Klingender Adventskalender - 12

Wieder warten lernen- gelesen von Devid Striesow

Grafik: Gert Holle
Grafik: Gert Holle

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„Kinder, wie die Zeit vergeht!“ Wie oft habe ich diese Worte in den vergangenen Tagen gehört und mich bei dem selben Gedanken ertappt ... In der Tat: Es ist, als würden die Tage, Wochen, Monate zerrinnen. Schon wieder Weihnachten.... Es ist wirklich Atem beraubend. Unsere Zeit haben wir nicht in der Hand. Sind wir deshalb so hektisch? Laufen aneinander vorbei, vielem hinterher? Hetzen sogar noch von Besinnung zu Besinnung. Ausgerechnet in der Weihnachtszeit! – Wir haben das Warten verlernt. Das Innehalten. Das Besinnen auf uns selbst. Unsere Zeit liegt in Gottes Händen. Dann könnten wir vom Augenblick sagen: „Verweile doch, du bist so schön!“ Das kann ich lernen. Aber üben muss ich. Die Adventszeit bietet sich dafür an: Einmal nur zu warten. Die Ungeduld zu lassen. Das gestresste Gesicht zu entspannen. Um sich endlich einmal beschenken zu lassen. Und sei es nur von dem Licht der dritten Kerze morgen. Oder von einem freundlichen Lächeln. (Jens-Uwe Flügel)

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Die verrückten Weihnachtsmänner
- eine Bärchen-und-Rübe-Geschichte

12

Sie standen in der offenen Kirchentür und staunten. Rübe und Bärchen hatten den Mund und die Augen weit aufgerissen. Hatschi konnte sich vor Kichern kaum halten. Der Schneemann und der Pinguin ächzten und murmelten: „Das kann nicht wahr sein - nein, nein, nein, das darf nicht wahr sein!“
Sie konnten kaum glauben, was sie sahen. Auf dem Boden der Kirche flitzten kleine Männchen herum. Sie sahen aus wie Mini-Weihnachtsmänner oder Liliput-Nikoläuse. Emsig huschten sie von einer Ecke zur anderen. Und nun hörte man sie rufen mit ihren kleinen Stimmen: „Hier ist es nicht! Hier ist es nicht! Aber es muss doch da sein! Wo ist es bloß? Wo ist es bloß? Vielleicht da drüben? Vielleicht da vorn? Vielleicht dahinten? Hier ist es nicht!....“
„Ich glaube“, sage Hatschi, „wir müssen mal etwas Ordnung in das Chaos bringen. Auf, lasst uns reingehen!“
So gingen sie in die Kirche hinein, aber die kleinen Männchen flitzten weiter hin und her, ohne sich um die Besucher zu scheren. Besonders der Schneemann musste aufpassen, wohin er trat, damit er keinen der Kleinen verletzte.
„Soso, da hilft nichts“, sagte Hatschi, „wir müssen brüllen. Also los: auf ‘3’ rufen wir alle ganz laut ‘Halt!’ - 1 - 2 - 3 - Halt!“
Ihr Schrei hallte durch die Kirche und als er verklang wurde es ganz still. Die kleinen Weihnachtsmänner blieben stehen und schauten zu ihnen hin.
Dann kam einer von den Wichteln zu ihnen. „Aah, gut! Verstärkung! Also, das ist ganz einfach. Wir suchen hier unten weiter und ihr steigt hinauf in den Turm und sucht dort. Alles klar!?“
„Stopp!“ sagte Rübe. „Nichts ist klar. Wer seid ihr überhaupt und was macht ihr hier?“
„Was soll diese Frage?“ antwortete das Männchen. „Wir sind die Helfer des Weihnachtsmannes und wir versuchen Weihnachten zu retten. Die Zeit drängt, also los - ihr im Turm, wir hier unten!“
Und wie auf Kommando begannen die kleinen Helfer, wieder loszuflitzen, und schon hörte man: „Hier ist es nicht! Hier ist es nicht!...“
„Ich glaube“, sagte Rübe, „da können wir nichts machen.“
„Ja“, meinte Hatschi, „lasst uns zum Turm gehen, da bringen wir die Zwerglein nicht in Gefahr.“
Vorsichtig gingen sie durch die Kirche bis zu einer Treppe. Hier musste es hinauf in den Turm gehen. Sie stiegen ein paar Stufen hinauf und setzten sich.
„Alscho“, sagte der Pinguin, „wenn dasch die Helfer desch Weihnachtschmannes schind, dann schind dasch meine Helfer!“
„Nein! Natürlich meine!“ rief der Schneemann. „Ich bin schließlich der Weihnachtsmann!“
„Oooohhh nein!!!“ stöhnte Bärchen. „Jetzt geht das schon wieder los.“
„Alleszzz Quatschzzzz!“ zischte da eine Stimme. „Ichzzz bin der Weihnachtszzzzmannn!“

 


Fortsetzung folgt


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Foto: Gert Holle
Foto: Gert Holle

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Autor: Gert Holle /Jens-Uwe Flügel - 12.12.2021