den Menschen?

 

Soziale, wirtschaftliche und politische Macht ist allgegenwärtig. Erfahrungen mit Macht und Ohnmacht prägen das menschliche Leben. Der Politik-, Rechts- und Kulturwissenschaftler Peter Cornelius Mayer-Tasch untersucht sowohl ihre philosophisch-historischen Hintergründe als auch ihre Auswirkungen in Politik, Ethik und Alltag. Seine „Kleine Philosophie der Macht“ erscheint nun im Franz Steiner Verlag.

 

Schon Philosophen wie Thukydides, Machiavelli oder Thomas Hobbes beschäftigten sich in ihren Schriften diesen Fragen: Was heißt und ist Macht eigentlich? Wie entsteht und vergeht sie? Was bewirkt sie? Können Recht, Ethik oder Religion ihr Grenzen setzen? Warum verehren wir mächtige Menschen?

 

Peter Cornelius Mayer-Tasch führt das philosophische Phänomen „Macht“ und seine alltäglichen Ausprägungen in diesem Band zusammen: Angefangen beim Begriff selbst über die Dialektik von Segen und Fluch der Macht schlägt er den Bogen bis hin zur Utopie von Verzicht auf Macht.

 

 

Peter Cornelius Mayer-Tasch lehrt seit 1971 am Geschwister-Scholl-Institut der LMU München und seit 1974 auch an der Münchner Hochschule für Politik, der er von 1998–2010 als Prorektor und Rektor vorstand. Nach der Habilitation für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Mainz (1971) widmete er sich in wachsendem Maße politik- und kulturwissenschaftlichen Themen.

 

 

„Kleine Philosophie der Macht“ ist im Franz Steiner Verlag erschienen.

 

Prof. Dr. Peter Cornelius Mayer-Tasch
Kleine Philosophie der Macht

 

Franz Steiner Verlag

130 S., 8 s/w Abb., 3 farb. Abb.
Gebunden
ISBN 978-3-515-12035-7
Erschienen im Juli 2018

 

 

 

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Autor: Franz Steiner Verlag; zusammengestellt von Gert Holle – 31.07.2018

 


Der etwas andere Jahresrückblick

Verlorenes Paradies Jamaika: Die Chronik eines Jahres XIII

Foto: Frankfurter Allgemeine Buch
Foto: Frankfurter Allgemeine Buch

Für alle Fans von Greser & Lenz – und die, die es noch werden wollen. Zum ersten Mal mit farbigem Innenteil. Ideal auch als Geschenkbuch. Mit einem Vorwort von F.A.Z.-Herausgeber Berthold Kohler.

 

Nach dem Wahljahr 2017 erscheint nun der dreizehnte Band der gesammelten Werke von Greser & Lenz. Er enthält gezeichnete Witze, die von Dezember 2016 bis November 2017 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht wurden, einige sogar auf der Titelseite. In Zusammenarbeit mit Jasper von Altenbockum, dem Innenpolitikchef der F.A.Z., ist eine kritische und heitere Rückschau auf die vergangenen zwölf Monate entstanden

 

 Heribert Lenz, Achim Greser

 

Verlorenes Paradies Jamaika: Die Chronik eines Jahres XIII

 

Auflage: 1. Auflage

 

Seiten: 208

 

ISBN: 978-3-95601-220-4

 

Format: Illustriert, Vierfarbig, Hardcover

 

19,90 € inkl. 19% MwSt. zzgl. Versandkosten

 

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Autor: Frankfurter Allgemeine Buch; zusammengestellt von Gert Holle - 20.12.2017